![]() DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldKonzernjahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2017 bis 31.12.2017KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsUnternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und SteuerungskennzahlenDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nachfolgend DMG MORI). Das operative Geschäft von DMG MORI teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die globale Fertigungsindustrie ist ein innovationsgetriebenes und hochdynamisches Marktumfeld, das sich ständig verändert. Der Trend zu mehr Automatisierung und die fortschreitende Digitalisierung definieren die Zukunft der Produktion neu -Maschinen und Prozesse müssen agil und dynamisch, flexibel und lean sowie digital und vernetzt sein. Neue Fertigungsprozesse, wie das ADDITIVE MANUFACTURING ergänzen bestehende Technologien. Die technologischen Innovationen verändern Märkte und Geschäftsmodelle grundlegend. Die steigende Bedeutung der Elektromobilität und die hohen Investitionen in regenerative Energien haben auch Einfluss auf die Werkzeugmaschinenindustrie. Neue Wettbewerber aus anderen Branchen und aus Asien drängen in den Markt. Gleichzeitig verkürzen sich Innovationszyklen, während die Komplexität der Maschinen steigt. Veränderte Kundenanforderungen verlangen nach ganzheitlichen Lösungen für Maschinen, Prozesse, Software, Peripherie und Service. Industrie 4.0 - die digitale Vernetzung der automatisierten Produktion - soll Prozesstransparenz und Kosteneffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette und über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglichen. DMG MORI begreift diese Herausforderungen als Chance und begegnet ihnen mit der Zukunftsstrategie "Global One 2020". Unsere Unternehmensstrategie verfolgt das Ziel, die heutige Marktposition von DMG MORI als ein weltweit führender Anbieter von Premiumlösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Gemeinsam mit unserem japanischen Mutterkonzern, der DMG MORI COMPANY LIMITED, agieren wir als "Global One Company" unter dem Motto "Dynamic . Excellence". Das heißt, wir besetzen aktiv mit hoher Dynamik sowie unserer starken Innovationskraft wichtige strategische Zukunftsfelder und streben nach Exzellenz bei unseren Produkten und Prozessen sowie bei Qualität und Service. Die Strategie "Global One 2020" besteht aus vier Eckpfeilern (Innovationen & Lösungen, Fokus & Exzellenz, Integration und Finanzen), denen insgesamt 15 strategische Initiativen zugeordnet sind. I. Innovationen & LösungenDMG MORI hat das Ziel, Innovationen in der Fertigungsindustrie voranzutreiben und sich noch stärker als bisher zum durchgängigen Lösungsanbieter weiterzuentwickeln. Wir wollen ganzheitlich und weltweit die Nummer 1 für unsere Kunden sein - mit unseren Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie den DMQPs. A.01 | SEGMENTE VON DMG MORI![]() Durch kontinuierliche Produkt- und Technologieinnovationen streben wir den Ausbau unserer Technologie- und Innovationsführerschaft an. Unser Automatisierungsportfolio werden wir so weiterentwickeln, dass jede DMG MORI Maschine optional mit Automatisierungslösungen ausgestattet werden kann. Von der vollständigen digitalen Abbildung von Produkten, Objekten, Systemen und Prozessen durch den "Digital Twin" bis hin zur individualisierten und flexiblen Verkettung von Maschinen bietet DMG MORI seinen Kunden Turnkey-Lösungen. Bereits im Jahr 2020 wollen wir jede zweite Maschine mit Automation verkaufen. DMG MORI gestaltet die Digitalisierung der Fertigungsindustrie aktiv mit. Mit der offenen, digitalen Plattform ADAMOS setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern einen Standard für das Industrial Internet of Things (IIoT). CELOS und ADAMOS sind Bestandteil unseres "Path of Digitization". Durch unsere durchgängige Digitalisierungsstrategie eröffnet sich der Zugang zu neuen Geschäftsmodellen. Unsere Kunden haben die Möglichkeit ihre Maschinen digital zu vernetzen und erhalten durch datenbasierte Auswertungen höchstmögliche Transparenz über Prozesse und Kosten. Den Zukunftsmarkt ADDITIVE MANUFACTURING besetzen wir erfolgreich durch unsere Kompetenz bei den beiden wichtigsten generativen Fertigungsverfahren. Mit dem "Selective Laser Melting" (SLM) und dem Pulverdüseverfahren hat sich DMG MORI als Full-Liner sowohl in der additiven Fertigung von Metallbauteilen als auch der zerspanenden Nachbearbeitung positioniert. Wir werden unser Produktportfolio kontinuierlich vergrößern und diesen Geschäftsbereich weiter ausbauen. Wir wollen damit an diesem Zukunftsfeld mit überproportional steigenden Umsätzen partizipieren. Schon heute sind die Experten in unseren Technology Excellence Center in den Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold und Medical frühzeitig in die Entwicklungsprozesse der Kunden eingebunden, beraten diese individuell und liefern perfekt auf die speziellen Bedürfnisse abgestimmte Komplettlösungen. Angesichts der gestiegenen Kundenanforderungen wollen wir unsere Kompetenzen in unseren Technology Excellence Centern gezielt ausbauen. Die Kompetenz von DMG MORI geht über die Vernetzung von Maschinen weit hinaus: Mit den DMG MORI Qualified Products (DMQP) bieten wir perfekt auf die Maschinen abgestimmte Peripherie und Zubehör aus einer Hand. Wir setzen uns zum Ziel, dass zukünftig jede DMG MORI Maschine mit mehreren DMQP-Produkten und damit als Gesamtsystem aus einer Hand verkauft wird. Hierfür werden wir das DMQP-Portfolio harmonisieren und optimieren. II. Fokus & ExzellenzWir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft mit Premiumlösungen für die Fertigungsindustrie und sind hier auf ein nachhaltiges organisches Wachstum ausgerichtet. Unsere Kunden erwarten Genauigkeit, Verlässlichkeit und Langlebigkeit. Mit Nachdruck verfolgen wir deshalb unsere "First Quality"-Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit den Product Problem Reports (PPR) zum Beispiel schaffen wir maximale Transparenz zur Problemlösung und können zudem unsere Kompetenzen im Bereich "Predictive Maintenance" optimieren. Unser Ziel: Wir möchten zu 100% zufriedene Kunden. Das Segment der "Industriellen Dienstleistungen" leistet einen wesentlichen Beitrag zum Umsatz und zur Profitabilität des Konzerns. Durch die Bereitstellung von Dienstleistungen bei Inbetriebnahme, Training, Wartung, Ersatzteilservice und Instandsetzung begleiten wir unsere Kunden über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte. Bei unserer Service-Performance streben wir durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozesses in sämtlichen Bereichen nach Exzellenz. Durch eine Erhöhung der Anzahl unserer Service-Mitarbeiter, strukturelle Maßnahmen und digitale Service-Konzepte wollen wir die Service-Qualität und -Effizienz verbessern und so zum Service-Champion unserer Kunden werden! III. IntegrationZentraler Bestandteil unserer Strategie ist das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch die Identifikation und Standardisierung des "Besten aus zwei Welten" lassen sich Effizienzvorteile realisieren und Stärken ausbauen. Durch die Reorganisation unserer weltweiten Vertriebs- und Servicestrukturen sowie die Optimierung unseres globalen Produktionsnetzwerks konnten wir die Komplexität reduzieren und schlanke Strukturen etablieren, die es uns erlauben flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Parallel hierzu treiben wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED die Harmonisierung von Systemen und Prozessen voran. Im Zentrum unserer Aktivitäten steht hier der Aufbau einer globalen IT-Infrastruktur. Durch die eigene Entwicklung und Herstellung der DMG MORI Components stärken wir unsere Kernkompetenzen, vermeiden Abhängigkeiten und stellen gleichzeitig bestmögliche Qualität sicher. Zusätzlich tragen die DMG MORI Components gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Nachhaltigkeit von Produkten und Prozessen bei. Zu nennen sind insbesondere die Standardisierung von Bauteilen und Schnittstellen, die weitere Straffung unseres Produktportfolios, ein konsequentes Lieferantenmanagement, effiziente interne Wertschöpfungsketten sowie unsere Nachhaltigkeitsstrategie. All diese dynamische Exzellenz wäre ohne die wichtigste Säule von DMG MORI nicht möglich: unsere Mitarbeiter. Nur durch ihren herausragenden Einsatz, ihre Erfahrungen und Stärken können wir unseren Premiumanspruch und unsere ambitionierten Ziele umsetzen. DMG MORI bietet ein attraktives Arbeitsumfeld und steht für eine Unternehmenskultur der Vielfalt, Offenheit und Transparenz. Wir fördern unternehmerisches Denken und entwickeln unsere Talente durch ein konzernweites Nachwuchsmanagement-Konzept sowie das "High Potential Program". Die Wirksamkeit unserer zahlreichen Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung überprüfen wir anhand einer Zufriedenheitsbefragung sowie mittels strategischer Kennzahlen, wie beispielweise der dysfunktionalen Fluktuation. IV. FinanzenSelbstverständlich müssen sich unsere strategischen Initiativen positiv in unseren wesentlichen finanziellen Ziel- und Steuerungsgrößen niederschlagen. DMG MORI setzt sich zum Ziel, schneller als der Wettbewerb zu wachsen und zielt somit auf eine Steigerung der weltweiten Marktanteile ab. Wir streben eine kontinuierliche und nachhaltige Erhöhung des Umsatzes bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität an. Flankiert von einem zukunftsgerichteten, strategischen Investitionsmanagement und durch den nachhaltigen und effizienten Einsatz unseres Kapitals setzen wir uns einen steigenden Free Cashflow zum Ziel. A.02 | WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN: ZIELE UND ERGEBNISSE 2017scroll
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Stand 9. März 2017 STEUERUNGSSYSTEM VON DMG MORIDer Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind dabei insbesondere Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Free Cashflow und die Investitionen. Das Net Working Capital gehört zukünftig nicht mehr dazu. Bei der Ergebniskennzahl haben wir zum 1. Januar 2018 eine Umstellung vom Ergebnis vor Steuern (EBT) auf EBIT vorgenommen, um der Vergleichbarkeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED gerecht zu werden. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig und wertorientiert. DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2017 insgesamt erfolgreich abgeschlossen. Der Auftragseingang erreichte mit 2.754,8 MIO € einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 2.369,9 MIO €) und übertraf damit die Prognose. Während der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch mit +4,5% zunahm, konnte DMG MORI den Auftragseingang um +16% bzw. 384,9 MIO € steigern. Der Umsatz lag mit 2.348,5 MIO € um +4% bzw. 82,8 MIO € über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2.265,7 MIO €). Auftragseingang und Umsatz erreichten damit Höchstwerte in der Unternehmensgeschichte. Das EBIT stieg um +73% auf 180,1 MIO € (Vorjahr: 104,0 MIO €). Der Free Cashflow lag mit 142,4 MIO € deutlich über dem Vorjahr (+235%; 42,5 MIO €) und übertraf damit die Prognose. Insbesondere der hohe Anstieg der Anzahlungen (+132,1 MIO €) führte zu dieser Verbesserung. Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 39,7 MIO €. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 50,4 MIO €. Im Geschäftsjahr 2017 haben wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED insgesamt 15 Neuentwicklungen vorgestellt. Organisation und rechtliche UnternehmensstrukturDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding. Sie umfasst alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, ist die operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Weitere Holdingfunktionen übernimmt die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH als Muttergesellschaft der Produktionswerke des Konzerns. Zusammen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir mit 157 Vertriebs- und Servicestandorten - davon 14 Produktionswerke - weltweit präsent. Alle Gesellschaften des Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien, um bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erzielen. Eine konzernweit einheitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Die Organisationskosten der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beliefen sich auf 23,8 MIO € (Vorjahr: 31,9 MIO €). Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit ihrem Headquarter in Tokio, Japan. Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich:
Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweiter Markt- und Innovationsführer auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet - mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Servicegesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert. Die DMG MORI Vertriebs- und Servicegesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Account Management internationale Großkunden. Die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, ist im Bereich der regenerativen Energien tätig. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt die Elliott International Limited sowie verbundene Unternehmen 5,07% am Grundkapital gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 13. September 2016. Die Bank of America Corporation sowie verbundene Unternehmen hat entsprechend bis zum 31. Dezember 2017 übermittelter Stimmrechtsmeldung einen Stimmrechtsanteil von weniger als 3% der Stimmrechte gemeldet und hielt 0,04% nach § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG. DMG MORI hat keine wesentlichen Finanzbeteiligungen. Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315a Abs. 1 HGB)Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:
Gemäß § 315a Abs. 1 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:
AktieBörsennotierungDie Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist im SDAX gelistet und notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt unverändert die Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse. KursentwicklungDie DMG MORI-Aktie gewann im Berichtsjahr leicht an Wert (+5%). In das Börsenjahr 2017 startete sie mit einem Kurs von 43,77 € (02.01.2017) und schloss zum 29. Dezember 2017 mit 46,02 €. Die Marktkapitalisierung stieg um 7% auf 3,63 MRD €. A.03 | DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-AKTIE IM VERGLEICH ZUM SDAX® - JANUAR BIS DEZEMBER 2017![]()
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02.01.2017 = 100, Kursverläufe indiziert, Kurse XETRA; Quelle: Deutsche Börse Group A.04 | KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | ISIN: DE0005878003scroll
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Schlusskurse auf Basis XETRA GarantiedividendeAufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DMG MORI GmbH - einer 100%igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED - schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH für die Dauer des Vertrages verpflichtet, den Minderheitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto - nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer - je Aktie zu zahlen. Corporate Communications // Investor RelationsDie Arbeit unserer Corporate Communications / Investor Relations dient dem kontinuierlichen und offenen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt. Unser Ziel ist es, Transparenz herzustellen sowie das Verständnis für unser Geschäftsmodell zu steigern. Unsere Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, die gute Reputation von DMG MORI in der Öffentlichkeit zu pflegen und zu stärken. Wir stehen im konstanten Dialog mit der nationalen und internationalen Wirtschaftspresse sowie mit den für uns relevanten Verbänden, Institutionen und Entscheidungsträgern. Das Wirtschaftsmagazin "BILANZ" hat DMG MORI erneut für die vorbildliche und transparente Berichterstattung im Geschäftsbericht 2016 ausgezeichnet. Corporate Governance-Bericht // Konzern-Erklärung zur UnternehmensführungVorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt DMG MORI. Im November 2017 gaben Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 nach deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 sowie in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 24. April 2017 uneingeschränkt bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch zukünftig entsprochen wird. Die aktuelle Entsprechenserklärung und die mit dem Corporate Governance-Bericht zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung sind - ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre - auf unserer Website dauerhaft zugänglich. → corporate-governance-de.dmgmori.com Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§ 289 f Abs. 2 und 5, 315 d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenZu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagement-System können dem Geschäftsbericht auf Seite 64 ff. entnommen werden. Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht - als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert auf Seite 28 ff. dargestellt. Ziele zur Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 eine Selbstverpflichtung gemäß Ziff. 5.4.1 DCGK beschlossen:
Mit der Ernennung von Prof. Dr. Annette Köhler zum Mitglied des Aufsichtsrates wurde die Selbstverpflichtung bzgl. der Geschlechterquote seitens der Anteilseigner im Geschäftsjahr 2017 erfüllt. Auch die Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit von mindestens 50% der Aufsichtsratsmitglieder wurde eingehalten. DiversityDie bei DMG MORI gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern, internationale Konzernprojekte zu begleiten. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus. Gesetzliche Vorgaben zu GeschlechterquotenUnter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 22. September 2015 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2017 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20% erreicht werden sollte. Das Ziel wurde zu diesem Stichtag nicht erreicht, da mit Wirkung zum 30. Juni 2017 kein Vorstandsressort zu besetzen war. Am 30. November 2017 wurde durch den Aufsichtsrat die Zielgröße von 20% bestätigt und beschlossen, dass diese bis 30. Juni 2022 erreicht werden soll. Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 9. September 2015 ein Frauenanteil von 6% beschlossen, der bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden sollte. Diese Zielvorgabe wurde zum 30. Juni 2017 mit 7% leicht übertroffen. Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat am 18. Oktober 2017 festgelegt, dass bis zum 30. Juni 2022 ein Frauenanteil in Höhe von 10% für diese Führungsebene erreicht werden soll. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30% bisher nicht eingehalten, da keine entsprechenden Vakanzen bestanden. Die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer haben sich für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden. Auf Seiten der Anteilseigner waren im Berichtsjahr zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter war mit dem Rücktritt von Dr. Constanze Kurz am 30. November 2017 kein weibliches Aufsichtsratsmitglied mehr vertreten. Vermeidung von InteressenkonfliktenVorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenskonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Aktionäre und HauptversammlungUnsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es per Internet die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung. TransparenzWir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender. ComplianceWir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2017 und auf unserer Website. Rechnungslegung und AbschlussprüfungMit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde auch für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben. Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände von DMG MORIIm Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, alle Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt. Aktienbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernLediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats ist mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Aufsichtsratsmitglied Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmeldung mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Gemäß § 15a WpHG sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar. Anregungen des Deutschen Corporate Governance KodexDMG MORI erfüllt weitgehend auch die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Abweichungen ergeben sich zurzeit im Bereich der Hauptversammlung. Dort regt der Kodex an, dass der Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung erreichbar sein sollte. Zudem ist aus organisatorischen Gründen die komplette Internetübertragung der Hauptversammlung nicht vorgesehen. VergütungsberichtGemäß Ziffer 5.4.7. des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. Zu den Komponenten der Aufsichtsratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld. Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000 €; der Vorsitzende erhielt das 2,5-Fache (150.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache (90.000 €). Somit lag die Fixvergütung insgesamt bei 894.905 € (Vorjahr: 893.361 €). Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 373.413 € (Vorjahr: 480.884 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Technologie und Entwicklung. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 18.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Insgesamt belief sich die Höhe der Sitzungsgelder für das Geschäftsjahr 2017 auf 229.500 € (Vorjahr: 255.000 €). Für das Geschäftsjahr 2017 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.497.818 € (Vorjahr: 1.629.245 €). Vergütung des VorstandsÜber die Vergütung des Vorstands wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten. Die indirekte Vergütungskomponente besteht vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI). Die Vergütungsbestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfelds. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 24. November 2016 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 wurde die bestehende Struktur der Vorstandsvergütung bestehend aus Fixum, STI, individueller und leistungsbasierter Vergütung, LTI sowie Beiträgen zur Altersversorgung bestätigt. Das LTI wurde dahingehend angepasst, dass es beginnend ab 2017 eine Laufzeit von drei Jahren hat. Weiterhin berücksichtigt das LTI 2017 bis 2019 nicht mehr den Aktienkurs sondern das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnis-Untergrenze. Für die Gesamt-Direktvergütung des Vorstands wurden seitens des Aufsichtsrates Kappungsgrenzen (CAPs) festgelegt. Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 8.659 T€ (Vorjahr: 10.498 T€). Davon entfielen 2.100 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 2.134 T€) und 2.880 T€ auf das STI (Vorjahr: 4.638 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 1.750 T€ (Vorjahr: 371 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 1.272 T€ (Vorjahr: 2.665 T€). Die Sachbezüge betrugen 57 T€ (Vorjahr: 65 T€). Der Aufwand für Altersversorgung belief sich auf 600 T€ (Vorjahr: 625 T€). An das ehemalige Vorstandsmitglied André Danks wurden im Geschäftsjahr 2017 bis zum Vertragsablauf am 10. März 2017 insgesamt 118 T€ an direkten Bezügen gezahlt. Nachfolgend ist die Vergütung des Vorstands gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCKG) dargestellt. Die Tabelle "Gewährte Zuwendungen" stellt den gewährten Vergütungsrahmen der Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr inklusive Min.- bzw. Max.-Vergütung dar. Bei der Tabelle "Zufluss für das Geschäftsjahr" handelt es sich um die für das jeweilige Geschäftsjahr an die Mitglieder des Vorstands gezahlten Bezüge. A.05 | VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTscroll
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A.06 | GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDSscroll
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Wert LTI-Tranche 2013 - 2016 und 2014 - 2017 A.07 | GEWÄHRTE ZUWENDUNGENscroll
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Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung A.08 | ZUFLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHRscroll
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Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung A.08 | ZUFLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHRscroll
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Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgrößen im Jahr 2017 waren der Auftragseingang in Volumen und das EBIT ("Earnings Before Interest and Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Als Voraussetzung für die Zahlung des STI muss der Nachhaltigkeitsfaktor des Konzerns (Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Unternehmenskommunikation inkl. Marketing sowie für Ausbildung in Relation zum Gesamtumsatz) für das jeweilige Geschäftsjahr einen festgelegten Mindestwert erreichen oder überschreiten. Hierdurch wird eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung unterstützt. Das LTI als langfristige Vergütungskomponente berücksichtigt das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnisuntergrenze. Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolgs der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Bei den nachlaufenden LTI-Tranchen 2014 bis 2017, 2015 bis 2018 sowie 2016 bis 2019 handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von vier Jahren. Die jeweilige Tranche definiert sich aus einem angenommenen Geldbetrag, der mit Hilfe des durchschnittlichen Aktienkurses in eine Anzahl von Performance-Units umgerechnet wird. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums wird aus der Anzahl der Units der Auszahlungsbetrag errechnet. Aus der LTI-Tranche 2014 bis 2017, die am 31. Dezember 2017 zugeteilt und im Jahr 2018 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 3.906 T€ (Vorjahrestranche 2013 bis 2016: 4.565 T€). Die nachlaufenden LTI-Tranchen verbinden Ziele in Bezug auf das EAT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der Aktie des Unternehmens. Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das zweifache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitglieds je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen einer Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für das LTI sicherzustellen. Für das LTI 2014 bis 2017, 2015 bis 2018 sowie 2016 bis 2019 wurden für die Parameter EAT und Aktienkurs kalkulatorische Werte festgelegt. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die aktuellen Mitglieder des Vorstands werden durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Der Aufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 600 T€ (Vorjahr: 625 T€). Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Organmitglieder gezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.339 T€ an Pensionen gezahlt (Vorjahr: 1.088 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 34.829 T€ (Vorjahr: 35.330 T€). Forschung und EntwicklungZiel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden zu erhöhen. Als Innovations- und Technologieführer bieten wir unseren Kunden ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Angebot an Maschinen, Technologie- und Automatisierungslösungen, Softwareprodukten sowie Dienstleistungen. Neben der Entwicklung innovativer Maschinen legen wir besonderen Fokus auf:
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 50,4 MIO € rund 7,7% über dem Vorjahr (46,8 MIO €). An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 525 Mitarbeiter (Vorjahr: 502 Mitarbeiter); dies entspricht einem Anteil von 15% der Gesamtbelegschaft der Werke (Vorjahr: 15%). Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 3,9% (Vorjahr: 3,8%). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt. Insgesamt entfielen im Berichtsjahr rund 30% aller Aufträge auf Maschinen, die in den letzten drei Jahren in den Markt eingeführt wurden (Vorjahr: 31%). Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED haben wir als "Global One Company" im Berichtsjahr 15 Weltpremieren auf 42 nationalen und internationalen Messen sowie Hausausstellungen präsentiert und damit unsere Innovationskraft gezeigt. Darunter waren neun eigene Entwicklungen, zwei gemeinsame sowie vier Entwicklungen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Wert unserer Schutzrechte, der mit der Marktwertmethode ermittelt wird, beläuft sich insgesamt auf etwa 571 MIO € (Vorjahr: 535 MIO €). Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau höchster Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch eine werksübergreifende Kooperation. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährliche weltweite Entwicklerkonferenz (Global Development Summit). Im September 2017 sind in unserem Werk in Seebach 200 internationale Entwicklungsexperten zusammengekommen, um neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben. A.09 | MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG VON DMG MORIscroll
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F&E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" Unsere vielfältigen innovativen Lösungen zeigten wir unter anderem auf der EMO in Hannover. Auf 10.000 m2 haben wir die Zukunft der Fertigungstechnologien präsentiert. Von unseren 75 ausgestellten Maschinen waren 40 mit der IIoT-Plattform ADAMOS vernetzt und 35 mit Automatisierungslösungen im neuen sogenannten VERTICO Design ausgestattet. Besondere Highlights waren die 8 Weltpremieren, unser "Path of Digitization" und die "Digital Factory". Unsere Innovationsstärke wurde auch auf den vielen weiteren internationalen Messen und Hausausstellungen sichtbar. Im Bereich Drehen wurden unsere neuen Mehrspindeldrehautomaten MULTISPRINT 25 und 36 vorgestellt. Insbesondere durch angetriebene Werkzeuge und Y-Achsen in allen Werkzeugpositionen sind die Maschinen hochflexibel einsetzbar. Die Universal-Drehmaschinen CLX 350 und CLX 550 waren weitere Weltpremieren im Berichtsjahr. Die Maschinen beeindrucken durch ihre Steifigkeit und umfangreiche Optionen. Die neue CTX 2500 700 | 1250 überzeugt im Universaldrehen mit exzellenten Leistungsdaten, flexiblen Automatisierungsmöglichkeiten und intelligenter Steuerungstechnik. Die erstmals auf der EMO präsentierte zweite Generation des Turn & Mill Centers NTX 2500 | 1500 ermöglicht eine hohe Genauigkeit und Effizienz durch die Komplettbearbeitung von Bauteilen. Im Geschäftsbereich Fräsen wurde die dritte Generation des Erfolgsmodells DMU 50 vorgestellt. In diese Universal-Fräsmaschine ist unsere Erfahrung von über 10.000 verkauften Vorgängermaschinen eingeflossen. Sie bietet unter anderem einen um 78% vergrößerten Arbeitsraum und 40% schnellere Eilgänge. Unsere neu vorgestellten Fräsmaschinen DMU 200 Gantry und DMU 340 Gantry ermöglichen durch ein neues, hoch dynamisches Maschinenkonzept die effiziente 5-Achs-Bearbeitung von großen Bauteilen. Im Bereich Advanced Technologies erweitert die REALIZER GmbH aus Borchen unser Portfolio um das Pulverbett-Verfahren. Mit dieser Technologie, die wir unter der Bezeichnung SLM (Selective Laser Melting) anbieten, sind wir zum weltweit ersten Komplettanbieter in der additiven Fertigung von Metallbauteilen geworden. Als erste Weltpremiere in der SLM-Technologie wurde die LASERTEC 30 SLM präsentiert. Die Maschine überzeugt insbesondere durch ihr zum Patent angemeldetes Pulvermodul, mit dem der Werkstoff innerhalb von nur zwei Stunden gewechselt werden kann. Für das 5-Achs-Laser-texturieren stellten wir mit der LASERTEC 75 Shape eine weitere Weltpremiere vor. Diese Maschine verfügt über einen großen Arbeitsbereich mit guter Zugänglichkeit bei geringer Stellfläche und ermöglicht eine schnelle Laserbearbeitung. Im Bereich Automatisierung gründeten wir im November das Joint Venture "DMG MORI HEITEC GmbH", das künftig mit modular aufeinander abgestimmten Lösungen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen eine flexible und durchgängige Automatisierung liefert. Auf Basis eines Baukastens bieten wir die intelligente Fertigungszelle der Zukunft, die eine individuelle Einrichtung und Anpassung zulässt. Ein virtuelles Abbild von Maschinen, Anlagen, Roboterapplikationen und Prozessabläufen - kurz "Digital Twin" - ist von zentraler Bedeutung für die Fertigungszelle der Zukunft. Durch eine exakte virtuelle Simulation kann die reale Maschine schnell und hocheffizient in Betrieb genommen werden. Der Kunde bekommt eine äußerst wirtschaftliche Lösung mit hoher Produktivität und Variabilität. Im Bereich Digitalisierung haben wir erneut unsere Rolle als Innovations- und Technologieführer unter Beweis gestellt. Durch die Initiierung des Joint Ventures ADAMOS (ADAptive Manufacturing Open Solutions) bilden wir mit den Partnern Dürr, Software AG, ZEISS und ASM PT eine strategische Allianz für das Zukunftsthema Industrial Internet of Things (IIoT). Mit ADAMOS bieten wir eine offene, digitale Plattform mit führendem Maschinenbau-, Produktions- und Software / IT-Know-how aus einer Hand - von Maschinenbauern für Maschinenbauer, ihre Zulieferer und Kunden. ADAMOS soll weltweit neue Standards für Industrie 4.0 setzen und ist damit ein wesentlicher Bestandteil unseres "Path of Digitization". Mit CELOS und ADAMOS gestalten wir aktiv die Digitalisierung: Wir haben CELOS zu einem modularen 360°-Lösungsportfolio für die durchgängige Digitalisierung der Fabrik weiterentwickelt. Dafür haben wir im Berichtsjahr die CELOS Version 5.0 mit 10 neuen APPs präsentiert. Mit der APP PRODUCTION PLANNING vereinfachen wir beispielsweise die Planung und Steuerung von Fertigungsaufträgen. Sie verknüpft Office und Shopfloor. Unsere neuen APPs für das DIGITAL TOOLING bieten unseren Kunden die Möglichkeit, ihre Werkzeugdaten digital und maschinenübergreifend zu verwalten. CELOS haben wir weiterhin zu einem offenen System ausgebaut. Elementar auf diesem Weg ist die neue CELOS NETbox als offener IIoT-Connector auch für Fremdmaschinen. Mit dieser neuen "Open Connectivity" lassen sich auch Fremdfabrikate, Maschinen komplementärer Technologiebereiche und manuelle Arbeitsplätze in den CELOS Verbund integrieren. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden mit dem CELOS PROtab einen "mobilen Assistenten" zur durchgehenden Nutzung der CELOS Funktionalität im gesamten Shopfloor-Bereich. Das ebenfalls neue CELOS Cockpit visualisiert einen intelligenten Fertigungsleitstand. Im Verbund mit den CELOS Maschinen liefern wir damit umfassende Lösungen für die digitale Produktion, mit denen Kunden schrittweise oder ganzheitlich ihre individuelle Digital Factory gestalten können. Die Übernahme der WERKBLiQ GmbH ist ein weiteres Element in unserer Digitalisierungsstrategie. WERKBLiQ bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Maschinenbetreiber sehen auf individuellen Dashboards alle wichtigen Informationen und Kennziffern. Der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess wird digitalisiert und beschleunigt. Unsere DMG MORI Technologiezyklen - die digitalen Assistenten zur Programmierung an der Maschine - unterstützen Handhabung, Messen, Zerspanung sowie Überwachung und sorgen für bis zu 60% Zeitersparnis. Sie steigern Qualität, Produktivität, Transparenz und Prozesssicherheit in der Fertigung. Unser Angebot haben wir mit vier neuen digitalen Assistenten für die Zerspanung ausgebaut. Der Technologiezyklus "Polygon-/ Oval-Drehen" vereinfacht die Bearbeitung von unrunden Teilen. Die Zyklen "Dynamic Tool Scanning - Dyna Line" und "W-Setter" ermöglichen eine vereinfachte Werkzeugvermessung in der Maschine, während die "MVC - Machine Vibration Control" permanent etwaige Vibrationen der Maschine überwacht und für einen stabilen Prozess und eine effizientere Bearbeitung sorgt. In der Arbeitsvorbereitung profitieren Kunden von neuen DMG MORI Powertools für die automatische Programmerstellung. Das Powertool "Technology Library" erzielt beispielsweise höhere Prozesssicherheit und kürzere Durchlaufzeiten durch die Nutzung von angelernten Werkzeugen und Technologieparametern für bereits bekannte Bearbeitungsvorgänge. Der digitale Assistent "Adaptive Machining" sorgt für eine standardisierte Vermessung und damit für gleichbleibende und protokollierte Bauteilqualität. Im Bereich DMG MORI COMPONENTS erlaubt die neue speedMASTER Spindel Drehzahlen bis zu 30.000 U/min und ermöglicht so insbesondere für die Branchen Aerospace und Medical ein höheres Zeitspanvolumen. Zudem wurden die inlineMASTER und weitere Varianten unserer leistungsstarken turnMASTER Spindeln vorgestellt. EinkaufDas Geschäftsjahr 2017 war geprägt durch kontinuierlich steigende Rohstoff- und Materialpreise. DMG MORI konnte mit einem nachhaltigen Kostenmanagement und einer international ausgerichteten Beschaffungsstrategie - gegenläufig zum Markttrend - eine deutliche Materialkosteneinsparung erzielen. Hierzu trug die frühzeitige Abstimmung mit Lieferanten bei, sodass wir die Materialversorgung sicherstellen konnten. Unsere Lieferanten prüfen wir fortlaufend auf Bonität, um negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und entgegen zu wirken. Darüber hinaus haben wir notwendige Maßnahmen eingeleitet, um etwaige Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu verhindern. Für den technologischen Vorsprung und kundenorientierte sowie wettbewerbsfähige Produkte spielt das Know-how der Lieferanten eine wichtige Rolle. Ein weiterer Fokus lag daher auf dem Ausbau und der Intensivierung unserer strategischen Lieferpartnerschaften. Das bewährte Programm der Technologie-Partnerschaften in den Bereichen Digitalisierung und DMG MORI Qualified Products (DMQP) wurde im Berichtsjahr weiterentwickelt. Um die Leistung unserer Partner und die Bedeutung ihrer Arbeit zu unterstreichen, fand auf der EMO ein "Partner Summit" statt. Insgesamt hat DMG MORI erneut rund 100 strategische Partner eingeladen, die sich in den letzten Jahren durch hervorragende Leistungen auszeichneten. Die fünf besten Lieferanten wurden mit dem DMG MORI Partner Award nach den folgenden Bewertungskriterien besonders geehrt: "First Quality", Lieferflexibilität, wettbewerbsfähige Kostenstrukturen, Service und "First to Market"-Innovationen sowie eine globale Präsenz. Bereits im Jahr 2016 wurde das globale Materialgruppenmanagement gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED eingeführt und umgesetzt. Durch die Intensivierung dieser Zusammenarbeit ist es auch im Berichtsjahr gelungen, die gemeinsam gesteckten Ziele hinsichtlich Materialkosten, Qualität und Lieferfähigkeit zu erreichen. Im Berichtsjahr hat so der Einkauf dazu beigetragen, Technologien voranzutreiben und Methoden zur frühen Einbindung von Lieferanten in den Innovationsprozess kontinuierlich weiterzuentwickeln. Ein Beispiel hierfür war die erstmalig 2017 durchgeführte "DMG MORI Innovation Campaign". Auf einer web-basierten Plattform hatten ausgewählte Lieferanten die Möglichkeit, zukunftsweisende Ideen digital zu präsentieren. So wurden Innovationen frühzeitig erkannt, bewertet und in die Technologieplanungen von DMG MORI integriert. "First Quality" steht bei DMG MORI stellvertretend für die hohe Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte. Daher arbeiten wir nur mit Partnern zusammen, die dem ganzheitlichen Qualitätsverständnis von DMG MORI entsprechen. Beim Lieferantenmanagement wurden unsere anspruchsvollen "First Quality"-Normen in das Qualitätsmanagement unserer Lieferanten eingebunden. Mit Hilfe weltweit einheitlicher Standards und zielgerichteter Maßnahmen garantiert DMG MORI langfristig maximale Qualität für alle Kunden. In unserem Produktionswerk in Ulyanovsk konnten wir im Berichtsjahr durch die Steigerung des Lokalisierungsanteils die Kosten weiter reduzieren und zugleich den Wertschöpfungsanteil vor Ort bezogener Bauteile deutlich erhöhen. Ein wichtiges Mittel für eine nachhaltige Wertschöpfung bei DMG MORI ist das Management der Lieferkette. Dabei achten wir unter anderem auf die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben in der Lieferantenbeziehung. Weitere Details hierzu stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" des Nachhaltigkeitsberichts 2017 auf Seite 24 f. Im Einklang mit der durchgängigen Digitalisierungsstrategie von DMG MORI wird auch der Einkauf die digitalen Entwicklungen weiter nutzen, um eigene Prozesse und Strukturen nachhaltig weiterzuentwickeln. Produktion und LogistikHöchste Kundenzufriedenheit ist das zentrale Thema innerhalb unserer "First Quality"-Strategie. Um diesen Anspruch umfänglich gerecht zu werden, setzen wir unseren Fokus auf die ganzheitliche Optimierung der Produkt- und Prozessqualität. Im fortlaufenden Projekt "TAKT" wurde die konzernweite Standardisierung zur Effizienzsteigerung in Produktion und Logistik sowie in produktionsnahen Bereichen weiter vorangetrieben. Neben Maßnahmen zum nachhaltigen Produktivitäts- und Bestandsmanagement wurde ein standortübergreifendes Logistikprojekt zur Standardisierung und Optimierung von Logistikprozessen initiiert. Bei der Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen haben wir in allen Produktionsstandorten Shopfloor-Tablets eingeführt. So sind produktionsrelevante Echtzeitdaten zum Montagefortschritt, zur Ausbringungsmenge und Produktivität jederzeit und mobil verfügbar. Mit der "DMG MORI Improve Together" Initiative haben wir sämtliche Prozesse, wie das "Betriebliche Vorschlagswesen" (BVW), den "kontinuierlichen Verbesserungsprozess" (KVP) und die Durchführung entsprechender Workshops und Projekte standortübergreifend standardisiert und digitalisiert. Die neu eingeführte Software "DMG MORI Improve" ermöglicht Ideen und Verbesserungen werksübergreifend einzusehen, zu bewerten sowie schnell und einfach selbst einzuführen. "Best Practices" lassen sich damit noch schneller standortübergreifend transferieren. Durch die intensive Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED profitieren wir durch die wechselseitige Nutzung der weltweiten Produktionskapazitäten. Im Zuge des ständigen Verbesserungsprozesses findet ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Produktionswerken statt, um Prozesse zu optimieren, Effizienzen zu steigern und höchste Qualität zu garantieren. Durch unser globales Produktionsnetzwerk können wir unsere Flexibilität erhöhen, Kapazitäten optimal ausnutzen und die Entfernung zu unseren Kunden durch lokale Produktion verringern. In den Produktionswerken haben wir begonnen Trainingscenter einzurichten - basierend auf dem japanischen Prinzip - sogenannte DOJOs. Dort ermöglichen wir bedarfsgerechte Schulungen und Weiterbildungen direkt an Maschinen und informieren über Produktions- und Arbeitssicherheitsthemen. Im Geschäftsbereich Fräsen haben wir bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH die Grundmaschinenmontage im Bereich der duoBLOCK-Baureihe und Horizontal-Bearbeitungszentren neu organisiert sowie die Erweiterung und Optimierung der Radmagazin-Montage abgeschlossen. So konnte die Flexibilität und Ausbringungsmenge erhöht sowie die Durchlaufzeiten reduziert werden. Bei der DECKEL MAHO Seebach GmbH haben wir den Bereich der Versandlogistik erweitert und grundlegend optimiert. Die zusätzliche Logistikfläche ermöglicht die Verdopplung des Versandvolumens und einen besseren Kapazitätsausgleich. Durch räumliche Abtrennung werden Temperaturschwankungen im Montagebereich vermieden und zusätzliche Montageflächen geschaffen. Zudem haben wir die Tisch-Vormontage der DMU-Baureihe neu organisiert und konnten so durch die hauptzeitparallele Montage der Radsätze und Antriebsgehäuse die Durchlaufzeiten um über 10% reduzieren. Im Geschäftssegment Drehen hat die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH zur Hausausstellung in Bielefeld das neue Ausbildungskonzept "Smart Education Center" vorgestellt. Im Fokus steht dabei die ganzheitliche Ausbildung in Zeiten von Industrie 4.0. Durch neue Lehrinhalte, wie "First Quality", "Digitalisierung" und "TAKT" werden die Auszubildenden von Beginn an auf Industrie 4.0 vorbereitet und in digitalen Kompetenzen gestärkt. Die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. in Bergamo (Italien) konnte durch Prozessoptimierungen die Montagezeiten der SPRINT 32 Baureihe um 15% und der NLX 2500|700 um 8% reduzieren sowie den Materialfluss im Wareneingang deutlich verbessern. Bei der GRAZIANO Tortona S.r.l. (Italien) haben wir mit der Produktion der neuen Universal-Drehmaschinen CLX 350 und CLX 550 begonnen. Bei FAMOT Pleszew Sp. z o.o. (Polen) haben wir die Standorterweiterung und Modernisierung fortgesetzt und den Bau einer neuen Montagehalle eingeleitet sowie eine hochmoderne Induktionshärterei in Betrieb genommen. Zudem haben wir begonnen die Fertigung unserer Spindeln inlineMASTER und powerMASTER neu zu organisieren. Bis zum Jahr 2020 planen wir die Spindelmontagekapazität zu verdoppeln. In unserem Werk Ulyanovsk Machine Tools ooo (Russland) haben wir eine hochmoderne Spindelmontage eingerichtet und in Betrieb genommen. Diese Maßnahme ermöglicht uns den Lokalisierungsanteil weiter kontinuierlich zu erhöhen. In dem Geschäftsbereich Advanced Technologies verfügt die SAUER GmbH in Idar-Oberstein über ein umfassendes Know-how in den Fertigungsverfahren ULTRASONIC und LASERTEC. Mit der Einbindung der REALIZER-Produkte stärkt DMG MORI seine Zukunftstechnologien im ADDITIVE MANUFACTURING um das SLM-Verfahren (Pulverbett). An unserem Standort in Bielefeld haben wir die Entwicklung und Montage dieser Hightech-Maschinen aufgebaut. WirtschaftsberichtRahmenbedingungenGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGNach einem verhaltenen Start in das Jahr 2017 hat die Weltproduktion im Laufe des Jahres in nahezu allen relevanten Volkswirtschaften angezogen. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft in 2017 um +3,8% (Vorjahr: +3,1%). In Deutschland stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit +2,6% stärker als im Vorjahr (+1,9%). Auch im Euroraum war die wirtschaftliche Entwicklung mit +2,4% (Vorjahr: +1,8%) positiv. Lediglich Großbritannien verzeichnete unter den größeren Volkswirtschaften mit +1,5% eine verminderte konjunkturelle Dynamik (Vorjahr: +1,8%). Die Wirtschaft in Russland erholte sich mit einem Wachstum von +1,7% (Vorjahr: -0,2%). In Asien war die konjunkturelle Entwicklung mit +6,4% (Vorjahr: +6,8%) insgesamt robust. In China lag das Wachstum des BIP mit +6,8% (Vorjahr: +6,9%) in etwa auf Vorjahresniveau. Indien verzeichnete mit +6,4% ein leicht vermindertes Wachstum (Vorjahr: +7,8%). In Japan hat die Konjunktur im Verlauf des Jahres weiter Fahrt aufgenommen. Das BIP stieg um +1,8% (Vorjahr: +0,9%). In den USA beschleunigte sich die Konjunktur im zweiten Halbjahr deutlich. Das BIP nahm im Gesamtjahr um +2,3% zu (Vorjahr: +1,5%). In Lateinamerika scheinen die rezessiven Tendenzen der letzten Jahre überwunden. Das BIP erhöhte sich um +1,4% (Vorjahr: -1,2%). Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Der Euro stieg im Jahr 2017 gegenüber diesen Währungen. Für die Kunden in den dollarabhängigen Märkten sowie in China, Japan und Russland haben sich die Preise der Produkte aus unserer europäischen Fertigung daher erhöht. ENTWICKLUNG DER WERKZEUGMASCHINENINDUSTRIEInternationale EntwicklungDer weltweite Markt für Werkzeugmaschinen verlief nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im Jahr 2017 insgesamt positiv. Der Weltverbrauch stieg um +4,5% auf 70,7 MRD € (Vorjahr: 67,6 MRD €). In Europa nahm die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen moderat um +2,6% (Vorjahr: +3,7%) zu. Asien verzeichnete einen deutlichen Anstieg von +5,7% (Vorjahr: +2,2%). In Nord- und Südamerika war die Entwicklung mit +1,4% wieder positiv (Vorjahr: -6,7%). Im weltweit größten Markt China erhöhte sich der Werkzeugmaschinenverbrauch um +5,1% auf 22,7 MRD € (Vorjahr: 21,6 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 8,9 MRD € verzeichnete ein deutliches Wachstum von +12,2% (Vorjahr: 8,0 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland sank der Verbrauch um 0,5% auf 5,8 MRD € (Vorjahr: 5,9 MRD €). Japan wies mit -4,3% ebenso einen Rückgang des Verbrauches auf und belegte mit 4,9 MRD € weltweit Rang vier (Vorjahr: 5,1 MRD €). Italien lag mit einem starken Wachstum von +14,4% auf 3,6 MRD € (Vorjahr: 3,2 MRD €) als fünftstärkster Markt vor Südkorea mit 3,5 MRD € (Vorjahr: 3,2 MRD €). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen in Summe für 80% des Weltwerkzeugmaschinenverbrauchs. Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 70,7 MRD € (Vorjahr: 67,6 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2017 blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 17,7 MRD € (Vorjahr: 17,1 MRD €). Deutschland mit 11,5 MRD € (Vorjahr: 11,1 MRD €) und Japan mit 11,4 MRD € (Vorjahr: 10,9 MRD €) folgen auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen insgesamt für 91% aller Werkzeugmaschinen weltweit. Deutsche WerkzeugmaschinenindustrieFür die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Die Erhebung zeigt im verarbeitenden Gewerbe (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) mehrheitlich Indexwerte über dem Niveau des Vorjahres und erreichte im November 2017 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete im Jahr 2017 wachsende Auftragseingänge, eine steigende Produktion sowie steigende Umsätze. Mit 17,2 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 16,0 MRD €). Dies entspricht einem Anstieg von +8,0%. Die Inlandsnachfrage erhöhte sich deutlich um +10,1% (Vorjahr: 0,0%). Die Nachfrage aus dem Ausland stieg um +7,0% (Vorjahr: +10,0%). Für den Auftragseingang bei spanenden Maschinen weist der VDW einen Anstieg von +9,0% (Vorjahr: +8,0%) aus. Die spanenden Aufträge aus dem Inland stiegen um +14,0%. Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um +6,0% (Vorjahr: +4,0%). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt. Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +5% (Vorjahr: 0,0%). Die Produktion erreichte ein Volumen von 14,3 MRD € und lag damit +4,5% über Vorjahresniveau. Maschinen im Wert von 10,1 MRD € wurden ausgeführt (Vorjahr: 9,4 MRD €); der Export nahm damit um +7,6% gegenüber dem Vorjahr zu; die Exportquote stieg um zwei Prozentpunkte auf 70,8%. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 2,2 MRD € (Vorjahr: 1,9 MRD €), dies entspricht 22% der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 20%). Die USA belegten mit einem konstanten Exportvolumen von 1,2 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 12,5%). Frankreich war mit 0,5 MRD und einem Exportanteil von 5% der drittwichtigste Exportmarkt vor Italien. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um +1,8% auf 3,5 MRD € (Vorjahr: 3,4 MRD €). Mit einem Importanteil von 29% kam beinahe jede dritte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen der TOP 3 Importländer folgten Japan (11%) und Italien (8%). Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör blieb mit 7,7 MRD € konstant auf Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um +3,6% gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 91,6% (Vorjahr: 88,0%). Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt auf 70.900 (Vorjahr: 68.985). Ertrags-, Finanz- und VermögenslageAUFTRAGSEINGANGDer Auftragseingang stieg auf 2.754,8 MIO € und konnte nach dem Rekordwert des Vorjahres (2.369,9 MIO €) mit +16% noch einmal deutlich gesteigert werden. Damit erzielten wir beim Auftragseingang das bisher beste Geschäftsjahr. Bereinigt um die Effekte aus der Neuausrichtung - wie unter anderem die veränderte Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika - stieg der Auftragseingang sogar um 23%. Im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 666,2 MIO € (Vorjahresquartal: 610,3 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" nahmen die Bestellungen um 24% bzw. 306,6 MIO € auf 1.575,9 MIO € zu (Vorjahr: 1.269,3 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 1.178,6 MIO € (Vorjahr: 1.100,4 MIO €). Davon entfielen 1.078,8 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.032,8 MIO €). Die hier enthaltenen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED betrugen 442,8 MIO € (Vorjahr: 386,9 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 99,8 MIO € (Vorjahr: 67,6 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland nahmen um 8% auf 825,7 MIO € zu (Vorjahr: 763,0 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.929,1 MIO € (+20%; Vorjahr: 1.606,9 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 70% (Vorjahr: 68%). UMSATZDer Umsatz stieg auf 2.348,5 MIO € und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Er nahm um 82,8 MIO € bzw. 4% im Vergleich zum Vorjahr zu (2.265,7 MIO €). Strukturbereinigt erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr sogar um 9% im Vergleich zum Vorjahr. Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 55,7 MIO € bzw. 9% auf 692,3 MIO € (Vorjahr: 636,6 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" verbesserte sich der Umsatz auf 1.289,4 MIO € (Vorjahr: 1.244,3 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 376,7 MIO € (Vorjahresquartal: 347,5 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" erzielte einen Umsatz von 1.058,8 MIO € (Vorjahr: 1.021,2 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services lag bei 1.007,6 MIO € (Vorjahr: 970,7 MIO €). Davon entfielen 487,2 MIO € auf den Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED (Vorjahr: 433,9 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 51,2 MIO € (Vorjahr: 50,5 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz bei den "Industriellen Dienstleistungen" 315,5 MIO € (Vorjahresquartal: 289,1 MIO €). Die Auslandsumsätze erhöhten sich um 7% auf 1.636,4 MIO €. Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 712,1 MIO €. Die Exportquote stieg auf 70% (Vorjahr: 67%). B.01 | AUFTRAGSEINGANG![]() B.02 | UMSATZ![]() AUFTRAGSBESTANDDer Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2017 im Konzern 1.309,1 MIO € (Vorjahr: 937,5 MIO €). Der Inlandsbestand erhöhte sich auf 454,6 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 361,2 MIO €). Der Auslandsbestand stieg um 278,2 MIO € auf 854,5 MIO € (Vorjahr: 576,3 MIO €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 65% auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 61%). In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand unterschiedlich: Bei den "Werkzeugmaschinen" lag er bei 773,2 MIO € (31.12.2016: 503,1 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2017 einen Auftragsbestand von insgesamt 535,9 MIO € (Vorjahr: 434,4 MIO €). Davon entfielen 473,6 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 414,7 MIO €). Der Auftragsbestand der Energy Solutions belief sich auf 62,3 MIO € (Vorjahr: 19,7 MIO €). Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa 6 Monaten (Vorjahr: etwa 5 Monate) - eine gute Grundauslastung für das laufende Geschäftsjahr. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. ERTRAGSLAGEDie Ertragslage von DMG MORI entwickelte sich im Geschäftsjahr 2017 positiv: Das EBITDA verbesserte sich um 49% auf 252,9 MIO € (Vorjahr: 169,7 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um 73% auf 180,1 MIO € (Vorjahr: 104,0 MIO €) und das EBT stieg um 87% auf 176,4 MIO € (Vorjahr: 94,1 MIO €). Im Vorjahr war das EBT insbesondere aus Effekten der umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung in Höhe von 77,8 MIO € negativ beeinflusst. Der Konzern weist zum 31. Dezember 2017 ein EAT von 118,4 MIO € aus (Vorjahr: 47,5 MIO €). Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden erläutert. Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 2.367,9 MIO €; sie lag damit um 105,5 MIO € bzw. 4,7% über dem Wert des Vorjahres (2.262,4 MIO €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den um 82,8 MIO € bzw. 3,7% erhöhten Umsatzerlösen (Vorjahr: 2.265,7 MIO €) und einer Bestandsveränderung von +11,7 MIO € (Vorjahr: -16,9 MIO €), die sich insbesondere aus einem Aufbau von unfertigen Erzeugnissen ergibt. Bereinigt um die Effekte aus der Neuausrichtung - wie unter anderem die veränderte Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika sowie das umgesetzte "Smart Pricing"-Konzept - erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr sogar um 9% im Vergleich zum Vorjahr. B.03 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VON DMG MORIscroll
Die Materialaufwendungen erhöhten sich um 106,1 MIO € auf 1.263,6 MIO € (Vorjahr: 1.157,5 MIO €). Die Materialquote lag bei 53,4% (Vorjahr: 51,2%). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Effekten des umgesetzten "Smart Pricing"-Konzepts im Servicebereich. Der Rohertrag betrug 1.104,3 MIO € (Vorjahr: 1.104,9 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 23,3% (Vorjahr: 25,3%). Die Personalaufwendungen verringerten sich um 21,3 MIO € auf 550,7 MIO € (Vorjahr: 572,0 MIO €). Der Rückgang resultiert insbesondere aus der reduzierten Mitarbeiterzahl, u.a. aus dem Verkauf der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika und aus den im Vorjahr berücksichtigten Effekten aus der Neuausrichtung in Höhe von 17,2 MIO €. Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen betrug -300,7 MIO € (Vorjahr: -363,2 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf 81,1 MIO € (Vorjahr: 96,7 MIO €); sie beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Währungsgewinne in Höhe von 30,4 MIO € (Vorjahr: 39,2 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu sehen sind. Im Geschäftsjahr 2017 entstand saldiert ein Währungsverlust in Höhe von 0,7 MIO € (Vorjahr Währungsgewinn: 0,5 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 78,1 MIO € auf 381,8 MIO € (Vorjahr: 459,9 MIO €). Dazu trug die Reduktion der sonstigen fremden Dienstleistungen um 14,3 MIO € auf 32,4 MIO € (Vorjahr: 46,7 MIO €) sowie der Reise- und Repräsentationsaufwendungen um 7,6 MIO € auf 37,8 MIO € bei (Vorjahr: 45,4 MIO €). Zusätzlich nahmen die Währungsverluste von 38,7 MIO € im Vorjahr auf 31,1 MIO € ab und die Messekosten verminderten sich von 48,8 MIO € auf 45,2 MIO €. Im Vorjahr war in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ein Effekt aus der Neuausrichtung in Höhe von 32,8 MIO € enthalten. Die Abschreibungen betrugen 72,8 MIO € (Vorjahr: 65,7 MIO €). Darin enthalten sind im Geschäftsjahr vorgenommene Wertminderungen in Höhe von 14,6 MIO €, die im Wesentlichen auf Gebäude entfallen. Im Vorjahr ergab sich im Zusammenhang mit der Neuausrichtung ein Effekt in Höhe von 8,4 MIO € in den Abschreibungen. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -5,2 MIO € (Vorjahr: -10,6 MIO €). Dazu trugen gestiegene Zinserträge (3,8 MIO €; Vorjahr: 2,8 MIO €) sowie geringere Zinsaufwendungen (7,4 MIO €; Vorjahr: 8,1 MIO €) bei. Daneben war im Vorjahr im Finanzergebnis ein Effekt aus der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 3,5 MIO € enthalten. Der Steueraufwand lag bei 58,0 MIO € (Vorjahr: 46,6 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 32,9% (Vorjahr: 49,5%). Im Vorjahr war die Steuerquote durch die Ergebniseffekte aus den umgesetzten Maßnahmen zur Neuausrichtung beeinflusst, die im Wesentlichen steuerlich nicht abzugsfähig waren. Die Steuereffekte hieraus wurden zum überwiegenden Teil nicht zahlungswirksam. Weitere Erläuterungen zur Steuerquote stehen im Anhang auf Seite 123 f. FINANZLAGEDie Finanzlage entwickelte sich im Berichtsjahr positiv: Der Free Cashflow verbesserte sich auf 142,4 MIO € (Vorjahr: 42,5 MIO €) und erreichte damit einen bisherigen Höchstwert in der Firmengeschichte. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) stieg auf 171,7 MIO € (Vorjahr: 124,0 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 176,4 MIO € (Vorjahr: 94,1 MIO €) und die Abschreibungen von 72,8 MIO € bei (Vorjahr: 65,7 MIO €). Der deutliche Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 132,1 MIO € (Vorjahr: 25,2 MIO €) führte zu einer Verbesserung des Cashflows. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 57,7 MIO € sowie der Vorräte um 52,3 MIO € reduzierten den Cashflow. Zusätzlich verminderte der geplante Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,0 MIO € als auch die Auszahlungen für Ertragsteuern (55,5 MIO €) und Zinsen (7,4 MIO €) den Cashflow. B.04 | CASHFLOWscroll
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -9,7 MIO € (Vorjahr: -198,3 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 29,7 MIO € (Vorjahr: 74,3 MIO €) und für Immaterielle Vermögenswerte 10,0 MIO € (Vorjahr: 13,8 MIO €). Aus dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen ergaben sich in Summe Einzahlungen in Höhe von 21,4 MIO € (Vorjahr: 3,2 MIO €). Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit des Vorjahres war die Auszahlung eines Darlehens in Höhe von 120,0 MIO € an die DMG MORI GmbH ausgewiesen. Der Free Cashflow lag mit 142,4 MIO € deutlich über dem Vorjahreswert von 42,5 MIO €. Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit; dabei bleiben Au s- und Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen (21,4 MIO €; Vorjahr: 3,2 MIO €) und mit dem Finanzanlagevermögen (-1,8 MIO €; Vorjahr: 0,0 MIO €) sowie die Auszahlung des Darlehens an die DMG MORI GmbH (0,0 MIO €; Vorjahr: 120,0 MIO €) unberücksichtigt. B.05 | FREE CASHFLOWscroll
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -190,7 MIO € (Vorjahr: -52,5 MIO €). Der Cashflow ergab sich im Wesentlichen aus der Kaufpreiszahlung in 2017 für den Erwerb der Anteile an der DMG MORI Europe AG in 2016 in Höhe von 140,4 MIO € und der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Jahr 2016 in Höhe von 41,1 MIO €; diese Verbindlichkeiten waren zum 31. Dezember 2016 in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ausgewiesen. Aus der Veränderung der Cashflows resultierte zum 31. Dezember 2017 eine Verminderung an flüssigen Mitteln um 33,3 MIO € auf 363,4 MIO € (Vorjahr: 396,7 MIO €). Damit verfügte DMG MORI zum Jahresende über eine ausreichende Liquidität. Zum 31. Dezember 2017 ergab sich ein Finanzmittelüberschuss von 316,9 MIO € (Vorjahr: 342,1 MIO €). DMG MORI deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrug im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 849,2 MIO €. Wesentliche Bestandteile waren die im Februar 2016 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie zu verbesserten Konditionen in Höhe von 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis zum Februar 2021, die aus einer Bartranche von 200,0 MIO € sowie einer Avaltranche über 300,0 MIO € besteht, weiteren Avallinien von 138,7 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 167,5 MIO €. Im Januar 2018 wurde die Laufzeit der syndizierten Kreditlinie bis zum Februar 2022 verlängert. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen. Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Daneben haben wir noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen an einzelne Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 43,1 MIO € (Vorjahr: 52,3 MIO €). Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen. Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2017 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge. Die Summe der künftigen Verpflichtungen aus den Operating-Leasing-Verträgen beträgt 53,0 MIO € (Vorjahr: 58,3 MIO €). VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme verringerte sich zum 31. Dezember 2017 um 97,9 MIO € auf 2.241,3 MIO € (Vorjahr: 2.339,2 MIO €). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 52,0% (Vorjahr: 50,8%). Auf der Aktivseite nahm das Anlagevermögen um 71,5 MIO € bzw. 9,5% auf 678,0 MIO € ab (Vorjahr: 749,5 MIO €). Die Sachanlagen reduzierten sich bei einem geplant geringeren Investitionsvolumen um 46,3 MIO € auf 440,0 MIO € (Vorjahr: 486,3 MIO €). Die Immateriellen Vermögenswerte verminderten sich um 4,6 MIO € auf 190,7 MIO € (Vorjahr: 195,3 MIO €). Die Finanzanlagen reduzierten sich insbesondere aufgrund der Veräußerung der Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc. in Davis (USA), an die DMG MORI COMPANY LIMITED auf 47,3 MIO € (Vorjahr: 67,9 MIO €). Die langfristig gebundenen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte verringerten sich um 25,0 MIO € auf 59,0 MIO € (Vorjahr: 84,0 MIO €). Dabei reduzierten sich die aktiven latenten Steuern auf 49,9 MIO € (Vorjahr: 58,3 MIO €). Die Vorräte erhöhten sich um 8,4% bzw. 42,6 MIO € auf 547,7 MIO € (Vorjahr: 505,1 MIO €). Die unfertigen Erzeugnisse nahmen um 33,4 MIO € auf 145,0 MIO € (Vorjahr: 111,6 MIO €) zu. Der Anstieg resultiert insbesondere aus Vorleistungen für den geplanten Umsatz im ersten Quartal 2018. Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) betrug 207,8 MIO € (Vorjahr: 202,1 MIO €) und der Bestand der fertigen Erzeugnisse 181,9 MIO € (Vorjahr: 178,0 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte lag bei 4,3 (Vorjahr: 4,5). Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme betrug 24,4% (Vorjahr: 21,6%). Die kurzfristigen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 21,7% bzw. 105,8 MIO € auf 593,2 MIO € (Vorjahr: 487,4 MIO €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Umsatzanstiegs im vierten Quartal 2017 und eines reduzierten Factoringvolumens um 43,4 MIO € auf 237,8 MIO € (Vorjahr: 194,4 MIO €). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 40,6 MIO € auf 207,0 MIO € (Vorjahr: 166,4 MIO €); der Anstieg resultiert unter anderem aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc. in Davis (USA). Die Sonstigen Vermögenswerte betrugen 132,4 MIO € (Vorjahr: 122,1 MIO €). Aus dem Verkauf der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) und Amerika zum 1. Januar 2017 ergibt sich der Rückgang der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte um 116,5 MIO €. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 363,4 MIO € (Vorjahr: 396,7 MIO €), das entspricht einem Anteil von 16,2% an der Bilanzsumme (Vorjahr: 17,0%). Auf der Passivseite erhöhte sich die Eigenkapitalquote um 1,2 Prozentpunkte auf 52,0% (Vorjahr: 50,8%). Das Eigenkapital verringerte sich um 23,1 MIO € auf 1.164,6 MIO € (Vorjahr: 1.187,7 MIO €). Der Rückgang ergibt sich insbesondere aus dem Verkauf der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika, der zu einer Reduzierung der nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital führte. Wie zum Vorjahreszeitpunkt haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing. B.06 | BILANZ VON DMG MORIscroll
Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich um 8,8 MIO € auf 138,0 MIO € (Vorjahr: 129,2 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 6,1% (Vorjahr: 5,5%). Die Zunahme setzt sich aus dem Anstieg der langfristigen Rückstellungen um 7,4 MIO € auf 87,8 MIO € sowie der langfristigen Verbindlichkeiten um 1,4 MIO € auf 50,2 MIO € zusammen. Die Verbindlichkeiten betrafen mit 1,8 MIO € (Vorjahr: 3,0 MIO €) passive latente Steuern. Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, verminderten sich im Berichtsjahr um 14,3 MIO € bzw. 1,1% auf 1.302,6 MIO €. Die kurzfristigen Finanzierungsmittel reduzierten sich auf 938,7 MIO € (Vorjahr: 1.022,3 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen betrugen 198,4 MIO € (Vorjahr: 224,7 MIO €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich planmäßig um 66,2 MIO € auf 169,8 MIO € (Vorjahr: 236,0 MIO €). Die Anzahlungsquote verbesserte sich deutlich um 5,3 Prozentpunkte auf 22,2% (Vorjahr: 16,9%). Dabei erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen um 132,1 MIO € auf 290,2 MIO € (Vorjahr: 158,1 MIO €). Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen verringerten sich um 66,2 MIO € auf 207,1 MIO € (Vorjahr: 273,3 MIO €). Die Reduktion gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung für den Erwerb der Anteile an der DMG MORI Europe AG in 2016 und der Gewinnabführung 2016 an die DMG MORI GmbH. Gegenläufig wirkte sich die Verbindlichkeit aus der Gewinnabführung 2017 an die DMG MORI GmbH in Höhe von 89,9 MIO € aus. Diese Sachverhalte innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen werden bei Zahlung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt DMG MORI auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter (Operating-Leasing). Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzen wir Factoring-Programme. Von besonderer Bedeutung sind auch unsere langjährigen guten und vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten; sie ermöglichen einen direkten Zugang zu den für uns relevanten Märkten und machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen. INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 39,7 MIO € (Vorjahr: 88,1 MIO €). Damit konnten die Investitionen plangemäß gesenkt werden. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Finance Lease beliefen sich auf 72,8 MIO € (Vorjahr: 65,7 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 8,1 MIO € (Vorjahr: 10,6 MIO €). Ein Höhepunkt war der Spatenstich am 30. Mai bei FAMOT in Pleszew (Polen), mit dem wir den Bau einer rund 7.000 m2 großen Montagehalle begonnen haben. Bis 2019 werden wir den Produktionsstandort insbesondere im Bereich der Montage, Fertigung und Logistik um mehr als 22.000 m2 erweitern. Bei DECKEL MAHO in Seebach konnten wir den Ausbau und die Optimierung des Logistikbereichs abschließen. An unserem Standort in Shanghai fand das Grand Opening des neuen Technology Center am 8. November statt. Auf einer Fläche von rund 1.700 m2 präsentieren wir über 20 Vorführmaschinen und setzen dabei den Fokus auf Digitalisierung und Automatisierungslösungen. Darüber hinaus investierten wir in die Bereitstellung produktionsnotwendiger Werkzeuge, Modelle und Betriebsmittel, in die Ausstattung unserer Service-Mitarbeiter sowie in die Entwicklung innovativer Produkte. Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 2,1 MIO € und resultierte im Wesentlichen aus der Beteiligung an der ADAMOS GmbH. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 41,8 MIO € (Vorjahr: 88,1 MIO €). JAHRESABSCHLUSS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (KURZFORM)Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 152,9 MIO € bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben (Vorjahr: 115,0 MIO €). Die Übrigen Aufwendungen verminderten sich auf 69,1 MIO € (Vorjahr: 83,1 MIO €) und resultierten im Wesentlichen aus Personalaufwendungen in Höhe von 21,7 MIO € (Vorjahr: 34,8 MIO €) sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 41,1 MIO € (Vorjahr: 43,5 MIO €). Der Rückgang bei den Personalaufwendungen ergibt sich zum einen aus einem Rückgang der Mitarbeiterzahl und zum anderen aus einer im Vorjahr berücksichtigten Ausgleichs- und Abfindungszahlung in Höhe von 7,9 MIO €. Das Finanzergebnis lag bei 4,6 MIO € (Vorjahr: 4,8 MIO €). Der Steueraufwand betrug 35,2 MIO € (Vorjahr: 38,2 MIO €). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft belasteten Steuern der DMG MORI GmbH, Bielefeld. B.07 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)scroll
