Sumida AG (vormals: VOGT electronic Aktiengesellschaft)

Erlau

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

  31.12.2009 31.12.2008
  EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   13.207,37   975,37
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.990.721,20   6.654.009,20  
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.495,80   81.768,80  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 201.552,38 6.242.769,38 220.662,91 6.956.440,91
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34.361.270,32   34.361.270,32  
2. Sonstige Ausleihungen 749.507,47 35.110.777,79 747.031,16 35.108.301,48
    41.366.754,54   42.065.717,76
B. Umlaufvermögen        
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.976.924,12   39.693.572,16  
2. Sonstige Vermögensgegenstände 147.022,55 51.123.946,67 1.632.844,34 41.326.416,50
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   4.844.425,49   5.911.433,39
    55.968.372,16   47.237.849,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten   135.441,62   226.706,16
    97.470.568,32   89.530.273,81

Passiva

       
      31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital --bedingtes Kapital EUR 702,00 (i. Vj. EUR 702,00)--     5.848.947,00 5.848.947,00
II. Kapitalrücklage     15.597.192,00 15.597.192,00
III. Bilanzverlust     -221.784,94 -221.784,94
      21.224.354,06 21.224.354,06
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     2.373.054,00 2.231.846,00
2. Steuerrückstellungen     459.265,55 0,00
3. Sonstige Rückstellungen     3.757.840,62 3.380.443,56
      6.590.160,17 5.612.289,56
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     123.909,06 149.818,16
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     67.087.679,58 60.151.250,99
3. Verbindlichkeiten aus Genussrechten     2.331.748,39 2.331.748,39
4. Sonstige Verbindlichkeiten     112.717,06 60.812,65
--davon aus Steuern EUR 25.533,36 (i. Vj. EUR 60.812,65)--        
      69.656.054,09 62.693.630,19
      97.470.568,32 89.530.273,81

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

  2009 2008
  EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse   3.311.604,00   4.216.800,00
2. Sonstige betriebliche Erträge   1.799.761,95   2.103.243,86
    5.111.365,95   6.320.043,86
3. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -451.713,38   -525.247,29  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -453.859,79 -905.573,17 -313.415,17 -838.662,46
--davon für Altersversorgung EUR 355.711,09 (i. Vj. EUR 230.107,24)--        
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -782.766,28   -821.345,56
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -2.716.659,11   -2.144.076,48
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   891.823,77   999.068,12
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 869.828,65 (i. Vj. EUR 798.056,56)--        
7. Aufwendungen aus Verlustübernahme   -7.329.852,10   -823.152,16
8. Aufwendungen für die Wiederauffüllung des Genussrechtskapitals   0,00   -1.078.277,16
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -1.356.695,54   -1.610.000,00
--davon an verbundene Unternehmen EUR 1.140.000,00 (i. Vj. EUR 1.140.000,00)--        
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -7.088.356,48   3.598,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -501.393,23   19.495,94
12. Sonstige Steuern   -23.077,10   -23.094,10
13. Erträge aus Verlustübernahme   7.612.826,81   0,00
14. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag   0,00   0,00
15. Verlustvortrag   -221.784,94   -221.784,94
16. Bilanzverlust   -221.784,94   -221.784,94

ANHANG für das Geschäftsjahr 2009

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS, ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. Allgemeines

In der außerordentlichen Hauptversammlung am 19. März 2009 wurde der Vorstand mit 97,43 % der Stimmen ermächtigt, den Widerruf der Zulassung der Stamm- und Vorzugsaktien zum regulierten Markt zu beantragen. Der Widerruf der Zulassung wurde mit Ablauf des 4. August 2009 wirksam. Die SUMIDA AG erstellt und veröffentlicht den Jahresabschluss gemäß § 267 HGB nach den Kriterien für kleine Kapitalgesellschaften. Aufgrund satzungsmäßiger Bestimmungen wird für das Geschäftsjahr 2009 letztmals ein Lagebericht aufgestellt.

Darüber hinaus wurde in der ordentlichen Hauptversammlung am 29. Juli 2009 dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Änderung der Firmierung mit 99,62 % zugestimmt. Die Gesellschaft firmiert seit Eintragung im Handelsregister vom 13. November 2009 unter SUMIDA AG.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Im Jahresabschluss der SUMIDA AG wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert angewandt:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen.

Gebäude wurden linear mit 4 %, die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens linear entsprechend den steuerlich relevanten AfA-Tabellen abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten unter 150 EUR wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Bei Wirtschaftsgütern deren Anschaffungskosten über 150 EUR liegen und den Betrag von 1.000 EUR nicht überschreiten, wird ein Sammelposten gebildet. Dieser wird gemäß den steuerlichen Vorschriften über 5 Jahre linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen wurden Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag angesetzt und erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Zinssatzes von 6 %.

Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen aus unserer Sicht alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung.

Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Aufwendungen bzw. vereinnahmten Entgelten.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

  Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
SUMIDA Components & Modules GmbH, Obernzell 27.299.257,23 27.299.257,23
SUMIDA EMS GmbH, Obernzell 7.062.000,00 7.062.000,00
SUMIDA Romania S.R.L., Jimbolia/Rumänien 13,09 13,09
  34.361.270,32 34.361.270,32

Angaben zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, wobei das jeweilige Geschäftsjahr dem der Muttergesellschaft entspricht:

  Kurzbezeichn. Anteile Landeswährung Höhe des Eigenkapitals 31.12.2009 Jahresergebnis 2009
    %   Landeswährung Tsd. TEUR Landeswährung Tsd.
unmittelbar:            
SUMIDA Components & Modules GmbH Obernzell SUM 100 EUR 5.148 5.148 0
SUMIDA EMS GmbH Obernzell EMS 100 EUR 982 982 0
VOGT electronic Miesau GmbH Bruchmühlbach-Miesau MIE 100 EUR 0 0 0
SUMIDA Romania SRL Jimbolia/Rumänien[1] RUM 0,003 EUR 4.896 1.155 966
  Beteiligung über          
mittelbar:            
vogtronics GmbH (Kurzbezeichnung "vts") Obernzell, Deutschland SUM 74 EUR 3.970 3.970 5.025
SUMIDA Lehesten GmbH Lehesten, Deutschland EMS 100 EUR 5.015 5.015 0
SUMIDA Austria GmbH Niederwaldkirchen, Österreich SUM 100 EUR 395 395 -1.365
VOGT electronic Shanghai Co, Ltd. Shanghai, China[1] SUM 100 RMB 43.842 4.457 4.026
SUMIDA Slovenija d.o.o. Blejska Dobrava, Slowenien SUM + vts 74 EUR 5.497 5.497 937
SUMIDA Components de Mexico S.A. de C.V. Guadalajara, Mexiko[1] SUM + vts 74 USD 9.880 6.856 -56
SUMIDA Romania SRL Jimbolia, Rumänien[1] SUM 99,997 RON 4.896 1.155 966
  Jahresergebnis 2009
TEUR
unmittelbar:  
SUMIDA Components & Modules GmbH Obernzell 0
SUMIDA EMS GmbH Obernzell 0
VOGT electronic Miesau GmbH Bruchmühlbach-Miesau 0
SUMIDA Romania SRL Jimbolia/Rumänien[1] 228
mittelbar:  
vogtronics GmbH (Kurzbezeichnung "vts") Obernzell, Deutschland 5.025
SUMIDA Lehesten GmbH Lehesten, Deutschland 0
SUMIDA Austria GmbH Niederwaldkirchen, Österreich -1.365
VOGT electronic Shanghai Co, Ltd. Shanghai, China[1] 422
SUMIDA Slovenija d.o.o. Blejska Dobrava, Slowenien 937
SUMIDA Components de Mexico S.A. de C.V. Guadalajara, Mexiko[1] -40
SUMIDA Romania SRL Jimbolia, Rumänien[1] 228

(1) Die Umrechnung der Fremdwährungsbeträge erfolgte hinsichtlich des Eigenkapitals mit dem Kurs zum Jahresabschlussstichtag und hinsichtlich des Jahresergebnisses mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres der jeweiligen Gesellschaft.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 50.977 39.693
-davon aus Lieferungen und Leistungen: 3.205 TEUR (Vj. 3.654 TEUR)    
-davon aus sonstigen finanziellen Leistungen 7.613 TEUR (Vj. 0 TEUR)    
Sonstige Vermögensgegenstände 147 1.633
  51.124 41.326

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen alle unter einem Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin SUMIDA Europe GmbH, Neumarkt/Oberpfalz, in Höhe von 7.672 TEUR (Vj. 25 TEUR), davon aus Lieferungen und Leistungen 59 TEUR (Vj. 25 TEUR).

Die restliche Forderung in Höhe von 7.613 TEUR resultiert aus dem Verlustausgleich durch die Gesellschafterin, aufgrund des im Berichtsjahr zwischen der SUMIDA Europe GmbH und der SUMIDA AG geschlossenen Beherrschungsvertrages.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital der SUMIDA AG beträgt 5.848.947 EUR und ist eingeteilt in 5.848.947 auf den Inhaber lautende Stückaktien (4.588.947 Stammaktien; 1.260.000 Vorzugsaktien). Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie beträgt 1 EUR. Das bedingte Kapital beläuft sich auf 702 EUR (Vj. 702 EUR).

4. Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten in vollem Umfang Verpflichtungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder. Der Betrag beläuft sich zum Stichtag 31. Dezember 2009 auf 2.373 TEUR (Vj. 2.232 TEUR).

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellung

Die Entwicklung der sonstigen Rückstellungen und der Steuerrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

  Stand 01.01.2009
TEUR
Verbrauch
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand 31.12.2009
TEUR
Bereich Personal 41 12 21 16 24
Prozess- und Haftungsrisiken 2.743 0 0 150 2.893
Restrukturierungsrückstellungen 418 166 2 300 550
Sonstige ungewisse Verbindlichkeiten 178 132 37 282 291
Steuerrückstellung 0 0 0 459 459
  3.380 310 60 1.207 4.217

5. Verbindlichkeiten

Berichtsjahr 31.12.2009

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 124 0 0 124 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.088 0 57.000 67.088 0
3. Verbindlichkeit aus Genussrechten 0 2.332 0 2.332 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 105 7 0 112 0
  10.317 2.339 57.000 69.656 0

Vorjahr 31.12.2008

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr
TEUR
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
TEUR
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte besichert
TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 150 0 0 150 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.151 0 57.000 60.151 0
3. Verbindlichkeit aus Genussrechten 0 0 2.332 2.332 0
4. Sonstige Verbindlichkeiten 61 0 0 61 0
  3.362 0 59.332 62.694 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen überwiegend das Gesellschafterdarlehen der SUMIDA Europe GmbH in Höhe von 57.000 TEUR (Vj. 57.000 TEUR). Des Weiteren enthält diese Position im Wesentlichen Verpflichtungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 7.066 TEUR aufgrund der im Berichtsjahr abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge zwischen der SUMIDA AG und der SUMIDA Components & Modules GmbH einerseits, sowie zwischen der SUMIDA AG und der SUMIDA EMS GmbH andererseits.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsätze im Berichtsjahr in Höhe von 3.312 TEUR (Vj. 4.217 TEUR) beinhalten ausschließlich Dienstleistungen an inländische Konzerngesellschaften, als auch an die Gesellschafterin SUMIDA Europe GmbH.

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.717 TEUR (Vj. 2.144 TEUR) enthalten im Wesentlichen Verwaltungskosten in Höhe von 1.100 TEUR (Vj. 890 TEUR), Raumkosten in Höhe von 523 TEUR (Vj. 246 TEUR) und Aufwendungen aus Kostenverrechnungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 831 TEUR (Vj. 833 TEUR).

3. Aufwendungen und Erträge aus Verlustübernahmen

Der Gesellschaft sind aufgrund der Verlustübernahmeerklärung gegenüber der VOGT electronic Miesau GmbH Aufwendungen in Höhe von 264 TEUR (Vj. 823 TEUR) entstanden. Des Weiteren wurden im Berichtsjahr mit der SUMIDA Components & Modules GmbH einerseits und der SUMIDA EMS GmbH andererseits, Ergebnisabführungsverträge geschlossen. Daraus entstand ein Aufwand in Höhe von 7.066 TEUR.

