Dr. Hönle Aktiengesellschaft

Gräfelfing

Quartalsfinanzbericht für den Zeitraum vom 01.10.2013 bis zum 31.12.2013

Konzernlagebericht für die drei Monate vom 01. Oktober 2013 bis 31. Dezember 2013

Überblick

Marktentwicklung

Die Weltkonjunktur gewann im Verlauf des Jahres 2013 an Schwung. Während in den Schwellenländern die Wachstumsraten zurückgingen, belebte sich die US-Konjunktur im zweiten Halbjahr spürbar. Im Euroraum belastete die notwendige Bekämpfung der Staatsverschuldung in mehreren Ländern weiterhin die Nachfrage. Nichts-desto-trotz wurde die Rezession im Sommerhalbjahr überwunden, wenn auch die konjunkturelle Belebung noch recht zaghaft ausfiel. In Deutschland verlief die Konjunkturentwicklung schleppend – das Bruttoinlandsprodukt stieg im abgelaufenen Jahr nur geringfügig um 0,4 %.

Geschäftsverlauf

In einem insgesamt verhaltenen makroökonomischen Umfeld verlief die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres 2013/2014 positiv. Insgesamt stiegen die Umsätze der Hönle Gruppe von 16.543 T€ im Vorjahr auf 20.254 T€ im laufenden Geschäftsjahr. Darin enthalten sind erstmalig Umsätze der Grafix GmbH in Höhe von 1.932 T€.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 auf 2.218 T€. Es lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1.475 T€.

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Geräte und Anlagen' verlief erfreulich. Der Umsatz und das Ergebnis konnten gesteigert werden.

Die Geschäftstätigkeit der Grafix LP, Bolingbrook, Illinois, ein Unternehmen, welches Geräte und Anlagen, Ersatzteile und Service für die insolvente Grafix GmbH in dem nordamerikanischen Markt erbracht hat, wurde in die Eltosch America Inc. mit Sitz in Batavia, Illinois, verlagert. In diesem Zusammenhang erwarb die Eltosch America Inc. von der Grafix LP Vorräte zu einem Kaufpreis von 250 T$. Die Eltosch America Inc. übernimmt damit auch den Vertrieb und den Service für Puderbestäuber und -absauger sowie für Geräte zur Temperierung und zur Konditionierung beim Farbauftrag. Der Umsatz der Eltosch America Inc. stieg damit von 201 T€ im ersten Vorjahresquartal auf 705 T€ im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres.

Die Entwicklung im Klebstoffsegment verlief erfreulich. Die Hönle Gruppe verkaufte abermals mehr Klebstoffe als im Vorjahreszeitraum. Wachstumstreiber war neben dem Konsumgütergeschäft auch die Automobilindustrie.

Für das geplante Wachstum im Segment 'Klebstoffe' im amerikanischen Markt erwarb die Dr. Hönle AG ein Firmengebäude in Torrington, Connecticut. Der Kaufpreis für das Grundstück mit einer Fläche von über 30.000 qm und der Immobilie mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm betrug 940 T$.

Die geplanten Investitionen in Umbaumaßnahmen belaufen sich auf etwa 280 T€. In dem Gebäude sollen neben Entwicklung, Produktion und Lager auch repräsentative Verkaufsräume und ein modernes Anwendungslabor untergebracht werden. Der Umzug der Tangent Industries Inc. soll im April erfolgen. In einem zweiten Schritt ist auch der Einzug der Metamorphic Materials Inc. in das neue Firmengebäude vorgesehen.

Nicht zufriedenstellend verlief die Geschäftsentwicklung im Segment 'Glas und Strahler'. Der Grund hierfür lag in technisch bedingten Verzögerungen des Produktionsstartes von Rohren für die Halbleiterindustrie bzw. Quarzstäben für die Glasfaserindustrie. In diesem Zusammenhang lag der Materialaufwand deutlich über dem geplanten Wert. Zwei neue Produktlinien und die stärkere Fokussierung auf den Halbleitermarkt sollen in Verbindung mit dem deutlichen Aufbau der Vertriebskapazitäten zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen in der zweiten Jahreshälfte führen. Darüber hinaus strebt die Raesch Quarz (Germany) GmbH die Zertifizierung von Produkten für die Halbleiterindustrie an, um den Markt weiter zu erschließen.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH führte im Zuge eines Kostensenkungsprogramms im Dezember 2013 einen Personalabbau durch. Dies führt zu jährlichen Kosteneinsparungen in Höhe von etwa 400 T€.

