![]() Gildemeister AktiengesellschaftBielefeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis 31.12.2010Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010der GILDEMEISTER AktiengesellschaftVorbemerkungDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat kein eigenes operatives Geschäft, sondern führt den GILDEMEISTER -Konzern funktionsübergreifend als Managementholding. Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen des Mutterunternehmens handelt es sich nahezu ausnahmslos um Erträge, die aus der Ausübung der Holding- und Dienstleistungsfunktionen für den Konzern sowie Mieteinnahmen resultieren. Die Ertragslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft unterscheidet sich in ihrer Höhe und Struktur von der des Konzerns. Sie ist im Wesentlichen geprägt durch die mit zwei inländischen Tochtergesellschaften abgeschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge und die aus den Holdingfunktionen resultierenden Aufwendungen und Erträge. Der vorliegende Lagebericht betrifft ausschließlich die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft als Muttergesellschaft. Eine umfassende Darstellung des GILDEMEISTER -Konzerns findet sich in unserem Geschäftsbericht 2010 und dem darin enthaltenen Konzernlagebericht und Konzernabschluss, der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wurde. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf 2010Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft erlebte einen kräftigen Aufschwung, der im Laufe des Jahres an Intensität verlor. Die weitaus stärksten Impulse konnte China setzen; Japan expandierte ebenfalls deutlich. Die Erholung in den USA verlief verhaltener. Ähnliches traf für Europa zu, wenn auch von Land zu Land unterschiedlich. Deutschland entwickelte ein vergleichsweise hohes Wachstumstempo. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel stieg die gesamtwirtschaftliche Produktion weltweit um 4,8% (Vorjahr: -0,9%). Entwicklung des WerkzeugmaschinenbausInternationale EntwicklungDer Weltmarkt für Werkzeugmaschinen entwickelte sich - ausgehend von der schwachen Vergleichsbasis - im Jahr 2010 wieder positiv. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) berechnete für den Weltverbrauch ein Wachstum von 25% bzw. 8,9 MRD € auf 45,0 MRD € (Vorjahr: 36,1 MRD €) . Damit befindet sich die Branche erst wieder über dem Niveau des Jahres 2005. Der Welt-Werkzeugmaschinenmarkt ist durch eine massive Strukturverschiebung in Richtung Asien geprägt, insbesondere in Richtung China. Der Anteil Asiens am Weltverbrauch betrug knapp 62%. Amerika und Europa haben in den letzten zehn Jahren deutlich Weltmarktanteile verloren. Asien führt den weltweiten Erholungsprozess an; die Nachfrage ist weiter dynamisch gewachsen (+25%). Mit deutlichem Abstand wurden in China erneut die meisten Werkzeugmaschinen gekauft. China ist mit 15,9 MRD € und einem Anteil am Weltverbrauch von 35% (Vorjahr: 30%) abermals der weltgrößte Absatzmarkt. In Amerika ist der Verbrauch gestiegen (+18%). In Europa war die Entwicklung noch leicht rückläufig (-3%). Deutschland liegt auf dem zweiten Platz mit 3,7 MRD € (Veränderung zum Vorjahr: -11%) und einem Anteil am Weltverbrauch von 8%. Es folgen Südkorea (Verbrauch: 3,2 MRD €; Veränderung zum Vorjahr: +67%; Anteil am Weltverbrauch: 7%) und Japan (2,9 MRD € ; +24%; 6%). Die Plätze fünf bis zehn belegen USA (2,3 MRD €; -3%; 5%), Italien (2,2 MRD €; +7%; 5%), Brasilien (1,3 MRD €; + 25%; 3%), Indien (1,2 MRD €; +33%; 3%), Taiwan (1,2 MRD €; +82%; 3%) und Russland (0,9 MRD €; -2%; 2%). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte stehen für 77% des Welt-Werkzeugmaschinenverbrauchs (Vorjahr: 76%). Deutsche WerkzeugmaschinenindustrieDer deutschen Werkzeugmaschinenindustrie gelang im Jahr 2010 die Trendwende; sie verzeichnete wieder einen stark wachsenden Auftragseingang und einen steigenden Export. Die Produktion ging jedoch nochmals zurück; bedingt durch hohe Durchlaufzeiten im Projektgeschäft und einen hohen Anteil an Spezialmaschinen der meisten deutschen Hersteller. Die Auftragseingänge stiegen auf 11,5 MRD € bzw. um 85% an (Vorjahr: 6,2 MRD €). Die Inlandsnachfrage stieg um 75% (Vorjahr: -61%). Die Nachfrage aus dem Ausland erhöhte sich um 90% (Vorjahr: -50%). Das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft spiegelt die optimistische Stimmung wider. Die Hauptabnehmerbranchen (Maschinenbau, Straßenfahrzeugbau und Elektrotechnik) wiesen deutlich höhere Werte als im Vorjahr auf. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDas Ergebnis der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft war im Wesentlichen bestimmt von den Erträgen aus Finanzanlagen (29,7 MIO €) , die sich aus Ergebnisabführungen der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER in Höhe von 30,2 MIO € (Vorjahr: 24,6 MIO €) , der GILDEMEISTER Beteiligungen AG in Höhe von -1,3 MIO € (Vorjahr: -8,2 MIO € ) sowie einem Beteiligungsertrag von Mori Seiki in Höhe von 0,8 MIO € (Vorjahr: 0,5 MIO €) zusammensetzten. Insgesamt schließt die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft mit einem Jahresergebnis von +1,1 MIO € (Vorjahr: -1,7 MIO €) ab. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages in Höhe von 1,9 MIO € einen Bilanzgewinn von 3,0 MIO € (Vorjahr: 6,5 MIO €) aus. Die Umsatzerlöse (Konzernumlagen und Mieten) betrugen im Berichtsjahr 10,6 MIO € (Vorjahr: 11,4 MIO €) . Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 5,4 MIO € auf 13,6 MIO € . Der Unterschied ergibt sich hauptsächlich aus Kurs- und Währungsgewinnen in Höhe von +6,6 MIO € . Durch die erstmalige Anwendung des BilMoG ergaben sich 5,1 MIO € Kursgewinne. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen umfassen hauptsächlich den Bereich der Instandhaltungen der am Standort Bielefeld befindlichen Produktionshallen. Sie liegen mit 1,5 MIO € um rund 0,8 MIO € unter denen des Vorjahres (2,3 MIO €). Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr um 3,6 MIO € auf 16,6 MIO € (Vorjahr: 13,0 MIO €) . Die Erhöhung resultiert überwiegend aus einem Einmalaufwand in Höhe von 2,9 MIO € . Die Abschreibungen mit 1,6 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €) haben sich zum Vorjahr nur unwesentlich erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 22,8 MIO € und liegen damit um 4,1 MIO € über dem Vorjahreswert (18,7 MIO €) . Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Kurs- und Währungsverluste (+3,9 MIO €) . Durch die erstmalige Anwendung des BilMoG ergaben sich 5,3 MIO € Kursverluste. Die Kurs- und Währungsverluste sind im Zusammenhang mit den Kurs- und Währungsgewinnen zu sehen. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich von 16,9 MIO € im Vorjahr auf 29,7 MIO € im Berichtsjahr. Davon resultieren 28,9 MIO € aus Ergebnisabführungsverträgen sowie 0,8 MIO € aus Gewinnausschüttungen aus der 4 %-igen Beteiligung an der Mori Seiki Co., Ltd. Das Finanzergebnis lag bei -12,6 MIO € (Vorjahr: -0,1 MIO €). Es veränderte sich aufgrund der deutlich schlechteren Zinskonditionen. Der ausgewiesene Steuerertrag von 1,5 MIO € resultiert überwiegend durch die erstmalige Anwendung des BilMoG aus aktiven latenten Steuern auf Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke in Höhe von 2,8 MIO € sowie aus der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 0,9 MIO € , saldiert mit laufendem Steueraufwand von 2,2 MIO € (Vorjahr: Steueraufwand von 2,3 MIO €) . Die wesentlichen Zugänge des Sachanlagevermögens betreffen die Investitionen in einen Energy Solutions Park in Höhe von 823 T€ am Standort Bielefeld sowie die Anschaffung eines neuen Blockheizkraftwerkes in Höhe von 628 T€. Die Erhöhung des Finanzanlagevermögens in Höhe von 7,8 MIO € resultiert im Wesentlichen aus der 33 %-igen Beteiligung an der mg Finance GmbH in Höhe von 5,0 MIO € sowie einer Kapitalerhöhung in Höhe von 2,8 MIO € bei der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER. Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 66,9 MIO € auf 430,0 MIO € . Hierzu trugen der Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 30,5 MIO € sowie der Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 32,6 MIO € erheblich bei. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 MIO € auf 12,2 MIO € . Die wesentlichen Rückstellungen betreffen die Rechts- und Beratungsaufwendungen, Personalrückstellungen sowie Instandhaltungsrückstellungen. GILDEMEISTER deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die wesentlichen Bestandteile sind syndizierte Kredite, Schuldscheindarlehen sowie Factoring-Vereinbarungen. Wir haben einen syndizierten Kredit über 175,0 MIO € und einer Laufzeit bis Juni 2011 gezeichnet. Ein weiterer syndizierter Kredit hat ein Volumen von 211,9 MIO € mit einer Laufzeit bis Ende 2012. Dieser Kredit verfügt über eine Tranche von 57,0 MIO € sowie eine zweite Tranche von 154,9 MIO € , die erst im Juni 2011 gezogen werden kann und der Ablösung des im Juni 2011 auslaufenden Kredites über 175,0 MIO € dient. Zudem hat GILDEMEISTER Schuldscheindarlehen über insgesamt 201,5 MIO € aufgenommen, die im Mai 2013 fällig werden. GILDEMEISTER verfügt bereits seit dem Geschäftsjahr 2009 nicht mehr über ein Corporate-Rating, da wir keine Kapitalmarktfinanzierungen planen, die ein solches Rating erforderlich machen, und dies mit erheblichen Kosten verbunden ist. Zusätzlich zu den syndizierten Krediten und den Schuldscheindarlehen gibt es noch einige langfristige Darlehen in Höhe von 727 T€ (Vorjahr: 802 T€). Unsere Finanzierungen beinhalten marktübliche Vereinbarungen zur Einhaltung bestimmter Kennzahlen (Covenants). Zum Jahresende 2010 haben die Banken der einmaligen Anpassung eines Covenants in einer Waiver-Anfrage für diese Finanzierungen zugestimmt. Für das operative Geschäft benötigt GILDEMEISTER Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Kreditlinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für branchenbedingte saisonale Schwankungen, für das Wachstum im Werkzeugmaschinengeschäft und für die Anforderungen im Projektgeschäft der "Energy Solutions" bereitstellen können. Die Finanzierung des GILDEMEISTER -Konzerns erfolgt zentral über die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft. Nur wenn Konzernfinanzierungen aufgrund von gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht vorteilhaft sind, werden in Einzelfällen lokale Finanzierungen verwendet. Cash-Pooling wird genutzt, um die Liquiditätsüberschüsse von Tochtergesellschaften kostengünstig im Konzern einzusetzen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzüglich Bank- und Kassenguthaben) verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 22,0 MIO € auf 211,6 MIO € (Vorjahr: 233,6 MIO €) . Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2010 stieg um 11,1% auf 894,3 MIO € (Vorjahr: 804,7 MIO €) . Die Eigenkapitalquote beträgt 41,5% (Vorjahr: 45,3%). DividendeVorstand und Aufsichtsrat werden der 109. Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende auszuschütten. MitarbeiterDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft gliederte sich zum 31. Dezember 2010 in vier Vorstandsressorts und stellt sich wie folgt dar:
Am 31. Dezember 2010 waren in der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft 64 Mitarbeiter beschäftigt, vier Mitarbeiter mehr als am 31. Dezember 2009. Forschung und EntwicklungDie GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ist für die Forschungs- und Entwicklungsstrategie verantwortlich. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden auf der Ebene der Konzerngesellschaften statt. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBCorporate-GovernanceGute Corporate-Governance hat bei GILDEMEISTER seit eh und je einen hohen Stellenwert und ist zentraler Bestandteil der Unternehmensführung sowie aller Unternehmensbereiche. Für Vorstand und Aufsichtsrat steht Corporate-Governance für eine verantwortungsbewusste und transparente Unternehmensführung sowie Kontrolle des Konzerns. Das gemeinsame Ziel ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Unsere internen Richtlinien orientieren sich ebenfalls an diesen Regeln und Grundsätzen. GILDEMEISTER folgt bereits seit Jahren den Empfehlungen des Deutschen Corporate-Governance-Kodex und erfüllte bis zum Inkrafttreten der neuen Kodexfassung am 26. Mai 2010 allen Empfehlungen mit einer Ausnahme. Die folgende Entsprechenserklärung haben Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2010 abgegeben; sie ist dauerhaft - ebenso wie die Entsprechenserklärungen der Vorjahre - auf unserer Website www.gildemeister.com zugänglich: "1. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2009 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Kodexfassung vom 18. Juni 2009, veröffentlicht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009, bis zum Inkrafttreten der neuen Kodexfassung am 26. Mai 2010 mit folgender Ausnahme entsprochen:
2. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate-Governance-Kodex" in der Kodexfassung vom 26. Mai 2010 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 entsprochen und wird ihnen künftig entsprechen, jeweils mit folgender Ausnahme:
Bei GILDEMEISTER bestehen D&O -Versicherungen (Managerhaftpflicht-Versicherungen) und Rechtsschutzversicherungen und zwar für alle Aufsichtsräte, Vorstände, Geschäftsführer und leitende Angestellte. Die D&O -Versicherung sieht im Sinne des Vorst AG einen entsprechenden Selbstbehalt vor. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren AusschüssenVerantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenVorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit den Risiken gehört für GILDEMEISTER zu guter Corporate-Governance. Bei GILDEMEISTER werden wesentliche Risiken und Chancen identifiziert und regelmäßig mithilfe eines systematischen Risikomanagementsystems überwacht. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, von GILDEMEISTER kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagementsystem finden Sie im Kapitel "Chancen- und Risikobericht" auf den Seiten 16 ff. Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratIm Interesse des gemeinsamen Ziels, der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes, arbeiten Vorstand und Aufsichtsrat eng zusammen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage, die Unternehmensplanung sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Der Vorstand leitet dem Aufsichtsrat die Halbjahres- und Quartalsberichte zu, um diese vor ihrer Veröffentlichung zu erörtern. Insbesondere werden auch Ziel- und Planabweichungen des Geschäftsverlaufs sowie die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns erläutert. Für bedeutende Geschäftsvorgänge sind in der Satzung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrates festgelegt. Vermeidung von InteressenkonfliktenDie Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates dürfen bei ihren Entscheidungen und im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Potenzielle Interessenkonflikte von Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern werden dem Aufsichtsrat unverzüglich offengelegt und bedürfen dessen Genehmigung. Der Aufsichtsrat berichtet gegenüber der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind gegenüber dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Im Berichtsjahr ist es weder bei den Vorstands- noch den Aufsichtsratsmitgliedern zu Interessenkonflikten gekommen. Wahrung der AktionärsinteressenUnser Ziel ist es, größtmögliche Transparenz und eine zeitnahe Kommunikation mit allen Zielgruppen zu gewährleisten. Aktionäre und potenzielle Anleger können sich jederzeit im Internet über die aktuelle Lage des Unternehmens informieren. Auf unserer Website werden Pressemitteilungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie ein ausführlicher Finanzkalender sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache publiziert. Vorstand und Aufsichtsrat haben den Anspruch mit Offenheit und Transparenz das Vertrauen aller Zielgruppen wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie der Öffentlichkeit zu stärken. Aktionären, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit sich zeitnah per Internet über die Hauptversammlung zu informieren. Rechnungslegung und AbschlussprüfungMit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, haben wir auch für dieses Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrates wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschlussprüfung ergeben an den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und den Vorsitzenden des Finanz- und Prüfungsausschusses. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, falls er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben. Aufsichtsrat und AusschüsseDer Aufsichtsrat setzt sich gemäß Satzung aus zwölf Mitgliedern zusammen. Entsprechend des Mitbestimmungsgesetzes zählen neben den sechs Vertretern der Anteilseigner sechs Arbeitnehmervertreter, von denen einer Vertreter der leitenden Angestellten ist, zum Aufsichtsrat. Die Amtszeit des amtierenden Aufsichtsrats läuft bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind im Anhang namentlich genannt. Der Aufsichtsrat tagte achtmal im Geschäftsjahr. Über den Umfang seiner Arbeit berichtet der Aufsichtsrat auch im Bericht des Aufsichtsrates im Konzerngeschäftsbericht auf den Seiten 7 ff. Im Geschäftsjahr 2010 gab es fünf Ausschüsse im Aufsichtsrat der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft. Den Finanz- und Prüfungsausschuss, den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss, den Nominierungsausschuss, den Ausschuss für Technologie und Entwicklung sowie den Vermittlungsausschuss. Über den Umfang seiner Arbeit in den Ausschüssen berichtet der Aufsichtsrat in seinem Bericht des Aufsichtsrates im Konzerngeschäftsbericht auf den Seiten 7 ff. Der Konzerngeschäftsbericht ist im Internet unter www.gildemeister.com veröffentlicht. Vergütung von Aufsichtsrat und VorstandGemäß § 285 Nr. 9 a HGB und Ziffer 5.4.7. des Deutschen Corporate-Governance-Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrates individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. Vergütung des Aufsichtsrates der GILDEMEISTER AktiengesellschaftDie Vergütung des Aufsichtsrates wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft geregelt. Sie enthält erfolgsunabhängige Vergütungskomponenten und eine erfolgsbezogene Vergütungskomponente. Zu den erfolgsunabhängigen Komponenten zählen die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält sowie die Vergütung für Ausschusstätigkeiten. Die erfolgsbezogene Komponente besteht aus einem langfristigen Leistungsanreiz, dem "Long-Term-Incentive" (LTI), der das Ziel hat, eine nachhaltige wertorientierte Unternehmensführung zu unterstützen. Für das Geschäftsjahr 2010 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 24.000 € ; der Vorsitzende erhielt das 2,5 -Fache (60.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5 -Fache (36.000 €) . Somit lag die Fixvergütung insgesamt bei 329.687 € (Vorjahr: 335.605 €) . Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 211.479 € (Vorjahr: 221.211 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Technologie und Entwicklung. Die Arbeit im Vermittlungs- sowie im Nominierungsausschuss, der als Unterausschuss des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses tätig ist, wird nicht vergütet. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 12.000 € . Die Vorsitzenden von Ausschüssen bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 12.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 € . Die erfolgsbezogene Vergütungskomponente LTI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten: Als erfolgsbezogene Kennzahl wird das Ergebnis je Aktie - Earnings per Share (EPS) - verwendet. Das EPS ist eine etablierte Kennzahl, bei der eine Erfolgsbezogenheit unter Beachtung des jeweiligen Aktienkapitals gegeben ist. Es wird berechnet, indem das Jahresergebnis ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter durch die durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird. Das LTI ist variabel, das heißt, dass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Auch hier erhält der Aufsichtsratsvorsitzende das 2,5 -Fache und sein Stellvertreter das 1,5 -Fache der Vergütung der übrigen Mitglieder. Beim LTI besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe der jeweiligen festen Vergütung. Das LTI berücksichtigt nicht nur das Berichtsjahr, sondern auch die beiden Vorjahre. Die Kennzahl ist das arithmetische Mittel aus den EPS -Werten der entsprechenden Geschäftsjahre. Das LTI wird nur gezahlt, wenn das durchschnittliche EPS der relevanten drei Jahre mindestens 0,15 € beträgt. Für das Geschäftsjahr 2010 und die beiden Vorjahre lag der entsprechende EPS -Durchschnittswert bei 0,69 € (Vorjahr: 1,04 €) . Die sich aus dem LTI errechnete erfolgsbezogene Vergütung für den Aufsichtsrat betrug insgesamt 236.963 € (Vorjahr: 335.605 €) . Die wirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich somit auch in der Höhe dieser variablen Vergütungskomponente wider. Die Vergütung des Aufsichtsrates setzte sich im Jahr 2010 wie folgt zusammen: VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATES DER GILDEMEISTER AKTIENGESELLSCHAFTscroll
Für das Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 778.129 € (Vorjahr: 892.421 €) . Nach § 15 a WpHG müssen Aufsichtsratsmitglieder oder andere meldepflichtige Personen den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien sowie darauf bezogene Erwerbs- oder Veräußerungsrechte, wie etwa Optionen oder Rechte, die unmittelbar vom Börsenkurs der Gesellschaft abhängen, offen legen. Im Berichtsjahr lag uns keine Director's-Dealings-Meldung vor. Eine Gesellschaft, die von einem Mitglied des Aufsichtsrates kontrolliert wird, hält eine Beteiligung von 5% der Gesamtzahl an Aktien. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates halten insgesamt weniger als 1% der Gesamtzahl an Aktien. Kein Mitglied des Vorstandes besitzt GILDEMEISTER -Aktien. Vergütung des Vorstandes der GILDEMEISTER AktiengesellschaftÜber die Vergütung des Vorstandes wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten, wobei die indirekte Vergütungskomponente vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung besteht. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI) . Sämtliche variablen Bestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen deutlichen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitgliedes, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstandes sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes. Die direkte Vergütung des Vorstandes betrug 4.027 T€ (Vorjahr: 2.988 T€). Davon entfielen 1.821 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 1.673 T€), 1.295 T€ auf das STI (Vorjahr: 400 T€). Das STI berücksichtigt somit die Zielerreichung eines positiven Ergebnisses in Zeiten der Wirtschaftskrise. Der Auszahlungswert des LTI belief sich auf 0 T€, da die für die Tranche 2008 - 2010 festgelegte EBIT -Marge im Zuteilungsjahr 2010 nicht erreicht wurde. Der Aufwand für die individuelle Leistungsvergütung betrug 800 T€ (Vorjahr: 800 T€). Auf die Sachbezüge entfielen 111 T€ (Vorjahr: 115 T€). Die direkte Vergütung des Vorstandes für das Jahr 2010 verteilt sich wie folgt: DIREKTE VORSTANDSVERGÜTUNGscroll
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgröße im Berichtsjahr war das EAT ("Earnings After Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Das STI enthält zudem eine Begrenzung nach oben (Cap) in Höhe von 500 T€ für das Jahr 2010. Das Cap wird ebenfalls jährlich neu festgelegt. Das LTI als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung verbindet die Erreichung festgelegter Ziele in Bezug auf das EBIT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der GILDEMEISTER -Aktie. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das 2 -fache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitgliedes je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Unterschreitet das EBIT des Zuteilungsjahres einen bei jeder neuen Auslobung einer Tranche festzulegenden EBIT -Mindestwert, entfällt die Zahlung des LTI . Bei dem LTI handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von drei Jahren bzw. seit dem Jahr 2009 von vier Jahren. Aus der nach diesem Modell für das Jahr 2008 ausgelobten Tranche resultierte keine Auszahlung. Die für das Geschäftsjahr 2009 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2011 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2012 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EBIT -Zieles des Jahres 2011 und des jeweiligen Aktienkurses. Aufgrund der Bestimmungen des Vorst AG hat der Aufsichtsrat im Jahr 2009 die Verlängerung der Tranchenlaufzeit von drei auf vier Jahren beschlossen. Um die Anreizwirkung des LTI fortzuführen, wurde für das Jahr 2009 eine zusätzliche Tranche für jedes Vorstandsmitglied mit einer Laufzeit von vier Jahren ausgelobt. Die Zuteilung dieser Tranche erfolgt im Jahr 2012 mit einem Auszahlungszeitpunkt im Jahr 2013 nach der Hauptversammlung. Die für das Geschäftsjahr 2010 ausgelobte Tranche wird am 31. Dezember 2013 zugeteilt und nach der Hauptversammlung im Jahre 2014 ausgezahlt, unter Berücksichtigung des erreichten EAT ("Earnings After Taxes") im Durchschnitt der letzten vier Jahre und des jeweiligen Aktienkurses. In der folgenden Tabelle ist die Anzahl der im Jahr 2008, 2009 und 2010 ausgelobten Performance-Units und der Fair-Value des LTI zum Zeitpunkt der Gewährung für jedes Vorstandsmitglied dargestellt. TRANCHEN DES LONG-TERM-INCENTIVESscroll
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Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolges der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstandes werden überwiegend durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Für den Vorstandsvorsitzenden besteht eine leistungsorientierte Zusage. INDIREKTE VORSTANDSVERGÜTUNGscroll
Im Jahr 2010 entstand für die leistungsorientierte Zusage ein Rückstellungsaufwand von 309 T€ (Vorjahr: 72 T€) , womit sich der gesamte Rückstellungsbetrag auf 3.941 T€ beläuft. In diesem Wert ist auch die in der Zusage enthaltene Hinterbliebenenversorgung berücksichtigt. Die zweckgebundenen Zahlungen in das beitragsorientierte Versorgungsmodell beliefen sich in der Summe auf 353 T€ (Vorjahr: 253 T€). Aufgrund des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) ergibt sich für die leistungsorientierte Zusage ein Verteilungsbetrag in Höhe von 79 T€. Der gesamte Rückstellungsaufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 662 T€ (Vorjahr: 325 T€). Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder -wurden nicht gewährt. Es bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme. Es wurden von Unternehmen des GILDEMEISTER -Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 618 T€ an Pensionen ausbezahlt (Vorjahr: 604 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 6.043 T€ (Vorjahr: 5.863 T€). Das Anstellungsverhältnis von Michael Welt wurde zum 31. Oktober 2010 beendet. Für den Zeitraum seit Widerruf der Bestellung am 19. Mai 2010 erhielt er die vertraglich festgelegte Fixvergütung in Höhe von 173 T€ sowie 5 T€ Sachbezüge. Im Rahmen der vergleichsweisen Erledigung des Anstellungsverhältnisses wurde die Zahlung eines Betrages von 2.900 T€ vereinbart. Dieser Betrag berücksichtigt die Verpflichtungen aus dem Dienstvertrag und liegt sowohl unterhalb einer kapitalisierten Restlaufzeit des Vertrages als auch unter einer auf zwei Jahre bezogenen Durchschnittsvergütung. Chancen- und RisikoberichtChancen frühzeitig erkennen und nutzen, ohne die Risiken außer Acht zu lassen: Das systematische Chancen- und Risikomanagement ist seit Jahren ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. So kann GILDEMEISTER optimal agieren und notwendige Maßnahmen einleiten. GILDEMEISTER bieten sich in seinem weltweiten unternehmerischen Handeln unterschiedliche Chancen, die stets mit Risiken korrespondieren. Unser Chancen- und Risikomanagement hilft, diese frühzeitig zu erkennen und zu beurteilen. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle Risikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Unser Chancen- und Risikomanagementsystem besteht aus fünf Elementen: 1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der durch jeweils einen lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften unterstützt wird und das Risikomanagementsystem (inklusive Software) pflegt, 3. bereichsspezifischen Risikotabellen, in denen Einzelrisiken quantitativ bewertet sind und einer anhand des Value-at-Risk-Maßes priorisiert werden, 4. der allgemeinen bereichsinternen und -übergreifenden Reportingstruktur des Konzerns, die über Schwellenwerte gesteuert wird und auch ad-hoc-Berichte über wesentliche Risiken unterstützt, 5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften. Das Gesamtrisiko wird durch ein Risikosimulationsverfahren, einer sogenannten Monte-Carlo-Simulation, bestimmt. Auf diese Weise lassen sich Wechselwirkungen zwischen den Risiken berücksichtigen. In die Simulation gehen sowohl die Einzelrisiken der Konzerngesellschaften als auch mögliche Abweichungen von Planungsannahmen (positiver und negativer Natur) ein. Mit der so bestimmten Gesamtrisikoposition wird der Eigenkapitalbedarf errechnet, der mit einer vorgegebenen Wahrscheinlichkeit, dem Konfidenzniveau, mögliche risikobedingte Verluste tragen kann. Das Eigenkapital von GILDEMEISTER übersteigt die zu einem Wahrscheinlichkeitslevel von 97,5% bestimmte Gesamtrisikoposition. Die Risiken sind somit beherrschbar und der Fortbestand des GILDEMEISTER-Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Gegenüber der letzten Berichterstattung zum dritten Quartal 2010 sind die Risiken zurückgegangen. Chancenmanagementsystem (CMS)Chancen werden innerhalb des Chancen- und Risikomanagementsystems identifiziert und analysiert, indem wir auch positive Abweichungen von Planannahmen simulieren. Das Marketing-Informationssystem (MIS) identifiziert wesentliche Einzelchancen, indem es Kundendaten weltweit erfasst und Markt- und Wettbewerbsdaten auswertet. Auf dieser Grundlage messen, bewerten und überprüfen wir sämtliche Vertriebs- und Serviceaktivitäten sowie sonstige Maßnahmen auf Effektivität und Wirtschaftlichkeit. So können wir kurz- und mittelfristige Prognosen über die pro Maschinentyp und Vertriebsregion zu erwartenden Kundenaufträge erstellen. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft partizipiert als Holdinggesellschaft an den Chancen ihrer Tochtergesellschaft. Gelingt es diesen, ihre Chancen zu nutzen, wirkt sich dies positiv auf die Erträge aus Finanzanlagen und somit auf das Ergebnis der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft aus. Risikomanagementsystem (RMS)Das Risikomanagementsystem bei GILDEMEISTER ist so strukturiert, dass wesentliche Risiken systematisch identifiziert, bewertet, aggregiert, überwacht und gemeldet werden müssen. Die Risiken der einzelnen Unternehmensbereiche werden dabei vierteljährlich identifiziert und die daraus ermittelten Risikopotenziale mit quantitativen Messgrößen analysiert und bewertet. Dabei werden auch Maßnahmen zur Risikoreduktion berücksichtigt und bestandsgefährdende Risiken werden sofort außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Wir ermitteln die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können:
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem ist Teil des gesamten Internen Kontrollsystems (IKS) der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, das in das unternehmensweite Risikomanagementsystem eingebettet ist. Es umfasst die Organisations- sowie Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzkonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten und deren anschließende Übernahme in den Jahresabschluss. Die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen tragen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung. Hierzu analysieren wir neue Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Jahresabschluss. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in Richtlinien, wie beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien bilden gemeinsam mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Grundlage des Prozesses der Abschlusserstellung. Es existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung der HGB-Bilanzierungsvorschriften. Im Bedarfsfall bedient sich GILDEMEISTER externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Die mit der Finanzberichterstattung betrauten Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Das Kontrollsystem umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Plausibilisierungen, die Funktionstrennung und das VierAugen-Prinzip gehören. Zusätzlich tragen die durch das Risikomanagement durchgeführten Analysen dazu bei, Risiken mit Einfluss auf die Finanzberichterstattung zu identifizieren und Maßnahmen zu deren Minimierung einzuleiten. Finanzwirtschaftliche Risiken entstehen unter anderem aus unseren internationalen Aktivitäten. Währungsbedingte Risiken sichern wir mit unserer Währungsstrategie ab. Ausführliche Details hierzu finden Sie im Anhang auf Seite 31. Die währungsbedingten Risiken schätzen wir angesichts der Absicherung als gering ein. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von GILDEMEISTER sind syndizierte Kredite, Schuldscheindarlehen sowie Forderungsverkaufsprogramme. Ein Zinsänderungsrisiko aus den Schuldscheindarlehen existiert nicht, da durch ein Sicherungsinstrument (Swap) eine Festzinsvereinbarung vereinbart wurde. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, marktübliche Covenants einzuhalten. Würden Covenants nicht eingehalten, wozu es bei Abweichungen von der Planung kommen könnte, hätten die Banken das Recht, die Finanzierungsverträge neu zu bewerten. Die Liquidität von GILDEMEISTER ist ausreichend bemessen. Ein Risiko könnte aus dem zeitlichen Anfall von Zahlungen im Projektgeschäft entstehen. Der zugesagte Finanzierungsrahmen kann die heute erkennbaren möglichen zeitlichen Verschiebungen aufnehmen. Mögliche Schäden belaufen sich insgesamt auf rund 24 MIO € . Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens ist gering. Risiken hinsichtlich der Vermögenslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ergeben sich im Wesentlichen durch die Bilanzierung und Bewertung der Finanzanlagen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Werthaltigkeit der Finanzanlagen wird jährlich mit Hilfe der Ertragswertberechnung, die auf Planungsrechnungen der Beteiligungsgesellschaften basiert, ermittelt. Ein Abwertungsbedarf ergab sich aufgrund der ermittelten Werte zum Stichtag nicht. Für den Fall, dass die geplanten Ergebnisse nicht erreicht werden, kann eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich sein. Die derzeitig vorliegende Planungsrechnung gibt keinen Anlass zu einer Wertminderung in 2010. Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge nicht wertberichtigt wurden, wird im Planungszeitraum von einer Nutzung dieser Steuerminderungspotentiale durch zu versteuernde Einkünfte ausgegangen. Sollte es zu höheren Steuernachforderungen als angenommen kommen oder die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von GILDEMEISTER auswirken. Zudem besteht das Risiko von Steuernachforderungen aus laufenden Betriebsprüfungen. Insgesamt beziffern wir mögliche Schäden aus steuerlichen Risiken auf 4 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risiken sind somit beherrschbar und der Fortbestand des GILDEMEISTER-Konzerns ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB i. d. F. des Übernahmerichtlinie-UmsetzungsgesetzesZu § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGBDas Grundkapital der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beträgt 118.513.207,80 € . Es ist eingeteilt in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 6 HGBHinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern wird auf die gesetzlichen Vorschriften der §§ 84, 85 AktG verwiesen. Darüber hinaus bestimmt § 7 (2) der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in der Fassung vom Mai 2010, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt. Die Vorschriften zur Änderung der Satzung sind in den §§ 133, 179 AktG in Verbindung mit § 15 (4) der Satzung geregelt. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 7 HGBDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 13. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 59.256.600,00 € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Des Weiteren ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zu einem anteiligen Betrag von knapp 10% des Grundkapitals, dies entspricht 11.851.321,00 € , eigene Aktien zu erwerben. Die Ermächtigung soll die Gesellschaft in die Lage versetzen, ohne Beanspruchung der Börse eigene Aktien kurzfristig für den Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an anderen Unternehmen zur Verfügung zu haben und einem Verkäufer als Gegenleistung anbieten zu können. Der Vorstand wird ermächtigt, hinsichtlich eines Teilbetrages von 5.000.000,00 € , Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen auszugeben. Insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen auszuschließen. Darüber hinaus ist das Grundkapital um weitere bis zu 37.500.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 14.423.076 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Options- oder Wandelanleihen aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 bis zum 31. März 2009 ausgegeben bzw. garantiert werden und die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten von ihrem Recht zur Wandlung Gebrauch machen bzw. die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten ihre Verpflichtung erfüllen. Zu § 289 Abs. 4 Nr. 8 HGBAls wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sind syndizierte Kreditverträge von 175.000 T€ und 211.900 T€ sowie die Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 201.500 T€ der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft zu nennen. Bei einem Kontrollwechsel (Erwerb von 25% oder mehr der Stimmrechte) kann die Rückforderung der syndizierten Kredite (ggfs. auch in Teilbeträgen) bzw. die Rückführung der Schuldscheindarlehen gefordert werden. Für weitere Details verweisen wir auch auf die entsprechenden Angaben im Anhang. Zudem hat der Gesetzgeber beschlossen, dass der Vorstand einen erläuternden Bericht zu den Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB abzugeben hat: Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt per 31. Dezember 2010 118.513.207,80 € und ist in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Das Unternehmen wird vom Vorstand geleitet und gegenüber Dritten vertreten. Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes obliegt gemäß § 84 AktG dem Aufsichtsrat. Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Rahmen der 108. ordentlichen Hauptversammlung am 14. Mai 2010; hier wurden § 2, § 5, § 14 und § 15 der Satzung neu gefasst. Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den vorstehenden Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht. Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. NachtragsberichtSeit dem Beginn des neuen Geschäftsjahres bis zum Datum dieses Lageberichts haben sich keine berichtspflichtigen Ereignisse ergeben. Am 15. März 2011 hat der Vorstand von GILDEMEISTER mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine Kapitalerhöhung unter der Beteiligung von Mori Seiki durchzuführen. Im Rahmen dieser Kapitalerhöhung wird das Grundkapital der Gesellschaft unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals um 11.851.320 € durch Ausgabe von 4.558.200 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bareinlage erhöht. Die 10 %-ige Kapitalerhöhung wird unter Ausschluss des Bezugsrechts der bestehenden Aktionäre durchgeführt. Die neuen Aktien aus dieser Kapitalerhöhung wurden von Mori Seiki gezeichnet. Der Platzierungspreis betrug 18,22 € je neuer Aktie; dies entspricht einem Aufschlag in Höhe von ca. 27% gemessen am volumengewichteten Durchschnittskurs der GILDEMEISTER -Aktie am Tag der Beschlussfassung bzw. 20% gemessen am volumengewichteten Durchschnitt der letzten zehn Handelstage. Es ist beabsichtigt, eine zweite Kapitalerhöhung - in Abhängigkeit vom aktuellen Kapitalmarktumfeld - zeitnah und unter Beteiligung aller Aktionäre durchzuführen (Bezugsrechtskapitalerhöhung). Sie würde voraussichtlich 20% des dann erhöhten Grundkapitals umfassen. Unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals soll das Grundkapital um 26.072.904 € durch Ausgabe von 10.028.040 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bareinlage erhöht werden. Die Aktien aus beiden Kapitalerhöhungen werden ab dem 1. Januar 2010 voll dividendenberechtigt sein. Der Nettoemissionserlös soll ganz überwiegend zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und damit zur Stärkung der Eigenkapitalbasis des GILDEMEISTER -Konzerns eingesetzt werden. Darüber hinaus soll der verbleibende Teil des Nettoemissionserlöses aus der Ausgabe der neuen Aktien für das Wachstum des Kerngeschäfts im Bereich "Werkzeugmaschinen" und "Services" sowie für den Ausbau des Segments "Energy Solutions" verwendet werden. Detaillierte Angaben zu der Bezugsrechtskapitalerhöhung und zum Bezugspreis werden unter anderem in einem Wertpapierprospekt enthalten sein, den die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft nach Billigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichen wird. Das Bezugsangebot geben wir entsprechend den rechtlichen Vorgaben auch in einschlägigen Börsenpflichtblättern und im elektronischen Bundesanzeiger rechtzeitig bekannt. PrognoseberichtDer Aufschwung wird sich nach Ansicht der Wirtschaftsexperten im laufenden Geschäftsjahr verlangsamt fortsetzen. Die aktuelle Prognose für den Werkzeugmaschinenbau geht für das Jahr 2011 von einem weiteren Wachstum aus. Der VDW erwartet, dass der Verbrauch weltweit um 20% und in Deutschland sogar um 30% steigen wird. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wird 2011 den begonnenen Wachstumskurs fortsetzen, allerdings wird die Dynamik geringer ausgeprägt sein. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) sagt für 2011 eine Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts von 3,6% voraus, für 2012 wird mit einem Plus von 4,0% gerechnet. GILDEMEISTER wird seine globale Präsenz in den bedeutenden Märkten weiter ausbauen. Die Kooperation mit Mori Seiki trägt hierzu besonders in den asiatischen und amerikanischen Märkten bei. Mit langjähriger Erfahrung, einem breiten technologischen Know-how und unserer Innovationskraft werden wir weiterhin eine Spitzenposition der führenden Hersteller spanender Werkzeugmaschinen einnehmen. Innovative Ideen und neue Wege bei den Maschinentechnologien, Serviceleistungen und Softwareprodukte bilden für GILDEMEISTER als Technologiekonzern wichtige Schlüssel zur Zukunftssicherung des Unternehmens. Künftige Absatzmärkte mit Wachstumspotenzial sehen wir vor allem in den BRIC- Staaten. Die aktuelle Prognose des VDW und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics erwartet für diese vier Märkte eine Wachstumsrate von 18% und einen Anteil am Weltverbrauch von ca. 42%. Mit einer Steigerung des Auftragseingangs von über 25% plant GILDEMEISTER an diesem Wachstum überproportional zu partizipieren. In Brasilien, Russland, Indien und China werden wir den Vertrieb und Service weiter verstärken und unsere Wettbewerbsposition festigen. Wir werden uns stringent auf wachsende Absatzsegmente wie Aerospace, Medizintechnik und regenerative Energien fokussieren. Die Kooperation mit Mori Seiki planen wir Anfang 2011 auf afrikanische Märkte sowie auf Mexico auszuweiten. Auf das Geschäftsjahr 2011 blickt GILDEMEISTER mit Optimismus. Wir rechnen mit einem weiteren Wachstum der weltweiten Werkzeugmaschinennachfrage und des Servicegeschäfts. Auch das Geschäftsfeld der "Energy Solutions" soll sich weiter positiv entwickeln. Für das Gesamtjahr wollen wir einen Auftragseingang von über 1,6 MRD € erreichen und einen Umsatz von über 1,5 MRD € . GILDEMEISTER ist strategisch gut aufgestellt, um wieder ertragsorientiert zu wachsen. Beim EBT und Jahresüberschuss rechnen wir mit deutlichen Zuwächsen. Aufgrund der positiven Geschäfts- und Ergebnisaussichten planen wir für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividendenzahlung. Auch für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir in allen unseren Geschäftsfeldern eine positive dynamische Entwicklung. Wir rechnen mit einem nochmaligen Anstieg beim Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis. Anhang für das Geschäftsjahr 2010der GILDEMEISTER AktiengesellschaftA. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Die Neuregelungen zur Rechnungslegung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden ab dem 01.01.2010 angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. B. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen. NUTZUNGSDAUER DES ANLAGEVERMÖGENSscroll
Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis nach der linearen Methode. Zugänge mit Anschaffungskosten von 150 € bis 1.000 € wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten zusammengefasst und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Unverändert blieben auch die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäfts- und Fabrikbauten bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr wurden mit ihren Nominalwerten eingestellt, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit ihrem Barwert bilanziert. Die Forderungen in fremder Währung mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wurden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Bewertung der internen und externen Derivate erfolgt zum Marktwert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde erstmals zum 01.01.2010 auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) durchgeführt. Die Bewertung erfolgte mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC -Methode) unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 5,15% (Vorjahr: 6,0%). Dabei wurden die im Juli 2005 veröffentlichten Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Eine Deckung der Pensionen durch einen externen Pensionsfonds besteht nicht. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Des Weiteren umfasst die Rückstellung Aufstockungsleistungen, denen sich der Arbeitgeber auf Grund einer tarifvertraglichen Regelung oder einer Betriebsvereinbarung nicht mehr entziehen kann. Diese Rückstellungen werden ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase der Altersteilzeit angesammelt und mit dem Barwert unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 5,15% (Vorjahr: 5,5%) bewertet. Altersteilzeitansprüche sind im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden liquide Mittel auf einen Treuhandverein übertragen und mit der Rückstellung für Altersteilzeit saldiert. Die übrigen Rückstellungen wurden so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Wertermittlung erfolgte auf Basis einer vernünftigen kaufmännischen Beurteilung. Es wurde jeweils der voraussichtlich notwendige Erfüllungsbetrag eingestellt. Rückstellungen für Zahlungen anlässlich von Arbeitnehmerjubiläen wurden mit einem Zinssatz von 5,15% p.a. abgezinst (Vorjahr: 5,5%). Bei der Buchung von Bewertungseinheiten für Fremdwährungssicherungen wird seit diesem Geschäftsjahr die Durchbuchungsmethode angewendet. In den Vorjahren wurde die Einfrierungsmethode herangezogen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der BilanzAktivaDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. 