DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Zwischenbericht zum 30. Juni 2019

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verzeichnete im ersten Halbjahr 2019 trotz eines schwieriger werdenden Marktumfelds eine stabile Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau. Der Auftragseingang erreichte wie geplant 1.412,3 MIO € (-10 %; Vorjahr: 1.577,1 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um +5 % auf 1.276,4 MIO € (Vorjahr: 1.215,1 MIO €). Das EBIT legte um +11 % zu auf 103,4 MIO € (Vorjahr: 93,0 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr: 7,7 %). Der Free Cashflow stieg um +22 % auf 81,9 MIO € (Vorjahr: 67,2 MIO €).

Das laufende Geschäftsjahr steht im Zeichen der EMO - der weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse: Vom 16. bis 21. September zeigen wir in Hannover als größter Aussteller auf 10.000 m2 unsere Fortschritte bei den Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING.

Unsere Zukunftsfelder treiben wir mit Dynamik voran: für maximale Qualität und Stabilität sowie 100%-ige Zufriedenheit unserer Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Bestehendes und Bewährtes optimieren wir auf Exzellenz. DMG MORI entwickelt sich als starker und nachhaltiger Partner immer mehr zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen trübt sich zunehmend ein und soll laut Verbandsprognosen im Gesamtjahr nur noch um +2,3 % wachsen. Die Konjunkturabkühlung und weiterhin bestehende geopolitische Unsicherheiten belasten die Investitionsbereitschaft unserer Kunden spürbar.

Dennoch bestätigen wir erneut unsere Prognosen 2019: Für das laufende Geschäftsjahr planen wir unverändert einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD € und einen Umsatz von rund 2,65 MRD €. Das EBIT soll rund 200 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 150 MIO € liegen.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT
1. Halbjahr 2019

KONZERNSTRUKTUR // DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

(als Teil der "Global One Company" / Stand: 30. Juli 2019)

CORPORATE SERVICES

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld

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WERKZEUGMASCHINEN
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld; Entwicklung und Produktion
DREHEN FRÄSEN ADVANCED TECHNOLOGIES DIGITAL SOLUTIONS
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH (Bielefeld) DECKEL MAHO Pfronten GmbH (Pfronten) SAUER GmbH (Pfronten, Idar-Oberstein) DMG MORI Software Solutions GmbH (Pfronten)


REALIZER GmbH (Bielefeld, Borchen)
GILDEMEISTER Italiana S.p.A. (Bergamo / Italien) DECKEL MAHO Seebach GmbH (Seebach)
ISTOS GmbH (Düsseldorf)



WERKBLiQ GmbH (Bielefeld)
FAMOT Pleszew Sp. z o.o. (Pleszew / Polen) Ulyanovsk Machine Tools ooo (Ulyanovsk / Russland)


GRAZIANO Tortona S.r.l. (Tortona / Italien)



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INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN1
DMG MORI Management GmbH, Bielefeld; Vertrieb und Services
VERTRIEB UND SERVICES


DMG MORI Deutschland 2) DMG MORI EMEA DMG MORI China DMG MORI Indien DMG MORI Services

Märkte der DMG MORI COMPANY LIMITED3)
DMG MORI Japan
DMG MORI Asia DMG MORI USA DMG MORI Americas


1) Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert.
2) inkl. Österreich
3) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.


Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat im zweiten Quartal 2019 an Dynamik verloren - insbesondere in Deutschland und dem EuroRaum. Gründe hierfür sind der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie die schwächelnde Automobilindustrie. Der ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt diesen Trend und ist im Juni auf den niedrigsten Wert seit November 2014 gefallen. Auch in Japan hat sich die wirtschaftliche Stimmung bereits eingetrübt. Lediglich die USA entwickelten sich noch positiv.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll im Jahr 2019 deutlich schwächer wachsen. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose nur noch von einem Anstieg des Weltverbrauchs um +2,3 % auf 76,0 MRD € aus (Oktober-Prognose: +3,6 %). Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird derzeit ein Wachstum von lediglich +0,9 % prognostiziert (Oktober-Prognose: +5,2 %).

In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit +1,5 % zunehmen (Oktober-Prognose: +4,8 %). In Asien soll der Verbrauch mit +2,9 % wachsen (Oktober-Prognose: +3,4 %). Für Amerika wird ein Verbrauch von +2,1 % erwartet (Oktober-Prognose: +3,6 %).

Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten und der nachlassenden Konjunktur ist nicht auszuschließen, dass die Wachstumsraten weiter reduziert werden.

Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Euro gegenüber dem Renminbi, gegenüber dem US-Dollar, Yen und Rubel verlor er an Wert.

Geschäftsentwicklung

AUFTRAGSEINGANG

Der Auftragseingang entwickelte sich im zweiten Quartal trotz des schwieriger werdenden Marktumfelds stabil auf dem hohen Niveau der Vorquartale und erreichte wie geplant 704,0 MIO € (-7 %; Vorjahr: 755,3 MIO €).

Im ersten Halbjahr erzielten wir einen Auftragseingang von 1.412,3 MIO € (-10 %; Vorjahr: 1.577,1 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 744,8 MIO € (-15 %; Vorjahr: 878,0 MIO €). Das Segment "Industrielle

Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 667,4 MIO € (-5 %; Vorjahr: 699,0 MIO €). Davon entfielen 535,9 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 631,7 MIO €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus rückläufigen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 402,9 MIO € (Vorjahr: 453,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.009,4 MIO € (Vorjahr: 1.123,9 MIO €). Damit belief sich der Auslandsanteil wie im Vorjahr auf 71 %.

AUFTRAGSEINGANG // 1. Halbjahr

in MIO €

UMSATZ // 1. Halbjahr

in MIO €

UMSATZ

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 647,2 MIO € (+2 %; Vorjahr: 633,3 MIO €).