Die Erträge aus Verlustübernahmen sind im Berichtsjahr gegenüber der SUMIDA Europe GmbH als Folge aus dem Beherrschungsvertrag entstanden. Der Betrag beläuft sich auf 7.613 TEUR.

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Steuernachzahlungen für Vorjahre.

D. NICHT IN DER BILANZ ENTHALTENE GESCHÄFTE, SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestehen bei der SUMIDA AG keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 i.V.m. § 268 Abs. 7 HGB.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Miet- und Leasingverpflichtungen

in TEUR 2009 2008
Miet- und Leasingverträge 1.148 186
- davon bis 1 Jahr 396 177
- davon 1 - 5 Jahre 752 9
- davon über 5 Jahre 0 0

Der Anstieg der Mietverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Verlängerung des Mietvertrages für das Verwaltungsgebäude der SUMIDA AG.

Genussrechtsanteile

Mit Zustimmung des Aufsichtsrats hat der Vorstand mit Wirkung zum 1. März 2003 Genussrechte im Gesamtnennbetrag von bis zu 39.000 TEUR (1.300.000 Stück Genussrechte im Nennbetrag von je 30 EUR) ausgegeben. Diese sind untereinander gleichberechtigt, jedoch nachrangig gegenüber Ansprüchen von Gläubigern der Gesellschaft. Sie lauten auf den Namen und sind übertragbar.

Die Genussrechte gewähren einen Anspruch auf jährliche Ausschüttung in Höhe der auf Stammaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital, welcher dem Nennbetrag der Genussrechte entspricht, entfallenden Dividende.

Die Genussrechte werden vorbehaltlich der Regelungen des nachfolgenden Absatzes zum Nennbetrag am Tag nach der ordentlichen Hauptversammlung zurückbezahlt, in der der Jahresabschluss des am 31. Dezember 2013 endenden Geschäftsjahres vorgelegt wird. Eine Beteiligung am Liquidationserlös besteht nicht.

Die Genussrechte nehmen an Verlusten teil. Vor der Verrechnung der Jahresfehlbeträge mit den Genussrechten sind diese im gesetzlich zulässigen Rahmen mit den vorhandenen Gewinn- und Kapitalrücklagen bis zu deren Verbrauch zu verrechnen.

Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Künftige Jahresüberschüsse sind grundsätzlich in voller Höhe dem Genussrechtskapital bis zur Höhe von 39.000 TEUR zuzuführen.

Im Geschäftsjahr 2009 ergab sich aufgrund des Jahresfehlbetrags keine Zuführung zum Genussrechtskapital.

Optionsrecht

Jedem Genussrecht im Nennbetrag von je 30 EUR ist ein Optionsrecht über je eine Stammaktie mit einem rechnerischen Anteil von 1 EUR am Grundkapital beigefügt. Der Optionspreis beträgt 1 EUR. Die Optionsfrist endet am 31. August 2013. Zum Stichtag sind wie im Vorjahr 702 Optionsrechte noch nicht ausgeübt.

Wiederaufleben des Forderungsverzichts ("Besserungsschein")

Die Gläubigerbanken haben im Geschäftsjahr 2002/2003 auf Kreditforderungen gegenüber dem SUMIDA AG Konzern in Höhe von 45.000 TEUR gegen Einräumung eines Besserungsscheins verzichtet.

Hinsichtlich des im Geschäftsjahr 2002/2003 durch die Pool-Banken ausgesprochenen Forderungsverzichts wurden im Zusammenhang mit der weiteren Finanzierung des SUMIDA AG Konzerns die Bedingungen für das Wiederaufleben des Forderungsverzichts neu geregelt. Danach greift der Besserungsschein erst bei Überschreiten einer Eigenkapitalquote bei der SUMIDA AG von 20 %.

Gemäß Vertrag ist für die Höhe des Wiederauflebens der Forderung rechnerisch auf den jeweils endgültigen Jahresabschluss abzustellen, wobei die Bewertungsgrundsätze im Einzelnen definiert sind. Im endgültigen Abschluss ist ein Wiederaufleben der Forderung als außerordentlicher Aufwand zu berücksichtigen, wobei er betragsmäßig dem dann noch verbleibenden Jahresüberschuss nach Steuern zu entsprechen hat.

Im Zuge der Akquisition im Februar 2006 wurde der Besserungsschein zunächst von der SUMIDA Europe GmbH, Neumarkt/Oberpfalz, erworben und anschließend durch eine Abtretungserklärung an die ISMART Global Ltd., Tortola/British Virgin Islands, ein Tochterunternehmen der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, weitergereicht. Die Ausgabe von neuen Stammaktien im Geschäftsjahr 2007 führte mittels eingebrachter Sach- bzw. Bareinlagen zu einer Erhöhung des Eigenkapitals der SUMIDA AG von insgesamt 17.547 TEUR. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 liegt die Eigenkapitalquote bei 22 % (Vj. 24 %). Zur Vermeidung, des gemäß Vertrag festgelegten Wiederauflebens des Besserungsscheins bei Überschreitung der 20 %igen Eigenkapitalquote, wurde zwischen dem Inhaber des Besserungsscheins und der SUMIDA AG eine Vereinbarung zur Aussetzung des Wiederauflebens bis 2014 getroffen.

Aufgrund dessen wurde der Besserungsschein wie in den Vorjahren nicht bedient.

3. Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands

Dr.-Ing. Hans-Joachim Dittloff (Vorsitzender)

Dipl.-Kfm. Peter Frankfurter (Finanzvorstand)

Mitglieder des Aufsichtsrats

Shigeyuki Yawata

Vorsitzender bis 29.07.2009

Mitglied des Aufsichtsrats vom 17.11.2006 bis 29.07.2009

Kaufmann, CEO SUMIDA CORPORATION Tokio/Japan

Hans Fahr

Stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender bis 29.07.2009

Vorsitzender seit 30.07.2009

Mitglied des Aufsichtsrats seit 22.11.2006

Diplom-Ingenieur, Generalbevollmächtigter der Oechsler AG, Ansbach

Externe Mandate:

Vorsitzender des Aufsichtsrats der CEDIM AG, Karlsruhe

Andre Bour

Stellvertretender Aufsichtsratvorsitzender seit 30.07.2009

Mitglied des Aufsichtsrats seit 22.11.2006

Kaufmann

Bernhard Herzig

Mitglied des Aufsichtsrats vom 22.11.2006 bis 29.07.2009

Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer der WEBER Hydraulik GmbH, Güglingen

Erna Bieringer

Mitglied des Aufsichtsrats vom 07.05.2004 bis 31.01.2009

Freigestellte Betriebsratsvorsitzende, Obernzell

Matthias Horner

Mitglied des Aufsichtsrats vom 24.02.2006 bis 29.07.2009

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Lehesten

Roland Osterkorn

Mitglied des Aufsichtsrats seit 17.04.2009

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender, Obernzell

4. Beteiligungen im Sinne von § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Dem Vorstand der SUMIDA AG wurden am 5. August 2009 folgende Mitteilungen im Sinne des § 20 Abs. 1, 4 AktG übermittelt.

Die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, teilte mit, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der SUMIDA AG sowie mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der SUMIDA AG gehört.

Die SUMIDA Europe GmbH, Neumarkt/Oberpfalz, teilte mit, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der SUMIDA AG sowie unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an der SUMIDA AG gehört.

Die Ismart Global Ltd., Tortola/British Virgin Islands, teilte mit, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien an der SUMIDA AG gehört.

5. Befreiender Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der SUMIDA AG wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Gesellschaft SUMIDA AG gehört zum Konzernkreis der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss hat gemäß § 292 HGB in Verbindung mit der Konzernbefreiungsverordnung, befreiende Wirkung für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes der SUMIDA AG. Aufgrund satzungsmäßiger Bestimmungen wird für das Geschäftsjahr 2009 letztmals ein Konzernabschluss sowie ein Konzernlagebericht aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der SUMIDA CORPORATION ist mit der Richtlinie 83/349/EWG des Rates vom 13. Juni 1983 über den konsolidierten Abschluss in der für Deutschland geltenden Fassung gleichwertig. Der Konzernabschluss der SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan, wird nach den in Japan geltenden Generally Accepted Accounting Principles aufgestellt und ist bei der FINANCIAL SERVICES AGENCY, Tokio/Japan, und bei der SUMIDA CORPORATION auf deren Internetseite (www.sumida.com/investors) einzusehen und wird darüber hinaus im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

6. Abhängigkeitsbericht

Mit Eintragung im Handelsregister Passau (HRB 3576) am 31. März 2009 wurde der Beherrschungsvertrag zwischen der SUMIDA AG und der SUMIDA Europe GmbH rechtswirksam. Der Beherrschungsvertrag wurde von beiden Parteien am 22. Januar 2009 abgeschlossen. Die außerordentliche Hauptversammlung der SUMIDA AG hat dem Beherrschungsvertrag am 19. März 2009 mit 97,44 % zugestimmt. Die Berichterstattung des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG ist daher im Geschäftsjahr 2009 erstmals unterblieben.

 

Obernzell, den 20. Mai 2010

SUMIDA AG

Der Vorstand

Dr. Hans-Joachim Dittloff

Peter Frankfurter

Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die SUMIDA AG als oberstes Mutter- und Holdingunternehmen steuert maßgeblich den Geschäftsverlauf des SUMIDA AG Konzerns. Deshalb wurden der Lagebericht und der Konzernlagebericht zusammengefasst. Die nachfolgende Stellungnahme zum Lagebericht des SUMIDA AG Konzerns bezieht daher auch Aspekte der SUMIDA AG mit ein.

1.1 Internationale Konzernorganisation

Im Geschäftsjahr 2009 wurde die Umfirmierung der ehemaligen VOGT electronic Gesellschaften beschlossen. Die operativ tätigen VOGT electronic Gesellschaften tragen künftig einheitlich den Namen SUMIDA.

Der SUMIDA AG Konzern (vormals VOGT electronic AG Konzern) ist in der Entwicklung, Fertigung und dem Vertrieb von induktiven Bauelementen und Modulen sowie elektronischen Baugruppen und kompletten Systemen tätig.

Seit mehr als 75 Jahren vertrauen Kunden auf unsere Leistungsfähigkeit. Basierend auf einer Produktpalette von mehr als 3.200 Produkten sowie einem breiten Dienstleistungsangebot, bietet die SUMIDA AG Gruppe kundenspezifische Lösungen im Bereich der Elektronikfertigung, vorwiegend für die Marktsegmente Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik an.

Organisatorisch ist der SUMIDA AG Konzern ein Holdingkonzern. Die SUMIDA AG nimmt als Holding- und Führungsgesellschaft wesentliche zentrale Funktionen für den Gesamtkonzern wahr. Hierzu zählen das Finanzmanagement, die Konzernrechnungslegung, das Controlling, die Strategieentwicklung, die Unternehmenskommunikation sowie Investor Relations-Aktivitäten. Der SUMIDA AG Konzern verfügte zum Stichtag 31.12.2009 unverändert gegenüber dem Vorjahr über 10 konsolidierte Tochterunternehmen.

Die Aktivitäten des SUMIDA AG Konzerns sind in die Geschäftsbereiche Components und EMS (Electronic Manufacturing Services) gegliedert.

Die Tochtergesellschaft SUMIDA Components & Modules GmbH bündelt als Hauptgesellschaft des Geschäftsbereichs Components die weltweiten Aktivitäten des Konzerns in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von induktiven Bauelementen und Modulen. Durch die Kombination verschiedener Technologien entwickeln und fertigen wir auf das Kundenproblem zugeschnittene elektronische und mechatronische Module. Dazu gehören Produkte zur automatischen Reifendrucküberwachung, Wegfahrsperren, passive Zugangs- und Fahrberechtigungssysteme sowie Hochspannungsmodule für die Xenon-Lichttechnologie. Der Geschäftsbereich Components ist als Anbieter von kundenspezifischen, induktiven Komponenten seit fast 20 Jahren am Markt aktiv und inzwischen vorwiegend als Tier-2-Zulieferer und Entwicklungspartner etabliert.

