![]() DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldNachhaltigkeitsbericht einschließlich gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht 2017Berichtsinhalte, die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC einer Prüfung mit begrenzter Sicherheit unterzogen wurden, sind gekennzeichnet durch: ✓ AUF EIN WORTNachhaltigkeit gehört zur DNA von DMG MORI und steht im Fokus unserer Unternehmensstrategie. Wir leben eine Kultur der Wertschätzung und leisten positive Beiträge zur Lösung der globalen Herausforderungen unserer Zeit. Fortschritt zum Wohle kommender Generationen - das ist unser Ziel. CHRISTIAN THÖNES - Vorstandsvorsitzender Unsere Nachhaltigkeitsstrategie berücksichtigt die Interessen der Stakeholder von DMG MORI. Wir handeln nach rechtlichen sowie ethischen Standards und erwarten, dass diese in unserem Konzern und auch von unseren Geschäftspartnern und Lieferanten weltweit eingehalten werden. BJÖRN BIERMANN - Mitglied des Vorstands DMG MORI hat den Anspruch, die Umwelt nachhaltig zu schützen. Gemäß unserem Verhaltenskodex hat jeder Mitarbeiter die natürlichen Ressourcen zweckmäßig und sparsam zu verwenden und sicherzustellen, dass seine Aktivitäten einen möglichst geringen Einfluss auf die Umwelt haben. DR. MAURICE ESCHWEILER - Mitglied des Vorstands UNTERNEHMENSPROFILDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen mit einem Umsatz von über 2,3 MRD € und über 7.000 Mitarbeitern. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED erzielen wir als "Global One Company" einen Umsatz von über 3,3 MRD €. Das Angebot umfasst sowohl Dreh- und Fräsmaschinen als auch Advanced Technologies, wie ULTRASONIC, LASERTEC und ADDITIVE MANUFACTURING sowie Automatisierungs- und ganzheitliche Technologielösungen. Unsere Technologie-Exzellenz bündeln wir in den Leitbranchen "Aerospace", "Automotive", "Die & Mold" und "Medical". Mit dem APP-basierten Steuerungs- und Bedienumfeld CELOS sowie exklusiven Technologiezyklen und Powertools gestalten wir aktiv Industrie 4.0. Bereits über 10.000 ausgelieferte DMG MORI Maschinen sind mit CELOS ausgestattet. Mit der offenen, digitalen Plattform ADAMOS bietet DMG MORI seinen Kunden und Zulieferern zudem eine durchgängige Digitalisierungsstrategie. Unsere kundenorientierten Services rund um den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine beinhalten Training, Instandsetzung, Wartung und Ersatzteilservice. Mit dem Partnerprogramm "DMG MORI Qualified Products" (DMQP) bieten wir zudem perfekt abgestimmte Peripherie-Produkte aus einer Hand. Die "Global One Company" ist mit über 12.000 Mitarbeitern an 157 Vertriebs- und Servicestandorten - davon 14 Produktionswerke - weltweit präsent. DMG MORI beliefert Kunden aus 42 verschiedenen Branchen in 79 Ländern. ![]() Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im Umschlag des Geschäftsberichts 2017 und im Konzernlagebericht auf Seite 16 ff. Technologie- und Service-ExzellenzIm Technologie und Solution-Center am DMG MORI Headquarter in Bielefeld können sich unsere Kunden selbst von der hohen Qualität unserer Maschinen überzeugen. Durch eine umfassende Beratung und Begleitung über den gesamten Lebenszyklus der Maschine hinweg schonen wir Ressourcen. ENERGYSAVINGEinsparung von Energie in unserem Unternehmen durch Energieeffizienzmaßnahmen und modernste Anlagen- und Gebäudetechnik. GREENMODEHöchste Energieeffizienz durch energieoptimierte Gestaltung und Betrieb unserer Maschinen. CELOS-APPs sorgen für Transparenz und Optimierung des Energieverbrauchs. NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE UND -MANAGEMENTMit diesem Nachhaltigkeitsbericht, der ebenfalls den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht 2017 enthält, erfüllen wir die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des neuen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014/95/EU (§289 HGB) vom 11. April 2017. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Transparenz über ökologische und soziale Aspekte von Unternehmen zu erhöhen. Dazu gehören Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, Menschenrechten sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Zu jedem dieser gesetzlich festgelegten Belange benennen oder beschreiben wir mindestens ein relevantes Konzept. Der Bericht wurde in Übereinstimmung mit den "GRI-Standards: Option Kern" erstellt. Die Standards der "Global Reporting Initiative" (GRI) wurden auch für den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht angewendet. Die Abgrenzung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts 2017 und der damit einhergehenden gesetzlich verpflichtenden Inhalte sind gekennzeichnet im GRI-Content-Index auf Seite 36 f. unter "Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB". Darüber hinaus enthält dieser Nachhaltigkeitsbericht eine Vielzahl an freiwilligen Angaben. Damit gehen wir in unserer Berichterstattung weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen an nichtfinanzielle Erklärungen, zu denen kapitalmarktorientierte Unternehmen seit dem Geschäftsjahr 2017 verpflichtet sind, hinaus. Dieser Nachhaltigkeitsbericht wurde erstmalig erstellt - zukünftig wird er jährlich erscheinen. Der Berichtszeitraum entspricht dem Geschäftsjahr (01.01. - 31.12.2017). Abweichungen sind entsprechend gekennzeichnet. Verweise - außer auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss - sind weiterführende Informationen und keine Bestandteile des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts und daher nicht geprüft. Die Beschreibung des Geschäftsmodells, des Wesentlichkeitsprozesses sowie ausgewählte Managementansätze und Kennzahlen wurden durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) einer betriebswirtschaftlichen Prüfung unter Beachtung des ISAE 3000 (Revised) zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit unterzogen. Die Darstellung der Managementansätze nach GRI (103) entspricht den Anforderungen an die Darstellung der Konzepte nach §289c Abs. 3 HGB. Daher wird in diesem Nachhaltigkeitsbericht einheitlich der Begriff "Managementansätze" verwendet. Die geprüften Inhalte und Kennzahlen sind im GRI-Content-Index sowie in den Tabellen gekennzeichnet. Der Prüfungsumfang und das Prüfungsurteil werden in dem Prüfungsvermerk ausgewiesen. Generell gilt bei DMG MORI: Wir suchen den ständigen Dialog mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern, um darauf aufbauend unsere Strategie zu entwickeln. Mit diesem Nachhaltigkeitsbericht 2017 informieren wir erstmals umfassend über unsere Ansätze und Maßnahmen im Bereich Nachhaltigkeit. Damit fiel auch der Startschuss für den systematischen Aufbau eines Nachhaltigkeitsmanagements, mit dem wir für die nächsten Jahre weitere Maßnahmen und Ziele festlegen wollen. WESENTLICHKEITSANALYSEMit der Wesentlichkeitsanalyse bestimmen wir die Themenschwerpunkte für den Aufbau unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Die dazugehörige Matrix ordnet diese Themen nach ihrer Bedeutung für die Geschäftsentwicklung von DMG MORI ein (y-Achse) und zeigt die Stärke ihrer Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte (x-Achse). Zusätzlich wurden die Themen nach ihrer Bedeutung für unsere Stakeholder bewertet. Themen, die nach diesen Kriterien von hoher Bedeutung sind, finden sich im Raster "hoch" wieder und bilden den Schwerpunkt dieses Berichts. Davon ausgenommen ist die "Wirtschaftliche Leistung". Diese wird im Geschäftsbericht 2017 auf Seite 16 ff ausführlich beschrieben. Bei der Beurteilung nutzen wir die Erfahrungen der Nachhaltigkeitskoordinatoren mit den Anspruchsgruppen sowie ihre umfassenden Branchen- und Wettbewerbskenntnisse. Die Nachhaltigkeitskoordinatoren sind somit eine wichtige Quelle zur Bestimmung und Einbindung der Stakeholder. Die zentralen Anliegen unserer Stakeholder flossen somit ebenfalls in die gesamte Wesentlichkeitsanalyse mit ein. Zudem haben wir in einem Workshop zur Wesentlichkeitsanalyse die Themen für den nun vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht den folgenden Stufen unserer vereinfachten Wertschöpfungskette zugeordnet: (Roh)-Materialien → Lieferanten → DMG MORI → Kunden → Entsorgung//Verwertung Themen, die in der jeweiligen Wertschöpfungsstufe eine Auswirkung haben, sind in der nebenstehenden Tabelle mit "✓" gekennzeichnet. Auswirkungen, die im Einflussbereich von DMG MORI liegen und berichtet werden, sind mit "✓✓" gekennzeichnet. Weitere Informationen zum Management der Lieferkette stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" auf Seite 24 f. scroll
