![]() Gildemeister AktiengesellschaftBielefeldKonzernjahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Konzernlageberichtder GILDEMEISTER AktiengesellschaftRahmenbedingungenDie Weltwirtschaft erholte sich von den Folgen der Krise. Asien entwickelte sich zunächst besonders dynamisch, wobei von China nach wie vor die größten Antriebskräfte ausgingen. Die japanische Wirtschaft wuchs spürbar. In den USA war der Aufwärtstrend verhaltener; das traf auch auf Europa zu. Die Konjunktur in Deutschland war deutlich belebt. Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft erlebte einen kräftigen Aufschwung, der im Laufe des Jahres an Intensität verlor. Die weitaus stärksten Impulse konnte China setzen; Japan expandierte ebenfalls deutlich. Die Erholung in den USA verlief verhaltener. Ähnliches traf für Europa zu, wenn auch von Land zu Land unterschiedlich. Deutschland entwickelte ein vergleichsweise hohes Wachstumstempo. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel stieg die gesamtwirtschaftliche Produktion weltweit um 4,8% (Vorjahr: -0,9%). In Asien war das Wachstumstempo insgesamt am stärksten. China war nach wie vor Hauptmotor dieser Entwicklung. Die Konjunktur in Japan wurde vor allem vom Export getrieben. Das Bruttoinlandsprodukt stieg laut IfW in China um 10,7% (Vorjahr: 8,6%) und in Japan um 3,3% (Vorjahr: -5,2%). Die Wirtschaft in den USA erholte sich aufgrund staatlicher Hilfen; der Effekt ließ in der zweiten Jahreshälfte nach. Private Konsumausgaben und Anlageinvestitionen erhöhten sich moderat. Das Bruttoinlandsprodukt nahm im Gesamtjahr nach IfW-Berechnungen um 2,8% zu (Vorjahr: -2,6%). Die Konjunktur in Europa stabilisierte sich. Die Situation in den einzelnen europäischen Ländern unterschied sich allerdings zunehmend, sodass sich beim privaten Konsum und den Anlageinvestitionen kein einheitliches Bild ergab. Für Verunsicherung sorgte am Jahresende die Währungsdebatte. In den Euro-Ländern erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt nach vorläufigen Berechnungen um 1,7% (Vorjahr: -4,1%). BRUTTOINLANDSPRODUKT IN DEUTSCHLAND Reale Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in %![]() Deutschland erlebte einen deutlichen Aufschwung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr um 3,6% (Vorjahr: -4,7%). Der Export kletterte um 14,2%. Die Binnenkonjunktur wurde von den um 9,4% gestiegenen Ausrüstungsinvestitionen gestärkt (Vorjahr: -22,6%). Die Investitionen im verarbeitenden Gewerbe trugen maßgeblich dazu bei; die folgende Grafik zeigt den Mehrjahresvergleich: Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel; ifo-Institut, München INVESTITIONEN IM VERARBEITENDEN GEWERBE IN DEUTSCHLAND Nominale Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in %![]() Die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbesserte sich ebenfalls. Es waren durchschnittlich 3,24 Millionen Arbeitslose registriert, etwa I80.000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verringerte sich nur geringfügig auf 32.100 (Vorjahr: 32.930). Die Inflationsrate belief sich nach ersten Berechnungen auf 1,1% (Vorjahr: 0,4%). Die Finanzlage der öffentlichen Haushalte verschlechterte sich. Die Defizitquote übertraf mit 3,5% die im Maastricht-Vertrag festgelegte Obergrenze von 3,0%. Für das internationale Geschäft von GILDEMEISTER sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi und der japanische Yen von besonderer Bedeutung. Die Devisenkurse der für uns wichtigen Währungen veränderten sich im Jahresverlauf 2010 wie folgt: Sie gewannen gegenüber dem Euro im Jahresverlauf 2010 an Wert. Der US-Dollar schloss gegenüber dem Euro zum Jahresende mit 0,75 Euro (Vorjahr: 0,69 Euro). Der chinesische Renminbi gewann im Vergleich zum Euro ebenfalls an Wert; am Jahresende lag der Wechselkurs bei 8,82 Renminbi (Vorjahr: 9,84 Renminbi). Der japanische Yen schloss mit einem Wert von 108,65 Yen (Vorjahr: 133,16 Yen). Im Jahresdurchschnitt gewannen alle drei Währungen gegenüber dem Euro an Wert: Der US-Dollar verzeichnete einen Wertgewinn von rund 5,0%, der Renminbi von 5,8% und der japanische Yen von 10,8%. Unsere Produkte sind damit sowohl im Dollar-Raum als auch im asiatischen Raum weiter zunehmend wettbewerbsfähiger geworden. Entwicklung des WerkzeugmaschinenbausInternationale EntwicklungDer Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich - ausgehend von der schwachen Vergleichsbasis - im Jahr 2010 wieder positiv. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) berechnete für den Weltverbrauch ein Wachstum von 25% bzw. 8,9 MRD € auf 45,0 MRD € (Vorjahr: 36,1 MRD €). Damit befindet sich die Branche erst wieder über dem Niveau des Jahres 2005. Die Entwicklung des Weltverbrauches im Zehnjahresvergleich ist im Kapitel "Prognosebericht" auf Seite 113 dargestellt. Der Welt-Werkzeugmaschinenmarkt ist durch eine massive Strukturverschiebung in Richtung Asien geprägt, insbesondere in Richtung China. Der Anteil Asiens am Weltverbrauch betrug knapp 62%. Amerika und Europa haben in den letzten zehn Jahren deutlich Weltmarktanteile verloren. Asien führt den weltweiten Erholungsprozess an; die Nachfrage ist weiter dynamisch gewachsen (+25%). Mit deutlichem Abstand wurden in China erneut die meisten Werkzeugmaschinen gekauft. China ist mit 15,9 MRD € und einem Anteil am Weltverbrauch von 35% abermals der weltgrößte Absatzmarkt (Vorjahr: 30%). In Amerika ist der Verbrauch gestiegen (+18%). In Europa war die Entwicklung noch leicht rückläufig (-3%). Deutschland liegt auf dem zweiten Platz mit 3,7 MRD € (Veränderung zum Vorjahr: -11%) und einem Anteil am Weltverbrauch von 8%. Es folgen Südkorea (Verbrauch: 3,2 MRD €; Veränderung zum Vorjahr: +67%; Anteil am Weltverbrauch: 7%) und Japan (2,9 MRD €; +24%; 6%). Die Plätze fünf bis zehn belegen die USA (2,3 MRD €; -3%; 5%), Italien (2,2 MRD €; +7%; 5%), Brasilien (1,3 MRD €; + 25%; 3%), Indien (1,2 MRD €; +33%; 3%), Taiwan (1,2 MRD €; +82%; 3%) und Russland (0,9 MRD €; -2%; 2%). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte stehen für 77% des Welt-Werkzeugmaschinenverbrauchs (Vorjahr: 76%). In den wichtigsten Absatzmärkten entwickelten sich die Anteile wie folgt: WELTWEITER VERBRAUCH VON WERKZEUGMASCHINEN*![]()
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Werte 2010 vorläufig; Werte 2009 revidiert Auch bei den Importen von Werkzeugmaschinen lag China mit 6,8 MRD € (+62%) das neunte Jahr in Folge auf dem ersten Platz (Vorjahr: 4,2 MRD €). Die USA importierten mit 1,8 MRD € 10% mehr Werkzeugmaschinen (Vorjahr: 1,6 MRD €). Diese beiden größten Importnationen verbrauchten insgesamt 40% aller Werkzeugmaschinen (Vorjahr: 36%). Chinas Importquote nahm um 4 Prozentpunkte auf 43% zu (Vorjahr: 39%). Die USA hingegen deckten im vergangenen Jahr 79% ihres Verbrauches durch Importe (Vorjahr: 70%). Die Importquote Deutschlands betrug 39% (Vorjahr: 39%), gefolgt von Indien mit 97% (Vorjahr: 92%) und Südkorea mit 34% (Vorjahr: 42%). Für die Weltproduktion berechnete der VDW ebenfalls eine Steigerung von 25% bzw. 8,9 MRD € auf 45,0 MRD € (Vorjahr: 36,1 MRD €). China ist zum ersten Mal der weltgrößte Produzent von Werkzeugmaschinen mit 9,9 MRD €; dies entspricht 22% der weltweit produzierten Werkzeugmaschinen (Veränderung zum Vorjahr: +37%). Japan folgt mit einer Produktion von 8,5 MRD € (+68%) bzw. 19% des Weltproduktionsanteils. Deutschland ist mit 7,4 MRD € (-5%) nur noch drittgrößter Produzent; dies entspricht 16% des Weltproduktionsanteils. Auf den Plätzen vier bis zehn liegen Italien (3,9 MRD €; + 3%; 9%), Südkorea (3,4 MRD €; +72%; 8%), Taiwan (2,9 MRD €; +77%; 6%), die Schweiz (1,7 MRD €; +6%; 4%), die USA (1,5 MRD €; -4%; 3%), Österreich (0,7 MRD €; + 6%; 2%) und Brasilien (0,6 MRD €; +30%; 1%). Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen für insgesamt 90% aller Werkzeugmaschinen (Vorjahr: 89%). In den wichtigsten Märkten entwickelten sich die Produktionsanteile wie folgt: WELTWEITE PRODUKTION VON WERKZEUGMASCHINEN*![]()
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Werte 2010 vorläufig; Werte 2009 revidiert Quellen: Grundlage der Welt-Werkzeugmaschinenstatistik sind die vom VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) veröffentlichten Daten (ohne Teile und Zubehör). Sie werden von den nationalen Herstellerverbänden der einzelnen Länder abgefragt und beruhen auf den laufenden Ist-Werten bzw. für den Rest des Jahres auf sorgfältigen Schätzungen anhand der revidierten Werte des Vorjahres. Im Berichtszeitraum wurden 55% der Weltproduktion von Werkzeugmaschinen exportiert (Vorjahr: 55%). Mit einem Ausfuhranteil von 70% beim Export belegte Japan den ersten Platz (Vorjahr: 60%). Deutschland folgte mit 69% (Vorjahr: 67%). Diese beiden Nationen erreichten wertmäßig 44% der Weltausfuhren (Vorjahr: 41%); gefolgt von Italien (10%) und Taiwan (9%), sowie der Schweiz (6%), Südkorea (5%), den USA (4%), China (4%), Österreich und Belgien jeweils mit Welt-Exportanteilen von 2%. Deutsche WerkzeugmaschinenindustrieDer deutschen Werkzeugmaschinenindustrie gelang im Jahr 2010 die Trendwende; sie verzeichnete wieder einen stark wachsenden Auftragseingang und einen steigenden Export. Die Produktion ging jedoch nochmals zurück; bedingt durch hohe Durchlaufzeiten im Projektgeschäft und einen hohen Anteil an Spezialmaschinen der meisten deutschen Hersteller. Die Auftragseingänge stiegen auf 11,5 MRD € bzw. um 85% an (Vorjahr: 6,2 MRD €). Die Inlandsnachfrage stieg um 75% (Vorjahr: -61%). Die Nachfrage aus dem Ausland erhöhte sich um 90% (Vorjahr: -50%). Das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft spiegelt die optimistische Stimmung wider. Die Hauptabnehmerbranchen (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau und Elektrotechnik) wiesen deutlich höhere Werte als im Vorjahr auf. Die Auftragseingänge der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie entwickelten sich im Jahresverlauf wie folgt: WERKZEUGMASCHINEN-AUFTRAGSEINGANG IN DEUTSCHLAND PRO QUARTAL*Reale Veränderungen gegenüber Vorjahr in %![]()
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Vorjahreswerte teilweise revidiert Die Produktion sank um 3% auf 9,9 MRD € und lag damit erneut unter dem Vorjahreswert (10,2 MRD €). Der Export verzeichnete eine Ausfuhr an Maschinen im Wert von 6,0 MRD € und lag damit um 1% unter dem des Vorjahres; dies bedeutet eine Exportquote von 61% (Vorjahr: 59%). Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war wiederum China mit 1,5 MRD €, was 25% der deutschen Ausfuhren entspricht (Vorjahr: 22%). Damit ist der chinesische Markt für deutsche Werkzeugmaschinenhersteller nunmehr fast viermal so groß wie die USA (Platz 2). In die USA wurden Maschinen im Wert von 394,3 MIO € geliefert (Vorjahr: 421,1 MIO €). Russland war erneut drittwichtigster Exportmarkt; es wurden Maschinen im Wert von 293,9 MIO € geliefert (Vorjahr: 367,5 MIO €; Exportanteil: 5%). Im Vergleich zum Vorjahr legten Exporte in die nachfolgenden Märkte deutlich zu: Taiwan (+71%), Weißrussland (+58%), Südkorea (+25%), Türkei (+25%), Brasilien (+21%) und Indien (+18%). Die Entwicklung und Zusammensetzung der deutschen Werkzeugmaschinen-Produktion zeigt der folgende Mehrjahresvergleich: DEUTSCHE WERKZEUGMASCHINEN-PRODUKTIONIN MRD €![]() Der Inlandsverbrauch erreichte 5,0 MRD €; er sank um 0,5 MRD € bzw. 9% gegenüber dem Vorjahr (5,5 MRD €). Der Import von Werkzeugmaschinen ging um 0,1 MRD € bzw. 5% auf 2,0 MRD € zurück (Vorjahr: 2,1 MRD €). Mit einem Importanteil von 31% kam fast jede dritte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (11%), China (9%), Italien (9%) und Tschechien (7%). Auch in Österreich (+6%) und Ungarn (+4%) stieg die Einfuhr von Werkzeugmaschinen deutlich an. Deutsche Werkzeugmaschinen im Wert von 3,9 MRD € wurden im Inland abgesetzt. Die deutschen Werkzeugmaschinenfabriken verzeichneten im Jahresverlauf wieder eine steigende Kapazitätsauslastung. Dank der besseren Auftragseingangslage ist die Auslastung der Hersteller spanender Maschinen von 68% zu Jahresbeginn (Vorjahr: 92%) auf 86% (Vorjahr: 71%) gegen Ende des Jahres gestiegen. Die Reichweite des Auftragsbestandes ist im Jahresverlauf kontinuierlich gestiegen; sie lag durchschnittlich bei 7,1 Monaten (Vorjahr: 6,2 Monate). Diese rechnerisch ermittelte Reichweite stellt einen Durchschnittswert der Branche dar. Sie kann lediglich als grobe Annäherung an die realen Auftragsbestände angesehen werden. Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinen-Unternehmen insgesamt lag im Jahresdurchschnitt bei 64.108 (Vorjahr: 69.614). Verlässliche Aussagen zur Ertragslage der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie lassen sich schwer treffen, da nur einzelne Unternehmen entsprechende Zahlen publizieren. Daher ist der Verband auf Schätzungen angewiesen. Es ist jedoch festzustellen, dass sich die Ertragslage der Branche aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise und der Durchlaufzeiten von Werkzeugmaschinen erheblich verschlechtert hat. Quellen: VDW; VDMA - Fachverband Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme (Werte mit Teilen und Zubehör, ohne Instandhaltung und Installation; Vorjahreswerte teilweise revidiert) Gesamtaussage zu den RahmenbedingungenGILDEMEISTER konnte mit seinem internationalen Geschäft am Wachstum des Weltmarktes für Werkzeugmaschinen partizipieren. Als ein führender Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen haben wir unseren Weltmarktanteil an dem für uns relevanten Markt auf 7,1% gesteigert (Vorjahr: 6,3%). Unsere Wettbewerbsposition konnten wir in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut behaupten. Dabei mussten wir uns erneut insbesondere gegen eine starke asiatische Konkurrenz behaupten. In Deutschland und Europa haben wir beim Auftragseingang Zuwächse erzielt. In Asien hat sich das Wachstum fortgesetzt; hier verlief das Geschäft positiv. In Amerika konnten wir beim Auftragseingang zulegen. Weitere Informationen zum Auftragseingang nach Regionen finden Sie auf Seite 33 f. Quelle: "Global Machine Tool Outlook", Oxford Economics (Stand: 18. November 2010) Ertrags-, Finanz- und VermögenslageIm Geschäftsjahr 2010 verzeichnete GILDEMEISTER wieder deutliche Aufwärtstendenzen. Der Auftragseingang stieg auf 1.418,4 MIO € (+ 24%). Der Umsatz erhöhte sich auf 1.376,8 MIO € (+17%). GILDEMEISTER erzielte 2010 ein positives Ergebnis: Das Ergebnis (EBIT) belief sich auf 45,0 MIO €. Das EBT war mit 6,5 MIO € positiv. Der Jahresüberschuss im Konzern betrug 4,3 MIO €. Unser Ziel, ein positives Ergebnis zu erzielen, haben wir erreicht. UnternehmensstrategieDie Unternehmensstrategie von GILDEMEISTER ist konsequent auf eine nachhaltige Steigerung der Rentabilität ausgerichtet. Die Kooperation mit Mori Seiki ist ein wesentlicher Bestandteil unserer langfristigen Strategie. Durch die Kooperation ergeben sich für beide Unternehmen Synergien in den Bereichen Produktion und Komponenten, Einkauf, Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb und Service. Dabei stehen für beide Unternehmen die Kunden, die Mitarbeiter und die Eigentümer im Fokus; sie sollen profitieren. Neben der Ausrichtung des Werkzeugmaschinengeschäftes auf globale Märkte hat sich der Branchenfokus von GILDEMEISTER auf Bereiche wie Aerospace, Medizintechnik und erneuerbare Energien als erfolgreich herausgestellt. Durch das Bündeln von Kompetenzen konnte GILDEMEISTER seine Effizienz steigern. Die Ausrichtung auf das Servicegeschäft mit seinem innovativen Produktangebot hat sich als krisenresistentes Standbein der Unternehmensstrategie erwiesen. Zu den weiteren Kernpunkten der Strategie von GILDEMEISTER gehören:
UmsatzDer steigende Auftragseingang wirkte sich bereits im Berichtsjahr wieder positiv auf den Umsatz aus. Während der Umsatz im ersten Halbjahr aufgrund des geringen Vorlaufs im Werkzeugmaschinengeschäft noch verhalten verlief, konnten wir im dritten und vierten Quartal wieder Steigerungen erzielen. Insgesamt stieg der Umsatz um 195,6 MIO € bzw. 17% auf 1.376,8 MIO € (Vorjahr: 1.181,2 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 518,4 MIO € (+55%). Im Segment "Werkzeugmaschinen" übertraf der Umsatz im Gesamtjahr mit 769,9 MIO € das Vorjahresniveau (757,7 MIO €). Die "Services" stiegen auf 367,2 MIO € (+18%). Bei den "Energy Solutions" konnten wir den Umsatz mit 239,5 MIO € (+113%) verdoppeln (Vorjahr: 112,3 MIO €). Die Auslandsumsätze des Konzerns stiegen auf 877,7 MIO € (+28%), die Inlandsumsätze beliefen sich auf 499,1 MIO € (+1%). Die Exportquote betrug 64% (Vorjahr: 58%). Im Mehrjahresvergleich waren die Segmente wie folgt am Umsatz des Konzerns beteiligt: UMSATZ GILDEMEISTER-KONZERNin MIO €![]() Detaillierte Informationen zum Umsatz der Segmente finden Sie auf Seite 49 ff. AuftragseingangBeim Auftragseingang konnten wir im Jahresverlauf zunehmend Erfolge verzeichnen. Er stieg um 24% auf 1.418,4 MIO € (Vorjahr: 1.145,9 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Auftragseingang 404,6 MIO € und lag damit 23% über dem Vorjahr (327,7 MIO €). In unserem Kerngeschäft "Werkzeugmaschinen" konnten wir den Auftragseingang um 50% auf 854,2 MIO € im Gesamtjahr deutlich steigern (Vorjahr: 568,0 MIO €). Die "Services" entwickelten sich ebenfalls positiv; der Auftragseingang stieg um +60% auf 419,2 MIO € (Vorjahr: 262,8 MIO €). Bei den "Energy Solutions" haben wir einen Auftragseingang von 144,8 MIO € (-54%) verbucht. Wegen der hohen Auftragsbestände verlief der Auftragseingang geplant unter dem Vorjahresniveau. Die Aufträge aus dem Inland stiegen insgesamt um 56% auf 537,7 MIO € (Vorjahr: 343,9 MIO €). Die Auslandsbestellungen nahmen um 10% auf 880,7 MIO € zu (Vorjahr: 802,0 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 62% (Vorjahr: 70%). Im Mehrjahresvergleich waren die Segmente wie folgt am Auftragseingang des Konzerns beteiligt: AUFTRAGSEINGANG GILDEMEISTER-KONZERNin MIO €![]() Detaillierte Informationen zum Auftragseingang der Segmente finden Sie auf Seite 49 ff. In den einzelnen Marktregionen entwickelten sich die Auftragseingänge wie folgt: AUFTRAGSEINGANG GILDEMEISTER-KONZERN NACH REGIONEN![]() Die 5.244 verkauften Dreh- und Fräsmaschinen sowie Ultrasonic- / Lasertec- und Gebrauchtmaschinen (Vorjahr: 3.470) gingen an 3.192 verschiedene Kunden. Die Absatzmenge bei den "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 51%. Die Absatzpreise haben wir im Berichtsjahr markt- und produktspezifisch um durchschnittlich 2 bis 3% angehoben. Das Key-Accounting leistete wiederum einen wesentlichen Beitrag zum Auftragseingang. AuftragsbestandDer Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2010 im Konzern 628,3 MIO €; er lag damit 41,6 MIO € bzw. 7% über dem Vorjahreswert (31.12.2009: 586,7 MIO €). Der Inlandsbestand erhöhte sich um 38,6 MIO € (+57%) auf 105,9 MIO € (Vorjahr: 67,3 MIO €). Die Auslandsbestände nahmen um 3,0 MIO € bzw. 1% auf 522,4 MIO € zu (Vorjahr: 519,4 MIO €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 83% auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 89%). Die Bestandsentwicklung verlief in den einzelnen Segmenten unterschiedlich: Bei den "Werkzeugmaschinen" stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um 84,3 MIO € bzw. 34% auf 335,0 MIO € (31.12.2009: 250,7 MIO €). Die "Services" hatten zum 31. Dezember einen Auftragsbestand von 126,7 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 74,7 MIO €). Den hohen Auftragsbestand der "Energy Solutions" konnten wir plangemäß um 36% senken; er belief sich auf 166,5 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 261,2 MIO €). Weitere Informationen zum Auftragsbestand der Segmente finden Sie auf Seite 51 ff. Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Auftragsbestands im Mehrjahresvergleich: AUFTRAGSBESTAND GILDEMEISTER-KONZERNin MIO €![]() Der Auftragsbestand bedeutet bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa vier Monaten; dabei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. Weitere Informationen zum Auftragsbestand finden Sie auf Seite 51 ff. ErtragslageErgebnis im Geschäftsjahr 2010 positivGILDEMEISTER erzielte ein positives Ergebnis und bestätigt damit seine Ziele für das Geschäftsjahr 2010. Nach dem dritten Quartal war auch das vierte Quartal wie geplant positiv: Das EBITDA erreichte 44,3 MIO € (Vorjahr: 15,4 MIO €), das EBIT erhöhte sich auf 35,9 MIO € (Vorjahr: 8,0 MIO €). Das EBT betrug 24,8 MIO € (Vorjahr: 0,1 MIO €). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 17,9 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €). Zum 31. Dezember 2010 entwickelte sich die Ertragslage wie folgt: Das EBITDA betrug im Gesamtjahr 74,5 MIO € (Vorjahr: 60,9 MIO €); das EBIT belief sich auf 45,0 MIO € (Vorjahr: 31,8 MIO €). Das EBT betrug 6,5 MIO € (Vorjahr: 7,1 MIO €) und der Jahresüberschuss im Konzern belief sich auf 4,3 MIO € (Vorjahr: 4,7 MIO €). Wir werten dieses Ergebnis - vor dem Hintergrund der historisch schwersten Werkzeugmaschinenkrise und des strukturell veränderten Wettbewerbsumfelds - als positiv. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGGILDEMEISTER-KONZERNscroll
Die Gesamtleistung stieg im Geschäftsjahr 2010 auf 1.373,5 MIO €; sie lag damit um 229,9 MIO € bzw. 20,1% über dem Wert des Vorjahres (1.143,6 MIO €). Der Anstieg resultiert aus den um 195,6 MIO € bzw. 16,6% erhöhten Umsatzerlösen (1.376,8 MIO €); die Bestandsveränderung betrug -12,1 MIO €. Weitere Erläuterungen zur Veränderung der Bestände stehen im Kapitel "Vermögenslage" auf Seite 40 ff. Die Materialaufwendungen erhöhten sich bei gestiegener Gesamtleistung um 208,3 MIO € auf 768,1 MIO € (Vorjahr: 559,8 MIO €). Die Materialquote betrug 55,9% (Vorjahr: 48,9%); diese Entwicklung ergibt sich im Wesentlichen aus dem gestiegenen Anteil des materialintensiven "Energy Solutions" an der Gesamtleistung. Ihr Anteil betrug 16,2% (Vorjahr: 10,9%). Der Rohertrag verbesserte sich um 21,6 MIO € (3,7%) auf 605,4 MIO €; bedingt durch den Anstieg der Materialquote betrug die Rohertragsmarge 44,1% (Vorjahr: 51,1%). Die Personalaufwendungen sanken um 12,9 MIO € auf 333,2 MIO € (Vorjahr: 346,1 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 24,3% (Vorjahr: 30,3%). Nähere Informationen finden Sie im Kapitel "Mitarbeiter" auf Seite 66 ff. Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge betrug 197,7 MIO € (Vorjahr: 176,8 MIO €). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 10,2 MIO € auf 253,1 MIO € (Vorjahr: 263,3 MIO €). Die Reduzierung wurde durch ein effektives Kostensenkungsmanagement erreicht. Die Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing reduzierten sich im Wesentlichen durch den Auslauf von Leasingverträgen auf 25,2 MIO € (Vorjahr: 29,1 MIO €). Die Sonstigen betrieblichen Erträge verminderten sich auf 55,4 MIO € (Vorjahr: 86,5 MIO €); sie beinhalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen sowie Währungsgewinne. Weitere Details zu der Zusammensetzung der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge finden Sie im Konzernanhang auf Seite 156 ff. Die Abschreibungen betrugen 29,5 MIO € (Vorjahr: 29,1 MIO €). Das Finanzergebnis veränderte sich aufgrund der deutlich schlechteren Zinskonditionen um -13,4 MIO € auf -38,1 MIO € (Vorjahr: -24,7 MIO €). Die Steuerquote betrug 34,2% (Vorjahr: 33,8%); der Steueraufwand belief sich auf 2,2 MIO € (Vorjahr: 2,4 MIO €). Die auf Basis der Gesamtleistung ermittelten Ergebnismargen haben sich wie folgt entwickelt: Die Rohertragsmarge betrug 44,1% (Vorjahr: 51,1%). Die EBITDA-Marge erreichte 5,4% (Vorjahr: 5,4%) und die EBIT-Marge 3,3% (Vorjahr: 2,8%). Die EBT-Marge reduzierte sich geringfügig auf 0,5% (Vorjahr: 0,6%). Unter Berücksichtigung des Steueraufwandes betrug die Marge des Jahresüberschusses 0,3% (Vorjahr: 0,4%). MARGENENTWICKLUNG DES GILDEMEISTER-KONZERNSin %![]() Im Geschäftsjahr 2010 betrug die Wertschöpfung des GILDEMEISTER-Konzerns 378,9 MIO € und lag damit auf dem Vorjahresniveau (378,8 MIO €). VERTEILUNG DER WERTSCHÖPFUNG IM GILDEMEISTER-KONZERN![]() Die detaillierte Wertschöpfungsrechnung zeigt die folgende Tabelle: WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG DES GILDEMEISTER-KONZERNSscroll
FinanzlageDie Finanzlage des Konzerns entwickelte sich im Berichtsjahr positiv: Der Free Cashflow war wie angekündigt positiv und betrug 45,2 MIO € (Vorjahr: -100,5 MIO €). CASHFLOWscroll
Im Berichtsjahr war der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) mit 74,6 MIO € positiv (Vorjahr: -75,2 MIO €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 6,5 MIO € (Vorjahr: 7,1 MIO €) und die Abschreibungen von 29,5 MIO € (Vorjahr: 29,1 MIO €) trugen dazu bei. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 122,5 MIO € und der erhaltenen Anzahlungen um 53,2 MIO € wirkten sich positiv auf den Cashflow aus. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+61,0 MIO €) sowie die Auszahlungen für Zinsen (33,2 MIO €) und Ertragsteuern (12,3 MIO €) verminderten den Cashflow; die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultiert insbesondere aus der Umsatzrealisierung von mehreren Großprojekten im Segment "Energy Solutions" zum Jahresende. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) reduzierte sich um 16,2 MIO € auf -40,3 MIO € (Vorjahr: -56,5 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen lagen bei 22,2 MIO € (Vorjahr: 18,7 MIO €) und in das Immaterielle Anlagevermögen bei 11,5 MIO € (Vorjahr: 7,8 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen betrugen 11,0 MIO € (Vorjahr: 31,3 MIO €); darin enthalten sind der Anteilskauf von MG Finance (33%) und Younicos (5%) - bisherige Muttergesellschaft der Cellstrom GmbH - sowie die 50%-Beteiligung an der DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. Weitere Einzelheiten finden Sie im Kapitel "Investitionen" auf Seite 47 f. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -8,3 MIO € und ergab sich aus dem Rückgang der Finanzverbindlichkeiten (-3,7 MIO €) und der Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2009 (-4,6 MIO €). Innerhalb der Gesamtfinanzierung verfügte GILDEMEISTER zum Jahresende 2010 über ausreichend Liquidität. Der Bestand an flüssigen Mitteln betrug 111,8 MIO € (Vorjahr: 84,4 MIO €). Die freien Barlinien lagen bei 156,4 MIO € (Vorjahr: 89,9 MIO €). Wir verfügten über weitere freie Linien (Avale, Wechsel, Factoring) in Höhe von 131,3 MIO € (Vorjahr: 130,7 MIO €). Der Bestand an verkauften Forderungen durch Factoring-Verträge betrug 93,1 MIO € (Vorjahr: 49,1 MIO €). Wesentliche Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung werden im Konzernanhang auf der Seite 181 ff erläutert. Die ausführliche Cashflow-Rechnung finden Sie im Konzernanhang auf der Seite 127. Die wichtigsten Kennzahlen zur Analyse der Finanzlage sind in den "Mehrjahresübersichten" auf der Seite 215 zusammengefasst. KAPITALFLUSSRECHNUNG 2010 (CASHFLOW-RECHNUNG)in MIO €![]() ZUSAMMENSETZUNG DER CASHFLOW-RECHNUNG 2010in MIO €![]() GILDEMEISTER deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die wesentlichen Bestandteile sind syndizierte Kredite, Schuldscheindarlehen sowie Factoring-Vereinbarungen. Solider FinanzierungsrahmenWir haben einen syndizierten Kredit über 175,0 MIO € und einer Laufzeit bis Juni 2011 gezeichnet. Ein weiterer syndizierter Kredit hat ein Volumen von 211,9 MIO € mit einer Laufzeit bis Ende 2012. Dieser Kredit verfügt über eine Tranche von 57,0 MIO € sowie eine zweite Tranche von 154,9 MIO €, die erst im Juni 2011 gezogen werden kann und der Ablösung des im Juni 2011 auslaufenden Kredites über 175,0 MIO € dient. Zudem hat GILDEMEISTER Schuldscheindarlehen über insgesamt 201,5 MIO € aufgenommen, die im Mai 2013 fällig werden. Zum Jahresende 2010 haben die Banken der einmaligen Anpassung eines Covenants in einer Waiver-Anfrage für diese Finanzierungen zugestimmt. GILDEMEISTER verfügt bereits seit dem Geschäftsjahr 2009 nicht mehr über ein Corporate-Rating, da wir keine Kapitalmarktfinanzierungen planen und ein entsprechendes Rating mit erheblichen Kosten verbunden ist. Darüber hinaus gibt es noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen an einzelne Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 36,7 MIO € (Vorjahr: 41,4 MIO €). Hinsichtlich der Konditionen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den "Finanzverbindlichkeiten" auf Seite 181 ff im Konzernanhang. Unsere Finanzierungen beinhalten marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants). Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge. Für das operative Geschäft benötigt GILDEMEISTER Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Kreditlinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für branchenbedingte saisonale Schwankungen, für das Wachstum im Werkzeugmaschinengeschäft und für die Anforderungen im Projektgeschäft der "Energy Solutions" bereitstellen können. Wesentliche Finanzierungsinstrumente und künftige finanzielle Verpflichtungen werden im Konzernanhang auf Seite 193 f und "Sonstige finanzielle Verpflichtungen" auf Seite 187 ff beschrieben. Hinsichtlich der Konditionen verweisen wir auf die Erläuterung auf Seite 181 ff im Konzernanhang. Die Finanzierung des GILDEMEISTER-Konzerns erfolgt zentral. Nur wenn Konzernfinanzierungen aufgrund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen verwendet. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern einzusetzen. Im "Chancen- und Risikobericht" auf Seite 106 ff und im Konzernanhang unter "Derivative Finanzinstrumente" auf Seite 188 f erläutern wir die Risiken aus der Finanzierung und Bewertung. Dort sind ebenfalls die Methoden zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken sowie von Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken dargestellt. VermögenslageDie Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich wie folgt entwickelt: Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 1.357,5 MIO € (Vorjahr: 1.152,7 MIO €). Die wesentliche Veränderung ergibt sich aus dem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+66,5 MIO €). Aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme veränderte sich die Eigenkapitalquote auf 30,4% (Vorjahr: 33,0%). Das Eigenkapital stieg auf 412,9 MIO € (Vorjahr: 380,9 MIO €). BILANZ DES GILDEMEISTER-KONZERNSAktivascroll
