Dr. Hönle Aktiengesellschaft

Gräfelfing

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen,

verehrte Geschäftsfreunde,

die Zeitschrift Börse Online zeichnete die Hönle Aktie als deutsche Gewinneraktie aus. Rund 600 Aktien bewertete die Zeitschrift sowohl mithilfe fundamentaler als auch charttechnischer Parameter und filterte so die attraktivsten Aktien heraus. Um bei der Vielzahl von Einzelwerten die Spreu vom Weizen zu trennen, selektierte sie zunächst jene Highflyer, die sich im Jahresverlauf um über 25 Prozent verteuerten und damit noch deutlich stärker zulegten als der Gesamtmarkt. Nach acht weiteren Bewertungskriterien, wie etwa dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, der Dividendenfähigkeit oder der Eigenkapitalquote wählte Börse Online die Aktie der Dr. Hönle AG zusammen mit fünf weiteren Titeln aus und prämierte sie als solide Gewinneraktie.

Die Umsätze der Hönle Gruppe erreichten im Geschäftsjahr 2013/2014 mit 82,1 Millionen Euro ein neues Rekordniveau. Mit einem Betriebsergebnis von 9,5 Millionen Euro erzielten wir zugleich das zweitbeste Ergebnis unserer Firmengeschichte. Damit haben wir unsere vor einem Jahr aufgestellte Prognose sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig erreicht. Betrachten wir die einzelnen Geschäftssegmente, so lässt sich feststellen, dass sich die Bereiche 'Geräte & Anlagen' sowie 'Klebstoffe' positiv entwickelten. Wachstumstreiber waren hier vor allem der hochwertige UV-Digitaldruck sowie die zunehmenden Klebstoffanwendungen in der Elektroindustrie. Nicht erfüllt haben sich hingegen die Erwartungen im Segment 'Glas & Strahler'. Technisch bedingte hohe Ausschussquoten bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH führten zu einem hohen Materialaufwand und verhinderten eine Umsatzrealisierung in der geplanten Höhe.

Richten wir den Blick auf das Jahr 2015: Die Konjunkturprognosen für das neue Jahr sind überwiegend positiv, der Internationale Währungsfond prognostiziert ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent. Wir gehen davon aus, dass sich die Hönle Gruppe ebenfalls positiv entwickeln wird und streben im neuen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von 85 bis 95 Millionen Euro und ein Betriebsergebnis von 12 bis 14 Millionen Euro an.

Von entscheidender Bedeutung für die Erreichung unserer Ziele wird neben der konjunkturellen Entwicklung die Wirkung der umgesetzten technischen und organisatorischen Optimierungsprozesse bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH sein. Zur Reduzierung der Ausschussquoten haben wir die Schmelzöfen konstruktiv und steuerungstechnisch neu konzipiert. Die ersten Öfen wurden umgebaut und in Betrieb genommen. Bis zum Ende des Kalenderjahres 2014 erwarten wir, dass nahezu alle Quarzglas-Schmelzöfen nach dem neuen Konzept umgebaut sind und qualitativ hochwertige Produkte erzeugen. Erste Ergebnisse an bereits umgebauten Öfen deuten auf wesentlich niedrigere Ausschussquoten hin. Zudem werden die Energiekosten voraussichtlich signifikant unter dem bisherigen Niveau liegen. Zur geplanten Steigerung des Umsatzes haben wir darüber hinaus die Anzahl der Vertriebsmitarbeiter stark ausgebaut. Ziel ist es, das Ergebnis der Raesch Quarz (Germany) GmbH durch die umgesetzten Maßnahmen im Geschäftsjahr 2014/2015 deutlich zu verbessern.

Die Mitronic GmbH, welche Sonnenlichtsimulationsanlagen hauptsächlich für die Automobilindustrie anbietet, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr eine gute Entwicklung im Auftragseingang verzeichnet. Der Auftragsbestand lag zum 30.09.2014 deutlich über dem des Vorjahres. Wir gehen daher, auch aufgrund vieler laufender Projekte im Bereich Sonnenlichtsimulation, von einem guten Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2014/2015 aus.

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Kundenaufträge aus der Elektronik- und aus der Automobilindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im abgelaufenen Geschäftsjahr bei. Die gute Geschäftsentwicklung wird sich voraussichtlich fortsetzen. Wesentliche Wachstumstreiber werden im Geschäftsjahr 2014/2015 Industrieklebstoffe im Bereich Smartphones und Automotive sein. Zusätzliche Wachstumspotenziale für Industrieklebstoffe für die nächsten Jahre bieten die Bereiche Optoelektronik und Smartcards. Darüber hinaus werden wir den Bereich Spezialklebstoffe für medizintechnische Anwendungen kontinuierlich ausbauen.

Neben dem rein organischen Wachstum setzen wir für die Weiterentwicklung des Konzerns auch zukünftig auf Akquisitionen. Insbesondere die Umsätze mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern sollen in den nächsten Jahren durch Zukäufe weiter gestärkt werden.

Wir haben die Weichen für nachhaltiges Wachstum gestellt, sind in mehreren attraktiven Wachstumsfeldern aktiv und beobachten den Markt sehr genau, um neue und für uns vielversprechende Möglichkeiten frühzeitig zu erkennen. Dass uns das bisher gut gelungen ist, können Sie an unserer Geschäftsentwicklung, die auf Seite sieben dieses Berichts dargestellt ist, erkennen. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, das Sie uns bisher entgegengebracht haben, und freuen uns, wenn Sie uns auch in Zukunft auf unserem Weg begleiten.

 

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen,

wir können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013/2014 zurückblicken. Das Umsatzvolumen der Hönle Gruppe liegt erstmals bei über 80 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis ist das zweitbeste unserer 38-jährigen Firmengeschichte. Dennoch gibt es auch Optimierungspotenzial. Im laufenden Geschäftsjahr gilt es, wieder nachhaltig den Turnaround bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH zu schaffen. Die dafür erforderlichen Maßnahmen wurden bereits eingeleitet. Zusammen mit dem Vorstand werden wir regelmäßig die Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH überprüfen.

Nachfolgend möchte ich Ihnen nun einen Überblick über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats während des Geschäftsjahres 2013/2014 geben.

Überwachung und Beratung des Vorstands

Wir haben im letzten Geschäftsjahr die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden. Dies betraf insbesondere den Erwerb der Gewerbeimmobilie in den USA für den Ausbau der Geschäftstätigkeit der Tangent Industries Inc. als auch die Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation der Raesch Gruppe.

Zur Vorbereitung von Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in vier Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder vollzählig vertreten waren. Auf der Grundlage umfassender Berichte des Vorstands und anschließender Beratungen befassten wir uns unter anderem mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder ein Aufsichtsratsbeschluss erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands.

Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen.

Schwerpunkte der Beratungen

In der Sitzung am 18. November 2013 erläuterte uns der Vorstand die vorläufigen Zahlen der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie die des Hönle Konzerns zum 30.09.2013. Nach den Ausführungen des Vorstands wurden die Ziele für das Geschäftsjahr 2012/2013 nicht erreicht. Die Gründe hierfür lagen an der nicht zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung der Segmente 'Geräte & Anlagen' sowie 'Glas & Strahler'. Der Vorstand erläuterte ausführlich die Gründe für die Planabweichungen und stellte die eingeleiteten bzw. umgesetzten Maßnahmen detailliert dar.

Dagegen konnte das Segment 'Klebstoffe' mit einem Betriebsergebnis von rund 3 Millionen Euro wesentlich zum Konzernergebnis beitragen. Insbesondere in den Bereichen Consumer Electronics und Automotive lagen die Umsätze deutlich über denen des Vorjahres.

Nach der Darstellung der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2012/2013 erläuterte uns der Vorstand die Unternehmensplanung der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie des Hönle Konzerns.

Am 15. Januar 2014 trafen sich Vorstand und Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung, an welcher auch die Wirtschaftsprüfer der Dr. Hönle AG teilnahmen. Der Vorstand legte uns den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2013 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, der Tochterunternehmen und der Beteiligungsunternehmen, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse.

Auf der gleichen Sitzung beschlossen wir die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 21. März 2014 und legten die Beschlussvorschläge fest. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 15.361.237,18 € eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten.

Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Beteiligungsunternehmen und ging danach auf deren geplante weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2013/2014 ein.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 20. März 2014 war die Erörterung des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns im ersten Quartal 2013/2014. Danach legte uns der Vorstand die Ergebnisprognose für das zweite Quartal vor und ging dabei insbesondere auf die Geschäftssituation der Raesch Quarz (Germany) GmbH ein. Zur Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2014/15 wurde die Durchführung von technischen Änderungen an den Schmelzöfen beschlossen. Zudem wurden die Vertriebskapazitäten der Raesch Gruppe deutlich erhöht.

Am 27. Juli 2014 trafen wir uns zur letzten Sitzung des Geschäftsjahres 2013/2014. Dabei erläuterte uns der Vorstand ausführlich die aktuelle Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns zum Ende des dritten Quartals. Nach Darstellung des Vorstands lag das Betriebsergebnis deutlich über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf die gute Geschäftsentwicklung bei der Dr. Hönle AG und der Panacol Gruppe zurückzuführen war. Trotz eines erwarteten negativen Betriebsergebnisses von etwa zwei Millionen Euro bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH lag das prognostizierte Konzernjahresergebnis im Rahmen der Erwartungen. Die Umsetzung der technischen Verbesserungen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH soll sich ab dem ersten Quartal bemerkbar machen und bei der Gesellschaft zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2014/2015 führen.

Corporate Governance

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat den Kodex zur verantwortungsvollen Unternehmensführung überarbeitet und in der Fassung vom 24. Juni 2014 veröffentlicht. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodexes mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäfts¬bericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG ergaben sich keine Änderungen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 21. März 2014 wählte die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/2014.

Die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr 01. Oktober 2013 bis 30. September 2014 den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Januar 2015 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts/Konzernlageberichts der Dr. Hönle AG und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein.

Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vom 20. März 2015 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat die Abschlüsse billigte. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss waren damit festgestellt.

 

Gräfelfing, den 23. Januar 2015

Dr. Hans-Joachim Vits, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Aktie

Deutliche Outperformance

Die Hönle Aktie entwickelte sich deutlich besser als der Gesamtmarkt. Ausgehend von 12,33 € zu Beginn des vergangenen Geschäftsjahres entwickelte sich die Hönle Aktie zunächst seitwärts. Nachdem sie ihren Tiefstkurs von 11,455 im Dezember 2013 erreichte, legte der Kurs im Verlauf des Jahres 2014 deutlich zu und stieg zum Geschäftsjahresende auf 16,98 €. Während sich der Gesamtmarkt, repräsentiert durch den Technology All Share Index, im Jahresverlauf um 13,7 % verbesserte, legte die Hönle Aktie um 37,7 % zu. Nach Abschluss des Geschäftsjahres stieg die Aktie weiter und lag Ende Dezember bei 16,92 €.

Der Umsatz der Aktie pro Handelstag belief sich auf durchschnittlich 178 T€. Im gesamten Geschäftsjahr wurden Aktien im Wert von 45 Mio. € umgesetzt. Der Marktwert der Hönle Gruppe belief sich zum Ende des Geschäftsjahres auf 93,6 Mio. €.

Dividendenpolitik

Seit vielen Jahren beteiligt Hönle ihre Aktionäre an ihrer erfolgreichen Geschäftsentwicklung. Auch in der Zukunft möchte die Gesellschaft ihre Aktionäre angemessen am Geschäftserfolg teilhaben lassen. Die Höhe der Dividende hängt maßgeblich vom Unternehmensergebnis ab und muss im Einklang stehen mit geplanten Investitionsvorhaben und der Sicherstellung einer soliden finanziellen Basis. Für das abgelaufene Geschäftsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung am 20. März 2015 vorschlagen, wie in den Vorjahren eine Dividende von 0,50 € je Aktie an die Aktionäre auszuschütten.

Analysen

M.M. Warburg und die WGZ Bank analysierten kontinuierlich die Aktie der Dr. Hönle AG. Beide Banken sprachen mehrfach eine Kaufempfehlung aus. Darüber hinaus berichteten auch Finanzzeitschriften mehrmals über die Dr. Hönle AG. Unter anderem empfahlen Börse Online, Focus Money oder Der Aktionär ein Investment in die Hönle Aktie.

Aktionärsstruktur

Aufsichtsrat und Vorstand halten 11,43 % der Aktien. Der Gesellschaft bekannte institutionelle Investoren mit einer Beteiligung von jeweils unter 3 % verfügten zum 30.09.2014 zusammen über einen Anteil von 10,30 %. Die Dr. Hönle AG hält 0,02 % eigene Aktien.

Mit Anteilen oberhalb der Meldegrenze von 3 % waren der Gesellschaft folgende Aktionäre bekannt:

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Dr. Hans-Joachim Vits: 6,56 %
Frithjof Raesch: 4,26 %
Prof. Dr. Karl Hönle: 4,03 %
Taaleritehdas: 3,32 %
Loys AG: 5,16 %

Kursentwicklung der Hönle Aktie

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Dividendenentwicklung

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Hauptversammlung

Im März folgten gut 200 Aktionäre der Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung in München. Sie stimmten allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Sämtliche Abstimmungsergebnisse sind im Internet einsehbar. Die nächste Hauptversammlung wird am 20. März 2015 in München stattfinden.

Investor Relations

Die Dr. Hönle AG präsentierte sich im vergangenen Geschäftsjahr auf mehreren Roadshows und Konferenzen und erfreute sich zahlreicher positiver Rückmeldungen. Vorstand und Investor Relations Manager führten zudem umfangreiche Einzelgespräche mit institutionellen und privaten Investoren sowie mit zahlreichen Interessenten.

Im letzten Geschäftsjahr waren neben der Erläuterung der Konzernzahlen insbesondere die Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie der Panacol Gruppe Gegenstand von Gesprächen mit den Aktionären. Sämtliche Presse- und ad-hoc-Mitteilungen, Informationen zur Aktie und zur Hauptversammlung sowie Quartals- und Geschäftsberichte sind auf der Unternehmenswebsite zu finden.

Kontakt:

Dr. Hönle AG

Peter Weinert

Lochhamer Schlag 1, 82166 Gräfelfing

Telefon: +49 (89) 85608-173

E-Mail: ir@hoenle.de

Internet: www.hoenle.de/ir-welcome

Aktionärsstruktur

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Daten zur Hönle Aktie

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Kurs zu Beginn des Geschäftsjahres in € (Xetra) 12,325
Kurs zum Ende des Geschäftsjahres in € (Xetra) 16,98
Höchstkurs (Xetra) € 17,645 am 17.09.2014
Tiefstkurs (Xetra) € 11,455 am 17.12.2013
Jahresumsatz in Stück 2.970.071 (Vj. 3.728.639)
Jahresumsatz in € 45.289.502 (Vj. 44.557.738)
Anzahl der Aktien zum 30.09.2014 5.512.930
Marktkapitalisierung zum 30.09.2014 93.609.551
Ergebnis je Aktie in € 1,13
Dividende je Aktie in €1 0,50
Wertpapierkennnummer 515710
ISIN DE0005157101
Börsenkürzel HNL
Transparenzlevel Prime Standard der Deutschen Börse
Indexzugehörigkeit:  
Technology All Share DE0008468943
Prime All Share DE0007203325
DAXsubsector Advanced Industrial Equipment DE0007203895
DAXsubsector All Advanced Industrial Equipment DE000A0SM817
DAXsector Industrial DE0009660282
DAXsector All Industrial DE000A0SM7R8
CDAX DE0008469602
1 Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2013/2014  

Zusammengefasster Lagebericht/Konzernlagebericht der Dr. Hönle AG

für das Geschäftsjahr 2013/2014

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' sowie 'Klebstoffe'. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt.

Das Segment 'Glas und Strahler' umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment 'Klebstoffe' beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2014 an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt:

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Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) Sitz
Segment 'Geräte und Anlagen'  
Eltosch Grafix America Inc. Batavia/Chicago, USA
Eltosch Grafix GmbH Hamburg, Deutschland
Honle Spain S.A.U. Olesa de Bonesvalls/Barcelona, Spanien
Honle US Real Estate LLC Torrington/Connecticut, USA
Honle UV France S.à.r.l. Bron/Lyon, Frankreich
Honle UV (UK) Ltd. Luton, Großbritannien
Mitronic GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
PrintConcept UV-Systeme GmbH Kohlberg, Deutschland
PrintDesign Engineering GmbH1, 2 Kohlberg, Deutschland
Solitec GmbH2 Gräfelfing/München, Deutschland
Tecinvent GmbH1, 2 Schömberg, Deutschland
Segment 'Glas und Strahler'  
Aladin GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
Raesch Quarz (Germany) GmbH Langewiesen, Deutschland
Raesch Quarz (Malta) Ltd. Mosta, Malta
UV-Technik Speziallampen GmbH Wümbach, Deutschland
Segment 'Klebstoffe'  
Agita Holding AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Eleco Produits EFD SAS Gennevilliers/Paris, Frankreich
Hoenle UV Technology Shanghai Ltd. Shanghai, China
Metamorphic Materials Inc.1, 2 Winsted/Connecticut, USA
Panacol AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Panacol-Elosol GmbH Steinbach/Taunus, Deutschland
Tangent Industries Inc.1, 2 Torrington/Connecticut, USA

1 Minderheitsbeteiligung;

2 nicht konsolidiert

Die weltweiten Standorte

Die Hönle Gruppe ist an 69 Standorten in 27 Ländern weltweit vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. In Deutschland und Malta ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern.

Standorte der Hönle Gruppe

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Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.

Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Erhöhung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen, insbesondere die EBIT-Marge. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

Ertragsentwicklung

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in T€ 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Umsatz 82.090 77.273 6,2 %
EBIT 9.483 7.705 23,1 %
Konzernjahresergebnis 6.495 6.712 -3,2 %

Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen.

Marktentwicklung

Die weltwirtschaftliche Expansion geriet im Verlauf des Jahres 2014 erneut ins Stocken. Sie war anfällig für Störungen, wie etwa geopolitische Entwicklungen oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Von einem stabilen Aufschwung, der von allen Regionen getragen wird, ist die Weltwirtschaft weit entfernt. Seit über zehn Jahren findet das Wachstum der Weltproduktion zu einem großen Teil in den Schwellenländern statt. Die zugrundeliegende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern hat sich offenbar abgeschwächt. Die Verlangsamung dieses Wachstums trug daher zur Verringerung der globalen Wachstumsdynamik bei. Experten gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft 2014 insgesamt um etwa 3 % gewachsen ist. Der Euroraum hat seine Stagnation überwunden, das Bruttoinlandsprodukt legte 2014 leicht zu.

Die konjunkturelle Expansion in Deutschland hat sich im Sommerhalbjahr wider Erwarten nicht fortgesetzt, das Institut für Weltwirtschaft unterstellt in seiner Prognose ein Wachstum von 1,4 % für das Gesamtjahr. Auch als Folge der Zuspitzung des Konflikts in der Ukraine schwächten sich die Exporterwartungen ab, inländische Unternehmen hielten sich mit Investitionen zurück.

Geschäftsverlauf

In einem immer noch verhaltenen makroökonomischen Umfeld legten die Umsätze der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2013/2014 um 6,2 % auf 82.090 T€ zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg zeitgleich um 23,1 % auf 9.483 T€.

In den letzten Jahren wurden die Geschäftsfelder 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' aufgebaut und über Investitionen und Unternehmenszukäufe schrittweise erweitert. Der Hönle Gruppe ist es damit gelungen, den Anteil kurzlebiger Wirtschaftgüter am Gesamtumsatz deutlich zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte die Hönle Gruppe 56,1% ihrer Gesamtumsätze (Vj. 53,9 %) im Segment 'Geräte und Anlagen'. 24,0 % ihrer Umsätze erwirtschaftete Hönle im Segment 'Klebstoffe' (Vj. 23,1 %) und 19,9 % im Segment 'Glas und Strahler' (Vj. 22,9 %).

Segment 'Geräte und Anlagen'

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Geräte und Anlagen' verlief erfreulich. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis lagen über den Werten der Vorjahresperiode. Der Umsatz im Segment 'Geräte und Anlagen' legte um 10,5 % auf insgesamt 46.062 T€ zu. Gleichzeitig stieg das Betriebsergebnis vor Eliminierungen um 45,6 % auf 6.156 T€.