01 WESENTLICHKEITSMATRIX![]() 02 WERTSCHÖPFUNGSKETTEscroll
✓ Auswirkungen ✓✓ Einflussnahme Die Mitarbeiter von DMG MORI tauschen sich täglich mit einer Vielzahl von Personen und Gruppen aus. Die Interessen, Ansichten und Handlungen von unseren Stakeholdern beeinflussen somit unmittelbar oder mittelbar unser unternehmerisches Handeln. Und genau deshalb stehen wir mit ihnen im ständigen Dialog. Um die nachhaltige Entwicklung nach innen und außen bei DMG MORI weiter voranzutreiben, arbeiten wir an einem systematischen Nachhaltigkeitsmanagement. Der offene Dialog über die Nachhaltigkeitsthemen hilft, die Bedürfnisse und Interessen unserer Stakeholder zu identifizieren und deren Management stetig zu verbessern. So soll unter anderem ein spezifischer Fragebogen zum Einsatz kommen. Unsere Unternehmenskultur bildet das Fundament des Nachhaltigkeitsmanagements. Der Vorstand ist als höchstes Entscheidungsorgan für die Nachhaltigkeit bei DMG MORI verantwortlich. An der Spitze der Nachhaltigkeitsorganisation steht schließlich unser Aufsichtsrat, dem der Vorstand einmal jährlich zu relevanten Entwicklungen Bericht erstattet. Ein zentraler Nachhaltigkeitsbeauftragter entwickelt die strategische und konzeptionelle Vorgehensweise des Nachhaltigkeitsmanagementsystems. Teilbereichskoordinatoren setzen künftig die Strategie um. Bei der Definition der Nachhaltigkeitsziele und Festlegungen der Key Performance Indikatoren (KPI) greift der zentrale Nachhaltigkeitsbeauftragte auf die Expertise der Teilbereichskoordinatoren zurück. Gemeinsam bilden sie ein Komitee zur Entwicklung, Umsetzung und ständigen Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsthemen. 03 WESENTLICHE STAKEHOLDER VON DMG MORI![]()
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NGOs = Nichtregierungsorganisationen 04 FUNDAMENT UNSERES NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTS![]() Verschiedene interne Kommunikationsmaßnahmen tragen dazu bei, dass das Thema Nachhaltigkeit zukünftig noch stärker in die Geschäftsprozesse von DMG MORI integriert wird. Zusammen mit den externen Kommunikationsmaßnahmen - wie dem vorliegenden Nachhaltigkeitsbericht - entsprechen wir den gestiegenen Transparenzanforderungen unserer Stakeholder und festigen so das Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei DMG MORI und unseren Geschäftspartnern. Zusätzlich zu den bestehenden Monitoring-Prozessen der einzelnen Konzepte beabsichtigen wir, die Überwachungs- und Verbesserungsmechanismen unseres Nachhaltigkeitsmanagements in Zukunft weiter auszubauen. Bereits seit dem vergangenen Jahr können sich alle Beschäftigten bei Verdacht auf eine Verletzung geltender Bestimmungen an einen externen Vertrauensanwalt wenden - ganz gleich, ob es sich im jeweiligen Fall etwa um einen Verstoß gegen das Gleichstellungsgesetz oder aber um eine Verletzung unserer internen Verhaltensregeln handelt. Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter Berücksichtigung bestehender Grundsätze und Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken, die die Nachhaltigkeitsaspekte schwerwiegend negativ beeinflussen können. Die Ermittlung wesentlicher Risiken erfolgte gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes. Mittelfristig beabsichtigen wir das Verfahren zur Risikobewertung zu vereinheitlichen und zu einem systematischen, IT-gestützten Nachhaltigkeits-Risk-Assessment auszubauen. DIE GRUNDLAGE: DER VERHALTENSKODEXDer Verhaltenskodex des Unternehmens bildet die Basis für unser Nachhaltigkeitsmanagement und unsere -strategie. Er beinhaltet unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe in Bezug auf die wichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt, Lieferkette, Menschenrechte und Ressourcen. Der Verhaltenskodex ist außerdem die Grundlage im Umgang mit allen Anspruchsgruppen. Der Kodex beschreibt Ziele und Regeln, die unsere Verpflichtungen zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln widerspiegeln und beinhaltet die Verpflichtung zu einer nachhaltigen Wertschöpfung. Jeder Mitarbeiter hat das Recht und die Pflicht, sich regelmäßig über den aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren. Außerdem soll jede Führungskraft durch das eigene Verhalten den Mitarbeitern ein Vorbild sein. Allen neu eingestellten Mitarbeitern wird der Verhaltenskodex gegen Unterschrift ausgehändigt. Neben den Mitarbeitern erhalten auch potenzielle Lieferanten den Verhaltenskodex. Schließlich erwartet DMG MORI auch von ihnen die Einhaltung der darin beschriebenen Grundsätze - inklusive deren schriftlicher Bestätigung. PRODUKTQUALITÄT UND -SICHERHEITWir leben Qualität - Unsere First Quality Standards gehen weit über die ISO 9001 Norm hinaus! PRODUKTQUALITÄTKeine Kompromisse: Die Qualität ist in allen Prozessen der entscheidende Faktor. Zuverlässigkeit und Langlebigkeit - das ist unseren Kunden am wichtigsten. Diese Punkte bilden die Grundlage für die DMG MORI "First Quality"-Strategie. Mit dieser Strategie fassen wir die Best-Practice-Lösungen zusammen, um unsere Standards stets zu verbessern. Grundlage für die Produkt- und Prozessqualität ist die Zertifizierung der Lieferwerke nach der Qualitätsnorm ISO 9001. Die Umsetzung der Vorgaben und festgelegten Abläufe werden regelmäßig über interne und externe Audits kontrolliert. Wir bündeln und nutzen Best-Practice-Lösungen der dezentralen Qualitätsorganisationen im zentralen Qualitätsmanagementsystem. In den Qualitätsmanagement-Handbüchern werden die neu entwickelten Prozesse dokumentiert und stehen unseren Mitarbeitern jederzeit zur Verfügung. Unsere Kunden erwarten Zuverlässigkeit und Langlebigkeit zur Schonung der Ressourcen. Wir möchten zu 100% zufriedene Kunden.Durch den direkten Kontakt zu unseren Kunden erkennen wir unsere Verbesserungsmöglichkeiten. Deshalb folgt stets nach der Installation, nach drei Monaten sowie am Ende der Gewährleistung ein persönliches Gespräch bezüglich der Zufriedenheit mit dem Produkt und dem Service. Aus den Rückmeldungen zeigt sich, dass 97% unserer Kunden mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden waren. Bei Unzufriedenheit steht unserem Service das global nutzbare Qualitätstool PPR (Product Problem Report) zur Verfügung. Mit diesem System können unsere Mitarbeiter Serviceanfragen bearbeiten und schnell Lösungen finden. Eine systemgesteuerte Einsatzplanung koordiniert die Servicetechniker, um unnötige Anfahrtswege zu vermeiden und unproduktive Stillstandzeiten bei unseren Kunden zu reduzieren. Unser Erfolg zeigt sich nicht zuletzt in der Weiterempfehlungsquote von 98% und einer hohen Kundentreue. Um die Zuverlässigkeit unserer Produkte weiter zu steigern, setzen wir bereits in der Entwicklung auf Langlebigkeit und Robustheit. Erst nach erfolgreicher Erfüllung aller Anforderungskriterien unseres sechsstufigen "Design Review Prozesses" sowie aller Prototypentests nach Kundenbedingungen ist eine Markteinführung möglich. DMG MORI COMPONENTS: Wir schaffen die optimale Lösung für unsere Produkte!DMG MORI übernimmt die