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Auf der Aktivseite stieg das Anlagevermögen um 39,4 MIO € bzw. 12,1% auf 365,4 MIO € (Vorjahr: 326,0 MIO €). Die Immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 12,7 MIO € und die Sachanlagen erhöhten sich um 4,4 MIO €. Die Finanzanlagen erhöhten sich um 22,3 MIO € auf 50,8 MIO € (Vorjahr: 28,5 MIO €). Der Anstieg resultierte aus den Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie aus der höheren Bewertung der Anteile an der Mori Seiki Co. Ltd. Eine detaillierte Darstellung der Anlagenzugänge steht im Kapitel "Investitionen" auf Seite 47 f. Die langfristig gebundenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,6 MIO € bzw. 1,1% auf 53,1 MIO € (Vorjahr: 52,5 MIO €). Dabei erhöhten sich die latenten Steuern um 5,9 MIO €. Die Sonstigen Vermögenswerte sanken um 6,3 MIO €. In den Sonstigen Vermögenswerten sind diskontierte Kundenwechsel in Höhe von 5,8 MIO € enthalten (Vorjahr: 12,5 MIO €). Die Vorräte erhöhten sich bei einer um 20,1% gestiegenen Gesamtleistung nur um 4,9% bzw. 19,0 MIO € auf 410,3 MIO € (Vorjahr: 391,3 MIO €). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) erhöhte sich um 29,4 MIO € auf 183,1 MIO € (Vorjahr: 153,7 MIO €) und der Bestand an unfertigen Erzeugnissen um 19,9 MIO € auf 100,4 MIO € (Vorjahr: 80,5 MIO €). Der Anstieg resultierte insbesondere aus notwendigen Vorleistungen sowie aus einem höheren Anarbeitungsgrad für das geplante Umsatzwachstum. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen und Waren reduzierte sich aufgrund der erhöhten Nachfrage auf 114,9 MIO € (Vorjahr: 150,3 MIO €). Insgesamt verminderte sich der Anteil des Vorratsvermögens auf 30,2% der Bilanzsumme (Vorjahr: 33,9%). Bezogen auf das Umsatzvolumen betrug die Umschlagshäufigkeit der Vorräte ohne Berücksichtigung der "Energy Solutions" 3,4 (Vorjahr: 3,3). VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR DES GILDEMEISTER-KONZERNSin %![]() Die kurzfristigen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr um 39,7% bzw. 118,4 MIO € auf 416,9 MIO € gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 65,5 MIO € auf 304,3 MIO €. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Umsatzrealisierungen der "Energy Solutions" in Höhe von 146,4 MIO € ausgewiesen (Vorjahr: 56,4 MIO €). Das Volumen der Forderungsverkäufe aus den Factoring-Verträgen betrug insgesamt 93,1 MIO € (Vorjahr: 43,7 MIO €). Die Sonstigen Vermögenswerte stiegen auf 112,6 MIO € (Vorjahr: 59,7 MIO €); darin enthalten sind kurzfristige Darlehen der "Energy Solutions" an Projektgesellschaften in Höhe von 28,1 MIO € (Vorjahr: 5,8 MIO €). Diese Darlehen werden nach Abrechnung der Solarparkprojekte von den Investoren zurückgezahlt. Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug 5,4 (Vorjahr: 4,9). Ohne die Berücksichtigung der "Energy Solutions" erreichte die Umschlagshäufigkeit der Forderungen einen Wert von 7,1 (Vorjahr: 5,0). Die flüssigen Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 111,8 MIO € (Vorjahr: 84,4 MIO €) bzw. 8,2% an der Bilanzsumme (Vorjahr: 7,3%). In der Struktur der Aktiva hat sich der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens um 2,1 Prozentpunkte auf 30,8% vermindert (Vorjahr: 32,9%). STRUKTUR DER AKTIVA![]() Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 32,0 MIO € bzw. 8,4% auf 412,9 MIO € (Vorjahr: 380,9 MIO €). Die Eigenkapitalquote veränderte sich aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme auf 30,4% (Vorjahr: 33,0%). Das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt 50,5% (Vorjahr: 64,3%). Das langfristige Fremdkapital reduzierte sich um 28,5 MIO € auf 296,7 MIO €. Der Anteil an der Bilanzsumme sank um 6,4 Prozentpunkte auf 21,9% (Vorjahr: 28,3%). Die Quote der langfristigen Rückstellungen beträgt 3,4% (Vorjahr: 5,3%). Darin enthalten sind mit 26,3 MIO € (Vorjahr: 26,3 MIO €). Pensionsrückstellungen sowie andere Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 16,0 MIO € (Vorjahr: 26,3 MIO €). Die Verbindlichkeiten betreffen mit 5,9 MIO € (Vorjahr: 2,8 MIO €) passive latente Steuern. Die langfristigen Finanzierungsmittel erhöhten sich im Berichtsjahr um 3,5 MIO € bzw. 0,5% auf 709,6 MIO €. Das langfristig gebundene Vermögen ist zu 169,6% (Vorjahr: 186,6%) durch langfristig zur Verfügung stehende Mittel finanziert. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel stiegen um 201,3 MIO € bzw. 45,1% auf 647,9 MIO €. Dabei erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei deutlich gestiegener Gesamtleistung um 123,4 MIO € auf 264,5 MIO € (Vorjahr: 141,1 MIO €). Unsere Maßnahmen zur Verbesserung der Anzahlungsquote in den Bereichen "Werkzeugmaschinen" und "Energy Solutions" führten zu einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen auf 97,0 MIO € (Vorjahr: 43,8 MIO €). Die Anzahlungsquote verdoppelte sich auf 15,4% (Vorjahr: 7,5%). Die Rückstellungen erhöhten sich um 5,3 MIO € auf 133,1 MIO € (Vorjahr: 127,8 MIO €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen um 8,0 MIO € auf 100,0 MIO € (Vorjahr: 92,0 MIO €). Die Summe aus Anlage- und Vorratsvermögen in Höhe von 775,7 MIO € (Vorjahr: 717,3 MIO €) ist zu 91,5% (Vorjahr: 98,4%) durch langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Die Struktur der Passiva zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Eigenkapitalquote um 2,6 Prozentpunkte und der Quote der Rückstellungen um 3,2 Prozentpunkte auf 13,2%. Die Quote der Verbindlichkeiten stieg um 5,8 Prozentpunkte auf 56,4% (Vorjahr: 50,6%). Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt der Konzern auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter (Operate Lease). Einzelheiten hierzu sind im Konzernanhang auf der Seite 187 f dargestellt. Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzt der Konzern ein Factoring Programm. Einzelheiten hierzu finden Sie im Konzernanhang auf Seite 148 ff. Von besonderer Bedeutung sind auch unsere langjährigen guten und vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten; sie ermöglichen einen direkten Zugang zu den relevanten Märkten und machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen. STRUKTUR DER PASSIVA![]() Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft (Kurzform)Der Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. BILANZ DER GILDEMEISTER AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)Aktivascroll
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Die Bilanzsumme der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft erhöhte sich um 89,6 MIO € auf 894,3 MIO € (Vorjahr: 804,7 MIO €). Die wesentlichen Veränderungen ergeben sich durch den Zugang von flüssigen Mitteln sowie dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER GILDEMEISTER AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)scroll
Das Ergebnis der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Finanzanlagen (29,7 MIO €), die sich aus Ergebnisabführungen der DMG Vertriebs und Service GmbH (30,2 MIO €), der GILDEMEISTER Beteiligungen AG (-1,3 MIO €) sowie einem Beteiligungsertrag von Mori Seiki (0,8 MIO €) zusammensetzten (Vorjahr: 16,9 MIO €). Das Finanzergebnis lag bei -12,6 MIO € (Vorjahr: -0,1 MIO €). Der Steuerertrag betrug 1,5 MIO € (Vorjahr: Steueraufwand -2,2 MIO €). Aufgrund der Regelung zur deutschen Zinsschranke wurden latente Steuern in Höhe von 2,8 MIO € ergebniswirksam aktiviert (Vorjahr: 0,0 MIO €). Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresergebnis von 1,1 MIO € (Vorjahr: -1,7 MIO €). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr beläuft sich der Bilanzgewinn auf 3,0 MIO € (Vorjahr: 6,5 MIO €). Vorstand und Aufsichtsrat werden der 109. Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2010 auszuschütten (Vorjahr: 0,10 € je Aktie). Des Weiteren wird der Hauptversammlung vorgeschlagen, den verbleibenden Bilanzgewinn der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft von 3,0 MIO € auf neue Rechnung vorzutragen. Value ReportingZu einer wertorientierten Unternehmensführung gehört für GILDEMEISTER das Value Reporting. Unsere transparente, regelmäßige und strukturierte Berichterstattung gibt Kapitalgebern die Möglichkeit, neben der Bewertung des Unternehmens durch die Börse, den Unternehmenswert zu ermitteln. Ausführliche Zwischenberichte im Jahresverlauf sowie zum Ende des Geschäftsjahres mit detaillierten Informationen im Konzernlagebericht und Konzernabschluss entsprechen den hohen Anforderungen des Kapitalmarktes. GILDEMEISTER richtet seine Unternehmenssteuerung an einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes aus. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems steuern wir den Konzern und die einzelnen Gesellschaften wertorientiert. Dabei sind das Ergebnis vor Steuern (EBT), Umsatz und Auftragseingang sowie - auf Konzernebene - der Return on Capital Employed (ROCE) unsere wichtigsten internen Ziel- und Steuerungsgrößen. Der Steuerung nach dem ROCE und dem relativen Wertbeitrag - Differenz zwischen ROCE und den Kapitalkosten nach der WACC-Methode (Weighted-Average-Cost-of-Capital) - liegt die Annahme zugrunde, dass der Unternehmenswert steigt, wenn ein nachhaltig positiver Wertbeitrag erzielt wird. Aufgrund des gestiegenen EBIT und des gesunkenen Capital Employed stieg der ROCE im Berichtsjahr auf 5,6% (Vorjahr: 3,9%). Weitere Werte zeigt die folgende Tabelle: ROCE UND WERTBEITRAGscroll
Weitere für den Kapitalmarkt relevante Kennzahlen erläutern wir in den Kapiteln "Ertragslage" auf Seite 35 und "GILDEMEISTER-Aktie" auf Seite 78. KAPITALKOSTEN (WACC)scroll
Informationen zu den geplanten künftigen Nettoinvestitionen finden Sie im Kapital "Künftige Entwicklung des GILDEMEISTER-Konzerns" auf Seite 115. InvestitionenDie Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte betrugen 39,0 MIO € (Vorjahr: 26,5 MIO €). Trotz der beiden schwierigen letzten Jahre haben wir unsere Entwicklungsprojekte mit dem Ziel forciert, dem Markt auch zukünftig innovative Produkte anbieten zu können. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Finance Lease lagen mit 29,5 MIO € auf dem Vorjahresniveau (29,1 MIO €). Den Schwerpunkt der Investitionen bildete die Mehrheitsbeteiligung an Cellstrom und somit der Einstieg in den Markt der Energiespeicherlösungen. Zur Hausausstellung in Bielefeld präsentierte GILDEMEISTER erstmalig einen "Energy Solutions Park" und stellte das neue Geschäftsfeld der Großmaschinen (DMG-XXL-Maschinen) vor. Darüber hinaus investierten wir in die Weiterentwicklung unserer innovativen Produkte, wie zum Beispiel in die neue Generation der 5-Achs-Universal-Fräsmaschinen oder in Hightech-Maschinen für das Produktionsdrehen. Zudem investierten wir in den Ausbau unserer Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Malaysia - einer von 23 Kooperationsmärkten mit unserem Partner Mori Seiki. Weitere Investitionen dienten der Bereitstellung von produktionsnotwendigen Werkzeugen, Modellen und Betriebsmitteln. Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 11,0 MIO €, im Wesentlichen durch die 33%-Beteiligung an der MG Finance GmbH sowie durch den Erwerb einer 5%-Beteiligung an der Younicos AG und durch die 50%-Beteiligung an der DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 50,0 MIO € (Vorjahr: 57,8 MIO €). INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN IM GILDEMEISTER-KONZERNin MIO €![]() Nähere Informationen zu den Investitionen in den einzelnen Segmenten stehen im Kapitel "Segmentbericht" auf Seite 51 ff. AUFTEILUNG DER INVESTITIONEN UND ABSCHREIBUNGEN IM GILDEMEISTER-KONZERNin MIO €![]() SegmentberichtUnsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Services" und erstmals seit dem 1. Januar 2010 die "Energy Solutions"; die Umgliederung erfolgte wegen der zunehmenden Bedeutung und den Kriterien des IFRS 8. Die Vorjahreswerte der "Services", zu denen die Sparte bisher gehörte, wurden entsprechend angepasst. Die "Corporate Services" beinhalten die konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Auch die GILDEMEISTER Beteiligungen AG als Holdinggesellschaft der Produktionswerke wird seit Jahresbeginn 2010 im Segment "Werkzeugmaschinen" geführt; die Vorjahreswerte wurden ebenfalls angepasst. Die Verteilung von Umsatz, Auftragseingang und EBIT auf die einzelnen Segmente stellt sich wie folgt dar: SEGMENT-KENNZAHLEN DES GILDEMEISTER-KONZERNSscroll
Detaillierte Informationen zur Segmentierung nach Geschäftsbereichen und Regionen finden Sie im Konzernanhang auf Seite 203 ff. Segment "Werkzeugmaschinen"Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsfeldern Drehen und Fräsen, Ultrasonic / Lasertec sowie Electronics. Bei GILDEMEISTER sind die Produktionswerke standortübergreifend in technologischen Verbünden zusammengefasst, um die Kernkompetenzen gebündelt zu stärken. So erzielen wir zusätzliche Synergien, können unsere Kapazitäten optimal auslasten und Fixkosten reduzieren. Zudem erhöht die Verbundstruktur unsere Effizienz bei der Herstellung innovativer und wettbewerbsfähiger Produkte. Im Fräsverbund vereinen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die Sauer GmbH ihre Kernkompetenzen "Fräsen" sowie "Ultrasonic" und "Lasertec". Im Fräs- und Fertigungsverbund ergänzen sich die DECKEL MAHO Seebach GmbH und FAMOT Pleszew Sp. z o.o. bei der effizienten Steuerung und Auslastung der konzerninternen Fertigungskapazitäten. Unser Angebot im Geschäftsfeld "Fräsen" konzentriert sich auf sieben Produktlinien: von Universal-Fräsmaschinen über Horizontal- und Vertikal-Bearbeitungszentren, Fahrständer- sowie HSC-Präzisionsmaschinen bis hin zu Fräsmaschinen- und Bearbeitungszentren für die 5-Achs-Bearbeitung. Die Kernkompetenz "Drehen" bündeln die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH in Bielefeld, die GRAZIANO Tortona S.r.l. und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. im Drehverbund. Unser Full-Line-Drehmaschinenangebot umfasst sieben Produktlinien und reicht von Universal- und Vertikal-Drehmaschinen über Drehzentren bis hin zu Dreh-Fräszentren für die 5-Achs-Bearbeitung. Der Ecolineverbund bietet einem breiten globalen Marktsegment den Zugang in die Dreh- und Fräsbearbeitung zu attraktiven Einstiegspreisen. Die Aktivitäten in diesem zunehmend wichtigen Bereich werden durch die DECKEL MAHO GILDEMEISTER Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, und die DMG ECOLINE GmbH abgedeckt. Die DMG Electronics GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Software-Entwicklung. Erläuterungen zu unseren Produkten im Segment "Werkzeugmaschinen" befinden sich im Kapitel "Produktion, Technologie und Logistik" auf Seite 90 ff. ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUFSEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"scroll
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Stichtag 31.12. Das Segment "Werkzeugmaschinen" zeigte im Geschäftsjahr 2010 wieder deutliche Aufwärtstendenzen beim Auftragseingang. Diese Entwicklung spiegelte sich im vierten Quartal auch beim Umsatz und Ergebnis wider; der Umsatz erreichte 258,8 MIO € (+38%). Im Gesamtjahr erzielten die "Werkzeugmaschinen" einen Umsatz von 769,9 MIO € und übertrafen damit leicht das Niveau des Vorjahres (757,7 MIO €). Der Inlandsumsatz verringerte sich um 15% bzw. 50,8 MIO € auf 280,2 MIO € (Vorjahr: 331,0 MIO €). Der Auslandsumsatz nahm um 15% bzw. 63,0 MIO € auf 489,7 MIO € zu (Vorjahr: 426,7 MIO €). Die Auslandsquote betrug 64% (Vorjahr: 56%). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 56% am Umsatz (Vorjahr: 64%). Die Frästechnologie von DECKEL MAHO war mit 36% beteiligt (Vorjahr: 42%); auf Ultrasonic / Lasertec entfielen 3% (Vorjahr: 3%). Die Drehtechnologie von GILDEMEISTER betrug 17% (Vorjahr: 19%). Die Absatzmenge der Neumaschinen ist gegenüber dem Vorjahr um 54% auf 5.089 gestiegen (Vorjahr: 3.298). Bezogen auf den Gesamtumsatz des Konzerns waren die "Werkzeugmaschinen", "Services" sowie die "Energy Solutions" und "Corporate Services" wie folgt beteiligt: UMSATZVERTEILUNG IM GILDEMEISTER-KONZERNNACH SEGMENTEN![]() Nach dem krisenbedingten Nachfrageeinbruch entwickelte sich der Auftragseingang in unserem Kerngeschäft im Jahresverlauf wieder zunehmend positiv. Die Bestellungen stiegen kontinuierlich. Unsere Innovationen wurden vom Markt gut angenommen. In den ersten drei Quartalen entwickelte sich der Auftragseingang Schritt für Schritt positiv (+58%). Im vierten Quartal nahm er um 34% zu und erreichte 233,6 MIO € (Vorjahresquartal: 174,8 MIO €). Den Auftragseingang konnten wir im Gesamtjahr um 50% bzw. 286,2 MIO € auf 854,2 MIO € wieder deutlich steigern (Vorjahr: 568,0 MIO €). Im Inland stieg der Auftragseingang um 63% bzw. 117,9 MIO € auf 303,9 MIO € (Vorjahr: 186,0 MIO €). Die Auslandsbestellungen nahmen um 44% bzw. 168,3 MIO € auf 550,3 MIO € zu (Vorjahr: 382,0 MIO €); der Auslandsanteil betrug 64% (Vorjahr: 67%). Der Anteil der Bestellungen im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 60% (Vorjahr: 50%). Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2010 mit 335,0 MIO € (+34%) über dem Wert des Vorjahres (250,7 MIO €). Die Auslandsaufträge verzeichneten 87% (Vorjahr: 92%); sie nahmen um 60,6 MIO € bzw. 26% auf 290,2 MIO € zu (Vorjahr: 229,6 MIO €). Die Bestände aus dem Inland erhöhten sich auf 44,8 MIO € (Vorjahr: 21,1 MIO €). Das EBITDA nahm um 23,8 MIO € auf 26,8 MIO € zu (Vorjahr: 3,0 MIO €). Das EBIT belief sich auf 6,2 MIO € (Vorjahr: -18,1 MIO €). Aufgrund der guten Umsatzentwicklung konnten wir das EBIT im Vergleich zum Vorjahr verbessern. Insbesondere das vierte Quartal trug mit einem EBIT von 20,2 MIO € dazu bei. Die folgenden Grafiken zeigen die Höhe und Aufteilung der Investitionen in den einzelnen Segmenten und Geschäftsfeldern: ANTEILE DER EINZELNEN SEGMENTE / GESCHÄFTSFELDER AN DEN INVESTITIONENin %![]() AUFTEILUNG DES INVESTITIONSVOLUMENS NACH INVESTITIONSARTENin %![]() Die Investitionen im Segment "Werkzeugmaschinen" betrugen 22,4 MIO € (Vorjahr: 19,2 MIO €). Schwerpunkte bildeten die Weiterentwicklung unserer innovativen Produkte sowie die Bereitstellung von produktionsnotwendigen Werkzeugen, Vorrichtungen, Modellen und Betriebsmitteln. Der Großteil der Investitionsmittel entfiel auf die Geschäftsfelder Drehen und Fräsen. Am 10. März 2010 präsentierten wir am Standort Bielefeld erstmals das neue Geschäftsfeld der Großmaschinen (DMG-XXL-Maschinen). Auf einer Fläche von rund 850 Quadratmetern konnten sich unsere Kunden von der neuen Dimension im Bereich der Großteilebearbeitung überzeugen. Am Standort Pfronten optimierten wir die Montageflächen. Wir haben die Fertigungskapazitäten an unserem Produktionsstandort FAMOT in Pleszew (Polen) ausgebaut, um die konzerninterne Versorgung mit komplexen Komponenten abzusichern. Zur Präsentation der hochpräzisen -Baureihe (High-Speed-Cutting) findet die Eröffnung des "hsc Centers" vom 22. bis 25. März 2011 in Geretsried statt. Die GILDEMEISTER Beteiligungen AG investierte darüber hinaus in die Optimierung unserer Geschäftsprozesse und IT-Systeme. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten betrug 8,1 MIO €. Im Bereich "Fräsen" bildeten die neue monoBLOCK- und eVolution-Baureihe einen Schwerpunkt der Investitionen. Zudem haben wir den Ausbau unserer Universal-Drehmaschinen der CTX-Baureihe vorangetrieben. Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.097 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.208). Dies entspricht 57% des gesamten Personals im GILDEMEISTER-Konzern (Vorjahr: 59%). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Mitarbeiterzahl um 111 reduziert. Während wir an unseren Produktionsstandorten in Deutschland und Italien unser Personal angepasst haben, wurden - aufgrund des im zweiten Halbjahr 2010 gestiegenen Bedarfs an Montagekapazitäten für die ECOLINE-Baureihe - zusätzliche Mitarbeiter an den Standorten in Polen und China eingestellt. Wir haben insbesondere im ersten Halbjahr Kapazitätsüberhänge durch Kurzarbeit ausgesteuert. Im Verlauf des dritten Quartals konnten wir die Kurzarbeit an allen Standorten im Inland beenden. Die Personalquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 20,7% (Vorjahr: 22,9%); der Personalaufwand belief sich auf 159,1 MIO € (Vorjahr: 173,6 MIO €). Segment "Services"Das Segment "Services" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG Vertriebs und Service GmbH und ihrer Tochtergesellschaften. Dieses Segment bietet auch zukünftig weitere Wachstums- und Ertragspotenziale. Mithilfe des DMG Life Cycle Products optimieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschine über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Dieses perfekt auf DMG Werkzeugmaschinen abgestimmte Service-Angebot bietet unseren Kunden einzigartige integrierte Lösungen: Mit innovativen und effizienten Trainings-, Reparatur- und Wartungsdienstleistungen sichern unsere hochqualifizierten Service-Mitarbeiter die nachhaltige Verfügbarkeit der Werkzeugmaschinen. Die DMG Spare Parts stellt mit ihrem hochmodernen Dienstleistungszentrum eine zuverlässige und schnelle Versorgung mit DMG Ersatzteilen sicher. Die DMG Service-Produkte - wie die DMG Powertools, das Tool-Management von der DMG MICROSET und die Automatisierungslösungen der DMG Automation - ermöglichen es den Anwendern, die Prozesse bei der Werkstückbearbeitung sicher und schnell und damit kosteneffizient zu gestalten. ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "SERVICES"scroll
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Vorjahreswerte angepasst Das Segment "Services" entwickelte sich im Berichtsjahr positiv. Die deutliche Marktbelebung war in allen Bereichen - vom Ersatzteil-, Service- und Trainingsgeschäft bis hin zu den Automatisierungslösungen und dem Gebrauchtmaschinengeschäft - zu spüren. Der Umsatz stieg um 18% bzw. 56,2 MIO € auf 367,2 MIO € (Vorjahr: 311,0 MIO €). Im Ausland nahmen die Umsätze um 14% bzw. 23,5 MIO € auf 195,0 MIO € zu; dies entspricht einem Anteil von 53% (Vorjahr: 55%). Auch im Inland stieg der Umsatz deutlich: Nach 139,5 MIO € im Jahr 2009 betrug er im Berichtsjahr 172,2 MIO €; dies entspricht einem Anstieg um 23% bzw. 32,7 MIO €. Die "Services" hatten einen Anteil von 27% am Konzernumsatz (Vorjahr: 26%). Der Auftragseingang lag mit 419,2 MIO € bzw. 60% deutlich über dem Vorjahreswert (262,8 MIO €). 55% aller Aufträge stammten aus dem Ausland; sie stiegen um 83% bzw. 104,7 MIO € auf 231,0 MIO € (Vorjahr: 126,3 MIO €). Die Inlandsaufträge bei den "Services" betrugen 188,2 MIO € (Vorjahr: 136,5 MIO €); 30% aller Bestellungen im Konzern entfielen auf die "Services" (Vorjahr: 23%). Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 126,7 MIO € (Vorjahr: 74,7 MIO €). Der Ertrag im Segment "Services" entwickelte sich positiv: Das EBITDA ist um 8% bzw. 5,0 MIO € auf 64,4 MIO € gestiegen (Vorjahr: 59,4 MIO €). Das EBIT betrug 58,7 MIO € (Vorjahr: 53,8 MIO €). Das EBT belief sich auf 51,6 MIO € (Vorjahr: 47,4 MIO €). Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Segment "Services" beliefen sich auf 7,0 MIO € (Vorjahr: 4,5 MIO €). Die Ersatzteillogistik am Standort Geretsried haben wir kontinuierlich optimiert. Von hier aus können wir unsere Kunden mit einer Ersatzteil-Verfügbarkeit von 95% in einer branchenweit einzigartigen Geschwindigkeit versorgen. Weitere Investitionsmittel entfielen auf den Ausbau unserer Vertriebs- und Serviceaktivitäten mit unserem Kooperationspartner Mori Seiki in Malaysia. Zudem ist die Eröffnung des gemeinsamen Technologiezentrums in Indien vom 17. bis 20. Mai 2011 geplant. Dem Baufortschritt entsprechend wurden hierfür weitere Investitionsmittel eingesetzt. Um unsere Servicequalität zu garantieren, haben wir unsere Service-Mitarbeiter mit modernsten Diagnosetools und Softwareprogrammen sowie elektronischen Messgeräten ausgestattet. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten im Segment "Services" lag bei 0,3 MIO €. Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 1,1 MIO € durch die 50%-Beteiligung an der DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. Die Investitionen beliefen sich damit insgesamt auf 8,1 MIO €. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 28 auf 2.120 (Vorjahr: 2.092). Der Anteil der im Segment "Services" beschäftigten Mitarbeiter lag bei 39% (Vorjahr: 38%). Hierbei wurden insbesondere die Vertriebs- und Servicegesellschaften im weltweit größten Markt China sowie in ausgewählten Kooperationsmärkten mit deutlichem Wachstumspotenzial, wie Indien, Singapur, Malaysia und der Türkei gezielt verstärkt. In den USA wurde mit Beginn der Kooperation aufgrund der deutlich stärkeren Marktpräsenz von Mori Seiki die Vertriebs- und Servicegesellschaft bei Mori Seiki konsolidiert. Die Personalquote lag im Segment "Services" bei 40,3% (Vorjahr: 50,2%); der Personalaufwand betrug 147,8 MIO € (Vorjahr: 156,1 MIO €). Segment "Energy Solutions"Mit den "Energy Solutions" haben wir ein junges und von uns als wachstumsträchtig eingeschätztes Geschäftsfeld mit Zukunftspotenzial im Bereich der Energietechnik aufgebaut. Das Segment beinhaltet die Geschäftstätigkeit der a+f GmbH und der für den Vertrieb, Service und Produktion zuständigen Gesellschaften in Italien, Spanien, den USA und Indien. Das Produkt "SunCarrier" bedient den weltweit wachsenden Markt der Solartechnik. Unser Geschäftsmodell ist auf industrielle Kunden sowie Großinvestoren und die Abwicklung schlüsselfertiger Projekte sowie den After-Sales-Service ausgerichtet. Die Mehrheitsbeteiligung an der österreichischen Cellstrom GmbH erweitert das Portfolio um den zukunftsträchtigen Markt der Energiespeicherung. Die langlebige und wartungsarme Großbatterie "cellcube" bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, so zum Beispiel die Speicherung von Strom aus Solar- und Windkraftanlagen oder als Solartankstelle für die steigende Anzahl von E-Fahrzeugen. Unsere Kunden können mit dieser Batterie den erzeugten Strom speichern und rund um die Uhr flexibel nutzen. Für Werkzeugmaschinen bietet der Energiespeicher eine unterbrechungsfreie Stromversorgung vor allem in Regionen mit instabilen Netzen. Im Bereich "Components" ist die a+f GmbH darauf spezialisiert, Komponenten, insbesondere für die Windenergie zu vermarkten. Detaillierte Informationen zum "SunCarrier" finden Sie unter www.suncarrier.com, zum Thema Energiespeicherung unter www.cellstrom.com. ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "ENERGY SOLUTIONS"scroll
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Vorjahreswerte angepasst Der Umsatz der "Energy Solutions" stieg im Gesamtjahr auf 239,5 MIO € (Vorjahr: 112,3 MIO €). Zum Jahresende wurde eine Reihe von Großprojekten in Italien fertig gestellt, die einen erheblichen Umsatzbeitrag leisteten. Mit +113% bzw. 127,2 MIO € konnten wir den Umsatz verdoppeln. Die "Energy Solutions" hatten zum 31. Dezember einen Anteil von 17% am Konzernumsatz (Vorjahr: 10%). Wegen der hohen Auftragsbestände verläuft der Auftragseingang geplant unter dem Vorjahresniveau. Im vierten Quartal betrug er 54,4 MIO €. Im Gesamtjahr haben wir einen Auftragseingang von 144,8 MIO € (-54%) verbucht. Der Auftragsbestand lag zum 31. Dezember mit 166,5 MIO € (-36%) plangemäß unter dem Vorjahr (261,2 MIO €). Das EBITDA betrug 1,8 MIO € (Vorjahr: 11,7 MIO €). Das EBIT belief sich auf 0,4 MIO € (Vorjahr: 11,1 MIO €). Das Ergebnis war belastet durch den geplanten Auf- und Ausbau von Vertriebs- und Servicestützpunkten in Italien, in den USA, in Indien und Frankreich sowie gestiegene Modul- und Komponentenpreise und Bauverzögerungen einzelner Solarparks aufgrund von Genehmigungen. Zudem konnte die termingerechte Fertigstellung einiger Projekte wegen ungünstiger Wetterbedingungen nur zu erhöhten Kosten realisiert werden. Des Weiteren hatten die Anfangsinvestitionen in den Markt der Energiespeicherung Einfluss auf das Ergebnis. Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Segment "Energy Solutions" beliefen sich auf 7,7 MIO € (Vorjahr: 1,2 MIO €). Ein Großteil der eingesetzten Investitionsmittel entfiel auf die Mehrheitsbeteiligung an der Cellstrom GmbH. Zudem haben wir in die Weiterentwicklung unserer Solar- und Energiespeichertechnik investiert. Die Höhe der aktivierten Entwicklungskosten im Segment "Energy Solutions" lag bei 0,8 MIO €. Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 4,9 MIO € durch den Erwerb einer 5%-Beteiligung an der Younicos AG. Die Investitionen beliefen sich damit insgesamt auf 12,6 MIO €. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich um 73 (+84%) auf 160 erhöht (31.12.2009: 87). Der Anteil der im Segment "Energy Solutions" beschäftigten Mitarbeiter lag bei 3% (Vorjahr: 2%). Segment "Corporate Services"Das Segment "Corporate Services" umfasst die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Hier sind zentrale Funktionen angesiedelt wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen. Diese konzernübergreifenden Holdingfunktionen führen zu Aufwendungen und Umsatzerlösen. ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"scroll
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Vorjahreswerte angepasst Im Segment "Corporate Services" setzten sich sowohl der Umsatz als auch der Auftragseingang in Höhe von jeweils 0,2 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €) hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen. Auf die "Corporate Services" entfielen wiederum weniger als 0,1% des Umsatzes im Konzern (Vorjahr: <0,1%). Das EBIT betrug -20,3 MIO € (Vorjahr: -15,0 MIO €). Das EBT lag bei -30,0 MIO € (Vorjahr: -16,5 MIO €). Bedingt durch höhere Zinskosten und Finanzaufwendungen hat sich das EBT um 13,5 MIO € verschlechtert (Vorjahr: -16,5 MIO €). Verbesserungen konnten wir in den Bereichen Instandhaltung und Beratungsleistungen sowie beim Währungsergebnis realisieren. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte im Segment "Corporate Services" betrugen 1,9 MIO € (Vorjahr: 1,6 MIO €). Einen Schwerpunkt bildete die Eröffnung eines "Energy Solutions Park" zur Hausausstellung am 31. August 2010 in Bielefeld. Mit zwei "SunCarriern" und der Großbatterie "cellcube" können sich unsere Kunden von der Effizienz unserer zukunftsweisenden Energiesysteme überzeugen. Ein zusätzlicher Schwerpunkt lag in der bedarfsgerechten Modernisierung des Standortes Bielefeld. Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 5,0 MIO € durch die 33%-Beteiligung an der MG Finance GmbH. Die Investitionen beliefen sich damit insgesamt auf 6,9 MIO €. Am 31. Dezember 2010 waren in diesem Segment 68 Mitarbeiter (Vorjahr: 63 Mitarbeiter) beschäftigt. Gesamtaussage zum GeschäftsverlaufGILDEMEISTER konnte sich im Jahresverlauf in allen zentralen Steuerungsgrößen Schritt für Schritt wieder verbessern und bestätigte damit seine Ziele für das Geschäftsjahr 2010. Der Auftragseingang stieg um 24% auf 1.418,4 MIO €. Auch Umsatz, EBT und Jahresüberschuss entwickelten sich plangemäß. Der Umsatz nahm um 17% auf 1.376,8 MIO € zu. Das EBT war mit 6,5 MIO € positiv. Die Umsatzrendite - gemessen am EBT - lag mit 0,5% auf dem Niveau des Vorjahres (0,6%). Der Jahresüberschuss im Konzern beträgt 4,3 MIO €. Der Free Cashflow beläuft sich auf 45,2 MIO €. Wir konnten das Eigenkapital auf 412,9 MIO € steigern und unsere Nettofinanzverbindlichkeiten erneut reduzieren. Auch die Entwicklung unserer Segmente verlief gemäß unseren Prognosen. Das Geschäftsjahr 2011 ist für GILDEMEISTER plangemäß gut gestartet. Im Januar und Februar lagen sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz und das Ergebnis über den Vorjahreswerten. Damit haben wir den Grundstein für ein erfolgreiches Jahr gelegt. Weitere Einzelheiten zur aktuellen wirtschaftlichen Lage finden Sie im "Nachtragsbericht" auf der Seite 104 ff. AUFTRAGSEINGANGin MIO €![]() UMSATZin MIO €![]() UnternehmenssituationMit zahlreichen anwenderorientierten Innovationen setzt GILDEMEISTER weltweit Trends: Im Berichtsjahr wurden 17 Neuentwicklungen auf nationalen und internationalen Messen präsentiert. Durch die Bündelung der Vertriebs- und Servicestrukturen mit Mori Seiki hat GILDEMEISTER in den Kooperationsmärkten die globale Aufstellung nachhaltig gefestigt. Mit den "Energy Solutions" haben wir ein junges und von uns als wachstumsträchtig eingeschätztes Geschäftsfeld im Bereich der Energietechnik aufgebaut. MitarbeiterAm 31. Dezember 2010 waren 5.445 Mitarbeiter, davon 213 Auszubildende, bei GILDEMEISTER beschäftigt (Vorjahr: 5.450). Die Anzahl der Mitarbeiter ist nahezu unverändert geblieben, da wir in Erwartung einer besseren Geschäftsentwicklung unser hochqualifiziertes Fachpersonal bewusst gehalten haben. Durch den Einsatz von Kurzarbeit ist es uns gelungen, Kapazitätsschwankungen beim Personalbedarf auszugleichen. Ab dem dritten Quartal konnten wir aufgrund der Geschäftsentwicklung die Kurzarbeit an allen Standorten im Inland beenden. Im Konzern waren durchschnittlich 16% der Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen; der Umfang lag bei 20% der wöchentlichen Arbeitszeit. Die dadurch realisierten Einsparungen beliefen sich auf 7,4 MIO €. Die Mitarbeiterzahl in den Segmenten entwickelte sich folgendermaßen: Im Segment "Werkzeugmaschinen" konnte der notwendige Personalabbau im Inland und in Italien durch Kurzarbeit begrenzt werden. In Polen und China wurden kapazitätsbedingt zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Bei den "Services" wurden insbesondere die Vertriebs- und Servicegesellschaften in China sowie in den Kooperationsmärkten Indien, Singapur und Malaysia personell verstärkt. In den USA wurde aufgrund der stärkeren Marktpräsenz von Mori Seiki die gemeinsame Vertriebs- und Servicegesellschaft bei Mori Seiki konsolidiert. Im Segment "Energy Solutions" erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter durch die personelle Verstärkung in der Solartechnik und den Erwerb der Cellstrom GmbH. Zum Jahresende arbeiteten 3.306 Mitarbeiter (61%) bei unseren inländischen und 2.139 Mitarbeiter (39%) bei den ausländischen Gesellschaften. Ab Mitte des Jahres waren bei uns wieder Leiharbeiter beschäftigt; zum Ende des Berichtsjahres betrug die Anzahl 238. Die Zahl der Auszubildenden lag bei 213 (Vorjahr: 253). Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres stellte GILDEMEISTER 35 Auszubildende ein (Vorjahr: 43). Die Ausbildungsquote bei den inländischen Gesellschaften im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 9,3% (Vorjahr: 10,4%). Insgesamt bilden wir in neun Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus bieten wir Studiengänge in Zusammenarbeit mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Im Berichtsjahr lag die Frauenquote im Konzern bei 13,1% (Vorjahr: 12,7%). Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug die Frauenquote 10%, bei den "Services" 16%, im Segment "Energy Solutions" 28% und bei den "Corporate Services" 40%. GILDEMEISTER fördert die positive Entwicklung der Frauenquote in erster Linie durch flexible Arbeitszeiten - auch in Führungspositionen. Seit Jahren haben wir einen relativ hohen Anteil an Mitarbeiterinnen - und das in einer Branche, die traditionell eher von Männern bevorzugt wird. Darüber hinaus bieten wir sowohl für Frauen als auch für Männer individuelle Lösungen im Rahmen von Elternzeit an. AUSBILDUNG IM GILDEMEISTER-KONZERNVerteilung nach Fachrichtungen in %![]() Im Bereich Human-Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Sie ist ein zentrales Element der nicht finanziellen Leistungsindikatoren mit Nachhaltigkeitsbezug bzw. der "Sustainable Development Key Performance Indicators" (SD-KPIS). Die folgende Grafik zeigt, dass eine qualifizierte Ausbildung und die Qualifikation der Belegschaft einen hohen Stellenwert im GILDEMEISTER-Konzern einnehmen. QUALIFIKATIONSSTRUKTUR DER MITARBEITER IM GILDEMEISTER-KONZERNin %![]() Die Qualifikationsstruktur lag konstant auf dem hohen Niveau der Vorjahre: 97% der Beschäftigten verfügten über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung (Vorjahr: 97%). An Weiterbildungsmaßnahmen nahmen 3.038 Mitarbeiter bzw. 56% der Belegschaft teil (Vorjahr: 3.537 Mitarbeiter bzw. 65%). Schwerpunkte waren die Weiterbildung unserer in- und ausländischen Vertriebs- und Servicemitarbeiter auf die neu entwickelten Maschinen. Darüber hinaus wurden Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Informationstechnologie, Sprachen sowie Führungs- und Arbeitstechniken durchgeführt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Weiterbildung auf 3,5 MIO € (Vorjahr: 4,9 MIO €). Variable Einkommensbestandteile honorieren die individuellen Leistungen und unterstützen die Mitarbeitermotivation. Zudem hat GILDEMEISTER die tarifliche Lohn- und Gehaltssteigerung, die nach dem Tarifabschluss der Metall- und Elektroindustrie zum 1. April 2011 vorgesehen ist, um drei Monate vorgezogen und die Erhöhung bereits ab dem 1. Januar 2011 gezahlt. Weitere Elemente für die Mitarbeitermotivation sind die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz, die zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland sind. Unser zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem legt die Arbeitsbedingungen fest - selbstverständlich auch in den Schwellenländern, in denen GILDEMEISTER über Produktionswerke sowie Vertriebs- und Servicegesellschaften verfügt. Der Personalaufwand reduzierte sich um 12,9 MIO € auf 333,2 MIO € (Vorjahr: 346,1 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 279,5 MIO € (Vorjahr: 291,1 MIO €), auf Sozialabgaben 49,8 MIO € (Vorjahr: 50,3 MIO €) und auf Aufwendungen für Altersversorgungen 3,9 MIO € (Vorjahr: 4,7 MIO €). Die Personalquote lag bei 24,3% (Vorjahr: 30,3%). Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden 143 Verträge (Vorjahr: 152), bei denen wir das Blockmodell anwenden. Die Teilnahme an diesem Modell ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 6% gesunken. Die gesamte Dauer der Altersteilzeit unterteilt sich zu gleichen Teilen in eine Aktiv- und Passivphase. In der Aktivphase befanden sich 59 Mitarbeiter, in der Passivphase 84. Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen und hat sich wie folgt verändert: 35% unserer Mitarbeiter sind 35 Jahre und jünger (Vorjahr: 34%), 80% sind 50 Jahre und jünger (Vorjahr: 82%). ALTERSSTRUKTUR DER MITARBEITER IM GILDEMEISTER-KONZERN 2010in %![]() Weitere nicht finanzielle Leistungsindikatoren haben sich wie folgt entwickelt: Im Berichtsjahr gab es 129 Wege- und Betriebsunfälle (Vorjahr: 108); dies bedeutet bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einen leichten Anstieg auf 2,4% (Vorjahr: 2,0%). Die Krankenquote betrug wie im Vorjahr 3,1% und lag damit leicht unterhalb des Branchendurchschnitts von 3,2%. Die Fluktuation lag mit 10,2% unter dem Vorjahr (20,4%). Die Fluktuationsquote war im Jahr 2009 maßgeblich durch den konzernweiten Personalabbau gekennzeichnet. Da derzeit aktuelle Branchenwerte nicht verfügbar sind, ist ein Vergleich mit dem Branchendurchschnitt nicht möglich. Für die 50-jährige Betriebszugehörigkeit haben wir einen Mitarbeiter geehrt. Darüber hinaus hatten 40 Mitarbeiter ihr 40-jähriges, 71 Mitarbeiter ihr 25-jähriges und 323 Mitarbeiter ihr zehnjähriges Firmenjubiläum. Allen Jubilaren gilt unser Dank für ihre Treue zum Unternehmen und ihren unermüdlichen Einsatz. An dieser Stelle danken wir allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre uneingeschränkte, engagierte Leistung. Sie haben in einem weiteren schwierigen Geschäftsjahr Verantwortungsbewusstsein, Zusammenhalt und Durchhaltevermögen bewiesen. Corporate-GovernanceGILDEMEISTER entspricht Corporate-Governance-KodexGute Corporate-Governance hat bei GILDEMEISTER seit eh und je einen hohen Stellenwert und ist zentraler Bestandteil der Unternehmensführung sowie aller Unternehmensbereiche. Für Vorstand und Aufsichtsrat steht Corporate-Governance für eine verantwortungsbewusste und transparente Unternehmensführung sowie Kontrolle des Konzerns. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Unsere internen Richtlinien orientieren sich ebenfalls an diesen Regeln und Grundsätzen. GILDEMEISTER folgte bereits seit Jahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex und erfüllte bis zum Inkrafttreten der neuen Kodexfassung am 26. Mai 2010 alle Empfehlungen mit einer Ausnahme. Die folgende Entsprechenserklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2010 abgegeben; sie ist dauerhaft - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf unserer Website www.GILDEMEISTER.com zugänglich: "1. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2009 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Kodexfassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009, bis zum Inkrafttreten der neuen Kodexfassung am 26. Mai 2010 mit folgender Ausnahme entsprochen:
2. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Kodexfassung vom 26. Mai 2010 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 entsprochen und wird ihnen künftig entsprechen, jeweils mit folgender Ausnahme:
Vergütung von Aufsichtsrat und VorstandGemäß Ziffer 5.4.7. des Deutschen Corporate-Governance-Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrates individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. Vergütung des Aufsichtsrates der GILDEMEISTER AktiengesellschaftErfolgsbezogene KomponentenDie Vergütung des Aufsichtsrates wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft geregelt. Sie enthält erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten und eine erfolgsbezogene Vergütungskomponente. Zu den erfolgsunabhängigen Komponenten zählen die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält sowie die Vergütung für Ausschusstätigkeiten. Die erfolgsbezogene Komponente besteht aus einem langfristigen Leistungsanreiz, dem "Long-Term-Incentive" (LTI), der das Ziel hat, eine nachhaltige wertorientierte Unternehmensführung zu unterstützen. Für das Geschäftsjahr 2010 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 24.000 €; der Vorsitzende erhielt das 2,5-Fache (60.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache (36.000 €). Somit lag die Fixvergütung insgesamt bei 329.687 € (Vorjahr: 335.605 €). Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 211.479 € (Vorjahr: 221.211 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Technologie und Entwicklung. Die Arbeit im Vermittlungs- sowie im Nominierungsausschuss, der als Unterausschuss des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses tätig ist, wird nicht vergütet. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 12.000 €. Die Vorsitzenden von Ausschüssen bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 12.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €. Die erfolgsbezogene Vergütungskomponente LTI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten: Als erfolgsbezogene Kennzahl wird das Ergebnis je Aktie - Earnings per Share (EPS) - verwendet. Das EPS ist eine etablierte Kennzahl, bei der eine Erfolgsbezogenheit unter Beachtung des jeweiligen Aktienkapitals gegeben ist. Es wird berechnet, indem das Jahresergebnis ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird. Das LTI ist variabel, das heißt, dass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Auch hier erhält der Aufsichtsratsvorsitzende das 2,5-Fache und sein Stellvertreter das 1,5-Fache der Vergütung der übrigen Mitglieder. Beim LTI besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe der jeweiligen festen Vergütung. Das LTI berücksichtigt nicht nur das Berichtsjahr, sondern auch die beiden Vorjahre. Die Kennzahl ist das arithmetische Mittel aus den EPS-Werten der entsprechenden Geschäftsjahre. Das LTI wird nur gezahlt, wenn das durchschnittliche EPS der relevanten drei Jahre mindestens 0,15 € beträgt. Für das Geschäftsjahr 2010 und die beiden Vorjahre lag der entsprechende Eps-Durchschnittswert bei 0,69 € (Vorjahr: 1,04 €). Die sich aus dem LTI errechnete erfolgsbezogene Vergütung für den Aufsichtsrat betrug insgesamt 236.963 € (Vorjahr: 335.605 €). Die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich somit auch in der Höhe dieser variablen Vergütungskomponente wider. Die Vergütung des Aufsichtsrates setzte sich im Jahr 2010 wie folgt zusammen: VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATES DER GILDEMEISTER AKTIENGESELLSCHAFTscroll
Für das Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 778.129 € (Vorjahr: 892.421 €). Nach § 15a WpHG müssen Aufsichtsratsmitglieder oder andere meldepflichtige Personen den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien sowie darauf bezogene Erwerbs- oder Veräußerungsrechte, wie etwa Optionen oder Rechte, die unmittelbar vom Börsenkurs der Gesellschaft abhängen, offen legen. Im Berichtsjahr lag uns keine Director's-Dealings-Meldung vor. Eine Gesellschaft, die von einem Mitglied des Aufsichtsrates geführt wird, hält eine Beteiligung von 5% der Gesamtzahl an Aktien. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates halten insgesamt weniger als 1% der Gesamtzahl an Aktien. Kein Mitglied des Vorstandes besitzt GILDEMEISTER-Aktien. Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände im GILDEMEISTER-KonzernBei GILDEMEISTER bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflicht-Versicherungen) und Rechtschutzversicherungen und zwar für alle Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer und leitende Angestellte. Die D&O-Versicherung sieht im Sinne des VorstAG einen entsprechenden Selbstbehalt vor. Vergütung des Vorstandes der GILDEMEISTER AktiengesellschaftLeistungsbezogene VorstandsvergütungÜber die Vergütung des Vorstandes wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten, wobei die indirekte Vergütungskomponente vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung besteht. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI). Sämtliche variablen Bestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen deutlichen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitgliedes, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstandes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes. Die direkte Vergütung des Vorstandes betrug 4.027 T€ (Vorjahr: 2.988 T€). Davon entfielen 1.821 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 1.673 T€), 1.295 T€ auf das STI (Vorjahr: 400 T€). Das STI berücksichtigt somit die Zielerreichung eines positiven Ergebnisses in Zeiten der Wirtschaftskrise. Der Auszahlungswert des LTI belief sich auf 0 T€, da die für die Tranche 2008 bis 2010 festgelegte EBIT-Marge im Zuteilungsjahr 2010 nicht erreicht wurde. Der Aufwand für die individuelle Leistungsvergütung betrug 800 T€ (Vorjahr: 800 T€). Auf die Sachbezüge entfielen 111 T€ (Vorjahr: 115 T€). Die direkte Vergütung des Vorstandes für das Jahr 2010 verteilt sich wie folgt: DIREKTE VORSTANDSVERGÜTUNGscroll
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgröße im Berichtsjahr war das EAT ("Earnings After Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Das STI enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe von 500 T€ für das Jahr 2010. Das Cap wird ebenfalls jährlich neu festgelegt. Vergütungskomponente von Aktienkurs abhängigDas LTI als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung verbindet die Erreichung festgelegter Ziele in Bezug auf das EBIT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der GILDEMEISTER-Aktie. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das 2-fache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitgliedes je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Unterschreitet das EBIT des Zuteilungsjahres einen bei jeder neuen Auslobung einer Tranche festzulegenden EBIT-Mindestwert, entfällt die Zahlung des LTI . Bei dem LTI handelt sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von drei Jahren bzw. seit dem Jahr 2009 von vier Jahren. Aus der nach diesem Modell für das Jahr 2008 ausgelobten Tranche resultierte keine Auszahlung. Die für das Geschäftsjahr 2009 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2011 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2012 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EBIT-Zieles des Jahres 2011 und des jeweiligen Aktienkurses. Aufgrund der Bestimmungen des VorstAG hat der Aufsichtsrat im Jahr 2009 die Verlängerung der Tranchenlaufzeit von drei auf vier Jahren beschlossen. Um die Anreizwirkung des LTI fortzuführen, wurde für das Jahr 2009 eine zusätzliche Tranche für jedes Vorstandsmitglied mit einer Laufzeit von vier Jahren ausgelobt. Die Zuteilung dieser Tranche erfolgt im Jahr 2012 mit einem Auszahlungszeitpunkt im Jahr 2013 nach der Hauptversammlung. Die für das Geschäftsjahr 2010 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2013 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2014 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EAT ("Earnings After Taxes") im Durchschnitt der letzten vier Jahre und des jeweiligen Aktienkurses. In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der im Jahr 2008, 2009 und 2010 ausgelobten Performance-Units und der Fair-Value des LTI zum Zeitpunkt der Gewährung für jedes Vorstandsmitglied dargestellt. TRANCHEN DES LONG-TERM-INCENTIVESscroll
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Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolges der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstandes werden überwiegend durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Für den Vorstandsvorsitzenden besteht eine leistungsorientierte Zusage. INDIREKTE VORSTANDSVERGÜTUNGscroll
Im Jahr 2010 entstand gemäß den International-Financial-Reporting-Standards (IFRS) für die leistungsorientierte Zusage ein Rückstellungsaufwand von 258 T€ (Vorjahr: 108 T€), womit sich der gesamte Rückstellungsbetrag auf 5.530 T€ beläuft. In diesem Wert ist auch die in der Zusage enthaltene Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt. Die zweckgebundenen Zahlungen in das beitragsorientierte Versorgungsmodell beliefen sich in der Summe auf 353 T€ (Vorjahr: 253 T€). Der gesamte Rückstellungsaufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 611 T€ (Vorjahr: 361 T€). Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Es wurden von Unternehmen des GILDEMEISTER-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 618 T€ an Pensionen ausbezahlt (Vorjahr: 604 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. Defined-Benefit-Obligation) für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 8.63 5 T€ (Vorjahr: 7.063 T€). Das Anstellungsverhältnis von Michael Welt wurde zum 31. Oktober 2010 beendet. Für den Zeitraum seit Widerruf der Bestellung am 19. Mai 2010 erhielt er die vertraglich festgelegte Fixvergütung in Höhe von 173 T€ sowie 5 T€ Sachbezüge. Im Rahmen der vergleichsweisen Erledigung des Anstellungsverhältnisses wurde die Zahlung eines Betrages von 2.900 T€ vereinbart. Dieser Betrag berücksichtigt die Verpflichtungen aus dem Dienstvertrag und liegt sowohl unterhalb einer kapitalisierten Restlaufzeit des Vertrages als auch unter einer auf zwei Jahre bezogenen Durchschnittsvergütung. Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenVorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit den Risiken gehört für GILDEMEISTER zu guter Corporate-Governance. Bei GILDEMEISTER werden wesentliche Risiken und Chancen identifiziert und regelmäßig mithilfe eines systematischen Risikomanagementsystems überwacht. Das vom Vorstand gemäß §91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, von GILDEMEISTER kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagementsystem finden Sie im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" auf den Seiten 107 ff. Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratIm Interesse des gemeinsamen Ziels, der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Unternehmensplanung sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor ihrer Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns erläutert. Für bedeutende Geschäftsvorgänge sind in der Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates festgelegt. Vermeidung von InteressenskonfliktenDie Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Potenzielle Interessenkonflikte von Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern werden dem Aufsichtsrat unverzüglich offengelegt und bedürfen dessen Genehmigung. Der Aufsichtsrat berichtet gegenüber der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind gegenüber dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Im Berichtsjahr ist es weder bei den Vorstands- noch bei den Aufsichtsratsmitgliedern zu Interessenkonflikten gekommen. Wahrung der AktionärsinteressenUnser Ziel ist es, größtmögliche Transparenz und eine zeitnahe Kommunikation mit allen Zielgruppen zu gewährleisten. Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Auf unserer Website werden Pressemitteilungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie ein ausführlicher Finanzkalender sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache publiziert. Vorstand und Aufsichtsrat haben den Anspruch, mit Offenheit und Transparenz das Vertrauen aller Zielgruppen wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit zu stärken. Aktionären, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit sich zeitnah per Internet über die Hauptversammlung zu informieren. Rechnungslegung und AbschlussprüfungMit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, haben wir auch für dieses Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und den Vorsitzenden des Finanz- und Prüfungsausschusses. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, falls er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben. GILDEMEISTER-AktieDas Börsenjahr 2010Die internationalen Kapitalmärkte reagierten zu Beginn des Jahres 2010 zunächst verhalten auf die sich abzeichnende wirtschaftliche Erholung. Ab Mitte des Jahres hellte sich die Stimmung an den Kapitalmärkten auf. Die wichtigen Leitindizes entwickelten sich im Jahresvergleich (year-on-year) wie folgt: Der DAX stieg um 16,1%, der MDAX um 34,9%. Der europäische EURO STOXX 50 konnte der Entwicklung nicht folgen und verlor 5,8%. Der amerikanische DOW JONES gewann 11,0%, der SSP 500 Index stieg um 12,8%. Der britische ftse-100 Index konnte eine Steigerung von 9,0% verzeichnen. Der japanische NIKKEI 225 Index verlor 3,0%. Börsennotierung, Börsenumsatz und AktionärsstrukturDie GILDEMEISTER-Aktie notiert im amtlichen Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin-Bremen und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, München und Stuttgart. GILDEMEISTER ist im MDAX gelistet und erfüllt die international gültigen Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse. Der Börsenumsatz lag zum Jahresende bei 100,6 Millionen Stück (Vorjahr: 89,8 Millionen Stück); dies entspricht auf Basis der Gesamtaktienzahl von 45,6 Millionen Aktien einem jährlichen Umschlag von 2,2 (Vorjahr: 2,0). Das durchschnittliche Handelsvolumen erhöhte sich auf rund 393.000 Stück pro Börsentag (Vorjahr: 354.000 Stück). Die Marktkapitalisierung stieg im Berichtsjahr um rund 47% bzw. 244,8 MIO € auf 761,2 MIO €. Die GILDEMEISTER-Aktien befanden sich 2010 weiterhin im breiten Streubesitz (95% Free Float). Informationen über die Aktieninhaber konnten aufgrund des hohen Free Floats nur annäherungsweise ermittelt werden; es ergab sich folgender Überblick über die Größe und Zusammensetzung des Aktionärskreises: AKTIONÄRSSTRUKTUR IM GILDEMEISTER-KONZERN / AUFTEILUNG NACH INVESTORENGRUPPENin %![]() Verlauf der GILDEMEISTER-AktieDie GILDEMEISTER-Aktie gewann in den ersten acht Monaten und insbesondere im vierten Quartal deutlich an Wert. Das Wertpapier profitierte von der weltweiten Erholung des Werkzeugmaschinenbaus, die sich auch in den Geschäftszahlen von GILDEMEISTER widerspiegelt. Mit einer Steigerung von 47% (year-on-year) entwickelte sich die GILDEMEISTER-Aktie besser als der MDAX (+35%). In das vergangene Börsenjahr 2010 startete sie mit einem Kurs von 11,62 € (04.01.2010) und erreichte ihren Höchstwert mit 17,19 € am 13. Dezember 2010. Der Jahrestiefstwert lag bei 7,53 € (25.05.2010). Die Aktie schloss zum 30. Dezember 2010 mit 16,70 €. Aktuell notiert die Aktie bei 15,70 € (14.03.2011). Das Unternehmen wird von verschiedenen Banken analysiert. Die jüngsten Einschätzungen lauten: "Buy" (Berenberg Bank, 21.02.2011), "Kaufen" (Bankhaus Lampe, 10.02.2011), "Kaufen" (DZ Bank, 10.02.2011), "Buy" (WestLB, 09.02.2011), "Buy" (equinet, 09.02.2011), "Kaufen" (M.M. Warburg, 26.01.2011), "Buy" (UniCredit, 01.02.2011), "Add" (Commerzbank, 09.02.2011), "Hold" (Close Brothers Sydler, 11.02.2011), "Halten" (LBBW, 09.02.2011), "Hold" (Deutsche Bank, 09.02.2011), "Neutral" (HSBC, 04.02.2011), "Market Weight" (BHF Bank, 10.02.2011). DIE GILDEMEISTER-AKTIE IM VERGLEICH ZUM MDAX® JANUAR 2008 BIS MÄRZ 2011in %![]() Vorstand und Aufsichtsrat der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft werden der 109. Hauptversammlung am 13. Mai 2010 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende auszuschütten. KENNZAHLEN DER GILDEMEISTER-AKTIEscroll
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Schlusskurse auf Basis XETRA KapitalerhöhungAm 15. März 2011 hat der Vorstand von GILDEMEISTER mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine Kapitalerhöhung unter der Beteiligung von Mori Seiki durchzuführen. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhung wird das Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 11.851.320 € durch Ausgabe von 4.558.200 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bareinlage erhöht. Die 10%-ige Kapitalerhöhung wird unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre durchgeführt. Die neuen Aktien aus dieser Kapitalerhöhung wurden von Mori Seiki gezeichnet. Der Platzierungspreis betrug 18,22 € je neuer Aktie; dies entspricht einem Aufschlag in Höhe von ca. 27% gemessen am volumengewichteten Durchschnittskurs der GILDEMEISTER-Aktie am Tag der Beschlussfassung bzw. 20% gemessen am volumengewichteten Durchschnitt der letzten zehn Handelstage. Es ist beabsichtigt, eine zweite Kapitalerhöhung - in Abhängigkeit vom aktuellen Kapitalmarktumfeld - zeitnah und unter Beteiligung aller Aktionäre durchzuführen (Bezugsrechtskapitalerhöhung). Sie würde voraussichtlich 20% des dann erhöhten Grundkapitals umfassen. Unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals soll das Grundkapital um 26.072.904 € durch Ausgabe von 10.028.040 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bareinlage erhöht werden. Die Aktien aus beiden Kapitalerhöhungen werden ab dem 1. Januar 2010 voll dividendenberechtigt sein. Der Nettoemissionserlös soll ganz überwiegend zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und damit zur Stärkung der Eigenkapitalbasis des GILDEMEISTER-Konzerns eingesetzt werden. Darüber hinaus soll der verbleibende Teil des Nettoemissionserlöses aus der Ausgabe der neuen Aktien für das Wachstum des Kerngeschäfts im Bereich "Werkzeugmaschinen" und "Services" sowie für den Ausbau des Segments "Energy Solutions" verwendet werden. Detaillierte Angaben zu der Bezugsrechtskapitalerhöhung und zum Bezugspreis werden unter anderem in einem Wertpapierprospekt enthalten sein, den die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft nach Billigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichen wird. Das Bezugsangebot geben wir entsprechend den rechtlichen Vorgaben auch in einschlägigen Börsenpflichtblättern und im elektronischen Bundesanzeiger rechtzeitig bekannt. Investor- und Public-RelationsDie Investor-Relations-Aktivitäten von GILDEMEISTER sind auf einen kontinuierlichen und offenen Informationsaustausch mit allen Akteuren des Kapitalmarktes ausgerichtet. Unser Ziel ist es, Transparenz herzustellen, sowie das Verständnis für unser Geschäftsmodell zu intensivieren. Hierdurch wollen wir angemessene Bewertungen erzielen. Auf Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland, in Einzelgesprächen sowie Telefonkonferenzen präsentierte GILDEMEISTER seine Geschäftsentwicklung und Unternehmensstrategie. Mehr als 1.200 Aktionäre nahmen an unserer 108. Hauptversammlung im Mai 2010 teil. Die Rede des Vorstandsvorsitzenden haben wir als Livestream auf unserer Website gezeigt. Das Internet ist ein fester Bestandteil unserer Finanzkommunikation: 24.338 Geschäfts- und Quartalsberichte - davon 6.205 in englischer Sprache - wurden unter www.GILDEMEISTER.com abgerufen. Unserer Public-Relations-Arbeit kommt innerhalb des Kommunikationskonzeptes gleichermaßen eine große Bedeutung zu, denn sie leistet einen wichtigen Beitrag zu Pflege und Stärkung des guten Images von GILDEMEISTER in der Öffentlichkeit. Es ist uns sehr wichtig, einen kontinuierlichen Dialog aufrechtzuerhalten mit der nationalen und internationalen Wirtschaftspresse, mit den Kapitalgebern und Finanzexperten sowie mit den für uns relevanten Verbänden, Institutionen und Entscheidungsträgern. Über die aktuelle Lage des Konzerns und seiner Gesellschaften informieren wir deshalb stets kompetent, schnell, offen und verlässlich. Unser Verständnis von Kommunikation kann man nicht zuletzt an unseren Geschäftsberichten erkennen. Sie gelten seit Jahren als vorbildlich und überzeugen mit ihrer Transparenz, Sprachqualität und innovativer Gestaltung immer wieder die Gutachter und Juroren renommierter Rankings. Unser Geschäftsbericht 2009 wurde im Wettbewerb des manager magazins erneut ausgezeichnet. Die Ausgaben im Bereich Investor- und Public-Relations lagen bei 2,4 MIO € (Vorjahr: 2,5 MIO €). Ihr Kontakt zum GILDEMEISTER Investor- und Public-Relations-Team:GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld scroll
Organisation und rechtliche UnternehmensstrukturDer GILDEMEISTER-Konzern wird zentral von der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft als Obergesellschaft gesteuert. Hier sind alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen gebündelt. Weitere Holdingfunktionen üben die GILDEMEISTER Beteiligungen AG als Muttergesellschaft aller Produktionswerke sowie die DMG Vertriebs und Service GmbH als Obergesellschaft sämtlicher Vertriebs- und Servicegesellschaften aus. Nähere Informationen zu den Geschäftstätigkeiten finden Sie im Kapitel "Segmentbericht" auf Seite 49 ff. Alle Gesellschaften des GILDEMEISTER-Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich für bestmögliche Leistungen und Ergebnisse an klare Richtlinien. Die Führungsstruktur ist in der Konzernstruktur auf Seite 14 f. dargestellt. Eine konzerneinheitlich ausgerichtete IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse und -abläufe. Die IT bildet damit eine integrative Klammer innerhalb des Konzerns. Die Organisationskosten der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beliefen sich auf 19,7 MIO € (Vorjahr: 17,3 MIO €). Die Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur des GILDEMEISTER-Konzerns im Geschäftsjahr 2010 betrafen im Wesentlichen die Optimierung der Vertriebs- und Servicestruktur sowie die Ausweitung des Segments "Energy Solutions". Im Einzelnen gab es folgende wesentliche Änderungen:
Die Struktur von GILDEMEISTER ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag dazu leisten, die Position als weltweiter Markt- und Innovationsführer von spanenden Werkzeugen auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation -Produktionswerke auf der einen Seite, die DMG-Vertriebs- und Servicegesellschaften auf der anderen Seite - abgebildet. Die Produktionswerke sind auf Geschäftsfelder und Baureihen spezialisiert. Die DMG ist für den Direktvertrieb in allen wesentlichen Märkten zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Accounting international agierende Großkunden. Die a+f GmbH ist im Bereich der regenerativen Energien tätig. Eine grundlegende Änderung der Konzernstruktur ist derzeit nicht beabsichtigt. Eine detaillierte Übersicht der Beteiligungsverhältnisse im GILDEMEISTER-Konzern zum 31. Dezember 2010 sowie weitere Erläuterungen zu den Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur finden Sie im Konzernanhang auf Seite 137 ff. Eine Zusammenfassung aller bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge ist ebenfalls im Konzernanhang auf Seite 164 f. aufgeführt. Der GILDEMEISTER-Konzern hat keinen wesentlichen Beteiligungsbesitz. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft ist GILDEMEISTER mit 4% an dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki Co. Ltd. (Nagoya) beteiligt. Die DMG Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft. Sie steuert 75 Vertriebs- und Servicestandorte, Vertriebsbüros sowie rechtlich nicht selbstständige Zweigniederlassungen im Ausland. Die Vertriebsniederlassungen der DMG Vertriebs und Service GmbH in Shanghai, Beijing, Guangdong, Chongqing, Shenyang und Xi'an sind für die Vermarktung der Konzernprodukte in China akkreditiert. Darüber hinaus unterhalten folgende Gesellschaften rechtlich nicht selbstständige Zweigniederlassungen: DMG Italia S.r.l., Bergamo (Italien), DMG Austria GmbH, Klaus (Österreich), DMG Czech s.r.o., Brno (Tschechische Republik) sowie DMG Mori Seiki South East Asia Pacific Pte. Ltd. (Singapur). Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315 Abs. 4 HGB)Für GILDEMEISTER ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:
Gemäß § 315 Abs. 4 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:
Forschung und EntwicklungZiel unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist es, den Mehrwert unserer Produkte für den Kunden weiter zu steigern. Ausgehend von einem ausgeprägten Marktverständnis entwickeln wir innovative Produkte, die unseren Kunden einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschaffen. Wir orientieren uns an den folgenden übergeordneten Schwerpunkten: 1. Stärkung unserer Marktposition im Bereich ECOLINE, 2. Diversifikation des Produktprogramms im Bereich Energy Solutions, 3. Verbesserung der Prozesssicherheit und Effizienz durch innovative Softwarekonzepte, 4. Erweiterung der Marktführerschaft bei der Bearbeitung komplexer Bauteilgeometrien, 5. Ausbau der Lösungskompetenz im Bereich der Großteilebearbeitung. Nachhaltige Innovation - eine Investition in die ZukunftDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung haben wir mit 48,1 MIO € auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten (Vorjahr: 47,9 MIO €). Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" lag bei 6,3% und damit ebenfalls auf dem Vorjahresniveau (6,3%). Die Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Segmentberichten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt. MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG IM GILDEMEISTER-KONZERNscroll scroll
