DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Bielefeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Unternehmensstrategie und wesentliche Finanz- und Steuerungskennzahlen

Die strategischen Zukunftsfelder und Säulen von DMG MORI.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Tochtergesellschaften bilden den Konzern (nachfolgend DMG MORI). Das operative Geschäft von DMG MORI teilt sich in die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Der tiefgreifende Wandel der globalen Fertigungsindustrie hin zur Automatisierung und Digitalisierung wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beschleunigt. Gleichzeitig steht die Branche vor der Ungewissheit des weiteren Virusverlaufs. Dem wirtschaftlichen Aufschwung stehen zudem große Unsicherheiten entgegen, insbesondere eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation. Zudem bestehen weiterhin geopolitische Einflüsse infolge von Handelskonflikten. Die daraus entstehenden Risiken verlangen nach einer Lokalisierung der Wertschöpfung und "Double Sourcing". Zusätzlich rückt das Thema Nachhaltigkeit in den Vordergrund.

Auf der Kundenseite steigen die Ansprüche an eine flexible, durchgängige und nachhaltige Komplettlösung -inklusive Maschine, Automation, Software, Prozess, Peripherie und Service. Die dafür notwendige Technologie- und Funktionsintegration steigert die technische Komplexität der Werkzeugmaschinen. Dies führt zu einem innovationsgetriebenen und hochdynamischen Marktumfeld und erfordert teils grundlegend neue Geschäftsmodelle als Antwort auf die Herausforderungen, denen sich unsere Kunden gegenübersehen.

Die digitale Vernetzung von Maschinen und Prozessen ermöglicht eine durchgängige Transparenz entlang der Wertschöpfungskette. Darauf aufbauend werden Effizienzsteigerungen durch die parallele, virtuelle Abbildung der Produktion erreicht. Gemeinsam mit der Automatisierung erhöht die Digitalisierung so die Wettbewerbsfähigkeit über den gesamten Wertschöpfungsprozess.

DMG MORI begegnet den geänderten Marktanforderungen und dem technologischen Wandel aktiv und mit Innovationen, um die heutige Marktposition als ein weltweit führender Anbieter von ganzheitlichen und nachhaltigen Technologielösungen für die Fertigungsindustrie weiter auszubauen. Unser Ziel: für unsere Kunden als stabiler und nachhaltiger Partner optimal abgestimmte, durchgängige Technologielösungen anbieten.

Mit unserem ganzheitlichen Portfolio an zukunftsweisenden Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unseren DMG MORI Qualified Products (DMQP) wollen wir für unsere Kunden weltweit die Nummer 1 sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service. Dazu entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Unsere Mission: "Wir stärken unsere Kunden -in Fertigung und Digitalisierung".

Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED agieren wir als "Global One Company" unter unserem Motto "Dynamic . Excellence". Bereits seit 2017 besetzen wir aktiv unsere fünf strategischen Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Additive Manufacturing und DMG MORI Qualified Products (DMQP) mit hoher Dynamik. Gleichzeitig streben wir nach Exzellenz bei Qualität, Service- und Technologielösungen sowie unseren Prozessen -gemeinsam als Team mit unseren hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Corona-Pandemie und ihre Folgen haben unsere strategische Ausrichtung bestätigt. Dabei gilt der Grundsatz: Die Maschine ist und bleibt unser Kern! Unsere Kombination aus hochproduktiven, flexiblen Maschinen und dem strategischen Dreiklang aus Automation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit ist zukunftsstark - und passt perfekt in die aktuelle Zeit. Neu in diesen drei Zukunftsfeldern ist seit diesem Berichtsjahr:

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Automatisierung: Unser Angebot mit fahrerlosen Transportsystemen haben wir um den TH-AGV für ein automatisiertes Werkzeughandling ergänzt.

Digitalisierung: Unser Geschäftsmodell PAYZR "PAY with Zero Risk" für Equipment-as-a-Service und Software-asa-Service-Lösungen unter dem Motto: Abo & All-In statt Investition und Kauf. Als digitaler Point-of-Sale für alle neuen PAYZR-Angebote startete der DMG MORI Store powered by ADAMOS im Juni 2021.

Nachhaltigkeit: Alle seit Januar 2021 weltweit ausgelieferten Maschinen werden durch den Dreiklang "Vermeiden -Reduzieren - Kompensieren" komplett CO 2 -neutral hergestellt.

Wir haben die Veränderungen im Markt frühzeitig erkannt und wollen mit unseren geplanten Produktionswerken in China und Ägypten die Lokalisierung unserer Produktion verstärken, um uns den langfristigen, unabhängigen Zugang zu wichtigen Märkten zu sichern. Gleichzeitig nutzen wir Kooperationen, um noch schneller auf dynamische Marktveränderungen zu reagieren und von externen Einflüssen zu profitieren.

I. Automatisierung

Automatisierung ist eine bedeutende Grundlage für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unserer Werkzeugmaschinen. Unser innovatives Automationsportfolio mit 57 Produkten für 159 verschiedene Maschinenmodelle umfasst maschinenspezifische, universelle und skalierbare Lösungen bis hin zur DMG MORI Leitrechnertechnologie für das Werkstück-, Paletten- und Werkzeugmanagement. Maschine, Automation und Technologie -alles aus einer Hand. Dabei differenzieren wir nach:

1. maschinenspezifischen Systemen u. a. mit integriertem Roboter oder Portallader -ein Beispiel dafür ist der WH 3 Cell,

2. universellen Lösungen, wie dem Robo2Go MAX oder dem Palettenhandling-System PH Cell MAX,

3. hochgradig skalierbaren Lösungen mit linearen Palettensystemen (LPP) oder individuell konfigurierbaren Automatisierungsmodulen aus unseren WH Flex und MATRIS-Baukästen -gepaart mit DMG MORI Leitrechnertechnologie und zentraler Werkzeugverwaltung.

Zu den skalierbaren Lösungen zählen auch unsere vollautomatischen, fahrerlosen Transportsysteme WH-AGV, PH-AGV und TH-AGV - frei beweglich, kollaborativ und modular für eine maximale Flexibilität. Alle DMG MORI Automationsprodukte zeichnen sich durch eine einfache Programmierung und Handhabung aus. Als Partner für die Automatisierung der Fertigung stehen wir mit unserem Know-how in unseren "Automation Excellence Centern" für die Bereiche Drehen und Fräsen zur Seite.

II. Digitalisierung

Digitalisierung ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. DMG MORI gehört zu den Vorreitern der Digitalisierung der Fertigungsindustrie. Als partnerschaftlicher Wegbereiter steht der maximale Kundennutzen und die Durchgängigkeit unserer digitalen Lösungen über die gesamte Prozesskette im Mittelpunkt unserer Digitalisierungsstrategie: von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion und das Monitoring bis hin zum Service. Das bedeutet auch, dass wir eine einheitliche, für Dritte offene Architektur bieten, die ein Höchstmaß an Variabilität und Sicherheit für unsere Kunden bedeutet. Anstatt eines "Lock-In"-Effektes erhalten unsere Kunden Unterstützung bei der ganzheitlichen, digitalen Vernetzung ihres gesamten Wertschöpfungsprozesses. Grundsätzlich gilt bei DMG MORI: Wir setzen die Digitalisierung zuerst intern in unseren eigenen Produktionswerken ein, bevor wir extern Lösungen unseren Kunden anbieten.

1. my DMG MORI_​Als Partner für unsere Kunden setzen wir auf niedrige Einstiegsbarrieren bei unseren Softwarelösungen und bieten einen einfachen Start in die Digitalisierung. Neben unserem flächendeckenden, weltweiten Vertrieb und Service ermöglichen wir mit unserem Online-Kundenportal my DMG MORI einen digitalen, direkten Zugang zu unseren Service-Experten. Mehr als 30.000 Kunden nutzen bereits diese Service-Plattform. Über 140.000 Maschinen sind inzwischen vernetzt, zahlreiche Serviceprozesse digitalisiert. Darüber hinaus wurde my DMG MORI um ein Self-Service Device-Management erweitert. Über dieses kann der Kunde die Konnektivität seiner Maschinen überwachen und sie autonom und auf Basis einer selbstgewählten Update-Strategie mit Funktions- und Sicherheits-Updates versorgen.

2. Über den DMG MORI Store powered by ADAMOS haben unsere Kunden seit Juni 2021 Zugriff auf digitale Lösungen von DMG MORI (Software-as-a-Service und Equipment-as-a-Service). Das systemübergreifende Single-Sign-On-Konzept vereinheitlicht und vereinfacht die Anmeldung auch zu my DMG MORI und ausgewählten Partner-Applikationen. Dieser digitale Point-of-Sale für digitale End-to-End-Lösungen ist damit eine wichtige Säule für die digitalisierte Produktion.

3. DMG MORI Connectivity_​ Die Digitalisierung der Fertigung ermöglicht eine kontinuierliche Auswertung und Analyse von Daten direkt aus dem Prozess. Die Grundlage dafür sind Konnektivität zur zentralen, sicheren Speicherung der gewonnenen Daten, sodass diese über die gesamte Prozesskette zur Verfügung stehen sowie IT-Sicherheit. Daher statten wir alle Neumaschinen im Standard mit DMG MORI Connectivity aus -kostenlos für den Kunden -eine abgesicherte, standardisierte Schnittstelle zur einfachen Digitalisierung von Neu- und Bestandsmaschinen. Mittlerweile sind mehr als 5.000 Maschinen vernetzt. Ende 2022 sollen es 11.000 sein.

4. CELOS ist der digitale Markenkern von DMG MORI. 2013 gestartet als zentrale APP-basierte Bedien- und Steuerungsoberfläche ist CELOS zu einem offenen Ecosystem für die Fertigungstechnik geworden -eine Plattform, mit der die gesamte Prozesskette digitalisiert werden kann und die den Zugriff auf alle fertigungsrelevanten Informationen ermöglicht. CELOS bündelt unsere digitalen Produkte in einer Oberfläche. Für die neueste Generation CELOS X erhielt DMG MORI im Berichtsjahr den "Microsoft Intelligent Manufacturing Award" als visionärer Industrie-Pionier in der Kategorie "Envision".

5. ISTOS_​ Bei unseren digitalen Produkten setzen wir auf flexible und skalierbare sowie cloudbasierte Software- und Plattform-Lösungen -sofort nutzbar, immer aktuell und wartungsfrei für unsere Kunden. Ein Beispiel hierfür ist das "Planning Board" von ISTOS, welches die Optimierung der Planungsprozesse direkt aus dem Shopfloor ermöglicht. ISTOS steht für "Innovative Software Technologies for Open Solutions" und entwickelt Anwendungen für eine offene, maschinenübergreifende Vernetzung. Die cloudbasierte Produktionsplanung und -steuerung ersetzt umständliche Excel-Tabellen. Die ideale Lösung für den Mittelstand.

6. Digital Twin_​ das digitale Abbild von Maschine, Automatisierung und Prozess. Der Digital Twin simuliert dynamisch und maschinenunabhängig sämtliche Fertigungsabläufe einschließlich Arbeitsraum und aller Komponenten. Das bedeutet für Kunden einen Zeitvorteil von 80 % bei der Inbetriebnahme und bis zu 30 % weniger Bauteilkosten. Die Bedeutung digitaler Zwillinge als funktionsfähige virtuelle Instanzen von Maschinen oder automatisierten Bearbeitungssystemen als Teil eines ganzheitlichen Digital Engineering Ansatzes nimmt weiter zu. Digital Engineering -von der Anlagenplanung über virtuelle Inbetriebnahmen hin zur Schulung -ermöglicht eine signifikante Optimierung der Effizienz der Prozesse und der realen Maschine über den gesamten Lebenszyklus.

7. TULIP_​ Die No-Code-Manufacturing-Plattform ermöglicht es Anwendern, ihre Workflows an Maschinen und im gesamten Shopfloor digital abzubilden. Kunden erstellen selbst APPs -ohne jegliche Programmierkenntnisse - und machen so Papierdokumente überflüssig. Das bedeutet höhere Produktivität und Effizienz in der gesamten Prozesskette und einen echten Schub für die Digitalisierung. Davon profitierten allein im Berichtsjahr mehr als 180 Neukunden. In unseren eigenen Werken sind mehr als 1.100 Arbeitsstationen und über 200 selbstentwickelte APPs im Einsatz.

8. WERKBLiQ_​ Mit einem Upgrade von my DMG MORI auf die durchgängige Wartungs- und Instandhaltungsplattform WERKBLiQ lassen sich zusätzlich auch Drittfabrikate einbinden und wiederkehrende Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben automatisieren. my DMG MORI und WERKBLiQ sind die Software-as-a-Service-Solutions für alle relevanten internen und externen Serviceprozesse.

Mit PAYZR haben wir ein komplett digitales Geschäftsmodell für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service umgesetzt. Kunden profitieren von schnellen Innovationszyklen ohne Risiko -mit maximaler Planungssicherheit, Kosten- und Preistransparenz sowie voller Flexibilität. Abo & All-In statt Investition und Kauf. PAYZR umfasst zum einen alle Software-as-a-Service-Angebote (SaaS) der cloud-basierten Systeme von WERKBLiQ, TULIP, ISTOS und up2parts. Zum anderen ermöglichen wir mit PAYZR die Vorzüge von Equipment-asa-Service (EaaS). Nach dem Start im Juni 2021 mit der 3-Achs-Fräsmaschine M1 haben wir im September 2021 die CLX 450 TC ins PAYZR-Programm aufgenommen. Seit Marktstart konnten wir bereits zahlreiche Verträge abschließen. Rund 60 % aller Bestellungen kamen zudem von Neukunden.

III. Nachhaltigkeit

DMG MORI hat die Bedeutung von Nachhaltigkeit frühzeitig erkannt. Wir übernehmen global und ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Nachhaltigkeit ist fest in alle Strukturen und Prozesse verankert. Denn erfolgreich wirtschaften bedeutet: nachhaltig wirtschaften. Bei DMG MORI stehen Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft seit vielen Jahren im Einklang. Wir haben bereits viel erreicht - und unsere eigene "DMG MORI GREEN ECONOMY" geschaffen: Unsere Fertigungslösungen sind hochqualitativ, langlebig, recycelbar und maximal effizient -zum Beispiel durch Technologieintegration sowie umfassende Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen -das schont Ressourcen, Klima und Umwelt. Unter "DMG MORI GREEN ECONOMY" fassen wir sämtliche Initiativen zur "100% grünen Maschine" zusammen:

1. GREENMACHINE - die 100 % klimaneutral produzierte Maschine,

2. GREENMODE - der ressourceneffiziente Maschinenbetrieb beim Kunden,

3. GREENTECH - unser Beitrag als Wegbereiter grüner Technologien.

Mit der GREENMACHINE haben wir als eines der ersten Industrieunternehmen im Upstream einen klimaneutralen "Product Carbon Footprint". Das bedeutet, dass seit Januar 2021 jede DMG MORI Maschine klimaneutral hergestellt wird -vom Rohstoff bis zur Auslieferung. Unsere eigene Wertschöpfung ist sogar bereits seit Mai 2020 ausgeglichen ("Company Carbon Footprint").

Der "Company Carbon Footprint" von DMG MORI bezieht sich auf die Emissionen aus Scope 1, 2 und 3 (Kategorien 3, 5, 6 und 7) des Greenhouse Gas Protocols. Der Product Carbon Footprint von DMG MORI umfasst alle Emissionen, die direkt den produzierten Maschinen zuzuordnen sind. Maßgeblich sind hier insbesondere die indirekten Emissionen aus Scope 3 (Upstream Kategorien 1 und 4; Downstream Kategorien 9, 11 und 12) des Greenhouse Gas Protocols.

Seit September 2021 ist DMG MORI zertifiziertes Mitglied der Initiative "Science Based Targets", deren Ziel es ist, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen. Darüber hinaus haben wir uns zur Umsetzung der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Informationen.

Die kontinuierliche Vermeidung und Reduzierung von Emissionen über den gesamten Lebenszyklus ist unser Ansporn. Daher fordern wir auch unsere Lieferanten auf, selbst aktiv zu werden und beispielsweiseihre CO 2 -Emissionenzu reduzieren. Die cloud-basierte Plattform Integrity Next sowie SAP Ariba integrieren unsere Nachhaltigkeitskriterien konzernweit in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation.

Unsere ganzheitlichen Lösungen aus Maschine, Automatisierung und Digitalisierung ermöglichen ein Höchstmaß an Ressourceneffizienz im Betrieb (GREENMODE) durch eine effiziente Nutzung aller Produktionsfaktoren, um signifikant die Produktivität zu erhöhen und Energie einzusparen -von der Planung und Vorbereitung über die Fertigung bis hin zum Monitoring und Service.

Gleichzeitig ist DMG MORI Wegbereiter grüner Technologien (GREENTECH). Auf unseren Maschinen fertigen viele unserer Kunden hochinnovative Bauteile für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität. Dafür stehen unsere Experten in unseren Produktionswerken mit spezifischem Know-how zur Seite, welches wir kontinuierlich erweitern.

Im Fokus unserer Nachhaltigkeitsstrategie steht neben dem Umwelt- und Klimaschutz auch die Förderung von Diversität, Chancengleichheit und der Mitarbeiterzufriedenheit.

Von dem international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1 % von über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen. Das CSR-Rating umfasst die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.

IV. Additive Manufacturing

Im Zukunftsfeld Additive Manufacturing decken wir als globaler Full Liner die gesamte Prozesskette ab und stehen unseren Kunden mit der DMG MORI Additive Intelligence beratend entlang der gesamten additiven Prozesskette zur Seite -von der Produktentwicklung, über die additive Fertigung von Metallbauteilen und zerspanende Nachbearbeitung bis hin zum Service und Training. Unser Produktportfolio beinhaltet zwei wichtige generative Fertigungsverfahren, mit denen wir unseren Kunden ein breites Anwendungsspektrum für individuelle, komplexe Geometrien und Multimaterialien ermöglichen -von der Medizintechnik bis zum Werkzeugbau. Die DMG MORI Additive GmbH bietet Maschinen für das Laserschmelzen im Pulverbett (Selective Laser Melting/​SLM) und die DMG MORI Ultrasonic I Lasertec GmbH für das Laserauftragsschweißen mittels Pulverdüse (Direct Energy Deposition /​ DED).

V. DMQP

Mit aktuell über 4.000 DMG MORI Qualified Products (DMQP) erweitern wir unser ganzheitliches Portfolio gemeinsam mit weltweit über 120 Technologie-Partnern um Maschinenkomponenten, Peripheriegeräte und Zubehör mit einer hohen Synergie zu unseren Werkzeugmaschinen -alles aus einer Hand. Das DMQP-Programm zeichnet sich durch Technologieexpertise, innovative Produkte sowie ein hohes Qualitätsniveau aus und leistet so einen wichtigen Beitrag zu unserem strategischen Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Bei der Auswahl der Produkte unterstützen wir unsere Kunden mit KI-basierten Empfehlungen und intelligenten Assistenzfunktionen, um die optimale Lösungskonfiguration aus Maschine, Automation, Digitalisierung und DMQP sicherzustellen. Dies gilt auch für unseren neuen Online-Konfigurator, mit dem unsere Kunden ihre individuelle Fertigungslösung jederzeit und überall aus über 90.000 möglichen Technologiekombinationen intuitiv zusammenstellen können.

VI. First Quality

DMG MORI steht für Genauigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit sowie Langlebigkeit und Nachhaltigkeit. Mit unserer "First Quality"-Strategie richten wir unsere Produkte und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf diese hohen Maßstäbe aus und stellen den Kundennutzen bei all unseren Aktivitäten in den Mittelpunkt. Unsere Kunden erwarten von unseren Maschinen Effizienz, Genauigkeit, Verlässlichkeit, Langlebigkeit -kurz: exzellente Qualität. Daher wird zum Beispiel jede Maschine vor der Lieferfreigabe dem "DMG MORI Quality Check" von 100 Stunden unterzogen. Ein zentraler Aspekt ist die eigene Entwicklung und Herstellung unserer Kernkomponenten unter dem Begriff DMG MORI Components. Auf diese Weise reduzieren wir nicht nur Abhängigkeiten und Einflüsse durch volatile Märkte, sondern stärken unsere Kernkompetenzen und stellen die bestmögliche Qualität unserer Produkte sicher. Weitere Initiativen sind die Standardisierung von Bauteilen und Schnittstellen, die Straffung unseres Produktportfolios sowie ein konsequentes Lieferantenmanagement.

VII. Service-Exzellenz

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" steht ServiceExzellenz im Fokus. Als Partner unserer Kunden ist es uns selbstverständlich ein wichtiges Anliegen, exzellente Leistungen über den gesamten Lebenszyklus unserer Maschinen zu bieten, besonders im Service -von der Inbetriebnahme, über Wartung und Ersatzteile bis hin zur Instandsetzung und zum Training. Dabei profitieren unsere Kunden von unseren beiden Rund-um-Sorglos-Angeboten "FULLservice" und "Digital Manufacturing Package", welche Planungssicherheit und hohen Mehrwert garantieren. Mit digitalen ServiceAngeboten, wie my DMG MORI und NETservice haben wir die Transparenz für unsere Kunden und Geschwindigkeit der Problemlösung durch eine zielgerichtete Interaktion mit DMG MORI weiter erhöht -zum Beispiel mit der Track-and-Trace Funktion zur Nachverfolgung von Anfragen. Allein durch die Vorteile von my DMG MORI und den direkten, digitalen Kontakt zu unseren Service-Experten konnten wir bis zu 70 % schnellere Reaktionszeiten erzielen. Parallel optimieren wir unsere internen Service-Prozesse, indem wir auf eine eigenentwickelte, digitale und durchgängige Service-Plattform umstellen. Weiter im Fokus: unser Spindel-Service, den wir kontinuierlich weiter ausbauen.

VIII. Technologie-Exzellenz

Die Kundenbedürfnisse nach individuell an ihre Anforderungen angepassten und perfekt abgestimmten Komplettlösungen nehmen stetig zu. Daher stehen über 800 DMG MORI Anwendungstechniker frühzeitig ab dem Entwicklungsprozess der Bauteile beratend zur Verfügung und haben bis heute über 10.000 Turn-Key-Projekte erfolgreich abgeschlossen. In unseren 17 Technology Excellence Centern insbesondere für die Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold sowie Medical und Semiconductor bauen wir unser umfassendes technologisches Branchen-Know-how weiter strategisch und kontinuierlich aus. Neben der Beratung stellen wir unser Wissen auch in Form unserer 55 Technologiezyklen zur Verfügung, die eine präzise und bis zu 60 % schnellere Maschinenprogrammierung auch bei komplexen Bearbeitungen ermöglichen.

IX. GLOBE

Die kontinuierliche Optimierung der eigenen Prozesse und Strukturen ist essenziell, um unsere Position als ein weltweiter Technologieführer langfristig sicherzustellen. In der Vergangenheit konnte DMG MORI durch die Optimierung des Produktportfolios und globalen Produktionsnetzwerkes sowie der Reorganisation der Vertriebs- und Servicestrukturen bereits eine deutliche Komplexitätsreduktion vornehmen. Aktuell liegt der Fokus besonders auf der Standardisierung unserer Systeme und Prozesse infolge des Aufbaus einheitlicher IT-Infrastrukturen und mit unserem Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Implementierung eines globalen ERP-Systems. Gleichzeitig verlangen die steigende Volatilität des Marktumfeldes sowie akute Lieferproblematiken nach einer effizienten und resilienten Organisationsausrichtung. Auf diese Weise kann dynamisch auf Marktveränderungen reagiert werden.

X. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Erfolg von DMG MORI ist eine außerordentliche Teamleistung unserer hochmotivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich täglich mit Leidenschaft und hochqualifiziertem Know-how für unsere Kunden einsetzen. Auf diese Weise ermöglichen sie es, den hohen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden und gleichzeitig auch die eigenen ambitionierten Ziele zu erreichen. Zudem streben wir kontinuierlich danach, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, die Mitarbeiterbindung durch zahlreiche Angebote zu stärken, das Arbeitsumfeld stetig zu verbessern und auch während wirtschaftlicher Schwächephasen Stabilität zu bieten. DMG MORI steht für eine moderne Unternehmenskultur mit TOP-Werten: Trust /​ Vertrauen, Openness /​ Offenheit und Passion /​ Leidenschaft. Wir fördern unternehmerisches Denken und unsere Talente u. a. durch konzernweite Weiterbildungsangebote, wie dem "High Potential Program" und der innovativen LernPlattform Masterplan. Mit Masterplan ermöglichen wir unseren Mitarbeitern zudem eine digitale Möglichkeit zur nachhaltigen Weiterbildung - überall und zu jeder Zeit.

dynamic . excellence

A.01 | KONZERNSTRUKTUR /​/​ DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

(als Teil der "Global One Company" /​/​ Stand: März 2022)

1) Produktionsstart 2022
2) Deutschland, Österreich, Schweiz
3) Europe, Middle East, Africa
4) Diese Märkte werden durch die DMG MORI COMPANY LIMITED konsolidiert.

Steuerungssystem von DMG MORI

Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steuert den Konzern mittels einer fest definierten Organisations- und Führungsstruktur sowie operativen Zielen, deren Erreichung durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Mithilfe unseres unternehmensinternen Controlling- und Steuerungssystems sowie unseres regelmäßigen Berichtswesens überwachen und steuern wir die Zielerreichung der Kennzahlen und den effizienten Einsatz unseres Kapitals.

Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT), Free Cashflow sowie die Investitionen und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Wir steuern die Aktivitäten des Konzerns und der einzelnen Gesellschaften nachhaltig.

DMG MORI hat das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die anhaltende Corona-Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation prägten das Jahr und bremsten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen befand sich auf Erholungskurs, blieb aber deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019. In diesem volatilen Marktumfeld ist DMG MORI gestärkt aus der Krise gekommen. Der Auftragseingang stieg um +57 % auf 2.517,2 MIO € (Vorjahr: 1.599,4 MIO €). Besonders das Neumaschinengeschäft nahm mit +71 % signifikant zu.

Insgesamt lag das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sogar +5 % über dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 (2.401,8 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um +12% auf 2.052,9 MIO € (Vorjahr: 1.831,3 MIO €). Beim Ergebnis legten wir deutlich zu. Unsere Kostenstruktur haben wir zudem weiter nachhaltig optimiert. Das EBITDA verbesserte sich um +22 % auf 190,8 MIO € (Vorjahr: 156,7 MIO €). Das EBIT stieg um +52 % auf 123,8 MIO € (Vorjahr: 81,7 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,0 % (Vorjahr: 4,5 %). Das EBT erhöhte sich um +62 % auf 121,6 MIO € (Vorjahr: 74,9 MIO €). Der Konzern weist zum 31. Dezember 2021 ein EAT von 85,6 MIO € aus -ein Plus von 64 % im Vergleich zum Vorjahr (52,1 MIO €). Auch die Finanzlage hat sich sehr positiv entwickelt: Der Free Cashflow stieg auf 179,9 MIO € und erreichte damit ein Allzeithoch (+1.046 %; Vorjahr: 15,7 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 77,3 MIO € und lagen aufgrund der Investitionsentscheidung für das neue Produktionswerk in Pinghu auf dem Niveau des Vorjahres (80,0 MIO €). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 72,9 MIO € (Vorjahr 66,7 MIO €). Alle im Geschäftsbericht 2020 prognostizierten Ziel- und Steuerungsgrößen hat DMG MORI insbesondere aufgrund der sehr guten Entwicklung im Neumaschinengeschäft erreicht bzw. sogar übertroffen.

A.02 | WESENTLICHE FINANZ- UND STEUERUNGSZAHLEN

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Ziele Geschäftsbericht 2020 Ziele Q1 /​ 2021 Ziele Q2 /​ 2021 Ziele Q3 /​ 2021 IST 2021
(09.03.2021) (27.04.2021) (23.07.2021) (26.10.2021)
Auftragseingang rund 1,7 MRD € rund 2,0 MRD € rund 2,25 MRD € rund 2,5 MRD € 2.517,2 MIO €
Umsatz rund 1,7 MRD € rund 1,8 MRD € rund 1,95 MRD € rund 2,0 MRD € 2.052,9 MIO €
EBIT rund 30 MIO € rund 60 MIO € rund 100 MIO € rund 120 MIO € 123,8 MIO €
Free Cashflow rund 20 MIO € rund 70 MIO € rund 140 MIO € rund 150 MIO € 179,9 MIO €
Investitionen (Sachanlagen /​ immaterielle Vermögenswerte) rund 60 MIO € rund 80 MIO € rund 80 MIO € rund 80 MIO € 77,3 MIO €
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung rund 70 MIO € * rund 70 MIO € * rund 70 MIO € * rund 70 MIO € * 72,9 MIO € *

* inklusive Aufwand für Sonderkonstruktionen

Organisation und rechtliche Unternehmensstruktur

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihrem Headquarter in Bielefeld steuert den Konzern zentral und funktionsübergreifend als Managementholding. Sie umfasst alle bereichsübergreifenden Schlüsselfunktionen des Konzerns. Die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, ist die operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt die Märkte in den Regionen DACH (Heimatmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz), EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Weitere Holdingfunktionen übernimmt die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH als Muttergesellschaft der Produktionswerke des Konzerns. Zusammen mit der DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir mit 111 Vertriebs- und Servicestandorten -davon 16 Produktionswerke -weltweit präsent.

Alle Gesellschaften des Konzerns werden als Profit-Center geführt und halten sich an klare Richtlinien mit dem Ziel, bestmögliche Leistungen und Ergebnisse zu erreichen. Eine einheitliche IT-Infrastruktur standardisiert die wesentlichen Arbeitsprozesse sowie -abläufe und bildet so eine integrative Klammer für den Konzern. Oberste Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist die DMG MORI COMPANY LIMITED mit ihrem Headquarter in Tokio (Japan).

Folgende Änderungen in der rechtlichen Unternehmensstruktur ergaben sich:

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Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurde die DMG MORI Hilden GmbH, Hilden, auf die DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH, Bielefeld, verschmolzen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 wurden die DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten, und die DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, auf die WERKBLiQ GmbH, Bielefeld, verschmolzen. Im Anschluss wurde die WERKBLiQ GmbH in DMG MORI Digital GmbH umbenannt.

Im März 2021 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 24,9 % der Anteile an der up2parts GmbH, Weiden, erworben. Die Beteiligung an unserem strategischen Partner up2parts und deren KI-basierten Produkten ist ein weiterer Baustein der DMG MORI-Digital-Architektur.

Im Juni 2021 wurde die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu (China), als 100 %-ige Tochtergesellschaft der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH gegründet. In Pinghu nahe Shanghai errichten wir ein hochautomatisiertes und durchgängig digitalisiertes Produktionswerk für 5-Achs-Fräsmaschinen.

Im Juni 2021 wurde im Rahmen der Optimierung unserer Konzernstruktur die DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), rückwirkend zum 1. Januar auf die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), verschmolzen.

Im September 2021 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH 40,0 % an der RUN-TEC GmbH, Niedenstein, erworben.

Im November 2021 hat die DECKEL MAHO Pfronten GmbH die DMG MORI Logistik GmbH gegründet.

Im Dezember 2021 wurde GEMAS (German Egyptian Manufacturing Solutions) als Joint Stock Company gegründet, an der die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH einen Anteil von 40,0 % hält.

Die Struktur des Konzerns ist darauf ausgerichtet, dass alle Gesellschaften ihren Beitrag leisten, die Position als ein weltweit führender Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten weiter auszubauen. Der Konzern wird über eine Matrixorganisation abgebildet -mit den Produktionswerken auf der einen und den Vertriebs- und Service-Gesellschaften auf der anderen Seite. Die Lieferwerke sind auf Geschäftsfelder und Produktlinien spezialisiert.

Die DMG MORI Vertriebs- und Service-Gesellschaften sind für den Direktvertrieb und -service unserer Produkte und die der DMG MORI COMPANY LIMITED zuständig. Ergänzend betreut unser Key-Account Management internationale Großkunden.

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan), hält indirekt eine Beteiligung von 86,42 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT.

Die Beteiligungen von DMG MORI stehen im Anhang auf Seite 169 ff.

Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz (§ 315a Abs. 1 HGB)

Für den Konzern ergeben sich folgende verpflichtende Angaben:

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Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 204.926.784,40€ und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Die Stückaktien sind rechnerisch mit jeweils 2,60 € am gezeichneten Kapital beteiligt.

Entsprechend § 84 AktG obliegt die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands dem Aufsichtsrat. Diese Befugnis wird in § 7 Abs. 2 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT dahingehend konkretisiert, dass der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder bestellt, ihre Zahl bestimmt und die Geschäftsverteilung regelt.

Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält über die DMG MORI GmbH 86,42 %.

Gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 5 AktG beschließt die Hauptversammlung über Satzungsänderungen. Die entsprechend konkretisierten Verfahrensregeln sind in den §§ 179, 181 AktG i. V. m. § 15 Abs. 4 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT enthalten.

Der Vorstand ist gemäß § 5 (3) der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch eine einmalige oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer Aktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlage, um bis zu nominal 102.463.392,20 € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist der Vorstand ermächtigt, Aktien unter Bezugsrechtsausschluss im Wert von 5.000.000 € an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundene Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht in bestimmten satzungsmäßig detailliert geregelten Fällen (genehmigtes Kapital) auszuschließen.

Die Anfang 2016 abgeschlossenen und Anfang 2020 vorzeitig verlängerten wesentlichen Finanzierungsvereinbarungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT stehen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (das heißt der Erwerb von entweder (i) 30 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, falls die Beteiligung der DMG MORI COMPANY LIMITED an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter 50 % liegt oder fällt, oder (ii) 50 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (außer durch DMG MORI COMPANY LIMITED) oder (iii) 50 % oder mehr der Stimmrechte an der DMG MORI COMPANY LIMITED). Somit ist ein Kontrollwechsel ausgeschlossen, solange die DMG MORI COMPANY LIMITED (mittelbar) mehr als 50 % der Stimmrechte an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hält.

Die Bedingungen eines Kontrollwechsels entsprechen den marktüblichen Vereinbarungen. Sie führen nicht zur automatischen Beendigung der oben genannten Vereinbarungen, sondern räumen unseren Vertragspartnern für den Fall eines Kontrollwechsels lediglich die Möglichkeit ein, diese zu kündigen.

Gemäß § 315a Abs. 1 HGB macht der Vorstand folgende erläuternde Angaben:

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Zum 31. Dezember 2021 beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 204.926.784,40€ und ist in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Gesellschaft darf das Stimmrecht aus eigenen Aktien nicht ausüben und ist nicht anteilig am Gewinn beteiligt.

Es gab im Geschäftsjahr 2021 keine Satzungsänderung.

Die letzte Satzungsänderung erfolgte im Mai 2020 mit einer Neufassung von § 15 Abs. 3 Satz 1 der Satzung, wodurch gemäß dem Gesetz zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Hauptversammlung und die Ausübung des Stimmrechts geändert wurden.

Der Vorstand hat im Berichtsjahr von den erwähnten Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.

Aktie

Die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist im "Prime Standard" gelistet und notiert im regulierten Markt an den Börsen in Frankfurt/​Main, Berlin und Düsseldorf sowie im Freiverkehr an den Börsen in Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfüllt die internationalen Transparenzanforderungen im "Prime Standard" der Deutschen Börse.

Kursentwicklung

In das Börsenjahr 2021 startete die DMG MORI-Aktie mit einem Kurs von 41,35€ (04.01.2021). Sie schloss zum 31. Dezember 2021 mit 42,15 €. Im Jahresverlauf entwickelte sich die Aktie stabil und bestätigte sich als solides Investment. Die Marktkapitalisierung belief sich auf 3,32 MRD €.

Garantiedividende

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DMG MORI GmbH -einer 100 %-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED - schüttet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit dem Geschäftsjahr 2016 keine Dividende mehr aus. Stattdessen hat sich die DMG MORI GmbH für die Laufzeit des Vertrages verpflichtet, den Minderheitsaktionären der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für jedes volle Geschäftsjahr einen Ausgleich ("Garantiedividende") in Höhe von 1,17 € brutto bzw. 1,03 € netto -nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer -je Aktie zu zahlen.

Investor Relations /​/​ Financial Communications

Eine aktive und offene Informationspolitik ist ein wesentlicher Bestandteil unseres wertorientierten Handelns. Wir kommunizieren umfassend, zeitnah und verlässlich. Dabei behandeln wir alle Kapitalmarktteilnehmer gleich. Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, die Teilnehmer am Kapitalmarkt, Finanzanalysten, die Medien und Öffentlichkeit werden kontinuierlich über die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie wesentliche Veränderungen informiert. Eine nachhaltige und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist uns wichtig.

Auf der Internetseite ^ de.dmgmori-ag.com/​investor-relations veröffentlichen wir umfangreiche Informationen. Neben der regelmäßigen Finanzberichterstattung stehen dort aktuelle Mitteilungen, wichtige Termine sowie Details zur Bilanzpressekonferenz und Hauptversammlung. Hier wird auch die Hauptversammlung übertragen, die im Berichtsjahr erneut virtuell stattfand.

A.03 | KENNZAHLEN ZUR AKTIE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT | ISIN: DE0005878003

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2021 2020 2019 2018 2017
Grundkapital MIO € 204,9 204,9 204,9 204,9 204,9
Anzahl Aktien MIO Stück 78,8 78,8 78,8 78,8 78,8
Jahresendkurs 1) 42,15 41,10 42,35 43,10 46,02
Höchstkurs 1) 42,40 42,90 48,35 50,60 53,85
Tiefstkurs 1) 41,00 38,80 40,90 42,80 42,95
Marktkapitalisierung MIO € 3.322,2 3.239,4 3.337,9 3.397,1 3.627,2
Ergebnis je Aktie 2) 1,07 0,66 1,93 1,88 1,49
Kurs-Gewinn-Verhältnis 3) 39,4 62,3 21,9 22,9 30,9

1) Schlusskurse auf Basis XETRA
2) nach IAS 33
3) Jahresendkurs /​ Ergebnis je Aktie

A.04 | DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT-AKTIE - JANUAR BIS DEZEMBER 2021
in %

* 04.01.2021 = 100, Kursverläufe indiziert, Kurse XETRA; Quelle: Deutsche Börse Group

Corporate Governance-Bericht /​ Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung

inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe

Vorstand und Aufsichtsrat der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT handeln stets im Sinne guter Corporate Governance und berichten in Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance von DMG MORI. Dies spiegelt sich in einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle wider. Gute Corporate Governance ist auf allen Konzernebenen ein wesentliches Element des strategischen Denkens und Handelns.

Im November 2021 gaben Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung ab, die die Einhaltung aller Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 16. Dezember 2019 seit deren Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger am 20. März 2020 mit folgender Ausnahme bestätigt:

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Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt DMG MORI nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungskomponente des Vorstands auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmenserfolg aus Sicht des Aufsichtsrates von wesentlicher Bedeutung sind.

Eine aktienbasierte Vergütung ist bei DMG MORI nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstandes geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei DMG MORI.

Vorstand und Aufsichtsrat bestätigen ebenfalls, den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" auch künftig gemäß der Entsprechungserklärung 2021 zu folgen.

Die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt DMG MORI bis auf zwei Ausnahmen, die die Hauptversammlung betreffen: Aus Organisations- und Kostengründen verzichten wir bei der Durchführung einer Präsenz-Hauptversammlung auf die Internetübertragung sowie Erreichbarkeit der Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre während der Hauptversammlung.

Die aktuelle Entsprechenserklärung und der Corporate Governance-Bericht sind -ebenso wie die Entsprechenserklärung der Vorjahre -auf unserer Website dauerhaft zugänglich. → de.dmgmori-ag.com/​corporate-communications/​ corporate-governance/​

Gemäß § 317 Abs. 2 Satz 6 HGB ist die Prüfung der Angaben der Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung durch den Abschlussprüfer nach §§ 289f Abs. 2 und 5, 315d HGB darauf zu beschränken, ob die Angaben gemacht wurden.

Verantwortungsvoller Umgang mit Chancen und Risiken

Zu einer guten Corporate Governance gehört für uns ein umfassendes systematisches Management von Chancen und Risiken im Rahmen der Unternehmensführung. Einzelheiten zum Chancen- und Risikomanagement-System stehen auf Seite 88 ff.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und informiert ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen des Konzerns werden erläutert und begründet. Der Vorstand leitet dem Finanz- und Prüfungsausschuss die Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen zu und erörtert diese mit dem Finanz- und Prüfungsausschuss vor ihrer Veröffentlichung. Die Satzung und die Geschäftsordnung sehen für eine Vielzahl von Geschäftsvorgängen für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor.

Die Vergütung sowohl der Aufsichtsratsmitglieder als auch der Vorstandsmitglieder wird im Vergütungsbericht - als Teil des Lageberichts des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT - detailliert auf Seite 52 ff. dargestellt.

Aufsichtsrat und Vorstand sorgen gemeinsam für eine langfristige Nachfolgeplanung. Hierzu gewährt der Aufsichtsrat zum Beispiel regelmäßig ausgewählten Führungskräften die Gelegenheit sich zu präsentieren. Der Aufsichtsrat hat eine Altersgrenze für die (Wieder-) Bestellung von Vorstandsmitgliedern von 60 Jahren festgelegt.

Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 22. September 2015 folgende Selbstverpflichtung gemäß Ziff. C.1 DCGK beschlossen:

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Beibehaltung der Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern der Anteilseignerseite mit Erfahrungen in der Führung oder Kontrolle von international tätigen Unternehmen im bisherigen Umfang;

Berücksichtigung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus bedeutenden Bereichen von DMG MORI auf Arbeitnehmerseite;

Berücksichtigung von Kenntnissen über DMG MORI und von für DMG MORI besonders wichtigen Märkten sowie von technischen Zusammenhängen und im Management von Technologien;

Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance-Prozessen;

Zumindest je zwei männliche und zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder für je die Anteilseignerseite und die Seite der Arbeitnehmervertreter;

Unabhängigkeit von zumindest 50 % der Aufsichtsratsmitglieder;

Vermeidung von Interessenkonflikten;

Einhaltung einer Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl des Aufsichtsratsmitglieds; Höchstgrenze von fünf Amtsperioden;

Wahlvorschläge für die zukünftige Zusammensetzung des Aufsichtsrats sollen sich auch zukünftig insbesondere am Wohl des Unternehmens orientieren, hierbei jedoch die vorgenannten Ziele beachten.

Mit der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2018 wurde die Selbstverpflichtung bzgl. der Geschlechterquote im Geschäftsjahr 2021 erneut erfüllt. Auch die Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit von mindestens 50 % der Aufsichtsratsmitglieder wurde wiederum eingehalten.

Diversity

Die bei DMG MORI gelebte Diversity-Kultur ermöglicht unseren Mitarbeitern u. a. internationale Konzernprojekte zu begleiten. Dieser kulturelle Austausch fördert die Vielfalt in der Belegschaft und steigert die Leistungsfähigkeit. Bei DMG MORI werden alle Mitarbeiter und Bewerber unabhängig von Nationalität oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung wertgeschätzt. Diese Chancengleichheit drückt der Vorstand durch den DMG MORI Verhaltenskodex aus.

Gesetzliche Vorgaben zu Geschlechterquoten

Unter Berücksichtigung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat am 30. November 2017 beschlossen, dass bei der Besetzung des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT bis zum 30. Juni 2022 ein Anteil weiblicher Vorstandsmitglieder in Höhe von 20 % erreicht werden soll.

Aufgrund flacher Hierarchien gibt es in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands. Als Zielgröße für diese Führungsebene wurde vom Vorstand am 18. Oktober 2017 ein Frauenanteil von 10 % beschlossen. Dieser Zielwert soll bis zum 30. Juni 2022 erreicht werden. Im Hinblick auf den Aufsichtsrat ist die gesetzlich vorgesehene Quote von 30 % seit den Wahlen zum Aufsichtsrat 2018 eingehalten, wobei sich die Vertreter der Anteilseigner und Arbeitnehmer für eine getrennte Erfüllung der Vorgaben entschieden haben. Auf Seiten der Anteilseigner waren seit den Aufsichtsratswahlen zwei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten. Auf Seiten der Arbeitnehmervertreter waren seit den Aufsichtsratswahlen drei weibliche Aufsichtsratsmitglieder vertreten.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats dürfen bei ihren Entscheidungen und in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen oder anderen Personen ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Etwaige aus diesen oder anderen Situationen entstehende Interessenskonflikte sind dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen und durch diesen zu beurteilen und ggf. zu genehmigen. Der Aufsichtsrat berichtet der Hauptversammlung über etwaige Interessenkonflikte und deren Behandlung.

Aktionäre und Hauptversammlung

Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der jährlich stattfindenden Hauptversammlung wahr. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Entlastung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie über die Wahl des Abschlussprüfers oder etwaige Satzungsänderungen. Im Berichtsjahr fand die Hauptversammlung coronabedingt erneut virtuell statt. Für diese Form der Hauptversammlungen ermöglichen wir Aktionären im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten die Ausübung des Stimmrechts im Wege der Briefwahl elektronisch oder schriftlich sowie durch Weisungen an die Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft. Auf Präsenz-Hauptversammlungen können Aktionäre ihr Stimmrecht persönlich ausüben. Für Aktionäre, die nicht persönlich an einer Präsenz-Hauptversammlung teilnehmen können, bieten wir die Möglichkeit, ihre Stimmrechte durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch Übertragung an einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Daneben gibt es online die Möglichkeit, sich zeitnah über die Hauptversammlung zu informieren. Alle Dokumente und Informationen stehen den Aktionären frühzeitig auf unserer Website zur Verfügung.

Transparenz

Wir haben den Anspruch, eine Unternehmenskommunikation zu gewährleisten, die größtmögliche Transparenz und Aktualität für alle Zielgruppen, wie Aktionäre, Kapitalgeber, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit, bietet. Auf unserer Website informieren wir jederzeit über die aktuelle Lage des Unternehmens und publizieren Presse- und Quartalsmitteilungen, Geschäftsberichte sowie einen ausführlichen Finanzkalender.

Compliance

Wir sind uns unserer Verantwortung gegenüber unseren Geschäftspartnern, Aktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Gesellschaft und Umwelt bewusst. Wir verpflichten uns daher zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Dies schließt insbesondere auch die Beachtung und Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben und regulatorischen Standards, freiwilligen Selbstverpflichtungen und unseren internen Richtlinien ein. Unser Compliance-Managementsystem soll sicherstellen, dass unsere Grundsätze und Wertmaßstäbe gesichert bleiben. Weitere Details zu unserem Compliance-Managementsystem stehen im Nachhaltigkeitsbericht 2021 und auf unserer Website.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Mit dem Abschlussprüfer, der PwC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde für das Berichtsjahr vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats und die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses unverzüglich über während der Prüfung auftretende Ausschluss- und Befangenheitsgründe unterrichtet werden, sofern diese nicht beseitigt werden können. Zudem berichtet der Abschlussprüfer auch sofort über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung ergeben. Außerdem wird der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat informieren bzw. dies im Prüfungsbericht vermerken, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Entsprechenserklärung zum Kodex ergeben.

Versicherungen für Aufsichtsräte und Vorstände von DMG MORI

Im Konzern bestehen D&O-Versicherungen (Managerhaftpflichtversicherungen) und Rechtsschutzversicherungen für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer. Die D&O-Versicherung enthält den im Kodex bzw. in den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften vorgesehenen Selbstbehalt.

Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern

Lediglich ein Mitglied des Aufsichtsrats hält eine wesentliche mittelbare Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Dr.-Ing. Masahiko Mori hält Aktien der DMG MORI COMPANY LIMITED (Nara, Japan). Die DMG MORI COMPANY LIMITED hält indirekt eine Beteiligung von 86,42 % am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Damit ist Dr.-Ing. Masahiko Mori mittelbar an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beteiligt.

Gemäß Art. 19 MMVO sind Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie andere meldepflichtige Personen dazu verpflichtet, Erwerbe und Veräußerungen u. a. von Aktien oder anderen Wertpapieren des Unternehmens diesem sowie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitzuteilen. Sodann ist das Unternehmen verpflichtet, eine solche Mitteilung unverzüglich zu veröffentlichen. Die entsprechenden Mitteilungen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind auf der Internetseite des Unternehmens jederzeit abrufbar.

Vergütungsbericht

Im Folgenden werden das Vergütungssystem und die Vergütung des Aufsichtsrates sowie des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021 dargestellt. Die Erstellung des Vergütungsberichts nach § 162 AktG liegt in der Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrates.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und in § 12 der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT geregelt. In der Hauptversammlung 2021 wurde das Vergütungssystem des Aufsichtsrates nach § 113 AktG gebilligt. Zu den Komponenten der Aufsichtsratsvergütung gehören die feste Vergütung, die jedes Aufsichtsratsmitglied erhält, die Vergütung für Ausschusstätigkeiten sowie das Sitzungsgeld.

Für das Geschäftsjahr 2021 betrug der feste Vergütungsanspruch für jedes einzelne Aufsichtsratsmitglied 60.000€. Der Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 2,5-Fache (150.000 €), wobei der Aufsichtsratsvorsitzende Dr.-Ing. Masahiko Mori ebenso wie James V. Nudo und Irene Bader auf sämtliche Aufsichtsratsbezüge verzichten. Der stellvertretende Vorsitzende hat einen Anspruch auf das 1,5-Fache (90.000 €). Der Anspruch aus der Grundvergütung lag insgesamt bei 630.000 € (Vorjahr: 630.000 €).

Die Vergütungsansprüche für Ausschusstätigkeiten betrugen insgesamt 252.000 € (Vorjahr: 235.033 €) und berücksichtigten die Arbeiten im Finanz- und Prüfungsausschuss, im Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss sowie im Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen. Die einzelnen Ausschussmitglieder erhielten Anspruch auf jeweils 18.000 €. Die Vorsitzenden der Ausschüsse bekamen darüber hinaus einen festen Vergütungsanspruch von weiteren 18.000 €.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und seiner Ausschüsse erhalten für jede Aufsichtsrats- und Ausschusssitzung, an der sie als Mitglied teilnehmen, ein Sitzungsgeld in Höhe von 1.500 €.

Jedes Aufsichtsratsmitglied verzichtete im Berichtsjahr erneut auf 10 % der festen Vergütungsansprüche (Grundvergütung).

Für das Geschäftsjahr 2021 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 930.000 € (Vorjahr: 892.530 €). Die Grundvergütung -abzüglich Verzicht - und Ausschussvergütung lagen insgesamt bei 819.000 € (Vorjahr: 778.530 €). Die Höhe der Sitzungsgelder belief sich auf 111.000 € (Vorjahr: 114.000 €).

Da sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht aus variablen, sondern ausschließlich aus festen Bestandteilen zusammensetzt, entfällt die Notwendigkeit der Festlegung einer maximalen Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats.

A.05 | GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATES

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in € Grundvergütung Ausschussvergütung: Finanz- und Prüfungsausschuss (F&P) Ausschussvergütung: Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss (PNV)
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR Vorsitzender PNV - - -
Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender Vorsitzender GNP 90.000 0 18.000
Irene Bader 3) - - -
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 60.000 0 0
Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 60.000 36.000 0
James Victor Nudo 5) - - -
Mario Krainhöfner 6) 7) 1. stv. AR-Vorsitzender 90.000 0 18.000
Stefan Stetter 8) stv. AR-Vorsitzender 90.000 18.000 0
Tanja Fondel 6) 9) 60.000 0 18.000
Dietmar Jansen 6) 10) 60.000 18.000 0
Larissa Schikowski 11) 60.000 0 18.000
Michaela Schroll 6) 12) 60.000 18.000 0
Gesamtsumme 630.000 90.000 72.000
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in € Ausschussvergütung: Ausschuss für Geschäfte mit nahe241.896stehenden Personen (GNP) (seit 10. März 2020) Grundvergütung und Ausschussvergütung gesamt ohne Verzicht Grundvergütung abzüglich Verzicht (-10 %) und Ausschussvergütung
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR Vorsitzender PNV - - -
Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender Vorsitzender GNP 36.000 144.000 135.000
Irene Bader 3) - - -
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 18.000 78.000 72.000
Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 0 96.000 90.000
James Victor Nudo 5) - - -
Mario Krainhöfner 6) 7) 1. stv. AR-Vorsitzender 0 108.000 99.000
Stefan Stetter 8) stv. AR-Vorsitzender 18.000 126.000 117.000
Tanja Fondel 6) 9) 0 78.000 72.000
Dietmar Jansen 6) 10) 0 78.000 72.000
Larissa Schikowski 11) 0 78.000 72.000
Michaela Schroll 6) 12) 18.000 96.000 90.000
Gesamtsumme 90.000 882.000 819.000
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in € Sitzungsgeld Gesamtbezüge
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) Vorsitzender AR Vorsitzender PNV - 0
Ulrich Hocker 2) stv. AR-Vorsitzender Vorsitzender GNP 12.000 147.000
Irene Bader 3) - 0
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena 4) 7.500 79.500
Prof. Dr. Annette Köhler Vorsitzende F&P 15.000 105.000
James Victor Nudo 5) - 0
Mario Krainhöfner 6) 7) 1. stv. AR-Vorsitzender 9.000 108.000
Stefan Stetter 8) stv. AR-Vorsitzender 18.000 135.000
Tanja Fondel 6) 9) 9.000 81.000
Dietmar Jansen 6) 10) 13.500 85.500
Larissa Schikowski 11) 9.000 81.000
Michaela Schroll 6) 12) 18.000 108.000
Gesamtsumme 111.000 930.000 13)

1) Dr.-Ing. Masahiko Mori ist zudem Mitglied im F&P sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss. Dr.-Ing. Masahiko Mori verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Dr.-Ing. Masahiko Mori für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
2) Ulrich Hocker ist zudem Mitglied im PNV sowie im Nominierungs- und im Vermittlungsausschuss.
3) Irene Bader verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind Irene Bader für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
4) Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena ist Mitglied im GNP.
5) James Victor Nudo ist Mitglied im F&P, PNV sowie Nominierungsausschuss. James Victor Nudo verzichtet vollständig auf die Aufsichtsratsvergütung. Somit sind James Victor Nudo für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
6) Diese Arbeitnehmervertreter führen den überwiegenden Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an die Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf ab.
7) Mario Krainhöfner ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss.
8) Stefan Stetter ist Mitglied im F&P und GNP.
9) Tanja Fondel ist Mitglied im PNV sowie im Vermittlungsausschuss.
10) Dietmar Jansen ist Mitglied im F&P.
11) Larissa Schikowski ist Mitglied im PNV und führt einen Teil ihrer Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit an verschiedene karitative Einrichtungen ab.
12) Michaela Schroll ist Mitglied im F&P und GNP.
13) Die Gesamtsumme entspricht dem Aufwand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für 2021.

Im Berichtsjahr wurden keine Kredite und Vorschüsse an Aufsichtsratsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt.

Vergleich jährliche Veränderung der Aufsichtsratsvergütung

Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates mit der Ertragsentwicklung (EAT) der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und mit der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalenzbasis gegenüber dem Vorjahr.

Die in der Tabelle enthaltene Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats bildet die für das jeweilige Geschäftsjahr tatsächlich zugeflossenen Beträge ab. Für das Geschäftsjahr 2021 entsprechen diese Werte den in der Tabelle "Gewährte und geschuldete Vergütung des Aufsichtsrates" angegebenen Werten.

A.06 | VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER AUFSICHTSRATSVERGÜTUNG

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2021 ggü. 2020
in %
Dr.-Ing. Masahiko Mori 1) -
Ulrich Hocker +8,5 %
Irene Bader 2) -
Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena +4,4 %
Prof. Dr. Annette Köhler +3,6 %
James Victor Nudo 3) -
Mario Krainhöfner +1,7 %
Stefan Stetter +5,2 %
Tanja Fondel +2,3 %
Dietmar Jansen +0,4 %
Larissa Schikowski +2,3 %
Michaela Schroll +6,6 %
EAT (DMG MORI AG-Konzern) 4) +64 %
EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 5) +8 %
Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 6) +2 %

1) Dr.-Ing. Masahiko Mori sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
2) Irene Bader sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
3) James Victor Nudo sind für 2021 keine Aufsichtsratsbezüge zugeflossen.
4) 2021: 85,6 MIO € /​ 2020: 52,1 MIO €
5) 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) /​ 2020: 27,1 MIO € (nach HGB)
6) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr

Vergütung des Vorstands

Der Aufsichtsrat legt das System der Vorstandsvergütung fest. Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss entwickelt Empfehlungen zum System der Vorstandsvergütung, über die auch der Aufsichtsrat eingehend berät und beschließt.

Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss überprüft das System zur Vorstandsvergütung regelmäßig und unterbreitet dem Aufsichtsrat entsprechende Vorschläge. Im Fall wesentlicher Änderungen, mindestens jedoch alle vier Jahre, wird das Vergütungssystem erneut der Hauptversammlung zur Billigung vorgelegt.

Das Vergütungssystem des Vorstands der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist auf die Förderung der Geschäftsstrategie und die nachhaltige sowie langfristige Entwicklung des Unternehmens ausgerichtet. Dies erfolgt im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben und unter Berücksichtigung einer Wettbewerbsorientierung. Es ist vom Aufsichtsrat mit Beschluss vom 28. November 2019 auf Basis des Gesetzes zur Umsetzung der Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) aufgestellt und von der 118. ordentlichen Hauptversammlung am 15. Mai 2020 gebilligt worden.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die grundsätzliche Strukturierung des Systems folgt den nachstehenden Leitgedanken:

a) Besondere Leistungen und Erfolge sollen angemessen vergütet werden, während Zielverfehlungen eine substanzielle Verringerung der Vergütung nach sich ziehen ("Pay-for-Performance-Orientierung").

b) Die Leistung der Vorstandsmitglieder als Gesamtgremium soll gefördert werden, ohne die unternehmerische Freiheit der einzelnen Vorstandsressorts zu vernachlässigen. Da wesentliche strategische Ziele nur ressortübergreifend durch Beiträge aller Vorstandsmitglieder zu erreichen sind, orientieren sich kurz- und langfristige Vergütungsbestandteile an verschiedenen Unternehmenskennzahlen, zu denen die Vorstandsmitglieder beitragen.

c) Das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder ist durchgängig anschlussfähig an die Vergütungssysteme für die weiteren Führungs- und Mitarbeiterebenen des Konzerns.

d) Die Vergütung der Vorstandsmitglieder soll marktüblich sein und der Größe, Komplexität und Ausrichtung sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung tragen.