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 89,9 MIO € an die DMG MORI GmbH abgeführt (Vorjahr: 41,1 MIO €). Nach Einstellung eines Betrages von 1,5 MIO € in die Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 0,0 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €). Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich insgesamt um 238,0 MIO € auf 1.769,2 MIO € (Vorjahr: 1.531,2 MIO €). Das Anlagevermögen erhöhte sich auf 758,7 MIO € (Vorjahr: 697,8 MIO €). Zu diesem Anstieg trugen Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 79,0 MIO € bei (Vorjahr: 0,0 MIO €). Innerhalb des Anlagevermögens reduzierten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen auf 638,2 MIO € (Vorjahr: 653,2 MIO €). Der Rückgang resultiert in Höhe von 21,4 MIO € aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc. in Davis (USA). Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva erhöhten sich auf 1.010,5 MIO € (Vorjahr: 833,4 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sich vor allem aufgrund der Erträge aus den Gewinnabführungsverträgen (152,9 MIO €) auf 714,1 MIO € erhöhten (Vorjahr: 573,4 MIO €). Die Zahlungsmittel stiegen auf 273,1 MIO € (Vorjahr: 231,9 MIO €). Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Die Eigenkapitalquote betrug bei einer gestiegenen Bilanzsumme 52,1% (Vorjahr: 60,2%). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 805,0 MIO € (Vorjahr: 539,8 MIO €). Darin ausgewiesen wird die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 89,9 MIO €, Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 30,0 MIO €, die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH belastetet werden sowie Finanz- und Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen. B.08 | BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)scroll
SegmentberichtUnsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen". WERKZEUGMASCHINENDas Segment "Werkzeugmaschinen" ist unser Kernsegment und beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC | LASERTEC | ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions (vorher: Software Solutions). Die gestiegene Bedeutung und der Ausbau unserer digitalen Kompetenzen spiegeln sich in der Umbenennung dieses Geschäftsbereichs wider. Im September 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 100% an der WERKBLiQ GmbH, die dem Segment "Werkzeugmaschinen" zugeordnet ist. Die DMG MORI Systems GmbH ist hierin nicht mehr enthalten, da sie im Februar entkonsolidiert wurde. Details dazu sind im Anhang auf Seite 115 f. erläutert. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, die GRAZIANO Tortona S.r.l. und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. Unser Drehmaschinenangebot reicht von Universaldrehmaschinen über Drehfräszentren bis hin zum vertikalen und horizontalen Produktionsdrehen sowie Mehrspindeldrehautomaten. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst das Vertikal-, Horizontal- und 5-Achs-Fräsen. Die Werke FAMOT Pleszew Sp. z o.o. und Ulyanovsk Machine Tools ooo produzieren sowohl Fräsmaschinen als auch Drehmaschinen. Der Geschäftsbereich Advanced Technologies wird von der SAUER GmbH und der REALIZER GmbH gebildet. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleifbearbeitung ULTRASONIC beinhaltet er die Technologie der Laserbearbeitung LASERTEC sowie den Bereich ADDITIVE MANUFACTURING. Die seit dem Geschäftsjahr 2017 eingebundene REALIZER GmbH ergänzt das Portfolio im ADDITIVE MANUFACTURING. Neben dem Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse bieten wir nun auch die Technologie des selektiven Laser-Schmelzens im Pulverbett. Die DMG MORI Software Solutions GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Softwareentwicklung im Geschäftsbereich Digital Solutions. Die ISTOS GmbH ist das Bindeglied zwischen Maschinen- und Produktionsprozessen für eine offene, maschinenübergreifende Vernetzung zur digitalen Fabrik. Sie entwickelt spezifische Applikationen, wie das PRODUCTION PLANNING zur erweiterten Planung und Terminierung von Fertigungsaufträgen, für ein durchgängig digitalisiertes Wertschöpfungsnetzwerk. Gemeinsam mit der DMG MORI Software Solutions GmbH soll die ISTOS GmbH die Digitalisierung im Fertigungsbereich nachhaltig gestalten. Die WERKBLiQ GmbH bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Maschinenbetreiber sehen auf individuellen Dashboards alle wichtigen Informationen und Kennziffern. B.09 | SEGMENT-KENNZAHLEN DMG MORIscroll
Der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess wird digitalisiert und beschleunigt. Die ADAMOS GmbH hat das Ziel, Know-how aus Maschinenbau, Produktion und Informationstechnik zu bündeln und als offene, digitale Plattform einen globalen Branchenstandard zu etablieren. In der Automatisierung sind ganzheitliche Lösungen gefragt. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung haben wir die Verantwortung für Automatisierungslösungen in die Produktionswerke verlagert. So können Schnittstellen zwischen Maschinen, Automatisierung und Steuerungen noch besser abgestimmt werden. Es entstehen durchgängige Automatisierungslösungen aus einer Hand. Mit dem im November gegründeten Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH wollen wir die Entwicklung innovativer Automatisierungslösungen beschleunigen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, mit modular aufeinander abgestimmten Lösungen künftig insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen ein durchgängiges Automatisierungskonzept zu liefern. Der Auftragseingang lag im vierten Quartal bei 332,0 MIO € (Vorjahr: 328,1 MIO €). Im Gesamtjahr verlief der Auftragseingang sehr erfolgreich und stieg um 306,6 MIO € bzw. 24% gegenüber dem Vorjahreswert auf 1.575,9 MIO € (1.269,3 MIO €). Im Inland erhöhte sich der Auftragseingang um 14% bzw. 54,7 MIO € auf 450,2 MIO € (Vorjahr: 395,5 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.125,7 MIO €. Sie stiegen um 29% bzw. 251,9 MIO € gegenüber dem Vorjahr mit 873,8 MIO €. Der Auslandsanteil betrug 71% (Vorjahr: 69%). 57% aller Bestellungen entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 54%). Der Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen" stieg im vierten Quartal um 29,2 MIO € bzw. 8% auf 376,7 MIO € (Vorjahr: 347,5 MIO €). Insgesamt entwickelte sich der Umsatz im Geschäftsjahr positiv. Die "Werkzeugmaschinen" erhöhten den Umsatz um 45,1 MIO € bzw. 4% auf 1.289,4 MIO €. Während der Auslandsumsatz um 80,6 MIO € bzw. 10% auf 919,4 MIO € (Vorjahr: 838,8 MIO €) gesteigert werden konnte, betrug der Inlandsumsatz 370,0 MIO € (Vorjahr: 405,5 MIO €). Die Exportquote betrug 71% (Vorjahr: 67%). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 55% am Umsatz. Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2017 bei 773,2 MIO € (Vorjahr: 503,1 MIO €). Die Bestände aus dem Inland betrugen 193,4 MIO € (Vorjahr: 127,3 MIO €). Die Auslandsaufträge lagen wie im Vorjahr bei 75% bzw. bei 579,8 MIO € (Vorjahr: 375,8 MIO €). Das EBITDA erreichte 158,6 MIO € (Vorjahr: 119,0 MIO €). Das EBIT lag bei 114,9 MIO € (Vorjahr: 79,6 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich von 6,4% auf 8,9%. Das EBT betrug 112,1 MIO € (Vorjahr: 70,3 MIO €). B.10 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"scroll
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Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 33,4 MIO € (Vorjahr: 48,8 MIO €). Zu den Schwerpunkten gehörten die zielgerichtete Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionsstandorte in Pleszew (Polen) und Seebach. Am 30. Mai haben wir in Pleszew mit dem Bau einer rund 7.000 m2 großen Montagehalle begonnen. Insgesamt planen wir den Produktionsstandort FAMOT bis 2019 insbesondere im Bereich der Montage, Fertigung und Logistik um mehr als 22.000 m2 zu erweitern. Den Ausbau des Logistikbereichs konnten wir bereits abschließen und ebenfalls eine hochmoderne Induktionshärterei in Betrieb nehmen. In Seebach haben wir den Logistikbereich weiter optimiert und um einen Versandneubau erweitert. Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 6,4 MIO € (Vorjahr: 6,9 MIO €). Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 2,1 MIO € und resultiert im Wesentlichen aus der Beteiligung an der ADAMOS GmbH. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 35,5 MIO € (Vorjahr: 48,8 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.875 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.680 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 55% (Vorjahr: 51%). Die erhöhte Personalzahl resultiert insbesondere aus Neueinstellungen in unseren Produktionsstandorten in Seebach, Pleszew (Polen), Pfronten und Ulyanovsk (Russland). Die Personalquote betrug 19,8% (Vorjahr: 20,1%). Der Personalaufwand belief sich auf 255,1 MIO € (Vorjahr: 250,3 MIO €). INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGENDas Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Die Anteile an den Tochtergesellschaften in den Regionen Asien (mit Ausnahme von China und Indien) und Amerika wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2017 an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert und entkonsolidiert. Details sind im Kapitel "Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur" auf Seite 19 ff. dargestellt. B.11 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"scroll
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Der Auftragseingang im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg im vierten Quartal um 51,9 MIO € auf 334,1 MIO € (Vorjahr: 282,2 MIO €). Im Gesamtjahr erreichte der Auftragseingang 1.178,6 MIO € und lag mit 78,2 MIO € bzw. 7% über dem Vorjahreswert (1.100,4 MIO €). Dabei betrug der Anteil der Services 1.078,8 MIO € (Vorjahr: 1.032,8 MIO €). Der Auftragseingang in unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u.a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) und Vertriebsprovisionen trug mit 636,0 MIO € dazu bei (Vorjahr: 645,9 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED stiegen auf 442,8 MIO € (Vorjahr: 386,9 MIO €). Der Bereich Energy Solutions erzielte einen Auftragseingang von 99,8 MIO € (Vorjahr: 67,6 MIO €). Die Auslandsaufträge bei den "Industriellen Dienstleistungen" stiegen um 10% bzw. 70,3 MIO € auf 803,4 MIO € (Vorjahr: 733,1 MIO €). Aus dem Ausland kamen 68% aller Aufträge (Vorjahr: 67%). Die Inlandsbestellungen betrugen 375,2 MIO € (Vorjahr: 367,3 MIO €). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 43% aller Bestellungen (Vorjahr: 46%). Der Umsatz betrug im vierten Quartal 315,5 MIO € (Vorjahr: 289,1 MIO €). Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 4% auf insgesamt 1.058,8 MIO € (Vorjahr: 1.021,2 MIO €). Im Inland erreichten die Umsätze 341,8 MIO € (Vorjahr: 331,4 MIO €). Die Auslandsumsätze betrugen 717,0 MIO € (Vorjahr: 689,8 MIO €). Wie im Vorjahr lag der Anteil bei 68%. Im Bereich Services stieg der Umsatz um 36,9 MIO € bzw. 4% auf 1.007,6 MIO € (Vorjahr: 970,7 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft reduzierte sich - bedingt durch die Effekte aus der Umsetzung des "Smart Pricing"-Konzepts - auf 520,4 MIO € (Vorjahr: 537,0 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED stieg auf 487,2 MIO € (Vorjahr: 433,9 MIO €). Der Umsatz im Bereich Energy Solutions betrug 51,2 MIO € (Vorjahr: 50,5 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 45% am Umsatz. Der Auftragsbestand betrug zum 31. Dezember 535,9 MIO € (Vorjahr: 434,4 MIO €). Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 120,9 MIO € (Vorjahr: 87,1 MIO €). Das EBIT lag bei 95,2 MIO € (Vorjahr: 64,0 MIO €) und das EBT belief sich auf 89,8 MIO € (Vorjahr: 55,6 MIO €). Darin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 11,7 MIO €, die im Wesentlichen auf Gebäude entfallen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 5,3 MIO € (Vorjahr: 35,8 MIO €). Im Mittelpunkt stand das Grand Opening unseres neuen Technology Centers an unserem Standort in Shanghai am 8. November. Auf einer Fläche von rund 1.700 m2 präsentieren wir über 20 Vorführmaschinen und setzen dabei den Fokus auf Digitalisierung und Automatisierungslösungen. Ein weiterer Schwerpunkt lag in der Ausstattung unserer Service-Mitarbeiter mit modernsten Werkzeugen und elektronischen Messgeräten. Im Geschäftsjahr wurden keine Entwicklungskosten aktiviert (Vorjahr: 1,3 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 3.142 (Vorjahr: 3.503 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 44% (Vorjahr: 48%). Die Reduzierung resultiert maßgeblich aus dem Verkauf der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika an die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Die Personalquote lag im Segment "Industrielle Dienstleistungen" bei 25,8% (Vorjahr: 28,2%); der Personalaufwand betrug 273,3 MIO € (Vorjahr: 288,0 MIO €). CORPORATE SERVICESDas Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. B.12 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"scroll
Im Segment "Corporate Services" setzten sich sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in Höhe von jeweils 0,3 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €) hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen. Auf die "Corporate Services" entfielen wiederum weniger als 0,1% des Umsatzes im Konzern (Vorjahr: <0,1%). Das EBIT betrug -30,6 MIO € (Vorjahr: -40,0 MIO €). Das Finanzergebnis betrug 4,4 MIO € (Vorjahr: 7,8 MIO €). Das EBT lag bei -26,2 MIO € (Vorjahr: -32,2 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Segment "Corporate Services" betrugen 1,0 MIO € (Vorjahr: 3,5 MIO €). Neben der Fortsetzung zielgerichteter Modernisierungsmaßnahmen haben wir an unserem Standort in Bielefeld einen eigenen Montage- sowie Entwicklungsbereich für die REALIZER GmbH eingerichtet. Am 31. Dezember 2017 waren im Segment "Corporate Services" 84 Mitarbeiter (Vorjahr: 99 Mitarbeiter) beschäftigt. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil an der Konzernbelegschaft von 1%. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUMFASSENDE NACHHALTIGKEITSBERICHTERSTATTUNGDMG MORI sieht sich zu nachhaltigem Handeln gegenüber seinen Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet. Wir handeln stets verantwortungsbewusst und im Rahmen geltender Gesetze. Das Gleiche erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Mitarbeitern bieten wir die Chance individueller Weiterentwicklung. Wir suchen den aktiven Dialog mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern und entwickeln unsere Strategie stetig weiter. Der erstmals erstellte Nachhaltigkeitsbericht 2017 liegt diesem Geschäftsbericht als separate Broschüre bei und kann jederzeit auch über die DMG MORI-Website abgerufen werden. Er liefert eine detaillierte und umfassende Nachhaltigkeitsbilanz. → corporate-responsibility-de.dmgmori.com Mit dem Nachhaltigkeitsbericht, der ebenfalls den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht 2017 enthält, erfüllen wir die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des neuen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017. Der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht ist damit nicht Bestandteil des Konzernlageberichts. DMG MORI hat den Nachhaltigkeitsbericht zudem gemäß den internationalen Reporting-Richtlinien "GRI Standards 2016: Option Kern" der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Im Nachhaltigkeitsbericht werden wichtige Nachhaltigkeitsbelange des Unternehmens ausgeführt. Themen, die bei einer Wesentlichkeitsanalyse von uns als besonders wesentlich für DMG MORI eingeschätzt werden, sind Umwelt- und Arbeitnehmerbelange sowie Compliance. Der Verantwortung gegenüber der Umwelt ist sich DMG MORI bewusst. Wir möchten erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien in hohem Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Einen weiteren Beitrag zum effizienten Einsatz von Ressourcen bei unseren Kunden leisten wir mit unserer Digitalisierungskompetenz. Darüber hinaus sind unsere Produkte besonders energieeffizient und sparen somit beim Kunden Energie. Unsere maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen fassen wir unter dem Beriff "GREEN MODE" zusammen. Mit unserer "First Quality"-Strategie sorgen wir für eine lange Nutzbarkeit von mehr als 20 Jahren und tragen so zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bei. Alle Unternehmens- und Verhaltensmaßnahmen zur Einsparung von Energie in unserem Unternehmen fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Unser Energiemanagementsystem ist nach EN ISO 50001 zertifiziert. Wir verpflichten uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie der damit einhergehenden Reduzierung von CO2 -Emissionen. Dies haben wir in unseren Zielen beim Energiemanagement festgelegt. Diese werden jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in Managementbewertungen sowie einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft. Der absolute Energieverbrauch ist - trotz gestiegenem Umsatz und Flächenerweiterungen -nur um 2% von 121 GWh auf 123 GWh gestiegen. MITARBEITERAm 31. Dezember 2017 waren 7.101 Mitarbeiter, davon 359 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.282 Mitarbeiter, davon 318 Auszubildende). Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich um 181. Der Rückgang ergibt sich insbesondere aus der Veräußerung der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika an die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Wirkung zum 1. Januar 2017. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 436 (Vorjahr: 438). Der Personalaufwand reduzierte sich um 21,3 MIO € auf 550,7 MIO € (Vorjahr: 572,0 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 467,5 MIO € (Vorjahr: 485,7 MIO €) sowie 79,0 MIO € auf Sozialabgaben (Vorjahr: 78,9 MIO €) und 4,2 MIO € auf Aufwendungen für Altersversorgungen (Vorjahr: 7,4 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 23,3% (Vorjahr: 25,3%). Im Bereich Human Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt bei uns unverändert auf einem hohen Niveau: 97% der Beschäftigten verfügen wie im Vorjahr über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 16,2 MIO € (Vorjahr: 16,4 MIO €). Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen. Die Krankenquote betrug 3,8% (Vorjahr: 4,0%) und lag damit erneut unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,2%. Die Fluktuation belief sich auf 8,3% (Vorjahr: 8,6%). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,9%. Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2017DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen und Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz und Free Cashflow erreicht. Auch der Ertrag ist deutlich gestiegen. Die hohe Nachfrage nach unseren innovativen Maschinen und Technologielösungen setzte sich fort. Der Auftragseingang stieg um 16% auf 2.754,8 MIO € (Vorjahr: 2.369,9 MIO €). Damit erzielten wir den höchsten Auftragseingang in 147 Jahren Unternehmensgeschichte. Bereinigt um die Effekte aus der Neuausrichtung 2016 - wie unter anderem die veränderte Vertriebs- und Servicestruktur in Asien und Amerika - stieg der Auftragseingang sogar um 23%. Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch stieg um +4,5%. Damit ist DMG MORI im Geschäftsjahr 2017 stärker gewachsen als der weltweite Markt. Der Umsatz stieg auf 2.348,5 MIO € und erreichte damit ebenfalls einen neuen Höchstwert (+4%; Vorjahr: 2.265,7 MIO €). Bereinigt um die Effekte aus der Neuausrichtung erhöhte sich der Umsatz sogar um +9% im Vergleich zum Vorjahr. Das EBITDA verbesserte sich auf 252,9 MIO € (+49%; Vorjahr: 169,7 MIO €). Das EBIT erhöhte sich auf 180,1 MIO € (+73%; Vorjahr: 104,0 MIO €) und das EBT stieg auf 176,4 MIO € (+87%; Vorjahr: 94,1 MIO €). Der Konzern weist zum 31. Dezember 2017 ein EAT von 118,4 MIO € aus (+149%; Vorjahr: 47,5 MIO €). Der Free Cashflow verbesserte sich um 99,9 MIO € auf den Rekordwert von 142,4 MIO € (+235%; Vorjahr: 42,5 MIO €). Im Geschäftsjahr 2017 erzielten wir zum einen Rekordwerte bei wesentlichen Kennzahlen. Zum anderen haben wir bedeutende Zukunftsfelder aktiv besetzt. Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products sind die strategischen Innovationsfelder von DMG MORI. Exzellenz bei Qualität und Service gehören ebenfalls zu unserer obersten Priorität. Wir wollen unsere weltweiten Marktanteile weiter ausbauen und die hohe Innovationskraft als "Global One Company" nachhaltig stärken. NachtragsberichtWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG 2018Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung verlief in den ersten beiden Monaten des Jahres positiv. In allen großen Industrienationen stehen die Zeichen auf Wachstum. Trotz des Optimismus dürfen die wirtschaftspolitischen Auswirkungen des näher rückenden EU-Austritt Großbritanniens, die protektionistische Politik der US-Regierung sowie die Tendenz eines nachlassenden Expansionstempos in China nicht außer Acht gelassen werden. In Deutschland blieb die wirtschaftliche Lage weiterhin stabil. Der vom Münchener ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zuletzt veröffentlichte Geschäftsklimaindex ist allerdings im Februar 2018 - nach einem Rekordhoch im Vormonat - deutlich gesunken. Die Einschätzung für die ersten sechs Monate des Jahres ist verhalten optimistisch. Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt soll mit +3,6% im Jahr 2018 ein geringeres Wachstum verzeichnen (Vorjahr: +4,5%). Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist positiv ins Jahr 2018 gestartet. VDW und Oxford Economics prognostizieren für das Gesamtjahr einen Anstieg des Verbrauchs um +5,1 %. UNTERNEHMENSSITUATION NACH SCHLUSS DES BERICHTSJAHRESDMG MORI ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2018 gestartet: Im Januar und Februar lag der Auftragseingang bei 523,8 MIO € (Vorjahr: 435,2 MIO €). Der Umsatz betrug 357,2 MIO € (Vorjahr: 308,3 MIO €). Das Ergebnis (EBIT) lag in den ersten zwei Monaten über dem Wert des Vorjahres. Insbesondere unsere Traditions-Hausausstellung in Pfronten war ein voller Erfolg: Auf diesem Branchen-Highlight zu Jahresbeginn haben wir erneut Rekordwerte erzielt. In der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich in den ersten beiden Monaten folgende Veränderungen: Im Januar 2018 haben wir unsere Beteiligung an der REALIZER GmbH von 50,1% auf 75,1% erhöht. Zudem hat sich die Beteiligungsstruktur an der ADAMOS GmbH geändert, da sich aktuell ein weiterer Partner beteiligt hat. Der Anteil von DMG MORI beträgt derzeit 16,7%. Weitere Veränderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2018 nicht. Chancen- und RisikoberichtChancenmanagementsystem (CMS)Chancen werden innerhalb unseres Chancen- und Risikomanagementsystems systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Mit unserem Customer-Relationship-Management-System (CRM) analysieren und dokumentieren wir unsere Vertriebsentwicklung bei Werkzeugmaschinen und Servicedienstleistungen und identifizieren daraus wesentliche Einzelchancen im Absatzbereich. Weiterhin beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren. Gesamtwirtschaftliche Chancen eröffnen sich für DMG MORI durch die umfassende Bearbeitung etablierter Marktregionen und bestehender Wachstumsmärkte sowohl durch den eigenen Vertrieb als auch über die DMG MORI COMPANY LIMITED. Die globale konjunkturelle Entwicklung 2017 und Erwartungen für 2018 stellen für DMG MORI nachhaltige Chancen dar, das Geschäftsvolumen künftig weiter erfolgreich strategisch und operativ auszuweiten. Die Weltwirtschaft befand sich 2017 in einer robusten Verfassung. Eine grundsätzliche Fortsetzung dieser Entwicklung wird auch für 2018 erwartet. Konkrete positive Impulse für DMG MORI ergeben sich sowohl aus Europa - im Wesentlichen aus der Eurozone - den USA und einer sich wieder deutlich verbessernden Wachstumsdynamik in China und eine weiterhin positive Entwicklung in Indien und weiteren Schwellenländern. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft gewann im Berichtsjahr an Intensität und Breite. Die derzeitige gute konjunkturelle Entwicklung soll sich auch im Jahr 2018 unverändert fortsetzen. Diese Entwicklung wird durch einen Ausbau der Investitionstätigkeiten und die weiterhin vorteilhaften Finanzierungsbedingungen als Folge des niedrigen Zinsniveaus gestützt. Zwar werden moderate Leitzinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank im Euroraum erwartet, jedoch ohne signifikant dämpfende Wirkung. In der Eurozone verzeichnen alle wesentlichen Staaten erkennbar positive Wachstumstendenzen. Dies beinhaltet auch die ehemaligen Euro-Krisenländer Frankreich, Spanien, Portugal und Irland. In den USA ergibt sich trotz möglicher politischer Unsicherheiten eine eher stabile Wachstumsentwicklung. Expansive Effekte aus einer umfassenden Unternehmenssteuerreform mit deutlichen Steuersenkungen eröffnen zusätzliche Chancen. In China ermöglichten umfassende wirtschaftspolitische Anstrengungen, die angespannte Lage der Vorjahre zu überwinden und zukünftig in eine Phase der verstärkten Expansion überzugehen. In Indien wird die gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2018 nach der Überwindung mehrerer dämpfender politischer Faktoren wieder deutlich steigen. Der Wiederanstieg der Rohstoffpreise unterstützt zudem den expansiven Trend der Konjunktur weiterer Schwellenländer. Wir sind in der Lage, an sich ergebenden gesamtwirtschaftlichen Chancen zeitnah zu partizipieren, sobald sich Potenziale eröffnen. Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserem umfassenden, innovativen Produktportfolio und unserer durchgängigen Digitalisierungsstrategie, die wir im Geschäftsjahr 2017 kontinuierlich weiterentwickelt haben. Um den technologischen Anforderungen gerecht zu werden, verfügen wir über verschiedene Maschinentypen zu unterschiedlichen Preisniveaus. Insgesamt verzeichnet DMG MORI weiterhin ein weltweit hohes Produktinteresse im Dreh- und Fräsmaschinenbereich. Im sich dynamisch entwickelnden Bereich unserer Advanced Technologies mit den Produktreihen ULTRASONIC, LASERTEC und ADDITIVE MANUFACTURING sowie bei den Automatisierungs- und ganzheitlichen Technologielösungen legen wir einen Schwerpunkt unserer Weiterentwicklung. Für die stetig steigenden Anforderungen und sich verändernden Rahmenbedingungen entwickeln wir konsequent neue ganzheitliche Lösungen. Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für DMG MORI durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie die höchste Qualität unserer Produkte. Dies setzen wir konsequent in unserer gesamten Wertschöpfungskette um: von der Forschung und Entwicklung, über Produktion bis hin zum Vertrieb und Service beim Kunden. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position als einer der führenden Werkzeugmaschinenhersteller global auf zahlreichen Märkten weiter auszubauen. Durch das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zu einer "Global One Company" mit weltweit klar geordneten Vertriebs- und Servicestrukturen sind wir sowohl in der Lage, direkt an dem deutschen Heimatmarkt, der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie der Märkte in China und Indien zu partizipieren, als auch an der positiven Entwicklung der Märkte der DMG MORI COMPANY LIMITED in Japan, Nord- und Südamerika und weiteren Teilen Asiens. Gemeinsam betreuen wir unsere Kunden aus 42 verschiedenen Branchen im Direktvertrieb und Service in 79 Ländern der Welt. Durch gemeinsame Entwicklungs-, Einkaufs-, Produktions- und Administrationsaktivitäten erzielen wir Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen und profitieren somit durch unsere enge Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Im Bereich innovativer Fertigungstechnologien bauen wir unsere bestehende Kompetenz im ADDITIVE MANUFACTURING bei der SAUER GmbH und der REALIZER GmbH kontinuierlich weiter aus. Im Geschäftsjahr 2017 wurde die Montage der SLM-Maschinen der REALIZER GmbH in Bielefeld eröffnet. DMG MORI ist damit der weltweit erste Komplettanbieter in der additiven Fertigung von Metallbauteilen und bietet die beiden wichtigsten generativen Fertigungsverfahren aus einer Hand. Unser APP-basiertes Steuerungs- und Bedienumfeld CELOS wird beständig durch neue Applikationen (APPs) und weitere Funktionen ausgebaut. CELOS ermöglicht die nahtlose vollständige Vernetzung mit der Betriebsorganisation. CELOS und ISTOS bilden die Basis für den nächsten Schritt in die Digitalisierung. Die ISTOS GmbH erarbeitet konzernübergreifend kundenindividuelle Lösungen zur Digitalisierung von vollständig vernetzten Produktionsprozessen. Diese Tätigkeit bietet ein erhebliches Zukunfts- und Wachstumspotenzial. Gemeinsam mit Dürr, der Software AG, ZEISS und ASM PT gründete DMG MORI zudem die strategische Allianz ADAMOS als einen wesentlichen Bestandteil unseres "Path of Digitization". Dadurch erweitern wir unser Angebot um eine offene, digitale Plattform für Maschinenbauer, ihre Zulieferer und Kunden. Mit dem Ziel, unsere Serviceleistungen weiter auszubauen und unsere Digitalisierungsstrategie weiter voran zu treiben, haben wir im Geschäftsjahr 2017 die WERKBLiQ GmbH übernommen. Die Kernkompetenz liegt in der digitalen Vernetzung von Service- und Instandhaltungsprozessen. Dies ermöglicht es uns, unseren Kunden für ihren gesamten Maschinen- und Anlagenpark eine zukunftsorientierte, durchgängige und offene Instandhaltungslösung anzubieten. Zudem bauten wir die Servicesparte von DMG MORI als wichtiges Segment noch kundenorientierter aus. Mit unserer globalen Service- und Ersatzteilversorgung betreuen wir unsere Kunden weltweit umfassend. Durch die Einführung eines "Smart Pricing"-Konzepts im Bereich der Servicedienstleistungen und Ersatzteile, richten wir uns spezifisch auf die Bedürfnisse unserer Kunden aus. Durch den Einsatz von flexiblen und hochqualifizierten Servicetechnikern im Zusammenhang mit einer ständigen globalen Ersatzteilverfügbarkeit, betreuen wir unsere Kunden global umfassend. Gemeinsam mit der HEITEC AG bündeln wir unser Know-how, um die Entwicklung innovativer Automatisierungslösungen zu beschleunigen. Mit dem Ende 2017 gegründeten Joint Venture-Unternehmen DMG MORI HEITEC GmbH ist es möglich, unseren Kunden ein durchgängiges Automatisierungskonzept anzubieten. Automatisierte Werkzeugmaschinen sind feste Bestandteile einer zukunftsorientierten Fertigung. Von zentraler Bedeutung ist daher die Entwicklung des "Digital Twin". Damit beschleunigen und stabilisieren wir sämtliche Kundenprozesse - von der Entwicklung über die Einrichtung bis hin zum Service- und sorgen für flexible und stabile Abläufe, Kostenreduzierungen und Produktivitätssteigerungen. Auf der Basis einer Vielzahl von operativen Frühindikatoren, wie zum Beispiel Marktpotenzial, Auftragseingang, oder Messeauswertungen, die unser Customer-Relationship-System (CRM) identifiziert, führen wir eine flexible Vertriebssteuerung zur konsequenten Nutzung unserer Chancen durch. Über die DMG MORI Finance GmbH bieten wir unseren Kunden national und international maßgeschneiderte Finanzierungslösungen an. Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität und Logistik. Zu diesem Zweck führen wir aktuell mehrere Projekte durch. Darüber hinaus erbringen wir unsere Leistungen nachhaltig für Umwelt und Gesellschaft. Details hierzu enthält der Nachhaltigkeitsbericht 2017. Weitere Chancen ergeben sich durch den aktiven Einbezug unserer Lieferanten in den Wertschöpfungsprozess, mit dem Ziel, deren Liefertreue zu stärken. Risikomanagementsystem (RMS)Das Risikomanagementsystem beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung des Konzerns. Es handelt sich bei den erfassten, bewerteten und gesteuerten Risiken um Sachverhalte, deren inhärentes Risikopotenzial durch gegebene Umweltzustände vorgegeben ist und die angemessen erfasst, bewertet und gesteuert werden. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen: 1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist, 2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert, 3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken, 4. bereichsspezifischen, quartalsweisen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften, 5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über wesentliche Risiken. Das Risikofrüherkennungssystem im Konzern beruht auf dem anerkannten COSO-Rahmenkonzept. Ziele des Risikofrüherkennungssystems sind eine vollständige und verlässliche konzernweite Erfassung der bestehenden Risikopotenziale, der jeweils zukünftigen 12 Monate, eine Risikozusammenfassung und -bewertung, die Abfrage und Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoreduktion, eine kontinuierliche Risikoüberwachung über alle Segmente der Geschäftstätigkeit. Die Strategie des bestehenden Risikofrüherkennungssystems besteht in einer konzernweit, systematischen Identifikation, Bewertung, Aggregation, Überwachung und Meldung der bestehenden Risiken und der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung. Diese Risiken werden in einem standardisierten, periodischen Prozess in den einzelnen Unternehmensbereichen jeweils vierteljährlich identifiziert. Die ermittelten Risikopotenziale werden in einer Bruttobetrachtung unter Berücksichtigung der Maximalrisiken und Eintrittswahrscheinlichkeiten analysiert und bewertet, um anschließend die Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung zu koordinieren. Auf der Basis der bestehenden Nettorisiken nach Maßnahmen erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Konzernrisikomanagement. Wir stufen die Eintrittswahrscheinlichkeiten der identifizierten Risiken nach den folgenden Kategorien ein:
Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50% werden mit den Nettorisikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist derart ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie die Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage des Konzerns darstellen zu können:
Die Risikotragfähigkeit - definiert als Relation des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte und des gesamten Konzerneigenkapitals - stellt eine wesentliche Steuerungsgröße dar. Vorstand und Aufsichtsrat werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage des Konzerns und der einzelnen Unternehmensbereiche informiert. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich - jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember - in Form eines umfassenden Risikoberichts. Der Vorstand erhält quartalsweise ein spezifisches Risikoreporting. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft, im Konzern kontinuierlich weiterentwickelt und entsprechend der sich wandelnden Rahmenbedingungen laufend angepasst. Das interne Kontrollsystem (IKS) von DMG MORI ist ein weiterer Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es entspricht sowohl den deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch den relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX / Naibutousei konformen Dokumentation. Das bestehende interne Kontrollsystem des Konzerns dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den Geschäftsprozessen im Tagesgeschäft. Ziel unseres IKS ist die Sicherstellung der durchgängigen Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und allen Konzernunternehmen, die Erreichung betrieblicher Effizienzziele und die Compliance mit sämtlichen gesetzes-, normen- und wertebezogenen Anforderungen an unseren Konzern. Ergänzend dient das rechnungslegungsbezogene IKS zur Sicherstellung von Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit unseres Konzernabschlusses nach IFRS, der lokalen Abschlüsse und der zugrunde liegenden Buchwerke. Es umfasst alle Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung unternehmerischer Sachverhalte und deren anschließende Übernahme in die betreffenden Abschlüsse. In unserem IKS werden aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse die steuerbaren Risiken erfasst, durch Ausgestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie geeigneter Kontrollaktivitäten eliminiert, oder auf ein angemessenes Niveau reduziert. Unser IKS umfasst dabei sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, zu denen Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip u. a. in verschiedenen Formen und Ausprägungen gehören. Zusätzlich wird durch eine geeignete Gestaltung der Aufbau- und Ablauforganisation der Geschäftsprozesse eine angemessene Funktionstrennung sichergestellt. Dies wird durch die vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen als Teil des IKS unterstützt. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem beinhaltet ergänzend die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese rechnungslegungsbezogenen Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden. Dies umfasst auch die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung wird zentral durch das Konzernrechnungswesen durchgeführt. DMG MORI bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet. Auf der Grundlage von jährlichen Management Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies geschieht durch stichprobenweise Überprüfung der Angemessenheit des Kontrolldesigns und der Wirksamkeit der bestehenden Kontrollen. Das Management Testing wird durch die externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die Interne Revision durchgeführt. Über die Ergebnisse des Management Testings und dessen Prüfung wird an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird ergänzend stichprobenartig von der internen Revision im Rahmen von planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen überprüft und ausgewertet und darüber an den Vorstand und Aufsichtsrat berichtet. Als weiteren Teil des Risikomanagements besitzt DMG MORI ein zentralisiertes Versicherungsmanagement. Für wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken wird hier eine konzernweite Versicherungsstrategie festgelegt und umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2017 wurde das Versicherungsmanagement der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit dem neu eingeführten zentralen Versicherungsmanagement der DMG MORI COMPANY LIMITED gemeinsam global harmonisiert. Gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben sich für DMG MORI insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung und den bestehenden Unsicherheiten in den Märkten und betreffen alle Segmente. Global bestehen Risiken aus einer möglichen Eskalation des Nordkoreakonfliktes als wesentliches internationales politisches Risiko. Die Wahrscheinlichkeit und die politischen bzw. wirtschaftlichen Folgen sind derzeit nicht absehbar. Für Deutschland wird eine leichte Abnahme der privaten Konsumnachfrage 2018 erwartet, die negative Impulse ausstrahlen kann. Eine dämpfende Wirkung könnten zudem die steigenden Nettolöhne haben. Weiterhin könnten Inflation und Abgabenbelastung ansteigen. Insgesamt betrachtet könnten sich die verfügbaren Einkommen zwar erhöhen, dies aber mit einer leicht rückläufigen Geschwindigkeit. Ein weiteres Risiko kann aus der aktuellen Überhitzung des Immobilienmarktes hervorgehen. Durch einen plötzlichen Verfall der Immobilienpreise, könnte dies einen nachhaltigen Einfluss auf das Konsum- bzw. Investitionsverhalten und somit auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben. Gesicherte politische Rahmenbedingungen bilden eine wesentliche Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. In Europa bestehen erkennbare Risiken in der Eurozone durch die mangelnde Umsetzung notwendiger Strukturreformen in mehreren Euroländern. Während sich die Situation in Frankreich durch zahlreiche angestoßene Reformen des neuen Präsidenten verbessert, ist die Lage in Italien weiterhin angespannt. Trotz mehrerer Wahlniederlagen eurokritischer Parteien innerhalb der Europäischen Union besteht weiterhin ein grundsätzliches Risiko einer Destabilisierung der Europäischen Union auf politischer Ebene. Die Auswirkungen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union können zukünftig unser lokales Geschäft in Großbritannien negativ beeinflussen. Darüber hinaus bleiben die Folgen der bereits über einen länger andauernden Zeitraum ausgerichteten expansiven Geldpolitik bestehen und stellen sich als nicht einschätzbares Risiko heraus. Zum einen könnte die geldpolitische Anregung den Aufbau systematischer Risiken fördern. Zum anderen könnten Banken, die langfristige Kredite zu einem niedrigen Zinsniveau vergeben, im Falle eines schnellen Anstiegs der kurzfristigen Zinsen, einem erhöhten Anpassungsdruck ausgesetzt sein. Weitere Risiken erwachsen aus der politischen Ausrichtung der Türkei sowie dem künftigen Verhältnis zur Europäischen Union. Die daraus resultierende Wirkung ist derzeit noch nicht absehbar. Die russische Wirtschaft erholt sich nur langsam von den konjunkturelle Einbrüchen und Sanktionen der vergangenen Jahre. Insgesamt bleibt die konjunkturelle Entwicklung weit hinter den ursprünglichen Erwartungen und Wachstumsprognosen zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die weiterhin bestehenden Wirtschaftssanktionen zurückzuführen. In den USA ist inzwischen zu erkennen, dass die Pläne des Präsidenten für eine Revision bestehender Freihandelsabkommen und eine Rückkehr zum Protektionismus zwar grundsätzlich weiterverfolgt, aber nur eingeschränkt umgesetzt werden. Trotzdem können erhebliche Risiken aus der zukünftigen politischen, fiskalischen und handelspolitischen Ausrichtung der USA resultieren. Ein weltweiter konjunktureller Rückgang könnte einen wesentlichen Einfluss auf den Weltmarkt für Werkzeugmaschinen und somit den Auftragseingang haben. Wir begegnen diesen Risiken mit einem kontinuierlichen Monitoring der konjunkturellen Entwicklung und gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi, russischem Rubel und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen und so unsere Wettbewerbsposition beeinträchtigen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer zunehmend regionalisierten Produktion entgegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus gesamtwirtschaftlichen Risiken erachten wir zurzeit als gering. Branchenspezifische und absatzbezogene Risiken ergeben sich - trotz der sehr guten Nachfragesituation - aufgrund eines weiterhin intensiven Wettbewerbs mit hohem Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen. Diesem intensiven Wettbewerb begegnen wir mit dem technologischen Vorsprung unserer Produkte und einer klaren Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Zudem sind momentan alle Marktteilnehmer durch eine sehr hohe Auslastung ihrer Produktionskapazitäten herausgefordert. In der Folge kann es zu verlängerten Lieferzeiten kommen. Diese erhöhten Lieferzeiten können den Umfang der erwarteten Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2018 negativ beeinflussen. Wir wirken der hohen Auslastung mit unserer Produktionsplanung und -steuerung in unseren Fertigungswerken entgegen. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten im Geschäftsbereich Services können Risiken für den Konzern resultieren. Insgesamt erachten wir die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden aus branchenspezifischen und absatzbezogenen Risiken als gering. Aus den gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und absatzbezogenen Risiken ergeben sich kumuliert erwartete Risiken von rund 18,0 MIO €. Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung der künftigen Marktentwicklung und in möglichen technologischen Fehlentwicklungen in allen Segmenten. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden Messepräsenz in allen wichtigen Märkten und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern werden im Konzerninteresse getroffen. Die möglichen Schäden aus unternehmensstrategischen Risiken beziffern wir auf rund 14,6 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Wir sind Beschaffungs- und Einkaufsrisiken insbesondere im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien für Werkzeugmaschinen ausgesetzt. Zusätzlich sorgt eine hohe Auslastung bei den Lieferanten für weitere Kostensteigerungspotenziale. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalen Sourcing mit mindestens zwei Lieferanten für die wesentlichen Materialien. Potenzielle Schäden aus dem Beschaffungs- und Einkaufsrisiko beziffern wir auf rund 14,8 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Produktionsrisiken, wie beispielsweise Fertigungsineffizienzen, Auslastungssteuerung oder potenzielle Qualitätsrisiken kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und -bestand, des Montage- und Fertigungsfortschritts, der Durchlaufzeit sowie der Durchlaufstetigkeit, dem Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen, die unseren Technologievorsprung sichert. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Bezüglich der Umsetzung führen wir sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen und freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung von Gefahrstoffen und weiteren Abfällen. Zudem versuchen wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung knapper Umweltressourcen zu gewährleisten. Weitere Details hierzu stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2017. Die potentiellen Risiken aus dem Risikofeld Produktion im Segment "Werkzeugmaschinen" werden mit einem Wert von 14,0 MIO € bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit eingeschätzt. Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch eine sehr eng abgestimmte Entwicklungszusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen entgegen. Wir vermeiden unkalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Die möglichen Risiken aus Forschung und Entwicklung im Segment "Werkzeugmaschinen" beziffern wir auf 3,4 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Personalrisiken: Aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften können bei nicht ausreichend möglicher Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter in allen Segmenten Risiken entstehen, die die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Programme zur Ausbildung, Personalakquise, Steigerung der Qualifikation der bestehenden Mitarbeiter sowie leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und Stellvertreterregelungen, die den Ausfall von Fach- und Führungskräften abfedern und durch frühzeitige Nachfolgeplanungen. Eine jederzeit notwendige Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines geschätzten Schadens in Höhe von rund 8,0 MIO € sehen wir als gering an. IT-Risiken entstehen durch die bestehende Vernetzung unserer teils komplexen internen Systeme. Diese resultieren daraus, dass Netzwerke ausfallen könnten und dass Daten durch Bedien- und Programmfehler oder durch externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden können. Zudem sehen wir uns den Risiken einer organisierten Datenausspähung, Erpressung, Cyberkriminalität und betrügerischen Scammingaktivitäten ausgesetzt. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT-Landschaft, regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zudem schaffen wir ein angemessenes Bewusstsein bei unseren Mitarbeitern, indem wir diese in regelmäßigen Abständen durch Mitteilungen über entsprechende Risiken und die bestehende Bedrohungslage informieren und schulen. Die möglichen segmentübergreifenden Schäden aus diesem Bereich belaufen sich auf derzeit 2,5 MIO € und sind beherrschbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als erhöht eingeschätzt. Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren segmentübergreifend unter anderem aus unseren internationalen Aktivitäten in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Aktuell erwarten wir währungsbezogene Risiken in Höhe von rund 2,7 MIO €. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von DMG MORI sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2022 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, eine marktübliche Covenants einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich tragen wir Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Mögliche Schäden aus allen finanzwirtschaftlichen Risiken einschließlich der währungsbezogenen Risiken belaufen sich insgesamt auf rund 9,0 MIO €. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens wird als gering eingeschätzt. Weitere Informationen zu den Risiken nach IFRS 7 stehen im Konzernanhang auf den Seiten 145 ff. Rechtliche Risiken erwachsen insbesondere aus Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Mitarbeitern, Lieferanten, Behörden und möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen beim Verkauf von Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen, die sich auch durch unser effizientes Qualitätsmanagement nicht Vollständig verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen im Konzern sowohl im Umfang als auch zeitlich grundsätzlich beschränkt. Abweichungen zu diesem Vorgehen sind durch den Vorstand gesondert zu genehmigen. Die möglichen Schäden aus diesem Bereich belaufen sich über alle Segmente auf derzeit 26,0 MIO € und sind beherrschbar. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird als gering eingeschätzt. Sonstige Risiken ergeben sich aus dem operativen Geschäft. Soweit aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge nicht wertberichtigt wurden, gehen wir von einer Nutzbarkeit dieser Steuerminderungspotenziale durch zu versteuernde Einkünfte aus. Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl können sich bei Betriebsprüfungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten Nachforderungen ergeben. Sollte die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von DMG MORI auswirken. Insgesamt beziffern wir mögliche Schäden aus steuerlichen Risiken und übrigen sonstigen Risiken auf 8,9 MIO € bzw. 2,8 MIO € bei einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit. Gesamtaussage des Vorstands zur RisikosituationDer Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der Berichterstattung im Geschäftsbericht 2016 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltener Vorstands- und Statussitzungen. Auf der Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich. PrognoseberichtKünftige RahmenbedingungenFür das laufende Jahr 2018 prognostiziert das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) einen Anstieg der Weltwirtschaft von +3,9%. Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Wachstum des BIP von +2,6% prognostiziert. Europa wird in 2018 seinen moderaten Wachstumskurs fortsetzen. Wirtschaftsforscher rechnen damit, dass das BIP der Euroländer um +2,3% zunehmen wird. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich +6,4% auch im laufenden Jahr die wachstumsstärkste Region sein. Für China wird ebenfalls ein Wachstum von +6,4% prognostiziert. Das Wachstum der japanischen Wirtschaft soll nach vorläufigen Berechnungen +1,5% im Jahr 2018 betragen. In den USA soll die konjunkturelle Entwicklung nach Schätzungen des IfW mit +2,5% weiter stabil wachsen. Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt soll im Jahr 2018 erneut wachsen. VDW und Oxford Economics gehen davon aus, dass der weltweite Verbrauch mit +3,6% ein geringeres Wachstum als im Vorjahr (+4,5%) verzeichnen wird. Während in Europa insgesamt von einem Wachstum des Verbrauchs von +4,1% ausgegangen wird, prognostiziert man dagegen für Großbritannien aufgrund des Brexit einen Rückgang von -3,1 %. Für Asien wird ein Anstieg des Verbrauchs von +3,5% erwartet, der Markt in China soll ebenfalls um +3,5% wachsen. Die Entwicklung des japanischen Werkzeugmaschinenverbrauchs wird mit +3,4% prognostiziert. In den USA rechnen VDW und Oxford Economics mit einem soliden Wachstum von +3,1%. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie startete mit optimistischen Erwartungen zur Branchenkonjunktur in das Jahr 2018. VDW und Oxford Economics rechnen mit einem Anstieg des Verbrauchs in Deutschland um +5,1%. Risikofaktoren, die diesen weltweit positiven Trend beeinträchtigen könnten, sind die Preisentwicklung für Rohstoffe und Energie, die Wechselkursveränderungen, eine mögliche Trendwende der Niedrigzinspolitik, der zunehmend engere Arbeitsmarkt, die globalen politischen Unsicherheiten sowie die weiterhin schwierig einzuschätzenden Konsequenzen des Brexits. Aufgrund der weiter bestehenden globalen Unsicherheiten bleibt es allerdings schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen. Künftige Entwicklung von DMG MORIWir wollen unsere Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen für die Fertigungsindustrie weiter ausbauen. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzentrieren wir uns als "Global One Company" auf unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services. Dabei werden wir unser Produktportfolio weiter optimieren. Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products sind die strategischen Innovationsfelder von DMG MORI. Im Geschäftsjahr 2018 liegt unser Fokus verstärkt auf Qualität und Service. Eine wichtige Säule unserer Zukunftsstrategie ist die Automatisierung. Künftig soll jede Maschine von DMG MORI optional mit Automatisierung ausgestattet werden können. Ebenfalls werden wir mit CELOS und ADAMOS unseren "Path of Digitization" ausbauen, mit dem wir weltweit die digitale Transformation im Maschinenbau vorantreiben. Zu Beginn des Jahres 2018 lag der Auftragseingang auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Im ersten Quartal 2018 rechnen wir - aufgrund der erfolgreichen Hausausstellung in Pfronten -mit einem Auftragseingang von rund 700 MIO € (Vorjahr: 693,9 MIO €). Für das Gesamtjahr planen wir einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD €. Der Umsatz soll im ersten Quartal mit rund 580 MIO € über dem Vorjahresniveau liegen (533,9 MIO €). Für das Gesamtjahr planen wir einen Umsatz von rund 2,45 MRD €. Das EBIT soll im ersten Quartal leicht über dem Vorjahresniveau liegen (34,3 MIO €). Im Gesamtjahr soll das EBIT rund 180 MIO € betragen. Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir von einem Free Cashflow von rund 100 MIO € aus. Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2018 den notwendigen Liquiditätsbedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir zum Jahresende ein moderat ansteigendes Niveau. Strategische Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant - somit bleibt die Finanzierungsstruktur im Wesentlichen unverändert. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finanziellen Mitteln abgedeckt werden. Für das Geschäftsjahr 2018 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 65 MIO €. Das Investitionsvolumen wird auf dem Niveau der Abschreibungen liegen. Für das Segment "Werkzeugmaschinen" sind Investitionen von rund 58 MIO € geplant. Im Vordergrund steht der Ausbau unseres Produktionswerks in Pleszew (Polen). Neben der Fertigstellung der neuen, rund 7.000 m2 großen Montagehalle werden wir die Spindelfertigungskapazitäten ausbauen und mit dem Bau einer hochmodernen XXL-Produktionshalle beginnen. In der über 6.000 m2 großen Produktionshalle planen wir die Fertigung von XXL-Komponenten für den Konzernverbund. Zukünftig sollen in Pleszew rund 2.000 Werkzeugmaschinen hergestellt werden. Auch in Zukunft werden wir unsere Produktionsstandorte zielgerichtet modernisieren und produktionsnotwendige Werkzeuge, Modelle sowie Betriebsmittel bereitstellen. Die Entwicklung innovativer Produkte wird auch in Zukunft wesentlicher Bestandteil unserer Investitionstätigkeit sein. Für das Segment "Industrielle Dienstleistungen" sind Investitionen von rund 5 MIO € geplant. Wir werden auch in Zukunft unsere Vertriebsstandorte gezielt modernisieren und unsere Servicetechniker mit modernsten Werkzeugen und Messgeräten ausstatten. Im Segment "Corporate Services" planen wir rund 2 MIO € zu investieren. Im Vordergrund stehen Modernisierungsmaßnahmen an unserem Standort in Bielefeld. Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir als "Global One Company" unsere Innovationsstrategie vorantreiben. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 12 Weltpremieren, mit denen wir unser Portfolio gezielt weiterentwickeln. Parallel arbeiten wir an Innovationen aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und verfolgen konsequent unsere "First Quality"-Strategie. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden bei rund 60 MIO € liegen. Die Erhöhung um etwa 10 MIO € gegenüber dem Vorjahr zeigt die nochmals gesteigerte Dynamik, mit der wir unsere Zukunftsthemen - insbesondere die Digitalisierung - vorantreiben. Insgesamt werden im Bereich Forschung und Entwicklung nahezu unverändert etwa 15% der Belegschaft in den Werken daran arbeiten, unsere Technologieführerschaft nachhaltig zu stärken. Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2018Die Weltwirtschaft ist weiterhin durch globale Unsicherheiten gekennzeichnet. Nach den Prognosen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenhersteller und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics soll der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch 2018 mit +3,6% ein geringeres Wachstum verzeichnen (Vorjahr: +4,5%). Aufgrund der weiter bestehenden globalen Unsicherheiten bleibt es allerdings schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen. Für das Geschäftsjahr 2018 planen wir einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD € und einen Umsatz von rund 2,45 MRD €. Das EBIT soll rund 180 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 100 MIO € liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen rund 65 MIO € betragen und im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden. Unsere hohe Innovationskraft als "Global One Company" wollen wir nachhaltig stärken. Dynamik und Exzellenz bei Technologie, Service und Qualität werden das laufende Geschäftsjahr prägen. Mit Dynamik wollen wir unsere strategischen Zukunftsfelder vorantreiben und Bestehendes nachhaltig auf Exzellenz optimieren. Unser Motto 2018 lautet daher "Dynamic . Excellence". KonzernabschlussKonzern-Gewinn- und Verlustrechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTscroll
Konzernbilanz zum 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTAKTIVA scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2016 BIS 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTscroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 133 ff. scroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 133 ff. ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT(Bestandteil des Anhangs) scroll
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ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS ZUM 31. DEZEMBER 2016DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT(Bestandteil des Anhangs) scroll
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SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2017DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT(Bestandteil des Anhangs)scroll
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Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zur Segmentberichterstattung Seite 156 ff. scroll
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Konzernanhang der für das Geschäftsjahr 2017DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTGrundlagen des Konzernabschlusses1. ANWENDUNG DER VORSCHRIFTENDer Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen, bedarfsgerechte Softwareprodukte sowie Energielösungen an. Der zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website → www.dmgmori.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website → www.dmgmori.co.jp zugänglich sein. Die DMG MORI GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 12. März 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. 2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur noch dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet. Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit"-Methode bilanziert sind. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden. Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer StandardsIm Geschäftsjahr 2017 mussten folgende überarbeitete und neue Standards sowie Interpretationen des IASB/IFRIC erstmalig verpflichtend angewendet werden. [→ C.08] Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS ab dem 1. Januar 2017 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten: Änderungen zu IAS 7 - AngabeninitiativeMit der Änderung werden die Informationen über die Veränderung der Verschuldung des Unternehmens verbessert. Das Unternehmen macht Angaben über die Änderungen solcher Finanzverbindlichkeiten, deren Einzahlungen und Auszahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Dazugehörige finanzielle Vermögenswerte werden ebenfalls in die Angaben einbezogen (z.B. Vermögenswerte aus Absicherungsgeschäften). Es werden zahlungswirksame Veränderungen, Änderungen aus dem Erwerb oder der Veräußerung von Unternehmen, währungskursbedingte Änderungen, Änderungen der beizulegenden Zeitwerte und übrige Änderungen angegeben. scroll
Die Angaben werden in Form einer Überleitungsrechnung vom Anfangsbestand in der Bilanz bis zum Endbestand in der Bilanz dargestellt. Der DMG MORI-Konzern stellt in einer Überleitungsrechnung die Veränderungen zwischen dem Anfangs- und Endbestand der betroffenen Finanzverbindlichkeiten dar. Änderungen zu IAS 12 - Ansatz latenter Steueransprüche für nicht realisierte VerlusteDie Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüche für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Verbesserungen zu IFRS 2014 - 2016Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) wurden drei IFRSs geändert, von denen nur die folgende in 2017 anzuwenden war: In IFRS 12 wird klargestellt, dass die Angaben nach IFRS 12 grundsätzlich auch für solche Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen gelten, die als zur Veräußerung gehalten im Sinne des IFRS 5 klassifiziert werden; eine Ausnahme hiervon bilden die Angaben nach IFRS 12.B10-B16 (Finanzinformationen). Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENEine Reihe von neuen Standards und Interpretationen sind in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung möglich ist; die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat jedoch die neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses nicht vorzeitig angewendet. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss derzeit geprüft. Es erfolgte in den vergangenen zwei Jahren eine eingehende Analyse der Auswirkungen der neuen Vorschriften des IFRS 9 und IFRS 15. Die Analyse ist zum Bilanzstichtag abgeschlossen und es wird erwartet, dass diese neuen Standards bei DMG MORI keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss in der Berichtsperiode ihrer erstmaligen Anwendung haben werden. Die erwarteten Änderungen durch diese Standards werden im Folgenden erläutert. a) EU Endorsement ist bereits erfolgtscroll
IFRS 9 - FinanzinstrumenteIFRS 9 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Der DMG MORI-Konzern wird den IFRS 9 erstmalig zum 1. Januar 2018 anwenden; auf eine vorzeitige Anwendung wird verzichtet. IFRS 9 "Finanzinstrumente" legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Schulden sowie einigen Verträgen zum Kauf und Verkauf von nicht finanziellen Posten fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung". Klassifizierung - Finanzielle VermögenswerteIFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows berücksichtigt. IFRS 9 enthält drei Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: bis zur Endfälligkeit zu halten, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbar. Auf der Grundlage seiner Beurteilung ist DMG MORI nicht der Meinung, dass die neuen Einstufungsanforderungen wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen haben werden. Wertminderung - Finanzielle Vermögenswerte und vertragliche VermögenswerteIFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle". Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Nach IFRS 9 werden Wertberichtigungen auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:
Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; ein Unternehmen kann diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anwenden. DMG MORI hat beschlossen das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. DMG MORI ist der Meinung, dass die Wertminderungsaufwendungen für Vermögenswerte im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells des IFRS 9 wahrscheinlich steigen und volatiler werden. Basierend auf der unten beschriebenen Wertminderungsmethodik schätzt der Konzern, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zu folgenden zusätzlichen Wertminderungsaufwendungen führt. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 können hiervon abweichen: scroll