1 IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGENDer ausgewiesene Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte beinhaltet im Wesentlichen EDV -Software. Grundstücke und Gebäude sind durch Grundpfandrechte zur Sicherung von langfristigen Bankkrediten belastet. 2 FINANZANLAGENDie Entwicklung des Finanzanlagevermögens der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die in der Position "Anteile an verbundenen Unternehmen" enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapitalanteile und Ergebnisse per 31. Dezember 2010 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt. Im April 2010 hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft 33% an der MG Finance GmbH zu Anschaffungskosten von 5.049 T€ erworben. Ziel ist es, unseren Kunden gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Mori Seiki optimale und maßgeschneiderte länderspezifische Finanzlösungen anzubieten. Im September 2010 wurde von der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft eine Barkapitalerhöhung von insgesamt 2.800 T€ in die Kapitalrücklage der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER getätigt. Diese Einlagen erhöhen die Buchwerte der Beteiligungen in entsprechender Höhe. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen wurden nicht vorgenommen. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft hat mit nachfolgenden Gesellschaften Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen:
3 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 344.052 T€ (Vorjahr: 311.402 T€) ergeben sich im Wesentlichen aus den Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Kosten- und Finanzverrechnungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 8.317 T€ beinhalten unter anderem Steuererstattungsansprüche von 4.140 T€, die im Wesentlichen aus Umsatzsteuererstattungsansprüchen resultieren (Vorjahr: 1.706 t€). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 123 T€ (Vorjahr: 2.354 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 4 KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTENDer Ausweis betrifft Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand. 5 AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Zahlungen in Höhe von 42 T€ (Vorjahr: 55 T€) vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für das Folgejahr darstellen. 6 AKTIVE LATENTE STEUERNDie aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt 13.083 T€ ergeben sich in Höhe von 6.652 T€ aus temporären Wertunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz. Daneben wurden hier aktive latente Steuern auf nutzbare körperschaftssteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 870 T€ gebildet sowie 5.561 T€ auf zukünftig nutzbare Zinsvorträge aufgrund der deutschen Zinsschranke nach § 8 a Abs. 1 KStG in Verbindung mit § 4 h EStG. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurde mit einem durchschnittlichen Steuersatz von 28,8% gerechnet. 7 AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNGFür die beitragsorientierten Pensionsrückstellungen hat GILDEMEISTER entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Der Ausweis betrifft den die korrespondierenden Pensionsverpflichtungen übersteigenden Teil. Passiva8 EIGENKAPITALGezeichnetes KapitalDas Grundkapital der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft beträgt 118.513.207,80 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 45.582.003 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft (Stand Mai 2010) entnommen: Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 13. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 59.256.600,00 € durch Ausgabe von bis zu 22.791.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand wird ermächtigt, hinsichtlich eines Teilbetrages von 5.000.000,00 € Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen auszugeben. Insoweit ist das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen gegen Überlassung von Aktien zu erwerben, b) soweit dies zum Verwässerungsschutz erforderlich ist, um den Inhabern von Optionsscheinen oder den Gläubigern von Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Beteiligungsgesellschaften im Rahmen einer dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung ausgegeben werden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustehen würde, c) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen und d) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht aufgrund von Options- und / oder Wandelanleihen besteht, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2004 unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Das Grundkapital ist um weitere bis zu 37.500.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 14.423.076 auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber von Options- beziehungsweise Wandelanleihen, die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 unter Tagesordnungspunkt 7 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder einem unter der Leitung der Gesellschaft stehenden Konzernunternehmen gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- beziehungsweise Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren beziehungsweise eine Wandlungspflicht bestimmen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise Wandlungs / Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zu Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt haben. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr 83.447.597 €. GewinnrücklagenGesetzliche RücklageDie gesetzliche Rücklage in Höhe von 680.530 € ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Andere GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen erhöhten sich aufgrund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetztes (BilMoG) zum 01.01.2010 um 9.965.928 € auf 165.498.830 € . Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Unterschiedsbeträge aus der Jubiläumsbewertung sowie aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen, Zinsschranke und aus temporären Wertunterschieden. GewinnverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2010 der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt mit einem Jahresüberschuß von 1.078.460,76 € ab. Es wird der Hauptversammlung am 13. Mai 2011 vorgeschlagen, unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahr in Höhe von 1.905.532,82 € den entstandenen Bilanzgewinn von 2.983.993,58 € auf neue Rechnung vorzutragen. ENTWICKLUNG DES BILANZGEWINNSscroll
Ausschüttungssperren bestehen hinsichtlich der aktivierten latenten Steuern in Höhe von 13.083 T€ saldiert mit passiven latenten Steuern in Höhe von 64 T€ von insgesamt 13.019 T€. 9 PENSIONSRÜCKSTELLUNGENDie Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurde erstmals zum 01.01.2010 auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) durchgeführt. Die Bewertung erfolgte mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC -Methode). Der Rückstellungsbetrag ist unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung sowie Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Es wurde ein Rechnungszinssatz von 5,15% p.a. sowie ein Rententrend von 2,00% p.a. angenommen. Die Rückstellung für Witwen- / Witweranwartschaften erfolgt nach der kollektiven Methode, bei der eine sich aus den verwendeten Rechnungsgrundlagen ergebende Verheiratungswahrscheinlichkeit zugrunde gelegt wurde. Als Finanzierungsendalter wurde grundsätzlich das vertragliche Pensionsalter angesetzt. Aufgrund der Anwendung des BilMoG ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.228 T€. Davon wurden 262 T€ sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Es verbleibt ein Unterschiedesbetrag in Höhe von 2.966 T€ für Folgejahre. 10 STEUERRÜCKSTELLUNGENDie Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 1.190 T€. 11 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für sonstige Personalaufwendungen in Höhe von 4.499 T€ (Vorjahr: 3.766 T€); davon entfielen auf Abfindungsleistungen 3.443 T€ (Vorjahr: 2.760 T€). Tantiemenzahlungen in Höhe von 3.930 T€ (Vorjahr: 2.063 T€), Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten in Höhe von 1.753 T€ (Vorjahr: 1.583 T€), Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 778 T€ (Vorjahr: 894 T€) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 1.277 T€ (Vorjahr: 1.350 T€). Rückstellungen für Verluste aus schwebenden Geschäften fielen im Geschäftsjahr nicht an (Vorjahr: 164 T€). 12 VERBINDLICHKEITENscroll
