![]() Dr. Hönle AktiengesellschaftGräfelfingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014der Dr. Hönle AGBilanz zum 30. September 2014AKTIVA scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfingscroll
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014der DR. HÖNLE AKTIENGESELLSCHAFTA. ALLGEMEINE ANGABEN1. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der Dr. Hönle AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind – sofern nachfolgend nicht gesondert aufgeführt – unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend: BilanzierungsgrundsätzeUmsatzerlöseAls Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf von Produkten und der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen, sofern sie der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Dr. Hönle AG zuzurechnen sind. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Davon ausgenommen ist die gesetzlich vorgeschriebene Saldierung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen stehen und durch Verpfändung an die Pensionsberechtigten dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), mit den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungspostennach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. BewertungsgrundsätzeVorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind alle berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet: Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren abgeschrieben. Von dem Aktivierungswahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wird kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Betriebsgebäude werden linear mit 3 %, die Wohnteile mit 2 % abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern (3 bis 21 Jahre) abgeschrieben. Die Einbauten in das Fremdgebäude werden über die Laufzeit des Mietvertrags (10 Jahre) abgeschrieben. Für die Zugänge bei den geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der in den Finanzanlagen ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtungen wird mit dem Deckungskapital angesetzt. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen teilweise mit den Pensionsrückstellungen saldiert, soweit sog. Planvermögen vorliegt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung. Die fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten enthalten sind anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. In der Bewertung der Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Fertigerzeugnisse mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden anhand von Einzelwertberichtigungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos (Delkredere, Zinsen, Skontierungen) Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB auch im Falle eines Aktivüberhangs angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,58%. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, der rechnerische Wert der eigenen Anteile wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Bei der Bewertung kamen die „Richttafeln 2005 G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Absicherung von Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Termin- / Optionsgeschäften oder Swaps eingesetzt. Soweit die Bildung von Bewertungseinheiten möglich ist und die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese nach § 254 HGB bilanziert. 2. Grundlagen der WährungsumrechnungVermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief – bzw. -geldkurs umgerechnet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen nicht beachtet. Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt. Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen: scroll
Die Eigenkapitalbeträge in Fremdwährung werden mit dem amtlichen Mittelkurs, die Jahresergebnisse in Fremdwährung werden mit dem Durchschnittskurs am Bilanzstichtag umgerechnet. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungsspiegel zum 30.09.2014scroll
3. RechnungsabgrenzungspostenIm aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von T€ 17 (Vj. T€ 18) enthalten. 4. Aktive latente SteuernInfolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die als temporäre Differenzen einzuordnen sind, ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 51 (Vj. T€ 45). Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,58%. 5. Eigenkapitala) Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital stellt sich – unverändert zum Vorjahr – wie folgt dar: scroll
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist in 5.512.930 nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Infolge der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG ist der rechnerische Wert (1€ je Aktie) der eigenen Aktien offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt worden. Der den rechnerischen Wert der eigenen Aktien übersteigende Teil der Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 23. März 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 22.03.2015 das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen um bis zu T€ 2.750 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen. b) KapitalrücklageDer Gesamtwert der Kapitalrücklage ist mit EUR 18.449.827,33 unverändert zum Vorjahr und betrifft geleistete Aufgelder aus Kapitalerhöhungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. c) Gewinnrücklagengesetzliche Rücklage scroll
Die gesetzliche Rücklage übersteigt zusammen mit den Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals. Andere Gewinnrücklagen scroll
d) BilanzgewinnDer Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013/2014 wie folgt: scroll
e) Eigene AnteileDer Bestand der eigenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2013/2014 gegenüber Vorjahr nicht geändert. scroll
Zum 30.09.2014 befanden sich 1.076 Stück eigene Aktien im Bestand der Dr. Hönle AG (0,02 % des gezeichneten Kapitals). Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt T€ 8, der durchschnittliche Stückpreis lag bei € 7,77. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte im Wesentlichen zum Zweck der Schaffung einer Akquisitionswährung im Hinblick auf geplante Unternehmenserwerbe. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aktien einzuziehen. Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu. Insbesondere sind diese Aktien nicht stimm- und dividendenberechtigt. Mit Wirkung zum 22. März 2014 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2018 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Die im Vorjahr bestehende Ermächtigung, die durch die Hauptversammlung am 23. März 2010 beschlossen wurde, wurde mit dem Wirksamwerden des neuen Beschlusses ersetzt. f) Ausschüttungsgesperrte BeträgeIm Eigenkapital ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB ein Betrag von T€ 51 (Vj. T€ 45) aus der Aktivierung latenter Steuern zur Ausschüttung gesperrt. 6. RückstellungenDie Dr. Hönle AG gewährt ihren Mitarbeitern nach der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen betriebliche Altersversorgung in Form von Direktzusagen. Für die Bewertung der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) verwendet. Es wurden folgende Annahmen und Parameter zugrunde gelegt: scroll
Der Zuführungsbetrag 2013/2014 in Höhe von T€ 467 (Vj. T€ 314) setzt sich aus der Zinskomponente T€ 120 (Vj. T€ 107) und einem Verlust aus Rückdeckungsversicherung T€ 2 (Vj. T€ 11), die innerhalb des Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ ausgewiesen wird, und dem Dienstzeitaufwand T€ 345 (Vj. T€ 196), ausgewiesen im Personalaufwand, zusammen. Der sich im Geschäftsjahr 2010/2011 aus der Umstellung durch das BilMoG insgesamt ergebende Erhöhungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt T€ 257 und wurde wiederum im laufenden Geschäftsjahr mit 1/15 bzw. T€ 18 als Aufwand erfasst und unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen. Der zum 30.09.2014 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt somit T€ 185 (Vj. T€ 203). Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen stehen und an die Pensionsberechtigten verpfändet wurden und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen sind (Planvermögen), in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes von T€ 878 (Vj. T€ 656) mit den betreffenden Pensionsrückstellungen saldiert. Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von T€ 1.655 (Vj. T€ 1.552) Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Hierzu gehören im Wesentlichen abgegrenzte Urlaubs-, Gleitzeit- und Weihnachtsgeldansprüche sowie Tantiemen- und Provisionsansprüche von Vorstand und Mitarbeitern. Die Verpflichtungen im Kreditorenbereich in Höhe von T€ 570 (Vj. T€ 392) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen, Kosten für den Jahresabschluss und die Steuererklärungen sowie Aufwendungen, die im Zusammenhang mit unseren Investor-Relation-Aktivitäten stehen, zusammen. In Höhe von T€ 153 (Vj. T€ 138) wurden Rückstellungen für Gewährleistungen und Gutschriften gebildet. 7. VerbindlichkeitenVerbindlichkeitenspiegel zum 30.09.2014scroll