Die Tochtergesellschaft SUMIDA EMS GmbH ist die Obergesellschaft des Geschäftsbereichs EMS, in dem hauptsächlich Schaltnetzteile, Telekommunikationssysteme, Sensorsysteme, Systeme für Automobilelektronik und Systeme für Multimedia-Anwendungen entwickelt und gefertigt werden. Zudem werden auch Produkte aus dem Geschäftsbereich Components weiterverarbeitet. Der Geschäftsbereich EMS bestückt Leiterplatten und fertigt elektronische Systeme im Auftrag der Kunden. Hierbei fungiert der Geschäftsbereich ausschließlich als Dienstleister für seine Kunden.

1.2 Internes Steuerungssystem

Die Steuerung der Unternehmensgruppe erfolgt zentral durch die SUMIDA AG. Alle Aktivitäten des SUMIDA AG Konzerns sind darauf ausgerichtet, den Unternehmenswert zu steigern. Die eingesetzten Planungs-, Reporting- und Analyse-Instrumente werden laufend optimiert und an die steigenden Anforderungen angepasst. Zentrale Messgrößen sind Umsatz, EBIT-Rendite und der Cash Flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit. In regelmäßigen Managementmeetings werden die genannten Steuerungsgrößen analysiert, um möglichen negativen Einflüssen frühzeitig entgegenzuwirken. EBIT bzw. EBIT-Rendite sind wesentliche Bestandteile des Vergütungssystems des Managements.

1.3 Entwicklung Gesamtwirtschaft und Branche

Weltwirtschaft

Die schwerste Krise der Weltwirtschaft seit dem zweiten Weltkrieg hat auch den Verlauf des Jahres 2009 bestimmt. Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte hat sich im Laufe des Jahres weiterhin negativ auf Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Konzerngesellschaften ausgewirkt.

In der zweiten Jahreshälfte 2009 setzte eine Erholung an den Märkten ein, die zunächst in der APAC Region spürbar wurde und sich dann auf Europa und Nordamerika ausdehnte. Der Welthandel ging im Jahresvergleich um 12 % in 2009 zurück. Für das Jahr 2010 wird ein Anstieg um 6 % erwartet. Deutschland war vom Rückgang in 2009 stärker betroffen als die EU insgesamt (Quelle: German Electrical and Electronic Industry - Cyclical Development in 2009 and Outlook on 2010, ZVEI).

Deutsche Konjunktur

Die Abschwächung der deutschen Konjunktur hat sich in der ersten Jahreshälfte 2009 unvermindert fortgesetzt. Mit minus 37 % im Januar des Jahres 2009 und minus 38 % gegenüber dem Vorjahr sind die Auftragseingänge in der Elektroindustrie so stark zurückgegangen wie bislang noch nie. Im Februar des Jahres 2009 gingen beispielsweise aus dem Inland 39 % weniger Bestellungen ein, aus dem Ausland war ein Minus von 36 % zu verzeichnen.

Alle Geschäftsbereiche waren vom heftigen Nachfragerückgang betroffen. Im Februar 2009 lag beispielsweise das Segment Kommunikationstechnik, wo zusätzlich noch Umstrukturierungseffekte zu Buche schlugen, bei Minus 55 %, im Bereich der Fahrzeugelektrik lag das Minus bei 50 %.

Erstmals seit Mai 2008 zeigte der Ifo-Geschäftsklimaindex im März 2009 für die Elektroindustrie einen leichten Anstieg auf sehr niedrigem Niveau. Zwar wurde der Monat März 2009 noch schlechter beurteilt als schon der Februar, allerdings hatten sich die Erwartungen für die folgenden sechs Monate zum dritten Mal in Folge etwas aufgehellt. Sie lagen wieder auf dem Niveau von Oktober 2008. Die Exporterwartungen für das zweite Quartal verbesserten sich erstmals seit Juni 2008 leicht, blieben jedoch tief im negativen Bereich (Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer April 2009).

Die allgemeine Einschätzung der Konjunktur war weiter durch große Unsicherheiten geprägt. Eindeutige und klare Signale für die Entwicklung im zweiten Halbjahr fehlten.

In der zweiten Jahreshälfte war branchenabhängig ein Anziehen der Konjunktur spürbar. Im September hatte beispielsweise die deutsche Elektroindustrie 24 % weniger umgesetzt als im Vorjahr. Während der Inlandsumsatz um 25 % zurückgegangen war, nahm der Auslandsumsatz um 24 % ab. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis September hatte sich der Elektroumsatz insgesamt um 26 % gegenüber dem Vorjahr reduziert (Inlandsumsatz: minus 26 %, Auslandsumsatz: ebenfalls minus 26 %). Das Geschäftsklima - als Mittel aus der Beurteilung der aktuellen Lage einerseits und den Erwartungen für die kommenden sechs Monate andererseits -hatte sich im Oktober 2009 zum fünften Mal nacheinander erholt, blieb aber im Saldo negativ (Quelle: ZVEI Konjunkturbarometer, November 2009).

2010 wird sich die Branche voraussichtlich erholen. Die Ausrichtung der deutschen Elektroindustrie auf Investitionsgüter dürfte eine baldige Rückkehr zu Wachstum ermöglichen. Im Jahr 2010 dürfte die Branche um 6 % wachsen. Im wiedervereinigten Deutschland wuchs die Elektroindustrie um durchschnittlich 3 % pro Jahr. Der demografische Wandel wird einen Engpass an Ingenieuren hervorrufen und das Wachstumspotenzial einschränken (Quelle: Deutsche Bank research, 23. Juni 2009, P. Ehmer).

Entwicklung in den Absatzmärkten des SUMIDA AG Konzerns

Passive Bauelemente und Elektrische Module

Die Geschäftsentwicklung des SUMIDA AG Konzerns ist in hohem Maße vom Wachstum des elektronischen Bauelementemarktes abhängig. Die vorhergehend diskutierte Entwicklung der Elektrokonjunktur hat eine direkte Auswirkung auf das Geschäft des SUMIDA AG Konzerns. Im Jahr 2009 ist der Umsatz im deutschen Markt für Passive Bauelemente um 22 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen. Das Segment der Induktiven Passiven Bauelemente ging um 21,8 % zurück.

Der Schwerpunkt der geschäftlichen Tätigkeit des SUMIDA AG Konzerns liegt technisch im Bereich der Produkte mit induktiver Charakteristik. Der Konzern war somit in 2009 in einem stark rückläufigen Markt tätig.

Bestimmendes Marktsegment für den SUMIDA AG Konzern ist der Automobilbereich, in den der Konzern Produkte wie das Xenon-Licht oder Passive Antennenmodule liefert. Auch dieses Marktsegment war sehr stark rezessiv.

Im Jahr 2009 ist der Umsatz im deutschen Markt für Automobilelektronik um 20,6 % gegenüber dem Vorjahr eingebrochen (Quelle: ZVEI). Lediglich die Konjunkturprogramme mit starkem Schwerpunkt im Automobilbereich konnten diesen Markt in 2009 stabilisieren. Da der SUMIDA AG Konzern hauptsächlich Produkte für das Premium-Segment in der Automobilbranche liefert, konnte er somit nur wenig von diesen Konjunkturprogrammen profitieren. Gegen Ende des Jahres 2009 hat sich die Situation für das Unternehmen verbessert. Die Aufträge, Projektanfragen und Geschäftsabschlüsse im Automobilbereich stiegen insbesondere im vierten Quartal auf ein untypisch hohes Niveau an. Für das erste Quartal 2010 wurde eine ähnliche Entwicklung erwartet.

Im Segment der Konsumelektronik zeigte sich ebenfalls nach einem schwachen Anlauf am Jahresanfang gegen Jahresende eine Erholung des Geschäftes, insbesondere im Lichtsegment. Anzumerken bleibt ein Marktrückgang für Passive Bauelemente im Jahresvergleich um 20,9 % für die Konsumelektronik und 23,9 % für den Bereich Telekommunikation (Quelle: ZVEI). Das Unternehmen begann bereits Ende 2009 mit der Planung zum Aufbau weiterer Produktionskapazitäten im Raum APAC.

Vom Marktsegment der Industrieelektronik gingen auf Grund des Nachlaufes des Industriegeschäftes in der weltweiten Rezession keine besonderen Impulse für das Geschäft aus. Der Marktrückgang betrug im Jahresvergleich 23 % (Quelle. ZVEI).

Elektronische Baugruppen

Der Umsatz mit elektronischen Baugruppen war in 2009 in gleicher Weise durch die Entwicklung des Gesamtmarktes betroffen. Die über die Elektrokonjunktur gemachten Aussagen gelten für das Baugruppengeschäft in gleichem Maße wie für das Geschäft mit Passiven Bauelementen und elektrischen Modulen. Allerdings war gegen Ende 2009 eine Belebung des Marktes im EMS Bereich branchentypisch weniger spürbar, da dieses Segment dem Bauelementebereich in der Regel um etwa zwei bis drei Quartale in der Marktentwicklung nachläuft.

Markt und Wettbewerbsituation

Der SUMIDA AG Konzern bedient die Marktsegmente Automobil, Industrie- und Konsumelektronik mit Produkten der Wertschöpfungsstufen Passive Bauelemente, Module und Baugruppen. Das Marktumfeld des SUMIDA AG Konzerns ist von einer großen Anzahl von Wettbewerbern geprägt und ist gerade im Bereich der Bauelemente ständigen Veränderungen unterworfen.

Der SUMIDA AG Konzern differenziert sich am Markt durch das Angebot kundenspezifischer Produkte und Lösungen. Schlüsselfaktoren unseres Erfolges sind auf der einen Seite unsere Systemkompetenz und unsere langjährige Erfahrung als international positioniertes Produktionsunternehmen. Auf der anderen Seite haben wir den Anspruch eines Technologieführers im Bereich unserer technischen Kernkompetenzen. Das Zusammenspiel beider Faktoren verschafft uns Wettbewerbsvorteile, die unsere Kunden honorieren und mit denen wir uns im Wettbewerb erfolgreich positionieren können.

Mit zunehmender Marktreife der von uns entwickelten und hergestellten Produkte nutzen wir die Vorteile der Kostenstrukturen unserer internationalen Produktionsinfrastruktur und Partnerschaften, um über den Lebenszyklus unserer Produkte unseren Kunden eine attraktive und wettbewerbsfähige Preisgestaltung anbieten zu können.

2. Forschung und Entwicklung

Der SUMIDA AG Konzern differenziert sich durch Innovation, technologische Führung und Qualität. Das Know How und die Erfahrung unserer Mitarbeiter bilden die Basis für eine kontinuierlich optimierte Produktentwicklung und die stetige Verbesserung von Fertigungsverfahren sowie von Produktions- und Prüfmitteln. Daraus resultieren effiziente Produkte und Systeme, die im Zusammenspiel mit einem optimalen technischen Service entscheidenden Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Technologischer Vorsprung und eine hohe Qualität sind unsere Antworten auf den globalen Wettbewerb.

Die im Geschäftsjahr 2009 angefallenen internen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) beliefen sich auf 4,9 Mio. EUR (Vj. 5,6 Mio. EUR). Die F&E - Quote lag bezogen auf den Umsatz bei 4,7 % (Vj. 3,8 %). Am 31.12.2009 waren konzernweit insgesamt 84 Mitarbeiter (Vj. 95 Mitarbeiter) in der Produkt- und Technologieentwicklung tätig. Für extern bezogene Entwicklungsleistungen wurden wie im Vorjahr 0,1 Mio. EUR aufgewendet.

Geschäftsbereich Components

Der Geschäftsbereich Components entwickelt und produziert Passive Bauelemente und Elektrische Module.

Im Bereich Xenon-Zündmodule laufende "design to cost" - Entwicklungen haben zum Ziel, sich dem Preisniveau von Halogenscheinwerfersystemen zu nähern. Im Vordergrund der Entwicklungen stehen die nächsten Generationen des Xenon-Lichtes. Unser Ruf als etabliertes und erfahrenes Unternehmen im Bereich Induktivitäten - verbunden mit unserer Kompetenz auf dem Gebiet von Zündmodulen - macht uns zum interessanten Partner bei der Entwicklung ähnlicher HochspannungsApplikationen, auch außerhalb der Automobilbranche.

Im Bereich der Komponenten für Xenon-Zündmodule gehen wir heute von einem Weltmarktanteil von rund 25 % aus. Diesen Marktanteil wollen wir auch in den kommenden Jahren durch die Vermarktung unserer voll integrierten Lösungen für den Xenon- Automobilbereich halten.

