![]() Dr. Hönle AktiengesellschaftGräfelfingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013Geschäftsbericht 2012/2013Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen, verehrte Geschäftsfreunde,"Herausragende Unternehmen, mit marktführender Stellung, die ihre Konkurrenz vor sich herschieben und in vielen Fällen sogar die Spielregeln zu ihren Gunsten verändern können" – zu diesen Unternehmen gehört nach Ansicht der Munich Strategy Group (MSG) auch die Hönle Gruppe. Im TOP 100 Ranking der MSG werden jedes Jahr die langfristig wachstums- und ertragsstärksten Unternehmen des deutschen Mittelstands ermittelt und prämiert. Wir freuen uns, dass die Dr. Hönle AG bereits das dritte Mal in Folge diese Auszeichnung erhält, und nehmen das als Ansporn, uns auch zukünftig nachhaltig erfolgreich zu entwickeln. Ganz im Zeichen dieses Wachstums stand der Erwerb der Vermögensgegenstände der in Stuttgart ansässigen insolventen Grafix GmbH im Januar 2013. Die Grafix GmbH ist ein weltweit führender Hersteller für Peripheriegeräte im Bereich Farbfixierung. Das Produktprogramm der Gesellschaft umfasst Trocknungs- und Bestäubungssysteme, Systeme für die Feuchtmittelaufbereitung und die Farbwerkstemperierung. Damit ergänzt es optimal das Produktprogramm der Hönle Gruppe für die Druckindustrie. Zusätzlich bietet Grafix Lösungen für weitere Branchen, darunter die Glas-, Kunststoff- und Pharmaindustrie, an. Zu den im Rahmen eines Asset Deals übernommenen Vermögensgegenständen gehörten Teile des Anlage- und Umlaufvermögens, eine Betriebsimmobilie am Standort Unterlüß bei Celle sowie die gesamte Geschäftstätigkeit. Der Kaufpreis belief sich auf 4,5 Mio. €. Die Integration der Grafix GmbH verlief erfolgreich: Die Gesellschaft erzielte bereits in den ersten neun Monaten der Zugehörigkeit zur Hönle Gruppe ein positives Betriebsergebnis. In anderen Bereichen konnte das vergangene Geschäftsjahr nicht alle Erwartungen erfüllen. Der schwache Halbleiter- und Photovoltaikmarkt führte bei der Raesch Gruppe zu einem geringeren Umsatzniveau als angenommen. Um dem gegenzusteuern, haben wir im abgelaufenen Jahr neue Produkte zur Marktreife gebracht und den Vertrieb deutlich ausgebaut. Darüber hinaus wurden die Produktionsabläufe optimiert, was zu geringeren Ausschussquoten führen soll. Damit schafften wir wichtige Voraussetzungen für eine zukünftig positive Geschäftsentwicklung bei der Raesch Gruppe. Die anhaltende Schwäche im Offsetdruckmarkt führte im abgelaufenen Jahr bei mehreren Gesellschaften der Hönle Gruppe zu Umsätzen, die hinter unseren Erwartungen zurückblieben. Eine positive Geschäftsentwicklung konnte hingegen im Segment 'Klebstoffe' erzielt werden. Besonders erfreulich verlief hier die Umsatzentwicklung im Bereich Consumer Electronics. Insgesamt stieg der Umsatz der Hönle Gruppe insbesondere aufgrund der Konsolidierung der Grafix GmbH im Geschäftsjahr 2012/2013 um 7,2 % auf 77,3 Mio. €. Richten wir den Blick auf das Jahr 2014. Die Konjunkturprognosen für das neue Jahr sind positiv. Auch wir erwarten im neuen Geschäftsjahr steigende Umsätze und Ergebnisse: Der Umsatz soll auf 80 bis 85 Mio. € und das Betriebsergebnis auf 9 bis 10 Mio. € zulegen. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres wird am Grafix Standort Unterlüß bei Celle ein Metallbearbeitungszentrum entstehen und seinen Betrieb aufnehmen. Dieses Zentrum liefert künftig mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe und ersetzt hier externe Zulieferer. Die Mitronic GmbH konnten wir erfolgreich in den Hönle Verbund integrieren. Ein neuer Geschäftsführer richtete die Gesellschaft personell neu aus und baute wichtige Vertriebspartnerschaften insbesondere für den chinesischen Markt auf. Vor kurzem erhielt die Gesellschaft einen Großauftrag über 1,1 Mio. € von einem chinesischen Automobilkonzern. Zur Verbesserung des Umsatz- und Ertragsniveaus leitete die Raesch Gruppe ein umfangreiches Maßnahmenpaket ein. Die daraus resultierenden positiven Effekte werden sich voraussichtlich ab dem zweiten Quartal des neuen Geschäftsjahres bemerkbar machen. Auch vom Halbleiter- und Photovoltaikmarkt wird erwartet, dass sie sich in den nächsten Quartalen sukzessive erholen und so zu einer positiven Geschäftsentwicklung in diesem Bereich beitragen. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Hönle Gruppe die Umsätze im Bereich der Ballastwasserentkeimung im nächsten Geschäftsjahr deutlich steigern kann. Grund dafür ist ein Ballastwasser-Übereinkommen, das künftig die Entkeimung des Ballastwassers von Schiffen vor dem Auslass vorschreibt. Eine umweltschonende Möglichkeit hierfür stellt die UV-Bestrahlung dar. Die UV-Technik Speziallampen GmbH bietet entsprechende Entkeimungssysteme an, beliefert bereits mehrere Kunden und betreut vielversprechende Projekte in diesem Bereich. Zudem begann die UV-Technik Speziallampen GmbH nach einer zweijährigen Entwicklungsphase die Serienproduktion von Infrarotstrahlern, vorerst für den Eigenbedarf der Hönle Gruppe. Die Gesellschaft erschließt sich dadurch ein zusätzliches Geschäftsfeld, welches durch den Vertrieb an weitere Kunden außerhalb der Hönle Gruppe in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Wir gehen deshalb davon aus, dass das Segment 'Glas und Strahler' in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird. Auch im Bereich Druck erwarten wir im nächsten Geschäftsjahr eine positive Geschäftsentwicklung. Bei UV- bzw. IR-Anlagen für den Offsetdruck rechnen wir mit stabilen Umsätzen. Positive Effekte werden voraussichtlich zudem durch den Kauf der Grafix GmbH entstehen. Auch der wachsende Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe stark positioniert ist, bietet beste Voraussetzungen für eine steigende Umsatzentwicklung. Im Bereich LED-Technik werden wir die erfolgreiche Produktserie für die Trocknung von Klebstoffen, Farben und Lacken weiterentwickeln. Nach dem Kauf einer modernen Produktionsanlage können wir UV-LED-Arrays zukünftig selbst herstellen und erweitern so unsere Kompetenz auf dem Gebiet der LED-Technik erheblich. Zur weiteren Steigerung des Umsatzes im Segment 'Klebstoffe' wurden der Vertrieb und die Entwicklung personell verstärkt. Der Fokus richtet sich zukünftig auf die Erschließung bestehender Umsatzpotenziale in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Optoelektronik sowie in der Automobilindustrie. Darüber hinaus wollen wir den Bereich Medizintechnik weiter ausbauen. Investitionen in die Tangent Industries Inc. und in die Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd. werden dazu beitragen, die Umsätze speziell im nordamerikanischen und chinesischen Vertriebsraum zu steigern. Neben dem rein organischen Wachstum setzen wir für die Weiterentwicklung der Konzernstruktur auch zukünftig auf Akquisitionen. Insbesondere die Umsätze mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern sollen in den nächsten Jahren durch Zukäufe weiter gestärkt werden. Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserem Weg auch in Zukunft begleiten.
Norbert Haimerl, Vorstand Heiko Runge, Vorstand Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionäre, die Dr. Hönle AG erwarb im letzten Geschäftsjahr alle wesentlichen Vermögensgegenstände der insolventen Grafix GmbH im Rahmen eines Asset Deals. Die Grafix GmbH mit Firmensitz in Stuttgart ist ein weltweit führender Hersteller im Bereich Farbfixierung. Die Gesellschaft ergänzt das Produktprogramm der Hönle Gruppe für die Druckindustrie ideal. Bereits in den ersten neun Monaten erzielte das Unternehmen einen positiven Ergebnisbeitrag. Auch wenn die Grafix GmbH mit ihren Absatzmärkten in der Druckindustrie nicht im Fokus der strategischen Expansion lag, macht der Kauf unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Sinn. Technologisch bringt der Asset Deal ebenfalls Vorteile, etwa durch das Grafix Metallbearbeitungszentrum, das künftig von der gesamten Hönle Gruppe genutzt werden kann. Überwachung und Beratung des VorstandsWir haben im letzten Geschäftsjahr die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden. Dies betraf insbesondere den Erwerb der Vermögensgegenstände der insolventen Grafix GmbH als auch die Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation der Raesch Gruppe. Zur Vorbereitung von Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet. Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in vier Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder vollzählig vertreten waren. Auf der Grundlage umfassender Berichte des Vorstands und anschließender Beratungen befassten wir uns unter anderem mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder ein Aufsichtsratsbeschluss erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands. Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Schwerpunkte der BeratungenIn der Sitzung am 29. November 2012 erläuterte uns der Vorstand die vorläufigen Zahlen der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie die des Hönle Konzerns zum 30.09.2012. Unter der Berücksichtigung der Probleme, die sich durch die Insolvenz der manroland AG ergaben, äußerten sich Vorstand und Aufsichtsrat zufrieden über das erzielte Ergebnis. Insbesondere der positive Ergebnisbeitrag der Eltosch Torsten Schmidt GmbH zeigt die erfolgreiche Ausrichtung der Gesellschaft. Ferner erläuterte der Vorstand die Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Raesch Gruppe ausführlich. Schließlich erörterten wir mit dem Vorstand die Chancen und Risiken, welche sich aus dem Kauf der Vermögensgegenstände der insolventen Grafix GmbH ergeben würden. Nach sorgfältiger Abwägung beschlossen wir, die Gespräche mit dem Insolvenzverwalter fortzuführen. Am 31. Januar 2013 trafen sich Vorstand und Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung, an welcher auch die Wirtschaftsprüfer der Dr. Hönle AG teilnahmen. Der Vorstand legte uns den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2012 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, der Tochterunternehmen und der Beteiligungsunternehmen, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse. Auf der gleichen Sitzung beschlossen wir die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 14. März 2013 und legten die Beschlussvorschläge fest. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von 11.089.033,74 € eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten. Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Beteiligungsunternehmen und ging danach auf deren geplante weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/2013 ein. Schließlich gaben wir eine mit dem Vorstand abgestimmte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 Aktiengesetz ab. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 13. März 2013 war die Erörterung des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns im ersten Quartal 2012/2013. Danach legte uns der Vorstand die Ergebnisprognose für das zweite Quartal dar. Im Anschluss erläuterte er uns alle eingeleiteten sowie die bereits durchgeführten Maßnahmen, um die Ertragssituation im kommenden Jahr deutlich zu verbessern. Nach Darstellung der Vorstände verläuft die Integration der Grafix GmbH planmäßig. Der Grafix Standort in Stuttgart soll in ein neu angemietetes Firmengebäude in der Nähe das bisherigen Standortes verlegt werden. Ferner ist geplant, den Maschinenpark vom Standort Stuttgart in den bereits bestehenden Standort in Unterlüß bei Celle zu verlagern. Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung präsentierte sich auch die neue Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Sonntag und Partner, welche künftig die Funktion des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers übernehmen soll. Am 11. Juli 2013 trafen wir uns zur letzten Sitzung des Geschäftsjahres 2012/2013. Zunächst erläuterte uns der Vorstand ausführlich die aktuelle Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns zum Ende des dritten Quartals. Dabei ging der Vorstand auf die Gründe ein, weshalb die Ergebnisse unter dem Plan lagen. Die Integration der Grafix GmbH verlief nach Darstellung der Vorstände wie geplant. Die Panacol Gruppe trug insbesondere im dritten Quartal stark zum Konzernergebnis bei. Auch für das vierte Quartal wird ein guter Ergebnisbeitrag der Panacol Gruppe erwartet. Schließlich wurde beschlossen, ein Firmengebäude für die Tangent Inc. in Amerika käuflich zu erwerben. Der Kauf soll über ein Darlehen finanziert werden. Corporate GovernanceDie Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat den Kodex zur verantwortungsvollen Unternehmensführung überarbeitet und in der Fassung vom 13. Mai 2013 veröffentlicht. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG ergaben sich keine Änderungen. Jahresabschluss und KonzernabschlussDie Hauptversammlung vom 14. März 2013 wählte die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/2013. Die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. In der Aufsichtsratssitzung vom 15. Januar 2014 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vom 21. März 2014 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat die Abschlüsse billigte. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss waren damit festgestellt.
