![]() Gildemeister AktiengesellschaftBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der GILDEMEISTER AktiengesellschaftVorbemerkungDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat kein eigenes operatives Geschäft, sondern führt den GILDEMEISTER-Konzern funktionsübergreifend als Managementholding. Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen des Mutterunternehmens handelt es sich nahezu ausnahmslos um Erträge, die aus der Ausübung der Holding- und Dienstleistungsfunktionen für den Konzern sowie Mieteinnahmen resultieren. Die Ertragslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft unterscheidet sich in ihrer Höhe und Struktur von der des Konzerns. Sie ist im Wesentlichen geprägt durch die mit zwei inländischen Tochtergesellschaften abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge und die aus den Holdingfunktionen resultierenden Aufwendungen und Erträgen. Der vorliegende Lagebericht betrifft ausschließlich die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft. Eine umfassende Darstellung des GILDEMEISTER-Konzerns findet sich in unserem Geschäftsbericht 2009 und dem darin enthaltenen Konzernlagebericht und Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurde. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf 2009Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft setzte zu Jahresbeginn ihre Abschwungphase fort, erreichte dann aber einen Wendepunkt. Die stärksten Impulse setzte China; in Japan stagnierte die Wirtschaft. Die USA kamen nur mühsam aus dem Konjunkturtief. Dies traf auch auf Europa zu. Auch Deutschland erholte sich nach den starken Einbußen nur langsam. Nach vorläufigen Berechnungen des Institutes für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel sank die gesamtwirtschaftliche Produktion weltweit um 1,0% (Vorjahr: +3,1%). Entwicklung des WerkzeugmaschinenbausInternationale EntwicklungDer Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich in Folge der internationalen Finanz-und Wirtschaftskrise deutlich schwächer als im Vorjahr. Für die Weltproduktion berechnete der VDW einen Rückgang von 31% bzw. 16,4 MRD € auf 36,1 MRD € (Vorjahr: 52,5 MRD €). Deutschland liegt mit 7,5 MRD € (-30%) noch an der Weltspitze, womit der Anteil an der Weltproduktion bei 21% (Vorjahr: 20%) lag. China hat sich erstmals zum zweitgrößten Produzenten von Werkzeugmaschinen weltweit entwickelt. Das Produktionsergebnis beträgt 7,0 MRD €; dies entspricht 19% der weltweit produzierten Werkzeugmaschinen (Veränderung zum Vorjahr: +20%). Japan folgte mit einer Produktion von 5,1 MRD € (-52%) bzw. 14% des Weltproduktionsanteils. Auf den Plätzen vier bis zehn liegen Italien (3,8 MRD €; -30%; 10%), Südkorea (1,9 MRD €; -36%; 5%), Taiwan (1,7 MRD €; -47%; 5%), die USA (1,7 MRD €; -38%; 5%), die Schweiz (1,5 MRD €; -44%; 4%), Spanien (0,8 MRD €; -28%; 2%) und Brasilien (0,7 MRD €; -25%; 2%). Die zehn besten Länder produzierten insgesamt 87% aller Werkzeugmaschinen (Vorjahr: 87%). Deutsche WerkzeugmaschinenindustrieDie deutsche Werkzeugmaschinenindustrie erreichte im Jahr 2009 ein historisch tiefes Niveau; sie verzeichnete insgesamt einen stark rückläufigen Auftragseingang, eine niedrigere Produktion und einen gesunkenen Export. Die Auftragseingänge brachen mit 6,2 MRD € bzw. um 55% ein (Vorjahr: 13,7 MRD €). Die Inlandsnachfrage sank um 61% (Vorjahr: -17%). Die Nachfrage aus dem Ausland verringerte sich um 50% (Vorjahr: -12%). Auch das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft bewegte sich im Negativbereich. Die Hauptabnehmerbranchen (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau und Elektrotechnik) wiesen deutlich niedrigere Werte als im Vorjahr auf. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDas Ergebnis der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Finanzanlagen (16,9 MIO €), die sich aus Ergebnisabführungen der inländischen Tochtergesellschaften saldiert mit Verlustübernahmen (16,4 MIO €) sowie einem Beteiligungsertrag von Mori Seiki (0,5 MIO €) zusammensetzten (Vorjahr: 117,2 MIO €). Insgesamt schließt die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft mit einem Jahresergebnis von -1,7 MIO € (Vorjahr: Jahresergebnis 44,0 MIO €) ab. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft weist zum 31. Dezember 2009 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 8,2 MIO € einen Bilanzgewinn von 6,5 MIO € (Vorjahr: 25,5 MIO €) aus. Die Umsatzerlöse (Konzernumlagen und Mieten) betrugen im Berichtsjahr 11,4 MIO € (Vorjahr: 15,0 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 4,6 MIO € auf 8,1 MIO €. Der Unterschied ergibt sich im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellung sowie der im Berichtsjahr ausgewiesenen Kurs- und Währungsgewinne. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen hauptsächlich den Bereich der Instandhaltungen der am Standort Bielefeld befindlichen Produktionshallen. Sie liegen mit 2,6 MIO € um rund 1,8 MIO € unter denen des Vorjahres (4,4 MIO €). Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr um 5,8 MIO € auf 13,0 MIO € (Vorjahr: 18,8 MIO €) reduziert. Die Reduzierung resultiert überwiegend aus dem gesunken Anteil der variablen Gehaltsbestandteile. Die Abschreibungen mit 1,5 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €) haben sich zum Vorjahr nicht verändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 18,7 MIO € und liegen damit um 16,8 MIO € unter dem Vorjahreswert (35,5 MIO €). Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Aufwendungen für Beratungsleistungen (-6,3 MIO €), die Kurs- und Währungsverluste (-4,7 MIO €), die sonstigen fremden Dienste (-1,5 MIO €) sowie die Kosten des Geldverkehrs und der Kapitalbeschaffung (-1,2 MIO €). Das Beteiligungsergebnis reduzierte sich von 117,2 MIO € im Vorjahr auf 16,9 MIO € im Berichtsjahr. Davon resultieren 16,4 MIO € aus Ergebnisabführungsverträgen sowie 0,5 MIO € aus Gewinnausschüttungen der Beteiligung Mori Seiki. Das Finanzergebnis lag bei -0,1 MIO € (Vorjahr: -5,6 MIO €). Die Verbesserung des Finanzergebnisses resultiert aus der in 2008 durchgeführten Umfinanzierung. Hier konnte in 2009 ein Zinsvorteil von rund 5,0 MIO € erzielt werden. Der Steueraufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,6 MIO € auf 2,3 MIO € (Vorjahr: 25,9 MIO €). Die Erhöhung des Sachanlagevermögens resultiert vor allem aus dem Zugang für Gebäude am Standort Bielefeld. Die Erhöhung des Finanzanlagevermögens resultiert im wesentlichen aus den über die Börse erworbenen Aktien der Firma Mori Seiki in Höhe von 31,3 MIO €. GILDEMEISTER hat sich im Rahmen einer strategischen Partnerschaft während des Berichtsjahres mit 5% an dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki Co. Ltd. (Nagoya) beteiligt. Es wurden über mehrere Tranchen insgesamt 4.427.400 Stück Aktien erworben. Der Vorstand hat im Berichtsjahr von der Ermächtigung Gebrauch gemacht, das Grundkapital durch Ausgabe von 2.279.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zum rechnerischen Nennwert von 2,60 € gegen Bar- und / oder Sacheinlage um 5.926.700 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Aktien wurden im Zuge einer strategischen Partnerschaft vom japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki zum Preis von 7,93 € pro Stück übernommen. Das Agio hieraus beträgt 12.149.735 € und wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Das Umlaufvermögen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 112,2 MIO € auf 363,1 MIO €. Der hohe Bestand an liquiden Mitteln im Vorjahr ergab sich aus der fast vollständigen Ziehung der syndizierten Kreditlinie im vierten Quartal 2008. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 8,4 MIO € auf 11,4 MIO €. Die wesentlichen Rückstellungen betreffen die variablen Gehaltsbestandteile, Rechts- und Beratungsaufwendungen, Personalrückstellungen sowie Instandhaltungsrückstellungen. GILDEMEISTER deckt seinen Kapitalbedarf mit dem operativen Cashflow sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die wesentlichen Bestandteile sind syndizierte Kredite, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme im Rahmen von Factoring-Vereinbarungen. Da sich die Kennzahlen in Folge der Wirtschaftkrise deutlich verändert hatten, haben wir frühzeitig Verhandlungen mit unseren Banken geführt, um die bestehenden Finanzierungsverträge anzupassen. Darüber hinaus haben wir den Kreditspielraum erweitert, um Opportunitäten im Projektgeschäft nutzen zu können und die Finanzierung des Konzerns für die Zeit der Wirtschaftskrise abzusichern. In der Folge mussten wir deutlich höhere Zinsmargen akzeptieren. Unsere Schuldscheindarlehen belaufen sich auf insgesamt 201,5 MIO € und sind im Mai 2013 fällig. An dem bestehenden syndizierten Kredit über 175,0 MIO € hat sich die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) mit einer Tranche über 40,5 MIO € beteiligt. Darüber hinaus haben wir einen weiteren syndizierten Kredit im Gesamtwert von 211,9 MIO € mit zwei Tranchen aufgenommen: eine Tranche über 57,0 MIO € sowie eine weitere Tranche über 154,9 MIO € jeweils mit einer Laufzeit bis Ende 2012. Die zweite Tranche kann erst im Juni 2011 gezogen werden und dient der Refinanzierung des im Juni 2011 auslaufenden syndizierten Kredites. Die Finanzierung für GILDEMEISTER konnte bis zum Jahresende 2012 gesichert und der Finanzierungsspielraum um bis zu 57,0 MIO € auf 433,5 MIO € erweitert werden. Die entsprechenden Verträge wurden Anfang 2010 unterzeichnet. Unsere Finanzierungen beinhalten marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants). Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge. Wesentliche Finanzierungsinstrumente und künftige finanzielle Verpflichtungen werden im Anhang beschrieben. Neben Darlehen benötigt GILDEMEISTER Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Avale können nach der Vertragsanpassung der Finanzierungsverträge aus bilateralen Avallinien gezogen werden. Das zentrale Ziel unseres Finanzierungsmixes ist die Sicherung ausreichender Kreditlinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für branchenbedingte saisonale Schwankungen, für die Anforderungen im Projektgeschäft der a+f GmbH und für die weitere Geschäftsentwicklung bereitstellen wollen. Die Finanzierung des GILDEMEISTER-Konzerns erfolgt zentral. Nur wenn Konzernfinanzierungen aufgrund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen verwendet. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern einzusetzen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten (Verschuldung) erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 114,5 MIO € auf 233,6 MIO € (Vorjahr: 119,1 MIO €). Im Vorjahr ergab sich ein hoher Bestand an liquiden Mitteln durch die fast vollständige Ziehung der syndizierten Kredite im vierten Quartal 2008. Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2009 sank um 9,1% auf 804,7 MIO € (Vorjahr: 885,5 MIO €). Die Eigenkapitalquote beträgt 45,3% (Vorjahr: 41,3%). DividendeVorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 14. Mai 2010 vorschlagen, eine Dividende von 0,10 € pro Aktie für das Geschäftsjahr 2009 auszuschütten. MitarbeiterDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft gliederte sich zum 31. Dezember 2009 in vier Vorstandsressorts und stellt sich wie folgt dar:
Am 31. Dezember 2009 waren in der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft 64 Mitarbeiter tätig, sieben Mitarbeiter weniger als am 31. Dezember 2008. Forschung und EntwicklungDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ist für die Forschungs- und Entwicklungsstrategie verantwortlich. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden auf der Ebene der Konzerngesellschaften statt. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBCorporate-GovernanceCorporate-Governance bedeutet für GILDEMEISTER seit langem das Unternehmen verantwortungsbewusst sowie transparent zu führen und zu kontrollieren. Sie ist zentraler Bestandteil der Unternehmensführung und aller Unternehmensbereiche. GILDEMEISTER folgt bereits seit Jahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex und erfüllte bis zum Inkrafttreten der neuen Fassung am 5. August 2009 erneut sämtliche Empfehlungen. GILDEMEISTER entspricht dem Kodex mit einer Ausnahme. Die folgende Entsprechenserklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2009 abgegeben. Unsere Aktionäre können sie auf unserer Website jederzeit einsehen: 1. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2008 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Fassung vom 6. Juni 2008, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 8. August 2008, bis zum Inkrafttreten der neuen Fassung am 5. August 2009 entsprochen. 2. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 entsprochen und wird ihnen künftig entsprechen mit folgender Ausnahme:
Vorstand und Aufsichtsrat bekennen sich zu guter Corporate-Governance als zentralem Bestandteil der Unternehmensführung, die im Sinne der Aktionäre auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet ist. Unsere internen Richtlinien orientieren sich an den Regeln und Grundsätzen einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung und -kontrolle. Bei GILDEMEISTER bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflicht-Versicherungen) und Rechtschutzversicherungen und zwar für alle Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte. Die D&O-Versicherung sieht im Sinne des VorstAG einen entsprechenden Selbstbehalt vor. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren AusschüssenVerantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenDer Vorstand wird mit Hilfe des Chancen- und Risikomanagementsystems regelmäßig über die Risiken sowie deren Entwicklung informiert. Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit den Risiken gehört für GILDEMEISTER zu guter Corporate-Governance. GILDEMEISTER identifiziert und überwacht regelmäßig wesentliche Risiken und Chancen mithilfe des systematischen Risikomanagementsystems. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, von GILDEMEISTER kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagementsystem finden Sie im Kapitel "Chancen- und Risikobericht". Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratFür das gemeinsame Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die aktuellen Entwicklungen, die Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor ihrer Veröffentlichung zu erörtern. Für bedeutende Geschäftsvorgänge sind in der Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates festgelegt. Vermeidung von InteressenskonfliktenVorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Potenzielle Interessenskonflikte von Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern werden dem Aufsichtsrat unverzüglich offengelegt und bedürfen dessen Genehmigung. Die Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenskonflikte und deren Behandlung. Im Berichtsjahr ist es weder bei den Vorstands- noch bei den Aufsichtsratsmitgliedern zu Interessenskonflikten gekommen. Wahrung der AktionärsinteressenDie Unternehmenskommunikation von GILDEMEISTER hat den Anspruch, sowohl größtmögliche Transparenz als auch eine zeitnahe Kommunikation mit allen Zielgruppen zu gewährleisten. Im Internet können sich Aktionäre und potenzielle Anleger jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Auf unserer Website www.GILDEMEISTER.com werden Pressemitteilungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie ein ausführlicher Finanzkalender, der regelmäßig aktualisiert wird, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache publiziert. Vorstand und Aufsichtsrat wollen mit Offenheit und Transparenz das Vertrauen unserer Aktionäre und Kapitalgeber, Geschäftspartner und Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit stärken. In der Hauptversammlung haben unsere Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst wahrzunehmen oder dieses durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Aktionären, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit sich zeitnah per Internet über die Hauptversammlung zu informieren. Rechnungslegung und AbschlussprüfungGemäß den Regelungen des Corporate-Governance-Kodex haben wir mit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates unverzüglich über Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet wird, die während der Prüfung auftreten. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse. Der Abschlussprüfer wird ferner den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, falls er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum Kodex ergeben. Aufsichtsrat und AusschüsseDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß Satzung aus zwölf Mitgliedern zusammen. Entsprechend des Mitbestimmungsgesetzes zählen neben den sechs Vertretern der Anteilseigener sechs Arbeitnehmervertreter, von denen einer Vertreter der leitenden Angestellten ist, zum Aufsichtsrat. Die Amtszeit des amtierenden Aufsichtsrats läuft bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in den Anhangangaben namentlich genannt. Der Aufsichtsrat tagte fünfmal im Geschäftsjahr. Über den Umfang seiner Arbeit berichtet der Aufsichtsrat auch im Bericht des Aufsichtsrates im Konzerngeschäftsbericht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft. Im Geschäftsjahr 2009 gab es fünf Ausschüsse im Aufsichtsrat der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft. Den Finanz- und Prüfungsausschuss, den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, den Nominierungsausschuss, den Ausschuss für Technologie und Entwicklung sowie den Vermittlungsausschuss. Über den Umfang seiner Arbeit in den Ausschüssen berichtet der Aufsichtsrat in seinem Bericht des Aufsichtsrates im Konzerngeschäftsbericht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft auf den Seiten 6 ff. Der Konzerngeschäftsbericht ist im Internet unter www.GILDEMEISTER.com veröffentlicht. Vergütung von Aufsichtsrat und VorstandGemäß § 285 Nr. 9a HGB und Ziffer 5.4.7. des Deutschen Corporate-Governance-Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrates individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. Vergütung des Aufsichtsrates der GILDEMEISTER AktiengesellschaftDie Vergütung des Aufsichtsrates wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft geregelt. Sie enthält erfolgsunabhängige und eine erfolgsbezogene Vergütungskomponenten. Zu den erfolgsunabhängigen Komponenten zählen die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält sowie die Vergütung für Ausschusstätigkeiten. Die erfolgsbezogene Komponente besteht aus einem langfristigen Leistungsanreiz, dem "Long-Term-Incentive" (LTI), was eine nachhaltige wertorientierte Unternehmensführung unterstützt. Nach einem Beschluss der 107. Hauptversammlung 2009 ist die kurzfristige, erfolgsbezogene Vergütungskomponente (STI) entfallen. Für das Geschäftsjahr 2009 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 24.000 €; der Vorsitzende erhielt das 2,5-Fache (60.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache (36.000 €). Somit lag die Fixvergütung insgesamt bei 335.605 € (Vorjahr: 168.000 €). Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 221.211 € (Vorjahr: 109.877 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Technologie und Entwicklung. Die Arbeit im Vermittlungs- sowie im Nominierungsausschuss, der als Unterausschuss des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses tätig ist, wird nicht vergütet. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 12.000 €. Die Vorsitzenden von Ausschüssen bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 12.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €. Die erfolgsbezogene Vergütungskomponente LTI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten: Als erfolgsbezogene Kennzahl wird das Ergebnis je Aktie - Earnings per Share (EPS) - verwendet. Das EPS ist eine etablierte Kennzahl, bei der eine Erfolgsbezogenheit unter Beachtung des jeweiligen Aktienkapitals gegeben ist. Es wird berechnet, indem das Jahresergebnis ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird. Das LTI ist variabel, das heißt, dass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Auch hier erhält der Aufsichtsratsvorsitzende das 2,5-Fache und sein Stellvertreter das 1,5-Fache der Vergütung der übrigen Mitglieder. Beim LTI besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe der jeweiligen festen Vergütung. Das LTI berücksichtigt nicht nur das Berichtsjahr, sondern auch die beiden Vorjahre. Die Kennzahl ist das arithmetische Mittel aus den EPS-Werten der entsprechenden Geschäftsjahre. Das LTI wird nur gezahlt, wenn das durchschnittliche EPS der relevanten drei Jahre mindestens 0,15 € beträgt. Die sich aus dem LTI errechnete erfolgsbezogene Vergütung für den Aufsichtsrat betrug insgesamt 335.605 € (Vorjahr: 168.000 €). Die Vergütung des Aufsichtsrates setzte sich im Jahr 2009 wie folgt zusammen: Vergütung des Aufsichtsrates der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 892.421 € (Vorjahr: 613.877 €). Nach § 15 a WpHG müssen Aufsichtsratsmitglieder oder andere meldepflichtige Personen den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien sowie darauf bezogene Erwerbs- oder Veräußerungsrechte, wie etwa Optionen oder Rechte, die unmittelbar vom Börsenkurs der Gesellschaft abhängen, offen legen. Im Berichtsjahr lag uns keine Director's-Dealings-Meldung vor. Eine Gesellschaft, die von einem Mitglied des Aufsichtsrates kontrolliert wird, hält eine Beteiligung von 5% der Gesamtzahl an Aktien. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates halten insgesamt weniger als 1% der Gesamtzahl an Aktien; kein Mitglied des Vorstandes besitzt GILDEMEISTER-Aktien. Vergütung des Vorstandes der GILDEMEISTER AktiengesellschaftDurch die gesetzlichen Änderungen (VorstAG) und einer damit einhergehenden Anpassung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates wird die Vergütung des Vorstandes seit September 2009 im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Schon vor in Kraft treten dieser Anpassung hat der Aufsichtsratsvorsitzende den Aufsichtsrat über die Beratungen im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss detailliert informiert; er wird zur Vorstandsvergütung auch auf der Hauptversammlung berichten. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten, wobei die indirekte Vergütungskomponente vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung besteht. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus einem kurzfristigen Leistungsanreiz, dem "Short-Term-Incentive" (STI), und einem langfristigen Leistungsanreiz, dem "Long-Term-Incentive" (LTI). Beide variablen Bestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen deutlichen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitgliedes, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstandes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes. Die direkte Vergütung des Vorstandes betrug 2.988 T€ (Vorjahr: 7.441 T€). Davon entfielen 1.673 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 1.328 T€), 400 T€ auf das STI (Vorjahr: 6.000 T€), 0 T€ auf das LTI, da die für die Tranche festgelegte EBIT-Marge im Zuteilungsjahr 2009 nicht erreicht wurde. 800 T€ wurden als Leistungsvergütung für das Jahr 2009 zuerkannt. Auf die Sachbezüge entfielen 115 T€ (Vorjahr: 113 T€). Die direkte Vergütung des Vorstandes für das Jahr 2009 verteilt sich wie folgt: Direkte Vorstandsvergütungscroll
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgröße im Berichtsjahr war das EAT ("Earnings After Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Es enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe von jeweils 1.000 T€ für das Jahr 2009. Das Cap wird ebenfalls jährlich neu festgelegt. Das LTI als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung verbindet die Erreichung festgelegter Ziele in Bezug auf das EBIT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der GILDEMEISTER-Aktie. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das 2-fache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitgliedes je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Unterschreitet das EBIT des Zuteilungsjahres einen bei jeder neuen Auslobung einer Tranche festzulegenden EBIT-Mindestwert, entfällt die Zahlung des LTI. Bei dem LTI handelt sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von drei Jahren. Die erste nach diesem Modell für das Jahr 2007 ausgelobte Tranche wurde somit am 31. Dezember 2009 zugeteilt. Aus der Zuteilung resultiert keine Auszahlung, da die festgelegte EBIT-Marge nicht erreicht wurde. Die für das Geschäftsjahr 2008 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2010 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2011 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EBIT-Zieles des Jahres 2010 und des jeweiligen Aktienkurses. Die für das Geschäftsjahr 2009 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2011 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2012 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EBIT-Zieles des Jahres 2011 und des jeweiligen Aktienkurses. In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der im Jahr 2007, 2008 und 2009 ausgelobten Performance-Units und der Fair-Value des LTI zum Zeitpunkt der Gewährung für jedes Vorstandsmitglied dargestellt. Tranchen des Longterm-Incentivesscroll