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davon durch Grundpfandrechte gesichert: 727 T€ (Vorjahr: 802 T€) GILDEMEISTER hat in 2010 die bestehenden Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 200.000 T€ im Februar 2010 neu strukturiert. Das Schuldscheindarlehen mit einem ursprünglichen Volumen von 140.000 T€ wurde durch Aufhebungsvertrag um 20.500 T€ auf 119.500 T€ zurückgeführt. Es hat eine Laufzeit bis 2013. Das Schuldscheindarlehen mit einem ursprünglichen Volumen von 60.000 T€ und einer Laufzeit von sieben Jahren wurde durch Aufhebungsvertrag um 8.000 T€ auf 52.000 T€ zurückgeführt. Die Laufzeit wurde von ursprünglich sieben Jahren um zwei Jahre bis 2013 verkürzt. Daneben wurde ein weiteres Schuldscheindarlehen in Höhe von 30.000 T€ ebenfalls mit einer Laufzeit bis 2013 gezeichnet. Alle Schuldscheindarlehen in Höhe von 201.500 T€ werden mit einem 6 -Monats- EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% verzinst. Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird über einen syndizierten Kreditvertrag abgedeckt. Im Februar 2010 wurde auch eine Refinanzierung der bestehenden syndizierten Kredite vorgenommen. Zusätzlich zu dem bestehenden syndizierten Kredit in Höhe von 175.000 T€ mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2011 wurde ein neuer syndizierter Kredit mit einem Volumen von 211.900 T€ abgeschlossen, mit dem Ziel die Finanzierung des Unternehmens bis zum Jahr 2012 zu sichern und an den geplanten Kapitalbedarf anzupassen. Der bestehende Kredit ist in zwei verschiedene Tranchen eingeteilt und die Konditionen wurden im Rahmen der Refinanzierung angepasst. Die neue Fazilität besteht auch aus zwei Tranchen. Die erste Tranche mit einem Volumen von 154.900 T€ besteht aus einem bereits zugesagten Kredit (Forward Start) und hat eine Laufzeit bis Dezember 2012. Sie kann ab dem 26. Juni 2011 in bar gezogen werden und löst den bestehenden syndizierten Kredit mit einem Volumen von 175.000 T€ ab. Die zweite Tranche mit einem Volumen von 57.000 T€ konnte sofort in Anspruch genommen werden. Sie hat ebenfalls eine Laufzeit bis zum Dezember 2012. Der neue syndizierte Kredit wurde von Banken aus dem bestehenden Bankenkonsortium gezeichnet. Die Kreditverträge werden mit einem 6 -Monats -EURIBOR zuzüglich eines Aufschlags von maximal 4,75% verzinst. Die Finanzierungszusagen wurden von 32 Banken gewährt. Das größte Institut stellt einen Betrag von 40.500 T€. Die Finanzierungsverträge wurden im Februar 2010 unterschrieben. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zusätzlich zu den syndizierten Krediten und den Schuldscheindarlehen gibt es noch einige langfristige Darlehen in Höhe von 727 T€ (Vorjahr: 802 T€). Die Finanzierungsverträge zum syndizierten Kredit und zu den Schuldscheindarlehen verpflichten GILDEMEISTER zur Einhaltung von Covenants. Da sich in Folge der Zunahme von Aufträgen im Segment Werkzeugmaschinen und durch Verzögerungen im Projektgeschäft die Finanzkennzahlen verändert hatten und zum 31. Dezember 2010 eine Verletzung der Finanzkennzahlen möglich war, hat GILDEMEISTER frühzeitig Verhandlungen mit den Kreditgebern geführt, um den Schwellenwert für den Leverage einmalig anzupassen. Alle Kreditgeber haben dieser Änderung zugestimmt. Wie bei der bisherigen Finanzierung haben die kreditgebenden Banken auch bei der Refinanzierung sowohl für die syndizierten Kreditlinien als auch für die Schuldscheindarlehen vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, GILDEMEISTER Beteiligungen AG, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wie bisher Garanten für die Kreditverträge und die Schuldscheindarlehen. Die a+f GmbH ist als zusätzliche Garantin hinzugekommen. 13 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENAm Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die zu Nominalwerten dargestellt werden: scroll
In den Bürgschaften der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft sind Höchstbetragsbürgschaften für verbundene Unternehmen in Höhe von 39.375 T€ (Vorjahr: 40.175 T€) enthalten. Die entsprechenden Bankverbindlichkeiten valutierten zum 31. Dezember 2010 mit 16.403 T€ (Vorjahr: 17.517 T€). Gesamtschuldnerische Haftungen übernahm die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft für Verbindlichkeiten in Höhe von 12.095 T€ (Vorjahr: 30.589 T€) zum Bilanzstichtag. Des Weiteren sind bei der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Bürgschaften für verbundene Unternehmen für eventuelle Ansprüche einer Factoring Bank in Höhe von 2.988 T€ (Vorjahr: 738 T€) enthalten. In Höhe von 109.522 T€ (Vorjahr: 54.523 T€) wurden Anzahlungsbürgschaften gegenüber Kunden mehrerer Konzerngesellschaften abgegeben. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft verfügt außerdem über einen Avalrahmen, der für Anzahlungs- sowie Gewährleistungsbürgschaften der inländischen Tochtergesellschaften unter Mithaft der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft in Anspruch genommen werden kann. Zum 31. Dezember 2010 betrug die Inanspruchnahme 175.680 T€ (Vorjahr: 94.370 T€). Außerdem hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Patronatserklärungen für die DMG Europe Holding GmbH, die Sauer GmbH, die a+f GmbH, die DMG Benelux B.V., die DMG Mori Seiki Malaysia SDN BHD, DMG Asia PTE sowie DMG Nippon k.k. in Höhe von insgesamt 18.169 T€ abgegeben. Die Verbindlichkeiten hierfür valutierten zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 2.018 T€. Die Wahrscheinlichkeit einer drohenden Inanspruchnahme durch die Begünstigten wird aufgrund der Erfahrungen der Vergangenheit nach unserer Einschätzung als sehr gering eingeschätzt. Zusätzlich hat die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft den Mietbeitritt für zwei Gebäude-Leasingverträge der DMG Stuttgart Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Leonberg, und der DMG Frankfurt am Main Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bad Homburg, erklärt. Der monatliche Mietzins für diese Verträge beträgt 105 T€. Die Laufzeit dieser Verträge endet im Jahr 2024. 14 DERIVATE FINANZINSTRUMENTEDie Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte der eingesetzten derivativen Finanzinstrumente werden auf der Basis quotierter Marktpreise oder durch finanzmathematische Berechnungen auf der Grundlage marktüblicher Modelle ermittelt. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte betragen saldiert 1.812 T€ und setzen sich zusammen aus positiven Marktwerten in Höhe von 3.610 T€ und negativen Marktwerten in Höhe von 1.798 T€. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden die Devisentermingeschäfte zu Bewertungseinheiten pro Währung zusammengefasst. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft schließt mit den Produktionswerken konzerninterne Devisentermingeschäfte in Höhe der erwarteten Zahlungsströme aus den Auftragseingängen sowie aus Darlehensforderungen in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften ab. Diese erwarteten Zahlungsströme werden extern mit Kreditinstituten abgesichert. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrolle verbindlich festlegen. Die abgeschlossenen Devisentermingeschäfte weisen zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr aus und dienen der Absicherung von Fremdwährungsforderungen gegenüber Konzerngesellschaften in USD, CAD, SGD, JPY und GBP. Zinsswaps über ein Nominalvolumen von insgesamt 140.000 t€ wurden zu einem abgesicherten Zinssatz von 4,98% bis zu 5,02% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2013 abgeschlossen. Die Zinsswaps verpflichten GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner der Zinsswaps eine Zahlung des 6-Monats EURIBOR. Zudem hat GILDEMEISTER einen weiteren Zinsswap über ein Nominalvolumen von 60.000 t€ und einem abgesicherten Zinssatz von 4,79% mit einer Laufzeit bis zum 29. Mai 2015 abgeschlossen. Der Zinsswap verpflichtet GILDEMEISTER über die Laufzeit und auf das abgeschlossene Volumen einen festen Zins zu bezahlen. Als Ausgleich erhält GILDEMEISTER vom Vertragspartner des Zinsswaps eine Zahlung des 6 -Monats EURIBOR. Sollte das Schuldscheindarlehen ganz oder teilweise getilgt werden, würden etwaige Wertänderungen des Anteils der Zinsswaps, der sich auf den getilgten Darlehensbetrag bezieht, als ineffektives Sicherungsinstrument erfolgswirksam erfasst werden. GILDEMEISTER verfügt im abgelaufenen Geschäftsjahr über folgende vier Arten an Bewertungseinheiten: scroll
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Durch die Übereinstimmung der wesentlichen Ausgestaltungsmerkmale der Transaktionen einer Bewertungseinheit gleichen sich die Wertänderungen oder Zahlungsströme weitgehend aus. Die unrealisierten Verluste, denen keine unrealisierten Gewinne in gleicher Höhe gegenüberstehen, wurden aufwandswirksam berücksichtigt. Die Sicherung besteht jeweils für die gesamte Laufzeit des Grundgeschäfts. Zur Ermittlung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. 15 GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENIm Geschäftsjahr 2010 hatte die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft nur Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen. D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung16 UMSATZERLÖSEBei den Umsatzerlösen in Höhe von 10.563 T€ (Vorjahr: 11.425 T€) handelt es sich im Wesentlichen um Umsätze, die aus den übergreifenden Holdingfunktionen resultieren. 17 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 13.561 T€ beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Umlagen und Kostenerstattungen sowie Kurs- und Währungsgewinnen. Durch die erstmalige Anwendung des BilMoG ergaben sich 5.113 T€ Kursgewinne. Daneben sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.288 T€ (Vorjahr: 3.122 T€) enthalten. 18 PERSONALAUFWANDDie Aufwendungen für Altersversorgung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 2.022 T€ (Vorjahr: 3.417 T€). Die direkte Vergütung des Vorstandes betrug 4.027 T€ (Vorjahr: 2.988 T€). Davon entfielen 1.821 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 1.673 T€), 1.295 T€ auf das STI (Vorjahr: 400 T€). Das STI berücksichtigt somit die Zielerreichung eines positiven Ergebnisses in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die Höhe des LTI betrug 0 T€, da die für die Tranche 2008 - 2010 festgelegte EBIT -Marge im Zuteilungsjahr 2010 nicht erreicht wurde. Der Aufwand für die individuelle Leistungsvergütung betrug 800 T€ (Vorjahr: 800 T€). Auf die Sachbezüge entfielen 111 T€ (Vorjahr: 115 T€). Das Anstellungsverhältnis von Michael Welt wurde zum 31. Oktober 2010 beendet. Für den Zeitraum seit Widerruf der Bestellung am 19. Mai 2010 erhielt er die vertraglich festgelegte Fixvergütung in Höhe von 173 T€ sowie Sachbezüge von 5 T€. Im Rahmen der vergleichsweisen Erledigung des Anstellungsverhältnisses wurde die Zahlung eines Betrages von 2.900 T€ vereinbart. Dieser Betrag berücksichtigt die Verpflichtungen aus dem Dienstvertrag und liegt sowohl unterhalb einer kapitalisierten Restlaufzeit des Vertrages als auch unter einer auf zwei Jahre bezogenen Durchschnittsvergütung. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 618 T€ (Vorjahr: 604 T€) an Pensionen ausbezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 6.043 T€ (Vorjahr: 5.863 T€) gebildet worden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieses Personenkreises eingegangen (§ 285 Nr. 9 c HGB). Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: scroll
