DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Konzernjahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2018 bis 31.12.2018

Konzernlagebericht

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Unternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nachfolgend DMG MORI). Das operative Geschäft von DMG MORI teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Die globale Fertigungsindustrie wird weiterhin maßgeblich durch die Trends Automatisierung und Digitalisierung geprägt. Als Folge dessen sieht sich die Branche einem innovationsgetriebenen und hochdynamischen Marktumfeld gegenüber. Die Anforderungen an die Produktion von morgen beinhalten dabei nicht nur eine digitale, vernetzte Fertigung, sondern darüber hinaus auch agile, dynamische und schlanke Prozesse. Kundenseitig wachsen die Forderungen nach durchgängigen Komplettlösungen - inklusive Maschine, Software, Prozess, Peripherie und Service. Die digitale Vernetzung und die parallele, virtuelle Abbildung der automatisierten Produktion soll eine durchgängige Prozess- und Kostentransparenz entlang der Wertschöpfungskette und über den gesamten Produktlebenszyklus ermöglichen. Zusätzlich werden die herkömmlichen Fertigungsverfahren und Technologien zunehmend durch das ADDITIVE MANUFACTURING ergänzt.

Die aus den Anforderungen folgenden, technologischen Innovationen führen zu einer grundlegenden Veränderung der Märkte und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig beeinflusst der Wandel hin zu Elektromobilität und hybriden Antriebsformen die Werkzeugmaschinenindustrie. Neue Wettbewerber aus anderen Branchen und Regionen treten in den Markt ein, während die Komplexität der Werkzeugmaschinen weiter ansteigt und sich die Innovationszyklen verkürzen.

DMG MORI sieht diese Herausforderungen als Chance, die heutige Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen Premiumlösungen und nachhaltiger, globaler Fortschrittmacher für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Unser Ziel: Innovationen aktiv fördern und den dynamischen Kundenanforderungen in Zukunft noch stärker als bisher mit durchgängigen Lösungen begegnen. Mit einem ganzheitlichen Angebot von Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unseren DMQP wollen wir für unsere Kunden weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service zukunftsweisender Werkzeugmaschinen.

A.01 | SEGMENTE VON DMG MORI

Dynamic . Excellence

+ Automatisierung

+ Digitalisierung

+ Additive Manufacturing

+ Technologie-Exzellenz

+ DMQP

+ First Quality

+ Service-Exzellenz

+ GLOBE

+ Mitarbeiter

+ Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED forcieren wir als "Global One Company" die Umsetzung unseres Mottos "Dynamic . Excellence". Wir besetzen aktiv die wichtigen strategischen Zukunftsfelder mit hoher Dynamik. Gleichzeitig streben wir nach Exzellenz bei unseren Produkten, Prozessen sowie bei Qualität und Service. Das spiegelt sich in unserer Unternehmensstrategie "Global One 2020" wider.

Unsere Technologie- und Innovationsführerschaft stärken wir durch kontinuierliche Produkt- und Technologieinnovationen. Wir entwickeln unser Automatisierungsportfolio so weiter, dass zukünftig jede DMG MORI Maschine mit Automatisierungslösungen ausgestattet werden kann. Im Jahr 2020 wollen wir jede zweite Maschine mit Automatisierung verkaufen. Bereits heute bieten wir unseren Kunden hochintegrierte Automatisierungslösungen vom Paletten- und Werkstückhandling bis zur flexiblen Verkettung von Maschinen. Ein erfolgreiches Beispiel ist der Robo2Go 2nd Generation, der sich durch seine einfache Bedienbarkeit und ein flexibles Werkstückhandling auszeichnet.

Mit "Integrated Digitization" gestalten wir die Digitalisierung der Fertigungsindustrie aktiv mit. Die Basis ist unser APP-basiertes Steuerungs- und Bedienumfeld CELOS. Die integrierten Lösungen von ISTOS ermöglichen unseren Kunden ihre Produktionsabläufe zu optimieren. Parallel können sie ihre Maschinenverfügbarkeit durch den Einsatz der Wartungsplattform von WERKBLiQ erhöhen. Mit der offenen, digitalen Plattform ADAMOS setzen wir zudem gemeinsam mit unseren Partnern einen Standard für das Internet of Things (IoT) im Maschinen- und Anlagenbau und ebnen den Weg für neue Geschäftsmodelle. Mit diesen ganzheitlichen, digitalen Lösungen können unsere Kunden ihre gesamte Produktion vernetzen. Damit erhalten sie die höchstmögliche Transparenz über Prozesse und Kosten.

Das große Potenzial einer ganzheitlichen Lösung von DMG MORI lässt sich in unserem modernisierten Produktions- und Zulieferwerk in Polen erkennen. Als "proof of concept" für unsere Kunden werden wir bei FAMOT durch den Einsatz neuester Technologien der Automatisierung und Digitalisierung auf allen Wertschöpfungsebenen eine Produktivitätssteigerung erreichen. In Zukunft wird DMG MORI verstärkt in die Automatisierung und Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette investieren, sodass weitere Produktionswerke diesem Vorbild folgen.

Beim Zukunftsthema ADDITIVE MANUFACTURING deckt DMG MORI die Prozesskette durchgängig ab und bündelt die beiden wichtigsten generativen Fertigungsverfahren "Laserschmelzen im Pulverbett (Selective Laser Melting)" und "Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse (Laser Metal Deposition)" unter einem Dach. Damit sind wir Komplettanbieter - sowohl in der additiven Fertigung von Metallbauteilen als auch der zerspanenden Nachbearbeitung. Wir werden unser Produktportfolio kontinuierlich erweitern und unser Geschäftsmodell ausbauen, um an dem Wachstumsmarkt der additiven Produktion zu partizipieren. Ein wichtiger Schritt wurde bereits mit der Beteiligung an INTECH, einem indischen Software- und Technologieentwickler für die generative Fertigung, umgesetzt.

Darüber hinaus setzen wir in Zukunft verstärkt auf Kooperationen - sowohl intern mit der DMG MORI COMPANY LIMITED als auch mit externen Partnern. Die Auswahl unserer Kooperationspartner zielt stets auf die strategische Erweiterung unseres Portfolios - insbesondere in den Zukunftsfeldern - ab.

Unsere Experten werden frühzeitig in die Entwicklungsprozesse unserer Kunden eingebunden, um diese individuell zu beraten und perfekt auf deren Anforderungen abgestimmte Komplettlösungen zu erarbeiten. Diesen Service bieten wir bereits heute in unseren Technology Excellence Center für die Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold und Medical an. Zukünftig wollen wir dieses Angebot durch die Eröffnung neuer weltweiter Technology Excellence Center auch für andere Branchen ausbauen, um den global steigenden Kundenbedürfnissen proaktiv zu begegnen.

Unser Motto "Alles aus einer Hand" verfolgen wir auch mit unseren DMG MORI Qualified Products (DMQP). Neben der Maschine und dem Service bietet DMG MORI seinen Kunden gemeinsam mit seinen DMQP-Partnern perfekt abgestimmte und zertifizierte Peripherie. DMQP-Produkte stehen für höchste Produktivität, Qualität, Konnektivität und Verfügbarkeit. Ganzheitliche Fertigungslösungen inklusive Zubehör sind unser Ziel. Dazu optimieren und harmonisieren wir unser DMQP-Portfolio.

DMG MORI wird sich auch in Zukunft auf innovative Technologielösungen, Werkzeugmaschinen und Services fokussieren. Als Grundlage dafür setzen wir auf ein nachhaltiges, organisches Wachstum. Unser Ziel ist es, die hohen Erwartungen unserer Kunden an Genauigkeit, Verlässlichkeit und Langlebigkeit mit exzellenten Produkten, Prozessen und Mitarbeitern zu übertreffen. Ohne Kompromisse verfolgen wir daher unsere "First Quality"-Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette und stellen den Kundennutzen bei all unseren Aktivitäten in den Mittelpunkt. Unser Ziel: jeden Kunden zu 100 % zufriedenstellen.

Dieses Ziel verfolgen wir gleichermaßen mit dem Segment "Industrielle Dienstleistungen". Auch hier steht die Exzellenz der bereitgestellten Service-Leistungen bei Inbetriebnahme, Training, Wartung, Ersatzteilservice und Instandsetzung im Fokus. Unser "Customer First"-Programm zielt darauf ab, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte mit hervorragenden Leistungen zu überzeugen. Dazu wird DMG MORI die Anzahl der Service-Mitarbeiter weiter steigern. Gleichzeitig werden wir unsere Service-Qualität und -Effizienz durch strukturelle Maßnahmen, einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und unsere digitalen Servicekonzepte stetig optimieren.

Darüber hinaus streben wir die bestmögliche Gestaltung unserer internen Strukturen und Prozesse an, die vor allem aus dem Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED entstehen. Hier gilt es, das "Beste aus zwei Welten" zu identifizieren und zu realisieren. Das Zielbild stellen schlanke Strukturen dar, die eine hohe Flexibilität erlauben, um dynamisch auf zukünftige Marktveränderungen reagieren zu können. Mittels einer Reorganisation der Vertriebs- und Servicestrukturen sowie der Optimierung des globalen Produktionsnetzwerkes konnte DMG MORI bereits eine deutliche Komplexitätsreduktion vornehmen und Effizienzvorteile durch eine gesteigerte Standardisierung realisieren. Auch in Zukunft soll dieser Prozess weiter vorangetrieben werden, um noch stärker als "Global One Company" aufzutreten. Dazu forcieren wir parallel die Harmonisierung von Systemen und Prozessen. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen der Aufbau zentraler IT-Infrastrukturen und mit unserem Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" die Einführung eines globalen ERP-Systems.

Letztendlich lässt sich das Streben nach Exzellenz, Marktführerschaft und Kundenzufriedenheit nur durch das Fundament unseres Erfolges umsetzen: unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit ihrem herausragenden Einsatz sowie mit ihren umfassenden Erfahrungen und Stärken ermöglichen sie DMG MORI sowohl dem eigenen Premiumanspruch gerecht zu werden und die ambitionierten Ziele zu erreichen als auch die hohen Kundenerwartungen zu übertreffen. Daher legen wir großen Wert darauf, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein und das Arbeitsumfeld stetig zu verbessern. Parallel steht DMG MORI für eine Unternehmenskultur der Vielfalt, Offenheit und Transparenz. Wir fördern unternehmerisches Denken und Talente durch konzernweite Nachfolgemanagement-Konzepte, wie dem "High Potential Program". Zudem stärkt DMG MORI die Mitarbeiterbindung durch zahlreiche Angebote wie Sportförderung oder das DMG MORI Klassik-Konzert als Event-Highlight.

Die eigene Entwicklung und Herstellung unserer DMG MORI Components gibt uns die Möglichkeit, unsere Kernkompetenzen zu stärken, Abhängigkeiten zu vermeiden und die bestmögliche Qualität unserer Produkte sicherzustellen. Gemeinsam mit einer Vielzahl weiterer Maßnahmen tragen die DMG MORI Components so zur Kostenoptimierung und Nachhaltigkeit unserer Produkte und Prozesse bei. Dazu zählen die Standardisierung von Bauteilen und Schnittstellen, die weitere Straffung unseres Produktportfolios sowie ein konsequentes Lieferantenmanagement und effiziente interne Wertschöpfungsketten.

A.02 | WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLEN

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IST 2017 Ziele Gechäftsbericht 2017 (12.03.2018) Ziele Q3 / 2018 (25.10.2018) IST 2018
Auftragseingang 2.754,8 MIO € rund 2,5 MRD € rund 2,9 MRD € 2.975,6 MIO €
Umsatz 2.348,5 MIO € rund 2,45 MRD € rund 2,55 MRD € 2.655,1 MIO €
EBIT 180,1 MIO € rund 180 MIO € rund 200 MIO € 217,1 MIO €
Free Cashflow 142,4 MIO € rund 100 MIO € rund 125 MIO € 154,2 MIO €
Investitionen (Sachanlagen / immaterielle Vermögenswerte) 39,7 MIO € rund 65 MIO € rund 65 MIO € 81,9 MIO €
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 50,4 MIO € rund 60 MIO € rund 60 MIO € 57,9 MIO €

Steuerungssystem von DMG MORI

Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals.

Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind dabei insbesondere Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Free Cashflow und die Investitionen. Bei der Ergebniskennzahl haben wir zum 1. Januar 2018 eine Umstellung vom Ergebnis vor Steuern (EBT) auf das EBIT vorgenommen, um eine Vergleichbarkeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED zu ermöglichen. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig und wertorientiert.

DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2018 insgesamt sehr erfolgreich abgeschlossen. Der Auftragseingang erreichte mit 2.975,6 MIO € einen neuen Rekordwert (+ 8 %; Vorjahr: 2.754,8 MIO €). Der Umsatz lag mit 2.655,1 MIO € um +13 % bzw. 306,6 MIO € über dem Vorjahresniveau (2.348,5 MIO €). Das EBIT stieg um +21 % auf 217,1 MIO € (Vorjahr: 180,1 MIO €). Der Free Cashflow lag mit 154,2 MIO € deutlich über dem Vorjahr (+8 %; 142,4 MIO €). Alle genannten Ziel- und Steuerungsgrößen erreichten damit Höchstwerte und übertrafen aufgrund der gestiegenen Umsatzleistung und nachhaltig guten Geschäftsentwicklung die Prognosen für das Gesamtjahr 2018.

Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 81,9 MIO €. Der Anstieg im Vergleich zur Prognose resultiert im Wesentlichen aus Investitionen für das Projekt "GLOBE". Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 57,9 MIO €.

Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding. Sie umfasst alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, ist die operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Weitere Holdingfunktionen übernimmt die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH als Muttergesellschaft der Produktionswerke des Konzerns. Zusammen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir mit 157 Vertriebs- und Servicestandorten -davon 14 Produktionswerke - weltweit präsent.

Alle Gesellschaften des Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien, um bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erzielen. Eine konzernweit einheitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Die Organisationskosten der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beliefen sich auf 22,5 MIO € (Vorjahr: 23,8 MIO €). Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit ihrem Headquarter in Tokio (Japan).

Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich:

Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die DMG MORI Hamburg GmbH, Hamburg, auf die DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld, verschmolzen.

Im Mai 2018 gründete die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, die GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd., Manchester (Großbritannien), als 100 %-ige Tochtergesellschaft.

Im November 2018 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld, 30 % an der INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien). Mit dieser Beteiligung an dem indischen Softwareentwickler erschließt sich DMG MORI den Zugang zu wichtigem Software- und Technologie-Know-how für die generative Produktion im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING.

Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweiter Markt- und Innovationsführer auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet -mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Servicegesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert.

Die DMG MORI Vertriebs- und Servicegesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Account Management internationale Großkunden. Die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, ist im Bereich der regenerativen Energien tätig.

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt Paul E. Singer durch verbundene Unternehmen gemäß der letzten Stimmrechtsmeldung vom 4. Januar 2019 zum 31. Dezember 2018 8,11 % am Grundkapital.

Die Beteiligungen von DMG MORI stehen im Anhang auf Seite 155 ff.

Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315a Abs. 1 HGB)

Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am gezeichneten Kapital beteiligt.

Entsprechend § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt.

Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Die entsprechend konkretisierten Verfahrensregeln sind in den §§ 1 79, 181 AktG i. V. m. § 15 Abs. 4 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.

Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage um bis zu nominal 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen (genehmigtes Kapital) auszuschließen.

Die Anfang 2016 abgeschlossenen wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50 % liegt oder fällt, oder (ii) 50 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, so lange DMG MORI COMPANY LIMITED mehr als 50 % der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält.

Gemäß § 315a Abs. 1 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:

Per 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 204.926.784,40 € und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Gesellschaft darf das Stimmrecht aus eigenen Aktien nicht ausüben und ist nicht anteilig am Gewinn beteiligt.

Es gab keine Satzungsänderung im Geschäftsjahr 2018.

Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den erwähnten Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen.

Aktie

Börsennotierung

Die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT war im Berichtsjahr im SDAX gelistet und notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt unverändert die Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse.

Kursentwicklung

In das Börsenjahr 2018 startete die DMG MORI-Aktie mit einem Kurs von 45,40 € (02.01.2018) und schloss zum 28. Dezember 2018 mit 43,10 € (-5 %) und entwickelte sich damit besser als der SDAX (-20 %). Die Marktkapitalisierung belief sich auf 3,40 MRD €.

Garantiedividende

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DMG MORI GmbH - einer 100 %-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED - schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH für die Dauer des Vertrages verpflichtet, den Minderheitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto - nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer - je Aktie zu zahlen.

Corporate Communications // Investor Relations

Die Arbeit unserer Corporate Communications // Investor Relations dient dem kontinuierlichen und offenen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt. Unser Ziel ist es, Transparenz herzustellen sowie das Verständnis für unser Geschäftsmodell zu steigern. Unsere Arbeit trägt maßgeblich dazu bei, die gute Reputation von DMG MORI in der Öffentlichkeit zu pflegen und zu stärken. Wir stehen im konstanten Dialog mit der nationalen und internationalen Wirtschaftspresse sowie mit den für uns relevanten Verbänden, Institutionen und Entscheidungsträgern.

A.03 | KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | ISIN: DE0005878003

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2018 2017 2016 2015 2014
Grundkapital MIO € 204,9 204,9 204,9 204,9 204,9
Anzahl Aktien MIO Stück 78,8 78,8 78,8 78,8 78,8
Jahresendkurs1) 43,10 46,02 43,16 38,08 23,50
Höchstkurs1) 50,60 53,85 44,76 38,90 26,82
Tiefstkurs1) 42,80 42,95 35,02 23,28 18,85
Marktkapitalisierung MIO € 3.397,1 3.627,2 3.401,8 3.001,4 1.852,2
Dividende * - - - 0,60 0,55
Dividendensumme * MIO € - - - 47,3 43,4
Dividendenrendite * % - - - 1,6 2,3
Ergebnis je Aktie2) 1,88 1,49 0,57 1,90 1,41
Kurs-Gewinn-Verhältnis3) 22,9 30,9 75,7 20,0 16,7
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2013
Grundkapital 204,9
Anzahl Aktien 78,8
Jahresendkurs1) 23,15
Höchstkurs1) 24,53
Tiefstkurs1) 15,00
Marktkapitalisierung 1.824,6
Dividende * 0,50
Dividendensumme * 39,4
Dividendenrendite * 2,2
Ergebnis je Aktie2) 1,33
Kurs-Gewinn-Verhältnis3) 17,4

1) Schlusskurse auf Basis XETRA
2) nach IAS 33
3) Jahresendkurs / Ergebnis je Aktie
* Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH verpflichtet, für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto je Aktie an die außenstehenden Aktionäre zu zahlen.

A.04 | DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-AKTIE IM VERGLEICH ZUM SDAX(r) - JANUAR BIS DEZEMBER 2018

* 02.01.2018 = 100, Kursverläufe indiziert, Kurse XETRA; Quelle: Deutsche Börse Group

Corporate Governance-Bericht / Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung

Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt DMG MORI.

Im November 2018 gaben Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 24. April 2017 uneingeschränkt bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch zukünftig entsprochen wird. Auch die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt DMG MORI bis auf zwei Ausnahmen, die die Hauptversammlung betreffen: Aus Organisations- und Kostengründen verzichten wir auf die Internetübertragung sowie die Erreichbarkeit der Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung.

Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance Bericht sind - ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre - auf unserer Website dauerhaft zugänglich. → de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/ corporate-governance/

Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§ 289 f Abs. 2 und 5, 315 d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden.

Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken

Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagement-System können dem Geschäftsbericht auf Seite 64 ff. entnommen werden.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.

Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht - als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert auf Seite 28 ff. dargestellt.

Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 eine Selbstverpflichtung gemäß Ziff. 5.4.1 DCGK beschlossen:

Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bisherigen Umfang;

Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen von DMG MORI auf Arbeitnehmerseite;

Berücksichtigung von Kenntnissen über DMG MORI und von für DMG MORI besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien;

Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen;

Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteilseignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens zur Neuwahl des Aufsichtsrats 2018;

Unabhängigkeit von zumindest 50 % der Aufsichtsratsmitglieder;

Vermeidung von Interessenkonflikten;

Einhaltung einer Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsratsmitglieds; Höchstgrenze von fünf Amtsperioden;

Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vorgenannten Ziele beachten.

Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats wurde die Selbstverpflichtung bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2018 erneut erfüllt. Auch die Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit von mindestens 50 % der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum eingehalten.

Diversity

Die bei DMG MORI gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern, internationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus.

Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten

Unter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 30. November 2017 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2022 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20 % erreicht werden soll.

Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 18. Oktober 2017 ein Frauenanteil von 10 % beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30 % seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2018 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglied vertreten.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenskonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung.

Aktionäre und Hauptversammlung

Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es per Internet die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung.

Transparenz

Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender.

Compliance

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2018 und auf unserer Website.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Mit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde auch für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben.

Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände von DMG MORI

Im Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, alle Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt.

Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmeldung mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt.

Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar.

Vergütungsbericht

Gemäß Ziffer 5. 4. 7. des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. Zu den Komponenten der Aufsichtsratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld.

Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000 €; der Vorsitzende erhielt das 2,5-Fache (150.000 €) und der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache (90.000 €). Die Fixvergütung lag insgesamt bei 718.604 € (Vorjahr: 894.905 €).

Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 228.870 € (Vorjahr: 373.413 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie bis zum 4. Mai 2018 im Ausschuss für Technologie und Entwicklung. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 18.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Insgesamt belief sich die Höhe der Sitzungsgelder für das Geschäftsjahr 2018 auf 144.000 € (Vorjahr: 229.500 €).

Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.091.474 € (Vorjahr: 1.497.818 €).

Vergütung des Vorstands

Über die Vergütung des Vorstands wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden.

Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten. Die indirekte Vergütungskomponente besteht vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI). Die Vergütungsbestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen.

Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfelds.

In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 24. November 2016 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 wurde die bestehende Struktur der Vorstandsvergütung bestehend aus Fixum, STI, individueller und leistungsbasierter Vergütung, LTI sowie Beiträgen zur Altersversorgung bestätigt. Das LTI wurde dahingehend angepasst, dass es beginnend ab 2017 eine Laufzeit von drei Jahren hat. Weiterhin berücksichtigt das LTI seit der Tranche 2017 bis 2019 nicht mehr den Aktienkurs, sondern das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnis-Untergrenze. Für die Gesamt-Direktvergütung des Vorstands wurden seitens des Aufsichtsrates Kappungsgrenzen (CAPs) festgelegt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf 10.078 T€ (Vorjahr: 8.659 T€). Davon entfielen 2.478 T€ auf das Fixum (Vorjahr: 2.100 T€) und 3.349 T€ auf das STI (Vorjahr: 2.880 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 2.063 T€ (Vorjahr: 1.750 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 1.283 T€ (Vorjahr: 1.272 T€). Die Sachbezüge betrugen 105 T€ (Vorjahr: 57 T€). Der Aufwand für Altersversorgung belief sich auf 800 T€ (Vorjahr: 600 T€).

Nachfolgend ist die Vergütung des Vorstands gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCKG) dargestellt. Die Tabelle "Gewährte Zuwendungen" stellt den gewährten Vergütungsrahmen der Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr inklusive Min.- bzw. Max.-Vergütung dar. Bei der Tabelle "Zufluss für das Geschäftsjahr" handelt es sich um die für das jeweilige Geschäftsjahr an die Mitglieder des Vorstands gezahlten Bezüge.

A.05 | VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

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in € Feste Vergütung Ausschussvergütung: Finanz- und Prüfungsausschuss (F&P) Ausschussvergütung: Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss (PNV)
aktuelle AR-Mitglieder (seit 04.05.2018)
Dr.-Ing. Masahiko Mori
Vorsitzender AR (seit 04.05.2018)
Vorsitzender PNV (seit 04.05.2018) - - -
Seit dem 4. Mai 2018 verzichtet Dr.-Ing. Masahiko Mori vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Die Bezüge bis zum Zeitpunkt des Verzichts wurden auf die DMG MORI COMPANY LIMITED, Japan, übertragen und an diese ausgezahlt. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2018 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. Der Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 4. Mai 2018 betrug 40.114 €. Davon entfielen 20.384 € auf die feste Vergütung, 7.500 € auf das Sitzungsgeld und auf die Ausschüsse 6.115 € (F&P), 0 € (PNV) sowie 6.115 € (T&E).
Ulrich Hocker
stv. AR-Vorsitzender 90.000 0 18.000
Irene Bader - - -
Seit dem 4. Mai 2018 verzichtet Irene Bader vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Bezüge bis zum Zeitpunkt des Verzichts wurden auf die DMG MORI GmbH, Deutschland, übertragen und an diese ausgezahlt. Somit sind Irene Bader für 2018 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. Der Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 4. Mai 2018 betrug 32.499 €. Davon entfielen 20.384 € auf die feste Vergütung, 6.000 € auf das Sitzungsgeld und auf die Ausschüsse 0 € (F&P), 6.115 € (PNV) sowie 0 € (T&E).
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 60.000 0 0
Prof. Dr. Annette Köhler
Vorsitzende F&P 60.000 36.000 0
James Victor Nudo
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) - - -
Mit Beginn des Aufsichtsratsmandats verzichtet James Victor Nudo vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung.
Mario Krainhöfner *
1. stv. AR-Vorsitzender 90.000 3.945 18.000
Stefan Stetter
stv. AR-Vorsitzender (seit 04.05.2018)
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 59.425 11.885 0
Tanja Fondel *
AR-Mitglied (seit 19.01.2018) 56.877 0 11.885
Dietmar Jansen* 60.000 11.885 3.945
Larissa Schikowski**
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 39.616 0 11.885
Michaela Schroll *
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 39.616 11.885 0
ehemalige AR-Mitglieder (bis 04.05.2018)
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner
Vorsitzender AR (bis 04.05.2018)
Vorsitzender T&E (bis 04.05.2018)
Vorsitzender PNV (bis 04.05.2018) 50.959 6.115 12.230
Hermann Lochbihler
stv. AR-Vorsitzender (bis 04.05.2018) 30.575 6.115 6.115
Matthias Pfuhl 20.384 6.115 0
Peter Reinoss * 20.384 0 0
Gesamtsumme *** 718.604 100.060 88.175
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in € Ausschussvergütung: Technologie und Entwicklungsausschuss (T&E) Sitzungsgeld Gesamtbezüge
aktuelle AR-Mitglieder (seit 04.05.2018)
Dr.-Ing. Masahiko Mori
Vorsitzender AR (seit 04.05.2018)
Vorsitzender PNV (seit 04.05.2018) - - 0
Seit dem 4. Mai 2018 verzichtet Dr.-Ing. Masahiko Mori vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Die Bezüge bis zum Zeitpunkt des Verzichts wurden auf die DMG MORI COMPANY LIMITED, Japan, übertragen und an diese ausgezahlt. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2018 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. Der Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 4. Mai 2018 betrug 40.114 €. Davon entfielen 20.384 € auf die feste Vergütung, 7.500 € auf das Sitzungsgeld und auf die Ausschüsse 6.115 € (F&P), 0 € (PNV) sowie 6.115 € (T&E).
Ulrich Hocker
stv. AR-Vorsitzender 0 12.000 120.000
Irene Bader - - 0
Seit dem 4. Mai 2018 verzichtet Irene Bader vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Bezüge bis zum Zeitpunkt des Verzichts wurden auf die DMG MORI GmbH, Deutschland, übertragen und an diese ausgezahlt. Somit sind Irene Bader für 2018 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. Der Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 4. Mai 2018 betrug 32.499 €. Davon entfielen 20.384 € auf die feste Vergütung, 6.000 € auf das Sitzungsgeld und auf die Ausschüsse 0 € (F&P), 6.115 € (PNV) sowie 0 € (T&E).
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 6.115 9.000 75.115
Prof. Dr. Annette Köhler
Vorsitzende F&P 0 16.500 112.500
James Victor Nudo
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) - - 0
Mit Beginn des Aufsichtsratsmandats verzichtet James Victor Nudo vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung.
Mario Krainhöfner *
1. stv. AR-Vorsitzender 0 13.500 125.445
Stefan Stetter
stv. AR-Vorsitzender (seit 04.05.2018)
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 0 10.500 81.810
Tanja Fondel *
AR-Mitglied (seit 19.01.2018) 0 9.000 77.762
Dietmar Jansen* 0 13.500 89.330
Larissa Schikowski**
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 0 6.000 57.501
Michaela Schroll *
AR-Mitglied (seit 04.05.2018) 0 9.000 60.501
ehemalige AR-Mitglieder (bis 04.05.2018)
Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner
Vorsitzender AR (bis 04.05.2018)
Vorsitzender T&E (bis 04.05.2018)
Vorsitzender PNV (bis 04.05.2018) 12.230 10.500 92.034
Hermann Lochbihler
stv. AR-Vorsitzender (bis 04.05.2018) 6.115 9.000 57.920
Matthias Pfuhl 6.115 7.500 40.114
Peter Reinoss * 3.945 4.500 28.829
Gesamtsumme *** 40.635 144.000 1.091.474

* Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, ab.
** Larissa Schikowski führt einen Teil ihrer Vergütung für Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab.
*** Die Gesamtsumme entspricht dem Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2018.

A.06 | GESAMTBEZÜGE DES VORSTANDS

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Fixum STI LTI
in T€ 2017 2018 2017 2018 2017* 2018*
Christian Thönes
Vorsitzender seit 15.04.2016 900 900 1.380 1.380 636 647
Dr. Maurice Eschweiler 600 600 750 750 636 636
Björn Biermann 600 600 750 750 - -
Michael Horn
Vorstand seit 15.05.2018 - 378 - 469 - -
Gesamtsumme 2.100 2.478 2.880 3.349 1.272 1.283
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Leistungsvergütung Sachbezüge Altersversorgung
in T€ 2017 2018 2017 2018 2017 2018
Christian Thönes
Vorsitzender seit 15.04.2016 750 750 21 24 300 300
Dr. Maurice Eschweiler 500 500 18 20 150 150
Björn Biermann 500 500 18 19 150 200
Michael Horn
Vorstand seit 15.05.2018 - 313 - 42 - 150
Gesamtsumme 1.750 2.063 57 105 600 800
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Gesamt
in T€ 2017 2018
Christian Thönes
Vorsitzender seit 15.04.2016 3.987 4.001
Dr. Maurice Eschweiler 2.654 2.656
Björn Biermann 2.018 2.069
Michael Horn
Vorstand seit 15.05.2018 - 1.352
Gesamtsumme 8.659 10.078

* Wert LTI-Tranche 2014 bis 2017 und 2015 bis 2018

A.07 | GEWÄHRTE ZUWENDUNGEN

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in T€ 2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
Christian Thönes
Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 Festvergütung 900 900 900 900
Nebenleistung 21 24 24 24
Vorstand seit 01.01.2012 Summe 921 924 924 924
STI 690 690 0 1.380
Ind. Leistungsvergütung 690 690 0 750
LTI 2017 - 2019 300 - - -
LTI 2018 - 2020 - 300 0 360
Summe 1.680 1.680 0 2.490
Versorgungsaufwand1) 300 300 300 300
Gesamtvergütung 2.901 2.904 1.224 3.714
Dr. Maurice Eschweiler
Vorstand seit 01.04.2013 Festvergütung 600 600 600 600
Nebenleistung 18 20 20 20
Summe 618 620 620 620
STI 375 375 0 750
Ind. Leistungsvergütung 377 377 0 500
LTI 2017 - 2019 200 - - -
LTI 2018 - 2020 - 200 0 240
Summe 952 952 0 1.490
Versorgungsaufwand1) 150 150 150 150
Gesamtvergütung 1.720 1.722 770 2.260
Björn Biermann
Vorstand seit 27.11.2015 Festvergütung 600 600 600 600
Nebenleistung 18 19 19 19
Summe 618 619 619 619
STI 375 375 0 750
Ind. Leistungsvergütung 377 377 0 500
LTI 2017 - 2019 200 - - -
LTI 2018 - 2020 - 200 0 240
Summe 952 952 0 1.490
Versorgungsaufwand1) 150 200 200 200
Gesamtvergütung 1.720 1.771 819 2.309
Michael Horn
Vorstand seit 15.05.2018 Festvergütung - 378 378 378
Nebenleistung - 42 42 42
Summe - 420 420 420
STI - 234 0 469
Ind. Leistungsvergütung - 236 0 313
LTI 2017 - 2019 - - - -
LTI 2018 - 2020 - 125 0 150
Summe - 595 0 931
Versorgungsaufwand1) - 150 150 150
Gesamtvergütung - 1.165 570 1.501
Vorstand gesamt Festvergütung 2.100 2.478 2.478 2.478
Nebenleistung 57 105 105 105
Summe 2.157 2.583 2.583 2.583
STI 1.440 1.674 0 3.349
Ind. Leistungsvergütung 1.444 1.680 0 2.063
LTI 2017 - 2019 700 - - -
LTI 2018 - 2020 - 825 0 990
Summe 3.584 4.179 0 6.401
Versorgungsaufwand1) 600 800 800 800
Gesamtvergütung 6.341 7.562 3.383 9.784

1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung

A.08 | ZUFLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR

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in T€ 2017 2018
Christian Thönes Vorstandsvorsitzender seit 15.04.2016 Festvergütung 900 900
Nebenleistung 21 24
Vorstand seit 01.01.2012 Summe 921 924
STI 1.380 1.380
Ind. Leistungsvergütung 750 750
LTI 2014 - 2017 636 -
LTI 2015 - 2018 - 647
Summe 2.766 2.777
Versorgungsaufwand1) 300 300
Gesamtvergütung 3.987 4.001
Dr. Maurice Eschweiler Vorstand seit 01.04.2013 Festvergütung 600 600
Nebenleistung 18 20
Summe 618 620
STI 750 750
Ind. Leistungsvergütung 500 500
LTI 2014 - 2017 636 -
LTI 2015 - 2018 - 636
Summe 1.886 1.886
Versorgungsaufwand1) 150 150
Gesamtvergütung 2.654 2.656
Björn Biermann Vorstand seit 27.11.2015 Festvergütung 600 600
Nebenleistung 18 19
Summe 618 619
STI 750 750
Ind. Leistungsvergütung 500 500
LTI 2014 - 2017 - -
LTI 2015 - 2018 - -
Summe 1.250 1.250
Versorgungsaufwand1) 150 200
Gesamtvergütung 2.018 2.069
Michael Horn Vorstand seit 15.05.2018 Festvergütung - 378
Nebenleistung - 42
Summe - 420
STI - 469
Ind. Leistungsvergütung - 313
LTI 2014 - 2017 - -
LTI 2015 - 2018 - -
Summe - 782
Versorgungsaufwand1) - 150
Gesamtvergütung - 1.352
Dr. Rüdiger Kapitza Vorstandsvorsitzender bis 06.04.2016 Festvergütung - -
Vorstand von 01.01.1992 bis 06.04.2016 Nebenleistung - -
Summe - -
STI - -
Ind. Leistungsvergütung - -
LTI 2014 - 2017 1.216 -
LTI 2015 - 2018 - 871
Summe 1.216 871
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 1.216 871
Dr. Thorsten Schmidt stv. Vorstandsvorsitzender bis 31.12.2015 Festvergütung - -
Vorstand von 01.10.2006 bis 31.12.2015 Nebenleistung - -
Summe - -
STI - -
Ind. Leistungsvergütung - -
LTI 2014 - 2017 903 -
LTI 2015 - 2018 - 647
Summe 903 647
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 903 647
Andre Danks Finanzvorstand von 11.03.2014 bis Widerruf der Vorstandsbestellung am 26.11.2015 Festvergütung - -
Nebenleistung - -
Summe - -
STI - -
Ind. Leistungsvergütung - -
LTI 2014 - 2017 515 -
LTI 2015 - 2018 - -
Summe 515 -
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 515 -
Vorstand gesamt Festvergütung 2.100 2.478
Nebenleistung 57 105
Summe 2.157 2.583
STI 2.880 3.349
Ind. Leistungsvergütung 1.750 2.063
LTI 2014 - 2017 3.906 -
LTI 2015 - 2018 - 2.801
Summe 8.536 8.213
Versorgungsaufwand1) 600 800
Gesamtvergütung 11.293 11.596

1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgrößen im Jahr 2018 waren der Auftragseingang in Volumen und das EBIT ("Earnings Before Interest and Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Als Voraussetzung für die Zahlung des STI muss der Nachhaltigkeitsfaktor des Konzerns (Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Unternehmenskommunikation inkl. Marketing sowie für Ausbildung in Relation zum Gesamtumsatz) für das jeweilige Geschäftsjahr einen festgelegten Mindestwert erreichen oder überschreiten. Hierdurch wird eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung unterstützt.

Das LTI als langfristige Vergütungskomponente berücksichtigt das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnisuntergrenze.

Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolgs der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt.