Auf dieser Basis wird den Vorstandsmitgliedern ein angemessenes, wettbewerbsfähiges und marktübliches Vergütungspaket angeboten, welches sich im Rahmen der regulatorischen Vorgaben bewegt und das nachhaltige Wirtschaften des Vorstands fördert. Hierdurch soll für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Sicherung der bestmöglichen Kandidaten für den Vorstand in Gegenwart und Zukunft gewährleistet werden.

Das vom Aufsichtsrat beschlossene Vergütungssystem entspricht den aktuellen Vorgaben des Aktiengesetzes und im Wesentlichen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), allerdings ist die langfristige Vergütung nicht aktienbasiert. Im Hinblick auf den zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI GmbH, einer 100 %-igen Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag einerseits und den geringen Freefloat der Aktie andererseits wurde davon abgesehen, eine Vergütungskomponente in Aktien bzw. eine aktienbasierte Vergütungskomponente vorzusehen.

Angemessenheit der Vorstandsvergütung

Der Aufsichtsrat legt nach Vorbereitung durch den Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss jeweils für das bevorstehende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit dem Vergütungssystem die Höhe der Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied fest. Die Ziel-Gesamtvergütung für jedes Vorstandsmitglied ist die Summe aus der Grundvergütung, des STI bei 100 %-Zielerreichung, des LTI bei 100 %-Zielerreichung und dem Beitrag zur Altersversorgung.

Neben einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder werden hierbei insbesondere die wirtschaftliche Lage, das Marktumfeld, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens berücksichtigt. Der Aufsichtsrat legt ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Ziel-Gesamtvergütung marktüblich ist. Die Marktüblichkeit wird anhand der folgenden Punkte beurteilt:

Externer Vergleich (horizontale Angemessenheit): Zur Beurteilung der Marktüblichkeit der Gesamtvergütung werden Vergütungsdaten der 90 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland mit Notierung im DAX und MDAX herangezogen. Bei diesem horizontalen Marktvergleich wird die Marktstellung einschließlich der Größe und Komplexität der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter besonderer Beachtung der Einordnung der Gesellschaft in vorgenannter Vergleichsgruppe (zum Beispiel anhand von Kennzahlen wie Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gewinn je Aktie) berücksichtigt.

Interner Vergleich (vertikale Angemessenheit): Darüber hinaus wird die Entwicklung der Vorstandsvergütung im Verhältnis zur Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in einem internen (vertikalen) Vergleich berücksichtigt. Bei diesem Vergleich wird das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der weiteren Belegschaft ermittelt und einem Marktvergleich unterzogen.

Die Ziel-Gesamtvergütung wird unter besonderer Berücksichtigung der Funktion des einzelnen Vorstandsmitglieds festgelegt. Insbesondere erhält der Vorsitzende des Vorstands bei der Festlegung eine insgesamt höhere Vergütung als die anderen Vorstandsmitglieder.

Malus- und Clawback-Regelungen

Der Aufsichtsrat hat die Möglichkeit, die kurzfristige und die langfristige variable Vergütung einzubehalten bzw. zurückzufordern, falls ein Fall eines schwerwiegenden Pflicht- oder Compliance-Verstoßes vorliegt. Gleiches gilt im Falle schwerwiegenden unethischen Verhaltens.

In Fällen einer grob fahrlässigen oder einer vorsätzlichen Verletzung von Sorgfaltspflichten eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters nach § 93 Abs. 1 AktG durch ein Vorstandsmitglied ist die Gesellschaft darüber hinaus berechtigt, von dem Vorstandsmitglied für den jeweiligen Bemessungszeitraum, in dem die Pflichtverletzung stattgefunden hat, ausgezahlte variable Vergütungsbestandteile (STI und /​ oder LTI) ganz oder teilweise zurückzufordern bzw. bei noch nicht erfolgter Auszahlung einzubehalten.

Die Rückforderungsmöglichkeit besteht auch dann, wenn das Amt oder das Anstellungsverhältnis mit dem Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Rückforderung bereits beendet ist. Schadensersatzansprüche gegen das Vorstandsmitglied bleiben unberührt.

Vorzeitige Beendigung der Tätigkeit

Scheidet ein Vorstandsmitglied auf Wunsch des Aufsichtsrates aus Gründen aus, die nichts mit dem Verhalten des Vorstandsmitglieds oder dem Vorstandsmitglied selbst zu tun haben, so werden alle ausstehenden LTI-Tranchen regulär zum Ende des vorgesehenen Leistungszeitraums ausgezahlt. Gleiches gilt, falls ein Vorstandsmitglied aus sonstigen Gründen, die er nicht zu vertreten hat, aus dem Vorstand ausscheidet (zum Beispiel regulärer Ablauf oder einvernehmliche Beendigung des Anstellungsvertrages oder andere vertraglich anerkannte Austrittsgründe). Dies umfasst auch den Übertritt in den Vorruhestand sowie die Ablehnung eines Wiederbestellungsangebots durch das Vorstandsmitglied.

Kündigt das Unternehmen das Anstellungsverhältnis mit einem Vorstandsmitglied aus wichtigem Grund oder kündigt ein Vorstandsmitglied ungerechtfertigt das Dienstvertragsverhältnis ("Bad Leaver"), so verfallen alle ausstehenden LTI-Zuteilungen, deren dreijähriger Referenzzeitraum noch nicht beendet ist.

Bestandteile des Vergütungssystems

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht aus festen und variablen Vergütungsbestandteilen. Die feste, erfolgsunabhängige Vergütung besteht neben der Grundvergütung ("Fixum") aus Nebenleistungen und Versorgungszusagen (insbesondere zur beitragsorientierten Altersversorgung). Erfolgsabhängig, an der Erreichung von konkreten, messbaren Zielen ausgerichtet und damit variabel, werden die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie die langfristige variable Vergütung (LTI) gewährt.

a) Feste Vergütungsbestandteile

Die feste Vergütung bildet die Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können.

Die feste Vergütung setzt sich aus der Grundvergütung, den Nebenleistungen und den Versorgungszusagen (beitragsorientierte Altersversorgung) zusammen.

Grundvergütung: Jedes Vorstandsmitglied erhält eine feste Grundvergütung. Diese wird in 12 monatlichen Raten ausgezahlt.

Nebenleistungen: Für jedes Vorstandsmitglied werden Nebenleistungen einschließlich der maximalen Höhe festgelegt. Hierzu zählen insbesondere firmenseitig gewährte Sachbezüge und sonstige Nebenleistungen, insbesondere die Bereitstellung eines Dienstwagens, aber auch die Eindeckung von Versicherungen.

Altersversorgung: Jedem Mitglied des Vorstands wird eine zweckgebundene Zahlung zur Zuführung zur individuellen Altersversorgung gewährt. Hierbei wird den Vorständen jeweils ein bestimmter Betrag zur Anlage in eine externe Altersversorgung zur Verfügung gestellt (beitragsorientierte Altersversorgung).

b) Kurzfristige variable Vergütung (STI)

Das STI soll die Mitglieder des Vorstands dazu motivieren, während eines Geschäftsjahres anspruchsvolle und herausfordernde finanzielle, operative und strategische Ziele zu erreichen. Die Ziele spiegeln die Unternehmensstrategie wider und sind darauf gerichtet, die Ertragskraft und Marktposition der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zu steigern.

Insbesondere durch die Anknüpfung an den Auftragseingang und das EBIT ist die einjährige variable Vergütung an die Zielerreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden.

Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unterschiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltigkeitsfaktoren ("Modifier") angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium "Auftragseingang") als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium "EBIT") berücksichtigt. Diese unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltigkeitsfaktor ("Modifier") modifiziert, der in einer Bandbreite von 80 % bis 120 % liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmenserfolges beitragen.

Die Zielerreichungsgrade für das STI 2021 resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren für 2021 und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt:

Der Auftragseingang wird zu 1/​3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Auftragseingang-Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50 %. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100 %. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200 %.

Darstellung des Short-Term-Incentive (STI)

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Das EBIT wird zu 2/​3 gewichtet. Damit berücksichtigt das STI eine weitere wesentliche Finanzkennzahl der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die EBIT-Komponente des STI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50 %. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100 %. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200 %.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Auslobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren ("Modifier") angepasst (80 %-120 %). Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen zählen Investitionen in Sachanlagen und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen (Verhältnis Auftragseingang DMG MORI AG-Konzern und DMG MORI COMPANY LIMITED). Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80 % - 120 % erreichen und werden mit jeweils 50 % gewichtet. Hierdurch sollen im besonderen Maße die Bestrebungen des Vorstands um nachhaltiges, auf zukünftiges Wachstum gerichtetes Wirtschaften gestärkt werden.

c) Langfristige variable Vergütung (LTI)

Das langfristig orientierte, nachhaltige Engagement für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT steht im Fokus der Tätigkeit des Vorstands. Nur so kann nachhaltiges Wachstum gefördert und eine dauerhafte Wertsteigerung erzielt werden. Der Leistungszeitraum von drei Jahren trägt dazu bei, dass das Vorstandshandeln im laufenden Geschäftsjahr auch auf die langfristige Entwicklung der Gesellschaft ausgerichtet ist.

Das LTI-Programm wird in bar, auf Basis einer kennzahlenbasierten Vergütung unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsperiode ("Performance Periode") gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen.

Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines "Modifier". Die finanziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kernsteuerungsgrößen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (das Ergebnis nach Steuern - EAT - und die Service-Performance). Der "Modifier" mit einer Bandbreite von 80 % bis 120 % berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele.

Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden.

Die Zielerreichungsgrade resultieren aus den folgenden Kennzahlen und Faktoren und werden für alle Vorstände nach gleichen Kriterien ermittelt:

Darstellung des Long-Term-Incentive (LTI)

Das EAT wird zu 2/​3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine der wesentlichen Finanzkennzahlen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die EAT-Komponente des LTI muss eine Untergrenze erreichen, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 50 %. Die Erreichung des Zielbetrages entspricht einer Zielerreichung von 100 %. Die Berücksichtigung endet bei der Erreichung einer Obergrenze. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200 %.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Die Service-Performance für einen Zeitraum über drei Jahre wird zu 1/​3 gewichtet. Damit berücksichtigt das LTI eine wichtige Kernsteuerungsgröße der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Service-Performance ist die durchschnittliche Anzahl an Service-Einsätzen je Maschine in Gewährleistung in den letzten zwölf Monaten. Die Service Performance-Komponente des LTI muss einen Schwellenwert unterschreiten, um bonusrelevant zu werden. Dies entspricht einer Zielerreichung von 80 %. Die Erreichung der Zielgröße entspricht einer Zielerreichung von 100 %. Die Berücksichtigung endet bei einem gesetzten Mindestwert. Dies entspricht einer Zielerreichung von 200 %.

Weitere Details zur Zielerreichung zeigt die folgende Grafik:

Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Auslobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren ("Modifier") angepasst (80 %-120%). Zu diesen Nachhaltigkeitszielen zählen die Einhaltung des F&E- sowie des Marketingbudgets und die Entwicklung der PPR-Kennzahl (Anzahl der "Product-Problem-Reports" in den letzten zwölf Monaten mit dem Status abgeschlossen und final angepasst, dividiert durch die Anzahl der in den letzten zwölf Monaten ausgestellten "Product-Problem-Reports"). Ein "Product-Problem-Report" beschreibt eine Reklamationsmeldung des Kunden. Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80 % - 120 % erreichen und werden mit jeweils 50 % gewichtet. Die Ziele werden zur Absicherung der langfristigen und nachhaltigen Entwicklung unter Berücksichtigung der Strategie gewählt.

Ziel- und Maximalbeträge der Vergütung

Die Auszahlung aus STI und LTI ist jeweils auf insgesamt 200 % des Zielbetrags begrenzt.

Die maximale Gesamtvergütung eines Vorstandsmitglieds wird vom Aufsichtsrat jährlich auf der Basis der Ziel-Gesamtvergütung abgeleitet und ist die betragsmäßige Höchstgrenze der Gesamtvergütung für das jeweilige Auslobungsjahr unter Berücksichtigung der festen Vergütung, kurzfristigen variablen Vergütung (STI), langfristigen variablen Vergütung (LTI 2021 - 2023) und Altersversorgung.

Die maximale Gesamtvergütung für das Geschäftsjahr 2021 beträgt für den Vorstandsvorsitzenden 4.800T€ und für die Vorstandsmitglieder jeweils 2.400 T€ [^ Tabelle A.07].

Altersversorgung

Die Altersversorgung bildet eine weitere Grundlage dafür, dass die für die Weiterentwicklung des Konzerns und die Umsetzung der Unternehmensstrategie erforderlichen hochqualifizierten Mitglieder für den Vorstand gewonnen und gehalten werden können. Die Altersversorgung soll am Markt für hochqualifizierte Mitglieder des Vorstands wettbewerbsfähig sein und im Ruhestand ein entsprechendes Versorgungsniveau bieten. Die Versorgungsleistungen für die Vorstandsmitglieder werden in Form einer beitragsorientierten Altersversorgung gezahlt:

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Christian Thönes: 450 T€ pro Jahr
Björn Biermann: 200 T€ pro Jahr
Michael Horn: 200 T€ pro Jahr

A.07 I ZIEL- UND MAXIMALVERGÜTUNG (VERGÜTUNGSKOMPONENTEN 2021)

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Christian Thönes Björn Biermann Michael Horn
2021 (Ziel) 2021 (MAX) 2021 (Ziel) 2021 (MAX) 2021 (Ziel) 2021 (MAX)
Grundvergütung 1) 1.200.000 € 1.200.000 € 600.000 € 600.000 € 600.000 € 600.000 €
STI 800.000 € 1.600.000 € 400.000 € 800.000 € 400.000 € 800.000 €
LTI 2021-2023 1.150.000 € 2.300.000 € 612.500 € 1.225.000 € 612.500 € 1.225.000 €
Altersversorgung 450.000 € 450.000 € 200.000 € 200.000 € 200.000 € 200.000 €
Gesamtvergütung 3.600.000 € 4.800.000 € 1.812.500 € 2.400.000 € 1.812.500 € 2.400.000 €

1) Fixbezüge inkl. Verzicht: Christian Thönes 1.080 T€; Björn Biermann 540 T€; Michael Horn 540 T€

Der Aufwand für die Vorstandsmitglieder zur beitragsorientierten Altersversorgung betrug im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 850 T€ (Vorjahr: 800 T€).

Vergütung für ehemalige Vorstandsmitglieder

An das ehemalige Vorstandsmitglied Dr. Maurice Eschweiler wurden aus der LTI-Tranche 2019 - 2021 für das Berichtsjahr 60 T€ (anteiliger Betrag bis zum Ablauf der Vorstandsbestellung am 31.03.2019) ausgezahlt. Im Rahmen von unmittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden im Berichtsjahr 1.132 T€ an ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene geleistet, davon entfielen 680 T€ an den 2016 aus dem Vorstand ausgeschiedenen Dr. Rüdiger Kapitza.

Vergütung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2021

Gemäß § 162 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 AktG wird folgend über die Vergütung in dem Geschäftsjahr berichtet, in dem die der Vergütung zugrunde liegende Tätigkeit vollständig erbracht worden ist. Dies gilt sowohl für die Grundvergütung als auch STI und LTI.

Im Berichtsjahr verzichtete jedes Vorstandsmitglied erneut auf 10 % der Grundvergütung. In Summe hat der gesamte Vorstand auf Zahlungen von insgesamt 240.000 € für das Geschäftsjahr 2021 verzichtet, die -zusammen mit dem Verzicht des Aufsichtsrats -in den DMG MORI Hilfsfonds für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Mitarbeiter eingezahlt wurden.

Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200 % für die Kennzahl EBIT und 200 % für die Kennzahl Auftragseingang. Die Zielerreichung für den Nachhaltigkeitsfaktor beim Budget für Investitionen in Sachanlagen belief sich auf 118,4%, bei den relativen Marktanteilen AG/​CO auf 120,0 %, was zu einem gewichteten Modifier von insgesamt 119,2 % führt. Die Auszahlung aus dem STI ist auf insgesamt 200 % des Zielbetrags begrenzt (Cap).

Die LTI-Tranche 2019 - 2021 als langfristige Vergütungskomponente berücksichtigt den Tilgungsbeitrag der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsperiode. Der Tilgungsbeitrag ist die Summe aus Ergebnisabführung und Begleichung von Steuerverpflichtungen sowie eventuellen Darlehensbeträgen an die DMG MORI COMPANY LIMITED. Es besteht für diese LTI-Tranche eine Begrenzung nach oben (Cap) auf 120 % des Auslobungsbetrages für jedes Vorstandsmitglied. In den Jahren 2019 - 2021 muss ein Mindestwert (80 %) von durchschnittlich 130 MIO € Tilgungsbeitrag für eine Auszahlung erreicht werden -in keinem Jahr darf der Tilgungsbeitrag 60 MIO € unterschreiten. Der Zielwert (100 %) entspricht einem Tilgungsbetrag von 150 MIO € und der Maximalwert (120 %) einem Tilgungsbetrag von 170 MIO €. Im Bemessungszeitraum belief sich der durchschnittliche Tilgungsbeitrag auf 421,7 MIO €. In keinem Jahr lag der Tilgungsbeitrag unterhalb von 60 MIO €. Dies entspricht der maximalen Zielerreichung (120 %).

Für das Geschäftsjahr 2021 belief sich die Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung des Vorstandes auf 7.118 T€ (Vorjahr: 4.912 T€). Davon entfallen 2.228 T€ (Vorjahr: 2.126 T€) auf die feste, erfolgsunabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen) und 3.200T€ (Vorjahr: 1.236T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitragsorientierten Altersversorgung von 850 T€ (Vorjahr: 800 T€).

Aus der LTI-Tranche 2019 - 2021, die am 31. Dezember 2021 zugeteilt und im Jahr 2022 ausgezahlt wird, resultiert ein Betrag von insgesamt 840 T€ (LTI 2018 - 2020: 750 T€).

Für die LTI-Tranche 2020 - 2022 wurde im Jahr 2021 eine rückforderbare Vorauszahlung in Höhe von 1.508 T€ geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG ist.

Im Berichtsjahr wurden keine Kredite an Vorstandsmitglieder der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gewährt.

Es wurden von Unternehmen des Konzerns der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, direkt an Mitglieder des Vorstands gezahlt.

Es wurden keine Vergütungsbestandteile von Vorstandsmitgliedern zurückgefordert. Von Malus- und Clawback-Regelungen wurde nicht Gebrauch gemacht.

Die Tabelle A.09 zeigt die den aktiven Vorstandsmitgliedern im jeweiligen Geschäftsjahr gewährten und geschuldeten Vergütungsbestandteile einschließlich des jeweiligen relativen Anteils nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG. Es handelt sich dabei um die im Geschäftsjahr ausbezahlte Grundvergütung, die angefallenen Nebenleistungen und den Versorgungsaufwand. Die Tabelle zeigt das STI sowie die LTI-Tranche 2019 - 2021, deren Auszahlung im Geschäftsjahr 2022 erfolgt, aber deren zugrundeliegende Tätigkeit bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 vollständig erbracht worden ist. Zudem ist die rückforderbare Vorauszahlung für die LTI-Tranche 2021 - 2023 dargestellt.

Der freiwillige Verzicht der Vorstandsmitglieder für die Geschäftsjahre 2020 und 2021 ist entsprechend berücksichtigt.

Die Tabelle A.08 zeigt einen Vergleich der prozentualen Veränderung der Vergütung der Vorstandsmitglieder mit der Ertragsentwicklung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der durchschnittlichen Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalentbasis gegenüber dem Vorjahr. Für das Berichtsjahr entsprechen diese Werte den in der Tabelle "Gewährte und geschuldete Vergütung inkl. Verzicht" nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG angegebenen Werten für die Gesamtvergütung. Die Ertragsentwicklung wird grundsätzlich anhand der Entwicklung der Kennzahl EAT dargestellt.

A.08 | VERGLEICH JÄHRLICHE VERÄNDERUNG DER VORSTANDSVERGÜTUNG (§ 162 ABS. 1 NR. 2 AKTG)

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2021 ggü. 2020
in%
Christian Thönes +47,7 %
Björn Biermann +35,4 %
Michael Horn +49,8 %
EAT (DMG MORI AG-Konzern) 1) +64 %
EAT (DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT) 2) +8 %
Durchschnittliche Mitarbeitervergütung 3) +2 %

1) 2021: 85,6 MIO € /​ 2020: 52,1 MIO €
2) 2021: 29,3 MIO € (nach HGB) /​ 2020: 27,1 MIO € (nach HGB)
3) Mitarbeitervergütung in Deutschland im jeweiligen Geschäftsjahr

A.09 | GEWÄHRTE UND GESCHULDETE VERGÜTUNG INKL. VERZICHT (§ 162 ABS. 1 SATZ 1 AKTG)
in T€

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Christian Thönes Björn Biermann
Vorsitzender Vorstand
2020 2020 3) 2021 2021 3) 2020 2020 3)
Grundvergütung 930 1.080 555
Nebenleistung 12 11 17
Summe 942 40 % 1.091 31 % 572 43 %
STI 618 26 % 1.600 46 % 309 24 %
LTI 2018 - 2020 360 15 % - - 240 18 %
LTI 2019 - 2021 - - 360 10 % - -
Summe 978 41 % 1.960 56 % 549 42 %
Versorgungsaufwand 1) 450 19 % 450 13 % 200 15 %
Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 2.370 100 % 3.501 100 % 1.321 100 %
Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020 - 2022 2) - - 650 - - -
Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 2.370 - 4.151 - 1.321 -
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Björn Biermann
Vorstand
2021 2021 3)
Grundvergütung 540
Nebenleistung 8
Summe 548 31 %
STI 800 45 %
LTI 2018 - 2020 - -
LTI 2019 - 2021 240 13 %
Summe 1.040 58 %
Versorgungsaufwand 1) 200 11 %
Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 1.788 100 %
Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020 - 2022 2) 429 -
Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 2.217 -
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Michael Horn
Vorstand Vorstand gesamt
2020 2020 3) 2021 2021 3) 2020 2020 3)
Grundvergütung 555 540 2.040
Nebenleistung 57 49 86
Summe 612 50 % 589 32 % 2.126 43 %
STI 309 26 % 800 44 % 1.236 24 %
LTI 2018 - 2020 150 12 % - - 750 19 %
LTI 2019 - 2021 - - 240 13 % - -
Summe 459 38 % 1.040 57 % 1.986 41 %
Versorgungsaufwand 1) 150 12 % 200 11 % 800 16 %
Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 1.221 100 % 1.829 100 % 4.912 100 %
Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020 - 2022 2) - - 429 - - -
Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 1.221 - 2.258 - 4.912 -
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Vorstand gesamt
2021 2021 3)
Grundvergütung 2.160
Nebenleistung 68
Summe 2.228 31 %
STI 3.200 45 %
LTI 2018 - 2020 - -
LTI 2019 - 2021 840 12 %
Summe 4.040 57 %
Versorgungsaufwand 1) 850 12 %
Gesamtvergütung ohne Vorauszahlung 7.118 100 %
Rückforderbare Vorauszahlung LTI 2020 - 2022 2) 1.508 -
Gesamtvergütung mit Vorauszahlung 8.626 -

1) Zahlungen für beitragsorientierte Altersversorgung
2) Beitrag in 2021 geleistet
3) Die hier angegebenen relativen Anteile beziehen sich auf die im jeweiligen Geschäftsjahr "gewährten und geschuldeten" Vergütungsbestandteile nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG

Forschung und Entwicklung

Ziel der Forschung und Entwicklung von DMG MORI ist es, den Wert unserer Produkte für unsere Kunden nachhaltig zu steigern. Mit der Maschine im Mittelpunkt entwickeln wir uns konsequent weiter vom Maschinenbauer zum ganzheitlichen, nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld. Im Berichtsjahr präsentierten wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED 26 Innovationen -davon 7 Weltpremieren, 3 Automationslösungen, 15 digitale Innovationen inklusive 6 Technologiezyklen und 1 DMG MORI Components.

Unser Maschinenportfolio haben wir mit folgenden 7 Weltpremieren erweitert:

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CLX 450 TC - das neue Dreh-Fräs-Zentrum für die 6-Seiten-Komplettbearbeitung. 100% geringere Rüstzeiten, bis zu 40 % geringere Werkzeugkosten und 20 % reduzierte Fertigungszeit zum attraktiven Preis setzen neue Maßstäbe im Universaldrehen. Nun auch mit PAYZR als Equipment-as-a-Service verfügbar.

NZ-Plattform -die variabel konfigurierbaren Produktionsdrehmaschinen NZ DUE, TRE und QUATTRO bieten maximale Flexibilität und Produktivität. Kunden erhalten eine maßgeschneiderte Konfiguration, die eine hochproduktive 6-Seiten-Komplettbearbeitung in zwei unabhängigen Arbeitsräumen ermöglicht.

M1 - die neue 3-Achs-Fräsmaschine in der Einstiegsklasse. Kompakt, präzise und hoch profitabel. Auch als Equipment-as-a-Service mit dem Subscription-Geschäftsmodell PAYZR verfügbar und per Cloud-based Offering einfach konfigurierbar.

DMP 35 -das neue vertikale High-Speed-Bearbeitungszentrum für höchste Produktivität in der hochdynamischen 5-Achs-Simultanbearbeitung bei einer Aufstellfläche von lediglich 3 m 2 .

DMF 30018 -die Erweiterung der neuen Fahrständerbaureihe mit einer um 20 % gesteigerten Fräsleistung, 60 % größerem Arbeitsraum, innovativem Werkzeugwechsler und erweiterten Optionen.

ULTRASONIC 55 MicroDrill -die neue Maschine für die Halbleiterindustrie ermöglicht durch die innovative ULTRASONIC MicroDrill-Technologie das hochproduktive und prozesssichere Einbringen von Mikrobohrungen bis zu einem Durchmesser von 0,1 mm.

LASERTEC 3000 DED hybrid -das Dreh-Fräs-Zentrum mit DED-Technologieintegration bietet additive und subtraktive Bearbeitung für die 6-Seiten-Komplettbearbeitung. Die neue Maschine ermöglicht die Bearbeitung von noch größeren Bauteilen bei kleinerer Aufstellfläche.

Automatisierung ist der Schlüssel für mehr Effizienz, mehr Produktivität, noch schnellere Amortisation - und damit für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden. Das innovative Automationsportfolio von DMG MORI mit 57 Produkten umfasst maschinenspezifische (WH Cell, PH Wheel, RPS etc.), universelle (Robo2Go, PH Cell, PH 150 etc.) und skalierbare Lösungen (MATRIS, WH Flex, LPP, AGVs etc.) bis hin zur DMG MORI Leitrechnertechnologie mit zentralem Werkzeugmanagement. Unser Robo2Go ist in Kürze auch für Werkstücke bis 115 kg verfügbar. Ohne Kenntnisse in der Roboterprogrammierung lässt sich der Robo2Go MAX besonders schnell und einfach über CELOS nutzen. Damit ist der Robo2Go auch für besonders schwere Bauteile die ideale und flexible Lösung für kleine und mittlere Losgrößen.

Das Palettenhandlingssystem PH Cell MAX erlaubt künftig das Handling von bis zu 2.000kg auf jeder der bis zu 21 Paletten, kann dank standardisierter Module variabel angepasst werden und wird einfach über den Pallet Master direkt von der Maschine aus bedient. Für den PH Wheel haben wir das bewährte Konzept der Werkzeugradmagazine auf Werkstücke übertragen. Auf weniger als 9 m 2 speichert der PH Wheel bis zu 125 Werkstücke und ermöglicht einen Werkstückwechsel in unter 7 Sekunden.

Unsere fahrerlosen Transportsysteme (AGV) wurden um den TH-AGV für den autonomen Werkzeugtransport und den PH-AGV 125 für große Paletten ergänzt. Beide ermöglichen zusammen mit zentralen Lagersystemen, wie dem neuen Werkzeugmagazin CTS (Central Tool Storage) eine freie Layoutgestaltung und höchste Flexibilität für jede Anwendung.

Das zentrale Job- und Auftragsmanagement übernimmt der DMG MORI Cell Controller. Dieser zentrale Leitrechner stellt die einfache, strukturierte und effiziente Bearbeitung von Aufträgen in einer Produktionslinie mit mehreren Maschinen sicher und übernimmt ebenso das Werkzeugmanagement.

Durchgängige Digitalisierungslösungen und komplett neue Geschäftsmodelle erweitern unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und ganzheitlichen Automationslösungen. Im Berichtsjahr haben wir 15 digitale Innovationen präsentiert.

Mit PAYZR - PAY with Zero Risk -für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service profitieren unsere Kunden seit Mitte des Berichtsjahres von schnellen Innovationszyklen ohne Risiko -bei maximaler Flexibilität, Kosten- und Preistransparenz und damit höchster Planungssicherheit. Das PAYZR-Angebot wird kontinuierlich erweitert. Verfügbar sind derzeit die 3-Achs-Fräsmaschine M1 sowie das Turn-Mill-Bearbeitungszentrum CLX 450 TC als Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service Angebote von ISTOS, TULIP, WERKBLiQ und up2parts. Mit PAYZR ermöglicht DMG MORI neben Kauf, Finanzierung oder Leasing nun alle Vorteile datenbasierter Geschäftsmodelle, wie Abonnement und Pay-per-Use. Wir bieten verstärkt digitale End-to-End-Lösungen, die unseren Kunden schnell, skalierbar und preiswert zur Verfügung gestellt werden können. Digitale Geschäftsmodelle, wie PAYZR sind die Zukunft und ergänzen das klassische Maschinen- und Servicegeschäft um vernetzte, plattformbasierte Lösungen.

Digitaler Point-of-Sale für alle PAYZR-Angebote ist der im Juni des Berichtsjahrs neu vorgestellte DMG MORI Store powered by ADAMOS. Der Zugang ist einfach per "Single-Sign-on" über digitale Kanäle, wie die DMG MORI-Website oder das Kundenportal my DMG MORI möglich. Kunden erhalten hier Zugriff auf die komplette Vielfalt digitaler Produkte.

Mit dem neuen Cloud-based Offering lassen sich in Echtzeit verschiedene Konfigurationen von Maschinen und Systemen vergleichen und perfekt auf den eigenen Anwendungsfall abstimmen. Die Suche, Auswahl und Bewertung der individuell passenden Maschinenlösung (inkl. Automation, Digitalisierung, Technologiezyklen und DMG MORI Qualified Products) werden damit erstmals ganzheitlich abgebildet.

Mit DMG MORI TOOLING haben wir eine Cloud-Lösung für das Werkzeugmanagement insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen vorgestellt. Die Software steigert die Prozesssicherheit und Transparenz in der Verwaltung von Werkzeugen und kann 60 Tage kostenlos getestet werden. Mit dem neuen Digital Twin Process Optimizer können nun auch reale Fertigungsprozesse, aufgezeichnet von Sensoren, 1:1 digital nachvollzogen, analysiert und optimiert werden. Der Digital Twin ist auch Teil unseres ganzheitlichen "Digital Engineering"-Ansatzes zur Effizienzsteigerung der realen Produktion.

Der neue Postprozessor CELOS Dynamic Post ist die ideale Schnittstelle zwischen verschiedensten CAM-Systemen und DMG MORI Maschinen. So wird die optimale Umsetzung der im CAM-System geplanten Bearbeitung sichergestellt und das Potential der Maschine voll ausgeschöpft.

Die Lösungen Production Planning & Control von ISTOS vereinfachen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Einstieg in eine digital optimierte Produktionsplanung und Auftragsbearbeitung. Sie können zum nahtlosen Austausch von fertigungsrelevanten Informationen mit standardisierten Schnittstellen einfach an bestehende ERP-Systeme angebunden werden. Kunden können "Production Planning & Control" über den DMG MORI Store powered by ADAMOS 30 Tage kostenfrei testen.

DMG MORI Monitoring powered by TULIP ermöglicht eine einfache Überwachung von Verfügbarkeit, Leistung und Qualität sämtlicher Maschinen und Anlagen. Dank der Offenheit und Durchgängigkeit können herstellerunabhängig Neu-, Alt- und Fremdmaschinen über Protokolle wie OPC-UA, MQTT und MTconnect einfach angebunden werden und Daten durch Schnittstellen zu IT-Systemen wie ERP und MES verknüpft werden. Individuelle Auswertungen können mit TULIP ohne Programmierkenntnisse erstellt werden und sind sowohl an der Maschine als auch auf mobilen Endgeräten abrufbar. Von der No-Code-Manufacturing-Plattform TULIP profitierten allein im Berichtsjahr mehr als 180 Neukunden. In unseren eigenen Werken sind mehr als 1.100 Arbeitsstationen und über 200 selbstentwickelte APPs im Einsatz.

Bereits über 30.000 registrierte Kunden mit über 140.000 Maschinen profitieren von unserem kostenlosen Kundenportal my DMG MORI. Im DMG MORI Store powered by ADAMOS erworbene Applikationen können unmittelbar bestimmten Maschinen im Kundenprofil von my DMG MORI zugeordnet werden. Allen Anwendern von my DMG MORI ermöglichen wir ein Upgrade auf die herstellerübergreifende Wartungs- und Instandhaltungsplattform WERKBLiQ, um so auch Drittfabrikate einzubinden.

Mit 6 neuen DMG MORI Technologiezyklen unterstützen wir unsere Kunden nun mit insgesamt 55 Zyklen bei der Programmierung ihrer Maschine auf dem Shopfloor. Der neue Zyklus gearSHAPING beispielsweise ergänzt unsere Zyklen zur Verzahnungsbearbeitung, wie gearSKIVING, gearMILL und gearHOBBING, und erlaubt die einfache Fertigung von Innen- und Außenverzahnungen bei beengten Platzverhältnissen.

Nachhaltigkeit mit einem ganzheitlichen Ansatz gehört seit vielen Jahren zur DNA von DMG MORI. Wir übernehmen global und ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der "DMG MORI GREEN ECONOMY". Unsere Fertigungslösungen sind hochqualitativ, langlebig, recycelbar und maximal effizient -zum Beispiel durch Technologieintegration sowie umfassende Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen -das schont Ressourcen, Klima und Umwelt. Alle seit Januar 2021 weltweit ausgelieferten Maschinen werden durch den Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren" komplett CO 2 -neutral hergestellt. Sowohl unser "Company Carbon Footprint" als auch "Product Carbon Footprint" sind bereits heute klimaneutral - und das entlang der gesamten Lieferkette bis zum Kunden (Scope 1, 2 und 3 im Upstream). DMG MORI gehörte im Berichtsjahr von über 1.000 Bewerbern zu den TOP 17 Unternehmen, die im Bereich Klimaschutz für Europas größten Nachhaltigkeitspreis nominiert waren. Seit September 2021 ist DMG MORI zudem zertifiziertes Mitglied der Initiative "Science Based Targets", deren Ziel es ist, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen. Darüber hinaus haben wir uns zur Umsetzung der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Informationen. Von dem international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1% von über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen. Das CSR-Rating umfasst die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.

Im Additive Manufacturing bieten wir neue Lösungen zur Prozessautomatisierung, -überwachung und -optimierung. Das neue "Melt Pool Monitoring" für die SLM-Technologie beispielsweise ermöglicht die Überwachung des Schmelzprozesses in Echtzeit. So kann der reale Fertigungsprozess digital nachvollzogen, analysiert und optimiert werden.

Im Berichtsjahr haben wir den innovativen "zeroFOG" Kühlnebelabscheider präsentiert. Dieser neue DMG MORI Component gewährleistet besonders saubere Luft im Maschinenumfeld und zeichnet sich durch hohe Energieeffizienz aus.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 72,9 MIO € (Vorjahr: 66,7 MIO €). An der Entwicklung unserer Produkte arbeiteten 599 Mitarbeiter (Vorjahr: 560 Mitarbeiter). Dies entspricht -wie im Vorjahr -einem Anteil von 15 % der Gesamtbelegschaft der Werke. Die Innovationsquote im Segment "Werkzeugmaschinen" betrug 6,6 % (Vorjahr 6,4 %). Investitionen in Neuentwicklungen werden in den Erläuterungen zu den Segmenten als aktivierte Entwicklungskosten aufgeführt.

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind dezentral organisiert und werden durch ein zentrales Produktentwicklungsgremium koordiniert. Diese Struktur ermöglicht den Aufbau hoher Produktkompetenz und bietet gleichzeitig Synergieeffekte durch werksübergreifende Zusammenarbeit. Weitere Synergien schaffen wir durch unsere jährliche weltweite Entwicklungskonferenz. Beim "Global Development Summit" im Oktober kamen erneut rund 300 internationale Experten digital zusammen, um Zukunftsideen für vernetzte Lösungen aus Maschine, Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu entwickeln und voranzutreiben.

A.10 | MEHRPERIODENÜBERSICHT FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

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2021 2020 2019 2018 2017
F & E-Mitarbeiter Anzahl 599 560 583 581 525
Anteil F & E-Mitarbeiter 1) in % 15 15 15 15 15
F & E-Aufwand 2) MIO € 72,9 66,7 72,0 70,9 60,9
Innovationsquote 3) in % 6,6 6,4 5,0 4,9 4,7
Aktivierungsquote 4) in % 6,3 6,1 6,4 6,4 10,5
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2016
F & E-Mitarbeiter 502
Anteil F & E-Mitarbeiter 1) 15
F & E-Aufwand 2) 57,1
Innovationsquote 3) 4,6
Aktivierungsquote 4) 14,4

1) F & E-Mitarbeiter bezogen auf die Anzahl Mitarbeiter im Segment "Werkzeugmaschinen"
2) F & E-Aufwand inklusive des Aufwands für Sonderkonstruktion
3) F & E-Aufwand bezogen auf den Umsatz im Segment "Werkzeugmaschinen"
4) aktivierte Entwicklungskosten bezogen auf den F & E-Aufwand

Einkauf

Einkauf, Beschaffung und Logistik sind wichtiger denn je. Durch die Corona-Pandemie stehen insbesondere die Lieferketten vor neuen Herausforderungen. Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und Wandlungsfähigkeit sind entscheidende Erfolgsfaktoren im Zusammenhang mit Digitalisierung und Nachhaltigkeit und stehen bei DMG MORI schon lange im Mittelpunkt. Einkauf bei DMG MORI ist digital, innovativ, agil.

1. Wir verfolgen im Einkauf eine klare Strategie: Double Sourcing + Regionalisierung.

2. Wir forcieren Digitalisierung -auch im Einkauf.

3. Wir glauben an starke Partnerschaften.

Im Berichtsjahr betrug der Aufwand für Material und bezogene Leistungen 1.161,6 MIO € (Vorjahr: 983,9 MIO €). Davon entfielen 1.008,6 MIO € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Vorjahr: 842,6 MIO €). Die Materialquote belief sich auf 55,9 % (Vorjahr: 54,4 %). Die Wertschöpfungstiefe lag bei 24,0 % (Vorjahr: 26,5 %).

Wir arbeiten weiter konsequent daran, eine komplett digitalisierte Lieferkette umzusetzen und damit die Effizienz im Einkauf nachhaltig zu steigern. DMG MORI arbeitet zunehmend mit digitalen Lösungen, die dazu beitragen, konzernweit Synergien zu identifizieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Im Berichtsjahr konnten wir weitere Effizienzen durch den Einsatz von "Robotic Process Automation" (RPA) heben.

DMG MORI pflegt starke und stabile Partnerschaften mit seinen Lieferanten: Gerade die Herausforderungen durch Materialmangel und Lieferengpässe haben gezeigt, dass ein fortlaufend enger Austausch mit unseren Lieferanten wichtiger denn je ist. Um die Bedeutung und die Leistung unserer strategischen Lieferanten zu unterstreichen, fand anlässlich der Pre-EMO Show bei DECKEL MAHO in Pfronten der etablierte "DMG MORI Partner Summit" -virtuell und live -statt. Die fünf besten Lieferpartner wurden mit dem "DMG MORI Partner Award 2021" ausgezeichnet. Sie überzeugten durch ihre herausragenden Leistungen in den folgenden Kategorien: Quality, Innovation, DMQP, Delivery Performance sowie erstmalig Sustainability.

Die Resilienz in unserer Lieferkette haben wir 2021 mit umfangreichen Maßnahmen weiter gestärkt: Durch unsere globale Double-Sourcing-Strategie haben wir für wesentliche Komponenten mindestens zwei Lieferanten. Dabei setzen wir ebenso auf globale wie regionale Zulieferer. Wir denken global und handeln lokal. Zudem stellen wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management von DMG MORI identifiziert durch den Einsatz von digitalen Tools frühzeitig Risiken in der Lieferkette und ermöglicht es, geeignete Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten. Die Versorgung konnten wir durch vorgezogene Bestellungen, Bestandserhöhungen bei kritischen Komponenten, die Absicherung von Fertigungskapazitäten und den Aufbau von Konsignationslagern bei unseren Lieferpartnern größtenteils absichern. Wirtschaftliche und geopolitische Risiken minimieren wir, indem wir auf Diversifizierung und Lokalisierung des Lieferantenportfolios in den unterschiedlichen Märkten achten.

Einhergehend mit den weltweiten Materialengpässen und begrenzten Logistik-Kapazitäten war auch DMG MORI mit steigenden Preisen konfrontiert. So erhöhten sich beispielsweise die Preise im Bereich Stahl um 225 % und in der Logistik um 540 %. Die Materialpreissteigerungen stabilisierten sich zum Ende des Berichtsjahres jedoch auf hohem Niveau.

Durch die aktive Rolle des Einkaufs werden Technologien vorangetrieben und Methoden zur frühen Einbindung von Lieferanten in den Innovationsprozess kontinuierlich weiterentwickelt. Gemeinsam mit bewährten DMG MORI Technologiepartnern trägt der Einkauf dazu bei, DMG MORI und sein Lieferantennetzwerk kooperativ und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Die Technologiepartnerschaft ermöglicht beiden Seiten den Austausch, um für die zukünftigen Herausforderungen stark aufgestellt zu sein. Mit unseren DMG MORI Technologiepartnern fanden im Berichtsjahr 30 "Tech Days" statt, bei denen 54 neue Entwicklungsprojekte initiiert werden konnten. Darüber hinaus wurden über eine webbasierte Innovationsplattform 65 zukunftsweisende Ideen digital eingereicht und präsentiert.

Die Strukturanalyse der Lieferanten im Bereich Einkauf zeigt, dass 5 % einen Anteil von rund 80 % des gesamten Einkaufsvolumens abdecken. Diese bezeichnen wir als unsere A-Lieferanten. Weitere 11 % unserer Lieferanten haben einen Anteil von 15 % am Einkaufsvolumen (B-Lieferanten); 16% unserer Zulieferer decken somit 95% des gesamten Einkaufsvolumens ab. Der verbleibende Anteil von 5 % der bezogenen Materialien verteilt sich auf die übrigen 84% unserer Lieferanten, die sogenannten C-Lieferanten.

Weltweit agierende Einkaufseinheiten beschaffen Produktionsmaterial, Sach- und Dienstleistungen in der geforderten Qualität und zu bestmöglichen Konditionen. Die intensive Vernetzung der einzelnen Einkaufsorganisationen führt zu einem optimierten Materialgruppenmanagement mit verbesserten Kostenstrukturen und ermöglicht es, auf verschiedenen Beschaffungsmärkten konzernweit Synergien bei über 30 Materialgruppen, zum Beispiel Steuerungstechnologie, Blech, Guss oder Motorspindeln zu erzielen.

Durch das Materialgruppenmanagement gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED profitieren beide Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen konzernübergreifenden Projekten resultieren.

Das Programm "Product Cost Optimization" (PCO) ist weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses. Im Berichtsjahr wurden 79 Projekte mit einem Einsparpotential von 2,9 MIO € schwerpunktmäßig in den Bereichen Guss, Bearbeitungs- sowie Blechteile begleitet. Durch die Weiterentwicklung von PCO konnten die Kosten erneut gesenkt werden.

DMG MORI übernimmt täglich ganzheitlich und nachhaltig Verantwortung: Das gilt auch im Einkauf. Grundlage erfolgreicher Geschäftsbeziehungen mit unseren Partnern und Lieferanten bilden die Einhaltung von Menschenrechten sowie Arbeits- und Gesundheitsschutzstandards, ein aktiver Umweltschutz sowie die Korruptionsbekämpfung. Mit den Plattformen "Integrity Next" und "SAP Ariba" sind unsere Nachhaltigkeitskriterien konzernweit einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation integriert. Mittels "Integrity Next" werden Auskünfte über alle Lieferanten eingeholt, um die Nachhaltigkeitsperformance zu ermitteln und die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen. Auf dieser Basis legen wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen mit unseren Zulieferern fest. Im Berichtsjahr konnten bereits 90 % -das sind 3.191 - der aktiven Lieferanten von DMG MORI eingebunden werden. Damit ist "Integrity Next" ein wichtiger Baustein für die fristgerechte Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft tritt.

Auf Nachhaltigkeitsrisiken und -verstöße reagieren wir mit der systematischen Durchführung von Maßnahmen. Lieferpartner werden zum Beispiel über Defizite informiert und proaktiv aufgefordert, diese innerhalb einer bestimmten Frist abzustellen. Schwerwiegende Verstöße können zur Auflösung der Zusammenarbeit sowie zu einer systemseitigen Sperrung des Lieferpartners führen.

Der Klimawandel und die einhergehende Reduzierung der CO 2-Emissionen sind derzeit die zentralen Aufgaben. Um den Wandel hin zu einer "GREEN ECONOMY" zu vollziehen, sind technologische sowie regulatorische Veränderungen notwendig und gerade für den Einkauf von hoher Bedeutung.

DMG MORI steht seinen Lieferpartnern auf ihrem Weg zur Klimaneutralität und Dekarbonisierung beratend zur Seite. Innovative Software-as-a-Service-Lösungen legen die CO 2 -Emissionen auf Bauteilebene transparent dar und können automatisch konkrete Verbesserungsvorschläge für die Lieferanten erstellen. Im Berichtsjahr haben wir testweise einige Komponenten mit Hilfe eines Start-Ups analysiert. Diese verbesserte Datenqualität ermöglicht uns, auf Basis unseres Klima-Dreiklangs "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren" gemeinsam mit unseren Lieferanten noch gezielter Maßnahmen zur CO 2 -Reduktion zu identifizieren. 2022 planen wir unsere Aktivitäten auf emissionsintensive Materialgruppen auszuweiten und insbesondere auf Lieferanten mit den höchsten CO 2 -Emissionen zuzugehen, um konkrete Reduzierungsmaßnahmen festzulegen. Weitere Details hierzu stehen im separaten Nachhaltigkeitsbericht 2021 auf Seite 36 ff. de.dmgmori-ag.com/​nachhaltigkeit

Produktion und Logistik

Oberstes Ziel der Produktion und Logistik von DMG MORI sind eine nachhaltige, digitalisierte und hocheffiziente Fertigung und Montage. So wollen wir höchste Qualität sowie eine termingerechte, zeitnahe Auslieferung unserer Maschinen sicherstellen. Basis hierfür ist die Einhaltung unserer weltweiten strikten Qualitätsstandards und -prozesse. Dies erreichen wir mit unserer "First Quality"-Strategie entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die kontinuierliche Verbesserung unseres Qualitätsmanagementsystems kombiniert mit innovativen digitalen Lösungen sind der Schlüssel für höchste Produkt- und Prozessqualität und eine daraus resultierende Kundenzufriedenheit von über 95 % im Berichtsjahr.

Mit dem TAKT-Projekt treiben wir die Implementierung unserer Produktionsstrategie systematisch voran und übertragen Leuchtturmprojekte, Standards und Prozessoptimierungen auf alle Produktionsstandorte. Unsere Komponentenstrategie verfolgt die Stärkung und den Ausbau unserer Kernkompetenzen: Durch die Eigenfertigung der DMG MORI Components können wir höchste Qualitätsstandards garantieren und Abhängigkeiten von Zulieferern reduzieren. Leitlinien unserer Produktionsstrategie sind eine optimale Auslastung der Kapazitäten und eine nachhaltige Produktion.

In der TAKT-Academy werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der "Digital Lean Six Sigma"-Methodik weitergebildet. Im Zuge der Ausbildung werden Projekte zur Beseitigung von Verschwendung, Reduzierung von Durchlaufzeiten, Steigerung der Produktivität und ergonomischen Verbesserung von Arbeitsplätzen durchgeführt. Starker Fokus liegt dabei auf der Digitalisierung unserer Prozesse und die Integration von flexiblen Automatisierungslösungen in unsere eigene Wertschöpfungskette. Durch die Implementierung eigenentwickelter Softwarelösungen von TULIP, ISTOS und WERKBLiQ treiben wir die digitale Transformation auch intern aktiv voran. Darüber hinaus arbeiten wir an der Einführung weiterer Montage- und Intralogistikkonzepte mit fahrerlosen Transportsystemen und kollaborativen Robotern (Cobots), die unseren Mitarbeitern bei komplexen Aufgaben assistieren.

Bei der Gestaltung unseres weltweiten Produktionsnetzwerkes kooperieren wir intensiv mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch die wechselseitige Nutzung von weltweiten Produktionskapazitäten profitieren unsere Kunden von verkürzten Lieferzeiten und reduzierten Transportkosten. Auch in Zukunft werden wir unser globales Produktionsnetzwerk nutzen, um unsere Flexibilität zu erhöhen, Kapazitäten optimal auszunutzen und die Entfernung zu unseren Kunden durch lokale Produktion zu verringern. Um uns langfristig unabhängigen Zugang zu wichtigen Märkten zu sichern, bauen wir unsere weltweite Präsenz mit neuen Produktionswerken in China und Ägypten aus:

Made in China for China: Ein weiterer wichtiger Baustein dieses Produktionsnetzwerks ist das neue Produktionswerk DMG MORI Manufacturing Solutions in Pinghu nahe Shanghai. Der Spatenstich des hochautomatisierten und durchgängig digitalisierten, rund 41.000 m 2 großen Produktionswerks für 5-Achs-Fräsmaschinen erfolgte im Dezember 2021. Herzstück wird eine kontinuierliche Fließmontage mit einem fahrerlosen Transportsystem sein. Die Eröffnung ist 2023 geplant.

Made in Africa for Africa: In Kairo errichten wir bis 2024 gemeinsam mit der größten Industrieholding Ägyptens (AOI) ebenfalls ein hochautomatisiertes, durchgängig digitalisiertes und rund 20.000 m 2 großes Produktionswerk für Dreh- und Fräsmaschinen. Das Unternehmen GEMAS (German Egyptian Manufacturing Solutions), an dem DMG MORI einen Anteil von 40 % hält, entsteht auf einer Gesamtfläche von rund 60.000 m 2 in unmittelbarer Nähe zum Flughafen.

Auf unserer digitalen Plattform "DMG MORI Improve" bündeln wir unser Ideenmanagement. Dort wurden im Berichtsjahr konzernweit über 12.000 Ideen eingereicht und mehr als 65 % davon umgesetzt. Die Module für Workshops und Projekte im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozessmanagements werden übergreifend in allen Produktionsstandorten genutzt und unterstützten auch die Durchführung der TAKT-Academy-Projekte.

Im Berichtsjahr wurde am Standort Pfronten mit dem Neubau eines hochmodernen Logistikzentrums mit einer Fläche von 8.400 m 2 begonnen. Die 14.000 Regalmeter mit automatisierten und vollständig digitalisierten Abläufen ermöglichen eine Materialversorgung in weniger als einer Stunde nach Abruf.

Basierend auf der "Digital Lean Six Sigma"-Methode analysierte ein speziell geschultes Team im Berichtsjahr am Standort Pfronten die Optimierung der DMU 80 duoBLOCK durch digital unterstützte "Production Dojos". Entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden von optimierten Vorgaben bei Lieferanten über konstruktive Anpassungen bis hin zur Verpackung sämtliche Aspekte kritisch beleuchtet - und anschließend wurden über 100 verschieden Punkte optimiert. Das führte zu einer Produktivitätsverbesserung von 30 %. Weiter verringerte sich die Durchlaufzeit um 25 %. Außerdem konnten durch ein Projekt an der TAKT-Academy die Bearbeitungsprozesse von Gussteilen durch konstruktive Anpassungen optimiert und so die Materialkosten um bis zu 55 % reduziert werden.

Bei DECKEL MAHO in Seebach reduzierten sich im Zuge eines weiteren Projektes die Durchlaufzeiten von Erstmusterteilen bis zur Serienfreigabe um mehr als 50%. Im Mittelpunkt stand dabei die Implementierung einer selbst entwickelten TULIP Track & Trace APP, die es uns ermöglicht den kompletten Freigabeprozess zu steuern und lückenlos nachzuvollziehen.

Bei der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH ist der Produktionsstart der am Standort Bielefeld neu entwickelten CLX 450 TC erfolgreich angelaufen. Dabei wird die Rumpfmaschine von unserem hochmodernen Produktions- und Zulieferwerk FAMOT in Polen bereitgestellt und die compactMASTER-Spindel in Eigenfertigung in Bielefeld produziert. Diese Prozesse stellen eine optimierte Wertschöpfung sicher und bündeln das gesamte Know-how im Konzern.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung 2021 wurde ab Jahresmitte gedämpft durch neue Infektionswellen, Engpässe in den globalen Lieferketten sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und eine steigende Inflation. Dies erschwerte den gesamtwirtschaftlichen Aufholprozess deutlich. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft dennoch um +5,7 % nach dem historischen Einbruch 2020 (-3,1 %).

Deutschland verzeichnete beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Wachstum von +2,6 % und konnte damit nur zum Teil die Einbußen aus dem Krisenjahr 2020 (-4,9 %) wettmachen. Im Euroraum wuchs die Wirtschaft um +5,0 % (Vorjahr: -6,4 %). Lieferengpässe erschwerten allerdings eine vollständige Erholung der Konjunktur. Die großen europäischen Volkswirtschaften -allen voran Frankreich mit einem Anstieg des BIP um +6,6 % (Vorjahr: -8,0 %), Italien mit +6,2 % (Vorjahr: -9,0 %) und Spanien mit +4,2 % (Vorjahr: -10,8 %) -verbuchten nach der Rezession 2020 wieder einen Aufschwung. Im Vereinigten Königreich erholte sich die Konjunktur mit +6,9 % (Vorjahr: -9,7 %). Das BIP in Russland stieg um +3,7 % (Vorjahr: -2,4 %).

China verzeichnete eine Zuwachsrate des BIP von +7,8 % (Vorjahr: +2,3 %). Eine leichte Konjunkturbelebung war in Japan zu beobachten: Das BIP stieg um +1,5 % (Vorjahr: -4,7 %). Indien konnte mit +7,6 % deutlich zulegen (Vorjahr: -7,0 %). Die Region Südostasien wuchs um +2,9 % (Vorjahr: -4,5 %).

Die Wirtschaft in den USA ist im ersten Halbjahr 2021 deutlich gewachsen und hat das Vor-Corona-Niveau bereits überschritten, verlor aber zum Jahresende an Schwung. Das BIP nahm im Gesamtjahr um +5,6 % zu (Vorjahr: -3,4 %). Lateinamerika verzeichnete einen kräftigen Anstieg von +6,6 % (Vorjahr: -6,8 %).

Entwicklung der Werkzeugmaschinen-Industrie

INTERNATIONALE ENTWICKLUNG

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen befand sich 2021 auf Erholungskurs. Die enormen Herausforderungen durch Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten belasteten jedoch die Entwicklung. Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics stieg der Weltverbrauch 2021 deutlich um +17,5 % auf 69,0 MRD € (2020: 58,7 MRD €), blieb aber weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (-5,2 %; 72,8 MRD €).

In Europa fiel die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen mit +11,8% gegenüber dem hohen Rückgang des letzten Jahres eher verhalten aus (Vorjahr: -26,3 %). Asien hingegen verzeichnete mit +18,4 % den stärksten Anstieg (Vorjahr: -16,3 %). Auch in den Regionen Nord- und Südamerika war die Entwicklung mit +14,6 % positiv (Vorjahr: -21,9 %).

Im weltweit größten Markt China stieg der Verbrauch von Werkzeugmaschinen signifikant um +19,5 % auf 22,2 MRD € (2020: 18,6 MRD €; 2019: 19,9 MRD €). Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen mit 8,3 MRD €, wies einen Anstieg von +14,0 % aus (2020: 7,3 MRD €; 2019: 8,7 MRD €). Im drittgrößten Markt Deutschland nahm der Verbrauch um lediglich +2,2 % auf 4,7 MRD € zu (2020: 4,6 MRD €) und liegt damit deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (-34,4 %; 7,1 MRD €). Auf Rang vier ist Japan. Hier erhöhte sich der Verbrauch zwar um +11,4 % auf 4,1 MRD € signifikant, liegt damit aber ebenfalls noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (-26,5 %; 5,5 MRD €). Italiens Verbrauch entwickelte sich mit +29,7% auf 3,7 MRD € (2020: 2,9 MRD €; 2019: 4,0 MRD €) äußerst positiv und konnte sich als fünftstärkster Markt vor Südkorea mit 3,2 MRD € (2020: 2,7 MRD €; 2019: 3,0 MRD €) behaupten. Die zehn bedeutendsten Verbrauchsmärkte standen, wie im Vorjahr, für rund 79 % des weltweiten Werkzeugmaschinen-Verbrauchs.

Für die Weltproduktion berechnete der VDW ein Volumen von 69,0 MRD € (2020: 58,7 MRD €; 2019: 72,8 MRD €). Weltgrößter Produzent von Werkzeugmaschinen im Jahr 2021 blieb nach vorläufigen Schätzungen China mit einem Volumen von 20,6 MRD € (2020: 17,0 MRD €; 2019: 17,3 MRD €). Japan mit 9,6 MRD € (2020: 8,2 MRD €; 2019: 11,8 MRD €) und Deutschland mit 9,3 MRD € (2020: 8,8 MRD €; 2019: 12,6 MRD €) tauschten die Plätze und folgten auf den Rängen zwei und drei. Die zehn bedeutendsten Produktionsländer stehen wie im Vorjahr für insgesamt 90 % aller Werkzeugmaschinen weltweit.