scroll
Aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen (VorstAG) hat der Aufsichtsrat die Verlängerung der Tranchenlaufzeit von drei auf vier Jahre beschlossen. Um die Anreizwirkung des LTI nicht zu unterbrechen, wurde für das Jahr 2009 eine zusätzliche Tranche für jedes Vorstandsmitglied ausgelobt. Durch die neue vierjährige Laufzeit erfolgt die Auszahlung dieser Tranche im Jahr 2013 und ermöglicht so einen lückenlosen Anschluss an die bisher ausgelobten Tranchen. Sowohl das STI als auch das LTI sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Die Leistungsvergütung resultiert aus besonders erfolgreich durchgeführten Projekten, die von den anderen Vergütungskomponenten nicht erfasst ist. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstandes werden überwiegend durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Für den Vorstandsvorsitzenden besteht eine leistungsorientierte Zusage. Indirekte Vorstandsvergütungscroll
Im Jahr 2009 entstand für die leistungsorientierte Zusage ein Rückstellungsaufwand von 72 T€ (Vorjahr: 72 T€). Die zweckgebundenen Zahlungen in das beitragsorientierte Versorgungsmodell beliefen sich in der Summe auf 253 T€ (Vorjahr: 253 T€). Aufgrund einer Verbesserung des Pensionssatzes des Vorstandsvorsitzenden wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 187 T€ geleistet. Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Es wurden von Unternehmen des GILDEMEISTER-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 604 T€ ausbezahlt (Vorjahr: 597 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 5.863 T€ (Vorjahr: 5.963 T€). Chancen- und RisikoberichterstattungMit dem systematischen Verfahren des Chancen- und Risikomanagements erfasst und bewertet GILDEMEISTER frühzeitig Chancen und Risiken seiner unternehmerischen Tätigkeit. So können wir optimal reagieren und notwendige Maßnahmen einleiten. GILDEMEISTER ist in seinem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Das Chancen- und Risikomanagementsystem besteht aus fünf Elementen: 1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der durch jeweils einen lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften unterstützt wird und das Risikomanagementsystem (inklusive Software) pflegt, 3. bereichsspezifischen Risikotabellen, in denen Einzelrisiken quantitativ bewertet sind und einer Priorisierung der Risiken, die über den Value-at-Risk als Risikomaß erfolgt, 4. der allgemeinen bereichsinternen und -übergreifenden Reportingstruktur des Konzerns, die über Schwellenwerte gesteuert wird und auch ad-hoc-Berichte über wesentliche Risiken unterstützt, 5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Auch Chancen werden innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems identifiziert und analysiert, indem wir auch positive Abweichungen von Planannahmen simulieren. Das Marketing-Informationssystem (MIS) identifiziert wesentliche Einzelchancen, indem es Kundendaten weltweit erfasst und Markt- und Wettbewerbsdaten auswertet. Auf dieser Grundlage messen, bewerten und überprüfen wir sämtliche Vertriebs- und Serviceaktivitäten sowie sonstige Maßnahmen auf Effektivität und Wirtschaftlichkeit. So können wir kurz- und mittelfristige Prognosen über die zu erwartenden Kundenaufträge pro Maschinentyp und Vertriebsregion erstellen. Das Risikomanagementsystem bei GILDEMEISTER ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden müssen. Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei vierteljährlich identifiziert und die daraus ermittelten Risikopotenziale mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet. Dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt und bestandsgefährdende Risiken werden sofort außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Wir ermitteln die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist Teil des gesamten Internen Kontrollsystems (IKS) der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, das in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet ist. Es umfasst die Organisations- sowie Kontroll-und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzmäßigen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten und deren anschließende Übernahme in den Jahresabschluss. Die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen tragen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in Richtlinien, wie beispielsweise dem Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien bilden gemeinsam mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage des Abschlusserstellungsprozesses. Es existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung der HGB-Bilanzierungsvorschriften. Die interne Revision überprüft die Effektivität der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen. Im Bedarfsfall bedient sich GILDEMEISTER externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Das Kontrollsystem umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Plausibilisierungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip gehören. Zusätzlich tragen die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Minimierung einzuleiten. Die Wirksamkeitsbeurteilung erfolgt auf Grundlage von Selbstbeurteilungen; die Wirksamkeit wird stichprobenartig von der internen Revision sowie von den Abschlussprüfern überprüft und ausgewertet. Die Resultate der Effektivitätsprüfungen werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Aus unseren internationalen Aktivitäten entstehen währungsbedingte Risiken, die wir durch unsere Währungsstrategie absichern. Dabei regelt eine Währungsrichtlinie die zulässigen Sicherungsinstrumente. Diese werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Ausführliche Details hierzu finden Sie im Anhang. Die währungsbedingten Risiken schätzen wir als gering ein. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von GILDEMEISTER sind syndizierte Kredite und Schuldscheindarlehen. Ein Zinsänderungsrisiko aus den Schuldscheindarlehen existiert nicht, da durch ein Sicherungsinstrument (SWAP) eine Festzinsvereinbarung vereinbart wurde. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, marktübliche Covenants (Kennzahlen) einzuhalten; bei Nichteinhaltung der Covenants haben die Banken das Recht, die Finanzierungsverträge zu kündigen. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind. Unsere Bankverbindungen haben wir sorgfältig ausgewählt. Die Liquidität von GILDEMEISTER ist ausreichend bemessen. Ein Risiko könnte aus dem zeitlichen Anfall von Zahlungen im Projektgeschäft entstehen. Der zugesagte Finanzierungsrahmen kann die heute erkennbaren möglichen zeitlichen Verschiebungen aufnehmen. Die Risiken aus dem Finanzbereich sind beherrschbar. Mögliche Schäden belaufen sich insgesamt auf rund 24,5 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens ist gering. Risiken hinsichtlich der Vermögenslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ergeben sich im Wesentlichen durch die Bilanzierung und Bewertung der Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich mit Hilfe der Ertragswertberechnung, die auf Planungsrechnungen der Beteiligungsgesellschaften basiert, ermittelt. Ein Abwertungsbedarf ergab sich aufgrund der ermittelten Werte zum Stichtag nicht. Für den Fall, dass die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden, kann eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sein. Die derzeit vorliegenden Planungsrechnungen geben keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2009. Die Risiken sind somit beherrschbar und der Fortbestand des GILDEMEISTER-Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Angesichts der weiterhin angespannten Konjunkturlage kann allerdings ein erneuter Anstieg der Risiken nicht ausgeschlossen werden. Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB i. d. F. des Übernahmerichtlinie-UmsetzungsgesetzesZu § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGBDas Grundkapital der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beträgt 118.513.207,80 €. Es ist eingeteilt in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 6 HGBHinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85 AktG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 7 (2) der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in der Fassung vom Mai 2009, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG in Verbindung mit § 15 (4) der Satzung geregelt. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 7 HGBDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 50.073.300,00 € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Des Weiteren ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zu einem anteiligen Betrag von knapp 10% des Grundkapitals, dies entspricht 11.851.321,00 €, eigene Aktien zu erwerben. Die Ermächtigungen sollen die Gesellschaft in die Lage versetzen, ohne Beanspruchung der Börse eigene Aktien kurzfristig für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen zur Verfügung zu haben und einem Verkäufer als Gegenleistung anbieten zu können. Der Vorstand wird ermächtigt, hinsichtlich eines Teilbetrages von 5.000.000,00 €, Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen auszugeben. Insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen auszuschließen. Darüber hinaus ist das Grundkapital um weitere bis zu 37.500.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 14.423.076 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 bis zum 31. März 2009 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGBAls wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sind der syndizierte Kreditvertrag von 175 MIO € sowie die Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 200 MIO € der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft zu nennen. Bei einem Kontrollwechsel (Erwerb von 25% oder mehr der Stimmrechte) kann die Rückforderung des syndizierten Kredites (ggfs. auch in Teilbeträgen) bzw. die Rückführung der Schuldscheindarlehen gefordert werden. Für weitere Details verweisen wir auch auf die entsprechenden Angaben im Anhang. Zudem hat der Gesetzgeber beschlossen, dass der Vorstand einen erläuternden Bericht zu den Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB abzugeben hat: Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt per 31. Dezember 2009 118.513.207,80 € und ist in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes obliegt gemäß § 84 AktG dem Aufsichtsrat. Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Rahmen der 107. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2009; hier wurden § 5 und § 12 der Satzung neu gefasst. Der Vorstand hat im Berichtsjahr - mit Ausnahme der Ermächtigung das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch die Ausgabe von neuen Aktien zu erhöhen - von den vorstehenden Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. NachtragsberichtSeit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts haben sich mit Ausnahme der neu abgeschlossenen Finanzierungsverträge und Finanzkennzahlen (vgl. Anhang) keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben. PrognoseberichtDie Weltwirtschaft wird sich nach Ansicht der Wirtschaftsexperten im laufenden Geschäftsjahr nur langsam erholen. Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht bei seinen Prognosen von einer Stagnation der Maschinenproduktion aus und der VDM (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) rechnet mit einem weiteren globalen Produktionsrückgang des Werkzeugmaschinengeschäftes. Die aktuelle Prognose des VDM und des britischen Wirtschaftsforschungsinstitutes Oxford Economics geht davon aus, dass die Produktionsleistung und das Marktvolumen wertmäßig jeweils um 6,5% abnehmen werden. Damit erwarten wir auch einen Rückgang der Branchenumsätze um 6,5%. Das Geschäftsjahr 2010 wird eine weitere Bewährungsprobe für GILDEMEISTER sein; uns steht noch ein weiteres schweres Jahr bevor. Wir haben schnell reagiert und die durchgeführten Anpassungsmaßnahmen schaffen eine gute Ausgangsposition für die Zukunft. Auf Grundlage der für uns relevanten Marktprognosen streben wir im Geschäftsjahr 2010 eine Steigerung beim Auftragseingang und Umsatz an. Wesentliche Einflussfaktoren auf die Ertragskraft sind die Entwicklung der Auftragseingänge und deren Preisqualität sowie das Umsatzvolumen. Wir arbeiten daran, dass die eingeleiteten operativen und strukturellen Maßnahmen sich positiv auswirken. Im Hinblick auf das laufende schwierige Geschäftsjahr 2010 planen wir keine Zahlung einer Dividende. Bei den "Werkzeugmaschinen" rechnen wir mit einem schwierigen internationalen Marktumfeld. Bedingt durch den geringeren Auftragsbestand wird der Umsatz nochmals rückläufig sein. Bei den "Services" gehen wir von einer Markterholung aus. Für das Solargeschäft erwarten wir eine positive Entwicklung. Auch im Geschäftsjahr 2011 werden die Rahmenbedingungen herausfordernd bleiben; die Branche der Werkzeugmaschinenhersteller rechnet dennoch mit deutlichen Besserungstendenzen. Angesichts unserer starken globalen Präsenz und der Kooperation mit Mori Seiki werden wir an der erwarteten nachhaltigen Erholung des Weltmarktes partizipieren. Mittelfristig wollen wir zu den alten Zielen zurückkehren. Wir haben neue Strukturen implementiert, werden die Umsetzung vorantreiben und weitere Potenziale heben. Für den Verlauf von Auftragseingang und Umsatz sehen wir im Geschäftsjahr 2011 eine deutliche Steigerung. Beim Ergebnis gehen wir ebenfalls von einer Erholung und einer deutlichen Verbesserung aus. Wir werden Schritt für Schritt auf den Wachstumskurs zurückkehren. Die Basis unserer Erfolge in der Vergangenheit waren stets unsere Mitarbeiter: In guten wie in weniger guten Tagen konnten wir uns uneingeschränkt auf eine engagierte Belegschaft verlassen. Leistung zu fordern und zu fördern gehört zu unserer Unternehmenskultur. Damit sichern wir das langfristige profitable Wachstum und die Zukunft von GILDEMEISTER. Anhang für das Geschäftsjahr 2009der GILDEMEISTER AktiengesellschaftA. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Die Neuregelung zur Rechnungslegung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) werden wir ab 01.01.2010 anwenden. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Nutzungsdauer des Anlagevermögensscroll
Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis nach der linearen Methode. Zugänge mit Anschaffungskosten von 150 € bis 1.000 € wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten zusammengefasst und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Unverändert blieben auch die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäfts- und Fabrikbauten bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden mit ihren Nominalwerten eingestellt, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit ihrem Barwert bilanziert. Die Forderungen in fremder Währung wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Sofern der Stichtagskurs unterhalb der Entstehungskurse liegt, erfolgt eine Abwertung auf den Stichtagskurs. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6a EStG unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 6%. Dabei wurden die im Juli 2005 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Eine Deckung der Pensionen durch einen externen Pensionsfonds besteht nicht. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Des Weiteren umfasst die Rückstellung Aufstockungsleistungen, denen sich der Arbeitgeber auf Grund einer tarifvertraglichen Regelung oder einer Betriebsvereinbarung nicht mehr entziehen kann. Diese Rückstellungen werden ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt und mit dem Barwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 5,5% bewertet. Altersteilzeitansprüche sind im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden liquide Mittel auf einen Treuhandverein übertragen. Die übrigen Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Es wurde jeweils der voraussichtliche Erfüllungsbetrag eingestellt. Rückstellungen für Zahlungen anlässlich von Arbeitnehmerjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 5,5% p.a. abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Rückzahlungsbeträgen angesetzt. C. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der BilanzAktiva Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zur Bilanz beigefügt ist. 1 Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDer ausgewiesene Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte beinhaltet im Wesentlichen EDV-Software. Grundstücke und Gebäude sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet. 2 FinanzanlagenDie Entwicklung des Finanzanlagevermögens der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ist in der Anlage zur Bilanz dargestellt. Die in der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapitalanteile und Ergebnisse per 31. Dezember 2009 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt. Der am 23. März 2009 geschlossene Kooperationsvertrag mit Mori Seiki beinhaltet eine Überkreuzbeteiligung von jeweils 5%. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft erwarb im Berichtsjahr in mehreren Tranchen über die Börse insgesamt 4.427.400 Stück Aktien an der Mori Seiki Co. Ltd. zu Anschaffungskosten von 793 JPY bis 1.060 JPY pro Aktie. Die Auszahlungen für den Erwerb der Aktien betrugen 31.260 T€ (inkl. Anschaffungsnebenkosten). GILDEMEISTER hielt zum Stichtag 4,0% an der Mori Seiki Co. Ltd., nachdem diese im Dezember 2009 eine Kapitalerhöhung durchgeführt hat. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Finanzanlagen vorgenommen. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
