![]() DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019KonzernlageberichtGRUNDLAGEN DES KONZERNSUnternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und SteuerungskennzahlenDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nachfolgend DMG MORI). Das operative Geschäft von DMG MORI teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die globale Fertigungsindustrie sieht sich einem tiefgreifenden Wandel sowie einer herausfordernden Wirtschaftslage durch geopolitische Unsicherheiten und Handelskonflikte gegenüber. Die Automatisierung und Digitalisierung der Fertigung sowie die steigenden Anforderungen an die Produktion von morgen führen zu einem innovationsgetriebenen und hochdynamischen Marktumfeld. Alternative Herstellungsverfahren, wie das Additive Manufacturing ergänzen die herkömmlichen Technologien. Kundenseitig wachsen die Forderungen nach durchgängigen Komplettlösungen - inklusive Maschine, Software, Prozess, Peripherie und Service. Die digitale Vernetzung und parallele, virtuelle Abbildung der automatisierten Produktion ermöglichen eine durchgängige Prozess- und Kostentransparenz entlang der Wertschöpfungskette und über den gesamten Produktlebenszyklus. So entstehen agile, dynamische und schlanke Prozesse. Die erhöhten Kundenanforderungen führen gemeinsam mit den technologischen Innovationen zu einer grundlegenden Veränderung der Märkte und Geschäftsmodelle. Gleichzeitig wächst die Komplexität und der Funktionsumfang von Werkzeugmaschinen kontinuierlich, während sich die Innovationszyklen verkürzen. Zudem drängen neue Wettbewerber aus anderen Branchen und Regionen in den Markt. Diese Zeiten des Umbruchs und technologischen Wandels sieht DMG MORI als Chance, die heutige Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Technologielösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Unser Ziel: für unsere Kunden als stabiler und nachhaltiger Partner Innovationen aktiv fördern und optimal abgestimmte, durchgängige Technologielösungen als Antwort auf die dynamischen Kundenanforderungen anbieten. Mit unserem ganzheitlichen Portfolio an zukunftsweisenden Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unseren DMG MORI Qualified Products (DMQP) wollen wir für unsere Kunden weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service. Dazu entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. ![]() Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED agieren wir als "Global One Company" unter unserem Motto "Dynamic . Excellence". Wir besetzen aktiv wichtige strategische Zukunftsfelder mit hoher Dynamik. Gleichzeitig streben wir nach Exzellenz bei unseren Produkten, Prozessen sowie bei Qualität und Service. Hardware und Software sind zunehmend voneinander abhängig. Bei unseren Maschinen haben wir bereits einen hohen Produktivitäts- und Genauigkeitsgrad erreicht. Ziel ist es, mit perfekt abgestimmter Software das Maximum aus dem gesamten Fertigungssystem inklusive unserer Maschinen herauszuholen und ganzheitliche Lösungen sowie automatisierte, digitalisierte Fertigungsprozesse zu entwickeln. scroll
Im Bereich Automatisierung optimieren wir kontinuierlich unser Portfolio und bieten unseren Kunden bereits heute hochintegrierte Automatisierungslösungen vom Paletten- und Werkstückhandling bis zur flexiblen Verkettung von Maschinen. In Zukunft werden für nahezu jede DMG MORI Maschine Automatisierungslösungen verfügbar sein. Unser modulares Baukastensystem WH Flex verknüpft kundenindividuell bis zu neun Dreh- oder Fräsmaschinen. Unsere durchgängige Digitalisierungsstrategie umfasst die gesamte Prozesskette: von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service. DMG MORI gestaltet aktiv die Digitalisierung der Fertigungsindustrie. Ein elementarer Baustein der digitalen Fertigung ist die Konnektivität. Sie ist die Grundvoraussetzung für Automatisierung und Digitalisierung. Daher sind alle Neumaschinen im Standard mit DMG MORI Connectivity ausgestattet - ohne Mehrpreis für den Kunden. DMG MORI Connectivity steht für Offenheit und Flexibilität bei gleichzeitig hoher IT-Sicherheit. Unser APP-basiertes Steuerungs- und Bedienumfeld CELOS integriert die digitalen Produkte von DMG MORI in einer Oberfläche. Die Softwarelösungen von ISTOS ermöglichen unseren Kunden ihre Produktionsabläufe zu optimieren. Das moderne Kundenportal "myDMG MORI" digitalisiert die Serviceprozesse für DMG MORI-Maschinen. Ein Upgrade auf die durchgängige Wartungs- und Instandhaltungsplattform von WERKBLiQ ermöglicht zusätzlich die Einbindung von Fremdmaschinen sowie weiteren Objekten. So können unsere Kunden ihre Maschinenverfügbarkeit erhöhen. Mit der offenen, digitalen Plattform ADAMOS setzen wir zudem gemeinsam mit unseren Partnern einen Standard für das Internet of Things (IoT) im Maschinen- und Anlagenbau und ebnen den Weg für neue Geschäftsmodelle. Darüber hinaus haben wir 2019 eine Kooperation mit dem US-amerikanischen Softwareanbieter TULIP geschlossen und erleichtern unseren Kunden so den Einstieg in die Digitalisierung ihrer Fertigungsprozesse. Unser Kunde kann seine Arbeitsplätze vernetzen und seine Mitarbeiter können eigene digitale Lösungen und Apps ohne Programmierkenntnisse erstellen - für den gesamten Manufacturing Shopfloor. Die umfassenden Vorteile einer mit TULIP digitalisierten Montagelinie stellen wir unseren Kunden u. a. in unserer Spindelmontage in Pfronten vor. A.01 | SEGMENTE VON DMG MORIscroll
Grundsätzlich gilt, dass wir unsere Lösungen zunächst intern verproben, bevor wir sie extern an unsere Kunden vertreiben. Daher investieren wir verstärkt in die Automatisierung und Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette. Das große Potenzial einer ganzheitlichen Lösung von DMG MORI lässt sich in unserem hochmodernen Produktions- und Zulieferwerk in Polen erkennen. Als "Proof of Concept" für unsere Kunden erreichen wir bei FAMOT durch den Einsatz neuester DMG MORI-Technologien der Automatisierung und Digitalisierung auf allen Wertschöpfungsebenen eine deutliche Produktivitätssteigerung. Beim Zukunftsthema Additive Manufacturing decken wir die gesamte Prozesskette ab - angefangen beim Design und der Vorbereitung, über die additive Fertigung von Metallbauteilen und zerspanenden Nachbearbeitung bis hin zum Service, Training und zur Beratung. Mit dem Laserschmelzen im Pulverbett (Selective Laser Melting) und dem Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse (Laser Metal Deposition) bündeln wir zwei wichtige generative Fertigungsverfahren unter einem Dach und ermöglichen ein breites Anwendungsspektrum. Wir werden unser Produktportfolio kontinuierlich erweitern und unser Geschäftsmodell ausbauen, um an dem Wachstumsmarkt der additiven Fertigung zu partizipieren. Ein wichtiger Schritt wurde bereits mit der Beteiligung an INTECH, einem indischen Software- und Technologieentwickler für die additive Fertigung, umgesetzt. Darüber hinaus setzen wir verstärkt auf Kooperationen. Die Auswahl unserer Kooperationspartner zielt stets auf die strategische Erweiterung unseres Portfolios ab - insbesondere in unseren Zukunftsfeldern. Ein weiteres wichtiges Anliegen von DMG MORI ist der kontinuierliche Ausbau des technologischen Branchen-Know-hows, um unsere Kunden noch besser individuell zu beraten und perfekt auf deren Anforderungen abgestimmte Komplettlösungen zu erarbeiten. Unsere Experten werden dazu frühzeitig in die Entwicklungsprozesse unserer Kunden eingebunden. Bereits heute bieten wir diesen Service in unseren Technology Excellence Center für die Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold und Medical an. Zukünftig wollen wir dieses Angebot durch die Eröffnung neuer weltweiter Technology Excellence Center auch für andere Branchen ausbauen, um den global steigenden Kundenbedürfnissen proaktiv zu begegnen. Als Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen verfolgen wir seit jeher hohe Technologie- und Qualitätsansprüche. Mit dem DMG MORI Qualified Products (DMQP) bieten wir unseren Kunden Maschinenkomponenten, Peripheriegeräte und Zubehör mit einer hohen Synergie zu unseren Werkzeugmaschinen. Im DMQP-Programm bündelt DMG MORI die Technologieexpertise von weltweit über hundert Partnern. Diese Partner ergänzen das DMG MORI Portfolio mit ihren innovativen Produkten, Technologieansätzen und ihrem hohen Qualitätsniveau. DMG MORI wird sich auch in Zukunft auf innovative Technologielösungen, Werkzeugmaschinen und Services fokussieren. Als Grundlage dafür setzen wir auf ein nachhaltiges, organisches Wachstum. Unser Ziel ist es, die hohen Erwartungen unserer Kunden an Genauigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit sowie Langlebigkeit und Nachhaltigkeit mit exzellenten Produkten, Prozessen und Mitarbeitern zu übertreffen. Ohne Kompromisse verfolgen wir daher unsere "First Quality"-Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette und stellen den Kundennutzen bei all unseren Aktivitäten in den Mittelpunkt. Unser Ziel: jeden Kunden zu 100 % zufriedenstellen. Dieses Ziel verfolgen wir gleichermaßen mit dem Segment "Industrielle Dienstleistungen". Auch hier steht die Exzellenz der bereitgestellten Service-Leistungen bei Inbetriebnahme, Training, Wartung, Ersatzteilservice und Instandsetzung im Fokus. Unser "Customer First"-Programm zielt darauf ab, den Kunden über den gesamten Lebenszyklus unserer Produkte mit hervorragenden Leistungen zu überzeugen. Dazu werden wir unsere Service-Qualität und -Effizienz durch strukturelle Maßnahmen stetig optimieren. Hierzu zählen die Bündelung des globalen Service in einer Gesellschaft, ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess und die Verbesserung unserer digitalen Servicekonzepte. Digitale, datenbasierte Services bieten ein großes Potenzial für gesteigerten Kundennutzen. Mit dem modernen Kundenportal "my DMG MORI" optimiert DMG MORI Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine digitale, transparente Kommunikation. Darüber hinaus streben wir die bestmögliche Gestaltung unserer internen Strukturen und Prozesse an, die vor allem aus dem Zusammenwachsen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED entstehen. Hier gilt es, das "Beste aus zwei Welten" zu vereinen. Das Zielbild stellen schlanke Strukturen dar, die eine hohe Flexibilität erlauben, um dynamisch auf zukünftige Marktveränderungen reagieren zu können. Mittels einer Reorganisation der Vertriebs- und Servicestrukturen sowie der Optimierung des globalen Produktionsnetzwerkes konnte DMG MORI bereits eine deutliche Komplexitätsreduktion vornehmen und Effizienzvorteile durch eine gesteigerte Standardisierung realisieren. Auch in Zukunft soll dieser Prozess weiter vorangetrieben werden, um noch stärker als "Global One Company" aufzutreten. Dazu forcieren wir parallel die Harmonisierung von Systemen und Prozessen. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen der Aufbau harmonisierter IT-Infrastrukturen und mit unserem Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" die Implementierung eines globalen ERP-Systems. A.02 | WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSKENNZAHLENscroll
Der Erfolg von DMG MORI beruht besonders auf dem herausragenden Einsatz und Stärken unserer hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ermöglichen es DMG MORI, aus diesen turbulenten Zeiten gestärkt hervorzugehen. Mit Vertrauen, Transparenz und Leidenschaft. Auf diese Weise kann DMG MORI dem eigenen Premiumanspruch gerecht werden, die hohen Kundenerwartungen übertreffen und ambitionierten Ziele erreichen. Wir legen großen Wert darauf, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, die Mitarbeiterbindung durch zahlreiche Angebote zu stärken und das Arbeitsumfeld stetig zu verbessern. DMG MORI steht für eine Unternehmenskultur der Vielfalt und Offenheit. Wir fördern unternehmerisches Denken und Talente durch konzernweite Nachfolgemanagement-Konzepte, wie dem "High Potential Program". Die eigene Entwicklung und Herstellung unserer DMG MORI Components gibt uns die Möglichkeit, unsere Kernkompetenzen zu stärken, Abhängigkeiten zu vermeiden und die bestmögliche Qualität unserer Produkte sicherzustellen. So tragen die DMG MORI Components zur Kostenoptimierung und Nachhaltigkeit unserer Produkte und Prozesse bei. Dazu zählen die Standardisierung von Bauteilen und Schnittstellen, die Straffung unseres Produktportfolios sowie ein konsequentes Lieferantenmanagement und effiziente interne Wertschöpfungsketten. Mit "DMG MORI Green Manufacturing" bieten wir eine perfekt abgestimmte, voll digitalisierte und automatisierte Wertschöpfungskette. So sorgen wir dafür, dass unsere Kunden alle Produktionsfaktoren hocheffizient nutzen und signifikant Material und Energie einsparen - von der Planung und Vorbereitung über die Fertigung bis hin zum Monitoring und Service. Unsere maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen tragen den Begriff "GREENMODE". Die Einsparung von Energie durch Energieeffizienzmaßnahmen und modernste Anlagen- und Gebäudetechnik fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Ein Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist: 2020 wird DMG MORI CO2-neutral. Steuerungssystem von DMG MORIDer Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisationsund Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Free Cashflow sowie die Investitionen und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig. 2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr für DMG MORI mit erneuten Rekordwerten bei wichtigen Kennzahlen - und das in einem schwierigen Marktumfeld. Während die Werkzeugmaschinenbranche zum Teil deutlich höhere Einbußen hinnehmen musste, entwickelte sich unser Auftragseingang besser und erreichte plangemäß 2.563,1 MIO € (Vorjahr: 2.975,6 MIO €). Der Umsatz übertraf mit 2.701,5 MIO € den Rekordwert des Vorjahres (2.655,1 MIO €). Auch beim Ergebnis legten wir weiter zu und erzielten neue Bestmarken: Das EBIT erreichte 221,7 MIO € (Vorjahr: 217,1 MIO €), die EBIT-Marge lag wie im Vorjahr bei 8,2 %. Auch die Finanzlage entwickelte sich weiter positiv: Der Free Cashflow stieg auf den Rekordwert von 168,8 MIO € (Vorjahr: 154,2 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen bei 110,0 MIO €. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 57,4 MIO €. Alle genannten Ziel- und Steuerungsgrößen liegen damit im Rahmen unserer Prognosen für das Gesamtjahr 2019. Organisation und rechtliche UnternehmensstrukturDie DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding. Sie umfasst alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, ist die operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa] sowie die Märkte China und Indien. Weitere Holdingfunktionen übernimmt die GILDE-MEISTER Beteiligungen GmbH als Muttergesellschaft der Produktionswerke des Konzerns. Zusammen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir mit 154 Vertriebs- und Servicestandorten - davon 14 Produktionswerke - weltweit präsent. Alle Gesellschaften des Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien mit dem Ziel, bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erreichen. Eine konzernweit einheitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Die Organisationskosten der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beliefen sich auf 21,8 MIO € (Vorjahr: 22,5 MIO €). Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit ihrem Headquarter in Tokio (Japan). Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich:
![]() Dezentrale Kompetenzfelder:Die Satelliten-Struktur und einheitliche Ausrichtung der digitalen Einheiten beschleunigen den Weg in die digitale Fertigung. Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweit führender und nachhaltiger Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen für die Fertigungsindustrie auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet - mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Service-Gesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert. Die DMG MORI Vertriebs- und Service-Gesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Account Management internationale Großkunden. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt Paul E. Singer durch verbundene Unternehmen gemäß der letzten Stimmrechtsmeldung vom 26. November 2019 zum 31. Dezember 2019 9,53 % am Grundkapital. Die Beteiligungen von DMG MORI stehen im Anhang auf Seite 155 ff. Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315a Abs. 1 HGB)Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:
Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen. Gemäß § 315a Abs. 1 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:
AktieDie Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist im SDAX gelistet und notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt / Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt unverändert die Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse. Zum 15. März 2019 erfolgte nach der regulären Überprüfung der Indizes die Entnahme aus dem SDAX. Seit dem 24. Juni 2019 notiert DMG MORI wieder im SDAX. KursentwicklungIn das Börsenjahr 2019 startete die DMG MORI-Aktie mit einem Kurs von 44,25 € (02.01.2019). Sie schloss zum 30. Dezember 2019 mit 42,35 € (-4 %; SDAX: +32 %). Die Marktkapitalisierung belief sich auf 3,34 MRD €. GarantiedividendeAufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DMG MORI GmbH - einer 100 %-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED - schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH für die Dauer des Vertrages verpflichtet, den Minderheitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto - nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer - je Aktie zu zahlen. A.03 | KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | ISIN: DE0005878003scroll
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Schlusskurse auf Basis XETRA Investor Relations // Financial CommunicationsDie Arbeit unserer Investor Relations und Financial Communications dient dem kontinuierlichen und offenen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt. Unsere transparente Kommunikation stärkt so nachhaltig die Reputation von DMG MORI in der Öffentlichkeit. Wir stehen im konstanten Dialog mit Aktionären und internationalen Investoren sowie der Wirtschaftspresse und den für uns relevanten Verbänden, Institutionen und Entscheidungsträgern. A.04 | DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-AKTIE IM VERGLEICH ZUM SDAX(r) - JANUAR BIS DEZEMBER 2019in %![]() Corporate Governance-Bericht /Konzern-Erklärung zur Unternehmensführunginhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns. Den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex folgt DMG MORI. Im November 2019 gaben Vorstand und Aufsichtsrat erneut eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 24. April 2017 uneingeschränkt bestätigt. Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch zukünftig entsprochen wird. Auch die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt DMG MORI bis auf zwei Ausnahmen, die die Hauptversammlung betreffen: Aus Organisations- und Kostengründen verzichten wir auf die Internetübertragung sowie die Erreichbarkeit der Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung. Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance-Bericht sind - ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre - auf unserer Website dauerhaft zugänglich. de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/ corporate-governance/ Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer nach § § 289 f Abs. 2 und 5, 315 d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden. Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und RisikenZu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagement-System stehen auf Seite 72 ff. Zusammenwirken von Vorstand und AufsichtsratVorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht -als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert auf Seite 29 ff. dargestellt. Ziele zur Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 eine Selbstverpflichtung gemäß Ziff. 5.4.1 DCGK beschlossen:
Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2018 wurde die Selbstverpflichtung bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2019 erneut erfüllt. Auch die Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit von mindestens 50 % der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum eingehalten. DiversityDie bei DMG MORI gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern beispielsweise, internationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus. Gesetzliche Vorgaben zu GeschlechterquotenUnter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 30. November 2017 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2022 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20 % erreicht werden soll. Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 18. Oktober 2017 ein Frauenanteil von 10 % beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30 % seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2018 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglied vertreten. Vermeidung von InteressenkonfliktenVorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenskonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung. Aktionäre und HauptversammlungUnsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es per Internet die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung. TransparenzWir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender. ComplianceWir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2019 und auf unserer Website. Rechnungslegung und AbschlussprüfungMit dem Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde auch für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben. Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände von DMG MORIIm Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, alle Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt. Aktienbesitz von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernLediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hielt gemäß ihrer letzten Stimmrechtsmeldung mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt. Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar. VergütungsberichtGemäß Ziffer 5. 4. 7. des Deutschen Corporate Governance Kodex berichten wir über die Vergütung des Aufsichtsrats individualisiert und aufgegliedert nach Bestandteilen. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und durch § 12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. Zu den Komponenten der Aufsichtsratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die feste Vergütung für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000 €. Der Vorsitzende erhält das 2,5-Fache (150.000 €), wobei Dr.-Ing. Masahiko Mori seit dem 4. Mai 2018 auf seine Aufsichtsratsbezüge verzichtet. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das 1,5-Fache (90.000 €). Die Fixvergütung lag insgesamt bei 630.000 € (Vorjahr: 718.604 €). Die Vergütung für Ausschusstätigkeiten betrug insgesamt 162.000 € (Vorjahr: 228.870 €) und berücksichtigte die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss sowie im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus eine feste Vergütung von weiteren 18.000 € und ihre Stellvertreter von 6.000 €. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €. Insgesamt belief sich die Höhe der Sitzungsgelder für das Geschäftsjahr 2019 auf 106.500 € (Vorjahr: 144.000 €). Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 898.500 € (Vorjahr: 1.091.474 €). Vergütung des VorstandsÜber die Vergütung des Vorstands wird im Aufsichtsratsplenum beraten und entschieden. Der Vorstand erhält direkte und indirekte Vergütungskomponenten. Die indirekte Vergütungskomponente besteht vor allem aus den Aufwendungen zur Altersversorgung. Die direkte Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile bestehen aus dem "Short-Term-Incentive" (STI), einer individuellen und leistungsbasierten Vergütung und einem "Long-Term-Incentive" (LTI). Die Vergütungsbestandteile sind so angelegt, dass sie für die Vorstände einen Anreiz bieten, die Ziele zu erreichen. Somit unterstützen sie eine nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung. Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfelds. In der Sitzung des Aufsichtsrates vom 24. November 2016 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 wurde die bestehende Struktur der Vorstandsvergütung bestehend aus Fixum, STI, individueller und leistungsbasierter Vergütung, LTI sowie Beiträgen zur Altersversorgung bestätigt. Das LTI hat beginnend ab 2017 eine Laufzeit von drei Jahren. Weiterhin berücksichtigt das LTI seit der Tranche 2017 bis 2019 nicht mehr den Aktienkurs, sondern das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnisuntergrenze. Für die Gesamt-Direktvergütung des Vorstands wurden seitens des Aufsichtsrates Kappungsgrenzen (CAPs) festgelegt. Nachfolgend ist die Vergütung des Vorstands gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (DCKG) dargestellt. Die Tabelle "Gewährte Zuwendungen" stellt den gewährten Vergütungsrahmen der Vorstandsmitglieder für das jeweilige Geschäftsjahr inklusive Min.- bzw. Max.-Vergütung dar. Bei der Tabelle "Zufluss für das Geschäftsjahr" handelt es sich um die für das jeweilige Geschäftsjahr an die Mitglieder des Vorstands gezahlten Bezüge. Für den Vorstand wurden für das Geschäftsjahr 2019 bei 100 %-iger Zielerreichung Gesamtbezüge in Höhe von 7.017 T€ gewährt (Vorjahr: 7.562 T€). Im Zufluss für das Geschäftsjahr 2019 beliefen sich die Gesamtbezüge des Vorstands auf 10.219 T€ (Vorjahr: 11.596 T€). Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung, die monatlich in gleichen Beträgen ausgezahlt wird. Das STI basiert auf kennzahlenorientierten Zielwerten. Die Bezugsgrößen im Jahr 2019 waren der Auftragseingang in Volumen und das EBIT ("Earnings Before Interest and Taxes"). Die Staffelung der Zielwerte wird jährlich neu bestimmt. Als Voraussetzung für die Zahlung des STI muss der Nachhaltigkeitsfaktor des Konzerns (Summe der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Unternehmenskommunikation inkl. Marketing sowie für Ausbildung in Relation zum Gesamtumsatz) für das jeweilige Geschäftsjahr einen festgelegten Mindest wert erreichen oder überschreiten. Hierdurch wird eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung unterstützt. Das LTI als langfristige Vergütungskomponente berücksichtigt das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als zentrale Kennzahl inklusive einer Ergebnisuntergrenze. Die individuelle Leistungsvergütung berücksichtigt den Grad des Erfolgs der einzelnen Vorstandsmitglieder bei der Erreichung individuell festgelegter Ziele. Sowohl das STI als auch das LTI und die individuelle Leistungsvergütung sind variabel, sodass es sich hierbei nicht um eine gesicherte Vergütung handelt. Bei der LTI-Tranche 2016 bis 2019 handelt es sich um ein Performance-Units-Modell, mit dem keine Dividendenauszahlungen oder Stimmrechte verbunden sind. Zudem können die Units weder gehandelt noch an Dritte verkauft werden. Diese LTI-Tranche hat eine Laufzeit von vier Jahren. Die Tranche definiert sich aus einem angenommenen Geldbetrag, der mit Hilfe des durchschnittlichen Aktienkurses in eine Anzahl von Performance-Units umgerechnet wird. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums wird aus der Anzahl der Units der Auszahlungsbetrag errechnet. Aus der LTI-Tranche 2016 bis 2019, die am 31. Dezember 2019 zugeteilt und im Jahr 2020 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 1.551 T€ (Vorjahrestranche 2015 bis 2018: 2.801 T€). Es besteht eine Begrenzung nach oben (Cap) auf das zweifache Jahresfixgehalt jedes Vorstandsmitglieds je Tranche für das Jahr, für das die Auslobung erfolgt. Bei den LTI-Tranchen 2017 bis 2019, 2018 bis 2020 und 2019 bis 2021 handelt es sich um ein Modell mit einer Laufzeit von drei Jahren. Nach Ablauf des entsprechenden Zeitraums ergibt sich auf Basis der jeweiligen Zielerreichung der Auszahlungsbetrag. Aus der LTI-Tranche 2017 bis 2019, die am 31. Dezember 2019 zugeteilt und im Jahr 2020 ausgezahlt wird, resultiert eine Auszahlung in Höhe von insgesamt 840 T€. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen einer Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für das LTI sicherzustellen. Für das LTI 2016 bis 2019 wurden für die Parameter EAT und Aktienkurs kalkulatorische Werte festgelegt. A.05 I VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSscroll
1)
Dr.-Ing. Masahiko Mori verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit
sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2019 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen. Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Vorgaben anzusetzenden Werten aus der Dienstwagennutzung sowie individuellen Versicherungsbeiträgen. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern vertraglich zu, variieren je nach der persönlichen Situation und werden individuell vom Vorstandsmitglied versteuert. Die Pensionszusagen für die aktuellen Mitglieder des Vorstands werden durch ein beitragsorientiertes Versorgungsmodell realisiert. Der Aufwand für das abgelaufene Geschäftsjahr betrug 838 T€ (Vorjahr: 800 T€). Vorschüsse zugunsten der Vorstandsmitglieder - wie im Übrigen auch zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder -wurden nicht gewährt. Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Organmitglieder gezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.287 T€ an Pensionen gezahlt (Vorjahr: 1.271 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrug 35.717 T€ (Vorjahr: 31.655 T€). A.06 | GEWAHRTE ZUWENDUNGEN
|
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| Christian Thönes Vorsitzender seit 15.04.2016 // Vorstand seit 01.01.2012 | ||||
| 2018 | 2019 | 2019 (Mini) | 2019 (Maxi) | |
| Festvergütung | 900 | 900 | 900 | 900 |
| Nebenleistung | 24 | 26 | 26 | 26 |
| Summe | 924 | 926 | 926 | 926 |
| STI | 690 | 690 | 0 | 1.490 |
| Ind. Leistungsvergütung | 690 | 690 | 0 | 750 |
| LTI 2018 - 2020 | 300 | - | - | - |
| LTI 2019 - 2021 | - | 300 | 0 | 360 |
| Summe | 1.680 | 1.680 | 0 | 2.600 |
| Versorgungsaufwand 1) | 300 | 450 | 450 | 450 |
| Gesamtvergütung | 2.904 | 3.056 | 1.376 | 3.976 |
| Björn Biermann Vorstand seit 27.11.2015 | ||||
| 2018 | 2019 | 2019 (Mini) | 2019 (Maxi) | |
| Festvergütung | 600 | 600 | 600 | 600 |
| Nebenleistung | 19 | 19 | 19 | 19 |
| Summe | 619 | 619 | 619 | 619 |
| STI | 375 | 375 | 0 | 960 |
| Ind. Leistungsvergütung | 377 | 377 | 0 | 500 |
| LTI 2018 - 2020 | 200 | - | - | - |
| LTI 2019 - 2021 | - | 200 | 0 | 240 |
| Summe | 952 | 952 | 0 | 1.700 |
| Versorgungsaufwand 1) | 200 | 200 | 200 | 200 |
| Gesamtvergütung | 1.771 | 1.771 | 819 | 2.519 |
| Michael Horn Vorstand seit 15.05.2018 | ||||
| 2018 | 2019 | 2019 (Mini) | 2019 (Maxi) | |
| Festvergütung | 378 | 600 | 600 | 600 |
| Nebenleistung | 42 | 57 | 57 | 57 |
| Summe | 420 | 657 | 657 | 657 |
| STI | 234 | 375 | 0 | 960 |
| Ind. Leistungsvergütung | 236 | 377 | 0 | 500 |
| LTI 2018 - 2020 | 125 | - | - | - |
| LTI 2019 - 2021 | - | 200 | 0 | 240 |
| Summe | 595 | 952 | 0 | 1.700 |
| Versorgungsaufwand 1) | 150 | 150 | 150 | 150 |
| Gesamtvergütung | 1.165 | 1.759 | 807 | 2.507 |
| Dr. Maurice Eschweiler Vorstand (01.04.2013 - 31.03.2019) | ||||
| 2018 | 2019 | 2019 (Mini) | 2019 (Maxi) | |
| Festvergütung | 600 | 150 | 150 | 150 |
| Nebenleistung | 20 | 5 | 5 | 5 |
| Summe | 620 | 155 | 155 | 155 |
| STI | 375 | 94 | 0 | 240 |
| Ind. Leistungsvergütung | 377 | 94 | 0 | 125 |
| LTI 2018 - 2020 | 200 | - | - | - |
| LTI 2019 - 2021 | - | 50 | 0 | 60 |
| Summe | 952 | 238 | 0 | 425 |
| Versorgungsaufwand 1) | 150 | 38 | 38 | 38 |
| Gesamtvergütung | 1.722 | 431 | 193 | 618 |
1)
Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung
| Vorstand gesamt | ||||
| 2018 | 2019 | 2019 (Min) | 2019 (Max) | |
| Festvergütung | 2.478 | 2.250 | 2.250 | 2.250 |
| Nebenleistung | 105 | 107 | 107 | 107 |
| Summe | 2.583 | 2.357 | 2.357 | 2.357 |
| STI | 1.674 | 1.534 | 0 | 3.650 |
| Ind. Leistungsvergütung | 1.680 | 1.538 | 0 | 1.875 |
| LTI 2018 - 2020 | 825 | - | - | - |
| LTI 2019 - 2021 | - | 750 | 0 | 900 |
| Summe | 4.179 | 3.822 | 0 | 6.425 |
| Versorgungsaufwand 1) | 800 | 838 | 838 | 838 |
| Gesamtvergütung | 7.562 | 7.017 | 3.195 | 9.620 |
1)
Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung
| Christian Thönes Vorsitzender | Björn Biermann Vorstand | Michael Horn Vorstand | ||||
| 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | |
| Festvergütung | 900 | 900 | 600 | 600 | 378 | 600 |
| Nebenleistung | 24 | 26 | 19 | 19 | 42 | 57 |
| Summe | 924 | 926 | 619 | 619 | 420 | 657 |
| STI | 1.380 | 1.138 | 750 | 720 | 469 | 720 |
| Ind. Leistungsvergütung | 750 | 750 | 500 | 500 | 313 | 500 |
| LTI 2015 - 2018 | 647 | - | - | - | - | - |
| LTI 2016 - 2019 | - | 517 | - | 517 | - | - |
| LTI 2017 - 2019 | - | 360 | - | 240 | - | - |
| Summe | 2.777 | 2.765 | 1.250 | 1.977 | 782 | 1.220 |
| Versorgungsaufwand 1) | 300 | 450 | 200 | 200 | 150 | 150 |
| Gesamtvergütung | 4.001 | 4.141 | 2.069 | 2.796 | 1.352 | 2.027 |
| Dr. Maurice Eschweiler Vorstand bis 31.03.2019 | Dr. Rüdiger Kapitza | Dr. Thorsten Schmidt | ||||
| 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | 2019 | |
| Festvergütung | 600 | 150 | - | - | - | - |
| Nebenleistung | 20 | 5 | - | - | - | - |
| Summe | 620 | 155 | - | - | - | - |
| STI | 750 | 180 | - | - | - | - |
| Ind. Leistungsvergütung | 500 | 125 | - | - | - | - |
| LTI 2015 - 2018 | 636 | - | 871 | - | 647 | - |
| LTI 2016 - 2019 | - | 517 | - | - | - | - |
| LTI 2017 - 2019 | - | 240 | - | - | - | - |
| Summe | 1.886 | 1.062 | 871 | - | 647 | - |
| Versorgungsaufwand 1) | 150 | 38 | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 2.656 | 1.255 | 871 | - | 647 | - |
| Vorstand gesamt | ||
| 2018 | 2019 | |
| Festvergütung | 2.478 | 2.250 |
| Nebenleistung | 105 | 107 |
| Summe | 2.583 | 2.357 |
| STI | 3.349 | 2.758 |
| Ind. Leistungsvergütung | 2.063 | 1.875 |
| LTI 2015 - 2018 | 2.801 | - |
| LTI 2016 - 2019 | - | 1.551 |
| LTI 2017 - 2019 | - | 840 |
| Summe | 8.213 | 7.024 |
| Versorgungsaufwand 1) | 800 | 838 |
| Gesamtvergütung | 11.596 | 10.219 |
1)
Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung
Ziel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu erhöhen. Als einer der führenden Anbieter innovativer Werkzeugmaschinen, Technologie- und Automatisierungslösungen, Softwareprodukte sowie Dienstleistungen legen wir besonderen Wert auf:
| ― |
die intelligente Automatisierung von Maschinen und Anlagen (DMG MORI Leitrechner-Technologie, Robo2Go Vision, WH Flex Automationsbaukasten, linearer Palettenspeicher LPP, fahrerloses Transportsystem PH-AGV), |
| ― |
durchgängige, digitale Prozesse mit DMG MORI Software Solutions (CELOS Update und DMG MORI Connectivity z. B. im Manufacturing Package, DMG MORI Technologiezyklen, DMG MORI Powertools), |
| ― |
hocheffiziente Produktionsplanung mit ISTOS, |
| ― |
die Weiterentwicklung weltweiter Standards in der Digitalisierung des Maschinen - und Anlagenbaus mit ADAMOS, |
| ― |
den leichten Einstieg in die digitale Fertigung mit der No-Code-Plattform TULIP, |
| ― |
den Ausbau des Portfolios im Bereich Additive Manufacturing (vollständige Prozesskette zur Herstellung komplexer Bauteile mittels Pulverdüse- und Pulverbetttechnologie), |
| ― |
Technologie-Exzellenz durch branchenspezifische Entwicklung zukunftsweisender und ganzheitlicher Fertigungslösungen (Aerospace, Automotive, Die & Mold, Medical und Additive Manufacturing), |
| ― |
First Quality für höchste Kundenzufriedenheit, |
| ― |
Service-Exzellenz mit dem Kundenportal "my DMG MORI" und durchgängige Wartung und Instandhaltung durch WERKBLiQ, |
| ― |
die Standardisierung von Komponenten (SCOPE) und Erhöhung der Wertschöpfungstiefe bei Kernkomponenten (DMG MORI COMPONENTS). |
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 57,4 MIO € auf dem Vorjahresniveau (57,9 MIO €). An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 583 Mitarbeiter (Vorjahr: 581 Mitarbeiter). Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 15 % der Gesamtbelegschaft der Werke. Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug wie im Vorjahr 4,0 %. Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt.
Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau hoher Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch werksübergreifende Zusammenarbeit. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährliche weltweite Entwicklungskonferenz, dem "Global Development Summit". Im September 2019 kamen 270 internationale Experten aus unterschiedlichsten Unternehmensbereichen der "Global One Company" am Headquarter in Bielefeld zusammen, um neue Ideen zu entwickeln und voranzutreiben.
| 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | ||
| F & E-Mitarbeiter | Anzahl | 583 | 581 | 525 | 502 | 510 |
| Anteil F & E-Mitarbeiter 1) | in % | 15 | 15 | 15 | 15 | 14 |
| F & E-Aufwand 2) | MIO € | 57,4 | 57,9 | 50,4 | 46,8 | 45,9 |
| Innovationsquote 3) | in % | 4,0 | 4,0 | 3,9 | 3,8 | 3,6 |
| Aktivierungsquote 4) | in % | 8 | 8 | 13 | 18 | 18 |
| 2014 | |
| F & E-Mitarbeiter | 501 |
| Anteil F & E-Mitarbeiter 1) | 14 |
| F & E-Aufwand 2) | 44,1 |
| Innovationsquote 3) | 3,5 |
| Aktivierungsquote 4) | 18 |
1)
F & E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen"
2)
F & E-Aufwendungen exklusive des Aufwands für Sonderkonstruktion
3)
F & E-Aufwendungen bezogen auf den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen"
4)
Aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F & E-Aufwand
Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED haben wir als "Global One Company" im Berichtsjahr mehr als 40 Innovationen auf 50 nationalen und internationalen Messen sowie Hausausstellungen vorgestellt. Darüber hinaus haben wir eine Fülle neuer Technologielösungen aus unseren Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, Technologie-Exzellenz, DMG MORI Qualified Products und Service-Exzellenz präsentiert.
Das Highlight 2019 war die EMO Hannover: Als größter Aussteller zeigte DMG MORI auf über 10.000 m 2 Innovationen und ganzheitliche Technologielösungen für die Zukunft der digitalen Fertigung anhand von 45 Hightech-Maschinen -darunter 29 mit Automatisierungslösungen.
Im Bereich Drehen haben wir die CLX 750 vorgestellt. Sie überzeugt durch ihre Steifigkeit bei der Bearbeitung von Werkstücken bis zu 600 kg, einem Drehdurchmesser von bis zu 700 mm auf einer Grundfläche von nur 8,9 m 2 . Im Fräsen wurde die Genauigkeit der DMP 70 gegenüber dem Vorgängermodell um 60 % erhöht. Diese kompakte und extrem steife Produktionsmaschine lässt sich mit dem WH 3 Cell automatisieren und wird so zu einer hochdynamischen Fertigungszelle. Die DMC 90 U duoBLOCK mit integriertem Palettenwechsler überzeugt bei der 5-Achs-Simultanbearbeitung durch ihre stabile duo BLOCK-Bauweise und umfangreiche Ausstattung. Im Bereich Advanced Technologies ermöglicht die LASERTEC 125 Shape die effiziente Oberflächenstrukturierung großer Bauteile.
Im Bereich Additive Manufacturing haben wir die LASERTEC 125 3D hybrid vorgestellt. Mit dieser Maschine können wir große Bauteile bis zu einem Durchmesser von 1.250 mm und einem Gewicht von 2.000 kg durch Laserauftragsschweißen und spanende Bearbeitung produzieren, reparieren und instand setzen. Für höchste Qualität und Prozesssicherheit lässt sich der Fertigungsprozess mit dem neuen "AM Assistant" leicht überwachen und regeln.
Bei der Implementierung der additiven Fertigung unterstützen wir unsere Kunden vollumfassend mit unserem End-to-End-Prozessverständnis - von der Zeichnung bis zum Fertigteil. Wichtige Bausteine sind unser praxisgerechtes Beratungsangebot "Additive Intelligence" und die innovative OPTOMET-Software - zur schnellen Bestimmung optimaler Prozessparameter.