Zum Halbjahr erreichte der Umsatz mit 1.276,4 MIO € einen neuen Höchstwert (+5 %; Vorjahr: 1.215,1 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz um 32,6 MIO € auf 687,1 MIO € (+5 %; Vorjahr: 654,5 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 589,2 MIO € (+5 %; Vorjahr: 560,5 MIO €).

Die Auslandsumsätze stiegen um +7 % auf 887,5 MIO € (Vorjahr: 830,3 MIO €). Die Inlandsumsätze nahmen zu auf 388,9 MIO € (Vorjahr: 384,8 MIO €). Die Exportquote betrug 70 % (Vorjahr: 68 %).

AUFTRAGSBESTAND

Der Auftragsbestand betrug am 30. Juni 2019 im Konzern 1.745.3 MIO € (31.12.2018: 1.609,9 MIO €). Die rechnerische Reichweite von durchschnittlich 7 Monaten bildet eine gute Basis für das laufende Geschäftsjahr. Mit gezielten Maßnahmen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerung soll der Auftragsbestand in Umsatz umgewandelt und die Lieferzeiten verkürzt werden. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 70 % auf das Ausland (Vorjahr: 68 %).

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Ertragslage des DMG MORI-Konzerns entwickelte sich weiter positiv. Im zweiten Quartal erreichte das EBITDA 69,7 MIO € (Vorjahr: 65,9 MIO €). Das EBIT belief sich auf 53,0 MIO € (Vorjahr: 52,0 MIO €) und das EBT stieg auf 52,7 MIO € (Vorjahr: 52,0 MIO €). Das EAT betrug 37,1 MIO € (Vorjahr: 36,4 MIO €).

Zum Halbjahr verbesserte sich das EBITDA auf 143,0 MIO € (+19 %; Vorjahr: 120,5 MIO €). Das EBIT erhöhte sich um +11 % auf 103,4 MIO € (Vorjahr: 93,0 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr: 7,7 %). Das EBT stieg um +10 % auf 101,9 MIO € (Vorjahr: 92,3 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2019 ein EAT von 71,8 MIO € aus (Vorjahr: 64,7 MIO €).

Der Umsatz nahm um +5 % bzw. 61,3 MIO € zu auf 1.276,4 MIO € (Vorjahr: 1.215,1 MIO €). Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich um 18,1 MIO € auf 90,4 MIO € (Vorjahr: 72,3 MIO €). Die Gesamtleistung stieg um +7% bzw. 89,4 MIO € auf 1.380,0 MIO € (Vorjahr: 1.290,6 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 779,7 MIO € (Vorjahr: 720,0 MIO €). Die Materialquote erhöhte sich bei einem Bestandsaufbau auf 56,5 % (Vorjahr: 55,8 %). Der Rohertrag stieg um 29,7 MIO € auf 600,3 MIO € (Vorjahr: 570,6 MIO €). Der Personalaufwand betrug 307,0 MIO € (Vorjahr: 290,5 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,3 % (Vorjahr: 22,5 %).

Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge reduzierte sich auf 150,3 MIO € (Vorjahr: 159,6 MIO €). Die Abschreibungen erhöhten sich auf 39,6 MIO € (Vorjahr: 27,5 MIO €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 10,5 MIO € im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Das Finanzergebnis veränderte sich auf -1,5 MIO € (Vorjahr: -0,7 MIO €). Das EAT erreichte 71,8 MIO € (Vorjahr: 64,7 MIO €). Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 30,1 MIO € (Vorjahr: 27,6 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 29,5 % (Vorjahr: 29,9 %).

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VERMÖGENSLAGE in MIO € 30.06.2019 31.12.2018 30.06.2018
Langfristige Vermögenswerte 804,2 758,1 733,9
Kurzfristige Vermögenswerte 1.706,9 1.682,4 1.616,4
Eigenkapital 1.293,6 1.197,7 1.216,4
Fremdkapital 1.217,5 1.242,8 1.133,9
Bilanzsumme 2.511,1 2.440,5 2.350,3


Die Bilanzsumme erhöhte sich um 70,6 MIO € auf 2.511,1 MIO € (31.12.2018: 2.440,5 MIO €).

Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 46,1 MIO € auf 804,2 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 44,4 MIO € auf 669,6 MIO € (31.12.2018: 625,2 MIO €). Im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 wurden in den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zum 30. Juni 2019 Nutzungsrechte in Höhe von 61,3 MIO € ausgewiesen. Die Finanzanlagen betrugen 63,8 MIO € (31.12.2018: 61,3 MIO €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 24,5 MIO € auf 1.706,9 MIO € (31.12.2018: 1.682,4 €). Die Vorräte stiegen um 105,9 MIO € auf 731,3 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 10,2 MIO € auf 293,1 MIO € zu. Die unfertigen Erzeugnisse erhöhten sich um 59,1 MIO € auf 223,2 MIO € und die fertigen Erzeugnisse und Waren um 30,1 MIO € auf 197,5 MIO €. Der Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus Vorleistungen für den geplanten Umsatz im zweiten Halbjahr. Die Umschlaghäufigkeit der Vorräte betrug 3,5 (Vorjahreszeitraum: 3,7).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bei einem gestiegenen Umsatzvolumen um 9,3 MIO € auf 237,6 MIO €. Die Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen verminderten sich um 39,0 MIO € auf 441,7 MIO € (31.12.2018: 480,7 MIO €). Die flüssigen Mittel betrugen 124,8 MIO € (31.12.2018: 152,7 MIO €).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 95,9 MIO € auf 1.293,6 MIO €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 51,5 % (31.12.2018: 49,1 %). Das Fremdkapital reduzierte sich um 25,3 MIO € auf 1.217,5 MIO € (31.12.2018: 1.242,8 MIO €).