3 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 311.402 T€ (Vorjahr: 272.264 T€) ergaben sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Kosten- und Finanzverrechnungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten unter anderem Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen zur sozialen Absicherung der Organe von 2.354 T€ (Vorjahr: 2.142 T€), sowie Steuererstattungsansprüche von 1.706 T€ (Vorjahr: 2.466 T€). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 2.354 T€ (Vorjahr: 2.142 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4 WertpapiereDie Bundesschatzanweisungen aus 2008 wurden zum 13. März 2009 mit Gewinn veräußert. 5 Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDer Ausweis betrifft überwiegend Guthaben bei Kreditinstituten. 6 Aktive RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Zahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für das Folgejahr darstellen. Passiva7 EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas Grundkapital der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beträgt 118.513.207,80 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Der Vorstand hat im Berichtsjahr von der Ermächtigung Gebrauch gemacht das Grundkapital durch Ausgabe von 2.279.500 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zum Nennwert von 2,60 € gegen Bar- und / oder Sacheinlage um 5.926.700 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Aktien wurden im Zuge einer strategischen Partnerschaft vom japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki erworben. Die folgenden Ausführungen sind im wesentlichen der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft (Stand Mai 2009) entnommen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 50.073.300,00 € durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird ermächtigt, hinsichtlich eines Teilbetrages von 5.000.000,00 € Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen auszugeben. Insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien zu erwerben, b) soweit dies zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen oder den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften im Rahmen einer dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustehen würde, c) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen und d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht aufgrund von Options- und / oder Wandelanleihen besteht, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 37.500.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 14.423.076 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Options- beziehungsweise Wandelanleihen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 unter Tagesordnungspunkt 7 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder einem unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren beziehungsweise eine Wandlungspflicht bestimmen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise Wandlungs / Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zu Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zu Bedienung eingesetzt haben. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neue Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. KapitalrücklageDurch die Kapitalerhöhung hat sich die Kapitalrücklage gegenüber dem Vorjahr um 12.149.735 € auf 83.447.597 € erhöht. Die Erhöhung ergibt sich aus dem Agio der ausgegebenen Aktien an Mori Seiki. GewinnrücklagenGesetzliche RücklageDie gesetzliche Rücklage in Höhe von 680.530 € ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Andere GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 155.532.902 € sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls unverändert. GewinnverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2009 der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt mit einem Jahresergebnis von -1.731.672,76 € ab. Es wird der Hauptversammlung am 14. Mai 2010 vorgeschlagen, unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von 8.195.405,88 € den verbleibenden Bilanzgewinn von 6.463.733,12 € wie folgt zu verwenden:
Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
8 SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für Körperschaftsteuer in Höhe von 1.465 T€ sowie Gewerbesteuer in Höhe von 2.221 T€. 9 Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 3.766 T€ (Vorjahr: 3.690 T€), davon für Abfindungsleistungen 2.760 T€ (Vorjahr: 2.760 T€), Tantiemenzahlungen in Höhe von 2.063 T€ (Vorjahr: 7.702 T€), Rückstellungen für Instandhaltungen in Höhe von 702 T€ (Vorjahr: 1.952 T€), Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten in Höhe von 1.583 T€ (Vorjahr: 2.900 T€), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 894 T€ (Vorjahr: 614 T€), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 164 T€ (Vorjahr: 913 T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 1.350 T€ (Vorjahr: 2.077 T€). 10 Verbindlichkeitenscroll
1)
davon durch Grundpfandrechte gesichert: 802
T€ (Vorjahr: 874 T€) Es wurden zwei Schuldscheindarlehen begeben. Das erste mit einem Volumen von 140.000 T€ hatte eine Laufzeit bis zum Jahr 2013, das zweite mit einem Volumen von 60.000 T€ hatte eine Laufzeit bis zum Jahr 2015. Die Schuldscheindarlehen sind gleichrangig mit den anderen Finanzierungen. Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird über einen syndizierten Kreditvertrag abgedeckt. Der am 30. Juni 2006 abgeschlossene syndizierte Kredit hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2011 und ein Volumen von 175.000 T€. Das Kreditvolumen war in zwei verschiedene Tranchen eingeteilt, die sich in ihrer Höhe, Verwendbarkeit und Fristigkeit, ihren Ziehungsmodalitäten und vereinbarten Zinssätzen unterscheiden. Die Konzerngesellschaften GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, GILDEMEISTER Italiana S.p.A., FAMOT Pleszew Sp.z o. o. und GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l. waren sowohl Garanten im Rahmen der Schuldscheindarlehen als auch des Kreditvertrages. Die bisherigen Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits und der Schuldscheindarlehen verpflichten GILDEMEISTER zur Einhaltung von Covenants. Da sich in Folge der Wirtschaftskrise die Finanzkennzahlen verändert hatten, haben wir frühzeitig Verhandlungen mit den Kreditgebern geführt, um die bestehenden Finanzierungsverträge anzupassen und Covenants neu festzulegen. GILDEMEISTER hat im November 2009 eine Bankengruppe zur Begleitung der Umfinanzierung beauftragt und Anfang Dezember einen Verzichtsantrag der außerordentlichen Kündigung bei den Banken gestellt. GILDEMEISTER konnte schon Ende Dezember 2009 davon ausgehen, dass die Banken der Verzichtserklärung zustimmen. Die Gläubiger des syndizierten Kredits und der Schuldscheindarlehen verzichteten im Januar 2010 auf ihr Kündigungsrecht zum Jahresende 2009, das ihnen bei Nichteinhaltung von Covenants zugestanden hätte. Im Rahmen der Anpassungen der zum 31. Dezember 2009 bestehenden Finanzierungsverträge wurden die bisherigen Schuldscheindarlehen in 2010 neu strukturiert. Für das Schuldscheindarlehen mit einem bisherigen Volumen von 140.000 T€ sind Aufhebungsvereinbarungen in Höhe von 20.400 T€ getroffen worden. Der geänderte Schuldschein hat nun ein Volumen von 119.600 T€ und unverändert eine Laufzeit bis 2013. Es wird mit einem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% (vorher: 