Dr. Hönle AG

Gräfelfing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012

Anlage 1

BILANZ ZUM 30.09.2012

DER DR. HÖNLE AKTIENGESELLSCHAFT, GRÄFELFING

AKTIVA

    30.09.2012 30.09.2011
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   660.637,68 748.640,21
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken   1.037.345,74 1.064.573,70
2. technische Anlagen und Maschinen   728.905,60 783.231,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung   849.220,05 643.344,75
4. geleistete Anzahlungen   12.000,00 0,00
    2.627.471,39 2.491.150,07
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen   28.920.381,39 14.160.364,55
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen   4.652.730,86 4.701.419,07
3. Beteiligungen   5.000,00 5.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens   0,00 178.111,58
5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen   651.562,00 563.902,00
    34.229.674,25 19.608.797,20
    37.517.783,32 22.848.587,48
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   6.343.156,73 5.758.349,62
2. fertige Erzeugnisse und Waren   1.639.954,83 1.853.988,92
3. geleistete Anzahlungen   360,85 8.695,45
    7.983.472,41 7.621.033,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   2.245.536,78 1.858.079,80
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   6.356.184,59 5.578.332,14
3. sonstige Vermögensgegenstände   310.329,24 319.796,13
    8.912.050,61 7.756.208,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.584.159,79 3.599.939,31
    19.479.682,81 18.977.181,37
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   147.356,74 149.888,66
    57.144.822,87 41.975.657,51

Passiva

     
    30.09.2012
30.09.2011
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 5.512.930,00   5.512.930,00
rechnerischer Wert eigener Anteile - 1.076,00   - 236.076,00
ausgegebenes Kapital   5.511.854,00 5.276.854,00
II. Kapitalrücklage   18.449.827,33 17.808.512,33
III. Gewinnrücklagen      
1. gesetzliche Rücklage   48.871,56 48.871,56
2. andere Gewinnrücklagen   2.524.484,51 933.534,51
    2.573.356,07 982.406,07
IV. Bilanzgewinn   11.089.003,74 9.511.312,68
    37.624.041,14 33.579.085,08
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen   1.458.357,11 1.311.086,37
2. Steuerrückstellungen   276.574,80 1.038.559,00
3. sonstige Rückstellungen   2.017.139,07 2.430.480,84
    3.752.070,98 4.780.126,21
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3.288.230,00 635.290,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen   116.337,15 407.070,83
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   697.781,70 810.640,47
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   3.961.698,01 1.414.832,96
5. sonstige Verbindlichkeiten   7.567.948,52 330.533,90
• davon aus Steuern: € 118.124,79 (Vj. € 229.967,87)      
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.240,06 (Vj. € 2.233,00)      
    15.631.995,38 3.598.368,16
D. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   430,00 18.078,06
E. PASSIVE LATENTE STEUERN   136.285,37 0,00
    57.144.822,87 41.975.657,51

Anlage 2

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 01.10.2011 - 30.09.2012

der DR. HÖNLE AKTIENGESELLSCHAFT GRÄFELFING

  01.10.2011 - 30.09.2012 01.10.2010 - 30.09.2011
 
1. Umsatzerlöse   27.642.740,62   31.917.073,25
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen Erzeugnissen   - 199.069,31   558.342,13
Gesamtleistung   27.443.671,31   32.475.415,38
3. sonstige betriebliche Erträge   1.817.307,74   2.129.660,32
• davon aus der Währungsumrechnung: € 1.165,50 (Vj. € 3.385,22)        
    29.260.979,05   34.605.075,70
4. Materialaufwand:        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 11.789.606,36   15.219.068,34  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 114.493,39 11.904.099,75 35.703,80 15.254.772,14
Rohergebnis   17.356.879,30   19.350.303,56
5. Personalaufwand:        
a) Löhne und Gehälter 6.733.144,33   7.095.692,45  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.231.775,84   1.308.346,18  
• davon für Altersversorgung: € 46.588,55 (Vj. € 96.456,72)        
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 624.599,15   599.898,98  
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.838.159,52 13.427.678,84 4.367.366,00 13.371.303,61
• davon aus der Währungsumrechnung: € 11.205,61 (Vj. € 4.088,77)        
    3.929.200,46   5.978.999,95
8. Erträge aus Beteiligungen 1.437.069,20   1.007.258,39  
• davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.437.069,20 (Vj. € 1.007.258,39)        
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 236.607,58   245.866,83  
• davon aus verbundenen Unternehmen: € 228.425,49 (Vj. € 238.633,92)        
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 145.979,29   134.794,15  
• davon aus verbundenen Unternehmen: € 116.473,77 (Vj. € 103.167,56)        
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 12.090,09   31.926,81  
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 277.508,66   113.986,07  
• davon an verbundene Unternehmen: € 53.000,00 (Vj. € 0,00)        
• davon aus der Aufzinsung: € 94.770,00 (Vj. € 87.647,00)        
Finanzergebnis   1.530.057,32   1.242.006,49
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   5.459.257,78   7.221.006,44
14. außerordentliche Aufwendungen 18.028,91   18.028,91  
• davon aus der Anpassung an das BilMoG: € 18.028,91 (Vj. € 18.028,91)        
15. außerordentliches Ergebnis   - 18.028,91   - 18.028,91
    5.441.228,87   7.202.977,53
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.101.776,81   1.664.297,25  
• davon aus latenten Steuern: € 136.285,37 (Vj. € 0,00)        
17. sonstige Steuern 5.834,00 1.107.610,81 32.065,70 1.696.362,95
18. Jahresüberschuss   4.333.618,06   5.506.614,58
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   6.755.385,68   4.004.698,10
20. Bilanzgewinn   11.089.003,74   9.511.312,68

Anlage 3

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

der DR. HÖNLE AKTIENGESELLSCHAFT

A. ALLGEMEINE ANGABEN

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB n. F.) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungsgrundsätze

Umsatzerlöse

Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Dr. Hönle AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Davon ausgenommen ist die gesetzlich vorgeschriebene Saldierung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen stehen und durch Verpfändung an die Pensionsberechtigten dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), mit den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsgrundsätze

Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind alle berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Für die Zugänge bei den geringwertigen immateriellen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen. Von dem Aktivierungswahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wird kein Gebrauch gemacht.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Betriebsgebäude werden linear mit 3%, die Wohnteile mit 2 % abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den steuerlich relevanten AfA-Tabellenabgeschrieben. Die Einbauten in das Fremdgebäude werden über die Laufzeit des Mietvertrags (10 Jahre) abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden, wie bereits oben bei den immateriellen Vermögensgegenständen beschrieben, behandelt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der in den Finanzanlagen ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtungen wird mit dem Deckungskapital angesetzt.

Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen teilweise mit den Pensionsrückstellungen saldiert, soweit sog. Planvermögen vorliegt

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung.

Die fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten enthalten sind angemessene Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen.

In der Bewertung der Herstellkosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden anhand von Einzelwertberichtigungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos (Delkredere, Zinsen, Skontierungen) Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB im Falle eines Aktivüberhangs nicht angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, der rechnerische Wert der eignen Anteile wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet (§ 253 Abs. 3 Satz 2 HGB). Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Bei der Bewertung kamen die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtgen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Zur Absicherung von Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Termin- / Optionsgeschäften oder Swaps eingesetzt. Soweit die Bildung von Bewertungseinheiten möglich ist und die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese nach § 254 HGB bilanziert.

2. Grundlagen der Währungsumrechnung

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief – bzw. -geldkurs (ggf. Devisenkassamittelkurs) umgerechnet.

Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet.

Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.

B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens der Dr. Hönle Aktiengesellschaft für die Zeit vom 01.10.2011 - 30.09.2012

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.2011
Zugang 2011/2012
Abgang 2011/2012
Umbuchung 2011/2012
Stand 30.09.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.128.218,08 150.842,36 0,00 0,00 2.279.060,44
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.290.471,65 6.825,44 0,00 0,00 1.297.297,09
2. technische Anlagen und Maschinen 1.430.830,76 56.397,09 0,00 0,00 1.487.227,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.186.115,07 446.853,05 0,00 227.317,48 2.860.285,60
4. geleistete Anzahlungen   57.303,25 - 45.303,25 0,00 12.000,00
  4.907.417,48 567.378,83 - 45.303,25 227.317,48 5.656.810,54
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.160.364,55 14.760.016,84 0,00 0,00 28.920.381,39
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.701.419,07 51.311,79 - 100.000,00 0,00 4.652.730,86
3. Beteiligungen 5.000,00 0,00 0,00 0,00 5.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 543.124,92 0,00 - 543.124,92 0,00 0,00
5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 563.902,00 176.460,00 - 88.800,00 0,00 651.562,00
  19.973.810,54 14.987.788,63 - 731.924,92 0,00 34.229.674,25
  27.009.446,10 15.706.009,82 - 777.228,17 227.317,48 42.165.545,23
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2011
Zugang 2011/2012
Abgang 2011/2012
Umbuchung 2011/2012
Stand 30.09.2012
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten - 1.379.577,87 - 238.844,89 0,00 0,00 - 1.618.422,76
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 225.897,95 - 34.053,40 0,00 0,00 - 259.951,35
2. technische Anlagen und Maschinen - 647.599,14 - 110.723,11 0,00 0,00 - 758.322,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung - 1.542.770,32 - 240.977,75 0,00 227.317,48 - 2.011.065,55
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  - 2.416.267,41 - 385.754,26 0,00 - 227.317,48 - 3.029.339,15
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - 365.013,34 - 12.090,09 377.103,43 0,00 0,00
5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  - 365.013,34 12.090,09 377.103,43 0,00 0,00
  - 4.160.858,62 - 636.689,24 377.103,43 - 227.317,48 - 4.647.761,91
  Buchwert
  30.09.2012
30.09.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 660.637,68 748.640,21
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.037.345,74 1.064.573,70
2. technische Anlagen und Maschinen 728.905,60 783.231,62
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 849.220,05 643.344,75
4. geleistete Anzahlungen 12.000,00 0,00
  2.627.471,39 2.491.150,07
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.920.381,39 14.160.364,55
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.652.730,86 4.701.419,07
3. Beteiligungen 5.000,00 5.000,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 178.111,58
5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 651.562,00 563.902,00
  34.229.674,25 19.608.797,20
  37.517.783,32 22.848.587,48

Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:

  Höhe des Eigenkapitals Anteile vom Eigenkapital Ergebnis des Geschäftsjahres 01.10.2011 - 30.09.2012 Gehalten über Nr.
  T€ % T€ T€  
Direkte Beteiligungen          
(1) Solitec Gesellschaft für technischen Produkt vertrieb mbH, Gräfelfing/München 36 100,00 36 -2  
(2) Honle UV (UK) Ltd., Luton, Großbritannien 27 100,00 27 -11  
(3) Honle UV France S.a.r.l., Bron/Lyon, Frankreich 507 100,00 507 81  
(4) Aladin GmbH, Gräfelfing/München 2.519 60,00 1.511 289  
(5) Honle Spain S.A.U., Olesa de Bonesvalls/ Barcelona, Spanien 32 100,00 32 10  
(6) PrintConcept GmbH, Kohlberg 770 100,00 770 171  
(7) Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg -4.340 100,00 -4.340 203  
(8) Agita Holding AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz 1.931 100,00 1.931 1.490  
(9) PrintDesignEngineering GmbH, Kohlberg 66 20,00 13 43  
(10) UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach/Ilmenau 1.860 51,00 949 525  
(11) Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Company Ltd., China 192 100,00 192 51  
(12) Mitronic GmbH, Gräfelfing/München 239 51,00 122 -58  
(13) Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen 3.314 80,00 2.651 62  
(14) Raesch Quarz (Malta) ltd, Mosta, Malta 251 80,00 201 1.269  
Indirekte Beteiligungen:          
(15) Eltosch America Inc, Batavia /Chicago, USA 1 100,00 1 -18 (7)
(16) Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz 4.048 100,00 4.048 1.588 (8)
(17) Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Ts. 1.411 100,00 1.411 970 (16)
(18) Eleco Produits EFD, SAS, Paris, Frankreich 1.787 99,96 1.786 251 (16)
(19) Domino S.a.r.l., Paris, Frankreich 54 100,00 54 25 (18)
(20) Tangent Industries, Winsted, USA 250 26,00 65 9 (16)
(21) Metamorphic Materials Inc. Winsted, USA 6 30,00 2 -72 (16)

Die Eigenkapitalbeträge in Fremdwährung werden mit dem amtlichen Mittelkurs, die Jahresergebnisse in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungsspiegel zum 30.09.2012

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
Gesamtbetrag
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.245.536,78 0,00 2.245.536,78
2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen 4.365.511,71 1.990.672,88 6.356.184,59
- davon aus Lieferungen und Leistungen: € 3.011.090,51 (Vj. € 2.853.545,39)      
3. Sonstige Vermögensgegenstände 239.170,59 71.158,65 310.329,24
Gesamtsumme 6.850.219,08 2.061.831,53 8.912.050,61

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Hier enthalten ist ein Disagio in Höhe von T€ 20.

4. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Stand zum 30.09.2011 € 5.512.930,00
Rechnerischer Wert der eigenen Anteile per 30.09.2012 € - 1.076,00
Ausgegebenes Kapital zum 30.09.2012 € 5.511.854,00

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital)ist in 5.512.930 nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Infolge der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG ist der rechnerische Wert (1€ je Aktie) der eigenen Aktien offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt worden. Der den rechnerischen Wert der eignen Aktien übersteigende Teil der Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.

Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. März 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.03.2015 das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.750 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Dieses genehmigte Kapital 2010 ersetzt das egnehmigte Kapital 2005.

b) Kapitalrücklage

Stand zum 30.09.2011 € 17.808.512,33
Zugang € 641.315,00
Stand zum 30.09.2012 € 18.449.827,33

Der Gesamtwert der Kapitalrücklage betrifft geleistete Aufgelder aus Kapitalerhöhungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Der Zugang steht in Zusammenhang mit dem Erwerb der Beteiligungen an der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. Mosta/Malta, deren Kaufpreise teilweise im Wege der Hingabe eigener Aktien erfolgte. Als Zugang wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wert der eigenen Aktien im Zeitpunkt der Hingabe und den Anschaffungskosten berücksichtigt.

c) Gewinnrücklagen

gesetzliche Gewinnrücklage

Stand zum 30.09.2012 € 48.871,56

Die gesetzliche Rücklage übersteigt zusammen mit den Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals.

Andere Gewinnrücklagen

Stand zum 01.10.2011 € 933.534,51
Zugang durch Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert der eigenen Anteile € 1.590.950,00
Stand zum 30.09.2012 € 2.524.484,51

d) Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011/2012 wie folgt:

Stand zum 01.10.2011 € 9.511.312,68
Jahresüberschuss 2011/2012 € 4.333.618,06
Ausschüttung Dividende für das Geschäftsjahr 2010/2011 € - 2.755.927,00
Stand zum 30.09.2012 € 11.089.003,74

e) Eigene Anteile

Der Bestand der eigenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2011/2012 wie folgt entwickelt:

Stand 01.10.2011: 236.076 Stück
Abgang für den Erwerb Beteiligung an der Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd. - 235.000 Stück
Stand 30.09.2012 1.076 Stück

Im Rahmen des Erwerbs der Beteiligung an der Raesch Quarz (Germany) GmbH wurden Teile des Kaufpreises (T€ 2.467) im Wege der Hingabe eigener Anteile entrichtet.Hier-für wurden 235.000 eigene Anteile (4,26 % des Grundkapitals) zu €10,49 je Anteil verwendet.

Zum 30.09.2012 befanden sich 1.076 Stück eigene Aktien im Bestand der Dr. Hönle AG (0,02 % des gezeichneten Kapitals). Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt T€ 8, der durchschnittliche Stückpreis lag bei € 7,77.

Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte im Wesentlichen zum Zweck der Schaffung einer Akquisitionswährung im Hinblick auf geplante Unternehmenserwerbe. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aktien einzuziehen.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu. Insbesondere sind diese Aktien nicht stimm- und dividendenberechtigt.

Am 23. März 2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2014 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben.

7. Rückstellungen

Die Dr. Hönle AG gewährt ihren Mitarbeitern nach der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen betriebliche Altersversorgung in Form von Direktzusagen. Für die Bewertung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) verwendet. Bei allen Pensionsverpflichtungen wurde der von der Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins von 5,07 % verwendet. Für künftige Rentensteigerungen wurde ein Steigerungsfaktor von 2 % zugrunde gelegt.

Der Zuführungsbetrag 2011/2012 in Höhe von T€ 320 setzt sich aus der Zinskomponente (T€ 95) und einem Verlust aus der Rückdeckungsversicherung (T€ 16), die innerhalb des Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen werden, und dem Dienstzeitaufwand (T€ 209), ausgewiesen im Personalaufwand, zusammen. Der sich im Geschäftsjahr 2010/2011 aus der Umstellung durch das BilMoG insgesamt ergebende Erhöhungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 257 und wurde wiederum im laufenden Geschäftsjahr ratierlich in Höhe von T€ 18 als Aufwand erfasst und unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Der zum 30.09.2012 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt somit T€ 221.

Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen,die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen stehen und an die Pensionsberechtigten verpfändet wurden und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen sind(Planvermögen), in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes von T€ 443 mit den betreffenden Pensionsrückstellungen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von T€ 1.329 (Vj. T€ 1.718) Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Hierzu gehören im Wesentlichen abgegrenzte Urlaubs-, Gleitzeit- und Weihnachtsgeldansprüche sowie Tantiemen- und Provisionsansprüche von Vorstand und Mitarbeitern. Die Verpflichtungen im Kreditorenbereich in Höhe von T€ 550 (Vj. T€ 550) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen, Kosten für den Jahresabschluss und die Steuererklärungen sowie Aufwendungen, die im Zusammenhang mit unseren Investor-Relation-Aktivitäten stehen, zusammen. In Höhe von T€ 138 (Vj. T€ 162) wurden Rückstellungen für Gewährleistungen und Gutschriften gebildet.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeitenspiegel zum 30.09.2012

  Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
Gesamtbetrag
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte gesichert
Art und Form der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 647.060,00 2.288.240,00 352.930,00 3.288.230,00 588.230,00 Grundschuld
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 116.337,15 0,00 0,00 116.337,15 0,00  
davon gegen verbundene Unternehmen: € 0,00 (Vj. € 0,00)            
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 697.781,70 0,00 0,00 697.781,70 0,00  
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 961.698,01 770.000,00 2.230.000,00 3.961.698,01 0,00  
• davon aus Lieferungen und Leistungen: € 66.941,08 (Vj. € 44.844,67)            
davon aus Teilzahlungen: € 55.716,64 (Vj. € 38.953,60)            
5. sonstige Verbindlichkeiten 3.933.948,52 3.634.000,00 0,00 7.567.948,52 7.268.000,00 Verpfändung von Geschäftsanteilen
• davon aus Steuern: € 118.124,79 (Vj. € 229.967,87)            
• davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.240,06 (Vj. € 2.233,00)            
Gesamtsumme 6.356.825,38 6.692.240,00 2.582.930,00 15.631.995,38 7.856.230,00  

9. Passive latente Steuern

Infolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Pensionsrückstellungen, die als temporäre Differenzen einzuordnen sind, ergibt sich ein Überhang an passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 136. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,83% herangezogen. Für die Gewerbesteuer wurde bei einem Gewerbesteuerhebesatz von 250% ein Steuersatz von 8,75 % berücksichtigt.

10. Derivative Finanzinstrumente - Bewertungseinheiten

Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. In diesen Fällen wird das Grundgeschäft zu dem vertraglich vereinbarten Sicherungskurs bilanziert, ein separater Ausweis des derivativen Finanzinstrumentes erfolgt jedoch nicht.

Die Dr. Hönle AG hat in diesem Geschäftsjahr erstmalig ein derivatives Finanzinstrument in Form eines micro hedges abgeschlossen, das in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang steht. Für die Dr. Hönle AG besteht daher kein bilanzierungspflichtiges Risiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen.

Das abzusichernde Grundgeschäft ist ein Bankdarlehen über T€ 3.000 mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30.03.2012 bis 31.03.2017, welches der Finanzierung für den Erwerb von 80% der Geschäftsanteile an der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. dient. Das gesicherte Risiko ist die Veränderung des 3-Monats-EURIBOR-Zins.

Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal T€ 3.000 mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30.03.2012 bis 31.03.2017 dient als Sicherungsinstrument.

Für die prospektive Beurteilung der Effektivität wird die Methode des „critical terms match“ herangezogen. Bei Grund- und Sicherungsgeschäft stimmen alle bewertungsrelevanten Parameter überein, daher liegt eine perfekte Sicherungsbeziehung vor.

Bei der retrospektiven Bewertung der Effektivität des Sicherungsinstrumentes kommt die finanzmathematische Methode „hypothetical derivative method“ zur Anwendung, es ergibt sich eine Effektivität von 100%.

Die Bewertungseinheit wird bilanziell nach der „Einfrierungsmethode“ abgebildet. Danach werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert.

Zinsswap:  
Nominalwert 30.09.2012 in T€: 0
Beizulegender Zeitwert in T€ : -61

C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich - unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten - wie folgt zusammen:

  2011/2012
T€
2010/2011
T€
Inland 13.681 17.610
Europäische Union 6.829 6.562
übriges Ausland 7.133 7.745
Gesamt 27.643 31.917

2. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position sonstige betriebliche Erträge sind T€ 51 (Vj. T€ 31) periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellung enthalten. Im Geschäftsjahr sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 37) erfasst.

Im Vorjahr war in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen ein periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 65 erfasst.

3. Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 18 resultieren aus dem sich im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach BilMoG bei den Pensionsrückstellungen ergebenden anteiligen (1/15) Erhöhungsbetrag.

D. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:

Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften T€ 860
• davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 860

Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der begünstigten Gesellschaft als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen von Bedeutung sind zu nennen:

Verpflichtungen aus:

Leasingverträgen im Folgejahr T€ 92 gesamt T€ 129
Mietverträgen Betriebs- und Geschäftsausstattung im Folgejahr T€ 13 gesamt T€ 66
Gebäudemietverträgen im Folgejahr T€ 1.215 gesamt T€ 10.844
Rahmenverträgen im Folgejahr T€ 1.666 gesamt T€ 1.666

2. Honorare der Abschlussprüfer

Für das Geschäftsjahr 2011/2012 wurden von dem Abschlussprüfer BDO AWT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

Abschlussprüfungsleistungen T€ 138
Steuerberatungsleistungen T€ 27
Sonstige Leistungen T€ 30
Gesamt T€ 195

3. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Am 20.12.2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

4. Wesentliche Beteiligungen nach § 21 WpHG

Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden.

Herr Dr. Hans-Joachim Vits teilte der Dr. Hönle AG am 28.08.2002 gemäß § 41 Abs. 2 WpHG a.F. mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 01.04.2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 6,33 % betrug.

Herr Prof. Dr. Karl Hönle teilte der Dr. Hönle AG am 16.08.2005 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 28.07.2005 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95 % betrug.

Die Wallberg Invest S.A., Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 11.08.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 10.08.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,1744 % (175.000 Stimmrechte) betrug.

Die FAS S.A., Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 11.08.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 10.08.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,1744% (175.000 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihr 3 % oder mehr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Gesellschaft Wallberg Invest S.A. zugerechnet.

Herr Marcel Ernzer, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 11.08.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 10.08.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,1744 % (175.000 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihm jeweils 3 % oder mehr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Gesellschaften Wallberg Invest S.A.; FAS S.A. zugerechnet.

Die Alceda Fund Management SA, Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 09.09.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Dr. Hönle AG Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 07.09.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,12 % (172.245 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Alceda Fund Management SA 3,12% (172.245 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden der Alceda Fund Management SA dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav

Die LOYS Sicav, Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 13.09.2011 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 07.09.2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,12% (172.245 Stimmrechte) betrug.

Die Dr. Hönle AG, Gräfelfing, Deutschland teilte am 25.11.2011 gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien an der Dr. Hönle AG am 07.09.2006 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,01 % (272.361 Aktien) betrug.

Die Dr. Hönle AG, Gräfelfing, Deutschland teilte am 25.11.2011 gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien an der Dr. Hönle AG am 12.01.2011 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,81 % (265.233 Aktien) betrug.

Die Dr. Hönle AG, Gräfelfing, Deutschland, teilte am 17.02.2012 gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mit, dass ihr Anteil an eigenen Aktien an der Dr. Hönle AG am 16.02.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 0,02 % (1.076 Aktien) betrug.

Herr Frithjof Raesch, Schweiz, teilte der Dr. Hönle AG am 17.02.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 16.02.2012 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,26 % (235.000 Stimmrechte) betrug.

Die Wallberg Invest S.A., Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 28.08.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 23.08.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87325 % (158.400 Stimmrechte) betrug.

Die FAS S.A., Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 28.08.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 23.08.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87325% (158.400 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihr 3 % oder mehr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Gesellschaft Wallberg Invest S.A. zugerechnet.

Herr Marcel Ernzer, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 28.08.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 23.08.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87325% (158.400 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihm jeweils 3 % oder mehr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Gesellschaften Wallberg Invest S.A.; FAS S.A. zugerechnet.

Die FAS S.A., Luxemburg, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 03.10.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 23.08.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87325% (158.400 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihr 2,87325 % (158.400 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Herr Marcel Ernzer, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG am 03.10.2012 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 23.08.2012 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87325% (158.400 Stimmrechte) betrug. Davon waren ihm 2,87325 % (158.400 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

5. Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Herr Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement, gesamtvertretungsberechtigt

Herr Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik, gesamtvertretungsberechtigt

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2011/2012 auf T€ 762. Die Angaben zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates gemäß § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichts ist, enthalten.

Zusätzlich zu dem oben genannten Betrag wurden für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 geleistet.

Die Versorgungsansprüche sind zum Bilanzstichtag mit einem Betrag von T€ 443 durch Pensionsrückstellungen gedeckt.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Herr Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal – Vorsitzender

Rechtsanwalt, selbstständig

Herr Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Physiker, Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH

Herr Eckhard Pergande, Seefeld

Bankkaufmann

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten.

Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011/2012 belaufen sich auf T€ 72.

Die Forderungen gegenüber einem Mitglied des Aufsichtsrats bestehen zum Ende des laufenden Geschäftsjahres nicht mehr (Vj. T€ 29).

Entwicklung dieser Forderungen:

  Stand 01.10.2011
T€
Zugang
T€
Rück- zahlungen
T€
Stand 30.09.2012
T€
Forderungen gg. Aufsichtsräten 29 1 30 0

6. Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 130 Mitarbeiter (Vj. 139) (ohne Vorstand) beschäftigt, die in folgenden Funktionsbereichen tätig waren:

Vertrieb 19
Forschung und Entwicklung 17
Produktion, Service 58
Logistik 17
Verwaltung 19
Gesamt 130

E. VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 11.089.003,74 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende € 2.755.927,00
Vortrag auf neue Rechnung € 8.333.076,74
Bilanzgewinn zum 30.09.2012 € 11.089.003,74

F. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

 

Gräfelfing, 23. Januar 2013

Norbert Haimerl

Vorstand

Heiko Runge

Vorstand

Anlage 4

Lagebericht über das Geschäftsjahr 2011/2012

der Dr. Hönle AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Systemanbietern im Bereich UV-Technologie. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Sitz der Dr. Hönle AG ist Gräfelfing bei München. Die Gesellschaft ist in über 20 Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern vertreten.

Marktentwicklung

Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 spürbar abgeschwächt. Die Schuldenkrise im Euroraum hat die globale Entwicklung im vergangenen Jahr weiterhin belastet. Zur Jahreswende 2011/2012 verbesserte sich zunächst in den meisten Regionen die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern. Gleichzeitig nahm die Weltproduktion zu. Die Belastungen durch die Staatsschuldenkrise insbesondere im europäischen Wirtschaftsraum und die Unsicherheit bezüglich der Finanzpolitik gingen zurück.

Allerdings war die Aufhellung der Perspektiven, zu der es zur Jahreswende gekommen war, nur von kurzer Dauer. Die Konjunktur befand sich zur Jahresmitte in einer Phase verhaltener wirtschaftlicher Expansion. Die Weltwirtschaft wurde nach wie vor von der Euro-Krise und der Verunsicherung hinsichtlich der Stabilität des weltweiten Finanzsystems belastet. Insgesamt ist das Wirtschaftswachstum seit dem Jahresende 2011 zurückgegangen. Das globale Bruttoinlandsprodukt hatte dem Institut für Weltwirtschaft zufolge den geringsten Zuwachs seit 2009 zu verbuchen. Der Euroraum befand sich 2012 gar in einer Rezession. Die Schuldenkrise in mehreren europäischen Ländern führte zu einer starken Verunsicherung bei Unternehmen und Verbrauchern und damit zu einer starken Belastung der konjunkturellen Entwicklung in Europa. Auch Deutschland konnte sich von diesem Umfeld nicht entkoppeln, die konjunkturelle Expansion geriet ins Stocken. Die Unsicherheit über die ungelöste Schuldenkrise sowie über die zukünftige Wirtschaftspolitik im Euroraum belasteten auch den deutschen Wirtschaftsraum.

Der Druckmarkt, insbesondere im Bereich Offsetdruck, hat nach wie vor mit Strukturproblemen zu kämpfen. Der Digitaldruck hingegen bietet Wachstumsperspektiven, da er in mehreren Anwendungsbereichen gegenüber dem Offsetdruck Vorteile hat. Die Vorteile des Digitaldrucks werden bei Großformaten und geringen Druckauflagen sowie bei Individualisierungsprozessen deutlich.

Geschäftsverlauf

Die Dr. Hönle AG setzte mit 27.643 T€ insgesamt 13,4 % weniger um als im Vorjahr. Das Betriebsergebnisses (EBIT) lag mit 3.929 T€ um 34,3 % unter dem Vorjahresergebnis.

Während die Umsätze in Deutschland von 17.610 T€ im Vorjahr auf 13.681 T€ im Geschäftsjahr 2011/2012 zurückgingen, was auf die manroland Insolvenz und die Investitionszurückhaltung im Vorfeld der Fachmesse Drupa zurückzuführen war, lagen sie im europäischen Ausland mit 6.829 T€ über dem Vorjahresniveau von 6.562 T€. Außerhalb Europas gingen die Umsätze von 7.745 T€ auf 7.133 T€ zurück. Auch hier waren niedrigere Umsätze in den Druckanwendungsbereichen der Hauptgrund für den Umsatzrückgang in dieser Region. Damit erzielte Hönle 49,5 % (Vj. 55,2 %) der Umsätze im Inland, 24,7 % (Vj. 20,6 %) im europäischen Ausland und 25,8 % (Vj. 24,3 %) der Umsätze außerhalb Europas.

Chart

Die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 maßgeblich von den Auswirkungen der Insolvenz der manroland AG beeinflusst. Im November 2011 beantragte die manroland AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Ab dem zweiten Quartal führte die eingeschränkte Geschäftstätigkeit manrolands zu rückläufigen Umsätzen im Bereich Bogenoffsetdruck.

Die Dr. Hönle AG hat alle erforderlichen Maßnahmen bereits im ersten Quartal 2011/2012 eingeleitet, um die Auswirkungen der Insolvenz des Druckmaschinenherstellers auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe so gering wie möglich zu halten. Dazu hat Hönle den Personalbestand dem niedrigeren Auftragsvolumen angepasst. Die Anzahl der Mitarbeiter ging insbesondere in der Dr. Hönle AG deutlich zurück. Die Einsparungen im Personalbereich machten sich ab Februar 2012 ergebniswirksam bemerkbar.

Für die Bogenoffset-Sparte der manroland AG am Standort Offenbach, die nun unter manroland sheetfed GmbH firmiert, wurde im Februar mit der Langley Holdings plc. ein neuer Investor gefunden. Mit der Übernahme hat der Standort Offenbach einen soliden Investor gefunden, der der Gesellschaft eine langfristige Perspektive geben kann. Dennoch ist zukünftig von einem niedrigeren Umsatz mit manroland sheetfed auszugehen. Hönle erwartet in den kommenden Jahren einen positiven Ergebnisbeitrag aus Geschäften mit manroland sheetfed. Die negativen Ergebniseffekte der manroland Insolvenz werden damit voraussichtlich auf das Geschäftsjahr 2011/2012 beschränkt bleiben. Insgesamt hat Hönle die Folgen der manroland Insolvenz gut überstanden und aufgrund der Restrukturierung die Basis geschaffen, zukünftig ein Ergebnisniveau im dadurch hauptsächlich betroffenen Bogenoffsetbereich auf der Höhe des Vorjahres zu realisieren.

Auf die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG wirkte sich außerdem die Investitionszurückhaltung im Vorfeld der weltgrößten Druckmesse Drupa aus. Sowohl im Offset-, als auch im Digitaldruck wurden weniger UV-Trocknungseinheiten bestellt und ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Die Stimmung auf der Drupa wurde von den Marktteilnehmern dennoch überwiegend als gut bezeichnet, die ausstellenden Unternehmen waren mit dem Verlauf der Messe zufrieden. Im vierten Quartal stiegen die Umsätze für Offset- und Digitaldruckanwendungen bei der Dr. Hönle AG in Folge der Drupa.

Die Mitronic GmbH, die seit Juli 2011 Teil der Hönle Gruppe ist, wurde grundlegend neu strukturiert, um die Geschäftsabläufe zu optimieren, die Ertragsstärke nachhaltig zu verbessern und das Umsatzniveau zu steigern. Im März 2012 wurde der Standort der Mitronic GmbH von Wolfratshausen in die Konzernzentrale nach Gräfelfing bei München verlagert. Die Zahl der Beschäftigten der Mitronic GmbH wurde in diesem Zuge um etwa 70 % reduziert. Dazu wurden die Bereiche Produktion, Entwicklung und Verwaltung zentralisiert und von der Dr. Hönle AG übernommen. Ziel ist es, den Umsatz der Mitronic in den Bereichen Sonnenlichtsimulation und Tageslichtleuchten weiter auszubauen und ab dem nächsten Geschäftsjahr ein positives Ergebnis zu erzielen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 erwarb die Dr. Hönle AG jeweils 80 % der Anteile an der Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen und an der Raesch Quarz (Malta) Ltd., Malta. Die Unternehmensgruppe stellt Rohre aus Quarzglas und Halbfabrikate daraus her. Die Kunden kommen aus unterschiedlichen Industriezweigen, insbesondere jedoch aus der Licht-, Halbleiter-, Automobilzuliefer- und Wasseraufbereitungsindustrie.

Hönle baut mit der Übernahme der Raesch Gruppe ihre Kompetenz als Photonik-Spezialist weiter aus. Mit dem Kauf setzt Hönle zudem ihre Strategie fort, zusätzlich zum Geräte- und Anlagengeschäft vermehrt Umsätze im Bereich der kurzlebigen Wirtschaftsgüter zu generieren. Hönle erhöht so den Anteil wiederkehrender Umsätze und erschließt sich gleichzeitig ein Geschäftsfeld mit gutem Wachstumspotenzial. Insbesondere der asiatische Wirtschaftsraum, in dem die Raesch Gruppe einen Großteil ihrer Auslandsumsätze erzielt, bietet zukünftig gute Entwicklungsmöglichkeiten für die Produkte des Quarzglas Spezialisten.

Konzernstruktur

Die Dr. Hönle AG ist an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt. Im Ausland ist Hönle mit eigenen Standorten in jenen Ländern vertreten, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. Hönle verfügt über Tochtergesellschaften in Frankreich, Spanien, Malta, Schweiz, England, USA und China sowie über ein Netz von Vertriebspartnern in weiteren Ländern. Die Unternehmensgruppe ist damit weltweit mit rund 50 Standorten in über 20 Ländern mit eigenen Gesellschaften und Vertriebspartnern vertreten. Die Dr. Hönle AG war am 30.09.2012 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) Sitz
Segment Geräte und Anlagen  
Eltosch America Inc. Batavia/Chicago, USA
Eltosch Torsten Schmidt GmbH Hamburg, Deutschland
Honle Spain S.A.U. Olesa de Bonesvalls/Barcelona, Spanien
Honle UV France S.à.r.l. Bron/Lyon, Frankreich
Honle UV (UK) Ltd. Luton, Großbritannien
Mitronic GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
PrintConcept GmbH Kohlberg, Deutschland
PrintDesign Engineering GmbH 1,2 Kohlberg, Deutschland
Solitec GmbH 2 Gräfelfing/München, Deutschland
Segment Glas und Strahler  
Aladin GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
Raesch Quarz (Germany) GmbH Langewiesen, Deutschland
Raesch Quarz (Malta) Ltd. Mosta, Malta
UV-Technik Speziallampen GmbH Wümbach, Deutschland
Segment Klebstoffe  
Agita Holding AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Domino S.à.r.l. Gennevilliers/Paris, Frankreich
Eleco Produits E.F.D. Gennevilliers/Paris, Frankreich
Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Company Ltd. Shanghai, China
Metamorphic Materials Inc. 1,2 Winsted, USA
Panacol AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Panacol Elosol GmbH Steinbach/Ts., Deutschland
Tangent Industries Inc. 1,2 Winsted, USA

1 Minderheitsbeteiligung
2 nicht konsolidiert

Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Hönle sieht sich als Partner der Industrie.

Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Zunahme des operativen Cashflows der Dr. Hönle AG gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

Steuerungsgrößen

  2011/1012 2010/2011 Veränderung
Umsatz 27.643 T€ 31.917 T€ -13,4 %
Jahresüberschuss 4.334 T€ 5.507 T€ -21,3 %
EBIT 3.929 T€ 5.979 T€ -34,3 %

Forschung & Entwicklung

Der Schwerpunkt der Entwicklungsaktivitäten lag im Geschäftsjahr 2011/2012 in der Entwicklung energieeffizienter, leistungsstarker neuer Produkte sowie in der Entwicklung individueller kundenspezifischer Lösungen. Dabei ist der intensive Erfahrungsaustausch mit den Kunden eine wichtige Voraussetzung, marktgerechte Produkte zu entwickeln. Darüber hinaus waren Hochschulen und Forschungseinrichtungen wichtige externe Partner bei der Realisierung neuer Entwicklungsprojekte. Nachfolgend werden die wichtigsten Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung im letzten Geschäftsjahr dargestellt:

Im Jahr 2011 hat die Dr. Hönle AG mit Unterstützung der BASF SE und der Solex GmbH erstmals eine Seminarreihe zu Themen rund um die UV-Härtung angeboten. Die positiven Reaktionen der Teilnehmer trugen wesentlich dazu bei, dass Hönle die Reihe im vergangenen Geschäftsjahr fortsetzte.

Über 130 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen kamen in den vergangenen Monaten ins Hönle-Stammhaus nach Gräfelfing bei München, um die LED-Workshops und UV-Grundlagenseminare zu besuchen. Die Teilnehmerliste reichte von UV-Neulingen über Ingenieure und Techniker mit langjähriger UV-Erfahrung bis hin zu Mitarbeitern von OEMs und Chemielieferanten. Die Seminare UV-Härtung mit LEDs waren nach den Schwerpunkten Chemie, Druck und Beschichtung sowie Klebstoffe aufgeteilt und damit optimal auf die Interessen der jeweiligen Teilnehmergruppen abgestimmt.

Die Dr. Hönle AG präsentierte im Februar 2012 auf der Fespa Produktneuheiten für den großformatigen Inkjet-Druck. Die Palette reichte von Highend-UV-Trockner bis hin zu innovativen UV-LED-Geräten. Zu letzteren gehört die LED Powerline, die sich am Markt bereits fest etablieren konnte. Die LED Powerline ist in verschieden Dimensionen und Wellenlängen erhältlich und lässt sich damit optimal auf die jeweilige Anwendung anpassen. Ihre Position als Weltmarktführer in Sachen UV-Trockner für den großformatigen Inkjet-Druck unterstreicht Hönle durch die jüngst entwickelte jetCURE-Geräteserie. Diese UV-Hochleistungstrockner ermöglichen eine hervorragende Trocknung selbst bei schnellen Geschwindigkeiten und führen so zu einer deutlich verbesserten Druckqualität. jetCURE-Geräte werden mit Kaltlichtreflektoren für temperaturempfindliche Materialien ausgestattet und sind mit auf die Druckfarbe angepassten Strahlerspektren erhältlich. Die Länge der Geräte kann auf den Druckprozess angepasst werden. Durch den Einsatz des von Hönle entwickelten elektronischen Vorschaltgerätes (EPS) kann der Trocknungsprozess nochmals entscheidend verbessert werden. Die EPS-Technik reduziert den Energieaufwand für das Betreiben der UV-Trocknungsanlage oder, was für die meisten Anwender noch wichtiger ist, steigert die Trocknungsgeschwindigkeit.

Im Mai fand die Drupa 2012 statt, die größte Druckmesse der Welt, auf der die Hönle Gruppe ihre neuesten Innovationen präsentierte. Zwar kamen weniger Besucher nach Düsseldorf als vier Jahre zuvor, diese bewiesen jedoch echtes Interesse und eine große Investitionsbereitschaft. Während die Quantität der Kundenkontakte niedriger war, wurde die Qualität der Kundenkontakte deutlich höher eingeschätzt als in der Vergangenheit.

Neben den weltweit fest etablierten Ultraviolett-, Thermoluft- und Infrarot-Trocknungssystemen der Gruppe fanden vor allem die innovativen Neuentwicklungen reges Interesse. Dies galt beispielsweise für das neue Eltosch IR/TL-Trocknungssystem Eco Power Dry, das auf der Drupa mit dem BG-Zertifikat für einen „Energieminimierten Druckprozess/DGUV Test“ ausgezeichnet wurde. Eine weitere Neuheit war die Erweiterung der etablierten Hönle PureUV Reihe, die LED-Trocknung auch für Druckanwendungen interessant macht. Besonders großes Interesse rief die Geräteserie für Digitaldruckanwendungen hervor. Mit ihr konnte Hönle erneut ihre führende Stellung im Bereich UV-Trockner für den großformatigen Inkjet-Druck bestätigen.

Erstmals in München öffnete die LOPE-C im Juni 2012 ihre Pforten. Die Leitmesse für gedruckte Elektronik gab die komplette Wertschöpfungskette dieser Zukunftstechnologie wieder – von der Chemie bis hin zum Druck. Die Hönle Gruppe präsentierte auf dieser Messe innovative Systemlösungen für die Fertigung gedruckter Elektronik. Dazu gehörten Hightech-Klebstoffe von Panacol in Kombination mit speziell für die Elektronikfertigung entwickelten UV-Trocknern, wie dem LED Spot 100. Das luftgekühlte Gerät ist ideal für die intensive und homogene Aushärtung großer Klebeflächen bis zu 10.000 mm2geeignet. Sein modularer Aufbau erlaubt eine optimale Anpassung an kundenspezifische Prozesse. Dabei ist das Spektrum des LED-Strahlers exakt auf die UV-härtenden Klebstoffe der Panacol Gruppe abgestimmt.

Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG stiegen von 358 T€ im Vorjahr auf 586 T€ im letzten Geschäftsjahr, da der Anteil auftragsbezogener Entwicklungsarbeiten gegenüber dem Vorjahr zurückging. Die Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter sank von 20 auf 18, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 13,1 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Umweltaspekte

Das Kerngeschäft der Dr. Hönle AG ist die UV-Trocknung. Die Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern wesentlich günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Lacke dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Der Einsatz der UV-Technologie trägt dazu bei, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen. Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC und der NEC-Richtlinie, geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich in naher Zukunft gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Dr. Hönle AG ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Desinfektion wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So macht die Chemikalienfreiheit den Transport, die Lagerung und die Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden bei der Desinfektion von Lebensmittelverpackungen auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels nicht beeinträchtigt.

Ertragslage

Die Dr. Hönle AG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2011/2012 Umsatzerlöse in Höhe von 27.643 T€. Damit gingen die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 13,4 % zurück, was insbesondere auf die Insolvenz des größten Endkunden der Gesellschaft, der manroland AG, zurückzuführen ist. Zudem wirkte sich auf die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG die Investitionszurückhaltung im Vorfeld der weltgrößten Druckmesse Drupa aus. Sowohl im Offset-, als auch im Digitaldruck wurden weniger UV-Trocknungseinheiten ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum.

Hönle erzielte sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 1.817 T€ (Vj 2.130 T€). Diese beinhalten Lizenzeinnahmen in Höhe von 720 T€ (Vj. 810 T€). Die Lizenzeinnahmen resultieren aus einem Vertrag, der mit einer spanischen Gesellschaft über die Nutzung von Markenrechten für Klebstoffe im Konsumgüterbereich geschlossen wurde.

Der Vorjahreswert der sonstigen betrieblichen Erträge enthält Versicherungsleistungen einer Feuer- und Betriebsunterbrechungsversicherung aufgrund eines Brandschadens in einem Außenlager der Dr. Hönle AG. Der entstandene Sachschaden führte im Vorjahr zudem zu einem erhöhten Materialaufwand. Die Materialaufwandsquote sank von 47,0 % im Vorjahr auf 43,4 % im Geschäftsjahr 2011/2012. Dabei ist die niedrigere Materialaufwandsquote auch auf verbesserte Einkaufskonditionen sowie auf einen margenstärkeren Produktmix zurückzuführen.

