![]() Dr. Hönle AGGräfelfingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2008 bis zum 30.09.2009InhaltHönle auf einen Blick Brief des Vorstands Aktie Konzernlagebericht Corporate Governance Corporate Governance Bericht Aktienbesitz und Bezugsrechte der Organe Bericht des Aufsichtsrats Organe der Gesellschaft Konzernabschluss Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Versicherung der gesetzlichen Vertreter Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung AnhangFinanztermine Hönle auf einen Blickscroll
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aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete
Zahlungsmittel Die Hönle Gruppe hat nach den Firmenübernahmen in einem von der Wirtschaftskrise gezeichneten Geschäftsjahr weitreichende Maßnahmen umgesetzt, um die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung zu schaffen. Sehr geehrter Aktionär, verehrter Geschäftsfreund, das letzte Geschäftsjahr war geprägt von einer konjunkturellen Krise und einer weitreichenden Restrukturierung der Unternehmensgruppe nach den Firmenübernahmen im Jahr 2008. Mit den Akquisitionen verbesserten wir unsere Wettbewerbsposition und bauten unsere Umsatz- und Ergebnispotenziale deutlich aus. Darüber hinaus vergrößerten wir in den Bereichen UV-Anlagen und industrielle Klebstoffe unsere Produktpalette. Wie Sie wissen, folgte unmittelbar nach den Akquisitionen eine der größten Wirtschaftskrisen seit Bestehen der Bundesrepublik. Besonders stark wurde der Investitionsgüterbereich von der Krise getroffen. Auch wir konnten uns dieser Entwicklung nicht entziehen. Im November 2008 meldeten wir in mehreren Gesellschaften Kurzarbeit an, um unsere Fertigungskapazitäten den rückläufigen Auftragseingängen anzupassen. Ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm beinhaltete auch Standortverlagerungen, bzw. -schließungen und einen starken Stellenabbau. Die Hönle Gruppe beendete das Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Betriebsergebnis von -3,9 Mio. €. Dieser Betrag enthält einmalige negative Sondereffekte in Höhe von 2,4 Mio. €, die im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Restrukturierung und Integration der neuen Gesellschaften standen. In Anbetracht des im letzten Jahr entstandenen Fehlbetrags werden wir zusammen mit dem Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividendenzahlung für dieses Jahr auszusetzen. Unser oberstes Ziel für das neue Geschäftsjahr ist ein deutlich positives Konzernergebnis. Ab einem Umsatz von 42 Mio. € erwarten wir positive Erträge – damit haben wir die Break-Even-Schwelle erheblich nach unten verschoben. Nach der tiefgreifenden Restrukturierung im letzten Jahr steht nun die Feinabstimmung der Geschäftsprozesse im Zentrum der Aktivitäten. Insbesondere ein einheitliches Anlagensteuerungskonzept und Maßnahmen im Einkaufsbereich sollen die Ertragskraft stärken. Das konzernweite Controllingsystem wird weiter ausgebaut und die Informationsbasis zur Früherkennung der künftigen Geschäftsentwicklung weiter optimiert. Regional werden wir uns im Südostasiatischen Raum stärker engagieren. Dieser Wirtschaftsraum zeigt sich besonders dynamisch und die Nachfrage nach UV-Geräten und Klebstoffen nimmt dort ständig zu. Wir werden in Asien neue Vertriebspartnerschaften eingehen und so neue Märkte für unsere Produkte erschließen. Als weltweit zweitgrößter Systemanbieter für industrielle UV-Technologie sind wir nach den Firmenübernahmen im UV- und Klebstoffmarkt stärker positioniert denn je. Wir haben nun die Basis für eine nachhaltige positive Unternehmensentwicklung geschaffen. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten.
Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand AktieGeschäftsentwicklung prägt KursverlaufDer Kurs der Hönle-Aktie gab im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich nach. Im Zeitraum 30. September 2008 bis 30. September 2009 sank er von 7,25 € auf 5,15 €. Von ihrem Tiefstkurs am 10. März 2009 mit 3,50 € erholte sich die Aktie im Laufe des Jahres wieder. Die Hönle-Aktie entwickelte sich insgesamt schlechter als der Gesamtmarkt. Der Vergleichsindex Technology All Share stieg im letzten Geschäftsjahr um 4,9 %. Bezogen auf 5,51 Mio. ausgegebene Hönle-Aktien ergibt sich zum Geschäftsjahresende ein Marktwert der Hönle Gruppe von 28,4 Mio. €. ![]() Offene Kommunikation mit dem FinanzmarktDie wichtigste Grundlage einer erfolgreichen Investor-Relations-Arbeit ist die zeitnahe, umfassende und offene Information des Kapitalmarktes. Dabei spielt das Internet eine bedeutende Rolle. Daher legt Hönle Wert auf eine übersichtliche, informative und aktuelle Internetseite auf der neben aktuellen Presse- und ad-hoc-Mitteilungen auch Informationen zur Aktie und zur Hauptversammlung sowie Quartals- und Geschäftsberichte zu finden sind. Vorstand und Investor Relations Manager der Dr. Hönle AG standen den Investoren im letzten Geschäftsjahr Rede und Antwort und erläuterten insbesondere die umfangreichen Maßnahmen zur Restrukturierung der Hönle Gruppe. Dazu führten Sie umfangreiche Gespräche mit institutionellen und privaten Investoren und nahmen an einer mehrtägigen Finanzmarktkonferenz in Frankfurt teil. Die Wirtschaftskrise führte im letzten Geschäftsjahr zu einer Investitionszurückhaltung insbesondere gegenüber kleineren Aktiengesellschaften. Diese Zurückhaltung spürte auch die Dr. Hönle AG: Die Handelsumsätze nahmen im Laufe des Geschäftsjahres deutlich ab. Erst gegen Ende des Kalenderjahres war wieder eine leichte Belebung bei den Handelsumsätzen zu registrieren. Daten der Hönle-Aktiescroll
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Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2008/2009der Dr. Hönle AGGeschäft und RahmenbedingungenKonzernstrukturDie Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe zählt zu den weltweit führenden Systemanbietern im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Weiterer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Hönle Gruppe sind die Entwicklung und der Vertrieb industrieller Klebstoffe. Die Dr. Hönle AG ist an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt. Dabei ergaben sich im letzten Geschäftsjahr wesentliche Veränderungen: Im März 2009 nahm die Eltosch America Inc., mit Sitz in Mt. Prospect/Chicago, USA, ihren Geschäftsbetrieb auf. Die Gesellschaft übernahm den Vertrieb und den Service für Eltosch UV- und IR-Anlagen im amerikanischen Markt. Ferner erfolgte die Verschmelzung der Wellomer GmbH auf die Panacol Elosol GmbH (im folgenden Panacol GmbH) sowie der Eltosch Service GmbH (ehemals Adphos Eltosch Service GmbH) auf die Eltosch Torsten Schmidt GmbH. scroll
Hönle Gruppe: Die weltweiten StandorteDie Hönle Gruppe ist weltweit in über 20 Ländern vertreten, in sieben Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Repräsentanzbüros. Sitz aller Produktionsstandorte ist Deutschland. Im Ausland ist Hönle mit eigenen Standorten in jenen Ländern vertreten, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. Hönle verfügt über Vertriebsstandorte in Frankreich, Schweiz, Spanien, England, USA und China und wird darüber hinaus über ein Netz von Vertriebspartnern in weiteren Ländern vertreten. ![]() ManagementsystemHauptziel des Hönle Managements ist es, den Umsatz und das Konzernergebnis nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auf die Zunahme des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Ziel des unternehmerischen Handelns ist es somit, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Die Erhöhung des Umsatzes soll durch organisches Wachstum und Unternehmenskäufe erreicht werden. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind – neben den Unternehmensergebnissen – die operativen Margen aller Gesellschaften des Hönle Konzerns. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten in den Konzerngesellschaften und vergleicht diese mit der internen Planung. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres werden im Folgenden dargestellt. Ein Vergleich mit den Vorjahreswerten ist aufgrund der Veränderung des Konsolidierungskreises nur bedingt aussagefähig. scroll
Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen. MarktentwicklungDas letzte Geschäftsjahr war geprägt von einer Finanzmarktkrise, die zu einer internationalen Wirtschaftskrise führte. Ende 2008 kam es zu einer ungewöhnlich starken Abwärtsdynamik, die nahezu alle Länder der Welt erfasste. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe traf die Rezession hart. Im Frühjahr 2009 rutschte die Weltwirtschaft in eine konjunkturelle Talfahrt, die historische Dimensionen erreichte. Auch internationale Bemühungen der Regierungen schafften es zunächst nicht, die anhaltende Verunsicherung an den Finanzmärkten in den Griff zu bekommen. In mehreren Ländern kam eine Depression an den Immobilienmärkten hinzu. Laut einer Studie des Instituts für Weltwirtschaft flachte der Abwärtstrend im Sommer dann wieder ab und die Stimmung hellte sich in allen Regionen nahezu synchron deutlich auf. Die Auftragseingänge nahmen zu, die Produktion stieg verbreitet wieder an. Die Druckindustrie wurde von der Wirtschaftskrise besonders stark getroffen. Alle großen Druckmaschinenhersteller mussten zum Teil erhebliche Umsatzrückgänge verkraften und entsprechende Kapazitätsanpassungen vornehmen. Die rückläufigen Werbeausgaben in nahezu allen Branchen führten zu einer deutlichen Zurückhaltung bei der Neuanschaffung von Druckmaschinen. Auch das verarbeitende Gewerbe spürte die Investitionszurückhaltung weitaus stärker als die Gesamtwirtschaft. Im Maschinenbau lagen die Auftragseingänge stellenweise um mehr als 40 % unter dem Vorjahreswert. Dies machte sich in der Geschäftsentwicklung des Unternehmenssegments für Klebstoffanwendungen bemerkbar. Die Industrie passte hier ihre Investitionen der niedrigeren Nachfrage an. GeschäftsverlaufDie Wirtschaftskrise hatte – wie nicht anders zu erwarten – deutliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe. In allen Regionen gingen die Auftragseingänge ungewöhnlich schnell zurück. Bereits im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008/2009 fielen die Umsätze deutlich. Im zweiten Quartal führte die schwache konjunkturelle Verfassung der Gesamtwirtschaft zu einer nochmaligen Verringerung der Umsatzerlöse. Ab dem dritten Quartal ließ die allgemeine wirtschaftliche Belebung auch bei der Hönle Gruppe Auftragseingänge und Umsätze wieder steigen. Der Abwärtstrend war damit beendet, die Geschäftsentwicklung stabilisierte sich auf niedrigem Niveau. Insgesamt ging der Umsatz im letzten Geschäftsjahr um 7,7 % auf 44.985 T€ zurück. Das Konzernjahresergebnis fiel von 4.569 T€ im Vorjahr auf -4.083 T€ im Geschäftsjahr 2008/2009. Die folgende Grafik stellt die Entwicklung der Quartalsumsätze seit der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die Unternehmenszukäufe der Dr. Hönle AG dar. ![]() Der Druckbereich litt besonders stark unter der Wirtschaftsflaute. Im Unternehmenssegment 'Farben und Lacke' lagen die Umsatzerlöse mit 26.388 T€ um 10,4 % unter den Vorjahreserlösen – und dies, obwohl Eltosch und PrintConcept im Berichtsjahr erstmals ganzjährig konsolidiert wurden. Im Segment 'Kleb- und Kunststoffe' ging der Umsatz um 6,6 % auf 15.736 T€ zurück. Auch in diesem Geschäftsfeld verhinderte die Konsolidierung der Panacol Gruppe einen stärkeren Umsatzrückgang. Einzig bei den Sonderanlagen (Geschäftsfeld 'Sonstiges') konnte Hönle sich von dem Negativtrend abkoppeln und erzielte mit Umsatzerlösen in Höhe von 2.860 T€ mehr Umsätze als im Vorjahr: Die Erlöse stiegen hier um 17,1 %. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung waren mehrere Aufträge aus der Photovoltaikindustrie, die verstärkt UV-Systeme für die Sonnenlichtsimulation einsetzte. ![]() Regional machten sich die Umsatzeinbußen der Hönle Gruppe unterschiedlich stark bemerkbar. Wichtigster Absatzmarkt blieb Deutschland mit Umsätzen in Höhe von 18.104 T€. Der Umsatzrückgang belief sich hier auf 11,7 %. Im europäischen Ausland stiegen die Umsätze insbesondere aufgrund des erstmaligen Einbezugs der Eleco Umsätze für ein volles Geschäftsjahr um 4,0 % auf 18.038 T€. Am stärksten betroffen von der Wirtschaftskrise war der Absatzbereich außerhalb der Europäischen Union: Die Umsätze verringerten sich hier um 18,9 % auf 8.842 T€. Insbesondere in Amerika fielen die Umsätze drastisch von 3.636 T€ auf 1.465 T€. Im amerikanischen Markt machte sich die Investitionszurückhaltung im Digitaldruck besonders stark bemerkbar. ![]() Die Hönle Gruppe reagierte schnell auf die Wirtschaftskrise und brachte ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm auf den Weg, um den zukünftigen Unternehmenserfolg sicherzustellen. Dazu gehörten weitreichende Personalmaßnahmen, die Überführung der Eltosch-Fertigung in die Dr. Hönle AG, die Schließung von Standorten und Zentralisierung mehrerer Bereiche sowie die Entwicklung gleicher Baugruppen für Hönle- und Eltosch-Anlagen. Bereits Ende 2008 führte Hönle in einigen Bereichen Kurzarbeit ein. Um die Arbeitskapazitäten der aktuellen Auftragslage anzupassen, musste Hönle darüber hinaus den Personalbestand konzernweit um insgesamt 16,2 % reduzieren. Insbesondere in der Eltosch GmbH ließ die Krise in der Druckindustrie die Umsätze der Gesellschaft weit unter das Vorjahresniveau fallen. Hier waren die Personalmaßnahmen daher am deutlichsten: Der Personalbestand halbierte sich nahezu. Im Zuge einer Umstrukturierung wurde im Juni 2009 die Eltosch Service GmbH auf die Eltosch Torsten Schmidt GmbH verschmolzen. Eltosch erhielt eine neue Leitungsstruktur und zog in ein neues, kostengünstigeres Firmengebäude um. Ein weiteres zentrales Element des Maßnahmenpakets war die Überführung der Fertigung und der Endprüfung der Eltosch-Anlagen in die Dr. Hönle AG. Dadurch konnte die Rohertragsmarge für Eltosch UV- und IR-Anlagen verbessert und gleichzeitig die Qualität der Anlagen gesteigert werden. Zum 30.09.2009 war die Überführung weitgehend abgeschlossen. Im März 2009 wurde ein zentraler Standort für die internationalen Aktivitäten der Klebstoffsparte der Hönle Gruppe eröffnet. In der Vergangenheit waren die Geschäftsaktivitäten der Panacol GmbH, der Wellomer GmbH sowie der Panacol AG auf drei unterschiedliche Standorte verteilt. In der neuen Zentrale in Steinbach bei Frankfurt sind Entwicklung, Einkauf, Vertrieb und Logistik gebündelt. Im Zuge dieser Zusammenlegung wurde die Wellomer GmbH auf die Panacol Elosol GmbH verschmolzen. Investitionen in das neue Firmengebäude ermöglichten die optimale Abbildung sämtlicher Geschäftsabläufe. Die neue Unternehmensstruktur verbessert den Informationsfluss und trägt insgesamt zur Erhöhung der Ertragskraft der Klebstoffsparte bei. Darüber hinaus wurden im letzten Geschäftsjahr mehrere Bereiche zentralisiert. Im Zuge der Akquisitionen im Jahr 2008 übernahm Hönle insgesamt zehn Einzelgesellschaften. Die bestehenden Einzelbuchhaltungen wurden mit einem einheitlichen Buchhaltungssystem in der Dr. Hönle AG zentralisiert. Dies ermöglichte eine effizientere Abbildung der buchhalterischen Vorgänge bei erheblich niedrigeren Personalkosten. Ferner wurde der IT-Bereich zentralisiert und eine einheitliche Datenbank- und Softwarestruktur geschaffen. Ein konzernweites Controlling ermöglicht jetzt jederzeit aktuelle Informationen über den Geschäftsverlauf der Einzelgesellschaften und ein frühzeitiges Einleiten geeigneter Maßnahmen. Die Vereinheitlichung von Baugruppen wird ebenfalls zum künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Bereits im letzten Geschäftsjahr wurde damit begonnen, ein modulares Steuerungskonzept für Hönle- und Eltosch-Anlagen zu entwickeln. Zusammen mit einer einheitlichen stufenlosen Leistungselektrik werden auf diesem Weg die Herstellungskosten gesenkt und der Service vereinfacht. Weitere Einsparpotenziale sind über die Zentralisierung des Einkaufs realisierbar. Es wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Materialbeschaffung im Anlagenbau und im Klebstoffsektor innerhalb der Hönle Gruppe zu bündeln und so die Einkaufskonditionen zu optimieren. Im März 2009 nahm die Eltosch America Inc. ihren Geschäftsbetrieb auf. Die Gesellschaft übernahm den Vertrieb und den Service für die Eltosch UV- und IR-Trocknungsanlagen auf dem amerikanischen Markt. Einmalige Sondereffekte im vierten QuartalInsbesondere im letzten Quartal des Geschäftsjahres wirkten sich mehrere Sondereffekte ergebnismindernd aus. Bei einem operativ nahezu ausgeglichenen Ergebnis im vierten Quartal führten Sondereffekte in Höhe von -1.861 T€ zu einem Betriebsergebnis von -1.872 T€. Dabei fielen insbesondere Restrukturierungskosten in Höhe von 1.166 T€ ins Gewicht. Diese fielen im Zusammenhang mit den Firmenumzügen von vier Gesellschaften der Hönle Gruppe und im Rahmen erforderlicher Personalmaßnahmen an. Darüber hinaus erfolgten Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen der Eltosch GmbH in Höhe von 577 T€. Ferner mussten aus ehemaligen Geschäftsbeziehungen bestehende Forderungen der Eltosch GmbH gegenüber der insolventen Adphos AG wertberichtigt werden. Der sich hieraus ergebende negative Ergebnisbeitrag betrug 118 T€. Weitere Angaben zu den Sondereffekten enthalten die nachfolgenden Erläuterungen zur Ertragslage. ErtragslageDie Wirtschaftskrise wirkte sich negativ auf die Auftragslage der Hönle Gruppe aus. Die Auftragseingänge lagen deutlich unter Vorjahresniveau. Insbesondere bei den UV-Anlagen zur Trocknung von Farben und Klebstoffen war eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung zu verzeichnen. Erst gegen Ende des Geschäftsjahres kam es wieder zu einer Belebung. Die Auftragseingänge und der Auftragsbestand nahmen wieder zu, bewegten sich aber auf einem nach wie vor niedrigen Niveau. Die Umsätze gingen im letzten Geschäftsjahr insgesamt um 7,7 % auf 44.985 T€ zurück. Unterstellt man den derzeitigen Konsolidierungskreis der Hönle Gruppe bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2007/2008, so läge der Umsatzrückgang bei 33,4 %. Der Materialaufwand betrug 19.906 T€. Die Materialaufwandsquote stieg von 44,3 % im Vorjahr auf 45,7 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Anstieg der Quote ist auf den höheren Anteil der Eltosch GmbH am Gesamtumsatz zurückzuführen. Der Personalaufwand wuchs akquisitionsbedingt um 17,1 % auf 16.303 T€. Die Personalaufwandsquote stieg aufgrund der rückläufigen Umsätze von 28,1 % auf 37,4 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen kletterten von 8.677 T€ im Vorjahr auf 12.226 T€ im Berichtsjahr. Auch die Zunahme des sonstigen betrieblichen Aufwands ist auf die Ausweitung des Konsolidierungskreises zurückzuführen. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg von 17,5 % im Vorjahr auf 28,1 %. Das Betriebsergebnis (EBIT) der Hönle Gruppe fiel von 5.630 T€ im Vorjahr auf -3.938 T€. Dieses Ergebnis war durch einige Sondereffekte belastet: Einmalige Sondereffekte im Geschäftsjahr 2008/2009Restrukturierungskosten in Höhe von 1.581 T€ wirkten sich im letzten Geschäftsjahr ergebnismindernd aus. Sie fielen im Zusammenhang mit den Firmenverschmelzungen und Firmenumzügen sowie mit den durchgeführten Personalmaßnahmen an. Darüber hinaus wurden Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen der Eltosch GmbH in Höhe von 727 T€ vorgenommen. Schadensersatzansprüche in dieser Höhe wurden beim Insolvenzverwalter der Advanced Photonics Technologies AG (Adphos AG), der Verkäuferin der Eltosch GmbH, angemeldet. 500 T€ auf einem Treuhandkonto sichern nachträgliche Ansprüche aus dem Kaufvertrag ab. Sofern die beim Insolvenzverwalter angemeldeten Ansprüche berechtigt sind, werden sich Zahlungen aus dem Treuhandkonto im nächsten Geschäftsjahr ergebnissteigernd bemerkbar machen. Die Adphos AG stellte im April 2009 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Aus ehemaligen Geschäftsbeziehungen bestehende Forderungen der Eltosch GmbH gegenüber der Adphos AG mussten wertberichtigt werden. Der sich dadurch ergebende negative Ergebnisbeitrag belief sich auf 118 T€. Schließlich machten sich im letzten Geschäftsjahr Aufwendungen für Ablösezahlungen für einen Handelsvertreter in Höhe von 363 T€ ergebnisbelastend bemerkbar. Insgesamt beliefen sich die einmaligen Sondereffekte im letzten Geschäftsjahr auf 2.426 T€. Das Betriebsergebnis ohne Sondereffekte lag bei -1.512 T€. Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen machten sich erst zeitverzögert bemerkbar. Betrachtet man nur das zweite Halbjahr, so arbeitete die Hönle Gruppe ohne einmalige Sondereffekte operativ wieder profitabel. Insgesamt führten die Einführung von Kurzarbeit, der Stellenabbau im letzten Geschäftsjahr sowie der Wegfall von erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen zu einem Rückgang der Personalaufwendungen um 17,1 %. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag nach 5.908 T€ im Vorjahr bei -4.073 T€. Das Konzernjahresergebnis ging von 4.569 T€ im Vorjahr auf -4.083 T€ zurück. Ertragsentwicklungscroll
FinanzlageDie Hönle Gruppe ist solide finanziert. Grundsätzlich wird die Finanzierung der Unternehmensgruppe zentral gesteuert. Ziel des Hönle-Finanzmanagements ist es, über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen und die Rentabilität möglichst optimal zu gestalten. Zur Sicherung der zukünftigen Liquiditätsausstattung steht ein KfW-Darlehen über 3,0 Mio. € zur Verfügung. Ferner wurde die bestehende Kontokorrentlinie um 700 T€ auf 3.090 T€ erhöht. Der Verschuldungsgrad als Verhältnis von Fremdkapital (12.903 T€) zu Eigenkapital (25.624 T€) verbesserte sich von 0,54 auf 0,50. Im operativen Bereich ist in erster Linie die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten zu erwähnen. Diese resultiert aus der Tilgung der ausstehenden Kaufpreisrate für die im vorangegangenen Geschäftsjahr erworbene Panacol Gruppe in Höhe von 985 T€ und dem Abbau der Tantiemenverbindlichkeiten in Höhe von 640 T€. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Auszahlungen für den Erwerb von weiteren 10 % der Anteile an der PrintConcept GmbH führten zu einem Mittelabfluss von 100 T€. Zusätzlich wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.366 T€ (Vj. 843 T€) getätigt, in erster Linie für Investitionen in die neu bezogenen Betriebsgebäude. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist als wesentlicher Zahlungsmittelabfluss die Dividendenzahlung in Höhe von 1.340 T€ (Vj. 2.076 T€) zu nennen. Darin enthalten ist die Ausschüttung einer Konzerngesellschaft an einen Minderheitengesellschafter in Höhe von 45 T€. Cashflow und Liquiditätsentwicklungscroll
VermögenslageDas Anlagevermögen der Hönle Gruppe beläuft sich auf 15.277 T€ und umfasst Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen. Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Aktien internationaler Standardwerte. Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich insgesamt auf 16.747 T€. Der überwiegende Teil der in Höhe von 9.392 T€ bilanzierten Vorräte sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Deren Wert belief sich zum 30.09.2009 auf 5.780 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum Ende des Geschäftsjahres 7.678 T€. Dieser Forderungsbestand beinhaltet Wertberichtigungen in Höhe von 671 T€. Die liquiden Mittel gingen im Geschäftsjahr 2008/2009 insgesamt um 5.769 T€ auf 3.158 T€ zurück. Der Bestand an kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten der Hönle Gruppe belief sich auf 5.061 T€. Er enthält liquide Mittel, Finanzanlagen und eigene Aktien (Marktwert zum 30.09.2009). Die Hönle Gruppe ist bestrebt die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen. Das Eigenkapital belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 25.624 T€, was einer Eigenkapitalquote von 66,5 % (Vj. 64,8 %) entsprach. Hönle hat in den letzten Jahren insgesamt 325.839 eigene Aktien über die Börse zurückgekauft. Die Anschaffungskosten für den Rückkauf betrugen 2.531 T€. Die Gesellschaft erwarb im Berichtsjahr keine weiteren eigenen Aktien. Der Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten und die Abnahme des Eigenkapitals führten im letzten Geschäftsjahr zu einer Verminderung der Bilanzsumme auf 38.527 T€. Bilanzscroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageInsgesamt wirkte sich die Wirtschaftskrise auch auf die wirtschaftliche Lage der Hönle Gruppe aus. In den Unternehmenssegmenten 'Farben und Lacke' und 'Kleb- und Kunststoffe' gingen die Umsätze deutlich zurück. Einzig bei den Sonderanlagen konnten die Erlöse gesteigert werden. Die konjunkturelle Schwächephase erforderte ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm. Dies beinhaltete auch einen Stellenabbau in mehreren Gesellschaften der Hönle Gruppe. Mit der schnellen Umsetzung der Maßnahmen wurde die Grundlage für ein positives Unternehmensergebnis ab dem nächsten Geschäftsjahr geschaffen. Die liquiden Mittel gingen im letzten Geschäftsjahr um insgesamt 5.769 T€ zurück. Ursachen hierfür waren neben der betrieblichen Tätigkeit, insbesondere die Investitionen in neu bezogene Betriebsgebäude und die Ausschüttung einer Dividende. Die Hönle Gruppe ist nach wie vor solide finanziert. Mit 5,1 Mio. € kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten, den bestehenden Kontokorrentlinien und dem zusätzlich zur Verfügung stehenden KfW-Darlehen in Höhe von 3 Mio. € besteht ausreichend Handlungsspielraum für zukünftige Investitionen. Forschung & EntwicklungDer Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im letzten Geschäftsjahr lag auf der Erweiterung der Produktpalette sowie der Optimierung der Systeme in Hinblick auf ihre Funktionalität, Qualität und Leistungsausbeute. Dabei spielten die Ideen der Mitarbeiter und das Wissen externer Partner wie Industrieunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle. Nachfolgend werden die wichtigsten Produkte vorgestellt, die im letzten Geschäftsjahr im Markt eingeführt wurden: Die jüngste Hönle-Entwicklung ist der LED-Spot. Mit ihm ist es gelungen, die üblichen Vorteile der LED-Technologie, wie die lange Lebensdauer der Strahler und einfaches Handling, auch für die homogene Bestrahlung größerer Flächen darzustellen. Die Lichtaustrittsöffnung des LED-Spots umfasst eine Fläche von 20mm x 20mm, kann aber je nach geforderter Intensität/Homogenität durch Veränderung des Abstands zum Substrat erheblich vergrößert werden. Zusätzlich lässt sich das entstehende Bestrahlungsfeld nochmals in vier Segmente unterteilen, die unabhängig voneinander angesteuert werden können. In Verbindung mit dem bewährten Hönle bluepoint Punktstrahler ist darüber hinaus die Eingabe kompletter Programmabläufe möglich, etwa Belichtungsfolgen mit unterschiedlichen Intensitäten und Wartezeiten. Dadurch können insbesondere in vollautomatischen Fertigungslinien kürzeste Taktzeiten realisiert werden. Den LED-Spot gibt es sowohl luft- als auch wassergekühlt. Letztere Variante macht den LED-Spot auch für Anwendungen im Reinraum geeignet. Für die Integration in kleinste Zwischenräume und für das Aushärten von UV-reaktiven Klebstoffen und Vergussmassen ist das Hochleistungs-Array Hönle LED Powerline mit seinem geringen Gewicht und einer Größe von nur 88mm x 20mm x 50mm ideal geeignet. Auch hier ist der Einsatz des wassergekühlten Gerätes im Reinraum möglich. Der LED-Flood hat eine Bestrahlungsfläche von 15cm x 15cm. Ein Griff an der Oberseite macht diesen Flächenstrahler besonders handlich und ideal zum Fügen von Flächen. Der LED-Flood wird überwiegend im Glasmöbelbereich eingesetzt. Die Vereinheitlichung von Baugruppen wird zum künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. In diesem Bereich laufen mehrere Entwicklungsprojekte. Einen wesentlichen Beitrag wird das modulare Steuerungskonzept für Hönle- und Eltosch-Anlagen und die einheitliche stufenlose Leistungselektrik liefern. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe gingen insgesamt von 900 T€ im Vorjahr auf 656 T€ im letzten Geschäftsjahr zurück. Die Zahl der F&E-Mitarbeiter sank von 47 auf 41 (jeweils zum Geschäftsjahresende). Insgesamt arbeiteten damit 16,6 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Schwerpunkt der Tätigkeit dieser Mitarbeiter liegt in der auftrags- und produktbezogenen Entwicklung. UmweltaspekteDie Hönle Gruppe erzielt einen Großteil ihrer Umsätze im Bereich UV-Technologie. Der Schwerpunkt der Anwendungen liegt in der Trocknung von Farben, Lacken und Klebstoffen. Die UV-Trocknung zeichnet sich im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern wesentlich günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus werden durch die Verwendung der UV-Technologie erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln eingespart. Schließlich trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Lacke dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren. Die VOC-Verordnung der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 als 31. Bundes- Immissionsschutzverordnung in deutsches Recht umgesetzt. Die Richtlinie begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC = volatile organic compounds). Der Zeitplan zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis sieht 2013 als Ende der Übergangsfristen vor; die Verordnung wird dann in vollem Umfang wirksam. Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken bietet eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Daher ergeben sich in naher Zukunft gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der "National Emission Ceilings Directive", geht länderübergreifend weiter. Eine nochmalige Absenkung der Grenzwerte birgt weitere Umsatzpotenziale für die UV-Technologie. MitarbeiterHönle passte den Personalstamm der rückläufigen Auftragslage an. Die Zahl der in der Hönle Gruppe beschäftigten Mitarbeiter (ohne Vorstand) ging von 302 auf 253 jeweils zum Ende des Geschäftsjahres zurück. In sämtlichen Funktionsbereichen wurden Stellen abgebaut. Von den 253 Mitarbeitern der Hönle Gruppe sind 24 in Teilzeit beschäftigt; dies entspricht 9,5 %. Aufgrund der anteiligen Konsolidierung nach der Übernahme der PrintConcept GmbH, der Panacol-und der Eltosch-Gruppe lag die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Geschäftsjahr 2007/2008 mit 258 noch unter der im Geschäftsjahr 2008/2009 mit 276. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig: Funktionsbereichescroll
Aufgrund der schlechten Auftragslage beantragte Hönle im November 2008 Kurzarbeit. Von der Kurzarbeit waren außer der Dr. Hönle AG auch die Eltosch GmbH, die PrintConcept GmbH und die Aladin GmbH betroffen. Ab März 2009 wurde die Kurzarbeit aufgrund der sich bessernden Auftragslage nach und nach reduziert und bis zum Geschäftsjahresende wieder weitgehend beendet. Der Personalaufwand stieg aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises von 13.922 T€ auf 16.303 T€ und teilte sich wie folgt auf: Personalaufwandscroll
Hönle investiert auch in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 16 Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt, sechs mehr als im Vorjahr. Die Hönle Gruppe bildet u.a. Industriekaufleute, Technische Zeichner, Informatikkaufleute, Chemielaboranten, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerwirtschaft aus. Hönle möchte ein hohes Qualifikationsniveau bei seinen Mitarbeitern gewährleisten. Daher investiert das Unternehmen auch permanent in die Aus- und Weiterbildung. NachtragsberichtEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Geschäftsjahresende bei der Hönle Gruppe eingetreten. Angaben nach § 315 Abs. 4 HGBZu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Einziger Aktionär, der einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG gemeldet hat, ist Herr Dietrich Freiherr von Dobeneck. Herr von Dobeneck teilte am 12. Februar 2006 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 25. Januar 2006 bei 10,28 % lag. Davon waren ihm 8,41 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen einzusetzen. Deshalb hat die Hauptversammlung vom 16. März 2005 den Vorstand bis zum 15. März 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.620.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 29. Februar 2008 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. August 2009 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben. Mit Ablauf des 31. August 2009 sind die Befugnisse des Vorstands eigene Aktien zurückzukaufen erloschen. Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen. Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung. Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im Vergütungsbericht erläutert. RisikoberichtDie Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen Risiken frühestmöglich erkannt, bewertet und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen mögliche negative Auswirkungen begrenzt sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens verhindert werden. Zur Überwachung der Risiken wurde bei Hönle ein formalisiertes Risikomanagementsystem eingeführt. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls, aber auch der bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob ein Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Unternehmens informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation). Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Risiken für die Dr. Hönle AG: MarktrisikenDie konjunkturelle Lage verschlechterte sich in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres erheblich. Als Folge der weltweiten Finanzkrise kam es zu einer schnell um sich greifenden Rezession. Insbesondere der Investitionsgüterbereich bekam den wirtschaftlichen Abschwung sehr deutlich zu spüren – Umsatzrückgänge im zweistelligen Prozentbereich waren nicht die Ausnahme. Auch der größte Absatzmarkt für die Hönle Gruppe, die Druckindustrie, litt unter der anhaltenden Investitionsschwäche. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres hellte sich die Stimmung auf und die konjunkturelle Lage besserte sich. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der positive Trend im neuen Geschäftsjahr anhält. Ein erneuter konjunktureller Abschwung, möglicherweise aufgrund steigender Arbeitslosenzahlen und in Folge dessen nachlassenden Konsums, stellt derzeit das größte Risiko für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe dar. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, welche es ermöglicht, auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell zu reagieren. FinanzrisikenSowohl die durch die Wirtschaftskrise belastete Geschäftsentwicklung als auch die Integration der neuen Gesellschaften in den Hönle-Verbund führten im letzten Geschäftsjahr zu erheblichen Mittelabflüssen bei der Hönle Gruppe. Der Vorstand hat entsprechende Maßnahmen ergriffen, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens sicherzustellen. Ferner sind die im Zusammenhang mit der Integration der neuen Gesellschaften stehenden Sonderbelastungen weitgehend abgeschlossen und die durch die Wirtschaftskrise ausgelöste Talfahrt scheint beendet – die Geschäftsaussichten hellten sich in den letzten Wochen daher wieder deutlich auf. Der Euro hat sich im Laufe des Jahres 2009 gegenüber dem Dollar deutlich verteuert. Bereits seit 2001 verliert der Dollar im Vergleich zum Euro an Wert. Es ist davon auszugehen, dass weiter steigende Kurswerte des Euros sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da sämtliche Umsätze in Euro fakturiert wurden, verzichtete Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Andererseits birgt ein zukünftig wieder schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft im europäischen Ausland. Die Hönle Gruppe hält Finanzanlagen in Aktien. Es handelt sich dabei überwiegend um internationale Standardwerte. Zum Ende des Geschäftsjahres wurde aufgrund der insgesamt negativen Kursentwicklung der Aktienwerte eine Abschreibung auf die Börsenkurse vorgenommen. Es ist möglich, dass die Aktienkurse weiter nachgeben und eine nochmalige Wertberichtigung durchgeführt werden muss. Andererseits besteht die Chance einer künftig wieder positiven Kursentwicklung und einer entsprechenden Zuschreibung. Ähnliche Chancen und Risiken gelten auch für die von der Dr. Hönle AG gehaltenen eigenen Anteile. Hinsichtlich der bestehenden Firmenwerte aus den im Geschäftsjahr 2007/2008 durchgeführten Unternehmenserwerben kann das generelle Risiko einer Korrektur der Wertansätze nicht ausgeschlossen werden. Operative RisikenDie Dr. Hönle AG übernahm im Mai 2008 die Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Bei deutlich rückläufigen Umsätzen der Gesellschaft resultierte ein negatives Unternehmensergebnis. Hönle hat im letzten Geschäftsjahr Maßnahmen umgesetzt, um die Ertragskraft zu verbessern. So wurden die Personalkosten deutlich gesenkt, die bisher fremd gefertigten Eltosch-Anlagen werden nun in der Dr. Hönle AG gefertigt und mit der Entwicklung gleicher Baugruppen für Eltosch- und Hönle-Anlagen wurde begonnen. Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Account Kunden wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt dem gegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen. Eine Fusion von Unternehmen auf der Absatzseite der Hönle Gruppe könnte zu einer Neuausrichtung in der Einkaufspolitik dieser Unternehmen führen. Dies könnte mittel- bis langfristig zu deutlichen Umsatzverschiebungen oder auch Umsatzrückgängen führen. Andererseits besteht durch die Neuausrichtung der Einkaufspolitik die Chance auf steigende Umsätze in einem dann größeren Unternehmensverbund. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden, insbesondere in Folge der Wirtschaftskrise, ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an. Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Ein personalpolitisches Risiko stellt der mögliche Wegfall von wesentlichen Know-how-Trägern dar. Um dieses Risiko zu minimieren, hat Hönle ein Stellvertreterprinzip eingeführt, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. GesamtrisikoIn der Gesamtbetrachtung der Risiken haben die Marktrisiken, die sich aus der Folge der weltweiten Wirtschaftskrise ergeben, die größte Bedeutung. Insgesamt sind derzeit keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten. VergütungsberichtVergütung der VorständeDie Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Erfolgsunabhängige Bezügescroll