Neben dem Automobilsegment wurden Xenon-Licht Entwicklungen für weitere Industriesektoren in 2009 erfolgreich begonnen und im Markt platziert.

Innovative Designs und Fertigungsverfahren bei Wegfahrsperren und Keyless-Antennen haben unsere Weltmarktposition untermauert. Zusammen mit der SUMIDA Gruppe gehen wir heute von einem Weltmarktanteil von rund 35 % für den Bereich der Passiven Antennen in diesem Segment aus.

Weitere Aktivitäten konzentrieren sich auf die Entwicklung von Rotorlagesensoren für die optimale Steuerung von Hybridmotorsystemen sowie spezielle Transformatoren und Drosseln für den Einsatz in Fahrzeugen mit Aktiv-Hybrid-Technologie. Im Bereich Rotorlagesensor konnten die Entwicklungen auch in 2009 erfolgreich in Bemusterungen und Kundenprojekte mit Premium-Herstellern umgesetzt werden. Die Aktiv-Hybrid-Technologie ist ein Weg zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Eine Kraftstoffeinsparung bis zu 20 % wird prognostiziert. Laut einer Studie von McKinsey könnte man bei der Einführung des Hybrid-Antriebs in allen Kfz- Segmenten eine CO2-Reduzierung von 3 Megatonnen erzielen.

Die Hybrid-Technologie kann als Übergangsszenario in Richtung Brennstoffzellentechnik gesehen werden. Den Beitrag des SUMIDA AG Konzerns hierzu bilden spezielle Transformatoren mit einer Leistung bis zu 2500 Watt und Drosseln mit einer Stromtragfähigkeit bis zu 150 Ampere. Die Entwicklungsarbeiten konnten Ende 2009 zunehmenden Eingang in Segmente der Industrieelektronik und Umwelttechnik finden und werden im Jahr 2010 fortgesetzt.

Geschäftsbereich EMS

Der Fokus im Bereich EMS liegt auf der kundenspezifischen Umsetzung von Produktideen, der Hinführung von Produkten zur Serienreife sowie der Optimierung bestehender Produkte. In der Automobil- bzw. Industrieelektronik handelt es sich beispielsweise um Ansteuerelektroniken im PKW-Komfortbereich, Zusatzelektronik zur Motorsteuerung oder um Stromversorgungen. Alle Entwicklungsaktivitäten erfolgen in enger Abstimmung mit unseren Kunden. Hoher Qualitätsanspruch, Flexibilität und Kundennähe sind die entscheidenden Faktoren, mit denen wir unsere technische Leistung differenzieren.

3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des SUMIDA AG Konzerns

3.1 Ertragslage des SUMIDA AG Konzerns

Ergebnisse im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008

  GJ 2009 GJ 2008
  Mio. EUR % Mio. EUR %
Umsatzerlöse 104,0   140,4  
Operatives Ergebnis -1,0 -1,0 2,5 1,8
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3,8 -3,7 -6,8 -4,8
Finanzergebnis -13,2 -12,7 -19,1 -13,6
Steuerergebnis 3,2 3,1 2,5 1,8
Ertrag aus Verlustübernahme 7,6 7,3 0 0
Konzernergebnis -6,2 -6,0 -23,4 -16,7

Die angegebenen Quoten errechnen sich in Relation zu den Umsatzerlösen. Das operative Ergebnis stellt das berichtete Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) vor Einmalaufwendungen aus Strukturanpassungen dar.

Aus Inflationseinflüssen bestanden wie im Vorjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf die Posten der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung. Aus der Währungsumrechnung entstanden Aufwendungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR).

Konzernumsatzerlöse

Umsatz SUMIDA AG Konzern

Eine Gegenüberstellung der Quartalsumsätze ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Differenz Quartal
%
Differenz kumuliert
%
Quartal 1 24,0 39,2 -38,8 -38,8
Quartal 2 23,3 39,0 -40,3 -39,5
Quartal 3 26,6 34,7 -23,3 -34,5
Quartal 4 30,1 27,5 9,5 -25,9
Umsatz Total 104,0 140,4    

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise führte in der ersten Jahreshälfte 2009 zu einer signifikant sinkenden Nachfrage in allen Abnehmerbranchen und in der Folge zu einem Umsatzeinbruch in Höhe von 39,5 %. Bedingt durch die weltweit initiierten Konjunkturprogramme konnten sich die Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2009 etwas erholen. Im 4. Quartal konnte der entsprechende Vorjahresumsatz erstmals übertroffen werden. Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2009 eine Umsatzreduzierung von 25,9 % auf 104,0 Mio. EUR (Vj. 140,4 Mio. EUR).

Umsätze nach Branchen

Zu den Kunden des SUMIDA AG Konzerns gehören Hersteller von Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik. Der Umsatz in den einzelnen Branchen hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Umsatz Automobilelektronik

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Differenz Quartal
%
Differenz kumuliert
%
Quartal 1 12,1 23,4 -48,3 -48,3
Quartal 2 13,5 23,7 -43,0 -45,6
Quartal 3 16,0 19,7 -18,8 -37,7
Quartal 4 17,9 14,5 23,4 -26,8
Umsatz Total 59,5 81,3    

Mit einem Umsatzanteil von 57,2 % (Vj. 57,9 %) entfiel auf die Automobilelektronik mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes. Die Umsatzentwicklung im Bereich Automobilelektronik war in der ersten Berichtsjahreshälfte von der weltweiten Absatzkrise in der Automobilindustrie geprägt. Erhebliche Produktionseinschnitte in den weltweiten Automobilmärkten und daraus resultierende Lagerbestandsanpassungen bei unseren Kunden führten im ersten Halbjahr 2009 zu stark rückläufigen Umsätzen. Getrieben durch die Umweltprämie und die Konjunkturprogramme stiegen die Umsätze im zweiten Halbjahr zwar an, blieben aber für das Gesamtjahr in Summe mit 59,5 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahr (81,3. Mio. EUR).

Umsatz Industrieelektronik

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Differenz Quartal
%
Differenz kumuliert
%
Quartal 1 3,7 5,5 -32,7 -32,7
Quartal 2 3,2 5,2 -38,5 -35,5
Quartal 3 3,6 4,7 -23,4 -31,8
Quartal 4 4,3 4,2 2,4 -24,5
Umsatz Total 14,8 19,6    

Der Umsatz mit Produkten für die Industrieelektronik verringerte sich aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise um 24,5 % auf 14,8 Mio. EUR (Vj. 19,6 Mio. EUR). Der Anteil dieser Kundengruppe am Gesamtumsatz lag wie im Vorjahr bei ca. 14 %.

Umsatz Konsumelektronik

in Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Differenz Quartal
%
Differenz kumuliert
%
Quartal 1 8,2 10,3 -20,4 -20,4
Quartal 2 6,6 10,1 -34,7 -27,5
Quartal 3 7,0 10,3 -32,0 -29,0
Quartal 4 7,9 8,8 -10,2 -24,8
Umsatz Total 29,7 39,5    

Durchgängig schwach entwickelte sich in 2009 das Geschäft mit Produkten für die Konsumelektronik. Die Kaufzurückhaltung der Konsumenten als Folge der in 2008 einsetzenden Finanz- und Wirtschaftskrise setzte sich auch im Geschäftsjahr 2009 weiter fort und führte zu einem signifikanten Rückgang der weltweiten Nachfrage für Computer- und Telekommunikationsprodukte. Insgesamt reduzierten sich im Berichtsjahr 2009 die Umsätze im Geschäftsfeld Konsumelektronik um 24,8 % auf 29,7 Mio. EUR. Der Anteil dieser Kundengruppe am Gesamtumsatz lag mit 28,6 % in etwa auf Vorjahresniveau.

Umsätze nach Regionen

Die folgende Übersicht zeigt die regionale Umsatzverteilung des SUMIDA AG Konzerns in 2009 im Vergleich zu 2008.

In Mio. EUR GJ 2009 GJ 2008 Differenz
Mio. EUR
Differenz
%
Deutschland 58,6 84,8 -26,2 -30,9
Europa 22,5 26,7 -4,2 -15,7
Amerika 11,9 16,8 -4,9 -29,2
Asien 11,0 12,1 -1,1 -9,1
Umsatz Total 104,0 140,4 -36,4 -25,9

Die Umsatzverteilung zeigt die starke Präsenz des SUMIDA AG Konzerns auf dem deutschen bzw. europäischen Markt. Der Anteil dieser Märkte am Gesamtumsatz betrug zusammen 78,0 % (Vj. 79,4 %). Insgesamt haben die Umsätze in diesen beiden wichtigsten Märkten analog dem allgemeinen Nachfrageabschwung in Folge der Finanzmarktkrise um 30,9 % bzw. 15,7 % nachgegeben. Die in den USA generierten Umsätze entfielen überwiegend auf Kunden aus dem Bereich der Automobilzulieferindustrie. Der US-Autoabsatz ist im Jahr 2009 um 21 % auf 10,4 Millionen Stück eingebrochen, den schwächsten Wert seit 1982. Umsatzrückgänge waren insbesondere bei Reifendrucksensoren zu verzeichnen. Zusätzlich entwickelten sich aufgrund der für den amerikanischen Markt ungewohnt hohen Energiepreise die für den SUMIDA AG Konzern bedeutenden Marktsegmente PickUps/Trucks und SUV stark rückläufig. Insgesamt verringerten sich die Umsätze in dieser Region um 29,2 % auf 11,9 Mio. EUR (Vj. 16,8 Mio. EUR). Der schwächste Rückgang mit 9,1 % zeigt sich im asiatischen Markt, da dieser Markt von der globalen Rezession weniger beeinflusst wurde.

Der Auftragsbestand belief sich zum Stichtag 31.12.2009 auf 16,1 Mio. EUR (Vj. 16,6 Mio. EUR).

Operatives Ergebnis

In der nachfolgenden Tabelle sind ausgewählte Positionen der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres 2009 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt. Wesentliche zu bereinigende ergebniswirksame Sachverhalte ergaben sich aus Einmalaufwendungen und -erträgen für Restrukturierungen in beiden Geschäftsjahren.

  GJ 2009 GJ 2008
  Mio. EUR in % vom Umsatz Mio. EUR in % vom Umsatz
Umsatzerlöse 104,0   140,4  
Materialaufwand 48,7 46,8 67,2 47,9
Personalaufwand 36,8 35,4 47,6 33,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15,7 15,1 17,7 12,6
Abschreibungen 7,0 6,7 8,3 5,9
Operatives Ergebnis -1,0 -1,0 2,5 1,8

Auf bereinigter Basis erwirtschaftete der SUMIDA AG Konzern für das Geschäftsjahr 2009 ein operatives Ergebnis von -1,0 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR), was einer Marge bezogen auf den Umsatz von -1,0 % (Vj. 1,8 %) entspricht. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir mit umfangreichen und nachhaltigen Kostensenkungsmaßnahmen auf die Folgen der Wirtschaftskrise reagiert. Die Umsetzung dieser Maßnahmen begann bereits zu Beginn des Geschäftsjahres. Es erfolgten eine Anpassung der Kostenstruktur in allen Bereichen sowie ein Personalabbau an nahezu allen Standorten. Ohne die in 2009 umgesetzten Restrukturierungen hätten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise den SUMIDA AG Konzern härter getroffen. Die negativen Ergebnisauswirkungen aufgrund der deutlichen Umsatzreduzierung konnten somit in Grenzen gehalten werden. Im zweiten Halbjahr 2009 wurde bereits ein deutlich positives operatives Ergebnis in Höhe von 2,6 Mio. EUR erzielt.

Ursächlich für die Senkung der Materialaufwandsquote um 1,1 %-Punkte auf 46,8 % (Vj. 47,9 %) waren in erster Linie die erzielten Einsparungen bei der Reduzierung der Einkaufspreise. In Relation zum Vorjahr konnten im Geschäftsjahr 2009 die durchschnittlichen Einkaufspreise sowohl im Geschäftssegment Components als auch im Geschäftssegment EMS gesenkt werden. Unterjährige Preiserhöhungsforderungen der Lieferanten konnten im Berichtszeitraum durch frühzeitig abgeschlossene Konditionsvereinbarungen, einer weiteren Internationalisierung der Beschaffungsbasis und der Entwicklung weiterer neuer Lieferanten abgewehrt werden. Zudem wirkte sich die Produktmixverschiebung durch den steigenden Umsatzanteil des Segments Components positiv auf die Materialquote aus.