1,80%) verzinst. Zu den Schuldscheindarlehen mit einem ursprünglichen Volumen von 60.000 T€ wurden Aufhebungsvereinbarungen über einen Betrag von 8.000 T€ getroffen. Das reduzierte Volumen beträgt 52.000 T€. Die Laufzeit von ursprünglich sieben Jahren wurde auf eine Laufzeit von fünf Jahren verkürzt und endet nun im Jahr 2013. Es wird mit einem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% (vorher: 2,30%) verzinst. Zusätzlich wurde ein neues Schuldscheindarlehen in Höhe von 30.000 T€ gezeichnet. Es hat ebenfalls eine Laufzeit bis 2013 und wird mit einem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% verzinst. Zusätzlich wurde mit der Refinanzierung im Februar 2010 ein neuer syndizierter Kredit mit einem Volumen von 211.900 T€ abgeschlossen, mit dem Ziel die Finanzierung des Unternehmens bis zum Jahr 2012 zu sichern und an den geplanten Kapitalbedarf anzupassen. Die neue Fazilität besteht aus zwei Tranchen. Die erste Tranche mit einem Volumen von 154.900 T€ besteht aus einem bereits zugesagten Kredit (Forward Start) und hat eine Laufzeit bis Dezember 2012. Sie kann ab dem 26. Juni 2011 in bar gezogen werden und löst den bestehenden syndizierten Kredit ab. Die zweite Tranche mit einem Volumen von 57.000 T€ kann sofort in Anspruch genommen werden. Sie hat ebenfalls eine Laufzeit bis zum Dezember 2012. Die neue Fazilität wurde von Banken aus dem bestehenden Bankenkonsortium gezeichnet. Wie bei der bisherigen Finanzierung haben die kreditgebenden Banken auch bei der Refinanzierung sowohl für die syndizierte Kreditlinie als auch für die Schuldscheindarlehen vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, GILDEMEISTER Beteiligungen AG, a+f GmbH, FAMOT Pleszew Sp.z o. o., GILDEMEISTER Partecipacioni S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind Garanten für die Kreditverträge und die Schuldscheindarlehen. 11 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAm Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zu Nominalwerten dargestellt werden: scroll
In den Bürgschaften der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft sind Höchstbetragsbürgschaften für verbundene Unternehmen in Höhe von 40.175 T€ (Vorjahr: 36.760 T€) enthalten. Die entsprechenden Bankverbindlichkeiten valutierten zum 31. Dezember 2009 mit 17.517 T€ (Vorjahr: 27.407 T€). Gesamtschuldnerische Haftungen übernahm die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft für Verbindlichkeiten in Höhe von 30.589 T€ (Vorjahr: 32.189 T€) zum Bilanzstichtag. Des Weiteren sind bei der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Bürgschaften für verbundene Unternehmen für eventuelle Ansprüche einer Factoring Bank in Höhe von 738 T€ (Vorjahr: 7.219 T€) enthalten. In Höhe von 54.523 T€ (Vorjahr: 35.801 T€) wurden Anzahlungsbürgschaften gegenüber Kunden mehrerer Konzerngesellschaften abgegeben. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft verfügt außerdem über einen Avalrahmen, der für Anzahlungs- sowie Gewährleistungsbürgschaften der inländischen Tochtergesellschaften unter Mithaft der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in Anspruch genommen werden kann. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Inanspruchnahme 94.370 T€ (Vorjahr: 142.938 T€). Außerdem hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Patronatserklärungen für die DMG Europe Holding GmbH, die Sauer GmbH, die a + f GmbH, die DMG Benelux B.V. und die DMG Malaysia SDN BHD in Höhe von 16.206 T€ abgegeben. Die Verbindlichkeiten hierfür valutierten zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 2.848 T€. Zusätzlich hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft den Mietbeitritt für zwei GebäudeLeasingverträge der DMG Stuttgart Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Leonberg, und der DMG Frankfurt am Main Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bad Homburg, erklärt. Der monatliche Mietzins für diese Verträge beträgt 105 T€. Die Laufzeit dieser Verträge endet im Jahr 2024. 12 Derivative FinanzinstrumenteDie Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller Kaufs- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente werden auf der Basis quotierter Marktpreise oder durch finanzmathematische Berechnungen auf der Grundlage marktüblicher Modelle ermittelt. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betragen saldiert 2.338 T€ und setzen sich zusammen aus positiven Marktwerten in Höhe von 3.671 T€ und negativen Marktwerten in Höhe von 1.333 T€. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden die Devisentermingeschäfte zu Bewertungseinheiten pro Währung zusammengefasst. Für negative Marktwerte nach Bildung der Bewertungseinheiten wurde zum 31. Dezember 2009 eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 913 T€) gebildet. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt mit den Produktionswerken konzerninterne Devisentermingeschäfte in Höhe der erwarteten Zahlungsströme aus den Auftragseingängen ab. Diese erwarteten Zahlungsströme werden extern mit Kreditinstituten abgesichert. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrolle verbindlich festlegen. Die vorgenommenen Devisentermingeschäfte weisen eine Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren aus und dienen der Absicherung von Fremdwährungsforderungen gegenüber Konzerngesellschaften in USD, CAD, SGD, JPY und AUD. Zinsswaps über ein Nominalvolumen von insgesamt 140.000 T€ wurden zu einem abgesicherten Zinssatz von 4,98% bis zu 5,02% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2013 abgeschlossen. Die Zinsswaps verpflichten GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner der Zinsswaps eine Zahlung des 6-Monats-EURIBOR. Zudem hat GILDEMEISTER einen weiteren Zinsswap über ein Nominalvolumen von 60.000 T€ und einem abgesicherten Zinssatz von 4,79% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2015 abgeschlossen. Der Zinsswap verpflichtet GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner des Zinsswaps eine Zahlung des 6-Monats-EURIBOR. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung13 UmsatzerlöseBei den Umsatzerlösen in Höhe von 11.425 T€ (Vorjahr: 14.996 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze, die aus den übergreifenden Holdingfunktionen resultieren. 14 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Umlagen und Kostenerstattungen sowie Kurs- und Währungsgewinne. Daneben sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3.122 T€ (Vorjahr: 382 T€) enthalten. 15 PersonalaufwandDie Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2009 auf 3.417 T€ (Vorjahr: 2.265 T€). Die direkte Vergütung des Vorstandes betrug 2.988 T€ (Vorjahr: 7.441 T€). Davon entfielen 1.673 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 1.328 T€), 400 T€ auf das STI (Vorjahr: 6.000 T€), 0 T€ auf das LTI, da die für die Tranche festgelegte EBIT-Marge im Zuteilungsjahr 2009 nicht erreicht wurde und 800 T€ auf eine für das Jahr 2009 zuerkannte Leistungsvergütung. Auf die Sachbezüge entfielen 115 T€ (Vorjahr: 113 T€). An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 604 T€ (Vorjahr: 597 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 5.863 T€ (Vorjahr: 5.963 T€) gebildet worden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieses Personenkreises eingegangen (§ 285 Nr. 9C HGB). Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