Bei den nachlaufenden LTI-Tranchen 2015 bis 2018 sowie 2016 bis 2019 handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Die zu Beginn eines jeden Jahres ausgelobten Tranchen haben eine Laufzeit von vier Jahren. Die jeweilige Tranche definiert sich aus einem angenommenen Geldbetrag, der mit Hilfe des durchschnittlichen Aktienkurses in eine Anzahl von Performance-Units umgerechnet wird. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums wird aus der Anzahl der Units der Auszahlungsbetrag errechnet. Aus der LTI-Tranche 2015 bis 2018, die am 31. Dezember 2018 zugeteilt und im Jahr 2019 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 2.801 T€ (Vorjahrestranche 2014 bis 2017: 3.906 T€). Die nachlaufenden LTI-Tranchen verbinden Ziele in Bezug auf das EAT der Gesellschaft mit der Kursentwicklung der Aktie des Unternehmens. Es besteht eine Begrenzung nach oben (CAP) auf das zweifache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitglieds je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt.

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen einer Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für das LTI sicherzustellen. Für das LTI 2015 bis 2018 sowie 2016 bis 2019 wurden für die Parameter EAT und Aktienkurs kalkulatorische Werte festgelegt.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen au s den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die aktuellen Mitglieder des Vorstands werden durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Der Aufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 800 T€ (Vorjahr: 600 T€). An den ehemaligen Finanzvorstand Andre Danks wurde im Rahmen der abschließenden Vertragsabwicklung ein Betrag in Höhe von 2.181 T€ gezahlt.

Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder - wurden nicht gewährt. Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Organmitglieder gezahlt.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.271 T€ an Pensionen gezahlt (Vorjahr: 1.339 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 31.655 T€ (Vorjahr: 34.829 T€).

Forschung und Entwicklung

Ziel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu erhöhen. Als Innovations- und Technologieführer bieten wir unseren Kunden ein zukunftsorientiertes Angebot an Maschinen, Technologie- und Automatisierungslösungen, Softwareprodukten sowie Dienstleistungen.

Besonderen Wert legen wir auf:

die intelligente Automatisierung von Maschinen und Anlagen,

durchgängige, digitale Prozesse mit DMG MORI Software Solutions (CELOS, DMG MORI Technologiezyklen, DMG MORI Powertools),

hocheffiziente Produktionsplanung mit ISTOS,

intelligente Instandhaltungsprozesse mit WERKBLiQ,

die Weiterentwicklung weltweiter Standards in der Digitalisierung des Maschinen- und Anlagenbaus mit ADAMOS,

den Ausbau des Portfolios mit zukunftsweisenden Fertigungstechnologien insbesondere im ADDITIVE MANUFACTURING,

Technologie-Exzellenz durch branchenspezifische Entwicklung zukunftsweisender und ganzheitlicher Fertigungslösungen (Aerospace, Automotive, Die & Mold, Medical und Additive Manufacturing),

die Konsolidierung des Produktportfolios (Streamlining),

die Standardisierung von Komponenten (SCOPE) und Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bei Kernkomponenten (DMG MORI COMPONENTS).

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 57,9 MIO € über dem Vorjahr (+15 %; 50,4 MIO €). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr zeigt die nochmals gesteigerte Dynamik, mit der wir unsere strategischen Zukunftsfelder -insbesondere Automatisierung und Digitalisierung - vorangetrieben haben. An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 581 Mitarbeiter (Vorjahr: 525 Mitarbeiter). Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 15 % der Gesamtbelegschaft der Werke. Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 4,0 % (Vorjahr: 3,9 %). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt.

Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED haben wir als "Global One Company" im Berichtsjahr 10 Weltpremieren, davon drei eigene und zwei gemeinsame Entwicklungen, auf 54 nationalen und internationalen Messen sowie Hausausstellungen präsentiert. Darüber hinaus haben wir eine Fülle neuer Technologielösungen aus unseren fünf strategischen Zukunftsfeldern - Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING und Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products - präsentiert und konsequent unsere "First Quality"-Strategie vorangetrieben. Der Wert unserer Schutzrechte, der mit der Marktwertmethode ermittelt wird, erhöhte sich auf 608,8 MIO € (Vorjahr: 570,6 MIO €).

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau höchster Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch eine werksübergreifende Kooperation. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährliche weltweite Entwicklerkonferenz, dem "Global Development Summit". Im Oktober 2018 sind bei FAMOT in Polen über 200 internationale Experten aus unterschiedlichsten Unternehmensbereichen zusammengekommen, um neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben.

Highlights waren neben unseren traditionellen Hausausstellungen die AMB in Stuttgart und das Grand Opening FAMOT. In unserem Werk in Polen haben wir die Wertschöpfungskette durchgängig digitalisiert und damit ein Projekt mit Modellcharakter für Kunden und Lieferanten geschaffen. Die nachhaltige Steigerung der Qualität von Produkten und Services hat für DMG MORI nach wie vor oberste Priorität. Im Zuge unserer "First Quality"-Strategie gilt seit Jahresbeginn 2018 für alle Motorspindeln der MASTER-Serie eine Gewährleistung von 36 Monaten - ohne Stundenbegrenzung. Dies unterstreicht die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit unserer Produkte. Zugleich stärken wir weiterhin mit innovativen Lösungen konsequent unsere fünf strategischen Zukunftsfelder: Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products (DMQP).

Im Bereich Drehen haben wir die 2. Generation der NTX 3000 | 1500 vorgestellt. Das Turn & Mill-Bearbeitungszentrum überzeugt mit höchster Präzision, Produktivität und einem großzügigen Arbeitsraum bei einer Stellfläche von nur 16,5 m2 . Im Universaldrehen beeindruckt die neue NLX 6000 | 1000 mit herausragender Präzision und einer zusätzlichen Y-Achse für optimale Flexibilität in der Bearbeitung.

Im Fräsen haben wir in die neue DMC 1850 V unsere Erfahrung aus über 10.000 vertikalen Bearbeitungszentren einfließen lassen. Die Maschine überzeugt durch Stabilität und Genauigkeit und ist im Standard mit speedMASTER-Spindeln für höchste Produktivität ausgestattet. Außerdem wurden die DMU 200 Gantry und die DMU 340 Gantry zum ersten Mal in Japan und in den USA präsentiert. Sie überzeugen in der 5-Achs-Bearbeitung von großen Bauteilen durch ihre Dynamik und Steifigkeit.

A.09 | MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG VON DMG MORI

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2018 2017 2016 2015 2014
F & E-Mitarbeiter Anzahl 581 525 502 510 501
Anteil F & E-Mitarbeiter1) in % 15 15 15 14 14
F & E-Aufwand2) MIO € 57,9 50,4 46,8 45,9 44,1
Innovationsquote3) in % 4,0 3,9 3,8 3,6 3,5
Aktivierungsquote4) in % 8 13 18 18 18
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2013
F & E-Mitarbeiter 504
Anteil F & E-Mitarbeiter1) 15
F & E-Aufwand2) 42,5
Innovationsquote3) 3,5
Aktivierungsquote4) 26

1) F & E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen"
2) F & E-Aufwendungen exklusive des Aufwands für Sonderkonstruktion
3) F & E-Aufwendungen bezogen auf den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen"
4) Aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F & E Aufwand

Im Bereich Advanced Technologies haben wir die LASERTEC 30 SLM 2nd Generation und die LASERTEC 12 SLM vorgestellt. Die neuen Maschinen verfügen über CELOS als durchgängige Softwarelösung und ermöglichen uneingeschränkten Zugriff auf alle Prozessparameter. Die optimierten Pulvermodule rePLUG und rePLUG reSEARCH erlauben einen kontaminationsfreien Pulverwechsel in unter zwei Stunden. Sie steigern die Produktivität der Maschinen erheblich. CELOS bietet dazu eine intuitive Maschinenbedienung. Durch die einheitliche Bedienoberfläche lassen sich selbst hochkomplexe Bauteile mit einem minimalen Zeitaufwand extern programmieren und an der Maschine übernehmen. Dank des effizienten Informationsflusses und der intuitiven Bedienung garantiert CELOS optimale Abläufe in den Prozessketten der additiven Komplettbearbeitung. Mit ihrem offenen System ermöglichen die Maschinen außerdem eine individuelle Anpassung aller Maschineneinstellungen und Prozessparameter sowie eine uneingeschränkte Wahl des Materialherstellers.

Durch eine Beteiligung von 30 % an dem indischen Unternehmen INTECH im November erschließen wir wichtiges Software- und Technologie-Know-how für die additive Fertigung. Kunden profitieren von der einfacheren Berechnung optimaler Prozessparameter, die so statt Monaten nur wenige Stunden benötigt.

Als globaler Full-Liner bieten wir zusammen mit der LASERTEC 65 3D und LASERTEC 65 3D hybrid vier vollständige Prozessketten im ADDITIVE MANUFACTURING, inklusive der entsprechenden Beratung. Mit dem neuen "Additive Intelligence" unterstützen wir unsere Kunden bei der Entwicklung -von der Identifikation geeigneter Anwendungen bis hin zur Produktion erster Kleinserien.

Im Bereich Automatisierung haben wir unser Angebot im Werkstück- und Palettenhandling weiter ausgebaut. Der Robo2Go 2nd Generation lässt sich besonders einfach über CELOS, ohne Kenntnisse in der Roboterprogrammierung, schnell programmieren und bietet eine Multi-Job Funktion, mit der verschiedene Bauteile innerhalb einer Beladung zugeführt werden können. Das Joint Venture DMG MORI HEITEC hat sein modulares Automationssystem um weitere Optionen ergänzt. Unsere Kunden können aus einer Vielzahl von Robotern, Speichersystemen, Greifern und Peripherieoptionen eine individuelle Automatisierungslösung konfigurieren. Sie erhalten eine durchgängige und prozesssichere Lösung aus einer Hand, die mithilfe des "Digital Twin" 60 % schneller installiert wird.

Im Bereich Digitalisierung unterstützen wir unsere Kunden mit durchgängigen End-to-End-Lösungen. Standards setzen wir mit einer vollständig digitalisierten Wertschöpfungskette in unserem Produktionswerk FAMOT. Mit unserer durchgängigen Digitalisierungsstrategie - "Integrated Digitization" - haben wir die gesamte Wertschöpfung mit modularen Produkten und Services von ISTOS, DMG MORI Software Solutions und WERKBLiQ optimiert. Die Konnektivität aller Maschinen, Systeme und Arbeitsschritte wird dabei durch den IoTconnector sichergestellt, der mit dem Retrofit-Kit einfach an DMG MORI Bestandsmaschinen nachgerüstet werden kann. Die webbasierte Instandhaltungs- und Service-Plattform von WERKBLiQ ermöglicht die durchgängige Dokumentation von Wartungs- und Zertifizierungsprozessen. ISTOS bietet mit PLANNING SOLUTIONS den einfachen Einstieg in eine optimierte Produktionsplanung und erhöht die Effizienz und Flexibilität nun auch in FAMOT. Unsere Kunden erhalten Lösungen für einfaches, effizientes, transparentes und schnelles Planen der gesamten Produktionsprozesse. Für mehr Kundennähe und Effizienz sorgen wir mit der SERVICEcamera die zusammen mit dem NETservice neue Maßstäbe für Remote-Services setzt. Unsere Kunden erhalten schnellen, sicheren und intuitiven Support.

Mit den DMG MORI Technologiezyklen stellen wir inzwischen 34 effektive Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung bereit. Der neue Zyklus "TCC - Tool Control Center" visualisiert Kräfte und Biegungen leicht verständlich und dient der Prozessüberwachung. Eine einfache Überprüfung und Kompensation der Maschinengenauigkeit durch ein vollautomatisches Vermessen der Maschine ermöglicht der neu vorgestellte Zyklus "VCS Complete". Der neue Technologiezyklus "crownHOBBING" erlaubt die Herstellung von Hirth-Verzahnungen durch Turn-Mill Maschinen. Mit diesem Zyklus ersetzen Kunden bis zu drei Einzelmaschinen durch ein Turn & Mill Bearbeitungszentrum. Der im Berichtsjahr erstmals präsentierte Technologiezyklus "Y-Axis Parting" vereinfacht das Abstechen von Bauteilen über die Y-Achse und bietet damit eine hohe Stabilität und Bedienungssicherheit, während der neue Zyklus "Keyway Broaching" für eine einfache Erstellung von beliebigen Nuten sorgt und das Bearbeitungsergebnis durch die integrierte Kompensation der Werkzeugabdrängung verbessert. Der Zyklus "Maintenance Package i4.0" überwacht die Spannkräfte und wartet die Maschine durch eine bedarfsorientierte und automatisierte Schmierung.

Einkauf

Unsere Einkaufsaktivitäten umfassen alles, was wir zur Entwicklung und Herstellung unserer Innovationen benötigen. Die zentrale Aufgabe besteht darin, Bedarfe abzusichern und an der Erstellung wettbewerbsfähiger, innovativer Produkte und Optimierung von Kostenstrukturen mitzuwirken. Das Ziel ist: hohe Qualität und Expertise zum bestmöglichen Preis. Um das leisten zu können, braucht es starke Partner. Mit dem bewährten "DMG MORI Technologie Partner"-Programm haben wir im Berichtsjahr die Kooperationen mit unseren Lieferanten weiter ausgebaut. Darüber hinaus haben wir uns intern verstärkt digitalisiert. Erste Pilotprojekte mit neuen cloud-basierten IT-Lösungen, wie die Beschaffungsplattform SAP ARIBA, sind erfolgreich gestartet und werden nun sukzessive konzernweit ausgerollt.

Unsere Beschaffung ist global organisiert und in den wichtigen Märkten weltweit präsent. Dadurch ist gewährleistet, dass sowohl Produktionsmaterial und Sachinvestitionen als auch Dienstleistungen weltweit in der geforderten Qualität und zu bestmöglichen Konditionen beschafft werden können. Aufgrund der intensiven Vernetzung der einzelnen Beschaffungsorganisationen sind wir in der Lage, konzernweit Synergien auf den verschiedenen Beschaffungsmärkten zu erzielen. Drei Regionalbüros sorgen zudem dafür, dass zusätzliche Wachstumsmärkte ermittelt und lokale Lieferanten qualifiziert werden. So können für alle Produktionsstandorte Kostenvorteile realisiert werden.

Das Know-how der Lieferanten spielt für den technologischen Vorsprung sowie kundenorientierte und wettbewerbsfähige Produkte eine wichtige Rolle. Wir brauchen motivierte und verlässliche Lieferanten. Sie unterstützen uns, unsere Kunden zufrieden zu stellen. Die bestehenden Technologie-Partnerschaften haben wir im Berichtsjahr insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und DMG MORI Qualified Products (DMQP) gestärkt und weiterentwickelt. Bei den DMG MORI "TechDays" konnten wir gemeinsam mit unseren Technologiepartnern 37 Innovationsprojekte auf den Weg bringen, um globale Strategien sowie technologische Ausrichtungen noch enger aufeinander abzustimmen und kurzfristig umzusetzen.

Bei der neuen "MASTER"-Spindelgeneration haben wir den neuen Hochleistungs-Wälzlagerwerkstoff Vacrodur in Serie eingeführt, so dass eine Ausweitung der Gewährleistung auf 36 Monate ohne Stundenbegrenzung möglich wurde.

Das Programm "Product Cost Optimization" (PCO) wurde im Berichtsjahr eingeführt. Mit der Erstellung von "Clean sheets" werden kaufmännische und technische Aktivitäten zur Erreichung optimaler Bauteilkosten visualisiert. Ziel von PCO ist - durch die frühe Einbindung von Lieferanten - die Materialkostenziele schneller zu erreichen und gleichzeitig die Qualität aus Markt- und Kundensicht zu verbessern.

Wir leben Digitalisierung. Das beginnt bereits beim Einkauf -nur so kann eine durchgängige Vernetzung erreicht werden. Im Berichtsjahr lag der Fokus auf der Optimierung und Standardisierung von Prozessen im Einkauf: größtmögliche Transparenz sowie ein hoher Grad an Abstimmung und Vernetzung im Konzern. Im nächsten Schritt werden wir den Fokus verstärkt auf die Schnittstelle zu unseren Lieferanten legen. Unser Ziel ist die komplette Digitalisierung der Lieferkette, um unsere Versorgung noch besser abzusichern und konzernweite Synergien zu nutzen. Durch das globale Materialgruppenmanagement gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED profitieren beide Unternehmen von besseren Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen übergreifenden Projekten resultieren.

Nachhaltigkeit ist Pflicht. Das gilt auch für den Einkauf. Die weltweite Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards ist bereits Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten. Mit der neuen Beschaffungsplattform legen wir den Grundstein, künftig die Transparenz entlang der Lieferkette zu erhöhen und damit Lieferanten gemäß ihrer Nachhaltigkeitsleistung bewerten und auswählen zu können. Weitere Details zum Partner- und Lieferantenmanagement stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2018 auf Seite 26 f.

Produktion und Logistik

Der Bereich Produktion und Logistik hat eine effiziente Fertigung, Montage und Auslieferung unserer Maschinen zum Ziel. Dabei sind die Einhaltung unserer strengen Qualitätsstandards und eine hohe Liefertermintreue absolute Grundvoraussetzungen. Mit dem Projekt "TAKT" implementieren wir systematisch unsere Produktionsstrategie und übertragen "Best in Class"-Lösungen auf alle Produktionswerke. Diese Maßnahmen steigern die Produktivität, reduzieren Durchlaufzeiten und beseitigen Verschwendungen. Dabei streben wir eine optimale Nutzung der Kapazitäten und eine nachhaltige Produktion an.

Im Produktionsumfeld kooperieren wir intensiv mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch unser integriertes Produktionsnetzwerk können wir die Transport- und Logistikkosten reduzieren und die Verfügbarkeit zum Mehrwert unserer Kunden steigern.

Die Software "DMG MORI Improve" ermöglicht Ideen und Verbesserungen werksübergreifend einzusehen, zu bewerten sowie schnell und einfach selbst einzuführen. Im Geschäftsjahr 2018 wurde zusätzlich zu den bereits integrierten Themen "Ideenmanagement" und "KVP" (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) der Bereich "Produktinnovationen" aufgenommen. Damit können konzernweit produkt- und prozessbezogene Innovationen gesammelt, administriert und bewertet werden.

Zudem treiben wir aktiv die Digitalisierung unserer internen Prozesse und die Integration von ADDITIVE MANUFACTURING in unsere eigene Wertschöpfungskette voran. Unsere Komponentenstrategie sieht die Stärkung unserer Kernkompetenzen vor: Durch die Eigenfertigung der DMG MORI Components können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und Abhängigkeiten von Zulieferern reduzieren.

In unserer "First Quality"-Strategie bündeln wir unsere weltweit genutzten Qualitätsprozesse. Das Ziel: 100 % zufriedene Kunden. Die stetige Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems sowie der Einsatz von zukunftsweisenden digitalen Systemen sind nach wie vor der Schlüssel für höchste Produkt- und Prozessqualität. Weitere Details stehen im Nachhaltigkeitsbericht im Kapitel "Produktqualität und -Sicherheit" auf Seite 16 f.

Im Geschäftsbereich Fräsen hat die DECKEL MAHO Pfronten GmbH einen digitalen Produktionsrundgang eingeführt. Das hierfür entwickelte digitale Projektcockpit, das alle relevanten Informationen zu den in der Montage befindlichen Aufträgen enthält, führt zu einer höheren Transparenz und Prozessstabilität. Die mechanische Fertigung und Anwendungstechnik haben wir mit der Wartungs- bzw. Instandhaltungssoftware von WERKBLiQ digitalisiert.

Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir mit "Digital Monitoring" den gesamten heterogenen Maschinenpark vernetzt. Dadurch erreichen wir vollkommene Transparenz über die Maschinenzustände - in Echtzeit. Zudem haben wir den Montagebereich für Automatisierungslösungen optimiert und erweitert.

Im Geschäftsbereich Drehen hat die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH bei einem Pilotprojekt die Ladungsträger und Halleninfrastruktur mit RFID-Technik ausgerüstet. Mit Hilfe von automatisierten Online-Buchungen wird zukünftig in Echtzeit die Verfügbarkeit der Ladungsträger entlang der Liefer- und Bereitstellungskette gewährleistet. Zudem haben wir - basierend auf dem japanischen Prinzip - ein "Production-Dojo" mit dem Ziel der stetigen Verbesserung des Wertschöpfungsprozesses eingerichtet. Dabei untersuchen wir eine Maschine detailliert auf Optimierungspotenziale in der Montage, leiten Verbesserungsmaßnahmen ab und setzen diese konsequent um.

Bei der GILDEMEISTER Italiana S.p.A. in Bergamo (Italien) haben wir die neue MULTISPRINT-Montagelinie implementiert. Insgesamt konnte die Effizienz und Produktivität im Montagebereich aufgrund von Umstrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen gesteigert werden.

Mit einem Grand Opening haben wir FAMOT in Pleszew (Polen) als digitales Produktionswerk präsentiert. Erstmals haben wir alle Wertschöpfungsebenen durchgängig digitalisiert - und damit einen Meilenstein der Digitalisierung gelegt: vom Auftragseingang bis zum Instandhaltungsmanagement und von der ganzheitlichen Produktionsplanung bis zur hauseigenen MDE- / BDE-Software sind sämtliche Prozesse und Bereiche transparent vernetzt. Kernelement der digitalen Fabrik bei FAMOT ist der offene Manufacturing-Service-Bus von ISTOS, der die Integration verschiedener werkspezifischer Applikationen ermöglicht. So konnten wir unsere Prozesse noch effizienter, schneller und sicherer machen. Insgesamt haben wir den gesamten Standort umfassend modernisiert und die Montage-, Fertigungs- sowie Logistikkapazitäten deutlich erweitert.

Bei Ulyanovsk Machine Tools ooo (Russland) konnten wir den Lokalisierungsanteil auf über 30 % steigern. Damit beziehen wir bereits rund 500 Teile und Komponenten von lokalen Herstellern.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Nach einem schwungvollen Start in das Jahr 2018 hat die Weltkonjunktur im Laufe des Jahres zunehmend an Dynamik verloren. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel verlief die Weltwirtschaft aufgrund der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr mit +3,7 % auf Vorjahresniveau.

In Deutschland lag das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit +1,5 % unter dem Vorjahr (+2,2 %). Auch im Euroraum war die wirtschaftliche Entwicklung mit +1,9 % geringer als im Vorjahr (+2,5 %). Nahezu alle größeren Volkswirtschaften verzeichneten eine rückläufig konjunkturelle Dynamik, insbesondere Italien mit +1,0 % (Vorjahr: +1,6 %) und Großbritannien mit +1,3 % (Vorjahr: +1,7 %). Die Wirtschaft in Russland war mit einem Wachstum von +1,6 % weiterhin stabil (Vorjahr: +1,5 %).

Sowohl in Asien als auch in China lag das Wachstum des BIP mit +6,6 % ungefähr auf Vorjahresniveau (Vorjahr: Asien +6,5 %, China +6,8 %). Indien verzeichnete mit +7,7 % einen weiteren Zuwachs (Vorjahr: +6,7 %). In Japan hat die Konjunktur dagegen im Laufe des Jahres an Dynamik verloren. Das BIP stieg lediglich um +0,8 % (Vorjahr: +1,9 %).

Die Konjunktur in den USA wuchs weiterhin. Das BIP nahm im Gesamtjahr um +2,9 % zu (Vorjahr: +2,2 %). In Lateinamerika nahm das Wachstum auf +0,6 % ab (Vorjahr: +1,1 %).

Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Der Euro stieg im Jahr 2018 gegenüber dem Renminbi und Rubel, gegenüber dem US-Dollar und Yen verlor er an Wert.

Entwicklung der Werkzeugmaschinenindustrie

INTERNATIONALE ENTWICKLUNG

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen verlief nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics im Jahr 2018 insgesamt positiv. Der Weltverbrauch stieg um +8,5 % (April-Prognose: 5,9 %). In diesen vorläufigen Werten blieben jedoch Währungseffekte und mögliche Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheiten unberücksichtigt. Bereinigt um Währungseffekte stieg der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch auf Euro-Basis um +5,2 % auf 75,1 MRD € und zeigte damit erste Tendenzen einer abnehmenden Dynamik (April-Prognose: +6,1 %).

In Europa nahm die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen mit +11,5 % deutlich zu (Vorjahr: +8,2 %). Asien verzeichnete lediglich einen Anstieg von +1,4 % (Vorjahr: +4,2 %). In Nord- und Südamerika war die Entwicklung mit +6,4 % erneut sehr positiv (Vorjahr: 7,5 %).

Im weltweit größten Markt China reduzierte sich der Werkzeugmaschinenverbrauch um -1,1 % auf 22,9 MRD € (Vorjahr: 23,2 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 8,9 MRD € verzeichnete mit +12,3 % ein zweistelliges Wachstum (Vorjahr: 7,9 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland stieg der Verbrauch deutlich mit +15,0 % auf 6,9 MRD € (Vorjahr: 5,9 MRD €). Japans Verbrauch nahm nach einem Rückgang im vergangenen Jahr mit +11,3 % wieder zu und belegte mit 5,4 MRD € weltweit Rang vier (Vorjahr: 4,8 MRD €). Italien lag mit einem starken Wachstum von +25,9 % auf 4,6 MRD € (Vorjahr: 3,7 MRD €) als fünftstärkster Markt vor Südkorea mit 3,0 MRD € (Vorjahr: 3,4 MRD €). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen in Summe wie im Vorjahr für rund 80 % des Weltwerkzeugmaschinenverbrauchs.

Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 75,1 MRD € (Vorjahr: 71,5 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2018 blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 17,4 MRD € (Vorjahr: 17,9 MRD €). Deutschland mit 12,7 MRD € (Vorjahr: 11,8 MRD €) und Japan mit 12,4 MRD € (Vorjahr 11,4 MRD €) folgen auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen insgesamt für über 90 % aller Werkzeugmaschinen weltweit (Vorjahr: 90 %).

DEUTSCHE WERKZEUGMASCHINENINDUSTRIE

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie entwickelte sich 2018 wie folgt: Mit 17,4 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland nur noch um +1,0 % über dem Niveau des Vorjahres (17,2 MRD €). Die Inlandsnachfrage erhöhte sich um +5,0 % (Vorjahr: +10,1 %). Die Nachfrage aus dem Ausland dagegen stagnierte (Vorjahr: +7,0 %). Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen blieb konstant auf Vorjahresniveau. Die spanenden Aufträge aus dem Inland stiegen um +3,0 %, im Ausland dagegen fielen sie um -2,0 %. Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um +7,0 % (Vorjahr: +6,0 %). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt.

Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +7,0 % (Vorjahr: +5,0 %). Die Produktion erreichte ein Volumen von 15,6 MRD € und lag damit +7,0 % über dem Vorjahresniveau (14,6 MRD €).

Maschinen im Wert von 10,6 MRD € wurden exportiert (+3,5 %; Vorjahr: 10,2 MRD €). Die Exportquote fiel um knapp drei Prozentpunkte auf 67,4 %. Wichtigster Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit 2,3 MRD € (Vorjahr: 2,2 MRD €). Dies entspricht 22 % der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 21 %).

Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,3 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 12,3 %). Italien war mit 0,6 MRD und einem Exportanteil von 5,6 % der drittwichtigste Exportmarkt gefolgt von Polen. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um +10,7 % auf 3,9 MRD € (Vorjahr: 3,6 MRD €). Mit einem Importanteil von knapp 30 % kam beinahe jede dritte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (11 %) und Italien (8 %).

Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör stieg um +13,8 % auf 9,0 MRD € an. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um mehr als 2 Prozentpunkte gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 93,9 % (Vorjahr: 91,6 %).

Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen stieg im Jahresdurchschnitt insgesamt auf rund 73.550 (Vorjahr: 70.937).

Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Februar 2019 befand sich die deutsche Wirtschaft in einem Abschwung. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) verschlechterte sich das Geschäftsklima merklich.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Auftragseingang

Der Auftragseingang stieg auf 2.975,6 MIO € und konnte nach dem Rekordwert des Vorjahres (2.754,8 MIO €) mit +8 % noch einmal gesteigert werden. Damit erzielten wir beim Auftragseingang das bisher beste Geschäftsjahr. Im vierten Quartal lagen die Bestellungen bei 705,0 MIO € (Vorjahr: 666,2 MIO €).

Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 1.582,3 MIO € (Vorjahr: 1.575,9 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 1.393,1 MIO € (Vorjahr: 1.178,6 MIO €). Davon entfielen 1.236,1 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.078,8 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft, das um +11 % auf 708,7 MIO € gestiegen ist und neben den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) auch Vertriebsprovisionen umfasst (Vorjahr: 636,0 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED betrugen 527,3 MIO € (Vorjahr: 442,8 MIO €).

Die Aufträge aus dem Inland nahmen um + 7 % auf 882,6 MIO € zu (Vorjahr: 825,7 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 2.093,0 MIO € (+ 8 %; Vorjahr: 1.929,1 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil wie im Vorjahr bei 70 %.

Die Erhöhung der Auftragseingänge sowohl im Inland als auch Ausland ist auf hohe Nachfrage in den einzelnen Märkten zurückzuführen. Mit 7.715 verkauften Maschinen lagen die Bestellungen über dem Vorjahr (7.604). Die Absatzpreise wurden über das gesamte Produktprogramm leicht angehoben.

B.01 | AUFTRAGSEINGANG NACH SEGMENTEN

in MIO €

B.02 | AUFTRAGSEINGANG NACH REGIONEN

Umsatz

Der Umsatz stieg mit 2.655,1 MIO € auf einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Er erhöhte sich um 306,6 MIO € bzw. + 13 % im Vergleich zum Vorjahr (2.348,5 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 105,1 MIO € bzw. + 15 % auf 797,4 MIO € (Vorjahr: 692,3 MIO €).

Das Segment "Werkzeugmaschinen" entwickelte sich erneut positiv mit einer Umsatzsteigerung von 164,8 MIO € bzw. 13 % auf 1.454,2 MIO € (Vorjahr: 1.289,4 MIO €). Im vierten Quartal nahm der Umsatz auf 461,9 MIO € zu (+23 %; Vorjahr: 376,7 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr um 141,9 MIO € auf 1.200,7 MIO € (+13 %; Vorjahr: 1.058,8 MIO €). Im Bereich Services stieg der Umsatz um 91,0 MIO € auf 1.098,6 MIO € (+9 %; Vorjahr: 1.007,6 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft belief sich auf 539,4 MIO € (Vorjahr: 520,4 MIO €). Auf den Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED entfielen 559,3 MIO € (Vorjahr: 487,2 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Umsatz bei den "Industriellen Dienstleistungen" auf 335,4 MIO € (Vorjahr: 315,5 MIO €).

Der Anstieg bei den Werkzeugmaschinen ist auf eine Erweiterung der Produktionskapazitäten, durchgeführte Preiserhöhungen und den guten Auftragseingang im Geschäftsjahr 2018 zurückzuführen. Im Bereich des originären Services wirkte sich u. a. das "Customer First"-Programm positiv auf die Umsatzentwicklung aus.

Die Auslandsumsätze erhöhten sich um +12 % auf 1.833,6 MIO €. Die Inlandsumsätze stiegen um +15 % auf 821,5 MIO €. Die Exportquote betrug 69 % (Vorjahr: 70 %). In der Region Asien erhöhte sich der Umsatz aufgrund der im Geschäftsjahr 2017 durchgeführten Neuausrichtung unserer Vertriebs- und Servicestruktur.

B.03 | UMSATZ NACH SEGMENTEN

in MIO €

B.04 | UMSATZ NACH REGIONEN

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2018 im Konzern 1.609,9 MIO € (31.12.2017: 1.309,1 MIO €). Der Inlandsbestand erhöhte sich auf 515,7 MIO € (31.12.2017: 454,6 MIO €). Der Auslandsbestand stieg um 239,7 MIO € auf 1.094,2 MIO € (31.12.2017: 854.5 MIO €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 68 % auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 65 %).

In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand unterschiedlich: Bei den "Werkzeugmaschinen" lag er bei 901,3 MIO € (31.12.2017: 773,2 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2018 einen Auftragsbestand von insgesamt 708,6 MIO € (31.12.2017: 535,9 MIO €). Davon entfielen 601,2 MIO € auf den Bereich Services (31.12.2017: 473.6 MIO €).

Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa 7 Monaten (Vorjahr: etwa 6 Monate) - eine gute Grundauslastung für das laufende Geschäftsjahr. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf.

Ertragslage

Die Ertragslage von DMG MORI entwickelte sich im Geschäftsjahr 2018 positiv: Das EBITDA verbesserte sich um +11 % auf 280,8 MIO € (Vorjahr: 252,9 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um +21 % auf 217,1 MIO € (Vorjahr: 180,1 MIO €). Die EBIT-Marge lag mit 8,2 % über dem Vorjahresniveau (7,7 %). Das EBT stieg um +22 % auf 214,8 MIO € (Vorjahr: 176,4 MIO €). Der Konzern weist zum 31. Dezember 2018 ein EAT von 149,5 MIO € aus (Vorjahr: 118,4 MIO €).

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden erläutert: Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 2.667,9 MIO €. Sie lag damit um 300,0 MIO € bzw. +13 % über dem Wert des Vorjahres (2.367,9 MIO €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den um 306,6 MIO € bzw. 13 % erhöhten Umsatzerlösen (Vorjahr: 2.348,5 MIO €) und einer Bestandsveränderung von +6,5 MIO € (Vorjahr: +11,7 MIO €), die sich insbesondere aus einem Aufbau von unfertigen Erzeugnissen ergibt.

Die Materialaufwendungen erhöhten sich um 216,5 MIO € auf 1.480,1 MIO € (Vorjahr: 1.263,6 MIO €) und stiegen im Wesentlichen aufgrund der höheren Umsatzerlöse. Die Materialquote lag bei 55,5 % (Vorjahr: 53,4 %). Dieser Anstieg resultiert insbesondere aus einem geänderten Produkt- und Ländermix sowie erhöhten Kosten auf der Beschaffungsseite.

B.05 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Umsatzerlöse 2.655,1 99,5 % 2.348,5 99,2 % 306,6 13,1 %
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6,5 0,3 % 11,7 0,5 % -5,2 44,4 %
Aktivierte Eigenleistungen 6,3 0,2 % 7,7 0,3 % -1,4 18,2 %
Gesamtleistung 2.667,9 100,0 % 2.367,9 100,0 % 300,0 12,7 %
Materialaufwendungen -1.480,1 -55,5 % -1.263,6 -53,4 % -216,5 17,1 %
Rohertrag 1.187,8 44,5 % 1.104,3 46,6 % 83,5 7,6 %
Personalaufwendungen -595,9 -22,3 % -550,7 -23,3 % -45,2 8,2 %
Übrige Aufwendungen und Erträge -311,1 -11,7 % -300,7 -12,6 % -10,4 3,5 %
EBITDA 280,8 10,5 % 252,9 10,7 % 27,9 11,0 %
Abschreibungen -63,7 -2,4 % -72,8 -3,1 % 9,1 12,5 %
EBIT 217,1 8,1 % 180,1 7,6 % 37,0 20,5 %
Finanzergebnis -5,7 -0,1 % -5,2 -0,2 % -0,5 9,6 %
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 3,4 0,1 % 1,5 0,1 % 1,9 126,7 %
EBT 214,8 8,1 % 176,4 7,5 % 38,4 21,8 %
Ertragsteuern -65,3 -2,5 % -58,0 -2,5 % -7,3 12,6 %
EAT 149,5 5,6 % 118,4 5,0 % 31,1 26,3 %

Der Rohertrag erhöhte sich auf 1.187,8 MIO € (Vorjahr: 1.104,3 MIO €). Die Personalquote reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung auf 22,3 % (Vorjahr: 23,3 %). Die Personalaufwendungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahl und Tarifsteigerungen auf 595,9 MIO € (Vorjahr: 550,7 MIO €). Die Anzahl der Mitarbeiter stieg um 402 auf 7.503 und erhöhte sich insbesondere im Service sowie aufgrund von Neueinstellungen bei FAMOT und des Ausbaus der strategischen Zukunftsfelder.

Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen betrug -311,1 MIO € (Vorjahr: -300,7 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich auf 74,2 MIO € (Vorjahr: 81,1 MIO €). Sie beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von 14,0 MIO € (Vorjahr: 10,3 MIO €) und Währungsgewinne in Höhe von 35,3 MIO € (Vorjahr: 30,4 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen. Im Geschäftsjahr 2018 entstand saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von 3,5 MIO € (Vorjahr: -0,7 MIO €). Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung verbesserte sich auf 14,5 % (Vorjahr: 16,1 %). Bei einer gestiegenen Gesamtleistung (+13 %) erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nur leicht um 3,5 MIO € auf 385,3 MIO € (+1 %; Vorjahr: 381,8 MIO €). Die umsatzabhängigen Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen stiegen um 3,8 MIO € auf 58,2 MIO €, für Reise- und Repräsentationsaufwendungen um 2,5 MIO € auf 40,3 MIO €, für sonstige fremde Dienste um 3,1 MIO € auf 35,5 MIO € sowie für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter um 3,9 MIO € auf 29,5 MIO €. Gegenläufig konnten Einsparungen bei den Aufwendungen für Ausstellungen und Messen von 12,1 MIO € und den Beratungsaufwendungen von 4,4 MIO € realisiert werden.

