![]() DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldNachhaltigkeitsbericht
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Systematische Erfassung spezifischer Nachhaltigkeitskennzahlen |
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Nachhaltigkeit als Bestandteil unserer Mitarbeiterqualifizierung |
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einen integrierten Ansatz im neuen Corporate Responsibility-Bereich |
Mit unserem Nachhaltigkeitsmanagement tragen wir zum Unternehmenserfolg bei. Unser Anspruch: ein positiver Beitrag zum Schutz von Umwelt, Mensch und Gesellschaft - negative Auswirkungen vermeiden. Für unseren "Corporate Responsibility"-Ansatz bündeln und optimieren wir die Themen Nachhaltigkeit und Compliance in einer Abteilung, die direkt an den Vorstand als höchstes Entscheidungsorgan berichtet. Wir setzen uns das Ziel, Produkte, Services und Technologie-Lösungen so zu entwickeln, dass unsere Kunden und Partner die Prozesse in ihren eigenen Wertschöpfungsketten nachhaltiger gestalten können. Mit den gewonnenen Erkenntnissen bauen wir unser Nachaltigkeitsmanagement kontinuierlich aus. DMG MORI stellt mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2018 zum zweiten Mal seine Ambitionen und Ziele für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung umfassend dar. Mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben gehen wir weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2018:
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informiert über Fortschritte bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie |
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ist in Übereinstimmung mit den "GRI-Standards: Option Kern" erstellt |
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enthält den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2018 und erfüllt die gesetzlichen Bestimmungen gemäß HGB |
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stellt im GRI-Content-Index unter "Bestandteil nicht-finanzieller Bericht nach HGB" die Abgrenzung bzw. die gesetzlich verpflichtenden Inhalte dar. |
Die Beschreibung des Geschäftsmodells, des Wesentlichkeitsprozesses sowie ausgewählte Managementansätze und Kennzahlen wurden durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) unter Beachtung des ISAE3000 (Revised) zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit betriebswirtschaftlich geprüft. Die Darstellung der Managementansätze nach GRI (103) entspricht den Anforderungen an die Darstellung der Konzepte nach § 289c Abs. 3 HGB (im Folgenden "Managementansätze"). Geprüfte Inhalte und Kennzahlen sind im GRI-Content-Index auf Seite 40 f. gekennzeichnet. Prüfungsumfang und -urteil werden im Prüfungsvermerk auf Seite 42 ausgewiesen. Verweise - außer auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss - sind weiterführende Informationen und keine Bestandteile des gesonderten, nichtfinanziellen Konzernberichts und daher nicht geprüft.

Mit einer Wesentlichkeitsanalyse wägen wir verschiedene Themen ab und führen eine Bewertung durch, bei der sowohl externe Stakeholder als auch unsere interne Perspektive berücksichtigt werden. Zudem identifizieren wir Themen, die sich auf die gesetzlichen Aspekte auswirken. Dafür haben wir die Bewertung des Vorjahres überprüft. Diese wurde auf Grundlage einer Vorauswahl an Themen, zum Beispiel aus Lieferantenleitfäden und Kundenfragebögen sowie einem Workshop der Nachhaltigkeitskoordinatoren, erstellt. Daraus resultieren im Vergleich zum Vorjahr folgende marginale Änderungen: Die "Wirtschaftliche Leistung" wird ausführlich und ausschließlich im Geschäftsbericht 2018 beschrieben. Den Indikator "Materialien" haben wir in der Wesentlichkeitsmatrix analog zum entsprechenden Kapitel in "Ressourcenmanagement" umbenannt.
Aufgrund des Ausbaus unseres "Corporate Responsibility"-Ansatzes haben wir das Thema "Gesellschaftliche Verantwortung" neu evaluiert und deutlich wesentlicher als im Vorjahr eingestuft.
Die Wesentlichkeitsmatrix stellt die Bewertung der Themen zusammenfassend dar: Die Y-Achse spiegelt die Bedeutung für DMG MORI wider. Die X-Achse zeigt die Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte. Die Bedeutung für unsere Stakeholder ist mit Pfeilen dargestellt. Themen von hoher Bedeutung befinden sich jeweils im äußeren Bereich der Achsen. Sie bilden die Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagementsystems - und damit den Fokus dieses Nachhaltigkeitsberichts. Unsere Schwerpunkte beschreiben wir auch in unserem konzernweit gültigen "Corporate Responsibility"-Handbuch.
In Abbildung 03 sind unsere wesentlichen Handlungsfelder entlang der vereinfachten Wertschöpfungskette (grün) eingeordnet. Dabei ordnen wir unterhalb jeder Stufe der Wertschöpfungskette die Themen zu, die eine Auswirkung auf Umwelt, Mensch oder Gesellschaft haben. Oberhalb der Wertschöpfungskette sind die Themen eingeordnet, die eine Auswirkung haben und auf die wir aktiv Einfluß nehmen. Weitere Informationen zum Management der Lieferkette stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" auf Seite 26f.

Die Mitarbeiter von DMG MORI tauschen sich täglich mit einer Vielzahl von Personen und Gruppen aus. Unsere Stakeholder beeinflussen mittelbar und unmittelbar unser unternehmerisches Handeln. Ihre Meinungen, Fragen und Anmerkungen liefern dem "Corporate Responsibility"-Management wichtige Impulse. Die Basis für einen kontinuierlichen Dialog bildet das neue "Corporate Responsibility"-Handbuch. In einem Workshop mit den Nachhaltigkeitskoordinatoren wurden die "besonders wesentlichen" Stakeholder festgelegt. Diese sind in der Grafik 04 grün dargestellt. Ergänzend sind beispielhafte Dialogformen mit diesen Stakeholdern aufgeführt.
Zufriedene Kunden und Mitarbeiter - das ist unser Ziel. Deshalb haben wir im Berichtsjahr umfassende Kunden- und Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalysen sowie gezielt Gespräche mit Arbeitnehmervertreten durchgeführt. Ihre Rückmeldungen wurden analysiert und mit weiterem Feedback aus unseren Social Media Kanälen sowie mit unseren Einschätzungen in der Wesentlichkeitsanalyse abgeglichen. Die Ergebnisse decken sich mit unserer Einschätzung der Wesentlichkeit.
Es zeigte sich: Unsere Stakeholder interessieren sich für vielfältige Themen, ohne dass sich übergeordnete Schwerpunkte identifizieren lassen. Unseren Mitarbeitern sind beispielsweise auch Umweltthemen wichtig. Die externen Stakeholder, wie zum Beispiel Kunden, interessieren sich für unsere Arbeitsbedingungen und die unserer Lieferanten. Dies bestätigt uns in unseren Prozessen und der Themenauswahl für unsere Berichterstattung. Sowohl interne als auch externe Kommunikationsmaßnahmen tragen dazu bei, dass Nachhaltigkeit weiter in die Geschäftsprozesse von DMG MORI integriert wird und wir den Transparenzanforderungen unserer Stakeholder entsprechen.
Alle Stakeholder können sich bei Verdacht auf eine Verletzung geltender Bestimmungen - etwa bei einem Verstoß gegen das Gleichstellungsgesetz oder bei einer Verletzung unserer internen Verhaltensregeln - an einen externen Vertrauensanwalt wenden.
Weitere Maßnahmen zur Erweiterung der Überwachungs- und Verbesserungsmechanismen sind:
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gleiche Eskalations- und Berichtsprozesse für Nachhaltigkeit wie für Compliance |
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Nachhaltigkeitsthemen in jährlichen Fragebogen an die Geschäftsführung integriert, um Handlungsbedarfe zeitnah zu identifizieren |
Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter Berücksichtigung bestehender Grundsätze und Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken, die die Wesentlichkeitskriterien gemäß § 289c (3) Nr. 3 und 4 HGB erfüllen. Im Berichtsjahr haben wir die Risikobewertung der Nachhaltigkeitsthemen in unser "Responsibility Risk-Assessment" integriert. Weitere Informationen hierzu stehen auf Seite 34.

Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED verpflichten wir uns als Teil der "Global One Company" zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Aus den vier Eckpfeilern unserer "Global One"-Strategie (Mitarbeiter, Kunde, Produkt, Finanzen) leiten wir zentrale Führungsleitlinien ab.
Die im Berichtsjahr neu entwickelten "Leading Principles" bilden die Grundlage unserer nachhaltigen Führungskultur, die auf Wertschätzung der Mitarbeiter, Kundenorientierung und Technology Excellence sowie First Quality und Effizienz basiert. Im Mittelpunkt unseres täglichen Handelns steht der Kunde. DMG MORI verfolgt das Ziel für jeden Kunden die Nummer 1 zu sein. Wir reagieren zeitnah und umfassend auf Kundenanliegen und geben klare, verbindliche Rückmeldungen.
Diesen hohen Anspruch können wir nur mit engagierten und qualifizierten Mitarbeitern erfüllen. Sie sichern unsere Innovationskraft und Leistungsstärke und damit den Gesamterfolg des Unternehmens. Eine exzellente Mitarbeiterführung ist daher für DMG MORI ein ganz wesentlicher Erfolgsfaktor. Denn unsere Mitarbeiter sind Markenbotschafter von und für DMG MORI. Ein hohes Bewusstsein für Kosten- und Ressourceneffizienz ist bei DMG MORI selbstverständlich und für unseren wirtschaftlichen Erfolg unverzichtbar. Wer mit DMG MORI zusammenarbeitet, kann sich darauf verlassen, dass wir respektvoll miteinander umgehen und nachvollziehbare Lösungen anbieten.
Weltweit gelten bei DMG MORI einheitliche Werte. Genau das bringt DMG MORI über Grenzen und Kulturen hinaus zusammen. Unsere Werte bestimmen unser Handeln auf allen Ebenen. Sie definieren für alle DMG MORI-Partner und Mitarbeiter, wofür wir stehen, was wir von ihnen erwarten und was sie von DMG MORI erwarten können. Auch in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden spielen diese Werte eine große Rolle.
Der Verhaltenskodex von DMG MORI bildet die Basis für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und das Nachhaltigkeitsmanagement. Er beinhaltet unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe in Bezug auf die wichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt, Lieferkette, Menschenrechte und Ressourcen. Der Verhaltenskodex ist außerdem die Grundlage im Umgang mit allen Stakeholdern. Der Kodex beschreibt Ziele und Regeln, die unsere Verpflichtungen zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln sowie einer nachhaltigen Wertschöpfung widerspiegeln.