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Die folgende Analyse zeigt weitere Details der erwarteten Auswirkungen zum 1. Januar 2018. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen, inklusive VertragsvermögenswerteDie geschätzten erwarteten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe wurden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung z.B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen wurden anhand von Skalierungsfaktoren untersucht, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren auf aus der Historie zu erkennenden Trends sowie auf Vorhersagen des Bruttoinlandsprodukts (BIP), Länderrisiken sowie der Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus/Leitzinsen. DMG MORI schätzt, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 440 T€ im Vergleich zu den erfassten Wertminderungen unter IAS 39 führen. Das Ausfallrisiko der zusätzlich erfassten Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen aus der Anwendung von IFRS 15 wird als von untergeordneter Bedeutung eingeschätzt. DMG MORI nimmt daher an, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 für die Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen zum 1. Januar 2018 zu keinem Anstieg der erfassten Wertminderungen im Vergleich zu den unter IAS 39 erfassten Wertminderungen führen würde. Laut vorläufigen Analysen und Berechnungen werden die geschätzten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zwischen 0,01 % und 1,24% liegen. Die geschätzte Wertberichtigung auf sonstige Forderungen wurde im Rahmen des "general approach" auf Grundlage von angenommenen Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Das Ausfallrisiko der sonstigen Forderungen ist von untergeordneter Bedeutung und wird als gering eingeschätzt. DMG MORI schätzt, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen für die sonstigen Forderungen um rund 40 T€ im Vergleich zu den erfassten Wertminderungen unter IAS 39 führen. Alle angegebenen Beträge sind Bruttobeträge, für die latente Steuern anfallen. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards zum 1. Januar2018 können hiervon abweichen. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteZahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die 2017 mit Ratings A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet werden. Die geschätzte Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. DMG MORI nimmt an, dass seine Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente auf Grundlage der externen Ratings der Banken und Finanzinstitute ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. DMG MORI schätzt, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zum 1. Januar 2018 zu einem Anstieg der erfassten Wertminderungen um 2 T€ im Vergleich zu den erfassten Wertminderungen unter IAS 39 führen. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards zum 1. Januar 2018 können hiervon abweichen. Einstufung - Finanzielle SchuldenIFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Einstufung von finanziellen Schulden weitgehend bei. Die Beurteilung durch DMG MORI zeigte keine wesentlichen Auswirkungen bezüglich der Einstufung finanzieller Schulden zum 1. Januar 2018. Bilanzierung von SicherungsgeschäftenBei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 besteht das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden. Der DMG MORI-Konzern hat beschlossen die neuen Anforderungen des IFRS 9 anzuwenden. Nach IFRS 9 hat der Konzern sicherzustellen, dass die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen mit den Zielen und der Strategie des Konzernrisikomanagements in Einklang steht, und dass ein eher qualitativer und zukunftsorientierter Ansatz bei der Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsgeschäfte zur Anwendung kommt. IFRS 9 führt außerdem neue Anforderungen bezüglich der Neugewichtung von Sicherungsbeziehungen ein und untersagt die freiwillige Beendigung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften. Nach dem neuen Modell ist es möglich, dass voraussichtlich mehr Risikomanagementstrategien die Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften erfüllen. Dies gilt insbesondere für diejenigen, die eine Risikoabsicherungskomponente (mit Ausnahme des Fremdwährungsrisikos) eines nicht finanziellen Postens beinhalten. Der Konzern führt derzeit keine Absicherungen solcher Risikokomponenten durch. Der DMG MORI-Konzern verwendet Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Schwankungen der Zahlungsströme im Zusammenhang mit Änderungen der Wechselkurse bei Kreditaufnahmen, Forderungen, Verkäufen sowie Ankäufen von Vorräten in Fremdwährung. Der Konzern bewertet die Devisentermingeschäfte nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert, Wertänderungen werden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn kein Hedge Accounting vorliegt oder im Fall von effektiven Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis. Nach IAS 39 werden für alle Absicherungen von Zahlungsströmen die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen ausgewiesenen Beträge als Umgliederungsbeträge in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, und zwar in der gleichen Periode, in der die erwarteten abgesicherten Cashflows den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Nach IFRS 9 werden jedoch für die Absicherungen von Zahlungsströmen (für das mit den erwarteten Ankäufen von nicht finanziellen Vermögenswerten verbundene Fremdwährungsrisiko) die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen und in der Rücklage für Kosten der Absicherung ausgewiesenen Beträge stattdessen direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswertes bei seiner Erfassung einbezogen. Nach aktuellem Stand können die aktuellen Sicherungsbeziehungen im Hedge Accounting weitergeführt werden. Der DMG MORI-Konzern wird ab 1. Januar 2018 die Spot-to-Spot-Methode anwenden und Effekte aus der Forwardkomponente erfolgswirksam erfassen. DMG MORI geht nach seiner derzeitigen Beurteilung davon aus, dass die Anwendung der Änderungen des IFRS 9 zum Hedge Accounting nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung haben wird. AnhangangabenIFRS 9 erfordert umfangreiche neue Angaben, insbesondere zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, zum Kreditrisiko und zu erwarteten Kreditausfällen. Die Beurteilung durch den Konzern beinhaltete eine Analyse zur Identifizierung, ob Datenlücken gegenüber dem derzeitigen Verfahren bestehen; der Konzern wird die Systeme und internen Kontrollsysteme überprüfen und gegebenenfalls anpassen, die seiner Meinung nach für die erforderliche Datenerfassung notwendig sind. ÜbergangÄnderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich rückwirkend angewendet. DMG MORI wird von der Ausnahme Gebrauch machen, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Neue Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte sind grundsätzlich prospektiv anzuwenden. Die nachstehenden Beurteilungen sind auf Grundlage der Tatsachen und Umstände vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestehen:
IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit KundenIFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Der Konzern ist verpflichtet, IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 anzuwenden. DMG MORI schätzt, dass die Änderungen zu folgenden Anpassungen der Bilanzwerte zum 31.12.2017 führen würden: scroll
Alle angegebenen Beträge sind Bruttobeträge, für die latente Steuern anfallen. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards zum 1. Januar 2018 können hiervon abweichen. Verkauf von GüternUmsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst. Dies ist in der Regel der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und das Eigentum auf den Kunden übergegangen ist. Umsatzerlöse werden zu diesem Zeitpunkt erfasst, sofern die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich bewertet werden können, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich ist und es kein weiter bestehendes Verfügungsrecht über die Waren gibt, das der Umsatzrealisierung entgegensteht. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst. Durch die Anwendung der Änderung bei der Erfassung dieser Leistungsverpflichtungen wird geschätzt, dass Umsatzerlöse von rund 5,5 MIO € sowie dazugehörige Aufwendungen in Höhe von rund 4,6 MIO € später erfasst werden als bisher. Im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen anfallende Provisionen werden bei Entstehung als Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum, den DMG MORI angesetzt hätte, nicht mehr als ein Jahr betragen würde. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Gütern weitestgehend vergleichbar. Die Auswirkungen dieser Änderung auf andere Posten im Konzernabschluss bestehen in einem Ausweis einer vertraglichen Schuld für die Leitungsverpflichtungen, sowie einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen, die zum 31. Dezember 2017 für Verpflichtungen von noch zu erbringenden Leistungen zurückgestellt wurden, aber bereits mit Verkauf der Werkzeugmaschine als Umsatz realisiert wurden. Änderungen ergeben sich auch im Zusammenhang mit dem Ausweis von Anzahlungen. Bisher wurden Kundenanzahlungen regelmäßig erst zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs als Verbindlichkeit erfasst. Zukünftig fordert IFRS 15.105ff. bereits mit Entstehung des unbedingten Anspruchs auf die Vorauszahlung den Ausweis als Verbindlichkeit. Daraus ergibt sich voraussichtlich zum 1. Januar 2018 der Ausweis einer vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen in Höhe von rund 20 MIO € sowie von Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen in gleicher Höhe. Erbringen von DienstleistungenUmsatzerlöse für Dienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen wie zum Beispiel Serviceverträge, Wartung, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen, werden nach IAS 18 erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Nach IFRS 15 wird das gesamte Entgelt bei den Dienstleistungsverträgen auf alle Dienstleistungen, basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen, aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Preise, zu denen der Konzern die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der Dienstleistungen weitestgehend vergleichbar. Aus diesem Grund erwartet der Konzern keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung der Umsatzerlöse für diese Dienstleistungen. ÜbergangDer Konzern beabsichtigt, beim Übergang auf IFRS 15 die modifiziert retrospektive Methode, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden, in seinem Konzernabschluss anzuwenden. Infolgedessen wird der Konzern die Anforderungen des IFRS 15 nicht auf jede dargestellte Vergleichsperiode anwenden. IFRS 16 - LeasingverhältnisseIFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einzustufen sind. IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der Standard ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden. Der DMG MORI-Konzern wird den IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 anwenden, auf eine vorzeitige Anwendung wird verzichtet. Der Konzern hat mit der Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf seinen Konzernabschluss begonnen, ohne diese zum jetzigen Zeitpunkt quantifizieren zu können. Eine detaillierte Beurteilung ist noch nicht abgeschlossen. Eine Entscheidung, welche Übergangsmethode angewendet werden soll, ist noch nicht getroffen. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung werden von zukünftigen wirtschaftlichen Bedingungen, etwa des Zinssatzes des Konzerns zum 1. Januar 2019, der Zusammensetzung des Leasingportfolios zu diesem Zeitpunkt, der Einschätzung des Konzerns über die Ausübung von Verlängerungsoptionen und dem Ausmaß, in dem der Konzern Ausnahmeregelungen und Ansatzbefreiungen in Anspruch nimmt, abhängen. Bislang wurde als wesentlichste Auswirkung identifiziert, dass der Konzern ein Nutzungsrecht für die Leasinggegenstände seiner Operating-Leasingverhältnisse erfassen wird. Zum 31. Dezember 2017 betragen die künftigen Mindestleasingzahlungen für nicht kündbare Operating-Leasingverhältnisse (auf nicht abgezinster Basis) 54.531 T€ (siehe Anhangangabe 37). Darüber hinaus wird sich die Art der Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, ändern, da IFRS 16 die linearen Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse durch einen Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte (right-of-use assets) und Zinsaufwendungen für Schulden aus dem Leasingverhältnis ersetzt. Eine weitere Änderung wird sich im Ausweis in der Kapitalflussrechnung ergeben. Bisher werden Cashflows für Operating-Leasingverhältnisse im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Zukünftig werden diese Cashflows im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des Konzerns erwartet. Änderungen zu IFRS 4 - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 VersicherungsverträgeDie Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem neuen Standard für Versicherungsverträge (IFRS 17) ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand. Die Anpassungen sehen zwei Lösungen vor:
Änderungen zu IFRS 15 - Klarstellungen zu IFRS 15Die Änderungen enthalten zum einen Klarstellungen zu verschiedenen Regelungen des IFRS 15 und zum anderen Vereinfachungen bezüglich des Übergangs auf den neuen Standard. Über die Klarstellungen hinaus enthält der Änderungsstandard zwei weitere Erleichterungen zur Reduzierung der Komplexität und der Kosten der Umstellung auf den neuen Standard. Diese betreffen Wahlrechte bei der Darstellung von Verträgen, die entweder zu Beginn der frühesten dargestellten Periode abgeschlossen sind oder die vor Beginn der frühesten dargestellten Periode geändert wurden. Die Änderungen sind zum 1. Januar 2018 erstmalig anzuwenden. Verbesserungen zu IFRS 2014 - 2016Durch die Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016) wurden drei IFRSs geändert, von denen die beiden folgenden Änderungen erst in 2018 anzuwenden sind: In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix E (IFRS 1.E3 - E7) für erstmalige IFRS-Anwender. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. b) EU Endorsement ist noch ausstehendWeiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt. [→ C.13] Änderungen zu IFRS 2 - Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten VergütungenDie Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Vergütungen, die in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, gewährt bzw. geändert werden, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine rückwirkende Anwendung ist nur ohne Verwendung späterer besserer Erkenntnisse möglich. scroll
Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Änderungen zu IFRS 9 - Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen VorfälligkeitsentschädigungDie Anpassungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung ("prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder GemeinschaftsunternehmenDie Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder einGemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen. Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder einGemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist. Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig. Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben. Änderungen zu IAS 28 - Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDie Änderungen enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Änderungen zu IAS 40 - Übertragungen von als Finanzinvestition gehaltenen ImmobilienDie Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. IFRIC 22 - Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte GegenleistungenIFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen". Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. IFRIC 23 - Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen BehandlungDie steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 "Ertragsteuern" regelt wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen. Die Interpretation ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. Verbesserungen zu IFRS 2015 - 2017Durch die Annual Improvements to IFRSs (2015 - 2017) wurden vier IFRSs geändert. In IFRS 3 wird klargestellt, dass ein Unternehmen bei Erlangung der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden hat. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist neu zu bewerten. In IFRS 11 wird festgelegt, dass eine Partei bei Erlangung einer gemeinschaftlichen Führung (joint control) an einem Geschäftsbetrieb, an dem er zuvor im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, den bisher gehaltenen Anteil nicht neu bewertet. IAS 12 wird dahingehend geändert, dass alle ertragsteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen in gleicher Weise zu berücksichtigen sind, wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen. Zuletzt wird im IAS 23 festgelegt, dass bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen sind. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden. VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGENDie Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen: Wertminderung der Geschäfts- oder FirmenwerteDer Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 139.419 T€ (Vorjahr: 135.417 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Zu- und Abgängen von Tochtergesellschaften in 2017 sowie Währungseffekten. Weitere Informationen sind auf den Seiten 106 ff. zu finden. PensionsrückstellungenDie Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2017 betrug die "Rückstellung für Pensionen" 44.580 T€ (Vorjahr: 47.574 T€). Weitere Informationen sind auf den Seiten 135 ff. zu finden. Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle VermögenswerteDie aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf den Seiten 105 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2017 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 23.605 T€ (Vorjahr: 24.467 T€). Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (siehe Anhangsangabe 37), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangsangabe 25) sowie für Eventualschulden (siehe Anhangsangabe 37) und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangsangabe 32) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangsangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangsangabe 19), der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten (siehe Anhangsangabe 24) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangsangabe 29). Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagenscroll
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - außer dem Geschäfts- oder Firmenwert - liegen nicht vor. Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert zzgl. Fremdkapitalkosten, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 113 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. LeasingverhältnisseLeasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. ImpairmentDie Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes). Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2017 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes. DMG MORI überprüft die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß dem Nutzungswert auf der Basis geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der von den zuständigen Gremien verabschiedeten Planung des DMG MORI-Konzerns abgeleitet werden. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen und Kosten. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen und Gesamtleistung wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen bestimmt (vergleiche Prognosebericht Seite 72 ff.). Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2020 zugrunde. Bei der Schätzung des Nutzungswertes wurde für den Detail-Planungszeitraum ein durchschnittliches Umsatzwachstum von rd. 3% angenommen. Für die Jahre 2018 bis 2020 wurden leicht ansteigende EBIT-Margen angenommen. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1% herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht. Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 44.292 T€) und der Cash-Generating-Unit "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 82.346 T€ (Vorjahr: 91.125 T€) zugeordnet. Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 12,1% (Vorjahr: 10,6%) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 11,6% (Vorjahr: 10,1%) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2017 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20% bis zu 50% zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill. Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als Anteil am "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten. Gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind. BeteiligungenAls Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Beteiligungen, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu diesem Wert bewertet. Beteiligungen, für die kein aktiver Markt existiert, werden als "available-for-sale" klassifiziert und zu Anschaffungskosten angesetzt (siehe Seiten 144 f. " Finanzinstrumente"). Da für diese Gesellschaften kein aktiver Markt existiert, wird angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. VorräteDie Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 113 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet. Aufträge, die eine Bilanzierung nach IAS 11 (Fertigungsaufträge) erfordern würden, lagen zum Bilanzstichtag nicht vor. Forderungen und Sonstige VermögenswerteDie Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden abgezinst. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Umklassifizierungen zwischen den einzelnen Kategorien der finanziellen Vermögenswerte wurden weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Vorjahr vorgenommen. Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2017 waren analog zum Vorjahr Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 167,5 MIO € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 118,6 MIO € (Vorjahr: 144,8 MIO €) verkauft. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene VeräußerungsgruppenVermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zum 1. Januar 2017 sind die in den Bilanzpositionen "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" enthaltenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften und Joint Ventures in den Regionen Amerika und Asien an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert worden. Die Anteile an folgenden Gesellschaften wurden verkauft:
Seit dem 1. Januar 2017 werden diese Gesellschaften von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht und konsolidiert. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochterunternehmen werden auch weiterhin Umsatzerlöse in den Märkten Amerika und Asien erzielen. Es gibt weiterhin Tochtergesellschaften der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in den Regionen Amerika und Asien. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Latente SteuernDie DMG MORI GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI GmbH, erlosch die ertragsteuerliche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämtliche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll. Die Regelungen des IAS 12 enthalten keine expliziten Regelungen für die bilanzielle Berücksichtigung des Steueraufwands, der durch die zum DMG MORI-Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften verursacht wurde. Die Bilanzierung der latenten Steuern im Konzernabschluss erfolgt auf Basis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Da ein Steuerumlagevertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vorliegt, wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der sog. "Standalone taxpayer approach" gewählt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Steuerumlage auf Basis des steuerlichen Einkommens der Organgesellschaft DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und unabhängig von der tatsächlichen Zahllast der Organträgerin, der DMG MORI GmbH ermittelt wird. Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden daher unabhängig von der tatsächlichen Steuerschuldnerschaft sämtliche Steueraufwendungen, der zum Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften, im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfasst. Dementsprechend wurden alle Folgen der Besteuerung dieser Gesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berücksichtigt. Dazu gehören neben der Erfassung der laufenden und latenten Steuern auch die Berücksichtigung von Steuerrisiken und evtl. Nachzahlungen oder Erstattungen von Steuern für Vorperioden einschließlich der daraus resultierenden Folgen auf latente Steuerpositionen. Die Ertragsteuern umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Laufende Ertragsteuern sind die erwarteten, für das Jahr zu zahlenden Steuern auf der Grundlage der in dem betreffenden Jahr geltenden Steuersätze sowie etwaige Korrekturen von Steuern früherer Jahre. Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst. Die nach § 16 Körperschaftsteuergesetz durch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Organgesellschaft zu versteuernde Ausgleichszahlung der DMG MORI GmbH an die Minderheitsaktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt zu Steuern. Diese sind für die Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) und die in diesem Zeitraum wahrscheinlich zu leistenden Ausgleichszahlungen zu schätzen und erfolgsneutral als nicht-finanzielle sonstige Verbindlichkeit unter Minderung der Kapitalrücklage zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde daher für die Dauer des BGAV ein Betrag in Höhe von 14.477 T€ als sonstige Rückstellung erfasst. Rückstellungen und VerbindlichkeitenDie Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demographischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht. Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50% liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt. Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstandes erfolgte bis zum Vorjahr zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Aufgrund des in 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für die LTI-Tranchen sicherzustellen. Für sämtliche bestehende LTI-Tranchen wurden für die bisher variablen Parameter Ergebnis nach Steuern (EAT) und Aktienkurs fixe kalkulatorische Werte festgelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen. Die Finanzschulden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Ermittlung der Anschaffungskosten werden auch Transaktionskosten berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wurden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden mit dem zugeflossenen Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert. Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse-Factoring-Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da unter anderem aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2017 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19.207 T€ (Vorjahr: 18.035 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft. FinanzinstrumenteEin Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente. Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt gemäß IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement"). Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald der DMG MORI-Konzern Vertragspartner der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden alle Kassageschäfte unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes eingegangen ist. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Zugrundelegung von marktüblichen Parametern berechnet. Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt. IAS 39 unterscheidet für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wird gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (so genannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht. Der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") werden nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit zugeordnet, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit halten will und kann; diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale") stellt beim DMG MORI-Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten und Optionen auf Anteilskäufe grundsätzlich nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Lässt sich der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltet im DMG MORI-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich werden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche Forderungen werden auf ihren Barwert abgezinst. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte ("held for trading") werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen neben den Wertpapieren des Umlaufvermögens, für die ein aktiver Markt besteht, die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 ("Financial Instruments: Recognition and Measurement") eingebunden sind und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterscheidet IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertete finanzielle Verbindlichkeiten ("financial liabilities at amortised cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading"). Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert. Nach IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" werden alle derivativen Finanzinstrumente bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows). Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es - abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet: Fair Value HedgeDie Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hegdes wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Cashflow HedgeDie Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst. FremdkapitalkostenNach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d. h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 25 T€ (Vorjahr: 41 T€) und bei Sachanlagen Fremdkapitalkosten in Höhe von 13 T€ (Vorjahr: 4 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1% analog zum Vorjahr herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst. UmsatzerlöseUmsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern werden entsprechend den Kriterien des IAS 18 "Revenue" mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern ist dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Gefahr auf den Kunden übergegangen ist. Außerdem muss der DMG MORI-Konzern die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Die weltweiten Lieferungen der Güter werden durch die Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen Internationalen Handelsklauseln (Incoterms) durchgeführt. Hierdurch wird die Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken und damit auch der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bestimmt. Umsatzerlöse für Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Eine Erfassung nach der Percentage-of-Completion-Methode erfolgt nicht, da die Voraussetzungen des IAS 11 nicht erfüllt sind. Zinserträge werden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Zins- und Dividendenerträge werden im Finanzergebnis ausgewiesen. In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen. 4. KONSOLIDIERUNGSKREISscroll
Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 86 (Vorjahr: 100) Unternehmen. Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 80 (Vorjahr: 94) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Fünf (Vorjahr: fünf) Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2016 sind folgende Unternehmen zum Konsolidierungskreis hinzugekommen:
Ab dem Zeitpunkt ihrer Gründung bzw. des Erwerbs wurden die genannten Gesellschaften vollkonsolidiert. Im Folgenden sind die Details zur Gründung und Erwerb dargestellt: Mit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 50,1% der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen. Der Kaufpreis betrug 14,7 MIO €. Mit dem Erwerb der Anteile stärkt DMG MORI gezielt die Zukunftstechnologien des ADDITIVE MANUFACTURING, die unsere Advanced Technologies ideal ergänzen. Die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, gründete im Geschäftsjahr die Gilde meister LSG Solar RUS ooo, Moskau (Russland) sowie die GILDEMEISTER LSG SOLAR AUSTARLIA, PTY LTD, Brisbane (Australien). Beide Gesellschaften sollen als Projektgesellschaften für neue Projekte im Solargeschäft dienen. Mit Wirkung zum 26. September 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 100% der Anteile an der WERKBLiQ GmbH, Bielefeld. Der Kaufpreis betrug 0,7 MIO €. Der Erwerb der Anteile ist eine strategische Akquisition für den Geschäftsbereich Digital Solutions. WERKBLiQ bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess wird digitalisiert und beschleunigt. Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2016 sind folgende Unternehmen nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten:
Im April 2017 erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), 100% der Anteile an der DMG MORI ECOLINE Holding AG, Winterthur (Schweiz). Die Verschmelzung dieser beiden Gesellschaften erfolgte anschließend. Ebenfalls im April 2017 wurde die TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), auf die DMG MORI Italia S.r.l., Mailand (Italien) verschmolzen. Im Mai 2017 erwarb die DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), jeweils 100% der Anteile an der DMG MORI Management AG, Winterthur (Schweiz), und der DMG MORI ECOLINE AG, Winterthur (Schweiz). Beide Gesellschaften wurden anschließend auf die DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), verschmolzen. Im Juni 2017 erwarb die DMG MORI Austria GmbH, Klaus (Österreich), 100% der Anteile an der DMG ECOLINE GmbH, Klaus (Österreich). Die Gesellschaften wurden anschließend verschmolzen. Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IFRS 11 als gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") klassifiziert. Gemäß IFRS 11.24 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:
Im November 2017 gründete die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH zusammen mit der HEITEC AG, Erlangen, das Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH ist mit 50% an dem Unternehmen beteiligt. Das Stammkapital beträgt 100 T€ und ist voll eingezahlt. Mit dem Joint Venture wollen wir die Entwicklung innovativer Automatisierungslösungen beschleunigen. Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Anteile an der DMG MORI Australia Pty. Ltd., Clayton Victoria, Australien wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2017 veräußert. Veräußerung von TochterunternehmenMit Wirkung zum 1. Januar 2017 sind im Rahmen der Neuausrichtung Anteile an der:
an die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen worden. Der Kaufpreis betrug 50.657 T€. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Übernahme bzw. Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaften ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 3.332 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Anteilige Firmenwerte sind insgesamt in Höhe von 3.376 T€ abgegangen. Darüber hinaus sind Firmenwerte in Höhe von 5.393 T€ abgegangen, die den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen waren. Die erhaltene Gegenleistung, die aufgrund des Kontrollverlusts abgegangenen Vermögenswerte und Schulden in Höhe des Anteils der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie das Veräußerungsergebnis, das unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird, sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
Sämtliche Gesellschaften gehörten zum Segment "Industrielle Dienstleistungen". Zum 31. Dezember 2016 wurden die betroffenen Gesellschaften als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Gesellschaften wurden in der Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" dargestellt. Mit Wirkung zum 28. Februar 2017 sind 100% der Anteile an der vollkonsolidierten Tochtergesellschaft DMG MORI Systems GmbH, Wernau, von der DMG MORI Services GmbH an einen strategischen Investor veräußert worden. Die Anteile sind seit dem Zeitpunkt der Übernahme vollkonsolidiert worden. Mit dem Verkauf der Anteile an dieser Gesellschaft wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaft ein Veräußerungsverlust für den Konzern in Höhe von 2.433 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Ein anteiliger Firmenwert in Höhe von 15 T€ ist abgegangen. Mit Vertrag vom 10. August 2017 veräußerte die GILDEMEISTER energy solutions GmbH 100% der Anteile an den Projektgesellschaften Cucinella S.r.l., Mailand (Italien), Winch Pugglia Foggia S.r.l., Mailand (Italien), sowie Rena Energy S.r.l., Mailand (Italien), an einen strategischen Investor. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an diesen Gesellschaften wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Diese Projektgesellschaften betrieben Solarparks, die als sonstige langfristige Vermögenswerte in der Bilanz ausgewiesen wurden. Mit der Veräußerung sind sonstige langfristige Vermögenswerte in Höhe von 15.171 T€ sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 17.865 T€ der Projektgesellschaften abgegangen. Die erhaltene Gegenleistung betrug 1.474 T€ und wurde in Zahlungsmitteln erbracht. Insgesamt ist für den Konzern ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 4.168 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist. Ein anteiliger Firmenwert ist nicht abgegangen. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 veräußerte die GILDEMEISTER energy solutions GmbH 100% der Anteile an der Gilde meister a+f components GmbH, die im Geschäftsjahr 2017 gegründet worden ist, an einen externen Investor. Die Anteile sind seit dem Zeitpunkt der Gründung vollkonsolidiert worden. Mit dem Verkauf der Anteile an dieser Gesellschaft wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Verkauf der Anteile ein Veräußerungsgewinn für den Konzern in Höhe von 502 T€ entstanden, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird. Ein anteiliger Firmenwert ist nicht abgegangen. scroll