Die Abschreibungen betrugen 63,7 MIO € (Vorjahr: 72,8 MIO €). Darin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 5,7 MIO € (Vorjahr: 14,6 MIO €), die wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Gebäude und technische Anlagen entfallen. Ohne Berücksichtigung der Effekte aus den Wertminderungen betrugen die Abschreibungen 58,0 MIO € (Vorjahr: 58,2 MIO €).

Das Finanzergebnis lag bei -5,7 MIO € (Vorjahr: -5,2 MIO €). Dazu trugen höhere Zinserträge (4,5 MIO €; Vorjahr: 3,8 MIO €) sowie gestiegene Zinsaufwendungen bei (10,2 MIO €; Vorjahr: 9,0 MIO €). Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen erhöhte sich auf 3,4 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €).

Der Steueraufwand betrug 65,3 MIO € (Vorjahr: 58,0 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 30,4 % (Vorjahr: 32,9 %). Weitere Erläuterungen stehen im Konzernanhang auf Seite 120.

Finanzlage

Die Finanzlage entwickelte sich im Berichtsjahr positiv: Der Free Cashflow verbesserte sich auf 154,2 MIO € (Vorjahr: 142,4 MIO €) und erreichte damit einen Rekordwert.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) stieg auf 230,4 MIO € (Vorjahr: 171,7 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 214,8 MIO € (Vorjahr: 176,4 MIO €) und die Abschreibungen von 63,7 MIO € bei (Vorjahr: 72,8 MIO €). Der deutliche Anstieg der erhaltenen Anzahlungen um 52,4 MIO € und der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 10,3 MIO € sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 25,6 MIO € verbesserten den Cashflow. Der Anstieg der Vorräte um 77,7 MIO € reduzierten den Cashflow. Die Auszahlungen für Ertragsteuern (51,1 MIO €) und Zinsen (9,2 MIO €) verminderten den Cashflow.

B.06 | CASHFLOW

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in MIO € 2018 2017
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 230,4 171,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -315,1 -9,7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -123,5 -190,7
Veränderung Zahlungsmittel -210,7 -33,3
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 363,4 396,7
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 152,7 363,4

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -315,1 MIO € (Vorjahr: -9,7 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 60,8 MIO € (Vorjahr: 29,7 MIO €) und für Immaterielle Vermögenswerte 21,1 MIO € (Vorjahr: 10,0 MIO €). Aus dem Kauf von Finanzanlagevermögen ergaben sich in Summe Auszahlungen in Höhe von 10,3 MIO € (Vorjahr: 25,9 MIO €), die im Wesentlichen aus dem Kauf der Anteile an INTECH, Bangalore (Indien), resultieren. Einzahlungen ergaben sich in Höhe von 21,4 MIO € insbesondere aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA im Dezember 2017. Unter dem Cashflow aus Investitionstätigkeit wird auch die Auszahlung für die Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI GmbH von 250,0 MIO € (Vorjahr: 0,0 MIO €) ausgewiesen.

Der Free Cashflow erreichte mit 154,2 MIO € (Vorjahr: 142,4 MIO €) den bisher höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte. Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Dabei bleiben Aus- und Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen (-1,5 MIO €; Vorjahr: 21,4 MIO €) und mit dem Finanzanlagevermögen (12,6 MIO €; Vorjahr: -1,8 MIO €) sowie die Auszahlung der Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI GmbH (250,0 MIO €; Vorjahr: 0,0 MIO €) unberücksichtigt.

B.07 | FREE CASHFLOW

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in MIO € 2018 2017
Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 230,4 171,7
Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit -76,2 -29,3
Free Cashflow 154,2 142,4

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -123,5 MIO € (Vorjahr: -190,7 MIO €). Der Cashflow ergab sich aus der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Jahr 2017 in Höhe von 89,9 MIO € (Vorjahr: 41,1 MIO €) sowie der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 37,7 MIO € (Vorjahr: 6,2 MIO €). Im Vorjahr ergab sich der Cashflow im Wesentlichen aus der Kaufpreiszahlung für den Erwerb der Anteile an der DMG MORI Europe AG (140,4 MIO €) und der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Jahr 2016 (41,1 MIO €).

Aus der Veränderung der Cashflows resultierte zum 31. Dezember 2018 ein Bestand an flüssigen Mitteln von 152,7 MIO € (Vorjahr: 363,4 MIO €). Damit verfügte DMG MORI zum Jahresende über eine ausreichende Liquidität. Zum 31. Dezember 2018 ergab sich ein Finanzmittelüberschuss von 152,7 MIO € (Vorjahr: 316,9 MIO €).

DMG MORI deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrug im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 802,4 MIO € (Vorjahr: 849,2 MIO €). Wesentliche Bestandteile waren die im Februar 2016 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie zu verbesserten Konditionen in Höhe von 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis zum Februar 2021. Diese besteht aus einer Bartranche von 200,0 MIO € sowie einer Aval-tranche über 300,0 MIO €, weiteren Avallinien von 129,0 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 167,5 MIO €. Im Januar 2018 wurde die Laufzeit der syndizierten Kreditlinie bis zum Februar 2022 verlängert. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2018 nicht in Anspruch genommen. Daneben haben wir einige kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen an einzelne Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 5,9 MIO € (Vorjahr: 43,1 MIO €).

Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen.

Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können.

Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde zum 31. Dezember 2018 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch außerbilanzielle Operating-Leasing-Verträge. Die Summe der künftigen Verpflichtungen aus den Operating-Leasing-Verträgen beträgt 66,8 MIO € (Vorjahr: 53,0 MIO €).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2018 um 199,2 MIO € auf 2.440,5 MIO € (Vorjahr: 2.241,3 MIO €). Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote bei 49,1 % (Vorjahr: 52,0 %).

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 8,5 MIO € bzw. 1,3 % auf 686,5 MIO € (Vorjahr: 678,0 MIO €). Die Sachanlagen reduzierten sich um 5,1 MIO € auf 434,9 MIO € (Vorjahr: 440,0 MIO €). Die Immateriellen Vermögenswerte lagen bei 190,3 MIO € (Vorjahr: 190,7 MIO €). Die Finanzanlagen erhöhten sich um 14,0 MIO € auf 61,3 MIO € (Vorjahr: 47,3 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Kauf der Anteile an INTECH und dem Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen. Eine Erläuterung der wesentlichen Investitionen erfolgt im Kapitel "Investitionen" auf Seite 50.

Die langfristig gebundenen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 12,6 MIO € auf 71,6 MIO € (Vorjahr: 59,0 MIO €). Dabei erhöhten sich die latenten Steuern auf 55,6 MIO € (Vorjahr: 49,9 MIO €).

Die Vorräte erhöhten sich planmäßig um 14,2 % bzw. 77,7 MIO € auf 625,4 MIO € (Vorjahr: 547,7 MIO €). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) erhöhte sich um 75,1 MIO € auf 282,9 MIO € (Vorjahr: 207,8 MIO €) und die unfertigen Erzeugnisse nahmen um 19,1 MIO € auf 164,1 MIO € zu (Vorjahr: 145,0 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus einer Sicherstellung der Materialversorgung und Vorleistungen für den geplanten Umsatz im ersten Quartal 2019. Der Bestand der fertigen Erzeugnisse reduzierte sich im Wesentlichen aufgrund der Umsatzerlöse im vierten Quartal 2018 und einem aktiven Bestandsmanagements auf 167,4 MIO € (Vorjahr: 181,9 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte lag bei 4,2 (Vorjahr: 4,3). Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme betrug 25,6 % (Vorjahr: 24,4 %).

Die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 52,4 % bzw. 311,1 MIO € auf 904,3 MIO € (Vorjahr: 593,2 MIO €). Trotz eines Umsatzanstiegs konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch unser konsequentes Forderungsmanagement auf 227,0 MIO € reduziert werden (Vorjahr: 237,8 MIO €). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 273,7 MIO € auf 480,7 MIO € (Vorjahr: 207,0 MIO €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Darlehensvergabe in 2018 an die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 250,0 MIO €. Die Sonstigen Vermögenswerte betrugen 141,5 MIO € (Vorjahr: 130,9 MIO €).

Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 152,7 MIO € (Vorjahr: 363,4 MIO €), das entspricht einem Anteil von 6,3 % an der Bilanzsumme (Vorjahr: 16,2 %).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 33,1 MIO € bzw. 2,8 % auf 1.197,7 MIO € (Vorjahr: 1.164,6 MIO €). Die Eigenkapitalquote erreichte bei einer gestiegenen Bilanzsumme 49,1 % (Vorjahr: 52,0 %). Wie zum Vorjahreszeitpunkt, haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing.

B.08 | BILANZ VON DMG MORI

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in MIO € 31.12.2018 31.12.2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 758,1 31,1 % 737,0 32,9 % 21,1 2,9 %
Anlagevermögen 686,5 28,1 % 678,0 30,3 % 8,5 1,3 %
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 71,6 3,0 % 59,0 2,6 % 12,6 21,4 %
Kurzfristig gebundenes Vermögen 1.682,4 68,9 % 1.504,3 67,1 % 178,1 11,8 %
Vorräte 625,4 25,6 % 547,7 24,4 % 77,7 14,2 %
Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 904,3 37,0 % 593,2 26,5 % 311,1 52,4 %
Flüssige Mittel 152,7 6,3 % 363,4 16,2 % -210,7 58,0 %
Bilanzsumme 2.440,5 100,0 % 2.241,3 100,0 % 199,2 8,9 %
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 1.308,9 53,6 % 1.302,6 58,1 % 6,3 0,5 %
Eigenkapital 1.197,7 49,1 % 1.164,6 52,0 % 33,1 2,8 %
Fremdkapital 111,2 4,5 % 138,0 6,1 % -26,8 19,4 %
Langfristige Rückstellungen 96,0 3,9 % 87,8 3,9 % 8,2 9,3 %
Langfristige Verbindlichkeiten 15,2 0,6 % 50,2 2,2 % -35,0 69,7 %
Kurzfristige Finanzierungsmittel 1.131,6 46,4 % 938,7 41,9 % 192,9 20,5 %
Kurzfristige Rückstellungen 227,1 9,3 % 198,4 8,9 % 28,7 14,5 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten 904,5 37,1 % 740,3 33,0 % 164,2 22,2 %
Bilanzsumme 2.440,5 100,0 % 2.241,3 100,0 % 199,2 8,9 %

Das langfristige Fremdkapital verminderte sich um 26,8 MIO € auf 111,2 MIO € (Vorjahr: 138,0 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 4,5 % (Vorjahr: 6,1 %). Dabei nahmen die langfristigen Rückstellungen um 8,2 MIO € auf 96,0 MIO € zu. Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich insbesondere durch die vollständige Rückführung der Finanzverbindlichkeiten um 35,0 MIO € auf 15,2 MIO €. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrafen mit 2,5 MIO € (Vorjahr: 1,8 MIO €) passive latente Steuern. Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, erhöhten sich im Berichtsjahr um 6,3 MIO € bzw. 0,5 % auf 1.308,9 MIO €.

Die kurzfristigen Finanzierungsmittel erhöhten sich auf 1.131,6 MIO € (Vorjahr: 938,7 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung auf 227,1 MIO € (Vorjahr: 198,4 MIO €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten des Vorjahres (11,5 MIO €) wurden vollständig zurückgeführt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen auf Grund der gestiegenen Gesamtleistung um 25,6 MIO € auf 195,4 MIO € zu (Vorjahr: 169,8 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich bei einem gestiegenen Auftragseingang um 52,4 MIO € auf 342,6 MIO € (Vorjahr: 290,2 MIO €). Die Anzahlungsquote erreichte mit 21,3 % wie im Vorjahr ein hohes Niveau (Vorjahr: 22.2 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um 29,5 MIO € auf 236,6 MIO € (Vorjahr: 207,1 MIO €) und ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH zurückzuführen (2018: 99.3 MIO €; 2017: 89,9 MIO €). Dieser Sachverhalt innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen wird bei Zahlung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt DMG MORI auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Diese betreffen im Wesentlichen bestimmte geleaste oder gemietete Güter (Operating-Leasing). Im Rahmen außer-bilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzen wir Factoring-Programme. Von besonderer Bedeutung sind zudem unsere langjährigen, guten und vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten. Sie ermöglichen einen direkten Zugang zu den für uns relevanten Märkten und machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen.

Die Erstanwendung der neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 9 "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum 1. Januar 2018 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Erläuterungen zu den Auswirkungen der Erstanwendung auf den Konzernabschluss stehen im Konzernanhang auf Seite 94 ff.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 81,9 MIO € (Vorjahr: 39,7 MIO €). Damit liegt das Investitionsvolumen wieder auf dem Niveau der früheren Geschäftsjahre. Dieser nun planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten, die Stärkung der Digitalisierung sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zurückzuführen: Zur Harmonisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen haben wir die Einführung eines neuen globalen ERP-Systems gestartet.

Mit einem Grand Opening am 8. Oktober bei FAMOT in Pleszew haben wir eine 7.000 m2 große Montagehalle eröffnet und erstmals ein über die gesamte Wertschöpfungskette digitalisiertes Produktionswerk vorgestellt. Bis Mitte 2019 vergrößern wir bei FAMOT insbesondere die Bereiche Montage, Fertigung und Logistik um insgesamt 22.000 m2 . In Pfronten haben wir mit der Erweiterung unseres Produktionsstandortes begonnen. Bis 2021 werden wir bei DECKEL MAHO Pfronten ein hochmodernes Technologie- und Solution Center errichten sowie die Montage und den Logistikbereich ausbauen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Finance Lease beliefen sich auf 63,7 MIO € (Vorjahr: 72,8 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 11,1 MIO € (Vorjahr: 8,1 MIO €). Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 8,8 MIO € und resultierte im Wesentlichen aus der Beteiligung von 30 % an INTECH. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 90,7 MIO € (Vorjahr: 41,8 MIO €).

Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Kurzform)

Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 170,9 MIO € bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben (Vorjahr: 152,9 MIO €).

B.09 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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in MIO € 2018 2017
Umsatzerlöse 14,4 16,0
Sonstige betriebliche Erträge 20,5 20,7
Übrige Aufwendungen -65,9 -69,1
Erträge aus Finanzanlagen 170,9 152,9
Finanzergebnis 3,1 4,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag -43,7 -35,2
Ergebnis nach Steuern 99,3 89,9
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -99,3 -89,9
Jahresergebnis 0 0
Gewinnvortrag 0 1,5
Einstellung in die Gewinnrücklagen 0 1,5
Bilanzgewinn 0 0

Die übrigen Aufwendungen verminderten sich auf 65,9 MIO € (Vorjahr: 69,1 MIO €). Die Veränderung ergibt sich insbesondere bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich auf 37,6 MIO € reduzierten (Vorjahr: 41,1 MIO €) und im Wesentlichen aus Einsparungen bei den Beratungsaufwendungen in Höhe von 1,6 MIO € resultieren.

Das Finanzergebnis lag bei 3,1 MIO € (Vorjahr: 4,6 MIO €). Der Steueraufwand betrug 43,7 MIO € (Vorjahr: 35,2 MIO €). Die Steuern von Einkommen und Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft belasteten Steuern der DMG MORI GmbH. Gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,3 MIO € an die DMG MORI GmbH abgeführt (Vorjahr: 89,9 MIO €).

Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich insgesamt um 98,3 MIO € auf 1.867,5 MIO € (Vorjahr: 1.769,2 MIO €). Das Anlagevermögen stieg auf 794,9 MIO € (Vorjahr: 758,7 MIO €). Innerhalb des Anlagevermögens erhöhten sich die Anteile an verbundenen Unternehmen auf 753,9 MIO € (Vorjahr: 638,2 MIO €).

Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva erhöhten sich auf 1.072,6 MIO € (Vorjahr: 1.010,5 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die auf 964,8 MIO € stiegen (Vorjahr: 714,1 MIO €). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus der zusätzlichen Darlehensvergabe an die DMG MORI GmbH (250,0 MIO €) sowie Forderungen aus Gewinnabführungsverträgen (170,9 MIO €). Die Zahlungsmittel sanken auf 80,3 MIO € (Vorjahr: 273,1 MIO €).

Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote bei 49,3 % (Vorjahr: 52,1 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 908,2 MIO € (Vorjahr: 805,0 MIO €). Darin ausgewiesen wird die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 99,3 MIO €, Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 43,7 MIO €, die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH belastetet werden, sowie Finanz- und Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen.

B.10 | BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

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in MIO € 2018 2017
Aktiva
Anlagevermögen 794,9 758,7
Anteile an verbundenen Unternehmen 753,9 638,2
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 79,0
Beteiligungen 6,7 6,7
Übriges Anlagevermögen 34,3 34,8
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 1.072,6 1.010,5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 964,8 714,1
Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 107,8 296,4
Bilanzsumme 1.867,5 1.769,2
Passiva
Eigenkapital 921,2 921,2
Rückstellungen 33,5 37,8
Verbindlichkeiten 912,8 810,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 908,2 805,0
Andere Verbindlichkeiten 4,6 5,2
Bilanzsumme 1.867,5 1.769,2

Segmentbericht

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

Werkzeugmaschinen

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. Unser Drehmaschinenangebot reicht von Universaldrehmaschinen über Drehfräszentren bis hin zum vertikalen und horizontalen Produktionsdrehen sowie Mehrspindeldrehautomaten. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst das Vertikal-, Horizontal- und 5-Achs-Fräsen. Unsere Universal-Dreh- und Fräsmaschinen der CLX- und CMX-Baureihe werden in unseren Werken FAMOT Pleszew Sp. Z o.o. und GRAZIANO Tortona S.r.l. gebaut. Bei der Ulyanovsk Machine Tools ooo produzieren wir lokal die Maschinen der ECOLINE-Baureihe - in Russland für Russland.

Der Geschäftsbereich Advanced Technologies wird von der SAUER GmbH und der REALIZER GmbH gebildet. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleifbearbeitung ULTRASONIC beinhaltet er die Technologie der Laserbearbeitung LASERTEC sowie den Bereich ADDITIVE MANUFACTURING. Die REALIZER GmbH ergänzt das Portfolio im ADDITIVE MANUFACTURING. Neben dem Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse bieten wir auch die Technologie des selektiven Laser-Schmelzens im Pulverbett.

Die DMG MORI Software Solutions GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Softwareentwicklung im Geschäftsbereich Digital Solutions. Die ISTOS GmbH ist das Bindeglied zwischen Maschinen- und Produktionsprozessen für eine offene, maschinenübergreifende Vernetzung zur digitalen Fabrik. Sie entwickelt spezifische Applikationen, wie das PRODUCTION PLANNING zur erweiterten Planung und Terminierung von Fertigungsaufträgen, für ein durchgängig digitalisiertes Wertschöpfungsnetzwerk. Gemeinsam mit der DMG MORI Software Solutions GmbH soll die ISTOS GmbH die Digitalisierung im Fertigungsbereich nachhaltig gestalten. WERKBLiQ bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Maschinenbetreiber sehen auf individuellen Dashboards alle wichtigen Informationen und Kennziffern. Der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess wird digitalisiert und beschleunigt. Die ADAMOS GmbH hat das Ziel, Know-how aus Maschinenbau, Produktion und Informationstechnik zu bündeln. Gemeinsam mit den Weltmarktführern Dürr, der Software AG, ZEISS und ASM PT etabliert DMG MORI die offene, herstellerunabhängige IoT-Plattform als globalen Branchenstandard -von Maschinenbauern für Maschinenbauer, ihre Zulieferer und Kunden. Seit September 2017 sind sechs weitere Partner hinzugekommen: Engel, Karl Mayer, Mahr, Weber, Oerlikon und Illig.

B.11 | SEGMENT-KENNZAHLEN DMG MORI

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang 2.975,6 2.754,8 220,8 8 %
Werkzeugmaschinen 1.582,3 1.575,9 6,4 0 %
Industrielle Dienstleistungen 1.393,1 1.178,6 214,5 18 %
Corporate Services 0,2 0,3 -0,1 -33 %
Umsatz 2.655,1 2.348,5 306,6 13 %
Werkzeugmaschinen 1.454,2 1.289,4 164,8 13 %
Industrielle Dienstleistungen 1.200,7 1.058,8 141,9 13 %
Corporate Services 0,2 0,3 -0,1 -33 %
EBIT 217,1 180,1 37,0 21 %
Werkzeugmaschinen 126,8 114,9 11,9 10 %
Industrielle Dienstleistungen 120,2 95,2 25,0 26 %
Corporate Services -29,8 -30,6 0,8 3 %

B.12 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang
Gesamt 1.582,3 1.575,9 6,4 0 %
Inland 487,2 450,2 37,0 8 %
Ausland 1.095,1 1.125,7 -30,6 -3 %
% Ausland 69 71
Umsatz
Gesamt 1.454,2 1.289,4 164,8 13 %
Inland 467,7 370,0 97,7 26 %
Ausland 986,5 919,4 67,1 7 %
% Ausland 68 71
Auftragsbestand *
Gesamt 901,3 773,2 128,1 17 %
Inland 212,9 193,4 19,5 10 %
Ausland 688,4 579,8 108,6 19 %
% Ausland 76 75
Investitionen 81,8 35,5 46,3 130 %
EBITDA 169,9 158,6 11,3 7 %
EBIT 126,8 114,9 11,9 10 %
EBT 125,2 112,1 13,1 12 %
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2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 4.120 3.875 245 6 %
davon Auszubildende 284 276 8 3 %

* Stichtag 31.12.

In unserem Zukunftsfeld Automatisierung setzen wir auf ganzheitliche Lösungen. Im Zuge der strategischen Neuausrichtung haben wir die Verantwortung für Automatisierungslösungen in die Produktionswerke verlagert. So können Schnittstellen zwischen Maschinen, Automatisierung und Steuerungen noch besser abgestimmt werden. Mit dem im November 2017 gegründeten Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH wollen wir die Entwicklung beschleunigen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, mit modular aufeinander abgestimmten Lösungen künftig insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen ein durchgängiges Automatisierungskonzept zu liefern.

Der Auftragseingang betrug 1.582,3 MIO € (Vorjahr: 1.575,9 MIO €). Im vierten Quartal lag der Auftragseingang bei 334,7 MIO € (Vorjahr: 332,0 MIO €). Die Aufträge aus dem Inland nahmen im Gesamtjahr um 8 % auf 487,2 MIO € zu (Vorjahr: 450,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen beliefen sich auf 1.095,1 MIO € (Vorjahr: 1.125,7 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 69 % (Vorjahr: 71 %). 53 % aller Bestellungen entfielen auf das Segment "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 57 %).

Der Umsatz stieg um 13 % auf 1.454,2 MIO € (Vorjahr: 1.289,4 MIO €). Im vierten Quartal erhöhte er sich auf 461,9 MIO € (+23 %; Vorjahr: 376,7 MIO €). Der Inlandsumsatz legte im Gesamtjahr um +26 % auf 467,7 MIO € zu (Vorjahr: 370,0 MIO €). Der Auslandsumsatz nahm um 7 % auf 986,5 MIO € zu (Vorjahr: 919,4 MIO €). Die Exportquote betrug 68 % (Vorjahr: 71 %). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 55 % am Umsatz.

Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2018 bei 901,3 MIO € (Vorjahr: 773,2 MIO €). Die Bestände aus dem Inland betrugen 212,9 MIO € (Vorjahr: 193,4 MIO €). Die Auslandsaufträge hatten mit 688,4 MIO € einen Anteil von 76 % (Vorjahr: 75 %).

Das EBITDA erreichte 169,9 MIO € (Vorjahr: 158,6 MIO €). Das EBIT lag bei 126,8 MIO € (Vorjahr: 114,9 MIO €). Das EBT betrug 125,2 MIO € (Vorjahr: 112,1 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 73,0 MIO € (Vorjahr: 33,4 MIO €). Damit liegt das Investitionsvolumen wieder wie geplant auf dem Niveau der vorigen Geschäftsjahre. Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten, die Stärkung der Digitalisierung sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zurückzuführen: Zur Harmonisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen haben wir die Einführung eines neuen globalen ERP-Systems gestartet.

Mit einem Grand Opening am 8. Oktober bei FAMOT in Pleszew haben wir eine 7.000 m2 große Montagehalle eröffnet und erstmals ein über die gesamte Wertschöpfungskette digitalisiertes Produktionswerk vorgestellt. Bis Mitte 2019 vergrößern wir bei FAMOT insbesondere die Bereiche Montage, Fertigung und Logistik um insgesamt 22.000 m2 . In Pfronten haben wir mit der Erweiterung unseres Produktionsstandortes begonnen. Bis 2021 werden wir bei DECKEL MAHO Pfronten ein hochmodernes Technologie- und Solution Center errichten sowie die Montage und den Logistikbereich ausbauen. Zudem haben wir bei der GILDEMEISTER Italiana S.p.A. in Brembate (Italien) das Technologie- und Solution Center sowie den Montagebereich modernisiert.

Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 4,4 MIO € (Vorjahr: 6,4 MIO €). Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 8,8 MIO € und resultierte im Wesentlichen aus der Beteiligung an INTECH. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 81,8 MIO € (Vorjahr: 35,5 MIO €).

Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 4.120 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.875 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich wie im Vorjahr auf 55 %. Die erhöhte Personalzahl resultiert insbesondere aus Neueinstellungen bei FAMOT und in unseren strategischen Zukunftsfeldern - vor allem in den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING. Die Personalquote betrug 19,2 % (Vorjahr: 19,8 %). Der Personalaufwand belief sich auf 279,5 MIO € (Vorjahr: 255,1 MIO €).

B.13 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang
Gesamt 1.393,1 1.178,6 214,5 18 %
Inland 395,2 375,2 20,0 5 %
Ausland 997,9 803,4 194,5 24 %
% Ausland 72 68
Umsatz
Gesamt 1.200,7 1.058,8 141,9 13 %
Inland 353,6 341,8 11,8 3 %
Ausland 847,1 717,0 130,1 18 %
% Ausland 71 68
Auftragsbestand *
Gesamt 708,6 535,9 172,7 32 %
Inland 302,8 261,2 41,6 16 %
Ausland 405,8 274,7 131,1 48 %
% Ausland 57 51
Investitionen 6,3 5,3 1,0 19 %
EBITDA 137,7 120,9 16,8 14 %
EBIT 120,2 95,2 25,0 26 %
EBT 113,7 89,8 23,9 27 %
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2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 3.299 3.142 157 5 %
davon Auszubildende 112 83 29 35 %

* Stichtag 31.12.

Industrielle Dienstleistungen

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen.

Der Auftragseingang im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erreichte 1.393,1 MIO € und lag um +18 % über dem Vorjahr (1.178,6 MIO €). Davon entfielen 1.236,1 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.078,8 MIO €). Hierin ist der Auftragseingang aus unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) sowie aus Vertriebsprovisionen in Höhe von 708,7 MIO € enthalten (+11 %; Vorjahr: 636,0 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED stiegen auf 527,3 MIO € (Vorjahr: 442,8 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang um 36,1 MIO € auf 370,2 MIO € (Vorjahr: 334,1 MIO €). Die Inlandsbestellungen betrugen im Gesamtjahr 395,2 MIO € (Vorjahr: 375,2 MIO €). Die Auslandsaufträge stiegen um +24 % auf 997,9 MIO € (Vorjahr: 803,4 MIO €). Aus dem Ausland kamen 72 % aller Aufträge (Vorjahr: 68 %). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 47 % aller Bestellungen (Vorjahr: 43 %).

Der Umsatz stieg um 13 % auf 1.200,7 MIO € (Vorjahr: 1.058,8 MIO €). Dazu trug der Bereich Services mit einer Erhöhung um 9 % auf 1.098,6 MIO € bei (Vorjahr: 1.007,6 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft belief sich auf 539,4 MIO € (Vorjahr: 520,4 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED stieg auf 559,3 MIO € (Vorjahr: 487,2 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz 335,4 MIO € (Vorjahr: 315,5 MIO €). Im Inland erreichten die Umsätze im Gesamtjahr 353,6 MIO € (Vorjahr: 341.8 MIO €). Die Auslandsumsätze betrugen 847,1 MIO € (Vorjahr: 717,0 MIO €). Der Anteil lag bei 71 % (Vorjahr: 68 %). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 45 % am Umsatz.

Zum 31. Dezember 2018 betrug der Auftragsbestand 708,6 MIO € (Vorjahr: 535,9 MIO €). Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 137,7 MIO € (Vorjahr: 120.9 MIO €). Das EBIT lag bei 120,2 MIO € (Vorjahr: 95,2 MIO €) und das EBT belief sich auf 113,7 MIO € (Vorjahr: 89,8 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 6,3 MIO € (Vorjahr: 5,3 MIO €). Neben der Ausstattung unserer Service-Mitarbeiter mit modernsten Werkzeugen und Messgeräten haben wir gezielt Vertriebsstandorte modernisiert. Im Vordergrund stand dabei die umfangreiche Modernisierung der DMG MORI Netherlands. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungskosten aktiviert.

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 3.299 (Vorjahr: 3.142 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich wie im Vorjahr auf 44 %. Der Personalaufbau erfolgte insbesondere bei den Service-Mitarbeitern im In- und Ausland. Die Personalquote lag bei 24,5 % (Vorjahr: 25,8 %). Der Personalaufwand betrug 294,2 MIO € (Vorjahr: 273,3 MIO €).

Corporate Services

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in Höhe von jeweils 0,2 MIO € setzen sich hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen (Vorjahr: 0,3 MIO €). Auf die "Corporate Services" entfielen wie im Vorjahr weniger als 0,1 % des Umsatzes im Konzern. Das EBIT lag bei -29,8 MIO € (Vorjahr: -30,6 MIO €). Das Finanzergebnis entwickelte sich weiter positiv und betrug 5,8 MIO € (Vorjahr: 4,4 MIO €). Das EBT verbesserte sich auf -24,0 MIO € (Vorjahr: -26,2 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Segment "Corporate Services" beliefen sich auf 2,6 MIO € (Vorjahr: 1,0 MIO €). Die Kapazitäten der REALIZER GmbH wurden erweitert. Beschaffung, Qualität, Konstruktion, Anwendungstechnik und Vertrieb sind nun in Bielefeld gebündelt.

Am 31. Dezember 2018 waren im Segment "Corporate Services" wie im Vorjahr 84 Mitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 1 % an der Konzernbelegschaft.

B.14 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"

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in MIO € 2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang 0,2 0,3 -0,1
Umsatz 0,2 0,3 -0,1
Investitionen 2,6 1,0 1,6
EBITDA -26,7 -27,2 0,5
EBIT -29,8 -30,6 0,8
EBT -24,0 -26,2 2,2
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2018 2017 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 84 84 0

* Stichtag 31.12.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Umfassende Nachhaltigkeitsberichterstattung

DMG MORI sieht sich zu nachhaltigem Handeln gegenüber seinen Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt verpflichtet. Wir handeln stets verantwortungsbewusst und im Rahmen geltender Gesetze. Das Gleiche erwarten wir auch von unseren Geschäftspartnern. Unseren Mitarbeitern bieten wir die Chance individueller Weiterentwicklung. Wir stehen aktiv im Austausch mit unseren Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern.

Bereits zum zweiten Mal liegt der Nachhaltigkeitsbericht diesem Geschäftsbericht separat bei und kann jederzeit auch über die DMG MORI-Website abgerufen werden. Er liefert eine detaillierte und umfassende Nachhaltigkeitsbilanz. Themen, die bei unserer Wesentlichkeitsanalyse als besonders wesentlich für DMG MORI eingeschätzt werden, sind u. a. Produktqualität und -sicherheit, Ressourcenmanagement sowie Vielfalt und Chancengleichheit. → de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2018, der ebenfalls den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2018 enthält, erfüllen wir die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017. Der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht ist damit nicht Bestandteil des Konzernlageberichts. DMG MORI hat den Nachhaltigkeitsbericht zudem gemäß den internationalen Reporting-Richtlinien "GRI Standards 2016: Option Kern" der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt. Mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben gehen wir weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Der Verantwortung gegenüber der Umwelt ist sich DMG MORI bewusst. Wir möchten erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien in hohem Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Darüber hinaus legen wir bereits bei der Entwicklung unserer Produkte einen besonderen Schwerpunkt auf die Ressourcen- und Energieeffizienz - damit auch unsere Kunden Material und Energie sparen. Unsere maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen fassen wir unter dem Begriff "GREENMODE" zusammen. Mit unserer "First Quality"-Strategie sorgen wir für eine lange Nutzbarkeit von mehr als 20 Jahren und tragen so zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bei.

Alle Unternehmens- und Verhaltensmaßnahmen zur Einsparung von Energie in unserem Unternehmen fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Unser Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 zertifiziert.

Wir verpflichten uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie der damit einhergehenden Reduzierung von CO2 - Emissionen. Dies haben wir in unseren Zielen beim Energiemanagement festgelegt. Diese werden jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in Managementbewertungen sowie einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft. Der Energieverbrauch pro Wertschöpfung ist um 11 % gesunken.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2018 waren 7.503 Mitarbeiter, davon 396 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.101 Mitarbeiter, davon 359 Auszubildende). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 402. Der Personalaufbau erfolgte insbesondere bei den Service-Mitarbeitern im In- und Ausland. Zudem haben wir unsere Produktionskapazitäten bei FAMOT sowie unsere strategischen Zukunftsfelder - vor allem Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING - personell gestärkt. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 484 (Vorjahr: 436).

Der Personalaufwand belief sich auf 595,9 MIO € (Vorjahr: 550,7 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 506,7 MIO € (Vorjahr: 467,5 MIO €) sowie 85,6 MIO € auf Sozialabgaben (Vorjahr: 79,0 MIO €) und 3,6 MIO € auf Aufwendungen für Altersversorgungen (Vorjahr: 4,2 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,3 % (Vorjahr: 23,3 %).

Im Bereich Human Capital legen wir seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt bei uns unverändert auf einem hohen Niveau: 97 % der Beschäftigten verfügen wie im Vorjahr über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 18,3 MIO € (Vorjahr: 16,2 MIO €). Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen.

Die Krankenquote betrug 3,9 % (Vorjahr: 3,8 %) und lag damit erneut unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,2 %. Die Fluktuation belief sich auf 7,7 % (Vorjahr: 8,3 %). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,6 % (Vorjahr: 2,9 %). Weitere Informationen zu unseren Mitarbeitern stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2018 auf Seite 28 ff.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2018

Der Vorstand blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. DMG MORI hat historische Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatz, EBIT und Free Cashflow erzielt. Die hohe Nachfrage nach unseren innovativen Maschinen und Technologielösungen setzte sich fort. Der Auftragseingang stieg um +8 % auf 2.975,6 MIO € (Vorjahr: 2.754,8 MIO €). Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch stieg gemäß Prognosen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics vom Oktober 2018 um +8,5 %. Bereinigt um Währungseffekte stieg der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch auf Euro-Basis um +5,2 %.

Der Umsatz stieg auf 2.655,1 MIO € und erreichte ebenfalls einen neuen Höchstwert (+13 %; Vorjahr: 2.348,5 MIO €). Das EBITDA verbesserte sich auf 280,8 MIO € (+11 %; Vorjahr: 252,9 MIO €). Das EBIT erhöhte sich auf 217,1 MIO € (+21 %; Vorjahr: 180,1 MIO €). Die EBIT-Marge lag mit 8,2 % über dem Vorjahresniveau (7,7 %). Das EBT stieg auf 214,8 MIO € (+22 %; Vorjahr: 176,4 MIO €). Der Konzern weist zum 31. Dezember 2018 ein EAT von 149,5 MIO € aus (+26 %; Vorjahr: 118,4 MIO €). Der Free Cashflow verbesserte sich auf den Rekordwert von 154,2 MIO € (+ 8 %; Vorjahr: 142,4 MIO €).

Im Geschäftsjahr 2018 haben wir neben historischen Rekordwerten viel bewegt und Neues geschaffen. Mit Dynamik haben wir unsere Zukunftsfelder vorangetrieben. Bestehendes und Bewährtes haben wir nachhaltig auf Exzellenz optimiert.

Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products sind die strategischen Innovationsfelder von DMG MORI. Oberste Priorität hat zudem Exzellenz bei Qualität und Service. Hinzu kommt unser hoher Anspruch an qualifizierte Mitarbeiter, die Harmonisierung von Systemen und Prozessen mit dem Projekt "GLOBE" sowie das Thema Nachhaltigkeit. Wir wollen unsere weltweiten Marktanteile weiter ausbauen und die hohe Innovationskraft als "Global One Company" nachhaltig stärken.

