DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF1. Halbjahr 2022Der Konzernzwischenabschluss der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS) - wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind - aufgestellt. Der
Zwischenbericht ist nicht testiert; er bezieht sich
ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend DMG MORI).
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Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,DMG MORI setzt den Wachstumskurs fort: Nach einem
starken ersten Quartal 2022 erzielten wir zum Halbjahr neue
Höchstwerte beim Auftragseingang und Free Cashflow -
und das bei hoher Volatilität und erschwerten
Rahmenbedingungen. Der weltweite Markt für
Werkzeugmaschinen war geprägt durch den anhaltenden
Krieg in der Ukraine, weltweit gestörte Lieferketten,
Materialmangel, hohe Inflation, weiter steigende Preise
für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie sowie
den Lockdown in Teilen Chinas.
Der Auftragseingang stieg um +34 % auf den Rekordwert
von 1.675,2 MIO € (Vorjahr: 1.248,7 MIO €). Der
Umsatz erhöhte sich um +20 % auf 1.123,6 MIO €
(Vorjahr: 933,5 MIO €). Das EBIT verbesserte sich um
+141 % auf 101,6 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €). Die
EBIT-Marge verdoppelte sich auf 9,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Der
Free Cashflow stieg mit 126,3 MIO € auf ein neues
All-time-high (+12 %; Vorjahr: 113,2 MIO €).
Das gute erste Halbjahr zeigt: Unser strategischer Fit
aus Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit
geht voll auf. DMG MORI richtet sich konsequent
zukunftsstark aus. Ganzheitliche Automatisierungs- und
durchgängige Digitalisierungslösungen erweitern
unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen. Das digitale
Subscription-Geschäftsmodell PAYZR für
Software-as-a-Service und Equipment-as-a-Service bauen wir
weiter aus. Auch auf unserer hybriden Hausausstellung in
Pfronten war die Nachfrage nach unseren innovativen
Hightech-Produkten und nachhaltigen
Technologielösungen hoch.
Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung
hebt DMG MORI die Prognose für das Gesamtjahr beim
Auftragseingang und Free Cashflow an: Wir planen nunmehr
einen Auftragseingang von rund 2,7 MRD € (zuvor: rd.
2,5 MRD €). Der Umsatz soll weiterhin rund 2,3 MRD
€ betragen. Beim EBIT gehen wir unverändert von
rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund
150 MIO € liegen (zuvor: rd. 130 MIO €). 2022
bleibt dennoch herausfordernd. Unsere Prognosen stehen
weiter unter dem Vorbehalt, dass sich die weltweiten Markt-
und Rahmenbedingungen nicht signifikant verändern.
KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTRahmenbedingungenDie gesamtwirtschaftliche Entwicklung war im zweiten
Quartal 2022 von großer Unsicherheit geprägt.
Der Krieg in der Ukraine belastete die Weltwirtschaft in
einer Phase, in der steigende Transportkosten, höhere
Energie- und Rohstoffpreise sowie eine erschwerte
Materialversorgung bereits die Inflation in die Höhe
trieben. Mit dem erneuten Corona-Ausbruch und damit
verbundenen Lockdown in Teilen Chinas verschärften
sich die globalen Lieferengpässe weiter und
führten - allen voran in Europa - zu einer starken
Beeinträchtigung der Produktion.
Die Nachfrage nach Investitionsgütern hat im ersten
Halbjahr 2022 erneut zugelegt. Im Gesamtjahr soll sich
dieser Trend im weltweiten Markt für Werkzeugmaschinen
jedoch deutlich abschwächen.
In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher
Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen
Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics sind die
Auswirkungen der geopolitischen Einflüsse noch
unberücksichtigt. Für den Weltverbrauch wird
daher noch ein Wachstum um +9,5 % auf 76,6 MRD €
erwartet (Vor-Corona-Niveau 2019: 72,8 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird
derzeit mit einem Anstieg von +17,6 % gerechnet. In Europa
soll der Werkzeugmaschinen-Verbrauch mit +14,2 % zulegen.
Die Wachstumsprognosen in China (+4,5 %) und den USA (+8,7
%) sind eher moderat. Dagegen ist in Japan mit einem
Wachstum von +24,0 % ein starker Aufholeffekt zu
beobachten.
Aufgrund der geopolitischen Lage ist eine Korrektur
dieser Prognosen in der turnusgemäßen
Verbandsprognose im Oktober wahrscheinlich.
GeschäftsentwicklungAUFTRAGSEINGANGDer weltweite Markt für Werkzeugmaschinen war
weiterhin geprägt durch geopolitische Einflüsse.
Globale Liefer- und Materialengpässe, steigende Preise
für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie sowie
die hohe Inflation, der anhaltende Krieg in der Ukraine und
der Lockdown in Teilen Chinas beeinflussten die Nachfrage
nach Investitionsgütern.
In diesem herausfordernden Marktumfeld erzielte DMG MORI
im zweiten Quartal einen Auftragseingang von 813,6 MIO
€ und damit das bisher beste zweite Quartal in der
Unternehmensgeschichte (+23 %; Vorjahr: 658,9 MIO €).
Auch zum Halbjahr verbuchte DMG MORI einen neuen Rekord
beim Auftragseingang: Die Bestellungen stiegen um +34 % auf
1.675,2 MIO € (Vorjahr: 1.248,7 MIO €). Damit
übertraf der Auftragseingang in den ersten sechs
Monaten nicht nur das Vor-Corona-Niveau 2019 (+19 %;
1.412,3 MIO €), sondern lag sogar +6 % über dem
Höchstwert 2018 (1.577,1 MIO €).
Insbesondere das Neumaschinengeschäft verlief mit
+36 % erfreulich und spiegelt die verstärkte Nachfrage
nach unseren ganzheitlichen und nachhaltigen
Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen wider.
Auch die traditionelle Hausausstellung in Pfronten war
erfolgreich. Dieses Branchen-Highlight fand erstmals
für zwei Wochen statt - live und digital.
Im Segment "Werkzeugmaschinen" stiegen die Bestellungen
auf 969,4 MIO € (+35 %; Vorjahr: 720,7 MIO €).
Das Segment "Industrielle Dienstleistungen" verzeichnete
einen Anstieg auf 705,7 MIO € (+34 %; Vorjahr: 527,9
MIO €). Hierin enthalten sind der Auftragseingang aus
unserem originären Service-Geschäft mit 402,1 MIO
€ (+28 %; Vorjahr: 313,6 MIO €) sowie die
Bestellungen für Maschinen der DMG MORI COMPANY
LIMITED in Höhe von 303,6 MIO € (+42 %; Vorjahr:
213,8 MIO €).
Die Aufträge aus dem Inland erhöhten sich auf
500,1 MIO € (+31 %; Vorjahr: 382,4 MIO €). Die
Auslandsbestellungen stiegen auf 1.175,1 MIO € (+36 %;
Vorjahr: 866,3 MIO €). Der Auslandsanteil betrug 70 %
(Vorjahr: 69 %).