Auch bei der Aladin GmbH hat die Geschäftsleitung umfangreiche Maßnahmen umgesetzt, um das Umsatzniveau im laufenden Geschäftsjahr zu erhöhen und die Ertragsstärke deutlich zu verbessern. Ziel ist es, noch in diesem Jahr eine EBIT-Marge von über 10 % zu erreichen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Hönle Gruppe beliefen sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 auf 20.254 T€. Sie lagen damit 22,4 % über denen der Vorjahresperiode von 16.543 T€.

Im Segment 'Geräte und Anlagen' stiegen die Umsätze von 8.020 T€ im Vorjahr auf 10.937 T€ im laufenden Jahr. Damit wurden 54,0 % der Umsätze in diesem Segment erzielt. Der Umsatzanstieg ist zum einen auf die Grafix GmbH zurückzuführen, die seit Januar 2013 Teil der Hönle Gruppe ist. Dies hatte einen umsatzerhöhenden Effekt von 1.932 T€. Zum anderen lagen insbesondere die Umsätze in der Druckindustrie spürbar über denen der Vorjahresperiode.

Die starke Nachfrage nach Industrieklebstoffen vor allem im Bereich Unterhaltungselektronik führte im ersten Quartal im Geschäftsfeld 'Klebstoffe' zu einem Umsatzvolumen von 5.129 T€, was gegenüber dem Vorjahreswert von 4.368 T€ einer deutlichen Steigerung entspricht. 25,3 % der Gesamtumsätze wurden damit im Segment 'Klebstoffe' erwirtschaftet.

Die Umsätze im Segment 'Glas und Strahler' lagen mit 4.188 T€ auf dem Vorjahresniveau von 4.155 T€. Damit wurden 20,7 % der Gesamtumsätze in diesem Geschäftsfeld erzielt.

Die regionale Umsatzverteilung der Hönle Gruppe gestaltete sich wie folgt: Die Umsätze im Inland stiegen von 6.697 T€ im vergangenen Geschäftsjahr auf 7.952 T€ im laufenden Geschäftsjahr. Damit erzielte Hönle 39,3 % der Umsätze im Inland. Im europäischen Ausland erhöhten sich die Umsätze in einem schwachen konjunkturellen Umfeld leicht von 4.597 T€ auf 4.651 T€. Neben starken Binnenumsätzen kamen die Wachstumsimpulse im ersten Quartal vorrangig aus dem asiatischen Wirtschaftsraum: Die Umsätze im übrigen Ausland kletterten von 5.249 T€ auf 7.651 T€. Das wesentliche Umsatzwachstum wurde in den Ländern Japan, China und den Vereinigten Staaten erzielt.

Die Hönle Gruppe erwirtschaftete im Zeitraum Oktober bis Dezember 2013 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 2.218 T€ (Vj. 1.475 T€). Das Vorsteuerergebnis kletterte von 1.265 T€ auf 2.097 T€. Das Konzernergebnis belief sich auf 1.509 T€ (Vj. 916 T€). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,28 € (Vj. 0,16 €).

Damit konnten sich auch die Ertragsquoten gegenüber dem Vorjahr verbessern: Die EBIT-Marge legte von 8,4 % auf 10,7 % zu und die Nettoumsatzrendite von 5,5 % auf 7,5 %.

Die Materialaufwandsquote lag mit 36,9 % unter der Vorjahresquote von 38,8 %. Die Personalaufwandsquote sank von 34,3 % auf 33,9 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging von 18,5 % im letzten Jahr auf 16,8 % im laufenden Jahr zurück.

Ertragsentwicklung

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in T€ 01.10.13 - 31.12.13 01.10.12 - 31.12.12 Veränderung
Umsatzerlöse 20.254 16.543 22,4 %
Rohergebnis 13.382 11.332 18,1 %
Betriebsergebnis (EBIT) 2.218 1.475 50,4 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 2.097 1.265 65,8 %
Konzernergebnis 1.509 916 64,7 %
Ergebnis je Aktie in € 0,28 0,16 75,0 %

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben

Finanzlage

Im ersten Quartal beliefen sich die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Zahlungsmittel auf 1.390 T€ (Vj. 2.447 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag betragsmäßig mit -1.036 T€ über dem Niveau des Vorjahres von -636 T€. Er enthält im Wesentlichen Investitionen für den Erwerb einer Immobilie für die Tangent Industries Inc. in den Vereinigten Staaten. Ferner enthält der Cashflow aus Investitionstätigkeit unter anderem Ausgaben für technische Anlagen, für die Geschäftsausstattung sowie für Softwarelizenzen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -306 T€ (Vj. -296) setzt sich aus der Tilgung (-500 T€) und der Aufnahme (194 T€) von Bankdarlehen zusammen.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 22 T€ auf 4.400 T€.

