DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Zwischenbericht zum 30. Juni 2020

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

1. Halbjahr 2020

Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF

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in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Auftragseingang 784,0 1.412,3 -628,3 -44 %
Inland 220,5 402,9 -182,4 -45 %
Ausland 563,5 1.009,4 -445,9 -44 %
% Ausland 72 71
Umsatz 838,0 1.276,4 -438,4 -34 %
Inland 270,0 388,9 -118,9 -31 %
Ausland 568,0 887,5 -319,5 -36 %
% Ausland 68 70
Auftragsbestand 1.082,8 1.745,3 -662,5 -38 %
Inland 408,9 529,7 -120,8 -23 %
Ausland 673,9 1.215,6 -541,7 -45 %
% Ausland 62 70
EBITDA 68,0 143,0 -75,0 -52 %
EBIT 33,2 103,4 -70,2 -68 %
EBT 32,2 101,9 -69,7 -68 %
EAT 22,4 71,8 -49,4 -69 %
Free Cashflow -79,7 81,9 -161,6 -197 %
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30.06.2020 31.12.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Mitarbeiter 7.074 7.245 -171 -2 %
davon Auszubildende 287 347 -60 -17 %

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

die Corona-Pandemie prägt weiterhin die gesamtwirtschaftliche Lage und führt zu einem starken Rückgang der weltweiten Werkzeugmaschinennachfrage. Auch DMG MORI konnte sich den Folgen nicht entziehen: Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lagen im ersten Halbjahr 2020 deutlich unter den hohen Vorjahreswerten. Der Auftragseingang erreichte 784,0 MIO € (Vorjahr: 1.412,3 MIO €). Der Umsatz lag bei 838,0 MIO € (Vorjahr: 1.276,4 MIO €). Die Ertragslage war trotz erschwerter Markt- und Rahmenbedingungen positiv: Das EBIT betrug 33,2 MIO € (Vorjahr: 103,4 MIO €). Die EBIT-Marge erreichte 4,0 % (Vorjahr: 8,1 %).

Durch die Corona-Krise beschleunigen unsere Kunden den Wandel zur digitalen Fabrik. Das bestärkt uns in dem weiteren Ausbau unserer Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Additive Manufacturing. In Innovationen und insbesondere Digitalisierung zu investieren ist der einzige Weg aus der Krise. DMG MORI entwickelt sich als starker und nachhaltiger Partner konsequent weiter zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

Seit Mai 2020 ist DMG MORI klimaneutral und hat somit als eines der weltweit ersten Industrieunternehmen eine ausgeglichene CO2-Bilanz. Mit energieeffizienten Maschinen unterstützt DMG MORI auch seine Kunden dabei, umwelt- und ressourcenschonend zu produzieren.

Der weltweite Verbrauch von Werkzeugmaschinen soll laut jüngster Verbandsprognosen im Gesamtjahr um -28 % sinken. Dauer und negative Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit weder für die Gesamtwirtschaft noch für die Werkzeugmaschinenindustrie in vollem Umfang absehbar.

DMG MORI rechnet aufgrund der völlig veränderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2020 mit hohen Einbußen bei Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow. Das Ergebnis wird dennoch positiv bleiben. Die frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungs- und Flexibilisierungsmaß nahmen in allen Bereichen sollen die Leistungs- und Ertragsfähigkeit von DMG MORI stützen. Diese Maßnahmen machen - neben dem weiteren Ausbau unserer Zukunftsfelder - DMG MORI widerstandsfähiger.

Aus heutiger Sicht planen wir trotz der anhaltenden Rezession für das Gesamtjahr einen Auftragseingang von rund 1,6 MRD € und einen Umsatz von rund 1,65 MRD €. Das EBIT soll rund 60 MIO € betragen. Wir gehen zudem von einem ausgeglichenen Free Cashflow aus. Die Prognose 2020 setzt voraus, dass es im weiteren Geschäftsverlauf zu keinem zweiten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie kommt.

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

1. Halbjahr 2020

KONZERNSTRUKTUR // DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
(als Teil der "Global One Company")

1) Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert.
2) inkl. Österreich und Schweiz
3) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.

Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist im zweiten Quartal 2020 als Folge der Corona-Pandemie in eine tiefe Rezession gerutscht. Mittlerweile sind nahezu alle Teile der globalen Industrie betroffen. Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten und eine stark rückläufige Nachfrage auf den weltweiten Märkten sind das Resultat. Der ifo-Geschäftsklimaindex bestätigt diesen Trend und erholt sich nach einem Rekordabsturz im April nur sehr langsam. Lediglich in China zeichnen sich Erholungstendenzen ab.

Die Nachfrage nach Investitionsgütern ist im ersten Halbjahr 2020 auf ein Rekordtief gesunken. Im Gesamtjahr soll der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen stark rückläufig sein. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose davon aus, dass der Weltverbrauch um -28,3 % auf 52,3 MRD € deutlich sinken wird (Oktober-Prognose: -0,6 %; 71,7 MRD €). Für den deutschen Werkzeugmaschinen markt wird sogar ein Rückgang von -30,1 % prognostiziert (Oktober-Prognose: -14,5 %).

In Europa soll der Werkzeugmaschinenverbrauch mit -25,8 % ebenfalls drastisch zurückgehen (Oktober-Prognose: -4,4 %). In Asien wird ein deutlicher Rückgang des Verbrauchs von -27,7 % erwartet (Oktober-Prognose: +1,4 %). Für Amerika soll der Verbrauch um -33,8 % am stärksten sinken (Oktober-Prognose: -1,2 %).

Die nächste Prognose von VDW und Oxford Economics wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht. Dauer und negative Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit weder für die Gesamtwirtschaft noch für die Werkzeugmaschinenindustrie in vollem Umfang absehbar.

Das internationale Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird von den Wechselkursen zum Euro beeinflusst. Von besonderer Bedeutung sind der US- Dollar, der chinesische Renminbi, der russische Rubel und der japanische Yen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Euro gegenüber dem Renminbi und Rubel, gegenüber dem US-Dollar und Yen verlor er an Wert.

Geschäftsentwicklung

AUFTRAGSEINGANG

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen verlief i ns besondere aufgrund der Corona-Pandemie signifikant rückläufig. DMG MORI verzeichnete im zweiten Quartal 2020 unter weltweit massiv erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen einen Auftragseingang von 343,8 MIO € (-51 %; Vorjahr: 704,0 MIO €). Der Vorjahres wert enthält Bestellungen aus dem Bereich Energy Solutions, der im Juli 2019 veräußert wurde. Der bereinigte, vergleichbare Auftragseingang 2019 betrug 595,1 MIO €. Somit verringerte sich der Auftragseingang im Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services im zweiten Quartal 2020 um -42 %.