NACHTRAGSBERICHT

Wirtschaftliche Entwicklung 2019

Die Gesamtwirtschaft entwickelte sich aufgrund geopolitischer Unsicherheiten in den ersten beiden Monaten des Jahres verhalten. In nahezu allen großen Industrienationen hat sich die wirtschaftliche Stimmung eingetrübt. Neben der allgemeinen Konjunkturabkühlung sind die Gründe vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der mögliche ungeordnete EU-Austritt Großbritanniens sowie die aktuelle Schuldensituation in Italien. In Deutschland war die wirtschaftliche Lage angespannt. Der vom ifo-Institut für Wirtschaftsforschung zuletzt veröffentlichte Geschäftsklimaindex zeigt deutliche Tendenzen eines wirtschaftlichen Abschwungs - entsprechend verhalten ist die Einschätzung für die ersten sechs Monate des Jahres.

Der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt soll mit +3,6 % im Jahr 2019 ein deutlich geringeres Wachstum verzeichnen als im Vorjahr (+8,5 %). Auch die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist mit abgeschwächter Dynamik ins Jahr 2019 gestartet. Aufgrund des soliden Auftragsbestands prognostizieren VDW und Oxford Economics für das Gesamtjahr aber einen Anstieg des Verbrauchs in Deutschland um +5,2 %. Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass diese Verbandsprognosen angepasst werden.

Unternehmenssituation nach Schluss des Berichtsjahres

DMG MORI ist wie geplant in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. Im Januar und Februar betrug der Auftragseingang 458,8 MIO € (Vorjahr: 543,5 MIO €). Der Umsatz stieg auf 374,3 MIO € (Vorjahr: 350,0 MIO €). Das EBIT lag mit 22,4 MIO € in den ersten zwei Monaten über dem Wert des Vorjahres (13,5 MIO €).

Auf unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten präsentierten wir zu Jahresbeginn die neuesten Technologien aus unseren fünf Zukunftsfeldern. Das Interesse der über 8.000 internationalen Fachbesucher auf diesem Branchen-Highlight war erneut sehr groß. Mit dem Auftragseingang von deutlich über 200 MIO € erzielten wir den zweithöchsten Auftragseingang in der Geschichte der Hausausstellung.

In der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich in den ersten beiden Monaten keine Veränderungen.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Chancenmanagementsystem (CMS)

Chancen werden bei DMG MORI systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Dies geschieht außerhalb unseres Risikomanagementsystems und der zugehörigen Berichterstattung. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend "Rolling Forecasts" (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC definieren wir als Chancen.

Mit unserem globalen Customer-Relationship-Management-System (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen. So können wir zum Beispiel schnell und individuell wesentliche Chancen im Vertrieb und Service identifizieren und entsprechend handeln. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und nutzen Chancen konsequent. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren.

Die Identifikation von sonstigen Chancen erfolgt darüber hinaus durch unser operatives Management. Die definierten Chancen werden mit dem Vorstand diskutiert und darauf basierend Strategien abgeleitet.

Gesamtwirtschaftliche Chancen entstehen durch unsere gezielte und umfassende Bearbeitung aller etablierten Marktregionen und bestehenden Wachstumsmärkte. DMG MORI ist mit 157 Vertriebs- und Servicegesellschaften weltweit präsent.

Die globale konjunkturelle Entwicklung 2018 hat sich trotz leicht rückläufiger Tendenzen in der zweiten Jahreshälfte positiv auf unsere Geschäftstätigkeit ausgewirkt. Wir konnten das Berichtsjahr mit erneuten Rekordwerten bei Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz, EBIT und Free Cashflow abschließen. Aufgrund des aktuell hohen Auftragsbestands und unserer nachhaltig guten Positionierung als Anbieter von ganzheitlichen Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen bestehen für DMG MORI gesamtwirtschaftliche Chancen. Gleichwohl haben wir im Blick, dass die Wachstumsdynamik bei der Gesamtwirtschaft und dem weltweiten Verbrauch von Werkzeugmaschinen weiter abnehmen soll.

Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserem umfassenden, innovativen Produktportfolio und unserer durchgängigen Digitalisierungsstrategie. Um den technologischen Anforderungen gerecht zu werden, beinhaltet unser Produktportfolio ausgewogen verschiedene Maschinentypen zu unterschiedlichen Preisniveaus. Insgesamt verzeichnet DMG MORI sowohl bei den Dreh - und Fräsmaschinen als auch ADVANCED TECHNOLOGIES weltweit weiterhin ein hohes Produktinteresse. Ein besonderer Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt auf unseren fünf strategischen Zukunftsfeldern: Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und die DMG MORI Qualified Products.

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für DMG MORI durch eine dauerhafte Innovations- und Technologieführerschaft sowie höchste Qualität unserer Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen. Dies setzen wir konsequent in unserer gesamten Wertschöpfungskette um: von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und Service. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position auf zahlreichen Märkten nachhaltig zu behaupten und kontinuierlich auszubauen.

Als Teil der "Global One Company" mit weltweit klar geordneten Vertriebs- und Servicestrukturen partizipieren wir direkt an dem deutschen Heimatmarkt, der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie auf den Märkten in China und Indien. Durch die DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir auch in Japan, Nord- und Südamerika und weiteren Teilen Asiens erfolgreich vor Ort. Gemeinsam betreuen wir über 100.000 Kunden aus 42 Branchen in 79 Ländern. Durch gemeinsame Entwicklungs-, Einkaufs-, Produktions- und Administrationsaktivitäten erzielen wir Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen und profitieren somit durch unsere enge Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED.

Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität und Logistik. Darüber hinaus erbringen wir unsere Leistungen nachhaltig für Umwelt und Gesellschaft. Details hierzu enthält der DMG MORI Nachhaltigkeitsbericht 2018.

Risikomanagementsystem (RMS)

Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen und Anbieter ganzheitlicher Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für DMG MORI unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Erkennung und beginnt daher auf allen Organisationsebenen. In sämtlichen Konzerngesellschaften besteht ein umfassendes Risikobewusstsein. Der ehrliche Umgang mit Risiken ist bei DMG MORI ausdrücklich erwünscht und wird aktiv gefördert. Wir leben eine offene Unternehmenskultur, um negative Entwicklungen frühzeitig auf jeder Hierarchieebene zu identifizieren und zu beheben. Jeder Mitarbeiter wird bei seiner Tätigkeit aktiv in die Risikominderung bzw. -eliminierung eingebunden.

Wir begegnen potenziellen Risiken durch ein umfassendes, integriertes und konzernweit agierendes Risikomanagementsystem, das wir kontinuierlich fachlich und organisatorisch weiterentwickeln. Es beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement.

Risikofrüherkennungssystem

Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Wir erfassen, bewerten und steuern Risiken, deren inhärentes Potenzial durch Umweltzustände vorgegeben ist.

Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen:

1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist,

2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert,

3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken,

4. bereichsspezifischen, quartalsweisen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften,

5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken.

Das Risikofrüherkennungssystem beruht auf dem anerkannten COSO-Konzept. Das Ziel ist eine vollständige, verlässliche und konzernweite Erfassung der bestehenden Risikopotenziale sowie deren Zusammenfassung und Bewertung. Die Abfrage und Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoreduktion, eine kontinuierliche Überwachung und umfassendes Reporting erfolgt über alle Segmente der Geschäftstätigkeit.

Die Strategie unseres Risikofrüherkennungssystems basiert auf einer konzernweiten, systematischen Identifikation, Bewertung, Aggregation, Überwachung und Meldung der bestehenden Risiken und zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung. Diese Risiken werden in einem standardisierten Prozess in den einzelnen Konzerngesellschaften jeweils vierteljährlich identifiziert.

Risiken werden bei DMG MORI als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotenziale bewertet und mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuziehen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Risikomanagement. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist so ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage darstellen zu können.

Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können.

Zentrale Risiken sind Risiken, die - zumindest teilweise -nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung.

Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen. Hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind

Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien eines Risikoeintritts:

C.01 | EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT

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Sehr gering ≤ 5 %
Unwahrscheinlich > 5 % bis ≤ 25 %
Möglich > 25 % bis ≤ 50 %

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 % werden mit den Nettorisikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Risikotragfähigkeit - definiert als Relation des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte und des gesamten Konzerneigenkapitals - stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wesentliche Steuerungsgröße dar.

C.02 | MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG

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Unwesentlich ≤ 10 MIO €
Moderat > 10 bis ≤ 25 MIO €
Wesentlich > 25 MIO €

Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen wurde vom Risikomanagement auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotragfähigkeit festgelegt.

Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage und einzelne Unternehmensbereiche informiert. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich - jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember - in Form eines umfassenden Risikoberichts. Der Vorstand erhält quartalsweise ein Risikoreporting. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das IKS von DMG MORI ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es entspricht sowohl den deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch den relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX / Naibutousei konformen Dokumentation.

Das IKS dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den täglichen Geschäftsprozessen. Das Ziel ist, eine durchgängige Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands sicherzustellen, betriebliche Effizienzziele zu erreichen und gesetzes-, normen- und wertebezogene Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Ergänzend stellt das IKS die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit unseres Konzernabschlusses nach IFRS, der lokalen Abschlüsse und zugrunde liegenden Buchwerke sicher. Es umfasst alle Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung unternehmerischer Sachverhalte sowie deren anschließende Übernahme in die betreffenden Abschlüsse.

In unserem IKS werden - aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse - die steuerbaren Risiken erfasst. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontrollaktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktionstrennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher.

Das IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung zu gewährleisten. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden, wie die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung erfolgt zentral durch das Konzernrechnungswesen. DMG MORI bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet.

Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch die interne Revision und einer stichprobenweisen Prüfung. Die Ergebnisse werden an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrolliert und ausgewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert.

Versicherungsmanagement

Als weiteren Teil des Risikomanagements hat DMG MORI ein zentrales Versicherungsmanagement, das wirtschaftlich angemessene, versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und umsetzt.

Übersicht der wesentlichen Risikofelder C.03

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Risikoart Eintritts-Wahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und absatzbezogene Risiken Möglich Moderat
Unternehmensstrategische Risiken Unwahrscheinlich Moderat
Produktionsrisiken Unwahrscheinlich Moderat
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Unwahrscheinlich Moderat
Forschungs- und Entwicklungsrisiken Unwahrscheinlich Unwesentlich
Personalrisiken Sehr gering Unwesentlich
IT-Risiken Möglich Unwesentlich
Finanzwirtschaftliche Risiken Sehr gering Unwesentlich
Rechtliche Risiken Unwahrscheinlich Moderat
Steuerrisiken Sehr gering Unwesentlich
Sonstige Risiken Sehr gering Unwesentlich

Darstellung der einzelnen Risikofelder

Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen aus einer allgemeinen konjunkturellen Abkühlung, dem hohen Grad an geopolitischen Unsicherheiten und insbesondere dem Handelskonflikt zwischen den USA und China. Dies kann sowohl starke lokale Auswirkungen auf die jeweiligen Volkswirtschaften als auch auf die Weltwirtschaft haben. Die Wahrscheinlichkeit bzw. wirtschaftlichen Folgen sind aktuell allerdings noch nicht absehbar.

Für Deutschland wird im Jahr 2019 eine erkennbare Abnahme der konjunkturellen Wachstumsdynamik erwartet, die sich auf die industrielle Investitionsneigung auswirken kann. Eine abschwächende Wirkung stellen zudem gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere bei Rohölprodukten dar. Dies könnte zu einer steigenden Inflation führen. Hierdurch steigt der Druck auf die Europäische Zentralbank ihre Nullzinspolitik zu beenden. Steigende Zinsen würden sich ebenfalls negativ auf die Investitionsneigung auswirken.

In Europa bestehen erkennbare Risiken in der Eurozone durch die mangelnde Umsetzung notwendiger Strukturreformen in mehreren Euroländern. Insbesondere in Italien könnte sich die Lage kurzfristig verschärfen. Auch Frankreich hat seine Reformbemühungen zurückgefahren. Die Auswirkungen des möglichen ungeordneten Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union können zukünftig unser lokales Geschäft in Großbritannien, aber auch weitere Länder der EU negativ beeinflussen. Weitere lokale Risiken können aus der instabilen politischen und wirtschaftlichen Lage in der Türkei entstehen. Die russische Wirtschaft erholt sich nur langsam von den konjunkturellen Einbrüchen und Sanktionen der vergangenen Jahre. Durch eine erneute Verschärfung des politischen Konflikts mit der Ukraine sind weitere Sanktionen möglich, die einen negativen Einfluss auf die russische Volkswirtschaft haben können. In den USA ist zu erkennen, dass die Pläne des Präsidenten für eine Revision bestehender Freihandelsabkommen und Rückkehr zum Protektionismus weiterverfolgt, aber bisher nur eingeschränkt umgesetzt werden. Trotzdem können erhebliche Risiken aus der zukünftigen politischen, fiskalischen und handelspolitischen Ausrichtung der USA resultieren. Ein weltweiter konjunktureller Rückgang könnte einen wesentlichen Einfluss auf den Markt für Werkzeugmaschinen und somit den Auftragseingang haben. Wir begegnen diesen Risiken mit einem kontinuierlichen Monitoring der konjunkturellen Entwicklung und gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi, russischem Rubel und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer regionalisierten Produktion entgegen.

Branchenspezifische und absatzbezogene Risiken ergeben sich aufgrund eines weiterhin intensiven Wettbewerbs mit hohem Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen, der sich bei einer konjunkturellen Abkühlung noch weiter verstärken könnte. Diesem intensiven Wettbewerb begegnen wir mit dem technologischen Vorsprung unserer Produkte und einer klaren Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten können Risiken resultieren, da sie einen direkten Einfluss auf die Zulässigkeit der Belieferung von Ländern, Märkten, Industriesegmenten oder spezifischen Kunden haben können. Durch Veränderungen in Folge von Sanktionen können wesentliche Absatzrisiken kurzfristig entstehen.

Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden globalen Messepräsenz und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern werden im Konzerninteresse getroffen.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken können sich im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien für Werkzeugmaschinen ergeben. Zusätzlich kann eine hohe Auslastung bei den Lieferanten für Kostensteigerungspotenziale sorgen. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalen Sourcing mit mindestens zwei Lieferanten für die wesentlichen Materialien und einem verstärktem In-Sourcing von Schlüsselkomponenten.

Produktionsrisiken, wie beispielsweise Fertigungsineffizienzen oder potenzielle Qualitätsrisiken kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und -bestand, Montage- und Fertigungsfortschritt, Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovations-orientierten Produktstrategie zu begegnen, die unseren Technologievorsprung sichert. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Wir führen sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen sowie freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung dieser und weiterer Abfälle. Zudem versuchen wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung der Umwelt zu gewährleisten. Weitere Details hierzu stehen ausführlich im DMG MORI Nachhaltigkeitsbericht 2018.

Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch eine sehr eng abgestimmte Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen entgegen. Wir vermeiden unkalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten.

Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei nicht ausreichend möglicher Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigen werden. Wir begrenzen diese Risiken durch intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung,

leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Eine jederzeit notwendige Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge.

IT-Risiken entstehen durch die Vernetzung unserer internen Systeme. Es könnten Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Zudem sehen wir uns den Risiken einer organisierten Datenausspähung, Erpressung, Cyberkriminalität und betrügerischen Scammingaktivitäten ausgesetzt. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zudem schaffen wir ein angemessenes Bewusstsein bei unseren Mitarbeitern, indem wir diese in regelmäßigen Abständen über entsprechende Risiken und die bestehende Bedrohungslage informieren und schulen.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren segmentübergreifend u. a. aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von DMG MORI sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2022 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich tragen wir Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Weitere Informationen zu den Risiken nach IFRS 7 stehen im Konzernanhang auf Seite 140 ff.

Rechtliche Risiken können sich insbesondere ergeben aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen, die sich auch durch unser effizientes Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen sowohl vom Umfang her als auch zeitlich grundsätzlich beschränkt. Abweichungen zu diesem Vorgehen sind durch den Vorstand gesondert zu genehmigen.

Steuerrisiken bestehen durch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge, die nicht wertberichtigt wurden. Wir gehen von einer Nutzbarkeit dieser Steuerminderungspotenziale durch zukünftig zu versteuernde Einkünfte aus. Wir nehmen zudem an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Bei Betriebsprüfungen können sich Nachforderungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten ergeben. Sollte die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation

Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der Berichterstattung im Geschäftsbericht 2017 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Die moderate Zunahme halten wir angesichts der Zuwächse bei Auftragseingang und Umsatz für angemessen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltener Vorstands- und Statussitzungen. Auf Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich.

PROGNOSEBERICHT

Künftige Rahmenbedingungen

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) ein Wachstum der Weltwirtschaft von +3,4 %. Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Anstieg des BIP von +1,7 % prognostiziert. Insgesamt soll die Wirtschaft in Europa merklich an Schwung verlieren und das BIP um ebenfalls nur noch +1,7 % zunehmen. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich +6,2 % auch im laufenden Jahr die wachstumsstärkste Region sein. Für China wird ein Anstieg von +6,1 % prognostiziert. Das Wachstum der japanischen Wirtschaft soll +1,0 % betragen. In den USA soll die konjunkturelle Entwicklung nach Schätzungen des IfW mit +2,5 % weiter stabil bleiben.

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch soll im Jahr 2019 deutlich schwächer wachsen. Ohne Berücksichtigung weltweiter Währungseffekte prognostizieren VDW und Oxford Economics einen Anstieg von +3,6 % (Vorjahr: +8,5 %). Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass diese Prognosen angepasst werden.

Während in Europa insgesamt von einem Wachstum des Verbrauchs von +4,7 % ausgegangen wird, soll Großbritannien aufgrund des Brexits einen deutlichen Rückgang von -8,3 % verzeichnen. Für Asien wird ein Anstieg des Verbrauchs von +3,3 % erwartet. Auf Länderebene betrachtet sollen die Märkte China und Japan ebenfalls um +5,1 % wachsen. In den USA rechnen VDW und Oxford Economics mit einem soliden Wachstum von +3,0 %. Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie ist mit abgeschwächter Dynamik in das Jahr gestartet. Aufgrund des soliden Auftragsbestands prognostizieren VDW und Oxford Economics für das Gesamtjahr aber einen Anstieg des Verbrauchs in Deutschland um +5,2 %.

Der weltweit positive Trend der letzten Jahre scheint sich zunehmend abzuschwächen. In nahezu allen großen Industrienationen hat sich die wirtschaftliche Stimmung bereits eingetrübt. Neben der allgemeinen Konjunkturabkühlung sind die Risikofaktoren vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der mögliche ungeordnete EU-Austritt Großbritanniens, die aktuelle Schuldensituation in Italien, die Preisentwicklung für Rohstoffe und Energie sowie die starken Wechselkursveränderungen. Aufgrund der bestehen den globalen Unsicherheiten und wirtschaftspolitischen Risiken bleibt es weiterhin schwierig, verlässliche Prognosen zu erstellen.

Künftige Entwicklung von DMG MORI

Als ein weltweit führender Anbieter von Premiumlösungen für die Fertigungsindustrie wollen wir auch künftig unsere Marktposition weiter ausbauen. Dazu forcieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED als "Global One Company" die Umsetzung unseres Mottos "Dynamic . Excellence".

Unsere Unternehmensstrategie "Global One 2020" hat das Ziel, Innovationen in der Fertigungsindustrie aktiv zu fördern und den dynamischen Kundenanforderungen in Zukunft noch stärker als bisher mit durchgängigen Lösungen zu begegnen. Mit einem ganzheitlichen Angebot von Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unseren DMQP wollen wir für unsere Kunden auch in Zukunft weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service zukunftsweisender Werkzeugmaschinen.

Neben unseren fünf strategischen Zukunftsfeldern - Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING und Technologie-Exzellenz sowie DMQP - fokussieren wir uns auf Qualität und Service, Mitarbeiter, Global One Business Excellence und Nachhaltigkeit.

Dies sind weitere wichtige Säulen unserer Strategie. Mit Dynamik werden wir weiterhin unsere Zukunftsfelder vorantreiben. Bestehendes und Bewährtes optimieren wir konsequent und nachhaltig auf Exzellenz.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019 lag der Auftragseingang unter dem Rekord-Niveau des Vorjahres. Im ersten Quartal 2019 rechnen wir mit einem Auftragseingang von rund 670 MIO € (Vorjahr: 821,8 MIO €). Für das Gesamtjahr planen wir einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD €.

Der Umsatz soll im ersten Quartal 2019 mit rund 620 MIO € über dem Vorjahresniveau liegen (581,8 MIO €). Für das Gesamtjahr planen wir einen Umsatz von rund 2,65 MRD €. Das EBIT soll im ersten Quartal bei rund 50 MIO € liegen (Vorjahr: 41,0 MIO €). Im Gesamtjahr soll das EBIT rund 200 MIO € betragen. Für das Geschäftsjahr 2019 gehen wir von einem Free Cashflow von rund 150 MIO € aus.

Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2019 den notwendigen Liquiditätsbedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir zum Jahresende ein moderat ansteigendes Niveau.

Strategische Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant -somit bleibt die Finanzierungsstruktur im Wesentlichen unverändert. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finanziellen Mitteln abgedeckt werden.

Für das Geschäftsjahr 2019 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 110 MIO €. Im Vordergrund steht insbesondere der weitere Ausbau unserer Produktionswerke in Pleszew (Polen) und in Pfronten. Zudem investieren wir weiter in unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Harmonisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen und treiben die Einführung des neuen globalen ERP-Systems voran. Mit der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 sind auch Zugänge aus Nutzungsrechten in den Investitionen enthalten.

Die Erstanwendung wird zu einem Anstieg der Bilanzsumme und in der Folge zu einer niedrigeren Eigenkapitalquote, aber keiner Veränderung beim EBIT führen. Durch die Erstanwendung werden sich die Abschreibungen erhöhen und gegenläufig die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit und damit der Free Cashflow werden sich erhöhen, da die Cashflows für Leasingverhältnisse zukünftig im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen werden. Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen der Erstanwendung stehen im Konzernanhang auf Seite 99 ff.

Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir unsere Innovationsstrategie weiter vorantreiben. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir erneut eine Vielzahl an Innovationen und Weltpremieren aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, TechnologieExzellenz sowie DMG MORI Qualified Products (DMQP) und verfolgen konsequent unsere "First Quality"-Strategie.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen bei rund 60 MIO € liegen. Insgesamt sollen wiederum 15 % der Belegschaft in den Werken im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten, um unsere Technologieführerschaft nachhaltig zu stärken.

Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2019

Die Weltwirtschaft ist weiterhin durch globale Unsicherheiten gekennzeichnet. Nach den vorläufigen Prognosen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics soll der weltweite Werkzeugmaschinenverbrauch 2019 mit +3,6 % ein deutlich geringeres Wachstum verzeichnen (Vorjahr: +8,5 %). Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass diese Verbandsprognosen angepasst werden.

Für das Geschäftsjahr 2019 planen wir einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD € und einen Umsatz von rund 2,65 MRD €.

Das EBIT soll rund 200 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 150 MIO € liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen rund 110 MIO € betragen und im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Unsere hohe Innovationskraft als "Global One Company" wollen wir nachhaltig stärken. Dynamik und Exzellenz bei Technologie, Service und Qualität werden auch das laufende Geschäftsjahr prägen. Mit Dynamik treiben wir weiter unsere strategischen Zukunftsfelder voran und optimieren Bestehendes nachhaltig auf Exzellenz.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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D.01 Anhang 2018
T€
2017
T€
Umsatzerlöse 6 2.655.128 2.348.451
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 6.481 11.687
Aktivierte Eigenleistungen 7 6.326 7.743
Gesamtleistung 2.667.935 2.367.881
Sonstige betriebliche Erträge 8 74.182 81.164
Betriebsleistung 2.742.117 2.449.045
Materialaufwand 9
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.264.442 1.108.137
Aufwendungen für bezogene Leistungen 215.660 155.439
1.480.102 1.263.576
Personalaufwand 10
Löhne und Gehälter 506.661 467.492
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 89.236 83.163
595.897 550.655
Abschreibungen 11 63.729 72.833
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 385.256 381.836
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 217.133 180.145
Finanzerträge 13
Zinserträge 4.280 3.597
Sonstige Erträge 170 170
4.450 3.767
Finanzaufwendungen 14
Zinsaufwendungen 8.969 7.381
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen 456 508
Sonstige Finanzaufwendungen 760 1.126
10.185 9.015
Finanzergebnis -5.735 -5.248
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 15 3.388 1.485
Ergebnis vor Steuern 214.786 176.382
Ertragsteuern 16 65.256 58.019
Jahresüberschuss 149.530 118.363
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 148.257 117.442
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 17 1.273 921
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (unverwässert) 18 1,88 1,49
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (verwässert) 18 1,88 1,49

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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D.02 Anhang 2018
T€
2017
T€
Jahresüberschuss 149.530 118.363
Sonstiges Ergebnis
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 5.956 1.267
Ertragsteuern -1.526 -445
Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 4.430 822
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -25.217 7.281
Nettoinvestitionen 1.220 -7.550
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 38 -377 -233
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 585 991
Umgliederungen von Währungsdifferenzen bei Verlust des maßgeblichen Einflusses 0 -2.649
Ertragsteuern 28 -63 -226
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -23.852 -2.386
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -19.422 -1.564
Gesamtergebnis der Periode 130.108 116.799
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 128.956 115.590
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 1.152 1.209

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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D.03 Anhang 2018
T€
2017
T€
CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT
Ergebnis vor Steuern (EBT) 214.786 176.382
Abschreibungen 11 63.729 72.833
Finanzergebnis 13, 14 5.735 5.248
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen -4.094 -2.056
Veränderung der Rückstellungen 30, 31 44.563 -26.283
Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens -596 -1.371
Ertragsteuererstattungen 2.264 5.779
Gezahlte Ertragsteuern -51.146 -55.502
Erhaltene Zinsen 4.599 3.713
Gezahlte Zinsen -9.151 -7.382
Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten
Vorräte 24 -85.718 -52.361
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23, 25 -42.832 -57.757
Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -24.804 1.740
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34 30.428 -4.974
Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 82.615 113.711
39 230.378 171.720
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 5.722 10.358
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -60.832 -29.711
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -21.104 -10.013
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen 39 -1.500 -23.798
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 39 0 45.197
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 39 -8.754 -2.050
Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen 25 -250.000 0
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 39 21.406 268
-315.062 -9.749
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden 39 -37.765 -6.132
Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen 39 0 -143.426
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH 39 -89.865 -41.097
Einzahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochtergesellschaften 39 4.094 0
39 -123.536 -190.655
Zahlungswirksame Veränderung -208.220 -28.684
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds -2.504 -4.636
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 27 363.405 396.725
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 27 152.681 363.405

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

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D.04 Anhang 31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte 19 139.399 139.419
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 19 50.973 51.262
Sachanlagen 20 434.880 440.005
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 22 58.851 45.153
Beteiligungen 21 2.403 2.109
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 23 1.263 849
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 23 11.963 5.906
Sonstige langfristige Vermögenswerte 23 2.757 2.426
Latente Steuern 28 55.606 49.931
758.095 737.060
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 24 625.381 547.662
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 25 226.989 237.796
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 21.244 15.970
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 480.705 206.972
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 25 47 28
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 6 33.260 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 26 60.241 72.764
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26 81.272 58.050
Ertragsteuerforderungen 584 1.591
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 152.681 363.405
1.682.404 1.504.238
Bilanzsumme 2.440.499 2.241.298

PASSIVA

D.04 Anhang 31.12.2018
T€
31.12.2017
T€
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 29 204.927 204.927
Kapitalrücklage 29 498.485 498.485
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 29 489.823 458.095
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.193.235 1.161.507
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 29 4.453 3.111
Summe Eigenkapital 1.197.688 1.164.618
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Langfristige Finanzschulden 32 0 35.037
Rückstellungen für Pensionen 30 37.828 44.580
Andere langfristige Rückstellungen 31 58.180 43.246
Vertragsverbindlichkeiten 6 1.890 0
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 33 8.205 9.505
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 33 2.649 3.856
Latente Steuern 28 2.505 1.787
111.257 138.011
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Kurzfristige Finanzschulden 32 0 11.453
Steuerrückstellungen 31 17.850 15.174
Andere kurzfristige Rückstellungen 31 209.245 183.199
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 34 195.393 169.759
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 34 2.266 2.310
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 34 236.613 207.132
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 34 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6 342.575 290.181
Vertragsverbindlichkeiten 6 21.532 0
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 6 33.260 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34 31.124 10.722
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34 41.696 48.739
1.131.554 938.669
Bilanzsumme 2.440.499 2.241.298

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2018

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D.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand 01.01.2018 204.927 498.485 464.058
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) -1.525
Stand 01.01.2018 204.927 498.485 462.533
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 148.257
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Nettoinvestitionen
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern)
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 4.430
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 4.430
Gesamtergebnis der Periode 152.687
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 3.623
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 -99.326
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -95.703
Stand 31.12.2018 204.927 498.485 519.517
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D.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Unterschiede aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Finanzderivate Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Stand 01.01.2018 -5.799 -164 1.161.507
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) -1.525
Stand 01.01.2018 -5.799 -164 1.159.982
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 148.257
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -25.096 -25.096
Nettoinvestitionen 1.220 1.220
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 145 145
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 4.430
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -23.876 145 -19.301
Gesamtergebnis der Periode -23.876 145 128.956
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 3.623
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 -99.326
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -95.703
Stand 31.12.2018 -29.675 -19 1.193.235
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D.05
in T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Summe
Stand 01.01.2018 3.111 1.164.618
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) -137 -1.662
Stand 01.01.2018 2.974 1.162.956
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 1.273 149.530
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -121 -25.217
Nettoinvestitionen 1.220
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 145
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 4.430
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -121 -19.422
Gesamtergebnis der Periode 1.152 130.108
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel 327 327
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 3.623
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 -99.326
Summe der Transaktionen mit Eigentümern 327 -95.376
Stand 31.12.2018 4.453 1.197.688

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 128 ff.

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Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand 01.01.2017 204.927 498.485 447.635
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 117.442
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung
Nettoinvestitionen
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern)
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) 822
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 822
Gesamtergebnis der Periode 118.264
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel 2.501
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen -14.477
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2017 -89.865
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -101.841
Stand 31.12.2017 204.927 498.485 464.058
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Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Unterschiede aus der Währungsumrechnung Marktbewertung Finanzderivate Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Stand 01.01.2017 -2.593 -696 1.147.758
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 117.442
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 4.344 4.344
Nettoinvestitionen -7.550 -7.550
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 532 532
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) 822
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -3.206 532 -1.852
Gesamtergebnis der Periode -3.206 532 115.590
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel 2.501
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen -14.477
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2017 -89.865
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -101.841
Stand 31.12.2017 -5.799 -164 1.161.507
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in T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Summe
Stand 01.01.2017 39.905 1.187.663
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 921 118.363
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 288 4.632
Nettoinvestitionen -7.550
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 532
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (nach Steuern) 822
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 288 -1.564
Gesamtergebnis der Periode 1.209 116.799
Transaktionen mit Eigentümern
Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel -38.003 -35.502
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen -14.477
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2017 -89.865
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -38.003 -139.844
Stand 31.12.2017 3.111 1.164.618

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 128 ff.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2018 (Bestandteil des Anhangs)

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D.06
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in T€ Stand zum 01.01.2018 Unterschiede aus der Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 139.419 -20 0 0 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 132.116 -3 -985 0 4.434 -72
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 113.417 -9 7.571 0 16.670 -580
384.952 -32 6.586 0 21.104 -652
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 439.082 -9.206 95 0 15.200 -7.816
Technische Anlagen und Maschinen 120.794 -2.543 -163 0 3.441 -4.989
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.705 -1.217 375 0 13.445 -5.144
Anlagen im Bau 9.387 -558 -1.075 0 28.746 -493
811.968 -13.524 -768 0 60.832 -18.442
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 39.905 1.856 746 0 8.454 0
Beteiligungen 9.491 0 0 0 300 -6
Wertpapiere des Anlagevermögens 8 0 0 0 0 0
49.404 1.856 746 0 8.754 -6
Anlagevermögen gesamt 1.246.324 -11.700 6.564 0 90.690 -19.100
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D.06
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in T€ Umbuchungen Stand zum 31.12.2018
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 139.399
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 0 135.490
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 57 137.126
57 412.015
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 3.251 440.606
Technische Anlagen und Maschinen 777 117.317
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.515 251.679
Anlagen im Bau -5.600 30.407
-57 840.009
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0 50.961
Beteiligungen 0 9.785
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 8
0 60.754
Anlagevermögen gesamt 0 1.312.778
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ABSCHREIBUNGEN
in T€ Stand zum 01.01.2018 Unterschiede aus der Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 108.511 -3 -986 0 11.101 -71
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 85.760 -10 8.164 0 9.489 -312
194.271 -13 7.178 0 20.590 -383
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 127.214 -428 11 0 16.742 -585
Technische Anlagen und Maschinen 74.167 -680 327 0 8.519 -4.272
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 170.340 -435 338 0 17.878 -4.243
Anlagen im Bau 242 -6 0 0 0 0
371.963 -1.549 676 0 43.139 -9.100
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen -5.248 0 -2.642 0 0 0
Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0
2.142 0 -2.642 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 568.376 -1.562 5.212 0 63.729 -9.483
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ABSCHREIBUNGEN Restbuchwert
in T€ Umbuchungen Stand zum 31.12.2018 Stand zum 31.12.2018 Stand zum 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 139.399 139.419
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 0 118.552 16.938 23.605
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 103.091 34.035 27.657
0 221.643 190.372 190.681
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -1 142.953 297.653 311.868
Technische Anlagen und Maschinen -36 78.025 39.292 46.627
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37 183.915 67.764 72.365
Anlagen im Bau 0 236 30.171 9.145
0 405.129 434.880 440.005
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0 -7.890 58.851 45.153
Beteiligungen 0 7.384 2.401 2.107
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 6 2 2
0 -500 61.254 47.262
Anlagevermögen gesamt 0 626.272 686.506 677.948

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2017 (Bestandteil des Anhangs)

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D.06
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in T€ Stand zum 01.01.2017 Unterschiede aus der Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 135.417 -12 1 4.013 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 127.091 5 -2.259 0 6.430 0
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 109.467 6 450 927 3.584 -440
371.975 -1 -1.808 4.940 10.014 -440
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 424.123 -10.395 1.462 -1.041 8.774 -33.196
Technische Anlagen und Maschinen 115.836 -721 2.101 45 4.692 -3.072
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 237.091 -1.701 89 -960 10.071 -8.620
Anlagen im Bau 69.405 -1.423 -4.066 0 6.174 -2.428
846.455 -14.240 -414 -1.956 29.711 -47.316
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 42.325 -2.470 0 0 50 0
Beteiligungen 29.174 0 0 0 2.000 -21.683
Wertpapiere des Anlagevermögens 8 0 0 0 0 0
71.507 -2.470 0 0 2.050 -21.683
Anlagevermögen gesamt 1.289.937 -16.711 -2.222 2.984 41.775 -69.439
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D.06
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
in T€ Umbuchungen Stand zum 31.12.2017
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 139.419
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 849 132.116
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -577 113.417
272 384.952
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 49.355 439.082
Technische Anlagen und Maschinen 1.913 120.794
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.735 242.705
Anlagen im Bau -58.275 9.387
-272 811.968
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0 39.905
Beteiligungen 0 9.491
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 8
0 49.404
Anlagevermögen gesamt 0 1.246.324
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ABSCHREIBUNGEN
in T€ Stand zum 01.01.2017 Unterschiede aus der Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 0 0 0
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 102.624 5 -2.259 0 8.141 0
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 74.075 0 450 -276 11.976 -414
176.699 5 -1.809 -276 20.117 -414
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 139.088 -1.555 1 -308 16.259 -26.269
Technische Anlagen und Maschinen 61.648 -286 -237 -17 16.121 -3.047
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 159.120 -1.284 -14 -574 20.336 -7.312
Anlagen im Bau 229 13 0 0 0 0
360.085 -3.112 -250 -899 52.716 -36.628
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen -3.763 0 -1.485 0 0 0
Beteiligungen 7.384 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 6 0 0 0 0 0
3.627 0 -1.485 0 0 0
Anlagevermögen gesamt 540.411 -3.107 -3.544 -1.175 72.833 -37.042
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ABSCHREIBUNGEN Restbuchwert
in T€ Umbuchungen Stand zum 31.12.2017 Stand zum 31.12.2017 Stand zum 31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 139.419 135.417
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 0 108.511 23.605 24.467
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte -51 85.760 27.657 35.392
-51 194.271 190.681 195.276
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten -2 127.214 311.868 285.035
Technische Anlagen und Maschinen -15 74.167 46.627 54.188
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68 170.340 72.365 77.971
Anlagen im Bau 0 242 9.145 69.176
51 371.963 440.005 486.370
Finanzanlagen
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 0 -5.248 45.153 46.088
Beteiligungen 0 7.384 2.107 21.790
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 6 2 2
0 2.142 47.262 67.880
Anlagevermögen gesamt 0 568.376 677.948 749.526

Segmentberichterstattung zum Konzernabschluss 2018 (Bestandteil des Anhangs)

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D.07
SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
"Werkzeugmaschinen"" Veränderungen gegenüber Vorjahr "Industrielle Dienstleistungen"
in T€ 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 1.093.591 984.603 108.988 11,1 % 60.014 65.146
Umsatzerlöse mit Dritten 1.454.180 1.289.425 164.755 12,8 % 1.200.757 1.058.757
EBIT 126.832 114.873 11.959 10,4 % 120.211 95.244
Finanzergebnis -1.546 -2.776 1.230 44,3 % -6.519 -5.377
davon Zinserträge 2.325 2.243 82 3,7 % 3.491 2.740
davon Zinsaufwendungen -3.813 -4.785 972 20,3 % -6.959 -7.027
Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen -94 0 -94 0,0 % 0 0
EBT 125.192 112.097 13.095 11,7 % 113.692 89.867
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 8.411 50 8.361 16.722,0 % 0 0
Segmentvermögen 1.301.859 1.150.796 151.063 13,1 % 1.964.977 1.817.770
Investitionen 81.755 35.499 46.256 130,3 % 6.317 5.294
Abschreibungen 43.096 43.810 -714 -1,6 % 17.496 25.666
Mitarbeiter 4.119 3.875 244 6,3 % 3.299 3.142
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D.07
SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
Veränderungen gegenüber Vorjahr "Corporate Services" Veränderungen gegenüber Vorjahr
in T€ 2018 2017
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -5.132 -7,9 % 14.707 16.323 -1.616 -9,9 %
Umsatzerlöse mit Dritten 142.000 13,4 % 191 269 -78 -29,0 %
EBIT 24.967 26,2 % -29.829 -30.578 749 2,4 %
Finanzergebnis -1.142 -21,2 % 2.330 2.905 -575 -19,8 %
davon Zinserträge 751 27,4 % 7.039 6.217 822 13,2 %
davon Zinsaufwendungen 68 1,0 % -5.188 -3.271 -1.917 -58,6 %
Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen 0 0,0 % 3.482 1.485 1.997 134,5 %
EBT 23.825 26,5 % -24.017 -26.188 2.171 8,3 %
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 0 0,0 % 50.440 45.103 5.337 11,8 %
Segmentvermögen 147.207 8,1 % 1.862.875 1.763.717 99.158 5,6 %
Investitionen 1.023 19,3 % 2.617 982 1.635 166,5 %
Abschreibungen -8.170 -31,8 % 3.137 3.357 -220 -6,6 %
Mitarbeiter 157 5,0 % 85 84 1 1,2 %
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D.07
SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
Überleitung Konzern Veränderungen gegenüber Vorjahr
in T€ 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -1.168.312 -1.066.072 0 0 0 0,0 %
Umsatzerlöse mit Dritten 0 0 2.655.128 2.348.451 306.677 13,1 %
EBIT -81 606 217.133 180.145 36.988 20,5 %
Finanzergebnis 0 0 -5.735 -5.248 -487 -9,3 %
davon Zinserträge -8.575 -7.603 4.280 3.597 683 19,0 %
davon Zinsaufwendungen 6.444 6.715 -9.516 -8.368 -1.148 -13,7 %
Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 3.388 1.485 1.903 128,1 %
EBT -81 606 214.786 176.382 38.404 21,8 %
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 0 0 58.851 45.153 13.698 30,3 %
Segmentvermögen -2.759.261 -2.553.736 2.370.450 2.178.547 191.903 8,8 %
Investitionen 0 0 90.689 41.775 48.914 117,1 %
Abschreibungen 0 0 63.729 72.833 -9.104 -12,5 %
Mitarbeiter 0 0 7.503 7.101 402 5,7 %

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zur Segmentberichterstattung auf Seite 151 ff.