Jeder Mitarbeiter hat das Recht und die Pflicht, sich regelmäßig über den aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren. Außerdem soll jede Führungskraft durch das eigene Verhalten den Mitarbeitern ein Vorbild sein. Dazu führen wir Schulungen durch. Neu eingestellten Mitarbeitern wird der Verhaltenskodex gegen Unterschrift ausgehändigt.
Neben den Mitarbeitern erhalten auch Lieferanten den Verhaltenskodex. Schließlich erwartet DMG MORI auch von ihnen die Einhaltung und Weitergabe der darin beschriebenen Grundsätze - inklusive deren schriftlicher Bestätigung. Um unserer "Corporate Responsibility"-Strategie gerecht zu werden, überarbeiten wir unseren Verhaltenskodex fortlaufend. In der neuesten Fassung haben wir auch Themen wie Geldwäsche und Konfliktmineralien aufgenommen.
Jeden Tag noch besser werden für die maximale Qualität unserer Produkte und Prozesse - das ist der Leitgedanke unserer "First Quality"-Strategie. Weltweit fassen wir unsere besten Lösungen in einem zentralen Qualitätsmanagementsystem zusammen. So schaffen wir Qualitätsstandards, die weit über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Grundlage für die Produkt- und Prozessqualität bildet die Zertifizierung der Lieferwerke nach der Qualitätsnorm ISO 9001. Die Umsetzung der Vorgaben, festgelegten Abläufe sowie der neu entwickelten Prozesse wird regelmäßig durch interne und externe Audits kontrolliert und in den Qualitätsmanagement-Handbüchern dokumentiert. Damit stehen sie jederzeit jedem Mitarbeiter transparent im Intranet zur Verfügung.
Der Fokus aller Maßnahmen liegt auf dem spürbaren Kundennutzen im täglichen Einsatz der Produkte.
Unsere Kunden erwarten hohe Langlebigkeit und eine maximale Verfügbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es ganzheitlicher Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum Service. Erst nach erfolgreicher Erfüllung aller Anforderungskriterien des sechsstufigen "Design Review Prozesses" und unserer weit über die tatsächlichen Kundenbedingungen hinausgehenden Stresstests kann eine Markteinführung erfolgen. Von Anfang an integrieren wir unsere Lieferanten, die sich mit höchster Qualität über Jahre als Partner qualifiziert haben. Auch in der Serienproduktion wird auf "Herz und Niere" getestet. Vier Tage in Summe - mindestens 100 Stunden wird jede Maschine überprüft und erprobt, bevor sie eines unserer Produktionswerke verlässt.
Damit es vom ersten Tag an beim Kunden rund läuft, werden unsere Maschinen durch Service-Experten in Betrieb genommen. So bringen wir unseren Kunden alle Voraussetzungen für eine effiziente, sichere und ressourcenschonende Nutzung näher, angefangen bei einer zyklischen Wartung bis hin zu Funktionen der Energieeinsparung.
Bei Serviceanfragen helfen wir schnell und gezielt. Mit unserer innovativen Remote-Hilfe - dem DMG MORI NETservice - können wir digital von unserer Service-Zentrale aus Kundenprogramme prüfen und im Dialog optimieren. Bei Bedarf lassen sich weitere Experten über das Multi-User-Verfahren hinzuschalten. So entsteht ein Kommunikationsverbund aus Bediener, Hotliner, Servicetechniker und Spezialisten aus den Produktionswerken, um Serviceanfragen unmittelbar zu lösen oder einen notwendigen Einsatz optimal vorzubereiten. Unterstützt werden die Experten durch die kabellose DMG MORI SERVICEcamera, die in Echtzeit Bilder überträgt und somit die Kommunikation vereinfacht. Zusammen mit unserem PPR-System (Product Problem Report) werden so Serviceanfragen schneller, effizienter sowie vor allem ressourcenschonender und nachhaltig gelöst. Unsere Maßnahmen wirken. Das bestätigt unsere Kunden-Zufriedenheitsanalyse: 98% unserer Kunden sind mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden und würden uns weiterempfehlen. In persönlichen Gesprächen identifizieren wir fortlaufend weitere Verbesserungsmöglichkeiten. So konnten wir die Anzahl der Service-Einsätze je Maschine in Gewährleistung in den letzten fünf Jahren um 31 % reduzieren.
Wichtige Grundlagen bei DMG MORI:
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Maschinenrichtlinie 2006/42/EG |
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Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV), 2014/30/EU und EMV-Gesetz |
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Richtlinie zur Bereitstellung von Druckgeräten 2014/68/EU |
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Geräte- und Produktsicherheitsgesetz sowie weitere das Produkt betreffende Richtlinien der EU |
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Einschlägige nationale und internationale Produktnormen |
Unsere Maschinen erfüllen höchste Sicherheitsvorschriften. Für maximale Produktqualität und -sicherheit braucht es eine ganzheitliche Betrachtung: die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und Normen des Maschinenschutzes, erforderliche Arbeitsweisen sowie den bestimmungsgemäßen Betrieb durch den Anwender und den Arbeitsschutz. So sorgen wir für die Produktsicherheit bei DMG MORI und entwickeln diese kontinuierlich weiter. Im "Design Review Prozess" überprüfen wir standardmäßig die Einhaltung der Maschinensicherheit - sie ist ein wesentlicher Punkt vor der Marktfreigabe. Wir gestalten aktiv in nationalen und internationalen Normenkreisen (ISO, IEC) die Festlegung und Weiterentwicklung der Sicherheitstechnik mit. Interne Experten von DMG MORI, die sich in Fachverbänden, wie dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) engagieren, sind für die Umsetzung der Richtlinien und Normen verantwortlich. Diese Mitarbeiter bilden sich regelmäßig durch Fachvorträge von Firmen und Berufsgenossenschaften weiter.
DMG MORI führt regelmäßig eine Risikobeurteilung seiner Produkte durch. Auf diese Weise ermitteln wir Gefährdungen und die erforderlichen Maßnahmen zur Behebung. Diese Beurteilung beinhaltet alle Arbeiten von Personen über die gesamte Lebensdauer einer Maschine. Es betrifft somit den Schutz der menschlichen Gesundheit ebenso wie den Schutz der Umwelt vor Risiken durch Chemikalien und gefährdende Stoffe auf Basis der EU-Verordnung REACH. Weiterer Bestandteil der Maschinensicherheit ist die ATEX-Richtlinie 2014/34/EU (Brand- und Explosionsschutz).
Über ein Monitoring im Vertrieb und Qualitätsmanagement überwachen wir permanent die Produktsicherheit. Mögliche Restrisiken werden innerhalb der Produkthandbücher beschrieben und durch Warn- bzw. Hinweisschilder sowie Sicherheitshinweise am Benutzerdisplay angezeigt. Zudem werden sie in enger Zusammenarbeit von Hersteller und Betreiber reduziert.
Für uns und unsere Stakeholder ist wichtig, dass wir den Energieverbrauch konzernweit so gering wie möglich halten. Denn vor allem der Verbrauch fossiler Energieträger - wie Kohle, Erdöl oder Erdgas - und dadurch entstehende Emissionen belasten unsere Umwelt und beschleunigen den Klimawandel.
Insbesondere Montage-, Vertriebs- und Service-Prozesse verbrauchen Energie und erzeugen Emissionen. Dies betrifft gleichermaßen unsere Lieferanten. Unsere Maßnahmen setzen an beiden Stellen an: Unseren eigenen Energieverbrauch und Emissionsausstoß steuern wir mit unserem Energiemanagementsystem um diese möglichst gering zu halten. Unsere Lieferanten verpflichten wir zu energiesparenden und umweltverträglichen Verfahren. Details stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" auf Seite 26f.
Alle Unternehmens- und Verhaltensmaßnahmen zur Einsparung von Energie in unserem Unternehmen fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Hierzu zählen insbesondere:
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Austausch vorhandener Beleuchtungssysteme gegen LED-Beleuchtung |
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Implementierung moderner Heiz-, Lüftungs- und Kühlkonzepte |
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Energetische Verbesserung der Druckluftversorgung |
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Installation regenerativer Energieerzeugungsanlagen |
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Überwachung und Analyse des Energieverbrauchs durch die Software Energy Monitor |
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Steigerung der Energieeffizienz um 5 % (Messgröße: kWh/EUR Wertschöpfung, Basisjahr: 2017) bis 2023* |
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Aufbau und Erweiterung von Energiemonitoringkonzepten an den europäischen Konzernstandorten bis Ende 2020** |
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Projektbezogene Einsparungen in Höhe von 1.000.000 kWh bis Ende 2020 (Basisjahr: 2016)** |
*
Das erste Ziel leitet sich von unserem Ziel der Vorjahre ab, den Gesamtenergieverbrauch
stetig zu reduzieren. Mit einer konkreten Kennzahl schaffen wir mehr Transparenz und
Verbindlichkeit. Wir ermitteln den Wert aus dem Verhältnis Kilowattstunde zu Umsatz
abzüglich Netto-Materialeinsatz.
**
Im Berichtsjahr haben wir weitere Projekte gestartet, um unsere Ziele zu erreichen.
Der Schutz von Umwelt und Klima ist ein wichtiges Thema in unserer Produktion. Nicht nur das Produkt muss nachhaltig und energieschonend sein, sondern bereits seine Herstellung. Mit der zuletzt im Januar 2017 überarbeiteten Energiepolitik verpflichten wir uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen sowie der damit einhergehenden Reduzierung von C02-Emissionen.
Unser Energieverbrauch sowie Emissionen entstehen insbesondere durch Produktionswerke und Fahrzeuge. Unser Anspruch an maximale Qualität und Kundenzufriedenheit erfordert eine hohe Mobilität unserer Service-Experten. Mit unserem neuen Remote-Service - der SERVICEcamera -können Service-Anfragen digital analysiert und häufig direkt gelöst werden. So werden wir die Service-Einsätze vor Ort beim Kunden und damit den Kraftstoffverbrauch verringern. Im Geschäftsjahr 2015 haben wir ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt, das jährlich intern und extern überprüft wird. Mittlerweile umfasst es bereits 35 von 71 Standorten. Diese Standorte machen rund 80 % des Energieverbrauchs von DMG MORI aus und schließen die Produktionsstandorte in Deutschland, Polen und Italien ein. Die GILDEMEISTER energy efficiency GmbH, ein Unternehmen des DMG MORI-Konzerns, betreut das Energiemanagement und berichtet direkt an den Vorstand. Um die Energieeffizienz auch in der Produktion unserer Kunden weiter zu verbessern, bieten wir weitere Dienstleistungen an: Energieeffizienzkonzepte, Beratung bei der Einführung von Energiemanagementsystemen und Durchführung von Energieaudits. Zudem können unsere Kunden die Mess- und Analysesoftware Energy Monitor nach einem individuellen Messkonzept installieren.