UMSATZDer Umsatz stieg im zweiten Quartal um +10 % auf 562,6
MIO € (Vorjahr: 511,9 MIO €). Trotz anhaltend
schwieriger Material- und Logistiksituation, die sich durch
den Lockdown in Teilen Chinas nochmals verschärfte,
erhöhte sich der Umsatz zum Halbjahr um +20 % auf
1.123,6 MIO € (Vorjahr: 933,5 MIO €). Der Anstieg
ist auf das gute Neumaschinen- sowie Service- und
Ersatzteilgeschäft zurückzuführen. Dank des
stabilen, langjährigen Netzwerks zu Partnern und
Lieferanten konnte DMG MORI bisher gravierende
Produktionsunterbrechungen vermeiden. Im Segment
"Werkzeugmaschinen" betrug der Umsatz 584,5 MIO € (+20
%; Vorjahr: 487,9 MIO €). Im Segment "Industrielle
Dienstleistungen" stieg der Umsatz auf 539,0 MIO €
(+21 %; Vorjahr: 445,5 MIO €). Davon entfielen 305,1
MIO € auf unser originäres Service-Geschäft
(+30 %; Vorjahr: 235,4 MIO €) sowie 233,5 MIO €
auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY
LIMITED (+12 %; Vorjahr: 208,8 MIO €).
Die Inlandsumsätze stiegen um +22 % auf 365,9 MIO
€ (Vorjahr: 299,4 MIO €). Die
Auslandsumsätze nahmen um +19 % auf 757,7 MIO €
zu (Vorjahr: 634,1 MIO €). Die Exportquote betrug 67 %
(Vorjahr: 68 %).
AUFTRAGSBESTANDDer Auftragsbestand erhöhte sich aufgrund der guten
Entwicklung beim Auftragseingang zum 30. Juni 2022 auf
1.684.6 MIO € (31.12.2021: 1.208,9 MIO €) -
eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich sieben
Monaten. Hierbei weisen die einzelnen
Produktionsgesellschaften unterschiedliche Auslastungen
auf. Längeren Lieferzeiten steuern wir mit gezielten
Maßnahmen entgegen, wie der enge, persönliche
Austausch zu unseren Partnern und Lieferanten oder die
Erweiterung und Optimierung von Montage- und
Produktionskapazitäten. Von den vorliegenden
Bestellungen entfallen 65 % auf das Ausland (Vorjahr: 60
%).
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDie Ertragslage verbesserte sich deutlich: Das EBITDA
stieg im zweiten Quartal auf 67,4 MIO € (Vorjahr: 46,5
MIO €). Das EBIT erhöhte sich um +50 % auf 45,7
MIO € (Vorjahr: 30,4 MIO €). Die EBIT-Marge
verbesserte sich auf 8,1 % (Vorjahr: 5,9 %). Das EBT betrug
45,7 MIO € (Vorjahr: 29,1 MIO €). Das EAT stieg
auf 32,2 MIO € (Vorjahr: 20,3 MIO €).
Zum Halbjahr erhöhte sich das EBITDA auf 140,4 MIO
€ (Vorjahr: 74,2 MIO €). Das EBIT stieg um +141 %
auf 101,6 MIO € (Vorjahr: 42,2 MIO €). Die
EBIT-Marge verdoppelte sich auf 9,1 % (Vorjahr: 4,5 %). Das
EBT verbesserte sich auf 101,8 MIO € (Vorjahr: 40,6
MIO €). Der Konzern weist zum 30. Juni 2022 ein EAT
von 71,8 MIO € aus (Vorjahr: 28,3 MIO €).
Die Veränderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen verminderte sich um 6,2 MIO €
auf 22,4 MIO € (Vorjahr: 28,6 MIO €). Die
Gesamtleistung stieg um +19 % auf 1.150,7 MIO €
(Vorjahr: 965,1 MIO €). Die Materialaufwendungen
beliefen sich auf 622,8 MIO € (Vorjahr: 542,0 MIO
€). Die Materialquote verbesserte sich auf 54,1 %
(Vorjahr: 56,2 %). Der Rohertrag erhöhte sich um 104,8
MIO € auf 527,9 MIO € (Vorjahr: 423,1 MIO
€). Der Personalaufwand betrug 288,3 MIO €
(Vorjahr: 262,3 MIO €). Die Personalquote verbesserte
sich bei einer gestiegenen Gesamtleistung auf 25,1 %
(Vorjahr: 27,2 %).
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und
Erträge betrug 99,2 MIO € (Vorjahr: 86,6 MIO
€). Aufgrund unserer Maßnahmen zur nachhaltigen
Kostenoptimierung verbesserte sich der Anteil an der
Gesamtleistung auf 8,6 % (Vorjahr: 8,9 %). Die
Abschreibungen erhöhten sich auf 38,8 MIO €
(Vorjahr: 32,0 MIO €). Das Finanzergebnis verbesserte
sich auf 0,2 MIO € (Vorjahr: -1,6 MIO €). Das EAT
stieg auf 71,8 MIO € (Vorjahr: 28,3 MIO €).
Daraus ergibt sich ein Steueraufwand von 30,0 MIO €
(Vorjahr: 12,3 MIO €).
VERMÖGENSLAGEscrollen
Die Bilanzsumme erhöhte sich um 269,9 MIO €
auf 2.825,9 MIO € (31.12.2021: 2.556,0 MIO €).
Die Eigenkapitalquote betrug 54,9 % (31.12.2021: 54,8 %).
Auf der Aktivseite erhöhten sich die langfristigen
Vermögenswerte um 40,8 MIO € auf 946,5 MIO
€. Die immateriellen Vermögenswerte und
Sachanlagen betrugen 722,2 MIO € (31.12.2021: 690,1
MIO €). Die Finanzanlagen beliefen sich auf 156,3 MIO
€ (31.12.2021: 146,4 MIO €).
Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
um 229,1 MIO € auf 1.879,4 MIO € (31.12.2021:
1.650,3 MIO €). Die Vorräte stiegen um 54,8 MIO
€ auf 633,9 MIO €. Die Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe (RHB) nahmen zur Absicherung der
Materialversorgung um 59,1 MIO € zu auf 338,1 MIO
€ und die unfertigen Erzeugnisse um 20,1 MIO €
auf 147,9 MIO €. Die fertigen Erzeugnisse und Waren
verringerten sich um 24,4 MIO € auf 147,9 MIO €.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten
sich bei einem gestiegenen Umsatzvolumen um 8,0 MIO €
auf 194,7 MIO €. Die Forderungen gegenüber
sonstigen nahestehenden Unternehmen erhöhten sich um
100,5 MIO € auf 512,6 MIO € (31.12.2021: 412,1
MIO €). Dieser Anstieg resultiert aus einer
Erhöhung (+100,0 MIO €) des Darlehens an die DMG
MORI GmbH (30.06.2022: 440,0 MIO €). Die
flüssigen Mittel beliefen sich auf 232,1 MIO €
(31.12.2021: 241,9 MIO €). Die zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte in Höhe von 83,6 MIO €
resultieren aus der geplanten Veräußerung von
Gesellschaften an die DMG MORI COMPANY LIMITED.
Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 149,4 MIO
€ auf 1.551,2 MIO €. Die Eigenkapitalquote lag
bei 54,9 % (31.12.2021: 54,8 %). Das Fremdkapital
erhöhte sich um 120,5 MIO € auf 1.274,7 MIO
€ (31.12.2021: 1.154,2 MIO €).
Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich um 80,5
MIO € im Wesentlichen aufgrund des deutlich
gestiegenen Auftragseingangs auf 429,3 MIO €. Die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen
aufgrund des höheren Geschäftsvolumens um 37,1
MIO € auf 172,1 MIO € zu. Die Verbindlichkeiten
gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen
reduzierten sich um 55,9 MIO € auf 63,2 MIO €.
Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der
Zahlung der Gewinnabführung 2021 in Höhe von 29,3
MIO € an die DMG MORI GmbH. Aus der geplanten
Veräußerung von Gesellschaften resultieren
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den zur
Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in
Höhe von 75,0 MIO €.
CASHFLOWscrollen
Auch die Finanzlage verlief stabil auf einem hohen
Niveau: Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
verbesserte sich auf 161,9 MIO € (Vorjahr: 128,0 MIO
€). Zu diesem Cashflow trugen das EBT in Höhe von
101,8 MIO € (Vorjahr: 40,6 MIO €) und die
Abschreibungen in Höhe von 38,8 MIO € bei
(Vorjahr: 32,0 MIO €). Der Anstieg der erhaltenen
Anzahlungen um 99,3 MIO € (Vorjahr: 103,5 MIO €)
führte im Wesentlichen zu einer Erhöhung des
Cashflows. Eine Reduzierung ergibt sich aus den um 74,9 MIO
€ gestiegenen Vorräten (Vorjahr: 20,7 MIO
€).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug
-137,7 MIO € (Vorjahr: -18,3 MIO €). Die
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und
immaterielle Vermögenswerte lagen bei -36,0 MIO €
(Vorjahr: -15,5 MIO €); aus dem Abgang ergaben sich
Einzahlungen in Höhe von 0,4 MIO € (Vorjahr: 0,7
MIO €). Aus der Erhöhung des Darlehens an die DMG
MORI GmbH resultierten Auszahlungen in Höhe von 100,0
MIO € (Vorjahr: 0 MIO €).
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei
-31,7 MIO € (Vorjahr: -36,6 MIO €). Der Cashflow
resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der
Gewinnabführung 2021 an die DMG MORI GmbH in Höhe
von 29,3 MIO € (Vorjahr: 27,1 MIO €) sowie
Auszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe
von 8,2 MIO € (Vorjahr: 9,5 MIO €). Der Free
Cashflow betrug im zweiten Quartal 70,9 MIO € (-4 %;
Vorjahr: 73,6 MIO €). Zum Halbjahr stieg der Free
Cashflow mit 126,3 MIO € auf ein neues All-time-high
(+12 %; Vorjahr: 113,2 MIO €).
INVESTITIONENDie Investitionen in Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte betrugen im ersten Halbjahr 40,6 MIO
€ (Vorjahr: 21,0 MIO €). Die darin enthaltenen
Zugänge aus Nutzungsrechten gemäß IFRS 16
"Leasingverhältnisse" beliefen sich auf 4,6 MIO €
(Vorjahr: 5,5 MIO €). Die Investitionen in
Finanzanlagen lagen bei 0,9 MIO € (Vorjahr: 1,5 MIO
€). Damit betrugen die Investitionen insgesamt 41,5
MIO € (Vorjahr: 22,5 MIO €).
Bei DECKEL MAHO in Pfronten haben wir das hochmoderne,
automatisierte Logistikzentrum fertiggestellt und in
Betrieb genommen. Auf einer Fläche von 8.400 m
2 bündeln wir vier bisher extern gelegene
Logistiklager zentral. Innovative Transport- und
Automatisierungslösungen ermöglichen eine
effiziente und montagefertige Materialbereitstellung bei
gleichzeitig kürzeren Transportwegen und weniger
Verpackung. 14.000 Regalmeter mit automatisierten und
vollständig digitalisierten Abläufen
ermöglichen eine nachhaltig optimierte
Materialversorgung in weniger als einer Stunde nach Abruf.
In China errichten wir unser neues Produktionswerk DMG
MORI Manufacturing Solutions in Pinghu nahe Shanghai. Der
Spatenstich des hochautomatisierten und durchgängig
digitalisierten, rund 41.000 m
2 großen Produktionswerks für
5-Achs-Fräsmaschinen erfolgte im Dezember 2021.
Herzstück wird eine kontinuierliche Fließmontage
mit einem fahrerlosen Transportsystem sein. Die
Eröffnung ist 2023 geplant.
In unserem bedeutenden Produktions- und Zulieferwerk
FAMOT in Pleszew (Polen) haben wir die mechanische
Fertigung um zwei DMC 210 U erweitert. Die
Bearbeitungszentren aus unserer Portal-Baureihe sind mit
unserem Paletten-Rundspeichersystem RPS automatisiert.
Zudem investieren wir weiter in unser ERP-Projekt "GLOBE
- Global One Business Excellence" zur Standardisierung und
Optimierung von Systemen und Prozessen.
SEGMENTBERICHTUnsere Geschäftsaktivitäten umfassen die
Segmente "Werkzeugmaschinen" und "Industrielle
Dienstleistungen". Die "Corporate Services" beinhalten im
Wesentlichen die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren
konzernübergreifenden Holdingfunktionen.
Die ausgewählten, von uns in Lizenz produzierten
Maschinen der DMG MORI COMPANY LIMITED fließen in die
"Werkzeugmaschinen" ein. Den Handel sowie die
Serviceleistungen für diese Maschinen verbuchen wir
bei den "Industriellen Dienstleistungen".
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ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "WERKZEUGMASCHINEN"scrollen
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WERKZEUGMASCHINENDas Segment "Werkzeugmaschinen" beinhaltet das
Neumaschinen-geschäft des Konzerns mit den
Geschäftsbereichen Drehen und Fräsen, Advanced
Technologies (Ultrasonic / Lasertec) und Additive
Manufacturing sowie Digital Solutions.
Der Markt für Werkzeugmaschinen war weiterhin
geprägt durch geopolitische Unsicherheiten. Unter
erschwerten Rahmenbedingungen konnte DMG MORI den
Auftragseingang im Segment "Werkzeugmaschinen" im zweiten
Quartal auf 473,5 MIO € steigern (+18 %; Vorjahr:
401,8 MIO €). In den ersten sechs Monaten
erhöhten sich die Bestellungen um +35 % auf 969,4 MIO
€ (Vorjahr: 720,7 MIO €). Im Inland belief sich
der Auftragseingang auf 288,5 MIO € (Vorjahr: 227,4
MIO €). Die Auslandsbestellungen lagen bei 680,9 MIO
€ (Vorjahr: 493,3 MIO €). Wie im Vorjahr
entfielen 58 % aller Bestelleingänge auf die
"Werkzeugmaschinen". Am 30. Juni 2022 betrug der
Auftragsbestand 892,1 MIO € (31.12.2021: 574,3 MIO
€).
Der Umsatz erhöhte sich im zweiten Quartal auf
297,6 MIO € (+12 %; 265,2 MIO €). Zum Halbjahr
stieg der Umsatz um +20 % auf 584,5 MIO € (Vorjahr:
487,9 MIO €). Das Segment "Werkzeugmaschinen" hatte
wie im Vorjahr einen Anteil von 52 % am Umsatz. Das EBIT
belief sich auf 36,1 MIO € (Vorjahr: 18,4 MIO €).
Zum 30. Juni 2022 betrug die Anzahl der Mitarbeiter im
Segment "Werkzeugmaschinen" 3.855 (31.12.2021: 3.908).
INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGENDas Segment "Industrielle Dienstleistungen" umfasst im
Wesentlichen die Geschäftstätigkeit des Bereichs
Services. Hier bündeln wir die
Vermarktungsaktivitäten und die LifeCycle Services
rund um unsere Maschinen sowie die der DMG MORI COMPANY
LIMITED. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services
maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer
Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus -von
der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als
Gebrauchtmaschine. Das vielfältige Angebot an
Serviceverträgen, Instandsetzungs- und
Trainingsdienstleistungen ermöglicht unseren Kunden
eine hohe Kosteneffizienz ihrer Werkzeugmaschinen. Unser
Online-Kundenportal my DMG MORI digitalisiert die
Serviceprozesse und setzt neue Maßstäbe für
eine transparente Kommunikation.