Die erhaltenen Anzahlungen stiegen um 13,8 MIO € auf 356,4 MIO €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung um 58,6 MIO € auf 254,0 MIO €. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 130,3 MIO € auf 106,3 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2018 an die DMG MORI GmbH. Aus der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 ergaben sich zum 30. Juni 2019 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 60,6 MIO €.

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CASHFLOW in MIO € 2019 1. Halbjahr 2018 1. Halbjahr
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 86,3 92,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3,5 -155,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -109,6 -89,4
Veränderung Zahlungsmittel -27,9 -153,7
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 152,7 363,4
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 124,8 209,7


Neben der guten Ertragslage hat sich auch die Finanzlage erneut positiv entwickelt: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 86,3 MIO € (Vorjahr: 92,1 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 101,9 MIO € (Vorjahr: 92,3 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 39,6 MIO € bei (Vorjahr: 27,5 MIO €). Zu einer Reduzierung des Cashflows führte der Anstieg der Vorräte um 99,7 MIO € (Vorjahr: 113,3 MIO €). Der Anstieg erhaltener Anzahlungen um 13,8 MIO € und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 58,6 MIO € (Vorjahr: 40,1 MIO €) führten zu einer Erhöhung des Cashflows.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -3,5 MIO € (Vorjahr: -155,3 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei -33,0 MIO € (Vorjahr: -27,1 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich Einzahlungen in Höhe von 28,6 MIO € (Vorjahr: 2,2 MIO €). Unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde im Vorjahr auch die Auszahlung für die Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI GmbH von -150,0 MIO € ausgewiesen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -109,6 MIO € (Vorjahr: -89,4 MIO €) und resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2018 an die DMG MORI GmbH in Höhe von 99,3 MIO €.

Der Free Cashflow verbesserte sich um 14,7 MIO € auf 81,9 MIO € (+22 %; Vorjahr: 67,2 MIO €).

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 36,4 MIO € (Vorjahr: 25,6 MIO €). Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Einführung eines neuen, globalen ERP-Systems zurückzuführen. Mit der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind in den Investitionen auch Zugänge aus Nutzungsrechten enthalten (3,4 MIO €).

In unserem polnischen Produktionswerk FAMOT haben wir die neue hochmoderne XXL-Produktionshalle fertiggestellt. Kernstück der über 6.000 m2 großen, energieeffizienten und nahezu konstant temperierten Halle bilden zwei XXL-Bearbeitungszentren, auf denen Komponenten von bis zu 40 Tonnen Gewicht für andere DMG MORI-Werke produziert werden können. Zudem nehmen wir drei Universal-Bearbeitungszentren mit linearem Paletten-Pool (LPP) in Betrieb. Dieses System ermöglicht eine automatische Zuführung von Werkstücken und führt zu einer flexibleren und effizienteren mechanischen Fertigung. Bei DECKEL MAHO in Pfronten befinden wir uns in der Bauphase zur Erweiterung und Modernisierung der Montage und des Logistikbereichs. Ein Highlight wird die Fließmontagelinie mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) für unsere monoBLOCK-Maschinen. In Bielefeld wurde bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH eine Taktmontage für den Robo2Go 2nd Generation und die CTX beta TC-Baureihe eingeführt - für deutlich kürzere Durchlaufzeiten und transparente Montagefortschritte.

SEGMENTBERICHT

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

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SEGMENT-KENNZAHLEN in MIO € 30.06.2019 30.06.2018 Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Auftragseingang 1.412,3 1.577,1 -164,8 -10 %
Werkzeugmaschinen 744,8 878,0 -133,2 -15 %
Industrielle Dienstleistungen 667,4 699,0 -31,6 -5 %
Corporate Services 0,1 0,1 0 0 %
Umsatz 1.276,4 1.215,1 61,3 5 %
Werkzeugmaschinen 687,1 654,5 32,6 5 %
Industrielle Dienstleistungen 589,2 560,5 28,7 5 %
Corporate Services 0,1 0,1 0 0 %
EBIT 103,4 93,0 10,4 11 %
Werkzeugmaschinen 57,4 55,4 2,0 4 %
Industrielle Dienstleistungen 56,9 51,7 5,2 10 %
Corporate Services -10,9 -13,9 3,0 22 %


WERKZEUGMASCHINEN

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC / ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions.

Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden lässt spürbar nach. Der Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug im zweiten Quartal 341,2 MIO € (Vorjahr: 411,4 MIO €). In den ersten sechs Monaten gingen die Bestellungen auf 744,8 MIO € zurück (-15 %; Vorjahr: 878,0 MIO €). Im Inland betrug der Auftragseingang 218,5 MIO € (Vorjahr: 253,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 526,3 MIO € (Vorjahr: 624,8 MIO €).

53 % aller Bestelleingänge entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 56 %). Am 30. Juni 2019 betrug der Auftragsbestand 959,0 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 996,6 MIO €).

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 344,3 MIO € (Vorjahr: 343,1 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Umsatz um 32,6 MIO € auf 687,1 MIO € (+5 %; Vorjahr: 654,5 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 54 % am Umsatz. Das EBIT verbesserte sich auf 57,4 MIO € (Vorjahr: 55,4 MIO €).

Zum 30. Juni 2019 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" 4.099 (31.12.2018: 4.120).