Cashflow und Liquiditätsentwicklung

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in T€ 01.10.13 - 31.12.13 01.10.12 - 31.12.12 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 1.390 2.447 -43,2 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.036 -636 -62,9 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -306 -296 -3,4 %
Veränderung liquider Mittel 22 1.145 -98,1 %

Vermögenslage

Die langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerte lagen auf dem Niveau des Vorjahres (30.09.2013). Die Vorräte erhöhten sich von 19.385 T€ auf 20.684 T€. Die Erhöhung des Vorratsvermögens ist unter anderem auf den Kauf des Vorratsvermögens der Grafix LP zurückzuführen.

Die liquiden Mittel erhöhten sich geringfügig von 4.378 T€ auf 4.400 T€.

Mit einer Eigenkapitalquote von 60,5 % bleibt die Hönle Gruppe äußerst solide finanziert.

Während sich die langfristigen Schulden um 1.930 T€ auf 11.628 T€ reduzierten, stiegen die kurzfristigen Schulden um 904 T€ auf 20.057 T€. Aufgrund der Abschaffung der optionalen Korridormethode gemäß IAS 19 werden Pensionsverpflichtungen anders als in den vergangenen Geschäftsjahren bewertet. Die Pensionsrückstellungen erhöhten sich dadurch auf 3.101 T€ zum 31.12.2013.

Bilanz

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in T€ 31.12.2013 30.09.2013 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 40.630 40.258 0,9 %
Kurzfristige Vermögenswerte 39.571 39.444 0,3 %
Eigenkapital 48.516 46.991 3,2 %
Langfristige Schulden 11.628 13.558 -14,2 %
Kurzfristige Schulden 20.057 19.153 4,7 %
Bilanzsumme 80.201 79.702 0,6 %

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben

Forschung und Entwicklung

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der F&E-Mitarbeiter lag in der auftragsbezogenen Entwicklung. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe beliefen sich auf 258 T€ nach 283 T€ im Vorjahr. Die Zahl der F&E-Mitarbeiter erhöhte sich in diesem Zeitraum von 54 auf 60. Damit arbeiteten 11,6 % aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Hönle Gruppe.

Durch den Einsatz der LEC-Technologie ist es gelungen, in einer speziellen Kundenanwendung Elektronikbauteile im Inkjet-Verfahren zu bedrucken. Low Energy Curing (LEC) kombiniert die Vorteile aus UV-LED und konventioneller UV-Technologie. Hochreaktive UV-härtende Veredelungsmittel, sogenannte UV-Farben und -lacke, werden dabei nicht mit LEDs vernetzt, sondern mit konventionellen Mitteldruckstrahlern. Da die Druckbreite bei der getesteten Druckanwendung lediglich 80 mm betrug, fiel die Entscheidung hierbei auf ein UVAPrint 100 SOV-System. Das UV-Gerät kann bei konventionellen Inkjet-Anwendungen mit einer Leistung von 200 W/cm betrieben werden. Im Falle des Low Energy Curing wurde die spezifische Lampenleistung jedoch auf 60 bis 100 W/cm begrenzt. In Abstimmung mit dem Absorptionsspektrum der Inkjetfarbe wurde ein eisendotierter Strahler eingesetzt, dessen Hauptemission ähnlich wie bei den UV-LEDs im langwelligen UV-A-Bereich liegt.

In Kombination mit hochreaktiven Beschichtungsmitteln bietet Low Energy Curing interessante Einsatzmöglichkeiten für vielfältige UV-Prozesse. Dabei beschränkt sich die Auslegung der UV-Systeme nicht auf schmalbahnige und Inkjet-Anwendungen, sondern ist auch für breite Druckanwendungen realisierbar, wie beispielsweise beim Offsetdruck.