Der um Sondereffekte bereinigte Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Mio. EUR auf 36,8 Mio. EUR (Vj. 47,6 Mio. EUR). Diese Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus der umgesetzten Personalanpassung an den Standorten Erlau und Lehesten und der Einführung von Kurzarbeit im ersten Halbjahr 2009 an den Standorten in Deutschland und Österreich. Außerdem reagierte das Unternehmen zeitnah auf die dramatische Umsatz- und Auftragsentwicklung im ersten Halbjahr 2009 mit einer entsprechenden Anpassung der Einsatzfaktoren an den ausländischen Standorten sowie weiterer kosten reduzierender Maßnahmen. Die Personalaufwandsquote stieg aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Umsätze um 1,5 %-Punkte auf 35,4 % (Vj. 33,9 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen jeweils bereinigt um Sondereffekte mit 15,7 Mio. EUR ca. 11 % unter dem Vorjahreswert von 17,7 Mio. EUR. Der prozentuale Anteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen am Umsatz stieg um 2,5 %-Punkte auf 15,1 % (Vj. 12,6 %). Dieser Anstieg resultierte in erster Linie aus der schwachen Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2009.

Infolge der zurückhaltenden Investitionstätigkeit im Berichtsjahr reduzierten sich die Abschreibungen und Wertminderungen um 1,3 Mio. EUR auf 7,0 Mio. EUR (Vj. 8,3 Mio. EUR). Umsatzbedingt stieg die Abschreibungsquote im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 %-Punkte auf 6,7 % (Vj. 5,9 %) an.

Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit

Im Berichtsjahr 2009 konnte das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit um 3,0 Mio. EUR auf -3,8 Mio. EUR (Vj. -6,8 Mio. EUR) verbessert werden. In beiden Geschäftsjahren wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit durch Sondereffekte beeinflusst, die im Folgenden erläutert werden.

Sondereffekte im Berichtsjahr

Insgesamt wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in 2009 durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 2,8 Mio. EUR belastet. Diese sind sowohl im Personal- sowie Materialaufwand als auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 wurden weitere Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Österreich beschlossen. Die hierfür zurückgestellten Aufwendungen beliefen sich auf 1,0 Mio. EUR. Aufgrund eines Rechtsstreits in Rumänien fielen Aufwendungen von insgesamt 0,4 Mio. EUR an. Maßnahmen hinsichtlich der Rückverlagerung von Produkten von Lohnveredlern in eigene Fertigungsstätten führten im Berichtsjahr zu Kosten in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

Zusätzliche Einmalaufwendungen entstanden aus der Umfirmierung der ehemaligen VOGT electronic Gesellschaften (0,1 Mio. EUR) sowie aus Personalmaßnahmen an den deutschen Standorten Erlau und Lehesten (0,3 Mio. EUR).

Sondereffekte im Geschäftsjahr 2008

Insgesamt wurde das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit in 2008 durch einmalige Sondereffekte in Höhe von 9,3 Mio. EUR belastet. Als Reaktion auf die Folgen der weltweiten Finanzkrise und der daraus resultierenden Marktentwicklung hat der SUMIDA AG Konzern zum Ende des Geschäftsjahres 2008 weitere Strukturanpassungen eingeleitet. Neben der Optimierung der Unternehmensabläufe wurden alle Einsatzfaktoren mit dem Ziel einer Kostenreduzierung auf den Prüfstand gestellt. Bestandteil der Maßnahmen war auch ein Arbeitsplatzabbau in Deutschland an den Standorten Obernzell/Erlau und Lehesten. Die Kosten für diese Strukturanpassungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung 2008 mit 9,6 Mio. EUR als Rückstellung für den im Geschäftsjahr 2008 geplanten und im Geschäftsjahr 2009 umgesetzten Mitarbeiterabbau von insgesamt 250 Arbeitsplätzen berücksichtigt. Die Sondereffekte im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge umfassten Erträge aus der Entkonsolidierung der VOGT electronic of North America Inc. (1,0 Mio. EUR) sowie Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Prozess- und Haftungsrisiken (0,2 Mio. EUR). Weitere Einmalaufwendungen von insgesamt 0,9 Mio. EUR entstanden im Zusammenhang mit dem Management Buy Out in Österreich, sowie aufgrund der Zeitwertanpassung der im Berichtsjahr verkauften Immobilie der VOGT electronic Miesau GmbH. Beide Sachverhalte wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Finanzergebnis

Von dem ausgewiesenen Finanzergebnis in Höhe von -13,2 Mio. EUR (Vj. -19,1 Mio. EUR) entfielen Aufwendungen in Höhe von 11,5 Mio. EUR (Vj. 16,6 Mio. EUR) auf die Bewertung von Finanzinstrumenten. Die Bewertung der Finanzinstrumente Genussrechte und Besserungsschein basiert auf den ab 2010 bzw. 2014 zu erwartenden, jährlich ausschüttbaren Jahresergebnissen der SUMIDA AG inklusive der Berücksichtigung der Jahresergebnisse der beiden Tochterunternehmen SUMIDA Components & Modules GmbH und SUMIDA EMS GmbH, die durch die Ergebnisabführungsverträge ab dem Geschäftsjahr 2009 ihre Ergebnisse an die SUMIDA AG abführen. Diese Bewertung ergab Aufwendungen in Höhe von 11,0 Mio. EUR, die im Finanzergebnis ausgewiesen wurden. Im Vorjahr lag dieser zinsähnliche Aufwand bei 13,9 Mio. EUR. Des Weiteren ist aus der Aufzinsung des Gesellschafterdarlehens der SUMIDA Europe GmbH ein zinsähnlicher Aufwand in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR) enthalten.

Steuerergebnis

Das Steuerergebnis in Höhe von 3,2 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR) setzt sich aus Ertragsteueraufwendungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR) sowie latenten Steuererträgen in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vj. 2,7 Mio. EUR) zusammen.

Die latenten Steuererträge resultierten zum größten Teil aus den temporären Bewertungsunterschieden bei den Finanzinstrumenten.

Konzernergebnis

Für das Geschäftsjahr 2009 wurde ein Konzernjahresergebnis in Höhe von -6,2 Mio. EUR (Vj. -23,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Wesentliche Einflussfaktoren neben dem operativen Ergebnis waren Einmalaufwendungen für Strukturanpassungen in Höhe von 2,8 Mio. EUR (Vj. 9,3 Mio. EUR), Bewertungsaufwendungen im Finanzergebnis in Höhe von 11,5 Mio. EUR (Vj. 16,6 Mio. EUR) sowie Erträge aus Verlustübernahmen in Höhe von 7,6 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR). Die Erträge aus Verlustübernahmen sind erstmalig im Berichtsjahr gegenüber der SUMIDA Europe GmbH als Folge aus dem in 2009 geschlossenen Beherrschungsvertrag entstanden.

Segmentbezogene Umsatz- und Ergebnisentwicklung

In nachfolgender Tabelle werden die Umsatzerlöse, das operative Ergebnis sowie das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der Segmente dargestellt und im Folgenden weiter erläutert.

in Mio. EUR Components EMS Konsolidierung/ Überleitung
  2009 2008 2009 2008 2009 2008
Umsatzerlöse 86,4 115,8 19,4 27,9 -1,8 -3,3
Operatives Ergebnis -0,6 0,1 -1,6 0,2 1,2 2,2
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -2,8 -8,5 -1,8 -0,2 0,8 1,9
in Mio. EUR Konzern
  2009 2008
Umsatzerlöse 104,0 140,4
Operatives Ergebnis -1,0 2,5
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -3,8 -6,8

Beide Segmente sind in den Absatzmärkten Automobil-, Industrie- und Konsumelektronik tätig. Das Segment Components generiert mehr als die Hälfte der Umsätze mit Kunden aus der Automobilelektronik. Im Segment EMS ist die Umsatzverteilung auf die einzelnen Branchen nahezu ausgeglichen.

Im Segment Components ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25,4 % auf 86,4 Mio. EUR zurück. Im Segment EMS ergab sich bezogen auf den Vorjahreszeitraum ein Umsatzrückgang von 30,5 % auf 19,4 Mio. EUR. Die Entwicklung der Umsatzerlöse beider Segmente wurde im Berichtsjahr durch den wirtschaftlichen Abschwung aufgrund der Weltwirtschaftskrise maßgeblich beeinflusst.

Im Berichtsjahr 2009 war das operative Ergebnis in beiden Segmenten bedingt durch den starken Umsatzrückgang negativ. Das operative Ergebnis im Segment Components betrug -0,6 Mio. EUR (Vj. 0,1 Mio. EUR) mit einer Marge bezogen auf den Umsatz von -0,7 % (Vj. 0,1 %). Das Segment EMS verzeichnete ein negatives operatives Ergebnis von -1,6 Mio. EUR (Vj. 0,2 Mio. EUR). Die Marge bezogen auf den Umsatz betrug -8,2 % (Vj. 0,7 %).

Zur Erläuterung der Überleitungsrechnung verweisen wir auf den Konzernanhang K. Konzern Segmentinformationen.

3.2 Finanzlage des SUMIDA AG Konzerns

Cash flow Betrachtung im Vergleich zum Vorjahr

  GJ 2009
in Mio. EUR
GJ 2008
in Mio. EUR
Finanzmittelbestand zum 01.01. 12,8 10,3
Cash flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 3,0 9,4
Cash flow aus Investitionstätigkeit -3,4 -4,7
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit -1,4 -2,4
Währungskursbedingte Veränderungen -0,1 0,2
Finanzmittelbestand zum 31.12. 10,9 12,8

Der Netto Cash flow des SUMIDA AG Konzerns belief sich im Berichtszeitraum 2009 auf -1,9 Mio. EUR (Vj. 2,5 Mio. EUR). Der verfügbare Finanzmittelbestand verringerte sich somit zum 31.12.2009 auf 10,9 Mio. EUR (Vj. 12,8 Mio. EUR).

Der Cash flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2009 3,0 Mio. EUR (Vj. 9,4 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Auszahlungen im Zusammenhang mit den Restrukturierungsmaßnahmen an den Standorten Erlau und Lehesten in Höhe von 9,3 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Veränderung des Netto-Umlaufvermögens betrug 5,4 Mio. EUR (Vj. 5,5 Mio. EUR).

Der Cash flow aus Investitionstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum konzernweit auf -3,4 Mio. EUR (Vj. -4,7 Mio. EUR). Diese Position beinhaltet insbesondere die Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 3,9 Mio. EUR (Vj. 4,6 Mio. EUR). Des Weiteren führten insbesondere aktivierte Entwicklungskosten zu einer Erhöhung der Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vj. 0,5 Mio. EUR). Gegenläufig wirkte die Einzahlung aus dem Verkauf der Immobilie der VOGT electronic Miesau GmbH in Höhe von 0,5 Mio. EUR, die zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 verbucht wurde.

Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen im Berichtsjahr -1,4 Mio. EUR (Vj. -2,4 Mio. EUR). Die Auszahlungen betreffen im Wesentlichen die Zinsen für das Gesellschafterdarlehen der SUMIDA Europe GmbH in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR). Im Vorjahreswert war darüber hinaus eine Auszahlung für Verzugszinsen in Höhe von 1,0 Mio. EUR enthalten.

3.3 Vermögenslage des SUMIDA AG Konzerns

Bilanzstruktur zum 31.12.2009 im Vergleich zum 31.12.2008

  31.12.2009 31.12.2008
  Mio. EUR % Mio. EUR %
Aktiva        
Langfristiges Vermögen 36,7 38,1 40,8 40,6
Kurzfristiges Vermögen 59,6 61,9 59,7 59,4
Summe Aktiva 96,3 100,0 100,5 100,0

Passiva

       
Eigenkapital 14,6 15,2 21,6 21,6
Langfristige Schulden 60,3 62,6 53,6 53,3
Kurzfristige Schulden 21,4 22,2 25,3 25,1
Summe Passiva 96,3 100,0 100,5 100,0

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Mio. EUR auf 96,3 Mio. EUR (Vj. 100,5 Mio. EUR) verringert. Dies entspricht einer prozentualen Veränderung von -4,2 %.