Die jeweils erhaltenen Gegenleistungen, die aufgrund des Kontrollverlusts abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sowie die Veräußerungsergebnisse für die DMG MORI Systems GmbH und die Gildemeister a+f components GmbH sind in der Tabelle dargestellt. [→ C.17] Unternehmenszusammenschlüsse 2017Mit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 50,1% der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen. Für den Erwerb der restlichen Anteile ist der Kaufpreis unter anderem von vertraglichen Bedingungen abhängig. Der Erwerb der Anteile ist eine strategische Akquisition, die gezielt die Zukunftstechnologien von DMG MORI im ADDITIVE MANUFACTURING stärkt und eine ideale Ergänzung unserer Advanced Technologies ist. Der berücksichtigte beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (für 100% der Anteile) betrug 14.687 T€ und wird in Zahlungsmitteln erbracht. Dieser setzt sich aus einer fest vereinbarten Gegenleistung in Höhe von 10.113 T€ und einer bedingten Gegenleistung in Höhe von 4.574 T€ zusammen. Die bedingte Gegenleistung ist von DMG MORI an die verkaufenden Anteilseigner innerhalb von vier Jahren zu zahlen, wenn definierte Ertragskennzahlen (Anzahl verkaufte Maschinen) und technische Ziele erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2017 ergab sich keine geänderte Einschätzung der Höhe der bedingten Gegenleistung. Die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Details sind der Tabelle [→ C.18] zu entnehmen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes wurde bei den immateriellen Vermögenswerten die Lizenzpreisanalogiemethode und die Residualwertmethode angewendet. Die Details sind der unten dargestellten Tabelle zu entnehmen. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 12.605 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 43 T€ wurden als Aufwand in der Periode berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird im Anlagenspiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Seit dem 6. Februar 2017 trug die REALIZER GmbH in Höhe von 5.359 T€ zusätzlich zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug 1.079 T€. Wären die Anteile an der REALIZER GmbH bereits am 1. Januar 2017 einbezogen worden, hätte sich ein Anteil am Ergebnis nach Steuern in Höhe von 897 T€ und Umsatzerlöse von 5.555 T€ ergeben. Die im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbenen Forderungen setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammen, und besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 339 T€. Die Bruttovertragswerte bei der REALIZER GmbH betrugen 348 T€, wovon zum Erwerbszeitpunkt 9 T€ als voraussichtlich uneinbringlich eingeschätzt wurden. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss ist steuerlich nicht abzugsfähig. scroll
Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile erfolgt durch die Übertragung von Zahlungsmitteln. Mit Wirkung zum 26. September 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 100% der Anteile an der WERKBLiQ GmbH, Bielefeld. Der Erwerb der Anteile ist eine strategische Akquisition für den Geschäftsbereich Digital Solutions. WERKBLiQ bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess wird digitalisiert und beschleunigt. Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung betrug 685 T€ und wurde in Zahlungsmitteln erbracht. Die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Die Details sind der Tabelle [→ C.18] zu entnehmen. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes wurde bei den immateriellen Vermögenswerten die Lizenzpreisanalogiemethode angewendet. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 192 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 6 T€ wurden als Aufwand in der Periode berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird im Anlagenspiegel in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Seit dem 1. Oktober 2017 trug die WERKBLIQ GmbH in Höhe von 2 T€ zusätzlich zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug -447 T€. Wäre der Erwerb der Anteile an der WERKBLiQ GmbH bereits am 1. Januar 2017 einbezogen worden, wäre der Anteil am Ergebnis nach Steuern 720 T€ gewesen und die Umsatzerlöse hätten 46 T€ betragen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden keine Forderungen erworben. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss ist steuerlich nicht abzugsfähig. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile erfolgte durch die Übertragung von Zahlungsmitteln. [→ C.18] Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden AnteilenMit Wirkung zum 31. März 2017 hat DMG MORI die restlichen 10% der Anteile an der DMG MORI Rus ooo, Moskau (Russland), von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben. Der Kaufpreis betrug 3.120 T€ und wurde in Zahlungsmitteln erbracht. DMG MORI erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 6.167 T€ und eine Erhöhung der Gewinnrücklagen von 3.047 T€. Mit Wirkung zum 18. Januar 2017 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 15% der Anteile an der ISTOS GmbH, Bielefeld, für einen Kaufpreis von 50 T€ veräußert und hält nun 85% der Anteile. DMG MORI erfasste eine Erhöhung der nicht beherrschenden Anteile von 150 T€. Unternehmenszusammenschlüsse 2016Im Geschäftsjahr 2016 haben im Rahmen der strukturellen Neuausrichtung Unternehmenszusammenschlüsse in den Märkten Schweiz und Italien stattgefunden. Mit Wirkung zum 4. Oktober 2016 erwarb die DMG MORI Italia S.r.l., Brembate di Sopra (Italien), 100% der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L., Strambino (Italien), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan). Mit dem Kauf dieser Gesellschaft soll das Vertriebs- und Servicegeschäft in Italien gebündelt werden. Die Gegenleistung für den Erwerb betrug 2.140 T€. Der Kaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2016 an den Verkäufer bezahlt. Die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Die Details sind der unten dargestellten Tabelle zu entnehmen. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 885 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und ergibt sich aus Synergieeffekten, die von der Einbindung des operativen Geschäfts in den DMG MORI-Konzern erwartet werden. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 51 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird im Anlagenspiegel 2016 in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Seit dem 4. Oktober 2016 trug die TECNO CONTROL S.R.L. in Höhe von 2.585 T€ zusätzlich zu den Umsatzerlösen 2016 des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug 26 T€. Wäre der Erwerb der Anteile an der TECNO CONTROL S.R.L. bereits am 1. Januar 2016 einbezogen worden, wäre der Anteil am Ergebnis nach Steuern 164 T€ gewesen und die Umsatzerlöse hätten 10.145 T€ betragen. Mit Wirkung zum 7. Dezember 2016 erwarb die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), jeweils 100% der Anteile an der MORI SEIKI International SA, Le Locle (Schweiz), und der MORI SEIKI Europe AG, Winterthur (Schweiz), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan). Beide Gesellschaften wurden anschließend mit der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), verschmolzen. Mit dem Zusammenschluss soll das Vertriebs- und Servicegeschäft für unsere Produkte sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED in der Schweiz gebündelt werden. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der MORI SEIKI Europe AG betrug 6.407 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Details dazu sind in der unten dargestellten Tabelle aufgeführt. Die Zahlung des Kaufpreises stand zum 31. Dezember 2016 noch aus. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 53 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 23 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel 2016 in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an der MORI SEIKI International SA betrug 12.847 T€ und entsprach dem beizulegenden Zeitwert. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden zum Zeitwert angesetzt. Details dazu sind in der unten dargestellten Tabelle aufgeführt. Die Zahlung des Kaufpreises stand zum 31. Dezember 2016 noch aus. Der sich ergebende positive Unterschiedsbetrag in Höhe von 95 T€ wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 33 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2016 berücksichtigt. Der Erwerb der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurde im Anlagespiegel 2016 in der Spalte "Veränderung Konsolidierungskreis" dargestellt. Die im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse erworbenen Forderungen, welche sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zusammensetzen, besaßen einen beizulegenden Zeitwert von 1.671 T€ (TECNO CONTROL S.R.L.), 7.660 T€ (MORI SEIKI Europe AG) und 8.192 T€ (MORI SEIKI International SA). Die Bruttovertragswerte bei der TECNO CONTROL S.R.L. betrugen 1.708 T€. Die im Erwerbszeitpunkt vorgenommene beste Schätzung der vertraglichen Zahlungsströme, die nicht erwartet wurden, belief sich auf 37 T€. Bei den beiden anderen Gesellschaften entsprach der beizulegende Zeitwert dem Bruttovertragswert. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Unternehmenszusammenschlüssen sind steuerlich nicht abzugsfähig. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile an den drei Gesellschaften erfolgte durch die Übertragung von Zahlungsmitteln. [→ C.19] scroll
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ist im Hinblick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt. Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen 2016Im Dezember 2016 erwarb DMG MORI einen Anteil von 40% an der DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), von der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und erhöhte damit seinen Anteil von 60% auf 100%. DMG MORI erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 106.524 T€ und eine Verringerung der Gewinnrücklagen von 33.832 T€ zum 31. Dezember 2016. scroll
Im Juli 2016 erwarb DMG MORI zu einem Kaufpreis von 4.346 T€ einen Anteil von 33% an der DMG MORI CANADA INC., Vancouver (Kanada), von der Ellison Machinery Company Ltd., und erhöhte damit seinen Anteil von 67% auf 100%. DMG MORI erfasste eine Verringerung der nicht beherrschenden Anteile von 5.016 T€ und eine Erhöhung der Gewinnrücklagen von 670 T€. Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns ist auf den Seiten 161 f. dargestellt. 5. WÄHRUNGSUMRECHNUNGDie Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs - soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse - in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. scroll
Quelle: Europäische Zentralbank, Frankfurt / Main In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat. Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich gemäß Tabelle [→ C.21] entwickelt. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG6. UMSATZERLÖSEUnterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse: scroll
Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgt in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 90 ff. und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf den Seiten 53 ff. 7. AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENDie aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten. 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
Im Geschäftsjahr 2017 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsverlust in Höhe von -649 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsgewinn: 436 T€). In den Erträgen aus Kostenerstattungen und Weiterbelastungen waren im Vorjahr Erträge aus der Weiterbelastung von Marketingkosten an die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 10.210 T€ enthalten. Da die Verantwortlichkeit für die konzernweiten Marketingaktivitäten nicht mehr bei der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT liegt, sind entsprechende Weiterbelastungen im Geschäftsjahr 2017 nicht angefallen. Die übrigen Erträge enthalten in Höhe von 307 T€ (Vorjahr: 651 T€) Erträge aus Untermietverhältnissen, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist. 9. MATERIALAUFWANDDie bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung. 10. PERSONALAUFWANDFür das Geschäftsjahr 2017 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung 8.659 T€ (Vorjahr: 10.498 T€). Auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 8.059 T€ (Vorjahr: 9.873 T€); davon auf das Fixum 2.100 T€ (Vorjahr: 2.134 T€) und 2.880 T€ auf das STI (Vorjahr: 4.638 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 1.750 T€ (Vorjahr: 371 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 1.272 T€ (Vorjahr: 2.665 T€). Die Sachbezüge betrugen 57 T€ (Vorjahr: 65 T€). Neben der direkten Vergütung wurden als indirekte Vergütung 600 T€ (Vorjahr: 625 T€) für Pensionszusagen aufgewendet. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.339 T€ (Vorjahr: 1.088 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 34.829 T€ (Vorjahr: 35.330 T€) gebildet worden. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 28 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 28 ff. zu finden. Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt. Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2017 im Konzern auf 26.957 T€ (Vorjahr: 27.524 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 24.264 T€ (Vorjahr: 22.991 T€). Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt. [→ C.24] 11. ABSCHREIBUNGENEine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel auf den Seiten 86 f. zu entnehmen. In den Abschreibungen sind Wertminderungen in Höhe von 14.628 T€ (Vorjahr: 6.608 T€) enthalten, die auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entfallen. 12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hierin enthalten sind Aufwendungen für das Produktmarketing sowie unsere Marketingaktivitäten. [→ C.25] Die Kurs- und Währungsverluste sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsverlust in Höhe von -649 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsgewinn: 436 T€). scroll
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Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Gewährleistungen. Die Vertriebsprovisionen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und sind abhängig vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen. In den übrigen anderen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus dem Abgang von Tochtergesellschaften in Höhe von 2.433 T€ (Vorjahr: 13.232 T€) enthalten. Darüber hinaus waren im Vorjahr in den übrigen Aufwendungen Effekte aus der Wertanpassung von Vermögenswerten in Höhe von 3.733 T€ enthalten, die im Rahmen der Neuausrichtung und Konzentration auf das Kerngeschäft entstanden sind. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind anteilig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Personalaufwendungen enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 1.498 T€ (Vorjahr: 1.629 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsvergütungen befinden sich im Lagebericht. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 28 ff. zu finden. 13. FINANZERTRÄGEIm DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 3.767 T€ (Vorjahr: 2.846 T€) entstanden. Hierin enthalten sind Zinserträge in Höhe von 1.200 T€ (Vorjahr: 300 T€) aus dem Darlehen an die DMG MORI GmbH. 14. FINANZAUFWENDUNGENDie Zinsaufwendungen in Höhe von 7.381 T€ (Vorjahr: 8.051 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Factoring des Konzerns. In den Finanzaufwendungen ist in Höhe von 508 T€ (Vorjahr: 814 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Daneben sind hier 479 T€ (Vorjahr: 100 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Im Vorjahr war hier eine Wertminderung auf einen finanziellen Vermögenswert ("Zur Veräußerung gehalten") in Höhe von 3.535 T€ enthalten. In den sonstigen Finanzaufwendungen wird der Aufwand in Höhe von 633 T€ (Vorjahr: 580 T€) aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die in 2016 neu abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. 15. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMENDas Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 1.485 T€ (Vorjahr: 681 T€). Hier ist der im Geschäftsjahr 2017 entstandene Ertrag aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), in Höhe von 1.183 T€ (Vorjahr: 296 T€) sowie der anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 302 T€ (Vorjahr: 449 T€) enthalten. 16. ERTRAGSTEUERNIn dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge sowie Aufwendungen aus der Steuerumlage ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen: scroll
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften. Die Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH, Bielefeld, belasteten laufenden Steuern in Höhe von 30.017 T€. Ein Betrag von 261 T€ (Vorjahr: 1.014 T€) resultierte aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 2.477 T€ (Vorjahr: 7.505 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten. Laufende Steuern im Zusammenhang mit der Einstellung von Geschäftsbereichen oder nicht operativen Geschäftstätigkeiten ergaben sich im Berichtsjahr nicht. Aufgrund der Beibehaltung der Bilanzierungsmethoden ergab sich kein zusätzlicher Steueraufwand oder -ertrag. Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2017 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5%. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8%. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0% (Vorjahr: 14,0%) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 19% und 34%. Aus Unternehmenszusammenschlüssen ergaben sich im Geschäftsjahr im Saldo passive latente Steuern in Höhe von 507 T€ (Vorjahr: aktive latente Steuern in Höhe von 193 T€). Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 671 T€ (Vorjahr: 2.557 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente sowie die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne. Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen. [→ C.27] scroll
Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 58.019 T€ (Vorjahr: 46.636 T€) ist um 5.457 T€ höher (Vorjahr: um 18.588 T€ höher) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 52.562 T€ (Vorjahr: 28.048 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2017 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,8% (Vorjahr: 29,8%) auf Konzernebene ergeben würde. Die Veränderung bei den steuerlichen Verlustvorträgen betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 4.010 T€ (Vorjahr: 5.695 T€) sowie Korrekturen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 3.425 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.656 T€ (Vorjahr: 5.547 T€) genutzt bzw. aktiviert werden. 17. AUF NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE ENTFALLENDES JAHRESERGEBNISAuf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 921 T€ (Vorjahr: 2.664 T€). In der Position ist im Wesentlichen das anteilige Ergebnis von nicht beherrschenden Anteilen an der DMG MORI India Pvt. Ltd. enthalten. Im Vorjahr waren hier außerdem die anteiligen Ergebnisse von nicht beherrschenden Anteilen an der DMG MORI SEIKI CANADA INC. sowie an der DMG MORI MEXICO S.A. de C.V. enthalten. 18. ERGEBNIS JE AKTIENach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt: scroll
Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 118.363 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 921 T€ verringert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,49 € (Vorjahr: 0,57 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 139.419 T€ (Vorjahr: 135.417 T€). Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro sowie der Veränderung des Konsolidierungskreises. Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 23.605 T€ (Vorjahr: 24.467 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 43.983 T€ (Vorjahr: 38.525 T€). In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten. Für immaterielle Vermögenswerte wurde im Geschäftsjahr 2017 eine Wertminderung in Höhe von 1.504 T€ erfasst, die dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Werkzeugmaschinen" erfasst ist. Dabei handelt es sich um selbsterstelltes IT-Prozess-Know-How. Aufgrund der Entscheidung dieses Know-How nicht weiter zu nutzen, wurde der Restbuchwert vollständig abgeschrieben. Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf den Seiten 49 f. erläutert. 20. SACHANLAGENDie Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf den Seiten 49 f. erläutert. DMG MORI hat für eine Anlage zur Erzeugung von Strom eine Wertminderung identifiziert, die sich aus der Erwartung einer geänderten Produktivität und geänderten Marktpreisen ergibt. Die Überprüfung des erzielbaren Betrags führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 4.465 T€, der dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wurde. Der zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor nach Steuern betrug 5,0%. Zum 31. Dezember 2017 betrug der erzielbare Betrag dieser Sachanlage 4.890 T€. Der erzielbare Betrag entsprach hierbei dem Nutzungswert. Die Berechnung des Nutzungswertes beruht auf Annahmen zur zukünftigen Produktivität sowie zur Entwicklung der Marktpreise, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet wurden. Die Ermittlung des Fair Value abzüglich Veräußerungskosten gemäß IFRS 13 wurde beachtet. Im laufenden Geschäftsjahr wurde für ein Gebäude mit dazugehörigen technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Wertminderung identifiziert, die sich aus einer geänderten Nutzungsabsicht des Gebäudes und Leerständen ergibt. Das Gebäude soll zukünftig nicht mehr in dem Umfang genutzt werden, wie in den Vorjahren. Die Überprüfung des erzielbaren Betrages führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 7.198 T€, der dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wurde. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wurde ein externes Bewertungsgutachten erstellt. Die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wesentlichen Annahmen waren der verwendete Abzinsungsfaktor (3,8%), unterschiedliche Ein- und Ausgaben aus einer Vermietung des Gebäudes inklusive Investitionen sowie Leerstände. Die Ermittlung des Fair Value abzüglich Veräußerungskosten gemäß IFRS 13 wurde beachtet. Zum 31. Dezember 2017 betrug der erzielbare Betrag des Gebäudes 36.139 T€. Für eine Sachanlage wurde eine Wertminderung in Höhe von 1.461 T€ für das abgelaufene Geschäftsjahr erfasst, die aus einer Planänderung der zukünftig erwarteten Nutzung resultiert. Es erfolgte eine vollständige Abschreibung auf den Restbuchwert, der im Segment "Werkzeugmaschinen" berücksichtigt wurde. Zuschreibungen lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Im Vorjahr wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 6.608 T€ vorgenommen. Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert in Höhe von 39.831 T€ sind durch Grundpfandrechte in Höhe von 15.202 T€ (Vorjahr: 17.985 T€) zur Sicherung von Finanzschulden belastet. In den Sachanlagen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von 1.265 T€ (Vorjahr: 2.274 T€) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen sind. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliedern sich wie folgt auf: scroll
21. BETEILIGUNGENDie Entwicklung der Beteiligungen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Im September 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 20,0% an der ADAMOS GmbH, Darmstadt. Gemeinsam mit Dürr, der Software AG, ZEISS und ASM PT gründete DMG MORI eine strategische Allianz für die Zukunftsthemen Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things. Der Buchwert zum 31. Dezember 2017 entspricht dem Kaufpreis in Höhe von 2.000 T€. Er wurde in Zahlungsmitteln erbracht. Inzwischen hat sich ein weiterer Partner an dieser Allianz beteiligt. Der Anteil der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH beträgt seitdem 16,7%. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der ADAMOS GmbH aus. Daneben sind in Höhe von 87 T€ Anteile an der Pro-Micron GmbH & Co. KG Modular System enthalten sowie die Anteile der GILDEMEISTER energy Solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, in Höhe von 40%. Sie haben zum Stichtag einen beizulegenden Zeitwert wie im Vorjahr von 21 T€. Auf diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus. Im Vorjahr war hier eine Beteiligung an der VR Leasing Frontania GmbH & Co. KG enthalten. Der Buchwert der Anteile betrug 270 T€. Die Anteile wurden im Geschäftsjahr 2017 veräußert. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT veräußerte zum 31. Dezember 2017 ihre Anteile (19%) an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., Davis (USA) an die DMG MORI COMPANY LIMITED. Der Kaufpreis betrug 21.400 T€. Die Anteile wurden im Rahmen der Sachkapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2013 erworben. Es wurde kein maßgeblicher Einfluss ausgeübt. Die fortgeführten Anschaffungskosten im Vorjahr betrugen 21.415 T€. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Beteiligungen erfasst. Eine Übersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2017 ist auf den Seiten 161 ff. aufgeführt. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld. 22. ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMENDie folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen: scroll
Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten. Die Magnescale Co. Ltd. und die DMG MORI Finance GmbH sind als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" auf Seite 123 dargestellt. Im November 2017 gründete die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH zusammen mit der HEITEC AG, Erlangen, das Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH ist mit 50% an dem Unternehmen beteiligt. Das Stammkapital beträgt 100 T€ und ist voll eingezahlt. Mit dem Joint Venture will DMG MORI die Entwicklung innovativer Automatisierungslösungen beschleunigen. Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen. Die Beteiligung an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und Hersteller von hochpräzisen Positionsmesstechnologien, mit ihren 100%igen Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), in Höhe von 44,1% schätzen wir als wesentlich ein. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte anhand zukünftiger Cashflows, die aus der Planung der Gesellschaft abgeleitet wurden. Dabei wurde in der Planung von steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem WACC von 8,54% diskontiert. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Jahresergebnis von 2.682 T€ erzielt. Die wesentlichen Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind für alle drei Gesellschaften zusammengefasst in der folgenden Tabelle dargestellt. scroll
Zusätzlich zum Jahresüberschuss wurde ein Währungseffekt in Höhe von -5.599 T€ anteilig im sonstigen Ergebnis erfasst. Es ergibt sich ein Gesamtergebnis von -2.917 T€ (anteilig -1.287 T€). Die Werte des anderen assoziierten Unternehmens, der DMG MORI Finance GmbH, sind darüber hinaus in der folgenden Tabelle zusammengefasst. scroll
Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt: scroll
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23. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTEscroll
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen an einer Gesellschaft in Höhe 3.200 T€ enthalten (Vorjahr: 3.005 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Zuschreibung in Höhe von 195 T€ vorgenommen (Vorjahr: Wertminderung 3.535 T€), die im Finanzergebnis ausgewiesen wurde. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
In den Steuererstattungsansprüchen sind keine Forderungen für Ertragsteuern enthalten. In den übrigen Vermögenswerten waren im Vorjahr Vermögenswerte von Projektgesellschaften in Höhe von 14.695 T€ ausgewiesen, die Solarparks betreiben. Im Geschäftsjahr 2017 wurden die Projektgesellschaften und ihre Vermögenswerte verkauft. 24. VORRÄTEDie Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen: scroll
In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 54.734 T€ (Vorjahr: 29.480 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben haben. Von den am 31. Dezember 2017 bilanzierten Vorräten wurden 117.553 T€ (Vorjahr: 122.924 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 14.432 T€ (Vorjahr: 23.229 T€) im Materialaufwand erfasst. Im Vorjahr waren hierin Wertminderungen für Vorräte in Höhe von 4.900 T€ enthalten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung entstanden sind. Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 2.975 T€ (Vorjahr: 2.930 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst. 25. KURZFRISTIGE FORDERUNGENscroll
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind Forderungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 32.184 T€ (Vorjahr: 21.373 T€) sowie aus einer Kaufpreisforderung in Höhe von 21.400 T€ enthalten. Daneben sind wie im Vorjahr Forderungen gegen die DMG MORI GmbH aus der Darlehensvergabe in Höhe von 120.000 T€ sowie aus der Abgrenzung von Zinsen in Höhe von 400 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Das Darlehen wird zu marktüblichen Konditionen verzinst. Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 77.500 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 59.693 T€ (Vorjahr: 87.673 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 58.862 T€ (Vorjahr: 57.119 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten. Die Analyse der Werthaltigkeit der lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellt sich wie folgt dar. [→ C.40] scroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die kumulierten Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Im Vorjahr waren in den Zuführungen Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 2.800 T€ (davon 2.300 T€ aus dem Ausland) enthalten, die im Zusammenhang mit der Neuausrichtung entstanden sind. Bei diesen Forderungen konnte nicht mehr davon ausgegangen werden, dass der Zahlungseingang noch erfolgt. In der folgenden Tabelle sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Zahlungseingang ausgebuchter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: scroll
Die Erträge aus dem Zahlungseingang für ausgebuchte Forderungen sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen. 26. SONSTIGE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe von 3.250 T€ für eine Kaufpreisforderung aus dem Vorjahr in voller Höhe erfasst, da nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass die Kaufpreiszahlung noch erfolgt. In den debitorischen Kreditoren ist in Höhe von 17.878 T€ eine geleistete Anzahlung für die Bereitstellung von Waren und Services im Rahmen eines Solarprojektes enthalten. Weitere Wertberichtigungen oder Ausbuchungen von sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten wurden im Vorjahr nicht vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt. scroll
Die Analyse der Werthaltigkeit der sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, ist in Tabelle [→ C.46] dargestellt. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten: scroll
Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. 27. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEZum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 363.405 T€ (Vorjahr: 396.725 T€). Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-äquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 81 dargestellt. 28. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTEZum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung an den Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien auf die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Die Entscheidung zur Übertragung der Beherrschung wurde vom Vorstand im Dezember 2016 getroffen. Daher wurden im Vorjahr die betroffenen Tochtergesellschaften (s. Details auf Seite 109) als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dieser Gesellschaften wurden in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert. Die Umgliederungen der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen sowie der Finanzanlagen waren in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens unter "Sonstige Veränderungen" ausgewiesen. Die Veräußerungsgruppe wurde zu ihrem Buchwert angesetzt und ist mit Übertragung der Beherrschung auf die DMG MORI COMPANY LIMITED abgegangen. scroll