19 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren unter anderem aus fremden Dienstleistungen in Höhe von 3.523 T€ (Vorjahr: 3.335 T€). Die Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen betragen 3.408 T€ (Vorjahr: 3.406 T€). Weiterhin wurden Aufwendungen für Investor- und Public-Relations in Höhe von 2.441 T€ (Vorjahr: 2.460 T€), Reise- und Bewirtungsaufwendungen in Höhe von 1.703 T€ (Vorjahr: 1.422 T€), Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 1.302 T€ (Vorjahr: 1.597 T€), Versicherungsbeiträge in Höhe von 1.321 T€ (Vorjahr: 1.389 T€) sowie Kosten des Geldverkehrs und der Kapitalbeschaffung in Höhe von 814 T€ (Vorjahr: 555 T€) ausgewiesen. Kurs- und Währungsverlusten in Höhe von 6.977 T€ (Vorjahr: 3.121 T€) standen 9.194 T€ (Vorjahr: 2.639 T€) Kurs- und Währungsgewinne gegenüber. Durch die erstmalige Anwendung des BilMoG ergaben sich 5.324 T€ Kursverluste. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersDie im Geschäftsjahr 2010 als Aufwand erfassten Honorare für Abschlussprüfungen für den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin betragen 360 T€ (Vorjahr: 407 T€) und umfassen die Honorare und Auslagen für die gesetzlich vorgeschriebene Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung. Zusätzlich wurden für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 6 T€ (Vorjahr: 4 T€) und für sonstige Leistungen 192 T€ (Vorjahr: 383 T€) im Aufwand erfasst. Vergütung des AufsichtsratesIm Geschäftsjahr 2010 wurden für Vergütungen des Aufsichtsrates 778 T€ (Vorjahr: 894 T€) zurückgestellt. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. 20 ERTRÄGE AUS GEWINNABFÜHRUNGSVERTRÄGENDie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft von 30.253 T€ (Vorjahr: 24.584 T€) entfielen auf die DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER. 21 ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGENDie Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 799 T€ (Vorjahr: 485 T€) betreffen die Gewinnausschüttung Mori Seiki Co., Ltd. 22 SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGEIm Berichtszeitraum sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 25.290 T€ (Vorjahr: 22.082 T€) berechnet worden. 23 AUFWENDUNGEN AUS VERLUSTÜBERNAHMENDie Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 1.307 T€ (Vorjahr: 8.163 T€) entfielen auf die GILDEMEISTER Beteiligungen AG. 24 ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGENIn dem Zinsaufwand von 37.947 T€ (Vorjahr: 23.522 T€) sind Zinsen in Höhe von 4.015 T€ (Vorjahr: 3.711 T€) enthalten, die von verbundenen Unternehmen berechnet wurden sowie ein Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen in Höhe von 832 T€ (Vorjahr: 0 T€). Der restliche Teil der Zinsaufwendungen entfällt im Wesentlichen auf Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. 25 AUSSERORDENTLICHES ERGEBNISDer ausgewiesene Betrag betrifft den sich ergebenen Ertrag aus der Bewertung der Rückkaufswerte für Versicherungen (1.159 T€) sowie den sich ergebenden Aufwand bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen (-272 T€) aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG. 26 STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGAufgrund der Regelung zur deutschen Zinsschranke wurden Steuern auf Zinsvorträge in Höhe von 2.825 T€ (Vorjahr: 0 T€) aktiviert. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden in Höhe von 870 T€ (Vorjahr: 0 T€) bilanziert. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von 1.041 T€ (Vorjahr periodenfremde Erträge: 352 T€) sowie weiterer Steueraufwand in Höhe von 1.133 T€ enthalten. 27 PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WPHGDie Mori Seiki International S.A., Le Locle, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 20. Juli 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 29. März 2010 die Schwellen von 3% und 5% überschritten hat und mit diesem Tag nunmehr 5,000877% (2.279.500 Stimmrechte) beträgt. Hinweis: Der Stimmrechtserwerb ist allein auf interne Verlagerungen der Aktienbestände von Mori Seiki Co. Ltd., Nagoya, Japan, zu Mori Seiki International S.A., Le Locle, Schweiz, zurückzuführen. Die Governance for Owners Group LLP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 31. August 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 28. Februar 2007 die Schwelle von 3% überschritten hat und mit diesem Tag 3,02% (1.308.873 Stimmrechte) beträgt. Diese 3,02% (1.308.873 Stimmrechte) werden der Governance for Owners Group LLP gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der Governance for Owners LLP zugerechnet. Die Governance for Owners Group LLP, London, United Kingdom, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit Schreiben vom 31. August 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Gildemeisterstraße 60, 33689 Bielefeld, Deutschland, am 27. September 2007 die Schwelle von 3% unterschritten hat und mit diesem Tag 2,94% (1.274.761 Stimmrechte) beträgt. Diese 2,94% (1.274.761 Stimmrechte) werden der Governance for Owners Group LLP gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Wp HG von der Governance for Owners LLP zugerechnet. Hinweis: Die Pflichtmitteilung bezieht sich auf eine Nachmeldung der Governance for Owners Group LLP, London, die uns am 31. August 2010 zugegangen ist. Die Governance for Owners Group LLP, London, ist die Muttergesellschaft der Governance for Owners LLP, London, die uns im Hinblick auf ihre unmittelbaren Stimmrechtsanteile die Überschreitung / Unterschreitung der relevanten Schwellenwerte bereits im Jahr 2007 angezeigt hatte. 28 ERKLÄRUNG ZUM CORPORATE-GOVERNANCE-KODEXDie Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wurde im Dezember 2010 abgegeben und ist den Aktionären auf unserer Website www.gildemeister.com dauerhaft zugänglich gemacht worden. E. Organe der GesellschaftAufsichtsratHans Henning OffenGroßhansdorf, geboren 1940, Vorsitzender, Selbstständiger Industrieberater, scroll
Gerhard DirrVils / Österreich, geboren 1964, stellv. Vorsitzender, Leiter Facility Management der deckel maho Pfronten GmbH, Pfronten Wulf BantelmannBielefeld, geboren 1947, Betriebsratsvorsitzender der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, bis 31.05.2010 Günther BergerMünchen, geboren 1948, Selbstständiger Industrieberater, bis 17.03.2010 scroll
Harry DomnikBielefeld, geboren 1953, 1. Bevollmächtigter der IG MetallVerwaltungsstelle, Bielefeld, scroll
Prof. Dr. Edgar ErnstBonn, geboren 1952, Unternehmensberater, seit 11.05.2010 scroll Oliver GrabeBielefeld, geboren 1964, Mitglied des Betriebsrats der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, seit 01.06.2010 Dr.-Ing. Jürgen HarnischMühlheim an der Ruhr, geboren 1942, Selbstständiger Industrieberater, scroll
Ulrich HockerDüsseldorf, geboren 1950, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW) , seit 11.05.2010 scroll Prof. Dr.-Ing. Walter KunerthZeitlarn, geboren 1940, Selbstständiger Industrieberater, scroll Prof. Dr.-Ing. Uwe LoosStuttgart, geboren 1946, Selbstständiger Industrieberater, bis 31.03.2010 scroll
Dr.-Ing. Masahiko MoriNagoya, geboren 1961, Präsident der Mori Seiki Co. Ltd. Matthias PfuhlSchmerbach, geboren 1960, Betriebsratsvorsitzender der DECKEL MAHO Seebach GmbH Günther-Johann SchachnerPeiting, geboren 1952, 1. Bevollmächtigter der IG Metall-Verwaltungsstelle, Weilheim Norbert ZwengEisenberg, geboren 1957, Leiter Logistik der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten
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Aufsichtsratsmandategemäß § 100 AktG VorstandDipl.-Kfm. Dr. Rüdiger KapitzaBielefeld, Vorsitzender Dipl.-Ing. Günter BachmannWutha-Farnroda Dipl.-Kffr. Kathrin DahnkeBielefeld, seit 20.05.2010 Dipl.-Kfm. Dr. Thorsten SchmidtBielefeld Dipl.-Kfm. Michael WeltPfronten, bis 19.05.2010 Verbundene Unternehmenscroll
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Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen
und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung
der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
Bilanz zum 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER AktiengesellschaftAKTIVAscroll
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Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2010der GILDEMEISTER Aktiengesellschaftscroll
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Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind. Bielefeld, den 15. März 2011 GILDEMEISTER Aktiengesellschaft Der Vorstand scroll
BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Berlin, den 15. März 2011 KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft scroll
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