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F&E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" Insgesamt präsentierte GILDEMEISTER auf 64 nationalen und internationalen Messen und Ausstellungen 17 Neuentwicklungen, unter anderem auf der AMB in Stuttgart, der IMTS in Chicago und der JIMTOF in Tokio. Im Berichtsjahr haben wir 60 Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster sowie Marken- und Warenzeichen angemeldet (Vorjahr: 31 gewerbliche Schutzrechte). Insgesamt beläuft sich der mit der Marktwertmethode ermittelte Wert unserer Schutzrechte etwa auf 329 MIO € (Vorjahr: 299 MIO €). Kooperation mit Mori Seiki erweitert ProduktportfolioAn der Entwicklung unserer Produkte arbeiten 451 Mitarbeiter (Vorjahr: 435 Mitarbeiter); dies entspricht einem Anteil von 15% der Belegschaft der Werke (Vorjahr: 15%). Die dezentral organisierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Standorte werden durch regelmäßige Produktentwicklungsgespräche konzernweit koordiniert. Wir erwerben kein fremdes Entwicklungs-Know-how, integrieren jedoch konsequent die Stärken unserer Systemlieferanten bei der partnerschaftlichen Entwicklung. Leistungen von Dritten beziehen wir vor allem im Bereich des Industrie-Designs. Die Kooperation mit Mori Seiki liefert zusätzliche Impulse. Das bestehende Produktportfolio im wichtigen Segment der Turn-Mill-Maschinen konnte im Rahmen der Kooperation weiter ausgebaut werden. Unsere Kunden profitieren hierbei von erprobten und an die Kundenbedürfnisse angepassten Konzepten. Durch den engen Austausch mit nationalen und internationalen Hochschulen ergeben sich darüber hinaus zusätzliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Produkte und Services. KONZERNWEITE QUALIFIKATIONSSTRUKTUR IM BEREICH DER ENTWICKLUNG / KONSTRUKTIONin %![]() Weltweit einzigartige ProzesssicherheitIm Bereich der Software bieten wir unseren Kunden mit der DMG Prozesskette eine weltweit einzigartige Lösung. Von der Zeichnung über die CAD-CAM-Programmierung und Simulation bis hin zur Fertigung erhalten unsere Kunden ein abgestimmtes Leistungspaket aus einer Hand. Selbst hochkomplexe Werkstücke lassen sich mit der angebotenen Lösung komfortabel programmieren. Das fertige NC-Programm ebenso wie alle verwendeten 3D-Betriebsmittel werden über eine definierte Schnittstelle exportiert. Die DMG Virtual Machine integriert Geometrie, Kinematik und Dynamik realer DMG Maschinen sowie alle Funktionalitäten der Steuerung 1:1 auf dem PC. Das 3D-Maschinenmodell wird dabei nicht nachmodelliert, sondern beruht auf den originalen CAD-Konstruktionsdaten. Die Bearbeitung lässt sich auf diese Weise vorab exakt simulieren; sie ermöglicht ein Höchstmaß an Sicherheit in der Planung und Realisierung und bietet deutliches Potenzial zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit. Zu den Highlights zählen effiziente Produktionsanläufe durch die optimale Vorbereitung, eine reale Stückzeitenermittlung, höchste Prozesssicherheit sowie Einricht- und Rüstzeiten, die gegenüber der konventionellen Vorgehensweise um bis zu 80% reduziert sind. Darüber hinaus eröffnen sich vollkommen neue Perspektiven in der Aus- und Weiterbildung. Im Bereich der Energieeffizienz von Werkzeugmaschinen sieht sich GILDEMEISTER als Innovationsführer weiterhin in der Verantwortung, den Trend zum umweltorientierten Ressourceneinsatz gemeinsam mit seinen Kunden proaktiv zu unterstützen. Unter dem Label DMG ENERGY SAVING sind sämtliche Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz zusammengefasst. Die Maßnahmen reichen von der energieoptimierten Konstruktion über intelligente Softwarelösungen bis hin zu passenden Serviceprodukten. Mit dem "DMG AUTOshutdown" sowie dem "DMG GREENmode" verfügen alle neuen Produkte über Funktionen, welche die Energiekosten nochmals reduzieren. Weiterhin bieten wir unseren Kunden mit dem DMG ENERGYsave auch eine Nachrüstlösung für bestehende Maschinen. Der Energiebedarf unserer Maschinen reduziert sich mit den genannten Methoden um durchschnittlich 20% über den gesamten Lebenszyklus. Im Segment "Werkzeugmaschinen" konnte die Leistungsfähigkeit des Produktprogramms im Berichtsjahr nochmals erhöht und durch innovative Konzepte erweitert werden. Innerhalb des Fräsverbundes wurden im Berichtsjahr sieben Neuentwicklungen präsentiert. Die DECKEL MAHO Pfronten GmbH ergänzt das Produktprogramm im Bereich der CNC-Universal-Bearbeitungszentren mit der DMU 100 P duoBLOCK®, der DMU 125 P duoBLOCK®, der DMC 100 U duoBLOCK® sowie der DMC 125 U duoBLOCK®. Die DMC 125 H duoBLOCK® und die DMC 160 H duoBLOCK® erweitern das Sortiment der Horizontal-Bearbeitungszentren. Die DMU 65 monoBLOCK® bildet den Ausgangspunkt einer vollkommen neuen Maschinengeneration kompakter 5-Achs-Maschinen mit höchster Präzision und Dynamik sowie einer optimalen Zugänglichkeit zum Arbeitsraum. Innerhalb des Fräs- und Fertigungsverbundes setzt die DECKEL MAHO Seebach GmbH den Ausbau der Fahrständer-Maschinen konsequent fort. Die DMF 360-11 erweitert die Maschinenfamilie um eine Variante mit vergrößertem Arbeitsraum für die Bearbeitung langer Werkstücke. Innerhalb der neuen Evolution-Baureihe definiert die DMU 60 eVo linear mit herausragenden Leistungsmerkmalen den Maßstab in ihrer Klasse neu. Einstieg in die Großteile-KomplettbearbeitungDer Drehverbund präsentierte sieben Neuentwicklungen. Mit der CTX delta TC-Baureihe eröffnet GILDEMEISTER den Bereich der XXL-Bearbeitung von Bauteilen mit einem Durchmesser von bis zu 1 m und einer Drehlänge von bis zu 6m. Die CTX alpha 450 TC erweitert den Bereich der Dreh-Fräsbearbeitung für kleine und komplexe Bauteile. Zu den weiteren Highlights zählen die 4-Achs-Drehmaschine CTX beta 1250 4A, die CTX gamma 1250 TC sowie die SPRINT 42-10. Neu vorgestellt wurden zudem die nochmals optimierten Universal-Drehmaschinen NEF 400 und NEF 600. Im Segment "Services" bieten wir unseren Kunden mit den "DMG Service Solutions" passgenaue Lösungen für den gesamten Lebenszyklus der Werkzeugmaschine. Die Angebote sind auf optimierte Kundenprozesse und eine verbesserte Produktivität gerichtet und reichen von der Inbetriebnahme über Schulungen bis hin zum Kundenservice vor Ort. Das hochmoderne Dienstleistungszentrum der DMG Spare Parts GmbH ermöglicht eine zuverlässige und effiziente Ersatzteilversorgung. Leistungsfähige Softwareprodukte der DMG Powertools, die Automatisierungslösungen der DMG Automation sowie innovative Konzepte der DMG MICROSET runden die Angebotspalette ab. Zu den vorgestellten Highlights im Bereich des Tool-Managements zählt das wegweisende AIRMATRIX Werkzeugvoreinstellsystem. Die neuartige Airdrive-Technologie ermöglicht höchste Präzision bei flexiblen Verfahrwegen und geringstem Verschleiß. Im Segment "Energy Solutions" konnte das Produktangebot durch die Mehrheitsbeteiligung an der Cellstrom GmbH um das zukunftsträchtige Feld der Energiespeicherung erweitert werden. Mit der Großbatterie "cellcube" bietet die a+f GmbH einen Energiespeicher auf Basis des Vanadium Redox-Flow-Prinzips. Einsatz finden die wartungsarmen Systeme unter anderem als Solar-Elektrotankstellen oder zur unterbrechungsfreien Energieversorgung. Im Bereich der Solartechnik rundet die a+f GmbH mit dem Solar-Nachführsystem "SunCarrier 120" das bestehende Produktprogramm in der Baugröße nach unten ab. Mit nunmehr acht Produkttypen bietet die a+f GmbH ein umfassendes Programm für alle wichtigen Solarmärkte. Der Ausbau des Bereichs Service bietet durch eine verbesserte Monitoring- und Reportingqualität zudem einen deutlichen Zusatznutzen für unsere Kunden. Das Zusammenspiel und die Leistungsfähigkeit der Produkte präsentierte GILDEMEISTER erstmals im "Energy Solutions Park" auf dem Werksgelände in Bielefeld. Das Zukunftskonzept verbindet umweltfreundliche und CO2 -freie Energieerzeugung durch den "SunCarrier", Energiespeicherung durch den "cellcube" und die Nutzung als E-Tankstelle. Einkauf und BeschaffungKostensenkungen in Höhe von 4% realisiertIm Bereich Einkauf und Beschaffung hat GILDEMEISTER im Berichtsjahr die wirtschaftlich schwierige Situation zur Optimierung der Materialkosten genutzt. Die enge Kommunikation mit unseren langjährigen Lieferpartnern einerseits sowie der Ausbau der Global Sourcing Aktivitäten andererseits führten zu nachhaltigen Einsparungen. Insgesamt konnten im Konzern Kostensenkungen in Höhe von 4% realisiert werden. Der Aufwand für Material und bezogene Leistungen erhöhte sich durch die gestiegene Gesamtleistung auf 768,1 MIO € (Vorjahr: 559,8 MIO €), wovon 654,7 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfielen (Vorjahr: 463,4 MIO €). Die Materialquote erhöhte sich aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens der DMG Ecoline und der materialintensiven "SunCarrier" auf 55,9% (Vorjahr: 48,9%). Unsere Wertschöpfungstiefe lag bei 27,5% (Vorjahr: 32,1%). Unser integriertes Beschaffungsmanagement beruht auf drei Säulen: dem coSupply©-Lieferantenmanagement, dem Materialgruppenmanagement und einem integrierten Global Sourcing. Diese drei Säulen gaben uns die nötige Flexibilität, die das wirtschaftlich schwierige Umfeld im Berichtsjahr erforderte. Gemeinsame Prozessanalysen mit den bestehenden Lieferanten trugen zur Absicherung unserer Materialversorgung bei. Der Anteil unserer T0P-50-Lieferanten am Einkaufsvolumen erhöhte sich auf 75% (Vorjahr: 65%). Der branchenweit angesehene Lieferantentag feierte sein zehntes Jubiläum und ist jedes Jahr ein Highlight der Hausausstellung an unserem Standort in Pfronten. Die ca. 200 Vertreter der T0P-60-Konzernlieferanten wurden vom Vorstand der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft begrüßt und über die globale Ausrichtung sowie über die Global-Sourcing-Strategie informiert. Die Struktur unserer Lieferanten ist in der folgenden Grafik dargestellt. STRUKTURANALYSE DER LIEFERANTENAnteile der Lieferanten am Einkaufsvolumen in %![]() Die Strukturanalyse zeigt, dass 15% unserer Lieferanten einen Anteil von 75% des gesamten Einkaufsvolumens abdecken. Diese bezeichnen wir als unsere A-Lieferanten. Weitere 25% unserer Lieferanten haben einen Anteil von 15% am Einkaufsvolumen (B-Lieferanten); 40% unserer Zulieferer decken somit 90% des gesamten Einkaufsvolumens ab. Der verbleibende Anteil von 10% der bezogenen Materialien verteilt sich auf die übrigen 60% unserer Lieferanten, die C-Lieferanten. Global Sourcing stärkt GILDEMEISTERGILDEMEISTER fokussierte sich beim Ausbau der Supplier-Capital-Strategie auf die Weiterentwicklung von global agierenden Lieferpartnerschaften, um die regionalen Standortvorteile hinsichtlich Qualität, Kosten und Zeit nutzen zu können. In diesem Zusammenhang haben wir unsere Einkaufsorganisation in China und Indien personell erweitert. Parallel etablierten wir in unseren Werken interdisziplinäre Teams, die sich aus Mitarbeitern von Einkauf, Konstruktion und Qualität zusammensetzen. In regelmäßigen Treffen werden dort Entscheidungen im Bereich Global Sourcing getroffen. Durch diese Maßnahmen haben wir die Struktur des Konzerneinkaufs zukunftsfähig gestaltet und zeitnah an das wieder steigende Einkaufsvolumen angepasst. Außerdem reduzieren wir parallel dazu durch einen stetig steigenden Anteil lokaler Beschaffung (Local-content) in US-Dollar - besonders in China und Indien - unser Wechselkursrisiko aus dem Umsatz in US-Dollar (Natural Hedge). Durch die positive Entwicklung unseres Auftragseingangs rückte im Verlauf des zweiten Halbjahres die Versorgungssicherheit wieder in den Mittelpunkt. Die Wiederbeschaffungszeiten für wichtige Komponenten verlängerten sich im Verlauf des Berichtsjahres signifikant. Zur Sicherung der Materialversorgung haben wir auf unser weiter verbessertes Workflow-System Front Office zurückgegriffen. Das Lieferantencockpit - als ein wesentlicher Bestandteil von Front Office - bietet unseren Lieferanten langfristige Liefer- und Bedarfsvorschauen. Durch den engen und zeitnahen Austausch von Bedarfsinformationen konnten beide Seiten flexibel auf die deutlich steigenden Bestellungen unserer Endkunden reagieren. Wichtige Informationen stellen wir unseren Lieferanten zudem online auf unserer Kommunikationsplattform www.coSupply.de zur Verfügung. Die Materialgruppen-Manager agieren innerhalb des GILDEMEISTER-Materialgruppen-Managements als Koordinatoren der konzernweiten Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Technik. Damit treiben wir die Standardisierungsaktivitäten einzelner Teile und Komponenten weiter voran. Im Berichtsjahr haben wir dadurch beispielsweise im Bereich der Kugelgewindetriebe Materialkosten eingespart. Die Anteile der einzelnen Materialgruppen am Einkaufsvolumen können Sie der nachfolgenden Grafik entnehmen: ANTEILE DER MATERIALGRUPPEN AM EINKAUFSVOLUMENin %![]() GILDEMEISTER konzentriert sich im Rahmen der Nicht-Produktionsmaterialien und Dienstleistungen vor allem auf die Optimierung des Energieeinkaufs. In diesem Bereich wurde ein neues Energiekonzept erarbeitet und bereits erfolgreich an zwei Standorten umgesetzt. Dieses Energiekonzept hat eine signifikante Senkung der Arbeitspreise zur Folge und sichert einen dauerhaft niedrigen Energiepreis über einen Zeitraum von zwei Jahren. GILDEMEISTER bezieht Komponenten, wie beispielsweise Spindeln und Kugelgewindetriebe im Rahmen von Lieferverträgen mit Mori Seiki. Diese Komponenten fertigt Mori Seiki nach genauen Vorgaben von GILDEMEISTER. Zudem kauft GILDEMEISTER Basismaschinen für das Kooperationsprodukt CTX alpha 450 TC sowie die Komplettmaschine CTX delta TC von Mori Seiki ein. Produktion, Technologie und LogistikIm Bereich Produktion, Technologie und Logistik ist es GILDEMEISTER gelungen die Kapazitäten noch flexibler zu gestalten und die Produktionseffizienz kontinuierlich zu steigern. Die Reduzierung der Montagedurchlaufzeiten unserer Maschinen erreichen wir durch systematisches Monitoring und gezielte Optimierungsmaßnahmen. Der konsequente Einsatz des Fließmontageprinzips - in Vormontage und Endmontage - hilft uns Prozesse zu verschlanken, Durchlaufzeiten zu reduzieren und die Qualität weiter zu erhöhen. Die Reichweite des Auftragsbestandes und somit die durchschnittliche Lieferzeit in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie beziffert der VDW auf 7,7 Monate. In diesem Branchendurchschnitt sind allerdings ein hoher Anteil an Spezialmaschinen und Projektgeschäften mit hohen Durchlaufzeiten enthalten. Da GILDEMEISTER vorwiegend im Bereich der Standardmaschinen tätig ist, liegt die durchschnittliche Reichweite des Auftragsbestandes mit vier Monaten unter diesem Wert. Kooperation liefert wichtige ImpulseDie Kooperation mit dem japanischen Werkzeugmaschinenhersteller Mori Seiki verläuft erfolgreich und liefert im Bereich Produktion und Technologie Impulse. GILDEMEISTER hat mit dem Produktionsanlauf der CTX alpha 450 TC und der CTX delta TC das Produktprogramm im Bereich "Drehen" ergänzt. Beide Maschinentypen bauen auf Basismaschinen von Mori Seiki auf. Die DMG-Maschinen differenzieren sich zum Beispiel in der Steuerungstechnologie, Antriebstechnik, Software und im Design von den Mori Seiki-Produkten. Darüber hinaus wurde die Herstellung der ECOLINE-Maschinen im Produktionswerk Shanghai (China) gemeinsam weiter ausgebaut und um leistungsgesteigerte Ausbaustufen ergänzt. Dies führt zu einem höheren Produktionsvolumen und damit zu einer weiteren Verstetigung im Montagedurchlauf. Zudem begünstigt das ebenfalls steigende Einkaufsvolumen den kostenoptimalen Bezug qualitativ hochwertiger, standardisierter Komponenten. Durch unser ganzheitliches Wertschöpfungssystem PULLplus ist es uns gelungen, die Produktions- und Logistikprozesse weiter zu optimieren und noch effizienter zu gestalten. Ermöglicht werden diese Prozessoptimierungen durch die konzernweite Anwendung bewährter Best-Practice-Methoden. Zu diesen zählt das mehrfach ausgezeichnete Ideenmanagement, bei dem unsere Mitarbeiter ihren Ideenreichtum und ihre Innovationskraft regelmäßig unter Beweis stellen: So wurden im Berichtsjahr 19.143 Verbesserungsvorschläge eingereicht (Vorjahr: 19.257). Auf diese Weise wurde ein kumulierter Nettonutzen - Nutzen der Vorschläge abzüglich der Kosten der Umsetzung - von 2,1 MIO € erzielt (Vorjahr: 2,4 MIO €). Mit durchschnittlich 6,2 Verbesserungsvorschlägen je Mitarbeiter in den Produktionswerken konnte das gute Vorjahresniveau noch deutlich übertroffen werden (Vorjahr: 5,3). Die hohe Motivation aller Beteiligten trug gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dazu bei, das Process-Capital des Konzerns kreativ zu steigern. Wiederholt konnte GILDEMEISTER drei der TOP-5-Plätze im Branchenranking Ideenmanagement des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaftslehre e.V. behaupten. VERBESSERUNGSVORSCHLAGE PRODUKTIONSWERKEAnzahl pro Mitarbeiter![]() GILDEMEISTER führend in der Energie-EffizienzBei der Energie-Effizienz von Werkzeugmaschinen beweist GILDEMEISTER nachdrücklich seine Innovationsführerschaft. In dieser Funktion sind wir engagiertes Mitglied der internationalen Arbeitsgruppe zur Erstellung einer ISO-Norm über die energieoptimale Auslegung und Anwendung von Werkzeugmaschinen. GILDEMEISTER unterstützt die Initiative Blue Competence des VDW sowie dessen Bestrebung, den Energiebedarf von Produktionsmaschinen in Europa um bis zu 30% zu senken. Die hierbei verfolgte "Selbstregulierungsinitiative (SRI)" schafft eine Verpflichtung der europäischen Hersteller, gemeinsam festgelegte Standards für energieeffiziente Komponenten und Konstruktionsmaßnahmen einzuhalten. Neben der Optimierung unserer Produkte arbeiten wir ebenso an der energieeffizienten Gestaltung unserer Infrastrukturen. Wir investieren konzernweit in bessere Gebäudeisolierungen, automatische Beleuchtungssysteme und Projekte zur umweltfreundlichen Energiegewinnung. Eine Maßnahme zur Reduzierung des C02-Ausstoßes bildet die Installation eines modernen Lichtsteuerungssystems mit dessen Hilfe bis zu 70% des üblichen Lichtstromverbrauchs am Standort Pfronten eingespart wird. Wichtiger Bestandteil unseres Energiekonzepts am Standort Bielefeld stellt das moderne Blockheizkraftwerk dar, das seit Ende des Jahres 2010 in Betrieb ist. Primär dient dieses Kompaktmodul der Stromerzeugung, sorgt aber zusätzlich mit seiner Wärmeenergie für die Beheizung unserer Montagehallen. Gegenüber herkömmlicher Energieerzeugung durch Heizkessel und Kraftwerk vermeiden wir so jährlich den Ausstoß von über 237 Tonnen CO2 , was einer Energieersparnis von 1.280 kWh pro Maschineneinheit der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH gleichkommt. Der zur Hausausstellung in Bielefeld vorgestellte "Energy Solutions Park" - bestehend aus zwei "SunCarrier 250" und einer Großbatterie "cellcube" - sorgt in Verbindung mit dem neuen Blockheizkraftwerk für eine nachhaltige Verbesserung der Energiebilanz. Um den Ansprüchen eines umweltbewussten Industriebetriebs ganzheitlich gerecht zu werden, vermeidet GILDEMEISTER konsequent die Verwendung schädlicher Betriebs- und Hilfsstoffe. Im Produktionsbetrieb selbst entstehen keine schädlichen Substanzen. Produktionsverbünde gemeinsam erfolgreichMit den im Vorjahr neustrukturierten Produktionsverbünden realisiert GILDEMEISTER die angestrebten Synergien und profitiert durch vereinheitlichte, zusammengefasste Strukturen und Abläufe. Die gesteigerte Flexibilität ermöglichte eine schnelle und effiziente Reaktion auf die erhöhte Produktnachfrage im Jahresverlauf. Im Fräsverbund wurden durch die Integration der SAUER GmbH in die Strukturen des Werkes in Pfronten nachhaltig positive Effekte erzielt. Unter zentraler Führung konnte Synergiepotenzial realisiert und die Innovationskraft gesteigert werden. Höhepunkt der Entwicklungsarbeit bei DECKEL MAHO Pfronten war der Montageanlauf der DMU 600 P im Herbst 2010. Dieses XXL-Bearbeitungszentrum ermöglicht die Komplettbearbeitung von Großbauteilen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 40 Tonnen! Weiterhin optimierte DECKEL MAHO in Pfronten die Montage- und Produktionsflächen. Durch die Zusammenführung der zwei Versandabteilungen gelang es 400 Quadratmeter zusätzliche Montagefläche zu gewinnen. Zudem haben wir die Ausstellungsfläche im modernen Technologiezentrum auf 800 Quadratmeter vergrößert. Seit Januar produziert ein "SunCarrier 220" umweltfreundliche Solarenergie auf dem Werksgelände von DECKEL MAHO Pfronten. Im Fräs- und Fertigungsverbund ergänzen sich DECKEL MAHO Seebach und FAMOT Pleszew in der effizienten Steuerung und Auslastung der konzerninternen Fertigungskapazitäten. Durch die Optimierung des vorhandenen Maschinenparks konnte die Fertigungskapazität erhöht werden. Mit dem - am eigenen Standort entwickelten und produzierten - Fräszentrum DMF 360 wurde die mechanische Fertigung in Seebach weiterentwickelt. Diese Fahrständermaschine eignet sich speziell für lange und komplexe Fertigungsteile bei gleichbleibend höchster Produktivität. Schon im Februar wurde das Fließbandsystem auf einen Zwei-Schichtbetrieb umgestellt; auf diesem werden sechs verschiedene Maschinentypen im flexiblen Modellmix montiert. Nach der Verlagerung der HSC-Baureihe an den Standort Seebach lag ein Hauptaugenmerk auf dem Hochlauf der Produktion dieser Präzisionszentren. Im Drehverbund bündeln die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, GRAZIANOTortona und GILDEMEISTER Italiana die Kernkompetenz "Drehen". Gemeinsam werden unter zentraler Führung Synergien in der Montage, Fertigung, Entwicklung und in den administrativen Bereichen erzielt. Im Berichtsjahr hat die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH den Produktionsanlauf der CTX alpha 450 TC erfolgreich durchgeführt. Damit wurde das erste Produkt aus der Kooperation mit Mori Seiki in die Serienfertigung bei GILDEMEISTER integriert. Neben den Neumaschinen stehen weiterhin Projekte zur Prozessverbesserung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Das konzernweit erfolgreiche Fließmontagekonzept wurde am Standort Bielefeld auf die Vormontage der Fluidschränke ausgeweitet; auftragsspezifisch werden fortan in drei Arbeitstakten alle erforderlichen Pneumatik-, Hydraulik- und Schmierungsanteile einer Maschine installiert. Des Weiteren sorgte das Projekt "digitale Montagebox" für eine nachhaltige Produktivitätssteigerung. Auf Touchscreen-Monitoren werden den Monteuren direkt an der Maschine Informationen aus dem ERP-System zur Verfügung gestellt. Durch die Optimierung von logistischen Prozessen haben wir die extern angemieteten Lagerflächen deutlich reduziert. Beispielsweise hat die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. durch ihr optimiertes Lagersystem die externe Lagerfläche um über 60% abgebaut. Im Ecolineverbund fassen wir die Aktivitäten der DMG Ecoline GmbH und der DMG Shanghai Machine Tools Co. Ltd. zusammen. Ein Highlight war der Montageanlauf der ECOLINE-Maschinenvarianten für unseren Kooperationspartner Mori Seiki am Standort Shanghai. Alle ECOLINE-Drehmaschinen und ECOLINE Vertikal-Bearbeitungszentren werden sowohl für GILDEMEISTER als auch für Mori Seiki gemeinsam auf drei Fließbändern produziert. Hiermit gelingt DMG Shanghai Machine Tools die Montage von Dreh- und Fräsmaschinen im flexiblen Modellmix. Voraussetzung hierfür sind standardisierte und kontinuierlich optimierte Arbeitsabläufe. Über Touchscreens erhalten die Mitarbeiter nicht nur Arbeitsanweisungen - die im Workflow abgearbeitet werden - sondern auch Rückmeldungen über bereits geleistete Arbeit. Diese unmittelbare Rückmeldung trägt zur weiteren Optimierung der Qualität bei. Die optimal gestalteten und gelebten Prozesse ermöglichten nicht zuletzt eine Steigerung der Maschinenproduktion von 200% in einem Jahr. Energiekonzept schont UmweltDas junge Geschäftsfeld der "Energy Solutions" wurde im April mit dem Einstieg in den Markt der Energiespeicherung erweitert. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der Cellstrom GmbH bietet a+f zukünftig zum einen die etablierten Photovoltaik-Nachführsysteme, zum anderen ein innovatives Energiespeichersystem. Die Großbatterie "cellcube" wurde bereits an verschiedenen Standorten - darunter Indien, China, Frankreich und Italien - installiert und in Betrieb genommen. Darüber hinaus befinden sich Pilotprojekte in Angola, Brasilien und dem Mittleren Osten in der Realisierung. Mit dem Bezug der neuen Fertigungshalle konnte die Cellstrom GmbH die Produktionsleistung verfünffachen. Höchstleistungen zeigt GILDEMEISTER ebenso im Bereich der Energiegewinnung. In Italien und Spanien dokumentieren 2.507 installierte Nachführsysteme eindrucksvoll den Erfolg unserer "SunCarrier". Allein die Solarparks Carlino und Masseria Saraceno versorgen über 6.000 italienische Haushalte mit umweltfreundlicher Solarenergie; damit wird jährlich der Ausstoß von über 12.000 Tonnen CO2 vermieden. Ausgehend von den erfolgreichen Märkten in Südeuropa investiert die a+f GmbH weiter in die Zukunftsmärkte Indien und USA, um dort nachhaltig zu wachsen. Mit dem "Energy Solutions Park" präsentiert GILDEMEISTER seinen Kunden am Standort Bielefeld, wie effizient die beiden innovativen Energiesysteme zusammenwirken. Zwei installierte "SunCarrier 250" sorgen für eine intelligente und umweltfreundliche Energiegewinnung. Mit dem Energiespeicher "cellcube FB 10-100" kann der so erzeugte Strom unabhängig und rund um die Uhr genutzt werden, zum Beispiel als Solartankstelle. In Würzburg unterhält die a+f GmbH zudem ein Testfeld. Die dort installierten "SunCarrier" dienen der permanenten Erprobung und Weiterentwicklung der Nachführsysteme. UnternehmenskommunikationGILDEMEISTER setzte im Berichtsjahr auf eine engagierte Unternehmenskommunikation, die sich sowohl nach außen als auch nach innen richtete und unseren starken internationalen Marktauftritt effektiv unterstützte. Als verbindliche Orientierung diente unser Leitbild der markt- und wertorientierten Unternehmensführung. Unsere Unternehmenskommunikation hatte auch im Berichtsjahr viele Elemente, die sich zu einem ausgewogenen und wirkungsvollen Gesamtbild zusammenfügten. Fachmessen und Ausstellungen zählten ebenso zu den Instrumenten und Maßnahmen wie Print-Informationen, Werbung, der Internetauftritt sowie Investor- und Public-Relations-Aktivitäten. Innovationen und Arrondierungen von Produktlinien standen dabei im Vordergrund. Aktivitäten in den Bereichen Corporate Design, Verkauf, Pricing und Innovationspolitik wurden wie gewohnt in enger Abstimmung mit dem Marketing vorgenommen. So trug die Unternehmenskommunikation insgesamt dazu bei, dass Marktpotenziale besser ausgeschöpft wurden. Die Ausgaben im Bereich Unternehmenskommunikation betrugen 33,1 MIO € (Vorjahr: 38,0 MIO €). Fachmessen und Ausstellungen spielen als Marketinginstrumente für GILDEMEISTER eine zentrale Rolle, denn dort werden unsere Produkte wirklichkeitsnah präsentiert. Die DMG nahm im Berichtsjahr an 64 Messen und Ausstellungen im In- und Ausland teil. Dabei wurden 677 Dreh-, Fräs- und Ultrasonic- / Lasermaschinen unter Span vorgeführt. Außerdem waren wir mit unseren "Energy Solutions" auf Fachmessen und Ausstellungen vertreten. Ingesamt ergibt sich eine Ausstellungsfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern. Unsere starke Präsenz hatte Wirkung: 80.668 Besucher, die 61.996 Firmen repräsentierten, wurden auf den Fachmessen und Ausstellungen registriert. Sie bestellten insgesamt 1.824 Maschinen, das entsprach einem direkten Auftragseingang von 341,8 MIO €. Ein Messe-Highlight war die AMB in Stuttgart. Dort wurden 260 Maschinen verkauft, der Auftragseingang lag bei 51,4 MIO €. Positive Signale gingen auch von der IMTS in Chicago und der BIMU in Mailand aus. Der Aufwand für Messen und Ausstellungen betrug im Berichtsjahr 18,6 MIO € (Vorjahr: 21,2 MIO €), das sind 56% der gesamten Ausgaben für Marketing und Unternehmenskommunikation (Vorjahr: 56%). Werbung geschieht bei GILDEMEISTER in erster Linie in Form von Produktmarketing. Unser beliebtes Kundenjournal erschien im Berichtsjahr zweimal in jeweils 41 Versionen und 18 Sprachen; es wurde in 58 Länder versandt. Die Gesamtauflage lag jeweils bei 600.000 Stück. Zusätzlich wurde das Journal intensiv auf unserer Internetseite genutzt, wobei sich unsere Website generell eines großen Zuspruchs erfreut. Mit insgesamt 2 Millionen Anwendersitzungen ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Für den "Energy Solutions Park" wurde im Geschäftsjahr 2010 ein App als innovative Form der Kommunikation entwickelt. Die Gesamtmenge der Broschüren lag bei 733.000 Stück. Sie erschienen in 15 Sprachen. Auch hier ging der Trend weiter zu Downloads aus dem Internet. Das Direkt-Marketing mit innovativen Produkt- und Event-Mailings wurde im Jahr 2010 effektvoll fortgesetzt. Die Auflage erreichte weltweit insgesamt gut 2 Millionen Stück - verteilt auf 29 Aktionen. Das Jahresendmailing beispielsweise hatte eine Auflage von 121.000 Stück (14 Versionen in 10 Sprachen). Mit seiner Fachpressearbeit setzte GILDEMEISTER weitere Akzente: 164 Anzeigenschaltungen in 100 verschiedenen Fachmagazinen informierten in 34 Ländern über unsere Produkte und Dienstleistungen. GILDEMEISTER investierte insgesamt 12,0 MIO € in Produktmarketing (Vorjahr: 14,6 MIO €). Das sind 37% des Aufwandes für Marketing und Unternehmenskommunikation (Vorjahr: 38%). VERTEILUNG DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATIONSKOSTEN DES GILDEMEISTER-KONZERNSin %![]() NachtragsberichtDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung war in den ersten Monaten dieses Jahres weiter aufwärts gerichtet. Die Konjunktur der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie hat sich zu Jahresbeginn weiter verbessert. Wirtschaftliche Entwicklung 2011Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung setzte in den ersten Monaten des laufenden Jahres ihren Wachstumsprozess fort. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) geht davon aus, dass sich der Aufschwung 2011 verlangsamt fortsetzt. Positive Impulse werden vor allem weiterhin von China erwartet. Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris Die Nachfrage in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie entwickelte sich auch zu Beginn des Jahres gut; entsprechend positiv war der Branchenumsatz. Die Reichweite des Auftragsbestandes schätzt der VDW auf 8,2 Monate. Quelle: VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) Unternehmenssituation nach Schluss des BerichtsjahresGILDEMEISTER ist gut in das Geschäftsjahr 2011 gestartet. Der Auftragseingang entwickelte sich im Januar und Februar erwartungsgemäß positiv. Verstärkt durch den Erfolg auf unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten wurden beim Auftragseingang mit 291,8 MIO € (+67%) die ersten beiden Monate des Vorjahres (173,9 MIO €) deutlich übertroffen. Auch der Umsatz verlief im Januar und Februar über dem Niveau der vergleichbaren Vorjahresmonate. Er betrug 204,2 MIO € (Vorjahr: 126,5 MIO €). Der Auftragsbestand stieg zum 28. Februar auf 715,9 MIO € (Vorjahr: 634,1 MIO €). Das Ergebnis (EBT) hat sich im Januar und Februar im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls verbessert. Eine exakte Aussage ist derzeit noch verfrüht. Weitere Informationen stehen im "Prognosebericht" auf Seite 113. AUFTRAGSEINGANG DES GILDEMEISTER-KONZERNS IM JANUAR UND FEBRUARin MIO €![]() UMSATZ DES GILDEMEISTER-KONZERNS IM JANUAR UND FEBRUARin MIO €![]() Erfolgreichste Hausausstellung aller ZeitenDas Highlight unserer Marketingmaßnahmen war zu Jahresbeginn die Traditions-Hausausstellung bei DECKEL MAHO in Pfronten. Mit einem Auftragseingang von 107,7 MIO € (+102%) und 391 verkauften Maschinen war dies die erfolgreichste Hausausstellung aller Zeiten. Die DMG präsentierte insgesamt 63 Exponate, davon 5 Weltpremieren. 5.022 nationale und internationale Fachbesucher informierten sich über das komplette Spektrum zukunftsweisender Technologien sowie branchenorientierter Lösungen für die Bereiche "Aerospace", "Automotive", "Medical" und "Energy Solutions". Ein Publikumsmagnet waren unter anderem die neuen XXL-Maschinen. Die Mega-Dreh- und -Fräszentren können Werkstückgewichte von bis zu 40 Tonnen und Drehlängen von bis zu 6 Metern bearbeiten. Bauteile dieser Größe werden in der Energietechnik sowie im Fahrzeug- und Anlagenbau eingesetzt. Auf der IMTEX in Bangalore (Indien) - die größte Ausstellung für spanende Werkzeugmaschinen in Südasien - präsentierte GILDEMEISTER 14 Exponate vom 20. bis 26. Januar 2011 einem überwiegend asiatischen Fachpublikum. Unsere Kooperation mit Mori Seiki verläuft nachhaltig erfolgreich und liefert weitere wichtige Impulse in Asien und in den USA. Wir haben uns in diesen Märkten durch die Kooperation mit Mori Seiki gut positioniert. Der GILDEMEISTER-Lieferantentag fand am 1. Februar 2011 während der Hausausstellung in Pfronten statt. Unter den geladenen TOP-Lieferanten wurde zum elften Mal der "Supplier-of-the-Year-Award" in den Kategorien Qualität, Lieferperformance, Innovation sowie für den Gesamtsieg verliehen. In den ersten beiden Monaten lag der Schwerpunkt der Investitionen auf dem Erwerb eines Seminar- und Tagungszentrums für Kunden und Geschäftspartner am Standort Pfronten sowie auf Ersatzbeschaffungen zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft. Die Absatzpreise für "Werkzeugmaschinen" und "Services" haben wir zu Jahresbeginn markt- und produktbezogen um 1 bis 5% angehoben. Weder in der rechtlichen Unternehmensstruktur noch in unserer Organisationsstruktur gab es in den ersten beiden Monaten eine Veränderung. Es wurden auch keine Beteiligungen erworben. Chancen- und RisikoberichtChancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne die Risiken außer Acht zu lassen: Das systematische Chancen- und Risikomanagement ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. So kann GILDEMEISTER optimal agieren und notwendige Maßnahmen einleiten. GILDEMEISTER bieten sich in seinem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedliche Chancen, die stets mit Risiken korrespondieren. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Unser Chancen- und Risikomanagementsystem besteht aus fünf Elementen: 1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der durch jeweils einen lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften unterstützt wird und das Risikomanagementsystem (inklusive Software) pflegt, 3. bereichsspezifischen Risikotabellen, in denen Einzelrisiken quantitativ bewertet sind und anhand des Value-at-Risk-Maßes priorisiert werden, 4. der allgemeinen bereichsinternen und -übergreifenden Reportingstruktur des Konzerns, die über Schwellenwerte gesteuert wird und auch adhoc-Berichte über wesentliche Risiken unterstützt, 5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das Gesamtrisiko wird durch ein Risikosimulationsverfahren, eine sogenannte Monte-Carlo-Simulation, bestimmt. Auf diese Weise lassen sich Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigen. In die Simulation gehen sowohl die Einzelrisiken der Konzerngesellschaften als auch mögliche Abweichungen von Planungsannahmen (positiver und negativer Natur) ein. Mit der so bestimmten Gesamtrisikoposition wird der Eigenkapitalbedarf errechnet, der mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit, dem Konfidenzniveau, mögliche risikobedingte Verluste tragen kann. Das Eigenkapital von GILDEMEISTER übersteigt die zu einem Wahrscheinlichkeitslevel von 97,5% bestimmte Gesamtrisikoposition. Die Risiken sind somit beherrschbar und der Fortbestand des GILDEMEISTER-Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum dritten Quartal 2010 sind die Risiken zurückgegangen. Chancenmanagementsystem (CMS)Chancen werden innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems identifiziert und analysiert, indem wir auch positive Abweichungen von Planannahmen simulieren. Das Marketing-Informationssystem (MIS) identifiziert wesentliche Einzelchancen, indem es Kundendaten weltweit erfasst und Markt- und Wettbewerbsdaten auswertet. Auf dieser Grundlage messen, bewerten und überprüfen wir sämtliche Vertriebs- und Serviceaktivitäten sowie sonstige Maßnahmen auf Effektivität und Wirtschaftlichkeit. So können wir kurz- und mittelfristige Prognosen über die pro Maschinentyp und Vertriebsregion zu erwartenden Kundenaufträge erstellen. Gesamtwirtschaftliche Chancen ergeben sich für GILDEMEISTER insbesondere aus der weltwirtschaftlichen Erholung der bedeutendsten Industriemärkte und der damit verbundenen Chance, aus diesen Ländern verstärkt Aufträge zu erhalten. Zur Nutzung dieser Chancen trägt vor allem die globale Präsenz von GILDEMEISTER in den relevanten Märkten bei. Branchenspezifische Chancen eröffnen sich uns mit den "Energy Solutions". GILDEMEISTER partizipiert hiermit am wachsenden Markt der Solartechnik und Energiespeicherung. Die steigende Energienachfrage begünstigt eine anhaltend positive Entwicklung dieses Geschäftsfeldes. Wir erwarten, dass weltweit die Energiepolitik weiterhin regenerative Energien unterstützt. Diese Chancen wollen wir mit innovativen Technologien nutzen. Marktchancen in den Weltmärkten nutzen wir mit unserer ECOLINE-Baureihe, mit der wir die Nachfrage nach preisgünstigen Maschinen mit innovativer Technologie bedienen. Nach dem weltweiten Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr verzeichnet GILDEMEISTER wieder ein zunehmendes Produktinteresse im Werkzeugmaschinengeschäft. Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für GILDEMEISTER durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie die marktführende Qualität der Produkte. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position auf zahlreichen Märkten weiter zu stärken. Hierbei liefert das MIS eine Vielzahl von operativen Frühindikatoren, wie Marktpotenzial oder Auftragseingang. Als Full-Liner bauen wir unsere Services beständig aus und erweitern unsere "Advanced Technologies" im Bereich Ultrasonic- und Lasertechnologie. Darüber hinaus sehen wir Chancen in der Automatisierung von Werkzeugmaschinen. Die nachhaltig erfolgreiche Zusammenarbeit mit Mori Seiki in den Bereichen Produktion und Komponenten, Einkauf, Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb und Service wollen wir weiter ausbauen. In diesem Zusammenhang soll im ersten Halbjahr 2011 auch eine Neuordnung der Finanzierung vorgenommen werden. Weitere Informationen zu den bereits Ende letzten Jahres angekündigten Kapitalerhöhungen unter Beteiligung von Mori Seiki entnehmen Sie bitte dem Kapitel "Aktie" auf Seite 80 ff. Mit der MG Finance GmbH bieten GILDEMEISTER und Mori Seiki gemeinsam mit dem japanischen Handelsunternehmen Mitsui & Co. Ltd. maßgeschneiderte Finanzierungslösungen an. Leistungswirksame Chancen ergeben sich dadurch, dass wir unsere Lieferanten aktiv in den Wertschöpfungsprozess mit einbeziehen. Die damit verbundenen Optimierungsansätze ermöglichen es uns, dem Preisanstieg, insbesondere bei Materialien im Werkzeugmaschinengeschäft entgegenzuwirken. Zusätzlich werden für alle wesentlichen Bauteile, Baugruppen und Module grundsätzlich mindestens zwei Lieferanten eingesetzt. Mit unserem weltweiten Direktvertriebs- und Servicenetz betreuen wir unsere Kunden optimal. Risikomanagementsystem (RMS)Das Risikomanagementsystem bei GILDEMEISTER ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden müssen. Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei vierteljährlich identifiziert und die daraus ermittelten Risikopotenziale mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet. Dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt und bestandsgefährdende Risiken werden sofort außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Wir ermitteln die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist Teil des gesamten Internen Kontrollsystems (IKS) des GILDEMEISTER-Konzerns, das in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet ist. Es umfasst die Organisations- sowie Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten und deren anschließende Übernahme in den IFRS-Konzernabschluss. Die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen tragen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in Richtlinien, wie beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien bilden gemeinsam mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage des Prozesses der Abschlusserstellung. Die lokalen Gesellschaften sind für die Einhaltung der relevanten Regelungen verantwortlich und werden hierbei von dem Konzernrechnungswesen unterstützt und überwacht. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die interne Revision überprüft die Effektivität der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen. Die Konsolidierung wird zentral durch das Konzernrechnungswesen durchgeführt. Im Bedarfsfall bedient sich GILDEMEISTER externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Das Kontrollsystem umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Plausibilisierungen, die Funktionstrennung und das Vier-Augen-Prinzip gehören. Zusätzlich tragen die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Minimierung einzuleiten. Die Wirksamkeitsbeurteilung erfolgt auf Grundlage von Selbstbeurteilungen der verantwortlichen Konzerngesellschaften und Bereiche; die Wirksamkeit wird stichprobenartig von der internen Revision überprüft und ausgewertet. Die Resultate der Effektivitätsprüfungen werden regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für GILDEMEISTER aus der konjunkturellen Entwicklung. Zwar kommt es zu einer Belebung der Auftragseingänge im Werkzeugmaschinenbau, gleichwohl ist die Konjunkturlage vor allem in den USA und in einigen europäischen Ländern noch nicht stabil. Darüber hinaus können die andauernden Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten negative Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft haben. Insbesondere ein aus den politischen Entwicklungen resultierender Anstieg des Öl- und Gaspreises kann das Wachstum der Weltkonjunktur deutlich dämpfen. Auch können Wechselkursänderungen Auswirkungen auf die zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere die anhaltenden globalen Diskussionen um Währungsabwertungen könnten zu einer möglichen Verteuerung der GILDEMEISTER Produkte in China, Japan und den USA führen und so die Wettbewerbsposition von GILDEMEISTER beeinträchtigen. Wir begegnen diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie einer zunehmend regionalisierten Produktion. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus gesamtwirtschaftlichen Risiken erachten wir als gering. Branchenspezifische Risiken ergeben sich vor allem aus der konjunkturellen Entwicklung. Wir begegnen diesen mit technologischem Vorsprung und Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Die Solar-Großaufträge unterliegen speziellen Genehmigungsverfahren, die im Ausland aufwändig und zeitintensiv sind. Durch die bürokratischen Hürden kann es zu zeitlichen Verzögerungen beim Bau der Solaranlagen und damit auch zu verzögerten Umsatzrealisierungen und möglicherweise zu Vertragsstrafen kommen. Insgesamt erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen Risiken als gering. Der Wettbewerbsdruck aus dem asiatischen Raum ist anhaltend hoch. Wir begegnen diesem Wettbewerbsdruck mit einer zunehmend regionalisierten Produktion, durch unseren technologischen Vorsprung sowie eine hohe Servicequalität. Unternehmensstrategische Risiken bestehen aus der Gefahr von Fehleinschätzungen der künftigen Marktentwicklung und von technologischen Fehlentwicklungen. Im Bereich Forschung und Entwicklung gibt es das Risiko der Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhter Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, mit einer umfassenden Messepräsenz in allen wichtigen Märkten, durch unser Frühwarnsystem MIS sowie durch Entwicklungspartnerschaften mit Kunden, Lieferanten und Hochschulen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken schätzen wir als gering ein. Beschaffungs- und Einkaufsrisiken sind wir vor allem ausgesetzt aufgrund der Möglichkeit von Preiserhöhungen bei Materialien im Werkzeugmaschinenbau sowie einer Preisvolatilität bei Solarmodulen. Aufgrund steigender Rohstoff- und Materialkosten gehen wir von produktspezifischen Preiserhöhungen im Geschäftsjahr 2011 aus. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten, internationalem Sourcing sowie insbesondere der Kooperation mit Mori Seiki im Bereich Beschaffung. Potenzielle Schäden aus dem Einkaufs- und Beschaffungsrisiko beziffern wir auf rund 8 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ist gering. Produktionsrisiken kontrolliert GILDEMEISTER permanent über Kennzahlen des Montage- und Fertigungsfortschrittes, der Durchlaufzeit sowie Durchlaufstetigkeit. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Projekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Ferner setzt GILDEMEISTER zahlreiche weitere qualitäts- und produktbezogene Messgrößen zur Überwachung möglicher Risikopotenziale ein. Dazu gehört beispielsweise der Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen, indem wir durch unser hohes Tempo den Technologievorsprung sichern. Die möglichen Schäden aus Produktionsrisiken beziffern wir auf rund 14 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen durch die Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. GILDEMEISTER begrenzt diese Risiken durch intensive Weiterbildungs- und Nachwuchskräfteprogramme zur Steigerung der Qualifikation der Mitarbeiter sowie leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen, Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Schlüsselkräften abfedern sowie durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Risiken aus Entlassungen begegnen wir mit vorbeugender Vertragsgestaltung sowie möglichst durch Einigung mit Anspruchstellern. Die Eintrittswahscheinlichkeit eines geschätzten Schadens in Höhe von rund 5 MIO € sehen wir aufgrund der oben genannten Maßnahmen als gering an. IT-Risiken entstehen durch die zunehmende Vernetzung unserer teils komplexen Systeme. Diese resultieren daraus, dass Netzwerke ausfallen können und dass Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden können. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, den Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die möglichen Schäden aus diesem Bereich belaufen sich auf derzeit 1 MIO € und sind beherrschbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. Risiken aus den betrieblichen Aufgabenbereichen resultieren daraus, dass unsere Produkte nach wie vor auf den internationalen Märkten einem anhaltenden Preiswettbewerb ausgesetzt sind, dem wir durch Kostenreduzierungen, verbesserte Fertigungs- und Beschaffungsprozesse und optimierte Produktanläufe entgegen wirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus den oben beschriebenen Risiken erachten wir als gering. Finanzwirtschaftliche Risiken entstehen unter anderem aus unseren internationalen Aktivitäten. Währungsbedingte Risiken sichern wir mit unserer Währungsstrategie ab. Ausführliche Details hierzu finden Sie im Konzernanhang auf Seite 190 f. Die währungsbedingten Risiken schätzen wir angesichts der Absicherung als gering ein. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von GILDEMEISTER sind syndizierte Kredite, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme. Ein Zinsänderungsrisiko aus den Schuldscheindarlehen existiert nicht, da durch ein Sicherungsinstrument (Swap) eine Festzinsvereinbarung vereinbart wurde. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, marktübliche Covenants einzuhalten. Würden Covenants nicht eingehalten, wozu es bei Abweichungen von der Planung kommen könnte, hätten die Banken das Recht, die Finanzierungsverträge neu zu bewerten. Die Liquidität von GILDEMEISTER ist ausreichend bemessen. Ein Risiko könnte aus dem zeitlichen Anfall von Zahlungen im Projektgeschäft entstehen. Der zugesagte Finanzierungsrahmen kann die heute erkennbaren möglichen zeitlichen Verschiebungen aufnehmen. Mögliche Schäden belaufen sich insgesamt auf rund 29 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens ist gering. Sonstige Risiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen beim Verkauf von Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen sowie im Projektgeschäft. GILDEMEISTER versucht durch effizientes Qualitätsmanagement entsprechende Risiken zu überwachen, allerdings lassen sich einschlägige Ansprüche unserer Kunden nicht immer ganz vermeiden. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen bei GILDEMEISTER zeitlich beschränkt. Wir verfügen über ein modernes Vertragsmanagementsystem und schulen zudem regelmäßig unsere Mitarbeiter auf dem Gebiet der effizienten Vertragsgestaltung und Risikominimierung. Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen. Sollte es zu höheren Steuernachforderungen als angenommen kommen oder die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von GILDEMEISTER auswirken. Zudem besteht das Risiko von Steuernachforderungen aus laufenden Betriebsprüfungen. Insgesamt beziffern wir mögliche Schäden aus steuerlichen Risiken auf 6 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. SWOT-AnalyseDie wesentlichen Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken von GILDEMEISTER stellen sich nach den Kriterien einer SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) zusammengefasst wie folgt dar: SWOT-ANALYSE DES GILDEMEISTER-KONZERNSunternehmensspezifischscroll
marktspezifischscroll
PrognoseberichtDer Aufschwung wird sich nach Ansicht der Wirtschaftsexperten im laufenden Geschäftsjahr verlangsamt fortsetzen. Die aktuelle Prognose für den Werkzeugmaschinenbau geht für das Jahr 2011 von einem weiteren Wachstum aus. Der VDW erwartet, dass der Verbrauch weltweit um 20% und in Deutschland sogar um 30% steigen wird. Künftige RahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird 2011 den begonnenen Wachstumskurs fortsetzen, allerdings wird die Dynamik geringer ausgeprägt sein. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagt für 2011 eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,6% voraus, für 2012 wird mit einem Plus von 4,0% gerechnet. In den USA wird sich die konjunkturelle Erholung fortsetzen. Vom privaten Verbrauch und den Unternehmensinvestitionen gehen nur verhaltene Impulse aus. Das Bruttoinlandsprodukt in den USA wird nach IfW-Schätzungen 2011 um 2,5% wachsen, für 2012 wird ein Wachstum von 3,0% erwartet. In Asien wird mit Abschwächungstendenzen gerechnet. China wird seine Rolle als stärkster Motor der Weltwirtschaft behalten, jedoch keine zweistelligen Wachstumsraten realisieren können. Vorausgesagt wird hier ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 8,1% (2011) und 8,5% (2012). Die japanische Wirtschaft wird sich ebenfalls deutlich gebremst weiterentwickeln. Die IfW-Prognose liegt für 2011 bei 1,5% und für 2012 bei 1,6%. Ähnliches gilt für Europa. Bei den Euro-Ländern rechnen die Wirtschaftsforscher damit, dass das Bruttoinlandsprodukt 2011 und 2012 jeweils um 1,3% zunehmen wird. In Deutschland ist ebenfalls von einer reduzierten Wachstumsdynamik auszugehen. Die jüngste ifo-Prognose liegt bei 2,4% im laufenden Jahr und 1,5% im kommenden Jahr. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage hält in seinem Herbstgutachten 2010 / 2011 ein Wachstum von 2,2% in 2011 für wahrscheinlich. Eine weiter verbesserte Situation wird im laufenden Jahr auf dem Arbeitsmarkt erwartet. Dasselbe gilt für die Staatsverschuldung; die festgelegte Defizitquote von 3,0 könnte nach ersten Prognosen wieder unterschritten werden. Quellen: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel; ifo-Institut, München; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Berlin; Bundesministerium für Wirtschaft, Berlin; Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt wird sich im Jahr 2011 positiv entwickeln. Die aktuelle Prognose des VDW und des britischen Wirtschaftsforschungsinstitutes Oxford Economics geht davon aus, dass die Produktionsleistung und das Marktvolumen wertmäßig jeweils um 19,8% zunehmen werden. Damit erwarten wir auch einen Anstieg der Branchenumsätze um 19,8%. Diese Einschätzung basiert auf einer weltweiten Erholung der Investitionsnachfrage, die vor allem durch den anhaltenden Industrialisierungsprozess in den Schwellenmärkten weiter angetrieben wird. Im Jahr 2012 erwartet der VDW einen Anstieg des Verbrauches von 19% (Stand: November 2010). Aktuelle Aussagen zur Entwicklung der Branchenrentabilität und der Preise und Löhne sind nicht verfügbar. Der Welt-Werkzeugmaschinen-Verbrauch und das Marktpotenzial spiegeln sich in folgender Grafik wider: WELT-WERKZEUGMASCHINEN-VERBRAUCH (2002 - 2012)in MRD €![]() Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie geht mit positiven Erwartungen zur Branchenkonjunktur in das Jahr 2011: Der VDW und das Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics rechnen mit einem Anstieg von 32% für die Produktion und 30% für den Verbrauch. Mittelfristig geht die Prognose für die Jahre 2011 bis 2013 von einem durchschnittlichen Anstieg des Verbrauchs von rund 18% jährlich aus. Die Risikofaktoren bei dieser Annahme bilden die Preisentwicklung für Rohstoffe und Energie, die Wechselkursveränderungen sowie die politischen Rahmenbedingungen. Quelle: "Global Machine Tool Outlook", Oxford Economics Der Konzentrationsprozess (Mergers and Acquisitions) in der Werkzeugmaschinenindustrie wird sich auch im Jahr 2011 weiter fortsetzen. Markteintritte bedeutender Wettbewerber sowie die Einführung grundlegend neuer Ersatzprodukte und -dienstleistungen sind nicht zu erwarten. Künftige Entwicklung des GILDEMEISTER-KonzernsGILDEMEISTER wird seine globale Präsenz in den bedeutenden Märkten weiter ausbauen. Die Kooperation mit Mori Seiki trägt hierzu besonders in den asiatischen und amerikanischen Märkten bei. Mit langjähriger Erfahrung, einem breiten technologischen Know-how und unserer Innovationskraft werden wir weiterhin eine Spitzenposition der führenden Hersteller spanender Werkzeugmaschinen einnehmen. Innovative Ideen und neue Wege bei den Maschinentechnologien, Serviceleistungen und Softwareprodukte bilden für GILDEMEISTER als Technologiekonzern wichtige Schlüssel zur Zukunftssicherung des Unternehmens. Künftige Absatzmärkte mit Wachstumspotenzial sehen wir vor allem in den BRIC-Staaten. Die aktuelle Prognose des VDW und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics erwartet für diese vier Märkte eine Wachstumsrate von 18% und einen Anteil am Weltverbrauch von ca. 42%. Mit einer Steigerung des Auftragseingangs von über 25% plant GILDEMEISTER an diesem Wachstum überproportional zu partizipieren. In Brasilien, Russland, Indien und China werden wir den Vertrieb und Service weiter verstärken und unsere Wettbewerbsposition festigen. Wir werden uns stringent auf wachsende Absatzsegmente wie Aerospace, Medizintechnik und regenerative Energien fokussieren. Die Kooperation mit Mori Seiki planen wir Anfang 2011 auf afrikanische Märkte sowie auf Mexiko auszuweiten. Für das erste Quartal 2011 erwarten wir einen Auftragseingang von über 350 MIO € (Vorjahresquartal: 302,3 MIO €). Für das Gesamtjahr gehen wir von einer wachsenden Nachfrage nach unseren "Werkzeugmaschinen", "Services" und "Energy Solutions" aus. Wir wollen im Gesamtjahr einen Auftragseingang von über 1,6 MRD € erreichen. Unsere Planung geht davon aus, dass die positive konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr Bestand hat. Die regionale Verteilung der Aufträge wird sich weiter in Richtung Asien verschieben. Prämisse hierfür ist die Einschätzung des VDW zur Entwicklung des Werkzeugmaschinen-Verbrauches. Besondere Impulse erwarten wir von den internationalen Branchenmessen: Die wichtigste Werkzeugmaschinenmesse in Asien ist die CIMT in Peking, auf der GILDEMEISTER vom 11. bis 16. April 28 Exponate präsentieren wird. Vom 19. bis 24. September findet die bedeutendste Messe für Werkzeugmaschinen der Welt - die EMO - statt. GILDEMEISTER wird in Hannover 70 Exponate, davon 10 Weltpremieren, präsentieren. VORAUSSICHTLICHE UMSATZVERTEILUNG 2011 DES GILDEMEISTER-KONZERNS NACH REGIONENin %![]() Für das erste Quartal planen wir einen Umsatz von über 300 MIO € (Vorjahresquartal: 244,4 MIO €). Im ersten Halbjahr 2011 wird der Umsatz deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Der Auftragseingang ist im Kernsegment "Werkzeugmaschinen" deutlich gestiegen. Resultierend wird der Umsatz bei den "Werkzeugmaschinen" im Gesamtjahr deutlich höher liegen als im Vorjahr. Bei den "Services" gehen wir von einer weiteren Umsatzsteigerung aus. Auch bei den "Energy Solutions" planen wir, den Umsatz nochmals steigern zu können. Insgesamt planen wir für das Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von über 1,5 MRD €. Der Auftragsbestand wird im ersten Quartal über dem Niveau des Vorjahres (644,5 MIO €) liegen. Das Ergebnis wird sich im ersten Quartal zum vergleichbaren Vorjahresquartal deutlich verbessern. Im Gesamtjahr rechnen wir beim EBT und Jahresüberschuss mit deutlichen Zuwächsen. Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisaussichten planen wir für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividendenzahlung. Die Materialaufwendungen werden sich aufgrund der geplanten Umsatzsteigerung absolut erhöhen. Bei der Materialquote planen wir eine Verbesserung. Als Folge des geplanten Umsatzwachstums werden sich auch die Personalaufwendungen und die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen. Bei der Personalquote und dem Anteil der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung planen wir eine leichte Verbesserung. Für das Gesamtjahr 2011 gehen wir von einem positiven Free Cashflow aus. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, die Finanzierungsstruktur im Geschäftsjahr 2011 und das Gearing weiter zu verbessern. Die Senkung des Working Capital steht dabei weiter im Fokus. Unser solider Finanzierungsrahmen wird nach derzeitiger Einschätzung die notwendige Liquidität für 2011 bereitstellen und darüber hinaus werden wir über einen angemessenen Spielraum in den Finanzierungslinien verfügen. Konkrete Aussagen zur Liquidität können wir aufgrund der beschlossenen Kapitalerhöhung und einer weiteren, zeitnah geplanten Kapitalerhöhung nicht treffen. Wir arbeiten intensiv daran, die Kapitalkosten gegenüber dem Vorjahr zu senken. Unser Value Reporting wird weiterhin ein wesentlicher Bestandteil unserer wertorientierten Unternehmensführung sein. Beim ROCE gehen wir beim derzeit unterstellten Geschäftsverlauf von einer Verbesserung aus. Die Kapitalkosten (WACC) planen wir auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2010. Für das Geschäftsjahr 2011 planen wir Investitionen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte von etwa 50 MIO €. Das geplante Investitionsvolumen wird über dem Niveau der voraussichtlichen Abschreibungen liegen. Ein Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit wird - wie in den vergangenen Jahren - auf der Innovation unserer Produkte liegen. Bei den "Werkzeugmaschinen" werden wir in den Ausbau der neuen Generation der monoBLOCK- und eVolution-Baureihe investieren und die konsequente Erweiterung unserer CTX-Baureihe sowie das Automatendrehen vorantreiben. Auch die Lasertec- und Ultrasonic-Anwendungen werden kontinuierlich optimiert. Zudem investieren wir in die Weiterentwicklung der "SunCarrier"-Baureihe sowie unserer "cellcube"-Batteriesysteme. Neues Logistikzentrum in Seebach geplantIm Segment "Werkzeugmaschinen" sind Investitionen von rund 36,5 MIO € geplant. Hier stehen die Entwicklung neuer Maschinentypen sowie die Bereitstellung von produktionsnotwendigen Vorrichtungen, Modellen und Betriebsmitteln im Vordergrund der Investitionstätigkeit. Zur Optimierung der logistischen Abläufe am Standort Seebach planen wir in ein neues Logistikzentrum zu investieren. Das zusätzlich geplante "Technical Innovation Center" wird die Effizienz der Entwicklungsprozesse weiter erhöhen. Am Standort Pfronten wollen wir die Durchlaufzeiten durch die Adaption weiterer Maschinentypen an das vorhandene Fließmontagesystem verbessern. Weitere Investitionsmittel sind für die Einrichtung von Shop Floor Monitoren an allen Montageplätzen am Standort vorgesehen. Hierdurch können zukünftig sämtliche montagerelevanten Informationen in Echtzeit bereitgestellt werden. Die Optimierung unserer Geschäftsprozesse und IT-Systeme wird durch Investitionen der GILDEMEISTER Beteiligungen AG sichergestellt. Für das Segment "Services" haben wir Investitionen von rund 8,4 MIO € vorgesehen. Vom 17. bis 20. Mai 2011 ist die Eröffnung des Technologiezentrums in Indien mit unserem Kooperationspartner Mori Seiki geplant. Zudem wollen wir in den Ausbau unserer gemeinsamen Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Singapur investieren. Weitere Mittel fließen in die bedarfsgerechte Modernisierung der Geschäftsausstattung unserer Vertriebs- und Servicegesellschaften. Zur Sicherung unserer Servicequalität werden wir unsere Service-Mitarbeiter auch im Geschäftsjahr 2011 mit modernsten Diagnosetools und Softwareprogrammen sowie elektronischen Messgeräten ausstatten. Für die Sparte "Energy Solutions" sind Investitionen von rund 2,2 MIO € geplant, um die Weiterentwicklung unserer Solar- und Energiespeichertechnik voranzutreiben. Im Segment "Corporate Services" werden wir rund 2,9 MIO € investieren. Einen Schwerpunkt bildet die Realisierung eines Leitprojektes für zukunftsweisende Energiesysteme in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerunternehmen. Zudem sind Ersatzinvestitionen am Standort Bielefeld geplant. Die Struktur der Investitionen bleibt ausgewogen: Alle Segmente werden bei den Investitionen berücksichtigt. Risiken aus den Investitionsvorhaben sind nach jetziger Einschätzung nicht erkennbar. ANTEILE DER EINZELNEN SEGMENTE / GESCHÄFTSFELDER AN DEN GEPLANTEN INVESTITIONEN IN SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEin %![]() Die Anzahl der Mitarbeiter wird sich im Geschäftsjahr 2011 vor dem Hintergrund der Auftragslage und der geplanten Geschäftsentwicklung erhöhen. Insgesamt beabsichtigen wir, ca. 200 Mitarbeiter einzustellen - schwerpunktmäßig je ca. 100 für die Produktion und für den Servicebereich. Die Personalaufwendungen werden sich insbesondere aufgrund der im Jahr 2010 beendeten Kurzarbeit sowie durch Lohn- und Gehaltssteigerungen im Jahr 2011 erhöhen. Im Bereich Forschung und Entwicklung halten wir an unseren strategischen Zielen und Schwerpunkten fest. Unsere erfolgreichen Produktlinien werden wir weiter ausbauen und durch gezielte Innovationen in zukunftsträchtige Bereiche unsere Technologieposition stärken. Das Volumen der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wird voraussichtlich bei rund 51 MIO € liegen. Insgesamt werden etwa 15% der Belegschaft in den Werken an der Umsetzung unserer technologischen Ziele arbeiten. Die Erfolge der Kooperation mit Mori Seiki werden sich in der Präsentation gemeinsamer Maschinenkonzepte zeigen. Wir nehmen uns dabei der Herausforderung einer großen Optionsvielfalt bei gleichzeitig optimierten Preisen an. Weitere Schwerpunkte liegen in der Bearbeitung von komplexen Großbauteilen sowie dem weiteren Ausbau unserer führenden Position im Bereich der 5-Achs-Bearbeitung. GILDEMEISTER präsentiert 16 NeuentwicklungenIm Segment "Werkzeugmaschinen" planen wir für das kommende Geschäftsjahr 16 Neuentwicklungen. Die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH ergänzt innerhalb des Drehverbunds das Produktangebot der 4-Achs-Maschinen innerhalb der CTX-Baureihe. Die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. wird das Produktspektrum im Bereich des CNC-Automatendrehens vervollständigen. Innerhalb des Fräsverbunds erweitert DECKEL MAHO Pfronten das Angebot der Universal-Fräsmaschinen der monoBLOCK-Baureihe. Zudem bildet der Ausbau der Portalbaureihe den Einstieg in eine neue Dimension der Großteile-Komplettbearbeitung. DECKEL MAHO Seebach wird innerhalb des Fräs- und Fertigungsverbunds die 5-Achs-Fräsmaschinen der neuen eVolution-Generation weiter ausbauen. Innerhalb des Ecolineverbundes erweitern wir darüber hinaus das bestehende Produktprogramm um zukunftsweisende Konzepte. Im Segment "Services" werden wir unsere wegweisenden Life Cycle Products weiter optimieren. Durch das Angebot umfassender Servicelösungen über den gesamten Lebenszyklus der Werkzeugmaschine wollen wir den Kundennutzen weiter erhöhen. Zusätzliche Effizienzsteigerungen innerhalb unserer zentralen Ersatzteilversorgung zählen hier ebenso zu den Aktivitäten wie die Weiterentwicklung im Bereich der Automatisierung sowie des Tool-Managements. Im Segment "Energy Solutions" werden wir unser Produktportfolio und den Service weiter ausbauen und durch innovative neue Konzepte ergänzen. Im Geschäftsfeld der Solartechnik steht die Weiterentwicklung der "SunCarrier"-Baureihe im Mittelpunkt der Aktivitäten. Das Produktangebot der "cellcube"-Batteriesysteme werden wir gezielt erweitern. Zusammenarbeit mit Mori Seiki ausbauenIm Bereich Produktion, Technologie und Logistik werden wir im laufenden Geschäftsjahr die Optimierung und Flexibilisierung der Produktions- und Logistikprozesse konsequent fortsetzen. Wir arbeiten weiterhin an der Realisierung gemeinsamer Projekte innerhalb der Kooperation mit Mori Seiki. Der Erfolg der partnerschaftlichen Zusammenarbeit wird sich in der gemeinsamen Entwicklung und Fertigung von Maschinen widerspiegeln. Indem wir die Lieferwege zu unseren Kunden straffen und damit Zeit- sowie Kostenvorteile realisieren, stellen wir uns zusammen den steigenden Anforderungen des Marktes. Unsere Produktionsverbünde werden sich im Geschäftsjahr 2011 verstärkt auf die Optimierung unserer Montage- und Logistikprozesse fokussieren. Der Fräsverbund arbeitet an Projekten, die eine durchgehende Effizienzsteigerung in allen Produktions- und Logistikprozessen bedeuten. Ein Kernprojekt ist die Adaption der vorhandenen Fließmontage an die Anforderungen der weiterentwickelten monoBLOCK-Maschinen; zu diesen zählt die bereits auf den Herbstmessen 2010 präsentierte DMU 65. Die hohen Stückzahlen dieser Universal-Fräsmaschinen-Baureihe erlauben es, das Fließmontageprinzip effizient zu nutzen. Darüber hinaus setzt DECKEL MAHO auf die konzernweit erfolgreiche Anwendung von Montagemonitoren. Zentraler Bestandteil dieses Optimierungsprojekts ist die Versorgung der Mitarbeiter mit Informationen in Echtzeit: darunter Stücklisten, Termin- und Arbeitspläne, Zeichnungen sowie Montagefortschrittmeldungen. Technical-Innovation-Center steigert EntwicklungskraftIm Fräs- und Fertigungsverbund konzentrieren wir uns auf die Optimierung des Standorts Seebach. Die starke Nachfrage nach den in Seebach gefertigten Fräsmaschinen erfordert den Ausbau der logistischen Abläufe und die Erweiterung der Montageflächen. Im ersten Bauabschnitt werden die bisher getrennten Logistik-Bereiche in einem zentralen Logistik-Zentrum integriert. Dieses ermöglicht zum einen die Verbesserung der Wareneingangsprozesse und zum anderen die Produktionsbereiche effizient mit Material zu versorgen. Zudem werden wir ein neues Forschungszentrum - das "Technical-InnovationCenter" - mit integriertem Prototypen- und Versuchsbau errichten. So wollen wir am effizienten Standort in Seebach die Entwicklungsprozesse beschleunigen und damit künftig bessere Voraussetzungen für die Entwicklung innovativer Produkte bieten. Im zweiten Bauabschnitt sollen dann die Montageflächen optimiert werden. Unser Ziel ist es, die Montagekapazität um mehr als 40% zu erhöhen. Im Drehverbund werden wir die erfolgreiche Kanban-Methode auf die Verhaubung der CTX gamma-Baureihe ausweiten. Diese Beschaffungsvariante ist Kernbestandteil unseres PULLplus-Methodenkatalogs und sorgt konzernweit für die prozessoptimierte und bedarfsgerechte Materialversorgung. Cellstrom optimiert MontageIm Segment "Energy Solutions" fokussieren wir uns auf die technologische Weiterentwicklung der Solarsysteme und der Energiespeichertechnik. Ein Schwerpunkt wird ebenfalls auf der Kostenoptimierung der Großbatterie "cellcube" liegen. Dies gilt sowohl für die Reduzierung der Montagezeiten als auch für die Optimierung der Materialkosten. Um die erhöhten Auftragszahlen meistern zu können, wird die Fertigung der Batterie-Komponenten möglichst weit automatisiert. Im Solarbereich liegt im laufenden Jahr der Fokus neben der Entwicklung und Markteinführung von Neuprodukten ebenfalls auf der Weiterentwicklung, Kostenoptimierung und Standardisierung der existierenden "SunCarrier"-Baureihen. Im Bereich Einkauf und Beschaffung wird die Absicherung unserer Produktionsversorgung das zentrale Thema für 2011 darstellen. Bedingt durch die zu erwartende Zunahme der weltweiten Werkzeugmaschinennachfrage steigt auch das Einkaufsvolumen entsprechend stark. Detaillierte Wertanalysen gemeinsam mit den Lieferanten werden immer wichtiger. Vorrangiges Ziel ist es, Teuerungen bei Materialkosten, die durch die erhöhte Nachfrage bedingt sind, über den ganzen Konzern zu vermeiden. Parallel zu diesen Aktivitäten werden wir die konzernweite Standardisierung von Komponenten weiter vorantreiben. Bei den Nichtproduktionsmaterialien werden wir den Fokus auf Einsatzmöglichkeiten bei neuen, zukunftsweisenden Energiekonzepten legen. Die Global Sourcing-Aktivitäten werden weiter vorangetrieben und kontinuierlich ausgebaut. Neben China und Indien wird auch Taiwan als neuer Beschaffungsmarkt stärker berücksichtigt. Durch das Global Sourcing werden wir auch weiterhin Vorteile aus dem Natural Hedging nutzen können. Die Kooperation mit Mori Seiki im Bereich Einkauf ermöglicht uns darüber hinaus, den japanischen Markt noch intensiver als bisher zu bearbeiten. Weitere Maschinenprojekte innerhalb der Kooperation werden vom Einkauf proaktiv begleitet. Erschließung weiterer OptimierungspotenzialeIn der Logistik ist - aufgrund der guten Auslastung des Transportgewerbes - mit steigenden Frachtraten zu rechnen. Um dem entgegen zu wirken, werden wir auf der Seite der Eingangstransporte noch stärker als bisher die Verpackungsoptimierung vorantreiben. Im Rahmen von KVP-Workshops soll so das Transportvolumen reduziert werden, was wiederum zu Kostenreduzierungen führen wird. Außerdem werden wir die Beschaffung von Transportdienstleistungen weiter zentralisieren. Durch die Bündelung und die Konzentration auf besonders leistungsfähige Dienstleister werden wir weitere Kostenvorteile realisieren. GILDEMEISTER rechnet für das laufende Geschäftsjahr angesichts der konjunkturellen Lage mit engen Beschaffungsmärkten. Durch vorausschauende Disposition und Bevorratung von Schlüsselkomponenten werden wir die für uns wichtige Produktionsflexibilität sichern. Neben der Innovationsfähigkeit und der Qualität werden wir unsere Lieferanten noch stärker als bisher auch an der Lieferperfomance messen. In diesem Jahr wird eine sehr hohe Flexibilität unserer Lieferpartner nötig sein, um eine auftragsgerechte Produktion zu gewährleisten. Wir wollen die Prozesse durch die Verknüpfung von ERP-Systemen vereinfachen. Ein wichtiges Ziel für das laufende Jahr ist es, die Datentransparenz über Liefertreue und -qualität durch optimierte Reporting-Tools zu erhöhen. So wollen wir die Effizienz der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten steigern. Im Geschäftsjahr 2011 wird sich die rechtliche Unternehmensstruktur (künftige Konzernstruktur) des Konzerns voraussichtlich nicht wesentlich verändern. Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung 2011 und 2012GILDEMEISTER plant vor dem Hintergrund der schnellen konjunkturellen Erholung und der weltweit anziehenden Werkzeugmaschinennachfrage wieder an die Erfolgsjahre 2007 und 2008 anknüpfen zu können. Die Rahmenbedingungen bleiben herausfordernd. Die Weltmärkte für Werkzeugmaschinen haben sich in kurzer Zeit grundlegend strukturell verändert. Gute Wachstumschancen sehen wir weiterhin in Asien (Prognose 2011: +17,4%) und hier insbesondere in China, dem weltweit größten Markt für Werkzeugmaschinen, sowie in Indien. Auf das Geschäftsjahr 2011 blickt GILDEMEISTER mit Optimismus. Wir rechnen mit einem weiteren Wachstum der weltweiten Werkzeugmaschinennachfrage und des Servicegeschäfts. Auch das Geschäftsfeld der "Energy Solutions" soll sich weiter positiv entwickeln. Für das Gesamtjahr wollen wir einen Auftragseingang von über 1,6 MRD € erreichen und einen Umsatz von über 1,5 MRD €. GILDEMEISTER ist strategisch gut aufgestellt, um wieder ertragsorientiert zu wachsen. Beim EBT und Jahresüberschuss rechnen wir mit deutlichen Zuwächsen. Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisaussichten planen wir für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividendenzahlung. Auch für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir in allen unseren Geschäftsfeldern eine positive dynamische Entwicklung. Wir rechnen mit einem nochmaligen Anstieg beim Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Konzernabschluss der GILDEMEISTER AktiengesellschaftKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