Im ersten Halbjahr erzielten wir einen Auftragseingang von 784,0 MIO € (-44 %; Vorjahr: 1.412,3 MIO €). Bereinigt um die Energy Solutions betrug der Auftragseingang im Vorjahr 1.280,8 MIO €. Dies entspricht einem Rückgang von -39 %. Im Segment "Werkzeugmaschinen" lagen die Bestellungen bei 414,7 MIO € (-44 %; Vorjahr: 744,8 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verbuchte einen Auftragseingang von 369,2 MIO € (-45 %; Vorjahr: 667,4 MIO €). Davon entfielen 365,5 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 535,9 MIO €). Darin enthalten sind mit 125,5 MIO € Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (Vorjahr: 195,8 MIO €).

Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 220,5 MIO € (Vorjahr: 402,9 MIO €). Die Auslandsbestellungen betrugen 563,5 MIO € (Vorjahr: 1.009,4 MIO €). Damit belief sich der Auslandsanteil auf 72 % (Vorjahr: 71 %).

UMSATZ

Auch die Umsatzentwicklung wurde beeinflusst durch die Corona-Krise und temporäre Teil-Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken sowie in Teilbereichen ausgewählter Vertriebs- und Servicegesellschaften im Monat April. Die Wiederaufnahme von Produktion und Montage erfolgte plangemäß am 4. Mai 2020. Die betroffenen Teilbereiche von Vertrieb und Service nahmen ebenfalls ihre Arbeit wieder auf.

Der Umsatz lag im zweiten Quartal mit 380,0 MIO € deutlich unter dem hohen Vorjahreswert (-41 %; 647,2 MIO €). Zum Halbjahr erreichte der Umsatz 838,0 MIO € (-34 %; Vorjahr: 1.276,4 MIO €). Der Rückgang ist neben der temporären Teil-Betriebsruhe darauf zurückzuführen, dass Maschinen aufgrund internationaler Grenz- und Fabrikschließungen sowie Engpässen bei Transport und Logistik nicht mehr ausgeliefert werden konnten. Auch unser Service und Ersatzteilgeschäft wurde beeinträchtigt. Im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug der Umsatz 466,3 MIO € (-32 %; Vorjahr: 687,1 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" nahm der Umsatz ab auf 371,6 MIO € (-37 %; Vorjahr: 589,2 MIO €).

Die Inlandsumsätze lagen bei 270,0 MIO € (Vorjahr: 388,9 MIO €). Die Auslandsumsätze beliefen sich auf 568,0 MIO € (Vorjahr: 887,5 MIO €). Die Exportquote betrug 68 % (Vorjahr: 70 %).

AUFTRAGSBESTAND

Am 30. Juni 2020 betrug der Auftragsbestand 1.082,8 MIO € (31.12.2019: 1.197,4 MIO €) - eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich fünf Monaten. Hierbei weisen die einzelnen Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen auf. Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 62 % auf das Ausland (Vorjahr: 70 %).

ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Die Ertragslage des DMG MORI-Konzerns war trotz erschwerter Markt- und Rahmenbedingungen aufgrund der Corona-Pandemie sowohl im zweiten Quartal als auch zum Halbjahr positiv: Im zweiten Quartal erreichte das EBITDA 24,8 MIO € (Vorjahr: 69,7 MIO €). Das EBIT betrug 7,9 MIO € (Vorjahr: 53,0 MIO €). Das EBT belief sich auf 7,4 MIO € (Vorjahr: 52,7 MIO €). Das EAT betrug 5,2 MIO € (Vorjahr: 37,1 MIO €). Auch zum Halbjahr war das Ergebnis positiv: Das EBITDA erreichte 68,0 MIO € (Vorjahr: 143,0 MIO €). Das EBIT betrug 33,2 MIO € (Vorjahr: 103,4 MIO €). Die EBIT-Marge lag bei 4,0 % (Vorjahr: 8,1 %). Das EBT belief sich auf 32,2 MIO € (Vorjahr: 101,9 MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2020 ein EAT von 22,4 MIO € aus (Vorjahr: 71,8 MIO €).

Die Umsatzentwicklung war stark beeinflusst durch die Corona-Krise und temporäre Teil-Betriebsruhe. Zum Halbjahr lag der Umsatz bei 838,0 MIO € (-34 %; Vorjahr: 1.276,4 MIO €). Die Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen verringerte sich um 72,5 MIO € auf 17,9 MIO € (Vorjahr: 90,4 MIO €). Die Gesamtleistung nahm um -38 % bzw. 519,0 MIO € auf 861,0 MIO € ab (Vorjahr: 1.380,0 MIO €). Die Materialaufwendungen beliefen sich auf 453,2 MIO € (Vorjahr: 779,7 MIO €). Die Materialquote verbesserte sich im Wesentlichen durch den Rückgang der Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen auf 52,6 % (Vorjahr: 56,5 %). Der Rohertrag reduzierte sich um 192,5 MIO € auf 407,8 MIO € (Vorjahr: 600,3 MIO €). Die Personalquote belief sich auf 29,4 % (Vorjahr: 22,3 %). Der Personalaufwand verringerte sich auf 253,3 MIO € (Vorjahr: 307,0 MIO €).

Der Saldo der Übrigen Aufwendungen und Erträge reduzierte sich um 42 % auf 86,5 MIO € (Vorjahr: 150,3 MIO €). Der Rückgang resultiert aus den eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen u. a. bei den Reise-, Bewirtungs- und Repräsentationsaufwendungen, Ausstellungen und Messen sowie den Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter. Umsatzbedingt gingen die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen zurück. Die Abschreibungen verringerten sich im Wesentlichen aufgrund des reduzierten Investitionsvolumens auf 34,8 MIO € (Vorjahr: 39,6 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte sich auf -1,0 MIO € (Vorjahr: -1,5 MIO €). Das EAT erreichte 22,4 MIO € (Vorjahr: 71,8 MIO €). Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 9,8 MIO € (Vorjahr: 30,1 MIO €).

VERMÖGENSLAGE

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in MIO € 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Langfristige Vermögenswerte 863,9 891,9 804,2
Kurzfristige Vermögenswerte 1.393,5 1.577,7 1.706,9
Eigenkapital 1.278,9 1.281,4 1.293,6
Fremdkapital 978,5 1.188,2 1.217,5
Bilanzsumme 2.257,4 2.469,6 2.511,1

Die Bilanzsumme verringerte sich um 212,2 MIO € auf 2.257,4 MIO € (31.12.2019: 2.469,6 MIO €). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 56,7 % (31.12.2019: 51,9 %).

Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 28,0 MIO € auf 863,9 MIO €. Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen nahmen um 28,3 MIO € auf 677,8 MIO € ab (31.12.2019: 706,1 MIO €). Die Finanzanlagen betrugen 111,2 MIO € (31.12.2019: 109,8 MIO €).

Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 184,2 MIO € auf 1.393,5 MIO € (31.12.2019: 1.577,7 MIO €). Die Vorräte stiegen um 20,1 MIO € auf 631,9 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) nahmen um 3,9 MIO € auf 279,7 MIO € zu. Die unfertigen Erzeugnisse erhöhten sich um 4,5 MIO € auf 143,0 MIO € und die fertigen Erzeugnisse und Waren um 11,7 MIO € auf 209,2 MIO €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich bei einem reduzierten Umsatz- und Factoringvolumen um 45,3 MIO € auf 167,3 MIO €. Die Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen verminderten sich um 68,5 MIO € auf 393,1 MIO € (31.12.2019: 461,6 MIO €). Die Forderungsreichweite verbesserte sich auf 37 Tage (31.12.2019: 43 Tage). Die flüssigen Mittel betrugen 57,7 MIO € (31.12.2019: 154,0 MIO €).

Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital leicht ab auf 1.278,9 MIO €. Die Eigenkapitalquote stieg auf 56,7 % (31.12.2019: 51,9 %). Das Fremdkapital reduzierte sich um 209,7 MIO € auf 978,5 MIO € (31.12.2019: 1.188,2 MIO €).

Die kurzfristigen Finanzschulden betrugen 62,6 MIO € (31.12.2019: 0 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen verringerten sich im Wesentlichen aufgrund des geringeren Auftragseingangs um 21,2 MIO € auf 193,4 MIO €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen bei einer reduzierten Gesamtleistung um 51,0 MIO € zurück auf 156,4 MIO €. Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen reduzierten sich um 152,0 MIO € auf 82,0 MIO €. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2019 an die DMG MORI GmbH.

CASHFLOW

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in MIO € 2020 1. Halbjahr 2019 1. Halbjahr
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit -65,6 86,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 14,7 -3,5
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -44,4 -109,6
Veränderung Zahlungsmittel -95,3 -26,8
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 154,0 152,7
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 57,7 124,8

Auch die Finanzlage war stark beeinflusst durch die Corona-Krise. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug -65,6 MIO € (Vorjahr: 86,3 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von 32,2 MIO € (Vorjahr: 101,9 MIO €) und die Abschreibungen in Höhe von 34,8 MIO € bei (Vorjahr: 39,6 MIO €). Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 41,8 MIO € (Vorjahr Anstieg: 10,0 MIO €) führte zu einer Erhöhung des Cashflows. Zu einer Reduzierung des Cashflows führte der Anstieg der Vorräte um 26,5 MIO € (Vorjahr Anstieg: 99,7 MIO €), die Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 103,5 MIO € (Vorjahr Anstieg: 28,1 MIO €) und der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 21,2 MIO € (Vorjahr Anstieg: 13,8 MIO €).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug 14,7 MIO € (Vorjahr: -3,5 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen bei -20,2 MIO € (Vorjahr: -33,0 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich Einzahlungen in Höhe von 6,1 MIO € (Vorjahr: 28,6 MIO €). Unter dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde auch die Rückzahlung für eine Reduzierung des Darlehens an die DMG MORI GmbH um 30,0 MIO € ausgewiesen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -44,4 MIO € (Vorjahr: -109,6 MIO €). Der Cashflow resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der Gewinnabführung 2019 an die DMG MORI GmbH in Höhe von 95,7 MIO € (Vorjahr: 99,3 MIO €), Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 9,8 MIO € (Vorjahr: 10,3 MIO €) und Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden in Höhe von 62,5 MIO € (Vorjahr: 0 MIO €). Der Free Cashflow betrug -79,7 MIO € (Vorjahr: 81,9 MIO €).

Im April 2020 konnte DMG MORI die bestehende syndizierte Kreditlinie vorzeitig zu verbesserten Konditionen um weitere fünf Jahre verlängern.

INVESTITIONEN

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 24,9 MIO € und lagen wie geplant unter dem Vorjahr (36,4 MIO €). Die darin enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 "Leasingverhältnisse" beliefen sich auf 5,5 MIO € (3,4 MIO €).

Bei DECKEL MAHO in Pfronten haben wir die Montage der monoBLOCK-Baureihe modernisiert und um 1.200 m² erweitert. In der neuen "Excellence Factory monoBLOCK" werden unsere Maschinen ab Herbst 2020 auf fahrerlosen Transportsystemen (AGV) in einer kontinuierlichen Fließmontage produziert. TULIP-APPs visualisieren dabei zum Beispiel Auftragsdaten, Arbeitsinhalte und Qualitätskontrollen. Dieses wegweisende Montagekonzept und hocheffiziente Prozesse sichern eine nachhaltige Steigerung der Produktivität. Zudem wurde eine neue Logistikhalle errichtet. Darüber hinaus stand unser Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Implementierung eines neuen, globalen ERP-Systems weiterhin im Mittelpunkt.

SEGMENTBERICHT

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

WERKZEUGMASCHINEN

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic / Lasertec / Additive Manufacturing) sowie Digital Solutions.

Die Investitionszurückhaltung unserer Kunden im Zuge der Corona-Pandemie war im ersten Halbjahr 2020 deutlich spürbar. Im Markt für Werkzeugmaschinen herrscht weltweit hohe Unsicherheit. Der Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" war infolgedessen signifikant rückläufig und betrug im zweiten Quartal 185,8 MIO € (Vorjahr: 341,2 MIO €). In den ersten sechs Monaten gingen die Bestellungen auf 414,7 MIO € zurück (-44 %; Vorjahr: 744,8 MIO €). Im Inland betrug der Auftragseingang 102,0 MIO € (Vorjahr: 218,5 MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 312,7 MIO € (Vorjahr: 526,3 MIO €). 53 % aller Bestelleingänge entfielen wie im Vorjahr auf die "Werkzeugmaschinen". Am 30. Juni 2020 betrug der Auftragsbestand 526,2 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 959,0 MIO €).

SEGMENT-KENNZAHLEN

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in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Auftragseingang 784,0 1.412,3 -628,3 -44 %
Werkzeugmaschinen 414,7 744,8 -330,1 -44 %
Industrielle Dienstleistungen 369,2 667,4 -298,2 -45 %
Corporate Services 0,1 0,1 0,0 0 %
Umsatz 838,0 1.276,4 -438,4 -34 %
Werkzeugmaschinen 466,3 687,1 -220,8 -32 %
Industrielle Dienstleistungen 371,6 589,2 -217,6 -37 %
Corporate Services 0,1 0,1 0,0 0 %
EBIT 33,2 103,4 -70,2 -68 %
Werkzeugmaschinen 19,7 57,4 -37,7 -66 %
Industrielle Dienstleistungen 24,4 56,9 -32,5 -57 %
Corporate Services -11,0 -10,9 -0,1 -1 %

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"

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in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Auftragseingang 414,7 744,8 -330,1 -44 %
Inland 102,0 218,5 -116,5 -53 %
Ausland 312,7 526,3 -213,6 -41 %
% Ausland 75 71
Umsatz 466,3 687,1 -220,8 -32 %
Inland 150,7 220,1 -69,4 -32 %
Ausland 315,6 467,0 -151,4 -32 %
% Ausland 68 68
Auftragsbestand 526,2 959,0 -432,8 -45 %
Inland 93,3 211,3 -118,0 -56 %
Ausland 432,9 747,7 -314,8 -42 %
% Ausland 82 78
EBIT 19,7 57,4 -37,7 -66 %
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30.06.2020 31.12.2019 Veränderungen 2020 gegenüber 2019
Mitarbeiter 4.001 4.077 -76 -2 %
davon Auszubildende 226 274 -48 -18 %

Der Umsatz lag - bedingt durch die Corona-Krise und temporäre Teil-Betriebsruhe - im zweiten Quartal bei 197,7 MIO € (Vorjahr: 344,3 MIO €). Zum Halbjahr erreichte der Umsatz 466,3 MIO € (-32 %; Vorjahr: 687,1 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 56 % am Umsatz (Vorjahr: 54 %). Das EBIT belief sich auf 19,7 MIO € (Vorjahr: 57,4 MIO €).