Im Bereich Automatisierung kann der WH Flex durch seinen modularen Aufbau einfach kundenindividuell angepasst werden und bis zu 9 Dreh- oder Fräsmaschinen verknüpfen. Aus einem Baukasten können Lösungen für Werkstück- und Palettenhandling konfiguriert werden. Mit dem "Digital Twin" wird die Inbetriebnahme durch vorherige Echtzeitsimulation aller Abläufe um bis zu 80 % beschleunigt. Die Nutzung des Robo2Go wurde durch ein innovatives 3D-Kamerasystem weiter vereinfacht. So erkennt der Robo2Go Vision eigenständig Werkstücke, die frei auf Standardpaletten angeordnet sein können. Weiterhin ist der Robo2Go nun auch für die Universal-Drehmaschine NLX mit MAPPS und die CLX mit FANUC-Steuerung verfügbar. Der einfach nachrüstbare PH 400, der weiterentwickelte LPP und der zur Hausausstellung Pfronten 2020 vorgestellte hochflexible, modulare PH Cell ergänzen unser Portfolio im Palettenhandling. Das gemeinsam mit der Firma Jungheinrich entwickelte fahrerlose Transportsystem PH-AGV 50 bewegt sich autonom auf dem Shopfloor und ermöglicht die automatisierte Be- und Entladung von Werkstück-Paletten. Es ist durch freie Layoutgestaltung und einfache Erweiterbarkeit mühelos in bestehende Produktionsbereiche integrierbar. Die Zugänglichkeit der Werkzeugmaschinen bleibt vollständig erhalten. Die intuitive Steuerung wird durch den DMG MORI Leitrechner übernommen.
Im Bereich Digitalisierung können mit dem CELOS Update alle bestehenden Versionen aktualisiert werden. Die neue CELOS Version bietet u. a. folgende Neuerungen: Mit der APP JOB MANAGER können Aufträge direkt aus IT-Systemen des Kunden in CELOS importiert werden. Der APPLICATION CONNECTOR ermöglicht dem Kunden, beliebige eigene Anwendungen direkt in CELOS zu nutzen. Der MESSENGER erfasst Maschinendaten und liefert alle relevanten Informationen über den Zustand der Maschinen übersichtlich auf einen Blick. Die PERFORMANCE MONITOR APP erlaubt die einfache Erfassung, Analyse und Visualisierung der Maschinenproduktivität. Mit der APP POWER PROBE kann die Geometrie des Bauteils schon auf der Maschine überprüft und Abweichungen frühzeitig erkannt werden. Die neue APP PRODUCTION PLANNING ermöglicht die automatische oder manuelle Produktionsplanung und -steuerung. Mit PRODUCTION FEEDBACK kann der Status von Produktionsaufträgen vom Maschinenbediener zurückgemeldet werden und so kurzfristig auf Veränderungen reagiert werden. Im PRODUCTION COCKPIT werden die fertigungsrelevanten Informationen übersichtlich in einem individuell konfigurierbaren Dashboard visualisiert.
DMG MORI Connectivity ermöglicht die sichere Vernetzung von DMG MORI- und ausgewählten Fremdmaschinen. Damit stellen wir die Anbindung an alle gängigen Plattformen -darunter ADAMOS, MindSphere, FANUC Field - sicher und unterstützen zugleich alle gängigen Protokolle, wie MQTT, MTconnect sowie den von DMG MORI maßgeblich mitentwickelten Branchenstandard umati - die neue, einheitliche Schnittstelle zwischen Werkzeugmaschinen und übergeordneten IT-Systemen. Seit der EMO werden alle neu erworbenen DMG MORI Maschinen ohne Mehrpreis mit DMG MORI Connectivity ausgestattet.
Die Kooperation mit dem Softwareanbieter TULIP vereinfacht unseren Kunden den Einstieg in die digitale Fertigung. Fertigungsmitarbeiter können eigenständig per Drag & Drop ohne Programmierkenntnisse APPs erstellen und so Arbeitsprozesse schnell und einfach digitalisieren.
Mit acht neuen DMG MORI Technologiezyklen stellen wir inzwischen 42 effektive Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung bereit. Die neu vorgestellten Zyklen ermöglichen beispielsweise die vollständige Technologieintegration von Drehen, Fräsen und Schleifen und verbessern Qualität und Produktivität. Der neue Technologiezyklus "AM-Evaluator" visualisiert Prozessdaten im Bereich Additive Manufacturing in Form von individuellen Bauteil-Reports. So werden sowohl die Prozessentwicklung als auch die Qualitätskontrolle maßgeblich erleichtert. Die weiterentwickelten DMG MORI PowerTools - "DMG MORI Technology Library" und "DMG MORI Adaptive Machining" -sorgen für noch mehr Prozesssicherheit und kürzere Durchlaufzeiten im Bereich CAD / CAM.
Ein Highlight im Bereich Service-Exzellenz ist unser neues, modernes Kundenportal "myDMG MORI". Es optimiert unsere Serviceprozesse und sorgt für eine transparente, digitale Kommunikation. Das Portal gewährt beispielsweise Zugriff auf Dokumente wie Bedienungsanleitungen, eine maschinenspezifische Servicehistorie und einen Überblick zu laufenden Serviceaktivitäten. Alle Anwender von "my DMG MORI" können auf die durchgängige Wartungs- und Instandhaltungsplattform WERKBLiQ upgraden und so auch Fremdmaschinen und weitere Objekte einbinden.
Im Bereich der DMG MORI Qualified Products (DMQP) -unserem Gütesiegel für Premiumkomponenten - können Kunden der LASERTEC SLM Maschinen nun den DMQP-Pulverkreislauf nutzen. Darüber hinaus bietet der DMQP-Kühl-Schmiermittelkreislauf speziell für DMG MORI entwickelte Kühl-Schmiermittel mit umfassender Herstellerexpertise - von der Auswahl und Bestellung bis zur Wiederaufbereitung. Die gesamte Auswahl an qualifizierten Ready-To-Use-Werkstoffen unterschiedlicher Partner kann einfach und schnell im DMG MORI Webshop bestellt werden. Im Bereich DMG MORI COMPONENTS wurde die /'nZ/'neMASTER Spindel vorgestellt. Ihre Leistung konnte um mehr als 50 % gegenüber der Vorgängerspindel erhöht werden. Wie alle MASTER-Spindeln, verfügt sie über eine Gewährleistung von 36 Monaten - ohne Stundenbegrenzung.
Im Berichtsjahr betrug der Aufwand für Material und bezogene Leistungen 1.524,0 MIO € (Vorjahr: 1.480,1 MIO €), wovon 1.278,4 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe entfielen (Vorjahr: 1.264,4 MIO €). Somit belief sich die Materialquote auf 56,3 % (Vorjahr: 55,5 %); die Wertschöpfungstiefe lag bei 26,9 % (Vorjahr: 27,4 %).
Wir leben Digitalisierung. Das beginnt bereits beim Einkauf -nur so kann eine durchgängige Vernetzung erreicht werden. Im Berichtsjahr lag daher der Fokus auf der digitalen Transformation und Standardisierung von Prozessen.
Innovation und Veränderungsmanagement gehören bei DMG MORI eng zusammen. Im Berichtsjahr hat DMG MORI seine globale Einkaufsstrategie neu ausgerichtet und den Einkauf intern weiter digitalisiert. Automatisierte Bestellvorgänge, eine globale Matrix-Organisation mit regionalen Einkaufseinheiten und integrierte IT-Lösungen schaffen nun noch effizientere Prozesse. Durch die Integration dieser Lösungen konnte ein Großteil der operativen Einkaufsprozesse komplett digitalisiert werden.
Die Vernetzung umfasst die gesamte Wertschöpfungskette. Schwerpunkte sind digitale Produkte und datenbasierte Services. Auch Bedarfsprognosen können besser durchgeführt und die Zusammenarbeit mit Lieferanten effizienter gestaltet werden. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, den Beitrag des Einkaufs am Unternehmenserfolg nachhaltig zu steigern.
Diese digitale Transformation und Neuausrichtung der globalen Einkaufsstrategie wurde durch die Auszeichnung mit dem Innovationspreis 2019 vom Bundesverband Material, Einkauf und Logistik e. V. (BME) belohnt. Der Preis wird seit 1986 jährlich im Rahmen des BME-Symposiums in Berlin verliehen und richtet sich an Unternehmen, die ein besonders erfolgreiches, innovatives Einkaufs- und Logistikmanagement umsetzen.
Gemeinsam mit starken Partnern und dem bewährten "DMG MORI Technologie-Partner"-Programm treibt DMG MORI seine Innovationskraft auch beim Einkauf voran. Unsere Einkaufsaktivitäten umfassen alles, was wir zur Entwicklung und Herstellung von innovativen Produkten sowie ganzheitlichen Technologielösungen benötigen. Das Know-how der Lieferanten spielt dabei für den technologischen Vorsprung sowie kundenorientierte und wettbewerbsfähige Produkte eine wichtige Rolle. Wir brauchen motivierte und verlässliche Lieferanten. Sie tragen dazu bei, unsere Kunden zufrieden zu stellen. Als strategische Partner sind sie ein wichtiges Mitglied im globalen DMG MORI-Netzwerk. Auf der EMO Hannover erhielten insgesamt sieben Lieferanten vor über 300 TOP-Entscheidern den "DMG MORI Partner Award 2019".
Die Beschaffung ist bei DMG MORI global organisiert. Produktionsmaterial, Sachinvestitionen und Dienstleistungen können so in der geforderten Qualität und zu bestmöglichen Konditionen beschafft werden. Aufgrund der intensiven Vernetzung der einzelnen Beschaffungsorganisationen ist es möglich, auf den verschiedenen Beschaffungsmärkten konzernweit Synergien zu erzielen. Drei regionale Einkaufseinheiten sorgen zudem dafür, dass zusätzliche Wachstumsmärkte ermittelt und lokale Lieferanten qualifiziert werden. So können für alle Produktionsstandorte Kostenvorteile realisiert werden.
Durch das Materialgruppenmanagement gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED profitieren beide Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen konzernübergreifenden Projekten resultieren.
Die neue, cloud-basierte Beschaffungsplattform SAP Ariba wurde im Berichtsjahr mit den Modulen "Sourcing" sowie "Supplier Lifecycle & Performance" weltweit in allen Produktionsgesellschaften eingeführt. Die Automatisierung der Stammdatenpflege über KI-basierte Softwaretools resultiert in einer verbesserten Analyse. Die so geschaffene Datentransparenz ermöglicht wiederum optimierte Kostenanalysen.
Der Einkauf entwickelt zudem kontinuierlich Methoden zur frühzeitigen Einbindung von Lieferanten in den Entwicklungsprozess, um so wichtige Innovationen für das Unternehmen zu sichern. Im Einklang mit der digitalen Neuausrichtung des Einkaufs wurde im Berichtsjahr eine web-basierte Innovationsplattform eingeführt. Mit der Implementierung dieser Plattform haben Lieferanten, Kunden und Drittunternehmen die Möglichkeit, zukunftsweisende Ideen digital zu präsentieren. So werden Innovationen zu einem frühen Zeitpunkt erkannt, bewertet und in die Technologieplanungen von DMG MORI integriert.
Durch diese frühe Einbindung von Lieferanten können Materialkostenziele schneller erreicht sowie die Qualität aus Markt- und Kundensicht verbessert werden. Das Programm "Product Cost Optimization" (PCO) wurde im Berichtsjahr weiterentwickelt. Die neuen, sogenannten "Clean Sheets" visualisieren zum Beispiel die Bauteilkosten - inklusive sämtlicher kaufmännischer und technischer Prozesse. Durch die Weiterentwicklung von PCO konnten die Kosten weiter gesenkt werden.
Die bestehenden Technologie-Partnerschaften haben wir im Berichtsjahr insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und DMG MORI Qualified Products (DMQP) gestärkt und weiterentwickelt. Bei den "DMG MORI TechDays" konnten wir gemeinsam mit unseren Technologiepartnern zahlreiche Innovationsprojekte auf den Weg bringen, um globale Strategien sowie technologische Ausrichtungen noch enger aufeinander abzustimmen und kurzfristig umzusetzen.
Nachhaltigkeit ist Pflicht. Das gilt auch für den Einkauf. Die weltweite Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards ist bei DMG MORI Grundvoraussetzung für die Zusammenarbeit mit Lieferanten. Für die Vorqualifizierung der Lieferanten setzen wir vorgefertigte Compliance Assessments ein. Damit ist es möglich, eine sofortige Selbstauskunft durch Lieferanten zu generieren, mit der die Erfüllung der Nachhaltigkeitsund Compliance-Normen nachgewiesen wird.
Der Bereich Produktion und Logistik hat das Ziel, eine effiziente Fertigung, Montage und Auslieferung unserer Maschinen sicherzustellen. Grundvoraussetzungen sind dabei die Einhaltung unserer strengen Qualitätsstandards sowie eine hohe Liefertermintreue. Mit dem TAKT-Projekt setzen wir unsere Produktionsstrategie systematisch um und übertragen Leuchtturmprojekte, Standards oder Prozessoptimierungen auf alle Produktionswerke. Unsere Komponentenstrategie sieht die Stärkung unserer Kernkompetenzen vor: Durch die Eigenfertigung der DMG MORI Components können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und Abhängigkeiten von Zulieferern verringern. Leitlinien unserer Strategie sind eine optimale Auslastung der Kapazitäten und eine nachhaltige Produktion.
Seit 2019 werden unsere Mitarbeiter in der neuen TAKT-Academy in der "Digital-Lean-Six-Sigma''-Methodik weitergebildet und Projekte zur Steigerung der Produktivität, Reduzierung von Durchlaufzeiten und Beseitigung von Verschwendung durchgeführt. Ein Fokus unserer Aktivitäten im Berichtsjahr lag auf der Digitalisierung unserer Prozesse und Integration von flexiblen Automatisierungslösungen in unsere eigene Wertschöpfungskette. Durch die Implementierung der Softwarelösungen von TULIP, ISTOS und WERKBLiQ treiben wir die digitale Transformation auch intern voran. Darüber hinaus arbeiten wir an der Einführung neuer Montage- und Intralogistikkonzepte mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) und kollaborativen Robotern (Cobots). Als Cobots werden Industrieroboter bezeichnet, die im Produktionsprozess mit Menschen gemeinsam arbeiten, ohne durch Schutzeinrichtungen von diesem getrennt zu sein.
Auch im Produktionsumfeld kooperieren wir intensiv mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch die Nutzung von weltweiten Produktionskapazitäten können wir Lieferzeiten und Transportkosten verringern - zum Nutzen unserer Kunden.
Auf unserer Plattform "DMG MORI Improve" wurden im Berichtsjahr konzernweit über 20.000 Ideen eingereicht und ca. 70 % davon umgesetzt. Auch bei der REALIZER GmbH und DMG MORI Software Solutions GmbH haben wir im Berichtsjahr "DMG MORI Improve" implementiert. Das Modul für Workshops und Projekte im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozessmanagements wird flächendeckend in allen Produktionsstandorten genutzt und unterstützt die Abbildung der "Digital-Lean-Six-Sigma''-Projekte.
In unserer "First Quality"-Strategie bündeln wir unsere weltweit genutzten Qualitätsprozesse. Das Ziel: 100 % zufriedene Kunden. Die stetige Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems sowie der Einsatz von zukunftsweisenden digitalen Systemen sind nach wie vor der Schlüssel für höchste Produkt- und Prozessqualität.
Im Geschäftsbereich Fräsen hat die DECKEL MAHO Pfronten GmbH konsequent unsere DMG MORI Components Strategie verfolgt und die Kapazitäten der Motorspindelmontage um über 30 % erhöht. Auch der Versandbereich wurde deutlich erweitert. Aus der TAKT-Academy ist ein Projekt zur Optimierung des Materialflusses im Logistikbereich umgesetzt worden. Durch Minimierung von Störgrößen und Implementierung eines digitalen Management-Systems konnte die Durchlaufzeit um ca. 80 % und Wartezeiten um ca. 60 % reduziert werden. Ein weiteres Projekt zur Digitalisierung von Maschinentestläufen unter Verwendung des "IoT-Connectors" konnte ebenfalls erfolgreich abgeschlossen werden.
DECKEL MAHO in Seebach hat die Liefertermintreue in der mechanischen Fertigung optimiert. Durch den gezielten Einsatz von Prozessoptimierungsmethoden und digitalen Tools konnten sowohl die Anzahl der Fehlteile als auch die Störzeiten innerhalb der mechanischen Fertigung um jeweils 50 % verbessert werden. Die Eliminierung von Nacharbeiten an Schlitteneinheiten und Verbesserung der Materialversorgung von Zulieferteilen waren ebenfalls Projekte aus der TAKT-Academy.
Im Geschäftsbereich Drehen hat die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH die Montagelinie des Robo2Go und der CTX beta 800 / 1250 TC neu konzipiert und getaktete Fließmontagen eingeführt. Durch die sequenzgenaue Versorgung der Mitarbeiter mit Informationen, Material und Betriebsmitteln konnte eine signifikante Optimierung der Durchlaufzeiten und der Produktivität erreicht werden.
FAMOT hat in Pleszew (Polen) die neue, hochmoderne XXL-Produktionshalle in Betrieb genommen. Kernstück bilden zwei XXL-Bearbeitungszentren von DECKEL MAHO Pfronten, auf denen Komponenten von bis zu 40 Tonnen Gewicht für andere DMG MORI-Werke produziert werden können sowie zwei Maschinen der DMC Portal-Baureihe und drei DMC Bearbeitungszentren. Verbunden sind die DMC-Maschinen mit unserem linearem Paletten-Pool-System (LPP), das die Zuführung von Werkstücken automatisiert und die Bearbeitung rund um die Uhr sicherstellt. Die 6.100 m 2 große, energieeffiziente und nahezu konstant temperierte Großteil-Fertigungshalle ist eine der modernsten Produktionshallen bei DMG MORI.
Die Weltwirtschaft war 2019 weiterhin durch geopolitische Unsicherheiten geprägt. Im Jahresverlauf wurde die gesamtwirtschaftliche Lage zunehmend schwieriger. Die Konjunktur entwickelte sich mit abnehmender Dynamik. Vor allem die Industrie befand sich in einem Abschwung. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel nahm die Gesamtwirtschaft nur noch um +3,0 % zu (Vorjahr: 3,7 %). Das ist die geringste Zuwachsrate seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009.
In Deutschland ging das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) mit +0,6 % deutlich zurück (Vorjahr: +1,5 %). Auch im Euroraum war die wirtschaftliche Entwicklung mit +1,2 % schwächer als im Vorjahr (+1,9 %). Nahezu alle größeren Volkswirtschaften verzeichneten eine rückläufige konjunkturelle Dynamik, allen voran Italien mit nur noch +0,2 % (Vorjahr: +0,7 %). Die Wirtschaft in Russland blieb mit einem Wachstum von +0,8 % ebenfalls deutlich unter dem Wachstum des Vorjahres (+2,2 %). Lediglich Großbritannien lag mit +1,3 % nahezu auf dem Vorjahresniveau (+1,4 %).
In Asien (+5,6 %) und China (+6,2 %) verlangsamte sich erneut das Wachstum (Vorjahr: Asien +6,4 %, China +6,6 %). Auch in Indien war die Konjunktur mit +5,0 % rückläufig (Vorjahr: +6,8 %). Die Wirtschaft in Japan blieb trotz sinkender Auslandsnachfrage robust. Das BIP stieg um +1,0 % (Vorjahr: +0,8 %).
Die Konjunktur in den USA verlor zum Jahresende an Schwung. Das BIP nahm im Gesamtjahr um +2,3 % zu (Vorjahr: +2,9 %). Lateinamerika verzeichnete einen Rückgang von -0,5 % (Vorjahr: +0,8 %).
Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US-Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Gegenüber all diesen Währungen verlor der Euro im Jahr 2019 an Wert.
Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war im Jahr 2019 von der rückläufigen Gesamtwirtschaft betroffen. Die sich bereits seit Herbst 2018 abzeichnende Tendenz einer abnehmenden Dynamik setzte sich fort. Die globale Konjunkturschwäche, der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie der industrielle Strukturwandel belasteten zunehmend das Geschäft im Maschinenbau. Die Nachfrage nach Investitionsgütern nahm weiter spürbar ab. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics reduzierten im Jahresverlauf ihre Prognosen deutlich: Nach vorläufigen Angaben des VDW und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics ist der Weltverbrauch 2019 erstmals seit drei Jahren wieder gesunken - um -2,8 % auf 72,1 MRD € (Vorjahr: +2,8 %).
In der Region Europa ging die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen mit -0,2 % deutlich zurück (Vorjahr: +11,4 %). Asien verzeichnete einen Rückgang von -4,0 % (Vorjahr: -0,1 %). Auch in den Regionen Nord- und Südamerika war die Entwicklung mit -4,0 % negativ (Vorjahr: +5,3 %).
Im weltweit größten Markt China reduzierte sich der Werkzeugmaschinen-Verbrauch signifikant um -8,3 % auf 19,9 MRD € (Vorjahr: 21,7 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 8,4 MRD €, wies einen Rückgang von -2,5 % (Vorjahr: 8,6 MRD €) aus. Im drittgrößten Markt Deutschland stieg der Verbrauch um +6,5 % auf 7,0 MRD € (Vorjahr: 6,6 MRD €). Der Verbrauch in Japan erhöhte sich um +2,7 % und belegte mit 5,5 MRD € weltweit Rang vier (Vorjahr: 5,4 MRD €). Trotz eines stark rückläufigen Verbrauchs um -8,6 % auf 3,9 MRD € (Vorjahr: 4,3 MRD €) positionierte sich Italien als fünftstärkster Markt vor Indien mit 3,1 MRD € (Vorjahr: 2,8 MRD €). Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen in Summe für rund 77 % des weltweiten Werkzeugmaschinen-Verbrauchs (Vorjahr: 78 %).
Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 72,1 MRD € (Vorjahr: 74,2 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2019 blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 16,8 MRD € (Vorjahr: 16,4 MRD €). Deutschland mit 12,5 MRD € (Vorjahr: 12,6 MRD €) und Japan mit 11,7 MRD € (Vorjahr 12,3 MRD €) folgen auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen wie im Vorjahr für insgesamt 89 % aller Werkzeugmaschinen weltweit.
Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie entwickelte sich 2019 stark rückläufig: Mit 13,2 MRD € lagen die Auftragseingänge der Werke in Deutschland um -24,3 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (17,5 MRD €). Sowohl die Inlandsnachfrage mit -22,0 % (Vorjahr: +4,9 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit -25,5 % (Vorjahr: -0,2 %) gaben signifikant nach. Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen fiel ebenso deutlich um -26,3 % gegenüber dem Vorjahr. Die Aufträge aus dem Inland reduzierten sich um -21,5 %. Noch deutlicher fiel das Ergebnis mit -28,7 % bei den Auslandsbestellungen aus. Im Bereich der umformenden Maschinen verringerte sich der Auftragseingang um -10,0 % (Vorjahr: +7,0 %). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt.
Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller beliefen sich auf 16,9 MRD € (Vorjahr: 17,1 MRD €). Die Produktion von Maschinen, Teilen und Zubehör erreichte ein Volumen von insgesamt 15,4 MRD € und lag damit -1,2 % unter dem Vorjahr (15,6 MRD €).
Die deutschen Maschinenexporte fielen um -9,0 % auf 9,8 MRD € (Vorjahr: 10,8 MRD €). Die Exportquote fiel um fünf Prozentpunkte auf 63,5 %. Der wichtigste Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China, allerdings mit einem signifikanten Rückgang von -13,3 % auf nun 2,0 MRD € (Vorjahr: 2,3 MRD €). Dies entspricht 20,4 % der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 21,4 %).
Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,1 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 11,3 %). Italien war mit 0,5 MRD € und einem Exportanteil von 4,9 % der drittwichtigste Exportmarkt; gefolgt von Frankreich. Der Import von Werkzeugmaschinen fiel um -10,1 % auf 3,7 MRD € (Vorjahr: 4,1 MRD €). Mit einem Importanteil von 27,3 % kam in etwa jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten erneut Japan (10,3 %) und Italien (9,0 %).
Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör stieg um +4,1 % auf 9,3 MRD €. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um 5,5 Prozentpunkte gefallen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen ging deutlich zurück auf 88,4 % (Vorjahr: 93,9 %).
Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen lag im Jahresdurchschnitt mit rund 73.700 auf dem Niveau des Vorjahres (73.474).
Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Januar 2020 befand sich die deutsche Wirtschaft in einem Abschwung. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) hat sich das Geschäftsklima auf niedrigem Niveau leicht erholt. Die Erwartungen für das erste Halbjahr 2020 fallen dennoch sehr verhalten aus.
Der Auftragseingang erreichte plangemäß 2.563,1 MIO € und lag damit unter dem Rekordwert des Vorjahres (2.975,6 MIO €). Während die Werkzeugmaschinenbranche zum Teil deutlich höhere Einbußen hinnehmen musste, entwickelte sich unser Auftragseingang mit -14 % in einem schwierigen Marktumfeld besser. Im vierten Quartal beliefen sich die Bestellungen auf 554,7 MIO € (Vorjahr: 705,0 MIO €).
Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 1.373,7 MIO € (Vorjahr: 1.582,3 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 1.189,2 MIO € (Vorjahr: 1.393,1 MIO €). Davon entfielen 1.028,0 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.236,1 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft (664,5 MIO €), das neben den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) auch Vertriebsprovisionen umfasst (Vorjahr: 708,7 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED betrugen 363,5 MIO € (Vorjahr: 527,3 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 161,2 MIO € (Vorjahr: 157,0 MIO €).
Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 714,8 MIO € (Vorjahr: 882,6 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 1.848,3 MIO € (Vorjahr: 2.093,0 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 72 % (Vorjahr: 70 %). Mit 5.830 verkauften Maschinen lagen die Bestellungen unter dem Vorjahr (7.715). Die Absatzpreise wurden über das gesamte Produktprogramm leicht angehoben.



Der Umsatz stieg mit 2.701,5 MIO € auf einen neuen Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Er erhöhte sich um 46,4 MIO € bzw. +2 % im Vergleich zum Vorjahr (2.655,1 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Umsatz um 11,5 MIO € auf 808,9 MIO € (+1 %; Vorjahr: 797,4 MIO €).
Das Segment "Werkzeugmaschinen" lag mit 1.433,2 MIO € nahezu auf dem Vorjahresniveau (1.454,2 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 405,0 MIO € (Vorjahr: 461,9 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr um 67,4 MIO € auf 1.268,1 MIO € (+6 %; Vorjahr: 1.200,7 MIO €). Im Bereich Services betrug der Umsatz 1.058,1 MIO € (Vorjahr: 1.098,6 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft lag mit 540,0 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres (539,4 MIO €). Auf den Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED entfielen 518,1 MIO € (Vorjahr: 559,3 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 210,0 MIO € (Vorjahr: 102,1 MIO €). Die Veränderung ist auf die Abwicklung einzelner Großprojekte zurückzuführen, die vertragsgemäß noch durch die Energy Solutions realisiert wurden. Im vierten Quartal stieg der Umsatz bei den "Industriellen Dienstleistungen" auf 403,8 MIO € (Vorjahr: 335,4 MIO €).
Die Auslandsumsätze erhöhten sich um +5 % auf 1.932,3 MIO € (Vorjahr: 1.833,6 MIO €). Die Inlandsumsätze beliefen sich auf 769,2 MIO € (Vorjahr: 821,5 MIO €). Die Exportquote betrug 72 % (Vorjahr: 69 %).



Der Auftragsbestand betrug am 31. Dezember 2019 im Konzern 1.197,4 MIO € (31.12.2018: 1.609,9 MIO €). Der Inlandsbestand betrug 458,3 MIO € (31.12.2018: 515,7 MIO €). Der Auslandsbestand belief sich auf 739,1 MIO € (31.12.2018: 1.094,2 MIO €). Die Abnahme des Auftragsbestandes ist neben dem - im Vergleich zum Vorjahr - rückläufigen Auftragseingang auch auf eine methodische Umstellung bei der Ermittlung zurückzuführen. Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 62 % auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 68 %).
In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand wie folgt: Bei den "Werkzeugmaschinen" lag er bei 612,1 MIO € (31.12.2018: 901,3 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2019 einen Auftragsbestand von insgesamt 585,3 MIO € (31.12.2018: 708,6 MIO €). Davon entfielen 540,6 MIO € auf den Bereich Services (31.12.2018: 601,2 MIO €).
Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa 5 Monaten (Vorjahr: etwa 6 Monate) - eine gute Basis für das laufende Geschäftsjahr. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf.
Auch beim Ergebnis legten wir weiter zu und erzielten neue Bestmarken: Das EBITDA erhöhte sich auf 299,8 MIO € (Vorjahr: 280,8 MIO €). Das EBIT erreichte 221,7 MIO € (Vorjahr: 217,1 MIO €). Die EBIT-Marge lag wie im Vorjahr bei 8,2 %. Das EBT belief sich auf 219,1 MIO € (Vorjahr: 214,8 MIO €). Der Konzern wies zum 31. Dezember 2019 ein EAT von 154,4 MIO € aus (Vorjahr: 149,5 MIO €).
Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden erläutert: Die Gesamtleistung erhöhte sich auf 2.706,1 MIO €. Sie lag damit um 38,2 MIO € über dem Wert des Vorjahres (2.667,9 MIO €). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den um 46,4 MIO € bzw. 2 % erhöhten Umsatzerlösen (Vorjahr: 2.655,1 MIO €). Dabei fielen auf den Bereich der Energy Solutions 210,0 MIO € (Vorjahr: 102,1 MIO €).
Die Materialaufwendungen erhöhten sich um 43,9 MIO € auf 1.524,0 MIO € (Vorjahr: 1.480,1 MIO €) und stiegen im Wesentlichen aufgrund der höheren Umsatzerlöse. Die Materialquote lag bei 56,3 % (Vorjahr: 55,5 %). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der materialintensiven Umsatzerlöse im Bereich der Energy Solutions sowie einem geänderten Produkt- und Ländermix.
| in MIO € |
2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |||
| Umsatzerlöse | 2.701,5 | 99,8 % | 2.655,1 | 99,5 % | 46,4 | 1,7 % |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -16,4 | -0,6 % | 6,5 | 0,3 % | -22,9 | 352,3 % |
| Aktivierte Eigenleistungen | 21,0 | 0,8 % | 6,3 | 0,2 % | 14,7 | 233,3 % |
| Gesamtleistung | 2.706,1 | 100,0 % | 2.667,9 | 100,0 % | 38,2 | 1,4 % |
| Materialaufwendungen | -1.524,0 | -56,3 % | -1.480,1 | -55,5 % | -43,9 | 3,0 % |
| Rohertrag | 1.182,1 | 43,7 % | 1.187,8 | 44,5 % | -5,7 | 0,5 % |
| Personalaufwendungen | -592,4 | -21,9 % | -595,9 | -22,3 % | 3,5 | 0,6 % |
| Übrige Aufwendungen und Erträge | -289,9 | -10,7 % | -311,1 | -11,7 % | 21,2 | 6,8 % |
| EBITDA | 299,8 | 11,1 % | 280,8 | 10,5 % | 19,0 | 6,8 % |
| Abschreibungen | -78,1 | -2,9 % | -63,7 | -2,4 % | -14,4 | 22,6 % |
| EBIT | 221,7 | 8,2 % | 217,1 | 8,1 % | 4,6 | 2,1 % |
| Finanzergebnis | -5,1 | -0,2 % | -5,7 | -0,1 % | 0,6 | 10,5 % |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 2,5 | 0,1 % | 3,4 | 0,1 % | -0,9 | 26,5 % |
| EBT | 219,1 | 8,1 % | 214,8 | 8,1 % | 4,3 | 2,0 % |
| Ertragsteuern | -64,7 | -2,4 % | -65,3 | -2,5 % | 0,6 | 0,9 % |
| EAT | 154,4 | 5,7 % | 149,5 | 5,6 % | 4,9 | 3,3 % |
Der Rohertrag erreichte 1.182,1 MIO € (Vorjahr: 1.187,8 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung auf 21,9 % (Vorjahr: 22,3 %). Die Personalaufwendungen lagen mit 592,4 MIO € (Vorjahr: 595,9 MIO €) leicht unter dem Vorjahresniveau.
Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen verbesserte sich auf -289,9 MIO € (Vorjahr: -311,1 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich um 8,8 MIO € auf 83,0 MIO € (Vorjahr: 74,2 MIO €). Sie beinhalten wie im Vorjahr insbesondere Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von 9,5 MIO € (Vorjahr: 14,0 MIO €) und Währungsgewinne in Höhe von 37,4 MIO € (Vorjahr: 35,3 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen. Im Geschäftsjahr 2019 entstand saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von 3,8 MIO € (Vorjahr: 3,5 MIO €). Der Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen an der Gesamtleistung verbesserte sich auf 13,8 % (Vorjahr: 14,5 %). Bei einer gestiegenen Gesamtleistung (+1,4 %) verminderten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 12,4 MIO € auf 372,9 MIO € (Vorjahr: 385,3 MIO €). Die umsatzabhängigen Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen reduzierten sich um 0,8 MIO € auf 57,4 MIO €, für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter um 2,7 MIO € auf 26,8 MIO € und für sonstige fremde Dienste um 1,0 MIO € auf 34,5 MIO €. Die Aufwendungen für Ausstellungen und Messen erhöhten sich um 7,3 MIO € auf 40,4 MIO €; der Anstieg resultiert insbesondere aus den Aufwendungen für die EMO, die turnusgemäß alle zwei Jahre stattfindet. Aus der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ergibt sich eine Verminderung der Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 21,8 MIO €.
Die Abschreibungen betrugen 78,1 MIO € (Vorjahr: 63,7 MIO €). Der Anstieg der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 19,9 MIO € im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse". In den Abschreibungen enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 5,3 MIO € (Vorjahr: 5,7 MIO €), die wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Gebäude und technische Anlagen entfallen.
Das Finanzergebnis lag bei -5,1 MIO € (Vorjahr: -5,7 MIO €). Dazu trugen höhere Zinserträge (5,6 MIO €; Vorjahr: 4,5 MIO €) sowie gestiegene Zinsaufwendungen (10,7 MIO €; Vorjahr: 10,2 MIO €) bei. Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen betrug 2,5 MIO € (Vorjahr: 3,4 MIO €). Der Steueraufwand lag bei 64,7 MIO € (Vorjahr: 65,3 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 29,5 % (Vorjahr: 30,4 %). Weitere Erläuterungen stehen im Konzernanhang auf Seite 121 f.
Die Finanzlage entwickelte sich im Berichtsjahr weiter positiv: Der Free Cashflow verbesserte sich auf 168,8 MIO € und erreichte damit einen Rekordwert (Vorjahr: 154,2 MIO €).
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) stieg auf 234,1 MIO € (Vorjahr: 230,4 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 219,1 MIO € (Vorjahr: 214,8 MIO €) und die Abschreibungen von 78,1 MIO € bei (Vorjahr: 63,7 MIO €). Der Rückgang der Vorräte um 18,8 MIO € und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 15,8 MIO € verbesserten den Cashflow. Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 128,0 MIO € reduzierte den Cashflow. Die Veränderung ist auf den rückläufigen Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" und auf den Wegfall des Projektgeschäftes der Energy Solutions zurückzuführen. Die Auszahlungen für Ertragsteuern (77,6 MIO €) und Zinsen (9,3 MIO €) verminderten den Cashflow.
| in MIO € | 2019 | 2018 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 234,1 | 230,4 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -114,2 | -315,1 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -118,9 | -123,5 |
| Veränderung Zahlungsmittel | 1,3 | -210,7 |
| Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode | 152,7 | 363,4 |
| Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode | 154,0 | 152,7 |
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -114,2 MIO € (Vorjahr: -315,1 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 71,2 MIO € (Vorjahr: 60,8 MIO €) und für Immaterielle Vermögenswerte 25,5 MIO € (Vorjahr: 21,1 MIO €). Aus dem Kauf von Finanzanlagen ergaben sich in Summe Auszahlungen in Höhe von 49,7 MIO € (Vorjahr: 10,3 MIO €), die im Wesentlichen aus den Beteiligungen an TULIP Interfaces Inc. und Pragati Automation Pvt. Ltd. resultieren.
Der Free Cashflow erreichte mit 168,8 MIO € den bisher höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte (Vorjahr: 154,2 MIO €). Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Dabei bleiben Aus- und Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen (-4,7 MIO €; Vorjahr: -1,5 MIO €) und mit dem Finanzanlagevermögen (-44,2 MIO €; Vorjahr: 12,6 MIO €) sowie die Auszahlung des Darlehens an die DMG MORI GmbH (0 MIO €; Vorjahr: 250,0 MIO €) unberücksichtigt.
| in MIO € | 2019 | 2018 |
| Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | 234,1 | 230,4 |
| Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -65,3 | -76,2 |
| Free Cashflow | 168,8 | 154,2 |
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -118,9 MIO € (Vorjahr: -123,5 MIO €). Der Cashflow ergab sich aus der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Jahr 2018 in Höhe von 99,3 MIO € (Vorjahr: 89,9 MIO €). Aufgrund der Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden Leasingzahlungen in Höhe von 19,6 MIO € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt und führen zu einem positiven Effekt im Free Cashflow. Aus der Veränderung der Cashflows resultierte zum 31. Dezember 2019 ein Bestand an flüssigen Mitteln von 154,0 MIO € (Vorjahr: 152,7 MIO €). Damit verfügte DMG MORI zum 31. Dezember 2019 über einen Finanzmittelüberschuss von 154,0 MIO € (Vorjahr: 152,7 MIO €).
DMG MORI deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrug im Geschäftsjahr 2019 insgesamt 850,7 MIO € (Vorjahr: 802,4 MIO €). Wesentliche Bestandteile waren die im Februar 2016 abgeschlossene syndizierte Kreditlinie zu verbesserten Konditionen in Höhe von 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis zum Februar 2021. Diese besteht aus einer Bartranche von 200,0 MIO € sowie einer Avaltranche über 300,0 MIO €, weiteren Avallinien von 177,3 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 167,5 MIO €. Im Januar 2018 wurde die Laufzeit der syndizierten Kreditlinie bis zum Februar 2022 verlängert. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2019 nicht in Anspruch genommen. Daneben haben wir einige kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen an einzelne Tochtergesellschaften mit einem Gesamtvolumen von 5,9 MIO € (Vorjahr: 5,9 MIO €).
Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen.
Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde quartalsweise sowie zum 31. Dezember 2019 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch Leasing-Verträge. Die Summe der künftigen Verpflichtungen aus den Leasing-Verbindlichkeiten beträgt 61,4 MIO € (Vorjahr: 66,8 MIO €).
Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2019 um 29,1 MIO € auf 2.469,6 MIO € (Vorjahr: 2.440,5 MIO €). Bei einer gestiegenen Bilanzsumme nahm die Eigenkapitalquote auf 51,9 % zu (Vorjahr: 49,1 %).
Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 129,4 MIO € bzw. 18,8 % auf 815,9 MIO € (Vorjahr: 686,5 MIO €). Die Sachanlagen nahmen um 71,7 MIO € auf 506,6 MIO € zu (Vorjahr: 434,9 MIO €). Im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 wurden in den Sachanlagen zum 31.12.2019 Nutzungsrechte in Höhe von 62,2 MIO € ausgewiesen. Die Immateriellen Vermögenswerte lagen bei 199,5 MIO € (Vorjahr: 190,3 MIO €). Die Finanzanlagen erhöhten sich um 48,5 MIO € auf 109,8 MIO € (Vorjahr: 61,3 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Kauf der Anteile an TULIP Interfaces Inc. und Pragati Automation Pvt. Ltd. Eine Erläuterung der wesentlichen Investitionen erfolgt im Kapitel "Investitionen" auf Seite 56.
Die langfristig gebundenen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 4,4 MIO € auf 76,0 MIO € (Vorjahr: 71,6 MIO €). Dabei erhöhten sich die latenten Steuern auf 62,6 MIO € (Vorjahr: 55,6 MIO €). Die Vorräte nahmen um 2,2 % bzw. 13,6 MIO € auf 611,8 MIO € ab (Vorjahr: 625,4 MIO €). Der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (RHB) verringerte sich um 7,1 MIO € auf 275,8 MIO € (Vorjahr: 282,9 MIO €) und die unfertigen Erzeugnisse um 25,6 MIO € auf 138,5 MIO € (Vorjahr: 164,1 MIO €). Der Bestand der fertigen Erzeugnisse erhöhte sich auf 197,5 MIO € (Vorjahr: 167,4 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte verbesserte sich auf 4,4 (Vorjahr: 4,2). Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme verminderte sich auf 24,8 % (Vorjahr: 25,6 %).
Die kurzfristigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 10,2 % bzw. 92,4 MIO € auf 811,9 MIO € ab (Vorjahr: 904,3 MIO €). Trotz eines Umsatzanstiegs konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch unser konsequentes Forderungsmanagement auf 212,6 MIO € reduziert werden (Vorjahr: 227,0 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verbesserte sich auf 8,4 (Vorjahr: 8,3). Die Forderungen gegenüber nahestehenden Unternehmen lagen bei 461,6 MIO € (Vorjahr: 480,7 MIO €). Die Sonstigen Vermögenswerte betrugen 115,8 MIO € (Vorjahr: 141,5 MIO €).
Die flüssigen Mittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 154,0 MIO € (Vorjahr: 152,7 MIO €), das entspricht einem Anteil von 6,2 % an der gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr: 6,3 %).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital um 83,7 MIO € bzw. 7,0 % auf 1.281,4 MIO € (Vorjahr: 1.197,7 MIO €). Die Eigenkapitalquote erreichte bei einer gestiegenen Bilanzsumme 51,9 % (Vorjahr: 49,1 %). Wie zum Vorjahreszeitpunkt, haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing.
Das langfristige Fremdkapital nahm um 36,5 MIO € auf 147,7 MIO € zu (Vorjahr: 111,2 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 6,0 % (Vorjahr: 4,5 %). Dabei nahmen die langfristigen Rückstellungen um 1,6 MIO € auf 94,4 MIO € ab. Aus der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 ergaben sich zum 31.12.2019 langfristige Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 43,5 MIO €. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrafen mit 3,1 MIO € passive latente Steuern (Vorjahr: 2,5 MIO €). Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, erhöhten sich im Berichtsjahr um 120,2 MIO € bzw. 9,2 % auf 1.429,1 MIO €.
Die kurzfristigen Finanzierungsmittel verringerten sich auf 1.040,5 MIO € (Vorjahr: 1.131,6 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung auf 231,4 MIO € (Vorjahr: 209,2 MIO €). Aus der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 ergaben sich zum 31. Dezember 2019 kurzfristige Leasingverhältnisse in Höhe von 17,9 MIO €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen um 12,0 MIO € auf 207,4 MIO € zu (Vorjahr: 195,4 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen verringerten sich um 128,0 MIO € auf 214,6 MIO € (Vorjahr: 342,6 MIO €). Die Veränderung ist auf den rückläufigen Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" und auf den Wegfall des Projektgeschäftes der Energy Solutions zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen verringerten sich um 2,6 MIO € auf 234,0 MIO € (Vorjahr: 236,6 MIO €) und beinhalten die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH (2019: 95,7 MIO €; 2018: 99,3 MIO €). Dieser Sachverhalt innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen wird bei Zahlung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
| in MIO € | 31.12.2019 | 31.12.2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |||
| Aktiva | ||||||
| Langfristig gebundenes Vermögen | 891,9 | 36,1 % | 758,1 | 31,1 % | 133,8 | 17,6 % |
| Anlagevermögen | 815,9 | 33,0 % | 686,5 | 28,1 % | 129,4 | 18,8 % |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 76,0 | 3,1 % | 71,6 | 3,0 % | 4,4 | 6,1 % |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 1.577,7 | 63,9 % | 1.682,4 | 68,9 % | -104,7 | 6,2 % |
| Vorräte | 611,8 | 24,8 % | 625,4 | 25,6 % | -13,6 | 2,2 % |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 811,9 | 32,9 % | 904,3 | 37,0 % | -92,4 | 10,2 % |
| Flüssige Mittel | 154,0 | 6,2 % | 152,7 | 6,3 % | 1,3 | 0,9 % |
| Bilanzsumme | 2.469,6 | 100,0 % | 2.440,5 | 100,0 % | 29,1 | 1,2 % |
| Passiva | ||||||
| Langfristige Finanzierungsmittel | 1.429,1 | 57,9 % | 1.308,9 | 53,6 % | 120,2 | 9,2 % |
| Eigenkapital | 1.281,4 | 51,9 % | 1.197,7 | 49,1 % | 83,7 | 7,0 % |
| Fremdkapital | 147,7 | 6,0 % | 111,2 | 4,5 % | 36,5 | 32,8 % |
| Langfristige Rückstellungen | 94,4 | 3,8 % | 96,0 | 3,9 % | -1,6 | 1,7 % |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 53,3 | 2,2 % | 15,2 | 0,6 % | 38,1 | 250,7 % |
| Kurzfristige Finanzierungsmittel | 1.040,5 | 42,1 % | 1.131,6 | 46,4 % | -91,1 | 8,1 % |
| Kurzfristige Rückstellungen | 231,4 | 9,4 % | 209,2 | 8,6 % | 22,2 | 10,6 % |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 809,1 | 32,7 % | 922,4 | 37,8 % | -113,3 | 12,3 % |
| Bilanzsumme | 2.469,6 | 100,0 % | 2.440,5 | 100,0 % | 29,1 | 1,2 % |
Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt DMG MORI auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzen wir Factoring-Programme. Von besonderer Bedeutung sind zudem unsere langjährigen, guten und vertrauensvollen Beziehungen zu unseren Kunden und Lieferanten. Sie ermöglichen einen direkten Zugang zu den für uns relevanten Märkten und machen uns unabhängiger von kurzfristigen Marktschwankungen.
Die Erstanwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zum 1. Januar 2019 hatte keinen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Erläuterungen zu den Auswirkungen der Erstanwendung auf den Konzernabschluss stehen im Konzernanhang auf Seite 100 f.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 110,0 MIO € (Vorjahr: 81,9 MIO €). Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Implementierung eines neuen globalen ERP-Systems. Mit der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind in den Investitionen auch Zugänge aus Nutzungsrechten enthalten (13,3 MIO €).
In unserem polnischen Produktions- und Zulieferwerk FAMOT haben wir die neue hochmoderne XXL-Produktionshalle fertiggestellt. Kernstück der 6.100m 2 großen, energieeffizienten und nahezu konstant temperierten Halle bilden zwei XXL-Bearbeitungszentren, auf denen Komponenten von bis zu 40 Tonnen Gewicht für andere DMG MORI-Werke produziert werden sowie zwei Maschinen der DMC Portal-Baureihe und drei DMC Bearbeitungszentren. Verbunden sind die DMC-Maschinen mit unserem linearem Paletten-Pool-System (LPP), das die Zu- und Abführung von Werkstücken automatisiert und eine Bearbeitung rund um die Uhr ermöglicht. Bei DECKEL MAHO in Pfronten befinden wir uns in der Bauphase zur Erweiterung und Modernisierung der Montage und des Logistikbereichs. Ein Highlight wird die Fließmontagelinie mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) für unsere monoBLOCK-Maschinen. In Bielefeld wurde bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH eine Taktmontage für den Robo2Go 2 nd Generation und die CTX beta TC- Baureihe eingeführt - für deutlich kürzere Durchlaufzeiten und noch transparentere Montagefortschritte.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Leasingverhältnisse beliefen sich auf 78,1 MIO € (Vorjahr: 63,7 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 7,0 MIO € (Vorjahr: 11,1 MIO €). Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 45,1 MIO € und resultierte im Wesentlichen aus der Beteiligung an TULIP und Pragati. Die Investitionen betrugen insgesamt 155,1 MIO € (Vorjahr: 90,7 MIO €).
Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 156,3 MIO € bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben (Vorjahr: 170,9 MIO €).
| in MIO € | 2019 | 2018 |
| Umsatzerlöse | 16,1 | 14,4 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 28,5 | 20,5 |
| Übrige Aufwendungen | -72,0 | -65,9 |
| Erträge aus Finanzanlagen | 156,3 | 170,9 |
| Finanzergebnis | 2,5 | 3,1 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -35,7 | -43,7 |
| Ergebnis nach Steuern | 95,7 | 99,3 |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH | -95,7 | -99,3 |
| Jahresergebnis | 0 | 0 |
| Bilanzgewinn | 0 | 0 |
Die sonstigen Erträge erhöhten sich auf 28,5 MIO € (Vorjahr: 20,5 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus Währungsgewinnen von 22,2 MIO € (Vorjahr: 15,0 MIO €).
Die übrigen Aufwendungen erhöhten sich auf 72,0 MIO € (Vorjahr: 65,9 MIO €). Die Veränderung ergibt sich insbesondere bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich auf 42,9 MIO € erhöhten (Vorjahr: 37,6 MIO €) und im Wesentlichen aus Währungsverlusten von 16,8 MIO € (Vorjahr: 12,3 MIO €) resultieren.
Das Finanzergebnis lag bei 2,5 MIO € (Vorjahr: 3,1 MIO €). Der Steueraufwand betrug 35,7 MIO € (Vorjahr: 43,7 MIO €). Die Steuern von Einkommen und Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft belasteten Steuern der DMG MORI GmbH. Gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 95,7 MIO € an die DMG MORI GmbH abgeführt (Vorjahr: 99,3 MIO €).
Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich insgesamt um 22,4 MIO € auf 1.889,9 MIO € (Vorjahr: 1.867,5 MIO €). Das Anlagevermögen betrug 792,9 MIO € (Vorjahr: 794,9 MIO €).
Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva erhöhten sich auf 1.097,0 MIO € (Vorjahr: 1.072,6 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die auf 998,9 MIO € stiegen (Vorjahr: 964,8 MIO €). Die Zahlungsmittel reduzierten sich leicht auf 72,3 MIO € (Vorjahr: 80,3 MIO €).
Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote bei 48,7 % (Vorjahr: 49,3 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 934,4 MIO € (Vorjahr: 908,2 MIO €). Darin ausgewiesen wird die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 95,7 MIO €, Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 32,3 MIO €, die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH belastetet werden, sowie Finanz-und Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen.
| in MIO € | 2019 | 2018 |
| Aktiva | ||
| Anlagevermögen | 792,9 | 794,9 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 753,9 | 753,9 |
| Beteiligungen | 6,7 | 6,7 |
| Übriges Anlagevermögen | 32,3 | 34,3 |
| Umlaufvermögen und sonstige Aktiva | 1.097,0 | 1.072,6 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 998,9 | 964,8 |
| Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva | 98,1 | 107,8 |
| Bilanzsumme | 1.889,9 | 1.867,5 |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 921,2 | 921,2 |
| Rückstellungen | 30,6 | 33,5 |
| Verbindlichkeiten | 938,1 | 912,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 934,4 | 908,2 |
| Andere Verbindlichkeiten | 3,7 | 4,6 |
| Bilanzsumme | 1.889,9 | 1.867,5 |
Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".
Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic / Lasertec / Additive Manufacturing) sowie Digital Solutions. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDE-MEISTER Drehmaschinen GmbH und die GILDEMEISTER Italiana S.p.A. Unser Drehmaschinenangebot reicht von Universaldrehmaschinen über Drehfräszentren bis hin zum vertikalen und horizontalen Produktionsdrehen sowie Mehrspindeldrehautomaten. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst das Vertikal-, Horizontal- und 5-Achs-Fräsen. Unsere Universal-Dreh- und Fräsmaschinen der CLX- und CMX-Baureihe werden in unseren Werken FAMOT Pleszew Sp. z o.o. und GRAZIANO Tortona S.r.l. gebaut. Bei der Ulyanovsk Machine Tools ooo produzieren wir lokal die Maschinen der ECOLINE-Baureihe - in Russland für Russland.
Der Geschäftsbereich Advanced Technologies wird von der SAUER GmbH und der REALIZER GmbH gebildet. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleifbearbeitung (Ultrasonic) beinhaltet er die Technologie der Laserbearbeitung (Lasertec) sowie den Bereich Additive Manufacturing. In diesem Zukunftsfeld bieten wir mit der REALIZER GmbH das selektive Laser-Schmelzen im Pulverbett sowie das Laser-Auftragsschweißen mittels Pulverdüse der SAUER GmbH.
Die DMG MORI Software Solutions GmbH bündelt konzernweit unsere Kompetenzen in der Steuerungs- und Softwareentwicklung im Geschäftsbereich Digital Solutions. Mit den Produkten der ISTOS GmbH kann die Produktion entlang der Liefer- und Wertschöpfungskette effizient geplant werden. Begrenzte Kapazitäten lassen sich optimal ausnutzen. Gemeinsam mit der DMG MORI Software Solutions GmbH gestaltet die ISTOS GmbH die Digitalisierung im Fertigungsbereich nachhaltig. WERKBLiQ bietet eine durchgängige, herstellerübergreifende Wartungs- und Instandhaltungsplattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Die DMG MORI Digital GmbH ist für unsere Kunden der zentrale Ansprechpartner bei allen Fragen und Services im Umfeld ihrer Digitalisierung. Sie soll unsere Vertriebs- und Servicegesellschaften mit kundenorientierten Dienstleistungen für Consulting Implementierung und Qualifizierung unterstützen. Die TULIP Interfaces, Inc., an der wir uns im September 2019 beteiligten, vereinfacht unseren Kunden den Einstieg in die Digitalisierung der Fertigung mit mitarbeiterzentrierten APPs, die ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können. Die ADAMOS GmbH bündelt Know-how aus Maschinenbau, Produktion und Informationstechnik. Gemeinsam mit den Weltmarktführern Dürr, der Software AG, ZEISS und ASM PT etabliert DMG MORI die offene, herstellerunabhängige IoT-Plattform als globalen Branchenstandard - von Maschinenbauern für Maschinenbauer, ihre Zulieferer und Kunden. Seit der Gründung 2017 sind vierzehn weitere Partner hinzugekommen, darunter: Engel, Karl Mayer, Mahr, Weber Maschinenbau, Oerlikon Textile, Illig Maschinenbau, Mayer & Cie, Schlenker Spannwerkzeuge, Wittenstein, Geico und die Neuenhauser Unternehmensgruppe. Insgesamt gehören dem ADAMOS-Netzwerk 30 Partner an.
| in MIO € | 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |
| Auftragseingang | 2.563,1 | 2.975,6 | -412,5 | -14 % |
| Werkzeugmaschinen | 1.373,7 | 1.582,3 | -208,6 | -13 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 1.189,2 | 1.393,1 | -203,9 | -15 % |
| Corporate Services | 0,2 | 0,2 | 0,0 | 0 % |
| Umsatz | 2.701,5 | 2.655,1 | 46,4 | 2 % |
| Werkzeugmaschinen | 1.433,2 | 1.454,2 | -21,0 | -1 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 1.268,1 | 1.200,7 | 67,4 | 6 % |
| Corporate Services | 0,2 | 0,2 | 0,0 | 0 % |
| EBIT | 221,7 | 217,1 | 4,6 | 2 % |
| Werkzeugmaschinen | 112,2 | 126,8 | -14,6 | -12 % |
| Industrielle Dienstleistungen | 136,2 | 120,2 | 16,0 | 13 % |
| Corporate Services | -26,2 | -29,8 | 3,6 | 12 % |
| in MIO € | 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |
| Auftragseingang | ||||
| Gesamt | 1.373,7 | 1.582,3 | -208,6 | -13 % |
| Inland | 370,4 | 487,2 | -116,8 | -24 % |
| Ausland | 1.003,3 | 1.095,1 | -91,8 | -8 % |
| % Ausland | 73 | 69 | ||
| Umsatz | ||||
| Gesamt | 1.433,2 | 1.454,2 | -21,0 | -1 % |
| Inland | 441,4 | 467,7 | -26,3 | -6 % |
| Ausland | 991,8 | 986,5 | 5,3 | 1 % |
| % Ausland | 69 | 68 | ||
| Auftragsbestand * | ||||
| Gesamt | 612,1 | 901,3 | -289,2 | -32 % |
| Inland | 141,9 | 212,9 | -71,0 | -33 % |
| Ausland | 470,2 | 688,4 | -218,2 | -32 % |
| % Ausland | 77 | 76 | ||
| Investitionen | 135,8 | 81,8 | 54,0 | 66 % |
| EBITDA | 155,5 | 169,9 | -14,4 | -8 % |
| EBIT | 112,2 | 126,8 | -14,6 | -12 % |
| EBT | 110,5 | 125,2 | -14,7 | -12 % |
| 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||
| Mitarbeiter * | 4.077 | 4.120 | -43 | -1 % |
| davon Auszubildende | 274 | 284 | -10 | -4 % |
In unserem Zukunftsfeld Automatisierung setzen wir auf ganzheitliche Lösungen. Die Verantwortung für Automatisierungslösungen liegt in den Produktionswerken. So erhalten unsere Kunden perfekt aufeinander abgestimmte Maschinen und Automationslösungen aus einer Hand. Mit dem Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH beschleunigen wir die Entwicklung modular aufeinander abgestimmter Lösungen und bieten insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ein durchgängiges Automatisierungskonzept.
Der Auftragseingang betrug 1.373,7 MIO € (Vorjahr: 1.582,3 MIO €). Im vierten Quartal lag der Auftragseingang bei 281,2 MIO € (Vorjahr: 334,7 MIO €). Im Inland betrug der Auftragseingang im Gesamtjahr 370,4 MIO € (Vorjahr: 487,2 MIO €). Die Auslandsbestellungen beliefen sich auf 1.003,3 MIO € (Vorjahr: 1.095,1 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 73 % (Vorjahr: 69 %). 54 % aller Bestellungen entfielen auf das Segment "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 53 %).
Der Umsatz erreichte mit 1.433,2 MIO € nahezu das Vorjahresniveau (1.454,2 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz 405,0 MIO € (Vorjahr: 461,9 MIO €). Der Inlandsumsatz belief sich im Gesamtjahr auf 441,4 MIO € (Vorjahr: 467,7 MIO €). Der Auslandsumsatz nahm zu auf 991,8 MIO € (Vorjahr: 986,5 MIO €). Die Exportquote betrug 69 % (Vorjahr: 68 %). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 53 % am Umsatz (Vorjahr: 55 %).
Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2019 bei 612,1 MIO € (Vorjahr: 901,3 MIO €). Die Bestände aus dem Inland betrugen 141,9 MIO € (Vorjahr: 212,9 MIO €). Die Auslandsaufträge hatten mit 470,2 MIO € einen Anteil von 77 % (Vorjahr: 688,4 MIO €; 76 %).
Das EBITDA erreichte 155,5 MIO € (Vorjahr: 169,9 MIO €). Das EBIT lag bei 112,2 MIO € (Vorjahr: 126,8 MIO €). Das EBT betrug 110,5 MIO € (Vorjahr: 125,2 MIO €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 91,8 MIO € (Vorjahr: 73,0 MIO €). Der planmäßige Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten sowie unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Implementierung eines neuen globalen ERP-Systems.
In unserem polnischen Produktions- und Zulieferwerk FAMOT haben wir die neue hochmoderne und energieeffiziente XXL-Produktionshalle fertiggestellt. Kernstück bilden zwei X XL-Bearbeitungszentren von DECKEL MAHO Pfronten, auf denen Komponenten von bis zu 40 Tonnen Gewicht für andere DMG MORI-Werke produziert werden sowie fünf DMC Portalmaschinen. Davon sind drei DMC 210 U mit unserem linearem Paletten-Pool-System (LPP) verbunden, das die Zu- und Abführung von Werkstücken automatisiert und eine Bearbeitung rund um die Uhr ermöglicht. Bei DECKEL MAHO Pfronten befinden wir uns in der Bauphase zur Erweiterung und Modernisierung der Montage und des Logistikbereichs. Insbesondere die Fließmontagelinie mit fahrerlosen Transportsystemen (AGVs) für unsere monoBLOCK-Maschinen wird ein Highlight. In Bielefeld wurde bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH eine Fließmontage für den Robo2Go 2 nd Generation und die CTX beta TC-Baureihe eingeführt - für deutlich kürzere Durchlaufzeiten und noch transparentere Montagefortschritte. Bei DECKEL MAHO Seebach haben wir den Bereich der mechanischen Fertigung klimatisiert und damit für eine stabile Umgebungstemperatur in der Produktion gesorgt.
Mit der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" sind in den Investitionen auch Zugänge aus Nutzungsrechten enthalten (1,8 MIO €). Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 4,6 MIO € (Vorjahr: 4,4 MIO €). Der Zugang im Finanzanlagevermögen betrug 44,0 MIO € und resultierte im Wesentlichen aus den Beteiligungen an TULIP und Pragati. Die Investitionen beliefen sich insgesamt auf 135,8 MIO € (Vorjahr: 81,8 MIO €).
Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 4.077 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 4.120 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 56 % (Vorjahr: 55 %). Die Personalquote betrug 19,7 % (Vorjahr: 19,2 %). Der Personalaufwand belief sich auf 282,3 MIO € (Vorjahr: 279,5 MIO €).
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions. Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert. Mit diesem Schritt konzentriert sich DMG MORI auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sowie den Ausbau der Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Additive Manufacturing. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Das moderne Kundenportal "my DMG MORI" digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation.
| in MIO € | 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |
| Auftragseingang | ||||
| Gesamt | 1.189,2 | 1.393,1 | -203,9 | -15 % |
| Inland | 344,2 | 395,2 | -51,0 | -13 % |
| Ausland | 845,0 | 997,9 | -152,9 | -15 % |
| % Ausland | 71 | 72 | ||
| Umsatz | ||||
| Gesamt | 1.268,1 | 1.200,7 | 67,4 | 6 % |
| Inland | 327,6 | 353,6 | -26,0 | -7 % |
| Ausland | 940,5 | 847,1 | 93,4 | 11 % |
| % Ausland | 74 | 71 | ||
| Auftragsbestand * | ||||
| Gesamt | 585,3 | 708,6 | -123,3 | -17 % |
| Inland | 316,4 | 302,8 | 13,6 | 5 % |
| Ausland | 268,9 | 405,8 | -136,9 | -34 % |
| % Ausland | 46 | 57 | ||
| Investitionen | 17,0 | 6,3 | 10,7 | 170 % |
| EBITDA | 166,8 | 137,7 | 29,1 | 21 % |
| EBIT | 136,2 | 120,2 | 16,0 | 13 % |
| EBT | 130,7 | 113,7 | 17,0 | 15 % |
| 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||
| Mitarbeiter | 3.081 | 3.299 | -218 | -7 % |
| davon Auszubildende | 73 | 112 | -39 | -35 % |
Der konjunkturelle Gegenwind im Berichtsjahr beeinflusste auch die Bestellungen im Segment "Industrielle Dienstleistungen". Der Auftragseingang erreichte 1.189,2 MIO € (Vorjahr: 1.393,1 MIO €). Davon entfielen 1.028,0 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 1.236,1 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) sowie aus Vertriebsprovisionen in Höhe von 664,5 MIO € (Vorjahr: 708,7 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED lagen bei 363,5 MIO € (Vorjahr: 527,3 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 161,2 MIO € (Vorjahr: 157,0 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Auftragseingang 273,4 MIO € (Vorjahr: 370,2 MIO €). Die Inlandsbestellungen betrugen im Gesamtjahr 344,2 MIO € (Vorjahr: 395,2 MIO €). Die Auslandsaufträge beliefen sich auf 845,0 MIO € (Vorjahr: 997,9 MIO €). Aus dem Ausland kamen 71 % aller Aufträge (Vorjahr: 72 %). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 46 % aller Bestellungen (Vorjahr: 47 %).
Der Umsatz stieg um 6 % auf 1.268,1 MIO € (Vorjahr: 1.200,7 MIO €). Dazu trug der Bereich Services mit 1.058,1 MIO € bei (Vorjahr: 1.098,6 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft lag mit 540,0 MIO € auf dem Niveau des Vorjahres (539,4 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED lag bei 518,1 MIO € (Vorjahr: 559,3 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 210,0 MIO € (Vorjahr: 102,1 MIO €). Die Veränderung ist auf die Abwicklung einzelner Großprojekte zurückzuführen, die vertragsgemäß noch durch die Energy Solutions realisert wurden. Im vierten Quartal betrug der Umsatz 403,8 MIO € (Vorjahr: 335,4 MIO €). Im Inland erreichten die Umsätze im Gesamtjahr 327,6 MIO € (Vorjahr: 353,6 MIO €). Die Auslandsumsätze stiegen auf 940,5 MIO € -insbesondere durch die vertragsbedingte Abwicklung einzelner Großprojekte im Bereich Energy Solutions (Vorjahr: 847,1 MIO €). Der Anteil lag bei 74 % (Vorjahr: 71 %). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 47 % am Umsatz (Vorjahr: 45 %).
Zum 31. Dezember 2019 betrug der Auftragsbestand 585,3 MIO € (Vorjahr: 708,6 MIO €). Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 166,8 MIO € (Vorjahr: 137,7 MIO €). Das EBIT lag bei 136,2 MIO € (Vorjahr: 120,2 MIO €) und das EBT belief sich auf 130,7 MIO € (Vorjahr: 113,7 MIO €). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 15,9 MIO € (Vorjahr: 6,3 MIO €) und resultieren im Wesentlichen aus der Erstanwendung von IFRS 16 (11,2 MIO €). Zudem haben wir weiterhin unsere Service-Mitarbeiter mit modernsten Werkzeugen und Messgeräten ausgestattet.
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 3.081 (Vorjahr: 3.299 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich auf 43 % (Vorjahr: 44 %). Die Personalanpassung resultiert insbesondere aus der Veräußerung wesentlicher Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor. Die Personalquote lag bei 22,6 % (Vorjahr: 24,5 %). Der Personalaufwand betrug 287,2 MIO € (Vorjahr: 294,2 MIO €).
Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.
Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in Höhe von jeweils 0,2 MIO € setzten sich hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen (Vorjahr: 0,2 MIO €). Auf die "Corporate Services" entfielen wie im Vorjahr weniger als 0,1 % des Umsatzes im Konzern. Das EBIT verbesserte sich auf -26,2 MIO € (Vorjahr: -29,8 MIO €). Das Finanzergebnis war positiv und betrug 4,6 MIO € (Vorjahr: 5,8 MIO €). Das EBT verbesserte sich auf -21,6 MIO € (Vorjahr: -24,0 MIO €).
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 2,3 MIO € (Vorjahr: 2,6 MIO €). Unseren Standort in Bielefeld haben wir gezielt modernisiert. Insbesondere die Infrastruktur der Entwicklungsabteilung und das Betriebsrestaurant wurden dabei vollständig erneuert. Die Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 betrugen 0,4 MIO €.
Am 31. Dezember 2019 waren im Segment "Corporate Services" 87 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 84). Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 1 % an der Konzernbelegschaft.
| in MIO € | 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr |
| Auftragseingang | 0,2 | 0,2 | 0,0 |
| Umsatz | 0,2 | 0,2 | 0,0 |
| Investitionen | 2,3 | 2,6 | -0,3 |
| EBITDA | -22,0 | -26,7 | 4,7 |
| EBIT | -26,2 | -29,8 | 3,6 |
| EBT | -21,6 | -24,0 | 2,4 |
| 2019 | 2018 | Veränderungen gegenüber Vorjahr | |
| Mitarbeiter * | 87 | 84 | 3 |
inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe
Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Mit zahlreichen Projekten und Initiativen zeigen wir, wie wir unternehmerische Verantwortung leben - nachhaltig und ganzheitlich: von unseren Lieferanten über unsere Produktion und unsere Mitarbeiter bis hin zu unseren Kunden.
Bereits zum dritten Mal berichtet DMG MORI ausführlich über Maßnahmen zur Schonung von Umwelt und Ressourcen sowie Steigerung der Energieeffizienz in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht, der diesem Geschäftsbericht beiliegt und auf der Website unter folgendem Link abrufbar ist: - de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility
Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2019, der ebenfalls den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2019 enthält, erfüllen wir die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017. Der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht ist daher nicht Bestandteil des Konzernlageberichts. DMG MORI erstellt den Nachhaltigkeitsbericht zudem gemäß den internationalen Reporting-Richtlinien "GRI Standards 2016: Option Kern" der Global Reporting Initiative (GRI) und liefert damit eine Vielzahl an freiwilligen Angaben. So gehen wir weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus.
Alle Maßnahmen zur Einsparung von Energie in unserem Unternehmen fassen wir unter dem Begriff "ENERGYSAVING" zusammen. Das DMG MORI-Energiemanagement-System ist nach ISO 50001 zertifiziert.
DMG MORI verringert den Ausstoß von klimaschädigenden Treibhausgasen durch Investitionen in modernste Anlagen- und Gebäudetechnik sowie effiziente Produktionssysteme. Den Energieverbrauch unserer Maschinen und Produktion -insbesondere in Hinblick auf fossile Energieträger, wie Kohle, Erdöl oder Erdgas - reduzieren wir konsequent. Unser Energiemanagement ist fester Bestandteil der DMG MORI-Nachhaltigkeitsstrategie. Unser klares Ziel: 2020 wird DMG MORI CO2-neutral.
Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Ressourcen - und Energieeffizienz. Unsere maschinen- und produktspezifischen Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen fassen wir unter dem Begriff "GREENMODE" zusammen. Mit unserer "First Quality"-Strategie sorgen wir für eine lange Nutzbarkeit von mehr als 20 Jahren und tragen so zur Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bei.
Mit einer perfekt abgestimmten, voll digitalisierten und automatisierten Wertschöpfungskette sorgen wir dafür, dass unsere Kunden alle Produktionsfaktoren hocheffizient nutzen und so signifikant Material und Energie einsparen -von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service.
Als Partner der VDMA-Nachhaltigkeitsinitiative "Blue Competence" bekennen wir uns zu den zwölf Nachhaltigkeitsleitsätzen und treiben aktiv Nachhaltigkeit im Maschinen- und Anlagenbau voran. Freiwillig engagieren wir uns für die Umsetzung der UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags. Deshalb sind wir im Berichtsjahr der "Allianz für Entwicklung und Klima" beigetreten.
Der separate Nachhaltigkeitsbericht liefert eine detaillierte und umfassende Nachhaltigkeitsbilanz. Themen, die gemäß der DMG MORI-Wesentlichkeitsanalyse von besonderer Bedeutung sind, betreffen die Bereiche Umwelt, Arbeitnehmerbelange und Compliance.
Am 31. Dezember 2019 waren 7.245 Mitarbeiter, davon 347 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.503 Mitarbeiter, davon 396 Auszubildende). Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich um 258. Dies resultiert vor allem aus der Veräußerung wesentlicher Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer verringerte sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 313 (Vorjahr: 484).
Der Personalaufwand belief sich auf 592,4 MIO € (Vorjahr: 595,9 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 501,8 MIO € (Vorjahr: 506,7 MIO €) sowie 86,6 MIO € auf Sozialabgaben (Vorjahr: 85,6 MIO €) und 4,0 MIO € auf Aufwendungen für Altersversorgungen (Vorjahr: 3,6 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 21,9 % (Vorjahr: 22,3 %).
Wir legen seit Jahren besonderen Wert auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter. Die Qualifikationsstruktur liegt bei uns unverändert auf einem hohen Niveau: 97 % der Beschäftigten verfügen wie im Vorjahr über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 18,5 MIO € (Vorjahr: 18,3 MIO €). Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen.
Die Krankenquote betrug wie im Vorjahr 3,9 % und lag damit erneut unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,7 %. Die Fluktuation belief sich auf 9,9 % (Vorjahr: 7,7 %). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 2,0 % (Vorjahr: 2,6 %).
2019 war ein sehr erfolgreiches Jahr für DMG MORI mit erneuten Rekordwerten bei wichtigen Kennzahlen - und das in einem schwierigen Marktumfeld. Während die Werkzeugmaschinenbranche zum Teil deutlich höhere Einbußen hinnehmen musste, entwickelte sich unser Auftragseingang besser und erreichte plangemäß 2.563,1 MIO € (Vorjahr: 2.975,6 MIO €). Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch sank nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics 2019 erstmals seit drei Jahren um -2,8 % auf 72,1 MRD €.
Der Umsatz stieg um +2 % auf 2.701,5 MIO € und übertraf damit den Rekordwert des Vorjahres (2.655,1 MIO €). Auch beim Ergebnis legten wir weiter zu und erzielten neue Bestmarken: Das EBIT erreichte 221,7 MIO € (Vorjahr: 217,1 MIO €). Die EBIT-Marge lag wie im Vorjahr bei 8,2 %. Auch die Finanzlage entwickelte sich weiter positiv: Der Free Cashflow stieg auf den Rekordwert von 168,8 MIO € (Vorjahr: 154,2 MIO €).
Mit diesen Kennzahlen haben wir unsere Prognosen bestätigt - und das bei zunehmendem konjunkturellen Gegenwind. Mit Dynamik treiben wir unsere Zukunftsfelder weiter voran. Bestehendes und Bewährtes optimieren wir nachhaltig auf Exzellenz. So entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.
Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, Technologie-Exzellenz sowie die DMG MORI Qualified Products sind die strategischen Zukunftsfelder von DMG MORI. Exzellenz bei Qualität und Service hat für uns höchste Priorität. Hinzu kommt unser hoher Anspruch als attraktiver Arbeitgeber für unsere hochqualifizierten Mitarbeiter, die Harmonisierung von Systemen und Prozessen mit dem ERP-Projekt "GLOBE" sowie das Thema Nachhaltigkeit. Wir wollen unsere weltweiten Marktanteile weiter ausbauen und die hohe Innovationskraft als "Global One Company" nachhaltig stärken.
Chancen werden bei DMG MORI systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Dies geschieht außerhalb unseres Risikomanagementsystems und der zugehörigen Berichterstattung. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend "Rolling Forecasts" (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC in einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten definieren wir als operative Chancen. Darüber hinaus analysieren wir bestehende strategische Chancen der nächsten fünf Jahre vor dem Hintergrund bestehender und erwarteter zukünftiger Rahmenbedingungen.
Mit unserem globalen Customer-Relationship-Management-System (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen. So können wir zum Beispiel schnell und individuell wesentliche Chancen im Vertrieb und Service identifizieren und entsprechend handeln. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und können Chancen konsequent nutzen. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren.
Die Identifikation von sonstigen operativen Chancen erfolgt darüber hinaus im laufenden Managementprozess. Die definierten Chancen werden mit dem Vorstand diskutiert und darauf basierend kurzfristig Strategien abgeleitet.
Gesamtwirtschaftliche Chancen identifizieren wir durch unsere gezielte und umfassende Bearbeitung aller etablierten Marktregionen und bestehenden Wachstumsmärkte. DMG MORI ist mit 154 Vertriebs- und Servicegesellschaften weltweit präsent.
Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserem innovativen Produktportfolio und unserer durchgängigen Digitalisierungsstrategie. Um den technologischen Anforderungen gerecht zu werden, beinhaltet unser ausgewogenes Produktportfolio verschiedene Maschinentypen zu unterschiedlichen Preisniveaus. Insgesamt verzeichnet DMG MORI sowohl bei den Dreh- und Fräsmaschinen als auch Advanced Technologies weltweit weiterhin ein hohes Produktinteresse - wie die EMO Hannover eindrucksvoll belegte. Ein Fokus unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit liegt auf unseren fünf strategischen Zukunftsfeldern: Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, Technologie-Exzellenz und die DMG MORI Qualified Products.
Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für DMG MORI durch kontinuierliche Produktinnovationen und ganzheitliche Technologielösungen, die unseren Kunden den Weg in digitalisierte und voll automatisierte Fertigungstechnologien ermöglichen. Chancen liegen hier insbesondere in der digitalisierten Fertigung. Die hohe Qualität unserer Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen ist zudem ein Wettbewerbsvorteil. Unsere Qualitätsorientierung setzen wir konsequent in unserer gesamten Wertschöpfungskette um: von der Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und Service. Hieraus ergibt sich die Chance, unsere Position auf zahlreichen Märkten nachhaltig zu behaupten und kontinuierlich auszubauen.
Als Teil der "Global One Company" mit weltweit klar geordneten Vertriebs- und Servicestrukturen partizipieren wir direkt an dem deutschen Heimatmarkt, der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie auf den Märkten in China und Indien. Durch die DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir auch in Japan, Nord- und Südamerika und weiteren Teilen Asiens erfolgreich vor Ort. Gemeinsam betreuen wir über 100.000 Kunden aus 42 Branchen in 79 Ländern. Durch gemeinsame Entwicklungs-, Einkaufs-, Produktions- und Administrationsaktivitäten erzielen wir Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen und profitieren somit durch unsere enge Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED.
Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität, Einkauf und Logistik. Wir richten unsere Fertigungswerke sukzessive auf voll digitalisierte Prozesse insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik aus. Darüber hinaus erbringen wir unsere Leistungen nachhaltig für Umwelt und Gesellschaft. Chancen als ökologisch verantwortungsbewusster und nachhaltiger Hersteller von Investitionsgütern und Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen sehen wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie, 2020 CO2-neutral zu sein.
Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen und Anbieter ganzheitlicher Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für DMG MORI unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Risikoerkennung, -bewertung sowie aktiven -bekämpfung und beginnt auf allen Organisationsebenen. In sämtlichen Konzerngesellschaften besteht ein umfassendes Risikobewusstsein. Der ehrliche Umgang mit Risiken ist bei DMG MORI ausdrücklich erwünscht und wird aktiv gefördert. Wir leben eine offene Unternehmenskultur, um negative Entwicklungen frühzeitig auf jeder Hierarchieebene zu identifizieren und zu beheben. Jeder Mitarbeiter wird bei seiner Tätigkeit aktiv in die Risikominderung bzw. -eliminierung eingebunden.
Wir begegnen potenziellen Risiken durch ein umfassendes, integriertes und konzernweit agierendes Risikomanagementsystem, das wir kontinuierlich fachlich und organisatorisch weiterentwickeln. Es beinhaltet das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement.
Mit unserem Risikofrüherkennungssystem erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als operatives Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Wir erfassen, bewerten und steuern Risiken, deren inhärentes Potenzial durch Umweltzustände vorgegeben ist.
Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen:
1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist,
2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert,
3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken,
4. bereichsspezifischen, quartalsweisen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften,
5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken.
Das Risikofrüherkennungssystem beruht auf dem anerkannten COSO-Konzept. Das Ziel ist eine vollständige, verlässliche und konzernweite Erfassung der bestehenden Risikopotenziale sowie deren Zusammenfassung und Bewertung. Die Abfrage und Erarbeitung von Maßnahmen zur Risikoreduktion, eine kontinuierliche Überwachung und umfassendes Reporting erfolgt über alle Segmente der Geschäftstätigkeit.
Die Strategie unseres Risikofrüherkennungssystems basiert auf einer konzernweiten, systematischen Identifikation, Bewertung, Aggregation, Überwachung und Meldung der bestehenden Risiken und zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung. Diese Risiken werden in einem standardisierten Prozess in den einzelnen Konzerngesellschaften jeweils vierteljährlich identifiziert.
Risiken werden bei DMG MORI als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotenziale bewertet und mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuziehen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Risikomanagement, die aus drei Kategorien besteht: aktuelle Risiken, Katalogrisiken und sonstige Risiken. Aktuelle Risiken werden durch Vertreter in zentralen Bereichen aller Konzerngesellschaften vorab durchgeführt und in "Pre-Risk Assessment-Meetings" gezielt abgefragt. Auf Basis einer internen jährlichen Risiko -inventur wird zudem ein Risikokatalog erstellt. Inhalte sind verpflichtend zu melden. Darüber hinausgehende Risikobestände werden den sonstigen Risiken zugeordnet.
Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist so ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage darstellen zu können.
| ― |
Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können. |
| ― |
Zentrale Risiken sind Risiken, die - zumindest teilweise -nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung. |
| ― |
Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen. Hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind. |
Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien eines Risikoeintritts:
| Kein Risiko | 0 % |
| Sehr gering | 5 % |
| Unwahrscheinlich | 25 % |
| Möglich | 50 % |
Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 % werden mit den Nettorisikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Risikotragfähigkeit -definiert als Relation des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte und des gesamten Konzerneigenkapitals -stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wichtige Risikosteuerungsgröße dar.
| Unwesentlich | 1 - 10 MIO € |
| Moderat | > 10 - 25 MIO € |
| Wesentlich | > 25 MIO € |
Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen wurde vom Risikomanagement auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotragfähigkeit festgelegt.
Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage und einzelne Unternehmensbereiche informiert. Die Berichterstattung an den Aufsichtsrat erfolgt zweimal jährlich - jeweils zum 30. Juni und 31. Dezember - in Form eines umfassenden Risikoberichts. Der Vorstand erhält quartalsweise ein Risikoreporting. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern geprüft.
Das IKS von DMG MORI ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es berücksichtigt sowohl die deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch die relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX / Naibutousei konformen Dokumentation.
Das IKS dient der Risikominderung oder -eliminierung von steuerbaren Risiken in den täglichen Geschäftsprozessen. Das Ziel ist, eine durchgängige Umsetzung der strategischen und operativen Vorgaben des Vorstands sicherzustellen, betriebliche Effizienzziele zu erreichen und gesetzes-, normen- und wertebezogene Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
Ergänzend stellt das IKS die Vollständigkeit, Richtigkeit und Verlässlichkeit unseres Konzernabschlusses nach IFRS, der lokalen Abschlüsse und zugrunde liegenden Buchwerke sicher. Es umfasst alle Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen zur Sicherstellung der gesetzeskonformen Erfassung, Aufbereitung und Würdigung unternehmerischer Sachverhalte sowie deren anschließende Übernahme in die betreffenden Abschlüsse.
In unserem IKS werden - aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse - die steuerbaren Risiken erfasst. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontrollaktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und auch aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktionstrennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher.
Das IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung zu gewährleisten. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung.
Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden, wie die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung erfolgt zentral durch das Konzernrechnungswesen. DMG MORI bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet.
Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch die interne Revision und einer stichprobenweisen Prüfung. Die Ergebnisse werden an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrolliert und ausgewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert.
Als weiteren Teil des Risikomanagements hat DMG MORI ein zentrales Versicherungsmanagement, das wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert.
| Risikoart | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung |
| Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und absatzbezogene Risiken | Möglich | Wesentlich |
| Unternehmensstrategische Risiken | Unwahrscheinlich | Moderat |
| Produktionsrisiken | Unwahrscheinlich | Moderat |
| Beschaffungs- und Einkaufsrisiken | Unwahrscheinlich | Moderat |
| Forschungs- und Entwicklungsrisiken | Unwahrscheinlich | Unwesentlich |
| Personalrisiken | Unwahrscheinlich | Unwesentlich |
| IT-Risiken | Möglich | Unwesentlich |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | Unwahrscheinlich | Unwesentlich |
| Rechtliche Risiken | Unwahrscheinlich | Unwesentlich |
| Steuerrisiken | Sehr gering | Unwesentlich |
| Sonstige Risiken | Unwahrscheinlich | Unwesentlich |
Gesamtwirtschaftliche Risiken bestehen aus einer weiteren konjunkturellen Abkühlung mit einer signifikant rückläufigen Investitionsneigung. Neben einer negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind hier insbesondere die Auswirkungen globaler Unsicherheiten, wie dem Handelskonflikt zwischen den USA und China und die Folgen einer möglichen weiteren Verschärfung des Nahostkonflikts mit einem direkten Einfluss auf den Rohölpreis zu berücksichtigen. Einen hohen Unsicherheitsfaktor stellt die zunehmend weltweite Ausbreitung des Corona-Virus dar, dessen Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie derzeit noch nicht absehbar sind. Durch das Corona-Virus können konkrete Risiken aus Nachfrageausfällen weltweit für exportorientierte Unternehmen entstehen. Zudem können Produktionsrisiken aus einer Unterbrechung der Lieferketten, temporären Fabrikschließungen und Verzögerungen von Lieferzeiten entstehen. Darüber hinaus kann es zu Einschränkungen im Vertrieb und Service kommen, die auch kundenseitig bedingt sein können. Hinzu kommen Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, die sowohl starke lokale Auswirkungen auf die jeweiligen Volkswirtschaften als auch auf die Weltwirtschaft haben können. Es muss insgesamt von einer möglichen Eintrittswahrscheinlichkeit und einer wesentlichen Auswirkung auch auf unsere Geschäftstätigkeit ausgegangen werden.
Für Deutschland wird im Jahr 2020 eine weitere deutliche Abnahme der konjunkturellen Wachstumsdynamik erwartet, die sich auf die Nachfrage nach Investitionsgütern mit einem Rückgang der Industrieproduktion auswirken kann.
In Europa wird ebenfalls eine nachlassende konjunkturelle Dynamik erwartet, die durch die weiterhin mangelnde Umsetzung notwendiger Strukturreformen in mehreren Euroländern zu verstärkter Unsicherheit führen kann. Bereits jetzt sind Auswirkungen auf das Investitionsverhalten und Konsumentenvertrauen deutlich erkennbar. Insbesondere in Italien könnte sich die Lage kurzfristig verschärfen. Die Auswirkungen des weiterhin organisatorisch ungeklärten Austritts Großbritanniens aus der EU können zukünftig unser lokales Geschäft in Großbritannien, aber auch weitere Länder der EU negativ beeinflussen. Die russische Wirtschaft erholt sich unverändert nur langsam von den konjunkturellen Einbrüchen und Sanktionen der vergangenen Jahre. Durch eine erneute Verschärfung von politischen Konflikten mit dem Ausland sind weitere Sanktionen möglich, die einen negativen Einfluss auf die russische Volkswirtschaft haben können. In den USA ist zu erkennen, dass die Pläne des Präsidenten für eine Revision bestehender Freihandelsabkommen und Rückkehr zum Protektionismus weiterverfolgt, aber bisher nur eingeschränkt umgesetzt werden. Durch die bestehenden Unsicherheiten können aber erhebliche Risiken aus der zukünftigen politischen, fiskalischen und handelspolitischen Ausrichtung der USA resultieren. Ein weltweiter konjunktureller Rückgang könnte einen wesentlichen Einfluss auf den Markt für Werkzeugmaschinen und somit den Auftragseingang haben. Wir begegnen diesen Risiken mit einem kontinuierlichen Monitoring der konjunkturellen Entwicklung und gegebenenfalls notwendigen Maßnahmen. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen aus politischen oder ökonomischen Krisen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi, russischem Rubel und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen. Zudem würde eine mögliche Aufwertung des japanischen Yen unsere Bezugskosten von Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED erhöhen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer regionalisierten Produktion entgegen.
Branchenspezifische und absatzbezogene Risiken ergeben sich aufgrund eines weiterhin intensiven Wettbewerbs mit hohem Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen, der sich bei einer wesentlichen konjunkturellen Abkühlung noch weiter verstärken könnte. Diesem intensiven Wettbewerb begegnen wir mit dem technologischen Vorsprung unserer Produkte und einer klaren Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Spezifische Absatzrisiken können sich durch die stark rückläufige Investitionstätigkeit der Automobilindustrie und der zugehörigen Zulieferer als Folge des aktuellen Strukturwandels ergeben. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten können Risiken resultieren, da sie einen direkten Einfluss auf die Zulässigkeit der Belieferung von Ländern, Märkten, Industriesegmenten oder spezifischen Kunden haben können. Durch Veränderungen in Folge von Sanktionen können wesentliche Absatzrisiken kurzfristig entstehen.
Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, einer umfassenden globalen Messepräsenz und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Als Folge der konzernweiten Einführung eines neuen ERP-Systems können durch unvorhergesehene Ereignisse negative Einflüsse auf die operative Geschäftstätigkeit entstehen. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern werden im Konzerninteresse getroffen.
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken können sich im Bereich von Schlüsselgütern aufgrund von Preiserhöhungen bei Materialien für Werkzeugmaschinen ergeben. Zusätzlich kann eine hohe Auslastung bei den Lieferanten für Kostensteigerungspotenziale sorgen. Weitere Risiken bestehen in möglichen Lieferantenausfällen und Qualitätsproblemen. Diesen begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie einem internationalen Sourcing mit mindestens zwei Lieferanten für die wesentlichen Materialien und einem verstärktem In-Sourcing von Schlüsselkomponenten.
Produktionsrisiken, wie beispielsweise Fertigungsineffizienzen oder potenzielle Qualitätsrisiken kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und -bestand, Montage- und Fertigungsfortschritt, Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen sowie mit einem aktiven IP-Management u.a. bestehend aus der Anmeldung eigener IPs und der konsequenten Durchsetzung unserer Rechte. So wollen wir unseren Technologievorsprung sichern. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Wir führen sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen sowie freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung dieser und weiterer Abfälle. Zudem versuchen wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung der Umwelt zu gewährleisten.
Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch einen konzernweit einheitlichen Produktentwicklungsprozess sowie der frühen Einbindung von unserem Vertrieb und Service entgegen. Hinzu kommt die sehr eng abgestimmte Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen. Wir vermeiden unkalkulierbare Forschungsund Entwicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten.
Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Eine permanente Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge.
IT-Risiken entstehen durch die Vernetzung unserer internen Systeme. Es könnten Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Zudem sehen wir uns den Risiken einer organisierten Datenausspähung, Erpressung, Cyberkriminalität und betrügerischen Scammingaktivitäten ausgesetzt. Im Geschäftsjahr 2019 hat sich die negative Entwicklung signifikant verschärft. Die konkrete Bedrohungslage hat erkennbar zugenommen. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir durch eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, regelmäßigen Investitionen in Hard- und Software, dem Einsatz von Virenscannern, Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zudem schaffen wir ein angemessenes Bewusstsein bei unseren Mitarbeitern, indem wir diese in regelmäßigen Abständen über entsprechende Risiken und die bestehende Bedrohungslage informieren und schulen.
Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren segmentübergreifend u. a. aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von DMG MORI sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und eine Avaltranche enthält und bis Februar 2022 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Alle Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich tragen wir Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen kann. Weitere Informationen zu den Risiken nach IFRS 7 stehen im Konzernanhang auf Seite 141 ff.
Rechtliche Risiken können sich insbesondere ergeben aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen, die sich auch durch unser Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen sowohl vom Umfang als auch zeitlich grundsätzlich beschränkt. Abweichungen zu diesem Vorgehen sind durch den Vorstand gesondert zu genehmigen.
Steuerrisiken bestehen durch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge bzw. Zinsvorträge, die nicht wertberichtigt wurden. Wir gehen von einer Nutzbarkeit dieser Steuerminderungspotenziale durch zukünftig zu versteuernde Einkünfte aus. Wir nehmen zudem an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Bei Betriebsprüfungen können sich Nachforderungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten ergeben. Sollte die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.
Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der Berichterstattung im Geschäftsbericht 2018 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltener Vorstands- und Statussitzungen. Auf Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich.
Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) ein Wachstum der Weltwirtschaft von +3,1 %. Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Anstieg des BIP von lediglich +0,7 % prognostiziert. Insgesamt soll die Wirtschaft im Euroraum wenig Dynamik entwickeln und das BIP nur um +1,2 % zunehmen. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich +5,8 % auch im laufenden Jahr die wachstumsstärkste Region sein. In China ist ein Ende der Konjunkturschwäche weiterhin nicht in Sicht. Das prognostizierte Wachstum verlangsamt sich auf +5,9 %. Die Wirtschaft in Japan schwächt sich mit einem Wachstum von +0,6 % weiter ab. Die Konjunktur in den USA soll weiter an Schwung verlieren und laut Schätzungen des IfW um +1,5 % wachsen.
Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch soll im Jahr 2020 weiter rückläufig sein. VDW und Oxford Economics prognostizieren einen Rückgang von -0,6 % auf 71,7 MRD € (Vorjahr: -2,8 %; 72,1 MRD €). Angesichts der bestehenden globalen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass diese Prognosen unterjährig angepasst werden.
Nach Aussagen des VDW und Oxford Economics soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch in Deutschland mit -14,5 % deutlich stärker zurückgehen als in vielen anderen Ländern (Vorjahr: +6,5 %).
In Europa wird von einem Rückgang des Verbrauchs von -4,4 % ausgegangen. Vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Automobilindustrie soll der Rückgang in Deutschland und Frankreich besonders massiv zu spüren sein.
Für Asien wird ein leichter Anstieg des Verbrauchs von +1,4 % erwartet. Auf Länderebene betrachtet wird der Markt China voraussichtlich um +1,3 % wachsen. In Japan erwartet man dagegen einen erneuten Rückgang von -3,8 %. In den USA gehen VDW und Oxford Economics ebenfalls von einer rückläufigen Entwicklung des Werkzeugmaschinen-Verbrauchs von -2,1 % aus.
Weltweit soll die Nachfrage nach Investitionsgütern weiter an Dynamik verlieren. Gründe sind die globale Konjunkturschwäche, der Handelskonflikt zwischen den USA und China, der Nahost-Konflikt sowie der industrielle Strukturwandel. Hinzu kommt die Unklarheit über die Auswirkungen des EU-Austritts Großbritanniens, künftige Preisentwicklungen für Rohstoffe und Energie sowie die zunehmend weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, dessen Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie derzeit noch nicht absehbar sind. Vor diesem Hintergrund ist eine Korrektur der Prognosen bei sich weiter verschlechternden weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.
Als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Technologielösungen für die Fertigungsindustrie wollen wir auch künftig unsere Marktposition weiter ausbauen. Dazu forcieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED als "Global One Company" die Umsetzung unseres Mottos "Dynamic . Excellence".
Unsere Unternehmensstrategie hat das Ziel, Innovationen in der Fertigungsindustrie aktiv zu fördern und den dynamischen Kundenanforderungen in Zukunft noch stärker als bisher mit durchgängigen Lösungen zu begegnen. Mit einem ganzheitlichen Angebot von Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unseren DMQP wollen wir für unsere Kunden auch in Zukunft weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service zukunftsweisender Werkzeugmaschinen.
Neben unseren fünf strategischen Zukunftsfeldern - Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing und Technologie-Exzellenz sowie DMQP - fokussieren wir uns auf Qualität und Service, das ERP-Projekt "GLOBE", Mitarbeiter und Nachhaltigkeit. Mit Dynamik und Exzellenz werden wir auch 2020 wieder alles geben, um unsere Kunden erfolgreich zu machen. Zudem haben wir uns ein ambitioniertes Nachhaltigkeitsziel gesetzt: 2020 werden wir CO2-neutral sein.
Auch 2020 ist ein herausforderndes Jahr. Das Marktumfeld wird spürbar schwieriger. Hinzu kommt die zunehmend weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, dessen Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie derzeit noch nicht absehbar sind. Verlässliche Aussagen zum Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von DMG MORI sind daher nur schwer vollständig quantifizierbar.
Für das Gesamtjahr rechnen wir vor diesem Hintergrund und der 2019 erfolgten Veräußerung der Energy Solutions mit einem Auftragseingang und einem Umsatz von rund 1,8 - 2,0 MRD €. Das EBIT soll rund 80 - 100 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 10 - 30 MIO € liegen.
Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2020 den notwendigen Liquiditätsbedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir zum Jahresende ein moderat ansteigendes Niveau.
Die Finanzierungsstruktur soll im Wesentlichen unverändert bleiben. Strategische Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finanziellen Mitteln abgedeckt werden.
Für das Geschäftsjahr 2020 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 85 MIO €. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen weiterhin der Ausbau und die Modernisierung unseres Produktionswerks in Pfronten. Zudem investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Harmonisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen.
Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir unsere Innovationsstrategie nachhaltig vorantreiben. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir erneut eine Vielzahl an Innovationen aus den Bereichen Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, Technologie-Exzellenz sowie DMG MORI Qualified Products (DMQP) und verfolgen konsequent unsere "First Quality"-Strategie.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen bei rund 60 MIO € liegen. Insgesamt sollen wiederum 15 % der Belegschaft in den Werken im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten.
Die Weltwirtschaft ist weiterhin durch globale Unsicherheiten gekennzeichnet. Nach den vorläufigen Prognosen des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics soll der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch 2020 mit -0,6 % erneut rückläufig sein (Vorjahr: -2,8 %). Angesichts der bestehenden globalen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass diese Verbandsprognosen unterjährig angepasst werden. Hinzu kommt die zunehmend weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, dessen Ausmaß, Dauer und negative Folgen für die Gesamtwirtschaft und Industrie derzeit noch nicht absehbar sind. Verlässliche Aussagen zum Einfluss auf die Geschäftsentwicklung von DMG MORI sind daher nur schwer vollständig quantifizierbar.
Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir vor diesem Hintergrund und der 2019 erfolgten Veräußerung der Energy Solutions mit einem Auftragseingang und einem Umsatz von rund 1,8 - 2,0 MRD €. Das EBIT soll rund 80 - 100 MIO € betragen und der Free Cashflow bei rund 10 - 30 MIO € liegen. Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sollen rund 85 MIO € betragen und im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden.
Unsere hohe Innovationskraft als "Global One Company" wollen wir nachhaltig stärken. Dynamik und Exzellenz bei Technologie, Service und Qualität werden auch das laufende Geschäftsjahr prägen. Mit Dynamik treiben wir weiter unsere strategischen Zukunftsfelder voran und optimieren Bestehendes nachhaltig auf Exzellenz.
| D. 01 | Anhang | 2019 T€ |
2018 T€ |
| Umsatzerlöse | 6 | 2.701.489 | 2.655.128 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -16.388 | 6.481 | |
| Aktivierte Eigenleistungen | 7 | 20.962 | 6.326 |
| Gesamtleistung | 2.706.063 | 2.667.935 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 8 | 83.029 | 74.182 |
| Betriebsleistung | 2.789.092 | 2.742.117 | |
| Materialaufwand | 9 | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1.278.463 | 1.264.442 | |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 245.580 | 215.660 | |
| 1.524.043 | 1.480.102 | ||
| Personalaufwand | 10 | ||
| Löhne und Gehälter | 501.829 | 506.661 | |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 90.536 | 89.236 | |
| 592.365 | 595.897 | ||
| Abschreibungen und Wertminderungen | 11 | 78.104 | 63.729 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 12 | 372.842 | 385.256 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 221.738 | 217.133 | |
| Finanzerträge | 13 | ||
| Zinserträge | 5.431 | 4.280 | |
| Sonstige Erträge | 215 | 170 | |
| 5.646 | 4.450 | ||
| Finanzaufwendungen | 14 | ||
| Zinsaufwendungen | 9.538 | 8.969 | |
| Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen | 506 | 456 | |
| Sonstige Finanzaufwendungen | 722 | 760 | |
| 10.766 | 10.185 | ||
| Finanzergebnis | -5.120 | -5.735 | |
| Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen | 15 | 2.548 | 3.388 |
| Ergebnis vor Steuern | 219.166 | 214.786 | |
| Ertragsteuern | 16 | 64.724 | 65.256 |
| Jahresüberschuss | 154.442 | 149.530 | |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend | 151.874 | 148.257 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallend | 17 | 2.568 | 1.273 |
| Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (unverwässert) | 18 | 1,93 | 1,88 |
| Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (verwässert) | 18 | 1,93 | 1,88 |
| D.02 | Anhang | 2019 T€ |
2018 T€ |
| Jahresüberschuss | 154.442 | 149.530 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Neubewertung aus Leistungsorientierten Versorgungsplänen | -6.164 | 5.956 | |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | -322 | 0 | |
| Ertragsteuern | 1.759 | -1.526 | |
| Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | -4.727 | 4.430 | |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 21.511 | -25.217 | |
| Nettoinvestitionen | 1.035 | 1.220 | |
| Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten | 39 | -49 | -377 |
| Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust | -46 | 585 | |
| Ertragsteuern | 29 | 28 | -63 |
| Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | 22.479 | -23.852 | |
| Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 17.752 | -19.422 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 172.194 | 130.108 | |
| Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis | 169.215 | 128.956 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis | 2.979 | 1.152 |
| D.03 CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT | Anhang | 2019 T€ |
2018 T€ |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 219.166 | 214.786 | |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 11 | 78.104 | 63.729 |
| Finanzergebnis | 13, 14 | 5.120 | 5.735 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen | -6.484 | -4.094 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 30, 31 | 12.819 | 44.563 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens | -833 | -596 | |
| Ertragsteuererstattungen | 1.541 | 2.264 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -77.620 | -51.146 | |
| Erhaltene Zinsen | 4.349 | 4.599 | |
| Gezahlte Zinsen | -9.298 | -9.151 | |
| Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten | |||
| Vorräte | 24 | 18.802 | -85.718 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 23, 25 | 43.934 | -42.832 |
| Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | 27.925 | -24.804 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 34 | 30.767 | 30.428 |
| Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit | -114.165 | 82.615 | |
| 40 | 234.127 | 230.378 | |
| CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 31.379 | 5.722 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -71.225 | -60.832 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -25.502 | -21.104 | |
| Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen | 40 | -5.450 | -1.500 |
| Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen | 40 | 812 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | 40 | -44.237 | -8.754 |
| Auszahlungen für gewährte Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen | 25 | 0 | -250.000 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 40 | 40 | 21.406 |
| -114.183 | -315.062 | ||
| CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | |||
| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzschulden | 40 | 0 | -37.765 |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH | 40 | -99.326 | -89.865 |
| Einzahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochtergesellschaften | 40 | 0 | 4.094 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -19.588 | 0 | |
| 40 | -118.914 | -123.536 | |
| Zahlungswirksame Veränderung | 1.030 | -208.220 | |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds | 294 | -2.504 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 27 | 152.681 | 363.405 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember | 27 | 154.005 | 152.681 |
Aktiva
| D.04 | Anhang | 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 19 | 138.082 | 139.399 |
| Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 19 | 61.464 | 50.973 |
| Sachanlagen | 20 | 506.579 | 434.880 |
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 22 | 84.202 | 58.851 |
| Beteiligungen | 21 | 25.595 | 2.403 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 23 | 7 | 1.263 |
| Sonstige Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 23 | 9.627 | 11.963 |
| Sonstige Langfristige Vermögenswerte | 23 | 3.747 | 2.757 |
| Latente Steuern | 28 | 62.555 | 55.606 |
| 891.858 | 758.095 | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | 24 | 611.810 | 625.381 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 25 | 212.637 | 226.989 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen | 25 | 12.472 | 21.244 |
| Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 25 | 461.550 | 480.705 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 25 | 33 | 47 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 6 | 9.060 | 33.260 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 26 | 46.740 | 60.241 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 26 | 69.125 | 81.272 |
| Ertragsteuerforderungen | 276 | 584 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 27 | 154.005 | 152.681 |
| 1.577.708 | 1.682.404 | ||
| Bilanzsumme | 2.469.566 | 2.440.499 | |
|
PASSIVA |
|||
| D.04 | Anhang | 31.12.2019 T€ |
31.12.2018 T€ |
| EIGENKAPITAL | |||
| Gezeichnetes Kapital | 29 | 204.927 | 204.927 |
| Kapitalrücklage | 29 | 498.485 | 498.485 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | 29 | 563.702 | 489.823 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | 1.267.114 | 1.193.235 | |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 29 | 14.335 | 4.453 |
| Summe Eigenkapital | 1.281.449 | 1.197.688 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen für Pensionen | 30 | 43.008 | 37.828 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 31 | 51.389 | 58.180 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 3 | 43.469 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 6 | 4.072 | 1.890 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 157 | 8.205 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 33 | 2.444 | 2.649 |
| Latente Steuern | 28 | 3.124 | 2.505 |
| 147.663 | 111.257 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Andere kurzfristige Rückstellungen | 31 | 231.408 | 209.245 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 3 | 17.886 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 34 | 207.368 | 195.393 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen | 34 | 7.401 | 2.266 |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 34 | 234.038 | 236.613 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 34 | 800 | 0 |
| Steuerschulden | 20.329 | 17.850 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6 | 214.551 | 342.575 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 6 | 23.698 | 21.532 |
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 6 | 9.060 | 33.260 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 34 | 28.064 | 31.124 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 34 | 45.851 | 41.696 |
| 1.040.454 | 1.131.554 | ||
| Bilanzsumme | 2.469.566 | 2.440.499 |
| D.05 | Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | ||
| in T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
| Stand 01.01.2019 | 204.927 | 498.485 | 519.517 |
| Gesamtergebnis | |||
| Jahresüberschuss | 151.874 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | |||
| Nettoinvestitionen | |||
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments -Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | -322 | ||
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | |||
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -4.405 | ||
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -4.727 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 147.147 | ||
| Transaktionen mit Eigentümern | |||
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | -3.217 | ||
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen mit Kontrollwechsel | |||
| Einlagen | |||
| Dividenden | |||
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | ||
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2019 | -95.742 | ||
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | -95.336 | ||
| Stand 31.12.2019 | 204.927 | 498.485 | 571.328 |
| D.05 | Gewinnrücklagen und andere Rücklagen |
| in T€ | Unterschiede aus der Währungsumrechnung |
| Stand 01.01.2019 | -29.675 |
| Gesamtergebnis | |
| Jahresüberschuss | |
| Sonstiges Ergebnis | |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 21.100 |
| Nettoinvestitionen | 1.035 |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments -Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | |
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | |
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | |
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 22.135 |
| Gesamtergebnis der Periode | 22.135 |
| Transaktionen mit Eigentümern | |
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | |
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen mit Kontrollwechsel | |
| Einlagen | |
| Dividenden | |
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2019 | |
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | |
| Stand 31.12.2019 | -7.540 |
| D.05 | Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | |
| in T€ | Marktbewertung Finanzderivate | Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT |
| Stand 01.01.2019 | -19 | 1.193.235 |
| Gesamtergebnis | ||
| Jahresüberschuss | 151.874 | |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 21.100 | |
| Nettoinvestitionen | 1.035 | |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments -Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | -322 | |
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | -67 | -67 |
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -4.405 | |
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -67 | 17.341 |
| Gesamtergebnis der Periode | -67 | 169.215 |
| Transaktionen mit Eigentümern | ||
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | -3.217 | |
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen mit Kontrollwechsel | ||
| Einlagen | ||
| Dividenden | ||
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2019 | -95.742 | |
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | -95.336 | |
| Stand 31.12.2019 | -86 | 1.267.114 |
| D.05 | ||
| in T€ | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Summe |
| Stand 01.01.2019 | 4.453 | 1.197.688 |
| Gesamtergebnis | ||
| Jahresüberschuss | 2.568 | 154.442 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 411 | 21.511 |
| Nettoinvestitionen | 1.035 | |
| FVOCI -Eigenkapitalinvestments -Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts | -322 | |
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | -67 | |
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | -4.405 | |
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 411 | 17.752 |
| Gesamtergebnis der Periode | 2.979 | 172.194 |
| Transaktionen mit Eigentümern | ||
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel | 7.311 | 4.094 |
| Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen mit Kontrollwechsel | 405 | 405 |
| Einlagen | 1.147 | 1.147 |
| Dividenden | -1.960 | -1.960 |
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2019 | -95.742 | |
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | 6.903 | -88.433 |
| Stand 31.12.2019 | 14.335 | 1.281.449 |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 129 ff.
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | |||
| in T€ | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen |
| Stand 01.01.2018 | 204.927 | 498.485 | 464.058 |
| Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) | -1.525 | ||
| Stand 01.01.2018 | 204.927 | 498.485 | 462.533 |
| Gesamtergebnis | |||
| Jahresüberschuss | 148.257 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | |||
| Nettoinvestitionen | |||
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | |||
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 4.430 | ||
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | 4.430 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 152.687 | ||
| Transaktionen mit Eigentümern | |||
| Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel | |||
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | ||
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 | -99.326 | ||
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | -95.703 | ||
| Stand 31.12.2018 | 204.927 | 498.485 | 519.517 |
| Gewinnrücklagen und andere Rücklagen | |||
| in T€ | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | Marktbewertung Finanzderivate | Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT |
| Stand 01.01.2018 | -5.799 | -164 | 1.161.507 |
| Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) | -1.525 | ||
| Stand 01.01.2018 | -5.799 | -164 | 1.159.982 |
| Gesamtergebnis | |||
| Jahresüberschuss | 148.257 | ||
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -25.096 | -25.096 | |
| Nettoinvestitionen | 1.220 | 1.220 | |
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | 145 | 145 | |
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 4.430 | ||
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -23.876 | 145 | -19.301 |
| Gesamtergebnis der Periode | -23.876 | 145 | 128.956 |
| Transaktionen mit Eigentümern | |||
| Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel | |||
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | ||
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 | -99.326 | ||
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | -95.703 | ||
| Stand 31.12.2018 | -29.675 | -19 | 1.193.235 |
| in T€ | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Summe |
| Stand 01.01.2018 | 3.111 | 1.164.618 |
| Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 9, IFRS 15 (nach Steuern) | -137 | -1.662 |
| Stand 01.01.2018 | 2.974 | 1.162.956 |
| Gesamtergebnis | ||
| Jahresüberschuss | 1.273 | 149.530 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | -121 | -25.217 |
| Nettoinvestitionen | 1.220 | |
| Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) | 145 | |
| Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) | 4.430 | |
| Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern | -121 | -19.422 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.152 | 130.108 |
| Transaktionen mit Eigentümern | ||
| Erwerb / Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne / mit Kontrollwechsel | 327 | 327 |
| Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen | 3.623 | |
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2018 | -99.326 | |
| Summe der Transaktionen mit Eigentümern | 327 | -95.376 |
| Stand 31.12.2018 | 4.453 | 1.197.688 |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 129 ff.
| in T€ | Stand zum 01.01.2019 | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | Sonstige Veränderungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Zugänge | Abgänge |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 139.399 | -6 | 0 | -1.311 | 0 | 0 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 135.490 | 1 | -1.859 | -68 | 4.619 | 0 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 137.126 | 76 | 1.248 | -104 | 20.883 | -6.009 |
| 412.015 | 71 | -611 | -1.483 | 25.502 | -6.009 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 440.606 | 10.433 | -307 | 0 | 10.391 | -47.032 |
| Nutzungsrecht Grundstücke und Bauten | 27.991 * | 940 | 0 | -138 | 1.552 | 761 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 117.317 | 2.510 | 5.433 | -43 | 16.868 | -7.086 |
| Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen | 12.580 * | 634 | 0 | 0 | 2.202 | -484 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 251.679 | 1.428 | -3.194 | -235 | 13.736 | -13.686 |
| Nutzungsrecht Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25.718 * | 841 | 0 | -39 | 9.571 | -3.774 |
| Anlagen im Bau | 30.407 | 446 | -17 | 0 | 30.230 | -202 |
| 906.298 | 17.232 | 1.915 | -455 | 84.550 | -71.503 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 50.961 | 944 | 0 | 0 | 21.859 | 0 |
| Beteiligungen | 9.785 | 0 | 0 | 0 | 23.273 | -81 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 60.754 | 944 | 0 | 0 | 45.132 | -81 | |
| Anlagevermögen gesamt | 1.379.067 | 18.247 | 1.304 | -1.938 | 155.184 | -77.593 |
| in T€ | Umbuchungen | Stand zum 31.12.2019 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 138.082 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 0 | 138.183 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 77 | 153.297 |
| 77 | 429.562 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 16.761 | 430.852 |
| Nutzungsrecht Grundstücke und Bauten | 0 | 31.106 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.634 | 140.633 |
| Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 14.932 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.719 | 251.447 |
| Nutzungsrecht Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 221 | 32.538 |
| Anlagen im Bau | -24.412 | 36.452 |
| -77 | 937.960 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 73.764 |
| Beteiligungen | 0 | 32.977 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 8 |
| 0 | 106.749 | |
| Anlagevermögen gesamt | 0 | 1.474.271 |
| in T€ | Stand zum 01.01.2019 | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | Sonstige Veränderungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Zugänge | Abgänge |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Entwicklungskosten | 118.552 | 1 | -1.970 | -67 | 7.047 | 0 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 103.091 | 58 | 1.258 | -100 | 8.138 | -5.992 |
| 221.643 | 59 | -712 | -167 | 15.185 | -5.992 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 142.953 | 948 | 27 | 0 | 18.199 | -17.772 |
| Nutzungsrecht Grundstücke und Bauten | 0 | 225 | 0 | -20 | 3.778 | -1.138 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 78.025 | 897 | 1.017 | -39 | 6.488 | -6.750 |
| Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 11 | 0 | 0 | 3.647 | -385 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 183.915 | 931 | 830 | -215 | 18.295 | -12.996 |
| Nutzungsrecht Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 14 | 0 | -4 | 12.512 | -2.250 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 236 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 405.129 | 3.028 | 1.874 | -278 | 62.919 | -41.291 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | -7.890 | 0 | -2.548 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | 7.384 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -500 | 0 | -2.548 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 626.272 | 3.087 | -1.386 | -445 | 78.104 | -47.283 |
| Restbuchwert | ||||
| in T€ | Umbuchungen | Stand zum 31.12.2019 | Stand zum 31.12.2019 | Stand zum 31.12.2018 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 138.082 | 139.399 |
| Entwicklungskosten | 0 | 123.563 | 14.620 | 16.938 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 0 | 106.453 | 46.844 | 34.035 |
| 0 | 230.016 | 199.546 | 190.372 | |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke und Bauten | 0 | 144.355 | 286.497 | 297.653 |
| Nutzungsrecht Grundstücke und Bauten | 0 | 2.845 | 28.261 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 79.638 | 60.995 | 39.292 |
| Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 3.273 | 11.659 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 190.760 | 60.687 | 67.764 |
| Nutzungsrecht Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 0 | 10.272 | 22.266 | 0 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 238 | 36.214 | 30.171 |
| 0 | 431.381 | 506.579 | 434.880 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0 | -10.438 | 84.202 | 58.851 |
| Beteiligungen | 0 | 7.384 | 25.593 | 2.401 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 6 | 2 | 2 |
| 0 | -3.048 | 109.797 | 61.254 | |
| Anlagevermögen gesamt | 0 | 658.349 | 815.922 | 686.506 |
*
Erfassung Nutzungsrecht aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 16
| in T€ | Stand zum 01.01.2018 | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | Sonstige Veränderungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Zugänge | Abgänge |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 139.419 | -20 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 132.116 | -3 | -985 | 0 | 4.434 | -72 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 113.417 | -9 | 7.571 | 0 | 16.670 | -580 |
| 384.952 | -32 | 6.586 | 0 | 21.104 | -652 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 439.082 | -9.206 | 95 | 0 | 15.200 | -7.816 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 120.794 | -2.543 | -163 | 0 | 3.441 | -4.989 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 242.705 | -1.217 | 375 | 0 | 13.445 | -5.144 |
| Anlagen im Bau | 9.387 | -558 | -1.075 | 0 | 28.746 | -493 |
| 811.968 | -13.524 | -768 | 0 | 60.832 | -18.442 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 39.905 | 1.856 | 746 | 0 | 8.454 | 0 |
| Beteiligungen | 9.491 | 0 | 0 | 0 | 300 | -6 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 8 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 49.404 | 1.856 | 746 | 0 | 8.754 | -6 | |
| Anlagevermögen gesamt | 1.246.324 | -11.700 | 6.564 | 0 | 90.690 | -19.100 |
| in T€ | Umbuchungen | Stand zum 31.12.2018 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 139.399 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 0 | 135.490 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 57 | 137.126 |
| 57 | 412.015 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 3.251 | 440.606 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 777 | 117.317 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.515 | 251.679 |
| Anlagen im Bau | -5.600 | 30.407 |
| -57 | 840.009 | |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 50.961 |
| Beteiligungen | 0 | 9.785 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 8 |
| 0 | 60.754 | |
| Anlagevermögen gesamt | 0 | 1.312.778 |
| in T€ | Stand zum 01.01.2018 | Unterschiede aus der Währungsumrechnung | Sonstige Veränderungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Zugänge | Abgänge |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 108.511 | -3 | -986 | 0 | 11.101 | -71 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 85.760 | -10 | 8.164 | 0 | 9.489 | -312 |
| 194.271 | -13 | 7.178 | 0 | 20.590 | -383 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 127.214 | -428 | 11 | 0 | 16.742 | -585 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 74.167 | -680 | 327 | 0 | 8.519 | -4.272 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 170.340 | -435 | 338 | 0 | 17.878 | -4.243 |
| Anlagen im Bau | 242 | -6 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 371.963 | -1.549 | 676 | 0 | 43.139 | -9.100 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | -5.248 | 0 | -2.642 | 0 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | 7.384 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.142 | 0 | -2.642 | 0 | 0 | 0 | |
| Anlagevermögen gesamt | 568.376 | -1.562 | 5.212 | 0 | 63.729 | -9.483 |
| in T€ | Umbuchungen | Stand zum 31.12.2018 | Restbuchwert Stand zum 31.12.2018 | Stand zum 31.12.2017 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 0 | 139.399 | 139.419 |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 0 | 118.552 | 16.938 | 23.605 |
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 0 | 103.091 | 34.035 | 27.657 |
| 0 | 221.643 | 190.372 | 190.681 | |
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke und Bauten | -1 | 142.953 | 297.653 | 311.868 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -36 | 78.025 | 39.292 | 46.627 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37 | 183.915 | 67.764 | 72.365 |
| Anlagen im Bau | 0 | 236 | 30.171 | 9.145 |
| 0 | 405.129 | 434.880 | 440.005 | |
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an at equity bewerteten Unternehmen | 0 | -7.890 | 58.851 | 45.153 |
| Beteiligungen | 0 | 7.384 | 2.401 | 2.107 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 6 | 2 | 2 |
| 0 | -500 | 61.254 | 47.262 | |
| Anlagevermögen gesamt | 0 | 626.272 | 686.506 | 677.948 |
| "Werkzeugmaschinen" | Veränderungen gegenüber Vorjahr | "Industrielle Dienstleistungen" | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 1.117.024 | 1.093.591 | 23.433 | 2,1 % | 72.113 | 60.014 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.433.209 | 1.454.180 | -20.971 | -1,4 % | 1.268.106 | 1.200.757 |
| EBIT | 112.236 | 126.832 | -14.596 | -11,5 % | 136.202 | 120.211 |
| Finanzergebnis | -1.597 | -1.546 | -51 | -3,3 % | -5.464 | -6.519 |
| davon Zinserträge | 3.123 | 2.325 | 798 | 34,3 % | 4.637 | 3.491 |
| davon Zinsaufwendungen | -4.585 | -3.813 | -772 | -20,2 % | -6.337 | -6.959 |
| Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen | -185 | -94 | -91 | -96,8 % | 0 | 0 |
| EBT | 110.454 | 125.192 | -14.738 | -11,8 % | 130.738 | 113.692 |
| Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen | 28.984 | 8.411 | 20.573 | 244,6 % | 1.100 | 0 |
| Segmentvermögen | 1.363.906 | 1.301.859 | 62.047 | 4,8 % | 1.877.800 | 1.964.977 |
| Investitionen | 135.879 | 81.755 | 54.124 | 66,2 % | 17.054 | 6.317 |
| Abschreibungen | 43.248 | 43.096 | 152 | 0,4 % | 30.618 | 17.496 |
| Mitarbeiter | 4.077 | 4.120 | -43 | -1,0 % | 3.081 | 3.299 |
| Veränderungen gegenüber Vorjahr | "Corporate Services" | Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | ||||
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 12.099 | 20,2 % | 14.802 | 14.707 | 95 | 0,6 % |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 67.349 | 5,6 % | 174 | 191 | -17 | -8,9 % |
| EBIT | 15.991 | 13,3 % | -26.250 | -29.829 | 3.579 | 12,0 % |
| Finanzergebnis | 1.055 | 16,2 % | 1.941 | 2.330 | -389 | -16,7 % |
| davon Zinserträge | 1.146 | 32,8 % | 8.007 | 7.039 | 968 | 13,8 % |
| davon Zinsaufwendungen | 622 | 8,9 % | -7.673 | -5.188 | -2.485 | -47,9 % |
| Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 0,0 % | 2.733 | 3.482 | -749 | -21,5 % |
| EBT | 17.046 | 15,0 % | -21.576 | -24.017 | 2.441 | 10,2 % |
| Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen | 1.100 | 100,0 % | 54.118 | 50.440 | 3.678 | 7,3 % |
| Segmentvermögen | -87.177 | -4,4 % | 1.892.465 | 1.862.875 | 29.590 | 1,6 % |
| Investitionen | 10.737 | 170,0 % | 2.251 | 2.617 | -366 | -14,0 % |
| Abschreibungen | 13.122 | 75,0 % | 4.238 | 3.137 | 1.101 | 35,1 % |
| Mitarbeiter | -218 | -6,6 % | 87 | 84 | 3 | 3,6 % |
| Überleitung | Konzern | Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | -1.203.939 | -1.168.312 | 0 | 0 | 0 | 0,0 % |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 0 | 0 | 2.701.489 | 2.655.128 | 46.361 | 1,7 % |
| EBIT | -450 | -81 | 221.738 | 217.133 | 4.605 | 2,1 % |
| Finanzergebnis | 0 | 0 | -5.120 | -5.735 | 615 | 10,7 % |
| davon Zinserträge | -10.336 | -8.575 | 5.431 | 4.280 | 1.151 | 26,9 % |
| davon Zinsaufwendungen | 8.467 | 6.444 | -10.128 | -9.516 | -612 | -6,4 % |
| Anteile am Periodenergebnis der at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 0 | 2.548 | 3.388 | -840 | -24,8 % |
| EBT | -450 | -81 | 219.166 | 214.786 | 4.380 | 2,0 % |
| Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen | 0 | 0 | 84.202 | 58.851 | 25.351 | 43,1 % |
| Segmentvermögen | -2.741.035 | -2.759.261 | 2.393.136 | 2.370.450 | 22.686 | 1,0 % |
| Investitionen | 0 | 0 | 155.184 | 90.689 | 64.495 | 71,1 % |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 78.104 | 63.729 | 14.375 | 22,6 % |
| Mitarbeiter | 0 | 0 | 7.245 | 7.503 | -258 | -3,4 % |
Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zur Segmentberichterstattung auf den Seiten 150 ff.