Entwicklung, Fertigung, Montage und Wartung. Dadurch können wir die Kundenrückmeldungen sofort berücksichtigen und mit einfließen lassen. Somit entwickeln wir uns kontinuierlich weiter. Darüber hinaus greifen wir bei Zukaufkomponenten nur auf Partner mit langjähriger Erfahrung zurück, die wir bereits mit ihrem Know-how in den Entwicklungsprozess integrieren. Die Qualität unserer Produkte ist uns am wichtigsten. Deshalb wird jede Maschine mindestens 100 Stunden getestet, bevor sie unsere Fabriken verlässt. Diese Tests sind eng an die Kundennutzung angelegt und werden stetig den sich ändernden Nutzungsbedingungen des Marktes angepasst. PRODUKTSICHERHEITMit einer ganzheitlichen Betrachtung, die die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen des Maschinenschutzes und erforderliche Arbeitsweisen sowie den bestimmungsgemäßen Betrieb der Maschinenbetreiber und den Arbeitsschutz beinhaltet, stellen wir die Produktsicherheit bei DMG MORI sicher und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Über das Standardisierungsprojekt SCOPE gelingt es uns, die Komplexität entlang der Wertschöpfungskette kontinuierlich zu reduzieren. So können wir uns auf bestimmte Bauteile fokussieren und die Zuverlässigkeit der Sicherheitstechnik und damit der Maschinen noch weiter optimieren. Wir gestalten aktiv in nationalen und internationalen Normenkreisen (ISO, IEC) die Festlegung und Weiterentwicklung der Sicherheitstechnik. Für die Umsetzung der Richtlinien und Normen greifen wir auf interne Experten zurück, die in Fachverbänden wie dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) aktiv sind. Diese Mitarbeiter bilden sich regelmäßig durch Fachvorträge von Firmen und Berufsgenossenschaften weiter. Die Einhaltung der Maschinensicherheit ist ein Prüfpunkt im "Design Review Prozess". DMG MORI führt regelmäßig eine Risikobeurteilung seiner Produkte durch. Auf diese Weise ermitteln wir Gefährdungen und die erforderlichen Maßnahmen zur Behebung. Diese Beurteilung beinhaltet alle Arbeiten von Personen über die gesamte Lebensdauer einer Maschine. Es betrifft somit den Schutz der menschlichen Gesundheit ebenso wie den der Umwelt vor den Risiken durch Chemikalien und gefährdende Stoffe auf Basis der EU-Verordnung REACH. Weiterer Bestandteil der Maschinensicherheit ist die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU (Brand- und Explosionsschutz). Über ein Monitoring im Vertrieb und Qualitätsmanagement überwachen wir die Produktsicherheit stetig. Mögliche Restrisiken werden innerhalb der Produkt-Manuals beschrieben und durch Warn-/Hinweisschilder sowie Sicherheitshinweise am Benutzerdisplay angezeigt. Zudem werden sie in enger Zusammenarbeit von Hersteller und Betreiber reduziert. WICHTIGE GRUNDLAGEN BEI DMG MORI
ENERGIEEFFIZIENZDer Verbrauch fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl oder Erdgas und dadurch entstehende Emissionen belastet unsere Umwelt und beschleunigt den Klimawandel. Daher ist es in unserem und im Interesse unserer Stakeholder, dass wir unsere Energieverbräuche so gering wie möglich halten. Energieverbrauch und Emissionen treten entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf. Sie werden sowohl durch unsere Lieferanten und Produkte, als auch durch die Produktion unserer Werkzeugmaschinen und deren Vertrieb verursacht. Darum verpflichten wir zum Beispiel alle unsere Lieferanten zu energiesparenden und umweltverträglichen Verfahren. Weitere Informationen hierzu stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" auf Seite 24 f. ENERGYSAVINGAlle Unternehmens- und Verhaltensmaßnahmen zur Einsparung von Energie in unserem Unternehmen fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Hierzu zählen insbesondere:
ENERGIEEFFIZIENTE PRODUKTIONHauptverursacher unseres Energieverbrauchs sind unsere Produktionswerke und der Fuhrpark. Um diese negativen Umwelteinflüsse zu reduzieren, haben wir im Geschäftsjahr 2015 ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt, das im Februar 2016 zum ersten Mal zertifiziert wurde. Seitdem unterliegt das Energiemanagementsystem jährlich internen und externen Prüfungen. Es baut auf dem abgeschlossenem Programm DMG MORI 15/30 auf, in dem bereits seit dem Jahr 2012 Energieeffizienzmaßnahmen umgesetzt werden. Dadurch konnte der Energiebezug der Produktionswerke bereits bis 2015 um 10% gesenkt werden. Das Energiemanagementsystem umfasst zurzeit 36 von 74 Standorten. Diese Standorte machen mehr als 80% des Energieverbrauchs von DMG MORI aus und schließen die Produktionsstandorte in Deutschland, Polen und Italien ein. Die GILDEMEISTER energy efficiency GmbH, ein Unternehmen des DMG MORI-Konzerns, betreut das Energiemanagement und berichtet direkt an den Vorstand. Mit der zuletzt im Januar 2017 überarbeiteten Energiepolitik verpflichten wir uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie der damit einhergehenden Reduzierung von CO2 -Emissionen. Von unseren drei übergeordneten Konzernzielen leiten sich wiederum Ziele für die einzelnen Standorte ab. Diese werden jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in den Managementbewertungen sowie in einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft. Bezugsjahr für die Zielerreichung sind die Energieverbräuche im Kalenderjahr 2016. Die Wirksamkeit des Energiemanagementsystems bestätigte zuletzt im Februar 2017 eine externe Prüfung. Zusätzlich dient aber auch das Energiemanagement-Handbuch inklusive der zugehörigen Verfahrensanweisungen als Leitfaden für die Mitarbeiter. Diese werden kontinuierlich auf Energiesparpotenziale aufmerksam gemacht und können an den Produktionsstandorten über das betriebliche Vorschlagswesen Verbesserungsvorschläge mitteilen. KONZERNWEIT SIND DREI ZIELE DEFINIERT:scroll
Energieeffiziente Montagehalle für XXL-Maschinen:Bei DECKEL MAHO in Pfronten werden alle Produktionshallen durch Kälteentnahme aus 19 Grundwasserbrunnen gekühlt. Hochmoderne Wärmetauscher sorgen für eine stabile Raumtemperatur von 22°C. DMG MORI 15/30 - HIGHLIGHTS DER LETZTEN JAHREDMG MORI Headquarter in Bielefeld
Pfronten
Eigenerzeugungsanlagen an diversen Standorten
Messkonzept
MAßNAHMEN IM JAHR 2017
Durch die Stromeigenerzeugung konnten wir im Berichtsjahr 545 Tonnen CO2 einsparen. MOBILITÄT
ENERGIEDer Energieverbrauch unserer Produktionsstandorte und des Fuhrparks machen über 80% des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI aus. Durch den Ausbau unseres Energiemonitorings konnten wir auch im Jahr 2017 die Transparenz unseres Energieverbrauchs erhöhen. Der Energieverbrauch berechnet sich im Wesentlichen als Summe der bezogenen Mengen der Energieträger Strom, Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Diesel sowie den eigenerzeugten Strommengen. In der Produktion setzen wir als wesentlichen Energieträger Strom für den Montageprozess und die technische Gebäudeausrüstung ein. Heizöl und Erdgas benötigen wir für die Bereitstellung von Raumwärme. Außerdem setzen wir in geringem Umfang Erdgas auch zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken ein. Der Kraftstoffverbrauch macht 37% des Energieverbrauchs aus. ![]() Die Aufteilung des Energieverbrauchs auf die Energieträger ist in der oben stehenden Abbildung dargestellt. 07 ENERGIEKENNZAHLEN1)4)scroll
In der oben stehenden Tabelle sind die Energiekennzahlen dargestellt. Der absolute Energieverbrauch ist bei gestiegenem Umsatzvolumen und Flächenerweiterungen von 121 GWh auf 123 GWh gestiegen. Damit wurde das Ziel der kontinuierlichen Reduzierung des Gesamtenergieeinsatzes leicht verfehlt. Dennoch greifen unsere umgesetzten Energieeffizienzmaßnahmen, sodass der Anstieg nur 2% betrug. EMISSIONENDMG MORI verursacht direkte Treibhausgasemissionen durch die Verbrennung von Kraftstoffen im Fuhrpark und durch die Verbrennung von Erdgas und Heizöl zur Wärmebereitstellung. Indirekte Emissionen entstehen außerdem durch den Bezug von Strom. Die Emissionen der Produktionsstandorte sind im Vergleich zum Vorjahr um 878 Tonnen CO2 -Äquivalente (CO2e ) wie Methan oder Fluorkohlenwasserstoffe (2%) gestiegen. Eine Kompensation der CO2 -Emissionen findet bisher nicht statt. Die direkten Emissionen machen 47% aus, die indirekten 53%. Durch die Stromeigenerzeugung an den Standorten wurden 545 Tonnen CO2 eingespart. 08 CO2e-EMISSI0NEN1)2)3)scroll