Die Hönle Gruppe verkaufte im Berichtsjahr mehr Trocknungsanlagen für die Druckindustrie als im Vorjahr. Insbesondere bei Digitaldruckanwendungen stiegen die Umsätze an. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe mit leistungsstarken Produkten gut positioniert ist. Auch bei Härtungssystemen für Klebstoffe legten die Umsätze deutlich zu. Die überwiegend auf LED-Technik basierenden Geräte werden zunehmend bei der Produktion vieler elektronischer Komponenten eingesetzt. Darüber hinaus erhielt die Dr. Hönle AG einen größeren Auftrag im Bereich der Steuerungstechnik für die Entkeimung von Abwasser. Die Abwasserentkeimung ist ein Wachstumsmarkt, der viel Potenzial für die zukünftige Entwicklung der Hönle Gruppe bietet.

Die Eltosch Torsten Schmidt GmbH in Hamburg und die Grafix GmbH in Stuttgart wurden zur Eltosch Grafix GmbH verschmolzen. Die beiden Gesellschaften beliefern die Druckindustrie unter anderem mit Trocknungsgeräten und Puderbestäubern. Durch die Verschmelzung wurden Synergien insbesondere im Vertrieb und im Service realisiert.

Die Geschäftstätigkeit der Grafix LP, Bolingbrook, Illinois, – ein Unternehmen, welches Geräte und Anlagen, Ersatzteile und Service für die Grafix GmbH in dem nordamerikanischen Markt erbracht hat – wurde in die Eltosch Grafix America Inc. mit Sitz in Batavia, Illinois, verlagert. In diesem Zusammenhang erwarb die Eltosch Grafix America Inc. von der Grafix LP Vorräte zu einem Kaufpreis von 250 T$. Die Eltosch Grafix America Inc. übernimmt damit auch den Vertrieb und den Service für Puderbestäuber und -absauger sowie für Geräte zur Temperierung und zur Konditionierung beim Farbauftrag. Der Umsatz der Eltosch Grafix America Inc. stieg insbesondere im Zuge der Übernahme der Geschäftstätigkeit von 1.559 T€ im Vorjahr auf 3.308 T€ im Berichtsjahr.

In Unterlüß bei Celle entstand ein Metallbearbeitungszentrum, welches seinen Betrieb zu Beginn des Berichtsjahres aufnahm. Im zweiten Quartal wurde das Bearbeitungszentrum um eine zusätzliche CNC-Fräsmaschine erweitert. Die Eltosch Grafix GmbH ist somit in der Lage, mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe zu liefern und externe Zulieferer im Bereich Metallbearbeitung sukzessive zu ersetzen. Dies wird voraussichtlich positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Eltosch Grafix GmbH haben und dazu beitragen, die Materialaufwandsquote in der Hönle Gruppe zu senken.

Im Bereich Forschung und Entwicklung erfolgten wesentliche Neu- und Weiterentwicklungen im Bereich der LED-Trocknung, die zukünftig zur Umsatzentwicklung der Dr. Hönle AG in diesem Bereich beitragen werden.

Segment 'Glas und Strahler'

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Glas und Strahler' erfüllte nicht die Erwartungen. Der Umsatz ging um 7,9 % auf 16.335 T€ zurück.

Das Betriebsergebnis vor Eliminierungen sank von 739 T€ im Vorjahr auf -648 T€ im Berichtsjahr.

Dabei trug vor allem die Raesch Quarz (Germany) GmbH maßgeblich zu dieser Entwicklung im Segment 'Glas und Strahler' bei. Der Grund hierfür lag insbesondere in technisch bedingten hohen Ausschussquoten. Diese führten zu einem hohen Materialaufwand, schränkten die Produktionskapazität ein und verhinderten damit eine Umsatzrealisierung in geplanter Höhe. Zur Reduzierung der Ausschussquoten wurden die Schmelzöfen zum Teil sowohl konstruktiv als auch steuerungstechnisch neu konzipiert. Die ersten Schmelzöfen wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut und wieder in Betrieb genommen, bis zum Kalenderjahresende 2014 sollen weitere Quarzglasöfen folgen. Erste Erfahrungen mit den überarbeiteten Schmelzöfen zeigen einen effektiveren und transparenteren Produktionsablauf mit deutlich niedrigeren Ausschussquoten. Gleichzeitig liegen die Energiekosten voraussichtlich signifikant unter dem bisherigen Niveau.

Ferner hat Raesch neue Produkte unter anderem für die Halbleiterindustrie und die Glasfaserindustrie entwickelt und im Markt eingeführt. Zur Verbesserung der Absatzmöglichkeiten wird Raesch eine Zertifizierung der Produkte für die Halbleiterindustrie durchführen.

Die Raesch Gruppe erhöhte zur Steigerung der Umsätze zudem ihre Vertriebskapazitäten deutlich. Dies beinhaltet die personelle Verstärkung des Vertriebsteams sowohl in Deutschland als auch in Malta.

Die Raesch Gruppe erwartet aufgrund der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen kurz- bis mittelfristig ein steigendes Umsatz- und Ergebnisniveau.

Die Markteinführung eigener Infrarotstrahler verlief erfolgreich. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase startete die UV-Technik Speziallampen GmbH mit der Serienproduktion.

Die Strahler werden in mehreren Produkten der Hönle Gruppe eingesetzt und zukünftig auch an externe Kunden vertrieben.

Auch die Umsätze mit Geräten für die Ballastwasserentkeimung wachsen kontinuierlich. Zusätzliche Umsatzeffekte werden erwartet, sobald das Ballastwasser-Übereinkommen ratifiziert wird. Dieses schreibt Behandlungssysteme vor, welche das Ballastwasser vor der Abgabe in die Meeresumwelt so behandeln, dass ein in der Konvention vorgeschriebener Standard erreicht wird. Mit der anstehenden Ratifizierung gehen wir von stark steigenden Umsätzen in diesem Bereich aus.

In der Aladin GmbH wurden mehrere personelle und organisatorische Maßnahmen zur Optimierung von Produktionsprozessen umgesetzt.

Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Produktionskapazitäten auszubauen und das Umsatz- und Ergebnisniveau anzuheben. Wir erwarten aufgrund dieser Maßnahmen auch zukünftig steigende Ergebnisse bei der Aladin GmbH.

Segment 'Klebstoffe'

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Kundenaufträge aus der Elektronik- und aus der Automobilindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei. Die Umsätze mit Klebstoffen wuchsen im Geschäftsjahr 2013/2014 um 10,2 % auf 19.693 T€. Das Betriebsergebnis vor Eliminierungen legte 43,3 % auf 4.480 T€ zu.

Investitionen in die Tangent Industries Inc., USA, bilden die Basis für die geplante Expansion im nordamerikanischen Vertriebsraum. Das neue Firmengebäude in Torrington, Connecticut, mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm wurde im Mai 2014 bezogen. Der Kaufpreis für die Immobilie mit einer Grundstücksfläche von über 30.000 qm betrug 940 T$.

Es bietet neben repräsentativen Verkaufsräumen Platz für die Entwicklungsabteilung, die Produktion und das Lager. Gegen Jahresende soll auch die Metamorphic Materials Inc., an der die Panacol AG eine Minderheitsbeteiligung hält, in das neue Firmengebäude einziehen.

Der Aufbau der Medizintechnik-Sparte läuft planmäßig. Panacol ist Mitglied im NeZuMed, einem Netzwerk für Zulieferer in der Medizintechnik. Das Netzwerk unterstützt den Aufbau und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und Erstausrüstern (OEMs). Panacol erhielt mehrere Anfragen für Klebstoffanwendungen in der Medizintechnik.

Die Klebstoffe werden beispielsweise bei der Produktion von Spritzen und Kathetern benötigt.

Geschäftsentwicklung nach Regionen

Wichtigster Absatzmarkt der Hönle Gruppe blieb Deutschland mit Umsätzen von 31.169 T€ (Vj. 29.910 T€). Die Umsätze im Ausland sind jedoch deutlich von 47.363 T€ auf 50.921 T€ gestiegen. Dabei erzielte die Hönle Gruppe im europäischen Ausland Umsatzerlöse von 21.929 T€ (Vj. 21.686 T€) und in den Absatzmärkten außerhalb Europas von 28.992 T€ (Vj. 25.677 T€). Die deutliche Umsatzsteigerung außerhalb Europas ist vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung in China und in Japan zurückzuführen.

Damit erwirtschaftete Hönle 38,0 % (Vj. 38,7 %) der Umsätze im Inland, 26,7 % (Vj. 28,1 %) im europäischen Ausland und 35,3 % (Vj. 33,2 %) außerhalb der Europäischen Union.

Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe

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in T€ 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Umsatzerlöse 82.090 77.273 6,2 %
Rohergebnis 54.123 51.181 5,7 %
Betriebsergebnis (EBIT) 9.483 7.705 23,1 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 8.967 8.637 3,8 %
Konzernjahresergebnis 6.495 6.712 -3,2 %
Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,20 -5,8 %

Umsatz nach Segmenten in T€

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Umsatz nach Regionen in T€

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Ertragslage der Hönle Gruppe

Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen von 77.273 T€ im Vorjahr auf 82.090 T€ im Geschäftsjahr 2013/2014.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.569 T€ (Vj. 2.749 T€) verringerten sich im Wesentlich aufgrund des Wegfalls der im Vorjahr erhaltenen Erträge aus Entschädigungen. Der Materialaufwand belief sich auf 31.266 T€ (Vj. 30.194 T€), was einer Quote von 37,3 % (Vj. 38,4 %) entspricht. Trotz technisch bedingter hoher Ausschussquoten bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH lag die Materialaufwandsquote infolge eines veränderten Produktmixes damit unter der Quote des Vorjahres. Die Personalaufwandsquote lag mit 33,2 % auf dem Niveau des Vorjahres von 33,0 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank deutlich von 19,1 % im letzten Jahr auf 17,0 % im Berichtsjahr.

Die Hönle Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis (EBIT) von 9.483 T€ (Vj. 7.705 T€). Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich von 8.637 T€ auf 8.967 T€. Die Steigerung des Vorsteuerergebnisses fiel im Vergleich zur Steigerung des EBIT deutlich geringer aus. Der Grund hierfür lag in nicht wiederkehrenden Finanzerträgen in Höhe von 1,5 Mio. €, die im Vorsteuerergebnis des Vorjahres enthalten waren. Das Konzernergebnis ging von 6.712 T€ auf 6.495 T€ zurück. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,13 € (Vj.1,20 €).

Damit wuchs die EBIT-Marge nach 9,8 % im Vorjahr auf 11,3 % im Berichtsjahr. Die Nettoumsatzrendite lag nach 8,7 % im Vorjahr bei 7,9 % im Geschäftsjahr 2013/2014.

Finanzlage der Hönle Gruppe

Der operative Cashflow verbesserte sich leicht von 9.020 T€ im Vorjahr auf 9.201 T€ im Geschäftsjahr 2013/2014. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 351 T€ und Ertragsteuern in Höhe von 1.357 T€ ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 7.492 T€ (Vj. 5.363 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die letzte Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe, Investitionen für den Erwerb einer Immobilie zur Vermietung an die Tangent Industries Inc. in den Vereinigten Staaten sowie Ausgaben für technische Anlagen, die Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen. Die Investitionen lagen mit 6.844 T€ unter dem Niveau des Vorjahres von 10.424 T€.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 539 T€ (Vj. 139 T€) resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Bankkrediten in Höhe von 6.125 T€, der Tilgung von Darlehen in Höhe von 2.352 T€ sowie Dividendenausschüttungen in Höhe von 2.836 T€.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 1.307 T€ auf 5.685 T€. Mit einer Eigenkapitalquote von 58,1 %, 5.685 T€ liquiden Mitteln und 3.215 T€ kurzfristigen Bankverbindlichkeiten verfügt die Hönle Gruppe über eine solide finanzielle Basis.

Liquiditätsentwicklung

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in T€ 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 9.201 9.020 2,0%
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 7.492 5.363 39,7%
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.844 -10.424 34,3%
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 539 139 287,8%
Veränderung liquider Mittel 1.307 -4.942 126,4%

Vermögenslage der Hönle Gruppe

Das Sachanlagevermögen ging unwesentlich um 179 T€ auf 15.003 T€ zurück. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten die neu erworbene Gewerbeimmobilie in den Vereinigten Staaten zur Vermietung an die Tangent Industries Inc.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 3.022 T€ auf 22.408 T€, was insbesondere auf die Dr. Hönle AG, die Raesch Quarz (Germany) GmbH und die Eltosch Grafix GmbH zurückzuführen war.

Die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte nahmen im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt um 5.893 T€ auf 85.595 T€ zu.

Das Eigenkapital der Hönle Gruppe belief sich zum 30.09.2014 auf 49.718 T€, was einer Eigenkapitalquote von 58,1 % (Vj. 58,8 %) entspricht.

Die langfristigen Schulden stiegen im Wesentlichen in Folge der Aufnahme von Darlehen um 3.118 T€ auf 16.676 T€. Außerdem erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 1.420 T€ insbesondere infolge des gesunkenen Zinsniveaus.

Die kurzfristigen Schulden lagen mit 19.201 T€ auf dem Niveau des Vorjahres von 19.272 T€. Wesentliche Veränderungen gab es hier infolge der Zahlung der letzten Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe einerseits und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern sowie der Zunahme kurzfristiger Bankverbindlichkeiten andererseits.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 79.702 T€ zu Beginn des Geschäftsjahres auf 85.595 T€ zum 30.09.2014.

Bilanz

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in T€ 30.09.2014 30.09.2013 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 42.013 40.257 4,4 %
Kurzfristige Vermögenswerte 43.582 39.445 10,5 %
Eigenkapital 49.718 46.872 6,1 %
Langfristige Schulden 16.676 13.558 23,0 %
Kurzfristige Schulden 19.201 19.272 -0,4 %
Bilanzsumme 85.595 79.702 7,4 %

Erläuterungen zur Dr. Hönle AG

Der Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst.

Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellt.

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Produktion, IT und Verwaltung. Die Dr. Hönle AG steigerte mit durchschnittlich 147 (Vj. 147) Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2013/2014 den Umsatz um 8,7 % auf 29.579 T€.

Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG lagen nach 506 T€ im Vorjahr bei 523 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter lag bei 20 (Vj. 21). Insgesamt arbeiteten damit 13,5 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG erhöhte sich insbesondere aufgrund der Zahlung einer Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter von 9.265 T€ auf 9.629 T€.

Der Materialaufwand der Dr. Hönle AG lag mit 13.109 T€ um 7,8 % über dem des Vorjahres.

Die Materialaufwandsquote konnte leicht von 44,2 % im Vorjahr auf 43,5 % gesenkt werden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen von 4.760 T€ auf 4.478 T€ zurück, was unter anderem auf Einsparungen im Bereich Logistik zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis belief sich nach 2.321 T€ im Vorjahr auf 3.833 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis in Höhe von 2.297 T€ (Vj. 5.403 T€). Dieses beinhaltet ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 1.879 T€ (Vj. 1.579 T€) von der Agita AG. Das Finanzergebnis lag unter dem des Vorjahres.

Der Grund hierfür ist ein Dividendenertrag von der Raesch Quarz (Malta) Ltd. in Höhe von 3.465 T€, der im Finanzergebnis des Vorjahres enthalten war.

Der Jahresüberschuss belief sich auf 5.191 T€ (Vj. 7.028 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die letzte Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe, Zahlungen für den Erwerb einer Immobilie für die Tangent Industries Inc. (940 T$) in den Vereinigten Staaten sowie Ausgaben für technische Anlagen, die Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen. Die Investitionen in andere Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 454 T€ insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres von 823 T€.

Das Sachanlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.668 T€ (Vj. 2.856 T€).

Die Finanzanlagen stiegen auf 40.279 T€ (Vj. 39.551 T€), bedingt durch die neuen Anteile an der Honle US Real Estate LLC, in die die von der Dr. Hönle AG erworbene Gewebeimmobilie in Torrington, USA, eingebracht wurde.

Die Vorräte erhöhten sich unter anderem aufgrund des höheren Umsatzniveaus gegenüber dem Vorjahr um 1.050 T€ auf 9.298 T€.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30.09.2014 auf 1.223 T€ (Vj. 319 T€).

Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG stieg in Folge des höheren Bilanzgewinns von 41.896 T€ im Vorjahr auf 44.331 T€ zum Ende des Berichtsjahres. Die Verbindlichkeiten gingen im gleichen Zeitraum von 18.788 T€ auf 17.488 T€ zurück.

Umsatz- und Betriebsergebnis der Dr. Hönle AG sind im Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich gestiegen. Während die Umsätze im Bereich Sonnenlichtsimulation rückläufig waren, wuchsen die Umsätze bei Druckanwendungen, was insbesondere auf die positive Geschäftsentwicklung im Inkjet-Druck zurückzuführen war. Auch in den Bereichen Klebstofftrocknung und Entkeimung lagen die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr über denen des Vorjahres. Sofern sich die konjunkturelle Entwicklung nicht eintrübt, geht der Vorstand der Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2014/2015 von einer erneuten Umsatzsteigerung von 5 bis 10 % aus.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der D . Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)

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in T€ 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Umsatzerlöse 29.579 27.207 8,7 %
Sonstige betriebliche Erträge 1.582 1.645 -3,8 %
Materialaufwand 13.109 12.159 7,8 %
Rohergebnis 18.583 16.990 9,4 %
Personalaufwand 9.629 9.265 3,9 %
Abschreibungen 645 644 0,2 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.476 4.760 -6,0 %
Betriebsergebnis (EBIT) 3.833 2.321 65,1 %
Finanzergebnis 2.297 5.403 -57,5 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.130 7.724 -20,6 %
Steuern 921 678 35,8 %
Jahresüberschuss 5.191 7.028 -26,1 %
Ergebnis je Aktie in € 0,94 1,28 -26,6 %

Verkürzte Bilanz der Dr. Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)

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in T€ 30.09.2014 30.09.2013 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 597 612 -2,5 %
Sachanlagen 2.668 2.856 -6,6 %
Finanzanlagen 40.279 39.551 1,8 %
Anlagevermögen 43.544 43.019 1,2 %
Vorräte 9.298 8.248 12,7 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.013 12.667 -5,2 %
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.223 319 283,4 %
Umlaufvermögen 22.534 21.234 6,1 %
Rechnungsabgrenzungsposten 152 139 9,4 %
Aktive latente Steuern 51 45 13,3 %
Ausgegebenes Kapital 5.512 5.512 0,0 %
Kapitalrücklage 18.450 18.450 0,0 %
Gewinnrücklage 2.573 2.573 0,0 %
Bilanzgewinn 17.796 15.361 15,9 %
Eigenkapital 44.331 41.896 5,8 %
Rückstellungen 4.461 3.753 18,9 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.419 7.840 20,1 %
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 110 78 41,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 835 797 4,8 %
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.838 5.960 14,7 %
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 22 0  
Sonstige Verbindlichkeiten 266 4.114 -93,5 %
Verbindlichkeiten 17.489 18.788 -6,9 %
Bilanzsumme 66.282 64.438 2,9 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Hönle Gruppe

Die weltwirtschaftliche Expansion verlangsamte sich im Laufe des Jahres 2014. Dabei war die Wirtschaft anfällig für geopolitische Störungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten. Nichts desto trotz entwickelte sich die Weltwirtschaft nahezu so wie von Experten prognostiziert.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe lag im Geschäftsjahr 2013/2014 mit Umsätzen von 82,1 Mio.€ (Vj. 77,3 Mio. €) und einem Betriebsergebnis von 9,5 € (Vj. 7,7 Mio. €) im Rahmen der Erwartungen. Der Vorstand hatte vor einem Jahr einen Umsatz von 80 bis 85 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 9 bis 10 Mio. € prognostiziert. Die Entwicklung des Segments 'Glas und Strahler' lag unter den Erwartungen, während sich das Segment 'Klebstoffe' besser als erwartet entwickelte.

Mit 5,7 Mio. € (Vj. 4,4 Mio. €) liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen zur Finanzierung der letzten Kaufpreisrate für Anteile an der Raesch Gruppe sowie einer Immobilie für die Tangent Industries Inc. um 3,8 Mio. € auf 12,8 Mio. €.

Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert und neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Der Anteil des Umsatzes mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern wie Klebstoffen und Strahlern am Gesamtumsatz ist zugleich deutlich gestiegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden umfangreiche Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingeleitet und zum Teil bereits umgesetzt, um das Umsatzniveau im neuen Geschäftsjahr zu steigern und zu einem positiven Ergebnis zurückzukehren. Die Voraussetzungen sind daher gut, das Umsatz- und Ergebnisniveau der Hönle Gruppe im kommenden Jahr weiter auszubauen.

Nachtragsbericht

Seit dem 1. Oktober 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle Gruppe ausgeht.