| Deutschland | Veränderungen gegenüber Vorjahr | Übriges Europa | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.104.982 | 1.171.525 | -66.543 | -5,7 % | 1.248.165 | 1.219.016 |
| Langfristige Vermögenswerte | 327.827 | 281.202 | 46.625 | 16,6 % | 374.294 | 340.180 |
| Veränderungen gegenüber Vorjahr | Nordamerika | Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | ||||
| Umsatzerlöse mit Dritten | 29.149 | 2,4 % | 0 | 0 | 0 | 0,0 % |
| Langfristige Vermögenswerte | 34.114 | 10,0 % | 0 | 0 | 0 | 0,0 % |
| Asien | Veränderungen gegenüber Vorjahr | Übrige | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit Dritten | 348.342 | 264.587 | 83.755 | 31,7 % | 0 | 0 |
| Langfristige Vermögenswerte | 12.118 | 9.731 | 2.387 | 24,5 % | 0 | 0 |
| Veränderungen gegenüber Vorjahr | Überleitung | Konzern | ||||
| in T€ | 2019 | 2018 | 2019 | 2018 | ||
| Umsatzerlöse mit Dritten | 0 | 0,0 % | 0 | 0 | 2.701.489 | 2.655.128 |
| Langfristige Vermögenswerte | 0 | 0,0 % | -8.114 | -5.861 | 706.125 | 625.252 |
| Veränderungen gegenüber Vorjahr | ||
| in T€ | ||
| Umsatzerlöse mit Dritten | 46.361 | 1,7 % |
| Langfristige Vermögenswerte | 80.873 | 12,9 % |
Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt.
Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.
Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen sowie bedarfsgerechte Softwareprodukte an. Der zum 31. Dezember 2019 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website - de.dmgmori-ag.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website - www.dmgmori.co.jp zugänglich sein.
Die DMG MORI GmbH, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.
Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 9. März 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert.
Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.
Bedingte Gegenleistungsverpflichtungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst.
Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden.
Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.
Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet.
Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind das oberste Mutterunternehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und seine Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd. und deren Tochtergesellschaften, die als assoziierte Unternehmen berücksichtigt werden. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unternehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED.
Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit''-Methode bilanziert sind.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.
Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS und IFRIC ab dem 1. Januar 2019 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten: [→ D.08]
Im Folgenden werden die Auswirkungen dieser neuen Standards auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erläutert. Insgesamt hat sich erwartungsgemäß gezeigt, dass insbesondere die Anwendung des neuen Standards IFRS 16 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss bei DMG MORI hatte bzw. hat.
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse |
| Änderungen zu IFRS 9 | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung |
| IFRIC 23 | Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung |
| Änderungen zu IAS 28 | Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
| Änderungen zu IAS 19 | Planänderung, -kürzung oder -abgeltung |
| Verbesserungen zu IFRS 2015 - 2017 | Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 |
Der DMG MORI-Konzern hat IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 unter Anwendung der modifiziert retrospektiven Methode angewendet; der Ansatz des Nutzungsrechtes erfolgte in Höhe der Leasingverbindlichkeit. Vergleichsinformationen wurden nicht angepasst. Bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 hat der Konzern grundsätzlich den Ansatz gewählt, die neuen Angabepflichten für die Vergleichsinformationen nicht anzupassen, sondern diese Angaben gemäß dem bisher anzuwendenden Standard IAS 17 und den damit verbundenen Interpretationen ermittelt. Die Einzelheiten zu den Änderungen der Rechnungslegungsmethoden sind nachstehend aufgeführt.
IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem bisherigen Standard - das heißt, dass Leasinggeber Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstufen.
IFRS 16 ersetzt die bestehenden Leitlinien zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC-15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" und SIC-27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen ".
Es wurde die Vereinfachungsregelung bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses bei der Umstellung genutzt. Dies bedeutet, dass der DMG MORI-Konzern IFRS 16 auf alle Verträge angewendet hat, die vor dem 1. Januar 2019 abgeschlossen worden sind und nach IAS 17 und IFRIC 4 als Leasingverhältnisse identifiziert worden sind.
Der DMG MORI-Konzern hat neue Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für bisherige Operating-Leasingverhältnisse angesetzt. Die in den Sachanlagen ausgewiesenen Nutzungsrechte werden erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen. Bei der Bewertung des Nutzungsrechts zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung hat der DMG MORI-Konzern von der Erleichterungsvorschrift, die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt zu lassen, Gebrauch gemacht.
Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Diese werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz zum 1. Januar 2019 betrug 2,8 %.
Für Leasingverhältnisse, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet (kurzfristige Leasingverhältnisse) und Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, wird von der Anwendungserleichterung, auf die Erfassung eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit zu verzichten, Gebrauch gemacht. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nichtleasing- und Leasingkomponenten werden grundsätzlich getrennt voneinander bilanziert.
Die Anwendung des IFRS 16 führt zu einer veränderten Art der Aufwendungen, da der Konzern nun Abschreibungen für Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen aus den Leasingverbindlichkeiten ansetzt. Im Gegensatz zur bisherigen Vorgehensweise, nach der Aufwendungen für Operating-Leasingverhältnisse vollständig im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) gezeigt wurden, werden die Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Leasingverbindlichkeit nach IFRS 16 nun im Finanzergebnis ausgewiesen.
In der Kapitalflussrechnung werden Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen während Zinszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit gezeigt werden. Vorher wurden die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Operating-Leasingverhältnisse im Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.
Hinsichtlich bisheriger Finanzierungsleasingverhältnisse ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den DMG MORI-Konzern.
Die Bilanzierung beim Leasinggeber gemäß IAS 17 wurde nahezu identisch in IFRS 16 übernommen. Leasinggeber müssen auch weiterhin eine Klassifizierung in Finanzierungs- und Operating-Leasingverhältnisse vornehmen.
Im Rahmen der Umstellung auf IFRS 16 wurden zum 1. Januar 2019 Vermögenswerte für die Nutzungsrechte an Leasinggegenständen sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 66.289 T€ erfasst.
Die Differenz zwischen den erwarteten künftigen Mindestleasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 66.832 T€ und den in der Eröffnungsbilanz erfassten Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 66.289 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus der Neubeurteilung der zu bilanzierenden Verpflichtungen nach den Vorgaben des IFRS 16 und der bei der Passivierung berücksichtigten Leasinglaufzeiten, der Nichtberücksichtigung der Leasingzahlungen für Nichtleasingkomponenten, kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse sowie dem Effekt aus der Abzinsung in Höhe von 4.280 T€.
Die Werte in der Bilanz im Zusammenhang mit der Erstanwendung zum 1. Januar 2019 teilen sich wie folgt auf die einzelnen Posten auf:
| in T€ | 01.01.2019 |
| Grundstücke und Bauten | 27.991 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12.580 |
| Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung | 25.718 |
| Gesamt | 66.289 |
| in T€ | 01.01.2019 |
| Grundstücke und Bauten | 27.991 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 12.580 |
| Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung | 25.718 |
| Gesamt | 66.289 |
Durch die Anwendung des IFRS 16 reduzierten sich im Geschäftsjahr 2019 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während sich die Abschreibungen erhöhten. Es ergab sich ein Anstieg des EBITDA sowie eine leichte Verbesserung des EBIT. Details zu den einzelnen GuV-Positionen finden sich unter den Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die Anpassungen betreffen eine begrenzte Anpassung der für die Klassifikation von finanziellen Vermögenswerten relevanten Beurteilungskriterien. Finanzielle Vermögenswerte mit einer negativen Vorfälligkeitsentschädigung ("prepayment feature with negative compensation") dürfen unter bestimmten Voraussetzungen zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis anstatt erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
IFRIC 23 stellt die Anwendung von Ansatz und Bewertungsvorschriften des IAS 12, wenn Unsicherheit bzgl. der ertragsteuerlichen Behandlung besteht, klar. Für den Ansatz und die Bewertung sind Schätzungen und Annahmen zu treffen, z. B. ob eine Einschätzung gesondert oder zusammen mit anderen Unsicherheiten vorgenommen wird, ein wahrscheinlicher oder erwarteter Wert für die Unsicherheit herangezogen wird und ob Änderungen im Vergleich zur Vorperiode eingetreten sind. Das Entdeckungsrisiko ist für die Bilanzierung unsicherer Bilanzpositionen unbeachtlich. Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme, dass die Steuerbehörden den fraglichen Sachverhalt untersuchen und ihnen alle relevanten Informationen vorliegen.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
Die Änderungen enthalten eine Klarstellung, dass IFRS 9 auf langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden ist, deren Bilanzierung nicht nach der Equity-Methode erfolgt.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
Nach IAS 19 sind die Pensionsverpflichtungen bei Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen auf Basis aktualisierter Annahmen zu bewerten.
Die Änderung stellt klar, dass nach einem solchen Ereignis der Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für den Rest der Periode auf Basis aktualisierter Annahmen zu berücksichtigen sind.
Es ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
Durch die "Annual Improvements to IFRSs" (2015-2017) wurden vier IFRSs geändert.
In IFRS 3 wird klargestellt, dass ein Unternehmen bei Erlangung der Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb, an dem es zuvor im Rahmen einer gemeinsamen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, die Grundsätze für sukzessive Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden hat. Der bislang vom Erwerber gehaltene Anteil ist neu zu bewerten.
In IFRS 11 wird festgelegt, dass eine Partei bei Erlangung einer gemeinschaftlichen Führung (joint control) an einem Geschäftsbetrieb, an dem er zuvor im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit (joint operation) beteiligt war, den bisher gehaltenen Anteil nicht neu bewertet.
IAS 12 wird dahingehend geändert, dass alle ertragsteuerlichen Konsequenzen von Dividendenzahlungen in gleicher Weise zu berücksichtigen sind, wie die Erträge, auf denen die Dividenden beruhen.
Zuletzt wird im IAS 23 festgelegt, dass bei der Bestimmung des Finanzierungskostensatzes, wenn ein Unternehmen allgemein Mittel für die Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen hat, Kosten für Fremdkapital, das speziell im Zusammenhang mit der Beschaffung von qualifizierenden Vermögenswerten aufgenommen wurde, bis zu deren Fertigstellung nicht zu berücksichtigen sind.
Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.
| Änderungen zu IAS 1 und IAS 8 | Definition von wesentlich |
| Rahmenkonzept | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS Standards |
Mit den Änderungen wird in den IFRS ein einheitlicher und genauer umrissener Definitionsbegriff der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen geschaffen und durch begleitende Beispiele ergänzt. In diesem Zusammenhang findet eine Harmonisierung der Definitionen aus dem Rahmenkonzept, IAS 1, IAS 8 und dem IFRS Practice Statement 2 Making Materiality Judgements statt. Die Änderungen sind zum 1. Januar 2020 erstmalig anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt.
Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
Das überarbeitete Rahmenkonzept besteht aus einem neuen übergeordneten Abschnitt Status and purpose of the conceptual framework sowie aus nunmehr acht vollständig enthaltenen Abschnitten.
Dabei sind jetzt Abschnitte zu "The reporting entity" und "Presentation and disclosure" enthalten; der Abschnitt "Recognition" wurde um "Derecognition" ergänzt.
Zudem wurden Inhalte geändert: So wurde beispielsweise die Unterscheidung von "income" in "revenues" einerseits und "gains" andererseits aufgegeben.
Einhergehend mit dem geänderten Rahmenkonzept wurden Referenzen auf das Rahmenkonzept in diversen Standards angepasst.
Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt: [→ D.12]
| Änderungen zu IFRS 3 | Definition eines Geschäftsbetriebs |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge |
| Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28 | Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen |
| Änderungen zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 | IBOR-Reform |
Mit der Änderung stellt das IASB klar, dass ein Geschäftsbetrieb eine Gruppe von Tätigkeiten und Vermögenswerten umfasst, die mindestens einen Ressourceneinsatz (Input) und einen substanziellen Prozess beinhalten, die dann zusammen signifikant zur Fähigkeit beitragen, Leistungen (Output) zu produzieren. Weiterhin wird im Hinblick auf die Leistungen (Output) nun auf die Erbringung von Waren und Dienstleistungen an Kunden abgestellt; der Verweis auf Kostenreduktionen entfällt. Die neuen Vorschriften enthalten darüber hinaus auch einen optionalen "Konzentrationstest", der eine vereinfachte Identifikation eines Geschäftsbetriebs ermöglichen soll. Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Unternehmenszusammenschlüsse, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2020 liegt anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist erlaubt.
Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung.
IFRS 17 hat keine Auswirkungen auf den DMG MORI-Konzernabschluss.
Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.
Nach IFRS 10 hat ein Mutterunternehmen den Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung eines Tochterunternehmens bei Verlust der Beherrschungsmöglichkeit in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Demgegenüber verlangt der aktuell anzuwendende IAS 28.28, dass der Veräußerungserfolg bei Veräußerungstransaktionen zwischen einem Investor und einer at-equity bewerteten Beteiligung - sei es ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen - lediglich in der Höhe des Anteils der anderen an diesem Unternehmen zu erfassen ist.
Künftig soll der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Transaktion als share oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.
Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde durch das IASB auf unbestimmte Zeit verschoben.
Die Änderungen begründen sich auf bestehende Unsicherheiten im Zusammenhang mit der IBOR-Reform. Nach den vorhandenen Regelungen zum Hedge-Accounting hätten die anstehenden Änderungen der Referenzzinssätze in vielen Fällen eine Beendigung von Sicherungsbeziehungen zur Folge. Nun ist für einen Übergangszeitraum die bilanzielle Fortführung bestehender Hedge-Accounting-Beziehungen möglich. Hierzu sehen die Änderungen punktuell verpflichtende Ausnahmen von den bisherigen Hedge-Accounting-Vorgaben, z. B. zur Beurteilung des highly probable-Kriteriums bei erwarteten Transaktionen im Rahmen von Cashflow-Hedges, vor.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus.
Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:
Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, ob die Geschäftsoder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 138.082 T€ (Vorjahr: 139.399 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus einem Abgang und Währungseffekten. Weitere Informationen sind auf den Seiten 123 ff. zu finden.
Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2019 betrug die Rückstellung für Pensionen 43.008 T€ (Vorjahr: 37.828 T€). Weitere Informationen sind auf den Seiten 131 ff. zu finden.
Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf den Seiten 104 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2019 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 14.620 T€ (Vorjahr: 16.938 T€).
Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (siehe Anhangangabe 35), Erlöse aus Verträgen mit Kunden (siehe Anhangangabe 6), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangangabe 25) sowie für Eventualschulden (siehe Anhangangabe 36) und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangangabe 31) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 19), der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes bei Vorräten (siehe Anhangangabe 24) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangangabe 28).
Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert.
Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.
Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:
| Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte | 1 bis 5 Jahre |
| Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte | 2 bis 10 Jahre |
| Geschäfts- und Fabrikgebäude | 10 bis 50 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 bis 30 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 bis 23 Jahre |
Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer - außer dem Geschäfts- oder Firmenwert -liegen nicht vor.
Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert zzgl. Fremdkapitalkosten, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Der Aufwand hieraus wird in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung.
Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 114 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor.
Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.
Bis zum 31. Dezember 2018 hat der Konzern gemäß IAS 17 "Leasingverhältnisse" bilanziert und folgende Regeln angewendet.
Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, wurden nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen wurden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Der Konzern leaste bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der Konzern die wesentlichen Risiken und den Nutzen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trug, wurden nach IAS 17 als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing wurden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wurde eine Leasingverbindlichkeit unter den langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wurde in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsanteil der Leasingrate wurde aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wurde über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. IAS 17 "Leasingverhältnisse" und weitere Leitlinien zu Leasingverhältnissen wurde durch IFRS 16 ersetzt. DMG MORI wendet IFRS 16 erstmalig zum 1. Januar 2019 an. Details zu der Erstanwendung von IFRS 16 und die Auswirkungen für den DMG MORI-Konzern sind auf den Seiten 100 f. dargestellt.
Bei Vertragsbeginn beurteilt der DMG MORI-Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der DMG MORI-Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde.
Seit dem 1. Januar 2019 bilanziert der DMG MORI-Konzern grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz.
Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.
Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Diese werden mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der DMG MORI-Konzern Zinssätze von verschiedenen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen zu berücksichtigen.
Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:
| ― |
feste Zahlungen, einschließlich de facto fester Zahlungen |
| ― |
variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-) Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes |
| ― |
Beträge, die aufgrund einer Restwertgarantie voraussichtlich zu zahlen sind, und |
| ― |
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen. |
In der Folge wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den DMG MORI-Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der DMG MORI-Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.
Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-)Satzänderung verändern, wenn der DMG MORI-Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der DMG MORI-Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungsoder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen.
Im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion ist zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist. Ist dies der Fall, werden die zurückgemieteten Vermögenswerte im Konzernabschluss nach den oben dargestellten Grundsätzen der Leasingnehmerbilanzierung abgebildet. Andernfalls wird der Vermögenswert weiterhin bilanziert und die erhaltenen Erlöse als finanzielle Verbindlichkeit gemäß IFRS 9 erfasst.
Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein.
Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses nimmt der DMG MORI-Konzern eine Gesamteinschätzung vor, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, ist es ein Operating-Leasingverhältnis. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der DMG MORI-Konzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst.
Der DMG MORI-Konzern bilanziert das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat, wenn er als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Er stuft das Unterleasingverhältnis auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und nicht auf Grundlage des zugrunde liegenden Vermögenswertes ein.
Wenn es sich bei dem Hauptleasingverhältnis um ein kurzfristiges Leasingverhältnis handelt, auf das der Konzern die oben beschriebene Ausnahme anwendet, stuft er das Unterleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis ein.
Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom DMG MORI-Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag erfasst.
Die Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der beizulegende Wert der Vermögenswerte geschätzt und gegebenenfalls eine Abwertung erfolgswirksam vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes).
Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2019 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes.
DMG MORI überprüft die Werthaltigkeit der Geschäftsoder Firmenwerte gemäß dem Nutzungswert auf der Basis geschätzter zukünftiger Cashflows, die aus der von den zuständigen Gremien verabschiedeten Dreijahresplanung des DMG MORI-Konzerns abgeleitet werden. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen und Kosten. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen und Gesamtleistung wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen bestimmt (siehe Prognosebericht auf den Seiten 80 f.). Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Der Planung liegt ein Detailplanungs-Zeitraum bis zum Geschäftsjahr 2023 zugrunde. Bei der Schätzung des Nutzungswertes wurden für das Jahr 2023 des Detail-Planungszeitraums leicht sinkende Umsatzerlöse gegenüber dem Geschäftsjahr 2019 (ohne Berücksichtigung der Geschäftstätigkeit der Energy Solutions) angenommen. Für die EBIT-Marge wurde für das Jahr 2023 des Detail-Planungszeitraums von einer leicht steigenden EBIT Marge gegenüber dem Berichtsjahr 2019 (ohne Berücksichtigung der Geschäftstätigkeit der Energy Solutions) ausgegangen.
Für den Zeitraum nach dem Detail-Planungszeitraum wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1 % herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht.
Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€) und der Cash-Generating-Unit "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 81.009 T€ (Vorjahr: 82.326 T€) zugeordnet.
Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 12,9 % (Vorjahr: 13,0 %) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 12,4 % (Vorjahr: 12,5 %) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2019 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Im Rahmen der Wertminderungstests wurden Sensitivitätsanalysen der wesentlichen Annahmen vorgenommen. Im Ergebnis hätte keine vom Vorstand für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme zu einer Wertminderung geführt.
Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen, umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen und an einem Gemeinschaftsunternehmen.
Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORI-Konzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20 % bis zu 50 % zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill.
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als Anteil am "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden - sofern notwendig - geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.
Gemeinschaftsunternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24- ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind.
Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.
Ab dem 1. Januar 2018 werden Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, zum Fair Value bewertet. Beim erstmaligen Ansatz kann das Unternehmen wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Dieses Wahlrecht wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. DMG MORI übt dieses Wahlrecht aus.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 114 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.
Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn DMG MORI Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird.
Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value (FV)) bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (Fair Value through profit and loss (FVTPL)) bewertet wird, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis (in der Regel entspricht dies den Anschaffungskosten) bewertet.
Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
| ― |
Zu fortgeführten Anschaffungskosten |
| ― |
Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Schuldinstrumente) |
| ― |
Eigenkapitalinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Eigenkapitalinstrumente) |
| ― |
zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust (FVTPL) |
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der DMG MORI-Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.
Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
| ― |
Er wird im Rahmen einen Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und |
| ― |
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL eingestuft wurde:
| ― |
Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und |
| ― |
seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungsund Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. |
Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVOCI bewertet werden, werden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 37). Bei der erstmaligen Erfassung kann unwiderruflich entschieden werden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien zu beseitigen oder signifikant zu verringern.
DMG MORI trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert wird und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
| ― |
Die angegebenen Richtlinien und Ziele für das Portfolio und die Durchführung dieser Richtlinien in der Praxis; dies umfasst, ob die Strategie des Managements darauf ausgerichtet ist, die vertraglichen Zinserträge zu vereinnahmen, ein bestimmtes Zinssatzprofil beizubehalten, die Laufzeit eines finanziellen Vermögenswertes mit der Laufzeit einer damit verbundenen Verbindlichkeit oder den erwarteten Mittelabflüssen abzustimmen oder Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren. |
| ― |
Wie die Ergebnisse des Portfolios ausgewertet und an das Konzernmanagement berichtet werden |
| ― |
Die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäftsmodell gehaltenen finanziellen Vermögenswerten) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden |
| ― |
Wie die Manager vergütet werden - zum Beispiel, ob die Vergütung auf dem beizulegenden Zeitwert der verwalteten Vermögenswerte oder auf den vereinnahmten vertraglichen Zahlungsströmen basiert - und |
| ― |
Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten. |
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte, die nicht zur Ausbuchung führen, werden vom Konzern weiterhin bilanziert und insofern nicht als Verkäufe behandelt.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet.
Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und Gewinnmarge.
Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:
| ― |
Bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden |
| ― |
Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden |
| ― |
Vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und |
| ― |
Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken (zum Beispiel keine Rücktrittsberechtigung). |
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags enthalten sein kann.
Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist.
Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL (Fair Value through profit and loss): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Für Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, siehe Anhangangabe 37.
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost): Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.
Schuldinstrumente zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Eigenkapitalinvestments zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt.
Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2019 waren analog zum Vorjahr Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 167,5 MIO € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 120,0 MIO € verkauft (Vorjahr: 116,1 MIO €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist.
IFRS 9 ersetzt das Modell der "eingetretenen Verluste" des IAS 39 durch ein zukunftsorientiertes Modell der "erwarteten Kreditausfälle".
Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Es besteht ein Wahlrecht diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. DMG MORI hat beschlossen, das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte anzuwenden ("simplified approach").
Das neue Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden - mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte. Nach IFRS 9 werden Kreditverluste früher als nach IAS 39 erfasst.
Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von individuellen Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderungen berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.
Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,01 % und 4,67 %.
Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des "General Approach" wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.
Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert.
Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows).
Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es -abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges - wie folgt bewertet:
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hegdes wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.
Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.
Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht.
Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die DMG MORI GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist.
Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI GmbH, erlosch die ertragsteuerliche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämtliche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll.
Die Regelungen des IAS 12 enthalten keine expliziten Regelungen für die bilanzielle Berücksichtigung des Steueraufwands, der durch die zum DMG MORI-Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften verursacht wurde. Die Bilanzierung der latenten Steuern im Konzernabschluss erfolgt auf Basis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Da ein Steuerumlagevertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vorliegt, wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der sog. "Stand-alone taxpayer approach" gewählt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Steuerumlage auf Basis des steuerlichen Einkommens der Organgesellschaft DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und unabhängig von der tatsächlichen Zahllast der Organträgerin, der DMG MORI GmbH ermittelt wird.
Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden daher unabhängig von der tatsächlichen Steuerschuldnerschaft sämtliche Steueraufwendungen, der zum Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften, im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfasst. Dementsprechend wurden alle Folgen der Besteuerung dieser Gesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berücksichtigt. Dazu gehören neben der Erfassung der laufenden und latenten Steuern auch die Berücksichtigung von Steuerrisiken und evtl. Nachzahlungen oder Erstattungen von Steuern für Vorperioden einschließlich der daraus resultierenden Folgen auf latente Steuerpositionen.
Die Ertragsteuern umfassen sowohl laufende als auch latente Steuern. Diese werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Laufende Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Laufende Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen. Laufende Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert.
Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst.
Im Jahr 2019 hat das IFRIC eine Klarstellung zum Bilanzausweis der Ertragsteuern veröffentlicht. Gemäß dieser Klarstellung sind die bisherigen Steuerrückstellungen künftig als Steuerschulden zu zeigen. Aus diesem Grund wurden zum 31. Dezember 2018 ausgewiesene Steuerrückstellungen als Steuerschulden in der Bilanz gezeigt. Diese Änderung hat keine Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage.
Die nach § 16 Körperschaftsteuergesetz durch die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als Organgesellschaft zu versteuernde Ausgleichszahlung der DMG MORI GmbH an die Minderheitsaktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt zu Steuern. Diese sind für die Dauer des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags (BGAV) und die in diesem Zeitraum wahrscheinlich zu leistenden Ausgleichszahlungen zu schätzen und erfolgsneutral als nicht-finanzielle sonstige Verbindlichkeit unter Minderung der Kapitalrücklage zu erfassen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde daher für die Dauer des BGAV ein Betrag in Höhe von 14.477 T€ als sonstige Rückstellung erfasst. Zum 31. Dezember 2019 beträgt der Wert der Rückstellung 7.231 T€ (Vorjahr: 10.854 T€).
Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demografischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORI-Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht.
Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50 % liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt.
Die Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstands erfolgte bis zum 31.12.2016 zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung und mit einer Folgebewertung jeweils zum Bilanzstichtag. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Aufgrund des in 2016 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde im Jahr 2016 seitens des Aufsichtsrats der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Beschluss gefasst, um eine stabile Kalkulationsbasis für die LTI-Tranchen sicherzustellen. Für die bestehenden LTI-Tranchen 2015-2018 sowie 2016-2019 wurden für die bisher variablen Parameter Ergebnis nach Steuern (EAT) und Aktienkurs fixe kalkulatorische Werte festgelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen.
Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. Durch diese Vereinbarung werden den beteiligten Tochtergesellschaften grundsätzlich längere Zahlungsziele gewährt. Die Reverse-Factoring-Vereinbarung führt weder zivilrechtlich noch nach den Vorschriften der IFRS zu einer Umqualifizierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in eine andere Art von Verbindlichkeiten, da unter anderem aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung keine Novation im schuldrechtlichen Sinne vorliegt. Zum 31. Dezember 2019 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12.367 T€ (Vorjahr: 17.717 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst.
Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d. h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2019 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 8 T€ (Vorjahr: 7 T€) und bei Sachanlagen Fremdkapitalkosten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 0 T€), die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1 % analog zum Vorjahr herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst.
Der Konzern wendet IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" ab dem 1. Januar 2018 an. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen im DMG MORI-Konzern beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Die Zahlungsbedingungen beinhalten in der Regel eine Anzahlung nach Erhalt der Auftragsbestätigung, eine Zahlung nach Anlieferung der Maschine und eine Restzahlung nach Inbetriebnahme der Maschine.
DMG MORI macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.63 Gebrauch und verzichtet darauf, die Höhe der zugesagten Gegenleistung um die Auswirkungen aus einer signifikanten Finanzierungskomponente anzupassen, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt. Daher ist in den Verträgen mit Kunden in der Regel keine Finanzierungskomponente enthalten.
Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die je eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst.
Nach IFRS 15.94 erfasst DMG MORI zusätzliche Kosten einer Vertragsanbahnung bei ihrem Entstehen als Aufwand, wenn der Abschreibungszeitraum, den DMG MORI andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt.
In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti - ausgewiesen.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Inland | 30 | 32 |
| Ausland | 46 | 49 |
| Gesamt | 76 | 81 |
Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 85 Unternehmen (Vorjahr: 87). Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 75 (Vorjahr: 80) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Neun (Vorjahr: sechs) Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu.
Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2018 sind die
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Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), |
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DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, |
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Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland), |
zum Konsolidierungskreis hinzugekommen.
Im September 2019 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 30 % an der Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), für einen Kaufpreis von 20.489 T€. Durch diese Beteiligung sichert sich DMG MORI einen langjährigen Partner als Qualitätslieferanten strategisch entscheidender Kernkomponenten für Werkzeugmagazine. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 894 T€.
Im November 2019 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH die DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, gegründet. DMG MORI hält 40 % der Anteile. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 50 T€.
Mit Wirkung zum 6. Februar 2017 erwarb der Konzern 50,1 % der Anteile an der REALIZER GmbH, Borchen. In den Jahren 2018 bis 2020 sollten drei vertraglich vereinbarte fixe Zahlungen als Gegenleistung für den Erwerb der verbleibenden 49,9 % der Anteile erfolgen. Darüber hinaus waren variable Kaufpreiszahlungen vereinbart, die von der Erfüllung vertraglicher Bedingungen abhängig waren. Die bedingten Gegenleistungen waren von DMG MORI an die verkaufenden Anteilseigner innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren zu zahlen, wenn definierte Ertragskennzahlen (Anzahl verkaufte Maschinen) und technische Ziele erfüllt werden.
Der berücksichtigte beizulegende Zeitwert der Gegenleistung (für 100 % der Anteile) zum Erwerbszeitpunkt betrug insgesamt 14.687 T€ und sollte in Zahlungsmitteln erbracht werden. Dieser setzte sich aus fest vereinbarten Gegenleistungen in Höhe von 10.113 T€ und bedingten Gegenleistungen in Höhe von 4.574 T€ zusammen. Zum 31. Dezember 2018 bestand eine Restverbindlichkeit aus den vereinbarten Gegenleistungen in Höhe in Höhe von 7.995 T€.
Im Dezember 2019 wurde mit dem Verkäufer vereinbart, die Anteile an der REALIZER GmbH auf 100 % zu erhöhen. Ausstehende fixe Kaufpreiszahlungen in Höhe von 4.000 T€ und eine bedingte Kaufpreiszahlung in Höhe von 800 T€ wurden im Geschäftsjahr 2019 bezahlt. Zudem wurden mit dem Verkäufer Zahlungen in Höhe von 650 T€ für bedingte Gegenleistungen in Höhe von 2.650 T€ vereinbart, die in 2019 bezahlt wurden. Der beizulegende Zeitwert einer noch bestehenden bedingten Gegenleistung in Höhe von 500 T€ verminderte sich zum 31. Dezember 2019 auf 0 T€. Die Veränderungen der bedingten Gegenleistungen wurden in den sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2019 wurde die DMG America Inc., Itasca (USA), liquidiert.
Die DMG MORI Global Service Milling GmbH, Pfronten, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2019 auf die DMG MORI Global Service Turning GmbH, Bielefeld verschmolzen. Die DMG MORI Global Service Turning GmbH wurde in DMG MORI Global Service GmbH umbenannt.
Die nachfolgend genannte Gesellschaft wurde analog zum Vorjahr gem. IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert:
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DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen. |
Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IFRS 11 als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Gemäß IFRS 11.24 wurden die Anteile ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:
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Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), |
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DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, |
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INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), |
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Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), |
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Magnescale Europe GmbH, Wernau, |
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Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), |
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DMG MORI Finance GmbH, Wernau, |
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Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland). |
Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 wurden Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor veräußert. Der bei der Energy Solutions zu diesem Zeitpunkt vorhandene Auftragsbestand wurde im Wesentlichen im Berichtsjahr abgearbeitet und hat zu Umsatz geführt. Dabei wurden sämtliche gehaltene Anteile an der
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GILDEMEISTER energy efficiency GmbH (80 %), Stuttgart, |
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GILDEMEISTER ENERGY SERVICES IBERICA, SOCIEDAD LIMITADA (100 %), Madrid (Spanien), |
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GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd. (100 %), Manchester (Großbritannien) |
und ausgewählte, vertraglich vereinbarte Vermögenswerte und Schulden an einen strategischen Investor übertragen (Share-deal und Asset-deal). Aufgrund der geringen Wesentlichkeit der einzelnen Gesellschaften und Beträge werden die Angaben in einer Summe dargestellt. Der Kaufpreis betrug insgesamt 13.499 T€. Die Anteile wurden seit dem Zeitpunkt der Übernahme bzw. Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaften mit ihren Vermögenswerten und Schulden sowie durch den Abgang der ausgewählten Vermögenswerte und Schulden ein Veräußerungsgewinn in Höhe von 5.885 T€ entstanden. Es sind anteilige Firmenwerte in Höhe von 1.311 T€ abgegangen.
Der Ausweis des Veräußerungsgewinns erfolgt unter den sonstigen betriebichen Erträgen.
Die erhaltene Gegenleistung, die aufgrund des Kontrollverlusts der abgegangenen Vermögenswerte und Schulden sowie das Veräußerungsergebnis sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
| in T€ | 2019 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.311 |
| Sachanlagen | 4.236 |
| Vorräte | 545 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.762 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.771 |
| Aktive latente Steuern | 1 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.600 |
| Veräußertes Vermögen | 15.231 |
| Rückstellungen | 702 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.958 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.959 |
| Latente Steuern | 4 |
| Veräußerte Schulden | 7.623 |
| Veräußertes Nettovermögen | 7.608 |
| Erhaltene Gegenleistung | 13.499 |
| Sonstiges Ergebnis | -6 |
| Veräußerungsergebnis | 5.885 |
Aus dem Abgang der Anteile ergab sich im Geschäftsjahr ein Zufluss von Zahlungsmitteln in Höhe von 812 T€.
Im Rahmen der Veräußerung von Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor sind auch sechzehn Projektgesellschaften in Spanien abgegangen, die im Geschäftsjahr 2018 aufgrund der Wesentlichkeit nicht vollkonsolidiert wurden.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 ist im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt.
Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns ist auf den Seiten 155 ff. dargestellt.
Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs - soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse - in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt.
| Stichtagskurs = 1 € | Durchschnittskurs = 1 € | ||||
| ISO-Code | 31.12.2019 | 31.12.2018 | 2019 | 2018 | |
| Australische Dollar | AUD | 1,59950 | 1,62200 | 1,60897 | 1,57941 |
| Kanadische Dollar | CAD | 1,45980 | 1,56050 | 1,48823 | 1,53108 |
| Schweizer Franken | CHF | 1,08540 | 1,12690 | 1,11235 | 1,15292 |
| Chinesische Renminbi | CNY | 7,82050 | 7,87510 | 7,73531 | 7,81262 |
| Tschechische Kronen | CZK | 25,40800 | 25,72400 | 25,66377 | 25,67031 |
| Britische Pfund | GBP | 0,85080 | 0,89453 | 0,87730 | 0,88591 |
| Indische Rupien | INR | 80,18700 | 79,72980 | 78,84879 | 80,28468 |
| Japanische Yen | JPY | 121,94000 | 125,85000 | 122,25846 | 130,34692 |
| Polnische Zloty | PLN | 4,25680 | 4,30140 | 4,29917 | 4,26195 |
| Russische Rubel | RUB | 69,95630 | 79,71530 | 72,79492 | 73,78871 |
| Singapur Dollar | SGD | 1,51110 | 1,55910 | 1,52788 | 1,59062 |
| US-Dollar | USD | 1,12340 | 1,14500 | 1,12142 | 1,18034 |
Quelle: Europäische Zentralbank, Frankfurt / Main
Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von / an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat.
Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt: [- D.16]
Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Deutschland | 769.203 | 821.500 |
| EU (ohne Deutschland) | 979.531 | 973.778 |
| USA | 20.603 | 25.735 |
| Asien | 637.080 | 614.081 |
| Übrige Länder | 295.072 | 220.034 |
| 2.701.489 | 2.655.128 |
Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgen in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 96 f. und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf den Seiten 60 ff.
Die Umsatzerlöse enthalten Erträge aus Sale-and-Leaseback Transaktionen in Höhe von 623 T€ sowie Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten in Höhe von 2.223 T€.
Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze 2019 nach Absatzgebieten sowie den wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente. [→ D.18 | D.19]
Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).
| in T€ | Werkzeugmaschinen 2019 | Industrielle Dienstleistungen 2019 | Corporate Services 2019 | Konzern 2019 |
| Absatzgebiete | ||||
| Deutschland | 441.379 | 327.650 | 0 | 769.029 |
| EU (ohne Deutschland) | 468.576 | 510.955 | 0 | 979.531 |
| USA | 7.067 | 13.536 | 0 | 20.603 |
| Asien | 382.634 | 254.446 | 0 | 637.080 |
| Übrige Länder | 133.553 | 161.519 | 0 | 295.072 |
| Summe | 1.433.209 | 1.268.106 | 0 | 2.701.315 |
| Wichtigste Produkt- / Dienstleistungslinien | ||||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 1.433.209 | 0 | 0 | 1.433.209 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 0 | 518.079 | 0 | 518.079 |
| Originäres Servicegeschäft | 0 | 540.024 | 0 | 540.024 |
| Sonstiges | 0 | 210.003 | 0 | 210.003 |
| Summe | 1.433.209 | 1.268.106 | 0 | 2.701.315 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.433.209 | 1.268.106 | 0 | 2.701.315 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0 | 0 | 174 | 174 |
| Externe Umsatzerlöse | 1.433.209 | 1.268.106 | 174 | 2.701.489 |
| in T€ | Werkzeugmaschinen 2018 | Industrielle Dienstleistungen 2018 | Corporate Services 2018 | Konzern 2018 |
| Absatzgebiete | ||||
| Deutschland | 467.695 | 353.614 | 0 | 821.309 |
| EU (ohne Deutschland) | 479.662 | 494.116 | 0 | 973.778 |
| USA | 18.463 | 7.272 | 0 | 25.735 |
| Asien | 365.798 | 248.283 | 0 | 614.081 |
| Übrige Länder | 122.562 | 97.472 | 0 | 220.034 |
| Summe | 1.454.180 | 1.200.757 | 0 | 2.654.937 |
| Wichtigste Produkt- / Dienstleistungslinien | ||||
| Verkauf von Werkzeugmaschinen | 1.454.180 | 0 | 0 | 1.454.180 |
| Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. | 0 | 559.268 | 0 | 559.268 |
| Originäres Servicegeschäft | 0 | 539.413 | 0 | 539.413 |
| Sonstiges | 0 | 102.076 | 0 | 102.076 |
| Summe | 1.454.180 | 1.200.757 | 0 | 2.654.937 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.454.180 | 1.200.757 | 0 | 2.654.937 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0 | 0 | 191 | 191 |
| Externe Umsatzerlöse | 1.454.180 | 1.200.757 | 191 | 2.655.128 |
Die folgende Tabelle gibt Auskunft über Vertragssalden aus Verträgen mit Kunden. [- D.20]
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen enthalten im Wesentlichen von Kunden erhaltene Anzahlungen für Maschinen. Die Vertragsverbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen bereits berechnete, aber noch nicht erbrachte Inbetriebnahmen und Schulungsleistungen.
Bei der Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen handelt es sich im Wesentlichen um fällige noch nicht gezahlte Anzahlungsrechnungen für die ein unbedingter Anspruch auf die Zahlung besteht. Vertragsvermögenswerte bestehen nicht.
Der zu Beginn der Periode in den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, den Vertragsverbindlichkeiten und der Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen enthaltene Betrag in Höhe von insgesamt 399.257 T€ (Vorjahr: 313.174 T€) wurde im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 397.367 T€ (Vorjahr: 312.246 T€) als Umsatzerlöse erfasst.
Der Konzern erwartet, dass Leistungen in Höhe von 247.309 T€ (Vorjahr: 397.367 T€), die den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet waren, im Geschäftsjahr 2020 erwartungsgemäß zu Umsatz führen werden. Der Konzern macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.121 Gebrauch und führt diese Leistungen daher nicht separat auf.
| in T€ | Anhangangabe | Buchwert zum 31. Dezember 2019 | Buchwert zum 31. Dezember 2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte | 25 | 212.644 | 228.252 |
| Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen | 25 | 12.472 | 21.244 |
| Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 25 | 461.550 | 480.705 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 25 | 33 | 47 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 9.060 | 33.260 | |
| Summe | 695.759 | 763.508 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 214.551 | 342.575 | |
| Vertragsverbindlichkeiten | 27.770 | 23.422 | |
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 9.060 | 33.260 | |
| Summe | 251.381 | 399.257 |
Für Erlöse in Höhe von 4.072 T€ (Vorjahr: 1.890 T€) aus Schulungen, Inbetriebnahmen, verlängerten Gewährleistungszeiträumen, Werkzeugpaketen sowie Wartungsverträgen, erwartet der Konzern, dass diese in den Jahren 2021 bis 2023 zu Umsatz führen werden.
Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendigen Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten.
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Auflösung von Rückstellungen | 8.392 | 3.656 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | 1.576 | 2.185 |
| Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen | 1.307 | 84 |
| Übrige periodenfremde Erträge | 3.189 | 3.385 |
| 14.464 | 9.310 | |
| ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE | ||
| Kurs- und Währungsgewinne | 37.379 | 35.308 |
| Kostenerstattungen und Weiterbelastungen | 9.491 | 14.017 |
| Herabsetzung von Wertminderungen | 3.006 | 2.754 |
| Zulagen und Zuschüsse | 509 | 511 |
| Vermietung und Verpachtung | 476 | 468 |
| Schadenersatzleistungen | 460 | 1.023 |
| Übrige | 17.244 | 10.791 |
| 68.565 | 64.872 | |
| Gesamt | 83.029 | 74.182 |
Im Geschäftsjahr 2019 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 3.833 T€ (Vorjahr: 3.539 T€).
Die Erträge aus Vermietung und Verpachtung enthalten i.H.v. 40 T€ Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten.
Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung.
Für das Geschäftsjahr 2019 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung 10.219 T€ (Vorjahr: 10.078 T€). Auf die direkte Vergütung der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 9.381 T€ (Vorjahr: 9.278 T€); davon auf das Fixum 2.250 T€ (Vorjahr: 2.478 T€) und 2.758 T€ auf das STI (Vorjahr: 3.349 T€). Die individuelle Leistungsvergütung betrug 1.875 T€ (Vorjahr: 2.063 T€). Der Wert des LTI belief sich auf 2.391 T€ (Vorjahr: 1.283 T€). Die Sachbezüge betrugen 107 T€ (Vorjahr: 105 T€). Neben der direkten Vergütung wurden als indirekte Vergütung 838 T€ (Vorjahr: 800 T€) für Pensionszusagen aufgewendet.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.287 T€ (Vorjahr: 1.271 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 35.717 T€ (Vorjahr: 31.655 T€) gebildet worden.
Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 29 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 ff. zu finden.
Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt.
Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2019 im Konzern auf 29.399 T€ (Vorjahr: 28.165 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 27.408 T€ (Vorjahr: 26.247 T€).
Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:
| Durchschnittliche Anzahl | Stand am Bilanzstichtag | |||
| 2019 | 2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| Lohnempfänger | 1.979 | 1.902 | 1.955 | 1.932 |
| Gehaltsempfänger | 5.007 | 5.031 | 4.943 | 5.175 |
| Auszubildende | 349 | 362 | 347 | 396 |
Eine Aufteilung der Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist dem Anlagenspiegel auf den Seiten 92 f. zu entnehmen. Der Anstieg der Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 19.937 T€ im Rahmen der Einführung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Die folgende Tabelle zeigt die detaillierte Aufteilung:
| in T€ | 2019 |
| Grundstücke und Bauten | 3.778 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.647 |
| Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung | 12.512 |
| Summe | 19.937 |
In den Abschreibungen sind außerdem Wertminderungen in Höhe von 5.275 T€ (Vorjahr: 5.654 T€) enthalten, die auf Sachanlagen entfallen.
Die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Der wesentliche Anstieg im Geschäftsjahr 2019 resultiert aus den Kosten für die EMO in Hannover. Daneben sind hier auch Aufwendungen für das Produktmarketing sowie unsere Marketingaktivitäten enthalten. [- D.24]
Die Kurs- und Währungsverluste sind in Verbindung mit den Kurs- und Währungsgewinnen in den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten. Im Saldo ergab sich ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 3.833 T€ (Vorjahr: 3.539 T€).
Die Vertriebsprovisionen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen und sind abhängig vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen.
Der Rückgang der Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing resultiert im Wesentlichen aus der Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 und ist auf die damit zusammenhängende Aktivierung von Nutzungsrechten für Leasingverhältnisse zurückzuführen. Die verbleibenden Aufwendungen enthalten in Höhe von 5.532 T€ Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, in Höhe von 1.097 T€ Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von 654 T€.
Die Verwaltungs- und Vertriebskosten sind anteilig in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und den Personalaufwendungen enthalten.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 899 T€ (Vorjahr: 1.091 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 ff. zu finden.
Im DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 5.646 T€ (Vorjahr: 4.450 T€) entstanden. Hierin enthalten sind Zinserträge in Höhe von 3.700 T€ (Vorjahr: 2.457 T€) aus dem Darlehen an die DMG MORI GmbH.
Die Finanzaufwendungen von 10.766 T€ (Vorjahr: 10.185 T€) beinhalten Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen.
Die Zinsaufwendungen in Höhe von 9.538 T€ (Vorjahr: 8.969 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Factoring des Konzerns. Aufgrund der Erstanwendung des IFRS 16 sind hier auch Zinsen aus Leasing in Höhe von 979 T€ enthalten (Vorjahr: 61 T€) sowie außerdem Zinsaufwendungen in Höhe von 637 T€ (Vorjahr: 577 T€), die im Geschäftsjahr von der DMG MORI GmbH berechnet wurden.
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 701 | 1.589 |
| Sonstige Steuern | 3.141 | 348 |
| Übrige periodenfremde Aufwendungen | 3.485 | 2.242 |
| 7.327 | 4.179 | |
| ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN | ||
| Ausgangsfrachten, Verpackungen | 57.412 | 58.191 |
| Reise- und Repräsentationsaufwendungen | 41.741 | 40.348 |
| Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen | 40.430 | 33.112 |
| Sonstige fremde Dienstleistungen | 34.538 | 35.451 |
| Kurs- und Währungsverluste | 33.546 | 31.769 |
| Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter | 26.752 | 29.515 |
| Vertriebsprovisionen | 18.133 | 17.933 |
| Zuführungen zu Rückstellungen | 14.485 | 12.969 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 14.412 | 15.298 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 13.922 | 30.117 |
| Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen | 13.888 | 14.124 |
| Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten | 8.653 | 8.767 |
| Versicherungen | 6.939 | 6.091 |
| Wertminderungen von Forderungen | 6.484 | 8.078 |
| Sonstige Steuern | 5.214 | 4.776 |
| Lizenzen und Warenzeichen | 2.802 | 2.596 |
| Geldverkehr und Kapitalbeschaffung | 1.261 | 2.121 |
| Investor- und Public-Relations | 837 | 992 |
| Übrige | 24.066 | 28.829 |
| 365.515 | 381.077 | |
| Gesamt | 372.842 | 385.256 |
Daneben ist in Höhe von 506 T€ (Vorjahr: 456 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten.
In den sonstigen Finanzaufwendungen wird analog zum Vorjahr der Aufwand in Höhe von 633 T€ aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die im Geschäftsjahr 2016 neu abgeschlossene syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen. Daneben sind 84 T€ (Vorjahr: 91 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.
Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 2.548 T€ (Vorjahr: 3.388 T€). Hier ist insbesondere der im Geschäftsjahr 2019 entstandene Ertrag aus dem anteiligen Ergebnis des Berichtsjahres der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), in Höhe von 1.771 T€ (Vorjahr: 2.950 T€) sowie der anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 962 T€ (Vorjahr: 532 T€) enthalten. Die Ergebnisse werden in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens unter "Sonstige Veränderungen" der Abschreibungen ausgewiesen.
In dieser Position werden laufende und latente Steueraufwendungen und -erträge sowie Aufwendungen aus der Steuerumlage ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Laufende Steuern | 69.554 | 71.665 |
| Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr | 64.049 | 71.379 |
| Steuererträge für Vorjahre | -322 | -697 |
| Steueraufwendungen für Vorjahre | 5.827 | 983 |
| Latente Steuern | -4.830 | -6.409 |
| Verlustvorträge | 1.864 | -2.151 |
| Temporäre Differenzen | -6.807 | -4.321 |
| Reduzierung des Steuersatzes | 113 | 63 |
| 64.724 | 65.256 |
Unter den laufenden Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften.
Die Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH, Bielefeld, belasteten laufenden Steuern in Höhe von 32.295 T€ (Vorjahr: 43.467 T€). Ein Betrag von 322 T€ (Vorjahr: 697 T€) resultierte aus laufenden Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 5.827 T€ (Vorjahr: 983 T€) laufende Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten.
Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2019 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 %. Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8 %. Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0 % (Vorjahr: 14,0 %) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 16 % und 31 %.
Durch Unternehmensverkäufe erhöhten sich im Geschäftsjahr im Saldo aktive latente Steuern in Höhe von 4 T€. Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 1.787 T€ (Vorjahr: -1.589 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne sowie Währungskurseffekte.
Der Unterschied zwischen dem laufenden und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf folgende Ursachen zurückzuführen. [- D.26]
Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 64.724 T€ (Vorjahr: 65.256 T€) ist um 587 T€ geringer (Vorjahr: 1.250 T€ höher) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 65.311 T€ (Vorjahr: 64.006 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2019 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %) auf Konzernebene ergeben würde.
Die Veränderung bei den steuerlichen Verlustvorträgen betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 3.272 T€ (Vorjahr: 2.076 T€) sowie Korrekturen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 1.036 T€ (Vorjahr: 0 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 3.351 T€ (Vorjahr: 2.533 T€) genutzt bzw. aktiviert werden.
Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 2.568 T€ (Vorjahr: 1.273 T€). In der Position ist im Wesentlichen das anteilige Ergebnis von nicht beherrschenden Anteilen an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, und der DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd., Shanghai (China) enthalten.
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Ergebnis vor Steuern | 219.166 | 214.786 |
| Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent | 29,8 | 29,8 |
| Erwarteter Steuerertrag / -aufwand | 65.311 | 64.006 |
| Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte | ||
| Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes | -7.936 | -5.436 |
| Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen | 113 | 63 |
| Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge | -1.277 | -1.010 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 957 | -457 |
| Nichtansatz temporäre Differenzen / latente Steuern Vorjahre | 433 | 1.080 |
| Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 6.112 | 6.201 |
| Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre | 5.505 | 286 |
| Steuergutschriften | -5.067 | 0 |
| Sonstige Anpassungen | 573 | 523 |
| Ertragsteuern | 64.724 | 65.256 |
Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:
| D.27 | 2019 | 2018 |
| Konzernergebnis ohne auf nicht beherrschende Anteile entfallender Jahresüberschuss | 151.874 T€ | 148.257 T€ |
| Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) | 78.817.994 | 78.817.994 |
| Ergebnis je Aktie | 1,93 € | 1,88 € |
Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 154.442 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 2.568 T€ vermindert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,93 € (Vorjahr: 1,88 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 138.082 T€ (Vorjahr: 139.399 T€).
Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten um in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro und einem anteiligen Abgang des Geschäfts- oder Firmenwertes im Rahmen der Veräußerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions.
Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen. Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 14.620 T€ (Vorjahr: 16.938 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2019 auf 52.743 T€ (Vorjahr: 53.425 T€).
In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten.
Eine Zuschreibung auf die im Vorjahr vorgenommene Wertminderung in Höhe von 843 T€ musste nicht vorgenommen werden, da der erzielbare Betrag 0 € beträgt.
Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 56 erläutert.
Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind im Konzern-Anlagenspiegel dargestellt. Die Investitionen werden im Konzernlagebericht auf Seite 56 erläutert.
Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen in Höhe von 5.275 T€ (Vorjahr: 4.811 T€) in den Abschreibungen erfasst. Wertaufholungen auf die im Vorjahr vorgenommenen Wertminderungen ergaben sich nicht.
Für ein Gebäude mit dazugehörigen technischen Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine Wertminderung identifiziert, die sich aus einer geänderten Nutzungsabsicht des Gebäudes und Leerständen ergibt. Die Überprüfung des erzielbaren Betrages führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 4.215 T€ (Vorjahr: 3.362 T€), der dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen zugeordnet wurde und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst wurde. Der erzielbare Betrag zum Zeitpunkt der Wertberichtigung betrug 28.313 T€ (31. Dezember 2018: 33.397 T€). Im April 2019 wurde das Gebäude zu diesem Wert an einen Dritten veräußert. Durch das Rückleasing eines Gebäudeteils entstand ein Nutzungsrecht in Höhe von 5.372 T€. Da der Zugang dieses Nutzungsrechtes im Zusammenhang mit dem Abgang des Gebäudes steht, erfolgte die Erfassung ebenfalls in der Abgangsspalte im Konzern-Anlagenspiegel und wurde mit den Abgängen "Nutzungsrecht Grundstücke und Gebäude" (-4.611 T€) verrechnet, so dass sich saldiert ein Wert von 761 T€ ergibt.
DMG MORI hat für eine Anlage zur Speicherung von Strom eine Wertminderung in Höhe von 836 T€ identifiziert, da die Anlage nicht weiter genutzt werden soll. Der Betrag wurde dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen zugeordnet und im Segment "Corporate Services" erfasst. Der erzielbare Betrag der Anlage lag bei 0 T€.
Im Vorjahr wurde ein Wertminderungsaufwand in Höhe von 1.449 T€ in den Abschreibungen berücksichtigt und im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erfasst.
Der DMG MORI-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs. Gemäß der Anwendung von IFRS 16 weist der DMG MORI-Konzern zum 31. Dezember 2019 Nutzungsrechte in Höhe von 62.186 T€ unter den Sachanlagen aus. Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2019 betrugen 13.325 T€. Analog wurden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 61.355 T€ passiviert (s. Seiten 137 f.).
Folgende Posten wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in der Bilanz ausgewiesen:
| in T€ | 31.12.2019 |
| Grundstücke und Bauten | 28.261 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 11.659 |
| Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung | 22.266 |
| Gesamt | 62.186 |
Gemäß IAS 17 waren in den Sachanlagen im Vorjahr geleaste Vermögenswerte in Höhe von 592 T€ enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliche Eigentümerin ("Finance Lease") zuzurechnen waren. Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände gliederten sich auf in 271 T€ für Technische Anlagen und Maschinen und 321 T€ für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und sind als FVOCI designiert. DMG MORI hat das Wahlrecht gem. IFRS 9.4.1 beim erstmaligen Ansatz ausgeübt, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen im sonstigen Ergebnis zu zeigen.
Im Geschäftsjahr 2019 haben sich weitere Partner an der strategischen Allianz der ADAMOS GmbH beteiligt. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hat im Geschäftsjahr mit 1,0 MIO € an der Kapitalerhöhung bei ADAMOS teilgenommen. Der Anteil der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH beträgt weiterhin 14,28 %. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der ADAMOS GmbH aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht.
Im September 2019 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 15,02 % an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA), erworben. Durch die Kooperation mit dem US-amerikanischen Softwareanbieter TULIP vereinfacht DMG MORI seinen Kunden den Einstieg in die digitale Fertigung. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der TULIP Interfaces Inc. aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht.
Daneben sind die Anteile der GILDEMEISTER energy solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, in Höhe von 40 % enthalten sowie die Anteile der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH in Höhe von 5 % an der STBO GmbH, Bielefeld. Die Anteile an der Pro-Micron GmbH & Co. KG Modular System wurden im Geschäftsjahr veräußert. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt des Verkaufs betrug 81 T€. Es entstand ein Veräußerungsverlust in Höhe von 41 T€, der im sonstigen Ergebnis erfasst wurde.
Auf alle diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus.
Zum 31. Dezember 2019 betrug der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen insgesamt 25.595 T€ (Vorjahr: 2.403 T€).
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Beteiligungen erfasst.
Eine Übersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2019 findet sich auf den Seiten 155 ff.
Die folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen:
| D.29 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
| Kapitalanteil % |
Buchwert T€ |
Kapitalanteil % |
Buchwert T€ |
|
| Summe zum Stichtag | 84.202 | 58.851 | ||
| davon Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| DMG MORI HEITEC GmbH | 50,0 | 676 | 50,0 | 503 |
| davon assozierte Unternehmen | ||||
| DMG MORI Finance GmbH | 42,6 | 11.612 | 42,6 | 10.650 |
| Magnescale Co. Ltd. | 44,1 | 42.506 | 44,1 | 39.790 |
| INTECH DMLS PRIVATE LIMITED | 30,0 | 7.498 | 30,0 | 7.908 |
| Pragati Automation Pvt. Ltd. | 30,0 | 20.784 | ||
| DMG MORI Digital GmbH | 40,0 | 26 | ||
| Vershina Operation, LLC. | 33,3 | 1.100 | ||
Im Geschäftsjahr 2019 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an den Kapitalerhöhungen bei der DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, gem. Gesellschaftsvertrag partizipiert. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH ist mit 50 % an dem Unternehmen beteiligt. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 676 T€ (Vorjahr: 503 T€). Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, wurde als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und seit dem Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile "at equity" in den Konzernabschluss aufgenommen.
Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten. Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" auf Seite 121 dargestellt. Die Magnescale Co. Ltd. und die DMG MORI Finance GmbH schätzen wir als wesentlich ein.
Die Beteiligung an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und Hersteller von hochpräzisen Positionsmesstechnologien, mit ihren 100 %-igen Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), in Höhe von 44,1 % schätzen wir als wesentlich ein. Die Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgte anhand zukünftiger Cashflows, die aus der Planung der Gesellschaft abgeleitet wurden. Dabei wurde in der Planung von leicht steigenden Umsatzerlösen und EBIT-Margen ausgegangen. Die ermittelten Cashflows wurden mit einem WACC von 8,66 % diskontiert. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Jahresergebnis von 4.014 T€ erzielt.
Die wesentlichen Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung sind für alle drei Gesellschaften zusammengefasst in der folgenden Tabelle dargestellt.
[→ D.30]
Zusätzlich zum Jahresüberschuss wurde ein Währungseffekt in Höhe von 2.141 T€ (Vorjahr: 4.206 T€) anteilig im sonstigen Ergebnis erfasst. Es ergibt sich ein Gesamtergebnis von 6.155 T€ (anteilig 2.716 T€) (Vorjahr: 10.891 T€, anteilig 4.805 T€).
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 44.883 | 46.228 |
| Langfristige Vermögenswerte | 51.214 | 51.784 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 9.734 | 14.970 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 6.715 | 9.549 |
| Nettobuchwert | 79.648 | 73.493 |
| Umsatzerlöse | 96.030 | 100.004 |
| Jahresergebnis | 4.014 | 6.685 |
Die Werte der DMG MORI Finance GmbH sind darüber hinaus in der folgenden Tabelle zusammengefasst.
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 201.812 | 222.705 |
| Langfristige Vermögenswerte | 357.289 | 301.106 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 200.198 | 175.047 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 331.612 | 323.734 |
| Nettobuchwert | 27.291 | 25.030 |
| Umsatzerlöse | 168.991 | 137.031 |
| Jahresergebnis | 2.261 | 1.251 |
Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Nettobuchwert zum 1.1. | 73.493 | 62.602 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.014 | 6.685 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.141 | 4.206 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 79.648 | 73.493 |
| Anteiliges Eigenkapital | 35.141 | 32.425 |
| Konsolidierung / Sonstiges | 7.365 | 7.365 |
| Buchwert des at equity-Ansatzes | 42.506 | 39.790 |
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Nettobuchwert zum 1.1. | 25.030 | 23.779 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.261 | 1.251 |
| Nettobuchwert zum 31.12. | 27.291 | 25.030 |
| Anteiliges Eigenkapital | 11.612 | 10.650 |
| Buchwert des at equity-Ansatzes | 11.612 | 10.650 |
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 1.263 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.627 | 11.963 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 3.747 | 2.757 |
| 13.381 | 15.983 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen enthalten.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen | 653 | 1.826 |
| Übrige Vermögenswerte | 8.974 | 10.137 |
| 9.627 | 11.963 |
In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft in Höhe von 2.911 T€ enthalten (Vorjahr: 3.233 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Abschreibung in Höhe von 322 T€ vorgenommen (Vorjahr: Zuschreibung 33 T€), die im sonstigen Ergebnis erfasst wurde.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Steuererstattungsansprüche | 1.475 | 1.462 |
| Übrige Vermögenswerte | 2.272 | 1.295 |
| 3.747 | 2.757 |
In den Steuererstattungsansprüchen sind keine Forderungen für Ertragsteuern enthalten.
Die Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 275.831 | 282.909 |
| Unfertige Erzeugnisse | 138.453 | 164.107 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 197.526 | 167.357 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 11.008 |
| 611.810 | 625.381 |
In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 62.639 T€ (Vorjahr: 54.528 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben haben. Von den am 31. Dezember 2019 bilanzierten Vorräten wurden 157.584 T€ (Vorjahr: 109.038 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 31.992 T€ (Vorjahr: 23.430 T€) im Materialaufwand erfasst.
Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 2.584 T€ (Vorjahr: 3.423 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst.
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind Forderungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 79.154 T€ (Vorjahr: 91.314 T€) enthalten. Daneben sind wie im Vorjahr in den sonstigen Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen Forderungen gegen die DMG MORI GmbH aus der Darlehensvergabe in Höhe von 370.000 T€ sowie aus der Abgrenzung von Zinsen in Höhe von 617 T€ (Vorjahr: 370.644 T€) abzüglich der Wertminderung aus dem "general approach" enthalten. Das Darlehen wird zu marktüblichen Konditionen verzinst. [- d.38]
Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 77.500 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 67.750 T€ (Vorjahr: 65.999 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 52.250 T€ (Vorjahr: 50.140 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten.
Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geografischen Regionen, von denen Forderungen in Höhe von 316.360 T€ (Vorjahr: 358.552 T€) nicht einzelwertberichtigt sind, teilen sich wie folgt auf:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| gegen Dritte | 212.637 | 226.989 |
| gegen at equity bewertete Unternehmen | 12.472 | 21.244 |
| gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 90.978 | 110.070 |
| gegen Beteiligungsunternehmen | 33 | 47 |
| Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 316.120 | 358.350 |
| Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 370.572 | 370.635 |
| Gesamt | 686.692 | 728.985 |
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Deutschland | 74.013 | 94.629 |
| Europa (ohne Deutschland) | 146.272 | 139.020 |
| Asien | 24.822 | 33.823 |
| Amerika | 0 | 251 |
| DMG MORI CO. Gruppe | 91.527 | 110.676 |
| Gesamt | 336.634 | 378.399 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Stand Wertberichtigungen zum 1. Januar | 18.786 | 15.746 |
| Ausbuchungen | -1.688 | -2.285 |
| Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr | 3.478 | 5.325 |
| Stand Wertberichtigungen zum 31. Dezember | 20.576 | 18.786 |
Ein separater Ausweis der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte gem. IAS 1.82 (ba) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte aufgrund der Unwesentlichkeit des Postens nicht.
Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorgenommen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht in absehbarer Zeit nachkommen werden.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 gab es ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Vertragswert in Höhe von 515 T€ (Vorjahr: 3.759 T€), die aber derzeit noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen.
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen.
Details zur Ermittlung der Wertberichtigungen und zu Kreditrisiken sind unter Punkt 38 beschrieben.
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 46.740 | 60.241 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 69.125 | 81.272 |
| 115.865 | 141.513 |
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Diskontierte Kundenwechsel | 14.407 | 25.760 |
| Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen | 7.044 | 6.613 |
| Forderungen aus Factoring | 5.901 | 7.305 |
| Debitorische Kreditoren | 4.147 | 6.899 |
| Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente | 2.551 | 1.964 |
| Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen | 2.185 | 0 |
| Forderungen an Mitarbeiter und ehemalige Mitarbeiter | 648 | 754 |
| Kredite an Fremde | 52 | 11 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 9.805 | 10.935 |
| 46.740 | 60.241 |
Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Steuererstattungsansprüche | 28.121 | 28.109 |
| Vorauszahlungen | 19.450 | 32.982 |
| Übrige Vermögenswerte | 21.554 | 20.181 |
| 69.125 | 81.272 |
Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer.
Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 154.005 T€ (Vorjahr: 152.681 T€). Details zur Ermittlung und Berücksichtigung von Wertminderungen sind unter Punkt 38 zu finden.
Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 87 dargestellt.
Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den nachfolgenden Posten zuzuordnen:
[→D.44 | D.45]
Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %).
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können.
Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 3.289 T€ (Vorjahr: 5.153 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 3.289 T€ (Vorjahr: 4.117 T€). Im Berichtsjahr wurden 604 T€ (Vorjahr: 3.000 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert, 1.432 T€ (Vorjahr: 849 T€) mit laufendem steuerlichen Einkommen verrechnet sowie 1.036 T€ aufgrund des Eintritts einer inländischen Gesellschaft in den deutschen Organkreis abgeschrieben. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 86.035 T€ (Vorjahr: 102.501 T€), von denen 71.370 T€ (Vorjahr: 80.940 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 27.211 T€ (Vorjahr: 24.639 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 40.039 T€ (Vorjahr: 43.463 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 4.120 T€ (Vorjahr: 12.838 T€) in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren.
| D.44 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
| in T€ | aktiv | passiv | aktiv | passiv |
| Immaterielle Vermögenswerte | 14.860 | 7.767 | 17.897 | 7.921 |
| Sachanlagen | 9.786 | 4.089 | 10.449 | 4.326 |
| Finanzanlagen | 109 | 0 | 296 | 0 |
| Vorräte | 15.783 | 1.647 | 12.622 | 2.030 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | 17.359 | 2.225 | 10.991 | 2.391 |
| Rückstellungen | 16.827 | 8.273 | 12.337 | 7.004 |
| Verbindlichkeiten | 9.202 | 3.783 | 9.004 | 1.976 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 3.289 | - | 5.153 | - |
| 87.215 | 27.784 | 78.749 | 25.648 | |
| Saldierungen | -24.660 | -24.660 | -23.143 | -23.143 |
| Gesamt | 62.555 | 3.124 | 55.606 | 2.505 |
| D.45 in T€ |
2019 Latenter Steueraufwand / -ertrag | 2018 Latenter Steueraufwand / -ertrag |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.929 | 517 |
| Sachanlagen | 463 | -1.179 |
| Finanzanlagen | 188 | -254 |
| Vorräte | -3.453 | -1.407 |
| Forderungen und Sonstige Vermögenswerte | -7.091 | -4.016 |
| Rückstellungen | -1.406 | 1.485 |
| Verbindlichkeiten | 1.676 | 596 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.864 | -2.151 |
| Gesamt | -4.830 | -6.409 |
In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 35 T€ (Vorjahr: 1.419 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird.
Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 19.163 T€ (Vorjahr: 18.506 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind.
Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 1.787 T€ auf 10.838 T€ (Vorjahr: 9.051 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 10.802 T€ (Vorjahr: 9.043 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von 36 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: 8 T€) zusammen.
Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2019 und 2018 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf den Seiten 90 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben.
Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt.
Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.
Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Mai 2019) entnommen.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden.
Bei Bareinlagen können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
a) hinsichtlich eines anteiligen Betrags des Grundkapitals von bis zu € 5.000.000,00 zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 AktG verbundener Unternehmen,
b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Gewährung von Aktien zu erwerben,
c) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden,
d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.
Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und lit. c) ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent-Grenze sind solche Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 9. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben.
Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2019 betrug unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren.
Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden.
Der Ausweis betrifft unverändert die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 680.530 €.
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen.
In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen 36 T€ zum 31. Dezember 2019 (Vorjahr: 8 T€).
Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2019 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt.
Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres.
Zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten.
Das Geschäftsjahr 2019 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 95.741.985 € (Vorjahr: 99.325.615 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern.
Zum 31. Dezember 2019 weist die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen handelsrechtlichen Bilanzgewinn aus.
Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2019 auf 14.335 T€ (Vorjahr: 4.453 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisanteilen nicht beherrschender Anteile sowie der Übertragung von 49 % der Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd., Shanghai (China), auf die DMG MORI COMPANY LIMITED im Juni 2019.
Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORI-Konzern eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Vorstands ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Zum 31. Dezember 2019 gab es keine Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie und keine Finanzschulden insgesamt. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde zum 31. Dezember 2019 eingehalten.
Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI GmbH mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht für die Gesellschaft keine Möglichkeit mehr über eine Dividendenpolitik die Eigenkapitalausstattung des DMG MORI-Konzerns aktiv zu gestalten.
Der Finanzmittelüberschuss wird ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 154.005 | 152.681 |
| Finanzschulden | 0 | 0 |
| Finanzmittelüberschuss | 154.005 | 152.681 |
| Summe Eigenkapital | 1.281.449 | 1.197.688 |
| Eigenkapitalquote | 51,9 % | 49,1 % |
| Gearing | - | - |
Die Summe des Eigenkapitals ist absolut um 83.761 T€ gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg zum 31. Dezember 2019 auf 51,9 % (Vorjahr: 49,1 %).
Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u. a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie.
Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 1.991 T€ im Geschäftsjahr 2019 (Vorjahr: 1.918 T€).
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet.
Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet, sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Darüber hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage)Risiko.
Im DMG MORI-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbstständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüblichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden in Deutschland die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. In der Schweiz wurden für die Berechnungen die "technischen Grundlagen BVG 2015, Generationentafeln" verwendet. Sie basieren auf den aktuellsten verfügbaren Beobachtungen der Sterblichkeit von mehrheitlich privatrechtlichen Pensionskassen und berücksichtigten die zukünftige Veränderung der Sterblichkeit im Zeitablauf.
Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen:
| D.47 in % |
Deutschland 2019 | Rest der Welt 2019 | Deutschland 2018 | Rest der Welt 2018 |
| Diskontierungszinssatz | 0,68 | 0,27 | 1,51 | 0,78 |
| Gehaltstrend | 0,00 | 2,60 | 0,00 | 2,90 |
| Rententrend | 2,00 | 0,00 | 2,00 | 0,00 |
Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für unsere ausländischen Gesellschaften wurde eine zukünftige durchschnittliche Gehaltssteigerung von 2,60 % berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt.
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| in T€ | Deutschland | Rest der Welt | Deutschland | Rest der Welt |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen | 33.909 | 1.523 | 32.167 | 1.243 |
| + Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen | 19.998 | 14.599 | 18.267 | 15.090 |
| - Zeitwert des Planvermögens | -16.248 | -10.773 | -16.305 | -12.634 |
| = Nettowert der bilanzierten Beträge am Stichtag | 37.659 | 5.349 | 34.129 | 3.699 |
| davon Pensionen | 43.008 | 37.828 | ||
| davon Vermögenswerte (-) | 0 | 0 | ||
| 2019 | 2018 | |||
| in T€ | in % | in T€ | in % | |
| Börsennotiert | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 97 | 0,36 | 0 | 0,00 |
| Aktien | 2.706 | 10,02 | 0 | 0,00 |
| Obligationen | 4.352 | 16,11 | 0 | 0,00 |
| Immobilien | 2.776 | 10,27 | 0 | 0,00 |
| Andere | 842 | 3,11 | 0 | 0,00 |
| Nicht börsennotiert | ||||
| qualifizierende Versicherungsverträge (Lebensversicherung) | 16.248 | 60,13 | 16.305 | 56,34 |
| Andere | 0 | 0,00 | 12.634 | 43,66 |
| Summe Planvermögen | 27.021 | 100,00 | 28.939 | 100,00 |
| Leistungsorientierte Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | ||||
| in T€ | 2019 Deutschland | 2019 Rest der Welt | 2019 Deutschland | 2019 Rest der Welt | 2019 Deutschland | 2019 Rest der Welt |
| Stand zum 1. Januar | 50.434 | 16.333 | -16.305 | -12.634 | 34.129 | 3.699 |
| Erfasst im Gewinn oder Verlust | ||||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 997 | 0 | 0 | 0 | 997 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 294 | 0 | 0 | 0 | 294 | 0 |
| Zinsaufwand (Zinserträge) | 739 | 142 | -242 | -115 | 497 | 27 |
| Währungsdifferenz | 0 | 598 | 0 | -486 | 0 | 112 |
| 1.033 | 1.737 | -242 | -601 | 791 | 1.136 | |
| Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus: | ||||||
| - finanziellen Annahmen | 5.160 | 2.123 | 0 | 0 | 5.160 | 2.123 |
| - erfahrungsbedingter Berichtigung | 331 | -863 | 0 | 0 | 331 | -863 |
| Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge | 0 | 0 | -279 | -308 | -279 | -308 |
| 5.491 | 1.260 | -279 | -308 | 5.212 | 952 | |
| Sonstiges | ||||||
| Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge | 0 | 0 | -2.308 | -869 | -2.308 | -869 |
| Geleistete Zahlungen | -3.051 | -2.009 | 2.886 | 2.440 | -165 | 431 |
| Sonstiges (Ausbuchung Rentner-Deckungskapital) | 0 | -1.199 | 0 | 1.199 | 0 | 0 |
| -3.051 | -3.208 | 578 | 2.770 | -2.473 | -438 | |
| Stand zum 31. Dezember | 53.907 | 16.122 | -16.248 | -10.773 | 37.659 | 5.349 |
Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich wie folgt herleiten: [→ D.48]
Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus folgenden Werten zusammen: [→ D.49]
Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 94.5 T€ (Vorjahr: 1.472 T€).
Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen.
Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 35.717 T€ (Vorjahr: 31.655 T€) gebildet worden.
Die nachstehende Tabelle zeigen die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile. [→ D.50 | D.51]
In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert.
