![]() DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldZwischenbericht zum 30. Juni 2019Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verzeichnete im ersten Halbjahr 2019 trotz eines schwieriger
werdenden Marktumfelds eine stabile Geschäftsentwicklung auf hohem Niveau. Der Auftragseingang
erreichte wie geplant 1.412,3 MIO € (-10 %; Vorjahr: 1.577,1 MIO €). Der Umsatz erhöhte
sich um +5 % auf 1.276,4 MIO € (Vorjahr: 1.215,1 MIO €). Das EBIT legte um +11 % zu
auf 103,4 MIO € (Vorjahr: 93,0 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr:
7,7 %). Der Free Cashflow stieg um +22 % auf 81,9 MIO € (Vorjahr: 67,2 MIO €). Das laufende Geschäftsjahr steht im Zeichen der EMO - der weltweit größten Werkzeugmaschinenmesse: Vom 16. bis 21. September zeigen wir in Hannover als größter Aussteller auf 10.000 m2 unsere Fortschritte bei den Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung und ADDITIVE MANUFACTURING. Unsere Zukunftsfelder treiben wir mit Dynamik voran: für maximale Qualität und Stabilität
sowie 100%-ige Zufriedenheit unserer Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Bestehendes
und Bewährtes optimieren wir auf Exzellenz. DMG MORI entwickelt sich als starker und
nachhaltiger Partner immer mehr zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen trübt sich zunehmend ein und soll laut Verbandsprognosen
im Gesamtjahr nur noch um +2,3 % wachsen. Die Konjunkturabkühlung und weiterhin bestehende
geopolitische Unsicherheiten belasten die Investitionsbereitschaft unserer Kunden
spürbar. Dennoch bestätigen wir erneut unsere Prognosen 2019: Für das laufende Geschäftsjahr
planen wir unverändert einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD € und einen Umsatz von
rund 2,65 MRD €. Das EBIT soll rund 200 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund
150 MIO € liegen. KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT
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| WERKZEUGMASCHINEN | |||
| GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld; Entwicklung und Produktion | |||
| DREHEN | FRÄSEN | ADVANCED TECHNOLOGIES | DIGITAL SOLUTIONS |
| GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH (Bielefeld) | DECKEL MAHO Pfronten GmbH (Pfronten) | SAUER GmbH (Pfronten, Idar-Oberstein) | DMG MORI Software Solutions GmbH (Pfronten) |
| REALIZER GmbH (Bielefeld, Borchen) | |||
| GILDEMEISTER Italiana S.p.A. (Bergamo / Italien) | DECKEL MAHO Seebach GmbH (Seebach) | ISTOS GmbH (Düsseldorf) | |
| WERKBLiQ GmbH (Bielefeld) | |||
| FAMOT Pleszew Sp. z o.o. (Pleszew / Polen) | Ulyanovsk Machine Tools ooo (Ulyanovsk / Russland) |
||
| GRAZIANO Tortona S.r.l. (Tortona / Italien) | |||
| INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN1 | ||||
| DMG MORI Management GmbH, Bielefeld; Vertrieb und Services | ||||
| VERTRIEB UND SERVICES | ||||
| DMG MORI Deutschland 2) | DMG MORI EMEA | DMG MORI China | DMG MORI Indien | DMG MORI Services |
Märkte der DMG MORI COMPANY LIMITED3) |
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| DMG MORI Japan | DMG MORI Asia | DMG MORI USA | DMG MORI Americas | |
1)
Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI im Zuge der Konzentration
auf das Kerngeschäft zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert.
2)
inkl. Österreich
3)
Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.
Die Weltwirtschaft hat im zweiten Quartal 2019 an Dynamik verloren - insbesondere
in Deutschland und dem EuroRaum. Gründe hierfür sind der anhaltende Handelskonflikt
zwischen den USA und China sowie die schwächelnde Automobilindustrie. Der ifo-Geschäftsklimaindex
bestätigt diesen Trend und ist im Juni auf den niedrigsten Wert seit November 2014
gefallen. Auch in Japan hat sich die wirtschaftliche Stimmung bereits eingetrübt.
Lediglich die USA entwickelten sich noch positiv.
Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll im Jahr 2019 deutlich schwächer wachsen.
Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut
Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose nur noch von einem Anstieg des Weltverbrauchs
um +2,3 % auf 76,0 MRD € aus (Oktober-Prognose: +3,6 %). Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt
wird derzeit ein Wachstum von lediglich +0,9 % prognostiziert (Oktober-Prognose: +5,2
%).
In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit +1,5 % zunehmen (Oktober-Prognose:
+4,8 %). In Asien soll der Verbrauch mit +2,9 % wachsen (Oktober-Prognose: +3,4 %).
Für Amerika wird ein Verbrauch von +2,1 % erwartet (Oktober-Prognose: +3,6 %).
Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht.
Angesichts der bestehenden geopolitischen Unsicherheiten und der nachlassenden Konjunktur
ist nicht auszuschließen, dass die Wachstumsraten weiter reduziert werden.
Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen
zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische
Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal
stieg der Euro gegenüber dem Renminbi, gegenüber dem US-Dollar, Yen und Rubel verlor
er an Wert.
Der Auftragseingang entwickelte sich im zweiten Quartal trotz des schwieriger werdenden
Marktumfelds stabil auf dem hohen Niveau der Vorquartale und erreichte wie geplant
704,0 MIO € (-7 %; Vorjahr: 755,3 MIO €).
Im ersten Halbjahr erzielten wir einen Auftragseingang von 1.412,3 MIO € (-10 %; Vorjahr:
1.577,1 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 744,8 MIO
€ (-15 %; Vorjahr: 878,0 MIO €). Das Segment "Industrielle
Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 667,4 MIO € (-5 %; Vorjahr:
699,0 MIO €). Davon entfielen 535,9 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 631,7
MIO €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus rückläufigen Bestellungen für
Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 402,9
MIO € (Vorjahr: 453,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.009,4 MIO € (Vorjahr:
1.123,9 MIO €). Damit belief sich der Auslandsanteil wie im Vorjahr auf 71 %.
in MIO €

in MIO €

Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 647,2 MIO € (+2 %; Vorjahr: 633,3 MIO
€).
Zum Halbjahr erreichte der Umsatz mit 1.276,4 MIO € einen neuen Höchstwert (+5 %;
Vorjahr: 1.215,1 MIO €). Im Segment "Werkzeugmaschinen" erhöhte sich der Umsatz um
32,6 MIO € auf 687,1 MIO € (+5 %; Vorjahr: 654,5 MIO €). Im Segment "Industrielle
Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 589,2 MIO € (+5 %; Vorjahr: 560,5 MIO €).