Zum 30. Juni 2020 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen" 4.001 (31.12.2019: 4.077).

INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasste im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs Services. Wesentliche Geschäftsaktivitäten der Energy Solutions hat DMG MORI zum 1. Juli 2019 an einen strategischen Investor veräußert. Mit diesem Schritt konzentriert sich DMG MORI auf das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sowie den Ausbau der Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Additive Manufacturing. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus - von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Das moderne Kundenportal "my DMG MORI" digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation.

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

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in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Auftragseingang 369,2 667,4 -298,2 -45 %
Inland 118,4 184,3 -65,9 -36 %
Ausland 250,8 483,1 -232,3 -48 %
% Ausland 68 72
Umsatz 371,6 589,2 -217,6 -37 %
Inland 119,2 168,7 -49,5 -29 %
Ausland 252,4 420,5 -168,1 -40 %
% Ausland 68 71
Auftragsbestand 556,6 786,3 -229,7 -29 %
Inland 315,6 318,4 -2,8 -1 %
Ausland 241,0 467,9 -226,9 -48 %
% Ausland 43 60
EBIT 24,4 56,9 -32,5 -57 %
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30.06.2020 31.12.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Mitarbeiter 2.986 3.081 -95 -3 %
davon Auszubildende 61 73 -12 -16 %

Auch die Bestellungen im Segment "Industrielle Dienstleistungen" waren stark geprägt durch die Corona-Krise mit weltweit massiv erschwerten Markt- und Rahmenbedingungen. Der Auftragseingang war im zweiten Quartal mit 158,0 MIO € rückläufig (Vorjahr: 362,8 MIO €). Im ersten Halbjahr lag der Auftragseingang bei 369,2 MIO € (-45 %; Vorjahr: 667,4 MIO €). Im Bereich Services betrug der Auftragseingang 365,5 MIO € (Vorjahr: 535,9 MIO €). Darin enthalten sind mit 125,5 MIO € Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED (Vorjahr: 195,8 MIO €). Der Bereich der Energy Solutions weist aufgrund der zum Juli 2019 erfolgten Veräußerung nur noch einen Auftragseingang von 3,7 MIO € aus (Vorjahr: 131,5 MIO €). Dies entspricht einem Rückgang von -97 % bzw. -127,8 MIO €. Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen wie im Vorjahr 47 % der Bestellungen im Konzern. Der Auftragsbestand reduzierte sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 556,6 MIO € (Vorjahreszeitpunkt: 786,3 MIO €).

Der Umsatz belief sich im zweiten Quartal auf 182,3 MIO € (Vorjahr: 302,9 MIO €). Im ersten Halbjahr erreichte der Umsatz 371,6 MIO € (Vorjahr: 589,2 MIO €). Der Umsatz im Bereich Services betrug 367,4 MIO € (Vorjahr: 534,8 MIO €). Auf den Bereich der Energy Solutions entfielen 4,2 MIO € (Vorjahr: 54,4 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 44 % am Konzernumsatz (Vorjahr: 46 %). Das EBIT lag in den ersten sechs Monaten bei 24,4 MIO € (Vorjahr: 56,9 MIO €).

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2020 auf 2.986 (31.12.2019: 3.081).

CORPORATE SERVICES

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT betrug -11,0 MIO € (Vorjahr: -10,9 MIO €).

ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"

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in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Auftragseingang 0,1 0,1 0,0
Umsatz 0,1 0,1 0,0
EBIT -11,0 -10,9 -0,1
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30.06.2020 31.12.2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Mitarbeiter 87 87 0

MITARBEITER

Am 30. Juni 2020 waren 7.074 Mitarbeiter, davon 287 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2019: 7.245). Die Anzahl der Mitarbeiter verringerte sich somit im Vergleich zum Jahresende 2019 um 171. Zum Ende des ersten Halbjahres arbeiteten 4.374 Mitarbeiter (61 %) bei unseren inländischen und 2.700 Mitarbeiter (39 %) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand verringerte sich auf 253,3 MIO € (Vorjahr: 307,0 MIO €).

AKTIE

Der Aktienkurs der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT lag zu Beginn des zweiten Quartals bei 40,70 € (01.04.2020) und schloss am 30. Juni 2020 mit 40,60 €. Auch in turbulenten Börsenzeiten und hoher Volatilität an den Kapitalmärkten erwies sich unsere Aktie damit als stabiles Investment.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im ersten Halbjahr 26,8 MIO € (Vorjahr: 28,0 MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte arbeiteten 591 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil von 15 % der Belegschaft der Werke.

Im Geschäftsjahr 2020 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 35 Innovationen - davon 10 Weltpremieren, 3 Automationslösungen, 20 digitale Innovationen sowie 2 neue DMG MORI Components. Mit Dynamik und Exzellenz treiben wir unsere Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, DMG MORI Qualified Products (DMQP) sowie Nachhaltigkeit und Technologie-Exzellenz voran und entwickeln uns konsequent weiter zu einem ganzheitlichen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

Automatisierung ist der Schlüssel für flexible Produktionssysteme. Der zu Jahresbeginn auf der Hausausstellung Pfronten neu vorgestellte PH Cell überzeugt mit seiner Vielseitigkeit. So lässt sich der modulare Paletten-Rundspeicher für bis zu 40 Paletten individuell an Kundenanforderungen anpassen und einfach nachträglich erweitern. Der Robo2Go ist ab September auch für Fräsmaschinen verfügbar. Ohne Kenntnisse in der Roboterprogrammierung lässt er sich besonders schnell und einfach über CELOS nutzen. Damit ist der Robo2Go die ideale und flexible Lösung für kleine und mittlere Losgrößen.

Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen haben - bedingt durch die Corona-Pandemie - nochmals an Bedeutung gewonnen. Das Angebot für eine integrierte Digitalisierung auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette bauen wir daher permanent aus. Elementare Voraussetzung für die digitale Fertigung ist Konnektivität. Durch DMG MORI Connectivity ermöglichen wir die vollständige Vernetzung von DMG MORI Maschinen und ausgewählten Fremdfabrikaten. Kunden können ein PLC-unabhängiges Update unseres APP-basierten Steuerungs- und Bedien systems CELOS auf die aktuelle Version durchführen. Das gilt für jede bestehende CELOS Version seit 2013. In der jüngsten Generation von CELOS ist u. a. der neue APPLICATION CONNECTOR enthalten, der jeden webbasierten Service unmittelbar über die CELOS-Oberfläche visualisiert. Heute gibt es rund 20.000 CELOS-Maschinen im Markt.

Erfolgreich platziert haben wir unser Kundenportal "my DMG MORI". Es ist unser digitales Gesicht zum Kunden. Aktuell wird "my DMG MORI" bereits von mehr als 15.000 Kunden mit über 50.000 registrierten Maschinen verwendet und stetig um neue Funktionen erweitert. Ende 2020 werden es rund 25.000 Kunden mit über 100.000 Maschinen sein. Allen Anwendern von "my DMG MORI" ermöglichen wir seit Februar ein Upgrade auf die herstellerübergreifende Wartungs- und Instandhaltungsplattform WERKBLiQ, um so auch Fremdmaschinen einzubinden. WERKBLiQ vernetzt alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess und ermöglicht die durchgängige Optimierung von Service- und Instandhaltungsprozessen. Damit bieten wir offene Lösungen - zugeschnitten auf das heterogene Fertigungsumfeld unserer Kunden.

Neu vorgestellt auf der Hausausstellung Pfronten wurde die "TULIP APP", über die Mitarbeiter ihre individuellen APPs direkt an der Maschine auf CELOS abrufen können. Die neuartigen Produktionslösungen von TULIP ermöglichen Kunden einen einfachen Einstieg in die Digitalisierung von Fertigungsprozessen. Mit TULIP können Nutzer in kürzester Zeit u. a. auf Basis umfangreicher Vorlagen eigene APPs erstellen - intuitiv und ohne Programmierkenntnisse. In unseren Produktionswerken sind bereits rund 200 TULIP-Arbeitsplätze und mehr als 70 selbst entwickelte APPs im Einsatz. So nutzen auch wir die Erfahrung und das Wissen der Shopfloor-Mitarbeiter und befähigen sie, Prozesse in ihrem Arbeitsumfeld direkt selbst zu digitalisieren.

Der neue "Condition Analyzer" hilft unseren Kunden Stillstände zu vermeiden, indem Maschinendaten erfasst, analysiert und visualisiert werden. So wird die Produktivität erhöht und eine Grundlage für vorbeugende Wartung geschaffen. Die Cloud-Anwendung "Planning Board" vereinfacht insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) den Einstieg in eine digital optimierte Produktionsplanung. Nach erfolgreicher interner Verprobung sind die Produkte bereits bei mehr als 30 Kunden im Einsatz. Unser neuer "Digital Twin" simuliert dynamisch und maschinenunabhängig sämtliche Fertigungsabläufe. Mit der Echtzeit-Simulation von Maschine, Automation und Prozess können Bauteile und Abläufe gezielt optimiert werden. Ergebnis: eine um bis zu 30% schnellere Inbetriebnahme und bis zu 30% geringere Bauteilkosten. Der modular aufgebaute "Digital Twin" ist für nahezu alle Dreh- und Fräsmaschinen verfügbar.

Um dem wachsenden Bedarf von Digitalisierungslösungen bei unseren Kunden noch besser gerecht zu werden, wurde zum Jahreswechsel die DMG MORI Digital GmbH gegründet. Mit der Beratung und Implementierung unserer digitalen Lösungen von TULIP, WERKBLiQ, DMG MORI Software Solutions sowie ISTOS bietet die DMG MORI Digital einen umfassenden Service und treibt zugleich die Weiterentwicklung im Zukunftsfeld Digitalisierung voran.

Mit den DMG MORI Technologiezyklen stellen wir unseren Kunden insgesamt 43 effektive Assistenten zur werkstattorientierten Programmierung bereit. "ULTRASONIC axialGrinding" beispielsweise ermöglicht Ultrasonic-Rundschleifen von sprödharten Materialien und sorgt so für eine Produktivitätssteigerung von bis zu 65 %.

Im Bereich Fräsen haben wir die DMC 65 H monoBLOCK präsentiert. Die Maschine vereint die Flexibilität und Ergonomie eines 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentrums mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines Horizontal-Bearbeitungszentrums. Das monoBLOCK-Konzept garantiert eine besonders hohe Steifigkeit. Der Arbeitsraum ist optimal zugänglich - sowohl von vorne als auch zur Kranbeladung.

Im Zukunftsfeld Additive Manufacturing haben wir die LASERTEC 30 DUAL SLM vorgestellt. Die Maschine bietet ein DUAL-Laser-System für eine bis zu 80 % höhere Produktivität, das bewährte rePLUG-Pulvermodul für schnellen Materialwechsel sowie ein neues Permanent Filtersystem, das ohne Verbrauchsmaterialien auskommt. Die neue LASERTEC 400 Shape ermöglicht das Lasertexturieren von großen 3D- Formen mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen. Zudem haben wir die 3. Generation unserer Ultrasonic-Technologie vorgestellt. Eine intelligente Steuerung sorgt für volle Transparenz des Bearbeitungsprozesses - Optimierungspotential wird durch den "Performance Monitor" angezeigt. Die voll automatische Einstellung der Arbeitsfrequenz führt zu maximaler Prozessstabilität.

DMG MORI ist seit Mai 2020 klimaneutral und hat somit als eines der weltweit ersten Industrieunternehmen eine ausgeglichene CO2-Bilanz. Kontinuierlich arbeiten wir unter dem Begriff "GREENMODE" an der Erhöhung der Energieeffizienz unserer Werkzeugmaschinen - beispielsweise durch einen energieoptimierten Betrieb, den Einsatz von verbrauchsoptimierten Komponenten sowie die Rückgewinnung von Energie bei Bremsvorgängen.

Chancen- und Risikobericht

Die Darstellung unseres Chancen- und Risikomanagements ist ausführlich im Geschäftsbericht 2019 auf den Seiten 72 ff. beschrieben. Die dort getätigten Aussagen zu Struktur und Umfang bestehender Chancen und Risiken sind um die aktuell erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu ergänzen.

Durch die Corona-Pandemie wurden die Geschäftstätigkeit von DMG MORI und die daraus resultierenden Kennzahlen Auftragseingang, Umsatz, EBIT und Free Cashflow im ersten Halbjahr 2020 wesentlich negativ beeinflusst. Eine proaktive Maßnahme im Kampf gegen die Virusverbreitung und zum Schutz unserer Mitarbeiter war die temporäre Teil-Betriebsruhe in den europäischen Produktionswerken sowie in Teilbereichen ausgewählter Vertriebs- und Servicegesellschaften im Monat April. Die rollierende Unternehmensplanung als Grundlage der aktuellen Chancen- und Risikobetrachtung musste infolgedessen wesentlich angepasst werden. Die Unsicherheiten der weiteren Entwicklung sind hoch.