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ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN" in MIO € 30.06.2019 30.06.2018 Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Auftragseingang 744,8 878,0 -133,2 -15 %
Inland 218,5 253,2 -34,7 -14 %
Ausland 526,3 624,8 -98,5 -16 %
% Ausland 71 71

Umsatz 687,1 654,5 32,6 5 %
Inland 220,1 199,1 21,0 11 %
Ausland 467,0 455,4 11,6 3 %
% Ausland 68 70

Auftragsbestand 959,0 996,6 -37,6 -4 %
Inland 211,3 247,5 -36,2 -15 %
Ausland 747,7 749,1 -1,4 0 %
% Ausland 78 75

EBIT 57,4 55,4 2,0 4 %


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30.06.2019 31.12.2018 Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Mitarbeiter 4.099 4.120 -21 -1 %
davon Auszubildende 248 284 -36 -13 %


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ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN" in MIO € 30.06.2019 30.06.2018 Veränderungen 2019 gegenüber2018
Auftragseingang 667,4 699,0 -31,6 -5 %
Inland 184,3 199,9 -15,6 -8 %
Ausland 483,1 499,1 -16,0 -3 %
% Ausland 72 71

Umsatz 589,2 560,5 28,7 5 %
Inland 168,7 185,6 -16,9 -9 %
Ausland 420,5 374,9 45,6 12 %
% Ausland 71 67

Auftragsbestand 786,3 661,9 124,4 19 %
Inland 318,4 275,4 43,0 16 %
Ausland 467,9 386,5 81,4 21 %
% Ausland 60 58

EBIT 56,9 51,7 5,2 10 %


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30.06.2019 31.12.2018 Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Mitarbeiter 3.259 3.299 -40 -1 %
davon Auszubildende 88 112 -24 -21 %


INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasste im Berichtszeitraum die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert. Mit diesem Schritt konzentriert sich DMG MORI auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sowie den Ausbau der Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING. Der bei den Energy Solutions vorhandene Auftragsbestand wird im Wesentlichen noch bis zum Jahresende 2019 abgearbeitet.

Der Auftragseingang im Segment "Industrielle Dienstleistungen" nahm im zweiten Quartal um +5 % zu auf 362,8 MIO € (Vorjahr: 343,9 MIO €). Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang bei 667,4 MIO € (Vorjahr: 699,0 MIO €). Im Bereich Services betrug der Auftragseingang 535,9 MIO € (Vorjahr: 631,7 MIO €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus rückläufigen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 47 % der Bestellungen im Konzern (Vorjahr: 44 %). Der Auftragsbestand erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 786,3 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 661,9 MIO €).

Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 302,9 MIO € (+4 %; Vorjahr: 290,2 MIO €). Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen" um +5 % auf 589,2 MIO € (Vorjahr: 560,5 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services betrug 534,8 MIO € (Vorjahr: 554,6 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr einen Anteil von 46 % am Konzernumsatz. Das EBIT stieg in den ersten sechs Monaten auf 56,9 MIO € (Vorjahr: 51,7 MIO €).

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2019 auf 3.259 (31.12.2018: 3.299).

CORPORATE SERVICES

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -10,9 MIO € (Vorjahr: -13,9 MIO €).

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ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES" in MIO € 30.06.2019 30.06.2018 Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Auftragseingang 0,1 0,1 0 0 %
Umsatz 0,1 0,1 0 0 %
EBIT -10,9 -13,9 3,0 22 %


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30.06.2019 31.12.2018 2019 Veränderungen gegenüber 2018
Mitarbeiter 86 84 2 2 %


MITARBEITER

Am 30. Juni 2019 waren 7.444 Mitarbeiter, davon 336 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2018: 7.503). Die Anzahl der Mitarbeiter blieb somit im Vergleich zum Jahresende 2018 nahezu unverändert. Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 4.495 Mitarbeiter (60 %) bei unseren inländischen und 2.949 Mitarbeiter (40 %) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand betrug 307,0 MIO € (Vorjahr: 290,5 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,3 % (Vorjahr: 22,5 %).

AKTIE

Der Aktienkurs der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT lag zu Beginn des zweiten Quartals bei 43,30 € (01.04. 2019) und schloss am 28. Juni 2019 mit 43,60 €. Seit dem 24. Juni 2019 notiert DMG MORI erneut im SDAX.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 28,0 MIO € (Vorjahr: 28,2 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 588 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 15 % der Belegschaft der Werke.

Im Geschäftsjahr 2019 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED mehr als 30 Innovationen, darunter 5 Weltpremieren. So treiben wir unsere Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und DMG MORI Qualified Products (DMQP) dynamisch voran und bauen gezielt unser innovatives Lösungsportfolio aus. Besondere Kundenwünsche erfüllen wir zudem mit individuell angepassten Lösungen.

DMG MORI hat neben vollintegrierten, kundenspezifischen Lösungen über 50 Standard-Automationsprodukte im Portfolio. Bereits heute kann nahezu jede DMG MORI-Maschine automatisiert werden.

Mit dem Robo2Go 2nd Generation können Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen kostengünstig steigern. Die integrierte Steuerung über CELOS ist für jeden Bediener intuitiv nutzbar - auch ohne Kenntnisse in der Programmierung von Robotern. Zur EMO stellen wir den Robo2Go mit einem innovativen Kamerasystem vor. So werden die Prozesssicherheit und die Bedienung noch weiter optimiert.

Die ab der EMO Hannover verfügbaren Automatisierungslösungen WH Flex und der PH-AGV bieten ein Höchstmaß an Flexibilität. Der WH Flex kann durch seinen modularen Aufbau einfach kundenindividuell angepasst werden und bis zu 9 Dreh- oder Fräsmaschinen verknüpfen. Mit dem "Digital Twin" wird die Inbetriebnahme durch vorherige Echtzeitsimulation aller Abläufe um bis zu 80 % beschleunigt. Der PH-AGV ist ein fahrerloses Transportsystem, das die automatisierte Be- und Entladung von Werkstück-Paletten ermöglicht. Diese neue Automatisierungslösung lässt sich einfach und flexibel erweitern und stellt einen freien Zugang zur Maschine sicher. Der DMG MORI Cell Controller optimiert sämtliche Abläufe in der Fertigung.