Gräfelfing, den 15. Januar 2014 Dr. Hans-Joachim Vits, Vorsitzender des Aufsichtsrats Zusammengefasster Lagebericht/ Konzernlagebericht der Dr. Hönle AGfür das Geschäftsjahr 2012/2013 Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstrukturDie Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte und Anlagen, Glas und Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment Glas und Strahler umfasst Quarzglasrohre für die Lampen-, Halbleiter- und Automobilindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2013 an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt: scroll
Die weltweiten StandorteDie Hönle Gruppe ist an 69 Standorten in 27 Ländern weltweit vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. In Deutschland, USA und Malta ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern. Seit Anfang 2013 ist die Grafix GmbH Teil der Hönle Gruppe. In diesem Zusammenhang hat Hönle auch das Netz an Partnerunternehmen deutlich ausgebaut. Dabei kamen insbesondere in Asien sowie in Nord- und Südamerika neue Vertriebs- und Servicepartner hinzu. Hönle Gruppe: Standorte ![]() ManagementsystemZiel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie. Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Erhöhung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt: scroll
1) angepasster Vorjahreswert (IAS 8), es wird ergänzend auf die Erläuterungen im Konzernanhang Tz. 4 verwiesen Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen. MarktentwicklungDie globale Konjunkturdynamik blieb 2013 hinter den Erwartungen zurück. Dabei enttäuschte insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung in den Schwellenländern. Der Euro-Raum befand sich 2013 das zweite Jahr in Folge in einer Rezession. Das Wachstum der Weltproduktion fand seit dem Jahr 2000 zum überwiegenden Teil in den Schwellenländern statt. Die Verlangsamung dieses Wachstums trug daher zu einem großen Teil zur Verringerung der globalen Wachstumsrate bei. Gleichwohl wurde die weltwirtschaftliche Expansion weiterhin zum überwiegenden Teil von den Entwicklungs- und Schwellenländern getragen. In den Industrieländern blieben die Rahmenbedingungen angesichts des anhaltenden Konsolidierungsdrucks der öffentlichen Haushalte schwierig. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die durchschnittliche Schuldenquote der Industrieländer bei 110 % des Bruttoinlandsproduktes. Die hohe Staatsverschuldung war nach wie vor die größte Bremse und das größte Risiko für die Weltwirtschaft. Die mangelnde Investitionsbereitschaft wirkte sich insbesondere negativ auf den Maschinenbau aus. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) senkte die im September 2012 aufgestellte Prognose für 2013 von plus zwei Prozent im Juli 2013 auf minus ein Prozent. Seit Veröffentlichung der ursprünglichen Prognose im September 2012 entwickelten sich wichtige Rahmendaten weniger dynamisch als zunächst vom Verband angenommen. Noch deutlicher als in Deutschland schrumpfte laut VDMA der Investitionsgütermarkt im Euro-Raum. GeschäftsverlaufDie Umsatzerlöse der Hönle Gruppe erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 77.273 T€. Dies ist auf die Erstkonsolidierung der Grafix GmbH zurückzuführen. In den Bereichen 'Geräte und Anlagen' und 'Glas und Strahler' waren die Umsätze in mehreren Gesellschaften der Hönle Gruppe rückläufig. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere der anhaltend schwache Halbleiter- und Photovoltaikmarkt. Auch der Offsetdruckmarkt blieb 2013 hinter den Erwartungen zurück. Eine positive Geschäftsentwicklung war im Segment 'Klebstoffe' zu verzeichnen. Vor allem steigende Umsätze im Bereich Consumer Electronics trugen zu dieser Entwicklung bei. Die Integration der Grafix GmbH verlief erfolgreich. Die Gesellschaft erzielte in den ersten neun Monaten der Zugehörigkeit zur Hönle Gruppe ein positives Betriebsergebnis. Insgesamt ging das Betriebsergebnis (EBIT) von 8.309 T€ im Geschäftsjahr 2011/2012 auf 7.705 T€ im Geschäftsjahr 2012/2013 zurück. Die Geschäftsentwicklung wird in der nachfolgenden Segmentberichterstattung ausführlich erläutert. Geschäftsentwicklung nach SegmentenSegment 'Geräte und Anlagen'Im Segment 'Geräte und Anlagen' wurde erstmals die Grafix GmbH in den Konsolidierungskreis mit aufgenommen. Zum 8. Januar 2013 wurden alle wesentlichen Vermögensgegenstände der insolventen Grafix GmbH und Platsch GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset Deals erworben. Zu den übernommenen Vermögensgegenständen gehörten Teile des Anlage- und Umlaufvermögens, eine Betriebsimmobilie am Standort Unterlüß (Celle) sowie die gesamte Geschäftstätigkeit der insolventen Grafix GmbH. Der Kaufpreis des Asset Deals betrug 4,5 Mio. €. Die Grafix GmbH in Stuttgart ist ein weltweit führender Hersteller für Peripheriegeräte im Bereich Farbfixierung. Das Produktprogramm der Gesellschaft umfasst Trocknungs- und Bestäubungssysteme, Systeme für die Feuchtmittelaufbereitung und die Farbwerkstemperierung. Damit ergänzt es optimal das Produktprogramm der Hönle Gruppe für die Druckindustrie. Grafix beliefert sowohl Druckereien als auch Druckmaschinenhersteller. Als wichtiger Lieferant hat Grafix Zugang zu führenden Herstellern von Offset- und Digitaldruckmaschinen weltweit. Zusätzlich bietet Grafix Lösungen für weitere Branchen an, darunter die Glas-, Kunststoff- und Pharmaindustrie. Die Gesellschaft wurde 1947 in Stuttgart gegründet und im Jahr 2000 um einen zweiten Produktionsstandort in Unterlüß erweitert. Mit rund 100 Mitarbeitern erzielte die Grafix GmbH im Jahr 2012 einen Umsatz von 9 Mio. €. Am 15. Oktober 2012 beantragte die Gesellschaft die Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens. Hönle übernahm rund 40 Mitarbeiter an den Standorten Stuttgart-Vaihingen, Unterlüß bei Celle und Schömberg. Hönle erwarb im Rahmen des Grafix Asset Deals einen umfangreichen Maschinenpark. Die Metallbearbeitungsmaschinen wurden im abgeschlossenen Geschäftsjahr vom Standort Stuttgart in den bestehenden Standort Unterlüß verlagert. Das neue Metallbearbeitungszentrum in Unterlüß wird die gesamte Hönle Gruppe zukünftig mit mechanischen Komponenten versorgen. Die damit verbundene Steigerung der Fertigungstiefe soll ab dem kommenden Geschäftsjahr zu einer Senkung der Materialaufwandsquote beitragen. Die Zentrale der Grafix GmbH am Standort Stuttgart wurde verlagert. Der neue Firmensitz befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Standortes und ermöglicht es, auf deutlich kleinerer Fläche die Geschäftsabläufe effizienter abzubilden. In diesem Zusammenhang werden auch die Mietaufwendungen sinken. Die Integration der Mitronic GmbH in den Hönle Verbund gestaltete sich aufwändiger als zunächst gedacht. Auch die Umsatzentwicklung blieb deutlich unter den Erwartungen. Die Gesellschaft erwirtschaftete daher im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen Ergebnisbeitrag. Wie geplant, bezog die Mitronic GmbH im laufenden Geschäftsjahr das komplette Produktspektrum von der Dr. Hönle AG. Ein neuer Geschäftsführer der Mitronic GmbH richtete das Unternehmen neu aus und baute in diesem Zusammenhang wichtige Vertriebsstrukturen in China auf. Sowohl in den Bereichen Sonnenlichtsimulationsanlagen und Anlagen für Crashtests als auch in der Lichttechnik erwartet die Unternehmensleitung im kommenden Jahr eine positive Geschäftsentwicklung. Untermauert wird diese Erwartung durch einen Großauftrag mit einem Auftragsvolumen von 1,1 Mio. €, den die Mitronic GmbH von einem führenden Automobilhersteller in China erhielt. Die zurückhaltende Investitionsbereitschaft im Bereich Offsetdruck machte sich bei der Geschäftsentwicklung der Eltosch Torsten Schmidt GmbH bemerkbar. Die Umsätze lagen hier unter denen des Vorjahres. Im Digitaldruckbereich konnte dagegen eine positive Geschäftsentwicklung verzeichnet werden. Nach einer verhaltenen Geschäftsentwicklung im Vorjahr stiegen die Umsätze im Digitaldruck im Berichtsjahr wieder deutlich. Segment 'Glas und Strahler'Die Umsätze im Segment 'Glas und Strahler' lagen im Geschäftsjahr 2012/2013 bei 17.731 T€. Obwohl die Raesch Gruppe im Vorjahr nur für neun Monate konsolidiert wurde, lagen die Umsätze damit unter denen des Vorjahres von 18.109 T€. Grund dafür war die anhaltende Schwäche vor allem im Photovoltaik- und Halbleitermarkt und der unerwartete Ausfall von zwei Schmelzöfen. Raesch hat aus diesem Grund umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um das Umsatz- und Ertragsniveau zukünftig zu erhöhen. Neben dem Ausbau der Vertriebskapazitäten durch neue Vertriebspartnerschaften im nordamerikanischen Absatzmarkt wurde das eigene Vertriebsteam personell verstärkt. Darüber hinaus hat Raesch neue Produkte für die weitere Erschließung insbesondere des Halbleitermarktes entwickelt und eingeführt. Zusätzlich wurden mehrere Maßnahmen umgesetzt, um die Ausschussquoten zu reduzieren und so die Materialaufwandsquote zu senken. Die daraus resultierenden Effekte werden sich voraussichtlich ab Anfang 2014 positiv auswirken. Auch bei der UV-Technik Speziallampen GmbH und der Aladin GmbH lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau und erfüllten damit nicht die Erwartungen. Die Nachfrage nach Strahlern für das Geschäftsfeld Wasserentkeimung lag insbesondere im amerikanischen Wirtschaftsraum deutlich unter den Vorjahreswerten. Die UV-Technik Speziallampen GmbH entwickelte im Geschäftsjahr 2012/2013 Systeme für die Ballastwasserentkeimung für Schiffe. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erwartet das Unternehmen einen wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag aus diesem Geschäftsfeld. Auch in der Aladin GmbH wurden Maßnahmen eingeleitet, um das Umsatz- und Ergebnisniveau wieder zu gewohnter Stärke zurückzuführen. Dabei handelt es sich unter anderem um die Erweiterung der Geschäftsführung durch einen erfahrenen Spezialisten im Bereich der Mitteldruckstrahler. Segment 'Klebstoffe'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Die Umsätze stiegen von 15.647 T€ im Vorjahr auf 17.872 T€ im aktuellen Geschäftsjahr. Dabei trugen insbesondere der Consumer Electronics Markt und die Automobilindustrie zur Belebung bei. Die Automobilindustrie setzt leitfähige Klebstoffe im Bereich Sensorik ein. Die gute Umsatzentwicklung bei der Panacol Gruppe ist auch darauf zurückzuführen, dass im abgelaufen Geschäftsjahr mehrere neue Klebstoffe in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Optoelektronik zur Marktreife gebracht wurden. Hönle investierte in den personellen Ausbau der Bereiche Anwendungstechnik und Vertrieb, um das geplante Wachstum, insbesondere in der Elektronik und Medizintechnik, abbilden zu können. Unter regionalen Gesichtspunkten stehen die Absatzgebiete Nordamerika und Asien im Fokus der weiteren Expansionspolitik. Hönle ist mit den drei Segmenten 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' strategisch gut aufgestellt. In den letzten Jahren wurden die Geschäftsfelder 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' über Investitionen und Unternehmenszukäufe schrittweise auf- und weiter ausgebaut. Der Hönle Gruppe ist es damit gelungen, den Anteil kurzlebiger Wirtschaftgüter am Gesamtumsatz deutlich zu erhöhen. Im Segment 'Geräte und Anlagen', das seit 8. Januar 2013 auch die Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH umfasst, erzielte die Hönle Gruppe 53,9 % ihrer Gesamtumsätze (Vj. 53,2 %). Mit 41.670 T€ lagen die Umsätze hier über den Vorjahresumsätzen von 38.336 T€. 23,1 % ihrer Umsätze erwirtschaftete Hönle im Segment 'Klebstoffe' (Vj. 21,7 %) und 23,0 % im Segment 'Glas und Strahler' (Vj. 25,1 %). Geschäftsentwicklung nach RegionenMit 47.363 T€ erzielte Hönle 61,3 % ihrer Umsätze im Ausland und konnte damit den Auslandsanteil weiter steigern. Im Vorjahr erlöste Hönle mit 42.311 T€ noch 58,7 % ihrer Umsätze im Ausland. Wichtigste Absatzregion blieb Deutschland mit 29.910 T€ (Vj. 29.779 T€). Im europäischen Ausland erwirtschaftete die Hönle Gruppe Umsatzerlöse von 21.686 T€ (Vj. 19.124 T€) und in den Absatzmärkten außerhalb Europas von 25.677 T€ (Vj. 23.187 T€). Damit erzielte Hönle 38,7 % (Vj. 41,3 %) der Umsätze im Inland, 28,1 % (Vj. 26,5 %) im europäischen Ausland und 33,2 % (Vj. 32,2 %) außerhalb der Europäischen Union. Die deutliche Veränderung der regionalen Umsatzanteile ist sowohl auf eine stärkere Präsenz der Hönle Gruppe im asiatischen Wirtschaftsraum als auch auf die neu konsolidierte Grafix GmbH zurückzuführen. Die Grafix GmbH erzielt einen großen Teil ihrer Umsätze außerhalb Europas. Umsatzentwicklung nach Unternehmenssegmenten in T€ ![]() Umsatzentwicklung nach Regionen in T€ ![]() ErtragslageDie Hönle Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2012/2013 in den Segmenten 'Geräte und Anlagen' und 'Glas und Strahler' eine eingeschränkte Investitionsbereitschaft, die Auftragslage verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen dennoch von 72.092 T€ im Vorjahr auf 77.273 T€ im laufenden Geschäftsjahr. Der Umsatzanstieg resultierte aus der erstmaligen Konsolidierung der Grafix GmbH, die im Zeitraum Januar bis September 2013 einen Umsatz von 6.880 T€ erzielte. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2.749 T€ (Vj. 2.748 T€) beinhalten Versicherungsleistungen für die entstandenen Schäden an Schmelzöfen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie Lizenzeinnahmen für Klebstoffe in Höhe von 450 T€ (Vj. 720 T€). Die Materialaufwandsquote erhöhte sich von 37,0 % im Vorjahr auf 38,4 % im aktuellen Geschäftsjahr. Der Grund hierfür lag unter anderem in der Konsolidierung der Raesch Gruppe. Insbesondere die Schäden an den Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH führten zu hohen Ausschussraten an den betroffenen Öfen und damit zu einem höheren Materialaufwand. Darüber hinaus wurden die betroffenen Anlagengegenstände abgeschrieben und entsprechende Ersatzinvestitionen getätigt. Die Schäden an den Schmelzöfen führten zudem zu unvorhersehbaren Umsatz- und Ergebnisausfällen, die bei der Betriebsunterbrechungsversicherung angemeldet wurden. Die Personalaufwandsquote stieg von 31,5 % auf 33,0 %. Die Personalaufwandsquote stieg insbesondere aufgrund der Übernahme der Mitarbeiter der Grafix GmbH im Zusammenhang mit einer verhaltenen Umsatzentwicklung in den Segmenten 'Geräte und Anlagen' bzw. 'Glas und Strahler'. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging von 20,5 % auf 19,1 % zurück. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben mit 15.026 T€ auf Vorjahresniveau (Vj. 14.854 T€). Die Hönle Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis (EBIT) von 7.705 T€ (Vj. 8.309 T€). Die Bilanzierung von Put-Optionen für nicht beherrschende Anteile an der Mitronic GmbH und der Raesch Gruppe führte zu einem zusätzlichen Finanzergebnis von 1,5 Mio. € im Geschäftsjahr 2012/2013 und von 0,7 Mio. € im Geschäftsjahr 2011/2012. Die Dr. Hönle AG hat insofern die Bilanzierung rückwirkend auch für das Vorjahr entsprechend den Vorschriften des IAS 8 angepasst. Die Erträge entstehen aufgrund der Wertveränderungen der Verbindlichkeiten, welche für die geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter zu bilanzieren waren. Die Verringerungen der Verbindlichkeiten im Berichtsjahr und im Geschäftsjahr 2011/2012 ergeben sich auf Grund von nachträglichen neu getroffenen Vereinbarungen bei der Mitronic GmbH sowie einem schlechteren als zum Erwerbszeitpunkt erwarteten Geschäftsverlauf der beiden Unternehmen. Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich auf 8,6 Mio. € nach 8,4 Mio. € im Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg von 6.209 T€ auf 6.712 T€. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,20 € (Vj.1,08 €). Damit sank die EBIT-Marge nach 11,5 % im Vorjahr auf 9,8 % im Berichtsjahr. Die Nettoumsatzrendite verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 8,6 % auf 8,7 %. Ertragsentwicklung scroll
1) angepasste Vorjahreswerte (IAS 8); es wird ergänzend auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen FinanzlageDas Vorsteuerergebnis von 8.637 T€ trug maßgeblich zu einem operativen Cashflow von 9.020 T€ bei. Hingegen wirkte sich insbesondere die Erhöhung der Vorräte um 1.994 T€ liquiditätsmindernd aus. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Vorratsbestände bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Grafix GmbH zurückzuführen. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 377 T€ und Ertragssteuern in Höhe von 3.281 T€ ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 5.363 T€ (Vj. 3.624 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit -10.424 T€ betragsmäßig über dem Niveau des Vorjahres von -5.763 T€. Er resultierte im Wesentlichen aus der Zahlung einer Kaufpreisrate für den Kauf der Raesch Gruppe in Höhe von 3.391 T€, welcher in der Position 'Auszahlungen von Unternehmenserwerben aus Vorjahren' ausgewiesen wurde, sowie Auszahlungen aufgrund von Unternehmenserwerben in Höhe von 4.500 T€ für den Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH. Darüber hinaus wurden Auszahlungen in Höhe 2.659 T€ für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten getätigt. Dieser setzt sich im Wesentlichen aus Investitionen in Maschinen und Anlagen bei der UV-Technik Speziallampen GmbH sowie der Panacol Elosol GmbH zusammen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 139 T€ (Vj. -1.506 T€). Er enthielt den Mittelzufluss aus Bankdarlehen, in Höhe von 5.653 T€, die insbesondere im Zusammenhang mit dem Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH und des neuen Firmengebäudes der Tangent Industries Inc., USA, standen. Auf der anderen Seite wurden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2.136 T€ getilgt. Die Auszahlung von Dividenden in Höhe von 2.876 T€ ist hauptsächlich auf die Dividendenausschüttung an die Aktionäre der Dr. Hönle AG zurückzuführen. Insgesamt reduzierten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2012/2013 damit von 9.321 T€ auf 4.378 T€. Im März 2014 wird die Dr. Hönle AG die letzte Kaufpreisrate für 80 % der Anteile an der Raesch Gruppe in Höhe von 3,6 Mio. € zahlen. Darüber hinaus wird im März 2014 die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der Dr. Hönle AG in Höhe von 2,8 Mio. € erfolgen. Die Finanzierung der letzten Kaufpreisrate für die Raesch Gruppe wird voraussichtlich über ein Bankdarlehen in entsprechender Höhe sichergestellt. Mit einer Eigenkapitalquote von 59,9 % und einem Liquiditätsstand von 4,4 Mio. € weist die Hönle Gruppe in Verbindung mit der Unternehmensplanung 2013/2014 und den freien Kreditlinien in Höhe von 1,2 Mio. € eine gesicherte Finanzierungsstruktur auf. Liquiditätsentwicklung scroll
VermögenslageDer Erwerb der Vermögenswerte der Grafix GmbH führte zu wesentlichen Veränderungen in der Bilanzstruktur der Hönle Gruppe: Zum 30.09.2013 erhöhten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte um 763 T€ auf 18.849 T€, die immateriellen Vermögenswerte um 509 T€ auf 3.588 T€, das Sachanlagevermögen um 2.072 T€ auf 15.182 T€ und die Vorräte um 2.807 T€ auf 19.386 T€. Das erworbene Sachanlagevermögen beinhaltet eine Gewerbeimmobilie in Unterlüß bei Celle mit 19.500 qm Grund und 4.500 qm Gewerbeflächen. Der Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte der Grafix GmbH betrug 4.500 T€. Für die Finanzierung des Erwerbs wurde ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit aufgenommen. Die liquiden Mittel gingen insgesamt um 4.942 T€ auf 4.378 T€ zurück. Die langfristigen Darlehen erhöhten sich im laufenden Geschäftsjahr um 2.665 T€ auf 6.329 T€. Sie resultieren im Wesentlichen aus Bankdarlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Raesch Gruppe und der Vermögenswerte der Grafix GmbH. Die beiden Darlehen haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 76.938 T€ zu Beginn des Geschäftsjahres auf 79.488 T€ zum 30.09.2013. Mit einer Eigenkapitalquote von 59,9 % hat die Hönle Gruppe auch nach dem Erwerb der Vermögenswerte der Grafix GmbH eine solide Finanzierungsstruktur. Bilanz scroll