Strategische Chancen erwarten wir im Bereich der Digitalisierung, wo wir eine weitere zukünftige Beschleunigung der digitalen Transformation erwarten. Hierzu treiben wir die Digitalisierung auf allen Ebenen voran - intern durch die Digitalisierung unserer eigenen Wertschöpfungskette und Unternehmensprozesse sowie extern durch innovative Softwarelösungen, den Verkauf digitaler Produkte und datenbasierter Services. Zukunftsweisende, digitale Geschäftsmodelle beschleunigen den Wandel zur digitalen Fabrik. Zudem ergeben sich gesamtwirtschaftliche Chancen aus einer spürbaren zeitnahen Erholung der Wachstumsdynamik in der Volksrepublik China mit einer sich wieder verbesserten Investitionsneigung. Mit einem breiten Kunden- und Branchenmix sowie unserer Aufstellung als "Global One Company" ergeben sich für uns operative Chancen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Hier nutzen wir unsere Chancen in den Branchen, die weniger von den Auswirkungen der Pandemie betroffen sind. Hierzu zählen die Halbleiter-Industrie, die Medizintechnik und die Erneuerbaren Energien. Durch die Corona-Krise erhalten neben der Digitalisierung auch unsere anderen Zukunftsfelder - insbesondere Automatisierung und Additive Manufacturing - einen dynamischen Schub.

Strategische und operative Risiken ergeben sich aus der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung weltweit. Die konjunkturelle Lage in den meisten Ländern der Welt erreicht aufgrund exogener Faktoren historische Tiefstwerte. Dies hat direkten Einfluss auf das Investitionsklima in der Industrie. Vor dem Hintergrund sinkender Nachfragen und hohen Unsicherheiten einer wirtschaftlichen Erholung werden Investitionsvorhaben ausgesetzt. Zudem führt eine krisenbedingte Verschlechterung der Finanzmittelsituation zu einer deutlich verschärften kurz-bis mittelfristigen Ausgabendisziplin mit einem spürbaren Einfluss auf das Investitionsverhalten. Dies betrifft weltweit Unternehmen aller Branchen und Größen. Durch den klimabedingten Strukturwandel herausgeforderte Branchen, wie die Automobilindustrie und deren Zulieferer, aber auch die Aerospace- Industrie sind besonders stark betroffen. Vorhersagen über Art, Umfang und Zeitraum einer möglichen wirtschaftlichen Erholung mit Nachholeffekten sind momentan nur eingeschränkt möglich. Eine zweite Corona-Pandemiewelle würde die genannten Risiken signifikant verstärken.

Bei der Ausführung unserer weltweiten Vertriebs- und Serviceaktivitäten bestehen weiterhin Risiken aus Reisebeschränkungen. Eine erneute Eskalation der Corona-Pandemie würde dieses Risiko signifikant verstärken.

Finanz- und Bilanzrisiken entstehen insbesondere aus möglichen Forderungsausfällen und erhöhten Insolvenzrisiken bei durch die Corona Krise besonders betroffenen Kunden. Diese Risiken können nur teilweise durch Warenkreditversicherungen abgedeckt werden.

Wesentliche zusätzliche Produktions-, Einkaufs und Logistikrisiken bestehen in der aktuellen Situation nicht. Bei einer weiteren Corona-Pandemiewelle könnten allerdings erneut Werkschließungen notwendig werden, sofern Mitarbeiter erkranken würden. Trotz bestehender "Double-Sourcing"-Strategie könnten zudem Einkaufsrisiken auftreten und unsere Logistik erkennbar behindert werden. Auch in der aktuell sich verschlechternden Risikolage stufen wir das Gesamtrisiko als jederzeit beherrschbar ein.

Ausblick

Die Weltwirtschaft und der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen befinden sich infolge der globalen Ausbreitung des Corona-Virus in einer Rezession. Das Risiko einer langanhaltenden Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Dynamik ist erheblich.

Laut Juni-Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) soll die Weltproduktion 2020 um -3,8 % sinken (März-Prognose: +2,0 %). Dieser stärkste Rückgang seit 70 Jahren wird erhebliche Auswirkungen auf den weltweiten Markt für Werkzeugmaschinen haben. Der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics gehen in ihrer April-Prognose davon aus, dass der Weltverbrauch um -28,3 % auf 52,3 MRD € deutlich sinken wird (Oktober-Prognose: -0,6 %; 71,7 MRD €). Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird sogar ein Rückgang von -30,1 % prognostiziert (Oktober-Prognose: -14,5 %). Die USA (-41,3 %), China (-34,0 %), Italien (-32,5 %) und Japan (-31,9 %) sollen am stärksten betroffen sein. Die nächste Verbandsprognose wird turnusgemäß im Oktober veröffentlicht.

Dauer und negative Folgen der Corona-Pandemie sind derzeit weder für die Gesamtwirtschaft noch für die Werkzeugmaschinenindustrie in vollem Umfang absehbar. Ein schnelles Ende der Krise scheint nicht in Sicht. In China gibt es erste Anzeichen einer Erholung, die sich global jedoch bis weit in das kommende Jahr ziehen wird.

DMG MORI rechnet aufgrund der völlig veränderten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2020 mit hohen Einbußen bei Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow. Das Ergebnis wird dennoch positiv bleiben. Die frühzeitig eingeleiteten Kostensenkungs- und Flexibilisierungsmaßnahmen in allen Bereichen sollen die Leistungs- und Ertragsfähigkeit von DMG MORI stützen. Diese Maßnahmen machen - neben dem weiteren Ausbau unserer Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und Additive Manufacturing - DMG MORI widerstandsfähiger.

Aus heutiger Sicht planen wir trotz der anhaltenden Rezession für das Gesamtjahr einen Auftragseingang von rund 1,6 MRD € und einen Umsatz von rund 1,65 MRD €. Das EBIT soll rund 60 MIO € betragen. Wir gehen zudem von einem ausgeglichenen Free Cashflow aus. Die Prognose 2020 setzt voraus, dass es im weiteren Geschäftsverlauf zu keinem zweiten Lockdown aufgrund der Corona- Pandemie kommt.

KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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1. HALBJAHR 2020 (01.01. - 30.06.)
in MIO €
2020 2019 Veränderungen 2020
gegenüber 2019
Umsatzerlöse 838,0 97,3 % 1.276,4 92,5 % -438,4 34,3 %
Veränderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen
17,9 2,1 % 90,4 6,6 % -72,5 80,2 %
Aktivierte Eigenleistungen 5,1 0,6 % 13,2 0,9 % -8,1 61,4 %
Gesamtleistung 861,0 100,0 % 1.380,0 100,0 % -519,0 37,6 %
Materialeinsatz -453,2 -52,6 % -779,7 -56,5 % 326,5 41,9 %
Rohertrag 407,8 47,4 % 600,3 43,5 % -192,5 32,1 %
Personalaufwendungen -253,3 -29,4 % -307,0 -22,3 % 53,7 17,5 %
Übrige Aufwendungen und Erträge -86,5 -10,1 % -150,3 -10,8 % 63,8 42,4 %
Abschreibungen -34,8 -4,0 % -39,6 -2,9 % 4,8 12,1 %
EBIT 33,2 3,9 % 103,4 7,5 % -70,2 67,9 %
Finanzergebnis -1,0 -0,1 % -1,5 -0,1 % 0,5 33,3 %
EBT 32,2 3,8 % 101,9 7,4 % -69,7
Ertragsteuern -9,8 -1,1 % -30,1 -2,2 % 20,3
EAT 22,4 2,7 % 71,8 5,2 % -49,4
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 22,7 2,6 % 71,4 5,2 % -48,7
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend -0,3 0,1 % 0,4 0,0 % -0,7

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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1. HALBJAHR 2020 (01.01. - 30.06.)
in MIO €
2020 2019
EAT 22,4 71,8
Sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0,0 0,0
Ertragsteuern 0,0 0,0
Summe der Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 0,0 0,0
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -28,8 18,7
Veränderung Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 0,8 0,2
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust -0,6 0,1
Nettoinvestitionen -0,6 -0,7
Ertragsteuern -0,1 -0,1
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden -29,3 18,2
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -29,3 18,2
Gesamtergebnis der Periode -6,9 90,0
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis -6,2 88,8
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -0,7 1,2

Konzernbilanz

AKTIVA

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in MIO € 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Geschäfts- oder Firmenwerte 138,1 138,1 139,4
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 68,1 61,4 53,1
Sachanlagen 471,6 506,6 477,1
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 85,6 84,2 61,4
Beteiligungen 25,6 25,6 2,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 0,8 0,0 0,2
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 9,7 9,6 11,6
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2,4 3,8 2,5
Latente Steuern 62,0 62,6 56,5
Langfristige Vermögenswerte 863,9 891,9 804,2
Vorräte 631,9 611,8 731,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 167,3 212,6 237,4
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 7,1 12,5 22,8
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 393,1 461,6 441,7
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 7,7 9,1 10,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 50,5 46,7 63,0
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 78,0 69,1 65,4
Ertragsteuerforderungen 0,2 0,3 0,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57,7 154,0 124,8
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0,0 0,0 10,0
Kurzfristige Vermögenswerte 1.393,5 1.577,7 1.706,9
Bilanzsumme 2.257,4 2.469,6 2.511,1

PASSIVA

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in MIO € 30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 204,9 204,9 204,9
Kapitalrücklage 498,5 498,5 498,5
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 561,9 563,7 577,3
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.265,3 1.267,1 1.280,7
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 13,6 14,3 12,9
Summe Eigenkapital 1.278,9 1.281,4 1.293,6
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 38,4 43,5 42,8
Rückstellungen für Pensionen 42,1 43,0 37,1
Andere langfristige Rückstellungen 41,1 51,4 47,3
Vertragsverbindlichkeiten 5,3 4,1 1,6
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 0,1 0,2 5,9
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2,1 2,4 2,2
Latente Steuern 2,9 3,1 2,6
Langfristige Schulden 132,0 147,7 139,5
Kurzfristige Finanzschulden 62,6 0,0 0,0
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 16,8 17,9 17,8
Andere kurzfristige Rückstellungen 219,6 231,4 212,7
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 193,4 214,6 356,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 156,4 207,4 254,0
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 8,2 7,4 3,2
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 82,0 234,0 106,3
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 0,0 0,8 0,0
Vertragsverbindlichkeiten 24,8 23,7 24,4
Vertragliche Schuld aus Anzahlungsrechnungen 7,7 9,1 10,3
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 24,5 28,0 20,8
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34,1 45,9 52,9
Steuerschulden 16,4 20,3 14,4
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 0,0 0,0 4,8
Kurzfristige Schulden 846,5 1.040,5 1.078,0
Bilanzsumme 2.257,4 2.469,6 2.511,1

Konzern-Kapitalflussrechnung

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1. HALBJAHR 2020 (01.01. - 30.06.)
in MIO €
2020 2019
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern (EBT) 32,2 101,9
Ertragsteuern -9,8 -30,1
Abschreibungen 34,8 39,6
Veränderung der latenten Steuern 0,3 -0,9
Veränderung der Rückstellungen -14,3 -10,2
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -0,3 -0,8
Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens und der available-for-sale Vermögenswerte -3,8 0,0
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 45,9 -59,9
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -150,6 46,7
-65,6 86,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 6,1 28,6
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen -20,2 -33,0
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen 0,0 -2,3
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 0,0 3,5
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1,2 -0,3
Einzahlungen aus gewährten Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen 30,0 0,0
14,7 -3,5
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen für die Aufnahme von Finanzschulden 62,5 0,0
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -9,8 -10,3
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -95,7 -99,3
An nicht beherrschende Anteile von Tochterunternehmen gezahlte Dividende -1,4 0,0
-44,4 -109,6
Zahlungswirksame Veränderung -95,3 -26,8
Umgliederung der Zahlungsmittel der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte 0,0 -1,8
Auswirkung von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds -1,0 0,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 154,0 152,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 30. Juni 57,7 124,8

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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in MIO € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzern-Eigenkapital
Stand 01.01.2020 204,9 498,5 563,7 1.267,1 14,3 1.281,4
Gesamtergebnis 0,0 0,0 -6,2 -6,2 -0,7 -6,9
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 4,4 4,4 0,0 4,4
Stand 30.06.2020 204,9 498,5 561,9 1.265,3 13,6 1.278,9
Stand 01.01.2019 204,9 498,5 489,8 1.193,2 4,5 1.197,7
Gesamtergebnis 0,0 0,0 88,8 88,8 1,2 90,0
Konsolidierungsmaßnahmen / Übrige Veränderungen 0,0 0,0 -1,3 -1,3 7,2 5,9
Stand 30.06.2019 204,9 498,5 577,3 1.280,7 12,9 1.293,6

Konzern-Segmentberichterstattung

Bestandteil der ausgewählten Anhangangaben

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1. HALBJAHR 2020
in MIO €
Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
Umsatz 466,3 371,6 0,1 0,0 838,0
EBIT 19,7 24,4 -11,0 0,1 33,2
Investitionen 19,1 6,0 0,1 0,0 25,2
Mitarbeiter 4.001 2.986 87 0 7.074
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1. HALBJAHR 2019
in MIO €
Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Überleitung Konzern
Umsatz 687,1 589,2 0,1 0,0 1.276,4
EBIT 57,4 56,9 -10,9 0,0 103,4
Investitionen 31,3 4,8 0,6 0,0 36,7
Mitarbeiter 4.099 3.259 86 0 7.444

Ausgewählte Anhangangaben zum Konzernzwischenabschluss

ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2019 ist nach den am Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde auf Basis des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020 und der Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020 unterlagen weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt, die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 zu Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten ausführlich dargestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 (siehe dazu weitere Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2019 im Geschäftsbericht auf Seite 99 ff.) beibehalten, mit Ausnahme der Anwendung neuer Rechnungslegungsvorschriften. Alle zum 1. Januar 2020 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und Neuerungen wurden berücksichtigt.

