DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldGesonderter nichtfinanzieller Konzernbericht 2022Think green:Vorstandsvorsitzender Christian Thönes (Mitte)
setzt mit seinen Vorstandskollegen Björn Biermann (r.)
und Michael Horn auf den strategischen Fit aus
Automatisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
NATÜRLICH NACHHALTIG - DMG MORI GREEN ECONOMYErfolgreich wirtschaften heißt nachhaltig
wirtschaften! Das ist für uns selbstverständlich.
Ein hohes Maß an Prozessintegration, ganzheitliche
Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen -
zukunftsstarke Technologielösungen von DMG MORI
schonen Ressourcen, Klima und Umwelt und leisten so einen
positiven Beitrag für mehr Nachhaltigkeit. Kurz: Unser
strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und
Nachhaltigkeit geht voll auf und ist genau richtig. Heute
mehr denn je.
Nachhaltigkeit und Technologieführerschaft bilden
bei DMG MORI eine Symbiose, die wir aktiv leben: Als ein
weltweiter Technologieführer übernimmt DMG MORI
ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der
gesamten Wertschöpfungskette. Vom Rohstoff bis zum
Recycling - Nachhaltigkeit ist fest in sämtliche
Strukturen und Prozesse integriert. Unsere
Fertigungslösungen sind ressourcenschonend produziert,
hochqualitativ, langlebig, recycelbar und maximal
effizient. Auch bei unseren Kunden steht Nachhaltigkeit
immer mehr im Fokus. Wir geben ihnen neben
energieeffizienten Maschinen auch leistungsstarke Tools an
die Hand, um ihre Produktion effizient und dynamisch zu
gestalten.
1. GREENMACHINE - die ressourcenschonend produzierte Maschine (Scope 1, 2 und 3 Upstream)DMG MORI hat über den Klima-Dreiklang "Vermeiden
-Reduzieren - Kompensieren" bereits seit 2020 einen
ausgeglichenen Company Carbon Footprint und seit 2021 auch
einen ausgeglichenen Product Carbon Footprint. Weitere
Informationen stehen im Kapitel "Klima und Umwelt" auf
Seite 24 ff. Wir vermeiden und reduzieren Emissionen, wo
immer möglich. Nicht vermeidbare Emissionen gleichen
wir über CO
2-Zertifikate aus. Dies umfasst direkte und
indirekte Emissionen der eigenen Wertschöpfung sowie
indirekte Emissionen aus vorgelagerten Prozessen entlang
der Lieferkette (Scope 1, 2 und 3 Upstream). Gleichzeitig
arbeiten wir intensiv mit unseren Lieferanten daran, auch
ihre CO
2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Unser
Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 und unser
Umweltmanagement nach ISO 14001 zertifiziert.
2. GREENMODE - der ressourceneffiziente Maschinenbetrieb beim KundenDMG MORI-Maschinen schonen auch im Betrieb beim Kunden
nachhaltig die Umwelt. Mit GREENMODE erhöhen wir
konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer
Maschinen (Scope 3 Downstream), zum Beispiel durch
verbrauchsoptimierte Komponenten, wie LED-Beleuchtung, hoch
effiziente Antriebe nach IE3, die Rückspeisung von
Bremsenergie, eine intelligente Regelung von Aggregaten
sowie die Optimierung von bewegten Massen anhand von
FEM-Simulationen. Mit der CELOS-APP "ENERGYSAVING" sparen
unsere Kunden bis zu 20 % Energie im Maschinenbetrieb und
reduzieren zugleich deutlich die Prozesszeit. Unsere
recyclingorientierte Produktentwicklung nach VDI 2243 sorgt
dafür, dass wir in stets zunehmendem Maße
recyclebare und recycelte Materialien in unserer Fertigung
einsetzen.
3. GREENTECH - unser Know-how für grüne TechnologienThink green - and think big! DMG MORI forciert weltweit
die Herstellung und Weiterentwicklung grüner
Technologien. Wir sind ein Innovationsführer bei der
Produktion umweltschonender Technologie: Viele unserer
Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative
Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke,
die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität.
Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive
Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem
Gewicht, optimierter Funktionalität sowie minimalen
Transportwegen ressourcenschonend gefertigt werden. In den
DMG MORI Excellence Centern unterstützen wir Kunden
mit unserem gebündelten Know-how von der Idee bis zum
fertigen Produkt.
DMG MORI ist global eines der nachhaltigsten
Industrieunternehmen. Unsere DMG MORI GREEN ECONOMY setzt
neue Maßstäbe. Für uns ist eine
ressourcenschonende Maschinenherstellung bereits heute
gelebte Realität. Unter DMG MORI GREEN ECONOMY fassen
wir sämtliche Initiativen zur "100 % grünen
Maschine" zusammen (→Klima und Umwelt, Seite 24 ff.):
1. GREENMACHINE
2. GREENMODE
3. GREENTECH
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der
Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Mit unseren
hochpräzisen, nachhaltigen Werkzeugmaschinen und
ganzheitlichen Technologien schaffen wir Chancen, das Leben
von Generationen zu verbessern. Neben Umwelt- und
Klimaschutz fokussieren wir die Zufriedenheit und
Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir fördern und
fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten
auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns
für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen
Aktionen.
Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17
Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor.
Bei der Umsetzung sind wir alle gefordert. Wir sprechen
deshalb über unser Engagement - intern und extern,
auch um andere zu motivieren. Um einen Beitrag zu den SDGs
zu leisten, nehmen wir uns konkrete eigene Ziele vor: Mit
unseren DMG MORI Energiesparwettbewerben fordern wir unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, Ideen umzusetzen und
den Energieverbrauch bei DMG MORI nachhaltig zu senken.
Seit September 2021 hat sich DMG MORI zu den Zielen der
Initiative "Science Based Targets" selbst verpflichtet, die
sich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf
maximal 1,5 °C zu begrenzen. Dafür wollen wir bis
2030 unsere Emissionen in Scope 1 & 2 um 46,2 % sowie
in Scope 3 um mindestens 13,5 % reduzieren (Basisjahr:
2019). Dieses Ziel wollen wir im laufenden
Geschäftsjahr auf 27,5 % erhöhen. Darüber
hinaus setzen wir die Empfehlungen der "Task Force on
Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) für eine
freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter
Informationen um. 2022 gehörte DMG MORI im Bereich
Klimaschutz erneut von über 1.000 Bewerbern zu den
TOP- Unternehmen für den Deutschen
Nachhaltigkeitspreis, dem größten Wettbewerb
dieser Art in Europa. Allein die Nominierung zeigt, dass
unser hoher Einsatz für das Klima als Spitzenleistung
gewertet wird. Von dem weltweit renommierten
Bewertungsinstitut EcoVadis hat DMG MORI die
Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit
gehören wir zu den TOP 1 % von über 35.000
bewerteten internationalen Unternehmen.
DMG MORI steht auch in Zukunft für nachhaltige
Technologien, TOP-Werte und Innovationen für Mensch
und Umwelt. Wie erfolgreich DMG MORI bereits heute in
Sachen "Sustainability" ist und welche Ziele wir verfolgen,
zeigt dieser Nachhaltigkeitsbericht. Willkommen in der DMG
MORI GREEN ECONOMY!
scrollen
UNTERNEHMENSPROFILDMG MORI ist ein weltweit führender Hersteller von
hochpräzisen Werkzeugmaschinen und nachhaltigen
Technologien, die im Zentrum weltweiter
Wertschöpfungsketten stehen. Bei der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT arbeiten rund 6.800 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die einen Umsatz von über 2,3 MRD €
erwirtschaften. Gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED
liegt der Umsatz bei rund 3,4 MRD €. In der "Global
One Company" sind mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in direktem Kontakt zu über 100.000 Kunden
aus 57 Branchen. DMG MORI ist global präsent in 88
Ländern mit 16 Produktionswerken, 113 Vertriebs- und
Servicestandorten.
Der strategische Fit aus Automatisierung,
Digitalisierung und Nachhaltigkeit passt perfekt zu unserem
Vision-Mission-Statement: Wir stärken unsere Kunden in
Fertigung und Digitalisierung! Wir wollen weltweit der
attraktivste Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und
nachhaltigen Produkten sein!
Ganzheitliche Automatisierungs- und durch gängige
Digitalisierungslösungen erweitern das
Kerngeschäft mit Dreh- und Fräsmaschinen,
Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing. Unser
gesamtes Fertigungs-Know-how aus über 152 Jahren
bündeln wir in Technologie-Exzellenz für die
Fokusbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold sowie
Medical und Semiconductor. Unsere kundenorientierten
Services begleiten den gesamten Lebenszyklus einer
Werkzeugmaschine - inklusive Training, Instandsetzung,
Wartung und Ersatzteilservice.
DMG MORI ist eines der nachhaltigsten
Industrieunternehmen weltweit. Unsere innovativen
Lösungen leisten einen entscheidenden Beitrag für
Mensch und Umwelt. Die Verbindung von Maschinen,
Technologien, Anwendern, Automatisierung und
Digitalisierung ermöglicht einen hohen Grad an
Prozessintegration für eine ressourcenschonende und
effiziente Produktion. Getreu unserem Motto: dynamic .
Excellence.
SEGMENTE DER DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTHEADQUARTER: BIELEFELDscrollen
Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im
Gesch.ftsbericht 2022 auf Seite 38 ff., Seite 42 und Seite
183.
NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE UND-MANAGEMENTNachhaltigkeit und Technologieführerschaft bilden
bei DMG MORI eine Symbiose, die wir aktiv leben. Wir
übernehmen ganzheitlich Verantwortung entlang der
gesamten Wertschöpfungskette - vom Rohstoff bis zum
Recycling.
Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der
Umsetzung unserer Unternehmensstrategie. Unser
strategischer Fit aus Automatisierung, Digitalisierung und
Nachhaltigkeit ist genau richtig - heute mehr denn je. Mit
hochpräzisen, nachhaltigen Werkzeugmaschinen und
ganzheitlichen Technologien schaffen wir Chancen, das Leben
von Generationen zu verbessern.
Neben Umwelt- und Klimaschutz fokussieren wir die
Zufriedenheit, Gesundheit und Wertschätzung unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern und
fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten
auf Compliance in allen Belangen, machen uns stark für
Menschenrechte und engagieren uns für das Gemeinwohl
mit Spenden und verschiedenen Aktionen. Die Agenda 2030 der
Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development
Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Bei der Umsetzung sind
wir alle gefordert.
Durch ein hohes Maß an Prozessintegration,
ganzheitliche Automatisierungs- und
Digitalisierungslösungen schonen zukunftsstarke
Technologielösungen von DMG MORI Ressourcen, Klima und
Umwelt und leisten so einen positiven Beitrag für mehr
Nachhaltigkeit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der
DMG MORI GREEN ECONOMY. Mit unseren ganzheitlichen
Initiativen für eine ressourcenschonende
Maschinenherstellung und maximal effiziente Produktion
setzen wir immer neue Maßstäbe. Wir
übernehmen von Anfang an Verantwortung. Nachhaltigkeit
ist eine grundsätzliche Anforderung an alle Prozesse:
von der ersten Idee in der Entwicklung über die
Beschaffung und Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden
und der Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus. Unser
360°-Ansatz wird gestützt durch eine systematische
Erfassung spezifischer Kennzahlen, um unsere
Maßnahmen zu validieren und zu steuern sowie eine
umfassende Information und Integration unserer Mitarbeiter
bei Nachhaltigkeitsthemen.
GEMEINSAM ENGAGIERENscrollen
Für maximale Ressourcenschonung setzen wir auf eine
hohe Qualität und Energieeffizienz unserer Produkte
und Serviceleistungen. Durch den Dreiklang "Vermeiden -
Reduzieren -Kompensieren" erreichen wir eine
ressourcenschonende Wertschöpfung.
Der Nachhaltigkeitsbericht enthält den gesonderten,
nichtfinanziellen Konzernbericht 2022 und informiert
über Fortschritte bei der Umsetzung unserer
Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erfüllen die
gesetzlichen Bestimmungen gemäß §§
315c i. V. m. 289c bis 289e Handelsgesetzbuch (HGB) und
gehen zudem mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben
darüber hinaus. Dabei orientieren wir uns an den
Standards der Global Reporting Initiative (GRI), die im
Berichtsjahr grundlegend überarbeitet wurden. DMG MORI
hat sich bewusst entschieden, diesen neuen GRI-Standards
nicht mehr vollständig zu entsprechen. Stattdessen
bereiten wir uns bereits jetzt intensiv auf die
umfangreichen, neuen gesetzlichen Anforderungen vor, die
wir erstmals für das Berichtsjahr 2024 anwenden und
richten unseren Nachhaltigkeitsbericht sukzessive darauf
aus. Bei den nach HGB verpflichtenden Angaben für das
Ergebnis der Konzepte und Key-Performance-Indicators (KPIs)
nach § 289 Abs. 3 HGB verwenden wir die weiterhin
gültigen "Themenspezifischen Standards" des GRI. Damit
wollen wir eine konsistente Berichterstattung
sicherstellen.
Der Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die
Anforderungen an die Berichterstattung gemäß
Artikel 8 der Verordnung 2020 / 852 / EU des
europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni
2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur
Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur
Änderung der Verordnung 2019 / 2088 / EU (→Klima
und Umwelt, Seite 33 ff.). Im GRI-Content-Index unter
"Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB" stellen
wir die Abgrenzung bzw. die gesetzlich verpflichtenden
Inhalte dar. Berichtsinhalte, die von der
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einer Prüfung mit
begrenzter Sicherheit unterzogen wurden, sind im
GRI-Content-Index auf Seite 74 ff. gekennzeichnet durch:
✓
Unsere Nachhaltigkeitsthemen identifizieren und
definieren wir mit einer Wesentlichkeitsanalyse. Diese
berücksichtigt interne Perspektiven, externe
Stakeholder und Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte.
Hierfür haben unsere DMG MORI
Nachhaltigkeitskoordinatoren Themen vorausgewählt, zum
Beispiel aus Lieferantenleitfäden oder
Kundenfragebögen, diese erörtert sowie
festgelegt. Unsere Einschätzung dieser Themen
überprüfen wir jährlich. Im Berichtsjahr gab
es keine Änderungen in der Bewertung.
Die Wesentlichkeitsmatrix (Abbildung 01) ist in die
Kategorien "geringe, mittlere und hohe Wesentlichkeit''
eingeteilt und stellt die Bewertung der Themen in drei
Dimensionen zusammenfassend dar:
scrollen
Unser Nachhaltigkeitsbericht 2022 fokussiert erneut die
Themen in der Kategorie "hohe Wesentlichkeit", die auch die
Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagementsystems bilden. Die
Schwerpunkte dieses Managementsystems beschreiben wir zudem
in unserem konzernweit gültigen "Corporate
Responsibility "-Handbuch.
Die Handlungsfelder ordnen wir entlang unserer gesamten
Wertschöpfungskette ein (Abbildung 02). Schwarz
hervorgehoben sind Themen, auf die wir direkt Einfluss
nehmen -zum Beispiel durch interne und externe
Informationen, Maßnahmen oder Konzepte.
Das Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, einen
möglichst positiven Beitrag für Mensch,
Gesellschaft und Umweltschutz zu leisten. Durch unsere
Geschäftstätigkeit sollen keine negativen
Auswirkungen entstehen. Dabei berücksichtigten wir
selbstverständlich fortlaufend neue gesetzliche
Anforderungen. Im Berichtsjahr haben wir uns weiterhin
insbesondere mit der EU-Taxonomie in Bezug auf
Nachhaltigkeit sowie dem
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz befasst (→Klima
& Umwelt, Seite 24 ff., Partner- und
Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
Mit unserem ganzheitlichen Ansatz liegen wir absolut
richtig: Für unser Nachhaltigkeits-Engagement wurden
wir im Berichtsjahr für den Deutschen
Nachhaltigkeitspreis 2023 nominiert und von weiteren
Instituten mehrfach ausgezeichnet: Von dem weltweit
renommierten Institut EcoVadis hat DMG MORI die
Platin-Medaille im Sustainability Rating erhalten. Damit
gehören wir zu den besten 1 % von über 35.000
bewerteten internationalen Unternehmen. Focus Money ehrte
DMG MORI für "Deutschlands beste Nachhaltigkeit". Das
renommierte F.A.Z.-Institut verlieh das Prädikat
"Innovationschampion in der Nachhaltigkeit". Weitere
Auszeichnungen für Fairness, Reputation und
Arbeitgeberqualitäten unterstreichen unser Engagement
als attraktiver Arbeitgeber und unsere exzellente
Unternehmenskultur. Für ein herausragendes Ergebnis im
Bereich ressourceneffiziente Produktion wurde DMG MORI
für den Standort Pfronten mit dem "Lean & Green
Management Award 2022" ausgezeichnet. Auch die Stiftung
"Allianz für Entwicklung und Klima" beschreibt in
ihrem Jahresbericht unser Nachhaltigkeitsengagement als
"good practice".
TOP-LeistungVon dem international renommierten Institut EcoVadis hat
DMG MORI die Platin-Medaille im Sustainability Rating
erhalten. Damit gehören wir zu den besten 1 % von
über 35.000 weltweit bewerteten Unternehmen. Das
CSR-Rating umfasst die Kategorien Umwelt, Arbeits- und
Menschenrechte, Ethik sowie nachhaltige Beschaffung.
Blue CompetenceWir sind Partner der Nachhaltigkeitsinitiative Blue
Competence des Verbandes Deutscher Maschinen- und
Anlagenbau e. V. (VDMA). Mit unserer Partnerschaft
verpflichten wir uns zur Einhaltung der zwölf
Nachhaltigkeitsleitsätze des Maschinen- und
Anlagenbaus.
Allianz für Entwicklung und KlimaWir engagieren uns freiwillig für die Umsetzung der
UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags. Deshalb sind
wir seit 2019 Mitglied der "Allianz für Entwicklung
und Klima".
DMG MORI verpflichtet sich zu klaren Grundsätzen
und Wertmaßstäben. Der im Berichtsjahr umfassend
überarbeitete "DMG MORI Verhaltenskodex" definiert
diese u. a. in Bezug auf die wichtigen
Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt und
Lieferkette. Wir beschreiben darin unsere selbst gesteckten
Ziele und Regeln, mit denen wir uns zu
verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und
rechtmäßigem Handeln sowie einer nachhaltigen
Wertschöpfung verpflichten. Damit bildet der
Verhaltenskodex die Grundlage für unsere
Nachhaltigkeitsstrategie und unser
Nachhaltigkeitsmanagement.
Ebenfalls berücksichtigt der Verhaltenskodex
aktuelle Branchenstandards und Kundenanforderungen. Vor dem
Hintergrund des seit 1. Januar 2023 geltenden
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes haben wir unser
Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte bekräftigt
und weiter präzisiert. Im Fokus stehen eine
existenzsichernde Vergütung und angemessene
Arbeitszeiten, das Recht auf Vereinigungsfreiheit und
Kollektivverhandlungen, die Förderung von Vielfalt und
Chancengleichheit, der Schutz lokaler Gemeinschaften und
die Ablehnung jeglicher Form von Kinder- oder Zwangsarbeit,
Menschenhandel oder moderner Sklaverei.
In unserem Intranet "DMG MORI ONE" informieren wir zu
ausgewählten Themen aus dem Verhaltenskodex und
über unsere Richtlinien. Darüber hinaus hat jeder
Mitarbeiter das Recht und die Pflicht, sich über den
aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren.
Neue Mitarbeiter erhalten beim Onboarding stets den
Verhaltenskodex. Zudem erhielten sämtliche Mitarbeiter
die aktualisierte Version. Für alle gilt: Der Erhalt
ist verbindlich zu bestätigen. DMG MORI erwartet von
allen, die darin beschriebenen Grundsätze einzuhalten
und weiterzugeben. Dasselbe gilt für unsere
Geschäftspartner, insbesondere für unsere
Lieferanten.
Unsere Führungskräfte sollen den Mitarbeitern
ein Vorbild sein und den Kodex aktiv vorleben. Dazu
führen wir beispielsweise Schulungen durch.
Ergänzend geben ihnen unsere "Leading Principles"
Leitlinien für eine nachhaltige Führungskultur an
die Hand.
Aufbau & ManagementNachhaltigkeit ist Chefsache. Die Abteilung "Corporate
Responsibility" bündelt die Themen Nachhaltigkeit und
Compliance und berichtet direkt an den Vorstand als
höchstes Entscheidungsorgan.
Stakeholder-DialogWir stehen mit unseren Stakeholdern im Austausch. Ihre
Meinungen, Fragen und Anmerkungen liefern dem "Corporate
Responsibility"-Management wichtige Impulse und
beeinflussen mittelbar und unmittelbar unser Handeln.
Deshalb ist ein kontinuierlicher, konstruktiver Austausch
mit ihnen in unserem "Corporate Reponsibility"-Handbuch
festgelegt und wird aktiv gefördert. Der
Verhaltenskodex bildet dabei die Basis für den Umgang
mit all unseren Stakeholdern.
Zur weiteren Entwicklung unserer
Nachhaltigkeitsstrategie tragen zudem der gezielte
Austausch und die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit
Arbeitnehmervertretern sowie mit den
interdisziplinären Nachhaltigkeitskoordinatoren bei.
Die Nachhaltigkeitskoordinatoren haben bei der
Wesentlichkeitsanalyse die "besonders wesentlichen
Stakeholder" festgelegt und überprüfen diese
regelmäßig (→Abbildung 04). Ergänzend
sind beispielhafte, relevante Dialogformen mit diesen
Stakeholdern aufgeführt. Mit dem "DMG MORI ONE" steht
uns eine interaktive Plattform für den internen
Austausch mit und zwischen allen Mitarbeitern zur
Verfügung. So erhalten wir zu verschiedenen
Nachhaltigkeitsthemen direktes Feedback und können u.
a. gezielt Umfragen starten. Zudem analysieren wir die
Rückmeldungen unserer Stakeholder sowie Kommentare zu
den Nachhaltigkeitsaspekten in unseren
Social-Media-Kanälen. Es zeigt sich: Unsere
Stakeholder interessieren sich für vielfältige
Themen. Insgesamt decken sich die Ergebnisse mit unserer
Einschätzung der Wesentlichkeit.
Ein wichtiges Thema für alle unsere Stakeholder ist
der Russland-Krieg in der Ukraine. DMG MORI hatte umgehend
nach Ausbruch des Krieges sämtliche Aktivitäten
in Russland ganzheitlich gestoppt. Dies umfasst die
Produktion in Ulyanovsk sowie alle Vertriebs-, Service- und
Trainingsaktivitäten in Russland sowie alle
Lieferungen von Maschinen, Ersatzteilen, Komponenten und
Services nach Russland.
Wir informieren alle Stakeholder fortlaufend mit
geeigneten Maßnahmen, wie Presse-Mitteilungen oder
internen Announcements über relevante Themen.
Wirtschaftliche Auswirkungen sind unserer
Finanzberichterstattung und dem Geschäftsbericht zu
entnehmen. Ergänzend stehen unseren Mitarbeitern im
"DMG MORI ONE" regelmäßig aktualisierte,
umfangreiche Informationen zur Verfügung
(→Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Seite 50 ff.).
Im Berichtsjahr informierte der Vorstand zudem erneut
alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter digital über die
strategische Ausrichtung von DMG MORI. Im Fokus standen
dabei die live gestellten Fragen der Mitarbeiter an den
Vorstand.
Unsere umfassenden Kommunikationsmaßnahmen tragen
sowohl intern als auch extern dazu bei, Nachhaltigkeit fest
in alle Strukturen und Prozesse von DMG MORI zu verankern.
So schaffen wir Transparenz für unsere Stakeholder und
zeigen ihnen deutlich: Nachhaltigkeit ist bei DMG MORI
integraler Bestandteil in allen Bereichen - bei
Entwicklungs- und Designprozessen, unserer
Einkaufsstrategie, in der Produktion sowie bei
administrativen Tätigkeiten.
HinweisgebersystemWir ermutigen alle unsere Stakeholder, den Verdacht auf
eine Verletzung geltender Bestimmungen oder unserer DMG
MORI Richtlinien umgehend und anonym zu melden.
Hierfür stehen unser Responsibility-Helpdesk
(responsibility@dmgmori.com) oder ein externer
Vertrauensanwalt, Dr. Carsten Thiel von Herff LL. M.
(https://report-tvh.com), zur Verfügung. Die
Kontaktdaten finden sich im Verhaltenskodex, im "DMG MORI
ONE" und auf unserer Website. Hier finden sich auch weitere
detaillierte Informationen zum Hinweisgebersystem. Denn
Hinweisgeber sind für uns eine wertvolle und
hilfreiche Quelle, um mögliches Fehlverhalten
aufzudecken, zu unterbinden und unverzüglich
Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, um eventuelle Folgen
abzumildern. Wir schützen sie selbstverständlich
vor diskriminierenden oder disziplinarischen
Maßnahmen und tolerieren keine gegen den Hinweisgeber
gerichteten Vergeltungshandlungen. Mit diesem
Hinweisgebersystem erfüllen wir gleichzeitig die
Anforderungen an das Beschwerdeverfahren nach dem deutschen
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.
Monitoring und VerbesserungUnsere bestehenden Prozesse prüfen und erweitern
wir fortlaufend. Nachhaltigkeitsthemen sind fester
Bestandteil der jährlichen Fragebögen an die
Geschäftsführung, um Handlungsbedarfe umfassend
und zeitnah zu identifizieren. Zudem gelten für
Nachhaltigkeit die gleichen Eskalations- und
Berichtsprozesse wie für Compliance.
Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter
Berücksichtigung bestehender Grundsätze und
Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken,
die die Wesentlichkeitskriterien gemäß §
289 c (3) Nr. 3 und 4 HGB erfüllen. Die
Risikobewertung der Nachhaltigkeitsthemen ist in unser
"Risk-Assessment" integriert (→Compliance, Seite 61
ff.).
Engagement für Klima und UmweltDie Non-Profit-Organisation "Carbon Disclosure Project"
(CDP) hat DMG MORI im Berichtsjahr mit einem "C-Rating"
ausgezeichnet. CDP bewertet jedes Jahr das Engagement von
Unternehmen, Kommunen und Ländern im Bereich Umwelt-
und Klimaschutz anhand eines umfangreichen
Kriterienkatalogs.
Bekenntnis zur VielfaltWir setzen uns für eine wertschätzende und
vorurteilsfreie Organisationskultur in der Arbeitswelt ein.
Dazu haben wir uns 2019 freiwillig verpflichtet.
CEOs bekennen FarbeWir unterstützen die Initiative "Pro
Recyclingpapier" und die dazugehörige Kampagne "CEOs
bekennen Farbe". Seit 2019 beziehen unsere deutschen
Standorte 100 % recyceltes DIN A3 und DIN A4 Papier, das
mit dem "Blauen Engel" zertifiziert ist.
KLIMA UND UMWELTDMG MORI ist eines der nachhaltigsten
Industrieunternehmen weltweit - dieser hohe Anspruch ist
unser Ansporn. Wir übernehmen ganzheitlich
Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten
Wertschöpfungskette: von unseren Lieferanten über
unsere Produktentwicklung und Produktion bis hin zu unseren
Kunden.
Bei DMG MORI bilden Nachhaltigkeit und
Technologieführerschaft seit vielen Jahren eine
Symbiose. Wir übernehmen Verantwortung, um Klima und
Umwelt zu schonen und insbesondere einen Beitrag zur
Dekarbonisierung zu leisten. Dafür verfolgen wir einen
360°-Ansatz: Wir fokussieren weltweit ein
ressourceneffizientes, klima- und umweltfreundliches
Verhalten bei DMG MORI und bei unseren Partnern. Wir
handeln aktiv in jedem Abschnitt unserer
Wertschöpfungskette und setzen auf nachhaltige
Geschäftsmodelle. Wir sparen, wo immer möglich,
Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette
ein: in den vorgelagerten Prozessen unserer Lieferkette,
unserer eigenen Produktion, beim Maschinenbetrieb bei
unseren Kunden sowie bei der Überholung oder dem
Recycling unserer Maschinen.
Unser Fokus beim Klimaschutz gilt gleichermaßen
der Emissionsvermeidung und -reduktion. Nicht vermeidbare
Emissionen (Scope 1, 2 und 3 Upstream) gleichen wir
für uns und unsere Kunden über CO
2-Zertifikate aus. Gleichzeitig fordern wir
unsere Lieferanten aktiv zum eigenen Handeln auf. Dazu
haben wir im Berichtsjahr unsere Lieferanten über die
Plattform Integrity Next erneut dazu aufgefordert, ihre CO
2-Emissionen gegenüber DMG MORI transparent
zu machen.
Mit klar definierten Zielen und konkreten
Maßnahmen tragen wir zur Erreichung des Pariser
Klimaabkommens bei. Seit September 2021 hat sich DMG MORI
zu den Zielen der Initiative "Science Based Targets" selbst
verpflichtet, die sich dafür einsetzt, die globale
Erderwärmung auf maximal 1,5 °C zu begrenzen.
Zudem haben wir uns 2021 zur Umsetzung der Leitlinien der
"Task Force on Climate-related Financial Disclosures"
(TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen
für eine freiwillige und konsistente Offenlegung
klimarelevanter Chancen und Risiken.
→de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/klima-und-umweltschutz
DMG MORI GREEN ECONOMY - unsere Initiativen für die "100 % grüne Maschine"Unter DMG MORI GREEN ECONOMY bündeln wir unsere
Initiativen für eine grüne Maschine. Unser Ziel
ist ein minimaler Klima- und Umwelt-Footprint, das
heißt maximale Ressourcen- und Umweltschonung. Wir
optimieren unsere Prozesse, reduzieren Emissionen
konsequent und maximieren den Nutzen eingesetzter
Ressourcen. Dazu verpflichten wir uns selbst mit unserer
Energie- und Umweltpolitik. Hoch Phasen des
Maschinenlebenszyklus.
Wir haben uns folgende kurzfristigen Zwischenziele im
Bereich Klima und Umwelt gesetzt:
1. Bis Ende 2023 reduzieren wir den CO
2-Ausstoß im Einklang mit unseren Science
Based Targets um mindestens 8.149 Tonnen in Scope 1 & 2
sowie um mindestens 88.744 Tonnen in Scope 3 (Basisjahr:
2019).
2. Unsere Energieeffizienz steigern wir bis Ende 2023 um
5 % (Messgröße: kWh / € Wertschöpfung,
Basisjahr: 2017).
3. An den europäischen Konzernstandorten bauen wir
unser Energiemonitoringkonzept bis Ende 2023 weiter aus.
4. Bis Ende 2023 wollen wir projektbezogen weitere
10.000 MWh Energie einsparen (Basisjahr 2019).
5. Bis Ende 2023 werden alle europäischen
Produktionsstandorte nach der Norm ISO 14001 zertifiziert.
6. Wir streben eine kontinuierliche Steigerung der
Ressourceneffizienz durch Stärkung der
Kreislaufwirtschaft an.
7. Wir reduzieren den Einsatz gefährlicher Stoffe.
8. Wir reduzieren fortlaufend unsere Abfälle.
9. Wir reduzieren fortlaufend unseren Papierverbrauch.
10. Wir reduzieren fortlaufend unseren
Frischwasserbezug.
Von diesen 10 Konzernzielen leiten sich Ziele für
die einzelnen Standorte ab, die jährlich von der
jeweiligen Geschäftsführung in den
Managementbewertungen sowie in einem zentralen
Management-Review vom Vorstand überprüft werden.
Im Berichtsjahr haben sich unser Papierverbrauch und
Frischwasserbezug im Vergleich zum Vorjahr leicht
erhöht, da 2021 coronabedingt verstärkt mobil
gearbeitet wurde und zum Beispiel zahlreiche Messen
ausgefallen sind. Verglichen mit dem Vor-Corona-Niveau 2019
sind wir auch bei diesen beiden Zielen auf Kurs.
Unsere Aktivitäten entlang der gesamten
Wertschöpfungskette fassen wir in drei Initiativen
zusammen (Abbildung 05):
GREENMACHINEGREENMODEGREENTECHGREENMACHINE - die ressourcenschonend produzierte Maschine (Scope 1, 2 und 3 Upstream)DMG MORI setzt bei der Maschinenherstellung auf den
Klima-Dreiklang "Vermeiden - Reduzieren - Kompensieren".
Der Fokus beim Umweltschutz liegt auf der
Emissionsvermeidung und -reduktion. Nicht vermeidbare
Emissionen gleichen wir über CO
2-Zertifikate aus. Kunden erhalten
ressourcenschonend hergestellte Maschinen aus all unseren
Produktionswerken. Hierfür sind zwei Faktoren
essenziell:
1. die eigene Wertschöpfung bei DMG MORI,
2. die relevanten vorgelagerten Prozesse entlang unserer
Lieferkette.
Die Berechnung unseres Company Carbon Footprint und des
Product Carbon Footprint erfolgt in Anlehnung an den
"Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting Standard"
(GHG-Protocol), dem international anerkannten Standard zur
Bilanzierung von Treibhausgasen. Bereits seit Mai 2020
liegt unser Company Carbon Footprint bei Null. Dieser
umfasst die Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie Scope 3
(Kategorien 1 Papier, 3, 5, 6 und 7). Unseren Product
Carbon Footprint gleichen wir bereits seit 2021 aus. Dieser
umfasst ergänzend die Emissionen aus den vorgelagerten
Prozessen entlang der Lieferkette, maßgeblich aus
Scope 3 (Kategorien 1 Einkaufsmaterial und 4) sowie aus den
nachgelagerten Prozessen beim Kunden und am Ende des
Produkt-Lebenszyklus (Kategorien 9, 11 und 12). Dies ist
kein Product Carbon Footprint nach ISO 14067, der auf einen
"Life Cycle Assessment" nach ISO 14040 und ISO 14044
basiert, sondern eine Zusammenfassung von Scope 3
Kategorien, die nicht in Verbindung mit unserer Produktion
stehen. Dabei werden mit Kapitalgütern verbundene
Emissionen nicht berichtet, da diese keinen signifikanten
Beitrag zu den Gesamtemissionen von DMG MORI leisten.
Bislang nicht vermeidbare Emissionen gleichen wir durch
Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Projekte aus.
Es handelt sich hierbei um Ex-Post-Zertifikate. Dabei ist
sichergestellt, dass eine CO
2-Einsparung bereits stattgefunden hat. Die
Projekte zielen ausschließlich auf eine grüne
Infrastruktur ab und sind mit hohen Standards, u. a. von
der UN oder dem WWF (World Wide Fund For Nature),
zertifiziert und in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ihre
Funktion und die eingesparte Menge CO
2 werden regelmäßig von
unabhängigen Prüfern kontrolliert.
06 | ENERGIEVERBRAUCH INNERHALB DER ORGANISATION¹ ² ³scrollen
1) Standorte Deutschland (Bielefeld, Pfronten,
Seebach, Geretsried, Idar-Oberstein); Italien (Brembate di
Sopra, Tortona); Polen (Pleszew) und Fuhrpark; entsprechend
über 80 % des weltweiten Energieverbrauchs von DMG
MORI
Den Energieverbrauch und Emissionsausstoß steuern
wir mit unserem Energie- und Umweltmanagementsystem:
Bereits seit 2015 betreibt DMG MORI an allen
europäischen Produktionsstandorten ein
Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001. Im
Berichtsjahr haben wir dies um ein Umweltmanagementsystem
nach der Norm ISO 14001 erweitert, das ebenfalls
erfolgreich zertifiziert wurde. Beide Systeme fokussieren
die wesentlichen Standorte mit den größten
Umwelteinflüssen*. Die Wirksamkeit des Systems hat die
DEKRA Certification GmbH im Berichtsjahr bestätigt.
Unser Produktionsstandort FAMOT ist bereits seit 2019 nach
der Norm ISO 14001 zertifiziert.
In unserem Energie- und Umweltmanagementsystem
analysieren wir den Energieverbrauch und umweltrelevante
Daten, wie die Abfallbilanzen unserer Standorte unter
Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Wir
identifizieren Hauptursachen und definieren gezielt
Maßnahmen zur Reduktion. Ein zentraler Beauftragter
für Energie- und Umweltmanagement koordiniert
sämtliche relevante Aktivitäten mit
Unterstützung von lokalen Teams und Verantwortlichen.
Unsere Mitarbeiter und Dienstleister machen wir
regelmäßig mit Vorgaben zum Umgang mit Energie-
und Umweltthemen vertraut, zum Beispiel in jährlichen
Schulungen oder mit unserer "Green Office"-Kampagne. Unsere
Mitarbeiter erhalten zudem konkrete Handlungsanweisungen
sowie ein ausführliches Energie- und
Umweltmanagement-Handbuch.
Der Energieverbrauch innerhalb der Organisation (Tabelle
06) umfasst die bezogenen Mengen an Strom, Erdgas und
Flüssiggas sowie eigenerzeugte Strommengen an unseren
acht größten Standorten sowie den
Kraftstoffverbrauch im EU-Fuhrpark. Im Vergleich zum
Vorjahr gab es eine Änderung: DMG MORI hat nach
Ausbruch des Krieges in der Ukraine unverzüglich und
ganzheitlich alle Aktivitäten auf dem russischen Markt
gestoppt. Sämtliche Vertriebs-, Service- und
Trainingsaktivitäten sowie die Produktion in Ulyanovsk
wurden eingestellt. Entsprechend liegen uns keine Daten zum
Energieverbrauch an diesem Standort vor.
In unseren Produktionswerken setzen wir überwiegend
Strom für Montageprozesse und die technische
Gebäudeausrüstung ein. Hierfür investieren
wir in eine möglichst autarke Stromversorgung unserer
Produktionswerke. Wir erzeugen bereits seit vielen Jahren
an nahezu allen Produktionswerken sowie ausgewählten
Vertriebs- und Servicestandorten regenerative Energie
für den Eigenverbrauch - überwiegend über
Photovoltaik-Anlagen. Dies bauen wir nun gezielt aus:
Weitere Photovoltaikanlagen werden auf Hallendächern
an den deutschen Standorten in Pfronten, Seebach und
Stipshausen sowie in Pleszew (Polen) installiert. Nach
Inbetriebnahme im laufenden Geschäftsjahr werden die
Solaranlagen in Summe eine Spitzenleistung von rund 8 MWh
erreichen. So stärkt DMG MORI die
Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Reduzierung von
Treibhausgasen.
Erdgas benötigen wir für die Bereitstellung
von Raumwärme sowie in geringem Umfang zur
Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken. Aufgrund der
Gasknappheit und des von der Bundesregierung ausgerufenen
Ziels, 15 % Energie einzusparen, haben wir in der kalten
Jahreszeit die Temperaturen in unseren Produktionshallen
auf 18,5 °C und in den Büros auf 20,5 °C
gesenkt. Gleichzeitig arbeiten wir fortlaufend daran,
unseren Energieverbrauch weiter zu senken: Im Berichtsjahr
haben wir weiter in Effizienzprojekte investiert und
zahlreiche Maßnahmen umgesetzt - Investitionen, die
sich für die Umwelt lohnen. Fünf Beispiele:
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07 | KONZERNWEITE CO2-BILANZ VON DMG MORI¹ ² ³scrollen
1) Die Berechnung der CO
2-Bilanz erfolgte mit Hilfe von
Emissionsfaktoren basierend auf der DEFRA 2022 Datenbank.
Durch eine Aktualisierung der hinterlegten Faktoren im
Berichtsjahr besteht lediglich eine eingeschränkte
Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten. Fehlende
Emissionsfaktoren wurden durch die GEMIS, Probas
Umweltbundesamt, EcoInvent und Ecotransit Datenbank
ergänzt. Zur Berechnung der CO
2-Äquivalente (CO
2e) wurden neben Stickstofftrifluorid (NF3) die
sechs Haupttreibhausgase gemäß des
Kyoto-Protokolls berücksichtigt: Kohlendioxid (CO
2), Methan (CH4), Distickstoffmonoxid (N2O),
wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW),
perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und
Schwefelhexafluorid (SF6). Andere Emissionen treten nur in
geringen Mengen auf und werden nicht separat berichtet. Bei
der Berechnung der Scope 2 Emissionen kommt ein
vereinfachter Market-Based-Approach zum Einsatz. Standorte,
die Ökostrom beziehen, gehen mit einem CO
2-Koeffizienten von Null in die Berechnung ein.
Für alle anderen Standorte wird vereinfachend der
durchschnittliche deutsche CO2-Faktor verwendet (Quelle:
Association of Issuing Bodies, 2021). Einzige Ausnahme
bildet unser Standort in Polen, der aufgrund des CO
2-intensiveren Strommixes mit dem nationalen
Faktor in die Berechnung eingeht. Verbräuche des
Monats Dezember wurden hochgerechnet.
Durch diese Maßnahmen sparen wir künftig
jährlich über 2.400 MWh Energie - und vermeiden
damit über 790 Tonnen CO
2. Für das laufende Geschäftsjahr sind
bereits weitere Maßnahmen in Planung und Umsetzung -
damit sind wir auf einem sehr guten Weg, unsere gesetzten
Energieziele zu erreichen. Auch unsere Mitarbeiter sind
aktiv aufgefordert, wo immer möglich Energie zu
sparen. Deshalb haben wir folgende "DMG MORI
Energiespar-Wettbewerbe" ausgerufen:
Wettbewerb 1 - Standort-Challenge:
|
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| ― |
Verbrauch von Energie in unseren Produktions-, Montage-, Vertriebs- und Service-Prozessen |
| ― |
Nutzung von Kraftstoffen im Fuhrpark |
| ― |
Einkauf von Produktionsmaterial und Papier |
| ― |
Transport der Maschine zum Kunden |
| ― |
Betrieb unserer Maschinen beim Kunden |
| ― |
Maschinenrecycling |
| ― |
Dienstreisen und Dienstwege der Mitarbeiter |
Insgesamt sind die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr
um +11 % gestiegen - und damit unterproportional zu Umsatz
und Gesamtleistung (+15 %). Dies wiederum führte -
ebenso wie die Kapazitätserweiterungen, insbesondere
in Pfronten -zu deutlich erhöhten Bedarfen an
Produktionsmaterial. Zudem stiegen die Emissionen durch
Geschäftsreisen mit dem Flugzeug wieder deutlich an
(+309 %), da 2021 coronabedingt nur zwingend notwendige
Dienstreisen stattgefunden haben. Verglichen mit den
Referenzwerten unserer "Science Based Targets" von 2019 ist
der CO
2-Ausstoß hier um -34 % gesunken.
Insgesamt konnten wir unsere Emissionen um -7 % reduzieren.
In unserer eigenen Wertschöpfung, dem Company Carbon
Footprint, verbesserte sich der CO
2-Ausstoß sogar um -36 %. Das zeigt
deutlich den Erfolg unseres ganzheitlichen Ansatzes:
| ― |
Wir sparen Energie ein, wo immer möglich. |
| ― |
Wir nutzen selbsterzeugten, grünen Strom (4,4%). |
| ― |
Wo immer es möglich ist, beziehen wir ausschließlich Ökostrom (Anteil: 74 %). |
| ― |
Wir verpflichten unsere Lieferanten zu energiesparenden und umweltverträglichen Verfahren (→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.). |
Auf Basis der in Anlehnung an das GHG - Protocol
erstellten CO
2-Bilanz haben wir auch im Berichtsjahr unseren
Company Carbon Footprint und Product Carbon Footprint im
Upstream ausgeglichen. Hierfür wurden bereits zu
Beginn des Jahres 2022 Rückstellungen für
Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Projekte in
Höhe von 410.000 Tonnen CO
2 gebildet. Für die Differenz in Höhe
von 64.648 Tonnen CO
2 zu unseren tatsächlichen Emissionen haben
wir zum Ende des Berichtsjahres ebenfalls
Rückstellungen gebildet. Auch für das laufende
Geschäftsjahr sind wir bereits in Vorleistung
gegangen: Unsere Gesamtemissionen 2023 schätzen wir
unter der Annahme der kontinuierlichen Vermeidung und
weiteren Reduktion von Emissionen (Scope 1, 2 und 3
Upstream) auf rund 450.000 Tonnen CO
2. Dafür haben wir entsprechend zu Beginn
des Jahres 2023 Rückstellungen gebildet.
Unser Wissen geben wir gerne weiter - gemeinsam mit
unserem Partner "Fokus Zukunft GmbH" stehen wir unseren
Partnern, Lieferanten und Kunden beratend auf ihrem Weg zur
CO
2-Neutralität zur Seite.
1. Rückgewinnung von Bremsenergie
2. LED-Beleuchtung
3. frequenzgeregelte Pumpen
4. hocheffiziente Kühlaggregate
5. zero SLUDGE Kühlmitteltank
6. adaptive Kühlmittel-Durchflussregelung
7. zero FOG Ölnebelabscheider
8. Advanced Auto-Shutdown
9. minimierter Druckluftbedarf
10. KI-gestützte Späneabfuhr
11. adaptive Vorschubregelung
12. Advanced Energy Monitoring
13. Business Benefit Optimizer
DMG MORI - Maschinen schonen auch im Betrieb beim Kunden
nachhaltig die Umwelt. Mit GREENMODE erhöhen wir
konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer
Maschinen (Scope 3 Downstream).
Der GREENMODE umfasst u. a.:
| ― |
spezifische CELOS APPs wie die "ENERGYSAVING" App, |
| ― |
verbrauchsoptimierte Komponenten, wie LED-Beleuchtung und energieeffiziente Kühlaggregate, |
| ― |
die Rückspeisung von Bremsenergie, |
| ― |
reduzierter Warmlauf, |
| ― |
automatische Abschaltung von Verbrauchern und |
| ― |
eine intelligente, bedarfsgerechte Regelung von Aggregaten. |
Die Ressourceneffizienz steigern wir darüber hinaus
mit höchster Qualität und Präzision unserer
Maschinen für maximale Lebensdauer und minimalen
Ausschuss sowie umfassenden Automations- und
Digitalisierungslösungen, mit denen unsere Maschinen
rund um die Uhr und maximal effizient laufen - so sparen
unsere Kunden wertvolle Ressourcen. Ein Beispiel ist der
Digital Twin. Hiermit können Bauteile zunächst
virtuell erprobt werden, sodass im realen
Herstellungsprozess bereits beim ersten Versuch das
Ergebnis stimmt. Zudem verbessern wir die
Maschineneffizienz durch ein hohes Maß an
Technologieintegration und verlängern die Lebensdauer
mit unserer Service-Exzellenz.
Die App "ENERGYSAVING" ermöglicht ein einfaches,
praktisches Energiemanagement - und das kostenlos für
alle Maschinen mit der aktuellen CELOS-Version. Die APP
zeichnet transparent die Maschinenleistung,
Energieverbräuche und die entsprechenden CO
2-Emissionen auf. Darauf basierend optimiert sie
alle Prozesse hinsichtlich Energieverbrauch,
Produktivität und Prozesszeiten. Zudem verfügt
sie über eine integrierte, intelligente Warm-up-,
Stand-by- und Abschalt-Funktion. So sparen unsere Kunden
Energie und reduzieren zugleich deutlich die Prozesszeit.
Das zeigt: DMG MORI-Produkte schonen auch im Betrieb
beim Kunden Umwelt und Ressourcen. Ein Beispiel: Die
Energieeffizienz der im Berichtsjahr neu vorgestellten DMC
85 H monoBLOCK konnten wir mit dem GREENMODE um rund 30 %,
verglichen mit einer bauähnlichen Referenzmaschine,
steigern. Die Wirksamkeit unserer
Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere
Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte
TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster
Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands wurde der DMG MORI
GREENMODE im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD
EME-Zertifikat ausgezeichnet.
Kunden profitieren dabei gleich doppelt: Sie sparen
Ressourcen ein und können u. a. staatliche
Fördermittel für energieeffiziente Maschinen
beantragen. Hierbei stehen wir ihnen gerne beratend zur
Seite.
DMG MORI forciert als ein weltweiter
Innovationsführer die Herstellung und
Weiterentwicklung grüner Technologien. Viele unserer
Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative
Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke,
die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität.
Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive
Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem
Gewicht, ohne jeglichen Ausschuss sowie minimalen
Transportwegen ressourcenschonend gefertigt werden. In
weltweit 17 DMG MORI Excellence Centern unterstützen
wir Kunden mit unserem gebündelten Know-how von der
Idee bis zum fertigen Produkt, wie die Jonas & Redmann
Automationstechnik GmbH aus Berlin. Dieses Unternehmen
stellt auf insgesamt acht DMG MORI-Maschinen - darunter die
DMF 200 I 8 - innovative grüne Technologien her, wie:
1. Silizium-Wafer für Solarzellen,
2. Bauteile für Batterien und deren Montage in der
Elektromobilität.
Bei DMG MORI gehen wir mit Ressourcen nachhaltig um und
managen die ökologischen Auswirkungen unserer
Geschäftstätigkeiten aktiv. Wir beziehen keine
Konfliktmineralien direkt (→Compliance, Seite 61 ff.).
Das Ressourcenmanagement ist konzeptionell fest in unserem
Nachhaltigkeitsmanagement verankert und Bestandteil unseres
"Corporate Responsibility"-Manual. Unser Verhaltenskodex
legt fest: Jeder Mitarbeiter und Geschäftspartner
achtet darauf, dass seine Arbeit den geringstmöglichen
Einfluss auf die Umwelt hat. Intern festigen wir dieses
Bewusstsein u. a. durch Schulungen. Zudem fordern wir
unsere Mitarbeiter aktiv auf, unser
Nachhaltigkeitsmanagement weiterzuentwickeln: Über
unser betriebliches Vorschlagswesen und den
Responsibility-Helpdesk können unsere Mitarbeiter
Verbesserungsvorschläge und Ideen mitteilen. Diese
werden dann kurzfristig geprüft und nach
Möglichkeit umgesetzt.
Bei unseren Produkten und deren Verpackung setzen wir
zahlreiche Maßnahmen für eine
größtmögliche Ressourcenschonung um. Ein
hohes Maß an Technologieintegration zum Beispiel
ermöglicht komplexe Arbeiten, wie Schleifen oder
Verzahnen auf einer Maschine anstatt auf mehreren. Wir
sparen zudem Material ein durch eine beanspruchungsgerechte
Gestaltung unserer Maschinen, den Einsatz additiv
gefertigter Teile sowie die Verwendung recycelter und
recycelbarer Materialien.
In den Materialgruppen Guss- und Blechteile bei
Werkzeugmaschinen und Services kommen dabei gewichtsbasiert
48 % recycelte Materialien zum Einsatz (Vorjahr: 49 %).
Diese enthalten nach Angaben unserer Lieferanten rund 50 %
Stahlschrott (Eisenguss, Bleche) und 10 %
Steinkohleflugasche (Mineralguss). Insgesamt beträgt
der durchschnittliche Anteil recycelter Materialien in den
Produkten aller derzeit erfassten Lieferanten 34%.
Mit unserer "First Quality"-Offensive sorgen wir
dafür, dass unsere Produkte mitunter 30 Jahre und
länger zuverlässig im Einsatz sind. So vermeiden
wir Abfall und schonen Ressourcen. Bei unseren Maschinen
und deren Komponenten achten wir auf einfache
Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von
Verschleißteilen. 2022 konnten wir, wie im Vorjahr,
umsatzbezogen 29 % der Ersatzkomponenten über unser
Tauschteilemanagement bedienen. Im Servicefall helfen wir
schnell, effektiv und umweltschonend - wo immer
möglich 100 % remote - mit unseren digitalen
Lösungen, wie dem NETservice, der neuen
Wissensmanagement-Plattform DMG MORI weKNOW und unserem
Kundenportal my DMG MORI.
Mit dem komplett digitalen, nachhaltigen
Subscription-Geschäftsmodell PAYZR können Kunden
unsere Maschinen bedarfsorientiert abonnieren, anstatt sie
zu kaufen. PAYZR steht für PAY with Zero Risk -
für Equipment-as-a-Service und Software-as-a-Service:
Abo & All-In statt Investition und Kauf. Durch
Subscription profitieren unsere Kunden von schnellen
Innovationszyklen ohne Risiko - bei maximaler
Planungssicherheit, Kosten- und Preistransparenz sowie
voller Flexibilität und stets auf dem neusten Stand
der Technik. Dies sichert den hocheffizienten
Maschinenbetrieb und bietet höchste Verfügbarkeit
durch optimale Wartung, Reparatur sowie verlängerter
Lebensdauer. Nach Ablauf des Abonnements nehmen wir die
Maschinen gern zurück, sodass eine professionelle
Instandsetzung und Weitervermittlung oder Entsorgung
weltweit nach höchsten DMG MORI-Standards
sichergestellt ist. Darüber hinaus überholen und
vermitteln wir jährlich bis zu 600 hochwertige
Gebrauchtmaschinen und verlängern so ihren
Produktlebenszyklus um viele Jahre. Eine
recyclingorientierte Produktgestaltung ist als Leitlinie
fest im Entwicklungsprozess verankert. Wir wollen
erneuerbare, recycelbare und recycelte Materialien in einem
stetig steigenden Anteil in unseren Produkten und im
Service einsetzen. Bereits heute sind unsere Maschinen zu
über 99 % recyclebar - ein wichtiger Beitrag zur
nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.
Gemäß der Wesentlichkeitsanalyse bilden die
Themen Abfall und Wasser weiterhin keinen Schwerpunkt
für das Nachhaltigkeitsmanagement und werden an dieser
Stelle nur kurz erläutert
(→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 12
ff.). Dennoch hat sich DMG MORI, aufgrund der globalen
Wasserknappheit, der Verschmutzung der Weltmeere und des
allgemein hohen Abfallaufkommens selbst Ziele zur weiteren
Reduzierung des Frischwasserbezuges und des
Abfallaufkommens gesetzt. Mit unserem Umweltmanagement
stellen wir sicher, dass alle unsere Standorte die gleichen
hohen Anforderungen standardisiert und transparent
umsetzen. Gleichzeitig gibt uns der Prozess die
Möglichkeit, weitere Verbesserungspotenziale
aufzudecken.
Abfall entsorgen wir umweltgerecht und sicher durch
qualifizierte Unternehmen, je nach Abfallart und
Recyclingverfahren getrennt. Dabei richten wir uns nach
lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den
jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder
nicht gefährlich ein.
Trinkwasser nutzt DMG MORI in der Produktion nur in sehr
geringen Mengen während der Testphase der Maschinen
durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Wasseranteil:
90 %). Gebrauchte Emulsion bereiten wir, wenn möglich,
nach der Anwendung wieder auf oder entsorgen sie
umweltgerecht durch qualifizierte Partner.
Bearbeitungsemulsion kommt meist auch später bei
unseren Kunden in der Produktion von Werkstücken zum
Einsatz. Metallische Wertstoffe aus der zerspanenden
Bearbeitung bei DMG MORI werden über unsere
Partnerunternehmen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft
zugeführt.
Die EU-Kommission hat mit dem "European Green Deal" das
klare Ziel formuliert, dass die Staatengemeinschaft bis
2050 klimaneutral werden soll. Um dies zu erreichen, ist im
Juni 2020 die EU-Taxonomieverordnung als ein wichtiger
Baustein in Kraft getreten. Das Regelwerk definiert und
klassifiziert ökologisch nachhaltige - also
taxonomiekonforme - Wirtschaftsaktivitäten. Auf Basis
einheitlicher Anforderungen beurteilen Unternehmen damit
den Beitrag ihrer Wirtschaftsaktivitäten zu den
folgenden 6 definierten Umweltzielen:
1. Klimaschutz
2. Anpassung an den Klimawandel
3. Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und
Meeresressourcen
4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft
5. Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung
6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität
und der Ökosysteme
Seit 2022 gelten damit für alle Unternehmen, die -
wie DMG MORI - der CSR - Richtlinie 2014 / 95 / EU (§
315 b HGB) unterliegen, weitere Berichtspflichten.
Unternehmen müssen für jedes Umweltziel
berichten, welcher Anteil der Umsatzerlöse ihrer
Wirtschaftstätigkeiten als taxonomiekonform
einzustufen ist sowie die entsprechenden Anteile an
Investitions- und Betriebsausgaben angeben.
Taxonomiekonform ist eine Wirtschaftstätigkeit, wenn
sie einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der
definierten 6 Umweltziele leistet, die Erreichung der
weiteren EU - Umweltziele nicht erheblich
beeinträchtigt sowie der Mindestschutz für
weitere Themen sichergestellt ist.
Da sich die EU-Taxonomie noch in der Entstehung befindet
und nur sukzessive in der EU ausgerollt bzw. kontinuierlich
überarbeitet wird, ist für das Berichtsjahr der
Anteil der taxonomiefähigen und der
nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten
bezogen auf die Umsatzerlöse (I), Investitionsausgaben
(Capex, II) sowie Betriebsausgaben (Opex, III) jeweils
für die Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an
den Klimawandel" anzugeben. Taxonomiefähig sind
Wirtschaftstätigkeiten, die im "Klima-Rechtsakt"
beschrieben sind, unabhängig davon, ob diese
Wirtschaftstätigkeit alle festgelegten technischen
Bewertungskriterien erfüllt. Hinzu kommt der Anteil
der taxonomiekonformen (s. Art. 1 Nr. 2 der delegierten
Verordnung 2021/2178/EU - nachfolgend VO) und der
nicht-taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten zu den
zwei Umweltzielen.
Wie im Vorjahr, zeigt unsere erneute Analyse, dass die
Tätigkeiten von DMG MORI nicht unter den
"Klima-Rechtsakt" fallen und entsprechend keine relevante
Quelle von Treibhausgasemissionen darstellen: Unsere
Wirtschaftstätigkeiten und die daraus resultierenden
wesentlichen Umsatzerlöse lassen sich dem NACE-Code
(EU-Systematik der Wirtschaftszweige) C.28.4 "Herstellung
von Werkzeugmaschinen" zuordnen. Bei der EU-Taxonomie
enthält die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit
3.6 "Herstellung anderer CO
2-armer Technologien" einen Hinweis auf diesen
NACE-Code. Unsere Analyse hat im ersten Schritt gezeigt,
dass zwar einige Tätigkeiten von DMG MORI dieser
Wirtschaftstätigkeit 3.6 zugeordnet werden
können, diese jedoch laut Beschreibung auf eine
erhebliche Verringerung von Treibhausgasen zielt. Zur
Konkretisierung haben wir im nächsten Schritt auch die
technischen Bewertungskriterien herangezogen. Demnach ist
eine Lebenszyklus-Analyse der Treibhausgasemissionen und
ihr Vergleich mit der leistungsfähigsten alternativen
Lösung erforderlich. Dies ist im Maschinenbau oftmals
nicht möglich, da überwiegend individuelle,
kundenspezifisch entwickelte Lösungen angeboten werden
und keine ausreichend detaillierten Daten von
technologisch-ähnlichen Produkten Dritter zur
Verfügung stehen. Eine Zuordnung der Tätigkeiten
unter 3.6 ist daher nicht möglich.
Der Anteil der taxonomiefähigen bzw.
taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten am
Gesamtumsatz wird berechnet als der Teil des Nettoumsatzes,
der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit
diesen wirtschaftlichen Tätigkeiten stammt
(Zähler), geteilt durch den Nettoumsatz (Nenner). Der
Nenner entspricht dem konsolidierten Nettoumsatz in
Übereinstimmung mit IAS 1.82. Unsere Analyse hat
gezeigt, dass die Wirtschaftstätigkeiten von DMG MORI
derzeit nicht von der EU-Taxonomie erfasst werden.
Entsprechend beläuft sich der Anteil unserer
Umsatzerlöse aus taxonomiefähigen bzw.
taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten 2022 auf 0
%. Somit liegen ebenfalls keine Investitions- oder
Betriebsausgaben vor, die sich auf Vermögenswerte oder
Prozesse beziehen, die mit Wirtschaftstätigkeiten im
Sinne der EU-Taxonomie verbunden sind (gemäß
Anhang I Nr. 1.1.2.2. a), b) und Nr. 1.1.3.2 a), b) VO.
Weitere Details zu Umsatz, Investitions- und
Betriebsausgaben stehen im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" des Geschäftsberichts 2022 auf
Seite 66 ff.
Um die weiteren Umweltmaßnahmen von DMG MORI
einzuordnen, gehen wir im Folgenden auf individuelle,
taxonomiefähige und taxonomiekonforme Investitions-
und Betriebsausgaben ein (→Klima und Umwelt, Seite 28
f.).
Die Ermittlung des Anteils der Investitionsausgaben bzw.
Capex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst die
Zugänge an Sachanlagen (IAS 16), immateriellen
Vermögenswerten (IAS 38) sowie Nutzungsrechten
gemäß IFRS 16 während des Berichtsjahres
vor Abschreibungen und Neubewertungen. Zugänge aus
Unternehmenszusammenschlüssen sind ebenfalls zu
berücksichtigen (siehe Anhang I Nr. 1.1 VO).
Außerdem sind Zugänge zu Immobilien (IAS 40)
gemäß Anhang I Nr. 1.2.3.2 a) VO, die als
Finanzinvestitionen gehalten werden, in die Ermittlung des
Nenners einzubeziehen. Da DMG MORI keine als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gemäß
IAS 40 bilanziert, sind hierzu keine Werte im Nenner
enthalten. Der Zähler entspricht den im Nenner
enthaltenen Investitionsausgaben gemäß Anhang I
Nr. 1.1.2.2. c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen
beziehen, wie die Installation von Ladestationen für
Elektrofahrzeuge und von energieeffizienten Geräten.
Bei der Ermittlung des Zählers wurden
Doppelzählungen durch Prüfung des internen
Kennzahlen-Reportings der Konzerngesellschaften vermieden.
Außerdem fand eine Kosten-Nutzen-Abwägung statt.
Die gesamten Investitionsausgaben des Berichtsjahres stehen
in den Tabellen D.25 und D.26 im Konzernanhang des
Geschäftsberichts 2022 auf Seite 125 ff. sowie im
Lagebericht im Kapitel "Investitionen" auf Seite 70 f. DMG
MORI achtet seit Jahren bei den Investitionsentscheidungen
auf Nachhaltigkeit. Die hohen Investitionsausgaben der
letzten Jahre zahlen sich aus. Wir betreiben zum Beispiel
an allen europäischen Produktionsstandorten Solarparks
zur Herstellung grüner, regenerativer Energie. Auf das
aktuelle Berichtsjahr entfallen rund 67,7 MIO € (57%)
taxonomiefähige Investitionen. Davon haben wir 5,0 MIO
€ (4%) als taxonomiekonform identifiziert.
Taxonomiefähige Investitionen wurden für die
Wirtschaftstätigkeiten "Beförderung mit
Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten
Nutzfahrzeugen (6.5)", "Installation, Wartung und Reparatur
von energieeffizienten Geräten (7.3)" und "Erwerb von
Immobilien und Ausübung des Eigentums an diesen
Immobilien (7.7)" aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts"
identifiziert. In den Zugängen zum
Sachanlagevermögen sind taxonomiefähige und -
konforme Aktivitäten in Höhe von 0,2 MIO €
für "Installation, Wartung oder Reparatur von
Ladestationen für Elektrofahrzeuge (7.4)", sowie
Aktivitäten in Höhe von 4,8 MIO € für
"Installation, Wartung und Reparatur von Technologien
für erneuerbare Energien (7.6)" enthalten.
Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten aus
Unternehmenszusammenschlüssen sowie im Zusammenhang
mit Capex-Plänen sind nicht enthalten.
Die Ermittlung des Anteils der Betriebsausgaben bzw.
Opex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst alle
direkten, nicht kapitalisierten Kosten, die sich auf
Forschung und Entwicklung,
Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges
Leasing, Wartung und Reparatur im Zusammenhang mit der
Wartung von Vermögenswerten und
Sachanlagevermögen beziehen (s. Anhang I. 1.1.3.1 VO).
Der Zähler entspricht dem Teil der im Nenner
enthaltenen Betriebsausgaben gemäß Nr. 1.1.3.2
c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, wie
die Wartung oder Reparatur von energieeffizienten
Geräten und die Wartung oder Reparatur von
Geräten für die Steuerung der
Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.
Doppelzählungen bei der Ermittlung des Zählers
wurden durch Prüfung des internen
Kennzahlen-Reportings der Konzerngesellschaften vermieden.
Auch bei unseren Betriebsausgaben achten wir auf
Nachhaltigkeit und haben bereits zahlreiche Maßnahmen
in den vergangenen Jahren umgesetzt. Auf das Berichtsjahr
entfällt ein Anteil von 1,2 MIO € (2,7 %). Davon
sind 0,1 MIO € (<1 %) taxonomiekonform.
Taxonomiefähiger Opex wurde für die
Wirtschaftstätigkeit "Installation, Wartung und
Reparatur von energieeffizienten Geräten (7.3)" aus
Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert.
Taxonomiefähiger und -konformer Opex entfällt auf
die Kategorie "Installation, Wartung und Reparatur von
Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung
der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (7.5)".
Für die Zuordnung von Capex und Opex haben wir die
relevanten Anschaffungen und Maßnahmen und die
primär damit verbundenen wirtschaftlichen
Aktivitäten aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts"
identifiziert. Eine Zuordnung zu Anhang II erfolgt nicht.
Auf diese Weise stellen wir sicher, dass kein Capex oder
Opex mehr als einmal berücksichtigt wird.
Um die Taxonomiekonformität für das 1.
definierte Umweltziel "Klimaschutz" zu bestimmen, haben wir
die technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie
für einen wesentlichen Beitrag zu jeder Capex- bzw.
Opex-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit
analysiert. Die Grundlagen bilden alle konzernweiten
Anschaffungen und Maßnahmen sowie die primär
damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten, die
sich dem Anhang I des "Klima-Rechtsakts" zuordnen lassen.
Für jedes technische Bewertungskriterium wurden -je
nach Anforderung - interne und externe Nachweise eingeholt.
Bei den Kategorien 6.5 und 7.7 findet eine externe
Leistungserbringung statt ("purchase of output"), so dass
hier Nachweise von unseren Lieferanten erforderlich sind.
Die übrigen Kategorien haben wir als individuelle
Maßnahmen zum Klimaschutz eingestuft, da diese
gezielt von DMG MORI durchgeführt oder beauftragt
werden. Die Konformitätsnachweise werden daher
grundsätzlich von uns selbst erbracht. Wesentlich sind
hierbei die Nachweise für Energieeffizienz und die
Beauftragung bzw. Installation der
Klimaschutz-Maßnahmen. Falls ein Kriterium für
die Anschaffung nicht nachgewiesen werden kann, kann der
entsprechende Capex oder Opex nicht als taxonomiekonform im
Sinne der EU ausgewiesen werden. Für die Kategorien
6.5 und 7.7 kann daher keine Taxonomiekonformität
für die technischen Bewertungskriterien ausgewiesen
werden, da externe Nachweise notwendig sind, die uns nicht
zur Verfügung gestellt werden konnten.
Wenn die technischen Kriterien für einen
wesentlichen Beitrag erfüllt waren, haben wir
darüber hinaus für jede Maßnahme
analysiert, ob die 5 weiteren definierten Umweltziele
(→Klima und Umwelt, Seite 33) durch die
taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten
signifikant beeinträchtigt werden. Erst wenn für
eine Wirtschaftstätigkeit die von der EU-Taxonomie
vorgegebenen "Do No Significant Harm"-Kriterien ("DNSH")
kumulativ erfüllt, wird eine Beeinträchtigung
ausgeschlossen.
Für die als taxonomiekonform ausgewiesenen Capex
und Opex (7.4, 7.5, 7.6) wird das einzige vorgegebene
DNSH-Kriterium "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt.
Hierfür wurde eine Klimarisiko- und
Vulnerabilitätsbewertung gemäß Anlage A
(Abschnitte I und II) des "Klima-Rechtsakts" mit Blick auf
mittelfristige Klimagefahren (2041) und langfristige
Klimagefahren (2060) durchgeführt. Die Bewertung
erfolgte standortspezifisch für jede potentiell
taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeit und unter
Berücksichtigung aller klassifizierten Klimagefahren
(Temperatur, Wind, Wasser, Feststoffe) sowie
Unterkategorien aus Anlage A. Sofern eine Klimagefahr
insbesondere aufgrund der Standortgegebenheiten relevant
ist, folgt eine weitergehende Klimasimulation mithilfe der
CMIP6 Klimasimulation des IPCC WGI Interactive Atlas
(Basisszenario: SSP 5-8.5, Prognosekorridor: 2041-2060,
Vergleichszeitraum: 1850-1900). Unter Berücksichtigung
von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit
wurden keine wesentlichen Klimarisiken identifiziert.
Für die als taxonomiefähig ausgewiesenen Capex
und Opex 7.7 muss außerdem das DNSH-Kriterium
"Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung"
geprüft werden. Hierfür verwendet DMG MORI
zusätzlich Nachweise von Lieferanten. Die
umfangreichen zugrundeliegenden EU-Regularien zu chemischen
Stoffen konnten allerdings nicht valide nachgewiesen
werden.
Um die Einhaltung des Mindestschutzes sicherzustellen,
identifizieren und begegnen wir potenziellen Risiken oder
Verstößen mit geeigneten konzernweit etablierten
Prozessen und Systemen. Unsere Maßnahmen beziehen
unser eigenes Unternehmen sowie unsere Lieferanten mit ein
und umfassen die Bereiche Menschenrechte
(einschließlich Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte),
Korruption/Bestechung, Besteuerung und Fairer Wettbewerb.
Für diese Bereiche gelten unsere konzernweit
gültigen Richtlinien und Schulungen. Zur
Identifizierung und Minimierung potenzieller Risiken dient
ergänzend unser konzernweites Risk-Assessment. Weitere
Grundlagen sind insbesondere die Anforderungen des seit 1.
Januar 2023 geltenden
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und damit
einhergehend der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und
Menschenrechte sowie die OECD-Leitsätze für
multinationale Unternehmen. So führen wir
zusätzlich zum Risk-Assessment auch ein Human Rights
Impact Assessment für uns selbst und unsere
Lieferanten durch. Es liegen keinerlei Hinweise vor, dass
DMG MORI gegen die Mindeststandards verstößt.
Weitere Angaben zur Achtung der Menschenrechte bei DMG MORI
und entlang der gesamten Wertschöpfungskette stehen in
den Kapiteln "Partner- und Lieferantenmanagement" (Seite 44
ff.) und "Compliance" (Seite 61 ff.). Die detaillierten
taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Werte stehen
in den Tabellen 08, 09 und 10.
Werkzeugmaschinen von DMG MORI sind effizient und
nachhaltig. Basis dafür ist höchste
Qualität.
Mit der "First Quality"-Strategie setzen wir zahlreiche
Initiativen über den gesamten Lebenszyklus um -von der
ersten Idee bis zur Produktion beim Kunden.
Qualität ist die Grundvoraussetzung für
Kundenzufriedenheit. Unsere Kunden erwarten von uns als ein
Technologieführer ein Höchstmaß an
Genauigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit sowie
Langlebigkeit. Kurz: Nachhaltigkeit mit exzellenten
Produkten und Prozessen. Genau hier setzt unsere "First
Quality"-Strategie an: Von der Entwicklung bis zum
After-Sales-Service sind alle Aktivitäten entlang der
gesamten Wertschöpfungskette konsequent auf maximale
Qualität und damit höchsten Kundennutzen
ausgerichtet. Dabei setzen wir u. a. auf:
1. standardisierte Bauteile und Schnittstellen
2. eigene DMG MORI Components
3. 36 Monate Gewährleistung auf alle
MASTER-Spindeln
4. 100 Stunden Qualitätsprüfung vor
Lieferfreigabe
5. Einsatz modernster Messverfahren für maximale
Genauigkeit
6. my DMG MORI - digitaler, direkter Zugang zu
Service-Experten
In allen Prozessen ist Qualität der entscheidende
Faktor und damit Chefsache. Zudem ist Qualität auch
Bestandteil der Vorstandsvergütung. Das zentrale
Qualitätsmanagement berichtet direkt an den Vorstand.
Auch muss jede Neuentwicklung nach erfolgreichem Bestehen
anspruchsvoller Qualitätstest final die Marktfreigabe
vom Vorstand erhalten.
Bereits in der Entwicklung absolvieren neue Produkte
einen mehrstufigen "Quality Gate"-Prozess, in den
Service-Experten und Lieferanten intensiv eingebunden sind.
Dies gilt gleichermaßen für neue
Software-Lösungen. Einzelne Arbeitsschritte testen wir
sowohl separat als auch integrativ -automatisiert sowie
manuell. Hierfür betreiben wir ein eigenes
Software-Testzentrum.
Für unsere "Quality Gates" gilt: Die gesetzlichen
Anforderungen sind für uns nur das Minimum - in
unseren Tests gehen wir weit darüber hinaus. Die
gleichen hohen Anforderungen stellen wir auch an den
finalen Qualitätstest in der Serienproduktion. Jede
gefertigte Maschine wird mehr als 100 Stunden geprüft,
bevor sie an unsere Kunden ausgeliefert wird. So
gewährleisten wir TOP-Qualität und maximale
Verfügbarkeit vom ersten Tag an. Damit dies auch
über den gesamten Lebenszyklus der Maschine so bleibt,
stehen unseren Kunden weltweit jederzeit mehr als 2.000
hochqualifizierte Service-Experten zur Seite.
Die Grundlage für höchste Qualität bildet
die Zertifizierung unserer Produktionswerke nach der
neuesten Qualitätsnorm ISO 9001:2015. Die
entsprechenden Vorgaben prüfen wir
regelmäßig in internen und externen Audits auf
ihre Umsetzung und Wirksamkeit. Zudem entwickeln unsere
weltweiten Qualitätsexperten gemeinsam mit unseren
Fachabteilungen kontinuierlich innovative, speziell auf
unsere Branche zugeschnittene Prozesse. Nach intensiven
Tests werden die besten Lösungen über unsere
zentrale Qualitätsmanagement Plattform "conSense
Global" allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - jeweils
zugeschnitten auf ihre individuelle Tätigkeit - zur
Verfügung gestellt. Ergänzend sind in der
Plattform alle Qualitätsmanagement-Handbücher
digital zusammengefasst.
Die idealen Bedingungen für die Anlieferung und
Einrichtung unserer Werkzeugmaschinen klären wir vorab
und so früh wie möglich. Die Inbetriebnahme wird
ausschließlich von qualifizierten Service-Experten
durchgeführt und wir zeigen unseren Kunden
ausführlich, wie die Maschine im späteren Betrieb
effizient, sicher und ressourcenschonend läuft.
Über unser kostenloses Kundenportal my DMG MORI
erhalten Kunden jederzeit digital umfassende Informationen
über ihre Maschine und können dort einfach und
schnell Service-Anfragen erstellen: my DMG MORI
ermöglicht direkten Kontakt mit dem persönlichen
Service-Experten und liefert in Echtzeit Informationen zu
Serviceaktivitäten. Zahlreiche Serviceprozesse sind
digitalisiert. Mit über 140.000 vernetzten Maschinen
nutzen mittlerweile bereits über 75 % unserer Kunden
den digitalen Zugang zu unseren Service-Experten und
profitieren so von bis zu 70 % schnelleren Reaktionszeiten.
Zudem können unsere Kunden in dem Online-Portal auf
sämtliche relevante Dokumente zum Betrieb ihrer DMG
MORI-Maschine zugreifen. Das ist auch ein Gewinn für
mehr Nachhaltigkeit: Seit 2021 verzichtet DMG MORI, wo
immer möglich, auf eine Maschinendokumentation in
Papierform. Ausnahmen werden nur bei gesetzlicher
Notwendigkeit oder auf expliziten Kundenwunsch gemacht. So
können pro Jahr ca. 6 Millionen Seiten Papier
eingespart werden.
Für eine bestmögliche, schnelle und
zielgerichtete Lösung von Service-Anfragen nutzen
unsere internen Fachkräfte die im Berichtsjahr neu
eingeführte Wissensmanagement-Plattform "DMG MORI
weKNOW ". Hier bündeln wir das gesamte Know-how
unserer Experten im Bereich Service und Produktion.
Über 1,5 Millionen Artikel sind digital verfügbar
und stets aktuell. So gelingt es uns, über 50 % der
Service-Anfragen bereits am Telefon oder remote über
unseren DMG MORI NET service zu lösen, ohne dass ein
Vorort-Einsatz notwendig ist. Selbstverständlich steht
weKNOW unseren Technikern auch bei Service-Einsätzen
vor Ort zur Verfügung - damit wir jederzeit die beste
Lösung für unsere Kunden finden.
Unsere Service-Prozesse prüfen und optimieren wir
ebenfalls kontinuierlich auf Nachhaltigkeit. In
regelmäßigen Audits identifizieren wir weitere
Potenziale zur Optimierung von Logistik-, Verpackungs- und
Inbetriebnahme-Prozessen. So können wir zum Beispiel
durch weniger Verpackungsmaterial Ressourcen schonen und
die Qualität der Bauteile steigern.
Unsere Maßnahmen wirken: Im Berichtsjahr
verzeichneten wir 9 % weniger Service-Einsätze pro
Maschine in Gewährleistung als im Vorjahr. Viele
Anfragen konnten wir in nur wenigen Minuten
vollständig remote lösen. Unsere hohe
Service-Orientierung spiegelt auch die
Kundenzufriedenheitsbefragung im Berichtsjahr wider:
Über 95 % der Kunden geben an, dass sie mit ihrer
Kaufentscheidung zufrieden sind und DMG MORI
weiterempfehlen.
Qualität und Sicherheit gehen Hand in Hand.
Werkzeugmaschinen von DMG MORI erfüllen höchste
Sicherheitsvorschriften: Wir setzen alle relevanten Gesetze
sowie die darin verankerten Richtlinien und Normen um.
Unsere R&D-Experten arbeiten dafür intensiv mit
internen Fachkräften zusammen, die sich
regelmäßig weiterbilden und in Normengremien und
Fachverbänden aktiv sind. Zudem arbeiten wir aktiv in
nationalen und internationalen Normenarbeitskreisen (ISO,
IEC) an der Beschreibung des aktuellen Stands der Technik
sowie deren Festlegung und Weiterentwicklung mit.
Bereits im Designprozess sind Qualität und
Sicherheit elementare Anforderungen. Von Anfang an binden
wir dabei unsere Lieferanten in die Entwicklung ein. Vor
Markteinführung müssen all unsere Produkte -
Maschinen, DMG MORI Components sowie Automatisierungs- und
Digitalisierungslösungen - einen sechsstufigen "Design
Review Prozess" erfüllen und diverse Stresstests
bestehen, die weit über die tatsächlichen
Bedingungen beim Kunden hinausgehen. Unseren "Design Review
Process" prüfen und optimieren wir fortlaufend, um
stets aktuelle Anforderungen zu berücksichtigen.
Wichtige Impulse zur Verbesserung unserer
Produktqualität und -sicherheit erhalten wir auch
durch den Austausch mit Vertriebs- und Servicemitarbeiten
sowie Kunden. DMG MORI erstellt für alle Produkte
umfassende Sicherheitskonzepte auf der Basis einer
kontinuierlich aktualisierten Risikobeurteilung. Diese
beschreibt alle potenziellen Gefährdungen über
den gesamten Lebenszyklus sowie ergriffene Maßnahmen
zur Risikoreduzierung. Damit ist sie essenziell für
den Schutz der menschlichen Gesundheit. Unvermeidbare
Restrisiken werden in Produkthandbüchern beschrieben
und durch Warn- bzw. Hinweisschilder sowie Hinweise am
Benutzerdisplay angezeigt. Um diese Restrisiken weiter zu
reduzieren, sind wir in engem Austausch mit unseren Kunden.
Sie wiederum stehen in der Verantwortung, den
bestimmungsgemäßen Betrieb der Maschine und die
Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben in ihrer Produktion
sicherzustellen.
Wichtige Grundlagen und Richtlinien bei DMG MORI sind
das Produktsicherheitsgesetz und u. a. die weiteren das
Produkt betreffenden Richtlinien der EU:
| ― |
Maschinenrichtlinie 2006 / 42/ EG |
| ― |
Niederspannungsrichtlinie 2014 / 35 / EU |
| ― |
Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) 2014 / 30 / EU |
| ― |
Richtlinie zur Bereitstellung von Druckgeräten 2014 / 68 / EU |
| ― |
EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) |
| ― |
nationale und internationale Produktnormen |
Unser Fokus auf Digitalisierung ist genau richtig -
heute mehr denn je. Entsprechend sind IT-Sicherheit und die
Sicherheit unserer digitalen Produkte für uns von
höchster Relevanz. Intern setzen wir auf eine
sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, um
Informationen und Daten innerhalb des Konzerns vor
Diebstahl, Verlust, unbefugter Weitergabe, rechtswidrigen
Zugriffen oder Missbrauch zu schützen. Dafür
setzen wir auf umfangreiche, aktuelle
Sicherheitsmaßnahmen, wie intelligente
Firewall-Systeme mit IDS/IPS,
Multifaktor-Authentifizierung, innovative
Verschlüsselungslösungen sowie eine KI-basierte
Anomalie-Erkennung. Zudem informieren und sensibilisieren
wir unsere Mitarbeiter regelmäßig über
Cybersecurity.
"Product Security" ist elementarer Bestandteil unserer
Digitalisierungsstrategie. Bei unseren digitalen Produkten
gilt das Prinzip "Security-by-Design": Sicherheit ist eine
explizite Anforderung bereits zu Beginn des
Entwicklungsprozesses. Darüber hinaus empfehlen wir
unseren Kunden auch intern in ihrem Betrieb ein
mehrstufiges IT-Sicherheitskonzept auf verschiedenen Ebenen
ihres Netzwerks und Systems. Dabei greifen parallel
einzelne Schutzmechanismen, wie Firewalls oder
Zugangskontrollen, die sich gegenseitig ergänzen und
absichern.
Starke und stabile Partnerschaften sind essenziell
für unsere eigene Leistungsfähigkeit und damit
unseren Erfolg. Die Herausforderungen durch die Pandemie
und den Krieg in der Ukraine haben deutlich gezeigt, wie
wichtig unser weltweites Lieferantennetzwerk ist - und dass
es funktioniert!
Das Partner- und Lieferantenmanagement ist ein wichtiger
Bestandteil unserer Matrixorganisation
(→Geschäftsbericht 2022, Seite 44). Der Aufbau
widerstandsfähiger, agiler und nachhaltiger
Lieferketten ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im
Berichtsjahr stand weiterhin die Umsetzung der
Anforderungen des neuen
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes im Fokus, das zum 1.
Januar 2023 in Kraft getreten ist. Die bereits in der
Pandemie aufgetretenen Material- und Lieferengpässe
haben durch den Krieg in der Ukraine stark zugenommen und
stellten die Lieferketten im Berichtsjahr erneut vor
schwierige Herausforderungen. Unsere Fertigungstiefe liegt
bei 24,5 % - entsprechend hängt unser Erfolg in hohem
Maße von der Leistungsfähigkeit unserer Partner
und Lieferanten ab. Resilienz und Wandlungsfähigkeit
sind entscheidende Faktoren.
Der Einkauf bei DMG MORI ist global organisiert und in
den wichtigen Einkaufsmärkten weltweit präsent.
Für alle Partner und Lieferanten gilt: Die Einhaltung
von Umweltstandards und sozialen Vorgaben ist Voraussetzung
für eine Zusammenarbeit. Dadurch können wir
sowohl Produktionsmaterial sowie Sach- und Dienstleistungen
weltweit in der geforderten Qualität, zu
bestmöglichen Konditionen und gleichzeitig nachhaltig
einkaufen. Wir beschaffen komplexe Baugruppen für
unsere Produktion von global aufgestellten
Systemlieferanten. Diese koordinieren die weiteren
Unterlieferanten und sorgen für die Vormontage. Sie
stellen damit die erste Stufe unserer Lieferkette dar.
Waren und Dienstleistungen für unsere Produktion haben
wir im Berichtsjahr nahezu ausschließlich von unseren
rund 1.943 bestehenden Direktlieferanten bezogen.
Unsere Resilienz in den Lieferketten ist bereits hoch:
Neben der globalen Double-Sourcing-Strategie zeichnet sich
das heutige Lieferantenportfolio durch Diversifikation und
Regionalisierung in den unterschiedlichen Märkten aus.
Wir haben einen hohen Lokalisierungsgrad: Wertbezogen
stammen 93 % der Güter aus Europa sowie 6 % aus Asien.
Zudem stehen wir mit unseren Lieferanten kontinuierlich in
einem engen, persönlichen Austausch.
Um die Resilienz unserer Lieferketten noch weiter zu
stärken, suchen unsere Einkaufsabteilungen immer neue,
leistungsfähige Lieferanten. Dabei rücken auch
Start-Ups in den Fokus: Über die digitale Plattform
Matchory findet die Identifizierung geeigneter Lieferanten
mit modernsten Konzepten des maschinellen Lernens und
einzigartigen Algorithmen "auf einen Klick" in Echtzeit
statt.
Vorteileder"BigData"-und KI-gestützten
Lieferantensuche:
| ― |
Vergleich von 100-mal mehr Lieferanten weltweit pro Beschaffungsanfrage, |
| ― |
Zeitersparnis bei der Beschaffung von bis zu 85 %, |
| ― |
transparente globale Lieferketten von Anfang an, |
| ― |
hohe Flexibilität und schnelle Reaktionszeit. |
Der Einkauf berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Die
Abteilung gliedert sich in das Materialgruppenmanagement
für Nichtproduktionsmaterial und - gemeinsam mit der
DMG MORI COMPANY LIMITED - in das Materialgruppenmanagement
für Produktionsmaterial. So profitieren beide
Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der
Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen
konzernübergreifenden Projekten resultieren. Unsere
Einkäufer schulen wir regelmäßig in
relevanten Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen.
DMG MORI übernimmt ganzheitlich und nachhaltig
Verantwortung entlang der gesamten
Wertschöpfungskette. Deshalb erwarten wir von unseren
Partnern und Lieferanten, dass sie unserer
Selbstverpflichtung für Nachhaltigkeit folgen und
diese Anforderungen wiederum entlang ihrer gesamten
Lieferkette weitergeben. Wir bewerten und selektieren
unsere Lieferanten verstärkt anhand von
Nachhaltigkeitskriterien. Diese sind mit den digitalen
Plattformen "Integrity Next" und "SAP Ariba" konzernweit
einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation
integriert. Besonders relevant sind dabei die aktiven
Lieferanten für unser Kerngeschäft mit
Werkzeugmaschinen und Services, mit denen wir seit
mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten. Bereits vor
Inkrafttreten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes
zum 1. Januar 2023 konnte DMG MORI so 100 % dieser
Lieferanten - das sind 4.585 - aktiv in das Monitoring von
"Integrity Next" einbinden.
Unsere (potenziellen) Lieferanten bestätigen in
"SAP Ariba" die grundlegenden ethischen und prinzipiellen
Anforderungen von DMG MORI, wie die Ablehnung von Zwangs-
und Kinderarbeit, Einhaltung der Menschenrechte und
Umweltschutz.
Der Klimawandel und die einhergehende Reduzierung der CO
2-Emissionen sind derzeit die zentralen
Aufgaben, bei denen unser Partner- und
Lieferantenmanagement eine entscheidende Rolle spielt. Wir
erfassen in unserer CO
2-Bilanz auch die entstehenden Emissionen
entlang der vorgelagerten Lieferkette und gleichen diese
seit Januar 2021 vollständig über CO
2-Zertifikate aus (→Klima und Umwelt, Seite
24 ff.). Damit gehen wir für unsere Lieferanten in
Vorleistung. Gleichzeitig fordern wir sie auf, selbst aktiv
zu werden und auch ihre CO
2-Emissionen gegenüber DMG MORI transparent
zu machen. Unterstützend stellen wir einen Fragebogen
zum Reporting sowie zur Ableitung entsprechender
Reduktionsmaßnahmen in der digitalen Plattform
"Integrity Next" zur Verfügung.
Eine nachhaltige Beschaffung, der schonende Einsatz
natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und
umweltverträgliche Verfahren sind auch in unserer
Einkaufsrichtlinie und den Einkaufsbedingungen festgelegt.
Weiterführende Informationen finden sich auf unserer
Website und unserem Einkaufsportal.
DMG MORI gibt seinen Lieferpartnern innovative Tools
für ihren Weg zur CO
2-Neutralität und Dekarbonisierung an die
Hand. Mit einem aktiven Dialog möchten wir ihnen
frühzeitig helfen und sie dafür sensibilisieren,
dass wir bei DMG MORI auch im Einkauf eine nachhaltige und
emissionsarme Lieferkette umsetzen und künftig nur mit
Partnern zusammenarbeiten, die uns auf dem Weg der
Dekarbonisierung dynamisch begleiten. Von unseren eigenen
Zielen, die von der Initiative "Science Based Targets"
geprüft und anerkannt wurden, leiten sich Unterziele
für unsere Lieferkette ab - bei der Umsetzung brauchen
wir die aktive Unterstützung unserer Lieferanten:
1. bis 2030 reduzieren wir die CO2-Emissionen innerhalb
der Lieferkette um mindestens 27,5 %.
2. bis spätestens 2050 reduzieren wir die CO
2-Emissionen in der Lieferkette auf netto Null.
Diese Unterziele werden derzeit ebenfalls von der
Initiative "Science Based Targets" geprüft. Um unsere
Partner bestmöglich bei der Umsetzung zu
unterstützen und auch um unsere eigenen Emissionen
noch genauer zu erfassen, sind wir aktiv auf der Suche nach
innovativen Software-Anbietern für die Identifizierung
emissionsintensiver Materialgruppen. Über d en
automatisierten Abgleich mit Sekundärdatenbanken, wie
ECOINVENT oder DEFRA können so die passenden CO
2-Emissionfaktoren für die eingesetzten
Werkstoffe auf Produktebene ermittelt und mit dem Gewicht
der Bauteile verrechnet werden. Die Validierung dieser so
erstellten Kalkulationen soll künftig über einen
Plattformansatz mit aktiver Lieferanteneinbindung erfolgen
und weiter spezifiziert werden. Die hohe Transparenz
ermöglicht uns, unseren Lieferanten für
Produktionsmaterial in Zukunft konkrete
Optimierungsvorschläge sowie CO
2-Reduzierungsziele an die Hand geben.
Um die Nachhaltigkeitsleistung unserer (potenziellen)
Lieferanten transparent zu machen und sie entsprechend
bewerten zu können, setzen wir auf effiziente,
digitalisierte Prozesse. Die vier IT-gestützten Phasen
sind:
Die Registrierung auf unserer Einkaufsplattform von "SAP
Ariba" ist Voraussetzung für die Teilnahme an
Ausschreibungen. Dabei bestätigen (potenzielle)
Lieferanten verbindlich, dass sie unsere Anforderungen
einhalten. Auch für zukünftige Lieferanten gilt:
Erst wenn dies erfolgt ist, kommt eine Zusammenarbeit in
Frage. Bei Ablehnung oder beim Verdacht auf einen
Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen
Anforderungen ist ein fester Eskalationsprozess definiert.
Dieser regelt das weitere Vorgehen, um entweder gemeinsame
Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder die
Zusammenarbeit zu beenden.
Werden unsere Anforderungen erfüllt, erhöht
dies die Vergabechancen bei Ausschreibungen auf unserer
Einkaufsplattform. Bis Ende 2022 haben sich dort bereits
870 Lieferanten registriert, die für 75 % des gesamten
Einkaufsvolumens stehen.
Um die Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten so
früh wie möglich im Beschaffungsprozess zu
erfassen, führen wir eine Beurteilung über die
Plattform von "Integrity Next" durch. Mittels digitaler
Fragebögen werden Auskünfte über Lieferanten
eingeholt, um mögliche Risikofaktoren transparent zu
machen, Nachhaltigkeitsthemen, wie Qualität,
Umweltstandards und soziale Vorgaben zu
überprüfen sowie die Einhaltung regulatorischer
Anforderungen sicherzustellen.
Auf dieser Basis legen wir konkrete
Verbesserungsmaßnahmen mit unseren Zulieferern fest.
Im Berichtsjahr konnten 100 % der relevanten Lieferanten
von DMG MORI für Produktions- und
Nicht-Produktionsmaterial, mit denen wir seit mindestens
zwei Jahren zusammenarbeiten, im Hinblick auf
Menschenrechte und Umweltschutz systematisch eingebunden
werden.
Nach Validierung der Selbstauskünfte erfolgt bei
mangelhafter Umsetzung oder Feststellung von
Verstößen eine umgehende Kommunikation an die
Lieferanten, um Verbesserungs- oder Abhilfemaßnahmen
einzuleiten. Je nach Informationslage kann eine intensive
Beobachtung notwendig sein. Sollte aus schwerwiegenden
Gründen von einer weiteren Zusammenarbeit abzusehen
sein, wird die systemseitige Sperrung veranlasst. Anhand
der bisher ausgefüllten Selbstauskünfte konnten
wir im Berichtsjahr 124 risikobehaftete Lieferanten
identifizieren. Um diese Risiken zu reduzieren, planen wir
im laufenden Geschäftsjahr 213 Maßnahmen
umzusetzen und diese Lieferanten so gezielt
weiterzuentwickeln. So hilft DMG MORI dabei, Nachhaltigkeit
auch bei seinen Lieferanten transparent zu machen und
gezielt zu stärken.
Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management von DMG
MORI basiert auf der globalen Double-Sourcing-Strategie
sowie dem Einsatz von digitalen Tools: Zur
Risikoeinschätzung bestehender Direktlieferanten
greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS"
zurück. Es liefert zeitnahe Informationen über
Risiken zu Bonität, Liefer- und
Qualitätsperformance, Nachhaltigkeit, wie Verletzungen
von Arbeitspraktiken und Menschenrechten sowie
Umweltaspekten. Die Verantwortlichen werden proaktiv bei
Risikoeintritt benachrichtigt. Mit "RISKMETHODS"
kontrollieren wir rund 293 Lieferanten. Diese machen
über 80 % des gesamten Einkaufsvolumens aus. Bei
diesen Lieferanten meldete das System im Berichtsjahr zum
Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und
Menschenrechten" zwölf und zum Indikator "Umwelt"
sechs potenzielle Sachverhalte. Der Anteil der betroffenen
Lieferanten am Einkaufsvolumen für
Produktionsmaterialien beläuft sich auf 13 %. Nach
genauer Prüfung stellte sich heraus, dass keine
weiteren Schritte erforderlich oder die Meldungen nicht
relevant waren, da bereits Maßnahmen eingeleitet
wurden oder es sich um erneute Meldungen von älteren
Sachverhalten handelte. Das Frühwarnsystem
ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung je
Kriterium und dient zum einen als Basis für die
Lieferantengespräche und -weiterentwicklung. Zum
anderen fließt diese Bewertung als Teilergebnis in
die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein.
Hochqualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sind das Rückgrat unseres Erfolgs bei DMG
MORI. Deshalb machen wir uns stark für ihre
Zufriedenheit und Gesundheit und bieten ihnen
Stabilität und Sicherheit. Kurz: Wir leben Teamgeist!
Das DMG MORI-Team ist die Basis unseres Erfolges - und
deshalb stehen die Zufriedenheit, Gesundheit und damit die
Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
Fokus. DMG MORI ist ein attraktiver Arbeitgeber: Unsere
Personalstrategie steht für Ausbildung, Vielfalt,
Chancengleichheit, flexible und innovative
Arbeitsumgebungen, Personalentwicklung sowie Arbeitsschutz
und ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Wir bieten
attraktive Vergütungsmodelle und zahlreiche Benefits.
Unsere Unternehmens- und Führungskultur bei DMG MORI
basiert auf TOP-Werten: Trust / Vertrauen, Openness /
Offenheit und Passion / Leidenschaft. Die strategische
Ausrichtung unserer internationalen Personalarbeit zielt
darauf ab, diese Werte noch stärker zu
berücksichtigen und aktiv zu leben.
Mit Vertrauen, Offenheit und Leidenschaft arbeiten wir
gemein -sam weltweit daran, unsere Vision zu erfüllen:
Wir wollen weltweit der attraktivste
Werkzeugmaschinenhersteller mit digitalen und nachhaltigen
Produkten sein! Zugleich stärken wir unsere
Positionierung als attraktiver und sicherer Arbeitgeber.
Das geht nur mit einem wertschätzenden Umgang,
Vertrauen und der Bereitschaft, Verantwortung zu
übernehmen. Als international tätiger
Technologiekonzern wissen wir: Vielfalt ist dabei eine
große Chance. Wir lernen voneinander, sind offen
für Neues und entwickeln gemeinsam innovative
Zukunftstechnologien.
Unser Personalmanagement wird strategisch vom Vorstand
gesteuert. An den Produktionsstandorten betreuen wir unsere
Mitarbeiter über lokale Personalabteilungen. In den
Vertriebs- und Servicegesellschaften übernehmen diese
Aufgabe vertrauensvoll unsere HR-Business-Partner.
Regelmäßig bestätigen externe Studien
und Medien unseren Ansatz: DMG MORI wurde im Berichtsjahr
als "Leading Employer 2022" identifiziert. Damit
gehören wir zu den TOP 1 % von insgesamt 160.000
bewerteten Arbeitgebern. Untersucht wurden dabei die
Mitarbeiterzufriedenheit, moderne Arbeitsbedingungen, das
Gesundheitsmanagement sowie das allgemeine
Werteverständnis des Unternehmens sowie die Expertise
im HR-Fachbereich.
Im Personal-Recruiting setzen wir auf einen
transparenten Auswahlprozess. Wir beurteilen Bewerber dabei
nur nach ihren fachlichen und persönlichen
Qualifikationen für die Stelle - Alter, Geschlecht,
Religion oder Herkunft spielen grundsätzlich keine
Rolle. Alle gesetzlichen Vorgaben setzen wir um. So
versuchen wir durch eine hohe Informationstransparenz
Diskriminierungen, Kinderarbeit oder ein Umgehen
gesetzlicher Regelungen zu vermeiden. Die
Einstellungsfreigabe erfolgt in einem mehrstufigen, digital
unterstützen Genehmigungsprozess mit finaler
Bestätigung durch den Vorstand. Diese Prozesse
überprüft unsere "Interne Revision"
regelmäßig (→Compliance, Seite 61 ff.).
Am 31. Dezember 2022 waren 6.833 Mitarbeiter
beschäftigt, davon 237 Auszubildende. Im Berichtsjahr
hat DMG MORI 1.129 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht
einer Einstellungsquote von 16,7 %. Neue Mitarbeiter
erhalten in umfangreichen Onboarding-Programmen alle
notwendigen Werkzeuge für einen erfolgreichen Start -
mit Werksbesichtigungen und Produktschulungen, Gesundheits-
und Sportangeboten sowie der freiwilligen betrieblichen
Altersvorsorge. Bereinigt um Effekte resultierend aus der
Einstellung der Geschäftsaktivitäten in Russland
und aus Strukturanpassungen im Sales & Service-Bereich
verließen im Berichtsjahr insgesamt 715 Mitarbeiter
den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuation belief
sich auf 10,6 %. Der Anteil von Mitarbeitern in
Schlüsselpositionen oder Nachwuchskräften
(High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben
(dysfunktionale Fluktuation), belief sich im Berichtsjahr
auf 0,6 %. Mit einer strukturierten Nachfolgeplanung
stellen wir einen lückenlosen Wissenstransfer sicher.
Rund 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen im
Berichtsjahr an der Zufriedenheitsanalyse teil.
| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Mitarbeiter gesamt 1) | 6.833 | 6.821 | 12 |
| davon Mitarbeiter | 6.596 | 6.596 | - |
| davon Auszubildende | 237 | 225 | 12 |
| davon Inland | 4.130 | 4.033 | 97 |
| davon Ausland | 2.703 | 2.788 | -85 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 4.035 | 3.908 | 127 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 2.689 | 2.831 | -142 |
| davon Segment Corporate Services | 109 | 82 | 27 |
| Leiharbeitnehmer gesamt 2) | 196 | 172 | 24 |
| davon Segment Werkzeugmaschinen | 157 | 118 | 39 |
| davon Segment Industrielle Dienstleistungen | 39 | 54 | -15 |
| davon Segment Corporate Services | 0 | 0 | - |
1) Die Mitarbeiterzahl ergibt sich auf Basis der
unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik
2) Im Jahr 2022 wurden insgesamt 69
Leiharbeitnehmer in eine Festanstellung übernommen.
Wir setzen auf eine offene Feedback-Kultur - denn die
Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter ist uns
wichtig. Unsere 2018 implementierten
Führungsleitlinien ("Leading Principles") setzen wir
konsequent um. Sie bilden die Grundlage unserer modernen
Unternehmens- und Führungskultur. Mit unserem
"Vision-Mission-Statement" beschreiben wir klar unsere
Ziele und Werte (→Nachhaltigkeitsstrategie und
-management, Seite 16 f.).
Um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen, ist eine
kontinuierliche und transparente Kommunikation
unerlässlich. Bei der 2. Live-Strategie-Information
durch den Vorstand mit ausführlicher Q&A-Session
im September 2022 nutzten erneut zahlreiche
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Chance, zum Austausch
über die strategische Ausrichtung und Zukunftsfelder
von DMG MORI. Für unsere Auszubildenden gab es dabei
eigene Veranstaltungen, um ihre besonderen Perspektiven und
Bedürfnisse zu fokussieren.
Zur Weiterentwicklung unserer Feedback-Kultur trägt
auch die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse bei. Erstmals
wurden die Mitarbeiter im Jahr 2018 befragt. Aus den
Ergebnissen wurden über 300 Einzelmaßnahmen,
insbesondere in der Kategorie Kommunikation und
Information, abgeleitet und erfolgreich umgesetzt.
Coronabedingt fand die Mitarbeiterbefragung erst wieder im
Berichtsjahr statt. Dabei wurden die Mitarbeiter der
deutschen Standorte sowie der Produktionswerke in Italien
und Polen zu insgesamt zwölf Themenfeldern - darunter
Arbeitsbedingungen, Vorgesetztenverhalten, berufliche
Entwicklung und Vergütung - befragt. Die
Beteiligungsquote von 64 % ist unter Berücksichtigung
des hohen Anteils von gewerblichen Mitarbeitern gut. Die
Ergebnisse wurden ausführlich analysiert und
Schlüsselthemen identifiziert. Projekt-Teams
erarbeiten nun individuell für jede Gesellschaft
entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung und setzen
diese - gemeinsam mit den lokalen
Geschäftsführungen - zeitnah um. Mindestens
einmal jährlich erfolgt zudem ein ausführliches
Mitarbeiter-Gespräch durch die zuständige
Führungskraft.
DMG MORI lebt Teamgeist. Das Miteinander und
Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen stärken
wir mit zahlreichen Maßnahmen, wie Mitarbeiter-Tage
und -Events sowie einem umfassenden Angebot an Gesundheits-
und Sportprogrammen, Sportwettbewerben und
Firmenläufen.
Wir wissen, dass oft die Vereinbarkeit von Beruf und
Familie eine große Herausforderung darstellt. Deshalb
engagieren wir uns, um unseren Mitarbeitern den Alltag zu
erleichtern -mit flexiblen Arbeitszeiten, Möglichkeit
zum mobilen Arbeiten und zahlreichen lokalen Angeboten. Am
Standort Bielefeld bieten wir beispielsweise einen
Wäsche-Reinigungsservice an. In den Sommerferien
erfreute das "Arminia Fußballcamp" viele Kinder
unserer Mitarbeiter. Zudem können Mitarbeiter ein
Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder Lastenrad -inkl.
Rundum-Schutz-Paket leasen und auch privat nutzen. Dieses
2021 erstmals eingeführte Angebot kam so gut an, dass
wir es im Berichtsjahr auf zahlreiche weitere Standorte in
Deutschland ausgeweitet haben.
Flexibilität gewinnen unsere Mitarbeiter auch durch
unseren Fokus auf Automatisierung, Digitalisierung und
Nachhaltigkeit: Wo immer dies individuell möglich ist,
können sie flexibel und digital arbeiten. Dieses
"Smart-Flex-Working" ist seit 2020 dauerhaft in einer
Konzernbetriebsvereinbarung festgelegt. Im Berichtsjahr
konnten viele Prozesse und Arbeitsschritte digitalisiert
werden. Das spart Papier und Zeit -und erhöht die
Transparenz. Wir arbeiten zudem an ersten
Automationslösungen ("Bots") für
hoch-standardisierte Prozesse. Damit wollen wir unsere
Mitarbeiter entlasten und ihnen Freiraum verschaffen, sich
stärker auf komplexe, kreative Arbeiten konzentrieren
zu können.
Unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive
Vergütungspakete an. Diese setzen sich aus
marktgerechten Grundgehältern und variablen,
erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Durch unser
Konzern-Prämienmodell haben alle Mitarbeiter
grundsätzlich die Möglichkeit, am
wirtschaftlichen Erfolg von DMG MORI zu partizipieren. Im
Berichtsjahr wurde nach Abstimmung zwischen Vorstand und
Konzernbetriebsrat aufgrund der wirtschaftlichen
Auswirkungen durch die Corona-Pandemie kein
Konzern-Prämienmodell vereinbart. Stattdessen
profitierten alle Mitarbeiter von einer konzernweiten
Inflationsprämie von bis zu 1.000 €. Das gesamte
Auszahlungsvolumen belief sich auf rund 7 MIO €.
Seit Jahren ist DMG MORI Mitglied bei "Fair Company",
der größten und bekanntesten
Arbeitgeberinitiative Deutschlands für
Nachwuchskräfte. Wir fördern die Fachkräfte
von morgen und ermöglichen regelmäßig
Studenten und Praktikanten, das operative
Tagesgeschäft kennenzulernen. Dabei achten wir strikt
darauf, dass bei Praktikanten im Vordergrund steht, dass
sie Neues lernen und Erfahrungen sammeln. Darüber
hinaus erhalten sie eine angemessene Vergütung.
Wir achten das Mitbestimmungs- und
Betriebsverfassungsgesetz, einschließlich lokaler
Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung und pflegen einen
regelmäßigen, offenen Austausch zwischen
Führungskräften und Mitarbeitervertretern. Der
Konzernbetriebsrat als auch die lokalen Betriebsräte
erhalten so frühzeitig Informationen zu relevanten
Themen. Kollektivvereinbarungen, wie zum Beispiel
tarifvertragliche Regelungen gelten für etwa 64 %
unserer Mitarbeiter.
Wir sind stolz auf unsere Diversität. Bei DMG MORI
werden alle Mitarbeiter und Bewerber wertgeschätzt und
gleich behandelt - unabhängig von Nationalität,
ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller
Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung.
Das ist auch schriftlich vom Vorstand im "DMG MORI
Verhaltenskodex" sowie in den Führungsleitlinien
festgelegt (→Nachhaltigkeitsstrategie und -management,
Seite 12 ff.).
Unsere Vielfalt ermöglicht uns als global
agierender Konzern, Kunden und Geschäftspartnern stets
zielgruppengerecht zu begegnen und individuell auf lokale
Besonderheiten einzugehen. Unsere Diversität bietet
uns auch die Chance, voneinander zu lernen. Wir setzen
deshalb aktiv auf einen intensiven kulturellen Austausch
und engagieren wir uns beispielsweise dafür, junge
Frauen für den Maschinen- und Anlagenbau zu
begeistern. Regelmäßig erhalten junge
Schülerinnen am "Girls' Day" einen praktischen
Einblick in die faszinierende Welt der Werkzeugmaschinen
und wir unterstützen weitere Förder-Initiativen,
wie "MINTrelation".
Es ist wichtig, junge Talente mit frischen Ideen
für unser Unternehmen zu gewinnen. Gleichzeitig
verfügen unsere langjährigen und älteren
Mitarbeiter über wertvolle Expertise, die wir
möglichst lange im Unternehmen halten wollen.
Dafür bieten wir ihnen attraktive
Altersteilzeitmodelle. Innerhalb der Altersteilzeitregelung
bestanden im Berichtsjahr 90 Verträge. 109 Mitarbeiter
mit einer Schwerbehinderung arbeiteten in den deutschen
Gesellschaften. Dies entspricht einer Quote von 3 %. DMG
MORI zahlt rund 139.000 € als direkte
Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Etwa 177.000 €
werden zudem über anrechenbare Leistungen zum Beispiel
an Behindertenwerkstätten gezahlt.
Der Aufsichtsrat setzt sich aus fünf weiblichen (42
%) und sieben männlichen (58 %) Mitgliedern zusammen.
Das Durchschnittsalter lag im Berichtsjahr bei 56 Jahren.
Der Vorstand setzt sich ausschließlich aus
männlichen Mitgliedern mit einem Durchschnittsalter
von 48 Jahren zusammen. Weitere Informationen zu den
gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und
in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel
"Corporate Governance" auf Seite 47 f. des
Geschäftsberichts 2022. Die Altersstruktur bei DMG
MORI (Abbildung 14) ist ausgewogen. Die
Qualifikationsstruktur unserer Mitarbeiter liegt seit
Jahren auf einem sehr hohen Niveau: 97 % aller
Beschäftigten verfügen über eine
qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer.
Bei DMG MORI gehört permanentes Lernen zur
Unternehmenskultur - von unserer anspruchsvollen Ausbildung
über das umfassende Talent-Management bis hin zur
Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten.
Junge Fachkräfte fördern wir gezielt in
konzernweiten Trainee-Programmen, insbesondere potenzielle
Führungskräfte und talentierte
Nachwuchskräfte durch das "High-Potential-Program". Im
Berichtsjahr konnten die Teilnehmer von modernen
Weiterbildungen profitieren, eigene Projekte
durchführen und ihre Ergebnisse dem Vorstand
präsentieren.
All unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive,
individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungen an.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der aktiven Gestaltung der
Digitalisierung. Dafür braucht es moderne, digitale
und jederzeit verfügbare Lernkonzepte: In der DMG MORI
DIGITAL ACADEMY machen wir unsere Mitarbeiter seit 2020 fit
für die neue Normalität. Hierfür arbeiten
wir eng mit unserem strategischen Partner "Masterplan"
zusammen - das "Netflix der beruflichen Weiterbildung". In
kurzen, vielfältigen Videos von hochkarätigen
Experten wird auf der Lernplattform Grundwissen zu
Digitalisierung, New Work und weiteren digitalen
Soft-Skills vermittelt. Kurze Quizfragen, ein motivierendes
Punkte- und Ranking-System sowie Zertifikate festigen
langfristig den Lernerfolg.
| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Mitarbeiter gesamt | 6.833 (100 %) | 6.821 | 12 |
| davon weiblich | 817 112 %) | 785 | 32 |
| davon männlich | 6.016 188 %) | 6.036 | -20 |
| Geschäftsführer gesamt | 59 (100 %) | 70 | -11 |
| davon weiblich | 1 (2 %) | 2 | -1 |
| davon männlich | 58 (98 %) | 68 | -10 |
| Leitende Angestellte gesamt | 332 (100 %) | 293 | 39 |
| davon weiblich | 45 (14 %) | 42 | 3 |
| davon männlich | 287 (86 %) | 251 | 36 |
| Angestellte inkl. Azubis gesamt | 6.442 (100 %) | 6.458 | -16 |
| davon weiblich | 771 (12 %) | 741 | 30 |
| davon männlich | 5.671 (88 %) | 5.717 | -46 |
Darüber hinaus sind DMG MORI-spezifische Inhalte
verfügbar -von Vorstandsinformationen zur Strategie
über unsere Zukunftsfelder, wie Automatisierung,
Nachhaltigkeit oder Additive Manufacturing bis hin zu
detaillierten Produktvideos oder Informationen zu wichtigen
Projekten. So teilen wir konzernweit wertvolles Know-how
einfach und digital miteinander. Im Berichtsjahr haben
über 4.700 Mitarbeiter erfolgreich mit der Plattform
gelernt und individuell auf ihre Tätigkeit
zugeschnittene Lernpfade bearbeitet. Sie haben schon
über 250.000 Videos zur Weiterbildung genutzt. Auch in
unserer Ausbildung kommt Masterplan zum Einsatz. Im
Berichtsjahr haben unsere Auszubildenden erstmals eigene
Videos für Masterplan erstellt. So geben sie ihr
Wissen an künftige Nachwuchskräfte weiter und
fördern den Austausch von Wissen zwischen unseren
Ausbildungsstandorten.
In unserer Produktion nutzen wir ebenfalls digitale
Lernwerkzeuge, wie TULIP. Mit der innovativen
No-Code-Manufacturing-Plattform können Nutzer in
kürzester Zeit eigene APPs erstellen - intuitiv und
ohne Programmierkenntnisse. In unseren Produktionswerken
sind bereits über 1.600 TULIP-Arbeitsplätze und
mehr als 200 selbst entwickelte APPs im Einsatz. So
können unsere Shopfloor-Mitarbeiter Prozesse in ihrem
Arbeitsumfeld direkt selbst digitalisieren und ihre
Erfahrung und ihr Wissen transparent weitergeben. Im
Berichtsjahr entstanden zum Beispiel neue Apps in der
Montage, mit denen frühzeitig Qualitätsdaten
entlang der "Quality Gates" aufgenommen und digitalisiert
werden können. Zudem ermöglichen sie eine
schnelle Ableitung von Maßnahmen zur Steigerung der
Qualität.
| 2022 | 2021 | Veränderung ggü. Vorjahr | |
| Anzahl Mitarbeiter in Weiterbildungsmaßnahmen | 3.894 | 3.865 | 29 |
| davon weiblich | 359 | 390 | -31 |
| davon männlich | 3.535 | 3.475 | 60 |
| Aufwendungen für Aus- und Weiterbildung | 11,7 MIO € | 12,1 MIO € | -0,4 MIO € |
| Tage für Weiterbildungsmaßnahmen | 18.325 | 30.402 | -12.077 |
In unserer TAKT Academy lernen unsere Mitarbeiter,
Unternehmensziele durch erfolgreiche Optimierungsprojekte
zu erreichen und nachhaltig im Prozess zu verankern. Dabei
wenden wir die Methodik "Digital Lean Six Sigma" an:
| ― |
Digital: Wissen bezüglich der Digitalisierung der eigenen Wertschöpfungskette |
| ― |
Lean: Wissen über die Beseitigung von Verschwendung |
| ― |
Six Sigma: Überführung der neuen, optimierten Zustände in einen stabilen Prozess |
Hierzu werden den Teilnehmern digitale Tools zur
Datenerhebung, Auswertung, Optimierung und Kontrolle
vermittelt. Anschließend gilt es, das erlernte Wissen
aktiv in eigenen Optimierungsprojekten anzuwenden und
daraus weitere Verbesserungsprozesse abzuleiten. Zum
Jahresende 2022 waren mehr als 550 Mitarbeiter aus 10
verschiedenen Standorten, darunter mehr als 125
Führungskräfte, in der "Digital Lean Six
Sigma"-Methodik geschult.
Mit unserer ausgezeichneten Berufsausbildung begeistern
wir frühzeitig junge Menschen. Dabei setzen wir von
Anfang an auf ein attraktives, internationales Konzept mit
digitalen Schwerpunkten - denn ein gutes
Ausbildungsprogramm ist das Fundament für nachhaltigen
Erfolg. Im Berichtsjahr wurde DMG MORI erneut von dem
renommierten Wirtschaftsmagazin "Capital" und Portal
"Ausbildung.de" als einer von "Deutschlands besten
Ausbildern 2022" ausgezeichnet und erzielte in den
Bereichen Ausbildung sowie duales Studium 5 von 5 Sternen.
Wir bilden in insgesamt 12 Berufszweigen aus und bieten
in Zusammenarbeit mit regionalen Fachhochschulen und
Berufsakademien Studiengänge an. Diese Kooperationen
bauen wir kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter
-besonders im Bereich Digitalisierung. Ein Beispiel: Bei
DECKEL MAHO in Seebach haben wir im Berichtsjahr erstmals
den neuen Studiengang "Digitale Industrie und Logistik"
angeboten. Auch im Ausbildungsalltag wird Digitalisierung
großgeschrieben: Wir stellen allen Auszubildenden
Tablets zur Verfügung und setzen auf digitale Inhalte,
zum Beispiel über die Lern- und Arbeitsplattform MLS
(Mobile Learning in Smart Factories), Masterplan und TULIP.
Über die Lern- und Arbeitsplattform MLS erhalten
die Auszubildenden ihre individuellen Aufgaben direkt auf
ihr Tablet oder ihren PC. So können sie selbst die
Lerngeschwindigkeit bestimmen und werden optimal
gefördert. Die Inhalte erstellt DMG MORI selbst, teils
organisationsübergreifend, teils standortspezifisch -
immer abgestimmt auf unsere Ausbildungsinhalte. Durch
integrierte Videos verbindet das System perfekt Theorie und
Praxis. Der Ausbilder kann zudem jederzeit transparent die
Fortschritte überblicken. Auch weitere externe
Lernangebote lassen sich einbinden. Ein Pluspunkt: Das
System funktioniert im Bedarfsfall 100 % remote.
Um unsere Position als attraktiver Arbeitgeber weiter zu
stärken und die Ausbildung auf ein noch höheres
Niveau zu heben, werden wir an den Standorten Seebach und
Pfronten die Aus- und Weiterbildung mit multifunktionalen
Nutzungskonzepten verknüpfen und so eine hochmoderne
Lernumgebung schaffen. Dafür investieren wir in neue
Ausbildungscenter. Bei DECKEL MAHO in Seebach haben wir im
Berichtsjahr bereits mit dem Bau begonnen: Auf einer
Fläche von rund 1.000 m2 bieten wir künftig eine
Projektraumgestaltung sowie 50 moderne
Schulungsplätze. Durch die Integration von innovativen
Zukunftstechnologien, wie Additive Manufacturing, KI, die
Anwendung von Virtual Reality oder auch der Einsatz von
TULIP gestaltet DMG MORI lebenslanges Lernen interessant
und abwechslungsreich und erfüllt so den eigenen
Anspruch, eine permanent lernende Organisation zu sein. Bei
der Neugestaltung der Ausbildungsflächen binden wir
unsere Auszubildenden aktiv ein und setzen auf ihre ganz
individuellen Erfahrungen, Wünsche und Anregungen. Das
Grand Opening wird im laufenden Geschäftsjahr sein.
Im Berichtsjahr haben wir 130 neue Auszubildende und
Trainees eingestellt. 65 junge Fachkräfte sind nach
erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in eine
Festanstellung übernommen worden. Die Verteilung der
Ausbildungsfachrichtungen bei DMG MORI ist in Abbildung 17
dargestellt.
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind zentrale
Bestandteile unseres weltweiten Wertschöpfungssystems.
Wir richten unser Managementsystem an den nationalen
gesetzlichen Bestimmungen des Arbeits- und
Gesundheitsschutzes sowie weiteren relevanten
Sicherheitsnormen für alle Tätigkeitsbereiche
aus, einschließlich der weltweiten Arbeits- und
Sozialnormen der International Labour Organization. Die
Einhaltung der Regelungen überprüfen wir mit
internen Audits, verzichten bisher jedoch auf eine externe
Zertifizierung.
Für unsere eigenen Mitarbeiter -
einschließlich Außendienstmitarbeitern - sowie
Leiharbeiter gilt ein Managementsystem für
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (5.246 von 7.029
Personen, entsprechend 75 %; →Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, Seite 51). Dieses umfasst unsere
internationalen Produktionswerke und die deutschen
Gesellschaften mit länderspezifischen gesetzlichen
Anforderungen. Für diese Gesellschaften gibt es einen
eigenen Arbeitsschutzausschuss, der nach lokalem Recht zum
Beispiel mit einem Mitglied der Geschäftsführung
und einem Arbeitnehmervertreter besetzt ist. Weitere
externe oder kurzfristige eingesetzte Mitarbeiter sind aus
organisatorischen Gründen nicht vertreten. Der
Arbeitsschutzausschuss tagt mindestens einmal jährlich
-an unseren deutschen Standorten viermal jährlich -
und analysiert Vorfälle, legt Schutzmaßnahmen
fest und überprüft den Stand ihrer Umsetzung.
Unsere lokalen Standorte gestalten die Umsetzung des
Managementsystems individuell. Insbesondere in Deutschland
gibt es ein HSE-Managementsystem (Health, Safety,
Environment) in Anlehnung an die Norm ISO 45001. Aus
organisatorischen Gründen ist eine Angabe zur
Abdeckung externer oder kurzfristig eingesetzter
Mitarbeiter nicht möglich.
Neue Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiter von
Fremdfirmen, die auf unserem Gelände Arbeiten
durchführen, erhalten alle relevanten Gesundheits- und
Sicherheitstrainings. Hierzu führen wir entsprechende
Unterweisungen durch, wo immer möglich als
Präsenzschulung. Umfang und Detailgrad des Trainings
richten sich nach der Gefährdungsbeurteilung der
jeweiligen Tätigkeit. Beauftragte und befähigte
Personen erhalten weitere ergänzende Qualifizierungen.
Für Notfälle stehen Erste-Hilfe-Mittel und
Brandschutzeinrichtungen zur Verfügung.
An den Produktionsstandorten unterstützt ein
Betriebsarzt die Mitarbeiter - einschließlich
Außendienstmitarbeiter - und Leiharbeitnehmer in
Gesundheitsfragen. Unsere Betriebsärzte beraten u. a.
zu den Themen Arbeitssicherheit, Hygiene und
Prävention, führen Pflicht-, Angebots- und
Wunschvorsorgeuntersuchungen durch, bieten Impfungen an und
vermitteln Seminare.
Unsere geschulten Fachkräfte für
Arbeitssicherheit unterstützen die
Führungskräfte dabei, sämtliche
Arbeitsbereiche, auch die von Fremdfirmen, auf unserem
Gelände hinsichtlich möglicher Gefährdungen
zu analysieren und diese zu beseitigen. Das gilt
insbesondere bei gemeldeten Vorfällen oder Bedenken.
Mitarbeiter - intern wie extern - können sich bei
Verdacht auf nicht beseitigte Risiken an die
zuständigen Behörden oder anonym an den externen
Vertrauensanwalt wenden (→Nachhaltigkeitsstrategie und
-management, Seite 20 f.).
Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir
auf ihre Sicherheit und mögliche Auswirkungen auf die
Gesundheit, um die Risiken in der Produktion zu minimieren.
Diese Anforderungen geben wir auch an unsere Partner und
Lieferanten weiter. Wir erwarten zum Beispiel, dass in den
vorgelagerten Wertschöpfungsstufen der Einsatz von
gesundheits- und umwelt-gefährdenden Stoffen vermieden
oder reduziert wird, oder dass entsprechende
Schutzmaßnahmen getroffen werden (→Partner- und
Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
Der Unternehmensbereich "Corporate Mobility &
Security" übernimmt übergeordnete
Sicherheitsaufgaben, u. a. sorgt er für die
Reisesicherheit unserer Mitarbeiter. Bei Reisen in
Ländern mit erhöhtem Sicherheitsrisiko hält
der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden.
Unser 360°-Arbeitsschutz umfasst auch die
Gesundheitsschutzmaßnahmen in der Pandemie (Masken,
Tests, Impfungen) und unser allgemeines
Gesundheitsmanagement. Hier haben wir im Berichtsjahr
zahlreiche Infektionsschutzmaßnehmen erfolgreich
umgesetzt und so die Anzahl an Covid-Erkrankungen
durchgängig auf einem niedrigen Niveau halten
können.
Über unser betriebliches Gesundheitsmanagement
(BGM) bieten wir unseren Mitarbeitern seit vielen Jahren an
nahezu allen Produktionsstandorten umfassende Angebote -
von Fitness- und Sportprogrammen, über Gesundheitstage
bis hin zu Fußballturnieren und Skirennen. Seit 2020
stärken wir insbesondere auch das BGM im Sales- &
Service-Bereich. Im Fokus stehen Verhältnis- und
Verhaltensprävention, wie die ergonomische
Arbeitsplatzgestaltung im Büro und in der Produktion,
ergänzende Kurse zur ergonomischen Haltung,
Grippeschutz- und Covid-Impfungen sowie die Ausrichtung
unserer Betriebsrestaurants auf gesunde Ernährung. Zur
Förderung der Bewegung setzen wir auf konzernweite
Sport-Events, gemeinsame Laufgruppen, Kooperationen mit
Fitnessstudios und haben unser Angebot an Ladestationen
für E-Bikes weiter ausgebaut. Zudem können
Mitarbeiter ein Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder
Lastenrad - inkl. Rundum-Schutz-Paket leasen und auch
privat nutzen.
Neu in 2022: Mit "EGYM Wellpass" haben wir unser
beliebtes Firmenfitnessangebot erweitert. Neben dem bereits
etablierten sportnavi-Angebot für den Standort
Bielefeld profitieren nun auch alle weiteren Standorte in
Deutschland von der umfangreichen Sport- und
Wellnessflatrate: Fitnessstudios, Schwimmbäder inkl.
Sauna, Yoga-Kurse, Tanzen, Klettern, Massagen und vieles
mehr - bei dieser Mitgliedschaft bleiben keine Wünsche
offen. Bereits über 700 Mitarbeiter sind aktiv dabei.
DMG MORI übernimmt dabei über 50 % der
monatlichen Kosten - bei Auszubildenden sogar 100 %!
Über alle Angebote und Neuigkeiten im Bereich
Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement informieren wir
unsere Mitarbeiter umfangreich vor Ort, persönlich
oder durch Aushänge, sowie im "DMG MORI ONE". Hier
steht unserem BGM ein eigener Bereich zur Verfügung,
in dem wir regelmäßig Beiträge zu
Gesundheitsthemen einstellen. Wir haben unsere Mitarbeiter
das gesamte Jahr über freiwillig mit allen relevanten
Schutzmitteln, medizinischen Masken und Covid-Selbsttests
versorgt. Unsere Betriebsärzte informieren und
unterstützen zudem alle Mitarbeiter beim Thema Impfen.
Regelmäßig erstellen wir
Gesundheitsreportings und führen persönliche
Krankenrückkehr-Gespräche durch. Mit unseren
Maßnahmen und Angeboten möchten wir die
Zufriedenheit, Motivation und Gesundheit unserer
Mitarbeiter fördern und so die Krankenquote auf einem
niedrigen Niveau halten.
Diese betrug im Berichtsjahr 4,5 % und lag damit, wie im
Vorjahr, unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von
5,4 %. Im Berichtsjahr kam es zu 195 Wege- und
Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die
Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,9 %
(Vorjahr: 2,7 %).
Eine gesunde und ausgewogene Ernährung beeinflusst
das Wohlbefinden und die Arbeitskraft unserer Mitarbeiter
positiv. In unseren Betriebsrestaurants an den Standorten
Bielefeld, Pfronten und Seebach arbeiten wir deshalb
bereits seit 2018 erfolgreich nach dem Konzept "Frisch
& Gesund". Das Motto lautet: Gutes Essen für
Viele. Regionalität, Saisonalität und
Nachhaltigkeit werden großgeschrieben:
| ― |
Convenience-Grad unter 10 %, |
| ― |
Verzicht auf jede Form von Geschmacksverstärkern, |
| ― |
frische Produkte aus der Region, |
| ― |
tägliche wechselnde Gerichte - weniger Fleischkonsum. |
Alle Gerichte gibt es auch in recycelbaren
"To-Go"-Behältern -ideal zum Beispiel für
Teilzeitkräfte oder als fertiges Abendessen zum
Mitnehmen. Wer lieber selbst die leckeren Tagesgerichte
nachkocht, findet die Rezepte in dem Buch "Nouvelle Cantine
feat. DMG MORI" von Küchenchef Bernhard Kampmann. Im
Berichtsjahr erhielt der Meisterkoch für sein Werk die
Silbermedaille von der Gastronomischen Akademie
Deutschlands auf der Frankfurter Buchmesse.
Den ökologischen Fußabdruck der
Betriebsrestaurants hält DMG MORI durch moderne
Konzepte beim Kühlen, Lüften und Beleuchten sowie
umfassende Renovierungen in den vergangenen Jahren so klein
wie möglich. Das Betriebsrestaurant am Headquarter
Bielefeld trägt seit 2018 die Auszeichnung als
"Klimagesunde Betriebsküche".
Im Juni 2022 haben wir zudem eine Umfrage zu unseren
Betriebsrestaurants unter den täglichen Besuchern
gestartet, um Qualität und Zufriedenheit noch weiter
zu steigern. Knapp 700 Mitarbeiter gaben Feedback - und mit
großer Mehrheit positiv! Besonders gut schnitten die
Kategorien Mitarbeiterfreundlichkeit, Ausstattung und
gastronomische Leistung ab. Kurz: Service, Geschmack,
Atmosphäre - passt! Gleichzeitig gab es viele
wertvolle Anregungen und Vorschläge, die nun
sukzessive umgesetzt werden, um noch stärker auf die
Bedürfnisse unserer Mitarbeiter einzugehen.
Als ein Technologieführer achten wir weltweit auf
Compliance und übernehmen Verantwortung für unser
Handeln. Mit unserer etablierten Compliance-Organisation
stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter unsere Vorschriften einhalten und aktiv unsere
TOP-Werte leben.
Unsere Unternehmenskultur und unser unternehmerisches
Handeln sind geprägt von unseren TOP-Wertem
Trust/Vertrauen, Openness/Offenheit und
Passion/Leidenschaft. Diese Werte wollen wir in allen
Bereichen fest integrieren und langfristig sichern.
Dafür setzen wir auf ein umfassendes
Compliance-Managementsystem - basierend auf Verantwortung,
Integrität, Nachhaltigkeit und dem DMG
MORI-Verhaltenskodex - mit dem wir Regeln und Prozesse
festlegen, um bestmöglich und zeitnah auf
unternehmensspezifische Risiken zu reagieren,
Compliance-Verstöße zu vermeiden oder schnell
und effektiv aufzudecken und zu sanktionieren. So
trägt Compliance zu unserem Unternehmenserfolg bei.
Auch hierbei denken wir ganzheitlich und sind breit
aufgestellt. Wir haben sieben Teilbereiche vollständig
in unser Managementsystem integriert:
| ― |
Exportkontrolle, |
| ― |
Tax-Compliance, |
| ― |
Anti-Geldwäsche, |
| ― |
Datenschutz, |
| ― |
IT-Sicherheit, |
| ― |
Kartellrecht, |
| ― |
Anti-Korruption. |
Im Geschäftsjahr 2019 wurden alle Teilbereiche
erfolgreich überprüft - seitdem führen wir
fortlaufend ausgewählte einzelne
Wirksamkeitsprüfungen durch. Im Berichtsjahr lag der
Fokus auf dem Teilbereich Anti-Korruption. Zudem erfolgte
für die ISO 37001 Zertifizierung (Anti-Korruption) der
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ein Überwachungsaudit.
1. 100 % der neu eingestellten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter bestätigen im Berichtsjahr den
Verhaltenskodex: Ziel erreicht!
2. 80 % der Mitarbeiter absolvieren die Basis-Schulung:
97 % erreicht!
3. 80 % der Managing Directors und Chief Operating
Officers sind zum 31.12.2021 durch das zentrale
Compliance-Management geschult: 96 % erreicht!
4. 80 % der Managing Directors geben im jährlichen
konzernweiten Self-Assessment an, sich ausreichend vom
zentralen Compliance-Management informiert zu fühlen:
100 % erreicht!
Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken erfassen wir
systematisch und standardisiert über unser konzernweit
einheitliches Risk-Assessment. Compliance-Risiken
können potenziell in allen Bereichen und
Gesellschaften auftreten, wenn Gesetze und Vorschriften
sowie unternehmensinterne Richtlinien missachtet werden.
Mindestens einmal im Jahr führen wir für alle
Teilbereiche eine szenarienbasierte Risikoanalyse durch -
im Berichtsjahr waren es sogar zwei Analysen - um noch
schneller reagieren zu können. Die
gesellschaftsspezifische Risikolage bewerten wir lokal
anhand einheitlich definierter Kriterien für alle
operativen Konzerngesellschaften und überprüfen
dies zentral. Die Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken
waren im Berichtsjahr insgesamt beherrschbar.
Der Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu
Compliance in allen Bereichen. Um die Einhaltung unserer
Regeln sicherzustellen, nutzen wir ein
Richtlinien-Management. Zur nachhaltigen Verankerung der
Compliance-Richtlinien in die Unternehmenskultur
sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter
regelmäßig und umfangreich über
verschiedene Kanäle, zum Beispiel:
| ― |
Vorstandsinformationen zu wichtigen, aktuellen Anforderungen, |
| ― |
jährlicher Fragebogen zu Aufklärungs- und Handlungsbedarfen an die Geschäftsführer. |
Über das "DMG MORI ONE" sind alle Regelungen
für alle Mitarbeiter permanent verfügbar. Auf die
konzernweit gültigen Compliance-Richtlinien verweisen
wir im Verhaltenskodex auf unserer Webseite. Darüber
hinaus überprüft u. a. die Konzernrevision als
unabhängige Stabsstelle die Einhaltung von
Richtlinien. Für Fragen, Anregungen und Bedenken, zum
Beispiel zu illegalem oder unethischem Verhalten, stehen
unseren Stakeholdern der Compliance-Helpdesk sowie ein
externer Vertrauensanwalt zur Verfügung
(→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 20
f.).
Digitalisierung ist eines der drei wichtigsten
Zukunftsfelder bei DMG MORI. Denn mit digitalen Prozessen
erhöhen wir Transparenz und Effizienz - auch im
Bereich Compliance.
In unserem "Customer-Relationship-Management" (CRM)
System überprüfen wir Kunden auf Risiken im
Bereich Anti-Geldwäsche. Unser digitales
Workflow-System nutzen wir für Prozesse in Bezug auf
Anti-Korruption, zum Beispiel für die Genehmigung und
Dokumentation von Geschenken oder Einladungen sowie um die
Integrität potenzieller Händler und
Auftragsvermittler zu überprüfen. Je nach
Risiko-Level sind hier genaue Vorgänge definiert.
| ― |
Basis-Schulung für alle Mitarbeiter
|
||||||
| ― |
Datenschutz & EU-DSGVO
|
||||||
| ― |
Informationssicherheit
|
||||||
| ― |
Klassifizierung und Umgang mit Informationen
|
Ergänzend zu den Online-Seminaren schulen der Chief
Compliance Officer und zentrale Teilbereichskoordinatoren
regelmäßig persönlich vor allem die
Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter in
Schlüsselfunktionen zu Neuerungen und aktuellen
Themen.
1) der im Online-Seminar registrierten
Mitarbeiter (ausgenommen gewerbliche Mitarbeiter)
2) angenommene durchschnittliche Dauer: 1 Stunde
3) der im jeweiligen Modul registrierten
Mitarbeiter
Wir nehmen die Persönlichkeitsrechte unserer
Mitarbeiter und Geschäftspartner sehr ernst und gehen
entsprechend vertraulich und sensibel mit ihren Daten um.
Datenschutz und Informationssicherheit sind Teil des
integrierten Compliance-Managementsystems und werden von
unserem Konzerndatenschutzbeauftragten und Leiter
IT-Security zentral gesteuert. Dabei erfüllen wir die
Vorgaben der EU-DSGVO und orientieren uns am ISO / IEC
27001 Standard für Informationssicherheit.
Durch die beschleunigte Digitalisierung ist
IT-Sicherheit von höchster Priorität. Wir sind
uns der enormen Herausforderungen und Risiken bewusst. Um
die Informationen und Daten innerhalb des Konzerns zu
schützen, setzen wir auf umfangreiche, aktuelle
Sicherheitsmaßnahmen, wie
Multifaktor-Authentifizierung und Audits sowie
regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeiter
(→Produktqualität und -sicherheit, Seite 40 ff.).
Der Vorstand bekennt sich im Verhaltenskodex und im
"Modern Slavery Statement", das jährlich gemeinsam mit
der DMG MORI UK Limited veröffentlicht wird, zur
Einhaltung der Menschenrechte
(→Nachhaltigkeitsstrategie und -management, Seite 12
ff.).
Die neuen Vorgaben zu Menschen- und Umweltrechten des
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, das am 1. Januar
2023 in Kraft getreten ist, haben wir bei DMG MORI
frühzeitig und umfassend umgesetzt und weltweit in
unsere Geschäftsprozesse integriert. Die fünf
Kernelemente sind:
1. Verantwortung anerkennen
2. Risiken identifizieren und bewerten
3. Maßnahmen im eigenen Geschäftsbereich und
in der Lieferkette einleiten
4. Informieren und berichten
5. Beschwerden ermöglichen
In diesem Zuge ist seit Februar 2023 eine neu erstellte
Konzernrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte und
Arbeitsbedingungen in Kraft, um die Einhaltung der neuen
Vorgaben sicherzustellen. Generell gilt: Wir orientieren
uns an international gültigen und anerkannten
Standards und Richtlinien. Hierzu zählen:
| ― |
Grundsätze der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen |
| ― |
OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen |
| ― |
Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) |
| ― |
Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen |
Darüber hinaus haben wir im ersten Quartal 2023
erstmals eine Grundsatzerklärung über unsere
Menschenrechtsstrategie auf unserer Website
veröffentlicht. Hier fassen wir unsere Erwartungen,
Handlungsfelder und Maßnahmen zur Achtung von
Menschenrechten zusammen.
Als Teil des integrierten "Responsibility-Ansatzes"
gelten grundsätzlich alle Elemente unseres
Compliance-Managementsystems auch für den Bereich
Menschenrechte. Mit geeigneten Maßnahmen, wie
insbesondere unsere Online-Seminare und
Präsenzschulungen, stellen wir sicher, dass unsere
hohen Standards auch innerhalb von DMG MORI weltweit
beachtet und angewandt werden (→Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, Seite 50 ff.). Im Berichtsjahr hat DMG MORI
zudem erstmalig ein "Human Rights Impact Assessment" -
basierend auf den UN - Leitprinzipien für Wirtschaft
und Menschenrechte - für unsere internen Prozesse und
die unserer Lieferanten durchgeführt. Dabei haben wir
länder- und sektorspezifische Menschenrechtsrisiken
identifiziert und bewertet, um darauf aufbauend gezielte
Maßnahmen zur weiteren Risikoprävention
abzuleiten. Künftig werden wir das Assessment
jährlich durchführen und dabei auch die
Wirksamkeit der im Vorjahr beschlossenen Maßnahmen
kontrollieren.
Wir erwarten selbstverständlich von unseren
Lieferanten, dass sie die geltenden menschen- und
umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten ernst nehmen und
einhalten - und dass sie diese Anforderungen auch entlang
ihrer Lieferkette weitergeben. Gleichzeitig erwarten auch
unsere Kunden und Mitarbeiter entsprechende Standards von
uns und unseren Lieferanten.
Wir beziehen keine (Konflikt-)Mineralien, wie Gold,
Tantal, Wolfram oder Zinn als Rohmaterialien.
Konfliktmineralien können in der Beschaffung
problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder
angrenzenden Staaten stammen, zur Finanzierung bewaffneter
Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen
führen können. Aufgrund unserer komplexen,
mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses
Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen
oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem
begegnen wir vor allem mit entsprechenden
Sorgfaltsprozessen. Mit der Plattform "Integrity Next"
haben wir beispielsweise unsere Lieferantenfragebögen
vereinheitlicht und digitalisiert. So konnten wir die
Transparenz in der Lieferkette weiter steigern
(→Partner- und Lieferantenmanagement, Seite 44 ff.).
DMG MORI engagiert sich. Wir sind Teil der Gesellschaft
und machen uns für sie stark - mit zahlreichen
Aktionen, Spenden und Sponsorings. Wir sind solidarisch und
leben unsere TOP-Werte auch weit über die
Unternehmensgrenzen hinaus.
Zu unserer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie
gehört selbstverständlich auch unsere
Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Wir
engagieren uns mit vielfältigen Aktionen und machen
uns stark für Menschen, Gesellschaft und unsere
Umwelt. Hierzu gehören Spenden und Sponsorings ebenso
wie der enge Austausch mit Hochschulen, Vereinen und
Verbänden. Im Fokus unseres Engagements stehen
Projekte in Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst,
Kultur, Sport und insbesondere der Nachwuchs. Diese
Bereiche sind auch in unserer konzernweiten Spenden- und
Sponsoring Richtlinie festgelegt, ebenso wie die geltenden
Prozesse und Wertgrenzen. Unsere lokalen
Geschäftsführungen wissen am besten, wo unsere
Spenden am meisten gebraucht werden und auch wirklich
ankommen. Deshalb entscheiden sie direkt vor Ort, welche
Projekte wir fördern.
Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, die sich freiwillig und ehrenamtlich
engagieren - zum Beispiel bei der Werkfeuerwehr. Für
Einsätze, Übungen und Ausbildungen stellen wir
sie frei. Eine flexible Arbeitsorganisation und
Arbeitszeitgestaltung erleichtern den ehrenamtlichen
Einsatz. Auch zahlreiche Spendenaufrufe und Sammelaktionen
für die Menschen in der Ukraine wurden am Arbeitsplatz
organisiert und tatkräftig unterstützt. Hierbei
konnten die engagierten Mitarbeiter auf unsere bestehende
Logistik zurückgreifen und unsere Räumlichkeiten
nutzen.
Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch
Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum
Wissenstransfer. Zudem engagieren wir uns an vielen
Standorten in lokalen Verbänden und Projekten. So
bilden wir aktiv Netzwerke und können uns für die
jeweilige Region stark machen.
DMG MORI engagiert sich unter anderem in verschiedenen
Branchenverbänden:
VDMA - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau //
VDW - Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e. V. //
IHK Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld
// DKE - Deutsche Kommission Elektrotechnik // Elektronik
Informationstechnik im DIN und VDE // TÜV -
Technischer Überwachungsverein // OWL Maschinenbau //
BME - Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und
Logistik // it's owl e. V. - Intelligente Technische
Systeme Ost Westfalen Lippe // Energieeffizienz-Netzwerk
Ostwestfalen // Nachwuchsstiftung Maschinenbau
Mit gemeinsamen Aktionen rund um unsere Standorte sind
wir ein starker Teil der Gesellschaft. So leisteten zum
Beispiel im Berichtsjahr unsere Auszubildenden einen
wichtigen Beitrag dazu, die bereits sichtbaren Folgen des
Klimawandels abzumildern und pflanzten rund 100 Bäume
im Teutoburger Wald in Bielefeld. Im Allgäu an unserem
Standort Pfronten haben wir uns erneut der Challenge
"Müllfreies Allgäu" angeschlossen und knapp 600
kg Müll eingesammelt. Frische Luft, Bewegung und
gleichzeitig der Umwelt helfen - das spornt uns an, auch
nächstes Jahr wieder an der Challenge teilzunehmen.
Die geplanten Förderungen prüft der Vorstand
immer zu Beginn eines Geschäftsjahres. Die Freigabe
unterjähriger Spenden und Sponsorings erfolgt
über unser digitales Workflow-System durch die
jeweilige Geschäftsführung bzw. den Vorstand. Die
Abteilungen "Corporate Responsibility" und "Corporate
Communications // Investor Relations" überprüfen
stichprobenartig die Spenden- und
Sponsoringaktivitäten hinsichtlich
Förderungszweck und -höhe sowie Einhaltung der
Freigabeprozesse. Das lokale Controlling überwacht das
jährliche Budget. Grundsätzlich erfolgen keine
Spenden an politische oder parteinahe Organisationen oder
Politiker. In gesetzlich zulässigen Ausnahmen ist die
Zustimmung des Vorstands notwendig.
Im Geschäftsjahr 2022 haben wir rund 645.000 €
für Spenden und Sponsorings ausgegeben. In der Region
Ost Westfalen Lippe engagiert sich DMG MORI zum Beispiel
seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein
DSC Arminia Bielefeld -insbesondere im Nachwuchsbereich -
und als Mitglied des Bündnis Ostwestfalen. Besonders
freut uns, dass wir im Berichtsjahr erstmalig auch die
erfolgreiche U17-Frauen-mannschaft von Arminia Bielefeld
unterstützen und so Diversität im Sport
fördern. Über Sponsoring-Verträge
unterstützen wir zudem die Bielefeld Marketing GmbH
und den Bielefelder Kunstverein.
Spenden kamen in diesem Jahr insbesondere der "Aktion
Deutschland hilft" zugute - als Nothilfe für die
Ukraine -sowie lokalen Vereinen, Institutionen, Hochschulen
und der Nachwuchsstiftung Maschinenbau. Ein besonderer
Fokus lag zudem auf den ganz kleinen unter uns: Für
Waisenkinder aus der Ukraine erhielt das "Haus Daheim" in
Bielefeld eine Spende, ebenso gingen Geld - und Sachspenden
an das Waisenheim "Littlest Lamb" in Kairo, Ägypten,
und an den Verein "HoffnungStern Uganda-Freunde e. V.", der
sich für Kinder und Jugendliche in Uganda einsetzt und
ihnen den Zugang zu Bildung ermöglicht. Auch
zahlreiche Kindergärten, Schulen, Ferienspiele und
Freizeitaktivitäten rund um unsere Standorte wurden
unterstützt.
DMG MORI begrüßte Ende November über
1.000 Gäste -Mitarbeiter, Kunden und
Geschäftspartner - beim deutschjapanischen
Klassik-Konzert in der Bielefelder Rudolf-Oetker-Halle. Das
eigens aus Tokio angereiste "Japanese National Orchestra"
von und mit Star-Pianist Kyohei Sorita sowie die
fabelhaften "Bielefelder Philharmoniker" bewiesen
gemeinsam, dass Klassik zeitlos schön ist. Auf dem
Programm standen u. a. Werke von Mozart, Strauss und Chopin
in immer wieder wechselnden Besetzungen, aber stets
gemeinsam und in voller Harmonie. Vielfalt, die begeistert.
DMG MORI hat über die in diesem GRI-Index
angegebenen Informationen für den Zeitraum vom 1.
Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 unter Bezugnahme auf
die GRI-Standards berichtet. Zudem ist die Abgrenzung des
nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben
gekennzeichnet.
| GRI-Standard | GRI-Angaben | Seiten im
Nachhaltigkeits-
bericht 2022 |
Seitenverweis auf Geschäftsbericht 2022 | Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB | Extern geprüft von PWC 1) |
| GRI 1 Grundlagen 2021 | GRUNDLAGEN | ||||
| ALLGEMEINE ANGABEN | |||||
| ORGANISATIONSPROFIL UND BERICHTERSTATTUNG | |||||
| 2-1 Organisationsprofil | 10 f. | 42, 44 f., 183 | |||
| 2-2 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsberichterstattung der Organisation berücksichtigt werden 2) | 77 | 164-166 | |||
| 2-3 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle 3) | 77, 80 | ||||
| 2-4 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen 4) | 77 | ||||
| 2-5 Externe Prüfung | 78 f. | ||||
| TÄTIGKEITEN UND MITARBEITER | |||||
| 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen | 10 f., 14, 44 f., | 38-42, 44 f., 60 f., 72-76, 164-166, 183 | |||
| UNTERNEHMENSFÜHRUNG | |||||
| 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung | 8-11, 46-51, 167 | ||||
| GRI 2 Allgemeine Angaben 2021 | 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans | 46-49 | |||
| 2-11 Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans | 167 | ||||
| 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen | 18, 61 | ||||
| 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 8-11 | ||||
| 2-15 Interessenkonflikte | 10, 48 f., 167 | ||||
| 2-17 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | 8 f., 49 | ||||
| STRATEGIE, RICHTLINIEN UND PRAKTIKEN | |||||
| 2-22 Anwendungserklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung | 4-7 | 12-14 | |||
| 2-23 Verpflichtungserklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen 5) | 63, 77 | ||||
| 2-26 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen | 19 f., 62 | ||||
| 2-28 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | 67 | ||||
| EINBINDUNG VON STAKEHOLDERN | |||||
| 2-29 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 18 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ | ||
| 2-30 Tarifverträge | 53 | ||||
| WESENTLICHE THEMEN | |||||
| KATEGORIE: ÖKONOMISCH | |||||
| Korruptionsbekämpfung | § 289c Abs. 2 Nr. 5 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47, 61-63 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| GRI 205: Korruptionsbekämpfung 2016 | 205-1 Betriebsstätten, die auf Korruptionsrisiken geprüft wurden | 62 | § 289c Abs. 3 | ✓ "Risikomanagement" | |
| KATEGORIE: ÖKOLOGISCH | |||||
| Materialien | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24 f., 30-33, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 301: Materialien 2016 | 301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 32 | § 289c Abs. 3 | ||
| Energie | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24-29, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne TCFD-Bericht und QR-Code | |
| GRI 302: Energie 2016 | 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 26 | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 06 | |
| Emissionen | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 24-29, 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne TCFD-Bericht und QR-Code | |
| 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 28 | § 289c Abs. 3 | |||
| GRI 305: Emissionen 2016 | 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 28 | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 07 | |
| 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | 28 | § 289c Abs. 3 | |||
| 305-6 Emissionen
von Ozon abbauenden Substanzen (ODS) 6) |
77 | § 289c Abs. 3 | |||
| Umweltbewertung der Lieferanten | § 289c Abs. 2 Nr. 1 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| Umweltbewertung der Lieferanten | Lieferanten, die anhand von Umweltkriterien überprüft wurden 7) | 45, 46 | § 289c Abs. 3 | ✓ Abschnitte "03 Analyse und Assessment" und "04 Risikomanagement" | |
| KATEGORIE: SOZIALES | |||||
| Beschäftigung | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50-52 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 401: Beschäftigung 2016 | 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation 8) | 50 f. | § 289c Abs. 3 | ||
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50-52, 57-60 | § 289c Abs. 3 | ||
| 403-1 Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 57-59 | ||||
| 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | 20 f., 57-59, 62 f. | ||||
| 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste | 58 | ||||
| GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018 | 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 57, 60 | |||
| 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 58 | ||||
| 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | 59-60 | ||||
| 403-7 Vermeidung und Abmilderung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz | 45-47, 59 | ||||
| 403-8 Mitarbeiter, die von einem Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind | 57 f. | § 289c Abs. 3 | |||
| Aus- und Weiterbildung | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 50 f., 54-57 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 404: Aus- und Weiterbildung 2016 | 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl der Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestellten 8) | 55 | § 289c Abs. 3 | ||
| Diversität und Chancengleichheit | § 289c Abs. 2 Nr. 2 | ||||
| Konzept nach HGB | Konzepts | 14, 18, 20 f., 50 f., 53 | § 289c Abs. 3 | ✓ Ohne "Recruiting" S. 50 f.; auf S. 53 nur "Vielfalt u. Chancengleichheit" | |
| GRI 405: Diversität und Chancengleichheit 2016 | 405-1 Diversität in Kontrollorganen und unter Angestellten 8) | 53 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ Tabelle 13 | |
| Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte | § 289c Abs. 2 Nr. 4 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47, 50, 63 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Recruiting" S. 50 | |
| GRI 412: Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte 2016 | 412-2 Schulungen für Angestellte zu Menschenrechtspolitik und -verfahren | 62 | § 289c Abs. 3 | ||
| Soziale Bewertung der Lieferanten | § 289c Abs. 2 Nr. 4 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 44-47 | § 289c Abs. 3 | ✓ | |
| Soziale Bewertung der Lieferanten | Lieferanten, die anhand von sozialen Kriterien überprüft wurden 7) | 45, 46 | § 289c Abs. 3 | ✓ Abschnitte "03 Analyse und Assessment" und "04 Risikomanagement" | |
| Kundengesundheit und Kundensicherheit | |||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 40-43 | § 289c Abs. 3 | ||
| GRI 416: Kundengesundheit und Kundensicherheit 2016 | 416-1 Beurteilung der Auswirkungen verschiedener Produkt-Dienstleistungskategorien auf die Gesundheit und Sicherheit | 43 | § 289c Abs. 3 | ||
| Zusätzlich zu GRI: Darstellung des sozialen Engagements | § 289c Abs. 2 Nr. 3 | ||||
| Konzept nach HGB | Beschreibung des Konzepts | 14, 18, 20 f., 66 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Mitgliedschaften" | |
| Höhe getätigter Spenden und Sponsorings | 67 | § 289c Abs. 3 | ✓ ohne "Mitgliedschaften" | ||
| Zusätzlich zu GRI: Darstellung weiterer Mindestbestandteile des nichtfinanziellen | Berichts | ||||
| Darstellung des Geschäftsmodells | 10 f. | 38-45, 58-65 | § 289c Abs. 1 | ✓ | |
| Identifikation wesentlicher Aspekte | 13 f. | § 289c Abs. 3 | ✓ | ||
| Ergebnis der Risikobeurteilung | 21 | § 289c Abs. 3 Nr. 3-4 | ✓ | ||
| Angabe des genutzten Rahmenwerkes | 13 | § 289d | ✓ | ||
| EU-Taxonomie gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020/852/EU | 33-37 | ✓ |
1) Siehe Prüfungsvermerk des
unabhängigen Prüfers auf Seite 78.
2) Im Nachhaltigkeitsbericht werden
grundsätzlich alle vollkonsolidierten Unternehmen
berücksichtigt (→Geschäftsbericht 2022,
Seite 164 ff.).Einzelne Abweichungen werden an den
entsprechenden Stellen im Bericht beschrieben. Der
Konsolidierungsprozess folgt dem der
Finanzberichterstattung. Die zentralen Fachbereiche stellen
die Konsolidierung der Informationen sicher.
3) Der Nachhaltigkeitsbericht erscheint
jährlich (Veröffentlichung: 15. März 2023),
und umfasst das Geschäftsjahr 01.01. - 31.12.2022.
4) Neuformulierungen werden, wenn erforderlich,
entsprechend beschrieben (GRI 2-4).
5) Siehe Grundsatzerklärung und
Verhaltenskodex unter
→de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/strategie
(GRI 2-23)
6) Ein Einsatz oder die Emission von
ozonabbauenden Substanzen konnte bei DMG MORI nicht
festgestellt werden.
7) Die Überprüfung von Lieferanten
erfolgt risikoorientiert (→Partner- und
Lieferantenmanagement, Seite 45 f.). Eine gezielte
Aufschlüsselung nach neuen Lieferanten erfolgt daher
nicht mehr.
8) Keine weitere Aufschlüsselung der
Kategorien und Daten, da diese nicht von wesentlicher
Bedeutung für unser Nachhaltigkeitsmanagement sind.
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen,
die auf aktuellen Einschätzungen des Managements
über künftige Entwicklungen beruhen. Solche
Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und
bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen
Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch den
Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine oder der
Corona-Pandemie, die dazu führen können, dass die
tatsächlichen Verhältnisse einschließlich
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder
negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen
ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben
werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und
Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass
eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder
Vorhersage unzutreffend wird.
Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark
von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und
geschäftlichen Lage (einschließlich
Margenentwicklungen in den wichtigsten
Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession)
betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse,
Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer
Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche
gleichermaßen von Veränderungen des
wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede
bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes
der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt
wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in
verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr
unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten
ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei
Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei
Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise
durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter
gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung
der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen
bei Zinssätzen und Währungskursen, der
Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der
Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität
und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und
Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das
Kreditgeschäft sowie des zukünftigen
wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in
denen wir tätig sind; Herausforderungen der
Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung
von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten
Synergieeffekte und anderer wesentlicher
Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender
Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder
den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung
der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden
Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI;
Änderungen in der Geschäftsstrategie;
Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich
der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von
Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder
Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von
offenen Ermittlungen und anhängigen
Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen
staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser
Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG
MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren.
Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren
und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die
Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als
unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen
Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als
erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt,
geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen
abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder
beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung,
zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an
Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des
Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen
sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin
genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu
verstehen.
Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI"
firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in
Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit
Sitz in Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist
(mittelbar) von der DMG MORI COMPANY LIMITED beherrscht.
Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von "DMG
MORI" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG
MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i. S.d. § 17
AktG abhängigen Unternehmen. Ist von der "Global One
Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen
Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher
Tochtergesellschaften.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem
Nachhaltigkeitsbericht auf geschlechtsspezifische
Formulierungen verzichtet. Die gewählte Form steht
für alle Personen des weiblichen, männlichen und
diversen Geschlechts gleichermaßen.
Wir haben die mit einem "✓" gekennzeichneten
Angaben des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts
der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT, Bielefeld, (im Folgenden
die "Gesellschaft") für den Zeitraum vom 1. Januar bis
31. Dezember 2022 (im Folgenden der "gesonderte
nichtfinanzielle Konzernbericht") einer
betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung
begrenzter Sicherheit unterzogen. Unser Auftrag bezieht
sich ausschließlich auf die mit einem "✓"
gekennzeichneten Angaben.
Nicht Gegenstand unserer Prüfung sind die im
gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht genannten
externen Dokumentationsquellen oder Expertenmeinungen.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind
verantwortlich für die Aufstellung des gesonderten
nicht finanziellen Konzernberichts in Übereinstimmung
mit den §§ 315 c i. V. m. 289 c bis 289e HGB und
Artikel 8 der VERORDNUNG (EU) 2020 / 852 DES
EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni
2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur
Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur
Änderung der Verordnung (EU) 2019 / 2088 (im Folgenden
die "EU-Taxonomieverordnung") und den hierzu erlassenen
delegierten Rechtsakten sowie deren eigenen in Abschnitt
EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen
Konzernberichts dargestellten Auslegung der in der
EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen
delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und
Begriffe.
Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener
Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung sowie das
Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen
zu einzelnen nichtfinanziellen Angaben des Konzerns, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben,
um die Aufstellung eines gesonderten nichtfinanziellen
Konzernberichts zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen (Manipulation des nichtfinanziellen Berichts)
oder Irrtümern ist.
Die EU-Taxonomieverordnung und die hierzu erlassenen
delegierten Rechtsakte enthalten Formulierungen und
Begriffe, die noch erheblichen Auslegungsunsicherheiten
unterliegen und für die noch nicht in jedem Fall
Klarstellungen veröffentlicht wurden. Daher haben die
gesetzlichen Vertreter ihre Auslegung der
EU-Taxonomieverordnung und der hierzu erlassenen
delegierten Rechtsakte im Abschnitt EU-Taxonomie des
gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts niedergelegt.
Sie sind verantwortlich für die Vertretbarkeit dieser
Auslegung. Aufgrund des immanenten Risikos, dass
unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden
können, ist die Rechtskonformität der Auslegung
mit Unsicherheiten behaftet.
Wir haben die deutschen berufsrechtlichen Vorschriften
zur Unabhängigkeit sowie weitere berufliche
Verhaltensanforderungen eingehalten.
Unsere Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wendet die
nationalen gesetzlichen Regelungen und
berufsständischen Verlautbarungen -insbesondere der
Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und
vereidigte Buchprüfer (BS WP / vBP) sowie des vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) herausgegebenen
IDW Qualitätssicherungsstandards 1 "Anforderungen an
die Qualitätssicherung in der
Wirtschaftsprüferpraxis" (IDW QS 1) - an und
unterhält dementsprechend ein umfangreiches
Qualitätssicherungssystem, das dokumentierte
Regelungen und Maßnahmen in Bezug auf die Einhaltung
beruflicher Verhaltensanforderungen, beruflicher Standards
sowie maßgebender gesetzlicher und anderer
rechtlicher Anforderungen umfasst.
Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil
mit begrenzter Sicherheit über die ausgewählten
Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht
abzugeben.
Wir haben unsere betriebswirtschaftliche Prüfung
unter Beachtung des International Standard on Assurance
Engagements (ISAE) 3000 (Revised): "Assurance Engagements
other than Audits or Reviews of Historical Financial
Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt.
Danach haben wir die Prüfung so zu planen und
durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit
beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt
geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen,
dass die ausgewählten Angaben in dem gesonderten
nichtfinanziellen Konzernbericht der Gesellschaft, mit
Ausnahme der im gesonderten nichtfinanziellen
Konzernbericht genannten externen Dokumentationsquellen
oder Expertenmeinungen, in allen wesentlichen Belangen
nicht in Übereinstimmung mit den §§ 315 c i.
V. m. 289 c bis 289e HGB und der EU-Taxonomieverordnung und
den hierzu erlassenen delegierten Rechtsakten sowie der in
Abschnitt EU-Taxonomie des gesonderten nichtfinanziellen
Konzernberichts dargestellten Auslegung durch die
gesetzlichen Vertreter aufgestellt worden ist.
Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur
Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die
durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu
einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung
einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass
dementsprechend eine erheblich geringere
Prüfungssicherheit erlangt wird. Die Auswahl der
Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen
Ermessen des Wirtschaftsprüfers.
Im Rahmen unserer Prüfung haben wir u. a. folgende
Prüfungshandlungen und sonstige Tätigkeiten
durchgeführt:
| ― |
Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der Nachhaltigkeitsorganisation des Konzerns und über die Einbindung von Stakeholdern |
| ― |
Befragung der gesetzlichen Vertreter und relevanter Mitarbeiter, die in die Aufstellung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess, über das auf diesen Prozess bezogene interne Kontrollsystem sowie über Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― |
Identifikation wahrscheinlicher Risiken wesentlicher falscher Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― |
Analytische Beurteilung von ausgewählten Angaben des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts |
| ― |
Abgleich von ausgewählten Angaben mit den entsprechenden Daten im Konzernabschluss und Konzernlagebericht |
| ― |
Beurteilung der Darstellung des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts |
| ― |
Beurteilung des Prozesses zur Identifikation der taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftsaktivtäten und der entsprechenden Angaben im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht |
| ― |
Befragung zur Relevanz von Klimarisiken |
| ― |
Beurteilung der CO 2 Kompensationszertifikate ausschließlich hinsichtlich ihres Vorhandenseins, jedoch nicht hinsichtlich ihrer Wirkung |
Die gesetzlichen Vertreter haben bei der Ermittlung der
Angaben gemäß Artikel 8 der
EU-Taxonomieverordnung unbestimmte Rechtsbegriffe
auszulegen. Aufgrund des immanenten Risikos, dass
unbestimmte Rechtsbegriffe unterschiedlich ausgelegt werden
können, sind die Rechtskonformität der Auslegung
und dementsprechend unsere diesbezügliche Prüfung
mit Unsicherheiten behaftet.
Auf der Grundlage der durchgeführten
Prüfungshandlungen und der erlangten
Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass
die ausgewählten Angaben im gesonderten
nichtfinanziellen Konzernbericht der Gesellschaft für
den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 in allen
wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den
§§ 315 c i. V. m. 289 c bis 289e HGB und der
EU-Taxonomieverordnung und den hierzu erlassenen
delegierten Rechtsakten sowie der in Abschnitt EU-Taxonomie
des gesonderten nichtfinanziellen Konzernberichts
dargestellten Auslegung durch die gesetzlichen Vertreter
aufgestellt worden ist. Wir geben kein Prüfungsurteil
zu den im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht
genannten externen Dokumentationsquellen oder
Expertenmeinungen ab.
Wir weisen darauf hin, dass die Prüfung für
Zwecke der Gesellschaft durchgeführt wurde und der
Vermerk nur zur Information der Gesellschaft über das
Ergebnis der Prüfung bestimmt ist. Folglich ist er
möglicherweise für einen anderen als den
vorgenannten Zweck nicht geeignet. Somit ist der Vermerk
nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt
(Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere
Verantwortung besteht allein der Gesellschaft
gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir
dagegen keine Verantwortung. Unser Prüfungsurteil ist
in dieser Hinsicht nicht modifiziert.
Frankfurt am Main, 13. März 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Nicolette Behncke | ppa. Meike Beenken |
| Wirtschaftsprüferin |
Aus Gründen der Nachhaltigkeit bietet die DMG MORI
AKTIENGESELLSCHAFT seit 2021 Nachhaltigkeitsberichte nur
noch digital an. Sämtliche Finanzberichte stehen zur
Verfügung unter:
de.dmgmori-ag.com/investor-relations/finanzberichte Gerne
senden wir Ihnen die PDF-Datei sowie den Link zum ePaper
auch per E-Mail zu.
Bitte teilen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit unter:
ir@dmgmori.com oder Telefon: + 49 (0) 52 05 / 74-3001.
| ― |
Highlights und interaktive Informationen |
gb.dmgmori-ag.com/2022/de
| ― |
mit Videos, Links und weiterführenden Informationen |
gb.dmgmori-ag.com/2022/de/e-paper-csr
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