8. Derivative Finanzinstrumente – BewertungseinheitenDerivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. In diesen Fällen wird das Grundgeschäft zu dem vertraglich vereinbarten Sicherungskurs bilanziert, ein separater Ausweis des derivativen Finanzinstrumentes erfolgt jedoch nicht. Die Dr. Hönle AG hat in diesem Geschäftsjahr wie im Vorjahr auch derivative Finanzinstrumente in Form eines micro hedges abgeschlossen, das in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang steht. Für die Dr. Hönle AG besteht daher kein bilanzierungspflichtiges Risiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Die abzusichernden Grundgeschäfte sind Bankdarlehen für
Das gesicherte Risiko ist die Veränderung des 3-Monats-EURIBΟR-Zins. Die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen PAYER-Zinsswaps dienen als Sicherungsinstrumente. Für die prospektive Beurteilung der Effektivität wird die Methode des „critical terms match“ herangezogen. Bei Grund- und Sicherungsgeschäften stimmen alle bewertungsrelevanten Parameter überein, daher liegt eine perfekte Sicherungsbeziehung vor. Bei der retrospektiven Bewertung der Effektivität des Sicherungsinstrumentes kommt die finanzmathematische Methode „hypothetical derivative method“ zur Anwendung, es ergibt sich eine Effektivität von 100%. Die Bewertungseinheit wird bilanziell nach der „Einfrierungsmethode“ abgebildet. Danach werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. Zinsswap Darlehen Raesch: scroll
Zinsswap Darlehen Grafix: scroll
Zinsswap Darlehen Raesch: scroll
Zinsswap Darlehen Tangent: scroll
C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse setzen sich – unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten – wie folgt zusammen: scroll
2. PersonalaufwendungenAb dem Geschäftsjahr 2013/2014 werden die Beiträge zur Rückdeckungsversicherung, welche verpfändet sind, in Höhe von T€ 230 als Personalaufwand ausgewiesen. Im letzten Geschäftsjahr wurden diese Beiträge unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. 3. Periodenfremde Aufwendungen und ErträgeIn der Position sonstige betriebliche Erträge sind T€ 59 (Vj. T€ 74) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 81) erfasst. Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 7 T€ (Vj. 1 T€) werden als Fremdwährungsgewinne unter der Position „sonstige betriebliche Erträge“ ausgewiesen. In diesem Jahr ist in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen ein periodenfremder Aufwand in Höhe von T€ 31 (Vj. T€ 21) erfasst. Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 4 T€ (Vj. 6 T€) werden als Fremdwährungsaufwendungen unter der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen. 4. Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 18 (Vj. T€ 18) resultieren aus dem sich im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach BilMoG bei den Pensionsrückstellungen ergebenden anteiligen (1/15) Erhöhungsbetrag. 5. FinanzaufwendungenUnter den Finanzaufwendungen werden die Abschreibung auf Finanzanlagen (Beteiligung Honle (UV) UK) in Höhe von T€ 81 und die aus der Aufzinsung von Rückstellung entstandenen Aufwendungen in Höhe von T€ 120 (Vj. T€ 107) ausgewiesen. 6. Steuern vom Einkommen und ErtragDie tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag beziehen sich in Höhe von T€ 920 (Vj. T€ 854) auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. D. SONSTIGE ANGABEN1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenNach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken: scroll
Die Bürgschaften wurden zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen. Die Dr. Hönle AG tritt zusätzlich als Erfüller von Verbindlichkeiten aus abgeschlossenen Leasingverträgen mit verbundenen Unternehmen gegenüber der Volkswagen Leasing GmbH auf. Weiterhin hat sich die Dr. Hönle für 24 Monate zur Sicherstellung der Finanzierung der Raesch Quarz (Germany) GmbH über die Ausreichung von zusätzlichen Cash-Pool-Darlehen von bis zu 2,4 Mio. € verpflichtet, soweit dies notwendig ist. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der begünstigten Gesellschaft als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. An sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum 30.09.2014 zu nennen: Verpflichtungen aus: scroll
2. Honorare der AbschlussprüferFür das Geschäftsjahr 2013/2014 wurden von dem Abschlussprüfer die folgenden Honorare berücksichtigt: scroll
Von den Honoraren für Abschlussprüferleistungen entfallen T€ 31 auf das Vorjahr. 3. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate GovernanceIm Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht. 4. Wesentliche Beteiligungen nach § 21 WpHGGemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Folgende Stimmrechtsmitteilungen wurden der Dr. Hönle AG als veröffentlichungspflichtigen Emittenten übermittelt: Die LOYS AG, Oldenburg, Deutschland, teilte uns am 18.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27.11.2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind der LOYS AG 5,16 % (284.645 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der LOYS AG dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav. Die Alceda Fund Management SA, Senningerberg, Luxemburg, teilte uns am 18.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind der Alceda Fund Management SA 4,58 % (252.756 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Alceda Fund Management SA dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav. Dr. Christoph Bruns, USA, teilte uns am 20.12.2013 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27.11.2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,16 % (284.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind Herrn Dr. Christoph Bruns 5,16 % (284.645 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden Herrn Dr. Christoph Bruns dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav. Die Monolith Duitsland B.V., Amsterdam, Niederlande, teilte uns am 24.10.2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 21.10.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,44 % (189.462 Stimmrechte) betrug. Die Stichting Administratiekantoor Monolith, Amsterdam, Niederlande, teilte uns am 24.10.2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 21.10.2014 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,44 % (189.462 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 3 % oder mehr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Monolith Duitsland B.V. zuzurechnen. Die Alceda Fund Management S.A., Luxemburg, Luxemburg, teilte uns am 23.12.2014 nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 22.12.2014 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,80 % (264.645 Stimmrechte) betrug. Davon sind ihr 4,22 % (232.756 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG 3 % oder mehr beträgt, werden ihr dabei Stimmrechte zugerechnet: LOYS Sicav. 5. Vorstand und AufsichtsratVorstand
Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/2014 auf T€ 851 (Vj. T€ 888). Die Mitglieder des Vorstands sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten. Zusätzlich zu dem oben genannten Betrag wurden für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen Versorgungszahlungen in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 12) geleistet. Die Rückstellung hierzu beträgt T€ 233 (Vj. T€ 229). Die Versorgungsansprüche sind zum Bilanzstichtag mit einem Betrag von T€ 872 (Vj. T€ 645) durch die Rückdeckungsversicherung gedeckt. Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten. Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013/2014 belaufen sich auf T€ 72 (Vj. T€ 72). Die Forderung gegen die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, die unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsratsmitglieds steht, besteht aus einem Darlehen in Höhe von T€ 28 (Vj. T€ 64), welches insgesamt über einen Zeitraum von 37 Monaten bis 31.07.2015 läuft und mit 6 % p.a. verzinst wird. Es handelt sich um ein Annuitätendarlehen, welches monatlich zu T€ 3 getilgt wird. Entwicklung dieser Forderungen: scroll