Die Auslandsumsätze stiegen um +7 % auf 887,5 MIO € (Vorjahr: 830,3 MIO €). Die Inlandsumsätze
nahmen zu auf 388,9 MIO € (Vorjahr: 384,8 MIO €). Die Exportquote betrug 70 % (Vorjahr:
68 %).
Der Auftragsbestand betrug am 30. Juni 2019 im Konzern 1.745.3 MIO € (31.12.2018:
1.609,9 MIO €). Die rechnerische Reichweite von durchschnittlich 7 Monaten bildet
eine gute Basis für das laufende Geschäftsjahr. Mit gezielten Maßnahmen zur Effizienz-
und Produktivitätssteigerung soll der Auftragsbestand in Umsatz umgewandelt und die
Lieferzeiten verkürzt werden. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 70 % auf
das Ausland (Vorjahr: 68 %).
Die Ertragslage des DMG MORI-Konzerns entwickelte sich weiter positiv. Im zweiten
Quartal erreichte das EBITDA 69,7 MIO € (Vorjahr: 65,9 MIO €). Das EBIT belief sich
auf 53,0 MIO € (Vorjahr: 52,0 MIO €) und das EBT stieg auf 52,7 MIO € (Vorjahr: 52,0
MIO €). Das EAT betrug 37,1 MIO € (Vorjahr: 36,4 MIO €).
Zum Halbjahr verbesserte sich das EBITDA auf 143,0 MIO € (+19 %; Vorjahr: 120,5 MIO
€). Das EBIT erhöhte sich um +11 % auf 103,4 MIO € (Vorjahr: 93,0 MIO €). Die EBIT-Marge
verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr: 7,7 %). Das EBT stieg um +10 % auf 101,9 MIO
€ (Vorjahr: 92,3 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2019 ein EAT von 71,8 MIO
€ aus (Vorjahr: 64,7 MIO €).
Der Umsatz nahm um +5 % bzw. 61,3 MIO € zu auf 1.276,4 MIO € (Vorjahr: 1.215,1 MIO
€). Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erhöhte
sich um 18,1 MIO € auf 90,4 MIO € (Vorjahr: 72,3 MIO €). Die Gesamtleistung stieg
um +7% bzw. 89,4 MIO € auf 1.380,0 MIO € (Vorjahr: 1.290,6 MIO €). Die Materialaufwendungen
beliefen sich auf 779,7 MIO € (Vorjahr: 720,0 MIO €). Die Materialquote erhöhte sich
bei einem Bestandsaufbau auf 56,5 % (Vorjahr: 55,8 %). Der Rohertrag stieg um 29,7
MIO € auf 600,3 MIO € (Vorjahr: 570,6 MIO €). Der Personalaufwand betrug 307,0 MIO
€ (Vorjahr: 290,5 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,3 % (Vorjahr:
22,5 %).
Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge reduzierte sich auf 150,3 MIO € (Vorjahr:
159,6 MIO €). Die Abschreibungen erhöhten sich auf 39,6 MIO € (Vorjahr: 27,5 MIO €).
Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe
von 10,5 MIO € im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16
"Leasingverhältnisse". Das Finanzergebnis veränderte sich auf -1,5 MIO € (Vorjahr:
-0,7 MIO €). Das EAT erreichte 71,8 MIO € (Vorjahr: 64,7 MIO €). Daraus ergibt sich
ein Steueraufwand von 30,1 MIO € (Vorjahr: 27,6 MIO €). Die Steuerquote verbesserte
sich auf 29,5 % (Vorjahr: 29,9 %).
| VERMÖGENSLAGE in MIO € | 30.06.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2018 |
| Langfristige Vermögenswerte | 804,2 | 758,1 | 733,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.706,9 | 1.682,4 | 1.616,4 |
| Eigenkapital | 1.293,6 | 1.197,7 | 1.216,4 |
| Fremdkapital | 1.217,5 | 1.242,8 | 1.133,9 |
| Bilanzsumme | 2.511,1 | 2.440,5 | 2.350,3 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 70,6 MIO € auf 2.511,1 MIO € (31.12.2018: 2.440,5
MIO €).
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 46,1 MIO € auf
804,2 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 44,4
MIO € auf 669,6 MIO € (31.12.2018: 625,2 MIO €). Im Rahmen der Einführung des neuen
Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 wurden
in den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen zum 30. Juni 2019 Nutzungsrechte
in Höhe von 61,3 MIO € ausgewiesen. Die Finanzanlagen betrugen 63,8 MIO € (31.12.2018:
61,3 MIO €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 24,5 MIO € auf 1.706,9 MIO € (31.12.2018:
1.682,4 €). Die Vorräte stiegen um 105,9 MIO € auf 731,3 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 10,2 MIO € auf 293,1 MIO € zu. Die unfertigen Erzeugnisse
erhöhten sich um 59,1 MIO € auf 223,2 MIO € und die fertigen Erzeugnisse und Waren
um 30,1 MIO € auf 197,5 MIO €. Der Anstieg der Vorräte resultiert insbesondere aus
Vorleistungen für den geplanten Umsatz im zweiten Halbjahr. Die Umschlaghäufigkeit
der Vorräte betrug 3,5 (Vorjahreszeitraum: 3,7).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bei einem gestiegenen
Umsatzvolumen um 9,3 MIO € auf 237,6 MIO €. Die Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden
Unternehmen verminderten sich um 39,0 MIO € auf 441,7 MIO € (31.12.2018: 480,7 MIO
€). Die flüssigen Mittel betrugen 124,8 MIO € (31.12.2018: 152,7 MIO €).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 95,9 MIO € auf 1.293,6 MIO €.
Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 51,5 % (31.12.2018: 49,1 %). Das Fremdkapital
reduzierte sich um 25,3 MIO € auf 1.217,5 MIO € (31.12.2018: 1.242,8 MIO €).
Die erhaltenen Anzahlungen stiegen um 13,8 MIO € auf 356,4 MIO €. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung
um 58,6 MIO € auf 254,0 MIO €. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden
Unternehmen reduzierten sich um 130,3 MIO € auf 106,3 MIO €. Der Rückgang ergibt sich
im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2018 an die DMG MORI GmbH. Aus
der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum
1. Januar 2019 ergaben sich zum 30. Juni 2019 Leasingverbindlichkeiten in Höhe von
60,6 MIO €.