Langfristiges Vermögen

Das Langfristige Vermögen ging im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Mio. EUR zurück. Die langfristigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,9 Mio. EUR (Vj. 2,2 Mio. EUR), das Sachanlagevermögen in Höhe von 31,7 Mio. EUR (Vj. 35,0 Mio. EUR) und aktivierte latente Steueransprüche in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj. 1,1 Mio. EUR). Die Reduzierung des Sachanlagevermögens in Höhe von 3,3 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf höhere Abschreibungen im Vergleich zu den Investitionen zurückzuführen.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2009 beliefen sich auf 4,8 Mio. EUR (Vj. 5,1 Mio. EUR). Die Investitionsquote hat sich bezogen auf den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von 3,6 % auf 4,6 % erhöht. Die Erhöhung ist insbesondere auf die im Vergleich zum Vorjahr geringeren Konzernumsatzerlöse zurückzuführen. Ein Anteil in Höhe von 50,0 % (Vj. 37,3 %) am Gesamtinvestitionsvolumen wurde für Ersatzinvestitionen in Höhe von 2,4 Mio. EUR (Vj. 1,9 Mio. EUR) aufgewendet.

Die Investitionen im Inland lagen mit 2,1 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dies entsprach einem prozentualen Anteil an den Gesamtinvestitionen von 43,4 % (Vj. 41,2 %). Der Gesamtbetrag der Investitionen im Ausland betrug 2,7 Mio. EUR (Vj. 3,0 Mio. EUR). Dies entspricht einem Anteil an den Gesamtinvestitionen in Höhe von 56,3 % (Vj. 58,8 %).

Kurzfristiges Vermögen

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände haben sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich um 0,1 Mio. EUR reduziert. In diesem Bereich wurde erstmalig eine Forderung in Höhe von 7,6 Mio. EUR gegenüber der SUMIDA Europe GmbH aus der Verlustübernahme als Folge aus dem Beherrschungsvertrag erfasst. Gegenläufig wirkten hier insbesondere der Abbau der Vorratsbestände in Höhe von 4,0 Mio. EUR sowie der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente um 1,9 Mio. EUR.

Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital betrug zum Bilanzstichtag 14,6 Mio. EUR (Vj. 21,6 Mio. EUR), ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 7,0 Mio. EUR ergibt. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich von 21,6 % auf 15,2 %.

Grund für den Rückgang ist das im Geschäftsjahr 2009 negative Konzernergebnis in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vj. negatives Konzernergebnis in Höhe von 23,4 Mio. EUR) sowie die im Berichtsjahr ergebnisneutral erfassten Währungsdifferenzen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR).

Langfristige Schulden

Der Unterschied zum Vorjahr in Höhe von 6,7 Mio. EUR entstand überwiegend aus der Stichtagsbewertung der Verbindlichkeiten aus den Finanzinstrumenten (Besserungsschein, Genussrechte und Gesellschafterdarlehen). Der Anstieg belief sich hierzu insgesamt auf 11,5 Mio. EUR (Vj. 13,9 Mio. EUR).

Gegenläufig wirkte die Erhöhung der Saldierung von latenten Steuerverbindlichkeiten mit latenten Steuerforderungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR. Des Weiteren wurde aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Österreich ein Teil der Rückstellung für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (0,6 Mio. EUR) in den Kurzfristbereich umgegliedert.

Kurzfristige Schulden

Die kurzfristigen Schulden lagen mit 21,4 Mio. EUR um 3,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 25,3 Mio. EUR. Zu dieser Reduzierung hat insbesondere der Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 9,3 Mio. EUR beigetragen. Aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Österreich wurde zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von 0,9 Mio. EUR gebildet sowie eine langfristige Rückstellung in den Kurzfristbereich umgegliedert (0,6 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 2,8 Mio. EUR sowie Ertragsteuerverbindlichkeiten aus Betriebsprüfungsfeststellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR.

3.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des SUMIDA AG Konzerns

Das Geschäft des SUMIDA AG Konzerns wurde im Berichtsjahr durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise erheblich belastet. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2009 entsprach insgesamt der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Wie erwartet konnten die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis nicht das Vorjahresniveau erreichen. Dank unserer konsequenten Ausgaben- und Investitionsdisziplin sowie der stetigen Optimierung der Kostenstrukturen konnte das negative Jahreskonzernergebnis jedoch begrenzt werden. Im zweiten Halbjahr 2009 hatte sich die Ertragslage aufgrund gestiegener Umsätze und der durchgeführten Strukturanpassungen spürbar erholt. Das operative Ergebnis war im dritten und vierten Quartal trotz der weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen wieder positiv. Bezogen auf das Gesamtjahr konnten die negativen Ergebniseffekte aus dem Umsatzrückgang durch die positiven Auswirkungen der im Vorjahr eingeleiteten Strukturanpassungen und der in 2009 zusätzlich durchgeführten Kostenreduzierungsmaßnahmen teilweise kompensiert werden. Die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen haben unsere Ausgangsposition für die Zukunft wesentlich verbessert.

Die Finanzlage konnten wir im Geschäftsjahr 2009 trotz der Krise stabil halten. Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung der Finanzinstrumente waren nicht zahlungswirksam und haben somit die Finanzlage nicht belastet. Die Vermögenslage des SUMIDA AG Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich geändert.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SUMIDA AG

4.1 Ertragslage der SUMIDA AG

Das handelsrechtliche Jahresergebnis der SUMIDA AG setzt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt zusammen:

  GJ 2009
Mio. EUR
GJ 2008
Mio. EUR
Veränderung
Mio. EUR
Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge 5,1 6,3 -1,2
Betriebliche Aufwendungen -4,4 -3,8 -0,6
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 0,7 2,5 -1,8
Finanzergebnis -7,8 -2,5 -5,3
Steuerergebnis -0,5 0 -0,5
Ertrag aus Verlustübernahme 7,6 0 7,6
Jahresergebnis 0 0 0

Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge

Die Summe aus Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen der SUMIDA AG belief sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 5,1 Mio. EUR (Vj. 6,3 Mio. EUR). Im Wesentlichen wies die SUMIDA AG in diesem Bereich Umlagen für konzerninterne Dienstleistungen und Pachten in Höhe von 4,6 Mio. EUR (Vj. 5,8 Mio. EUR) aus.

Betriebliche Aufwendungen

Die Personalaufwendungen bezogen auf die Umsatzerlöse sind von 19,9 % im Vorjahr auf 27,3 % im Berichtsjahr gestiegen und betrugen 0,9 Mio. EUR nach 0,8 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den geringeren Umsatzerlösen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich hauptsächlich aus Verwaltungskosten in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vj. 0,9 Mio. EUR) sowie konzerinternen Leistungserrechnungen von 0,8 Mio. EUR (Vj. 0,8 Mio. EUR) zusammen. Für Umfirmierung und Umbaumaßnahmen sowie für die Durchführung der außerordentlichen Hauptversammlung sind Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR entstanden.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis beinhaltet im Wesentlichen die im Geschäftsjahr 2009 erstmalig erfassten Verlustübernahmen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit der SUMIDA Components & Modules GmbH sowie der SUMIDA EMS GmbH in Höhe von 7,1 Mio. EUR. Zahlungswirksame Aufwendungen sowie Erträge lagen wie im Vorjahr bei 0,3 Mio. EUR.

Jahresergebnis

Das Jahresergebnis wurde hauptsächlich durch den Ertrag aus der Verlustübernahme der SUMIDA Europe GmbH in Höhe von 7,6 Mio. EUR beeinflusst. Dieser Ertrag resultierte aus dem im Berichtsjahr geschlossenen Beherrschungsvertrag, in dem sich die SUMIDA Europe GmbH verpflichtet hat, sämtliche Verluste der SUMIDA AG auszugleichen. Das Jahresergebnis lag im Berichtsjahr daher bei 0,0 Mio. EUR (Vj. 0,0 Mio. EUR).

4.2 Finanzlage der SUMIDA AG

Die Entwicklung der Cash flow Positionen der SUMIDA AG stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

  GJ 2009
in Mio. EUR
GJ 2008
in Mio. EUR
Finanzmittelbestand zum 01.01. 5,9 5,0
Cash flow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit -0,8 1,1
Cash flow aus Investitionstätigkeit -0,1 0,0
Cash flow aus Finanzierungstätigkeit -0,2 -0,2
Finanzmittelbestand zum 31.12. 4,8 5,9

Die flüssigen Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 4,8 Mio. EUR (Vj. 5,9 Mio. EUR). Die Reduzierung der liquiden Mittel bei der SUMIDA AG resultierte insbesondere aus dem Liquiditätsbedarf der Tochterunternehmen, der im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der Weltwirtschaftskrise gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist. Dieser wurde den Tochtergesellschaften überwiegend über kurzfristige Darlehen zur Verfügung gestellt.

4.3 Vermögenslage der SUMIDA AG

Die handelsrechtliche Bilanzstruktur der SUMIDA AG stellt sich zum Bilanzstichtag 31.12.2009 folgendermaßen dar:

  31.12.2009 31.12.2008
  Mio. EUR % Mio. EUR %
Aktiva        
Anlagevermögen 41,4 42,5 42,1 47,1
Umlaufvermögen 56,0 57,4 47,2 52,7
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1 0,2 0,2
Summe Aktiva 97,5 100,0 89,5 100,0

Passiva

       
Eigenkapital 21,2 21,7 21,2 23,7
Rückstellungen 6,6 6,8 5,6 6,3
Verbindlichkeiten 69,7 71,5 62,7 70,0
Summe Passiva 97,5 100,0 89,5 100,0

Anlagevermögen

Das Anlagevermögen bestand neben den Sachanlagen in Höhe von 6,2 Mio. EUR (Vj. 7,0 Mio. EUR), die größtenteils an verbundene Unternehmen verpachtet sind, im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 34,4 Mio. EUR (Vj. 34,4 Mio. EUR). Die Abnahme des Anlagevermögens ist auf die planmäßige Abschreibungen des Geschäftsjahres zurückzuführen. Wesentliche Investitionen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen beinhaltete vorwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 51,0 Mio. EUR (Vj. 39,7 Mio. EUR). Darin enthalten waren Forderungen aus konzerninternen Darlehen in Höhe von 40,2 Mio. EUR (Vj. 36,0 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte überwiegend aus der im Berichtsjahr erstmalig erfassten Forderung aufgrund des Verlustausgleichs der SUMIDA Europe GmbH in Höhe von 7,6 Mio. EUR.

Eigenkapital

Das Eigenkapital der SUMIDA AG lag wie im Vorjahr bei 21,2 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote betrug 21,7 % (Vj. 23,7 %).

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Steuerrückstellung für Ertragsteuern in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten beliefen sich insgesamt auf 69,7 Mio. EUR (Vj. 62,7 Mio. EUR) und beinhalteten im Wesentlichen das Darlehen der SUMIDA Europe GmbH, Neumarkt, in Höhe von 57,0 Mio. EUR (Vj. 57,0 Mio. EUR), das mit 2 % verzinst wird. Die Veränderung zum Vorjahr in Höhe von 7,0 Mio. EUR rührte hauptsächlich aus Verbindlichkeiten gegenüber der SUMIDA Components & Modules GmbH und der SUMIDA EMS GmbH in Höhe von 7,1 Mio. EUR aus Verlustübernahmen im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungsverträgen, die erstmalig im Geschäftsjahr 2009 durchgeführt wurden.

4.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der SUMIDA AG

Die Ertragslage war in der Berichtsperiode aufgrund der Verlustübernahmeverpflichtung der SUMIDA Europe GmbH ausgeglichen. Die langfristige Finanzierung durch SUMIDA Europe GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das Darlehen besteht mit 2 % Verzinsung bis zum Jahr 2028. Die Vermögenslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich geändert.

5. Mitarbeiter

Der SUMIDA AG Konzern beschäftigte zum Ende des Geschäftsjahres 2009 weltweit 2.140 (Vj. 2.069) Mitarbeiter. Somit stieg der Personalstand gegenüber dem Vorjahr um 3,4 %. Im Ausland erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter um 21,9 % auf 1.643 (Vj. 1.348). Insbesondere wurde am Standort Rumänien Personal aufgebaut. Im Inland reduzierte sich die Zahl der Beschäftigten an den beiden Standorten Erlau und Lehesten um insgesamt 224 (Vj. 33) Mitarbeiter. Dies entsprach einem Rückgang von 31,1 %. Die SUMIDA AG beschäftigte zum 31.12.2009 7 (Vj. 8) Mitarbeiter. Am 31.12.2009 befanden sich im SUMIDA AG Konzern 31 (Vj. 50) Mitarbeiter in der Ausbildung. Am Standort Erlau waren von den insgesamt 25 (Vj. 42) Auszubildenden 21 (Vj. 32) im gewerblichen und 4 (Vj. 9) im kaufmännischen Bereich tätig.