6. ArbeitnehmerIm Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 148 Mitarbeiter (Vj. 147) (ohne Vorstand) beschäftigt, die in folgenden Funktionsbereichen tätig waren: scroll
E. VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES BILANZGEWINNSDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 17.796.375,21 wie folgt zu verwenden: scroll
F. UNTERZEICHNUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
Gräfelfing, 23. Dezember 2014 Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014scroll
scroll
scroll
Zusammengefasster Lagebericht/Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014der Dr. Hönle AGGeschäft und RahmenbedingungenKonzernstrukturDie Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' sowie 'Klebstoffe'. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment 'Glas und Strahler' umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment 'Klebstoffe' beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2014 an mehreren Gesellschaften im In- und Ausland beteiligt: scroll
1 Minderheitsbeteiligung; 2 nicht konsolidiert Die weltweiten StandorteDie Hönle Gruppe ist an 69 Standorten in 27 Ländern weltweit vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. In Deutschland und Malta ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern. Standorte der Hönle Gruppe![]() ManagementsystemZiel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie. Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat. Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Erhöhung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen, insbesondere die EBIT-Marge. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung. Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt: Ertragsentwicklungscroll
Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen. MarktentwicklungDie weltwirtschaftliche Expansion geriet im Verlauf des Jahres 2014 erneut ins Stocken. Sie war anfällig für Störungen, wie etwa geopolitische Entwicklungen oder Turbulenzen an den Finanzmärkten. Von einem stabilen Aufschwung, der von allen Regionen getragen wird, ist die Weltwirtschaft weit entfernt. Seit über zehn Jahren findet das Wachstum der Weltproduktion zu einem großen Teil in den Schwellenländern statt. Die zugrundeliegende Wachstumsdynamik in den Schwellenländern hat sich offenbar abgeschwächt. Die Verlangsamung dieses Wachstums trug daher zur Verringerung der globalen Wachstumsdynamik bei. Experten gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft 2014 insgesamt um etwa 3 % gewachsen ist. Der Euroraum hat seine Stagnation überwunden, das Bruttoinlandsprodukt legte 2014 leicht zu. Die konjunkturelle Expansion in Deutschland hat sich im Sommerhalbjahr wider Erwarten nicht fortgesetzt, das Institut für Weltwirtschaft unterstellt in seiner Prognose ein Wachstum von 1,4 % für das Gesamtjahr. Auch als Folge der Zuspitzung des Konflikts in der Ukraine schwächten sich die Exporterwartungen ab, inländische Unternehmen hielten sich mit Investitionen zurück. GeschäftsverlaufIn einem immer noch verhaltenen makroökonomischen Umfeld legten die Umsätze der Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2013/2014 um 6,2 % auf 82.090 T€ zu. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg zeitgleich um 23,1 % auf 9.483 T€. In den letzten Jahren wurden die Geschäftsfelder 'Klebstoffe' und 'Glas und Strahler' aufgebaut und über Investitionen und Unternehmenszukäufe schrittweise erweitert. Der Hönle Gruppe ist es damit gelungen, den Anteil kurzlebiger Wirtschaftgüter am Gesamtumsatz deutlich zu erhöhen. Im Geschäftsjahr 2013/2014 erzielte die Hönle Gruppe 56,1% ihrer Gesamtumsätze (Vj. 53,9 %) im Segment 'Geräte und Anlagen'. 24,0 % ihrer Umsätze erwirtschaftete Hönle im Segment 'Klebstoffe' (Vj. 23,1 %) und 19,9 % im Segment 'Glas und Strahler' (Vj. 22,9 %). Segment 'Geräte und Anlagen'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Geräte und Anlagen' verlief erfreulich. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis lagen über den Werten der Vorjahresperiode. Der Umsatz im Segment 'Geräte und Anlagen' legte um 10,5 % auf insgesamt 46.062 T€ zu. Gleichzeitig stieg das Betriebsergebnis vor Eliminierungen um 45,6 % auf 6.156 T€. Die Hönle Gruppe verkaufte im Berichtsjahr mehr Trocknungsanlagen für die Druckindustrie als im Vorjahr. Insbesondere bei Digitaldruckanwendungen stiegen die Umsätze an. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe mit leistungsstarken Produkten gut positioniert ist. Auch bei Härtungssystemen für Klebstoffe legten die Umsätze deutlich zu. Die überwiegend auf LED-Technik basierenden Geräte werden zunehmend bei der Produktion vieler elektronischer Komponenten eingesetzt. Darüber hinaus erhielt die Dr. Hönle AG einen größeren Auftrag im Bereich der Steuerungstechnik für die Entkeimung von Abwasser. Die Abwasserentkeimung ist ein Wachstumsmarkt, der viel Potenzial für die zukünftige Entwicklung der Hönle Gruppe bietet. Die Eltosch Torsten Schmidt GmbH in Hamburg und die Grafix GmbH in Stuttgart wurden zur Eltosch Grafix GmbH verschmolzen. Die beiden Gesellschaften beliefern die Druckindustrie unter anderem mit Trocknungsgeräten und Puderbestäubern. Durch die Verschmelzung wurden Synergien insbesondere im Vertrieb und im Service realisiert. Die Geschäftstätigkeit der Grafix LP, Bolingbrook, Illinois, – ein Unternehmen, welches Geräte und Anlagen, Ersatzteile und Service für die Grafix GmbH in dem nordamerikanischen Markt erbracht hat – wurde in die Eltosch Grafix America Inc. mit Sitz in Batavia, Illinois, verlagert. In diesem Zusammenhang erwarb die Eltosch Grafix America Inc. von der Grafix LP Vorräte zu einem Kaufpreis von 250 T$. Die Eltosch Grafix America Inc. übernimmt damit auch den Vertrieb und den Service für Puderbestäuber und -absauger sowie für Geräte zur Temperierung und zur Konditionierung beim Farbauftrag. Der Umsatz der Eltosch Grafix America Inc. stieg insbesondere im Zuge der Übernahme der Geschäftstätigkeit von 1.559 T€ im Vorjahr auf 3.308 T€ im Berichtsjahr. In Unterlüß bei Celle entstand ein Metallbearbeitungszentrum, welches seinen Betrieb zu Beginn des Berichtsjahres aufnahm. Im zweiten Quartal wurde das Bearbeitungszentrum um eine zusätzliche CNC-Fräsmaschine erweitert. Die Eltosch Grafix GmbH ist somit in der Lage, mechanische Komponenten an mehrere Gesellschaften der Hönle Gruppe zu liefern und externe Zulieferer im Bereich Metallbearbeitung sukzessive zu ersetzen. Dies wird voraussichtlich positive Effekte für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Eltosch Grafix GmbH haben und dazu beitragen, die Materialaufwandsquote in der Hönle Gruppe zu senken. Im Bereich Forschung und Entwicklung erfolgten wesentliche Neu- und Weiterentwicklungen im Bereich der LED-Trocknung, die zukünftig zur Umsatzentwicklung der Dr. Hönle AG in diesem Bereich beitragen werden. Segment 'Glas und Strahler'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Glas und Strahler' erfüllte nicht die Erwartungen. Der Umsatz ging um 7,9 % auf 16.335 T€ zurück. Das Betriebsergebnis vor Eliminierungen sank von 739 T€ im Vorjahr auf -648 T€ im Berichtsjahr. Dabei trug vor allem die Raesch Quarz (Germany) GmbH maßgeblich zu dieser Entwicklung im Segment 'Glas und Strahler' bei. Der Grund hierfür lag insbesondere in technisch bedingten hohen Ausschussquoten. Diese führten zu einem hohen Materialaufwand, schränkten die Produktionskapazität ein und verhinderten damit eine Umsatzrealisierung in geplanter Höhe. Zur Reduzierung der Ausschussquoten wurden die Schmelzöfen zum Teil sowohl konstruktiv als auch steuerungstechnisch neu konzipiert. Die ersten Schmelzöfen wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut und wieder in Betrieb genommen, bis zum Kalenderjahresende 2014 sollen weitere Quarzglasöfen folgen. Erste Erfahrungen mit den überarbeiteten Schmelzöfen zeigen einen effektiveren und transparenteren Produktionsablauf mit deutlich niedrigeren Ausschussquoten. Gleichzeitig liegen die Energiekosten voraussichtlich signifikant unter dem bisherigen Niveau. Ferner hat Raesch neue Produkte unter anderem für die Halbleiterindustrie und die Glasfaserindustrie entwickelt und im Markt eingeführt. Zur Verbesserung der Absatzmöglichkeiten wird Raesch eine Zertifizierung der Produkte für die Halbleiterindustrie durchführen. Die Raesch Gruppe erhöhte zur Steigerung der Umsätze zudem ihre Vertriebskapazitäten deutlich. Dies beinhaltet die personelle Verstärkung des Vertriebsteams sowohl in Deutschland als auch in Malta. Die Raesch Gruppe erwartet aufgrund der eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen kurz- bis mittelfristig ein steigendes Umsatz- und Ergebnisniveau. Die Markteinführung eigener Infrarotstrahler verlief erfolgreich. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase startete die UV-Technik Speziallampen GmbH mit der Serienproduktion. Die Strahler werden in mehreren Produkten der Hönle Gruppe eingesetzt und zukünftig auch an externe Kunden vertrieben. Auch die Umsätze mit Geräten für die Ballastwasserentkeimung wachsen kontinuierlich. Zusätzliche Umsatzeffekte werden erwartet, sobald das Ballastwasser-Übereinkommen ratifiziert wird. Dieses schreibt Behandlungssysteme vor, welche das Ballastwasser vor der Abgabe in die Meeresumwelt so behandeln, dass ein in der Konvention vorgeschriebener Standard erreicht wird. Mit der anstehenden Ratifizierung gehen wir von stark steigenden Umsätzen in diesem Bereich aus. In der Aladin GmbH wurden mehrere personelle und organisatorische Maßnahmen zur Optimierung von Produktionsprozessen umgesetzt. Diese Maßnahmen trugen dazu bei, die Produktionskapazitäten auszubauen und das Umsatz- und Ergebnisniveau anzuheben. Wir erwarten aufgrund dieser Maßnahmen auch zukünftig steigende Ergebnisse bei der Aladin GmbH. Segment 'Klebstoffe'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Kundenaufträge aus der Elektronik- und aus der Automobilindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei. Die Umsätze mit Klebstoffen wuchsen im Geschäftsjahr 2013/2014 um 10,2 % auf 19.693 T€. Das Betriebsergebnis vor Eliminierungen legte 43,3 % auf 4.480 T€ zu. Investitionen in die Tangent Industries Inc., USA, bilden die Basis für die geplante Expansion im nordamerikanischen Vertriebsraum. Das neue Firmengebäude in Torrington, Connecticut, mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm wurde im Mai 2014 bezogen. Der Kaufpreis für die Immobilie mit einer Grundstücksfläche von über 30.000 qm betrug 940 T$. Es bietet neben repräsentativen Verkaufsräumen Platz für die Entwicklungsabteilung, die Produktion und das Lager. Gegen Jahresende soll auch die Metamorphic Materials Inc., an der die Panacol AG eine Minderheitsbeteiligung hält, in das neue Firmengebäude einziehen. Der Aufbau der Medizintechnik-Sparte läuft planmäßig. Panacol ist Mitglied im NeZuMed, einem Netzwerk für Zulieferer in der Medizintechnik. Das Netzwerk unterstützt den Aufbau und die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und Erstausrüstern (OEMs). Panacol erhielt mehrere Anfragen für Klebstoffanwendungen in der Medizintechnik. Die Klebstoffe werden beispielsweise bei der Produktion von Spritzen und Kathetern benötigt. Geschäftsentwicklung nach RegionenWichtigster Absatzmarkt der Hönle Gruppe blieb Deutschland mit Umsätzen von 31.169 T€ (Vj. 29.910 T€). Die Umsätze im Ausland sind jedoch deutlich von 47.363 T€ auf 50.921 T€ gestiegen. Dabei erzielte die Hönle Gruppe im europäischen Ausland Umsatzerlöse von 21.929 T€ (Vj. 21.686 T€) und in den Absatzmärkten außerhalb Europas von 28.992 T€ (Vj. 25.677 T€). Die deutliche Umsatzsteigerung außerhalb Europas ist vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung in China und in Japan zurückzuführen. Damit erwirtschaftete Hönle 38,0 % (Vj. 38,7 %) der Umsätze im Inland, 26,7 % (Vj. 28,1 %) im europäischen Ausland und 35,3 % (Vj. 33,2 %) außerhalb der Europäischen Union. Ertragsentwicklung der Hönle Gruppescroll
Umsatz nach Segmenten in T€![]() Umsatz nach Regionen in T€![]() Ertragslage der Hönle GruppeDie Umsätze der Hönle Gruppe stiegen von 77.273 T€ im Vorjahr auf 82.090 T€ im Geschäftsjahr 2013/2014. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 1.569 T€ (Vj. 2.749 T€) verringerten sich im Wesentlich aufgrund des Wegfalls der im Vorjahr erhaltenen Erträge aus Entschädigungen. Der Materialaufwand belief sich auf 31.266 T€ (Vj. 30.194 T€), was einer Quote von 37,3 % (Vj. 38,4 %) entspricht. Trotz technisch bedingter hoher Ausschussquoten bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH lag die Materialaufwandsquote infolge eines veränderten Produktmixes damit unter der Quote des Vorjahres. Die Personalaufwandsquote lag mit 33,2 % auf dem Niveau des Vorjahres von 33,0 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank deutlich von 19,1 % im letzten Jahr auf 17,0 % im Berichtsjahr. Die Hönle Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis (EBIT) von 9.483 T€ (Vj. 7.705 T€). Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich von 8.637 T€ auf 8.967 T€. Die Steigerung des Vorsteuerergebnisses fiel im Vergleich zur Steigerung des EBIT deutlich geringer aus. Der Grund hierfür lag in nicht wiederkehrenden Finanzerträgen in Höhe von 1,5 Mio. €, die im Vorsteuerergebnis des Vorjahres enthalten waren. Das Konzernergebnis ging von 6.712 T€ auf 6.495 T€ zurück. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,13 € (Vj. 1,20 €). Damit wuchs die EBIT-Marge nach 9,8 % im Vorjahr auf 11,3 % im Berichtsjahr. Die Nettoumsatzrendite lag nach 8,7 % im Vorjahr bei 7,9 % im Geschäftsjahr 2013/2014. Finanzlage der Hönle GruppeDer operative Cashflow verbesserte sich leicht von 9.020 T€ im Vorjahr auf 9.201 T€ im Geschäftsjahr 2013/2014. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 351 T€ und Ertragsteuern in Höhe von 1.357 T€ ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 7.492 T€ (Vj. 5.363 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die letzte Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe, Investitionen für den Erwerb einer Immobilie zur Vermietung an die Tangent Industries Inc. in den Vereinigten Staaten sowie Ausgaben für technische Anlagen, die Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen. Die Investitionen lagen mit 6.844 T€ unter dem Niveau des Vorjahres von 10.424 T€. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 539 T€ (Vj. 139 T€) resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Bankkrediten in Höhe von 6.125 T€, der Tilgung von Darlehen in Höhe von 2.352 T€ sowie Dividendenausschüttungen in Höhe von 2.836 T€. Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 1.307 T€ auf 5.685 T€. Mit einer Eigenkapitalquote von 58,1 %, 5.685 T€ liquiden Mitteln und 3.215 T€ kurzfristigen Bankverbindlichkeiten verfügt die Hönle Gruppe über eine solide finanzielle Basis. Liquiditätsentwicklungscroll
Vermögenslage der Hönle GruppeDas Sachanlagevermögen ging unwesentlich um 179 T€ auf 15.003 T€ zurück. Die langfristigen Vermögenswerte enthalten die neu erworbene Gewerbeimmobilie in den Vereinigten Staaten zur Vermietung an die Tangent Industries Inc. Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 3.022 T€ auf 22.408 T€, was insbesondere auf die Dr. Hönle AG, die Raesch Quarz (Germany) GmbH und die Eltosch Grafix GmbH zurückzuführen war. Die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte nahmen im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt um 5.893 T€ auf 85.595 T€ zu. Das Eigenkapital der Hönle Gruppe belief sich zum 30.09.2014 auf 49.718 T€, was einer Eigenkapitalquote von 58,1 % (Vj. 58,8 %) entspricht. Die langfristigen Schulden stiegen im Wesentlichen in Folge der Aufnahme von Darlehen um 3.118 T€ auf 16.676 T€. Außerdem erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 1.420 T€ insbesondere infolge des gesunkenen Zinsniveaus. Die kurzfristigen Schulden lagen mit 19.201 T€ auf dem Niveau des Vorjahres von 19.272 T€. Wesentliche Veränderungen gab es hier infolge der Zahlung der letzten Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe einerseits und der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern sowie der Zunahme kurzfristiger Bankverbindlichkeiten andererseits. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 79.702 T€ zu Beginn des Geschäftsjahres auf 85.595 T€ zum 30.09.2014. Bilanzscroll