Um optimal für die weltweit veränderten Markt-
und Rahmenbedingungen aufgestellt zu sein und die
Wettbewerbsposition unserer "Global One Company" weiter zu
stärken, wurden Vertrieb und Service in Indien zum 1.
Juli 2022 neu geordnet. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
verantwortet nach wie vor den Heimatmarkt Deutschland, die
Region EMEA (Europe, Middle East, Africa) sowie den
Wachstumsmarkt China. Die DMG MORI COMPANY LIMITED
übernimmt die Mehrheit an der DMG MORI India Pvt. Ltd.
und führt neben Japan, Nord- und Südamerika auch
den Markt Indien als weiteren Teil Asiens. Details dazu
sind im Anhang auf Seite 19 erläutert.
ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "INDUSTRIELLE DIENSTLEISTUNGEN"scrollen
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Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" stieg der
Auftragseingang im zweiten Quartal auf 340,1 MIO €
(+32 %; Vorjahr: 257,1 MIO €). Im ersten Halbjahr
erhöhte sich der Auftragseingang um +34 % auf 705,7
MIO € (Vorjahr: 527,9 MIO €). Hierin enthalten
ist der Auftragseingang aus unserem originären
Service-Geschäft mit 402,1 MIO € (+28 %; Vorjahr:
313,6 MIO €) sowie die Bestellungen für Maschinen
der DMG MORI COMPANY LIMITED in Höhe von 303,6 MIO
€ (+42%; Vorjahr: 213,8 MIO €). Auf die
"Industriellen Dienstleistungen" entfielen wie im Vorjahr
42 % der Bestellungen im Konzern. Der Auftragsbestand
belief sich zum Ende des ersten Halbjahres auf 792,5 MIO
€ (31.12.2021: 634,6 MIO €).
Der Umsatz betrug im zweiten Quartal 265,0 MIO €
(+7 %; Vorjahr: 246,7 MIO €). Im ersten Halbjahr
erhöhte sich der Umsatz trotz anhaltend schwieriger
Material- und Logistiksituation um +21 % auf 539,0 MIO
€ (Vorjahr: 445,5 MIO €). Davon entfielen 305,1
MIO € auf unser originäres Service-Geschäft
(+30 %; Vorjahr: 235,4 MIO €) sowie 233,5 MIO €
auf den Handelsumsatz mit Maschinen der DMG MORI COMPANY
LIMITED (+12 %; Vorjahr: 208,8 MIO €). Die
"Industriellen Dienstleistungen" hatten wie im Vorjahr
einen Anteil von 48 % am Konzernumsatz. Das EBIT lag bei
82,4 MIO € (Vorjahr: 36,5 MIO €).
Im Segment "Industrielle Dienstleistungen" belief sich
die Anzahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2022 auf 2.770
(31.12.2021: 2.831).
CORPORATE SERVICESDas Segment "Corporate Services" umfasst im Wesentlichen
die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit ihren
konzernübergreifenden Holdingfunktionen. Das EBIT
betrug -16,9 MIO € (Vorjahr: -12,8 MIO €).
ZAHLEN ZUM GESCHÄFTSVERLAUF SEGMENT "CORPORATE SERVICES"scrollen
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MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERDer Erfolg von DMG MORI ist eine außerordentliche
Teamleistung unserer hochmotivierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die sich täglich mit Leidenschaft und
hochqualifiziertem Know-how für unsere Kunden
einsetzen. Am 30. Juni 2022 waren 6.726 Mitarbeiter, davon
166 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2021:
6.821). Der Personalaufwand betrug 288,3 MIO €
(Vorjahr: 262,3 MIO €). Die Personalquote verbesserte
sich auf 25,1 % (Vorjahr: 27,2 %). DMG MORI steht für
eine moderne Unternehmenskultur mit TOP-Werten: Trust,
Openness und Passion. Mit Vertrauen, Offenheit und
Leidenschaft arbeiten wir daran, unsere Vision zu
erfüllen: Wir wollen weltweit der attraktivste
Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen
Produkten sein!
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
betrugen im ersten Halbjahr 37,6 MIO € (Vorjahr: 34,2
MIO €). An der Entwicklung unserer neuen Produkte
arbeiteten 604 Mitarbeiter. Dies entspricht einem Anteil
von 16 % der Belegschaft der Werke. Im Geschäftsjahr
2022 präsentieren wir gemeinsam mit der DMG MORI
COMPANY LIMITED 35 Innovationen - davon 4 Weltpremieren, 7
Automationslösungen, 18 digitale Innovationen
inklusive 10 Technologiezyklen sowie 6 DMG MORI Components.
DMG MORI bietet ganzheitliche, integrierte Lösungen
aus einer Hand - dabei immer im Fokus: unsere Kunden. Bei
der traditionellen Hausausstellung in Pfronten zeigte DMG
MORI neueste Entwicklungen und Innovationen erstmals zwei
Wochen lang - live und digital. Highlights waren die 2
Weltpremieren, 14 Automationslösungen, innovative
digitale Lösungen für die Zukunft der Fertigung
sowie unsere einzigartigen DMG
MORI-Verzahnungslösungen.
Der anhaltende Trend zu immer komplexeren
Werkstücken erfordert vielseitige
Fertigungslösungen. Unsere nunmehr 158 verschiedenen
Maschinenmodelle haben wir im ersten Halbjahr mit 2
Weltpremieren erweitert:
DMU / DMC 85 H monoBLOCK - das neue, vielseitig
automatisierbare universelle Horizontal-Bearbeitungszentrum
erweitert die Baureihe und richtet sich insbesondere an
Anwender aus den Leitbranchen Aerospace, Die & Mold und
Semiconductor. Die Maschine vereint die Flexibilität
und Ergonomie eines 5-Achs-Universal-Bearbeitungszentrums
mit der Produktivität und Prozesssicherheit eines
Horizontal-Bearbeitungszentrums.
NTX 500 - das neuste und kompakteste Modell der
erfolgreichen Turn & Mill-Baureihe ist mit einer
Aufstellfläche von unter 7 m
2 und der neuen compactMASTER-Spindel die ideale
Lösung für anspruchsvolle Branchen, wie die
Medizintechnik.
Automatisierung ist der Schlüssel für mehr
Effizienz, mehr Produktivität, noch schnellere
Amortisation - und damit für eine höhere
Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden. Unser innovatives
Automationsportfolio mit 57 Produkten umfasst
maschinenspezifische, universelle und skalierbare
Lösungen bis hin zur DMG MORI Leitrechnertechnologie
für das Werkstück-, Paletten- und
Werkzeugmanagement. Neu ist der Robo2Go Max für
Werkstücke bis 115 kg. Die Steuerung erfolgt schnell
und einfach über CELOS - ohne Programmierkenntnisse.