6. Qualitäts- und Umweltmanagement

Ein wichtiger Garant für unseren Erfolg ist aktiv praktiziertes Qualitätsmanagement sowie die Umsetzung der Null-Fehler Philosophie in allen Bereichen unseres Unternehmens. Das hierfür eingesetzte Qualitätsmanagement-System, zertifiziert nach DIN ISO 9001:2000 sowie ISO/TS 16949:2002, wird kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt.

Die ständige Optimierung von Unternehmensprozessen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen sind Teil unserer Unternehmensphilosophie. Hierbei werden Umweltaspekte nach nationalen wie internationalen Richtlinien berücksichtigt und die Zertifizierung unserer Unternehmen nach DIN EN ISO 14001:2005 weltweit vorangetrieben.

7. Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Geschäftsjahres 2009 sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben.

8. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Risikopolitik des SUMIDA AG Konzerns orientiert sich an dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern und somit den Fortbestand des Unternehmens langfristig zu sichern. Damit bildet sie einen wesentlichen Bestandteil der Unternehmenspolitik. Um die gebotenen Marktchancen nutzen und die hierin liegenden Erfolgspotenziale ausschöpfen zu können, müssen in angemessenem Umfang auch Risiken getragen werden. Zweck und Ziel des Risikomanagements ist es, Risiken jeglicher Art frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und sie so weit zu begrenzen, dass der wirtschaftliche Nutzen überwiegt. Zur Systematisierung und internen Kommunikation der Risiken findet ein speziell entworfener Erfassungsbogen Anwendung. Der Risikomanager fasst die Berichte aus den einzelnen Gesellschaften zusammen und berichtet halbjährlich an den Vorstand. Dem Vorstand und dem Management der Einzelgesellschaften stehen für das operative Risikomanagement mehrstufige, integrierte Berichtssysteme zur Verfügung. Das Planungs- und Controllingsystem analysiert monatlich Abweichungen der tatsächlichen von der geplanten geschäftlichen Entwicklung und identifiziert damit zeitnah Risiken, die den Erfolg des Unternehmens gefährden könnten. Das installierte Risikofrüherkennungssystem als Teil des Risikomanagementsystems wird im Rahmen interner Überprüfungen einmal jährlich untersucht.

Risiken des SUMIDA AG Konzerns

Unternehmerisches Handeln und das Ziel, erfolgreich zu sein, sind regelmäßig mit einer Reihe von Risiken verbunden. Unser Ziel ist es, die Risiken zu begrenzen und dabei gleichzeitig die gebotenen Chancen wahrzunehmen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist der SUMIDA AG Konzern gesamtwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu gehören beispielsweise konjunkturelle und saisonale Schwankungen auf wichtigen globalen Absatz- und Beschaffungsmärkten, unvorhersehbare Entwicklungen an den Finanzmärkten, bei Rohstoff- und Energiepreisen oder bei politischen Rahmenbedingungen.

Der globalen Wirtschaftskrise sind wir zeitnah mit entsprechenden Strukturanpassungen an allen SUMIDA-Standorten begegnet. Die Optimierung der Kostenstrukturen und die Verbesserung der Unternehmensprozesse in einem von Volatilität und zyklischen Nachfrageverhalten gekennzeichneten Markt stellen eine permanente Aufgabe dar. Die Märkte, in denen der SUMIDA AG Konzern überwiegend tätig ist, zeichnen sich durch schnellen technologischen Wandel und hohes Innovationstempo aus. Der SUMIDA AG Konzern investiert daher nachhaltig in Forschung und Entwicklung, um auf neue Marktentwicklungen schnell reagieren zu können.

Risiken durch Wettbewerb

Der Markt der passiven elektronischen Bauelemente, Module und Systeme unterliegt einem starken Wettbewerb. Neue Anbieter, insbesondere aus Asien, drängen mit niedrigen Preisen auf den Markt. Dadurch besteht das Risiko, dass Marktanteile an den Wettbewerb verloren gehen. Diesen Herausforderungen begegnen wir dadurch, dass die Qualität unserer Prozesse, Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich verbessert werden. Im Vorjahr wurde in unserem größten Produktionswerk in Rumänien das Projekt "LEAN" gestartet, das sukzessiv auf alle anderen Fertigungsstandorte übertragen werden soll. Ziel des Projekts ist es, die Produktivität zu steigern und durch die Eliminierung nicht wertschöpfender Tätigkeiten die Lieferzeiten zu reduzieren, um somit die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Darüber hinaus nutzen wir die Vorteile der Kostenstrukturen unserer internationalen Produktionsinfrastruktur und Partnerschaften, um über den Lebenszyklus unserer Produkte unseren Kunden eine attraktive und wettbewerbsfähige Preisgestaltung anbieten zu können.

Liquiditätsrisiken

Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkte sich neben dem konjunkturbedingten Absatzrückgang insbesondere für hoch verschuldete Zulieferer erschwerend aus, da notwendige Refinanzierungen - wenn überhaupt - nur unter deutlich schlechteren Konditionen erfolgen können. Liquiditätsrisiken stellen das Risiko dar, den eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen zu können. Diese Verpflichtungen ergeben sich unter anderem aus Zins- und Tilgungsleistungen, aus Investitionen, Steuern und anderen Zahlungen aus dem operativen Geschäft.

Mit dem Gesellschafterdarlehen der SUMIDA Europe GmbH ist unsere Konzernfinanzierung langfristig gesichert. Der Vertrag über die Gewährung des Darlehens hat eine Laufzeit bis 2028. Risiken aus Änderungen des Zinssatzes aufgrund einer Umschichtung der Fremdfinanzierung bestehen nicht, da die geschlossene Darlehensvereinbarung einen festen Zinssatz von 2 % bis zum Ende der Laufzeit garantiert. Die langfristige Kreditfinanzierung des SUMIDA AG Konzerns kann derzeit nur über den Hauptaktionär, die SUMIDA CORPORATION, Tokio/Japan gewährleistet werden. Liquiditätsschwierigkeiten der SUMIDA CORPORATION würden sich unmittelbar auf die Liquiditätssituation des SUMIDA AG Konzerns auswirken. Wir prüfen daher kontinuierlich die an den Finanzmärkten verfügbaren Finanzierungsalternativen und ergreifen alle Maßnahmen, die dazu beitragen, unsere Selbstfinanzierungskraft zu verbessern. Ein wesentliches Ziel dabei ist es, die finanzielle Flexibilität des SUMIDA AG Konzerns zu erhalten und unangemessene Refinanzierungskosten und -risiken zu begrenzen.

Die Finanzierung des operativen Geschäfts als auch der Investitionen steuern wir mit Hilfe unseres kurzfristigen Liquiditätsmanagements. Einmal pro Woche erstellen alle Tochtergesellschaften einen Liquiditätsplan für die kommenden drei Monate. Die einzelnen Finanzpläne werden auf Ebene des Konzerns konsolidiert. Somit können Investitionen kurzfristig geplant und bei finanziellen Engpässen rechtzeitig Maßnahmen ergriffen werden.

Ein weiteres Liquiditätsrisiko stellt die termingerechte Bezahlung unserer Kunden dar. Diesem Risiko wirken wir entgegen, indem wir vorab Bonitätsprüfungen durchführen, Einsicht in das Handelsregister nehmen oder die Jahresabschlüsse dieser Kunden einer detaillierten Analyse unterziehen. Kunden mit schwacher Bonität erhalten unsere Produkte entweder nur unter Eigentumsvorbehalt, gegen Vorauskasse, Vorlage von Bürgschaften oder mit reduziertem Zahlungsziel. Die Überwachung dieser Prozesse findet durch ein regelmäßiges Forderungsmanagement statt. Zusätzlich werden Kreditversicherungen abgeschlossen.

Währungsrisiken

Unsere globale Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen mit sich, wobei der Euro und der US-Dollar die größte Bedeutung haben. Auswirkungen auf das Marktpreisniveau können sich aus Währungsschwankungen ergeben, wenn diese zu einer Verbesserung der Kostenpositionen führen. Für unsere berichteten Konzernumsatzerlöse wirkte sich die Umrechnung der US-Dollar Umsätze in unsere lokale Bilanzwährung Euro negativ aus. Zur Verringerung dieser Risiken versuchen wir, möglichst viele Transaktionen wie Umsätze und Einkäufe in der jeweiligen funktionalen Währung zu vereinbaren, bzw. eine ausgeglichene Netto-Währungsposition zu schaffen. Verbleibende Währungsrisiken werden durch unser zentrales Währungsmanagement laufend erfasst. Devisenabsicherungsgeschäfte werden nicht ausgeführt.

Ausfallrisiken

Der SUMIDA AG Konzern beliefert eine große Anzahl von Kunden. Dennoch gibt es insbesondere im Automobilzuliefererbereich einige Kunden mit signifikanten Anteilen am Gesamtumsatz des Konzerns. Der Verlust eines dieser Hauptkunden könnte unter Umständen zu erheblich negativen Auswirkungen auf die Ertragslage führen. Dieses Risiko versuchen wir durch die Gewinnung neuer Kunden, durch eine Steigerung der Kundenbindungen oder Abschlüsse von langfristigen Rahmenverträgen zu minimieren. Über eine erhöhte Kundenzufriedenheit ist anzustreben, dass unser Unternehmen aus einer gestärkten Marktposition heraus als Alleinlieferant für bestimmte Produkte eingesetzt wird. So ist etwa die Optimierung der Prozesse im Rahmen des LEAN-Projekts eine geeignete Maßnahme, um neben der Kundenbindung auch die Flexibilität, Produktivität und Wettbewerbsposition permanent zu verbessern.

Produkthaftungsrisiken

Die Anzahl von Kundenreklamationen im Hinblick auf die Qualität der gelieferten Produkte wird durch ein Qualitätsmanagementsystem zur Fehlervermeidung (zum Beispiel ISO oder TS 16949: 2002), einen verstärkten Einsatz von Mitarbeitern für Qualitätsplanung und -sicherung, sowie Qualifizierungsmaßnahmen der Mitarbeiter minimiert. Qualitätsschulungen werden für alle Mitarbeiter verstärkt durchgeführt. Technisch notwendige Ausstattungen zur Datenerfassung und Dokumentation, zum Informationsaustausch, zur Qualitätskontrolle und -verfolgung, werden zur Verfügung gestellt. Die Produkte des SUMIDA AG Konzerns werden durch ein umfassendes Qualitätsmanagement ständig überwacht und optimiert. Das Haftungsrisiko für den Konzern kann sich mittels stetig steigender Anforderungen an die Produktqualität erhöhen, wird jedoch durch eine gruppenweite Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung verringert.

Beschaffungsrisiken

Bedingt durch die starke Nachfrage aus Asien sind Material- und Energiepreise in den letzten Jahren stark angestiegen. Dies kann negative Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Finanzlage haben. Die ständige Verbesserung und Weiterentwicklung unserer Technologien sollen dazu beitragen, den Bedarf an kostenintensiven Rohmaterialien zu verringern. Nicht beeinflussbare Preisschwankungen bei Kupfer sichern wir teilweise durch so genannte Beistellgeschäfte ab. Bei bestimmten Rohstoffen und Komponenten ist auf der Beschaffungsseite eine Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten gegeben. Dies kann zu Preis- und Versorgungsrisiken führen, denen wir durch intensive Bemühungen beim Aufbau von Alternativlieferanten entgegenwirken.

Rechtliche Risiken

Einzelne Gesellschaften des SUMIDA AG Konzerns befinden sich in Rechtsstreitigkeiten, für die aus heutiger Sicht in angemessener Höhe Rückstellungen zur Verfügung stehen. Gleichwohl ist nicht auszuschließen, dass Gerichtsprozesse oder Schiedsverfahren zu unseren Ungunsten entschieden werden und Aufwendungen entstehen, die die zurückgestellten Beträge übersteigen können.