16 Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren unter anderem aus fremden Dienstleistungen in Höhe von 3.335 T€ (Vorjahr: 4.880 T€). Die Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen betragen 3.406 T€ (Vorjahr: 9.723 T€). Weiterhin wurden Aufwendungen für Investor- und Public-Relations in Höhe von 2.460 T€ (Vorjahr: 3.317 T€), Reise- und Bewirtungsaufwendungen in Höhe von 1.422 T€ (Vorjahr: 1.730 T€), Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 1.597 T€ (Vorjahr: 955 T€), Versicherungsbeiträge in Höhe von 1.389 T€ (Vorjahr: 1.549 T€) sowie Kosten des Geldverkehrs und der Kapitalbeschaffung in Höhe von 555 T€ (Vorjahr: 1.796 T€), im Wesentlichen bedingt durch die Kapitalerhöhung, ausgewiesen. Kurs- und Währungsverlusten in Höhe von 3.121 T€ standen 2.639 T€ Kurs- und Währungsgewinne gegenüber. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDie im Geschäftsjahr 2009 als Aufwand erfassten Honorare für Abschlussprüfungen für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin betragen 407 T€ (Vorjahr: 373 T€) und umfassen die Honorare und Auslagen für die gesetzlich vorgeschriebene Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung. Zusätzlich wurden für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 4 T€ (Vorjahr: 3 T€) und für sonstige Leistungen 383 T€ (Vorjahr: 599 T€) im Aufwand erfasst. Pflichtmitteilung nach § 26 WPHGDie Mori Seiki Co. Ltd., Nagoya, Japan, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WPHG mit Schreiben vom 8. April 2009 mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 7. April 2009 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und 5,00087721% (2.279.500 Stimmrechte) beträgt. Vergütung des AufsichtsratesIm Geschäftsjahr 2009 wurden für Vergütungen des Aufsichtsrates 894 T€ (Vorjahr: 614 T€) zurückgestellt. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. 17 Erträge aus GewinnabführungsverträgenDie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft von 24.584 T€ (Vorjahr: 117.187 T€) entfielen auf ein (Vorjahr zwei) verbundenes Unternehmen. 18 Erträge aus BeteiligungenDie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 485 T€ betreffen die Gewinnausschüttung Mori Seiki. 19 Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIm Berichtszeitraum sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 22.082 T€ (Vorjahr: 23.087 T€) berechnet worden. 20 Aufwendungen aus VerlustübernahmenDie Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 8.163 T€ (Vorjahr: 0 T€) entfiel auf ein verbundenes Unternehmen. 21 Zinsen und ähnliche AufwendungenIn dem Zinsaufwand von 23.522 T€ (Vorjahr: 29.244 T€) sind Zinsen in Höhe von 3.711 T€ (Vorjahr: 7.346 T€) enthalten, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden. Der restliche Teil der Zinsaufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 22 Steuern vom Einkommen und vom ErtragAuf Zinsvorträge aufgrund der Regelung zur deutschen Zinsschranke wurden Steuern in Höhe von 2.736 T€ (Vorjahr: 0 T€) hinzugerechnet. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von 398 T€ (Vorjahr: 352 T€) enthalten. 23 Erklärungen zum Corporate-Governance-KodexDie Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde im Dezember 2009 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Website www.GILDEMEISTER.com dauerhaft zugänglich gemacht worden. E. Organe der GesellschaftAufsichtsratHans Henning OffenGroßhansdorf, geboren 1940,Vorsitzender, Selbstständiger Industrieberater, - Lindner Hotels AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrates * Schwarz Beteiligungs GmbH, Neckarsulm, Mitglied des Beirates * Familienstiftung Schwarz, Neckarsulm, Mitglied des Aufsichtsrates * Kaufland Stiftung & Co. kg, Neckarsulm, Mitglied des Aufsichtsrates * Lidl Stiftung & Co. kg, Neckarsulm, Mitglied des Aufsichtsrates * Heckler & Koch GmbH, Oberndorf am Neckar, Vorsitzender des Beirates bis 28.07.2009 * Alpha-Stiftung, Dresden, Stiftungsrat * LD-Stiftung, Dresden, Stiftungsrat * Bürgerstiftung Stormarn, Bad Oldesloe, Mitglied des Vorstandes Gerhard DirrVils / Österreich, geboren 1964, Stellv. Vorsitzender, Leiter Facility Management der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten Wulf BantelmannBielefeld, geboren 1947, Betriebsratsvorsitzender der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld Günther BergerMünchen, geboren 1948, Selbstständiger Industrieberater, - Rathgeber AG, München, Mitglied des Aufsichtsrates Harry DomnikBielefeld, geboren 1953, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle, Bielefeld, * ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates Dr.- Ing. Jürgen HarnischMühlheim an der Ruhr, geboren 1942, Selbstständiger Industrieberater, - Schenck Process Holding GmbH, Darmstadt, Mitglieds des Aufsichtsrates * MacLean-Fogg Company, Mundelein, Illinois, USA, Mitglied des Aufsichtsrates * Presswerk Krefeld GmbH & Co. kg, Krefeld, Mitglied des Aufsichtsrates * Kongsberg Automotive Holding ASA, Kongsberg, Norwegen, Mitglied des Aufsichtsrates Dr. jur. Klaus KesslerStuttgart, geboren 1942, Rechtsanwalt, bis 31.10.2009, Partner in Schelling & Partner Rechtsanwälte und Notare, Stuttgart Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V.(DSW), Düsseldorf, Mitglied des Präsidiums * Baden-Württembergische Wertpapier Börse, Stuttgart, Stellvertretender Vorsitzender des Börsenrates Prof. Dr.- Ing. Walter KunerthZeitlarn, geboren 1940, Selbstständiger Industrieberater, - Götz AG, Regensburg, Vorsitzender des Aufsichtsrates - Paragon AG, Delbrück, Vorsitzender des Aufsichtsrates * Autoliv Inc., Stockholm, Schweden, Mitglied des Board of Directors VorstandProf. Dr.- Ing. Uwe LoosStuttgart, geboren 1946, Selbstständiger Industrieberater, - Dorma Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal, Mitglied des Aufsichtsrates - Adam Opel GmbH, Rüsselsheim, Mitglied des Aufsichtsrates * KUKA AG, Augsburg, Mitglied des Aufsichtsrates * Claas KGaA mbH, Harsewinkel, Mitglied des Gesellschafterausschusses * Bharat Forge LTD, Pune, Indien, Non Executive Independent Director * CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal, Mitglied des Beirates * HP Pelzer Group, Witten, Mitglied des Aufsichtsrates * Rodenstock GmbH, München, Mitglied des Aufsichtsrates, Mitglied des Beirates Dr. Ing. Masahiko MoriNagoya, geboren 1961, Präsident der Mori Seiki Co. Ltd. seit 06.11.2009 Matthias PfuhlSchmerbach, geboren 1960, Betriebsratsvorsitzender der DECKEL MAHO Seebach GmbH, Günther-Johann SchachnerPeiting, geboren 1952, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle, Weilheim Norbert ZwengEisenberg, geboren 1957, Leiter Logistik der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten Dipl.- Kfm. Dr. Rüdiger KapitzaBielefeld, Vorsitzender Dipl.- Ing. Günter BachmannWutha-Farnroda Dipl.- Kfm. Dr. Thorsten SchmidtBielefeld Dipl.- Kfm. Michael WeltPfronten
-
Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 AktG Verbundene Unternehmenscroll
1)
Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen
Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag
der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte
erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
Bilanz zum 31. Dezember 2009der GILDEMEISTER AktiengesellschaftAKTIVA scroll
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2009der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
scroll
scroll
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bielefeld, 16. März 2010 GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Der Vorstand Dipl.- Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza Dipl.- Kfm. Dr. Thorsten Schmidt Dipl.- Ing. Günter Bachmann Dipl.- Kfm. Michael Welt Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 16. März 2010 KPMG AG Rehnen, Wirtschaftsprüfer Dübeler, Wirtschaftsprüfer Finanzkalenderscroll
Änderungen vorbehalten Zukunftsbezogene AussagenDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten von GILDEMEISTER bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Für GILDEMEISTER ergeben sich solche Unsicherheiten insbesondere aufgrund folgender Faktoren: Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession); der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinsätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte; Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft und insbesondere der zunehmenden Unsicherheiten, die aus der Hypotheken-, Finanzmarkt- und Liquiditätskrise entstehen sowie des zukünftigen, wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen; fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen des GILDEMEISTER-Konzerns; Änderungen in der Geschäftsstrategie; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen. Es ist von GILDEMEISTER weder beabsichtigt, noch übernimmt GILDEMEISTER eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. Dieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor; beide Fassungen stehen auch im Internet unter www.GILDEMEISTER.com zum Download bereit. Weitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über GILDEMEISTER schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. KontaktGILDEMEISTER Aktiengesellschaft Public-Relations Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld Tel.: +49 (0) 52 05 / 74-3001 Fax: +49 (0) 52 05 / 74-3081 Internet: www.GILDEMEISTER.com E-Mail: info@GILDEMEISTER.com |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||