Erläuterungen zur Dr. Hönle AGDer Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden erstmals im Geschäftsjahr 2012/2013 nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellt. Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Buchhaltung, IT und Produktion. Die Dr. Hönle AG erzielte mit durchschnittlich 147 (Vj. 130) Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 27.207 T€ (Vj. 27.643 T€). Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG lagen nach 586 T€ im Vorjahr bei 506 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter stieg von 17 auf 21. Insgesamt arbeiteten damit 14,3 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG stieg insbesondere im Zuge des Personalaufbaus von 7.965 T€ auf 8.942 T€. Der Materialaufwand der Dr. Hönle AG lag mit 12.159 T€ um 2,1 % über dem des Vorjahres. Grund dafür ist unter anderem der zunehmende margenschwächere Umsatz der Dr. Hönle AG mit Tochtergesellschaften. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 4.838 T€ auf 5.083 T€. Das Betriebsergebnis belief sich nach 3.929 T€ im Vorjahr auf 2.321 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis in Höhe von 5.403 T€ (Vj. 1.530 T€). Dieses beinhaltet ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 3.465 T€ von der Raesch Quarz (Malta) Ltd.. Der Jahresüberschuss stieg damit von 4.334 T€ im Vorjahr auf 7.028 T€ im Berichtsjahr. Investitionen in Sachanlagen erfolgten im Wesentlichen für die Anschaffung von Anlagen für die Fertigung von LED-Arrays in Höhe von 248 T€. Das Sachanlagevermögen stieg insgesamt von 2.627 T€ auf 2.856 T€. Die Finanzanlagen erhöhten sich von 34.230 T€ auf 39.551 T€ insbesondere aufgrund gestiegener Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Vorräte erhöhten sich um 265 T€ auf 8.248 T€. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30.09.2013 auf 319 T€ (Vj. 2.585 T€). Die liquiden Mittel der Dr. Hönle AG reduzierten sich insbesondere aufgrund einer im März 2013 geleisteten Ratenzahlung für die erworbenen Anteile an der Raesch Gruppe sowie die im März 2013 erfolgte Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der Dr. Hönle AG. Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG lag nach 37.624 T€ im Vorjahr bei 41.896 T€ zum Bilanzstichtag, die Verbindlichkeiten erhöhten sich im gleichen Zeitraum von 15.632 T€ auf 18.788 T€. Der Anstieg der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ für den Kauf der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH zurückzuführen. Von diesem Darlehen wurden zum 30.09.2013 insgesamt 675 T€ wieder getilgt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Dr. Hönle AG blieb im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Dies erklärt sich vor allem durch die anhaltende Schwäche im Bogenoffsetdruckmarkt. Im laufenden Geschäftsjahr wird im Bereich Inkjet-Druck eine positive Geschäftsentwicklung erwartet. Ferner werden durch die neue Grafix GmbH voraussichtlich positive Skaleneffekte bei der Dr. Hönle AG entstehen. Darüber hinaus werden in den Bereichen Wasserentkeimung und LED-Anwendungen positive Umsatzbeiträge erwartet. Insgesamt geht die Dr. Hönle AG von einem Umsatzplus von etwa 8 % im Geschäftsjahr 2013/2014 aus Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Dr. Hönle AG (HGB) scroll
Verkürzte Bilanz der Dr. Hönle AG (HGB) scroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Hönle GruppeDie Weltwirtschaft befand sich 2013 in einer schwachen Verfassung. Die globale Konjunkturdynamik blieb hinter den Erwartungen zurück. Der Euroraum befand sich das zweite Jahr in Folge in einer Rezession. Auch in wichtigen Absatzmärkten der Hönle Gruppe war die Investitionsbereitschaft schwächer als erwartet. Dies betraf insbesondere den Druckmarkt und den Halbleitermarkt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2012/2013 deshalb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Während die Umsätze akquisitionsbedingt von 72,1 Mio. € auf 77,3 Mio. € stiegen, lag das Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis (EBIT) ging von 8,3 Mio. € auf 7,7 Mio. € zurück. Mit 4,4 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich auf 9,0 Mio. €. Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert. In diesem Zusammenhang wurden neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Oberstes Ziel ist es, durch ein nachhaltiges profitables Wachstum den Wert des Unternehmens langfristig zu steigern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden umfangreiche Maßnahmen zur Umsatz- und Ertragssteigerung umgesetzt. Die neuen Tochterunternehmen wurden erfolgreich integriert und notwendige organisatorische Änderungen durchgeführt. Es sind damit gute Voraussetzungen in allen Unternehmen der Hönle Gruppe gegeben, das Umsatz- und Ergebnisniveau im kommenden Jahr weiter auszubauen. NachtragsberichtDie Eltosch America Inc. erwarb nach dem Bilanzstichtag Vermögensgegenstände, insbesondere Vorräte der Grafix LP. Der Kaufpreis betrug 250 T$. Ferner kaufte die Dr. Hönle AG eine Immobilie in Torrington (CT), USA, zu einem Preis von 940 T$. Hintergrund für diese Investition war das geplante Wachstum im Segment Klebstoffe im amerikanischen Markt. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH führte im Zuge eines Kostensenkungsprogramms im Dezember 2013 einen Personalabbau durch, der die Personalkosten künftig um ca. 400 T€ pro Jahr verringern wird. Forschung & EntwicklungDie Unternehmen der Hönle Gruppe entwickelten im Geschäftsjahr 2012/2013 neue leistungsstarke Produkte und passten bestehende Produkte individuellen kundenspezifischen Anforderungen an. Wichtige externe Partner bei der Realisierung neuer Projekte waren neben Geschäftskunden auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe stiegen von 1.034 T€ im Vorjahr auf 1.138 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter erhöhte sich in diesem Zeitraum von 54 auf 64, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 12,2 % der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung im letzten Geschäftsjahr dargestellt: Segment Geräte und AnlagenSeit knapp zwei Jahren bietet Hönle eine Seminar-Reihe an, die Themen rund um die UV-Technologie behandelt. Über zweihundert Interessierte kamen seither in die Konzernzentrale nach Gräfelfing bei München. Das Angebot reicht von Basiswissen und UV-Grundlagen bis hin zur zukunftsträchtigen UV-LED-Technologie. Auch in diesem Jahr konnte Hönle wieder hochrangige Gastreferenten aus der chemischen Industrie gewinnen, die das anlagentechnische Expertenwissen der Hönle-Referenten optimal ergänzten. Im Jahr 2013 wurden mehrere Seminare zu den Themenkreisen Aushärtung mit UV-LEDs, Grundlagen der UV-Technik sowie UV-Härtung von Farben und Lacken durchgeführt. Die Erkenntnisse, die sich aus dem Erfahrungsaustausch mit den Gastreferenten und den Teilnehmern ergeben, fließen auch in die Entwicklung neuer Produkte ein. Die Eltosch Torsten Schmidt GmbH entwickelte ein Trocknungsverfahren für energieminimierte Druckanwendungen (LEC: Low Energy Curing). Das System ermöglicht das Trocknen hochreaktiver UV-Farben mit leistungsreduzierten UV-Einheiten. Die innovative Formulierung der LEC-Farben gestattet eine Leistungsreduzierung der UV-Trocknereinheit um bis zu 50 %. Dies hat eine deutliche Energiekosteneinsparung zur Folge. Spezielle Dotierungen der UV-Strahler erlauben eine einzigartige Abstimmung des Spektrums auf die Farbformulierung. Im März 2013 präsentierte die Hönle Gruppe auf der Messe 'ICE Europe' High End UV-Trocknungssysteme für Druck- und Beschichtungsanwendungen. Die Systeme kommen unter anderem bei der Veredelung technischer Folien zum Einsatz, etwa um deren Kratzfestigkeit zu erhöhen. Typische Endprodukte sind Handy-Displays oder LCD-Bildschirme. Als Marktführer für UV-Trockner für den großformatigen Inkjet-Druck stellte Hönle auf der FESPA, der internationalen Fachmesse für Sieb- und Digitaldruck, die innovative jetCure-Serie aus. Sie ermöglicht eine gute Aushärtung selbst bei hohen Geschwindigkeiten und verbessert damit die Druckqualität erheblich. jetCure-Geräte sind mit Kaltlichtreflektoren für temperaturempfindliche Materialien ausgestattet und mit auf die Druckfarbe angepassten Strahlungsspektren erhältlich. Segment Glas und StrahlerDas Ballastwasser-Übereinkommen der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) fordert ein Ballastwasser-Management, das die bisher übliche unkontrollierte Wasserabgabe verhindert. Nach umfangreichen Untersuchungen brachte die UV-Technik Speziallampen GmbH UV-Strahler zur Behandlung von Ballastwasser zur Marktreife. Diese kommen auf Schiffen zum Einsatz, welche Ballastwasser zur Stabilisierung aufnehmen müssen. Die ultravioletten Strahlen entkeimen das Wasser und erhalten dessen Selbstreinigungskräfte. Der Einsatz von Chemie wird dadurch minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelte die UV-Technik Speziallampen GmbH erstmals eigene Infrarot-Strahler. Die Strahler, die bisher fremdbezogen wurden, werden beispielsweise in der Druck-, Automobil- und Holzindustrie für unterschiedliche wärmetechnische Prozesse verwendet. Die Raesch Gruppe hat im Geschäftsjahr 2012/2013 zwei neue Produkte entwickelt und im Markt eingeführt. Dabei handelt es sich zum einen um Quarzglasrohre mit einem Durchmesser von 300 mm, die überwiegend im Bereich der Halbleiterindustrie eingesetzt werden. Darüber hinaus wurden Quarzglasstäbe für die Lichtleiterindustrie entwickelt und produziert. Beide Produkte sollen zum geplanten Umsatzwachstum wesentlich beitragen. Segment KlebstoffeDie Hönle Gruppe, vertreten durch den UV-Spezialisten Dr. Hönle AG und den Klebstoff-Experten Panacol GmbH, zeigte auf der Bondexpo neue Produkte und zukunftsweisende Systemtechnologie für industrielle Klebeanwendungen. Schwerpunkt der Messe waren, neben Klebstoffen für die Mikro- und Optoelektronik, innovative UV-/UV-LED-Aushärtegeräte. Die Panacol GmbH präsentierte hier ihre neuen Optocast-Klebstoffe, die typischerweise für Verklebungen in der Elektronik eingesetzt werden. Hohe optische Reinheit und geringer Härtungsschrumpf zeichnen diese Klebstoffe aus. Verglichen mit herkömmlichen optischen Klebstoffen verfügen Optocast-Klebstoffe zudem über eine hohe Feuchtigkeitsbeständigkeit. Optocast-Klebstoffe können sowohl mit UV-/ UVLED-Geräten als auch thermisch getrocknet werden. Die Produkte der Optocast-Reihe sind optimal auf die UV-Aushärtegeräte von Hönle abgestimmt. Darüber hinaus erweiterte die Panacol GmbH ihr Sortiment an Sekundenklebstoffen. Durch gezielte Weiterentwicklung der Cyanacrylat-Klebstoffe wurden im Rahmen des Cyanolit-Programms neue Formulierungen entwickelt und bewährte Produkte weiter verbessert. Das erweiterte Produktprogramm ermöglicht es, nahezu alle Materialkombinationen in wenigen Sekunden zu kleben. Herausragend ist dabei auch die hohe Temperaturbeständigkeit von bis zu 150°C. Die Miniaturisierung beeinflusste in den letzten Jahrzehnten vor allem die Informations- und Kommunikationsindustrie stark. Jetzt ist die LifeScience-Industrie dabei, die enormen Potenziale dieser Technologie zu nutzen. Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts arbeitet die Panacol Elosol GmbH an einem entsprechenden EU-Förderprojekt: Das Projekt „multi layer micro lab“ (ml.2) beschäftigt sich mit medizinischer Diagnostik mittels Mikrofluidik. Es läuft bis Herbst 2016 und erforscht dabei Micro-Nano Bio Systeme (MNBS). Die Panacol Elosol GmbH ist an dem Projekt mit Klebstoffen beteiligt, die für die Laminierung benötigt werden. Die Mikrofluidik und On-Chip-Diagnostik ist eine Technologie mit großem Wachstumspotenzial. In zunehmendem Maße werden Klebstoffe als moderne und innovative Verbindungstechnologien in Industrie und Medizin eingesetzt. Panacol stößt dabei mit der Produktreihe Vitralit 7041 in eine neue Dimension der effizienten Fertigung vor, insbesondere von medizinischen Einmalartikeln. Durch den Einsatz neuer, höherwertiger Kunststoffe, die zunehmend schwieriger zu verkleben sind, müssen häufig zusätzlich teure Oberflächen-Aktivierungen der Substrate durchgeführt werden. Panacol entwickelte mit den lichthärtbaren Klebstoffen der Vitralit 7041 Reihe ein System, das vielfach ohne Oberflächenaktivierung auskommt. In der Anwendung auf inerten Kunstoffen und Polypropylen werden Haftwerte erreicht, die die geforderten Haftkräfte oft um das Doppelte übersteigen. Zudem erlaubt die sehr hohe Feuchtestabilität der Klebstoffe eine Dampfsterilisation. Auch Umwelteinflüsse durch hohe Luftfeuchtigkeit verringern die Haftwerte nicht. Diese neue Generation von Klebstoffen hält mittlerweile Einzug vor allem in der Medizinindustrie. Panacol und Hönle arbeiten als einzige Klebstoff- und Gerätepartner in einem der weltweit größten Projekte zur Herstellung von Injektionsnadeln und -spritzen mit namhaften europäischen Partnern zusammen. Darüber hinaus arbeitete die Panacol Gruppe an der Entwicklung und Weiterentwicklung ein- und zweikomponentiger Epoxidharzklebstoffe. Im Fokus standen verbesserte Eigenschaften hinsichtlich ihrer Haftung auf verschiedenen Substraten, ihrer Einsatzmöglichkeit bei hohen Temperaturen sowie die Entwicklung thermisch und UV-härtender sowie dual härtender Klebstoffe. UmweltaspekteDie UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt auch die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren. Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Verwendung von UV-Farben und Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie, geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung. Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Entkeimung wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt. Auch bei der Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie bei der Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen kommen Hönle UV-Strahler zum Einsatz. Die ultravioletten Strahlen reinigen das Wasser und erreichen dabei sehr hohe Keimabtötungsraten. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemie und damit umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte bleiben erhalten. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH, ein Unternehmen der Hönle Gruppe, stellt Quarzglasrohre her. Mittels Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang. Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Ein weiterer Geschäftszweig der Hönle Gruppe sind die Industrieklebstoffe. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe. Bei diesen Klebstoffen erfolgt die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus. MitarbeiterFirmenkäufe führten sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr zu einer Erhöhung der Beschäftigtenzahlen in der Hönle Gruppe. Die Dr. Hönle AG übernahm im Rahmen eines Asset Deals die operative Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH. In diesem Zusammenhang kamen 40 neue Mitarbeiter zur Hönle Gruppe hinzu. Die Zahl der jeweils zum Ende des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter stieg von 473 auf 526. Von den durchschnittlich 509 Mitarbeitern der Hönle Gruppe arbeiteten 50 in Teilzeit; dies entspricht 9,8 % der Beschäftigten. Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 22.768 T€ auf 25.920 T€. Dabei wuchs der Aufwand im Vergleich zur durchschnittlichen Mitarbeiterentwicklung unterproportional. Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 19 Auszubildende (Vj. 25) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Zeichner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute, Kaufleute für Marketingkommunikation und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Diplomanden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung. Funktionsbereiche scroll
Personalaufwand scroll
Übernahmerechtliche AngabenIm Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2013 dargestellt. Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert. Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten. Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2014 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben. Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen. Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung. Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung. Chancen- und RisikoberichtStruktur des RisikomanagementsystemsDie Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation). EinzelrisikenAus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe: Markt- und RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft befindet sich in einer ausgeprägten Schwächephase. Insbesondere von der hohen Staatsverschuldung mehrerer Volkswirtschaften gehen nicht unerhebliche Risiken aus. Mehrere große Notenbanken betreiben derzeit eine expansive Geldpolitik, um die Staatsverschuldung in den Hintergrund zu drängen. Die weiteren Aussichten hängen daher maßgeblich von der Entwicklung der Staatsschulden insbesondere im Euroraum und den davon ausgehenden Einflüssen auf den Konsum ab. Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Die für 2014 prognostizierte konjunkturelle Belebung, die auch den Euroraum mit einschließt, würde sich hingegen positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Weitere Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer KostenNutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden. Die EU-Kommission will ein förmliches Prüfverfahren zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und zu den Ausnahmeregelungen für stromintensive Unternehmen einleiten. Mit der Eröffnung des Prüfverfahrens bringt die EU-Kommission ihre vorläufige Auffassung zum Ausdruck, dass sie Zweifel an der Vereinbarkeit der sogenannten "besonderen Ausgleichsregelung" mit dem EU-Beihilferecht hat. Die Bundesregierung vertritt dagegen die Auffassung, dass die im EEG enthaltenen Entlastungsregelungen für stromintensive Unternehmen tatbestandlich keine Beihilfen im Sinne des Artikel 107 AEUV sind, da sie nach der europäischen höchstrichterlichen Rechtsprechung keine staatlichen Mittel darstellen bzw. beinhalten (PreussenElektra Urteil). Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erhielt als energieintensives Unternehmen Ökostromrabatte ab dem 01.01.2013. Aufgrund des voraussichtlichen Prüfverfahrens der EU-Kommission besteht grundsätzlich das Risiko, dass die Gesellschaft erhaltene Ökostromrabatte zurückzahlen muss. Der Vorstand schließt sich den Argumenten der Bundesregierung an, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsneutralität im internationalen Umfeld. Insofern wurde auf Basis der aktuell vorliegenden Erkenntnisse auf eine entsprechende Rückstellungsbildung verzichtet. Operative EntwicklungDer Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an. Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte theoretisch dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, insbesondere durch die Energie-wende, entstehen kann, auch wenn dies in den letzten 15 Jahren nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen der Raesch Gruppe entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe entsprechende Absicherungsmaßnahmen einleiten. Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit sicherstellen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur. Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Dem möglichen Wegfall von wesentlichen Knowhow-Trägern entgegnet Hönle mit einem Stellvertreterprinzip, das die Weitergabe von Informationen und die Sicherstellung von Fachwissen gewährleistet. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um Fach- und Führungskräfte gut gerüstet. FinanzentwicklungFinanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Auf der anderen Seite birgt ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage. Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe sowie von Vermögensgegenständen der Grafix GmbH nahm die Dr. Hönle AG Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz. Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit 4,4 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe grundsätzlich solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken. Es ist nicht völlig auszuschließen, dass im Zuge einer dauerhaft außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte bzw. Beteiligungswerten entstehen kann. Darüber hinaus ist nicht gänzlich auszuschließen, dass bilanzierte Versicherungserträge trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger deutlich übersteigen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den RechnungslegungsprozessNachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB dargestellt. Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch. Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung. Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand. Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus verfügt die Hönle Gruppe über ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleister die Buchhaltung zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft. Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene geboten. Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Risikomanagement in Bezug auf FinanzinstrumenteNachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 2, 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt. Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt. AusfallrisikoEine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko. Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt. MarktrisikoDas Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Geschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen an Kunden weitgehend vermieden. Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zusätzlich wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch die Chance für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gesamtaussage zur Chancen- und RisikosituationHönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung, etwa bedingt durch die hohe Staatsverschuldung mehrerer Industrieländer dar. Es ist davon auszugehen, dass ein Abschwung auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Wachstumsmärkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in der Wasserentkeimung oder der Medizintechnik sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten VergütungsberichtVergütung der VorständeDie Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe und variable Bestandteile. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Erfolgsunabhängige Bezüge scroll
