Dr. Hönle AG

Gräfelfing

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Geschäftsfreunde,

wir können auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen um 12,3 % und erreichten mit 92,2 Millionen Euro ein neues Rekordniveau. Das Betriebsergebnis kletterte auf 13,5 Millionen Euro – das beste Ergebnis unserer Firmengeschichte. Damit haben wir unsere Ziele sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig erreicht. Unser Dank gilt allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben: Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Partnern und Lieferanten und natürlich unseren Kunden.

Alle drei Geschäftssegmente entwickelten sich positiv. In der Druckindustrie und der Automobilindustrie waren unsere Produkte beliebter denn je. Daher verkauften wir im Segment Geräte & Anlagen deutlich mehr Trocknungssysteme und Sonnenlichtsimulationsanlagen als im Vorjahr. Doch die Hönle Gruppe profitiert auch von den neuen Medien. Immer mehr Smartphones und Tablets werden weltweit produziert und benötigen hochwertige kundenspezifische Industrieklebstoffe. Diese Entwicklung trug maßgeblich zu dem guten Geschäftsverlauf im Segment Klebstoffe bei. Im Segment Glas & Strahler ist es uns gelungen die Umsätze zu erhöhen und wie geplant in die Gewinnzone zurückzukehren. Die konstruktiven und steuerungstechnischen Umbaumaßnahmen an den Quarzschmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH führten zu einer Senkung der Ausschussquoten und einer Verbesserung der Materialaufwandsquote. Dies war ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Ertragskraft der Raesch Quarz (Germany) GmbH. Leider konnten zwei Schmelzöfen für die Halbleiterindustrie aufgrund weiterer technischer Probleme im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keinen nachhaltigen Produktionsprozess aufnehmen.

Was sind unsere Erwartungen und Ziele für das Jahr 2016? Die Aussichten für die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft sind positiv. Der Internationale Währungsfond (IWF) geht nach einem Wirtschaftswachstum von 3,1 % im abgelaufenen Jahr, von 3,6 % Wachstum im Jahr 2016 aus. Risiken für eine Eintrübung gehen von einer schwächeren Entwicklung in China und fallenden Rohstoffpreisen aus. Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein Betriebsergebnis der Hönle Gruppe in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus.

Von entscheidender Bedeutung für die Erreichung unserer Ziele wird neben der konjunkturellen Entwicklung die Wirkung der umgesetzten technischen und organisatorischen Optimierungsprozesse bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH sein. Die erwarteten Erfolge an den Öfen, die Produkte für die Lampen- und für die Automobilindustrie herstellen, sind bereits eingetreten; die Ausschussquoten gingen deutlich zurück. Drei Schmelzöfen, an denen Produkte für die Halbleiter- und für die Glasfaserindustrie gezogen werden, wurden ebenfalls technisch überarbeitet. Sie stellen eine wesentliche Basis für eine positive Geschäftsentwicklung bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH in den kommenden Jahren dar. Einer dieser Schmelzöfen produziert seit mehreren Monaten hochwertige Quarzglasstäbe für die Glasfaserindustrie. Die anderen zwei Schmelzöfen werden voraussichtlich bis Ende Februar 2016 die Produktion aufnehmen. Wir gehen davon aus, dass ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte ein nachhaltiger stabiler Produktionsprozess an allen Schmelzöfen sichergestellt wird.

Im Segment Klebstoffe erwarten wir nach einer ausgezeichneten Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im neuen Geschäftsjahr eine stabile Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Wesentlich werden hierzu die Bereiche Smartphones und Automotive beitragen. Darüber hinaus werden wir den Bereich Spezialklebstoffe für medizintechnische Anwendungen weiter ausbauen. Ferner haben wir in Südkorea mit der SKC-Panacol Co. Ltd. ein neues Tochterunternehmen gegründet, welches bereits interessante Projekte mit führenden Technologieunternehmen begonnen hat.

Im Segment Geräte & Anlagen erwarten wir bei Trocknungsanlagen für den Offsetdruck und den Digitaldruck eine leicht positive Umsatzentwicklung. Voraussichtlich werden sich zudem neu aufgebaute Kundenbeziehungen mit großen Druckmaschinenherstellern im laufenden Geschäftsjahr positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass die Nachrüstung bestehender Druckmaschinen mit LED-Trocknungssystemen zu einer Umsatzsteigerung beitragen wird.

Seit nunmehr 40 Jahren steht bei uns der Kunde an erster Stelle. Von der Konzeption über die Realisierung bis hin zum Service sind wir der zuverlässige Partner der Industrie.

Bei der Entwicklung unserer Produkte legen wir hohen Wert auf Qualität, Effizienz und Zuverlässigkeit. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden nach Möglichkeit heute schon die Technologie von morgen zu liefern – dafür setzen sich mehr als 500 Mitarbeiter in der Unternehmensgruppe ein.

Auch in Zukunft müssen wir den Markt sehr genau beobachten, um neue und für uns vielversprechende Chancen frühzeitig zu erkennen. Das ist uns bisher gut gelungen.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen und freuen uns, wenn Sie uns auch in Zukunft auf unserem Weg begleiten.

 

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

27. Januar 2016

Sehr geehrte Aktionäre und Aktionärinnen,

die Hönle Gruppe hat im letzten Geschäftsjahr wieder ein Rekordergebnis in ihrer 40-jährigen Firmengeschichte erwirtschaftet. Mit einem Betriebsergebnis von 13,5 Mio. € können wir auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr 2014/2015 zurückblicken. Doch auch im neuen Geschäftsjahr werden wir uns neuen Herausforderungen stellen und neue Ziele setzen müssen. Insbesondere die Verbesserung der Ertragsstärke der Raesch Quarz (Germany) GmbH ist dabei eine wichtige Aufgabe. Der Auf- und Ausbau des Klebstoffgeschäftes in Korea, den wir gemeinsam mit unserem Partner SKC Co. Ltd. umsetzen werden, kann uns ein großes Umsatzpotenzial in einem für Klebstoffprodukte hochinteressanten und sich dynamisch entwickelnden Markt erschließen.

Für mich persönlich, als Gründer und Namensgeber der Dr. Hönle AG schließt sich ein Kreis. Nach der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1976 war ich an der Entwicklung des Unternehmens über viele Jahre in mehreren Funktionen beteiligt. Im März 2015 übernahm ich dann schließlich den Vorsitz des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG. In dieser Funktion möchte ich auch weiterhin meine Fachkenntnisse als Physiker und emeritierter Professor der Hochschule München für Technische Optik und Lasertechnik und meine Erfahrung aus dem Technologietransfer zwischen Hochschule und sehr unterschiedlichen mittelständischen Firmen einfließen lassen, wo dies hilfreich ist. Meinen herzlichen Dank möchte ich Herrn Dr. Hans-Joachim Vits und Herrn Eckhard Pergande aussprechen, die nach langjähriger Tätigkeit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind. Mit Herrn Günther Henrich und Herrn Dr. Bernhard Gimple konnten wir zwei erfahrene neue Aufsichtsratsmitglieder gewinnen, die einen großen Erfahrungsschatz in der Unternehmensführung, im Beteiligungsmanagement und im Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht in den Aufsichtsrat einbringen.

Nachfolgend möchte ich Ihnen einen Überblick über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats während des Geschäftsjahres 2014/2015 geben.

Überwachung und Beratung des Vorstands

Wir haben im letzten Geschäftsjahr die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir mit eingebunden. Dies betraf insbesondere den Erwerb von Anteilen an der UV-Technik Speziallampen GmbH und der Tangent Industries, Inc. sowie die Maßnahmen zur Verbesserung und Stabilisierung des Produktionsprozesses bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH.

Zur Vorbereitung der Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr in fünf Sitzungen zusammen, in denen jeweils alle Mitglieder anwesend waren. Auf der Grundlage detaillierter Berichte des Vorstands befassten wir uns ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder die Geschäftsordnung erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands.

Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen.

Schwerpunkte der Beratungen

In der Sitzung am 01. Dezember 2014 erläuterte uns der Vorstand die vorläufigen Zahlen der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie die des Hönle Konzerns zum 30.09.2014. Nach den Ausführungen des Vorstands wurden die Ziele für das Geschäftsjahr 2013/2014 erreicht. Der Vorstand erläuterte dabei ausführlich die Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH, bei der aufgrund technischer Probleme ein negatives Ergebnis von 2,2 Mio. € erwartet wurde. Ferner stellte uns der Vorstand die eingeleiteten technischen und organisatorischen Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH ausführlich vor.

Nach der Präsentation der Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2013/2014 erläuterte uns der Vorstand die Unternehmensplanung der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie des Hönle Konzerns. Demnach wurde erwartet, dass sich alle Konzernsegmente positiv entwickeln werden und insbesondere das Segment Klebstoffe zu einer guten Ergebnisentwicklung beitragen wird. Der gute Start in das neue Geschäftsjahr berechtigte zu dieser Einschätzung.

Schließlich war ein mögliches Joint Venture im Klebstoffbereich mit der südkoreanischen SKC Co. Ltd., seine Chancen und Risiken, ein Thema der Sitzung.

Am 23. Januar 2015 trafen sich Vorstand und Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung, an welcher auch die Wirtschaftsprüfer der Dr. Hönle AG teilnahmen. Der Vorstand legte den geprüften Jahresabschluss der Dr. Hönle AG sowie den geprüften Konzernabschluss zum 30. September 2014 vor und berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, der Tochterunternehmen und der Beteiligungsunternehmen, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse.

Auf dieser Sitzung wurde auch die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 20. März 2015 und die Beschlussvorschläge festgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2013/2014 in Höhe von 17.796.375,21 € eine Dividende von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten.

Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Tochterunternehmen.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2015 war die Erörterung des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns im ersten Quartal 2014/2015. Die positive Ergebnisprognose für das zweite Quartal war insbesondere durch den guten Ergebnisbeitrag des Segments Geräte & Anlagen gerechtfertigt. Ferner erläuterte der Vorstand die Erlöse, die sich aus dem Verkauf von Markenrechten für Klebstoffe im Konsumgüterbereich ergaben.

Die Geschäftslage im Neunmonatszeitraum wurde in der Aufsichtsratssitzung am 25. Juni 2015 detailliert erörtert. Dabei legte uns der Vorstand eine Hochrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung aller Einzelgesellschaften des Konzerns zum 30. Juni 2015 vor und erläuterte wesentliche Planabweichungen unter Angabe der jeweiligen Gründe. Sowohl die Panacol Gruppe als auch die Eltosch Grafix GmbH trugen maßgeblich zu einer Steigerung des Konzernergebnisses gegenüber dem Vorjahr bei. Weiterer Gegenstand der Sitzung war das geplante Investitionsvorhaben in einen neuen Bestückungsautomaten für die LED-Produktlinie.

Am 22. September 2015 trafen wir uns zur letzten Sitzung des Geschäftsjahres 2014/2015. Dabei erläuterte der Vorstand ausführlich die aktuelle Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns. Die Hochrechnung für das Gesamtjahr ergab die geplante deutliche Steigerung des Umsatzes und des Betriebsergebnisses, wofür die erfreuliche Geschäftsentwicklung bei der Panacol Gruppe, der Eltosch Grafix GmbH sowie der Mitronic GmbH entscheidend war.

Corporate Governance

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat den Kodex zur verantwortungsvollen Unternehmensführung überarbeitet und in der Fassung vom 05. Mai 2015 veröffentlicht. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht aus zwei und der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG aus drei Mitgliedern. Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats ergaben sich folgende Änderungen:

Prof. Dr. Karl Hönle (bisher stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats) wurde am 20. März 2015 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt

Günther Henrich wurde am 20. März 2015 in den Aufsichtsrat und am gleichen Tag zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt

Dr. Bernhard Gimple wurde am 20. März 2015 in den Aufsichtsrat gewählt

Dr. Hans-Joachim Vits (bis dahin Vorsitzender des Aufsichtsrats) schied am 20. März 2015 aus dem Aufsichtsrat aus

Eckhard Pergande schied am 20. März 2015 aus dem Aufsichtsrat aus

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 20. März 2015 wählte die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014/2015.

Die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015 den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Aufsichtsratssitzung vom 27. Januar 2016 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts/Konzernlageberichts der Dr. Hönle AG und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein.

Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vom 16. März 2016 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,55 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat die Abschlüsse billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.

 

Prof. Dr. Karl Hönle, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht/ Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014/2015

der Dr. Hönle AG

Geschäft und Rahmenbedingungen

Konzernstruktur

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte & Anlagen, Glas & Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt.

Das Segment Glas & Strahler umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2015 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

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Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) Sitz 1 Minderheitsbeteiligung; 2 nicht konsolidiert
Segment Geräte & Anlagen  
Eltosch Grafix America Inc. Batavia/Chicago, USA
Eltosch Grafix GmbH Pinneberg, Deutschland
Honle Spain S.A.U. Olesa de Bonesvalls/Barcelona, Spanien
Honle US Real Estate LLC Torrington/Connecticut, USA
Honle UV France S.à.r.l. Bron/Lyon, Frankreich
Mitronic GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
PrintConcept UV-Systeme GmbH Kohlberg, Deutschland
PrintDesign Engineering GmbH 1, 2 Kohlberg, Deutschland
Solitec GmbH 2 Gräfelfing/München, Deutschland
Tecinvent GmbH 1, 2 Schömberg, Deutschland
Segment Glas & Strahler  
Aladin GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
Raesch Quarz (Germany) GmbH Langewiesen, Deutschland
Raesch Quarz (Malta) Ltd. Mosta, Malta
UV-Technik Speziallampen GmbH Wümbach, Deutschland
Segment Klebstoffe  
Agita Holding AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Eleco Produits EFD SAS Gennevilliers/Paris, Frankreich
Hoenle UV Technology Shanghai Ltd. Shanghai, China
Metamorphic Materials Inc. 1, 2 Winsted/Connecticut, USA
Panacol AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Panacol-Elosol GmbH Steinbach/Taunus, Deutschland
Tangent Industries, Inc. Torrington/Connecticut, USA
SKC-Panacol Co. Ltd. Suwon-si, Südkorea

Die weltweiten Standorte

Die Hönle Gruppe ist in 28 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Partnerunternehmen vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. In Deutschland, Frankreich, Malta und den USA ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten.

Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern.

Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.

Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, den Umsatz und den Überschuss nachhaltig zu steigern. Großer Wert wird auch auf die Erhöhung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt. Wichtige Finanzkennzahlen zur Überprüfung der Profitabilität sind neben den Unternehmensergebnissen die operativen Margen, insbesondere die EBIT-Marge. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

Ertragsentwicklung

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in T€ 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Umsatz 92.173 82.090 12,3 %
EBIT 13.524 9.483 42,6 %
Konzernjahresergebnis 10.320 6.495 58,9 %

Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert geplante Maßnahmen zur weiteren Entwicklung der Steuerungsgrößen.

Marktentwicklung

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb im abgelaufenen Jahr verhalten. Die Zunahme der Weltproduktion fiel noch etwas geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2015 von einem Wirtschaftswachstum von 3,1 % aus, was einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr und einem Rückgang von 0,2 Prozentpunkten gegenüber dem Wachstum von vor zwei Jahren entspricht. Dabei verlagerten sich die Auftriebskräfte weiter von den Schwellenländern hin zu den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Während das Wachstum in den Schwellenländern von 5,0 % in 2013 auf 4,0 % im 2015 zurückging, legte es in den Industrieländern im gleichen Zeitraum von 1,1 % auf 2,0 % zu.

Insbesondere in den Vereinigten Staaten verstärkte sich die konjunkturelle Dynamik: Das Wirtschaftwachstum nahm innerhalb der letzten drei Jahre kontinuierlich von 1,5 % auf zuletzt 2,6 % zu.

Geschäftsverlauf

Die Hönle Gruppe steigerte in diesem Konjunkturumfeld ihre Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014/2015 um 12,3 % auf 92.173 T€. Die Umsätze erhöhten sich in allen drei Geschäftssegmenten. Größter Umsatztreiber war die Druckindustrie, die deutlich mehr Trocknungssysteme nachfragte als im Vorjahr. Daneben konnten auch die Umsätze mit Klebstoffen für den Bereich Consumer Electronics erheblich gesteigert werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) sprang im Berichtsjahr um 42,6 % auf 13.524 T€. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf die positive Entwicklung der Panacol-Elosol GmbH sowie der Eltosch Grafix GmbH zurückzuführen. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH konnte ihren negativen Ergebnisbeitrag im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich reduzieren. Insgesamt lag das Betriebsergebnis in allen Geschäftssegmenten über dem des Vorjahres.

Hauptversammlung

Am 20. März 2015 fand die ordentliche Hauptversammlung der Dr. Hönle AG statt. Über 200 Teilnehmer kamen in das Konferenzzentrum in München, folgten den Ausführungen des Vorstands, stellten Fragen und stimmten über sieben Tagesordnungspunkte ab.

Neu gewählt wurde der Aufsichtsrat.

Prof. Dr. Karl Hönle, der bisherige stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, übernahm nach seiner Wiederwahl den Vorsitz des Kontrollgremiums. Damit wurde er Nachfolger von Dr. Hans-Joachim Vits, der aus dem Aufsichtsrat ausschied. Prof. Hönle ist einer der Gründer der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und seit 1999 Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Herr Günther Henrich. Herr Henrich war nach Tätigkeiten im Bayerischen Wirtschaftsministerium und in der LfA Förderbank Bayern von 1987 bis 2012 Geschäftsführer der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH. Ebenfalls neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Dr. Bernhard Gimple. Dr. Gimple ist seit mehr als vierzehn Jahren als Rechtsanwalt in München tätig und fungiert seit 2005 als Pfandbrieftreuhänder der Stadtsparkasse München.

Darüber hinaus beschloss die Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 2.755.927 €, was einer Dividende von 0,50 Euro je dividendenberechtigter Aktie entspricht.

Segment Geräte & Anlagen

Die Umsätze im Segment Geräte & Anlagen stiegen im Geschäftsjahr 2014/2015 um 10,7 % auf 50.999 T€. Das Betriebsergebnis kletterte gleichzeitig um 22,6 % auf 7.545 T€.

Ausschlaggebend für die gute Entwicklung im Segment Geräte & Anlagen war der Druckmarkt. Dort verkaufte Hönle im letzten Geschäftsjahr insbesondere im Bereich Digitaldruck und Offsetdruck mehr Anlagen als im Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus lagen die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Sonnensimulation deutlich über denen des Vorjahres.

Aus technologischer Sicht stellt die LED-Technik einen wesentlichen Wachstumstreiber dar. Die Effektivität der UV-LEDs nimmt kontinuierlich zu, was zu höheren Intensitäten und damit zu neuen Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologie führt. So halten UV-LEDs heute Einzug in Anwendungsfelder in der Druck- und Beschichtungsindustrie, die noch vor wenigen Jahren kaum denkbar waren. Die Dr. Hönle AG ist mit ihrem umfangreichen Produktspektrum von leistungsstarken UV-LED-Trocknungssystemen in diesem Geschäftsfeld gut positioniert.

Die Eltosch Grafix GmbH ist im Dezember 2014 umgezogen. Das neue repräsentative Firmengebäude liegt in Pinneberg bei Hamburg und ermöglicht die geplante Expansion der Gesellschaft umzusetzen.

Gegen Ende des Geschäftsjahres hat die spanische Vertriebsgesellschaft Honle Spain S.A.U. ihre operative Geschäftstätigkeit eingestellt. Die Betreuung der Kunden vor Ort wird zukünftig über regionale Vertriebsmitarbeiter erfolgen.