Unsere Mitarbeiter machen wir regelmäßig auf Energiesparpotenziale aufmerksam. Nur mit ihrer Unterstützung können wir unsere Ziele erreichen. Als Leitfaden dienen konkrete Handlungsanweisungen sowie ein ausführliches Energiemanagement-Handbuch. Um künftig die Flugmeilen pro Mitarbeiter und damit verbundene Emissionen zu reduzieren, prüfen wir zum Beispiel die Notwendigkeit von persönlichen Treffen und nutzen verstärkt digitale Kommunikationssysteme. Über 200.000 Sitzungsteilnehmer tauschten sich in über 65.000 Videokonferenzen aus - ein positiver Beitrag, die Zahl der Dienstreisen zu verringern.
Im Mai 2018 fiel der Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt "Betriebliches Mobilitätsmanagement". Gemeinsam mit der Stadt Bielefeld und zahlreichen namhaften Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe setzen wir uns zum Ziel, die Straßen in und um Bielefeld zu entlasten - und damit die Schadstoffbelastung zu reduzieren. In einem ersten Schritt wurden die Daten von rund 600 Mitarbeitern von DMG MORI anonym ausgewertet. Dabei wurden Arbeitsbeginn, Fahrzeit, Fahrtkosten, der CO2-Ausstoß und körperliche Bewegung visualisiert. Im nächsten Schritt sollen hieraus Konzepte abgeleitet werden, mit welchen Maßnahmen der Arbeitsweg umweltfreundlicher gestaltet werden kann. Über das betriebliche Vorschlagswesen können unsere Mitarbeiter weitere Verbesserungsvorschläge mitteilen.
Von unseren drei übergeordneten Konzernzielen leiten sich wiederum Ziele für die einzelnen Standorte ab. Diese werden jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in den Managementbewertungen sowie in einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft. Dass unser Energiemanagementsystem wirkt, bestätigte zuletzt im Dezember 2018 die TÜV SÜD Management Service GmbH.
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Austausch bestehender Beleuchtungstechnologien gegen LED-Beleuchtung an diversen Standorten |
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Einsparung von 625 Tonnen C02edurch Stromeigenerzeugung |
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Erweiterung der Hallenkühlung durch Grundwasser/ Einbindung bisher elektrisch gekühlter Bereiche |
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Modernisierung der Beleuchtung in der mechanischen Fertigung |
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Energieeffizienter Neubau der XXL-Halle (6.100 m2) |
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LED-Beleuchtung |
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Zentrale Kühlschmierstoffversorgung |
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Nutzung der Kompressorabwärme zur Hallenheizung |
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Kühlung und Heizung über den Hallenboden |
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Ergänzendes Lüftungssystem für Heizung und Kühlung auf Raumtemperatur (23°C) |
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Moderne Isolierung und reduzierte Fensterfronten |
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Innovatives und modernes Energiekonzept: Einsparung von 771.332 KWh/Jahr = 512 Tonnen C02e/Jahr |
Am 8. Oktober 2018 wurde mit einem Grand Opening das Produktionswerk FAMOT in Polen erweitert und durchgängig digitalisiert. Die FAMOT "Digital Factory" hat bereits Modellcharakter für unsere Kunden und Lieferanten und setzt auch bei DMG MORI neue Standards.
Der Energieverbrauch berechnet sich im Wesentlichen als Summe der bezogenen Mengen der Energieträger Strom, Erdgas, Flüssiggas, Heizöl und Diesel sowie den eigenerzeugten Strommengen. In der Produktion setzen wir als wesentlichen Energieträger Strom für den Montageprozess und die technische Gebäudeausrüstung ein. Heizöl und Erdgas benötigen wir für die Bereitstellung von Raumwärme. Außerdem setzen wir in geringem Umfang Erdgas auch zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken ein. Der Kraftstoffverbrauch macht 37 % des Energieverbrauchs aus.
In Tabelle 05 ist der Energieverbrauch innerhalb der Organisation dargestellt. Der Energieverbrauch pro Wertschöpfung ist im Berichtsjahr um 11 % bzw. 26 kWh / T€ zurückgegangen. Unser Ziel, die Energieeffizienz weiter zu steigern, haben wir damit erreicht.
| in MWh |
2018 | 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr |
| Brennstoffverbrauch aus fossilen Energiequellen | 80.506 | 76.281 | 4.225 |
| davon Erdgas | 32.491 | 30.681 | 1.810 |
| davon Flüssiggas | 364 | 325 | 39 |
| davon Heizöl | 55 | 0 | 55 |
| davon Kraftstoff | 47.596 | 45.275 | 2.321 |
| Stromverbrauch | 48.962 | 46.757 | 2.205 |
| davon Netzbezug | 47.489 | 45.456 | 2.033 |
| davon Eigenerzeugung aus regenerativen Quellen | 1.473 | 1.301 | 172 |
| Energieverbrauch gesamt | 129.468 | 123.038 | 6.430 |
| Energieverbrauch pro Bruttowertschöpfung in kWh/T€ -11 % | 214 | 240 | -26 |
1)
Schließt folgende Standorte ein: Deutschland: Bielefeld, Pfronten, Seebach; Italien:
Brembate di Sopra, Tortona; Polen: Pleszew; Russland: Ulyanovsk. Diese Standorte und
der Fuhrpark machen über 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI aus.
4)
Die Umrechnungsfaktoren für Flüssiggas und Heizöl stammen vom Bundesverband der Energie-
und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) 2017. Die Umrechnungsfaktoren Kraftstoffe stammen
vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 2017.
Der bislang größte Solarpark Moldawiens ist im Jahr 2018 ans Netz gegangen - ein wichtiges Projekt für GILDEMEISTER energy solutions, aber auch für das Land selbst. Mit der Kapazität von 1 MW auf einer Fläche von 2,5 Hektar trägt der Park zur Stärkung der Energiesicherheit bei.
Auch die Forschung profitiert: Mit der Akademie der Wissenschaften von Moldawien wurde eine Vereinbarung getroffen. Anhand des Parks soll die Entwicklung alternativer Energiequellen sowie Effizienzpotentiale im Bereich Solarenergie erforscht werden.
DMG MORI verursacht direkte Emissionen durch die Nutzung von Kraftstoffen im Fuhrpark und durch den Einsatz von Erdgas und Heizöl zur Wärmebereitstellung. Indirekte Emissionen entstehen durch den Bezug von Strom. Trotz der Umsatzsteigerung von +13 % sind im Berichtsjahr die Emissionen der Produktionsstandorte mit +6 % nur geringfügig gestiegen. Eine Kompensation der CO2-Emissionen findet bisher nicht statt. Die direkten Emissionen machen 47 % aus, die indirekten 53 %. Durch die Eigenerzeugung von regenerativer Energie an den Standorten wurden 625 Tonnen CO2eingespart - ein Plus von 15 %.
| 2018 | 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| THG-Emissionen gesamt (Scope 1, Scope 2) in t CO2e | 40.549 | 38.430 | 2.119 |
| Direkte Emissionen (Scope 1) in t | 19.163 | 18.164 | 999 |
| Indirekte Emissionen (Scope 2) in t | 21.385 | 20.266 | 1.119 |
1)
Schließt folgende Standorte ein: Deutschland: Bielefeld, Pfronten, Seebach; Italien:
Brembate di Sopra, Tortona; Polen: Pleszew; Russland: Ulyanovsk. Diese Standorte und
der Fuhrpark machen über 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG MORI aus.
2)
Die THG-Emissionen wurden als Produkt aus der eingesetzten Energiemenge und dem entsprechenden
Emissionsfaktor gebildet. Die Faktoren für die Berechnung der direkten Emissionen
(Scope 1) aus Heizöl, Diesel, Benzin und Erdgas stammen vom "Department for Environment,
Food & Rural Affairs" (Großbritannien). Zur Berechnung der CO2-Äquivalente (CO2e) werden die sechs von dem zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen Intergovernmental
Panel on Climate Change (IPCC) festgelegten Haupttreibhausgase (Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKWs), Perfluorcarbone (PFCs) und Schwefelhexafluorid
(SF6)) berücksichtigt. Die Umrechnung erfolgt mit den Faktoren des IPCC. Zur Berechnung
der indirekten Emissionen (Scope 2) aus Strom werden landesspezifische Faktoren verwendet.
Die Daten stammen aus "CO2 Emissions from Fuel Combustion 2017", International Energy Agency, 2017. Andere Emissionen
treten nur in geringen Mengen auf und werden nicht separat berichtet.
3)
Für die Berechnung der indirekten Emissionen wurde die Location-Based-Methode gewählt.
Die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen treiben wir kontinuierlich voran. Dabei betrachten wir den gesamten Fertigungsprozess und nutzen so auch die Potentiale der Automatisierung und Digitalisierung. Ein konzernweiter Produktentwicklungsprozess unterstützt uns bei der kontinuierlichen Umsetzung der Ziele.
Die DMU50 - eine unserer meistverkauften Maschinen - konnten wir in der dritten Generation noch einmal um 16% energieeffizienter ausführen. So sparen unsere Kunden schon im ersten Jahr nach Markteinführung gemeinsam etwa 1 Million kWh Strom ein - dies entspricht etwa 100.000 Litern Benzin.
Um die Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen zu steigern, fassen wir unter dem Begriff "GREENMODE" folgende maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen zusammen:
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CELOS APPs sorgen für Transparenz und Optimierung des Energieverbrauchs |
| ― |
Intelligente, bedarfsorientierte Regelung der Maschine und Aggregate |
| ― |
Einsatz verbrauchsoptimierter Komponenten wie LED-Beleuchtung |
| ― |
Rückgewinnung von Energie bei Bremsvorgängen |
Bereits im ersten Jahr sparen alle installierten DMU50 der dritten Generation das Äquivalent von etwa 100.000 Litern Benzin ein. Bei einer Lebensdauer von 20 Jahren sind das 2.000.000 Liter - ein besonders wertvoller Beitrag zur Schonung der Umwelt.
DMG MORI steht für pflichtbewusstes und beispielhaftes Handeln. Als Unternehmen übernehmen wir Verantwortung gegenüber der Umwelt. Das erwarten unsere Stakeholder von uns und wir von ihnen. All das legen wir in unserem Verhaltenskodex für unsere Geschäftspartner und Mitarbeiter fest.