Damit ist der Robo2Go nun auch für schwere Bauteile
die ideale und flexible Lösung für kleine und
mittlere Losgrößen. Der neue, hochflexible und
kompakte MATRIS Light für Werkstücke bis zu 5 kg
lässt sich in weniger als 5 Minuten anbinden, intuitiv
bedienen und benötigt als Cobot keinen Schutzzaun. Mit
dem neuen PH 50 bietet DMG MORI einen kostengünstigen
Einstieg in das Palettenhandling auf nur 2,7 m
2. Der PH Cell 2000 ermöglicht das Handling
von jeweils bis zu 2.000 kg auf 21 Paletten und kann dank
standardisierter Module variabel angepasst werden. In einer
Produktionslinie mit mehreren Maschinen übernimmt der
DMG MORI Cell Controller als zentraler Leitrechner das
effiziente Werkstück-, Paletten- und
Werkzeugmanagement. Standardisierte Schnittstellen
ermöglichen die nahtlose Verbindung zu
übergeordneten Planungs- und Steuerungssystemen, wie
APS, MES und ERP.
Digitalisierung ist ebenfalls ein strategisch wichtiges
Zukunftsfeld, in das wir seit Jahren konsequent
investieren. Mit digitalen Angeboten entlang der gesamten
Wertschöpfungskette schaffen wir Mehrwerte und
stärken unsere Kundenbeziehungen. DMG MORI Tooling
beispielsweise erleichtert insbesondere kleinen und
mittelständischen Unternehmen das Werkzeugmanagement
durch eine effiziente Verwaltung der Werkzeugdaten in der
Cloud. So steigern wir Prozesssicherheit und Transparenz
bei gleichzeitig reduzierten Kosten. Digitale
Lösungen, wie unsere inzwischen 62 Technologiezyklen
unterstützen unsere Kunden bei der Programmierung
ihrer Maschine auf dem Shopfloor. Technologieintegration in
Verbindung mit unseren einzigartigen DMG MORI
Verzahnungslösungen, wie gearSKIVING, gearMILL und
gearBROACHING ermöglichen es, unterschiedlichste
Verzahnungen direkt an der Maschine zu programmieren und
ohne spezielle Verzahnungsmaschinen zu fertigen.
Technologieführerschaft und Nachhaltigkeit stehen
bei DMG MORI im Einklang. Für uns ist eine
ressourceneffiziente Maschinenherstellung bereits heute
gelebte Realität. Durch den Klima-Dreiklang "Vermeiden
- Reduzieren - Kompensieren" hat DMG MORI sowohl einen CO
2-neutralen "Company Carbon Footprint" als auch
einen klimaneutralen "Product Carbon Footprint". Dies
umfasst direkte und indirekte Emissionen der eigenen
Wertschöpfung sowie indirekte Emissionen aus
vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette (Scope 1, 2
und 3 Upstream). Alle seit Januar 2021 ausgelieferten
Maschinen sind komplett klimaneutral produziert. Von dem
international renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI
die Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten.
Damit gehören wir zu den TOP 1 % von über 35.000
weltweit bewerteten Unternehmen.
Chancen- und RisikoberichtUnser Chancen- und Risikomanagement ist ausführlich
im Geschäftsbericht 2021 auf den Seiten 88 ff.
beschrieben. Durch den Krieg in der Ukraine haben sich
weitere Risiken ergeben. Das Gesamtrisiko stuft DMG MORI
aktuell unverändert als jederzeit beherrschbar ein.
Strategische Chancen sehen wir weiterhin in unserem
strategischen Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und
Nachhaltigkeit. Weitere Chancen erwarten wir durch das neue
Produktionswerk in China, dem weltweit größten
Markt für Werkzeugmaschinen mit hoher Nachfrage nach
Hightech-Maschinen.
Strategische und operative Risiken ergeben sich aus
geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere durch den
anhaltenden Krieg in der Ukraine. Bereits Ende Februar
hatte DMG MORI umgehend morgens nach Ausbruch des Krieges -
noch vor Erlass der EU-Sanktionen - in Russland sowohl alle
Vertriebs- und Serviceaktivitäten als auch die
Produktion in Ulyanovsk gestoppt. Dies umfasste
darüber hinaus auch alle Lieferungen von Maschinen,
Ersatzteilen, Komponenten und Services nach Russland.
Weiterhin beeinträchtigen exogene Faktoren, wie
globale Lieferengpässe, Materialmangel sowie die hohe
Inflation, steigende Rohstoff- und Energiekosten die
Weltwirtschaft und Werkzeugmaschinen-Nachfrage. DMG MORI
wäre von einer Gasknappheit direkt nur leicht
betroffen, da Erdgas ausschließlich zur
Wärmegewinnung genutzt wird. Indirekt wäre DMG
MORI aufgrund steigender Produktionskosten bei unseren
Lieferanten und dem möglichen Ausfall
energieintensiver Zulieferer betroffen. Aus den
geopolitischen Unsicherheiten resultierende Produktions-,
Einkaufs und Logistikrisiken können zu
Lieferverzögerungen und möglichen
Betriebsunterbrechungen führen. Das ganzheitliche
Supply-Chain-Risk-Management von DMG MORI identifiziert
durch den Einsatz von digitalen Tools frühzeitig
Risiken in der Lieferkette und ermöglicht es,
geeignete Gegenmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.
Neben unserer bewährten, globalen
Double-Sourcing-Strategie ordnen wir die Lieferketten neu
und stärken unsere Resilienz durch weiter zunehmende
Regionalisierung. Wir handeln in den Märkten für
die Märkte. Kernkomponenten stellen wir durch unsere
DMG MORI Components verstärkt selbst her. Einhergehend
mit den weltweit begrenzten Material- und
Logistikkapazitäten ist auch DMG MORI mit steigenden
Preisen konfrontiert. Diesem Risiko begegnen wir mit der
Standardisierung von Bauteilen, Reduktion von
Nachlässen sowie moderaten Preisanpassungen und vor
allem mit einem strikten Kostenmanagement. Darüber
hinaus könnten die aktuell gestiegenen Kreditzinsen
die Investitionsbereitschaft unserer Kunden beeinflussen.
Ausblick2022 steht weiterhin im Zeichen hoher Volatilität
und Unsicherheit - geprägt durch den Krieg in der
Ukraine, weltweit gestörte Lieferketten,
Materialmangel, hohe Inflation sowie weiter steigende
Preise für Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie.
Hinzu kommen steigende Zinsen, die sich auf die
Finanzierung von Investitionsgütern auswirken, sowie
ein mögliches Gas-Embargo mit momentan noch nicht
abzuschätzenden wirtschaftlichen Folgen für die
Industrie.
Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) senkte
in seiner Juni-Prognose die Weltproduktion für 2022
erneut auf nun nur noch +3,0 %. Nach einem starken
Jahresauftakt soll sich auch die Wachstumsdynamik des
internationalen Marktes für Werkzeugmaschinen im
zweiten Halbjahr deutlich abschwächen.
In der aktuellen April-Prognose des Vereins Deutscher
Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen
Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics sind die
Auswirkungen der geopolitischen Einflüsse noch
unberücksichtigt. Für den Weltverbrauch wird
daher noch ein Wachstum um +9,5 % auf 76,6 MRD €
erwartet (Vor-Corona-Niveau 2019: 72,8 MRD €).
Für den deutschen Werkzeugmaschinenmarkt wird
derzeit ein Anstieg von +17,6 % erwartet. In Europa soll
der Werkzeugmaschinen-Verbrauch mit +14,2 % zulegen. Die
Wachstumsprognosen in China (+4,5 %) und den USA (+8,7 %)
sind eher moderat. Dagegen ist in Japan mit einem Wachstum
von +24,0 % ein starker Aufholeffekt zu beobachten.
Aufgrund der geopolitischen Lage ist eine Korrektur
dieser Prognosen in der turnusgemäßen
Verbandsprognose im Oktober wahrscheinlich.