Überleitung zum Gesamtergebnis des GILDEMEISTER-Konzerns für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010scroll
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER AktiengesellschaftAKTIVAscroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER AktiengesellschaftCASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEITscroll
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEITscroll
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEITscroll
Siehe begleitende Erläuterung im Konzernanhang auf Seite 200 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeitvom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang auf Seite 140 ff. scroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang auf Seite 140 ff. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögenszum 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft(Bestandteil des Anhangs)ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTENscroll
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ABSCHREIBUNGENscroll
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Entwicklung des Konzern-Anlagevermögenszum 31. Dezember 2009der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft(Bestandteil des Anhangs)ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTENscroll
ABSCHREIBUNGENscroll
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Segmentberichterstattung zum Konzernabschluss 2010der Gildemeister Aktiengesellschaft(Bestandteil des Konzernanhangs)SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHENscroll
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INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETENscroll
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Konzernanhangder GILDEMEISTER AktiengesellschaftGrundlagen des Konzernabschlusses1 ANWENDUNG DER VORSCHRIFTENDer Konzernabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315a HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Zur klareren und übersichtlicheren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf Basis historischer Anschaffungs- oder Herstellungskosten, Ausnahme bilden bestimmte Finanzinstrumente und Rückstellungen, die zu Zeitwerten bewerten werden. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, ist Muttergesellschaft des GILDEMEISTER-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. GILDEMEISTER ist ein weltweit führender Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen und bedarfsgerechte Softwareprodukte an. Der zum 31. Dezember 2010 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website www.GILDEMEISTER.com abrufbar. Der Vorstand der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 4. März 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. 2 KONSOLIDIERUNGSKREISANZAHL DER VOLLKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMENscroll
Der GILDEMEISTER-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft 127 (Vorjahr: 79) Unternehmen, von denen 124 (Vorjahr: 76) Tochterunternehmen sind und im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu oder es besteht in anderer Weise ein beherrschender Einfluss. Dies schließt zwei Leasingobjektgesellschaften ("Special Purpose Entities") mit ein. Gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 veränderte sich der Konsolidierungskreis durch die erstmalige Einbeziehung folgender Unternehmen sowie der Tochterunternehmen, die im Vorjahr nicht vollkonsolidiert wurden:
Folgende Gesellschaften wurden ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. des Erwerbs der Anteile vollkonsolidiert: Mit Wirkung zum 16. April 2010 hat GILDEMEISTER 50,001% der Anteile an der Cellstrom GmbH, Wien, im Rahmen einer Barkapitalerhöhung erworben. Mit der Mehrheitsbeteiligung an dieser Gesellschaft erweitert GILDEMEISTER das Produktportfolio im Segment "Energy Solutions" um den Bereich der Energiespeicherung mit Großbatteriesystemen. Die Anschaffungskosten hierfür betrugen 9.000 T€. Im Einzelnen wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung folgende Vermögenswerte und Schulden erworben und zum Zeitwert angesetzt: 1.986 T€ Immaterielle Vermögenswerte (davon 1.974 T€ für Technologie für Batterien), 633 T€ Sachanlagen, 317 T€ Vorräte, 178 T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, 174 T€ Sonstige Vermögenswerte, 9.204 T€ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (inkl. der bei der Barkapitalerhöhung eingebrachten Zahlungsmittel), 578 T€ sonstige Rückstellungen, 3.965 T€ Verbindlichkeiten und 492 T€ passive latente Steuern. Das Nettovermögen beträgt 3.729 T€. Bei der Bewertung der Minderheitenanteile wurde von dem Wahlrecht des überarbeiteten IFRS 3 (2009) Gebrauch gemacht, die Minderheitenanteile (3.728 T€) mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital anzusetzen. 5.272 T€ wurden als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen und ergeben sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung der Cellstrom GmbH in den Konzern erwartet werden. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird im Anlagespiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Seit dem 16. April 2010 trug die Cellstrom GmbH in Höhe von 816 T€ zu den Umsatzerlösen des Konzern bei. Der Anteil am Ergebnis vor Steuern für den gleichen Zeitraum betrug -2.139 T€. Wäre die Cellstrom GmbH schon zum 1. Januar 2010 konsolidiert worden, wären in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von 816 T€ und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von -2.421 T€ ausgewiesen worden. Am 24. Juni 2010 gründete die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l. die DMG Service Drehen Italia S.r.l. mit Sitz in Brembate di Sopra, Italien. Diese Gesellschaft soll als 100%-ige Tochtergesellschaft die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Italien ausbauen. Das Stammkapital beträgt 26 T€ und wurde voll eingezahlt. Am 7. September 2010 gründete die a+f Italia S.r.l. als 100%-ige Tochtergesellschaft die a+f Italia Holding S.r.l., Mailand, mit einem Stammkapital von 10 T€. Das Stammkapital wurde voll eingezahlt. Am 25. Oktober 2010 gründete die DMG France S.a.r.l., Les Ulis, die a+f SunCarrier France SAS, Les Ulis, als 100%-ige Tochtergesellschaft. Das Stammkapital beträgt 10 T€ und wurde voll eingezahlt. Mit dieser Gesellschaft soll der Vertrieb und die Produktion der SunCarrier-Produkte in Frankreich verstärkt werden. Am 22. Dezember 2010 gründete die DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten, die Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten und die Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten. An der Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH hält die DECKEL MAHO Pfronten GmbH 100% der Anteile. Das Stammkapital in Höhe von 25 T€ ist in Höhe von 50% eingezahlt. Die ausstehende Einlage beträgt 13 T€. An der Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten, ist die DECKEL MAHO Pfronten GmbH als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage in Höhe von 200 T€ beteiligt. Komplementärin ist die Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten. Mit dieser Beteiligung soll der Grundstein für den Bau eines modernen Seminar- und Tagungszentrums für den GILDEMEISTER-Konzern gelegt werden. In den Monaten September bis Dezember 2010 gründete die a+f Italia S.r.l. 42 weitere Projektgesellschaften im Geschäftsfeld "SunCarrier" bzw. erwarb 100% der Anteile an den Gesellschaften. Das Stammkapital beträgt bei allen Gesellschaften zwischen 5 T€ und 10 T€ und ist voll eingezahlt. Die Anschaffungskosten betrugen jeweils 10 T€. Stille Reserven und Lasten in den erworbenen Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaften lagen nicht vor, Geschäfts- oder Firmenwerte sind nicht entstanden. Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IAS 31 als gemeinschaftlich geführte Unternehmen (joint venture) klassifiziert. Gemäß dem Wahlrecht des IAS 31.38 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:
Mit Wirkung zum 24. Februar 2010 beteiligte sich die DMG Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, in Höhe von 50,0% an der DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria. Das Stammkapital beträgt 3.200 TAUD. Die DMG Vertriebs und Service GmbH hat den anteiligen Betrag in Höhe von 1.600 TAUD (1.218 T€) voll eingezahlt. Im Rahmen der Kooperation mit Mori Seiki soll mit dieser Beteiligung das operative Vertriebs- und Servicegeschäft im australischen Markt gestärkt werden. Mit Wirkung vom 4. Mai 2010 hat sich die a+f GmbH mit 50,0% an der SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd., Bhopal, Indien, beteiligt. Der Kaufpreis der Anteile betrug 500 T€. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 60,0 MIO inr (989 T€) und ist voll eingezahlt. Mit dieser Beteiligung will die a+f GmbH den Vertrieb und die Vermarktung der "SunCarrier" auf dem indischen Markt etablieren und ausbauen. Daneben wurde die MG Finance GmbH als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile auch "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen. Mit Wirkung vom 4. Juni 2010 hat sich die GILDEMEISTER AG mit 33,0% an der MG Finance GmbH, Wernau, beteiligt. Die Anschaffungskosten für 33,0% der Anteile am Stammkapital betrugen 5.049 T€ und wurden voll gezahlt. Ziel ist es mit der Beteiligung an dieser Finanzierungsgesellschaft gemeinsam mit den Kooperationspartnern optimale und maßgeschneiderte länderspezifische Finanzierungslösungen anzubieten. Zum 31. Dezember 2010 gehörten im Vergleich zum Vorjahr folgende Gesellschaften nicht mehr zum Konsolidierungskreis: Die GILDEMEISTER Italiana Deutschland GmbH, Stuttgart, wurde im Geschäftsjahr auf die DMG Stuttgart Vertriebs und Service GmbH, Leonberg, verschmolzen. Die Anteile der a+f Italia S.r.l., Mailand an der Soleintenso S.r.l., Spinazzola, wurden zum 1. Dezember 2010 aufgrund der Fertigstellung des Solarparks zum Buchwert veräußert. Die DMG Gebrauchtmaschinen Czech s.r.o., Zlin, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr liquidiert. Das operative Geschäft wurde auf die DMG Gebrauchtmaschinen GmbH, Geretsried, übertragen. Im Dezember 2010 wurden 100% der Anteile an sieben italienischen Tochterunternehmen der a+f Italia GmbH vor Fertigstellung verschiedener Solarparks an Investoren veräußert. Die Anteile an sechs dieser Gesellschaften sind im Berichtsjahr erworben und ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs voll konsolidiert worden. Die Soleintenso S.r.l. war bereits zum 31.12.2009 im Konsolidierungskreis enthalten und wurde im Vorjahr voll konsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an diesen Gesellschaften sind ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern endkonsolidiert worden. Insgesamt ist daraus ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 38 T€ entstanden, der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst ist. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich geändert, sodass die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss des Vorjahres im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht wesentlich beeinträchtigt ist. Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des GILDEMEISTER-Konzerns, unterteilt in verbundene Unternehmen, gemeinschaftlich geführte Unternehmen (joint ventures) sowie assoziierte Unternehmen ist auf Seite 206 f. dargestellt. 3 KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs der Anteile entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Als Goodwill wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegendem Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Wert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur noch dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als Minderheitenanteile ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet. Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert. 4 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft angepasst, soweit sie nicht den IFRS entsprechen und die Bewertungsabweichungen wesentlich sind. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer StandardsIm Geschäftsjahr 2010 mussten folgende überarbeitete und neue Standards sowie Interpretationen des IASB / IFRIC erstmalig verpflichtend angewendet werden: scroll
GILDEMEISTER hat folgende neue und überarbeitete IFRS zum 1. Januar 2010 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten: IFRS 3 (überarbeitet), "Unternehmenszusammenschlüsse" und daraus folgende Änderungen zu IAS 27 "Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen", und IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" sind anzuwenden auf Erwerbe in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Der überarbeitete Standard schreibt nach wie vor die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach der Erwerbsmethode vor, jedoch mit einigen wesentlichen Änderungen. Zum Beispiel: Alle Unternehmenskaufpreiszahlungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierbei werden bedingte Gegenleistungen als Schuld angesetzt und Änderungen in der Folgebewertung ergebniswirksam erfasst. Es besteht ein Wahlrecht, pro Erwerb den Minderheitsanteil entweder zum beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital anzusetzen. Sämtliche akquisitionsbezogenen Kosten werden als Aufwand erfasst. Der überarbeitete IAS 27 verlangt die Erfassung aller Auswirkungen aus Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern im Eigenkapital, sofern sich keine Änderung in der Beherrschung ergibt und diese Transaktionen weder zu einem Goodwill noch zu Gewinnen und Verlusten führen. Im Falle des Verlusts der Beherrschung gibt der Standard eine detaillierte Anweisung zur bilanziellen Abbildung vor. Demnach ist der verbleibende Anteil zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und ein aus der Neubewertung entstehender Gewinn oder Verlust als solcher auszuweisen. Auf die Berichtsperiode hat der überarbeitete Standard keine Auswirkung, da bei keinem der nicht beherrschenden Anteile ein negativer Saldo vorhanden ist, keine Transaktionen stattgefunden haben, bei denen Anteile beibehalten wurden, nachdem die Beherrschung über das entsprechende Unternehmen verloren wurde, und auch keine Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern stattgefunden haben. Die übrigen oben genannten neuen und überarbeiteteten Standards sowie Interpretationen haben für GILDEMEISTER keine Relevanz und sind daher nicht näher erläutert. Eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund der neu anzuwendenden Standards war bei GILDEMEISTER nicht erforderlich. Neue RechnungslegungsvorschriftenDie folgenden herausgegebenen und bis zum 31. Dezember 2010 von der Europäischen Union übernommenen Standards und Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind, wurden in diesem Abschluss noch nicht berücksichtigt und werden voraussichtlich keinen Einfluss aus der erstmaligen Anwendung auf den Konzernabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft haben: scroll
Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt: scroll
Aus der erstmaligen Anwendung ergeben sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Verwendung von Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen macht es erforderlich, dass Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich für den Vorstand Ermessensspielräume bei denen folgende Schätzungen und Annahmen getroffen wurden, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen: Wertminderung der Geschäfts- oder FirmenwerteDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 8I.451 T€ (Vorjahr: 75.740 T€). Weitere Informationen sind auf Seite 162 ff. zu finden. PensionsrückstellungenDer Aufwand aus leistungsorientierten Plänen wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Abzinsungssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2010 betrug die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen 26.316 T€ (Vorjahr: 26.331 T€). Weitere Informationen sind auf Seite 175 ff. zu finden. Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle VermögenswerteDie aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf Seite 144 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 26.438 T€ (Vorjahr: 21.476 T€). Annahmen und Einschätzungen sind zudem für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sowie für Eventualschulden und sonstige Rückstellungen erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen und immaterieller Vermögenswerte, der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Seite 160 f.). Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar. Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung: Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenWIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUERscroll
Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Geschäfts- oder Firmenwerte mit einer unbestimmten wirtschaftlichen Nutzungsdauer werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen des IAS 23 nicht erfüllt sind (siehe S. 154 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend des Nutzungsverlaufes nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten wurden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, wird als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. ImpairmentDie Vermögenswerte des GILDEMEISTER-Konzerns werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" mit Ausnahme der Vorräte und der aktiven latenten Steuern zu jedem Bilanzstichtag darauf hin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes). Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat den Impairment-Test zum 30. September 2010 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes. Im GILDEMEISTER-Konzern entspricht der erzielbare Betrag dem Nutzungswert ("Value in Use") und wurde als Barwert zukünftiger Cashflows ermittelt. Die zukünftigen Cashflows wurden aus der Planung des GILDEMEISTER-Konzerns abgeleitet. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. - mengen und Kosten. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2013 zugrunde. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine Wachstumsrate von 1% herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht. Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 39.072 T€ (Vorjahr: 39.072 T€), der Cash-Generating-Unit "Services" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 32.855 T€ (Vorjahr: 32.411 T€) und der Cash-Generating-Unit "Energy Solutions" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 9.852 T€ (Vorjahr: 4.240 T€) zugeordnet. Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern in Höhe von 11,9% (Vorjahr: 11,1%) für die Cash-Generating-Units "Werkzeugmaschinen" und "Services" sowie mit 12,1% (Vorjahr: 14,1%) für die Cash-Generating-Unit "Energy Solutions" diskontiert. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2010 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Bei den Cash-Generating-Units "Werkzeugmaschinen", "Services" und "Energy Solutions" würde eine nachhaltige Verminderung der EBIT-Marge um 1%, eine Reduzierung der nachhaltigen Wachstumsrate um 1% oder ein Anstieg der gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern um 1% nicht zu einem Abwertungsbedarf auf die den Cash-Generating-Units zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte führen. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, aber über die er keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn GILDEMEISTER direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20% bis zu 50% zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen (Joint Ventures) werden gemäß IAS 31.38 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind. BeteiligungenAls Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen GILDEMEISTER keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Beteiligungen, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, werden als "available for sale" klassifiziert und zu diesem Wert bewertet. Beteiligungen, für die kein aktiver Markt existiert, werden als "available for sale" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt (s. Seite 151 "Finanzinstrumente"). Da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert, wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. Eine verlässliche Ermittlung eines Marktwertes wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. Es liegt zurzeit keine Veräußerungsabsicht vor. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, da die Voraussetzungen des IAS 23 nicht erfüllt sind (siehe Seite 154 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Aufträge, die eine Bilanzierung nach IAS 11 (Fertigungsaufträge) erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Forderungen und Sonstige VermögenswerteDie Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. Langfristige unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden abgezinst. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Kategorien der finanziellen Vermögenswerte wurden weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr vorgenommen. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Für Factoring wurde ein Gesamtvolumen von 159,6 MIO € per 31. Dezember 2010 (Vorjahr: 111,4 MIO €) vereinbart. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen alle Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Latente SteuernDer Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Ermittlung der Rückstellung für Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Die noch nicht in der Bilanz erfassten Beträge ergeben sich durch versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Bestandsveränderungen und Abweichungen zwischen den getroffenen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erst dann erfolgswirksam verrechnet, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10% des Verpflichtungsumfanges liegen. Die Verteilung erfolgt über die künftige durchschnittliche Restdienstzeit der Mitarbeiter. Von dem Wahlrecht, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste gemäß IAS 19.93a vollständig zu erfassen und mit den Gewinnrücklagen zu verrechnen, wurde kein Gebrauch gemacht. Der Dienstzeitaufwand wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzergebnis. Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50% liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt zu produktionsbezogenen Vollkosten unter Berücksichtigung möglicher Preis- und Kostensteigerungen. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, wurden zu marktüblichen Konditionen abgezinst. Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstandes erfolgt zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen / Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Die Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Ermittlung der Anschaffungskosten werden auch Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wurden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden unter den Verbindlichkeiten passiviert. Ausgewählte Lieferanten des GILDEMEISTER-Konzerns finanzieren aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse Factoring Vereinbarung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse Factoring Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2010 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 52.701 T€ (Vorjahr: 14.684 T€) durch den jeweiligen Faktor angekauft. FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre finanzielle und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre Finanzinstrumente. Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement"). Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald GILDEMEISTER Vertragspartner der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden alle Kassageschäfte unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes eingegangen ist. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen berechnet. Im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt. IAS 39 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar"("available for sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wird gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfogswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (sogenannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht. Der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") werden nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit zugeordnet, die GILDEMEISTER bis zur Endfälligkeit halten will und kann. Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available for sale") stellt bei GILDEMEISTER die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Im Wesentlichen werden hierunter Eigenkapitaltitel wie Anteile an gemeinschaftlich geführten Unternehmen (joint ventures) sowie Anteile an assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen verstanden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten grundsätzlich nach der Discounted Cashflow Methode ermittelt. Lässt sich der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Im Geschäftsjahr 2010 ergaben sich Wertänderungen von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 11.68I T€ (Vorjahr: -3.095 T€), die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden und keine Wertänderungen, die erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltet im GILDEMEISTER- Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Unverzinsliche Ausleihungen sowie unverzinsliche Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte ("held for trading") werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben den Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die ein aktiver Markt besteht, die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement") eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Umwidmungen von Finanzinstrumenten in andere Bewertungskategorien lagen weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr vor. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertete finanzielle Verbindlichkeiten ("financial liabilities at amortized cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading"). Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte, Optionen und Zinsswaps eingesetzt. Die Sicherungsgeschäfte decken Finanzrisiken aus gebuchten Grundgeschäften, bei Zinsswaps aus zukünftigen Zinsänderungsrisiken und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften ab. Nach IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden alle derivativen Finanzinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Der beizulegende Zeitwert von Derivaten entspricht dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows). Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenkassamittelkurses unter Berücksichtigung der Terminaufschläge und -abschläge für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Bei Zinsswaps erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert durch die Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows. Dabei werden die für die Restlaufzeit der Kontrakte geltenden Marktzinssätze zu Grunde gelegt. Bei Devisenoptionen werden anerkannte Modelle zur Ermittlung des Optionspreises angewandt. Der beizulegende Zeitwert einer Option wird neben der Restlaufzeit der Option zusätzlich durch weitere Bestimmungsfaktoren, wie z. B. die aktuelle Höhe und die Volatilität des zu Grunde liegenden jeweiligen Wechselkurses oder der zu Grunde liegenden Basiszinsen, beeinflusst. Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es - abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet: Fair Value HedgeDie Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hedges wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Cashflow HedgeDie Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt in das Eigenkapital eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Direkt im Eigenkapital erfasste Beträge werden erfolgswirksam vereinnahmt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft die Gewinn- und Verlustrechnung berührt. Durch den Abschluss von Zinsswaps wird das Risiko aus steigenden Zinsaufwendungen für die Refinanzierungen begrenzt. Dabei erhält GILDEMEISTER Zinsen auf variabler Basis und zahlt einen festen Zinssatz (Payer-Zinsswap). Die Restlaufzeiten dieser Zinsswaps betragen bis zu viereinhalb Jahren. GILDEMEISTER hat in 2008 Zinsswaps abgeschlossen, um die Auswirkungen von zukünftigen Zinsänderungen auf die Finanzierungskosten der variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen zu begrenzen. Mit Devisentermingeschäften und Devisenoptionen werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke oder Handelszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch wie zu Handelszwecken bewertet, falls die Voraussetzungen für einen Cashflow Hedge nicht erfüllt sind. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst. FremdkapitalkostenNach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein sogenannter qualifizierter Vermögenswert, d.h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Bei GILDEMEISTER wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, ergaben sich daher im Geschäftsjahr 2010 nicht. Die Fremdkapitalkosten wurden daher direkt als Aufwand in der Periode erfasst. UmsatzerlöseUmsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 "Revenue" mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern ist dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Gefahr auf den Kunden übergegangen ist. Außerdem muss GILDEMEISTER die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Umsatzerlöse für Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Eine Erfassung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt nicht, da die Voraussetzungen des IAS 11 nicht erfüllt sind. Zinserträge werden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen. 5 WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, wurden mit den Wechselkursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da GILDEMEISTER keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt: WÄHRUNGENscroll
Quelle: Deutsche Bank AG, Frankfurt / Main 6 UMSATZERLÖSEErläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und VerlustrechnungUnterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse: scroll