Dieses Bewusstsein vermitteln wir auch unseren Mitarbeitern in Schulungen. Wir wollen die ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten aktiv managen und unseren Beitrag zur Umweltschonung weiter steigern. Insbesondere bei den nicht erneuerbaren Rohstoffen. Dies sind wichtige Ressourcen für Industrie und Gesellschaft, die immer knapper werden.
Das Ressourcenmanagement ist konzeptionell fest in unserem Nachhaltigkeitsmanagement verankert und daher Bestandteil unseres neuen "Corporate Responsibility"-Handbuchs. Unser Anspruch: Jeder einzelne Mitarbeiter achtet darauf, dass seine Arbeit den geringstmöglichen Umwelteinfluss hat. Erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien wollen wir in einem hohen Anteil in unseren Produkten und im Service einsetzen. Unser Konzept entwickeln wir kontinuierlich weiter. Dabei binden wir insbesondere unsere Mitarbeiter ein. Ebenso wie all unsere Geschäftspartner können sie ihre Fragen, Anmerkungen und Hinweise an responsibility@dmgmori.com senden. Diese werden kurzfristig geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt. So haben wir im Berichtsjahr erstmalig die Informationskampagne "Green Office" durchgeführt und all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Tipps zum Energie- und Ressourcensparen für die tägliche Büroarbeit an die Hand gegeben.
Materialeinsparungen erreichen wir beispielsweise durch eine konsequent beanspruchungsgerechte Gestaltung unserer Produkte. Besonders wirksam ist dabei für uns und unsere Kunden die additive Fertigung von Bauteilen - zum Beispiel mit der LASERTEC 30 SLM. Derzeit verwenden wir etwa ein Dutzend additiv gefertigte Bauteile in unseren Produkten - diesen Anteil wollen wir in den kommenden Jahren kontinuierlich ausbauen.
Mit ADDITIVE MANUFACTURING schonen wir Ressourcen - bereits jetzt sparen wir gegenüber einer konventionellen Fertigung etwa 30 % bis 60 % Material ein!
Wirksame Materialeinsparung durch:
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Leichtbau |
| ― |
Funktionsintegration |
| ― |
Integralbauweise |
| ― |
werkzeuglose Fertigung |
Der verstärkte Einsatz recycelbarer und recycelter Materialien ist fest in unserem Entwicklungsprozess verankert. So nutzte DMG MORI im Berichtsjahr in den Materialgruppen Guss- und Blechteile gewichtsbasiert 48 % (Vorjahr 47 %) recycelte Materialien in Werkzeugmaschinen und im Service. Guss- und Blechteile haben einen bedeutenden Gewichtsanteil in unseren Produkten. Sie enthalten nach Angaben unserer Lieferanten rund 51 % Stahlschrott (Eisenguss, Bleche) und 10% Steinkohleflugasche (Mineralguss).
Mit unserer "First Quality"-Offensive sorgen wir dafür, dass unsere Produkte durch die lange Lebensdauer - von 20 Jahren und mehr - zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung beitragen. Details hierzu stehen im Kapitel "Produktqualität und -Sicherheit" auf Seite 16f. Bei den Maschinenkomponenten achten wir auf die Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von Verschleißteilen. Im Berichtsjahr konnten wir auf den Umsatz bezogen 31 % der benötigten Ersatzkomponenten über unser Tauschteilmanagement bedienen (Vorjahr: 29%). Darüber hinaus vermittelt DMG MORI jährlich über 600 hochwertige Gebrauchtmaschinen und schont damit nachhaltig Ressourcen. Konfliktmineralien beziehen wir nur indirekt als Rohmaterialien. Weitere Informationen hierzu stehen im Kapitel "Compliance" auf Seite 34 f.
Als Innovationsführer denken wir auch beim Thema Nachhaltigkeit weiter: Unsere innovativen Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen ermöglichen unseren Kunden Maschinen, Werkzeuge und weitere Produktionsfaktoren hocheffizient zu nutzen und so neben Material auch Energie einzusparen.
Abfall entsorgen wir umweltgerecht durch qualifizierte Unternehmen. Die Entsorgung orientiert sich jeweils an Abfallart und Recyclingverfahren, sie erfolgt getrennt und sicher. Dabei richten wir uns nach lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich ein. In der Produktion verbrauchen wir während der Testphase unserer Maschinen geringe Mengen Trinkwasser durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Verdünnung 1/10 mit Wasser). Bei der Entsorgung wird die Mischung in einer Spaltanlage wieder getrennt und das Wasser in den Kreislauf zurückgeführt. Bearbeitungsemulsion kommt meist auch später bei unseren Kunden in der Produktion von Werkstücken zum Einsatz. Unseren Trinkwasserverbrauch in den Sanitäranlagen und Kantinen unserer Standorte reduzieren wir durch den Einsatz von Grundwasser aus Tiefenbrunnen. Gemäß der Wesentlichkeitsanalyse im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" auf Seite 8f. bilden die Themen Abfall und Wasser weiterhin keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement und werden daher nicht näher erläutert.
Verantwortung beginnt im eigenen Unternehmen. Aber hört sie dort auch auf? Für DMG MORI ist die Antwort ein klares Nein. Unser Partner- und Lieferantenmanagement ist daher ein essentieller Baustein der nachhaltigen Wertschöpfung.
Die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben in der Lieferantenbeziehung ist für uns unverzichtbar. Das Lieferantenmanagement ist ein wesentliches Element unserer Matrixorganisation. Aufgrund der Beschaffung komplexer Baugruppen erfolgt das Lieferantenmanagement mit überwiegend global aufgestellten Systemlieferanten. Diese stellen die erste Stufe in der Lieferkette dar und übernehmen dabei sowohl die Vormontage als auch Koordination der Unterlieferanten. Hiermit reduziert sich der Beschaffungsaufwand. Der Einkauf ist dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Er gliedert sich zentral und dezentral in das Materialgruppenmanagement für Produktions- und Nichtproduktionsmaterial. Um Synergieeffekte zu nutzen, erfolgt das Materialgruppenmanagement für die Produktion gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mit der Einführung der neuen Beschaffungsplattform legen wir den Grundstein, künftig unsere Nachhaltigkeitskriterien konzernweit in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation zu integrieren. Durch diesen digitalisierten Prozess können wir die Transparenz entlang der Lieferkette erhöhen und unsere Lieferanten damit in Zukunft gemäß ihrer Nachhaltigkeitsleistung bewerten und auswählen.
Bei einer Fertigungstiefe von 27 % erfolgt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung durch unsere Lieferanten.
Im Geschäftsjahr 2018 haben wir Waren und Dienstleistungen von insgesamt rund 2.800 Lieferanten direkt bezogen. Nach sorgfältiger Auswahl sind drei neue Lieferanten hinzugekommen. Europa liegt mit 93% bei der Beschaffung von Materialien vor Asien mit 7%. Materialaufwand entsteht vorrangig in den Kategorien Steuerungs- und Antriebstechnik (23%), gefolgt von Blech und Gussteilen (20%) sowie externer Fertigung (11%).
Unser Verhaltenskodex bildet die Grundlage für verantwortungsvolles Handeln sowie die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen Vorgaben für die Zusammenarbeit mit neuen Lieferpartnern. Unser Partner- und Lieferantenmanagement sieht vor, dass die Partner der Selbstverpflichtung von DMG MORI mit Blick auf Nachhaltigkeit folgen.
Wir erwarten von unseren Lieferanten:
| ― |
Verbindliche Zustimmung zur Einhaltung unserer ethischen und prinzipiellen Anforderungen vor einer Zusammenarbeit |
| ― |
Einhaltung unserer Grundsätze |
| ― |
Weitergabe der Anforderungen in der Lieferkette |
Dieser Prozess ist ein essentieller Bestandteil unserer Einkaufsrichtlinie. Im Falle einer Ablehnung oder des Verdachts auf Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen Anforderungen ist ein Eskalationsprozess in der Einkaufsrichtlinie definiert. Dieser regelt das weitere Vorgehen in der Partnerschaft, um entweder gemeinsame Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder gar die Zusammenarbeit zu beenden. Neben der Einkaufsrichtlinie wird auf die nachhaltige Beschaffung ebenso in den DMG MORI Einkaufsbedingungen hingewiesen. Des Weiteren legen unsere Einkaufsbedingungen den schonenden Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und umweltverträgliche Verfahren fest. Die Bestätigung unseres Verhaltenskodex halten wir digital auf einer konzernweiten Plattform fest. Wichtige Grundlagen zur Berücksichtigung von Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen im Umgang mit Lieferanten erhalten unsere Einkäufer bei unserem Schulungsprogramm.
Insbesondere im Fall von "Global Sourcing" und bei der Auswahl von Lieferanten aus Asien bewerten wir Kriterien zu Umweltstandards und Sozialvorgaben in der Lieferantenselbstbeurteilung gesondert. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitszeiten, Gehälter der Mitarbeiter, vorhandene Umweltzertifikate, wie DIN EN ISO 14001 und die klare Ablehnung von Kinderarbeit. Ein "Global Sourcing"-Team von neun Einkaufs- und Qualitätsspezialisten in Asien kümmert sich um die Lieferanteninformationen. Es koordiniert die Beschaffungsprozesse und insbesondere die Kommunikation zwischen Lieferanten und Werk in den jeweiligen Ländern. Da im Berichtsjahr keine neuen Lieferanten aus Asien hinzugekommen sind, erfolgte keine Lieferantenselbstbeurteilung.
Zur Risikoeinschätzung unserer bestehenden direkten Lieferanten greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS" zurück.
| ― |
Zeitnahe Information über Risiken zu Bonität, Liefer- und Qualitätsperformance und über Risiken zu Nachhaltigkeit, wie Verletzungen von Arbeitspraktiken und Menschenrechten oder Umweltrisiken |
| ― |
Verantwortliche werden proaktiv bei Risikoeintritt in der Lieferkette oder bei einzelnen Lieferanten benachrichtigt |
| ― |
Monatliche Kontrolle der TOP 100 Lieferanten (entspricht 79% des gesamten Einkaufsvolumens für Produktionsmaterialien) |
Bei diesen Lieferanten meldete das System zum Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" einen und zum Indikator "Umwelt" zwei potenzielle Sachverhalte. Der Anteil des betroffenen Lieferanten am Einkaufsvolumen für Produktionsmaterialien beläuft sich auf 0,6%. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass die Meldungen nicht relevant und somit keine weiteren Handlungsmaßnahmen erforderlich waren. Das Frühwarnsystem ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung. Der entsprechende Gesamt-Score je Risikokriterium ist dabei ausschlaggebend und dient zum einen als Basis für die Lieferantengespräche mit dem Ziel, die Anzahl der risikobehafteten Lieferanten zu reduzieren. Zum anderen fließt er als Teilergebnis in die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein. So stellt DMG MORI Nachhaltigkeit her - von Anfang an.