Segment Glas & Strahler

Die Umsätze im Segment Glas & Strahler lagen im Geschäftsjahr 2014/2015 mit 17.395 T€ um 6,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Auch das Betriebsergebnis verbesserte sich von -648 T€ im Vorjahr auf 307 T€ im Berichtsjahr.

Entscheidend für diese Ergebnissteigerung war vor allem die bessere Geschäftsentwicklung und die Reduzierung der operativen Verluste bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH. Das Betriebsergebnis der Gesellschaft stieg von -2.257 T€ im Vorjahr auf -1.162 T€ im neuen Geschäftsjahr. Die Umsetzung von technischen Verbesserungen an den Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH zeigen damit auch im Ertrag erste positive Effekte. Die erwarteten Erfolge an den Öfen, die Produkte für die Lampen- und für die Automobilindustrie herstellen, sind bereits eingetreten; die Ausschussquoten gingen deutlich zurück. Gleichzeitig ließen sich die Energiekosten aufgrund des neuen Dämmmaterials spürbar senken.

Die drei Öfen für die Halbleiter- und für die Glasfaserindustrie wurden ebenfalls technisch überarbeitet. Sie stellen die wesentliche Basis für eine positive Geschäftsentwicklung bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH in den kommenden Jahren dar. Bei zwei der drei genannten Öfen wurde aufgrund eines weiteren technischen Optimierungsbedarfs im Geschäftsjahr 2014/2015 noch kein nachhaltiger Produktionsprozess aufgenommen.

Die anderen Gesellschaften des Segments Glas & Strahler trugen positiv zum Segmentergebnis bei, wobei insbesondere die UV-Technik Speziallampen GmbH ihre Ertragsstärke ausbauen konnte. Darüber hinaus gelang es der UV-Technik Speziallampen GmbH einen wesentlichen Geschäftskunden zurückzugewinnen und damit gute Voraussetzungen für eine auch künftig positive Geschäftsentwicklung zu schaffen.

Die Dr. Hönle AG übte am 07.05.2015 eine Kauf-Option aus und erwarb weitere 30 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH zu einem Kaufpreis von 357 T€. Die Dr. Hönle AG hält damit 81 % der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH. Außerdem übte Herr Raesch seine Verkaufsoption für die verbleibenden 20 % der Anteile an der Raesch Quarz (Malta) Ltd. aus. Die Dr. Hönle AG erwarb diese Anteile am 27. August 2015 für einen Kaufpreis von 503 T€.

Die Aladin GmbH beauftragte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Spezialisten damit, die Produktionsabläufe zu analysieren und zu optimieren. Dies trug dazu bei, dass die Produktqualität optimiert und die Ausschussquoten gesenkt werden konnten. Auch wenn die Umsatzerlöse der Aladin GmbH auf dem Niveau des Vorjahres lagen, wird kurz- bis mittelfristig mit einem positiven Geschäftsverlauf gerechnet.

Segment Klebstoffe

Die erfreuliche Entwicklung im Klebstoffsegment über die letzten Jahre setzte sich auch im Geschäftsjahr 2014/2015 fort. Insbesondere Kundenaufträge aus der Elektronikindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung in diesem Segment bei. Die Erlöse stiegen um 20,8 % auf 23.780 T€. Das Betriebsergebnis verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 32,8 % auf 5.951 T€.

Die Panacol-Elosol GmbH, ein Tochterunternehmen der Dr. Hönle AG, unterzeichnete am 20.05.2015 mit der südkoreanischen SKC Co. Ltd. eine Kooperationsvereinbarung. Die Vereinbarung drückt den Willen beider Parteien aus, ein gemeinsames Unternehmen in Korea zu gründen, über das Klebstoffprodukte vertrieben und zu einem späteren Zeitpunkt auch entwickelt und produziert werden sollen. Die SKC Co. Ltd ist ein Unternehmen der SK Group, einem der größten Mischkonzerne in Südkorea.

Die neue Gesellschaft trägt den Namen SKC-Panacol Co. Ltd. und wurde wie geplant im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 gegründet. Die Panacol-Elosol GmbH hält 51 % und die SKC Co. Ltd. 49 % der Anteile an dem gemeinsamen Unternehmen.

Die Panacol Gruppe entwickelte im laufenden Geschäftsjahr neue elektrisch und thermisch leitfähige Klebstoffe für unterschiedlichste Einsatzbereiche in der Elektronikindustrie. Mit den neuen Klebstoffen erschließt sich die Panacol Gruppe vielversprechende Absatzbereiche mit einem guten Wachstumspotenzial.

Die Panacol AG erwarb im Juli 2015 weitere Anteile an der Tangent Industries, Inc. mit Firmensitz in Torrington (USA). Damit hält die Panacol AG 57,6 % der Anteile an dem Unternehmen. Die Tangent Industries, Inc. wird seit dem vierten Quartal in den Konsolidierungskeis der Hönle Gruppe mit einbezogen.

Die Gesellschaft sitzt im US-amerikanischen Bundesstaat Connecticut und entwickelt, produziert und vertreibt Klebstoffe für unterschiedliche industrielle Anwendungen.

Für die geplante Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Segment Klebstoffe im amerikanischen Markt erwarb die Hönle Gruppe im Jahr 2014 ein Firmengebäude in Torrington, Connecticut. Der Umzug der Tangent Industries, Inc. in das neue Gebäude ist erfolgt, die erforderlichen Umbaumaßnahmen sind abgeschlossen. Damit liegen die räumlichen Voraussetzungen vor, das geplante Umsatzwachstum im nordamerikanischen Vertriebsraum umzusetzen.

Geschäftsentwicklung nach Regionen

Die Umsätze im Inland stiegen um 3,8 % auf 32.352 T€. Damit erzielte Hönle 35,1 % (Vj. 38,0 %) der Umsätze im Inland. Im europäischen Ausland gingen die Umsätze um 2,0 % auf 22.368 T€ leicht nach oben, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 24,3 % (Vj. 26,7 %) entspricht. Am deutlichsten legten die Umsätze im Geschäftsjahr 2014/2015 jedoch im asiatischen Wirtschaftsraum zu: Hier stiegen die Umsätze um 29,4 % auf 24.526 T€, was einem Anteil am Gesamtumsatz von 26,6 % (Vj. 23,1 %) entspricht. Die Umsätze in Nordamerika beliefen sich auf 8.753 T€ (Vj. 6.586 T€) und in übrigen Ausland auf 4.174 T€ (Vj. 3.446 T€).

Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe

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in T€ 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Umsatzerlöse 92.173 82.090 12,3 %
Rohergebnis 60.673 54.123 12,1 %
Betriebsergebnis (EBIT) 13.524 9.483 42,6 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 14.023 8.967 56,4 %
Konzernjahresergebnis 10.320 6.495 58,9 %
Ergebnis je Aktie in € 1,84 1,13 62,8 %
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Ertragslage der Hönle Gruppe

Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen von 82.090 T€ im Vorjahr auf 92.173 T€ im Geschäftsjahr 2014/2015.

Der Materialaufwand belief sich auf 33.527 T€ (Vj. 31.266 T€), was einer Quote von 36,2 % (Vj. 37,3 %) entspricht. Die Verbesserung der Materialaufwandsquote ist neben dem gestiegenen Umsatzanteil der Panacol Gruppe auf niedrigere Ausschussquoten bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote sank trotz des deutlichen Personalaufbaus von 33,2 % auf 31,8 %, was auf das gegenüber dem Vorjahr höhere Umsatzniveau im Geschäftsjahr 2014/2015 zurückzuführen ist. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging von 17,0 % im letzten Jahr auf 16,3 % im Berichtsjahr zurück.

Die gute Umsatzentwicklung führte zu einem deutlichem Sprung des Betriebsergebnisses (EBIT) der Hönle Gruppe um 42,6 % auf 13.524 T€.

Die Hönle Gruppe erzielte im Berichtsjahr Finanzerträge in Höhe von 1.094 T€ (Vj. 34 T€), die sich im Wesentlichen aus der Ablösung einer Kaufpreisverbindlichkeit im Zuge der Ausübung von Verkaufsoptionen in Höhe von 20 % der Anteile an der Raesch Quarz (Malta) Ltd. ergaben.

Das Vorsteuerergebnis (EBT) verbesserte sich in Folge der gestiegenen Betriebsergebnisse und der Finanzerträge um 56,4 % auf 14.023 T€. Nach Abzug der Ertragsteuern ergab sich ein Konzernergebnis von 10.320 T€ (Vj. 6.495 T€). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,84 € (Vj.1,13 €).

Damit konnte die EBIT-Marge nach 11,3 % im Vorjahr auf 14,6 % im Berichtsjahr gesteigert werden. Die Nettoumsatzrendite lag nach 7,9 % im Vorjahr bei 11,2 % im Geschäftsjahr 2014/2015.

Finanzlage der Hönle Gruppe

Der operative Cashflow verbesserte sich deutlich von 9.201 T€ im Vorjahr auf 12.863 T€ im Geschäftsjahr 2014/2015. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 334 T€ und Ertragsteuern in Höhe von 3.371 T€ ergab sich ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 9.159 T€ (Vj. 7.492 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen Ausgaben für technische Anlagen und die Geschäftsausstattung sowie Auszahlungen für den Erwerb von Unternehmensanteilen an der Raesch Quarz (Malta) Ltd. sowie der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die Investitionen lagen mit 2.478 T€ unter dem Niveau des Vorjahres von 6.844 T€.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -5.075 T€ (Vj. 539 T€) resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung von Darlehen in Höhe von 3.241 T€ sowie der Ausschüttung von Dividenden in Höhe von 2.905 T€.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 1.771 T€ auf 7.456 T€. Mit einer Eigenkapitalquote von 63,2 %, 7.456 T€ liquiden Mitteln und 3.022 T€ kurzfristigen Bankverbindlichkeiten verfügt die Hönle Gruppe über eine solide finanzielle Basis.

Liquiditätsentwicklung

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in T€ 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.863 9.201 39,8 %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 9.159 7.492 22,3 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.478 -6.844 63,8 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.075 539 -1.041,6%
Veränderung liquider Mittel 1.771 1.307 35,5 %

Vermögenslage der Hönle Gruppe

Die Hönle Gruppe erwarb im Geschäftsjahr 2013/2014 eine Gewerbeimmobilie in den Vereinigten Staaten für die Tangent Industries, Inc. Aufgrund des Erwerbs der Mehrheit der Anteile an der Tangent Industries, Inc. im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde der Immobilienwert nicht mehr wie im Vorjahr als Finanzinvestition gehaltene Immobilie bilanziert, sondern in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aus diesem Grund zum 30.09.2015 gegenüber dem Vorjahr um 1.160 T€ auf 16.163 T€.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich um 2.647 T€ auf 25.055 T€, was insbesondere auf eine Erhöhung der Vorratsbestände bei der Dr. Hönle AG, der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. zurückzuführen ist.

Die liquiden Mittel stiegen im Berichtsjahr um 1.771 T€ auf 7.456 T€.

Insgesamt nahmen im Geschäftsjahr 2014/2015 die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte um 5.417 T€ auf 91.012 T€ zu.

Das Eigenkapital der Hönle Gruppe belief sich zum 30.09.2015 auf 57.514 T€, was einer Eigenkapitalquote von 63,2 % (Vj. 58,1 %) entspricht.

Die langfristigen Schulden gingen im Wesentlichen in Folge der Tilgung von Darlehen um 1.592 T€ auf 15.084 T€ zurück.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 787 T€ auf 18.414 T€. Wesentliche Veränderungen gab es hier infolge der Auflösung einer Kaufpreisverbindlichkeit für den Erwerb von Unternehmensanteilen an der Raesch Quarz (Malta) Ltd. sowie aufgrund der Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern.

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 85.595 T€ zu Beginn des Geschäftsjahres auf 91.012 T€ zum 30.09.2015.

Bilanz

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in T€ 30.09.2015 30.09.2014 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 41.524 42.013 -1,2 %
Kurzfristige Vermögenswerte 49.112 43.582 12,7 %
Eigenkapital 57.514 49.718 15,7 %
Langfristige Schulden 15.084 16.676 -9,6 %
Kurzfristige Schulden 18.414 19.201 -4,1 %
Bilanzsumme 91.012 85.595 6,3 %

Erläuterungen zur Dr. Hönle AG

Der Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst.

Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Produktion, IT und Verwaltung. Die Dr. Hönle AG steigerte mit durchschnittlich 163 (Vj. 147) Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2014/2015 den Umsatz um 16,2 % auf 34.358 T€. Dabei verkaufte die Dr. Hönle AG deutlich mehr Anlagen in den Bereichen Druck und Beschichtung sowie Sonnenlichtsimulation.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG lagen nach 1.630 T€ im Vorjahr bei 1.755 T€ im letzten Geschäftsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter lag bei 22 (Vj. 20). Insgesamt arbeiteten damit 13,5 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG erhöhte sich unter anderem im Zuge des Personalaufbaus sowie eines gestiegenen Pensionsaufwands von 9.629 T€ auf 10.621 T€.

Die Materialaufwandsquote stieg von 43,5 % im Vorjahr auf 46,2 % im Berichtsjahr, was auf einen höheren Anteil konzerninterner Umsätze zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von 4.476 T€ auf 4.830 T€. Das Betriebsergebnis blieb mit 3.747 T€ nahezu auf dem Niveau des Vorjahres von 3.833 T€.

Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis in Höhe von 8.656 T€ (Vj. 2.297 T€). Dieses beinhaltet ein Beteiligungsergebnis der Agita Holding AG in Höhe von 6.136 T€ (Vj. 1.879 T€) und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. in Höhe von T€ 1.800 (Vj. 0 T€). Der Jahresüberschuss belief sich auf 11.300 T€ (Vj. 5.191 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Wesentlichen Auszahlungen für die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen (968 T€) sowie Ausgaben für technische Anlagen, die Geschäftsausstattung und Softwarelizenzen (545 T€). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen damit insgesamt unter dem Niveau des Vorjahres, da darin Zahlungen für den Erwerb einer Immobilie für die Tangent Industries, Inc. (940 T$) in den Vereinigten Staaten enthalten waren.

Das Sachanlage- und das Finanzanlagevermögen blieben mit 2.711 T€ bzw. 40.171 T€ in etwa auf dem Vorjahresniveau.

Der Vorratsbestand erhöhte sich unter anderem aufgrund des höheren Umsatzniveaus gegenüber dem Vorjahr um 1.133 T€ auf 10.431 T€.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30.09.2015 auf 4.014 T€ (Vj. 1.223 T€). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr von 9.566 T€ auf 11.036 T€. Insbesondere stiegen die Forderungen gegenüber der Raesch Quarz (Germany) GmbH.

Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG stieg in Folge des höheren Bilanzgewinns von 44.331 T€ im Vorjahr auf 52.875 T€ zum Ende des Berichtsjahres. Die Verbindlichkeiten gingen insbesondere aufgrund der Tilgung von Bankdarlehen und Darlehen von Tochtergesellschaften im gleichen Zeitraum von 17.489 T€ auf 13.858 T€ zurück.

Die Umsätze der Dr. Hönle AG sind im Geschäftsjahr 2014/2015 deutlich gestiegen. Das Betriebsergebnis lag aufgrund des höheren Umsatzanteils konzerninterner Umsätze nahezu auf Vorjahresniveau.

Sofern sich die konjunkturelle Entwicklung nicht eintrübt, geht der Vorstand der Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2015/2016 von einer erneuten Umsatzsteigerung aus.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Dr. Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)

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in T€ 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Umsatzerlöse 34.358 29.579 16,2 %
Sonstige betriebliche Erträge 1.307 1.582 -17,4 %
Materialaufwand 15.882 13.109 21,2 %
Rohergebnis 19.823 18.583 6,7 %
Personalaufwand 10.621 9.629 10,3 %
Abschreibungen 625 645 -3,1 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.830 4.476 7,9 %
Betriebsergebnis (EBIT) 3.747 3.833 -2,2 %
Finanzergebnis 8.656 2.297 276,8 %
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 12.403 6.130 102,3 %
Steuern 1.085 921 17,8 %
Jahresüberschuss 11.300 5.191 117,7 %
Ergebnis je Aktie in € 2,05 0,94 118,1%

Verkürzte Bilanz der Dr. Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)

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in T€ 30.09.2015 30.09.2014 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 383 597 -35,9 %
Sachanlagen 2.711 2.668 1,6 %
Finanzanlagen 40.171 40.279 -0,3 %
Anlagevermögen 43.265 43.544 -0,7 %
Vorräte 10.431 9.298 12,2 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13.890 12.013 15,6 %
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.014 1.223 228,2 %
Umlaufvermögen 28.335 22.534 25,7 %
Rechnungsabgrenzungsposten 236 152 55,3 %
Aktive latente Steuern 133 51 160,8 %
Ausgegebenes Kapital 5.512 5.512 0,0 %
Kapitalrücklage 18.450 18.450 0,0 %
Gewinnrücklage 2.573 2.573 0,0 %
Bilanzgewinn 26.340 17.796 48,0 %
Eigenkapital 52.875 44.331 19,3 %
Rückstellungen 5.236 4.461 17,4 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.593 9.419 -19,4 %
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 242 110 120,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 975 835 16,8 %
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.795 6.838 -29,9 %
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 7 22 -68,2 %
Sonstige Verbindlichkeiten 246 266 -7,5 %
Verbindlichkeiten 13.858 17.489 -20,8 %
Bilanzsumme 71.969 66.282 8,6 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Hönle Gruppe

Die weltwirtschaftliche Dynamik im abgelaufenen Jahr blieb mit einem vom IWF mit 3,1 % prognostizierten Wachstum verhalten. Die Zunahme der Weltproduktion fiel damit noch etwas geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren. Das Wirtschaftswachstum lag 2014 noch bei 3,4 % und 2013 bei 3,3 %.

In diesem Marktumfeld gelang es der Hönle Gruppe den Umsatz im Geschäftsjahr 2014/2015 um 12,3 % auf 92,2 Mio. € und das Betriebsergebnis um 42,6 % auf 13,5 Mio. € zu steigern. Der Vorstand hatte vor einem Jahr einen Umsatz von 85 bis 95 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 12 bis 14 Mio. € prognostiziert.

Mit 7,5 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €) liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen gleichzeitig um 1,7 Mio. € auf 11,1 Mio. € zurück.

Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert und neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Der Anteil des Umsatzes mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern wie Klebstoffen und Strahlern am Gesamtumsatz ist zugleich deutlich gestiegen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH umgesetzt, um das Umsatzniveau im neuen Geschäftsjahr zu steigern und mittelfristig zu einem deutlich positiven Ergebnis zurückzukehren. Die Voraussetzungen sind gut, das Umsatz- und Ergebnisniveau der Hönle Gruppe in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Nachtragsbericht

Seit dem 1. Oktober 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle Gruppe ausgeht.

Forschung & Entwicklung

Die Unternehmen der Hönle Gruppe entwickelten im Geschäftsjahr 2014/2015 neue leistungsstarke Produkte und passten bestehende Produkte individuellen kundenspezifischen Anforderungen an. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe stiegen von 4.001 T€ im Vorjahr auf 4.108 T€ im Berichtsjahr. Die Zahl der in den F&E-Abteilungen beschäftigten Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum von 58 auf 59, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 10,8 % (Vj. 11,5 %) der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.

Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich F&E im letzten Geschäftsjahr dargestellt:

Segment Geräte & Anlagen

Der Digital- bzw. Inkjetdruck-Druckmarkt hat sich in den letzten Jahren dynamischer entwickelt als andere Druckbereiche. Als wesentliche Merkmale bietet er Schnelligkeit, Effizienz und Individualität. Durch das Wegfallen fester Druckvorlagen ist es im Inkjetdruck möglich, personalisierte Druckerzeugnisse oder Kleinstauflagen wirtschaftlich zu produzieren. Die Formate reichen von kleinen Etiketten bis zu häuserfassadengroßen Postern. Darüber hinaus lassen sich die unterschiedlichsten Materialien bedrucken, wie PVC, Planen, Metall, Holz oder Glas.