DEUTSCHE WERKZEUGMASCHINEN-INDUSTRIE

Die deutsche Werkzeugmaschinen-Industrie erholte sich 2021 weitestgehend von den Folgen der Corona-Pandemie. Die Auftragseingänge der Werke in Deutschland stiegen um +58,3 % auf 13,6 MRD € und lagen damit bereits wieder über dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 8,6 MRD €; 2019: 12,3 MRD €) -allerdings noch deutlich unter dem Niveau von 2018 mit 17,5 MRD €. Sowohl die Inlandsnachfrage mit +50,6 % (Vorjahr: -36,5 %) als auch die Bestellungen aus dem Ausland mit +61,6 % (Vorjahr: -26,7 %) konnten deutlich zulegen. Der Auftragseingang bei spanenden Maschinen stieg signifikant um +65,0 % (Vorjahr: -31,0 %). Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich beachtlich um +69,0 % (Vorjahr: -42,0 %). Die Auslandsbestellungen nahmen um +63,0 % zu (Vorjahr: -25,0 %). Im Bereich der umformenden Maschinen stieg der Auftragseingang um +42,0 % (Vorjahr: -28,0 %). Auftragseingänge für ausländische Werke deutscher Hersteller sind hierbei nicht berücksichtigt.

Die Umsätze der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller hinken der Auftragseingangsentwicklung aufgrund der angespannten Liefersituation noch deutlich hinterher. Sie erhöhten sich lediglich um +3,7 % auf 12,7 MRD € und lagen damit -25,7% unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 (2020: 12,2 MRD €; 2019: 17,0 MRD €). Die Produktion von Maschinen, Teilen und Zubehör erreichte ein Volumen von insgesamt 11,7 MRD € und lag mit +5,7 % ebenfalls über dem Vorjahr (11,1 MRD €).

Die deutschen Werkzeugmaschinenexporte erhöhten sich um +7,9 % auf 8,0 MRD € (Vorjahr: 7,4 MRD €). Die Exportquote stieg um rund 1,5 Prozentpunkte auf 68,2 %. Der wichtigste Exportmarkt für deutsche Werkzeugmaschinen war erneut China mit einem Anstieg von +24,3 % auf 1,6 MRD € (Vorjahr: 1,3 MRD €). Dies entspricht 20,0 % der Werkzeugmaschinenausfuhren (Vorjahr: 17,4 %).

Die USA belegten mit einem Exportvolumen von 1,0 MRD € wie im Vorjahr Platz zwei (Exportanteil: 12,5%). Italien war mit 0,5 MRD € und einem Exportanteil von 5,8% der drittwichtigste Exportmarkt, knapp gefolgt von Österreich und Polen. Der Import von Werkzeugmaschinen stieg um +10,9 % auf 2,8 MRD € (Vorjahr: 2,5 MRD €). Mit einem Importanteil von 26,2 % kam in etwa jede vierte importierte Werkzeugmaschine aus der Schweiz. Auf den weiteren Plätzen folgten Japan (9,7 %) und Italien (9,2 %).

Der Inlandsverbrauch an Maschinen, Teilen und Zubehör erhöhte sich um +5,1 % auf 6,5 MRD €. Im Jahresverlauf ist die Kapazitätsauslastung der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um rund 10 Prozentpunkte gestiegen. Die Auslastung der Hersteller von spanenden Maschinen lag bei 80,8% (Vorjahr: 70,9 %).

Die Anzahl der Beschäftigten in den deutschen Werkzeugmaschinenunternehmen sank im Jahresdurchschnitt um -7,3 % auf rund 64.500 (Vorjahr: 69.558).

Für die gewerbliche Wirtschaft ist das ifo-Geschäftsklima der führende Indikator zur Konjunkturentwicklung in Deutschland. Laut der ifo-Veröffentlichung vom Januar 2022 hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn verbessert. In nahezu allen wichtigen Industriezweigen des verarbeitenden Gewerbes (Maschinenbau, Herstellung von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen) ist der Geschäftsklimaindex gestiegen. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage zwar etwas schlechter, die Erwartungen stiegen jedoch deutlich an. Zudem hat sich die Situation bei den Lieferengpässen von Vorprodukten und Rohstoffen etwas entspannt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Auftragseingang

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen erholte sich 2021, wurde jedoch im Jahresverlauf gebremst durch die Corona-Pandemie und steigende Inflation. Unter diesen erneut erschwerten Rahmenbedingungen erzielte DMG MORI einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang. Die Bestellungen erhöhten sich um +57 % auf 2.517,2 MIO € (Vorjahr 1.599,4 MIO €). Insbesondere das Neumaschinengeschäft nahm mit +71 % signifikant zu. Insgesamt lag das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sogar +5 % über dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 (2.401,8 MIO €). Im vierten Quartal stiegen die Bestellungen auf 588,6 MIO € (+43 %; Vorjahr: 411,6 MIO €).

Im Segment "Werkzeugmaschinen" stiegen die Bestellungen auf 1.423,8 MIO € (+69%; Vorjahr: 844,3 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Auftragseingang 302,0 MIO € (Vorjahr: 206,9 MIO €). Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verzeichnete einen Anstieg auf 1.093,2 MIO € (Vorjahr: 754,9 MIO €). Davon entfielen 1.092,7 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 750,1 MIO €). Hierin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Service-Geschäft (671,5 MIO €), das neben den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) auch Vertriebsprovisionen umfasst (Vorjahr: 506,5 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED stiegen um +73% auf 421,2 MIO € (Vorjahr: 243,6 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Auftragseingang bei den "Industriellen Dienstleistungen" auf 286,6 MIO € (Vorjahr: 204,6 MIO €).

Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich um +62 % auf 747,4 MIO € (Vorjahr: 462,0 MIO €). Die Auslandsbestellungen stiegen um +56 % auf 1.769,8 MIO € (Vorjahr: 1.137,4 MIO €). Damit liegt der Auslandsanteil bei 70 % (Vorjahr: 71 %). Mit 6.452 verkauften Maschinen lagen die Bestellungen deutlich über dem Vorjahr (3.654). Die Absatzpreise wurden über das gesamte Produktprogramm aufgrund weltweit gestiegener Materialpreise sukzessive erhöht.

Umsatz

Der Umsatz stieg trotz erschwerter Materialversorgung, zunehmender Logistikengpässe sowie hohen Rohstoff- und Transportkosten auf 2.052,9 MIO € (+12 %; Vorjahr: 1.831,3 MIO €). Im vierten Quartal nahm der Umsatz um 76,0 MIO € auf 602,0 MIO € zu (+14 %; Vorjahr: 526,0 MIO €).

Das Segment "Werkzeugmaschinen" entwickelte sich positiv mit einer Umsatzsteigerung von 56,9 MIO € auf 1.103,9 MIO € (+5 %; Vorjahr: 1.047,0 MIO €). Im vierten Quartal stieg der Umsatz auf 342,8 MIO € (+14 %; Vorjahr: 300,0 MIO €). Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" erhöhte sich der Umsatz im Gesamtjahr auf 948,8 MIO € (+21 %; Vorjahr: 784,1 MIO €). Im Bereich Services stieg der Umsatz auf 946,7 MIO € (Vorjahr: 778,8 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Service-Geschäft wurde im Jahresverlauf beeinflusst durch die noch zum Teil anhaltenden Reiserestriktionen und belief sich auf 506,0 MIO € (Vorjahr: 430,2 MIO €). Auf den Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED entfielen 440,6 MIO € (Vorjahr: 348,6 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz bei den "Industriellen Dienstleistungen" 259,2 MIO € (+15 %; Vorjahr: 225,9 MIO €).

Die Inlandsumsätze erhöhten sich um 18 % auf 652,8 MIO € (Vorjahr: 553,1 MIO €). Die Auslandsumsätze stiegen um 10 % auf 1.400,1 MIO € (Vorjahr: 1.278,2 MIO €). Die Exportquote betrug 68 % (Vorjahr: 70 %).

Der Druck auf die Lieferketten ist weiterhin weltweit hoch und wird durch Logistik-Engpässe noch verschärft. DMG MORI konnte dank eines stabilen und langjährigen Netzwerks zu Partnern und Lieferanten bisher gravierende Produktionsunterbrechungen vermeiden.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand erhöhte sich aufgrund der guten Entwicklung beim Auftragseingang zum 31. Dezember 2021 auf 1.208,9 MIO € (31.12.2020: 852,2 MIO €). Der Inlandsbestand betrug 459,8 MIO € (31.12.2020: 366,2 MIO €). Der Auslandsbestand belief sich auf 749,1 MIO € (31.12.2020: 486,0 MIO €). Von den vorliegenden Bestellungen entfielen 62 % auf das Ausland (Vorjahreszeitpunkt: 57 %).

In den einzelnen Segmenten entwickelte sich der Auftragsbestand wie folgt: Bei den "Werkzeugmaschinen" lag er bei 574,3 MIO € (31.12.2020: 346,2 MIO €). Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten zum 31. Dezember 2021 einen Auftragsbestand von insgesamt 634,6 MIO € (31.12.2020: 506,0 MIO €).

Aus dem Auftragsbestand ergibt sich bei den "Werkzeugmaschinen" eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich ca. 7 Monaten (Vorjahr: etwa 4 Monate). Die einzelnen Produktionsgesellschaften weisen unterschiedliche Auslastungen auf. Längeren Lieferzeiten steuern wir mit gezielten Maßnahmen entgegen, wie die Erweiterung und Optimierung von Montage- und Produktionskapazitäten.

Ertragslage

DMG MORI hat das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Lieferengpässe und hohe Rohstoff- und Transportkosten sowie die steigende Inflation prägten das Jahr und bremsten die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen befand sich auf Erholungskurs, blieb aber deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019. In diesem volatilen Marktumfeld ist DMG MORI gestärkt aus der Krise gekommen.

Die Ertragslage entwickelte sich positiv: Das EBITDA verbesserte sich um +22 % auf 190,8 MIO € (Vorjahr: 156,7 MIO €). Das EBIT stieg um +52 % auf 123,8 MIO € (Vorjahr: 81,7 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,0 % (Vorjahr: 4,5 %). Das EBT erhöhte sich um +62 % auf 121,6 MIO € (Vorjahr: 74,9 MIO €). Zum 31. Dezember 2021 wies der Konzern ein EAT von 85,6 MIO € aus -ein Plus von 64 % (Vorjahr: 52,1 MIO €).

Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden erläutert: Der Umsatz erhöhte sich bei zunehmenden Material-, Logistik- und Transportkosten sowie steigenden Rohstoffpreisen und anhaltender Corona-Pandemie auf 2.052,9 MIO € (+12 %; Vorjahr: 1.831,3 MIO €). Die Gesamtleistung verbesserte sich auf 2.079,5 MIO € (+15 %; Vorjahr: 1.809,8 MIO €).

Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 177,7 MIO € auf 1.161,6 MIO € (Vorjahr: 983,9 MIO €). Die Materialquote betrug 55,9 % (Vorjahr: 54,4 %). Die Veränderung resultiert insbesondere aus der Bestandsveränderung im Vergleich zum Vorjahr sowie einem geänderten Produkt- und Ländermix.

Der Rohertrag stieg auf 917,9 MIO € (Vorjahr: 825,9 MIO €). Der Personalaufwand belief sich auf 522,7 MIO € (Vorjahr: 486,9 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich bei einer deutlich gestiegenen Gesamtleistung auf 25,1 % (Vorjahr: 26,9 %).

Der Saldo der übrigen Erträge und Aufwendungen veränderte sich um -22,1 MIO € auf -204,4 MIO € (Vorjahr: -182,3 MIO €). Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich um 14,6 MIO € auf 59,7 MIO € (Vorjahr: 74,3 MIO €). Sie beinhalten, wie im Vorjahr, insbesondere Erträge aus Weiterbelastungen in Höhe von 8,9 MIO € (Vorjahr: 10,4 MIO €) und Währungsgewinne in Höhe von 24,0 MIO € (Vorjahr: 34,0 MIO €), die in Verbindung mit den Währungsverlusten in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen stehen. Im Geschäftsjahr 2021 entstand saldiert ein Währungsgewinn in Höhe von 1,8 MIO € (Vorjahr: 3,0 MIO €). Der sonstige betriebliche Aufwand (SBA) erhöhte sich trotz der um 14,9 % gestiegenen Gesamtleistung unterproportional nur um 2,9 % bzw. 7,5 MIO € auf 264,1 MIO € (Vorjahr: 256,6 MIO €). Aufgrund unserer Maßnahmen zur nachhaltigen Kostenoptimierung verbesserte sich die SBA-Quote um 1,5 % auf 12,7 % (Vorjahr: 14,2 %). Die Aufwendungen für Ausgangsfrachten und Verpackungen stiegen auf 44,9 MIO € (Vorjahr: 41,3 MIO €). Die Aufwendungen für Ausstellungen und Messen betrugen 29,2 MIO € (Vorjahr: 25,5 MIO €) und die Aufwendungen für Reise- und Bewirtungskosten lagen bei 21,8 MIO € (Vorjahr: 19,7 MIO €). Die Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter betrugen 5,6 MIO € (Vorjahr: 5,4 MIO €). Die Währungskursverluste lagen bei 22,2 MIO € (Vorjahr: 31,0 MIO €).

Die Abschreibungen verringerten sich auf 67,0 MIO € (Vorjahr: 75,0 MIO €). In den Abschreibungen enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 1,9 MIO € (Vorjahr: 3,5 MIO €), die im Wesentlichen auf immaterielle Vermögenswerte entfallen. Auf Nutzungsrechte gemäß IFRS 16 entfielen Abschreibungen in Höhe von 18,8 MIO € (Vorjahr: 20,2 MIO €).

B.01 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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In MIO € 2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Umsatzerlöse 2.052,9 98,7% 1.831,3 101,2 % 221,6 12,1 %
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19,8 1,0% -35,5 -2,0 % 55,3 155,8 %
Aktivierte Eigenleistungen 6,8 0,3% 14,0 0,8 % -7,2 51,4 %
Gesamtleistung 2.079,5 100,0% 1.809,8 100,0 % 269,7 14,9 %
Materialaufwendungen -1.161,6 -55,9% -983,9 -54,4 % -177,7 18,1 %
Rohertrag 917,9 44,1% 825,9 45,6 % 92,0 11,1 %
Personalaufwendungen -522,7 -25,1% -486,9 -26,9 % -35,8 7,4 %
Übrige Aufwendungen und Erträge -204,4 -9,8% -182,3 -10,1 % -22,1 12,1 %
EBITDA 190,8 9,2% 156,7 8,6 % 34,1 21,8 %
Abschreibungen -67,0 -3,2% -75,0 -4,1 % 8,0 10,7 %
EBIT 123,8 6,0% 81,7 4,5 % 42,1 51,5 %
Finanzergebnis -2,4 -0,2% -4,5 -0,3 % 2,1 46,7 %
Übriges Finanzergebnis 0,2 0,0% -2,3 -0,1 % 2,5 108,7 %
EBT 121,6 5,8% 74,9 4,1 % 46,7 62,3 %
Ertragsteuern -36,0 -1,7% -22,8 -1,3 % -13,2 57,9 %
EAT 85,6 4,1% 52,1 2,8 % 33,5 64,3 %

Das Finanzergebnis lag bei -2,4 MIO € (Vorjahr: -4,5 MIO €). Dazu trugen Zinserträge in Höhe von 4,6 MIO € (Vorjahr: 4,5 MIO €) und Zinsaufwendungen in Höhe von 7,0 MIO € (Vorjahr: 9,0 MIO €) bei. Das übrige Finanzergebnis beinhaltet das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen in Höhe von 0,2 MIO €. Der Vorjahreswert (-2,3 MIO €) beinhaltet eine Wertminderung in Höhe von 4,4 MIO € auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen. Der Steueraufwand erhöhte sich bei einem deutlich gestiegenen EBT auf 36,0 MIO € (Vorjahr: 22,8 MIO €). Die Steuerquote verbesserte sich auf 29,6 % (Vorjahr: 30,4 %). Weitere Erläuterungen stehen im Konzernanhang auf Seite 130 f.

Finanzlage

Auch die Finanzlage hat sich sehr positiv entwickelt: Der Free Cashflow stieg auf 179,9 MIO € und erreichte damit ein Allzeithoch (+1.046 %; Vorjahr: 15,7 MIO €).

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit (Mittelzufluss) verbesserte sich auf 244,9 MIO € (Vorjahr: 67,3 MIO €). Zu diesem Cashflow trugen im Wesentlichen das Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 121,6 MIO € (Vorjahr: 74,9 MIO €) und die Abschreibungen von 67,0 MIO € bei (Vorjahr: 75,0 MIO €). Aufgrund des deutlich gestiegenen Auftragseingangs nahmen die erhaltenen Anzahlungen um 197,6 MIO € zu und die Rückstellungen erhöhten sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung um 49,9 MIO €, was zu einer Verbesserung des Cashflows führte. Der Anstieg der Vorräte um 41,6 MIO € und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um 70,4 MIO € sowie der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 28,4 MIO € verminderten den Cashflow. Zudem führten die um 44,5 MIO € höheren Vorauszahlungenan Lieferanten für eine Absicherung der Materialversorgung zu einem weiteren Rückgang des Cashflows. Die Auszahlungen für Ertragsteuern (28,9 MIO €) und Zinsen (5,3 MIO €) reduzierten den Cashflow.

B.02 | CASHFLOW

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In MIO € 2021 2020
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 244,9 67,3
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -83,8 21,7
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -44,7 -117,1
Veränderung Zahlungsmittel 118,4 -30,5
Flüssige Mittel zum Anfang der Berichtsperiode 123,5 154,0
Flüssige Mittel zum Ende der Berichtsperiode 241,9 123,5

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -83,8 MIO € (Vorjahr: 21,7 MIO €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen betrugen 42,6 MIO € (Vorjahr: 41,7 MIO €) und für immaterielle Vermögenswerte 23,1 MIO € (Vorjahr: 26,3 MIO €). Aus den Investitionen in Finanzanlagen ergaben sich Auszahlungen in Höhe von 12,8 MIO € (Vorjahr: Einzahlungen: 43,2 MIO €). Aus der teilweisen Rückführung des Darlehens an die DMG MORI GmbH ergaben sich im Vorjahr Einzahlungen in Höhe von 30,0 MIO €.

Der Free Cashflow stieg auf den Rekordwert von 179,9 MIO € (Vorjahr: 15,7 MIO €). Der Free Cashflow wird definiert als Saldo des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit und des Cashflows aus der Investitionstätigkeit. Dabei bleiben Aus- und Einzahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Tochterunternehmen (-3,1 MIO €; Vorjahr: 0,1 MIO €) und mit dem Finanzanlagevermögen (-12,8 MIO €; Vorjahr: 43,2 MIO €) sowie Ein- und Auszahlungen aus Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen (1,2 MIO €; Vorjahr: 30,0 MIO €) unberücksichtigt.

B.03 | FREE CASHFLOW

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In MIO € 2021 2020
Free Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 244,9 67,3
Free Cashflow aus der Investitionstätigkeit -65,0 -51,6
Free Cashflow 179,9 15,7

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Mittelabfluss) lag bei -44,7 MIO € (Vorjahr: -117,1 MIO €). Der Cashflow ergab sich aus der Zahlung der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Jahr 2020 in Höhe von 27,1 MIO € (Vorjahr: 95,7 MIO €). Aufgrund der Anwendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden Leasingzahlungen in Höhe von 19,1 MIO € (Vorjahr: 20,0 MIO €) im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit berücksichtigt. Aus der Veränderung der Cashflows resultierte zum 31. Dezember 2021 ein Bestand an flüssigen Mitteln von 241,9 MIO € (Vorjahr: 123,5 MIO €). Damit verfügte DMG MORI zum 31. Dezember 2021 über einen Finanzmittelüberschuss von 241,9 MIO € (Vorjahr: 123,5 MIO €).

DMG MORI deckt seinen Kapitalbedarf aus dem operativen Cashflow, dem Bestand an flüssigen Mitteln sowie der Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien betrug im Geschäftsjahr 2021 insgesamt 727,9 MIO € (Vorjahr: 761,8 MIO €). Diese bestehen aus einer Bartranche in Höhe von 200,0 MIO €, einer Avaltranche über 300,0 MIO €, weiteren Avallinien von 67,9 MIO € sowie Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 160,0 MIO €.

Wesentlicher Bestandteil der Finanzierungslinien ist eine bestehende syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO €, die bereits im April 2020 vorzeitig zu verbesserten Konditionen bis Februar 2025 und im April 2021 nochmals bis Februar 2026 verlängert werden konnte. Die syndizierte Kreditlinie besteht aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €.

Der syndizierte Kredit wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-Euribor) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die Bartranche wurde zum 31. Dezember 2021 nicht in Anspruch genommen.

Factoring ist in unserem Finanzierungsmix unverändert ein wichtiger Bestandteil. Zusätzlich zum Finanzierungseffekt können wir so die Prozesse für das Debitorenmanagement optimieren. Für das operative Geschäft benötigt DMG MORI Avallinien, um Bürgschaften und Garantien für Anzahlungen und Gewährleistungen ausstellen zu lassen.

Mit diesem Finanzierungsmix verfügen wir über ausreichende Finanzierungslinien, mit denen wir die benötigte Liquidität für unser Geschäft bereitstellen können. Unser syndizierter Kreditvertrag verpflichtet uns zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Dieser wurde quartalsweise sowie zum 31. Dezember 2021 eingehalten. Ergänzt wird die Finanzierung durch Leasing-Verträge. Die Summe der Leasing-Verbindlichkeiten beträgt 45,1 MIO € (Vorjahr: 52,3 MIO €).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31. Dezember 2021 auf 2.556,0 MIO € (Vorjahr: 2.191,5 MIO €). Das Eigenkapital stieg um +11% auf 1.401,8 MIO € (Vorjahr: 1.259,5 MIO €). Die Eigenkapitalquote betrug aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme 54,8 % (Vorjahr: 57,5 %).

Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um 98,6 MIO € bzw. 13,4 % auf 836,5 MIO € (Vorjahr: 737,9 MIO €). Die Sachanlagen nahmen um 4,2 MIO € auf 468,7 MIO € zu (Vorjahr: 464,5 MIO €). Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 10,2 MIO € auf 221,4 MIO € (Vorjahr: 211,2 MIO €). Die Finanzanlagen erhöhten sich um 84,3 MIO € auf 146,4 MIO € (Vorjahr: 62,2 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus der Fair-Value Bewertung der Anteile an der TULIP Interfaces Inc., die ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt wird. Eine Erläuterung der wesentlichen Investitionen erfolgt im Kapitel "Investitionen" auf Seite 75 f.

Die langfristig gebundenen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte verringerten sich leicht um 3,7 MIO € auf 69,2 MIO € (Vorjahr: 72,9 MIO €). Dabei betrugen die latenten Steuern 55,2 MIO € (Vorjahr: 58,5 MIO €). Die Vorräte nahmen um 7,5 % bzw. 40,4 MIO € auf 579,1 MIO € zu (Vorjahr: 538,7 MIO €). Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) erhöhte sich zur Absicherung der Materialversorgung um 47,7 MIO € auf 279,0 MIO € (Vorjahr: 231,3 MIO €) und der unfertigen Erzeugnisse um 12,4 MIO € auf 127,8 MIO € (Vorjahr: 115,4 MIO €). Die fertigen Erzeugnisse reduzierten sich um 19,7 MIO € auf 172,3 MIO € (Vorjahr: 192,0 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Vorräte lag bei 3,5 (Vorjahr: 3,4). Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme belief sich auf 22,7 % (Vorjahr: 24,6 %).

Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte nahmen um 15,4 % bzw. 110,8 MIO € auf 829,3 MIO € zu (Vorjahr: 718,5 MIO €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich aufgrund des gestiegenen Umsatzes sowie einem reduzierten Factoring-Volumen um 68,1 MIO € auf 202,0 MIO € (Vorjahr: 133,9 MIO €). Die Umschlagshäufigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag bei 7,0 (Vorjahr: 6,8). Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen lagen bei 412,1 MIO € (Vorjahr: 466,2 MIO €). Die sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich um 72,4 MIO € auf 170,6 MIO € (Vorjahr: 98,2 MIO €). Der Anstieg resultiert insbesondere aus Vorauszahlungen in Höhe von 70,8 MIO € an ausgewählte Lieferanten zur Sicherstellung der Materialverfügbarkeit (Vorjahr: 26,4 MIO €).

Die flüssigen Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 241,9 MIO € (Vorjahr: 123,5 MIO €). Das entspricht einem Anteil von 9,5 % an der gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr: 5,6%). Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 142,3 MIO € bzw. 11,3 % auf 1.401,8 MIO € (Vorjahr: 1.259,5 MIO €). Die Eigenkapitalquote betrug 54,8 % (Vorjahr: 57,5 %). Wie zum Vorjahreszeitpunkt, haben wir einen Finanzmittelüberschuss und somit kein Gearing.

Das langfristige Fremdkapital ging leicht um 5,5 MIO € auf 125,7 MIO € zurück (Vorjahr: 131,2 MIO €). Der Anteil an der Bilanzsumme betrug 4,9 % (Vorjahr: 6,0 %). Dabei betrugen die langfristigen Rückstellungen 82,7 MIO €. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrafen mit 2,6 MIO € passive latente Steuern (Vorjahr: 1,8 MIO €). Die langfristigen Finanzierungsmittel, bestehend aus Eigenkapital und langfristigem Fremdkapital, erhöhten sich im Berichtsjahr um 136,8 MIO € bzw. 9,8 % auf 1.527,5 MIO € (Vorjahr: 1.390,7 MIO €).

Die kurzfristigen Finanzierungsmittel beliefen sich auf 1.028,5 MIO € (Vorjahr: 800,8 MIO €). Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung auf 265,2 MIO € (Vorjahr: 221,0 MIO €). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 2,4 MIO € auf 134,7 MIO € (Vorjahr: 137,1 MIO €). Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich bei einem deutlich gestiegenen Auftragseingang um 192,2 MIO € auf 348,8 MIO € (Vorjahr: 156,6 MIO €). Die Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen gingen zurück um 20,9 MIO € auf 119,1 MIO € (Vorjahr: 140,0 MIO €) und beinhalten die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH (2021: 29,3 MIO €; 2020: 27,1 MIO €). Dieser Sachverhalt innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen wird bei Zahlung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

B.04 | BILANZ VON DMG MORI

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In MIO € 31.12.2021 31.12.2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Aktiva
Langfristig gebundenes Vermögen 905,7 35,4 % 810,8 37,0 % 94,9 11,7 %
Anlagevermögen 836,5 32,7 % 737,9 33,7 % 98,6 13,4 %
Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 69,2 2,7 % 72,9 3,3 % -3,7 5,1 %
Kurzfristig gebundenes Vermögen 1.650,3 64,6 % 1.380,7 63,0 % 269,6 19,5 %
Vorräte 579,1 22,7 % 538,7 24,6 % 40,4 7,5 %
Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 829,3 32,4 % 718,5 32,8 % 110,8 15,4 %
Flüssige Mittel 241,9 9,5 % 123,5 5,6 % 118,4 95,9 %
Bilanzsumme 2.556,0 100,0 % 2.191,5 100,0 % 364,5 16,6 %
Passiva
Langfristige Finanzierungsmittel 1.527,5 59,7 % 1.390,7 63,5 % 136,8 9,8 %
Eigenkapital 1.401,8 54,8 % 1.259,5 57,5 % 142,3 11,3 %
Fremdkapital 125,7 4,9 % 131,2 6,0 % -5,5 4,2 %
Langfristige Rückstellungen 82,7 3,2 % 84,7 3,9 % -2,0 2,4 %
Langfristige Verbindlichkeiten 43,0 1,7 % 46,5 2,1 % -3,5 7,5 %
Kurzfristige Finanzierungsmittel 1.028,5 40,3 % 800,8 36,5 % 227,7 28,4 %
Kurzfristige Rückstellungen 265,2 10,4 % 221,0 10,1 % 44,2 20,0 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten 763,3 29,9 % 579,8 26,4 % 183,5 31,6 %
Bilanzsumme 2.556,0 100,0 % 2.191,5 100,0 % 364,5 16,6 %

Neben dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Vermögen nutzt DMG MORI auch nicht bilanzierungsfähige Vermögenswerte. Im Rahmen außerbilanzieller Finanzierungsinstrumente nutzen wir Factoring-Programme.

Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 77,3 MIO € (Vorjahr: 80,0 MIO €). Die darin enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 "Leasingverhältnisse" betrugen 11,5 MIO € (Vorjahr: 12,0 MIO €). Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 11,8 MIO € (Vorjahr: 1,2 MIO €) und resultierten im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung der TULIP Interfaces Inc., an dersich DMG MORI im Juli 2021 beteiligt hat. Damit betrugen die Investitionen insgesamt 89,1 MIO € (Vorjahr: 81,2 MIO €).

Bei DECKEL MAHO in Pfronten haben wir mit dem Bau eines hochmodernen, automatisierten Logistik-Centers begonnen. Auf einer Fläche von 8.400 m 2 werden vier bisher extern gelegene Logistiklager zentral gebündelt und damit eine optimierte und nachhaltige Materialversorgung der Produktion sichergestellt. Innovative Transport- und Automatisierungslösungen ermöglichen eine effiziente und montagefertige Materialbereitstellung und führen somit zu einer deutlich verbesserten Durchlaufzeit. Zugleich fördern wir die Nachhaltigkeit in der Produktion, da Verpackungsmaterialien und Transportwege signifikant reduziert werden.

Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir die Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung der mechanischen Fertigung weiter verstärkt. Das bereits in Pfronten erfolgreich eingeführte und wegweisende Montagekonzept auf Basis fahrerloser AGV-Transportsysteme (Automated Guided Vehicles) soll auch in Seebach implementiert werden, um künftig 5-Achs-Maschinen im Modellmix in einer hochmodernen Taktmontage zu fertigen.

In China haben wir mit dem Bau unseres neuen, hochautomatisierten Produktionswerks für 5-Achs-Fräsmaschinen in Pinghu nahe Shanghai begonnen. Mitten im Yangtse-Delta -eine der dynamischsten Wirtschaftszonen Chinas -werden wir unsere ganzheitlichen Technologielösungen zeigen: Wir errichten eine hochmoderne, innovative Fließmontage mit fahrerlosen Transportsystemen, flexibler Automation und durchgängiger Digitalisierung. Das Grand Opening des rund 41.000 m 2 großen Produktionswerkes soll 2023 sein.

Darüber hinaus investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen unter Berücksichtigung der aktivierten Entwicklungskosten und Leasingverhältnisse beliefen sich auf 67,0 MIO € (Vorjahr: 75,0 MIO €). Die Abschreibungen auf die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 5,7 MIO € (Vorjahr: 6,5 MIO €).

Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Kurzform)

Der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach HGB ist als Kurzform in den nachfolgenden Tabellen dargestellt. Der vollständige Jahresabschluss einschließlich Lagebericht liegt als separater Bericht vor. Das Ergebnis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird im Wesentlichen von den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 67,5 MIO € bestimmt, die sich aus den Ergebnisabführungen ergeben (Vorjahr: 51,3 MIO €).

B.05 | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)
in MIO €

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2021 2020
Umsatzerlöse 11,8 12,2
Sonstige betriebliche Erträge 22,6 43,3
Übrige Aufwendungen -62,4 -69,7
Erträge aus Finanzanlagen 67,5 51,3
Finanzergebnis 4,2 2,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -14,4 -12,6
Ergebnis nach Steuern 29,3 27,1
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -29,3 -27,1
Jahresergebnis 0 0
Bilanzgewinn 0 0

Die sonstigen Erträge betrugen 22,6 MIO € (Vorjahr: 43,3 MIO €). Sie beinhalten Währungskursgewinne in Höhe von 18,8 MIO € (Vorjahr: 28,4 MIO €) und im Vorjahr einen Ertrag aus der Veräußerung von Anteilen an einem verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,4 MIO €.

Die übrigen Aufwendungen verringerten sich auf 62,4 MIO € (Vorjahr: 69,7 MIO €). Die Veränderung ergibt sich insbesondere bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich auf 34,7 MIO € verminderten (Vorjahr: 45,0 MIO €). Sie resultieren im Wesentlichen aus Währungsverlusten in Höhe von 16,1 MIO € (Vorjahr: 24,5 MIO €). Ohne die Effekte aus dem Währungsergebnis haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 1,9 MIO € auf 18,6 MIO € vermindert (Vorjahr: 20,5 MIO €). Gegenläufig erhöhten sich die Personalaufwendungen auf 24,0 MIO € (Vorjahr: 19,8 MIO €).

Das Finanzergebnis verbesserte sich auf 4,2 MIO € (Vorjahr: 2,6 MIO €). Der Steueraufwand betrug 14,4 MIO € (Vorjahr: 12,6 MIO €). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft und eines Steuerumlagevertrages belasteten Steuern der DMG MORI GmbH. Gemäß des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 29,3 MIO € an die DMG MORI GmbH abgeführt (Vorjahr: 27,1 MIO €).

Die Bilanzsumme der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erhöhte sich insgesamt um 141,7 MIO € auf 1.882,0 MIO € (Vorjahr: 1.740,3 MIO €). Das Anlagevermögen reduzierte sich leicht auf 752,9 MIO € (Vorjahr: 754,8 MIO €).

Das Umlaufvermögen und die sonstigen Aktiva stiegen auf 1.129,1 MIO € (Vorjahr: 985,5 MIO €). Die Veränderung resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Zahlungsmittel, die sich um 116,8 MIO € auf 169,3 MIO € erhöhten (Vorjahr: 52,5 MIO €).

Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital wie im Vorjahr 921,2 MIO €. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme betrug die Eigenkapitalquote 48,9 % (Vorjahr: 52,9 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich auf 927,3 MIO € (Vorjahr: 791,0 MIO €). Darin ausgewiesen wird die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 29,3 MIO €, Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 11,5 MIO €, die aufgrund der steuerlichen Organschaft und eines Steuerumlagevertrages von der DMG MORI GmbH belastet werden, sowie Finanz- und Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen.

B.06 | BILANZ DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (HGB) in MIO €

Aktiva

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2021 2020
Anlagevermögen 752,9 754,8
Anteile an verbundenen Unternehmen 717,8 717,8
Beteiligungen 6,7 6,7
Übriges Anlagevermögen 28,4 30,3
Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 1.129,1 985,5
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 915,0 906,9
Übriges Umlaufvermögen und sonstige Aktiva 214,1 78,6
Bilanzsumme 1.882,0 1.740,3

Passiva

Eigenkapital 921,2 921,2
Rückstellungen 30,4 25,2
Verbindlichkeiten 930,4 793,9
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 927,3 791,0
Andere Verbindlichkeiten 3,1 2,9
Bilanzsumme 1.882,0 1.740,3

Segmentbericht

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir bei den "Industriellen Dienstleistungen".

Werkzeugmaschinen

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic /​ Lasertec /​ Additive Manufacturing) sowie Digital Solutions. Der Geschäftsbereich Drehen umfasst die GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH und die GILDEMEISTER Italiana S.r.l. Unser Drehmaschinenangebot reicht von Universal-Drehmaschinen über Drehfräszentren bis hin zum Produktionsdrehen sowie Mehrspindeldrehautomaten. Zum Geschäftsbereich Fräsen zählen die DECKEL MAHO Pfronten GmbH und die DECKEL MAHO Seebach GmbH. Unser Angebot umfasst das Vertikal-, Horizontal- und 5-Achs-Fräsen. Im Juni 2021 wurde die DMG MORI Manufacturing Solutions in Pinghu (China) gegründet. Ab 2023 werden in dem hochautomatisierten und durchgängig digitalisierten Produktionswerk 5-Achs-Fräsmaschinen für den chinesischen Markt hergestellt. Unsere Universal-Dreh- und Fräsmaschinen der CLX- und CMX-Baureihe werden in unseren Werken FAMOT Pleszew Sp. z o.o. bzw. GRAZIANO Tortona S.r.l. gebaut. Bei der Ulyanovsk Machine Tools ooo produzieren wir lokal die Maschinen der ECOLINE-Baureihe -in Russland für Russland. Auch im Produktionsumfeld kooperieren wir intensiv mit der DMG MORI COMPANY LIMITED. Durch die Nutzung von weltweiten Produktionskapazitäten können wir Lieferzeiten und Transportkosten verringern -zum Vorteil unserer Kunden.

Der Geschäftsbereich Advanced Technologies wird von der DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH und der DMG MORI Additive GmbH gebildet. Neben der ultraschallunterstützten Fräs- und Schleifbearbeitung (Ultrasonic) beinhaltet er die Technologie der Laserbearbeitung (Lasertec) sowie den Bereich Additive Manufacturing. In diesem Zukunftsfeld bieten wir mit der DMG MORI Additive GmbH das selektive Laser-Schmelzen im Pulverbett sowie das Laser-Auftragsschweißen mittels Pulverdüse der DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH.

Im Geschäftsbereich Digital Solutions bündelt die DMG MORI Digital GmbH die Digitalisierungskompetenz im Konzern und ist damit der zentrale Ansprechpartner für unsere Kunden bei allen Themen rund um die Digitalisierung. Dazu zählen u.a. das digitale Subscription-Geschäftsmodell PAYZR, die Steuerungs- und Softwareentwicklung der DMG MORI Digital GmbH sowie die WERKBLiQ-Produkte für eine durchgängige, herstellerübergreifende Wartungs- und Instandhaltungsplattform und unser Kundenportal my DMG MORI. Die nachhaltige Digitalisierung im Fertigungsbereich wird durch die effiziente Produktionsplanung entlang der gesamten Liefer- und Wertschöpfungskette der ISTOS GmbH ergänzt. Die DMG MORI Digital GmbH unterstützt unsere Vertriebs- und Servicegesellschaften zudem mit kundenorientierten Dienstleistungen für Implementierungen und Qualifizierung.

B.07 | SEGMENT-KENNZAHLEN DMG MORI

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In MIO € 2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang 2.517,2 1.599,4 917,8 57 %
Werkzeugmaschinen 1.423,8 844,3 579,5 69 %
Industrielle Dienstleistungen 1.093,2 754,9 338,3 45 %
Corporate Services 0,2 0,2 0,0 0 %
Umsatz 2.052,9 1.831,3 221,6 12 %
Werkzeugmaschinen 1.103,9 1.047,0 56,9 5 %
Industrielle Dienstleistungen 948,8 784,1 164,7 21 %
Corporate Services 0,2 0,2 0,0 0 %
EBIT 123,8 81,7 42,1 52 %
Werkzeugmaschinen 54,7 50,2 4,5 9 %
Industrielle Dienstleistungen 95,4 54,3 41,1 76 %
Corporate Services -26,4 -22,8 -3,6 -16 %

Die TULIP Interfaces Inc., an der wir seit September 2019 beteiligt sind, vereinfacht unseren Kunden den Einstieg in die Digitalisierung der Fertigung mit mitarbeiterzentrierten APPs, die ohne Programmierkenntnisse erstellt werden können.

Die ADAMOS GmbH bündelt Know-how aus Maschinenbau, Produktion und Informationstechnik. Gemeinsam mit den Weltmarktführern Dürr, der Software AG, ZEISS und ASM PT etabliert DMG MORI die offene, herstellerunabhängige IoT-Plattform als globalen Branchenstandard -von Maschinenbauern für Maschinenbauer, ihre Zulieferer und Kunden. Seit der Gründung 2017 sind mit den Firmen Engel, Karl Mayer und PwC drei namhafte Gesellschafter sowie 15 weitere Partner dazugekommen. Insgesamt gehören dem ADAMOS-Netzwerk derzeit 37 Partner an. Der DMG MORI Store powered by ADAMOS ist der digitale Point-of-Sale für alle PAYZR-Angebote im Bereich Equipment- und Software-as-a-Service.

In unserem Zukunftsfeld Automatisierung setzen wir auf die intelligente Automatisierung von Maschinen und Anlagen mit maschinenspezifischen, universellen und skalierbaren Lösungen, mit DMG MORI-Leitrechnertechnologie und zentraler Werkzeugverwaltung. Die Verantwortung für Automatisierungslösungen liegt in den Produktionswerken. So erhalten unsere Kunden perfekt aufeinander abgestimmte Maschinen und Automationslösungen aus einer Hand. Mit dem Joint Venture DMG MORI HEITEC GmbH beschleunigen wir die Entwicklung modular aufeinander abgestimmter Lösungen und bieten insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ein durchgängiges Automatisierungskonzept.

Die Nachfrage nach Werkzeugmaschinen erholte sich 2021, wurde jedoch im Jahresverlauf gebremst durch die Corona-Pandemie und steigende Inflation. Unter diesen erneut erschwerten Rahmenbedingungen erzielte DMG MORI einen deutlichen Anstieg beim Auftragseingang. Insbesondere das Neumaschinengeschäft nahm mit +71 % signifikant zu. Im Segment "Werkzeugmaschinen" stieg der Auftragseingang um +69 % auf 1.423,8 MIO € (Vorjahr: 844,3 MIO €). Im vierten Quartal erhöhte sich der Auftragseingang um +46% auf 302,0 MIO € (Vorjahr: 206,9 MIO €). Im Inland verdoppelte sich der Auftragseingang im Gesamtjahr auf 423,4 MIO € (Vorjahr: 211,6 MIO €). Die Auslandsbestellungen stiegen auf 1.000,4 MIO € (Vorjahr: 632,7 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 70 % (Vorjahr: 75 %). 57 % aller Bestellungen entfielen auf das Segment "Werkzeugmaschinen" (Vorjahr: 53 %).

B.08 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"

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In MIO € 2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang
Gesamt 1.423,8 844,3 579,5 69 %
Inland 423,4 211,6 211,8 100 %
Ausland 1.000,4 632,7 367,7 58 %
% Ausland 70 75
Umsatz
Gesamt 1.103,9 1.047,0 56,9 5 %
Inland 363,1 308,4 54,7 18 %
Ausland 740,8 738,6 2,2 0 %
% Ausland 67 71
Auftragsbestand *
Gesamt 574,3 346,2 228,1 66 %
Inland 105,4 45,1 60,3 134 %
Ausland 468,9 301,1 167,8 56 %
% Ausland 82 87
Investitionen 75,0 67,0 8,0 12 %
EBITDA 97,3 96,3 1,0 1 %
EBIT 54,7 50,2 4,5 9 %
EBT 51,5 42,2 9,3 22 %
2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 3.908 3.780 128 3 %
davon Auszubildende 189 240 -51 -21 %

* Stichtag: 31.12.

Der Umsatz stieg trotz erschwerter Materialversorgung, zunehmender Logistikengpässen sowie hoher Rohstoff- und Transportkosten auf 1.103,9 MIO € (+5 %; Vorjahr: 1.047,0 MIO €). Im vierten Quartal betrug der Umsatz 342,8 MIO € (+14 %; Vorjahr: 300,0 MIO €). Der Inlandsumsatz belief sich im Gesamtjahr auf 363,1 MIO € (Vorjahr: 308,4 MIO €). Der Auslandsumsatz erreichte 740,8 MIO € (Vorjahr: 738,6 MIO €). Die Exportquote betrug 67 % (Vorjahr: 71 %). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte einen Anteil von 54 % am Umsatz (Vorjahr: 57 %).

Der Auftragsbestand lag am 31. Dezember 2021 bei 574,3 MIO € (Vorjahr: 346,2 MIO €). Die Bestände aus dem Inland betrugen 105,4 MIO € (Vorjahr: 45,1 MIO €). Die Auslandsaufträge hatten mit 468,9 MIO € einen Anteil von 82 % (Vorjahr: 301,1 MIO €; 87 %). Das EBITDA erreichte 97,3 MIO € (Vorjahr: 96,3 MIO €). Das EBIT verbesserte sich auf 54,7 MIO € (Vorjahr: 50,2 MIO €). Das EBT betrug 51,5 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich plangemäß auf 63,2 MIO € (Vorjahr: 65,8 MIO €). Darin enthalten sind Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 in Höhe von 2,1 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €). Die Investitionen in Finanzanlagen lagen bei 11,8 MIO € (Vorjahr: 1,2 MIO €) und resultierten im Wesentlichen aus der Kapitalerhöhung der TULIP Interfaces Inc., an der sich DMG MORI im Juli 2021 beteiligt hat. Damit beliefen sich die Investitionen insgesamt auf 75,0 MIO € (Vorjahr: 67,0 MIO €). Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen 4,6 MIO € (Vorjahr: 4,1 MIO €).

Bei DECKEL MAHO in Pfronten haben wir mit dem Bau eines hochmodernen, automatisierten Logistik-Centers begonnen. Auf einer Fläche von 8.400 m 2 werden vier bisher extern gelegene Logistiklager zentral gebündelt und damit eine optimierte und nachhaltige Materialversorgung der Produktion sichergestellt. Innovative Transport- und Automatisierungslösungen ermöglichen eine effiziente und montagefertige Materialbereitstellung und führen somit zu einer deutlich verbesserten Durchlaufzeit. Zugleich fördern wir die Nachhaltigkeit in der Produktion, da Verpackungsmaterialien und Transportwege signifikant reduziert werden.

Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir die Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung der mechanischen Fertigung weiter verstärkt. Das bereits in Pfronten erfolgreich eingeführte und wegweisende Montagekonzept auf Basis fahrerloser Transportsysteme soll auch in Seebach implementiert werden, um künftig 5-Achs-Maschinen im Modellmix in einer hochmodernen Taktmontage zu fertigen.

In China haben wir mit dem Bau unseres neuen, hochautomatisierten Produktionswerks für 5-Achs-Fräsmaschinen nahe Shanghai begonnen. In Pinghu errichten wir eine hochmoderne, innovative Fließmontage mit fahrerlosen Transportsystemen, flexibler Automation und durchgängiger Digitalisierung. Spatenstich für die DMG MORI Manufacturing Solutions war im Dezember 2021. Das Grand Opening des rund 41.000 m 2 großen Produktionswerkes soll 2023 sein. Zudem stand unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen weiterhin im Mittelpunkt.

Im Segment "Werkzeugmaschinen" waren zum Jahresende 3.908 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 3.780 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich wie im Vorjahr auf 57 %. Die Personalquote betrug 23,0 % (Vorjahr: 22,4 %). Der Personalaufwand belief sich auf 254,1 MIO € (Vorjahr: 234,5 MIO €).

Industrielle Dienstleistungen

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasste im Berichtszeitraum im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs Services. Der Bereich Energy Solutions hat aufgrund der 2019 erfolgten Veräußerung von wesentlichen Geschäftsaktivitäten nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Das Online-Kundenportal my DMG MORI digitalisiert die Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für eine transparente Kommunikation.

Auch im Segment "Industrielle Dienstleistungen" war die Erholung der Nachfrage nach Werkzeugmaschinen und der damit verbundenen Dienstleistungen spürbar. Der Auftragseingang nahm um +45 % auf 1.093,2 MIO € (Vorjahr: 754,9 MIO €) zu. Davon entfielen 1.092,7 MIO € auf den Bereich Services (Vorjahr: 750,1 MIO €). Darin enthalten ist der Auftragseingang aus unserem originären Geschäft, den LifeCycle Services (u. a. Ersatzteile, Wartung und Instandsetzung) sowie aus Vertriebsprovisionen in Höhe von 671,5 MIO € (Vorjahr: 506,5 MIO €). Die Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED stiegen um 73 % auf 421,2 MIO € (Vorjahr: 243,6 MIO €). Der Auftragseingang betrug im vierten Quartal 286,6 MIO € (Vorjahr: 204,6 MIO €). Die Inlandsbestellungen erreichten im Gesamtjahr 323,8 MIO € (Vorjahr: 250,2 MIO €). Die Auslandsaufträge beliefen sich auf 769,4 MIO € (Vorjahr: 504,7 MIO €). Aus dem Ausland kamen 70 % aller Aufträge (Vorjahr: 67 %). Auf die "Industriellen Dienstleistungen" entfielen 43% aller Bestellungen (Vorjahr: 47 %).

B.09 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"

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In MIO € 2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Auftragseingang
Gesamt 1.093,2 754,9 338,3 45 %
Inland 323,8 250,2 73,6 29 %
Ausland 769,4 504,7 264,7 52 %
% Ausland 70 67
Umsatz
Gesamt 948,8 784,1 164,7 21 %
Inland 289,5 244,5 45,0 18 %
Ausland 659,3 539,6 119,7 22 %
% Ausland 69 69
Auftragsbestand *
Gesamt 634,6 506,0 128,6 25 %
Inland 354,4 321,1 33,3 10 %
Ausland 280,2 184,9 95,3 52 %
% Ausland 44 37
Investitionen 12,8 13,3 -0,5 -4 %
EBITDA 116,5 78,1 38,4 49 %
EBIT 95,4 54,3 41,1 76 %
EBT 91,7 49,5 42,2 85 %
2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 2.831 2.808 23 1 %
davon Auszubildende 36 39 -3 -8 %

* Stichtag: 31.12.

Auch der Umsatz stieg unter weiterhin erschwerten Bedingungen auf 948,8 MIO € (+21 %; Vorjahr: 784,1 MIO €). Auf den Bereich Services entfielen 946,7 MIO € (Vorjahr: 778,8 MIO €). Der Umsatz mit unserem originären Servicegeschäft wurde im Jahresverlauf beeinflusst durch die noch zum Teil anhaltenden Reiserestriktionen. Der Umsatz belief sich auf 506,0 MIO € (Vorjahr: 430,2 MIO €). Der Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED betrug 440,6 MIO € (Vorjahr: 348,6 MIO €). Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 259,2 MIO € (Vorjahr: 225,9 MIO €). Im Inland beliefen sich die Umsätze im Gesamtjahr auf 289,5 MIO € (Vorjahr: 244,5 MIO €). Die Auslandsumsätze betrugen 659,3 MIO € (Vorjahr: 539,6 MIO €). Der Anteil lag analog zum Vorjahr bei 69 %. Die "Industriellen Dienstleistungen" hatten einen Anteil von 46 % am Umsatz (Vorjahr: 43 %).

Zum 31. Dezember 2021 betrug der Auftragsbestand 634,6 MIO € (Vorjahr: 506,0 MIO €). Das EBITDA im Segment "Industrielle Dienstleistungen" betrug im Berichtsjahr 116,5 MIO € (Vorjahr: 78,1 MIO €). Das EBIT verbesserte sich deutlich auf 95,4 MIO € (Vorjahr: 54,3 MIO €). Das EBT stieg auf 91,7 MIO € (Vorjahr: 49,5 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen 12,8 MIO € (Vorjahr: 13,3 MIO €) und resultieren überwiegend aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 (9,0 MIO €; Vorjahr: 10,3 MIO €). Darüber hinaus investierten wir weiterhin in die Ausstattung unserer Service-Mitarbeiter mit modernsten Werkzeugen, Messgeräten und Diagnosetools.

Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" lag die Anzahl der Mitarbeiter zum Ende des Geschäftsjahres bei 2.831 (Vorjahr: 2.808 Mitarbeiter). Der Anteil der im Segment beschäftigten Mitarbeiter belief sich wie im Vorjahr auf 42 %. Die Personalquote lag bei 25,9 % (Vorjahr: 29,9 %). Der Personalaufwand betrug 245,4 MIO € (Vorjahr: 234,4 MIO €).

Corporate Services

Das Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen.

Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz in Höhe von jeweils 0,2 MIO € setzten sich hauptsächlich aus Mieteinnahmen zusammen (Vorjahr: 0,2 MIO €). Auf die "Corporate Services" entfielen wie im Vorjahr weniger als 0,1 % des Umsatzes im Konzern. Das EBIT betrug -26,4 MIO € (Vorjahr: -22,8 MIO €). Das Finanzergebnis war positiv und betrug 4,0 MIO € (Vorjahr: 3,3 MIO €). Das EBT reduzierte sich auf -21,7 MIO € (Vorjahr: -16,8 MIO €).

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,3 MIO € (Vorjahr: 0,9 MIO €). Dabei haben wir gezielt unseren Standort in Bielefeld modernisiert sowie weitere Brandschutzmaßnahmen eingeleitet. Die in den Investitionen enthaltenen Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 betrugen 0,4 MIO € (Vorjahr: 0,2 MIO €).

Am 31. Dezember 2021 waren im Segment "Corporate Services" 82 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 84). Dies entspricht wie im Vorjahr einem Anteil von 1 % an der Konzernbelegschaft.

B.10 | ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"

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in MIO € 2021 2020 Veränderung gegenüber Vorjahr
Auftragseingang 0,2 0,2 0
Umsatz 0,2 0,2 0
Investitionen 1,3 0,9 0,4
EBITDA -23,1 - 17,7 -5,4
EBIT -26,4 - 22,8 -3,6
EBT -21,7 - 16,8 -4,9
2021 2020 Veränderungen gegenüber Vorjahr
Mitarbeiter * 82 84 -2

* Stichtag: 31.12.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

inhaltlich nicht geprüfte Lageberichtsangabe

DMG MORI übernimmt ganzheitlich Verantwortung

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit gehört zur DNA von DMG MORI. Wir übernehmen global und ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von unseren Lieferanten über unsere Produktion und Mitarbeiter bis hin zu unseren Kunden. Von dem international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1 % von über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen. Das CSR-Rating umfasst die Kategorien Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung. DMG MORI wird auch künftig Vorbild sein und weiter Werte und Innovationen schaffen -für Mensch und Umwelt.

Bei DMG MORI stehen Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft seit vielen Jahren im Einklang. Unser Fokus beim Umweltschutz gilt der Emissionsvermeidung und -reduktion. DMG MORI hat über den Klima-Dreiklang "Vermeiden -Reduzieren - Kompensieren" bereits seit Mai 2020 einen CO 2 -neutralen "Company Carbon Footprint" und seit Januar 2021 auch einen klimaneutralen "Product Carbon Footprint". Dies umfasst direkte und indirekte Emissionen der eigenen Wertschöpfung sowie indirekte Emissionen aus vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette (Scope 1, 2 und 3 im Upstream).

Vom Rohstoff bis zur Auslieferung sind alle weltweit ausgelieferten DMG MORI-Maschinen klimaneutral. Unsere Kunden erhalten aus all unseren Produktionswerken weltweit komplett klimaneutral hergestellte Maschinen, die nahezu 100 % recycelbar sind.

DMG MORI vermeidet und reduziert Emissionen in allen Bereichen, u. a. durch softwaregestützte Heiz-, Luft-, Licht- und Kühlsysteme. An nahezu allen Produktionsstandorten wird Strom aus regenerativen Energieträgern selbst erzeugt und genutzt. Wo immer möglich, wird ausschließlich Ökostrom bezogen.

Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Dekarbonisierung hat für uns höchste Priorität. Mit klar definierten Zielen und konkreten Maßnahmen tragen wir zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens bei. Seit September 2021 ist DMG MORI zertifiziertes Mitglied der Initiative "Science Based Targets", deren Ziel es ist, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen. Die daraus für DMG MORI abgeleiteten Emissionsziele sind für uns verpflichtende Mindestvorgaben. Im Berichtsjahr gehörte DMG MORI von über 1.000 Bewerbern zu den TOP 17 Unternehmen, die im Bereich Klimaschutz für Europas größten Nachhaltigkeitspreis nominiert wurden.

Mit zahlreichen Projekten und Initiativen stärken wir unsere Stellung als innovativer Technologiepartner und verlässlicher Anbieter von nachhaltigen Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen.

Unter dem Begriff "DMG MORI GREEN ECONOMY" fassen wir dabei sämtliche Initiativen zur Klimaneutralität zusammen, die drei große Bereiche umfassen:

1. GREENMACHINE - die 100 % klimaneutral produzierte Maschine,

2. GREENMODE - der ressourceneffiziente Maschinenbetrieb beim Kunden,

3. GREENTECH - unser Beitrag als Wegbereiter grüner Technologien.

1. GREENMACHINE

Zusätzlich zur eigenen klimaneutralen Wertschöpfung kompensiert DMG MORI seit Jahresbeginn 2021 auch die in der Lieferkette entstehenden CO 2 -Emissionen -zum Beispiel bei der Erzeugung von Gussstahl und der zugelieferten Elektronik. Unser Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 zertifiziert.

2. GREENMODE

DMG MORI optimiert seit vielen Jahren konsequent die Ressourceneffizienz seiner Maschinen zum Beispiel durch verbrauchsoptimierte Komponenten, wie LED-Beleuchtung, die Rückspeisung von Bremsenergie sowie eine intelligente Regelung von Aggregaten. Mit der CELOS-APP "ENERGYSAVING" sparen unsere Kunden bis zu 20% Energie im Maschinenbetrieb und reduzieren zugleich deutlich die Prozesszeit. Auch im Betrieb beim Kunden schonen unsere Produkte Umwelt und Ressourcen. Ganzheitlich.

3. GREENTECH

DMG MORI ist bei der Produktion umweltschonender Technologien Innovationsführer und forciert die Herstellung sowie Weiterentwicklung grüner Technologien. Viele unserer Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität. In Excellence Centern baut DMG MORI dazu kontinuierlich spezifisches Know-how für seine Kunden aus.

Nicht vermeidbare Emissionen kompensiert DMG MORI durch Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Klimaschutz-Projekte bzw. Ex-Post-CO 2 -Zertifikate. Diese Projekte sind mit dem "Gold Standard", dem "UNCER Standard" oder "Verified Carbon Standard" zertifiziert. Diese Standards wurden u. a. von der UN oder dem WWF (World Wide Fund For Nature) in ihrer Wirksamkeit bestätigt: Funktion und eingesparte Menge CO 2 werden regelmäßig von unabhängigen Prüfern testiert.

Doch Nachhaltigkeit bedeutet sehr viel mehr: Neben Umwelt- und Klimaschutz fördern und fordern wir Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen, setzen sämtliche geltenden Gesetze und Richtlinien um. Wir fokussieren die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir engagieren uns für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen Aktionen.

Seit 2017 fokussiert der Nachhaltigkeitsbericht von DMG MORI Themen, die laut unserer Wesentlichkeitsanalyse von besonderer Bedeutung sind, wie Umwelt, Klima, Mitarbeiter und Compliance. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht 2021, der ebenfalls den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2021 enthält, erfüllen wir:

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die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 /​ 95 /​ EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017 sowie

die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß der Delegierten-Verordnung 2021 /​ 2178 /​ EU der Kommission vom 6. Juli 2021 zur Ergänzung der Taxonomie-Verordnung 202 /​ 852 /​ EU.

Der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht ist daher nicht Bestandteil des Konzernlageberichts. DMG MORI erstellt den Nachhaltigkeitsbericht zudem gemäß den internationalen Reporting-Richtlinien "GRI Standards 2016: Option Kern" der Global Reporting Initiative (GRI) und liefert damit eine Vielzahl an freiwilligen Angaben. So gehen wir weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Der Nachhaltigkeitsbericht ist auf der Website verfügbar: → de.dmgmori-ag.com/​nachhaltigkeit

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2021 waren 6.821 Mitarbeiter, davon 225 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 6.672 Mitarbeiter, davon 279 Auszubildende). Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich um 149. Im Rahmen der Corona-Pandemie erfolgte der Einsatz von Kurzarbeit vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2021. Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 450 Mitarbeiter (7 %) von Kurzarbeit betroffen; der Umfang lag bei ca. 20 % der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Anzahl der konzernweit eingesetzten Leiharbeitnehmer betrug 172 (Vorjahr: 51).