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INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN
Deutschland Veränderungen gegenüber Vorjahr Übriges Europa
in T€ 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit Dritten 1.171.525 942.285 229.240 24,3 % 1.219.016 1.115.813
Langfristige Vermögenswerte 281.202 277.993 3.209 1,2 % 340.180 347.045
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INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN
Veränderungen gegenüber Vorjahr Nordamerika Veränderungen gegenüber Vorjahr
in T€ 2018 2017
Umsatzerlöse mit Dritten 103.203 9,2 % 0 78.599 -78.599 -100,0 %
Langfristige Vermögenswerte -6.865 -2,0 % 0 0 0 0,0 %
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INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN
Asien Veränderungen gegenüber Vorjahr Übrige
in T€ 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit Dritten 264.587 211.754 52.833 25,0 % 0 0
Langfristige Vermögenswerte 9.731 10.240 -509 -5,0 % 0 0
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Veränderungen gegenüber Vorjahr Übrige Konzern
in T€ 2018 2017 2018 2017
Umsatzerlöse mit Dritten 0 0,0 % 0 0 2.655.128 2.348.451
Langfristige Vermögenswerte 0 0,0 % -5.861 -4.592 625.252 630.686
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INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN
Veränderungen gegenüber Vorjahr
Umsatzerlöse mit Dritten 306.677 13,1 %
Langfristige Vermögenswerte -5.434 -0,9 %

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Grundlagen des Konzernabschlusses

1. ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen, bedarfsgerechte Softwareprodukte sowie Energielösungen an. Der zum 31. Dezember 2018 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website → de.dmgmori-ag.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website → www.dmgmori.co.jp zugänglich sein.

Die DMG MORI GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 11. März 2019 zur Veröffentlichung freigegeben.

2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert.

Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Jede bedingte Gegenleistungsverpflichtung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wird die bedingte Gegenleistung als Eigenkapital eingestuft, wird sie nicht neu bewertet, und eine Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert. Ansonsten werden andere bedingte Gegenleistungen mit dem beizulegenden Zeitwert zu jedem Abschlussstichtag bewertet und spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistung im Gewinn oder Verlust erfasst.

Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit"-Methode bilanziert sind.

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards

Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS und IFRIC ab dem 1. Januar 2018 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten. [ → D.08]

Im Folgenden werden die Auswirkungen dieser neuen Standards auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erläutert. Insgesamt hat sich erwartungsgemäß gezeigt, dass die Anwendung der neuen Standards IFRS 9 und IFRS 15 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss bei DMG MORI hatten bzw. haben.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Zum 1. Januar 2018 hat DMG MORI erstmalig den IFRS 9 "Finanzinstrumente" angewendet. Aufgrund der vom Konzern gewählten Übergangsmethoden bei der Anwendung dieses Standards wurden die Vergleichsinformationen im vorliegenden Abschluss mit Ausnahme bestimmter Absicherungen und separat dargestelltem Wertminderungsaufwand für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten, nicht an die Anforderungen des neuen Standards angepasst. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des Standards sind im Wesentlichen auf den Anstieg der Wertminderungsaufwendungen für finanzielle Vermögenswerte zurückzuführen.

IFRS 9 legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Schulden sowie einigen Verträgen zum Kauf oder Verkauf von nicht-finanziellen Verträgen fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Darüber hinaus hat DMG MORI Folgeänderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" auf die Anhangangaben für das Geschäftsjahr 2018 angewendet. Dies bezieht sich jedoch im Allgemeinen nicht auch auf die Vergleichsinformationen.

Die nachstehende Tabelle stellt die Auswirkungen nach Steuern des Übergangs auf IFRS 9 auf die Eröffnungsbilanzwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Gewinnrücklagen und anderen Rücklagen sowie nicht beherrschenden Anteilen dar. [→ D.09 | D.10]

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D.08
IFRS 9 Finanzinstrumente
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Änderungen zu IFRS 2 Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen
Änderungen zu IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" gemeinsam mit IFRS 4 "Versicherungsverträge"
Änderungen zu IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15
Änderungen zu IAS 40 Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
IFRIC 22 Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen
Verbesserungen zu IFRS 2014-2016 Änderungen an IFRS 1 und IAS 28
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D.09
in T€ Zusätzliche Wertminderung zum 1. Januar 2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen (nach Steuern) -344
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2
-346
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D.10
in T€ Anpassung des Eigenkapitals zum 1. Januar 2018
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen (nach Steuern) -345
Nicht beherrschende Anteile -1
Verringerung des Eigenkapitals -346

Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

IFRS 9 enthält drei Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI). Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte nach IFRS 9 erfolgt auf der Grundlage des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte und der Eigenschaft der vertraglichen Zahlungsströme.

IFRS 9 enthält einen neuen Einstufungs- und Bewertungsansatz für finanzielle Vermögenswerte, welcher das Geschäftsmodell, in dessen Rahmen die Vermögenswerte gehalten werden, sowie die Eigenschaften ihrer Cashflows berücksichtigt.

Der Standard eliminiert die bestehenden Kategorien des IAS 39: "bis zur Endfälligkeit gehalten", "Kredite und Forderungen" sowie "zur Veräußerung verfügbar".

IFRS 9 behält die bestehenden Anforderungen des IAS 39 für die Klassifizierung von finanziellen Verbindlichkeiten weitgehend bei.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hatte in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten und derivative Finanzinstrumente keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns (siehe Seite 139 ff.).

Für eine Erläuterung, wie DMG MORI Finanzinstrumente und zugehörige Gewinne und Verluste nach IFRS 9 klassifiziert und bewertet, siehe Anhangangabe Seite 108 ff.

Die nachfolgende Tabelle sowie die begleitenden Angaben erläutern die Überleitung der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte von der ursprünglichen Bewertungskategorie gem. IAS 39 zu den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte gem. IFRS 9 am 1. Januar 2018 und der neuen Bewertungskategorie gem. IFRS 9 zum 1. Januar 2018 für jede vom Konzern gebildete Klasse von finanziellen Vermögenswerten. [→ D.11]

Die Auswirkungen aus der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 auf die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte zum 1. Januar resultieren ausschließlich aus den neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen.

Eigenkapitalinvestments, die nach IFRS 9 der Bewertungskategorie FVOCI zugeordnet wurden, stellen Investitionen dar, die DMG MORI aus strategischen Gründen langfristig halten will. In Übereinstimmung mit IFRS 9 hat der Konzern diese Beteiligungen zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung als FVOCI designiert. Im Gegensatz zu IAS 39 wird die kumulierte Rücklage aus Zeitwertänderungen mit diesen Investitionen niemals in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

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D.11
in T€ Buchwert zum 31. Dezember 2017 (IAS 39) Reklassifizierungen Neubewertungen Buchwert zum 1. Januar 2018 (IFRS 9)
IAS 39 - Kredite und Forderungen
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 363.405 0 -2 363.403
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 319.815 -235.481 -130 84.204
Sonstige Forderungen 141.800 0 -5 141.795
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 74.749 0 -36 74.713
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Costl 899.769 -235.481 -173 664.115
IAS 39 - Zur Veräußerung verfügbar
Finanzanlagen 5.307 0 0 5.307
Reklassifiziert aus IAS 39 - Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 235.481 -292 235.189
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) 5.307 235.481 -292 240.496
Derivate (freistehend) 611 0 0 611
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam (FVTPL) 611 0 0 611
Derivate (Hedge Accounting) 110 0 0 110
Derivate im Hedge Accounting 110 0 0 110
Gesamt 905.797 0 -465 905.332

Grundsätzlich werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte gemäß IFRS 9 in die Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" eingestuft. Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst. Ausnahme dabei bilden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des Factorings zum Verkauf angeboten und somit als FVOCI eingestuft werden. Ihre Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Nach IAS 39 wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte als "Kredite und Forderungen" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert.

Zum 1. Januar wurde mit Übergang auf IFRS 9 eine Erhöhung der Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten um 463 T€ (vor Steuern) in den Gewinnrücklagen erfasst. Zum 1. Januar 2018 wurden im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 keine zusätzlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst, für die eine Wertberichtigung vorgenommen wurde.

Wertminderung - Finanzielle Vermögenswerte und vertragliche Vermögenswerte

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle".

Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden.

Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Nach IFRS 9 werden Kreditverluste früher als nach IAS 39 erfasst und steigen bzw. werden auch volatiler - siehe Anhangangabe Seite 126 f.

DMG MORI hat ermittelt, basierend auf der unten beschriebenen Wertminderungsmethodik, dass die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 zu folgenden zusätzlichen Wertminderungsaufwendungen führen.

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D.12
in T€
Wertberichtigung zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 15.324
Zusätzlicher Wertminderungsaufwand zum 1. Januar 2018 auf:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 463
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2
Wertberichtigung zum 1. Januar 2018 nach IFRS 9 15.789

Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,01 % und 1,37 %.

Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des "General Approach" wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Zusätzliche Informationen über die Ermittlung der Wertberichtigungen des Konzerns sind in der Anhangangabe auf Seite 126 f. zu finden.

Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 9 besteht das Wahlrecht, anstatt der Anforderungen des IFRS 9 weiterhin die Bilanzierungsvorschriften des IAS 39 für Sicherungsgeschäfte anzuwenden.

Der DMG MORI-Konzern hat sich für die Anwendung des neuen allgemeinen Modells zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 ab 1. Januar 2018 entschieden und wendet dieses seitdem an. Dies erfordert, dass DMG MORI sicherstellt, dass die Sicherungsbeziehungen mit den Zielen und der Strategie des Risikomanagements abgestimmt sind und dass ein qualitativerer und zukunftsorientierterer Ansatz zur Beurteilung der Wirksamkeit von Sicherungsgeschäften angewendet wird.

Der DMG MORI-Konzern verwendet Devisentermingeschäfte zur Absicherung der Schwankungen der Zahlungsströme im Zusammenhang mit Änderungen der Wechselkurse bei Kreditaufnahmen, Forderungen, Verkäufen sowie Ankäufen von Vorräten in Fremdwährung.

Der Konzern hat nach IAS 39 die Devisentermingeschäfte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, Wertänderungen wurden unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn kein Hedge Accounting vorliegt oder im Fall von effektiven Cashflow Hedges im sonstigen Ergebnis.

Nach IAS 39 wurden für alle Absicherungen von Zahlungsströmen die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen ausgewiesenen Beträge als Umgliederungsbeträge in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, und zwar in der gleichen Periode, in der die erwarteten abgesicherten Cashflows den Gewinn oder Verlust beeinflussen.

Nach IFRS 9 werden jedoch für die Absicherungen von Zahlungsströmen (für das mit den erwarteten Ankäufen von nicht finanziellen Vermögenswerten verbundene Fremdwährungsrisiko) die in der Rücklage für die Absicherung von Zahlungsströmen und in der Rücklage für Kosten der Absicherung ausgewiesenen Beträge stattdessen direkt in die Anschaffungskosten des nicht finanziellen Vermögenswertes bei seiner Erfassung einbezogen. Nach IFRS 9 wird der gleiche Ansatz auch für die in der Rücklage für Kosten der Absicherung kumulierten Beträge angewendet.

Im Wesentlichen können die Sicherungsbeziehungen im Hedge Accounting gem. IAS 39 auch unter IFRS 9 weitergeführt werden.

Der DMG MORI-Konzern wendet die "Spot-to-Spot-Methode" an. Die Effekte aus der Forwardkomponente werden erfolgswirksam erfasst. Insgesamt hat die Anwendung der Änderungen des IFRS 9 nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften bei DMG MORI.

Für eine Erläuterung, wie DMG MORI die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 vornimmt, siehe Anhangangabe Seite 139 ff.

Übergang

Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich rückwirkend angewendet.

DMG MORI hat von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, Vergleichsinformationen für vorhergehende Perioden hinsichtlich der Änderungen der Einstufung und Bewertung (einschließlich der Wertminderung) nicht anzupassen. Differenzen zwischen den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden aufgrund der Anwendung des IFRS 9 werden grundsätzlich in den Gewinnrücklagen und sonstigen Rücklagen zum 1. Januar 2018 erfasst. Insofern entsprechen die für 2017 dargestellten Informationen im Allgemeinen nicht den Anforderungen des IFRS 9, sondern denen des IAS 39.

Die nachstehenden Beurteilungen sind auf Grundlage der Tatsachen und Umstände vorzunehmen, die zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung bestehen:

Bestimmung des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen ein finanzieller Vermögenswert gehalten wird

Bestimmung und Widerruf früherer Bestimmungen in Bezug auf bestimmte finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die als FVTPL bewertet werden

Bestimmung von bestimmten als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, als FVOCI.

Änderungen der Methoden zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften wurden prospektiv angewendet.

Alle zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39 designierten Sicherungsbeziehungen erfüllten zum 1. Januar 2018 die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IFRS 9 und werden daher als fortlaufende Sicherungsbeziehungen betrachtet.

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern wendet IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab dem 1. Januar 2018 an. Für den Übergang auf den IFRS 15 wendet DMG MORI die modifiziert retrospektive Methode an, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden. Infolgedessen wurden die Vergleichsinformationen für 2017 nicht angepasst, das heißt, sie wurden wie bisher gemäß IAS 18, IAS 11 und den entsprechenden Interpretationen dargestellt. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten nach IFRS 15 im Allgemeinen nicht auf Vergleichsinformationen angewendet.

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bisher bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter der IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme".

Verkauf von Gütern

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen wurden nach IAS 18 mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst. Dies war in der Regel der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgte und das Eigentum auf den Kunden überging. Umsatzerlöse wurden zu diesem Zeitpunkt erfasst, sofern die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich bewertet werden konnten, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich war und es kein weiter bestehendes Verfügungsrecht über die Waren gab, das der Umsatzrealisierung entgegenstand. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt.

Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen.

Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst. Im Zusammenhang mit Vertragsabschlüssen anfallende Provisionen werden bei Entstehung als Aufwand erfasst, da der Abschreibungszeitraum, den DMG MORI angesetzt hätte, nicht mehr als ein Jahr betragen würde.

Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen aus dem Verkauf von Gütern weitestgehend vergleichbar.

Die Auswirkungen dieser Änderung auf andere Posten im Konzernabschluss bestehen in einem Ausweis von Vertragsverbindlichkeiten für die Leistungsverpflichtungen, sowie einem Rückgang der sonstigen Rückstellungen, die zum 31. Dezember 2017 für Verpflichtungen von noch zu erbringenden Leistungen zurückgestellt wurden, aber bis zum 31. Dezember 2017 nach IAS 18 bereits mit Verkauf der Werkzeugmaschine als Umsatz realisiert wurden.

Änderungen ergeben sich auch im Zusammenhang mit dem Ausweis von Anzahlungen. Bisher wurden Kundenanzahlungen regelmäßig erst zum Zeitpunkt des Zahlungseingangs als Verbindlichkeit erfasst. Zukünftig fordert IFRS 15.105 ff. bereits mit Entstehung des unbedingten Anspruchs auf die Vorauszahlung den Ausweis als Verbindlichkeit.

Erbringen von Dienstleistungen

Umsatzerlöse für Dienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen, wie zum Beispiel Serviceverträge, Wartung, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen, wurden nach IAS 18 erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Nach IFRS 15 wird das gesamte Entgelt bei den Dienstleistungsverträgen auf alle Dienstleistungen, basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen, aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Preise, zu denen der Konzern die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der Dienstleistungen weitestgehend vergleichbar.

Aus diesem Grund ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung der Umsatzerlöse für diese Dienstleistungen.

Die Anwendung von IFRS 15 hat zu folgenden wesentlichen Anpassungen der Bilanzwerte zum 1. Januar 2018 geführt:

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D.13
in T€ Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 zum 1. Januar 2018
Vertragsverbindlichkeiten 12.659
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 13.334
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 13.334
Konzerneigenkapital -1.314
Sonstige Rückstellungen -4.483
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -6.477

Durch die Anwendung des IFRS 15 ergaben sich im Geschäftsjahr 2018 die folgenden wesentlichen Effekte gegenüber der Anwendung des IAS 18:

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D.14
in T€ Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 zum 31. Dezember 2018
Umsatzerlöse -8.904
Materialaufwendungen 6.457
Ergebnis nach Steuern -1.715
Konzerneigenkapital -3.030
Sonstige Rückstellungen -10.940
Vertragsverbindlichkeiten 23.422
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 33.260
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 33.260
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -8.337

Änderungen zu IFRS 2 - Einstufung und Bewertung anteilsbasierter Vergütungen

Die Änderungen betreffen die Berücksichtigung von Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich, die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen sowie die Bilanzierung bei einer Änderung der Klassifizierung der Vergütung von "mit Barausgleich" in "mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente". Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Änderungen zu IFRS 4 - Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge

Die Anpassungen betreffen die Erstanwendung von IFRS 9 für Versicherer. Durch unterschiedliche Zeitpunkte des Inkrafttretens von IFRS 9 und dem neuen Standard für Versicherungsverträge (IFRS 17) ergeben sich ohne diese Anpassungen für einen Übergangszeitraum erhöhte Volatilitäten in Ergebnissen und ein doppelter Umstellungsaufwand. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Änderungen zu IFRS 15 - Klarstellungen zu IFRS 15

Siehe Angaben zu IFRS 15.

Änderungen zu IAS 40 - Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien

Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. Die Aufzählung gilt nun explizit als nicht abschließend, sodass nun auch noch nicht fertiggestellte Immobilien unter die Regelung subsumiert werden können. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

IFRIC 22 - Fremdwährungstransaktionen und im Voraus erbrachte oder erhaltene Gegenleistungen

IFRIC 22 adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen". Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. Maßgeblich für die Ermittlung des Umrechnungskurses für den zugrunde liegenden Vermögenswert, Ertrag oder Aufwand ist danach der Zeitpunkt, zu dem der aus der Vorauszahlung resultierende Vermögenswert bzw. Schuld erstmals erfasst wird. Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Verbesserungen IFRS 2014 - 2016 - Änderungen an IFRS 1 und IAS 28

Durch die "Annual Improvements to IFRSs (2014 - 2016)" wurden drei IFRSs geändert, von denen die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 in 2018 erstmalig anzuwenden waren:

In IAS 28 wird klargestellt, dass das Wahlrecht zur Bewertung einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen, das von einer Wagniskapitalgesellschaft oder einem anderen qualifizierenden Unternehmen gehalten wird, je Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Darüber hinaus erfolgte die Streichung der befristeten Erleichterungsvorschriften in IFRS 1. Appendix E (IFRS 1.E3 - E7) für erstmalige IFRS-Anwender. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

a) EU Endorsement ist bereits erfolgt

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D.15
IFRS 16 Leasingverhältnisse
Änderungen zu IFRS 9 Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht ("right-of-use asset"), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".

Der Standard ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig für Unternehmen, die IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 oder davor anwenden.

Der DMG MORI-Konzern hat die Analyse des Implementierungsprojekts weitgehend abgeschlossen und die geschätzten Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss, wie unten dargestellt, beurteilt. Die tatsächlichen Auswirkungen aus der Anwendung dieses Standards zum 1. Januar 2019 können hiervon abweichen.

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasingnehmer ist

Der DMG MORI-Konzern wird neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für seine Operating-Leasingverhältnisse ansetzen. Die Art der Aufwendungen im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen wird sich ändern, da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte (right-of-use assets) sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten ansetzt.

Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter wird von den Anwendungserleichterungen Gebrauch gemacht.

In der Kapitalflussrechnung werden Cashflows für Operating-Leasingverhältnisse bisher im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Zukünftig werden Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen schätzt der DMG MORI-Konzern, dass er zusätzliche Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von rund 65 - 70 MIO € zum 1. Januar 2019 ansetzen wird. Aufgrund der Bilanzverlängerung wird sich die Eigenkapitalquote leicht verringern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden sich reduzieren, während sich die Abschreibungen erhöhen werden. Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet der DMG MORI-Konzern einen Anstieg des EBITDA zwischen 15 und 20 MIO € sowie ein leicht verbessertes Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT). Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit wird sich, aufgrund des geänderten Ausweises der Cashflows für Leasingverhältnisse, voraussichtlich um 15 bis 20 MIO € verbessern. In der gleichen Höhe wird sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit verändern.

Für die Investitionen wird durch die Änderungen aufgrund des IFRS 16 ein Anstieg in Hohe von 10 bis 12 MIO € erwartet.

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Finanzierungs-Leasingverhältnisse des DMG MORI-Konzerns erwartet.

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist

Basierend auf den derzeit verfügbaren Informationen erwartet der Konzern keine signifikanten Änderungen zum 1. Januar 2019.

Übergang

Der DMG MORI-Konzern beabsichtigt, IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode anzuwenden; der Ansatz des Nutzungsrechtes erfolgt in Höhe der Leasingverbindlichkeit. Vergleichsinformationen werden nicht angepasst.

Es wird beabsichtigt, die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung zu nutzen. Dies bedeutet, dass der DMG MORI-Konzern IFRS 16 auf alle Verträge anwenden wird, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind.

Änderungen IFRS 9 - Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung

Die Anpassungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung ("prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Die Änderungen sind zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

IFRIC 23 - Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung

Die steuerliche Behandlung bestimmter Sachverhalte und Transaktionen kann von der zukünftigen Anerkennung durch die Finanzverwaltung oder die Finanzgerichtsbarkeit abhängen. IAS 12 "Ertragsteuern" regelt wie tatsächliche und latente Steuern zu bilanzieren sind. IFRIC 23 ergänzt die Regelungen in IAS 12 hinsichtlich der Berücksichtigung von Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung von Sachverhalten und Transaktionen.

Die Interpretation ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

b) EU Endorsement ist noch ausstehend

Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt. [→ D.16]

IFRS 17 - Versicherungsverträge

IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung. Nach dem Bewertungsmodell des IFRS 17 werden Gruppen von Versicherungsverträgen bewertet, und zwar basierend auf dem Erwartungswert abgezinster Zahlungsströme mit einer expliziten Risikoanpassung für nicht finanzielle Risiken sowie einer vertraglichen Servicemarge, die zu einem Gewinnausweis entsprechend der Leistungserbringung führt. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Änderungen zu IFRS 3 - Definition eines Geschäftsbetriebs

Mit der Änderung stellt das IASB klar, dass ein Geschäftsbetrieb eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren. Weiterhin wird im Hinblick auf die Leistungen (Output) nun auf die Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Kunden abgestellt; der Verweis auf Kostenreduktionen entfällt. Die neuen Vorschriften enthalten darüber hinaus auch einen optionalen "Konzentrationstest", der eine vereinfachte Identifikation eines Geschäftsbetriebs ermöglichen soll. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Unternehmenszusammenschlüsse, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2020 liegt anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 - Definition von wesentlich

Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt. In diesem Zusammenhang findet eine Harmonisierung der Definitionen aus dem Rahmenkonzept, IAS 1, IAS 8 und dem IFRS Practice Statement 2 "Making Materiality Judgements" statt. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2020 erstmalig anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

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D.16
IFRS 17 Versicherungsverträge
Änderungen zu IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs
Änderungen zu IAS 1 und 8 Definition von wesentlich
Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Änderungen zu IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Änderungen zu IAS 19 Planänderung, -kürzung oder -abgeltung
Framework Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept
Verbesserungen zu IFRS 2015 - 2017 Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23

Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.

Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at equity bewerteten Beteiligung -sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist.

Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.

Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.

Änderungen zu IAS 28 - Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Die Änderungen enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt. Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - zum 1. Januar 2019 erstmalig anzuwenden.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen zu IAS 19 - Planänderung,-kürzung oder -abgeltung

Nach IAS 19 sind die Pensionsverpflichtungen bei Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen auf Basis aktualisierter Annahmen zu bewerten. Die Änderung stellt klar, dass nach einem solchen Ereignis der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis aktualisierter Annahmen zu berücksichtigen sind. Die Änderung ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Framework - Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept

Das überarbeitete Rahmenkonzept besteht aus einem neuen übergeordneten Abschnitt "Status and purpose of the con-ceptual framework" sowie aus nunmehr acht vollständig enthaltenen Abschnitten. Dabei sind jetzt Abschnitte zu "The reporting entity" und "Presentation and disclosure" enthalten; der Abschnitt "Recognition" wurde um "Derecognition" ergänzt. Zudem wurden Inhalte geändert: So wurde beispielsweise die Unterscheidung von "income in revenues" einerseits und "gains" andererseits aufgegeben. Einhergehend mit dem geänderten Rahmenkonzept wurden Referenzen auf das Rahmenkonzept in diversen Standards angepasst.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Verbesserungen zu IFRS 2015 - 2017

Durch die "Annual Improvements to IFRSs (2015 - 2017)" wurden vier IFRSs geändert.

In IFRS 3 wird klargestellt, dass ein Unternehmen bei Erlangung der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden hat. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist neu zu bewerten.

In IFRS 11 wird festgelegt, dass eine Partei bei Erlangung einer gemeinschaftlichen Führung (joint control) an einem Geschäftsbetrieb, an dem er zuvor im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, den bisher gehaltenen Anteil nicht neu bewertet.

IAS 12 wird dahingehend geändert, dass alle ertragssteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen in gleicher Weise zu berücksichtigen sind, wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen.

Zuletzt wird im IAS 23 festgelegt, dass bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen sind.

Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

DMG MORI geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 139.399 T€ (Vorjahr: 139.419 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Währungseffekten. Weitere Informationen sind auf den Seiten 104 ff. zu finden.

Pensionsrückstellungen

Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Rückstellung für Pensionen 37.828 T€ (Vorjahr: 44.580 T€). Weitere Informationen sind auf den Seiten 131 ff. zu finden.

Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf den Seiten 104 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2018 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 16.938 T€ (Vorjahr: 23.605 T€).

Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (siehe Anhangangabe 35), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangangabe 25) sowie für Eventualschulden (siehe Anhangangabe 35), Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der übertragenen Gegenleistung beim Erwerb von Tochterunternehmen (siehe Anhangangabe 4) und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangangabe 31) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 19), der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten (siehe Anhangangabe 24) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangangabe 28).

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist.

Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

D.17 | WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER

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Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 bis 5 Jahre
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 2 bis 10 Jahre
Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 30 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - außer dem Geschäfts- oder Firmenwert -liegen nicht vor.

Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert zzgl. Fremdkapitalkosten, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Der Aufwand hieraus wird in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 113 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

Impairment

Die Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes).

Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2018 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes.

DMG MORI überprüft die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte gemäß dem Nutzungswert auf der Basis geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der von den zuständigen Gremien verabschiedeten Dreijahresplanung des DMG MORI-Konzerns abgeleitet werden. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen und Kosten. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen und Gesamtleistung wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen bestimmt (siehe Prognosebericht Seite 72 f.). Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant.

Der Planung liegt ein Detail-Planungszeitraum bis zum Geschäftsjahr 2021 zugrunde. Bei der Schätzung des Nutzungswertes wurde für den Detail-Planungszeitraum eine stabile Umsatzentwicklung angenommen. Für die Jahre 2019 bis 2021 wurden für beide Cash-Generating-Units leicht ansteigende EBIT-Margen angenommen. Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1 % herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht.

Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€) und der Cash-Generating-Unit "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 82.326 T€ (Vorjahr: 82.346 T€) zugeordnet.

Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 13,0 % (Vorjahr: 12,1 %) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 12,5 % (Vorjahr: 11,6 %) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2018 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Im Rahmen der Wertminderungstests wurden Sensitivitätsanalysen der wesentlichen Annahmen vorgenommen. Im Ergebnis hätte keine vom Vorstand für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme zu einer Wertminderung geführt.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20 % bis zu 50 % zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als Anteil am "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind.

Beteiligungen

Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.

Vor dem 1. Januar 2018 wurden Beteiligungen, für die ein notierter Marktpreis vorliegt, als "available-for-sale" klassifiziert und zu diesem Wert bewertet. Sofern kein aktiver Markt existierte, wurden sie auch als "available-for-sale" klassifiziert und die Bewertung erfolgte unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. In Ausnahmefällen wurde angenommen, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht.

Ab dem 1. Januar 2018 werden Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, zum Fair Value bewertet. Beim erstmaligen Ansatz kann das Unternehmen wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Dieses Wahlrecht wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. DMG MORI übt dieses Wahlrecht aus.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungs-wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 113 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet.

Finanzinstrumente - Vorgehensweise vor dem 1. Januar 2018

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgte gemäß IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Finanzinstrumente wurden grundsätzlich angesetzt, sobald der DMG MORI-Konzern Vertragspartner der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern wurden alle Kassageschäfte unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Derivative Finanzinstrumente wurden zum Handelstag bilanziert. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten erfasste Finanzinstrumente wurden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt war, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Finanzielle Vermögenswerte wurden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei waren bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen.

IAS 39 unterschied für die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten die Kategorien "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables"), "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale"), "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") sowie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" ("at fair value through profit and loss"). Letztere wurde gemäß dem Standard wiederum in die Unterkategorien "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading") und "beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten" (so genannte "Fair Value Option") unterteilt. Von dieser Option wurde weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch gemacht.

Der Kategorie "bis zur Endfälligkeit gehalten" ("held to maturity") wurden nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit zugeordnet, die die Gesellschaft bis zur Endfälligkeit halten wollte und konnte; diese wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" ("available-for-sale") stellte beim DMG MORI-Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fielen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Die Bewertung erfolgte grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Kategorie "Kredite und Forderungen" ("loans and receivables") beinhaltete im DMG MORI-Konzern die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Grundsätzlich wurden Vermögenswerte dieser Kategorie unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche Forderungen wurden auf ihren Barwert abgezinst.

Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte ("held for trading") wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fielen im Wesentlichen die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" eingebunden waren und damit zwingend als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert werden mussten. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wurde erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Forderungen und Sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und die sonstigen Vermögenswerte wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. Langfristige unverzinsliche Forderungen wurden abgezinst. Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen trugen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führten zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen wurden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf bestand, auf Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruhte in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt wurden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen.

Finanzielle Verbindlichkeiten wurden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten wurden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, ebenfalls angesetzt und über die Laufzeit amortisiert. Im Rahmen der Folgebewertung unterschied IAS 39 hierbei neben der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" ("financial liabilities at amortised cost") noch die Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" ("held for trading").

Die Finanzschulden wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Bei Ermittlung der Anschaffungskosten wurden auch Transaktionskosten berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wurden in Höhe des Barwertes der künftigen Leasingraten in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Von Kunden erhaltene Anzahlungen wurden mit dem zugeflossenen Betrag unter den Verbindlichkeiten passiviert.

Finanzinstrumente - Vorgehensweise ab dem 1. Januar 2018

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente.

Erstmaliger Ansatz und Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn DMG MORI Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird.

Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value (FV) bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (Fair Value through profit and loss (FVTPL))) bewertet wird, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis (in der Regel entspricht dies den Anschaffungskosten) bewertet.

Klassifizierung und Folgebewertung

Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten

Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Schuldinstrumente)

Eigenkapitalinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Eigenkapitalinstrumente)

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust (FVTPL)

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der DMG MORI-Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:

Er wird im Rahmen einen Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL eingestuft wurde:

Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und

seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVOCI bewertet werden, werden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 36). Bei der erstmaligen Erfassung kann unwiderruflich entschieden werden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungsanomalien zu beseitigen oder signifikant zu verringern.

Einschätzung des Geschäftsmodells

DMG MORI trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert wird und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:

Die angegebenen Richtlinien und Ziele für das Portfolio und die Durchführung dieser Richtlinien in der Praxis; dies umfasst, ob die Strategie des Managements darauf ausgerichtet ist, die vertraglichen Zinserträge zu vereinnahmen, ein bestimmtes Zinssatzprofil beizubehalten, die Laufzeit eines finanziellen Vermögenswertes mit der Laufzeit einer damit verbundenen Verbindlichkeit oder den erwarteten Mittelabflüssen abzustimmen oder Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren.

Wie die Ergebnisse des Portfolios ausgewertet und an das Konzernmanagement berichtet werden

Die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäftsmodell gehaltenen finanziellen Vermögenswerten) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden

Wie die Manager vergütet werden - zum Beispiel, ob die Vergütung auf dem beizulegenden Zeitwert der verwalteten Vermögenswerte oder auf den vereinnahmten vertraglichen Zahlungsströmen basiert - und

Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten.

Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte, die nicht zur Ausbuchung führen, werden vom Konzern weiterhin bilanziert und insofern nicht als Verkäufe behandelt.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet.

Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind

Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und Gewinnmarge.

Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:

Bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden

Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden

Vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und

Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken (zum Beispiel keine Rücktrittsberechtigung).

Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags enthalten sein kann.

Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist.

Folgebewertung

Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL (Fair Value through profit and loss): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Für Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, siehe Anhangangabe 36.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost): Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Schuldinstrumente zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Eigenkapitalinvestments zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt.

Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2018 waren analog zum Vorjahr Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 167,5 MIO € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 116,1 MIO € (Vorjahr: 118,6 MIO €) verkauft.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist.

Wertminderungen

IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle".

Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Es besteht ein Wahlrecht diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. DMG MORI hat beschlossen, das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte anzuwenden ("simplified approach").

Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Nach IFRS 9 werden Kreditverluste früher als nach IAS 39 erfasst.

Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von individuellen Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Ein Zahlungsverzug von 30 Tagen ist kein Indiz auf einen Anstieg des Ausfallrisikos. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderungen berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,01 % und 1,37 %.

Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des "General Approach" wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows).

Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es - abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet:

Fair Value Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hegdes wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Cashflow Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cash-flow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppen

Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Latente Steuern

Die DMG MORI GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist.

Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI GmbH, erlosch die ertragsteuerliche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämtliche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll.