| CASHFLOW in MIO € | 2019 1. Halbjahr | 2018 1. Halbjahr |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 86,3 | 92,1 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -3,5 | -155,3 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -109,6 | -89,4 |
| Veränderung Zahlungsmittel | -27,9 | -153,7 |
| Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode | 152,7 | 363,4 |
| Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode | 124,8 | 209,7 |
Neben der guten Ertragslage hat sich auch die Finanzlage erneut positiv entwickelt:
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 86,3 MIO € (Vorjahr: 92,1 MIO
€). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 101,9 MIO € (Vorjahr: 92,3 MIO €)
und die Abschreibungen in Höhe von 39,6 MIO € bei (Vorjahr: 27,5 MIO €). Zu einer
Reduzierung des Cashflows führte der Anstieg der Vorräte um 99,7 MIO € (Vorjahr: 113,3
MIO €). Der Anstieg erhaltener Anzahlungen um 13,8 MIO € und der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen um 58,6 MIO € (Vorjahr: 40,1 MIO €) führten zu einer
Erhöhung des Cashflows.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug -3,5 MIO € (Vorjahr: -155,3 MIO
€). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
lagen bei -33,0 MIO € (Vorjahr: -27,1 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich Einzahlungen
in Höhe von 28,6 MIO € (Vorjahr: 2,2 MIO €). Unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit
wurde im Vorjahr auch die Auszahlung für die Erhöhung des Darlehens an die DMG MORI
GmbH von -150,0 MIO € ausgewiesen.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -109,6 MIO € (Vorjahr: -89,4 MIO
€) und resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2018 an die
DMG MORI GmbH in Höhe von 99,3 MIO €.
Der Free Cashflow verbesserte sich um 14,7 MIO € auf 81,9 MIO € (+22 %; Vorjahr: 67,2
MIO €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im ersten
Halbjahr 36,4 MIO € (Vorjahr: 25,6 MIO €). Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr
ist im Wesentlichen auf die Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten
sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Einführung eines
neuen, globalen ERP-Systems zurückzuführen. Mit der erstmaligen Anwendung des Rechnungslegungsstandards
IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind in den Investitionen auch Zugänge aus Nutzungsrechten
enthalten (3,4 MIO €).
In unserem polnischen Produktionswerk FAMOT haben wir die neue hochmoderne XXL-Produktionshalle fertiggestellt. Kernstück der über 6.000 m2 großen, energieeffizienten und nahezu konstant temperierten Halle bilden zwei XXL-Bearbeitungszentren, auf denen Komponenten von bis zu 40 Tonnen Gewicht für andere DMG MORI-Werke produziert werden können. Zudem nehmen wir drei Universal-Bearbeitungszentren mit linearem Paletten-Pool (LPP) in Betrieb. Dieses System ermöglicht eine automatische Zuführung von Werkstücken und führt zu einer flexibleren und effizienteren mechanischen Fertigung. Bei DECKEL MAHO in Pfronten befinden wir uns in der Bauphase zur Erweiterung und Modernisierung der Montage und des Logistikbereichs. Ein Highlight wird die Fließmontagelinie mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) für unsere monoBLOCK-Maschinen. In Bielefeld wurde bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH eine Taktmontage für den Robo2Go 2nd Generation und die CTX beta TC-Baureihe eingeführt - für deutlich kürzere Durchlaufzeiten und transparente Montagefortschritte.
Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle
Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.
Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED
fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für
diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".
| SEGMENT-KENNZAHLEN in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | |
| Auftragseingang | 1.412,3 | 1.577,1 | -164,8 | -10 % |
| Werkzeugmaschinen | 744,8 | 878,0 | -133,2 | -15 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 667,4 | 699,0 | -31,6 | -5 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| Umsatz | 1.276,4 | 1.215,1 | 61,3 | 5 % |
| Werkzeugmaschinen | 687,1 | 654,5 | 32,6 | 5 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 589,2 | 560,5 | 28,7 | 5 % |
| Corporate Services | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| EBIT | 103,4 | 93,0 | 10,4 | 11 % |
| Werkzeugmaschinen | 57,4 | 55,4 | 2,0 | 4 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 56,9 | 51,7 | 5,2 | 10 % |
| Corporate Services | -10,9 | -13,9 | 3,0 | 22 % |
Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit
den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (ULTRASONIC / LASERTEC
/ ADDITIVE MANUFACTURING) sowie Digital Solutions.
Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden lässt spürbar nach. Der Auftragseingang
im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug im zweiten Quartal 341,2 MIO € (Vorjahr: 411,4
MIO €). In den ersten sechs Monaten gingen die Bestellungen auf 744,8 MIO € zurück
(-15 %; Vorjahr: 878,0 MIO €). Im Inland betrug der Auftragseingang 218,5 MIO € (Vorjahr:
253,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 526,3 MIO € (Vorjahr: 624,8 MIO €).
53 % aller Bestelleingänge entfielen auf die "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 56 %).
Am 30. Juni 2019 betrug der Auftragsbestand 959,0 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 996,6
MIO €).
Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf 344,3 MIO € (Vorjahr: 343,1 MIO €).
Zum Halbjahr stieg der Umsatz um 32,6 MIO € auf 687,1 MIO € (+5 %; Vorjahr: 654,5
MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte wie im Vorjahr einen Anteil von 54 %
am Umsatz. Das EBIT verbesserte sich auf 57,4 MIO € (Vorjahr: 55,4 MIO €).
Zum 30. Juni 2019 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen"
4.099 (31.12.2018: 4.120).
| ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN" in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | |
| Auftragseingang | 744,8 | 878,0 | -133,2 | -15 % |
| Inland | 218,5 | 253,2 | -34,7 | -14 % |
| Ausland | 526,3 | 624,8 | -98,5 | -16 % |
| % Ausland | 71 | 71 | ||
| Umsatz | 687,1 | 654,5 | 32,6 | 5 % |
| Inland | 220,1 | 199,1 | 21,0 | 11 % |
| Ausland | 467,0 | 455,4 | 11,6 | 3 % |
| % Ausland | 68 | 70 | ||
| Auftragsbestand | 959,0 | 996,6 | -37,6 | -4 % |
| Inland | 211,3 | 247,5 | -36,2 | -15 % |
| Ausland | 747,7 | 749,1 | -1,4 | 0 % |
| % Ausland | 78 | 75 | ||
| EBIT | 57,4 | 55,4 | 2,0 | 4 % |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | ||
| Mitarbeiter | 4.099 | 4.120 | -21 | -1 % |
| davon Auszubildende | 248 | 284 | -36 | -13 % |
| ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN" in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber2018 | |
| Auftragseingang | 667,4 | 699,0 | -31,6 | -5 % |
| Inland | 184,3 | 199,9 | -15,6 | -8 % |
| Ausland | 483,1 | 499,1 | -16,0 | -3 % |
| % Ausland | 72 | 71 | ||
| Umsatz | 589,2 | 560,5 | 28,7 | 5 % |
| Inland | 168,7 | 185,6 | -16,9 | -9 % |
| Ausland | 420,5 | 374,9 | 45,6 | 12 % |
| % Ausland | 71 | 67 | ||
| Auftragsbestand | 786,3 | 661,9 | 124,4 | 19 % |
| Inland | 318,4 | 275,4 | 43,0 | 16 % |
| Ausland | 467,9 | 386,5 | 81,4 | 21 % |
| % Ausland | 60 | 58 | ||
| EBIT | 56,9 | 51,7 | 5,2 | 10 % |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | ||
| Mitarbeiter | 3.259 | 3.299 | -40 | -1 % |
| davon Auszubildende | 88 | 112 | -24 | -21 % |
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasste im Berichtszeitraum die Geschäftstätigkeit
der Bereiche Services und Energy Solutions. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten
und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY
LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität
ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis
zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen,
Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe
Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy
Solutions hat DMG MORI zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert.