Erfolgsabhängige Bezüge scroll
Davon entfallen im Geschäftsjahr 2012/2013 Tantiemen in Höhe von jeweils 22 T€ auf das Vorjahr. Pensionen scroll
Pensionen scroll
Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Leistungen bei Beendigung der VorstandstätigkeitDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor der Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn ein Vorstandsmitglied mindestens für 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen und können dies mindern bzw. kann das Übergangsgeld dadurch auch völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen gewährt. Bezüge des Aufsichtsrats scroll
PrognoseberichtMarktausblickDie weltwirtschaftliche Dynamik nahm in den Sommermonaten etwas zu. Vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften hellten sich die Perspektiven auf. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet 2014 einen Zuwachs der Weltwirtschaft um 3,8 Prozent. Die Krise im Euroraum ist jedoch nach wie vor nicht gelöst, Rückschläge sind möglich. Die expansive Geldpolitik in den großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften birgt Stabilitätsrisiken. Eine mögliche Abkehr von der massiven Liquiditätsausweitung durch die amerikanische Notenbank Fed birgt andererseits das Risiko, dass die internationalen Finanzmärkte destabilisiert werden. Auch das Risiko eines deutlichen Ölpreisanstiegs ist vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Unsicherheit in Nahen Osten hoch. All dies könnte die sich anbahnende Erholung der Weltkonjunktur empfindlich beeinflussen. Der Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts für das Verarbeitende Gewerbe ist erneut gestiegen. Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf kletterten auf den höchsten Wert seit Juni 2011. Auch vom Export werden positive Impulse erwartet. Ausblick für die Hönle GruppeDie Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Die Planung umfasst alle im Geschäftsjahr 2012/2013 konsolidierten Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe. Segment 'Geräte und Anlagen'Das Segment 'Geräte und Anlagen' umfasst seit 08.01.2013 auch die Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH. Die Gesellschaft erzielte in den ersten neun Monaten ihrer Zugehörigkeit zur Hönle Gruppe einen positiven Ergebnisbeitrag. Hönle erwarb im Rahmen des Asset Deals einen umfangreichen Maschinenpark, der unter anderem Metallbearbeitungsmaschinen umfasst. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres soll am Grafix Standort Unterlüß bei Celle ein Metallbearbeitungszentrum entstehen und seinen Betrieb aufnehmen. Dieses Zentrum wird künftig mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe liefern und externe Zulieferer ersetzen. Dies wird positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Grafix GmbH haben. Die Mitronic GmbH wurde erfolgreich in den Hönle Verbund integriert. Ein neuer Geschäftsführer hat die Gesellschaft personell neu ausgerichtet und wichtige Vertriebspartnerschaften insbesondere für den chinesischen Markt aufgebaut. Die Unternehmensleitung erwartet ab dem nächsten Geschäftsjahr eine positive Geschäftsentwicklung in den Bereichen Sonnenlichtsimulationsanlagen und Crashtest-Beleuchtungssysteme. Vor kurzem erhielt die Gesellschaft einen Großauftrag über 1,1 Mio. € von einem chinesischen Automobilkonzern. Der Bereich Lichttechnik wurde über Investitionen in den Vertrieb weiter ausgebaut. Die Lichttechnik umfasst im Wesentlichen Tageslichtleuchten für Messeveranstaltungen. Der Vorstand geht im nächsten Geschäftsjahr von einer positiven Geschäftsentwicklung im Bereich Druck aus. Bei UV- bzw. IR-Anlagen für den Offsetdruck wird eine stabile Umsatzentwicklung erwartet. Positive Effekte werden voraussichtlich zudem durch den Kauf der Grafix GmbH entstehen. Bei Digitaldruckanwendungen wird eine steigende Umsatzentwicklung angenommen. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe stark positioniert ist. Segment 'Glas und Strahler'Zur Verbesserung des Umsatz- und Ertragsniveaus leitete die Raesch Gruppe ein umfangreiches Maßnahmenpaket ein. Dazu gehört der Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowohl durch neue Vertriebspartnerschaften im nordamerikanischen Absatzmarkt als auch durch die personelle Verstärkung des eigenen Vertriebsteams. Darüber hinaus hat Raesch neue Produkte unter anderem für die Halbleiterindustrie entwickelt und im Markt eingeführt. Auch die Optimierung der Ausschussquoten und die damit verbundene Verbesserung der Materialaufwandsquote stehen im Fokus. Die daraus resultierenden positiven Effekte werden sich voraussichtlich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres bemerkbar machen. Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Halbleitermarkt und der Photovoltaikmarkt in den nächsten Quartalen sukzessive erholen werden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Hönle Gruppe die Umsätze im Bereich der Ballastwasserentkeimung ab dem nächsten Geschäftsjahr deutlich steigern kann. Getragen wird diese Prognose von einem Ballastwasser-Übereinkommen, das künftig eine Entkeimung des Ballastwassers von Schiffen vor dem Auslass vorschreibt. Eine umweltschonende Möglichkeit hierfür stellt die Entkeimung mittels UV-Bestrahlung dar. Die UV-Technik Speziallampen GmbH bietet entsprechende Entkeimungssysteme an, beliefert bereits mehrere Kunden und betreut vielversprechende Projekte in diesem Bereich. Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat nach einer zweijährigen Entwicklungsphase die Serienproduktion von Infrarotstrahlern, vorerst für den Eigenbedarf der Hönle Gruppe, begonnen. Die Gesellschaft erschließt sich dadurch ein zusätzliches Geschäftsfeld, welches durch den Vertrieb an weitere Kunden außerhalb der Hönle Gruppe ausgebaut werden soll. Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich 'Glas und Strahler' in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird. Segment 'Klebstoffe'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief im laufenden Geschäftsjahr erfreulich. Kundenaufträge aus der Elektronikindustrie trugen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei. Zur Steigerung des Umsatzes wurden der Vertrieb und die Entwicklung personell verstärkt. Der Fokus richtet sich zukünftig auf die weitere Erschließung bestehender Umsatzpotenziale in den Bereichen Unterhaltungselektronik und Optoelektronik sowie der Automobilindustrie. Darüber hinaus soll der Bereich Medizintechnik weiter ausgebaut werden. Ferner ist geplant, die Umsätze im nordamerikanischen und chinesischen Vertriebsraum über Investitionen in die Tangent Industries Inc. und in die Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd. auszubauen. Gesamtaussage zur künftigen GeschäftsentwicklungDas Investitionsvolumen für den Erhalt und den Ausbau der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe wird in den nächsten zwei Geschäftsjahren voraussichtlich bei jeweils ein bis 1,5 Mio. € liegen. Es umfasst unter anderem Investitionen in eine Anlage zur Fertigung von LED-Feldern, eine Fräsmaschine sowie eine Anlage zur Bearbeitung von Quarzglasrohren. Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz der Hönle Gruppe von 80 bis 85 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 9 bis 10 Mio. € an. Im Geschäftsjahr 2014/2015 geht der Vorstand bei einem Fortbestehen der konjunkturellen Rahmenbedingungen von weiter steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Dabei wird ein moderates Wachstum im Segment 'Geräte und Anlagen' erwartet. In den Segmenten 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' wird von einem stärkeren Wachstum ausgegangen. Ertragsseitig wird ebenfalls in allen Segmenten mit einer Verbesserung der EBIT-Margen gerechnet, wobei insbesondere im Bereich 'Glas und Strahler' von einem deutlich höheren Ergebnisniveau ausgegangen wird. Die Hönle Gruppe ist mit den drei Geschäftsfeldern 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' gut aufgestellt. Die Unternehmensgruppe ist zugleich in Märkten vertreten, die viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten. Dies sind insbesondere die klebstoffverarbeitende Industrie, die Lichtleiterindustrie, die Halbleiterindustrie, der Wasserentkeimungsmarkt sowie der Digitaldruckmarkt. Der Vorstand hält daher an seinem Ziel fest, in den nächsten zwei Jahren die Umsatzschwelle von 100 Mio. € zu erreichen. Neben dem rein organischen Wachstum wird dabei auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt Hönle, ihre Marktposition weiter auszubauen.
Gräfelfing, den 8. Januar 2014 Norbert Haimerl, Vorstand Heiko Runge, Vorstand Zukunftsbezogene Aussagen Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. Erklärung zur UnternehmensführungCorporate Governance Bericht Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 18. November 2013Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, sowie Empfehlungen und Anregungen der Regierungskommission. Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen. Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodex häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex überprüfte den Kodex und nahm einige Änderungen vor. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex, in der Fassung vom 13. Mai 2013, ab: Zusammensetzung des VorstandsDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht. Beide Vorstände arbeiten in dieser Struktur seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Eine Umstellung im Aufbau des Vorstands hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll. Struktur der VorstandsvergütungDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei ist bei variablen Vergütungsbestandteilen grundsätzlich auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu achten (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG erhalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable in ihrer Höhe begrenzte Vergütungsbestandteile. Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der VorstandstätigkeitDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Abfindungs-Cap, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 5) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Eine Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Abfindung für die Vorstandsmitglieder hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll. Offenlegung der VorstandsvergütungDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied die gewährten Zuwendungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung sowie den Zufluss aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung darzustellen und für diese Informationen vorgefertigte Mustertabellen zu verwenden (Kodexziffer 4.2.5 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht die Vergütung der Vorstände im Einklang mit den geltenden Vorschriften individualisiert und untergliedert nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Bezügen sowie Pensionen. Sie ist nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht. Bildung von Ausschüssen im AufsichtsratDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) bilden soll (Kodexziffer 5.3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden derzeit keine Ausschüsse gebildet. Zusammensetzung des AufsichtsratsDer Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder sowie Vielfalt (Diversity) vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber beispielsweise das Geschlecht oder das Alter bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Die Dr. Hönle AG wird daher auch nicht die Zielsetzung der Neubesetzung des Aufsichtsrats und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen. RechnungslegungDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden sollen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun. Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Verkürzung der Veröffentlichungszeiten würde in einem unangemessenen Verhältnis die Verwaltungskosten erhöhen. Die Veröffentlichungsfristen werden daher bis auf weiteres unverändert bleiben. Wertpapierbesitz der OrganeDer Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.3). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente wie folgt aus: scroll
Angaben zu UnternehmensführungspraktikenOrgane der GesellschaftOrgane der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und deren Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der Risikobericht. Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet. HauptversammlungDie Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung. (www.hoenle.de/ir-hauptversammlung) Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. VorstandNorbert HaimerlDiplom-Betriebswirt (FH) (51 Jahre) verantwortlich für Finanzen und Personal Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung der Schiessl GmbH & Co. KG startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei der MAN Roland Vertrieb Bayern GmbH als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. Heiko RungeDiplom-Ingenieur (FH) (49 Jahre) verantwortlich für Vertrieb und Technik Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt. AufsichtsratDr. Hans-Joachim VitsRechtsanwalt Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Vits verantwortete fünf Jahre die kaufmännische Geschäftsführung der Robert Bosch Espanola S.A., Madrid, bevor er als geschäftsführender Gesellschafter zwölf Jahre in der mittelständischen Familiengruppe Schwelmer Eisenwerk, Schwelm, arbeitete. Nach Auseinandersetzung der Familienstämme der Eisenwerksgruppe brachte er seine Beteiligung in eine Vermögensverwaltung ein und arbeitete als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschafts-/Anwaltskanzlei. Er hatte zahlreiche Ehrenämter inne, u.a. im Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ferner übernahm er zahlreiche Aufsichtsmandate, u.a. als Vorsitzender der IVECO Magirus Brandschutztechnik AG und als Mitglied der Salzgitter Maschinenbau AG, der Gothaer Versicherungsgruppe und der Sintermetallwerk Krebsöge GmbH. Prof. Dr. Karl HönleDiplom-Physiker stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Karl Hönle ist emeritierter Professor der Hochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig. Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH. Eckhard PergandeBankkaufmann, Bankfachwirt Aufsichtsrat Eckhard Pergande war von 1980 bis 1990 Sprecher des Vorstands der Münchner Bank e.G.. Danach übernahm er bis 2002 den Vorstandsvorsitz der Lagerland AG. Er bekleidete in dieser Zeit diverse Ehrenämter in berufsständischen Verbänden auf Bundesebene. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - sowie den Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Dr. Hönle Aktiengesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 8. Januar 2014 S&P GmbH Christoph Thomas, Wirtschaftsprüfer Georg Komm, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Gräfelfing, den 8. Januar 2014 Norbert Haimerl, Vorstand Heiko Runge, Vorstand Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2012 bis 30.09.2013 nach IFRSscroll
Konzerngesamtergebnisrechnungfür die Zeit vom 01.10.2012 bis 30.09.2013 nach IFRS scroll
Konzernbilanzzum 30.09.2013 nach IFRS AKTIVA scroll
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang scroll
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungfür die Zeit vom 01.10.2012 – 30.09.2013 nach IFRS scroll
scroll
Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang Konzernkapitalflussrechnungfür die Zeit vom 01.10.2012 – 30.09.2013 nach IFRS scroll
Die Kapitalflussrechnung wird in Tz. 47 des Konzernanhangs erläutert. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang Anhang zum IFRS - Konzernabschlussfür das Geschäftsjahr 2012/2013 der Dr. Hönle AG, Gräfelfing ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN1. Grundlagen der RechnungslegungDie Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland. Die Dr. Hönle AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern industrieller UV-Technologie. Zusammen mit seinen Tochterfirmen entwickelt, produziert und vertreibt der Konzern UV-Strahlungssysteme, UV-Strahler, UV-Klebstoffe und Vergussmassen für industrielle Anwendungen. Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Der Konzernabschluss wird um den zusammengefassten Lagebericht der Dr. Hönle AG und des Konzerns ergänzt. Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., China, entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September. Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter Ziffer 6 (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) etwas anderes angegeben wird. Der Konzernabschluss wird unter der going-concern-Prämisse aufgestellt. Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 8. Januar 2014 aufgestellt. 2. Schätzungen und AnnahmenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung der einzelnen Positionen aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 21), der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 35), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 41) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz. 24) getroffen worden. 3. KonsolidierungKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 30.09.2013 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen: scroll