Der Personalaufwand ging von 8.404 T€ im Vorjahr auf 7.965 T€ im Berichtsjahr im Zuge des Personalabbaus Anfang des Jahres 2012 zurück. Aufgrund des insgesamt niedrigeren Umsatzniveaus lag die Personalaufwandsquote jedoch mit 29,0 % über der des Vorjahres (25,9 %). Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten sank von 139 auf 130.

Die bedeutendste Messe der Druckindustrie (Drupa), die nur alle vier Jahre stattfindet, trug zur Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei. Des Weiteren ist der sonstige betriebliche Aufwand im Zusammenhang mit der Erhöhung der Pensionszusagen gestiegen. Der sonstige betriebliche Aufwand lag mit 4.838 T€ über dem Vorjahreswert von 4.367 T€. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg von 13,4 % im Vorjahr auf 17,6 % im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Das Betriebsergebnis (EBIT) lag nach 5.979 T€ im letzten Geschäftsjahr bei 3.929 T€ im Geschäftsjahr 2011/2012. Das Finanzergebnis verbesserte sich leicht von 1.242 T€ auf 1.530 T€, was auf höhere Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen an die Dr. Hönle AG zurückzuführen ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fiel von 7.221 T€ im Vorjahr auf 5.459 T€ im Berichtsjahr. Der Jahresüberschuss ging im gleichen Zeitraum von 5.507 T€ auf 4.334 T€ zurück.

Ertragsentwicklung

in T€ 2011/2012 2010/2011 Veränderung
Umsatzerlöse 27.643 31.917 -13,4 %
Rohergebnis 17.357 19.350 -10,3 %
Betriebsergebnis (EBIT) 3.929 5.979 -34,3 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.459 7.221 -24,4 %
Jahresüberschuss 4.334 5.507 -21,3 %

Vermögenslage

Im Rahmen des Erwerbs von jeweils 80 % der Anteile an der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. erfolgten Veränderungen in mehreren Bilanzpositionen. Diese sowie weitere Veränderungen werden im Folgenden erläutert. Die Beteiligung an den beiden Gesellschaften wurde in der Bilanzposition 'Anteile an verbundenen Unternehmen' ausgewiesen. Für die Beteiligung an der Raesch Quarz (Germany) GmbH wurden 8.912 T€ und an der Raesch Quarz (Malta) Ltd. wurden 5.839 T€ bilanziert. Insgesamt erhöhten sich die Finanzanlagen von 19.609 T€ zum 30.09.2011 auf 34.230 T€ zum 30.09.2012.

Das Vorratsvermögen der Dr. Hönle AG stieg von 7.621 T€ auf 7.983 T€. Ursächlich für die Erhöhung des Vorratsvermögens war die Übernahme der Vorräte der Mitronic GmbH. Der Standort der Gesellschaft wurde von Wolfratshausen in den Unternehmenssitz der Dr. Hönle AG nach Gräfelfing verlagert. In diesem Zusammenhang übernahm die Dr. Hönle AG das komplette Vorratsvermögen der Gesellschaft, das zum 30.09.2012 einen Wert von 792 T€ hatte.

Ein Teil des Kaufpreises für den Anteilserwerb an der Raesch Gruppe wurde mit eigenen Aktien beglichen. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile im gezeichneten Kapital ging in diesem Zusammenhang von 236 T€ auf 1 T€ zurück. Da der Wert der Aktien zum Zeitpunkt der Veräußerung über dem Anschaffungswert lag, wurde die Differenz in Höhe von 641 T€ in der Kapitalrücklage ausgewiesen.

Die Rückstellungen gingen von 4.780 T€ auf 3.752 T€ zurück. Ursächlich für den Rückgang waren zum einen die Steuerrückstellungen, die mit 277 T€ deutlich unter denen des Vorjahres von 1.039 T€ lagen. Zum anderen lagen die Rückstellungen für Tantiemen, Provisionen und das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm aufgrund des niedrigeren Betriebsergebnisses unter dem Vorjahreswert. Die Bilanzposition 'sonstige Rückstellungen', die diese Rückstellungen beinhaltet, fiel daher von 2.430 T€ im Vorjahr auf 2.017 T€ im Berichtsjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen insgesamt von 635 T€ im Vorjahr auf 3.288 T€ im Berichtsjahr. Der wesentliche Grund für diese Erhöhung lag in der Finanzierung der Raesch Übernahme über ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€, das zum 30.09.2012 mit 2.700 T€ valutierte.

Ferner erhielt die Dr. Hönle AG Darlehen von der Panacol AG über insgesamt 3.000 T€. Die im Rahmen des Cash-Pooling erhaltenen niedrigeren Einzahlungen von verbundenen Unternehmen führten saldiert mit dem Darlehen zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Bilanzposition stieg von 1.415 T€ auf 3.962 T€.

Die 'sonstigen Verbindlichkeiten' erhöhten sich von 331 T€ im Vorjahr auf 7.568 T€ im Berichtsjahr. Die noch ausstehenden Kaufpreisraten für den Erwerb der Raesch Gruppe in Höhe von 7.268 T€ wurden in den 'sonstigen Verbindlichkeiten' ausgewiesen.

Bilanzkennzahlen

in T€ 30.09.2012 30.09.2011 Veränderung
Anlagevermögen 37.518 22.849 64,2 %
Umlaufvermögen 19.480 18.977 2,7 %
Rechnungsabgrenzungsposten 147 150 -2,0 %
Eigenkapital 37.624 33.579 12,0 %
Rückstellungen 3.752 4.780 -21,5 %
Verbindlichkeiten 15.769 3.599 338,1 %
Rechnungsabgrenzungsposten 0 18 -100,0 %
Bilanzsumme 57.145 41.976 36,1 %

Finanzlage

Die liquiden Mittel der Dr. Hönle AG nahmen insgesamt um 1.015 T€ ab. Die Abnahme der liquiden Mittel begründet sich wie folgt:

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2011/2012 ein Jahresergebnis vor außerordentlichen Posten von 4.352 T€ (Vj. 5.525 T€). Nach Berücksichtigung der nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen von 750 T€ (Vj. 786 T€) sowie der Veränderungen der Bilanzpositionen auf der Aktiv- und Passivseite ergab sich ein Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit von 2.753 T€ (Vj. 5.432 T€).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 5.553 T€ (Vj. 2.345 T€) beinhaltet im Wesentlichen den Baranteil der ersten Rate der Kaufpreiszahlung von 4.863 T€ für den Erwerb von jeweils 80 % der Anteile an der Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen und der Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta/Malta. Darüber hinaus beinhaltet die Position Investitionen in den Bereichen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von insgesamt 661 T€. Die Investitionen betrafen im Wesentlichen Einbauten in das Firmengebäude der Dr. Hönle AG im Zuge der Gebäudeerweiterung sowie den Kauf von EDV Hard- und Software.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 1.785 T€ ergab sich im Wesentlichen einerseits aus der Aufnahme eines Bankdarlehens in Höhe von 3.000 T€ mit einem Buchwert von 2.700 T€ sowie erhaltener Darlehen der Panacol AG in Höhe von ebenfalls 3.000 T€, welche beide zur Finanzierung des Kaufpreises für 80 % der Anteile an der Raesch Gruppe aufgenommen wurden. Auf der anderen Seite wirkten sich die Dividendenzahlung im März 2012 in Höhe von 2.756 T€, die Auszahlung von Darlehen an Tochtergesellschaften und das mit verbundenen Unternehmen praktizierte Cash-Pooling liquiditätsmindernd aus.

Cashflow und Liquiditätsentwicklung

in T€ 01.10.11-30.09.12 01.10.10-30.09.11 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.753 5.432 -49,3 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.553 -2.345 -136,8 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.785 -1.621 210,1 %
Veränderung liquider Mittel -1.015 1.466 -169,2 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Weltwirtschaft befindet sich derzeit in einer ausgeprägten Schwächephase. Diese betrifft nicht nur die Industrie-, sondern auch die Schwellenländer. Die weltwirtschaftliche Expansion ging gegenüber dem Vorjahr insgesamt spürbar zurück. Hinzu kommt die Insolvenz des größten Endkunden, der manroland AG, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG auswirkte. Die Umsätze gingen in allen Regionen zurück, der deutlichste Rückgang war jedoch im Binnenmarkt zu verzeichnen. Insgesamt lagen die Umsätze mit 27.643 T€ 13,4 % unter denen des Vorjahres. Das Vorsteuerergebnis (EBT) ging um 24,5 % auf 5.441 T€ zurück.

Mit 2,6 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Dr. Hönle AG nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 3.288 T€.

Das abgelaufene Jahr war geprägt durch die Insolvenz der manroland AG sowie einer Kaufzurückhaltung im Vorfeld der Drupa. Bereits im nächsten Geschäftsjahr sollen die Ergebnisse wieder steigen. Das Unternehmen ist mit seiner starken Marktposition in mehreren Wachstumsfeldern gut für die weitere Geschäftsentwicklung aufgestellt. Oberstes Unternehmensziel ist es, durch ein nachhaltiges profitables Wachstum, den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern.