Voraussetzung für ein hochwertiges Druckerzeugnis ist eine schnelle und zuverlässige Trocknung der Farben. Die Hönle Gruppe entwickelt und produziert kundenspezifische Aushärtungssysteme für eine Vielzahl von Inkjet-Anwendungen. Hönle UV-Geräte sind in Bogenlängen von 50 mm bis 3.000 mm verfügbar. Führende Druckmaschinenhersteller setzen sowohl Infrarot, konventionelle UV- als auch UV-LED-Technik von Hönle ein. Hönle ist heute Weltmarktführer für UV-Trockner im großformatigen Inkjetdruck.

Daneben brachte die Hönle Gruppe auch mobile LED-Strahler zur Marktreife. Mit der UVAHAND LED entickelte Hönle eine hochintensive LED-Handlampe. Das Gerät kommt überall dort zum Einsatz, wo es um eine zuverlässige, homogene Aushärtung UV-reaktiver Klebstoffe und Vergussmassen geht. Haupteinsatzgebiete sind das Fügen von Glas, Kunststoff und Metall sowie die Fertigung von elektrischen und elektronischen Bauteilen. Weitere Anwendungsbereiche sind die Partikelkontrolle im Reinraum und die Echtheitsprüfung oder Fluoreszenzprüfung zur Qualitätskontrolle.

Die Hönle Gruppe nahm im letzten Geschäftsjahr an mehreren Fachmessen im In- und Ausland teil, um einen aktiven Dialog mit Kunden und anderen Marktteilnehmern zu führen. Dabei präsentierte sie Lösungen und Systeme für das Härten und Trocknen von UV-reaktiven Beschichtungen, Farben und Klebstoffen. Insbesondere in der Elektronikindustrie nimmt die Anzahl der Klebstoffanwendungen permanent zu.

Im Mai nahm die Hönle Gruppe an einer wichtigen Fachmesse für den Digitaldruck teil. Seit einigen Jahren ist eine deutliche Tendenz zum verstärkten Einsatz von UV-LEDs festzustellen. Heute machen UV-LED-Aushärtungssysteme zur Farb- und Klebstoffhärtung einen beachtlichen Teil des Umsatzes der Dr. Hönle AG aus und das Produktsortiment wird kontinuierlich erweitert. Auf der Fespa präsentierte Hönle das jetCure LED. Bestrahlungsbreite und Wellenlänge lassen sich perfekt auf die jeweilige Anwendung anpassen. Neu entwickelt wurden auch luftgekühlte UV-LED-Module mit 1 bis 14 W/cm2, die lückenlos zu einer beliebigen Länge aneinandergereiht werden können. Dass Hönle-Produkte erfolgreich sind, verdeutlicht unter anderem die Tatsache, dass auf der Fespa 2015 insgesamt 22 Hönle UV-Systeme auf Großformat-Druckmaschinen bei sieben unterschiedlichen Herstellern im Einsatz waren.

Segment Glas & Strahler

Für das angestrebte Wachstum im Halbleiter- und im Lichtleitermarkt hat die Raesch Gruppe neue Produkte aus hochreinem Quarzglas entwickelt bzw. weiter optimiert. Es handelt sich dabei zum einen um Quarzglasrohre für die Halbleiterindustrie und zum anderen um Quarzglasstäbe für die Herstellung von Glasfaserkabeln für die schnelle Datenübertragung.

Einzigartig in Europa ist ein Quarzglasrohr der Raesch Quarz (Germany) GmbH mit 300mm Außendurchmesser. Es wird in nur einem Fertigungsschritt gezogen und ermöglicht es damit auf bis zu drei Prozessschritte in der Weiterverarbeitung zu verzichten. Das neuartige Fertigungsverfahren ermöglicht eine signifikante Zeitersparnis sowie eine deutliche Reduzierung der Energiekosten. Die Rohre werden in der Halbleiter- und in der Solarindustrie eingesetzt.

Segment Klebstoffe

Auch für Klebeanwendungen werden verstärkt UV-LEDs eingesetzt. Bislang beschränkte sich die Auswahl an UV-LED-härtenden Klebstoffen zumeist auf Acrylate. Dank der Entwicklung neuer Photoinitiatoren können nun auch Epoxid-Systeme, je nach Bestrahlungsintensitäten, binnen Sekunden ausgehärtet werden. Mit der neuen UV-LED Technologie können Intensitäten erzielt werden, die Klebstoffe auf Epoxidharzbasis zum Teil deutlich schneller härten. Dies führt zu einer Verkürzung der Taktzeit im Produktionsprozess. Panacol entwickelte mehrere Epoxidklebstoffe, die auf dieser neuartigen Technologie basieren.

Auf der diesjährigen BondExpo in Stuttgart präsentierte Panacol einen neuen dual-härtenden Klebstoff: Vitralit® UD 2018 ist ein Epoxidklebstoff, der speziell für Anwendungen im Elektronikbereich entwickelt wurde. Der Klebstoff kann nach anfänglicher UV-Aushärtung auch in Schattenzonen thermisch nachgehärtet werden. Den thixotropen Klebstoff zeichnet sein äußerst geringer Volumenschrumpf aus. Er kann präzise dosiert werden und eignet sich insbesondere für die Mikrodosierung auf Leiterplatten und zum Fixieren von Sender-Empfänger-Einheiten im Elektronikbereich.

Auswahl von Mitgliedschaften

Der Erfahrungsaustausch mit Kunden und Interessenten ist für den Erfolg der Hönle Gruppe von zentraler Bedeutung. Neben der Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen besuchte Hönle auch viele Fachmessen im In- und Ausland und hielt eigene Seminare. Die Gesellschaft tritt so in direkten Erfahrungsaustausch mit ihren Kunden.

Daneben ist die Hönle Gruppe Mitglied in mehreren Interessenverbänden und Organisationen (Auszug alphabetisch).

DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

DFTA Flexodruck Fachverband e.V.

DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.

EWPA European Waterless Printing Association e. V.

FDI Fachverband Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung e.V.

FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V.

FGD Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V.; im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

FOGRA Forschungsgesellschaft Druck e.V.

Industrieverband Klebstoffe e.V.

IUVA International Ultraviolet Association

NeZuMed Netzwerkprojekt Medizintechnik

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V.

Umweltaspekte

Die UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (VOC). Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie (der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen), geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Oberflächendesinfektion. Die UV-Entkeimung wird seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden Transport, Lagerung und Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt.

Auch bei der Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie bei der Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen kommen Hönle UV-Strahler zum Einsatz. Die ultravioletten Strahlen reinigen das Wasser und erreichen dabei sehr hohe Keimabtötungsraten. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemie und damit umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte bleiben erhalten.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH stellt hochwertige Quarzglasprodukte für industrielle Anwendungen her. Mittels Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer-, Glasfaser- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang.

Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So werden zur Senkung des Energieverbrauchs seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 hochwertige Isolationsgranulate an den energieintensiven Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingesetzt.

Ein weiterer Geschäftszweig der Hönle Gruppe sind die Industrieklebstoffe. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe. Bei diesen Klebstoffen erfolgt die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus.

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten in der Hönle Gruppe stieg in Folge der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und der Konsolidierung der Tangent Industries, Inc. Nach 506 Mitarbeitern im Vorjahr waren zum Ende des Geschäftsjahres 545 Mitarbeiter beschäftigt. Davon arbeiteten 43 in Teilzeit, was einer Quote von 7,9 % der Beschäftigten entspricht.

Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 27.857 T€ auf 29.395 T€.

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Zum Geschäftsjahresende waren 19 Auszubildende (Vj. 19) in der Unternehmensgruppe beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Technische Produktdesigner, Chemielaboranten, Mechatroniker, Informatikkaufleute und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Bacheloranden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle außerdem kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Funktionsbereiche

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Stichtag 30.09.2015 30.09.2014 Veränderung
Vertrieb 87 83 4,8 %
Forschung, Entwicklung 59 58 1,7 %
Produktion, Service 264 241 9,5 %
Logistik 65 58 12,1 %
Verwaltung 70 66 6,1 %
gesamt 545 506 7,7 %
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Durchschnitt 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Vertrieb 87 86 1,2 %
Forschung, Entwicklung 58 60 -3,3 %
Produktion, Service 261 241 8,3 %
Logistik 60 57 5,3 %
Verwaltung 71 69 2,9 %
gesamt 537 513 4,7 %

Personalaufwand

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in T€ 2014/2015 2013/2014 Veränderung
Löhne und Gehälter 24.339 23.025 5,7 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 5.056 4.832 4,6 %
gesamt 29.395 27.857 5,5 %

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2015 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 20. März 2015 den Vorstand bis zum 19. März 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 21. März 2014 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2018 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Chancen- und Risikobericht Struktur des Risikomanagementsystems

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern.

Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im vierteljährlichen Abstand Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Einzelrisiken

Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe:

Markt- und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft setzt ihren moderaten Wachstumskurs nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds fort. Dabei verlagern sich die Auftriebskräfte weiter von den Schwellenländern hin zu den fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Insbesondere in den USA hält der Aufwärtstrend weiter an, dagegen geht die Dynamik in den Schwellenländern zurück. In manchen Ländern, wie Russland oder Brasilien sind die Produktionsraten sogar negativ. Die enormen Wachstumsraten des chinesischen Wirtschaftsraumes werden in den nächsten Jahren nach und nach gebremst, bleiben mit 6 bis 7 % jedoch weiterhin ein wesentlicher Faktor für die weltwirtschaftliche Entwicklung. Die Eurozone stabilisiert sich zunehmend, wenn auch auf einem niedrigen Niveau. Die gegenwärtige unsichere geopolitische Situation bzw. die derzeitigen Krisen (Internationaler Terrorismus, Krieg in Syrien/Irak, Ukraine, Flüchtlingsströme) könnten sich negativ auf die Konjunkturentwicklung auswirken. Eine konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Sollten nationale wirtschaftsfördernde Maßnahmen beschlossen werden, würde sich dies hingegen positiv auf die Konjunkturentwicklung insgesamt und auch auf die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe auswirken.

Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden. Ein Rückgang der Energie- und vieler Rohstoffpreise wie im Jahr 2015 würde die Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe hingegen positiv beeinflussen.

Risiken gehen von sich verändernden internationalen Vorschriften und Gesetzen aus, insbesondere in Deutschland und der EU, beispielsweise bei der Verwendung von Rohstoffen oder Inhaltsstoffen. Auch die Errichtung von Handelsbarrieren und die Verschärfung von geopolitischen Spannungen könnten sich negativ auswirken. Gleichzeitig können sich Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen ergeben, die sich positiv auf die Entwicklung der Hönle Gruppe auswirken würden.

Die Unternehmen der Hönle Gruppe erhalten regelmäßig Zuschüsse zu Investitionen oder Entwicklungsprojekten aus öffentlichen oder privaten Quellen. Diese Zuschüsse sind teilweise an zukunftsbezogene Kriterien oder Voraussetzungen gebunden. Es besteht daher das Risiko, dass bei Planabweichungen Teile von Zuschüssen zurückzuzahlen sind. Die Geschäftsführungen und der Vorstand kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Kriterien, um solche Risiken zu vermeiden beziehungsweise angemessen darauf reagieren zu können.

Operative Entwicklung

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall an.

Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit neuartigen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe bereits mehrfach gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zum Vorteil der Gesellschaft zu nutzen.

Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, insbesondere durch die Energiewende, entstehen kann, auch wenn dies bisher nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall bei der Raesch Gruppe hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe weitere Absicherungsmaßnahmen einleiten.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in den Bereichen Zugangskontrolle, Schutzsysteme, Störungsmanagement und Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der EDV-technischen Infrastruktur.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet.

Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen der Erfolg des Unternehmens zumindest auf kürzere Sicht abhängt. Hönle versucht daher ihre Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, sodass die Auswirkungen durch den unerwarteten Ausfall eines Mitarbeiters minimiert werden.

Finanzrisiken

Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Ein schwächerer Euro birgt das Risiko höherer Materialaufwendungen. Auf der anderen Seite bietet ein schwächer werdender Euro, wie dies im Geschäftsjahr 2014/2015 der Falls war, die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit daraus resultierenden positiven Effekten auf die Ertragslage.

Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Anteilen an der Raesch Gruppe sowie von Vermögensgegenständen der Grafix GmbH nahm die Dr. Hönle AG Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz. Gleichzeitig ermöglicht das aktuelle niedrige Zinsniveau in Deutschland eine günstige Refinanzierung.

Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit derzeit 7,5 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken.

Akquisitionen sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Hönle Konzernstruktur. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Unternehmen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Akquisitionen bieten die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder oder Märkte zu erschließen und nachhaltig zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe beizutragen. Wertminderungsrisiken entstehen, wenn die erworbene Gesellschaft nicht entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich die Gesellschaft nicht wie erwartet entwickelt.

Die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Rahmenbedingungen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Zuge einer außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten (Konzernabschluss) bzw. Beteiligungsengagements (Jahresabschluss) entstehen kann.

Im Zusammenhang mit der Raesch Quarz (Germany) GmbH sind im Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ein Beteiligungsbuchwert von 8.679 T€ und Darlehen in Höhe von 6.938 T€ sowie im Konzernabschluss ein Firmenwert in Höhe von 3.387 T€ bilanziert. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erreichte im letzten Geschäftsjahr im Wesentlichen die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele. Während ein Halbleiterofen stabil mit hoher Qualität läuft, wurde bei zwei Halbleiteröfen aufgrund eines weiteren technischen Optimierungsbedarfs im Geschäftsjahr 2014/2015 noch kein nachhaltiger Produktionsprozess aufgenommen. Die Überprüfung der Wertansätze für die Raesch Quarz (Germany) GmbH basiert auf einer Unternehmensplanung über einen Zeitraum von 5 Jahren mit jährlichen durchschnittlichen Umsatzsteigerungsraten von 14,9 %. Dabei wird davon ausgegangen, dass insbesondere die genannten Halbleiteröfen im Geschäftsjahr 2015/2016 und in den Folgejahren mit wachsenden Produktionsmengen in Verbindung mit einem starken Vertrieb die Basis der Umsatzsteigerung in den Wachstumsmärkten Halbleiter und Glasfaser bilden. Der ansteigende Planungsverlauf bei Umsatz und Ergebnis berücksichtigt verbleibende technische Unsicherheiten und die Zeit für den noch anstehenden Anlauf der zwei betreffenden Halbleiteröfen. Damit verbunden ist die weitere Senkung der Ausschussquoten und die Sicherstellung von Produktqualität und Lieferzuverlässigkeit. Ferner wurde angenommen, dass in den kommenden zwei Geschäftsjahren wesentliche Produkte für Kunden aus der Halbleiterindustrie zertifiziert werden.

Es ist nicht auszuschließen, dass aufgrund von technischen Schwierigkeiten, weiteren Verschiebungen geplanter Inbetriebnahmen der Öfen, ungünstigen Marktbedingungen oder Nachfrageverschiebungen die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele der Raesch Quarz (Germany) GmbH nicht erreicht werden können und damit ein teilweiser Wertberichtigungsbedarf für die bilanzierten Wertansätze entstehen könnte.

Demgegenüber steht die Chance, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund der umgesetzten Maßnahmen deutlich besser und schneller als geplant verläuft. Eine kurzfristige Zertifizierung von Produkten für die Halbleiterindustrie würde die Chance einer besseren Umsatz- und Ergebnisentwicklung weiter erhöhen. Darüber hinaus kann sich die Raesch Quarz (Germany) GmbH durch geplante Neuinvestitionen in Produktionsanlagen zusätzliche Absatzchancen erschließen.

Es ist nicht gänzlich auszuschließen, dass bilanzierte Versicherungserträge trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger übersteigen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB dargestellt.

Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen sind Bestandteile des Risikomanagementsystems. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und die Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Das interne Kontrollwesen umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.

Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand.

Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, etwa bei neuen gesetzlichen Vorgaben, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- (Enterprise-Resource-Planning) und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt die Hönle Gruppe ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG als Dienstleister die Buchhaltung zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und Weiterentwicklungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird sowohl durch den Einsatz von Firewall-Systemen als auch durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitgehend sichergestellt.

Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 2, 315 Abs. 2 Nr. 2 HGB dargestellt.

Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise (z. B. bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen) einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Währungsrisiko, das Zinsrisiko sowie das Warenpreisrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie Auswirkungen auf die Einkaufspreise der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten bzw. an Kunden weitgehend vermieden.

Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zusätzlich wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine günstige Marktentwicklung könnte sich jedoch positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Hönle ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis.

Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar. Es ist davon auszugehen, dass dieser auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Auch Planverfehlungen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns negativ beeinflussen.

Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder beispielsweise in den Bereichen Halbleiter, Glasfaser, Wasserentkeimung und der Medizintechnik sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden. Die Kooperation in Korea im Bereich Klebstoffe birgt große Wachstumspotenziale für die künftige Entwicklung der Hönle Gruppe.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
  2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014
Norbert Haimerl 225 212 25 23 250 235
Heiko Runge 224 211 15 15 239 226
Summe 449 423 40 38 489 461

Erfolgsabhängige Bezüge

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in T€ Tantieme
  2014/2015 2013/2014
Norbert Haimerl 300 195
Heiko Runge 300 195
Summe 600 390

Pensionen

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in T€ Pensionsaufwand nach IAS 19
  2014/2015 2013/2014
Norbert Haimerl 205 206
Heiko Runge 177 178
Summe 382 384

Pensionen

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in T€ Anwartschaftsbarwert der Pensionszusage (Defined Benefit Obligations)
  Stand 30.09.2015 Stand 30.09.2014
Norbert Haimerl 1.171 1.028
Heiko Runge 1.059 940
Summe 2.230 1.968

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.

Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.

Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

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in T€ Gesamt
  2014/2015 2013/2014
Prof. Dr. Karl Hönle 43 24
Günther Henrich (seit 20.03.2015) 21 0
Dr. Bernhard Gimple (seit 20.03.2015) 14 0
Dr. Hans-Joachim Vits (bis 20.03.2015) 24 32
Eckhard Pergande (bis 20.03.2015) 12 16
Summe 114 72

Prognosebericht

Marktausblick

Die Aussichten für die weitere konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft sind positiv. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht nach einem Wirtschaftswachstum von 3,1 % im abgelaufenen Jahr, von 3,6 % Wachstum im Jahr 2016 aus. Im Folgejahr erwartet er eine weitere Belebung der Weltwirtschaft.

Insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften sind höhere Zuwachsraten in Sicht, als sie in den beiden vergangenen Jahren verzeichnet wurden. Hier wirkt die weiterhin sehr expansive Geldpolitik zunehmend stimulierend. Zudem wirkt sich der gesunkene Ölpreis positiv auf die Konjunktur aus.

Laut einer Untersuchung des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) dürfte in den Vereinigten Staaten das Bruttoinlandsprodukt nach 2,5 % in 2015 um jeweils 3,0 % in den Jahren 2016 und 2017 zulegen. Dabei werden insbesondere die Anlageinvestitionen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen und der zunehmenden Kapazitätsauslastung an Dynamik gewinnen. Die Konjunktur im Euroraum gewinnt ebenfalls allmählich an Fahrt und expandiert in den kommenden beiden Jahren voraussichtlich um 1,7 % bzw. 2,0 %.