Forschung & Entwicklung

Die Unternehmen der Hönle Gruppe entwickelten im Geschäftsjahr 2013/2014 neue leistungsstarke Produkte und passten bestehende Produkte individuellen kundenspezifischen Anforderungen an. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe lagen nach 1.138 T€ im Vorjahr bei 976 T€ im Berichtsjahr. Die Zahl der in den F&E-Abteilungen beschäftigten Mitarbeiter ging im gleichen Zeitraum von 64 auf 58 zurück, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 11,5 % (Vj. 12,2 %) der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.

Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich F&E im letzten Geschäftsjahr dargestellt:

Segment 'Geräte und Anlagen'

Die Hönle Gruppe nahm an mehreren Fachmessen teil, unter anderem an der Lope-C, der Leitmesse für gedruckte Elektronik. Diese noch junge Technologie macht enorme Fortschritte – sowohl hinsichtlich der Herstellungsprozesse als auch hinsichtlich der Endprodukte. Von zentraler Bedeutung für die Qualität der Endprodukte ist dabei das richtige Trocknungsverfahren. Hönle gestaltet von Anfang an diesen interessanten Zukunftsmarkt mit und entwickelt entsprechende Trocknungsgeräte. Zu den größten Vorteilen der UV-Technologie für gedruckte Elektronik gehört das zuverlässige vollständige und sekundenschnelle Aushärten von Polymermaterialien.

Dabei ermöglicht die UV-Technik die Bedruckung selbst temperaturempfindlicher Materialien und erlaubt eine sofortige Weiterverarbeitung der gedruckten Elektronik.

Auch 2014 führte die Dr. Hönle AG ihre erfolgreiche Seminarreihe fort. Seit fast 40 Jahren entwickelt und produziert die Dr. Hönle AG UV-Technologie für industrielle Anwendungen – vier Jahrzehnte, in denen ein großer Erfahrungsschatz erworben wurde. Vor vier Jahren beschloss die Dr. Hönle AG, dieses Know-how an Interessierte weiterzugeben, und entwickelte dazu eine Seminarreihe. Neben technischen und chemischen Grundlageninformationen rund um die UV- und UV-LED-Technologie erhielten Interessenten auch Informationen über UV-Härtungsverfahren für Druck- und Beschichtungsanwendungen.

Durch den Einsatz der LEC-Technologie ist es gelungen, in einer speziellen Kundenanwendung Elektronikbauteile im Inkjet-Verfahren zu bedrucken. Low Energy Curing (LEC) kombiniert die Vorteile aus UV-LED und konventioneller UV-Technologie. Hochreaktive UV-härtende Veredelungsmittel werden dabei nicht mit LEDs vernetzt, sondern mit konventionellen Mitteldruckstrahlern. In Abstimmung mit dem Absorptionsspektrum der Inkjetfarbe werden eisendotierte Strahler eingesetzt, deren Hauptemission ähnlich wie bei den UV-LEDs im langwelligen UV-A-Bereich liegt.

In Kombination mit hochreaktiven Beschichtungsmitteln bietet Low Energy Curing interessante Einsatzmöglichkeiten für vielfältige UV-Prozesse. Dabei beschränkt sich die Auslegung der UV-Systeme nicht auf schmalbahnige und Inkjet-Anwendungen, sondern ist auch für breitbahnige und Offsetanwendungen geeignet.

Speziell für die Lautsprecherverklebung etwa in Smartphones hat Hönle den LED-Spot 100 entwickelt. In Abstimmung mit dem Absorptionsbereich des Klebstoffs kann das Gerät mit verschiedenen LED-Wellenlängen ausgestattet werden. Für Verklebungen im Akustikbereich ist eine Wellenlänge von 405 nm üblich. Von dem Gerät wurden bereits weit über 1.000 Stück verkauft. Das System bietet im Vergleich zur Härtung mit konventionellen UV-Strahlern klare Vorteile: Die Infrarotstrahlung, die zu unnötiger Erwärmung der Bauteile führt, wird vermieden und die Lebensdauer der UV-Emitter ist deutlich länger als bei herkömmlichen Strahlern.

Segment 'Glas und Strahler'

In der Druck-, Automobil- und Holzindustrie werden in vielen wärmetechnischen Prozessen Infrarot-Strahler eingesetzt. Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr selbstentwickelte Infrarot-Strahler erfolgreich am Markt eingeführt. Die Strahler werden je nach Einsatzbereich in unterschiedlichen Längen und Leistungsstärken produziert.

Für das angestrebte Wachstum im Halbleiter- und im Lichtleitermarkt hat die Raesch Gruppe neue Produkte aus hochreinem Quarzglas entwickelt und im Markt eingeführt. Es handelt sich dabei zum einen um Quarzglasrohre für die Halbleiterindustrie und zum anderen um Quarzglasstäbe für die Herstellung von Glasfaserkabeln für die schnelle Datenübertragung.

Segment 'Klebstoffe'

Die Panacol-Elosol GmbH hat einen neuen Klebstoff für Anwendungen in der Medizintechnik entwickelt. Der Vitralit® 7041 MV wurde bereits erfolgreich im Einsatz für Needle Bonding, also der Verklebung von Nadeln in Spritzen, getestet.

Der Acrylat-Klebstoff wird erstmals auf der Compamed, der internationalen Fachmesse für Hightech-Produkte für die Medizintechnikbranche in Düsseldorf, präsentiert. Er haftet auf Kunststoffen und eignet sich somit auch für Klebstoffanwendungen bei Kathetern und Dialysefiltern. Ausgehärtet wird der Vitralit® 7041 MV mit LED- oder konventionellem UV-Licht.

Auf der BondExpo, der internationalen Fachmesse für Klebstofftechnologie, stellte Panacol LED-härtende Klebstoffe auf Epoxidharzbasis vor. Dank neuer Photoinitiatoren hat Panacol Epoxid-Systeme entwickelt, die je nach Bestrahlungsintensität binnen Sekunden vollständig aushärten. Die neue Generation von UV-LED-Aushärtegeräten und neuentwickelte Epoxide erzielen bei der Aushärtung vergleichbare technische Werte wie bei herkömmlicher UV-Bestrahlung.

Auswahl von Mitgliedschaften

Der Erfahrungsaustausch mit Kunden und Interessenten ist für den Erfolg der Hönle Gruppe von zentraler Bedeutung. Neben der Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen besuchte Hönle auch viele Fachmessen im In- und Ausland und hielt eigene Seminare. Die Gesellschaft tritt so in direkten Erfahrungsaustausch mit ihren Kunden.

Daneben ist die Hönle Gruppe Mitglied in mehreren Interessenverbänden und Organisationen (Auszug alphabetisch).

DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

DFTA Flexodruck Fachverband e.V.

DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.

EWPA European Waterless Printing Association e. V.

FDI Fachverband Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung e.V.

FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V.

FGD Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V.; im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

FOGRA Forschungsgesellschaft Druck e.V.

Industrieverband Klebstoffe e.V.

IUVA International Ultraviolet Association

NeZuMed Netzwerkprojekt Medizintechnik

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V.

Umweltaspekte

Die UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie (der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen), geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Entkeimung wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt.

Auch bei der Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie bei der Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen kommen Hönle UV-Strahler zum Einsatz. Die ultravioletten Strahlen reinigen das Wasser und erreichen dabei sehr hohe Keimabtötungsraten. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemie und damit umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte bleiben erhalten.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH stellt hochwertige Quarzglasprodukte für industrielle Anwendungen her. Mittels Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer-, Glasfaser- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang. Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So wurden zur Senkung des Energieverbrauchs im Geschäftsjahr 2013/2014 hochwertige Isolationsgranulate an den energieintensiven Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingesetzt.

Ein weiterer Geschäftszweig der Hönle Gruppe sind die Industrieklebstoffe. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe. Bei diesen Klebstoffen erfolgt die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in der Hönle Gruppe stieg in Folge der im Januar 2013 übernommenen Mitarbeiter der insolventen Grafix GmbH. Im laufenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 513 Mitarbeiter (Vj. 509 Mitarbeiter) in der Hönle Gruppe beschäftigt. Davon arbeiteten 45 in Teilzeit; dies entspricht 8,8 % der Beschäftigten.

Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 25.920 T€ auf 27.857 T€.

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 19 Auszubildende (Vj. 19) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Produktdesigner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Bacheloranden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle außerdem kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Funktionsbereiche

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Stichtag 30.09.2014 30.09.2013 Veränderung
Vertrieb 83 84 -1,2 %
Forschung, Entwicklung 58 64 -9,4 %
Produktion, Service 241 247 -2,4 %
Logistik 58 58 0,0 %
Verwaltung 66 73 -9,6 %
gesamt 506 526 -3,8 %
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Durchschnitt 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Vertrieb 86 82 4,9 %
Forschung, Entwicklung 60 61 -1,6 %
Produktion, Service 241 242 -0,4 %
Logistik 57 56 1,8 %
Verwaltung 69 68 1,5 %
gesamt 513 509 0,8 %

Personalaufwand

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in T€ 2013/2014 2012/2013 Veränderung
Löhne und Gehälter 23.025 21.480 7,2 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 4.832 4.440 8,8 %
gesamt 27.857 25.920 7,5 %

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2014 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 21. März 2014 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2018 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Chancen- und Risikobericht Struktur des Risikomanagementsystems

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern.

Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Einzelrisiken

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe:

Markt- und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft setzte ihren moderaten Wachstumskurs fort. Die wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch weiterhin unausgewogen, und geopolitische Risiken erschweren derzeit die Prognose. In den USA hat sich der Aufwärtstrend bei den Frühindikatoren und den realwirtschaftlichen Daten fortgesetzt. Dagegen hält die Schwäche bei den Konjunkturdaten aus der Eurozone an. Die Konjunkturdaten für Deutschland wurden zuletzt deutlich gesenkt. Wie stark dies auf geopolitische Unsicherheiten, wie etwa die Ukrainekrise, zurückzuführen ist, ist noch nicht vollständig absehbar. Die Dynamik in den Schwellenländern geht zurück, in manchen Ländern, wie Russland, Brasilien oder Argentinien, stagniert die Produktion oder geht sogar zurück.

Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Sollten geopolitische Herausforderungen gelöst oder nationale wirtschaftsfördernde Maßnahmen beschlossen werden, würde sich dies hingegen positiv auf die Konjunkturentwicklung insgesamt und auch auf die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe auswirken.

Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden.

Risiken gehen von sich verändernden internationalen Vorschriften und Gesetzen aus, insbesondere in Deutschland und der EU, beispielsweise bei der Verwendung von Rohstoffen oder Inhaltsstoffen. Auch die Errichtung von Handelsbarrieren und die Verschärfung von geopolitischen Spannungen könnten sich negativ auswirken. Gleichzeitig können sich Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben, die sich positiv auf die Entwicklung der Hönle Gruppe auswirken würden.

Das im Vorjahr berichtete Risiko hinsichtlich möglicher Rückforderungen von Ökostromrabatten besteht aufgrund einer in Abstimmung mit der EU-Kommission erfolgten Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht mehr. Vielmehr wurde die Raesch Quarz (Germany) GmbH als stromintensives Unternehmen klassifiziert, welches die Ausnahmeregelungen bezüglich des EEG in Anspruch nehmen kann.

Die Unternehmen der Hönle Gruppe erhalten regelmäßig Zuschüsse zu Investitionen oder Entwicklungsprojekten aus öffentlichen oder privaten Quellen. Diese Zuschüsse sind teilweise an zukunftsbezogene Kriterien oder Voraussetzungen gebunden. Es besteht daher grundsätzlich das Risiko, dass bei Planabweichungen Teile von Zuschüssen zurückzuzahlen sind. Die Geschäftsführungen und der Vorstand kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Kriterien, um solche Risiken zu vermeiden beziehungsweise angemessen darauf reagieren zu können.

Operative Entwicklung

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an.

Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, insbesondere durch die Energiewende, entstehen kann, auch wenn dies in den letzten 15 Jahren nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall bei der Raesch Gruppe hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe weitere Absicherungsmaßnahmen einleiten.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet.

Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen der Erfolg des Unternehmens zumindest auf kürzere Sicht abhängt. Hönle versucht daher ihre Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, sodass die Auswirkungen durch den unerwarteten Ausfall eines Mitarbeiters minimiert werden.

Finanzrisiken

Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Ein schwächerer Euro birgt das Risiko höherer Materialaufwendungen. Auf der anderen Seite bietet ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage.

Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe sowie von Vermögensgegenständen der Grafix GmbH nahm die Dr. Hönle AG Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz.

Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit 5,7 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe grundsätzlich solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken.

Akquisitionen sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Hönle Konzernstruktur. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Unternehmen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Akquisitionen bieten die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder oder Märkte zu erschließen und nachhaltig zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe beizutragen. Wertminderungsrisiken entstehen, wenn die erworbene Gesellschaft nicht entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich die Gesellschaft nicht wie erwartet entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Rahmenbedingungen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass im Zuge einer außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten (Konzernabschluss) bzw. Beteiligungsengagements (Jahresabschluss) entstehen kann.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erreichte in den letzten beiden Geschäftsjahren nicht die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele. Der Grund hierfür wurde in den Ausführungen zur Geschäftslage im Segment 'Glas & Strahler' bereits dargestellt. Die Überprüfung der Wertansätze für die Raesch Quarz (Germany) GmbH basiert auf einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von 5 Jahren mit jährlichen durchschnittlichen Umsatzsteigerungsraten von 20,3 %. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit Abschluss der Umbauarbeiten und der planmäßigen Wiederinbetriebnahme aller Schmelzöfen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen, die Ausschussquoten deutlich zu senken und die Produktqualität und Lieferzuverlässigkeit sicherzustellen. Ferner wurde angenommen, dass in den kommenden drei Geschäftsjahren wesentliche Produkte für Kunden aus der Halbleiterindustrie zertifiziert werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund von technischen Schwierigkeiten, schlechten Marktbedingungen oder Nachfrageverschiebungen die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele der Raesch Quarz (Germany) GmbH nicht erreicht werden und damit ein Wertberichtigungsbedarf für die bilanzierten Wertansätze entstehen könnte. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle AG und des Konzerns negativ beeinflussen.

Demgegenüber steht die Chance, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund der im Geschäftsjahr 2013/2014 umgesetzten Maßnahmen deutlich besser und schneller als geplant verläuft. Eine kurzfristige Zertifizierung von Produkten für die Halbleiterindustrie würde die Chance einer besseren Umsatz- und Ergebnisentwicklung weiter erhöhen. Darüber hinaus kann sich die Raesch Quarz (Germany) GmbH durch geplante Neuinvestitionen in Produktionsanlagen zusätzliche Absatzchancen erschließen.

Es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass bilanzierte Versicherungserträge trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger übersteigen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB dargestellt. Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.

Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand.

Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- (Enterprise-Resource-Planning) und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt die Hönle Gruppe ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleister die Buchhaltung zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitgehend sichergestellt. Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 2, 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt. Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie Auswirkungen auf die Einkaufspreise der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten bzw. an Kunden weitgehend vermieden.

Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zusätzlich wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch die Chance für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Hönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis.

Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar, etwa bedingt durch geopolitische Unsicherheiten. Es ist davon auszugehen, dass dieser auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in den Bereichen Halbleiter, Glasfaser, Wasserentkeimung und der Medizintechnik sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
  2013/2014 2012/2013 2013/2014 2012/2013 2013/2014 2012/2013
Norbert Haimerl 212 211 23 21 235 232
Heiko Runge 211 211 15 15 226 226
Summe 423 422 38 36 461 458

Erfolgsabhängige Bezüge

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in T€ Tantieme
  2013/2014 2012/2013
Norbert Haimerl 195 215
Heiko Runge 195 215
Summe 390 430

Pensionen

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in T€ Pensionsaufwand nach IAS 19
  2013/2014 2012/2013
Norbert Haimerl 206 170
Heiko Runge 178 144
Summe 384 314

Pensionen

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in T€ Anwartschaftsbarwert der Pensionszusage (Defined Benefit Obligations)
  Stand 30.09.2014 Stand 30.09.2013
Norbert Haimerl 1.028 620
Heiko Runge 940 561
Summe 1.968 1.181

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.

Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.

Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

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in T€ Gesamt
  2013/2014 2012/2013
Dr. Hans-Joachim Vits 32 32
Prof. Dr. Karl Hönle 24 24
Eckhard Pergande 16 16
Summe 72 72

Prognosebericht

Marktausblick

Während der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2014 von einem Zuwachs der Weltwirtschaft von 3,3 % ausgeht, prognostiziert er für 2015 eine Beschleunigung des Anstiegs der Weltproduktion und ein Wirtschaftswachstum von 3,8 %.

In den USA hat sich der Aufwärtstrend bei den Frühindikatoren und den realwirtschaftlichen Daten fortgesetzt, die Wachstumsgeschwindigkeit wird im kommenden Jahr zunehmen. Hier dürfte, in Folge höherer Löhne und eines bereits fortgeschrittenen Entschuldungsprozesses der privaten Haushalte, die Konsumneigung steigen.

Dagegen hält die Schwäche bei den Konjunkturdaten aus der Eurozone an. Eine ausgeprägte Sparpolitik und geopolitische Unsicherheiten wirken sich negativ auf die Konjunkturentwicklung aus. Die Wachstumsgeschwindigkeit in der Eurozone dürfte in den kommenden Quartalen gering bleiben. In China zeigen die konjunkturstimulierenden Maßnahmen der Regierung erste Erfolge, und auch in anderen Schwellenländern zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung ab.

Das Wirtschaftswachstum dürfte sich im kommenden Jahr in den Schwellen- und Entwicklungsländern wieder beschleunigen.

Ausblick für die Hönle Gruppe

Die Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH ab. Die Planung umfasst alle im Geschäftsjahr 2013/2014 konsolidierten Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe.

Segment 'Geräte und Anlagen'

Der Vorstand erwartet bei UV- und Infrarot-Anlagen für den Offsetdruck im Geschäftsjahr 2014/2015 eine stabile oder leicht positive Umsatzentwicklung. Bei Digitaldruckanwendungen wird von steigenden Umsätzen ausgegangen. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe mit leistungsstarken neuen Produkten sehr gut positioniert ist. Auch bei Härtungssystemen für Klebstoffe, die vor allem in der Elektronik- und der Automobilindustrie eingesetzt werden, werden aufgrund der Marktentwicklung und der derzeit laufenden Projekte steigende Umsätze erwartet.

Neu entwickelte UV-LED-Trockner für den digitalen Inkjetdruck können zukünftig dazu beitragen, neue Großkunden zu gewinnen und die Umsätze in dem Wachstumsmarkt Digitaldruck weiter auszubauen. Ferner investierte Hönle in den Bereich LED-Trockner für weitere Druckanwendungen, was voraussichtlich ebenfalls zum Umsatzwachstum in diesem Bereich führen wird.

Durch den Zukauf der Grafix GmbH wurden der Kundenstamm und das Produktportfolio für den Druckmarkt deutlich vergrößert, was zusätzliche Absatzmöglichkeiten erschließen soll.

Im Bereich der Sonnenlichtsimulation geht der Vorstand aufgrund des aktuellen Auftragsbestandes sowie eines Großauftrages von einem chinesischen Automobilkonzern im Geschäftsjahr 2014/2015 von deutlich steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus.

Segment 'Glas und Strahler'

Von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Ertragsstärke im Segment 'Glas und Strahler' ist die zukünftige Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH.

Zur Sicherstellung der Produktionskapazität und zur Reduzierung der Ausschussquoten bei der Gesellschaft wurden die Schmelzöfen konstruktiv und steuerungstechnisch neu konzipiert. Die ersten Schmelzöfen wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut und wieder in Betrieb genommen. Bis zum Ende des Kalenderjahres werden weitere Quarzglas-Schmelzöfen folgen.

Die Produktivität und Transparenz des Fertigungsprozesses können damit verbessert werden. Erste Ergebnisse an bereits umgebauten Öfen deuten darauf hin, dass diese Maßnahmen zu wesentlich niedrigeren Ausschussquoten führen. Zudem liegen die Energiekosten voraussichtlich signifikant unter dem bisherigen Niveau. Der Vorstand erwartet, dass die eingeleiteten Maßnahmen zusammen mit dem starken Ausbau der Vertriebskapazitäten zu einer deutlichen Verbesserung des Umsatz- und Ergebnisniveaus führen werden.

Die Umsetzung von ertragssteigernden Maßnahmen wird voraussichtlich auch bei der Aladin GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH zu höheren Ergebnisbeiträgen führen.

Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich 'Glas und Strahler' in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird.

Segment 'Klebstoffe'

Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Kundenaufträge aus der Elektronik- und aus der Automobilindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2013/2014 bei.