Der Personalaufwand belief sich auf 522,7 MIO € (Vorjahr: 486,9 MIO €). Davon entfielen auf Löhne und Gehälter 440,5 MIO € (Vorjahr: 408,1 MIO €) sowie 79,7 MIO € auf Sozialabgaben (Vorjahr: 75,5 MIO €) und 2,5 MIO € auf Aufwendungen für Altersversorgungen (Vorjahr: 3,3 MIO €). Der Aufwand für Leiharbeitnehmer lag bei 5,6 MIO € (Vorjahr: 5,4 MIO €). Die Personalquote verbesserte sich auf 25,1 % (Vorjahr: 26,9 %).

Die Qualifikation, Gesundheit, Zufriedenheit und damit die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Basis unseres Erfolges. Die Qualifikationsstruktur liegt bei DMG MORI unverändert auf einem hohen Niveau: 97% der Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer Ausbildung (Vorjahr: 97 %). Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung auf 12,1 MIO € (Vorjahr: 12,8 MIO €). Die Altersstruktur unserer Mitarbeiter ist ausgewogen.

Die Krankenquote betrug 3,4 % (Vorjahr: 3,5 %) und lag damit erneut unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 5,2 %. Die Fluktuation belief sich auf 9,2 % (Vorjahr: 12,7 %). Dabei lag der Anteil der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen oder der Nachwuchskräfte (High Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), bei 0,7 % (Vorjahr: 0,9 %).

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zu unserem Erfolg und unser größtes Asset -das gilt mehr denn je in herausfordernden Zeiten. Deshalb machen wir uns für ihre Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit stark: mit stabilen, attraktiven Arbeitsplätzen sowie umfassenden Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Der enge Zusammenhalt basiert bei DMG MORI auf unseren TOP-Werten: Trust, Openness und Passion. Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir daran, unsere Vision zu erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein!

Bei der Live-Strategie-Information vom Vorstand mit Q&A-Session im April 2021 nutzten zahlreiche Mitarbeiter die Chance zum Austausch über die strategische Ausrichtung, Zukunftsfelder und weitere Perspektiven von DMG MORI.

Als attraktiver Arbeitgeber setzt DMG MORI auf Vielfalt und Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen sowie Ausbildung und Personalentwicklung. Jungen Menschen gehört die Zukunft, die wir bei DMG MORI von Beginn an attraktiv, international und digital gestalten. Mit unserer ausgezeichneten Berufsausbildung begeistern wir frühzeitig junge Menschen, denn ein gutes Ausbildungsprogramm ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg.

Potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte fördern wir insbesondere durch unser "High-Potential-Program". Im Berichtsjahr konnten die 20 Teilnehmer von zahlreichen digitalen internen und externen Weiterbildungen profitieren, eigene Projekte durchführen und ihre Ergebnisse dem Vorstand präsentieren.

Seit Jahren gilt DMG MORI als einer von "Deutschlands besten Ausbildungsbetrieben". In der jüngsten Studie des Wirtschaftsmagazins Stern und der Employer-Branding-Agentur Territory Embrace zählt DMG MORI mit 5 von 5 möglichen Sternen zu den 39 besten Unternehmen Deutschlands mit Zukunft.

Engagiert: DMG MORI ist seit Jahren Mitglied bei "Fair Company" -der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsjahr 2021

Die anhaltende Corona-Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation prägten 2021 die gesamtwirtschaftliche Lage. Auch die Erholung der Werkzeugmaschinen-Nachfrage wurde dadurch gebremst. Nach vorläufigen Angaben des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics ist der Weltverbrauch für Werkzeugmaschinen 2021 um +17,5 % auf 69,0 MRD € gestiegen (2020: 58,7 MRD €), blieb aber deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 (-5,2 %; 72,8 MRD €).

Das anspruchsvolle Geschäftsjahr 2021 konnte DMG MORI erfolgreich abschließen. Der Auftragseingang stieg um +57% auf 2.517,2 MIO € (Vorjahr: 1.599,4 MIO €). Besonders das Neumaschinengeschäft nahm mit +71 % signifikant zu. Insgesamt lag das Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services sogar +5 % über dem hohen Vor-Corona-Niveau 2019 (2.401,8 MIO €). Der Umsatz erhöhte sich um +12 % auf 2.052,9 MIO € (Vorjahr: 1.831,3 MIO €). Beim Ergebnis legten wir deutlich zu. Unsere Kostenstruktur haben wir zudem weiter nachhaltig optimiert. Das EBITDA verbesserte sich um +22 % auf 190,8 MIO € (Vorjahr: 156,7 MIO €). Das EBIT stieg um +52 % auf 123,8 MIO € (Vorjahr: 81,7 MIO €). Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 6,0 % (Vorjahr: 4,5 %). Auch die Finanzlage hat sich sehr positiv entwickelt: Der Free Cashflow stieg auf 179,9 MIO € und erreichte damit ein Allzeithoch (+1.046 %; Vorjahr: 15,7 MIO €).

Unsere Prognosen für das Geschäftsjahr 2021 konnten wir mehrmals erhöhen - und am Ende sogar leicht übertreffen. Alle im Geschäftsbericht 2020 prognostizierten Ziel- und Steuerungsgrößen hat DMG MORI insbesondere aufgrund der sehr guten Entwicklung im Neumaschinengeschäft erreicht bzw. sogar übertroffen. [^ Tabelle A.02, Seite 42].

DMG MORI ist gestärkt aus der Krise gekommen. Wir haben finanzielle Stärke, Widerstandsfähigkeit, Innovationskraft und Teamgeist bewiesen. Unser strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit passt besser denn je in die aktuelle Zeit. Ein Beispiel sind die fahrerlosen Transportsysteme für eine hochautomatisierte Produktion. Mit PAYZR - PAY with Zero Risk -für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service setzt DMG MORI zudem ein komplett digitales Subscription-Geschäftsmodell um. Durch den Klima-Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren" hat DMG MORI bereits heute sowohl einen CO 2 -neutralen "Company Carbon Footprint" als auch einen klimaneutralen "Product Carbon Footprint" - und das entlang der gesamten Lieferkette bis zum Kunden. Mit Dynamik und Exzellenz entwickeln wir uns konsequent weiter zu einem ganzheitlichen und nachhaltigen Lösungsanbieter im Fertigungsumfeld.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Chancenmanagementsystem (CMS)

Chancen werden bei DMG MORI systematisch identifiziert, analysiert und gesteuert. Neben Jahres- und Mittelfristplanungen erstellen wir fortlaufend "Rolling Forecasts" (RFC). Mögliche positive Abweichungen vom jeweils aktuellen RFC in einem Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten definieren wir als operative Chancen. Darüber hinaus analysieren wir bestehende strategische Chancen der nächsten fünf Jahre vor dem Hintergrund bestehender und erwarteter zukünftiger Rahmenbedingungen.

Mit unserem globalen Customer-Relationship-Management-System (CRM) dokumentieren und analysieren wir unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten bei Werkzeugmaschinen und industriellen Dienstleistungen. Unser CRM basiert auf einer Vielzahl operativer Frühindikatoren, wie Marktpotenzial, Auftragseingang oder Messeauswertungen. So steuern wir gezielt unsere Vertriebs- und Serviceaktivitäten und können Chancen konsequent nutzen. Zudem beobachten wir permanent unsere Märkte und können so sich bietende gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen frühzeitig identifizieren.

Gesamtwirtschaftliche Chancen identifizieren und nutzen wir durch unsere gezielte und umfassende Bearbeitung aller etablierten Marktregionen und bestehenden Wachstumsmärkte. DMG MORI ist mit 111 Vertriebs- und Servicegesellschaften weltweit präsent. Durch ein mögliches Abklingen der Corona-Pandemie und der Verfügbarkeit von Impfstoffen ergeben sich auf Basis einer wieder anziehenden Konjunktur gesamtwirtschaftliche Chancen. Branchenspezifische Chancen nutzen wir mit unserem innovativen Produktportfolio sowie unserer durchgängigen Automatisierungs- und Digitalisierungsstrategie. Um den technologischen Anforderungen gerecht zu werden, beinhaltet unser ausgewogenes Produktportfolio verschiedene Maschinentypen zu unterschiedlichen Preisniveaus. Wir sind frühzeitig in die Entwicklungsprozesse unserer Kunden eingebunden -besonders in den Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold, Medical und Semiconductor. In unseren Technology Excellence Centern bündeln wir jahrzehntelanges Experten-Know-how.

Unternehmensstrategische Chancen bieten sich für DMG MORI durch kontinuierliche Produktinnovationen und ganzheitliche Technologielösungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unserem strategischen Dreiklang aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Wir richten uns mit unseren Innovationen weiter zukunftsstark aus. Dabei stehen immer unsere Kunden bzw. deren Anforderungen im Fokus.

Als Teil der "Global One Company" mit weltweit klar geordneten Vertriebs- und Servicestrukturen partizipieren wir direkt an dem deutschen Heimatmarkt, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie der Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) und den Märkten in China und Indien. Durch die DMG MORI COMPANY LIMITED sind wir auch in Japan, Nord- und Südamerika und weiteren Teilen Asiens erfolgreich vor Ort. Es ergeben sich Chancen aus einer spürbaren zeitnahen Erholung der Wachstumsdynamik in China mit einer wieder verbesserten Investitionsneigung. Zudem erwarten wir Chancen durch die Errichtung neuer Produktionswerke in China und Ägypten, wo wir eine hohe Wachstumsdynamik erwarten.

Leistungswirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die permanente Optimierung unserer Prozesse in den Bereichen Produktion, Technologie, Qualität, Einkauf und Logistik. Wir richten unsere Fertigungswerke sukzessive auf voll digitalisierte Prozesse insbesondere in den Bereichen Produktion und Logistik aus. Darüber hinaus erbringen wir unsere Leistungen nachhaltig für Umwelt und Gesellschaft. Chancen als ökologisch verantwortungsbewusster und nachhaltiger Hersteller von Investitionsgütern und Anbieter von ganzheitlichen Technologielösungen sehen wir in unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Sowohl unser "Company Carbon Footprint" als auch "Product Carbon Footprint" sind bereits heute klimaneutral. Vom Rohstoff bis zur Auslieferung sind alle weltweit ausgelieferten Maschinen klimaneutral. Wir verbessern außerdem konsequent die Energieeffizienz unserer Maschinen.

Risikomanagementsystem (RMS)

Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit als ein weltweit führender Hersteller von Werkzeugmaschinen und Anbieter ganzheitlicher Technologie-, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sind wir potenziellen Risiken ausgesetzt. Ein aktives Risikomanagement ist somit für DMG MORI unerlässlich. Es dient der frühzeitigen Risikoerkennung und -bewertung sowie der aktiven Risikobekämpfung und erstreckt sich auf alle Organisationsebenen.

Unser Risikomanagementsystem beinhaltet u. a. das Risikofrüherkennungssystem, das interne Kontrollsystem (IKS) und das zentrale Versicherungsmanagement. Im Berichtsjahr haben wir uns darüber hinaus zur Umsetzung der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Informationen. In diesem Rahmen berichten wir über klimabezogene Chancen und Risiken für DMG MORI. Der entsprechende Bericht ist auf unserer Website verfügbar dmgmori-ag.com/​ corporate-responsibility/​klima-und-umweltschutz

Risikofrüherkennungssystem

Mit unserem Risikofrüherkennungssystem, das auf dem COSO-Konzept basiert, erfassen und steuern wir Risiken der zukünftigen Entwicklung. Als operatives Risiko definieren wir eine negative Abweichung von unserem geplanten Ergebnisziel (EBIT) innerhalb der nächsten zwölf Monate im Vergleich zum aktuellen RFC. Ergänzend berücksichtigen wir Steuer- und Zinsrisiken. Unser Risikofrüherkennungssystem besteht aus fünf Elementen:

1. dem unternehmensspezifischen Handbuch des Risikomanagements, in dem das System definiert ist,

2. einem zentralen Risikomanagementbeauftragten, der die aktuelle Risikomanagementkonzeption erarbeitet, implementiert, überwacht und Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung koordiniert,

3. lokalen Risikobeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften zur dezentralen Erfassung, Analyse und Kommunikation bestehender Risiken,

4. bereichsspezifischen Risikoerfassungen nach vorgegebenen Risikofeldern und Inventur der zugehörigen Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung mit einer quantitativen Bewertung unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns und der Einzelgesellschaften,

5. dem Risikoberichtswesen auf der Ebene des Konzerns und der Einzelgesellschaften mit einer Adhoc-Berichterstattung über bestandsgefährdende Risiken sowie im Zwei-Wochen-Takt zusätzlich Risiko-Quick-Checks durch ausgewählte Führungskräfte.

Risiken werden bei DMG MORI als Ergebnis der gemeldeten Maximalrisikopotenziale und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (Bruttorisiken) ermittelt, um anschließend die Wirkung der Maßnahmen zur Risikominderung bzw. -eliminierung abzuziehen (Nettorisiken). Auf Basis der bestehenden Nettorisiken erfolgt eine Berichterstattung aus den Konzerngesellschaften an das Risikomanagement, die aus drei Kategorien besteht: aktuelle Risiken, Katalogrisiken und sonstige Risiken. Auf Basis einer internen jährlichen Risikoinventur wird zudem ein Risikokatalog erstellt. Die im Katalog aufgeführten Risiken sind verpflichtend zu bewerten und zu melden. Darüberhinausgehende Risikobestände werden den sonstigen Risiken zugeordnet. Die Struktur des Risikofrüherkennungssystems ist so ausgelegt, dass wir die einzelnen lokalen und zentralen Risiken sowie Konzerneffekte ermitteln, um die Gesamtrisikolage darstellen zu können.

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Lokale Risiken sind Einzelrisiken, denen die Konzerngesellschaften ausgesetzt sind und die wir vor Ort beurteilen können.

Zentrale Risiken sind Risiken, die -zumindest teilweise -nur zentral beurteilt werden können. Hierzu zählen zum Beispiel Risiken aus der Konzernfinanzierung.

Konzerneffekte entstehen in der Regel aus Konsolidierungserfordernissen. Hierzu zählen zum Beispiel Doppelzählungen von Risiken, die entsprechend zu bereinigen sind.

Für unsere Risikobewertung nutzen wir die folgenden Kategorien eines Risikoeintritts:

C.01 | EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT

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Kein Risiko 0 %
Sehr gering 5 %
Unwahrscheinlich 25 %
Möglich 50 %

Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von über 50 % werden mit den Netto-Risikowerten direkt in der kontinuierlichen Unternehmensplanung oder als Rückstellung zur Risikovorsorge berücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken werden unverzüglich auch außerhalb der turnusmäßigen Berichterstattung gemeldet. Die Risikotragfähigkeit -definiert als Relation des gesamten Konzerneigenkapitals und des kumulierten Erwartungswertes aller erfassten Risiken nach Eliminierung bestehender Konzerneffekte -stellt neben den möglichen finanziellen Auswirkungen eine wichtige Risikosteuerungsgröße dar.

C.02 | MÖGLICHE FINANZIELLE AUSWIRKUNG

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Unwesentlich 1 - 10 MIO €
Moderat > 10 - 25 MIO €
Wesentlich > 25 MIO €

Die Kategorisierung der möglichen finanziellen Auswirkungen wurde auf Basis der vorgegebenen Risikostrategie unter Berücksichtigung von Umsatz, EBIT und Eigenkapital sowie Risikotragfähigkeit festgelegt. Aufsichtsrat und Vorstand werden in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Gesamtrisikolage und einzelne Unternehmensbereiche informiert. Das vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG eingerichtete Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern gemäß § 317 HGB geprüft.

Internes Kontrollsystem (IKS)

Das IKS von DMG MORI ist ein weiterer integraler Bestandteil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Es berücksichtigt sowohl die deutschen gesetzlichen Anforderungen des Aktiengesetzes (AktG) als auch die relevanten japanischen gesetzlichen Anforderungen des "Japanese Financial Instruments and Exchange Acts" in Form einer J-SOX /​ Naibutousei konformen Dokumentation.

In unserem IKS werden -aufbauend auf einer jährlich aktualisierten Analyse und Dokumentation der wesentlichen Geschäftsprozesse -die steuerbaren Risiken erfasst. Diese eliminieren oder reduzieren wir durch die Optimierung unserer Aufbau- und Ablauforganisation sowie mit geeigneten Kontrollaktivitäten auf ein angemessenes Niveau. Unser IKS umfasst unsere vorhandenen internen Richtlinien und Anweisungen sowie präventive und aufdeckende Kontrollaktivitäten, wie Autorisierungen und Freigaben, Plausibilisierungen, Reviews und ein Vier-Augen-Prinzip. Eine angemessene Funktionstrennung der Geschäftsprozesse stellen wir durch unsere transparente Aufbau- und Ablauforganisation sicher.

Das IKS beinhaltet Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Konzernrechnungslegung zu gewährleisten. Konzernweit relevante Regelungen kodifizieren wir in rechnungslegungsbezogenen Richtlinien, beispielsweise im Rechnungslegungshandbuch. Diese Richtlinien und der konzernweit gültige Abschlusskalender bilden die Grundlage für die Abschlusserstellung. Verantwortlich für die Einhaltung der relevanten Regelungen sind die lokalen Gesellschaften. Sie werden hierbei vom Konzernrechnungswesen unterstützt. Daneben existieren lokale Regelungen, die jeweils mit dem Konzernrechnungswesen abgestimmt werden, wie die Einhaltung lokaler Bilanzierungsvorschriften. Die Konsolidierung erfolgt zentral durch das Konzernrechnungswesen. DMG MORI bedient sich externer Dienstleister, zum Beispiel bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Mitarbeiter, die mit der Finanzberichterstattung betraut sind, werden regelmäßig in internen und externen Schulungen weitergebildet.

Auf der Grundlage von jährlichen Management-Testings in den Konzerngesellschaften und Zentralbereichen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS beurteilt. Dies erfolgt durch die interne Revision und eine stichprobenweise Prüfung. Die Ergebnisse werden an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS wird zudem stichprobenartig bei planmäßigen und außerplanmäßigen Revisionsprüfungen kontrolliert und ausgewertet. Hierüber werden Aufsichtsrat und Vorstand ebenfalls informiert.

Versicherungsmanagement

Als weiteren Teil des Risikomanagements hat DMG MORI ein zentrales Versicherungsmanagement, das wirtschaftlich angemessen versicherbare Risiken in enger Abstimmung mit der DMG MORI COMPANY LIMITED konzernweit strategisch festlegt und absichert.

Übersicht der wesentlichen Risikofelder

C.03 Risikoart

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Mögliche finanzielle Auswirkung
Gesamtwirtschaftliche, branchenspezifische und absatzbezogene Risiken Wesentlich
Unternehmensstrategische Risiken Moderat
Produktionsrisiken Moderat
Beschaffungs- und Einkaufsrisiken Wesentlich
Forschungs- und Entwicklungsrisiken Unwesentlich
Personalrisiken Unwesentlich
IT-Risiken Moderat
Finanzwirtschaftliche Risiken Unwesentlich
Rechtliche Risiken Unwesentlich
Steuerrisiken Unwesentlich
Sonstige Risiken Unwesentlich

Darstellung der einzelnen Risikofelder

Gesamtwirtschaftliche Risiken entstehen im Wesentlichen aus Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie die steigende Inflation. Weltweit nehmen die Corona-Infektionen wieder zu, sodass zum Teil erhebliche Restriktionen bestehen. Hinzu kommen globale und politische Unsicherheiten, wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China und die russische Militäraktion gegen die Ukraine, deren Ausmaß derzeit noch nicht vollumfänglich absehbar ist. Sanktionen können sowohl die Materialversorgung unseres Produktionswerkes in Ulyanovsk als auch den Export von Maschinen, Ersatzteilen, Komponenten und Services nach Russland betreffen. Wir beobachten die Lage sehr genau und entscheiden auf Basis der aktuellen Entwicklung über entsprechende Maßnahmen. Weitere Risiken entstehen aus dem industriellen Strukturwandel, steigenden Rohstoff- und Energiepreisen auf den internationalen Märkten sowie Inflationsrisiken, die die Nachfrage negativ beeinträchtigen können. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen Auswirkungen auf unsere zukünftige Wettbewerbsposition haben (ökonomisches Währungsrisiko). Insbesondere eine mögliche Abwertung von US-Dollar, chinesischem Renminbi und britischem Pfund könnte zu einer Verteuerung unserer Produkte in den betreffenden Ländern sowie den dollarabhängigen Märkten führen. Zudem würde eine mögliche Aufwertung des japanischen Yen unsere Bezugskosten von Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED erhöhen. Wir steuern diesem Risiko mit einem internationalen Sourcing sowie mit einer regionalisierten Produktion entgegen.

Branchenspezifische und absatzbezogene Risiken ergeben sich aufgrund eines weiterhin intensiven Wettbewerbs mit hohem Preisdruck in den Märkten für Werkzeugmaschinen. Diesem intensiven Wettbewerb begegnen wir mit dem technologischen Vorsprung unserer Produkte und einer klaren Fokussierung auf unsere Kunden und Märkte. Spezifische Absatzrisiken können sich durch die rückläufige Investitionstätigkeit der Automobilbranche und der zugehörigen Zulieferer als Folge des aktuellen Strukturwandels ergeben. Die Aerospace-Industrie erholt sich zunehmend von den Folgen der Corona-Pandemie. Darüber hinaus können sich aus der schwierigen Beschaffungssituation Lieferverzögerungen ergeben. Aus exportkontrollrechtlichen Sachverhalten können Risiken resultieren, da sie einen direkten Einfluss auf die Zulässigkeit der Belieferung von Ländern, Märkten, Industriesegmenten oder spezifischen Kunden haben können. Durch Veränderungen in Folge von Sanktionen können wesentliche Absatzrisiken kurzfristig entstehen.

Unternehmensstrategische Risiken liegen hauptsächlich in der Fehleinschätzung von künftigen technologischen und branchenspezifischen Entwicklungen. Wir begegnen diesen Risiken durch intensive Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, regelmäßige Strategiegespräche mit Kunden und Lieferanten, digitalen Kunden-Events und einer auf Innovationen ausgerichteten Unternehmensstrategie. Durch den abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ergeben sich insofern Risiken, als dass die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft von etwaigen Weisungen der DMG MORI GmbH beeinflusst werden kann. Diese müssen nicht unbedingt im alleinigen Interesse der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sein, sondern können im Konzerninteresse getroffen werden.

Beschaffungs- und Einkaufsrisiken ergeben sich durch eine erschwerte Materialversorgung, längere Lieferzeiten und steigende Rohstoff- sowie Transportpreise. So ist die Liefersituation weltweit weiterhin sehr angespannt. Verfügbarkeiten sind stark eingeschränkt und die Lieferzeiten steigen. Dies kann zu Materialengpässen und damit verbundenen Produktionsunterbrechungen führen. Darüber hinaus bestehen auch Risiken aus möglichen Insolvenzen von Lieferanten und Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten. Verschärfte Umweltauflagen und Anforderungen an Lieferanten können zudem zum Wegfall einzelner Lieferanten führen. Diesen Risiken begegnen wir mit der Standardisierung von Bauteilen und Komponenten sowie unsere globale Double-Sourcing-Strategie. Hierdurch haben wir für wesentliche Komponenten mindestens zwei Lieferanten. Zudem stellen wir Kernkomponenten durch unsere DMG MORI Components verstärkt selbst her. Wir pflegen stabile, enge Partnerschaften mit unseren Lieferanten und setzen dabei verstärkt auch auf lokale Zulieferer. Zusammen mit dem Einsatz von digitalen Tools können wir so Risiken in der Lieferkette frühzeitig identifizieren, um rechtzeitig geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zudem nutzen wir alle verfügbaren Transportwege, um Lieferungen zu beschleunigen und abzusichern.

Produktionsrisiken können aus Fertigungsineffizienzen oder potentiellen Qualitätsrisiken resultieren. Diese kontrollieren wir permanent über Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand, Montage- und Fertigungsfortschritt, Deckungsbeitrag pro Maschinentyp und die Umschlaghäufigkeit der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der sonstigen Vorräte. Grundsätzlich vermeiden wir unkalkulierbare Fertigungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten. Aus den Schwierigkeiten bei der Materialversorgung können uns Produktionsengpässe entstehen. Plagiaten versuchen wir mit unserer innovationsorientierten Produktstrategie zu begegnen sowie mit einem aktiven IP-Management, u. a. bestehend aus der Anmeldung eigener IPs und der konsequenten Durchsetzung unserer Rechte. So wollen wir unseren Technologievorsprung sichern. Risiken der technischen Arbeitssicherheit begegnen wir durch eine konsequente Anwendung und Umsetzung gesetzlicher Arbeitsschutzvorschriften und höchster zertifizierter technischer Standards an allen Standorten. Wir führen sämtliche gesetzlich vorgeschriebene Überprüfungen sowie freiwillige Audits durch. Umweltrisiken begegnen wir durch eine vollständige Umsetzung gesetzlicher Umweltschutznormen, einer fachgerechten und sicheren Lagerung von Gefahrstoffen sowie einer umweltgerechten Entsorgung dieser und weiterer Abfälle. Zudem gewährleisten wir in unseren internen Geschäftsprozessen einen effizienten Ressourceneinsatz zur Schonung der Umwelt. Darüber hinaus kann es in China zu Logistikrisiken in Form von Verzögerungen bei der Containerabwicklung kommen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung bestehen Risiken aufgrund von möglichen Budgetüberschreitungen, Fehlentwicklungen, erhöhten Anlaufkosten für Neuprodukte sowie einer verzögerten Markteinführung von Innovationen. Diesem Risiko wirken wir durch einen konzernweit einheitlichen Produktentwicklungsprozess sowie die frühe Einbindung unseres Vertriebs und Services entgegen. Hinzu kommt die sehr eng abgestimmte Zusammenarbeit mit der DMG MORI COMPANY LIMITED, Kunden, Lieferanten und Hochschulen. Wir vermeiden unkalkulierbare Forschungs- und Entwicklungsprojekte, sodass wir diese Risiken für überschaubar und beherrschbar halten.

Personalrisiken bestehen aufgrund unseres kontinuierlichen Bedarfs an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften. Bei unzureichender Gewinnung und Bindung dieser Mitarbeiter kann die Entwicklung des Konzerns nachhaltig beeinträchtigt werden. Wir begrenzen diese Risiken durch eine moderne Unternehmenskultur, Mitarbeiterbefragungen, intensive Ausbildungsprogramme und Personalentwicklung, leistungsgerechte Vergütungen mit erfolgsabhängigen Anreizsystemen und frühzeitige Nachfolgeplanungen sowie Stellvertreterregelungen. Eine permanente Verfügbarkeit von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften könnte zudem durch eine erhöhte Krankenquote beeinträchtigt werden. Hier können wir auch negative Auswirkungen der Corona-Pandemie nach wie vor nicht ausschließen. Wir begegnen diesem Risiko insbesondere durch eine vorbeugende betriebliche Gesundheitsvorsorge, Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten sowie ein aktives und ganzheitliches Corona-Management.

IT-Risiken entstehen durch die Vernetzung unserer internen Systeme. Es könnten Netzwerke ausfallen und Daten durch Bedien- und Programmfehler oder externe Einflüsse verfälscht oder zerstört werden. Zudem sehen wir uns den Risiken einer organisierten Datenausspähung, Erpressung, Cyber-Kriminalität und betrügerischen Scamming-Aktivitäten ausgesetzt. Die konkrete Bedrohungslage hat nach Erkenntnissen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkennbar zugenommen. Insbesondere kommt es zu einer hohen Dynamik der Angreifer bei der Weiterentwicklung von Schadprogrammen und Angriffswegen. Diesen informationstechnischen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von Maßnahmen: u. a. Verlagerung von ressourcenintensiver Software in die Cloud, Erhöhung der Ausfallsicherheit in unseren wichtigen Datacentern, Nutzung von SaaS-Lösungen, sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, regelmäßige Investitionen in Hard- und Software, Einsatz von Viren-Scannern und Firewall-Systemen sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen. Zudem schaffen wir ein angemessenes Bewusstsein bei unseren Mitarbeitern, indem wir diese in regelmäßigen Abständen über entsprechende Risiken und die bestehende Bedrohungslage informieren und schulen. Als Folge der konzernweiten Implementierung eines neuen ERP-Systems können durch unvorhergesehene Ereignisse negative Einflüsse auf die operative Geschäftstätigkeit entstehen.

Finanzwirtschaftliche Risiken resultieren segmentübergreifend u. a. aus unserer internationalen Geschäftstätigkeit in Form von währungsbedingten Risiken, die wir bewerten und durch unsere Währungsstrategie absichern. Die wesentlichen Bestandteile der Finanzierung von DMG MORI sind ein syndizierter Kredit, der eine Bar- und Avaltranche enthält und bis Februar 2026 zugesagt ist, sowie Forderungsverkaufsprogramme. Die Finanzierungsverträge beinhalten die Vereinbarung, einen marktüblichen Covenant einzuhalten. Die Liquidität des Konzerns ist ausreichend bemessen. Grundsätzlich kann es durch die Corona-Pandemie bei unseren Kunden weiterhin zu erhöhten Forderungsausfallrisiken und Insolvenzrisiken kommen. Hierdurch kann es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall der Forderungen kommen. Weitere Informationen zu den Risiken nach IFRS 7 stehen im Konzernanhang auf Seite 156 ff.

Rechtliche Risiken können sich insbesondere ergeben aus Rechtsstreitigkeiten mit Lieferanten und Dienstleistern, Behörden und ehemaligen Mitarbeitern sowie möglichen Gewährleistungsansprüchen aufgrund von Kundenreklamationen, die sich auch durch unser Qualitätsmanagement nicht vollständig verhindern lassen. Um die existierenden Risiken überschaubar und kalkulierbar zu halten, werden Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen sowohl vom Umfang als auch zeitlich grundsätzlich beschränkt. Abweichungen zu diesem Vorgehen sind durch den Vorstand gesondert zu genehmigen.

Steuerrisiken können sich aus Betriebsprüfungen ergeben. Wir nehmen zudem an, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Bei Betriebsprüfungen können sich Nachforderungen aufgrund einer unterschiedlichen Beurteilung von Sachverhalten und Doppelbesteuerungen ergeben. Sollte die Nutzbarkeit von Verlust- und Zinsvorträgen nicht gegeben sein, könnte sich dies nachteilig auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken.

Sonstige Risiken können durch allgemeine Projektrisiken sowie mögliche bilanzielle Abwertungen entstehen. Aufgrund der aktuell gegen Russland verhängten Sanktionen resultiert durch die massive Abwertung des russischen Rubels ein erhöhtes Währungsrisiko aus Translation.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation

Der Vorstand stuft die bestehenden Risiken als beherrschbar ein und sieht den Fortbestand des Konzerns aus heutiger Sicht nicht als gefährdet an. Gegenüber der Berichterstattung im Geschäftsbericht 2020 sind die Risiken insgesamt leicht gestiegen. Der Vorstand begegnet der Risikoentwicklung durch eine stets aktuelle Begleitung der Geschäftsentwicklung und regelmäßig abgehaltene Vorstands- und Statussitzungen. Auf Basis des ermittelten kumulierten Gesamtrisikoerwartungswerts wird die Risikotragfähigkeit des Eigenkapitals errechnet. Das Eigenkapital des Konzerns übersteigt den ermittelten Gesamtrisikoerwartungswert dabei deutlich.

PROGNOSEBERICHT

Künftige Rahmenbedingungen

Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) prognostiziert im aktuellen Konjunkturbericht vom Dezember 2021 für das Geschäftsjahr 2022 ein Wachstum der Weltwirtschaft von +4,5 %. Die Corona-Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und vor allem die russische Militäraktion gegen die Ukraine bestimmen die wirtschaftliche Lage und bremsen den Welthandel und die Industrieproduktion aus. Laut IfW soll sich die Situation im Jahresverlauf entspannen und die Weltwirtschaft einen moderaten Wachstumspfad einschlagen.

Für Deutschland wird für das laufende Jahr ein Zuwachs des BIP von +4,0 % prognostiziert. Im Euroraum wird ebenfalls mit einer Erholung der Wirtschaft und einem Anstieg des BIP von +3,5 % gerechnet. Asien wird mit einem Wachstum von voraussichtlich +6,3 % wiederum die wachstumsstärkste Region sein. In China zeichnet sich mit einem Plus von +4,1 % eine verhaltene Expansionsdynamik ab. Für Japans Wirtschaft ist laut Schätzungen des IfW ein Zuwachs des BIP von +2,8 % zu erwarten. Mit einer Prognose von +4,4 % soll die Konjunktur in den USA einen positiven Verlauf nehmen.

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch 2022 soll laut VDW und Oxford Economics um +11,1 % auf 76,7 MRD € wachsen und -mit Ausnahme von Deutschland, Europa und Japan -sogar über dem Vor-Corona-Niveau 2019 liegen (72,8 MRD €; 2021: 69,0 MRD €). Angesichts des Russland-Ukraine-Konflikts sowie der Herausforderungen durch Material- und Lieferengpässe, zunehmende Rohstoff- und Energiepreise sowie die steigende Inflation ist nicht auszuschließen, dass diese Prognosen unterjährig angepasst werden müssen.

Nach Aussagen des VDW und Oxford Economics soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch in Deutschland 2022 um +15,1 % auf 5,4 MRD € steigen (2021: 4,7 MRD €), jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 bleiben (-24,5 %; 7,1 MRD €).

Auch in Europa wird ein Anstieg des Verbrauchs von +14,6 % auf 21,0 MRD € (2021: 18,4 MRD €) prognostiziert, der jedoch nach wie vor noch unter dem Vor-Corona-Niveau 2019 liegen wird (-5,6 %; 22,3 MRD €). Dieser Trend gegenüber dem Vorjahr soll sich über die gesamte Europäische Union erstrecken, aber auch die Schweiz (+28,5 %) und das Vereinigte Königreich (+17,9 %) profitieren von der konjunkturellen Dynamik im Markt.

Für Asien wird ein Anstieg des Verbrauchs von +7,9 % erwartet. Auf Länderebene betrachtet soll die Zuwachsrate im chinesischen Werkzeugmaschinenmarkt mit +5,2 % eher mäßig ausfallen. Mit einem Anstieg von +15,4 % auf 4,7 MRD € (2021: 4,1 MRD €) soll auch die wirtschaftliche Erholung in Japan zwar weiter voranschreiten, aber noch unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 liegen (-15,2 %; 5,5 MRD €). Für die USA gehen VDW und Oxford Economics ebenfalls von einer sehr positiven Entwicklung des Werkzeugmaschinen-Verbrauchs von +20,2 % aus (2021: +14,0 %).

Weltweit soll die Nachfrage nach Investitionsgütern weiter Fahrt aufnehmen. Die konjunkturelle Erholung könnte allerdings weniger schwungvoll verlaufen als es die Prognosen auf den ersten Blick vermuten lassen. Die bestehenden globalen Unsicherheiten sowie der weitere Verlauf der Corona-Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe und anhaltende Handelskonflikte werden die Investitionen im internationalen Werkzeugmaschinenbau stark beeinflussen. Darüber hinaus könnten mögliche Wechselkursschwankungen, Inflationsrisiken, der industrielle Strukturwandel sowie die steigenden Rohstoff- und Energiepreise auf den internationalen Märkten die Nachfrage stark beeinträchtigen. Vor diesem Hintergrund ist eine Anpassung der Prognosen bei sich weiter weltweit verschärfenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht auszuschließen.

Künftige Entwicklung von DMG MORI

Als "Global One Company" werden wir gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED unsere Marktposition als ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen, nachhaltigen Technologien sowie ganzheitlichen Automatisierungs- und durchgängigen Digitalisierungslösungen für die Fertigungsindustrie weiter ausbauen. Mit "Dynamic . Excellence" setzen wir uns für die Bedürfnisse unserer mehr als 100.000 Kunden ein. Ihr Erfolg ist unsere Mission: "Wir stärken unsere Kunden -in Fertigung und Digitalisierung". Dabei achten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette und in sämtlichen Prozessen auf integrierte Nachhaltigkeit und maximale Ressourceneffizienz -vom Rohstoff bis zum Recycling. Mit 111 internationalen Vertriebs- und Servicestandorten sowie 16 Produktionswerken ist DMG MORI weltweit präsent und auch in herausfordernden Zeiten ein stabiler, verlässlicher Partner für optimal abgestimmte Technologielösungen aus einer Hand.

Unsere Unternehmensstrategie hat das Ziel, Innovationen in der Fertigungsindustrie aktiv zu fördern und die stetig steigenden Kundenanforderungen noch stärker mit durchgängigen Lösungen zu erfüllen. Der tiefgreifende Wandel der globalen Fertigungsindustrie wurde durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie nochmals beschleunigt. Unser strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit passt aktuell besser denn je. Mit hoher Dynamik besetzen wir wichtige strategische Zukunftsfelder und streben gleichzeitig nach Exzellenz, um weltweit die Nummer 1 für unsere Kunden zu sein: von der Entwicklung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb und Service.

Wir bieten ein ganzheitliches Portfolio an Werkzeugmaschinen, Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen sowie unsere DMG MORI Qualified Products (DMQP). Die Maschine steht dabei im Mittelpunkt. Digitale Neuerungen erweitern unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und ganzheitlichen Automationslösungen. Das digitale Subscription-Geschäftsmodell PAYZR - PAY with Zero Risk -für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service bauen wir weiter aus.

2022 wird erneut mit großen Herausforderungen verbunden sein, insbesondere durch die russische Militäraktion gegen die Ukraine, deren Ausmaß derzeit noch nicht vollumfänglich absehbar ist. Die Unsicherheit im Markt wird zusätzlich noch verstärkt durch den anhaltend dynamischen Verlauf der Pandemie, eine erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation. Diese Herausforderungen werden wir erneut mit konsequentem Kosten- und Lieferantenmanagement sowie dem engen, persönlichen Austausch zu unseren Partnern und Lieferanten sowie umfassenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz meistern.

DMG MORI hat ein starkes Fundament und einen klaren strategischen Plan für die Zukunft. Wir schauen mit Zuversicht nach vorne und halten das Tempo hoch -sowohl operativ als auch strategisch. Wir innovieren, investieren und richten uns so weiter zukunftsstark aus. Mit einem neuen Produktionswerk für 5-Achs-Fräsmachinen bauen wir unsere weltweite Präsenz in China aus -dem weltweit größten Markt für Werkzeugmaschinen mit hoher Nachfrage nach Hightech-Maschinen. Auch in Ägypten erschließen wir 2024 mit GEMAS (German Egyptian Manufacturing Solutions) einen wichtigen Markt mit hohem Bedarf an Zukunftstechnologien.

Für das laufende Geschäftsjahr planen wir einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,3 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 130 MIO € liegen. Unsere Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, dass es weltweit zu keinen weiteren Auswirkungen durch den Russland-Ukraine-Konflikt kommt.

Unser vereinbarter Finanzierungsrahmen wird im Geschäftsjahr 2022 den notwendigen Liquiditätsbedarf abdecken. Wir verfügen im Konzern somit jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum. Für die Marktzinssätze erwarten wir für das Geschäftsjahr 2022 ein ähnliches Niveau wie im Berichtsjahr.

Die Finanzierungsstruktur soll im Wesentlichen unverändert bleiben. Strategische Finanzierungsmaßnahmen sind nicht geplant. Die saisonal benötigte Liquidität kann aus den vorhandenen finanziellen Mitteln abgedeckt werden.

Für das Geschäftsjahr 2022 planen wir Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 115 MIO €. Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen die Modernisierung unserer Produktions- und Montageflächen bei DECKELMAHO in Seebach, FAMOT in Pleszew (Polen) und GRAZIANO in Tortona (Italien) sowie die Fertigstellung des hochmodernen, automatisierten Logistikzentrums bei DECKEL MAHO Pfronten. In Pinghu nahe Shanghai errichten wir 2023 ein hochmodernes, vollautomatisiertes und durchgängig digitalisiertes Produktionswerk für 5-Achs-Fräsmaschinen. Darüber hinaus investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE - Global One Business Excellence" zur Standardisierung und Optimierung von Systemen und Prozessen.

Im Bereich Forschung und Entwicklung werden wir unsere Innovationsstrategie nachhaltig vorantreiben. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir erneut eine Vielzahl an Weltpremieren und Innovationen -insbesondere in den Zukunftsfeldern Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sollen mit rund 84 MIO € auf einem weiterhin hohen Niveau liegen. Insgesamt sollen 16 % der Belegschaft in den Werken im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten.

Gesamtaussage des Vorstands zur künftigen Geschäftsentwicklung 2022

Die Weltwirtschaft leidet nach wie vor unter der Corona-Pandemie. Die erschwerte Materialversorgung, zunehmende Logistikengpässe sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten und die steigende Inflation bestimmen weiterhin die Gesamtwirtschaft und bremsen die Industrieproduktion aus. Hinzu kommt die russische Militäraktion gegen die Ukraine, deren Ausmaß derzeit noch nicht vollumfänglich absehbar ist.

Der weltweite Werkzeugmaschinen-Verbrauch soll sich dennoch im Jahr 2022 weiter erholen und sogar über 2019 liegen (72,8 MRD €) -mit Ausnahme von Deutschland, Europa und Japan, die das hohe Vor-Corona-Niveau voraussichtlich erst 2024 erreichen werden. VDW und Oxford Economics prognostizieren ein Wachstum auf 76,7 MRD € (2021: 69,0 MRD €). Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass diese Prognosen aufgrund der weiterhin bestehenden globalen Unsicherheiten unterjährig angepasst werden müssen.

DMG MORI plant für das Geschäftsjahr 2022 einen Auftragseingang von rund 2,5 MRD €. Der Umsatz soll rund 2,3 MRD € betragen. Beim EBIT gehen wir von rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund 130 MIO € liegen. Unsere Prognosen stehen unter dem Vorbehalt, dass es weltweit zu keinen weiteren Auswirkungen durch den Russland-Ukraine-Konflikt kommt. Für das laufende Geschäftsjahr planen wir derzeit Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte von rund 115 MIO €, die im Wesentlichen aus eigenen Mitteln finanziert werden.

DMG MORI ist zuversichtlich den Wachstumskurs fortzusetzen und hält das Tempo hoch -sowohl operativ als auch strategisch. Wir sind gut aufgestellt und richten uns weiter zukunftsstark aus. Wir innovieren und investieren. Neue Produktionswerke in China und Ägypten stärken unsere weltweite Präsenz. Mit konsequenten Lieferantenmanagement, hoher Kostensensibilität und umfassenden Maßnahmen zum Gesundheitsschutz werden wir auch die erneuten Herausforderungen meistern.

Unsere hohe Innovationskraft als "Global One Company" wollen wir nachhaltig stärken. Mit Dynamik und Exzellenz treiben wir unsere fünf strategischen Zukunftsfelder (Automatisierung, Digitalisierung, Additive Manufacturing, DMQPs, Nachhaltigkeit) und fünf weitere strategisch wichtige Säulen (First Quality, Service- und Technologie-Exzellenz, Globe, Mitarbeiter) aktiv voran. Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir daran, unser "Vision-Mission-Statement" zu erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen Produkten sein! Wir stärken unsere Kunden in Fertigung und Digitalisierung!

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

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D.01 2021 2020
Anhang T€ T€
Umsatzerlöse 6 2.052.921 1.831.293
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 19.756 -35.465
Aktivierte Eigenleistungen 7 6.804 14.011
Gesamtleistung 2.079.481 1.809.839
Sonstige betriebliche Erträge 8 59.730 74.261
Betriebsleistung 2.139.211 1.884.100
Materialaufwand 9
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.008.599 842.592
Aufwendungen für bezogene Leistungen 153.047 141.259
1.161.646 983.851
Personalaufwand 10
Löhne und Gehälter 440.503 408.150
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 82.211 78.796
522.714 486.946
Abschreibungen und Wertminderungen 11 67.033 75.025
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12 264.046 256.564
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 123.772 81.714
Finanzerträge 13
Zinserträge 4.367 4.435
Sonstige Erträge 241 27
4.608 4.462
Finanzaufwendungen 14
Zinsaufwendungen 5.675 6.645
Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen 193 248
Sonstige Finanzaufwendungen 1.148 2.051
7.016 8.944
Finanzergebnis -2.408 -4.482
Wertminderungen auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 22 0 -4.432
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 15 222 2.095
Ergebnis vor Steuern 121.586 74.895
Ertragsteuern 16 36.020 22.781
Jahresüberschuss 85.566 52.114
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallend 84.165 51.893
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 17 1.401 221
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (unverwässert) 18 1,07 0,66
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 in € (verwässert) 1,07 0,66

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

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D.02 Anhang 2021
T€
2020
T€
Jahresüberschuss 85.566 52.114
Sonstiges Ergebnis
Neubewertung aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 30 4.067 998
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts 39 72.186 -2.173
Ertragsteuern 16, 28 -2.169 -237
Summe der Posten, die nie in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 74.084 -1.412
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 11.537 -49.511
Nettoinvestitionen 341 -1.545
Veränderung der Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 37 -167 304
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten - Umgliederung in den Gewinn oder Verlust 37 -124 -216
Ertragsteuern 28 87 -26
Summe der Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 11.674 -50.994
Sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 85.758 -52.406
Gesamtergebnis der Periode 171.324 -292
Auf Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entfallendes Gesamtergebnis 168.743 213
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 2.581 -505

Konzern-Kapitalflussrechnung

für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

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D.03 Anhang 2021
T€
2020
T€
CASHFLOW AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT
Ergebnis vor Steuern (EBT) 121.586 74.895
Abschreibungen und Wertminderungen 67.033 75.025
Finanzergebnis 13, 14 2.408 4.482
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen /​ Erträge -2.146 4.527
Veränderung der Rückstellungen 30, 31 49.856 -6.897
Ergebnis aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens 1.332 -7.683
Ertragsteuererstattungen 2.524 5.194
Gezahlte Ertragsteuern -28.877 -51.513
Erhaltene Zinsen 4.697 4.327
Gezahlte Zinsen -5.260 -6.600
Erhaltene Dividende 22 361 283
Veränderungen der Positionen der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten
Vorräte 24 -41.554 61.158
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23, 25 -22.288 41.387
Übrige Aktiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit -72.857 12.158
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33, 34 -28.359 -69.402
Übrige Passiva, soweit nicht Investitions- oder Finanzierungstätigkeit 196.477 -74.058
40 244.933 67.283
CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 685 16.387
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -42.606 -41.720
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -23.111 -26.282
Cashflow aus der Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen 40 0 97
Cashflow aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen 40 -3.079 0
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 40 -12.799 -1.254
Auszahlungen/​Einzahlungen für gewährte Darlehen 23, 25 -2.850 30.000
Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 40 0 44.500
-83.760 21.728
CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Einzahlungen/​Auszahlungen für die Aufnahme/​Tilgung von Finanzschulden 45 4.139 0
An nicht beherrschende Anteile von Tochterunternehmen gezahlte Dividende -1.631 -1.358
Einzahlungen/​Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen -1.029 0
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH 45 -27.063 -95.742
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -19.103 -20.026
40 -44.687 -117.126
Zahlungswirksame Veränderung 116.486 -28.115
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds 1.921 -2.401
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 27 123.489 154.005
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 27 241.896 123.489

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

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D.04 Anhang 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Geschäfts- oder Firmenwerte 19 138.044 138.103
Sonstige Immaterielle Vermögenswerte 19 83.344 73.075
Sachanlagen 20 468.686 464.468
Anteile an at equity bewerteten Unternehmen 22 39.711 37.147
Beteiligungen 21 106.760 25.068
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 23 732 1.196
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 23 11.006 8.082
Sonstige langfristige Vermögenswerte 23 2.362 5.071
Latente Steuern 28 55.212 58.468
905.857 810.678
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 24 579.091 538.683
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 25 201.944 133.918
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 17.150 9.865
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 412.121 466.241
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 25 50 37
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 6 22.446 8.578
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 26 40.675 35.865
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 26 129.880 62.453
Ertragsteuerforderungen 4.917 1.727
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 27 241.896 123.489
1.650.170 1.380.856
Bilanzsumme 2.556.027 2.191.534

PASSIVA

D.04 Anhang 31.12.2021
T€
31.12.2020
T€
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 29 204.927 204.927
Kapitalrücklage 29 498.485 498.485
Gewinnrücklagen und andere Rücklagen 29 681.341 542.253
Summe Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 1.384.753 1.245.665
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 29 17.029 13.830
Summe Eigenkapital 1.401.782 1.259.495
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen 30 34.870 40.678
Andere langfristige Rückstellungen 31 47.857 43.967
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 35 30.977 35.905
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 33 244 244
Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 6 5.722 5.983
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 33 85 343
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 33 3.324 2.254
Latente Steuern 28 2.598 1.775
125.677 131.149
Kurzfristige Schulden
Andere kurzfristige Rückstellungen 31 265.202 221.029
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 35 14.176 16.431
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 34 134.714 137.093
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 34 2.189 4.740
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 34 119.061 139.977
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 34 1.192 1.432
Steuerschulden 25.308 17.854
Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 6 348.844 156.579
Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 6 39.590 29.537
Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen 6 22.446 8.578
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34 19.957 30.027
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 34 35.889 37.613
1.028.568 800.890
Bilanzsumme 2.556.027 2.191.534

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

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D.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Stand 01.01.2021 204.927 498.485 600.147 -57.870
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 84.165
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 10.357
Nettoinvestitionen 341
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts (nach Steuern) 71.129
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern)
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 2.955
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 74.084 10.698
Gesamtergebnis der Periode 158.249 10.698
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer -550
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne /​ mit Kontrollwechsel -1.685
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 1.830
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2021 -29.250
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -29.655
Stand 31.12.2021 204.927 498.485 728.741 -47.172
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D.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Marktbewertung Finanzderivate Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Stand 01.01.2021 -24 1.245.665
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 84.165
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 10.357
Nettoinvestitionen 341
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts (nach Steuern) 71.129
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) -204 -204
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 2.955
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -204 84.578
Gesamtergebnis der Periode -204 168.743
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer -550
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne /​ mit Kontrollwechsel -1.685
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 1.830
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2021 -29.250
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -29.655
Stand 31.12.2021 -228 1.384.753
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D.05 Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Summe
Stand 01.01.2021 13.830 1.259.495
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 1.401 85.566
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 1.180 11.537
Nettoinvestitionen 341
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts (nach Steuern) 71.129
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) -204
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 2.955
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 1.180 85.758
Gesamtergebnis der Periode 2.581 171.324
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer 550 0
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne /​ mit Kontrollwechsel 68 -1.617
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 1.830
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2021 -29.250
Summe der Transaktionen mit Eigentümern 618 -29.037
Stand 31.12.2021 17.029 1.401.782

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 141 ff.

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Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiede aus der Währungsumrechnung
Stand 01.01.2020 204.927 498.485 571.328 -7.540
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 51.893
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -48.785
Nettoinvestitionen -1.545
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts -2.173
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern)
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 761
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -1.412 -50.330
Gesamtergebnis der Periode 50.481 -50.330
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 5.401
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2020 -27.063
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -21.662
Stand 31.12.2020 204.927 498.485 600.147 -57.870
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Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Marktbewertung Finanzderivate Eigenkapital der Aktionäre der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
Stand 01.01.2020 -86 1.267.114
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 51.893
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -48.785
Nettoinvestitionen -1.545
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts -2.173
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 62 62
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 761
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern 62 -51.680
Gesamtergebnis der Periode 62 213
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 5.401
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2020 -27.063
Summe der Transaktionen mit Eigentümern -21.662
Stand 31.12.2020 -24 1.245.665
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Gewinnrücklagen und andere Rücklagen
in T€ Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Summe
Stand 01.01.2020 14.335 1.281.449
Gesamtergebnis
Jahresüberschuss 221 52.114
Sonstiges Ergebnis
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung -726 -49.511
Nettoinvestitionen -1.545
FVOCI - Eigenkapitalinvestments - Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts -2.173
Veränderung Marktwert derivativer Finanzinstrumente (nach Steuern) 62
Neubewertung aus leistungsorientierten Plänen (nach Steuern) 761
Summe sonstiges Ergebnis der Periode nach Steuern -726 -52.406
Gesamtergebnis der Periode -505 -292
Transaktionen mit Eigentümern
Gesamtkapitalzuführungen /​ -entnahmen an Eigentümer
Erwerb /​ Verkauf von nicht beherrschenden Anteilen ohne Kontrollwechsel
Steuern gem. § 16 KStG auf Ausgleichszahlungen 5.401
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für 2020 -27.063
Summe der Transaktionen mit Eigentümern 0 -21.662
Stand 31.12.2020 13.830 1.259.495

Siehe begleitende Erläuterungen im Konzernanhang zu Eigenkapital und nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital auf den Seiten 141 ff.

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Grundlagen des Konzernabschlusses

1. ANWENDUNG DER VORSCHRIFTEN

Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 wurde unter Anwendung der am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung der Periode, der Konzern-Bilanz, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Zur besseren Darstellung haben wir in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst; diese werden im Konzernanhang gesondert mit ergänzenden Ausführungen ausgewiesen.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Berichtswährung ist Euro. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen auftreten.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Gildemeisterstraße 60, wird in der Abteilung B beim Amtsgericht Bielefeld (Deutschland) mit der Nummer 7144 geführt. Sie ist Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns und eine börsennotierte AKTIENGESELLSCHAFT deutschen Rechts. Der DMG MORI-Konzern ist einer der weltweit führenden Hersteller von spanenden Werkzeugmaschinen und bietet innovative Maschinentechnologien, kompetente Serviceleistungen sowie bedarfsgerechte Softwareprodukte an. Der zum 31. Dezember 2021 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sein und ist auf unserer Website de.dmgmori-ag.com abrufbar. Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), ist oberste Muttergesellschaft des DMG MORI-Konzerns. Die DMG MORI GmbH, Bielefeld (Deutschland), ist die direkte Muttergesellschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Der Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wird in den Konzernabschluss der DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird auf der Website ^www.dmgmori. co.jp zugänglich sein.

Die DMG MORI GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht am 14. März 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.

2. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Auch Transaktionen unter gemeinsamer Kontrolle werden nach der Erwerbsmethode bilanziert.

Die übertragene Gegenleistung des Erwerbs der Anteile entspricht dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Außerdem beinhalten sie die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzter Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Spätere Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.

Bedingte Gegenleistungsverpflichtungen werden zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen erfasst werden.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Wert angesetzt, der sich aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert jeglicher vorher gehaltener Eigenkapitalanteile zum Erwerbsdatum über dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen ergibt. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt nach erneuter Beurteilung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der IFRS 3 "Business Combinations" sowie der IAS 36 "Impairment of Assets" sehen vor, Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig, sondern nur dann abzuschreiben, wenn ein Wertminderungsbedarf festgestellt wird. Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaften werden innerhalb des Eigenkapitals als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsatzerlöse sind ebenso wie alle übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet.

Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORIKonzern sind das oberste Mutterunternehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Nara (Japan), und seine Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI-Konzerns. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unternehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die sämtlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt sind, werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Hierzu werden die nach landesspezifischen Vorschriften erstellten Abschlüsse an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angepasst. Der Konzernabschluss ist auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt mit der Ausnahme, dass bestimmte Finanzinstrumente zum Marktwert sowie die Pensionsverpflichtungen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit"-Methode bilanziert sind.

Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards

Der DMG MORI-Konzern hat folgende neue und überarbeitete IFRS und IFRIC ab dem 1. Januar 2021 angewandt, die eine Relevanz für den Konzernabschluss hatten:

Im Folgenden werden die Auswirkungen dieser neuen Standards auf den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erläutert.

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D.06
Änderungen an IFRS 4 Verlängerung der zeitlich befristeten Ausnahme zur Nichtanwendung des IFRS 9
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 4, IFRS 7 und IFRS 16 Reform der Referenzzinssätze - Phase 2
Änderungen an IFRS 16 Covid-19-bezogene Mietzugeständnisse

Änderungen an IFRS 4 - Verlängerung der zeitlich befristeten Ausnahme zur Nichtanwendung des IFRS 9

Mit den Änderungen an IFRS 4 sollen die durch den unterschiedlichen Geltungsbeginn des IFRS 9 Finanzinstrumente und des künftigen IFRS 17 Versicherungsverträge bedingten, vorübergehend auftretenden Bilanzierungsfragen geregelt werden. Insbesondere die vorübergehende Befreiung von IFRS 9 wird dadurch bis 2023 verlängert, um den Geltungsbeginn des IFRS 9 mit dem Geltungsbeginn des neuen IFRS 17 in Einklang zu bringen.

IFRS 4 hat keine Auswirkungen auf den DMG MORI-Konzern.

Änderungen an IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform der Referenzzinssätze - Phase 2

Die Änderungen der zweiten Phase des IBOR-Reform-Projekts (Änderungen an IFRS 9 Financial Instruments, IAS 39 Financial Instruments: Recognition and Measurement, IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures, IFRS 4 Insurance Contracts und IFRS 16 Leases) ergänzen die Vorgaben der ersten Phase des Projekts und setzen grundsätzlich bei dem Ersatz eines Referenzzinssatzes durch einen anderen Referenzzins an.

Im Hinblick auf die Abbildung von Finanzinstrumenten sind insbesondere folgende Aspekte betroffen:

Bei Änderungen der vertraglichen Cashflows ist es auf Basis der Anpassungen ggf. nicht erforderlich, den Buchwert von Finanzinstrumenten anzupassen oder auszubuchen. Vielmehr wird unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit eröffnet, den Effektivzinssatz anzupassen, um die Änderung des alternativen Referenzzinssatzes widerzuspiegeln.

Im Hinblick auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist es auf Basis der Änderungen unter gewissen Voraussetzungen nicht erforderlich, eine für Zwecke des Hedge Accounting designierte Sicherungsbeziehung aufgrund von Anpassungen, die durch die IBOR-Reform ausgelöst werden, zu beenden.

Neue Risiken, die sich aus der Reform ergeben, und darüber hinaus, wie der Übergang zu alternativen Referenzsätzen gehandhabt wird, sind offenzulegen.

Neben Anpassungen zu IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 verabschiedete der IASB geringfügige Anpassungen an IFRS 4 und IFRS 16.

Die Änderungen sind auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2021 beginnen.