DMG MORI profitiert von seiner konsequenten Umsetzung
des strategischen Dreiklangs aus Automation,
Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Unsere weltweite
Präsenz stärken wir mit einem neuen
Produktionswerk in China. Ganzheitliche Automatisierungs-
und durchgängige Digitalisierungslösungen
erweitern unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen.
Das digitale Subscription-Geschäftsmodell PAYZR
für Software-as-a-Service und Equipment-as-a-Service
bauen wir weiter aus.
Fortschritt durch nachhaltige Technologie - dafür
steht DMG MORI. Wir wollen weltweit der attraktivste
Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen
Produkten sein! Wir stärken unsere Kunden - in
Fertigung und Digitalisierung! Das ist unser
Vision-Mission-Statement. Mit unserem globalen Footprint,
den weitreichenden Service-Angeboten sowie
Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen bieten
wir alles integriert, durchgängig und nachhaltig aus
einer Hand - weltweit! Mit unseren TOP-Werten, einer
exzellenten Mannschaft, unseren geschätzten Kunden und
starken Partnern werden wir uns weiter zukunftsstark
ausrichten.
Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung
hebt DMG MORI die Prognose für das Gesamtjahr beim
Auftragseingang und Free Cashflow an: Wir planen nunmehr
einen Auftragseingang von rund 2,7 MRD € (zuvor: rd.
2,5 MRD €). Der Umsatz soll weiterhin rund 2,3 MRD
€ betragen. Beim EBIT gehen wir unverändert von
rund 180 MIO € aus. Der Free Cashflow soll bei rund
150 MIO € liegen (zuvor: rd. 130 MIO €). 2022
bleibt dennoch herausfordernd. Unsere Prognosen stehen
weiter unter dem Vorbehalt, dass sich die weltweiten Markt-
und Rahmenbedingungen nicht signifikant verändern.
dynamic . excellenceKONZERNSTRUKTUR // DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT(als Teil der "Global One Company" // Stand: August 2022)
1) Produktionsstart 2022
KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSSKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
KonzernbilanzAKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzern-Kapitalflussrechnungscrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
Konzern-SegmentberichterstattungBestandteil der ausgewählten Anhangangaben
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Ausgewählte Anhangangaben zum KonzernzwischenabschlussANWENDUNG DER VORSCHRIFTENDer Konzernabschluss der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT zum
31. Dezember 2021 ist nach den am Stichtag gültigen
International Financial Reporting Standards (IFRS) und
deren Interpretationen, wie sie in der EU anzuwenden sind,
aufgestellt worden. Der Konzernzwischenabschluss zum 30.
Juni 2022 wurde auf Basis des IAS 34 zur
Zwischenberichterstattung aufgestellt. Der
Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 und der
Zwischenlagebericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30.
Juni 2022 unterlagen weder einer Prüfung noch einer
prüferischen Durchsicht nach § 37w WpHG. Alle
Zwischenabschlüsse der in den Konzernzwischenabschluss
einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt,
die auch dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu
Grunde lagen. Unter Berücksichtigung von Sinn und
Zweck der Zwischenberichterstattung als einem auf den
Konzernabschluss aufbauenden Informationsinstrument und
unter Beachtung von IAS 1.112 verweisen wir auf den Anhang
zum Konzernjahresabschluss. Hier haben wir die angewandten
Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden und
die Ausübung von in den IFRS enthaltenen Wahlrechten
ausführlich dargestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie
die angewandten Konsolidierungsmethoden wurden im Vergleich
zum Geschäftsjahr 2021 (siehe dazu weitere
Erläuterungen im Konzernanhang per 31. Dezember 2021
im Geschäftsbericht auf Seite 105 ff.) beibehalten.
Durch die Einordnung der Türkei als Hochinflationsland
seit Juni 2022 fand erstmals der IAS 29 "Rechnungslegung in
Hochinflationsländern" Anwendung. Daneben wurden alle
zum 1. Januar 2022 verpflichtend anzuwendenden
IFRS-Änderungen und Neuerungen berücksichtigt.
Alle ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend anzuwendenden
IFRS-Änderungen und IFRS-Neuerungen haben keine
wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.
SAISONALE EINFLÜSSEAls weltweit tätiges Unternehmen ist der DMG
MORI-Konzern unterschiedlichen konjunkturellen
Entwicklungen ausgesetzt. In dem Kapitel
"Rahmenbedingungen" sind die Konjunktureinflüsse im
Berichtszeitraum detailliert beschrieben. Im ersten
Halbjahr 2022 war der weltweite Markt für
Werkzeugmaschinen weiterhin durch globale Liefer- und
Materialengpässe sowie steigende Preise für
Rohstoffe, Transport, Logistik und Energie gekennzeichnet.
Weitere Faktoren mit Einfluss auf den Geschäftsverlauf
waren die hohe Inflation, der anhaltende Krieg in der
Ukraine sowie die Corona-Pandemie. Branchenbedingte
saisonale Schwankungen sind im Jahresverlauf üblich
und können zu unterschiedlichen Umsätzen sowie
daraus resultierenden Ergebnissen führen.
KONSOLIDIERUNGSKREISDer DMG MORI-Konzern umfasste zum 30. Juni 2022
einschließlich der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 82
Unternehmen. Zusätzlich zu der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT wurden 71 Unternehmen im Rahmen der
Vollkonsolidierung in den Zwischenabschluss einbezogen. Im
Vergleich zum 31. Dezember 2021 veränderte sich die
Anzahl der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften nicht.
Im März hat die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH
zusammen mit einem Kooperationspartner die CCP Services
GmbH mit Sitz in Mühlheim an der Ruhr gegründet.
Die GILDEMEISTER Beteiligungen GmbH hält 45 % der
Anteile an der CCP Services GmbH. Die Gesellschaft wurde
als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und at equity in
den Konzernabschluss einbezogen.
Neben den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften
werden die DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS
PRIVATE LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation
Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation,
LLC., Narimanov (Russland), die DMG MORI HEITEC Digital
Kft., Budapest (Ungarn), die SparePartsNow GmbH, Aachen,
die up2parts GmbH, Weiden, die RUN-TEC GmbH, Niedenstein,
die German-Egyptian Company for Manufacturing Solutions
(GEMAS), Kairo (Ägypten) und die CCP Services GmbH,
Mühlheim an der Ruhr, als assoziierte Unternehmen
klassifiziert sowie die DMG MORI HEITEC GmbH, Erlangen, als
Gemeinschaftsunternehmen. Diese Gesellschaften werden at
equity in den Konzernzwischenabschluss einbezogen.
ERGEBNIS JE AKTIENach IAS 33 resultiert das Ergebnis je Aktie aus der
Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittlich
gewichtete Anzahl der Aktien. Dabei wird das Ergebnis nach
Steuern in Höhe von 71,8 MIO € um das Ergebnis
der Minderheiten in Höhe von 3,9 MIO € reduziert.
Zum 30. Juni 2022 gibt es wie im Vorjahr kein
verwässertes Ergebnis.
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GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG, BILANZ, KAPITALFLUSSRECHNUNGDie untenstehende Tabelle enthält eine
Überleitung der Umsätze für den Zeitraum 1.
Januar 2022 bis 30. Juni 2022 und den entsprechenden
Vorjahreszeitraum nach Absatzgebieten sowie der wichtigsten
Produkt- und Dienstleistungslinien auf die
berichtspflichtigen Segmente.