Die gute Geschäftsentwicklung wird sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Wesentliche Wachstumstreiber werden im Geschäftsjahr 2014/2015 Industrieklebstoffe im Bereich Smartphones und Automotive sein. Zusätzliche Wachstumspotenziale für Industrieklebstoffe für die nächsten Jahre bieten die Bereiche Optoelektronik und Smartcards.

Darüber hinaus soll der Bereich Spezialklebstoffe für medizintechnische Anwendungen kontinuierlich ausgebaut werden. Derzeit weisen mehrere laufende Projekte im Bereich der Medizintechnik auf eine gute Entwicklung in diesem Geschäftsfeld hin.

Investitionen in die Tangent Industries Inc., USA, bilden die Basis für die geplante Expansion im nordamerikanischen Vertriebsraum. Das neue Firmengebäude in Torrington, Connecticut, mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm wurde im Mai 2014 bezogen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 soll auch die Metamorphic Materials Inc., an der die Panacol AG eine Minderheitsbeteiligung hält, in das neue Firmengebäude einziehen.

Zur Erschließung neuer Absatzmärkte hat die Panacol Gruppe ihre Händlerstruktur in Europa ausgebaut. Insbesondere in Skandinavien wurde das Händlernetz für Industrieklebstoffe erweitert. Zur weiteren Erschließung des chinesischen Absatzmarktes wurden die Vertriebskapazitäten in China erhöht. Mehrere laufende Projekte deuten auf eine anhaltende positive Entwicklung in dieser Wachstumsregion hin.

Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung

Die Hönle Gruppe ist unter anderem in Wachstumsbereichen wie dem Digitaldruck, der Automobilbranche, den Smartphones und den Smartcards gut positioniert. Das zukünftige Wachstum wird insbesondere in diesen Bereichen erwartet. Darüber hinaus verfügt die Unternehmensgruppe über gute Voraussetzungen, sich die wachsenden Halbleiter- und Glasfasermärkte mit Quarzglasprodukten weiter zu erschließen. Im Bereich Offsetdruck wird von einer stabilen Umsatzentwicklung ausgegangen.

Darüber hinaus tragen die dargestellten Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH voraussichtlich im nächsten Geschäftsjahr zu einer Umsatz- und Ergebnissteigerung in der Hönle Gruppe bei.

Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz der Hönle Gruppe von 85 bis 95 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 12 bis 14 Mio. € an.

Die Höhe der Neu- und Ersatzinvestitionen der Hönle Gruppe wird voraussichtlich bei 2,5 bis 3,0 Mio. € liegen. Die geplanten Investitionen umfassen unter anderem Produktionsanlagen bei der Aladin GmbH, der UV-Technik Speziallampen GmbH, der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie der Dr. Hönle AG.

Die Hönle Gruppe ist mit den Segmenten 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' gut aufgestellt und zugleich in Märkten vertreten, die viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten. Der Vorstand hält daher an seinem Ziel fest, bis 2016 ein Umsatzvolumen von 100 Mio. € zu erreichen. Neben dem rein organischen Wachstum wird dabei auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt die Hönle Gruppe, ihre Marktposition weiter auszubauen.

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2014

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen zur Dr. Hönle AG und zur Hönle Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundegelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance Bericht

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 1. Dezember 2014

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, sowie Empfehlungen und Anregungen der Regierungskommission.

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen.

Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodexes häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex überprüfte den Kodex und nahm einige Änderungen vor. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 ab:

Selbstbehalt bei der D&O Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O- (Directors-and-Officers) Versicherung abschließt (Kodexziffer 3.8 Abs. 3). Der D&O-Versicherungsschutz für den Vorstand beinhaltet einen Selbstbehalt entsprechend der gesetzlichen Regelung. Die Versicherungspolice sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats jedoch keinen Selbstbehalt vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind weiterhin der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes für die Aufsichtsratsmitglieder bedarf es deshalb nicht.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht. Beide Vorstände arbeiten in dieser Struktur seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Eine Umstellung im Aufbau des Vorstands hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Struktur der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei ist bei variablen Vergütungsbestandteilen grundsätzlich auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu achten (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG erhalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable und in ihrer Höhe begrenzte Vergütungsbestandteile.

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Abfindungs-Cap, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 5) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Eine Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Abfindung für die Vorstandsmitglieder hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Offenlegung der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied die gewährten Zuwendungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung sowie den Zufluss aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung darzustellen und für diese Informationen vorgefertigte Mustertabellen zu verwenden (Kodexziffer 4.2.5 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht die Vergütung der Vorstände im Einklang mit den geltenden Vorschriften individualisiert und untergliedert nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Bezügen sowie Pensionen. Sie ist nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee), bilden soll (Kodexziffer 5.3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder sowie Vielfalt (Diversity) vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber beispielsweise das Geschlecht oder das Alter bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Die Dr. Hönle AG wird daher auch nicht die Zielsetzung der Neubesetzung des Aufsichtsrats und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen.

Rechnungslegung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden sollen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun. Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Verkürzung der Veröffentlichungszeiten würde in einem unangemessenen Verhältnis die Verwaltungskosten erhöhen. Die Veröffentlichungsfristen werden daher bis auf weiteres unverändert bleiben.

Wertpapierbesitz der Organe

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.3). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente wie folgt aus:

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Wertpapierbesitz zum 30. September 2014 Aktien Anzahl Aktien in % vom Grundkapital sonstige Finanzinstrumente
Vorstand      
Norbert Haimerl 27.000 0,49 0
Heiko Runge 16.100 0,29 0
Aufsichtsrat      
Dr. Hans-Joachim Vits 361.444 6,56 0
Prof. Dr. Karl Hönle 222.000 4,03 0
Eckhard Pergande 3.200 0,06 0
Summe 629.744 11,43 0
Anzahl Aktien Gesamt 5.512.930 100,00 0

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und deren Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der Risikobericht.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung.

(www.hoenle.de/ir-hauptversammlung)

Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Vorstand

Norbert Haimerl

Diplom-Betriebswirt (FH) (52 Jahre)

verantwortlich für Finanzen und Personal

Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei einem Tochterunternehmen eines Druckmaschinenherstellers als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Heiko Runge

Diplom-Ingenieur (FH) (50 Jahre)

verantwortlich für Vertrieb und Technik

Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits

Rechtsanwalt

Aufsichtsratsvorsitzender

Hans-Joachim Vits verantwortete fünf Jahre die kaufmännische Geschäftsführung der Robert Bosch Espanola S.A., Madrid, bevor er als geschäftsführender Gesellschafter zwölf Jahre in der mittelständischen Familiengruppe Schwelmer Eisenwerk, Schwelm, arbeitete. Nach Auseinandersetzung der Familienstämme der Eisenwerksgruppe brachte er seine Beteiligung in eine Vermögensverwaltung ein und arbeitete als Rechtsanwalt in einer Düsseldorfer Wirtschafts-/Anwaltskanzlei. Er hatte zahlreiche Ehrenämter inne, u.a. im Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe. Ferner übernahm er zahlreiche Aufsichtsmandate, u.a. als Vorsitzender der IVECO Magirus Brandschutztechnik AG und als Mitglied der Salzgitter Maschinenbau AG, der Gothaer Versicherungsgruppe und der Sintermetallwerk Krebsöge GmbH.

Prof. Dr. Karl Hönle

Diplom-Physiker

stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Karl Hönle ist emeritierter Professor der Hochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig.

Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH.

Eckhard Pergande

Bankkaufmann, Bankfachwirt

Aufsichtsrat

Eckhard Pergande war von 1980 bis 1990 Sprecher des Vorstands der Münchner Bank e.G.. Danach übernahm er bis 2002 den Vorstandsvorsitz der Lagerland AG. Er bekleidete in dieser Zeit diverse Ehrenämter in berufsständischen Verbänden auf Bundesebene.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Lagebericht nach den IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Dr. Hönle Aktiengesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 23. Dezember 2014

S&P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Thomas, Wirtschaftsprüfer

Georg Komm, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2014

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Konzerngewinn- und -verlustrechnung

für die Zeit vom 01.10.2013 bis 30.09.2014 nach IFRS

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  Anhang 01.10.2013 - 30.09.2014
in T€
01.10.2012 - 30.09.2013
in T€
Umsatzerlöse (7) 82.090 77.273
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.606 1.353
Andere aktivierte Eigenleistungen   124 0
Sonstige betriebliche Erträge (8) 1.569 2.749
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen (9) 31.266 30.194
Personalaufwand (10) 27.857 25.920
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens (11) 2.551 2.530
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) 14.232 15.026
Betriebsergebnis/EBIT   9.483 7.705
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (13) 28 7
Finanzerträge (14) 34 1.562
Finanzaufwendungen (15) 578 637
Finanzergebnis   -516 932
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen/EBT   8.967 8.637
Ertragssteuern (16) 2.472 1.925
Konzernjahresergebnis   6.495 6.712
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist (17) 239 92
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   6.256 6.620
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (20) 1,13 1,20
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (20) 1,13 1,20

Konzerngesamtergebnisrechnung

für die Zeit vom 01.10.2013 bis 30.09.2014 nach IFRS

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    01.10.2013 - 30.09.2014
in T€
01.10.2012 - 30.09.2013
in T€
Konzernjahresergebnis   6.495 6.712
Sonstiges Ergebnis:      
Positionen, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
- Unterschied aus Währungsumrechnung (31) 187 -42
- Sonstiges Ergebnis aus Sicherungsgeschäften (46) -103 20
- Ertragsteuereffekte (16) 27 -5
Summe sonstiges Ergebnis   -813 310
Gesamtergebnis   5.682 7.022
Davon entfallen auf:      
- Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist   239 92
- Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   5.443 6.930

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

Konzernbilanz

zum 30.09.2014 nach IFRS

AKTIVA

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  Anhang 30.09.2014
in T€
30.09.2013 in
T€
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwert (21) 18.849 18.849
Immaterielle Vermögenswerte (21) 3.241 3.588
Sachanlagevermögen (21) 15.003 15.182
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (21) 1.124 0
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (23) 543 210
Finanzielle Vermögenswerte (21) 32 32
Sonstige langfristige Vermögenswerte (22) 678 627
Latente Ertragsteueransprüche (24) 2.543 1.769
Langfristige Vermögenswerte, gesamt   42.013 40.257
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (25) 22.408 19.386
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (26) 12.243 11.968
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein      
Beteiligungsverhältnis besteht (27) 265 224
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (28) 2.597 2.550
Steuererstattungsansprüche (29) 384 939
Liquide Mittel (30) 5.685 4.378
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt   43.582 39.445
Aktiva Gesamt   85.595 79.702

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

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Passiva Anhang 30.09.2014
in T€
30.09.2013 in
T€
Eigenkapital (31)    
Gezeichnetes Kapital   5.513 5.513
Eigene Anteile   -8 -8
Kapitalrücklage   16.596 16.596
Gewinnrücklagen   25.468 22.782
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital   47.569 44.883
Nicht beherrschende Anteile   2.149 1.989
Eigenkapital, gesamt   49.718 46.872
Langfristige Schulden      
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) (32) 9.545 6.329
Langfristige Finanzleasingverpflichtungen (33) 11 1
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (34) 537 1.810
Pensionsrückstellungen (35) 4.498 3.078
Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen (36) 606 680
Latente Ertragsteuerschulden (24) 1.479 1.660
Langfristige Schulden, gesamt   16.676 13.558
Kurzfristige Schulden      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (37) 4.846 4.752
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (27) 76 40
Erhaltene Anzahlungen (38) 694 436
Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten (33) 4 12
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und      
kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (39) 3.215 2.660
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (40) 7.623 10.038
Sonstige Rückstellungen (41) 480 474
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (42) 2.263 860
Kurzfristige Schulden, gesamt   19.201 19.272
Passiva Gesamt   85.595 79.702

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

für die Zeit vom 01.10.2013 – 30.09.2014 nach IFRS

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  Gewinnrücklagen Eigenkapital
  gezeichnetes Kapital in
T€
eigene Anteile
in T€
Kapitalrücklage
in T€
gesetzliche und andere Gewinnrücklagen
in T€
Rücklage für Sicherungsgegeschäfte
in T€
Stand 01.10.2012 5.513 -8 16.596 18.258 -46
Anpassungen gem. IAS 8       -119  
Konzernjahresüberschuss       6.620  
Sonstiges Ergebnis         15
Anpassungen gem. IAS 8          
Gesamtergebnis       6.620 15
Dividendenausschüttung       -2.756  
Stand 30.09.2013 5.513 -8 16.596 22.003 -31
Stand 01.10.2013 5.513 -8 16.596 22.003 -31
Konzernjahresüberschuss       6.256  
Sonstiges Ergebnis         -76
Gesamtergebnis       6.256 -76
Dividendenausschüttung       -2.756  
Stand 30.09.2014 5.513 -8 16.596 25.502 -107

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

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  Gewinnrücklagen Eigenkapital
  Rücklage für versicherungsmathematische Verluste IAS 19
in T€
Rücklage für Währungsdifferenzen Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital in
T€
nicht beherrschende Anteile
in T€
Gesamt
in T€
Stand 01.10.2012 0 1.498 41.811 2.019 43.830
Anpassungen gem. IAS 8 -984   -1.103   -1.103
Konzernjahresüberschuss     6.620 92 6.712
Sonstiges Ergebnis   -42 -27   -27
Anpassungen gem. IAS 8 338   338   338
Gesamtergebnis   -42 6.931 92 7.023
Dividendenausschüttung     -2.756 -122 -2.878
Stand 30.09.2013 -646 1.456 44.883 1.989 46.872
Stand 01.10.2013 -646 1.456 44.883 1.989 46.872
Konzernjahresüberschuss     6.256 239 6.495
Sonstiges Ergebnis -924 187 -813   -813
Gesamtergebnis -924 187 5.443 239 5.682
Dividendenausschüttung     -2.756 -80 -2.836
Stand 30.09.2014 -1.570 1.643 47.569 2.149 49.718

Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

Konzernkapitalflussrechnung

für die Zeit vom 01.10.2013 – 30.09.2014 nach IFRS

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  01.10.2013-30.09.2014 in
T€
01.10.2012-30.09.2013
in T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:    
Jahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 8.967 8.637
Berichtigungen für:    
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 2.551 2.530
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 17 -25
Finanzerträge -62 -1.569
Finanzaufwendungen 578 637
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -359 -670
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 11.693 9.540
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 108 153
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -267 35
Zunahme/Abnahme von Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -37 -130
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte -243 -199
Veränderung der Rückdeckungsversicherung -73 67
Zunahme/Abnahme der Vorräte -2.962 -1.994
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 195 217
Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 36 40
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 258 2
Zunahme/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 297 1.143
Zunahme/Abnahme der abgegrenzten öffentlichen Investitionszuwendungen 196 146
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 9.201 9.020
Gezahlte Zinsen -351 -377
Gezahlte Ertragsteuern -1.357 -3.281
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 7.492 5.363
Cashflow aus Investitionstätigkeit:    
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 3 35
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -58 -8
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -3.085 -2.659
Veränderung für Unternehmenserwerbe 0 -4.500
Veränderung für Unternehmenserwerbe aus Vorjahren -3.753 -3.391
Einzahlungen aus langfristigenForderungen 22 33
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 27 59
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 0 7
Cashflow aus Investitionstätigkeit -6.844 -10.424
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:    
Einzahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten 6.125 5.653
Auszahlungen für Kredite und Bankverbindlichkeiten -2.352 -2.136
Rückzahlungen von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -398 -502
Auszahlungen für Dividenden -2.836 -2.876
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 539 139
Währungsdifferenzen 99 -5
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 21 -16
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln 1.307 -4.943
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 4.378 9.321
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 5.685 4.378

Die Kapitalflussrechnung wird in Tz. 47 des Konzernanhangs erläutert. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß IAS 8 angepasst; siehe Tz. 4 Konzernanhang

Anhang zum IFRS - Konzernabschluss

für das Geschäftsjahr 2013/2014 der Dr. Hönle AG, Gräfelfing

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland.

Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' sowie 'Klebstoffe'. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment 'Glas und Strahler' umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment 'Klebstoffe' beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Der Konzernabschluss wird um den zusammengefassten Lagebericht der Dr. Hönle AG und des Konzerns ergänzt.

Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., China, entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September.

Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter Ziffer 6 (Bilanzierungs und Bewertungsmethoden) etwas anderes angegeben wird.

Der Konzernabschluss wird unter der going-concern-Prämisse aufgestellt.

Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 23. Dezember 2014 aufgestellt.

2. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung der einzelnen Positionen aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 21), der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 35), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 41) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz. 24) getroffen worden.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2014 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

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Name   Sitzland Beteiligungsquote Berichtsjahr Beteiligungsquote Vorjahr Gehalten über
Unmittelbare Beteiligungen:          
(1) Aladin GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 60,00% 60,00%  
(2) Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon Frankreich 100,00% 100,00%  
(3) Honle UV (UK) Ltd., Luton England 100,00% 100,00%  
(4) Honle Spain S.A.U., Olesa de Bonesvalls/Barcelona Spanien 100,00% 100,00%  
(5) PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg Deutschland 100,00% 100,00%  
(6) Eltosch Grafix GmbH, Hamburg Deutschland 100,00% 100,00%  
(7) AGITA Holding AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00%  
(8) UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach Deutschland 51,00% 51,00%  
(9) Mitronic GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 51,00% 51,00%  
(10) Hoenle UV Technology Shanghai Ltd. China 100,00% 100,00%  
(11) Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen Deutschland 80,00% 80,00%  
(12) Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta, Malta Malta 80,00% 80,00%  
(13) Honle US Real Estate LLC, Torrington USA 100,00% 0,00%  
Mittelbare Beteiligungen:          
(14) Panacol AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00% (7)
(15) Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Frankfurt/M. Deutschland 100,00% 100,00% (14)
(16) Eleco Produits EFD, SAS, Gennevilliers/Paris Frankreich 99,96% 99,96% (14)
(17) Eltosch Grafix America Inc., Batavia/Chicago USA 100,00% 100,00% (6)
Assoziierte Unternehmen:          
(18) Tangent Industries, Inc., Torrington USA 38,00% 32,00% (14)
(19) Metamorphic Materials Inc., Winsted USA 30,00% 30,00% (14)
(20) TECINVENT GmbH, Schömberg Deutschland 35,00% 35,00%  

Bei allen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen repräsentieren die Beteiligungsquoten zugleich die Stimmrechtsquoten.

Die genannten Unternehmen der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Assoziierte Unternehmen gem. IAS 28 werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn das Mutterunternehmen einen Stimmrechtsanteil von 20% oder mehr hält (assoziiertes Unternehmen).

Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH wurde trotz Vorliegen einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis der Solitec GmbH beträgt 2 T€ (Vj. -1 T€), die Höhe des Eigenkapitals beträgt 37 T€ (Vj. 35 T€).

Die Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH mit Sitz in Kohlberg, Deutschland, in Höhe von 20% des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Finanzielle Vermögenswerte“ im Konzernabschluss ausgewiesen. Eine Konsolidierung erfolgt nicht, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben kann. Die Beteiligung ist als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert. Das Geschäftsjahresergebnis der PrintDesign Engineering GmbH beträgt 69 T€ (Vj. 2 T€), die Höhe des Eigenkapitals beträgt 108 T€ (Vj. 38 T€).

Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde die deutsche Tochtergesellschaft Grafix GmbH, Stuttgart, auf die deutsche Tochtergesellschaft Eltosch Torsten Schmidt GmbH, Hamburg, verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum 01. Oktober 2013. Gleichzeitig erfolgte die Umfirmierung der Gesellschaft in Eltosch Grafix GmbH.

Ebenfalls im zweiten Quartal 2013/2014 erfolgte eine Umfirmierung der amerikanischen Tochtergesellschaft Eltosch America Inc., Batavia, IL, USA, in Eltosch Grafix America Inc., Batavia, IL, USA.

Im Mai 2014 wurde eine neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Torrington, USA, gegründet. Die Honle US Real Estate LLC wird die Immobilienverwaltung einer neu erworbenen Gewerbeimmobilie in Torrington, USA, durchführen. Die Tangent Industries Inc., USA, eine Minderheitsbeteiligung der Panacol AG, Schweiz, ist Mieterin der neuen Gewerbeimmobilie. Die Dr. Hönle AG erwarb die Immobilie zu einem Preis von 940 T$. Die Gewerbeimmobilie wurde in die neue Honle US Real Estate LLC eingebracht.

Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€).

Für die selbständigen Tochtergesellschaften in Großbritannien, in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP), der Schweizer Franken (CHF) bzw. der US-Dollar (USD); für die selbständige chinesische Tochtergesellschaft der Chinesische Renminbi (RMB). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen.

Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung (Anlage 3) dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

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    Stichtagskurs   Durchschnittskurs  
    30.09.2014
in €
30.09.2013
in €
2013/2014
in €
2012/2013
in €
1 Britisches Pfund GBP 1,2865 1,1961 1,2640 1,1881
1 Schweizer Franken CHF 0,8203 0,8103 0,8281 0,8105
1 US-Dollar USD 0,7947 0,7405 0,7751 0,7492
1 Chinesischer Renminbi RMB 0,1294 0,1210 0,1263 0,1224

Ein kleiner Teil der Konzernunternehmen der Hönle Gruppe fakturieren aufgrund der Kundenstruktur in USD und YEN. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als Kursdifferenzerträge oder Kursdifferenzaufwendungen erfasst. Sicherungsgeschäfte für das Währungsrisiko wurden nicht vorgenommen.

4. Anpassungen der Vergleichsinformationen des Konzernabschlusses zum 30.09.2012 und zum 30.09.2013

a. Anpassung des Gewinnvortrages in den Vorperioden – Kaufpreis Agita Holding AG

Die Dr. Hönle AG hat im Geschäftsjahr 2007/2008 die Agita Holding AG erworben. Die Abbildung der Kaufpreisallokation erfolgt gemäß IFRS 3. Im Rahmen der Kaufpreisallokation gab es bedingte Kaufpreiszahlungen. Diese wurden entsprechend der Vorschriften des IFRS 3 (2004) erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation ergab sich ein negativer Unterschiedsbetrag („Lucky Buy“), welcher ertragswirksam erfasst wurde.

Nunmehr kam es in 2014 zu einer gerichtlichen Einigung (Vergleich) mit dem Verkäufer hinsichtlich der bisher strittigen bedingten Kaufpreiszahlungen. Beide Parteien einigten sich auf eine Vergleichssumme von 119 T€.

Entsprechend den Übergangsvorschriften in IFRS 3.65 ff sind Änderungen bedingter Kaufpreiszahlungen, welche Unternehmenserwerbe betreffen, die gemäß IFRS 3 (2004) bilanziert wurden, rückwirkend zu bilanzieren. Die Dr. Hönle AG hat daher die Anschaffungskosten für die Agita angepasst. Dadurch wurde der Gewinnvortrag in den Vorperioden geändert.

b. Anpassung/ Änderung der Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer – neuer Standard IAS 19

Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen der Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen und Pensionen gemäß IAS 19, veröffentlicht. Im Juni 2012 wurde der überarbeitete Standard von der EU in europäisches Recht übernommen. Der geänderte Standard IAS 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden.

Die mit dem überarbeiteten Standard IAS 19 verbundenen Änderungen betreffen bei der Dr. Hönle AG die Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Im Wesentlichen ändern sich durch den Standard IAS 19 die Höhe der in der Bilanz als Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, die Erfassung der bei der Bewertung entstehenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste und der Ausweis des Finanzergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der im bisherigen IAS 19 verwendete Zinsaufwand sowie der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen wurden durch die Neufassung des Standards durch den Nettozinsaufwand bzw. -ertrag ersetzt. Die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die bisher nach der sog. Korridormethode vorgenommen wurde, hat rückwirkend erfolgsneutral, mit Berücksichtigung der hierauf entfallenden latenten Steuern, im Eigenkapital/sonstigen Ergebnis zu erfolgen. Der Anpassungsbetrag setzt sich aus den im Geschäftsjahr 2011/2012 nicht erfassten versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 1.315 T€ und aus den im Geschäftsjahr 2012/2013 nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von 455 T€ zusammen. Der Bilanzausweis der Rückstellungen erhöht/vermindert sich um diese Beträge. Die Vorschriften des IAS 19 sind retrospektiv anzuwenden, demzufolge wurde die Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 01. Oktober 2012, die Konzernbilanz zum 01. Oktober 2013 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns 2012/2013 angepasst.

c. Zusammenfassung der Anpassungen für Vorjahresbeträge

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Eröffnungsbilanz per 01.10.2012 vor Anpassung
in T€
Anpassung in
T€
01.10.2012 nach Anpassung
in T€
Aktiva      
Latente Ertragssteueransprüche 1.234 332 1.566
Passiva      
Rücklage versicherungsmath. Gewinne/Verluste 0 -984 -984
Gesetzliche und andere Gewinnrücklagen 18.258 -119 18.139
Gewinnrücklagen 19.710 -1.103 18.607
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital 41.811 -1.103 40.708
Eigenkapital 43.830 -1.103 42.727
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.790 119 7.909
Pensionsrückstellungen 1.932 1.315 3.247
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Eröffnungsbilanz per 01.10.2013 vor Anpassung
in T€
Anpassung in
T€
01.10.2013 nach Anpassung
in T€
Aktiva      
Latente Ertragssteueransprüche 1.556 213 1.769
Passiva      
Rücklage versicherungsmath. Gewinne/Verluste 0 -646 -646
Gesetzliche und andere Gewinnrücklagen 22.122 -119 22.003
Gewinnrücklagen 23.547 -765 22.782
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital 45.648 -765 44.883
Eigenkapital 47.637 -765 46.872
Pensionsrückstellungen 2.218 860 3.078
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 9.919 119 10.038
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Konzerngesamtergebnisrechnung 01.10.2012- 30.09.2013 vor Anpassung
in T€
Anpassung
in T€
01.10.2012- 30.09.2013 nach Anpassung
in T€
Konzernjahresergebnis 6.712   6.712
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Veränderung versicherungsmath. Gewin ne/Verluste 0 455 455
Ertragssteuereffekte 0 -118 -118
Summe sonstiges Ergebnis -27 337 310
Gesamtergebnis 6.685 337 7.022
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist 92   92
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG 6.593 337 6.930

5. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2013/2014 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB (International Accounting Standards Board) bzw. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ – Änderungen als Ergebnisse der Projekte zu Leistungen an Arbeitnehmer und Abfindungsleistungen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013): Mit den Änderungen soll u. a. die sogenannte „Korridor-Methode“ entfallen. Stattdessen sind alle Auswirkungen einer Neubewertung im sonstigen Gesamtergebnis zu erfassen. Die erstmalige Anwendung hat Auswirkungen auf den Konzern. Diese sind in Abschnitt 4 dargestellt.

IFRS 7 „Finanzinstrumente Angaben“: Mit der Änderung der Vorschrift im Dezember 2011 wurden die Angaben zu bilanzierten Finanzinstrumenten festgelegt, die mit IAS 32.42 saldiert werden (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013). Die erstmalige Anwendung führt im Konzern zu erweiterten Anhangsangaben. Diese sind unter Abschnitt 46 dargestellt.

IFRS 13 „Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2013): Die Definition des Begriffes – beizulegender Zeitwert – wird in diesem Standard zusammengefasst und dargestellt. Der neue Standard findet mit wenigen Ausnahmen Anwendung auf alle Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert. Die erstmalige Anwendung führt im Wesentlichen zu umfangreicheren Anhangsangaben.

Im Mai 2012 hat das IASB im Rahmen des Annual-Improvements-Process-Projekts den vierten Sammelband „Improvements to IFRSs“ veröffentlicht. Hierdurch werden an fünf Standards kleinere Änderungen vorgenommen. Die Änderungen sind anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen; eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Änderungen und Klarstellungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern.

Das IASB bzw. IFRIC haben weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für die Dr. Hönle AG noch nicht verpflichtend ist und vom Konzern auf mögliche Auswirkungen geprüft wird:

Anpassung IAS 32 „Finanzinstrumente: Ausweis und Angaben“: Konkretisierung in Bezug auf die Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014).

IAS 27 (geändert 2011) enthält in Folge der Veröffentlichung der neuen Verlautbarung des IFRS 10 nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen. Die Änderungen treten für am 01. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre in Kraft.

IAS 28 „Anteile an assoziierten Unternehmen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014): Die Änderungen bestehen darin, die Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen festzuschreiben und Vorschriften über die Anwendung der Equity-Methode zu erlassen, wenn die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert werden.

IAS 36 „Abgaben zum erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte“: Diese Erweiterung des Standards soll der Klarstellung der Anhangsangaben dienen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014).

IAS 39 „ Novation von außerbörslichen Derivaten“: Das IASB hat Änderungen hinsichtlich der Novation von Derivaten vorgenommen, die das Fortbestehen der Sicherungsbilanz unter bestimmten Umständen auch bei Novationen ermöglich (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014).

IFRS 10 „Konzernabschlüsse“: Der Standard definiert und beschreibt das Prinzip der Beherrschung und legt die Beherrschung als Grundlage der Konsolidierung fest (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014).

IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2014): Das Kernprinzip dieses Standards besteht darin, dass eine an einer gemeinsamen Vereinbarung beteiligte Partei die Art der gemeinsamen Vereinbarung, in die sie eingebunden ist, mittels Beurteilung ihrer Rechte und Verpflichtungen zu bestimmen und diese Rechte und Verpflichtungen entsprechend zu bilanzieren hat.

IFRS 12 „Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens für die Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen: 01. Januar 2014): Die Zielsetzung des Standards ist, das Wesen der Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen oder nicht konsolidierten strukturierten Einheiten und die damit verbunden Risiken zu beurteilen und die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage anzugeben.

Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC folgende Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich; mögliche Auswirkungen werden geprüft:

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“: Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie die Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2014).

IAS 16/ IAS 38 „Sachanlagevermögen“ , „Immaterielle Vermögenswerte“: Mit diesen Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse“: Durch diese Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IFRS 9 „Finanzinstrumente“: Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018). Der Standard ersetzt IAS 39 und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Dabei dienen die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden als Grundlage für die Klassifizierung. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor und enthält neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting.

IFRS 11 „Gemeinsame Vereinbarungen“: Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IFRS 15 „Umsatzrealisierung“: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Dieser Standard wird IAS 18 „Erlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen ersetzen. Die Anwendung von IFRS 15 (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2017) ist für alle Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden. Die wesentlichen Ausnahmen allerdings sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

Das IASB veröffentlichte im Dezember 2013 „Verbesserungen zu IFRS 2010-2012“ und „Verbesserungen zu IFRS 2011-2013“ (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Juli 2014). Hierdurch werden im Wesentlichen kleinere Änderungen und Klarstellungen an bestehenden Standards vorgenommen.

6. Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes wird mittels der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cashflows aus der jüngsten Managementplanung zugrundegelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst.

Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.

Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Tz. 21.

Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt:

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Markennamen 15 Jahre
Kundenstamm und andere Rechte 5 bis 10 Jahre
Software 1 bis 15 Jahre
Lizenzen 1 bis 14 Jahre
Urheberrechte, Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 7 bis 10 Jahre
Rezepte, Geheimverfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 10 Jahre

Sachanlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrundegelegt:

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Gebäude 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 23 Jahre

Unter der Position „Gebäude“ werden auch Mietereinbauten erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer festgelegt.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immobilien, die nicht betrieblich genutzt werden und ausschließlich zur Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinnen aus Wertsteigerungen dienen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung dieser Immobilien erfolgt über einen Zeitraum von 33 Jahren.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und in der Bilanz unter der Position „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ ausgewiesen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinsame Kontrolle ausüben kann. IAS 28.6 geht davon aus, dass eine Beteiligung von mehr als 20% der Stimmrechtsanteile auf einen maßgeblichen Einfluss hinweist.

Latente Steuern

Zur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebene Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.

Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze.

Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, dessen Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.

Vorräte

Roh , Hilfs und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das gewogene Durchschnittsverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann.

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab. Eine Überprüfung der Klassifizierung erfolgt zu jedem Stichtag.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen liegen bei der Dr. Hönle AG nicht vor. Die Finanzinstrumente werden wie folgt bilanziert:

1. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, welche dieser Kategorie zugeordnet werden, sind einer der folgenden Unterkategorien zuzuordnen:

Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als „zu Handelszwecken gehalten“ eingeordnet wurden (held for trading)

Finanzielle Vermögenswerte, die ab dem erstmaligen Ansatz „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten“ (at Fair Value through profit and loss) klassifiziert wurden.

Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertveränderungen von Derivaten ohne Sicherungszusammenhang gelten als „zu Handelszwecken gehalten“ und werden folglich erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Sind die Derivate in einen Cashflow-Hedge einbezogen, werden die Fair-Value-Anpassungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Bei Einbeziehung von derivativen Finanzinstrumenten in Fair-Value-Hedges wird der Buchwert des Grundgeschäfts um den dem abzusichernden Risiko zurechenbaren Gewinn oder Verlust aus dem Derivat angepasst.

2. Darlehen und Forderungen

Darlehen und Forderungen (loans and receivables) enthalten nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die kurzfristig zur Veräußerung bestimmt sind (held for trading) sowie diejenigen, welche das Management zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert designiert hat. Darlehen und Forderungen entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderungen weiterzuverkaufen. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugerechnet, soweit die Fälligkeit der Darlehen und Forderungen nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Darlehen und Forderungen mit längeren Laufzeiten werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

3. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held-to-maturity investments) sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen das Management die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Ausgenommen sind Investments, die zur Bilanzierung zum Fair Value designiert sind, die zu Handelszwecken gehalten werden oder den Darlehen und Forderungen zuzuordnen sind.

4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden und keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Finanzielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden im übrigen Ergebnis erfasst. Wenn Wertpapiere der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im übrigen Ergebnis zusammengefassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind, bemessen sich nach dem aktuellen Geldkurs. Liegt für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt vor oder handelt es sich um nicht notierte Wertpapiere, werden die entsprechenden beizulegenden Werte mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise anderer vergleichbarer Vermögenswerte, Discounted-Cashflow-Verfahren sowie ggf. spezielle Optionspreismodelle.

Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert – abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasste Wertminderungsverluste aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet. Sie werden ausnahmsweise mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen.

Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, noch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert überträgt, erfasst der Konzern den Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde vorgenommen. Eine marktübliche Verzinsung wurde im Zusammenhang mit dem Rückkaufwert der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Bilanzansatz entspricht dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Auf fremde Währungen lautende Guthaben werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Bei Leasingvereinbarungen, die vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRIC 4 der 01. Januar 2005 als Zeitpunkt des Abschlusses der Leasingvereinbarung.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zu Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst.

Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigene Anteile

Erworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Transaktionskosten sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen.

Verbindlichkeiten

Erstmalige Erfassung und Bewertung

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als „finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ oder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete sonstige Verbindlichkeiten“. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Finanzgarantien und derivative Finanzinstrumente.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

In der Folgebewertung werden sie mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value angesetzt.

Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Langfristige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Kaufpreisverbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile werden gemäß IAS 32.23 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Zahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit angesetzt. Da die Optionen auf Ausübungspreisen basieren, die von der Unternehmensentwicklung beeinflusst werden, erfolgt bei einer Änderung der den Wert der finanziellen Verbindlichkeit bestimmenden Cashflows eine bilanzielle Anpassung, die nach der Ansicht des IASB gemäß IAS 39 im Gewinn oder Verlust zu erfassen ist.

Auf Fremdwährungen lautende kurzfristige Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Ausbuchung

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Erstmalige Erfassung und Folgebewertung

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt,

als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann,

als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Die Hönle Gruppe nutzt ausschließlich Sicherungsinstrumente als Absicherung von Cashflows. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts, die sich auf das abgesicherte Risiko zurückführen lassen, ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung von Cashflows (Cash Flow Hedges)

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung und in der Rücklage zur Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wird.

Der Hönle Konzern nutzt Zinsswaps als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zinsrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten. Für weitergehende Erläuterungen wird auf Tz. 46 verwiesen.

Die im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Verbindlichkeit.

Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste solange im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung das Ergebnis beeinflusst.

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert und als solche effektiv sind, werden auf der Grundlage einer Beurteilung der Tatsachen und Umstände (d.h. der zugrundeliegenden vertraglichen Cashflows) als kurzfristig oder langfristig klassifiziert oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt.

Hält der Konzern ein Derivat für einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag zur wirtschaftlichen Absicherung (und bilanziert es nicht als Sicherungsbeziehung), wird das Derivat in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Postens als langfristig eingestuft (oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt).

Eingebettete Derivate, die nicht in enger Verbindung mit dem Basisvertrag stehen, werden in Übereinstimmung mit den Cashflows des Basisvertrags klassifiziert.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, werden in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Grundgeschäfts klassifiziert.

Das derivative Finanzinstrument wird nur dann in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt, wenn eine verlässliche Zuordnung vorgenommen werden kann.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund von Defined-Benefit-Plänen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren („projected unit credit method“) für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen der Bilanzierung von Leistungen an Arbeitnehmer, insbesondere Leistungen nach Beendigung von Arbeitsverhältnissen und Pensionen gemäß IAS 19, veröffentlicht. Im Juni 2012 wurde der überarbeitete Standard von der EU in europäisches Recht übernommen. Der geänderte Standard IAS 19 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2013 beginnen, erstmals verpflichtend anzuwenden.

Die mit dem überarbeiteten Standard IAS 19 verbundenen Änderungen betreffen bei der Dr. Hönle AG die Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Im Wesentlichen ändern sich durch den Standard IAS 19 die Höhe der in der Bilanz als Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, die Erfassung der bei der Bewertung entstehenden versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste und der Ausweis des Finanzergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der im bisherigen IAS 19 verwendete Zinsaufwand sowie der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen wurden durch die Neufassung des Standards durch den Nettozinsaufwand bzw. -ertrag ersetzt. Die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, die bisher nach der sog. Korridormethode vorgenommen wurde, hat rückwirkend erfolgsneutral, mit Berücksichtigung der hierauf entfallenden latenten Steuern, im Eigenkapital/sonstigen Ergebnis zu erfolgen. Die Vorschriften des IAS 19 sind retrospektiv anzuwenden, demzufolge wurde die Eröffnungsbilanz des Konzerns zum 01. Oktober 2012, die Konzernbilanz zum 01. Oktober 2013 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung und die Gesamtergebnisrechnung des Konzerns 2012/2013 angepasst.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichsten Betrages.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendung tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für Kauf oder Herstellung von Anlagevermögen (vermögenswertbezogene Zuwendungen) werden bei erstmaligem Ansatz mit der Bruttomethode bilanziert („deferred income“) und während der Nutzungsdauer des Vermögenswertes auf einer planmäßigen Grundlage ertragswirksam aufgelöst. Zuwendungen für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zum Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung ohne zukünftig damit verbundenen Aufwand wird gem. IAS 20.02 als Ertrag in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert.

Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst, es sei denn sie entfallen auf ein „qualifying asset“ nach IAS 23.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzern bewertet bestimmte Finanzinstrumente (z.B. Derivate) zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder

auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder

auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrundelegen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei werden sowohl beobachtbare als auch nicht beobachtbare Inputfaktoren verwendet.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 – In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise

Stufe 2 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist

Stufe 3 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Die für die Konzernrechnungslegung zuständigen Mitarbeiter legen gemeinsam mit dem Vorstand die Richtlinien und Verfahren für wiederkehrende und nicht wiederkehrende Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts fest.

Um die Angabeanforderungen über den beizulegenden Zeitwert zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei den nachfolgend dargestellten Vorjahreswerten handelt es sich teilweise um die nach IAS 8 angepassten Beträge; auf Tz. 4 wird verwiesen.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten Umsatzerlöse aus Verkauf von Gütern in Höhe von 79.309 T€ (Vj. 74.685 T€) und Dienstleistungsumsätze für Serviceleistungen in Höhe von 2.780 T€ (Vj. 2.588 T€).

3 T€ (Vj. 6 T€) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen.

8. Sonstige betriebliche Erträge

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Erträge aus Lizenzen und Leasing 360 450
Zuschüsse / Investitionsförderung 247 407
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 200 235
Erträge aus Kursdifferenzen 186 218
Periodenfremde Erträge 166 148
Sonstige Erträge 410 1.291
  1.569 2.749
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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Erträge aus der Herabsetzung EWB/PWB 77 124
Sonstige Erträge aus Lohnersatzleistung 59 47
Sonstige Erträge aus Schadensersatz 56 587
Erhöhung Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 47 44
Mieterträge 43 18
Sonstige Erträge 128 471
Sonstige Erträge 410 1.291

Erträge aus Zuschüssen/Investitionsförderungen resultieren aus den Zuwendungsbescheiden der Forschungsprojekte und Maßnahmen der Europäischen Union, welche mit den korrespondierenden Aufwendungen in Zusammenhang stehen. Außerdem sind die Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Zuschüssen beim Erwerb von Anlagevermögen enthalten.

Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 186 T€ (Vj. 218 T€) werden als Fremdwährungsgewinne unter der Position „Sonstige Erträge“ ausgewiesen.

9. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 30.415 29.442
Aufwendungen für bezogene Leistungen 851 752
  31.266 30.194

10. Personalaufwand

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Löhne und Gehälter 23.025 21.480
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 4.832 4.440
  27.857 25.920

11. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel (Tz. 21) dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2013/2014 und 2012/2013 ergaben die jährlich durchgeführten Wertminderungstests keinen Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 21) enthalten.

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Raumkosten 3.272 3.339
Versand, Warenabgabe und Verpackung 2.366 2.408
Reisekosten 1.301 1.280
KFZ-Kosten 1.236 1.192
davon Leasing 564 551
Beratung, Buchführung und Abschlusskosten 1.111 1.151
Reparaturen und Instandhaltung 827 728
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 287 421
Sonstige Aufwendungen Periodenfremd 155 224
Außerordentliche Aufwendungen 24 25
Sonstige Aufwendungen 3.653 4.258
  14.232 15.026
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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Werbung und Repräsentation 667 679
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 636 907
Porto und Telefon 426 440
Sonstige Aufwendungen 1.924 2.232
Sonstige Aufwendungen 3.653 4.258

Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt 709 T€ (Vj. 749 T€). Davon entfallen 564 T€ (Vj. 551 T€) auf Fahrzeuge und 145 T€ (Vj. 198 T€) auf Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Unter den „sonstigen Aufwendungen“ hat die Hönle Gruppe die Aufwendungen für Personalanwerbung und Personalausbildung von 294 T€ auf 217 T€ verringert. Die Position enthält auch die Aufwendungen an Beteiligungsunternehmen in Höhe von 166 T€ (Vj. 184 T€) und die Aufwendungen aus Wertberichtigungen 185 T€ (Vj. 130 T€). Weiterhin sind die Computerkosten mit 164 T€ (Vj. 148 T€) enthalten. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 72 T€ (Vj. 72 T€) sind ebenfalls unter den „sonstigen Aufwendungen“ erfasst.

13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Die Position enthält das anteilige Ergebnis an der Gesellschaft TECINVENT GmbH, Schömberg, in Höhe von 0 T€ (Vj. -8 T€) sowie die Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc., Winsted, USA, in Höhe von -3 T€ (Vj. -15 T€) und an der Tangent Industries Inc., Torrington, USA, in Höhe von 31 T€ (Vj. 30 T€). Für weitere Informationen siehe Tz. 23 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“.

14. Finanzerträge

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Erträge aus Beteiligungen 0 6
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33 1.555
  34 1.562

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von 21 T€ (Vj. 57 T€) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen. In den Zinserträgen war im vorrangegangenen Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 1.491 T€ aus der Neubewertung von Verbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter enthalten.

In Höhe von 3 T€ (Vj. 6 T€) entfällt der Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegen die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH.

15. Finanzaufwendungen

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 578 636
  578 637

Die Position enthält Zinsaufwendungen in Höhe von 345 T€ (Vj. 331 T€), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns entfallen.

Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt 2 T€ (Vj. 0 T€).

Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von 8 T€ (Vj. 10 T€) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt.

16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand und -ertrag    
Steueraufwand der Periode 3.096 2.217
Latenter Steueraufwand und -ertrag    
aus der Veränderung des Anlagevermögens 12 -166
aus der Veränderung des Umlaufvermögens -14 12
aus der Veränderung der Rückstellungen -228 -227
aus der Veränderung der Verbindlichkeiten 99 248
aus der Veränderung der Verlustvorträge -540 -59
aus Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 174 0
aus Konsolidierungseffekten -124 -98
aus Währungsdifferenzen 2 -2
aus sonstigen Bewertungsunterschieden -6 0
  -624 -292
Gesamter Steueraufwand 2.472 1.925

In der Position „laufender Ertragssteueraufwand und -ertrag in der Periode“ sind periodenfremde Erträge in Höhe von 286 T€ (Vj. 98 T€) aus der Auflösung von Steuerrückstellungen enthalten.

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzernabschluss dar:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 8.967 8.637
Theoretischer Steuersatz in % 24,58% 24,58%
Rechnerischer Steueraufwand 2.204 2.123
Veränderungen des rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand durch:    
- Nutzung von latenten Steuern auf Verlustvorträge -52 -37
- Veränderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern 174 0
- abweichende Steuerbasis 132 -255
- periodenfremde Effekte -196 -98
- abweichende lokale Steuersätze 199 192
- Steuersatzänderungen 12 0
Gesamter Steueraufwand 2.472 1.925
Effektiver Konzernsteuersatz 27,58% 22,29%

Die nachfolgende Aufzählung gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:

Konzernunternehmen in Deutschland: 24,58 % bis 30,52 % (Vj. 24,58 % bis 32,28 %)

Konzernunternehmen in England: 20 % (Vj. 28 %)

Konzernunternehmen in Frankreich: 33 1/3 % (Vj. 33 1/3 %)

Konzernunternehmen in Spanien: 25 % (Vj. 30 %)

Konzernunternehmen in der Schweiz: 26,1 % (Vj. 26,1 %)

Konzernunternehmen in den USA: 40,27 % (Vj. 29,59 %)

Konzernunternehmen in China: 25,0 % (Vj. 25,0 %)

Konzernunternehmen in Malta: 19,0% (Vj. 19,0%)

Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragssteuereffekte in Höhe von 334 T€ (Vj. -5 T€) entfallen in Höhe von 27 T€ (VJ. -5 T€) auf die Veränderung der Zeitwerte aus Sicherungsgeschäften und in Höhe von 307 T€ (Vj. -119 T€) auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste aus den Pensionsverpflichtungen.

17. Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist

Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Gewinnanteile    
Aladin GmbH 105 0
UV-Technik Speziallampen GmbH 134 126
Verlustanteile    
Aladin GmbH 0 -34
  239 92

18. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind 166 T€ (Vj. 148 T€) periodenfremde Erträge und 200 T€ (Vj. 235 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 155 T€ (Vj. 224 T€) enthalten.

19. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand berücksichtigt. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe erfüllt werden. Die übrigen Entwicklungsaufwendungen zielen zwar auf eine Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse der Hönle Gruppe ab, sind aber kaum hinsichtlich ihrer technischen Realisierbarkeit oder Nutzungsdauer bewertbar und es gibt keine verlässliche Schätzung der Ausgaben für die Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse.

Die Ausgaben für auftragsunabhängige Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen 976 T€ (Vj. 1.138 T€). Davon wurden Aufwendungen in Höhe von 124 T€ (Vj. 0 T€) aktiviert.

20. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet.

Der gewichtete durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien am Bilanzstichtag (1.076 Stück) fließt sowohl bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses als auch bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht mit ein.

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  2013/2014 2012/2013
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist in T€ 6.256 6.620
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien (Stück) 5.511.854 5.511.854
(unverwässert)    
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umaluf gewesenen Stammaktien (Stück) 5.511.854 5.511.854
(verwässert)    
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,20
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,13 1,20

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

21. Anlagevermögen

Unter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagevermögen

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Finanzielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

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  Anschaffungs- / Herstellungskosten
  Stand 01.10.2013
T€
Änderung Konsolidierungskreis/ Unternehmenserwerb
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
Umbuchung
T€
Währungsparitäten
T€
Stand 30.09.2014
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.877 0 0 0 0 0 18.877
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE              
Markennamen 129 0 0 0 0 0 129
Kundenstamm und andere Rechte 3.888 0 0 0 0 0 3.888
Computersoftware 2.108 0 160 0 -60 0 2.208
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 965 0 0 0 60 0 1.025
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 0 770
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 151 0 0 0 151
  7.860 0 311 0 0 0 8.171
SACHANLAGEN              
Grundstücke und Gebäude 8.295 0 66 -19 70 0 8.450
Technische Anlagen und Maschinen 17.231 0 603 305 259 0 17.788
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.860 0 416 109 28 8 10.202
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258 0 652 12 -356 0 542
  35.644 0 1.737 407 0 8 36.982
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 0 1.050 0 0 82 1.132
NACH DER EQUITY-METHODE              
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 210 0 330 0 0 3 543
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE              
Anteile an verbundene Unternehmen 25 0 0 0 0 0 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 0 0 0 0 0 7
  32 0 0 0 0 0 32
  62.623 0 3.428 407 0 93 65.738
scroll
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2013
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
Währungsparitäten
T€
Stand 30.09.2014
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 0 0 28
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE          
Markennamen 28 -3 0 0 25
Kundenstamm und andere Rechte 1.224 370 0 0 1.594
Computersoftware 1.966 160 0 0 2.126
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 501 113 0 0 614
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 553 18 0 0 571
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
  4.272 658 0 0 4.930
SACHANLAGEN          
Grundstücke und Gebäude 2.018 244 -11 0 2.273
Technische Anlagen und Maschinen 11.766 945 285 0 12.426
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.678 695 99 6 7.280
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  20.462 1.884 373 6 21.979
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 8 0 0 9
NACH DER EQUITY-METHODE          
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 0 0 0 0 0
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE          
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 1 1 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 1 1 0 0
  24.762 2.551 374 6 26.946
scroll
     
  Buchwert 30.09.2014
T€
Buchwert 30.09.2013
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.849 18.849
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE    
Markennamen 104 101
Kundenstamm und andere Rechte 2.294 2.664
Computersoftware 82 142
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 411 464
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 199 217
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 151 0
  3.241 3.588
SACHANLAGEN    
Grundstücke und Gebäude 6.177 6.277
Technische Anlagen und Maschinen 5.362 5.465
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.922 3.182
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 542 258
  15.003 15.182
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 1.124 0
NACH DER EQUITY-METHODE    
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 543 210
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE    
Anteile an verbundene Unternehmen 25 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 7
  32 32
  38.792 37.861
scroll
  Anschaffungs- / Herstellungskosten
  Stand 01.10.2012
T€
Änderung Konsolidierungskreis/ Unterneherb
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
Umbuchung
T€
Währungsparitäten
T€
Stand 30.09.2013
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRM ENWERT 18.113 764 0 0 0 0 18.877
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE              
Markennamen 129 0 0 0 0 0 129
Kundenstamm und andere Rechte 2.869 1.019 0 0 0 0 3.888
Computersoftware 2.046 0 62 0 0 0 2.108
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 820 0 145 0 0 0 965
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 0 770
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0 0 0
  6.634 1.019 207 0 0 0 7.860
SACHANLAGEN              
Grundstücke und Gebäude 6.725 1.289 274 0 7 0 8.295
Technische Anlagen und Maschinen 16.160 231 898 561 503 0 17.231
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.041 188 655 42 21 -3 9.860
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 164 0 625 0 -531 0 258
  32.090 1.708 2.452 603 0 -3 35.644
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 0 0 0 0 0 0
NACH DER EQUITY-METHODE              
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 195 0 15 0 0 0 210
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE              
Anteile an verbundene Unternehmen 25 0 0 0 0 0 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 0 0 0 0 0 7
  32 0 0 0 0 0 32
  57.064 3.491 2.674 603 0 -3 62.623
scroll
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2012
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
Währungparitäten
T€
Stand 30.09.2013
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRM ENWERT 28 0 0 0 28
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE          
Markennamen 28 0 0 0 28
Kundenstamm und andere Rechte 854 370 0 0 1.224
Computersoftware 1.785 181 0 0 1.966
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 400 101 0 0 501
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 488 65 0 0 553
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
  3.555 717 0 0 4.272
SACHANLAGEN          
Grundstücke und Gebäude 1.805 213 0 0 2.018
Technische Anlagen und Maschinen 11.180 885 299 0 11.766
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.995 715 30 -2 6.678
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  18.980 1.813 329 -2 20.462
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 0 0 0 0
NACH DER EQUITY-METHODE          
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 0 0 0 0 0
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE          
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  22.563 2.530 329 -2 24.762
scroll
   
  Buchwert 30.09.2013
T€
Buchwert 30.09.2012
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRM ENWERT 18.849 18.085
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE    
Markennamen 101 101
Kundenstamm und andere Rechte 2.664 2.015
Computersoftware 142 261
Patente, Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 464 420
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 217 282
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0
  3.588 3.079
SACHANLAGEN    
Grundstücke und Gebäude 6.277 4.920
Technische Anlagen und Maschinen 5.465 4.980
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.182 3.046
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258 164
  15.182 13.110
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 0
NACH DER EQUITY-METHODE    
BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 210 195
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE    
Anteile an verbundene Unternehmen 25 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 7
  32 32
  37.861 34.501

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen, unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert so zugeordnet worden ist, (a) hat die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und (b) darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne der IFRS 8. Im Dr. Hönle Konzern sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 18.849 T€ (Vj. 18.849 T€) bilanziert. Sie sind auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt worden, die die Geschäftsbereiche ‚UV-Geräte und -Anlagen’ sowie ‚Glas und Strahler’ betreffen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind wie folgt zugeordnet:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Dr. Hönle AG 5.292 5.292
Eltosch Grafix GmbH 2.495 1.731
PrintConcept GmbH 460 460
UV-Technik Speziallampen GmbH 367 367
Mitronic GmbH 558 558
Raesch Quarz (Germany) GmbH 3.387 3.387
Raesch Quarz (Malta) Ltd. 6.290 6.290
Grafix GmbH 0 764
  18.849 18.849

Die oben angeführten Gesellschaften stellen Geschäftssegmente nach IFRS 8.5 dar.

Die Grafix GmbH, Stuttgart, wurde auf die Eltosch Torsten Schmidt GmbH, verschmolzen. Die Gesellschaft wurde gleichzeitig in Eltosch Grafix GmbH umbenannt.

Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte nach der unter Tz. 6 dargestellten Vorgehensweise. Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cash-Flow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cashflows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen.

Die Prognose der Cashflows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, basierend auf internen Erfahrungswerten und externen Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum wird für die betreffenden Gesellschaften von einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung zwischen 3,2 % und 23,5 % ausgegangen. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Steigerungsrate der Umsätze im Planungszeitraum über die betreffenden Gesellschaften 6,7 %.

Diese Steigerungsraten stützen sich jeweils auf eine detaillierte Umsatzplanung, welche die Umsatzentwicklung mit einzelnen bestehenden Kunden sowie eine Umsatzprognose mit Neukunden, in der Regel auf der Basis aktueller Vertriebsprojekte, beinhaltet. In die Prognose gehen auch Einschätzungen und Aussagen der Kunden sowie Informationen und Annahmen über die sich abzeichnenden Entwicklungen der relevanten Märkte (produktspezifisch sowie regional) ein.

Ein wesentlicher Anteil an den Geschäfts- oder Firmenwerten der Hönle Gruppe fällt auf die am 01.01.2012 erworbenen Gesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd.

Für die Raesch Quarz (Germany) GmbH wird für das Geschäftsjahr 2014/2015 von einer Umsatzsteigerung von 22,5 % ausgegangen. Die geplante Umsatz- und Ergebnissteigerung basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass die im Geschäftsjahr 2013/2014 durchgeführten technischen und organisatorischen Verbesserungen sowie der starke Ausbau der Vertriebskapazitäten eine höhere Umsatzrealisation bei einer deutlich geringeren Materialaufwandsquote (geringere Ausfallquoten) ermöglichen. Bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 wird von einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 20,3 % ausgegangen. Die kommenden Geschäftsjahre werden von der strategischen Ausrichtung auf den Lampen-, Halbleiter- und Lichtleitermarkt geprägt sein. Eine wichtige Basis stellt hierfür die Lieferantenzertifizierung für Produkte für die Halbleiterindustrie dar. Ziel ist es, bis zum Geschäftsjahr 2015/2016 den Zertifizierungsprozess für wesentliche Produkte für die Halbleiterindustrie erfolgreich abzuschließen.

Für Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird von einer Umsatzsteigerung von ca. 15,5 % im Geschäftsjahr 2014/2015 ausgegangen. Die geplante Umsatzsteigerung basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass die laufenden Kundenprojekte kurzfristig zur Umsatzrealisierung beitragen. Die zunehmende Zusammenarbeit und Übernahme von Fertigungsaufträgen für andere Konzernunternehmen wird voraussichtlich ebenfalls zur Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2014/2015 beitragen. Der Ausbau des Vertriebes für Produkte der Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird darüber hinaus die Umsatzentwicklung in den weiteren Jahren positiv beeinflussen. Für die kommenden Geschäftsjahre bis 2018/2019 wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate beim Umsatz von 7,0 % geplant.

Bei der Dr. Hönle AG wird von einer Umsatzsteigerung von 4,5 % im Geschäftsjahr 2014/2015 ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 wird mit einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,3 % gerechnet.

Bei der Eltosch Grafix GmbH wird von einer Umsatzsteigerung von 6,8 % im Geschäftsjahr 2014/2015 ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 wird eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,2 % erwartet. Diese moderate Umsatzsteigerung berücksichtigt die eher verhaltenen Prognosen für den Bogenoffsetmarkt.

Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts wird für die folgenden Jahre eine Umsatzsteigerungsrate in Höhe von 1 % p.a. angenommen. Diese liegt nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Auf der Grundlage der Cashflow-Prognosen wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung von segmentspezifischen Kapitalkostensätzen vor Ertragsteuern für die Raesch Quarz (Germany) GmbH mit 8,24 %, für die Raesch Quarz (Malta) Ltd. mit 9,64 %, für die Dr. Hönle AG mit 7,71 %, für die PrintConcept GmbH mit 7,98 %, für die Eltosch Grafix GmbH mit 8,27 % und für die übrigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit 7,46 % bis 7,91 % ermittelt. Im Vorjahr wurden Diskontierungszinssätze von 9,72 bis 12,00 % angewendet.

Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf, da die erzielbaren Beträge die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deutlich übersteigen.

In die Berechnung der Nutzungswerte gehen Annahmen ein, die Schätzungsunsicherheiten unterliegen. Dies betrifft insbesondere die Umsatzerwartung, die Entwicklung der Bruttogewinnmargen, die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Detailplanungszeitraums zugrundegelegt wird.

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden Risiken dar. Die Ermittlung der Abzinsungssätze basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Die Eigenkapitalkosten werden aus der erwarteten Kapitalrendite von typischen Marktteilnehmern abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten basieren auf dem Fremdkapitalzinssatz typischer Marktteilnehmer. Das segmentspezifische Risiko wird durch die Anwendung individueller Beta-Faktoren einbezogen. Die Beta-Faktoren werden jährlich aufgrund von öffentlich zugänglichen Marktdaten ermittelt.

Die Schätzung der Wachstumsraten orientiert sich an der erwarteten allgemeinen Preissteigerung.

Vom Management wurden Szenarien mit einer Erhöhung der Gesamtkapitalkosten (WACC) von 10 % sowie einer Reduktion der Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum von 0,5 % berechnet. Die Berechnungen würden sowohl gesondert als auch in Kombination der nachteiligen Entwicklungen nicht zu einem Wertberichtigungsbedarf der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) führen.

Immaterielle Vermögenswerte

Im Zuge der Unternehmenserwerbe in den Geschäftsjahren 2007/2008, 2010/2011, 2011/2012 und im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden Marken, Kundenstämme sowie Fertigungstechnologien erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten für ERP-Software.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 151 T€ für ein kundenspezifisches Entwicklungsprojekt, bei dem die Voraussetzungen zur Aktivierung gemäß IAS 38 vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und mit dem Anschaffungskostenmodell in Folge bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

• Grundstücke und Gebäude

In dieser Position werden die konzerneigenen Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Diese betreffen folgende Gesellschaften:

Aladin GmbH

UV-Technik Speziallampen GmbH

Raesch Quarz (Germany) GmbH

Eltosch Grafix GmbH

Eleco Produits S.A.S.

Die Gebäude werden über Nutzungsdauern zwischen 25 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Grundstücke der Aladin GmbH, UV-Technik Speziallampen GmbH und der Eltosch Grafix GmbH dienen außerdem zur Sicherung von Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 4.057 T€.

• Technische Anlagen und Maschinen

Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 20 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Technischen Anlagen und Maschinen ist eine Maschine enthalten, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworben wurde. Der Buchwert der Anlagen beläuft sich zum 30.09.2014 auf 25 T€ (Vj. 13 T€). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 33). Über die Anlagen kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden.

• Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 23 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Betriebs- und Geschäftsausstattungen sind Anlagen enthalten, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen erworben wurden. Die Buchwerte dieser Vermögenswerte belaufen sich zum 30.09.2014 auf 22 T€ (Vj. 28 T€). Im Gegenzug bestehen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 33). Die zum Vertragsende vereinbarten Kaufoptionen wurden in Anspruch genommen werden.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

Die Dr. Hönle AG hält eine Gewerbeimmobilie in Torrington, USA, als Renditeliegenschaft, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie beträgt 1.124 T€ (Vj. 0 T€). Die beizulegenden Zeitwerte von insgesamt 1.156 T€ (Vj. 0 T€) ergeben sich aufgrund eines Wertgutachtens aus dem Jahr 2013 unter Berücksichtigung der nach Erwerb im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgten Einbauten. Aus der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie wurden insgesamt Erlöse in Höhe von 66 T€ (Vj. 0 T€) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2013/2014 betrugen 59 T€ (Vj. 0 T€).

Finanzielle Vermögenswerte

Die unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 32 T€ (Vj. 32 T€) betreffen im Wesentlichen die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH sowie die 20%ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei der PrintDesign Engineering GmbH unterbleibt eine Konsolidierung, da kein maßgeblicher Einfluss oder eine gemeinschaftliche Kontrolle ausgeübt werden kann.

22. Sonstige langfristige Vermögenswerte

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Darlehen an nahestehende Personen 0 28
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 658 585
übrige 20 14
  678 627

Zu den Darlehen an nahestehende Personen verweisen wir auf Tz. 49.

23. Nach der At-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Unter dieser Position werden die Bilanzansätze der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc., an der Tangent Industries Inc. sowie an der TECINVENT GmbH ausgewiesen. Zum 30. September 2014 beträgt der Buchwert der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 543 T€ (Vj. 210 T€). Die folgenden Angaben basieren auf dem jeweils letzten vorliegenden Abschluss vor Umrechnung auf die von der Dr. Hönle AG gehaltene Beteiligungsquote.

Metamorphic Materials Inc.

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letzter Abschluss Umsatz
in TUSD
Ergebnis
in TUSD
kurzfristige Vermögenswerte
in TUSD
langfristige Vermögenswerte
in TUSD
Kurzfristige Schulden
in TUSD
langfristige Schulden
in TUSD
30.09.2014 231 -28 147 44 74 200

Tangent Industries Inc.

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letzter Abschluss Umsatz
in TUSD
Ergebnis
in TUSD
kurzfristige Vermögenswerte
in TUSD
langfristige Vermögenswerte
in TUSD
Kurzfristige Schulden
in TUSD
langfristige Schulden
in TUSD
30.09.2014 2.082 108 516 382 330 0

TECINVENT GmbH

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letzter Abschluss Umsatz
in T€
Ergebnis
in T€
kurzfristige Vermögenswerte
in T€
langfristige Vermögenswerte
in T€
Kurzfristige Schulden
in T€
langfristige Schulden
in T€
30.09.2014 235 12 83 0 83 0

24. Latente Ertragsteueransprüche und -schulden

Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen:

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  30.09.2014 30.09.2013
  aktivisch
in T€
passivisch
in T€
aktivisch in
T€
passivisch
in T€
Anlagevermögen 259 261 313 302
Umlaufvermögen 20 22 25 41
Rückstellungen 687 7 317 172
Verbindlichkeiten 112 367 44 227
Steuerliche Verlustvorträge 1.353 0 987 0
- aktive latente Steuern 1.527 0 987 0
- Wertberichtigungen -174 0 0 0
Konsolidierungseffekte 111 823 83 918
Gesamt vor Saldierung und Aufrechnung 2.543 1.479 1.769 1.660
Gesamt 2.543 1.479 1.769 1.660

Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4 b verwiesen.

Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Die Gesellschaften Eltosch Grafix GmbH, Honle Spain S.A.U., Honle UV (UK) Ltd., Mitronic GmbH, Agita Holding AG sowie Raesch Quarz (Germany) GmbH verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2014.

Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrundegelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Angesetzt werden nur Verluste, die nach der Planung innerhalb von fünf Jahren nutzbar sind.

Aktive latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen in Höhe von T€ 1.153 entfallen auf Gesellschaften, die in den letzten zwei Geschäftsjahren Verluste ausgewiesen haben. Die substanziellen Hinweise für den Ansatz ergeben sich aus den genannten Planungsrechnungen und deren zugrundeliegenden Annahmen. Es wird dazu auf die Erläuterungen in Tz. 21 verwiesen.

Die Anteile an der Eltosch Grafix GmbH (ehemals Eltosch Torsten Schmidt GmbH) wurden im Geschäftsjahr 2007/2008 von der Dr. Hönle AG erworben. Zum Erwerbszeitpunkt belief sich der körperschaftsteuerliche Verlustvortrag auf 4.726 T€ und der gewerbesteuerliche Verlustvortrag auf 4.581 T€. Die Verlustvorträge, die vor dem Erwerb der Anteile entstanden sind, fallen grundsätzlich unter die sog. Sanierungsklausel gemäß § 8c KStG. Im Januar 2011 hatte die EU-Kommission beschlossen, dass die von der Bundesregierung eingeführte Sanierungsklausel gegen das EU-Beihilferecht verstößt. Die Bundesregierung reichte gegen den Beschluss der EU-Kommission Klage ein. Die Klage wurde abgewiesen. Es wurden daher ausschließlich aktive latente Steuern auf die Verlustvorträge angesetzt, die bei der früheren Eltosch Torsten Schmidt GmbH nach dem 15. Mai 2008 (Erwerbszeitpunkt) entstanden sind.

25. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Prospektmaterial (zu Anschaffungskosten) 13.746 12.443
abzüglich Abwertung 1.341 1.343
  12.405 11.100
unfertige Erzeugnisse und Leistungen (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 158 173
abzüglich Abwertung 0 0
  158 173
fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 10.397 8.611
abzüglich Abwertung 593 646
  9.804 7.965
geleistete Anzahlungen 41 148
  22.408 19.386

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt 1.762 T€ (Vj. 1.726 T€). In der Berichtsperiode 2013/2014 wurden 31.388 T€ (Vj. 30.194 T€) Vorräte im Materialaufwand erfasst sowie 122 T€ (Vj. Aufwand 14 T€) als Werterhöhung auf Vorräte als Ertrag gebucht.

Für die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Werte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte.

26. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Gesamtforderungen 12.911 12.644
abzüglich Wertberichtigungen 668 676
  12.243 11.968

Die Wertberichtigungen beinhalten die Einzelwertberichtigungen und die pauschalierte Einzelwertberichtigung. Die pauschalierte Einzelwertberichtigung weist zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen Wert von 124 T€ (Vj. 129) auf.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Zum Bilanzstichtag bestand gegenüber der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 T€ (Vj. 0,5 T€).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Stand per 01.10. 548 1.636
Änderung Konsolidierungskreis   29
- Verbrauch -83 -1.162
- Auflösung - ohne Verbrauch -19 -95
- Zuführung 98 140
- Währungsdifferenzen 1 0
Stand per 30.09. 545 548

27. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter den Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen in Höhe von 265 T€ (Vj. 224 T€) ausgewiesen, welche gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen. Im Wesentlichen weist diese Position Darlehensforderungen gegenüber der Metamorphic Materials Inc. in Höhe von 158 T€ (Vj. 111 T€), gegenüber der Tangent Industries Inc. in Höhe von 51 T€ (Vj. 48 T€) und gegenüber der TECINVENT GmbH in Höhe von 50 T€ (Vj. 50 T€) aus.

Die Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

28. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Vorausbezahlte Aufwendungen 419 325
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.178 2.225
  2.597 2.550

Der Posten „Vorausbezahlte Aufwendungen“ gliedert sich wie folgt:

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Versicherungen 155 42
Wartungsverträge 22 20
Messen 33 47
übrige 209 216
  419 325

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Forderungen gegen nahestehende Personen 28 36
Forderungen gegen nichtbeherrschende Gesellschafter 100 0
Umsatzsteuer 835 613
Forderungen an Mitarbeiter 66 38
übrige 1.149 1.538
  2.178 2.225

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Zu den Forderungen an nahestehende Personen wird auf Tz. 49 verwiesen.

Unter der Position „Übrige“ werden in Höhe von 151 T€ (Vj. 71 T€) debitorische Kreditoren ausgewiesen.

Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

29. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Dr. Hönle AG 43 582
Honle UV France S.à.r.l. 0 59
PrintConcept GmbH 22 56
Eltosch Grafix GmbH 40 37
Panacol AG 13 6
Aladin GmbH 136 112
UV-Technik Speziallampen GmbH 103 58
Raesch Quarz (Germany) GmbH 27 29
  384 939

In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von 63 T€ (Vj. 82 T€) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Dr. Hönle AG, Eltosch Grafix GmbH und Raesch Quarz (Germany) GmbH enthalten.

30. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar. Die ausgewiesenen liquiden Mittel sind nicht verfügungsbeschränkt.

Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Guthaben-Zinssätzen von etwa 0,10 % bis 1,88 % p.a.

31. Eigenkapital

Eigenkapitalmanagement

Neben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2013/2014 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die nennwertlosen Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum jeweiligen Bilanzstichtag im Umlauf:

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  30.09.2014 in Stück 30.09.2013 in Stück
Anzahl ausgegebene Aktien 5.512.930 5.512.930
abzüglich eigene Anteile 1.076 1.076
im Umlauf befindliche Anteile 5.511.854 5.511.854

Eigene Anteile

Die Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10 % des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben.

Mit Wirkung zum 22. März 2014 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2018 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Die im Vorjahr bestehende Ermächtigung, die durch die Hauptversammlung am 23. März 2010 beschlossen wurde, wurde mit dem Wirksamwerden des neuen Beschlusses aufgegeben und ersetzt. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2013/2014 keinen Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben bzw. im laufenden Geschäftsjahr für den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften Aktien ausgegeben:

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Geschäftsjahr Stand per 30.09.2013 Veränderung Stand per 30.09.2014
Anzahl eigene Aktien 1.076 0 1.076
Anschaffungskosten in T€ 8 0 8
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 7,77 0 7,77

Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit ihren Anschaffungskosten von 8 T€ offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt 7,77 €. Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf 16,98 €.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001.

Art und Zweck der Rücklagen

Gesetzliche und andere Rücklagen

Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet. In die enthaltene Gewinnrücklage werden die Jahresergebnisse eingestellt, soweit sie nicht ausgeschüttet werden.

Rücklage für Sicherungsgeschäfte

In dieser Rücklage werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von effektiven Sicherungsgeschäften nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Im Geschäftsjahr betrug diese Rücklage 107 T€ (Vj. 31 T€) nach latenten Steuern.

Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19

Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19 enthält die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Rücklage für Währungsdifferenzen

Die Rücklage für Währungsdifferenzen dient der Erfassung von Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.

Vorgeschlagene Dividende

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2015 vor, eine Dividende in Höhe von 0,50 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2013/2014 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 2.756 T€. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden ebenfalls 0,50 € je Aktie bzw. ein Betrag von 2.756 T€ ausgeschüttet.

Genehmigtes Kapital 2010

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23.03.2010 wurde der Vorstand bis zum 22.03.2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.750 T€ zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Aladin GmbH 893 868
Eleco Produits EFD SAS -1 -1
UV-Technik Speziallampen GmbH 1.257 1.122
  2.149 1.989

32. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)

In dieser Position ist der langfristige Anteil der folgenden Bankdarlehen ausgewiesen:

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  Darlehensbetrag
in T€
effektiver Zinssatz Laufzeit bis Tilgung p.a. in
T€
Buchwert
in T€
Darlehen Dr. Hönle AG 800 3,90% 30.03.2025 47 494
Darlehen Mitronic GmbH 878 4,45% 31.12.2018 53 242
Darlehen Dr. Hönle AG 700 2,90% 31.08.2023 64 638
Darlehen Dr. Hönle AG 400 1,69% 30.06.2022 50 388
Darlehen Dr. Hönle AG 3.000 3,18% 31.03.2017 600 1.500
Darlehen Dr. Hönle AG 3.500 2,29% 31.03.2021 500 3.250
Darlehen Dr. Hönle AG 205 2,15% 31.03.2019 51,2 205
Darlehen Dr. Hönle AG 4.500 2,64% 29.12.2017 900 2.925
Darlehen UV-Technik Speziall. 221 5,50% 30.06.2019 24 116
Darlehen UV-Technik Speziall. 300 6,25% 31.07.2019 33 160
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 2.000 1,65% 31.03.2019 500 2.000
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 500 1,25% 31.12.2018 50 225

Die lang- und kurzfristigen Anteile der oben dargestellten Darlehen ergeben sich wie folgt:

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  Anteil kurzfristig in
T€
Anteil langfristig
in T€
Payer-Zinsswap
in T€
Sicherheiten
Darlehen Dr. Hönle AG 47 447 nein Grundschuld
Darlehen Mitronic GmbH 53 189 nein Bürgschaft 460 T€
Darlehen Dr. Hönle AG 64 574 nein Grundschuld Gebäude UV Technik
Darlehen Dr. Hönle AG 50 338 400 Sicherungsübereignung
Darlehen Dr. Hönle AG 600 900 3.000 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 500 2.750 3.500  
Darlehen Dr. Hönle AG 26 179 nein Sicherungsübereignung
Darlehen Dr. Hönle AG 900 2.025 4.500 Grundschuld Unterlüß
Darlehen UV-Technik Speziall. 24 92 nein keine
Darlehen UV-Technik Speziall. 33 127 nein keine
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 250 1.750 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 50 175 nein Bürgschaft, Buchgrundschuld

33. Lang- und kurzfristige Finanzierungsleasingverbindlichkeiten

Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für Maschinen und Fahrzeuge zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet.

Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt:

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Stand 30.09.2014 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€
Barwert der Mindestleasingzahlung 4 11 0
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 1 1 0
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Stand 30.09.2013 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€
Barwert der Mindest¬leasingzahlung 12 1 0
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 0 0 0

34. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Unter dieser Position sind der Marktwert der Derivate in Höhe von 143 T€ (Vj. 40 T€) sowie Kaufpreisverbindlichkeiten aus den geschriebenen Put-Optionen in Höhe von 244 T€ (Vj. 1.443 T€) ausgewiesen.

Des Weiteren werden unter dieser Position die Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 150 T€ (Vj. 326 T€) gegenüber einem nicht beherrschenden Anteilseigner ausgewiesen, die sich wie folgt darstellen:

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Darlehensbetrag
in T€
Zinssatz Laufzeit Tilgung p.a.
in T€
Buchwert
in T€
450 4,00% 30.03.2017 100 150

35. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen zu Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 (2011) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften.

Für Versorgungsbezüge an Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern ist ein Betrag von 263 T€ (Vj. 151 T€) in den Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

scroll
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Barwert der Pensionsverpflichtung am Beginn des Jahres 3.849 3.822
zzgl. Dienstzeitaufwand / Service Costs 370 396
zzgl. Zinsaufwand / Interest Costs 138 124
zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste 1.189 -404
zzgl. / abzgl. Zahlungen Fondvermögen 6 -57
abzgl. Rentenzahlungen -40 -32
Wert der Pensionsverpflichtung am Ende des Jahres 5.512 3.849

Zur Anpassung der Vorjahreszahlen wird auf die Tz. 4 b verwiesen.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von 5.471 T€ (Vj. 3.817 T€) die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird.

Die im Geschäftsjahr 2013/2014 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt bzw. dort verrechnet und führten insofern zur angegeben erfolgsneutralen Veränderung der Pensionsrückstellungen.

Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung:

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  01.10.2014 01.10.2013 01.10.2012
Diskontierungszinssatz 2,40% 3,60% 3,30%
Erträge aus dem Fondvermögen 2,40% 3,60% 3,30%
Steigerungsrate der Pensionszahlungen 2,00% 2,00% 2,00%

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird in Höhe von 1.013 T€ (Vj. 771 T€) durch Planvermögen in Form von unabhängig verwalteten Fonds abgedeckt.

Sensitivitätsanalysen bei den versicherungsmathematischen Gutachten zum 30.09.2014 führten bei den Pensionsverpflichtungen zu den folgenden Ergebnissen:

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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Abzinsungssatz +0,5% 4.959
Abzinsungssatz -0,5% 6.154
scroll
Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Steigerungsrate der Pensionszahlungen +0,25% 5.703
Steigerungsrate der Pensionszahlungen -0,25% 5.212
scroll
Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Lebenserwartung +10,00% 5.667

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines versicherungsmathematischen Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

Die Entwicklung der oben dargestellten Parameter wird vom Unternehmen genau beobachtet und gegebenenfalls werden entsprechende Anpassungen bei den bestehenden Rückdeckungsversicherungen vorgenommen.

Das Planvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 wie folgt:

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 771 575
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 32 -7
Gezahlte Beiträge des Arbeitgebers 247 260
Gezahlte Leistungen -6 -57
zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste -31 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 1.013 771

Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Diese spiegeln sich in den Grundannahmen wieder.

Die erwartete Entwicklung des Planvermögens für das Geschäftsjahr 2014/2015 stellt sich wie folgt dar:

scroll
  30.09.2015
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 1.013
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 27
Gezahlte Beiträge des Arbeitsgebers/employer contributions paid 247
Gezahlte Leistungen -6
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 1.281

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
laufender Dienstzeitaufwand 370 396
Zinsaufwand 138 124
Erträge aus Planvermögen/return on plan assets -32 -23
  476 497

Vom Zinsaufwand entfallen 8 T€ (Vj. 10 T€) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen:

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Bilanzwert der Pensionsrückstellung zu Beginn des Jahres 3.078 3.247
zzgl. Pensionsaufwand 476 578
abzgl. gezahlte Beiträge -247 -260
abzgl. Zahlungen/Rentenzahlungen -40 -32
erfolgsneutrale Veränderungen 1.232 -455
davon aus Anpassungen der Erfahrungswerte 36  
davon aus biometrischen Annahmen -5  
davon aus finanziellen Annahmen 1.201  
Bilanzwert der Pensionsrückstellung Ende des Jahres 4.498 3.078

36. Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Stand 01. Oktober 2013 680 572
Im Geschäftsjahr beantragt: 0 217
Erfolgswirksam vereinnahmt / aufgelöst -74 -109
Stand 30. September 2014 606 680

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden im Wesentlichen für den Erwerb von einem Gebäude, Schmelzöfen und Glühöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH gewährt und für den Neubau der Produktionshalle der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden voraussichtlich vollständig erfüllt. Es bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten.

37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von 4.846 T€ (Vj. 4.752 T€). Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten.

38. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, d.h. ohne Umsatzsteuer.

39. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 3.215 T€ (Vj. 2.660 T€). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen das für den Erwerb der Grafix GmbH aufgenommene Darlehen in Höhe von 900 T€ (Vj. 900 T€) und das für den Erwerb der Raesch Gruppe aufgenommene Darlehen in Höhe von 1.100 T€ (Vj. 600 T€). Es wird auf Tz. 32 verwiesen. Des Weiteren sind in dieser Position kurzfristig in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 614 T€ (Vj. 833 T€) enthalten.

Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2014 insgesamt 2.660 T€ (Vj. 2.260 T€), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind 931 T€ (Vj. 1.024 T€) durch Kontokorrentkredite und Avale beansprucht.

40. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
Lohn- und Umsatzsteuer 951 1.106
Sozialversicherungsbeiträge 391 325
Tantiemen und Prämien 1.327 1.169
Weihnachtsgeld 760 729
Ausstehende Urlaube 466 433
Gleitzeitüberhänge 311 361
sonstige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 541 456
Kaufpreisverpflichtungen 1.505 3.696
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern 797 1.018
Übrige 574 744
  7.623 10.037

Zur Anpassung der Vorjahreswerte wird auf die Tz. 4 a verwiesen.

Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften.

Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung (10/12 des Anspruchs) des Weihnachtsgeldes.

Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen.

Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter.

Die unter „Übrige“ enthaltenen Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen 72 T€ (Vj. 72 T€).

41. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

scroll
  Stand 01.10.2013 in
T€
Verbrauch
in T€
Auflösung
in T€
Zuführung in
T€
Stand 30.09.2014
in T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:          
Gewährleistungen und Garantien 370 20 19 44 375
Verpflichtung aus Mietverträgen 104 15 0 16 105
Gesamt 474 35 19 60 480

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet.

Der erwartete Zahlungsabfluss in Bezug auf die oben genannten Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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  30.09.2014
in %
30.09.2013
in %
Im Folgejahr 83 84
In den folgenden 2 - 5 Jahren 8 7
In den folgenden 6 - 10 Jahren 9 9
  100 100

Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden zwei bis zehn Jahren betrifft in erster Linie die Verpflichtungen aus Mietverträgen für die angemieteten Gebäude bis zum Vertragsende.

42. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre angesetzt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

43. Eventualschulden

Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt.

Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben.

44. Eventualforderungen

Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.

45. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

scroll
Stand 30.09.2014 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren in
T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 93 128 2 223
Raummietverträge 1.952 6.619 1.993 10.564
KFZ-Mietverträge 483 444 0 927
  2.528 7.191 1.995 11.714
scroll
Stand 30.09.2013 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren in
T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 84 160 0 244
Raummietverträge 2.001 6.645 3.306 11.952
KFZ-Mietverträge 438 438 0 876
  2.523 7.243 3.306 13.072

46. Magement der finanzwirtschaftlichen Risiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden.

Zur Überwachung der Risiken wird bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem durchgeführt. Die Grundsätze hierzu sind in einem Handbuch dokumentiert. In Abwägung der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls und der Wahrscheinlichkeit einer Schadenshöhe, aber auch der bestehenden Chancen für den Konzern wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Risikosituationen werden analysiert und, wann immer nötig, Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet. Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert und bei Auftreten neuer Risiken umgehend in Kenntnis gesetzt.

Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern.

Liquiditätsrisiken

Unter diesem Begriff wird das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen.

Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent und intensiv überwacht. In wöchentlichen Abständen wird der Vorstand der Dr. Hönle AG über die Liquiditätssituation des Konzerns informiert. Insbesondere wird die Inanspruchnahme des Cash-Pooling-Kontos der Tochtergesellschaften der Hönle Gruppe beobachtet und dem Vorstand wöchentlich durch das Rechnungswesen berichtet. Ferner werden alle Salden der in der Hönle Gruppe bestehenden Bankkonten detailliert an das Management weitergegeben. Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses permanent, indem die Liquiditätsentwicklung aller Gesellschaften der Hönle Gruppe aufgrund des Liquiditätsstands in Zusammenhang mit der Ergebnisplanung und den beabsichtigten Finanz- und Investitionstransaktionen geplant wird.

Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt:

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Stand 30.09.2014 Restlaufzeit bis zu einem Jahr   Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren  
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 286 3.215 435 8.098
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.846 0 0
Finanzierungsleasing 1 3 1 10
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 76 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11 6.589 5 537
Gesamtsumme 297 14.730 442 8.645
scroll
Stand 30.09.2014 Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren   Gesamtbetrag
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63 1.447 784 12.759
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 4.846
Finanzierungsleasing 0 0 2 13
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 76
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 16 7.126
Gesamtsumme 63 1.447 802 24.822
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Stand 30.09.2013 Restlaufzeit bis zu einem Jahr   Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren  
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 220 2.660 400 5.652
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.752 0 0
Finanzierungsleasing 0 12 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 40 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 69 8.067 112 1.812
Gesamtsumme 289 15.531 512 7.465
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Stand 30.09.2013 Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren   Gesamtbetrag  
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72 676 693 8.989
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 4.752
Finanzierungsleasing 0 0 0 13
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 40
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 181 9.879
Gesamtsumme 72 676 873 23.673

Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte.

Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird in regelmäßigen Abständen von den Abteilungen Rechnungswesen und Vertrieb beurteilt. Ausstehende Forderungen gegenüber Kunden werden insbesondere über die Analyse von Altersstrukturlisten in Bezug auf die Dauer der Fälligkeit der ausstehenden Forderungen überwacht. Etwaige Lieferungen an Großkunden, insbesondere Kunden im Ausland, sind in der Regel durch Akkreditive oder sonstige Absicherungsinstrumente abgedeckt. Zum 30.09.2014 waren nach der Altersstrukturliste 2.583 T€ (Vj. 2.653 T€) weniger als 90 Tage fällig. Das entspricht 20,6 % (Vj. 21,8 %) an dem Gesamtbetrag der offenen Forderungen. Insgesamt 130 T€ (1,0 %) (Vj. 24 T€ (0,0 %)) bzw. 282 T€ (2,3%) (Vj. 694 T€ (5,7 %)) waren 90 bis 180 Tage bzw. mehr als 180 Tage fällig. Die Höhe des Wertberichtigungsbedarfs wird monatlich für alle Kunden auf Einzelbasis analysiert.

Das Management des Dr. Hönle Konzerns wird in monatlichen Abständen über Altersstrukturstatistiken der offenen Forderungen über alle Kunden informiert. Dabei werden insbesondere Kundenforderungen, deren Fälligkeitstermin mehr als 90 Tage überschritten ist, mit einem Betrag von größer als 10 T€ herausgestellt.

Bei definierten Kunden bzw. Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit durch externe Dienstleister bzw. Informationen, die sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten ergeben. Zusätzlich fließen Marktinformationen in die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Kunden mit ein. Insbesondere bei größeren Aufträgen werden Aufträge durch Kreditauskünfte bzw. durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden in der Regel Bonitätsauskünfte eingeholt.

Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass die Kunden der Hönle Gruppe in drei unterschiedlichen Segmenten („Geräte/Anlagen“, „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“) aufgeteilt sind. Darüber hinaus sind die Kunden weltweit ansässig und insbesondere in den Segmenten „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“ in verschieden Branchen und weitgehend unabhängigen Märkten tätig.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Soweit am Bilanzstichtag interne Indizien wie Verzug von Zahlungen oder externe Hinweise (Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners) im Konzern erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) stellt sich wie folgt dar:

scroll
Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2014)     davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
  Netto
in T€
davon noch nicht fällig
in T€
<90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzel- wertberichtigung) 12.556 9.562 2.583 130 282
scroll
Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2013)     davon überfällig, aber nicht wert- berichtigt
  Netto
in T€
davon noch nicht fällig
in T€
<90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzel-wertberichtigung) 12.197 8.825 2.653 24 694

Der Hönle Konzern geht von der Werthaltigkeit aller nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten.

Risikobündelungen entstehen, wenn mehrere Geschäftspartner ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region ausführen oder wirtschaftliche Merkmale besitzen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden neben dem Segment „Geräte/Anlagen“ insbesondere die Segmente „Klebstoffe“ und „Glas/Strahler“ weiter ausgebaut. Identifizierte Ausfallkonzentrationen werden fortlaufend kontrolliert und gesteuert. Ausgewählte Sicherungsgeschäfte werden innerhalb des Konzerns zur Vermeidung von Risiken auf Ebene der individuellen Geschäftsbeziehungen eingesetzt.

Marktrisiken

Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird.

Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken, Britischem Pfund und Chinesischem Renminbi.

Zum Bilanzstichtag bestanden für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsinstrumente.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 268 T€ verschlechtert (Vj. Verschlechterung um 254 T€). Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken um 10 % hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses um 327 T€ geführt (Vj. Verbesserung um 310 T€).

Bei einem um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um 0,2 T€ (Vj. 5 T€) verbessert. Eine entsprechende Abschwächung des Euro hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 0,3 T€ (Vj. 6 T€) geführt.

Die Auswirkung eines um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verbesserung des Konzernergebnisses um 96 T€ (Vj. 57 T€) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverschlechterung um 117 T€ (Vj. 70 T€) beigetragen hätte.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Chinesischen Renminbi um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 14 T€ (Vj. Verbesserung um 3 T€) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi in gleicher Höhe hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 17 T€ (Vj. Verschlechterung um 4 T€) geführt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten.

Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, wurden im Geschäftsjahr 2013/2014 und in den Vorjahren durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Die Dr. Hönle AG hat für den Kauf von Vermögenswerten der früheren Grafix GmbH im Geschäftsjahr 2012/2013 ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 29. Dezember 2017 aufgenommen. Die Darlehenssumme wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlages von 1,95 Prozentpunkten verzinst.

Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,95 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 29. Dezember 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 28. März 2013 bis 29. Dezember 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,64 %.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 31.03.2017 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit bis 30. Juni 2022 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 0,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 30. Juni 2022 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2022 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 1,69 %.

Ebenfalls im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit bis 31.03.2021 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,30 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 31. März 2021 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit vom 31. März 2014 bis 31. März 2021 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,29 %.

Die Zinsswaps werden als Cashflow Hedges behandelt. Die Zinsswaps (variabel in fix) dienen der Absicherung gegen steigende Zinsen für die variabel verzinslichen Bankdarlehen. Der beizulegende Zeitwert (= Marktwert) entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder bezahlen müsste.

Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbankraten verwendet.

Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der sicherungseffektiven Derivate in Höhe von -103 T€ (Vj. 20 T€) wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von 27 T€ (Vj. -5 T€) direkt im Eigenkapital in der Rücklage für Sicherungsgeschäfte erfasst.

Bezüglich der anderen Darlehen bestehen ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Geht man von einer durchschnittlichen 2%igen Steigerung des Zinsniveaus im Bereich des Kontokorrentkredites aus, so ergäbe sich ein zusätzlicher Zinsaufwand von 12 T€ (Vj. 17 T€). Dabei wird unterstellt, dass der durchschnittliche negative Saldo der Kontokorrentkonten dem Jahresendwert 2013/2014 von 614 T€ (Vj. 833 T€) entspricht. Aus diesen Finanzinstrumenten würden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben.

Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39 sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge:

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Buchwerte 30.09.2014 Bewertungskategorie nach IAS 39 fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 32 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 20 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 12.508 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.762 0
Liquide Mittel LaR 5.685 0
Gesamt   20.007 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 12.759 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.923 0
sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 404 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 6.593 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 143
Gesamt   24.678 143
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Loans and Receivables (LaR) 19.974 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 32 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 24.678 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen -107 0
Nettogewinn/-verlust   -103
Gesamtzinsaufwendungen -470 0
Gesamtzinserträge 31 0
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Buchwerte 30.09.2013 Bewertungskategorie nach IAS 39 fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 32 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 42 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 12.191 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.933 0
Liquide Mittel LaR 4.378 0
Gesamt   18.576 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 8.989 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.792 0
sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.773 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 8.080 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 40
Gesamt   23.634 40
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39
Loans and Receivables (LaR) 18.544 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 32 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 23.634 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wert- minderungen -53 0
Nettogewinn/-verlust 0 -15
Gesamtzinsaufwendungen -528 0
Gesamtzinserträge 1.550 0

Die Vorjahreswerte wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen.

Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individueller Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30.09.2014 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte ebenfalls den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche und variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der zukünftigen Cashflows mit einem Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente. Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte der finanziellen Schulden hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten oder einer marktüblichen Verzinsung ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die Zinsswaps (Derivate mit effektiver Sicherungsbeziehung) werden durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern bewertet. Zu dem am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören Optionspreis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisen-Kassa- und Termin-Kurse und Zinsstrukturkurven. Zum 30. September 2014 werden die Derivatspositionen zum Marktwert bewertet (Marked-to-Market); dabei wird das Ausfallrisiko des Konzerns sowie der Bank als gering eingestuft.

Nachfolgende Tabelle zeigt die nach beizulegenden Zeitwerten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten nach Hierarchiestufen:

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Klasse von Verbindlichkeiten Stichtag Summe Notierter Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1) Wesentlicher beobachtbarer Inputparameter (Stufe 2) Wesentlicher nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3)
    in T€ in T€ in T€ in T€
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2014 143 - 143 -
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2013 40 - 40 -

47. Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Zahlungsmittelabflüsse und -zugänge werden anhand der indirekten Ermittlungsmethode dargestellt.

Die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Zahlungsmittel betragen 9.201 T€ (Vj. 9.020 T€) und resultieren aus dem Konzernjahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 8.967 T€ (Vj. 8.637 T€) und im Wesentlichen aus den Berichtigungen hinsichtlich der zahlungsunwirksamen Effekte in Höhe von 2.726 T€ (Vj. 903 T€) und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens. Die Position der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhaltet im Wesentlichen die Abschreibung auf das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände.

Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus der Zahlung der dritten Kaufpreisrate für den Erwerb der Tochtergesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd. in Höhe von 3.634 T€ (Vj. 3.391 T€).

Ebenfalls zum Mittelabfluss führten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3.085 T€ (Vj. 2.659 T€).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 2.756 T€ (Vj. 2.756 T€) zu nennen. Die Aufnahme von Bankdarlehen in Höhe von 3.500 T€ für die Zahlung der dritten Kaufpreisrate für den Erwerb der Raesch Quarz (Germany) GmbH und ein Betriebsmittelkredit der Raesch Quarz (Germany) GmbH stellen die wesentlichen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit dar. Die im Geschäftsjahr geleisteten Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.352 T€ (Vj. 2.136 T€) ergeben im Wesentlichen die Zahlungsmittelabflüsse der Finanzierungstätigkeit.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2013/2014 von 4.378 T€ auf 5.685 T€.

48. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8 aufgestellt.

Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und zur Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen.

Folgende Unternehmenssegmente wurden festgelegt:

Geräte/Anlagen

Klebstoffe

Glas/Strahler

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen bildet das Segment „Geräte/Anlagen“ ab.

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen bildet das Segment „Klebstoffe“ ab.

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohren und Halbfabrikaten aus Quarzglas sowie Herstellung von UV-Mitteldruck- und Niederdruckstrahlern definiert das Segment „Glas/Strahler“.

Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert.

Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten.

Die Rechnungslegungsgrundsätze der Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich den für die Hönle Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie sie unter Tz. 6 beschrieben sind.

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  Geräte/Anlagen 2013/2014
in T€
Klebstoffe 2013/2014
in T€
Glas/Strahler 2013/2014 in
T€
Summe 2013/2014
in T€
Eliminierungen 2013/2014
in T€
Konsolidiert 2013/2014 in
T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden 46.062 19.693 16.335 82.090 0 82.090
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 390 571 1.651 2.612 -2.612 0
gesamte Verkäufe 46.452 20.264 17.986 84.702 -2.612 82.090
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 6.156 4.480 -648 9.988 -504 9.483
beinhaltet wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten:            
-Sonstige Erträge / Lizenzerträge 543 31 123 696 0 696
Zinserträge 143 104 124 371 -338 33
Zinsaufwendungen 830 18 315 1.163 -586 577
Nach der            
Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       28   28
Wertpapiererträge       0   0
Abschreibungen auf Wertpapiere       0   0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           8.967
Ertragsteuern 1.379 1.362 355 3.096 0 3.096
Latente Steuern 196 -22 -676 -502 -123 -625
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           6.495
ANDERE INFORMATIONEN            
Segmentvermögen: 50.867 16.138 24.699 91.704 -10.287 81.417
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       542   542
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       677   677
Steuererstattungsansprüche       384   384
Aktive latente Steuern       2.543   2.543
Konsolidierte Vermögenswerte           85.595
Segmentschulden 30.291 4.659 16.034 50.984 -28.406 22.578
Passive latente Steuern       1.479   1.479
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       2.263   2.263
Langfristige Darlehen       9.556   9.556
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig):           35.876
Investitionen 1.894 309 895 3.098 0 3.098
Segment-Abschreibungen 1.071 358 1.122 2.551 0 2.551
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 210 22 0 232 0 232
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  Geräte/Anlagen 2012/2013
in T€
Klebstoffe 2012/2013
in T€
Glas/Strahler 2012/2013 in
T€
Summe 2012/2013
in T€
Eliminierungen 2012/2013
in T€
Konsolidiert 2012/2013 in
T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden 41.670 17.872 17.731 77.273 0 77.273
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 771 280 1.024 2.075 -2.075 0
gesamte Verkäufe 42.441 18.152 18.755 79.348 -2.075 77.273
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) beinhaltet wesentliche Ertrags- und Aufwandsposten: 4.229 3.126 739 8.094 -389 7.705
- Sonstige Erträge / Lizenzerträge 875 21 224 1.120 0 1.120
Zinserträge 151 108 117 376 1.185 1.561
Zinsaufwendungen 730 50 307 1.087 -450 637
Nach der            
Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       7   7
Wertpapiererträge       1   1
Abschreibungen auf Wertpapiere       1   1
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           8.637
Ertragsteuern 1.022 853 342 2.217 0 2.217
Latente Steuern 37 6 -238 -195 -97 -292
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           6.712
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen 48.073 14.246 23.183 85.502 -9.378 76.124
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       210   210
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       627   627
Steuererstattungsansprüche       939   939
Aktive latente Steuern (*)       1.769   1.769
Konsolidierte Vermögenswerte           79.701
Segmentschulden (*) 32.620 4.680 14.912 52.212 -28.232 23.980
Passive latente Steuern       1.660   1.660
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       860   860
Langfristige Darlehen       6.329   6.329
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig):           32.829
Investitionen 4.531 657 1.120 6.308 0 6.308
Segment-Abschreibungen 1.050 344 1.136 2.530 0 2.530
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 502 30 0 532 0 532

Die Vorjahreswerte (*) wurden teilweise angepasst. Es wird auf die Tz. 4 verwiesen.

Geografische Angaben

Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden.

Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Gesamtumsatzerlöse 82.090 77.273
Deutschland 31.169 29.910
Ausland 50.921 47.363
davon Frankreich: 9.716 8.438
davon Volksrepublik China: 8.573 8.124

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde in Frankreich ein Umsatz von 9.716 T€ (Vj. 8.438 T€) erwirtschaftet, der einem Anteil von 11,8 % (Vj. 10,9 %) des Gesamtumsatzes entspricht, und in der Volksrepublik China ein Umsatz von 8.573 T€ (Vj. 8.124 T€) erwirtschaftet, der einen Anteil von 10,4 % (Vj. 10,5 %) entspricht.

Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Deutschland: 27.583 T€ (Vj. 28.069 T€)
Ausland: 10.633 T€ (Vj. 9.108 T€)

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

49. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt.

Nahe stehende Unternehmen oder Personen (Related Parties) sind nach IAS 24 sonstige Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, wie

die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG

assoziierte Unternehmen

nicht konsolidierte Tochtergesellschaften.

Zu den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben, verweisen wir auf die in Tz. 50 dargestellten Erläuterungen.

Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage jedoch von untergeordneter Bedeutung waren.

Beherrschte Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind
Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing

Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns:
Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering

Ein Darlehen in Höhe von 100 T€ wurde im Jahr 2010/2011 an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht und im Geschäftsjahr 2011/2012 in ein Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.07.2015 umgewandelt. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in vereinbarten Annuitäten in Höhe von jährlich 36 T€. Der Buchwert beträgt zum 30.09.2014 28 T€ (Vj. 64 T€). Der langfristige Anteil beträgt 0 T€ (Vj. 28 T€) und ist unter der Position „sonstige langfristige Vermögenswerte“ (vgl. Tz. 22) ausgewiesen, der kurzfristige Anteil in Höhe von 28 T€ (Vj. 36 T€) ist unter der Position „sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ (vgl. Tz. 28) ausgewiesen. Der Zinsertrag in Höhe von 3 T€ (Vj. 4T€) resultiert aus dem vereinbarten Zinssatz von 6,0 % p.a.

Das Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Siehe auch Tz. 14, 22, 28.

Mit den assoziierten Unternehmen Metamorphic Materials Inc., Tangent Industries Inc. und TECINVENT GmbH wurden die folgende Erträge und Aufwendungen realisiert:

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  2013/2014
in T€
2012/2013
in T€
Umsatzerlöse 77 12
Sonstige betriebliche Erträge 31 5
Materialaufwand -672 -591
sonstige betriebliche Aufwendungen -166 -184
Zinserträge 10 7

50. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement

Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik

Die Gesellschaft wird entweder durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied zusammen mit einem Prokuristen vertreten.

Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf:

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Herr Norbert Haimerl 430 T€ (Vj. 448 T€)
Herr Heiko Runge 421 T€ (Vj. 441 T€)

An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von 263 T€ (Vj. 151 T€) durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 35). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von 8 T€ (Vj. 10 T€) enthalten.

Aufsichtsrat

Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal - Vorsitzender
Rechtsanwalt, selbstständig

Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - stellvertretender Vorsitzender
Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Fachhochschule München (emeritiert), Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH

Eckhard Pergande, Seefeld
Bankkaufmann

Kein Mitglied des Aufsichtsrats ist im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf 72 T€ (Vj. 72 T€).

Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten.

51. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Im Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

52. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurden von dem Abschlussprüfer S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

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  in T€
Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) 229
Steuerberatungsleistungen 63
sonstige Bestätigungsleistungen 6
Gesamt 298

In dem Betrag von 229 T€ der Abschlussprüfung entfallen 37 T€ auf die Abschlussprüfung des Vorjahres.

53. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar:

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  2013/2014 2012/2013
Vertrieb 86 82
Forschung, Entwicklung 60 61
Produktion, Service 241 242
Logistik 57 56
Verwaltung 69 68
Gesamt 513 509

54. Unterzeichnung des Konzernabschlusses

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2014

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Termine

29. Januar 2015

Vorliegender Geschäftsbericht 2013/2014

26. Februar 2015

3 - Monatsbericht 2014/2015

20. März 2015

Hauptversammlung in München

22. Mai 2015

6 - Monatsbericht 2014/2015

21. August 2015

9 - Monatsbericht 2014/2015