Bei allen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen repräsentieren die Beteiligungsquoten zugleich die Stimmrechtsquoten. Die genannten Unternehmen der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen. Assoziierte Unternehmen gem. IAS 28 werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn das Mutterunternehmen einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält (assoziiertes Unternehmen). Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH wurde trotz Vorliegen einer 100 %igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis der Solitec GmbH beträgt -1 T€ (Vj. -2 T€), die Höhe des Eigenkapitals beträgt 35 T€ (Vj. 36 T€). Die Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH mit Sitz in Kohlberg, Deutschland, in Höhe von 20 % des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Finanzielle Vermögenswerte“ im Konzernabschluss ausgewiesen. Eine Konsolidierung erfolgt nicht, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben kann. Die Beteiligung ist als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert. Das Geschäftsjahresergebnis der PrintDesign Engineering GmbH beträgt 2 T€ (Vj. 43 T€), die Höhe des Eigenkapitals beträgt 38 T€ (Vj. 66 T€). Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften: Im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 wurde die französische Tochtergesellschaft Domino S.à.r.l., Paris, auf die französische Tochtergesellschaft Eleco Produits EFD, SAS, Paris verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum 01. Januar 2013. Die Grafix GmbH (vormals Blitz 12–319 GmbH), eine im Dezember 2012 erworbene 100 %ige Tochtergesellschaft der Dr. Hönle AG, unterzeichnete am 21. Dezember 2012 einen Kaufvertrag zum Erwerb aller wesentlichen Vermögenswerte (asset deal) der insolventen Grafix GmbH, Stuttgart, und der insolventen Platsch GmbH & Co. KG, Stuttgart. Mit Kaufvertragsannahme vom 8. Januar 2013 erlangte die Dr. Hönle AG Beherrschung über die erworbenen Vermögenswerte und den Geschäftsbetrieb und daher erfolgt ab diesem Zeitpunkt die Einbeziehung in den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG. Zu den erworbenen Vermögenswerten gehören Teile des immateriellen und materiellen Anlagevermögens, einschließlich einer Betriebsimmobilie am Standort Unterlüß (Celle), Vorräte und die gesamte Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH inklusive Beschäftigungsverhältnisse. Die übernommenen Vermögenswerte stellen in Summe einen Geschäftsbetrieb nach den Vorschriften des IFRS 3 dar. Folglich finden auf die Transaktion die Regelungen des IFRS 3 über Unternehmenszusammenschlüsse Anwendung. Die Grafix GmbH ist ein weltweit führender Hersteller für Peripheriegräte im Bereich Farbfixierung. Das Produktprogramm der Gesellschaft umfasst Trocknungs- und Bestäubungssyteme, Systeme für die Feuchtmittelaufbereitung und die Farbwerkstemperierung. Das Unternehmen beliefert mit diesem Produktprogramm sowohl Druckereien als auch Druckmaschinenhersteller. Als wichtiger Lieferant hat das Unternehmen Zugang zu führenden Herstellern von Offset- und Digitaldruckmaschinen weltweit. Die Einbeziehung des erworbenen Geschäftsbetriebs in den Konzernabschluss erfolgte auf Basis einer vorläufigen Bilanzierung. Insofern kann es innerhalb des nach IFRS 3.45 vorgesehenen Bewertungszeitraums von einem Jahr nach dem Erwerb noch zu Anpassungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Vermögenswerte und Schulden und in Folge dessen auch des ermittelten Geschäfts- oder Firmenwertes kommen. Auch der Ansatz der langfristigen Vermögenswerte und Vorräte ist als vorläufig anzusehen. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar: scroll
Der vertraglich festgelegte Kaufpreis für die erworbenen Vermögenswerte beträgt 4.500 T€. Der Kaufpreis war in bar zu begleichen und wurde in voller Höhe bezahlt. Änderungs- bzw. Anpassungsklauseln für den Kaufpreis sind nicht vorgesehen. Für die Finanzierung des Erwerbes wurde ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit aufgenommen. Die Darlehenssumme wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlages von 1,95 % verzinst. Gleichzeitig wurde ein PAYER-Swap mit einer 5-jährigen Laufzeit für die Absicherung des 3-Monats-EURIBOR abgeschlossen. Es wurden keine Zahlungsmittel erworben. Es kam daher zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 4.500 T€. Aus dem Kaufpreis und den erworbenen Vermögenswerten resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 764 T€. Die Hauptfaktoren für diesen Geschäfts- oder Firmenwert sind die erwarteten Synergien in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird vollständig der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Grafix GmbH zugeordnet. Der durch den Unternehmenserwerb voraussichtlich anzusetzende steuerliche Geschäfts- oder Firmenwert beläuft sich auf 1.801 T€. Die Ermittlung des steuerlich anzusetzenden Geschäfts- oder Firmenwertes ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Der Jahresüberschuss des erworbenen Geschäftsbetriebs vom Erwerbszeitpunkt bis zum 30. September 2013 belief sich auf 500 T€. Die Umsatzerlöse vom Erwerbszeitpunkt bis zum 30. September 2013 betrugen 6.880 T€. Die Umsatzerlöse vom 01. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 beliefen sich auf 9.012 T€. Da die Geschäftsbetriebe aus Unternehmen, welche sich in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befunden haben, übernommen wurden, sind die Angaben des IFRS 3.60 i.V.m. Paragraf B.64 (q) (ii) für den Ergebnisbeitrag nicht ermittelbar. Im Rahmen des Unternehmenserwerbs wurden keine Geschäftsbereiche aufgegeben oder veräußert. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 wurde die Firma TECINVENT GmbH in Schömberg gegründet, an welcher die Dr. Hönle AG zu 35 % beteiligt ist. Die TECINVENT GmbH wird ab dem 01. Juli 2013 als assoziiertes Unternehmen gem. IAS 28 mit der At-Equity-Methode bilanziert. Der Unternehmensgegenstand ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen im Bereich elektronischer Schaltungen, Baugruppen, Geräten und Systemen. KonsolidierungsmethodenUnternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden direkt im Eigenkapital verrechnet. Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann. Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. WährungsumrechnungDie funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€). Für die selbständigen Tochtergesellschaften in England und in der Schweiz ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP) bzw. der Schweizer Franken (CHF); für die selbständige amerikanische Tochtergesellschaft der US-Dollar (USD) und für die selbständige chinesische Tochtergesellschaft der Chinesische Renminbi (RMB). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. scroll
Ein kleiner Teil der Konzernunternehmen der Hönle Gruppe fakturieren aufgrund der Kundenstruktur in USD und YEN. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als Kursdifferenzerträge oder Kursdifferenzaufwendungen erfasst. Sicherungsgeschäfte für das Währungsrisiko wurden nicht vorgenommen. 4. Anpassungen der Vergleichsinformationen des Konzernabschlusses zum 30.09.2011 und zum 30.09.2012a. Verbindlichkeiten aus Put-Optionen auf nicht beherrschende AnteileDie Dr. Hönle AG übernahm im Juli 2011 51 % der auf industrielle Lichttechnik spezialisierten Mitronic P. Miller GmbH (umfirmiert in „Mitronic GmbH“) sowie Anfang 2012 80 % der Anteile an der Raesch Gruppe, einem führenden Hersteller von Quarzglasrohren. Für die verbleibenden Anteile an der Mitronic GmbH sowie der Raesch Gruppe wurden den Verkäufern Put-Optionen für die Andienung der noch ausstehenden Anteile gewährt. Im Gegenzug erhielt die Dr. Hönle AG Call-Optionen für die noch ausstehenden Anteile. Die Bilanzierung derartiger Optionen ist derzeit in den Standards der IFRS nicht eindeutig geregelt. Die Klärung dieses komplexen Sachverhalts sollte im Rahmen einer klarstellenden Interpretation erfolgen. Allerdings konnte keine finale Lösung gefunden werden und daher entschloss sich das International Accounting Standards Board im März 2013, keine Interpretation hierzu zu veröffentlichen, sondern das Thema weiter intern zu erörtern. Im Rahmen der Diskussionen zur Klärung dieses Themas wurden jedoch einige Bereiche der Bilanzierung vom International Accounting Standards Board als derzeit ausreichend in den bestehenden Standards geregelt angesehen. Dies hat die Dr. Hönle AG dazu veranlasst, die oben dargestellte Bilanzierungspraxis für die oben genannten Optionen rückwirkend gemäß den Vorschriften des IAS 8 anzupassen. Nach den bestehenden International Accounting Standards sind Verpflichtungen aus geschriebenen Put-Optionen, die zum Kauf eigener Eigenkapitalinstrumente für Zahlungsmittel oder andere Finanzinstrumente verpflichten, gemäß IAS 32.23 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Zahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit anzusetzen. In der Konsequenz führt diese Bilanzierung dazu, dass Put-Optionen so erfasst werden, als wären sie bereits ausgeübt worden. Die für die Put-Option gemäß IAS 32.23 zu bilanzierende finanzielle Verbindlichkeit ist somit in die Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Unternehmenserwerb gemäß IFRS 3.32 anstelle des Buchwerts der nicht beherrschenden Anteile einzubeziehen. Auswirkungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert ergeben sich dabei aus der Differenz zwischen dem Buchwert der nicht beherrschenden Anteile, der sich bei einem Erwerb ohne eine Put-Option ergeben hätte, und der zu erfassenden finanziellen Verbindlichkeit. In den Konzernabschlüssen 2010/2011 und 2011/2012 wurden die restlichen Anteile ausschließlich unter der Bilanzposition „Nicht beherrschende Anteile“ in Höhe der anteiligen Nettovermögenswerte, die sich aus der Purchase Price Allocation (PPA) ergeben haben, bilanziert. Die bisher bilanzierten „Nicht beherrschenden Anteile“ für die Mitronic GmbH, Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd. wurden entsprechend der oben dargestellten Regelung berichtigt bzw. ausgebucht. Dafür wurden Verbindlichkeiten in Höhe der zu erwartenden Zahlungsverpflichtungen rückwirkend zum jeweiligen Erwerbsstichtag auf Basis der am Erwerbszeitpunkt vorliegenden Cashflow-Planungen und den daraus resultierenden Ausübungspreisen zum Erwerbszeitpunkt der Optionen gebucht. Die Korrektur wirkt sich zum 30.09.2011 (Mitronic GmbH) bzw. zum 30.09.2012 (Raesch Gruppe) aus. Die Differenz zwischen dem Buchwert der „Nicht beherrschenden Anteile“ und der finanziellen Verbindlichkeit zum Erwerbszeitpunkt wurde unter der Bilanzposition Geschäfts- oder Firmenwert zum 30.09.2011 bzw. 30.09.2012 rückwirkend berichtigt und ausgewiesen. Die erstmalige Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgte zum Barwert des bei frühestmöglicher Ausübung der Option zu zahlenden Ausübungspreises. Als Zinssatz für die Abzinsung wurde der Fremdkapitalzinssatz für die Finanzierung der Anteilerwerbe an den oben genannten Gesellschaften herangezogen (3,00 % bis 3,43 % p.a.) IAS 32.23 schreibt die erstmalige Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten vor, regelt allerdings nicht die Folgebewertung. Ausschlaggebend hierfür ist die Kategorisierung der finanziellen Verbindlichkeit. Da es sich um eine finanzielle Verbindlichkeit handelt, ist für die Folgebewertung IAS 39 bzw. IFRS 9 anzuwenden. Dabei kann die Folgebewertung zum Fair Value oder zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgen. Da die Optionen auf Ausübungspreisen basieren, die von der Unternehmensentwicklung beeinflusst werden, muss bei einer Änderung der den Wert der finanziellen Verbindlichkeit bestimmenden Cash-Flows eine bilanzielle Anpassung erfolgen. Daraus ergeben sich Wertänderungen, deren Erfassung seit längerem diskutiert wird. Nach Ansicht des IASB sind die Effekte aus der Folgebewertung gemäß IAS 39 im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Bei der Folgebewertung der oben genannten Verbindlichkeiten wurde für die Jahre 2010/2011 und 2011/2012 rückwirkend auf Grundlage der Cashflow-Planungen eine Neubewertung der Verbindlichkeiten vorgenommen. Die sich daraus ergebenen Wertänderungseffekte wurden nach IAS 39 rückwirkend als Gewinn bzw. Verlust in den betreffenden Geschäftsjahren erfasst. Die Unternehmensplanung der Mitronic GmbH hat sich gegenüber der Unternehmensplanung zum Erwerbszeitpunkt in den Jahren 2010/2011 und 2011/2012 aufgrund eines stärkeren Wettbewerbs und einer schwächeren Marktentwicklung im Bereich Sonnenlichtsimulationssysteme und lichttechnischen Anlagen geändert. Darüber hinaus wurden nachträglich neue Vereinbarungen bezüglich der Ausübungspreise für die Put-Optionsrechte getroffen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 kam es zu einer unwesentlich höheren Folgebewertung der Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2011/2012 kam es hingegen aufgrund der vorstehenden Einflüsse auf die Planungsrechnungen zu einer deutlich geringeren Folgebewertung der Verbindlichkeit, die als Finanzertrag rückwirkend im Geschäftsjahr 2011/2012 berücksichtigt wurde. Die Unternehmensplanung der Raesch Gruppe hat sich gegenüber der Unternehmensplanung zum Erwerbszeitpunkt im Jahr 2011/2012 insbesondere aufgrund eines schlechteren Marktumfeldes geändert. Die geänderte Cashflow-Planung und die daraus resultierende Neubewertung der Verbindlichkeiten führte zu einem Finanzertrag im Geschäftsjahr 2011/2012, der ebenfalls rückwirkend berücksichtigt wurde. Die oben dargestellten Anpassungen betreffen die Geschäftsjahre 2010/2011 und 2011/2012 und wirken sich in folgenden Berichtsteilen aus:
In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011 sowie vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012 ergeben sich folgende Anpassungen: scroll
In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung für den Zeitraum vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011 sowie vom 01.10.2011 bis zum 30.09.2012 ergeben sich folgende Anpassungen: scroll
Die Auswirkungen auf die Bilanz sowie das Eigenkapital zum 01.10.2011 und zum 30.09.2012 ergeben sich wie folgt: scroll
Ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwertes, der beim Erwerb der Mitronic GmbH entstanden ist, wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Dr. Hönle AG zugeordnet. Der Anpassungsbetrag wurde rückwirkend in dem gleichen Verhältnis zugeordnet. Die Auswirkungen auf die Konzernkapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 01.10.2010 bis 30.09.2011 sowie vom 01.10.2011 bis 30.09.2012 stellen sich wie folgt dar: scroll
b. SicherungsgeschäfteFür die Teilfinanzierung des Erwerbs der Raesch Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2011/2012 ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ aufgenommen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2013 insgesamt 2.100 T€. Das Annuitätendarlehen wird in vierteljährlichen Raten in Höhe von 150 T€ zurückgeführt. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 % p.a. berechnet und ist bis zum 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %. Es wurden keine Sicherheiten ausgereicht. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurden das Annuitätendarlehen und der diesbezüglich abgeschlossene PAYER-Zinsswap, obwohl aus formaler Sicht getrennte Verträge über Grund- und Sicherungsgeschäft vorliegen, als wirtschaftlich eine Einheit angesehen. Dementsprechend wurde lediglich das Darlehen bilanziert und das dazugehörige Zinssicherungsinstrument nicht separat ausgewiesen. Nach den International Accounting Standards sind Derivative Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeit, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Dementsprechend wurde die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des PAYER-Zinsswaps rückwirkend zum 30.09.2012 als langfristige finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von 61 T€ angesetzt. In gleicher Höhe wurde ein negatives sonstiges Ergebnis sowie eine gegenläufige Veränderung der latenten Ertragsteueransprüche in Höhe von 15 T€ rückwirkend zum 30.09.2012 im Eigenkapital erfasst. Das sonstige Ergebnis und das Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 2011/2012 verringern sich dadurch um 46 T€. In gleicher Höhe verringern sich die Rücklage für Sicherungsgeschäfte und damit die Gewinnrücklagen und das Eigenkapital zum 30.09.2012. Eine zusammengefasste Überleitung der Abschlussposten vor und nach Anpassungen ist in Tz. 4e dargestellt. c. Anpassung Kapitalrücklage und Kaufpreisverbindlichkeit bei Abgang eigener AktienDie Raesch Gruppe wird seit dem 01. Januar 2012 in den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG einbezogen. Die Anschaffungskosten (fair value) für die erworbenen Anteile betrugen zum Erwerbsstichtag insgesamt 13.930 T€, welche zum Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeit erfasst wurden. Darin war ein Teilbetrag für die Übergabe von 235.000 eigenen Aktien, bewertet entsprechend der Vorschriften der International Accounting Standards zum Erwerbszeitpunkt 01. Januar 2012 in Höhe von 2.209 T€, enthalten. Dies entsprach dem Kurs pro Aktie von 9,40 €. Der Kurswert der eigenen Aktien zum Zeitpunkt des Kaufvertrages betrug 10,50 € pro Aktie bzw. 2.468 T€. Nachfolgend zum Erwerb wurden die eigenen Aktien zu einem Wert von 2.468 T€ ausgebucht und die Differenz zu den Anschaffungskosten in Höhe von 643 T€ in die Kapitalrücklage eingestellt. Entsprechend wurde auch die Kaufpreisverbindlichkeit reduziert. Bei Ausbuchung der Aktien mit dem Wert zum Zeitpunkt des Unternehmenserwerbs in Höhe von 2.209 T€ hätte sich die Kaufpreisverbindlichkeit nur um diesen Betrag reduziert und die Kapitalrücklage wäre nur um 384 T€ erhöht worden. Die resultierende Differenz beträgt 259 T€ und wird nunmehr rückwirkend zum 30.09.2012 berücksichtigt bzw. korrigiert. Die Kapitalrücklage sowie das Eigenkapital verringern sich dadurch um 259 T€ und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhen sich um diesen Betrag. Eine zusammengefasste Überleitung der Abschlussposten vor und nach Anpassungen ist in Tz. 4e dargestellt. d. Ausweis der Rückstellungen für ausstehende RechnungenDie Dr. Hönle AG bildet regelmäßig Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen, die erst im neuen Geschäftsjahr eingehen, jedoch den jeweiligen Berichtszeitraum betreffen. Die Höhe der angesetzten Beträge basiert auf den vereinbarten Lieferkonditionen und auf getroffenen Absprachen. In den Konzernabschlüssen zum 30.9.2011 sowie zum 30.9.2012 wurden diese Abgrenzungen als Rückstellungen für ausstehende Rechnungen innerhalb des Postens „sonstige Rückstellungen“ ausgewiesen. IAS 37.11 regelt den Ausweis nicht ausdrücklich, sondern verweist darauf, dass diese abgegrenzten Verbindlichkeiten häufig als Teil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen separat von den Rückstellungen ausgewiesen werden. Die Dr. Hönle AG gliedert die entsprechenden Beträge daher in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um und passt die Vorjahresausweise entsprechend an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich dadurch zum 30.09.2012 um 1.249 T€ und zum 30.09.2011 um 1.063 T€. Die sonstigen Rückstellungen verringern sich jeweils um die gleichen Beträge. Die Anpassung gleicht sich im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Eine zusammengefasste Überleitung der Abschlussposten vor und nach Anpassungen ist in Tz. 4e dargestellt. e. Zusammenfassende Darstellung der Anpassung der Abschlusspostenscroll
scroll
scroll
scroll
scroll
5. Neu herausgegebene RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2012/2013 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB bzw. IFRIC erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.
Das IASB bzw. IFRIC haben weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für die Dr. Hönle AG noch nicht verpflichtend ist:
Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC folgende Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich:
6. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenBilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird. Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit. Die Ermittlung des Nutzungswertes wird mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cash-Flows aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst. Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt. Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Tz. 21. Immaterielle Vermögenswerte des AnlagevermögensEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt: scroll
SachanlagevermögenDie Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben. Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrunde gelegt: scroll
Unter der Position „Gebäude“ werden auch Mietereinbauten erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer festgelegt. Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. Finanzielle VermögenswerteDie Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:
Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zugeordnet. Sie werden ausnahmsweise mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen. Die kurzfristigen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugerechnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertminderungen berücksichtigt. Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert. Ausbuchung Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:
Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, noch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert überträgt, erfasst der Konzern den Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird. Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste. Nach der Equity-Methode bilanzierte BeteiligungenAssoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und in der Bilanz unter der Position „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ ausgewiesen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinsame Kontrolle ausüben kann. IAS 28.6 geht davon aus, dass eine Beteiligung von mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile auf einen maßgeblichen Einfluss hinweist. Latente SteuernZur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebenen Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden. Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze. Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, dessen Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das gewogene Durchschnittsverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde vorgenommen. Eine marktübliche Verzinsung wurde im Zusammenhang mit dem Rückkaufwert der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Bilanzansatz entspricht dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag. Liquide MittelDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Auf fremde Währungen lautende Guthaben werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. LeasingDie Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist. Bei Leasingvereinbarungen, die vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRIC 4 der 01. Januar 2005 als Zeitpunkt des Abschlusses der Leasingvereinbarung. Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zu Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst. Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigene AnteileErworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Transaktionskosten sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen. VerbindlichkeitenErstmalige Erfassung und Bewertung Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden oder als sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten auch Darlehen oder Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest. Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Finanzgarantien und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Bilanz angesetzt. Dazu zählen in erster Linie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltene Darlehen. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihrem Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag angesetzt. Langfristige sonstige Verbindlichkeiten stehen mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag in der Bilanz. Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten werden auch die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern aus Tantiemen und Prämien, Weihnachtsgeld, ausstehendem Resturlaub und Gleitzeitüberhängen erfasst. Auf Fremdwährungen lautende kurzfristige Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet. Ausbuchung Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst. Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von SicherungsbeziehungenErstmalige Erfassung und Folgebewertung Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wird. Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:
Die Hönle Gruppe nutzt ausschließlich Sicherungsinstrumente als Absicherung von Cashflows. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts, die sich auf das abgesicherte Risiko zurückführen lassen, ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren. Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert: Absicherung von Cashflows (Cash Flow Hedges)Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung und in der Rücklage zur Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wird. Der Hönle Konzern nutzt Zinsswaps als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zinsrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten. Für weitergehende Erläuterungen wird auf Tz. 46 verwiesen. Die im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Verbindlichkeit. Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste solange im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung das Ergebnis beeinflusst. Klassifizierung in kurzfristig und langfristig Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert und als solche effektiv sind, werden auf der Grundlage einer Beurteilung der Tatsachen und Umstände (d.h. der zugrunde liegenden vertraglichen Cashflows) als kurzfristig oder langfristig klassifiziert oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt.
RückstellungenDie versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von DefinedBenefit-Plänen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der so genannten Korridormethode entsprechend IAS 19.92 berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichsten Betrages. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendung tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für Kauf oder Herstellung von Anlagevermögen (vermögenswertbezogene Zuwendungen) werden bei erstmaligem Ansatz mit der Bruttomethode bilanziert („deferred income“) und während der Nutzungsdauer des Vermögenswertes auf einer planmäßigen Grundlage ertragswirksam aufgelöst. Zuwendungen für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zum Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung ohne zukünftig damit verbundenen Aufwand wird gem. IAS 20.02 als Ertrag in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht. Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. UmsatzrealisierungDie Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen. FremdkapitalkostenFremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst, es sei denn sie entfallen auf ein qualifying asset nach IAS 23. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGDie Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Bei den nachfolgend dargestellten Vorjahreswerten handelt es sich teilweise um die nach IAS 8 angepassten Beträge; auf Tz. 4 wird verwiesen. 7. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse enthalten Umsatzerlöse aus Verkauf von Gütern in Höhe von 74.685 T€ (Vj. 69.999 T€) und Dienstleistungsumsätze für Serviceleistungen in Höhe von 2.588 T€ (Vj. 2.093 T€). 6 T€ (Vj. 3 T€) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen. 8. Sonstige betriebliche Erträgescroll
Unter die Position „Sonstige Erträge“ fallen im Wesentlichen Erträge, die aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 25 T€ (Vj. 221 T€) resultieren. Hierunter fallen auch weiterberechnete Ersatzansprüche an einen Minderheitengesellschafter in Höhe von 233 T€. Die Schadensersatzansprüche enthalten periodenfremde Anteile in Höhe von 141 T€. Erträge aus Zuschüssen/Investitionsförderungen resultieren aus den Zuwendungsbescheiden der Forschungsprojekte und Maßnahmen der Europäischen Union, welche mit den korrespondierenden Aufwendungen in Zusammenhang stehen. Außerdem sind die Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Zuschüssen beim Erwerb von Anlagevermögen enthalten. Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 218 T€ (Vj. 269 T€) werden als Fremdwährungsgewinne unter der Position „Sonstige Erträge“ ausgewiesen. 9. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungenscroll
10. Personalaufwandscroll
11. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des AnlagevermögensDie Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel (Tz. 21) dargestellt. In den Geschäftsjahren 2012/2013 und 2011/2012 ergaben die jährlich durchgeführten Wertminderungstests keinen Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 21) enthalten. 12. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt 749 T€ (Vj. 593 T€). Davon entfallen 551 T€ (Vj. 444 T€) auf Fahrzeuge und 198 T€ (Vj. 149 T€) auf Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 421 T€ (Vj. 220 T€) werden als Fremdwährungsaufwendungen unter der Position „Sonstige Kosten“ ausgewiesen. Weiterhin sind in den „Sonstigen Kosten“ Rückforderungen von 233 T€ der Thüringer Aufbaubank, die die Raesch Quarz (Germany) GmbH zu leisten hatte, enthalten. Weiterhin hat die Hönle Gruppe Ihre Aufwendungen für Personalanwerbung und Personalausbildung von 180 T€ auf 294 T€ erhöht. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 72 T€ sind ebenfalls unter den „sonstigen Kosten“ erfasst. 13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten BeteiligungenDie Position enthält im Geschäftsjahr 2012/2013 das anteilige Ergebnis an der neu gegründeten Gesellschaft TECINVENT GmbH, Schömberg, in Höhe von -8 T€ sowie die bestehenden bilanzierten Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc., Winsted, USA, in Höhe von -15 T€ (Vj. -21 T€) und an der Tangent Industries Inc., Winsted, USA, in Höhe von 30 T€ (Vj. 2 T€). Für weitere Informationen siehe Tz. 23 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“. 14. Finanzerträgescroll
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von 57 T€ (Vj. 56 T€) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen. In den Zinserträgen ist ein Betrag in Höhe von 1.491 T€ (Vj 719 T€) aus der Neubewertung von Verbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter enthalten. Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf Tz. 4a verwiesen. In Höhe von 6 T€ (Vj. 11 T€) entfällt der Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegen die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH. 15. FinanzaufwendungenDie Position enthält Zinsaufwendungen in Höhe von 331 T€ (Vj. 165 T€), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns entfallen. Im Rahmen des Erwerbes der Raesch Gruppe wurde vertraglich vereinbart, dass die 3. Kaufpreiszahlung in Höhe von 3.634 T€ am 31. März 2014 fällig wird. Es erfolgte eine Abzinsung der zukünftigen Kaufpreisverpflichtungen. Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung zum Bilanzstichtag beträgt insgesamt 165 T€. Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt 0 T€ (Vj. 3 T€). Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von 10 T€ (Vj. 11 T€) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt. 16. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In der Position „laufender Ertragssteueraufwand und -ertrag in der Periode“ sind periodenfremde Erträge in Höhe von 98 T€ aus der Auflösung von Steuerrückstellungen enthalten. Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steuerauf- wand im Konzernabschluss dar: scroll
Die nachfolgende Aufzählung gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:
Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragsteuereffekte in Höhe von -5 T€ (Vj. 15 T€) entfallen ausschließlich auf die Veränderung der Zeitwerte aus Sicherungsgeschäften. 17. Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen istDie nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4a verwiesen. 18. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeIn der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind 289 T€ (Vj. 143 T€) periodenfremde Erträge und 235 T€ (Vj. 323 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 224 T€ (Vj. 91 T€) enthalten. 19. Aufwendungen für Forschung und EntwicklungForschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand berücksichtigt. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert, da die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe nicht erfüllt werden. Die Entwicklungsaufwendungen zielen zwar auf eine Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse der Hönle Gruppe ab, sind aber kaum hinsichtlich ihre technischen Realisierbarkeit oder Nutzungsdauer bewertbar. Es gibt keine verlässliche Schätzung der Ausgaben für die Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse. Die Ausgaben für auftragsunabhängige Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen 1.138 T€ (Vj. 1.034 T€). 20. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet. Der gewichtete durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien am Bilanzstichtag (1.076 Stück) fließt sowohl bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses als auch bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht mit ein. scroll
Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4a verwiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ21. AnlagevermögenUnter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:
Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. scroll
scroll
scroll
scroll
Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen, unabhängig davon ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert so zugeordnet worden ist, (a) hat die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und (b) darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne der IFRS 8. Im Dr. Hönle Konzern sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 18.849 T€ (Vj. angepasst: 18.085 T€) bilanziert. Sie sind auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt worden, die die Geschäftsbereiche UV-Geräte und -Anlagen sowie Glas und Strahler betreffen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind wie folgt zugeordnet: scroll
* Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4a verwiesen. Die oben angeführten Gesellschaften stellen Geschäftssegmente nach IFRS 8.5 dar. Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte nach der unter Tz. 6 dargestellten Vorgehensweise. Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte auf Basis des Nutzungswertes. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cash Flows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen. Die Prognose der Cash Flows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, basierend auf internen Erfahrungswerten und externen Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum wird für die betreffenden Gesellschaften von einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung zwischen -0,8 % und 15,6 % ausgegangen. Einen wesentlichen Anteil an den Geschäfts- oder Firmenwerten der Hönle Gruppe fällt auf die am 01.01.2012 erworbenen Gesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd.. Für die Raesch Quarz (Germany) GmbH wurde für das Geschäftsjahr 2013/2014 von einer Umsatzsteigerung von 32,0 % ausgegangen. Diese Steigerung stützt sich auf eine detaillierte Umsatzplanung, die die Umsatzentwicklung mit einzelnen bestehenden Kunden sowie die Umsatzprognose mit Neukunden beinhaltet. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass neu entwickelte Produkte für die Lichtleiterindustrie sowie die Halbleiterindustrie wesentlich zu der geplanten Umsatzsteigerung beitragen werden. Investitionen in den Ausbau des Vertriebs und damit die Steigerung der weltweiten Vertriebspräsenz werden in Verbindung mit einem neuen Vertriebspartner in Nordamerika darüber hinaus eine wesentliche Basis für eine Steigerung des Umsatzes darstellen. Die geplante Umsatzsteigerung basiert auch auf der Annahme, dass sich der Halbleitermarkt gegenüber dem Geschäftsjahr 2012/2013 erholt und die technisch bedingten Produktionsausfälle, die im Geschäftsjahr 2012/2013 die Umsatzentwicklung stark behinderten, sich aufgrund von umgesetzten Maßnahmen auf einem geringen Niveau bewegen werden. Bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 wird von einer geplanten Umsatzsteigerung von durchschnittlich 11,8 % ausgegangen. Die kommenden Geschäftsjahre werden von der strategischen Ausrichtung auf den Halbleiter- und Quarzstabmarkt (Lichtleiterindustrie) geprägt sein. Eine wichtige Basis stellt hierfür die Lieferantenzertifizierung für Produkte für die Halbleiterindustrie dar. Ziel ist es im Geschäftsjahr 2013/2014 den Zertifizierungsprozess für wesentliche Produkte für die Halbleiterindustrie erfolgreich abzuschließen. Die dargestellten sowie weitere eingeleitete Maßnahmen schaffen die Grundlage für die geplante Umsatzsteigerung bis zum Geschäftsjahr 2017/2018. Für Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird von einer Umsatzsteigerung von ca. 27,3 % im Geschäftsjahr 2013/2014 ausgegangen. Diese Umsatzsteigerung basiert auf einer detaillierten, kundenbezogenen Umsatzplanung für Bestandskunden. Darüber hinaus wurde eine Umsatzprognose für alle laufenden Kundenprojekte erstellt. Die geplante Umsatzsteigerung basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass die laufenden Kundenprojekte kurzfristig zur Umsatzrealisierung beitragen. Die Verlagerung von Produktionsschritten von der Aladin GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH zu Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird voraussichtlich ebenfalls zur Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2013/2014 beitragen. Der Ausbau des Vertriebes für Produkte der Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird darüber hinaus die Umsatzentwicklung in den weiteren Jahren positiv beeinflussen. Für die kommenden Geschäftsjahre bis 2017/2018 wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate beim Umsatz von 5,0 % geplant. Bei der Dr. Hönle AG wird von einer Umsatzsteigerung von 7,6 % im Geschäftsjahr 2013/2014 ausgegangen. Die Umsatzplanung basiert auf einer detaillierten Planung für Anwendungsbereiche, Kunden und Regionen. Darüber hinaus sind Einschätzungen und Aussagen der Kunden, sowie Annahmen über die sich abzeichnenden Entwicklungen von Märkten in die Umsatzprognosen der Geschäftsjahre bis 2017/2018 eingeflossen. Bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 wird von einer geplanten Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,0 % ausgegangen. Bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH wird von einer Umsatzsteigerung von 4,9 % im Geschäftsjahr 2013/2014 ausgegangen. Die Umsatzsteigerung basiert auf einer detaillierten, kundenbezogenen Umsatzplanung für Bestandskunden. Darüber hinaus wurde eine Umsatzprognose für alle laufenden Kundenprojekte für das Geschäftsjahr 2013/2014 erstellt. Bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 wird von einer geplanten Umsatzsteigerung von durchschnittlich 2,0 % ausgegangen. Diese moderate Umsatzsteigerung berücksichtigt die eher verhaltenen Prognosen für den Bogenoffsetmarkt. Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts werden für die folgenden Cash Flows Wachstumssteigerungen in Höhe von 1 % angenommen. Diese liegen nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Auf der Grundlage dieser Cash-Flow-Prognosen wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung von segmentspezifischen Kapitalkostensätzen vor Ertragsteuern für die Raesch Quarz (Germany) GmbH mit 10,29 %, für die Raesch Quarz (Malta) Ltd. mit 12,0 %, für die Dr. Hönle AG mit 10,19 %, für die PrintConcept GmbH mit 10,44 % und für die Eltosch Torsten Schmidt GmbH, mit 9,96 % und für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit 9,72 % bis 10,71 % ermittelt. Im Vorjahr wurden Diskontierungszinssätze von 9,56 % bis 10,82 % angewendet. Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf, da die erzielbaren Beträge die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deutlich übersteigen. In die Berechnung der Nutzungswerte gehen Annahmen ein, die Schätzungsunsicherheiten unterliegen. Dies betrifft insbesondere die Umsatzerwartung, die Entwicklung der Bruttogewinnmargen, die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cash-Flow-Prognosen außerhalb des Detailplanungszeitraums zugrunde gelegt wird. Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden Risiken dar. Die Ermittlung der Abzinsungssätze basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Eigenals auch das Fremdkapital. Die Eigenkapitalkosten werden aus der erwarteten Kapitalrendite der Eigenkapitalgeber des Konzerns abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten basieren auf dem verzinslichen Fremdkapital, für das der Konzern Tilgungsleistungen zu erbringen hat. Das segmentspezifische Risiko wird durch die Anwendung individueller Beta-Faktoren einbezogen. Die Beta-Faktoren werden jährlich aufgrund von öffentlich zugänglichen Marktdaten ermittelt. Die Schätzung der Wachstumsraten orientiert sich an der erwarteten allgemeinen Preissteigerung. Vom Management wurden Szenarien mit einer Erhöhung der Gesamtkapitalkosten (WACC) von 10 % sowie einer Reduktion der Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum von 0,5 % berechnet. Die Berechnungen würden sowohl gesondert als auch in Kombination der nachteiligen Entwicklungen nicht zu einem Wertberichtigungsbedarf der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen CGUs führen. Immaterielle VermögenswerteIm Zuge der Unternehmenserwerbe in den Geschäftsjahren 2007/2008, 2010/2011, 2011/2012 und im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Marken, Kundenstämme sowie Fertigungstechnologien erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten für ERP-Software. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft. SachanlagenAbnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und mit dem Anschaffungskostenmodell in Folge bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Grundstücke und Gebäude In dieser Position wird das im Geschäftsjahr 2004/2005 durch die Dr. Hönle AG erworbene Firmengebäude der Aladin GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird für die Bestimmung der Nutzungsdauer in zwei wesentliche identifizierbare Komponenten aufgeteilt. Der Gebäudeteil für die betriebliche Nutzung wird planmäßig über 33,33 Jahre abgeschrieben. Der Gebäudeteil, welcher zu Wohnzwecken dient, wird planmäßig über 50 Jahre abgeschrieben. Zur Absicherung des Immobiliendarlehens wurde eine erstrangige Grundschuld über 800 T€ zugunsten der Darlehensgeberin bestellt (vgl. Tz. 32). Ferner ist das im Geschäftsjahr 2010/2011 erworbene Firmengebäude der UV-Technik Speziallampen GmbH ausgewiesen. Das Gebäude wird ausschließlich betrieblich genutzt und über einen Zeitraum von 33,33 Jahren planmäßig abgeschrieben. Des Weiteren ist das im vorangegangenen Geschäftsjahr erworbene Firmengebäude der Raesch Quarz (Germany) GmbH unter dieser Position ausgewiesen. Das Gebäude wird ausschließlich betrieblich genutzt und über einen Zeitraum von 33,33 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Produktionshallen werden über einen Zeitraum von 25 Jahren abgeschrieben. Im Rahmen des Asset Deals zur Eingliederung der Grafix GmbH in die Hönle Gruppe wurde ein Grundstück und Gebäude in Unterlüß, Landkreis Celle, erworben. Dafür wurde ein Bewertungsgutachten eines Sachverständigen erstellt. Der ermittelte beizulegende Zeitwert durch den Sachverständigen beläuft sich auf 250 T€ für die Grundstücke und auf 1.050 T€ für die bestehenden Gebäude. Somit beläuft sich der gesamte beizulegende Zeitwert der erworbenen Immobilien auf 1.300 T€. Im Rahmen der Verschmelzung der Domino S.à.r.l. auf die Eleco Produits S.A.S. wurde das Grundstück und das Gebäude der ehemaligen Domino S.à.r.l. auf die Eleco Produits S.A.S. übertragen. Der Buchwert zum 30.09.2013 beträgt 657 T€ (Vj. 670 T€). Das Gebäude wird über eine Nutzungsdauer von 33,33 Jahren linear abgeschrieben. Technische Anlagen und Maschinen Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 19 Jahren linear abgeschrieben. In den Vermögenswerten der Technischen Anlagen und Maschinen ist eine Maschine enthalten, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworben wurde. Der Buchwert der Anlagen beläuft sich zum 30.09.2013 auf 13 T€ (Vj. 15 T€). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 33). Über die Anlagen kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden. Betriebs- und Geschäftsausstattung Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 23 Jahren linear abgeschrieben. In den Vermögenswerten der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind Anlagen enthalten, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte belaufen sich zum 30.09.2013 auf 28 T€ (Vj. 88 T€). Im Gegenzug bestehen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 33). Die zum Vertragsende vereinbarten Kaufoptionen sollen nach gegenwärtigen Planungen in Anspruch genommen werden. Finanzielle VermögenswerteDie unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 32 T€ betreffen im Wesentlichen die 100 %ige Beteiligung an der Solitec GmbH sowie die 20 %ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei der PrintDesign Engineering GmbH unterbleibt eine Konsolidierung, da kein maßgeblicher Einfluss oder eine gemeinschaftliche Kontrolle ausgeübt werden kann. 22. Sonstige langfristige Vermögenswertescroll
Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde ein kurzfristiges Darlehen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH in ein Annuitätendarlehen umgewandelt, das durch selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert ist. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2013 64 T€. Der hier ausgewiesene langfristige Anteil beträgt 28 T€ (Vj. 61 T€), der kurzfristige Anteil in Höhe von 36 T€ (Vj. 31 T€) ist unter der Position „sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ ausgewiesen (vgl. Tz. 28). Das Darlehen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH wurde mit 6,0 % verzinst und hat eine Laufzeit bis zum 31.07.2015. Die Annuität für die Darlehen beläuft sich auf 36 T€ jährlich. 23. Nach der At-Equity-Methode bilanzierte BeteiligungenUnter dieser Position werden die Bilanzansätze der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc., an der Tangent Industries Inc. sowie an der TECINVENT GmbH ausgewiesen. Zum 30. September 2013 beträgt der Buchwert der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 210 T€ (Vj. 195 T€). Die Angaben basieren auf dem jeweils letzten vorliegenden Abschluss ohne Anpassung an die von der Dr. Hönle AG gehaltene Beteiligungsquote. Die Zahlen sind in T$ bzw. T€ und vor Anpassung an die Beteiligungshöhe der Dr. Hönle AG angegeben: scroll
scroll
scroll
24. Latente Ertragsteueransprüche und -schuldenDie gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen zuzuordnen: scroll
Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4b verwiesen. Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können. Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrunde gelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Angesetzt werden nur Verluste, die nach der Planung innerhalb von fünf Jahren nutzbar sind. Die Gesellschaften Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Honle Spain S.A.U., Honle UV France S.à.r.l., Mitronic GmbH, Aladin GmbH, Eltosch America Inc. sowie Raesch Quarz (Germany) GmbH verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2013. Auf die nicht verfallenen Verlustvorträge dieser Gesellschaften wurden in voller Höhe aktive latente Steuern angesetzt. Die Anteile an der Eltosch Torsten Schmidt GmbH wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 von der Dr. Hönle AG erworben. Zum Erwerbszeitpunkt belief sich der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag auf 4.726 T€ und der gewerbesteuerliche Verlustvortrag auf 4.581 T€. Die Verlustvorträge, die vor dem Erwerb der Anteile entstanden sind, fallen grundsätzlich unter die sog. Sanierungsklausel in § 8c KStG. Im Januar 2011 hat die EU-Kommission beschlossen, dass die von der Bundesregierung eingeführte Sanierungsklausel gegen das EU-Beihilferecht verstößt. Die Bundesregierung hat gegen den Beschluss der EU-Kommission Klage eingereicht. Der Vorstand geht aus Vorsichtsgründen davon aus, dass die Verlustvorträge aus der Zeit vor dem Erwerb verfallen sind. Es wurden daher ausschließlich aktive latente Steuern auf die Verlustvorträge angesetzt, die bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH nach dem 15. Mai 2008 (Erwerbszeitpunkt) entstanden sind. 25. VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt auf:scroll
Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten 1.726 T€ (Vj. 2.123 T€). In der Berichtsperiode 2012/2013 wurden 30.194 T€ (Vj. 26.402 T€) Vorräte im Materialaufwand erfasst sowie 14 T€ (Vj. Aufwand 271 T€) als Werterhöhung auf Vorräte als Ertrag gebucht. Für die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Werte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte. 26. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr. Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,5 T€ (Vj. 0 T€). Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt: scroll
27. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis bestehtUnter den Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen in Höhe von 223 T€ (Vj. 93 T€) ausgewiesen, welche gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen. Im Wesentlichen weist diese Position Darlehensforderungen gegenüber der Metamorphic Materials Inc. in Höhe von 111 T€ (Vj. 78 T€), gegenüber der Tangent Industries Inc. in Höhe von 48 T€ (Vj. 0 T€) und gegenüber der TECINVENT GmbH in Höhe von 50 T€ (Vj. 0 T€) aus. Unter den Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. 28. Sonstige kurzfristige Vermögenswertescroll
Der Posten „Vorausbezahlte Aufwendungen“ gliedert sich wie folgt: scroll
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. An die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH wurde ein Annuitätendarlehen im vorangegangenen Geschäftsjahr über 100 T€ ausgereicht. Das Darlehen wird mit 6,0 % verzinst. Der kurzfristige Tilgungsanteil beträgt per 30.09.2013 36 T€. Der langfristige Anteil ist in der Position „Sonstige langfristige Vermögenswerte“ (s. Tz. 22) enthalten. Die ausgereichten Darlehen sind durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert. Unter der Position „Übrige“ werden in Höhe von 71 T€ (Vj. 61 T€) debitorische Kreditoren ausgewiesen. Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. 29. SteuererstattungsansprücheDie Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von 82 T€ (Vj. 97 T€) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Dr. Hönle AG, Eltosch Torsten Schmidt GmbH und Raesch Quarz (Germany) GmbH enthalten. Bei der Dr. Hönle AG sind Ertragsteuerforderungen aus zu hoch gezahlten Steuervorauszahlungen in Höhe von 540 T€ enthalten. 30. Liquide MittelDie liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar. Die ausgewiesenen liquiden Mittel sind nicht verfügungsbeschränkt. Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Guthaben- Zinssätzen von etwa 0,125 % bis 3,30 % p.a. 31. EigenkapitalEigenkapitalmanagementNeben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern. Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2012/2013 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die nennwertlosen Stückaktien lauten auf den Inhaber. Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum jeweiligen Bilanzstichtag im Umlauf: scroll
Eigene AnteileDie Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10 % des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben. Am 23.03.2010 hat die Hauptversammlung beschlossen, die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erneut zu ermächtigen, bis zum 22.03.2015 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2012/2013 keinen Gebrauch gemacht. In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben bzw. im laufenden Geschäftsjahr für den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften Aktien ausgegeben: scroll
Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit ihren Anschaffungskosten von 8 T€ offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt 7,77 €. Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf 12,33 €. Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001. Zur Anpassung der Vorjahreswerte wird auf die Tz. 4c verwiesen. Art und Zweck der RücklagenGesetzliche Rücklage Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet. Rücklage für Sicherungsgeschäfte In dieser Rücklage werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von effektiven Sicherungsgeschäften nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Rücklage für Währungsdifferenzen Die Rücklage für Währungsdifferenzen dient der Erfassung von Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen. Vorgeschlagene Dividende Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2014 vor, eine Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/2013 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 2.756 T€. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden auch 0,50 € je Aktie bzw. ein Betrag von 2.756 T€ ausgeschüttet. Genehmigtes Kapital 2010Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23.03.2010 wurde der Vorstand bis zum 22.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.750 T€ zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. Nicht beherrschende AnteileDie nicht beherrschenden Anteile setzen sich wie folgt zusammen: scroll
32. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)In dieser Position ist der langfristige Anteil des Bankdarlehens zur Finanzierung des Erwerbs des Firmengebäudes der Aladin GmbH in Höhe 494 T€ (Vj. 541 T€) ausgewiesen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum Bilanzstichtag 541 T€ (Vj. 588 T€). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 2025 und wird in 34 Halbjahresraten seit September 2008 getilgt. Der Zinssatz beträgt 3,90 %. Als Sicherheit wurde zugunsten der Darlehensgeberin eine erstrangige Grundschuld über den vollen Betrag bestellt. Ebenfalls in dieser Position ist der langfristige Anteil des Bankdarlehens der Mitronic GmbH in Höhe von 267 T€ (Vj. 342 T€) ausgewiesen, welches zur Ablösung einer stillen Beteiligung der Bayerischen Beteiligungsgesellschaft BayBG aufgenommen wurde. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2013 317 T€ (Vj. 389 T€). Das Darlehen wird in monatlichen Raten in Höhe von 5 T€ zurückgeführt. Der Zinssatz beträgt 4,45 % und ist bis 30.04.2016 festgeschrieben. Als Sicherheit dient eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft der Dr. Hönle AG. Für den Kauf einer Gewerbeimmobilie in Torrington, Connecticut USA wurde ein Darlehen über 700 T€ aufgenommen. Das Darlehen wird in Annuitäten bis zum 31.08.2023 getilgt. Die Verzinsung beträgt 2,90% p.a. und ist bis zum 30.06.23 festgeschrieben. Der langfristige Anteil beträgt zum Stichtag 638 T€. Die Finanzierung ist durch eine Grundschuld zu Lasten des Grundstücks der UV- Technik Speziallampen GmbH in Wolfsberg gesichert. Für die Teilfinanzierung des Erwerbs der Raesch Gruppe wurde im Vorjahr ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ aufgenommen. Der Restbuchwert des Darlehens beträgt zum 30.09.2013 2.100 T€. Das Annuitätendarlehen wird in vierteljährlichen Raten in Höhe von 150 T€ zurückgeführt. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 % p.a. berechnet und ist bis 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %. Es wurden keine Sicherheiten ausgereicht. Der langfristige Anteil des Bankdarlehens beträgt 1.500 T€. Der kurzfristige Anteil wird unter der Position „kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen“ ausgewiesen. Für die Finanzierung des Asset Deal der Grafix GmbH wurde ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit aufgenommen. Die Darlehenssumme wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlages von 1,95 % verzinst. Gleichzeitig wurde ein PAYER-Swap mit einer 5-jährigen Laufzeit für die Absicherung des 3-Monats-EURIBOR abgeschlossen. Der langfristige Anteil des Darlehens beträgt zum Bilanzstichtag 2.925 T€. Das Darlehen wird vierteljährlich mit 225 T€ getilgt. Der Restbuchwert beträgt zum Bilanzstichtag 3.825 T€. Die Finanzierung ist durch eine Grundschuld in Höhe von 1.800 T€ zu Lasten des Grundstücks der Grafix GmbH in Unterlüß gesichert. 33. Lang- und kurzfristige FinanzierungsleasingverbindlichkeitenDie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für Maschinen und Fahrzeuge zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet. Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt: scroll
34. Sonstige langfristige VerbindlichkeitenUnter dieser Position sind die Kaufpreisverbindlichkeiten aus den geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter in Höhe von 1.443 T€ (Vj. 2.934 T€) und der Marktwert der Derivate in Höhe von 40 T€ (Vj. 61 T€) ausgewiesen. Im vorangegangenen Geschäftsjahr war der langfristige Anteil der im März 2014 fälligen Kaufpreisrate in Höhe von 3.469 T€ ausgewiesen. Zur Anpassung der Vorjahreswerte wird auf die Tz. 4a verwiesen. Des Weiteren werden unter dieser Position die Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 326 T€ (Vj. 1.328 T€) gegenüber einem nicht beherrschenden Anteilseigner ausgewiesen. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar: scroll
35. PensionsrückstellungenRückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz. Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften. Für Versorgungsbezüge an Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern ist ein Betrag von 151 T€ (Vj. 145 T€) in den Pensionsrückstellungen enthalten. Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von 3.817 T€ (Vj. 3.788 T€) die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z.B. Einkommens- oder Zinserhöhungen) gegenüber den Berechnungsannahmen. Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung: scroll
Nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung sowie die beizulegenden Zeitwerte des Planvermögens über die letzten fünf Bilanzstichtage: scroll
Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird in Höhe von 771 T€ (Vj. 575 T€) durch Planvermögen abgedeckt. scroll
Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Diese spiegeln sich in den Grundannahmen wieder. Die erwartete Entwicklung des Planvermögens für das Geschäftsjahr 2013/2014 stellt sich wie folgt dar: scroll
In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten: scroll
Vom Zinsaufwand entfallen 10 T€ (Vj. 11 T€) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern. Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen: scroll
In den zum 30.09.2013 wegen der Anwendung der Korridormethode nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 860 T€ (Vj. 1.315 T€) spiegelt sich im Wesentlichen der Effekt der Änderung des Diskontierungszinssatzes wider. Ab dem folgenden Geschäftsjahr werden die versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste in das sonstige Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung einbezogen. 36. Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungenscroll
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden im Wesentlichen für den Erwerb von einem Gebäude, Schmelzöfen und Glühöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH gewährt und für den Neubau der Produktionshalle der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden voraussichtlich vollständig erfüllt, etwaige sonstige Unsicherheiten bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. 37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von 4.792 T€ (Vj. 4.732 T€). Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten. 38. Erhaltene AnzahlungenDie erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, d.h. ohne Umsatzsteuer. 39. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen DarlehenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 2.660 T€ (Vj. 1.751 T€). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen das für den Erwerb der Grafix GmbH aufgenommene Darlehen in Höhe von 900 T€ (Vj. 0 T€) und für den Erwerb der Raesch Gruppe aufgenommene Darlehen in Höhe von 600 T€ (Vj. 600 T€). Desweiteren sind in dieser Position kurzfristig in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 833 T€ (Vj. 380 T€). Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2013 insgesamt 2.260 T€ (Vj. 3.652 T€), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind 1.024 T€ durch Kontokorrentkredite und Avale beansprucht. 40. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeitenscroll
Zur Anpassung der Vorjahreswerte wird auf die Tz. 4c verwiesen. Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie auch gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften. Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung (10/12 des Anspruchs) des Weihnachtsgeldes. Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen. Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter. Die unter den „Übrigen“ enthaltenen Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen 72 T€ (Vj. 72 T€). 41. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet. Die sonstigen Rückstellungen wurden rückwirkend zum vorrangegangenen Geschäftsjahr um den Betrag für Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten gekürzt, für die am Bilanzstichtag noch keine Rechnungen eingegangen sind (vgl. Tz. 4c). Der erwartete Zahlungsabfluss der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden 2 bis 10 Jahren betrifft in erster Linie die Verpflichtungen aus Mietverträgen für die gemieteten Gebäude bis zum Vertragsende. 42. Verbindlichkeiten aus ErtragsteuernVerbindlichkeiten aus Ertragsteuern wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre angesetzt. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN43. EventualschuldenÜber die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt. Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben. 44. EventualforderungenNach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht. 45. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
46. Management der finanzwirtschaftlichen RisikenGrundsätze des RisikomanagementsDer Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden. Zur Überwachung der Risiken wird bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem durchgeführt. Die Grundsätze hierzu sind in einem Handbuch dokumentiert. In Abwägung der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls und der Wahrscheinlichkeit einer Schadenshöhe, aber auch bei bestehenden Chancen für den Konzern wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertra-en oder akzeptiert werden soll. Die Risikosituationen werden analysiert und, wann immer nötig, Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet. Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert und bei Auftreten neuer Risiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern. Liquiditätsrisiken Unter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen. Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent und intensiv überwacht. In wöchentlichen Abständen wird der Vorstand der Dr. Hönle AG über die Liquiditätssituation des Konzerns informiert. Insbesondere wird die Inanspruchnahme des Cash-Pooling-Kontos der Tochtergesellschaften der Hönle Gruppe beobachtet und dem Vorstand wöchentlich durch das Rechnungswesen berichtet. Ferner werden alle Salden der in der Hönle Gruppe bestehenden Bankkonten detailliert an das Management berichtet. Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses permanent, in dem die Liquiditätsentwicklung aller Gesellschaften der Hönle Gruppe aufgrund des Liquiditätsstands in Zusammenhang mit der Ergebnisplanung und den beabsichtigten Finanz- und Investitionstransaktionen geplant wird. Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar. In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt: scroll
Tabelle Fortsetzung scroll
scroll
Tabelle Fortsetzung scroll
Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen. Kreditrisiken Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte. Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird in regelmäßigen Abständen von den Abteilungen Rechnungswesen und Vertrieb beurteilt. Ausstehende Forderungen gegenüber Kunden werden insbesondere über die Analyse von Altersstrukturlisten in Bezug auf die Dauer der Fälligkeit der ausstehenden Forderungen überwacht. Etwaige Lieferungen an Großkunden, insbesondere Kunden im Ausland, sind in der Regel durch Akkreditive oder sonstige Absicherungsinstrumente abgedeckt. Zum 30.09.2013 waren nach der Altersstrukturliste 2.653 T€ (Vj. 2.220 T€) weniger als 90 Tage fällig. Das entspricht 21,8 % (Vj. 18 %) an dem Gesamtbetrag der offenen Forderungen. Insgesamt 24 T€ (0,0 %) (Vj. 448 T€ (3,6 %)) bzw. 694 T€ (5,7 %) (Vj. 425 T€ (3,4 %)) waren 90 bis 180 Tage bzw. größer 180 Tage fällig. Die Höhe des Wertberichtigungsbedarfs wird monatlich für alle Kunden auf Einzelbasis analysiert. Das Management des Dr. Hönle Konzerns wird in monatlichen Abständen über Altersstrukturstatistiken der offenen Forderungen über alle Kunden informiert. Dabei werden insbesondere Kundenforderungen, deren Fälligkeitstermin mehr als 90 Tage überschritten ist, mit einem Betrag von größer als 10 T€ herausgestellt. Bei definierten Kunden bzw. Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit durch externe Dienstleister bzw. Informationen, die sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten ergeben. Zusätzlich fließen Marktinformationen in die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Kunden mit ein. Insbesondere bei größeren Aufträgen werden Aufträge durch Kreditauskünfte bzw. durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden in der Regel Bonitätsauskünfte eingeholt. Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass die Kunden der Hönle Gruppe in drei unterschiedlichen Segmenten („Geräte/Anlagen“, „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“) aufgeteilt sind. Darüber hinaus sind die Kunden weltweit ansässig und insbesondere in den Segmenten „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“ in verschieden Branchen und weitgehend unabhängigen Märkten tätig. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Soweit am Bilanzstichtag interne Indizien wie Verzug von Zahlungen oder externe Hinweise (Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners) im Konzern erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst. Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) stellt sich wie folgt dar: scroll
Der Hönle Konzern geht von der Werthaltigkeit aller nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten. Risikobündelungen entstehen, wenn mehrere Geschäftspartner ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region ausführen oder wirtschaftliche Merkmale besitzen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden neben dem Segment „Geräte/Anlagen“ insbesondere die Segmente „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“ weiter ausgebaut. Identifizierte Ausfallkonzentrationen werden fortlaufend kontrolliert und gesteuert. Ausgewählte Sicherungsgeschäfte werden innerhalb des Konzerns zur Vermeidung von Risiken auf Ebene der individuellen Geschäftsbeziehungen eingesetzt. Marktrisiken Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs- und Zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird. Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken, Britischem Pfund und Chinesischem Renminbi. Zum Bilanzstichtag bestanden für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsinstrumente. Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 254 T€ (Vj. Verschlechterung um 266 T€) verschlechtert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses von 310 T€ (Vj. Verbesserung um 325 T€) geführt. Bei einem um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um 5 T€ (Vj. 7 T€) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem britischen Pfund hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses von 6 T€ (Vj. 8 T€) geführt. Die Auswirkung eines um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses um 57 T€ (Vj. 34 T€) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverschlechterung von 70 T€ (Vj. 42 T€) beigetragen hätte. Wäre der Euro im Verhältnis zum Chinesischen Renminbi um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 3 T€ (Vj. Verschlechterung um 7 T€) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses von 4 T€ (Vj. Verbesserung um 9 T€) geführt. Zinsänderungsrisiken Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten. Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, wurden im Geschäftsjahr 2012/2013 und im Vorjahr 2011/2012 durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Dr. Hönle AG hat für den Asset Deal der Grafix GmbH im Geschäftsjahr 2012/2013 ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 29. Dezember 2017 aufgenommen. Die Darlehenssumme wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlages von 1,95 % verzinst. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,95 % p.a. berechnet. Dieser ist bis 29. Dezember 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 28. März 2013 bis 29. Dezember 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,64 %. Im Vorjahr wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 31.03.2017 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 % p.a. berechnet. Dieser ist bis 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %. Die Zinsswaps werden als Cashflow Hedges behandelt. Die Zinsswaps (variabel in fix) dienen der Absicherung gegen steigende Zinsen für die variabel verzinslichen Bankdarlehen. Der beizulegende Zeitwert (= Marktwert) entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder bezahlen müsste. Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbankraten verwendet. Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der sicherungseffektiven Derivate in Höhe von 20 T€ (Vj. -61 T€) wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von -5 T€ (Vj. 15 T€) direkt im Eigenkapital in der Rücklage für Sicherungsgeschäfte erfasst. Bezüglich der anderen Darlehen bestehen ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Geht man von einer durchschnittlichen 2 %-igen Steigerung des Zinsniveaus im Bereich des Kontokorrentkredites aus, so ergäbe sich ein zusätzlicher Zinsaufwand von 17 T€ (Vj. 8 T€). Dabei wird unterstellt, dass der durchschnittliche negative Saldo der Kontokorrentkonten dem Jahresendwert 2012/2013 von 833 T€ (Vj. 380 T€) entspricht. Aus diesen Finanzinstrumenten würden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben. Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und SchuldenDie folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39 sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge: scroll
scroll
Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen Die folgende Tabelle stellt die Marktwerte und die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten dar, die beim erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert werden und in Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode bewertet werden: scroll
Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte ebenfalls den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individuellen Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30.09.2013 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche und variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der zukünftigen Cashflows über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente. Eine Zuordnung der zum Marktwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten zu den weiteren Stufen der Fair-Value-Hierarchie (2. Stufe und 3. Stufe) erfolgt im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht. 47. KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel. Die Zahlungsmittelabflüsse und -zugänge werden anhand der indirekten Ermittlungsmethode dargestellt. Die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Zahlungsmittel betragen 9.020 T€ (Vj. 7.235 T€) und resultieren aus dem Konzernjahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 8.637 T€ (Vj. 8.431 T€) und im Wesentlichen aus den Berichtigungen hinsichtlich der zahlungsunwirksamen Effekte in Höhe von 903 T€ (Vj. 3.881 T€) und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens. Die Position der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhaltet im Vorjahr im Wesentlichen die Wertberichtigungen der Forderungen gegenüber der manroland AG sowie die Reichweitenabschreibungen auf den Vorratsbestand. Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem Asset Deal der Grafix GmbH mit einem Mittelabfluss in Höhe von 4.500 T€ und der Zahlung der zweiten Kaufpreisrate für den Erwerb der Tochtergesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd. in Höhe von 3.391 T€ (Vj. 3.674 T€). Ebenfalls zum Mittelabfluss führten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2.659 T€ (Vj. 2.232 T€). Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 2.756 T€ (Vj. 2.756 T€) zu nennen. Die Aufnahme von Bankdarlehen in Höhe von 4.500 T€ für den Erwerb der Vermögensgegenstände der Grafix GmbH und für den Erwerb einer Gewerbeimmobilie in Torrington, Connecticut über 700 T€ stellen die wesentlichen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit dar. Die im Geschäftsjahr geleisteten Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.136 T€ (Vj. 1.750 T€) ergeben im Wesentlichen die Zahlungsmittelabflüsse der Finanzierungstätigkeit. Insgesamt reduzierten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2012/2013 von 9.321 T€ auf 4.378 T€. 48. SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und die Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen. Die Größe des neu erworbenen Unternehmens Raesch Gruppe machte es notwendig, ab dem 2. Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres 2011/2012 neue Unternehmenssegmente zu definieren. Folgende Unternehmenssegmente wurden festgelegt: - Geräte/Anlagen - Klebstoffe - Glas/Strahler Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen bildet das Segment „Geräte/Anlagen“ ab. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen bildet das Segment „Klebstoffe“ ab. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohren und Halbfabrikaten aus Quarzglas sowie Herstellung von UV-Mitteldruck- und Niederdruckstrahlern definiert das Segment „Glas/Strahler“. Bei der Neuerfassung des Segmentes „Glas und Strahler“ wurde überprüft, ob die bisherige Zuordnung von nach den quantitativen Kriterien nicht berichtspflichtigen Segmenten verändert werden muss, weil sich ein höherer Grad an Vergleichbarkeit der Geschäftstätigkeiten (IFRS 8.12 und 8.14) mit dem neuen Segment ergibt. Im Rahmen der Erweiterung der Segmentberichterstattung wurden im vorigen Geschäftsjahr die Teilsegmente Aladin GmbH und UV-Technik Speziallampen GmbH nicht mehr dem zusammengefassten Segment „Geräte und Anlagen“, sondern dem neuen Segment „Glas und Strahler“ zugeordnet. Diese Zuordnung erhöht die Aussagekraft der Segmentberichterstattung, weil die wirtschaftlichen Merkmale dieser beiden Gesellschaften hinsichtlich Produkten, Kunden und Vertrieb besser zu den Gesellschaften der Raesch Gruppe vergleichbar sind, als zuvor zu den anderen Gesellschaften des Segmentes „Geräte und Anlagen“. Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert. Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten. Die Rechnungslegungsgrundsätze der Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich den für die Hönle Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie sie unter Tz. 6 beschrieben sind. scroll
scroll
Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen Geografische AngabenDie Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden. Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar: scroll
Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde in Frankreich ein Umsatz von 8.438 T€ (Vj. 8.380 T€) erwirtschaftet, der einem Anteil von 10,9 % (Vj. 11,6 %) des Gesamtumsatzes entspricht. Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar: scroll
Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt. Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren. 49. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt. Nahe stehende Unternehmen oder Personen (Related Parties) sind nach IAS 24 sonstige Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, wie
Zu den den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben, verweisen wir auf die in Tz. 50 dargestellten Erläuterungen. Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage von jedoch untergeordneter Bedeutung waren. Beherrschte Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns: Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering Das von der Dr. Hönle AG an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereichte Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert. Im Geschäftsjahr wurde per 30.06.2013 ein ausgereichtes Annuitätendarlehen mit einem Restbuchwert in Höhe von 41 T€ zum 30.09.2012 vollständig getilgt. Das Darlehen war unter der Position „sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ ausgewiesen (vgl. Tz. 22 u. 28). Die Verzinsung war mit 6,5 % p.a. vereinbart und wurde monatlich mit einer Annuität von 5 T€ gezahlt. In Höhe von 1 T€ (Vj. 5 T€) entfällt der Zinsertrag auf das Darlehen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH. Ein weiteres Darlehen in Höhe von 100 T€ wurde im Jahr 2010/2011 an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht und im Geschäftsjahr 2011/2012 in ein Annuitätendarlehen umgewandelt. Der Buchwert beträgt zum 30.09.2013 64 T€ (Vj. 92 T€). Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in vereinbarten Annuitäten in Höhe von jährlich 36 T€. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 31.07.2015. Der Zinsertrag in Höhe von 4 T€ (Vj. 2 T€) resultiert aus dem vereinbarten 6,0 % p.a. Siehe auch Tz. 14, 22, 28. Mit den assoziierten Unternehmen Metamorphic Materials Inc., Tangent Industries Inc. TECINVENT GmbH wurden die folgende Erträge und Aufwendungen realisiert: scroll
50. Angaben zu den Organen der GesellschaftVorstand Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH) Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH) Die Gesellschaft wird entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten. Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf: scroll
Davon entfallen Tantiemen in Höhe von jeweils 22 T€ auf das Vorjahr. An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von 151 T€ (Vj. 145 T€) durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 35). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von 10 T€ (Vj. 11 T€) enthalten. Aufsichtsrat Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal – Vorsitzender Rechtsanwalt, selbstständig Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Fachhochschule München (emeritiert), Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH Eckhard Pergande, Seefeld Bankkaufmann. Kein Mitglied des Aufsichtsrats ist im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf 72 T€ (Vj. 72 T€). Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten. 51. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate GovernanceIm November 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht. 52. Honorar des AbschlussprüfersIn der ordentlichen Hauptversammlung der Dr. Hönle AG am 14.03.2013 wurde die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Jahres- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/2013 gewählt. Die Vorjahresabschlüsse wurden von der BDO AWT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft. Die Angabe der Honorare des Abschlussprüfers beziehen sich daher für 2012/2013 auf die von der S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechneten Beträge und die Angaben für das Geschäftsjahr 2011/2012 auf die von der BDO AWT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft berechneten Beträge. scroll
53. ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar: scroll
54. Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie Eltosch America Inc. hat nach dem Bilanzstichtag Vermögensgegenstände, insbesondere Vorräte der Grafix LP erworben. Der Kaufpreis betrug 250 T$. Ferner erwarb die Dr. Hönle AG eine Immobilie in Torrington, CT, USA zu einem Preis von 940 T$. Die Immobilie wurde aufgrund des geplanten Wachstums im Segment Klebstoffe im amerikanischen Markt gekauft. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH hat im Zuge eines Kostensenkungsprogramms einen umfangreichen Personalabbau durchgeführt, der zu einer Senkung der Personalkosten führen wird. 55. Unterzeichnung des Konzernabschlusses
Gräfelfing, den 8. Januar 2014 Norbert Haimerl, Vorstand Heiko Runge, Vorstand Termine16. Januar 2014 Vorliegender Geschäftsbericht 2012/2013 26. Februar 2014 3 - Monatsbericht 2013/2014 21. März 2014 Hauptversammlung in München 23. Mai 2014 6 - Monatsbericht 2013/2014 22. August 2014 9 - Monatsbericht 2013/2014 Dr. Hönle AG ∙ UV Technology Lochhamer Schlag 1 ∙ D-82166 Gräfelfing/München Telefon +49 89 85608–0 ∙ Fax +49 89 85608–148 E-Mail: uv@hoenle.de ∙ Internet: www.hoenle.de Investor Relations Peter Weinert Telefon +49 (0)89 85608–173 E-Mail ir@hoenle.de |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||