Mit diesem Schritt konzentriert sich DMG MORI auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen
und Services sowie den Ausbau der Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung
und ADDITIVE MANUFACTURING. Der bei den Energy Solutions vorhandene Auftragsbestand
wird im Wesentlichen noch bis zum Jahresende 2019 abgearbeitet.
Der Auftragseingang im Segment "Industrielle Dienstleistungen" nahm im zweiten Quartal
um +5 % zu auf 362,8 MIO € (Vorjahr: 343,9 MIO €). Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang
bei 667,4 MIO € (Vorjahr: 699,0 MIO €). Im Bereich Services betrug der Auftragseingang
535,9 MIO € (Vorjahr: 631,7 MIO €). Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus
rückläufigen Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Auf die "Industriellen
Dienstleistungen" entfielen 47 % der Bestellungen im Konzern (Vorjahr: 44 %). Der
Auftragsbestand erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 786,3 MIO € (Vorjahreszeitpunkt:
661,9 MIO €).
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal auf 302,9 MIO € (+4 %; Vorjahr: 290,2 MIO €).
Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Umsatz im Segment "Industrielle Dienstleistungen"
um +5 % auf 589,2 MIO € (Vorjahr: 560,5 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services betrug
534,8 MIO € (Vorjahr: 554,6 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten wie
im Vorjahr einen Anteil von 46 % am Konzernumsatz. Das EBIT stieg in den ersten sechs
Monaten auf 56,9 MIO € (Vorjahr: 51,7 MIO €).
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich die Anzahl der Mitarbeiter
zum 30. Juni 2019 auf 3.259 (31.12.2018: 3.299).
Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -10,9 MIO € (Vorjahr:
-13,9 MIO €).
| ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES" in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 | Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | |
| Auftragseingang | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| Umsatz | 0,1 | 0,1 | 0 | 0 % |
| EBIT | -10,9 | -13,9 | 3,0 | 22 % |
| 30.06.2019 | 31.12.2018 | 2019 | Veränderungen gegenüber 2018 | |
| Mitarbeiter | 86 | 84 | 2 | 2 % |
Am 30. Juni 2019 waren 7.444 Mitarbeiter, davon 336 Auszubildende, im Konzern beschäftigt
(31.12.2018: 7.503). Die Anzahl der Mitarbeiter blieb somit im Vergleich zum Jahresende
2018 nahezu unverändert. Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 4.495 Mitarbeiter
(60 %) bei unseren inländischen und 2.949 Mitarbeiter (40 %) bei den ausländischen
Gesellschaften. Der Personalaufwand betrug 307,0 MIO € (Vorjahr: 290,5 MIO €). Die
Personalquote verbesserte sich auf 22,3 % (Vorjahr: 22,5 %).
Der Aktienkurs der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT lag zu Beginn des zweiten Quartals
bei 43,30 € (01.04. 2019) und schloss am 28. Juni 2019 mit 43,60 €. Seit dem 24. Juni
2019 notiert DMG MORI erneut im SDAX.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 28,0 MIO
€ (Vorjahr: 28,2 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 588
Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 15 % der Belegschaft der Werke.
Im Geschäftsjahr 2019 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED
mehr als 30 Innovationen, darunter 5 Weltpremieren. So treiben wir unsere Zukunftsfelder
Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und
DMG MORI Qualified Products (DMQP) dynamisch voran und bauen gezielt unser innovatives
Lösungsportfolio aus. Besondere Kundenwünsche erfüllen wir zudem mit individuell angepassten
Lösungen.
DMG MORI hat neben vollintegrierten, kundenspezifischen Lösungen über 50 Standard-Automationsprodukte
im Portfolio. Bereits heute kann nahezu jede DMG MORI-Maschine automatisiert werden.
Mit dem Robo2Go 2nd Generation können Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen kostengünstig steigern. Die integrierte Steuerung über CELOS ist für jeden Bediener intuitiv nutzbar - auch ohne Kenntnisse in der Programmierung von Robotern. Zur EMO stellen wir den Robo2Go mit einem innovativen Kamerasystem vor. So werden die Prozesssicherheit und die Bedienung noch weiter optimiert.
Die ab der EMO Hannover verfügbaren Automatisierungslösungen WH Flex und der PH-AGV
bieten ein Höchstmaß an Flexibilität. Der WH Flex kann durch seinen modularen Aufbau
einfach kundenindividuell angepasst werden und bis zu 9 Dreh- oder Fräsmaschinen verknüpfen.
Mit dem "Digital Twin" wird die Inbetriebnahme durch vorherige Echtzeitsimulation
aller Abläufe um bis zu 80 % beschleunigt. Der PH-AGV ist ein fahrerloses Transportsystem,
das die automatisierte Be- und Entladung von Werkstück-Paletten ermöglicht. Diese
neue Automatisierungslösung lässt sich einfach und flexibel erweitern und stellt einen
freien Zugang zur Maschine sicher. Der DMG MORI Cell Controller optimiert sämtliche
Abläufe in der Fertigung.
DMG MORI verfügt über eine durchgängige Digitalisierungsstrategie auf allen Ebenen
der Wertschöpfung - von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und
das Monitoring bis hin zum Service.
DMG MORI Connectivity ermöglicht die vollständige Vernetzung von DMG MORI- und ausgewählten
Fremdmaschinen mit digitalen Produkten und allen relevanten Plattformen. Basis für
diese vertikale und horizontale Integration sind standardisierte Schnittstellen zu
Shopfloor, Edge und Cloud. Ab der EMO werden alle neu erworbenen DMG MORI-Maschinen
ohne Mehrpreis mit DMG MORI Connectivity ausgestattet. Für CELOS-Bestandsmaschinen
gibt es ab der EMO ein Update mit neuen Funktionen, wie den neuen APPLICATION CONNECTOR,
der jede digitale Anwendung unmittelbar über die CELOS-Oberfläche visualisiert.
Für ganzheitliche Serviceoptimierung sorgt unser neues Kundenportal my DMG MORI. Es
bietet einen schnellen Direktkontakt zu den DMG MORI Service-Experten und gibt einen
Statusüberblick zu laufenden Aktivitäten sowie Zugriff auf alle relevanten Dokumente.
Serviceanfragen können durch das interaktive Anfrageformular auf Knopfdruck gestartet
werden.
Im Bereich ADDITIVE MANUFACTURING bieten wir als globaler Full-Liner vier vollständige
Prozessketten. Auf der Hausausstellung Bielefeld haben wir die SLM-Technologie sowohl
in Verbindung mit einer vorgelagerten Fräsbearbeitung als auch mit einer nachgelagerten
Turn & Mill-Bearbeitung präsentiert. So werden die Vorteile der hohen Komplexität
additiv gefertigter Bauteile mit der präzisen CNC-Fertigung zu ganzheitlichen Lösungen
kombiniert. Die innovative OPTOMET-Software erleichtert und beschleunigt dabei die
Bestimmung optimaler Prozessparameter.
Unsere Kunden unterstützen wir umfassend bei der Implementierung additiver Fertigung
- beispielsweise durch unser praxisgerechtes Beratungsangebot "Additive Intelligence"
sowie mit ausgewählten DMQP. Für die LASERTEC SLM Maschinen bieten wir unter anderem
den "DMQP Powder Cycle" mit einer umfangreichen Auswahl an qualifizierten Ready-To-Use-Werkstoffen.
Diese können einfach und schnell online im DMG MORI-Webshop bestellt werden.
Mit den DMG MORI Technologiezyklen stellen wir unseren Kunden zur EMO insgesamt 42
effektive Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung bereit. Neu vorgestellte
Zyklen ermöglichen beispielweise die vollständige Technologieintegration von Drehen,
Fräsen und Schleifen oder die erleichterte Fertigung von Verzahnungen. Der Technologiezyklus
VCS Complete kalibriert die Maschine auf Knopfdruck und sorgt so für 30% höhere Genauigkeit
über die gesamte Lebensdauer. Mit der neuen Funktion QUICK CHECK kann die Genauigkeit
jederzeit in weniger als zehn Minuten überprüft werden. Der Technologiezyklus ist
für alle monoBLOCK-Maschinen und zukünftig auch für weitere Baureihen verfügbar.
Die Vorteile des bewährten monoBLOCK-Designs wurden im Bereich Advanced Technologies
auf die LASERTEC 125 Shape übertragen. Die Maschine setzt neue Standards in der Oberflächenstrukturierung
von Bauteilen bis zu einem Durchmesser von 1.250 mm. Im Bereich Fräsen haben wir die
hochdynamische DMP 70 als Nachfolger der bereits über 3.000-mal installierten MILLTAP
700 vorgestellt.
Im Bereich DMG MORI Components stellen wir die neue inlineMASTER Spindel vor. Zukünftig
sind alle CMX V und CMX U Maschinen optional mit dieser Spindel erhältlich. Auf alle
Motorspindeln der "MASTER"-Serie bietet DMG MORI 36 Monate Gewährleistung - ohne Stundenbegrenzung.
Die Darstellung unseres Chancen- und Risikomanagements ist ausführlich im Geschäftsbericht
2018 auf den Seiten 64 ff. beschrieben. Die Aussagen hierzu sind im Wesentlichen unverändert.
Verstärkt eintretende und ergänzende Risiken ergeben sich zudem aus der nachlassenden
gesamtwirtschaftlichen Wachstumsdynamik, geopolitischen Unsicherheiten und verschärften
internationalen Handelskonflikten sowie den Folgen des Strukturwandels in der Automobilindustrie
und deren Zulieferer. Dies wirkt sich auf den weltweiten Werkzeugmaschinenverbrauch
aus und führt zu einer rückläufigen Investitionsneigung.
Von dieser globalen Tendenz ist auch DMG MORI betroffen. Wir erwarten in den nächsten
zwölf Monaten eine Verstärkung der Auswirkung.
Chancen können sich ergeben durch Innovationen aus den strategischen Zukunftsfeldern
Automatisierung, Digitalisierung, ADDITIVE MANUFACTURING, Technologie-Exzellenz und
den DMG MORI Qualified Products sowie durch die gezielte Erweiterung und Modernisierung
unserer Produktionskapazitäten.
Die Weltwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen verlieren im Jahr
2019 aufgrund bestehender geopolitischer Unsicherheiten an Dynamik. Die gesamtwirtschaftliche
Lage wird zunehmend schwieriger. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nimmt spürbar
ab.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte in seiner Juni-Prognose das Weltwirtschaftswachstum
für das Gesamtjahr auf +3,2 % (März-Prognose: +3,3 %). Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken
(VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer
April-Prognose von einem Anstieg des Weltverbrauchs von Werkzeugmaschinen um nur noch
+2,3 % auf 76,0 MRD € aus (Oktober-Prognose: +3,6 %). Die nächste Prognose von VDW
und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Angesichts der bestehenden
geopolitischen Unsicherheiten und der nachlassenden Konjunktur ist nicht auszuschließen,
dass die Wachstumsraten weiter reduziert werden.
Dennoch bestätigen wir erneut unsere Prognosen 2019: Für das laufende Geschäftsjahr
planen wir unverändert einen Auftragseingang von rund 2,6 MRD € und einen Umsatz von
rund 2,65 MRD €. Das EBIT soll rund 200 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund
150 MIO € liegen.
Das laufende Geschäftsjahr steht im Zeichen der EMO Hannover. Auf dieser weltweit
größten Werkzeugmaschinenmesse zeigt DMG MORI vom 16. bis 21. September ein Feuerwerk
an Innovationen - insbesondere in den Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung
und ADDITIVE MANUFACTURING.
| ― |
29 Automationslösungen |
| ― |
WH Flex - modulares Automationskonzept zum Werkstück- und Palettenhandling für bis zu neun Werkzeugmaschinen |
| ― |
neue, fahrerlose Transportsysteme AGV (Automated Guided Vehicle) |
| ― |
"Digital Twin" - 80 % schneller zur Produktivität |
| ― |
DMG MORI Connectivity - für die vollständig vernetzte Produktion |
| ― |
my DMG MORI - das neue Kundenportal zur Service-Optimierung |
| ― |
neue CELOS APPs, wie der APPLICATION CONNECTOR |
| ― |
umfassendes DMG MORI Monitoring |
| ― |
effiziente Produktionsplanung und -steuerung |
| ― |
WERKBLiQ - digitale Instandhaltungsoptimierung |
| ― |
ganzheitliche Prozesskette - vom Materialkreislauf über die Simulation bis hin zu Service und Consulting |
| ― |
LASERTEC 65 3D hybrid - neu mit adaptiver Prozessregelung |
DMG MORI entwickelt sich als starker und nachhaltiger Partner immer mehr zu einem
ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.