Speziell für die Lautsprecherverklebung etwa in Smartphones hat Hönle den LED-Spot 100 entwickelt. Der Flächenstrahler hat ein Austrittsfenster von 100 x 100 mm und arbeitet rein luftgekühlt. In Abstimmung mit dem Absorptionsbereich des Klebstoffs kann das Gerät mit verschiedenen LED-Wellenlängen ausgestattet werden. Für Verklebungen im Akustikbereich ist eine Wellenlänge von 405 nm üblich. Von dem Gerät wurden bereits 1.500 Einheiten verkauft. Das System bietet im Vergleich zur Härtung mit konventionellen UV-Strahlern mehrere Vorteile:

Die Infrarotstrahlung, die zu unnötiger Erwärmung der Bauteile führt, wird vermieden. Die Lebensdauer der UV-Emitter ist deutlich länger und das Absorptionsspektrum des Klebstoffes kann mit dem Emissionsspektrum der UV-LED optimal kombiniert werden, was zu effizienten Härtungsprozessen führt.

Nachtragsbericht

Seit dem 1. Januar 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle Gruppe ausgeht.

Personal

Die Zahl der Beschäftigten in der Hönle Gruppe stieg in Folge der neu hinzugekommenen Mitarbeiter der Grafix GmbH. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren insgesamt 519 Mitarbeiter (Vj. 472 Mitarbeiter) in der Hönle Gruppe beschäftigt. Ein Großteil der neu hinzugekommenen Mitarbeiter arbeitet in der Produktion und im Service.

Von den 519 Angestellten der Hönle Gruppe waren 48 in Teilzeit beschäftigt; dies entspricht 9,2 % der gesamten Belegschaft. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in folgenden Funktionsbereichen tätig:

Funktionsbereiche

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(ohne Vorstände) 01.10.13 - 31.12.13 01.10.12 - 31.12.12 Veränderung
Vertrieb 83 75 10,7 %
Forschung, Entwicklung 60 54 11,1 %
Produktion, Service 247 227 8,8 %
Logistik 56 53 5,7 %
Verwaltung 73 63 15,9 %
Gesamt 519 472 10,0 %

Personalaufwand

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in T€ 01.10.13 - 31.12.13 01.10.12 - 31.12.12 Veränderung
Löhne und Gehälter 5.831 4.989 16,9 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 1.209 1.010 19,7 %
Gesamt 7.040 5.999 17,4 %

Der Personalaufwand stieg im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter anderem im Zuge des Personalaufbaus um 17,4 % auf 7.040 T€.

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Die Hönle Gruppe bietet Ausbildungsberufe in den Bereichen Wirtschaft, Technik, Chemie und Logistik an. 19 junge Menschen absolvierten zum 31.12.2013 ihre Berufsausbildung in der Hönle Gruppe (27 Auszubildende zum 31.12.2012).

Ausblick

Gesamtmarkt

Nach zwei Jahren Zurückhaltung gewinnt die Weltwirtschaft langsam an Schwung: In den Industrieländern haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert, und die US-Wirtschaft wird 2014 voraussichtlich zum Motor der Weltwirtschaft. Dagegen ist die konjunkturelle Entwicklung in den Schwellenländern immer noch uneinheitlich, obgleich die längerfristigen strukturellen Wachstumsvoraussetzungen als günstig einzuordnen sind: Die niedrigere Staatsverschuldung und der bessere demographische Aufbau stellen eine gute Basis für die künftige Entwicklung dar. Jedoch könnte die Wachstumsschwäche in einigen Schwellenländern länger anhalten, falls sich die Finanzierungsbedingungen dieser Länder aufgrund der Änderung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten oder mehrerer asiatischer Notenbanken verschlechtern sollten.

Der Internationale Währungsfonds erwartet ein globales Wachstum von rund 3,7 % im Jahr 2014 und 3,9 Prozent im Jahr 2015.

Hönle Gruppe

Segment 'Geräte und Anlagen'

Das Segment 'Geräte und Anlagen' umfasst seit Anfang Januar 2013 auch die Geschäftstätigkeit der Grafix GmbH. Aufgrund von Umstrukturierungsprozessen bei wesentlichen Kunden werden sich Aufträge in die zweite Jahreshälfte verschieben. Es wird daher insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte von steigenden Umsätzen und höheren Ergebnisbeiträgen bei der Grafix GmbH ausgegangen.