[→ D.52]
| D. 51 | Leistungsorientierte Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen | |||
| in T€ | 2018 Deutschland | 2018 Rest der Welt | 2018 Deutschland | 2018 Rest der Welt | 2018 Deutschland | 2018 Rest der Welt |
| Stand zum 1. Januar | 54.941 | 18.249 | -16.370 | -12.240 | 38.571 | 6.009 |
| Erfasst im Gewinn oder Verlust | ||||||
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 1.092 | 0 | 0 | 0 | 1.092 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 547 | 0 | 0 | 0 | 547 | 0 |
| Zinsaufwand (Zinserträge) | 632 | 111 | -191 | -78 | 441 | 33 |
| Währungsdifferenz | 0 | 653 | 0 | -472 | 0 | 181 |
| 1.179 | 1.856 | -191 | -550 | 988 | 1.306 | |
| Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen | ||||||
| Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) | aus: | |||||
| - finanziellen Annahmen | -1.996 | -899 | 0 | 0 | -1.996 | -899 |
| - erfahrungsbedingter Berichtigung | -1.288 | -1.035 | 0 | 0 | -1.288 | -1.035 |
| - demografischer Berichtigung | 663 | -198 | 0 | 0 | 663 | -198 |
| Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge | 0 | 0 | -316 | -887 | -316 | -887 |
| -2.621 | -2.132 | -316 | -887 | -2.937 | -3.019 | |
| Sonstiges | ||||||
| Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge | 0 | 0 | -2.341 | -1.195 | -2.341 | -1.195 |
| Geleistete Zahlungen | -3.065 | -1.640 | 2.913 | 2.238 | -152 | 598 |
| -3.065 | -1.640 | 572 | 1.043 | -2.493 | -597 | |
| Stand zum 31. Dezember | 50.434 | 16.333 | -16.305 | -12.634 | 34.129 | 3.699 |
| in T€ | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 |
| Barwert aller Versorgungszusagen | 70.029 | 66.767 | 73.190 | 85.104 | 75.412 |
| Zeitwert des Planvermögens aller Fonds | -27.021 | -28.939 | -28.610 | -36.232 | -34.626 |
| Finanzierungsstatus | 43.008 | 37.828 | 44.580 | 48.872 | 40.786 |
Es wird erwartet, dass in 2020 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 2.341 T€ (Vorjahr für 2019: 2.361 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich rund 345 T€ (Vorjahr für 2019: 521 T€) betragen werden.
Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rund dreizehn Jahre und für die Schweiz zwischen einundzwanzig und dreiundzwanzig Jahren.
Für die wichtigsten Annahmen zur Berechnung der Verpflichtung wurden Sensitivitätsanalysen erstellt. Der Diskontierungsfaktor, die Annahme zur Lohnentwicklung und die Lebenserwartung wurden um einen festen %-Satz bzw. um 1 Jahr vermindert bzw. erhöht.
Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst.
Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar.
| D.53 | Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2019 | |
| in T€ | in % | |
| Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen | 70.029 | |
| bei: Verminderung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte | 72.387 | 3,37 |
| Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte | 67.770 | -3,23 |
| Verminderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte | 68.425 | -2,29 |
| Erhöhung des Rententrends um 0,25 %-Punkte | 71.643 | 2,31 |
| Lebenserwartung - 1 Jahr | 66.821 | -4,58 |
| Lebenserwartung + 1 Jahr | 73.256 | 4,61 |
Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, bzw. verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte.
Nachfolgend sind die wesentlichen Rückstellungsinhalte aufgeführt. - D.54]
In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 46.981 T€ (Vorjahr: 49.369 T€), Altersteilzeit in Höhe von 5.914 T€ (Vorjahr: 4.592 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 17.407 T€ (Vorjahr: 16.911 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 12.734 T€ (Vorjahr: 10.893 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2019 waren Zahlungsmittel in Höhe von 2.760 T€ (Vorjahr: 3.113 T€) auf den Treuhandverein übertragen.
Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse sowie möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und Sonstige enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellung soll im kommenden Jahr beglichen werden.
| D.54 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
| in T€ | gesamt | davon kurzfristig | gesamt | davon kurzfristig |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 112.211 | 85.908 | 112.599 | 83.233 |
| Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen | 58.033 | 47.863 | 52.097 | 43.406 |
| Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich | 55.762 | 54.906 | 40.826 | 39.626 |
| Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten | 4.216 | 4.216 | 4.785 | 4.785 |
| Übrige | 52.575 | 38.515 | 57.118 | 38.195 |
| Gesamt | 282.797 | 231.408 | 267.425 | 209.245 |
Die übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten, Verpflichtungen für ausstehende Inbetriebnahmen sowie andere verschiedene Dienstleistungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Das Risiko, dass über diese Rückstellungen hinaus, weitere Abflüsse erfolgen, wird zum 31. Dezember 2019 als unwahrscheinlich eingeschätzt. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2020 erfüllt werden.
Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel zu entnehmen. [- D.55]
Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 3.352 T€ (Vorjahr: 4.855 T€) enthalten. Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" auf Seite 29 des Lageberichtes.
Per 31. Dezember 2019 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Finanzschulden.
Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und - im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements - für den Großteil der inländischen Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 850,7 MIO € (Vorjahr: 802,4 MIO €). Wesentliche Bestandteile sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 500,0 MIO €), Avallinien in Höhe von 177,3 MIO € (Vorjahr: 129,0 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen analog zum Vorjahr in Höhe von 167,5 MIO €.
Zusätzlich zu dem syndizierten Kredit gibt es noch einige kurzfristige bilaterale Finanzierungszusagen bei einzelnen Tochtergesellschaften analog zum Vorjahr mit einem Volumen von insgesamt 5,9 MIO €.
Die kurzfristigen Finanzierungszusagen wurden wie im Vorjahr zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen wie im Vorjahr 1,0 %.
Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31.12.2019 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € und einer Laufzeit bis Februar 2022. Diese besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2019 eingehalten. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Zum 31. Dezember 2019 gab es wie im Vorjahr keine Ziehungen.
Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG MORI Spare Parts GmbH, SAUER GmbH, GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Graziano Tortona S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.p.A. sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie.
| in T€ | 01.01.2019 | Zuführungen | Inanspruch nahmen | Auflösungen | Veränderung Konsolidierungskreis | Sonstige Veränderungen |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 112.599 | 69.291 | 59.741 | 10.063 | -56 | 181 |
| Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen | 52.097 | 35.692 | 26.113 | 3.975 | 0 | 332 |
| Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich | 40.826 | 33.089 | 12.462 | 6.175 | 0 | 484 |
| Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten | 4.785 | 3.135 | 2.636 | 1.054 | -6 | -8 |
| Übrige | 57.118 | 34.612 | 22.534 | 16.194 | 0 | -427 |
| Gesamt | 267.425 | 175.819 | 123.486 | 37.461 | -62 | 562 |
| in T€ | 31.12.2019 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 112.211 |
| Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen | 58.033 |
| Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich | 55.762 |
| Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten | 4.216 |
| Übrige | 52.575 |
| Gesamt | 282.797 |
Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betragen 473,9 MIO € (Vorjahr: 415,1 MIO €). Sie teilen sich analog zum Vorjahr auf in freie Barlinien von 205,9 MIO € und weitere freie Linien (Avale und Factoring) von 268,0 MIO € (Vorjahr: 209,1 MIO €).
Die langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 157 | 8.205 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 2.444 | 2.649 |
| 2.601 | 10.854 |
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 0 | 7 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 157 | 8.198 |
| 157 | 8.205 |
Im Vorjahr enthielten die übrigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 7.995 T€ die noch nicht gezahlte Gegenleistung aus dem Kauf der Anteile an der REALIZER GmbH.
Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten.
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Abgrenzungsposten | 2.233 | 2.400 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 211 | 249 |
| 2.444 | 2.649 |
Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.233 T€ (Vorjahr: 2.400 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance".
Im Geschäftsjahr 2019 sind wie im Vorjahr keine Investitionszulagen gezahlt worden. Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst.
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 207.368 | 195.393 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen | 7.401 | 2.266 |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 234.038 | 236.613 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 800 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 28.064 | 31.124 |
| 477.671 | 465.396 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 86.925 T€ (Vorjahr: 78.317 T€). Eine Verbindlichkeit in Höhe von 95.742 T€ (Vorjahr: 99.326 T€) resultiert aus der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH.
Details und Erläuterungen zu den Vertragsverbindlichkeiten und der Vertraglichen Schuld aus Anzahlungsrechnungen sind im Kapitel Umsatzerlöse enthalten.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Kreditorische Debitoren | 8.951 | 8.882 |
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 7.737 | 5.137 |
| Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 1.224 | 2.223 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 10.152 | 14.882 |
| 28.064 | 31.124 |
Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 1.224 T€ (Vorjahr: 2.223 T€) vor allem in USD, GBP und JPY. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 6.103 T€ (Vorjahr: 11.880 T€) enthalten.
Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen in Höhe von 616 T€ und stellten den diskontierten Wert zukünftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing dar. Der Ausweis erfolgte in den übrigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen wurden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands ausgewiesen.
Im Vorjahr betrug die Summe aller in Zukunft zu leistenden Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen 830 T€.
Die Mindestleasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergaben sich gem. IAS 17 wie folgt:
| in T€ | 31.12.2018 |
| SUMME DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN NACH IAS 17 | |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 690 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 140 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
| 830 | |
| IN DEN KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN ENTHALTENER ZINSANTEIL | |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 74 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 2 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
| 76 | |
| BARWERT DER KÜNFTIGEN MINDESTLEASINGZAHLUNGEN | |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 616 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 138 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 0 |
| 754 |
Im Vorjahr war der DMG MORI-Konzern gem. IAS 17 Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen. Die Mindestleasingzahlungen für 2019 aus diesen Untermietverhältnissen betrugen 175 T€. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 27.001 | 25.869 |
| Abgrenzungsposten | 6.120 | 5.255 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 5.760 | 5.473 |
| Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung | 3.453 | 3.338 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 3.517 | 1.761 |
| 45.851 | 41.696 |
Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 10.766 T€ (Vorjahr: 10.112 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 9.835 T€ (Vorjahr: 10.125 T€).
Der DMG MORI-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs.
Zum 31. Dezember 2019 weist der DMG MORI-Konzern Nutzungsrechte in Höhe von 62.186 T€ unter den Sachanlagen aus. Die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 61.355 T€ werden in der Bilanz gesondert dargestellt.
Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt der DMG MORI-Konzern sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Kommen im Falle der Ausübung einer Kündigungsoption bzw. Nichtausübung einer Verlängerungsoption z. B. wesentliche Strafzahlungen auf den DMG MORI-Konzern zu, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass der Konzern den Vertrag nicht kündigen bzw. verlängern wird. Darüber hinaus werden sonstige wirtschaftliche Faktoren in Betracht gezogen, die maßgeblich für die Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen sind. Die Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann - sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt.
Der Konzern schätzt, dass die potenziell zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden, zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von 3.527 T€ führen würden.
Durch die Anwendung des IFRS 16 reduzierten sich im Geschäftsjahr 2019 die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während sich die Abschreibungen erhöhten. Es ergab sich ein Anstieg des EBITDA sowie eine leichte Verbesserung des EBIT.
Ergänzende Angaben im Zusammenhang mit der Leasingnehmerbilanzierung sind in den entsprechenden Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz enthalten.
Im Geschäftsjahr 2019 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen, insbesondere bei Gebäuden.
Ein Veräußerungsgewinn im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr 2019 nicht angefallen.
In 2019 hat der DMG MORI-Konzern Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen im Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 175 T€ und Zinserträge auf Leasingforderungen in Höhe von 10 T€ erfasst.
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.
| in T€ | 31.12.2019 |
| FINANZIERUNGSLEASINGVERHÄLTNISSE NACH IFRS 16 | |
| Weniger als ein Jahr | 413 |
| Ein bis zwei Jahre | 227 |
| Zwei bis drei Jahre | 227 |
| Drei bis vier Jahre | 227 |
| Vier bis fünf Jahre | 227 |
| Mehr als fünf Jahre | 4.836 |
| Gesamt | 6.157 |
Im Geschäftsjahr 2019 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Der DMG MORI-Konzern hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft, da diese nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen.
Der DMG MORI-Konzern hat 2019 Leasingerträge aus Operating-Leasingverhältnissen inkl. Erträge aus Unterleasingverhältnissen in Höhe von 2.739 T€ erfasst. Leasingerträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des DMG MORI-Konzerns angefallen sind, wurden in den Umsatzerlösen erfasst. Sonstige Leasingerträge wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen dar:
| in T€ | 31.12.2019 |
| OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE NACH IFRS 16 | |
| Weniger als ein Jahr | 2.277 |
| Ein bis zwei Jahre | 1.407 |
| Zwei bis drei Jahre | 917 |
| Drei bis vier Jahre | 533 |
| Vier bis fünf Jahre | 306 |
| Mehr als fünf Jahre | 127 |
| Gesamt | 5.567 |
Für folgende zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird:
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Bürgschaften | 1.563 | 50 |
| Gewährleistungen | 1.475 | 2.610 |
| Sonstige Haftungsverhältnisse | 4.250 | 3.382 |
| 7.288 | 6.042 |
Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2019 hat der DMG MORI-Konzern Verträge über den Kauf von Sachanlagevermögen in 2020 im Wert von 10,7 MIO E (Vorjahr für 2019: 33,7 MIO E) abgeschlossen.
Gemäß IAS 17 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen insbesondere aus Leasing- und langfristigen Mietverträgen. Bei Operating-Leasing-Verträgen wurden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, das heißt, die wesentlichen Risiken und Chancen lagen beim Leasinggeber.
Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Miet- und Leasingverhältnissen setzte sich nach Fälligkeiten wie nachfolgend beschrieben zusammen. Die Verträge hatten Laufzeiten von zwei bis zu dreiunddreißig Jahren und beinhalteten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.
| in T€ | 31.12.2018 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 23.804 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 33.648 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 10.210 |
| 67.662 |
Davon entfielen auf Operating-Leasing-Verhältnisse:
| in T€ | 31.12.2018 |
| Fällig innerhalb eines Jahres | 23.114 |
| Fällig zwischen einem und fünf Jahren | 33.508 |
| Fällig nach mehr als fünf Jahren | 10.210 |
| 66.832 |
Die Operating-Leasing-Verhältnisse nach IAS 17 bestanden u. a. im Zusammenhang mit der Finanzierung der Gebäude der DECKEL MAHO Pfronten GmbH sowie der FAMOT Pleszew Sp. z o. o., Pleszew (Polen). Operating-Leasing-Verträge über die Gebäude beinhalteten eine Kaufoption nach Ablauf der Grundmietzeit.
Weitere Operating-Leasing-Verträge bestanden bei verschiedenen Konzerngesellschaften insbesondere für Fuhrpark (23,5 MIO €), für Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Sie beinhalteten teilweise Kaufoptionen nach Ablauf der Grundmietzeit. Die Operating-Leasing-Verhältnisse hatten eine Mindestlaufzeit zwischen zwei und fünfzehn Jahren. Es bestanden keine unkündbaren Untermietverhältnisse, die bei der Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen zu berücksichtigen waren. Erfolgswirksam erfasste bedingte Mietzahlungen lagen nicht vor.
Im DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, RUB und JPY gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar. [- D.68]
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden. Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.
Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Seit dem 1. Januar 2018 wendet DMG MORI grundsätzlich IFRS 9 für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften an. Im Wesentlichen können die Sicherungsbeziehungen im Hedge Accounting gem. IAS 39 unter IFRS 9 weitergeführt werden.
Der DMG MORI-Konzern wendet die "Spot-to-Spot-Methode" an. Die Effekte aus der Forwardkomponente werden erfolgswirksam erfasst.
Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IFRS 9 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.
| D.68 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||
| in T€ | Nominal wert | Vermögen | Schulden | Marktwerte Summe | Nominal wert | Marktwerte |
| Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges | 4.109 | 0 | 135 | -135 | 27.668 | -80 |
| Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten | 227.082 | 2.551 | 1.089 | 1.462 | 215.134 | -186 |
| 231.191 | 2.551 | 1.224 | 1.327 | 242.802 | -266 | |
Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 2.551 T€ (Vorjahr: 1.964 T€).
Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 4.109 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 27.123 T€). Die Cashflows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Im Vorjahr hatten Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 545 T€ am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von über einem Jahr.
Im Geschäftsjahr 2019 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von -49 T€ (Vorjahr: -377 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von -46 T€ (Vorjahr: 585 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und in den Umsatzerlösen (Vorjahr: Aufwand) erfasst. Der Ausweis erfolgt für die Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich bei den Devisentermingeschäften keine Ineffektivitäten (Vorjahr: 0 T€). Zur Messung der Ineffektivität wurden Grundgeschäfte in Höhe von 461 T€ (Vorjahr: 231 T€) herangezogen und zugehörige Sicherungsgeschäfte in Höhe von 461 T€ (Vorjahr: 231 T€).
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Stand zum 1. Januar 2019 (vor Steuern) | -27 | -235 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderung der Devisentermingeschäfte | -49 | -377 |
| Betrag, der aus der Rücklage für Absicherung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert worden ist (Recycling) | -46 | 585 |
| Stand zum 31. Dezember 2019 (vor Steuern) | -122 | -27 |
Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen: [→ D.70 | D.71]
| D.70 in T€ |
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2019 | Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2019 | Nettobetrag 31.12.2019 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 2.551 | 1.222 | 1.329 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | 1.224 | 1.222 | 2 |
| D.71 in T€ |
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2018 | Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2018 | Nettobetrag 31.12.2018 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Devisentermingeschäfte | 1.964 | 1.711 | 253 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Devisentermingeschäfte | 2.230 | 1.711 | 519 |
Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht auf den Seiten 72 ff. im Chancen- und Risikobericht erläutert.
Der DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.
Der Konzern sichert mindestens 90 % seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten 12 Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen.
DMG MORI bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme. Es wird mithilfe der hypothetischen Derivatemethode beurteilt, ob das in der Sicherungsbeziehung designierte Derivat in Bezug auf Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäfts voraussichtlich effektiv sein wird oder effektiv war.
Hauptursachen für Ineffektivitäten bei diesen Sicherungsbeziehungen sind Ausfälle der Forderungen, Änderungen des Zeitpunkts der abgesicherten Grundgeschäfte oder Änderungen in den abgesicherten Zahlungsströmen.
Im Geschäftsjahr wurden folgende durchschnittliche Sicherungskurse unserer wesentlichen Währungen für Derivate im Hedge Accounting verwendet:
| in € | Durchschnittliche Sicherungskurse in 2019 | Durchschnittliche Sicherungskurse in 2018 |
| USD | 1,38 | 1,19 |
| JPY | 120,26 | 128,50 |
| GBP | 0,89 | 0,89 |
Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORI-Konzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar.
Die folgende Tabelle zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2019 und 2018. [- D.73]
In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen aus Finanzinstrumenten auf die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, GBP, RUB und JPY jeweils um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 124 T€ niedriger (höher) gewesen (Vorjahr: 1.053 T€ höher (niedriger)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wäre um 3.305 T€ höher (niedriger) (Vorjahr: 4.135 T€ niedriger (höher)) gewesen. [→ D.74]
| D.73 | WÄHRUNG | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||
| in T€ | USD | JPY | GBP | USD | JPY | GBP |
| Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen | -739 | -7.439 | 5.665 | 1.716 | -6.172 | 4.021 |
| Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften | 1.255 | -572 | 4.186 | 9.084 | -6.938 | 12.406 |
| Transaktionsbezogene Fremdwährungspositionen | 516 | -8.011 | 9.851 | 10.800 | -13.110 | 16.427 |
| Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position | -145 | 7.692 | -8.780 | -10.819 | 10.892 | -14.912 |
| Offene Fremdwährungsposition | 371 | -319 | 1.071 | -19 | -2.218 | 1.515 |
| D.74 | Gewinn oder Verlust | Eigenkapital netto | ||
| in T€ | Erhöhung | Verminderung | Erhöhung | Verminderung |
| 31. Dezember 2019 | ||||
| USD (10 %-ige Änderung) | -1.487 | 1.487 | 0 | 0 |
| JPY (10 %-ige Änderung) | 705 | -705 | -53 | 53 |
| GBP (10 %-ige Änderung) | 866 | -866 | 23 | -23 |
| RUB (10 %-ige Änderung) | 3.221 | -3.221 | -94 | 94 |
| 3.305 | -3.305 | -124 | 124 | |
| 31. Dezember 2018 | ||||
| USD (10 %-ige Änderung) | -3.571 | 3.571 | 291 | -291 |
| JPY (10 %-ige Änderung) | 2.031 | -2.031 | -236 | 236 |
| GBP (10 %-ige Änderung) | -117 | 117 | 926 | -926 |
| RUB (10 %-ige Änderung) | -2.478 | 2.478 | 72 | -72 |
| -4.135 | 4.135 | 1.053 | -1.053 | |
Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden.
Zum 31. Dezember 2019 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1 % auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 1,9 MIO € (Vorjahr: 2,4 MIO €) erhöhen. Da es sich im Wesentlichen um Zinsen auf Kontokorrentlinien handelt, erwarten wir keine wesentlichen Effekte bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge wären um 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) gesunken, wenn der Zinssatz um 5 Basispunkte gesunken wäre. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen. In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt:
| D.75 | Nominalvolumen | |
| in T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
| Festverzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 8.007 | 8.587 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| 8.007 | 8.587 | |
| Variabel verzinsliche Instrumente | ||
| Finanzielle Vermögenswerte | 515.991 | 514.094 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -120.000 | -116.140 |
| 395.991 | 397.954 | |
Bei den verzinslichen Finanzschulden und Finanzforderungen sind überwiegend Festzinsen vereinbart.
Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich.
Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar:
| D.76 | Gewinn oder Verlust | |
| in T€ | Anstieg um 100 Basispunkte | Rückgang um 5 Basispunkte |
| 31. Dezember 2019 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | 1.926 | 0 |
| Ergebnissensitivität (netto) | 1.926 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | 2.352 | 0 |
| Ergebnissensitivität (netto) | 2.352 | 0 |
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORI-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cash-Management begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit diversen Banken sowie bilaterale Kreditzusagen analog zum Vorjahr in Höhe von 5,9 MIO €. Die syndizierte Kreditlinie hat eine Laufzeit bis Februar 2022. Weder im Geschäftsjahr 2019 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen.
Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2019 eingehalten.
Dem DMG MORI-Konzern stehen zum 31. Dezember 2019 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 154,0 MIO € (Vorjahr: 152,7 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 268,0 MIO € (Vorjahr: 209,1 MIO €) und weitere freie Linien (Avale und Factoring) in Höhe von 205,9 MIO € (Vorjahr: 205,9 MIO €) zur Verfügung
In der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt. [→ D.77]
Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2019 bzw. am 31. Dezember 2018 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2019 bzw. 31. Dezember 2018 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 238 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 135 T€ (Vorjahr: 318 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. [→ d.78]
Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es, diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann.
| D.77 | Cashflows 2020 | Cashflows 2021 - 2024 | Cashflows 2025 ff. | |||
| in T€ | Buchwert 31.12.2019 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 61.355 | 857 | 17.886 | 1.470 | 29.317 | 2.831 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 449.607 | 0 | 449.607 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 26.997 | 0 | 26.840 | 0 | 140 | 0 |
| Zwischensumme | 537.959 | 857 | 494.333 | 1.470 | 29.457 | 2.831 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 1.224 | 0 | 1.224 | 0 | 0 | 0 |
| 539.183 | 857 | 495.557 | 1.470 | 29.457 | 2.831 | |
| D.77 | Cashflows 2025 ff. |
| in T€ | Tilgung |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 14.152 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 17 |
| Zwischensumme | 14.169 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 0 |
| 14.169 |
| D.78 | Cashflows 2019 | Cashflows 2020 - 2023 | Cashflows 2024 ff. | |||
| in T€ | Buchwert 31.12.2018 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 754 | 74 | 616 | 2 | 138 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 434.272 | 0 | 434.272 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 36.345 | 0 | 28.285 | 0 | 8.047 | 0 |
| Zwischensumme | 471.371 | 74 | 463.173 | 2 | 8.185 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 2.230 | 0 | 2.223 | 0 | 7 | 0 |
| 473.601 | 74 | 465.396 | 2 | 8.192 | 0 | |
| D.78 | Cashflows 2024 ff. |
| in T€ | Tilgung |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13 |
| Zwischensumme | 13 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 0 |
| 13 |
Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage.
Die tatsächlichen historischen Kreditausfälle wurden mit Hilfe von Skalierungsfaktoren angepasst, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren auf aus der Historie zu erkennenden Trends sowie auf Vorhersagen des Bruttoinlandprodukts (BIP), Länderrisiken sowie Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus / Leitzinsen.
Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne beeinträchtigte Bonität für 2019 und 2018 sind den folgenden Tabellen zu entnehmen.
[→ D.79 | D.80]
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die DMG MORI CO. Gruppe werden in Bezug auf Wertminderungen separat betrachtet. Für die Ermittlung der Wertminderungen wird das Rating der DMG MORI COMPANY LIMITED sowie die Laufzeiten der Forderungen herangezogen.
Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 1.688 T€ (Vorjahr: 2.285 T€) enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht auf Seite 72 ff.
Für die Bewertung der Wertminderungen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden die erwarteten Kreditausfälle, die aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag auftreten können, herangezogen. In der Regel weisen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im DMG MORI-Konzern am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko auf.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.
Zum 31. Dezember 2019 betrug die Wertminderung 690 € (Vorjahr: 581 €).
GeldanIagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar.
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen.
| 31.12.2019 | ||||
| in T€ | Ausfallquote in % |
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Wertberichtigung | Beeinträchtigte Bonität |
| Nicht überfällig | 0,01 - 0,21 | 292.787 | 313 | nein |
| Überfällig | 0,01 - 4,67 | 23.573 | 290 | nein |
| Summe | 316.360 | 603 | ||
| 31.12.2018 | ||||
| in T€ | Ausfallquote in % |
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Wertberichtigung | Beeinträchtigte Bonität |
| Nicht überfällig | 0,01 - 0,10 | 330.911 | 164 | nein |
| Überfällig | 0,01 - 1,37 | 27.641 | 243 | nein |
| Summe | 358.552 | 407 | ||
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt [^ d.81 | d.82).
Die Tabelle enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die gem. IFRS 9 in die Kategorie "bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt werden (FVOCI)" eingeordnet wurden. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegen fremde Dritte, gegen sonstige nahestehende Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegen Beteiligungsunternehmen ausgewiesen.
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind separat dargestellt. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Seite 136 f.). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den Tabellen auf den Seiten 125 f. und 136 f. dargestellt.
Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter.
Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Fair Value der Eigenkapitalinstrumente beträgt 28,5 MIO € und setzt sich im Wesentlichen aus der Beteiligung an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA), sowie weiteren einzelnen nicht wesentlichen Gesellschaften zusammen.
| D.81 | Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9 | ||
| in T€ | Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) |
| Aktiva | |||
| Finanzanlagen 1) | 28.506 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 154.005 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 98.311 | 217.816 | |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 9.060 | ||
| Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 370.572 | ||
| Forderungen aus Factoring | 5.901 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) | 45.004 | ||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 2.551 | ||
| 682.853 | 246.322 | 2.551 | |
| Passiva | |||
| Vertragsverbindlichkeiten | |||
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 321.303 | ||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 128.304 | ||
| Bedingte Gegenleistung | 0 | ||
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 7.737 | ||
| Leasingverbindlichkeiten | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 19.260 | ||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 1.089 | ||
| 476.604 | 0 | 1.089 | |
| D.81 | |||
| in T€ | Keiner Bewertungskategorie von IFRS 9 zugeordnet2) | Gesamt | Beizulegender Zeitwert 31.12.2019 |
| Aktiva | |||
| Finanzanlagen 1) | 28.506 | 28.506 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 154.005 | 154.005 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 316.127 | 316.127 | |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 9.060 | 9.060 | |
| Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 370.572 | 370.572 | |
| Forderungen aus Factoring | 5.901 | 5.901 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) | 45.004 | 45.004 | |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 2.551 | 2.551 | |
| 0 | 931.726 | 931.726 | |
| Passiva | |||
| Vertragsverbindlichkeiten | 27.770 | 27.770 | 27.770 |
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 9.060 | 9.060 | 9.060 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 321.303 | 321.303 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 128.304 | 128.304 | |
| Bedingte Gegenleistung | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 7.737 | 7.737 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 61.355 | 61.355 | 61.355 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 19.260 | 19.260 | |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 135 | 1.224 | 1.224 |
| 98.320 | 576.013 | 576.013 |
1)
In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 25.595 T€ unter den Beteiligungen und
in Höhe von 2.911 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
2)
Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting, Leasingverbindlichkeiten
sowie die Vertragsverbindlichkeiten und die vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen.
3)
Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist
auf den Seiten 125 f. und 127 zu finden
| D.82 | Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9 | |||
| in T€ | Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) | Keiner Bewertungskategorie von IFRS 9 zugeordnet2) |
| Aktiva | ||||
| Finanzanlagen 1) | 5.636 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 152.681 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94.467 | 265.146 | ||
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 33.260 | |||
| Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 370.635 | |||
| Forderungen aus Factoring | 7.305 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) | 59.702 | |||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 1.726 | 238 | ||
| 718.050 | 270.782 | 1.726 | 238 | |
| Passiva | ||||
| Vertragsverbindlichkeiten | 23.422 | |||
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 33.260 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 287.386 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 146.886 | |||
| Bedingte Gegenleistung | 3.882 | |||
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 5.137 | |||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen | 754 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 27.326 | |||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 1.912 | 318 | ||
| 466.735 | 0 | 5.794 | 57.754 | |
| D.82 | ||
| in T€ | Gesamt | Beizulegender Zeitwert 31.12.2018 |
| Aktiva | ||
| Finanzanlagen 1) | 5.636 | 5.636 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 152.681 | 152.681 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 359.613 | 359.613 |
| Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen | 33.260 | 33.260 |
| Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen | 370.635 | 370.635 |
| Forderungen aus Factoring | 7.305 | 7.305 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) | 59.702 | 59.702 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | 1.964 | 1.964 |
| 990.796 | 990.796 | |
| Passiva | ||
| Vertragsverbindlichkeiten | 23.422 | 23.422 |
| Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen | 33.260 | 33.260 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 287.386 | 287.386 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen | 146.886 | 146.886 |
| Bedingte Gegenleistung | 3.882 | 3.882 |
| Verbindlichkeiten aus Factoring | 5.137 | 5.137 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen | 754 | 754 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 27.326 | 27.326 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 2.230 | 2.230 |
| 530.283 | 530.283 |
1)
In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 2.403 T€ unter den Beteiligungen und
in Höhe von 3.233 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
2)
Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting, Verbindlichkeiten
aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen sowie die Vertragsverbindlichkeiten und die
vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen.
3)
Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist
auf den Seiten 125 f. und 127 zu finden.
Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode anhand von geschätzten Cashlows, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden. Für eine Beteiligung, die im Geschäftsjahr 2019 erworben wurde, liegt noch kein Bewertungsmodell für die Fair-Value-Ermittlung zum 31. Dezember 2019 vor. Daher sind die Anschaffungskosten der Beteiligung die bestmögliche Schätzung des Fair Values zum 31. Dezember 2019.
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren, Inputfaktoren in 2019 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 5,32 % (Vorjahr: 5,13 %) und die jährlich erwarteten Umsatzerlöse (zwischen 972 T€ und 1.167 T€) in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die jährlichen Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von Marktpreisen) steigen (sinken) würden; wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Degradation niedriger (höher) wäre.
Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden.
| D.83 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||||
| in T€ | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete | ||||||
| Finanzanlagen (erfolgsneutral) 1) | 28.506 | 5.636 | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI 2) | 217.534 | 282 | 263.979 | 1.436 | ||
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) | 238 | |||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) | 2.551 | 1.726 | ||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete | ||||||
| Bedingte Gegenleistung | 0 | 3.882 | ||||
| Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) | 135 | 318 | ||||
| Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) | 1.089 | 1.912 | ||||
1)
In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 25.595 T€ (Vorjahr: 2.403 T€) unter
den Beteiligungen und in Höhe von 2.911 T€ (Vorjahr: 3.233 T€) unter den sonstigen
finanziellen Vermögenswerten.
2)
Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI, die in Stufe
3 eingestuft wurden, liegen individuelle Wertberichtigungen zugrunde.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt.
Zum 31. Dezember 2019 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. [^ d.83]
Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:
Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;
Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen;
Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. In den Finanzanlagen ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft enthalten. Der Buchwert betrug 2.911 T€ (Vorjahr: 3.233 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 322 T€ (Vorjahr: 33 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Der Konzern hat die Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft gem. IFRS 9 als FVOCI eingestuft und Stufe 3 zugeordnet (für Informationen zur Bewertungstechnik siehe Seite 145).
Die folgende Tabelle stellt die Zugänge der Finanzanlagen im Geschäftsjahr in Level 3 der Fair-Value-Hierarchie dar:
[→ D.84]
| in MIO € | 2019 |
| Anfangsbestand | 5,63 |
| Zugänge | 23,28 |
| Wertänderungen | -0,32 |
| Abgänge | -0,08 |
| Endbestand | 28,51 |
Zum 31. Dezember 2019 bestand eine bedingte Gegenleistung mit einem beizulegenden Zeitwert von 0 T€ (Vorjahr: 3.882 T€). Eine Erhöhung / Minderung des risikobereinigten Abzinsungssatzes um 1 % hätte zu keinem Gewinn/ Verlust geführt. Die Erfüllung der bedingten Gegenleistungen ist abhängig von definierten Ertragskennzahlen (Anzahl verkaufte Maschinen). Wenn die jeweilige vertragliche Bedingung erfüllt ist, erfolgt die Zahlung vollständig, wenn die Bedingung nicht erfüllt wird, erfolgt keine Zahlung.
Für die beizulegenden Zeitwerte der Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen:
| in T€ | Erhöhung | Verminderung |
| 31. Dezember 2019 | ||
| WACC (1,00 %-ige Änderung) | -399 | 472 |
| Degradation (0,50 %-ige Änderung) | -244 | 253 |
| Marktpreis für Strom (0,50 %-ige Änderung) | 257 | -239 |
| in T€ | Erhöhung | Verminderung |
| 31. Dezember 2018 | ||
| WACC (1,00 %-ige Änderung) | -469 | 557 |
| Degradation (0,50 %-ige Änderung) | -292 | 303 |
| Marktpreis für Strom (0,50 %-ige Änderung) | 272 | -252 |
Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 stellen sich wie folgt dar. [^ d.87 | d.88]
Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Aufwand für Bürgschaftsprovisionen und Bereitstellungsgebühren.
In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder Finanzierung darstellen, ermittelt. Durch die Erstanwendung des IFRS 16 erfolgt der Ausweis der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für passivierte Leasingverpflichtungen in 2019 betrugen 20.567 T€, davon für Tilgung 19.588 T€ und für Zinsen 979 T€. Zahlungsmittelabflüsse für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert sind hier nicht enthalten.
Die geänderte Erfassung in der Kapitalflussrechnung führte im Geschäftsjahr 2019 zu einem Anstieg des Free Cashflow. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit veränderte sich entsprechend.
Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt.
In der folgenden Tabelle wird die Überleitung von der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt. d.89]
Die sonstigen Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der noch nicht gezahlten Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2019 (95.742 T€) sowie der in 2019 an die DMG MORI GmbH gezahlten Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 43.467 T€ und aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten, aber noch nicht gezahlten Steuern der DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2019 (32.295 T€). Die übrige Veränderung (12.071 T€) entstand durch den Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen aus der operativen Tätigkeit.
| aus Folgebewertung | |||||
| in T€ | aus Zinsen | zum beizulegenden Zeitwert | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | 2019 |
| Vermögenswerte der Kategorie: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | 5.362 | 23.966 | 1.149 | 30.477 | |
| Schuldinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | -2.599 | 641 | -1.958 | ||
| Eigenkapitalinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | -322 | -322 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) | 825 | 825 | |||
| Verbindlichkeiten der Kategorie: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | -7.102 | -19.182 | -26.284 | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) | 3.327 | 3.327 | |||
| Summe | -1.740 | 3.830 | 2.185 | 1.790 | 6.065 |
| aus Folgebewertung | |||||
| in T€ | aus Zinsen | zum beizulegenden Zeitwert | Währungsumrechnung | Wertberichtigung | 2018 |
| Vermögenswerte der Kategorie: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | 4.263 | 25.448 | -418 | 29.293 | |
| Schuldinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | -2.292 | -2.622 | -4.914 | ||
| Eigenkapitalinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI) | 33 | 33 | |||
| Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) | 1.115 | 1.115 | |||
| Verbindlichkeiten der Kategorie: | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) | -6.592 | -19.858 | -26.450 | ||
| Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) | -183 | -183 | |||
| Summe | -2.329 | 965 | 3.298 | -3.040 | -1.106 |
| in T€ | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Leasingverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen | Gesamt |
| Stand 1. Januar 2019 | 0 | 66.289 | 236.613 | 302.902 |
| Veränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | ||||
| Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH | -99.326 | -99.326 | ||
| Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -19.588 | -19.588 | ||
| Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit | 0 | -19.588 | -99.326 | -118.914 |
| Auswirkungen von Wechselkursänderungen | 317 | 110 | 427 | |
| Sonstige Veränderungen | 14.337 | 96.641 | 110.978 | |
| Stand 31. Dezember 2019 | 0 | 61.355 | 234.038 | 295.393 |
Aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2018 an die DMG MORI GmbH ergab sich in 2019 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 99.326 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird.
Die Ergebnisabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 95.742 T€ führte in 2019 noch nicht zu einem Zahlungsmittelabgang.
Im Januar 2018 hat DMG MORI die Beteiligung an der REALIZER GmbH auf 75,1 % erhöht. Der Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile betrug 1.500 T€ und wurde in 2018 bezahlt und wurde im Vorjahr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
In 2019 wurde die Beteiligung an der REALIZER GmbH auf 100 % erhöht. Der Kaufpreis für die zusätzlichen Anteile betrug 5.450 T€.
Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an der GILDEMEISTER ENERGY SERVICES IBERICA, S.L., der GILDEMEISTER ENERGY Services UK Ltd. sowie der GILDEMEISTER energy efficiency GmbH an einen strategischen Investor veräußert. Der Kaufpreis in Höhe von 2.659 T€ führte zu einem Zahlungsmittelzufluss in 2019. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 1.847 T€ mit übertragen und im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
DMG MORI erwarb im Berichtsjahr 15,02 % an der TULIP Interfaces, Inc. Der Kaufpreis führte zu einem Zahlungsmittelabfluss in 2019, der im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen wird.
Daneben wurde im Berichtsjahr der Kauf der Anteile an der Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), in Höhe von 30 % zum Kaufpreis von 20.489 T€ als Auszahlung im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Auch der Kaufpreis in Höhe von 1.100 T€ für 33,34 % der Vershina Operation, LLC. sowie der Kaufpreis in Höhe von 20 T€ für 40 % der DMG MORI Digital GmbH wurden im Berichtsjahr als Auszahlung im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2019 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an den Kapitalerhöhungen bei dem Gemeinschaftsunternehmen DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, gem. Gesellschaftsvertrag partizipiert. Die Auszahlungen in Höhe von 250 T€ (Vorjahr: 450 T€) wurden im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Die Einzahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen im Vorjahr betreffen den Verkauf von 49 % der Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China), an die DMG MORI COMPANY LIMITED, der im Geschäftsjahr 2019 erfolgt ist.