DMG MORI verfügt über eine durchgängige Digitalisierungsstrategie auf allen Ebenen der Wertschöpfung - von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service.

DMG MORI Connectivity ermöglicht die vollständige Vernetzung von DMG MORI- und ausgewählten Fremdmaschinen mit digitalen Produkten und allen relevanten Plattformen. Basis für diese vertikale und horizontale Integration sind standardisierte Schnittstellen zu Shopfloor, Edge und Cloud. Ab der EMO werden alle neu erworbenen DMG MORI-Maschinen ohne Mehrpreis mit DMG MORI Connectivity ausgestattet. Für CELOS-Bestandsmaschinen gibt es ab der EMO ein Update mit neuen Funktionen, wie den neuen APPLICATION CONNECTOR, der jede digitale Anwendung unmittelbar über die CELOS-Oberfläche visualisiert.

Für ganzheitliche Serviceoptimierung sorgt unser neues Kundenportal my DMG MORI. Es bietet einen schnellen Direktkontakt zu den DMG MORI Service-Experten und gibt einen Statusüberblick zu laufenden Aktivitäten sowie Zugriff auf alle relevanten Dokumente. Serviceanfragen können durch das interaktive Anfrageformular auf Knopfdruck gestartet werden.

Im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING bieten wir als globaler Full-Liner vier vollständige Prozessketten. Auf der Hausausstellung Bielefeld haben wir die SLM-Technologie sowohl in Verbindung mit einer vorgelagerten Fräsbearbeitung als auch mit einer nachgelagerten Turn & Mill-Bearbeitung präsentiert. So werden die Vorteile der hohen Komplexität additiv gefertigter Bauteile mit der präzisen CNC-Fertigung zu ganzheitlichen Lösungen kombiniert. Die innovative OPTOMET-Software erleichtert und beschleunigt dabei die Bestimmung optimaler Prozessparameter.

Unsere Kunden unterstützen wir umfassend bei der Implementierung additiver Fertigung - beispielsweise durch unser praxisgerechtes Beratungsangebot "Additive Intelligence" sowie mit ausgewählten DMQP. Für die LASERTEC SLM Maschinen bieten wir unter anderem den "DMQP Powder Cycle" mit einer umfangreichen Auswahl an qualifizierten Ready-To-Use-Werkstoffen. Diese können einfach und schnell online im DMG MORI-Webshop bestellt werden.

Mit den DMG MORI Technologiezyklen stellen wir unseren Kunden zur EMO insgesamt 42 effektive Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung bereit. Neu vorgestellte Zyklen ermöglichen beispielweise die vollständige Technologieintegration von Drehen, Fräsen und Schleifen oder die erleichterte Fertigung von Verzahnungen. Der Technologiezyklus VCS Complete kalibriert die Maschine auf Knopfdruck und sorgt so für 30% höhere Genauigkeit über die gesamte Lebensdauer. Mit der neuen Funktion QUICK CHECK kann die Genauigkeit jederzeit in weniger als zehn Minuten überprüft werden. Der Technologiezyklus ist für alle monoBLOCK-Maschinen und zukünftig auch für weitere Baureihen verfügbar.

Die Vorteile des bewährten monoBLOCK-Designs wurden im Bereich Advanced Technologies auf die LASERTEC 125 Shape übertragen. Die Maschine setzt neue Standards in der Oberflächenstrukturierung von Bauteilen bis zu einem Durchmesser von 1.250 mm. Im Bereich Fräsen haben wir die hochdynamische DMP 70 als Nachfolger der bereits über 3.000-mal installierten MILLTAP 700 vorgestellt.

Im Bereich DMG MORI Components stellen wir die neue inlineMASTER Spindel vor. Zukünftig sind alle CMX V und CMX U Maschinen optional mit dieser Spindel erhältlich. Auf alle Motorspindeln der "MASTER"-Serie bietet DMG MORI 36 Monate Gewährleistung - ohne Stundenbegrenzung.

Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung unseres Chancen- und Risikomanagements ist ausführlich im Geschäftsbericht 2018 auf den Seiten 64 ff. beschrieben. Die Aussagen hierzu sind im Wesentlichen unverändert. Verstärkt eintretende und ergänzende Risiken ergeben sich zudem aus der nachlassenden gesamtwirtschaftlichen Wachstumsdynamik, geopolitischen Unsicherheiten und verschärften internationalen Handelskonflikten sowie den Folgen des Strukturwandels in der Automobilindustrie und deren Zulieferer. Dies wirkt sich auf den weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauch aus und führt zu einer rückläufigen Investitionsneigung.

Von dieser globalen Tendenz ist auch DMG MORI betroffen. Wir erwarten in den nächsten zwölf Monaten eine Verstärkung der Auswirkung.

Chancen können sich ergeben durch Innovationen aus den strategischen Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und den DMG MORI Qualified Products sowie durch die gezielte Erweiterung und Modernisierung unserer Produktionskapazitäten.

Ausblick

Die Weltwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen verlieren im Jahr 2019 aufgrund bestehender geopolitischer Unsicherheiten an Dynamik. Die gesamtwirtschaftliche Lage wird zunehmend schwieriger. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nimmt spürbar ab.

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte in seiner Juni-Prognose das Weltwirtschaftswachstum für das Gesamtjahr auf +3,2 % (März-Prognose: +3,3 %). Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose von einem Anstieg des Weltverbrauchs von Werkzeugmaschinen um nur noch +2,3 % auf 76,0 MRD € aus (Oktober-Prognose: +3,6 %). Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten und der nachlassenden Konjunktur ist nicht auszuschließen, dass die Wachstumsraten weiter reduziert werden.

Dennoch bestätigen wir erneut unsere Prognosen 2019: Für das laufende Geschäftsjahr planen wir unverändert einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD € und einen Umsatz von rund 2,65 MRD €. Das EBIT soll rund 200 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 150 MIO € liegen.

Das laufende Geschäftsjahr steht im Zeichen der EMO Hannover. Auf dieser weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse zeigt DMG MORI vom 16. bis 21. September ein Feuerwerk an Innovationen - insbesondere in den Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING.

Automatisierung

29 Automationslösungen

WH Flex - modulares Automationskonzept zum Werkstück- und Palettenhandling für bis zu neun Werkzeugmaschinen

neue, fahrerlose Transportsysteme AGV (Automated Guided Vehicle)

"Digital Twin" - 80 % schneller zur Produktivität

Integrated Digitization - über 30 digitale Innovationen

DMG MORI Connectivity - für die vollständig vernetzte Produktion

my DMG MORI - das neue Kundenportal zur Service-Optimierung

neue CELOS APPs, wie der APPLICATION CONNECTOR

umfassendes DMG MORI Monitoring

effiziente Produktionsplanung und -steuerung

WERKBLiQ - digitale Instandhaltungsoptimierung

ADDITIVE MANUFACTURING

ganzheitliche Prozesskette - vom Materialkreislauf über die Simulation bis hin zu Service und Consulting

LASERTEC 65 3D hybrid - neu mit adaptiver Prozessregelung

DMG MORI entwickelt sich als starker und nachhaltiger Partner immer mehr zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € 2019 2018
Veränderungen 2019 gegenüber 2018
Umsatzerlöse 1.276,4 92,5 % 1.215,1 94,2 % 61,3 5,0 %
Veränderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
90,4 6,6 % 72,3 5,6 % 18,1 25,0 %
Aktivierte Eigenleistungen 13,2 0,9 % 3,2 0,2 % 10,0 312,5 %
Gesamtleistung 1.380,0 100,0 % 1.290,6 100,0 % 89,4 6,9 %
Materialeinsatz -779,7 -56,5 % -720,0 -55,8 % -59,7 8,3 %
Rohertrag 600,3 43,5 % 570,6 44,2 % 29,7 5,2 %
Personalaufwendungen -307,0 -22,3 % -290,5 -22,5 % -16,5 5,7 %
Übrige Aufwendungen und Erträge -150,3 -10,8 % -159,6 -12,4 % 9,3 5,8 %
Abschreibungen -39,6 -2,9 % -27,5 -2,1 % -12,1 44,0 %
EBIT 103,4 7,5 % 93,0 7,2 % 10,4 11,2 %
Finanzergebnis -1,5 -0,1 % -0,7 -0,1 % -0,8 114,3 %
EBT 101,9 7,4 % 92,3 7,1 % 9,6
Ertragsteuern -30,1 -2,2 % -27,6 -2,1 % -2,5
EAT 71,8 5,2 % 64,7 5,0 % 7,1
Auf Aktionäre der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT entfallend
71,4 5,2 % 65,1 5,0 % 6,3
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 0,4 0,0 % -0,4 0,0 % 0,8


Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € 2019 2018
EAT 71,8 64,7
Sonstiges Ergebnis 0,0 0,0
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0,0 0,0
Ertragsteuern 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0,0 0,0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 18,7 -12,3
Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 0,2 -0,7
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 0,1 0,2
Nettoinvestitionen -0,7 -0,7
Ertragsteuern -0,1 0,2
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 18,2 -13,3
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 18,2 -13,3
Gesamtergebnis der Periode 90,0 51,4
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 88,8 51,9
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 1,2 -0,5


Konzernbilanz

AKTIVA

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in MIO € 30.06.2019 31.12.2018 30.06.2018
Geschäfts- oder Firmenwerte 139,4 139,4 139,4
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 53,1 50,9 48,7
Sachanlagen 477,1 434,9 429,8
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 61,4 58,9 48,3
Beteiligungen 2,4 2,4 2,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 0,2 1,3 0,3
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11,6 12,0 11,4
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2,5 2,7 3,4
Latente Steuern 56,5 55,6 50,5
Langfristige Vermögenswerte 804,2 758,1 733,9
Vorräte 731,3 625,4 656,1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 237,4 227,0 217,8
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 22,8 21,2 18,1
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 441,7 480,7 349,3
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 0,0 0,0 0,1
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 10,3 33,3 16,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 63,0 60,2 61,7
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 65,4 81,3 85,7
Ertragsteuerforderungen 0,2 0,6 1,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 124,8 152,7 209,7
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 10,0 0,0 0,0
Kurzfristige Vermögenswerte 1.706,9 1.682,4 1.616,4
Bilanzsumme 2.511,1 2.440,5 2.350,3


PASSIVA

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in MIO € 30.06.2019 31.12.2018 30.06.2018
Eigenkapital


Gezeichnetes Kapital 204,9 204,9 204,9
Kapitalrücklage 498,5 498,5 498,5
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 577,3 489,8 510,6
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.280,7 1.193,2 1.214,0
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 12,9 4,5 2,4
Summe Eigenkapital 1.293,6 1.197,7 1.216,4
Langfristige Finanzschulden 0,0 0,0 35,0
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 42,8 0,0 0,0
Rückstellungen für Pensionen 37,1 37,8 43,4
Andere langfristige Rückstellungen 47,3 58,2 45,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 0,0 0,0 1,3
Vertragsverbindlichkeiten 1,6 1,9 0,7
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 5,9 8,2 9,3
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2,2 2,6 3,1
Latente Steuern 2,6 2,5 2,7
Langfristige Schulden 139,5 111,2 141,0
Kurzfristige Finanzschulden 0,0 0,0 5,5
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 17,8 0,0 0,0
Steuerrückstellungen 14,4 17,9 15,7
Andere kurzfristige Rückstellungen 212,7 209,2 179,8
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 356,4 342,6 389,1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 254,0 195,4 208,6
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 3,2 2,3 3,7
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 106,3 236,6 95,3
Vertragsverbindlichkeiten 24,4 21,5 16,8
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 10,3 33,2 16,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 20,8 31,1 19,1
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 52,9 41,8 43,0
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 4,8 0,0 0,0
Kurzfristige Schulden 1.078,0 1.131,6 992,9
Bilanzsumme 2.511,1 2.440,5 2.350,3


Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € 2019 2018
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

Ergebnis vor Steuern (EBT) 101,9 92,3
Ertragsteuern -30,1 -27,6
Abschreibungen 39,6 27,5
Veränderung der latenten Steuern -0,9 0,7
Veränderung der Rückstellungen -10,2 5,0
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -0,8 -1,5
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -59,9 -119,2
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 46,7 114,9

86,3 92,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 28,6 2,2
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen -33,0 -27,1
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen -2,3 -1,5
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 3,5 0,0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -0,3 -0,3
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 0,0 21,4
Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen 0,0 -150,0

-3,5 -155,3
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden 0,0 0,5
Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -10,3 0,0
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -99,3 -89,9

-109,6 -89,4
Zahlungswirksame Veränderung -26,8 -152,6
Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte -1,8 0,0
Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 0,7 -1,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 152,7 363,4
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 124,8 209,7


Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in MIO € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapital
der Aktionäre
der DMG MORI
AKTIEN-
GESELLSCHAFT
Nicht
beherrschende
Anteile am
Eigenkapital
Konzern-
Eigenkapital
Stand 01.01.2019 204,9 498,5 489,8 1.193,2 4,5 1.197,7
Gesamtergebnis 0,0 0,0 88,8 88,8 1,2 90,0
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 -1,3 -1,3 7,2 5,9
Stand 30.06.2019 204,9 498,5 577,3 1.280,7 12,9 1.293,6
Stand 01.01.2018 204,9 498,5 458,1 1.161,5 3,1 1.164,6
Effekte durch Änderungen der Bilanzierungsmethoden 0,0 0,0 -1,2 -1,2 -0,2 -1,4
Stand 01.01.2018 angepasst* 204,9 498,5 456,9 1.160,3 2,9 1.163,2
Gesamtergebnis 0,0 0,0 51,9 51,9 -0,5 51,4
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 1,8 1,8 0,0 1,8
Stand 30.06.2018 204,9 498,5 510,6 1.214,0 2,4 1.216,4


* angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15


Konzern-Segmentberichterstattung

Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben

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1. HALBJAHR 2019 in MIO € Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
Umsatz 687,1 589,2 0,1 0,0 1.276,4
EBIT 57,4 56,9 -10,9 0,0 103,4
Investitionen 31,3 4,8 0,6 0,0 36,7
Mitarbeiter 4.099 3.259 86 0 7.444


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1. HALBJAHR 2018 in MIO € Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
Umsatz 654,5 560,5 0,1 0,0 1.215,1
EBIT 55,4 51,7 -13,9 -0,2 93,0
Investitionen 22,8 2,2 0,9 0,0 25,9
Mitarbeiter 4.008 3.220 82 0 7.310


Ausgewählte Anhangangaben zum Konzernzwischenabschluss

ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2018 im Geschäftsbericht auf Seite 94 ff.) beibehalten, mit Ausnahme der Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften. Alle zum 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen wurden berücksichtigt.

Insbesondere die Änderungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" haben Auswirkungen auf die Berichterstattung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und werden im Folgenden erläutert. Alle anderen ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHFRIFTEN

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem früheren Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.

IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse -Anreize" und SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".

Der DMG MORI-Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode angewendet; der Ansatz des Nutzungsrechtes erfolgte in Höhe der Leasingverbindlichkeit. Vergleichsinformationen wurden nicht angepasst.

Es wurde die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung genutzt. Dies bedeutet, dass der DMG MORI-Konzern IFRS 16 auf alle Verträge angewendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind.

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasingnehmer ist

Der DMG MORI-Konzern hat neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für bisherige Operating-Leasing-verhältnisse angesetzt. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Diese werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapital-zinssatz abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 betrug 2,8 %. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert.

Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter wird von der Anwendungserleichterung, auf die Erfassung eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit zu verzichten, Gebrauch gemacht. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nichtleasing- und Leasingkomponenten werden grundsätzlich getrennt voneinander bilanziert.

Die Anwendung des IFRS 16 führt zu einer veränderten Art der Aufwendungen, da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten ansetzt. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im EBIT gezeigt wurden, werden die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 nun im Finanzergebnis ausgewiesen.

In der Kapitalflussrechnung werden Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Cashflows für Operating-Leasingverhältnisse wurden vorher im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit gezeigt.

Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 66,3 MIO € erfasst.

Die Differenz zwischen den erwarteten künftigen Mindestleasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 66,8 MIO € und den in der Eröffnungsbilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 66,3 MIO € ergibt sich im Wesentlichen aus der Neubeurteilung der zu bilanzierenden Verpflichtungen nach den Vorgaben des IFRS 16 und der bei der Passivierung berücksichtigten Leasinglaufzeiten, der Nichtberücksichtigung der Leasingzahlungen für Nichtleasingkomponenten, kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse sowie dem Effekt aus der Abzinsung.

Zum 30. Juni 2019 weist der DMG MORI-Konzern Nutzungsrechte in Höhe von 61,3 MIO € unter den Sachanlagen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 60,6 MIO € aus. Im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen werden für das erste Halbjahr 2019 Abschreibungen von 10,5 MIO € sowie Zinsaufwendungen von 0,5 MIO € ausgewiesen. Die Zugänge zu Nutzungsrechten betrugen zum 30. Juni 2019 3,4 MIO €.

Durch die Anwendung des IFRS 16 reduzierten sich im ersten Halbjahr 2019 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während sich die Abschreibungen erhöhten. Es ergab sich ein Anstieg des EBITDA sowie eine leichte Verbesserung des EBIT. Die geänderte Erfassung in der Kapitalflussrechnung führte im ersten Halbjahr 2019 zu einem Anstieg des Free Cashflow. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich entsprechend.

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist

Die Bilanzierung beim Leasinggeber gemäß IAS 17 wurde nahezu identisch in IFRS 16 übernommen. Leasinggeber müssen auch weiterhin eine Klassifizierung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse vornehmen. Für den DMG MORI-Konzern ergaben sich keine signifikanten Änderungen zum 1. Januar 2019.

SAISONALE EINFLÜSSE

Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2019 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 86 Unternehmen, von denen 80 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen wurden. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 reduzierte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften um eine.

Die DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2019 auf die DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld, verschmolzen. Die DMG MORI Global Service Turning GmbH wurde in DMG MORI Global Service GmbH umbenannt. Die DMG MORI Vertriebs und Service GmbH hat 49 % ihrer Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert. Die Veränderung an den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital resultiert im Wesentlichen aus dieser Transaktion.

Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die Magnescale Co., Ltd., Kanagawa (Japan), ihre Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA),

sowie die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), und die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als assoziierte Unternehmen klassifiziert und "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 71,8 MIO € um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 0,4 MIO € vermindert.

Zum 30. Juni 2019 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.

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Konzernergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter T€ 71.420
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien Stück 78.817.994
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,91


GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG, BILANZ, KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.

Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2018 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2019 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es nicht. Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr 2019 nur unwesentliche Effekte.

Zum 1. Juli 2019 wurden wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor veräußert. Der bei der Energy Solutions vorhandene Auftragsbestand wird im Wesentlichen noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 abgearbeitet und wird zu Umsatz führen.

Zum 30. Juni 2019 wurden daher alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der betroffenen Gesellschaften gemäß IFRS 5 in der Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte" dargestellt.

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1. Januar 2019 bis 30. Juni 2019 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten sowie wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.

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AUFGLIEDERUNG VON ERLOSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services
in MIO € 30.06.2019 30.06.2018 30.06.2019 30.06.2018 30.06.2019 30.06.2018
Absatzgebiete





Deutschland 220,2 199,1 168,7 185,4 0,0 0,0
EU (ohne Deutschland) 227,8 221,7 258,8 249,3 0,0 0,0
USA 5,4 11,5 6,1 1,6 0,0 0,0
Asien 185,3 167,9 118,8 108,1 0,0 0,0
Übrige Länder 48,4 54,3 36,8 16,1 0,0 0,0
Summe 687,1 654,5 589,2 560,5 0,0 0,0
Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien





Verkauf von Werkzeugmaschinen 687,1 654,5 0,0 0,0 0,0 0,0
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. 0,0 0,0 266,6 273,1 0,0 0,0
Originäres Servicegeschäft 0,0 0,0 268,2 281,5 0,0 0,0
Sonstiges 0,0 0,0 54,4 5,9 0,0 0,0
Summe 687,1 654,5 589,2 560,5 0,0 0,0
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 687,1 654,5 589,2 560,5 0,0 0,0
Sonstige Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,1
Externe Umsatzerlöse 687,1 654,5 589,2 560,5 0,1 0,1


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AUFGLIEDERUNG VON ERLOSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Konzern
in MIO € 30.06.2019 30.06.2018
Absatzgebiete

Deutschland 388,9 384,5
EU (ohne Deutschland) 486,6 471,0
USA 11,5 13,1
Asien 304,1 276,0
Übrige Länder 85,2 70,4
Summe 1.276,3 1.215,0
Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien

Verkauf von Werkzeugmaschinen 687,1 654,5
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. 266,6 273,1
Originäres Servicegeschäft 268,2 281,5
Sonstiges 54,4 5,9
Summe 1.276,3 1.215,0
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.276,3 1.215,0
Sonstige Umsatzerlöse 0,1 0,1
Externe Umsatzerlöse 1.276,4 1.215,1


Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).

Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2018 im Geschäftsbericht auf Seite 97 ff. dargestellt.

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2019 in Höhe von 90,0 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (71,8 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (18,2 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 71,8 MIO € erhöhte das Gesamtergebnis. Daneben nahm es durch die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung sowie die Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente zu. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 95,9 MIO € auf 1.293,6 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital stiegen um 8,4 MIO € auf 12,9 MIO €.

Das Konzernergebnis in Höhe von 71,8 MIO € erhöhte das Eigenkapital. Die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente erhöhten ebenso das Eigenkapital.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen.

In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2018 auf Seite 151 ff. ausführlich erläutert.

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2018 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2018, differenziert dargestellt.

Die DMG MORI Finance GmbH, INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, die DMG MORI HEITEC GmbH sowie die Magnescale Co., Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen in Höhe von 120,0 MIO € gewährt, das inzwischen sukzessive um 250,0 MIO € auf 370,0 MIO € erhöht wurde. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen.

Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291ff. AktG zwischen der DMG MORI GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (beherrschtes Unternehmen).

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischen-abschlussstichtag eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bielefeld, 30. Juli 2019

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

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Vorsitzender

Dipl.-Kfm. Christian Thönes Dipl.-Kfm. Björn Biermann Michael Horn, M.B.A.


Aufsichtsrat: Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.

Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.