Hönle erwarb im Rahmen des Asset Deals einen umfangreichen Maschinenpark, der unter anderem Metallbearbeitungsmaschinen umfasst. Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres entstand am Grafix Standort Unterlüß bei Celle ein Metallbearbeitungszentrum, welches seinen Betrieb bereits aufnahm. Für das zweite Quartal sind weitere Investitionen zum Ausbau des Bearbeitungszentrums geplant. Grafix wird künftig mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe liefern und externe Zulieferer im Bereich Metallbearbeitung sukzessive ersetzen. Dies wird positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Grafix GmbH haben und die Materialaufwandsquote in der Hönle Gruppe voraussichtlich senken.

Bei UV- und Infrarot-Anlagen für den Offsetdruck erwartet der Vorstand eine stabile Umsatzentwicklung. Bei Digitaldruckanwendungen wird eine steigende Umsatzentwicklung angenommen. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe stark positioniert ist.

Segment 'Glas und Strahler'

Zur Verbesserung des Umsatz- und Ertragsniveaus leitete die Raesch Gruppe ein umfangreiches Maßnahmenpaket ein. Dazu gehört der Ausbau der Vertriebsaktivitäten sowohl durch neue Vertriebspartnerschaften im nordamerikanischen Absatzmarkt als auch durch die personelle Verstärkung des eigenen Vertriebsteams.

Darüber hinaus hat Raesch neue Produkte unter anderem für die Halbleiterindustrie entwickelt und im Markt eingeführt. Zur Verbesserung der Absatzmöglichkeiten führt Raesch derzeit eine Zertifizierung der Produkte für die Halbleiterindustrie durch und wird in diesem Zusammenhang in diesem Jahr in neue Produktionseinrichtungen investieren. Auch die Optimierung der Ausschussquoten und die damit verbundene Verbesserung der Materialaufwandsquote stehen im Fokus. Der Vorstand geht davon aus, dass sich der Halbleitermarkt und der Photovoltaikmarkt in den nächsten Quartalen sukzessive erholen werden.

Darüber hinaus wird erwartet, dass die Hönle Gruppe die Umsätze im Bereich der Ballastwasserentkeimung deutlich steigern kann. Getragen wird diese Prognose von einem Ballastwasser-Übereinkommen, das nach dessen Ratifizierung eine Entkeimung des Ballastwassers von Schiffen vor dem Auslass vorschreibt. Eine umweltschonende Möglichkeit hierfür stellt die Entkeimung mittels UV-Bestrahlung dar. Die UV-Technik Speziallampen GmbH bietet entsprechende Entkeimungssysteme an und beliefert damit bereits mehrere Kunden.

Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat nach einer zweijährigen Entwicklungsphase mit der Serienproduktion von Infrarotstrahlern begonnen. Die Gesellschaft erschließt sich dadurch ein zusätzliches Geschäftsfeld, welches durch den Vertrieb an externe Kunden zukünftig weiter ausgebaut werden soll.

Segment 'Klebstoffe'

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres erneut äußerst erfreulich. Kundenaufträge aus der Elektronikindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei.

Zur Steigerung des Umsatzes wurden der Vertrieb und die Entwicklung personell verstärkt. Der Fokus richtet sich zukünftig auf die weitere Erschließung bestehender Umsatzpotenziale in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Optoelektronik und Automobilindustrie. Darüber hinaus soll der Bereich Medizintechnik weiter ausgebaut werden.

Aus regionaler Sicht sollen über Investitionen in die Tangent Industries Inc., USA, die Umsätze im nordamerikanischen Vertriebsraum in den nächsten Jahren kontinuierlich gesteigert werden.

Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung

Die künftige Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe hängt neben der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft unter anderem auch von der Wirksamkeit der erläuterten Maßnahmen bei der Raesch Gruppe ab. Diese betreffen im Wesentlichen den Ausbau der Vertriebskapazitäten, die Zertifizierung von Produkten für die Halbleiterindustrie sowie das Kostensenkungsprogramm.

Die Hönle Gruppe ist mit den drei Geschäftsfeldern 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' sowie 'Klebstoffe' für die weitere Entwicklung gut aufgestellt. Dabei ist der Konzern in Märkten vertreten, die noch viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten. Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz der Hönle Gruppe von 80 bis 85 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 9 bis 10 Mio. € an. Für das Geschäftsjahr 2014/2015 geht der Vorstand bei einem Fortbestehen der konjunkturellen Rahmenbedingungen insbesondere aufgrund der geplanten Entwicklung bei der Raesch Gruppe von weiter steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus.

Neben dem rein organischen Wachstum wird auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt Hönle, die Marktposition weiter zu stärken.