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Schließt folgende Standorte ein: Deutschland:
Bielefeld, Pfronten, Seebach; Italien: Brembate di Sopra, Tortona;
Polen: Pleszew; Russland: Ulyanovsk. Diese Standorte und der Fuhrpark
machen über 80% des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI aus. Um die Energieeffizienz in der Produktion unserer Kunden weiter zu verbessern, bietet DMG MORI weitere Dienstleistungen an: Wir erstellen Energieeffizienzkonzepte und beraten unsere Kunden bei der Einführung von Energiemanagementsystemen und Durchführung von Energieaudits. Zudem können unsere Kunden auch die Mess- und Analysesoftware Energy Monitor nach einem individuellen Messkonzept installieren. ENERGIEEFFIZIENTE MASCHINENWir arbeiten permanent daran, die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen und den Kundennutzen weiter zu verbessern. Das Vorgehen dazu ist fest in unserem Entwicklungsprozess verankert und kommt bei jeder Maschinenentwicklung zum Einsatz. Wir setzen unsere Ziele u.a. durch eine intelligente, bedarfsorientierte Regelung der Maschine und ihrer Aggregate um. Beispiele sind Kühlaggregate, die ihr Verhalten der jeweiligen Bearbeitungssituation anpassen oder unsere AUTOshutdown Funktion. Weiterhin setzen wir verbrauchsoptimierte Maschinenkomponenten - zum Beispiel LED-Beleuchtung, energieeffiziente Antriebe und gewichtsoptimierte Maschinenstrukturen - ein. Ergänzt werden diese Energiesparmaßnahmen durch die Rückgewinnung von Bremsenergie. Mit diesen Maßnahmen konnten wir beispielsweise bei der zweiten Generation unserer CTX gamma 2000 TC im Vergleich zur Vorgängermaschine bis zu 32% Energie einsparen. Bei den NEF- und duoBLOCK-Maschinen sparen wir bis zu 30%. Darüber hinaus schaffen wir mit unserer kostenlosen CELOS APP Energy Saving ein Bewusstsein für den Energiebedarf der Maschine. Sie ermöglicht das Monitoring und Management des Energieverbrauchs. GREENMODEUm die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen zu steigern, fassen wir unter dem Begriff "GREENMODE" folgende maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen zusammen:
Messungen zeigen, dass je nach Maschinentyp über das Jahr bis zu 30% Strom im Vergleich zum Vorgängermodell gespart wird. RESSOURCENMANAGEMENTDer Verantwortung gegenüber der Umwelt ist sich DMG MORI stets bewusst. Besonders nicht erneuerbare Rohstoffe und Wasser sind wichtige Ressourcen, die immer knapper werden. Jeder Mitarbeiter muss gemäß unseres Verhaltenskodex natürliche Ressourcen sparsam verwenden. Zudem muss er sicherstellen, dass seine Arbeit den geringstmöglichen Umwelteinfluss hat. Dies erwarten wir auch von unseren Lieferanten und Geschäftspartnern. Wir möchten erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien in hohem Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Unser Konzept zum Ressourcenmanagement wird deshalb kontinuierlich ausgebaut. Mit unserer "First-Quality"-Strategie sorgen wir dafür, dass unsere Produkte durch eine lange Nutzbarkeit von 20 Jahren und mehr zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung beitragen. Details hierzu stehen im Kapitel "Produktqualität und -sicherheit" auf Seite 14 f. Bei Maschinenkomponenten achten wir auf die Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von Verschleißteilen. Im Berichtsjahr konnten wir auf den Umsatz bezogen 29% der benötigten Ersatzkomponenten über unser Tauschteilmanagement bedienen. Mit modernsten Berechnungsmethoden zur beanspruchungsgerechten Gestaltung unserer Produkte vermeiden wir Materialverschwendung. Der Einsatz von additiv gefertigten Bauteilen mindert den Verbrauch von Rohmaterialien. Einen weiteren Beitrag zum effizienten Einsatz von Ressourcen leisten wir mit unseren Kompetenzen im Bereich Digitalisierung. Dazu gehören das Digital Tooling und das Production Planning. Die Digitalisierung von Fertigungsabläufen führt zu höchster Effizienz. Digital Tooling beispielsweise optimiert die Ausnutzung der Werkzeugstandzeiten und spart so bis zu 10% der Werkzeuge ein. Neben Materialeinsparungen ist die Verwendung von recycelten Materialien ein wichtiger Hebel, um natürliche Ressourcen zu schonen. Im Berichtsjahr nutzte DMG MORI in den Materialgruppen Guss- und Blechteile 47% (gewichtsbasiert) recycelte Materialien in Werkzeugmaschinen und im Service. Guss- und Blechteile stellen einen bedeutenden Gewichtsanteil in unseren Produkten. Sie enthalten nach Aussage unserer Lieferanten 50% Stahlschrott (Eisenguss, Bleche) und 10% Steinkohleflugasche (Mineralguss). Das Gesamtgewicht aller Materialgruppen erfassen wir derzeit nicht. Wir haben Maßnahmen eingeleitet, um den Anteil von recycelten Materialien in unseren Produkten und im Service zu erhöhen und die Kennzahl für einen größeren Anteil der eingesetzten Materialien bestimmen zu können. Wir wollen unsere Lieferanten verpflichten, den Anteil an recycelten Materialien und das Gewicht der gelieferten Produkte standardmäßig anzugeben. Der Recyclinganteil wird ein Kriterium bei der Auswahl unserer Lieferanten sein. Den verstärkten Einsatz erneuerbarer, recycelbarer und recycelter Materialien werden wir in Kürze explizit in unserem Entwicklungsprozess verankern. Konfliktmineralien beziehen wir nicht direkt als Rohmaterialien. Weitere Informationen hierzu stehen im Kapitel "Compliance" auf Seite 32 f. ABFALL- UND WASSERMANAGEMENTAbfall entsorgen wir umweltgerecht durch qualifizierte Unternehmen. Die Entsorgung orientiert sich jeweils an Abfallart und Recyclingverfahren, sie erfolgt getrennt und sicher. Dabei richten wir uns nach lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich ein. In der Produktion verbrauchen wir während der Testphase unserer Maschinen geringe Mengen Trinkwasser durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Verdünnung 1/10 mit Wasser). Bei der Entsorgung wird die Mischung in einer Spaltanlage wieder getrennt und das Wasser in den Kreislauf zurückgeführt. Auch unsere Kunden benötigen Bearbeitungsemulsion für ihre Dreh- und Fräsbearbeitung, wobei der Verbrauch sehr stark von der Größe der Maschine und dem zu produzierenden Teil abhängt. Daneben verbrauchen wir Trinkwasser in den Sanitäranlagen und den Kantinen unserer Standorte. Wir wollen den Trinkwasserverbrauch weiter reduzieren und nutzen daher an mehreren Standorten Grundwasser aus Tiefenbrunnen auch für die Klimatisierung. Aufbauend auf der Wesentlichkeitsanalyse im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" auf Seite 8 f. bilden die Themen Abfall und Wasser derzeit keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement. Sie werden also in diesem Bericht nicht ausführlicher erläutert. RessourcenschonungDMG MORI vermittelt jährlich über 600 hochwertige Gebrauchtmaschinen und schont damit nachhaltig Ressourcen. PARTNER- UND LIEFERANTENMANAGEMENTEin wichtiges Mittel für eine nachhaltige Wertschöpfung bei DMG MORI ist das Management der Lieferkette. Dabei achten wir unter anderem auf die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben in der Lieferantenbeziehung. Der Einkauf gliedert sich im Wesentlichen sowohl zentral als auch dezentral in das Materialgruppenmanagement für Produktions- und Nichtproduktionsmaterial und ist dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Um Synergieeffekte zu nutzen, erfolgt das Materialgruppenmanagement im Bereich des Produktionsmaterials gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Dabei ist das Lieferantenmanagement coSupply® ein essentieller Bestandteil unserer Matrixorganisation. Aufgrund der Beschaffung komplexer Baugruppen erfolgt das Lieferantenmanagement mit überwiegend global aufgestellten Systemlieferanten. Diese stellen Stufe 1 in der Lieferkette dar und übernehmen dabei sowohl die Vormontage als auch Koordination der Unterlieferanten. Hiermit reduziert sich der Beschaffungsaufwand, da deutlich weniger Lieferanten benötigt werden als bei der Beschaffung aller Einzelteile mit anschließender Selbsterstellung der Baugruppen. SICHERSTELLUNG UND MONITORING DER NACHHALTIGKEITUnser Verhaltenskodex bildet die bindende Grundlage zur Einhaltung wesentlicher Anforderungen in Bezug auf verantwortungsvolles Handeln sowie zu Umweltstandards und Sozialvorgaben für die Zusammenarbeit mit neuen Lieferpartnern. Wir erwarten von unseren Lieferanten:
Dieser Prozess ist ein essentieller Bestandteil unserer Einkaufsrichtlinie. Im Falle einer Ablehnung oder des Verdachts auf Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen Anforderungen ist ein Eskalationsprozess in der Einkaufsrichtlinie definiert. Dieser regelt das weitere Vorgehen in der Partnerschaft, um entweder gemeinsame Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder gar die Zusammenarbeit zu beenden. Neben der Einkaufsrichtlinie wird auf die nachhaltige Beschaffung ebenso in den DMG MORI Einkaufsbedingungen hingewiesen. Des Weiteren legen unsere Einkaufsbedingungen den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und umweltverträgliche Verfahren fest. Um diese Anforderungen zu überprüfen, nutzen wir neben dem klassischen Vertragsmanagementsystem eine gesonderte Plattform, in der wir alle Vereinbarungen digital festhalten. Ebenso bieten wir unseren Einkäufern complianceorientierte Schulungen an. So können sie im Lieferantenmanagement sensible und risikobehaftete Themen bei der Auswahl neuer Lieferanten noch stärker beachten. WERTSCHÖPFUNGBei einer Fertigungstiefe von 28% erfolgt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung durch unsere Lieferanten. STRUKTURENIm Geschäftsjahr 2017 haben wir Waren und Dienstleistungen von insgesamt rund 3.200 Lieferanten direkt bezogen. Europa liegt mit 96% bei der Beschaffung von Materialien vor Asien mit 4%. Materialaufwand entsteht vorrangig in den Kategorien Steuerungs- und Antriebstechnik (22%), gefolgt von Blech und Gussteilen (18%) sowie externer Fertigung (10%). RISIKOMANAGEMENT UND ASSESSMENTSInsbesondere im Fall von Global Sourcing und bei der Auswahl von Lieferanten aus Asien bewerten wir Kriterien zu Umweltstandards und Sozialvorgaben in der Lieferantenselbstbeurteilung gesondert. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitszeiten, Gehälter der Mitarbeiter, vorhandene Umweltzertifikate, wie DIN EN ISO 14001 und die klare Ablehnung von Kinderarbeit. Im Vorjahr belief sich das Einkaufsvolumen für Produktionsmaterialien bei einem neuen asiatischen Lieferanten auf 147.322 €. Dies entspricht einem Anteil von 9% am Einkaufsvolumen aller neuen Lieferanten für Produktionsmaterialien. Dieser Lieferant wurde anhand einer Lieferantenselbstauskunft unter anderem nach Umweltstandards und Sozialvorgaben gescreent. Bei Besuch des Lieferanten wurden keine Hinweise auf Verstöße hinsichtlich der Sozialvorgaben entdeckt. Ein "Global Sourcing"-Team von neun Einkaufs- und Qualitätsspezialisten in Asien kümmert sich um die Lieferanteninformationen. Es koordiniert die Beschaffungsprozesse und insbesondere die Kommunikation zwischen Lieferanten und Werk in den jeweiligen Ländern. Zur Risikoeinschätzung unserer bestehenden direkten Lieferanten greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS" zurück. Hierdurch sind wir in der Lage, proaktiv neben Risiken zur Bonität, Liefer- und Qualitätsperformance, auch über Risiken zur Nachhaltigkeit wie Verletzungen von Arbeitspraktiken und Menschenrechten oder Umweltrisiken zeitnah informiert zu werden. Im Fall eines Risikoeintritts in der Lieferkette oder bei einzelnen Lieferanten werden die Verantwortlichen proaktiv benachrichtigt. Zudem unterliegen insbesondere die TOP 100 Lieferanten einer monatlichen Kontrolle. Mit den TOP 100 Konzernlieferanten decken wir 78% des gesamten Einkaufsvolumens für Produktionsmaterialien ab. Innerhalb dieser Lieferanten gab es hinsichtlich der im System hinterlegten Indikatoren "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" sowie "Umwelt" eine Meldung zu einem potentiellen Sachverhalt für den Indikator "Umwelt". Der Anteil des betroffenen Lieferanten am Einkaufsvolumen für Produktionsmaterialien beläuft sich auf 1,4%. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass diese Meldung nicht relevant ist und somit keine weiteren Handlungsmaßnahmen erforderlich waren. Zu dem Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" gab es keine relevante Meldung aus RISKMETHODS. Das Frühwarnsystem ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung. Der entsprechende Gesamt-Score je Risikokriterium ist dabei ausschlaggebend und dient zum einen als Basis für die Lieferantengespräche mit dem Ziel, die Anzahl der risikobehafteten Lieferanten zu reduzieren. Zum anderen fließt er als Teilergebnis in die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein. Um die Auswirkungen für DMG MORI noch gezielter zu erfassen und Risiken weiter zu reduzieren, werden wir im Geschäftsjahr 2018 weitere IT-Lösungen implementieren. MITARBEITERUnsere Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg von DMG MORI. Ihre fachliche Qualifikation und ihr Engagement zeichnen sie aus. Dafür bieten wir ihnen sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie umfassende Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Als international tätiger Technologiekonzern sehen wir große Vorteile in unserer kulturellen Vielfalt: Vielfältigkeit ist ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen und somit der Motor für unseren Erfolg. DMG MORI stellt sich den personalpolitischen Herausforderungen der Zukunft. Jedes Produktionswerk verfügt über eigene, lokale Personalabteilungen. Diese betreuen unsere Mitarbeiter direkt vor Ort. Gleiches gilt für unsere Vertriebs- und Servicegesellschaften, bei denen ein HR-Business-Partner zwischen Mitarbeitern und dem lokalen sowie übergeordneten Management vermittelt. Strategische, konzernrelevante personalpolitische Themen steuert der Vorstand direkt. Personalpolitisch sind uns Vielfalt (Diversity), flexible und innovative Arbeitsumgebungen, berufliche Förderung und Entwicklung (Ausbildung und Personalentwicklung), attraktive Vergütungsmodelle, Gesundheitsmanagement (Arbeitsschutz und Gesundheitsmanagement) sowie die Stärkung unserer Unternehmens- und Führungskultur wichtig. Diese Aspekte werden wir mittelfristig strategischer berücksichtigen. MITARBEITERSTRUKTURAm 31. Dezember 2017 waren 7.101 Mitarbeiter beschäftigt, davon 359 Auszubildende (31.12.2016: 7.282). Zum Ende des Jahres arbeiteten 4.220 Mitarbeiter in unseren inländischen (31.12.2016: 4.099) und 2.881 Mitarbeiter in den ausländischen Gesellschaften (31.12.2016: 3.183). Im Berichtsjahr hat DMG MORI 395 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht einer Einstellungsquote von 6%. Dabei haben Alter und Geschlecht neuer Mitarbeiter keinen Einfluss auf die Auswahl. Grundsätzlich entscheiden wir in einem Auswahlprozess, ob sich ein Kandidat fachlich und persönlich für eine Stelle eignet. Dabei halten wir die relevanten gesetzlichen Bestimmungen ein. Die Bewerber führen Gespräche mit dem für sie relevanten Fachbereich und Interviews mit der verantwortlichen Geschäftsführung bzw. dem Vorstand. Die Einstellungsfreigabe erfolgt in einem mehrstufigen, digitalen Genehmigungsprozess. Die finale Freigabe erfolgt schließlich durch den Vorstandsvorsitzenden. Eine etwaige Diskriminierung oder ein Umgehen der gesetzlichen Regelungen bezüglich Kinderarbeit wird durch eine transparente Informationsweitergabe vermieden. Weitere Erläuterungen dazu gibt es im Kapitel "Compliance" auf Seite 32 f. Die interne Revision überprüft regelmäßig die Genehmigungsprozesse. 09 MITARBEITERSTRUKTURscroll
1)
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich auf Basis
der unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik. Der Rückgang
der Mitarbeiterzahl um - 181 resultiert insbesondere aus der Veräußerung
der Anteile an den Vertriebs- und Servicegesellschaften in Asien (mit
Ausnahme von China und Indien) sowie Amerika an die DMG MORI COMPANY
LIMITED mit Wirkung zum 1. Januar 2017 sowie dem Aufbau im Bereich
Werkzeugmaschinen im Geschäftsjahr 2017. Im Geschäftsjahr 2017 verließen insgesamt 576 Mitarbeiter den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuation belief sich auf 8,3% (Vorjahr: 8,6%). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,9%. Mit einer strukturierten Nachfolgeplanung und einer organisierten Einarbeitung stellen wir den Wissenstransfer sicher. Nur zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind anhaltend leistungsfähig. Darum sind Zufriedenheit und Motivation zentrale Bestandteile der gelebten Personalpolitik von DMG MORI. Neben attraktiven Vergütungspaketen legen wir hohen Wert auf einen transparenten Meinungsaustausch sowie eine offene Feedback-Kultur. Wir beachten und leben das Mitbestimmungsgesetz und Betriebsverfassungsgesetz. Sowohl auf lokaler als auch auf übergeordneter Ebene findet ein offener Austausch zwischen Führungsebene und Mitarbeitervertretung statt. Dadurch werden der Konzernbetriebsrat und die lokalen Betriebsräte frühzeitig über relevante Themen informiert. Auch die lokalen Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung hält DMG MORI ein. Die Vergütungspakete für unsere Mitarbeiter setzen sich aus marktgerechten Grundgehältern und variablen, erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Durch unser Konzern-Prämienmodell nehmen zudem alle Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI teil. Der Vorstand hat ein konzernweites, internationales Modell vereinbart, das die Beschäftigten ergebnisabhängig am Unternehmenserfolg beteiligt. Teilnahmeberechtigt waren im Berichtsjahr alle Mitarbeiter und Leiharbeitnehmer, sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit. Das kalkulierte Prämienvolumen belief sich auf insgesamt rund 9 MIO €. Zur Motivation der Mitarbeiter führen diese jährlich mindestens ein organisiertes Gespräch mit der zuständigen Führungskraft. Außerdem befragt DMG MORI regelmäßig die Mitarbeiter. Beides trägt zu einer offenen Feedback-Kultur bei und steigert langfristig die Zufriedenheit. Unser Engagement zahlt sich aus. "FOCUS Money" zeichnet DMG MORI in der Studie "Top Karriere Chancen" in den Bereichen Entwicklungschancen, Mitarbeitertreue und Nachhaltigkeit aus. DMG MORI belegt Platz 1 mit 100 von 100 Punkten. DIVERSITYWir bieten unseren Mitarbeitern die Möglichkeit, internationale Konzernprojekte zu begleiten. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Der Vorstand drückt dies durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus. Details hierzu sind im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" auf Seite 8 f. dargestellt. Mit dem Verhaltenskodex unterstreichen wir die Chancengleichheit bei DMG MORI. Als global agierender Konzern begegnen wir unseren Kunden und Geschäftspartnern stets zielgruppengerecht mit unseren vielfältigen Mitarbeitern. 10 NATIONALITÄTEN![]() 11 MITARBEITERKATEGORIENscroll
Mit Projekten, wie "MINTrelation" und dem "Girls Day" unterstützen wir Mädchen und Frauen gezielt in ihrem Interesse an naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Der "Girls Day" fand zuletzt im April 2017 in Bielefeld statt. Die Altersstruktur bei DMG MORI ist ausgewogen und stellt sich wie folgt dar: 12 ALTERSSTRUKTUR IN %![]() Unsere langjährigen und älteren Mitarbeiter unterstützen wir mit Altersteilzeitmodellen. Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden 74 Verträge. Das Blockmodell unterteilt die gesamte Dauer der Altersteilzeit jeweils zur Hälfte in eine Aktiv- und eine Passivphase. In der Aktivphase befanden sich 36 Mitarbeiter, in der Passivphase 38. Im Berichtsjahr arbeiteten 123 Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung in den deutschen Gesellschaften. Das entspricht einer Schwerbehindertenquote von 3,1%. Der Konzern wird rund 130.000 € als direkte Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe zahlen. Etwa 42.000 € werden als anrechenbare Leistungen an Behindertenwerkstätten gezahlt. Im Geschäftsjahr 2017 setzte sich der Aufsichtsrat aus drei weiblichen (25%) und neun männlichen (75%) Mitgliedern zusammen. Mit dem Rücktritt von Dr. Constanze Kurz am 30. November 2017 änderte sich die Quote auf zwei weibliche (18%) und neun männliche (82%) Mitglieder. Das Durchschnittsalter lag bei 55 Jahren. Der Vorstand bestand ausschließlich aus männlichen Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter von 42 Jahren. Weitere Informationen gemäß der gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel "Corporate Governance" im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts 2017. AUSBILDUNG UND PERSONALENTWICKLUNGWir sind uns bewusst, dass unsere Mitarbeiter und Bewerber beruflich gefördert und sich weiter entwickeln möchten. Neben der Berufsausbildung und den konzernweiten Trainee-Programmen bieten wir unseren Mitarbeitern auch individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten an. Zu unserem Talent-Management gehört zudem die Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten. Außerdem fördern wir potenzielle Führungskräfte sowie Fachkarrierelaufbahnen (High-Potentials). Insgesamt bilden wir in zehn Ausbildungsberufen aus. Darüber hinaus bieten wir gemeinsam mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen Studiengänge an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Unsere Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten hat das Wirtschaftsmagazin "Capital" im Berichtsjahr mit der maximalen Anzahl an Punkten und dem Siegel "Deutschlands bester Ausbilder" ausgezeichnet. Die Verteilung der Ausbildungsfachrichtungen bei DMG MORI stellt sich wie folgt dar: 13 VERTEILUNG AUF DIE AUSBILDUNGSFACHRICHTUNGEN IN %![]() Unser im Vorjahr gestartetes und 2017 erfolgreich fortgesetztes "High Potential Program" bildet geeignete Mitarbeiter zu Führungskräften aus. Mit unserem "Exchange Program" reisen regelmäßig Manager, Nachwuchskräfte und Auszubildende in unsere japanischen und deutschen Produktionswerke - auch um die internationale Zusammenarbeit weiter zu fördern. Studenten und Praktikanten haben bei uns regelmäßig die Möglichkeit, das operative Tagesgeschäft kennenzulernen. Besonders wichtig ist uns, dass Praktikanten keine Vollzeitstellen ersetzen, sondern dass bei ihnen das Lernen im Vordergrund steht. Darüber hinaus erhalten Praktikanten bei uns eine angemessene Vergütung. Die Mitgliedschaft bei "FairCompany", der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte, unterstreicht unser Engagement. Im Bereich Human Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt bei uns auf einem hohen Niveau: 97% der Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung. 14 PERSONALENTWICKLUNGscroll
ARBEITSSCHUTZ UND GESUNDHEITSMANAGEMENTDie Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sind zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland. Wir sind uns bewusst, dass gesunde und motivierte Mitarbeiter eine Grundvoraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg sind. DMG MORI hält die nationalen, gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit grundsätzlich ein - und nicht nur das. Neue Mitarbeiter erhalten in ihrer Einarbeitung grundsätzlich alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitstrainings. Entsprechende Erste-Hilfe-Einrichtungen für Notfälle stehen zu Verfügung. Darüber hinaus gestalten die einzelnen Standorte den Arbeitsschutz und das Gesundheitsmanagement individuell. So verfügen unsere deutschen Servicegesellschaften über ein HSE-Management (Health, Safety, Environment), das sowohl den Gesundheits- als auch Arbeits- und Umweltschutz fördert. Das Management von übergeordneten Sicherheitsmaßnahmen übernimmt der neu gebildete Unternehmensbereich "Corporate Mobility & Security", der unter anderem auch für die Reisesicherheit unserer Mitarbeiter sorgt. Dafür werden Mitarbeiter aktiv auf ihre Reisen vorbereitet. Bei Reisen in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsrisiko hält der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden. Mit regelmäßigen Gesundheitsreportings, unternehmensfinanzierten Untersuchungen und persönlichen Krankenrückkehr-Gesprächen arbeiten wir daran die Krankenquote weiter zu reduzieren. Diese betrug im Berichtsjahr 3,8% und lag damit wie im Vorjahr unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,2%. Im Berichtsjahr kam es zu 195 Wege- und Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,7%. COMPLIANCEMit unserem weltweit verankerten Compliance-Managementsystem (CMS) legen wir Regeln und Prozesse fest, um unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe einzuhalten. Das System sorgt auch dafür, dass wir schnell und effektiv Compliance-Verstöße vermeiden, aufdecken und sanktionieren können. Unser Compliance-Managementsystem ist bereits umfassend. Darin enthalten sind neben den klassischen Aspekten Kartellrecht und Anti-Korruption - einschließlich Bestechung - auch gesellschaftsspezifische Themen, wie Exportkontrolle. Neue Teilbereiche, die im Geschäftsjahr 2018 voll integriert werden, sind:
Risiken analysieren wir systematisch und standardisiert. Compliance-Risiken können potenziell in allen Bereichen und allen Gesellschaften auftreten. Gesetze und Vorschriften sowie unternehmensinterne Richtlinien können missachtet werden. Die Compliance-Risikoanalyse bei DMG MORI umfasst zwei Komponenten und wird jährlich für die Teilbereiche Anti-Korruption, Kartellrecht und Exportkontrolle durchgeführt. Der Betrachtungszeitraum berücksichtigt jeweils die kommenden fünf Jahre. Die gesellschaftsspezifische Risikolage wird anhand zentral definierter und gewichteter Kriterien bewertet, risikoanfälligere Gesellschaften können so objektiv analysiert werden. Zusätzlich erfolgt bei der szenarienbasierten Risikoanalyse eine sowohl zentrale als auch dezentrale Bewertung aller operativen Konzerngesellschaften. DMG MORI verfolgt mit seinem Compliance-Managementsystem das Ziel, auf unternehmensspezifische Risiken bestmöglich und zeitnah reagieren zu können. Für das Berichtsjahr stufen wir die Compliance-Risiken in den Teilbereichen insgesamt als beherrschbar ein. COMPLIANCE-ORGANISATION UND PROGRAMMAls zentraler Leiter ist der Chief Compliance Officer für die übergreifende Entwicklung und globale Koordination aller Compliance-Aktivitäten verantwortlich. Er berichtet direkt an den Vorstand und mindestens einmal im Jahr auch an den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. In den operativen Segmenten benannte lokale Compliance Officer unterstützen das Compliance-Management und setzen unter anderem die entwickelten Grundsätze und Maßnahmen um. Das Compliance-Komitee hat eine beratende Funktion. Dieses Gremium ist mit Vertretern aus verschiedenen Bereichen besetzt:
Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir regelmäßig mit verschiedenen internen Kommunikationsmaßnahmen. Um Verhaltensgrundsätze und Richtlinien im Unternehmen nachhaltig zu verankern, schult DMG MORI regelmäßig relevante Mitarbeiter. Im Mai 2016 haben wir unser Schulungskonzept um Online-Schulungen ergänzt. Seitdem haben über 70% der im eLearning registrierten Mitarbeiter - Mitarbeiter in der Produktion ausgenommen - die Basisschulung absolviert. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Dauer von einer Stunde wurden im Berichtsjahr 948 Stunden investiert. In der Basisschulung werden dabei insbesondere die Inhalte unseres Verhaltenskodexes vermittelt. Für diese Schulung prämiert die Jury des eLearning Journals DMG MORI mit dem eLearning Award 2018 in der Kategorie Compliance. COMPLIANCE@DMGMORI.COMAn das Compliance-Helpdesk können Fragen und Anregungen gesendet werden. Auch ein externer Vertrauensanwalt steht zur Verfügung (siehe Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" Seite 8 f.). Damit alle Regeln eingehalten werden, nutzt DMG MORI ein Richtlinien-Management. Das sorgt dafür, dass alle Konzernregelungen über einen SharePoint für unsere Mitarbeiter weltweit verfügbar sind. Zusätzlich wird die Integrität potenzieller Händler und Auftragsvermittler gezielt überprüft. Wie genau diese überprüft werden, hängt dabei vom jeweiligen Risikolevel ab. DATENSCHUTZ UND INFORMATIONSSICHERHEITDMG MORI geht sorgfältig und vertraulich mit personenbezogenen Daten der Kunden und Mitarbeiter um. Das ist die Grundlage für vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Wir haben in den vergangenen Jahren diverse Vorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass mit den entsprechenden Daten vertraulich umgegangen wird. Als Grundlage dient die EU-Datenschutz-Grundverordnung. Ebenso arbeiten wir konstant und mit Hochdruck an der Sicherheit unserer IT-Systeme, um unsere Daten und auch die unserer Kunden zu schützen. Unser IT-Sicherheits-Managementsystem wurde im Berichtsjahr nach ISAE 3000 zertifiziert. AUDITIERUNG UND VERBESSERUNGDas Topmanagement sowie die lokalen Compliance Officer erhalten jährlich einen Fragebogen, um Aufklärungs- und Handlungsbedarf zeitnah zu identifizieren. Im Berichtsjahr überprüfte u.a. die Konzernrevision als unabhängige Stabsstelle die Einhaltung des Compliance-Managementsystems in den Bereichen Anti-Korruption, Kartellrecht und Exportkontrolle. MENSCHENRECHTEUnser Handeln richten wir an den weltweit einschlägigen Arbeits- und Sozialnormen der International Labour Organization (ILO) aus. Wir fördern faire Arbeitsbedingungen und lehnen jegliche Form von Kinder- und Zwangsarbeit ab. Ein klares Bekenntnis zur Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen sind für uns selbstverständlich. Aufgrund unserer komplexen, mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem begegnen wir vor allem mit entsprechenden Sorgfaltsprozessen. Details hierzu stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" Seite 24 f. Wir dehnen künftig unsere Maßnahmen weiter entlang der Wertschöpfungskette aus. Wir möchten die Herkunft von Konfliktmineralien, wie Gold, Tantal, Wolfram oder Zinn transparenter machen. Diese können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder angrenzenden Staaten stammen und zur Finanzierung bewaffneter Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Wir beziehen Mineralien nicht in Reinform, sondern diese können über unsere komplexe, mehrstufige und globale Lieferkette in Kleinstmengen in die Produktion gelangen. Durch unsere unternehmensweite Digitalisierungsstrategie wollen wir künftig die Transparenz in unserer Lieferkette verbessern. So sollen Herkunft und Menge der Mineralien besser messbar werden. Mit geeigneten Maßnahmen wie insbesondere unserer webbasierten Schulung stellen wir sicher, dass unsere hohen Standards auch innerhalb von DMG MORI weltweit beachtet und angewandt werden. Weitere Informationen zu unserem Managementansatz zu Menschenrechten stehen auch im Kapitel "Mitarbeiter" auf Seite 26 ff. SOZIALES UND LOKALES ENGAGEMENTSoziales Engagement ist für uns selbstverständlich und liegt uns am Herzen. Laut der Wesentlichkeitsanalyse bildet das Thema "Gesellschaftliche Verantwortung" keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement. Wir berichten an dieser Stelle freiwillig über unsere Aktivitäten und folgen derzeit keiner festgelegten Strategie. Wir helfen direkt vor Ort. Darum entscheiden unsere Standorte selbst, welche Projekte sie auf welche Art und Weise fördern. Die Geschäftsführung vor Ort und, sofern notwendig, der Vorstand, geben gemäß unserer internen Compliance-Richtlinie, die jeweiligen Projekte frei. Als weitere Vorgabe ist zu beachten, dass DMG MORI drei Zielgruppen im Fokus seines sozialen Engagements hat: Mitarbeiter, Schulen bzw. Hochschulen und gemeinnützige Vereine. Für die Mitarbeiter fördert DMG MORI zum Beispiel die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, etwa indem wir flexible Arbeitszeiten anbieten und individuelle Lösungen zur optimalen Abstimmung von Arbeit und Privatleben entwickeln. Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum Wissenstransfer. Unsere Leitidee: Unsere Forschungen und Innovationen müssen schnell in der Ausbildung ankommen. Regelmäßig beteiligen wir uns daher am "Girls Day" sowie "Future Day" und ermöglichen Schülern und Studenten Besuche an unseren Produktionsstandorten. Zudem engagieren wir uns an allen Standorten in lokalen Verbänden und Projekten, um aktiv Netzwerke zu bilden und uns darüber für die jeweilige Region einsetzen zu können. Am Headquarter Bielefeld und den weiteren deutschen Produktionsstandorten etwa fördert DMG MORI Projekte in den Bereichen Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur und Nachwuchsförderung. Im Berichtsjahr haben wir rund 450.000 € in Spenden und Sponsoring investiert. In Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe engagiert sich DMG MORI seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein Arminia Bielefeld. Das Engagement gilt insbesondere der Nachwuchsförderung. Darüber hinaus bestehen Sponsoring-Verträge mit der Bielefeld Marketing GmbH und dem Bielefelder Kunstverein. Die Spenden kamen fast ausschließlich lokalen Vereinen und Institutionen sowie Hochschulen, wie der RWTH Aachen und der Nachwuchsförderung (Nachwuchsstiftung Maschinenbau) zu Gute. Auch viele Mitarbeiter engagieren sich für wohltätige Zwecke und unterstützen DMG MORI in seinem gesellschaftlichen Handeln. So konnten beispielsweise Mitarbeiter der GILDEMEISTER energy solutions GmbH (Würzburg) anlässlich ihrer Weihnachtsfeier 3.000 € für die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg e.V. zusammentragen. Auch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat ihre weltweite Weihnachtsaktion einem guten Zweck gewidmet und 15.000 € an das Good Hope Centre e.V. (Halle / Westfalen), ein gemeinnütziger Verein für benachteiligte Kinder in Tansania, gespendet. MITGLIEDSCHAFTEN VON DMG MORIMenschen sind die treibenden Kräfte. Sie bilden die Innovationskraft in der Werkzeugmaschinenindustrie. Unser primäres Ziel ist es daher, die Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist Bildung. DMG MORI engagiert sich unter anderem mit Mitgliedschaften in verschiedenen Branchenverbänden: VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau // VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. // IHK Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld // DKE - Deutsche Kommission Elektrotechnik // Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE Berufsgenossenschaften // TÜV - Technischer Überwachungsverein // OWL Maschinenbau // BME - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik // DSW - Deutsches Studentenwerk // it's owl e.V. - Intelligente Technische Systeme OstWetsfalenLippe GRI-CONTENT-INDEXDer vorliegende Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Er wurde in Übereinstimmung mit den "GRI-Standards: Option Kern" erstellt. Wir haben zudem im Februar 2018 einen "Materiality Disclosures Service" abgeschlossen. Ein wichtiger Bestandteil ist unter anderem der GRI-Content-Index. Dieser Index führt die verwendeten Disclosures auf und stellt ihre Verortung im Nachhaltigkeitsbericht 2017 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dar. Zudem ist die Abgrenzung des nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben gekennzeichnet. scroll
1)
Siehe Prüfvermerk des unabhängigen Prüfers
auf Seite 38. PRÜFUNGSVERMERKVermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit von nichtfinanziellen Informationen An die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld Wir haben die mit einem ✓ gekennzeichneten Angaben in dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, (im Folgenden die "Gesellschaft"), für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 (im Folgenden auch der "nichtfinanzielle Bericht"), welcher in dem "Nachhaltigkeitsbericht 2017" enthalten ist, einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Unser Auftrag bezieht sich ausschließlich auf die mit dem Symbol ✓ gekennzeichneten Angaben. Verantwortung der gesetzlichen VertreterDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Nachhaltigkeitsberichts 2017 in Übereinstimmung mit den in den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative genannten Grundsätzen (im Folgenden: "GRI-Kriterien") sowie des darin enthaltenen nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien sowie für die Auswahl der zu beurteilenden Angaben. Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Angaben ist. Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der WirtschaftsprüfungsgesellschaftWir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten. Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer (BS WP/vBP) sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst. Verantwortung des WirtschaftsprüfersUnsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die mit einem ✓ gekennzeichneten Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht abzugeben. Nicht Gegenstand unseres Auftrages ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die im nichtfinanziellen Bericht verwiesen wird. Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die mit einem ✓ gekennzeichneten Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
PrüfungsurteilAuf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die mit einem ✓ gekennzeichneten Angaben in dem nicht-finanziellen Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien aufgestellt worden sind. Verwendungszweck des VermerksWir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt. Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Frankfurt am Main, den 12. März 2018 PricewaterhouseCoopers GmbH ppa. Nicolette Behncke, Wirtschaftsprüferin ppa. Pia Schnück ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird. Sollten Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garantie oder Zusicherung der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland, und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht vom "DMG MORI-Konzern" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften. IHR KONTAKT ZU DMG MORIDMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld www.dmgmori.com ISIN: DE0005878003 CORPORATE COMMUNICATIONS | INVESTOR RELATIONSTanja Figge Telefon: + 49 (0) 52 05 / 74 - 3001 Telefax: + 49 (0) 52 05 / 74 - 3081 E-Mail: pr@dmgmori.com SprachenDieser Bericht liegt in deutscher und englischer Sprache vor. BestellungenWeitere Exemplare sowie zusätzliches Informationsmaterial über DMG MORI schicken wir Ihnen auf Anfrage gerne kostenlos zu. www.dmgmori.com |
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