Daneben wurde im Vorjahr der Kauf der Anteile an der INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), in Höhe von 30 % zum Kaufpreis von 8.004 T€ als Auszahlung im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Im November 2018 erwarb die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 5 % an der STBO GmbH. Die Auszahlung in Höhe von 300 T€ wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Im Berichtsjahr hat DMG MORI die Anteile an der promicron GmbH verkauft. Dies führte zu einem Zahlungseingang in Höhe von 40 T€, der im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen wurde.
Im Vorjahr ist für die Veräußerung der 19 % Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., an die DMG MORI COMPANY LIMITED (Kaufpreis von 21.400 T€) ein Zahlungsmittelzufluss im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Die Erhöhung des Darlehens von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI GmbH um 250.000 T€ auf 370.000 T€ wurde in 2018 in voller Höhe ausgezahlt und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Die Gemeinschaftsunternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden.
Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBIT.
Die Darstellung in tabellarischer Form als Bestandteil des Anhangs ist auf den Seiten 96 ff. zu finden.
Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic / Lasertec / Additive Manufacturing) sowie Digital Solutions (vorher Software Solutions). Die gestiegene Bedeutung und der Ausbau unserer digitalen Kompetenzen spiegeln sich in der Umbenennung dieses Geschäftsbereichs wider.
Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der
| ― |
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld, |
| ― |
GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien, |
| ― |
GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien, |
| ― |
FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, |
| ― |
DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, |
| ― |
ULYANOVSK MACHINE TOOLS OOO, Ulyanovsk, Russland, |
die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der
| ― |
DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten, |
| ― |
DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach, |
| ― |
FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen, |
| ― |
DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China, |
| ― |
ULYANOVSK MACHINE TOOLS OOO, Ulyanovsk,Russland, |
die Ultrasonic- und Lasertec-Maschinen der Advanced Technologies
| ― |
SAUER GmbH, Idar-Oberstein / Kempten, |
| ― |
REALIZER GmbH, Borchen |
sowie die Produkte der
| ― |
DMG MORI SOFTWARE SOLUTIONS GmbH, Pfronten, |
| ― |
ISTOS GmbH, Bielefeld, |
| ― |
WERKBLiQ GmbH, Bielefeld, |
| ― |
DMG MORI DIGITAL GmbH, Bielefeld. |
Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke und die GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Italien), zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt.
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions.
Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften sowie die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, die als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig ist. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt den Heimatmarkt Deutschland, die Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika.
Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist.
Der Bereich Energy Solutions beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb und Service zuständigen Gesellschaft in Italien. Mit Wirkung zum 1. Juli 2019 wurden Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions an einen strategischen Investor veräußert. Der bei der Energy Solutions zu diesem Zeitpunkt vorhandene Auftragsbestand wurde im Wesentlichen im Berichtsjahr abgearbeitet und hat zu Umsatz geführt.
Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse.
Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden.
Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden anteilige Umsatzerlöse für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.
Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€), auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen" entfallen 81.009 T€ (Vorjahr: 82.326 T€) und auf das Segment "Corporate Services" analog zum Vorjahr 0 T€. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen.
Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen.
Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip).
Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.
Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.299 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 1.222 T€) enthalten. Im Vorjahr waren Wertminderungen in Höhe von 843 T€ berücksichtigt. Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 6.033 T€ (Vorjahr: 1.840 T€) enthalten. In den Abschreibungen sind in Höhe von 4.215 T€ (Vorjahr: 4.811 T€) Wertminderungen enthalten, die im Wesentlichen auf Gebäude entfallen. DMG MORI hat für eine Anlage zur Speicherung von Strom eine Wertminderung in Höhe von 836 T€ identifiziert, da die Anlage nicht weiter genutzt werden soll, die in den Abschreibungen im Segment "Corporate Services" enthalten sind. Im Segment "Corporate Services" sind Aufwendungen in Höhe von 633 T€ (Vorjahr: 633 T€) aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2019 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des DMG MORI-Konzerns getätigt.
In der Spalte Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt.
Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa, Nordamerika, Asien und übrige Länder. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt.
Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2019 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 121.260 T€ (Vorjahr: 116.354 T€), in Russland in Höhe von 82.422 T€ (Vorjahr: 75.528 T€) sowie in Polen in Höhe von 98.428 T€ (Vorjahr: 56.812 T€) enthalten. In der Region Europa sind in Italien Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 232.573 T€ (Vorjahr: 257.682 T€), in Russland in Höhe von 221.588 T€ (Vorjahr: 129.988 T€) sowie in Polen in Höhe von 75.552 T€ (Vorjahr: 66.815 T€) entstanden.
Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurde mit der Prüfung des Jahresund Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beauftragt.
Die im Geschäftsjahr 2019 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen betreffen in Höhe von 1.724 T€ (Vorjahr: 1.750 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 497 T€ (Vorjahr: 273 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind Steuerberatungsleistungen in Höhe von 141 T€ (Vorjahr: 175 T€) sowie mit 169 T€ (Vorjahr: 253 T€) sonstige Leistungen enthalten.
Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind.
Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich vor allem auf die Prüfungen des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen und Prüfungen von IFRS Reporting-Packages ihrer Tochterunternehmen zur Einbeziehung in den DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Konzernabschluss, einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte.
Prüfungsbegleitend erfolgten prüferische Durchsichten von Quartals- und Halbjahresabschlüssen und projektbegleitende rechnungslegungsbezogene IKS- und IT-Prüfungen. Die anderen Bestätigungsleistungen betreffen die Prüfung des Compliance Managementsystems sowie gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen, wie z. B. die Bestätigung zur Einhaltung von Covenants oder die EMIR-Prüfung nach § 20 WpHG. Die Steuerberatungsleistungen umfassen Unterstützungsleistungen im Zusammenhang mit Fragen zum Verrechnungspreissystem und die umsatzsteuerliche Beratung zu Einzelsachverhalten. Die Sonstigen Leistungen betreffen Schulungen zu aktuellen Entwicklungen in der Rechnungslegung, Beratungsleistungen mit der Ersteinführung neuer Rechnungslegungsgrundsätze sowie qualitätssichernde Unterstützungsleistungen. Projektbegleitende qualitätssichernde Unterstützungsleistungen erfolgten insbesondere auch im Zusammenhang mit dem Compliance System.
Wesentliches Ereignis nach dem Bilanzstichtag war die zunehmend weltweite Ausbreitung des Corona-Virus, die eine dreitätige Betriebsunterbrechung am Standort Pfronten zur Folge hatte. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 9. März 2020 nicht vor.
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.
Die DMG MORI Finance GmbH und die Magnescale Co. Ltd. werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt. Das Wirtschaftsjahr der Magnescale Co. Ltd. und ihrer Tochtergesellschaften ist, wie bei den wesentlichen anderen Unternehmen des Konsolidierungskreises der DMG MORI COMPANY LIMITED, analog der Berichtsperiode des DMG MORI-Konzerns (31. Dezember).
Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind das oberste Mutterunternehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und ihre Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Magnescale Co. Ltd. und deren Tochtergesellschaften. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unternehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED.
Die DMG MORI HEITEC GmbH wird als Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH ein Darlehen in Höhe von 370.000 T€ gewährt, das im Vorjahr in voller Höhe ausgezahlt wurde. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 1,00 % verzinst.
Zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2019 betrug 95.74-2 T€ (Vorjahr: 99.326 T€). Die aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten laufenden Steuern der DMG MORI GmbH betrugen 32.295 T€ (Vorjahr: 43.467 T€).
Im Juni 2019 hat DMG MORI 49 % ihrer Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd., Shanghai (China), auf die DMG MORI COMPANY LIMITED übertragen. DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und DMG MORI COMPANY LIMITED hatten vor Jahren vereinbart, den Vertrieb in der Volksrepublik China künftig nur noch über die Tochtergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, die DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd. abzuwickeln. Die Vertriebsgesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED in China wurde entsprechend in 2018 liquidiert und 4,1 MIO € als Kaufpreis für 49 % der Anteile an der DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd. in 2018 an DMG MORI gezahlt. Die erhaltenen Zahlungsmittel wurden im Konzernabschluss zum 31.12.2018 als Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen ausgewiesen. Nach behördlicher Genehmigung konnte das Eigenkapital der DMG MORI Machine Tools Trading Co. Ltd. erst im Jahr 2019 erhöht und die Anteile übertragen werden. Im Konzernabschluss 2019 wird daher der 49 %-Anteil in Höhe des anteiligen Reinvermögens der Gesellschaft abgebildet. Die Differenz zur Verbindlichkeit gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen von 3,2 MIO €, die aus der Veränderung des Reinvermögens im Zeitablauf zwischen Vereinbarung und finalem Übertrag der Anteile resultiert, wird in den Gewinnrücklagen erfasst.
Im Vorjahr ist für die Veräußerung der 19 % Anteile an der DMG MORI Manufacturing USA, Inc., an die DMG MORI COMPANY LIMITED (Kaufpreis von 21.400 T€) ein Zahlungsmittelzufluss im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.
Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe 540 T€ (Vorjahr: 615 T€) gebildet worden. Im Geschäftsjahr 2019 wurden keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen und Personen (Vorjahr: 8 T€) und gegen assoziierte Unternehmen erfasst. Es wurden keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen erfasst.
Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben.
Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt:
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Assoziierte Unternehmen | 110.733 | 116.402 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 1 | 0 |
| DMG MORI COMPANY LIMITED | 286.783 | 315.313 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) | 36.429 | 25.925 |
| in T€ | 2019 | 2018 |
| Assoziierten Unternehmen | 12.337 | 10.319 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 2.072 | 0 |
| DMG MORI COMPANY LIMITED | 322.798 | 310.184 |
| Sonstigen nahestehenden Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) | 84.938 | 86.886 |
Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von drei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten.
Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 29 ff. des Lageberichts zu finden. Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrates.
Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand (Seite 119) erläutert, wobei die indirekte Vergütung, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten.
Die Pflichtmitteilungen nach § 26 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben.
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2019 abgegeben und sind auf unserer Website dauerhaft zugänglich gemacht → de.dmgmori-ag.com/corporate-communications/ corporate-governance/
Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), hielt entsprechend ihrer letzten Stimmrechtsmeldung vom 6. April 2016 mittelbar einen Stimmrechtsanteil von 76,03 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Darüber hinaus hielt Paul Singer durch verbundene Unternehmen 9,53 % am Grundkapital gemäß der letzten Stimmrechtsmitteilung vom 26. November 2019.
| Eigenkapital1) | ||||
| Vollkonsolidierte Unternehmen (Verbundene Unternehmen) | Landeswährung | in T€ | Beteiligungsquote in % |
|
| GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld 2/ 3 / 4) | 273.866 | 100,0 | ||
| DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten 3 / 5 /6) | 83.427 | 100,0 | ||
| SAUER GmbH, Stipshausen / Idar-Oberstein 3/ 4 / 7 /8) | 12.455 | 100,0 | ||
| Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten 3 / 7) | 2.629 | 100,0 | ||
| Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten 3 /7) | 29 | 100,0 | ||
| GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld 3 / 5 /6) | 24.000 | 100,0 | ||
| GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 5) | 92.220 | 100,0 | ||
| GILDEMEISTER Italiana S.p.A., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) | 37.266 | 100,0 | ||
| GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien 9) | 38.754 | 100,0 | ||
| DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) | 2.525 | 100,0 | ||
| CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien 9) | 10.171 | 100,0 | ||
| DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach 3 / 5 /6) | 43.000 | 100,0 | ||
| DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten 3 /4 / 5 / 6) | 1.100 | 100,0 | ||
| DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried 3 / 4/ 5 / 6) | 25.000 | 100,0 | ||
| ISTOS GmbH, Bielefeld 3 / 5/ 6) | 1.000 | 85,0 | ||
| Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland 5) | T RUB | 8.054.015 | 115.129 | 100,0 |
| Realizer GmbH, Borchen 5 / 6 / 24) | -261 | 100,0 | ||
| WERKBLiQ GmbH, Bielefeld 3 / 5 /6) | -1.180 | 100,0 | ||
| MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld 3) | 372 | 100,0 | ||
| MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Bielefeld 3) | 190 | 100,0 | ||
| DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld 2 /3) | 398.646 | 100,0 | ||
| DMG MORI Management GmbH, Bielefeld 3 /4 / 10 / 11) | 24 | 100,0 | ||
| DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg 3 / 4 / 10 / 11 | 63.968 | 100,0 | ||
| DMG MORI München GmbH, München 3 / 4 / 12 / 13) | 5.000 | 100,0 | ||
| DMG MORI Hilden GmbH, Hilden 3 /4 / 12 / 13) | 4.200 | 100,0 | ||
| DMG MORI Bielefeld GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 12 / 13) | 2.800 | 100,0 | ||
| DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld 3/ 4 / 12 / 13) | 5.500 | 100,0 | ||
| DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg 3 / 4/ 12 / 13) | 2.700 | 100,0 | ||
| DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg 3 / 4/ 12 / 13) | 7.000 | 100,0 | ||
| DMG MORI Services GmbH, Bielefeld 3 / 10 / 11) | 29.635 | 100,0 | ||
| DMG MORI Global Service GmbH, Bielefeld 3 /4 / 14 / 15) | 5.200 | 100,0 | ||
| DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld 3 / 4 / 14 / 15) | 4.000 | 100,0 | ||
| DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried 3 / 4 / 14 / 15) | 17.517 | 100,0 | ||
| DMG MORI Netherlands Holding B. V., Veenendaal, Niederlande 10) | 567.265 | 100,0 | ||
| antiquitas Verwaltungsgesellschaft mbH, Klaus, Österreich 16) | 5.590 | 100,0 | ||
| DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz 16) | T CHF | 551.574 | 508.176 | 100,0 |
| DMG MORI Europe AG, Winterthur, Schweiz 17) | 116.715 | 100,0 | ||
| DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz 18) | T CHF | 36.718 | 33.829 | 100,0 |
| DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich 17) | 2.150 | 100,0 | ||
| DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich 19) | 19.241 | 100,0 | ||
| DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande 17) | 8.075 | 100,0 | ||
| DMG MORI BeLux BVBA - SPRL., Zaventem, Belgien 17) | 4.696 | 100,0 | ||
| DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik 17) | T CZK | 343.299 | 13.511 | 100,0 |
| DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark 17) | T DKK | 23.991 | 3.211 | 100,0 |
| DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich 17) | 19.674 | 100,0 | ||
| DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn 17) | 8.896 | 100,0 | ||
| DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien 17) | 13.968 | 100,0 | ||
| DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien 17) | 48.502 | 100,0 | ||
| DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 17) | 3.007 | 100,0 | ||
| DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 17) | T ILS | 0 | 0 | 100,0 |
| DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen 17) | T PLN | 66.026 | 15.511 | 100,0 |
| DMG / MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland 17) | 1.032 | 100,0 | ||
| DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden 17) | T SEK | 114.249 | 10.936 | 100,0 |
| DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen 17) | T NOK | 12.987 | 1.317 | 100,0 |
| DMG MORI Finland Oy Ab, Tampere, Finnland 17) | 3.129 | 100,0 | ||
| DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien 17) | T GBP | 26.403 | 31.033 | 100,0 |
| DMG MORI ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien 17) | T RON | 27.789 | 5.810 | 100,0 |
| DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 17) | T BGN | 1.211 | 619 | 100,0 |
| DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI, Istanbul, Türkei 17) | T TRY | 20.888 | 3.125 | 100,0 |
| DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland 17) | T RUB | 3.917.606 | 56.001 | 100,0 |
| DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten 17) | T EGP | 200 | 11 | 100,0 |
| Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten 17) | T EGP | 200 | 11 | 100,0 |
| DMG MORI Africa for Trading in Machines & Service (S.A.E.), Kairo, Ägypten 20) | T EGP | 15.450 | 857 | 100,0 |
| DMG MORI Asia Pte. Ltd., Singapur 17) | 27.524 | 100,0 | ||
| DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China 17) | T CNY | 31.784 | 4.064 | 100,0 |
| DMG MORI India Private Limited, Bangalore, Indien 17) | T INR | 485.790 | 6.058 | 51,0 |
| DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China 17) | T CNY | 83.160 | 10.634 | 100,0 |
| FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen 17) | T PLN | 599.847 | 140.915 | 100,0 |
| DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China 10) | T CNY | 107.300 | 13.720 | 51,0 |
| GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg 3 /4 / 10 / 11) | 9.100 | 100,0 | ||
| GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI, Istanbul, Türkei 21) | T TRY | -284 | -42 | 100,0 |
| GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg 21) | 4.165 | 51,0 | ||
| GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane, Australien 22) | T AUD | 4.120 | 2.576 | 100,0 |
| GILDEMEISTER LSG Solar RUS OOO, Moskau, Russland 22) | T RUB | 153.531 | 2.195 | 100,0 |
| GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien 21) | 2.426 | 100,0 | ||
| Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen 5) | 1.738 | 50,0 | ||
| Assoziierte Unternehmen | ||||
| Magnescale Co. Ltd., Kanagawa, Japan | T JPY | 8.806.000 | 72.216 | 44,1 |
| Magnescale Europe GmbH, Wernau 23) | 2.966 | 44,1 | ||
| Magnescale Americas, Inc., Davis, USA 23) | T USD | 1.192 | 1.061 | 44,1 |
| DMG MORI Finance GmbH, Wernau | 25.139 | 42,6 | ||
| DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld 5) | 64 | 40,0 | ||
| Vershina Operation, LLC., Narimanov, Russland 22) | T RUB | 16.191 | 231 | 33,3 |
| INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) | T INR | 375.688 | 4.685 | 30,0 |
| Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) | T INR | 929.528 | 11.592 | 30,0 |
1)
Die Werte entsprechen den nach Landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen
und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung
der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs.
2)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
3)
Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen
Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet
deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.
4)
Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen
Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet
deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts.
5)
Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
6)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
7)
Beteiligung der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
8)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DECKEL MAHO Pfronten GmbH
9)
Beteiligung der GILDEMEISTER Partecipazioni S.r.l.
10)
Beteiligung der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH
11)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Vertriebs und Service
GmbH
12)
Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH
13)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH
14)
Beteiligung der DMG MORI Services GmbH
15)
mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Services GmbH
16)
Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V.
17)
Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG
18)
Beteiligung der DMG MORI Europe AG
19)
Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH
20)
Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (51 %), der DMG
MORI Sales and Service Holding AG (47,7 %) und der Mori Seiki Egypt for Trading in
Machines & Equipments LLC (1,3 %)
21)
Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH
22)
Beteiligung der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH
23)
Tochtergesellschaft der Magnescale Co. Ltd.
24)
Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen
Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und nimmt die
Befreiung in Anspruch.
Dr.-Ing. Masahiko Mori
Nara, geboren 1961 Vorsitzender Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara
Mario Krainhöfner
(Arbeitnehmervertreter)
Pfronten, geboren 1964 1. stv. Vorsitzender Leiter Ideenmanagement der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
Ulrich Hocker
Düsseldorf, geboren 1950 stv. Vorsitzender Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.,
> FERI AG, Bad Homburg, stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates
- Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director
Stefan Stetter
(Arbeitnehmervertreter)
Durach, geboren 1968 stv. Vorsitzender Leiter Controlling der DECKEL MAHO Pfronten GmbH Vertreter der leitenden Angestellten
Irene Bader
Feldafing, geboren 1979
Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, München, Geschäftsführerin der DMG MORI Sport Marketing SAS,
Roissy-en-France, Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena
Wedemark, geboren 1959 Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover
Tanja Fondel
(Arbeitnehmervertreterin) Frankfurt am Main, geboren 1976 Gewerkschaftssekretärin, IG Metall
Vorstand, Frankfurt am Main
> GRAMMER AG, Amberg,
Mitglied des Aufsichtsrates (bis 15.09.2019)
Dietmar Jansen (Arbeitnehmervertreter)
Memmingen, geboren 1965
1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu
- AGCO GmbH, Marktoberdorf, stv. Aufsichtsratsvorsitzender
> ENGIE Deutschland AG, Berlin,
Mitglied des Aufsichtsrates
Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A.
Düsseldorf, geboren 1967
Professorin und Inhaberin des Lehrstuhls
für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung &
Controlling an der Universität Duisburg-Essen
> UniCredit Bank AG, München,
Mitglied des Aufsichtsrates
> Villeroy & Boch AG, Mettlach,
Mitglied des Aufsichtsrates (bis 29.02.2020)
- DKSH Holding AG, Zürich,
Mitglied des Verwaltungsrates
James Victor Nudo
Illinois (USA), geboren 1954
Präsident der DMG MORI USA INC., Chicago
Executive Officer der
DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio
Larissa Schikowski
(Arbeitnehmervertreterin)
Pfronten, geboren 1969
Mitglied des Betriebsrats der DMG MORI Global Service GmbH,
Mitarbeiterin Service Development
der DMG MORI Global Service GmbH
Michaela Schroll
(Arbeitnehmervertreterin)
Bielefeld, geboren 1976
Mitglied des Betriebsrats der
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH,
Elektrikerin in der Montage
der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH
> Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG
- Mitgliedschaft in vergleichbaren in - und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dipl.-Kfm. Christian Thönes
Bielefeld
Vorsitzender
Dipl.-Kfm. Björn Biermann
Bielefeld
Michael Horn, M.B.A.
Bielefeld
Dipl.-Kfm. Dr. Maurice Eschweiler
Bielefeld, Vorstandsmitglied bis 31. März 2019
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Bielefeld, 9. März 2020
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand
Dipl.-Kfm. Christian Thönes
Dipl.-Kfm. Björn Biermann
Michael Horn, M.B.A.
Wir haben den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― |
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
| ― |
Die Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse |
Zu den angewandten Bilanzierungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Abschnitt 6 Umsatzerlöse.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weist in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von EUR 2.701,5 Mio aus. Die Umsatzerlöse stellen eine wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahl dar. Die Umsatzerlöse werden aus dem Verkauf von Gütern sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen generiert.
Im DMG MORI AG Konzern werden Umsätze erfasst, wenn sie durch Übertragung eines zugesagten Vermögenswerts auf einen Kunden eine Leistungsverpflichtung erfüllen. Als übertragen gilt ein Vermögenswert dann, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Entsprechend der Übertragung der Verfügungsgewalt sind Umsatzerlöse entweder zeitpunktbezogen oder zeitraumbezogen mit dem Betrag zu erfassen, auf den die DMG MORI AG erwartungsgemäß Anspruch hat.
Die DMG MORI AG hat auf Basis der folgenden Indikatoren bestimmt, dass die Leistungsverpflichtung zum Zeitpunkt der Übertragung der Güter auf den Kunden erfüllt wird und die Umsatzrealisation daher zeitpunktbezogen erfolgt:
| ― |
Die DMG MORI AG hat einen gegenwärtigen Anspruch auf Erhalt einer Zahlung für den Vermögenswert |
| ― |
Der Kunde hat ein Eigentumsrecht an dem Vermögenswert |
| ― |
Die DMG MORI AG hat den physischen Besitz des Vermögenswerts übertragen |
| ― |
Die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbundenen signifikanten Risiken und Chancen wurden auf den Kunden übertragen |
| ― |
Der Kunde hat den Vermögenswert abgenommen |
Die wesentlichen Märkte des Konzerns befinden sich in Deutschland und Europa.
Für die weltweiten Lieferungen der Güter werden durch die Konzerngesellschaften unterschiedliche Vereinbarungen mit dem Kunden getroffen, die zum Teil komplexe vertragliche Regelungen enthalten.
Aufgrund der Nutzung von verschiedenen vertraglichen Vereinbarungen in den unterschiedlichen Märkten und den Ermessensspielräumen bei der Ermittlung und Würdigung der Indikatoren zur Beurteilung des Zeitpunktes der Übertragung der Verfügungsgewalt besteht das Risiko für den Abschluss, dass die Umsatzerlöse zum Stichtag falsch abgegrenzt werden.
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Auftragsannahme, den Warenausgang und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Übergangs der Verfügungsgewalt beurteilt.
Aufgrund der Anwendung von IFRS 15 haben wir einen Schwerpunkt unserer Prüfung auf die Würdigung der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Auslegung und Gewichtung der Indikatoren zur Beurteilung des Zeitpunkts der Übertragung der Verfügungsgewalt gelegt. Wir haben hierfür die Anforderungen der konzernweiten Bilanzierungsrichtlinie gewürdigt. Auf der Basis repräsentativ ausgewählter Stichproben von Verträgen sowie anhand von risikoorientiert ausgewählten Verträgen haben wir die sachgerechte Umsetzung der Bilanzierungsrichtlinie beurteilt.
Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse kontrollbasiert und aussagebezogen u. a. durch den Abgleich der Rechnungen mit den zugehörigen Bestellungen, externen Liefer- oder Leistungsnachweisen und Zahlungseingängen gewürdigt. Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag Umsatzbuchungen untersucht, die auf kritischen internationalen Handelsklauseln beruhen und daher ein höheres Risiko bei der Periodenabgrenzung aufweisen. Grundlage für die Untersuchungshandlungen waren auf Basis eines mathematischstatistischen Verfahrens, zufallsimitierend oder nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Umsätze, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 sowie für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag erfasst wurden.
Die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse wurde auch durch Einholen von Drittbestätigungen beurteilt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematischstatistischen Verfahrens, zufallsimitierend oder nach Risikogesichtspunkten ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2019 und damit auch die zugehörigen Umsätze für das Geschäftsjahr 2019.
Die Vorgehensweise des DMG MORI Konzerns bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse ist sachgerecht.
| ― |
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte |
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Abschnitt 3. Angaben zur Höhe der Geschäfts- oder Firmenwerte finden sich im Konzernanhang unter Abschnitt 19 und Angaben zur wirtschaftlichen Entwicklung der Geschäftssegmente Werkzeugmaschinen sowie Industrielle Dienstleistungen finden sich im Konzernlagebericht auf Seite 60 ff.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen zum 31. Dezember 2019 insgesamt EUR 138,1 Mio und haben mit 11 % des Konzerneigenkapitals eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Vermögenslage.
Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird jährlich auf Ebene der Geschäftssegmente Werkzeugmaschinen und Industrielle Dienstleistungen überprüft. Dazu wird der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts des jeweiligen Geschäftssegments mit dem erzielbaren Betrag des jeweiligen Geschäftssegments verglichen. Liegt der Buchwert des jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerts über dem erzielbaren Betrag, ergibt sich ein Abwertungsbedarf. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert des Geschäftssegments. Stichtag für die Werthaltigkeitsprüfung ist der 31. Dezember 2019.
Die Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- und Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Annahmen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der Geschäftssegmente für die nächsten vier Jahre, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und der verwendete Abzinsungssatz.
Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch sank nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics von Februar 2020 in 2019 erstmals seit drei Jahren um -2,8 % auf EUR 72,1 Mrd. Auch in 2020 soll der weltweite Werkzeugmaschinenmarkt mit -0,6 % rückläufig sein.
Die DMG MORI AG hat als Ergebnis der durchgeführten Werthaltigkeitsprüfungen keinen Wertminderungsbedarf festgestellt. Die Sensitivitätsberechnungen der Gesellschaft ergaben, dass eine für möglich gehaltene Änderung des Abzinsungssatzes, der Ergebnisentwicklung oder der langfristigen Wachstumsrate in keinem Geschäftssegment eine Abwertung verursachen würde, da auch in den jeweiligen Szenarioanalysen der Buchwert des jeweiligen Geschäftsoder Firmenwertes unterhalb des jeweiligen erzielbaren Betrages liegt.
Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass eine zum Abschlussstichtag bestehende Wertminderung nicht erkannt wurde. Außerdem besteht das Risiko, dass die damit zusammenhängenden Anhangangaben zu IAS 36 nicht sachgerecht sind.
Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir unter anderem die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Berechnungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie die unterstellten langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen und dem von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen. Darüber hinaus haben wir die Konsistenz der Annahmen mit externen Markteinschätzungen beurteilt.
Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Wir haben die dem Abzinsungssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen.
Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientiert ausgewählter Elemente nachvollzogen.
Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir die Auswirkungen möglicher Veränderungen des Abzinsungssatzes, der Ergebnisentwicklung sowie der langfristigen Wachstumsrate auf den erzielbaren Betrag untersucht, indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den von der Gesellschaft ermittelten Werten verglichen haben (Sensitivitätsanalyse).
Schließlich haben wir beurteilt, ob die Anhangangaben zur Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte sachgerecht sind.
Die der Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegende Berechnungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den anzuwendenden Bewertungsgrundsätzen.
Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen und Parameter der Gesellschaft sind angemessen.
Die damit zusammenhängenden Anhangangaben sind sachgerecht.
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Die Werthaltigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang Abschnitt 3. Darüber hinaus verweisen wir auf die Anhangangabe Nr. 24 zu den Wertminderungen auf die Vorräte.
In der Konzernbilanz der DMG MORI AG zum 31. Dezember 2019 sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit Anschaffungskosten in Höhe von EUR 324,2 Mio und Wertminderungen in Höhe von EUR 48,3 Mio enthalten, so dass sich ein Restbuchwert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von EUR 275,9 Mio ergibt.
Die zunächst zu Anschaffungskosten bewerteten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind im Wert zu mindern, wenn sie beschädigt, ganz oder teilweise veraltet sind oder wenn ihre voraussichtlichen Nettoveräußerungswerte die Anschaffungskosten nicht mehr decken. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für Herstellung von Vorräten bestimmt sind, werden nicht auf einen unter ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegenden Wert abgewertet, wenn die Fertigerzeugnisse, in die sie eingehen, voraussichtlich zu den Herstellungskosten oder darüber verkauft werden können.
Die Ermittlung der Nettoveräußerungswerte der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe - unter Berücksichtigung der Herstellungskosten und Nettoveräußerungswerte der fertigen Erzeugnisse, in welche die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in der Herstellung eingehen - als Wertobergrenze ist ermessensbehaftet und erfordert zukunftsorientierte Schätzungen bezüglich der Beträge, die beim Verkauf der fertigen Erzeugnisse, voraussichtlich realisiert werden können. Das Alter der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und ihre technische Nutzbarkeit sowie ihr geplanter Einsatz in der Produktion von Fertigerzeugnissen und die aktuellen konjunkturellen Entwicklungen der Werkzeugmaschinenindustrie spielen hierbei eine bedeutsame Rolle. Es besteht das Risiko, dass Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe aufgrund eines eventuell nicht erkannten Wertminderungsbedarf überbewertet sind.
Wir haben auf Basis unseres erlangten Prozessverständnisses die Einrichtung und Ausgestaltung von internen Kontrollen bezüglich der Ermittlung der erwarteten Nettoveräußerungswerte für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse, in welche die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe eingehen, sowie hinsichtlich der Ermittlung der Reichweiten- und Gängigkeitsabschläge für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beurteilt.
Wir haben die Maßnahmen der gesetzlichen Vertreter zur Ermittlung von Wertminderungen der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (wie beispielsweise Reichweiten- und Gängigkeitsanalysen) beurteilt sowie unter Berücksichtigung ihres geplanten Einsatzes zur Herstellung von fertigen Erzeugnissen zum Bilanzstichtag dahingehend gewürdigt, ob die zum 31. Dezember 2019 erfassten Wertminderungen für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe angemessen sind.
Die rechnerische Richtigkeit der Berechnungen zur Ermittlung des Wertminderungsbedarfs haben wir für risikoorientiert ausgewählte Gegenstände der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe nachvollzogen.
Die der Ermittlung des Nettoveräußerungswerts der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zugrunde gelegten Annahmen und das ausgeübte Ermessen der gesetzlichen Vertreter sind angemessen.
Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
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der nichtfinanzielle Konzernbericht, auf den im Konzernlagebericht Bezug genommen wird, |
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die Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die auf Seite 26 ff. des Konzernlageberichts enthalten ist, |
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die im Konzernlagebericht enthaltenen lageberichtsfremden und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben. |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts.
Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Konzernabschluss, die inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
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anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der |
Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
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beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 10. Mai 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 27. November 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind unter Beachtung der Übergangsvorschrift des Art. 41 Abs. 1 EU-APrVO ununterbrochen seit mehr als 25 Jahren als Konzernabschlussprüfer der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Hendrik Koch.
Bielefeld, 9. März 2020
KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Koch, Wirtschaftsprüfer
Dübeler, Wirtschaftsprüfer
Dr.-Ing. Masahiko Mori (58)
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED
Dr.-Ing. Masahiko Mori (58) ist seit dem 4. Mai 2018 Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie dessen Mitglied seit 2009. Nach dem Ingenieursstudium an der Kyoto Universität in Japan promovierte er an der Universität Tokio. Zunächst war Dr. Mori in einem japanischen Handelsunternehmen tätig, bevor er 1993 in das Familienunternehmen MORI SEIKI eintrat. Seit 1999 ist Dr.-Ing. Masahiko Mori Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED.
Im Geschäftsjahr 2019 standen für den Aufsichtsrat erneut strategische Themen im Fokus. Insbesondere die Digitalisierung mit ihren Chancen für DMG MORI und zukünftige Geschäftsmodelle, aber auch die Automatisierung nahmen eine zentrale Rolle ein. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Geschäfts- und Ergebnisentwicklung sowie mit Vorstandsangelegenheiten und diskutierte u.a. die Geschäftspolitik, das Risikomanagement, die Compliance und die Entwicklung des Konzerns bis zum Geschäftsjahr 2022 einschließlich der Investitionen.
Die Besetzung des Aufsichtsrats blieb unverändert. Alle Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter) sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, gewählt.
Im Vorstand gab es im Berichtsjahr eine personelle Veränderung: Dr. Maurice Eschweiler schied mit Wirkung zum 1. April 2019 aus dem Vorstand aus und nahm seine Tätigkeit als Generalbevollmächtigter auf. Seine Vorstandsressorts haben Christian Thönes und Michael Horn übernommen.
Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben an mehr als der Hälfte der Aufsichtsrats- bzw. Ausschusssitzungen teilgenommen.
Auch im Berichtsjahr wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert. Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Geschäftsentwicklung und namentlich die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens informieren lassen.
Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt. Er tagte im Geschäftsjahr 2019 insgesamt viermal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die durch regelmäßige Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte zu berichten.
An der Bilanzsitzung am 11. März 2019 nahmen auch die Abschlussprüfer teil. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernlagebericht und -abschluss sowie den Lagebericht und Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2018 ebenso wie den Nachhaltigkeitsbericht 2018.
Das Gremium erörterte zudem die Geschäftsentwicklung und befasste sich auch mit der Tagesordnung der für den 10. Mai 2019 terminierten 117. ordentlichen Hauptversammlung einschließlich - auf Vorschlag des Finanz- und Prüfungsausschusses - des Vorschlags zur Wahl des Abschlussprüfers. Darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses und des Finanz- und Prüfungsausschusses.
Die Aufsichtsratssitzung am 9. Mai 2019 stand im Zeichen der Vorbereitung der Hauptversammlung am Folgetag. Darüber hinaus wurde die aktuelle Geschäftsentwicklung erörtert.
Die Aufsichtsratssitzung am 2. Oktober 2019 fand in Tokio statt. Im Vordergrund standen - neben der Geschäftsentwicklung -Fragen der Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie sowie der Verlauf der Leitmesse EMO.
Im Mittelpunkt der Sitzung am 28. November 2019 standen der Geschäftsverlauf, die Erörterung und Beschlussfassung zur Unternehmens- und Investitionsplanung 2020 sowie zur Mittelfristplanung 2021 / 2022. Die Vorstandsvergütung wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 neu strukturiert im Hinblick auf die regulatorischen Änderungen gemäß ARUG II und die zu erwartenden Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Zudem beschloss der Aufsichtsrat - auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses - folgende Schwerpunkte der Abschlussprüfung zum 31. Dezember 2019:
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Ausgewählte Aspekte aus der Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" angesichts der bestehenden Ermessensbehaftung, insbesondere bei der Bestimmung der Laufzeit und des Zinssatzes |
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Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten nach IAS 36 "Wertminderungen bei Vermögenswerten" |
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Konzernlagebericht |
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Darstellung, Inhalt und Angaben im Lagebericht unter Berücksichtigung des IDW PS 350 n. F. |
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Darstellung der Auswirkungen von IFRS 16 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 315 Abs. 1 Satz 1 HGB). |
Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit den Ergebnissen der Ausschreibung der Abschlussprüfung 2020 für den Einzel- sowie den Konzernabschluss der Gesellschaft.
Auch die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschlossen.
Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrats wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet: Der Finanz- und Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2019 siebenmal. Er befasste sich mit dem jeweiligen Status der Finanzen auf der Basis relevanter Kennzahlen einschließlich der Entwicklung des Cashflows und der Investitionen. Auch steuerliche Sachverhalte wurden unter besonderer Berücksichtigung von Betriebsprüfungen erörtert. Gegenstand seiner Prüfungen und Beratungen waren auch die Quartalsmitteilungen zum 1. und 3. Quartal und der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2019.
Zudem befasste sich der Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagement, dem Jahresbericht zu Revision und Compliance sowie dem Nachhaltigkeitsbericht. Der Ausschuss prüfte den Einzel- und Konzernabschluss und bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse vor. Auch bewertete er den Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers, betrieb die Ausschreibung für die Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses 2020 und bereitete die entsprechende Entscheidungsfindung des Aufsichtsrats vor. Er überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und holte dessen Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.
Weitere Themen des Ausschusses waren die Ergebnisse der Compliance-Effektivitätsprüfung und der vom Vorstand vorgelegte Prozess zur Billigung von Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, der vom Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung verabschiedet wurde. Darüber hinaus bereitete er die Beschlussfassungen des Aufsichtsrats zur Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie zu den Prüfungsschwerpunkten 2019 vor.
Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte zweimal. Der Ausschuss bereitete insbesondere die Beschlüsse zur Struktur und Ausgestaltung der Vergütung des Vorstands vor und befasste sich mit weiteren Vorstandsangelegenheiten. Auch befasste er sich mit der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats.
Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss tagten im Berichtszeitraum nicht.
Im Kapitel "Corporate Governance" auf Seite 26 ff. des Geschäftsberichts werden die Aktivitäten des Aufsichtsrats mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2018 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 7. Februar 2017 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen.
In der Bilanzsitzung vom 9. März 2020 billigte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2019. Damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Auch der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht, der Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichtes ist und mit dem die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 / 95 / EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017 erfüllt werden, wurde eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet.
Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2019 sowie den Konzernlagebericht 2019 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2019 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315e HGB wurde darauf verzichtet einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen. Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung. Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, erteilte für beide Lageberichte und Abschlüsse jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.
Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Das angemessene und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Informations- und Überwachungssystem erscheint nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden nicht berichtet.
Die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie die Lageberichte intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat stimmte - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss -den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat - ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss - keine Einwände erhoben.
DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2019 sehr erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre hervorragende strategische Arbeit, die sich auch in den erreichten guten Kennzahlen widerspiegelt. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr!
Bielefeld, 9. März 2020
Dr.-Ing. Masahiko Mori
Vorsitzender des Aufsichtsrats