Die Entwicklung in den Schwellenländern wird durch binnenwirtschaftliche Probleme und niedrige Rohstoffpreise gebremst. Für 2016 und 2017 geht der IfW von Zuwachsraten von 4,6 % bzw. 4,9 % aus. Dabei wird erwartet, dass die Zuwächse in China, von 6,6 % in 2015 auf 6,3 % in 2016 und auf 6,0 % in 2017 allmählich weiter zurück gehen werden.

Ein Risiko für die Weltwirtschaft stellt ein Konjunktureinbruch in China dar. Simulationsrechnungen zeigen, dass eine „harte Landung“ der chinesischen Wirtschaft die Weltkonjunktur empfindlich bremsen würde. Sorgen vor einer neuen globalen Wirtschaftskrise scheinen überzogen zu sein, dennoch muss davon ausgegangen werden, dass die Weltwirtschaft weniger stark wächst, als dies noch vor einem Jahr prognostiziert wurde.

Ausblick für die Hönle Gruppe

Die Prognose der künftigen Geschäftsentwicklung hängt maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung der Weltwirtschaft und der Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH ab. Die Planung umfasst alle im Geschäftsjahr 2014/2015 konsolidierten Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe.

Segment Geräte & Anlagen

Der Vorstand erwartet bei Trocknungsanlagen für den Offsetdruck und den Digitaldruck im Geschäftsjahr 2015/2016 eine leicht positive Umsatzentwicklung. Voraussichtlich werden sich neu aufgebaute Kundenbeziehungen mit großen Druckmaschinenherstellern im laufenden Geschäftsjahr positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken. Darüber erwartet der Vorstand eine Steigerung des Umsatzes mit der Nachrüstung bestehender Druckmaschinen. Auch bei Härtungssystemen für Klebstoffe, die vor allem in der Elektronik- und der Automobilindustrie eingesetzt werden, werden aufgrund der positiven Marktentwicklung und der derzeit laufenden Projekte leicht steigende Umsätze erwartet.

Ferner investierte Hönle in den Bereich LED-Trockner für weitere Druckanwendungen wie etwa der Bedruckung dreidimensionaler Objekte, was voraussichtlich ebenfalls zum Umsatzwachstum in diesem Bereich führen wird.

Im Bereich der Sonnenlichtsimulation lagen die Umsätze im Berichtsjahr aufgrund eines Großauftrages aus der Automobilindustrie deutlich über denen des Vorjahres. Aufgrund der aktuellen Lage in der Automobilindustrie geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015/2016 von einem niedrigeren Umsatzniveau im Geschäftsfeld Sonnenlichtsimulation aus.

Segment Glas & Strahler

Von entscheidender Bedeutung für die Verbesserung der Ertragsstärke im Segment Glas & Strahler ist die zukünftige Geschäftsentwicklung der Raesch Quarz (Germany) GmbH.

Zur Sicherstellung der Produktqualität und zur Reduzierung der Ausschussquoten bei der Gesellschaft wurden die Schmelzöfen konstruktiv und steuerungstechnisch neu konzipiert und umgebaut. Die Transparenz des Fertigungsprozesses konnte damit verbessert werden und die Ausschussquoten verringert werden. Zudem konnten die Energiekosten gesenkt werden. Der Vorstand erwartet, dass die eingeleiteten Maßnahmen zusammen mit dem Ausbau der Vertriebskapazitäten zu einer deutlichen Verbesserung des Umsatz- und Ergebnisniveaus in den nächsten Jahren führen werden.

Die Umsetzung von ertragssteigernden Maßnahmen wird voraussichtlich auch bei der Aladin GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH zu höheren Ergebnisbeiträgen führen.

Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich Glas & Strahler in den nächsten Geschäftsjahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird.

Segment Klebstoffe

Die Geschäftsentwicklung im Segment Klebstoffe verlief sehr erfreulich. Insbesondere Kundenaufträge aus der Elektronikindustrie trugen zu einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung im Geschäftsjahr 2014/2015 bei. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir eine stabile Geschäftsentwicklung. Wesentlich werden hierzu voraussichtlich Industrieklebstoffe für die Bereiche Smartphone und Automotive beitragen.

Der Bereich Spezialklebstoffe für medizintechnische Anwendungen soll in den nächsten Jahren kontinuierlich ausgebaut werden.

Investitionen in die Tangent Industries, Inc., USA, bilden die Basis für die geplante Expansion im nordamerikanischen Vertriebsraum. Die Hönle Gruppe erwarb weitere Anteile an der Gesellschaft und hält damit die Mehrheit der Anteile der Tangent Industries, Inc. Zudem wurde ein neues Firmengebäude in Torrington, Connecticut, mit einer Nutzfläche von etwa 3.000 qm bezogen und alle erforderlichen Umbaumaßnahmen noch im Berichtsjahr abgeschlossen.

Die Hönle Gruppe hat gemeinsam mit einem der größten Mischkonzerne in Südkorea ein Unternehmen gegründet. Die SKC-Panacol Co. Ltd. wird zunächst Klebstoffprodukte vertreiben und zu einem späteren Zeitpunkt auch entwickeln und produzieren. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2015/2016 ihren Betrieb aufnehmen. Die Hönle Gruppe kann sich damit mit einem starken Partner ein großes Umsatzpotenzial in einem für Klebstoffprodukte hochinteressanten Markt erschließen.

Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung

Die Hönle Gruppe ist unter anderem in Wachstumsbereichen wie Automotive, Smartphones und Smartcards gut positioniert. Darüber hinaus verfügt die Unternehmensgruppe über gute Voraussetzungen, sich die wachsenden Halbleiter- und Glasfasermärkte mit Quarzglasprodukten weiter zu erschließen. Neue Kooperationen wie etwa im Klebstoffsegment sowie der Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit neuen Großkunden wie etwa im Druckmarkt stellen weitere wichtige Wachstumspotentiale für die Hönle Gruppe dar.

Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015/2016 einen Umsatz und ein Betriebsergebnis der Hönle Gruppe in etwa auf Höhe des Vorjahresniveaus.

Die Höhe der Neu- und Ersatzinvestitionen der Hönle Gruppe wird voraussichtlich bei 2,5 bis 3,0 Mio. € liegen. Im Geschäftsjahr 2015/2016 sind Investitionen in Umbaumaßnahmen und Produktionsanlagen unter anderem bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH sowie der Dr. Hönle AG geplant.

Die Hönle Gruppe ist mit den Segmenten Geräte & Anlagen, Glas & Strahler und Klebstoffe gut aufgestellt und zugleich in Märkten vertreten, die viel Potenzial für weiteres Wachstum bieten.

Neben dem rein organischen Wachstum wird auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Klebstoffmarkt beabsichtigt die Hönle Gruppe, ihre Marktposition mittelfristig weiter auszubauen.

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2015

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen zur Dr. Hönle AG und zur Hönle Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundegelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung Corporate Governance Bericht

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 1. Dezember 2015

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, sowie Empfehlungen und Anregungen der Regierungskommission.

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaft jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen.

Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodexes häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex überprüfte den Kodex und nahm einige Änderungen vor. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtlich zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 05. Mai 2015 ab:

Selbstbehalt bei der D&O Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O- (Directors-and-Officers) Versicherung abschließt (Kodexziffer 3.8 Abs. 3). Der D&O-Versicherungsschutz für den Vorstand beinhaltet einen Selbstbehalt entsprechend der gesetzlichen Regelung. Die Versicherungspolice sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats jedoch keinen Selbstbehalt vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind weiterhin der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes für die Aufsichtsratsmitglieder bedarf es deshalb nicht.

Aufgaben des Vorstands

Nach Kodexziffer 4.1.5 hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festgesetzt. Der Vorstand hat eine bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands von mindestens 25% festgesetzt. Dies entspricht dem derzeitigen Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands. Der Vorstand hat des Weiteren eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands von mindestens 0% festgesetzt. Eine Frist für die Umsetzung ist daher nicht zu setzen. Der Vorstand ist der Auffassung, dass bei der Besetzung von Führungspositionen die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber das Geschlecht oder das Alter entscheidend sind. Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird jedoch spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 erneut über die zu erreichenden Zielgrößen in den beiden oberen Führungsebenen unterhalb des Vorstands der Dr. Hönle AG beschließen.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht. Beide Vorstände arbeiten in dieser Struktur seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Eine Umstellung im Aufbau des Vorstands hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Struktur der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei ist bei variablen Vergütungsbestandteilen grundsätzlich auf eine mehrjährige Bemessungsgrundlage zu achten (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG erhalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable und in ihrer Höhe begrenzte Vergütungsbestandteile.

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Abfindungs-Cap, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor. Im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Eigentümerwechsels (Change of Control, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 5) steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), jedoch maximal in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Eine Umstellung der Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Abfindung für die Vorstandsmitglieder hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Offenlegung der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied die gewährten Zuwendungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung sowie den Zufluss aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung darzustellen und für diese Informationen vorgefertigte Mustertabellen zu verwenden (Kodexziffer 4.2.5 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht die Vergütung der Vorstände im Einklang mit den geltenden Vorschriften individualisiert und untergliedert nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Bezügen sowie Pensionen. Sie ist nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht.

Aufgaben des Aufsichtsrats

Nach Kodexziffer 5.1.2 hat der Aufsichtsrat Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand festgesetzt. Der Aufsichtsrat hat eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Dr. Hönle AG auf mindestens 0% festgesetzt. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen. Die beiden Vorstandsmitglieder der Dr. Hönle AG, Herr Haimerl und Herr Runge, führen den Konzern nunmehr seit vielen Jahren erfolgreich. Weder eine Erweiterung des Vorstandes noch eine Neubesetzung von Vorstandspositionen ist derzeit geplant. Aus diesem Grund soll für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 auch keine Mindestzielgröße für den Frauenanteil im Vorstand größer 0% festgesetzt werden. Der Aufsichtsrat wird sich auch zukünftig bei der Auswahl von Vorstandsmitgliedern an der Qualifikation und den individuellen Fähigkeiten der Kandidatin oder des Kandidaten orientieren. Bei der Besetzung des Vorstandes sind nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht das Geschlecht oder das Alter entscheidend, allein entscheidend ist, die am besten geeignete Person für die Position des zu besetzenden Vorstandsamtes zu finden. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG wird jedoch spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 erneut über die zu erreichende Zielgröße im Vorstand der Dr. Hönle AG beschließen.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss (Audit Committee), bilden soll (Kodexziffer 5.3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder und die Festlegung eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber beispielsweise das Geschlecht oder das Alter bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat keine festen Alters- oder andere Zugehörigkeitsgrenzen für seine Mitglieder festgelegt. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen. Der Aufsichtsrat hat daher auch keine konkreten Ziele im Sinne des Kodex für seine Zusammensetzung formuliert. Die Dr. Hönle AG wird daher auch nicht die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat jedoch entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat formuliert. Da die Dr. Hönle AG nicht dem Mitbestimmungsgesetz unterliegt, muss sich der Aufsichtsrat bei der Dr. Hönle AG nicht zu mindestens 30% aus Frauen und zu mindestens 30% aus Männern zusammensetzen. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat auf mindestens 0% festgesetzt. Eine Frist zur Erreichung der Zielgröße ist damit nicht zu setzen. Die amtierenden Aufsichtsratsmitglieder der Dr. Hönle AG wurden auf der Hauptversammlung im März 2015 für eine Amtszeit von 5 Jahren neu gewählt. Eine Erweiterung des Aufsichtsrats erachtet der Aufsichtsrat derzeit nicht für sinnvoll und erforderlich. Für die laufende Amtsperiode des neu gewählten Aufsichtsrats soll daher keine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat größer 0% festgelegt werden. Sollte ein Mitglied des derzeitigen Aufsichtsrats vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, wird die Dr. Hönle AG den oder die am besten geeigneten Kandidaten/ Kandidatinnen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG wird jedoch spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 erneut über die zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG Beschluss fassen.

Rechnungslegung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat oder sein Prüfungsausschuss erörtern soll (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit Zwischenberichte ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun. Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex den Konzernabschluss binnen 90 Tagen und die Zwischenberichte binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 4). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen werden im Einklang mit der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Verkürzung der Veröffentlichungszeiten würde in einem unangemessenen Verhältnis die Verwaltungskosten erhöhen. Die Veröffentlichungsfristen werden daher bis auf weiteres unverändert bleiben.

Wertpapierbesitz der Organe

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt Angaben zum Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zu machen (Kodexziffer 6.2). Die Dr. Hönle AG weist den Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente wie folgt aus:

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Wertpapierbesitz zum 30. September 2015 Aktien Anzahl Aktien in % vom Grundkapital sonstige Finanzinstrumente
Vorstand      
Norbert Haimerl 27.000 0,49 0
Heiko Runge 16.100 0,29 0
Aufsichtsrat      
Günther Henrich 500 0,01 0
Prof. Dr. Karl Hönle 222.000 4,03 0
Summe 265.600 4,82 0
Anzahl Aktien Gesamt 5.512.930 100,00 0

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und deren Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der Risikobericht.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung.

(► www.hoenle.de/ir-hauptversammlung)

Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Vorstand

Norbert Haimerl

Diplom-Betriebswirt (FH) (53 Jahre)

verantwortlich für Finanzen und Personal

Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei einem Tochterunternehmen eines Druckmaschinenherstellers als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Heiko Runge

Diplom-Ingenieur (FH) (51 Jahre)

verantwortlich für Vertrieb und Technik

Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Karl Hönle

Diplom-Physiker

Aufsichtsratsvorsitzender

Karl Hönle ist emeritierter Professor der Hochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig.

Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH.

Günther Henrich

Rechtsanwalt

stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Henrich war nach Tätigkeiten im Bayerischen Wirtschaftsministerium und in der LfA Förderbank Bayern von 1987 bis 2012 Geschäftsführer der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und ihrer Vorgängergesellschaften. Er hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass die BayBG heute der Marktführer für mittelständisches Beteiligungskapital in Bayern ist. Hierdurch verfügt Herr Henrich über ein breites Netzwerk in der bayerischen Wirtschaft. Er übernahm zahlreiche Aufsichtsrats- und Beiratsmandate bei mittelständischen Unternehmen. Zudem war er Vorsitzender einer Fachgruppe und Mitglied im Vorstand des BVK Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Dr. Bernhard Gimple, , Rechtsanwalt, Aufsichtsrat

Herr Dr. Gimple ist seit mehr als vierzehn Jahren als Rechtsanwalt in München tätig. Nach Abschluss seines Jurastudiums und der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitete er zunächst in mehreren größeren überregionalen Wirtschaftskanzleien, ehe er im Jahre 2011 zusammen mit einem Kollegen die Wirtschaftskanzlei SOLEOS gründete. Seit November 2005 fungiert der gelernte Bankkaufmann zudem als Pfandbrieftreuhänder der Stadtsparkasse München.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Lagebericht nach den IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Dr. Hönle Aktiengesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht der Dr. Hönle Aktiengesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 23. Dezember 2015

S&P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Thomas, Wirtschaftsprüfer

Georg Komm, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2015

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2014 bis 30.09.2015 nach IFRS

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  Anhang 01.10.2014 - 30.09.2015
in T€
01.10.2013 - 30.09.2014
in T€
Umsatzerlöse (6) 92.173 82.090
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   94 1.606
Andere aktivierte Eigenleistungen   259 124
Sonstige betriebliche Erträge (7) 1.673 1.569
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen (8) 33.527 31.266
Personalaufwand (9) 29.395 27.857
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens (10) 2.638 2.551
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 15.115 14.232
Betriebsergebnis/EBIT   13.524 9.483
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (12) -11 28
Finanzerträge (13) 1.094 34
Finanzaufwendungen (14) 584 578
Finanzergebnis   499 -516
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen/EBT   14.023 8.967
Ertragsteuern (15) 3.703 2.472
Konzernjahresergebnis   10.320 6.495
Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist (16) 192 239
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   10.128 6.256
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (19) 1,84 1,13
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (19) 1,84 1,13

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.10.2014 bis 30.09.2015 nach IFRS

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    01.10.2014 - 30.09.2015
in T€
01.10.2013 - 30.09.2014
in T€
Konzernjahresergebnis   10.320 6.495
Sonstiges Ergebnis: Positionen, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
- Unterschied aus Währungsumrechnung (31) 355 187
- Sonstiges Ergebnis aus Sicherungsgeschäften (46) 35 -103
- Ertragsteuereffekte (16) -9 27
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensionen   231 -1.232
Latente Steuern aus Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensionen   -56 308
Summe sonstiges Ergebnis   556 -813
Gesamtergebnis   10.877 5.682
Davon entfallen auf:      
- Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist   188 239
- Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   10.689 5.443

Konzernbilanz zum 30.09.2015 nach IFRS

Aktiva

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  Anhang 30.09.2015
in T€
30.09.2014 in
T€
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwert (20) 18.849 18.849
Immaterielle Vermögenswerte (20) 3.051 3.241
Sachanlagevermögen (20) 16.163 15.003
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (20) 0 1.124
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (22) 50 543
Finanzielle Vermögenswerte (20) 32 32
Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 810 678
Latente Ertragsteueransprüche (23) 2.569 2.543
Langfristige Vermögenswerte, gesamt   41.524 42.013
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (24) 25.055 22.408
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 13.513 12.243
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (26) 224 265
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (27) 2.233 2.597
Steuererstattungsansprüche (28) 631 384
Liquide Mittel (29) 7.456 5.685
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt   49.111 43.582
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (30) 376 0
Aktiva Gesamt   91.012 85.595

Passiva

     
  Anhang 30.09.2015
in T€
30.09.2014 in
T€
Eigenkapital (31)    
Gezeichnetes Kapital   5.513 5.513
Eigene Anteile   -8 -8
Kapitalrücklage   16.596 16.596
Gewinnrücklagen   33.776 25.468
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital   55.877 47.569
Nicht beherrschende Anteile   1.637 2.149
Eigenkapital, gesamt   57.514 49.718
Langfristige Schulden      
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) (32) 8.034 9.545
Langfristige Finanzleasingverpflichtungen (33) 8 11
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (34) 416 537
Pensionsrückstellungen (35) 4.567 4.498
Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen (36) 533 606
Latente Ertragsteuerschulden (23) 1.526 1.479
Langfristige Schulden, gesamt   15.084 16.676
Kurzfristige Schulden      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (37) 4.990 4.846
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (26) 7 76
Erhaltene Anzahlungen (38) 622 694
Kurzfristiger Anteil der Finanzleasingverbindlichkeiten (33) 3 4
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (39) 3.022 3.215
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (40) 6.346 7.623
Sonstige Rückstellungen (41) 486 480
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (42) 2.938 2.263
Kurzfristige Schulden, gesamt   18.414 19.201
Passiva Gesamt   91.012 85.595

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
für die Zeit vom 01.10.2014 – 30.09.2015 nach IFRS

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        Gewinnrücklagen Eigenkapital
  gezeichnetes Kapital in
T€
eigene Anteile
in T€
Kapitalrücklage
in T€
gesetzliche und andere Gewinnrücklagen
in T€
Rücklage für Sicherungsgegeschäfte
in T€
Stand 01.10.2013 5.513 -8 16.596 22.003 -31
Konzernjahresüberschuss       6.256  
Sonstiges Ergebnis         -76
Gesamtergebnis       6.256 -76
Dividendenausschüttung       -2.756  
Stand 30.09.2014 5.513 -8 16.596 25.502 -107
Stand 01.10.2014 5.513 -8 16.596 25.502 -107
Konzernjahresüberschuss       10.128  
Sonstiges Ergebnis         26
Gesamtergebnis       10.128 26
Veränderung aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen       379  
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben          
Dividendenausschüttung       -2.756  
Stand 30.09.2015 5.513 -8 16.596 33.253 -81
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  Gewinnrücklagen Eigenkapital
  Rücklage für versicherungsmathematische Verluste IAS 19
in T€
Rücklage für Währungsdifferenzen in
T€
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital
in T€
nicht beherrschende Anteile
in T€
Gesamt
in T€
Stand 01.10.2013 -646 1.456 44.883 1.989 46.872
Konzernjahresüberschuss     6.256 239 6.495
Sonstiges Ergebnis -924 187 -813   -813
Gesamtergebnis -924 187 5.443 239 5.682
Dividendenausschüttung     -2.756 -80 -2.836
Stand 30.09.2014 -1.570 1.643 47.569 2.149 49.718
Stand 01.10.2014 -1.570 1.643 47.569 2.149 49.718
Konzernjahresüberschuss     10.128 192 10.320
Sonstiges Ergebnis 175 355 556 -4 552
Gesamtergebnis 175 355 10.684 188 10.872
Veränderung aufgrund des Erwerbs von nicht beherrschenden Anteilen     379 -736 -357
Veränderung der nicht beherrschenden Anteile aufgrund von Unternehmenserwerben     0 185 185
Dividendenausschüttung     -2.756 -149 -2.905
Stand 30.09.2015 -1.395 1.999 55.877 1.637 57.514

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.10.2014 – 30.09.2015 nach IFRS

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  01.10.2014- 30.09.2015 in
T€
01.10.2013- 30.09.2014
in T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:    
Jahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 14.023 8.967
Berichtigungen für:    
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 2.638 2.551
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -314 17
Finanzerträge -1.083 -62
Finanzaufwendungen 584 578
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -1.026 -359
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 14.822 11.693
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 247 108
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -876 -267
Zunahme/Abnahme von Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 43 -37
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 362 -243
Veränderung der Rückdeckungsversicherung -50 -73
Zunahme/Abnahme der Vorräte -1.778 -2.962
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -21 195
Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht -69 36
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen -72 258
Zunahme/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 245 297
Zunahme/Abnahme der abgegrenzten öffentlichen Investitionszuwendungen 9 196
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.863 9.201
Gezahlte Zinsen -334 -351
Gezahlte Ertragsteuern -3.371 -1.357
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 9.159 7.492
Cashflow aus Investitionstätigkeit:    
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 511 3
Erwerb von Tochterunternehmen abzgl. Erworbener Nettozahlungsmittel 186 0
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -357 0
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen -39 -58
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -2.136 -3.085
Veränderung für Unternehmenserwerbe 0 0
Veränderung für Unternehmenserwerbe aus Vorjahren -603 -3.753
Einzahlungen aus langfristigen Forderungen 66 22
Auszahlungen für langfristige Forderungen -150 0
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 29 27
Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden 15 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.478 -6.844
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:    
Einzahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten 1.350 6.125
Auszahlungen für Kredite und Bankverbindlichkeiten -3.241 -2.352
Rückzahlungen von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -279 -398
Auszahlungen für Dividenden -2.905 -2.836
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.075 539
Währungsdifferenzen 110 99
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 56 21
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln 1.771 1.307
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 5.685 4.378
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 7.456 5.685

Die Kapitalflussrechnung wird in Tz. 47 des Konzernanhangs erläutert.

Anhang zum IFRS - Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015

der Dr. Hönle AG, Gräfelfing

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz in Gräfelfing bei München, Deutschland.

Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte & Anlagen, Glas & Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment Glas & Strahler umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB („Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards“) im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und -Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Der Konzernabschluss wird um den zusammengefassten Lagebericht der Dr. Hönle AG und des Konzerns ergänzt.

Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., China und der SKC - Panacol Co., Ltd., Südkorea, entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September. Bei den genannten Tochtergesellschaften entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter Ziffer 5 (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) etwas anderes angegeben wird.

Der Konzernabschluss wird unter der going-concern-Prämisse aufgestellt.

Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 23. Dezember 2015 aufgestellt.

2. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung der einzelnen Positionen aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 20), der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 35), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 41) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz. 23) getroffen worden.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2015 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

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Name   Sitzland Beteiligungsquote Berichtsjahr Beteiligungsquote Vorjahr Gehalten über
Unmittelbare Beteiligungen:          
(1) Aladin GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 60,00% 60,00%  
(2) Honle UV France S.à.r.l., Bron/Lyon Frankreich 100,00% 100,00%  
(3) Honle UV (UK) Ltd., Luton England 0,00% 100,00%  
(4) Honle Spain S.A.U., Olesa de Bonesvalls/Barcelona Spanien 100,00% 100,00%  
(5) PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg Deutschland 100,00% 100,00%  
(6) Eltosch Grafix GmbH, Pinneberg Deutschland 100,00% 100,00%  
(7) AGITA Holding AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00%  
(8) UV-Technik Speziallampen GmbH, Wümbach Deutschland 81,00% 51,00%  
(9) Mitronic GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 100,00% 51,00%  
(10) Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., Shanghai China 100,00% 100,00%  
(11) Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen Deutschland 80,00% 80,00%  
(12) Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta, Malta Malta 100,00% 80,00%  
(13) Honle US Real Estate LLC, Torrington USA 100,00% 100,00%  
Mittelbare Beteiligungen:          
(14) Panacol AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00% (7)
(15) Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Frankfurt/M. Deutschland 100,00% 100,00% (14)
(16) Eleco Produits EFD, SAS, Gennevilliers/Paris Frankreich 99,96% 99,96% (14)
(17) Eltosch Grafix America Inc., Batavia/Chicago USA 100,00% 100,00% (6)
(18) SKC - Panacol Co., Ltd, Suwon-si Südkorea 51,00% 0,00% (15)
(19) Tangent Industries, Inc., Torrington USA 57,59% 38,00% (14)
Assoziierte Unternehmen:          
(20) Metamorphic Materials Inc., Winsted USA 30,00% 30,00% (14)
(21) TECINVENT GmbH, Schömberg Deutschland 35,00% 35,00%  

Bei allen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen repräsentieren die Beteiligungsquoten zugleich die Stimmrechtsquoten.

Die genannten Unternehmen der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen die Möglichkeit besitzt, die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens zu bestimmen, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Assoziierte Unternehmen gem. IAS 28 werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn das Mutterunternehmen einen Stimmrechtsanteil von 20% oder mehr hält (assoziiertes Unternehmen).

Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH (Solitec GmbH) mit Sitz in Gräfelfing wurde trotz Vorliegen einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Das Geschäftsjahresergebnis 2014/2015 der Solitec GmbH beträgt 2 T€ (Vj. 2 T€), die Höhe des Eigenkapitals zum 30. September 2015 beträgt 39 T€ (Vj. 37 T€).

Die Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH mit Sitz in Kohlberg, Deutschland, in Höhe von 20% des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Finanzielle Vermögenswerte“ im Konzernabschluss ausgewiesen. Eine Konsolidierung erfolgt nicht, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben kann. Die Beteiligung ist als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert. Das Geschäftsjahresergebnis 2014/2015 der PrintDesign Engineering GmbH beträgt 0 T€ (Vj. 69 T€), die Höhe des Eigenkapitals zum 30. September 2015 beträgt 31 T€ (Vj. 108 T€).

Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:

Im zweiten Quartal 2014/2015 wurde die Tochtergesellschaft Honle UV (UK) Limited aufgelöst. Der Vertrieb von Geräten und Anlagen erfolgt zukünftig über einen lokalen Vertriebspartner. Die Endkonsolidierung erfolgte auf den 31. März 2015 und hat zu keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernbilanz bzw. Konzerngewinn- und -verlustrechnung geführt.

Im dritten Quartal 2014/2015 wurden von der Dr. Hönle AG Kaufoptionen an der UV-Technik Speziallampen GmbH, Wolfsberg ausgeübt. In diesem Zusammenhang erwarb die Dr. Hönle AG weitere 30% der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die Dr. Hönle AG hält damit 81% der Anteile an der UV-Technik Speziallampen GmbH.

Im August 2015 hat die Dr. Hönle AG weitere 49% der Anteile an der Mitronic GmbH, Gräfelfing, erworben. Zum Bilanzstichtag werden somit 100% der Anteile an der Mitronic GmbH gehalten.

Ebenfalls im August 2015 wurden weitere 20% an der Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta, erworben. Zum Bilanzstichtag hält die Dr. Hönle AG somit 100% der Anteile an der Raesch Quarz (Malta) Ltd.

Im September 2015 wurde die SKC-Panacol Co., Ltd, mit Sitz in Suwon-si in Südkorea gegründet. Das Stammkapital der Gesellschaft beläuft sich auf 500 Millionen Koreanische Won (KRW). Die Anteile werden zu 51% von der Konzerntochtergesellschaft Panacol-Elosol GmbH gehalten. Die Gesellschaft wird erstmals zum 30.09.2015 in den Konzernabschluss der Hönle Gruppe einbezogen.

Im Rahmen eines Share Deals wurden im Juli 2015 Anteile an der Tangent Industries, Inc., Torrington, Connecticut, USA, erworben, wodurch es zu einem sukzessiven Unternehmenserwerb im Sinne des IFRS 3 kam, da bereits vor dieser Transaktion eine Beteiligung an der Gesellschaft von 41,26% bestand. Der Erwerb erfolgte durch die Panacol AG, eine 100%-Tochtergesellschaft der AGITA Holding AG, welche wiederum eine 100%-Tochtergesellschaft der Dr. Hönle AG, der Konzernmutter, ist.

Die Tangent Industries, Inc. ist auf die Produktion und den Vertrieb von bzw. Handel mit verschiedenen Klebstoffen (Klebstoffe aushärtend durch UV-Licht, Acrylatklebstoffe, Epoxidkleber) für diverse Anwendungsbereiche (kleben, beschichten, versiegeln, dichten, etc.) in den unterschiedlichsten Industriesparten wie Medizin, Automotive, Metallverarbeitung und Verpackung spezialisiert. Die Tangent Industries, Inc. ist für die Hönle Gruppe im Bereich Klebstoffe eine wesentliche Vertriebsgesellschaft für den nordamerikanischen Markt.

Die Panacol AG erlangte am 8. Juli 2015 Beherrschung über die Tangent Industries, Inc. auf Grund eines weiteren Anteilserwerbs in Höhe von rund 16,33%, so dass sich der Anteilsbesitz nach dem Erwerb nunmehr auf 57,59% beläuft. Auf Grund der Aufstockung der Anteile von 41,26% auf 57,59% waren die Vorschriften des IFRS 3 hinsichtlich sukzessiver Unternehmenserwerbe entsprechend zu beachten. Die Einbeziehung des erworbenen Geschäftsbetriebs in den Konzernabschluss erfolgte auf Basis einer vorläufigen Bilanzierung. Insofern kann es innerhalb des nach IFRS 3.45 vorgesehenen Bewertungszeitraumes von einem Jahr noch zu Anpassungen bei in den Konzernabschluss einbezogenen Vermögenswerten und Schulden und in Folge dessen auch des ermittelten Unterschiedsbetrags kommen. Mit Erwerb im Juli 2015 wurde unmittelbar mit der Eingliederung in die Hönle-Gruppe begonnen, welche allerdings bislang noch nicht abgeschlossen ist. Insofern könnten sich im Rahmen der Datenübernahme gegebenenfalls neue Informationen ergeben, die zu einer eventuell anderen Bewertung zum Akquisitionsstichtag geführt hätten.

Der beizulegende Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung im Rahmen der Akquisition setzt sich aus einer Barkomponente, dem untergehenden Equity-Ansatz, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, sowie der Erfassung einer Verbindlichkeit für den Erwerb der noch ausstehenden Anteile zusammen. Die Barkomponente beläuft sich auf 110 T€. Der untergehende Equity-Ansatz, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, beläuft sich auf 277 T€. Im Rahmen der Neubewertung zum Akquisitionsstichtag wurde in Summe ein Verlust in Höhe von 19 T€ erfasst, welcher in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen“ enthalten ist.

Für die noch ausstehenden Anteile wurde mit den beiden noch verbleibenden Anteilseignern eine vertragliche Regelung zum Erwerb dieser Anteile in den nachfolgenden Jahren, bis zu einem vollständigen Erwerb in 2024, getroffen. Diese Regelung umfasst identisch ausgestaltete Verkaufs-Optionen der Verkäufer und Kauf-Optionen des Erwerbers hinsichtlich Kaufpreisermittlung, Laufzeit und Ausübungszeiträumen. Auf Grund dieser vertraglichen Ausgestaltung wurde einerseits eine entsprechende Verbindlichkeit im Konzernabschluss ausgewiesen und unterbleibt andererseits der Ausweis von nicht beherrschenden Anteilen sowohl in der Gewinn- und Verlustrechnung als auch in der Bilanz. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeit wurde zum Akquisitionsstichtag mit 261 T€ ermittelt. Die erstmalige Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgte zum Barwert des bei frühestmöglicher Ausübung der Option zu zahlenden Ausübungspreises. Als Zinssatz für die Abzinsung wurden laufzeitspezifische Fremdkapitalzinssätze herangezogen.

Die Summe der gesamten übertragenen Gegenleistung beläuft sich somit auf 648 T€.

Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:

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Erworbene Vermögenswerte und Schulden Beizulegender Zeitwert
in T€
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte 216
Sachanlagen 190
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 207
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 251
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 118
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 113
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 376
Schulden  
Darlehensverbindlichkeiten -183
Latente Steuerschulden -98
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -97
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -330
Nettovermögenswerte 763

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen handelt es sich um kurzfristige Forderungen, bei denen der beizulegende Zeitwert den Bruttowerten entspricht. Zum Erwerbszeitpunkt liegen keine Anhaltspunkte für eine Uneinbringlichkeit der übernommenen Forderungen vor.

Aus dem beizulegenden Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung in Höhe von 648 T€ und den erworbenen Nettovermögenswerten in Höhe von 763 T€ resultiert ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 115 T€. Nach nochmaliger Überprüfung der durchgeführten Arbeiten wurde der negative Unterschiedsbetrag unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der negative Unterschiedsbetrag resultiert aus einem für die Hönle-Gruppe günstigen Kaufpreis in Relation zu den erworbenen Nettovermögenswerten. Mit Ergebnisbelastungen durch das erworbene Unternehmen in den nachfolgenden Perioden wird im Erwerbszeitpunkt auf Grund der vorliegenden Planung nicht gerechnet.

Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf 113 T€, wodurch es insgesamt zu einem Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 3 T€ kam.

Der Jahresfehlbetrag der erworbenen Gesellschaft vom Erwerbszeitpunkt bis zum 30. September 2015 belief sich auf 41 T€. Die Umsatzerlöse vom Erwerbszeitpunkt bis zum 30. September 2015 betrugen 373 T€. Der Jahresfehlbetrag der erworbenen Gesellschaft vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 belief sich auf 37 T€. Die Umsatzerlöse vom 1. Oktober 2014 bis zum 30. September 2015 betrugen 1.725 T€. Wenn der Erwerb zu Beginn des Geschäftsjahres 2014/2015 stattgefunden hätte, wäre der Umsatz des Konzerns um 1.352 T€ höher und der Gewinn um 4 T€ niedriger gewesen. Im Rahmen des Unternehmenserwerbes wurden keine Geschäftsbereiche aufgegeben oder veräußert.

Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€).

Für die selbständigen Tochtergesellschaften in Großbritannien, in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und in Südkorea ist die funktionale Währung das Britische Pfund (GBP), der Schweizer Franken (CHF), der US-Dollar (USD) bzw. Koreanischer Won (KRW); für die selbständige chinesische Tochtergesellschaft der Chinesische Renminbi (RMB). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen.

Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

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    Stichtagskurs Year-to-Date-Kurs
    30.09.2015
in €
30.09.2014
in €
2014/2015
in €
2013/2014
in €
1 Britisches Pfund GBP 1,3541 1,2865 1,3438 1,2206
1 Schweizer Franken CHF 0,9060 0,8203 0,9117 0,8191
1 US-Dollar USD 0,8926 0,7947 0,8710 0,7370
1 Chinesischer Renminbi RMB 0,1404 0,1294 0,1400 0,1199
1 Koreanischer Won KRW 0,0008   0,0008  

Ein kleiner Teil der Konzernunternehmen der Hönle Gruppe fakturieren aufgrund der Kundenstruktur in USD und YEN. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als Kursdifferenzerträge oder Kursdifferenzaufwendungen erfasst. Sicherungsgeschäfte für das Währungsrisiko wurden nicht vorgenommen.

4. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2014/2015 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB

(International Accounting Standards Board) bzw. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) erstmals anzuwenden. Die Vergleichszahlen wurden, soweit erforderlich, angepasst.

IFRS 10- Consolidated Financial Statements: Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung („control“) neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es an positiven und negativen variablen Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Die Dr. Hönle AG hält direkt oder indirekt die Mehrheit der Kapitalanteile an ihren Tochterunternehmen. Dabei entspricht der Kapitalanteil grundsätzlich dem Stimmrechtsanteil. Somit hat die Erstanwendung des IFRS 10 keine Auswirkungen auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses.

IFRS 11- Joint Arrangements: Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. In der Hönle Gruppe liegen keine gemeinsamen Vereinbarungen im Sinne des IFRS 11 vor. Insofern hat die erstmalige Anwendung des IFRS 11 keine Auswirkung auf die künftige Darstellung des Konzernabschlusses.

IFRS 12- Disclosure of Interests in Other Entities: Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC-12 vorzunehmenden Angaben. Demzufolge führt die erstmalige Anwendung zu erweiterten Angaben im Konzernabschluss.
Die weiteren ab dem Geschäftsjahr 2014/2015 verbindlich anzuwendenden Standards und Überarbeitungen sowie Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Hönle Gruppe:

IAS 32- Offsetting Financial Assets an Financial Liabilities: Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen.

IAS 27- Separate Financial Statements: Die Änderung enthält in Folge der Veröffentlichung der neuen Verlautbarung des IFRS 10 nur noch Regelungen zu Einzelabschlüssen.

IAS 28- Investments in Associates and Joint Ventures: Die Änderungen bestehen darin, die Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen festzuschreiben und Vorschriften über die Anwendung der Equity-Methode zu erlassen, wenn die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert werden.

IAS 36-Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets: Infolge dieser Änderung werden die durch IFRS 13 eingeführten, unbeabsichtigten Angabepflichten in Hinblick auf den erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten angepasst. Andererseits wird der Umfang der Angaben erweitert, sofern während der Berichtsperiode für einen einzelnen Vermögenswert oder eine zahlungsmittelgenerierende Einheit eine Wertminderung oder Wertaufholung erfasst wurde.

IAS 39- Novation of Derivatives and Continuation of Hedge Accounting: Durch die Änderung bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Voraussetzung dafür ist, dass die Novation zur Einschaltung einer zentralen Gegenpartei bzw. eines Zentralkontrahenten infolge rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen führt.

IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12- Transition Guidance: Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen bei beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt.

IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27- Investment Entities: Die Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften und nehmen derartige Gesellschaften aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 Consolidated Financial Statements aus. Bestimmte Tochtergesellschaften werden dann erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 9 bzw. IAS 39 bewertet.

IFRIC 21- Levies: Die Interpretation bezieht sich auf die Bilanzierung von öffentlichen Abgaben. Es wird klar gestellt, wann derartige Verpflichtungen im Abschluss als Rückstellung oder Verbindlichkeit zu erfassen sind.

Das IASB bzw. IFRIC haben weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung für die Dr. Hönle AG noch nicht verpflichtend ist und vom Konzern auf mögliche Auswirkungen geprüft wird:

IAS 19- Employee Contributions: Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie die Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Februar 2015).