Alle ab dem 1. Januar 2020 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

SAISONALE EINFLÜSSE

Als weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel "Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Das erste Halbjahr 2020 ist besonders durch die Corona-Pandemie belastet. Produktionsausfälle, unterbrochene Lieferketten und eine stark rückläufige Nachfrage auf den weltweiten Märkten sind das Resultat. Branchenbedingte saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie daraus resultierenden Ergebnissen führen.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2020 einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 86 Unternehmen. Zusätzlich zu der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 75 Unternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen. Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 veränderte sich die Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht.

Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften werden die Magnescale Co., Ltd., Kanagawa (Japan), ihre Tochtergesellschaften Magnescale Europe GmbH, Wernau, und Magnescale Americas, Inc., Davis (USA), sowie die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland), die DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, und die im März 2020 gegründete DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), als assoziierte Unternehmen klassifiziert, die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als Gemeinschaftsunternehmen und "at equity" in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.

ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 22,4 MIO € um das Ergebnis der Minderheiten in Höhe von 0,3 MIO € erhöht.

Zum 30. Juni 2020 gibt es wie im Vorjahr kein verwässertes Ergebnis.

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Ergebnis nach Steuern ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter T€ 22.709
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien Stück 78.817.994
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 0,29

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG, BILANZ, KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen Betrachtungsweise ermittelt.

Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne Klasse von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2019 sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2020 ist unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und beizulegenden Zeitwerten gibt es nicht. Durch die Anwendung des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr nur unwesentliche Effekte.

Im April 2020 konnte DMG MORI die bestehende syndizierte Kreditlinie vorzeitig zu verbesserten Konditionen um weitere fünf Jahre verlängern.

Die untenstehende Tabelle enthält eine Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2020 und den entsprechenden Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten sowie wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.

Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u.a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).

Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2019 im Geschäftsbericht auf Seite 114 f. dargestellt.

In Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" wurden zum 30. Juni 2020 Nutzungsrechte in Höhe von 55,9 MIO € (31.12.2019: 62,2 MIO €) sowie Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 55,2 MIO € (31.12.2019: 61,4 MIO €) bilanziert. Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 16 sind im Konzernanhang per 31. Dezember 2019 im Geschäftsbericht auf Seite 100 ff. dargestellt.

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Das Gesamtergebnis zum 30. Juni 2020 in Höhe von -6,9 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern (22,4 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach Steuern" (-29,3 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 22,4 MIO € sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente erhöhten das Gesamtergebnis. Die Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung führten zu einer Reduzierung. Saisonal bedingte bzw. ungleich im Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge hatten keinen wesentlichen Einfluss.

EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG

Das Eigenkapital verringerte sich insgesamt um 2,5 MIO € auf 1.278,9 MIO €. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital nahmen um 0,7 MIO € auf 13,6 MIO € ab.

Das Konzernergebnis in Höhe von 22,4 MIO € sowie die Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente erhöhten das Eigenkapital. Die erfolgsneutral berücksichtigten Währungsänderungen verminderten das Eigenkapital.

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen.

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AUFGLIEDERUNG VON ERLÖSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services
in MIO € 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2020 30.06.2019 30.06.2020 30.06.2019
Absatzgebiete
Deutschland 150,7 220,2 119,2 168,7 0,0 0,0
EU (ohne Deutschland) 140,4 227,8 160,5 258,8 0,0 0,0
USA 1,9 5,4 3,9 6,1 0,0 0,0
Asien 132,5 185,3 64,8 118,8 0,0 0,0
Übrige Länder 40,8 48,4 23,2 36,8 0,0 0,0
Summe 466,3 687,1 371,6 589,2 0,0 0,0
Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien
Verkauf von Werkzeugmaschinen 466,3 687,1 0,0 0,0 0,0 0,0
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. 0,0 0,0 160,4 266,6 0,0 0,0
Originäres Servicegeschäft 0,0 0,0 207,0 268,2 0,0 0,0
Sonstiges 0,0 0,0 4,2 54,4 0,0 0,0
Summe 466,3 687,1 371,6 589,2 0,0 0,0
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 466,3 687,1 371,6 589,2 0,0 0,0
Sonstige Umsatzerlöse 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,1
Externe Umsatzerlöse 466,3 687,1 371,6 589,2 0,1 0,1
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AUFGLIEDERUNG VON ERLÖSEN AUS VERTRÄGEN MIT KUNDEN Konzern
in MIO € 30.06.2020 30.06.2019
Absatzgebiete
Deutschland 269,9 388,9
EU (ohne Deutschland) 300,9 486,6
USA 5,8 11,5
Asien 197,3 304,1
Übrige Länder 64,0 85,2
Summe 837,9 1.276,3
Wichtigste Produkt-/Dienstleistungslinien
Verkauf von Werkzeugmaschinen 466,3 687,1
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. LTD. 160,4 266,6
Originäres Servicegeschäft 207,0 268,2
Sonstiges 4,2 54,4
Summe 837,9 1.276,3
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 837,9 1.276,3
Sonstige Umsatzerlöse 0,1 0,1
Externe Umsatzerlöse 838,0 1.276,4

In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 erfolgte keine Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw. Ermittlung der Segmentergebnisse. Die Geschäftstätigkeit der Segmente wird im Konzernanhang zum 31. Dezember 2019 auf Seite 150 ff. ausführlich erläutert.

ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2019 dargestellt, bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen, die unverändert zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss per 31. Dezember 2019, differenziert dargestellt.

Die DMG MORI Finance GmbH, INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Pragati Automation Pvt. Ltd., Vershina Operation, LLC., DMG MORI Digital GmbH, DMG MORI HEITEC Digital Kft. sowie die Magnescale Co., Ltd. und ihre Tochtergesellschaften werden als assoziierte Unternehmen klassifiziert, die DMG MORI HEITEC GmbH als Gemeinschaftsunternehmen. Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften, die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED gehören.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH ein Darlehen in Höhe von 370,0 MIO € gewährt, das in 2018 in voller Höhe ausgezahlt wurde. Im März 2020 erfolgte eine Rückzahlung in Höhe von 30,0 MIO €. Gegenwärtig beläuft sich somit das Darlehen auf 340,0 MIO €. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag eingetreten.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsachlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.


Bielefeld, 4. August 2020
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Der Vorstand

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Vorsitzender
Dipl.-Kfm. Christian Thönes
Dipl.-Kfm. Björn Biermann Michael Horn, M.B.A.

Aufsichtsrat: Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage sowie auch den Auswirkungen der Corona-Krise (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmen bedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.

Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIEN GESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nara, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist (mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIEN GESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften.