DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFTBielefeldGesonderter nichtfinanzieller Bericht außerhalb des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023GRÜNE TRANSFORMATION - FÜR MENSCH UND UMWELTNachhaltigkeit ist elementarer Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und unserer weltweiten Mission. Wir übernehmen Verantwortung und leisten unseren Beitrag. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Neben Umwelt- und Klimaschutz fokussieren wir bei der DMG MORI AG die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter. Wir fördern und fordern Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns für das Gemeinwohl. Als ein weltweiter Technologieführer stellt DMG MORI die Machining Transformation (MX) in den Mittelpunkt. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Grüne Transformation (GX), die wir durch Prozessintegration, Automation von Werkzeugmaschinen und Digitale Transformation (DX) aktiv vorantreiben. GX hat das Potenzial, globale Ressourcen und so die Umwelt zu schonen sowie den Menschen zu entlasten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen. Deshalb übernimmt die DMG MORI AG ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette - vom Rohstoff bis zum Recycling. Nachhaltigkeit ist fest in sämtliche Strukturen und Prozesse integriert. Unser Energiemanagementsystem ist nach ISO 50001 und unser Umweltmanagement nach ISO 14001 zertifiziert. DMG MORI-Maschinen schonen auch im Betrieb beim Kunden nachhaltig die Umwelt. Neu in 2023: Mit den verbesserten GREENMODE Maßnahmen bieten wir unseren Kunden seit der EMO Hannover 2023 eine Auswahl an bis zu 13 Optionen zur Steigerung der Energieeffizienz an - damit sind Energieeinsparungen von über 30 % realisierbar. Möglich machen das unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit ihren Ideen, ihrer Offenheit und ihrem Mut verändern sie unsere Welt. Als Team. Mehr zu unserer gemeinsamen Reise - unserer grünen Transformation - lesen Sie in diesem Nachhaltigkeitsbericht. GRI 2-22
Alfred Geißler, Vorsitzender des Vorstands Hirotake Kobayashi, Mitglied des Vorstands Michael Horn, Mitglied des Vorstands MISSION STATEMENTAls globales Unternehmen streben wir danach, der weltweit größte und angesehenste internationale Hersteller von Drehzentren, Bearbeitungszentren, Fräs-Dreh-Zentren, Schleifmaschinen, additiven Fertigungsverfahren und Prozessautomatisierung zu sein. Dafür werden wir: scrollen
Als internationales Unternehmen setzen wir uns dafür ein: scrollen
Für den gesunden wirtschaftlichen Erfolg im Geist des Werkzeugmaschinenbaus werden wir: scrollen
Als ein Marktführer und verantwortungsbewusster Unternehmensbürger werden wir: scrollen
UNTERNEHMENSPROFILDMG MORI ist ein weltweit führender Hersteller von hochpräzisen Werkzeugmaschinen und in 43 Ländern vertreten - mit 116 Vertriebs- und Servicestandorten, davon 17 Produktionswerke. In der "Global One Company" treiben mehr als 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Entwicklung ganzheitlicher Lösungen im Fertigungsumfeld voran. Unter dem Leitbild Machining Transformation (MX) kombiniert DMG MORI vier Säulen für die effiziente und nachhaltige Produktion der Zukunft: Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX). DMG MORI steht für Innovation, Qualität und Präzision. Unser Portfolio umfasst nachhaltige Fertigungslösungen auf Basis der Technologien Drehen, Fräsen, Schleifen, Bohren sowie Ultrasonic, Lasertec und Additive Manufacturing. Mit Technologieintegration, durchgängigen Automations- und Digitalisierungslösungen ermöglichen wir, die Produktivität und gleichzeitig die Ressourceneffizienz zu steigern. An unseren Produktionsstandorten realisieren wir für die Leitbranchen Aerospace, Automotive, Die & Mold, Medical und Semiconductor ganzheitliche Turnkey-Lösungen. Mit dem Partnerprogramm DMG MORI Qualified Products (DMQP) bieten wir perfekt abgestimmte Peripherie-Produkte aus einer Hand. Unsere kundenorientierten Services begleiten den gesamten Lebenszyklus einer Werkzeugmaschine - inklusive Training, Instandsetzung, Wartung und Ersatzteilservice. 01 // KONZERNSTRUKTUR DER DMG MORI AGscrollen
Weitere Informationen zur Konzernstruktur stehen im ↗ Geschäftsbericht 2023 auf den Seiten 7, 24 ff. und 27. GRI 2-1, 2-6 NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE UND -MANAGEMENTNachhaltigkeit spielt bei der Umsetzung unserer Unternehmensstrategie eine zentrale Rolle. Mit unserem konzernweit gültigen DMG MORI ↗ Mission Statement bekennen wir uns zu unserer Verantwortung gegenüber der Umwelt, der Gesellschaft sowie unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als ein weltweiter Technologieführer stellt DMG MORI die Machining Transformation (MX) in den Mittelpunkt. Ein wichtiger Baustein von MX ist Grüne Transformation (GX). Sie hat das Potenzial, globale Ressourcen und damit die Umwelt zu schonen, den Menschen zu entlasten und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zu schaffen. Durch ein hohes Maß an Prozessintegration, ganzheitliche Automations- und Digitalisierungslösungen schonen die Werkzeugmaschinen von DMG MORI Ressourcen, Klima und Umwelt und leisten so einen positiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Mit unseren ganzheitlichen Initiativen für eine ressourcenschonende Maschinenherstellung und höchst effiziente Produktion setzen wir immer wieder neue Maßstäbe. Wir übernehmen ganzheitlich Verantwortung von Anfang an. Nachhaltigkeit ist eine grundsätzliche Anforderung an alle Prozesse: von der ersten Idee in der Entwicklung über die Beschaffung und Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden und der Wiederverwertung am Ende des Lebenszyklus. Unser 360°-Ansatz wird gestützt durch eine systematische Erfassung spezifischer Kennzahlen, um unsere Maßnahmen zu validieren und zu steuern sowie eine umfassende Information und Integration unserer Mitarbeiter bei Nachhaltigkeitsthemen. Bei der DMG MORI AG engagieren wir uns neben Umwelt- und Klimaschutz für die Zufriedenheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter, für Diversität und Chancengleichheit. Wir achten auf Compliance in allen Belangen und engagieren uns für das Gemeinwohl mit Spenden und verschiedenen Aktionen. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen gibt mit 17 Sustainable Development Goals (SDGs) eine Orientierung vor. Der Nachhaltigkeitsbericht enthält den gesonderten, nichtfinanziellen Konzernbericht 2023 und informiert über Fortschritte bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir erfüllen die gesetzlichen Bestimmungen gemäß §§ 315c i.V.m. 289c bis 289e Handelsgesetzbuch (HGB) und gehen zudem mit einer Vielzahl an freiwilligen Angaben darüber hinaus. Dabei orientieren wir uns an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI). Die DMG MORI AG bereitet sich bereits jetzt intensiv auf die umfangreichen, neuen gesetzlichen Anforderungen vor, die wir erstmals für das Berichtsjahr 2024 anwenden und richten unseren Nachhaltigkeitsbericht sukzessive darauf aus. Bei den nach HGB verpflichtenden Angaben für das Ergebnis der Konzepte und Key-Performance-Indicators (KPIs) nach § 289 Abs. 3 HGB verwenden wir die weiterhin gültigen "Themenspezifischen Standards" des GRI. Damit wollen wir eine konsistente Berichterstattung sicherstellen. Der Nachhaltigkeitsbericht erfüllt die Anforderungen an die Berichterstattung gemäß Artikel 8 der Verordnung 2020 / 852 / EU des europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung 2019 / 2088 / EU. Im GRI-Content-Index unter "Bestandteil nichtfinanzieller Bericht nach HGB" stellen wir die Abgrenzung bzw. die gesetzlich verpflichtenden Inhalte dar. Unsere Nachhaltigkeitsthemen identifizieren und definieren wir mit einer Wesentlichkeitsanalyse. Diese berücksichtigt interne Perspektiven, externe Stakeholder und Auswirkungen auf die gesetzlichen Aspekte. Hierfür haben unsere DMG MORI AG Nachhaltigkeitskoordinatoren Themen vorausgewählt, zum Beispiel aus Lieferantenleitfäden oder Kundenfragebögen, diese erörtert sowie festgelegt. Unsere Einschätzung dieser Themen überprüfen wir jährlich. Im Berichtsjahr gab es keine Änderungen in der Bewertung. Die Wesentlichkeitsmatrix ist in die Kategorien "geringe, mittlere und hohe Wesentlichkeit" eingeteilt und stellt die Bewertung der Themen in drei Dimensionen zusammenfassend dar: scrollen
02 // WESENTLICHKEITSMATRIX
Unser Nachhaltigkeitsbericht 2023 fokussiert erneut die Themen in der Kategorie "hohe Wesentlichkeit", die auch die Basis unseres Nachhaltigkeitsmanagementsystems bilden. Die Schwerpunkte dieses Managementsystems beschreiben wir auch in unserem konzernweit gültigen "Corporate Responsibility"-Handbuch. Die Handlungsfelder ordnen wir entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette ein. Schwarz hervorgehoben sind Themen, auf die wir direkt Einfluss nehmen - zum Beispiel durch interne und externe Informationen, Maßnahmen oder Konzepte. 03 // WERTSCHÖPFUNGSKETTEGRI 2-6
Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, einen möglichst positiven Beitrag für Mensch, Gesellschaft und Umweltschutz zu leisten. Durch unsere Geschäftstätigkeit sollen keine negativen Auswirkungen entstehen. Dabei berücksichtigen wir selbstverständlich fortlaufend neue gesetzliche Anforderungen. Im Berichtsjahr haben wir uns weiterhin insbesondere mit der EU-Taxonomie in Bezug auf Nachhaltigkeit sowie dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz befasst. Die Abteilung "Corporate Responsibility" bündelt die Themen Nachhaltigkeit und Compliance und berichtet direkt an den Vorstand als höchstes Entscheidungsorgan. 04 // NACHHALTIGKEITSMANAGEMENTGRI 2-13
WERTEGRI 2-13 Die DMG MORI AG bekennt sich zu klaren Grundsätzen und Wertmaßstäben. Der "Verhaltenskodex der DMG MORI AG" definiert diese u. a. in Bezug auf die wichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, wie Mitarbeiter, Umwelt und Lieferkette. Wir beschreiben darin unsere selbst gesetzten Ziele und Regeln, mit denen wir uns zu verantwortungsbewusstem, ethisch einwandfreiem und rechtmäßigem Handeln sowie einer nachhaltigen Wertschöpfung verpflichten. Der Verhaltenskodex bildet damit die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsstrategie und unser Nachhaltigkeitsmanagement. Ebenfalls berücksichtigt der Verhaltenskodex aktuelle Branchenstandards und Kundenanforderungen. Vor dem Hintergrund des am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes haben wir unser Bekenntnis zur Achtung der Menschenrechte bekräftigt und weiter präzisiert. Im Fokus stehen eine existenzsichernde Vergütung und angemessene Arbeitszeiten, das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, die Förderung von Vielfalt und Chancengleichheit, der Schutz lokaler Gemeinschaften sowie die Ablehnung jeglicher Form von Kinder- oder Zwangsarbeit, Menschenhandel oder moderner Sklaverei. In unserem Intranet "DMG MORI ONE" informieren wir über ausgewählte Themen aus dem Verhaltenskodex und über unsere Richtlinien. Darüber hinaus hat jeder Mitarbeiter das Recht und die Pflicht, sich über den aktuellen Stand der internen Regelungen zu informieren. Neue Mitarbeiter erhalten grundsätzlich den Verhaltenskodex beim Onboarding. Der Erhalt ist verbindlich zu bestätigen. Die DMG MORI AG erwartet, dass jeder die hier beschriebenen Grundsätze einhält und weitergibt. Dasselbe gilt für unsere Geschäftspartner, insbesondere unsere Lieferanten. Unsere Führungskräfte sollen Vorbild für die Mitarbeiter sein und den Kodex aktiv vorleben. Dazu führen wir zum Beispiel Schulungen durch. Ergänzend geben ihnen mit unseren "Leading Principles" Leitlinien für eine nachhaltige Führungskultur an die Hand. STAKEHOLDER-DIALOGGRI 2-29 Wir stehen im Dialog mit unseren Stakeholdern. Ihre Meinungen, Fragen und Anmerkungen liefern dem "Corporate Responsibility"-Management wichtige Impulse und beeinflussen mittelbar und unmittelbar unser Handeln. Deshalb ist ein kontinuierlicher und konstruktiver Austausch mit ihnen in unserem "Corporate Reponsibility"-Handbuch festgelegt und wird aktiv gefördert. Der Verhaltenskodex bildet dabei die Grundlage für den Umgang mit all unseren Stakeholdern. Zur weiteren Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie tragen zudem der gezielte Austausch und die enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretern sowie mit den interdisziplinären Nachhaltigkeitskoordinatoren bei. Die Nachhaltigkeitskoordinatoren haben bei der Wesentlichkeitsanalyse die "besonders wesentlichen Stakeholder" festgelegt und überprüfen diese regelmäßig. Ergänzend sind beispielhafte, relevante Dialogformen mit diesen Stakeholdern aufgeführt. Mit dem "DMG MORI ONE" steht uns eine interaktive Plattform für den internen Austausch mit und zwischen allen Mitarbeitern zur Verfügung. So erhalten wir direktes Feedback zu verschiedenen Nachhaltigkeitsthemen und können unter anderem gezielte Umfragen starten. Zudem analysieren wir die Rückmeldungen unserer Stakeholder sowie Kommentare zu den Nachhaltigkeitsaspekten in unseren Social-Media-Kanälen. Es zeigt sich: Unsere Stakeholder interessieren sich für vielfältige Themen. Insgesamt decken sich die Ergebnisse mit unserer Einschätzung der Wesentlichkeit. 05 // WESENTLICHE STAKEHOLDER & DIALOGFORMEN
Wir informieren alle Stakeholder fortlaufend mit geeigneten Maßnahmen, wie Pressemitteilungen oder internen Announcements über relevante Themen. Wirtschaftliche Auswirkungen sind unserer Finanzberichterstattung und dem Geschäftsbericht zu entnehmen. Ergänzend stehen unseren Mitarbeitern regelmäßig aktualisierte, umfangreiche Informationen im "DMG MORI ONE" zur Verfügung. GRI 2-26 Unsere umfassenden Kommunikationsmaßnahmen tragen sowohl intern als auch extern dazu bei, Nachhaltigkeit fest in alle Strukturen und Prozesse der DMG MORI AG zu verankern - bei Entwicklungs- und Designprozessen, unserer Einkaufsstrategie, in der Produktion sowie bei administrativen Tätigkeiten. So schaffen wir Transparenz für unsere Stakeholder. HINWEISGEBERSYSTEMGRI 2-26, 403-2 Wir ermutigen alle unsere Stakeholder, den Verdacht auf eine Verletzung geltender Bestimmungen oder unserer DMG MORI Richtlinien umgehend und anonym zu melden. Hierfür stehen unser Responsibility-Helpdesk ↗ responsibility@dmgmori.com oder ein externer Vertrauensanwalt, Dr. Carsten Thiel von Herff LL.M. ↗ report-tvh.com, zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden sich im Verhaltenskodex, im "DMG MORI ONE" und auf unserer Website. Hier finden sich auch weitere detaillierte Informationen zum Hinweisgebersystem. Denn Hinweisgeber sind für uns eine wertvolle und hilfreiche Quelle, um mögliches Fehlverhalten aufzudecken, zu unterbinden und unverzüglich Abhilfemaßnahmen zu ergreifen, um eventuelle Folgen abzumildern. Wir schützen sie selbstverständlich vor diskriminierenden oder disziplinarischen Maßnahmen und tolerieren keine gegen den Hinweisgeber gerichteten Vergeltungshandlungen. Mit diesem Hinweisgebersystem erfüllen wir gleichzeitig die Anforderungen an das Beschwerdeverfahren nach dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. MONITORING UND VERBESSERUNGGRI 403-2 Wir prüfen und erweitern unsere bestehenden Prozesse fortlaufend. Nachhaltigkeitsthemen sind fester Bestandteil der jährlichen Fragebögen an die Geschäftsführung, um Handlungsbedarfe umfassend und zeitnah zu identifizieren. Zudem gelten für Nachhaltigkeit die gleichen Eskalations- und Berichtsprozesse wie für Compliance. Bei der Risikoermittlung ergaben sich unter Berücksichtigung bestehender Grundsätze und Maßnahmen (Nettorisiken) keine wesentlichen Risiken, die die Wesentlichkeitskriterien gemäß § 289c (3) Nr. 3 und 4 HGB erfüllen. Die Risikobewertung der Nachhaltigkeitsthemen ist in unser "Risk-Assessment" integriert. ENGAGEMENT FÜR KLIMA UND UMWELTDie Non-Profit-Organisation "Carbon Disclosure Project" (CDP) hat DMG MORI im Berichtsjahr mit einem "A-" Rating ausgezeichnet. CDP bewertet jedes Jahr das Engagement von Unternehmen, Kommunen und Ländern im Bereich Umwelt- und Klimaschutz anhand eines umfangreichen Kriterienkatalogs. ↗ www.cdp.net BLUE COMPETENCEWir sind Partner der Nachhaltigkeitsinitiative Blue Competence des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA). Mit unserer Partnerschaft verpflichten wir uns zur Einhaltung der zwölf Nachhaltigkeitsleitsätze des Maschinen- und Anlagenbaus. ↗ www.vdma.org/bluecompetence ALLIANZ FÜR ENTWICKLUNG UND KLIMAWir engagieren uns freiwillig für die Umsetzung der UN-Agenda 2030 und des Pariser Klimavertrags. Deshalb sind wir seit 2019 Mitglied der "Allianz für Entwicklung und Klima". ↗ www.allianz-entwicklung-klima.de BEKENNTNIS ZUR VIELFALTWir setzen uns für eine wertschätzende und vorurteilsfreie Organisationskultur in der Arbeitswelt ein. Dazu haben wir uns 2019 freiwillig verpflichtet. ↗ www.charta-der-vielfalt.de CEOS BEKENNEN FARBEWir unterstützen die Initiative "Pro Recyclingpapier" und die dazugehörige Kampagne "CEOs bekennen Farbe". Seit 2019 beziehen unsere deutschen Standorte 100 % recyceltes DIN A3 und DIN A4 Papier, das mit dem "Blauen Engel" zertifiziert ist. ↗ www.ceos-bekennen-farbe.de KLIMA UND UMWELTGX - Grüne Transformation ist ein bedeutender Baustein unserer MX - Machining Transformation und hat das Potenzial, globale Ressourcen zu schonen. DMG MORI übernimmt ganzheitlich Verantwortung für Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von unseren Lieferanten über unsere Produktentwicklung und Produktion bis hin zum Maschinenbetrieb bei unseren Kunden sowie bei der Überholung oder dem Recycling unserer Maschinen. Dafür verfolgen wir einen 360°-Ansatz: Unser Ziel ist ein minimaler Klima- und Umwelt-Footprint. Wir optimieren unsere Prozesse, reduzieren Emissionen konsequent und maximieren den Nutzen eingesetzter Ressourcen. Dazu verpflichten wir uns selbst mit unserer Energie- und Umweltpolitik. Hohe Ressourceneffizienz beim späteren Betrieb bei unseren Kunden stellen wir mit unseren innovativen Produkten und Services sicher. Auch dabei fokussieren wir Energie und Emissionen in allen Phasen des Maschinenlebenszyklus. Mit klar definierten Zielen und konkreten Maßnahmen tragen wir zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens bei. Seit September 2021 hat sich DMG MORI zu den Zielen der Initiative "Science Based Targets" selbst verpflichtet, die sich dafür einsetzt, die globale Erderwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen. Dafür wollen wir bis 2030 unsere Emissionen in Scope 1 und 2 um 46,2 % sowie in Scope 3 um mindestens 27,5 % reduzieren (Basisjahr: 2019). Zudem haben wir uns 2021 zur Umsetzung der Leitlinien der "Task Force on Climate-related Financial Disclosures" (TCFD) verpflichtet und folgen damit den Empfehlungen für eine freiwillige und konsistente Offenlegung klimarelevanter Chancen und Risiken. ↗ de.dmgmori-ag.com/corporate-responsibility/klima- und-umweltschutz Wir haben uns folgende Zwischenziele im Bereich Klima und Umwelt gesetzt:1. Bis 2030 reduzieren wir den CO 2 -Ausstoß im Einklang mit unseren Science Based Targets jedes Jahr um mindestens 2.037 Tonnen und in Scope 1 und 2 sowie um mindestens 22.186 Tonnen in Scope 3 (Basisjahr: 2019). 2. Unsere Energieeffizienz steigern wir bis Ende 2023 um 5 % (Messgröße: kWh / € Wertschöpfung, Basisjahr: 2017). Dieses Ziel haben wir erreicht. 3. An den europäischen Konzernstandorten haben wir unser Energiemonitoringkonzept bis Ende 2023 weiter ausgebaut. Wir werden dies nun fortlaufend bei Bedarf modernisieren. 4. Bis Ende 2023 wollen wir projektbezogen weitere 10.000 MWh Energie einsparen (Basisjahr 2019). Dieses Ziel haben wir erreicht und sogar um 20 % übertroffen. 5. Bis Ende 2023 werden alle europäischen Produktionsstandorte nach der Norm ISO 14001 zertifiziert. Dieses Ziel haben wir erreicht. 6. Wir streben eine kontinuierliche Steigerung der Ressourceneffizienz durch Stärkung der Kreislaufwirtschaft an. 7. Wir reduzieren den Einsatz gefährlicher Stoffe. 8. Wir reduzieren fortlaufend unsere Abfälle. 9. Wir reduzieren fortlaufend unseren Papierverbrauch. 10. Wir reduzieren fortlaufend unseren Frischwasserbezug. Von diesen zehn Konzernzielen leiten sich Ziele für die einzelnen Standorte ab, die jährlich von der jeweiligen Geschäftsführung in den Managementbewertungen sowie in einem zentralen Management-Review vom Vorstand überprüft werden. Im Berichtsjahr haben sich unser Papierverbrauch und Frischwasserbezug im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht, da wir unsere Standorte in Seebach und Pleszew (Polen) erweitert haben. Zudem haben wir in Pinghu (China) unser neues Werk in Betrieb genommen. In unserem Energie- und Umweltmanagementsystem analysieren wir den Energieverbrauch, Emissionsausstoß und umweltrelevante Daten wie die Abfallbilanzen unserer Standorte unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten. Bereits seit 2015 betreibt DMG MORI an allen europäischen Produktionsstandorten ein Energiemanagementsystem nach der Norm ISO 50001. 2022 haben wir dies um ein Umweltmanagementsystem nach der Norm ISO 14001 erweitert, das ebenfalls erfolgreich zertifiziert wurde. Beide Systeme fokussieren die acht wesentlichen Standorte (von insgesamt 56) mit den größten Umwelteinflüssen - unsere sieben europäischen Produktionswerke und der Standort Geretsried - sowie unseren Fuhrpark. Dies entspricht gemeinsam über 90 % des weltweiten Energieverbrauchs im Konzern. Die Wirksamkeit des Systems hat die DEKRA Certification GmbH im Berichtsjahr bestätigt. Unser Produktionsstandort in Pleszew (Polen) ist bereits seit 2019 nach der Norm ISO 14001 zertifiziert. Wir identifizieren Hauptursachen und definieren gezielt Maßnahmen zur Reduktion. Unser zentraler Beauftragter für Energie- und Umweltmanagement Jan Budinsky koordiniert sämtliche relevante Aktivitäten mit Unterstützung von lokalen Teams und Verantwortlichen. Unsere Mitarbeiter und Dienstleister machen wir regelmäßig mit Vorgaben zum Umgang mit Energie- und Umweltthemen vertraut, zum Beispiel in jährlichen Schulungen. Unsere Mitarbeiter erhalten zudem konkrete Handlungsanweisungen sowie ein ausführliches Energie- und Umweltmanagement-Handbuch. Der Energieverbrauch innerhalb der Organisation umfasst die bezogenen Mengen an Strom, Erdgas und Flüssiggas sowie eigenerzeugte Strommengen an unseren acht größten Standorten sowie den Kraftstoffverbrauch im EU-Fuhrpark. 06 // ENERGIEVERBRAUCH INNERHALB DER ORGANISATION1) 2) GRI 302-1 scrollen
1) umfasst nach ISO 50001 zertifizierte
Standorte: Deutschland (Bielefeld, Pfronten, Seebach,
Geretsried, Idar-Oberstein); Italien (Brembate di Sopra,
Tortona);
In unseren Produktionswerken setzen wir überwiegend Strom für Montageprozesse und die technische Gebäudeausrüstung ein. Hierfür investieren wir in eine möglichst autarke, nachhaltige Stromversorgung unserer Produktionswerke, sowohl um die Versorgungssicherheit zu erhöhen als auch um den Treibhausgasausstoß zu reduzieren. Wir erzeugen bereits seit vielen Jahren an nahezu allen Produktionswerken sowie ausgewählten Vertriebs- und Servicestandorten regenerative Energie - überwiegend über Photovoltaikanlagen. 90 % der erzeugten Energie nutzen wir selbst. Im Berichtsjahr haben wir weitere Photovoltaikanlagen mit einer Spitzenleistung von rund 5 MWp installiert und in Betrieb genommen. Bereits im Mai ging die erste PV-Dachanlage am Standort Stipshausen mit 98 kWp in Betrieb. Im dritten Quartal folgten eine Dachanlage in Pfronten mit 2.961 kWp und eine Freiflächenanlage in Seebach mit 1.915 kWp. Mit diesen neuen Anlagen konnten wir den Autarkiegrad dieser Standorte auf durchschnittlich 30 % erhöhen und damit unser selbst gesetztes Ziel für 2023 erreichen. Eine weitere PV-Dachanlage in Pleszew (Polen) mit nochmals 400 kWp konnten wir im November 2023 fertigstellen und im Januar 2024 in Betrieb nehmen. Weitere Module mit einer geplanten Leistung von 3.011 kWp wollen wir bis 2026 in Pleszew installieren. Erdgas benötigen wir für die Bereitstellung von Raumwärme sowie in geringem Umfang zur Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken. Wir erarbeiten und realisieren fortlaufend Effizienzprojekte, um unseren Energieverbrauch weiter zu senken. Durch verschiedene umgesetzte Energiespar- und Effizienzmaßnahmen sparen wir künftig jährlich über 3.500 MWh Energie. Zusammen mit dem erweiterten Bezug von Grünstrom durch den Ausbau der PV-Anlagen vermeiden wir künftig über 3.500 Tonnen CO 2. Für das laufende Geschäftsjahr sind bereits weitere Maßnahmen in Planung und Umsetzung - damit sind wir auf einem sehr guten Weg, unsere gesetzten Energieziele zu erreichen. Auch unsere Mitarbeiter sind aktiv aufgefordert, wo immer möglich Energie zu sparen und Ideen über "DMG MORI Improve", die zentrale Plattform für unser betriebliches Vorschlagswesen, einzureichen. Ergänzend haben wir vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2023 folgende "DMG MORI Energiespar-Wettbewerbe" ausgerufen: // Wettbewerb 1 - Standort-Challenge:Welcher Standort spart am meisten Energie ein im relativen Vergleich zum Vorjahreszeitraum? // Wettbewerb 2 - Ideen-Challenge:100 €-Wertgutscheine (z. B. Amazon, Tanken, etc.) für die drei besten Energiespar-Ideen pro Monat, eingereicht über DMG MORI Improve. Das Ergebnis: Unsere Werke haben im Schnitt rund 15 % Energie im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingespart - insgesamt 9.273 MWh - und das bei einem deutlich höheren Umsatz. Spitzenreiter mit -34 % war unser Standort in Bergamo (Italien). Hierzu trugen insbesondere Verbesserungen der Kompressoren- und Heizungssteuerung sowie der großen Zirkulationspumpen bei. Die Gewinner waren dafür eine Woche zum Mittagessen im Betriebsrestaurant eingeladen. Zudem wurden rund 200 neue Ideen - konkrete Vorschläge - für mehr Nachhaltigkeit über unser Ideenmanagement DMG MORI Improve eingereicht und zum Teil bereits umgesetzt. Auf den Kraftstoffverbrauch der acht größten Standorte entfallen 42 % des Energieverbrauchs. Der Energieverbrauch pro Wertschöpfung sank im Berichtsjahr um -13 % auf 215 kWh/T€ - und das bei einer Erweiterung unserer Produktions- und Logistikkapazitäten. 07 // KONZERNWEITE CO 2 -BILANZ DER DMG MORI AG 1 2GRI 305-1, 305-2, 305-3
1) Die CO
2 -Bilanz umfasst sämtliche Standorte der
DMG MORI AG. Wesentliche Veränderung gegenüber
dem Vorjahr ist der Produktionsstart in unserem neuen Werk
in Pinghu, China. Die Berechnung der CO
2 -Bilanz erfolgte mit Hilfe von
Emissionsfaktoren basierend auf der DEFRA 2022 und 2023
Datenbank. Vorjahreswerte wurden mit entsprechend zum
Zeitpunkt ihrer Erfassung aktuellen Emissionsfaktoren
berechnet. Durch eine Aktualisierung der hinterlegten
Faktoren im Berichtsjahr besteht lediglich eine
eingeschränkte Vergleichbarkeit mit den
Vorjahreswerten. Weitere Emissionsfaktoren wurden durch die
GEMIS, BAFA, EEA, World Bank, EcoInvent und Ecotransit
Datenbank ergänzt. Zur Berechnung der CO
2 -Äquivalente (CO
2 e) wurden neben Stickstofftrifluorid (NF
3 ) die sechs Haupttreibhausgase
gemäß des Kyoto-Protokolls berücksichtigt:
Kohlendioxid (CO
2 ), Methan (CH
4 ), Distickstoffmonoxid (N
2 O), wasserstoffhaltige Fluorkohlenwasserstoffe
(HFKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW) und
Schwefelhexafluorid (SF
6 ). Andere Emissionen treten nur in geringen
Mengen auf und werden nicht separat berichtet. Bei der
Berechnung der Scope 2 Emissionen kommt ein vereinfachter
Market-Based-Approach zum Einsatz. Standorte, die
Ökostrom beziehen, gehen mit einem CO
2 -Koeffizienten von Null in die Berechnung ein.
Für alle anderen Standorte wird vereinfachend der
durchschnittliche deutsche CO
2 -Faktor verwendet (Quelle: EEA 2022). Einzige
Ausnahme bildet unser neuer Produktionsstandort in Pinghu,
der aufgrund des CO
2 -intensiveren Strommixes mit dem nationalen
Faktor in die Berechnung eingeht. Verbräuche des
Monats Dezember wurden teilweise hochgerechnet.
Unsere Emissionen reduzieren wir ebenfalls konsequent entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie sind in der konzernweiten CO 2 -Bilanz in Anlehnung an den "Greenhouse Gas Protocol Corporate Accounting Standard" (GHG-Protocol), dem international anerkannten Standard zur Bilanzierung von Treibhausgasen, dargestellt und umfassen: Scope 1 & 2 Emissionen (Anteil: 3 %)scrollen
Scope 3 Emissionen (Anteil: 97 %)scrollen
Insgesamt sind die Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um -2 % gesunken - und das bei einem Umsatzwachstum von +6 % sowie erhöhten Bedarfen durch den Produktionsstart in Pinghu und die Kapazitätserweiterungen in Pleszew. Verglichen mit den Referenzwerten unserer "Science Based Targets" von 2019 ist der CO 2 -Ausstoß insgesamt um -8 % gesunken. Die Berechnung unseres Company Carbon Footprint und des Product Carbon Footprint erfolgt auf Basis der konzernweiten CO 2-Bilanz in Anlehnung an das GHG-Protocol. Unser Company Carbon Footprint umfasst die Emissionen aus Scope 1, Scope 2 sowie Scope 3 (Kategorien 1 Papier, 3, 5, 6 und 7). Unser Product Carbon Footprint umfasst ergänzend die Emissionen aus den vorgelagerten Prozessen entlang der Lieferkette, maßgeblich aus Scope 3 (Kategorien 1 Einkaufsmaterial und 4) sowie aus den nachgelagerten Prozessen beim Kunden und am Ende des Produktlebenszyklus (Kategorien 9, 11 und 12). Dies ist kein Product Carbon Footprint nach ISO 14067, der auf einem "Life Cycle Assessment" nach ISO 14040 und ISO 14044 basiert, sondern eine Zusammenfassung von Scope 3 Kategorien, die nicht in Verbindung mit unserer Produktion stehen. Dabei werden mit Kapitalgütern verbundene Emissionen nicht berichtet, da diese keinen signifikanten Beitrag zu den Gesamtemissionen der DMG MORI AG leisten. Seit 2021 gleichen wir die bislang nicht vermeidbaren Emissionen unseres Company Carbon Footprint und des Product Carbon Footprint durch Investitionen in nachhaltige, zertifizierte Projekte aus. Es handelt sich hierbei um Ex-Post-Zertifikate, sodass eine CO 2-Einsparung bereits nachweislich stattgefunden hat. Die Projekte zielen ausschließlich auf eine grüne Infrastruktur ab und sind mit hohen Standards, u. a. von der UN oder dem WWF (World Wide Fund For Nature), zertifiziert und in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ihre Funktion und die eingesparte Menge CO 2 werden regelmäßig von unabhängigen Prüfern kontrolliert. Für den CO 2 -Ausgleich (Scope 1, 2 und 3 Upstream) wurden bereits zu Beginn des Jahres 2023 Rückstellungen in Höhe von 450.000 Tonnen CO 2 gebildet. Tatsächlich haben wir nur 409.370 Tonnen CO 2 verbraucht. Die entsprechend nicht verbrauchten Zertifikate über 40.631 Tonnen CO 2 fließen in die Rückstellungen für das laufende Geschäftsjahr ein. Unsere Gesamtemissionen 2024 schätzen wir unter der Annahme der kontinuierlichen Vermeidung und weiteren Reduktion von Emissionen (Scope 1, 2 und 3 Upstream) auf 351.766 Tonnen CO 2. Entsprechend haben wir zu Beginn des Jahres 2024 neue Rückstellungen in Höhe von 311.135 Tonnen CO 2 gebildet. GREENMODE - 13 MASSNAHMEN FÜR ENERGIEEFFIZIENZMit unseren GREENMODE-Maßnahmen erhöhen wir konsequent die Energie- und Ressourceneffizienz unserer Maschinen (Scope 3 Downstream). Auf der EMO in Hannover haben wir gezeigt, dass durch den Einsatz innovativer Hard- und Softwarekomponenten Energieeinsparungen von über 30 % im Betrieb unserer Werkzeugmaschinen möglich sind. Beispiele für präsentierte GREEN-MODE-Maßnahmen sind der bedarfsgerechte Betrieb von Maschinenkomponenten, der Einsatz hocheffizienter Kühlaggregate oder die adaptive Zufuhr von Kühlschmierstoff. DMG MORI-Produkte schonen so auch im Betrieb beim Kunden Umwelt und Ressourcen. Ein Beispiel: Die Energieeffizienz der im Berichtsjahr neu vorgestellten DMU 65 FD monoBLOCK 2nd Generation konnten wir mit den GREENMODE-Maßnahmen um 36% steigern. Die Wirksamkeit unserer Energieeffizienzmaßnahmen sowie unsere Berechnungsmethoden bestätigt auch die renommierte TÜV SÜD Industrie Service GmbH: Als erster Werkzeugmaschinenhersteller Deutschlands wurde DMG MORI für das GREENMODE Managementsystem im Januar 2023 mit dem TÜV SÜD EME-Zertifikat ausgezeichnet. Die Ressourceneffizienz steigern wir darüber hinaus mit einem hohen Maß an Technologieintegration sowie höchster Qualität und Präzision unserer Maschinen für maximale Lebensdauer und minimalen Ausschuss. Mit umfassenden Automations- und Digitalisierungslösungen können unsere Maschinen rund um die Uhr und maximal effizient laufen - so sparen unsere Kunden weitere Ressourcen. Ein Beispiel ist der Digital Twin. Hiermit können Bauteile zunächst virtuell erprobt werden, sodass im späteren realen Herstellungsprozess bereits beim ersten Versuch das Ergebnis stimmt. Kunden profitieren von unseren GREENMODE-Maßnahmen gleich doppelt: Sie sparen Ressourcen ein und können u. a. staatliche Fördermittel für energieeffiziente Maschinen beantragen. Hierbei stehen wir ihnen gerne beratend zur Seite. GREENTECH - UNSER KNOW-HOW FÜR GRÜNE TECHNOLOGIENDMG MORI forciert als ein weltweiter Innovationsführer die Herstellung und Weiterentwicklung grüner Technologien. Viele unserer Kunden fertigen auf DMG MORI-Maschinen hochinnovative Bauteile u. a. für Windkraftanlagen, Wasserkraftwerke, die Wasserstoffelektrolyse oder die Elektromobilität. Mit modernen Fertigungsverfahren, wie Additive Manufacturing können zudem Produkte mit reduziertem Gewicht, ohne jeglichen Ausschuss sowie minimalen Transportwegen ressourcenschonend gefertigt werden. In unseren DMG MORI Excellence Centern unterstützen wir Kunden mit unserem gebündelten Know-how von der Idee bis zum fertigen Produkt. RESSOURCENMANAGEMENTBei der DMG MORI AG gehen wir mit Ressourcen nachhaltig um. Das Ressourcenmanagement ist konzeptionell fest in unserem Nachhaltigkeitsmanagement verankert und Bestandteil unseres "Corporate Responsibility"-Manual. Wir beziehen keine Konfliktmineralien direkt. Die ökologischen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeiten managen wir aktiv. Unser Verhaltenskodex verpflichtet alle Mitarbeiter und Geschäftspartner darauf zu achten, dass ihre Arbeit den geringstmöglichen negativen Einfluss auf die Umwelt hat. Intern festigen wir dieses Bewusstsein u. a. durch Schulungen. Über unser betriebliches Vorschlagswesen und den Responsibility-Helpdesk können unsere Mitarbeiter Verbesserungsvorschläge und Ideen mitteilen und so das Nachhaltigkeitsmanagement aktiv weiterentwickeln. Die Ideen werden kurzfristig geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt. Bei unseren Produkten und deren Verpackung achten wir auf eine größtmögliche Ressourcenschonung. Ein hohes Maß an Technologieintegration zum Beispiel ermöglicht komplexe Arbeiten, wie Schleifen oder Verzahnen auf einer Maschine anstatt auf mehreren. Wir sparen zudem Material durch eine beanspruchungsgerechte Gestaltung unserer Maschinen, den Einsatz additiv gefertigter Teile sowie die Verwendung recycelter und recycelbarer Materialien. Wir arbeiten daran, recycelbare und recycelte Materialien in einem stetig steigenden Anteil in unseren Produkten und im Service einzusetzen. In den Materialgruppen Guss- und Blechteile bei Werkzeugmaschinen und Services kommen gewichtsbasiert 64 % recycelte Materialien zum Einsatz (Vorjahr: 48 %). Diese enthalten nach Angaben unserer Lieferanten rund 50 % Stahlschrott im Eisenguss. Insgesamt beträgt der durchschnittliche Anteil recycelter Materialien in den Produkten aller derzeit erfassten Lieferanten 46 % (Vorjahr: 34 %). GRI 301-2 Unser "First Quality"-Ansatz sorgt dafür, dass unsere Produkte mitunter 30 Jahre und länger zuverlässig im Einsatz sind. Zudem achten wir auf eine einfache Reparierbarkeit und selektive Austauschbarkeit von Verschleißteilen. 2023 konnten wir umsatzbezogen 25 % der Ersatzkomponenten über unser Tauschteilemanagement bedienen (Vorjahr: 29 %). So vermeiden wir Abfall und schonen Ressourcen. Im Servicefall helfen wir nach Möglichkeit komplett remote und damit umweltschonend. Dies ermöglichen unsere digitalen Lösungen, wie unser Kundenportal my DMG MORI oder die Wissensmanagement-Plattform DMG MORI weKNOW. Darüber hinaus überholen und vermitteln wir jährlich bis zu 600 hochwertige Gebrauchtmaschinen und verlängern so ihren Produktlebenszyklus um viele Jahre. Am Ende des Lebenszyklus sind unsere Maschinen bereits heute zu über 99 % recycelbar - ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Die recyclingorientierte Produktgestaltung ist als Leitlinie fest im Entwicklungsprozess verankert. Gemäß der Wesentlichkeitsanalyse bilden die Themen Abfall und Wasser weiterhin keinen Schwerpunkt für das Nachhaltigkeitsmanagement und werden an dieser Stelle nur kurz erläutert. Dennoch hat sich die DMG MORI AG aufgrund der globalen Wasserknappheit, der Verschmutzung der Weltmeere und des allgemein hohen Abfallaufkommens selbst Ziele zur weiteren Reduzierung des Frischwasserbezuges und des Abfallaufkommens gesetzt. Mit unserem Umweltmanagement stellen wir sicher, dass alle unsere Standorte die gleichen hohen Anforderungen standardisiert und transparent umsetzen. Gleichzeitig gibt uns der Prozess die Möglichkeit, weitere Verbesserungspotenziale aufzudecken. Abfall entsorgen wir umweltgerecht und sicher durch qualifizierte Unternehmen, je nach Abfallart und Recyclingverfahren getrennt. Dabei richten wir uns nach lokalen Vorgaben und stufen Abfälle entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen als gefährlich oder nicht gefährlich ein. Trinkwasser nutzen wir in der Produktion nur in sehr geringen Mengen während der Testphase der Maschinen durch den Einsatz von Bearbeitungsemulsion (Wasseranteil: 90 %). Gebrauchte Emulsion bereiten wir, wenn möglich, nach der Anwendung wieder auf oder entsorgen sie umweltgerecht durch qualifizierte Partner. Bearbeitungsemulsion kommt meist auch später bei unseren Kunden in der Produktion von Werkstücken zum Einsatz. Metallische Wertstoffe aus der zerspanenden Bearbeitung bei der DMG MORI AG werden über unsere Partnerunternehmen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zugeführt. EU-TAXONOMIEDie EU-Kommission hat mit dem "European Green Deal" das klare Ziel formuliert, dass die Staatengemeinschaft bis 2050 klimaneutral werden soll. Um dies zu erreichen, ist im Juni 2020 die EU-Taxonomieverordnung als ein wichtiger Baustein in Kraft getreten. Das Regelwerk definiert und klassifiziert ökologisch nachhaltige - also taxonomiekonforme - Wirtschaftsaktivitäten. Auf Basis einheitlicher Anforderungen beurteilen Unternehmen damit den Beitrag ihrer Wirtschaftsaktivitäten zu den folgenden 6 definierten Umweltzielen: scrollen
Seit 2022 gelten damit für alle Unternehmen, die - wie die DMG MORI AG - der CSR-Richtlinie 2014/95/EU (§ 315 b HGB) unterliegen, weitere Berichtspflichten. Unternehmen müssen für jedes Umweltziel berichten, welcher Anteil der Umsatzerlöse ihrer Wirtschaftstätigkeiten als taxonomiekonform einzustufen ist sowie die entsprechenden Anteile an Investitions- und Betriebsausgaben angeben. Taxonomiekonform ist eine Wirtschaftstätigkeit, wenn sie einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem der definierten 6 Umweltziele leistet, die Erreichung der weiteren EU-Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt sowie der Mindestschutz für weitere Themen sichergestellt ist. Gemäß der Ergänzung zur Delegierten Verordnung 2023/2486/EU sind, anders als im Vorjahr, für das Berichtsjahr 2023 der Anteil der taxonomiefähigen und der nicht-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten bezogen auf die Umsatzerlöse (I), Investitionsausgaben (Capex, II) sowie Betriebsausgaben (Opex, III) weiterhin für die Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" anzugeben, sowie nun auch ergänzend jeweils für die vier weiteren Umweltziele "Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen", "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft", "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" und "Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme". Taxonomiefähig sind Wirtschaftstätigkeiten, die im "Klima- und Umwelt-Rechtsakt" beschrieben sind, unabhängig davon, ob diese Wirtschaftstätigkeit alle festgelegten technischen Bewertungskriterien erfüllt. Da sich die EU-Taxonomie noch in der Entstehung befindet und nur sukzessive in der EU ausgerollt bzw. kontinuierlich überarbeitet wird, ist für das Berichtsjahr der Anteil der taxonomiekonformen (s. Art. 1 Nr. 2 der delegierten Verordnung 2021/2178/EU - nachfolgend VO) Wirtschaftstätigkeiten jeweils nur für die Umweltziele "Klimaschutz" und "Anpassung an den Klimawandel" anzugeben. Wie im Vorjahr, zeigt unsere erneute Analyse, dass die Tätigkeiten der DMG MORI AG nicht unter den "Klima-Rechtsakt" fallen und entsprechend keine relevante Quelle von Treibhausgasemissionen darstellen: Unsere Wirtschaftstätigkeiten und die daraus resultierenden wesentlichen Umsatzerlöse lassen sich dem NACE-Code (EU-Systematik der Wirtschaftszweige) C.28.4 "Herstellung von Werkzeugmaschinen" zuordnen. Bei der EU-Taxonomie enthält die Beschreibung der Wirtschaftstätigkeit 3.6 "Herstellung anderer CO 2 -armer Technologien" (CCM) einen Hinweis auf diesen NACE-Code. Unsere Analyse hat im ersten Schritt gezeigt, dass zwar einige Tätigkeiten der DMG MORI AG dieser Wirtschaftstätigkeit 3.6 (CCM) zugeordnet werden können, diese jedoch laut Beschreibung auf eine erhebliche Verringerung von Treibhausgasen zielt. Die Produkte der DMG MORI AG stellen nicht primär auf die Einsparung von Treibhausgas-Emissionen ab. Zur Konkretisierung haben wir im nächsten Schritt auch die technischen Bewertungskriterien herangezogen. Demnach ist eine Lebenszyklus-Analyse der Treibhausgasemissionen und ihr Vergleich mit der leistungsfähigsten alternativen Lösung erforderlich. Dies ist im Maschinenbau oftmals nicht möglich, da überwiegend individuelle, kundenspezifisch entwickelte Lösungen angeboten werden und keine ausreichend detaillierten Daten von technologisch-ähnlichen Produkten Dritter zur Verfügung stehen. Eine Zuordnung der Tätigkeiten unter 3.6 (CCM) ist daher nicht möglich. Für die vier neuen Umweltziele "Nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen", "Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft", "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" und "Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme" wurde ein Screening durchgeführt, um zu überprüfen, ob es Überschneidungen zwischen den betreffenden Wirtschaftstätigkeiten und dem Geschäftsmodell der DMG MORI AG gibt. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Wirtschaftstätigkeiten nicht mit dem Geschäftsmodell der DMG MORI AG übereinstimmen. I. UMSATZERLÖSEDer Anteil der taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen wirtschaftlichen Tätigkeiten am Gesamtumsatz wird berechnet als der Teil des Nettoumsatzes, der aus Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen wirtschaftlichen Tätigkeiten stammt (Zähler), geteilt durch den Nettoumsatz (Nenner). Der Nenner entspricht dem konsolidierten Nettoumsatz in Übereinstimmung mit IAS 1.82. Unsere Analyse hat gezeigt, dass die Wirtschaftstätigkeiten der DMG MORI AG derzeit nicht von der EU-Taxonomie erfasst werden. Entsprechend beläuft sich der Anteil unserer Umsatzerlöse aus taxonomiefähigen bzw. taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten 2023 auf 0 %. Somit liegen ebenfalls keine Investitions- oder Betriebsausgaben vor, die sich auf Vermögenswerte oder Prozesse beziehen, die mit Wirtschaftstätigkeiten im Sinne der EU-Taxonomie verbunden sind (gemäß Anhang I Nr. 1.1.2.2. a), b) und Nr. 1.1.3.2 a), b) VO. Weitere Details zu Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben stehen im Kapitel ↗ Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage in Tabelle B.19 des Geschäftsberichts 2023. Um die weiteren Umweltmaßnahmen der DMG MORI AG einzuordnen, gehen wir im Folgenden auf individuelle, taxonomiefähige und taxonomiekonforme Investitions- und Betriebsausgaben ein. Für die Zuordnung von Capex und Opex haben wir die relevanten Anschaffungen und Maßnahmen und die primär damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass kein Capex oder Opex mehr als einmal berücksichtigt wird. Für die wirtschaftlichen Tätigkeiten aus Anhang II des Klima-Rechtsaktes gelten sehr spezifische Kriterien, die eindeutig zur "Anpassung an den Klimawandel" beitragen müssen, indem sie wesentliche physische Klimarisiken abmildern. Unsere Investitions- und Betriebsausgaben erfüllen diese Kriterien nicht, daher beziehen sich folgenden Ausführungen nur auf das Umweltziel "Klimaschutz". II. CAPEXDie Ermittlung des Anteils der Investitionsausgaben bzw. Capex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst die Zugänge an Sachanlagen (IAS 16), immateriellen Vermögenswerten (IAS 38) sowie Nutzungsrechten gemäß IFRS 16 während des Berichtsjahres vor Abschreibungen und Neubewertungen. Zugänge aus Unternehmenszusammenschlüssen sind ebenfalls zu berücksichtigen (siehe Anhang I Nr. 1.1 VO). Außerdem sind Zugänge zu Immobilien (IAS 40) gemäß Anhang I Nr. 1.2.3.2 a) VO, die als Finanzinvestitionen gehalten werden, in die Ermittlung des Nenners einzubeziehen. Da die DMG MORI AG keine als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gemäß IAS 40 bilanziert, sind hierzu keine Werte im Nenner enthalten. Der Zähler entspricht den im Nenner enthaltenen Investitionsausgaben gemäß Anhang I Nr. 1.1.2.2. c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, wie die Installation von Ladestationen für Elektrofahrzeuge und von energieeffizienten Geräten. Bei der Ermittlung des Zählers wurden Doppelzählungen durch Prüfung des internen Kennzahlen-Reportings sowie durch einen Abgleich mit den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften vermieden. Zusätzlich wurde darauf geachtet, dass keine Überschneidungen der für die Investitionsausgaben relevanten Tätigkeiten vorlagen. Die gesamten Investitionsausgaben des Berichtsjahres stehen in den Tabellen C.29 und C.30 im ↗ Konzernanhang des Geschäftsberichts 2023 sowie im Lagebericht im Kapitel ↗ Investitionen. Die DMG MORI AG achtet seit Jahren bei den Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeit. Die hohen Investitionsausgaben der letzten Jahre zahlen sich aus. Wir betreiben zum Beispiel an allen europäischen Produktionsstandorten Solarparks zur Herstellung grüner, regenerativer Energie. Auf das aktuelle Berichtsjahr entfallen rund 53,7 MIO € (45,5%) (Vorjahr: 67,7 MIO €; 57,1 %) taxonomiefähige Investitionen. Davon haben wir 3,1 MIO € (2,7%) (Vorjahr: 5,0 MIO €; 4,2 %) als taxonomiekonform identifiziert. Taxonomiefähige Investitionen wurden für die Wirtschaftstätigkeiten "Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen (6.5)" (CCM), "Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten (7.3)" (CCM) und "Erwerb von Immobilien und Ausübung des Eigentums an diesen Immobilien (7.7)" (CCM) aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. In den Zugängen zum Sachanlagevermögen sind taxonomiefähige und -konforme Aktivitäten in Höhe von 0,1 MIO € (0,1 %) (Vorjahr: 0,2 MIO €; 0,2 %) für "Installation, Wartung oder Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge (7.4)" (CCM) enthalten, die sich auf Restarbeiten zu den Projekten des Vorjahres beziehen. Darüber hinaus sind hier Aktivitäten in Höhe von 3,0 MIO € (2,6 %) (Vorjahr: 4,8 MIO €; 4,0 %) für "Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien (7.6)" (CCM) enthalten, die aus der Fertigstellung der Installation von Photovoltaikanlagen an unseren deutschen Produktionsstandorten resultieren. Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen sowie im Zusammenhang mit Capex-Plänen sind nicht enthalten. III. OPEXDie Ermittlung des Anteils der Betriebsausgaben bzw. Opex ist in der VO definiert. Der Nenner umfasst alle direkten, nicht kapitalisierten Kosten, die sich auf Forschung und Entwicklung, Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur im Zusammenhang mit der Wartung von Vermögenswerten und Sachanlagevermögen beziehen (s. Anhang I. 1.1.3.1 VO). Der Zähler entspricht dem Teil der im Nenner enthaltenen Betriebsausgaben gemäß Nr. 1.1.3.2 c) VO, die sich auf einzelne Maßnahmen beziehen, wie die Wartung oder Reparatur von energieeffizienten Geräten und die Wartung oder Reparatur von Geräten für die Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Doppelzählungen bei der Ermittlung des Zählers wurden durch Prüfung des internen Kennzahlen-Reportings sowie durch einen Abgleich mit den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften vermieden. Zusätzlich wurde darauf geachtet, dass keine Überschneidungen der für die Betriebsausgaben relevanten Tätigkeiten vorlagen. Auch bei unseren Betriebsausgaben achten wir auf Nachhaltigkeit und haben bereits zahlreiche Maßnahmen in den vergangenen Jahren umgesetzt. Auf das Berichtsjahr entfällt ein Anteil von 0,4 MIO € (0,7 %) (Vorjahr: 1,2 MIO €; 2,7 %). Davon sind keine (Vorjahr: 0,1 MIO €; <1 %) taxonomiekonform, da die betreffenden Projekte bereits im Vorjahr abgeschlossen worden sind. Taxonomiefähiger Opex wurde für die Wirtschaftstätigkeit "Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten (7.3)" (CCM) in Höhe von 0,3 MIO € (0,5 %) (Vorjahr: 1,1 MIO €; 2,4%) sowie "Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (7.5)" (CCM) ein Anteil von 0,1 MIO € (0,2 %) (Vorjahr: 0,1 MIO €; 0,3 %) aus Anhang I des "Klima-Rechtsakts" identifiziert. Um die Taxonomiekonformität für das erste definierte Umweltziel "Klimaschutz" zu bestimmen, haben wir die technischen Bewertungskriterien der EU-Taxonomie für einen wesentlichen Beitrag zu jeder Capex- bzw. Opex-taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeit analysiert. Die Grundlagen bilden alle konzernweiten Anschaffungen und Maßnahmen sowie die primär damit verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten, die sich dem Anhang I des "Klima-Rechtsakts" zuordnen lassen. Für jedes technische Bewertungskriterium wurden - je nach Anforderung - interne und externe Nachweise eingeholt. Bei den Kategorien 6.5 (CCM) und 7.7 (CCM) findet eine externe Leistungserbringung statt ("purchase of output"), so dass hier Nachweise von unseren Lieferanten erforderlich sind. Die übrigen Kategorien haben wir als individuelle Maßnahmen zum Klimaschutz eingestuft, da diese gezielt von der DMG MORI AG durchgeführt oder beauftragt werden. Die Konformitätsnachweise werden daher grundsätzlich von uns selbst erbracht. Wesentlich sind hierbei die Nachweise für Energieeffizienz und die Beauftragung bzw. Installation der Klimaschutz-Maßnahmen. Falls ein Kriterium für die Anschaffung nicht nachgewiesen werden kann, kann der entsprechende Capex oder Opex nicht als taxonomiekonform im Sinne der EU ausgewiesen werden. Für die Kategorien 6.5 (CCM) und 7.7 (CCM) kann daher keine Taxonomiekonformität für die technischen Bewertungskriterien ausgewiesen werden, da externe Nachweise notwendig sind, die uns nicht zur Verfügung gestellt werden konnten. Wenn die technischen Kriterien für einen wesentlichen Beitrag erfüllt waren, haben wir darüber hinaus für jede Maßnahme analysiert, ob die 5 weiteren definierten Umweltziele durch die taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten signifikant beeinträchtigt werden. Erst wenn für eine Wirtschaftstätigkeit die von der EU-Taxonomie vorgegebenen "Does Not Significantly Harm"-Kriterien ("DNSH") kumulativ erfüllt, wird eine Beeinträchtigung ausgeschlossen. Für die als taxonomiekonform ausgewiesenen Capex (7.4, 7.6) (CCM) wird das einzige vorgegebene DNSH-Kriterium "Anpassung an den Klimawandel" erfüllt. Hierfür wurde eine Klimarisiko- und Vulnerabilitätsbewertung gemäß Anlage A (Abschnitt I) des "Klima-Rechtsakts" mit Blick auf mittelfristige und langfristige Klimagefahren für einen Zeitraum von 10 bis 30 Jahren durchgeführt. Die Bewertung erfolgte standortspezifisch für jede potentiell taxonomiekonforme Wirtschaftstätigkeit und unter Berücksichtigung aller klassifizierten Klimagefahren (Temperatur, Wind, Wasser, Feststoffe) sowie Unterkategorien aus Anlage A. Sofern eine Klimagefahr insbesondere aufgrund der Standortgegebenheiten relevant ist, folgt eine weitergehende Klimasimulation mithilfe der CMIP6 Klimasimulation des IPCC WGI Interactive Atlas (Basisszenario: SSP 5-8.5, Prognosekorridor: 2041-2060, Vergleichszeitraum: 1850-1900). Unter Berücksichtigung von Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit wurden keine wesentlichen Klimarisiken identifiziert. Aus diesem Grund sind keine Anpassungsmaßnahmen notwendig. Für die als taxonomiefähig ausgewiesenen Capex 7.7 (CCM) muss außerdem das DNSH-Kriterium "Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung" geprüft werden. Hierfür verwendet die DMG MORI AG zusätzlich Nachweise von Lieferanten. Die umfangreichen zugrunde liegenden EU-Regularien zu chemischen Stoffen konnten allerdings nicht valide nachgewiesen werden. Um die Einhaltung des Mindestschutzes sicherzustellen, identifizieren und begegnen wir potenziellen Risiken oder Verstößen mit geeigneten konzernweit etablierten Prozessen und Systemen. Unsere Maßnahmen beziehen unser eigenes Unternehmen sowie unsere Lieferanten mit ein und umfassen die Bereiche Menschenrechte (einschließlich Arbeitnehmer- und Verbraucherrechte), Korruption/Bestechung, Besteuerung und Fairer Wettbewerb. Für diese Bereiche gelten unsere konzernweit gültigen Richtlinien und Schulungen. Zur Identifizierung und Minimierung potenzieller Risiken dient ergänzend unser konzernweites Risk-Assessment. Weitere Grundlagen sind insbesondere die Anforderungen des seit 1. Januar 2023 geltenden Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und damit einhergehend der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen. So führen wir zusätzlich zum Risk-Assessment auch ein Human Rights Impact Assessment für uns selbst und unsere Lieferanten durch. Es liegen keinerlei Hinweise vor, dass die DMG MORI AG gegen den Mindestschutz verstößt. Weitere Angaben zur Achtung der Menschenrechte bei der DMG MORI AG und entlang der gesamten Wertschöpfungskette stehen in den Kapiteln ↗ Partner- und Lieferantenmanagement und ↗ Compliance. Die DMG MORI AG ist von keiner Wirtschaftstätigkeit in Zusammenhang mit der Energieerzeugung aus fossilem Gas oder Kernenergie betroffen (Meldebogen 1 gemäß Tabelle 11). Daher verzichten wir auf den Ausweis der Meldebögen 2 bis 5 nach dieser Verordnung. Die detaillierten taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Werte stehen in den Tabellen 08, 09 und 10. 08 // TAXONOMIE UMSATZ
09 // TAXONOMIE CAPEX
10 // TAXONOMIE OPEX
11 // MELDEBOGEN 1: TÄTIGKEITEN IN DEN BEREICHEN KERNENERGIE UND FOSSILES GAS
PRODUKTQUALITÄT UND -SICHERHEITHöchste Qualität und Sicherheit bilden die Basis für alle DMG MORI-Produkte. Unsere gesamte Produktentwicklung und Fertigung ist darauf ausgerichtet. PRODUKTQUALITÄTQualität ist die Grundvoraussetzung für Nachhaltigkeit und für Kundenzufriedenheit. Kunden erwarten von uns vor allem ein Höchstmaß an Genauigkeit, Effizienz, Verlässlichkeit sowie Langlebigkeit. Mit der "First Quality"-Strategie setzen wir zahlreiche Initiativen über den gesamten Lebenszyklus um: Von der Entwicklung bis zum After-Sales-Service sind alle Aktivitäten konsequent auf höchste Qualität und damit maximalen Kundennutzen ausgerichtet. Drei Beispiele: scrollen
Das zentrale Qualitätsmanagement berichtet direkt an den Vorstand. Jede Neuentwicklung muss, nach erfolgreichem Bestehen anspruchsvoller Qualitätstests, die endgültige Marktfreigabe vom Vorstand erhalten. Zudem ist Qualität auch Bestandteil der Vorstandsvergütung. Generell gilt bei DMG MORI: Unsere Anforderungen gehen weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Neue Produkte und Softwarelösungen durchlaufen bereits in der Entwicklungsphase einen mehrstufigen "Quality Gate"-Prozess, in den Service-Experten und Lieferanten intensiv eingebunden sind. Bei neuer Software testen wir einzelne Arbeitsschritte sowohl separat als auch integrativ - automatisiert und manuell. Hierfür betreiben wir ein eigenes Software-Testcenter. Beim finalen Qualitätstest in der Serienproduktion wird jede gefertigte Maschine mehr als 100 Stunden getestet, bevor sie an unsere Kunden ausgeliefert wird. So stellen wir eine größtmögliche Verfügbarkeit vom ersten Tag an sicher. Nach der Auslieferung stehen unseren Kunden jederzeit mehr als 2.000 Service-Experten weltweit zur Verfügung. Alle unsere Produktionswerke sind nach der neuesten Qualitätsnorm ISO 9001:2015 zertifiziert. Die Umsetzung und Wirksamkeit der entsprechenden Vorgaben überprüfen wir in regelmäßigen internen und externen Audits. Darüber hinaus entwickeln unsere Qualitätsexperten gemeinsam mit unseren Fachabteilungen kontinuierlich innovative, speziell auf unsere Branche zugeschnittene Prozesse. Nach intensiver Erprobung werden die besten Lösungen über unsere zentrale Qualitätsmanagement-Plattform "conSense Global" allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - jeweils zugeschnitten auf ihre individuelle Tätigkeit - zur Verfügung gestellt. Ergänzend sind auf der Plattform alle Qualitätsmanagement-Handbücher digital zusammengefasst. SERVICEWir klären im Vorfeld und so früh wie möglich die idealen Bedingungen für die Anlieferung und Einrichtung unserer Werkzeugmaschinen. Die Inbetriebnahme erfolgt ausschließlich durch qualifizierte Service-Experten. Wir zeigen unseren Kunden ausführlich, wie die Maschine im späteren Betrieb effizient, sicher und ressourcenschonend arbeitet. Über unser kostenloses Kundenportal myDMG MORI erhalten unsere Kunden jederzeit digital umfassende Informationen zu ihrer Maschine und können dort einfach und schnell Serviceanfragen erstellen. my DMG MORI ermöglicht den direkten Kontakt mit dem persönlichen Service-Experten und informiert unmittelbar über Serviceaktivitäten. Zahlreiche Serviceprozesse sind digitalisiert und über 160.000 Maschinen vernetzt. Mittlerweile nutzen bereits rund 87 % unserer Kunden in unseren relevanten Märkten den digitalen Zugang zu unseren Service-Experten und profitieren so von bis zu 70 % schnelleren Reaktionszeiten. Zudem können unsere Kunden im Online-Portal auf alle relevanten Dokumente zum Betrieb ihrer DMG MORI-Maschine zugreifen. Seit 2021 verzichtet DMG MORI weitestgehend auf eine Maschinendokumentation in Papierform. Ausnahmen werden nur bei gesetzlicher Notwendigkeit oder auf expliziten Kundenwunsch gemacht. Dadurch können jährlich ca. 6 Millionen Seiten Papier eingespart werden. In der Wissensmanagement-Plattform "DMG MORI weKNOW" bündeln wir das Know-how unserer Experten im Bereich Service und Produktion. Über 1,5 Millionen Artikel sind digital verfügbar und stets aktuell. Über 50 % der Serviceanfragen können wir telefonisch oder remote über unseren DMG MORI NETservice lösen, ohne dass ein Einsatz vor Ort notwendig ist. weKNOW steht unseren Technikern auch bei Serviceeinsätzen vor Ort zur Verfügung, damit wir immer die beste Lösung für unsere Kunden finden. Unser Anspruch an Qualität zahlt sich aus: Im Berichtsjahr verzeichneten wir 3 % weniger Service-Einsätze pro Maschine in Gewährleistung als im Vorjahr. Unsere Serviceprozesse prüfen und optimieren wir kontinuierlich auf Nachhaltigkeit. In regelmäßigen Audits identifizieren wir weitere Potenziale zur Optimierung von Logistik-, Verpackungs- und Inbetriebnahme-Prozessen. So können wir zum Beispiel durch weniger Verpackungsmaterial Ressourcen schonen. Unsere hohe Service-Orientierung spiegelt sich auch in der im Berichtsjahr durchgeführten Kundenzufriedenheitsbefragung wider: Über 95 % der Kunden geben an, dass sie mit ihrer Kaufentscheidung zufrieden sind und DMG MORI weiterempfehlen. PRODUKTSICHERHEITQualität und Sicherheit gehören zusammen. Werkzeugmaschinen von DMG MORI erfüllen höchste Sicherheitsvorschriften: Wir setzen alle relevanten Gesetze sowie die darin verankerten Richtlinien und Normen um. Unsere R&D-Experten arbeiten dafür intensiv mit internen Fachkräften zusammen, die sich regelmäßig weiterbilden und in Normengremien und Fachverbänden aktiv sind. Zusätzlich arbeiten wir aktiv in nationalen und internationalen Normenarbeitskreisen (ISO, IEC) an der Beschreibung des aktuellen Stands der Technik sowie an dessen Festlegung und Weiterentwicklung mit. Bereits im Designprozess sind Qualität und Sicherheit elementare Anforderungen. Unsere Lieferanten binden wir von Anfang an in die Entwicklung ein. Vor der Markteinführung müssen alle unsere Produkte - Maschinen, DMG MORI Components sowie Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen - einen sechsstufigen "Design Review Process" erfüllen und verschiedene Stresstests bestehen, die weit über die Anforderungen beim Kunden hinausgehen. Unseren "Design Review Process" prüfen und optimieren wir fortlaufend, um stets aktuelle Bedingungen zu erfüllen. Wichtige Impulse zur Verbesserung unserer Produktqualität und -sicherheit erhalten wir auch durch den Austausch mit Vertriebs- und Servicemitarbeiten sowie Kunden. DMG MORI erstellt für alle Produkte umfassende Sicherheitskonzepte auf der Basis einer kontinuierlich aktualisierten Risikobeurteilung. Diese beschreibt alle potenziellen Gefährdungen über den gesamten Lebenszyklus sowie ergriffene Maßnahmen zur Risikominderung. Sie ist damit eine wesentliche Voraussetzung für den Schutz der menschlichen Gesundheit. Unvermeidbare Restrisiken werden in Produkthandbüchern beschrieben und durch Warn- und Hinweisschilder sowie Hinweise am Benutzerdisplay kenntlich gemacht. Um diese Restrisiken weiter zu reduzieren, stehen wir in engem Austausch mit unseren Kunden. Diese wiederum sind für den bestimmungsgemäßen Betrieb der Maschine und die Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben in ihrer Produktion verantwortlich. GRI 416-1 GRUNDLAGEN UND RICHTLINIENWichtige Grundlagen und Richtlinien bei der DMG MORI AG sind das Produktsicherheitsgesetz und u. a. die weiteren das Produkt betreffenden Richtlinien der EU: scrollen
DIGITALE SICHERHEITDie Produktion von heute ist vernetzt. IT-Sicherheit und die Sicherheit unserer digitalen Produkte sind für uns daher von höchster Relevanz. Intern setzen wir auf eine sicherheitsoptimierte Organisation unserer IT, um Informationen und Daten innerhalb des Konzerns vor Diebstahl, Verlust, unbefugter Weitergabe, unberechtigtem Zugriff oder Missbrauch zu schützen. Dabei setzen wir auf umfangreiche und moderne Sicherheitsmaßnahmen wie intelligente Firewallsysteme mit IDS/IPS, Multi-Faktor-Authentifizierung, innovative Verschlüsselungslösungen sowie KI-basierte Anomalieerkennung. Darüber hinaus informieren und sensibilisieren wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig zum Thema Cyber Security. Ein elementarer Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie ist die "Product Security". Für unsere digitalen Produkte gilt das Prinzip "Security-by-Design": Sicherheit ist bereits zu Beginn des Entwicklungsprozesses eine explizite Anforderung. Darüber hinaus empfehlen wir unseren Kunden auch intern in ihren Unternehmen ein mehrstufiges IT-Sicherheitskonzept auf verschiedenen Ebenen ihrer Netzwerke und Systeme. Dabei greifen einzelne Schutzmechanismen wie Firewalls oder Zugangskontrollen parallel, ergänzen sich und sichern sich gegenseitig ab. PARTNER- UND LIEFERANTENMANAGEMENTUnsere Leistungsfähigkeit und damit unser Erfolg hängen maßgeblich von starken und stabilen Partnerschaften ab. Nachhaltigkeit nimmt dabei eine Schlüsselposition ein. ORGANISATIONDas Partner- und Lieferantenmanagement ist ein wichtiger Bestandteil unserer Matrixorganisation. Der Einkauf bei DMG MORI ist global organisiert und in den wichtigen Einkaufsmärkten weltweit präsent. Der Einkauf berichtet an den Vorstandsvorsitzenden. Die Abteilung gliedert sich in das Materialgruppenmanagement für Nichtproduktionsmaterial und - gemeinsam mit der DMG MORI COMPANY LIMITED - in das Materialgruppenmanagement für Produktionsmaterial. So profitieren beide Unternehmen von verbesserten Kostenstrukturen sowie der Nutzung von Synergien, die aus zahlreichen konzernübergreifenden Projekten resultieren. Unsere Einkäufer schulen wir regelmäßig in relevanten Compliance- und Nachhaltigkeitsthemen. GRI 2-6 Die DMG MORI AG achtet entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Nachhaltigkeit. Unsere Materialquote liegt bei 52,9 % - entsprechend hängt unser Erfolg in hohem Maße von der Leistungsfähigkeit unserer Partner und Lieferanten ab. Der Aufbau widerstandsfähiger, agiler und nachhaltiger Lieferketten ist daher ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im Berichtsjahr lag der Fokus weiterhin auf der Umsetzung der Anforderungen aus dem neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist. Ein weiterer Schwerpunkt war die Stärkung unserer Lieferketten, da die Auswirkungen der globalen Unsicherheiten und des Krieges in der Ukraine auf die Materialversorgung weiter merkbar waren. GRI 2-6, 403-7 Die Einhaltung von Umweltstandards und sozialen sowie gesetzlichen Vorgaben ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Nachhaltigkeitskriterien spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Bewertung und Auswahl unserer Partner und Lieferanten. Wir erwarten von ihnen, dass sie unserer Selbstverpflichtung für Nachhaltigkeit folgen und diese Anforderungen wiederum entlang ihrer gesamten Lieferkette weitergeben. Dies ermöglicht es uns, Produktionsmaterial sowie Sach- und Dienstleistungen weltweit in der geforderten Qualität, zu bestmöglichen Konditionen und gleichzeitig nachhaltig einzukaufen. Auch in unserer Einkaufsrichtlinie und den Einkaufsbedingungen sind eine nachhaltige Beschaffung, der schonende Einsatz natürlicher Ressourcen sowie energiesparende und umweltverträgliche Verfahren festgelegt. Weiterführende Informationen finden sich auf unserer Website und unserem Einkaufsportal. Zudem stehen wir mit unseren Lieferanten in einem kontinuierlichen, persönlichen Austausch. GRI 403-7 Unsere Resilienz in den Lieferketten ist bereits hoch: Neben der globalen Double-Sourcing-Strategie zeichnet sich das heutige Lieferantenportfolio durch Diversifikation und Regionalisierung in den unterschiedlichen Märkten aus. Wir haben einen hohen Lokalisierungsgrad: Wertbezogen stammen 92 % der Güter aus Europa sowie 7 % aus Asien. Aus Amerika beziehen wir weniger als 1 % der Güter. 12 // MATERIALAUFWAND nach Kategorien
Wir beschaffen komplexe Baugruppen für unsere Produktion von global aufgestellten Systemlieferanten. Diese koordinieren die weiteren Unterlieferanten und sorgen für die Vormontage. Sie stellen damit die erste Stufe unserer Lieferkette dar. Waren und Dienstleistungen für unsere Produktion haben wir im Berichtsjahr nahezu ausschließlich von unseren rund 2.370 bestehenden Direktlieferanten bezogen. GRI 2-6 DIGITALISIERTE PROZESSEUm die Resilienz unserer Lieferketten noch weiter zu stärken, suchen unsere Einkaufsabteilungen fortlaufend neue, leistungsfähige Lieferanten. Die Erstauswahl geeigneter Lieferanten findet über die digitale Plattform Matchory statt. Matchory ermöglicht durch KI- und Big-Data-gestützte Konzepte sowie maschinelles Lernen die Suche nach konzernweit einheitlichen Kriterien in Echtzeit. So können wir 100-mal mehr Lieferanten weltweit pro Beschaffungsanfrage vergleichen. Das spart bis zu 85 % Zeit, sorgt von Anfang an für transparente, globale Lieferketten, erhöht unsere Flexibilität und ermöglicht eine viel schnellere Reaktionszeit. Unsere Anforderungen an Nachhaltigkeit sind mit den digitalen Plattformen "Integrity Next" und "SAP Ariba" konzernweit einheitlich in die Einkaufs- und Lieferantenorganisation integriert. Um die Nachhaltigkeitsleistung unserer (potenziellen) Lieferanten transparent zu machen und sie entsprechend bewerten zu können, setzen wir auf effiziente, digitalisierte Prozesse. Die vier IT-gestützten Phasen sind: GRI 403-7 // 01 - Registrierung:Die Registrierung auf unserer Einkaufsplattform von "SAP Ariba" ist Voraussetzung für die Teilnahme an Ausschreibungen. Dabei bestätigen (potenzielle) Lieferanten verbindlich, dass sie die grundlegenden ethischen und prinzipiellen Anforderungen von DMG MORI einhalten, wie die Menschenrechte und den Umweltschutz sowie die Ablehnung von Zwangs- und Kinderarbeit. Besonders relevant sind dabei die aktiven Lieferanten für unser Kerngeschäft mit Werkzeugmaschinen und Services, mit denen wir seit mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten. 100 % dieser Lieferanten - das sind 3.723 - sind aktiv in das Monitoring von "Integrity Next" eingebunden. Auch für zukünftige Lieferanten gilt: Erst wenn unsere Anforderungen erfüllt sind, kommt eine Zusammenarbeit in Frage. Bei Nichterfüllung oder beim Verdacht auf einen Verstoß gegen eine der ethischen oder prinzipiellen Anforderungen ist ein fester Eskalationsprozess definiert. Dieser regelt das weitere Vorgehen, um entweder gemeinsame Lieferantenentwicklungsmaßnahmen festzulegen oder die Zusammenarbeit zu beenden. GRI 403-7 // 02 - Ausschreibungen und Vergabe:Werden unsere Anforderungen erfüllt, erhöht dies die Vergabechancen bei Ausschreibungen auf unserer Einkaufsplattform. Bis Ende 2023 haben sich dort bereits 1.154 Lieferanten registriert, die für 65 % des gesamten Einkaufsvolumens stehen. GRI 403-7 // 03 - Analyse und Assessment:Um die Nachhaltigkeitsperformance unserer Lieferanten so früh wie möglich im Beschaffungsprozess zu erfassen, führen wir eine Beurteilung über die Plattform von "Integrity Next" durch. Mittels digitaler Fragebögen werden Auskünfte über Lieferanten eingeholt, um mögliche Risikofaktoren transparent zu machen, Nachhaltigkeitsthemen, wie Qualität, Umweltstandards und soziale Vorgaben zu überprüfen sowie die Einhaltung regulatorischer Anforderungen sicherzustellen. Auf dieser Basis legen wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen mit unseren Zulieferern fest. Im Berichtsjahr konnten 100 % der relevanten Lieferanten von DMG MORI für Produktions- und Nicht-Produktionsmaterial, mit denen wir seit mindestens zwei Jahren zusammenarbeiten, im Hinblick auf Menschenrechte und Umweltschutz systematisch eingebunden werden. GRI 308-1, 403-7, 414-1 Nach Validierung der Selbstauskünfte erfolgt bei mangelhafter Umsetzung oder Feststellung von Verstößen eine umgehende Kommunikation an die Lieferanten, um Verbesserungs- oder Abhilfemaßnahmen einzuleiten. Je nach Informationslage kann eine intensive Beobachtung notwendig sein. Sollte aus schwerwiegenden Gründen von einer weiteren Zusammenarbeit abzusehen sein, wird die systemseitige Sperrung veranlasst. Zu Beginn des Berichtsjahres konnten anhand der ausgefüllten Selbstauskünfte 79 Lieferanten mit potenziellen Risiken in Bezug auf das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz festgestellt werden. Nach detaillierter Prüfung sowie engem Austausch mit unseren Partnern konnten Maßnahmen definiert und alle Risiken eliminiert werden. So hilft DMG MORI dabei, Nachhaltigkeit auch bei seinen Lieferanten transparent zu machen und gezielt zu stärken. GRI 403-7 // 04 - Risikomanagement:Das ganzheitliche Supply-Chain-Risk-Management von DMG MORI basiert auf der globalen Double-Sourcing-Strategie sowie dem Einsatz von digitalen Tools: Zur Risikoeinschätzung bestehender Direktlieferanten greifen wir auf das Frühwarnsystem "RISKMETHODS" zurück. Es liefert zeitnahe Informationen über Risiken zu Bonität, Lieferperformance und Nachhaltigkeit, wie Verletzungen von Arbeitspraktiken und Menschenrechten sowie Umweltaspekten. Die Verantwortlichen werden proaktiv bei Risikoeintritt benachrichtigt. Im Berichtsjahr haben wir die Anzahl der Lieferanten, die wir mit "RISKMETHODS" monitoren, mehr als verdoppelt. Wir beobachten hier nun rund 742 Lieferanten, die insgesamt rund 79 % des gesamten Einkaufsvolumens ausmachen. Bei diesen Lieferanten meldete das System im Berichtsjahr zum Indikator "Verletzung von Arbeitspraktiken und Menschenrechten" 37 und zum Indikator "Umwelt" 15 potenzielle Sachverhalte. Nach genauer Prüfung stellte sich heraus, dass keine weiteren Schritte erforderlich oder die Meldungen nicht relevant waren, da bereits Maßnahmen eingeleitet wurden oder es sich um erneute Meldungen von älteren Sachverhalten handelte. Das Frühwarnsystem ermöglicht anhand von Reports eine Risikobewertung je Kriterium und dient zum einen als Basis für die Lieferantengespräche und -weiterentwicklung. Zum anderen fließt diese Bewertung als Teilergebnis in die ganzheitliche Lieferantenbewertung ein. GRI 403-7 DEKARBONISIERUNG DER LIEFERKETTEDie Reduzierung unserer CO 2 -Emissionen ist eine zentrale Aufgabe bei der DMG MORI AG. Da rund 54 % der derzeit in unserer CO 2 -Bilanz erfassten Emissionen auf vorgelagerte Prozesse in unserer Lieferkette entfallen, nimmt das Partner- und Lieferantenmanagement hierbei eine entscheidende Rolle ein. Von unseren eigenen Zielen, die von der Initiative "Science Based Targets" (SBTi) geprüft und anerkannt wurden, leiten sich Unterziele für unsere Lieferkette ab, die ebenfalls von SBTi geprüft wurden: scrollen
Deshalb fordern wir unsere Lieferanten auf, selbst aktiv zu werden und ihre CO 2 -Emissionen uns gegenüber transparenter zu machen. Mit einem aktiven Dialog möchten wir ihnen frühzeitig helfen und sie dafür sensibilisieren, dass wir auch im Einkauf eine nachhaltige und emissionsarme Lieferkette umsetzen und dies auch von unseren Partnern erwarten. Auf der digitalen Plattform "Integrity Next" stellen wir ihnen dafür unterstützend Fragebögen zum Reporting sowie zur Ableitung entsprechender Reduktionsmaßnahmen zur Verfügung. Um unsere Partner bestmöglich bei der Umsetzung zu unterstützen und auch um unsere eigenen Emissionen noch genauer zu erfassen, haben wir eine Softwarelösung eingeführt, die die CO 2 -Emissionen der beschafften Artikel für unsere Werkzeugmaschinen transparent macht. Über den automatisierten Abgleich mit diversen Sekundärdatenbanken können die passenden CO 2 -Emissionsfaktoren für die eingesetzten Werkstoffe auf Produktebene ermittelt werden. Die Software dient der Ermittlung valider Ergebnisse und arbeitet mit verschiedenen anerkannten Kalkulationsmethoden. Die hohe Transparenz ermöglicht uns, unseren Lieferanten für Produktionsmaterial konkrete Optimierungsvorschläge sowie CO 2 -Reduzierungsziele an die Hand geben. GRI 2-6 MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERDer Mensch steht im Mittelpunkt. Deshalb setzen wir uns für die Zufriedenheit, Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein. Qualifizierte, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Grundlage für den Erfolg bei der DMG MORI AG. Als attraktiver Arbeitgeber steht unsere Personalstrategie für Ausbildung, Vielfalt, Chancengleichheit, flexible und innovative Arbeitsumgebungen, Personalentwicklung, Arbeitssicherheit sowie ein umfassendes Gesundheitsmanagement. Wir bieten attraktive Vergütungsmodelle und zahlreiche Benefits. Unser Personalmanagement wird strategisch vom Vorstand gesteuert. An den Produktionsstandorten betreuen wir unsere Mitarbeiter über lokale Personalabteilungen. In den Vertriebs- und Servicegesellschaften übernehmen diese Aufgabe unsere HR-Business-Partner. Regelmäßig bestätigen externe Studien und Medien unseren HR-Ansatz. 2023 erhielten wir zum Beispiel die Auszeichnung "Unternehmen mit Zukunft" des Magazins "Stern" sowie das Deutschlandtest-Siegel vom "FOCUS" für "Beste Work-Life-Balance". RECRUITINGUnser Personal-Recruiting erfolgt über einen transparenten Auswahlprozess sowie selbstverständlich unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben. Wir beurteilen Bewerber nur nach ihren fachlichen und persönlichen Qualifikationen für die Stelle. Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft spielen grundsätzlich keine Rolle. Durch eine hohe Informationstransparenz versuchen wir, Diskriminierungen, Kinderarbeit oder ein Umgehen gesetzlicher Regelungen zu vermeiden. Die Einstellungsfreigabe erfolgt in einem mehrstufigen, digital unterstützten Genehmigungsprozess mit finaler Bestätigung durch den Vorstand. Diese Prozesse werden regelmäßig von unserer internen Revision geprüft. Zum 30. September 2023 haben wir in der gesamten "Global One Company" das Verfahren zur Ermittlung des Headcounts harmonisiert. Dies führte zu einer Anpassung der Mitarbeiterzahlen bei der DMG MORI AG. Alle Zahlenangaben im Nachhaltigkeitsbericht 2023 - auch die Referenzwerte von früheren Zeitpunkten - erfolgen nach dieser geänderten Zählweise und sind entsprechend nicht mit früheren Veröffentlichungen vergleichbar. Jeder Mitarbeiter wird nunmehr voll erfasst. Am 31. Dezember 2023 waren 7.515 Mitarbeiter beschäftigt, davon 294 Auszubildende. Im Berichtsjahr hat die DMG MORI AG 923 Mitarbeiter eingestellt. Dies entspricht einer Einstellungsquote von 12,9%. Neue Mitarbeiter erhalten ein umfangreiches, auf ihre Stelle zugeschnittenes Onboarding-Programm, zum Beispiel mit Werksbesichtigungen und Produktschulungen, Gesundheits- und Sportangeboten sowie Informationen zur freiwilligen betrieblichen Altersvorsorge. Im Berichtsjahr verließen insgesamt 674 Mitarbeiter den Konzern. Die daraus resultierende Fluktuationsrate belief sich auf 9,4%. Der Anteil von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen oder Nachwuchskräften (High-Potentials), die unser Unternehmen verlassen haben (dysfunktionale Fluktuation), belief sich im Berichtsjahr auf 0,4 %. Durch eine strukturierte Nachfolgeplanung stellen wir einen lückenlosen Wissenstransfer sicher. GRI 401-1 13 // MITARBEITERSTRUKTURGRI 401-1
1) Die Mitarbeiterzahlen ergeben sich auf Basis
der unternehmensinternen Headcount-Personalstatistik, die
im Berichtsjahr 2023 angepasst wurde.
FEEDBACK & ZUFRIEDENHEITUnser konzernweit gültiges "Mission Statement" bildet die Grundlage für unsere Unternehmenskultur sowie unser unternehmerisches Handeln und damit auch für unseren Verhaltenskodex. Darüber hinaus haben wir 2018 unsere Führungsleitlinien ("Leading Principles") implementiert und setzen diese konsequent um. Um unsere Mission zu erreichen und uns stetig zu verbessern, setzen wir auf eine offene Feedbackkultur. Eine kontinuierliche und transparente Kommunikation ist dabei unerlässlich. Zur Weiterentwicklung unserer Feedbackkultur trägt auch die Mitarbeiter-Zufriedenheitsanalyse bei. Diese haben wir erstmalig 2018 und zuletzt wieder 2022 durchgeführt. Hierbei wurden die Mitarbeiter der deutschen Standorte sowie der Produktionswerke in Italien und Polen zu insgesamt zwölf Themenfeldern - darunter Arbeitsbedingungen, Vorgesetztenverhalten, berufliche Entwicklung und Vergütung - befragt. Die Beteiligungsquote von 64% ist unter Berücksichtigung des hohen Anteils von gewerblichen Mitarbeitern gut. Die Ergebnisse wurden ausführlich analysiert und Schlüsselthemen identifiziert. Projekt-Teams erarbeiten nun individuell für jede Gesellschaft entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung und setzen diese - gemeinsam mit den lokalen Geschäftsführungen - zeitnah um. Die nächste Befragung ist für 2024 geplant. Mindestens einmal jährlich erfolgt zudem ein ausführliches Mitarbeitergespräch durch die zuständige Führungskraft. BENEFITSDie DMG MORI AG bietet zahlreiche Benefits, um das Miteinander und Zugehörigkeitsgefühl zum Unternehmen zu stärken, Gesundheit und Fitness zu fördern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Hierzu gehören unter anderem unsere Mitarbeiter-Tage und -Events, ein umfassendes Angebot an Gesundheits- und Sportprogrammen, Sportwettbewerbe und Firmenläufe sowie zahlreiche lokale Angebote, wie einen Wäscheservice am Standort Bielefeld. Zudem können Mitarbeiter an allen unseren deutschen Standorten ein Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder Lastenrad - inkl. Rundum-Schutz-Paket leasen und auch privat nutzen. Um unseren Mitarbeitern den Alltag zu erleichtern, bieten wir flexible Arbeitszeiten und Möglichkeit zum mobilen Arbeiten, wo immer dies individuell möglich ist. Dieses "Smart-Flex-Working" ist seit 2020 dauerhaft in einer Konzernbetriebsvereinbarung festgelegt. Im Berichtsjahr konnten viele Prozesse und Arbeitsschritte digitalisiert werden. Das spart Papier und Zeit - und erhöht die Transparenz. Wir arbeiten zudem an Automationslösungen ("Bots") für hochstandardisierte Prozesse. Damit wollen wir unsere Mitarbeiter entlasten und ihnen Freiraum verschaffen, sich stärker auf komplexe, kreative Arbeiten konzentrieren zu können. Unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive Vergütungspakete an. Diese setzen sich aus marktgerechten Grundgehältern und variablen, erfolgsorientierten Zahlungen zusammen. Seit Jahren ist die DMG MORI AG Mitglied bei "Fair Company", der größten und bekanntesten Arbeitgeberinitiative Deutschlands für Nachwuchskräfte. Wir ermöglichen regelmäßig Studenten und Praktikanten, das operative Tagesgeschäft kennenzulernen. Dabei steht stets im Vordergrund, dass sie Neues lernen und Erfahrungen sammeln und dabei selbstverständlich eine angemessene Vergütung erhalten. Wir achten das Mitbestimmungs- und Betriebsverfassungsgesetz, einschließlich lokaler Regelungen zur Arbeitnehmermitbestimmung. Unsere Führungskräfte stehen regelmäßig im offenen Austausch mit den Mitarbeitervertretern, sodass der Konzernbetriebsrat und die lokalen Betriebsräte frühzeitig Informationen zu relevanten Themen erhalten. Für etwa 65 % unserer Mitarbeiter gelten Kollektivvereinbarungen wie tarifvertragliche Regelungen. GRI 2-30 VIELFALT UND CHANCENGLEICHHEITGRI 405-1 Wir leben Diversität. Der Vorstand der DMG MORI AG hat im Verhaltenskodex sowie in den Führungsleitlinien die Gleichbehandlung und Wertschätzung aller Mitarbeiter und Bewerber festgelegt - unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung oder körperlicher Beeinträchtigung. Unsere Vielfalt ermöglicht uns als global agierender Konzern, individuell auf lokale, kulturelle Besonderheiten einzugehen und unseren Geschäftspartnern so stets angemessen zu begegnen. Dabei lernen wir kontinuierlich voneinander und setzen zum Beispiel aktiv auf einen intensiven kulturellen Austausch. Darüber hinaus fördern wir Diversität mit gezielten Maßnahmen, wie dem "Girls' Day" für Schülerinnen oder der Förderinitiative "MINTrelation". Auch bei der Gestaltung der Arbeitszeit passen wir uns an die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter an. Wir bieten attraktive Altersteilzeitmodelle, da wir die Expertise unserer älteren Mitarbeiter schätzen und sie möglichst lange im Unternehmen halten wollen. Innerhalb der Altersteilzeitregelung bestanden im Berichtsjahr 77 Verträge. 132 Mitarbeiter mit einer Schwerbehinderung arbeiteten in den deutschen Gesellschaften. Dies entspricht einer Quote von 3 %. Die DMG MORI AG zahlt rund 123.000 € als direkte Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe. Etwa 210.000 € werden zudem über anrechenbare Leistungen zum Beispiel an Behindertenwerkstätten gezahlt. Die Altersstruktur bei der DMG MORI AG ist ausgewogen (Grafik 11). Der Aufsichtsrat setzt sich aus fünf weiblichen (42 %) und sieben männlichen (58 %) Mitgliedern zusammen. Das Durchschnittsalter lag im Berichtsjahr bei 57 Jahren. Der Vorstand setzt sich ausschließlich aus männlichen Mitgliedern zusammen. Seit Alfred Geißler am 26. Mai 2023 den Vorstandsvorsitz übernommen hat, liegt das Durchschnittsalter im Vorstand bei 54 Jahren. Weitere Informationen zu den gesetzlichen Vorgaben zum Frauenanteil im Aufsichtsrat und in der obersten Führungsebene stehen im Kapitel ↗ Corporate Governance im Geschäftsbericht 2023. 14 // MITARBEITERKATEGORIEN
15 // ALTERSSTRUKTUR
16 // NATIONALITÄTEN
PERSONALENTWICKLUNGPermanentes Lernen gehört zur Unternehmenskultur - von unserer anspruchsvollen Ausbildung über das umfassende Talent-Management bis hin zur Übernahme von Auszubildenden und dualen Studenten. Die Qualifikationsstruktur unserer Mitarbeiter liegt seit Jahren auf einem sehr hohen Niveau: 97% aller Beschäftigten verfügen über eine qualifizierte Ausbildung oder befinden sich in einer. Junge Fachkräfte fördern wir gezielt in konzernweiten Trainee-Programmen, insbesondere potenzielle Führungskräfte und talentierte Nachwuchskräfte durch das "High-Potential-Program". Im Berichtsjahr konnten die Teilnehmer von modernen Weiterbildungen profitieren, eigene Projekte durchführen und ihre Ergebnisse dem Vorstand präsentieren. All unseren Mitarbeitern bieten wir attraktive, individuelle und zielgruppenspezifische Weiterbildungen an. Im Bereich Digitalisierung arbeitet die DMG MORI DIGITAL ACADEMY eng mit unserem strategischen Partner "Masterplan" zusammen. In kurzen, vielfältigen Videos vermitteln Experten Grundwissen zu Digitalisierung, New Work und weiteren digitalen Soft-Skills. Kurze Quizfragen, ein motivierendes Punkte- und Ranking-System sowie Zertifikate festigen langfristig den Lernerfolg. Darüber hinaus sind auf der Lernplattform mittlerweile auch über 750 selbst erstellte Videos mit unternehmensinternen Inhalten verfügbar, wie strategische Informationen, detaillierte Produktvideos oder Erklärungen zu wichtigen Projekten. So teilen wir konzernweit wertvolles Know-how einfach und digital miteinander. Im Berichtsjahr haben über 4.600 Mitarbeiter erfolgreich mit der Plattform gelernt und individuell auf ihre Tätigkeit zugeschnittene Lernpfade bearbeitet. Sie haben schon über 500.000 Videos zur Weiterbildung genutzt. Auch unsere Auszubildenden lernen mit Masterplan und erstellen eigene Videos. So geben sie ihr Wissen an künftige Nachwuchskräfte weiter und fördern den Austausch von Wissen zwischen unseren Ausbildungsstandorten. In unserer Produktion nutzen wir ebenfalls digitale Lernwerkzeuge. Mit der No-Code-Plattform TULIP können Nutzer in kürzester Zeit eigene APPs erstellen - intuitiv und ohne Programmierkenntnisse. So können unsere Shopfloor-Mitarbeiter Prozesse in ihrem Arbeitsumfeld direkt selbst digitalisieren und ihre Erfahrung und ihr Wissen transparent weitergeben. In unseren Produktionswerken sind bereits mehr als 300 selbst entwickelte APPs im Einsatz. In unserer TAKT Academy vermitteln wir unseren Mitarbeitern digitale Tools zur Datenerhebung, Auswertung, Optimierung und Kontrolle, um Unternehmensziele durch erfolgreiche Optimierungsprojekte zu erreichen und nachhaltig im Prozess zu verankern. Dabei wenden wir die Methodik "Digital Lean Six Sigma" an: scrollen
Anschließend soll das erlernte Wissen aktiv in eigenen Optimierungsprojekten angewendet und daraus weitere Verbesserungsprozesse abgeleitet werden. Zum Jahresende 2023 waren mehr als 680 Mitarbeiter aus 11 verschiedenen Standorten, darunter mehr als 135 Führungskräfte, in der "Digital Lean Six Sigma"-Methodik geschult. 17 // PERSONALENTWICKLUNGGRI 404-1 scrollen
AUSBILDUNGEin gutes Ausbildungsprogramm ist das Fundament für nachhaltigen Erfolg. Dabei setzen wir von Anfang an auf ein attraktives, internationales Konzept mit digitalen Schwerpunkten. Im Berichtsjahr wurde DMG MORI erneut von dem renommierten Wirtschaftsmagazin "Capital" als einer von "Deutschlands besten Ausbildern 2023" ausgezeichnet und erzielte in den Bereichen Ausbildung sowie duales Studium 5 von 5 Sternen. Wir bilden in insgesamt zwölf Berufszweigen aus und bieten in Zusammenarbeit mit regionalen Fachhochschulen und Berufsakademien Studiengänge an. Unsere Angebote prüfen wir kontinuierlich und passen diese bedarfsgerecht an. Ein Beispiel: Im Berichtsjahr haben wir erstmalig die Ausbildung von Kaufleuten für Groß- und Außenhandelsmanagement begonnen. Wir setzen auf moderne Lernkonzepte, auch mit der Unterstützung durch digitale Tools, wie die Lern- und Arbeitsplattform MLS (Mobile Learning in Smart Factories), Masterplan und TULIP. Dafür stehen allen Auszubildenden mobile Endgeräte zur Verfügung. Über MLS erhalten die Auszubildenden digital individuelle Aufgaben, die wir selbst erstellen, teils organisationsübergreifend, teils standortspezifisch. Durch praxisnahe Inhalte und Aufgaben verbindet das System perfekt Theorie und Praxis. Auch weitere externe Lernangebote lassen sich einbinden. Die Auszubildenden können dabei selbst die Lerngeschwindigkeit bestimmen. Der Ausbilder kann zudem jederzeit transparent die Fortschritte überblicken. Um unsere Position als attraktiver Arbeitgeber weiter zu stärken, investieren wir in hochmoderne Lernumgebungen. Im Berichtsjahr haben wir bei DMG MORI in Seebach ein neues Ausbildungscenter eröffnet: Auf einer Fläche von rund 1.000 m 2 stehen multifunktionale Projekträume mit 50 modernen Schulungsplätze zur Verfügung. Das ermöglicht die Integration von innovativen Zukunftstechnologien, wie Additive Manufacturing, KI, die Anwendung von Virtual Reality und den Einsatz von TULIP. Bei der Neugestaltung der Ausbildungsflächen binden wir unsere Auszubildenden aktiv ein und setzen auf ihre ganz individuellen Erfahrungen, Wünsche und Anregungen. 2024 werden wir auch in Pfronten mit der Gestaltung eines neuen Ausbildungscenters beginnen. Im Berichtsjahr haben wir 188 neue Auszubildende und Trainees eingestellt. 46 junge Fachkräfte sind nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung in eine Festanstellung übernommen worden. Die Verteilung der Ausbildungsfachrichtungen bei der DMG MORI AG ist in Abbildung 14 dargestellt. 18 // VERTEILUNG AUF DIE AUSBILDUNGSFACHRICHTUNGEN
ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZArbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind zentrale Bestandteile unseres weltweiten Wertschöpfungssystems. Wir richten unser Managementsystem an den nationalen gesetzlichen Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie weiteren relevanten Sicherheitsnormen für alle Tätigkeitsbereiche aus, einschließlich der weltweiten Arbeits- und Sozialnormen der International Labour Organization. Die Einhaltung der Regelungen überprüfen wir mit internen Audits, verzichten bisher jedoch auf eine externe Zertifizierung. Für unsere eigenen Mitarbeiter, einschließlich Außendienstmitarbeitern, sowie die Leiharbeiter und für Fremdfirmen gilt ein Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (5.793 von 7.727 Personen, entsprechend 75 %; ↗ Tabelle 13). Dieses umfasst unsere internationalen Produktionswerke und die deutschen Gesellschaften mit den jeweiligen länderspezifischen gesetzlichen Anforderungen. Für diese Gesellschaften gibt es einen eigenen Arbeitsschutzausschuss, der nach lokalem Recht zum Beispiel mit einem Mitglied der Geschäftsführung und einem Arbeitnehmervertreter besetzt ist. Weitere externe oder kurzfristige eingesetzte Mitarbeiter sind aus organisatorischen Gründen nicht vertreten. Die Gesellschaften führen einen eigenen Arbeitsschutzausschuss, der nach lokalem Recht besetzt ist. Der Arbeitsschutzausschuss tagt mindestens einmal jährlich, an unseren deutschen Standorten viermal jährlich. Er analysiert Vorfälle, legt Schutzmaßnahmen fest und überprüft den Stand ihrer Umsetzung. Unsere lokalen Standorte gestalten die Umsetzung des Managementsystems individuell. Insbesondere in Deutschland gibt es ein HSE-Managementsystem (Health, Safety, Environment) in Anlehnung an die Norm ISO 45001. Aus organisatorischen Gründen ist eine Angabe zur Abdeckung externer oder kurzfristig eingesetzter Mitarbeiter im HSE-Management nicht möglich. Neue Mitarbeiter, Leiharbeitnehmer sowie Mitarbeiter von Fremdfirmen, die auf unserem Gelände Arbeiten durchführen, erhalten alle relevanten Gesundheits- und Sicherheitstrainings. Hierzu führen wir entsprechende Unterweisungen durch, wo immer möglich als Präsenzschulung. Umfang und Detailgrad des Trainings richten sich nach der Gefährdungsbeurteilung der jeweiligen Tätigkeit. Beauftragte und befähigte Personen erhalten weitere ergänzende Qualifizierungen. Erste-Hilfe- und Brandschutzeinrichtungen stehen zur Verfügung. Alle Mitarbeiter, einschließlich Außendienstmitarbeiter und Leiharbeitnehmer, werden arbeitsmedizinisch in allen Fragen des Gesundheitsschutzes unterstützt. Unsere Betriebsärzte beraten u. a. zu den Themen Arbeitssicherheit, Hygiene und Prävention, führen Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorgeuntersuchungen durch, bieten Impfungen an und vermitteln Seminare. GRI 403-1, 403-2, 403-3, 403-4, 403-5, 403-8 Unsere geschulten Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen die Führungskräfte dabei, sämtliche Arbeitsbereiche, auch die von Leiharbeitnehmern und Fremdfirmen, auf unserem Gelände hinsichtlich möglicher Gefährdungen zu analysieren und diese zu beseitigen. Das gilt insbesondere bei gemeldeten Vorfällen oder Bedenken. Mitarbeiter - intern wie extern - können sich bei Verdacht auf nicht beseitigte Risiken an die zuständigen Behörden oder anonym an den externen Vertrauensanwalt wenden. Bereits bei der Entwicklung unserer Produkte achten wir auf ihre Sicherheit und mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit, um die Risiken in der Produktion zu minimieren. Diese Anforderungen geben wir auch an unsere Partner und Lieferanten weiter. Wir erwarten zum Beispiel, dass in den vorgelagerten Wertschöpfungsstufen der Einsatz von gesundheits- und umweltgefährdenden Stoffen vermieden oder reduziert wird, oder dass entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen werden. Der Unternehmensbereich "Corporate Mobility & Security" übernimmt übergeordnete Sicherheitsaufgaben, u. a. sorgt er für die Reisesicherheit unserer Mitarbeiter. Bei Reisen in Ländern mit erhöhtem Sicherheitsrisiko hält der Konzern regelmäßig Kontakt zu den Reisenden. GRI 403-1, 403-2, 403-7 GESUNDHEITSMANAGEMENTÜber unser betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bieten wir unseren Mitarbeitern seit vielen Jahren an nahezu allen Produktionsstandorten umfassende Angebote - von Fitness- und Sportprogrammen, über Gesundheitstage bis hin zu Fußballturnieren und Skirennen. Im Fokus stehen Verhältnis- und Verhaltensprävention, wie die ergonomische Arbeitsplatzgestaltung im Büro und in der Produktion, ergänzende Kurse zur ergonomischen Haltung, Grippeschutzimpfungen sowie die Ausrichtung unserer Betriebsrestaurants auf gesunde Ernährung. Zur Förderung der Bewegung setzen wir auf konzernweite Sport-Events, gemeinsame Laufgruppen, Kooperationen mit Fitnessstudios und haben unser Angebot an Ladestationen für E-Bikes weiter ausgebaut. Zudem können Mitarbeiter ein Job-Rad - E-Bike, Stadt-, Renn- oder Lastenrad - inkl. Rundum-Schutz-Paket leasen und auch privat nutzen. Mit "EGYM Wellpass" und "sportnavi" bieten wir unseren Mitarbeitern in Deutschland eine umfangreiche Sport- und Wellnessflatrate für Fitnessstudios, Schwimmbäder inkl. Sauna, Yoga-Kurse, Tanzen, Klettern, Massagen und vieles mehr. Bereits über 900 Mitarbeiter sind aktiv dabei. Die DMG MORI AG übernimmt dabei mindestens 50 % der monatlichen Kosten - bei Auszubildenden sogar bis zu 100 %! GRI 403-6 Über alle Angebote und Neuigkeiten im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement informieren wir unsere Mitarbeiter umfangreich vor Ort, persönlich oder durch Aushänge, sowie im "DMG MORI ONE". Hier steht unserem BGM ein eigener Bereich zur Verfügung, in dem wir regelmäßig Beiträge zu Gesundheitsthemen einstellen. Highlights im Berichtsjahr waren Hautkrebsscreening in Pfronten, Seebach und Bielefeld sowie eine DKMS-Typisierungsaktion für Stammzellspender. Regelmäßig erstellen wir Gesundheitsreportings und führen persönliche Krankenrückkehr-Gespräche durch. Mit unseren Maßnahmen und Angeboten möchten wir die Zufriedenheit, Motivation und Gesundheit unserer Mitarbeiter fördern und so die Krankenquote auf einem niedrigen Niveau halten. Diese betrug im Berichtsjahr 4,4 % und lag damit, wie im Vorjahr, unterhalb des letzten Branchendurchschnitts von 7,0 %. Im Berichtsjahr kam es zu 187 Wege- und Arbeitsunfällen. Dies entspricht bezogen auf die Gesamtzahl der Beschäftigten einer Quote von 2,5 % (Vorjahr: 2,9 %). GRI 403-4, 403-6 ERNÄHRUNGEine gesunde und ausgewogene Ernährung beeinflusst das Wohlbefinden und die Arbeitskraft unserer Mitarbeiter positiv. In unseren Betriebsrestaurants an den Standorten Bielefeld, Pfronten und Seebach arbeiten wir deshalb bereits seit 2018 erfolgreich nach dem Konzept "Frisch & Gesund". Das Motto lautet: Gutes Essen für Viele. Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit werden großgeschrieben: scrollen
Alle Gerichte gibt es auch in recycelbaren "To-Go"-Behältern - ideal zum Beispiel für Teilzeitkräfte oder als fertiges Abendessen zum Mitnehmen. Den ökologischen Fußabdruck der Betriebsrestaurants hält die DMG MORI AG durch moderne Konzepte beim Kühlen, Lüften und Beleuchten sowie umfassende Renovierungen in den vergangenen Jahren so klein wie möglich. Das Betriebsrestaurant am Standort Bielefeld trägt seit 2018 die Auszeichnung als "Klimagesunde Betriebsküche". Zudem wurde das Pfrontener Betriebsrestaurant als "Deutschlands beste Kantinen 2023" in der Gruppe mit mehr als 400 ausgegebenen Essen pro Tag ausgezeichnet. Untersucht wurden dabei drei verschiedene Kategorien: Verantwortung, Gesundheit und Genuss. Im gesamten Ranking erreichte DMG MORI dabei Platz 3, in der Kategorie "Verantwortung" sogar Platz 1. COMPLIANCEAls ein Technologieführer achten wir weltweit auf Compliance und übernehmen Verantwortung für unser Handeln. Mit unserer etablierten Compliance-Organisation soll sichergestellt werden, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unsere Regeln einhalten. Unser konzernweit gültiges "Mission Statement" bildet die Grundlage für unsere Unternehmenskultur und unser unternehmerisches Handeln. Wir setzen auf ein umfassendes Compliance-Managementsystem - basierend auf Verantwortung, Integrität, Nachhaltigkeit und dem Verhaltenskodex der DMG MORI AG - mit dem wir Regeln und Prozesse festlegen, um bestmöglich und zeitnah auf unternehmensspezifische Risiken zu reagieren, Compliance-Verstöße zu vermeiden oder schnell und effektiv aufzudecken und zu sanktionieren. Auf diese Weise trägt Compliance zu unserem Unternehmenserfolg bei. Auch hierbei denken wir ganzheitlich und sind breit aufgestellt. Wir haben sieben Teilbereiche vollständig in unser Managementsystem integriert: // Exportkontrolle // Tax-Compliance // Anti-Geldwäsche // Datenschutz // IT-Sicherheit // Kartellrecht // Anti-Korruption. UNSERE ZIELE1. 100 % der neu eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestätigen im Berichtsjahr den Verhaltenskodex: Ziel erreicht! 2. 80 % der Mitarbeiter absolvieren die Basis-Schulung: 96 % erreicht! 3. 80 % der Managing Directors und Chief Operating Officers wurden innerhalb der letzten fünf Jahre durch das zentrale Compliance-Management geschult: 84% erreicht! 4. 80 % der Managing Directors geben im jährlichen konzernweiten Self-Assessment an, sich ausreichend vom zentralen Compliance-Management informiert zu fühlen: 100 % erreicht! Im Geschäftsjahr 2019 wurden alle Teilbereiche erfolgreich überprüft - seitdem führen wir fortlaufend ausgewählte einzelne Wirksamkeitsprüfungen durch. 19 // COMPLIANCE-ORGANISATIONGRI 2-13
RISIKOMANAGEMENTCompliance- und Nachhaltigkeitsrisiken erfassen wir systematisch und standardisiert über unser konzernweit einheitliches Risk Assessment. Compliance-Risiken können potenziell in allen Bereichen und Gesellschaften auftreten, wenn Gesetze und Vorschriften sowie unternehmensinterne Richtlinien nicht eingehalten werden. Mindestens einmal jährlich führen wir für alle Teilbereiche eine szenarienbasierte Risikoanalyse durch - im Berichtsjahr waren es sogar zwei Analysen - um noch schneller reagieren zu können. Die gesellschaftsspezifische Risikolage bewerten wir lokal anhand einheitlich definierter Kriterien für alle operativen Konzerngesellschaften und überprüfen dies zentral. Die Compliance- und Nachhaltigkeitsrisiken waren im Berichtsjahr insgesamt beherrschbar. GRI 205-1, 403-2 RICHTLINIENMANAGEMENTDer Vorstand bekennt sich ausdrücklich zu Compliance in allen Bereichen. Um die Einhaltung unserer Regeln sicherzustellen, nutzen wir ein Richtlinien-Management. Zur nachhaltigen Verankerung der Compliance-Richtlinien in die Unternehmenskultur sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter regelmäßig und umfangreich über verschiedene Kanäle, zum Beispiel: scrollen
Über das "DMG MORI ONE" sind alle Regelungen für alle Mitarbeiter dauerhaft verfügbar. Auf die konzernweit gültigen Compliance-Richtlinien verweisen wir im Verhaltenskodex auf unserer Website. Darüber hinaus überprüft u. a. die Konzernrevision als unabhängige Stabsstelle die Einhaltung von Richtlinien. Für Fragen, Anregungen und Bedenken, zum Beispiel zu illegalem oder unethischem Verhalten, stehen unseren Stakeholdern der Compliance-Helpdesk sowie ein externer Vertrauensanwalt zur Verfügung. GRI 2-26 DIGITALES WORKFLOW-SYSTEMMit digitalen Prozessen erhöhen wir Transparenz und Effizienz - auch im Bereich Compliance. In unserem Customer-Relationship-Management-System (CRM) überprüfen wir Kunden auf Risiken im Bereich Anti-Geldwäsche. Mit unserem digitalen Workflow-System stellen wir die Ordnungsmäßigkeit von Geschäftsvorgängen und Prozessen sicher. Hier sind je nach Geschäftsvorfall bestimmte Prozesse und Genehmigungen erforderlich. SCHULUNGSKONZEPTErgänzend zu Online-Seminaren schulen der Chief Compliance Officer und zentrale Teilbereichskoordinatoren regelmäßig persönlich vor allem die Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen zu Neuerungen und aktuellen Themen. SCHULUNGSKONZEPT (ONLINE-SEMINARE)// Basis-Schulung für alle Mitarbeiter + Schwerpunkt: Verhaltenskodex der DMG MORI AG + Abschlussquote: >95 % 1) + 1.197 Stunden im Berichtsjahr 2) GRI 412-2 // Datenschutz & EU-DSGVO + für alle von der EU-DSGVO betroffenen Mitarbeiter + Abschlussquote: >80 % 3) // Informationssicherheit + Abschlussquote: >75 % 3) // Klassifizierung und Umgang mit Informationen + Abschlussquote: 75 % 3)
1) der im Online-Seminar registrierten
Mitarbeiter (ausgenommen gewerbliche Mitarbeiter)
DATENSCHUTZ UND INFORMATIONSSICHERHEITWir nehmen die Persönlichkeitsrechte unserer Mitarbeiter und Geschäftspartner sehr ernst und gehen entsprechend vertraulich und sensibel mit ihren Daten um. Datenschutz und Informationssicherheit sind Teil des integrierten Compliance-Managementsystems und werden von unserem Konzerndatenschutzbeauftragten und Leiter IT-Security zentral gesteuert. Dabei erfüllen wir die Vorgaben der EU-DSGVO und orientieren uns am ISO/IEC 27001 Standard für Informationssicherheit. Durch die beschleunigte Digitalisierung ist IT-Sicherheit von höchster Priorität. Wir sind uns der enormen Herausforderungen und Risiken bewusst. Um die Informationen und Daten innerhalb des Konzerns zu schützen, setzen wir auf umfangreiche, aktuelle Sicherheitsmaßnahmen, wie Multifaktor-Authentifizierung und Audits sowie regelmäßige Schulungen unserer Mitarbeiter. MENSCHENRECHTEDer Vorstand bekennt sich im Verhaltenskodex und im "Modern Slavery Statement", das jährlich gemeinsam mit der DMG MORI UK Limited veröffentlicht wird, zur Einhaltung der Menschenrechte. Die neuen Vorgaben zu Menschen- und Umweltrechten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, das am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, haben wir bei der DMG MORI AG frühzeitig und umfassend umgesetzt und weltweit in unsere Geschäftsprozesse integriert. Die fünf Kernelemente sind: 1. Verantwortung anerkennen 2. Risiken identifizieren und bewerten 3. Maßnahmen im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette einleiten 4. Informieren und berichten 5. Beschwerden ermöglichen In diesem Zuge ist seit Februar 2023 eine neu erstellte Konzernrichtlinie zur Achtung der Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in Kraft, um die Einhaltung der neuen Vorgaben sicherzustellen. Generell gilt: Wir orientieren uns an international gültigen und anerkannten Standards und Richtlinien. Hierzu zählen: scrollen
Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr erstmals eine Grundsatzerklärung über unsere Menschenrechtsstrategie auf unserer Website veröffentlicht. Hier fassen wir unsere Erwartungen, Handlungsfelder und Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten zusammen. GRI 2-23 Als Teil des integrierten "Responsibility-Ansatzes" gelten grundsätzlich alle Elemente unseres Compliance-Managementsystems auch für den Bereich Menschenrechte. Mit geeigneten Maßnahmen, wie insbesondere unsere Online-Seminare und Präsenzschulungen, stellen wir sicher, dass unsere hohen Standards auch innerhalb der DMG MORI AG weltweit beachtet und angewandt werden. Im Berichtsjahr hat die DMG MORI AG zudem erneut ein "Human Rights Impact Assessment" - basierend auf den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte - für unsere internen Prozesse und die unserer Lieferanten durchgeführt. Dabei haben wir länder- und sektorspezifische Menschenrechtsrisiken identifiziert und bewertet, um darauf aufbauend gezielte Maßnahmen zur weiteren Risikoprävention abzuleiten. Wir werden das Assessment weiterhin jährlich durchführen und dabei auch die Wirksamkeit der im Vorjahr beschlossenen Maßnahmen kontrollieren. GRI 403-2 Wir erwarten selbstverständlich von unseren Lieferanten, dass sie die geltenden menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten ernst nehmen und einhalten - und dass sie diese Anforderungen auch entlang ihrer Lieferkette weitergeben. Gleichzeitig erwarten auch unsere Kunden und Mitarbeiter entsprechende Standards von uns und unseren Lieferanten. Wir beziehen keine (Konflikt-)Mineralien, wie Gold, Tantal, Wolfram oder Zinn als Rohmaterialien. Konfliktmineralien können in der Beschaffung problematisch sein, da sie zum Teil aus Minen im Kongo oder angrenzenden Staaten stammen, zur Finanzierung bewaffneter Konflikte dienen und so zu Menschenrechtsverletzungen führen können. Aufgrund unserer komplexen, mehrstufigen und globalen Lieferkette besteht ein gewisses Risiko, dass wir indirekt mit Rechtsverstößen oder Menschenrechtsverletzungen konfrontiert werden. Diesem begegnen wir vor allem mit entsprechenden Sorgfaltsprozessen. Mit der Plattform "Integrity Next" haben wir beispielsweise unsere Lieferantenfragebögen vereinheitlicht und digitalisiert. So konnten wir die Transparenz in der Lieferkette weiter steigern. SOZIALES UND LOKALES ENGAGEMENTDMG MORI engagiert sich. Wir sind Teil der Gesellschaft und machen uns für sie stark - mit zahlreichen Aktionen, Spenden und Sponsorings. Unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ist Teil der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie bei der DMG MORI AG. Wir engagieren uns mit vielfältigen Aktionen und machen uns stark für Menschen, Gesellschaft und unsere Umwelt. Hierzu gehören Spenden und Sponsorings ebenso wie der enge Austausch mit Hochschulen, Vereinen und Verbänden. Wir unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren - zum Beispiel bei der Werkfeuerwehr. Für Einsätze, Übungen und Ausbildungen stellen wir sie frei. Eine flexible Arbeitsorganisation und Arbeitszeitgestaltung erleichtern den ehrenamtlichen Einsatz. Mit gemeinsamen Aktionen rund um unsere Standorte sind wir ein starker Teil der Gesellschaft. Dazu gehören die "Müll sammeln" Challenge - im Allgäu und 2023 erstmalig auch in Bielefeld, "Stadtradeln", Blutspendeaktionen oder verschiedene Läufe. Schulen und Hochschulen unterstützen wir durch Spenden, Kooperationen und einen regen Austausch zum Wissenstransfer. Zudem engagieren wir uns in lokalen Verbänden und Projekten wie dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer e.V. (VDMA) und dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW). GRI 2-28 Bei Spenden und Sponsorings stehen Projekte in Gemeinwesen, Bildung, Wissenschaft, Kunst, Kultur, Sport und insbesondere der Nachwuchs im Fokus unseres Engagements. Diese Bereiche sind auch in unserer konzernweiten Spenden- und Sponsoring-Richtlinie festgelegt, ebenso wie die geltenden Prozesse und Wertgrenzen. Unsere lokalen Geschäftsführungen wissen am besten, wo unsere Spenden am meisten gebraucht werden und auch wirklich ankommen. Deshalb entscheiden sie direkt vor Ort, welche Projekte wir fördern. Die geplanten Förderungen prüft der Vorstand immer zu Beginn eines Geschäftsjahres. Die Freigabe unterjähriger Spenden und Sponsorings erfolgt über unser digitales Workflow-System durch die jeweilige Geschäftsführung bzw. den Vorstand. Die Abteilung "Corporate Responsibility" prüft stichprobenartig die Spenden- und Sponsoringaktivitäten hinsichtlich Förderungszweck und -höhe sowie Einhaltung der Freigabeprozesse. Das lokale Controlling überwacht das jährliche Budget. Grundsätzlich erfolgen keine Spenden an politische oder parteinahe Organisationen oder Politiker. In gesetzlich zulässigen Ausnahmen ist die Zustimmung des Vorstands notwendig. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir rund 590.000 € für Spenden und Sponsorings ausgegeben. In der Region Ostwestfalen-Lippe engagiert sich die DMG MORI AG zum Beispiel seit Jahren als Sponsor für den Fußballverein DSC Arminia Bielefeld - insbesondere im Nachwuchsbereich - und als Mitglied des Bündnis Ostwestfalen. Zudem unterstützen wir seit Jahren die WorldSkills Initiativen. Neu in 2023 sind wir hier nun auch Skill Sponsor für die WorldSkills Europe. Spenden kamen in diesem Jahr insbesondere der Nachwuchsstiftung Maschinenbau zugute. Auch unsere Konzernobergesellschaft, die DMG MORI COMPANY LIMITED, ist im Bereich Spenden und Sponsoring aktiv. Dies konzentrierte sich 2023 insbesondere auf das DMG MORI Sailing Team, das Japanese National Orchestra (JNO), die Nara Women's University und die Mahoroba Vineyard. Mehr Informationen dazu stehen im jährlichen ↗ Integrated Report der DMG MORI COMPANY LIMITED. GRI CONTENT-INDEXDie DMG MORI AG hat über die in diesem GRI-Index angegebenen Informationen für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 unter Bezugnahme auf die GRI-Standards berichtet. Zudem ist die Abgrenzung des nichtfinanziellen Berichts gemäß HGB-Vorgaben gekennzeichnet. scrollen
1) Im Nachhaltigkeitsbericht werden
grundsätzlich alle vollkonsolidierten Unternehmen
berücksichtigt ↗ Geschäftsbericht 2023,
Seite 227 ff. Einzelne Abweichungen werden an den
entsprechenden Stellen im Bericht beschrieben. Der
Konsolidierungsprozess folgt dem der
Finanzberichterstattung. Die zentralen Fachbereiche stellen
die Konsolidierung der Informationen sicher.
GRI 2-2, 2-3, 2-4, 2-23, 305-6 ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGENDieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, wie auch den Auswirkungen durch den Krieg in der Ukraine oder geopolitischer Konflikte, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist insbesondere stark von Änderungen der allgemeinen wirtschaftlichen und geschäftlichen Lage (einschließlich Margenentwicklungen in den wichtigsten Geschäftsbereichen sowie Folgen einer Rezession) betroffen, da diese einen direkten Einfluss auf Prozesse, Lieferanten und Kunden haben. Aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit sind nicht alle Geschäftsbereiche gleichermaßen von Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds betroffen; erhebliche Unterschiede bestehen hinsichtlich des Zeitpunkts und des Ausmaßes der Auswirkungen solcher Veränderungen. Dieser Effekt wird durch die Tatsache verstärkt, dass die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT als globales Unternehmen in verschiedenen Märkten mit konjunkturell sehr unterschiedlichen Wachstumsraten aktiv ist. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aus der Gefahr, dass es bei Kunden zu Verzögerungen oder Stornierungen bei Aufträgen oder Insolvenzen kommt oder dass die Preise durch das anhaltend ungünstige Marktumfeld weiter gedrückt werden, als wir derzeit erwarten; Entwicklung der Finanzmärkte, einschließlich Schwankungen bei Zinssätzen und Währungskursen, der Rohstoffpreise, der Fremd- und Eigenkapitalmargen sowie der Finanzanlagen im Allgemeinen; zunehmender Volatilität und weiteren Verfalls der Kapitalmärkte und Verschlechterung der Rahmenbedingungen für das Kreditgeschäft sowie des zukünftigen wirtschaftlichen Erfolgs der Kerngeschäftsfelder, in denen wir tätig sind; Herausforderungen der Integration wichtiger Akquisitionen und der Implementierung von Joint Ventures und Realisierung der erwarteten Synergieeffekte und anderer wesentlicher Portfoliomaßnahmen; Einführung konkurrierender Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen oder den Markteintritten neuer Wettbewerber; Veränderung der Wettbewerbsdynamik (vor allem an sich entwickelnden Märkten); fehlender Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen in Kundenzielgruppen von DMG MORI; Änderungen in der Geschäftsstrategie; Unterbrechung der Versorgungskette, einschließlich der Unfähigkeit Dritter, beispielsweise aufgrund von Naturkatastrophen, Bauteile, Komponenten oder Dienstleistungen fristgerecht zu liefern; des Ausgangs von offenen Ermittlungen und anhängigen Rechtsstreitigkeiten sowie sonstiger Maßnahmen staatlicher Stellen; den potenziellen Auswirkungen dieser Untersuchungen und Verfahren auf das Geschäft der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und verschiedene andere Faktoren. Sollten einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Es ist von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT weder beabsichtigt, noch übernimmt die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Ende des Berichtszeitraumes anzupassen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garant oder Zusicherungen der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen. Es gibt zwei Unternehmen die unter "DMG MORI" firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Tokio, Japan. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ist ein verbundenes Unternehmen der DMG MORI COMPANY LIMITED. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht von dem "Konzern" oder der "DMG MORI AG" die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die von ihr i. S.d. § 17 AktG abhängigen Unternehmen. Ist von "DMG MORI" oder der "Global One Company" die Rede, steht dies für die gemeinsamen Aktivitäten der DMG MORI COMPANY LIMITED und DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT inklusive sämtlicher Tochtergesellschaften. GRI 2-2 RESSOURCENSCHONUNGAus Gründen der Nachhaltigkeit bietet die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT seit 2021 Nachhaltigkeitsberichte nur noch digital an. Sämtliche Finanzberichte stehen zur Verfügung unter: ↗ de.dmgmori-ag.com/investor-relations/finanzberichte Gerne senden wir Ihnen die interaktive PDF-Datei per E-Mail zu. Bitte teilen Sie uns Ihre E-Mail-Adresse mit unter: ↗ press@dmgmori.com KONTAKTGRI 2-3 DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Gildemeisterstraße 60 D-33689 Bielefeld Amtsgericht Bielefeld HRB 7144 ISIN: DE0005878003 Telefon: + 49 (0) 52 05 / 74 - 0 Telefax: + 49 (0) 52 05 / 74 - 3273 E-Mail: ↗ info@dmgmori.com Global Corporate Communication Walter-Gropius-Str. 7 DE-80807 München Telefon: +49 (0) 89 2488 359 21 E-Mail: ↗ press@dmgmori.com Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Nachhaltigkeitsbericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Personen des weiblichen, männlichen und diversen Geschlechts gleichermaßen. |
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