| 1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2019 | 2018 |
Veränderungen 2019 gegenüber 2018 | |||
| Umsatzerlöse | 1.276,4 | 92,5 % | 1.215,1 | 94,2 % | 61,3 | 5,0 % |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
90,4 | 6,6 % | 72,3 | 5,6 % | 18,1 | 25,0 % |
| Aktivierte Eigenleistungen | 13,2 | 0,9 % | 3,2 | 0,2 % | 10,0 | 312,5 % |
| Gesamtleistung | 1.380,0 | 100,0 % | 1.290,6 | 100,0 % | 89,4 | 6,9 % |
| Materialeinsatz | -779,7 | -56,5 % | -720,0 | -55,8 % | -59,7 | 8,3 % |
| Rohertrag | 600,3 | 43,5 % | 570,6 | 44,2 % | 29,7 | 5,2 % |
| Personalaufwendungen | -307,0 | -22,3 % | -290,5 | -22,5 % | -16,5 | 5,7 % |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -150,3 | -10,8 % | -159,6 | -12,4 % | 9,3 | 5,8 % |
| Abschreibungen | -39,6 | -2,9 % | -27,5 | -2,1 % | -12,1 | 44,0 % |
| EBIT | 103,4 | 7,5 % | 93,0 | 7,2 % | 10,4 | 11,2 % |
| Finanzergebnis | -1,5 | -0,1 % | -0,7 | -0,1 % | -0,8 | 114,3 % |
| EBT | 101,9 | 7,4 % | 92,3 | 7,1 % | 9,6 | |
| Ertragsteuern | -30,1 | -2,2 % | -27,6 | -2,1 % | -2,5 | |
| EAT | 71,8 | 5,2 % | 64,7 | 5,0 % | 7,1 | |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend |
71,4 | 5,2 % | 65,1 | 5,0 % | 6,3 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 0,4 | 0,0 % | -0,4 | 0,0 % | 0,8 | |
| 1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2019 | 2018 |
| EAT | 71,8 | 64,7 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 0,0 | 0,0 |
| Ertragsteuern | 0,0 | 0,0 |
| Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 0,0 | 0,0 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 18,7 | -12,3 |
| Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 0,2 | -0,7 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | 0,1 | 0,2 |
| Nettoinvestitionen | -0,7 | -0,7 |
| Ertragsteuern | -0,1 | 0,2 |
| Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 18,2 | -13,3 |
| Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 18,2 | -13,3 |
| Gesamtergebnis der Periode | 90,0 | 51,4 |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis | 88,8 | 51,9 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | 1,2 | -0,5 |
| in MIO € | 30.06.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2018 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 139,4 | 139,4 | 139,4 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 53,1 | 50,9 | 48,7 |
| Sachanlagen | 477,1 | 434,9 | 429,8 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 61,4 | 58,9 | 48,3 |
| Beteiligungen | 2,4 | 2,4 | 2,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 0,2 | 1,3 | 0,3 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 11,6 | 12,0 | 11,4 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2,5 | 2,7 | 3,4 |
| Latente Steuern | 56,5 | 55,6 | 50,5 |
| Langfristige Vermögenswerte | 804,2 | 758,1 | 733,9 |
| Vorräte | 731,3 | 625,4 | 656,1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 237,4 | 227,0 | 217,8 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen | 22,8 | 21,2 | 18,1 |
| Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 441,7 | 480,7 | 349,3 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0,0 | 0,0 | 0,1 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 10,3 | 33,3 | 16,3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 63,0 | 60,2 | 61,7 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 65,4 | 81,3 | 85,7 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,2 | 0,6 | 1,6 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 124,8 | 152,7 | 209,7 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 10,0 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.706,9 | 1.682,4 | 1.616,4 |
| Bilanzsumme | 2.511,1 | 2.440,5 | 2.350,3 |
| in MIO € | 30.06.2019 | 31.12.2018 | 30.06.2018 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 204,9 | 204,9 | 204,9 |
| Kapitalrücklage | 498,5 | 498,5 | 498,5 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 577,3 | 489,8 | 510,6 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | 1.280,7 | 1.193,2 | 1.214,0 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 12,9 | 4,5 | 2,4 |
| Summe Eigenkapital | 1.293,6 | 1.197,7 | 1.216,4 |
| Langfristige Finanzschulden | 0,0 | 0,0 | 35,0 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 42,8 | 0,0 | 0,0 |
| Rückstellungen für Pensionen | 37,1 | 37,8 | 43,4 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 47,3 | 58,2 | 45,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 0,0 | 0,0 | 1,3 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 1,6 | 1,9 | 0,7 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 5,9 | 8,2 | 9,3 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 2,2 | 2,6 | 3,1 |
| Latente Steuern | 2,6 | 2,5 | 2,7 |
| Langfristige Schulden | 139,5 | 111,2 | 141,0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0,0 | 0,0 | 5,5 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 17,8 | 0,0 | 0,0 |
| Steuerrückstellungen | 14,4 | 17,9 | 15,7 |
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 212,7 | 209,2 | 179,8 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 356,4 | 342,6 | 389,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 254,0 | 195,4 | 208,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen | 3,2 | 2,3 | 3,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 106,3 | 236,6 | 95,3 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 24,4 | 21,5 | 16,8 |
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 10,3 | 33,2 | 16,3 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 20,8 | 31,1 | 19,1 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 52,9 | 41,8 | 43,0 |
| Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte | 4,8 | 0,0 | 0,0 |
| Kurzfristige Schulden | 1.078,0 | 1.131,6 | 992,9 |
| Bilanzsumme | 2.511,1 | 2.440,5 | 2.350,3 |
| 1. HALBJAHR 2019 (01.01. - 30.06.) in MIO € | 2019 | 2018 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 101,9 | 92,3 |
| Ertragsteuern | -30,1 | -27,6 |
| Abschreibungen | 39,6 | 27,5 |
| Veränderung der latenten Steuern | -0,9 | 0,7 |
| Veränderung der Rückstellungen | -10,2 | 5,0 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -0,8 | -1,5 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -59,9 | -119,2 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 46,7 | 114,9 |
| 86,3 | 92,1 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 28,6 | 2,2 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen | -33,0 | -27,1 |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen | -2,3 | -1,5 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen | 3,5 | 0,0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -0,3 | -0,3 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 0,0 | 21,4 |
| Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen | 0,0 | -150,0 |
| -3,5 | -155,3 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen / Auszahlungen für die Aufnahme / Tilgung von Finanzschulden | 0,0 | 0,5 |
| Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | -10,3 | 0,0 |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH | -99,3 | -89,9 |
| -109,6 | -89,4 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | -26,8 | -152,6 |
| Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte | -1,8 | 0,0 |
| Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | 0,7 | -1,1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 152,7 | 363,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni | 124,8 | 209,7 |
| in MIO € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIEN- GESELLSCHAFT |
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital |
Konzern- Eigenkapital |
| Stand 01.01.2019 | 204,9 | 498,5 | 489,8 | 1.193,2 | 4,5 | 1.197,7 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 88,8 | 88,8 | 1,2 | 90,0 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | -1,3 | -1,3 | 7,2 | 5,9 |
| Stand 30.06.2019 | 204,9 | 498,5 | 577,3 | 1.280,7 | 12,9 | 1.293,6 |
| Stand 01.01.2018 | 204,9 | 498,5 | 458,1 | 1.161,5 | 3,1 | 1.164,6 |
| Effekte durch Änderungen der Bilanzierungsmethoden | 0,0 | 0,0 | -1,2 | -1,2 | -0,2 | -1,4 |
| Stand 01.01.2018 angepasst* | 204,9 | 498,5 | 456,9 | 1.160,3 | 2,9 | 1.163,2 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | 51,9 | 51,9 | -0,5 | 51,4 |
| Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen | 0,0 | 0,0 | 1,8 | 1,8 | 0,0 | 1,8 |
| Stand 30.06.2018 | 204,9 | 498,5 | 510,6 | 1.214,0 | 2,4 | 1.216,4 |
*
angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und IFRS 15
Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben
| 1. HALBJAHR 2019 in MIO € | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | Überleitung | Konzern |
| Umsatz | 687,1 | 589,2 | 0,1 | 0,0 | 1.276,4 |
| EBIT | 57,4 | 56,9 | -10,9 | 0,0 | 103,4 |
| Investitionen | 31,3 | 4,8 | 0,6 | 0,0 | 36,7 |
| Mitarbeiter | 4.099 | 3.259 | 86 | 0 | 7.444 |
| 1. HALBJAHR 2018 in MIO € | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | Überleitung | Konzern |
| Umsatz | 654,5 | 560,5 | 0,1 | 0,0 | 1.215,1 |
| EBIT | 55,4 | 51,7 | -13,9 | -0,2 | 93,0 |
| Investitionen | 22,8 | 2,2 | 0,9 | 0,0 | 25,9 |
| Mitarbeiter | 4.008 | 3.220 | 82 | 0 | 7.310 |
Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 ist nach
den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren
Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2019 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt.
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2019 und der Zwischenlagebericht für den
Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen
Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss
einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen
aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 zu Grunde lagen.
Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem
auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von
IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir
die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung
von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden
wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang
per 31. Dezember 2018 im Geschäftsbericht auf Seite 94 ff.) beibehalten, mit Ausnahme
der Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften. Alle zum 1. Januar 2019 verpflichtend
anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen wurden berücksichtigt.
Insbesondere die Änderungen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" haben Auswirkungen auf
die Berichterstattung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und werden im Folgenden erläutert.
Alle anderen ab dem 1. Januar 2019 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und
IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.
IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse
in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht
(right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes
darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu
Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse
und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung
beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem früheren Standard - das heißt, dass Leasinggeber
Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse
einstufen.
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17
"Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis
enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse -Anreize" und SIC-27 "Beurteilung
des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen".
Der DMG MORI-Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der
modifiziert retrospektiven Methode angewendet; der Ansatz des Nutzungsrechtes erfolgte
in Höhe der Leasingverbindlichkeit. Vergleichsinformationen wurden nicht angepasst.
Es wurde die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines
Leasingverhältnisses bei der Umstellung genutzt. Dies bedeutet, dass der DMG MORI-Konzern
IFRS 16 auf alle Verträge angewendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen
worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden
sind.
Der DMG MORI-Konzern hat neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für bisherige Operating-Leasing-verhältnisse
angesetzt. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten
abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen
angesetzt. Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert
der zu leistenden Leasingzahlungen. Diese werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden
Zinssatz oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapital-zinssatz
abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar
2019 betrug 2,8 %. In der Folgebewertung wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeit
aufgezinst und erfolgsneutral um die geleisteten Leasingzahlungen vermindert.
Für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger
Wirtschaftsgüter wird von der Anwendungserleichterung, auf die Erfassung eines Nutzungsrechts
und einer Leasingverbindlichkeit zu verzichten, Gebrauch gemacht. Die diesbezüglichen
Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Nichtleasing- und Leasingkomponenten werden grundsätzlich getrennt voneinander
bilanziert.
Die Anwendung des IFRS 16 führt zu einer veränderten Art der Aufwendungen, da der
Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten
ansetzt. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse
vollständig im EBIT gezeigt wurden, werden die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung
der Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 nun im Finanzergebnis ausgewiesen.
In der Kapitalflussrechnung werden Zins- und Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse
im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Cashflows für Operating-Leasingverhältnisse
wurden vorher im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit gezeigt.
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für
die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von
66,3 MIO € erfasst.
Die Differenz zwischen den erwarteten künftigen Mindestleasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse
zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 66,8 MIO € und den in der Eröffnungsbilanz erfassten
Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 66,3 MIO € ergibt sich im Wesentlichen aus der
Neubeurteilung der zu bilanzierenden Verpflichtungen nach den Vorgaben des IFRS 16
und der bei der Passivierung berücksichtigten Leasinglaufzeiten, der Nichtberücksichtigung
der Leasingzahlungen für Nichtleasingkomponenten, kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse
sowie dem Effekt aus der Abzinsung.
Zum 30. Juni 2019 weist der DMG MORI-Konzern Nutzungsrechte in Höhe von 61,3 MIO €
unter den Sachanlagen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 60,6 MIO € aus. Im
Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen werden für das erste Halbjahr 2019 Abschreibungen
von 10,5 MIO € sowie Zinsaufwendungen von 0,5 MIO € ausgewiesen. Die Zugänge zu Nutzungsrechten
betrugen zum 30. Juni 2019 3,4 MIO €.
Durch die Anwendung des IFRS 16 reduzierten sich im ersten Halbjahr 2019 die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen, während sich die Abschreibungen erhöhten. Es ergab sich
ein Anstieg des EBITDA sowie eine leichte Verbesserung des EBIT. Die geänderte Erfassung
in der Kapitalflussrechnung führte im ersten Halbjahr 2019 zu einem Anstieg des Free
Cashflow. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich entsprechend.
Die Bilanzierung beim Leasinggeber gemäß IAS 17 wurde nahezu identisch in IFRS 16
übernommen. Leasinggeber müssen auch weiterhin eine Klassifizierung in Finanzierungs-
und Operating-Leasingverhältnisse vornehmen. Für den DMG MORI-Konzern ergaben sich
keine signifikanten Änderungen zum 1. Januar 2019.
Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen
Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse
im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Branchenbedingte saisonale Schwankungen
sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus
resultierenden Ergebnissen führen.
Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2019 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
86 Unternehmen, von denen 80 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss
einbezogen wurden. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 reduzierte sich die Anzahl der
vollkonsolidierten Tochtergesellschaften um eine.
Die DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten, wurde rückwirkend zum 1. Januar
2019 auf die DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld, verschmolzen. Die DMG
MORI Global Service Turning GmbH wurde in DMG MORI Global Service GmbH umbenannt.
Die DMG MORI Vertriebs und Service GmbH hat 49 % ihrer Anteile an der DMG MORI Machine
Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, an die DMG MORI COMPANY LIMITED veräußert. Die
Veränderung an den nicht beherrschenden Anteilen am Eigenkapital resultiert im Wesentlichen
aus dieser Transaktion.
Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die Magnescale Co., Ltd.,
Kanagawa (Japan), ihre Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale
Americas, Inc., Davis (USA),
sowie die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore
(Indien), und die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als assoziierte Unternehmen klassifiziert
und "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses
durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach
Steuern in Höhe von 71,8 MIO € um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in
Höhe von 0,4 MIO € vermindert.
Zum 30. Juni 2019 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.
| Konzernergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | T€ | 71.420 |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien | Stück | 78.817.994 |
| Ergebnis je Aktie nach IAS 33 | € | 0,91 |
Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf
der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt
und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.
Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss
per 31. Dezember 2018 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert.
Die Bilanzierung zum 30. Juni 2019 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten
und beizulegenden Zeitwerten gibt es nicht. Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben
sich im ersten Halbjahr 2019 nur unwesentliche Effekte.
Zum 1. Juli 2019 wurden wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen
strategischen Investor veräußert. Der bei der Energy Solutions vorhandene Auftragsbestand
wird im Wesentlichen noch bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 abgearbeitet und wird
zu Umsatz führen.
Zum 30. Juni 2019 wurden daher alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der betroffenen
Gesellschaften gemäß IFRS 5 in der Bilanzposition "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte"
bzw. "Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte"
dargestellt.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1. Januar
2019 bis 30. Juni 2019 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten
sowie wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.
| AUFGLIEDERUNG VON ERLOSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN | Werkzeugmaschinen | Industrielle Dienstleistungen | Corporate Services | |||
| in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2018 | 30.06.2019 | 30.06.2018 |
| Absatzgebiete | ||||||
| Deutschland | 220,2 | 199,1 | 168,7 | 185,4 | 0,0 | 0,0 |
| EU (ohne Deutschland) | 227,8 | 221,7 | 258,8 | 249,3 | 0,0 | 0,0 |
| USA | 5,4 | 11,5 | 6,1 | 1,6 | 0,0 | 0,0 |
| Asien | 185,3 | 167,9 | 118,8 | 108,1 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige Länder | 48,4 | 54,3 | 36,8 | 16,1 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 687,1 | 654,5 | 589,2 | 560,5 | 0,0 | 0,0 |
| Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien | ||||||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 687,1 | 654,5 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 0,0 | 0,0 | 266,6 | 273,1 | 0,0 | 0,0 |
| Originäres Servicegeschäft | 0,0 | 0,0 | 268,2 | 281,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstiges | 0,0 | 0,0 | 54,4 | 5,9 | 0,0 | 0,0 |
| Summe | 687,1 | 654,5 | 589,2 | 560,5 | 0,0 | 0,0 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 687,1 | 654,5 | 589,2 | 560,5 | 0,0 | 0,0 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 687,1 | 654,5 | 589,2 | 560,5 | 0,1 | 0,1 |
| AUFGLIEDERUNG VON ERLOSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN | Konzern | |
| in MIO € | 30.06.2019 | 30.06.2018 |
| Absatzgebiete | ||
| Deutschland | 388,9 | 384,5 |
| EU (ohne Deutschland) | 486,6 | 471,0 |
| USA | 11,5 | 13,1 |
| Asien | 304,1 | 276,0 |
| Übrige Länder | 85,2 | 70,4 |
| Summe | 1.276,3 | 1.215,0 |
| Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien | ||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 687,1 | 654,5 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 266,6 | 273,1 |
| Originäres Servicegeschäft | 268,2 | 281,5 |
| Sonstiges | 54,4 | 5,9 |
| Summe | 1.276,3 | 1.215,0 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.276,3 | 1.215,0 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0,1 | 0,1 |
| Externe Umsatzerlöse | 1.276,4 | 1.215,1 |
Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund
um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).
Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von
Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember
2018 im Geschäftsbericht auf Seite 97 ff. dargestellt.
Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2019 in Höhe von 90,0 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis
nach Steuern (71,8 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (18,2 MIO
€) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 71,8 MIO € erhöhte das Gesamtergebnis.
Daneben nahm es durch die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung sowie die
Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente zu. Saisonal bedingte bzw.
ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen
Einfluss.
Das Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 95,9 MIO € auf 1.293,6 MIO €. Die nicht
beherrschenden Anteile am Eigenkapital stiegen um 8,4 MIO € auf 12,9 MIO €.
Das Konzernergebnis in Höhe von 71,8 MIO € erhöhte das Eigenkapital. Die erfolgsneutral
berücksichtigten Währungsänderungen sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente
erhöhten ebenso das Eigenkapital.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns
gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle
Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der
internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und
Dienstleistungen.
In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen"
ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen
Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 erfolgte keine
Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse.
Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2018 auf
Seite 151 ff. ausführlich erläutert.
Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2018 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche
Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu
marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß
IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY
LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis
der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss
per 31. Dezember 2018, differenziert dargestellt.
Die DMG MORI Finance GmbH, INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, die DMG MORI HEITEC GmbH sowie
die Magnescale Co., Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden als assoziierte Unternehmen
klassifiziert. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen
Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH im Geschäftsjahr 2016 ein Darlehen
in Höhe von 120,0 MIO € gewährt, das inzwischen sukzessive um 250,0 MIO € auf 370,0
MIO € erhöht wurde. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden
Unternehmen.
Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gemäß §§ 291ff. AktG zwischen
der DMG MORI GmbH (herrschendes Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (beherrschtes
Unternehmen).
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischen-abschlussstichtag eingetreten.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsachlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsachlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Bielefeld, 30. Juli 2019
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
| Vorsitzender | ||
| Dipl.-Kfm. Christian Thönes | Dipl.-Kfm. Björn Biermann | Michael Horn, M.B.A. |
Aufsichtsrat: Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen
des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den
heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken,
Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen
Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in
diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die
Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken
und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage,
Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen
wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den
wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen
direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit
sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen
Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und
des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die
Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen
in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv
ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden
zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass
die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als
wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei
Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen
sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls
der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft
sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir
tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung
von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher
Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere
Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik
(vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie;
Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise
aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht
zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten
sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser
Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und
verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten
oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen,
könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet,
antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten
Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt,
noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene
Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des
Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder
Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara,
Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED
beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von
der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der
DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.