Um möglichen Risiken aus den vielfältigen steuerlichen, umweltrechtlichen, wettbewerbsrechtlichen und sonstigen Regelungen und Gesetzen zu begegnen, achten wir auf eine strikte Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften, sowie auf eine umfassende rechtliche Beratung, sowohl durch unsere eigenen Fachleute, als auch fallbezogen von ausgewiesenen externen Spezialisten.

Steuerrisiken werden sowohl durch Mitarbeiterschulungen als auch durch regelmäßige Konsultierung unserer steuerlichen Berater minimiert. Selbst bei vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung des Einzelfalls kann es vorkommen, dass von den zuständigen Finanzbehörden Bescheide entgegen der bisherigen, internen Einschätzung zu Steuernachzahlungen führen.

Personalrisiken

Unsere Mitarbeiter sind wesentlicher Bestandteil unseres Unternehmenserfolges. Das Wissen und auch die Erfahrung aus langjährigen Beschäftigungsverhältnissen tragen wesentlich zur Effizienzsteigerung bei. Unsere Mitarbeiter bekommen in Absprache mit den Abteilungsleitern, regelmäßig die Möglichkeit an internen oder externen Schulungen teilzunehmen. Um die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter zu erhöhen und aufstrebende Mitarbeiter langfristig an unser Unternehmen zu binden, bieten wir erfolgsabhängige Einkommenskomponenten an. Des Weiteren schaffen wir durch Teambildung, sowie die Dokumentation von Ergebnissen und Wissen, die Möglichkeit, das Risiko von Datenverlusten nach dem Ausscheiden von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zu minimieren.

Umweltrisiken

Unsere weltweiten Geschäftstätigkeiten unterliegen länderspezifischen Umweltgesetzen und -vorschriften. Unser Umweltmanagement dient dem Ziel, Risiken für die Umwelt frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen zu deren Vermeidung zu ergreifen. Mögliche Auswirkungen auf die Umwelt werden schon bei der Entwicklung unserer Produkte berücksichtigt. Verschärfte gesetzliche Vorschriften, gerade im Umweltbereich, können zu höheren Entwicklungsaufwendungen oder Produktionskosten führen. Im Rahmen der Risikoerkennung und -steuerung richten wir unser Augenmerk auf die Gesetzgebung und beschäftigen uns im Rahmen der Forschung und Entwicklung mit alternativen Produktionsmaterialien.

Einschätzung der Risikolage

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine unmittelbar den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zukünftige, den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken unserer Einschätzung nach gegenwärtig nicht vorliegen.

9. Chancenbericht

Das Industriesegment Automobilelektronik bietet auch in der Zukunft weiterhin technologische Chancen. Der Schlüsselmarkt der Automobilelektronik wird in den kommenden Jahren zunehmend durch Produktionsverlagerungen von Automobilherstellern hin zu Automobilzulieferern bestimmt werden, so dass diese einen immer höheren Anteil an der Gesamtwertschöpfung der Automobilindustrie übernehmen und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und -zulieferern entstehen werden.

Dieser Trend war für den SUMIDA AG Konzern in 2009 sehr deutlich spürbar. Neben dem Geschäft über die großen OEMs wurden zunehmend direkte Geschäfte mit Automobilherstellen begonnen.

Zudem übertragen die Automobilhersteller in verstärktem Maße Entwicklungsleistungen an ihre Zulieferer. Technische Innovationen zur Etablierung energiesparender Technologien, wie Aktiv-Hybrid-Antriebe, rücken bei der Entwicklung von Automobilen mehr und mehr in den Vordergrund. Einhergehend mit kraftstoff- und emissionsreduzierenden Systemen ist zukünftig von einem steigenden Technologisierungsgrad in der Fahrzeugelektronik auszugehen, der sich vorwiegend in der Sicherheits-, Komfort- und Multimediaausstattung niederschlägt. Bis zum Jahr 2015 soll der Anteil der Wertschöpfung elektrischer und elektronischer Systeme an der Gesamtwertschöpfung eines durchschnittlichen Automobils auf rund 35 % steigen (2002: 20 %). Einer Analyse von 300 automobiltechnischen Zukunftstechnologien zufolge, werden 60 % aller Innovationen bis zum Jahr 2015 durch die Bereiche elektrische und elektronische Komponenten getrieben (Quelle: Mercer, Tyco Electronics)

Im Zuge der aktuellen Diskussion zum Klimawandel und der volatilen Rohstoffpreisentwicklung wird auch die Industrieelektronik zukünftig stark durch das Streben nach Methoden der alternativen Energieerzeugung, verbesserten Energieeffizienz und verbrauchsärmeren Technologien profitieren. Ohne spezielle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz wird sich die weltweit genutzte Menge an elektrischem Strom bis 2030 nahezu verdoppeln und durch die vermehrte Inanspruchnahme fossiler Brennstoffe einen signifikanten Anstieg der CO2-Emissionen nach sich ziehen. Im Bereich der Industrieelektronik besteht somit durch die zunehmende Verbreitung alternativer Methoden der Energieerzeugung, wie Windenergie, Photovoltaik und Brennstoffzellentechnik enormes Wachstumspotential.

Auch auf der Verbraucherseite dringt das Thema Energieeffizienz verstärkt ins Zentrum der Forschung. Der ZVEI hat im Bereich Industrieelektronik die Forschungsfelder Antriebe, Beleuchtung, Haushaltsgeräte und Stromversorgungen, sowie Netzgeräte als die Anwendungen mit dem größten zukünftigen Einsparpotential identifiziert.

10. Prognosebericht

Die Erholung der Weltwirtschaft hat im zweiten Halbjahr 2009 vor allem infolge einer raschen Expansion von Produktion und Handel in den Entwicklungs- und Schwellenländern eine beträchtliche Dynamik erreicht.

Für 2010 wird für das globale Bruttoinlandsprodukt mit einem Wachstum von 3,7 % gerechnet, für 2011 liegen die Erwartungen bei einem Anstieg um 3,6 %.

Auch die Elektronikbranche wird sich 2010 erholen. Fachleute rechnen mit einem Wachstum von rund 6 % (Quelle: Deutsche Bank research, P. Ehmer). Der langfristige Wachstumstrend gilt als ungebrochen. Im wiedervereinigten Deutschland wuchs die Elektroindustrie um durchschnittlich 3 % pro Jahr. Insgesamt gehen Experten davon aus, dass diese Entwicklung im nächsten Jahrzehnt anhält.

Der ZVEI sieht ein Wachstum für die Passiven Bauelemente im Jahresvergleich von 7,1 %. Für den Kernbereich der Induktiven Bauelemente wird ein Wachstum von 3,6 % erwartet. Für die Passiven Bauelemente der Automobilelektronik, dem Kernmarktsegment des SUMIDA AG Konzerns, erwartet der ZVEI ein Wachstum von 10,3 %. Für die Industrieelektronik werden 6,4 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet und in der Konsumelektronik und Telekommunikation liegen die Erwartungen bei 3,2 % bzw. bei 4,1 % Wachstum in 2010. Insgesamt also ein positives Marktumfeld für den SUMIDA AG Konzern.

Trotz alledem liegt die Erwartung für den Gesamtmarkt in 2010 mit 1.269 Mio. EUR noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2008 mit 1.518 Mio. EUR (Quelle: ZVEI Fachverband Electronic Systems and Components).

Diese für den deutschen Markt geltenden Prognosen spiegeln die Erwartungen für die Entwicklung der Branche im weltweiten Bereich wider. Insbesondere im Raum APAC wurde schon Ende 2009 eine deutlich stärkere Wachstumsdynamik spürbar.

Eine Bewertung der einzelnen Marktsegmente über den Verlauf des Geschäftjahres 2010 und die Folgejahre ist durch Unsicherheiten gekennzeichnet. Diese Unsicherheiten ermöglichen heute keine klare Bewertung der Marktsegmente mittels einer Analyse und Einschätzung von Risiken.

Vor dem Hintergrund der aktuellen weltweiten Entwicklungen ist die Prognose der tatsächlichen Kundenabrufe im dritten und vierten Quartal 2010 schwierig. Für die beiden ersten Quartale des Jahres 2010 kann man von einer weiteren Erholung für das Geschäft des SUMIDA AG Konzerns ausgehen.

Die Konzentration auf die Segmente Automobil und Industrie zeigt sich anhand der Wachstumserwartungen für diese Segmente, nach der Krise, als eine richtige Entscheidung für den SUMIDA AG Konzern. In der Krise konnte die Struktur des Konzerns weiter optimiert werden und die Zusammenarbeit mit der SUMIDA Gruppe wurde deutlich erweitert. Die Kernkunden des Konzerns beurteilen die strukturelle Entwicklung des Unternehmens positiv und sehen das Unternehmen als einen wettbewerbs- und leistungsfähigen Lieferanten und Partner. Aus Markt- und Kundensicht ergibt sich damit eine positive Prognose für das Unternehmen.

Die Markterholung wird Einfluss auf Materialpreise und die Materialverfügbarkeit haben. Als Konsequenz der Krise werden viele Unternehmen nur zögerlich in Kapazitätserweiterungen investieren. Diese beiden Faktoren können insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2010 Risiken für das Unternehmen bedeuten.

Im Bereich der elektronischen Baugruppen kann eine Allokationssituation für den Konzern Auswirkungen zeigen, da das Unternehmen hier von einer Vielzahl von Lieferanten für jedes Produkt abhängig ist.

Mit Blick auf die erwartete Entwicklung der Weltwirtschaft und unserer Industrie deuten alle Zeichen darauf hin, dass sich die Nachfragesituation ab 2010 wieder verbessern wird. In diesem skizzierten Marktumfeld gehen wir für das Geschäftsjahr 2010 von einer Umsatzbelebung für den SUMIDA AG Konzern gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorjahres aus. In dem zurückliegenden stark krisengeprägten Umfeld haben wir frühzeitig unser Unternehmen darauf ausgerichtet, die Herausforderungen des Jahres 2009, die sich aus dem Nachfrageeinbruch auf wichtigen Absatzmärkten sowie der hohen Volatilität auf den internationalen Finanz- und Rohstoffmärkten ergaben, zu bestehen. Wir haben die Krisenbedingungen des Jahres 2009 genutzt, um die Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens zu stärken, durch den wirtschaftlichen Einsatz von Ressourcen die Effizienz weiter zu steigern und damit die Voraussetzungen für ein nachhaltiges profitables Wachstum geschaffen. Für die Jahre 2010 sowie 2011 erwarten wir daher bezogen auf das Jahr 2009 eine Steigerung der Umsatzerlöse im zweistelligen prozentualen Bereich sowie positive operative Ergebnisse mit Quoten (in Relation zu den Umsatzerlösen) im einstelligen prozentualen Bereich.

Die finanzielle Stabilität des SUMIDA AG Konzerns bleibt auch in den kommenden zwei Jahren im Fokus. Durch den mit der SUMIDA Europe GmbH abgeschlossenen Darlehensvertrag ist unsere Finanzierung für die kommenden Geschäftsjahre 2010 sowie 2011 gesichert.

Jedoch werden steigende Investitionen, ein weiterer Anstieg des Working Capital in Folge der Umsatzbelebung und der Mittelabfluss für die 2009 initiierten Restrukturierungsmaßnahmen die Möglichkeit zur Mittelfreisetzung (Free Cash flow) in den nächsten beiden Jahren deutlich begrenzen.

Die Tätigkeit der SUMIDA AG als Holding des SUMIDA AG Konzerns wird sich auch weiterhin auf die strategische und finanzielle Steuerung der Beteiligungen konzentrieren. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit der SUMIDA AG ist wesentlich von den konzerninternen Leistungsverrechnungen an die Zwischenholdinggesellschaften SUMIDA Components & Modules GmbH und SUMIDA EMS GmbH abhängig. Zudem ist aufgrund der Ergebnisabführungsverträge mit den genannten Gesellschaften ein positiver Effekt für die kommenden Jahre zu erwarten. Für das Geschäftsjahr 2010 sowie 2011 rechnen wir mit einem positiven Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

 

Obernzell, den 20.05.2010

SUMIDA AG

Der Vorstand

Dr. Hans-Joachim Dittloff

Peter Frankfurter