Unsere Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg und die nachhaltige Entwicklung von DMG MORI. Ihre fachliche Qualifikation und ihr Engagement zeichnen sie aus. Dafür bieten wir ihnen sichere und attraktive Arbeitsplätze sowie umfassende Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten. Als international tätiger Technologiekonzern sehen wir große Vorteile in unserer kulturellen Vielfalt: Diversity ist ein wichtiger Impulsgeber für Innovationen und ein Motor unseres Erfolgs.
Für DMG MORI sind die Mitarbeiter und das vom Vorstand strategisch gesteuerte Personalmanagement sehr wichtig. Die bestmögliche Mitarbeiter-Betreuung vor Ort stellen wir über unsere lokalen Personalabteilungen in den Produktionswerken und HR-Business-Partnerin den Vertriebs- und Servicegesellschaften sicher.
Wir nehmen die Verantwortung für unsere Mitarbeiter ernst und sind ein attraktiver Arbeitgeber. Vielfalt und Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen sowie Ausbildung und Personalentwicklung sind uns ebenso wichtig, wie attraktive Vergütungsmodelle, Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz sowie die Stärkung unserer Unternehmens- und Führungskultur. Diese Aspekte werden wir mittelfristig noch strategischer bei unserer internationalen Personalarbeit berücksichtigen. Am 31. Dezember 2018 waren 7.503 Mitarbeiter beschäftigt, davon 396 Auszubildende. Im Berichtsjahr hat DMG MORI 936 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht einer Einstellungsquote von 12%. Dabei haben Alter und Geschlecht neuer Mitarbeiter keinen Einfluss auf die Auswahl. Grundsätzlich entscheiden wir in einem Auswahlprozess, ob sich ein Kandidat fachlich und persönlich für eine Stelle eignet. Dabei halten wir selbstverständlich die gesetzlichen Bestimmungen ein. Die Einstellungsfreigabe erfolgt in einem mehrstufigen, digitalen Genehmigungsprozess mit finaler Freigabe durch den Vorstand. Eine etwaige Diskriminierung oder ein Umgehen der gesetzlichen Regelungen - wie auch die Vermeidung von Kinderarbeit - stellen wir durch eine hohe Informationstransparenz sicher. Die interne Revision überprüft regelmäßig unsere Genehmigungsprozesse. Weitere Erläuterungen hierzu stehen im Kapitel "Compliance" auf Seite 34f.
Im Geschäftsjahr 2018 verließen insgesamt 571 Mitarbeiter den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuation belief sich auf 7,7% (Vorjahr: 8,3%). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,6%. Mit einer strukturierten Nachfolgeplanung und durch eine umfangreiche Einarbeitung stellen wir einen lückenlosen Wissenstransfer sicher.
Zufriedene, motivierte und gesunde Mitarbeiter sind für DMG MORI ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor. Wir legen hohen Wert auf einen transparenten Meinungsaustausch und eine offene Feedback-Kultur. Event-Highlights - wie das DMG MORI Klassik-Konzert oder der DMG MORI Nachhaltigkeitstag - stärken das Miteinander und Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen.
Zur Weiterentwicklung unserer offenen Feedback-Kultur trägt insbesondere die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse bei. Im Berichtsjahr wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu insgesamt zwölf Themenfeldern - darunter Arbeitsbedingungen, Vorgesetztenverhalten, berufliche Entwicklung und Vergütung befragt. Die Beteiligungsquote von 64,2% im Inland ist aufgrund des hohen Anteils von gewerblichen Mitarbeitern gut. In Europa, Indien und China lag die Beteiligungsquote bei 72,9 %. Basierend auf den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung wurden im Berichtsjahr sowohl die positiven als auch die negativen Schlüsselthemen analysiert. Unsere Gesellschaften erarbeiten individuell entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung und setzen diese um.
Zur besonderen Motivation der Mitarbeiter erfolgt jährlich mindestens ein ausführliches Gespräch mit der zuständigen Führungskraft. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr konkrete Führungsleitlinien ("Leading Principles") erarbeitet und implementiert. Sie bilden die Grundlage unserer modernen Unternehmens- und Führungskultur. Weitere Informationen hierzu stehen im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" auf Seite 12f.
| 2018 | 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Mitarbeiter gesamt1) | 7.503 | 7.101 | 402 |
| davon Mitarbeiter | 7.107 | 6.742 | 365 |
| davon Auszubildende | 396 | 359 | 37 |
| davon Inland | 4.546 | 4.220 | 326 |
| davon Ausland | 2.957 | 2.881 | 76 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 4.120 | 3.875 | 245 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 3.299 | 3.142 | 157 |
| davon Segment Corporate Services | 84 | 84 | 0 |
| Leiharbeitnehmer gesamt2) | 484 | 436 | 48 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 404 | 373 | 31 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 79 | 61 | 18 |
| davon Segment Corporate Services | 1 | 2 | -1 |
1)
Die Mitarbeiterzahl ergibt sich auf Basis der unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik.
2)
Im Jahr 2018 wurden insgesamt 59 Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung übernommen.

Unseren Mitarbeitern werden attraktive Vergütungspakete angeboten. Diese Vergütungspakete setzen sich aus marktgerechten Grundgehältern und variablen, erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Durch unser Konzern-Prämienmodell nehmen zudem alle Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI teil. Der Vorstand hat mit dem Konzernbetriebsrat ein konzernweites, internationales Modell vereinbart, das die Beschäftigten ergebnisabhängig am Unternehmenserfolg beteiligt. Im Berichtsjahr profitierten alle Mitarbeiter und Leiharbeitnehmer von dem Prämienvolumen in Höhe von insgesamt rund 11 MIO €.
Unser Engagement zahlt sich aus: "Focus Money" zeichnete DMG MORI im Berichtsjahr erneut mit dem Prädikat "TOP Karriere-chancen" aus. Die Studie umfasst u.a. die Themen Entwicklungs- und Aufstiegschancen, Talent-Management, Mitarbeitertreue und Gleichberechtigung. DMG MORI belegte Platz 2 mit 96 von 100 Punkten.
Auch das Mitbestimmungs- und Betriebsverfassungsgesetz nehmen wir sehr ernst und pflegen einen regelmäßigen, offenen Austausch zwischen Führungskräften und Mitarbeitervertretern. So erhalten sowohl der Konzernbetriebsrat als auch die Betriebsräte lokal vor Ort frühzeitig Informationen zu relevanten Themen. Lokale Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung hält DMG MORI selbstverständlich ein. Kollektivvereinbarungen, wie zum Beispiel tarifvertragliche Regelungen gelten für etwa 59% unserer Mitarbeiter.
Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung geschätzt und gleichgestellt. Der Vorstand drückt dies insbesondere durch den DMG MORI Verhaltenskodex und moderne Führungsleitlinien aus. Details und Ansprechpartner für Mitarbeiter sind im Kapitel "Nachhaltigkeitsstrategie und -management" auf Seite 8 ff. dargestellt. Als global agierender Konzern begegnen wir unseren Kunden und Geschäftspartnern stets zielgruppengerecht mit unseren vielfältigen Mitarbeitern.
Unsere langjährigen und älteren Mitarbeiter schätzen wir aufgrund ihrer Erfahrung besonders. Wir bieten attraktive Altersteilzeitmodelle an. Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden im Berichtsjahr 78 Verträge. 123 Mitarbeiterarbeiteten mit einer Schwerbehinderung in den deutschen Gesellschaften. Dies entspricht einer Quote von 2,9%. DMG MORI zahlt rund 170.000 € als direkte Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Etwa 240.000 € werden als anrechenbare Leistungen an Behindertenwerkstätten gezahlt.
Seit dem 4. Mai 2018 setzt sich der Aufsichtsrat aus fünf weiblichen (42%) und sieben männlichen (58%) Mitgliedern zusammen. Das Durchschnittsalter lag im Berichtsjahr bei 52 Jahren. Der Vorstand setzte sich ausschließlich aus männlichen Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren zusammen. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 25 des Geschäftsberichts 2018.
Um junge Frauen an die Branche des Maschinen- und Anlagenbaus heranzuführen, richtete die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH im April 2018 erneut einen "Girls' Day" aus. Begeistert informierten sich Schülerinnen aus der Region über die faszinierende Welt der Werkzeugmaschinen. Zudem unterstützt DMG MORI Projekte wie "MINTrelation", um Mädchen und Frauen gezielt für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.
| 2018 | 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Mitarbeiter gesamt | 7.503 (100 %) | 7.101 | 402 |
| davon weiblich | 870 (12 %) | 835 | 35 |
| davon männlich | 6.633 (88 %) | 6.266 | 367 |
| Geschäftsführer gesamt | 71 (100 %) | 72 | -1 |
| davon weiblich | 1 (1 %) | 1 | 0 |
| davon männlich | 70 (99 %) | 71 | -1 |
| Leitende Angestellte gesamt | 332 (100 %) | 366 | -34 |
| davon weiblich | 49 (15 %) | 45 | 4 |
| davon männlich | 283 (85 %) | 321 | -38 |
| Angestellte inkl. Azubis gesamt | 7.100 (100 %) | 6.663 | 437 |
| davon weiblich | 820 (12 %) | 789 | 31 |
| davon männlich | 6.280 (88 %) | 5.874 | 406 |
Die Altersstruktur bei DMG MORI ist ausgewogen und stellt sich wie folgt dar:

Aus Bildung wird Zukunft: Beim "Future Day" informieren Harry Junger, Geschäftsführer der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, und Ausbildungsleiter Hanno Hapke gemeinsam mit Auszubildenden über 400 Schülerinnen und Schüler aus der Region über die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten bei DMG MORI.
"Girls' Day" im April 2018: Bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH schauten die jungen Schülerinnen hinter die Kulissen eines klassischen "Männerberufs".
Neben der Berufsausbildung und den konzernweiten Trainee-Programmen bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive, individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungen an.
Zu unserem Talent-Management gehört selbstverständlich auch die Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten. Außerdem fördern wir insbesondere potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte durch das "High-Potential-Program". Insgesamt bilden wir in zehn Berufszweigen aus. Zudem bieten wir gemeinsam mit regionalen Berufsakademien und Fachhochschulen Studiengänge an. Diese Kooperationen bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Im Berichtsjahr haben wir 154 neue Auszubildende und Trainees eingestellt. 83 junge Fachkräfte sind nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in eine Festanstellung übernommen worden. So binden wir junge Talente frühzeitig an DMG MORI.