Das originäre Servicegeschäft umfasst im
Wesentlichen die LifeCycle Services rund um unsere
Maschinen (u. a. Ersatzteile, Wartung, Instandsetzung und
Schulung).
Weitere Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 15 zu
Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern und dem
Erbringen von Dienstleistungen sind im Konzernanhang per
31. Dezember 2021 im Geschäftsbericht auf Seite 122
dargestellt.
DMG MORI hat bei der Überprüfung des
erzielbaren Betrags für zwei Solarparks zum 30. Juni
2022 eine Wertaufholung von insgesamt 5,3 MIO €
identifiziert, die sich insbesondere aus gestiegenen
Strompreisen ergibt. Der erzielbare Betrag der beiden
Anlagen lag bei 8,1 MIO €. Der Betrag wurde in den
sonstigen betrieblichen Erträgen berücksichtigt
und in den Segmenten "Industrielle Dienstleistungen" und
"Corporate Services" ausgewiesen. Der zur Bestimmung des
Nutzungswertes verwendete Abzinsungsfaktor vor Steuern
betrug 4,6 % bzw. 7,6 %.
Der Ertragsteueraufwand in der Zwischenberichtsperiode
wird gemäß IAS 34.30(c) auf der Grundlage des
aktuell erwarteten effektiven Steuersatzes für das
Gesamtjahr ermittelt und nach der wirtschaftlichen
Betrachtungsweise ermittelt.
Gemäß IAS 34.16A sind für jede einzelne
Klasse von finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte anzugeben. Im
Anhang zum Konzernjahresabschluss per 31. Dezember 2021
sind die Wertansätze der Finanzinstrumente detailliert
erläutert. Die Bilanzierung zum 30. Juni 2022 ist
unverändert. Unterschiede zwischen Buchwerten und
beizulegenden Zeitwerten gibt es nicht. Durch die Anwendung
des IFRS 9 ergaben sich im ersten Halbjahr nur
unwesentliche Effekte.
Zum 1. Juli 2022 wurden 100 % der Anteile an der DMG
MORI Management GmbH, Bielefeld, an ein Tochterunternehmen
der DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan),
veräußert. Zusätzlich wurden 1 % der
Anteile an der DMG MORI India Pvt. Ltd., Bangalore (Indien)
an die DMG MORI COMPANY LIMITED, Tokio (Japan),
veräußert. Dem Verkauf lagen externe
Bewertungsgutachten zugrunde, die Verträge wurden zu
marktüblichen Konditionen abgeschlossen.
Damit hält die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT 49 % an
der DMG MORI India Pvt. Ltd., Bangalore (Indien), und
bilanziert diese ab diesem Zeitpunkt at equity.
Zum 30. Juni 2022 wurden daher alle Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten der beiden betroffenen Gesellschaften
gemäß IFRS 5 in der Bilanzposition "Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bzw.
"Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur
Veräußerung gehaltener Vermögenswerte"
dargestellt.
In Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
wurden zum 30. Juni 2022 Nutzungsrechte in Höhe von
47,4 MIO € (31.12.2021: 45,9 MIO €) sowie
Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 40,0 MIO €
(31.12.2021: 45,1 MIO €) bilanziert. Weitere
Erläuterungen zur Anwendung des IFRS 16 sind im
Konzernanhang per 31. Dezember 2021 im
Geschäftsbericht auf Seite 113 f. dargestellt.
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WESENTLICHE EREIGNISSE MIT AUSWIRKUNGEN AUF DIE RECHNUNGSLEGUNGAls Reaktion auf den Krieg in der Ukraine hatte DMG MORI
-umgehend nach Ausbruch des Krieges und noch vor Erlass der
Sanktionen - im Februar 2022 entschieden, in Russland
sowohl alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten als auch
die Produktion zu stoppen. Dies betrifft die Ulyanovsk
Machine Tools ooo in Ulyanovsk, die DMG MORI Rus ooo in
Moskau sowie alle Lieferungen von Maschinen, Ersatzteilen,
Komponenten und Services nach Russland.
Die Vermögenswerte von DMG MORI in Russland
betrugen zum 30. Juni 2022 rund 6 % der Konzernbilanzsumme.
Aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine wurde
zum 30. Juni 2022 die Werthaltigkeit von wesentlichen
Vermögenswerten, insbesondere der Sachanlagen, bei den
russischen Tochtergesellschaften überprüft. Dazu
wurden die auf den letztjährigen Unternehmensplanungen
basierenden Zahlungsmittelflüsse an aktuelle Annahmen
angepasst.
Diese Annahmen betreffen vor allem die erwarteten
Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung von DMG
MORI in Russland durch die Einstellung der
Geschäftsaktivitäten und die Sanktionen sowie
mögliche Enteignungen.
Ausgehend von den verwendeten Zahlungsmittelflüssen
zum 31. Dezember 2021 wurden unterschiedliche Szenarien
angenommen, die die verschiedenen Annahmen und deren Folgen
berücksichtigten. Anschließend wurde für
jedes Szenario eine separate Wertermittlung vorgenommen,
die jeweils mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet
wurde. Die daraus resultierenden Ertragswerte wurden dann
zu jeweils einem Erwartungswert verdichtet. Die so
ermittelten Erwartungswerte sind von hoher Unsicherheit und
Subjektivität geprägt, bilden nach unserer
Einschätzung aber einen Anhaltspunkt für die
Werthaltigkeit der wesentlichen Vermögenswerte.
Des Weiteren wurden die zum 30. Juni 2022 verwendeten
Kapitalkosten (WACC) für die Überprüfung der
Werthaltigkeit an die aktuelle Entwicklung angepasst und um
4,4 Prozentpunkte auf durchschnittlich 20,4 %
gegenüber dem 31. Dezember 2021 erhöht; dabei
wurden abhängig vom Zeitraum unterschiedlich hohe
Inflationszuschläge bei der Ermittlung der
Kapitalkosten verwendet.
Auf Basis der Szenarioanalysen sind zum 30. Juni 2022
Wertminderungen auf Vermögenswerte (Gebäude) in
Höhe von insgesamt 4,1 MIO € erfasst worden, die
in der Gewinn-und Verlustrechnung in der Position
Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen und im
Segment "Industrielle Dienstleistungen" berücksichtigt
wurden.
Rechnungslegung in Hochinflationsländern - IAS 29Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen in
Hochinflationsländern werden gem. IAS 29
"Rechnungslegung in Hochinflationsländern"
umgerechnet. Dies betrifft im Geschäftsjahr 2022
erstmalig die DMG MORI ISTANBUL MAKINE TICARET VE SERVIS
LIMITED SIRKETI mit Sitz in Istanbul (Türkei).
Aufgrund der Hochinflation werden die Aktivitäten in
der Türkei nicht mehr auf Basis historischer
Anschaffungsund Herstellungskosten bilanziert, sondern
bereinigt um die Einflüsse der Inflation.
Außerdem werden die den geänderten
Kaufkraftverhältnissen entsprechenden Aufwands- und
Ertragsposten einschließlich des Jahresergebnisses
inflations-bereinigt. Die Buchwerte der nicht
monetären Bilanzposten sowie die Aufwands- und
Ertragsposten der Gesellschaft wurden vor einer Umrechnung
in Euro auf Grundlage des Consumer Price Index Turkey (CPI
Turkey) zur Messung der Kaufkraft an die in diesem
Geschäftsjahr eingetretenen Preisänderungen
angepasst. Der Preisindex lag am 1. Januar 2021 bei 114,57,
am 31. Dezember 2021 bei 155,91 und am 30. Juni 2022 bei
221,92.