Erläuterungen zur Dr. Hönle AGDer Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellt. Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Produktion, IT und Verwaltung. Die Dr. Hönle AG steigerte mit durchschnittlich 147 (Vj. 147) Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2013/2014 den Umsatz um 8,7 % auf 29.579 T€. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG lagen nach 506 T€ im Vorjahr bei 523 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter lag bei 20 (Vj. 21). Insgesamt arbeiteten damit 13,5 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG erhöhte sich insbesondere aufgrund der Zahlung einer Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter von 9.265 T€ auf 9.629 T€. Der Materialaufwand der Dr. Hönle AG lag mit 13.109 T€ um 7,8 % über dem des Vorjahres. Die Materialaufwandsquote konnte leicht von 44,2 % im Vorjahr auf 43,5 % gesenkt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen von 4.760 T€ auf 4.478 T€ zurück, was unter anderem auf Einsparungen im Bereich Logistik zurückzuführen ist. Das Betriebsergebnis belief sich nach 2.321 T€ im Vorjahr auf 3.833 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis in Höhe von 2.297 T€ (Vj. 5.403 T€). Dieses beinhaltet ein Beteiligungsergebnis in Höhe von 1.879 T€ (Vj. 1.579 T€) von der Agita AG. Das Finanzergebnis lag unter dem des Vorjahres. Der Grund hierfür ist ein Dividendenertrag von der Raesch Quarz (Malta) Ltd. in Höhe von 3.465 T€, der im Finanzergebnis des Vorjahres enthalten war. Der Jahresüberschuss belief sich auf 5.191 T€ (Vj. 7.028 T€). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen die letzte Kaufpreisrate für den Erwerb von Anteilen an der Raesch Gruppe, Zahlungen für den Erwerb einer Immobilie für die Tangent Industries Inc. (940 T$) in den Vereinigten Staaten sowie Ausgaben für technische Anlagen, die Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen. Die Investitionen in andere Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 454 T€ insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres von 823 T€. Das Sachanlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 2.668 T€ (Vj. 2.856 T€). Die Finanzanlagen stiegen auf 40.279 T€ (Vj. 39.551 T€), bedingt durch die neuen Anteile an der Honle US Real Estate LLC, in die die von der Dr. Hönle AG erworbene Gewebeimmobilie in Torrington, USA, eingebracht wurde. Die Vorräte erhöhten sich unter anderem aufgrund des höheren Umsatzniveaus gegenüber dem Vorjahr um 1.050 T€ auf 9.298 T€. Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30.09.2014 auf 1.223 T€ (Vj. 319 T€). Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG stieg in Folge des höheren Bilanzgewinns von 41.896 T€ im Vorjahr auf 44.331 T€ zum Ende des Berichtsjahres. Die Verbindlichkeiten gingen im gleichen Zeitraum von 18.788 T€ auf 17.488 T€ zurück. Umsatz- und Betriebsergebnis der Dr. Hönle AG sind im Geschäftsjahr 2013/2014 deutlich gestiegen. Während die Umsätze im Bereich Sonnenlichtsimulation rückläufig waren, wuchsen die Umsätze bei Druckanwendungen, was insbesondere auf die positive Geschäftsentwicklung im Inkjet-Druck zurückzuführen war. Auch in den Bereichen Klebstofftrocknung und Entkeimung lagen die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr über denen des Vorjahres. Sofern sich die konjunkturelle Entwicklung nicht eintrübt, geht der Vorstand der Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2014/2015 von einer erneuten Umsatzsteigerung von 5 bis 10 % aus. Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung (HGB-Einzelabschluss)der D . Hönle AGscroll
Verkürzte Bilanz (HGB-Einzelabschluss)der Dr. Hönle AGscroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Hönle GruppeDie weltwirtschaftliche Expansion verlangsamte sich im Laufe des Jahres 2014. Dabei war die Wirtschaft anfällig für geopolitische Störungen und Turbulenzen an den Finanzmärkten. Nichts desto trotz entwickelte sich die Weltwirtschaft nahezu so wie von Experten prognostiziert. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe lag im Geschäftsjahr 2013/2014 mit Umsätzen von 82,1 Mio.€ (Vj. 77,3 Mio. €) und einem Betriebsergebnis von 9,5 € (Vj. 7,7 Mio. €) im Rahmen der Erwartungen. Der Vorstand hatte vor einem Jahr einen Umsatz von 80 bis 85 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 9 bis 10 Mio. € prognostiziert. Die Entwicklung des Segments 'Glas und Strahler' lag unter den Erwartungen, während sich das Segment 'Klebstoffe' besser als erwartet entwickelte. Mit 5,7 Mio. € (Vj. 4,4 Mio. €) liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen zur Finanzierung der letzten Kaufpreisrate für Anteile an der Raesch Gruppe sowie einer Immobilie für die Tangent Industries Inc. um 3,8 Mio. € auf 12,8 Mio. €. Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert und neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Der Anteil des Umsatzes mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern wie Klebstoffen und Strahlern am Gesamtumsatz ist zugleich deutlich gestiegen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden umfangreiche Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingeleitet und zum Teil bereits umgesetzt, um das Umsatzniveau im neuen Geschäftsjahr zu steigern und zu einem positiven Ergebnis zurückzukehren. Die Voraussetzungen sind daher gut, das Umsatz- und Ergebnisniveau der Hönle Gruppe im kommenden Jahr weiter auszubauen. NachtragsberichtSeit dem 1. Oktober 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle Gruppe ausgeht. Forschung & EntwicklungDie Unternehmen der Hönle Gruppe entwickelten im Geschäftsjahr 2013/2014 neue leistungsstarke Produkte und passten bestehende Produkte individuellen kundenspezifischen Anforderungen an. Die auftragsunabhängigen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe lagen nach 1.138 T€ im Vorjahr bei 976 T€ im Berichtsjahr. Die Zahl der in den F&E-Abteilungen beschäftigten Mitarbeiter ging im gleichen Zeitraum von 64 auf 58 zurück, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 11,5 % (Vj. 12,2 %) der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen. Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich F&E im letzten Geschäftsjahr dargestellt: Segment 'Geräte und Anlagen'Die Hönle Gruppe nahm an mehreren Fachmessen teil, unter anderem an der Lope-C, der Leitmesse für gedruckte Elektronik. Diese noch junge Technologie macht enorme Fortschritte – sowohl hinsichtlich der Herstellungsprozesse als auch hinsichtlich der Endprodukte. Von zentraler Bedeutung für die Qualität der Endprodukte ist dabei das richtige Trocknungsverfahren. Hönle gestaltet von Anfang an diesen interessanten Zukunftsmarkt mit und entwickelt entsprechende Trocknungsgeräte. Zu den größten Vorteilen der UV-Technologie für gedruckte Elektronik gehört das zuverlässige vollständige und sekundenschnelle Aushärten von Polymermaterialien. Dabei ermöglicht die UV-Technik die Bedruckung selbst temperaturempfindlicher Materialien und erlaubt eine sofortige Weiterverarbeitung der gedruckten Elektronik. Auch 2014 führte die Dr. Hönle AG ihre erfolgreiche Seminarreihe fort. Seit fast 40 Jahren entwickelt und produziert die Dr. Hönle AG UV-Technologie für industrielle Anwendungen – vier Jahrzehnte, in denen ein großer Erfahrungsschatz erworben wurde. Vor vier Jahren beschloss die Dr. Hönle AG, dieses Know-how an Interessierte weiterzugeben, und entwickelte dazu eine Seminarreihe. Neben technischen und chemischen Grundlageninformationen rund um die UV- und UV-LED-Technologie erhielten Interessenten auch Informationen über UV-Härtungsverfahren für Druck- und Beschichtungsanwendungen. Durch den Einsatz der LEC-Technologie ist es gelungen, in einer speziellen Kundenanwendung Elektronikbauteile im Inkjet-Verfahren zu bedrucken. Low Energy Curing (LEC) kombiniert die Vorteile aus UV-LED und konventioneller UV-Technologie. Hochreaktive UV-härtende Veredelungsmittel werden dabei nicht mit LEDs vernetzt, sondern mit konventionellen Mitteldruckstrahlern. In Abstimmung mit dem