Weltweit wird zur Zeit eine grundlegende Reform der wichtigsten Referenzzinssätze vorgenommen, einschließlich des Ersatzes einiger "Interbank Offered Rates" (IBORs) durch alternative, nahezu risikofreie Zinssätze ("IBOR-Reform"). Finanzinstrumente sind IBORs ausgesetzt, die im Rahmen dieser marktweiten Initiativen ersetzt oder reformiert werden.

DMG MORI hat eine Analyse möglicher Auswirkungen auf Vermögenswerte und Schulden inkl. Finanzinstrumente vorgenommen.

Im DMG MORI Konzern bestehen keine wesentlichen, nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die an IBORs gebunden sind. Im Falle einer Kopplung besteht diese im Wesentlichen an den EURIBOR.

Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt, die an IBORs gebunden sind, die reformiert oder eingestellt werden. Die Nominalvolumina der betroffenen Sicherungsinstrumente sind aus der Tabelle auf Seite 152 des Anhangs ersichtlich und sind im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, CHF und JPY. DMG MORI analysiert fortlaufend die aktuellen Entwicklungen und hat die notwendigen Maßnahmen zum Übergang auf die neuen Referenzzinssätze eingeleitet. Der DMG MORI-Konzern hatte zum 31. Dezember 2021 keine Transaktionen, bei denen der Referenzzinssatz durch einen alternativen Referenzzinssatz ersetzt wurde und erwartet derzeit, dass sich aus den Änderungen der Referenzzinssätze keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IFRS 16 - COVID-19-bezogene Mietzugeständnisse

Die Änderung an IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verlängert die für Leasingnehmer bestehende optionale Erleichterung bei der Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis (z. B. Mietstundung oder -erlass) im Zusammenhang mit COVID-19 eine Modifikation ist.

Eine vergleichbare Erleichterung für Leasinggeber gibt es nicht.

Eine frühere Anwendung der Regelung ist zulässig einschließlich für Abschlüsse, die am 31. März 2021 noch nicht veröffentlicht waren. Die Anwendung hat rückwirkend zu erfolgen, mit einer Anpassung des Effekts im Eigenkapital zu Beginn der Periode, in der der Leasingnehmer die Änderungen erstmals anwendet.

Der DMG MORI-Konzern hat die bisherige Änderung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" in Bezug auf Mietzugeständnisse in direktem Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie im Geschäftsjahr 2020 nicht angewendet. Auch die Verlängerung der Erleichterungen für COVID-19-bezogene Mietzugeständnisse sind von DMG MORI im Geschäftsjahr 2021 nicht angewendet worden.

Der DMG MORI-Konzern hat die Änderung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" in Bezug auf Mietzugeständnisse in direktem Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie im Geschäftsjahr 2021 nicht angewendet und beabsichtigt auch keine Anwendung.

a) EU Endorsement ist bereits erfolgt

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D.07
Änderungen an IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept
Änderungen an IAS 16 Sachanlagen - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung
Änderungen an IAS 37 Belastende Verträge - Erfüllungskosten von Verträgen
Verbesserungen der IFRS 2018-2020 Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41
IFRS 17 Versicherungsverträge

Änderungen an IFRS 3 - Verweis auf das Rahmenkonzept

Im März 2018 hat der IASB ein überarbeitetes Rahmenkonzept herausgegeben, in welchem auch die bisher gültigen Definitionen von Vermögenswerten und Schulden geändert wurden. Um Konflikten zwischen dem Rahmenkonzept um dem IFRS 3 zu entgegnen, hat der IASB nun Änderungen an IFRS 3 dahingehend beschlossen, dass der Verweis im IFRS 3 auf das überarbeitete Rahmenkonzept aktualisiert wird und dass der IFRS 3 um die Vorschrift ergänzt wird, dass ein Erwerber bei der Identifizierung von übernommenen Verpflichtungen, die in den Anwendungsbereich des IAS 37 oder IFRIC 21 fallen, die Regelungen des IAS 37 oder IFRIC 21 anstelle des Rahmenkonzepts anzuwenden hat. Ausnahme hiervon sind Eventualverbindlichkeiten, für die weiterhin die Ausnahmeregelung des IFRS 3.23 Gültigkeit behält.

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Unternehmenszusammenschlüsse, bei denen der Erwerbszeitpunkt am oder nach dem 1. Januar 2022 liegt, anzuwenden.

Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IAS 16 - Sachanlagen -Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung

IAS 16 verlangt, dass die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Sachanlage alle direkt zurechenbaren Kosten einschließen, die anfallen, um einen Vermögenswert zu seinem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen. Hierzu gehören z. B. Kosten für Testläufe, mit denen überprüft wird, ob der Vermögenswert ordnungsgemäß funktioniert.

Fraglich war, ob ein über die Testkosten hinausgehender Ertrag aus dem Verkauf von Gegenständen, die während des Zeitraums, in der eine Sachanlage zu ihrem Standort und in ihren betriebsbereiten Zustand gebracht wird, hergestellt wurden, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage mindert oder erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen ist. Die Änderung an IAS 16 stellt klar, dass künftig kein Abzug von derartigen Erträgen von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage mehr zulässig ist.

Darüber hinaus wird der Wortlaut des IAS 16 um eine Erläuterung des Begriffs "Kosten für Testläufe" ergänzt. Hiernach sind dies Kosten, die anfallen, um festzustellen, ob ein Vermögenswert technisch und physisch in der Lage ist, seinen bestimmungsgemäßen Gebrauch durchzuführen. Das Erreichen einer bestimmten finanziellen Leistungsfähigkeit ist dabei unerheblich. Somit kann ein Vermögenswert bereits als "betriebsbereit" gelten und somit mit der Abschreibung begonnen werden, bevor dieser das vom Management erwartete (Betriebs-)Niveau erreicht hat.

Die Änderungen stellen klar, dass Einnahmen, die ein Unternehmen durch den Verkauf von Gegenständen erhalten hat, die hergestellt wurden, während es den Vermögenswert für seinen beabsichtigten Gebrauch vorbereitet hat (beispielsweise Produktmuster), und die damit verbundenen Kosten im Gewinn oder Verlust zu erfassen sind. Die Berücksichtigung derartiger Beträge bei der Ermittlung der Anschaffungskosten ist nicht zulässig.

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IAS 37 - Belastende Verträge - Erfüllungskosten von Verträgen

IAS 37 definiert einen belastenden Vertrag als einen Vertrag, bei dem die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Die unvermeidbaren Kosten spiegeln definitionsgemäß wiederum den Mindestbetrag der Nettokosten wider, die bei Ausstieg aus dem Vertrag anfallen; diese stellen den niedrigeren Betrag aus Erfüllungskosten und etwaigen aus der Nichterfüllung resultierenden Entschädigungszahlungen oder Strafgeldern dar. Was genau unter den Erfüllungskosten eines Vertrages zu verstehen ist, wird in IAS 37 bislang nicht weiter definiert.

Mit den nunmehr veröffentlichten Änderungen wird konkretisiert, dass sämtliche Kosten der Vertragserfüllung, die dem Vertrag unmittelbar zurechenbar sind, bei der Ermittlung, ob der Vertrag belastend im Sinne des IAS 37 ist, zu berücksichtigen sind. Bei den Kosten, die dem Vertrag unmittelbar zuzuordnen sind, handelt es sich neben den Kosten, die einem Unternehmen durch den Vertrag zusätzlich entstehen, auch um weitere der Vertragserfüllung direkt zurechenbare Kosten.

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Verbesserungen der IFRS 2018 - 2020 mit Änderungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41

Durch die "Annual Improvements to IFRS" wurden die folgenden Standards geändert.

In IFRS 1 wurde für erstanwendende Tochterunternehmen, welche IFRS 1.D16 (a) in Anspruch nehmen, die Möglichkeit eröffnet, kumulierte Umrechnungsdifferenzen mit den vom Mutterunternehmen ausgewiesenen Beträgen zu bewerten.

Durch die Änderung von IFRS 9 erfolgt eine Klarstellung, welche Gebühren in den 10 %-Test (IFRS 9.B3.3.6) hinsichtlich der Beurteilung, ob es zur Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit kommt, einzubeziehen sind. Es werden lediglich Gebühren berücksichtigt, welche zwischen dem Unternehmen als Kreditnehmer und dem Kreditgeber gezahlt oder erhalten wurden.

In IFRS 16 wurde im erläuternden Beispiel 13 zu IFRS 16 die Darstellung der Erstattung von Mietereinbauten entfernt.

In IAS 41 wird das Verbot, Steuerzahlungen im Rahmen der Fair Value-Bewertung zu berücksichtigen, gestrichen.

Die Änderungen sind -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2022 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

IFRS 17 - Versicherungsverträge

IFRS 17 ersetzt IFRS 4 und macht damit erstmals einheitliche Vorgaben für den Ansatz, die Bewertung, die Darstellung von und Anhangangaben zu Versicherungsverträgen, Rückversicherungsverträgen sowie Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung.

IFRS 17 hat keine Auswirkungen auf den DMG MORI Konzernabschluss.

b) EU Endorsement ist noch ausstehend

Weiterhin wurden folgende Standards und Interpretationen vom IASB herausgegeben und noch nicht von der Europäischen Union anerkannt: [→ d.08]

Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig

Die eng gefasste Änderung an IAS 1 stellt klar, dass sich die Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig nach den Rechten richtet, über die das Unternehmen am Abschlussstichtag verfügt.

Gemäß der Änderung werden Verbindlichkeiten als langfristig eingestuft, wenn das Unternehmen am Ende des Berichtszeitraums ein substanzielles Recht besitzt, die Erfüllung der Schuld um mindestens 12 Monate nach dem Bilanzstichtag zu verschieben.

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D.08
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig
Änderungen an IAS 1 und Practice Statement 2 Angaben zu Rechnungslegungsmethoden
Änderungen an IAS 8 Definitionen von Änderungen von Schätzungen
Änderungen an IAS 12 Latente Steuern i. Z. m. Vermögenswerten und Schulden, die aus einer einheitlichen Transaktion entstehen

Bei der Beurteilung, ob ein (substanzielles) Recht vorhanden ist, ist nicht zu berücksichtigen, ob das Unternehmen sein Recht auch ausüben wird. Eine diesbezügliche Absicht des Managements hat somit keinen Einfluss auf die Klassifizierung. Die bisherige Formulierung, wonach das Recht unbedingt sein muss, wurde gestrichen. Bei Rechten zum Aufschub, deren Ausübbarkeit die Erfüllung bestimmter Bedingungen voraussetzen, ist künftig darauf abzustellen, ob die Bedingungen am Abschlussstichtag erfüllt sind.

Im Juli 2020 wurde der Erstanwendungszeitpunkt um ein Jahr auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, verschoben.

Die Änderungen sind somit -vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht -auf Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung der Änderungen ist zulässig, setzt jedoch in der EU grundsätzlich ein Endorsement voraus.

Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IAS 1 und Practice Statement 2 -Angaben zu Rechnungslegungsmethoden

Die Änderungen sind Teil der "Disclosure Initiative" des IASB, deren grundlegendes Ziel es ist, die Qualität der Finanzberichterstattung zu verbessern. Hierzu gehört es auch, den Anhang von IFRS-Abschlüssen zu "entschlacken", d.h. ihn von für die Abschlussadressaten irrelevanten Informationen zu befreien und so den Blick auf das Wesentliche freizumachen.

Mit den Änderungen an IAS 1 wird klargestellt, dass künftig Angaben nur noch zu wesentlichen und nicht mehr zu maßgeblichen Rechnungslegungsmethoden zu machen sind. Was als "wesentlich" gilt, richtet sich nach der Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für die Bilanzadressaten. Die Änderungen an IAS 1 sowie das Practice Statement 2 enthalten neben entsprechenden Leitlinien eine Verdeutlichung in Form eines Entscheidungsbaums. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen.

Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IAS 8 - Definition von Änderungen und Schätzungen

Die Änderungen an IAS 8 beinhalten Klarstellungen zur Unterscheidung von Rechnungslegungsmethoden und rechnungslegungsbezogenen Schätzungen, um Unternehmen deren Abgrenzung zu erleichtern. Die Abgrenzung ist entscheidend, da Änderungen von Rechnungslegungsmethoden grundsätzlich retrospektiv, solche von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen hingegen prospektiv zu erfassen sind. Gemäß der Änderungen an IAS 8 werden rechnungslegungsbezogene Schätzungen definiert als monetäre Beträge im Abschluss, die mit Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen.

Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern i.Z.m. Vermögenswerten und Schulden, die aus einer einheitlichen Transaktion entstehen

Die Änderungen an IAS 12 schränken die sogenannte "Initial Recognition Exception" (IRE) dahingehend ein, dass diese nicht mehr für Geschäftsvorfälle gilt, aus der betragsgleiche abzugsfähige und zu versteuernde temporäre Differenzen entstehen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen.

Der DMG MORI-Konzern geht derzeit davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben werden.

AUSWIRKUNGEN VON KLIMABEZOGENEN ASPEKTEN AUF DEN KONZERNABSCHLUSS

Aus der Berücksichtigung von klimabezogenen Aspekten ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021. Weitere Erläuterungen sind dem Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2021 zu entnehmen.

AUSWIRKUNGEN DER CORONA-PANDEMIE AUF DEN KONZERNABSCHLUSS

Allgemeine Situation

Das Konzernergebnis sowie die Geschäftsentwicklung wurden im Geschäftsjahr 2021 vom Verlauf der Corona-Pandemie weiterhin beeinflusst. Zwar befand sich der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen in 2021 auf Erholungskurs. Die enormen Herausforderungen durch Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoffund Transportkosten belasteten jedoch die Entwicklung.

Diese Einflussfaktoren waren auch für DMG MORI spürbar. Die zunehmenden Reiserestriktionen erschwerten darüber hinaus das Service- und Ersatzteilgeschäft.

Den globalen Lieferengpässen konnten wir durch engen Austausch zu unseren Partnern und Lieferanten begegnen. Durch dieses stabile und gute Netzwerk konnten gravierende Produktionsunterbrechungen vermieden werden. Daneben wurde die Kostenstruktur weiter verbessert. Mit Hilfe dieser Maßnahmen und aufgrund der positiven Entwicklung im Auftragseingang -insbesondere bei den Neumaschinen -konnte das Konzernergebnis deutlich gegenüber dem Vorjahr verbessert werden. Für weitere Details zur Entwicklung wird auf den Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" im Konzernlagebericht verwiesen.

Derzeit geht der Vorstand bei der Corona-Pandemie von einem vorübergehenden Ereignis aus, durch das die langfristige Geschäftsentwicklung des DMG MORI-Konzerns nicht nachhaltig negativ beeinflusst wird.

Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen

Die Auswirkungen auf einzelne Bewertungs- und Bilanzierungsgrundlagen für den DMG MORI-Konzernabschluss sind im Abschnitt "Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen" bzw. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" beschrieben. Grundsätzlich sind, sofern notwendig oder absehbar, in den Prämissen zu Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die Einflüsse durch die Corona-Pandemie berücksichtigt. Diese Einschätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet.

VERWENDUNG VON ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS-Regelungen verlangt Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordern vom Vorstand folgende Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen:

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der Konzern überprüft mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember, und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt,ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Dies erfordert die Bildung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und eine Zuordnung der Geschäfts- oder Firmenwerte zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten sowie dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die Unternehmensleitung die voraussichtlichen künftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte 138.044 T€ (Vorjahr: 138.103 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert aus Währungseffekten. Weitere Informationen sind auf den Seiten 133 ff. zu finden.

Rückstellungen für Pensionen

Die Höhe der Rückstellung und der Aufwand für leistungsorientierte Pläne werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen in Bezug auf die Diskontierungszinssätze, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Rückstellung für Pensionen 34.870 T€ (Vorjahr: 40.678 T€). Weitere Informationen sind auf den Seiten 143 ff. zu finden.

Aus der Entwicklung entstandene Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte werden entsprechend der auf den Seiten 112 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus Vermögenswerten, über die anzuwendenden Zinssätze und über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte generieren, vorzunehmen. Zum 31. Dezember 2021 betrug der Buchwert der aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerte nach bestmöglicher Schätzung 11.024 T€ (Vorjahr: 12.143 T€).

Vorräte

Die Vorräte werden entsprechend der auf den Seiten 115 f. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aktiviert.

Im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung der Vorräte sind Annahmen über den Nettoveräußerungswert notwendig. Zur Ermittlung des Nettoveräußerungswertes hat der Vorstand Annahmen über die Höhe des Nettoveräußerungswertes vorzunehmen, die im Wesentlichen auf Annahmen über die erzielbaren Absatzpreise der Werkzeugmaschinen und Dienstleistungen auf dem Absatzmarkt beruhen.

Die Wertberichtigungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen 31.164 T€ (Vorjahr: 50.670 T€). Bei der Beurteilung der erwarteten Nettoveräußerungswerte wurden vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte und aktuelle Marktentwicklungen unter Beachtung der Auswirkungen der Corona-Pandemie berücksichtigt.

Ermessensentscheidungen und Schätzungen sind zudem für Leasingverhältnisse (siehe Anhangangabe 35), Erlöse aus Verträgen mit Kunden (siehe Anhangangabe 6), Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen (siehe Anhangangabe 25) sowie für Eventualschulden (siehe Anhangangabe 36) und sonstige Rückstellungen (siehe Anhangangabe 31) erforderlich; ferner bei der Bestimmung des beizulegenden Werts langlebiger Sachanlagen (siehe Anhangangabe 20) und Immaterieller Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 19) sowie beim Ansatz latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge (siehe Anhangangabe 28).

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden wesentlichen Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanz erläutert.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 "Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors" zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahresbeträge mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Anwendung spezieller IFRS ist den Erläuterungen zu den einzelnen Abschlussposten zu entnehmen. Grundsätzlich kommen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung:

Werthaltigkeitstest

Im Berichtsjahr 2021 wurde der Wertminderungstest in Bezug auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte zum Ende des Geschäftsjahres durchgeführt. Auf Basis dieser Überprüfungen ergaben sich in Bezug auf die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten keine Wertminderungen.

Für die Ermittlung des Nutzungswerts wurde zum 31. Dezember 2021 die aktuelle Unternehmensplanung herangezogen, die bereits Anpassungen der Geschäftserwartungen in Bezug auf die Corona-Pandemie, Materialverfügbarkeit und Lieferengpässe, steigende Inflation sowie hohe Rohstoff- und Transportkosten widerspiegelt. Für eine detaillierte Beschreibung der Vorgehensweise sowie der zugrunde gelegten Annahmen wird auf die Erläuterungen in Textziffer 19 verwiesen.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

D.09 | WIRTSCHAFTLICHE NUTZUNGSDAUER

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Software und sonstige Immaterielle Vermögenswerte 1 bis 7 Jahre
Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte 2 bis 10 Jahre
Geschäfts- und Fabrikgebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2 bis 30 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer -außer dem Geschäfts- oder Firmenwert -liegen nicht vor.

Entwicklungskosten, die direkt der Entwicklung identifizierbarer einzelner Werkzeugmaschinen, Dienstleistungen oder Softwarelösungen, die in der Verfügungsmacht des Konzerns stehen, zuzuordnen sind, wurden gemäß IAS 38 "Intangible Assets" aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist, die Fertigstellung technisch realisierbar ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zzgl. Fremdkapitalkosten bilanziert, sofern es sich um einen qualifizierten Vermögenswert handelt, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer und kumulierte Wertminderungen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab dem Produktionsstart planmäßig nach der linearen Methode über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Der Aufwand hieraus wird in der Position Abschreibungen ausgewiesen. Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 "Business Combinations" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf eine Wertminderung überprüft. Sofern ein Wertberichtigungsbedarf festgestellt wird, erfolgt eine Abschreibung.

Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen sowie kumulierte Wertminderungen bewertet. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 122 "Fremdkapitalkosten"). Die Abschreibungen wurden entsprechend dem Nutzungsverlauf nach der linearen Methode vorgenommen. Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 "Property, Plant and Equipment" erfolgte nicht. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien nach IAS 40 "Investment Property" liegen nicht vor.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Hierzu zählen die fertigungsbedingten Abschreibungen, anteilige Verwaltungskosten sowie die anteiligen Kosten des sozialen Bereiches. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, wenn die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind. Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasingnehmer ist

Bei Vertragsbeginn beurteilt der DMG MORI-Konzern, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt der DMG MORI-Konzern die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde.

Der DMG MORI-Konzern bilanziert grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse Nutzungsrechte an den Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz.

Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen, zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize.

Der erstmalige Ansatz der Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasingzahlungen. Diese werden mit dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz oder, insofern dieser nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Zur Ermittlung seines Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt der DMG MORI-Konzern Zinssätze von verschiedenen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen zu berücksichtigen.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:

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feste Zahlungen, einschließlich de facto fester Zahlungen

variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-) Satz gekoppelt sind, erstmalig bewertet anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes bzw. (Zins-)Satzes

Beträge, die aufgrund einer Restwertgarantie voraussichtlich zu zahlen sind, und

den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, Leasingzahlungen für eine Verlängerungsoption, wenn der Konzern hinreichend sicher ist, diese auszuüben, sowie Strafzahlungen für eine vorzeitige Kündigung des Leasingverhältnisses, es sei denn, der Konzern ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen.

In der Folge wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraums linear abgeschrieben, es sei denn, das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert geht zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den DMG MORI-Konzern über oder in den Kosten des Nutzungsrechtes ist berücksichtigt, dass der DMG MORI-Konzern eine Kaufoption wahrnehmen wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswertes abgeschrieben, welche nach den Vorschriften für Sachanlagen ermittelt wird. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Index- oder (Zins-) Satzänderung verändern, wenn der DMG MORI-Konzern seine Schätzung zu den voraussichtlichen Zahlungen im Rahmen einer Restwertgarantie anpasst, wenn der DMG MORI-Konzern seine Einschätzung über die Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert oder sich eine de facto feste Leasingzahlung ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen.

Sale-and-Leaseback

Im Rahmen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion ist zunächst anhand der Kriterien aus IFRS 15 zu prüfen, ob die Übertragung eines Vermögenswertes als Verkauf zu bilanzieren ist. Ist dies der Fall, setzt der DMG MORI-Konzern das mit dem Rückleasing verbundene Nutzungsrecht mit dem Teil des früheren Buchwerts an, der sich auf das zurückbehaltene Nutzungsrecht bezieht. Entsprechend werden etwaige Gewinne oder Verluste nur insoweit erfasst, als sie sich auf die übertragenen Rechte beziehen.

Leasingverhältnisse, bei denen der DMG MORI-Konzern Leasinggeber ist

Wenn der Konzern als Leasinggeber auftritt, stuft er bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis ein.

Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses nimmt der DMG MORI-Konzern eine Gesamteinschätzung vor, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, ist es ein Operating-Leasingverhältnis. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt der DMG MORIKonzern bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst.

Der DMG MORI-Konzern bilanziert das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat, wenn er als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Er stuft das Unterleasingverhältnis auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und nicht auf Grundlage des zugrunde liegenden Vermögenswertes ein. Wenn es sich bei dem Hauptleasingverhältnis um ein kurzfristiges Leasingverhältnis handelt, auf das der Konzern die oben beschriebene Ausnahme anwendet, stuft er das Unterleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis ein.

Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden vom DMG MORI-Konzern über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag erfasst.

Impairment

Die Vermögenswerte des DMG MORI-Konzerns, mit Ausnahme der Vermögenswerte nach IAS 36.2, werden gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" zu jedem Bilanzstichtag daraufhin überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung ("Impairment") vorliegen. Wenn solche Indikatoren vorliegen, wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte ermittelt und gegebenenfalls eine Abwertung vorgenommen. Ein Impairment-Test für einzelne Vermögenswerte ist lediglich dann möglich, wenn dem einzelnen Vermögenswert erzielbare Beträge zugeordnet werden können. Ist dies nicht möglich, ist der erzielbare Betrag der Cash-Generating-Unit zu bestimmen, zu der der Vermögenswert gehört (Cash-Generating-Unit des Vermögenswertes).

Geschäfts- oder Firmenwerte sind gemäß IAS 36 "Impairment of Assets" jährlich und wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, auf ihre Wertminderung zu überprüfen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat den Impairment-Test zum 31. Dezember 2021 durchgeführt. Dabei wird der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("Cash-Generating-Unit") mit dem erzielbaren Betrag ("Recoverable Amount") verglichen. Der Recoverable Amount der Cash-Generating-Unit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswertes.

Anteile an Unternehmen, die nach der Equity Methode bilanziert werden

Die Anteile des Konzerns, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen und an einem Gemeinschaftsunternehmen.

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss nehmen kann, über die er aber keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn dem DMG MORIKonzern direkt oder indirekt ein Stimmrechtsanteil von mindestens 20 % bis zu 50 % zusteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und bei Erwerb mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill.

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Veränderungen der Rücklagen sind anteilig in den Gewinnrücklagen zu erfassen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Der Konzern überprüft zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass hinsichtlich der Investition im assoziierten Unternehmen Wertminderungsaufwand berücksichtigt werden muss. In diesem Fall wird der Unterschied zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Wertminderung erfasst und als "Wertminderung auf Anteile an at equity bewerteten Unternehmen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden assoziierter Unternehmen wurden -sofern notwendig -geändert, um eine konzerneinheitliche Bilanzierung zu gewährleisten.

Gemeinschaftsunternehmen ("Joint Ventures") werden gemäß IFRS 11.24 ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert. Unrealisierte Zwischenergebnisse aus Transaktionen mit Joint Ventures werden im Rahmen der Konsolidierung anteilig eliminiert, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind.

Beteiligungen

Als Beteiligungen werden Anteile an Unternehmen ausgewiesen, bei denen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen maßgeblichen Einfluss ausübt.

Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zum Fair Value bewertet. Beim erstmaligen Ansatz kann das Unternehmen wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Dieses Wahlrecht wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert. Bestandteile der Herstellungskosten sind gemäß IAS 2 "Inventories" neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Aufwendungen der Verwaltung und des sozialen Bereiches werden berücksichtigt, soweit sie der Produktion zuzurechnen sind. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern die Voraussetzungen des IAS 23 erfüllt sind (siehe Seite 122 "Fremdkapitalkosten"). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden bei der Ermittlung des Nettoveräußerungswertes durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Preise am Absatzmarkt wurden berücksichtigt. Die Vorräte wurden im Wesentlichen nach der Durchschnittsmethode bewertet.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und -äquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Ausleihungen und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Verbindlichkeiten. Darunter fallen insbesondere Schuldscheindarlehen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen und sonstige originäre und derivative Finanzinstrumente.

Erstmaliger Ansatz und Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden ab dem Zeitpunkt angesetzt, zu dem sie entstanden sind. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn DMG MORI Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Finanzinstruments wird.

Im Rahmen von Factoring-Verträgen werden ausgewählte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf revolvierender Basis an Banken verkauft. Factoring ist ein branchenübliches Finanzierungsinstrument und ein weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes. Per 31. Dezember 2021 waren analog zum Vorjahr Factoringvereinbarungen mit einem Gesamtvolumen von 160,0 MIO € abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen mit einem Volumen von 18,1 MIO € verkauft (Vorjahr: 93,1 MIO €).

Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie, von untergeordneter Bedeutung, das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreises vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von DMG MORI getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Zeitpunkt des Verkaufs ausgebucht, da im Wesentlichen die Chancen und Risiken auf den Erwerber übertragen worden sind und die Durchleitung der mit diesem Verkauf verbundenen Cashflows an die Bank sichergestellt ist. Das bestehende Spätzahlungsrisiko war zum Bilanzstichtag unwesentlich.

Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value (FV)) bewertet. Bei einem Posten, der nicht zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (Fair Value through profit and loss (FVTPL)) bewertet wird, kommen hierzu Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis (in der Regel entspricht dies den Anschaffungskosten) bewertet.

Klassifizierung und Folgebewertung

Bei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:

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Zu fortgeführten Anschaffungskosten

Schuldinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Schuldinstrumente)

Eigenkapitalinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert mit Änderungen im sonstigen Ergebnis bewertet werden (FVOCI-Eigenkapitalinstrumente)

zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn und Verlust (FVTPL)

Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der DMG MORIKonzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:

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Er wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und

die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswertes führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL eingestuft wurde:

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Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte; und

seine Vertragsbedingungen führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVOCI bewertet werden, werden ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte (siehe Anhangangabe 37). Bei der erstmaligen Erfassung kann unwiderruflich entschieden werden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien zu beseitigen oder signifikant zu verringern.

Einschätzung des Geschäftsmodells

DMG MORI trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert wird und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:

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Die angegebenen Richtlinien und Ziele für das Portfolio und die Durchführung dieser Richtlinien in der Praxis; dies umfasst, ob die Strategie des Managements darauf ausgerichtet ist, die vertraglichen Zinserträge zu vereinnahmen, ein bestimmtes Zinssatzprofil beizubehalten, die Laufzeit eines finanziellen Vermögenswertes mit der Laufzeit einer damit verbundenen Verbindlichkeit oder den erwarteten Mittelabflüssen abzustimmen oder Zahlungsströme durch den Verkauf der Vermögenswerte zu realisieren.

Wie die Ergebnisse des Portfolios ausgewertet und an das Konzernmanagement berichtet werden.

Die Risiken, die sich auf die Ergebnisse des Geschäftsmodells (und der nach diesem Geschäftsmodell gehaltenen finanziellen Vermögenswerten) auswirken und wie diese Risiken gesteuert werden.

Wie die Manager vergütet werden -zum Beispiel, ob die Vergütung auf dem beizulegenden Zeitwert der verwalteten Vermögenswerte oder auf den vereinnahmten vertraglichen Zahlungsströmen basiert -und

Häufigkeit, Umfang und Zeitpunkt von Verkäufen finanzieller Vermögenswerte in vorherigen Perioden und die Erwartungen über zukünftige Verkaufsaktivitäten.

Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte, die nicht zur Ausbuchung führen, werden vom Konzern weiterhin bilanziert und insofern nicht als Verkäufe behandelt.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet.

Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sind

Für Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und Gewinnmarge.

Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:

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Bestimmte Ereignisse, die den Betrag oder den Zeitpunkt der Zahlungsströme ändern würden

Bedingungen, die den Zinssatz, inklusive variabler Zinssätze, anpassen würden

Vorzeitige Rückzahlungs- und Verlängerungsmöglichkeiten und

Bedingungen, die den Anspruch des Konzerns auf Zahlungsströme eines speziellen Vermögenswertes einschränken (zum Beispiel keine Rücktrittsberechtigung).

Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrags enthalten sein kann.

Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist.

Folgebewertung

Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL (Fair Value through profit and loss): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich jeglicher Zins- oder Dividendenerträge, werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Für Derivate, die als Sicherungsinstrumente designiert worden sind, siehe Anhangangabe 37.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost): Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden durch Wertminderungsaufwendungen gemindert. Zinserträge, Währungskursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Ein Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung wird im Gewinn oder Verlust erfasst.

Schuldinstrumente zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Zinserträge, die mit der Effektivzinsmethode berechnet werden, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei der Ausbuchung wird das kumulierte sonstige Ergebnis in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Eigenkapitalinvestments zu FVOCI (Fair value through other comprehensive income): Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Dividenden werden als Ertrag im Gewinn oder Verlust erfasst, es sei denn, die Dividende stellt offensichtlich eine Deckung eines Teils der Kosten des Investments dar. Andere Nettogewinne oder -verluste werden im sonstigen Ergebnis erfasst und nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.

Im Geschäftsjahr 2021 und im Vorjahr wurden Konditionen finanzieller Vermögenswerte nicht neu verhandelt.

Wertminderungen

IFRS 9 basiert auf dem Modell der "erwarteten Kreditausfälle".

Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Die Bewertung nach dem Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden. Es besteht ein Wahlrecht, diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente anzuwenden. DMG MORI hat beschlossen, das Konzept der erwarteten Kreditausfälle über die Gesamtlaufzeit für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte anzuwenden ("simplified approach").

Das Wertminderungsmodell ist auf finanzielle Vermögenswerte anzuwenden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden -mit Ausnahme von als Finanzanlagen gehaltenen Dividendenpapieren - sowie auf vertragliche Vermögenswerte.

Die Wertminderungen in Form von Einzelwertberichtigungen tragen den erwarteten Ausfallrisiken angemessen Rechnung. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen der Einzelwertberichtigungen werden Forderungen, für die ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, auf Wertminderungen untersucht und gegebenenfalls wertberichtigt. Die Ermittlung von individuellen Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden, sowohl die aktuellen Konjunkturentwicklungen als auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderungen berücksichtigt wird, hängt von der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab.

Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und die geografische Lage. Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) und der regionalen Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen zwischen 0,04% und 5,84 %.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden in Bezug auf die Werthaltigkeit von finanziellen Vermögenswerten, insbesondere von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Annahmen bzgl. des "Excepted Credit Loss" überprüft. Dabei wurde in den "Forward Looking Information" ein erhöhtes Ausfallrisiko unterstellt, was letztendlich jedoch nur zu unwesentlichen zusätzlichen Wertminderungen geführt hat.

Die Wertberichtigung auf sonstige Forderungen im Rahmen des "General Approach" wurde auf der Grundlage von Ratings und Ausfallwahrscheinlichkeiten für einen Zeitraum von sechs Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 von der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Risikopositionen aus Währungs- und Zinsschwankungen werden derivative Finanzinstrumente wie Devisentermingeschäfte eingesetzt. Durch die Sicherungsgeschäfte werden Finanzrisiken aus angesetzten Grundgeschäften und bei Währungsrisiken darüber hinaus auch Risiken aus schwebenden Liefer- und Leistungsgeschäften abgesichert.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt ebenfalls zum Fair Value. Sofern kein notierter Preis an einem aktiven Markt verfügbar ist, entspricht der beizulegende Zeitwert von Derivaten dem Barwert der geschätzten zukünftigen Zahlungsströme (Cashflows).

Wertänderungen von Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting bestimmt sind, werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sofern ein Sicherungsinstrument die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting erfüllt, wird es -abhängig von der jeweiligen Art des Sicherungszusammenhanges -wie folgt bewertet:

Fair Value Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die das Risiko aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von bereits erfassten Vermögenswerten oder Schulden absichern, werden gemeinsam mit den Wertänderungen des abgesicherten Grundgeschäftes in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Fair Value Hedges wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Cashflow Hedge

Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von Sicherungsinstrumenten, die zur Absicherung von Cashflow-Schwankungen abgeschlossen werden, werden bezogen auf ihren effektiven Teil erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuereffekte direkt im sonstigen Ergebnis eingestellt. Der ineffektive Teil der Wertänderungen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Eigenkapital kumulierte Beträge werden erfolgswirksam berücksichtigt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird.

Mit Devisentermingeschäften werden zukünftige Zahlungsströme aus erwarteten Zahlungseingängen auf Basis vorliegender Auftragseingänge abgesichert. Die Zahlungseingänge werden im Wesentlichen in einem Zeitraum von bis zu einem Jahr erwartet. Für Spekulationszwecke werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Derivate werden jedoch den zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten zugeordnet und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls kein Cashflow Hedge besteht.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppen

Vermögenswerte oder zur Veräußerung gehaltene Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind nach IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn deren Buchwerte hauptsächlich durch Veräußerung und nicht durch die fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Diese Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten bewertet und in der Bilanz separat innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte beziehungsweise Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Ertragsteuern

Die DMG MORI GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, hat mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag gem. §§ 291 ff. AktG abgeschlossen, der mit Eintrag in das Handelsregister am 24. August 2016 in Kraft getreten ist.

Durch den damit verbundenen Eintritt der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der bisher zum Organkreis der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gehörenden inländischen Gesellschaften in die ertragsteuerliche Organschaft der DMG MORI GmbH, erlosch die ertragsteuerliche Steuerschuldnerschaft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2016. Sämtliche Ergebnisse des inländischen Organkreises unterliegen nun rechtlich der Besteuerung bei der DMG MORI GmbH, die nicht in den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT einbezogen wird. Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen, der die Steuern verursachungsgerecht zuordnen soll.

Die Regelungen des IAS 12 enthalten keine expliziten Regelungen für die bilanzielle Berücksichtigung des Steueraufwands, der durch die zum DMG MORI-Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften verursacht wurde. Die Bilanzierung der latenten Steuern im Konzernabschluss erfolgt auf Basis der wirtschaftlichen Betrachtungsweise. Da ein Steuerumlagevertrag mit Wirkung zum 1. Januar 2017 vorliegt, wurde für die Ermittlung der latenten Steuern der sog. "Stand-alone taxpayer approach" gewählt. Dieser Ansatz geht davon aus, dass die Steuerumlage auf Basis des steuerlichen Einkommens der Organgesellschaft DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und unabhängig von der tatsächlichen Zahllast der Organträgerin, der DMG MORI GmbH ermittelt wird.

Im Rahmen der Aufstellung des Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden daher unabhängig von der tatsächlichen Steuerschuldnerschaft sämtliche Steueraufwendungen der zum Konzern gehörenden inländischen Organgesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT erfasst. Dementsprechend wurden alle Folgen der Besteuerung dieser Gesellschaften im Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT berücksichtigt. Dazu gehören neben der Erfassung der tatsächlichen und latenten Steuern auch die Berücksichtigung von Steuerrisiken und evtl. Nachzahlungen oder Erstattungen von Steuern für Vorperioden einschließlich der daraus resultierenden Folgen auf latente Steuerpositionen.

Die Ertragsteuern umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Steuern. Diese werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst wurden; in diesem Fall werden auch die entsprechenden Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre. Der Betrag der erwarteten Steuerschuld oder Steuerforderung spiegelt den Betrag wider, der unter Berücksichtigung steuerlicher Unsicherheiten, sofern vorhanden, die beste Schätzung darstellt. Die steuerlichen Unsicherheiten resultieren insbesondere aus den Verrechnungen im Konzern. Tatsächliche Steuerschulden beinhalten auch alle Steuerschulden, die als Folge der Festsetzung von Dividenden entstehen. Tatsächliche Steueransprüche und -schulden werden nur unter bestimmten Bedingungen saldiert.

Der Ansatz der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 "Income Taxes" gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method"). Demnach wurden aktive und passive Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den zeitlich abweichenden Wertansätzen in der Bilanz nach IFRS für Konzernzwecke und den steuerlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie auf ergebniswirksame und ergebnisneutrale Konsolidierungsvorgänge gebildet. Weiterhin sind aktive latente Steuern für künftige Steuerminderungsansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen bilanziert worden. Aktive latente Steuern für alle abzugsfähigen temporären Differenzen sowie für steuerliche Verlustvorträge wurden jedoch nur in dem Umfang berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen bzw. noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die gemäß IAS 12 "Income Taxes" in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag nach der derzeitigen Rechtslage gelten bzw. schon beschlossen wurden. Eine Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern wurde nur vorgenommen, soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist. Aktive und passive latente Steuern wurden entsprechend den Regelungen des IAS 12 "Income Taxes" nicht abgezinst.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Ermittlung der Rückstellung für leistungsorientierte Pensionen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits". Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen unter Berücksichtigung demografischer und finanzieller Rechnungsgrundlagen. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital kumuliert. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei beitragsorientierten Plänen leistet der DMG MORIKonzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionspläne. Der DMG MORI-Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Beiträge werden bei Fälligkeit im Personalaufwand erfasst. Geleistete Vorauszahlungen von Beiträgen werden in dem Umfang als Vermögenswert angesetzt, in dem ein Recht auf eine Rückzahlung oder eine Minderung künftiger Zahlungen besteht.

Gemäß IAS 37 "Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets" wurden die übrigen Rückstellungen gebildet, wenn aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit muss in diesem Fall über 50 % liegen. Es wurde jeweils der wahrscheinlichste Erfüllungsbetrag eingestellt. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der am Bilanzstichtag nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch künftige Kostensteigerungen. Rückstellungen, deren Restlaufzeit länger als ein Jahr ist, werden mit einem Zinssatz vor Steuern abgezinst, der die für die Verpflichtung spezifischen Risiken widerspiegelt.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für das "Short-Term-Incentive" (STI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstands bildet ein Leistungszeitraum von einem Jahr die Basis.

Die kurzfristige variable Vergütung (STI) für die Mitglieder des Vorstandes ist insbesondere durch die Anknüpfung an den Auftragseingang und das EBIT an die Zielerreichung wesentlicher Konzernkennzahlen im jeweiligen Geschäftsjahr gekoppelt. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der einjährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Ziele erreicht wurden. Das STI-System basiert auf zwei Zieldimensionen, die unterschiedlich gewichtet sind und durch sog. Nachhaltigkeitsfaktoren ("Modifier") angepasst werden. Hierbei werden sowohl die Marktposition (gemessen über das Leistungskriterium "Auftragseingang") als auch die Ertragslage (gemessen über das Leistungskriterium "EBIT") berücksichtigt. Diese unternehmensbezogenen Ziele werden durch einen Nachhaltigkeitsfaktor ("Modifier") modifiziert, der in einer Bandbreite von 80 % bis 120 % liegt. Der Nachhaltigkeitsfaktor soll hierbei insbesondere Handeln und Erfolge des Vorstands belohnen, die zur nachhaltigen Absicherung des Unternehmenserfolges beitragen.

Der Auftragseingang wird zu 1 /​ 3 gewichtet, das EBIT zu 2 /​ 3. Beide Finanzkennzahlen müssen eine Untergrenze (50%) erreichen um bonusrelevant zu werden. Die Obergrenze beträgt 200 %.

Die aus der Erreichung von Zielen resultierende Vergütung wird durch zwei im Rahmen der Auslobung festgelegte Nachhaltigkeitsfaktoren ("Modifier") angepasst (80%-120%). Zu diesen, dem Nachhaltigkeitsfaktor zugrundeliegenden Zielen zählen Investitionen in Sachanlagen und die Entwicklung von internen Marktanteilen und -positionen. Beide Nachhaltigkeitsfaktoren können eine Ausprägung von 80 %-120 % erreichen und werden jeweils mit 50 % gewichtet.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für das "Long-Term-Incentive" (LTI) als variable Vergütungskomponente für die Mitglieder des Vorstands bildet ein Leistungszeitraum von drei Jahren die Basis. Das LTI-Programm wird in bar auf Basis einer kennzahlenbasierten Vergütung unter Zugrundelegung einer dreijährigen Bemessungsgrundlage ("Performance-Periode") gewährt. Die Gewährung erfolgt in jährlichen Tranchen. Das LTI basiert auf zwei finanziellen Zielen sowie messbaren Nachhaltigkeitszielen in der Form eines "Modifier". Die finanziellen Leistungskriterien repräsentieren hierbei wichtige Kernsteuerungsgrößen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wie das Ergebnis nach Steuern (EAT) und die Service-Performance. Der "Modifier" mit einer Bandbreite von 80% bis 120% berücksichtigt darüber hinaus die Nachhaltigkeitsziele. Für die Mitglieder des Vorstands ist ein jeweils individueller Zielbetrag festgelegt. Der Zielbetrag stellt den Ausgangswert für die Ermittlung der leistungsabhängigen Auszahlung nach Ende der Bemessungsperiode dar. Ein Zahlungsanspruch entsteht erst mit Ablauf der dreijährigen Bemessungsperiode und ist davon abhängig, ob bzw. wie die Zielwerte erreicht wurden. Die sich daraus ergebenden Aufwendungen bzw. Erträge werden über die jeweilige Laufzeit der Programme als Personalaufwand verteilt erfasst und als Rückstellung bilanziert. Für die bestehenden LTI-Tranchen 2019-2021, 2020-2022 sowie 2021-2023 wurden die beschriebenen variablen Parameter zugrunde gelegt. Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt in Höhe der voraussichtlich anfallenden Aufwendungen.

Ausgewählte Lieferanten des DMG MORI-Konzerns finanzieren, aufgrund einer mit einzelnen Tochtergesellschaften und Factoringgesellschaften geschlossenen Reverse-Factoring-Vereinbarung, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einzelne Tochtergesellschaften vor. DMG MORI hat die geschuldeten Beträge in der Bilanz unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die IFRS-Standards enthalten zudem keine konkreten Anforderungen zur Klassifizierung der Cashflows aus Reverse-Factoring-Vereinbarungen. Nach unserer Auffassung ist es die Art der Tätigkeit, die vorrangig die Klassifizierung des Mittelabflusses bestimmt. Darüber hinaus sollte ein Unternehmen bei der Bestimmung der geeigneten Klassifizierung nach eigenem Ermessen beurteilen, ob ein einzelner Mittelabfluss oder mehrere Mittelabflüsse für das Unternehmen auftreten.

DMG MORI weist für die Zahlungen an die Factoringgesellschaften einen einzelnen Zahlungsmittelabfluss aus, da er die Zahlung der Factoringgesellschaft an einen Lieferanten nicht als zahlungswirksame Transaktion des Unternehmens betrachtet. Der Konzern klassifiziert seine Mittelabflüsse für Zahlungen an die Factoringgesellschaft innerhalb der betrieblichen Tätigkeit, da der wesentliche Charakter dieser Zahlungen im Zusammenhang mit dem Kauf von Waren gesehen wird. Zum 31. Dezember 2021 waren insgesamt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5.151 T€ (Vorjahr: 7.147 T€) durch die jeweilige Factoringgesellschaft angekauft.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn mit großer Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Zuwendung erfolgen wird und der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Zuwendungen für Kosten werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Kompensation sie gewährt wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden als Abgrenzungsposten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam aufgelöst.

Forschungszulagen der öffentlichen Hand in Deutschland wurden insgesamt in Höhe von 941 T€ (Vorjahr: 0 T€) gewährt. Davon sind 188 T€ (Vorjahr: 0 T€) als Abgrenzungsposten ausgewiesen und 752 T€ (Vorjahr: 0 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Kurzarbeitergeld in Deutschland werden mit den jeweiligen Aufwandspositionen verrechnet. Im Berichtsjahr ergaben sich hieraus Zuwendungen in Höhe von 9,1 MIO € (Vorjahr: 26,2 MIO €).

Fremdkapitalkosten

Nach IAS 23.5 sind Fremdkapitalkosten zu aktivieren, wenn ein so genannter qualifizierter Vermögenswert, d.h. mit einem Anschaffungs- oder Herstellungsvorgang über einen beträchtlichen Zeitraum, vorliegt. Beim DMG MORI-Konzern wird ein Zeitraum von mehr als zwölf Monaten als beträchtlich eingestuft. Im Geschäftsjahr 2021 ergaben sich bei aus der Entwicklung entstandenen Vermögenswerten Fremdkapitalkosten in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 8 T€) und bei Sachanlagen analog zum Vorjahr keine Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 1 % analog zum Vorjahr herangezogen. Die übrigen Fremdkapitalkosten wurden direkt als Aufwand in der Periode erfasst.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Zudem hat das Unternehmen seine Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 zu identifizieren. Dabei gilt: Ein Vertrag oder die Summe der zusammengefassten Verträge kann mehrere Leistungsverpflichtungen umfassen, die jeweils eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationszeitpunktes unterliegen. Der DMG MORI-Konzern ist zu der Einschätzung gekommen, dass aus den Verträgen aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen mehrere Leistungsverpflichtungen (Verkauf der Werkzeugmaschine, Transport und Inbetriebnahme der Maschine sowie Schulungen) resultieren, die eigenen Regelungen hinsichtlich des Realisationsprinzips unterliegen. Dies führt dazu, dass Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen allokiert werden. Die Umsatzerlöse für diese Leistungsverpflichtungen sowie zugehörige Kosten werden nach Erbringung der Leistung erfasst.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen im DMG MORI-Konzern beinhalten regelmäßig Nebenleistungen. Die Zahlungsbedingungen beinhalten in der Regel eine Anzahlung nach Erhalt der Auftragsbestätigung, eine Zahlung nach Anlieferung der Maschine und eine Restzahlung nach Inbetriebnahme der Maschine.

DMG MORI macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.63 Gebrauch und verzichtet darauf, die Höhe der zugesagten Gegenleistung um die Auswirkungen aus einer signifikanten Finanzierungskomponente anzupassen, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Zeitspanne zwischen der Übertragung eines zugesagten Guts oder einer zugesagten Dienstleistung auf den Kunden und der Bezahlung dieses Guts oder dieser Dienstleistung durch den Kunden maximal ein Jahr beträgt. Daher ist in den Verträgen mit Kunden in der Regel keine Finanzierungskomponente enthalten.

Nach IFRS 15.94 erfasst DMG MORI zusätzliche Kosten einer Vertragsanbahnung bei ihrem Entstehen als Aufwand, wenn der Abschreibungszeitraum, den DMG MORI andernfalls erfasst hätte, nicht mehr als ein Jahr beträgt.

In den Umsatzerlösen werden die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen -vermindert um Erlösschmälerungen, Konventionalstrafen und Skonti -ausgewiesen.

4. KONSOLIDIERUNGSKREIS

D.10 | ANZAHL DER VOLLKONSOLIDIERTEN UNTERNEHMEN

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31.12.2021 31.12.2020
Inland 28 30
Ausland 43 45
Gesamt 71 75

Der DMG MORI-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 81 Unternehmen (Vorjahr: 82). Zusätzlich zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurden 70 (Vorjahr: 74) Tochterunternehmen im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Zehn (Vorjahr: sieben) Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Bei den vollkonsolidierten Unternehmen steht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zu.

Alle vollkonsolidierten Tochterunternehmen sowie alle at equity einbezogenen Unternehmen -mit Ausnahme der Pragati Automation PVT. LTD., Bangalore (Indien) und der INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), deren Abschlussstichtag aufgrund lokaler rechtlicher Anforderungen der 31. März ist -haben einen mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT übereinstimmenden Abschlussstichtag.

Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2020 sind die

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DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu (China),

DMG MORI Logistik GmbH, Pfronten.

zum Konsolidierungskreis hinzugekommen.

Gegenüber dem Ende des Geschäftsjahres 2020 sind die

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up2parts GmbH, Weiden,

RUN-TEC GmbH, Niedenstein,

German-Eqyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten).

als assoziierte Unternehmen zum DMG MORI-Konzern hinzugekommen.

Seit März 2021 ist die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH mit 24,9 % an der up2parts GmbH, Weiden, beteiligt. Die Gesellschaft ist als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und wird "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Rückwirkend zum Januar 2021 hat sich die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an der RUN-TEC GmbH, Niedenstein, in Höhe von 40 % beteiligt. Die Gesellschaft ist als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und wird "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Juni 2021 wurde die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu (China), gegründet. Die Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH und wird als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Juli 2021 hat die GILDEMEISTER energy solutions GmbH die restlichen 49% an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, erworben. Die Gesellschaft ist seit dem 1. Juli 2021 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der GILDEMEISTER energy solutions GmbH.

Im November 2021 wurde die DMG MORI Logistik GmbH, Pfronten, gegründet. Die Gesellschaft ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der DECKEL MAHO Pfronten GmbH und wird als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Dezember 2021 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH zusammen mit einem Partnerunternehmen die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS) mit Sitz in Kairo (Ägypten) gegründet. Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hält 40 % der Anteile. Die Gesellschaft ist als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und wird "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Juli 2021 hat die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH 94,9% ihrer Anteile an den Gesellschaften GILDEMEISTER LSG Solar RUS, Moskau (Russland), und GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane (Australien), verkauft und hält nur noch eine Beteiligung in Höhe von 5,1 %. Seit dem 1. Juli 2021 sind die GILDEMEISTER LSG Solar RUS und die GILDEMEISTER Solar Australia Pty Ltd. als Beteiligungsunternehmen klassifiziert.

Im März 2021 wurde die DMG MORI Hilden GmbH, Hilden, rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH, Bielefeld, verschmolzen.

Im ersten Quartal 2021 wurden die DMG MORI Software Solutions GmbH, Pfronten, und die DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die WERKBliQ GmbH, Bielefeld, verschmolzen. Die WERKBLiQ GmbH wurde umbenannt in die DMG MORI Digital GmbH.

Die DMG MORI Europe AG, Winterthur (Schweiz), wurde rückwirkend zum 1. Januar 2021 auf die DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur (Schweiz), verschmolzen.

Die nachfolgend genannte Gesellschaft wurde analog zum Vorjahr gem. IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert:

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DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen.

Die nachfolgend genannten Gesellschaften wurden gem. IAS 28 als assoziierte Unternehmen klassifiziert. Die Anteile wurden ab dem Zeitpunkt ihres Erwerbs "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:

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PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore (Indien),

INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien),

DMG MORI Finance GmbH, Wernau,

Vershina Operation, LLC., Narimanov (Russland),

DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn),

SparePartsNow GmbH, Aachen,

up2parts GmbH, Weiden,

RUN-TEC GmbH, Niedenstein,

German-Eqyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo (Ägypten).

Veräußerung von Tochterunternehmen 2021

Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 hat die GILDEMEISTER energy solutions GmbH die restlichen 49% an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, erworben. Die Gesellschaft ist seitdem eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der GILDEMEISTER energy solutions GmbH. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2021 hat die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH jeweils 94,9 % der Anteile der folgenden Gesellschaften an einen strategischen Investor veräußert:

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GILDEMEISTER LSG Solar RUS OOO, Moskau (Russland),

GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty. Ltd., Brisbane (Australien).

Aufgrund der geringen Wesentlichkeit der einzelnen Gesellschaften und Beträge wurden die Angaben in einer Summe dargestellt. Der erhaltene Kaufpreis betrug insgesamt 669 T€. Über die Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH in Höhe von 51 % an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH wurden die (indirekten) Anteile seit dem Zeitpunkt der Gründung vollkonsolidiert. Mit dem Verkauf der Anteile an den Gesellschaften wurden ebenfalls alle Vermögenswerte und Schulden aus dem Konzern entkonsolidiert. Insgesamt ist aus dem Abgang der Gesellschaften mit ihren Vermögenswerten und Schulden ein Veräußerungsverlust in Höhe von 125 T€ entstanden. Es sind Firmenwerte in Höhe von 57 T€ abgegangen. Der Ausweis des Veräußerungsverlusts erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die weiterhin gehaltenen 5,1 % der Anteile werden als Beteiligungen ausgewiesen.

Die erhaltene Gegenleistung, die aufgrund des Kontrollverlusts abgegangenen Vermögenswerte und Schulden, sowie das Veräußerungsergebnis, sind in der Tabelle [ D.11] dargestellt.

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D.11
in T€
2021
Geschäfts- oder Firmenwert 57
Sachanlagen 230
Vorräte 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 947
Sonstige Vermögenswerte 124
Aktive latente Steuern 305
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.748
Veräußertes Vermögen 5.437
Rückstellungen 360
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.396
Leasingverbindlichkeiten 238
Sonstige Verbindlichkeiten 61
Veräußerte Schulden 4.055
Veräußertes Nettovermögen 1.382
Erhaltene Gegenleistung 669
Sonstiges Ergebnis -61
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 649
Veräußerungsergebnis -125

Aus dem Abgang der Anteile ergab sich im Geschäftsjahr ein Abfluss von Zahlungsmitteln in Höhe von 3.079 T€.

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr gemäß den oben dargestellten Erläuterungen geändert. Die Vergleichbarkeit mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ist im Hinblick auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage darüber hinaus nicht wesentlich beeinträchtigt.

Unternehmenszusammenschlüsse 2020

Mit Vertrag vom 16. November 2020 hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH die restlichen 60 %-Anteile an der DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld, von unserem bisherigen Kooperationspartner erworben. Die 100 %-ige Tochtergesellschaft wird seit dem 1. Dezember 2020 vollkonsolidiert.

Der beizulegende Zeitwert der Gegenleistung betrug 138 T€ und wurde in Zahlungsmitteln erbracht. Direkt mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten in Höhe von 1 T€ wurden als Aufwand im Geschäftsjahr 2020 berücksichtigt.

D.13 | WÄHRUNGEN

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Stichtagskurs = 1 € Durchschnittskurs = 1 €
ISO-Code 31.12.2021 31.12.2020 2021 2020
Australische Dollar AUD 1,56415 1,58560 1,57868 1,65333
Kanadische Dollar CAD 1,43650 1,55880 1,48510 1,53214
Schweizer Franken CHF 1,03615 1,08155 1,07949 1,07164
Chinesische Renminbi CNY 7,24780 8,00180 7,63273 7,89895
Tschechische Kronen CZK 24,85000 26,26200 25,65831 26,45485
Britische Pfund GBP 0,83960 0,89510 0,86098 0,88672
Indische Rupien INR 84,53450 89,40175 87,34672 84,62708
Japanische Yen JPY 130,95425 126,32545 129,96278 121,80819
Polnische Zloty PLN 4,58335 4,55895 4,56397 4,45294
Russische Rubel RUB 85,29710 90,49915 87,44565 83,06102
Singapur Dollar SGD 1,53310 1,61710 1,58747 1,57335
US-Dollar USD 1,13720 1,22355 1,18347 1,14487

Die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden bei ihrer erstmaligen Berücksichtigung in der Konzernbilanz zum Zeitwert angesetzt. Die Details sind der Tabelle [D.12] zu entnehmen.

D.12 | DMG MORI DIGITAL GMBH

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in T€ 2020
Vorräte 12
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 167
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 99
Zahlungsmittel 235
Sonstige Rückstellungen 95
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 47
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 141
Nettovermögen 230
Gegenleistung für den Erwerb von 60 % der Anteile 138
Beizulegender Zeitwert der gehaltenen 40 % der Anteile 92
Gegenleistung für 60 % der Anteile 230
Mit dem Erwerb entstandener Unterschiedsbetrag
Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 230
Nettovermögen 230
Unterschiedsbetrag 0

Aus der Bewertung der bisher gehaltenen 40 % der Anteile zum beizulegenden Zeitwert ergab sich im Geschäftsjahr 2020 ein Ergebnis von -10 T€.

Seit dem 1. Dezember 2020 trug die DMG MORI Digital GmbH in Höhe von 11 T€ zusätzlich zu den Umsatzerlösen des Konzerns 2020 bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern für den gleichen Zeitraum betrug -26 T€. Wäre der Erwerb der Anteile an der DMG MORI Digital GmbH bereits am 1. Januar 2020 einbezogen worden, wäre der Anteil am Ergebnis nach Steuern -174 T€ gewesen. Die Umsatzerlöse hätten 1.413 T€ betragen und wären im Wesentlichen mit Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns entstanden.

Eine Gesamtübersicht aller Unternehmen des DMG MORIKonzerns ist auf den Seiten 169 ff. dargestellt.

5. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie in Tabelle [^D.13] dargestellt entwickelt.

Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung IAS 21 "The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates". Da alle Tochtergesellschaften ihr Geschäft finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständig betreiben, ist dies in der Regel die jeweilige Landeswährung. Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen wurden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge nach IAS 21.40 zum Transaktionskurs -soweit angemessen approximiert durch Jahresdurchschnittskurse -in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung resultieren, wurden erfolgsneutral behandelt.

Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von/​an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist und die deswegen Teil der Nettoinvestition in diesem ausländischen Geschäftsbetrieb sind, werden nicht erfolgswirksam in der Periode erfasst. Die Umrechnungsdifferenzen werden anfänglich im sonstigen Ergebnis erfasst und bei Veräußerung vom Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

In den Einzelabschlüssen wurden monetäre Positionen (Flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten) in Fremdwährung mit dem Kurs am Stichtag bewertet. Nicht monetäre Positionen in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt worden. Die Differenzen aus der Umrechnung monetärer Positionen wurden erfolgswirksam verrechnet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb ausländischer Unternehmen resultieren, gelten als Vermögenswerte des ausländischen Geschäftsbetriebs und werden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Rechnungslegung gemäß den Regelungen des IAS 29 "Financial Reporting in Hyperinflationary Economies" war nicht notwendig, da der DMG MORI-Konzern keine wesentlichen Tochtergesellschaften mit Sitz in einem Hochinflationsland hat.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

6. UMSATZERLÖSE

Unterteilt nach Absatzgebieten, das heißt nach dem Sitz des Kunden, ergibt sich folgende Zusammensetzung der Umsatzerlöse:

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D.14
in T€
2021 2020
Deutschland 652.806 553.035
EU (ohne Deutschland) 700.691 617.639
USA 25.278 14.887
Asien 519.139 500.966
Übrige Länder 155.007 144.766
2.052.921 1.831.293

Eine Aufgliederung und weitere zusätzliche Erläuterungen der Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen erfolgen in der Segmentberichterstattung auf den Seiten 163 ff. und im Kapitel "Segmentbericht" des Konzernlageberichtes auf den Seiten 78 ff.

Die Tabelle [ → D.15 | d.16] enthält eine Überleitung der Umsätze 2021 nach Absatzgebieten sowie den wichtigsten Produkt- und Dienstleistungslinien auf die berichtspflichtigen Segmente.

Das originäre Servicegeschäft umfasst im Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und Schulung).

Vertragssalden

Die Tabelle [→ D.17] gibt Auskunft über Vertragssalden aus Verträgen mit Kunden.

Die Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen enthalten im Wesentlichen von Kunden erhaltene Anzahlungen für Maschinen. Die Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen enthalten im Wesentlichen bereits berechnete, aber noch nicht erbrachte Inbetriebnahmen, Schulungs- und Wartungsleistungen, Lieferungen von Werkzeugpaketen, Softwarelizenzen sowie Leistungen für verlängerte Gewährleistungen.

Bei den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen handelt es sich im Wesentlichen um fällige noch nicht gezahlte Anzahlungsrechnungen, für die ein unbedingter Anspruch auf die Zahlung besteht.

Vertragsvermögenswerte bestehen nicht.

Der Anstieg der Vertragsverbindlichkeiten gemäß IFRS 15 von 200.677 T€ im Jahr 2020 auf 416.602 T€ im Jahr 2021 ist im Wesentlichen auf die positive Geschäftsentwicklung im Neumaschinengeschäft zurückzuführen, die zu einem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen führte.

Der zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen, den Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen und den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen enthaltene Betrag in Höhe von insgesamt 200.677 T€ (Vorjahr: 251.381 T€) wurde im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 194.694 T€ (Vorjahr: 247.309 T€) als Umsatzerlöse erfasst.

Der Konzern erwartet, dass Leistungen in Höhe von 410.880 T€ (Vorjahr: 194.694 T€), die den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet waren, im Geschäftsjahr 2022 erwartungsgemäß zu Umsatz führen werden. Der Konzern macht von der praktischen Erleichterung des IFRS 15.121 Gebrauch und führt diese Leistungen daher nicht separat auf.

Für Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen in Höhe von 5.722 T€ (Vorjahr: 5.983 T€) erwartet der Konzern, dass diese in den Jahren 2023 bis 2026 zu Umsatz führen werden.

7. AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die aktivierten Eigenleistungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Entwicklung entstandenen Immateriellen Vermögenswerten für Werkzeugmaschinenprojekte nach IAS 38 "Intangible Assets". Die aktivierten Herstellungskosten umfassen alle direkt und indirekt dem Entwicklungsprozess zurechenbaren Kosten und notwendigen Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten sowie die Fremdkapitalkosten.

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D.15 Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Konzern
in T€ 2021 2021 2021 2021
Absatzgebiete
Deutschland 363.089 289.503 0 652.592
EU (ohne Deutschland) 344.686 356.005 0 700.691
USA 18.964 6.314 0 25.278
Asien 274.976 244.163 0 519.139
Übrige Länder 102.204 52.803 0 155.007
Summe 1.103.919 948.788 0 2.052.707
Wichtigste Produkt- /​ Dienstleistungslinien
Verkauf von Werkzeugmaschinen 1.103.919 0 0 1.103.919
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. Ltd. 0 440.611 0 440.611
Originäres Servicegeschäft 0 506.021 0 506.021
Sonstiges 0 2.156 0 2.156
Summe 1.103.919 948.788 0 2.052.707
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.103.919 948.788 0 2.052.707
Sonstige Umsatzerlöse 0 0 214 214
Externe Umsatzerlöse 1.103.919 948.788 214 2.052.921
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D.16 Werkzeugmaschinen Industrielle Dienstleistungen Corporate Services Konzern
in T€ 2020 2020 2020 2020
Absatzgebiete
Deutschland 308.408 244.452 0 552.860
EU (ohne Deutschland) 311.605 306.034 0 617.639
USA 7.873 7.014 0 14.887
Asien 329.443 171.523 0 500.966
Übrige Länder 89.630 55.136 0 144.766
Summe 1.046.959 784.159 0 1.831.118
Wichtigste Produkt- /​ Dienstleistungslinien
Verkauf von Werkzeugmaschinen 1.046.959 0 0 1.046.959
Handelsumsatz mit Produkten der DMG MORI CO. Ltd. 0 348.633 0 348.633
Originäres Servicegeschäft 0 430.204 0 430.204
Sonstiges 0 5.322 0 5.322
Summe 1.046.959 784.159 0 1.831.118
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 1.046.959 784.159 0 1.831.118
Sonstige Umsatzerlöse 0 0 175 175
Externe Umsatzerlöse 1.046.959 784.159 175 1.831.293
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D.17
in T€
Anhangangabe Buchwert zum 31. Dezember 2021 Buchwert zum 31. Dezember 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte 25 202.676 135.114
Forderungen gegen at equity bewertete Unternehmen 25 17.150 9.865
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 25 412.121 466.241
Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen 25 50 37
Kundenforderungen aus Anzahlungsrechnungen 22.446 8.578
Summe 654.443 619.835
Vertragsverbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen 348.844 156.579
Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen 45.312 35.520
Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen 22.446 8.578
Summe 416.602 200.677

8. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

D.18 | PERIODENFREMDE ERTRÄGE

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in T€ 2021 2020
Auflösung von Rückstellungen 2.498 1.085
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen 806 1.012
Gewinne aus Anlagenabgängen 713 8.372
Übrige periodenfremde Erträge 3.090 2.631
7.107 13.100
ANDERE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
Kurs- und Währungsgewinne 23.983 33.972
Kostenerstattungen und Weiterbelastungen 9.329 10.374
Herabsetzung von Wertminderungen 4.847 2.986
Zulagen und Zuschüsse 1.571 403
Schadenersatzleistungen 787 467
Übrige 12.106 12.959
52.623 61.161
Gesamt 59.730 74.261

Die Gewinne aus Anlagenabgängen im Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Grundstücken und Gebäuden an fremde Dritte. Im Geschäftsjahr 2021 entstand saldiert ein Kurs- und Währungsgewinn in Höhe von 1.799 T€ (Vorjahr: 3.006 T€).

In den Übrigen Erträgen sind Erträge aus dem Unterleasing von Nutzungsrechten in Höhe von 1.285 T€ (Vorjahr: 1.668 T€) sowie Wertaufholungen in Höhe von 814 T€ (Vorjahr: 0 T€) für eine im Vorjahr vorgenommene Wertminderung einer technischen Anlage enthalten.

9. MATERIALAUFWAND

Die bezogenen Leistungen betreffen überwiegend Aufwendungen für auswärtige Fertigung.

10. PERSONALAUFWAND

Für das Geschäftsjahr 2021 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstandes aus direkter und indirekter Vergütung ohne Vorauszahlung 7.118 T€ (Vorjahr: 4.912 T€). Auf die feste, erfolgsunabhängige Vergütung (Grundvergütung und Nebenleistungen) der Mitglieder des Vorstandes entfielen insgesamt 2.228 T€ (Vorjahr: 2.126 T€) und 3.200 T€ (Vorjahr: 1.236 T€) auf die kurzfristige variable Vergütung (STI) sowie einer beitragsorientierten Altersversorgung von 850 T€ (Vorjahr: 800 T€). Die Zielerreichung bei der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) beläuft sich auf 200 % für die Kennzahl EBIT und 200 % für die Kennzahl Auftragseingang. Der Nachhaltigkeitsfaktor ("Modifier") liegt bei 119,2%. Aus der alten LTI-Tranche 2019 bis 2021, die am 31. Dezember 2021 zugeteilt und im Geschäftsjahr 2022 ausgezahlt wird, resultiert ein Betrag in Höhe von insgesamt 840 T€ (Vorjahr: 750 T€ aus LTI-Tranche 2018-2020).

Für die LTI-Tranche 2020 - 2022 wurde im Jahr 2021 eine rückforderbare Vorauszahlung in Hohe von 1.508 T€ geleistet, die Bestandteil der Vergütung nach § 162 Abs. 1 Satz 1 AktG und auch Bestandteil der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 285 HGB und § 314 HGB ist.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 1.437 T€ (Vorjahr: 1.434 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Rückstellungen für unmittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 21.234 T€ (Vorjahr: 23.365 T€) gebildet worden.

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 52 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 53 ff. zu finden.

Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt.

Die Aufwendungen für Altersversorgung inklusive der Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich für das Geschäftsjahr 2021 im Konzern auf 26.687 T€ (Vorjahr: 27.120 T€). Darin enthalten sind Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 24.990 T€ (Vorjahr: 25.350 T€).

Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

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D.19 Durchschnittliche
Anzahl
Stand am Bilanzstichtag
2021 2020 31.12.2021 31.12.2020
Lohnempfänger 1.793 1.878 1.824 1.784
Gehaltsempfänger 4.678 4.829 4.772 4.609
Auszubildende 231 292 225 279

11. ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN

Eine Aufteilung der Position auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ist den Tabellen auf den Seiten 132 und 134. zu entnehmen.

D.21 | PERIODENFREMDE AUFWENDUNGEN

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in T€ 2021 2020
Verluste aus Anlagenabgängen 2.045 689
Sonstige Steuern 1.903 555
Übrige periodenfremde Aufwendungen 1.967 1.719
5.915 2.963
ANDERE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
Ausgangsfrachten, Verpackungen 44.864 41.304
Sonstige fremde Dienstleistungen 34.297 37.322
Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen 29.239 25.519
Kurs- und Währungsverluste 22.184 30.966
Reise- und Repräsentationsaufwendungen 21.769 19.654
Vertriebsprovisionen 14.062 10.053
Mieten, Pachten und Leasing 10.550 11.542
Sonstige Personalaufwendungen 10.542 8.735
Jahresabschluss-, Rechts- und Beratungsaufwendungen 9.329 10.543
Wertminderungen von Forderungen 7.601 8.621
Büromaterial, Post- und Telekommunikationskosten 6.749 6.945
Versicherungen 6.703 6.431
Aufwendungen für Zeitarbeit und freie Mitarbeiter 5.623 5.354
Sonstige Steuern 4.337 4.780
Lizenzen und Warenzeichen 2.397 3.092
Geldverkehr und Kapitalbeschaffung 1.184 1.230
Investor- und Public-Relations 396 419
Übrige 26.305 21.091
258.131 253.601
Gesamt 264.046 256.564

In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf Nutzungsrechte in Höhe von 18.841 T€ (Vorjahr: 20.218 T€) im Rahmen des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" enthalten. Die folgende Tabelle zeigt die detaillierte Aufteilung:

D.20 | ABSCHREIBUNGEN AUF NUTZUNGSRECHTE

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in T€ 2021 2020
Grundstücke und Bauten 4.589 4.629
Technische Anlagen und Maschinen 3.077 3.524
Andere Anlagen, Betriebs-, und Geschäftsausstattung 11.175 12.065
Summe 18.841 20.218

In den Abschreibungen und Wertminderungen sind außerdem Wertminderungen in Höhe von 1.920 T€ (Vorjahr: 3.481 T€) enthalten, die auf immaterielle Vermögenswerte entfallen. Weitere Erläuterungen sind unter "immaterielle Vermögenswerte " zu finden.

12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Bedingt durch die verbesserte Geschäftsentwicklung und die Erholung der Nachfrage nach Werkzeugmaschinen im Berichtsjahr nach den starken Einschnitten durch die Corona-Pandemie im Vorjahr stiegen die Aufwendungen, die vom Umsatz sowie von Art, Höhe und Regionen, in der die Umsätze entstehen, abhängig sind. Dies betrifft insbesondere Ausgangsfrachten und Verpackungen wie auch Vertriebsprovisionen. Dies gilt ebenso für die Aufwendungen für Unternehmenskommunikation, Messen und sonstige Werbeaufwendungen. Die anderen Aufwendungen konnten durch ein konsequentes Kostenmanagement auf Vorjahresniveau gehalten werden. [→ D.21]

Die Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing enthalten in Höhe von 3.113 T€ (Vorjahr: 3.435 T€) Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse, in Höhe von 1.451 T€ (Vorjahr: 1.386 T€) Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert, sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von 390 T€ (Vorjahr: 579 T€).

Darüber hinaus weisen wir in dieser Zeile Aufwendungen aus Servicekomponenten aus, die im Rahmen von insbesondere PKW-Leasingverträgen vereinbart worden sind. Daraus ergaben sich im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 5.596 T€ (Vorjahr: 6.142 T€).

Im Geschäftsjahr 2021 wurden für die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates 930 T€ (Vorjahr: 893 T€) zurückgestellt; der Ausweis erfolgt unter den sonstigen fremden Dienstleistungen. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Aufsichtsratsvergütungen des Geschäftsjahres ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 52 ff. zu finden.

13. FINANZERTRÄGE

Im DMG MORI-Konzern sind Zinserträge und sonstige Erträge in Höhe von 4.608 T€ (Vorjahr: 4.462 T€) entstanden. Hierin enthalten sind Zinserträge in Höhe von 3.400 T€ (Vorjahr: 3.490 T€) aus dem Darlehen an die DMG MORI GmbH.

14. FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzaufwendungen von 7.016 T€ (Vorjahr: 8.944 T€) beinhalten Zinsaufwendungen und sonstige Finanzaufwendungen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 5.675 T€ (Vorjahr: 6.645 T€) betreffen im Wesentlichen Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Factoring des Konzerns. Hier sind auch Zinsen aus Leasing gem. IFRS 16 in Höhe von 711 T€ enthalten (Vorjahr: 858 T€) sowie außerdem Zinsaufwendungen in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 606 T€), die im Geschäftsjahr von der DMG MORI GmbH berechnet wurden.

Daneben ist in Höhe von 193 T€ (Vorjahr: 248 T€) der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen enthalten.

In den sonstigen Finanzaufwendungen in Höhe von 1.148 T€ (Vorjahr: 2.051 T€) sind Aufwendungen für Transaktionskosten in Höhe von 295 T€ (Vorjahr: 882 T€) enthalten, die aus der planmäßigen Amortisation der Transaktionskosten für die syndizierte Kreditlinie resultieren. Daneben sind 784 T€ (Vorjahr: 949 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

15. ERGEBNIS AUS AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen beträgt insgesamt 222 T€ (Vorjahr: 2.095 T€). Hier ist insbesondere der anteilige Ertrag aus der Beteiligung an der DMG MORI Finance GmbH in Höhe von 625 T€ (Vorjahr: 619 T€) sowie die anteiligen Ergebnisse von DMG MORI HEITEC Digital Kft. und Vershina Operation, LLC., von insgesamt 615 T€ (Vorjahr: 560 T€) enthalten. Die anteiligen Ergebnisse der INTECH DMLS Pvt. Ltd., up2parts GmbH, DMG MORI HEITEC GmbH sowie PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. verminderten das Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen um insgesamt 1.026 T€.

16. ERTRAGSTEUERN

In dieser Position werden tatsächliche und latente Steueraufwendungen und -erträge sowie Aufwendungen aus der Steuerumlage ausgewiesen, die sich wie folgt zusammensetzen:

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D.22
in T€
2021 2020
Tatsächliche Steuern 33.935 21.790
Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr 29.919 22.177
Steuererträge für Vorjahre -2.362 -3.691
Steueraufwendungen für Vorjahre 6.378 3.304
Latente Steuern 2.085 991
Verlustvorträge -258 1.279
Steuergutschriften 2.117 -2.172
Temporäre Differenzen 149 1.791
Reduzierung des Steuersatzes 77 93
36.020 22.781

Unter den tatsächlichen Steuern werden bei den Inlandsgesellschaften Körperschaft- und Gewerbesteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Die Ermittlung erfolgte nach den für die einzelnen Gesellschaften maßgeblichen Steuervorschriften.

Die Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr enthalten die aufgrund der steuerlichen Organschaft von der DMG MORI GmbH, Bielefeld, belasteten tatsächlichen Steuern in Höhe von 11.538 T€ (Vorjahr: 13.068 T€). Ein Betrag von 2.362 T€ (Vorjahr: 3.691 T€) resultierte aus tatsächlichen Steuererträgen für Vorjahre. Daneben sind mit 6.378 T€ (Vorjahr: 3.304 T€) tatsächliche Steueraufwendungen für Vorjahre enthalten.

Die tatsächlichen Steueraufwendungen wurden aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste in Höhe von 544 T€ (Vorjahr: 499 T€) gemindert.

Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Im Geschäftsjahr 2021 betrug im Inland der Körperschaftsteuersatz 15,0 % (Vorjahr: 15,0 %) zuzüglich des Solidaritätszuschlags in Höhe von 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %).

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D.23
in T€
2021 2020
Ergebnis vor Steuern 121.586 74.895
Ertragsteuersatz der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Prozent 29,8 29,8
Erwarteter Steuerertrag /​ -aufwand 36.233 22.319
Steuerliche Auswirkungen folgender Effekte
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes -6.107 -2.756
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen 77 93
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -1.149 -1.459
Steuerliche Verlustvorträge -682 3.201
Temporäre Differenzen 1 337
Steuererhöhung aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 5.250 5.739
Steuererträge bzw. -aufwendungen für Vorjahre 4.016 -387
Steuergutschriften -1.262 -4.442
Sonstige Anpassungen -357 136
Ertragsteuern 36.020 22.781

Daraus resultiert ein effektiver Körperschaftsteuersatz von 15,8 % (Vorjahr:15,8 %). Unter Einbeziehung der Gewerbesteuer von 14,0 % (Vorjahr: 14,0 %) betrug der Gesamtsteuersatz 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %). Hieraus ergibt sich für inländische Unternehmen der Steuersatz zur Bewertung latenter Steuern. Die wesentlichen Steuersätze im Ausland liegen zwischen 16 % und 30 % (Vorjahr: 16 % und 30 %).

Die Ertragsteuern auf das übrige Gesamtergebnis betragen saldiert 2.082 T€ (Vorjahr: 263 T€) und betreffen die im sonstigen Ergebnis enthaltenen Veränderungen der Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, Eigenkapitalinvestments sowie die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne.

Der Unterschied zwischen dem tatsächlichen und erwarteten Ertragsteueraufwand ist auf die Ursachen gemäß Tabelle [→ D.23] zurückzuführen.

Der ausgewiesene Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 36.020 T€ (Vorjahr: 22.781 T€) ist um 213 T€ geringer (Vorjahr: 462 T€ höher) als der erwartete Ertragsteueraufwand von 36.233 T€ (Vorjahr: 22.319 T€), der sich theoretisch bei Anwendung des im Geschäftsjahr 2021 gültigen inländischen Steuersatzes von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %) auf Konzernebene ergeben würde.

Die Veränderung bei den steuerlichen Verlustvorträgen betrifft im Wesentlichen den Nichtansatz von aktiven latenten Steuern auf laufende Verluste in Höhe von 376 T€ (Vorjahr: 3.169 T€) sowie Korrekturen bei den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge aus Vorjahren in Höhe von 0 T€ (Vorjahr: 565 T€). Dem gegenüber konnten bislang nicht berücksichtigte latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 1.058 T€ (Vorjahr: 533 T€) genutzt bzw. aktiviert werden.

Der Ansatz bislang nicht erfasster abzugsfähiger temporärer Differenzen betrug im Geschäftsjahr 0 T€ (Vorjahr: 613 T€). Im Geschäftsjahr erfolgten Wertberichtigungen bzw. Nichtansätze von latenten Steuern auf temporäre Differenzen in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 950 T€).

Weitere Erläuterungen sind im Kapitel "Latente Steuern" zu finden.

17. AUF NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE ENTFALLENDES JAHRESERGEBNIS

Auf die nicht beherrschenden Anteile entfällt ein anteiliges Jahresergebnis von 1.401 T€ (Vorjahr: 221 T€). In der Position ist im Wesentlichen das anteilige Ergebnis von nicht beherrschenden Anteilen an der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China) sowie der DMG MORI India Private Limited, Bangalore (Indien) enthalten.

18. ERGEBNIS JE AKTIE

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie ("Basic Earnings per Share") durch Division des Konzernergebnisses -ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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D.24 2021 2020
Konzernergebnis ohne auf nicht beherrschende Anteile entfallender Jahresüberschuss 84.165 T€ 51.893 T€
Durchschnittlich gewichtete Anzahl der Aktien (Stück) 78.817.994 78.817.994
Ergebnis je Aktie 1,07 € 0,66 €

D.25 | IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

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in T€ Geschäfts- oder Firmenwerte Aus der Entwicklung entstandene Vermögenswerte Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2021
Stand 1. Januar 2021 138.103 141.209 124.785 49.963 454.060
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -2 0 181 25 204
Sonstige Veränderungen 0 0 31 0 31
Veränderung Konsolidierungskreis -57 0 0 0 -57
Zugänge 0 4.609 2.818 15.683 23.110
Abgänge 0 -18.856 -6.757 -1.672 -27.285
Umbuchungen 0 0 6.458 -6.373 85
Stand 31. Dezember 2021 138.044 126.962 127.516 57.626 450.148
Abschreibungen 2021
Stand 1. Januar 2021 0 129.066 113.209 607 242.882
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 109 0 109
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 5.728 5.576 0 11.304
Abgänge 0 -18.856 -6.679 0 -25.535
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 0 115.938 112.215 607 228.760
Nettobuchwert am 31. Dezember 2021 138.044 11.024 15.301 57.019 221.388
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2020
Stand 1. Januar 2020 138.082 138.183 120.855 32.442 429.562
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 21 -6 -239 -15 -239
Sonstige Veränderungen 0 0 -2 0 -2
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 4.069 503 21.710 26.282
Abgänge 0 -1.037 -11 -720 -1.768
Umbuchungen 0 0 3.679 -3.454 225
Stand 31. Dezember 2020 138.103 141.209 124.785 49.963 454.060
Abschreibungen 2020
Stand 1. Januar 2020 0 123.563 105.846 607 230.016
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 -6 -100 0 -106
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 0 6.546 7.475 0 14.021
Abgänge 0 -1.037 -12 0 -1.049
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2020 0 129.066 113.209 607 242.882
Nettobuchwert am 31. Dezember 2020 138.103 12.143 11.576 49.356 211.178

Das Ergebnis resultiert ausschließlich aus fortgeführter Tätigkeit. Das Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 85.566 T€ wurde um das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile in Höhe von 1.401 T€ vermindert. Das Ergebnis je Aktie (unverwässert) betrug im Berichtsjahr 1,07 € (Vorjahr: 0,66 €). Verwässerungseffekte lagen wie im Vorjahr nicht vor.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ

19. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Immateriellen Vermögenswerte des Konzerns sind der Tabelle [^D.25] zu entnehmen.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte betragen 138.044 T€ (Vorjahr: 138.103 T€).

Die Veränderungen ergeben sich aus der Umrechnung von Geschäfts- oder Firmenwerten in Fremdwährung in die Konzernwährung Euro und einer Veränderung des Konsolidierungskreises.

DMG MORI überprüft jährlich, ob die Geschäfts- oder Firmenwerte wertgemindert sind. Für die Berichtsperiode 2021 wurde der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten aufgrund von Nutzungswert-Berechnungen ermittelt, die den Einsatz von Annahmen erfordern. Die Berechnungen verwenden Cashflow-Prognosen, die auf den von den zuständigen Gremien genehmigten Finanzplänen basieren und einen Zeitraum von 5 Jahren abdecken. Die Cashflows jenseits des Zeitraums von fünf Jahren werden mit einer geschätzten Wachstumsrate extrapoliert. Die den wesentlichen Planungsparametern zugrundeliegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit und die Erwartungen der Zukunft wider. Die Berechnung des Barwertes der geschätzten zukünftigen Cashflows beruht im Wesentlichen auf Annahmen zu künftigen Absatzpreisen bzw. -mengen, EBIT-Margen, Aufwendungen und Investitionsausgaben. Die angenommene Entwicklung von Umsatzerlösen wird maßgeblich auf Basis der erwarteten Auftragseingänge für Werkzeugmaschinen und Serviceleistungen bestimmt (siehe Prognosebericht Seite 94 ff.). Die Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Auftragseingänge und Umsatzerlöse für die 5-Jahres-Prognoseperiode beruht auf den Erwartungen des Managements bezüglich der Marktentwicklung. Dabei werden die Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstitutes Oxford Economics für die Entwicklung des weltweiten Markts für Werkzeugmaschinen berücksichtigt. Für das Jahr 2022 wird von einem Anstieg der Umsatzerlöse auf rund 2,3 MRD € ausgegangen. In den Folgeperioden wird mit einem Wachstum geplant, das sich an den Erwartungen des Managements bezüglich der Marktentwicklung und den externen Prognosen orientiert. Für das letzte Jahr der Prognoseperiode 2026 wird mit Umsatzerlösen geplant, die leicht über den vergleichbaren Umsatzerlösen (ohne Berücksichtigung des Bereichs Energy Solutions) des Vor-Corona Geschäftsjahres 2019 liegen sollen. Die Entwicklung der Deckungsbeiträge orientiert sich an den Erfahrungen der Vergangenheit sowie geplanten Effizienzsteigerungen. Die Aufwendungen werden entsprechend den erwarteten Kostensteigerungen geplant. Für das Jahr 2022 wurde mit einer EBIT-Marge von rund 8,0 % geplant. In den Folgejahren wird bis zur Prognoseperiode 2026 mit jeweils leicht steigenden EBIT-Margen geplant.

Die jährlichen Investitionsausgaben beruhen auf den Erfahrungen der Vergangenheit sowie geplanten Erweiterungsinvestitionen, die im Rahmen der Berechnung des Nutzungswertes annahmegemäß weder zu einem Umsatzanstieg noch zu einer Kostensenkung führen. Die Investitionsausgaben betragen im Durchschnitt der Planungsperioden rund 4 % der Umsatzerlöse.

Für den Zeitraum nach der Prognoseperiode wurde eine nachhaltige Wachstumsrate von 1 % herangezogen, was einer allgemeinen Erwartung an die zukünftige Geschäftsentwicklung entspricht.

Die ermittelten Cashflows wurden mit gewichteten Kapitalkostensätzen (WACC) vor Steuern für die Cash-Generating-Unit "Werkzeugmaschinen" in Höhe von 15,3 % (Vorjahr: 14,4 %) und "Industrielle Dienstleistungen" in Höhe von 15,3 % (Vorjahr: 14,5 %) diskontiert. Der WACC wurde unter der Verwendung des "Capital Asset Pricing Model" (CAPM) abgeleitet. Ist der erzielbare Betrag einer Cash-Generating-Unit geringer als sein Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrages zunächst eine Wertminderung auf den ihr zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwert vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich wie im Vorjahr kein Abwertungsbedarf. Im Rahmen der Wertminderungstests wurden Sensitivitätsanalysen der wesentlichen Annahmen (EBITDA-Marge, Kapitalkosten, Wachstumsrate) vorgenommen. Im Ergebnis hätte keine vom Vorstand für möglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme zu einer Wertminderung geführt.

Für Zwecke des Impairment-Tests wurden der Gruppe der Cash-Generating-Units im Segment "Werkzeugmaschinen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€) und der Gruppe der Cash-Generating-Units im Segment "Industrielle Dienstleistungen" Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 80.971 T€ (Vorjahr: 81.030 T€) zugeordnet.

Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.920 T€ (Vorjahr Sachanlagen: 3.481 T€) in den Abschreibungen und Wertminderungen erfasst. Davon entfielen 0 T€ (Vorjahr: 1.797 T€) auf das Segment "Corporate Services", 1.920 T€ (Vorjahr: 1.046 T€) auf das Segment "Werkzeugmaschinen" und 0 T€ (Vorjahr: 638 T€) auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen". Nachfolgend werden die wesentlichen Sachverhalte erläutert.

D.26 | SACHANLAGEN INKLUSIVE NUTZUNGSRECHTE

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in T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2021
Stand 1. Januar 2021 462.868 154.612 289.939 23.469 930.888
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 5.354 1.212 930 1.045 8.541
Sonstige Veränderungen -66 -286 232 378 258
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -372 0 -372
Zugänge 5.045 1.271 18.099 29.732 54.147
Abgänge -1.175 -5.370 -17.324 -105 -23.974
Umbuchungen 2.287 10.732 1.389 -14.493 -85
Stand 31. Dezember 2021 474.313 162.171 292.893 40.026 969.403
Abschreibungen 2021
Stand 1. Januar 2021 158.752 89.268 218.182 218 466.420
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 1.174 498 902 -1 2.573
Sonstige Veränderungen -47 0 -850 0 -897
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -141 0 -141
Zugänge 17.932 12.091 25.706 0 55.729
Abgänge -839 -5.304 -16.824 0 -22.967
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 176.972 96.553 226.975 217 500.717
Nettobuchwert am 31. Dezember 2021 297.341 65.618 65.918 39.809 468.686
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2020
Stand 1. Januar 2020 461.958 155.565 283.985 36.452 937.960
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -21.559 -7.511 -3.303 -1.018 -33.391
Sonstige Veränderungen 90 273 57 15 435
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 9.729 4.322 17.498 22.188 53.737
Abgänge -11.210 -4.581 -11.492 -345 -27.628
Umbuchungen 23.860 6.544 3.194 -33.823 -225
Stand 31. Dezember 2020 462.868 154.612 289.939 23.469 930.888
Abschreibungen 2020
Stand 1. Januar 2020 147.200 82.911 201.032 238 431.381
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -2.436 -2.664 -1.985 -20 -7.105
Sonstige Veränderungen 0 262 -289 0 -27
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 17.916 12.793 30.295 0 61.004
Abgänge -3.928 -4.034 -10.871 0 -18.833
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2020 158.752 89.268 218.182 218 466.420
Nettobuchwert am 31. Dezember 2020 304.116 65.344 71.757 23.251 464.468

DMG MORI hat für IT-Prozess-Know-How, für das festgestellt wurde, dass es nicht weiter genutzt werden kann, Wertminderungen in Höhe von 982 T€ identifiziert. Der Betrag wurde dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen zugeordnet und im Segment "Werkzeugmaschinen" erfasst. Der erzielbare Betrag des immateriellen Vermögenswertes lag bei 0 T€.

Für ein aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswert für ein Werkzeugmaschinenprojekt wurde eine Wertminderung aus einer fehlenden weiteren Nutzungsmöglichkeit identifiziert. Die Überprüfung des erzielbaren Betrages, der aufgrund der Einstellung des Entwicklungsprojektes mit 0 T€ anzusetzen war, führte zu der Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe von 857 T€. Die Wertminderung wurde dem Posten Abschreibungen und Wertminderungen zugeordnet und im Segment "Werkzeugmaschinen" erfasst.

Die aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betreffen neue Werkzeugmaschinenprojekte in den in- und ausländischen Produktionsgesellschaften, Dienstleistungsprodukte sowie spezifische Softwarelösungen.

Die zum Ende des Geschäftsjahres ausgewiesenen, aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswerte betragen 11.024 T€ (Vorjahr: 12.143 T€). Die unmittelbar als Aufwand erfassten Forschungs- und Entwicklungskosten belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf 68.319 T€ (Vorjahr: 62.606 T€).

In dem Wert für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sind unter anderem erworbene Patente, Rechte aus übernommenen Kundenbeziehungen, Gebrauchsmuster und Warenzeichen sowie EDV-Software enthalten.

20. SACHANLAGEN

Die Entwicklung und Aufgliederung der Posten der Sachanlagen des Konzerns sind in der Tabelle [→ d.26] dargestellt.

Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertaufholung in Höhe von 814 T€ für eine im Vorjahr vorgenommene Wertminderung einer betrieblichen Anlage, die im Vorjahr aufgrund einer fehlenden Nutzungsmöglichkeit vollständig wertgemindert wurde. Da die Nutzungsmöglichkeit aufgrund der deutlich positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr wieder gegeben war, wurde eine Wertaufholung auf den erzielbaren Ertrag in Höhe von 814 T€ vorgenommen. Die Wertaufholung wurde dem Posten Sonstige betriebliche Erträge zugeordnet und im Segment "Werkzeugmaschinen" erfasst. Die Wertaufholung ist in der Übersicht der Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte in den Sonstigen Veränderungen der Abschreibungen 2021 unter den anderen Anlagen enthalten.

Der DMG MORI-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs. Gemäß der Anwendung von IFRS 16 weist der DMG MORIKonzern zum 31. Dezember 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 45.822 T€ (Vorjahr: 52.907 T€) unter den Sachanlagen aus. Die Zuführungen zu den Nutzungsrechten während des Geschäftsjahres 2021 betrugen 11.540 T€ (Vorjahr: 12.017 T€). Analog wurden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 45.153 T€ (Vorjahr: 52.336 T€) passiviert (s. Seite 149 f).

Folgende Posten wurden im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen in der Bilanz ausgewiesen:

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D.27
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Grundstücke und Bauten 26.801 27.607
Technische Anlagen und Maschinen 4.149 7.233
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.872 18.067
45.822 52.907

21. BETEILIGUNGEN

Beteiligungen werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und sind als FVOCI designiert. DMG MORI hat das Wahlrecht gem. IFRS 9.4.1 beim erstmaligen Ansatz ausgeübt, Folgeänderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen im sonstigen Ergebnis zu zeigen.

Der Anteil der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an der ADAMOS GmbH beträgt analog zum Vorjahr 12,5 %. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der ADAMOS GmbH aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht.

Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hält 14,60% an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA). Durch die Kooperation mit dem US-amerikanischen Softwareanbieter TULIP vereinfacht DMG MORI seinen Kunden den Einstieg in die digitale Fertigung. DMG MORI übt keinen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der TULIP Interfaces Inc. aus. Dividendenausschüttungen gab es im Geschäftsjahr nicht.

Im Juli 2021 hat die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH 94,9% ihrer Anteile an der GILDEMEISTER LSG Solar RUS, Moskau (Russland), und der GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty. Ltd., Brisbane (Australien), verkauft. Die GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH hält jeweils nur noch eine Beteiligung in Höhe von 5,1 %.

Seit dem 1. Juli 2021 sind die GILDEMEISTER LSG Solar RUS und die GILDEMEISTER Solar Australia Pty. Ltd. als Beteiligungsunternehmen klassifiziert.

Daneben sind die Anteile der GILDEMEISTER energy solutions GmbH an der Sonnenstromalpha GmbH & Co. KG, Hamburg, in Höhe von 40 % enthalten sowie die Anteile der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH in Höhe von 5% an der STBO GmbH, Bielefeld.

Auf alle diese Gesellschaften übt der DMG MORI-Konzern keinen maßgeblichen Einfluss aus.

Zum 31. Dezember 2021 betrug der beizulegende Zeitwert der Beteiligungen insgesamt 106.760 T€ (Vorjahr: 25.068 T€).

Im Berichtsjahr wurden Werterhöhungen in Höhe von 72.186 T€ (Vorjahr Wertminderungen: -1.473 T€) auf Beteiligungen erfasst, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt wurden. Die Werterhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus der Neubewertung des beizulegenden Zeitwertes der TULIP Interfaces Inc. Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurde auf eine Finanzierungsrunde der TULIP Interfaces abgestellt, an der sich DMG MORI im Geschäftsjahr 2021 beteiligt hat.

Eine Übersicht aller Unternehmen des DMG MORI-Konzerns sowie Angaben über Sitz, Eigenkapital und die Kapitalanteile des Geschäftsjahres 2021 findet sich auf den Seiten 169 ff.

22. ANTEILE AN AT EQUITY BEWERTETEN UNTERNEHMEN

Die folgenden Übersichten zeigen die zusammengefassten Eckdaten der Unternehmen, die "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Werte beziehen sich auf Kapitalanteile, Buchwerte und Angaben zur Bilanz sowie auf die Umsatzerlöse, sonstigen Erträge und Aufwendungen:

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D.28 31.12.2021 31.12.2020
Kapitalanteil
%
Buchwert
T€
Kapitalanteil
%
Buchwert
T€
Summe zum Stichtag 39.711 37.147
davon Gemeinschaftsunternehmen
DMG MORI HEITEC GmbH 50,0 564 50,0 569
davon assoziierte Unternehmen
DMG MORI HEITEC Digital Kft. 49,9 554 49,9 331
SparePartsNow GmbH 46,3 123 36,3 0
DMG MORI Finance GmbH 42,6 12.857 42,6 12.232
RUN-TEC GmbH 40,0 339 - -
German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions 40,0 0 - -
Vershina Operation, LLC 33,3 1.323 33,3 1.291
INTECH DMLS PRIVATE LIMITED 30,0 2.205 30,0 2.510
Pragati Automation Pvt. Ltd. 30,0 20.740 30,0 20.214
up2parts GmbH 24,9 1.006 - -

Die Kapitalanteile an den at equity bewerteten Unternehmen entsprechen den Stimmrechten.

Im Januar 2021 hat sich die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH an der RUN-TEC GmbH, Niedenstein, in Höhe von 40 % beteiligt. Die Gesellschaft ist als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und wird "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Seit März 2021 ist die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH mit 24,9% an der up2parts GmbH, Weiden, beteiligt. Die Gesellschaft ist als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und wird "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Vorjahr wurden Wertminderungen auf die Anteile an der INTECH DMLS PRIVATE LIMITED in Höhe von 4.432 T€ erfasst und im Segment "Werkzeugmaschinen" berücksichtigt. Sie ergaben sich aufgrund der Veränderungen des marktbezogenen und wirtschaftlichen Umfelds der Gesellschaft.

Details zum Ergebnis aus den at equity bewerteten Unternehmen sind in den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen" auf Seite 130 dargestellt.

Die DMG MORI Finance GmbH und die PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. schätzen wir als wesentlich ein.

Die Werte der DMG MORI Finance GmbH sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst:

D.29 | DMG MORI FINANCE GMBH

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in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Kurzfristige Vermögenswerte 233.395 227.401
Langfristige Vermögenswerte 439.183 368.294
Kurzfristige Verbindlichkeiten 265.087 201.314
Langfristige Verbindlichkeiten 377.273 365.633
Nettobuchwert 30.218 28.748
Umsatzerlöse 177.663 177.686
Jahresergebnis 1.470 1.457

Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt:

D.30 | DMG MORI FINANCE GMBH

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in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Nettobuchwert zum 1.1. 28.748 27.291
Ergebnis nach Steuern 1.470 1.457
Nettobuchwert zum 31.12. 30.218 28.748
Anteiliges Eigenkapital 12.857 12.232
Buchwert des at equity-Ansatzes 12.857 12.232

Die Werte der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. sind in den folgenden Tabellen zusammengefasst.

D.31 | PRAGATI AUTOMATION PVT. LTD.

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in T€ 31.12.2021 1) 31.12.2020
Kurzfristige Vermögenswerte 34.765 31.128
Langfristige Vermögenswerte 43.403 43.515
Kurzfristige Verbindlichkeiten 12.583 10.276
Langfristige Verbindlichkeiten 14.288 14.822
Nettobuchwert 51.297 49.545
Umsatzerlöse 32.113 17.662
Jahresergebnis -171 -1.901

1) Da zum Aufstellungszeitpunkt des DMG MORI-Konzernabschlusses die Finanzinformationen der PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd. per 31.12.2021 noch nicht verfügbar waren, wurden die zusammenfassenden Finanzinformationen sowie die Überleitungsrechnung auf den Buchwert, der in die Konzernbilanz einbezogen wurde, auf Grundlage des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. März 2021 ermittelt. Die hieraus resultierenden Effekte für die Fortschreibung des Buchwertes zum 31. Dezember 2021 wurden geschätzt.

Die Überleitung der Buchwerte zum Stichtag ergibt sich wie folgt:

D.32 | PRAGATI AUTOMATION PVT. LTD

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.in
T€
31.12.2021 31.12.2020
Nettobuchwert zum 1.1. 49.545 51.446
Ergebnis nach Steuern -171 -1.901
Sonstiges Ergebnis 1.923 0
Nettobuchwert zum 31.12. 51.297 49.545
Anteiliges Eigenkapital 15.390 14.864
Geschäfts- oder Firmenwert aus at-equity Bewertung 5.350 5.350
Buchwert des at Equity-Ansatzes 20.740 20.214

Für unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen ergab sich ein aggregierter Anteil am Gewinn oder Verlust in Höhe von -155 T€ (Vorjahr: -107 T€) sowie für unwesentliche assoziierte Unternehmen in Höhe von -299 T€ (Vorjahr: 81 T€).

DMG MORI hat im Berichtsjahr eine Dividende in Höhe von 293 T€ (Vorjahr: 283 T€) von der Vershina Operation, LLC. und der DMG MORI HEITEC Digital kft. in Höhe von 68 T€ (Vorjahr: 0 T€) erhalten.

23. LANGFRISTIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

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D.33
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 732 1.196
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11.006 8.082
Sonstige langfristige Vermögenswerte 2.362 5.071
14.100 14.349

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind den finanziellen Vermögenswerten zuzuordnen. In den langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen enthalten.

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.34
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Darlehen an assoziierte Unternehmen 1.850 0
Darlehen an Dritte 1.000 0
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 507 451
Übrige Vermögenswerte 7.649 7.631
11.006 8.082

In den übrigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft in Höhe von 2.443 T€ enthalten (Vorjahr: 2.211 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Wertaufholung in Höhe von 231 T€ vorgenommen (Vorjahr: Wertminderung -700 T€), die im sonstigen Ergebnis erfasst wurde.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.35
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Steuererstattungsansprüche 1.516 1.452
Übrige Vermögenswerte 846 3.619
2.362 5.071

24. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich im Detail wie folgt zusammen:

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D.36
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 279.026 231.253
Unfertige Erzeugnisse 127.782 115.398
Fertige Erzeugnisse und Waren 172.283 192.032
579.091 538.683

In den fertigen Erzeugnissen und Waren sind Maschinen in Höhe von 48.728 T€ (Vorjahr: 74.560 T€) enthalten, die wir zu Handelszwecken von der DMG MORI COMPANY LIMITED erworben haben. Von den am 31. Dezember 2021 bilanzierten Vorräten wurden 168.762 T€ (Vorjahr: 175.508 T€) zu ihren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 31.164 T€ (Vorjahr: 50.670 T€) im Materialaufwand und in den Bestandsveränderungen erfasst.

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D.37
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
gegen Dritte 201.944 133.918
gegen at equity bewertete Unternehmen 17.150 9.865
gegen sonstige nahestehende Unternehmen 71.597 125.716
gegen Beteiligungsunternehmen 50 37
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 290.741 269.536
Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 340.524 340.525
Gesamt 631.265 610.061

Es ergaben sich im Geschäftsjahr Wertaufholungen in Höhe von 9.038 T€ (Vorjahr: 3.197 T€), die im Wesentlichen aus dem Anstieg der Nettoveräußerungswerte resultieren; sie wurden ebenfalls im Materialaufwand erfasst.

25. KURZFRISTIGE FORDERUNGEN

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind Forderungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 61.740 T€ (Vorjahr: 114.472 T€) enthalten. Daneben sind wie im Vorjahr in den Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen Forderungen gegen die DMG MORI GmbH aus der Darlehensvergabe in Höhe von 340.000 T€ (Vorjahr: 340.000 T€) sowie aus der Abgrenzung von Zinsen in Höhe von 567 T€ (Vorjahr: 567 T€) abzüglich der Wertminderung aus dem "general approach" enthalten. Das Darlehen wird zu marktüblichen Konditionen verzinst. [→ D.37]

Im Berichtsjahr bestehen im DMG MORI-Konzern unverändert Forderungsverkaufsprogramme. Im Rahmen dieser Vereinbarungen können inländische Forderungen wie im Vorjahr mit einem Volumen von bis zu 90.000 T€ und ausländische Forderungen mit einem Volumen von bis zu 70.000 T€ verkauft werden. Am Bilanzstichtag waren deutsche Forderungen in Höhe von 5.230 T€ (Vorjahr: 43.990 T€) und ausländische Forderungen in Höhe von 12.918 T€ (Vorjahr: 49.905 T€) regresslos verkauft und sind insofern zum Stichtag nicht mehr im Forderungsbestand enthalten.

Die Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach geografischen Regionen, von denen Forderungen in Höhe von 288.582 T€ (Vorjahr: 264.842 T€) nicht einzelwertberichtigt sind, teilen sich wie folgt auf:

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D.38
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Deutschland 95.448 60.159
Europa 132.417 90.214
Asien 14.292 17.597
DMG MORI CO. Gruppe 72.366 126.005
Gesamt 314.523 293.975

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte und nahestehende Unternehmen sowie auf sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

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D.39
in T€
2021 2020
Stand Wertberichtigungen zum 1. Januar 23.304 20.576
Ausbuchungen -2.943 -2.907
Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2.755 5.635
Stand Wertberichtigungen zum 31. Dezember 23.116 23.304

Ein separater Ausweis der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenwerte gem. IAS 1.82 (ba) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte aufgrund der Unwesentlichkeit des Postens nicht. Bruttowerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 25.941 T€ (Vorjahr: 29.133 T€) wurden einzelwertberichtigt. Im Nettowert der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sind Veränderungen der Einzelwertberichtigungen in Höhe -353 T€ (Vorjahr: 2.742 T€) enthalten.

Die Wertberichtigungen zum 31.12.2021 enthalten Wertberichtigungen aus dem "general approach" auf sonstige Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 66 T€ (Vorjahr: 60 T€).

Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vorgenommen, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht in absehbarer Zeit nachkommen werden.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 gab es ausgebuchte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Vertragswert in Höhe von 1.435 T€ (Vorjahr: 4.257 T€), die aber derzeit noch einer Vollstreckungsmaßnahme unterliegen.

Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Sie betreffen eine Vielzahl von Einzelfällen.

Details zur Ermittlung der Wertberichtigungen und zu Kreditrisiken sind unter Punkt 38 beschrieben.

26. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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D.40
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 40.675 35.865
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 129.880 62.453
170.555 98.318

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.41
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Factoring 6.135 5.797
Kaufpreisforderungen aus Veräußerungen 5.617 2.786
Kautionen und sonstige Sicherheitsleistungen 5.263 3.380
Diskontierte Kundenwechsel 4.213 9.256
Debitorische Kreditoren 3.332 4.460
Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente 3.077 990
Darlehen an Dritte 3.021 43
Forderungen an Organe 1.508 0
Forderungen an Mitarbeiter 856 488
Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 7.653 8.665
40.675 35.865

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine finanziellen Vermögenswerte als Sicherheiten gestellt.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten folgende Posten:

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D.42
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Geleistete Anzahlungen 70.802 26.351
Steuererstattungsansprüche 20.460 18.448
Vorauszahlungen für Dienstleistungen /​ Lizenzen 19.686 14.493
Übrige Vermögenswerte 18.932 3.161
129.880 62.453

Die geleisteten Anzahlungen an ausgewählte Lieferanten zur Sicherstellung der Materialverfügbarkeit erhöhten sich.

Die Steuererstattungsansprüche enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Umsatzsteuer. In den übrigen Vermögenswerten sind unter anderem Ex-Post-Zertifikate in Höhe von 6.094 T€ (Vorjahr: 1.097 T€) im Zusammenhang mit unseren Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Klimaschutzprojekte enthalten.

27. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Zum Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 241.896 T€ (Vorjahr: 123.489 T€). Details zur Ermittlung und Berücksichtigung von Wertminderungen sind unter Punkt 38 zu finden.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Cash Flow Statements" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 99 dargestellt.

28. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern sowie der latente Steueraufwand sind den Posten gemäß Tabelle [d.43 | d.44] zuzuordnen.

Die latenten Steuern werden aufgrund der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bewertungsstichtag gelten bzw. erwartet werden. Unter Berücksichtigung der Gewerbeertragsteuer sowie der Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags ermittelt sich für inländische Unternehmen ein Steuersatz für latente Steuern von 29,8 % (Vorjahr: 29,8 %).

Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines ausreichenden zukünftigen steuerlichen Einkommens. Aufgrund der Erfahrung aus der Vergangenheit und der zu erwartenden steuerlichen Einkommenssituation wird davon ausgegangen, dass die entsprechenden Vorteile aus den aktiven latenten Steuern realisiert werden können.

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D.43 31.12.2021 31.12.2020
in T€ aktiv passiv aktiv passiv
Immaterielle Vermögenswerte 10.676 7.092 12.847 6.746
Sachanlagen 8.612 3.550 8.740 3.281
Finanzanlagen 177 1.057 143 0
Vorräte 15.602 650 16.178 874
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte 3.126 2.315 2.941 3.136
Rückstellungen 26.252 3.654 23.977 3.331
Verbindlichkeiten 3.701 4.366 7.685 7.407
Steuergutschriften 4.918 0 6.998 0
Steuerliche Verlustvorträge 2.234 0 1.959 0
75.298 22.684 81.468 24.775
Saldierungen -20.086 -20.086 -23.000 -23.000
Gesamt 55.212 2.598 58.468 1.775
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D.44 2021 2020
in T€ Latenter Steueraufwand /​ -ertrag Latenter Steueraufwand /​ -ertrag
Immaterielle Vermögenswerte 2.544 832
Sachanlagen 435 95
Finanzanlagen -41 -38
Vorräte 464 -1.569
Forderungen und Sonstige Vermögenswerte -1.000 3.789
Rückstellungen -3.201 -6.333
Verbindlichkeiten 1.025 5.108
Steuergutschriften 2.117 -2.172
Steuerliche Verlustvorträge -258 1.279
Gesamt 2.085 991

Die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 2.234 T€ (Vorjahr: 1.959 T€) und verteilen sich wie folgt: Für den deutschen Organkreis bestanden wie im Vorjahr keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge sowie Zinsvorträge aufgrund der Regelungen zur deutschen Zinsschranke. Auf ausländische Tochtergesellschaften entfallen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 2.234 T€ (Vorjahr: 1.959 T€). Im Berichtsjahr wurden 635 T€ (Vorjahr: 34 T€) aktive latente Steuern auf Verlustvorträge neu aktiviert, 361 T€ (Vorjahr: 799 T€) mit tatsächlichem steuerlichem Einkommen verrechnet sowie 0 T€ (Vorjahr: 565 T€) abgewertet. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen insgesamt 69.269 T€ (Vorjahr: 75.635 T€), von denen 59.194 T€ (Vorjahr: 66.796 T€) nicht berücksichtigt wurden. Von den nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen sind 1.686 T€ (Vorjahr: 9.881 T€) zeitlich unbegrenzt nutzbar, während 56.381 T€ (Vorjahr: 49.406 T€) innerhalb der nächsten fünf Jahre zu verwenden sind. Darüber hinaus verfallen die restlichen nicht berücksichtigten Verlustvorträge in Höhe von 1.127 T€ (Vorjahr: 7.509 T€) in einem Zeitraum von 6 bis 10 Jahren.

Latente Steueransprüche auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von 12.748 T€ (Vorjahr: 13.004 T€) wurden nicht erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, gegen das der Konzern die latenten Steuern verwenden kann.

In Bezug auf Tochtergesellschaften, die steuerliche Verluste im laufenden Jahr oder im Vorjahr hatten, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von 2.665 T€ (Vorjahr: 2.882 T€) aktiviert, dessen Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher sind als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender zu versteuernder Differenzen. Der DMG MORI-Konzern geht aufgrund substanzieller Hinweise davon aus, dass auf Basis der zukünftigen Geschäftstätigkeit, der Steuerplanungen sowie Steuergestaltungsmöglichkeiten ausreichend positives zu versteuerndes Einkommen für die Realisierung des aktivierten Steueranspruchs zur Verfügung stehen wird.

Für passive temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von 20.351 T€ (Vorjahr: 20.017 T€) wurden keine latenten Steuern bilanziert, da die Voraussetzungen von IAS 12.39 erfüllt sind.

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern verringerten sich zum Bilanzstichtag um 2.082 T€ auf 8.493 T€ (Vorjahr: 10.575 T€). Diese setzen sich aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 9.453 T€ (Vorjahr: 10.565 T€) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie in Höhe von -960 T€ im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten (Vorjahr: 10 T€) zusammen.

29. EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Komponenten des Konzern-Eigenkapitals für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 102 f. dargestellt. Unter den Transaktionen mit Eigentümern sind die Geschäftsvorfälle dargestellt, bei denen die Eigentümer in ihrer Eigenschaft als Eigentümer gehandelt haben.

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt insgesamt 204.926.784,40 € und ist voll eingezahlt.

Es ist eingeteilt in 78.817.994 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 2,60 € pro Stück. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme.

Die folgenden Ausführungen sind im Wesentlichen der Satzung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT (Stand: Dezember 2020) entnommen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 9. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu nominal 102.463.392,20 € durch Ausgabe von bis zu 39.408.997 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und /​oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Die Ermächtigung kann einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals ausgeübt werden.

Bei Bareinlagen können die neuen Aktien auch von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Grundsätzlich ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) hinsichtlich eines anteiligen Betrags des Grundkapitals von bis zu € 5.000.000,00 zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder mit der Gesellschaft im Sinne der §§ 15 AktG verbundener Unternehmen,

b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage, um in geeigneten Fällen Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände gegen Gewährung von Aktien zu erwerben,

c) bei Kapitalerhöhung gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand, die möglichst zeitnah zur Platzierung der Aktien erfolgen soll, nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien angerechnet, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden,

d) um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen.

Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß lit. b) und lit. c) ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch im Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diese 20-Prozent-Grenze sind solche Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit der vorstehenden Ermächtigung unter Bezugsrechtsausschluss aus einem etwaigen anderen genehmigten Kapital ausgegeben werden; ausgenommen von vorstehender Anrechnung sind Bezugsrechtausschlüsse zum Ausgleich von Spitzenbeträgen oder zur Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen bzw., falls das genehmigte Kapital bis zum 9. Mai 2024 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt sein sollte, dieses nach Fristablauf aufzuheben.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2021 betrug unverändert zum Vorjahr 498.485.269 €. Sie enthält die Aufgelder aus der Ausgabe von Aktien der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aus Vorjahren.

Die unmittelbar den Kapitalbeschaffungen direkt zurechenbaren Transaktionskosten, gemindert um die damit verbundenen Ertragsteuervorteile, sind jeweils von der Kapitalrücklage in Abzug gebracht worden.

GEWINNRÜCKLAGEN , GESETZLICHE RÜCKLAGE UND ANDERE RÜCKLAGEN

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT beträgt unverändert 680.530 €.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Des Weiteren erfolgten in den Gewinnrücklagen die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 1995 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung der IFRS. Daneben werden hier die Änderungen aus der Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen ausgewiesen.

Andere Rücklagen

In den anderen Rücklagen sind die Differenzen aus der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften und die Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten nach Steuern enthalten. Die im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern betragen -960 T€ zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 10 T€).

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. Veränderung der anderen Rücklagen im Geschäftsjahr 2021 sowie im Vorjahr ist in der Entwicklung des Eigenkapitals dargestellt.

Gewinnverwendung

Nach dem Aktiengesetz bildet der nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT die Basis für die Gewinnverwendung des Geschäftsjahres.

Zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2016 zustimmte. Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 24. August 2016 ist der Vertrag in Kraft getreten.

Das Geschäftsjahr 2021 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt mit einem Ergebnis vor Gewinnabführung von 29.250.250 € (Vorjahr: 27.063.257 €) ab. Das Ergebnis wird in voller Höhe an die DMG MORI GmbH abgeführt. Nach den Regeln der IFRS handelt es sich hierbei um eine Transaktion mit Eigenkapitalgebern.

Zum 31. Dezember 2021 weist die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keinen handelsrechtlichen Bilanzgewinn aus.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital umfassen die Fremdanteile am konsolidierten Eigenkapital der einbezogenen Gesellschaften und belaufen sich zum 31. Dezember 2021 auf 17.029 T€ (Vorjahr: 13.830 T€). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Ergebnisanteilen nicht beherrschender Anteile. Die DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai (China) und die DMG MORI India Private Limited, Bangalore (Indien), sind Tochterunternehmen, für die nicht beherrschende Anteile in Höhe von jeweils 49 % der Eigentumsanteile ausgewiesen werden. Bei der DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd. und der DMG MORI India Private Limited werden die Anteile jeweils von der DMG MORI COMPANY LIMITED gehalten. Die nicht beherrschenden Anteile an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg, in Höhe von 49 % wurden im Berichtsjahr von der GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg, erworben.

ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für den DMG MORIKonzern eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Ziel des Vorstands ist es eine starke Kapitalbasis beizubehalten und die Eigenkapitalquote zu erhöhen, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Das Kapital wird regelmäßig auf Basis verschiedener Kennzahlen überwacht. Das Verhältnis von Netto-Finanzschulden zum bilanziellen Eigenkapital (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Zum 31. Dezember 2021 gab es keine Inanspruchnahme der syndizierten Kreditlinie und keine Finanzschulden insgesamt. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2021 eingehalten.

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags der DMG MORI GmbH mit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht für die Gesellschaft keine Möglichkeit mehr über eine Dividendenpolitik die Eigenkapitalausstattung des DMG MORI-Konzerns aktiv zu gestalten.