Die Regelungen des IAS 12 enthalten keine expliziten Regelungen für die bilanzielle Berücksichtigung des Steueraufwands, der durch die zum DMG MORI-Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften verursacht wurde. Die Bilanzierung der latenten Steuern im Konzernabschluss erfolgt auf Basis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Da ein Steuerumlagevertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vorliegt, wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der sog. "Standalone taxpayer approach" gewählt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Steuerumlage auf Basis des steuerlichen Einkommens der Organgesellschaft DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und unabhängig von der tatsächlichen Zahllast der Organträgerin, der DMG MORI GmbH ermittelt wird.

Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden daher unabhängig von der tatsächlichen Steuerschuldnerschaft sämtliche Steueraufwendungen, der zum Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften, im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfasst. Dementsprechend wurden alle Folgen der Besteuerung dieser Gesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berücksichtigt. Dazu gehören neben der Erfassung der laufenden und latenten Steuern auch die Berücksichtigung von Steuerrisiken und evtl. Nachzahlungen oder Erstattungen von Steuern für Vorperioden einschließlich der daraus resultierenden Folgen auf latente Steuerpositionen.

Die Ertragsteuern umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Laufende Ertragsteuern sind die erwarteten, für das Jahr zu zahlenden Steuern auf der Grundlage der in dem betreffenden Jahr geltenden Steuersätze sowie etwaige Korrekturen von Steuern früherer Jahre.

Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst.

Die nach § 16 Körperschaftsteuergesetz durch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Organgesellschaft zu versteuernde Ausgleichszahlung der DMG MORI GmbH an die Minderheitsaktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt zu Steuern. Diese sind für die Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) und die in diesem Zeitraum wahrscheinlich zu leistenden Ausgleichszahlungen zu schätzen und erfolgsneutral als nicht-finanzielle sonstige Verbindlichkeit unter Minderung der Kapitalrücklage zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde daher für die Dauer des BGAV ein Betrag in Höhe von 14.477 T€ als sonstige Rückstellung erfasst. Zum 31. Dezember 2018 beträgt der Wert der Rückstellung 10.854 T€.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demographischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht.

Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50 % liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt.

Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstands erfolgte zum 31.12.2016 zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Aufgrund des in 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für die LTI-Tranchen sicherzustellen. Für die bestehenden LTI-Tranchen 2015 - 2018 sowie 2016 - 2019 wurden für die bisher variablen Parameter Ergebnis nach Steuern (EAT) und Aktienkurs fixe kalkulatorische Werte festgelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen.

Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse-Factoring-Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da unter anderem aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2018 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17.717 T€ (Vorjahr: 19.207 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst.

Fremdkapitalkosten

Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d. h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 7 T€ (Vorjahr: 25 T€) und bei Sachanlagen Fremdkapitalkosten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 13 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1 % analog zum Vorjahr herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern wendet IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab dem 1. Januar 2018 an. Für den Übergang auf den IFRS 15 wendet DMG MORI die modifiziert retrospektive Methode an, nach der die kumulierten Anpassungsbeträge zum 1. Januar 2018 erfasst werden. IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bisher bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen im DMG MORI-Konzern beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Die Zahlungsbedingungen beinhalten in der Regel eine Anzahlung nach Erhalt der Auftragsbestätigung, eine Zahlung nach Anlieferung der Maschine und eine Restzahlung nach Inbetriebnahme der Maschine.

DMG MORI macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.63 Gebrauch und verzichtet darauf, die Höhe der zugesagten Gegenleistung um die Auswirkungen aus einer signifikanten Finanzierungskomponente anzupassen, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt. Daher ist in den Verträgen mit Kunden in der Regel keine Finanzierungskomponente enthalten.

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst. Aus dem Erbringen von Dienstleistungen, wie z. B. Serviceverträge, Wartung, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen, die nicht im Rahmen von Maschinenverkäufen anfallen, ergaben sich keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich des Zeitpunkts der Erfassung der Umsatzerlöse.

Nach IFRS 15.94 erfasst DMG MORI zusätzliche Kosten einer Vertragsanbahnung bei ihrem Entstehen als Aufwand, wenn der Abschreibungszeitraum, den DMG MORI andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Umsatzerlöse aus Verkäufen von Gütern wurden entsprechend den Kriterien des IAS 18 "Revenue" bis zum 31. Dezember 2017 mit der Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken erfasst, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Im Rahmen des Verkaufs von Gütern war dies regelmäßig der Zeitpunkt, wenn die Lieferung erfolgt war und die Gefahr auf den Kunden übergegangen war. Außerdem musste der DMG MORI-Konzern die Höhe des Umsatzes verlässlich ermitteln und von der Einbringlichkeit der Forderung ausgehen können. Die weltweiten Lieferungen der Güter wurden durch die Konzerngesellschaften mit unterschiedlichen internationalen Handelsklauseln (Incoterms) durchgeführt. Hierdurch wurde die Übertragung der maßgeblichen Chancen und Risiken und damit auch der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung bestimmt. Umsatzerlöse für Dienstleistungen wurden erfasst, wenn die Dienstleistungen erbracht worden sind. Eine Erfassung nach der Percentage-of-Completion-Methode nach IAS 11 erfolgte nicht. Zinserträge wurden nach Zeitablauf unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung erfasst. Dividendenerträge wurden zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entstanden war. Zins- und Dividendenerträge wurden im Finanzergebnis ausgewiesen.

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.

4. KONSOLIDIERUNGSKREIS

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D.18 | ANZAHL DER VOLLKONSOLIDERTEN UNTERNEHMEN 31.12.2018 31.12.2017
Inland 32 33
Ausland 49 48
Gesamt 81 81

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 87 Unternehmen (Vorjahr: 86). Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 80 (Vorjahr: 80) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Sechs (Vorjahr: fünf) Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu.

Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2017 sind die

INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), und die

GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd., Manchester (Großbritannien)

zum Konsolidierungskreis hinzugekommen.

Am 6. Dezember 2018 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH Anteile an der INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), in Höhe von 30 % zum Kaufpreis von 8.004 T€ erworben. Mit dieser Beteiligung an dem indischen Softwareentwickler erschließt sich DMG MORI den Zugang zu wichtigem Software- und Technologie-Know-How für die generative Produktion im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING. Das Stammkapital beträgt 769 T€.

Die INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen.

Die GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, gründete im Geschäftsjahr 2018 die GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd., Manchester (Großbritannien) als 100 %-ige Tochtergesellschaft. Das Stammkapital beträgt 1 GBP (1 €). Sie soll im Servicegeschäft für Solarprojekte tätig sein.

Mit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb der Konzern 50,1 % der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen. In den Jahren 2018 bis 2020 erfolgen drei vertraglich vereinbarte fixe Zahlungen als Gegenleistung für den Erwerb der verbleibenden 49,9 % der Anteile. Darüber hinaus sind variable Kaufpreiszahlungen vereinbart, die von der Erfüllung vertraglicher Bedingungen abhängig sind. Der berücksichtigte beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (für 100 % der Anteile) zum Erwerbszeitpunkt betrug insgesamt 14.687 T€ und wird in Zahlungsmitteln erbracht. Dieser setzt sich aus fest vereinbarten Gegenleistungen in Höhe von 10.113 T€ und bedingten Gegenleistungen in Höhe von 4.574 T€ zusammen.

Die bedingten Gegenleistungen sind von DMG MORI an die verkaufenden Anteilseigner innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren zu zahlen, wenn definierte Ertragskennzahlen (Anzahl verkaufte Maschinen) und technische Ziele erfüllt werden.

Im Januar 2018 hat der Konzern die Anteile an der REALIZER GmbH auf 75,1 % erhöht. Die fest vereinbarte Gegenleistung für den Erwerb der Anteile betrug 1.500 T€ und wurde in 2018 bezahlt.

Im vierten Quartal 2018 wurde die Einschätzung des beizulegenden Zeitwertes einer bedingten Gegenleistung geändert. Der beizulegende Zeitwert einer bedingten Gegenleistung in Höhe von 1.500 T€ verminderte sich um 700 T€. Die Veränderung wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2018 ergaben sich darüber hinaus keine geänderten Einschätzungen des beizulegenden Zeitwerts der bedingten Gegenleistungen.

Obwohl der Konzern weniger als die Hälfte der Anteile und der Stimmrechte an sechzehn Projektgesellschaften in Spanien besitzt, wurde ermittelt, dass der Konzern diese über abgeschlossene Vereinbarungen beherrscht.

Die maßgeblichen Tätigkeiten der Projektgesellschaften sind durch Vereinbarungen im Wesentlichen vorbestimmt (Finanzierung, Ergebnisverteilung) und der Konzern partizipiert im Wesentlichen an den mit den Projektgesellschaften verbundenen Chancen und Risiken.

Aus Gründen der Wesentlichkeit wurden die Projektgesellschaften zum 31. Dezember 2018 nicht vollkonsolidiert. Zum 31. Dezember 2018 beträgt die Bilanzsumme dieser Gesellschaften in Summe 60 T€ und das Ergebnis vor Steuern -87 T€. Es wurden keine Umsatzerlöse erzielt.

Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2017 ist die DMG MORI Hamburg GmbH, Hamburg, nicht mehr im Konsolidierungskreis enthalten. Sie wurde rückwirkend zum 1. Januar 2018 auf die DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld, verschmolzen.

Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden analog zum Vorjahr gem. IFRS 11 als gemeinschaftlich geführte Unternehmen ("Joint Ventures") klassifiziert. Gemäß IFRS 11.24 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:

Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan),

Magnescale Europe GmbH, Wernau,

Magnescale Americas, Inc., Davis (USA),

DMG MORI Finance GmbH, Wernau,

DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen.

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D.19 | WÄHRUNGEN Stichtagskurs = 1
Durchschnittskurs = 1
ISO-Code 31.12.2018 31.12.2017 2018 2017
Australische Dollar AUD 1,62200 1,53460 1,57941 1,47749
Kanadische Dollar CAD 1,56050 1,50390 1,53108 1,46774
Schweizer Franken CHF 1,12690 1,17020 1,15292 1,11288
Chinesische Renminbi CNY 7,87510 7,80440 7,81262 7,62977
Tschechische Kronen CZK 25,72400 25,53500 25,67031 26,34354
Britische Pfund GBP 0,89453 0,88723 0,88591 0,87432
Indische Rupien INR 79,72980 76,60550 80,28468 73,61906
Japanische Yen JPY 125,85000 135,01000 130,34692 126,99077
Polnische Zloty PLN 4,30140 4,17700 4,26195 4,25557
Russische Rubel RUB 79,71530 69,39200 73,78871 65,97698
Singapur Dollar SGD 1,55910 1,60240 1,59062 1,55832
US-Dollar USD 1,14500 1,19930 1,18034 1,13045

Quelle: Europäische Zentralbank, Frankfurt / Main

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ist im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt.

Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns ist auf den Seiten 155 ff. dargestellt.

5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs - soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse - in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt. Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt. [ → D.19]

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6. UMSATZERLÖSE

Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:

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D.20
in T€
2018 2017
Deutschland 821.500 712.094
EU (ohne Deutschland) 973.778 933.916
USA 25.735 81.564
Asien 614.081 447.272
Übrige Länder 220.034 173.605
2.655.128 2.348.451

Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgen in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 88 f. und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf den Seiten 54 ff.

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze 2018 nach Absatzgebieten sowie wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente. [→ D.21]

Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).

Vertragssalden

Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Vertragssalden aus Verträgen mit Kunden. [→ D.22]

Die erhaltenen Anzahlungen enthalten im Wesentlichen von Kunden erhaltene Anzahlungen für Maschinen. Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen bereits berechnete, aber noch nicht erbrachte Inbetriebnahmen und Schulungsleistungen.

Bei der Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen handelt es sich im Wesentlichen um fällige, noch nicht gezahlte Anzahlungsrechnungen für die ein unbedingter Anspruch auf die Zahlung besteht.

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D.21
in T€ Werkzeugmaschinen 2018 Industrielle Dienstleistungen 2018 Corporate Services 2018 Konzern 2018
Absatzgebiete
Deutschland 467.695 353.614 0 821.309
EU (ohne Deutschland) 479.662 494.116 0 973.778
USA 18.463 7.272 0 25.735
Asien 365.798 248.283 0 614.081
Übrige Länder 122.562 97.472 0 220.034
Summe 1.454.180 1.200.757 0 2.654.937
Wichtigste Produkt- / Dienstleistungslinien
Verkauf von Werkzeugmaschinen 1.454.180 0 0 1.454.180
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. 0 559.268 0 559.268
Originäres Servicegeschäft 0 539.413 0 539.413
Sonstiges 0 102.076 0 102.076
Summe 1.454.180 1.200.757 0 2.654.937
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.454.180 1.200.757 0 2.654.937
Sonstige Umsatzerlöse 0 0 191 191
Externe Umsatzerlöse 1.454.180 1.200.757 191 2.655.128
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D.22
in T€ Anhangangabe Buchwert zum 31. Dezember 2018 Buchwert zum 1. Januar 2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 25 228.252 238.242
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 21.244 15.957
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 480.705 206.961
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 25 47 28
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 33.260 13.334
Summe 763.508 474.522
Erhaltene Anzahlungen 342.575 287.181
Vertragsverbindlichkeiten 23.422 12.659
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 33.260 13.334
Summe 399.257 313.174

Vertragsvermögenswerte bestehen nicht.

Der zu Beginn der Periode in den erhaltenen Anzahlungen, Vertragsverbindlichkeiten und Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen enthaltene Betrag in Höhe von insgesamt 313.174 T€ wurde im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 312.246 T€ als Umsatzerlöse erfasst.

Der Konzern erwartet, dass Leistungen in Höhe von 397.367 T€, die den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet waren, im Jahr nach dem Berichtsjahr erwartungsgemäß zu Umsatz führen werden. Der Konzern macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.121 Gebrauch und führt diese Leistungen daher nicht separat auf.

Für Erlöse in Höhe von 1.890 T€ aus Schulungen, verlängerten Gewährleistungszeiträumen, Werkzeugpaketen sowie Wartungsverträgen, erwartet der Konzern, dass diese in den Jahren 2020 bis 2022 zu Umsatz führen werden.

7. AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendigen Teile der entwicklungs-bezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten.

8. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Im Geschäftsjahr 2018 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 3.539 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsverlust: -649 T€).

Die übrigen Erträge enthalten in Höhe von 73 T€ (Vorjahr: 307 T€) Erträge aus Untermietverhältnissen, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist. [→ D.23]

9. MATERIALAUFWAND

Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung.

10. PERSONALAUFWAND

Für das Geschäftsjahr 2018 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung 10.078 T€ (Vorjahr: 8.659 T€). Auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 9.278 T€ (Vorjahr: 8.059 T€); davon auf das Fixum 2.478 T€ (Vorjahr: 2.100 T€) und 3.349 T€ auf das STI (Vorjahr: 2.880 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 2.063 T€ (Vorjahr: 1.750 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 1.283 T€ (Vorjahr: 1.272 T€). Die Sachbezüge betrugen 105 T€ (Vorjahr: 57 T€). Neben der direkten Vergütung wurden als indirekte Vergütung 800 T€ (Vorjahr: 600 T€) für Pensionszusagen aufgewendet.

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D.23
PERIODENFREMDE ERTRÄGE
in T€
2018 2017
Auflösung von Rückstellungen 3.656 9.415
Gewinne aus Anlagenabgängen 2.185 2.542
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen 84 26
Übrige periodenfremde Erträge 3.385 2.891
9.310 14.874
ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Kurs- und Währungsgewinne 35.308 30.439
Kostenerstattungen und Weiterbelastungen 14.017 10.345
Schadenersatzleistungen 1.023 1.256
Zulagen und Zuschüsse 511 343
Vermietung und Verpachtung 468 481
Herabsetzung von Wertminderungen 2.754 3.005
Übrige 10.791 20.421
64.872 63.285
Gesamt 74.182 84.169

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.271 T€ (Vorjahr: 1.339 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 31.655 T€ (Vorjahr: 34.829 T€) gebildet worden.

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 28 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 ff. zu finden.

Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt.

Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2018 im Konzern auf 28.165 T€ (Vorjahr: 26.957 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 26.247 T€ (Vorjahr: 24.264 T€).

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt. [→ D.24]

11. ABSCHREIBUNGEN

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel auf den Seiten 84 f. zu entnehmen. In den Abschreibungen sind Wertminderungen in Höhe von 5.654 T€ (Vorjahr: 14.628 T€) enthalten, die auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen entfallen.

12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Hierin enthalten sind Aufwendungen für das Produktmarketing sowie unsere Marketingaktivitäten. [→ D.25]

Die Kurs- und Währungsverluste sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 3.539 T€ (Vorjahr: Kurs- und Währungsverlust: -649 T€).

Die Zuführungen zu Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für Gewährleistungen. Die Vertriebsprovisionen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken und sind abhängig vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen. In den übrigen anderen betrieblichen Aufwendungen waren im Vorjahr Verluste aus dem Abgang von Tochtergesellschaften in Höhe von 2.433 T€ enthalten.

Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind anteilig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Personalaufwendungen enthalten.

Im Geschäftsjahr 2018 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 1.091 T€ (Vorjahr: 1.498 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 28 ff. zu finden.

13. FINANZERTRÄGE

Im DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 4.450 T€ (Vorjahr: 3.767 T€) entstanden. Hierin enthalten sind Zinserträge in Höhe von 2.457 T€ (Vorjahr: 1.200 T€) aus dem Darlehen an die DMG MORI GmbH.

14. FINANZAUFWENDUNGEN

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 8.969 T€ (Vorjahr: 7.381 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Factoring des Konzerns. Darin enthalten sind Zinsaufwendungen in Höhe von 577 T€ (Vorjahr: 308 T€), die im Geschäftsjahr von der DMG MORI GmbH berechnet wurden.

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D.24 Durchschnittliche
Anzahl
Stand am Bilanzstichtag
2018 2017 31.12.2018 31.12.2017
Lohnempfänger 1.902 1.821 1.932 1.885
Gehaltsempfänger 5.031 4.816 5.175 4.857
Auszubildende 362 309 396 359
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D.25
PERIODENFREMDE AUFWENDUNGEN
in T€
2018 2017
Verluste aus Anlagenabgängen 1.589 1.172
Sonstige Steuern 348 243
Übrige periodenfremde Aufwendungen 2.242 3.128
4.179 4.543
ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Ausgangsfrachten, Verpackungen 58.191 54.381
Reise- und Repräsentationsaufwendungen 40.348 37.759
Sonstige fremde Dienstleistungen 35.451 32.427
Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen 33.112 45.208
Kurs- und Währungsverluste 31.769 31.088
Mieten, Pachten und Leasing 30.117 29.784
Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter 29.515 25.605
Vertriebsprovisionen 17.933 23.238
Sonstige Personalaufwendungen 15.298 15.574
Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen 14.124 18.518
Zuführungen zu Rückstellungen 12.969 7.846
Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten 8.767 8.637
Wertminderungen von Forderungen 8.078 8.244
Versicherungen 6.091 6.604
Sonstige Steuern 4.776 4.266
Lizenzen und Warenzeichen 2.596 2.583
Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 2.121 1.996
Investor- und Public-Relations 992 1.098
Übrige 28.829 22.437
381.077 377.293
Gesamt 385.256 381.836

In den Finanzaufwendungen ist in Höhe von 456 T€ (Vorjahr: 508 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten. Daneben sind hier 91 T€ (Vorjahr: 479 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

In den sonstigen Finanzaufwendungen wird analog zum Vorjahr der Aufwand in Höhe von 633 T€ aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die in 2016 neu abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen.

15. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 3.388 T€ (Vorjahr: 1.485 T€). Hier ist insbesondere der im Geschäftsjahr 2018 entstandene Ertrag aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), in Höhe von 2.950 T€ (Vorjahr: 1.183 T€) sowie der anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 532 T€ (Vorjahr: 302 T€) enthalten.

16. ERTRAGSTEUERN

In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge sowie Aufwendungen aus der Steuerumlage ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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D.26
in T€
2018 2017
Laufende Steuern 71.665 52.081
Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr 71.379 49.865
Steuererträge für Vorjahre -697 -261
Steueraufwendungen für Vorjahre 983 2.477
Latente Steuern -6.409 5.938
Verlustvorträge -2.151 3.304
Temporäre Differenzen -4.321 2.621
Reduzierung des Steuersatzes 63 13
65.256 58.019

Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften.

Die Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH, Bielefeld, belasteten laufenden Steuern in Höhe von 43.467 T€ (Vorjahr: 30.017 T€). Ein Betrag von 697 T€ (Vorjahr: 261 T€) resultierte aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 983 T€ (Vorjahr: 2.477 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten.

Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2018 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 %. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8 %. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0 % (Vorjahr: 14,0 %) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 16 % und 33 %.

Aus der Erstanwendung des IFRS 9 bzw. IFRS 15 ergaben sich im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von 119 T€ bzw. 385 T€. Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 1.588 T€ (Vorjahr: 671 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne sowie Währungskurseffekte.

Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen. [→ D.27]

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 65.256 T€ (Vorjahr: 58.019 T€) ist um 1.250 T€ höher (Vorjahr: 5.457 T€) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 64.006 T€ (Vorjahr: 52.562 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2018 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %) auf Konzernebene ergeben würde.

Die Veränderung bei den steuerlichen Verlustvorträgen betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 2.076 T€ (Vorjahr: 4.010 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 2.533 T€ (Vorjahr: 1.656 T€) genutzt bzw. aktiviert werden.

17. AUF NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE ENTFALLENDES JAHRESERGEBNIS

Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 1.273 T€ (Vorjahr: 921 T€). In der Position ist im Wesentlichen das anteilige Ergebnis von nicht beherrschenden Anteilen der GILDEMEISTER LSG Solar RUS OOO, Moskau (Russland) enthalten.

18. ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt. [→ D.28]

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D.27
in T€
2018 2017
Ergebnis vor Steuern 214.786 176.382
Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent 29,8 29,8
Erwarteter Steuerertrag / -aufwand 64.006 52.562
Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -5.436 -1.318
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen 63 13
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -1.010 -3.244
Steuerliche Verlustvorgänge -457 2.354
Nichtansatz temporäre Differenzen / latente Steuern Vorjahre 1.080 233
Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 6.201 6.013
Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre 286 2.216
Sonstige Anpassungen 523 -810
Ertragsteuern 65.256 58.019
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D.28 2018 2017
Konzernergebnis ohne auf nicht beherrschende Anteile entfallender Jahresüberschuss 148.257 T€ 117.442 T€
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994 78.817.994
Ergebnis je Aktie 1,88 € 1,49 €

Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 149.530 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 1.273 T€ verringert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,88 € (Vorjahr: 1,49 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 139.399 T€ (Vorjahr: 139.419 T€).

Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro.

Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 16.938 T€ (Vorjahr: 23.605 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf 53.425 T€ (Vorjahr: 43.983 T€).

In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten.

Für immaterielle Vermögenswerte wurde im Geschäftsjahr 2018 eine Wertminderung in Höhe von 843 T€ (Vorjahr: 1.504 T€) erfasst, die dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Werkzeugmaschinen" erfasst ist. Dabei handelt es sich um selbsterstelltes IT-Prozess-Know-how, für das entschieden wurde, dieses nicht weiter zu nutzen. Der erzielbare Betrag beträgt 0 €.

Eine Zuschreibung auf die im Vorjahr vorgenommene Wertminderung musste nicht vorgenommen werden, da der erzielbare Betrag 0 € beträgt.

Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 50 erläutert.

20. SACHANLAGEN

Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 50 erläutert.

Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 4.811 T€ (Vorjahr: 13.124 T€) in den Abschreibungen erfasst. Wertaufholungen auf die im Vorjahr vorgenommenen Wertminderungen ergaben sich nicht.

DMG MORI hat für eine Anlage zur Erzeugung von Strom eine Wertminderung identifiziert, die sich aus der Erwartung einer geänderten Produktivität und geänderten Marktpreisen ergibt. Die Überprüfung des erzielbaren Betrags führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 1.449 T€ (Vorjahr: 4.465 T€), der dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wurde. Der zur Bestimmung des Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor nach Steuern betrug 5,14 %. Zum 31. Dezember 2018 betrug der erzielbare Betrag dieser Sachanlage 3.057 T€.

Der erzielbare Betrag entsprach hierbei dem Nutzungswert. Die Berechnung des Nutzungswertes beruht auf Annahmen zur zukünftigen Produktivität sowie zur Entwicklung der Marktpreise, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet wurden. Die Ermittlung des Fair Value abzüglich Veräußerungskosten erfolgte gemäß IFRS 13.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde für ein Gebäude mit dazugehörigen technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Wertminderung identifiziert, die sich aus einer geänderten Nutzungsabsicht des Gebäudes und Leerständen ergibt. Das Gebäude soll zukünftig nicht mehr in dem Umfang genutzt werden, wie in den Vorjahren. Die Überprüfung des erzielbaren Betrages führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 3.362 T€ (Vorjahr: 7.198 T€), der dem Posten Abschreibungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wurde. Die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wesentlichen Annahmen waren der verwendete Abzinsungsfaktor (4,0 %), unterschiedliche Ein- und Ausgaben aus einer Vermietung des Gebäudes inklusive Investitionen sowie Leerstände. Die Ermittlung des Fair Value abzüglich Veräußerungskosten gemäß IFRS 13 wurde beachtet. Zum 31. Dezember 2018 betrug der erzielbare Betrag des Gebäudes 33.397 T€.

In den Sachanlagen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von 592 T€ (Vorjahr: 1.265 T€) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen sind. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliedern sich wie folgt auf:

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D.29
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Grundstücke und Bauten 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 271 567
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321 698
592 1.265

21. BETEILIGUNGEN

Die Entwicklung der Beteiligungen des Konzerns ist im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt.

Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und sind als FVOCI designiert. DMG MORI hat das Wahlrecht gem. IFRS 9.4.1 beim erstmaligen Ansatz ausgeübt, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen im sonstigen Ergebnis zu zeigen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat sich ein weiterer Partner an der strategischen Allianz der ADAMOS GmbH beteiligt. Der Anteil der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH beträgt seitdem 14,28 % (Vorjahr: 16,7 %). Der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2018 beträgt 2.000 T€. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der ADAMOS GmbH aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht.

Im November 2018 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 5 % an der STBO GmbH, Bielefeld. Der beizulegende Zeitwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2018 beträgt 300 T€. Mit dem Erwerb dieser Anteile an der Bielefelder Schüco-Arena setzt DMG MORI ein klares Zeichen für das "Bündnis OWL" und die Jugendförderung von Arminia Bielefeld.

Daneben sind Anteile an der Pro-Micron GmbH & Co. KG Modular System mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 80 T€ enthalten sowie die Anteile der GILDEMEISTER energy solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, in Höhe von 40 %. Sie haben wie im Vorjahr zum Stichtag einen beizulegenden Zeitwert von 21 T€.

Auf diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Beteiligungen erfasst.

Eine Übersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2018 findet sich auf den Seiten 155 ff.

22. ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Die folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen:

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D.30 31.12.2018 31.12.2017
Kapitalanteil
%
Buchwert
T€
Kapitalanteil
%
Buchwert
T€
DMG MORI Finance GmbH 42,6 10.650 42,6 10.118
Magnescale Co. Ltd. 44,1 39.790 44,1 34.985
DMG MORI HEITEC GmbH 50,0 503 50,0 50
INTECH DMLS PRIVATE LIMITED 30,0 7.908 0,0 0
58.851 45.153

Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten. Die Magnescale Co. Ltd. und die DMG MORI Finance GmbH sind als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" auf Seite 120 dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an den Kapitalerhöhungen bei dem Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, gem. Gesellschaftsvertrag partizipiert. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH ist mit 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 503 T€. Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, wurde als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen.

Die Beteiligung an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und Hersteller von hochpräzisen Positionsmesstechnologien, mit ihren 100 %-igen Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), in Höhe von 44,1 % schätzen wir als wesentlich ein. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte anhand zukünftiger Cashflows, die aus der Planung der Gesellschaft abgeleitet wurden. Dabei wurde in der Planung von leicht steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem WACC von 9,52 % diskontiert. Im Geschäftsjahr 2018 wurde ein Jahresergebnis von 6.685 T€ erzielt.

Die wesentlichen Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind für alle drei Gesellschaften zusammen-gefasst in der folgenden Tabelle dargestellt.

Zusätzlich zum Jahresüberschuss wurde ein Währungseffekt in Höhe von 4.206 T€ (Vorjahr: -5.599 T€) anteilig im sonstigen Ergebnis erfasst. Es ergibt sich ein Gesamtergebnis von 10.891 T€ (anteilig 4.805 T€) (Vorjahr: -2.917 T€, anteilig -1.287 T€).

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D.31 | MAGNESCALE CO. LTD.
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 46.228 34.375
Langfristige Vermögenswerte 51.784 51.681
Kurzfristige Verbindlichkeiten 14.970 11.525
Langfristige Verbindlichkeiten 9.549 11.929
Nettobuchwert 73.493 62.602
Umsatzerlöse 100.004 82.762
Jahresergebnis 6.685 2.682

Die Werte des anderen assoziierten Unternehmens, der DMG MORI Finance GmbH, sind darüber hinaus in der folgenden Tabelle zusammengefasst.

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D.32 | DMG MORI FINANCE GMBH
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Kurzfristige Vermögenswerte 222.705 210.619
Langfristige Vermögenswerte 301.106 217.199
Kurzfristige Verbindlichkeiten 175.047 154.313
Langfristige Verbindlichkeiten 323.734 249.726
Nettobuchwert 25.030 23.779
Umsatzerlöse 137.031 126.291
Jahresergebnis 1.251 710

Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt:

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D.33 | MAGNESCALE CO. LTD.
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Nettobuchwert zum 1.1. 62.602 65.519
Ergebnis nach Steuern 6.685 2.682
Sonstiges Ergebnis 4.206 -5.599
Nettobuchwert zum 31.12. 73.493 62.602
Anteiliges Eigenkapital 32.425 27.620
Konsolidierung / Sonstiges 7.365 7.365
Buchwert des at equity-Ansatzes 39.790 34.985
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D.34 | DMG MORI FINANCE GMBH
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Nettobuchwert zum 1.1. 23.779 23.069
Ergebnis nach Steuern 1.251 710
Nettobuchwert zum 31.12. 25.030 23.779
Anteiliges Eigenkapital 10.650 10.118
Buchwert des at equity-Ansatzes 10.650 10.118

23. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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D.35
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.263 849
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11.963 5.906
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.757 2.426
15.983 9.181

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.36
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 1.826 427
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 0 13
Übrige Vermögenswerte 10.137 5.466
11.963 5.906

In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft in Höhe 3.233 T€ enthalten (Vorjahr: 3.200 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Zuschreibung in Höhe von 33 T€ vorgenommen (Vorjahr: 195 T€).

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.37
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Steuererstattungsansprüche 1.462 1.648
Übrige Vermögenswerte 1.295 778
2.757 2.426

In den Steuererstattungsansprüchen sind keine Forderungen für Ertragsteuern enthalten.

24. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen:

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D.38
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 282.909 207.771
Unfertige Erzeugnisse 164.107 144.983
Fertige Erzeugnisse und Waren 167.357 181.870
Geleistete Anzahlungen 11.008 13.038
625.381 547.662

In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 54.528 T€ (Vorjahr: 54.734 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben haben. Von den am 31. Dezember 2018 bilanzierten Vorräten wurden 109.038 T€ (Vorjahr: 117.553 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 23.430 T€ (Vorjahr: 14.432 T€) im Materialaufwand erfasst.

Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 3.423 T€ (Vorjahr: 2.975 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst.

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D.39
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Dritte 226.989 237.796
gegen at equity bewertete Unternehmen 21.244 15.970
gegen sonstige nahestehende Unternehmen 110.070 65.172
gegen Beteiligungsunternehmen 47 28
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 358.350 318.966
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 370.635 141.800
Gesamt 728.985 460.766

25. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind Forderungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 91.314 T€ (Vorjahr: 53.584 T€) enthalten. Daneben sind wie im Vorjahr in den sonstigen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen Forderungen gegen die DMG MORI GmbH aus der Darlehensvergabe in Höhe von 370.000 T€ (Vorjahr: 120.000 T€) sowie aus der Abgrenzung von Zinsen in Höhe von 644 T€ (Vorjahr: 400 T€) abzüglich der Wertminderung aus dem "general approach" in Höhe von 9 T€ enthalten. Das Darlehen wird zu marktüblichen Konditionen verzinst. [→ D.39]

Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 77.500 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 65.999 T€ (Vorjahr: 59.693 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 50.140 T€ (Vorjahr: 58.862 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten.

Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geografischen Regionen, von denen Forderungen in Höhe von 358.552 T€ nicht einzelwertberichtigt sind, teilen sich wie folgt auf:

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D.40
in T€
31.12.2018
Deutschland 94.629
Europa 139.020
Asien 33.823
Amerika 251
DMG MORI CO. Gruppe 110.676
Summe 378.399

Die Analyse der Werthaltigkeit der lang- und kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellte sich im Geschäftsjahr 2017 nach IAS 39 wie folgt dar. [→ D.41]

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D.41
Nach IAS 39 Buchwert davon: Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ bis zu 3 Monaten zwischen 3 und 6 Monaten zwischen 6 und 12 Monaten über 1 Jahr
Forderungen
31.12.2017 461.615 428.720 19.160 2.769 2.815 3.549

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

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D.42
in T€
2018
Stand Wertberichtigungen zum 1. Januar nach IAS 39 15.324
Anpassung aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 422
Stand Wertberichtigungen zum 1. Januar nach IFRS 9 15.746
Ausbuchungen -2.285
Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 5.325
Stand Wertberichtigungen zum 31. Dezember 18.786
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D.43
Nach IAS 39
in T€ 2017
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 15.477
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 4.170
Verbrauch -1.318
Auflösungen -3.005
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 15.324

Ein separater Ausweis der Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenwerte gem. IAS 1.82 (ba) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte aufgrund der Unwesentlichkeit des Postens nicht.

Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorgenommen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht in absehbarer Zeit nachkommen werden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 gab es ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Vertragswert in Höhe von 3.759 T€, die aber derzeit noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen.

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen.

Details zur Ermittlung der Wertberichtigungen und zu Kreditrisiken sind unter Punkt 37 beschrieben.

26. SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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D.44
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 60.241 72.764
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 81.272 58.050
141.513 130.814

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.45
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Diskontierte Kundenwechsel 25.760 20.507
Forderungen aus Factoring 7.305 8.945
Debitorische Kreditoren 6.899 26.840
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 6.613 4.797
Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente 1.964 708
Forderungen an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter 754 543
Kredite an Fremde 11 401
Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen 0 2.680
Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 10.935 7.343
60.241 72.764

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.

Die Analyse der Werthaltigkeit der sonstigen lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, stellte sich in 2017 wie folgt dar. [→ D.46]

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D.46
Nach IAS 39 Buchwert davon: Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in T€ bis zu 3 Monaten zwischen 3 und 6 Monaten zwischen 6 und 12 Monaten über 1 Jahr
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
31.12.2017 78.670 77.722 177 54 587 119

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.47
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Vorauszahlungen 32.982 4.936
Steuererstattungsansprüche 28.109 35.300
Übrige Vermögenswerte 20.181 17.814
81.272 58.050

Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer.

27. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 152.681 T€ (Vorjahr: 363.405 T€). Details zur Ermittlung und Berücksichtigung von Wertminderungen sind unter Punkt 37 zu finden.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 79 dargestellt.

28. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den nachfolgenden Positionen zuzuordnen. [→ D.48 | D.49]

Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %).

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können.

Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 5.153 T€ (Vorjahr: 3.002 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Für inländische Gesellschaften außerhalb des Organkreises bestanden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.036 T€ (Vorjahr: 0 T€). Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 4.117 T€ (Vorjahr: 3.002 T€). Im Berichtsjahr wurden 3.000 T€ (Vorjahr: 231 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert und 849 T€ (Vorjahr: 3.031 T€) mit laufendem steuerlichen Einkommen verrechnet. Bei einer ausländischen Tochtergesellschaft, die positive steuerliche Einkommen erzielt, wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.918 T€ aktiviert, da nunmehr mit hinreichender Sicherheit feststeht, das steuerliche Verlustvorträge aus einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung genutzt werden können.

Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 102.501 T€ (Vorjahr: 95.119 T€), von denen 80.940 T€ (Vorjahr: 82.255 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 24.639 T€ (Vorjahr: 23.115 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 43.463 T€ (Vorjahr: 29.964 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 12.838 T€ (Vorjahr: 29.176 T€) in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren.

In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 1.419 T€ (Vorjahr: 5.571 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird. In diesem Zusammenhang wurden bei einem Produktionswerk aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.036 T€ sowie auf temporäre Differenzen in Höhe von 9 T€ aktiviert. Aufgrund der Fokussierung des Produktionswerkes auf das Zukunftsfeld ADDITIVE MANUFACTURING und der positiven Ergebnisprognosen gehen wir davon aus, dass zukünftig ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen erzielt wird.