Annual Improvements to IFRSs 2010-2012 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Februar 2015).

Annual Improvements to IFRSs 2011-2013 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2015).

Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC folgende Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist nicht möglich; mögliche Auswirkungen werden geprüft:

IFRS 9- Financial Instruments: Der Standard ersetzt IAS 39 und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Dabei dienen die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden als Grundlage für die Klassifizierung. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor und enthält neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

IFRS 14- Regulatory Deferral Accounts: Durch den Standard wird es IFRS-Erstanwendern unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, regulatorische Abgrenzungsposten, welche unter nationalem Recht bilanziert sind, auch im IFRS Abschluss zu erfassen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IFRS 15- Revenue from Contracts with Customers: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Infolgedessen ersetzt IFRS 15 die bisher relevanten Standards (IAS 18, IAS 11 und IFRIC 13) zur Erlöserfassung sowie relevante Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden. Die wesentlichen Ausnahmen allerdings sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28- Investment Entities: Applying the Consolidation Exeption: Die Änderung konkretisiert die Konsolidierungspflicht, wenn das Mutterunternehmen eine Investmentgesellschaft darstellt. Hierbei werden Umstände aufgeführt, bei denen keine Konsolidierungspflicht für das Tochterunternehmen besteht. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IFRS 10 and IAS 28- Sale or Contribution of Asstets between an Investor and its Associate or Joint Venture: Aus der Überarbeitung geht eine Klarstellung bezüglich Transaktionen zwischen Investoren und assoziierter Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen hervor. Der Endorsement- Prozess wurde im Februar 2015 ausgesetzt. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IAS 27- Equity Method in Seperate Financial Statements: Durch diese Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IAS 16 and IAS 41- Bearer Plants: Mit den Änderungen werden fruchtbare Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich des IAS 16 gebracht, so dass sie analog zu den Sachanlagen bilanziert werden. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IAS 16 and IAS 38- Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation: Mit diesen Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IFRS 11- Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations: Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

IAS 1- Disclosure Initiative: Die Änderung stellt insbesondere klar, dass eine Angabepflicht nur dann vorliegt, wenn der Inhalt dieser Änderung nicht unwesentlich ist. Darüber hinaus werden Klarstellungen zur Aggregation und Disaggregation von Abschlussposten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, Darstellung des sonstigen Ergebnisses at Equity eingezogener Unternehmen und zur Struktur von Anhangangaben vorgenommen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016).

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes wird mittels der Discounted Cashflow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cashflows aus der jüngsten Managementplanung zugrundegelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst.

Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.

Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Tz. 20.

Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt:

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Markennamen 15 Jahre
Kundenstamm und andere Rechte 5 bis 10 Jahre
Software 1 bis 15 Jahre
Lizenzen 1 bis 14 Jahre
Urheberrechte, Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 7 bis 10 Jahre
Rezepte, Geheimverfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 10 Jahre

Sachanlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrundegelegt:

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Gebäude 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 39 Jahre

Unter der Position „Gebäude“ werden auch Mietereinbauten erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer festgelegt.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

Im vorigen Geschäftsjahr 2013/2014 wurden in dieser Position Immobilien ausgewiesen, die vor der Vollkonsolidierung der Tangent Industries, Inc. nicht innerhalb des Konzerns betrieblich genutzt wurden und ausschließlich zur Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinnen aus Wertsteigerungen dienen. Die Immobilien wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die planmäßige Abschreibung dieser Immobilien erfolgte über einen Zeitraum von 33 Jahren.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und in der Bilanz unter der Position „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ ausgewiesen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinsame Kontrolle ausüben kann. IAS 28.6 geht davon aus, dass eine Beteiligung von mehr als 20% der Stimmrechtsanteile auf einen maßgeblichen Einfluss hinweist.

Latente Steuern

Zur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebene Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.

Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze.

Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, dessen Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das gewogene Durchschnittsverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann.

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab. Eine Überprüfung der Klassifizierung erfolgt zu jedem Stichtag.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen liegen bei der Dr. Hönle AG nicht vor. Die Finanzinstrumente werden wie folgt bilanziert:

1. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, welche dieser Kategorie zugeordnet werden, sind einer der folgenden Unterkategorien zuzuordnen:

Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als „zu Handelszwecken gehalten“ eingeordnet wurden (held for trading)

Finanzielle Vermögenswerte, die ab dem erstmaligen Ansatz „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten“ (at Fair Value through profit and loss) klassifiziert wurden.

Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertveränderungen von Derivaten ohne Sicherungszusammenhang gelten als „zu Handelszwecken gehalten“ und werden folglich erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Sind die Derivate in einen Cashflow-Hedge einbezogen, werden die Fair-Value-Anpassungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Bei Einbeziehung von derivativen Finanzinstrumenten in Fair-Value-Hedges wird der Buchwert des Grundgeschäfts um den dem abzusichernden Risiko zurechenbaren Gewinn oder Verlust aus dem Derivat angepasst.

2. Darlehen und Forderungen

Darlehen und Forderungen (loans and receivables) enthalten nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die kurzfristig zur Veräußerung bestimmt sind (held for trading) sowie diejenigen, welche das Management zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert designiert hat. Darlehen und Forderungen entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderungen weiterzuverkaufen. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugerechnet, soweit die Fälligkeit der Darlehen und Forderungen nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Darlehen und Forderungen mit längeren Laufzeiten werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

3. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held-to-maturity investments) sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen das Management die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Ausgenommen sind Investments, die zur Bilanzierung zum Fair Value designiert sind, die zu Handelszwecken gehalten werden oder den Darlehen und Forderungen zuzuordnen sind.

4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden und keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Finanzielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden im übrigen Ergebnis erfasst. Wenn Wertpapiere der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im übrigen Ergebnis zusammengefassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind, bemessen sich nach dem aktuellen Geldkurs. Liegt für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt vor oder handelt es sich um nicht notierte Wertpapiere, werden die entsprechenden beizulegenden Werte mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise anderer vergleichbarer Vermögenswerte, Discounted Cashflow-Verfahren sowie ggf. spezielle Optionspreismodelle.

Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert – abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasste Wertminderungsverluste aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet. Sie werden ausnahmsweise mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen.

Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, noch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert überträgt, erfasst der Konzern den Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde vorgenommen. Eine marktübliche Verzinsung wurde im Zusammenhang mit dem Rückkaufwert der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Bilanzansatz entspricht dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der langfristige Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort zur Veräußerung verfügbar ist und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Auf fremde Währungen lautende Guthaben werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Bei Leasingvereinbarungen, die vor dem 01. Januar 2005 abgeschlossen wurden, gilt in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften von IFRIC 4 der 01. Januar 2005 als Zeitpunkt des Abschlusses der Leasingvereinbarung.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zu Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst.

Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigene Anteile

Erworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Transaktionskosten sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen.

Verbindlichkeiten

Erstmalige Erfassung und Bewertung

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als „finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ oder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete sonstige Verbindlichkeiten“. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Finanzgarantien und derivative Finanzinstrumente.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

In der Folgebewertung werden sie mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value angesetzt.

Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Langfristige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Kaufpreisverbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile werden gemäß IAS 32.23 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Zahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit angesetzt. Da die Optionen auf Ausübungspreisen basieren, die von der Unternehmensentwicklung beeinflusst werden, erfolgt bei einer Änderung der den Wert der finanziellen Verbindlichkeit bestimmenden Cashflows eine bilanzielle Anpassung, die nach der Ansicht des IASB gemäß IAS 39 im Gewinn oder Verlust zu erfassen ist.

Auf Fremdwährungen lautende kurzfristige Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Ausbuchung

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Erstmalige Erfassung und Folgebewertung

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt,

als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann,

als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Die Hönle Gruppe nutzt ausschließlich Sicherungsinstrumente als Absicherung von Cashflows. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts, die sich auf das abgesicherte Risiko zurückführen lassen, ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung von Cashflows (Cash Flow Hedges)

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung und in der Rücklage zur Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wird.

Der Hönle Konzern nutzt Zinsswaps als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zinsrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten. Für weitergehende Erläuterungen wird auf Tz. 46 verwiesen.

Die im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Verbindlichkeit.

Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste solange im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung das Ergebnis beeinflusst.

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert und als solche effektiv sind, werden auf der Grundlage einer Beurteilung der Tatsachen und Umstände (d.h. der zugrundeliegenden vertraglichen Cashflows) als kurzfristig oder langfristig klassifiziert oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt.

Hält der Konzern ein Derivat für einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag zur wirtschaftlichen Absicherung (und bilanziert es nicht als Sicherungsbeziehung), wird das Derivat in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Postens als langfristig eingestuft (oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt).

Eingebettete Derivate, die nicht in enger Verbindung mit dem Basisvertrag stehen, werden in Übereinstimmung mit den Cashflows des Basisvertrags klassifiziert.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, werden in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Grundgeschäfts klassifiziert.

Das derivative Finanzinstrument wird nur dann in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt, wenn eine verlässliche Zuordnung vorgenommen werden kann.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichsten Betrages.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendung tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für Kauf oder Herstellung von Anlagevermögen (vermögenswertbezogene Zuwendungen) werden bei erstmaligem Ansatz mit der Bruttomethode bilanziert („deferred income“) und während der Nutzungsdauer des Vermögenswertes auf einer planmäßigen Grundlage ertragswirksam aufgelöst. Zuwendungen für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zum Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung ohne zukünftig damit verbundenen Aufwand wird gem. IAS 20.20 als Ertrag in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert.

Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst, es sei denn sie entfallen auf ein „qualifying asset“ nach IAS 23.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzern bewertet bestimmte Finanzinstrumente (z.B. Derivate) zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder

auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet, oder

auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrundelegen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei werden sowohl beobachtbare als auch nicht beobachtbare Inputfaktoren verwendet.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 – In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise

Stufe 2 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist

Stufe 3 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Die für die Konzernrechnungslegung zuständigen Mitarbeiter legen gemeinsam mit dem Vorstand die Richtlinien und Verfahren für wiederkehrende und nicht wiederkehrende Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts fest.

Um die Angabeanforderungen über den beizulegenden Zeitwert zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 92.173 T€ setzen sich aus Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern in Höhe von 89.235 T€ (Vj. 79.309 T€) und Dienstleistungsumsätze für Serviceleistungen in Höhe von 2.938 T€ (Vj. 2.780 T€) zusammen.

1 T€ (Vj. 3 T€) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen.

7. Sonstige betriebliche Erträge

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Erträge aus Kursdifferenzen 421 186
Erträge aus Anlagenverkäufen 349 3
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 240 0
Ertrag aus passivischem Unterschiedsbetrag 115 0
Ertrag aus Auflösung von Rückstellungen 104 200
Zuschüsse/ Investitionsförderung 102 247
Erträge aus Lohnersatzleistungen 91 59
Sonstige Erträge 251 874
  1.673 1.569
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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Periodenfremde Erträge 51 166
Sonstige Erträge aus Schadensersatz 48 55
Erträge aus der Herabsetzung EWB/PWB 30 77
Sonstige Erträge 123 575
Sonstige Erträge 251 874

Der Ertrag aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 240 T€ resultiert aus Zahlungseingängen von einer bereits abgeschriebenen Forderung gegenüber der insolventen manroland AG.

Der Ertrag aus Anlagenverkäufen setzt sich im Wesentlichen aus dem Verkauf von Handelsmarken an einen spanischen Erwerber zusammen.

Der Ertrag aus passivischem Unterschiedsbetrag resultiert aus dem Kauf weiterer Anteile an der Tangent Industries, Inc. Aus dem beizulegenden Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung in Höhe von 648 T€ und den erworbenen Nettovermögenswerten in Höhe von 763 T€ ergibt sich ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von 115 T€.

Erträge aus Zuschüssen/Investitionsförderungen resultieren aus den Zuwendungsbescheiden der Forschungsprojekte und Maßnahmen der Europäischen Union, welche mit korrespondierenden Aufwendungen in Zusammenhang stehen. Außerdem sind die Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Zuschüssen beim Erwerb von Anlagevermögen enthalten.

Die aus der Fremdwährungsumrechnung entstandenen Kursdifferenzen in Höhe von 421 T€ (Vj. 186 T€) werden als Fremdwährungsgewinne unter der Position „Sonstige Erträge“ ausgewiesen.

8. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 32.502 30.415
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.025 851
  33.527 31.266

9. Personalaufwand

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Löhne und Gehälter 24.339 23.025
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.056 4.832
  29.395 27.857

10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel (Tz. 20) dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2014/2015 und 2013/2014 ergaben die jährlich durchgeführten Wertminderungstests keinen Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 20) enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Raumkosten 3.226 3.272
Versand, Warenabgabe und Verpackung 2.999 2.366
Reisekosten 1.570 1.301
KFZ-Kosten 1.150 1.236
davon Leasing 583 564
Beratung, Buchführung und Abschlusskosten 1.029 1.111
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 437 287
Sonstige Aufwendungen Periodenfremd 126 155
Außerordentliche Aufwendungen 0 24
Sonstige Aufwendungen 4.578 4.480
  15.115 14.232
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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Reparaturen und Instandhaltung 715 827
Werbung und Repräsentation 700 667
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 648 636
Sonstige Aufwendungen 2.515 2.350
Sonstige Aufwendungen 4.578 4.480

Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2014/2015 insgesamt 733 T€ (Vj. 709 T€). Davon entfallen 583 T€ (Vj. 564 T€) auf Fahrzeuge und 150 T€ (Vj. 145 T€) auf Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, die in den Sonstigen Aufwendungen enthalten sind.

In den „sonstigen Aufwendungen“ sind unter anderem Aufwendungen für Personalanwerbung und Personalausbildung in Höhe von 233 T€ (Vj. 217 T€) enthalten. Die Position beinhaltet auch die Aufwendungen an Beteiligungsunternehmen in Höhe von 139 T€ (Vj. 166 T€) und Aufwendungen aus Wertberichtigungen in Höhe von 197 T€ (Vj. 185 T€). Weiterhin sind IT-Aufwendungen in Höhe von 213 T€ (Vj. 164 T€) enthalten. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 114 T€ (Vj. 72 T€) wurden unter den „sonstigen Aufwendungen“ ausgewiesen.

12. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Die Position enthält das anteilige Ergebnis an der Metamorphic Materials Inc., Winsted, USA, in Höhe von 2 T€ (Vj. -3 T€). Aufgrund der Aufstockung der Anteile an der Tangent Industries, Inc., Torrington, USA, von 38,0% per 30.09.2014 auf 57,59% per 30.09.2015 wird die Tangent Industries, Inc. ab dem Juli 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen und voll konsolidiert. Bis zur Vollkonsolidierung wurde ein anteiliges positives Ergebnis von 5 T€ sowie ein Verlust aus der Anpassung des Wertes an den Fair-Value der Anteile beim Erwerb in Höhe von 19 T€ erfasst. Im Vorjahr wurde in dieser Position für die Tangent Industries, Inc. ein anteiliges Ergebnis in Höhe von 31 T€ erfasst. Für weitere Informationen siehe Tz. 22 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“.

13. Finanzerträge

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Erträge aus Beteiligungen 15 0
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.079 33
  1.094 34

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von 18 T€ (Vj. 21 T€) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen. Ebenfalls ist in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen ein Betrag in Höhe von 1.047 T€ (Vj. 0 T€) aus der Ablösung von Verbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschenden Gesellschafter enthalten.

In der Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ist ein Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegenüber der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH in Höhe von 3 T€ (Vj. 3 T€) enthalten.

14. Finanzaufwendungen

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 583 578
  584 578

Die Position enthält Zinsaufwendungen in Höhe von 328 T€ (Vj. 345 T€), die auf langfristige Darlehensverbindlichkeiten des Konzerns entfallen.

Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt 2 T€ (Vj. 2 T€).

Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von 7 T€ (Vj. 8 T€) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt.

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand und -ertrag    
Steueraufwand der Periode 3.860 3.096
Latenter Steueraufwand und -ertrag    
aus der Veränderung des Anlagevermögens 47 12
aus der Veränderung des Umlaufvermögens -6 -14
aus der Veränderung der Rückstellungen -66 -228
aus der Veränderung der Verbindlichkeiten -24 99
aus der Veränderung der Verlustvorträge -223 -540
aus Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 222 174
aus Konsolidierungseffekten -92 -124
aus Währungsdifferenzen -16 2
aus sonstigen Bewertungsunterschieden 1 -6
  -157 -624
Gesamter Steueraufwand 3.703 2.472

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzernabschluss dar:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.023 8.967
Theoretischer Steuersatz in % 24,58% 24,58%
Rechnerischer Steueraufwand 3.447 2.204
Veränderungen des rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand durch:    
- Veränderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuer 223 174
- abweichender Steuerbasis -32 79
- Ausschüttungsbezogene Steuererstattungen -319 0
- periodenfremder Effekte 40 -196
- abweichender lokaler Steuersätze 344 199
- Steuersatzänderungen 0 12
Gesamter Steueraufwand 3.703 2.472
Effektiver Konzernsteuersatz 26,41% 27,58%

Die nachfolgende Aufzählung gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:

Konzernunternehmen in Deutschland: 24,58 % bis 29,83 % (Vj. 24,58 % bis 30,52 %)

Konzernunternehmen in England: 20,0 % (Vj. 20,0 %)

Konzernunternehmen in Frankreich: 33 1/3 % (Vj. 33 1/3 %)

Konzernunternehmen in Spanien: 25,0 % (Vj. 25,0 %)

Konzernunternehmen in der Schweiz: 26,1 % (Vj. 26,1 %)

Konzernunternehmen in den USA: 25,41% bis 39,12 % (Vj. 40,27 %)

Konzernunternehmen in China: 25,0 % (Vj. 25,0 %)

Konzernunternehmen in Malta: 15,0% (Vj. 19,0%)

Konzernunternehmen in Südkorea: 10,0%

Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragssteuereffekte in Höhe von 65 T€ (Vj. 335 T€) entfallen in Höhe von -9 T€ (Vj. 27 T€) auf die Veränderung der Zeitwerte aus Sicherungsgeschäften und in Höhe von -56 T€ (Vj. 308 T€) auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste aus den Pensionsverpflichtungen.

16. Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist

Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Gewinnanteile    
Aladin GmbH 75 105
UV-Technik Speziallampen GmbH 127 134
Verlustanteile    
SKC-Panacol Co., Ltd. -10 0
  192 239

17. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position „sonstige betriebliche Erträge“ sind 51 T€ (Vj. 166 T€) periodenfremde Erträge und 104 T€ (Vj. 200 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 126 T€ (Vj. 155 T€) enthalten.

18. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand berücksichtigt. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe erfüllt werden. Die übrigen Entwicklungsaufwendungen zielen zwar auf eine Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse der Hönle Gruppe ab, sind aber kaum hinsichtlich ihrer technischen Realisierbarkeit oder Nutzungsdauer bewertbar und es gibt keine verlässliche Schätzung der Ausgaben für die Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen 4.108 T€ (Vj. 4.001 T€). Davon wurden Aufwendungen in Höhe von 248 T€ (Vj. 124 T€) aktiviert.

19. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet.

Der gewichtete durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien am Bilanzstichtag (1.076 Stück) fließt sowohl bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses als auch bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht mit ein.