Eine Aufgliederung und Erläuterung der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 200 ff und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf Seite 49 ff. 7 AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENDie aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. 8 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEPERIODENFREMDE ERTRÄGEscroll
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Die Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen betreffen eine Vielzahl von in Vorjahren gebildeten und nicht vollständig verbrauchten Rückstellungen und Wertberichtigungen. Eine Untergliederung der Auflösung von Rückstellungen finden Sie auf Seite 180 des Anhangs. Die Erträge aus Kursveränderungen sind in Zusammenhang mit den Kurs- und Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu sehen und werden durch diese kompensiert. In den Erträgen aus Kostenerstattungen und Weiterbelastungen sind im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Marketingkosten an Dritte in Höhe von 3.090 T€ (Vorjahr: 1.969 T€) sowie Kostenerstattungen des Arbeitsamtes für Altersteilzeitverträge in Höhe von 187 T€ (Vorjahr: 532 T€) enthalten. Die Erträge aus Lizenzvergaben im Vorjahr resultierten aus der Gewährung von Lizenzen an bestimmten Nutzungsrechten. Die übrigen Erträge enthalten mit 431 T€ (Vorjahr: 648 T€) Ertragsabgrenzungen aus Sale-and-Lease-back Transaktionen, die als Finanzierungsleasing-Verhältnisse klassifiziert wurden und bei denen GILDEMEISTER Leasingnehmer ist sowie in Höhe von 276 T€ (Vorjahr: 301 T€) Erträge aus Untermietverhältnissen, bei denen GILDEMEISTER Leasinggeber ist. 9 MATERIALAUFWANDDie bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung. 10 PERSONALAUFWANDFür das Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung des Vorstandes 4.638 T€ (Vorjahr: 3.533 T€); davon entfielen auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes 4.027 T€ (Vorjahr: 2.988 T€), auf das Fixum 1.821 T€ (Vorjahr: 1.673 T€), 1.295 T€ auf das STI (Vorjahr: 400 T€) und 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf das LTI, da die für die Tranche festgelegte EBIT-Marge im Zuteilungsjahr 2010 nicht erreicht wurde. 800 T€ wurden als Leistungsvergütung für das Jahr 2010 zuerkannt. Auf die Sachbezüge entfielen 111 T€ (Vorjahr: 115 T€). Darüber hinaus wurden 611 T€ (Vorjahr: 565 T€) für Pensionszusagen aufgewendet. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 618 T€ (Vorjahr: 604 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.635 T€ (Vorjahr: 7.063 T€) gebildet worden. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 71 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Corporate Governance-Bericht auf den Seiten 70 ff. zu finden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des GILDEMEISTER-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2010 im Konzern auf 20.479 T€ (Vorjahr: 23.467 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 17.473 T€ (Vorjahr: 19.129 T€). Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
11 ABSCHREIBUNGENEine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen ist dem Anlagenspiegel auf Seite 128 f. zu entnehmen. 12 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENPERIODENFREMDE AUFWENDUNGENscroll
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Die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der Reduzierung des zentralen Marketingbudgets gesunken. Die Erhöhung der Ausgangsfrachten und Verpackungen gegenüber dem Vorjahr ist auf den gestiegenen Umsatz und die damit verbundenen höheren Transportkosten zurückzuführen. Neben der gestiegenen Anzahl der verkauften Maschinen erhöht auch das anteilig gestiegene Transportvolumen nach Asien die Ausgangsfrachten und Verpackungsaufwendungen. Insgesamt entwickelten sich die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen nicht überproportional zum Umsatzanstieg. In den sonstigen fremden Dienstleistungen sind Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter in Höhe von 5.156 T€ (Vorjahr: 7.507 T€) enthalten. Die Kurs- und Währungsverluste sind in Zusammenhang mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu sehen. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 1.587 T€ (Vorjahr: -2.167 T€). Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Gewährleistungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Erhöhung der Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen resultierte im Wesentlichen aus höheren Beratungsleistungen im Geschäftsfeld "Energy Solutions". Diese ergaben sich aus der Ausweitung des Projektgeschäftes sowie durch die Ausweitung der Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Europa und Amerika. Im Geschäftsjahr 2010 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 778 T€ (Vorjahr: 894 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Corporate-Governance-Bericht auf den Seiten 70 ff. zu finden. 13 FINANZERTRÄGEIm GILDEMEISTER-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 2.403 T€ (Vorjahr: 3.702 T€) entstanden. In den sonstigen Erträgen sind Erträge aus Beteiligungen von 831 T€ enthalten (Vorjahr: 518 T€). Davon resultieren 799 T€ (Vorjahr: 485 T€) aus der Dividendenausschüttung der Mori Seiki Co. Ltd. In Höhe von 186 T€ (Vorjahr: 0 T€) sind Zinserträge aus der Abzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten. 14 FINANZAUFWENDUNGENDie Zinsaufwendungen in Höhe von 34.288 T€ (Vorjahr: 23.621 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden des Konzerns. Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen durch die höheren Zinsmargen. In den Finanzaufwendungen ist in Höhe von 2.004 T€ (Vorjahr: 1.766 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Daneben sind hier 725 T€ (Vorjahr: 0 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. In den sonstigen Finanzaufwendungen wird der Aufwand aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Aufnahme der bestehenden syndizierten Kreditfazilität in Höhe von 175,0 MIO € (677 T€; Vorjahr: 674 T€) und aus der Aufnahme der Schuldscheindarlehen (286 T€; Vorjahr: 431 T€) entstanden sind. Daneben sind weitere Transaktionskosten aus der Aufnahme der neuen syndizierten Kredite in Höhe von 793 T€ und aus der Refinanzierung der Schuldscheindarlehen in Höhe von 1.125 T€ angefallen. 15 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt -403 T€ (Vorjahr: 0 T€). Darin sind Verlustübernahmen in Höhe von insgesamt -564 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Diese resultieren aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres der DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. in Höhe von -561 T€ (Vorjahr: 0 T€) sowie der SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. in Höhe von -3 T€ (Vorjahr: 0 T€). Zudem ist hier der im Geschäftsjahr 2010 entstandene anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der MG Finance GmbH in Höhe von 161 T€ (Vorjahr: 0 T€) ausgewiesen. 16 ERTRAGSTEUERNIn dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen, die auf der Grundlage der Vorschläge über die Gewinnverwendung ermittelt wurden. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Ein Betrag von 417 T€ (Vorjahr: 982 T€) resultierte im Geschäftsjahr 2010 aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 1.198 T€ (Vorjahr: 280 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten. Periodenfremden latenten Steuererträgen in Höhe von 1.595 T€ (Vorjahr: 2.135 T€) stehen periodenfremde latente Steueraufwendungen in Höhe von 204 T€ (Vorjahr: 225 T€) gegenüber. Der laufende Ertragsteueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge aus früheren Perioden um 32 T€ (Vorjahr: 1.887 T€) gemindert, für die bisher keine Steuern abgegrenzt wurden. Zudem erfolgte eine Minderung des latenten Steueraufwandes aufgrund bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste aus früheren Perioden in Höhe von 1.298 T€ (Vorjahr: 1.357 T€). Auf in Vorjahren gebildete aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden Wertberichtigungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) vorgenommen. Aus der Auflösung von temporären Differenzen ergaben sich Wertberichtigungen auf latente Steuern in Höhe von 204 T€ (Vorjahr: 225 T€) und aus der Einbuchung von temporären Differenzen Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 297 T€ (Vorjahr: 777 T€). Laufende Steuern im Zusammenhang mit der Einstellung von Geschäftsbereichen oder nicht operativen Geschäftstätigkeiten ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Aufgrund der Beibehaltung der Bilanzierungsmethoden ergab sich kein zusätzlicher Steueraufwand oder -ertrag. Wesentliche Fehler der Vergangenheit lagen nicht vor, sodass sich hieraus keine Einflüsse ergaben. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Körperschaftsteuersatz 15% zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5%. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8%. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 13,0% betrug der Gesamtsteuersatz 28,8%. Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern (Vorjahr: 28,8%). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 18% und 41%. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 4.815 T€ (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 5.229 T€). Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2010 von 2.232 T€ (Vorjahr: 2.403 T€) ist um 351 T€ höher (Vorjahr: 356 T€) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 1.881 T€ (Vorjahr: 2.047 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2010 gültigen inländischen Steuersatzes von 28,8% (Vorjahr: 28,8%) auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen: scroll
Die Ertragsteueraufwendungen und -erträge entfallen ausschließlich auf die operative Geschäftstätigkeit im GILDEMEISTER Konzern. Zukünftig in Deutschland zu zahlende Dividenden der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft haben keinen Einfluss auf die Steuerbelastung des Konzerns. 17 ERGEBNISANTEIL DER MINDERHEITENANTEILEAuf die Minderheitenanteile im Eigenkapital entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 95 T€ (Vorjahr: 48 T€). Hierin sind im Wesentlichen die anteiligen Ergebnisse an der Cellstrom GmbH sowie an der DMG Mori Seiki India Pvt. Ltd. enthalten. Im Berichtsjahr wurden 49% der Anteile von der DMG Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, an die Mori Seiki Co. Ltd., Nagoya, veräußert. 18 ERGEBNIS JE AKTIENach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt: scroll
Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Ein davon abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie ("Diluted Earnings per Share") ergab sich weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz19 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte betreffen mit 78.453 T€ (Vorjahr: 73.451 T€) die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung sowie mit 2.998 T€ (Vorjahr: 2.289 T€) die Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen. Der Anstieg der Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen resultiert aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften und Dienstleistungsprodukte der DMG Vertriebs und Service GmbH sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 26.438 T€ (Vorjahr: 21.476 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2010 auf 35.437 T€ (Vorjahr: 37.817 T€). In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten. Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 47 ff. erläutert. 20 SACHANLAGENDie Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 47 f erläutert. Die Währungsänderung zwischen den Bilanzstichtagen ist im Konzern-Anlagenspiegel unter "Sonstige Veränderungen" ausgewiesen. Für die Sachanlagen waren im Berichtsjahr weder eine Wertberichtigung aufgrund eines Impairments noch Zuschreibungen erforderlich. Grundstücke und Gebäude sind durch Grundpfandrechte in Höhe von 14.616 T€ (Vorjahr: 17.502 T€) zur Sicherung von Finanzschulden belastet. In den Sachanlagen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von 4.170 T€ (Vorjahr: 2.310 T€) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen sind. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliedern sich wie folgt auf: scroll
21 BETEILIGUNGENDie Entwicklung der Beteiligungen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Der Ausweis der Beteiligungen betrifft in Höhe von 270 T€ Anteile an der VR Leasing Frontania GmbH & Co. KG, in Höhe von 80 T€ Anteile an der Pro-Micron GmbH & Co. KG Modular System und in Höhe von 3 T€ Anteile an der Air+Park Allgäu GmbH & Co. KG. An den Gesellschaften übt GILDEMEISTER keinen maßgeblichen Einfluss aus. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft erwarb im Geschäftsjahr 2009 gemäß Kooperationsvertrag 5% der Anteile an der Mori Seiki Co. Ltd.. In mehreren Tranchen wurden über die Börse insgesamt 4.427.400 Stück Aktien zu Anschaffungskosten von 793 JPY bis 1.060 JPY pro Aktie erworben. Die Auszahlungen für den Erwerb der Aktien betrugen 31.260 T€ (inkl. Anschaffungsnebenkosten). Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2010 betrug 39.846 T€ (Vorjahr: 28.165 T€). GILDEMEISTER hält zum Stichtag 4,0% an der Mori Seiki Co. Ltd., nachdem diese im Dezember 2009 eine Kapitalerhöhung durchgeführt hat. Im April 2010 hat die a+f GmbH eine 5%-Beteiligung an der Younicos AG, Berlin, der vorherigen Muttergesellschaft der Cellstrom GmbH, zum Kaufpreis von 4.338 T€ erworben. Der Beteiligungserwerb ergänzt den Kauf der Anteile an der Cellstrom GmbH. Im Rahmen der Ausweitung des Segments "Energy Solutions" hat sich die a+f GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH Co. KG, Hamburg, beteiligt. Der Anteil beträgt 40% und wurde zu Anschaffungskosten von 21 T€ erworben. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Beteiligungen vorgenommen. Eine Übersicht aller GILDEMEISTER-Unternehmen sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2010 sind auf Seite 206 ff. aufgeführt. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
Die GILDEMEISTER Beteiligungen AG hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
Daneben besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der DECKEL MAHO Pfronten GmbH und der SAUER GmbH. Die DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER hat mit folgenden Tochterunternehmen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
Die DMG Stuttgart Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER hat mit folgenden Tochterunternehmen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
22 ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMENDie folgenden Übersichten zeigen die zusammmengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie zu den Umsatzerlösen: scroll
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23 LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Die Steuererstattungsansprüche resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Forderungen für Umsatzsteuer. 24 VORRÄTEDie Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen: scroll
Von den am 31. Dezember 2010 bilanzierten Vorräten wurden 95.324 T€ (Vorjahr: 93.470 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 13.951 T€ (Vorjahr: 22.946 T€) im Materialaufwand erfasst. Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 1.766 T€ (Vorjahr: 0 T€) und resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte. 25 KURZFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Im Berichtsjahr hatte GILDEMEISTER ein Forderungsverkaufsprogramm. Deutsche Forderungen mit einem Volumen von bis zu 75.019 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 84.550 T€ können im Rahmen dieser Vereinbarung verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 56.257 T€ (Vorjahr: 28.860 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 36.881 T€ verkauft. Im Vorjahr wurden im Rahmen von sonstigen Forderungsverkäufen (Factoring) zusätzlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20.283 T€ veräußert. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegenüber dem at equity bewerteten Unternehmen DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. in Höhe von 1.866 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. In der folgenden Tabelle sind die Laufzeiten der lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: scroll
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die kumulierten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang auf ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: scroll
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen. Die Erträge aus dem Zahlungseingang für ausgebuchte Forderungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Wertberichtigungen oder Ausbuchungen von sonstigen finanziellen Vermögenswerten wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr vorgenommen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt. Die Kredite an Fremde betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen im Segment der "Energy Solutions" an Projektgesellschaften in Höhe von 28.149 T€ (Vorjahr: 5.020 T€). Diese Darlehen werden nach Abrechnung der Solarparkprojekte von den Investoren zurückgezahlt. Die Überfälligkeiten der sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar: scroll
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der sonstigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. In den übrigen sonstigen Vermögenswerten sind Ansprüche auf Erstattung gezahlter Aufstockungsbeträge aus Altersteilzeitverträgen gegenüber der Bundesanstalt für Arbeit in Höhe von 187 T€ (Vorjahr: 501 T€) berücksichtigt. Daneben sind darin Ansprüche auf Erstattung von Kurzarbeitergeld in Höhe von 2 T€ (Vorjahr: 632 T€) enthalten; die Erträge aus der Erstattung in Höhe von 1.190 T€ (Vorjahr: 967 T€) wurden unter dem Personalaufwand ausgewiesen. 26 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEZum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 111.769 T€ (Vorjahr: 84.440 T€). Davon wurden bei Tochtergesellschaften in Deutschland Guthaben in Höhe von 81.585 T€ (Vorjahr: 52.211 T€), in Europa in Höhe von 19.296 T€ (Vorjahr: 21.227 T€), in Asien in Höhe von 8.884 T€ (Vorjahr: 9.128 T€) und in Amerika Guthaben in Höhe von 2.004 T€ (Vorjahr 1.874 T€) ausgewiesen. Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 127 dargestellt. 27 LATENTE STEUERNDie aktiven und passiven latenten Steuern sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen: scroll
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden können. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf 15.538 T€ (Vorjahr: 9.768 T€). Auf deutsche körperschaftsteuerliche Verlustvorträge entfallen aktive latente Steuern in Höhe von 870 T€ (Vorjahr: 0 T€); gewerbesteuerliche Verlustvorträge bestanden nicht. Auf Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke wurden latente Steuern für Zwecke der Körperschaftsteuer in Höhe von 3.444 T€ (Vorjahr: 1.696 T€) und für Zwecke der Gewerbesteuer in Höhe von 2.117 T€ (Vorjahr: 1.040 T€) aktiviert; der Ausweis erfolgt unter den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge. Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 9.107 T€ (Vorjahr: 7.032 T€). Die Verlustvorträge sind entweder zeitlich unbegrenzt nutzbar oder bis zu zehn Jahre vortragsfähig. GILDEMEISTER geht davon aus, dass aufgrund der zukünftigen Geschäftstätigkeit ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 66.661 T€ (Vorjahr: 41.707 T€), von denen 12.068 T€ (Vorjahr: 7.147 T€) nicht berücksichtigt wurden. Die theoretisch möglichen latenten Steueransprüche auf nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge betragen 2.980 T€ (Vorjahr: 1.803 T€). Nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge verfallen in Höhe von 3.012 T€ im Jahr 2014. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz von 28,8% (Vorjahr: 28,8%). Die Steuersätze im Ausland liegen zwischen 18% und 41%. Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis in Höhe von -413 T€ (Vorjahr: 627 T€) betreffen - wie im Vorjahr - ausschließlich die im sonstigen Ergebnis enthaltene Veränderung der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente. 28 EIGENKAPITALDie Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 127 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beträgt 118.513.207,80 € und ist voll eingezahlt. Das Grundkapital ist unverändert eingeteilt in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft (Stand Mai 2010) entnommen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 13. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 59.256.600,00 € durch Ausgabe von bis zu 22.791.000 neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird ermächtigt, hinsichtlich eines Teilbetrages von 5.000.000,00 € Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen auszugeben. Insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrates auszuschliessen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) bei Sachkapitalerhöhung gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Überlassung von Aktien zu erwerben, b) soweit dies zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen oder den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften im Rahmen einer dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustehen würde, c) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen und d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden angerechnet Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht aufgrund von Options- und / oder Wandelanleihen besteht, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 37.500.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 14.423.076 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Options- beziehungsweise Wandelanleihen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 unter Tagesordnungspunkt 7 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder einem unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- beziehungsweise Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren beziehungsweise eine Wandlungspflicht bestimmen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage des Konzerns enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in Höhe von 83.447.597 € (Vorjahr: 83.447.597 €). Die unmittelbar der Kapitalbeschaffung direkt zurechenbaren Transaktionskosten in Höhe von 5.288.362 € gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile in Höhe von 1.954.022 € sind von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden. Die Kapitalrücklage beträgt 80.113.257 € (Vorjahr: 80.113.257 €). GewinnrücklagenGesetzliche RücklageDer Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in Höhe von 680.530 €. Andere GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Schließlich sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern ausgewiesen. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen 4.815 T€ (Vorjahr: 5.229 T€). Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Gewinnrücklagen im Geschäftsjahr 2010 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. GewinnverwendungsvorschlagNach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres. Daher ist die an die Aktionäre ausschüttbare Dividende abhängig von dem im Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Das Geschäftsjahr 2010 der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt mit einem Jahresergebnis von 1.078.460,76 € ab. Es wird der Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorgeschlagen, unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von 1.905.532,82 € den verbleibenden Bilanzgewinn von 2.983.993,58 € auf neue Rechnung vorzutragen. Für das Geschäftsjahr 2009 wurde eine Dividende in Höhe von 0,10 € je Aktie ausgezahlt. Minderheitenanteile am EigenkapitalDie Minderheitenanteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf 6.563 T€ (Vorjahr: -238 T€). Die Erhöhung resultiert aus folgenden Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Im Geschäftsjahr 2010 hat die DMG Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, 49,0% ihrer Anteile an der DMG DECKEL MAHO GILDEMEISTER (India) Pvt. Ltd., Bangalore, verkauft. Zudem hat die a+f GmbH 50,001% der Anteile an der Cellstrom GmbH, Wien, erworben. In beiden Fällen werden die Fremdanteile unter den Minderheitenanteilen am Eigenkapital ausgewiesen. Angaben zum KapitalmanagementEine starke Eigenkapitalausstattung ist für GILDEMEISTER eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Das Kapital wird regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital vor Minderheitsanteilen (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Die Netto-Finanzschulden werden dabei ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. scroll
Die Summe des Eigenkapitals ist absolut um 32.078 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Anstiegs der Bilanzsumme auf 30,4% (Vorjahr: 33,0%) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem stichtagsbedingten Anstieg der Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und dem erhöhten Bestand an flüssigen Mitteln. Das Gearing verbesserte sich bei einem Rückgang der Nettofinanzschulden und gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals auf 50,5% (Vorjahr: 64,3%). 29 RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des GILDEMEISTER-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 3.006 T€ im Geschäftsjahr 2010 (Vorjahr: 4.338 T€). Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im GILDEMEISTER-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Dabei wurden neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten: scroll
Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die vom im Zeitpunkt der Pensionierung angehäuften Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich zusammen aus Aktien in Höhe von 1.792 T€ bzw. 20,46% (Vorjahr: 1.413 T€ bzw. 22,82%), aus Obligationen in Höhe von 3.048 T€ bzw. 34,80% (Vorjahr: 2.532 T€ bzw. 40,91%), aus Immobilien in Höhe von 1.090 T€ bzw. 12,44% (Vorjahr: 782 T€ bzw. 12,63%) sowie aus anderen Vermögenswerten in Höhe von 2.829 T€ bzw. 32,29% (Vorjahr: 1.463 T€ bzw. 23,64%). Bei der Bewertung des Planvermögens wurde ein erwarteter Zinssatz von 4,0% (Vorjahr: 4,0%) angesetzt. Die Grundlage zur Bestimmung der erwarteten langfristigen Rendite stützt sich auf die Erfahrung der Vergangenheit. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 1.099 T€ (Vorjahr: 139 T€). Der Zeitwert des Planvermögens lässt sich wie folgt herleiten: scroll
Als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen inklusive Einzahlungen der Versicherten ausgewiesen. Von den Rückstellungen für Pensionen in Höhe von 26.316 T€ (Vorjahr: 26.331 T€) entfallen 25.841 T€ (Vorjahr: 25.799 T€) auf inländische Konzerngesellschaften; dies entspricht rd. 98% des Gesamtbetrages (Vorjahr: rd. 98%). Die Veränderungen der Barwerte gegenüber dem Vorjahr resultieren aus der Anpassung des zugrunde gelegten Rechnungszinssatzes von 5,20% auf 4,60% sowie der geänderten Zahl der berücksichtigten Rentner. Der Teil der neuen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, der auf erfahrungsbedingte Anpassungen zurückzuführen ist, kann folgender Tabelle entnommen werden: scroll
Im Geschäftsjahr 2010 ergab sich ein Gesamtaufwand in Höhe von 2.898 T€ (Vorjahr: 2.152 T€), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Der Barwert der Versorgungszusagen hat sich wie folgt verändert: scroll
In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert: scroll
Es wird erwartet, dass die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne im folgenden Jahr rund 2.498 T€ (Vorjahr: 2.470 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich rund 283 T€ (Vorjahr: 269 T€) betragen werden. 30 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENNachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt: scroll
Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3.914 T€ (Vorjahr: 9.394 T€) sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre gebildet wurden. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind für Tantiemen und Prämien 15.583 T€ (Vorjahr: 9.099 T€), Altersteilzeit 9.823 T€ (Vorjahr: 11.946 T€), Urlaubslöhne und -gehälter 9.300 T€ (Vorjahr: 7.737 T€) sowie für Jubiläumszahlungen 5.453 T€ (Vorjahr: 5.452 T€) enthalten. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte werden nach IAS 19.7 als "plan assets" definiert und mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2010 waren Zahlungsmittel in Höhe von 3.020 T€ (Vorjahr: 4.426 T€) auf den Treuhandverein übertragen. Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse und unter Berücksichtigung möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. Die übrigen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen. Die Entwicklung der übrigen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen: scroll
Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive" in Höhe von insgesamt 1.465 T€ (Vorjahr: 320 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 70 ff des Lageberichtes. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und Sonstige enthalten. In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der im Jahr 2008, 2009 und 2010 ausgelobten Performance-Units und die Höhe der Rückstellung dargestellt: scroll
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Aus den in 2010 ausgegebenen Tranchen ergab sich in 2010 ein Aufwand in Höhe von 568 T€. Aus der in 2009 ausgegebenen Tranche mit Laufzeit von 3 Jahren ergab sich ein Aufwand in Höhe von 456 T€, aus der Tranche mit Laufzeit von 4 Jahren ergab sich ein Aufwand von 41 T€. 31 FINANZSCHULDENDie Details der kurz- und langfristigen Finanzschulden ergeben sich aus den folgenden Tabellen: scroll
1)
davon durch Grundpfandrechte gesichert: 14.616 T€ scroll
1)
davon durch Grundpfandrechte gesichert: 17.502 T€ GILDEMEISTER hat im Februar 2010 die bestehenden Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 200.000 T€ neu strukturiert. Das Schuldscheindarlehen mit einem ursprünglichen Volumen von 140.000 T€ wurde durch Aufhebungsvertrag um 20.500 T€ auf 119.500 T€ zurückgeführt. Es hat eine Laufzeit bis 2013. Das Schuldscheindarlehen mit einem ursprünglichen Volumen von 60.000 T€ und einer Laufzeit von sieben Jahren wurde durch Aufhebungsvertrag um 8.000 T€ auf 52.000 T€ zurückgeführt. Die Laufzeit wurde von sieben Jahren um zwei Jahre bis 2013 verkürzt. Daneben wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen in Höhe von 30.000 T€ ebenfalls mit einer Laufzeit bis 2013 gezeichnet. Alle Schuldscheindarlehen werden mit einem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% verzinst. Zur Absicherung der variablen Zinsen wurden Zinsswaps abgeschlossen (siehe Seite 192 f.). Die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 4.610 T€. Die langfristigen Darlehen reduzierten sich im Rahmen der planmäßigen Tilgung um 3.038 T€ während die Inanspruchnahme von Kontokorrentkrediten im Vergleich zum Vorjahr um 1.572 T€ sank. Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft und -im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird über syndizierte Kreditverträge abgedeckt. Im Februar 2010 wurde eine Refinanzierung der bestehenden syndizierten Kredite vorgenommen. Zusätzlich zu dem bestehenden syndizierten Kredit in Höhe von 175.000 T€ mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011 wurde ein neuer syndizierter Kredit mit einem Volumen von 211.900 T€ abgeschlossen, mit dem Ziel die Finanzierung des Unternehmens bis zum Jahr 2012 zu sichern und an den geplanten Kapitalbedarf anzupassen. Der bestehende Kredit ist in zwei verschiedene Tranchen eingeteilt und die Konditionen wurden im Rahmen der Refinanzierung angepasst. Die erste Tranche mit einem Volumen von 154.900 T€ besteht aus einem bereits zugesagten Kredit (Forward Start) und hat eine Laufzeit bis Dezember 2012. Sie kann ab dem 26. Juni 2011 in bar gezogen werden und löst den bestehenden syndizierten Kredit mit einem Volumen von 175.000 T€ ab. Die zweite Tranche mit einem Volumen von 57.000 T€ konnte sofort in Anspruch genommen werden. Sie hat ebenfalls eine Laufzeit bis zum Dezember 2012. Der neue syndizierte Kredit wurde von Banken aus dem bestehenden Bankenkonsortium gezeichnet. Die Kreditverträge werden mit einem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% verzinst. Die Finanzierungszusagen wurden von 32 Banken gewährt. Das größte Institut stellt einen Betrag von 40.500 T€. Die Finanzierungsverträge wurden im Februar 2010 unterschrieben. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Die Finanzierungsverträge zum syndizierten Kredit und zu den Schuldscheindarlehen verpflichten GILDEMEISTER zur Einhaltung von Covenants. Da sich in Folge der Zunahme von Aufträgen im Segment Werkzeugmaschinen und durch Verzögerungen im Projektgeschäft die Finanzkennzahlen verändert hatten und zum 31. Dezember 2010 eine Verletzung der Finanzkennzahlen möglich war, hat GILDEMEISTER frühzeitig Verhandlungen mit den Kreditgebern geführt, um den Schwellenwert für den Leverage einmalig anzupassen. Alle Kreditgeber haben dieser Änderung zugestimmt. Wie bei der bisherigen Finanzierung haben die kreditgebenden Banken auch bei der Refinanzierung sowohl für die syndizierten Kreditlinien als auch für die Schuldscheindarlehen vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, GILDEMEISTER Beteiligungen AG, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wie bisher Garanten für die Kreditverträge und die Schuldscheindarlehen. Die a+f GmbH ist als zusätzliche Garantin hinzugekommen. Zudem gibt es noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Darlehen einzelner Tochtergesellschaften mit einer Inanspruchnahme in Höhe von 22,8 MIO € (Vorjahr: 23,4 MIO €). Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt beträgt per 31. Dezember 2010 rd. 7,1% (Vorjahr: rd. 14,5%). Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 9,1% (Vorjahr: 5,8%). Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 287,7 MIO € (Vorjahr: 220,6 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 156,4 MIO € (Vorjahr: 89,9 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, abs, Factoring) von 131,3 MIO € (Vorjahr: 130,7 MIO €). Zusätzlich zu den gewährten Grundschulden sind für Darlehen von der SAUER GmbH in Höhe von 1.546 T€ (Vorjahr: 1.769 T€) den kreditgebenden Banken Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens gewährt worden. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 107.129 T€ (Vorjahr: 111.739 T€) ergeben sich aufgrund ihrer überwiegend kurzen Laufzeit keine signifikanten Unterschiede zwischen Buch- und Marktwerten. 32 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 2.662 T€ (Vorjahr: 1.545 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von Gebäuden. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für die Zinsswaps in Höhe von 17.512 T€ (Vorjahr: 18.347 T€ sowie für Devisentermingeschäfte in Höhe von 183 T€). Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten. Verbindlichkeiten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen, sind wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung. In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten sind Abgrenzungsposten berücksichtigt. Diese enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 3.090 T€ (Vorjahr: 3.359 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance". Im Geschäftsjahr 2010 sind Investitionszulagen in Höhe von 222 T€ (Vorjahr: 444 T€) gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. 33 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Younicos AG in Höhe von 276 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen im Wesentlichen die Marktwerte für Devisentermingeschäfte in USD, in CAD und in GBP. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 1.601 T€ (Vorjahr: 1.614 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich zum größten Teil um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von Gebäuden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen beträgt 4.791 T€ (Vorjahr: 3.430 T€). Die Verbindlichkeiten aus der Abgrenzung von Zinsaufwand resultieren im Wesentlichen aus der periodengerechten Berücksichtigung des Zinsaufwandes für die Schuldscheindarlehen in Höhe von 1.927 T€ (Vorjahr: 1.264 T€) für den Zeitraum 29. November 2010 bis 31. Dezember 2010, der im Mai 2011 zur Auszahlung kommt. In den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 9.536 T€ (Vorjahr: 4.929 T€) enthalten, die aus Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel resultieren. Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich wie folgt: SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGENscroll
IN DEN KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN ENTHALTENER ZINSANTEILscroll
BARWERT DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGENscroll
Mindestleasingzahlungen aus Untermietverhältnissen, bei denen GILDEMEISTER Leasinggeber ist, ergeben sich für 2011 in Höhe von 276 T€ (Vorjahr: 276 T€) und für die Jahre 2012 in Höhe von 69 T€ (Vorjahr: 345 T€). Die Verträge betreffen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 9.849 T€ (Vorjahr: 2.071 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 6.578 T€ (Vorjahr: 5.085 T€). Die Abgrenzungsposten betreffen in Höhe von 756 T€ (Vorjahr: 1.503 T€) die Abgrenzung zukünftiger Zinserträge aus einem spezifischen Finanzierungsprogramm des italienischen Staates (Sabatini-Finanzierung). Daneben sind weitere Abgrenzungen für Erträge aus Sale-and-Lease-Back-Transaktionen enthalten, die zu Finanzierungsleasing-Verhältnissen führten und bei denen GILDEMEISTER Leasingnehmer ist. 34 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENFür folgende zu Nominalwerten angesetzte Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: HAFTUNGSVERHALTNISSEscroll
Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. Der Anstieg der Bürgschaften im Berichtsjahr gegenüber 2009 ergab sich im Wesentlichen aus dem erhöhten Geschäftsvolumen. Der Rückgang der sonstigen Haftungsverhältnisse gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus einer Reduzierung einer Garantie im Zusammenhang mit dem Angebot von Finanzierungslösungen über Leasing. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt die wesentlichen Risiken und Chancen liegen beim Leasinggeber. Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen (Finanzierungsleasing-Verhältnisse und Operating-Leasing-Verhältnisse) setzt sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu vierzehn Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen. NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGENscroll
Davon entfallen auf Operating-Leasing-Verhältnisse: NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGENscroll
Die Operating-Leasing-Verhältnisse bestehen u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DMG Europe Holding GmbH in Klaus, Österreich, in Höhe von 2,3 MIO € und der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 2,8 MIO €. Die Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit. Weitere Operating-Leasing-Verträge bestehen bei der FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Polen, für Maschinen in Höhe von 3,0 MIO €. Bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH bestehen Leasingverträge im Zusammenhang mit der Finanzierung von Krananlagen in Höhe von 1,2 MIO € und Telefonanlagen in Höhe von 0,4 MIO €. Die Verträge beinhalten Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Bei anderen Konzerngesellschaften bestehen Leasingverträge für Maschinen, Fuhrpark sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie beinhalten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse haben eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und fünfzehn Jahren. Es bestehen keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen sind. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen liegen nicht vor. 35 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEIm GILDEMEISTER-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, CHF, CAD, GBP, JPY, CZK und AUD sowie Zinsswaps in Euro gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der Devisenoptionen werden in einen inneren Wert und in einen Zeitwert getrennt, wobei für die Sicherungsbeziehung nur der innere Wert der Optionen herangezogen wird. Die Ermittlung der Werte erfolgt auf der Grundlage eines Optionspreismodells. Die Marktwerte für die Zinsswaps sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte und die Devisenoptionen sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. GILDEMEISTER hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet GILDEMEISTER kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den Sicherungsinstrumenten eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Für den Fall, dass Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für GILDEMEISTER ein Ausfallrisiko in Höhe von 2.148 T€ (Vorjahr: 1.582 T€). Die Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von insgesamt 200.000 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Im Vorjahr hatten Zinsswaps mit einem Volumen von 140.000 T€ eine Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren. Ein Zinsswap mit einem Nominalvolumen von 60.000 T€ hatte eine Restlaufzeit von über fünf Jahren. Alle am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 153.030 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 88.415 T€). Im Vorjahr hatten Devisentermingeschäfte mit einem Volumen von 7.204 T€ eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von 16.774 T€ (Vorjahr: 18.902 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von 191 T€ (Vorjahr: 691 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und im Periodenergebnis erfasst. Der Ausweis erfolgt in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr ergaben sich Ineffektivitäten. 36 RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTENRisiken aus FinanzinstrumentenPreisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert GILDEMEISTER diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in der Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. WährungsrisikenGILDEMEISTER ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit zwei Arten von Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im GILDEMEISTER-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus den Aktivitäten im GILDEMEISTER-Konzern werden Devisentermingeschäfte und Optionen eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen. Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko einer Veränderung der Bilanz- und GuV-Positionen einer Tochtergesellschaft aufgrund von Währungskursveränderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Durch Währungsschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Bilanzpositionen dieser Gesellschaften werden im Eigenkapital abgebildet. Die Risiken aus der Umrechnung von Umsätzen und Ergebnissen von Tochtergesellschaften in Fremdwährung werden nicht gesichert. Die Fremdwährungssensitivität ermittelt GILDEMEISTER durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2010 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wäre die Rücklage für Derivate im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte um 2.138 T€ niedriger (höher) (31. Dezember 2009: 2.832 T€ höher (niedriger)) gewesen. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2010 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte um 13.371 T€ niedriger (höher) (31. Dezember 2009: 2.788 T€ niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich im Einzelnen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 7.250 T€; EUR/CHF: 3.107 T€; EUR/JPY: 2.852 T€; EUR/CAD: 162 T€. Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2010 und 2009: scroll
ZinsrisikenDas Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen bei GILDEMEISTER im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzschulden. Dieses Risiko sichert GILDEMEISTER durch den Abschluss von Zinsswaps ab. Zinssicherungsinstrumente in Form von Swaps werden genutzt, um die Auswirkungen von zukünftigen Zinsänderungen auf die Finanzierungskosten der Kredite auszuschließen, die einer variablen Verzinsung unterliegen. Zur Sicherung gegen zukünftige Zinsänderungen aus den Schuldscheindarlehen hat GILDEMEISTER Zinsswaps abgeschlossen, die der Sicherung eines festen Zinssatzes bis zum Ende der Laufzeit dienen. Zinsswaps über ein Nominalvolumen von insgesamt 140.000 T€ wurden zu einem abgesicherten Zinssatz von 4,98% bis zu 5,02% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2013 abgeschlossen. Die Zinsswaps verpflichten GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner der Zinsswaps eine Zahlung des 6-Monats EURIBOR. Zudem hat GILDEMEISTER einen weiteren Zinsswap über ein Nominalvolumen von 60.000 T€ und einem abgesicherten Zinssatz von 4,79% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2015 abgeschlossen. Der Zinsswap verpflichtet GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner des Zinsswaps eine Zahlung des 6-Monats EURIBOR. Somit ist das Unternehmen vor steigenden Zinsen geschützt, profitiert aber im Gegenzug nicht von fallenden Zinsen. Wenn der Zinssatz zum 31. Dezember 2010 um 1% niedriger (höher) gewesen wäre, wäre die Rücklage für Derivate im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Zinsswaps um 5.161 T€ (Vorjahr: 7.038 T€) niedriger (6.947 T€ (Vorjahr: 8.807 T€) höher), gewesen. Bei den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten - im Wesentlichen handelt es sich hier um die syndizierten Kredite in Höhe von 232,0 MIO € - wird das Zinsrisiko mithilfe der Cashflow-Sensitivität gemessen. Ausgehend von den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten werden vorhandene Zinssicherungen in Abzug gebracht. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1% auf den nicht gesicherten Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinsaufwendungen um 1,0 MIO € (Vorjahr: 1,0 MIO €) erhöhen. Im Rahmen der Anpassung der bestehenden Finanzierungsverträge haben sich die Zinsmargen deutlich erhöht und tragen dem veränderten Kreditrisiko-Rechnung (siehe Seite 195). Die neuen Schuldscheindarlehen werden zum 6-Monats-EURIBOR zzgl. Marge verzinst. Zur Sicherung gegen zukünftige Zinsänderungen aus den Schuldscheindarlehen dienen die abgeschlossenen Zinsswaps. Bei den sonstigen verzinslichen Finanzschulden sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass GILDEMEISTER seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird bei GILDEMEISTER durch eine Finanzplanung über 12 Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen syndizierte Kreditfazilitäten in Höhe von 232,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen in Höhe von 21,7 MIO € (Vorjahr: 22,5 MIO €). Weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Daneben verfügt GILDEMEISTER über Schuldscheindarlehen von insgesamt 201,5 MIO €. Die bisherigen Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits und der Schuldscheindarlehen verpflichten GILDEMEISTER zur Einhaltung von Covenants. Da sich in Folge der Zunahme von Aufträgen im Segment Werkzeugmaschinen und durch Verzögerungen im Projektgeschäft die Finanzkennzahlen verändert hatten und zum 31. Dezember 2010 eine Verletzung der Finanzkennzahlen möglich war, hat GILDEMEISTER frühzeitig Verhandlungen mit den Kreditgebern geführt, um den Schwellenwert für den Leverage einmalig anzupassen. Alle Kreditgeber haben dieser Änderung zugestimmt. GILDEMEISTER stehen zum 31. Dezember 2010 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 111,8 MIO € (Vorjahr: 84,4 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 156,4 MIO € (Vorjahr: 89,9 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, ABS und Factoring) in Höhe von 131,3 MIO € (Vorjahr: 130,7 MIO €) zur Verfügung. In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert dargestellt: scroll
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Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2010 bzw. am 31. Dezember 2009 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. KreditrisikenEin Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Dieser tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im GILDEMEISTER-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden, noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Im Rahmen der Geldanlage werden Finanzkontrakte nur mit der Bundesbank und Banken, die wir sorgfältig ausgewählt haben und permanent beobachten, abgeschlossen. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der GILDEMEISTER-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar. Aus der folgenden Tabelle ergibt sich ein maximales Kreditrisiko in Höhe von 563.576 T€ zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 403.470 T€): scroll
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen. Die Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar: scroll
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Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu Anschaffungskosten (ggf. unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen) bewertet. Eine verlässliche Ermittlung eines Fair Values bei der Bewertung zu Anschaffungskosten wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich. Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die nicht börsennotierten Schuldscheindarlehen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen ermittelt. Fair Value HierarchieZum 31. Dezember 2010 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert: Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). scroll
Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte, und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für die Schuldscheindarlehen sowie für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung37 KAPITALFLUSSRECHNUNGIn der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder der Finanzierung darstellen, ermittelt. Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungs-bezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises werden dabei bereinigt. Investitionsvorgänge für Finanzierungsleasing-Verhältnisse, die nicht zu einer Veränderung der Zahlungsmittel geführt haben, lagen im Geschäftsjahr 2010 nicht vor (Vorjahr: 0 T€). Im Rahmen einer Barkapitalerhöhung in Höhe von 9.000 T€ wurden 50,001% der Anteile an der Cellstrom GmbH erworben. Eine Zahlung an Dritte erfolgte in diesem Zusammenhang nicht. Mit dem Erwerb der Anteile wurden Zahlungsmittel (ohne die im Rahmen der Barkapitalerhöhung eingezahlten Beträge) in Höhe von 203 T€ erworben. Die detaillierten Angaben zu den übernommenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind auf Seite 137 dargestellt. In Höhe von 4.338 T€ ist die Auszahlung für den Erwerb der Beteiligung an der Younicos AG und in Höhe von 5.049 T€ an der MG Finance GmbH sowie in Höhe von 1.067 T€ für die DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd. enthalten. Ein Betrag in Höhe von 500 T€ betrifft die SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. Erläuterungen zur Segmentberichterstattung38 ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTENIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des GILDEMEISTER-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 seit dem Geschäftsjahr 2010 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Services", "Energy Solutions" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem sogenannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBT. Bis 31. Dezember 2009 wurden die nun im Segment "Energy Solutions" enthaltenen Geschäftsaktivitäten im Segment "Services" erfasst. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der Geschäftsaktivitäten im Bereich "Energy Solutions" für den GILDEMEISTER-Konzern werden seit dem 1. Januar 2010 die Betriebsergebnisse der "Energy Solutions" regelmäßig separat berichtet und von dem Hauptentscheidungsträger ("Vorstand") seit dem 1. Januar 2010 im Hinblick auf die Entscheidung über die Allokation von Ressourcen überprüft und daher als eigenständiges Segment geführt. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden die im Konzernabschluss 2009 gemachten Angaben zum Berichtssegment "Services" im Konzernabschluss 2010 als Vorjahresvergleichsangaben auf das neue Berichtssegment "Energy Solutions" sowie auf das bisherige Berichtssegment "Services" aufgeteilt. Die Werte des Geschäftsjahres 2009 des Segments "Services" wurden gemäß den Vorschriften des IFRS 8 entsprechend angepasst. Die GILDEMEISTER Beteiligungen AG als Holdinggesellschaft der Produktionswerke wird seit dem 1. Januar 2010 im Segment "Werkzeugmaschinen" geführt und die Betriebsergebnisse der GILDEMEISTER Beteiligungen AG in diesem Segment überwacht. Die Werte des Geschäftsjahres 2009 des Segments "Corporate Services" und "Werkzeugmaschinen" wurden gemäß den Vorschriften des IFRS 8 entsprechend angepasst. Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist auf den Seiten 134 ff. zu finden. Das Segment "Werkzeugmaschinen" umfasst das Neumaschinengeschäft des Konzerns und beinhaltet die Technologien "Drehen", "Fräsen", "Ultrasonic / Lasertec" und Electronics. Dazu gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der
die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der
die Ultrasonic- und Lasermaschinen der
sowie die Produkte der
Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, sodass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört seit 1. Januar 2010 auch die GILDEMEISTER Beteiligungen AG, als Muttergesellschaft aller Produktionswerke zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt. Das Segment "Services" steht bereichsübergreifend im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen und bildet mit seinen Produkten und Serviceleistungen ein eigenständiges Segment. Es beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften. Mithilfe des DMG Life Cycle Products optimieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschine über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Dieses perfekt auf DMG Werkzeugmaschinen abgestimmte Service-Angebot bietet unseren Kunden einzigartige integrierte Lösungen: Mit innovativen und effizienten Trainings-, Reparatur- und Wartungsdienstleistungen sichern unsere hochqualifizierten Service-Mitarbeiter die nachhaltige Verfügbarkeit der Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen neben Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten die Inbetriebnahmen und Einweisungen sowie das Gebrauchtmaschinengeschäft. Die DMG Spare Parts stellt mit ihrem hochmodernen Dienstleistungszentrum eine zuverlässige und schnelle Versorgung mit DMG Ersatzteilen sicher. Die DMG Service-Produkte - wie die DMG Powertools, das Tool-Management von der DMG MICROSET und die Automatisierungslösungen der DMG AUTOMATION - ermöglichen es den Anwendern, die Prozesse bei der Werkstückbearbeitung sicher und schnell und damit kosteneffizient zu gestalten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist. Das Segment "Energy Solutions" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der a+f GmbH und die für den Vertrieb, Service und Produktion zuständigen Gesellschaften in Italien, Spanien, den USA, Österreich und Indien. Es umfasst die Geschäftsfelder Photovoltaik ("SunCarrier"), Energiespeicherung ("cellcube") und Komponenten ("Components"). Im Geschäftsfeld "SunCarrier" bietet GILDEMEISTER mit dem SunCarrier einachsige Nachführsysteme an, die die Modulfläche kontinuierlich über die vertikale Achse nach dem aktuellen Sonnenstand ausrichten. Das Geschäftsmodell ist hauptsächlich auf Kunden, die in industriellem Umfang Strom erzeugen wollen, und die Errichtung schlüsselfertiger Solarparks sowie die Erbringung nachgelagerter Dienstleistungen ausgerichtet. Die Mehrheitsbeteiligung an der österreichischen Cellstrom GmbH erweitert das Angebot um Produkte für den von GILDEMEISTER als zukunftsträchtig eingeschätzten Markt der Energiespeicherung. Das langlebige und wartungsarme Großbatteriesystem "cellcube" bietet eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, so zum Beispiel die Speicherung von Strom aus Solar- und Windkraftanlagen oder als Solartankstelle für den erwarteten Anstieg der Anzahl von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Im Bereich "Components" ist GILDEMEISTER auf die Herstellung und Vermarktung von Guss- und Stahl-Komponenten, insbesondere für den Maschinenbau und Windenergie-Anlagen, spezialisiert. Das Segment der "Corporate Services" umfasst die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse. 39 ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATENDie Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des GILDEMEISTER-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung wie sie auch dem Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden Umsatzerlöse von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Services" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 39.072 T€ (Vorjahr: 39.072 T€), auf das Segment "Services" entfallen 32.865 T€ (Vorjahr: 32.412 T€), auf das Segment "Energy Solutions" entfallen 9.514 T€ (Vorjahr: 4.240 T€) und auf das Segment "Corporate Services" 0 T€ (Vorjahr: 0 T€). Im Geschäftsjahr waren keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu den immateriellen Vermögenswerten. Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip). Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 6.209 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 8.248 T€) enthalten. Im EBT des Segments "Services" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 6.216 T€ (Vorjahr: 8.311 T€) und im Segment "Energy Solutions" in Höhe von 362 T€ (Vorjahr: 13.489 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr sind im Segment "Corporate Services" nicht zahlungswirksame Aufwendungen aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten von Finanzinstrumenten in Höhe von 2.881 T€ (Vorjahr: 1.105 T€) enthalten. In den drei anderen Segmenten lagen keine wesentlichen nichtzahlungswirksamen Aufwendungen vor. Im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des GILDEMEISTER-Konzerns getätigt. In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt. Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder, zu denen Mexiko und Brasilien gehören. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. Sonstige Erläuterungen40 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERSDie im Geschäftsjahr 2010 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie ihre verbundenen Unternehmen i.S.v. § 271 Abs. 2 HGB, betreffen in Höhe von 1.120 T€ (Vorjahr: 1.086 T€) Abschlussprüfungsleistungen, mit 6 T€ (Vorjahr: 4 T€) andere Bestätigungsleistungen, sowie mit 349 T€ (Vorjahr: 447 T€) sonstige Leistungen. 41 EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEs ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Weitergabe an den Aufsichtsrat am 4. März 2011 nicht vor. 42 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENAls nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates, deren nahe Familienangehörige sowie nicht voll konsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des GILDEMEISTER-Konzerns beteiligt. Nahestehend zum GILDEMEISTER-Konzern sind die DMG / Mori Seiki Australia Pty. Ltd., die MG Finance GmbH und die SUN CARRIER OMEGA Pvt. Ltd. Die folgenden Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen getätigt: VERKAUF VON WARENscroll
KAUF VON WARENscroll
43 PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WPHGDie Mori Seiki International S.A., Le Locle, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 20. Juli 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 29. März 2010 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und mit diesem Tag nunmehr 5,000877% (2.279.500 Stimmrechte) beträgt. Hinweis: Der Stimmrechtserwerb ist allein auf interne Verlagerungen der Aktienbestände von Mori Seiki Co. Ltd., Nagoya, Japan, zu Mori Seiki International S.A., Le Locle, Schweiz, zurückzuführen. Die Governance for Owners Group LLP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 31. August 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 28. Februar 2007 die Schwelle von 3% überschritten hat und mit diesem Tag 3,02% (1.308.873 Stimmrechte) beträgt. Diese 3,02% (1.308.873 Stimmrechte) werden der Governance for Owners Group LLP gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der Governance for Owners LLP zugerechnet. Die Governance for Owners Group LLP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 31. August 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 27. September 2007 die Schwelle von 3% unterschritten hat und mit diesem Tag 2,94% (1.274.761 Stimmrechte) beträgt. Diese 2,94% (1.274.761 Stimmrechte) werden der Governance for Owners Group LLP gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der Governance for Owners LLP zugerechnet. Hinweis: Die Pflichtmitteilung bezieht sich auf eine Nachmeldung der Governance for Owners Group LLP, London, die uns am 31. August 2010 zugegangen ist. Die Governance for Owners Group LLP, London, ist die Muttergesellschaft der Governance for Owners LLP, London, die uns im Hinblick auf ihre unmittelbaren Stimmrechtsanteile die Überschreitung / Unterschreitung der relevanten Schwellenwerte bereits im Jahr 2007 angezeigt hatte. 44 CORPORATE-GOVERNANCEDie Entsprechenserklärung nach §161 AktG wurde im Dezember 2010 abgegeben und ist auf unserer Website www.GILDEMEISTER.com dauerhaft zugänglich gemacht. GILDEMEISTER-KonzerngesellschaftenPRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN, BESCHAFFUNG / KOMPONENTENscroll
PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN, BESCHAFFUNG / KOMPONENTEN (FORTSETZUNG)scroll
PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN, BESCHAFFUNG / KOMPONENTEN (FORTSETZUNG)scroll
PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN, BESCHAFFUNG / KOMPONENTEN (FORTSETZUNG)scroll
1)
Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen
und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung
der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. Organe der Gesellschaft
•
Aufsichtsratsmandate gemäß § 100 AktG AufsichtsratHans Henning Offen,Großhansdorf, geboren 1940, Vorsitzender, Selbstständiger Industrieberater, • Lindner Hotels AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrates * Lindner Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG, Düsseldorf, Vorsitzender des Beirates * Schwarz Beteiligungs GmbH, Neckarsulm, Mitglied des Beirates * Schwarz Unternehmenstreuhand KG, Neckarsulm, Mitglied / Außerordentliches Mitglied des Beirates Gerhard Dirr,Vils / Österreich, geboren 1964, stellv. Vorsitzender, Leiter Facility Management der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten Wulf Bantelmann,Bielefeld, geboren 1947, Betriebsratsvorsitzender der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, bis 31.05.2010 Günther Berger,München, geboren 1948, Selbstständiger Industrieberater, bis 17.03.2010 • Rathgeber AG, München, Mitglied des Aufsichtsrates Harry Domnik,Bielefeld, geboren 1953, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle, Bielefeld, * ThyssenKrupp Umformtechnik GmbH, Ludwigsfelde, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates, bis 26.11.2010 Prof. Dr. Edgar Ernst,Bonn, geboren 1952, Unternehmensberater, seit 11.05.2010 • Deutsche Postbank AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates • Österreichische Post AG, Wien, Mitglied des Aufsichtsrates • TUI AG, Hannover, Mitglied des Aufsichtsrats Oliver Grabe,Bielefeld, geboren 1964, Mitglied des Betriebsrats der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, seit 01.06.2010 Dr.-Ing. Jürgen Harnisch,Mühlheim an der Ruhr, geboren 1942, Selbstständiger Industrieberater, * Kongsberg Automotive Holding ASA, Kongsberg, Norwegen, Mitglied des Aufsichtsrates * MacLean-Fogg Company, Mundelein, Illinois, USA, Mitglied des Aufsichtsrates * Presswerk Krefeld GmbH & Co. KG, Krefeld, Mitglied des Aufsichtsrates • Schenck Process Holding GmbH, Darmstadt, Mitglied des Aufsichtsrates Ulrich Hocker,Düsseldorf, geboren 1950, Hauptgeschäftsführer der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), seit 11.05.2010, • Deutsche Telekom AG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrates • E.ON AG, Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrates • FERI Finance AG, Bad Homburg, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates * Phoenix Mecano AG, Kloten, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrates * GARTMORE SICAV Luxemburg, Member of the Board Prof. Dr.-Ing. Walter Kunerth,Zeitlarn, geboren 1940, Selbstständiger Industrieberater, • Götz AG, Regensburg, Vorsitzender des Aufsichtsrates, bis 21.12.2010 • paragon AG, Delbrück, Vorsitzender des Aufsichtsrates, bis 30.09.2010 * Autoliv Inc., Stockholm, Schweden, Mitglied des Board of Directors Prof. Dr.-Ing. Uwe Loos,Stuttgart, geboren 1946, Selbstständiger Industrieberater, bis 31.03.2010 • Dorma Holding GmbH + Co. KGaA, Ennepetal, Mitglied des Aufsichtsrates • Adam Opel GmbH, Rüsselsheim Mitglied des Aufsichtsrates, bis 31.01.2010 • KUKA AG, Augsburg, Mitglied des Aufsichtsrates * Claas KGaA mbH, Harsewinkel, Mitglied des Gesellschafterausschusses, bis 31.01.2010 * Bharat Forge ltd, Pune, Indien, Non Executive Independent Director * CDP Bharat Forge GmbH, Ennepetal, Mitglied des Beirates * HP Pelzer GmbH, Witten, Mitglied des Aufsichtsrates * Rodenstock GmbH, München, Mitglied des Aufsichtsrates, Mitglied des Beirates Dr.-Ing. Masahiko Mori,Nagoya, geboren 1961, Präsident der Mori Seiki Co. Ltd. Matthias Pfuhl,Schmerbach, geboren i960, Betriebsratsvorsitzender der DECKEL MAHO Seebach GmbH Günther-Johann Schachner,Peiting, geboren 1952, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle, Weilheim Norbert Zweng,Eisenberg, geboren 1957, Leiter Logistik der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten VorstandDipl.-Kfm. Dr. Rüdiger Kapitza,Bielefeld, Vorsitzender Dipl.-Ing. Günter Bachmann,Wutha-Farnroda Dipl.-Kffr. Kathrin Dahnke,Bielefeld, seit 20.05.2010 Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten Schmidt,Bielefeld Dipl.-Kfm. Michael Welt,Pfronten, bis 19.05.2010 Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Bielefeld, 15. März 2011 GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Bielefeld, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Prüfung umfasst nicht die inhaltliche Prüfung der im Konzernlagebericht enthaltenen Entsprechenserklärung nach § 161 AktG. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Berlin, den 15. März 2011 KPMG AG scroll
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