Studenten und Praktikanten haben bei uns regelmäßig die Möglichkeit, das operative Tagesgeschäft kennenzulernen. Besonders wichtig ist uns, dass Praktikanten keine Vollzeitstellen ersetzen, sondern dass bei ihnen das Lernen im Vordergrund steht. Darüber hinaus erhalten auch Praktikanten bei uns eine angemessene Vergütung.
Als weltweit tätiger Technologiekonzern bieten wir unseren Mitarbeitern zahlreiche Möglichkeiten international Projekte zu begleiten. Mit unserem "Exchange Program" reisen regelmäßig Manager, Nachwuchskräfte und Auszubildende in unsere japanischen und deutschen Produktionswerke - auch um die internationale Zusammenarbeit weiter zu fördern.
Die Mitgliedschaft bei "FairCompany" - der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte - unterstreicht unser besonderes Engagement als attraktiver Arbeitgeber.
Die Wirtschaftsmagazine "Capital" und "Focus Money" zeichneten DMG MORI im Berichtsjahr erneut als "Deutschlands beste Ausbilder" aus.
Die Verteilung der Ausbildungsfachrichtungen bei DMG MORI stellt sich wie folgt dar:

| 2018 | 2017 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Anzahl Mitarbeiter in Weiterbildungsmaßnahmen | 4.896 | 4.321 | 575 |
| davon weiblich | 496 | 477 | 19 |
| davon männlich | 4.400 | 3.844 | 556 |
| Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung | 18,3 MIO € | 16,2 MIO € | 2,1 MIO € |
| Tage für Weiterbildungsmaßnahmen | 22.485 | 19.867 | 2.618 |
Seit Jahren legen wir besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt auf einem hohen Niveau: 97% aller Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer.
Die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz sind zentrale Bestandteile unseres Wertschöpfungssystems im In- und Ausland. Wir sind uns bewusst, dass gesunde und motivierte Mitarbeiter eine Grundvoraussetzung für unseren wirtschaftlichen Erfolg sind. DMG MORI hält die nationalen, gesetzlichen Bestimmungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit ein - und nicht nur das.
Neue Mitarbeiter erhalten in ihrer Einarbeitung grundsätzlich alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitstrainings. Entsprechende Erste-Hilfe-Einrichtungen für Notfälle stehen zu Verfügung. Darüber hinaus gestalten die einzelnen Standorte den Arbeitsschutz und das Gesundheitsmanagement individuell. So verfügen unsere deutschen Servicegesellschaften über ein HSE-Management (Health, Safety Environment), das sowohl den Gesundheits- als auch Arbeits- und Umweltschutz fördert. Das Management von übergeordneten Sicherheitsmaßnahmen übernimmt der Unternehmensbereich "Corporate Mobility & Security", der unter anderem auch für die Reisesicherheit unserer Mitarbeiter sorgt. Dafür werden Mitarbeiter aktiv auf ihre Reisen vorbereitet. Bei Reisen in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsrisiko hält der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden.
Mit regelmäßigen Gesundheitsreportings, unternehmensfinanzierten Untersuchungen und persönlichen Krankenrückkehr-Gesprächen arbeiten wir daran die Krankenquote weiter zu reduzieren. Diese betrug im Berichtsjahr 3,9% und lag damit wie im Vorjahr unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,2%. Im Berichtsjahr kam es zu 198 Wege- und Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,6 %.
Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Getreu diesem Motto führte DMG MORI zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW und dem Umweltamt Bielefeld am Headquarter Bielefeld einen Nachhaltigkeitstag durch und erhielt für sein Betriebsrestaurant die Auszeichnung als "Klimagesunde Betriebsküche". Denn das seit Jahresbeginn 2018 neue Kantinen-Konzept inklusive Klimabilanz kann sich sehen lassen: Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit werden groß geschrieben. Ein Konzept, das begeistert. Betreiber Bernhard Kampmann -zugleich Küchenmeister und Inhaber des Restaurants "Schlichte Hof" - bezieht die meisten Produkte aus der Region. Der Convenience-Grad, vormals 70%, wurde auf unter 15% reduziert. Geschmacksverstärker gehören der Vergangenheit an. Das ist Nachhaltigkeit, die schmeckt! So hat sich die Zahl der täglichen Essen innerhalb weniger Monate auf rund 700 nahezu verdoppelt. Den ökologischen Fußabdruck hält DMG MORI dabei so klein wie möglich. Denn ein weiteres Kriterium bei der Vergabe der Urkunde war das Bewusstsein für Energieeinsparungen m der Küche - zum Beispiel beim Kühlen, Lüften und Beleuchten.
DMG MORI legt besonderen Wert auf die Motivation, Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter. Zahlreiche Stationen luden am Nachhaltigkeitstag zum Mitmachen ein: Auf einem Sportparcours und beim Torwandschießen konnten Mitarbeiter sich mit Profis von Arminia Bielefeld messen. Das eigene Wissen über gesunde Ernährung kam auf dem aktiven Ernährungsparcours zum Einsatz. Zudem informierten die Verbraucherzentrale und das Umweltamt über gesundes Essen und Klimaschutz. Schnupperkurse zu aktuellen Sport-Trends erhöhten die körperliche Fitness und sorgten für ein rundum gelungenes Event.
Mit unserem weltweit verankerten Compliance-Managementsystem (CMS) legen wir Regeln und Prozesse fest, um unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe einzuhalten.
Unsere Werte sind ein fester Bestandteil unserer täglichen Abläufe und unserer Compliance-Arbeit. Sie sind Grundlage der DMG MORI-Unternehmenskultur und bilden neben dem Verhaltenskodex auch die Basis des Compliance-Managementsystems (CMS):
| ― |
Unser Ziel: bestmöglich und zeitnah auf unternehmensspezifische Risiken reagieren zu können |
| ― |
Schnell und effektiv: Compliance-Verstöße vermeiden, aufdecken, sanktionieren |
| ― |
Vertrauensbildend: Beitrag zum Unternehmenserfolg |
| ― |
Breit aufgestellt: voll integrierte Teilbereiche Kartellrecht, Anti-Korruption und die Ablehnung von Bestechung, Exportkontrolle |
| ― |
Neu in 2018: weitere Teilbereiche voll integriert - IT-Sicherheit, Datenschutz, Tax-Compliance, Geldwäsche |
Risiken analysieren wir systematisch und standardisiert. Compliance-Risiken können potenziell in allen Bereichen und Gesellschaften auftreten. Gesetze und Vorschriften sowie unternehmensinterne Richtlinien können missachtet werden. Unsere szenarienbasierte Risikoanalyse wird jährlich für alle Teilbereiche durchgeführt und umfasst jeweils die kommenden drei Geschäftsjahre.
Die gesellschaftsspezifische Risikolage wird anhand zentral definierter Kriterien für alle operativen Konzerngesellschaften bewertet. Dies erfolgt sowohl zentral als auch dezentral. Die Compliance-Risiken waren im Berichtsjahr insgesamt beherrschbar.
Alle Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und übrigen Geschäftspartner können Fragen und Anregungen rund um Compliance an responsibility@dmgmori.com adressieren. Der Helpdesk bietet zudem die Möglichkeit, jeglichen Verdacht illegalen oder unethischen Verhaltens anzuzeigen. Auch ein externer Vertrauensanwalt steht hierfür zur Verfügung.
Als zentraler Leiter ist der Chief Compliance Officer für die übergreifende Entwicklung und globale Koordination aller Compliance-Aktivitäten verantwortlich. Er berichtet direkt an den Vorstand und mindestens einmal im Jahr auch an den Finanz- und Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats.
In allen Teilbereichen setzen zentrale Koordinatoren gemeinsam mit lokalen Koordinatoren die entwickelten Grundsätze und Maßnahmen um. Aktuelle Themen werden regelmäßig in einem Gremium - das sich aus den zentralen Koordinatoren und Vertretern des zentralen Responsibility-Managements zusammensetzt - kommuniziert.
Unsere Mitarbeiter sensibilisieren wir regelmäßig mit verschiedenen internen Kommunikationsmaßnahmen. Um Verhaltensgrundsätze und Richtlinien nachhaltig zu verankern, schult DMG MORI regelmäßig relevante Mitarbeiter. Seit Mai 2016 haben wir bereits unser Schulungskonzept um Online-Seminare ergänzt. Seitdem haben über 80 % der im e-Learning registrierten Mitarbeiter - ausgenommen der gewerblichen Mitarbeiter - die Basisschulung absolviert. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Dauer von einer Stunde waren dies unterm Strich 1.095 Stunden im Berichtsjahr. In der Basisschulung werden insbesondere die Inhalte unseres Verhaltenskodexes vermittelt. Darüber hinaus schulen der Chief Compliance Officer und die zentralen Koordinatoren der Teilbereiche sämtliche Geschäftsführer über Neuerungen sowie aktuelle Themen.
Damit alle Regeln eingehalten werden, nutzt DMG MORI ein Richtlinien-Management. Über einen SharePoint stellen wir sicher, dass alle Regelungen für unsere Webseite verfügbar ist:
→ de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibilty/responsibility/verhaltenskodex
Zusätzlich wird die Integrität potenzieller Händler und Auftragsvermittler gezielt überprüft. Wie genau diese überprüft werden, hängt dabei vom jeweiligen Risikolevel ab.
Die Geschäftsführung erhält jährlich einen Fragebogen, um Aufklärungs- und Handlungsbedarf zeitnah zu identifizieren. Zudem stand im Berichtsjahr die Implementierung und Angemessenheit der neuen Teilbereiche (Tax-Compliance und Geldwäsche) im Fokus. Darüber hinaus wird die Einhaltung von Richtlinien u.a. von der Konzernrevision als unabhängige Stabsstelle überprüft.
Die Bedeutung des Datenschutzes wächst stetig und ist bei DMG MORI bereits seit langem Bestandteil der verantwortungsvollen Unternehmensführung. Um den gestiegenen Anforderungen der seit Mai 2018 geltenden europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) gerecht zu werden, haben wir u.a. folgende Maßnahmen umgesetzt:
| ― |
lokale Datenschutzbeauftragte und Koordinatoren in jeder europäischen Gesellschaft |
| ― |
Datenschutz-Handbuch |
| ― |
Integration des Datenschutzmanagementsystems in das CMS |
| ― |
Anpassung der Datenschutzerklärungen im Internet |
| ― |
e-Learning ergänzend zu klassischen Seminaren |
Das e-Learning ist seit Oktober 2018 für alle von der EU-DSGVO betroffenen Mitarbeiter verpflichtend. Bereits über die Hälfte der im Datenschutzmodul registrierten Mitarbeiter haben im Berichtsjahr das e-Learning erfolgreich absolviert.