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2013 bis 31.12.2013 nach IFRS

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  01.10.2013 - 31.12.2013 in
T€
01.10.2012 - 31.12.2012
in T€
Umsatzerlöse 20.254 16.543
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 534 969
Sonstige betriebliche Erträge 262 615
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen 7.668 6.795
Personalaufwand 7.040 5.999
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens 631 618
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.492 3.24
Betriebsergebnis/EBIT 2.218 1.475
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 7 -3
Zinserträge 30 -5
Zinsaufwendungen 159 202
Finanzergebnis -121 -210
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen/EBT 2.097 1.265
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 588 349
Konzernergebnis 1.509 916
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist -17 61
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 1.526 855
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € 0,28 0,16
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € 0,28 0,16
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 5.511.854 5.511.854
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 5.511.854 5.511.854

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben Der Konzern-Zwischenabschluss ist nicht testiert.

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.10.2013 bis 31.12.2013 nach IFRS

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  01.10.2013 - 31.12.201 in
T€
01.10.2012 - 31.12.2012
in T€
Konzernergebnis 1.509 916
Sonstiges Ergebnis der Periode: Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
• Unterschied aus Währungsumrechnung 16 53
• Rücklage für Sicherungsgeschäfte -10 1
• Ertragsteuereffekt 3 0
Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden    
• Veränderung versicherungsmath. Gewinne/Verluste aus Pensionen 8 114
• Ertragsteuereffekt -1 -29
Summe sonstiges Ergebnis 16 139
Gesamtergebnis 1.525 1.055
Davon entfallen auf:    
• Ergebnisanteil der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist -17 61
• Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 1.542 994

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben Der Konzern-Zwischenabschluss ist nicht testiert.

Konzernbilanz zum 31.12.2013 nach IFRS

AKTIVA

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  31.12.2013
in T€
30.09.2013
in T€
01.10.2012
in T€
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Geschäfts- oder Firmenwert 18.849 18.849 18.085
Immaterielle Vermögenswerte 3.475 3.588 3.079
Sachanlagevermögen 15.698 15.182 13.110
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen 218 210 195
Finanzielle Vermögenswerte 32 32 32
Sonstige langfristige Vermögenswerte 580 627 727
Latente Ertragsteueransprüche 1.777 1.769 1.566
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 40.630 40.258 36.794
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE      
Vorräte 20.684 19.385 16.579
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.263 11.968 12.050
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 211 223 93
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.538 2.550 1.994
Steuererstattungsansprüche 476 939 439
Liquide Mittel 4.400 4.378 9.321
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 39.571 39.444 40.476
AKTIVA GESAMT 80.201 79.702 77.270

Passiva

     
  31.12.2013
in T€
30.09.2013
in T€
01.10.2012
in T€
EIGENKAPITAL      
Gezeichnetes Kapital 5.513 5.513 5.513
Eigene Anteile -8 -8 -8
Kapitalrücklage 16.596 16.596 16.596
Gewinnrücklage 24.442 22.901 18.726
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital 46.543 45.002 40.827
Nicht beherrschende Anteile 1.972 1.989 2.019
Eigenkapital, gesamt 48.516 46.991 42.846
LANGFRISTIGE SCHULDEN      
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) 5.884 6.329 3.664
Langfristige Finanzleasingverbindlichkeiten 0 1 27
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 380 1.810 7.790
Pensionsrückstellungen 3.101 3.078 3.247
Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen 661 680 572
Latente Ertragsteuerschulden 1.602 1.660 1.648
Langfristige Schulden, gesamt 11.628 13.558 16.948
KURZFRISTIGE SCHULDEN      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.409 4.752 4.732
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 41 40 0
Erhaltene Anzahlungen 549 436 434
Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten 8 12 43
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 2.804 2.660 1.751
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.716 9.919 8.579
Sonstige Rückstellungen 481 474 512
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 1.048 860 1.424
Kurzfristige Schulden, gesamt 20.057 19.153 17.475
Passiva GESAMT 80.201 79.702 77.270

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben Der Konzern-Zwischenabschluss ist nicht testiert.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.10.2013 bis 31.12.2013

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.10.2013 bis 31.12.2013 nach IFRS