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D.48 31.12.2018 31.12.2017
in T€ aktiv passiv aktiv passiv
Immaterielle Vermögenswerte 17.897 7.921 19.380 8.810
Sachanlagen 10.449 4.326 8.060 3.069
Finanzanlagen 296 0 44 0
Vorräte 12.622 2.030 11.441 2.174
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 10.991 2.391 9.850 5.319
Rückstellungen 12.337 7.004 11.362 2.977
Verbindlichkeiten 9.004 1.976 10.142 2.788
Steuerliche Verlustvorträge 5.153 - 3.002 -
78.749 25.648 73.281 25.137
Saldierungen -23.143 -23.143 -23.350 -23.350
Gesamt 55.606 2.505 49.931 1.787
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D.49
in T€
2018 Latenter Steueraufwand / -ertrag 2017 Latenter Steueraufwand / -ertrag
Immaterielle Vermögenswerte 517 -2.552
Sachanlagen -1.179 -928
Finanzlagen -254 -53
Vorräte -1.407 6.454
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte -4.016 437
Rückstellungen 1.485 -3.226
Verbindlichkeiten 596 2.502
Steuerliche Verlustvorträge -2.151 3.304
Gesamt -6.409 5.938

Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 18.506 T€ (Vorjahr: 17.399 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag um 1.588 T€ auf 9.051 T€ (Vorjahr: 10.638 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 9.043 T€ (Vorjahr: 10.569 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von 8 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: 69 T€) zusammen.

29. EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2018 und 2017 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 82 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt.

Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Mai 2017) entnommen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden.

Die neuen Aktien können von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) hinsichtlich eines Teilbetrages von bis zu 5.000.000,00 € zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen,

b) bei Sachkapitalerhöhung gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Überlassung von Aktien zu erwerben,

c) bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Fassung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden,

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.

Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und c) ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20 %-Grenze sind solche Aktien zuzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtsausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 15. Mai 2019 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben.

Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- beziehungsweise Wandlungspreis.

Die Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten beziehungsweise die zur Wandlung / Optionsausübung Verpflichteten von ihren Options- beziehungsweise Wandlungsrechten Gebrauch machen oder, soweit sie zur Wandlung beziehungsweise zur Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung / Optionsausübung erfüllen und nicht bereits existierende Aktien oder die Zahlung eines Geldbetrages zur Bedienung eingesetzt werden.

Die aufgrund der Ausübung des Options- beziehungsweise Wandlungsrechts oder der Erfüllung der Wandlungs- beziehungsweise Optionspflicht ausgegebenen neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2018 betrug unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren.

Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden.

GEWINNRÜCKLAGEN UND ANDERE RÜCKLAGEN

Gesetzliche Rücklage

Der Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 680.530 €.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen.

Andere Rücklagen

In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen 8 T€ zum 31. Dezember 2018 (Vorjahr: 69 T€).

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2018 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt.

Gewinnverwendung

Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres.

Zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten.

Das Geschäftsjahr 2018 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 99.325.615 € (Vorjahr: 89.865.288 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern.

Zum 31. Dezember 2018 weist die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen handelsrechtlichen Bilanzgewinn aus.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2018 auf 4.453 T€ (Vorjahr: 3.111 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisanteilen.

ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORI-Konzern eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Vorstands ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Zum 31. Dezember 2018 gab es keine Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie und keine Finanzschulden insgesamt. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2018 eingehalten.

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI GmbH mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht für die Gesellschaft keine Möglichkeit mehr über eine Dividendenpolitik die Eigenkapitalausstattung des DMG MORI-Konzerns aktiv zu gestalten.

Der Finanzmittelüberschuss wird ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

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D.50
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 152.681 363.405
Finanzschulden 0 46.490
Finanzmittelüberschuss 152.681 316.915
Summe Eigenkapital 1.197.688 1.164.618
Eigenkapitalquote 49,1 % 52,0 %
Gearing - -

Die Summe des Eigenkapitals ist absolut um 33.070 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote sank zum 31. Dezember 2018 auf 49,1 % (Vorjahr: 52,0 %).

30. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u. a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 1.918 T€ im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: 2.693 T€).

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet.

Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet, sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Darüber hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt-(Anlage) Risiko.

Im DMG MORI-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüblichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden in Deutschland die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. In der Schweiz wurden für die Berechnungen die "technischen Grundlagen BVG 2015, Generationentafeln" verwendet. Sie basieren auf den aktuellsten verfügbaren Beobachtungen der Sterblichkeit von mehrheitlich privatrechtlichen Pensionskassen und berücksichtigten die zukünftige Veränderung der Sterblichkeit im Zeitablauf.

Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen:

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D.51
in %
Deutschland 2018 Rest der Welt 2018 Deutschland 2017 Rest der Welt 2017
Diskontierungszinssatz 1,51 0,78 1,19 0,59
Gehaltstrend 0,00 2,90 0,00 1,20
Rententrend 2,00 0,00 2,00 0,00

Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für unsere ausländischen Gesellschaften wurde eine zukünftige durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2,9 % berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten. [→ D.52]

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D.52 31.12.2018 31.12.2017
in T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt
Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen 32.167 1.243 35.364 1.179
+ Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 18.267 15.090 19.577 17.070
- Zeitwert des Planvermögens -16.305 -12.634 -16.370 -12.240
= Nettowert der bilanzierten Beträge am Stichtag 34.129 3.699 38.571 6.009
davon Pensionen 37.828 44.580
davon Vermögenswerte (-) 0 0
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D.53 2018 2017
in T€ in % in T€ in %
Nicht börsennotiert
qualifizierende Versicherungsverträge (Lebensversicherung) 16.305 56,34 16.370 57,22
Andere 12.634 43,66 12.240 42,78
Summe Planvermögen 28.939 100,00 28.610 100,00
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D.54 Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in T€ 2018 Deutschland 2018 Rest der Welt 2018 Deutschland 2018 Rest der Welt 2018 Deutschland 2018 Rest der Welt
Stand zum 1. Januar 54.941 18.249 -16.370 -12.240 38.571 6.009
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 0 1.092 0 0 0 1.092
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 547 0 0 0 547 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 632 111 -191 -78 441 33
Währungsdifferenz 0 653 0 -472 0 181
1.179 1.856 -191 -550 988 1.306
Erfasst im Sonstigen Ergebnis
Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus:
- finanziellen Annahmen -1.996 -899 0 0 -1.996 -899
- erfahrungsbedingter Berichtigung -1.288 -1.035 0 0 -1.288 -1.035
- demografischer Berichtigung 663 -198 0 0 663 -198
Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -316 -887 -316 -887
-2.621 -2.132 -316 -887 -2.937 -3.019
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -2.341 -1.195 -2.341 -1.195
Geleistete Zahlungen -3.065 -1.640 2.913 2.238 -152 598
-3.065 -1.640 572 1.043 -2.493 -597
Stand zum 31. Dezember 50.434 16.333 -16.305 -12.634 34.129 3.699
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D.55 Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in T€ 2017 Deutschland 2017 Rest der Welt 2017 Deutschland 2017 Rest der Welt 2017 Deutschland 2017 Rest der Welt
Stand zum 1. Januar 56.898 28.206 -16.429 -19.803 40.469 8.403
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 0 1.173 0 0 0 1.173
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 393 -85 0 0 393 -85
Zinsaufwand (Zinserträge) 697 109 -203 -82 494 27
Währungsdifferenz 0 -1.671 0 1.280 0 -391
1.090 -474 -203 1.198 887 724
Erfasst im Sonstigen Ergebnis
Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus:
- finanziellen Annahmen 473 -692 0 0 473 -692
- erfahrungsbedingter Berichtigung -338 -1.081 0 0 -338 -1.081
Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -305 676 -305 676
135 -1.773 -305 676 -170 -1.097
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -2.476 -1.301 -2.476 -1.301
Geleistete Zahlungen -3.182 -2.272 3.043 2.921 -139 649
Sonstiges (Ausbuchung Rentner-Deckungskapital) 0 -3.621 0 3.621 0 0
Effekte aus Unternehmenszusammenschlüssen / Veräußerungen / Transfers 0 -1.817 0 448 0 -1.369
-3.182 -7.710 567 5.689 -2.615 -2.021
Stand zum 31. Dezember 54.941 18.249 -16.370 -12.240 38.571 6.009

Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus folgenden Werten zusammen. [ → D.53]

Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 1.472 T€ (Vorjahr: Aufwendungen 86 T€).

Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 31.655 T€ (Vorjahr: 34.829 T€) gebildet worden.

Die Tabellen [→ D.54 | D.55] zeigen die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile.

In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert. [ → D.56]

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D.56
in T€
2018 2017 2016 2015 2014
Barwert aller Versorgungszusagen 66.767 73.190 85.104 75.412 69.692
Zeitwert des Planvermögens aller Fonds -28.939 -28.610 -36.232 -34.626 -21.887
Finanzierungsstatus 37.828 44.580 48.872 40.786 47.805

Es wird erwartet, dass in 2019 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 2.361 T€ (Vorjahr für 2018: 3.096 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2019 voraussichtlich rund 521 T€ (Vorjahr für 2018: 641 T€) betragen werden.

Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rund zwölf Jahre und für die Schweiz zwischen neunzehn und zwanzig Jahren.

Für die wichtigsten Annahmen zur Berechnung der Verpflichtung wurden Sensitivitätsanalysen erstellt. Der Diskontierungsfaktor, die Annahme zur Lohnentwicklung und die Lebenserwartung wurden um einen festen %-Satz bzw. um 1 Jahr vermindert bzw. erhöht.

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst.

Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar:

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D.57 Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2018
in T€ in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 66.767
bei:
Verminderung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 68.901 3,20
Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 64.741 -3,03
Verminderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 65.341 -2,14
Erhöhung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 68.227 2,19
Lebenserwartung - 1 Jahr 63.975 -4,18
Lebenserwartung + 1 Jahr 69.573 4,20

Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, bzw. verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte.

31. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt. [→ D.58]

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 8.896 T€ (Vorjahr: 8.218 T€), Risiken aus laufenden Betriebsprüfungen sowie sonstige betriebliche Steuern, die für das Berichtsjahr sowie für Vorjahre gebildet wurden. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr erfüllt werden. In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 49.369 T€ (Vorjahr: 43.242 T€), Altersteilzeit in Höhe von 4.592 T€ (Vorjahr: 2.762 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 16.911 T€ (Vorjahr: 15.761 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 10.893 T€ (Vorjahr: 10.364 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2018 waren Zahlungsmittel in Höhe von 3.113 T€ (Vorjahr: 2.895 T€) auf den Treuhandverein übertragen.

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D.58 31.12.2018 31.12.2017
in T€ gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Steuerrückstellungen 17.850 17.850 15.174 15.174
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 112.599 83.233 99.288 76.009
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 52.097 43.406 39.786 32.578
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 40.826 39.626 35.859 33.835
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 4.785 4.785 4.449 4.449
Übrige 57.118 38.195 47.063 36.328
Andere Rückstellungen 267.425 209.245 226.445 183.199
Gesamt 285.275 227.095 241.619 198.373
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D.59
in T€ 01.01.2018 Zuführungen Inanspruchnahmen Auflösungen Sonstige Veränderungen 31.12.2018
Steuerrückstellungen 15.174 15.786 11.983 968 -159 17.850
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 99.288 78.413 58.046 6.099 -957 112.599
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 39.736 24.761 10.503 1.434 -463 52.097
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 33.691 24.816 13.469 3.852 -360 40.826
Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten 4.449 3.947 2.949 719 57 4.785
Übrige 44.798 30.447 15.856 2.284 13 57.118
Andere Rückstellungen 221.962 162.384 100.823 14.388 -1.710 267.425
Gesamt 237.136 178.170 112.806 15.356 -1.869 285.275

Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse sowie möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und Sonstige enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden.

Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Verpflichtungen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Das Risiko, dass über diese Rückstellungen hinaus weitere Abflüsse erfolgen, wird zum 31. Dezember 2018 als unwahrscheinlich eingeschätzt. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2019 erfüllt werden.

Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen. [→ D.59]

Der Stand der Rückstellungen zum 1. Januar 2018 beinhaltet Anpassungen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 in Höhe von insgesamt 4.483 T€.

Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 4.855 T€ (Vorjahr: 7.620 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" auf Seite 28 des Lageberichtes.

32. FINANZSCHULDEN

Per 31. Dezember 2018 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Finanzschulden.

Die Details der kurz- und langfristigen Finanzschulden des Vorjahres ergeben sich aus der folgenden Tabelle. [→ D.60]

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D.60
in T€ 31.12.2017 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre davon Restlaufzeit über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) 36.567 1.530 35.037 0
Diskontierte Kundenwechsel 9.923 9.923 0 0
46.490 11.453 35.037 0

1) davon durch Grundpfandrechte gesichert: 15.202 T€

Im Laufe des Geschäftsjahres 2018 wurden alle langfristigen Darlehen vollständig getilgt. Die diskontierten Kundenwechsel wurden vollständig zurückgeführt.

Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 802,4 MIO € (Vorjahr: 849,2 MIO €). Wesentliche Bestandteile sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 500,0 MIO €), Avallinien in Höhe von 129,0 MIO € (Vorjahr: 138,7 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen analog zum Vorjahr in Höhe von 167,5 MIO €.

Zusätzlich zu dem syndizierten Kredit gibt es noch einige kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen bei einzelnen Tochtergesellschaften mit einem Volumen von insgesamt 5,9 MIO € (Vorjahr: 43,1 MIO €). Per 31. Dezember 2017 bestanden noch einige langfristige Darlehen in Höhe von 36,6 MIO €.

Die kurzfristigen Finanzierungszusagen wurden wie im Vorjahr zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Der Auslandsanteil an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt betrug per 31. Dezember 2017 rund 98 %. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen 1,0 % (Vorjahr: 1,3 %).

Die wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzten sich im Vorjahr wie folgt zusammen. [→ D.61]

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D.61 31.12.2018 31.12.2017
Währung Buchwert
T€
Restlaufzeit in Jahren Effektiver Zinssatz
%
Währung Buchwert
T€
Darlehen EUR 0 - - EUR 673
Darlehen CHF 0 - - CHF 35.894
0 36.567
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D.61 31.12.2017
Restlaufzeit in Jahren Effektiver Zinssatz
%
Darlehen bis 1 6,25
Darlehen bis 2 1,25 - 1,90

Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31.12.2018 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit bis Februar 2022. Sie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURI-BOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2018 eingehalten. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zum 31. Dezember 2018 gab es wie im Vorjahr keine Ziehungen.

Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG MORI Spare Parts GmbH, SAUER GmbH, GILDEMEISTER energy solutions GmbH, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Graziano Tortona S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie.

Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 415,1 MIO € (Vorjahr: 437,4 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 205,9 MIO € (Vorjahr: 206,5 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel, Factoring) von 209,1 MIO € (Vorjahr: 230,9 MIO €).

33. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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D.62
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 8.205 9.505
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.649 3.856
10.854 13.361

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.63
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 138 720
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 7 0
Kreditorische Debitoren 0 8
Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 8.060 8.777
8.205 9.505

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 138 T€ (Vorjahr: 720 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar.

Die übrigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von 7.995 T€ die noch nicht gezahlte Gegenleistung aus dem Kauf der Anteile an der REALIZER GmbH.

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten.

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D.64
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Abgrenzungsposten 2.400 2.570
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 249 188
Verbindlichkeiten aus Steuern 0 379
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 0 719
2.649 3.856

Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.400 T€ (Vorjahr: 2.570 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance". Im Geschäftsjahr 2018 sind wie im Vorjahr keine Investitionszulagen gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst.

34. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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D.65
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 195.393 169.759
gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 2.266 2.310
gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 89.727 87.251
gegenüber Beteiligungsunternehmen 0 0
Summe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 287.386 259.320
Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber sonstige nahestehende Unternehmen 146.886 119.881
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 31.124 10.722
465.396 389.923

Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 78.317 T€. Eine Verbindlichkeit in Höhe von 142.792 T€ resultiert aus der Gewinnabführung und Steuerumlage an die DMG MORI GmbH.

Details und Erläuterungen zu den Vertragsverbindlichkeiten und der Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen sind im Kapitel Umsatzerlöse enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.66
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Kreditorische Debitoren 8.882 3.355
Verbindlichkeiten aus Factoring 5.137 47
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 2.223 1.380
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 616 694
Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 14.266 5.246
31.124 10.722

Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 2.223 T€ (Vorjahr: 1.380 T€) vor allem in USD, GBP und JPY. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 11.880 T€ (Vorjahr: 1.252 T€) enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 616 T€ (Vorjahr: 694 T€) stellen den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Es handelt sich zum größten Teil um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen von technischen Anlagen und Maschinen sowie Geschäftsausstattung.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen. Die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen beträgt 830 T€ (Vorjahr: 1.536 T€).

Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich wie folgt:

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D.67
in T€
31.12.2018 31.12.2017
SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
Fällig innerhalb eines Jahres 690 756
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 140 780
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
830 1.536
IN DEN KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN ENTHALTENER ZINSANTEIL
Fällig innerhalb eines Jahres 74 62
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 2 60
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
76 122
BARWERT DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
Fällig innerhalb eines Jahres 616 694
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 138 720
Fällig nach mehr als fünf Jahren 0 0
754 1.414

Im Geschäftsjahr 2018 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen für 2019 aus diesen Untermietverhältnissen betragen 175 T€; in den Folgejahren fallen hier Zahlungen in Höhe von 175 T€ an. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.68
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Steuern 25.869 28.796
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.473 5.679
Abgrenzungsposten 5.255 10.719
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 3.338 2.858
Übrige Verbindlichkeiten 1.761 687
41.696 48.739

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 10.112 T€ (Vorjahr: 11.888 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn - und Kirchensteuer in Höhe von 10.125 T€ (Vorjahr: 8.940 T€).

35. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Für folgende zu Nominalwerten angesetzte Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird:

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D.69 | HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Gewährleistungen 2.610 1.177
Bürgschaften 50 1.701
Sonstige Haftungsverhältnisse 3.382 4.790
6.042 7.668

Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2018 hat der DMG MORI-Konzern Verträge über den Kauf von Sachanlagevermögen in 2019 im Wert von 33,7 MIO € (Vorjahr für 2018: 7,7 MIO €) abgeschlossen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt, die wesentlichen Risiken und Chancen liegen beim Leasinggeber.

Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu dreiunddreißig Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

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D.70 | NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASING-ZAHLUNGEN
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Fällig innerhalb eines Jahres 23.804 22.951
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 33.648 27.921
Fällig nach mehr als fünf Jahren 10.210 3.659
67.662 54.531

Davon entfallen auf Operating-Leasing-Verhältnisse:

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D.71 | NOMINALE SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN
in T€
31.12.2018 31.12.2017
Fällig innerhalb eines Jahres 23.114 22.195
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 33.508 27.141
Fällig nach mehr als fünf Jahren 10.210 3.659
66.832 52.995

Die Operating-Leasing-Verhältnisse bestehen u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 12,1 MIO € sowie der FAMOT Pleszew Sp. z o. o., Pleszew (Polen), in Höhe von 2,3 MIO €. Die Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit.

Weitere Operating-Leasing-Verträge bestehen für Maschinen bei der DECKEL MAHO Pfronten GmbH in Höhe von 0,9 MIO €. Die Verträge beinhalten Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit.

Bei anderen Konzerngesellschaften bestehen Leasingverträge, insbesondere für Fuhrpark, in Höhe von insgesamt 23,5 MIO €. Daneben sind Leasingverträge für Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Sie beinhalten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse haben eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und fünfzehn Jahren.

Es bestehen keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen sind. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen liegen nicht vor.

36. FINANZINSTRUMENTE

Im DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, RUB und JPY gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar. [→ D.72]

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Seit dem 1. Januar 2018 wendet DMG MORI grundsätzlich IFRS 9 für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften an. Im Wesentlichen können die Sicherungsbeziehungen im Hedge Accounting gem. IAS 39 unter IFRS 9 weitergeführt werden.

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D.72 31.12.2018 31.12.2017
in T€ Nominalwert Vermögen Schulden Marktwerte Summe Nominalwert Marktwerte
Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges 27.668 238 318 -80 25.675 -232
Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten 215.134 1.726 1.912 -186 172.741 -427
242.802 1.964 2.230 -266 198.416 -659

Der DMG MORI-Konzern wendet die "Spot-to-Spot-Methode" an. Die Effekte aus der Forwardkomponente werden erfolgswirksam erfasst. Insgesamt hat die Anwendung der Änderungen des IFRS 9 nur unwesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften bei DMG MORI.

Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IFRS 9 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 1.964 T€ (Vorjahr: 721 T€).

Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 27.123 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 25.214 T€). Die Cashflows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 545 T€, hatten am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges von 461 T€).

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von -377 T€ (Vorjahr: 233 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von 585 T€ (Vorjahr: 991 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und in den Umsatzerlösen erfasst. Der Ausweis erfolgt für die freistehenden Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich bei den Devisentermingeschäften keine Ineffektivitäten (Vorjahr: -3 T€). Zur Messung der Ineffektivität wurden Grundgeschäfte in Höhe von 231 T€ (Vorjahr: 232 T€) herangezogen und zugehörige Sicherungsgeschäfte in Höhe von 231 T€ (Vorjahr: 235 T€).

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D.73
in T€
Stand zum 1. Januar 2018 (vor Steuern! -235
Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderung der Devisentermingeschäfte -377
Betrag, der aus der Rücklage für Absicherung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert worden ist (Recycling) 585
Stand zum 31. Dezember 2018 (vor Steuern! -27

Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen. [→ D.74]

37. RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN

Risiken aus Finanzinstrumenten

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht auf den Seiten 64 ff. im Chancen- und Risikobericht erläutert.

Währungsrisiken

Der DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.

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D.74
in T€
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2018 Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2018 Nettobetrag 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 1.964 1.711 253
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 2.230 1.711 519
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D.75
in T€
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2017 Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2017 Nettobetrag 31.12.2017
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 721 721 0
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 1.380 721 659

Der Konzern sichert mindestens 90 % seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten 12 Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen.

DMG MORI bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme. Es wird mithilfe der hypothetischen Derivatemethode beurteilt, ob das in der Sicherungsbeziehung designierte Derivat in Bezug auf Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäfts voraussichtlich effektiv sein wird oder effektiv war.

Hauptursachen für Ineffektivitäten bei diesen Sicherungsbeziehungen sind Ausfälle der Forderungen, Änderungen des Zeitpunkts der abgesicherten Grundgeschäfte oder Änderungen in den abgesicherten Zahlungsströmen.

Im Geschäftsjahr wurden folgende durchschnittliche Sicherungskurse unserer wesentlichen Währungen für Derivate im Hedge Accounting verwendet:

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D.76
in €
Durchschnittliche Sicherungskurse in 2018 Durchschnittliche Sicherungskurse in 2017
USD 1,19 1,20
JPY 128,50 132,80
GBP 0,89 0,89

Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar.

Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2018 und 2017. [→ D.77]

In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen aus Finanzinstrumenten auf die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2018 bzw. 31. Dezember 2017 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, GBP, RUB und JPY jeweils um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 1.053 T€ höher (niedriger) gewesen (Vorjahr: 477 T€ höher (niedriger)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wäre um 4.135 T€ niedriger (höher) (Vorjahr: 9.852 T€ höher (niedriger)) gewesen. [→ D.78]

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D.77 | WÄHRUNG 31.12.2018 31.12.2017
in T€ USD JPY GBP USD JPY GBP
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 1.716 -6.172 4.021 7.682 -1.791 3.168
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften 9.084 -6.938 12.406 9.394 -6.872 5.375
Transaktionsbezogene Fremdwährungspositionen 10.800 -13.110 16.427 17.076 -8.663 8.543
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position -10.819 10.892 -14.912 -16.226 8.165 -8.358
Offene Fremdwährungsposition -19 -2.218 1.515 850 -498 185
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D.78 Gewinn oder Verlust Eigenkapital netto
in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2018
USD (10 %-ige Änderung) -3.571 3.571 291 -291
JPY (10 %-ige Änderung) 2.031 -2.031 -236 236
GBP (10 %-ige Änderung) -117 117 926 -926
RUB (10 %-ige Änderung) -2.478 2.478 72 -72
-4.135 4.135 1.053 -1.053
31. Dezember 2017
USD (10 %-ige Änderung) 6.665 -6.665 644 -644
JPY (10 %-ige Änderung) 2.550 -2.550 -793 793
GBP (10 %-ige Änderung) -239 239 475 -475
RUB (10 %-ige Änderung) 876 -876 151 -151
9.852 -9.852 477 -477

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden.

Zum 31. Dezember 2018 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1 % auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 0,4 MIO € (Vorjahr: 2,1 MIO €) erhöhen. Da es sich im Wesentlichen um Zinsen auf Kontokorrentlinien handelt, erwarten wir keine wesentlichen Effekte bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge wären im Vorjahr um 106 T€ gesunken, wenn der Zinssatz um 5 Basispunkte gesunken wäre. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen. In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt:

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D.79 Nominalvolumen
in T€ 31.12.2018 31.12.2017
Festverzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 378.587 153.619
Finanzielle Verbindlichkeiten 0 -36.567
378.587 117.052
Variabel verzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 152.681 329.786
Finanzielle Verbindlichkeiten -116.140 -118.555
36.541 211.231

Bei den verzinslichen Finanzschulden und Finanzforderungen sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich.

Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar:

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D.80 Gewinn oder Verlust
in T€ Anstieg um 100 Basispunkte Rückgang um 5 Basispunkte
31. Dezember 2018
Variabel verzinsliche Instrumente 365 0
Ergebnissensitivität (netto) 365 0
31. Dezember 2017
Variabel verzinsliche Instrumente 2.112 -106
Ergebnissensitivität (netto) 2.112 -106

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen in Höhe von 5,9 MIO € (Vorjahr: 43,1 MIO €). Die syndizierte Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Februar 2022. Weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2018 eingehalten.

Dem DMG MORI-Konzern stehen zum 31. Dezember 2018 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 152,7 MIO € (Vorjahr: 363,4 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 209,9 MIO € (Vorjahr: 206,5 MIO €) und weitere freie Linien (Avale, Wechsel und Factoring) in Höhe von 205,1 MIO € (Vorjahr: 230,9 MIO €) zur Verfügung.

In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegenden Zeitwert dargestellt. [→ D.81]

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2018 bzw. am 31. Dezember 2017 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2018 bzw. 31. Dezember 2017 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 238 T€ (Vorjahr: 110 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 318 T€ (Vorjahr: 342 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. [→ D.82]

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D.81 Cashflows 2019 Cashflows 2020 - 2023 Cashflows 2024 ff.
in T€ Buchwert 31.12.2018 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 754 74 616 2 138 0
Diskontierte Kundenwechsel 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 434.272 0 434.272 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 36.345 0 28.285 0 8.047 0
Zwischensumme 471.371 74 463.173 2 8.185 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 2.230 0 2.223 0 7 0
473.601 74 465.396 2 8.192 0
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D.81
in T€
Cashflows 2024 ff. Tilgung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13
Zwischensumme 13
Verbindlichkeiten aus Derivaten 0
13
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D.82 Cashflows 2018 Cashflows 2019 - 2022 Cashflows 2023 ff.
in T€ Buchwert 31.12.2017 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.567 576 1.530 519 35.037 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.414 62 694 60 720 0
Diskontierte Kundenwechsel 9.923 0 9.923 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 379.201 0 379.201 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.433 0 8.648 0 8.764 0
Zwischensumme 444.538 638 399.996 579 44.521 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.380 0 1.380 0 0 0
445.918 638 401.376 579 44.521 0
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D.82
in T€
Cashflows 2023 ff. Tilgung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 21
Zwischensumme 21
Verbindlichkeiten aus Derivaten 0
21

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es, diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann.

Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallsrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage.

Die tatsächlichen historischen Kreditausfälle wurden mit Hilfe von Skalierungsfaktoren angepasst, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren auf aus der Historie zu erkennenden Trends sowie auf Vorhersagen des Bruttoinlandprodukts (BIP), Länderrisiken sowie Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus / Leitzinsen.

Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne beeinträchtigte Bonität sind der folgenden Tabelle zu entnehmen. [→ D.83]

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die DMG MORI CO. Gruppe werden in Bezug auf Wertminderungen separat betrachtet. Für die Ermittlung der Wertminderungen wird das Rating der DMG MORI COMPANY LIMITED sowie die Laufzeiten der Forderungen herangezogen.

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 2.285 T€ (Vorjahr: 4.074 T€) enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht auf Seite 64 ff.

Für die Bewertung der Wertminderungen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden die erwarteten Kreditausfälle, die aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag auftreten können herangezogen. In der Regel weisen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im DMG MORI-Konzern am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko auf.

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D.83
in T€ Ausfallquote
in %
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
Nicht überfällig 0,01 - 0,10 330.911 164 nein
Überfällig 0,01 - 1,37 27.641 243 nein
Summe 358.552 407

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 zum 1. Januar 2018 hat DMG MORI eine Wertminderung in Höhe von 2 T€ gebildet. Zum 31. Dezember 2018 betrug die Wertminderung 1 T€.

Geldanlagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar.

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen.

38. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt [→ D.84]. Der Effekt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist auf den Seiten 94 ff. des Anhangs erläutert. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts zur Umstellung sind die Vergleichswerte nicht angepasst worden.

Die Tabelle enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die gem. IAS 39 als "available-for-sale" klassifiziert worden sind. Gem. IFRS 9 sind sie der Kategorie "bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt werden (FVOCI)" zugeordnet. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegen fremde Dritte, gegen sonstige nahestehende Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegen Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind separat dargestellt. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Seite 137 ff.). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den Tabellen auf Seite 124 ff. und 137 ff. dargestellt.

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter.

Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode anhand von geschätzten Cashflows, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden.

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren, Inputfaktoren in 2018 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 5,13 % (Vorjahr: 4,60 %) und die jährlich erwarteten Umsatzerlöse (zwischen 830 T€ und 1.000 T€) in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die jährlichen Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von Marktpreisen) steigen (sinken) würden; wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Degradation niedriger (höher) wäre.

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D.84 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9
in T€ Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) Keiner Bewertungskategorie vonIFRS9 zugeordnet2) Gesamt Beizulegender Zeitwert 31.12.2018
Aktiva
Finanzanlagen1) 5.636 5.636 5.636
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 152.681 152.681 152.681
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94.467 265.146 359.613 359.613
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 33.260 33.260 33.260
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 370.635 370.635 370.635
Forderungen aus Factoring 7.305 7.305 7.305
Sonstige finanzielle Vermögenswerte3) 59.702 59.702 59.702
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.726 238 1.964 1.964
718.050 270.782 1.726 238 990.796 990.796
Passiva
Vertragsverbindlichkeiten 23.422 23.422 23.422
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 33.260 33.260 33.260
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 287.386 287.386 287.386
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber nagestehenden Unternehmen 146.886 146.886 146.886
Bedingte Gegenleistungen 3.882 3.882 3.882
Verbindlichkeiten aus Factoring 5.137 5.137 5.137
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 754 754 754
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 27.326 27.326 27.326
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.912 318 2.230 2.230
466.735 0 5.794 57.754 530.283 530.283

1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 2.403 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 3.233 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten
2) Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen sowie die Vertragsverbindlichkeiten und die vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen
3) Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist auf den Seite 124 und 126 f. zu finden

Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt.

Fair-Value-Hierarchie

Zum 31. Dezember 2018 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. [→ D.86]

Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;

Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen;

Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

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D.85 Einstufungen und Wertansatz Bilanz nach IAS 39
in T€ Buchwert 31.12.2017 Fortgeführte Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Beizulegender Zeitwert 31.12.2017
Aktiva
Finanzanlagen 2.107 2.107 n / a
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 363.405 363.405 363.405
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 319.815 319.815 319.815
Sonstige Forderungen 141.800 141.800 141.800
Forderungen aus Factoring 8.945 8.945 8.945
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 65.804 65.804 65.804
Sonstige finanzielle Vermögenswerte der Kategorie
Zur Veräußerung verfügbar 3.200 3.200 3.200
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 611 611 611
Derivate mit Hedge-Beziehung 110 110 110
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.567 36.567 37.187
Diskontierte Kundenwechsel 9.923 9.923 9.923
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 379.201 379.201 379.201
Verbindlichkeiten aus Factoring 47 47 47
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 1.414 1.414 1.414
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 17.386 17.386 17.386
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 1.038 1.038 1.038
Derivate mit Hedge-Beziehung 342 342 342
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gem. IAS 39:
Ausleihungen und Forderungen 899.769 899.769 899.769
Vermögenswerte der Kategorie
Zur Veräußerung verfügbar 5.307 2.107 3.200 3.200
Derivate zu Handelszwecken gehalten 611 611 611
Derivate im Cashflow Hedge 110 110 110
Verbindlichkeiten der Kategorie
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 444.538 444.538 445.158
Derivate zu Handelszwecken gehalten 1.038 1.038 1.038
Derivate im Cashflow Hedge 342 342 342

Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. In den Finanzanlagen ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft enthalten. Der Buchwert betrug 3.233 T€ (Vorjahr: 3.200 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 33 T€ (Vorjahr: 195 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Der Konzern hat die Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft gem. IFRS 9 als FVOCI eingestuft und Stufe 3 zugeordnet (für Informationen zur Bewertungstechnik siehe Seite 145). Unter IAS 39 war sie "als zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und Stufe 3 zugeordnet.

Für den beizulegenden Zeitwert der bedingten Gegenleistungen in Höhe von 3.882 T€ (Vorjahr: 4.573 T€) hätte eine Erhöhung / Minderung des risikobereinigten Abzinsungssatzes um 1 % zu einem Gewinn / Verlust von jeweils rund 100 T€ geführt. Die Erfüllung der bedingten Gegenleistungen ist abhängig von definierten Ertragskennzahlen (Anzahl verkaufte Maschinen) und technischen Zielen. Wenn die jeweilige vertragliche Bedingung erfüllt ist, erfolgt die Zahlung vollständig, wenn die Bedingung nicht erfüllt wird, erfolgt keine Zahlung.

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D.86 31.12.2018 31.12.2017
in T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzanlagen (erfolgsneutral)1) 5.636
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI2) 263.979 1.436
Übrige finanzielle Vermögenswerte 3.200
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 238 110
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 1.726 611
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.187
Bedingte Gegenleistungen 3.882 4.573
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 318 342
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 1.912 1.038

1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 2.403 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 3.233 T€ (Vorjahr: 3.200 T€) unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten
2) Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI, die in Stufe 3 eingestuft wurden, liegen individuelle Wertberichtigungen zugrunde

Die Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts für das Geschäftsjahr beträgt 691 T€. Davon wurden 700 T€ als Ertrag realisiert und in Höhe von -9 T€ ergab sich eine noch nicht realisierte Nettoveränderung.

Für die beizulegenden Zeitwerte der Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen:

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D.87 | GEWINN ODER VERLUST
in T€ Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2018
WACC (1,00 %ige Änderung) -469 557
Degradation (0,50 %ige Änderung) -292 303
Marktpreis für Strom (0,50 %ige Änderung) 272 -252
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D.88 | GEWINN ODER VERLUST
in T€ Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2017
WACC (1,00 %-ige Änderung) -519 630
Degradation (0,50 %-ige Änderung) -315 328
Marktpreis für Strom (0,50 %-ige Änderung) 303 -276

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 stellen sich wie folgt dar. [→ D.89]

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente für das Vorjahr nach Bewertungskategorien gem. IAS 39 stellten sich wie folgt dar. [→ D.90]

Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Aufwand für Bürgschaftsprovisionen und Bereitstellungsgebühren.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

39. KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

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D.89 aus Folgebewertung
in T€ aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung 2018
Vermögenswerte der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 4.263 25.448 -418 29.293
Schuldinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) -2.292 -2.622 -4.914
Eigenkapitalinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) 33 33
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) 1.115 1.115
Verbindlichkeiten der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) -6.592 -19.858 -26.450
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) -183 -183
Summe -2.329 965 3.298 -3.040 -1.106
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D.90 IAS 39
aus Folgebewertung
in T€ aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung aus Abgang 2017
Ausleihungen und Forderungen 3.597 10.517 -5.214 363 9.263
Vermögenswerte der Kategorie
Zur Veräußerung verfügbar 195 -15 180
Zu Handelszwecken gehalten -17 -17
Verbindlichkeiten der Kategorie
Bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -6.283 -14.180 -20.463
Zu Handelszwecken gehalten 3.031 3.031
Summe -2.686 3.209 -3.663 -5.214 348 -8.006

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder der Finanzierung darstellen, ermittelt.

Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt. Investitionsvorgänge für Finanzierungsleasing-Verhältnisse, die nicht zu einer Veränderung der Zahlungsmittel geführt haben, gab es weder im Geschäftsjahr 2018 noch im Vorjahr.

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung von der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. [→ D.91]

Die sonstigen Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der noch nicht gezahlten Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (99.326 T€) sowie der in 2018 an die DMG MORI GmbH gezahlten Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 30.017 T€ und aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten aber noch nicht gezahlten Steuern der DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (43.467 T€). Die übrige Veränderung (3.971 T€) entstand durch den Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen aus der operativen Tätigkeit.

Aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2017 an die DMG MORI GmbH ergab sich in 2018 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 89.865 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird.

Die Ergebnisabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 99.326 T€ führte in 2018 noch nicht zu einem Zahlungsmittelabgang.

DMG MORI erwarb im Vorjahr 50,1 % der Anteile an der REALIZER GmbH. In den Jahren 2018 bis 2020 erfolgen drei vertraglich vereinbarte fixe Zahlungen als Gegenleistung für den Erwerb der verbleibenden 49,9 % der Anteile. Die Gegenleistung für 100 % der Anteile betrug 14.687 T€. Davon wurde in 2017 ein Betrag von 4.500 T€ bezahlt. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 45 T€ übernommen und in 2017 im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Januar 2018 hat DMG MORI die Beteiligung an der REALIZER GmbH auf 75,1 % erhöht. Der Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile betrug 1.500 T€ und wurde in 2018 bezahlt und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Die Veräußerung der 19 % Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., an die DMG MORI COMPANY LIMITED zu einem Kaufpreis von 21.400 T€ in 2017 führte in 2018 zu einem Zahlungsmittelzufluss, der im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen wurde.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI GmbH gewährte Darlehen von 120.000 T€ in 2016 um 250.000 T€ auf 370.000 T€ erhöht. Die Erhöhung des Darlehens wurde 2018 in voller Höhe ausgezahlt und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Am 6. Dezember 2018 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH Anteile an der INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien) in Höhe von 30 % zum Kaufpreis von 8.004 T€ erworben. Die Auszahlung wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2018 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an den Kapitalerhöhungen bei dem Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, gem. Gesellschaftsvertrag partizipiert. Die Auszahlungen in Höhe von 450 T€ wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Im November 2018 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 5 % an der STBO GmbH. Die Auszahlung in Höhe von 300 T€ wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Die Einzahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen betreffen den geplanten Verkauf von 49 % der Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China, an die DMG MORI COMPANY LIMITED, der im Geschäftsjahr 2019 erfolgen soll und unter einem Genehmigungsvorbehalt steht.

Die gemeinschaftlich geführten Unternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden.

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D.91
in T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen Gesamt
Stand 1. Januar 2018 36.567 1.414 207.132 245.113
Veränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden -37.105 -660 -37.765
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -89.865 -89.865
Einzahlungen / Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen 4.094 4.094
Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit -37.105 -660 -85.771 -123.536
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 538 -1.494 -956
Sonstige Veränderungen 116.746 116.746
Stand 31. Dezember 2018 0 754 236.613 237.367

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

40. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTEN

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBIT.

Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist auf den Seiten 89 f. zu finden.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions (vorher Software Solutions). Die gestiegene Bedeutung und der Ausbau unserer digitalen Kompetenzen spiegeln sich in der Umbenennung dieses Geschäftsbereichs wider.

Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der

GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld,

GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien,

GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien,

FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,

DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China,

ULYANOVSK MACHINE TOOLS OOO, Ulyanovsk, Russland,

die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der

DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten,

DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach,

FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,

DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China,

ULYANOVSK MACHINE TOOLS OOO, Ulyanovsk, Russland,

die Ultrasonic- und Lasertec-Maschinen der Advanced Technologies

SAUER GmbH, Idar-Oberstein / Kempten,

REALIZER GmbH, Borchen

sowie die Produkte der

DMG MORI SOFTWARE SOLUTIONS GmbH, Pfronten,

ISTOS GmbH, Bielefeld,

WERKBLiQ GmbH, Bielefeld.

Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke und die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Italien), zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt.

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften sowie die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, die als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig ist. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika.

Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist.

Der Bereich Energy Solutions beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb und Service zuständigen Gesellschaften in Italien und Spanien. Wir fokussieren uns in diesem Bereich auf die Geschäftsfelder Energy Efficiency und Service.

Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse.

41. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN

Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden.

Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden anteilige Umsatzerlöse für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€), auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen" entfallen 82.326 T€ (Vorjahr: 82.346 T€) und auf das Segment "Corporate Services" analog zum Vorjahr 0 T€. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen.

Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip).

Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.222 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 2.757 T€) sowie Wertminderungen in Höhe von 843 T€ (Vorjahr: 2.965 T€) enthalten. Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.840 T€ (Vorjahr: 5.084 T€) enthalten. In den Abschreibungen sind in Höhe von 4.811 T€ (Vorjahr: 11.663 T€) Wertminderungen enthalten, die im Wesentlichen auf Gebäude entfallen. Im Vorjahr waren Stromerträge aus Solarparks in Höhe von 228 T€ in den Umsatzerlösen sowie in Höhe von 1.682 T€ in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Segment "Corporate Services" sind Aufwendungen in Höhe von 633 T€ (Vorjahr: 633 T€) aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen.

In den zwei anderen Segmenten lagen keine wesentlichen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen vor.

Im Geschäftsjahr 2018 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des DMG MORI-Konzerns getätigt.

In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt.

Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt.

Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2018 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 116.354 T€ (Vorjahr: 122.740 T€) sowie in Russland in Höhe von 75.528 T€ (Vorjahr: 95.837 T€) enthalten. In der Region Europa sind in Italien Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 257.682 T€ (Vorjahr: 251.872 T€) sowie in Russland in Höhe von 129.988 T€ (Vorjahr: 64.628 T€) entstanden.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

42. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beauftragt.

Die im Geschäftsjahr 2018 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen betreffen in Höhe von 1.750 T€ (Vorjahr: 1.520 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 273 T€ (Vorjahr: 174 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind Steuerberatungsleistungen in Höhe von 175 T€ (Vorjahr: 153 T€) sowie mit 253 T€ (Vorjahr: 748 T€) sonstige Leistungen enthalten.

Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind.

Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich vor allem auf die Prüfungen des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen von IFRS Reporting Packages ihrer Tochterunternehmen zur Einbeziehung in den DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Konzernabschluss, einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte.

Prüfungsbegleitend erfolgten prüferische Durchsichten von Quartals- und Halbjahresabschlüssen und projektbegleitende rechnungslegungsbezogene IKS- und IT-Prüfungen. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfung des Compliance Managementsystems sowie gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen, wie z. B. die Bestätigung zur Einhaltung von Covenants oder die EMIR-Prüfung nach § 20 WpHG. Die Steuerberatungsleistungen umfassen Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit Fragen zum Verrechnungspreissystem und die umsatzsteuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten. Die Sonstigen Leistungen betreffen Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung, Beratungsleistungen mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen. Projektbegleitende qualitätssichernde Unterstützungsleistungen erfolgen insbesondere auch im Zusammenhang mit der von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erstellten Dokumentation des internen Kontrollsystems nach J-SOX und im Zusammenhang mit dem Tax Compliance System.

43. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Mit Wirkung zum 1. April 2019 scheidet Dr. Maurice Eschweiler aus dem Vorstand aus und nimmt seine Tätigkeit als Generalbevollmächtigter der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auf. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 11. März 2019 nicht vor.

44. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.

Die DMG MORI Finance GmbH und die Magnescale Co. Ltd. werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt. Das Wirtschaftsjahr der Magnescale Co. Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften ist, wie bei den wesentlichen anderen Unternehmen des Konsolidierungskreises der DMG MORI COMPANY LIMITED, analog der Berichtsperiode des DMG MORI-Konzerns. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), dem obersten Mutterunternehmen des DMG MORI-Konzerns, gehören, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde das von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI GmbH gewährte Darlehen von 120.000 T€ in 2016 um 250.000 T€ auf 370.000 T€ erhöht. Die Erhöhung des Darlehens wurde 2018 in voller Höhe ausgezahlt. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 1,00 % verzinst.

Zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100 %igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2018 betrug 99.326 T€ (Vorjahr: 89.865 T€). Die aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten laufenden Steuern der DMG MORI GmbH betrugen 43.467 T€ (Vorjahr: 30.017 T€).

Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe von 615 T€ (Vorjahr: 683 T€) gebildet worden. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen und Personen in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 470 T€) erfasst. Gegen assoziierte Unternehmen wurde kein Aufwand erfasst. Es wurden keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber gemeinschaftlich geführten Unternehmen erfasst.

Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben. Die erworbenen Lizenzen aus Vorjahren sind als gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte aktiviert und werden ab dem Zeitpunkt ihrer Nutzung linear abgeschrieben.

Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt:

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D.92 | ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
in T€
2018 2017
Assoziierte Unternehmen 116.402 107.287
DMG MORI COMPANY LIMITED 315.313 147.107
Sonstige nahestehende Unternehmen 25.925 113.409
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D.93 | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
in T€
2018 2017
Assoziierte Unternehmen 10.319 8.958
DMG MORI COMPANY LIMITED 310.184 259.288
Sonstige nahestehende Unternehmen 86.886 108.783

Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von drei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten.

Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 28 ff. des Lageberichts zu finden. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand (Seite 118 f.) erläutert, wobei die indirekte Vergütung, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten.

45. PFLICHTMITTEILUNG NACH § 26 WPHG

Die Pflichtmitteilungen nach § 26 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben.

46. CORPORATE GOVERNANCE

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2018 abgegeben und sind auf unserer Website dauerhaft zugänglich gemacht → de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/ corporate-governance

47. AKTIONÄRSSTRUKTUR

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt Paul Singer durch verbundene Unternehmen 8,11 % am Grundkapital gemäß der letzten Stimmrechtsmitteilung vom 4. Januar 2019.

DMG MORI-Konzerngesellschaften

D.94 | PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN

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Vollkonsolidierte Unternehmen (Verbundene Unternehmen) Eigenkapital1)
Landeswährung in T€ Beteiligungsquote
in %
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld2/ 3 / 4) 273.866 100,0
DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten3 / 5 /6) 83.427 100,0
SAUER GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein3/ 4 / 7 /8) 12.455 100,0
Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten3 / 7) 2.629 100,0
Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten3 /7) 28 100,0
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld3 / 5 / 6) 24.000 100,0
GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien5) 92.130 100,0
GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) 37.252 100,0
GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien9) 36.311 100,0
DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien9) 2.162 100,0
CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien9) 10.179 100,0
DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach3 / 5 / 6) 43.000 100,0
DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten3 / 4 / 5 / 6) 1.100 100,0
DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried3 / 4 / 5 / 6) 25.000 100,0
ISTOS GmbH, Bielefeld3 / 5/ 6) 1.000 85,0
Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland5) T RUB 7.626.367 95.670 100,0
Realizer GmbH, Borchen3 / 4/ 5) -261 75,1
WERKBLiQ GmbH, Bielefeld3 / 5 / 6) -1.180 100,0
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld3) 287 100,0
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Bielefeld3) 174 100,0
DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld2/ 3) 398.646 100,0
DMG MORI Management GmbH, Bielefeld3 / 4/ 10 / 11) 24 100,0
DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg3 / 4 / 10 / 11) 63.968 100,0
DMG MORI München GmbH, München3 / 4 / 12 / 13) 5.000 100,0
DMG MORI Hilden GmbH, Hilden3 / 4 / 12 / 13) 4.200 100,0
DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld3 / 4 / 12 / 13) 2.800 100,0
DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld3 / 4/ 12 / 13) 5.500 100,0
DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg3 / 4 / 12 / 13) 2.700 100,0
DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg3 / 4 / 12 / 13) 7.000 100,0
DMG MORI Services GmbH, Bielefeld3 / 10 / 11) 29.635 100,0
DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld3 / 4/ 14 / 15) 1.700 100,0
DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten3 / 4 / 14 / 15) 3.500 100,0
DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld3 / 4 / 14 / 15) 4.000 100,0
DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried3 / 4 / 14 / 15) 17.517 100,0
DMG MORI Netherlands Holding B.V., Veenendaal, Niederlande10) 566.630 100,0
antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH, Klaus, Österreich16) 8.495 100,0
DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz16) T CHF 534.842 474.613 100,0
DMG MORI Europe AG, Winterthur, Schweiz17) 106.316 100,0
DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz18) T CHF 33.705 29.910 100,0
DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich17) 1.994 100,0
DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich19) 16.744 100,0
DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande17) 7.085 100,0
DMG MORI BeLux BVBA - SPRL., Zaventem, Belgien17) 4.205 100,0
DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik17) T CZK 308.123 11.978 100,0
DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark17) T DKK 22.121 2.962 100,0
DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich17) 18.268 100,0
DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn17) 7.510 100,0
DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien17) 13.313 100,0
DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien17) 47.261 100,0
DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate17) T AED 10.174 2.419 100,0
DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel17) T ILS 0 0 100,0
DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen17) T PLN 56.487 13.132 100,0
DMG / MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland17) 808 100,0
DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden17) T SEK 101.884 9.935 100,0
DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen17) T NOK 10.640 1.069 100,0
DMG MORI Finland Oy Ab, Tampere, Finnland17) 2.794 100,0
DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien17) T GBP 24.359 27.231 100,0
DMG MORI ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien17) T RON 24.298 5.210 100,0
DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien17) T BGN 1.192 609 100,0
DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI, Istanbul, Türkei17) T TRY 23.777 3.924 100,0
DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland17) T RUB 3.483.489 43.699 100,0
DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten17) T EGP 200 10 100,0
Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten17) T EGP 200 10 100,0
DMG MORI Africa for Trading in Machines & Services (S.A.E.), Kairo, Ägypten20) T EGP 12.709 620 100,0
DMG America Inc., Itasca, USA17) T USD 42.002 36.683 100,0
DMG MORI Asia Pte. Ltd., Singapur17) 24.392 100,0
DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China17) T CNY 41.452 5.264 100,0
DMG MORI India Private Limited, Bangalore, Indien17) T INR 460.795 5.779 51,0
DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China17) T CNY 82.932 10.518 100,0
FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen17) T PLN 480.163 111.630 100,0
DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China10) T CNY 74.044 9.402 100,0
GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg3 / 4 / 10 / 11) 9.100 100,0
GILDEMEISTER energy efficiency GmbH, Stuttgart21) -847 60,0
GILDEMEISTER ENERGY SERVICES IBERICA, S.L., Madrid, Spanien21) -280 100,0
GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI, Istanbul, Türkei21) T TRY 665 110 100,0
GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg21) 10 51,0
GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane, Australien22) T AUD 4.318 2.662 100,0
GILDEMEISTER LSG Solar RUS OOO, Moskau, Russland22) T RUB 270.626 3.395 100,0
GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien21) 1.913 100,0
GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd., Manchester, Großbritannien21) T GBP 7 8 100,0
Assoziierte Unternehmen
DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen5) 737 50,0
DMG MORI Finance GmbH, Wernau 23.124 42,6
INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore, Indien5) T INR -114.338 -1.434 30,0
Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan T JPY 8.081.000 312.611 44,1
Magnescale Europe GmbH, Wernau23) 2.800 44,1
Magnescale Americas, Inc., Davis, USA23) T USD 1.080 943 44,1

1) Die Werte entsprechenden nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs.
2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.
4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts.
5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
7) Beteiligung der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DECKEL MAHO Pfronten GmbH
9) Beteiligung der GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l.
10) Beteiligung der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH
11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Vertriebs und Service GmbH
12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH
13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH
14) Beteiligung der DMG MORI Services GmbH
15) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Services GmbH
16) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V.
17) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG
18) Beteiligung der DMG MORI Europe AG
19) Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH
20) Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (51 %), der DMG MORI Sales and Service Holding AG (47,7 %) und der Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC (1,3 %)
21) Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH
22) Beteiligung der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH
23) Tochtergesellschaft der Magnescale Co. Ltd.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Dr.-Ing. Masahiko Mori

Nara, geboren 1961

Vorsitzender (seit 04.05.2018),

Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara

Mario Krainhöfner

(Arbeitnehmervertreter)

Pfronten, geboren 1964

1. stv. Vorsitzender (seit 04.05.2018),

Leiter Ideenmanagement der DECKEL MAHO Pfronten GmbH

Ulrich Hocker

Düsseldorf, geboren 1950

stv. Vorsitzender,

Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.,

> FERI AG, Bad Homburg,

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates

• Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director

Stefan Stetter

(Arbeitnehmervertreter)

Pfronten, geboren 1968

stv. Vorsitzender (seit 04.05.2018),

(Mitglied seit 04.05.2018)

Bereichsleiter Controlling der DECKEL MAHO Pfronten GmbH

Vertreter der leitenden Angestellten

Irene Bader

Feldafing, geboren 1979

Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, Wernau

Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara

Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena

Wedemark, geboren 1959,

Geschäftsführender

Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover

Tanja Fondel

(Arbeitnehmervertreterin)

Frankfurt am Main, geboren 1976

(Mitglied seit 19.01.2018)

Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Vorstand, Frankfurt am Main

> GRAMMER AG, Amberg, Mitglied des Aufsichtsrates

Dietmar Jansen

(Arbeitnehmervertreter)

Memmingen, geboren 1965

1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu

• AGCO GmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender

> ENGIE Deutschland AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A.

Düsseldorf, geboren 1967

Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen

> UniCredit Bank AG, München, Mitglied des Aufsichtsrates

> Villeroy & Boch AG, Mettlach, Mitglied des Aufsichtsrates

• DKSH Holding AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrates

James Victor Nudo

Illinois (USA), geboren 1954

(Mitglied seit 04.05.2018)

Präsident der DMG MORI USA INC., Chicago

Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio

Larissa Schikowski

(Arbeitnehmervertreterin)

Pfronten, geboren 1969

(Mitglied seit 04.05.2018)

Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der DMG MORI Global Service Milling GmbH,

Mitarbeiterin Service Development der DMG MORI Global Service Milling GmbH

Michaela Schroll

(Arbeitnehmervertreterin)

Bielefeld, geboren 1976

(Mitglied seit 04.05.2018)

Mitglied des Betriebsrates der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH

Elektrikerin in der Montage der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH

Ehemalige Aufsichtsratsmitglieder:

Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner

Gräfelfing, geboren 1965

(Vorsitzender bis 04.05.2018)

Geschäftsführender Gesellschafter der INSTITUTE FOR MANAGEMENT EXCELLENCE GmbH

> Koenig & Bauer AG, Würzburg, Mitglied des Aufsichtsrates

• Terex Corporation, Westport, Connecticut, USA, Mitglied des Board of Directors

• ebm-pabst Mulfingen GmbH & Co. KG, Mulfingen, Mitglied des Beirats

Hermann Lochbihler

(Arbeitnehmervertreter; 1. stv. Vorsitzender und Vertreter der leitenden Angestellten bis 04.05.2018)

Vils, geboren 1956

Leiter Einkauf Sonderprojekte der DECKEL MAHO Pfronten GmbH (bis 31.05.2018)

Matthias Pfuhl

(Arbeitnehmervertreter; Mitglied bis 04.05.2018)

Schmerbach, geboren 1960

Versorgungstechniker,

Mitglied des Betriebsrates der DECKEL MAHO Seebach GmbH (bis 13.04.2018)

Peter Reinoss

(Arbeitnehmervertreter; Mitglied bis 04.05.2018)

Bergisch Gladbach, geboren 1958

Servicetechniker Elektronik, Vorsitzender des gemeinsamen Betriebsrates der DMG MORI Services GmbH und DMG MORI Deutschland GmbH,

Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DMG MORI Academy GmbH

> Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG
Mitgliedschaft in vergleichbaren in - und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Vorstand

Dipl.-Kfm. Christian Thönes

Bielefeld Vorsitzender

Dipl.-Kfm. Björn Biermann

Bielefeld

Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler

Bielefeld

Michael Horn, M.B.A.

Bielefeld

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Bielefeld, 11. März 2019

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Dipl.-Kfm. Christian Thönes

Dipl.-Kfm. Björn Biermann

Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler

Michael Horn, M.B.A.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung, die im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" im Konzernlagebericht enthalten und als ungeprüft gekennzeichnet ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

> Die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Abschnitt 6 Umsatzerlöse.

Das Risiko für den Abschluss

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von EUR 2.655,1 Mio aus. Die Umsatzerlöse stellen eine wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahl dar. Die Umsatzerlöse werden hauptsächlich aus dem Verkauf von Gütern sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen generiert.

Im DMG MORI AG Konzern werden Umsätze erfasst, wenn sie durch Übertragung eines zugesagten Vermögenswerts auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllen. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Entsprechend der Übertragung der Verfügungsgewalt sind Umsatzerlöse entweder zeitpunktbezogen oder zeitraumbezogen mit dem Betrag zu erfassen, auf den die DMG MORI AG erwartungsgemäß Anspruch hat.

Die DMG MORI AG hat auf Basis der folgenden Indikatoren bestimmt, dass die Leistungsverpflichtung zum Zeitpunkt der Übertragung der Güter auf den Kunden erfüllt wird und die Umsatzrealisation daher zeitpunktbezogen erfolgt:

Die DMG MORI AG hat einen gegenwärtigen Anspruch auf Erhalt einer Zahlung für den Vermögenswert,

Der Kunde hat ein Eigentumsrecht an dem Vermögenswert,

Die DMG MORI AG hat den physischen Besitz des Vermögenswerts übertragen,

Die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbundenen signifikanten Risiken und Chancen wurden auf den Kunden übertragen,

Der Kunde hat den Vermögenswert abgenommen.

Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Deutschland und Europa.

Für die weltweiten Lieferungen der Güter werden durch die Konzerngesellschaften unterschiedliche Vereinbarungen mit dem Kunden getroffen, die zum Teil komplexe vertragliche Regelungen enthalten.

Aufgrund der Nutzung von verschiedenen vertraglichen Vereinbarungen in den unterschiedlichen Märkten und den Ermessensspielräumen bei der Ermittlung und Würdigung der Indikatoren zur Beurteilung des Zeitpunktes der Übertragung der Verfügungsgewalt besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag falsch abgegrenzt werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Auftragsannahme, den Warenausgang und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Übergangs der Verfügungsgewalt beurteilt.

Aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 haben wir einen Schwerpunkt unserer Prüfung auf die Würdigung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Auslegung und Gewichtung der Indikatoren zur Beurteilung des Zeitpunkts der Übertragung der Verfügungsgewalt gelegt. Wir haben hierfür die Anforderungen der konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie gewürdigt. Auf der Basis repräsentativ ausgewählter Stichproben von Verträgen sowie anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen haben wir die sachgerechte Umsetzung der Bilanzierungsrichtlinie beurteilt.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse kontrollbasiert und aussagebezogen u. a. durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen, externen Liefer- oder Leistungsnachweisen und Zahlungseingängen gewürdigt. Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag Umsatzbuchungen untersucht, die auf kritischen internationalen Handelsklauseln beruhen und daher ein höheres Risiko bei der Periodenabgrenzung aufweisen. Grundlage für die Untersuchungshandlungen waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens, zufallsimitierend oder nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Umsätze, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag erfasst wurden.

Die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse wurde auch durch Einholen von Drittbestätigungen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens, zufallsimitierend oder nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2018 und damit auch die zugehörigen Umsätze für das Geschäftsjahr 2018.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise des DMG MORI-Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.

> Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt 3. Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang unter Abschnitt 3 Nr. 19 und Angaben zur wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftssegmente Werkzeugmaschinen sowie Industrielle Dienstleistungen finden sich im Konzernlagebericht im Abschnitt 40.

Das Risiko für den Abschluss

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2018 insgesamt EUR 139,4 Mio und haben mit 12 % des Konzerneigenkapitals eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Vermögenslage.

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der Geschäftssegmente Werkzeugmaschinen und Industrielle Dienstleistungen überprüft. Dazu wird der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts des jeweiligen Geschäftssegments mit dem erzielbaren Betrag des jeweiligen Geschäftssegments verglichen. Liegt der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert des Geschäftssegments. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 31. Dezember 2018.

Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente für die nächsten drei Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen verlief nach Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics im Jahr 2018 insgesamt positiv. Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch stieg bereinigt um Währungseffekte auf Euro-Basis zwar um +5,2 %, zeigte damit jedoch erste Tendenzen einer abnehmenden Dynamik (April-Prognose: +6,1 %). Auch in 2019 soll der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt mit +3,6 % ein deutlich geringeres Wachstum verzeichnen als im Vorjahr.

Die DMG MORI AG hat als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen keinen Wertminderungsbedarf festgestellt. Die Sensitivitätsberechnungen der Gesellschaft ergaben, dass eine für möglich gehaltene Änderung des Abzinsungssatzes, der Ergebnisentwicklung oder der langfristigen Wachstumsrate in keinem Geschäftssegment eine Abwertung verursachen würde, da auch in den jeweiligen Szenarioanalysen der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwertes unterhalb des jeweiligen erzielbaren Betrages liegt.

Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben zu IAS 36 nicht sachgerecht sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen und dem von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Abzinsungssatzes, der Ergebnisentwicklung sowie der langfristigen Wachstumsrate auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Werten der Gesellschaft verglichen haben (Sensitivitätsanalyse).

Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind. Dies umfasste auch die Beurteilung der Angemessenheit der Anhangangaben nach IAS 36.134 (f) zu Sensitivitäten bei einer für möglich gehaltenen Änderung wesentlicher der Bewertung zugrunde liegender Annahmen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen.

Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen.

Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.

> Die Werthaltigkeit der Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Die der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen sind im Konzernanhang im Abschnitt 22 Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen beschrieben.

Das Risiko für den Abschluss

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weist in dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von EUR 58,9 Mio aus. Im Geschäftsjahr 2018 ergaben sich keine Wertminderungen bzgl. der Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen und ermittelt, sofern diese identifiziert worden sind, einen möglichen Wertminderungsbedarf. Zur Überprüfung eines möglichen Wertminderungsbedarfes wird seitens der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT der erzielbare Betrag für die at-equity bewerteten Unternehmen ermittelt. Die Identifikation der Anhaltspunkte sowie die Ermittlung des erzielbaren Betrages sind komplex und ermessensbehaftet. Der Ermittlung des erzielbaren Betrages liegt die geplante zukünftige Ergebnisentwicklung der jeweiligen at-equity bewerteten Unternehmen zugrunde. Bei der Planung der Ergebnisentwicklung werden Annahmen über die zukünftig erwarteten Preis- und Mengensteigerungen zur Erzielung von Erträgen sowie Entwicklungen bei den Aufwendungen getroffen. Die sachgerechte Einschätzung der Annahmen und Berücksichtigung bei der Ermittlung des erzielbaren Betrages ist insofern risikobehaftet. Darüber hinaus werden die anteiligen zukünftigen Ergebnisse auf den Bilanzstichtag abgezinst. Hierbei fließen verschiedene Annahmen und Parameter in den Abzinsungssatz mit ein. Damit ist auch die sachgerechte Ermittlung der Annahmen und Parameter zu einem angemessenen Abzinsungssatz risikobehaftet.

Insgesamt besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen nicht werthaltig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zunächst haben wir uns durch Erläuterungen von Mitarbeitern des Bereichs Bilanzen und Steuern sowie des Konzern-Controllings und Würdigung der Dokumentationen ein Verständnis über den Prozess der Gesellschaft zur Beurteilung der Werthaltigkeit der at-equity bewerteten Unternehmen verschafft. Dabei haben wir uns intensiv mit der Vorgehensweise der Gesellschaft zur Bestimmung von Wertminderungsbedarf auseinandergesetzt und anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen eingeschätzt, ob Anhaltspunkte für von der Gesellschaft nicht identifizierten Wertminderungsbedarf bestehen.

Anschließend haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie des Bewertungsmodells für die von der Gesellschaft durchgeführten Unternehmensbewertungen beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten gewürdigt. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben.

Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insb. den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes und der erwarteten Zahlungsströme auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben. Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.

Unsere Schlussfolgerungen

Das der Werthaltigkeitsprüfung der Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen zugrunde liegende Vorgehen ist sachgerecht und steht im Einklang mit den Bewertungsgrundsätzen. Die Annahmen, Einschätzungen und Parameter der Gesellschaft sind sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung und

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunfts-orientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 4. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. / 29. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind unter Beachtung der Übergangsvorschrift des Art. 41 Abs. 1 EU-APrVO ununterbrochen seit mehr als 25 Jahren als Konzernabschlussprüfer der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hendrik Koch.

 

Bielefeld, 11. März 2019

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Koch, Wirtschaftsprüfer

Dübeler, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 standen für den Aufsichtsrat strategische Themen, wie die Automatisierung und Digitalisierung im Fokus. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie mit Vorstandsangelegenheiten und diskutierte u. a. die Geschäftspolitik, das Risikomanagement, die Compliance und die Entwicklung des Konzerns bis zum Geschäftsjahr 2021 einschließlich der Investitionen.

Für den Aufsichtsrat stand das Berichtsjahr zugleich im Zeichen der Veränderung. Im Anschluss an die 116. ordentliche Hauptversammlung am 4. Mai 2018 konstituierte sich der Aufsichtsrat neu. Der Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT setzt sich weiterhin aus sechs von der Hauptversammlung und sechs von den Arbeitnehmern zu wählenden Mitgliedern zusammen. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Dr.-Ing. Masahiko Mori ist bereits seit November 2009 Mitglied des Aufsichtsrates. Zu den wiedergewählten Vertretern der Kapitalseite gehören auch Ulrich Hocker, Irene Bader, Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena und Prof. Dr. Annette Köhler. Neues Mitglied ist James Victor Nudo. Der gebürtige US-Amerikaner ist Präsident der DMG MORI USA INC., einer Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio. Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wurden am 6. März 2018 gewählt: Im Amt bestätigt wurden Mario Krainhöfner, Dietmar Jansen und Tanja Fondel, die am 19. Januar 2018 die Nachfolge von Dr. Constanze Kurz antrat. Neue Mitglieder sind Larissa Schikowski, Michaela Schroll und Stefan Stetter.

Der Aufsichtsrat wählte in seiner konstituierenden Sitzung Mario Krainhöfner zum 1. stellvertretenden Vorsitzenden. Weitere stellvertretende Vorsitzende wurden Ulrich Hocker und Stefan Stetter.

Alle Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter) sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, gewählt.

Mit Ablauf der 116. ordentlichen Hauptversammlung endete am 4. Mai 2018 die Aufsichtsratsmitgliedschaft von Prof. Dr. Raimund Klinkner, Hermann Lochbihler, Matthias Pfuhl und Peter Reinoss. DMG MORI dankt allen ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für die engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an der Hälfte oder mehr der Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzungen teilgenommen.

Neben den Veränderungen im Aufsichtsrat erfolgte auch eine personelle Veränderung im Vorstand: Nach bereits im Vorjahr erfolgter Bestellung nahm Michael Horn zum 15. Mai 2018 seine Tätigkeit auf. Er verantwortet die Ressorts Produktion, Logistik und Qualität und seit dem 1. Oktober 2018 zusätzlich das Ressort Informationstechnologien.

Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert. Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen des Unternehmens informieren lassen.

Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt. Er tagte im Geschäftsjahr 2018 insgesamt fünfmal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die regelmäßig durch zahlreiche Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten bzw. diese wurden durch Nichtmitwirken an der Entscheidungsfindung gelöst.

An der Bilanzsitzung am 12. März 2018 nahmen auch die Abschlussprüfer teil. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernlagebericht und -abschluss sowie den Lagebericht und Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2017 ebenso wie den Nachhaltigkeitsbericht 2017.

Das Gremium erörterte zudem die Geschäftsentwicklung und befasste sich auch mit der Tagesordnung der für den 4. Mai 2018 geplanten 116. ordentlichen Hauptversammlung einschließlich -auf Vorschlag des Finanz- und Prüfungsausschusses - des Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers. Darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses, des Finanz- und Prüfungsausschusses sowie des Technologie- und Entwicklungsausschusses.

Die Aufsichtsratssitzung am 3. Mai 2018 stand im Zeichen der Vorbereitung der Hauptversammlung am Folgetag. Darüber hinaus wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert.

Die im Nachgang zur 116. ordentlichen Hauptversammlung abgehaltene konstituierende Sitzung des neu zusammengetretenen Aufsichtsrats fand am 4. Mai 2018 statt. Neben den Wahlen zum Vorsitz und stellvertretenden Vorsitz wurden auch die Ausschüsse des Aufsichtsrats neu besetzt. Dr.-Ing. Mori wurde zum Vorsitzenden des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses gewählt. Weitere Ausschussmitglieder sind Mario Krainhöfner, Ulrich Hocker, Tanja Fondel, James Victor Nudo und Larissa Schikowski. Prof. Dr. Annette Köhler wurde als Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses bestätigt. Weitere Mitglieder dieses Ausschusses sind Dr.-Ing. Masahiko Mori, Stefan Stetter, Dietmar Jansen, James Victor Nudo und Michaela Schroll.

Der Nominierungsausschuss besteht aus den Herren Dr.-Ing. Mori, Hocker und Nudo. Der Vermittlungsausschuss setzt sich aus den Herren Dr.-Ing. Mori, Krainhöfner, Hocker und Frau Fondel zusammen.

Die Aufsichtsratssitzung am 20. September 2018 wurde auf der Branchenmesse AMB in Stuttgart abgehalten. Im Vordergrund standen, neben der Geschäftsentwicklung, Fragen der Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie sowie der Messeverlauf. Darüber hinaus befasste sich der Aufsichtsrat mit Personalangelegenheiten des Vorstands sowie mit Geschäftsordnungsfragen.

Im Mittelpunkt der Sitzung am 30. November 2018 standen der Geschäftsverlauf, die Erörterung und Beschlussfassung zur Unternehmens- und Investitionsplanung 2019 sowie zur Mittelfristplanung 2020 / 2021. Darüber hinaus wurden Fragen der Vorstandsvergütung, namentlich auch die Ausgestaltung der variablen Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2019, erörtert und beschlossen. Desweiteren wurde Christian Thönes zusätzlich zum Arbeitsdirektor bestellt, da Dr. Maurice Eschweiler mit Wirkung zum 1. April 2019 aus dem Vorstand ausscheidet und seine Tätigkeit als Generalbevollmächtigter aufnimmt. Zudem beschloss der Aufsichtsrat - auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses - folgende Schwerpunkte der Abschlussprüfung zum 31. Dezember 2018:

Angaben im Konzernanhang nach IAS 8.30 zu den erwarteten Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

Auswirkungen der geplanten Einführung eines neuen ERP-Systems auf die Rechnungslegung

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage im Konzernlagebericht entsprechend dem Umfang und der Komplexität der Geschäftstätigkeit.

Auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschlossen.

Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrats wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet: Der Finanz- und Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 sechsmal und befasste sich mit dem jeweiligen Status der Finanzen und Steuern sowie den laufenden Betriebsprüfungen. Gegenstand seiner Prüfungen und Beratungen waren u. a. die Quartalsmitteilungen zum 1. und 3. Quartal und der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2018.

Zudem befasste sich der Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagement, dem Jahresbericht zu Revision und Compliance sowie dem Nachhaltigkeitsbericht. Der Ausschuss prüfte den Einzel- und Konzernabschluss, bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse vor und bewertete den Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers. Er überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und holte dessen Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.

Weitere Themen des Ausschusses waren die Ergebnisse der Compliance-Effektivitätsprüfung durch die KPMG und der vom Vorstand vorgelegte Prozess zur Billigung von Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, der vom Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung verabschiedet wurde. Darüber hinaus bereitete er die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zur Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie zu den Prüfungsschwerpunkten 2018 vor.

Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte zweimal. Der Ausschuss bereitete insbesondere die Beschlüsse zur Vergütung des Vorstands vor und befasste sich mit weiteren Vorstandsangelegenheiten.

Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum einmal. Er befasste sich mit den Beschlussvorschlägen zur Wahl der Vertreter der Anteilseigner im Zuge der 116. ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft. Der Vermittlungsausschuss tagte nicht.

Aufgrund der hohen Bedeutung von Technologie und Entwicklung für DMG MORI sind diese Themen nun fester Bestandteil jeder Aufsichtsratssitzung. Daher tagte der Technologie- und Entwicklungsausschuss letztmalig am 12. März 2018. Der Fokus der Diskussionen lag im Berichtsjahr auf dem Produktportfolio, den Weltpremieren und weiteren Innovationen sowie auf der Abrechnung der Investitionen 2017.

Im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 24 ff. des Geschäftsberichts werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2017 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen.

In der Bilanzsitzung vom 11. März 2019 billigte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2018. Damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Auch der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht, der Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichtes ist und mit dem die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017 erfüllt werden, wurde eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet.

Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2018 sowie den Konzernlagebericht 2018 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2018 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315e HGB wurde darauf verzichtet einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen. Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, erteilte für beide Lageberichte und Abschlüsse jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Das angemessene und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Informations- und Überwachungssystem erscheint nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden nicht berichtet.

Die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat stimmte - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - keine Einwände erhoben.

DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre hervorragende strategische Arbeit, die sich auch in den erreichten guten Kennzahlen widerspiegelt. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr!

 

Bielefeld, 11. März 2019

Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender des Aufsichtsrats