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Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von T€ 12 geleistet. Leistungen bei Beendigung der VorstandstätigkeitDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder umfasst fixe und variable Bestandteile. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung des Aufsichtsratsmitglieds und am wirtschaftlichen Erfolg der Dr. Hönle AG. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt. Erfolgsunabhängige Bezügescroll
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PrognoseberichtMarktausblickDer Tiefpunkt der schwersten weltwirtschaftlichen Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg scheint überwunden. Vieles deutet auf eine konjunkturelle Erholung hin. Die Lage an den Finanzmärkten hat sich entspannt, die Stimmungsindikatoren weisen wieder nach oben, die Auftragseingänge haben zugenommen und die Produktionstätigkeit ist gestiegen. Ausschlaggebend für den Umschwung war die Stabilisierung an den Finanzmärkten, zu der es im Frühjahr 2009 in Folge massiver Stützungsprogramme mehrerer Regierungen gekommen war. Die Risikoneigung der Investoren erhöhte sich inzwischen wieder merklich. In der Realwirtschaft machen sich zudem die anregenden Wirkungen der staatlichen Konjunkturprogramme positiv bemerkbar. Während der Bundesverband Druck und Medien für 2010 keine Umsatzsteigerungen für die Druckindustrie erwartet, geht Hönle in seinem Geschäftsfeld von höheren Umsätzen im nächsten Geschäftsjahr aus. Hönle dürfte von dem Trend zur Verwendung von UV-Trocknern in der Druckindustrie profitieren, das Auftragsvolumen wird voraussichtlich wieder steigen. Andere Märkte, die von der Hönle Gruppe bedient werden, werden sich im nächsten Geschäftsjahr aufgrund der konjunkturellen Belebung voraussichtlich ebenfalls positiv entwickeln. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie stabil die derzeitige Marktverfassung und wie nachhaltig die konjunkturelle Belebung der Weltwirtschaft ist. Ausblick für die Hönle GruppeDie Dr. Hönle AG hatte im Jahr 2008 mehrere Gesellschaften akquiriert. Zentrale Aufgabe war daher im letzten Geschäftsjahr die erfolgreiche Integration der neuen Unternehmen. Weitreichende Veränderungen brachte die Überführung der kompletten Fertigung der Eltosch-Anlagen in die Dr. Hönle AG mit sich – die Fertigung erfolgte bisher vollständig bei Fremdunternehmen. Sowohl Hönle- als auch Eltosch-Anlagen lassen sich durch die Eigenfertigung jetzt effizienter und kostengünstiger herstellen. Gleichzeitig wird ein hoher Qualitätsstandard der Anlagen für die Druckindustrie sichergestellt. Die Auftragslage hat sich für die Dr. Hönle AG aufgrund einer einsetzenden wirtschaftlichen Erholung und der Übernahme der Eltosch-Fertigung erheblich verbessert. Daher plant Hönle die Räumlichkeiten zu vergrößern, um eine effiziente Fertigung und Inbetriebnahme auch in Zukunft sicherzustellen. Die Verlagerung von Funktionen der Einzelgesellschaften auf die Dr. Hönle AG trug dazu bei, die jährlichen Personalaufwendungen im Konzern zu reduzieren. Dies betraf insbesondere die Bereiche Einkauf, IT, Buchhaltung und Logistik. Die Neustrukturierung der Unternehmensgruppe führte im letzten Geschäftsjahr zu einigen Sonderbelastungen für die Hönle Gruppe. Im neuen Geschäftsjahr sind keine in diesem Zusammenhang stehenden Sondereffekte zu erwarten. Das Investitionsvolumen für den Ausbau der Geschäftsaktivitäten wird voraussichtlich bei unter einer Million Euro liegen. Die Umstrukturierung der Hönle Gruppe ist weitgehend abgeschlossen. Dadurch wurde die Grundlage für ein langfristiges ertragsstarkes Wachstum der Hönle Gruppe geschaffen. Dabei ist die Hönle Gruppe so aufgestellt, dass ab einem Umsatz von 42 Mio. € ein positives Ergebnis erwartet wird. Die Auftragslage verbesserte sich zum Ende des Geschäftsjahres in allen Unternehmenssegmenten. Sowohl der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand lagen über den Vorquartalen. Erfreulich ist insbesondere, dass im größten Segment 'Farben und Lacke' eine positive Entwicklung zu erkennen ist. Doch auch in den Unternehmenssegmenten 'Kleb- und Kunststoffe' und bei den Sonderanlagen erwartet der Vorstand einen Umsatzanstieg im neuen Geschäftsjahr. Ein detaillierter Ausblick auf das Gesamtjahr ist wegen der unsicheren weiteren konjunkturellen Entwicklung schwer prognostizierbar. Hönle geht jedoch für das Geschäftsjahr 2009/2010 selbst bei einer schwachen konjunkturellen Entwicklung von einem deutlich positiven Ergebnis aus. Auch für das Folgejahr wird unter dieser Prämisse von einem weiter steigenden Umsatz und Ergebnis ausgegangen.
Gräfelfing, 21. Dezember 2009 Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand Corporate Governance BerichtErklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 21. Dezember 2009Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, Empfehlungen der Regierungskommission sowie Anregungen der Regierungskommission. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen. Die Dr. Hönle AG entspricht weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, in der Fassung vom 18. Juni 2009, ab: Selbstbehalt bei D&O VersicherungenDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfahl bisher in Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abschließt (sog. Directors and Officers Liability Insurances, kurz D&O-Versicherungen), einen angemessenen Selbstbehalt vorzusehen (Kodexziffer 3.8 Absatz. 2). Im Rahmen des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts (BilMoG) ist ein Selbstbehalt bei einer D&O-Versicherung künftig gesetzlich vorgeschrieben. Die Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung mit der die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat ihre Aufgabe wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt verbessert werden kann. Dennoch wird die Dr. Hönle AG zukünftig ihre aktuellen D&O-Versicherungsverträge, die derzeit keinen Selbstbehalt der Organmitglieder vorsehen, anpassen, um damit den geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen Folge zu leisten. Zusammensetzung des VorstandsDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Beide Vorstände arbeiten seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht. Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der VorstandstätigkeitDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Bildung von Ausschüssen im AufsichtsratDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) bilden soll (Kodexziffer 5.3.1 Satz 1). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden zurzeit keine Ausschüsse gebildet. Altersgrenzen von AufsichtsratsmitgliedernDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder (Kodexziffer 5.4.1 Satz 2). Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen eine erfolgsabhängige Vergütung erhalten sollen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 2). Die Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente die Qualität der Tätigkeit des Aufsichtsrats erhöht. Die Gesellschaft beabsichtigt daher auf ihrer nächsten Hauptversammlung die Teilung der Aufsichtsratsvergütung in eine erfolgsunabhängige und eine erfolgsabhängige Vergütung aufzuheben und eine fixe Aufsichtsratsvergütung zu beschließen. RechnungslegungDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden sollen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit und beabsichtigt auch in der Zukunft Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat zu veröffentlichen. Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Die Dr. Hönle AG hat bereits in der Vergangenheit und beabsichtigt auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Die Veröffentlichung der Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichts-zeitraums. Angaben gemäß Deutscher Corporate Governance KodexVergütung der VorständeDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Vorstände in einem Vergütungsbericht, der Teil des Corporate Governance Berichts ist, offenzulegen (Kodexziffer 4.2.5). Dabei soll auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert werden. Die Dr. Hönle AG weist die Vergütung der Vorstände im Lagebericht des Geschäftsberichtes im Kapitel Vergütungsbericht detailliert aus und erläutert dabei die Grundzüge des Vergütungssystems in einer allgemein verständlichen Form. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen auszuweisen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG legt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Lagebericht des Geschäftsberichtes im Kapitel Vergütungsbericht offen. Directors DealingsDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Geschäfte in Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht zu veröffentlichen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen auf der Homepage www.hoenle.de unter der Rubrik "Investor Relations", "Directors' Dealings". Folgende mitteilungspflichtige Geschäfte wurden der Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2008/2009 gemeldet: Name: Prof. Dr. Karl Hönle Funktion: Aufsichtsrat Kauf Wertpapier: Aktie der Dr. Hönle AG (WKN 515710) Börsenplatz: München Preis pro Stück: € 3.90 Stückzahl: 1 000 Gesamtvolumen: € 3 900 Wertpapierbesitz der OrganeDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt im Corporate Governance Bericht Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente im Geschäftsbericht in der Rubrik Corporate Governance im Kapitel "Aktienbesitz und Bezugsrechte der Organe" detailliert aus. AktienoptionsprogrammeDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt im Corporate Governance Bericht über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft zu berichten (Kodexziffer 7.1.3). Die Dr. Hönle AG erläutert die Aktienoptionsprogramme im Anhang des Geschäftsberichtes detailliert im Kapitel Aktienoptionspläne. Aktienbesitz und Bezugsrechte der OrganeWertpapierbestand zum 30. September 2009scroll
Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, wir haben die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden. So haben wir in einem von der Wirtschaftskrise gezeichneten Geschäftsjahr weitreichende Maßnahmen beschlossen, um den Aufwandsbereich massiv zu entlasten und gleichzeitig die Basis für eine erfolgreiche Entwicklung der Hönle Gruppe zu schaffen. Zur Vorbereitung von Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet. Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in sechs Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder vollzählig vertreten waren. Auf der Grundlage umfassender Berichte des Vorstands und anschließender Beratungen befassten wir uns unter anderem mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder ein Aufsichtsratsbeschluss erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands. Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Schwerpunkte der BeratungenIn der Sitzung am 6. November 2008 erhielten wir einen Bericht über die aktuellen Konzernzahlen, der auch einen Vergleich mit den prognostizierten Zahlen beinhaltete. Im Jahr 2008 erfolgten drei Unternehmenskäufe. Daher ging der Vorstand insbesondere auf die Geschäftsentwicklung der Einzelgesellschaften detailliert ein. Weiteres Thema war der aktuelle Projektstand zur Produktionsverlagerung der Eltosch UV-Anlagen in die Dr. Hönle AG. Ferner wurde die neue Organisationsstruktur der Eltosch dargelegt. In der Klebstoffsparte stellte uns der Vorstand die geplanten Maßnahmen zur Neustrukturierung der Panacol Gruppe und der Wellomer dar. Diese umfasste die Schaffung eines neuen zentralen Klebstoffstandortes in Steinbach bei Frankfurt, in dem die Aktivitäten von drei Einzelgesellschaften gebündelt wurden sowie die in diesem Zusammenhang geplante Verschmelzung der Wellomer GmbH auf die Panacol Elosol GmbH. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Darstellung der wirtschaftlichen Lage, insbesondere der Lage in der Druckindustrie und der Auswirkungen einer sich abzeichnenden Wirtschaftskrise auf die weitere Entwicklung der Hönle Gruppe. Die Folgen der Wirtschaftskrise waren auch Thema der Aufsichtsratssitzung am 1. Dezember 2008. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand den Stand der Kostensenkungsmaßnahmen. Ferner erhielten wir vom Vorstand einen detaillierten Bericht über den Stand der Integration der neuen Gesellschaften in die Hönle Gruppe. Schließlich erläuterte uns der Vorstand die weitere Unternehmensstrategie in den einzelnen Geschäftsfeldern. Am 30. Januar 2009 legte der Vorstand uns und dem beauftragten Wirtschaftsprüfer den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2008 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse. Auf der gleichen Sitzung legten wir die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung am 25. März 2009 fest. Nach Abwägung sowohl der Entwicklung des letzten Geschäftsjahres als auch der erwarteten zukünftigen Unternehmensentwicklung beschlossen wir, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,25 € je Aktie vorzuschlagen. Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Hönle Gruppe sowie die Planungen für das Geschäftsjahr 2008/2009. Darüber hinaus gaben wir eine mit dem Vorstand abgestimmte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz ab. In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2009 erhielten wir einen Bericht über den Konzernzwischenabschluss zum Februar 2009. Der Bericht enthielt Angaben über die Geschäftsentwicklung, die Finanz- und Ertragslage sowie eine Prognose über die weitere Entwicklung. Anschließend ließen wir uns die aktuelle Geschäftsentwicklung bei den neu erworbenen Gesellschaften und den Stand der Kostensenkungsmaßnahmen in den Einzelgesellschaften erläutern. Ein weiteres Thema der Aufsichtsratssitzung war die Neustrukturierung der Klebstoffsparte und die damit verbundenen Investitionen. Am 12. Mai 2009 trafen wir uns zu einer Sitzung, auf der wir auf Basis vorläufiger Halbjahreszahlen die Geschäftslage sowie aufgrund der Auftragseingänge den weiteren Geschäftsverlauf erörterten. Ferner erläuterte uns der Vorstand detailliert die Liquiditätslage der Hönle Gruppe. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Analyse der technologischen Entwicklungen im Bereich der UV-Anwendungen sowie die weitere strategische Ausrichtung des Unternehmens. In der Sitzung am 1. Juli 2009 legte uns der Vorstand den Verlauf der ersten acht Monate des laufenden Geschäftsjahres dar. Dabei ging er insbesondere auf die Geschäftsentwicklung der Eltosch GmbH und der Panacol GmbH ein, die wesentlich zu dem negativen Ergebnis der Hönle Gruppe beitrugen. Ferner wies er uns auf Sondereffekte im Zuge der Restrukturierung der Hönle Gruppe hin, die insbesondere im letzten Quartal des Geschäftsjahres das Ergebnis belasten werden würden. Corporate GovernanceDer Deutsche Corporate Governance Kodex wurde in einigen Bereichen geändert und ergänzt. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Die Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat blieb im Geschäftsjahr 2008/2009 unverändert. Jahresabschluss und KonzernabschlussDie Hauptversammlung vom 25. März 2009 wählte die AWT Horwath GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008/2009. Die AWT Horwath GmbH prüfte den Jahresabschluss zum 30. September 2009 und den Lagebericht der Dr. Hönle AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. In der Aufsichtsratssitzung vom 12. Januar 2010 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein. Die Berichte des Abschlussprüfers wurden uns zur Einsichtnahme ausgehändigt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt. Das Geschäftsjahr 2008/2009 war geprägt von der konjunkturellen Krise und einer weitreichenden Restrukturierung der Unternehmensgruppe nach mehreren Firmenübernahmen im Jahr 2008. In Anbetracht des im letzten Jahr entstandenen Fehlbetrags werden Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung am 23. März 2010 vorschlagen, die Dividendenzahlung auszusetzen. Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen, Geschäftsführern und Mitarbeitern der Hönle Gruppe für ihren Einsatz in einem ereignisreichen Geschäftsjahr 2008/2009.
Gräfelfing, den 12. Januar 2010 Dr. Hans-Joachim Vits, Vorsitzender des Aufsichtsrats Organe der GesellschaftVorstandNorbert Haimerl Diplom-Betriebswirt (FH) (47 Jahre) verantwortlich für Finanzen und Personal Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung der Schiessl GmbH & Co. KG startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei der MAN Roland Vertrieb Bayern GmbH als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Heiko Runge Diplom-Ingenieur (FH) (45 Jahre) verantwortlich für Vertrieb und Technik Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. AufsichtsratDr. Hans-Joachim Vits Rechtsanwalt Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Vits verantwortete fünf Jahre die kaufmännische Geschäftsführung der Robert Bosch Espanola S.A., Madrid, bevor er als geschäftsführender Gesellschafter zwölf Jahre in der mittelständischen Familiengruppe Schwelmer Eisenwerk, Schwelm arbeitete. Nach Auseinandersetzung der Familienstämme der Eisenwerksgruppe brachte er seine Beteiligung in eine Vermögensverwaltung ein und arbeitete als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschafts-/Anwaltskanzlei. Er hatte zahlreiche Ehrenämter inne, u.a. im Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ferner übernahm er zahlreiche Aufsichtsmandate, u.a. als Vorsitzender der IVECO Magirus Brandschutztechnik AG und als Mitglied der Salzgitter Maschinenbau AG, der Gothaer Versicherungsgruppe und der Sintermetallwerk Krebsöge GmbH. Prof. Dr. Karl Hönle Diplom-Physiker stellv. Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hönle ist emeritierter Professor der Fachhochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig. Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH. Eckhard Pergande Bankkaufmann, Bankfachwirt Aufsichtsrat Eckhard Pergande war von 1980 bis 1990 Sprecher des Vorstands der Münchner Bank e.G.. Danach übernahm er bis 2002 den Vorstandsvorsitz der Lagerland AG. Er bekleidete in dieser Zeit diverse Ehrenämter in berufsständischen Verbänden auf Bundesebene. KonzernabschlussBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Versicherung der gesetzlichen Vertreter Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Eigenkapitalveränderungsrechnung Kapitalflussrechnung AnhangBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffen-des Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 30. Dezember 2009 AWT Horwath GmbH ppa. A. Haas, Wirtschaftsprüfer ppa. S. Spitaler, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Gräfelfing, den 21. Dezember 2009 Dr. Hönle AG Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand Konzerngewinn- und –verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2008 bis 30.09.2009 nach IFRSscroll
Konzernbilanz zum 30.09.2009 nach IFRSAKTIVA scroll
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.10.2008 – 30.09.2009 nach IFRSscroll
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Die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
wird unter der Anhangsangabe (27) erläutert. Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.10.2008 – 30.09.2009 nach IFRSscroll
Die Kapitalflussrechnung wird unter der Anhangsangabe
(43) erläutert. Anhang zum IFRS – Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009der Dr. Hönle AG, GräfelfingALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN1. Grundlagen der RechnungslegungDie Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland. Die Dr. Hönle AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern industrieller UV-Technologie. Zusammen mit seinen Tochterfirmen entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern UV-Strahlungssysteme, UV-Strahler, UV-Klebstoffe und Vergussmassen für industrielle Anwendungen. Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss umfasst die Gewinn- und Verlustrechnung, die Bilanz, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September. Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 23.12.2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. 2. Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 19), der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 31), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 37) sowie bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz. 21) getroffen worden. 3. KonsolidierungKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 30.09.2009 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen: scroll
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Die Beteiligungsquoten repräsentieren zugleich jeweils die Stimmrechtsquoten. Die genannten Unternehmen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Auf eine Konsolidierung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH (im Folgenden Solitec GmbH) wurde trotz Vorliegens einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis der Solitec beträgt T€ 2 (Vj. T€ 7), die Höhe des Eigenkapitals beträgt T€ 36 (Vj. T€ 34). Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008/2009 sind im vorangegangenen Geschäftsjahr 2007/2008 die Ergebnisse der Panacol Gruppe und der PrintConcept GmbH erst ab dem Erwerbszeitpunkt 01.01.2008, die Ergebnisse der Eltosch Torsten Schmidt GmbH und der Eltosch Service GmbH ab 15.05.2008 anteilig in das Konzernergebnis eingeflossen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar: scroll
KonsolidierungsmethodenMinderheitenanteile am Reinvermögen (außer am Geschäfts- oder Firmenwert der konsolidierten Tochterunternehmen) werden getrennt vom Eigenkapital des Konzerns ermittelt. Minderheitenanteile bestehen zum einen aus dem Betrag solcher Anteile zum Tag des ursprünglichen Unternehmenszusammenschlusses und zum anderen aus dem Minderheitenanteil an den Änderungen des Eigenkapitals ab dem Zeitpunkt des Zusammenschlusses. Verluste, die den Minderheitenanteilen zugerechnet werden und ihren Anteil am Eigenkapital des Tochterunternehmens übersteigen, werden gegen den Konzernanteil verrechnet. Der Erwerb von Tochterunternehmen und Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Firmenwert bilanziert. Passivische Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von Minderheiten werden direkt im Eigenkapital verrechnet. Die Firmenwerte werden auf Basis der zugehörigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit jährlich auf Wertminderung überprüft. Im Falle einer festgestellten Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. WährungsumrechnungDie funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Für die Tochtergesellschaften in England und in der Schweiz ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP) bzw. der Schweizer Franken (CHF), für die amerikanische Tochtergesellschaft der US-Dollar (USD). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. scroll
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Sicherungsgeschäfte wurden nicht vorgenommen. 4. Neu herausgegebene RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2008/2009 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB bzw. IFRIC erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.
Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC im Laufe des Geschäftsjahres 2008/2009 folgende neue Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich.
5. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten, die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird. Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitieren. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages wird mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst. Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt. Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Textziffer 19. Immaterielle Vermögenswerte des AnlagevermögensEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt: scroll
Abweichend davon können sich – bei im Rahmen von akquisitionsbedingten Erstkonsolidierungen übernommenen Immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer – andere Nutzungszeiträume ergeben. Diese immateriellen Vermögenswerte beziehen sich insbesondere auf Kundenbeziehungen und Technologie. Die entsprechenden voraussichtlichen gewichteten durchschnittlichen Nutzungszeiträume lagen bei spezifischen Transaktionen zwischen zehn und 20 Jahren für Kundenbeziehungen. SachanlagevermögenDie Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben. Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrunde gelegt: scroll
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Finanzielle VermögenswerteDie Einordnung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:
Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab. Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet, sie werden jedoch mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Für diese Anteile existiert kein aktiver Markt und die Zeitwerte lassen sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln. Die ausgewiesenen Aktien werden als "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert. Sie werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der sich aus dem Börsenpreis zum Stichtag ergibt. Die aus Änderungen des Zeitwertes entstehenden Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 39 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zu dem Zeitpunkt, an dem die finanziellen Vermögenswerte ausgebucht werden oder an dem eine dauerhafte Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Die kurzfristigen Forderungen werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugerechnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertminderungen berücksichtigt. Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert. Latente SteuernZur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebene Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporären Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:
Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze. Latente Steuern werden grundsätzlich mit dem im Zeitpunkt der Umkehr der Differenz bzw. der Nutzung der Verlustvorträge gültigen Steuersatz bewertet. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) als Verbrauchsfolgeverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Forderungen, sonstige Vermögenswerte, aktive RechnungsabgrenzungForderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet. Valutaforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde nicht vorgenommen, da eine marktübliche Verzinsung gegeben ist bzw. - im Fall des Rückkaufwerts der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter - der Bilanzansatz dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag entspricht. LeasingIn den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 zu qualifizieren sind, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand aktiviert und die Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten als finanzielle Verbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode passiviert. Die Behandlung als Finanzierungsleasing führt in der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Abschreibungsaufwand in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes sowie zu Finanzierungsaufwendungen. Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigene AnteileDie erworbenen eigenen Anteile wurden gemäß IAS 32.33 als gesonderter Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgesetzt. VerbindlichkeitenFinanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Bilanz angesetzt. Dazu zählen in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Darlehen. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten stehen mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag in der Bilanz. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus Tantiemen und Prämien, Weihnachtsgeld, ausstehendem Resturlaub und Gleitzeitüberhänge erfasst. Valutaverbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. RückstellungenDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von Defined-Benefit-Plänen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der so genannten Korridormethode entsprechend IAS 19.92 berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichen Betrages. Die Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Aktienbasierte VergütungDie Bilanzierung des Aktienoptionsprogramms für Vorstand und Mitarbeiter erfolgt gemäß IFRS 2 anhand finanzmathematischer Methoden auf der Grundlage von Optionspreismodellen. Dabei werden die Optionen am Tag der Gewährung zum Zeitwert bewertet. Dieser wird dann als Vergütungsaufwand über den Zeitraum verteilt, innerhalb dessen die Arbeitnehmer einen uneingeschränkten Anspruch auf die Instrumente erwerben. UmsatzrealisierungDie Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen. Zuwendungen der öffentlichen HandErfolgsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden in der Periode, für die sie gewährt wurden, als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. 6. UmsatzerlöseZur Aufgliederung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Angaben der Segmentberichterstattung. T€ 7 (Vj. T€ 8) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen. 7. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Unter der Position "Sonstige" sind in Höhe von T€ 358 Erträge aus Forderungsverzicht sowie in Höhe von T€ 74 für Lohnersatzleistungen enthalten. 8. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungenscroll
9. Personalaufwandscroll
Im Geschäftsjahr 2008/2009 sind keine Aufwendungen aufgrund IFRS 2 im Personalaufwand enthalten. Im Vorjahr belief sich der Betrag auf T€ 13, davon entfielen T€ 2 auf den Vorstand der Dr. Hönle AG. Zu den Aktienoptionen vgl. auch Tz. 47. 10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des AnlagevermögensDie Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt. In den Geschäftsjahren 2008/2009 und 2007/2008 waren aufgrund der jährlich durchzuführenden Wertminderungstests keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte vorzunehmen. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 19) enthalten. 11. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
In den sonstigen Kosten sind in Höhe von T€ 226 Verluste aus Anlagenabgängen enthalten. Diese sind in erster Linie durch Umzüge von Tochtergesellschaften in neue Räumlichkeiten und die damit verbundenen Abgänge von Mietereinbauten veranlasst. Außerdem sind in den sonstigen Kosten eine Vergleichszahlung resultierend aus einem Rechtsstreit in Höhe von T€ 363, Forderungsverluste in Höhe von T€ 168 und Lizenzausgaben in Höhe von T€ 47 enthalten. Der erhöhte Anpassungsbedarf von Wertberichtigungen auf Forderungen beträgt T€ 333. Die fixen Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2008/2009 belaufen sich auf T€ 18 (Vj. T€ 18). Bedingt durch das negative Geschäftsjahresergebnis der Unternehmensgruppe und die beabsichtigte Aussetzung der Dividendenzahlung entsteht aus dem variablen Vergütungsanspruch voraussichtlich keine Zahlung (Vj. T€ 18). Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2008/2009 T€ 484 (Vj. T€ 270). Davon entfallen T€ 380 auf Fahrzeuge. 12. Zinserträgescroll
Die Erträge aus Finanzanlagen und sonstigen Wertpapieren in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 71) resultieren in erster Linie aus Ausschüttungen des Wertpapierdepots der Dr. Hönle AG und einer den Zahlungsmitteläquivalenten zugeordneten Geldmarktfondsanlage der Honle France. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von T€ 79 (Vj. T€ 449) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen. Der Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegen die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH beträgt T€ 16 (Vj. T€ 24). 13. ZinsaufwendungenDie Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthält Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 30 (Vj. T€ 59), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns entfallen. Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt T€ 22 (Vj. T€ 19). Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von T€ 13 (Vj. T€ 13) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt. 14. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie effektiven und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 25 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem Steueraufwand im Konzernabschluss nach IFRS dar: scroll
Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder: scroll
15. Ergebnisanteil, der den Minderheitenanteilen zuzuordnen istDie Minderheitenanteile an den Ergebnissen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen: scroll
16. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeIn der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind T€ 92 (Vj. T€ 19) periodenfremde Erträge und T€ 310 (Vj. T€ 110) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Davon entfallen T€ 104 auf eine Auflösung für Pensionsrückstellungen aufgrund einer Planänderung bei einer Tochtergesellschaft. In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ist periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 284 (Vj. T€ 122) enthalten. Dieser entfällt mit T€ 77 auf Belastungen durch Nachbearbeitungen eines Kundenauftrages, Schadensersatzleistungen in Höhe von T€ 17, sowie T€ 115 für nachbelastete Leistungen. 17. Aufwendungen für Forschung und EntwicklungForschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 „Intangible Assets“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe entweder nicht vollständig erfüllt werden oder weil die zu aktivierenden Beträge, bedingt durch die kurze Zeitspanne zwischen technischer Realisierbarkeit und tatsächlicher Markteinführung, unwesentlich sind. Die Ausgaben für auftragsunabhängige Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen T€ 656 (Vj. T€ 900). 18. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernjahresergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode ausgegebenen Aktien errechnet. Die Gewichtung der durchschnittlichen Anzahl der Aktien bzw. der potenziellen Aktien berücksichtigt den Zeitpunkt der Emission der Aktien bzw. der Bezugsrechte auf potenzielle Aktien. Der durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien (325.839 Stück) wurde sowohl beim unverwässerten als auch beim verwässerten Ergebnis je Aktie von der gewichteten Anzahl der Aktien in Abzug gebracht. Unverwässertes Ergebnis je Aktiescroll
Die im Rahmen des Mitarbeiteraktienoptionsprogramms ausgegebenen Aktienoptionen führten zu keinem Verwässerungseffekt, da die Optionen aufgrund der Nichterfüllung der Erfolgsziele nicht ausübbar waren und der Ausübungspreis über dem durchschnittlichen Marktpreis der Aktie lag. Verwässertes Ergebnis je Aktiescroll
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ19. AnlagevermögenUnter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:
Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009der Dr. Hönle AGscroll
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Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008der Dr. Hönle AGscroll
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Geschäfts- oder FirmenwertGeschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen. Im Dr. Hönle Konzern sind die Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ 6.927 (Vj. T€ 6.927) ausschließlich der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Geschäftsbereich UV-Geräte und -Anlagen bildet. Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte in Übereinstimmung mit der unter Tz. 5 dargestellten Vorgehensweise. Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich etwaiger Verkaufskosten und ihrem Nutzungswert. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für den Geschäftsbereich UV-Geräte und -Anlagen erfolgte auf Basis des Nutzungswertes. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cash Flows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen. Die Prognose der Cash Flows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, gestützt auf interne Erfahrungswerte und externe Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Die Wachstumsraten für den Umsatz liegen im Planungszeitraum zwischen +0,6 % und +20 %. Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts werden für die folgenden Cash Flows Wachstumssteigerungen in Höhe von 1 % angenommen. Diese liegen nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Auf der Grundlage dieser Cash-Flow-Prognosen wurde der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung eines Kapitalkostensatzes vor Ertragsteuern von 9,4997 % (Vj. 9,754 %) ermittelt. Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine nach vernünftigem Ermessen mögliche Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der kumulierte Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren kumulierten erzielbaren Betrag übersteigt. Immaterielle VermögenswerteIm Zuge der Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2007/2008 wurden Marken, Kundenstämme sowie Fertigungstechnologie erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie Anpassungsaufwendungen für ERP-Software. Sachanlagen• Grundstücke und GebäudeIn dieser Position wird das im Geschäftsjahr 2004/2005 durch die Dr. Hönle AG erworbene Firmengebäude der Aladin GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird der jeweiligen Nutzungsart entsprechend über 10, 33,33 bzw. 50 Jahre abgeschrieben. Zur Absicherung des Immobiliendarlehens wurde eine erstrangige Grundschuld über T€ 800 gegenüber der Darlehensgeberin eingeräumt (vgl. Tz. 28). Ebenfalls in dieser Position ist das im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworbene Firmengebäude der Domino S.à.r.l. ausgewiesen. Der Buchwert zum 30.09.2009 beträgt T€ 744 (Vj. T€ 769). Das Gebäude wird über eine Nutzungsdauer von 33,33 Jahren linear abgeschrieben. Im Gegenzug wurde eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing passiviert (vgl. Tz. 29). Über das Gebäude kann aufgrund des bestehenden Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Zum Ende der Vertragslaufzeit April 2012 wird die Immobilie vertragsgemäß auf den Konzern übertragen. • Technische Anlagen und MaschinenDie in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 - 19 Jahren linear abgeschrieben. • Andere Anlagen, Betriebs- und GeschäftsausstattungDie Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 - 23 Jahren linear abgeschrieben. In den Vermögenswerten der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind Fahrzeuge enthalten, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden. Die Buchwerte der Fahrzeuge belaufen sich zum 30.09.2009 auf T€ 32 (Vj. T€ 65). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 29). Über die Fahrzeuge kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Die zum Vertragsende vereinbarte Kaufoption soll nach gegenwärtigen Planungen in Anspruch genommen werden. FinanzanlagenDie unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 26 betreffen ausschließlich die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH. Sie wurde aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Weiterhin enthält die Position Wertpapiere des Anlagevermögens. Dabei handelt es sich ausschließlich um Aktien internationaler Unternehmen. Veränderungen der Marktwerte für diese Aktien werden erfolgsneutral in dem "Sonderposten Neubewertung" im Eigenkapital erfasst. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem Absinken des Marktwertes unter die Anschaffungskosten. Zum Bilanzstichtag lag der Börsenwert der noch gehaltenen Aktien bei T€ 215 (Vj. T€ 218). Für die zum Bilanzstichtag gehaltenen Aktien ergab sich aus der Anpassung der Zeitwerte zum 30.09.2009 eine Reduzierung des „Sonderpostens Neubewertung“. Insgesamt reduzierte sich der „Sonderposten Neubewertung“ somit um T€ 3 und beträgt zum 30.09.2009 T€ -265 (Vj. T€ -262). 20. Sonstige langfristige Vermögenswertescroll
In den Darlehen ist im Wesentlichen ein von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichtes Annuitätendarlehen enthalten, das durch Bürgschaften von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert ist. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2009 T€ 195 (Vj. T€ 279). Der hier ausgewiesene langfristige Anteil beträgt T€ 103 (Vj. T€ 195), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 92 (Vj. T€ 84) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 24). Das Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31.10.2011. Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf T€ 102 jährlich. 21. Latente Steueransprüche und -schuldenDie gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen: scroll
Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrunde gelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Die Gesellschaften Dr. Hönle AG, Honle Spain S.A., Eltosch Torsten Schmidt GmbH und Panacol GmbH verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2009. Auf die Verlustvorträge der Dr. Hönle AG, der Honle Spain S.A., sowie der Panacol GmbH wurden in voller Höhe aktive latente Steuern angesetzt. In Höhe aufrechnungsfähiger passiver latenter Steuern, betreffend temporäre Differenzen aus der Aufdeckung stiller Reserven im Zuge der Purchase Price Allocation, wurden für den Verlust der Eltosch GmbH aktive latente Steuern in Höhe von T€ 32 bilanziert. Insgesamt verfügt die Eltosch GmbH über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 8.455 bzw. über gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 8.155. Diese Werte errechnen sich unter der Voraussetzung der Anwendbarkeit der Sanierungsklausel des § 8c KStG. 22. VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt auf: scroll
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt T€ 2.224 (Vj. T€ 2.816). In der Berichtsperiode 2008/2009 wurden T€ 17.872 (Vj. T€ 19.927) Vorräte als Aufwand gebucht sowie T€ 1.122 (Vj. T€ 694) als Wertminderungen auf Vorräte als Aufwand erfasst. Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte. 23. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr. Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 0). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt: scroll
24. Sonstige kurzfristige Vermögenswertescroll
Der Rechnungsabgrenzungsposten gliedert sich wie folgt: scroll
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Die kurzfristigen Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrats sind in Höhe von T€ 25 (Vj. T€ 24) mit 6 % verzinst, Sicherheiten wurden nicht gestellt. Der kurzfristige Tilgungsanteil des an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichten Annuitätendarlehens beträgt T€ 92 (Vj. T€ 84). Der langfristige Anteil ist in der Position „Sonstige langfristige Vermögenswerte“ (s. Tz. 20) enthalten. Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. 25. SteuererstattungsansprücheDie Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Steuererstattungsansprüchen ist eine Forderung in Höhe von T€ 153 (Vj. T€ 177) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. mit dem Barwert bei der Dr. Hönle AG und der Eltosch Torsten Schmidt GmbH enthalten. 26. Liquide MittelDie liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar. Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Zinssätzen von etwa 0,1 % bis 0,9 % p.a. 27. EigenkapitalEigenkapitalmanagementNeben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf gutem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2008/2009 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum 30.09.2009 im Umlauf: scroll
Eigene AnteileDie Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10 % des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben. Am 29.02.2008 hat die Hauptversammlung beschlossen, die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erneut zu ermächtigen, bis zum 31.08.2009 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2008/2009 keinen Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung vom 25.03.2009 hat die Ermächtigung für den Kauf weiterer eigener Anteile nicht erneuert. In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben: scroll
Der Ausweis der eigenen Aktien erfolgt gemäß IAS 32 durch Abzug der Anschaffungskosten in der Gesamthöhe von T€ 2.531 offen in einem Posten als Anpassung des Eigenkapitals. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 7,77. Der Kurswert der eigenen Aktien zum 30.09.2009 beläuft sich auf T€ 1.662 (Vj. T€ 2.362). Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf € 5,10. Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001. Die Reduzierung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 489 resultiert in Höhe von T€ 25 aus der Differenz zwischen Kaufpreiszahlung und anteiligem Minderheitenanteil für den vertragsgemäßen Erwerb von 10 % der Anteile an der PrintConcept GmbH. Der Restbetrag ergibt sich aus der Passivierung der Kaufpreisverbindlichkeit für die restlichen 20 % der Anteile an der PrintConcept GmbH in Höhe von T€ 464. Gesetzliche RücklageDie gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet. Sonderposten NeubewertungDer Sonderposten Neubewertung enthält Wertänderungen aus Änderungen von zum Zeitwert bewerteten zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und beträgt zum 30.09.2009 T€ -265 (Vj. T€ -262). Die Veränderung der Zeitwerte der noch im Depot befindlichen Aktien beträgt T€ -3. KonzernbilanzgewinnDer Konzernbilanzgewinn des Vorjahres betrug T€ 10.605. Die Dividendenausschüttung der Dr. Hönle AG für das Geschäftsjahr 2007/2008 betrug T€ 1.296 (entspricht € 0,25 je gewinnberechtigter Aktie). Nach Berücksichtigung des Ergebnisanteils der Aktionäre der Dr. Hönle AG für 2008/2009 in Höhe von T€ -4.163 ergibt sich zum 30.09.2009 ein Konzernbilanzgewinn in Höhe von T€ 5.146. Aufgrund des negativen Geschäftsjahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2010 vor, die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2008/2009 auszusetzen. Genehmigtes Kapital 2005Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16.03.2005 wurde der Vorstand bis zum 15.03.2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.620 zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Bedingtes KapitalAktienoptionsplan 2002 vom 27.02.2002Die Hauptversammlung vom 20.11.2000 hatte die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu T€ 364 zum Zweck der Bedienung von Optionsrechten beschlossen, zu deren Ausgabe der Vorstand entsprechend dem Aktienoptionsplan (Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) ermächtigt wurde. Das Aktienoptionsprogramm 2000/2002 lief innerhalb des Geschäftsjahres 2008/2009 aus. Aus diesem Aktienoptionsprogramm können nach dem Bilanzstichtag keine Optionen mehr ausgeübt werden. Aktienoptionsplan 2004 vom 26.02.2004Um der Gesellschaft auch zukünftig die weitere Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter zu ermöglichen, hat die Hauptversammlung 2004 ein neues bedingtes Kapital („bedingtes Kapital II“) in Höhe von T€ 160 beschlossen. Nähere Erläuterungen zu den bestehenden Aktienoptionsprogrammen finden sich unter Tz. 47. MinderheitenanteileDie Minderheitenanteile setzen sich wie folgt zusammen scroll
Bei der Berücksichtigung der auf Minderheitenanteile entfallenden Ergebnisse der Tochterunternehmen wurde die Verrechnung mit noch nicht übernommenen Verlustanteilen der jeweiligen Gesellschaft aus Vorjahren beachtet. 28. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)In dieser Position ist im Wesentlichen der langfristige Anteil des Bankdarlehens zur Finanzierung des Erwerbs für das Firmengebäude der Aladin GmbH in Höhe T€ 682 (Vj. T€ 729) ausgewiesen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum Bilanzstichtag T€ 729 (Vj. T€ 776). Das Darlehen läuft bis 2025 und wird in 34 Halbjahresraten beginnend mit September 2008 getilgt. Der Zinssatz beträgt 3,90 % (ab März 2005). Als Sicherheit wurde der Darlehensgeberin eine erstrangige Grundschuld über den vollen Betrag eingeräumt. 29. FinanzierungsleasingverbindlichkeitenDie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für ein Gebäude und für mehrere PKWs zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet. Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickelten sich wie folgt: scroll
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30. Sonstige langfristige VerbindlichkeitenDie Position beinhaltet die Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb von weiteren 20 % der Anteile an der PrintConcept GmbH. Der langfristige Anteil beträgt T€ 299, der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 165 ist unter der Position sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen (vgl. Tz. 36). Soweit der Kaufpreis den in der Bilanz ausgewiesenen Minderheitenanteil am Eigenkapital übersteigt, wurde die Verbindlichkeit unter Anwendung des IAS 8.41 aufgrund der geringfügigen Auswirkungen in laufender Rechnung erfolgsneutral über die Kapitalrücklage eingebucht. In dieser Position ist ebenfalls ein Darlehen gegenüber einem Gesellschafter der neu erworbenen Tochtergesellschaften mit einem Restbuchwert von T€ 100 enthalten. Das Darlehen ist auf unbestimmte Zeit geschlossen und mit einem Zinssatz von 5 % p.a. verzinst. Es bestehen keine Tilgungsvereinbarungen. Außerdem enthält diese Position die Verbindlichkeit aus einer Altersteilzeitvereinbarung der Panacol GmbH in Höhe von T€ 87 (Vj. T€ 70). Die Verbindlichkeit war im Vorjahr unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 31. PensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz. Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften. Zusagen werden von den Mitarbeitern grundsätzlich nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit erworben. Für Versorgungsbezüge an Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern ist ein Betrag von T€ 208 (Vj. T€ 207) in den Pensionsrückstellungen enthalten. Die Pensionsrückstellungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z.B. Einkommens- oder Zinserhöhungen) gegenüber den Berechnungsannahmen. Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird bis auf einen Teilbetrag von T€ 31 (Vj. T€ 31) nicht über einen Fonds finanziert. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten: scroll
Vom Zinsaufwand entfallen T€ 13 (Vj. T€ 13) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern. Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Pensionsverpflichtungen: scroll
Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von T€ 1.748 die Pensionsverpflichtung nach mehr als zwölf Monaten erfüllt wird. Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung: scroll
In den zum 30.09.2009 nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten in Höhe von T€ -90 (Vj. T€ 109) ist u. a. der Effekt der Änderung des Diskontierungszinssatzes zum 01.10.2009 bzw. 01.10.2008 enthalten. Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung sowie die beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens über die letzten fünf Bilanzstichtage: scroll
32. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten. 33. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Position beinhaltet das Verrechnungskonto mit der Solitec Gesellschaft für technischen Produktbetrieb mbH. 34. Erhaltene AnzahlungenDie erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, ohne Umsatzsteuer. 35. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen DarlehenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von T€ 451 (Vj. T€ 279). Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2009 insgesamt T€ 3.090 (Vj. T€ 2.090), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind T€ 658 durch Avale beansprucht. 36. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen leistungsbezogene Vertriebsvergütungen und Tantiemenverpflichtungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften. Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung (10/12) des Weihnachtsgeldes. Für Arbeitgeberanteile an Sozialkosten wurde bei der Berechnung ein entsprechender Zuschlag mit eingerechnet. Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen. Für Arbeitgeberanteile an Sozialkosten wurde bei der Berechnung ein entsprechender Zuschlag mit eingerechnet. Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter, welche unter Einbezug des Arbeitgeberanteils an den Sozialkosten bewertet wurden. Die Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen T€ 18 (Vj. T€ 36). Bedingt durch das negative Ergebnis und die in diesem Zuge geplante Aussetzung der Dividendenzahlung entsteht für das Geschäftsjahr 2008/2009 voraussichtlich nur der Anspruch auf die fixen Bezüge in Höhe von T€ 18. Die Position enthält außerdem einen Betrag in Höhe von T€ 52 (Vj. T€ 112) für abgegrenzte Lohnverbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Mitarbeitern. Der kurzfristige Anteil der Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb von weiteren 20 % der Anteile an der PrintConcept GmbH beträgt T€ 165. Der langfristige Anteil ist in der Position "sonstige langfristige Verbindlichkeiten" enthalten (vgl. Tz. 30). 37. Sonstige RückstellungenZu den gebildeten sonstigen Rückstellungen sind folgende Angaben nach IAS 37 zu machen: scroll
Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % bis 2 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet. Die Rückstellung für Renovierungskosten betrifft die Renovierungsverpflichtung bei Auszug aus den angemieteten Betriebsgebäuden der Dr. Hönle AG in Gräfelfing, sowie dem alten Betriebsgebäude der Panacol GmbH in Oberursel. Der Betrag basiert auf den Verpflichtungen in den Mietverträgen und auf Schätzungen nach Rücksprache mit entsprechenden Handwerkern und Fachleuten. Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wurde für Rechnungen gebildet, die erst im neuen Geschäftsjahr eingegangen sind, jedoch den Berichtszeitraum betreffen, sowie für erwartete Rechnungen für Lieferungen und Leistungen, die ebenfalls in der Berichtsperiode erbracht wurden. Zudem sind die voraussichtlichen Kosten für die Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sowie des Konzernabschlusses und dessen Veröffentlichung enthalten. Die Höhe der angesetzten Beträge basiert auf den vereinbarten Lieferkonditionen und auf getroffenen Absprachen. Der erwartete Zahlungsabfluss der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden zwei bis zehn Jahren betrifft in erster Linie die Renovierungskosten für die gemieteten Gebäude bis zum Vertragsende. 38. SteuerrückstellungenSteuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre gebildet. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN39. EventualschuldenÜber die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt. Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben. 40. EventualforderungenNach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht. 41. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
42. Management der finanzwirtschaftlichen RisikenGrundsätze des RisikomanagementsDer Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden. Da die möglichen Risiken derzeit als gering eingestuft werden, sind am Bilanzstichtag keine Derivate zur Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken im Hönle Konzern eingesetzt. Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern. LiquiditätsrisikenUnter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage sein könnte, seinen Verpflichtungen nachzukommen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren. Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cash Flows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent überwacht. Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar. In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt: scroll
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Außerbilanzielle Finanzinstrumente In Höhe von 3 Mio. € besteht eine Kreditzusage aus dem KfW-Mittelstandsprogramm. Die Abruffrist des Darlehens endet am 28.07.2010. Das Darlehen wäre ab 30.12.2010 mit vierteljährlichen Raten in Höhe von 187.500 € zu tilgen und mit 5,51 % p.a. zu verzinsen. KreditrisikenDas Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte. Die Außenstände werden im Zuge des Forderungsmanagements fortlaufend überwacht. Bei Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit. Aufträge werden teilweise durch Kreditauskünfte sowie durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden Bonitätsauskünfte eingeholt. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Soweit am Bilanzstichtag Ausfallrisiken erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst. Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) stellt sich wie folgt dar: scroll
In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten. MarktrisikenDas Marktrisiko unterteilt sich in Währungs-, Zins- und andere Aktienkursrisiken. WährungsrisikenWährungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird, außerdem aus der Gewährung von Intercompany Darlehen zwischen Gesellschaften, deren funktionale Währungen sich nicht entsprechen. Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken und Britischen Pfund. Zum Bilanzstichtag waren für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsmaßnahmen getroffen. Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um T€ 297 (Vj. T€ 244) verbessert. Eine entsprechende Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hätte zu einer Reduzierung des Konzernergebnisses von T€ 363 (Vj. T€ 244) geführt. Bei einem um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um T€ 36 (Vj. T€ 41) verschlechtert. Eine entsprechende Abschwächung des Euro gegenüber dem britischen Pfund hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses von T€ 44 (Vj. T€ 41) geführt). Die Auswirkung eines um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um T€ 17 geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverbesserung von T€ 21 beigetragen hätte. ZinsänderungsrisikenZinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten. Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, werden als wenig bedeutend eingeschätzt. Bei Darlehen bestehen am Bilanzstichtag ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet; insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Lediglich kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Aus diesen Finanzinstrumenten werden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben. AktienkursrisikenNach IFRS 7 sind die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen von Risikovariablen auf Finanzinstrumente, wie z.B. die Entwicklung von Börsenkursen, anzugeben. Zum 30.09.2009 hält der Hönle Konzern keine wesentlichen Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen, deren Preisschwankungen einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis entwickeln könnten. Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und SchuldenDie folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerten und Schulden gemäß der Bewertungskategorien nach IAS 39 sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge: scroll
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Im Vorjahr waren die liquiden Mittel in Höhe von T€ 8.927 durch einen redaktionellen Fehler als „Veräußerbare Werte“ angegeben und zum 30.09.2009 richtig in der Kategorie „Kredite und Forderungen“ dargestellt. Es liegt keine Umgliederung der liquiden Mittel vor. Die beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert werden, bzw. der Finanzverbindlichkeiten entsprechen den Buchwerten. 43. KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist als wesentlicher Zahlungsmittelabfluss die Dividendenzahlung in Höhe von T€ 1.341 (Vj. T€ 2.076) zu nennen. Darin enthalten ist die Ausschüttung an einen Minderheitengesellschafter in Höhe von T€ 45. Zusätzlich wurden Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.366 (Vj. T€ 843) getätigt, davon in erster Linie in die betriebsbedingten Anpassungen der neu bezogenen Betriebsgebäude. Aus der Veränderung im operativen Bereich ist in erster Linie die Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten zu erwähnen. Diese resultiert aus dem Abbau der Tantiemenverbindlichkeit in Höhe von T€ 640 und der Tilgung der ausstehenden Kaufpreisrate für den Beteiligungserwerb an der Panacol Gruppe in Höhe von T€ 985. Ein Betrag von T€ 212 aus dieser Kaufpreiszahlung konnte als Ertrag (lucky buy) realisiert werden. 44. KonzernsegmentberichterstattungDie von den Konzerngesellschaften hergestellten bzw. vertriebenen UV-Produkte sind hinsichtlich der Produktionsprozesse, der Kunden sowie der Vertriebsmethoden homogen. Die einzelnen Produkte sind in unterschiedlichen Anwendungsbereichen und Branchen einsetzbar. Innerhalb einer Abnehmerbranche kann der Anwendungsbereich der Geräte variieren. Aufgrund dieser Besonderheit sowie der äußerst breit gestreuten Kundenstruktur ist davon auszugehen, dass hinsichtlich der Geschäftsentwicklung im gesamten Produkt- und Vertriebsbereich eine homogene Risiken- und Chancenstruktur gegeben ist. Abweichende wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Risiken und Chancen ergeben sich in erster Linie durch regionale Unterschiede der einzelnen Absatzgebiete. Aus diesem Grunde wird eine Aufteilung der Geschäftstätigkeit in geographische Segmente als primäre und in anwendungsspezifische Segmente als sekundäre Segmente nach IAS 14 gewählt. Dies entspricht auch der Organisationsstruktur des Konzerns, in der die Fertigung aller Produkte in einheitlicher Verantwortung liegt. Der Vertrieb der Produkte in den unterschiedlichen geographischen Segmenten erfolgt neben der Dr. Hönle AG über die selbständigen Vertriebsgesellschaften Honle UV UK Ltd., Honle UV France S.à.r.l., Honle Spain S.A., aber auch über die im Vorjahr erworbenen Gesellschaften PrintConcept GmbH, Eltosch GmbH und die Panacol Gruppe sowie über die im Geschäftsjahr 2008/2009 neu gegründete Eltosch America Inc. Es werden folgende primäre (geographische) und sekundäre (anwendungsspezifische) Segmente gebildet, die auf den Standort der Märkte und Kunden bzw. auf die kundenbezogene Anwendungslösung abzielen: Geographische Segmente
Anwendungsspezifische Segmente
Die zu segmentierenden Konzernzahlen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen primären Segmente: scroll
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Die Aufteilung der zu segmentierenden Größen nach Absatzgebieten erfolgt durch Anwendung eines einheitlich aus den Umsatzerlösen abgeleiteten Verteilungsschlüssels. Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten und kurzfristigen Forderungen. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren. Die zu segmentierenden Konzernzahlen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen sekundären Segmente: scroll
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Die Aufteilung der zu segmentierenden Größen nach Anwendungsgebieten erfolgt durch Anwendung eines einheitlich aus den Umsatzerlösen abgeleiteten Verteilungsschlüssels. Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten und kurzfristigen Forderungen. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren. 45. Angabe über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt. Den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben verweisen wir auf die in Tz. 46 dargestellten Erläuterungen. Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung.
Die von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichten Annuitätendarlehen sind durch Bürgschaften von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2009 T€ 195 (Vj. T€ 279). Der langfristige Anteil beträgt T€ 103 (Vj. T€ 195), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 92 (Vj. T€ 84) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 20 u. 24). Das Darlehen wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31.10.2011. Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf jeweils T€ 102 in den verbleibenden Jahren. In Höhe von T€ 16 (Vj. T€ 24) entfällt der Zinsertrag auf Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH. Siehe auch Tz. 12, 20, 23. An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von T€ 208 durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 31). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von T€ 13 enthalten. 46. Angaben zu den Organen der GesellschaftVorstand
Die Gesellschaft wird entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten. Aufsichtsrat
Kein Mitglied des Aufsichtsrats ist im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten. Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2008/2009 auf: scroll
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2008/2009 auf T€ 18 (Vj. T€ 36). Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten. 47. AktienoptionspläneIm Folgenden wird der Aktienoptionsplan 2004 vom 26.02.2004 erläutert: Um der Gesellschaft auch zukünftig die weitere Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter zu ermöglichen, hat die Hauptversammlung 2004 ein neues bedingtes Kapital („bedingtes Kapital II“) beschlossen. Der Aktienoptionsplan 2004 umfasst insgesamt 160.000 Bezugsrechte (Gesamtvolumen). Die Verteilung der Bezugsrechte gliedert sich wie folgt:
Die Bezugsrechte dürfen innerhalb eines Zeitraumes von sechs Jahren ausgeübt werden. Maximal können von jedem Berechtigten nach zwei Jahren 40 %, nach drei Jahren weitere 30 % und nach vier Jahren die restlichen 30 % ausgeübt werden. Während der Laufzeit können die Bezugsrechte nur ausgeübt werden, wenn der durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse während der Zeitspanne vom 6. bis zum 25. Handelstag (je einschließlich) vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes gegenüber dem maßgeblichen Wert am Ausgabetag („Ausgangswert“) um durchschnittlich 10 % pro Jahr („Erfolgsziel“) gestiegen ist. Nachfolgend werden weitere wesentliche Bedingungen des Aktienoptionsprogramm 2004 erläutert:
Der vor Beginn eines Ausübungszeitraumes zur Erreichung des Erfolgszieles erforderliche durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie wird der ,,indexierte Ausgangswert'' genannt. Ist während der Laufzeit das Erfolgsziel von Bezugsrechten zu Beginn eines Ausübungszeitraumes überschritten, ist die Überschreitung des Erfolgszieles für die Ausübung der betroffenen Bezugsrechte während weiterer Ausübungszeiträume nicht erforderlich. Der aktuelle Börsenkurs der Dr. Hönle AG-Aktie ist der ermittelte arithmetische durchschnittliche Schlusskurs der Dr. Hönle AG-Aktie im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse während der Zeitspanne 6. bis 25. Handelstag (je einschließlich) vor Beginn des maßgeblichen Ausübungszeitraumes. Die Bezugsrechte sind nicht übertragbar und können nur durch den Bezugsberechtigten ausgeübt werden. Die Gesellschaft ist berechtigt, ihre Verpflichtungen zur Aktienverschaffung nach Ausübung der Bezugsrechte wahlweise durch
nachzukommen. Die durch die Bezugsberechtigten im Rahmen der Optionsausübung zu erwerbenden Aktien unterliegen keiner Sperrfrist hinsichtlich ihrer Veräußerung. Das Aktienoptionsprogramm gewährt der Dr. Hönle AG das Wahlrecht, die Optionen im Zeitpunkt der Ausübung entweder in Aktien oder in Cash zu bedienen. Die Dr. Hönle AG hat sich entschieden, die Optionen durch Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital zu bedienen, was zu einer Verwässerung der Anteile führen kann. Die Gewährung derartiger Optionsrechte bedeutet, dass für zukünftig zu erbringende Arbeitsleistungen ein um den Gesamtwert der Option im Zusagezeitpunkt erhöhtes Arbeitsentgelt vereinbart ist. Mit der Erbringung der Arbeitsleistung im Zeitraum nach Gewährung der Optionen bis zum Zeitpunkt der frühestmöglichen Ausübung der jeweiligen Tranche der Optionen (Vesting Period) erzielt die Gesellschaft das Entgelt für die Option (Arbeitsleistung). Die Kapitalrücklage ist daher ratierlich über diesen Zeitraum, in dem die Mitarbeiter die Arbeitsleistung (Entgelt) erbringen, aufzubauen. Die Bilanzierung der Aktienoptionen erfolgt gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Der Fair Value wird im Zeitpunkt der Ausgabe der Option ermittelt und als Personalaufwand über den Zeitraum der jeweiligen Vesting Period verteilt und gegen die Kapitalrücklage gebucht. Die Ermittlung der Fair Values erfolgt auf Grundlage der Monte-Carlo-Simulation. Die Ausgabe der einzelnen Aktienoptionen erfolgte zu zwei unterschiedlichen Terminen (1. Tranche und 2. Tranche), sodass sich daraus auch zwei unterschiedliche Fair Values ergeben. Aus diesem Aktienoptionsprogramm sind im Geschäftsjahr 2003/2004 in zwei Tranchen zu insgesamt 125.700 Optionen gewährt worden. Von diesen ursprünglich gewährten 125.700 Optionen befinden sich zum 30.09.2009 noch 116.200 Stück im Umlauf. Diese 116.200 Aktienoptionen sind alle im Rahmen der ersten Tranche ausgegeben worden. Aus der zweiten Tranche existieren keine ausübbaren Optionen mehr. Eine Ausübung der Aktienoptionen zum 30.09.2009 war nicht möglich, da der maßgebliche Börsenkurs unter dem Erfolgsziel lag. Es wurden für die noch ausübbaren Optionen der ersten Tranche folgende Modellparameter und Prämissen für die Optionspreisermittlung herangezogen:
Es wurde auf Basis der dargestellten Annahmen ein beizulegender Zeitwert (Fair Value) einer Option von € 1,79 ermittelt. Im Berichtsjahr war kein Aufwand für das Aktienoptionsprogramm zu erfassen (Vj. T€ 12). Die nachfolgende Übersicht zeigt die Bestandsentwicklung der Aktienoptionen und die Ausübungspreise für die jeweiligen Ausgabezeitpunkte für die 1. Tranche des Aktienoptionsprogrammes 2004. Aus der 2. Tranche stehen keine Optionen mehr aus. Aktienoptionsprogramm 2004 (1. Tranche) scroll
Die restliche Vertragslaufzeit der noch ausübbaren Optionen beträgt 164 Tage. Aus dem Aktienoptionsplan 2002 bestehen keine Aktienoptionen mehr. 48. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate GovernanceIm Dezember 2008 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht. 49. Honorar des AbschlussprüfersDie als Aufwand erfassten Honorare für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft AWT Horwath GmbH setzten sich im Geschäftsjahr 2008/2009 wie folgt zusammen: scroll
50. Unterzeichnung des Konzernabschlusses
Gräfelfing, den 21. Dezember 2009 Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand Finanztermine26. Februar 2010 3 - Monatsbericht 2009/2010 23. März 2010 Hauptversammlung in München 27. Mai 2010 6 - Monatsbericht 2009/2010 27. August 2010 9 - Monatsbericht 2009/2010 Investor Relations Peter Weinert Telefon +49 (0)89 85608-173 E-Mail ir@hoenle.de Dr. Hönle AG • UV Technology Lochhamer Schlag 1 • D- 82166 Gräfelfing/München Telefon +49 (0)89 85608-0 • Fax +49 (0)89 85608-148 E-Mail: uv@hoenle.de • Internet: www.hoenle.de ![]() |
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