Dr. Hönle Aktiengesellschaft

Gräfelfing

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011

Inhalt

Auf einen Blick

Brief des Vorstands

Aktie

Konzernlagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Forschung & Entwicklung

Umwelt

Mitarbeiter

Übernahmerechtliche Angaben

Risikobericht

Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Vergütungsbericht

Prognosebericht

Erklärung zur Unternehmensführung

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Anhang

Finanztermine

Auf einen Blick Produkte und Anwendungen

Trocknungsgeräte für die Druckindustrie

Rund zwei Drittel der weltweit hergestellten Druckerzeugnisse werden im Offsetverfahren produziert. Hönle liefert UV-Trockner für diesen Markt, ebenso wie für den boomenden digitalen Inkjetdruck. Die UV-Technik sorgt für eine herausragende Druckqualität bei einer – im Vergleich zu herkömmlichen Trocknungsverfahren – deutlich besseren Umwelt- und Energiebilanz. Alternativ bietet Hönle auch Infrarot- und Thermoluft-Trockner an.

Trocknung von Beschichtungen

Hönle entwickelt innovative UV-Trockner zur Lackierung, Beschichtung und Veredelung von bahnförmigen Substraten und 3D-Objekten. Das Ergebnis: kratz- und schlagfeste Endprodukte – wie beispielsweise Streuscheiben für die Automobilindustrie, Gehäuse und Flachbildschirme in der IT-Branche, aber auch Furniere für Möbel oder hochwertige Verpackungen für die Kosmetikindustrie.

Oberflächenentkeimung

In weniger als einer halben Sekunde werden Mikroorganismen durch UVC-Bestrahlung zuverlässig abgetötet: eine effektive und umweltfreundliche Art der Entkeimung. Zu den wichtigsten Einsatzgebieten zählen die Lebensmittel- und Getränkeindustrie.

Sonnensimulation und Lichttechnik

Durch die Bestrahlung mit künstlichem Sonnenlicht werden Prozesse simuliert, die das Lichtalterungsverhalten sowie Veränderungen der Materialeigenschaften durch Sonneneinstrahlung aufzeigen. Die Strahlungsquellen von Hönle emittieren dabei ein kontinuierliches Spektrum, das der natürlichen Sonnenstrahlung sehr nahe kommt. Das Produktspektrum der Mitronic umfasst zudem Beleuchtungssysteme für vielfältige Einsatzbereiche.

Klebstoffe

In der industriellen Fertigung ersetzen Klebstoffe heute viele traditionelle Verbindungstechniken wie etwa Löten und Schweißen. Kleben spart je nach Einsatzgebiet Zeit, Material und/oder Gewicht. Dies führte zu einem breiten Anwendungsfeld in der Elektronik, Glasverarbeitung, Medizintechnik, Konstruktion, Optik und vielen weiteren Bereichen.

Geräte zur Klebstoffhärtung

Zusammen mit den Panacol High-Tech-Klebstoffen und-Vergussmassen ist die Hönle Gruppe zu einem weltweit einzigartigen System-Anbieter für UV-Klebetechnik geworden.

Das Produktspektrum umfasst Hochleistungs-UV- und innovative LED-UV-Aushärtegeräte.

UV-Strahler zur Entkeimung von Wasser, Luft und Oberflächen

Mit der Übernahme der UV-Technik Speziallampen GmbH in Ilmenau baute die Hönle Gruppe ihr Engagement im Bereich Life Science aus. Als leistungsfähiger Partner der Anlagen- und Gerätehersteller im Wachstumsmarkt UV-Umwelttechnik bietet die neu erworbene Gesellschaft ihren Kunden eine breite Palette von UV-Strahlern und dazu passenden Komponenten an.

UV-Strahler für die Trocknung von Farben, Lacken und Klebstoffen

Das Herzstück jeder UV-Anlage ist der Strahler. Neben allen gängigen Standardspektren und Lampenlängen bis drei Meter entwickelt Aladin kundenspezifische Sonderstrahler, mit denen sich neue Verfahren entwickeln und herkömmliche Prozesse optimieren lassen.

Auf einen Blick Geschäftsentwicklung

scroll
HÖNLE GRUPPE 2010/2011
T €
2009/2010
T €
Veränderung
in %
GuV      
Umsatzerlöse 67.878 54.624 24,3
EBITDA 12.751 6.722 89,7
Betriebsergebnis/EBIT 11.280 5.548 103,3
EBT 10.771 5.342 101,6
Konzernjahresergebnis 7.499 4.806 56,0
Cashflow      
Operativer Cashflow 1) 12.698 5.105 148,7
Bilanz 2)      
Langfristige Vermögenswerte 18.632 17.124 8,8
Kurzfristige Vermögenswerte 37.119 27.310 35,9
Eigenkapital 3) 36.374 29.866 21,8
Langfristige Verbindlichkeiten 4.307 3.705 16,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.240 9.960 32,9
Bilanzsumme 55.751 44.434 25,5
Eigenkapitalquote in % 68,5 69,2 -1,0
Mitarbeiter      
zum Geschäftsjahresende 363 276 31,5
Aktie      
Ergebnis je Aktie 1,30 0,89 46,1
Dividende 0,50 4) 0,30 66,7
Anzahl Aktien 5.512.930 5.512.930 0,0
scroll
DR. HÖNLE AG GuV 2010/2011
T €
2009/2010
T €
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 31.917 25.887 23,3
Betriebsergebnis/EBIT 5.979 2.121 181,9
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit/EBT 7.221 3.100 132,9
Jahresüberschuss 5.507 2.898 90,0
Ergebnis je Aktie 1,04 0,56 85,7

1) aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel
2) zum 30.09.2011 und zum 30.09.2010
3) den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital
4) Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat

Mit über 11 Millionen Euro haben wir unser Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Sehr geehrter Aktionär, verehrter Geschäftsfreund,

das letzte Geschäftsjahr war ein gutes Jahr für uns. Mit der Übernahme der UV Technik Speziallampen GmbH haben wir unser Produktprogramm im Wachstumsmarkt Life Science erheblich ausgeweitet. Und mit der Übernahme der Mitronic GmbH haben wir uns den direkten Zugang zum größten Absatzmarkt für Sonnensimulationsanlagen, der Automobilindustrie, gesichert. Auf diesem Weg gewinnen wir zwei für uns sehr interessante Märkte hinzu, die wir zukünftig noch weiter erschließen werden.

Der Umsatz der Hönle Gruppe stieg im letzten Geschäftsjahr auf insgesamt 68 Millionen Euro und das Betriebsergebnis verdoppelte sich auf über 11 Millionen Euro. Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir uns ganz bewusst auf die Erschließung von Wachstumsmärkten konzentrieren und dabei gleichzeitig die Einhaltung von Ergebnisvorgaben permanent überwachen.

Was sind unsere Aufgaben und Ziele im neuen Geschäftsjahr?

Im November 2011 stellte mit der manroland AG einer unserer wichtigsten Kunden einen Insolvenzantrag. Unsere Aufgabe wird es daher in diesem Geschäftsjahr sein, alle erforderlichen Maßnahmen umzusetzen, um die Auswirkungen der Insolvenz auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe so gering wie möglich zu halten.

Eine weitere Aufgabe wird es sein, sowohl die Integration als auch den Ausbau der Mitronic GmbH voranzutreiben. Wichtigster Absatzmarkt der Mitronic GmbH ist die Automobilindustrie. Trotz eines langsameren Wachstums der Weltwirtschaft erwarten Experten langfristig steigende Umsätze in der Autobranche, was insbesondere auf den wachsenden asiatischen Markt zurückzuführen ist. Durch die Bündelung des Know-hows der Mitronic GmbH und der Dr. Hönle AG im Bereich der Sonnenlichtsimulation sehen wir gute Chancen, die Umsätze weiter auszubauen und neue Kunden von der Leistungsstärke unserer Anlagen zu überzeugen.

Wir werden auch im neuen Geschäftsjahr neue wettbewerbsfähige Produkte entwickeln. Im Segment Klebstoffe werden Klebstoffe und Vergussmassen für definierte Einsatzbereiche das Produktspektrum ergänzen und neue Absatzmärkte erschließen. Auch die Erhöhung der Fertigungstiefe von LED-Systemen ist ein wichtiges Ziel für das neue Geschäftsjahr. Dies beinhaltet auch Investitionen in Maschinen und Anlagen. Hönle baut somit wichtiges Knowhow in der Entwicklung und Fertigung von LED-Systemen auf und senkt gleichzeitig die Herstellungskosten für diese Produkte.

Neben dem rein organischen Wachstum setzen wir für die Weiterentwicklung der Konzernstruktur auch zukünftig auf Akquisitionen. Sowohl der Klebstoff- als auch der Anlagenbereich sollen durch Zukäufe weiter gestärkt werden.

Für unsere erfolgreiche Geschäftsentwicklung sind wir als einer der stärksten deutschen Mittelständler jetzt ausgezeichnet worden. In einer langfristigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Jahre 2005 bis 2010 kamen wir von 1.600 untersuchten Unternehmen auf Platz 14 und erhielten dafür die Auszeichnung "TOP 100".

Verehrter Geschäftsfreund, sehr geehrter Aktionär, es würde uns freuen, wenn Sie uns auch in Zukunft auf unserem dynamischen Weg begleiten.

 

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Aktie

Positive Entwicklung in 2011

Wie bereits im letzten Geschäftsjahr hat sich der Kurs der Hönle Aktie weiterhin besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Während die Aktienmärkte insgesamt nachgaben, stieg die Hönle Aktie von 6,89 € auf ein Zwischenhoch von 13,70 € und endete zum 30.09.2011 bei 9,45 €. Damit schlug sie den zugrundeliegenden Technology All Share Index um 58,4 %.

Die Aktionärsstruktur der Dr. Hönle AG hat sich im letzten Jahr verändert. Als Folge dieser Veränderung und des gesteigerten Interesses an der Dr. Hönle AG hat sich der Handelsumsatz der Aktie in nur einem Jahr auf über 60 Millionen Euro beinahe verzehnfacht. Die Liquidität der Aktie hat damit deutlich zugenommen.

Der Marktwert der Hönle Gruppe belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 52,1 Mio. €.

Chart

Offene Kommunikation mit dem Finanzmarkt

Die wichtigste Grundlage einer erfolgreichen Investor-Relations-Arbeit ist die zeitnahe, umfassende und offene Information des Kapitalmarktes. Dabei spielt das Internet eine bedeutende Rolle. Daher legt Hönle Wert auf eine übersichtliche, informative und aktuelle Internetseite, auf der neben aktuellen Presse- und ad-hoc-Mitteilungen auch Informationen zur Aktie und zur Hauptversammlung sowie Quartals- und Geschäftsberichte zu finden sind.

Vorstand und Investor Relations Manager der Dr. Hönle AG standen den Investoren im letzten Geschäftsjahr Rede und Antwort. Sie erläuterten insbesondere Themenkomplexe rund um die Akquisition der UV Technik Speziallampen GmbH und der Mitronic P. Miller GmbH sowie zur Geschäftslage und der geplanten weiteren Entwicklung der Hönle Gruppe. Dazu führten sie umfangreiche Gespräche mit institutionellen und privaten Investoren.

Aktionärsstruktur

Die Dr. Hönle AG hält eigene Aktien in Höhe von 4,28 % des Grundkapitals. Dem Unternehmen bekannte institutionelle Investoren mit einer Beteiligung von jeweils unter 3 % hielten insgesamt 16,3 % der Aktien.

Ferner waren der Gesellschaft zum 30.09.2011 folgende Aktionäre oberhalb der Meldegrenze bekannt:

Dr. Hans-Joachim Vits: 6,41 % Prof.

Dr. Karl Hönle: 4,01 %

Wallberg Invest S.A.: 3,17 %

Loys Sicav: 3,12 %

Aktien in Höhe von 61,9 % des Grundkapitals wurden von Privataktionären und sonstigen Aktionären gehalten.

Daten der Hönle-Aktie

scroll
Wertpapierkennnummer 515710
ISIN DE5157101
Börsenkürzel HNL
Transparenzlevel Prime Standard der deutschen Börse
Indexzugehörigkeit:  
Technology All Share DE0008468943
Prime All Share DE0007203325
DAXsubsector Advanced Industrial Equipment DE0007203895
DAXsubsector All Advanced Industrial Equipment DE000A0SM817
DAXsector Industrial DE0009660282
DAXsector All Industrial DE000A0SM7R8
CDAX DE0008469602

Die Hönle-Aktie im Geschäftsjahr 2010/2011

scroll
Kurs zu Beginn des Geschäftsjahres in € 6,89
Kurs zum Ende des Geschäftsjahres in € 9,45
Höchstkurs € 13,70 am 07.07.2011
Tiefstkurs € 6,62 am 05.10.2010
Jahresumsatz in Stück 5.999.153 (Vj. 1.118.513)
Jahresumsatz in € 62.818.467 (Vj. 6.812.564)
Anzahl der Aktien zum 30.09.2011 5.512.930
Marktkapitalisierung zum 30.09.2011 52.097.188
Ergebnis je Aktie in € 1,30
Dividende je Aktie in € 1 0,50

1 Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2010/2011

Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2010/2011

der Dr. Hönle AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe zählt zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Weiterer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Hönle Gruppe sind die Entwicklung und der Vertrieb industrieller Klebstoffe.

Die Dr. Hönle AG ist an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt:

scroll
Nr. Name und Sitz Stammkapital Beteiligung gehalten über
Direkte Beteiligungen der Dr. Hönle AG          
1 Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz CHF 50.000 100,00 %  
2 Aladin GmbH, Gräfelfing/München 500.000 60,00 %  
3 Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg 750.000 100,00 %  
4 Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., Shanghai 200.000 100,00 %  
5 Honle Spain S.A., Gavà/Barcelona, Spanien 160.200 100,00 %  
6 Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon, Frankreich 7.622 100,00 %  
7 Honle UV (UK) Ltd., Luton, Großbritannien £ 71.000 100,00 %  
8 Mitronic P. Miller GmbH, Wolfratshausen 250.000 51,00 %  
9 PrintConcept GmbH, Kohlberg 26.000 100,00 %  
10 PrintDesign Engineering GmbH, Kohlberg 25.000 20,00 %  
11 Solitec GmbH, Gräfelfing/München 25.565 100,00 %  
12 UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach 150.000 51,00 %  
Indirekte Beteiligungen der Dr. Hönle AG          
13 Domino S.à.r.l., Gennevilliers/Paris, Frankreich 7.622 100,00 % 14
14 Eleco Produits E.F.D., Gennevilliers/Paris, Frankreich 352.000 99,96 % 16
15 Eltosch America Inc., Batavia/Illinois, USA USD 1.000 100,00 % 3
16 Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz CHF 50.000 100,00 % 1
17 Panacol Elosol GmbH, Steinbach/Ts. 255.646 100,00 % 16
18 Tangent Industries Inc., Winsted, USA USD 81.200 26,00 % 16
19 UV-Technik Polska Sp. z o.o., Poznan, Polen PLN 5.000 99,00 % 12

Die weltweiten Standorte

Die Hönle Gruppe ist an über 40 Standorten weltweit vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern.

Die Absatzbereiche außerhalb Europas haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen.

Chart

Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.

Die Abteilungen der Dr. Hönle AG arbeiten in einer funktionalen Organisation zusammen. Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Zunahme des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

scroll
Steuerungsgrößen 2010/2011 2009/2010 Veränderung
Umsatz 67.878 T€ 54.624 T€ 24,3 %
Konzernjahresergebnis 7.499 T€ 4.806 T€ 56,0 %
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.698 T€ 5.105 T€ 148,7 %
Materialaufwandsquote 40,8 % 41,2 % -1,0 %
Personalaufwandsquote 29,7 % 30,8 % -3,6 %
Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 17,9 % 19,1 % -6,3 %
EBIT-Marge 16,6 % 10,2 % 62,7 %
Nettoumsatzrendite 11,0 % 8,8 % 25,0 %

Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen.

Marktentwicklung

Der Aufschwung der Weltwirtschaft, der vor allem von der Dynamik in den Schwellenländern getragen wurde, setzte sich 2011 fort. Das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion verlangsamte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr. Die Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe in Japan und die gestiegenen Rohstoffpreise wirkten sich auf die konjunkturelle Entwicklung aus.

Auch der Aufschwung in Deutschland hielt weiter an. Im ersten Halbjahr 2011 wurde in Deutschland mehr produziert als vor der Krise. Maßgeblicher Treiber war die Investitionstätigkeit, die etwa die Hälfte des Produktionsanstiegs in diesem Jahr verursachte. Hinzu kam der private Verbrauch, der so kräftig zulegte wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Druckindustrie ist ein wichtiger Absatzmarkt für die Hönle Gruppe. Nach einem Umsatzrückgang 2010 stagnierten laut einer Prognose des Bundesverbandes Druck und Medien die Umsätze der Druckindustrie 2011. Trotz einer starken Nachfrage aus China und vielen anderen Ländern Asiens profitierte die Druckindustrie weit weniger als der Maschinenbau insgesamt vom konjunkturellen Aufschwung.

Im verarbeitenden Gewerbe stiegen die Umsätze schneller als in der Gesamtwirtschaft. Die Rahmenbedingungen für die Geschäftsfelder Klebstoffhärtung und Oberflächenentkeimung waren besser als im Vorjahr. Einzig im Bereich Sonnenlichtsimulation führten Überkapazitäten in der Photovoltaikindustrie zu einem Nachfragerückgang.

Das Unternehmenssegment Klebstoffe profitierte von einem freundlichen Marktumfeld. Der Klebstoffmarkt ist laut Industrieverband Klebstoffe 2011 gewachsen, was auf eine verstärkte Nachfrage sowohl von Industrieunternehmen als auch von Konsumenten zurückzuführen ist.

Geschäftsverlauf

Hönle profitierte von der konjunkturellen Belebung, die sich über nahezu alle Absatzmärkte der Hönle Gruppe erstreckte. Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2010/2011 deutlich um 24,3 % auf 67.878 T€. Dabei trugen auch die neuen Konzerntöchter zur Umsatzsteigerung der Hönle Gruppe bei: Seit Januar 2011 wird die UV-Technik Speziallampen GmbH und seit Juli 2011 die Mitronic P. Miller GmbH konsolidiert. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht die bereits seit Frühjahr 2009 ansteigenden Quartalsumsätze der Hönle Gruppe.

Chart

Trotz der nach wie vor verhaltenen Stimmung in der Druckindustrie nahm die Investitionsbereitschaft für UV-Trockner merklich zu. Hönle erzielte deutlich mehr Umsätze mit UV-Trocknern für Offset- und Digitaldrucker als im Vorjahr. Weitere große Absatzfelder waren Trockner für Beschichtungen und für Klebstoffe. Der Hönle Gruppe ist es gelungen, auch in diesen Bereichen die Erlöse signifikant zu erhöhen. Bei den Sonderanlagen, dem kleinsten Geschäftsfeld, lagen die Umsätze unter denen des Vorjahres. Hier waren unter anderem Überkapazitäten in der Photovoltaikindustrie ausschlaggebend für den Umsatzrückgang. Insgesamt stiegen die Umsätze im Segment Geräte und Anlagen von 38.510 T€ auf 50.184 T€. Die Umsätze in diesem Segment beinhalten seit Januar 2011 die Erlöse der UV Technik Speziallampen GmbH und seit Juli 2011 die der Mitronic P. Miller GmbH.

Im Segment Klebstoffe kletterten die Erlöse von 16.114 T€ im Vorjahr auf 17.694 T€ im Geschäftsjahr 2010/2011. Ein Großteil des Umsatzwachstums bei Klebstoffen kam im vergangenen Geschäftsjahr aus China. UV-härtende und thermisch-härtende Klebstoffe wurden stärker als im Vorjahr verkauft. Auch der Trend, verstärkt Klebstoffe in Consumer Electronic Produkten einzusetzen, hielt an.

Chart

Einen Großteil der Umsätze erzielte Hönle im Inland. Die Umsatzerlöse stiegen hier um 30,0 % auf 29.303 T€. Im europäischen Ausland kletterten die Umsätze um 13,1 % auf 22.543 T€. Der Absatzbereich außerhalb der Europäischen Union wird für die Dr. Hönle AG immer wichtiger. Vor allem der asiatische Wirtschaftsraum gewinnt kontinuierlich an Bedeutung und lieferte auch im letzten Geschäftsjahr wieder die prozentual größten Wachstumsraten. Die Erlöse legten außerhalb der EU um 32,0 % auf 16.031 T€ zu.

Chart

Für die Erweiterung der Geschäftsaktivitäten der Dr. Hönle AG werden zusätzliche Expansionsflächen benötigt. Die Gesellschaft hat daher wie geplant damit begonnen, die Produktions- und Büroflächen am Standort Gräfelfing/München zu erweitern. Auf etwa 1.700 qm werden neue Räume entstehen, die Anfang 2012 zum Bezug fertig stehen sollen.

Im Januar 2011 eröffnete die Dr. Hönle AG ein Vertriebsbüro in Italien. Von dem neuen Standort aus soll der italienische Markt betreut werden. Das Vertriebsbüro übernimmt den Vertrieb und den Service von UV-Geräten und Industrieklebstoffen.

Ebenfalls im Januar 2011 wurde in der Freihandelszone in Shanghai eine Vertriebsgesellschaft gegründet, an der die Dr. Hönle AG 100 % der Anteile hält. Ziel ist es, mit der neuen Gesellschaft die Erschließung des chinesischen Marktes zu beschleunigen. Die Gesellschaft firmiert unter dem Namen 'Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd.'. Der Standort, der sowohl für den Klebstoff- als auch für den Anlagen-Bereich zuständig ist, soll zukünftig weiter ausgebaut werden.

Die Dr. Hönle AG hat mit einer spanischen Gesellschaft einen Lizenzvertrag über die ausschließliche Nutzung von Markenrechten für Klebstoffe im Konsumgüterbereich geschlossen. Der Vertrag läuft über einen Zeitraum von vier Jahren und enthält eine anschließende Kaufoption für den Lizenznehmer. Das Gesamtvolumen der Lizenzeinnahmen zzgl. eines bei Optionsausübung zu zahlenden Erwerbspreises für die Markenrechte (von wenigstens 400.000 €) beträgt mindestens 3 Mio. €. Die Dr. Hönle AG erzielte damit erstmalig im laufenden Geschäftsjahr Lizenzerträge in Höhe von 810 T€.

Ferner wurde das Handelsgeschäft der Klebstofftochter Eleco Produits E.F.D. an den spanischen Lizenznehmer verkauft. Die Markenrechte wurden bisher von der Eleco Produits E.F.D. für den französischen Konsumgütermarkt genutzt.

Im Zuge dieser Vereinbarung veräußerte Hönle auch ihre Vertriebsgesellschaften in der Karibik. Geschäftsgegenstand der Megadustries S.à.r.l. mit Sitz in Guadeloupe und der Megadustries S.à.r.l. mit Sitz in Martinique war der Vertrieb von Klebstoffen im Konsumgüterbereich.

Der französische Konsumgütermarkt hatte in den vergangenen Jahren ein jährliches Umsatzvolumen von knapp 3 Mio. € und lieferte keinen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis der Eleco Produits E.F.D..

Durch die Konzentration auf das reine Industriekundengeschäft wurde die Voraussetzung geschaffen, die Profitabilität der Klebstofftochter Eleco Produits E.F.D. künftig weiter zu steigern.

Im November 2010 vernichtete ein Brand in einem Außenlager Teile des Vorratsvermögens der Dr. Hönle AG. Der entstandene Schaden ist über eine Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung in voller Höhe versichert und wurde von der Versicherung bereits beglichen. Die Liefertermine konnten trotz des Brandschadens weitgehend eingehalten werden.

Die Erdbeben- und Nuklearkatastrophe in Japan im März 2011 hatte Auswirkungen auf die weltweiten Beschaffungsmärkte. Der Hönle Gruppe ist es jedoch gelungen, die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten und teilweise mittels Ersatzlieferanten die vereinbarten Liefertermine einzuhalten.

Die Dr. Hönle AG erwarb im Geschäftsjahr 2010/2011 Anteile an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland. Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 übernahm die Dr. Hönle AG 51 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau. Hönle erschloss sich damit einen nachhaltigen Wachstumsmarkt im Bereich Life Science. Die UV-Technik Speziallampen GmbH verfügt über langjähriges Knowhow im Bereich UV-Strahler, die insbesondere in der Wasserentkeimung eingesetzt werden. Auch Vorschaltgeräte und Messtechnik gehören zur Produktpalette. Darüber hinaus vertreibt die Gesellschaft Speziallampen zur Härtung und zur Materialanalyse. Wasserentkeimung mittels ultravioletter Strahlung ist umweltfreundlich, da auf die Verwendung von Chemikalien verzichtet werden kann. UV-Wasserentkeimung findet im kommunalen, industriellen sowie im privaten Bereich Verwendung. Sie wird bei der Trinkwasserentkeimung, der Brauchwasseraufbereitung und der Abwasserdesinfektion eingesetzt.

Das Unternehmen erwirtschaftet mit rund 60 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 7 Mio. €.

Über den Kauf der Mitronic P. Miller GmbH, Wolfratshausen, gewann Hönle einen neuen Kundenkreis im Bereich der Automobilindustrie, dem größten Absatzmarkt für Sonnenlichtsimulationsanlagen. Im August 2011 unterzeichnete die Dr. Hönle AG einen Kaufvertrag über den Erwerb von 51 % der Anteile an der Mitronic P. Miller GmbH. Damit baute Hönle ihre Marktstellung auf dem Gebiet der Sonnenlichtsimulation weiter aus. Die Mitronic P. Miller GmbH ist seit über 30 Jahren auf industrielle Lichttechnik spezialisiert. Sie erwirtschaftet mit rund 30 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 4 Mio. € jährlich. Zum Produktspektrum der Mitronic zählen Sonnenlichtsimulationsanlagen sowie Beleuchtungseinrichtungen für Crashtests. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt die Gesellschaft Tageslichtleuchten und Vorschaltgeräte unter anderem für den Messebau. Größter Absatzmarkt der Mitronic ist die Automobilindustrie.

Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2010/2011 geprägt von einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung, verbunden mit deutlich höheren Auftragseingängen und Umsatzerlösen als im Vorjahr und einem starken Ausbau der Beteiligung an Unternehmen des UV-Technologie Marktes. Insbesondere aufgrund des gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöhten Umsatzniveaus verbesserte sich die Ertragssituation erheblich. Das Betriebsergebnis (EBIT) der Hönle Gruppe stieg um 103,3 % auf 11.280 T€. Das Konzernergebnis verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 56,0 % auf 7.499 T€, das Ergebnis je Aktie stieg von 0,89 € auf 1,30 T€.

Ertragslage

Der konjunkturelle Aufschwung, von dem die Hönle Gruppe weit stärker als die Gesamtwirtschaft profitierte, und die Übernahme von zwei Gesellschaften trugen maßgeblich zur positiven Umsatzentwicklung bei. Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2010/2011 um 24,3 % auf 67.878 T€. Das Vorsteuerergebnis (EBT) hat sich aufgrund der guten Geschäftsentwicklung von 5.342 T€ auf 10.771 T€ mehr als verdoppelt.

Der Brand im November 2010 vernichtete Teile des Vorratsvermögens der Dr. Hönle AG. Der entstandene Sachschaden führte zu einem erhöhten Materialaufwand im ersten Quartal. Die Materialaufwandsquote blieb mit 40,8 % dennoch leicht unter dem Vorjahreswert von 41,2 %. Der Schaden war über eine Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung in voller Höhe versichert. Die Versicherungsleistung erhöhte die sonstigen betrieblichen Erträge der Dr. Hönle AG.

Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Lizenzeinnahmen in Höhe von 810 T€. Die Lizenzeinnahmen resultieren aus einem Vertrag, der mit einer spanischen Gesellschaft über die Nutzung von Markenrechten für Klebstoffe im Konsumgüterbereich geschlossen wurde. Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge Fördermittel in Höhe von 529 T€, die drei Gesellschaften der Hönle Gruppe im letzten Geschäftsjahr erhielten. Die Fördermittel werden überwiegend für Entwicklungsprojekte gewährt, welche über mehrere Jahre laufen.

Die Personalaufwandsquote ging aufgrund des insgesamt höheren Umsatzniveaus von 30,8 % auf 29,7 % zurück. Dabei stieg der Personalaufwand von 16.903 T€ im Vorjahr auf 20.345 T€ im Berichtsjahr. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten kletterte in diesem Zeitraum von 263 auf 329. Der sonstige betriebliche Aufwand lag nach 10.470 T€ im Vorjahr, im Berichtsjahr bei 12.241 T€. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen fiel in diesem Zeitraum von 19,1 % auf 17,9 %.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich von 5.548 T€ im Geschäftsjahr 2009/2010 auf 11.280 T€ im letzten Geschäftsjahr. Das Finanzergebnis, welches Wertminderungen auf Finanzanlagen in Höhe von 297 T€ enthält, lag nach -206 T€ im Vorjahr bei -509 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) stieg von 5.342 T€ auf 10.771 T€. Das Konzernjahresergebnis verbesserte sich von 4.806 T€ auf 7.499 T€ und das Ergebnis je Aktie von 0,89 € auf 1,30 €.

Ertragsentwicklung

scroll
in T€ 2010/2011 2009/2010 Veränderung
Umsatzerlöse 67.878 54.624 24,3 %
Rohergebnis 45.337 34.095 33,0 %
Betriebsergebnis (EBIT) 11.280 5.548 103,3 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 10.771 5.342 101,6 %
Konzernjahresergebnis 7.499 4.806 56,0 %
Ergebnis je Aktie in € 1,30 0,89 46,1 %

Finanzlage

Der hohe Jahresüberschuss trug maßgeblich zu einem operativen Cashflow von 12.698 T€ bei. Dabei wirkten sich die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen um 1.445 T€ und die Erhöhung der Vorräte um 994 T€ liquiditätsmindernd aus. Die Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten um 1.600 T€, welche aus höheren Personalrückstellungen sowie einer Erhöhung der Verbindlichkeiten aus der Umsatz- und Lohnsteuer resultierten, wirkten sich liquiditätserhöhend aus.

Die Hönle Gruppe zahlte im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsen in Höhe von 315 T€, die auf Bankzinsen aufgrund bestehender Darlehensverträge und auf Leasingzahlungen zurückzuführen sind. Die Zinszahlungen und die Ertragssteuern in Höhe von 2.090 T€ führten schließlich zu einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 10.293 T€.

Die Dr. Hönle AG erwarb im Berichtsjahr Unternehmensanteile an der Mitronic P. Miller GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH. Abzüglich der hierbei erworbenen Nettozahlungsmittel belief sich der Zahlungsmittelabfluss auf 22 T€. Der Zahlungsmittelzufluss aus dem Verkauf der beiden Megadustries S.à.r.l. Guadeloupe und Martinique, abzüglich der verkauften

Nettozahlungsmittel, betrug 157 T€. Die Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf 1.583 T€. Sie enthielten neben den Investitionen für die laufende Geschäftstätigkeit für IT-Software, IT-Hardware, technische Anlagen und Maschinen auch die Zahlung für den Erwerb des Firmengebäudes der UV-Technik Speziallampen GmbH.

Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen resultierten aus dem Erwerb weiterer Unternehmensanteile an der PrintConcept GmbH und der Honle Spain S.A. und betrugen zusammen 668 T€. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich insgesamt auf -2.205 T€.

Auszahlungen für Kredite und Bankverbindlichkeiten in Höhe von 806 T€ beinhalteten zum größten Teil die Tilgung eines Darlehens der UV-Technik Speziallampen GmbH. Zusammen mit der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1.576 T€ betrug der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.382 T€.

Insgesamt erhöhte sich der Bestand an liquiden Mitteln im Geschäftsjahr 2010/2011 um 6.120 T€.

Cashflow und Liquiditätsentwicklung

scroll
in T€ 2010/2011 2009/2010 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.698 T€ 5.105 T€ 148,7 %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 10.293 T€ 4.644 T€ 121,6 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.205 T€ -1.114 T€ -97,9 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.382 T€ -533 T€ -346,9 %
Veränderung liquider Mittel 6.120 T€ 3.585 T€ 70,7 %

Vermögenslage

Auf der Aktivseite der Bilanz ist der Geschäfts- oder Firmenwert um 821 T€ auf 7.748 T€ gestiegen. Ursächlich hierfür war der Erwerb von Unternehmensanteilen an der Mitronic P. Miller GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH. Der Kauf der beiden Gesellschaften war Hauptgrund für die Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte im Konzern um 113 T€ auf 1.859 T€.

Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat ihr Firmengebäude, welches bisher angemietet war, käuflich erworben. Das Sachanlagevermögen ist im Wesentlichen in Folge des Immobilienerwerbs um 1.013 T€ auf 7.040 T€ gestiegen.

In der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung in Höhe von 128 T€ ist der 26- prozentige Anteil an der Tangent Industries Inc., Winsted, ausgewiesen.

Die zum Teil deutlich längeren Lieferzeiten der Zulieferer führten zusammen mit dem insgesamt höheren Umsatzniveau zu einer Erhöhung des Vorratsvermögens bei der Hönle Gruppe um 16,2 % auf 12.661 T€.

Die liquiden Mittel stiegen aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und trotz der beiden im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen um 6.120 T€ auf 12.863 T€. Teile des Kaufpreises für den Erwerb der UV-Technik Speziallampen GmbH und der Mitronic P. Miller GmbH wurden in eigenen Aktien beglichen. Der Wert der Aktien zum Zeitpunkt der Veräußerung war höher als der durchschnittliche Anschaffungswert. Die Differenz in Höhe von 103 T€ wurde in die Kapitalrücklagen eingestellt.

Aufgrund der negativen Entwicklung an den Finanzmärkten erfolgte eine Wertminderung bei den Finanzanlagen. Die entsprechende Neubewertungsrücklage, welche zum 30.09.2010 einen Wert von -262 T€ hatte, wurde aufgrund der dauerhaften Wertminderung zum 30.09.2011 aufgelöst.

Das Eigenkapital stieg aufgrund der Währungsdifferenzen, insbesondere in Folge der Abwertung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken, um 421 T€. Die ebenfalls im Eigenkapital ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteile nahmen um 927 T€ auf 1.830 T€ zu. Ursächlich hierfür waren überwiegend die noch bei den Altgesellschaftern verbliebenen Minderheitenanteile der neu erworbenen Mitronic P. Miller GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH. Insbesondere Darlehen der Mitronic P. Miller GmbH führten im Rahmen der erstmaligen Konsolidierung auf Konzernebene zu einem Anstieg der langfristigen Darlehen um 774 T€ auf 1.409 T€.

Ferner führte die erstmalige Konsolidierung der Mitronic P. Miller GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH im Geschäftsjahr 2010/2011 zu einer Erhöhung sowohl der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten als auch der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten stiegen um insgesamt 166 T€ auf 234 T€ und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1.051 T€ auf 5.173 T€.

Die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 703 T€ aufgrund des erweiterten Konsolidierungskreises auf 1.643 T€.

Mit einer Eigenkapitalquote von 68,5 % ist die Hönle Gruppe äußerst solide finanziert.

Bilanz

scroll
in T€ 30.09.2011 30.09.2010 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 18.632 17.124 8,8 %
Kurzfristige Vermögenswerte 37.119 27.310 35,9 %
Eigenkapital 38.204 30.769 24,2 %
Langfristige Verbindlichkeiten 4.307 3.705 16,2 %
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13.240 9.960 32,9 %
Bilanzsumme 55.751 44.434 25,5 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Der konjunkturelle Aufschwung der Gesamtwirtschaft wirkte sich positiv auf die wirtschaftliche Lage der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2010/2011 aus. Der größte Absatzmarkt blieb mit 29,3 Mio. € der Binnenmarkt - die größten Wachstumsraten erzielte Hönle jedoch außerhalb der EU, insbesondere im asiatischen Wirtschaftsraum. Die breite Produktpalette, das konjunkturelle Umfeld und der Kauf der neuen Gesellschaften bildeten die Basis für eine Umsatzsteigerung von 24,3 % bei der Hönle Gruppe. Dabei stieg das Vorsteuerergebnis (EBT) auf 10,8 Mio. €.

Mit 12,9 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf lediglich 1,6 Mio. €. Die Unternehmensgruppe ist mit ihrer starken Marktposition in mehreren Wachstumsfeldern gut für die weitere Geschäftsentwicklung aufgestellt.

Forschung & Entwicklung

Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten im letzten Geschäftsjahr lag auf der Erweiterung der Produktpalette sowie der Optimierung der Systeme in Hinblick auf ihre Funktionalität, Qualität und Energieeffizienz. Dabei spielten die Ideen der Mitarbeiter und das Wissen externer Partner wie Industrieunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine entscheidende Rolle.

Seit über 30 Jahren produziert die Hönle Gruppe hochwertige UV-Geräte und -Anlagen für die Aushärtung photoreaktiver Beschichtungen. Diese UV-Strahler stellen bis heute den überwiegenden Teil an Aushärtungssystemen in der Strahlungshärtung. Die stetig steigende Vielfalt der Einsatzgebiete erfordert auch eine ständige Weiterentwicklung der UV-Strahler. So konnte in den letzten Jahren das Verhältnis von eingespeister Leistung zur UV-Leistung durch eine optimierte Reflektorgeometrie und den Einsatz elektronischer Vorschaltgeräte signifikant verbessert werden.

Seit einigen Jahren entwickelt sich parallel zu konventionellen Systemen ein neues Konzept der UV-Härtung mittels UV-LEDs. Dank dieser Technologie erweitert sich das Einsatzgebiet der UV-Härtung. Vorteile bringen die UV-LEDs unter anderem bei temperaturempfindlichen Substraten oder für Anwendungen, die eine geringe Einbaugröße erfordern. Durch die Taktmöglichkeit der LED-Module kann deren Energieeinsparpotenzial optimal genutzt werden. Hönle hat das Potenzial der UV-LED-Technologie früh erkannt und die Strahler stetig weiterentwickelt. Die steigende Nachfrage im LED-Bereich führte relativ schnell dazu, dass neben Punktstrahlern auch größere Flächenstrahler und Linienstrahler mit hoher Intensität entwickelt wurden. Doch nicht nur die Vielfalt der LED-Geräte entwickelte sich im Laufe der Jahre weiter. Auch durch eine Verbesserung des LED-Wirkungsgrades sowie die Optimierung von Kühlung und Optik zur Erhöhung der Intensität konnten wegweisende Erfolge erzielt werden.

Hönle lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr das tausendste LED-System an seine Kunden. Mittlerweile hat sich die LED-Technologie voll etabliert und stellt nicht nur in der Klebstoffindustrie, sondern auch in vielen Bereichen der Druck- und Beschichtungsindustrie eine Alternative zur konventionellen UV-Technologie dar. In diesem Wachstumssegment ist die Hönle Gruppe mit ihrem breiten Produktspektrum an UV-LED-Systemen gut positioniert.

Hönle entwickelte im letzten Quartal einen Flächensensor zur Intensitätsmessung von LED-Wellenlängen. UV-Messungen gewährleisten Prozesssicherheit für die Produktion und reproduzierbare Laborergebnisse für Forschung und Entwicklung. Die auf dem Markt befindlichen Messgeräte eignen sich aufgrund ihrer Sensorgeometrien meist nicht für die selektiven Wellenlängen von LEDs. Ziel war daher, ein geeignetes Messgerät zu entwickeln und dabei gleichzeitig eine Vermessung aller angebotenen LED-Wellenlängen von 365 bis 405 nm mit nur einem Sensor zu ermöglichen. Der neue Flächensensor erfüllt diese Vorgaben.

Auf der FESPA, der Fachmesse für den Digitaldruck in Hamburg, präsentierte Hönle UV-LED-Geräte für die Zwischen- und Endtrocknung im Inkjet-Druck. Die UV-Trockner sind in den Wellenlängen 365/375/385/395/405 nm erhältlich und lassen sich damit optimal auf die jeweilige Anwendung abstimmen. Neben den bekannten Vorteilen der LED-Technologie, wie der langen Lebensdauer der LEDs, dem Wegfallen der Aufwärm- und Abkühlphase und der Möglichkeit in kurzen Zyklen aus- und einzuschalten, besticht die LED Powerline durch ihre kompakte Größe und ihre hohe Strahlungsleistung.

Die Panacol Gruppe entwickelte insbesondere für die Elektronikindustrie und die Automobilindustrie neue Klebstoffprodukte. Dabei handelt sich um thermisch aushärtbare Vergussmassen auf Epoxidharzbasis. Die Produkte gehören der Structalit Reihe an und müssen hohe Anforderungen hinsichtlich Festigkeit und Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit erfüllen. Weitere Schwerpunkte der Entwicklung waren UV-härtbare Klebstoffe, die speziell auf die LED Powerline der Dr. Hönle AG abgestimmt werden, sowie Klebstoffe für die Medizintechnik und die Luft- und Raumfahrtindustrie. Desweiteren arbeitete Panacol an der Weiterentwicklung von UV-härtbaren Vergussmassen für Smartcards.

Hönle verfügt über ein breites Spektrum an UV-LED-Aushärtegeräten und UV-Klebstoffen für den industriellen Einsatz und über ein umfassendes Wissen in dieser zukunftsträchtigen Technologie. Davon sollen künftig auch Anwender stärker profitieren: In Kooperation mit BASF bot Hönle im Jahr 2011 erstmals Seminare zum Thema UV-Härtung mit LEDs an. Auf den Veranstaltungen konnten sich Chemielieferanten, Maschinenbauer und Endanwender über die Technologie und Aushärtungsmechanismen der LED-Härtung informieren und diese anhand von Vorführungen sowie eigenen Tests im Anwendungslabor weiter vertiefen.

Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe lagen nach 688 T€ im Vorjahr bei 821 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter stieg von 41 auf 50, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 13,8 % der Mitarbeiter im Bereich Forschungs- und Entwicklung.

Umweltaspekte

Die UV-Trocknung zeichnet sich im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern wesentlich günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus werden durch die Verwendung der UV-Technologie erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln bei Farben, Lacken und Klebstoffen eingespart. Schließlich trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Lacke dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Die VOC-Verordnung der Europäischen Union wurde im Jahr 2001 als 31. Bundes-Immissionsschutzverordnung in deutsches Recht umgesetzt. Die Richtlinie begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC - volatile organic compounds). Der Zeitplan zur Umsetzung in der betrieblichen Praxis sieht 2013 als Ende der Übergangsfristen vor; die Verordnung wird dann in vollem Umfang wirksam. Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Daher ergeben sich in naher Zukunft gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der "National Emission Ceilings Directive", geht länderübergreifend weiter. Eine nochmalige Absenkung der Grenzwerte birgt weitere Umsatzpotenziale für die UV-Technologie.

Mitarbeiter

Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung stellte die Hönle Gruppe neue Mitarbeiter ein. Die Zahl der jeweils zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Vorstand) stieg von 276 auf 363. Die Zahl der Auszubildenden stieg von 23 auf 29.

Insbesondere in den Bereichen Produktion und Service wurden neue Mitarbeiter eingestellt. Aufgrund des Verkaufs des Geschäftsbereichs Konsumgüterklebstoffe reduzierte sich die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter in der Hönle Gruppe. Von den 363 Mitarbeitern arbeiteten 36 in Teilzeit; dies entspricht 9,9 %. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig:

Funktionsbereiche

scroll
  30.09.2011 30.09.2010 Veränderung
Vertrieb 65 68 -4,4 %
Forschung, Entwicklung 50 41 22,0 %
Produktion, Service 154 93 65,6 %
Logistik 40 30 33,3 %
Verwaltung 54 44 22,7 %
gesamt 363 276 31,5 %
scroll
Durchschnitt 2010/2011 2009/2010 Veränderung
Vertrieb 67 66 1,5 %
Forschung, Entwicklung 46 41 12,2 %
Produktion, Service 131 88 48,9 %
Logistik 36 26 38,5 %
Verwaltung 49 42 16,7 %
gesamt 329 263 25,1 %

Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 16.903 T€ auf 20.345 T€. Dabei erhöhten Tantiemen, Provisionen, das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm sowie Rückstellungen für Weihnachtsgeld, Urlaub und Gleitzeitkonten den Personalaufwand, der sich wie folgt aufteilte:

Personalaufwand

scroll
in T€ 2010/2011 2009/2010 Veränderung
Löhne und Gehälter 16.812 13.914 20,8 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 3.533 2.989 18,2 %
gesamt 20.345 16.903 20,4 %

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 29 Auszubildende (Vj. 23) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Zeichner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Diplomanden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei seinen Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren fünf Personen im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung bei Hönle beschäftigt.

Nachtragsbericht

Im November 2011 beantragte die manroland AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzverfahren soll eine rasche Restrukturierung der Gesellschaft und einen Neuanfang mit deutlich reduzierten Kosten ermöglichen. Der Geschäftsbetrieb soll laut manroland in vollem Umfang aufrechterhalten bleiben.

Die Dr. Hönle AG wird kurzfristig alle erforderlichen Maßnahmen einleiten, um die Auswirkungen der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe so gering wie möglich zu halten. Der Forderungsbestand der Hönle Gruppe gegen die manroland AG belief sich zum Zeitpunkt der Stellung des Insolvenzantrags auf netto ca. 1,1 Mio. €. Diese Forderungen sind in vollem Umfang im Geschäftsjahr 2011/2012 entstanden.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2011 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die

Hauptversammlung vom 23. März 2010 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2014 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Risikobericht

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen Risiken frühestmöglich erkannt, bewertet und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen mögliche negative Auswirkungen begrenzt sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens verhindert werden.

Zur Überwachung der Risiken wurde bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem eingeführt. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Gegenmaßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Unternehmens informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Risiken für die Dr. Hönle AG:

Marktrisiken

Die Expansion der Weltwirtschaft setzte sich im letzten Geschäftsjahr fort. Die Experten erwarten jedoch, dass die konjunkturelle Entwicklung an Schwung verlieren wird. In den Industrieländern nehmen die Bemühungen zu, den Verschuldungsgrad zu verringern, die Finanzpolitik wird zunehmend restriktiver. Hinzu kommt, dass in den Schwellenländern die Wirtschaftspolitik angesichts der hohen Kapazitätsauslastung bestrebt sein wird, das Tempo des Produktionsanstiegs zu verringern. Ein konjunktureller Abschwung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinflussen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können.

Operative Risiken

Die Rohstoffpreise sind im letzten Geschäftsjahr zum Teil deutlich gestiegen und werden zukünftig möglicherweise weiter steigen. Ferner besteht das Risiko, dass es in einzelnen Fällen zu Lieferengpässen kommen kann.

Hönle wird, wann immer möglich, gestiegene Herstellungskosten durch Preiserhöhungen kompensieren und die Lieferfähigkeit durch die Auswahl von Alternativlieferanten sowie gegebenenfalls eine Erhöhung der Vorräte weitestgehend sicherstellen.

Die Dr. Hönle AG übernahm im Mai 2008 die Eltosch Torsten Schmidt GmbH (im Folgenden Eltosch). Die Gesellschaft erwirtschaftete vor dem Erwerb negative Unternehmensergebnisse. Hönle setzte ein umfangreiches Maßnahmenpaket um, um die Ertragskraft zu verbessern. So wurden die Personalkosten gesenkt und die bisher fremdvergebene Eltosch-Fertigung in die Dr. Hönle AG verlagert. In den Geschäftsjahren 2009/2010 und 2010/2011 erzielte Eltosch positive Ergebnisse. Dennoch muss die weitere Geschäftsentwicklung, insbesondere vor dem Hintergrund der Insolvenz der manroland AG, kritisch verfolgt werden. Die manroland AG ist der größte Kunde der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Als Reaktion auf die Unsicherheit wurden bereits kurzfristig Personalmaßnahmen umgesetzt. Weitere Angaben zur manroland Insolvenz enthält der Nachtragsbericht.

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Die manroland AG stellte nach dem Ende des Geschäftsjahres einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens.

Die Insolvenz der manroland AG wird sich auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2011/2012 auswirken. Hönle beobachtet intensiv auch ihre anderen Großkunden und überprüft permanent ihre finanzielle Leistungsstärke. Die Kundenzufriedenheit der Key Account Kunden wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die Zusammenarbeit mit Großkunden bietet auf der anderen Seite die Chance, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Es ist davon auszugehen, dass ein wesentlicher Teil der Forderungen gegenüber der manroland AG aufgrund der Insolvenz wertberichtigt werden müssen. Abgesehen von der Insolvenz der manroland AG zeichnen sich die Kunden der Hönle Gruppe bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an.

Theoretisch besteht das Risiko, dass eine andere Technologie die UV-Technik zukünftig teilweise oder gänzlich ersetzen wird. Unseres Wissens sind jedoch die Chancen für eine weitere Ausbreitung der UV-Technologie demgegenüber als deutlich größer einzuschätzen.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken.

Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Unsere betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von entscheidender Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung, bietet vielversprechende berufliche Perspektiven und arbeitet eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen. Dem möglichen Wegfall von wesentlichen Knowhow-Trägern wirkt Hönle durch ein Stellvertreterprinzip entgegen, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet.

Finanzrisiken

Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euros sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da sämtliche Umsätze in Euro fakturiert wurden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen.

Andererseits birgt ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU.

Die Hönle Gruppe hält Finanzanlagen in Aktien in Höhe von 183 T€. Es handelt sich dabei überwiegend um internationale Standardwerte. Der Buchwert der Wertpapiere reduzierte sich im Berichtsjahr um 36 T€. Es ist möglich, dass die Aktienkurse etwa infolge eines Konjunkturabschwungs weiter nachgeben werden und eine weitere Wertberichtigung durchgeführt werden muss. Andererseits besteht die Chance einer künftig wieder positiven Kursentwicklung und einer entsprechenden Zuschreibung.

Gesamtrisiko

Die Hönle Gruppe ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Die im Nachtragsbericht erwähnte Insolvenz der manroland AG wird voraussichtlich Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe haben. Ein weiteres wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar. Es ist davon auszugehen, dass eine Verschlechterung der konjunkturellen Lage auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde.

Derzeit sind jedoch keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Nachfolgend sind die Angaben gemäß § 289 Abs. 5 HGB dargestellt.

Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem auch mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung derjenigen Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Konzernabschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben der eingehenden Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind untrennbare Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung zukünftiger Chancen und Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, erkannte Risiken und eingeleitete Gegenmaßnahmen zu überwachen. Dies umfasst auch den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich der Finanzbuchhaltung zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen beziehungsweise Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene geboten.

Die Gestaltung des IT-Systems trägt weiterhin zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung konzernrelevanter Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei. So gewährleistet Hönle den Konzernunternehmen, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Nachfolgend sind die Angaben gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt.

Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft ständig die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit garantiert.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe ihre Geschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen an Kunden vermieden. Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen, ist jedoch für Hönle von untergeordneter Relevanz.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für Rohstoffe und Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Kosten-Nutzen-Analyse hat sich die Hönle Gruppe gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch Chancen für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Erfolgsunabhängige Bezüge

scroll
in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
  10/11 09/10 10/11 09/10 10/11 09/10
Norbert Haimerl 211 211 20 19 231 230
Heiko Runge 211 210 11 11 222 221
Summe 422 421 31 30 453 451

Erfolgsabhängige Bezüge

scroll
in T€ Tantieme
  10/11 09/10
Norbert Haimerl 225 143
Heiko Runge 225 143
Summe 450 286

Pensionen

scroll
in T€ Jahresbezug bei Eintritt des Pensionsfalls Zuführung zu den Pensionsrückstellungen
  30.09.2011 30.09.2010 2010/2011 2009/2010
Norbert Haimerl 36 36 26 17
Heiko Runge 36 36 22 14
Summe 72 72 48 31

Pensionen

scroll
in T€ Barwert der Pensionsverpflichtungen
  30.09.2011 30.09.2010
Norbert Haimerl 679.643 676.165
Heiko Runge 683.406 679.891
Summe 1.363.049 1.356.056

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von T€ 12 geleistet.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Seit dem Geschäftsjahr 2009/2010 ist keine ergebnisabhängige Komponente mehr enthalten. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt.

Die Bedeutung des Aufsichtsrats als Beratungs- und Überwachungsorgan und seine Verantwortung für das Wohl der Gesellschaft sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Diesem Umstand soll auch im Rahmen der Aufsichtsratsvergütung Rechnung getragen werden. Die Hauptversammlung vom 23. März 2010 hat daher beschlossen, die Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder erstmals für das am 30. September 2009 abgelaufene Geschäftsjahr anzupassen.

Die angegebene Vergütung im Geschäftsjahr 2009/2010 enthält die rückwirkende Anpassung der Vergütung für das Geschäftsjahr 2008/2009.

Bezüge des Aufsichtsrats

scroll
in T€ Gesamt
  2010/2011 2009/2010
Dr. Hans-Joachim Vits 32 56
Prof. Dr. Karl Hönle 24 42
Eckhard Pergande 16 28
Summe 72 126

Die Bezüge für das Geschäftsjahr 2009/2010 verteilen sich wie folgt auf die satzungsgemäße Vergütung und die rückwirkende Anpassung für das Geschäftsjahr 2008/2009:

scroll
Rückwirkende Anpassung für das Geschäftsjahr 2009/2010
in T€
satzungsgemäße Vergütung rückwirkende Anpassung für 2008/2009 Gesamt
Dr. Hans-Joachim Vits 32 24 56
Prof. Dr. Karl Hönle 24 18 42
Eckhard Pergande 16 12 28
Summe 72 54 126

Prognosebericht

Marktausblick

Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich zuletzt eingetrübt. Das Institut für Weltwirtschaft hält einen Rückfall in die Rezession für die Weltwirtschaft jedoch für wenig wahrscheinlich. Die wirtschaftliche Entwicklung wird wesentlich von den Schwellenländern getragen. Vielen Schwellenländern gelingt es zunehmend, sich mittels ihrer Wirtschafts- und Finanzpolitik von Schwächephasen der Industrieländer abzukoppeln. Insgesamt wird derzeit ein weltweites Wirtschaftswachstum von etwa 3 % für 2012 erwartet. Voraussetzung für ein Fortsetzen der wirtschaftlichen Expansion ist jedoch, dass sich die Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht nochmals verstärken. Weltweit wurde fehlendes Vertrauen in die Wirtschaftspolitik des eigenen Landes als das größte wirtschaftliche Problem angesehen. Viele Länder haben mit den öffentlichen Haushaltsdefiziten und teilweise mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Das ifo-Institut sieht zum Zeitpunkt Ende November die deutsche Wirtschaft auf dem Weg in einen konjunkturellen Abschwung. Die Erwartungen der Unternehmen hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsverlaufs haben sich eingetrübt. Die deutsche Wirtschaft kann sich den Turbulenzen der Weltwirtschaft nicht entziehen, die Konjunktur verliert an Fahrt. Die aktuelle Geschäftslage jedoch weicht von den Erwartungen deutlich ab und ist weiterhin positiv. Somit besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen der aktuellen Lage deutscher Unternehmen und der Erwartung der weiteren Entwicklung der Geschäftstätigkeit der Hönle Gruppe aufgrund bestehender Risiken.

Im verarbeitenden Gewerbe haben sich die Geschäftserwartungen im Laufe des Jahres 2011 deutlich verschlechtert. Für 2012 wird ein Produktionsrückgang erwartet.

Ausblick für die Hönle Gruppe

Die Hönle Gruppe hat sich aufgrund der Firmenübernahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr vergrößert. Mit der UV Technik Speziallampen GmbH und der Mitronic P. Miller GmbH erweiterte die Hönle Gruppe ihre Kompetenzen in den Bereichen UV-Strahler und Sonnensimulationsanlagen. Nach der erfolgreichen Restrukturierung der UV Technik Speziallampen GmbH wird eine zentrale Aufgabe die Integration der Mitronic P. Miller GmbH sein. Die Bereiche Einkauf, IT, Buchhaltung und Controlling sollen in die Dr. Hönle AG verlagert werden. Ferner sollen Fertigungsabläufe analysiert und effizienter gestaltet werden. Synergien, die zwischen der Hönle Gruppe und der Mitronic bestehen, werden dazu beitragen, die Umsätze und Ergebnisse der akquirierten Gesellschaft zu steigern.

Insgesamt werden es die geplanten Maßnahmen ermöglichen, die Geschäftsabläufe der Mitronic zu optimieren, ein hohes Qualitätsniveau sicherzustellen und die Profitabilität zu erhöhen.

Die Erhöhung der Fertigungstiefe bei LED-Systemen ist ein wichtiges Ziel für das laufende Geschäftsjahr. Dies beinhaltet auch Investitionen in Maschinen und Anlagen. Hönle baut wichtiges Knowhow in der Entwicklung und Fertigung von LED-Systemen auf und senkt gleichzeitig die Herstellungskosten für diese Systeme.

Im Segment Klebstoffe werden Produkte für Consumer Electronic und Smartcards das Produktspektrum ergänzen und neue Absatzmärkte erschließen.

Das geplante Investitionsvolumen für den organischen Ausbau der Geschäftsaktivitäten liegt im laufenden Geschäftsjahr bei unter einer Million Euro.

Die Dr. Hönle AG wird die Produktionskapazitäten ausweiten, um Raum für zukünftiges Wachstum zu schaffen. Daher wird die Gesellschaft die Räumlichkeiten um weitere 1.700 qm vergrößern. Der Bezug der neuen Flächen ist für Anfang des Jahres 2012 geplant.

Auftragseingang und Auftragsbestand der Hönle Gruppe sind stabil. Die Unsicherheit in der weltweiten Konjunkturentwicklung und der Insolvenzantrag der manroland AG im November 2011 erschweren einen konkreten Ausblick über die weitere Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe. Die Dr. Hönle AG wird kurzfristig alle erforderlichen Maßnahmen einleiten, um die Auswirkungen der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe so gering wie möglich zu halten.

Der Vorstand geht davon aus, dass ein Großteil der bestehenden Aufträge von manroland in den nächsten Monaten ausgeliefert wird. Ab März 2012 wird mit deutlich niedrigeren Umsätzen mit manroland gerechnet. Der Forderungsbestand gegenüber der manroland AG, der zum Zeitpunkt der Stellung des Insolvenzantrags bei 1,1 Mio. € lag, wird voraussichtlich abgeschrieben. Dieser Forderungsbestand ist vollumfänglich im Geschäftsjahr 2011/2012 entstanden. Der Vorstand geht ferner davon aus, dass der Umsatz und das Ergebnis der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2011/2012 unter den Vorjahreswerten liegen werden.

Mittelfristiges Ziel der Hönle Gruppe ist es, ein Umsatzniveau von 100 Mio. € zu erreichen. Dabei plant Hönle auch durch Firmenzukäufe in Wachstumsmärkten nachhaltig zu expandieren.

 

Gräfelfing, 23. Dezember 2011

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance Bericht

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 20. Dezember 2011

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, Empfehlungen der Regierungskommission sowie Anregungen der Regierungskommission.

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen.

Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodex häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex sah in diesem Jahr nach eingehender Diskussion keine Notwendigkeit für Kodexänderungen. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, in der Fassung vom 26. Mai 2010, ab:

Briefwahl

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Gesellschaft den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte auf der Hauptversammlung erleichtern und sie hierzu auch bei der Briefwahl und der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll (Kodexziffer 2.3.3 Satz 2). Die Dr. Hönle AG stellt einen Vertreter für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts, die alternative Möglichkeit einer Briefwahl bietet die Gesellschaft jedoch nicht an.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Beide Vorstände arbeiten seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht.

Struktur der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei ist bei variablen Vergütungsbestandteilen grundsätzlich auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu achten (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG enthalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable Vergütungsbestandteile.

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Eine Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Abfindung für die Vorstandsmittglieder hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) bilden soll (Kodexziffer 5.3.1 Satz 1). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden zurzeit keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder sowie eine angemessene Beteiligung von Frauen vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber das Geschlecht oder das Alter bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Die Dr. Hönle AG wird daher auch nicht die Zielsetzung der Neubesetzung des Aufsichtsrats und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Mitglieder des Aufsichtsrats neben einer festen auch eine erfolgsabhängige Vergütung erhalten sollen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 2). Die Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine erfolgsabhängige Vergütungskomponente die Qualität der Tätigkeit des Aufsichtsrats erhöht. Die Aufsichtsräte der Dr. Hönle AG enthalten daher ausschließlich feststehende Bezüge.

Rechnungslegung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden sollen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun.

Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums.

Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.

Angaben gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex

Vergütung der Vorstände

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Vorstände in einem Vergütungsbericht, der Teil des Corporate Governance Berichts ist, offenzulegen (Kodexziffer 4.2.5). Dabei soll auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert werden. Die Dr. Hönle AG weist die Vergütung der Vorstände im Lagebericht im Kapitel Vergütungsbericht detailliert aus und erläutert dabei die Grundzüge des Vergütungssystems in einer allgemein verständlichen Form.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen auszuweisen (Kodexziffer 5.4.6 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG legt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Lagebericht des Geschäftsberichtes im Kapitel Vergütungsbericht individualisiert offen.

Directors Dealings

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Geschäfte in Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern im Corporate Governance Bericht zu veröffentlichen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht Wertpapiergeschäfte von Führungspersonen auf der Homepage www.hoenle.de unter der Rubrik "Investor Relations", "Directors' Dealings". Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden der Dr. Hönle AG folgende mitteilungspflichtigen Wertpapiergeschäfte gemeldet:

Datum: 13.12.2010

Name: Eckhard Pergande

Funktion: Aufsichtsrat

Wertpapier/Recht: Aktie der Dr. Hönle AG

Kauf/Verkauf: Verkauf

Börsenplatz: München

Preis je Stück: 9.00 €

Stückzahl: 1.000

Gesamtvolumen: 9.000 €

Wertpapierbesitz der Organe

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt im Corporate Governance Bericht Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.6). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente wie folgt aus:

Wertpapierbestand zum 30. September 2011

scroll
  Aktien Anzahl Aktien in % vom Grundkapital
Vorstand    
Norbert Haimerl 25.000 0,45
Heiko Runge 16.100 0,29
Aufsichtsrat    
Dr. Hans-Joachim Vits 353.444 6,41
Prof. Dr. Karl Hönle 221.000 4,01
Eckhard Pergande 3.200 0,06
Summe 618.744 11,22
Anzahl Aktien Gesamt 5.512.930 100,00

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und deren Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der Risikobericht.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Vorstand

Norbert Haimerl

Diplom-Betriebswirt (FH) (49 Jahre)

verantwortlich für Finanzen und Personal Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung der Schiessl GmbH & Co. KG startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei der MAN Roland Vertrieb Bayern GmbH als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Heiko Runge

Diplom-Ingenieur (FH) (47 Jahre)

verantwortlich für Vertrieb und Technik

Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits

Rechtsanwalt

Aufsichtsratsvorsitzender

Hans-Joachim Vits verantwortete fünf Jahre die kaufmännische Geschäftsführung der Robert Bosch Espanola S.A., Madrid, bevor er als geschäftsführender Gesellschafter zwölf Jahre in der mittelständischen Familiengruppe Schwelmer Eisenwerk, Schwelm, arbeitete. Nach Auseinandersetzung der Familienstämme der Eisenwerksgruppe brachte er seine Beteiligung in eine Vermögensverwaltung ein und arbeitete als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschafts-/Anwaltskanzlei. Er hatte zahlreiche Ehrenämter inne, u.a. im Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ferner übernahm er zahlreiche Aufsichtsmandate, u.a. als Vorsitzender der IVECO Magirus Brandschutztechnik AG und als Mitglied der Salzgitter Maschinenbau AG, der Gothaer Versicherungsgruppe und der Sintermetallwerk Krebsöge GmbH.

Prof. Dr. Karl Hönle

Diplom-Physiker

stellv. Aufsichtsratsvorsitzender

Karl Hönle ist emeritierter Professor der Fachhochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig.

Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH und der A.L.T. Lichttherapietechnik GmbH.

Eckhard Pergande

Bankkaufmann, Bankfachwirt

Aufsichtsrat

Eckhard Pergande war von 1980 bis 1990 Sprecher des Vorstands der Münchner Bank e.G.. Danach übernahm er bis 2002 den Vorstandsvorsitz der Lagerland AG. Er bekleidete in dieser Zeit diverse Ehrenämter in berufsständischen Verbänden auf Bundesebene.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

wir haben die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft im letzten Geschäftsjahr überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden.

Zur Vorbereitung von Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in fünf Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder vollzählig vertreten waren. Auf der Grundlage umfassender Berichte des Vorstands und anschließender Beratungen befassten wir uns unter anderem mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder ein Aufsichtsratsbeschluss erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands.

Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen.

Schwerpunkte der Beratungen

In der Sitzung am 21. Oktober 2010 erhielten wir einen Bericht über die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe, der auch detaillierte Zahlen über die Einzelgesellschaften der Unternehmensgruppe beinhaltete. Der Vorstand ging in seinem Bericht dabei auf die positive Geschäftsentwicklung bei der Eltosch Torsten Schmid GmbH ein und erläuterte, dass aufgrund der guten Geschäftsentwicklung latente Steuern bei der Eltosch Torsten Schmid GmbH aktiviert werden. Insgesamt trugen die konjunkturelle Erholung und positive Effekte aus der Restrukturierung zu einer schnellen Erholung der Hönle Gruppe bei.

Ferner war die Erörterung einer möglichen Akquisition der UV Technik Speziallampen GmbH Gegenstand der Aufsichtsratssitzung.

Am 25. November 2010 traf sich der Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung. Der Kauf von Unternehmensanteilen der UV Technik Speziallampen GmbH wurde eingehend erörtert. Dazu erhielt der Aufsichtsrat bereits im Vorfeld einen Due Diligence Bericht. Per Umlaufbeschluss erteilte der Aufsichtsrat dem Kauf von 51 % der Geschäftsanteile an der UV Technik Speziallampen GmbH im Dezember 2010 schließlich seine Zustimmung. Des Weiteren erläuterte uns der Vorstand in der Sitzung am 25. November die vorläufigen Zahlen des letzten Geschäftsjahres und gab uns einen Überblick über die aktuelle Geschäftslage.

Am 12. Januar 2011 legte uns der Vorstand den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2010 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse.

Auf der gleichen Sitzung beschlossen wir die Tagesordnung und legten die Beschlussvorschläge für die ordentliche Hauptversammlung am 16. März 2011 fest. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2009/2010 in Höhe von 5.579.007,20 € eine Dividende von 0,30 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten.

Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Beteiligungsunternehmen und ging danach auf deren geplante weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2010/2011 ein. In diesem Zusammenhang legte der Vorstand Möglichkeiten der weiteren Konzernentwicklung mittels der Akquisition potenziell geeigneter Unternehmen dar und erläuterte die Möglichkeit, den Geschäftsbereich Konsumgüterklebstoffe zu lizenzieren und an einen potenziellen Investor zu übertragen. Schließlich gaben wir eine mit dem Vorstand abgestimmte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz ab.

Die Geschäftsentwicklung des ersten Quartals war Thema der Aufsichtsratssitzung am 15. März 2011. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Einzelgesellschaften und des Konzerns und erläuterte uns den positiven Ergebniseffekt, der sich aufgrund des Brandes in einem Außenlager der Dr. Hönle AG ergeben hat. Anschließend gab der Vorstand einen Ausblick über die erwartete Entwicklung der konjunkturellen Rahmenbedingungen und der Hönle Gruppe. Der Vorstand erläutert uns seine Absicht, die Immobilie der UV Technik Speziallampen GmbH käuflich zu erwerben und die Mietaufwendungen auf diesem Weg einzusparen. Per Umlaufbeschluss haben wir dem Erwerb des Grundstücks anschließend zugestimmt. Auch die Aktivitäten im Bereich Akquisitionen waren Gegenstand der Aufsichtsratssitzung.

Im Mai 2011 hat der Aufsichtsrat dem Abschluss eines Lizenzvertrages mit anschließender Kaufoption für den Geschäftsbereich Konsumgüterklebstoffe per Umlaufbeschluss zugestimmt. Ferner haben wir dem Kaufvertrag über den Erwerb von 51 % der Geschäftsanteile an der Mitronic P. Miller GmbH im August 2011 per Umlaufbeschluss zugestimmt.

Corporate Governance

Der Deutsche Corporate Governance Kodex blieb im letzten Geschäftsjahr unverändert. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG ergaben sich keine Änderungen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 16. März 2011 wählte die BDO AWT GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010/2011.

Die BDO AWT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, prüfte den Jahresabschluss zum 30. September 2011 und den Lagebericht der Dr. Hönle AG sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Aufsichtsratssitzung vom 11. Januar 2012 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein.

Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.

Sehr geehrte Aktionäre,

mit einem Umsatzanstieg um 24,3 % auf 67,9 Mio. € und einer Verdopplung des Betriebsergebnisses auf 11,3 Mio. € blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr der Hönle Gruppe zurück. Wir haben mit zwei Firmenzukäufen die Konzernstruktur erweitert und unsere Marktposition dadurch gestärkt.

Wir danken den Vorständen und allen Mitarbeitern der Hönle Gruppe für ihren engagierten Einsatz im Geschäftsjahr 2010/2011.

 

Gräfelfing, den 11. Januar 2012

Dr. Hans-Joachim Vits, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernabschluss

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Gewinn- und Verlustrechnung mit Gesamtergebnisrechnung

Bilanz

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Kapitalflussrechnung

Anhang

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffen-des Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 5. Januar 2012

BDO AWT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

M. Rauchfuss, Wirtschaftsprüfer

ppa. S. Spitaler , Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gräfelfing, den 5. Januar 2012

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2010 bis 30.09.2011 nach IFRS

scroll
  Anhang   01.10.2010 - 30.09.2011
in T€
  01.10.2009 - 30.09.2010
in T€
Umsatzerlöse (6)   67.878   54.624
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen     667   201
Sonstige betriebliche Erträge (7)   4.782   1.880
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen (8)   27.990   22.610
Personalaufwand (9)   20.345   16.903
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens (10)   1.471   1.174
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11)   12.241   10.470
Betriebsergebnis/EBIT     11.280   5.548
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (12) 8   0  
Zinserträge (13) 60   44  
Zinsaufwendungen (14) 577   250  
Finanzergebnis     -509   -206
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen/EBT     10.771   5.342
Ertragssteuern (15)   3.272   536
Konzernjahresergebnis     7.499   4.806
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist (16)   620   205
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG     6.879   4.601
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (19)   1,30   0,89
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (19)   1,30   0,89
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert)     5.276.854   5.187.091
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert)     5.276.854   5.187.091

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.10.2010 bis 30.09.2011 nach IFRS

scroll
  01.10.2010 - 31.12.2011
in T€
01.10.2009 - 31.12.2010
in T€
Konzernergebnis 7.499 4.806
Übriges kumuliertes Einkommen der Periode:    
- Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente nach IAS 39 262 4
- Unterschied aus Währungsumrechnung 421 541
Summe übriges kumuliertes Ergebnis der Periode 683 545
Gesamtergebnis 8.182 5.351
Davon entfallen auf:    
- Ergebnisanteil der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist 620 205
- Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 7.562 5.146

Konzernbilanz zum 30.09.2011 nach IFRS

AKTIVA

scroll
  Anhang 30.09.2011
in T€
30.09.2010
in T€
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Geschäfts- oder Firmenwert (19) 7.748 6.927
Immaterielle Vermögenswerte (19) 1.859 1.746
Sachanlagevermögen (19) 7.040 6.027
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (22) 128 0
Finanzanlagen (19) 218 249
Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 618 810
Latente Steuern (23) 1.021 1.365
Langfristige Vermögenswerte, gesamt   18.632 17.124
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Vorräte (24) 12.661 10.897
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 10.396 8.396
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (26) 995 1.031
Steuererstattungsansprüche (27) 204 243
Liquide Mittel (28) 12.863 6.743
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt   37.119 27.310
AKTIVA GESAMT   55.751 44.434

Passiva

     
  Anhang 30.09.2011
in T€
30.09.2010
in T€
EIGENKAPITAL (29)    
Gezeichnetes Kapital   5.513 5.513
Eigene Anteile   -1.833 -2.531
Kapitalrücklage   16.212 16.325
Gesetzliche Rücklage   49 49
Sonderposten Neubewertung   0 -262
Bilanzgewinn   14.987 9.747
Währungsdifferenzen   1.446 1.025
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital   36.374 29.866
Nicht beherrschende Anteile   1.830 903
Eigenkapital, gesamt   38.204 30.769
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) (30) 1.409 635
Langfristige Finanzleasingverpflichtungen (31) 31 69
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (32) 0 187
Pensionsrückstellungen (33) 1.834 1.853
Latente Steuern (21) 1.033 961
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt   4.307 3.705
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (34) 3.260 2.689
Erhaltene Anzahlungen (36) 946 640
Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten (31) 87 102
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (37) 234 68
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (38) 5.173 4.122
Sonstige Rückstellungen (39) 1.665 1.320
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern (40) 1.875 1.019
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt   13.240 9.960
Passiva GESAMT   55.751 44.434

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.10.2010 – 30.09.2011 nach IFRS

scroll
  gezeichnetes Kapital
in T€
eigene Anteile
in T€
Kapitalrücklage
in T€
gesetzliche Rücklage
in T€
Sonderposten Neubewertung
in T€
Stand 01.10.2009 5.513 -2.531 16.427 49 -265
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen     -102    
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39         3
Dividendenausschüttung          
Währungsdifferenzen          
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile          
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben          
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2009/2010          
Stand 30.09.2010 5.513 -2.531 16.325 49 -262
Stand 01.10.2010 5.513 -2.531 16.325 49 -262
Veräußerung eigener Anteile   698      
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen     -113    
Auflösung des Ausgleichpostens für Finanzanlagen nach IAS 39         262
Dividendenausschüttung          
Währungsdifferenzen          
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile          
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben          
Veränderung aufgrund des Abgangs von Konzerngesellschaften          
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2010/2011          
Stand 30.09.2011 5.513 -1.833 16.212 49 0
scroll
  Konzernbilanzgewinn/ - verlust
in T€
Währungsdifferenzen
in T€
Aktionären zuzuordn. Eigenkapital*)in T€ nicht beherrschende Anteile
in T€
Gesamt
in T€
Stand 01.10.2009 5.146 484 24.823 801 25.624
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen     -102   -102
Erfolgsneutrale Bewertung der Finanzanlagen nach IAS 39     3   3
Dividendenausschüttung     0 -31 -31
Währungsdifferenzen   541 541   541
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile   0 205 205  
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben     0 -72 -72
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2009/2010 4.601   4.601   4.601
Stand 30.09.2010 9.747 1.025 29.866 903 30.769
Stand 01.10.2010 9.747 1.025 29.866 903 30.769
Veräußerung eigener Anteile     698   698
Veränderung der Kapitalrücklage aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen     -113   -113
Auflösung des Ausgleichpostens für Finanzanlagen nach IAS 39     262   262
Dividendenausschüttung -1.576   -1.576 -65 -1.641
Währungsdifferenzen -10 421 411   411
Ergebnisanteil der nicht beherrschenden Anteile   0 620 620  
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben     0 372 372
Veränderung aufgrund des Abgangs von Konzerngesellschaften -53   -53   -53
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 2010/2011 6.879   6.879   6.879
Stand 30.09.2011 14.987 1.446 36.374 1.830 38.204

Die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung wird unter der Anhangsangabe (29) erläutert.
*) Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.10.2010 – 30.09.2011 nach IFRS

scroll
  01.10.2010- 30.09.2011
in T€
01.10.2009- 30.09.2010
in T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:    
Jahresergebnis vor nicht beherrschende Anteilen und Steuern 10.771 5.342
Berichtigungen für:    
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 1.471 1.174
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 3
Finanzerträge -67 -44
Zinsaufwendungen 315 250
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 353 237
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 12.843 6.962
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen -138 -417
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.445 -718
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 251 52
Zunahme/Abnahme der Vorräte -994 -1.742
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 530 111
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 -2
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 51 24
Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten 1.600 835
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.698 5.105
Gezahlte Zinsen -315 -250
Gezahlte Ertragsteuern -2.090 -211
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 10.293 4.644
Cashflow aus Investitionstätigkeit:    
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 3 36
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -668 -263
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -120 0
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.583 -867
Veränderung der Finanzanlagen -5 -5
Veränderung aufgrund von Unternehmenserwerben -22 0
Veränderung aufgrund von Unternehmensveräußerungen 157 0
Einzahlungen aus langfristigen Forderungen 71 50
Veränderung der Rückdeckungsversicherung -97 -109
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 52 34
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 7 10
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.205 -1.114
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:    
Auszahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten -806 -533
Auszahlungen für Dividenden -1.576 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.382 -533
Währungsdifferenzen 194 411
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 220 177
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln 6.120 3.585
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 6.743 3.158
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 12.863 6.743
Veränderung liquider Mittel 6.120 3.585

Die Kapitalflussrechnung wird unter der Anhangsangabe (45) erläutert.

Anhang zum IFRS - Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010/2011

der Dr. Hönle AG, Gräfelfing

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland.

Die Dr. Hönle AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern industrieller UV-Technologie. Zusammen mit seinen Tochterfirmen entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern UV-Strahlungssysteme, UV-Strahler, UV-Klebstoffe und Vergussmassen für industrielle Anwendungen.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes).

Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd, China, entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September.

Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter Ziffer 5 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden etwas anderes angegeben wird.

Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 23. Dezember 2011 aufgestellt.

2. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung der einzelnen Positionen aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 20), sowie der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 33), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 39) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz 23) getroffen worden.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2011 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

scroll
Name Sitzland Beteiligungsquote Berichtsjahr Beteiligungsquote Vorjahr Gehalten Über
Unmittelbare Beteiligungen:        
(1) Aladin GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 60,00% 60,00%  
(2) Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon Frankreich 100,00% 100,00%  
(3) Honle UV UK Ltd., Luton England 100,00% 100,00%  
(4) Honle Spain S.A., Gavá/Barcelona Spanien 100,00% 60,00%  
(5) PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg Deutschland 100,00% 90,00%  
(6) Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg Deutschland 100,00% 100,00%  
(7) Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00%  
(8) UV-Technik Speziallampen GmbH Deutschland 51,00% 0 %  
(9) Mitronic – P. Miller GmbH Deutschland 51,00% 0 %  
(10) Hoenle UV Technology Shanghai Ltd. China 100,00% 0 %  
Mittelbare Beteiligungen:        
(11) Panacol AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00% (7)
(12) Panacol-Elosol GmbH, Stein- bach/Frankfurt/M.. Deutschland 100,00% 100,00% (11)
(13) Eleco Produits EFD, SAS, Paris Frankreich 99,96% 99,96% (11)
(14) Megadustries S.à.r.l., Martinique Frankreich 0,00% 75,71% (13)
(15) Megadustries S.à.r.l., Guadeloupe Frankreich 0,00% 76,00% (13)
(16) Domino S.à.r.l., Paris Frankreich 100,00% 100,00% (13)
(17) Eltosch America Inc., Batavia/Illinois USA 100,00% 100,00% (6)

Die Beteiligungsquote repräsentiert zugleich die Stimmrechtsquote.

Die genannten Unternehmen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH (im Folgenden Solitec GmbH) wurde trotz Vorliegens einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis der Solitec beträgt T€ -1 (Vj. T€ 1), die Höhe des Eigenkapitals beträgt T€ 38 (Vj. T€ 38).

Die Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH in Höhe von 20% des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Beteiligung“ im Konzernabschluss ausgewiesen. Eine Konsolidierung erfolgt nicht, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben kann. Die Beteiligung ist als zur Veräußerung verfügbar finanzieller Vermögenswert klassifiziert. Das Geschäftsjahresergebnis der PrintDesign Engineering GmbH beträgt T€ 3 (Vj. T€ 1), die Höhe des Eigenkapitals beträgt T€ 23 (Vj. T€ 25).

Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:

Zum 01.01.2011 wurden weitere 10% an der bereits voll einbezogenen Tochtergesellschaft PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg (im folgenden PrintConcept GmbH) erworben. Zum Bilanzstichtag werden 100% der Anteile an der PrintConcept GmbH gehalten.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 wurde die Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Limited, mit Sitz in Shanghai, China, gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf EUR 200.000. Die Anteile werden zu 100% von der Dr. Hönle AG gehalten. Die Gesellschaft wird erstmals zum 31.03.2011 in den Konzernabschluss der Hönle Gruppe einbezogen.

Des Weiteren erfolgte im zweiten Quartal 2010/2011 der nachfolgend beschriebene Unternehmenszusammenschluss mit der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau. Mit Wirkung zum 01.01.2011 erwarb die Dr. Hönle AG 51% der Anteile sowie der Stimmrechte an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau. Der Erwerbszeitpunkt (01. Januar 2011) ist der Tag, an dem die Beherrschung des erworbenen Unternehmens auf den Erwerber übergeht, dieser also die Möglichkeit erlangt, die Finanz- und Geschäftspolitik des erworbenen Unternehmens zu bestimmen. Die UV-Technik Speziallampen GmbH wird ab dem 01. Januar 2011 in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages vom 07. Dezember 2010 hat die Dr. Hönle AG Call-Optionen auf Erwerbe von weiteren Anteilen an der UV-Technik Speziallampen GmbH erworben, die ab dem 01. Januar 2013 erstmals zum Fair-Value ausgeübt werden können.

Die UV-Technik Speziallampen GmbH entwickelt, produziert und vertreibt UV-Strahler und die dazu passenden Komponenten insbesondere im Bereich Wasserentkeimung. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010 mit rund 60 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 6,8 Mio. €.

Im Rahmen des Erwerbs der UV-Technik Speziallampen GmbH hat die Dr. Hönle AG Call-Optionen auf Erwerbe von Anteilen an der UV-Electronic GmbH, Durchhausen erworben, die ab dem 01. Januar 2013 erstmals zum Fair-Value ausgeübt werden können. Die UV-Electronic GmbH entwickelt, fertigt und vertreibt elektronische Vorschaltgeräte für UV-Lampen. Die Mehrheit der Anteile an der UV-Electronic GmbH gehört dem ehemaligen Alleingesellschafter der UV-Technik Speziallampen GmbH.

Mit dem Erwerb der UV-Technik Speziallampen GmbH setzt Hönle ihre Strategie fort, zusätzlich zum Geräte- und Anlagengeschäft vermehrt nachhaltige Umsätze im Bereich der kurzlebigen Wirtschaftsgüter zu generieren:

Die UV-Technik Speziallampen GmbH wird seit dem 01. Januar 2011 in den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG einbezogen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen zum Erwerbsstichtag insgesamt T€ 820, die bar (T€ 320) und in Aktien der Dr. Hönle AG (T€ 500) bezahlt wurden. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie deren Buchwerte unmittelbar vor dem Unternehmenszusammenschluss stellen sich wie folgt dar:

scroll
  Buchwerte
in T€
Fair Value
in T€
Langfristige Vermögenswerte    
Immaterielle Vermögenswerte 94 244
Sachanlagen 615 577
Finanzanlagen 2 2
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte 847 847
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489 489
Sonstige Vermögenswerte 171 171
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 96 96
Aktive latente Steuern 0 12
Schulden    
Rückstellungen 216 225
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 292 292
Finanzverbindlichkeiten 933 933
Sonstige Schulden 126 37
Latente Steuerschulden 0 63
Nettovermögenswerte 747 888
Nicht beherrschende Anteile   - 435
Erworbene Nettovermögenswerte   453

Die Bewertung der identifizierten Technologien und Patente in den immateriellen Vermögenswerten erfolgt nach der Methode der Lizenzpreisanalogie. Die Bewertung der Kundenbeziehungen sowie des Auftragsbestandes erfolgt nach der Residualwertmethode.

Die erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von T€ 623 und enthalten Wertberichtigungen in Höhe von T€ 134. Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf T€ 96, wodurch es insgesamt zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von T€ 224 kam.

Aus der Gegenüberstellung des Kaufpreises und den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 367. Hauptfaktoren, die zum Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes führen, sind erwartete Synergien in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb.

Im Konzernjahresüberschuss der aktuellen Periode ist ein Gewinn der UV-Technik Speziallampen GmbH in Höhe von T€ 636 enthalten. Das EBIT für den gleichen Zeitraum betrug T€ 963. Der Konzernjahresüberschuss hätte sich um weitere T€ 70 erhöht, wenn der Unternehmenszusammenschluss bereits zum 01. Oktober 2010 vollzogen worden wäre.

Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der UV-Technik Speziallampen GmbH um T€ 5.452. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 01. Oktober 2010 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns um T€ 1.693 höher ausgefallen als der tatsächlich erzielte Umsatz.

Die Panacol AG ist mit 26% an der Tangent Industries Inc., Winsted, USA beteiligt. Die Beteiligung der Tangent Industries Inc., Winsted, USA besteht seit dem 26.04.2011. Die Tangent Industries Inc., Winsted, USA wird als assoziiertes Unternehmen klassifiziert und gem. IAS 28 mit der Equity – Methode bilanziert. Die Panacol AG kann sich damit eine wichtige Lieferantenbeziehung sichern. Bei den genannten Zahlen handelt es sich um Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli 2011 bis zum 30. September 2011. Das Geschäftsjahr wurde auf den 30.09. umgestellt. Die Zahlen sind in TUSD angegeben und vor Anpassung an die Beteiligungshöhe der Dr. Hönle AG angegeben:

scroll
Tangent Industries, Inc. letzter Abschluss Umsatz Ergebnis Bilanzsumme Schulden
30.09.2011 310 T$ 22 T$ 603 T$ 292 T$

Der Buchwert der nach der Equity-Methode angesetzten Beteiligung auf Basis der Anschaffungskosten und der anteiligen Ergebnisse entspricht dem Fair Value, da keine anderen Informationen vorliegen.

Im ersten Quartal und im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2010/2011 erwarb die Dr. Hönle AG weitere 35% bzw. weitere 5% der Anteile an der Honle Spain S.A., Gavá/Barcelona von den bisherigen Anteilseignern. Die Dr. Hönle AG hält damit 100 % der Anteile der Honle Spain S.A.

Die Dr. Hönle AG hat mit Wirkung zum 28.06.2011 die Konzerngesellschaften Megadustries S.à.r.l. Guadeloupe, Frankreich und Megadustries S.à.r.l. Martinique, Frankreich verkauft. Die Entkonsolidierung erfolgte auf den 30.06.2011. Diese beiden Veräußerungen waren jede für sich genommen nicht wesentlich und haben sich in Summe auf Basis der Werte zum Veräußerungszeitpunkt wie nachfolgend dargestellt auf den Konzernabschluss ausgewirkt:

scroll
  Buchwerte
in T€
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte 0
Sachanlagen 5
Finanzanlagen 0
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 236
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 272
Sonstige Vermögenswerte 24
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43
Aktive latente Steuern 17
Insgesamt veräußerte Vermögenswerte 597
Schulden  
Rückstellungen 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 281
Finanzverbindlichkeiten 0
Sonstige Schulden 205
Latente Steuerschulden 0
Insgesamt veräußerte Verbindlichkeiten 490
Abgehendes Reinvermögen 107
Nicht beherrschende Anteile 26
Gewinn/ (Verlust) aus den Verkäufen 119
Verkaufspreis (mit Zahlungsmitteln) 200

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte der nachfolgend beschriebene Unternehmenszusammenschluss mit der Mitronic P. Miller GmbH, Wolfratshausen.

Die Mitronic GmbH mit Sitz in Wolfratshausen ist seit über 30 Jahren spezialisiert auf industrielle Lichttechnik. Sie erwirtschaftet mit rund 30 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 4 Mio. € jährlich. Zum Produktspektrum der Mitronic zählen Sonnenlichtsimulationsanlagen sowie Beleuchtungseinrichtungen für Crashtests. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt die Gesellschaft Tageslichtleuchten und Vorschaltgeräte unter anderem für den Messebau. Größter Absatzmarkt der Mitronic ist die Automobilindustrie.

Zu den Kunden der Dr. Hönle AG zählten bei Sonnenlichtsimulationsanlagen bisher vorrangig Unternehmen aus der Photovoltaikindustrie. Über den Kauf der Mitronic GmbH gewinnt Hönle einen neuen Kundenkreis im Bereich der Automobilindustrie, dem größten Absatzmarkt für Sonnenlichtsimulationsanlagen. Über den direkten Zugang zu diesem Markt erschließt sich die Dr. Hönle AG weitere Wachstumspotenziale. Die internationale Ausrichtung der Hönle Gruppe bietet zudem ideale Bedingungen für den Vertrieb der Tageslichtleuchten und Vorschaltgeräte der Mitronic GmbH. Die breite Palette der Vorschaltgeräte der Mitronic ergänzt das Hönle Produktspektrum optimal und ermöglicht es, die Herstellungskosten weiter zu senken.

Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 erwarb die Dr. Hönle AG 51% der Anteile sowie der Stimmrechte an der Mitronic P. Miller GmbH, Wolfratshausen. Der Erwerbszeitpunkt (01. Juli 2011) ist der Tag, an dem die Beherrschung des erworbenen Unternehmens auf den Erwerber übergeht, dieser also die Möglichkeit erlangt, die Finanz- und Geschäftspolitik des erworbenen Unternehmens zu bestimmen. Die Mitronic P. Miller GmbH wird ab dem 1. Juli 2011 in den Konsolidierungskreis einbezogen. Zu diesem Zeitpunkt erlangt die Dr. Hönle AG erstmals die Beherrschung gem. IFRS 3 durch eine Vereinbarung zwischen dem Gesellschafter und Geschäftsführer der Mitronic -- P. Miller GmbH (Veräußerer) und der Dr. Hönle AG.

Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrages vom 10. August 2011 erhielt die Dr. Hönle AG auch Optionen auf den Erwerb der restlichen 49 % der Anteile an der Mitronic P. Miller GmbH, welche erstmalig ab 01. Oktober 2014 schrittweise ausgeübt werden können.

Ebenfalls im Kaufvertrag vom 10. August 2011 sind zugunsten des Verkäufers Put-Optionen vereinbart worden, welche erstmalig ab 01. Oktober 2013 schrittweise ausgeübt werden können.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile an der Mitronic -- P. Miller GmbH betragen zum Erwerbsstichtag insgesamt T€ 500, die bar (T€ 200) und in Aktien der Dr. Hönle AG (T€ 300) bezahlt wurden.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie deren Buchwerte unmittelbar vor dem Unternehmenszusammenschluss stellen sich wie folgt dar:

scroll
  Buchwerte
in T€
Fair Value
in T€
Langfristige Vermögenswerte    
Immaterielle Vermögenswerte 6 220
Sachanlagen 49 49
Finanzanlagen 2 2
Kurzfristige Vermögenswerte    
Vorräte 391 391
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 338 338
Sonstige Vermögenswerte 67 67
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 402 402
Aktive latente Steuern 0 0
Schulden    
Rückstellungen 243 243
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 284 284
Finanzverbindlichkeiten 574 574
Sonstige Schulden 224 224
Latente Steuerschulden 0 60
Nettovermögenswerte -70 84
Nicht beherrschende Anteile   - 41
Erworbene Nettovermögenswerte   43

Die Bewertung der identifizierten Technologien und Patente in den immateriellen Vermögenswerten erfolgt nach der Methode der Lizenzpreisanalogie. Die Bewertung des Auftragsbestandes erfolgt nach der Residualwertmethode.

Die erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von T€ 473 und enthalten Wertberichtigungen in Höhe von T€ 135. Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf T€ 402. Mit dem in bar bezahlten Kaufpreisanteil in Höhe von T€ 200 kam es bei diesem Unternehmenserwerb insgesamt zu einem Zahlungsmittelzufluss in Höhe von T€ 202.

Aus der Gegenüberstellung des Kaufpreises und den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 457. Hauptfaktoren, die zum Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes führten, sind erwartete Synergien in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Der Geschäfts- und Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Im Konzernjahresüberschuss ist ein Gewinn der Mitronic P. Miller GmbH in Höhe von T€ 367 enthalten. Das EBIT der neu erworbenen Gesellschaft betrug T€ 501. Der Konzernjahresüberschuss hätte sich um T€ 578 verringert, wenn der Unternehmenszusammenschluss bereits zum 1. Oktober 2010 vollzogen worden wäre.

Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs der Mitronic P. Miller GmbH um T€ 1.321. Hätte sich der Unternehmenszusammenschluss bereits am 1. Oktober 2010 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns um T€ 2.715 höher ausgefallen als der tatsächlich erzielte Umsatz.

Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€).

Für die selbstständigen Tochtergesellschaften in England und in der Schweiz ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP) bzw. der Schweizer Franken (CHF). Für die selbständige amerikanische Tochtergesellschaft der US Dollar (USD) und für die selbständige chinesische Tochtergesellschaft der Chinesische Renminbi (RMB). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst T€ 421 (Vj: T€ 542). Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

scroll
    Stichtagskurs Durchschnittskurs
    30.09.2011
in €
30.09.2010
in €
2010/2011
in €
2009/2010
in €
1 Britisches Pfund GBP 1,1539 1,1610 1,1475 1,1538
1 Schweizer Franken CHF 0,8123 0,7445 0,7971 0,7044
1 US-Dollar USD 0,7406 0,7348 0,7149 0,7387
1 Chinesischer Renminbi RMB 0,1159 0,1095 0,1096 0,1082

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die dabei entstehende Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als Kursdifferenzerträge T€ 200 (Vj: T€ 184) oder Kursdifferenzaufwendungen T€ 344 (Vj: T€ 590) erfasst. Sicherungsgeschäfte wurden nicht vorgenommen.

4. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2010/2011 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB bzw. IFRIC erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.

IFRS 1 „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2010). Der Standard wurde geändert, um eine Ausnahme von der Angabe von IFRS 7 –Vergleichszahlen zu gewähren. Diese Anwendung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütung“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2010). Mit dieser Änderung wird die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, welche in bar erfüllt werden, klargestellt. Die Anwendung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Anpassung IAS 32 „ Finanzinstrumente: Ausweis “ Änderung in Bezug auf die Klassifizierung von Bezugsrechten: Diese Anpassungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Klassifizierung bestimmter Finanzinstrumente (Eigenkapital/Fremdkapital). In Zusammenhang mit der neuen Klassifizierung wurden die entsprechenden Anhangsangaben geändert (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Februar 2010). Die erstmalige Anwendung hat Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2010). Die Anwendung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC im Laufe des Geschäftsjahres 2010/2011 folgende neuen Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich:

IFRS 7: „Finanzinstrumente Angaben“ Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten (Zeitpunkt des Inkrafttretens 01. Juli 2011). Mit dieser Änderung sollen weitere Angaben über die Art der übertragenen Vermögenswerte und der damit zusammenhängenden Chancen und Risiken erfasst werden. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IFRS 9 „Finanzinstrumente“ Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten“. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Der Grundgedanke des Standards ist die finanziellen Vermögenswerte entweder nach dem Anschaffungskostenmodell oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Der Standard soll IAS 39 vollständig ablösen. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Der Standard definiert und beschreibt das Prinzip der Beherrschung und legt die Beherrschung als Grundlage der Konsolidierung fest. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Das Kernprinzip dieses Standards besteht darin, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung, in die sie eingebunden ist, mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen zu bestimmen und diese Rechte und Verpflichtungen entsprechend zu bilanzieren hat. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Die Zielsetzung des Standards ist, das Wesen der Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten und die damit verbunden Risiken zu beurteilen und die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage anzugeben. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IFRS 13 „Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Die Definition des Begriffes – beizulegender Zeitwert – wird in diesem Standard zusammengefasst und dargestellt. Der neue Standard findet Anwendung – mit wenigen Ausnahmen – auf alle Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2012). Mit der Änderung wird die Wahlmöglichkeit von einer oder zwei Darstellungen für den einzelnen Anwender frei gelassen. Die Auswirkung auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IAS 12: „Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2012). Mit dieser Änderung wird eine widerlegbare Vermutung eingeführt, dass die Realisierung des Buchwertes im Normalfall durch die Veräußerung erfolgen wird. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IAS 19: „Leistungen an Arbeitnehmer“ – Änderungen als Ergebnisse der Projekte zu Leistungen an Arbeitnehmer und Abfindungsleistungen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Mit den Änderungen soll u. a. die sogenannte „Korridor-Methode“ entfallen und stattdessen alle Auswirkungen einer Neubewertung im sonstigen Gesamtergebnis zu erfassen. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

IAS 27 (geändert 2011) enthält in Folge der Veröffentlichung der neuen Verlautbarung des IFRS 10 nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die Änderungen treten für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre in Kraft.

IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013): Die Änderungen bestehen darin, die Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen festzuschreiben und Vorschriften über die Anwendung der Equity-Methode zu erlassen, wenn die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert werden. Die Auswirkungen auf den Abschluss des Hönle Konzerns werden geprüft.

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen zahlungsmittelgenerierender Einheiten die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitieren. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes wird mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash-Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst.

Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.

Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Textziffer 20.

Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt:

scroll
Markennamen 15 Jahre
Kundenstamm und andere Rechte 1 bis 20 Jahre
Software 1 bis 10 Jahre
Lizenzen 8 bis 10 Jahre
Urheberrechte, Patente und sonst. gewerbliche Schutzrecht 7 Jahre
Rezepte, Geheimverfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 10 Jahre

Sachanlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrunde gelegt:

scroll
Gebäude 10 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 19 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Unter der Position „Gebäude“ werden Mietereinbauten mit erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer festgelegt.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab.

Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zugeordnet, sie werden ausnahmsweise mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen.

Die ausgewiesenen Aktien werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Sie werden nach der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der sich aus dem Börsenpreis zum Stichtag ergibt. Die aus Änderungen des Zeitwertes entstehenden Gewinne oder Verluste werden gemäß IAS 39 erfolgsneutral im Eigenkapital und der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Zu dem Zeitpunkt, an dem die finanziellen Vermögenswerte ausgebucht werden oder an dem eine dauerhafte Wertminderung für die Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die kurzfristigen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugerechnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertminderungen berücksichtigt.

Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und in der Bilanz unter der Position „Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen“ ausgewiesen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinsame Kontrolle, ausüben kann. IAS 28.6 geht davon aus, dass eine Beteiligung von mehr als 20% der Stimmrechtsanteile auf einen maßgeblichen Einfluss hinweist.

Latente Steuern

Zur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebenen Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporären Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.

Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:

Konzernunternehmen in Deutschland: 24,58 % bis 32,28% (Vj. 24,58 % bis 32,28 %)

Konzernunternehmen in England: 28 % (Vj. 28 %)

Konzernunternehmen in Frankreich: 33 1/3 % (Vj. 33 1/3 %)

Konzernunternehmen in Spanien: 30 % (Vj. 25 %)

Konzernunternehmen in der Schweiz: 26,1 % (Vj. 25,9 %)

Konzernunternehmen in den USA: 38,82 % (Vj. 38,82 %)

Konzernunternehmen in China: 25,0 %

Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten, ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze.

Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) als Verbrauchsfolgeverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann.

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Forderungen, sonstige Vermögenswerte, aktive Rechnungsabgrenzung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Valutaforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde nicht vorgenommen, da eine marktübliche Verzinsung gegeben ist bzw., - im Fall des Rückkaufwerts der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter - der Bilanzansatz dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag entspricht.

Leasing

In den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 zu qualifizieren sind, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand aktiviert und die Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten als finanzielle Verbindlichkeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode passiviert. Die Behandlung als Finanzierungsleasing führt in der Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Abschreibungsaufwand in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes sowie zu Finanzierungsaufwendungen.

Im Fall von Operating-Leasingverhältnissen werden Leasingraten bzw. Mietzahlungen direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigene Anteile

Erworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Transaktionskosten sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Bilanz angesetzt. Dazu zählen in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sowie erhaltene Darlehen.

Kurzfristige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten stehen mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag in der Bilanz.

Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus Tantiemen und Prämien, Weihnachtsgeld, ausstehendem Resturlaub und Gleitzeitüberhängen erfasst.

Valutaverbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von Defined-Benefit-Plänen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der so genannten Korridormethode entsprechend IAS 19.92 berücksichtigt.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichsten Betrages.

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert.

Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen werden gemäß IAS 20.12 planmäßig über jene Perioden als Ertrag erfasst, in denen die entsprechenden Aufwendungen, die sie kompensieren sollen, anfallen. Zuwendung für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zum Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung ohne zukünftig damit verbundenen Aufwand werden gemäß IAS 20.20. als Ertrag in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht .

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst, es sei denn sie entfallen auf ein qualifying asset nach IAS 21.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Umsatzerlöse aus Verkauf von Gütern in Höhe von T€ 65.643 (Vj: 52.529) und Dienstleistungsumsätze für Serviceleistungen in Höhe von T€ 2.235 (Vj: T€ 2.095).

T€ 5 (Vj. T€ 7) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen.

7. Sonstige betriebliche Erträge

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Lizenzerträge 810 0
Auflösung von Rückstellungen 295 425
Erhöhung Aktivwerte Rückdeckungsversicherungen 91 109
periodenfremde Erträge 156 116
Zuschüsse/Investitionsförderung 529 25
Sonstige 2.901 1.205
  4.782 1.880

Unter die Position Sonstige fallen im Wesentlichen Erträge, die aus dem Verkauf des „Consumer“- Handelsgeschäfts der Eleco resultieren. Weiterhin sind Erträge aus Versicherungsleistungen, die im Zusammenhang mit einem Brand in einem Lager der Dr. Hönle AG entstanden sind enthalten.

Erträge aus Zuschüsse/Investitionsförderungen resultieren aus den Zuwendungsbescheiden.

Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von T€ 200 (Vj: T€ 184) werden als Fremdwährungsgewinne unter der Position „Sonstige“ ausgewiesen.

8. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.343 21.870
Aufwendungen für bezogene Leistungen 647 740
  27.990 22.610

9. Personalaufwand

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Löhne und Gehälter 16.812 13.914
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.533 2.989
  20.345 16.903

10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2010/2011 und 2009/2010 ergaben die jährlich durchgeführten Wertminderungstests keinen Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 19) enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Raumkosten 2.429 2.191
Versicherung, Beiträge und Gebühren 431 452
Reparaturen und Instandhaltung 227 109
Kfz-Kosten 895 816
Werbung und Repräsentation 490 546
Reisekosten 1.081 973
Versand, Warenabgabe und Verpackung 2.312 2.077
Porto und Telefon 384 360
Bürobedarf und Fachbücher 114 133
Beratung, Buchführung, Abschlusskosten und Kosten des "Being Public" 879 746
sonstige Kosten 2.998 2.067
  12.240 10.470

In den sonstigen Kosten sind im Wesentlichen Aufwendungen für Buchwertabgänge der Vermögenswerte des veräußerten „Consumer“-Handelsgeschäftes in Höhe von T€ 748 enthalten. Des Weiteren sind T€ 216 für die Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2010/2011 T€ 511 (Vj. T€ 443). Davon entfallen T€ 419 (Vj: T€ 337) auf Fahrzeuge und T€ 92 (Vj: T€ 106) auf Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von T€ 344 (Vj: T€ 590) werden als Fremdwährungsaufwendungen unter der Position „Sonstige Kosten“ ausgewiesen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 23. März 2010 wurde die rückwirkende Anpassung der Vergütung des Aufsichtsrates beschlossen. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von T€ 72 sind unter den „sonstigen Kosten“ erfasst.

12. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Die Position enthält im Geschäftsjahr 2010/2011 das anteilige Ergebnis der wegen eines Hinzuerwerbs von Anteilen erstmals nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Tangent Industries Inc., Winsted, USA in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 0). Für weitere Informationen siehe Ziffer 22 Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen.

13. Zinserträge

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Erträge aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 7 10
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53 34
  60 44

Die Erträge aus Finanzanlagen und sonstigen Wertpapieren in Höhe von T€ 7 (Vj. T€ 10) resultieren in erster Linie aus Ausschüttungen des Wertpapierdepots der Dr. Hönle AG.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von T€ 53 (Vj. T€ 34) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen.

In Höhe von T€ 10 (Vj. T€ 10) entfällt der Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegen die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH.

14. Zinsaufwendungen

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 54 (Vj. T€ 28), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeit des Konzerns entfallen.

Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt T€ 10 (Vj. T€ 15).

Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von T€ 11 (Vj. T€ 12) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt.

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Laufender Ertragsteueraufwand und -ertrag:    
laufender Ertragsteueraufwand der Periode 2.999 1.178
Aufwendungen/Erträge für periodenfremde Ertragsteuern 0 0
  2.999 1.178
Latenter Steueraufwand und -ertrag:    
aus der Veränderung des Anlagevermögens -16 -14
aus der Veränderung des Umlaufvermögens -20 -2
aus der Veränderung der Rückstellungen 63 60
aus der Veränderung der Verbindlichkeiten 55 45
aus der Veränderung der Verlustvorträge 266 -755
aus der Veränderung des latenten Steuersatzes -6 33
aus Konsolidierungseffekten -81 -30
aus Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 0 0
aus Währungsdifferenzen 12 21
  273 -642
Gesamter Steueraufwand 3.272 536

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzernabschluss dar:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.771 5.342
Theoretischer Steuersatz in % 24,58 24,58
Rechnerischer Steueraufwand 2.647 1.313
Veränderungen des rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwands durch:    
- Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge -246 -984
- abweichende Steuerbasis 522 68
- periodenfremde Effekte -7 -40
- abweichende lokaler Steuersätze 308 152
- Steuersatzänderungen 1 27
- Sonstige 46 0
Tatsächlicher Steueraufwand 3.272 536
Effektiver Konzernsteuersatz in % 30,37 10,03

Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder:

scroll
  Deutschland
%
Schweiz
%
England
%
Frankreich
%
Ertragssteuer 24,58 26,1 28,0 33,33
scroll
  Spanien
%
USA
%
China
%
Ertragssteuer 30,0 38,82 25,00

16. Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist

Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Gewinnanteile:    
Aladin GmbH 164 148
PrintConcept GmbH 16 55
Eleco Produits EFD SAS 0 0
Megadustries S.à.r.l., Martinique 0 3
Megadustries S.à.r.l., Guadeloupe 0 1
UV-Technik Speziallampen GmbH 316 0
Mitronic – P. Miller GmbH 132 0
Verlustanteile: Honle Spain S.A. -8 -2
  620 205

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden die Vertriebsgesellschaften Megadustries S.à.r.l. Martinique und Megadustries S.à.r.l., Guadeloupe veräußert. Die nicht beherrschenden Anteile dieser Gesellschaften am Ergebnis betragen zum Bilanzstichtag T€ 0.

Des Weiteren erwarb der Konzern im laufenden Geschäftsjahr weitere 40% der Anteile an der Honle Spain S.A. und weitere 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH. Für diese beiden Gesellschaften bestehen zum Bilanzstichtag keine nicht beherrschenden Anteile.

17. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind T€ 156 (Vj. T€ 116) periodenfremde Erträge und T€ 295 (Vj. T€ 425) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ist periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 146 (Vj. T€ 123) enthalten. Davon entfallen in Höhe von T€ 52 auf die Ausbuchung von Forderungen im Rahmen eines Vergleichsverfahrens.

18. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand gebucht. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe nicht erfüllt werden. Sollten im Einzelfall die Vorraussetzungen erfüllt sein sind die zu aktivierenden Beträge, bedingt durch die kurze Zeitspanne zwischen technischer Realisierbarkeit und tatsächlicher Markteinführung, unwesentlich.

Die Ausgaben für auftragsunabhängige Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen T€ 821 (Vj. T€ 688).

19. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet.

Die Gewichtung der durchschnittlichen Anzahl der Aktien bzw. der potentiellen Aktien berücksichtigt grundsätzlich den Zeitpunkt der Emission der Aktien bzw. der Bezugsrechte auf potentielle Aktien. Der durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien (236.076 Stück) wurde sowohl beim unverwässerten als auch beim verwässerten Ergebnis je Aktie von der gewichteten Anzahl der Aktien in Abzug gebracht.

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

scroll
  2010/2011 2009/2010
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist in T€ 6.879 4.601
Gewichtete Anzahl der Aktien in Stück 5.512.930 5.512.930
Abzüglich eigene Aktien -236.076 -325.839
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.276.854 5.187.091
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,30 0,89
scroll
Verwässertes Ergebnis je Aktie 2010/2011 2009/2010
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist in T€ 6.879 4.601
Gewichtete Anzahl der Aktien in Stück 5.512.930 5.512.930
Abzüglich eigene Aktien -236.076 -325.839
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.276.854 5.187.091
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,30 0,89

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20. Anlagevermögen

Unter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagevermögen

Finanzanlaen

Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

der Dr. Hönle AG

scroll
  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.10
T€
Änderung Konsoli- dierungs- kreis
T€
Zu- gang
T€
Ab- gang
T€
Umbu- chung
T€
Wäh- rungs- pari- täten
T€
Stand 30.09.11
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 6.955 0 824 3 0 0 7.776
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE              
Markennamen 127 0 129 127 0 0 129
Kundenstamm und andere Rechte 909 246 0 0 0 0 1.155
Computersoftware 1.525 83 188 0 0 0 1.796
Lizenzen und Franchiseverträge 32 44 0 8 0 0 68
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 591 241 0 22 0 0 810
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 0 770
  3.954 614 317 157 0 0 4.728
SACHANLAGEN              
Grundstücke und Gebäude 2.776 160 625 0 0 0 3.561
Technische Anlagen und Maschinen 3.941 1.207 302 223 8 0 5.235
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.437 1.329 508 435 0 3 6.842
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23 43 24 20 -8 0 62
  12.177 2.739 1.459 678 0 3 15.700
FINANZANLAGEN              
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 120 0 0 0 120
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 1 0 0 0 0 27
Wertpapiere des Anlagevermögens 543 0 0 0 0 0 543
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 5 1 1 0 0 0 7
  574 2 121 0 0 0 697
  23.660 3.355 2.721 838 0 3 28.901
scroll
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.10
T€
Änderung Konsoli- dierungs- kreis
T€
Zu- gang
T€
Ab- gang
T€
Wäh- rungs- pari- täten
T€
Stand 30.09.11
T€
Neu- bewer- tung 30.09.11
T€
Neu- bewer- tung 30.9.10
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 0 0 0 28 0 0
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE                
Markennamen 22 0 9 0 0 31 0 0
Kundenstamm und andere Rechte 285 0 236 0 0 521 0 0
Computersoftware 1.292 66 246 1 0 1.603 0 0
Lizenzen und Franchiseverträge 20 38 3 7 0 54 0 0
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 191 23 33 0 0 247 0 0
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 398 0 15 0 0 413 0 0
  2.208 127 542 8 0 2.869 0 0
SACHANLAGEN                
Grundstücke und Gebäude 496 29 86 0 0 611 0 0
Technische Anlagen und Maschinen 2.294 1.031 286 197 0 3.414 0 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.360 1.027 557 309 0 4.635 0 0
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0 0
  6.150 2.087 929 506 0 8.660 0 0
FINANZANLAGEN                
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 63 0 296 0 0 359 0 -262
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0 0
  63 0 296 0 0 359 0 -262
  8.449 2.214 1.767 514 0 11.916 0 -262
scroll
       
  Buchwert 30.09.11
T€
Buchwert 30.9.10
T€
Abschreibung des Geschäfts- jahres
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 7.748 6.927 0
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE      
Markennamen 98 105 9
Kundenstamm und andere Rechte 634 624 236
Computersoftware 193 233 246
Lizenzen und Franchiseverträge 14 12 3
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 563 400 33
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 357 372 15
  1.859 1.746 542
SACHANLAGEN      
Grundstücke und Gebäude 2.950 2.280 86
Technische Anlagen und Maschinen 1.821 1.647 286
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.207 2.077 557
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62 23 0
  7.040 6.027 929
FINANZANLAGEN      
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 120 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 27 26 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 184 218 296
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 5 0
  338 249 296
  16.985 14.949 1.767

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

der Dr. Hönle AG

scroll
  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.09
T€
Änderung Konsoli- dierungs- kreis
T€
Zu- gang
T€
Ab- gang
T€
Wäh- rungs- pari- täten
T€
Stand 30.09.10
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 6.955 0 0 0 0 6.955
IMMATERIELLE VERMÖGENS- GEGENSTÄNDE            
Markennamen 127 0 0 0 0 127
Kundenstamm und andere Rechte 909 0 0 0 0 909
Computersoftware 1.398 0 184 57 0 1.525
Lizenzen und Franchiseverträge 32 0 0 0 0 32
Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 591 0 0 0 0 591
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 770
  3.827 0 184 57 0 3.954
SACHANLAGEN            
Grundstücke und Gebäude 2.776 0 0 0 0 2.776
Technische Anlagen und Maschinen 3.705 0 249 13 0 3.941
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.121 0 417 123 5 5.420
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3 0 23 3 0 23
  11.605 0 689 139 5 12.160
FINANZANLAGEN            
Anteile an verbundenen Unternehmen 26 0 0 0 0 26
Wertpapiere des Anlagevermögens 543 0 0 0 0 543
Beteiligungen / Sonstige Ausleihungen 0 0 5 0 0 5
  569 0 5 0 0 574
  22.956 0 878 196 5 23.643
scroll
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.10.09
T€
Änderung Konsoli- dierungs- kreis
T€
Zu- gang
T€
Zu- schreibung
T€
Ab- gang
T€
Wäh- rungs- pari- täten
T€
Stand 30.09.10
T€
Neu- bewer- tung 30.09.10
T€
Neu- bewer- tung 30.9.09
T€
28 0 0 0 0 0 28 0 0
                 
14 0 8 0 0 0 22 0 0
199 0 86 0 0 0 285 0 0
1.155 0 194 0 57 0 1.292 0 0
16 0 4 0 0 0 20 0 0
160 0 31 0 0 0 191 0 0
384 0 14 0 0 0 398 0 0
1.928 0 337 0 57 0 2.208 0 0
                 
419 0 77 0 0 0 496 0 0
2.036 0 268 0 10 0 2.294 0 0
2.940 0 492 24 65 0 3.343 0 0
0 0 0 0 0 0 0 0 0
5.395 0 837 24 75 0 6.133 0 0
                 
0 0 0 0 0 0 0 0 0
63 0 0 0 0 0 63 -262 -265
0 0 0 0 0 0 0 0 0
63 0 0 0 0 0 63 -262 -265
7.414 0 1.174 24 132 0 8.432 -262 -265
scroll
     
Buchwert 30.09.10
T€
Buchwert 30.9.09
T€
Abschreibung des Geschäfts- jahres
T€
6.927 6.927 0
     
105 113 8
624 710 86
233 243 194
12 16 4
400 431 31
372 386 14
1.746 1.899 337
     
2.280 2.357 77
1.647 1.669 268
2.077 2.181 492
23 3 0
6.027 6.210 837
     
26 26 0
218 215 0
5 0 0
249 241 0
14.949 15.277 1.174

Geschäfts- oder Firmenwert

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen, unabhängig davon ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert so zugeordnet worden ist, (a) hat die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, auf der der Geschäfts- und Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und (b) darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne der IFRS 8. Im Dr. Hönle-Konzern sind Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von T€ 7.748 (Vj. T€ 6.927) bilanziert. Sie sind ausschließlich der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die den Geschäftsbereich UV-Geräte und –Anlagen bilden wie folgt zugeordnet.

scroll
  TEUR
Dr. Hönle AG 4.962
Eltosch Torsten Schmidt GmbH 1.731
PrintConcept GmbH 460
UV-Technik Speziallampen GmbH 367
Mitronic – P. Miller GmbH 228
  7.748

Die oben angeführten Gesellschaften stellen Geschäftssegmente nach IFRS 8.5 dar.

Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte nach der unter Tz. 5 dargestellten Vorgehensweise.

Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cash Flows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen.

Die Prognose der Cash Flows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, gestützt auf interne Erfahrungswerte und externe Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum werden Wachstumsraten für den Umsatz mit bis zu 7 % pro Jahr berechnet.

Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts werden für die folgenden Cash Flows Wachstumssteigerungen in Höhe von 1 % angenommen. Diese liegen nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Auf der Grundlage dieser Cash-Flow-Prognosen wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung von segmentspezifischen Kapitalkostensätzen vor Ertragsteuern von 9,65 % bis 9,91 % (Vj. 8,62 %) ermittelt.

Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf, da die erzielbaren Beträge die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deutlich übersteigen.

Während der Aufstellung des Konzernabschlusses stellte der größte Kunde der Hönle-Gruppe, manroland, am 25. November 2011 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dies wurde als Hinweis für eine mögliche Wertminderung der Geschäfts- und Firmenwerte der betroffenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Dr. Hönle AG und Eltosch Torsten Schmidt GmbH gewertet und ein außerplanmäßiger Wertminderungstest durchgeführt. Der Vorstand geht nach derzeitigen Erkenntnissen von einer deutlichen Reduzierung der Umsätze mit manroland aus, wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des Insolvenzverfahrens konnte bis zum Ende des Aufstellungszeitraumes keine revidierte Planung erstellt werden. Der Wertminderungstest wurde daher auf Basis einer vorläufigen Planung unter Annahme eines Worst-Case-Szenario durchgeführt, das die möglichen Auswirkungen der Einstellung des Geschäftsbetriebes von manroland berücksichtigt. In diesem Szenario wurde davon ausgegangen, dass vor allem durch Reduzierung des Personalbestandes deutliche Kosteneinsparungen erzielt werden und die Service- und Ersatzteilumsätze in reduziertem Umfang sowie Anlagenumsätze mit anderen Kunden in verhältnismäßig geringem Umfang realisiert werden können. Entsprechende Maßnahmen, insbesondere die Freisetzung von Mitarbeitern, wurden bereits umgesetzt. Auch in diesem Worst-Case-Szenario liegen die erzielbaren Beträge über den Buchwerten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Dr. Hönle AG und Eltosch Torsten Schmidt GmbH, so dass sich kein Wertminderungsbedarf ergab.

Immaterielle Vermögenswerte

Im Zuge der Unternehmenserwerbe im Geschäftsjahr 2007/2008 und in diesem Geschäftsjahr wurden Marken, Kundenstämme, sowie Fertigungstechnologie erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten für ERP-Software.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahre linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und mit dem Anschaffungskostenmodell in Folge bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

• Grundstücke und Gebäude

In dieser Position wird das im Geschäftsjahr 2004/2005 durch die Dr. Hönle AG erworbene Firmengebäude der Aladin GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird für die Bestimmung der Nutzungsdauer in zwei wesentliche identifizierbare Komponenten aufgeteilt. Der Gebäudeteil für die betriebliche Nutzung wird planmäßig über 33,33 Jahre abgeschrieben. Der Gebäudeteil, welcher zu Wohnzwecken dient, wird planmäßig über 50 Jahre abgeschrieben. Zur Absicherung des Immobiliendarlehens wurde eine erstrangige Grundschuld über T€ 800 zugunsten der Darlehensgeberin bestellt (vgl. Tz. 30).

Ferner ist das im Geschäftsjahr 2010/2011 erworbene Firmengebäude der UV-Technik Speziallampen GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird ausschließlich betrieblich genutzt und über einen Zeitraum von 33 Jahren planmäßig abgeschrieben.

Des Weiteren ist das im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages bilanzierte Firmengebäude der Domino S.à.r.l. ausgewiesen. Der Buchwert zum 30.09.2011 beträgt T€ 695 (Vj. T€ 720). Das Gebäude wird über eine Nutzungsdauer von 33,33 Jahren linear abgeschrieben. Im Gegenzug wurde eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing passiviert (vgl. Tz. 31). Über das Gebäude kann aufgrund des bestehenden Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Zum Ende der Vertragslaufzeit Juni 2012 hat der Konzern das Recht, das Gebäude für einen symbolischen Wert zu erwerben.

• Technische Anlagen und Maschinen

Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 - 19 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Technischen Anlagen und Maschinen ist eine Maschine enthalten, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworben wurde. Der Buchwert der Anlagen beläuft sich zum 30.09.2011 auf T€ 17 (Vj. 0). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 29). Über die Anlagen kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden.

• Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 - 23 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind Fahrzeuge und Anlagen enthalten, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte belaufen sich zum 30.09.2011 auf T€ 33 (Vj. T€ 32). Im Gegenzug bestehen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 31). Die zum Vertragsende vereinbarten Kaufoptionen sollen nach gegenwärtigen Planungen in Anspruch genommen werden.

Finanzanlagen

Die unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 26 betreffen die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH. Die 20%ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH wird separat ausgewiesen. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei der PrintDesign Engineering GmbH unterbleibt eine Konsolidierung, da kein maßgeblicher Einfluss oder eine gemeinschaftliche Kontrolle ausgeübt werden kann.

Weiterhin enthält die Position Wertpapiere des Anlagevermögens. Dabei handelt es sich ausschließlich um Aktien internationaler Unternehmen.

Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte für diese Aktien werden erfolgsneutral in der „Neubewertungsrücklage“ im Eigenkapital erfasst und sind in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei nachhaltigem oder dauerhaftem Absinken des Marktwertes unter die Anschaffungskosten.

Zum Bilanzstichtag lag der Börsenwert der gehaltenen Aktien bei T€ 183 (Vj. T€ 218). Da eine nachhaltige Wertminderung zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den damaligen Anschaffungskosten vorliegt, ergab sich aus der Anpassung der Zeitwerte zum 30.09.2011 eine erfolgswirksame Reduzierung der „Neubewertungsrücklage“ auf T€ 0.

21. Sonstige langfristige Vermögenswerte

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Darlehen 41 96
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 564 684
übrige 13 30
  618 810

In den Darlehen sind im Wesentlichen von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichte Annuitätendarlehen enthalten, die durch selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert sind.

Der Restbuchwert der Darlehen beträgt zum 30.09.2011 T€ 91 (Vj. T€ 137). Der hier ausgewiesene langfristige Anteil beträgt T€ 41 (Vj. T€ 91), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 49 (Vj. T€ 46) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 26).

Ein Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2013. Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf T€ 54 jährlich.

22. Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Unter dieser Position wird ausschließlich der Bilanzansatz der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung an der Tangent Industries Inc. ausgewiesen. Zum 30. September 2011 beträgt der Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligung T€ 128 (Vj. T€ 0). Die Angaben basieren auf den jeweils letzten vorliegenden Abschluss ohne Anpassung an die von der Dr. Hönle AG gehaltenen Beteiligungsquote.

Tangent Industries, Inc.

scroll
letzter Abschluss Umsatz Ergebnis Bilanzsumme Schulden
30.09.2011 310 TUSD 22 TUSD 603 TUSD 292 TUSD

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um Zahlen des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli 2011 bis zum 30. September 2011. Das Geschäftsjahr wurde auf den 30.09. umgestellt. Die Zahlen sind in TUSD angegeben.

23. Latente Steueransprüche und -schulden

Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen:

scroll
  30.09.2011 30.09.2010
  aktivisch
T€
passivisch
T€
aktivisch
T€
passivisch
T€
Anlagevermögen 33 266 7 253
Umlaufvermögen -3 22 2 46
Rückstellungen 80 150 110 93
Verbindlichkeiten -47 -50 56 0
Steuerliche Verlustvorträge 862 0 1.125 0
Konsolidierungseffekt 21 573 65 569
Gesamt vor Saldierung und Aufrechnung 946 961 1.365 961
Saldierung Aktive/Passive Latente Steuern 0 0 0 0
Gesamt 946 961 1.365 961

Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrunde gelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Angesetzt werden nur Verluste, die nach der Planung innerhalb von fünf Jahren nutzbar sind.

Die Gesellschaften Eltosch Torsten Schmidt GmbH und Honle Spain S.A. verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2011. Auf die Verlustvorträge der Honle Spain S.A. und Eltosch Torsten Schmidt GmbH wurden in voller Höhe aktive latente Steuern angesetzt.

Die Anteile an der Eltosch Torsten Schmidt GmbH wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 von der Dr. Hönle AG erworben. Zum Erwerbszeitpunkt belief sich der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag auf T€ 4.726 und der gewerbesteuerliche Verlustvortrag auf T€ 4.581. Die Verlustvorträge, die vor dem Erwerb der Anteile entstanden sind, sind nur durch die sog. Sanierungsklausel in § 8c KStG vor dem Untergang bewahrt worden. Im Geschäftsjahr hat die EU-Kommission beschlossen dass die von der Bundesregierung eingeführte Sanierungsklausel gegen das EU-Beihilferecht verstößt. Die Bundesregierung hat gegen den Beschluss der EU-Kommission Klage eingereicht. Der Vorstand geht dennoch weiterhin davon aus, dass die Verlustvorträge aus der Zeit vor dem Erwerb verfallen sind. Es wurden daher ausschließlich aktive latente Steuern auf die Verlustvorträge angesetzt, die bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH nach dem 15. Mai 2008 (Erwerbszeitpunkt) entstanden sind.

24. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Prospektmaterial (zu Anschaffungskosten) 9.315 8.581
abzüglich Abwertung 1.888 1.962
  7.427 6.619
unfertige Erzeugnisse und Leistungen (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 292 0
abzüglich Abwertung 24 0
  268 0
fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 6.130 5.663
abzüglich Abwertung 1.334 1.459
  4.796 4.204
geleistete Anzahlungen 170 74
  12.661 10.897

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt T€ 4.144 (Vj. T€ 3.672).

In der Berichtsperiode 2010/2011 wurden T€ 27.499 (Vj. T€ 21.936) Vorräte im Materialaufwand erfasst sowie T€ 118 (Vj. T€ 1.105) als Wertminderungen auf Vorräte als Aufwand gebucht.

Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte.

25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Gesamtforderungen 11.140 8.926
abzüglich Wertberichtigungen 744 530
  10.396 8.396

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2 (Vj. T€ 0).

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Stand per 01.10. 553 671
Änderung Konsolidierungskreis 240 0
Verbrauch -113 -9
Auflösung (ohne Verbrauch) -176 -276
Zuführung 240 167
Währungsdifferenzen 0 0
Stand per 30.09. 744 553

26. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Vorausbezahlte Aufwendungen 278 213
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 717 818
  995 1.031

Der Posten „Vorausbezahlte Aufwendungen“ gliedert sich wie folgt:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Versicherungen 55 45
Wartungsverträge 26 9
Messen 51 32
übrige 147 127
  279 213

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2011 30.09.2010
  T€ T€
Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrats 179 28
Umsatzsteuer 121 99
kurzfristiger Anteil Darlehen 3 76
Forderungen aus Investitionszusagen 116 0
Forderungen an Mitarbeiter 62 77
übrige 235 538
  716 818

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr.

In der Position Forderungen gegen Mitglieder des Aufsichtsrats sind kurzfristige Forderungen in Höhe von T€ 29 (Vj. T€ 28) mit 5% verzinst, Sicherheiten wurden nicht gestellt.

Der kurzfristige Tilgungsanteil des an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichten Annuitätendarlehens beträgt T€ 49 (Vj. T€ 46). Der langfristige Anteil ist in der Position „Sonstige langfristige Vermögenswerte“ (s. Tz. 21) enthalten.

Ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 100 wurde an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht. Das Darlehen wird mit 6,0 % verzinst und ist am Ende der fest vereinbarten Laufzeit zum 31. Mai 2012 in einer Summe fällig.

Die ausgereichten Darlehen sind durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Unter der Position „übrige“ werden in Höhe von T€ 101 debitorische Kreditoren ausgewiesen.

Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

27. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Dr. Hönle AG 60 74
Honle UV France S.à.r.l. 23 0
PrintConcept GmbH 62 0
Eltosch Torsten Schmidt GmbH 57 59
Panacol AG 1 89
Panacol GmbH 0 20
Agita AG 1 1
  204 243

In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von T€ 111 (Vj. T€ 127) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Dr. Hönle AG und Eltosch Torsten Schmidt GmbH enthalten.

28. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar.

Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Zinssätzen von etwa 0,1 % bis 0,8 % p.a.

29. Eigenkapital

Eigenkapitalmanagement

Neben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals, ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2010/2011 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die nennwertlosen Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum 30.09.2011 im Umlauf:

scroll
  30.09.2011 Stück 30.09.2010 Stück
Anzahl ausgegebene Aktien 5.512.930 5.512.930
abzüglich eigene Anteile 236.076 325.839
im Umlauf befindliche Anteile 5.276.854 5.187.091

Eigene Anteile

Die Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10% des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben.

Am 23.03.2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erneut zu ermächtigen, bis zum 22.03.2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2010/2011 keinen Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben bzw. im laufenden Geschäftsjahr für den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften Aktien verkauft:

scroll
Geschäftsjahr 2001/2002 2002/2003 2005/2006 2006/2007
Anzahl eigene Aktien 23.039 120.000 142.250 5.000
Anschaffungskosten in T€ 120 823 1.235 41
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 5,20 6,86 8,68 8,05
scroll
Geschäftsjahr 2007/2008 2010/2011 Gesamt
Anzahl eigene Aktien 35.550 -89.763 236.076
Anschaffungskosten in T€ 312 -697 1.833
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 8,77 7,77 7,77

Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit Ihren Anschaffungskosten von T€ 1.833 offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt € 7,77. Der Kurswert der eigenen Aktien zum 30.09.2011 beläuft sich auf T€ 2.231 (Vj. T€ 2.245). Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf € 9,45.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001. Die Reduzierung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 113 resultiert im Wesentlichen aus dem Bewertungsunterschied der Eigenen Anteile, welche für den Erwerb der Gesellschaften UV-Technik Speziallampen GmbH und Mitronic – P. Miller GmbH verwendet wurden. Des Weiteren erfolgte eine Veränderung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 185 für den Erwerb der restlichen 10 % der Anteile an der PrintConcept GmbH und eine Veränderung der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 28 für den Erwerb von 40% der Anteile an der Honle Spain S.A.. Die Aufstockung der bestehenden Mehrheitsbeteiligungen durch den Erwerb der nicht beherrschenden Anteile stellt eine erfolgsneutrale Transaktion zwischen den Eigenkapitalgebern dar.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet.

Neubewertungsrücklage

Die Neubewertungsrücklage enthält Wertänderungen aus Änderungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten und beträgt zum 30.09.2011 T€ 0 (Vj. T€ -262). Aufgrund der nachhaltigen Wertminderung zwischen dem beizulegenden Zeitwert und den damaligen Anschaffungskosten wurde die Neubewertungsrücklage in voller Höhe erfolgswirksam aufgelöst.

Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Anfangsstand 9.747 5.146
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 6.879 4.601
Dividendenausschüttung -1.576 0
Abgang von Konzerngesellschaften - 63 0
Konzernbilanzgewinn 14.987 9.747

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2012 vor, eine Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2010/2011 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von T€ 2.638.

Genehmigtes Kapital 2010

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23.03.2010 wurde der Vorstand bis zum 22.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.750 zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile setzen sich wie folgt zusammen

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Aladin GmbH 906 743
Honle Spain S.A. 0 40
PrintConcept GmbH 0 94
Eleco Produits EFD SAS 1 2
Megadustries Guadeloupe SARL 0 6
Megadustries Martinique SARL 0 18
UV-Technik Speziallampen GmbH 749 0
Mitronic – P. Miller GmbH 174 0
  1.830 903

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurden die Vertriebsgesellschaften für Klebstoffe Megadustries S.à.r.l. Martinique und Megadustries S.à.r.l., Guadeloupe veräußert. Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis betragen zum Bilanzstichtag T€ 0.

Des Weiteren erwarb der Konzern im laufenden Geschäftsjahr weitere 40% der Anteile an der Honle Spain S.A., Spain und weitere 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH. Für diese beiden Gesellschaften bestehen zum Bilanzstichtag keine nicht beherrschenden Anteile.

Bei der Berücksichtigung der auf nicht beherrschende Anteile entfallenden Ergebnisse der Tochterunternehmen wurde die Verrechnung mit noch nicht übernommenen Verlustanteilen der jeweiligen Gesellschaft aus Vorjahren beachtet.

30. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)

In dieser Position ist der langfristige Anteil des Bankdarlehens zur Finanzierung des Erwerbs für das Firmengebäude der Aladin GmbH in Höhe T€ 588 (Vj. T€ 635) ausgewiesen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum Bilanzstichtag T€ 635 (Vj. T€ 682). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2025 und wird in 34 Halbjahresraten seit September 2008 getilgt. Der Zinssatz beträgt 3,90% (ab März 2005). Als Sicherheit wurde zugunsten der Darlehensgeberin eine erstrangige Grundschuld über den vollen Betrag bestellt.

Ebenfalls in dieser Position ist der langfristige Anteil des Bankdarlehens der Mitronic – P. Miller GmbH ausgewiesen, welches zur Ablösung einer stillen Beteiligung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft BayBG aufgenommen wurde. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2011 T€ 457. Das Annuitätendarlehen wird in monatlichen Raten in Höhe von T€ 5 zurückgeführt. Der Zinssatz beträgt 3,95 % (ab November 2011: 4,45%) und ist bis 30.04.2016 festgeschrieben. Als Sicherheit dient eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft der Dr. Hönle AG.

31. Finanzierungsleasingverbindlichkeiten

Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für ein Gebäude und für mehrere PKWs zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet.

Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt:

scroll
Stand 30.09.2011 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
T€
Mindestleasingzahlung 90 31 0
Zinsanteil 5 2 0
Barwert 84 29 0
scroll
Stand 30.09.2010 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
T€
Mindestleasingzahlung 110 71 0
Zinsanteil 8 2 0
Barwert 102 69 0

32. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Unter dieser Position sind die Verbindlichkeiten aus einer Altersteilzeitvereinbarung der Panacol GmbH in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 100) ausgewiesen.

33. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen, sowie den anzusetzenden Zinssatz.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften.

Für Versorgungsbezüge an Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern ist ein Betrag von T€ 180 (Vj. T€ 194) in den Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Barwert der Pensionsverpflichtung am Beginn des Jahres 2.464 1.926
Dienstzeitaufwand 114 85
Zinsaufwand 105 99
nicht in der Bilanz erfasste versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) -289 459
Zahlungen Fondvermögen -6 0
Tilgungsbetrag für rückwirkende Pensionsplanänderungen 0 2
Auswirkungen von Kürzungen und Abgeltungen 0 -74
Rentenzahlungen -33 -33
Betriebsabspaltung -8 0
Sonstiges 69 0
Barwert der Pensionsverpflichtung am Ende des Jahres 2.416 2.464

Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z.B. Einkommens- oder Zinserhöhungen) gegenüber den Berechnungsannahmen.

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird in Höhe von T€ 321 (Vj. T€ 43) durch Planvermögen abgedeckt.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von T€ 2.384 die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird.

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
laufender Dienstzeitaufwand 114 85
Zinsaufwand 105 99
Erträge aus Planvermögen -3 0
Tilgungsbetrag für versicherungsmathematische Verluste 0 -2
Auswirkungen von Kürzungen und Abgeltungen 0 -89
Nicht erfasste versicherungsmathematische (Gewinne) Verluste 42 0
Sonstiges -184 0
  73 93

Vom Zinsaufwand entfallen T€ 11 (Vj. T€ 11) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Wert der Pensionsrückstellung zu Beginn des Geschäftsjahres 1.853 1.835
Pensionsaufwand 73 93
Gezahlte Beiträge -55 0
Zahlungen / Rentenzahlungen -33 -33
Planvermögen -23 -42
Transferzahlungen 19 0
Wert der Pensionsrückstellung zum Ende des Jahres 1.834 1.853

Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung:

scroll
  01.10.2011 01.10.2010 01.10.2009
Diskontierungszinssatz 5,00% 4,25% 5,25%
Erträge aus dem Fondvermögen 3,50% 3,50%  
Steigerungsrate der Pensionszahlungen 2,00% 2,00%-3,00% 2,00%-3,00%

In den zum 30.09.2011 wegen der Anwendung der Korridormethode nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von T€ -289 (Vj. Verlust: T€ 459) spiegelt sich im Wesentlichen der Effekt der Änderung des Diskontierungszinssatzes wider.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung sowie die beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens über die letzten fünf Bilanzstichtage:

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
30.09.2009
T€
30.09.2008
T€
30.09.2007
T€
Barwert der Pensionsver- pflichtung zum Bilanzstichtag 2.416 2.464 1.926 1.656 1.359
Beizulegende Zeitwerte des Planvermögens 321 43 31 31 0
Unterdeckung des Plans: 2.095 2.421 1.895 1.625 1.359

34. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von T€ 3.260 (Vj.: T€ 2.689). Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten.

35. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In dieser Position wurde im Vorjahr das Verrechnungskonto mit der Solitec Gesellschaft für technischen Produktbetrieb mbH ausgewiesen. Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich kein Saldo.

36. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, ohne Umsatzsteuer.

37. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden grundsätzlich zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von T€ 234 (Vj. T€ 68).

Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2011 insgesamt T€ 3.268 (Vj. T€ 3.088), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind T€ 1.118 durch Avale beansprucht.

38. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

scroll
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Lohn- und Umsatzsteuer 687 500
Sozialversicherungsbeiträge 235 293
Tantiemen und Prämien 1.872 1.026
Weihnachtsgeld 664 551
Ausstehende Urlaube 458 359
Gleitzeitüberhänge 296 214
sonstige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 370 292
Kaufpreisverpflichtungen 0 395
übrige 676 492
  5.258 4.122

Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie auch gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften.

Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung (10/12) des Weihnachtsgeldes.

Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen.

Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen T€ 72 (Vj. T€ 72).

39. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

scroll
  Stand 01.10.2010
T€
Veränderung Konsoli- dierungs- kreis
T€
Verbrauch
T€
Auflösung
T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:        
Gewährleistungen und Garantien 470 118 369 41
Renovierungskosten 50 0 0 0
ausstehende Rechnungen 781 188 547 159
übrige 19 14 2 16
Gesamt 1.320 321 918 216
scroll
  Zuführung
T€
Auf- zinsung
T€
Fremd- währungs- effekte
T€
Stand 30.09.2011
T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:        
Gewährleistungen und Garantien 324 0 0 502
Renovierungskosten 35 0 0 85
ausstehende Rechnungen 798 0 2 1.063
übrige 2 0 0 17
Gesamt 1.159 0 2 1.667

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % bis 2 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet.

Die Rückstellung für ausstehende Rechnungen wurde für Rechnungen gebildet, die erst im neuen Geschäftsjahr eingehen, jedoch den Berichtszeitraum betreffen. Zudem sind die voraussichtlichen Kosten für die Erstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sowie des Konzernabschlusses und dessen Veröffentlichung enthalten. Die Höhe der angesetzten Beträge basiert auf den vereinbarten Lieferkonditionen und auf getroffenen Absprachen.

Der erwartete Zahlungsabfluss der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

scroll
  30.09.2011
in %
30.09.2010
in %
Im Folgejahr 95 96
In den folgenden 2 - 5 Jahren 1 0
In den folgenden 6 - 10 Jahren 4 4
  100 100

Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden 2 bis 10 Jahren betrifft in erster Linie die Renovierungskosten für die gemieteten Gebäude bis zum Vertragsende.

40. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre angesetzt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

41. Eventualschulden

Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt.

Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben.

42. Eventualforderungen

Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.

43. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

scroll
  Jahres- verpflichtung Gesamt- verpflichtung
  30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
30.09.2011
T€
30.09.2010
T€
Gerätemietverträge 373 326 702 625
Raummietverträge 1.639 1.451 14.463 14.635
  2.012 1.777 15.166 15.260

44. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden.

Zur Überwachung der Risiken wird bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem durchgeführt. Die Grundsätze hierzu sind in einem Handbuch dokumentiert.

In Abwägung der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls und der Wahrscheinlichkeit einer Schadenshöhe, aber auch bei bestehenden Chancen für den Konzern wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Risikosituationen werden analysiert und, wann immer nötig, Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet.

Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert und bei Auftreten neuer Risiken umgehend in Kenntnis gesetzt.

Da die möglichen Risiken derzeit als gering eingestuft werden, sind am Bilanzstichtag keine Derivate zur Begrenzung von finanzwirtschaftlichen Risiken im Hönle Konzern eingesetzt.

Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern.

Liquiditätsrisiken

Unter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen.

Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent und intensiv überwacht. In regelmäßigen kurzen Abständen wird der Vorstand der Dr. Hönle AG über die Liquiditätssituation des Konzerns informiert.

Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt:

scroll
Stand 30.09.2011 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
  Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
  T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 68 234 197 623
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 3.260 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5 4.632 4 40
Gesamtsumme 73 8.126 201 663
scroll
Stand 30.09.2011 Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
  Zinsen
T€
Tilgung
T€
Zinsen
T€
Tilgung
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 103 786 368 1.643
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 3.260
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 9 4.672
Gesamtsumme 103 786 377 9.575
scroll
Stand 30.09.2010 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
  Zinsen
T€
Tilgung
T€
Zinsen
T€
Tilgung
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26 68 86 188
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 2.689 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11 3.708 2 256
Gesamtsumme 37 6.465 88 444
scroll
Stand 30.09.2010 Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
  Zinsen
T€
Tilgung
T€
Zinsen
T€
Tilgung
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 87 447 200 703
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 2.689
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 12 3.964
Gesamtsumme 87 447 212 7.356

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte.

Die Außenstände werden im Zuge des Forderungsmanagements fortlaufend überwacht. Bei Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit. Aufträge werden teilweise durch Kreditauskünfte sowie durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden Bonitätsauskünfte eingeholt.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko, für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Soweit am Bilanzstichtag interne Indizien wie Verzug von Zahlungen oder externe Hinweise (Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners) im Konzern erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

scroll
Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2011)     davon überfällig aber nicht wert- berichtigt
  Netto
T€
davon noch nicht fällig
T€
< 90 Tage
T€
90 bis 180 Tage
T€
>180
T€
Forderungen LuL 10.605 8.048 1.662 549 346
scroll
Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2010)     davon überfällig aber nicht wert- berichtigt
  Netto
T€
davon noch nicht fällig
T€
< 90 Tage
T€
90 bis 180 Tage
T€
>180
T€
Forderungen LuL 8.396 6.700 1.014 228 454

In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten.

Marktrisiken

Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs-, Zins- und andere Aktienkursrisiken.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird.

Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten, sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken, Britischem Pfund und Chinesischem Renminbi.

Zum Bilanzstichtag waren für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsmaßnahmen getroffen.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10% stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um T€ 2 (Vj. T€ 235) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hätte zu einer Reduzierung des Konzernergebnisses von T€ 3 (Vj. T€ 288) geführt.

Bei einem um 10% stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um T€ 9 (Vj. T€ - 14) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem britischen Pfund hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses von T€ 11(Vj. T€ - 17) geführt.

Die Auswirkung eines um 10% stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses um T€ 23 (Vj. T€ - 23) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverschlechterung von T€ 29 (Vj. T€ - 28) beigetragen hätte.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Chinesischen Renminbi um 10% stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um T€ 8 (Vj. T€ 0) verschlechtert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses von T€ 9 (Vj. T€ 0) geführt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten.

Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, werden als wenig bedeutend eingeschätzt.

Bezüglich Darlehen bestehen am Bilanzstichtag ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Lediglich kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Aus diesen Finanzinstrumenten werden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben.

Aktienkursrisiken

Nach IFRS 7 sind die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen von Risikovariablen auf Finanzinstrumente, wie z.B. die Entwicklung von Börsenkursen, anzugeben. Zum 30.09.2011 hält der Hönle-Konzern keine wesentlichen Beteiligungen an anderen börsennotierten Unternehmen, deren Preisschwankungen einen signifikanten Einfluss auf das Ergebnis entwickeln könnten.

Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39, sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und –erträge:

scroll
Buchwerte 30.09.2011 Kredite und Forderungen
T€
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
T€
fortgeführte Anschaffungskosten
T€
Equity-Beteiligung 0 0 128
Übrige Finanzanlagen 0 215 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte 41 0 0
Forderungen aus LuL 10.396 0 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte 685 0 0
Liquide Mittel 12.863 0 0
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 1.435
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 4.880
Verbindlichkeiten LuL 0 0 3.260
Gesamt 23.985 215 9.703
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen 91 -291 0
Nettogewinn/-verlust 0 0 0
Gesamtzinsaufwendungen 0 0 -244
Gesamtzinserträge 52 0 0
scroll
Buchwerte 30.09.2010 Kredite und Forderungen
T€
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
T€
fortgeführte Anschaffungskosten
T€
At-equity-Beteiligung 0 0 0
Übrige Finanzanlagen 0 244 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte 91 0 0
Forderungen aus LuL 8.396 0 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte 719 0 0
Liquide Mittel 6.743 0 0
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 891
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 3.755
Verbindlichkeiten LuL 0 0 2.689
Gesamt 15.949 244 7.335
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen -345 0 0
Nettogewinn/-verlust 250 0 0
Gesamtzinsaufwendungen 0 0 -230
Gesamtzinserträge 37 0 0

Die folgende Tabelle stellt die Markwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten dar, die beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden und in Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode bewertet werden:

scroll
  Marktwert
T€
30.09.2011 Buchwert
T€
Marktwert
T€
30.09.2010 Buchwert
T€
Sonstige lfr. Vermögenswerte 41 41 91 91
Forderungen aus LuL 10.396 10.396 8.396 8.396
Sonstige kfr. Vermögenswerte 685 685 719 719
Liquide Mittel 12.863 12.863 6.743 6.743
lfr. finanzielle Verbindlichkeiten 1.435 1.435 891 891
kfr. finanzielle Verbindlichkeiten 4.880 4.880 3.755 3.755
Verbindlichkeiten LuL 3.260 3.260 2.689 2.689

Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individuellen Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30.09.2011 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche, variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der vertraglich zukünftigen Cashflows über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente.

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Aktien, die nach IAS 39 beim erstmaligen Ansatz in die Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Folgebewertung dieser Finanzanlagen folgt den Vorschriften des IAS 39 und wird zum beizulegenden Zeitwert, der den Börsenkurs zum Bilanzstichtag entspricht, weitergeführt. Die notierten Marktpreise auf aktiven Märkten fallen unter die 1. Stufe der Fair-Value-Hierarchie.

Eine Zuordnung der zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zu den weiteren Stufen der Fair-Value-Hierarchie (2. Stufe und 3. Stufe) erfolgen im Geschäftsjahr 2010/2011 nicht.

45. Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit sind als wesentliche Zahlungsmittelabflüsse die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2009/2010 in Höhe von T€ 1.576 und die Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von T€ 619 zu nennen.

Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von T€ 1.583 (Vj. T€ 867). Diese Position beinhaltet die Auszahlungen für den Erwerb des Grundstückes und der Gebäude, welche die UV-Technik Speziallampen GmbH im Laufe des Geschäftsjahres 2010/2011 erworben hat.

Im operativen Bereich ist in erster Linie das positive Jahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern in Höhe von T€ 10.771 (VJ: T€ 5.342) zu erwähnen, welches sich in den erwirtschafteten Zahlungsmitteln aus laufender Geschäftstätigkeit in voller Höhe widerspiegelt.

46. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8 aufgestellt.

Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen.

Die Hönle-Gruppe wird über die Segmente „Geräte und Anlagen“ und „Klebstoffe“ gesteuert. Die Hauptaktivitäten stellen sich wie folgt dar:

Geräte und Anlagen: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen zur Trocknung und Härtung

Klebstoffe: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen

Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert.

Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten.

scroll
  Geräte und Anlagen Klebstoffe Summe
  per 10/11
T€
per 09/10
T€
per 10/11
T€
per 09/10
T€
per 10/11
T€
per 09/10
T€
ERTRÄGE:            
Umsatzerlöse 50.184 38.510 17.694 16.114 67.878 54.624
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 513 556 15 91 528 647
gesamte Verkäufe 50.697 39.066 17.709 16.205 68.406 55.271
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 9.452 4.508 2.140 1.134 11.591 5.642
Zinserträge 381 306 46 136 426 442
Zinsaufwendungen 531 475 142 163 673 638
Nach at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen         8 0
Wertpapiererträge         7 10
Abschreibungen auf Wertpapiere         298 0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen            
Ertragsteuern 2.360 1.004 639 174 2.999 1.178
Latente Steuern 276 -911 79 299 355 -612
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen            
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen: 41.800 31.656 15.854 14.701 57.654 46.357
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen         128 0
Finanzanlagen         218 249
Langfristige Forderungen         618 810
Steuererstattungsansprüche         204 247
Aktive latente Steuern         1.021 1.365
Konsolidierte Vermögenswerte            
Segmentschulden 19.401 16.119 6.988 7.357 26.389 23.476
Passive latente Steuern         1.033 961
Steuerrückstellungen         1.875 1.019
Langfristige Darlehen         1.527 806
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)            
Investitionen: 1.417 572 131 295 1.548 867
Segment-Abschreibungen 1.154 858 317 316 1.471 1.174
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 260 231 47 32 307 263
scroll
  Eliminierungen Konsolidiert
  per 10/11
T€
per 09/10
T€
per 10/11
T€
per 09/10
T€
ERTRÄGE:        
Umsatzerlöse 0 0 67.878 54.624
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen -528 -647 0 0
gesamte Verkäufe -528 -647 67.878 54.624
ERGEBNIS:        
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) -312 -94 11.280 5.548
Zinserträge -374 -408 53 34
Zinsaufwendungen -394 -388 279 250
Nach at-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen     8 0
Wertpapiererträge     7 10
Abschreibungen auf Wertpapiere     298 0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen     10.771 5.342
Ertragsteuern 0 0 2.999 1.178
Latente Steuern -82 -30 273 -642
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen     7.499 4.806
ANDERE INFORMATIONEN:        
Segmentvermögen: -4.092 -4.594 53.562 41.763
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:        
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen     128 0
Finanzanlagen     218 249
Langfristige Forderungen     618 810
Steuererstattungsansprüche     204 247
Aktive latente Steuern     1.021 1.365
Konsolidierte Vermögenswerte     55.751 44.434
Segmentschulden -13.280 -12.597 13.109 10.879
Passive latente Steuern     1.033 961
Steuerrückstellungen     1.875 1.019
Langfristige Darlehen     1.527 806
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)     17.544 13.665
Investitionen: 0 0 1.548 867
Segment-Abschreibungen 0 0 1.471 1.174
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 0 0 307 263

Geografische Angaben

Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden.

Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar:

scroll
  2010/2011
in T€
2009/2010
in T€
Gesamtumsatzerlöse 67.878 54.624
Deutschland 29.303 22.549
Ausland 38.575 32.075
davon Frankreich: 10.792 9.614

Im Geschäftsjahr 2010/2011 wurde in Frankreich ein Umsatz von T€ 10.792 (VJ: T€ 9.614) erwirtschaftet, der einem Anteil von 15,9% (VJ: 17.6%) des Gesamtumsatzes entspricht.

Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

scroll
Deutschland: T€ 15.257 (VJ: T€ 13.016)
Ausland: T€ 1.393 (VJ: T€ 1.626)

Im Segment „Geräte/Anlagen“ und dort in der Region Deutschland sind Umsatzerlöse in Höhe von T€ 10.845 (VJ: T€ 8.488) enthalten, welche nach IFRS 8.34 mit einem wichtigen Kunden erzielt worden sind.

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

47. Angaben zu den Veränderungen im Zusammenhang mit Tochterunternehmen

PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg

Die Dr. Hönle AG übernahm zum 1. Januar 2008 insgesamt 70 % der Anteile an der PrintConcept GmbH, Kohlberg bei Stuttgart. Der Kaufvertrag beinhaltet auch die Verpflichtung zum Erwerb von jeweils weiteren 10 % der Anteile zu Beginn der Jahre 2009, 2010 und 2011.

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte der Erwerb weiterer 10% der Anteile an der PrintConcept GmbH für einen Kaufpreis von T€ 606. In diesem Zusammenhang reduziert sich die Position „nicht beherrschende Anteile“ um T€ 16 und in Höhe von T€ 185 wurde die Kapitalrücklage belastet.

Hoenle Spain S.A., Spain

Im Geschäftsjahr 2010/2011 erfolgte der Erwerb weiterer 40% der Anteile an der Hoenle Spain S.A. für einen Kaufpreis von T€ 61. In diesem Zusammenhang reduziert sich die Position „nicht beherrschende Anteile“ um T€ -8 und in Höhe von T€ 28 wurde die Kapitalrücklage belastet.

48. Angabe über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt. Den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben, verweisen wir auf die in Tz. 49 dargestellten Erläuterungen.

Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage von untergeordneter Bedeutung waren.

• Beherrschte Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

 

Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing

• Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns:

 

Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering

Die von der Dr. Hönle AG an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichten Darlehen sind durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Der Restbuchwert des Annuitätendarlehens beträgt zum 30.09.2011 T€ 91 (Vj. T€ 137). Der langfristige Anteil beträgt T€ 41 (Vj. T€ 91), der kurzfristige Anteil in Höhe von T€ 49 (Vj. T€ 46) ist unter der Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen (vgl. Tz. 21 u. 26).

Das Darlehen wird mit 6,5 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 30.06.2013.

Die Annuität für das Darlehen beläuft sich auf jeweils T€ 54 in den verbleibenden Jahren.

In Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 10) entfällt der Zinsertrag auf das Darlehen an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH.

Ein weiteres Darlehen in Höhe von T€ 100 wurde im Geschäftsjahr 2010/2011 an die Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht. Der Buchwert beträgt zum 30.09.2011 T€ 100. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in einer Summe am Ende der Laufzeit, 31. Mai 2012.

Der Zinsertrag in Höhe von T€ 2 resultiert aus dem vereinbarten Zinssatz von 6,0 %.

Siehe auch Tz. 13, 21, 25.

49. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH)

Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH)

Die Gesellschaft wird entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen vertreten.

Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf:

scroll
Herr Norbert Haimerl T€ 456 (Vj. T€ 372)
Herr Heiko Runge T€ 447 (Vj. T€ 364)

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf T€ 72 (Vj. T€ 126).

An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von T€ 180 durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 33). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von T€ 11 enthalten.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal - Vorsitzender

Rechtsanwalt, selbstständig

Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Fachhochschule München (emeritiert), Geschäftsführer der Dr. K. Hönle Medizintechnik GmbH

Eckhard Pergande, Seefeld

Bankkaufmann.

Kein Mitglied des Aufsichtsrats ist im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten.

Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten.

50. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Im Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

51. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2010/2011 wurden von dem Abschlussprüfer BDO AWT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

scroll
  2010/2011
T€
2009/2010
T€
Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) 135 113
Steuerberatungsleistungen 34 29
sonstige Leistungen 68 32
Gesamt 236 174

52. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar:

scroll
  2010/2011 2009/2010
Vertrieb 67 65
Forschung, Entwicklung 46 42
Produktion, Service 131 89
Logistik 36 27
Verwaltung 49 40
Gesamt 329 261

53. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im November 2011 beantragte die manroland AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzverfahren soll eine rasche Restrukturierung der Gesellschaft und einen Neuanfang mit einer deutlich reduzierten Kostenstruktur ermöglichen. Der Geschäftsbetrieb soll laut manroland AG im vollen Umfang aufrechterhalten bleiben.

Die Dr. Hönle AG wird kurzfristig alle erforderlichen Maßnahmen einleiten, um die Auswirkungen der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe so gering wie möglich zu halten. Der Forderungsbestand der Hönle Gruppe gegen die manroland AG belief sich zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens auf netto ca. 1,1 Mio. €. Diese Forderungen sind vollumfänglich erst nach dem Stichtag entstanden.

54. Unterzeichnung des Konzernabschlusses

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2011

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Finanztermine

28. Februar 2012

3 - Monatsbericht 2011/2012

22. März 2012

Hauptversammlung in München

25. Mai 2012

6 - Monatsbericht 2011/2012

24. August 2012

9 - Monatsbericht 2011/2012

Copyright Fotos

Seite 4: Trocknungsgeräte für die Druckindustrie: Durst Phototechnik AG

Trocknung von Beschichtungen: inTEC GmbH Lackiersysteme

Oberflächenentkeimung: GRUNWALD GmbH

Seite 5: Geräte zur Klebstoffhärtung: LIMO/Markus-Steur.de

Investor Relations

Peter Weinert

Telefon +49 (0)89 85608-173

E-Mail ir@hoenle.de

Dr. Hönle AG • UV Technology

Lochhamer Schlag 1 • D-82166 Gräfelfing/München

Telefon +49 (0)89 85608-0 • Fax +49 (0)89 85608-148

Chart