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  01.10.2013-31.12.2013 in
T€
01.10.2012-31.12.2012
in T€
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit    
Jahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 2.097 1.288
Berichtigungen für: Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 631 618
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -2 3
Finanzerträge -37 5
Finanzaufwendungen 159 202
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -37 125
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 2.811 2.241
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 12 -1.286
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 705 2.772
Zunahme/Abnahme von Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14 0
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte -165 -906
Veränderung Rückdeckungsversicherung 38 -37
Zunahme/Abnahme der Vorräte -1.304 -1.263
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -336 -1.113
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2 1
Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 0
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 113 192
Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten -678 -380
Zunahme/Abnahme der abgegrenzten öffentlichen Investitionszuwendungen 177 0
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 1.390 2.447
Gezahlte Zinsen -80 -147
Gezahlte Ertragsteuern 28 -316
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.337 1.984
Cashflows aus Investitionstätigkeit    
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.049 -659
Veränderung aufgrund von Unternehmenserwerben 0 -3
Einzahlungen aus langfristigen Forderungen 9 8
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 4 18
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 0 1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.036 -636
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit    
Einzahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten 194 0
Auszahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten -500 -296
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -306 -296
Währungsdifferenzen 28 82
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -1 11
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln 22 1.145
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 4.378 9.321
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 4.400 10.466

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben Der Konzern-Zwischenabschluss ist nicht testiert.

Erläuternde Anhangsangaben zum 3-Monatsbericht des Geschäftsjahres 2013/2014

Hönle erstellt den Konzernzwischenabschluss im Einklang mit den vom International Financial Reporting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Hönle erstellt und veröffentlicht den Konzernzwischenabschluss in Euro (EUR).

Dieser Konzernzwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 „Interim financial reporting“ erstellt und ist im Kontext mit dem von der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012/2013 veröffentlichten Konzernabschluss zu lesen.

Die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013, sowie die Konzerngewinn- und -verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzernkapitalflussrechnung für die zum 31. Dezember 2013 und 2012 endenden Berichtszeiträume sowie der Anhang sind weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden.

Die wesentlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden haben sich gegenüber dem Konzernabschluss 2012/2013 nicht verändert.

Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen der Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen und Pensionen gemäß IAS 19, veröffentlicht. Im Juni 2012 wurde der überarbeitete Standard von der EU in europäisches Recht übernommen. Der geänderte Standard IAS 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden.

Die mit dem überarbeiteten Standard IAS 19 verbundenen Änderungen betreffen bei der Dr. Hönle AG die Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Im Wesentlichen ändert sich durch den Standard IAS 19 der Ausweis des Finanzergebnisses in der Gewinn und Verlustrechnung. Die Abschaffung der Korridormethode sowie die oben angeführten Änderungen des überarbeiteten Standard IAS 19 haben Auswirkungen auf die Dr. Hönle Gruppe. Die Vorschriften des IAS 19 sind retrospektiv anzuwenden, demzufolge wurden die Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 01. Oktober 2012, die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns im ersten Quartal 2012 angepasst.

Bei den weitere Anpassungen der Vorjahreszahlen für das 1. Quartal 2012/2013 gem. IAS 8 wird auf den Konzernabschluss 2012/2013 verwiesen. Die Änderungen betreffen insbesondere das Finanzergebnis und das Sonstige Ergebnis.

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Eröffnungsbilanz per 01.10.2012 vor Anpassung
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Anpassung
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01.10.2012 nach Anpassung
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Aktiva      
Latente Ertragssteueransprüche 1.234 332 1.566
Passiva      
Rücklage versicherungsmath. Gewinne/Verluste 0 -984 -984
Gewinnrücklage 19.710 -984 18.726
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes      
Eigenkapital 41.811 -984 40.827
Eigenkapital 43.830 -984 42.846
Pensionsrückstellungen 1.932 1.315 3.247
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Konzernbilanz per 30.09.2013 vor Anpassung
T€
Anpassung
T€
30.09.2013 nach Anpassung
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Aktiva      
Latente Ertragssteueransprüche 1.556 213 1.769
Passiva      
Rücklage versicherungsmath. Gewinne/Verluste 0 -647 -647
Gewinnrücklage 23.547 -647 22.900
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes      
Eigenkapital 45.648 -647 45.001
Eigenkapital 47.637 -647 46.990
Pensionsrückstellungen 2.218 860 3.078
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Konzerngesamtergebnisrechnung 01.10.2012-31.12.2012 vor Anpassung
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Anpassung
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01.10.2012-31.12.2012 nach Anpassung
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Konzernjahresergebnis 912 -24 916
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Veränderung versicherungsmath. Gewinne/Verluste 0 114 114
Ertragssteuereffekte 0 -29 -29
Summe sonstiges Ergebnis 53 63 139
Gesamtergebnis 965 40 1.055
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden      
Anteilen zuzurechnen ist 27 34 61
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 938 6 994

Im ersten Quartal 2013/2014 hat die Eltosch America Inc., eine 100%ige Tochtergesellschaft der Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Vermögensgegenstände, insbesondere Vorräte der Grafix LP erworben. Der Kaufpreis für die Vermögensgegenstände betrug 250 T$.