29. LATENTE STEUERNDie aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen. [→ C.48] Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8% (Vorjahr: 29,8%). Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können. Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 3.002 T€ (Vorjahr: 6.306 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Für inländische Gesellschaften außerhalb des Organkreises bestanden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 78 T€). Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 3.002 T€ (Vorjahr: 6.228 T€). Im Berichtsjahr wurden 231 T€ (Vorjahr: 706 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert und 3.031 T€ (Vorjahr: 2.795 T€) mit laufendem steuerlichen Einkommen verrechnet. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 95.119 T€ (Vorjahr: 86.749 T€), von denen 82.255 T€ (Vorjahr: 60.693 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 23.115 T€ (Vorjahr: 25.723 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 29.964 T€ (Vorjahr: 31.269 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 29.176 T€ (Vorjahr: 3.701 T€) in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren. In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 5.751 T€ (Vorjahr: 4.321 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird. In diesem Zusammenhang wurden bei einer russischen Tochtergesellschaft ein latenter Steueranspruch von 1.394 T€ sowie bei einer chinesischen Tochtergesellschaft ein latenter Steueranspruch von 3.488 T€ aktiviert. Aufgrund der positiven steuerlichen Ergebnisse dieser Gesellschaften im Geschäftsjahr 2017 sowie der zukünftigen Steuerplanungen gehen wir davon aus, dass jeweils ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen erzielt wird. Das russische Tochterunternehmen besitzt seit dem 30. September 2016 den Status "Russischer Hersteller". Dies ermöglicht der Gesellschaft einen einfacheren Zugang zum russischen Markt. Durch eine Steigerung des Lokalisierungsanteils können die Kosten weiter reduziert werden und zugleich der Wertschöpfungsanteil vor Ort bezogener Bauteile erhöht werden. Auf dem chinesischen Markt wurde in 2016 eine Neuausrichtung umgesetzt, die zu Effizienzvorteilen für die chinesische Gesellschaft und die Kunden führen. Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 17.399 T€ (Vorjahr: 19.530 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind. Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag um 671 T€ auf 10.638 T€ (Vorjahr: 11.309 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 10.569 T€ (Vorjahr: 11.014 T€) lauf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von 69 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: 295 T€) zusammen. 30. EIGENKAPITALDie Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2017 und 2016 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 84 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben. Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt. Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme. Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Mai 2017) entnommen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden. Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen: a) hinsichtlich eines Teilbetrages von bis zu 5.000.000,00 € zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen, b) bei Sachkapitalerhöhung gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Überlassung von Aktien zu erwerben, c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Fassung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden, d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen. Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und c) ausgegebenen Aktien dürfen 20% des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent Grenze sind solche Aktien zuzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 15. Mai 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis. Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise die zur Wandlung/Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung/Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt werden. Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungsbeziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2017 betrug unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren. Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden. GEWINNRÜCKLAGEN UND ANDERE RÜCKLAGENGesetzliche RücklageDer Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 680.530 €. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen. Andere RücklagenIn den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgs neutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen zum 31. Dezember 2017 69 T€ (Vorjahr: 295 T€). Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2017 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt. GewinnverwendungNach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres. Zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten. Das Geschäftsjahr 2017 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 89.865.287,58 € (Vorjahr: 41.096.790,86 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern. Zum 31. Dezember 2017 weist die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen handelsrechtlichen Bilanzgewinn aus. Im Vorjahr betrug er 1.477.895 C und wurde im Geschäftsjahr in die Gewinnrücklagen eingestellt. Nicht beherrschende Anteile am EigenkapitalDie nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2017 auf 3.111 T€ (Vorjahr: 39.905 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Veräußerung der Anteile an den Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien an die DMG MORI COMPANY LIMITED zum 1. Januar 2017. ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENTEine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORI-Konzern eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Vorstands ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI GmbH mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht für die Gesellschaft keine Möglichkeit mehr über eine Dividendenpolitik die Eigenkapitalausstattung des DMG MORI-Konzerns aktiv zu gestalten. Der Finanzmittelüberschuss wird ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. scroll
Die Summe des Eigenkapitals ist absolut um 23.045 T€ gesunken. Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2017 auf 52,0% (Vorjahr: 50,8%). 31. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u.a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie. Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 2.693 T€ im Geschäftsjahr 2017 (Vorjahr: 4.533 T€). Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet. Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Darüber hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage) Risiko. Im DMG MORI-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbstständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüblichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. In Deutschland basieren die Annahmen auf der Sterbetabelle "Heubeck 2005G". In der Schweiz wurde die Sterblichkeit auf Basis der "BVG, Generationentafeln" berücksichtigt. Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen: scroll
Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden. Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für die Gesellschaften in der Schweiz wurde eine zukünftige Gehaltssteigerung von 1% berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie in Tabelle [→ C.51] dargestellt, herleiten. Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus folgenden Werten zusammen. [→ C.52] Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Aufwendungen aus dem Planvermögen betragen 86 T€ (Vorjahr: Erträge 236 T€). Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 34.829 T€ (Vorjahr: 35.330 T€) gebildet worden. scroll
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Die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile zeigt die folgende Tabelle. [→ C.53] In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert. [→ C.54] scroll
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Es wird erwartet, dass in 2018 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 3.096 T€ (Vorjahr für 2017: 2.575 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2018 voraussichtlich rund 641 T€ (Vorjahr für 2017: 1.003 T€) betragen werden. Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rund zwölf Jahre und für die Schweiz zwischen neunzehn und zwanzig Jahren. Für die wichtigsten Annahmen zur Berechnung der Verpflichtung wurden Sensitivitätsanalysen erstellt. Der Diskontierungsfaktor und die Annahme zur Lohnentwicklung wurden um einen festen %-Satz vermindert bzw. erhöht. Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst. Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar: scroll
Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, beziehungsweise verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte. 32. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENUnten sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt. [→ C.56] Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 8.218 T€ (Vorjahr: 41.860 T€), Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre gebildet wurden. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr erfüllt werden. Die Reduktion gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus der ertragsteuerlichen Organschaft der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit 1. Januar 2017, so dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT selbst nicht mehr Steuerpflichtiger ist. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 43.242 T€ (Vorjahr: 41.371 T€), Altersteilzeit in Höhe von 2.762 T€ (Vorjahr: 2.871 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 15.761 T€ (Vorjahr: 14.858 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 10.364 T€ (Vorjahr: 9.956 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen scroll
Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2017 waren Zahlungsmittel in Höhe von 2.895 T€ (Vorjahr: 2.049 T€) auf den Treuhandverein übertragen. Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse sowie möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und Sonstige enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Verpflichtungen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Das Risiko, dass über diese Rückstellungen hinaus, weitere Abflüsse erfolgen, wird zum 31. Dezember 2017 als unwahrscheinlich eingeschätzt. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2018 erfüllt werden. Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen. [→ C.57] Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 7.620 T€ (Vorjahr: 9.601 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" auf Seite 28 des Lageberichtes. scroll
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1)
davon durch Grundpfandrechte gesichert: 15.202 T€ scroll
1)
davon durch Grundpfandrechte gesichert: 17.985 T€ 33. FINANZSCHULDENDie Details der kurz- und langfristigen Finanzschulden ergeben sich aus den Tabellen oben. [→ C.58 | 59] Die Finanzschulden reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 8.128 T€. Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 849,2 MIO € (Vorjahr: 773,0 MIO €). Wesentliche Bestandteile sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 500,0 MIO €), Avallinien in Höhe von 138,7 MIO € (Vorjahr: 53,2 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen analog zum Vorjahr in Höhe von 167,5 MIO €. Zusätzlich zu dem syndizierten Kredit gibt es noch einige langfristige Darlehen sowie kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen bei einzelnen Tochtergesellschaften mit einem Volumen von insgesamt 43,1 MIO € (Vorjahr: 52,3 MIO €). Die Inanspruchnahme der langfristigen Darlehen zum 31. Dezember 2017 betrug 36,6 MIO € (Vorjahr: 41,4 MIO €). Die kurzfristigen Finanzierungszusagen wurden zum Stichtag nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: 3,6 MIO €). Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt beträgt per 31. Dezember 2017 rd. 98% (Vorjahr: rd. 92%). Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 1,3% (Vorjahr: 1,4%). Die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen. [→ C.60] Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31.12.2017 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit von ursprünglich fünf Jahren (bis Februar 2021). Im Januar 2018 wurde die Laufzeit der syndizierten Kreditlinie bis Februar 2022 verlängert. Sie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung von einem marktüblichen Covenant, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2017 eingehalten. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zum 31. Dezember 2017 gab es wie im Vorjahr keine Ziehungen. scroll
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Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG MORI Spare Parts GmbH, Sauer GmbH, GILDEMEISTER energy solutions GmbH, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Graziano Tortona S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie. Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 437,4 MIO € (Vorjahr: 441,8 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 206,5 MIO € (Vorjahr: 207,2 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, Factoring) von 230,9 MIO € (Vorjahr: 234,6 MIO €). Zusätzlich zu den gewährten Grundschulden sind für Darlehen von der SAUER GmbH in Höhe von 673 T€ (Vorjahr: 849 T€) den kreditgebenden Banken Sicherungsübereignungen von Gegenständen des Anlagevermögens und Umlaufvermögens gewährt worden. 34. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 720 T€ (Vorjahr: 1.484 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Die übrigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von 8.687 T€ die noch nicht gezahlte Gegenleistung aus dem Kauf der Anteile an der REALIZER GmbH. Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten. scroll
Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.570 T€ (Vorjahr: 2.744 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance". Im Geschäftsjahr 2017 sind wie im Vorjahr keine Investitionszulagen gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. 35. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 93.724 T€. Eine Verbindlichkeit in Höhe von 89.865 T€ resultiert aus der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll
Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 1.380 T€ (Vorjahr: 5.310 T€) vor allem in USD, GBP und JPY. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 694 T€ (Vorjahr: 901 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich zum größten Teil um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von technischen Anlagen und Maschinen sowie Geschäftsausstattung. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen beträgt 1.536 T€ (Vorjahr: 2.630 T€). In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 1.252 T€ (Vorjahr: 8.332 T€) und in Höhe von 1.500 T€ die noch nicht gezahlte Gegenleistung aus dem Kauf der Anteile an der REALIZER GmbH enthalten. Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich wie folgt: scroll
Im Geschäftsjahr 2017 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen für 2018 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 189 T€; in den Folgejahren fallen hier Zahlungen in Höhe von 349 T€ an. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Daneben war der DMG MORI-Konzern zum 31. Dezember 2017 Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen in 2018 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 73 T€ (Vorjahr für 2017: 307 T€). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen: scroll
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 11.888 T€ (Vorjahr: 12.051 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 8.940 T€ (Vorjahr: 9.157 T€). 36. VERBINDLICHKEITEN IM ZUSAMMENHANG MIT ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENEN VERMÖGENSWERTENZum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung über die Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien an die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Daher wurden zum 31. Dezember 2016 die betroffenen Tochtergesellschaften (s. Details auf Seite 109) als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Alle Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften wurden in die Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" umgegliedert. Die Veräußerungsgruppe wurde zu ihrem Buchwert angesetzt. 37. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENFür folgende zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird: scroll
Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten. Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 hat der DMG MORI-Konzern Verträge über den Kauf von Sachanlagevermögen in 2018 im Wert von 7.728 T€ abgeschlossen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt, die wesentlichen Risiken und Chancen liegen beim Leasinggeber. Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu dreiunddreißig Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen. scroll
Davon entfallen auf Operating-Leasing-Verhältnisse: scroll
Die Operating-Leasing-Verhältnisse bestehen u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 1,2 MIO € sowie der FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew (Polen), in Höhe von 2,4 MIO €. Die Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit. Weitere Operating-Leasing-Verträge bestehen für Maschinen bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 0,4 MIO €. Die Verträge beinhalten Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Bei anderen Konzerngesellschaften bestehen Leasingverträge, insbesondere für Fuhrpark, in Höhe von insgesamt 24,5 MIO €. Daneben sind Leasingverträge für Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Sie beinhalten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse haben eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und zehn Jahren. Es bestehen keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen sind. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen liegen nicht vor. 38. FINANZINSTRUMENTEIm DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, CHF, GBP, JPY und PLN gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar. [→ C.71] Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 721 T€ (Vorjahr: 913 T€). Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 25.214 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 55.560 T€). Die Cashflows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 461 T€ hatten am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken 761 T€). Im Geschäftsjahr 2017 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von 233 T€ (Vorjahr: 991 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von 991 T€ (Vorjahr: 197 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und als Aufwand (Vorjahr: Aufwand) im Periodenergebnis erfasst. Der Ausweis erfolgt für die Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich bei den Devisentermingeschäften wie im Vorjahr unwesentliche Ineffektivitäten. scroll
Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32. Die folgenden Tabellen geben einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen. [→ C.72 | 73] 39. RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTENRisiken aus FinanzinstrumentenPreisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht auf den Seiten 64 ff. - im Chancen- und Risikobericht erläutert. WährungsrisikenDer DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen. Der Konzern sichert mindestens 90% seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten 12 Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen. scroll
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Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar. Das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2017 und 2016 ist in Tabelle [→ C.74] dargestellt. In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen aus Finanzinstrumenten auf die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, JPY, GBP und RUB jeweils um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 477 T€ höher (niedriger) gewesen (Vorjahr: 211 T€ höher (niedriger)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wäre um 9.852 T€ höher (niedriger) (Vorjahr: 768 T€ niedriger (höher)) gewesen, [→ C.75] ZinsrisikenDas Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden. scroll
Zum 31. Dezember 2017 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1% auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge analog zum Vorjahr um 2,5 MI0 € erhöhen. Bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus erwarten wir lediglich eine Auswirkung von fünf Basispunkten auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge würden dann um 106 T€ (Vorjahr: 186 T€) sinken. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen. In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt: scroll
Bei den verzinslichen Finanzschulden und Finanzforderungen sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich. Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar: scroll
LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen in Höhe von 43,1 MIO € (Vorjahr: 52,3 MIO €). Die syndizierte Kreditlinie wurde im Februar 2016 mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Im Januar 2018 wurde die Laufzeit der syndizierten Kreditlinie bis Februar 2022 verlängert. Weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2017 eingehalten. Dem DMG MORI-Konzern stehen zum 31. Dezember 2017 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 363,4 MIO € (Vorjahr: 396,7 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 206,5 MIO € (Vorjahr: 207,2 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel und Factoring) in Höhe von 230,9 MIO € (Vorjahr: 234,6 MIO €) zur Verfügung. In der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt. [→ C.78] Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2017 bzw. am 31. Dezember 2016 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2017 bzw. 31. Dezember 2016 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 110 T€ (Vorjahr: 285 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 342 T€ (Vorjahr: 1.242 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. [→ C.79] KreditrisikenEin Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es, diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann. Die Forderungsausfälle im Konzern betragen historisch im Verhältnis zum Forderungsbestand ca. 1%. Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 4.075 T€ (Vorjahr: 3.112 T€) enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht. scroll
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Geldanlagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar. Das maximale Kreditrisiko zum Bilanzstichtag beträgt 903.690 T€ (Vorjahr: 855.450 T€). Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen. 40. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTENDie Wertansätze der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die als "available-for-sale" klassifiziert worden sind. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegenüber fremden Dritten, gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegenüber Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Sonstige Forderungen sind separat dargestellt. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Seite 141 und 142). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den Tabellen auf Seite 128 und 130 sowie 141 und 142 dargestellt. scroll
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Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bzw. zu Anschaffungskosten (ggf. unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen) bewertet. In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren, Inputfaktoren in 2017 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 4,60% (Vorjahr: 4,99%) und die jährlich erwarteten Umsatzerlöse (zwischen 700 T€ und 925 T€) in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die jährlichen Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von Marktpreisen) steigen (sinken) würden; wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Degradation niedriger (höher) wäre. Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt. Fair-Value-HierarchieZum 31. Dezember 2017 wurden die in der nachfolgenden Tabelle [→ C.81] dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. scroll
Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert: Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten; Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen; Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist analog zum Vorjahr der Kaufpreis für den Erwerb einer Option für den Kauf von Anteilen enthalten. Der Buchwert betrug 3.200 T€ (Vorjahr: 3.005 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 195 T€ berücksichtigt. Der Konzern hat die Option als zur Veräußerung verfügbar eingestuft und Stufe 3 zugeordnet (Informationen zur Bewertungstechnik siehe Seite 152 f.). Für die beizulegenden Zeitwerte der Option hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen: scroll
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Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien stellen sich wie folgt dar. [→ C.84 | C.85] Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen. scroll
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Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG41. KAPITALFLUSSRECHNUNGIn der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder der Finanzierung darstellen, ermittelt. Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt. Investitionsvorgänge für Finanzierungsleasing-Verhältnisse, die nicht zu einer Veränderung der Zahlungsmittel geführt haben, gab es weder im Geschäftsjahr 2017 noch im Vorjahr. In der folgenden Tabelle wird die Überleitung von der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. [→ C.86] Die sonstigen Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der noch nicht gezahlten Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2017 (89.865 T€) und aufgrund des Steuerumlagevertrages belastete Steuern der DMG MORI GmbH (30.017 T€). Die übrige Veränderung (21.953 T€) entstand durch den Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen aus der operativen Tätigkeit. Aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2016 an die DMG MORI GmbH ergab sich in 2017 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 41.097 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird. scroll
Die Ergebnisabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 89.865 T€ führte in 2017 noch nicht zu einem Zahlungsmittelabgang. DMG MORI übernahm in 2016 von der DMG MORI COMPANY LIMITED die Anteile an der MORI SEIKI International SA. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 12.847 T€ wurde in 2017 ausgezahlt und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. DMG MORI erwarb in 2016 von der DMG MORI COMPANY LIMITED die Anteile an der MORI SEIKI Europe AG. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 6.407 T€ wurde in 2017 ausgezahlt und im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Kaufpreis für den in 2016 getätigten Erwerb der 40% nicht beherrschende Anteile an der DMG MORI Europe AG in Höhe von 140.356 T€ wurde in 2017 gezahlt und im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Der Verkauf der Anteile an der DMG MORI Microset GmbH aus 2016 führte in 2017 zu einem Zahlungsmittelzufluss i.H.v. 1.000 T€ der im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen wird. DMG MORI erwarb im Berichtsjahr 50,1% der Anteile an der REALIZER GmbH. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile betrug 14.687 T€. Davon wurde in 2017 ein Betrag von 4.500 T€ bezahlt. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 45 T€ übernommen und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. DMG MORI übernahm im Berichtsjahr 100% der Anteile an der WERKBLiQ GmbH. Der Kaufpreis für den Erwerb der Anteile in Höhe von 685 T€ wurde in 2017 bezahlt. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 596 T€ übernommen und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an der DMG MORI Systems GmbH an einen strategischen Investor veräußert. Der Kaufpreis in Höhe von 295 T€ führte zu einem Zahlungsmittelzufluss in 2017. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 1 T€ mit übertragen und im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an der GILDEMEISTER a+f components GmbH an einen externen Investor veräußert. Der Kaufpreis in Höhe von 25 T€ führte zu einem Zahlungsmittelzufluss in 2017. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 23 T€ mit übertragen und im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an den folgenden Gesellschaften an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert:
Die Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 50.657 T€ erfolgte in 2017 und wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Rahmen der Veräußerung der DMG MORI BRASIL Comercio de Equipamentos Industriais Ltda. wurde eine Kapitalerhöhung durchgeführt, die zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 8.231 T€ geführt hat. Dieser Zahlungsmittelabfluss wurde ebenfalls im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die Anteile an den Projektgesellschaften Cucinella S.r.L, Winch Pugglia Foggia S.r.l. sowie Rena Energy S.r.l. wurden an einen strategischen Investor veräußert. Der Kaufpreis betrug 1.474 T€ und führte in 2017 zu einem Zahlungsmittelzufluss, der im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen wird. Im Berichtsjahr erwarb DMG MORI 20% an der ADAMOS GmbH. Der Kaufpreis in Höhe von 2.000 T€ führte zu einem Zahlungsmittelabfluss in 2017 und wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die 50%-Beteiligung an der DMG MORI HEITEC GmbH führte zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 50 T€ in 2017 und wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Der Kaufpreis für den im Berichtsjahr getätigten Erwerb der 10% nicht beherrschende Anteile an der DMG MORI Rus ooo in Höhe von 3.120 T€ wurde in 2017 gezahlt und im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Der Verkauf von 15% der Anteile an der ISTOS GmbH führte zu einem Zahlungsmittelzugang in Höhe von 50 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird. Die Veräußerung der 19% Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., an die DMG MORI COMPANY LIMITED zu einem Kaufpreis von 21.400 T€ führte in 2017 nicht zu einem Zahlungsmittelzufluss. Die Zahlung des Kaufpreises soll in 2018 erfolgen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährte der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120.000 T€. Die Auszahlung des Darlehens wurde im Vorjahr unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Die gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG42. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTENIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBT. Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist auf den Seiten 90 ff. zu finden. Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC | LASERTEC | ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions (vorher Software Solutions). Die gestiegene Bedeutung und der Ausbau unserer digitalen Kompetenzen spiegeln sich in der Umbenennung dieses Geschäftsbereichs wider. Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der
die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der
die Ultrasonic- und Lasermaschinen der Advanced Technologies
sowie die Produkte der
Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke und die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.L, Brembate di Sopra (Italien), zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt. Im Februar 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 50,1% der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen, und im September 2017 erwarb sie 100% an der WERKBLiQ GmbH, Bielefeld. Beide Gesellschaften sind ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile dem Segment "Werkzeugmaschinen" zugeordnet. Mit Wirkung zum 28. Februar 2017 wurden die Anteile an der DMG MORI Systems GmbH, Wernau, an einen strategischen Investor veräußert. Ab dem Zeitpunkt der Entkonsolidierung sind die Daten der DMG MORI Systems GmbH nicht mehr im Segment enthalten. Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften sowie die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, die seit Beginn des Geschäftsjahres 2017 als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig ist. Im Zuge der Neuausrichtung führt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ab 1. Januar 2017 den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika. Die Anteile an den Tochtergesellschaften in den Regionen Asien und Amerika wurden an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert und ab dem Geschäftsjahr 2017 von dieser konsolidiert und berichtet. Ausnahmen bilden die DMG America Inc., Itasca (USA) und die DMG Asia Pte. Ltd., Singapur; die Anteile dieser beiden Tochtergesellschaften wurden nicht veräußert. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist. Der Bereich Energy Solutions beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb und Service zuständigen Gesellschaften in Italien und Spanien. Wir fokussieren uns in diesem Bereich auf die Geschäftsfelder Energy Efficiency und Service. Der Bereich "Components", der auf die Herstellung und die Vermarktung von Guss- und Stahl-Komponenten, insbesondere für den Maschinenbau und Windenergie-Anlagen spezialisiert war, wurde im Geschäftsjahr an einen strategischen Investor veräußert (Details dazu siehe Seite 114 ff.). Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse. 43. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATENDie Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden Umsatzerlöse von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen. Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 44.292 T€), auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen" entfallen 82.346 T€ (Vorjahr: 91.125 T€) und auf das Segment "Corporate Services" analog zum Vorjahr 0 T€. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen. Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen. Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip). Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen. Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.757 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 5.430 T€) sowie Wertminderungen in Höhe von 2.965 T€ enthalten. Beeinflusst durch die eingeleitete Neuausrichtung des Standorts Shanghai und weitere Maßnahmen im Rahmen der Optimierung von Produktionskapazitäten waren im Vorjahr EBT-Effekte in Höhe von 8,2 MIO € enthalten. Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5.084 T€ (Vorjahr: 6.943 T€) enthalten. Stromerträge aus Solarparks sind in Höhe von 228 T€ (Vorjahr: 533 T€) in den Umsatzerlösen sowie in Höhe von 1.682 T€ (Vorjahr: 4.020 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In den Abschreibungen sind in Höhe von 11.663 T€ Wertminderungen enthalten, die im Wesentlichen auf Gebäude entfallen. Aus der Umsetzung des "Smart-Pricing-Konzepts" ab 1. September 2016 ergab sich im Geschäftsjahr 2017 ein Umsatzrückgang in Höhe von 39,7 MIO € (Vorjahr: 11,0 MIO €), der in gleicher Höhe ergebniswirksam wurde. Im Vorjahr waren zusätzlich im Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Neuausrichtung Effekte in Höhe von 50,7 MIO € im EBT enthalten. Im Segment "Corporate Services" sind Aufwendungen in Höhe von 633 T€ (Vorjahr: 580 T€) aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Im Vorjahr wurden im Segmentergebnis Abfindungszahlungen in Höhe von 7.933 T€ aufwandswirksam erfasst. In den zwei anderen Segmenten lagen keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen vor. Im Geschäftsjahr 2017 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10% der Umsatzerlöse des DMG MORI-Konzerns getätigt. In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt. Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder, zu denen Mexiko und Brasilien gehören. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt. Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2017 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 122.740 T€ (Vorjahr: 131.677 T€) sowie in Russland in Höhe von 95.837 T€ (Vorjahr: 110.553 T€) enthalten. In der Region Europa sind in Italien Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 251.872 T€ (Vorjahr: 215.831 T€) sowie in Russland in Höhe von 64.628 T€ (Vorjahr: 43.331 T€) entstanden. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN44. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERSDer Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beauftragt. Die im Geschäftsjahr 2017 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, erbrachten Dienstleistungen betreffen in Höhe von 1.520 T€ (Vorjahr: 1.371 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 174 T€ (Vorjahr: 713 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind Steuerberatungsleistungen in Höhe von 153 T€ (Vorjahr: 427 T€) sowie mit 748 T€ (Vorjahr: 874 T€) sonstige Leistungen enthalten. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind. Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich vor allem auf die Prüfungen des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen von IFRS Reporting Packages ihrer Tochterunternehmen zur Einbeziehung in den DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Konzernabschluss, einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte. Prüfungsbegleitend erfolgten prüferische Durchsichten von Quartals- und Halbjahresabschlüssen und projektbegleitende rechnungslegungsbezogene IKS- und IT-Prüfungen. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfung des Compliance Managementsystems sowie gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen, wie z. B. die Bestätigung zur Einhaltung von Covenants oder die EMIR-Prüfung nach § 20 WpHG. Die Steuerberatungsleistungen umfassen Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit Fragen zum Verrechnungspreissystem und die umsatzsteuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten. Die Sonstigen Leistungen betreffen Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung, Beratungsleistungen mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen. Projektbegleitende qualitätssichernde Unterstützungsleistungen erfolgen insbesondere auch im Zusammenhang mit der von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erstellten Dokumentation des internen Kontrollsystems nach J-SOX und im Zusammenhang mit dem Tax Compliance System. 45. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGIm Januar 2018 hat DMG MORI die Beteiligung an der REALIZER GmbH, Borchen, auf 75,1% erhöht. Mit diesem strategischen Erwerb stärkt DMG MORI seine Position im ADDITIVE MANUFACTURING. Mit Wirkung zum 15. Mai 2018 wird Michael Horn das Vorstandsressort Produktion, Logistik und Qualität verantworten. Es ergaben sich darüber hinaus keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 12. März 2018 nicht vor. 46. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENAls nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Die DMG MORI Finance GmbH und die Magnescale Co. Ltd. werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt. Das Wirtschaftsjahr der Magnescale Co. Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften ist, wie bei den wesentlichen anderen Unternehmen des Konsolidierungskreises der DMG MORI COMPANY LIMITED, analog der Berichtsperiode des DMG MORI-Konzerns. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), dem obersten Mutterunternehmen des DMG MORI-Konzerns, gehören, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd. Dem Erwerb bzw. dem Verkauf und der Ermittlung der Kaufpreise der Anteile an Gesellschaften von der bzw. an die DMG MORI COMPANY LIMITED lagen neutrale Bewertungsgutachten zu Grunde (Details siehe "Unternehmenszusammenschlüsse"). Zum 1. Januar 2017 wurde die Beherrschung an den Tochtergesellschaften und einem Joint Venture in den Regionen Amerika und Asien auf die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. Die Entscheidung zur Übertragung der Beherrschung wurde vom Vorstand im Dezember 2016 getroffen. Die Veräußerung der Anteile an den betreffenden Gesellschaften erfolgte im Geschäftsjahr 2017. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile betrug 50.657 T€. Im Dezember 2017 wurden die Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., Davis (USA), an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert. Die Gegenleistung für den Erwerb der Anteile betrug 21.400 T€. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährte der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120.000 T€. Das Darlehen wurde 2016 in voller Höhe ausgezahlt. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 1,00% verzinst. Zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100%igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2017 betrug 89.865 T€ (Vorjahr: 41.097 T€). Die aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten laufenden Steuern der DMG MORI GmbH betrugen 30.017 T€. Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von 683 T€ (Vorjahr: 1.034 T€) und gegen gemeinschaftlich geführte Unternehmen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 10 T€) gebildet worden. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen und Personen in Höhe von 470 T€ (Vorjahr: 922 T€) erfasst. Gegen assoziierte Unternehmen wurde kein Aufwand erfasst. Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber gemeinschaftlich geführten Unternehmen wurden in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 10 T€) erfasst. Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben. Die erworbenen Lizenzen aus Vorjahren sind als gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert und werden ab dem Zeitpunkt ihrer Nutzung linear abgeschrieben. Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt: scroll
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Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von drei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten. Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 28 ff. des Lageberichts zu finden. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates. Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand (Seite 121) erläutert, wobei die indirekte Vergütung, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten. Im Vorjahr wurden für ehemalige Vorstandsmitglieder Abfindungszahlungen in Höhe von 7.933 T€ aufwandswirksam erfasst. Im Vorjahr sind Aufwendungen für erbrachte Beratungsleistungen des Institute for Manufacturing Excellence GmbH, bei dem Herr Prof. Klinkner geschäftsführender Gesellschafter ist, in Höhe von 1.726 T€ angefallen. Zum 31. Dezember 2017 gab es analog zum Vorjahr keine offenen Verbindlichkeiten. 47. PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WPHGDie Pflichtmitteilungen nach § 26 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben. 48. CORPORATE GOVERNANCEDie Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2017 abgegeben und sind auf unserer Website → www.corporate-governance-de. dmgmori.com dauerhaft zugänglich gemacht. 49. AKTIONÄRSSTRUKTURDie DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03% am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt die Elliott International Limited sowie verbundene Unternehmen 5,07% am Grundkapital gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmitteilung vom 13. September 2016. Die Bank of America Corporation sowie verbundene Unternehmen hat entsprechend bis zum 31. Dezember 2017 übermittelter Stimmrechtsmitteilung einen Stimmrechtsanteil von weniger als 3% der Stimmrechte gemeldet und hielt 0,04% nach § 25 Abs. 1 Nr. 2 WpHG. scroll
1)
Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen
und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung
der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs. Organe der GesellschaftAUFSICHTSRATProf. Dr.-Ing. Raimund Klinkner Gräfeling, geboren 1965 Vorsitzender, Geschäftsführender Gesellschafter der INSTITUTE FOR MANUFACTURING EXCELLENCE GmbH • Terex Corporation, Westport, Connecticut, USA, Mitglied des Board of Directors • ebm pabst Mulfingen GmbH & Co. KG, Mulfingen, Mitglied des Beirats Hermann Lochbihler (Arbeitnehmervertreter) Vils, geboren 1956 1. stv. Vorsitzender, Leiter Einkauf Sonderprojekte der DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Vertreter der leitenden Angestellten Ulrich Hocker Düsseldorf, geboren 1950 stv. Vorsitzender, Präsident und Rechtsanwalt der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V., > FERI AG, Bad Homburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats, • Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats, Independent Lead Director Mario Krainhöfner (Arbeitnehmervertreter) Pfronten, geboren 1964 stv. Vorsitzender, Konzernbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Leiter Ideenmanagement der DECKEL MAHO Pfronten GmbH Irene Bader Feldafing, geboren 1979 Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, Wernau Operating Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena Wedemark, geboren 1959 Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover Prof. Dr. Edgar Ernst (Mitglied bis 05.05.2017) Bonn, geboren 1952 Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V., • Deutsche PostbankAG, Bonn, Mitglied des Aufsichtsrats, • Vonovia SE, Bochum, Mitglied des Aufsichtrats, • TUI AG, Hannover, Mitglied des Aufsichtsrats, • Metro AG Düsseldorf, Mitglied des Aufsichtsrats Tanja Fondel (Arbeitnehmervertreterin) Frankfurt am Main, geboren 1976 (Mitglied seit 23.01.2018) Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main > GRAMMER AG, Amberg, Mitglied des Aufsichtsrats Dietmar Jansen (Arbeitnehmervertreter) Memmingen, geboren 1965 1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer der IG Metall Geschäftsstelle Allgäu, • AGCO GmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender • ENGIE Deutschland AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrats Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A. Düsseldorf, geboren 1967 (Mitglied seit 05.05.2017) Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen • UniCredit Bank AG München, Mitglied des Aufsichtsrats Dr. Constanze Kurz (Arbeitnehmervertreterin; Mitglied bis 30.11.2017) Gerlingen, geboren 1961 Referentin des Gesamt- und Konzernbetriebsrats, Robert Bosch GmbH, Stuttgart Dr.-Ing. Masahiko Mori Nara, geboren 1961 Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED Matthias Pfuhl (Arbeitnehmervertreter) Schmerbach, geboren 1960 Versorgungstechniker, Mitglied des Betriebsrats der DECKEL MAHO Seebach GmbH Peter Reinoss (Arbeitnehmervertreter) Bergisch Gladbach, geboren 1958 Servicetechniker Elektronik, Betriebsratsvorsitzender der DMG Vertriebs und Service GmbH DECKEL MAHO GILDEMEISTER, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI Academy GmbH > Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG • Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen VORSTANDDipl.-Kfm. Christian Thönes Bielefeld Vorsitzender Dipl.-Kfm. Björn Biermann Bielefeld Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler Bielefeld Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bielefeld, 12. März 2018 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Der Vorstand Dipl.-Kfm. Christian Thönes Dipl.-Kfm. Björn Biermann Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, BielefeldVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung, die im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" im Konzernlagebericht enthalten und als ungeprüft gekennzeichnet ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. › Die Periodenabgrenzung der UmsatzerlöseZu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Abschnitt 6 Umsatzerlöse. Das Risiko für den AbschlussDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von EUR 2.348,5 MIO aus. Die Umsatzerlöse stellen eine wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahl dar. Der DMG MORI-Konzern erfasst Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten, insbesondere Werkzeugmaschinen, und von Dienstleistungen, wenn die Voraussetzungen nach IAS 18 gegeben sind. Dafür müssen unter anderem die maßgeblichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an den verkauften Produkten verbunden sind, auf die Kunden übergegangen sein bzw. dafür muss das Ergebnis des Dienstleistungsgeschäfts verlässlich geschätzt werden können. Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Deutschland, Europa und Asien. Für die weltweiten Lieferungen der Produkte werden durch die Konzerngesellschaften unterschiedliche internationale Handelsklauseln vereinbart. Die internationalen Handelsklauseln legen den Gefahrenübergang und damit den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung fest. Darüber hinaus werden die Produkte, insbesondere die Werkzeugmaschinen, mit verschiedenen Transportmitteln, wie Schiff oder Lkw, an die Kunden geliefert. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag falsch abgegrenzt werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungZur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Auftragsannahme, den Warenausgang (einschließlich Festlegung des Gefahrenübergangs) bzw. die Leistungserbringung und die Faktura beurteilt. Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse u. a. durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen, externen Liefer- oder Leistungsnachweisen und Zahlungseingängen beurteilt. Grundlagen dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens, zufallsimitierend oder nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Umsätze, die in einem festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag erfasst wurden. Die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse wurde auch durch Einholen von Drittbestätigungen oder alternativ durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen, externen Lieferoder Leistungsnachweisen und Zahlungseingängen beurteilt. Grundlagen dafür waren auf Basis eines mathematischstatistischen Verfahrens ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2017 und damit auch die zugehörigen Umsätze. Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag Umsatzbuchungen untersucht, die auf kritischen internationalen Handelsklauseln beruhen und daher ein höheres Risiko bei der Periodenabgrenzung aufweisen. Insbesondere bei den Fällen, in denen sich die Übertragung der Risiken und Chancen zu einem von dem Besitzübergang abweichenden Zeitpunkt vollzieht (z.B. bei sog. bill-and-hold Vereinbarungen), haben wir uns durch Einsichtnahme in die gesonderten Vereinbarungen mit den Kunden von der Einhaltung der Kriterien zur Umsatzerfassung des IAS 18 überzeugt. Unsere SchlussfolgerungenDie Vorgehensweise des DMG MORI-Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht. › Die Werthaltigkeit der Anteile an at-equity bewerteten UnternehmenZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die der Bewertung zu Grunde gelegten Annahmen sind im Konzernanhang im Abschnitt 22 Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen beschrieben. Das Risiko für den AbschlussDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weist in dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von EUR 45,2 MIO aus. Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich keine Wertminderungen bzgl. der Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und ermittelt, sofern diese identifiziert worden sind, einen möglichen Wertminderungsbedarf. Zur Überprüfung eines möglichen Wertminderungsbedarfes wird seitens der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT der erzielbare Betrag für die at-equity bewerteten Unternehmen ermittelt. Die Identifikation der Anhaltspunkte sowie die Ermittlung des erzielbaren Betrages sind komplex und ermessensbehaftet. Der Ermittlung des erzielbaren Betrages liegt die geplante zukünftige Ergebnisentwicklung zugrunde. Bei der Planung der Ergebnisentwicklung werden Annahmen über die zukünftig erwarteten Preis- und Mengensteigerungen zur Erzielung von Erträgen sowie Entwicklungen bei den Aufwendungen getroffen. Die sachgerechte Einschätzung der Annahmen und Berücksichtigung bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages ist insofern risikobehaftet. Darüber hinaus werden die anteiligen zukünftigen Ergebnisse auf den Bilanzstichtag abgezinst. Hierbei fließen verschiedene Annahmen und Parameter in den Abzinsungssatz mit ein. Damit ist auch die sachgerechte Ermittlung der Annahmen und Parameter zu einem angemessenen Abzinsungssatz risikobehaftet. Insgesamt besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen nicht werthaltig sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungZunächst haben wir uns durch Erläuterungen von Mitarbeitern des Bereichs Bilanzen und Steuern sowie des Konzern-Controllings und Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der at-equity bewerteten Unternehmen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Wertminderungsbedarf auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Wertminderungsbedarf bestehen. Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Unternehmensbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten gewürdigt. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes und der erwarteten Zahlungsströme auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen. Unsere SchlussfolgerungenDas der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht. › Der Verkauf von Unternehmen in Amerika und AsienZu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Angaben zur Veräußerung der Unternehmen sind im Konzernanhang im Abschnitt 4 Konsolidierungskreis enthalten. Das Risiko für den AbschlussIn 2017 hat der DMG MORI Konzern Verträge über die Veräußerung von insgesamt zehn Unternehmen in Amerika und Asien an das Mutterunternehmen, die DMG MORI COMPANY LIMITED abgeschlossen. Die Veräußerung erfolgte zu einem Veräußerungspreis von EUR 50,7 MIO, der auf Basis eines externen Bewertungsgutachtens festgelegt worden war. Der DMG MORI Konzern weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Gewinn aus der Veräußerung in Höhe von EUR 3,3 MIO aus. Die Ermittlung des Veräußerungsgewinns ist bei der Vielzahl der Gesellschaften in einer Transaktion komplex. Zudem sind die erläuternden Angaben im Konzernanhang im Zusammenhang mit der Transaktion komplex. Diese erläuternden Angaben schließen auch Angaben zu Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen ein. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die veräußerten Vermögenswerte und Schulden als solche nicht sachgerecht ermittelt wurden und damit der Ausweis des Veräußerungsgewinns aus der Transaktion in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung fehlerhaft ist. Hinsichtlich der erläuternden Angaben zu der Transaktion im Konzernanhang besteht das Risiko, dass die Erläuterungen nicht ausreichend detailliert und sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungWir haben zunächst beurteilt, ob die Ermittlung der abgehenden Vermögenswerte und Schulden korrekt vorgenommen wurde. Dies umfasste auch die Prüfung der damit in Zusammenhang stehenden Konzernbuchungen. Wir haben die Ermittlung des Veräußerungsgewinns nachvollzogen und beurteilt, ob die Ermittlung des Veräußerungsgewinns im Hinblick auf die Anforderungen des IFRS 10 sachgerecht ist. Wir haben gewürdigt, ob die Erläuterungen im Konzernanhang zu der Transaktion (einschließlich der Anhangangaben für nahestehende Unternehmen) ausreichend detailliert und sachgerecht sind. Unsere SchlussfolgerungenDie Ermittlung der veräußerten Vermögenswerte und Schulden und des Veräußerungsgewinns sowie die damit verbundenen Konsolidierungsbuchungen sind insgesamt sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Vorschriften. Die Erläuterungen im Konzernanhang zum Verkauf der Unternehmen in Amerika und Asien sind ausreichend detailliert und sachgerecht. › Der Erwerb der REALIZER GmbHZu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 2 Konsolidierungsgrundsätze. Zu den Erläuterungen zum Erwerb und den Auswirkungen auf den Konzernabschluss aus der erstmaligen Konsolidierung verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 4 Konsolidierungskreis. Das Risiko für den AbschlussMit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 50,1% an der REALIZER GmbH. Insgesamt betrug der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung für 100% der Anteile EUR 14,7 MIO. Diese setzt sich aus einer fest vereinbarten Gegenleistung in Höhe von EUR 10,1 MIO und einer bedingten Gegenleistung in Höhe von EUR 4,6 MIO zusammen. Unter Berücksichtigung des erworbenen Nettovermögens in Höhe von EUR 2,1 MIO ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 12,6 MIO. Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung sind nach IFRS 3 auch die bedingten Gegenleistungen zu berücksichtigen. Die Identifikation und Bewertung der bedingten Gegenleistung sind komplex und beruhen auf ermessensbehafteten Annahmen des Vorstands. Die wesentliche Annahme betrifft die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Bedingung. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden werden nach IFRS 3 im Regelfall zum beizulegenden Zeitwert am Tag des Erwerbs angesetzt. Die Bestimmung und Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erfolgte durch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Identifikation und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sind komplex und beruhen auf ermessensbehafteten Annahmen des Vorstands. Die wesentlichen Annahmen betreffen die Umsatzplanung und Margenentwicklung des erworbenen Geschäftsbetriebs sowie die Kapitalkosten. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung sowie die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden unzutreffend identifiziert bzw. fehlerhaft bewertet sind. Außerdem besteht das Risiko, dass die Angaben im Konzernanhang nicht vollständig und sachgerecht sind. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungUnter Einbezug unserer eigenen Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Identifikations- und Bewertungsverfahren beurteilt. Dafür haben wir uns zunächst durch Befragungen von Mitarbeitern des Bereichs Bilanzen und Steuern sowie durch Würdigung der relevanten Verträge ein Verständnis von der Erwerbstransaktion verschafft. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Gegenleistung haben wir mit dem zugrunde liegenden Kaufvertrag abgestimmt. Die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit des Eintritts der bedingten Gegenleistung haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert und gewürdigt. Wir haben den Prozess der Identifikation der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden vor dem Hintergrund unserer Kenntnisse des Geschäftsmodells der REALIZER GmbH auf Übereinstimmung mit den Anforderungen nach IFRS 3 gewürdigt. Die verwendeten Bewertungsverfahren haben wir auf Übereinstimmung mit den Bewertungsgrundsätzen untersucht. Die erwartete Umsatz- und Margenentwicklung haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt. Die zur Bewertung von immateriellen Vermögenswerten herangezogenen Parameter haben wir mit Referenzwerten aus einschlägigen Datenbanken verglichen. Die den Kapitalkosten zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Zur Beurteilung der rechnerischen Richtigkeit haben wir unter risikoorientierten Gesichtspunkten ausgewählte Berechnungen nachvollzogen. Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zum Erwerb der REALIZER GmbH vollständig und sachgerecht sind. Unsere SchlussfolgerungenDas der Identifikation und Bewertung der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie der Gegenleistung zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die wesentlichen Annahmen und Parameter sind angemessen und die Darstellung im Konzernanhang ist vollständig und sachgerecht. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. November 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind unter Beachtung der Übergangsvorschrift des Artikels 41 Abs. 1 EU-APrVO ununterbrochen seit mehr als 24 Jahren als Konzernabschlussprüfer der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFERDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hendrik Koch.
Bielefeld, den 12. März 2018 KPMG AG Koch, Wirtschaftsprüfer Bröker, Wirtschaftsprüfer AN UNSERE AKTIONÄREBericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2017 standen für den Aufsichtsrat strategische Themen wie die Automatisierung und Digitalisierung im besonderen Fokus seiner Tätigkeit. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie mit Vorstandsangelegenheiten und diskutierte u. a. die Geschäftspolitik, das Risikomanagement, die Compliance und Entwicklung des Konzerns bis zum Geschäftsjahr 2020, einschließlich der Investitionen. Zudem wurde das weitere Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zur "Global One Company" erörtert. Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge, die von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen waren, sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert. Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens informieren lassen. Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt. Er tagte im Geschäftsjahr 2017 insgesamt siebenmal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die regelmäßig durch zahlreiche Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten bzw. wurden diese durch Nichtmitwirken an der Entscheidungsfindung gelöst. Im Verlauf des Berichtsjahres gab es folgende personelle Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat: Am 7. März 2017 bestellte der Aufsichtsrat den Vorstandsvorsitzenden Christian Thönes erneut. Am 29. Juni 2017 wurde Michael Horn zum Mitglied des Vorstands für die Ressorts Produktion, Logistik und Qualität bestellt. Er nimmt seine Tätigkeit mit Wirkung zum 15. Mai 2018 auf. Am 30. November 2017 beschloss der Aufsichtsrat die Wiederbestellung des Finanzvorstands Björn Biermann. Prof. Dr. Edgar Ernst legte sein Aufsichtsratsmandat zum 5. Mai 2017 nieder. Prof. Dr. Annette Köhler folgte ihm als Aufsichtsratsmitglied und wurde als Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses bestimmt. Dr. Constanze Kurz legte ihr Aufsichtsratsmandat zum 30. November 2017 nieder. Am 23. Januar 2018 wurde Tanja Fondel gerichtlich zu ihrer Nachfolgerin bestellt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzungen teilgenommen. An der Bilanzsitzung am 7. März 2017 nahmen auch die Abschlussprüfer teil. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernlagebericht und -abschluss sowie den Lagebericht und Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Das Gremium erörterte zudem die Geschäftsentwicklung und befasste sich auch mit der Tagesordnung der für den 5. Mai 2017 geplanten 115. ordentlichen Hauptversammlung einschließlich des Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers. Darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Technologie- und Entwicklungsausschusses. Die Aufsichtsratssitzung am 4. Mai 2017 stand im Zeichen der Vorbereitung der Hauptversammlung am Folgetag. Darüber hinaus wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert. Im Nachgang zur 115. ordentlichen Hauptversammlung fand am 5. Mai 2017 eine Sitzung des Aufsichtsrats statt, in der Prof. Dr. Annette Köhler zum Mitglied und zur Vorsitzenden des Finanz- und Prüfungsausschusses gewählt wurde. Am 29. Juni 2017 fand eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung zur strategischen und personellen Ausrichtung des Vorstands statt. Michael Horn wurde zum Vorstand für die Ressorts Produktion, Logistik und Qualität bestellt. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 1. September 2017 wurde die Digitalisierungsstrategie, insbesondere ADAMOS eingehend diskutiert und gebilligt. Zudem wurde die Automatisierungsstrategie erörtert. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt der Sitzung am 27. September 2017 war die Geschäftsentwicklung. Die zukünftige Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie wurde eingehend erörtert sowie die Ergebnisse der EMO, der weltweiten Leitmesse für Fertigungstechnologien, diskutiert. Zudem befasste sich das Plenum mit den Berichten des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Technologie- und Entwicklungsausschusses. Im Mittelpunkt der Sitzung am 30. November 2017 standen der aktuelle Geschäftsverlauf, die Unternehmensplanung für die Jahre 2018 bis 2020 und die Investitionsplanung für das Jahr 2018. Der Aufsichtsrat billigte die Konzernplanung für das Jahr 2018, die Mittelfristplanung 2019/2020 sowie die Investitionsplanung 2018. Weiterhin wurde ein Beschluss zur Ausgestaltung der variablen Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 gefasst. Zudem wurden die Ergebnisse der Effizienzprüfung für den Aufsichtsrat ausgewertet und eingehend erörtert und eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand beschlossen. Auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschloss der Aufsichtsrat die Schwerpunkte der Abschlussprüfung zum 31. Dezember 2017. Zu ihnen zählen die Angaben zu den erwarteten Auswirkungen der Einführung wesentlicher neuer Standards in der Berichtsperiode ihrer erstmaligen Anwendung (IFRS 9 Finanzinstrumente, IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden und IFRS 16 Leasingverhältnisse), der Ansatz und die Bewertung der Vorräte sowie die Sicherstellung einer ordnungsmäßigen Inventuraufnahme sowie der Ansatz und die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (IAS 39) und notwendige Anhangsangaben gemäß FRS 7 in den Formblattsätzen. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschlossen. Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrats wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet: Der Finanz- und Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2017 zu sechs Sitzungen zusammen. In seinen Sitzungen befasste sich der Ausschuss mit dem jeweiligen Status der Finanzen und Steuern sowie den laufenden Betriebsprüfungen. Gegenstand seiner Prüfungen und Beratungen waren zudem der Zwischenbericht zum 1. Quartal, der Halbjahresbericht sowie die Quartalsmitteilung zum 3. Quartal. Mit der seit November 2015 geänderten Transparenzrichtlinie entfällt die Pflicht zur Veröffentlichung eines umfassenden Quartalsberichts. Dies hat DMG MORI zum 3. Quartal 2017 erstmalig umgesetzt. Zudem befasste sich der Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagement, dem Revisionsbericht sowie dem Compliance-Bericht. Der Ausschuss prüfte den Einzel- und Konzernabschluss, bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse vor und bewertete den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers. Er überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und holte dessen Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein. Weitere Themen des Ausschusses waren die Ergebnisse der Compliance-Effektivitätsprüfung durch die KPMG und der vom Vorstand vorgelegte Prozess zur Billigung von Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, der vom Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung verabschiedet wurde. Darüber hinaus bereitete er die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zur Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie zu den Prüfungsschwerpunkten 2017 vor. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte dreimal. Der Ausschuss bereitete die Beschlüsse über die Vergütung des Vorstands vor und befasste sich mit Vorstandsangelegenheiten einschließlich der Frage der Vorstandsvergütung. Der Nominierungsausschuss tagte einmal. Er beschloss den Wahlvorschlag, der 115. ordentlichen Hauptversammlung Prof. Dr. Annette Köhler als Nachfolgerin für Prof. Dr. Edgar Ernst für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat vorzuschlagen. Sie verfügt über umfassende Kenntnisse in den Bereichen Rechnungslegung, Abschlussprüfung und interne Kontrollsysteme. Der Technologie- und Entwicklungsausschuss kam zu drei Sitzungen zusammen. Der Fokus der Diskussionen lag auf den strategischen Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING. Zum Gegenstand seiner Beratungen und Analysen zählten zudem sowohl allgemeine technologische Themen als auch generelle Trends in der Werkzeugmaschinenindustrie, die Ausrichtung des Produktportfolios sowie das Investitionsbudget. Im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 24 des Geschäftsberichts werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2016 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 5. Mai 2015 seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015 entsprochen. Den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit deren Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 24. April 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen. In der Bilanzsitzung vom 12. März 2018 billigte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2017. Damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Auch der gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht, der Bestandteil des erstmalig erstellten Nachhaltigkeitsberichtes ist und mit dem die gesetzlichen Bestimmungen gemäß dem neuen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017 erfüllt werden, wurde eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet. Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2017 sowie den Konzernlagebericht 2017 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2017 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315a HGB wurde darauf verzichtet, einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen. Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, erteilte für beide Lageberichte und Abschlüsse jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke. Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Das angemessene und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Informations- und Überwachungssystem erscheint nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems wurden nicht berichtet. Die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat stimmte - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - keine Einwände erhoben. DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2017 erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für den außerordentlichen Einsatz und die hervorragende strategische Arbeit, die sich auch in den erreichten guten Kennzahlen widerspiegelt. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr!
Bielefeld, 12. März 2018 Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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