Aus der Anpassung der Eröffnungsbilanz des
Tochterunternehmens zum 1. Januar 2022 sowie der
Schlussbilanz zum 30. Juni 2022 ergab sich ein Effekt in
Höhe von 0,7 MIO € bzw. 1,2 MIO €, der
jeweils ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt
wurde.
Der sich aus der Indizierung zum 30. Juni 2022 ergebende
Verlust aus der Nettoposition von monetären Posten in
Höhe von -0,6 MIO € wurde erfolgswirksam in den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
GESAMTERGEBNISRECHNUNGDas Gesamtergebnis zum 30. Juni 2022 in Höhe von
149,4 MIO € setzt sich aus dem Ergebnis nach Steuern
(71,8 MIO €) sowie aus dem "Sonstigen Ergebnis nach
Steuern" (77,6 MIO €) zusammen. Das Ergebnis nach
Steuern, die erfolgsneutral berücksichtigte
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts einer
Beteiligung sowie die Unterschiedsbeträge aus der
Währungsumrechnung erhöhten im Wesentlichen das
Gesamtergebnis. Saisonal bedingte bzw. ungleich im
Geschäftsjahr verteilte Aufwendungen und Erträge
hatten keinen wesentlichen Einfluss.
EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNGDas Eigenkapital erhöhte sich insgesamt um 149,4
MIO € auf 1.551,2 MIO €. Die nicht beherrschenden
Anteile am Eigenkapital nahmen um 4,5 MIO € auf 21,5
MIO € zu.
Das Konzernergebnis in Höhe von 71,8 MIO €
sowie die erfolgsneutral berücksichtigten
Währungsänderungen erhöhten das
Eigenkapital. Zudem führten die erfolgsneutral
berücksichtigte Neubewertung von leistungsorientierten
Versorgungsplänen sowie die Veränderung des
beizulegenden Zeitwerts einer Beteiligung zu einer
Erhöhung des Eigenkapitals.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNGIm Rahmen der Segmentberichterstattung werden die
Geschäftsaktivitäten des DMG MORI-Konzerns
gemäß den Regelungen des IFRS 8 in die
Geschäftssegmente "Werkzeugmaschinen", "Industrielle
Dienstleistungen" und "Corporate Services" abgegrenzt. Die
Segmentierung folgt der internen Steuerung und
Berichterstattung auf Basis unterschiedlicher Produkte und
Dienstleistungen.
In Lizenz produzierte Maschinen der DMG MORI COMPANY
LIMITED fließen in die "Werkzeugmaschinen" ein. Der
Handel mit Produkten der DMG MORI COMPANY LIMITED wird in
den "Industriellen Dienstleistungen" berücksichtigt.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2021 erfolgte keine
Veränderung in der Abgrenzung der Segmente bzw.
Ermittlung der Segmentergebnisse. Die
Geschäftstätigkeit der Segmente wird im
Konzernanhang zum 31. Dezember 2021 auf Seite 163 ff.
ausführlich erläutert.
ANGABEN ZU BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENWie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2021 dargestellt,
bestehen weiterhin zahlreiche Geschäftsbeziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen, die
unverändert zu marktüblichen Bedingungen
abgewickelt werden. Nahestehende Unternehmen sind
gemäß IAS 24.9 (b) alle Gesellschaften, die zur
Unternehmensgruppe der DMG MORI COMPANY LIMITED
gehören oder an denen die DMG MORI COMPANY LIMITED
beteiligt ist. Der Ausweis der Beziehungen zu nahestehenden
Unternehmen in der Bilanz wird, analog zum Konzernabschluss
per 31. Dezember 2021, differenziert dargestellt.
Die CCP Services GmbH, Mühlheim an der Ruhr, die
RUN-TEC GmbH, Niedenstein, die German-Egyptian Company for
Manufacturing Solutions, Kairo (Ägypten), die
SparePartsNow GmbH, Aachen, die up2parts GmbH, Weiden, die
DMG MORI Finance GmbH, Wernau, die INTECH DMLS PRIVATE
LIMITED, Bangalore (Indien), die Pragati Automation Pvt.
Ltd., Bangalore (Indien), die Vershina Operation, LLC.,
Narimanov (Russland) sowie die DMG MORI HEITEC Digital
Kft., Budapest (Ungarn), werden als assoziierte Unternehmen
klassifiziert, die DMG MORI HEITEC GmbH als
Gemeinschaftsunternehmen. Sonstige nahestehende Unternehmen
zum DMG MORI-Konzern sind alle übrigen Gesellschaften,
die zum Konsolidierungskreis der DMG MORI COMPANY LIMITED
gehören.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat der DMG MORI GmbH
ein Darlehen gewährt. Im zweiten Quartal ist das
Darlehen um 100,0 MIO € auf 440,0 MIO €
erhöht worden (31.12.2021: 340,0 MIO €). Der
Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen
abgeschlossen. Die Konditionen sind unverändert. Der
Ausweis erfolgt in der Bilanz in den Forderungen
gegenüber sonstigen nahestehenden Unternehmen.
Die DMG MORI Manufacturing Solutions Pinghu Co., Ltd.,
Pinghu (China) ein Tochterunternehmen der DMG MORI AG, hat
von der DMG MORI (TIANJIN) Manufacturing CO., Ltd., ein
sonstiges nahestehendes Unternehmen, ein Darlehen in
Höhe von 9,9 MIO € (31.12.2021: 4,1 MIO €)
erhalten. Der Vertrag wurde zu marktüblichen
Konditionen abgeschlossen.
Es besteht ein Beherrschungs- und
Gewinnabführungsvertrag gemäß §§
291ff. AktG zwischen der DMG MORI GmbH (herrschendes
Unternehmen) und der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT
(beherrschtes Unternehmen).
EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGEs sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem
Zwischenabschlussstichtag eingetreten.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bielefeld, 4. August 2022
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Zukunftsbezogene AussagenDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen,
die auf aktuellen Einschätzungen des Managements
über künftige Entwicklungen beruhen. Solche
Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und
bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen
Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch der
Entwicklung in der Ukraine oder den Auswirkungen der
Corona-Pandemie, die dazu führen können, dass die
tatsächlichen Verhältnisse einschließlich
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder
negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben
werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und
Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass
eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder
Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark
von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und
geschäftlichen Lage (einschließlich
Margenentwicklungen in den wichtigsten
Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession)
betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse,
Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer
Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche
gleichermaßen von Veränderungen des
wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede
bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes
der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt
wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in
verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr
unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten
ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei
Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei
Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise
durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter
gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung
der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen
bei Zinssätzen und Währungskursen, der
Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der
Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität
und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und
Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das
Kreditgeschäft sowie des zukünftigen
wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in
denen wir tätig sind; Herausforderungen der
Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung
von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten
Synergieeffekte und anderer wesentlicher
Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender
Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder
den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung
der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden
Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI;
Änderungen in der Geschäftsstrategie;
Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich
der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von
Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder
Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von
offenen Ermittlungen und anhängigen
Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen
staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser
Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG
MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren
und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die
Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als
unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als
erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt,
geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen
abweichen. Es ist von derDMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder
beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung,
zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an
Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des
Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen
sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin
genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu
verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren:
die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld,
Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in
Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist
(mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht.
Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG
MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG
MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i.S.d. § 17
AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One
Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen
Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher
Tochtergesellschaften.
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