Der Finanzmittelüberschuss wird ermittelt als Summe der Finanzschulden abzüglich der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

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D.45
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 241.896 123.489
Finanzschulden 0 0
Finanzmittelüberschuss 241.896 123.489
Summe Eigenkapital 1.401.782 1.259.495
Eigenkapitalquote 54,8 % 57,5 %
Gearing - -

Die Summe des Eigenkapitals erhöhte sich absolut um 142.287 T€. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2021 54,8 % (Vorjahr: 57,5 %).

30. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Rückstellungen für Pensionen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter von Gesellschaften des DMG MORI-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die u. a. auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren. Im Inland sind die Zusagen entgeltabhängig und werden als Rente gezahlt; es gibt keine Mindestgarantie.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Aufwendungen dafür betrugen 1.697 T€ im Geschäftsjahr 2021 (Vorjahr: 1.770 T€).

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"), wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Im Regelfall werden die Renten in Höhe der zugesagten Leistungen geleistet.

Bei inländischen Tochtergesellschaften gibt es für neue Mitarbeiter, neben bestehenden Plänen, keine leistungsorientierten Versorgungspläne. Die Mitarbeiter bei Schweizer Tochtergesellschaften nehmen an leistungsorientierten Versorgungsplänen teil. In der Schweiz ist der Arbeitgeber verpflichtet, sich mit einem Mindestbetrag an der Altersvorsorge der Mitarbeiter zu beteiligen. Darüber hinaus gibt es keine Mindestgarantien. Die Pläne belasten den Konzern mit allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie zum Beispiel Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage)Risiko.

Im DMG MORI-Konzern sind die Versorgungszusagen durch Dotierung von Rückstellungen sowie Planvermögen finanziert. Die Anlagestrategie der globalen Pensionsvermögen basiert auf dem Ziel der langfristigen Sicherung der Pensionszahlungen. In Deutschland besteht das Planvermögen aus Versicherungsverträgen oder aus Verträgen, das von einer rechtlich selbständigen Einheit gehalten wird, die nur dem Zweck dient, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern abzusichern und zu finanzieren. In der Schweiz besteht externes Planvermögen, das bei einer landesüblichen Vorsorgeeinrichtung angelegt ist. Für das Planvermögen in der Schweiz bestehen die landesüblichen Mindestfinanzierungsanforderungen. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden unter Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden in Deutschland die "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck verwendet. In der Schweiz wurden für die Berechnungen die "technischen Grundlagen BVG 2015, Generationentafeln" verwendet. Sie basieren auf den aktuellsten verfügbaren Beobachtungen der Sterblichkeit von mehrheitlich privatrechtlichen Pensionskassen und berücksichtigen die zukünftige Veränderung der Sterblichkeit im Zeitablauf.

Neben den Annahmen zur Lebenserwartung wurden die folgenden Prämissen bezüglich der anzusetzenden Parameter für die versicherungsmathematischen Berechnungen in den Gutachten getroffen:

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D.46 Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt
in % 2021 2021 2020 2020
Diskontierungszinssatz 0,94 0,29 0,53 0,25
Gehaltstrend 0,00 4,29 0,00 3,53
Rententrend 1,70 1,41 1,70 0,00

Der Diskontierungszinssatz für die Pensionsverpflichtungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter wurde auf Grundlage der Renditen bestimmt, die am Bilanzstichtag für erstrangige festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Für unsere ausländischen Gesellschaften wurde eine zukünftige durchschnittliche Gehaltssteigerung von 4,29% berücksichtigt. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Tochtergesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellungen kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter und Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen sein können. Der Nettowert der Rückstellungen für Pensionen lässt sich gemäß Tabelle [→d.47] herleiten.

Im Planvermögen sind einerseits Risikoleistungen, die vom versicherten Lohn abhängen berücksichtigt. Andererseits sind darin Altersleistungen enthalten, die von im Zeitpunkt der Pensionierung angesammelten Altersguthaben abhängig sind. Es setzt sich aus den Werten gemäß Tabelle [→d.48] zusammen.

Die Ermittlung der typisierenden Verzinsung des Planvermögens erfolgt in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn. Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 878 T€ (Vorjahr: 520 T€).

Als erhaltene Leistungen werden Auszahlungen von Versicherungsunternehmen berücksichtigt, als gezahlte Leistungen werden die tatsächlich gewährten Leistungen ausgewiesen.

Für ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 31.734 T€ (Vorjahr: 34.908 T€) gebildet worden.

Die Position "Sonstige" in Tabelle [→d.49] beinhaltet die erstmalige Berücksichtigung einer Leistungsverpflichtung und eines Vermögenwertes einer Tochtergesellschaft.

Die Tabelle [→d.50] zeigt die Überleitung des Anfangsbestandes auf den Endbestand für die Nettoschuld (den Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen und deren Bestandteile.

In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie in Tabelle [→d.51] dargestellt, geändert.

Es wird erwartet, dass in 2022 die Zahlungen an Bezugsberechtigte durch nicht fondsfinanzierte Versorgungspläne 2.882 T€ (Vorjahr für 2021: 2.935 T€) betragen werden, während die Zahlungen an fondsfinanzierte Versorgungspläne im Geschäftsjahr 2022 voraussichtlich rund 324 T€ (Vorjahr für 2021: 319 T€) betragen werden.

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D.47 31.12.2021 31.12.2020
in T€ Deutschland Rest der Welt Deutschland Rest der Welt
Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungszusagen 29.011 3.493 32.156 1.550
+ Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 17.805 13.071 19.654 13.076
- Zeitwert des Planvermögens -15.979 -12.531 -16.133 -9.625
= Nettowert der bilanzierten Beträge am Stichtag 30.837 4.033 35.677 5.001
davon Pensionen 30.837 4.033 35.677 5.001
davon Vermögenswerte (-) 0 0 0 0
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D.48 2021 2020
in T€ in % in T€ in %
Börsennotiert
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 202 0,71 164 0,64
Aktien 3.883 13,62 2.756 10,70
Obligationen 3.884 13,62 4.142 16,08
Immobilien 2.486 8,72 2.241 8,70
Andere 316 1,11 322 1,25
Nicht börsennotiert
qualifizierende Versicherungsverträge (Lebensversicherung) 15.979 56,05 16.133 62,63
Andere 1.760 6,17 0 0,00
Summe Planvermögen 28.510 100,00 25.758 100,00
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D.49 Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in T€ 2021 Deutschland 2021 Rest der Welt 2021 Deutschland 2021 Rest der Welt 2021 Deutschland 2021 Rest der Welt
Stand zum 1. Januar 51.810 14.626 -16.133 -9.625 35.677 5.001
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand -18 379 0 0 -18 379
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 271 0 0 0 271 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 265 38 -84 19 181 19
Währungsdifferenz 0 584 0 -423 0 161
518 1.001 -84 -442 434 559
Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus:
-finanziellen Annahmen -2.149 -246 0 0 -2.149 -246
-erfahrungsbedingter Berichtigung -329 244 0 0 -329 244
- Demographische Berichtigung 0 -811 0 0 0 -811
Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -351 -424 -351 -424
-2.478 -813 -351 -424 -2.829 -1.237
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -2.251 -605 -2.251 -605
Geleistete Zahlungen -3.034 417 2.840 -119 -194 298
Sonstige 0 1.333 0 -1.316 0 17
-3.034 1.750 589 -2.040 -2.445 -290
Stand zum 31. Dezember 46.816 16.564 -15.979 -12.531 30.837 4.033
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D.50 Leistungsorientierte Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Nettoschuld (Nettovermögenswert) aus leistungsorientierten Versorgungsplänen
in T€ 2020 Deutschland 2020 Rest der Welt 2020 Deutschland 2020 Rest der Welt 2020 Deutschland 2020 Rest der Welt
Stand zum 1. Januar 53.907 16.122 -16.248 -10.773 37.659 5.349
Erfasst im Gewinn oder Verlust
Laufender Dienstzeitaufwand 0 714 0 0 0 714
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 523 0 0 0 523 0
Zinsaufwand (Zinserträge) 357 28 -109 -20 248 8
Währungsdifferenz 0 42 0 -39 0 3
880 784 -109 -59 771 725
Erfasst im Sonstigen Ergebnis Verlust (Gewinn) aus Neubewertungen
Versicherungsmathematischer Verlust (Gewinn) aus:
-finanziellen Annahmen -915 28 0 0 -915 28
-erfahrungsbedingter Berichtigung 1.008 -728 0 0 1.008 -728
Effekte aus Planvermögen ohne Zinserträge 0 0 -360 -30 -360 -30
93 -700 -360 -30 -267 -730
Sonstiges
Vom Arbeitgeber gezahlte Beiträge 0 0 -2.303 -673 -2.303 -673
Geleistete Zahlungen -3.070 -1.580 2.887 1.910 -183 330
-3.070 -1.580 584 1.237 -2.486 -343
Stand zum 31. Dezember 51.810 14.626 -16.133 -9.625 35.677 5.001
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D.51
in T€
2021 2020 2019 2018 2017
Barwert aller Versorgungszusagen 63.380 66.436 70.029 66.767 73.190
Zeitwert des Planvermögens aller Fonds -28.510 -25.758 -27.021 -28.939 -28.610
Finanzierungsstatus 34.870 40.678 43.008 37.828 44.580

Die durchschnittliche gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung für Deutschland beträgt rund dreizehn Jahre und für die Schweiz neunzehn Jahre.

Für die wichtigsten Annahmen zur Berechnung der Verpflichtung wurden Sensitivitätsanalysen erstellt. Der Diskontierungsfaktor, die Annahme zur Lohnentwicklung und die Lebenserwartung wurden um einen festen %-Satz bzw. um 1 Jahr vermindert bzw. erhöht.

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahme die leistungsorientierte Verpflichtung mit den nachfolgenden Beträgen beeinflusst.

Die Auswirkungen auf den Anwartschaftsbarwert stellen sich wie folgt dar:

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D.52 Auswirkung auf die Anwartschaften per 31.12.2021
in T€ in %
Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen 63.380
bei:
Verminderung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 65.275 2,99
Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 0,25 %-Punkte 61.628 -2,76
Verminderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 62.152 -1,94
Erhöhung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 64.693 2,07
Lebenserwartung - 1 Jahr 60.686 -4,25
Lebenserwartung + 1 Jahr 66.154 4,38

Bei den dargestellten Sensitivitäten ist zu berücksichtigen, dass aufgrund finanzmathematischer Effekte die prozentuale Veränderung nicht linear verläuft, bzw. verlaufen muss. Daher reagieren die prozentualen Erhöhungen und Verminderungen nicht mit dem gleichen Absolutbetrag. Es ergaben sich keine demografischen Effekte.

31. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die wesentlichen Rückstellungsinhalte sind in Tabelle [ →d.53] aufgeführt.

In den Rückstellungen für Personalaufwendungen des Konzerns sind Verpflichtungen für Tantiemen und Prämien in Höhe von 47.116 T€ (Vorjahr: 36.629 T€), Altersteilzeit in Höhe von 6.810 T€ (Vorjahr: 6.613 T€), Urlaubslöhne und -gehälter in Höhe von 11.072 T€ (Vorjahr: 9.832 T€) sowie für Jubiläumszahlungen in Höhe von 13.415 T€ (Vorjahr: 13.566 T€) enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellungen soll im kommenden Jahr beglichen werden. Die Rückstellungen für Jubiläen und für die Altersteilzeit werden abgezinst und mit ihrem Barwert passiviert. Altersteilzeitverpflichtungen werden im Rahmen eines doppelten Treuhandverhältnisses gegen eine mögliche Insolvenz gesichert. Zur Absicherung werden Zahlungsmittel auf einen Treuhandverein übertragen. Mitglieder des Treuhandvereins sind inländische Konzerngesellschaften. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Zum 31. Dezember 2021 waren Zahlungsmittel in Höhe von 3.462 T€ (Vorjahr: 3.231 T€) auf den Treuhandverein übertragen.

Die Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen betreffen gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen wurden ausgehend von den Erfahrungswerten der Vergangenheit unter Berücksichtigung der Verhältnisse sowie möglicher Kostensteigerungen am Bilanzstichtag bewertet. In den Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich sind Verpflichtungen für Provisionen, Vertragsstrafen und sonstige Vertriebsaufwendungen enthalten. Der überwiegende Teil der Rückstellungen soll im kommenden Jahr beglichen werden.

Die übrigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für eine Vielzahl von erkennbaren Einzelrisiken und übrige Verpflichtungen, bei denen Unsicherheiten hinsichtlich des Zeitpunkts sowie der künftig erforderlichen Ausgaben bestehen und deren voraussichtliche Höhe zuverlässig schätzbar ist. DMG MORI ist im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten involviert, deren Ausgang nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden kann. Rechtsstreitigkeiten können beispielsweise auftreten im Zusammenhang mit Gewährleistungen und Services. Für aus Rechtsstreitigkeiten resultierende Risiken werden Rückstellungen gebildet, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Aufgrund der hierbei erforderlichen Annahmen sind auch die Bildung und Bewertung von Rückstellungen mit Unsicherheiten verbunden. Die zum Bilanzstichtag für Rechtsstreitigkeiten bilanzierten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf von Werkzeugmaschinen. Daneben bestehen Rechtsstreitigkeiten zu Verträgen mit externen Dienstleistern. Für diese Fälle wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Auf weitere Angaben wurde unter Berufung auf IAS 37.92 verzichtet.

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D.53 31.12.2021 31.12.2020
in T€ gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 103.787 71.538 94.650 65.666
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 69.332 59.314 63.521 54.048
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 82.785 80.066 55.459 53.896
Übrige 57.155 54.284 51.366 47.419
Gesamt 313.059 265.202 264.996 221.029
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D.54
in T€
01.01.2021 Zuführungen Inanspruchnahmen Auflösungen Veränderung Konsolidierungskreis Sonstige Veränderungen
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 94.650 64.312 41.091 13.971 -91 -22
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 63.521 38.115 25.569 6.794 -240 299
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 55.459 42.385 10.300 6.011 0 1.252
Übrige 51.366 32.780 16.122 6.974 -12 -3.883
Gesamt 264.996 177.592 93.082 33.750 -343 -2.354
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D.54
in T€
31.12.2021
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 103.787
Risiken aus Gewährleistungen und Nachrüstungen 69.332
Verpflichtungen aus dem Vertriebsbereich 82.785
Übrige 57.155
Gesamt 313.059

Das Risiko, dass über diese Rückstellungen hinaus, weitere Abflüsse erfolgen, wird zum 31. Dezember 2021 als unwahrscheinlich eingeschätzt. Bei allen als kurzfristig klassifizierten Rückstellungen ist davon auszugehen, dass die wesentlichen Anteile der Verpflichtungen im Geschäftsjahr 2022 erfüllt werden.

Die Entwicklung der anderen Rückstellungen ist dem Rückstellungsspiegel [→ d.54] zu entnehmen.

Die sonstigen Veränderungen beinhalten Währungsanpassungen und Umbuchungen.

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind die Rückstellungen für das "Long-Term-Incentive", eine Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung, in Höhe von insgesamt 5.650 T€ (Vorjahr: 2.382 T€) enthalten.

Eine ausführliche Beschreibung des "Long-Term-Incentive" finden Sie im Kapitel "Vergütungsbericht" auf Seite 56 des Lageberichtes.

32. FINANZSCHULDEN

Per 31. Dezember 2021 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT keine Finanzschulden.

Der kurz- und mittelfristige Betriebsmittelbedarf für die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und für den Großteil der Tochtergesellschaften wird aus dem operativen Cashflow im Rahmen des konzerninternen Cashmanagements sowie über die Aufnahme von kurz- und langfristigen Finanzierungen gedeckt. Die Höhe der zugesagten Finanzierungslinien beträgt insgesamt 727,9 MIO € (Vorjahr: 761,8 MIO €). Wesentliche Bestandteile der Finanzierungslinien sind die syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500,0 MIO € (Vorjahr: 500,0 MIO €), Avallinien in Höhe von 67,9 MIO € (Vorjahr: 87,3 MIO €) sowie als weiterer Bestandteil des Finanzierungsmixes Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 160,0 MIO € (Vorjahr: 167,5 MIO €).

Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten betragen wie im Vorjahr 1 %.

Der DMG MORI-Konzern verfügt per 31. Dezember 2021 über eine syndizierte Kreditlinie mit einem Volumen von insgesamt 500,0 MIO € mit einer Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2021 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2026 verlängert werden. Sie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURIBOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern. Die syndizierte Kreditlinie verpflichtet den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants, der eine definierte Finanzrelation vorgibt. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2021 eingehalten. Der syndizierte Kredit wird als kurzfristig klassifiziert, da die Ziehungen maximal für sechs Monate erfolgen können. Die Bartranche wurde zum 31.12.2021 nicht in Anspruch genommen.

Bei der Finanzierung der syndizierten Kreditlinie haben die kreditgebenden Banken vollständig auf Besicherungen verzichtet. Die Gesellschaften DECKEL MAHO Pfronten GmbH, DECKEL MAHO Seebach GmbH, GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, DMG MORI Spare Parts GmbH, DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Graziano Tortona S.r.l. sowie GILDEMEISTER Italiana S.r.l. sind wesentliche Garanten für die Kreditlinie.

Die freien Kreditlinien zum Bilanzstichtag betrugen 507,2 MIO € (Vorjahr: 518,9 MIO €). Sie teilen sich auf in freie Barlinien von 200,0 MIO € (Vorjahr: 207,0 MIO €) und weitere freie Linien (Avale und Factoring) von 307,2 MIO € (Vorjahr: 311,9 MIO €).

33. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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D.55
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 244 244
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 85 343
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 3.324 2.254
3.653 2.841

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.56
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 35 0
Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 50 343
85 343

Bei den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen die Marktwerte der langfristigen Verbindlichkeiten den bilanzierten Werten.

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D.57
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Abgrenzungsposten 2.051 2.066
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.047 0
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 226 188
3.324 2.254

Die in den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten berücksichtigten Abgrenzungsposten enthalten die aus den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gewährten Investitionszuschüsse, Investitionszulagen gemäß Forschungszulagengesetz sowie Investitionszulagen gemäß Investitionszulagengesetz in Höhe von insgesamt 2.051 T€ (Vorjahr: 2.066 T€) in Anwendung von IAS 20 "Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance".

Im Geschäftsjahr 2021 sind 215 T€ Investitionszulagen gezahlt worden (Vorjahr: 0 T€). Der Abgrenzungsposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der begünstigten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst.

34. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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D.58
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 134.714 137.093
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 119.061 139.977
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 2.189 4.740
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 1.192 1.432
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19.957 30.027
277.113 313.269

Die Verbindlichkeiten gegenüber den sonstigen nahestehenden Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Geschäftsbeziehungen zu der DMG MORI COMPANY LIMITED und den mit ihr verbundenen Unternehmen. Hierin enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 59.960 T€ (Vorjahr: 86.960 T€). Eine Verbindlichkeit in Höhe von 29.250 T€ (Vorjahr: 27.063 T€) resultiert aus der Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH.

Details und Erläuterungen zu den Vertragsverbindlichkeiten aus Leistungsverpflichtungen und den Vertragsverbindlichkeiten aus Anzahlungsrechnungen sind im Kapitel Umsatzerlöse enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.59
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Factoring 5.160 8.148
Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 1.142 1.346
Kreditorische Debitoren 3.742 14.732
Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9.913 5.801
19.957 30.027

Die Verbindlichkeiten aus Factoring beihalten Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring in Höhe von 5.151 T€ (Vorjahr: 7.147 T€).

Die Marktwerte derivativer Finanzinstrumente betreffen Marktwerte für Devisentermingeschäfte in Höhe von 1.142 T€ (Vorjahr: 1.346 T€) vor allem in USD, GBP, CHF und JPY. In den übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Wechseln in Höhe von 7.672 T€ (Vorjahr: 2.425 T€) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:

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D.60
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Steuern 23.112 19.431
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.633 4.638
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 2.638 2.855
Abgrenzungsposten 4.732 8.651
Übrige Verbindlichkeiten 774 2.038
35.889 37.613

Die Verbindlichkeiten aus Steuern betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 12.222 T€ (Vorjahr: 9.667 T€) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von 7.662 T€ (Vorjahr: 7.231 T€).

35. LEASING

Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Der DMG MORI-Konzern mietet bestimmtes Sachanlagevermögen wie Grundstücke und Gebäude, technische Anlagen und Maschinen, Büroausstattung und PKWs.

In der Tabelle [→d.61] sind die Zugänge und Abschreibungen der Nutzungsrechte, die in den Sachanlagen und Immateriellen Vermögenswerten enthalten sind, dargestellt.

Zum 31. Dezember 2021 weist der DMG MORI-Konzern Nutzungsrechte in Höhe von 45.822 T€ (Vorjahr: 52.907 T€) unter den Sachanlagen aus. Die entsprechenden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 45.153 T€ (Vorjahr: 52.336 T€) werden in der Bilanz gesondert dargestellt.

Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen berücksichtigt der DMG MORI-Konzern sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Sich aus der Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen ergebende Laufzeitänderungen werden nur dann in die Vertragslaufzeit einbezogen, wenn eine Verlängerung oder Nichtausübung einer Kündigungsoption hinreichend sicher ist. Kommen im Falle der Ausübung einer Kündigungsoption bzw. Nichtausübung einer Verlängerungsoption z. B. wesentliche Strafzahlungen auf den DMG MORI-Konzern zu, gilt es in der Regel als hinreichend sicher, dass der Konzern den Vertrag nicht kündigen bzw. verlängern wird. Darüber hinaus werden sonstige wirtschaftliche Faktoren in Betracht gezogen, die maßgeblich für die Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen sind. Die Beurteilung wird überprüft, wenn ein wesentliches Ereignis oder eine wesentliche Änderung der Umstände eintritt, das bzw. die die bisherige Beurteilung beeinflussen kann -sofern dies in der Kontrolle des Leasingnehmers liegt.

Der Konzern schätzt, dass die potenziell zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen ausgeübt werden, zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von 4.404 T€ (Vorjahr: 3.585 T€) führen würden.

Ergänzende Angaben im Zusammenhang mit der Leasingnehmerbilanzierung sind in den entsprechenden Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz enthalten.

D.61 | NUTZUNGSRECHTE

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in T€ Nutzungsrecht Grundstücke und Bauten Nutzungsrecht Technische Anlagen und Maschinen Nutzungsrecht andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2021
Stand 1. Januar 2021 33.258 12.781 34.567 80.606
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 617 -25 333 925
Sonstige Veränderungen 0 0 61 61
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -347 -347
Zugänge 3.619 5 7.916 11.540
Abgänge -1.149 -1.165 -7.892 -10.206
Umbuchungen 0 0 488 488
Stand 31. Dezember 2021 36.345 11.596 35.126 83.067
Abschreibungen 2021
Stand 1. Januar 2021 5.651 5.548 16.500 27.699
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 133 -14 177 296
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 -123 -123
Zugänge 4.589 3.076 11.175 18.840
Abgänge -829 -1.163 -7.475 -9.467
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 9.544 7.447 20.254 37.245
Nettobuchwert am 31. Dezember 2021 26.801 4.149 14.872 45.822
Anschaffungs- und Herstellungskosten 2020
Stand 1. Januar 2020 31.106 14.932 32.538 78.576
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -225 -310 -342 -877
Sonstige Veränderungen 90 -49 229 270
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 3.766 26 8.225 12.017
Abgänge -2.061 -1.236 -6.083 -9.380
Umbuchungen 582 -582 0 0
Stand 31. Dezember 2020 33.258 12.781 34.567 80.606
Abschreibungen 2020
Stand 1. Januar 2020 2.845 3.273 10.272 16.390
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -49 -97 -155 -301
Sonstige Veränderungen 0 0 -38 -38
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugänge 4.629 3.524 12.065 20.218
Abgänge -1.774 -1.152 -5.644 -8.570
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2020 5.651 5.548 16.500 27.699
Nettobuchwert am 31. Dezember 2020 27.607 7.233 18.067 52.907

Leasingverhältnisse als Leasinggeber

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2021 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasing-Verträgen insbesondere bei Gebäuden.

Ein Veräußerungsgewinn im Zusammenhang mit diesen Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr 2021 nicht angefallen.

In 2021 hat der DMG MORI-Konzern Zahlungen aus Unterleasingverhältnissen im Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverhältnissen in Höhe von 176 T€ (Vorjahr: 413 T€) erfasst.

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen.

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D.62
in T€
31.12.2021 31.12.2020
FINANZIERUNGSLEASINGVERHÄLTNISSE
Weniger als ein Jahr 186 176
Ein bis zwei Jahre 186 176
Zwei bis drei Jahre 186 176
Drei bis vier Jahre 186 176
Vier bis fünf Jahre 186 176
Mehr als fünf Jahre 3.595 3.560
Gesamt 4.525 4.440

Operating-Leasingverhältnisse

Im Geschäftsjahr 2021 war der DMG MORI-Konzern Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen. Die Verträge betreffen im Wesentlichen die Vermietung von Werkzeugmaschinen. Der DMG MORI-Konzern hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft, da diese nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen übertragen.

Der DMG MORI-Konzern hat 2021 Leasingerträge aus Operating-Leasingverhältnissen inkl. Erträge aus Unterleasingverhältnissen in Höhe von 1.458 T€ (Vorjahr: 2.139 T€) erfasst, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Leasingerträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des DMG MORI-Konzerns angefallen sind, wurden in den Umsatzerlösen erfasst.

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden nicht diskontierten Leasingzahlungen dar:

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D.63
in T€
31.12.2021 31.12.2020
OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSE
Weniger als ein Jahr 939 1.785
Ein bis zwei Jahre 436 1.167
Zwei bis drei Jahre 99 715
Drei bis vier Jahre 64 321
Vier bis fünf Jahre 0 137
Mehr als fünf Jahre 0 0
Gesamt 1.538 4.125

36. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Für folgende zu Nominalwerten angesetzten Eventualschulden wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird:

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D.64 | HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
in T€
31.12.2021 31.12.2020
Bürgschaften 50 50
Gewährleistungen 705 762
Sonstige Haftungsverhältnisse 5.346 5.209
6.101 6.021

Die Bürgschaften beinhalten Anzahlungsbürgschaften bei ausländischen Konzerngesellschaften. In den sonstigen Haftungsverhältnissen sind insbesondere Garantien für Rahmenverträge sowie Vertragserfüllungsbürgschaften enthalten.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2021 hat der DMG MORIKonzern Verträge über den Kauf von Sachanlagevermögen im Geschäftsjahr 2022 im Wert von 45.486 T€ (Vorjahr für 2021: 2.598 T€) abgeschlossen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der geplanten Fertigstellung des Produktionswerkes in China.

37. FINANZINSTRUMENTE

Im DMG MORI-Konzern wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Wesentlichen in den Währungen USD, GBP, RUB und JPY gehalten. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente sind in Tabelle [→d.65] dargestellt.

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem in der Regel Dritte die Rechte oder Pflichten aus den Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag übernehmen würden.

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D.65 31.12.2021 31.12.2020
in T€ Nominalwert Vermögen Schulden Marktwerte Summe Nominalwert Marktwerte
Devisentermingeschäfte als Cashflow Hedges 18.509 24 389 -365 6.913 -43
Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten 161.894 3.053 788 2.265 176.421 -313
180.403 3.077 1.177 1.900 183.334 -356

Es kann nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass dieser ermittelte Wert auch tatsächlich bei Auflösung realisiert werden kann. Die Marktwerte sind die Tageswerte der derivativen Finanzinstrumente ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften.

Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte sind in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen langfristigen und kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

DMG MORI wendet grundsätzlich IFRS 9 für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften an. Der DMG MORI-Konzern wendet die "Spot-to-Spot-Methode" an. Die Effekte aus der Forwardkomponente werden erfolgswirksam erfasst.

Der DMG MORI-Konzern hatte am Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte, die zwar nicht die strengen Anforderungen des Hedge Accountings gemäß IFRS 9 erfüllen, jedoch gemäß den Grundsätzen des Risikomanagements effektiv zur Sicherung des finanziellen Risikos beitragen. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet der DMG MORI-Konzern in diesen Fällen kein Hedge Accounting an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden.

Für den Fall, dass sämtliche Dritte ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, bestand zum Bilanzstichtag für den DMG MORI-Konzern ein Ausfallrisiko in Höhe von 3.077 T€ (Vorjahr: 990 T€).

Am Bilanzstichtag bestehende Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 18.454 T€ haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr (Vorjahr: 6.913 T€). Die Cashflows aus diesen Devisentermingeschäften werden voraussichtlich in den nächsten zwölf Monaten eintreten. Für den wesentlichen Teil ist davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Devisentermingeschäfte in Cashflow Hedges mit einem Nominalvolumen von 55 T€ hatten am Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: 0 T€).

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Aufwendungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die auf Cashflow Hedges entfallen, in Höhe von -167 T€ (Vorjahr: 304 T€) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet sowie ein Betrag von -124 T€ (Vorjahr: -216 T€) wurde aus dem Eigenkapital entnommen und wie im Vorjahr in den Umsatzerlösen erfasst. Der Ausweis erfolgt für die Devisentermingeschäfte in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kurs- und Währungsgewinnen bzw. in den Kurs- und Währungsverlusten. Im Geschäftsjahr ergaben sich analog zum Vorjahr bei den Devisentermingeschäften keine Ineffektivitäten. Zur Messung der Ineffektivität wurden die Wertänderungen der Grundgeschäfte in Höhe von 588 T€ (Vorjahr: 64 T€) herangezogen und den Wertänderungen der zugehörigen Sicherungsgeschäfte in Höhe von 588 T€ (Vorjahr: 64 T€) gegenübergestellt.

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D.66
in T€
2021 2020
Stand zum 1. Januar (vor Steuern) -34 -122
Im sonstigen Ergebnis erfasste Wertänderung der Devisentermingeschäfte -167 304
Betrag, der aus der Rücklage für Absicherung in den Gewinn oder Verlust umgegliedert worden ist (Recycling) -124 -216
Stand zum 31. Dezember (vor Steuern) -325 -34

Der Konzern schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der "International Swaps and Derivatives Association" (ISDA) und anderen dementsprechenden nationalen Rahmenvereinbarungen Derivategeschäfte ab. Die Nettingvereinbarungen gewähren nur das Recht zur Saldierung im Falle künftiger Ereignisse wie dem Ausfall oder der Insolvenz des Konzerns oder der Kontrahenten. Die Nettingvereinbarungen erfüllen damit nicht die Saldierungskriterien des IAS 32.

Die Tabellen [→d.67 | d.68] geben einen Überblick über finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die Nettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen.

38. RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN

Risiken aus Finanzinstrumenten

Preisschwankungen von Währungen und Zinsen können signifikante Gewinn- und Cashflow-Risiken zur Folge haben. Daher zentralisiert der DMG MORI-Konzern diese Risiken soweit wie möglich und steuert diese dann vorausschauend, auch durch Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten. Die Steuerung der Risiken basiert auf konzernweit gültigen Richtlinien, in denen Ziele, Grundsätze, Verantwortlichkeiten und Kompetenzen festgelegt sind. Weitere Angaben zum Risikomanagementsystem sind im Lagebericht auf den Seiten 88 ff. im Chancen- und Risikobericht erläutert.

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D.67
in T€
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2021 Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2021 Nettobetrag 31.12.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 3.077 1.177 1.900
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 1.177 1.177 0
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D.68
in T€
Bruttobeträge der Finanzinstrumente in der Bilanz 31.12.2020 Potenzielles Saldierungsvermögen unter Global-Nettingvereinbarungen 31.12.2020 Nettobetrag 31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 990 950 40
Finanzielle Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 1.346 950 396

Währungsrisiken

Der DMG MORI-Konzern ist im Rahmen seiner globalen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Das Transaktionsrisiko entsteht durch Wertänderungen zukünftiger Fremdwährungszahlungen aufgrund von Wechselkursschwankungen im Einzelabschluss. Im DMG MORI-Konzern werden sowohl Einkäufe als auch Verkäufe in Fremdwährungen getätigt. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus diesen Aktivitäten im DMG MORI-Konzern werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Abschluss und Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.

Der Konzern sichert mindestens 90% seiner geschätzten Fremdwährungsrisiken aus kontrahierten Auftragseingängen, erwarteten Veräußerungs- und Erwerbsgeschäften überwiegend über die nächsten 12 Monate ab. Zur Sicherung des Fremdwährungsrisikos werden Devisentermingeschäfte meist unter einem Jahr ab dem Abschlussstichtag genutzt. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften darf nur mit festgelegten Kontrahenten erfolgen.

DMG MORI bestimmt das Bestehen einer wirtschaftlichen Beziehung zwischen dem Sicherungsinstrument und dem gesicherten Grundgeschäft auf der Grundlage von Währung, Betrag und Zeitpunkt ihrer jeweiligen Zahlungsströme. Es wird mithilfe der hypothetischen Derivatemethode beurteilt, ob das in der Sicherungsbeziehung designierte Derivat in Bezug auf Änderungen der Zahlungsströme des Grundgeschäfts voraussichtlich effektiv sein wird oder effektiv war.

Hauptursachen für Ineffektivitäten bei diesen Sicherungsbeziehungen sind Ausfälle der Forderungen, Änderungen des Zeitpunkts der abgesicherten Grundgeschäfte oder Änderungen in den abgesicherten Zahlungsströmen.

Im Geschäftsjahr wurden folgende durchschnittliche Sicherungskurse unserer wesentlichen Währungen für Derivate im Hedge Accounting verwendet:

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D.69
in €
Durchschnittliche Sicherungskurse in 2021 Durchschnittliche Sicherungskurse in 2020
USD 1,18 1,28
JPY 129,49 124,90
GBP 0,86 0,90

Die Fremdwährungssensitivität ermittelt der DMG MORIKonzern durch Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden, und stellt diese den Sicherungsgeschäften gegenüber. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden einmal zu Ist-Wechselkursen und einmal mit Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen beiden Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Eigenkapital und Ergebnis dar.

Die Tabelle [→D.70] zeigt das transaktionsbezogene Nettofremdwährungsrisiko in T€ für die wichtigsten Währungen zum 31. Dezember 2021 und 2020.

In der folgenden Tabelle sind die für möglich gehaltenen Auswirkungen aus Finanzinstrumenten auf die Rücklage

D.70 | WÄHRUNG

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31.12.2021 31.12.2020
in T€ USD JPY GBP USD JPY GBP
Fremdwährungsrisiko aus Bilanzpositionen 314 -8.219 5.371 -242 -5.507 4.080
Fremdwährungsrisiko aus schwebenden Geschäften -202 -5.039 2.161 357 -1.266 2.440
Transaktionsbezogene Fremdwährungspositionen 112 -13.258 7.532 115 -6.773 6.520
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Position -797 12.768 -7.331 -132 6.509 -5.935
Offene Fremdwährungsposition -685 -490 201 -17 -264 585
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D.71 Gewinn oder Verlust Eigenkapital netto
in T€ Erhöhung Verminderung Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2021
USD (10 %-ige Änderung) 3.395 -3.395 -31 31
JPY (10 %-ige Änderung) 1.158 -1.158 68 -68
GBP (10 %-ige Änderung) -642 642 -81 81
RUB (10 %-ige Änderung) -523 523 -408 408
3.388 -3.388 -452 452
31. Dezember 2020
USD (10 %-ige Änderung) -1.116 1.116 -201 201
JPY (10 %-ige Änderung) 249 -249 -144 144
GBP (10 %-ige Änderung) 894 -894 78 -78
RUB (10 %-ige Änderung) 294 -294 140 -140
321 -321 -127 127

für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital sowie die Ergebnisauswirkung zum 31. Dezember 2021 bzw. 31. Dezember 2020 dargestellt. Für den Fall, dass der Euro gegenüber den wesentlichen Währungen USD, GBP und JPY jeweils um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Rücklage für Derivate bzw. die anderen Rücklagen im Eigenkapital und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte mit Hedge-Beziehung insgesamt um 452 T€ niedriger (höher) gewesen (Vorjahr: 127 T€ niedriger (höher)). Das Ergebnis und der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte ohne Hedge-Beziehung wären um 3.388 T€ höher (niedriger) (Vorjahr: 321 T€ höher (niedriger)) gewesen. [→D.71]

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko umfasst jeglichen potenziell positiven oder negativen Einfluss von Veränderungen der Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken stehen beim DMG MORI-Konzern im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzaktiva und Finanzschulden. Ob Zinsänderungsrisiken mittels Zinssicherungsinstrumenten gesichert werden, wird im Einzelfall auf der Basis eines vom Finanzvorstand ausgearbeiteten Vorschlags durch den gesamten Vorstand entschieden.

Zum 31. Dezember 2021 hat der DMG MORI-Konzern keine Nettoverschuldung, so dass Zinserhöhungen eine Chance auf einen höheren Zinsertrag darstellen würden. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 1 % auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinserträge um 2,1 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO €) erhöhen. Da es sich im Wesentlichen um Zinsen auf Kontokorrentlinien handelt, erwarten wir keine wesentlichen Effekte bei einem weiteren Absinken des Zinsniveaus auf den Bestand zum Bilanzstichtag; die Zinserträge wären analog zum Vorjahr nicht gesunken, wenn der Zinssatz um 5 Basispunkte gesunken wäre. Auswirkungen auf das Eigenkapital würden analog zum Vorjahr nicht entstehen. In der folgenden Tabelle sind die Nominalvolumina der fest und variabel verzinslichen Finanzinstrumente dargestellt:

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D.72 Nominalvolumen
in T€ 31.12.2021 31.12.2020
Festverzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 37.072 10.135
Finanzielle Verbindlichkeiten -4.139 0
32.933 10.135
Variabel verzinsliche Instrumente
Finanzielle Vermögenswerte 581.896 463.490
Finanzielle Verbindlichkeiten -18.148 -93.052
563.748 370.438

Änderungen des Zinssatzes würden sich nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte verändern sich durch die Zinsänderungen nicht wesentlich.

Die Zinssensitivitäten stellen sich wie folgt dar:

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D.73 Gewinn oder Verlust
in T€ Anstieg um 100 Basispunkte Rückgang um 5 Basispunkte
31. Dezember 2021
Variabel verzinsliche Instrumente 2.146 0
Ergebnissensitivität (netto) 2.146 0
31. Dezember 2020
Variabel verzinsliche Instrumente 1.534 0
Ergebnissensitivität (netto) 1.534 0

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der DMG MORIKonzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Mittelabflüsse resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung des Working Capital, der Investitionen und der Deckung des Finanzbedarfs zur Absatzfinanzierung. Das Management wird regelmäßig über Mittelzu- und -abflüsse sowie Finanzierungsquellen informiert. Das Liquiditätsrisiko wird durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität im Rahmen der bestehenden Finanzierungen und durch effektives Cashmanagement begrenzt. Das Liquiditätsrisiko wird beim DMG MORI-Konzern durch eine Finanzplanung über zwölf Monate gesteuert. Diese ermöglicht es, prognostizierbare Defizite unter normalen Marktbedingungen zu marktüblichen Konditionen zu finanzieren. Auf Basis der aktuellen Liquiditätsplanung sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Liquiditätsvorsorge bestehen eine syndizierte Kreditfazilität in Höhe von 500,0 MIO € mit internationalen Banken. Bilaterale Kreditzusagen bestehen nicht mehr (Vorjahr: 7,0 MIO €). Die syndizierte Kreditlinie hatte eine ursprüngliche Laufzeit bis Februar 2025. Im April 2021 konnte diese bestehende Kreditlinie vorzeitig bis Februar 2026 verlängert werden. Sie besteht weiterhin aus einer revolvierend nutzbaren Bartranche in Höhe von 200,0 MIO € und einer Avaltranche über 300,0 MIO €. Der syndizierte Kredit wurde mit einem Konsortium von internationalen Banken zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen und wird abhängig von dem aktuellen Geldmarktzins (1- bis 6-Monats-EURI-BOR) zuzüglich eines Aufschlags verzinst. Dieser Zinsaufschlag kann sich in Abhängigkeit von den Unternehmenskennzahlen verändern.

Die Finanzierungsverträge im Rahmen des syndizierten Kredits verpflichten den DMG MORI-Konzern zur Einhaltung eines marktüblichen Covenants. Der Covenant wurde quartalsweise und zum 31. Dezember 2021 eingehalten.

Weder im Geschäftsjahr 2021 noch im Vorjahr sind Darlehensverbindlichkeiten ausgefallen. Dem DMG MORIKonzern stehen zum 31. Dezember 2021 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 241,9 MIO € (Vorjahr: 123,5 MIO €) sowie freie Barlinien in Höhe von 200,0 MIO € (Vorjahr: 207,0 MIO €) und weitere freie Linien (Avale und Factoring) in Höhe von 307,2 MIO € (Vorjahr: 311,9 MIO €) zur Verfügung.

In der Tabelle [→d.74] sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert dargestellt.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2021 bzw. am 31. Dezember 2020 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Stichtagskurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2021 bzw. 31. Dezember 2020 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitpunkt zugeordnet. Die Realisierung der Grundgeschäfte der Cashflow Hedges wird korrespondierend zu denen der Sicherungsgeschäfte erwartet. Die Derivate umfassen sowohl Zahlungsmittelabflüsse derivativer Finanzinstrumente mit negativem Fair Value als auch Zahlungsmittelabflüsse der Derivate mit positivem Fair Value, bei denen Bruttozahlungsausgleich vereinbart worden ist. Für den Teil der finanziellen Vermögenswerte aus Derivaten in Höhe von 24 T€ (Vorjahr: 13 T€) sowie den Teil der Verbindlichkeiten aus Derivaten in Höhe von 389 T€ (Vorjahr: 56 T€), die als Cashflow Hedges klassifiziert wurden, ist für den wesentlichen Teil davon auszugehen, dass diese in den nächsten zwölf Monaten ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. [→D.75]

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D.74 Cashflows 2022 Cashflows 2023 - 2026 Cashflows 2027 ff.
in T€ Buchwert 31.12.2021 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 45.153 751 14.176 1.433 20.701 2.694
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 134.958 0 134.714 0 244 0
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 2.189 0 2.189 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 119.061 0 119.061 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 1.192 0 1.192 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.865 0 18.815 0 50 0
Zwischensumme 321.418 751 290.147 1.433 20.995 2.694
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.177 0 1.142 0 35
322.595 751 291.289 1.433 21.030 2.694
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D.74 Cashflows 2027 ff.
in T€ Tilgung
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 10.276
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 0
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 0
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
Zwischensumme 10.276
Verbindlichkeiten aus Derivaten
10.276

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko ist der unerwartete Verlust an Zahlungsmitteln oder Erträgen. Das Kreditrisiko tritt ein, wenn der Kunde nicht in der Lage ist, seinen Verpflichtungen innerhalb der Fälligkeiten nachzukommen. Ziel ist es, diese Kreditrisiken zu minimieren bzw. zu vermeiden. Ein Forderungsmanagement mit weltweit gültigen Richtlinien sowie eine regelmäßige Analyse der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sorgen für eine permanente Überwachung und Begrenzung der Risiken und minimieren auf diese Weise die Forderungsverluste. Aufgrund der breit angelegten Geschäftsstruktur im DMG MORI-Konzern bestehen weder hinsichtlich der Kunden noch für einzelne Länder besondere Konzentrationen von Kreditrisiken. Grundsätzlich trägt der DMG MORI-Konzern Forderungsausfallrisiken, durch die es zu Wertberichtigungen oder in Einzelfällen sogar zum Ausfall von Forderungen kommen kann.

Die berücksichtigten Kreditausfälle für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf Grundlage von Erfahrungen mit tatsächlichen Kreditausfällen der letzten drei Jahre berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallsrisikoeigenschaften segmentiert. Diese sind für die Unternehmen etwa die Kreditrisikobewertung, z. B. anhand von Überfälligkeiten und der geografischen Lage.

Die tatsächlichen historischen Kreditausfälle wurden mithilfe von Skalierungsfaktoren angepasst, um die Unterschiede zwischen den wirtschaftlichen Bedingungen zum Zeitpunkt der Sammlung der historischen Daten, den derzeitigen Bedingungen und der Sicht des Konzerns auf die wirtschaftlichen Bedingungen über die erwartete Laufzeit der Forderungen widerzuspiegeln. Die Skalierungsfaktoren basieren auf aus der Historie zu erkennenden Trends sowie auf Vorhersagen des Bruttoinlandprodukts (BIP), Länderrisiken sowie Entwicklung des langfristigen Zinsniveaus /​ Leitzinsen.

Die zugrunde gelegten Ausfallquoten für DMG MORI in Abhängigkeit von der Fälligkeit (nicht überfällig und überfällig) der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne beeinträchtigte Bonität für 2021 und 2020 sind den Tabellen [→d.76 | D.77] zu entnehmen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die DMG MORI COMPANY LIMITED-Gruppe werden in Bezug auf Wertminderungen separat betrachtet. Für die Ermittlung der Wertminderungen wird das Rating der DMG MORI COMPANY LIMITED sowie die Laufzeiten der Forderungen herangezogen.

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen in Höhe von 2.943 T€ (Vorjahr: 2.907 T€) enthalten. Weitere Angaben zu der Einschätzung der finanzwirtschaftlichen Risiken stehen im "Chancen- und Risikobericht" im Lagebericht auf Seite 88 ff.

Für die Bewertung der Wertminderungen der sonstigen finanziellen Vermögenswerte werden die erwarteten Kreditausfälle, die aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag auftreten können herangezogen. In der Regel weisen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im DMG MORI-Konzern am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko auf.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden bei Banken oder Finanzinstituten hinterlegt, die mit Ratings von A-1 bis A-2 bei der Ratingagentur S&P bewertet wurden. Die Wertberichtigung auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wurde auf der Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegelt die kurzen Laufzeiten wider. Zum 31. Dezember 2021 betrug die Wertminderung 3 T€ (Vorjahr: 1 T€).

GeldanIagen werden im DMG MORI-Konzern zentral von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT gesteuert und koordiniert. Finanzkontrakte werden nur mit Banken abgeschlossen, die wir sorgfältig ausgewählt haben. Es findet ein regelmäßiges Monitoring der Bonität (externes Rating) statt; die Geldanlagen werden bei verschiedenen Kreditinstituten, im Wesentlichen unseren Konsortialbanken, gestreut. Bei derivativen Finanzinstrumenten ist der DMG MORI-Konzern einem Kreditrisiko ausgesetzt, das durch die Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Dieses Kreditrisiko wird dadurch minimiert, dass Geschäfte nur mit Vertragspartnern guter Bonität abgeschlossen werden.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte stellen gemäß IFRS 7.36 das maximale Kreditrisiko dar.

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr existierten erhaltene Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen.

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D.75 Cashflows 2021 Cashflows 2022 - 2025 Cashflows 2026 ff.
in T€ Buchwert 31.12.2020 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 52.336 849 16.431 1.593 23.923 2.941
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 137.337 0 137.093 0 244 0
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 4.740 0 4.740 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 139.977 0 139.977 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 1.432 0 1.432 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 29.024 0 28.681 0 339 0
Zwischensumme 364.846 849 328.354 1.593 24.506 2.941
Verbindlichkeiten aus Derivaten 1.346 1.346
366.192 849 329.700 1.593 24.506 2.941
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D.75 Cashflows 2026 ff.
in T€ Tilgung
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 11.982
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten 0
Verbindlichkeiten gegenüber at equity bewerteten Unternehmen 0
Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 0
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4
Zwischensumme 11.986
Verbindlichkeiten aus Derivaten
11.986
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D.76 31.12.2021
in T€ Ausfallquote
in %
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
Nicht überfällig 0,04 - 0,21 272.182 433 nein
Überfällig 0,04 - 5,84 16.400 324 nein
Summe 288.582 757
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D.77 31.12.2020
in T€ Ausfallquote
in %
Bruttobuchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigung Beeinträchtigte Bonität
Nicht überfällig 0,04 - 0,18 250.793 335 nein
Überfällig 0,04 - 5,84 14.049 262 nein
Summe 264.842 597

39. SONSTIGE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

In den Tabellen [→ d.78 | d.79] sind die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt.

Die Tabelle enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Unter den Finanzanlagen sind dabei die Beteiligungen ausgewiesen, die gem. IFRS 9 in die Kategorie "bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen, die im sonstigen Ergebnis berücksichtigt werden (FVOCI)" eingeordnet wurden. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl die Forderungen gegen fremde Dritte, gegen sonstige nahestehende Unternehmen, Unternehmen, die at equity bewertet werden als auch gegen Beteiligungsunternehmen ausgewiesen. Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind separat dargestellt. Der analoge Ausweis gilt für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Seite 148 f). Details zu den sonstigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind in den Tabellen auf Seite 139 und 149 dargestellt.

Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten werden die Zeitwerte grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter.

Die Finanzanlagen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der Fair Value der Eigenkapitalinstrumente beträgt 109,2 MIO € (Vorjahr: 27,3 MIO €) und setzt sich im Wesentlichen aus der Beteiligung an der TULIP Interfaces, Inc., Somerville (USA), sowie weiteren einzelnen nicht wesentlichen Gesellschaften zusammen.

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D.78 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9
in T€ Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) Keiner Bewertungskategorie von IFRS 9 zugeordnet 2)
Aktiva
Finanzanlagen 1) 109.203
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 241.896
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 71.569 219.904
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 340.524
Forderungen aus Factoring 6.135
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 40.026
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.053 24
700.150 329.107 3.053 24
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.472
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 44.927
Verbindlichkeiten aus Factoring 5.160
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.705
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 788 389
276.264 0 788 389
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D.78 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9
in T€ Gesamt Beizulegender Zeitwert 31.12.2021
Aktiva
Finanzanlagen 1) 109.203 109.203
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 241.896 241.896
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 291.473 291.473
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 340.524 340.524
Forderungen aus Factoring 6.135 6.135
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 40.026 40.026
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.077 3.077
1.032.334 1.032.334
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.472 212.472
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 44.927 44.927
Verbindlichkeiten aus Factoring 5.160 5.160
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.705 13.705
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.177 1.177
277.441 277.441

1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 106.760 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 2.443 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
2) Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting.
3) Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist auf der Seite 139 zu finden.

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D.79 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9
in T€ Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) Keiner Bewertungskategorie von IFRS 9 zugeordnet 2)
Aktiva
Finanzanlagen 1) 27.279
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 123.489
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 73.068 197.664
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 340.525
Forderungen aus Factoring 5.797
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 34.949
Derivative finanzielle Vermögenswerte 977 13
577.828 224.943 977 13
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.355
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 40.131
Verbindlichkeiten aus Factoring 8.148
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 20.876
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.290 56
312.510 0 1.290 56
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D.79 Einstufungen und beizulegende Zeitwerte nach IFRS 9
in T€ Gesamt Beizulegender Zeitwert 31.12.2020
Aktiva
Finanzanlagen 1) 27.279 27.279
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 123.489 123.489
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 270.732 270.732
Sonstige Forderungen gegen sonstige nahestehende Unternehmen 340.525 340.525
Forderungen aus Factoring 5.797 5.797
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3) 34.949 34.949
Derivative finanzielle Vermögenswerte 990 990
803.761 803.761
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.355 243.355
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 40.131 40.131
Verbindlichkeiten aus Factoring 8.148 8.148
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 20.876 20.876
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.346 1.346
313.856 313.856

1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 25.068 T€ unter den Beteiligungen und in Höhe von 2.211 T€ unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
2) Hierin enthalten sind derivative Finanzinstrumente im Hedge Accounting.
3) Eine Erläuterung der Zusammensetzung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte ist auf der Seite 139 zu finden.

Die Fair-Value-Ermittlung erfolgt mittels der Discounted-Cashflow-Methode anhand von geschätzen Cashflows, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Bonitäts- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden.

Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der TULIP Interfaces, Inc. wurde auf die letzte Finanzierungsrunde zurückgegriffen, an der sich DMG MORI Im Berichtsjahr beteiligt hat.

In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft, die einen Solarpark betreibt, enthalten. Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risikobereinigten Abzinsungssatz (WACC). Die erwarteten Zahlungen werden unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien der geplanten Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von den Marktpreisen für Strom) und des EBIT ermittelt. Die wesentlichen zur Ermittlung verwendeten, nicht beobachtbaren, Inputfaktoren in 2021 sind der risikobereinigte Abzinsungssatz von 6,43 % (Vorjahr: 6,36 %) und die jährlich erwarteten Umsatzerlöse (zwischen 867 T€ und 896 T€) in Abhängigkeit von Marktpreisen für Strom und Produktivität (Output). Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn die jährlichen Umsatzerlöse (in Abhängigkeit von Marktpreisen) steigen (sinken) würden; wenn der risikobereinigte Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre; wenn die Degradation niedriger (höher) wäre.

Für Ausleihungen und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Ausleihungen und Forderungen wird angenommen, dass der Zeitwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Ausleihungen und Forderungen wird der Zeitwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben im Wesentlichen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, so dass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und für sonstige langfristige Verbindlichkeiten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung von marktüblichen Zinssätzen und Risikoaufschlägen ermittelt.

Fair-Value-Hierarchie

Zum 31. Dezember 2021 wurden die in der Tabelle [d.80] dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten.

Die Bestimmung und der Ausweis der beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente orientieren sich an einer Fair-Value-Hierarchie, die die Bedeutung der für die Bewertung verwendeten Inputdaten berücksichtigt und sich wie folgt gliedert:

Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;

Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen;

Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

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D.80 31.12.2021 31.12.2020
in T€ Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Finanzanlagen (erfolgsneutral) 1) 0 109.203 0 27.279
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI 2) 216.421 3.483 194.024 3.640
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 24 13
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 3.053 977
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 389 56
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 788 1.290

1) In der Bilanz erfolgt der Ausweis in Höhe von 106.760 T€ (Vorjahr: 25.068 T€) unter den Beteiligungen und in Höhe von 2.443 T€ (Vorjahr: 2.211 T€) unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten.
2) Den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Kategorie FVOCI, die in Stufe 3 eingestuft wurden, liegen individuelle Wertberichtigungen zugrunde.

Im Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und 2 bei der Bewertung der beizulegenden Zeitwerte und es wurden keine Umgliederungen in oder aus Stufe 3 in Bezug auf die Bewertung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen. In den Finanzanlagen ist der beizulegende Zeitwert einer Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft enthalten. Der Buchwert betrug 2.443 T€ (Vorjahr: 2.211 T€). Im Geschäftsjahr wurde eine Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 232 T€ (Vorjahr: -700 T€) im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Der Konzern hat die Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft gem. IFRS 9 als FVOCI eingestuft und Stufe 3 zugeordnet (für Informationen zur Bewertungstechnik siehe Seite 159). Daneben ist hier der beizulegende Zeitwert der Beteiligung an der TULIP Interfaces Inc., Somerville (USA), enthalten (weitere Erläuterungen siehe Kapitel "Beteiligungen").

Die folgende Tabelle stellt die Zugänge der Finanzanlagen im Geschäftsjahr in Level 3 der Fair-Value-Hierarchie dar:

D.81 | BETEILIGUNGEN LEVEL 3

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in T€ 2021 2020
Anfangsbestand 27.279 28.506
Zugänge 9.737 946
Wertänderungen 72.187 -2.173
Abgänge 0 0,00
Endbestand 109.203 27.279

Für die beizulegenden Zeitwerte der Erwerbsmöglichkeit für Anteile an einer Gesellschaft hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der anderen Inputfaktoren, die folgenden Auswirkungen:

D.82 | GEWINN ODER VERLUST

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in T€ Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2021
WACC (1,00 %-ige Änderung) -291 336
Degradation (0,50 %-ige Änderung) -253 262
Marktpreis für Strom (0,50 %-ige Änderung) 271 -253

D.83 | GEWINN ODER VERLUST

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in T€ Erhöhung Verminderung
31. Dezember 2020
WACC (1,00 %-ige Änderung) -282 329
Degradation (0,50 %-ige Änderung) -170 176
Marktpreis für Strom (0,50 %-ige Änderung) 182 -170

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien gem. IFRS 9 sind in den Tabellen [d.84] und [d.85] dargestellt.

Die Zinsen aus den Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten" resultiert im Wesentlichen aus Aufwand für Bürgschaftsprovisionen und Bereitstellungsgebühren.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
40. KAPITALFLUSSRECHNUNG

In der Kapitalflussrechnung nach IAS 7 "Cash Flow Statements" werden Zahlungsströme eines Geschäftsjahres erfasst, um Informationen über die Bewegungen der Zahlungsmittel des Unternehmens darzustellen. Die Zahlungsströme werden nach betrieblicher Tätigkeit sowie nach Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten neben den flüssigen Mitteln im engeren Sinne, also Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, auch kurzfristige Geldanlagen, die jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wurde nach der indirekten Methode durch Korrektur des Ergebnisses vor Steuern um Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, zahlungsunwirksamen Posten sowie allen anderen Posten, die Cashflows in den Bereichen der Investition oder Finanzierung darstellen, ermittelt. Durch die Anwendung des IFRS 16 erfolgt der Ausweis der Tilgungszahlungen für Leasingverhältnisse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für passivierte Leasingverpflichtungen in 2021 betrugen 19.821 T€ (Vorjahr: 20.838 T€), davon für Tilgung 19.103 T€ (Vorjahr: 20.026 T€) und für Zinsen 718 T€ (Vorjahr: 812 T€). Zahlungsmittelabflüsse für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert sind hier nicht enthalten.

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D.84 aus Folgebewertung
in T€ aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung 2021
Vermögenswerte der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 4.367 22.611 -292 26.686
Schuldinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) -2.681 104 -2.577
Eigenkapitalinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) 72.187 72.187
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) 2.076 2.076
Verbindlichkeiten der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) -4.360 -20.709 -25.069
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) 502 502
Summe 7 74.765 -779 -188 73.805
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D.85 aus Folgebewertung
in T€ aus Zinsen zum beizulegenden Zeitwert Währungsumrechnung Wertberichtigung 2020
Vermögenswerte der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) 4.106 19.913 1.251 25.270
Schuldinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) -629 1.477 848
Eigenkapitalinstrumente - Zum beizulegenden Zeitwert durch das sonstige Ergebnis (FVOCI) -2.173 -2.173
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) -1.574 -1.574
Verbindlichkeiten der Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortized Cost) -5.368 -14.502 -19.870
Zum beizulegenden Zeitwert ergebniswirksam (FVTPL) -201 -201
Summe -1.262 -3.948 4.782 2.728 2.300

Die Cashflows aus der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit wurden zahlungsbezogen ermittelt. Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen des Konsolidierungskreises wurden dabei bereinigt.

In den Tabellen [→ d.86 | d.87] wird die Überleitung von der Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt.

Aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2020 an die DMG MORI GmbH ergab sich in 2021 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 27.063 T€, der im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wird.

Die Ergebnisabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 29.250 T€ führte in 2021 noch nicht zu einem Zahlungsmittelabgang. Die sonstigen Veränderungen der Leasingverbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus den neu hinzugekommenen Nutzungsrechten im Anlagevermögen.