Ferner erwarb die Dr. Hönle AG eine Immobilie in Torrington, CT, USA zu einem Preis von 940 T$. Die Immobilie wurde aufgrund des geplanten Wachstums im Segment Klebstoffe im amerikanischen Markt gekauft.

Die zu segmentierenden Konzernzahlen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Segmente:

(nicht testiert)

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  Geräte/Anlagen 13/14 Klebstoffe 13/14 Glas/Strahler 13/14 Summe 13/14 Eliminierungen 13/14 Konsolidiert 13/14
Umsatzerlöse            
Externe Kunden 10.937 5.129 4.188 20.254 0 20.254
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 119 120 349 588 -588 0
gesamte Verkäufe 11.056 5.249 4.537 20.842 -588 20.254
ERGEBNIS            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 1.167 1.246 -67 2.345 -127 2.218
beinhaltet wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten: • Wertberichtigung auf Forderungen -77 -1 3 -75   -75
Zinserträge 47 27 29 103 -73 30
Zinsaufwendungen 213 7 64 284 -125 159
Nach der-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       7   7
Wertpapiererträge       0   0
Abschreibungen auf Wertpapiere       0   0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           2.097
Ertragsteuern 269 341 42 652 0 652
Latente Steuern 49 -3 -90 -44 -20 -64
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           1.509
ANDERE INFORMATIONEN            
Segmentvermögen 48.968 14.840 23.551 87.359 10.239 77.120
Nicht zugeordnete Vermögenswerte: Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       218   218
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       578   578
Steuererstattungsansprüche       476   476
Aktive latente Steuern       1.777   1.777
Konsolidierte Vermögenswerte           80.201
Segmentschulden 32.466 4.195 15.531 52.192 -29.049 23.143
Passive latente Steuern       1.602   1.602
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       1.048   1.048
Langfristige Darlehen       5.892   5.892
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)           31.685
Investitionen 845 30 174 1.049   1.049
Segment-Abschreibungen 262 87 282 631   631
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 36 7 0 43   43
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  Geräte/Anlagen 12/13 Klebstoffe 12/13 Glas/Strahler 12/13 Summe 12/13 Eliminierungen 12/13 Konsoli diert 12/13
Umsatzerlöse            
Externe Kunden 8.020 4.368 4.155 16.543 0 16.543
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 285 23 265 573 -573 0
gesamte Verkäufe 8.305 4.391 4.420 17.116 -573 16.543
ERGEBNIS            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 527 940 132 1.599 -124 1.475
beinhaltet wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten: • Wertberichtigung auf Forderungen -26 -37 -1 -64   -64
Zinserträge 36 25 26 87 -92 -5
Zinsaufwendungen 139 40 92 270 -69 202
Nach der-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       -3   -3
Wertpapiererträge       1   1
Abschreibungen auf Wertpapiere       1   1
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           1.265
Ertragsteuern 95 278 56 429 0 429
Latente Steuern -7 -2 -37 -46 -34 -80
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           916
ANDERE INFORMATIONEN            
Segmentvermögen 33.701 14.383 23.925 72.009 2.535 74.544
Nicht zugeordnete Vermögenswerte            
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       195   195
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       755   755
Steuererstattungsansprüche       783   783
Aktive latente Steuern       1.468   1.468
Konsolidierte Vermögenswerte           77.776
Segmentschulden 26.104 4.810 11.750 42.664 -15.393 27.271
Passive latente Steuern       1.505   1.505
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       1.678   1.678
Langfristige Darlehen       3.428   3.428
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)           33.881
Investitionen 250 94 316 659   659
Segment-Abschreibungen 217 84 317 618   618
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 1.158 110 12 1.280   1.280

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe erläuternde Anhangsangaben

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gräfelfing, den 21. Februar 2014

Dr. Hönle AG

Der Vorstand

Hinweis

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen der Dr. Hönle AG, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Bei den in diesem Bericht enthaltenen Zahlen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.