Absorptionsspektrum der Inkjetfarbe werden eisendotierte Strahler eingesetzt, deren Hauptemission ähnlich wie bei den UV-LEDs im langwelligen UV-A-Bereich liegt. In Kombination mit hochreaktiven Beschichtungsmitteln bietet Low Energy Curing interessante Einsatzmöglichkeiten für vielfältige UV-Prozesse. Dabei beschränkt sich die Auslegung der UV-Systeme nicht auf schmalbahnige und Inkjet-Anwendungen, sondern ist auch für breitbahnige und Offsetanwendungen geeignet. Speziell für die Lautsprecherverklebung etwa in Smartphones hat Hönle den LED-Spot 100 entwickelt. In Abstimmung mit dem Absorptionsbereich des Klebstoffs kann das Gerät mit verschiedenen LED-Wellenlängen ausgestattet werden. Für Verklebungen im Akustikbereich ist eine Wellenlänge von 405 nm üblich. Von dem Gerät wurden bereits weit über 1.000 Stück verkauft. Das System bietet im Vergleich zur Härtung mit konventionellen UV-Strahlern klare Vorteile: Die Infrarotstrahlung, die zu unnötiger Erwärmung der Bauteile führt, wird vermieden und die Lebensdauer der UV-Emitter ist deutlich länger als bei herkömmlichen Strahlern. Segment 'Glas und Strahler'In der Druck-, Automobil- und Holzindustrie werden in vielen wärmetechnischen Prozessen Infrarot-Strahler eingesetzt. Die UV-Technik Speziallampen GmbH hat im abgelaufenen Geschäftsjahr selbstentwickelte Infrarot-Strahler erfolgreich am Markt eingeführt. Die Strahler werden je nach Einsatzbereich in unterschiedlichen Längen und Leistungsstärken produziert. Für das angestrebte Wachstum im Halbleiter- und im Lichtleitermarkt hat die Raesch Gruppe neue Produkte aus hochreinem Quarzglas entwickelt und im Markt eingeführt. Es handelt sich dabei zum einen um Quarzglasrohre für die Halbleiterindustrie und zum anderen um Quarzglasstäbe für die Herstellung von Glasfaserkabeln für die schnelle Datenübertragung. Segment 'Klebstoffe'Die Panacol-Elosol GmbH hat einen neuen Klebstoff für Anwendungen in der Medizintechnik entwickelt. Der Vitralit® 7041 MV wurde bereits erfolgreich im Einsatz für Needle Bonding, also der Verklebung von Nadeln in Spritzen, getestet. Der Acrylat-Klebstoff wird erstmals auf der Compamed, der internationalen Fachmesse für Hightech-Produkte für die Medizintechnikbranche in Düsseldorf, präsentiert. Er haftet auf Kunststoffen und eignet sich somit auch für Klebstoffanwendungen bei Kathetern und Dialysefiltern. Ausgehärtet wird der Vitralit® 7041 MV mit LED- oder konventionellem UV-Licht. Auf der BondExpo, der internationalen Fachmesse für Klebstofftechnologie, stellte Panacol LED-härtende Klebstoffe auf Epoxidharzbasis vor. Dank neuer Photoinitiatoren hat Panacol Epoxid-Systeme entwickelt, die je nach Bestrahlungsintensität binnen Sekunden vollständig aushärten. Die neue Generation von UV-LED-Aushärtegeräten und neuentwickelte Epoxide erzielen bei der Aushärtung vergleichbare technische Werte wie bei herkömmlicher UV-Bestrahlung. Auswahl von MitgliedschaftenDer Erfahrungsaustausch mit Kunden und Interessenten ist für den Erfolg der Hönle Gruppe von zentraler Bedeutung. Neben der Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen besuchte Hönle auch viele Fachmessen im In- und Ausland und hielt eigene Seminare. Die Gesellschaft tritt so in direkten Erfahrungsaustausch mit ihren Kunden. Daneben ist die Hönle Gruppe Mitglied in mehreren Interessenverbänden und Organisationen (Auszug alphabetisch). DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. DFTA Flexodruck Fachverband e.V. DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. EWPA European Waterless Printing Association e. V. FDI Fachverband Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung e.V. FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. FGD Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V.; im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. FOGRA Forschungsgesellschaft Druck e.V. Industrieverband Klebstoffe e.V. IUVA International Ultraviolet Association NeZuMed Netzwerkprojekt Medizintechnik VCI Verband der Chemischen Industrie e.V. UmweltaspekteDie UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren. Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie (der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen), geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung. Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Entkeimung wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt. Auch bei der Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie bei der Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen kommen Hönle UV-Strahler zum Einsatz. Die ultravioletten Strahlen reinigen das Wasser und erreichen dabei sehr hohe Keimabtötungsraten. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemie und damit umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte bleiben erhalten. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH stellt hochwertige Quarzglasprodukte für industrielle Anwendungen her. Mittels Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer-, Glasfaser- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang. Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So wurden zur Senkung des Energieverbrauchs im Geschäftsjahr 2013/2014 hochwertige Isolationsgranulate an den energieintensiven Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingesetzt. Ein weiterer Geschäftszweig der Hönle Gruppe sind die Industrieklebstoffe. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe. Bei diesen Klebstoffen erfolgt die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus. MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in der Hönle Gruppe stieg in Folge der im Januar 2013 übernommenen Mitarbeiter der insolventen Grafix GmbH. Im laufenden Geschäftsjahr waren durchschnittlich 513 Mitarbeiter (Vj. 509 Mitarbeiter) in der Hönle Gruppe beschäftigt. Davon arbeiteten 45 in Teilzeit; dies entspricht 8,8 % der Beschäftigten. Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 25.920 T€ auf 27.857 T€. Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 19 Auszubildende (Vj. 19) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Produktdesigner, Chemielaboranten, Informatikkaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Bacheloranden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle außerdem kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung. Funktionsbereichescroll
scroll
Personalaufwandscroll
Übernahmerechtliche AngabenIm Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2014 dargestellt. Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert. Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten. Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 23. März 2010 den Vorstand bis zum 22. März 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 21. März 2014 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2018 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben. Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen. Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung. Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung. Chancen- und Risikobericht Struktur des RisikomanagementsystemsDie Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation). EinzelrisikenAus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe: Markt- und RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft setzte ihren moderaten Wachstumskurs fort. Die wirtschaftliche Entwicklung ist jedoch weiterhin unausgewogen, und geopolitische Risiken erschweren derzeit die Prognose. In den USA hat sich der Aufwärtstrend bei den Frühindikatoren und den realwirtschaftlichen Daten fortgesetzt. Dagegen hält die Schwäche bei den Konjunkturdaten aus der Eurozone an. Die Konjunkturdaten für Deutschland wurden zuletzt deutlich gesenkt. Wie stark dies auf geopolitische Unsicherheiten, wie etwa die Ukrainekrise, zurückzuführen ist, ist noch nicht vollständig absehbar. Die Dynamik in den Schwellenländern geht zurück, in manchen Ländern, wie Russland, Brasilien oder Argentinien, stagniert die Produktion oder geht sogar zurück. Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Sollten geopolitische Herausforderungen gelöst oder nationale wirtschaftsfördernde Maßnahmen beschlossen werden, würde sich dies hingegen positiv auf die Konjunkturentwicklung insgesamt und auch auf die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe auswirken. Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden. Risiken gehen von sich verändernden internationalen Vorschriften und Gesetzen aus, insbesondere in Deutschland und der EU, beispielsweise bei der Verwendung von Rohstoffen oder Inhaltsstoffen. Auch die Errichtung von Handelsbarrieren und die Verschärfung von geopolitischen Spannungen könnten sich negativ auswirken. Gleichzeitig können sich Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben, die sich positiv auf die Entwicklung der Hönle Gruppe auswirken würden. Das im Vorjahr berichtete Risiko hinsichtlich möglicher Rückforderungen von Ökostromrabatten besteht aufgrund einer in Abstimmung mit der EU-Kommission erfolgten Neuregelung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht mehr. Vielmehr wurde die Raesch Quarz (Germany) GmbH als stromintensives Unternehmen klassifiziert, welches die Ausnahmeregelungen bezüglich des EEG in Anspruch nehmen kann. Die Unternehmen der Hönle Gruppe erhalten regelmäßig Zuschüsse zu Investitionen oder Entwicklungsprojekten aus öffentlichen oder privaten Quellen. Diese Zuschüsse sind teilweise an zukunftsbezogene Kriterien oder Voraussetzungen gebunden. Es besteht daher grundsätzlich das Risiko, dass bei Planabweichungen Teile von Zuschüssen zurückzuzahlen sind. Die Geschäftsführungen und der Vorstand kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Kriterien, um solche Risiken zu vermeiden beziehungsweise angemessen darauf reagieren zu können. Operative EntwicklungDer Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen. Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall entsprechend an. Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen. Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, insbesondere durch die Energiewende, entstehen kann, auch wenn dies in den letzten 15 Jahren nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall bei der Raesch Gruppe hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe weitere Absicherungsmaßnahmen einleiten. Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur. Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet. Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen der Erfolg des Unternehmens zumindest auf kürzere Sicht abhängt. Hönle versucht daher ihre Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, sodass die Auswirkungen durch den unerwarteten Ausfall eines Mitarbeiters minimiert werden. FinanzrisikenFinanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Ein schwächerer Euro birgt das Risiko höherer Materialaufwendungen. Auf der anderen Seite bietet ein schwächer werdender Euro die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage. Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe sowie von Vermögensgegenständen der Grafix GmbH nahm die Dr. Hönle AG Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz. Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit 5,7 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe grundsätzlich solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken. Akquisitionen sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Hönle Konzernstruktur. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Unternehmen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Akquisitionen bieten die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder oder Märkte zu erschließen und nachhaltig zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe beizutragen. Wertminderungsrisiken entstehen, wenn die erworbene Gesellschaft nicht entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich die Gesellschaft nicht wie erwartet entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Rahmenbedingungen. Es ist daher nicht auszuschließen, dass im Zuge einer außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten (Konzernabschluss) bzw. Beteiligungsengagements (Jahresabschluss) entstehen kann. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erreichte in den letzten beiden Geschäftsjahren nicht die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele. Der Grund hierfür wurde in den Ausführungen zur Geschäftslage im Segment 'Glas & Strahler' bereits dargestellt. Die Überprüfung der Wertansätze für die Raesch Quarz (Germany) GmbH basiert auf einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von 5 Jahren mit jährlichen durchschnittlichen Umsatzsteigerungsraten von 20,3 %. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit Abschluss der Umbauarbeiten und der planmäßigen Wiederinbetriebnahme aller Schmelzöfen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen, die Ausschussquoten deutlich zu senken und die Produktqualität und Lieferzuverlässigkeit sicherzustellen. Ferner wurde angenommen, dass in den kommenden drei Geschäftsjahren wesentliche Produkte für Kunden aus der Halbleiterindustrie zertifiziert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund von technischen Schwierigkeiten, schlechten Marktbedingungen oder Nachfrageverschiebungen die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele der Raesch Quarz (Germany) GmbH nicht erreicht werden und damit ein Wertberichtigungsbedarf für die bilanzierten Wertansätze entstehen könnte. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle AG und des Konzerns negativ beeinflussen. Demgegenüber steht die Chance, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund der im Geschäftsjahr 2013/2014 umgesetzten Maßnahmen deutlich besser und schneller als geplant verläuft. Eine kurzfristige Zertifizierung von Produkten für die Halbleiterindustrie würde die Chance einer besseren Umsatz- und Ergebnisentwicklung weiter erhöhen. Darüber hinaus kann sich die Raesch Quarz (Germany) GmbH durch geplante Neuinvestitionen in Produktionsanlagen zusätzliche Absatzchancen erschließen. Es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass bilanzierte Versicherungserträge trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger übersteigen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den RechnungslegungsprozessNachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB dargestellt. Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch. Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung. Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand. Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken. Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- (Enterprise-Resource-Planning) und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt die Hönle Gruppe ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleister die Buchhaltung zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft. Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitgehend sichergestellt. Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit. Risikomanagement in Bezug auf FinanzinstrumenteNachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 2, 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt. Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt. AusfallrisikoEine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko. Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt. MarktrisikoDas Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie Auswirkungen auf die Einkaufspreise der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten bzw. an Kunden weitgehend vermieden. Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zusätzlich wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine positive Marktentwicklung birgt jedoch die Chance für eine positive Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gesamtaussage zur Chancen- und RisikosituationHönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis. Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar, etwa bedingt durch geopolitische Unsicherheiten. Es ist davon auszugehen, dass dieser auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in den Bereichen Halbleiter, Glasfaser, Wasserentkeimung und der Medizintechnik sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten. VergütungsberichtVergütung der VorständeDie Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft. Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Erfolgsunabhängige Bezügescroll
Erfolgsabhängige Bezügescroll
Pensionenscroll
Pensionenscroll
Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Leistungen bei Beendigung der VorstandstätigkeitDer Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten. Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt. Bezüge des Aufsichtsratsscroll
PrognoseberichtMarktausblickWährend der Internationale Währungsfonds (IWF) für 2014 von einem Zuwachs der Weltwirtschaft von 3,3 % ausgeht, prognostiziert er für 2015 eine Beschleunigung des Anstiegs der Weltproduktion und ein Wirtschaftswachstum von 3,8 %. In den USA hat sich der Aufwärtstrend bei den Frühindikatoren und den realwirtschaftlichen Daten fortgesetzt, die Wachstumsgeschwindigkeit wird im kommenden Jahr zunehmen. Hier dürfte, in Folge höherer Löhne und eines bereits fortgeschrittenen Entschuldungsprozesses der privaten Haushalte, die Konsumneigung steigen. Dagegen hält die Schwäche bei den Konjunkturdaten aus der Eurozone an. Eine ausgeprägte Sparpolitik und geopolitische Unsicherheiten wirken sich negativ auf die Konjunkturentwicklung aus. Die Wachstumsgeschwindigkeit in der Eurozone dürfte in den kommenden Quartalen gering bleiben. In China zeigen die konjunkturstimulierenden Maßnahmen der Regierung erste Erfolge, und auch in anderen Schwellenländern zeichnet sich eine konjunkturelle Belebung ab. Das Wirtschaftswachstum dürfte sich im kommenden Jahr in den Schwellen- und Entwicklungsländern wieder beschleunigen. Ausblick für die Hönle GruppeDie Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH ab. Die Planung umfasst alle im Geschäftsjahr 2013/2014 konsolidierten Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe. Segment 'Geräte und Anlagen'Der Vorstand erwartet bei UV- und Infrarot-Anlagen für den Offsetdruck im Geschäftsjahr 2014/2015 eine stabile oder leicht positive Umsatzentwicklung. Bei Digitaldruckanwendungen wird von steigenden Umsätzen ausgegangen. Der Grund hierfür liegt in einem wachsenden Digitaldruckmarkt, in dem die Hönle Gruppe mit leistungsstarken neuen Produkten sehr gut positioniert ist. Auch bei Härtungssystemen für Klebstoffe, die vor allem in der Elektronik- und der Automobilindustrie eingesetzt werden, werden aufgrund der Marktentwicklung und der derzeit laufenden Projekte steigende Umsätze erwartet. Neu entwickelte UV-LED-Trockner für den digitalen Inkjetdruck können zukünftig dazu beitragen, neue Großkunden zu gewinnen und die Umsätze in dem Wachstumsmarkt Digitaldruck weiter auszubauen. Ferner investierte Hönle in den Bereich LED-Trockner für weitere Druckanwendungen, was voraussichtlich ebenfalls zum Umsatzwachstum in diesem Bereich führen wird. Durch den Zukauf der Grafix GmbH wurden der Kundenstamm und das Produktportfolio für den Druckmarkt deutlich vergrößert, was zusätzliche Absatzmöglichkeiten erschließen soll. Im Bereich der Sonnenlichtsimulation geht der Vorstand aufgrund des aktuellen Auftragsbestandes sowie eines Großauftrages von einem chinesischen Automobilkonzern im Geschäftsjahr 2014/2015 von deutlich steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Segment 'Glas und Strahler'Von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Ertragsstärke im Segment 'Glas und Strahler' ist die zukünftige Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH. Zur Sicherstellung der Produktionskapazität und zur Reduzierung der Ausschussquoten bei der Gesellschaft wurden die Schmelzöfen konstruktiv und steuerungstechnisch neu konzipiert. Die ersten Schmelzöfen wurden bereits nach dem neuen Konzept umgebaut und wieder in Betrieb genommen. Bis zum Ende des Kalenderjahres werden weitere Quarzglas-Schmelzöfen folgen. Die Produktivität und Transparenz des Fertigungsprozesses können damit verbessert werden. Erste Ergebnisse an bereits umgebauten Öfen deuten darauf hin, dass diese Maßnahmen zu wesentlich niedrigeren Ausschussquoten führen. Zudem liegen die Energiekosten voraussichtlich signifikant unter dem bisherigen Niveau. Der Vorstand erwartet, dass die eingeleiteten Maßnahmen zusammen mit dem starken Ausbau der Vertriebskapazitäten zu einer deutlichen Verbesserung des Umsatz- und Ergebnisniveaus führen werden. Die Umsetzung von ertragssteigernden Maßnahmen wird voraussichtlich auch bei der Aladin GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH zu höheren Ergebnisbeiträgen führen. Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich 'Glas und Strahler' in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird. Segment 'Klebstoffe'Die Geschäftsentwicklung im Segment 'Klebstoffe' verlief positiv. Kundenaufträge aus der Elektronik- und aus der Automobilindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2013/2014 bei. Die gute Geschäftsentwicklung wird sich voraussichtlich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Wesentliche Wachstumstreiber werden im Geschäftsjahr 2014/2015 Industrieklebstoffe im Bereich Smartphones und Automotive sein. Zusätzliche Wachstumspotenziale für Industrieklebstoffe für die nächsten Jahre bieten die Bereiche Optoelektronik und Smartcards. Darüber hinaus soll der Bereich Spezialklebstoffe für medizintechnische Anwendungen kontinuierlich ausgebaut werden. Derzeit weisen mehrere laufende Projekte im Bereich der Medizintechnik auf eine gute Entwicklung in diesem Geschäftsfeld hin. Investitionen in die Tangent Industries Inc., USA, bilden die Basis für die geplante Expansion im nordamerikanischen Vertriebsraum. Das neue Firmengebäude in Torrington, Connecticut, mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm wurde im Mai 2014 bezogen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 soll auch die Metamorphic Materials Inc., an der die Panacol AG eine Minderheitsbeteiligung hält, in das neue Firmengebäude einziehen. Zur Erschließung neuer Absatzmärkte hat die Panacol Gruppe ihre Händlerstruktur in Europa ausgebaut. Insbesondere in Skandinavien wurde das Händlernetz für Industrieklebstoffe erweitert. Zur weiteren Erschließung des chinesischen Absatzmarktes wurden die Vertriebskapazitäten in China erhöht. Mehrere laufende Projekte deuten auf eine anhaltende positive Entwicklung in dieser Wachstumsregion hin. Gesamtaussage zur künftigen GeschäftsentwicklungDie Hönle Gruppe ist unter anderem in Wachstumsbereichen wie dem Digitaldruck, der Automobilbranche, den Smartphones und den Smartcards gut positioniert. Das zukünftige Wachstum wird insbesondere in diesen Bereichen erwartet. Darüber hinaus verfügt die Unternehmensgruppe über gute Voraussetzungen, sich die wachsenden Halbleiter- und Glasfasermärkte mit Quarzglasprodukten weiter zu erschließen. Im Bereich Offsetdruck wird von einer stabilen Umsatzentwicklung ausgegangen. Darüber hinaus tragen die dargestellten Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH voraussichtlich im nächsten Geschäftsjahr zu einer Umsatz- und Ergebnissteigerung in der Hönle Gruppe bei. Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/2015 einen Umsatz der Hönle Gruppe von 85 bis 95 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 12 bis 14 Mio. € an. Die Höhe der Neu- und Ersatzinvestitionen der Hönle Gruppe wird voraussichtlich bei 2,5 bis 3,0 Mio. € liegen. Die geplanten Investitionen umfassen unter anderem Produktionsanlagen bei der Aladin GmbH, der UV-Technik Speziallampen GmbH, der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie der Dr. Hönle AG. Die Hönle Gruppe ist mit den Segmenten 'Geräte und Anlagen', 'Glas und Strahler' und 'Klebstoffe' gut aufgestellt und zugleich in Märkten vertreten, die viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten. Der Vorstand hält daher an seinem Ziel fest, bis 2016 ein Umsatzvolumen von 100 Mio. € zu erreichen. Neben dem rein organischen Wachstum wird dabei auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt die Hönle Gruppe, ihre Marktposition weiter auszubauen.
Gräfelfing, den 23. Dezember 2014 Norbert Haimerl Vorstand Heiko Runge Vorstand Zukunftsbezogene Aussagen Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen zur Dr. Hönle AG und zur Hönle Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundegelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren. BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. Dezember 2014 S & P GmbH Christoph Thomas, Wirtschaftsprüfer Georg Komm, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Wiedergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||