Unser Handeln richten wir an den weltweit einschlägigen Arbeits- und Sozialnormen der International Labour Organization (ILO) aus. Wir fördern faire Arbeitsbedingungen und lehnen jegliche Form von Kinder- und Zwangsarbeit ab. Ein klares Bekenntnis zur Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen sind für uns selbstverständlich. Auch unsere Kunden und Mitarbeiter erwarten entsprechende Standards von uns und unseren Lieferanten.
Aufgrund unserer komplexen, mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem begegnen wir vor allem mit entsprechenden Sorgfaltsprozessen. Details hierzu stehen im Kapitel "Partner- und Lieferantenmanagement" auf Seite 26 f. Wir beziehen keine (Konflikt-)Mineralien, wie Gold, Tantal, Wolfram oder Zinn in Reinform. Diese können aber über unsere komplexe, mehrstufige und globale Lieferkette in Kleinstmengen in die Produktion gelangen. Konfliktmineralien können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder angrenzenden Staaten stammen und zur Finanzierung bewaffneter Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Durch unsere unternehmensweite Digitalisierung im Einkauf wollen wir künftig die Transparenz in unserer Lieferkette verbessern. So sollen Herkunft und Menge der Mineralien besser messbar werden.
Mit geeigneten Maßnahmen, wie insbesondere unserem e-Learning und Präsenzschulungen, stellen wir sicher, dass unsere hohen Standards auch innerhalb von DMG MORI weltweit beachtet und angewandt werden. Weitere Informationen zu unserem Managementansatz bei den Menschenrechten stehen im Kapitel "Mitarbeiter" auf Seite 28ff.
Wir fühlen uns der Gemeinschaft gegenüber verpflichtet und investieren in das Vertrauen der Öffentlichkeit. Das sind feste Bestandteile unserer Werte und unserer Strategie. Viele unserer Mitarbeiter leisten zudem einen Beitrag für die Gesellschaft.
DMG MORI fördert Projekte in den Bereichen Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport und insbesondere den Nachwuchs. Im Fokus unseres sozialen Engagements stehen unsere Mitarbeiter, die Jugend, Schulen bzw. Hochschulen und gemeinnützige Vereine.
"Gesellschaftliche Verantwortung" hat für DMG MORI eine hohe Bedeutung und bildet im Berichtsjahr gemäß unserer Wesentlichkeitsanalyse nun einen Schwerpunkt im Nachhaltigkeitsmanagement. Unsere Aktivitäten folgen keinem Managementansatz im Sinne des CSR-Gesetzes und der GRI-Standards. Wir berichten an dieser Stelle über unsere gemeinnützigen Projekte und über unsere freiwilligen Aktivitäten - denn soziales Engagement liegt uns am Herzen und ist für uns selbstverständlich.
Im Berichtsjahr haben wir erstmalig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem außergewöhnlichen Abend eingeladen: Mit einem deutsch-japanischen Klassik-Konzert in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle haben wir unsere Wertschätzung mal auf eine ganz andere Art und Weise zum Ausdruck gebracht. Zugleich haben wir so die Modernisierung des renommierten Konzerthauses unterstützt. Dieses Event war ein besonderes Element unseres lokalen Sponsoring-Ansatzes in den Bereichen Sport, Kunst und Kultur. Es spiegelte zudem die hohe kulturelle Vielfalt in unserer "Global One Company" wider. DMG MORI wird in Zukunft kontinuierlich ein Klassik-Konzert für Mitarbeiter, Kunden, Partner und Geschäftsfreunde veranstalten.
Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum Wissenstransfer. Unsere Leitidee: Unsere Forschungen und Innovationen müssen schnell in der Ausbildung ankommen. Regelmäßig beteiligen wir uns am "Future Day" und "Girls' Day" und ermöglichen Schülern und Studenten Besuche an unseren Produktionsstandorten. Zudem engagieren wir uns an allen Standorten in lokalen Verbänden und Projekten, um aktiv Netzwerke zu bilden und uns für die jeweilige Region einsetzen zu können.
Im Berichtsjahr haben wir rund 450.000 € in Spenden und Sponsoring investiert und damit unsere europäischen Standorte in ihrem lokalen Engagement gestärkt. In Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe engagiert sich DMG MORI seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein Arminia Bielefeld. Das Engagement gilt insbesondere der Jugendförderung. Zudem hat DMG MORI im November 2018 gemeinsam mit weiteren namhaften Partnern aus der Region Anteile am Stadion von Arminia Bielefeld, der Schüco-Arena, erworben. Darüber hinaus bestehen Sponsoring-Verträge mit der Bielefeld Marketing GmbH und dem Bielefelder Kunstverein.
Die Spenden kamen fast ausschließlich lokalen Vereinen und Institutionen sowie Hochschulen, wie der Hochschule Kempten und der Nachwuchsförderung (Nachwuchsstiftung Maschinenbau) zu Gute. In diesem Jahr lag der Schwerpunkt vor allem auf den Kindern: So gingen zum Beispiel 10.000 € an die Edith & Alois Berger Stiftung, die sich um benachteiligte Kinder in Deutschland und Afrika kümmert. Weitere 6.000 € kamen der Organisation Hoffnungstern Uganda-Freunde e. V. zugute. DMG MORI spendete zudem 5.000 € an das Projekt "Fruchtalarm" für krebskranke Kinder. Unser Produktionswerk FAMOT unterstützte einen örtlichen Kindergarten in Pleszew mit ebenfalls 5.000 €.
Menschen sind die treibenden Kräfte. Sie bilden die Innovationskraft in der Werkzeugmaschinenindustrie. Unser primäres Ziel ist es daher, die Kompetenzen der Mitarbeiter zu fördern. Die entscheidende Voraussetzung dafür ist Bildung. DMG MORI engagiert sich unter anderem mit Mitgliedschaften in verschiedenen Branchenverbänden:
VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau // VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. // IHK Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld // DKE - Deutsche Kommission Elektrotechnik // Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE // TÜV - Technischer Überwachungsverein // Berufsgenossenschaften // OWL Maschinenbau // BME - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik // DSW - Deutsches Studentenwerk // it's owl e. V. - Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe
Wir helfen direkt und vor Ort. Unsere Standorte entscheiden selbst, welche Projekte sie wie fördern. Die Freigabe erfolgt je nach Maßnahme durch die jeweilige Geschäftsführung bzw. den Vorstand - so schreibt es unsere interne Compliance-Richtlinie vor. Diesen Prozess haben wir im Berichtsjahr digitalisiert und in unser Workflow-System integriert. Dadurch schaffen wir noch mehr Transparenz über sämtliche Spenden im Konzern.
Seit Juli 2018 unterstützen wir das Projekt "Viva con Agua". Viva con Agua de St. Pauli e. V. ist eine im Jahr 2006 gegründete entwicklungspolitische Non-Profit-Organisation mit Sitz in Hamburg. Für unser Headquarter Bielefeld beziehen wir das Mineralwasser "Laut" und "Leise" aus Sankt Pauli: Für jede gekaufte Flasche wird ein Teil des Erlöses gespendet - zum Beispiel für den Bau von Trinkwasserbrunnen in Afrika, Brasilien und Indien / Nepal.
Der vorliegende Nachhaltigkeitsbericht orientiert sich an den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Dieser Bericht wurde in Übereinstimmung mit den "GRI-Standards: Option Kern" erstellt. Wir haben zudem im Februar 2019 einen "Materiality Disclosures Service" abgeschlossen. Hierfür hat "GRI Services" überprüft, ob der GRI-Content-Index verständlich dargestellt ist und die GRI-Verweise 102-40 bis 102-49 mit den entsprechenden Angaben im Nachhaltigkeitsbericht 2018 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT übereinstimmen. Zudem ist die Abgrenzung des nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben gekennzeichnet.