Im Juli 2021 hat DMG MORI die Anteile an der GILDEMEISTER LSG Solar RUS OOO, Moskau (Russland) und der GILDEMEISTER LSG Solar Australia Pty Ltd., Brisbane (Australien) an einen strategischen Investor veräußert. Der Kaufpreis betrug 669 T€. Im Rahmen der Transaktion wurden Zahlungsmittel in Höhe von 3.748 T€ mit übertragen, so dass im Cashflow aus Investitionstätigkeit ein Zahlungsmittelabfluss von 3.079 T€ ausgewiesen wird.

Die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen ergeben sich im Wesentlichen aus Kapitalerhöhungen bei der TULIP Interfaces, Inc., Somerville (USA) und der ADAMOS GmbH, Darmstadt sowie aus dem Erwerb von 24,9% der Anteile an der up2parts GmbH, Weiden und dem Erwerb von 40,0 % an der RUN-TEC GmbH, Niedenstein.

Im Berichtsjahr wurden Auszahlungen für Darlehen an sonstige nahestehende Unternehmen im Wesentlichen an die up2parts GmbH, Weiden und an die RUN-TEC GmbH, Niedenstein, getätigt.

Im Dezember 2021 erhielt die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co. Ltd., Pinghu (China) ein Darlehen von dem nahestehenden Unternehmen DMG MORI (Tianjin) Manufacturing Co., Ltd., Tianjin (China) in Höhe von 4.139 T€. Dieses wurde im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

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D.86
in T€
Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI GmbH Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen an nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital
Stand 1. Januar 2021 52.336 27.063 1.631 13.830
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -27.063
Einzahlungen/​Auszahlungen für die Aufnahme/​ Tilgung von Finanzschulden
An nicht beherrschende Anteile von Tochtergesellschaften gezahlte Dividende -1.631
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -19.103
Einzahlungen/​Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen -1.029
Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit -19.103 -27.063 -1.631 -1.029
Veränderungen aufgrund der Übernahme oder dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen -238 -649
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 1.358 0 1.180
Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI GmbH für das Jahr 2021 29.250
Sonstige Veränderungen 10.800 3.697
Stand 31. Dezember 2021 45.153 29.250 0 17.029
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D.86
in T€
Darlehen von sonstigen nahestehenden Unternehmen Gesamt
Stand 1. Januar 2021 0 94.860
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -27.063
Einzahlungen/​Auszahlungen für die Aufnahme/​ Tilgung von Finanzschulden 4.139 4.139
An nicht beherrschende Anteile von Tochtergesellschaften gezahlte Dividende -1.631
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -19.103
Einzahlungen/​Auszahlungen aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen -1.029
Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 4.139 -44.687
Veränderungen aufgrund der Übernahme oder dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen -887
Auswirkungen von Wechselkursänderungen 2.538
Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI GmbH für das Jahr 2021 29.250
Sonstige Veränderungen 14.497
Stand 31. Dezember 2021 4.139 95.571
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D.87
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI GmbH Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungen an nicht beherrschende Anteile Gesamt
Stand 1. Januar 2020 0 61.355 95.742 2.989 160.086
Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH -95.742 -95.742
An nicht beherrschende Anteile von Tochtergesellschaften gezahlte Dividende -1.358 -1.358
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -20.026 -20.026
Gesamtveränderungen des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit 0 -20.026 -95.742 -1.358 -117.126
Auswirkungen von Wechselkursänderungen -200 -200
Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der DMG MORI GmbH für das Jahr 2020 27.063 27.063
Sonstige Veränderungen 11.207 11.207
Stand 31. Dezember 2020 0 52.336 27.063 1.631 81.030

Die Auszahlung in Höhe von 1.029 T€ im Juli 2021 für den Kauf der restlichen 49% an der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH wurde ebenfalls im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im September 2020 hat DMG MORI die von ihr gehaltenen Anteile (44,1 %) an der Magnescale Co. Ltd., Kanagawa (Japan), an die DMG MORI COMPANY LIMITED verkauft, die mit dem Rückerwerb wieder 100% an der Gesellschaft hält. Die Gegenleistung für den Verkauf der Anteile betrug 44.500 T€. Der Zahlungsmittelzufluss wurde im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

DMG MORI hat in 2020 aufgrund einer in 2019 beschlossenen Kapitalerhöhung 1.000 T€ in die Kapitalrücklage der ADAMOS GmbH, Darmstadt eingezahlt. Der Zahlungsmittelabfluss wurde im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Im März 2020 wurde die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn) gegründet. DMG MORI ist mit 49,9% an dieser Gesellschaft beteiligt. Die Auszahlung in Höhe von 245 T€ wurde im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Ende November 2020 hat DMG MORI die restlichen 60 %-Anteile an der DMG MORI DIGITAL GmbH, Bielefeld, von unserem bisherigen Kooperationspartner erworben. Der Kaufpreis betrug 138 T€. Es wurden Zahlungsmittel in Höhe von 235 T€ übernommen und im Cashflow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Die Rückführung des Darlehens der DMG MORI GmbH in Höhe eines Teilbetrages von 30.000 T€ an die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde im Vorjahr gezahlt und im Cashflow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen.

Die Gemeinschaftsunternehmen werden at equity in den Konzernabschluss einbezogen und haben nur einen Einfluss auf die Cashflows, wenn Dividenden gezahlt werden.

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

41. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTEN

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden die Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns gemäß den Regeln des IFRS 8 in die Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Maßgeblich für die Abgrenzung der Geschäftssegmente sind dabei die Informationen, die dem so genannten "Hauptentscheidungsträger" regelmäßig für Entscheidungszwecke über die Allokation von Ressourcen und der Bewertung seiner Ertragskraft zur Verfügung gestellt werden. Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und Dienstleistungen. Zentrale Größen für die Beurteilung der Ertragskraft der Geschäftssegmente sind die Umsatzerlöse und das EBIT.

Die Darstellung in tabellarischer Form ist auf den Seiten 164 f. zu finden.

Das Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns mit den Geschäftsbereichen Drehen, Fräsen, Advanced Technologies (Ultrasonic /​ Lasertec /​ Additive Manufacturing) sowie Digital Solutions.

Zu den "Werkzeugmaschinen" gehören die Drehmaschinen und Drehzentren der

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GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld,

GILDEMEISTER Italians S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien,

GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien,

FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,

DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China,

ULYANOVSK Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland,

die Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren der

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DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten,

DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach,

FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen,

DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China,

ULYANOVSK Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland,

DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China,

die Ultrasonic- und Lasertec-Maschinen der Advanced Technologies

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DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen /​ Idar-Oberstein,

DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld.

sowie die Produkte des Geschäftsbereichs Digital Solutions der

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DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld,

ISTOS GmbH, Bielefeld.

Im Juni 2021 wurde die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China, gegründet. Die Produktion wird das neue Werk im Geschäftsjahr 2023 aufnehmen.

Alle produzierten Maschinen sind den spanenden Werkzeugmaschinen zuzuordnen, so dass eine hohe Übereinstimmung zwischen den Geschäftsbereichen besteht. Daneben gehört auch die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, als Muttergesellschaft der Produktionswerke zu diesem Segment. Zusätzlich ist hier die konzerneinheitliche IT gebündelt.

Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" beinhaltet die Geschäftstätigkeit der Bereiche Services und Energy Solutions.

Der Bereich Services steht bereichsübergreifend mit seinen Produkten und Serviceleistungen im direkten Zusammenhang zu den Werkzeugmaschinen. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften sowie die DMG MORI Management GmbH, Bielefeld, die als operative Führungsgesellschaft der Vertriebs- und Servicestandorte des Konzerns tätig ist. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT führt die Märkte in den Regionen DACH (Heimatmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz), EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie die Märkte China und Indien. Die DMG MORI COMPANY LIMITED verantwortet ihren Heimatmarkt Japan, die USA sowie die restlichen Regionen in Asien und Amerika.

Im Bereich Services bündeln wir die Vermarktungsaktivitäten sowie die LifeCycle Services rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an Serviceverträgen, Instandsetzungs- und Trainingsdienstleistungen sichert unseren Kunden eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Hierzu zählen auch die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten. Ein weiterer Bereich ist das Key-Accounting zur Betreuung internationaler Großkunden, das gebiets- und produktübergreifend konzentriert ist.

Der Bereich Energy Solutions hat nur noch eine untergeordnete Bedeutung. Er beinhaltet die Geschäftstätigkeit der GILDEMEISTER energy solutions GmbH und der für den Vertrieb und Service zuständigen Gesellschaft in Italien.

Das Segment der "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren konzernübergreifenden Holdingfunktionen. In der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sind zentrale Funktionen wie Konzernstrategie, Entwicklungs- und Einkaufskoordination, Steuerung übergreifender Projekte in den Bereichen Produktion und Logistik, Finanzierung, Konzerncontrolling und Konzernpersonalwesen angesiedelt. Aus den konzernübergreifenden Holdingfunktionen resultieren Aufwendungen und Umsatzerlöse.

42. ERLÄUTERUNG ZU DEN SEGMENTDATEN

Die Begriffsbestimmung der einzelnen Segmentdaten entspricht der Steuerungsbasis für die wertorientierte Unternehmensführung des DMG MORI-Konzerns. Es finden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, wie sie auch im Konzernabschluss zugrunde gelegt werden. [→ d.88 |d.89 |D.90]

D.88 | INFORMATIONEN NACH GEOGRAFISCHEN GEBIETEN

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Umsatzerlöse mit Drittten Langfristige Vermögenswerte
in € T 2021 2020 2021 2020
Deutschland 884.679 838.273 337.859 332.162
Übriges Europa 880.336 777.799 326.951 338.280
Asien 287.906 215.221 33.743 12.387
Summe Segmente 2.052.921 1.831.293 698.553 682.829
Überleitung 0 0 -8.479 -7.183
Konzern 2.052.921 1.831.293 690.074 675.646

D.89 | SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

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"Werkzeugmaschinen" "Industrielle Dienstleistungen" "Corporate Services"
in T€ 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Segmentvermögenswerte 1.380.572 1.175.355 1.778.032 1.628.484 1.805.333 1.733.465
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 25.531 23.624 1.323 1.291 12.857 12.232
Investitionen 75.029 67.031 12.764 13.309 1.327 869
Mitarbeiter 3.908 3.780 2.831 2.808 82 84
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Summe Segmente Überleitung Konzern
in T€ 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Segmentvermögenswerte 4.963.937 4.537.304 -2.472.823 -2.415.672 2.491.064 2.121.632
Buchwerte der at equity bewerteten Unternehmen 39.711 31.147 0 0 39.711 37.147
Investitionen 89.120 81.209 0 0 89.120 81.209
Mitarbeiter 6.821 6.672 0 0 6.821 6.672

D.90 | SEGMENTIERUNG NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

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"Werkzeugmaschinen" "Industrielle Dienstleistungen" "Corporate Services"
in T€ 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 837.037 729.262 52.358 46.937 11.627 11.764
Umsatzerlöse mit Dritten 1.103.919 1.046.959 948.788 784.159 214 175
EBIT 54.655 50.197 95.344 54.352 -26.361 -22.789
Finanzergebnis -2.423 -2.485 -4.003 -5.269 4.018 3.272
davon Zinserträge 2.613 2.439 2.769 3.193 10.547 11.633
davon Zinsaufwand -5.028 -4.864 -6.708 -8.264 -6.766 -7.542
Anteil Periodenergebnis at equity bewertete Unternehmen -727 -1.070 324 474 625 2.691
EBT 51.505 42.210 91.665 49.557 -21.718 -16.826
Abschreibungen 42.675 46.137 21.127 23.780 3.231 5.108
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Summe Segmente Überleitung Konzern
in T€ 2021 2020 2021 2020 2021 2020
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 901.022 787.963 -901.022 -787.963 0 0
Umsatzerlöse mit Dritten 2.052.921 1.831.293 0 0 2.052.921 1.831.293
EBIT 123.638 81.760 134 -46 123.772 81.714
Finanzergebnis -2.408 -4.482 0 0 -2.408 -4.482
davon Zinserträge 15.929 17.265 -11.556 -12.830 4.373 4.435
davon Zinsaufwand -18.502 -20.670 11.850 12.828 -6.652 -7.842
Anteil Periodenergebnis at equity bewertete Unternehmen 222 2.095 0 0 222 2.095
EBT 121.452 74.941 134 -46 121.586 74.895
Abschreibungen 67.033 75.025 0 0 67.033 75.025

Das Segmentvermögen umfasst das betrieblich gebundene Vermögen einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte und Abgrenzungsposten; es enthält keine Ertragsteueransprüche. Für die Beurteilung der Ertragskraft der Segmente werden anteilige Umsatzerlöse für die Vermittlungs- und Beratungstätigkeiten aus dem Verkauf von Werkzeugmaschinen von dem Segment "Werkzeugmaschinen" in das Segment "Industrielle Dienstleistungen" umgegliedert. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Verrechnungspreisen vorgenommen.

Gemäß IFRS 3 "Business Combinations" wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte den Segmenten folgendermaßen zugeordnet: Auf das Segment "Werkzeugmaschinen" entfallen Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 57.073 T€ (Vorjahr: 57.073 T€), auf das Segment "Industrielle Dienstleistungen" entfallen 80.971 T€ (Vorjahr: 81.030 T€) und auf das Segment "Corporate Services" analog zum Vorjahr 0 T€. Im Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte zu erfassen.

Bei den Investitionen handelt es sich um Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, zum Sachanlagevermögen sowie um Zugänge in den Finanzanlagen.

Die Intersegment-Umsätze zeigen die Umsatzerlöse, die zwischen den Segmenten getätigt wurden. Die Verrechnungspreise für konzerninterne Umsatzerlöse werden marktorientiert festgelegt (Arm's-Length-Prinzip).

Die planmäßigen Abschreibungen beziehen sich auf das Segmentanlagevermögen.

Im EBT des Segments "Werkzeugmaschinen" sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.262 T€ im Geschäftsjahr (Vorjahr: 1.085 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungsaufwendungen in Höhe von 1.920 T€ (Vorjahr: 1.046 T€) erfasst. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wertminderungen in Höhe von 982 T€ für Prozess-Know-How, für das festgestellt wurde, dass es nicht weiter genutzt werden kann, sowie um eine Wertminderung in Höhe von 857 T€ für ein aus der Entwicklung entstandenen immateriellen Vermögenswert für ein Werkzeugmaschinenprojekt aus einer fehlenden weiteren Nutzungsmöglichkeit. Im Geschäftsjahr ergab sich eine Wertaufholung in Höhe von 814 T€ für eine im Vorjahr vorgenommene Wertminderung einer betrieblichen Anlage, die im Vorjahr aufgrund einer fehlenden Nutzungsmöglichkeit vollständig wertgemindert wurde. Da die Nutzungsmöglichkeit aufgrund der deutlich positiven Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr wieder gegeben war, wurde eine Wertaufholung auf den erzielbaren Ertrag in Höhe von 814 T€ vorgenommen.

Im EBT des Segments "Industrielle Dienstleistungen" sind im Geschäftsjahr Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 236 T€ (Vorjahr: 0 T€) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden keine Wertminderungsaufwendungen erfasst (Vorjahr: 638 T€).

Im Segment "Corporate Services" wurden im Geschäftsjahr keine Wertminderungsaufwendungen erfasst (Vorjahr 1.797 T€). Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Transaktionskosten in Höhe von 295 T€ (Vorjahr: 882 T€) für die syndizierte Kreditlinie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2021 und im Vorjahr wurden mit keinem Dritten mehr als 10% der Umsatzerlöse des DMG MORIKonzerns getätigt.

In der Zeile Überleitung ist die Eliminierung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie Ergebnissen aus Zwischengewinneliminierungen zwischen den Segmenten dargestellt.

Die Information über geografische Gebiete orientiert sich am Sitz der Konzernunternehmen und gliedert sich in die Regionen Deutschland, übriges Europa und Asien. Die Daten werden auf der Basis geografischer Teilkonzerne ermittelt.

Die langfristigen Vermögenswerte ergeben sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen; sie enthalten keine Finanzinstrumente oder latenten Steueransprüche. In der Region "Übriges Europa" sind zum 31. Dezember 2021 langfristige Vermögenswerte in Italien in Höhe von 111.366 T€ (Vorjahr: 115.647 T€), sowie in Polen in Höhe von 93.491 T€ (Vorjahr: 99.062 T€) enthalten. In der Region "Übriges Europa" sind in Italien Umsatzerlöse mit Dritten in Höhe von 173.466 T€ (Vorjahr: 130.454 T€) sowie in Polen in Höhe von 55.487 T€ (Vorjahr: 49.382 T€) enthalten.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

43. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Der Abschlussprüfer, die PWC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, wurde mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie einiger Konzerngesellschaften beauftragt. Die im Geschäftsjahr 2021 als Aufwand erfassten Honorare und Auslagen für die durch den Abschlussprüfer PWC PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erbrachten Dienstleistungen betreffen in Höhe von 618 T€ (Vorjahr: 480 T€) Abschlussprüfungsleistungen und mit 0 T€ (Vorjahr: 40 T€) andere Bestätigungsleistungen. Darüber hinaus sind sonstige Leistungen mit 95 T€ (Vorjahr: 1 T€) enthalten. Es wurden ausschließlich Leistungen erbracht, die mit der Tätigkeit als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT vereinbar sind. Die Abschlussprüfungsleistungen bezogen sich auf die Prüfungen des Jahres- und Konzernabschlusses der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT sowie einiger Konzerngesellschaften einschließlich gesetzlicher Auftragserweiterungen und mit dem Aufsichtsrat vereinbarter Prüfungsschwerpunkte. Zusätzlich erfolgten prüferische Durchsichten der IFRS-Konzernreportingpackages für den Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2021 sowie den Quartalsabschluss zum 31. März 2021 und zum 30.September 2021 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die Honorare für sonstige Leistungen betreffen Beratungsleistungen sowie Analysen und Validierungen von einzelnen Sicherheitskonzepten.

44. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag. Weitere Ereignisse lagen bis zum Tag der Freigabe zur Veröffentlichung durch den Vorstand am 14. März 2022 nicht vor. Auch im Geschäftsjahr 2022 hat die Corona-Pandemie Einfluss auf den Geschäftsverlauf des DMG MORI-Konzerns.

Zudem kann der Russland-Ukraine Konflikt Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsentwicklung haben. Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen für Ansatz und Bewertung wesentlicher Abschlussposten basierend auf dem aktuellen Konflikt im Einzelnen in den folgenden Geschäftsjahren, kann nicht abgegeben werden. Im Geschäftsjahr 2021 betrugen die Umsatzerlöse in der Region Russland weniger als 3% der Konzernumsatzerlöse. Die Vermögenswerte von DMG MORI in Russland betrugen zum 31. Dezember 2021 rund 4% der Konzernbilanzsumme.

Die DMG MORI bekannten Abschätzungen und Annahmen für das Geschäftsjahr sind im Prognosebericht beschrieben. Darüber hinaus sind zum jetzigen Zeitpunkt keine wesentlichen weiteren Auswirkungen bekannt oder abschätzbar, im Jahresverlauf sind jedoch weitere Auswirkungen möglich.

45. ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige sowie nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften in Betracht. Diese nahestehenden Personen waren, über die Vergütungen und die Versorgungspläne hinaus, an keinen wesentlichen oder in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des DMG MORIKonzerns beteiligt. Alle Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.

Sonstige nahestehende Unternehmen zum DMG MORIKonzern sind das oberste Mutterunternehmen DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan), und ihre Tochtergesellschaften und wesentlichen Beteiligungen außerhalb des DMG MORI-Konzerns. Die DMG MORI GmbH, Bielefeld, eine Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED ist das direkte Mutterunternehmen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Sofern nicht separat darauf hingewiesen wird, beziehen sich die Angaben zu sonstigen nahestehenden Unternehmen auf diesen Kreis von Unternehmen und die Angaben beinhalten auch die DMG MORI COMPANY LIMITED.

Die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen (Deutschland), wird als Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt.

Die DMG MORI Finance GmbH, Wernau (Deutschland), die Pragati Automation Pvt., Ltd., Bangalore (Indien), die INTECH DMLS PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien) , die DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest (Ungarn), die SparePartsNow GmbH, Aachen (Deutschland), die RUN-TEC GmbH, Niedenstein (Deutschland), die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions, Kairo (Ägypten), die Vershina Operation LLC, Narimanov (Russland) und die up2parts GmbH, Weiden (Deutschland) werden als assoziierte Unternehmen berücksichtigt.

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH ein Darlehen in Höhe von ursprünglich 370.000 T€ gewährt, das in 2018 in voller Höhe ausgezahlt wurde. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von LIBOR plus 1,00 % Marge p.a. verzinst. Im Berichtsjahr 2020 erfolgte eine teilweise Rückzahlung des Darlehens in Höhe von 30.000 T€. Zum 31. Dezember 2021 beträgt das Darlehen unverändert 340.000 T€.

Darüber hinaus bestanden im Geschäftsjahr keine wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der DMG MORI GmbH.

Die DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., ein Tochterunternehmen der DMG MORI AG, hat von der DMG MORI (TIANJIN) Manufacturing Co., Ltd., ein sonstiges nahestehendes Unternehmen, im Dezember 2021 ein Darlehen in Höhe von 4.139 T€ erhalten, dass in voller Höhe ausgezahlt wurde. Die Laufzeit beträgt ein Jahr mit der Möglichkeit einer Verlängerung. Es wird zu einem marktgerechten Zinssatz von 2,70 % p.a. verzinst.

Zwischen der DMG MORI GmbH, Bielefeld, einer 100 %-igen Tochtergesellschaft der DMG MORI COMPANY LIMITED, und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der am 24. August 2016 in Kraft getreten ist. Außerdem wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zwischen der DMG MORI GmbH und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen. Die Gewinnabführung an die DMG MORI GmbH für das Geschäftsjahr 2021 betrug 29.250 T€ (Vorjahr: 27.063 T€). Die aufgrund des Steuerumlagevertrages belasteten laufenden Steuern der DMG MORI GmbH betrugen 11.538 T€ (Vorjahr: 13.068 T€).

Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen im Zusammenhang mit ausstehenden Salden gegen sonstige nahestehende Unternehmen sind im Berichtsjahr in Höhe 740 T€ (Vorjahr: 239 T€) gebildet worden. Gegen assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen erfasst.

Im Berichtsjahr wurden analog zum Vorjahr keine Lizenzen von sonstigen nahestehenden Unternehmen erworben.

Die folgenden Geschäfte wurden insgesamt mit nahestehenden Unternehmen getätigt:

D.91 | ERBRACHTE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN AN

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in T€ 2021 2020
Assoziierte Unternehmen 130.097 107.402
Gemeinschaftsunternehmen 76 1
DMG MORI COMPANY LIMITED 219.313 285.740
Sonstige nahestehende Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) 34.244 38.963

D.92 | EMPFANGENE LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN VON

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in T€ 2021 2020
Assoziierten Unternehmen 21.172 10.805
Gemeinschaftsunternehmen 2.932 588
DMG MORI COMPANY LIMITED 231.994 216.423
Sonstigen nahestehenden Unternehmen (ohne DMG MORI COMPANY LIMITED) 139.630 79.248

Die erbrachten und empfangenen Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus dem Kauf und Verkauf von Werkzeugmaschinen sowie sonstigen Dienstleistungen. Der Ausweis der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen ist unter den entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen dargestellt. Die Salden werden in der Regel innerhalb von drei Monaten ausgeglichen. Es wurden keine Bürgschaften und Sicherheiten für bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen gewährt sowie von nahestehenden Unternehmen erhalten.

Am 31. Dezember 2021 bestanden folgende Salden aus Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen:

D.93 | FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in T€ 2021 2020
gegen DMG MORI COMPANY LIMITED 61.740 114.472
gegen sonstige nahestehende Unternehmen 9.857 11.244
gegen assoziierte Unternehmen 17.150 9.865

D.94 | GELEISTETE ANZAHLUNGEN

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in T€ 2021 2020
an sonstige nahestehende Unternehmen 35.311 12.233
an assoziierte Unternehmen 1.770 113

D.95 | DARLEHEN

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in T€ 2021 2020
an sonstige nahestehende Unternehmen 340.524 340.525
an assoziierte Unternehmen 1.850 0
von sonstigen nahestehenden Unternehmen 4.139 0

D.96 | VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in T€ 2021 2020
gegenüber DMG MORI COMPANY LIMITED 59.960 86.960
gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen 54.962 53.017
gegenüber assoziierten Unternehmen 2.189 4.740

D.97 | VORAUSZAHLUNGEN

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in T€ 2021 2020
an Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 1.508 0

Aus dem Darlehen an die DMG MORI GmbH ergaben sich Zinserträge in Höhe von 3.400 T€ (Vorjahr: 3.490 T€), die in den Finanzerträgen ausgewiesen werden. Zinsaufwendungen in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 606 T€) ergaben sich aus Belastungen der DMG MORI GmbH und sind in den Finanzaufwendungen erfasst.

Das Management in Schlüsselpositionen umfasst die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates. Detaillierte Angaben zur Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 52 ff. des Lageberichts zu finden. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 52 ff. erläutert. Die individualisierte und ausführliche Darstellung der Vorstandsvergütungen des Geschäftsjahres sind im Vergütungsbericht auf den Seiten 53 ff. zu finden.

D.98 | VERGÜTUNG DES VORSTANDS

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in T€ 2021 2020
Kurzfristig fällige Leistungen 5.428 3.362
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 850 800
Andere langfristig fällige Leistungen 4.238 1.322
Gesamt 10.516 5.484

Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ergaben sich aus im Berichtsjahr erfolgten Dotierungen der Pensionszusagen.

Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021 betrug 930 T€ (Vorjahr: 893 T€) und beinhaltet ausschließlich kurzfristig fällige Leistungen.

Die Struktur des Vergütungssystems für den Aufsichtsrat wird im Konzernlagebericht auf den Seiten 52 f. erläutert.

Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Auch wurden von Unternehmen des DMG MORI-Konzerns keine Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, an Organmitglieder gezahlt.

Die Vergütung ist im Abschnitt Personalaufwand (Seite 128) erläutert, wobei die indirekte Vergütung, Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, das LTI, andere langfristig fällige und alle anderen Vergütungsbestandteile kurzfristig fällige Leistungen beinhalten.

46. PFLICHTMITTEILUNG NACH § 40 WPHG

Die Pflichtmitteilungen nach § 40 WpHG sind im Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT angegeben.

47. CORPORATE GOVERNANCE

Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und der Corporate Governance Bericht wurden im November 2021 abgegeben und sind auf unserer Website ^ de.dmgmori-ag. com/​corporate-communications/​corporate-governance/​ dauerhaft zugänglich gemacht.

48. AKTIONÄRSSTRUKTUR

Die DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan), hält zum 31. Dezember 2021 eine Beteiligung am Grundkapital der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Höhe von 86,42%.

DMG MORI-Konzerngesellschaften

D.99 | PRODUKTIONSSTÄTTEN, VERTRIEBS- UND SERVICEGESELLSCHAFTEN

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Eigenkapital 1)
Vollkonsolidierte Unternehmen (Verbundene Unternehmen) Landeswährung in T€ Beteiligungsquote
in %
GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH, Bielefeld 2/​3/​4) 273.964 100,0
DECKEL MAHO Pfronten GmbH, Pfronten 3 /​ 4 /​ 5 /​ 6) 83.427 100,0
DMG MORI Ultrasonic Lasertec GmbH, Stipshausen/​Idar-Oberstein 3 /​ 4 /​ 7 /​ 8) 12.455 100,0
Alpenhotel Krone GmbH & Co. KG, Pfronten 3/​7) 2.629 100,0
Alpenhotel Krone Beteiligungsgesellschaft mbH, Pfronten 3/​7) 33 100,0
DMG MORI Logistik GmbH, Pfronten 3/​4/​7) 25 100,0
GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH, Bielefeld 3/​4/​5/​6) 24.000 100,0
GILDEMEISTER Italiana S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 5) 85.543 100,0
GRAZIANO Tortona S.r.l., Tortona, Italien 9) 39.569 100,0
DMG MORI Global Service Turning S.r.l., Brembate di Sopra (Bergamo), Italien 9) 3.105 100,0
CARLINO FTV 3.2 S.R.L., Bozen, Italien 9) 10.223 100,0
DECKEL MAHO Seebach GmbH, Seebach 3/​4/​5/​6) 43.000 100,0
DMG MORI Spare Parts GmbH, Geretsried 3 /​ 4 /​ 5 /​ 6) 25.000 100,0
ISTOS GmbH, Bielefeld 3 /​ 5 /​ 6) 1.000 85,0
Ulyanovsk Machine Tools ooo, Ulyanovsk, Russland 5) T RUB 8.878.340 104.087 100,0
DMG MORI Additive GmbH, Bielefeld 5/​6/​21) 8.639 100,0
DMG MORI Digital GmbH, Bielefeld 3/​5/​6) 2.691 100,0
DMG MORI Manufacturing Solutions (Pinghu) Co., Ltd., Pinghu, China 5) T CNY 41.263 5.693 100,0
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Bielefeld KG, Bielefeld 3) 607 100,0
MITIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Bielefeld 3) 221 100,0
DMG MORI Vertriebs und Service GmbH, Bielefeld 2 /​ 3) 398.646 100,0
DMG MORI Management GmbH, Bielefeld 3/​4/​10/​11) 24 100,0
DMG MORI Deutschland GmbH, Leonberg 3/​4/​10/​11) 63.968 100,0
DMG MORI München GmbH, München 3/​4/​12/​13) 5.000 100,0
DMG MORI Bielefeld Hilden GmbH, Hilden 3/​4/​12/​13) 7.000 100,0
DMG MORI Berlin Hamburg GmbH, Bielefeld 3/​4/​12/​13) 5.500 100,0
DMG MORI Frankfurt GmbH, Bad Homburg 3/​4/​12/​13) 2.700 100,0
DMG MORI Stuttgart GmbH, Leonberg 3/​4/​12/​13) 7.000 100,0
DMG MORI Global Service GmbH, Bielefeld 3/​4/​10/​11) 5.200 100,0
DMG MORI Academy GmbH, Bielefeld 3/​4/​10/​11) 4.000 100,0
DMG MORI Used Machines GmbH, Geretsried 3/​4/​10/​11) 17.517 100,0
DMG MORI Netherlands Holding B. V., Veenendaal, Niederlande 10) 537.933 100,0
DMG MORI Sales and Service Holding AG, Winterthur, Schweiz 14) 504.713 100,0
DMG MORI Schweiz AG, Winterthur, Schweiz 15) T CHF 40.419 39.009 100,0
DMG MORI Balkan GmbH, Klaus, Österreich 15) 3.212 100,0
DMG MORI Austria GmbH, Klaus, Österreich 16) 24.533 100,0
DMG MORI Netherlands B.V., Veenendaal, Niederlande 15) 9.523 100,0
DMG MORI BeLux BVBA - SPRL., Zaventem, Belgien 15) 5.387 100,0
DMG MORI Czech s.r.o., Brno, Tschechische Republik 15) T CZK 120.921 4.866 100,0
DMG MORI DENMARK ApS, Kopenhagen, Dänemark 15) T DKK 26.169 3.519 100,0
DMG MORI FRANCE SAS, Paris, Frankreich 15) 21.866 100,0
DMG MORI Hungary Kft., Budapest, Ungarn 15) 10.751 100,0
DMG MORI IBERICA S.L., Ripollet, Spanien 15) 14.411 100,0
DMG MORI Italia S.r.l., Mailand, Italien 15) 47.123 100,0
DMG MORI MIDDLE EAST FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 15) 3.951 100,0
DMG MORI Saudi Arabia Maintenance Company, Riad, Saudi Arabien 20) 0 100,0
DMG MORI Israel Ltd., Tel Aviv, Israel 15) T ILS 0 0 100,0
DMG MORI POLSKA Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 79.587 17.364 100,0
DMG/​MORI GREECE M.E.P.E., Thessaloniki, Griechenland 15) 1.637 100,0
DMG MORI Sweden AB, Göteborg, Schweden 15) T SEK 137.093 13.315 100,0
DMG MORI NORWAY AS, Langhus, Norwegen 15) T NOK 15.142 1.510 100,0
DMG MORI Finland Oy AB, Tampere, Finnland 15) 3.787 100,0
DMG MORI UK Limited, Luton, Großbritannien 15) T GBP 28.946 34.476 100,0
DMG MORI Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien 15) T RON 15.921 3.217 100,0
DMG MORI BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 15) T BGN 1.290 659 100,0
DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS LIMITED SIRKETI, Istanbul, Türkei 15) T TRY 84.690 5.608 100,0
DMG MORI Rus ooo, Moskau, Russland 15) T RUB 4.323.251 50.685 100,0
DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP 200 11 100,0
Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC, Kairo, Ägypten 15) T EGP 200 11 100,0
DMG MORI Africa for Trading in Machines & Service (S.A.E.), Kairo, Ägypten 17) T EGP 14.774 827 100,0
DMG MORI Asia Pte. Ltd., Singapur 15) 31.263 100,0
DMG MORI Machine Tools Spare Parts (Shanghai) Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 28.737 3.965 100,0
DMG MORI India Private Limited, Bangalore, Indien 15) T INR 574.434 6.795 51,0
DECKEL MAHO GILDEMEISTER (Shanghai) Machine Tools Co., Ltd., Shanghai, China 15) T CNY 84.040 11.595 100,0
FAMOT Pleszew Sp. z o.o., Pleszew, Polen 15) T PLN 736.011 160.584 100,0
DMG MORI Machine Tools Trading Co., Ltd., Shanghai, China 10) T CNY 200.876 27.716 51,0
GILDEMEISTER energy solutions GmbH, Würzburg 3/​10/​11) 9.100 100,0
GILDEMEISTER TURKEY SOLAR ENERJI ANONIM SIRKETI, Istanbul, Türkei 18) T TRY 366 24 100,0
GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH, Würzburg 18) 1.302 100,0
GILDEMEISTER ENERGY SERVICES ITALIA S.R.L., Mailand, Italien 18) 1.170 100,0
Gemeinschaftsunternehmen
DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen 5) 690 50,0
Assoziierte Unternehmen
DMG MORI Finance GmbH, Wernau 26.264 42,6
DMG MORI HEITEC Digital Kft., Budapest, Ungarn 5) THUF 467.376 1.268 49,9
INTECH DMLS Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR 321.466 3.803 30,0
PRAGATI AUTOMATION Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 5) T INR 2.466.460 29.177 30,0
SparePartsNow GmbH, Aachen 5) 0 46,3
Vershina Operation, LLC., Narimanov, Russland 20) T RUB 26.014 305 33,3
up2parts GmbH, Weiden 5) 233 24,9
RUN-TEC GmbH, Niedenstein 5) 91 40,0
German-Eqyptian Company for Manufacturing Solutions (GEMAS), Kairo, Ägypten 5) T EGP 0 40,0

1) Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen und zeigen nicht den Beitrag der Gesellschaften zum Konzernabschluss. Die Umrechnung der Auslandswerte erfolgt für das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs.
2) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
3) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlussunterlagen.
4) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und verzichtet deshalb auf die Aufstellung eines Lageberichts.
5) Beteiligung der GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
6) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
7) Beteiligung der DECKEL MAHO Pfronten GmbH
8) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DECKEL MAHO Pfronten GmbH
9) Beteiligung der GILDEMEISTER Italiana S.r.l.
10) Beteiligung der DMG MORI Vertriebs und Service GmbH
11) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Vertriebs und Service GmbH
12) Beteiligung der DMG MORI Deutschland GmbH
13) mit Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zur DMG MORI Deutschland GmbH
14) Beteiligung der DMG MORI Netherlands Holding B.V.
15) Beteiligung der DMG MORI Sales and Service Holding AG
16) Beteiligung der DMG MORI Balkan GmbH
17) Beteiligung der DMG Egypt for Trading in Machines Manufactured LLC (51 %), der DMG MORI Sales and Service Holding AG (47,7 %) und der Mori Seiki Egypt for Trading in Machines & Equipments LLC (1,3 %)
18) Beteiligung der GILDEMEISTER energy solutions GmbH
19) Beteiligung der GILDEMEISTER LSG Beteiligungs GmbH
20) Beteiligung der DMG MORI MIDDLE EAST FZE
21) Die inländische Tochtergesellschaft hat die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift erfüllt und nimmt die Befreiung in Anspruch.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Dr.-Ing. Masahiko Mori

Mitglied des Aufsichtsrates seit 06.09.2009

Nara, geboren 1961

Vorsitzender

Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio

Mario Krainhöfner

(Arbeitnehmervertreter)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 16.04.2011

Pfronten, geboren 1964

1. stv. Vorsitzender Leiter Ideenmanagement der DECKEL MAHO Pfronten GmbH

Ulrich Hocker

Mitglied des Aufsichtsrates seit 11.05.2010

Düsseldorf, geboren 1950

stv. Vorsitzender

Rechtsanwalt und Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V.

> FERI AG, Bad Homburg,

stv. Vorsitzender des Aufsichtsrates

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Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Independent Lead Director

Stefan Stetter

(Arbeitnehmervertreter)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018

Durach, geboren 1968

stv. Vorsitzender

Leiter Controlling der DECKEL MAHO Pfronten GmbH

Vertreter der leitenden Angestellten

Irene Bader, M.B.A.

Mitglied des Aufsichtsrates seit 24.05.2016

Feldafing, geboren 1979

Director Global Marketing der DMG MORI Global Marketing GmbH, München

Geschäftsführerin der DMG MORI Sport Marketing SAS, Roissy-en-France

Executive Officer der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio

Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena

Mitglied des Aufsichtsrates seit 17.05.2013

Wedemark, geboren 1959

Geschäftsführender Leiter Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen Leibniz Universität Hannover

Tanja Fondel

(Arbeitnehmervertreterin)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 19.01.2018

Frankfurt am Main, geboren 1976 Gewerkschaftssekretärin, IG Metall

Vorstand, Frankfurt am Main

Dietmar Jansen

(Arbeitnehmervertreter)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 17.05.2013

Memmingen, geboren 1965

1. Bevollmächtigter (Geschäftsführer) und Kassierer IG Metall Geschäftsstelle Allgäu

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AGCO GmbH, Marktoberdorf,

stv. Aufsichtsratsvorsitzender

> ENGIE Deutschland AG, Berlin, Mitglied des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Annette G. Köhler, M.A.

Mitglied des Aufsichtsrates seit 06.05.2017

Düsseldorf, geboren 1967

Universitätsprofessorin und Inhaberin des Lehrstuhls für Rechnungswesen, Wirtschaftsprüfung & Controlling an der Universität Duisburg-Essen

> UniCredit Bank AG, München,

Mitglied des Aufsichtsrates

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DKSH Holding AG, Zürich, Mitglied des Verwaltungsrates

> GEA Group AKTIENGESELLSCHAFT, Düsseldorf,

Mitglied des Aufsichtsrates

James Victor Nudo

Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018

Illinois (USA), geboren 1954

Geschäftsführer der DMG MORI GmbH, Bielefeld

Vice President der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio

CEO der DMG MORI Americas Holding Corporation, Chicago

Larissa Schikowski

(Arbeitnehmervertreterin)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018

Pfronten, geboren 1969

Mitglied des Betriebsrats der DMG MORI Global Service GmbH, Betriebliche Gesundheitsmanagerin Sales & Service

Michaela Schroll

(Arbeitnehmervertreterin)

Mitglied des Aufsichtsrates seit 04.05.2018

Bielefeld, geboren 1976

Mitglied des Betriebsrats der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH

Elektrikerin in der Montage der GILDEMEISTER Drehmaschinen GmbH

Vorstand

Dipl.-Kfm. Christian Thönes

Bielefeld

Vorsitzender

Dipl.-Kfm. Björn Biermann

Bielefeld

Michael Horn, M.B.A.

Bielefeld

> Aufsichtsmandate gemäß § 100 AktG

• Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

 

Bielefeld, 14. März 2022

DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT

Der Vorstand

Dipl.-Kfm. Christian Thönes

Dipl.-Kfm. Björn Biermann

Michael Horn, M.B.A.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT -bestehend aus den zur Erfüllung der deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgenommenen Inhalten sowie dem im Abschnitt "Grundlagen des Konzerns" des Konzernlageberichts enthaltenen Vergütungsbericht nach § 162 AktG, einschließlich der dazugehörigen Angaben -für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

[1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

[2] Werthaltigkeit der Vorräte

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

(1) Sachverhalt und Problemstellung

(2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

(3) Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

[1] Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

(1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft werden Geschäfts- oder Firmenwerte mit einem Betrag von insgesamt € 138,0 Mio. (5,4 % der Bilanzsumme bzw. 9,8 % des Eigenkapitals) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres oder anlassbezogen von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen, um einen möglichen Abschreibungsbedarf zu ermitteln. Der Werthaltigkeitstest erfolgt auf Ebene der Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des Geschäfts- oder Firmenwerts dem entsprechenden erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt grundsätzlich anhand des Nutzungswerts. Grundlage der Bewertung ist dabei regelmäßig der Barwert künftiger Cashflows der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Barwerte werden mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt. Dabei bildet die verabschiedete Dreijahresplanung des Konzerns den Ausgangspunkt für fünf Detailplanungsperioden, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben wird. Hierbei werden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der künftigen Cashflows der jeweiligen Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, des verwendeten Diskontierungssatzes, der Wachstumsrate sowie weiteren Annahmen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der Bewertung war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Durchführung des Werthaltigkeitstests nachvollzogen. Nach Abgleich der bei der Berechnung verwendeten künftigen Cashflows mit der Planung des Konzerns haben wir die Angemessenheit der Berechnung insbesondere durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Zudem haben wir die sachgerechte Berücksichtigung der Kosten von Konzernfunktionen beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parametern beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Um den bestehenden Prognoseunsicherheiten Rechnung zu tragen, haben wir die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen nachvollzogen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten inklusive des zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen ausreichend durch die diskontierten künftigen Cashflows gedeckt sind.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen stimmen insgesamt mit unseren Erwartungen überein und liegen auch innerhalb der aus unserer Sicht vertretbaren Bandbreiten.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten 3 und 19 des Konzernanhangs enthalten.

[2] Werthaltigkeit der Vorräte

(1) In dem Konzernabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "Vorräte" insgesamt ein Betrag von € 579,1 Mio. (22,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen in Höhe von € 279,0 Mio., unfertigen Erzeugnissen in Höhe von € 127,8 Mio. sowie fertigen Erzeugnissen und Waren in Höhe von € 172,3 Mio. zusammen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert.

Die Vorräte sind unter Umständen nicht werthaltig, wenn die Vorräte beschädigt, ganz oder teilweise veraltet sind oder wenn ihr Verkaufspreis zurückgegangen ist. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die für die Herstellung von Vorräten bestimmt sind, werden nicht auf einen unter ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegenden Wert abgewertet, wenn die Fertigerzeugnisse, in die sie eingehen, voraussichtlich zu den Herstellungskosten oder darüber verkauft werden können.

Die Ermittlung der Nettoveräußerungswerte der Vorräte ist in hohem Maße von den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der voraussichtlich zu realisierenden Verkaufspreise sowie insbesondere bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ergänzend hinsichtlich der technischen Nutzbarkeit und des geplanten Einsatzes in der Produktion von Fertigerzeugnissen abhängig und dadurch mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

(2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Eignung der Bewertungsverfahren zur Ermittlung der Nettoveräußerungswerte und dabei insbesondere die Berücksichtigung von Risiken aus der Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit sowie von gesunkenen Preisen am Absatzmarkt gewürdigt. Bei der Beurteilung der erwarteten Nettoveräußerungswerte wurden neben vergangenheitsbezogenen Erfahrungswerten der Gesellschaft auch aktuelle Marktentwicklungen berücksichtigt. Die Ermittlung von Wertabschlägen haben wir zudem rechnerisch in Stichproben nachvollzogen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns insgesamt davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die Werthaltigkeit der Vorräte zu überprüfen.

(3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Vorräten sind in den Abschnitten 3 und 24 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

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die in Abschnitt "Corporate Governance-Bericht/​ Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung" des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB

den Abschnitt "Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren" des Konzernlageberichts

Die sonstigen Informationen umfassen zudem

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den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB

alle übrigen Teile des Geschäftsberichts -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Konzernlageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind des Weiteren verantwortlich für die Aufstellung des im Konzernlagebericht in einem besonderen Abschnitt enthaltenen Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, der den Anforderungen des § 162 AktG entspricht. Ferner sind sie verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Vergütungsberichts, einschließlich der dazugehörigen Angaben, zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "DMG MORI_​AG_​KA+KLB-2021-12-31.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 7. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juni 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Konzernabschlussprüfer der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT-VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht -auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen -sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB" und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Carsten Schürmann.

 

Bielefeld, den 14. März 2022

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christian Landau, Wirtschaftsprüfer

Carsten Schürmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Dr.-Ing. Masahiko Mori (60)
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED

Dr.-Ing. Masahiko Mori (60) ist seit dem 4. Mai 2018 Vorsitzender des Aufsichtsrats sowie dessen Mitglied seit 2009. Nach dem Ingenieursstudium an der Kyoto Universität in Japan promovierte er an der Universität Tokio. Zunächst war Dr.-Ing. Masahiko Mori in einem japanischen Handelsunternehmen tätig, bevor er 1993 in das Familienunternehmen MORI SEIKI eintrat. Seit 1999 ist Dr.-Ing. Masahiko Mori Präsident der DMG MORI COMPANY LIMITED.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2021 erneut insbesondere mit den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung, Mitarbeiter und Zukunftschancen befasst. Auch die Digitalisierung und deren Einfluss auf zukünftige Geschäftsmodelle wurde eingehend erörtert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat intensiv und im Detail mit dem Geschäftsverlauf, der Ergebnisentwicklung, der Strategie sowie der Geschäftspolitik, dem Risikomanagement, der Nachhaltigkeit und der Compliance befasst. Vorstandsangelegenheiten und die Entwicklung des Konzerns einschließlich der Investitionen bis 2024 waren ebenso Diskussionsgegenstand wie der fortlaufende konzernweite Rollout von SAP S/​4HANA.

Die Besetzung des Aufsichtsrates blieb im Berichtsjahr unverändert. Alle Aufsichtsratsmitglieder (Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter) sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 beschließt, gewählt. Auch die Vorstandsbesetzung hat sich nicht verändert.

Dem Aufsichtsrat ist es trotz der schwierigen Umstände infolge der Corona-Pandemie erneut gelungen, sämtliche Sitzungen planmäßig und unter Teilnahme jeweils aller Aufsichtsratsmitglieder abzuhalten. Dies gilt auch hinsichtlich der Ausschusssitzungen. Lediglich an zwei Ausschusssitzungen hat jeweils ein Ausschussmitglied nicht teilgenommen: Dietmar Jansen war an der Teilnahme an einer Sitzung des Finanz- und Prüfungsausschusses verhindert. Prof. Dr. Berend Denkena war an der Teilnahme an einer Sitzung des Ausschusses für Geschäfte mit nahestehenden Personen verhindert. Unter Berücksichtigung der Empfehlungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wurden die Sitzungen zunächst in Form von Videokonferenzen abgehalten. Ab September 2021 konnten auch wieder Präsenzsitzungen abgehalten werden.

Der Aufsichtsrat wurde im Berichtsjahr vom Vorstand zeitnah, regelmäßig und umfassend über alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung für das Unternehmen sowohl in den Sitzungen als auch telefonisch und schriftlich informiert.

Zudem hat sich der Aufsichtsrat kontinuierlich über die Geschäftsentwicklung und namentlich die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen des Unternehmens informieren lassen. Die Gesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates bei individuellen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen durch Teilnahme an Seminaren und weiteren Veranstaltungen, wie Workshops unterstützt und den Aufsichtsrat auch in seiner Gesamtheit insbesondere regelmäßig über relevante rechtliche und sonstige regulatorische Änderungen informiert. Gleiches gilt für die Ausschussmitglieder. Im Hinblick auf die im Vorjahr durchgeführte eingehende Selbstevaluation hat der Aufsichtsrat von einer erneuten Selbstbeurteilung abgesehen.

Der Aufsichtsrat erfüllte seine Aufgaben gemäß Satzung und Gesetz mit großer Sorgfalt. Er tagte im Plenum im Geschäftsjahr 2021 insgesamt viermal. Die Vorsitzenden der Ausschüsse des Aufsichtsrates, die regelmäßig durch zahlreiche Sitzungen die Aufsichtsratssitzungen vorbereiteten, berichteten dem Plenum über die Inhalte und Empfehlungen der Ausschusssitzungen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es über die Mitglieder des Aufsichtsrates keine Interessenkonflikte zu berichten.

An der Bilanzsitzung am 8. März 2021 nahmen auch die Abschlussprüfer teil. Der Aufsichtsrat billigte den Konzernlagebericht und -abschluss sowie den Lagebericht und Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum 31. Dezember 2020 ebenso wie den Nachhaltigkeitsbericht 2020. Das Gremium erörterte zudem die Geschäftsentwicklung und befasste sich auch mit der Tagesordnung der für den 7. Mai 2021 terminierten 119. ordentlichen Hauptversammlung einschließlich -auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses -des Vorschlages zur Wahl des Abschlussprüfers der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und des Konzernabschlussprüfers. Darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses und des Finanz- und Prüfungsausschusses.

Die Aufsichtsratssitzung am 6. Mai 2021 stand im Zeichen der Vorbereitung der Hauptversammlung am Folgetag sowie der Erörterung des aktuellen Geschäftsverlaufes, der Auswirkungen der Corona-Pandemie und der geplanten Produktionswerke in China und Ägypten. Des Weiteren wurde der Prüfungsauftrag für den Abschlussprüfer des Einzel- und Konzernabschlusses beschlossen.

Die Aufsichtsratssitzung am 20. September 2021 konnte aufgrund der verbesserten Corona-Situation erstmals im abgelaufenen Geschäftsjahr als Präsenzsitzung in Pfronten abgehalten werden. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand detailliert über den Geschäftsverlauf und die Auswirkungen der Corona-Pandemie informiert. Weitere Themen waren die Pre-EMO Show und der "DMG MORI Partner Summit 2021" in Pfronten, Cybersecurity, der aktuelle Stand des ERP-Projekts GLOBE sowie die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Auch wurde über die vorangegangenen Sitzungen des Finanz- und Prüfungsausschusses und des Ausschusses für Geschäfte mit nahestehenden Personen eingehend berichtet.

Im Mittelpunkt der Sitzung am 26. November 2021 standen der Geschäftsverlauf 2021, die Erörterung und Beschlussfassung zur Unternehmens- und Investitionsplanung 2022 sowie zur Mittelfristplanung 2023/​2024. Hierbei wurden insbesondere auch die Auswirkungen der schwieriger werdenden Materialverfügbarkeit, steigender Material-, Energie- und Logistikkosten sowie des Projekts GLOBE betrachtet. Darüber hinaus berichteten die Vorsitzenden aus den vorangegangenen Sitzungen des Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses und des Finanz- und Prüfungsausschusses. Es wurden die Parameter für die variable Vorstandsvergütung für das Jahr 2022 festgelegt. Des Weiteren beschloss der Aufsichtsrat -auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses -folgende Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2021:

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Wertminderungstest beim Geschäfts- oder Firmenwert sowie bei immateriellen Vermögenswerten nach IAS 36 "Wertminderungen von Vermögenswerten",

Ansatz und Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der notwendigen Anhangsangaben,

Bilanzierung Projekt GLOBE.

Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wurde auf Empfehlung des Finanz- und Prüfungsausschusses beschlossen.

Ein Großteil der Arbeit des Aufsichtsrates wird in den verschiedenen Ausschüssen geleistet: Der Finanz- und Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2021 sechsmal. Er befasste sich mit dem jeweiligen Status der Finanzen auf der Basis relevanter Kennzahlen einschließlich der Entwicklung des Cashflows und der Investitionen. Auch steuerliche Sachverhalte wurden unter besonderer Berücksichtigung von Betriebsprüfungen erörtert. Gegenstand seiner Prüfungen und Beratungen waren auch die Quartalsmitteilungen zum 1. und 3. Quartal sowie der Zwischenbericht zum 1. Halbjahr 2021.

Zudem befasste sich der Finanz- und Prüfungsausschuss mit dem Risikomanagement, dem Jahresbericht zu Revision und Compliance sowie dem Nachhaltigkeitsbericht. Der Ausschuss prüfte den Einzel- und Konzernabschluss und bereitete die Billigung und Feststellung der Jahresabschlüsse vor. Er überwachte die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und befasste sich mit der Qualität der Abschlussprüfung.

Weitere Themen des Ausschusses waren die Ergebnisse der Compliance-Effektivitätsprüfung und der vom Vorstand vorgelegte Prozess zur Billigung von Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, der vom Ausschuss nach eingehender Prüfung und Beratung verabschiedet wurde. Darüber hinaus bereitete der Ausschuss die Beschlussfassungen des Aufsichtsrates zur Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie zu den Prüfungsschwerpunkten 2021 vor.

Der Personal-, Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte zweimal. Der Ausschuss befasste sich insbesondere mit der Zielerreichung des Vorstandes und der damit verbundenen Abrechnung der Auszahlung der variablen Vergütung für das Jahr 2021. Auch befasste sich der Ausschuss mit der Vergütung des Aufsichtsrats. Durch einen Peer Group-Vergleich wurde gezeigt, dass die aktuelle Vergütung des Aufsichtsrats dem Marktumfeld sowie den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex entspricht. Daher besteht aktuell kein Änderungsbedarf. Des Weiteren hat der Ausschuss die Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu den Zielen der variablen Vorstandsvergütung für das Jahr 2022 vorbereitet.

Der Ausschuss für Geschäfte mit nahestehenden Personen tagte im Berichtsjahr zweimal. Am 29. Juni 2021 wurde der Ausschuss vom Vorstand über die geplante Zusammenarbeit mit der größten Industrieholding Ägyptens (AOI) zur Errichtung eines hochautomatisierten und durchgängig digitalisierten Produktionswerkes in Kairo informiert. In der Sitzung am 13. Dezember 2021 befasste sich der Ausschuss mit Fragen zum geplanten Produktionswerk für 5-Achs-Fräsmaschinen in Pinghu (China) sowie einer neu erworbenen Minderheitsbeteiligung im Bereich Spindel-Service.

Der Nominierungsausschuss und der Vermittlungsausschuss tagten im Berichtszeitraum nicht.

Im Kapitel "Corporate Governance-Bericht/​Konzern-Erklärung zur Unternehmensführung" auf Seite 48 ff. des Geschäftsberichtes werden die Aktivitäten des Aufsichtsrates mit Blick auf die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG beschrieben. Seit der letzten Entsprechenserklärung vom November 2020 hat die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Kodexfassung vom 16. Dezember 2019 entsprochen und wird ihnen auch zukünftig entsprechen, jedoch mit folgender Ausnahme:

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Die Vorstandsvergütung soll gemäß G.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex überwiegend in Aktien der Gesellschaft angelegt oder entsprechend aktienbasiert gewährt werden. Die Empfehlung setzt DMG MORI nicht um, sondern hat die langfristige Vergütungskomponente des Vorstandes auf Kennzahlen gestützt, die für den langfristigen Unternehmenserfolg aus Sicht des Aufsichtsrates von wesentlicher Bedeutung sind.

Eine aktienbasierte Vergütung ist bei DMG MORI nicht angezeigt, da die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages vom 2. Juni 2016 ein abhängiges Unternehmen ist, dessen Aktionären im Rahmen des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages Ausgleich und Abfindung zugesagt wurden. Die Entwicklung des Aktienkurses der Gesellschaft ist damit nicht maßgeblich von den Leistungen des Vorstandes geprägt und damit auch kein angemessenes Mittel zur Bemessung der langfristigen Vorstandsvergütung bei DMG MORI.

In der Bilanzsitzung vom 14. März 2022 billigte der Aufsichtsrat nach Anhörung der Abschlussprüfer, eigener Prüfung und Erörterung den Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT für das Geschäftsjahr 2021. Damit ist der Jahresabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach § 172 AktG festgestellt. Auch der gesonderte, nichtfinanzielle Konzernbericht, der Bestandteil des Nachhaltigkeitsberichtes ist und mit dem die gesetzlichen Bestimmungen gemäß des CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes zur Umsetzung der Richtlinie 2014 /​ 95 /​ EU (§ 289 HGB) vom 11. April 2017 erfüllt werden, wurde eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat hatte nach seiner Prüfung keine Einwendungen. Die Beschlüsse wurden vom Finanz- und Prüfungsausschuss vorbereitet.

Der Vorstand stellte den Lagebericht und den Jahresabschluss 2021 sowie den Konzernlagebericht 2021 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT nach den Vorschriften des HGB auf. Der Konzernabschluss 2021 der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Gemäß der Befreiungsvorschrift nach § 315e HGB wurde darauf verzichtet einen Konzernabschluss nach HGB aufzustellen. Die Abschlussprüfer haben detailliert über ihre Prüfungshandlungen und -feststellungen berichtet und standen für ergänzende Fragen zur Verfügung. Die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Bielefeld, erteilte für beide Lageberichte und Abschlüsse jeweils uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Weiter stellte der Abschlussprüfer fest, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen hat. Das angemessene und den Anforderungen des Unternehmens entsprechende Informations- und Überwachungssystem erscheint nach seiner Konzeption und tatsächlichen Handhabung geeignet, den Fortbestand der Gesellschaft durch gefährdende Entscheidungen frühzeitig zu erkennen. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden nicht berichtet.

Die Vorsitzende des Finanz- und Prüfungsausschusses berichtete dem Aufsichtsrat detailliert über die Feststellungen des Ausschusses sowie über die Erörterungen mit den Abschlussprüfern und dem Vorstand. Aufsichtsrat und Finanz- und Prüfungsausschuss haben den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht intensiv besprochen und geprüft. Der Aufsichtsrat stimmte -ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss -den Ergebnissen des Abschlussprüfers aufgrund eigener Prüfung zu. Der Aufsichtsrat hat -ebenso wie der Finanz- und Prüfungsausschuss -keine Einwände erhoben.

DMG MORI hat das Geschäftsjahr 2021 trotz weltweiter weiterhin schwieriger Markt- und Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes für ihren außerordentlichen Einsatz und ihre hervorragende strategische und operative Arbeit gerade in der aktuell besonders herausfordernden Zeit. Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen und ihre Flexibilität im vergangenen Geschäftsjahr!

 

Bielefeld, 14. März 2022

Dr.-Ing. Masahiko Mori, Vorsitzender des Aufsichtsrats