Mitarbeiter

Im Frühjahr 2012 passte die Dr. Hönle AG den Personalbestand der Auftragslage in Folge der Insolvenz der manroland AG an. Die Zahl der Beschäftigten ging daher zunächst deutlich zurück. Im Zuge der Stabilisierung von manroland sheetfed und der damit einhergehenden steigenden Auftragseingänge, stellte die Dr. Hönle AG im Laufe des Jahres 2012 wieder neue Mitarbeiter ein. Darüber hinaus übernahm die Dr. Hönle AG im Zusammenhang mit der Verlagerung der Mitronic GmbH auch mehrere Mitarbeiter der Mitronic GmbH. Die Zahl der jeweils zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Vorstand) ging insgesamt dennoch von 141 auf 137 zurück. Von den 137 Mitarbeitern der Dr. Hönle AG arbeiteten 13 in Teilzeit; dies entspricht 9,5 %. Die Mitarbeiter waren in folgenden Funktionsbereichen tätig:

Funktionsbereiche

  30.09.2012 30.09.2011 Veränderung
Vertrieb 19 19 0,0 %
Forschung, Entwicklung 18 20 -10,0 %
Produktion, Service 62 62 0,0 %
Logistik 19 20 -5,0 %
Verwaltung 19 20 -5,0 %
gesamt 137 141 -2,8 %
durchschnittlich 2011/2012 2010/2011 Veränderung
Vertrieb 19 19 0,0 %
Forschung, Entwicklung 17 19 -10,5 %
Produktion, Service 58 62 -6,5 %
Logistik 17 20 -15,0 %
Verwaltung 19 19 0,0 %
gesamt 130 139 -6,5 %

Der Personalaufwand reduzierte sich im letzten Geschäftsjahr von 8.404 T€ auf 7.965 T€. Dabei fielen sowohl die Gehälter, als auch die Aufwendungen für Tantiemen, Provisionen und Erfolgsbeteiligungen. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung beliefen sich auf 1.232 T€ (Vj. 1.308 T€). Der Personalaufwand teilte sich wie folgt auf:

Personalaufwand

in T€ 2011/2012 2010/2011 Veränderung
Löhne und Gehälter 6.733 7.096 -5,1 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 1.232 1.308 -5,8 %
gesamt 7.965 8.404 -5,2 %

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren ebenso wie im Vorjahr 15 Auszubildende in der Gesellschaft beschäftigt. Die Dr. Hönle AG bildet derzeit Industriekaufleute, Technische Zeichner, Informatikkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Diplomanden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Zum Ende des Geschäftsjahres waren sechs Personen (Vj. vier) im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung bei Hönle beschäftigt.

Nachtragsbericht

Die Blitz 12-319 GmbH, Gräfelfing, eine 100%-Tochtergesellschaft der Dr. Hönle AG unterzeichnete am 21.12.2012 einen Kaufvertrag zum Erwerb aller wesentlichen Vermögensgegenstände der Grafix GmbH. Zuvor hatte der Gläubigerausschuss der Grafix GmbH das verbindliche Angebot der Blitz 12-319 GmbH vom 14.12.2012 angenommen. Zu den erworbenen Vermögensgegenständen gehören neben Teilen des Anlage- und Umlaufvermögens, einschließlich einer Betriebsimmobilie am Standort Unterlüß (Celle), auch die gesamte Geschäftstätigkeit der insolventen Grafix GmbH.

Die Grafix GmbH in Stuttgart ist ein weltweit führender Hersteller für Peripheriegeräte im Bereich Farbfixierung. Das Produktprogramm der Gesellschaft umfasst Trocknungs- und Bestäubungssysteme, Systeme für die Feuchtmittelaufbereitung und die Farbwerkstemperierung. Grafix beliefert mit diesem Produktprogramm sowohl Druckereien als auch Druckmaschinenhersteller. Als wichtiger Lieferant hat Grafix Zugang zu führenden Herstellern von Offset- und Digitaldruck Maschinen weltweit. Zusätzliche bietet Grafix Lösungen für weitere Branchen, darunter die Glas-, Kunststoff- und Pharmaindustrie an.

Die Gesellschaft wurde 1947 in Stuttgart gegründet und im Jahr 2000 um einen zweiten Produktionsstandort in Unterlüß erweitert. Mit rund 100 Mitarbeitern wird Grafix 2012 voraussichtlich einen Umsatz von etwa 9 Mio. EUR erzielen. Am 15. Oktober 2012 beantragte die Grafix GmbH die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens.

Die Dr. Hönle AG geht davon aus, dass die Nachfolgegesellschaft der Grafix GmbH bereits im Geschäftsjahr 2012/2013 positiv zum Ergebnis der Hönle Gruppe beitragen wird.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2012 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG ist kein Aktionär bekannt, der einen Anteil von über 10 % an der Gesellschaft hält.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Deshalb hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2014 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 289 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Chancen- und Risikobericht

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Um diese Ziele zu erreichen, sollen sowohl Chancen, als auch Risiken frühestmöglich erkannt, bewertet und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen mögliche negative Auswirkungen begrenzt sowie eine Bestandsgefährdung des Unternehmens verhindert werden.

Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Unternehmens informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Dr. Hönle AG:

Marktrisiken

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer ausgeprägten Schwächephase. Insbesondere von der in mehreren Ländern vorherrschenden Schuldenkrise gehen nicht unerhebliche Risiken aus. Mehrere große Notenbanken betreiben derzeit eine expansive Geldpolitik, um die Schuldenkrise in den Hintergrund zu drängen. Die weiteren Aussichten hängen daher maßgeblich von der Entwicklung der Staatsschuldenkrise vor allem im Euroraum und den davon ausgehenden Einflüssen auf den Konsum ab. Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Dr. Hönle AG beeinflussen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Eine eventuelle konjunkturelle Belebung hingegen würde sich positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken.

Weitere Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Dr. Hönle AG basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden.

Operative Entwicklung

Im November 2011 beantragte die manroland AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Als Kunde der Eltosch Torsten Schmidt GmbH ist manroland indirekt Kunde der Dr. Hönle AG, die die Fertigung der Produkte für ihre Tochtergesellschaft Eltosch Torsten Schmidt GmbH übernimmt. Für die Bogenoffset-Sparte der manroland AG am Standort Offenbach, die nun unter manroland sheetfed firmiert, wurde im Februar 2012 mit der Langley Holdings plc. ein neuer solider Investor gefunden. Die Dr. Hönle AG erwartet künftig ein insgesamt niedrigeres Umsatzniveau, das sie mit manroland sheetfed erzielen wird. Daher wurde die Kostenstruktur den neuen Rahmenbedingungen angepasst. Die manroland sheetfed Gruppe hat gute Chancen auf eine langfristig erfolgreiche Geschäftsentwicklung, welche trotzdem auch in Zukunft kritisch verfolgt werden muss.

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Account Kunden wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Dr. Hönle AG zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an.

Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte theoretisch dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Dr. Hönle AG hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es Hönle bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Dr. Hönle AG informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit sicherstellen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Unsere betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung, bietet vielversprechende berufliche Perspektiven und arbeitet eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen. Dem möglichen Wegfall von wesentlichen Knowhow-Trägern wirkt Hönle durch ein Stellvertreterprinzip entgegen, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet.

Finanzentwicklung

Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Auf der anderen Seite birgt ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage.

Ein Zinsrisiko ergibt sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe nahm die Dr. Hönle AG ein Darlehen mit einem variablen Zinssatz auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde in diesem Zusammenhang ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Dr. Hönle AG derzeit von untergeordneter Relevanz.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Hönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar. Es ist davon auszugehen, dass dieser auch die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG negativ beeinflussen würde. Derzeit sind jedoch keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten. Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Wachstumsmärkte und Anwendungsfelder für die Dr. Hönle AG. Trotz einer Verlangsamung des Wachstums in China sind die Wachstumsraten in vielen asiatischen Staaten nach wie vor vergleichsweise hoch. Der Ausbau der Vertriebsaktivitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Dr. Hönle AG nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in der Wasserentkeimung sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 HGB)

Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind untrennbare Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung zukünftiger Chancen und Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.

Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand.

Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift die Dr. Hönle AG auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem, die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus verfügt die Hönle Gruppe über ein konzernweit einheitliches ERP-System, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleiter die Buchhaltung zentral für alle Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie die inhaltliche Zusammensetzung und Veränderungen überprüft.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen beziehungsweise Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie auch die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene geboten.

Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente (§ 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB)

Die Dr. Hönle AG überwacht, koordiniert und lenkt im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt insofern eine Gefahr für die Dr. Hönle AG dar, als dass aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Dr. Hönle AG relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Dr. Hönle AG haben können. Da die Dr. Hönle AG ihre Geschäfte grundsätzlich in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen an Kunden vermieden.

Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Die Dr. Hönle AG hat in diesem Geschäftsjahr erstmalig ein derivatives Finanzinstrument abgeschlossen, das in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang steht. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht kein bilanzierungspflichtiges Risiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Bei der Bewertung des Sicherungsinstrumentes kommt die finanzmathematische Methode „hypothetical derivative method“ zur Anwendung. Die Effektivität des Sicherungsinstrumentes entspricht 100%. Das abzusichernde Grundgeschäft ist ein variabel verzinsliches Bankdarlehen, welches der Finanzierung des Erwerbs von jeweils 80% der Geschäftsanteile an der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. dient.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Dr. Hönle AG basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Dr. Hönle AG aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch Chancen für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Zum 31. Dezember 2011 wurden, im Zuge der Verlängerung der Vorstandsverträge um weitere 5 Jahre bis zum 31.12.2017, die bis dahin bestehenden Festbetragszusagen neu geregelt. Aufgrund der Ablösung wurden aus den Festbetragszusagen Besitzstandsbausteine entsprechend den Prinzipien in § 2 Abs. 1 BetrAVG ermittelt. Für den Zeitraum ab 1. Januar 2012 wurden und werden zusätzliche jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab Alter 60), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen.

Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60% der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12%, für Vollwaisen 20% des genannten Rentenanrechts. Zur Bedeckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
  11/12 10/11 11/12 10/11 11/12 10/11
Norbert Haimerl 211 211 21 20 232 231
Heiko Runge 211 211 11 11 222 222
Summe 422 422 32 31 454 453

Erfolgsabhängige Bezüge

in T€ Tantieme
  11/12 10/11
Norbert Haimerl 154 225
Heiko Runge 154 225
Summe 308 450

Pensionen

in T€ Pensionsaufwand nach HGB
  2011/2012 2010/2011
Norbert Haimerl 5 26
Heiko Runge -19 22
Summe -14 48

Pensionen

in T€ Erfüllungsbetrag der Verpflichtung nach HGB
  Stand 30.09.2012 Stand 30.09.2011
Norbert Haimerl 328 220
Heiko Runge 296 203
Summe 624 423

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt.

Erfolgsunabhängige Bezüge

in T€ Gesamt
  2011/2012 2010/2011
Dr. Hans-Joachim Vits 32 32
Prof. Dr. Karl Hönle 24 24
Eckhard Pergande 16 16
Summe 72 72

Prognosebericht

Marktausblick

Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Phase vergleichsweise schwachen Wachstums. Die weitere Entwicklung hängt grundlegend vom zukünftigen Verlauf der Euro-Krise und den davon ausgehenden Einflüssen auf Nachfrage und Finanzmärkte ab. Unter der Annahme, dass sich die Anspannungen an den Finanzmärkten allmählich verringern, dürfte das Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion im Laufe des kommenden Jahres wieder zunehmen.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die im Euroraum vorherrschende Rezession im kommenden Jahr zwar überwunden, gleichwohl wird die konjunkturelle Belebung in Europa mit 0,2 Prozent sehr moderat bleiben. In den Industrieländern wird die Konjunktur nur wenig Schwung entwickeln, denn es gibt beträchtliche bremsende Einflüsse von der Finanzpolitik und der private Sektor ist in vielen Ländern immer noch darum bemüht, seinen Verschuldungsgrad zu verringern.

Es ist zu erwarten, dass die für Investoren in Deutschland derzeit extrem günstigen Finanzierungsbedingungen 2013 vermehrt ihre expansive Wirkung entfalten. Für eine kräftige Investitionsdynamik, die mit einem typischen Aufschwung einhergeht, fehlt es jedoch an Vertrauen, dass die Wirtschaftspolitik die Staatsschuldenkrise nachhaltig lösen wird. So wird die konjunkturelle Expansion in Deutschland in nächster Zeit verhalten ausfallen.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima in Deutschland laut ifo-Institut abgekühlt. Obwohl die aktuelle Lageeinschätzung von den befragten Unternehmern weniger positiv beurteilt wurde als im Vormonat, befand sie sich immer noch klar über dem langfristigen Durchschnitt. Die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung sanken zuletzt. Beim Ausblick für das Exportgeschäft setzte sich der leicht negative Trend ebenfalls fort.

Ausblick für die Dr. Hönle AG

Die Dr. Hönle AG setzt ihre Strategie konsequent fort, vielversprechende Geschäftsbereiche entweder über den eigenen Aufbau des Geschäftsfeldes oder über den Kauf von Unternehmen zu erschließen. So hat sich Hönle auch 2012 mit der Übernahme der Raesch Gruppe einen interessanten Markt mit einer überschaubaren Anzahl von Wettbewerbern erschlossen. Die Raesch Gruppe verfügt über ein breites, qualitativ hochwertiges Produktportfolio im Bereich der Quarzglasrohre und Komponenten aus Quarzglas. Der Marktanteil der Raesch Gruppe ist im Vergleich zu den Wettbewerbern gering. Über Investitionen in den Ausbau der Produktionskapazitäten und der Optimierung der Produktionsabläufe, in Verbindung mit dem Ausbau der Vertriebskapazitäten, soll der Marktanteil über die nächsten Jahre erhöht werden.

Zudem ergeben sich durch den Erwerb der Raesch Gruppe Synergien in der Hönle Gruppe in mehreren Bereichen. Die Aladin GmbH und die UV-Technik Speziallampen GmbH setzen Quarzglasrohre der Raesch Gruppe für die Herstellung von UV-Mitteldruck- und Niederdruckstrahler ein. Künftig können Fertigungsschritte der beiden Gesellschaften in die Raesch Gruppe verlagert werden. Produktionsprozesse werden dadurch effizienter und gleichzeitig kostengünstiger gestaltet. Schließlich werden auch positive Effekte durch die Nutzung des Vertriebsnetzes der Hönle Gruppe in Verbindung mit dem Vertriebsnetz der Raesch Gruppe erwartet.

Die Dr. Hönle AG erwartet im Bogenoffsetdruckmarkt nach der Insolvenz der manroland AG und der Übernahme durch die Langley Gruppe eine stabile Geschäftsentwicklung über die nächsten Jahre in diesem Bereich. Aufgrund der neuen Kostenstruktur geht Hönle dennoch davon aus, dass die Ergebnisbeiträge auf Konzernebene in den kommenden Jahren in etwa in der gleichen Höhe sein werden, wie vor der Insolvenz. Sollte es manroland sheetfed gelingen, die Restrukturierung erfolgreich abzuschließen und das Vertrauen der Kunden wiederzugewinnen, sieht der Vorstand gute Chancen, die Umsätze der Dr. Hönle AG mit manroland sheetfed mittelfristig wieder zu steigern.

Im Digitaldruckmarkt erwartet Hönle im Geschäftsjahr 2012/2013 ebenfalls eine stabile Geschäftsentwicklung. Dabei ist das Ziel, neue Kunden im Bereich Digital- bzw. Inkjetdruck hinzuzugewinnen und auf diesem Weg den Marktanteil in diesem Segment des Druckmarktes auszubauen. Der Digitaldruck stellt einen Absatzmarkt dar, der für die Dr. Hönle AG sehr interessant ist, da er gegenüber herkömmlichen Druckverfahren Vorteile bietet und in den nächsten Jahren über gute Wachstumspotenziale verfügt.

Ein Schwerpunkt in der Dr. Hönle AG wird in der Intensivierung der Entwicklungstätigkeit liegen. Neue Mitarbeiter sollen das bestehende Team erweitern, die Ultraviolett- und Infrarot-Systeme weiterentwickeln und neue Geräte zur Marktreife bringen. Neben der LED-Technik werden hierbei unter anderem elektronische Vorschaltgeräte und die Steuerungstechnik im Fokus stehen.

Die Integration der Mitronic GmbH wird weiter vorangetrieben. Die Verlagerung der Produktion und der Entwicklung in die Dr. Hönle AG stellt das hohe Qualitätsniveau der Produkte zukünftig sicher. Die Forcierung der Vertriebsaktivitäten soll sowohl dem Bereich Lichttechnik, als auch der Sonnenlichtsimulation neue Absatzpotenziale erschließen. Hönle rechnet bei der Mitronic GmbH in den nächsten Geschäftsjahren mit steigenden positiven Ergebnisbeiträgen.

Das Investitionsvolumen für den Ausbau der Geschäftsaktivitäten der Dr. Hönle AG wird in den nächsten zwei Geschäftsjahren voraussichtlich bei jeweils unter einer Million Euro liegen.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 strebt der Vorstand bei einem Fortbestehen der konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Umsatz der Dr. Hönle AG von 30 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis von 4 Millionen Euro an. Im Geschäftsjahr 2013/2014 geht der Vorstand bei gleichbleibenden Rahmenbedingungen von weiter steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Der Vorstand geht dabei von einem moderaten Wachstum in den bestehenden Produktbereichen der Dr. Hönle AG aus. Darüber hinaus erwartet der Vorstand positive Umsatzbeiträge aufgrund der Integration der Mitronic GmbH. Diese Einschätzung zeigt, dass trotz der schwierigen Situation im Druckmarkt Hönle in der Lage ist, ungünstige Bedingungen auszugleichen und durch Wachstum in anderen Bereichen zu kompensieren.

Neben dem rein organischen Wachstum wird auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein.

 

Gräfelfing, 23. Januar 2013

Dr. Hönle AG

Der Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Bericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Anlage 5

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Dr. Hönle Aktiengesellschaft den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 31. Januar 2013

BDO AWT GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. ppa. C. Henning, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. S. Spitaler, Wirtschaftsprüfer