| GRI-Angaben | Seite im Nachhaltigkeits- bericht 2018 |
Seitenverweis auf Geschäfts- bericht 2018 |
Bestandteil nicht- finanzieller Bericht nach HGB |
Extern geprüft von PwC1) | |
| GRI 101: | GRUNDLAGEN 2016 | ||||
| GRI 102: | ALLGEMEINE ANGABEN 2016 | ||||
| ORGANISATIONSPROFIL | |||||
| 102-1 | Name der Organisation | 6 | |||
| 102-2 | Aktivitäten, Marken, Produkte und Dienstleistungen | 6 f. | |||
| 102-3 | Ort des Hauptsitzes | 6 | |||
| 102-4 | Betriebsstätten | 6 | Cover GB | ||
| 102-5 | Eigentumsverhältnisse und Rechtsform | 6 | 19-20 | ||
| 102-6 | Belieferte Märkte | 6 | 19-20 | ||
| 102-7 | Größe der Organisation | 6 | Cover GB, 45-50 | ||
| 102-8 | Informationen über Angestellte und sonstige Mitarbeiter2) | 6, 28-33 | |||
| 102-9 | Lieferkette | 10, 26 f. | |||
| 102-10 | Signifikante Änderungen in der Organisation und ihrer Lieferkette | 19-20 | |||
| 102-11 | Vorsorgeansatz oder Vorsorgeprinzip | 16f., 25, 27 | 65-69 | ||
| 102-12 | Externe Initiativen | 30, 35 | |||
| 102-13 | Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | 38 | |||
| STRATEGIE | |||||
| 102-14 | Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers | 3 | 11-13 | ||
| ETHIK UND INTEGRITÄT | |||||
| 102-16 | Werte, Grundsätze, Standards und Verhaltensnormen | 12f., 34 | |||
| UNTERNEHMENSFUHRUNG | |||||
| 102-18 | Führungsstruktur | 8 | 28-33 | ||
| EINBINDUNG VON STAKEHOLDERN | |||||
| 102-40 | Liste der Stakeholder-Gruppen | 11 | § 289c Abs.3 | √ | |
| 102-41 | Tarifverträge | 30 | |||
| 102-42 | Ermittlung und Auswahl der Stakeholder | 11 | § 289c Abs.3 | √ | |
| 102-43 | Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 9, 11 | § 289c Abs.3 | √ | |
| 102-44 | Wichtige Themen und hervorgebrachte Anliegen | 9, 11, 17, 29 | § 289c Abs.3 | √ S. 9, 11 | |
| VORGEHENSWEISE BEI DER BERICHTERSTATTUNG | |||||
| 102-45 | Im Konzernabschluss enthaltene Ent¡täten | 43 | 155-157 | ||
| 102-46 | Vorgehen zur Bestimmung des Berichtsinhalts und der Abgrenzung der Themen | 9-11 | § 289c Abs.3 | √ | |
| 102-47 | Liste der wesentlichen Themen | 9 | § 289c Abs.3 | √ | |
| 102-48 | Neudarstellung von Informationen3) | 41 | |||
| 102-49 | Änderungen bei der Berichterstattung | 9 | |||
| 102-50 | Berichtszeitraum4) | 41 | |||
| 102-51 | Datum des letzten Berichts4) | 41 | |||
| 102-52 | Berichtszyklus4) | 41 | |||
| 102-53 | Ansprechpartner bei Fragen zum Bericht | 43 | |||
| 102-54 | Erklärung zur Berichterstattung in Übereinstimmung mit den GRI-Standards | 8, 40 | |||
| 102-55 | GRI-Content-Index | 40 f. | |||
| 102-56 | Externe Prüfung | 8, 42 | |||
| KATEGORIE: ÖKONOMISCH | |||||
| GRI 205: | KORRUPTIONSBEKÄMPFUNG 2016 | §289c Abs.2 Nr. 5 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9f., 26f., 34f. | §289c Abs.3 | √ Ohne "Wertschöpfung" und "Strukturen" | |
| 205-1 | Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | 34 | § 289c Abs.3 | √ Abschnitt Compliance | |
| KATEGORIE: ÖKOLOGISCH | |||||
| GRI 301: | MATERIALIEN 2016 | §289c Abs.2 Nr. 1 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9f., 24f., 26f. | §289c Abs.3 | ||
| 301-2 | Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 25 | §289c Abs.3 | ||
| GRI 302: | ENERGIE 2016 | §289c Abs.2 Nr. 1 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9 f., 18-21 | §289c Abs.3 | √ | |
| 302-1 | Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 20 f. | §289c Abs.3 | √ Tabelle 05 | |
| GRI 305: | EMISSIONEN 2016 | §289c Abs.2 Nr. 1 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9 f., 18-21 | §289c Abs.3 | √ | |
| 305-1 | Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 21 | §289c Abs.3 | √ Tabelle 06 | |
| 305-2 | Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 21 | §289c Abs.3 | √ Tabelle 06 | |
| 305-6 | Emissionen von Ozon abbauenden Substanzen (ODS)5) | § 289c Abs.3 | |||
| GRI 308: | UMWELTBEWERTUNG DER LIEFERANTEN 2016 | §289c Abs.2 Nr. 1 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 26 f. | §289c Abs.3 | √ Ohne "Wertschöpfung" und "Strukturen" | |
| 308-1 | Neue Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden | 27 | § 289c Abs.3 | √ Abschnitt Risikomanagement und Assessment | |
| KATEGORIE: SOZIALES | |||||
| GRI 401: | BESCHÄFTIGUNG 2016 | §289c Abs.2 Nr. 2 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9f., 28-30 | §289c Abs.3 | ||
| 401-1 | Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation6) | 28 f. | §289c Abs.3 | ||
| GRI 403: | ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ 2016 | §289c Abs.2 Nr. 2 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9f.,26f., 28-30, 33 | §289c Abs.3 | ||
| 403-2 | Art und Rate der Verletzungen, Berufskrankheiten, Arbeitsausfalltage und Abwesenheit sowie Zahl der arbeitsbedingten Todesfälle7) | 33 | §289c Abs.3 | ||
| GRI 404: | AUS- UND WEITERBILDUNG 2016 | §289c Abs.2 Nr. 2 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9f., 28-30, 32 | §289c Abs.3 | ||
| 404-1 | Durchschnittliche Stundenzahl der Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten2) | 32 | §289c Abs.3 | ||
| GRI 405: | DIVERSITÄT UND CHANCENGLEICHHEIT 2016 | §289c Abs.2 Nr. 2 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9-13, 28, 30 f. | §289c Abs.3 | √ Auf Seite 30 nur "Vielfalt und Chancengleichheit" | |
| 405-1 | Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten2) | 30 f. | §289c Abs.3 | √ Tabelle 09 | |
| GRI 412: | PRÜFUNG AUF EINHALTUNG DER MENSCHENRECHTE 2016 | §289c Abs.2 Nr. 4 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9-13. 26f.. 28. 35 | §289c Abs.3 | √ Ohne "Wertschöpfung" und "Strukturen" | |
| 412-2 | Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren | 34 | §289c Abs.3 | ||
| GRI 414: | SOZIALE BEWERTUNG DER LIEFERANTEN 2016 | §289c Abs.2 Nr. 4 | |||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 26 f. | §289c Abs.3 | √ Ohne "Wertschöpfung" und "Strukturen" | |
| 414-1 | Neue Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden | 27 | § 289c Abs.3 | √ Abschnitt Risikomanagement und Assessment | |
| GRI 416: | KUNDENGESUNDHEIT UND KUNDENSICHERHEIT 2016 | ||||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3) | 9 f., 16 f. | §289c Abs.3 | ||
| 416-1 | Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt-Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit | 17 | § 289c Abs.3 | ||
| ZUSÄTZLICH ZU GRI: DARSTELLUNG DES SOZIALEN ENGAGEMENTS8) | §289c Abs.2 Nr. 3 | ||||
| Kein Konzept i.S.d. CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes | 36 | §289c Abs.4 | √ | ||
| GRI 103: | Managementansatz 2016 (103-1, 103-2, 103-3)8) | 9, 36-39 | |||
| Höhe getätigter Spenden und Sponsorings | 38 | §289c Abs.3 | √ Abschnitt Hochschulen und Gemeinnützige Vereine | ||
| ZUSÄTZLICH ZU GRI: DARSTELLUNG WEITERER MINDESTBESTANDTEILE DES NICHTFINANZIELLEN BERICHTS | |||||
| Darstellung des Geschäftsmodells | 6 f. | 16-20, 36-43 | §289c Abs. 1 | √ | |
| Ergebnis der Risikobeurteilung | 11 | §289c Abs.3 Nr. 3-4 | √ | ||
| Angabe des genutzten Rahmenwerkes | 8 | § 289d | √ | ||
1]
Siehe Prüfvermerk des unabhängigen Prüfers auf Seite 42.
2]
Keine weitere Aufschlüsselung der Kategorien und Daten, da diese nicht von wesentlicher
Bedeutung für unser Nachhaltigkeitsmanagement sind.
3]
Neuformulierungen werden, wenn erforderlich, entsprechend beschrieben (102-48),
4]
Der Nachhaltigkeitsbericht erscheint jährlich, zuletzt am 13. März 2018, und umfasst
das Geschäftsjahr 01.01. -31.12.2018.
5]
Ein Einsatz oder die Emission von ozonabbauenden Substanzen konnte bei DMG MORI nicht
festgestellt werden.
6]
Da Angaben, wie Alter und Geschlecht keine wesentlichen Informationen beim Ein- und
Austritt von Mitarbeitern darstellen, werden diese bei DMG MORI nicht ausgewertet.
7]
Aufgrund der geringen Anzahl von Wege- und Betriebsunfällen stellt diese Information
keine signifikante Kennzahl dar, sodass die daraus resultierenden Ausfallraten nicht
gesondert ausgewertet werden.
8]
Das Thema wurde erst im Berichtsjahr als wesentlich eingestuft. Die Implementierung
eines Managementsystems ist für 2019 geplant.
Wir haben die im GRI-Content-Index des Nachhaltigkeitsberichts mit √ gekennzeichneten Angaben (im Folgenden "die mit √ gekennzeichneten Angaben") in dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach §315b Abs. 3 HGB der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, (im Folgenden die "Gesellschaft"), für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 lim Folgenden auch der "nichtfinanzielle Bericht"!, welcher in dem "Nachhaltigkeitsbericht 2018" enthalten ist, einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Unser Auftrag bezieht sich ausschließlich auf die mit einem √ gekennzeichneten Angaben.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Nachhaltigkeitsberichts 2018 in Übereinstimmung mit den in den Sustainability Reporting Standards der Global Reporting Initiative genannten Grundsätzen (im Folgenden: "GRI-Kriterien") sowie des darin enthaltenen nichtfinanziellen Berichts in Übereinstimmung mit den §§315b und 315c I. V m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien sowie für die Auswahl der zu beurteilenden Angaben.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines nichtfinanziellen Berichts zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Angaben ist.
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen - insbesondere der Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer [BS WP/vBP] sowie des vom Institut der Wirtschaftsprüfer [IDW] herausgegebenen IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis" [IDW QS 1] - an und unterhält dementsprechend ein umfangreiches Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards sowie maßgebender gesetzlicher und anderer rechtlicher Anforderungen umfasst.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die mit einem √ gekennzeichneten Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht abzugeben.
Nicht Gegenstand unseres Auftrages ist die Beurteilung von externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen, auf die im nichtfinanziellen Bericht verwiesen wird.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements [ISAE] 3000 [Revised]: "Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die mit einem √ gekennzeichneten Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§315b und 315c i.V.m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien aufgestellt worden sind.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine erheblich geringere Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u.a. folgende Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten durchgeführt:
| ― |
Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation und über die Einbindung von Stakeholdern |
| ― |
Befragung relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung des nichtfinanziellen Berichts einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben nichtfinanziellen Bericht |
| ― |
Analytische Beurteilung ausgewählter Angaben des nichtfinanziellen Berichts |
| ― |
Abgleich von Angaben mit den entsprechenden Daten im Konzernlagebericht |
| ― |
Beurteilung der Darstellung der Angaben |
Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die mit einem √ gekennzeichneten Angaben in dem nichtfinanziellen Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den §§315b und 315c i.V m. 289c bis 289e HGB und den relevanten GRI-Kriterien aufgestellt worden sind.
Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der Gesellschaft geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der Gesellschaft durchgeführt und der Vermerk ist nur zur Information der Gesellschaft über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.
Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der Gesellschaft gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.
Frankfurt am Main, den 11. März 2019
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Nicolette Behncke
ppa. Pia Schnück
Wirtschaftsprüferin
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder Implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherhelten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird. Sollten Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkelten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garantie oder Zusicherung der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland, und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht vom "DMG MORI-Konzern" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von Ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.
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D-33689 Bielefeld
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