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  2014/2015 2013/2014
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist in T€ 10.128 6.256
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien (Stück) (unverwässert) 5.511.854 5.511.854
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien (Stück) (verwässert) 5.511.854 5.511.854
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,84 1,13
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,84 1,13

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20. Anlagevermögen

Unter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagevermögen

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Finanzielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen, der erfolgsneutralen Wertanpassungen sowie der Buchwerte des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

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  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.2014 in
T€
Änderung Konsolidierungskreis/
Unternehmenserwerb in
T€
Zugang
in T€
Abgang
in T€
Umbuchung
in T€
Währungs-
paritäten
in T€
Stand 30.09.2015
in T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.877 0 0 0 0 0 18.877
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE              
Markennamen 129 0 0 129 0 0 0
Kundenstamm und andere Rechte 3.888 210 0 0 0 -4 4.094
Computersoftw are 2.208 5 37 6 0 1 2.245
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 1.025 0 0 0 0 0 1.025
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 0 770
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögenswerte 0 0 6 0 0 0 6
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 151 0 249 0 0 0 400
  8.171 215 292 135 0 -3 8.540
SACHANLAGEN              
Grundstücke und Gebäude 8.450 0 53 0 1.232 32 9.767
Technische Anlagen und Maschinen 17.788 155 457 386 1.010 9 19.033
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.202 27 578 374 55 17 10.505
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 542 0 757 0 -1.065 0 234
  36.982 182 1.845 760 1.232 58 39.539
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 1.132 0 0 0 -1.232 109 9
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 543 -649 149 0 0 7 50
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE              
Anteile an verbundene Unternehmen 25 0 0 0 0 0 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 0 0 0 0 0 7
  32 0 0 0 0 0 32
  65.738 -252 2.286 895 0 171 67.047
scroll
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2014
T€
Zugang
T€
Abgang
T€
Währungs-
paritäten
T€
Stand 30.09.2015
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 0 0 28
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE          
Markennamen 25 18 43 0 0
Kundenstamm und andere Rechte 1.594 375 0 0 1.969
Computersoftw are 2.126 125 6 0 2.245
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 614 72 0 0 686
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 571 18 0 0 589
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögenswerte 0 0 0 0 0
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
  4.930 608 49 0 5.489
SACHANLAGEN          
Grundstücke und Gebäude 2.273 263 2 2 2.536
Technische Anlagen und Maschinen 12.426 1.048 279 4 13.199
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.280 719 369 11 7.641
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  21.979 2.030 650 17 23.376
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 9 0 0 0 9
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 0 0 0 0 0
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE          
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
  26.946 2.638 699 17 28.902
scroll
  Buchwert
  30.09.2015
T€
30.09.2014
T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.849 18.849
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE    
Markennamen 0 104
Kundenstamm und andere Rechte 2.125 2.294
Computersoftw are 0 82
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 339 411
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 181 199
Geleistete Anzahlungen immat. Vermögenswerte 6 0
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 400 151
  3.051 3.241
SACHANLAGEN    
Grundstücke und Gebäude 7.231 6.177
Technische Anlagen und Maschinen 5.834 5.362
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.864 2.922
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 234 542
  16.163 15.003
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 1.124
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 50 543
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE    
Anteile an verbundene Unternehmen 25 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 7
  32 32
  38.145 38.792
scroll
  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand 01.10.2013 in
T€
Änderung Konsolidierungskreis/
Unternehmenserwerb in
T€
Zugang
in T€
Abgang
in T€
Umbuchung
in T€
Währungs-
paritäten
in T€
Stand 30.09.2014
in T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.877 0 0 0 0 0 18.877
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE              
Markennamen 129 0 0 0 0 0 129
Kundenstamm und andere Rechte 3.888 0 0 0 0 0 3.888
Computersoftware 2.108 0 160 0 -60 0 2.208
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 965 0 0 0 60 0 1.025
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 770 0 0 0 0 0 770
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 151 0 0 0 151
  7.860 0 311 0 0 0 8.171
SACHANLAGEN              
Grundstücke und Gebäude 8.295 0 66 -19 70 0 8.450
Technische Anlagen und Maschinen 17.231 0 603 305 259 0 17.788
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.860 0 416 109 28 8 10.202
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 258 0 652 12 -356 0 542
  35.644 0 1.737 407 0 8 36.982
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 0 1.050 0 0 82 1.132
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 210 0 330 0 0 3 543
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE              
Anteile an verbundene Unternehmen 25 0 0 0 0 0 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 0 0 0 0 0 7
  32 0 0 0 0 0 32
  62.623 0 3.428 407 0 93 65.738
scroll
  kumulierte Abschreibungen
  Stand 01.10.2013
in T€
Zugang
in T€
Abgang
in T€
Währungs-
paritäten
in T€
Stand 30.09.2014
in T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 28 0 0 0 28
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE          
Markennamen 28 -3 0 0 25
Kundenstamm und andere Rechte 1.224 370 0 0 1.594
Computersoftware 1.966 160 0 0 2.126
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 501 113 0 0 614
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 553 18 0 0 571
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 0 0 0 0 0
  4.272 658 0 0 4.930
SACHANLAGEN          
Grundstücke und Gebäude 2.018 244 -11 0 2.273
Technische Anlagen und Maschinen 11.766 945 285 0 12.426
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.678 695 99 6 7.280
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
  20.462 1.884 373 6 21.979
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 0 8 0 0 9
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 0 0 0 0 0
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE          
Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 1 1 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 1 1 0 0
  24.762 2.551 374 6 26.946
scroll
  Buchwert
  30.09.2014
in T€
30.09.2013
in T€
GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT 18.849 18.849
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE    
Markennamen 104 101
Kundenstamm und andere Rechte 2.294 2.664
Computersoftware 82 142
Patente , Litzenzen und sonst. Gewerbliche Schutzrechte 411 464
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 199 217
in Entwicklung befindliche immatetielle Vermögenswerte 151 0
  3.241 3.588
SACHANLAGEN    
Grundstücke und Gebäude 6.177 6.277
Technische Anlagen und Maschinen 5.362 5.465
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.922 3.182
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 542 258
  15.003 15.182
ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIE 1.124 0
NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE BETEILIGUNGEN 543 210
FINANZELLE VERMÖGENSWERTE    
Anteile an verbundene Unternehmen 25 25
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0
Beteiligungen/Sonstige Ausleihungen 7 7
  32 32
  38.792 37.861

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen, unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert so zugeordnet worden ist, (a) hat die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und (b) darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne der IFRS 8. Im Dr. Hönle Konzern sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 18.849 T€ (Vj. 18.849 T€) bilanziert. Sie sind auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten aufgeteilt worden, die die Geschäftsbereiche UV-Geräte und -Anlagen sowie Glas und Strahler betreffen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte sind wie folgt zugeordnet:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Dr. Hönle AG 5.292 5.292
Eltosch Grafix GmbH 2.495 2.495
PrintConcept GmbH 460 460
UV-Technik Speziallampen GmbH 367 367
Mitronic GmbH 558 558
Raesch Quarz (Germany) GmbH 3.387 3.387
Raesch Quarz (Malta) Ltd. 6.290 6.290
  18.849 18.849

Die oben angeführten Gesellschaften stellen Geschäftssegmente nach IFRS 8.5 dar.

Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte nach der unter Tz. 5 dargestellten Vorgehensweise. Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cashflows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (WACC) herangezogen.

Die Prognose der Cashflows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, basierend auf internen Erfahrungswerten und externen Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum wird für die betreffenden Gesellschaften von einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung zwischen -0,9 % und 14,9 % ausgegangen. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Steigerungsrate der Umsätze im Planungszeitraum über die betreffenden Gesellschaften 5,2 %.

Diese Steigerungsraten stützen sich jeweils auf eine detaillierte Umsatzplanung, welche die Umsatzentwicklung mit einzelnen bestehenden Kunden sowie eine Umsatzprognose mit Neukunden, in der Regel auf der Basis aktueller Vertriebsprojekte, beinhaltet. In die Prognose gehen auch Einschätzungen und Aussagen der Kunden sowie Informationen und Annahmen über die sich abzeichnenden Entwicklungen der relevanten Märkte (produktspezifisch sowie regional) ein.

Ein wesentlicher Anteil an den Geschäfts- oder Firmenwerten der Hönle Gruppe fällt auf die am 01.01.2012 erworbenen Gesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd.

Für die Raesch Quarz (Germany) GmbH wird für das Geschäftsjahr 2015/2016 von einer Umsatzsteigerung von 13,5 % ausgegangen. Die geplante Umsatz- und Ergebnissteigerung basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass die in den letzten zwei Geschäftsjahren durchgeführten technischen und organisatorischen Verbesserungen sowie der anstehende Anlauf von 2 Schmelzöfen für die Halbleiterindustrie zu einem steigenden Umsatz und Ergebnis führen. Bis zum Geschäftsjahr 2019/2020 wird von einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 14,9 % ausgegangen. Die kommenden Geschäftsjahre werden von der strategischen Ausrichtung auf den Lampen-, Halbleiter- und Lichtleitermarkt geprägt sein.

Für Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird von einer Umsatzsteigerung von 10,3 % im Geschäftsjahr 2015/2016 ausgegangen. Die geplante Umsatzsteigerung basiert im Wesentlichen auf der Annahme, dass die laufenden Kundenprojekte kurzfristig zur Umsatzrealisierung beitragen. Der erfolgte Ausbau des Vertriebes für Produkte der Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird darüber hinaus die Umsatzentwicklung in den weiteren Jahren positiv beeinflussen. Für die kommenden Geschäftsjahre bis 2019/2020 wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate beim Umsatz von 8,1 % geplant.

Für die Dr. Hönle AG wird von einer Umsatzsteigerung von 3,3 % im Geschäftsjahr 2015/2016 ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2018/2019 wird mit einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,1 % gerechnet.

Für die Eltosch Grafix GmbH wird nach einem starken Geschäftsjahr 2014/2015 im Geschäftsjahr 2015/2016 von einem stabilen Umsatzniveau ausgegangen. Der Umsatz wird um -1,0 % unter dem Vorjahreswert liegen. Bis zum Geschäftsjahr 2019/2020 wird eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich 1,6 % erwartet. Diese moderate Umsatzsteigerung berücksichtigt die eher verhaltenen Prognosen für den Bogenoffsetmarkt.

Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts wird für die folgenden Jahre eine Umsatzsteigerungsrate in Höhe von 1 % p.a. angenommen. Diese liegt nicht über dem langfristigen Branchenwachstum, in dem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Auf der Grundlage der Cashflow-Prognosen wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung von segmentspezifischen Kapitalkostensätzen vor Ertragsteuern für die Raesch Quarz (Germany) GmbH mit 8,22 %, für die Raesch Quarz (Malta) Ltd. mit 10,04 %, für die Dr. Hönle AG mit 8,42 %, für die PrintConcept GmbH mit 8,69 %, für die Eltosch Grafix GmbH mit 9,28 %, für die Mitronic GmbH mit 8,43 % und für die UV-Technik Speziallampen GmbH mit 8,75 % ermittelt. Im Vorjahr wurden Diskontierungszinssätze von 7,46 % bis 9,64 % angewendet.

Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf, da die erzielbaren Beträge die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deutlich übersteigen.

In die Berechnung der Nutzungswerte gehen Annahmen ein, die Schätzungsunsicherheiten unterliegen. Dies betrifft insbesondere die Umsatzerwartung, die Entwicklung der Bruttogewinnmargen, die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Detailplanungszeitraums zugrundegelegt wird.

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden Risiken dar. Die Ermittlung der Abzinsungssätze basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Die Eigenkapitalkosten werden aus der erwarteten Kapitalrendite von typischen Marktteilnehmern abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten basieren auf dem Fremdkapitalzinssatz typischer Marktteilnehmer. Das segmentspezifische Risiko wird durch die Anwendung individueller Beta-Faktoren einbezogen. Die Beta-Faktoren werden jährlich aufgrund von öffentlich zugänglichen Marktdaten ermittelt.

Die Schätzung der Wachstumsraten orientiert sich an der erwarteten allgemeinen Preissteigerung.

Vom Management wurden Szenarien mit einer Erhöhung der Gesamtkapitalkosten (WACC) von 10 % sowie einer Reduktion der Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum von 0,5 % berechnet. Die Berechnungen würden sowohl gesondert als auch in Kombination der nachteiligen Entwicklungen nicht zu einem Wertberichtigungsbedarf der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (CGUs) führen.

Immaterielle Vermögenswerte

Im Zuge der Unternehmenserwerbe in den Geschäftsjahren 2007/2008, 2010/2011, 2011/2012, 2012/2013 und im Geschäftsjahr 2014/2015 (Tangent Industrie, Inc.) wurden Marken, Kundenstämme sowie Fertigungstechnologien erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten für ERP-Software.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 400 T€ (Vj. 151 T€) für ein kundenspezifisches Entwicklungsprojekt, bei dem die Voraussetzungen zur Aktivierung gemäß IAS 38 vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und mit dem Anschaffungskostenmodell in Folge bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

• Grundstücke und Gebäude

In dieser Position werden die konzerneigenen Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Diese betreffen folgende Gesellschaften:

Aladin GmbH

UV-Technik Speziallampen GmbH

Raesch Quarz (Germany) GmbH

Eltosch Grafix GmbH

Eleco Produits EFD, SAS

Honle US Real Estate LLC.

Die Gebäude werden über Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Grundstücke der Aladin GmbH, UV-Technik Speziallampen GmbH und der Eltosch Grafix GmbH dienen außerdem zur Sicherung von Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 3.065 T€. Das Grundstück mit der Gewerbeimmobilie der Honle US Real Estate LLC, Torrington wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 aus der Position „als Finanzinvestition gehaltene Immobilie“ in die Position „Grundstücke und Gebäude“ umgegliedert. Mit der Aufnahme der Tangent Industries, Inc. in die Vollkonsolidierung im Juli 2015 wird das Grundstück und das Gebäude als vom Konzern selbst genutzte Immobilie definiert.

• Technische Anlagen und Maschinen

Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 20 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Technischen Anlagen und Maschinen sind Maschinen enthalten, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworben wurden. Der Buchwert der Anlagen beläuft sich zum 30.09.2015 auf 12 T€ (Vj. 25 T€). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 33). Über die Anlagen kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden.

• Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 39 Jahren linear abgeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie

Die Dr. Hönle AG hielt im letzten Geschäftsjahr eine Gewerbeimmobilie in Torrington, USA, als Renditeliegenschaft, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie betrug im Vorjahr 1.124 T€. Die beizulegenden Zeitwerte von insgesamt 1.156 T€ ergaben sich aufgrund eines Wertgutachtens aus dem Jahr 2013 unter Berücksichtigung der nach dem Erwerb im Geschäftsjahr 2013/2014 erfolgten Einbauten. Aus der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie wurden insgesamt Erlöse im Geschäftsjahr 2014/2015 in Höhe von 116 T€ (Vj. 66 T€) erzielt. Die mit der Erzielung der Erlöse verbundenen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2014/2015 betrugen 51 T€ (Vj. 59 T€). Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wurde zum 30.06.2015 in das Sachanlagevermögen umgegliedert.

Finanzielle Vermögenswerte

Die unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 32 T€ (Vj. 32 T€) betreffen im Wesentlichen die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH sowie die 20%ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Bei der PrintDesign Engineering GmbH unterbleibt eine Konsolidierung, da kein maßgeblicher Einfluss oder eine gemeinschaftliche Kontrolle ausgeübt werden kann.

21. Sonstige langfristige Vermögenswerte

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Darlehen an nahestehende Personen 81 0
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 708 658
übrige 21 20
  810 678

Zu den Darlehen an nahestehende Personen verweisen wir auf Tz. 49.

22. Nach der At-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Unter dieser Position werden die Bilanzansätze der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc. und an der TECINVENT GmbH ausgewiesen. Zum 30. September 2015 beträgt der Buchwert der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 50 T€ (Vj. 543 T€). Aufgrund der Aufstockung der Anteile an der Tangent Industries, Inc. von 38,0% per 30.09.2014 auf 57,59% per 30.09.2015 wird die Tangent Industries, Inc. ab Juli 2015 in den Konsolidierungskreis aufgenommen und voll konsolidiert. Im Vorjahr wurde in dieser Position für die Tangent Industries, Inc. ein Buchwert in Höhe von 503 T€ erfasst.

Die folgenden Angaben basieren auf dem jeweils letzten vorliegenden Abschluss vor Umrechnung auf die von der Dr. Hönle AG gehaltene Beteiligungsquote. Die TECINVENT GmbH entwickelt und vertreibt Produkte im Bereich elektronischer Schaltungen, Baugruppen, Geräte und Systeme. Die Metamorphic Material Inc. entwickelt, produziert und vertreibt Oligomeren und Polymeren.

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  TECINVENT GmbH Metamorphic Materials Inc.
in T€ 2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014
Eigentumsanteil in Prozent 35% 35% 30% 30%
Langfristige Vermögenswerte 0 0 40 35
Kurzfristige Vermögenswerte 103 83 141 117
Langfristige Schulden 0 0 170 159
Kurzfristige Schulden 101 85 67 58
Nettovermögen 2 -2 -56 -65
Anteil des Konzerns am assoziierten Unternehmen 1 0 -17 -20
Eliminierung nicht realisierter Gewinne 0 0 -4 -4
zzgl. Vorhandene Stille Reserven 0 0 71 64
Buchwert des At-Equity Werts am assoziierten Unternehmens 1 0 50 40
Umsatzerlöse 239 235 272 171
Gewinn aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen (100%) 5 12 13 -21
Gesamtergebnis (100%) 5 12 13 -21
Gesamtergebnis (bezogen auf Anteil Konzern) 2 4 4 -6

23. Latente Ertragsteueransprüche und -schulden

Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Bilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen:

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  30.09.2015 30.09.2014
  aktivisch
in T€
passivisch
in T€
aktivisch
in T€
passivisch
in T€
Anlagevermögen 255 304 259 261
Umlaufvermögen 18 13 20 22
Zur Veräußerung gehaltene lfr. Vermögenswerte 0 42 0 0
Rückstellungen 699 8 687 7
Verbindlichkeiten 136 376 112 367
Steuerliche Verlustvorträge 1.354 0 1.353 0
- latente Steuern auf Verluste 1.750 0 1.527 0
- Wertberichtigungen -396 0 -174 0
Konsolidierungseffekt 108 783 111 823
Gesamt 2.569 1.526 2.543 1.479

In den passiven Steuerabgrenzungen zum 30.09.2015 sind in bei zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 42 T€ sowie bei den Konsolidierungseffekten 55 T€ enthalten, die auf den Erwerb und die erstmalige Vollkonsolidierung der Tangent Industries, Inc. zurückzuführen sind.

Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Die Gesellschaften Honle Spain S.A.U., Mitronic GmbH, Agita Holding AG, Honle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., Tangent Industries, Inc., SKC-Panacol Co., Ltd. sowie Raesch Quarz (Germany) GmbH verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2015.

Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrunde gelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Angesetzt werden nur Verluste, die nach der Planung innerhalb von fünf Jahren nutzbar sind.

Aktive latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen in Höhe von T€ 1.246 entfallen auf die Raesch Quarz (Germany) GmbH, die in den letzten zwei Geschäftsjahren Verluste ausgewiesen hat. Die substantiellen Hinweise für den Ansatz ergeben sich aus den genannten Planungsrechnungen und deren zugrundeliegenden Annahmen. Es wird dazu auf die Erläuterungen in Tz. 20 verwiesen.

Bei der Eltosch Grafix GmbH wurden ausschließlich aktive latente Steuern auf die Verlustvorträge angesetzt, die bei der früheren Eltosch Torsten Schmidt GmbH nach dem 15. Mai 2008 (Erwerbszeitpunkt) entstanden sind. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden bei der Eltosch Grafix GmbH die latenten Steuern aufgebraucht.

24. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Prospektmaterial (zu Anschaffungskosten) 15.806 13.746
abzüglich Abwertung 836 1.341
  14.970 12.405
unfertige Erzeugnisse und Leistungen (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 185 158
abzüglich Abwertung 0 0
  185 158
fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 10.279 10.397
abzüglich Abwertung 435 593
  9.844 9.804
geleistete Anzahlungen 55 41
  25.055 22.408

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt 1.193 T€ (Vj. 1.762 T€). In der Berichtsperiode 2014/2015 wurden 33.773 T€ (Vj. 31.388 T€) Vorräte im Materialaufwand erfasst sowie 246 T€ (Vj.122 T€) als Werterhöhung auf Vorräte als Ertrag gebucht.

Für die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Werte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte.

25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Gesamtforderungen 14.087 12.911
abzüglich Wertberichtigungen 574 668
  13.513 12.243

Die Wertberichtigungen beinhalten die Einzelwertberichtigungen und die pauschalierte Einzelwertberichtigung. Die pauschalierte Einzelwertberichtigung weist zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen Wert von 151 T€ (Vj. 124 T€) auf.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Stand per 01.10. 545 548
- Verbrauch -183 -83
- Auflösung - ohne Verbrauch -48 -19
- Zuführung 105 98
- Währungsdifferenzen 5 1
Stand per 30.09. 423 545

26. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter den Forderungen werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. sonstige Forderungen in Höhe von 224 T€ (Vj. 265 T€) ausgewiesen, welche gegenüber Beteiligungsunternehmen bestehen. Im Wesentlichen weist diese Position Darlehensforderungen gegenüber der Metamorphic Materials Inc. in Höhe von 169 T€ (Vj. 158 T€) und gegenüber der TECINVENT GmbH in Höhe von 50 T€ (Vj. 50 T€) aus. Im Vorjahr wurden in dieser Position Forderungen gegenüber der Tangent Industries, Inc. in Höhe von 52 T€ ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

27. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Vorausbezahlte Aufwendungen 413 419
sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.820 2.178
  2.233 2.597

Der Posten „Vorausbezahlte Aufwendungen“ gliedert sich wie folgt:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Versicherungen 26 155
Wartungsverträge 18 22
Messen 63 33
übrige 306 209
  413 419

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Forderungen gegen nahestehende Personen 96 28
Forderungen gegen nichtbeherrschende Gesellschafter 0 100
Umsatzsteuer 914 835
Forderungen an Mitarbeiter 91 66
übrige 719 1.149
  1.820 2.178

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Zu den Forderungen an nahestehende Personen wird auf Tz. 49 verwiesen. Unter der Position „Übrige“ werden in Höhe von 161 T€ (Vj. 151 T€) debitorische Kreditoren ausgewiesen. Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

28. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Dr. Hönle AG 341 43
PrintConcept GmbH 78 22
Eltosch Grafix GmbH 31 40
Panacol AG 19 13
Aladin GmbH 18 136
UV-Technik Speziallampen GmbH 49 103
Raesch Quarz (Germany) GmbH 27 27
Honle US Real Estate LLC 5 0
Tangent Industries, Inc. 63 0
  631 384

In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von 43 T€ (Vj. 63 T€) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Dr. Hönle AG, Eltosch Grafix GmbH und Raesch Quarz (Germany) GmbH enthalten.

29. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar. Die ausgewiesenen liquiden Mittel sind nicht verfügungsbeschränkt.

Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Guthaben-Zinssätzen von etwa 0,05 % bis 1,75 % p.a.

30. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Der Konzern beabsichtigt, ein nicht mehr genutztes Grundstück innerhalb der nächsten zwölf Monate zu veräußern. Das Grundstück wurde vor dem Umzug nach Torrington von der Tangent Industries, Inc. genutzt. Die Käufersuche ist bereits angelaufen. Weder zum Zeitpunkt der Umklassifizierung als zur Veräußerung gehalten noch zum 30. September 2015 wurden Wertminderungen erfasst, da die Geschäftsführung davon ausgeht, dass der beizulegende Zeitwert (geschätzt auf Basis jüngster Marktpreise ähnlicher Grundstücke in ähnlicher Lage) abzüglich Veräußerungskosten über dem Buchwert liegt. Der Wert ist im Vermögen des Segments Klebstoffe enthalten. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten beträgt 376 T€. In dem oben dargestellten Anlagenspiegel (Tz. 20) ist dieses Grundstück daher nicht enthalten.

31. Eigenkapital

Eigenkapitalmanagement

Neben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2014/2015 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt € 5.512.930. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von € 1,00 am Gesellschaftskapital. Die nennwertlosen Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum jeweiligen Bilanzstichtag im Umlauf:

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  30.09.2015
Stück
30.09.2014
Stück
Anzahl ausgegebene Aktien 5.512.930 5.512.930
abzüglich eigene Anteile 1.076 1.076
im Umlauf befindliche Anteile 5.511.854 5.511.854

Eigene Anteile

Die Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10% des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben.

Mit Wirkung zum 22. März 2014 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2018 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von € 5.512.930 zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2014/2015 keinen Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben bzw. im laufenden Geschäftsjahr für den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften Aktien ausgegeben:

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Geschäftsjahr Stand per 30.09.2014 Veränderung Stand per 30.09.2015
Anzahl eigene Aktien 1.076 0 1.076
Anschaffungskosten in T€ 8 0 8
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 7,77 0 7,77

Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit ihren Anschaffungskosten von 8 T€ offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt 7,77 €. Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf 23,15 €.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001.

Art und Zweck der Rücklagen

Gesetzliche und andere Rücklagen

Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet. In die enthaltene Gewinnrücklage werden die Jahresergebnisse eingestellt, soweit sie nicht ausgeschüttet werden.

Rücklage für Sicherungsgeschäfte

In dieser Rücklage werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von effektiven Sicherungsgeschäften nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Zum 30. September 2015 betrug diese Rücklage 81 T€ (Vj. 107 T€) nach latenten Steuern.

Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19

Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19 enthält die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Rücklage für Währungsdifferenzen

Die Rücklage für Währungsdifferenzen dient der Erfassung von Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.

Vorgeschlagene Dividende

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2016 vor, eine Dividende in Höhe von 0,55 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2014/2015 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 3.032 T€. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden 0,50 € je Aktie bzw. ein Betrag von 2.756 T€ ausgeschüttet.

Genehmigtes Kapital 2015

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2015 wurde der Vorstand bis zum 19.03.2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.750 T€ zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Nicht beherrschende Anteile

Die nicht beherrschenden Anteile setzen sich wie folgt zusammen:

Geschäftsjahr 2014/2015

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in T€ Aladin Eleco UV Technik SKC Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile 40% 0,04% 19% 49%  
Langfristige Vermögenswerte 413 1.112 2.038 0 3.563
kurzfristige Vermögenswerte 2.399 2.674 2.356 376 7.805
Langfristige Schulden 4 237 501 0 742
kurzfristige Schulden 387 2.104 1.282 24 3.797
Nettovermögen 2.421 1.445 2.611 352 6.829
Buchwert nicht beherrschende Anteile 968 -1 495 175 1.637
Umsatzerlöse 3.543 7.684 5.402 0 16.629
Gewinn 188 488 365 -21 1.020
sonstiges Ergebnis 0 2 -4 0 -2
Gesamtergebnis 188 490 361 -21 1.018
nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn 75 0 127 -10 192
nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes sonstiges Ergebnis 0 0 -4 0 -4
Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 -149 0 -149
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 571 523 1.084 0 2.177
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -82 -40 -34 0 -156
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -442 -663 -1.197 376 -1.926
Nettoerhöhung (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteäquivalente 47 -180 -147 376 96

Geschäftsjahr 2013/2014

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in T€ Aladin Eleco UV Technik Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile 40% 0,04% 49%  
Langfristige Vermögenswerte 435 1.090 2.219 3.744
kurzfristige Vermögenswerte 2.139 2.909 2.646 7.694
Langfristige Schulden 4 230 471 705
kurzfristige Schulden 337 2.164 1.849 4.350
Nettovermögen 2.233 1.605 2.546 6.384
Buchwert nicht beherrschende Anteile 893 -1 1.257 2.149
Umsatzerlöse 3.573 7.795 5.267 16.635
Gewinn 264 461 273 998
sonstiges Ergebnis 0 -33 0 -33
Gesamtergebnis 264 428 273 17.818
nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn 105 0 134 239
nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes sonstiges Ergebnis 0 0 0 0
Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 80 0 0 80
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 40 330 147 517
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -70 -46 -140 -256
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5 -409 73 -331
Nettoerhöhung (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteäquivalente -25 -125 80 -70

32. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)

In dieser Position ist der langfristige Anteil der folgenden Bankdarlehen ausgewiesen:

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  Darlehensbetrag
in T€
effektiver Zinssatz Laufzeit bis Tilgung p.a.
in T€
Buchwert
in T€
Darlehen Dr. Hönle AG 494 1,65% 30.01.2025 50 465
Darlehen Dr. Hönle AG 700 2,90% 31.08.2023 66 575
Darlehen Dr. Hönle AG 400 1,69% 30.06.2022 50 338
Darlehen Dr. Hönle AG 3.000 3,18% 31.03.2017 600 900
Darlehen Dr. Hönle AG 3.500 2,29% 31.03.2021 500 2.750
Darlehen Dr. Hönle AG 205 2,15% 31.03.2019 51 179
Darlehen Dr. Hönle AG 4.500 2,64% 29.12.2017 900 2.025
Darlehen Dr. Hönle AG 350 0,85% 31.05.2022 67 350
Darlehen Mitronic GmbH 878 4,45% 31.12.2018 55 189
Darlehen UV-Technik Speziall. 221 5,50% 30.06.2019 24 91
Darlehen UV-Technik Speziall. 300 6,25% 31.07.2019 33 127
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 2.000 1,65% 31.03.2019 500 1.750
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 500 1,25% 31.12.2018 50 175
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 1.000 1,74% 30.06.2022 192 1.000

Die lang- und kurzfristigen Anteile der oben dargestellten Darlehen ergeben sich wie folgt:

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  Anteil kurzfristig
in T€
Anteil langfristig
in T€
Payer- Zinsswap
in T€
Sicherheiten
Darlehen Dr. Hönle AG 50 415 nein Grundschuld
Darlehen Dr. Hönle AG 66 509 nein Grundschuld Gebäude UV Technik
Darlehen Dr. Hönle AG 50 288 400 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 600 300 3.000 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 500 2.250 3.500 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 51 128 nein Sicherungsübereignung
Darlehen Dr. Hönle AG 900 1.125 4.500 Grundschuld Unterlüß
Darlehen Dr. Hönle AG 0 350 nein keine
Darlehen Mitronic GmbH 55 134 nein Bürgschaft
Darlehen UV-Technik Speziall. 24 67 nein keine
Darlehen UV-Technik Speziall. 33 94 nein keine
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 500 1.250 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 50 125 nein Bürgschaft, Buchgrundschuld
Darlehen Raesch Quarz (Germany) GmbH 0 1.000 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG

33. Lang- und kurzfristige Finanzierungsleasingverbindlichkeiten

Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für Maschinen und Fahrzeuge zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet.

Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt:

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Stand 30.09.2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€
Barwert der Mindestleasingzahlung 3 8 0
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 1 1 0
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Stand 30.09.2014 Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€
Barwert der Mindestleasingzahlung 4 11 0
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 1 1 0

34. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Unter dieser Position sind der Marktwert der Derivate in Höhe von 108 T€ (Vj. 143 T€) sowie Kaufpreisverbindlichkeiten aus den geschriebenen Put-Optionen in Höhe von 257 T€ (Vj. 244 T€) ausgewiesen.

Des Weiteren werden unter dieser Position die Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 50 T€ (Vj. 150 T€) gegenüber einem nicht beherrschenden Anteilseigner ausgewiesen, die sich wie folgt darstellen:

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Darlehensbetrag
in T€
Zinssatz Laufzeit Tilgung p.a.
in T€
Buchwert
in T€
450 4,00% 30.03.2017 100 50

35. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 (2011) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften.

Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Barwert der Pensionsverpflichtung am Beginn des Jahres 5.512 3.849
zzgl. Dienstzeitaufwand / Service Costs 493 370
zzgl. Zinsaufwand / Interest Costs 131 138
zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste -248 1.189
zzgl. / abzgl. Zahlungen Fondvermögen -6 6
abzgl. Rentenzahlungen -55 -40
Wert der Pensionsverpflichtung am Ende des Jahres 5.827 5.512

Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von 5.777 T€ (Vj. 5.471 T€) die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird.

Die im Geschäftsjahr 2014/2015 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt bzw. dort verrechnet und führten insofern zur angegebenen erfolgsneutralen Veränderung der Pensionsrückstellungen.

Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung:

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  01.10.2015 01.10.2014 01.10.2013
Diskontierungszinssatz 2,40% 2,40% 3,60%
Erträge aus dem Fondvermögen 2,40% 2,40% 3,60%
Steigerungsrate der Pensionszahlungen 2,00% 2,00% 2,00%

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird in Höhe von 1.260 T€ (Vj. 1.013 T€) durch Planvermögen in Form von unabhängig verwalteten Fonds abgedeckt.

Sensitivitätsanalysen bei den versicherungsmathematischen Gutachten zum 30.09.2015 führten bei den Pensionsverpflichtungen zu den folgenden Ergebnissen:

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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Abzinsungssatz +0,5% 5.262
Abzinsungssatz -0,5% 6.481
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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Steigerungsrate der Pensionszahlungen +0,25% 6.024
Steigerungsrate der Pensionszahlungen -0,25% 5.513
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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter   in T€
Lebenserwartung +10,00% 5.983

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines versicherungsmathematischen Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

Die Entwicklung der oben dargestellten Parameter wird vom Unternehmen genau beobachtet und gegebenenfalls werden entsprechende Anpassungen bei den bestehenden Rückdeckungsversicherungen vorgenommen.

Das Planvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2014/2015 wie folgt:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 1.013 771
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 27 32
Gezahlte Beiträge des Arbeitsgebers 247 247
Gezahlte Leistungen -6 -6
zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste -21 -31
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 1.260 1.013

Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Diese spiegeln sich in den Grundannahmen wieder.

Die erwartete Entwicklung des Planvermögens für das Geschäftsjahr 2015/2016 stellt sich wie folgt dar:

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  30.09.2016
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 1.260
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 33
Gezahlte Beiträge des Arbeitsgebers/employer contributions paid 247
Gezahlte Leistungen -6
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 1.533

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
laufender Dienstzeitaufwand 493 370
Zinsaufwand 131 138
Erträge aus Planvermögen/return on plan assets -27 -32
  597 476

Vom Zinsaufwand entfallen 7 T€ (Vj. 8 T€) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen:

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Bilanzwert der Pensionsrückstellung zu Beginn des Jahres 4.498 3.078
zzgl. Pensionsaufwand 597 476
abzgl. Gezahlte Beiträge -247 -247
abzgl. Zahlungen/Rentenzahlungen -54 -40
erfolgsneutralen Veränderungen -227 1.232
davon aus Anpassungen der Erfahrungswerte 74 36
davon aus biometrischen Annahmen 1 -5
davon aus finanziellen Annahmen -302 1.201
Bilanzwert der Pensionsrückstellung Ende des Jahres 4.567 4.498

Im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen zugunsten gegenwärtiger und ehemaliger Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer verweisen wir auf Tz. 50.

36. Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Stand 01. Oktober 2014 606 680
Im Geschäftsjahr beantragt: 0 0
Erfolgswirksam vereinnahmt / aufgelöst -73 -74
Stand 30. September 2015 533 606

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden im Wesentlichen für den Erwerb von einem Gebäude, Schmelzöfen und Glühöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH gewährt und für den Neubau der Produktionshalle der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden voraussichtlich vollständig erfüllt. Es bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten.

37. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von 4.990 T€ (Vj. 4.846 T€). Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten.

38. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, d.h. ohne Umsatzsteuer.

39. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 3.022 T€ (Vj. 3.215 T€). Diese Position beinhaltet im Wesentlichen das für den Erwerb der Grafix GmbH aufgenommene Darlehen in Höhe von 900 T€ (Vj. 900 T€), für den Erwerb der Raesch Gruppe aufgenommene Darlehen in Höhe von 1.100 T€ (Vj. 1.100 T€) und für ein Betriebsmittel-Darlehen in Höhe von 500 T€ (Vj. 250 T€). Es wird auf Tz. 32 verwiesen. Des Weiteren sind in dieser Position kurzfristig in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 143 T€ (Vj. 614 T€) enthalten.

Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2015 insgesamt 2.660 T€ (Vj. 2.660 T€), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind 504 T€ (Vj. 931 T€) durch Kontokorrentkredite und Avale beansprucht.

40. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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  30.09.2015
in T€
30.09.2014
in T€
Lohn- und Umsatzsteuer 1.018 951
Sozialversicherungsbeiträge 378 391
Tantiemen und Prämien 1.575 1.327
Weihnachtsgeld 780 760
Ausstehende Urlaube 505 466
Gleitzeitüberhänge 383 311
sonstige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 574 541
Kaufpreisverpflichtungen 0 1.505
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Gesellschaftern 100 797
Übrige 1.033 574
  6.346 7.623

Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften.

Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung des Weihnachtsgeldes.

Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen.

Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter.

Die unter „Übrige“ enthaltenen Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen 114 T€ (Vj. 72 T€).

41. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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  Stand 01.10.2014 in
T€
Verbrauch
in T€
Auflösung
in T€
Zuführung in
T€
Stand 30.09.2015
in T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:          
Gewährleistungen und Garantien 375 0 50 50 375
Verpflichtung aus Mietverträgen 105 0 0 6 111
Gesamt 480 0 50 56 486

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nacharbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet.

Der erwartete Zahlungsabfluss in Bezug auf die oben genannten Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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  30.09.2015
in %
30.09.2014
in %
Im Folgejahr 82 83
In den folgenden 2 - 5 Jahren 6 8
In den folgenden 6 - 10 Jahren 12 9
  100 100

Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden zwei bis zehn Jahren betrifft in erster Linie die Verpflichtungen aus Mietverträgen für die angemieteten Gebäude bis zum Vertragsende.

42. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre angesetzt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

43. Eventualschulden

Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt.

Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben.

44. Eventualforderungen

Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.

45. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

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Stand 30.09.2015 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren
in T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 99 72 0 171
Raummietverträge 1.993 6.671 440 9.104
KFZ-Mietverträge 423 241 0 664
  2.515 6.984 440 9.939
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Stand 30.09.2014 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren
in T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 93 128 2 223
Raummietverträge 1.952 6.619 1.993 10.564
KFZ-Mietverträge 483 444 0 927
  2.528 7.191 1.995 11.714

46. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der Dr. Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche auch im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden.

Zur Überwachung der Risiken wird bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem durchgeführt. Die Grundsätze hierzu sind in einem Handbuch dokumentiert. In Abwägung der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls und der Wahrscheinlichkeit einer Schadenshöhe, aber auch bei bestehenden Chancen für den Konzern wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Risikosituationen werden analysiert und, wann immer nötig, Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet. Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert und bei Auftreten neuer Risiken umgehend in Kenntnis gesetzt.

Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern.

Liquiditätsrisiken

Unter diesem Begriff wird das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen.

Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent und intensiv überwacht. In wöchentlichen Abständen wird der Vorstand der Dr. Hönle AG über die Liquiditätssituation des Konzerns informiert. Insbesondere wird die Inanspruchnahme des Cash-Pooling-Kontos der Tochtergesellschaften der Hönle Gruppe beobachtet und dem Vorstand wöchentlich durch das Rechnungswesen berichtet. Ferner werden alle Salden der in der Hönle Gruppe bestehenden Bankkonten detailliert an das Management weitergegeben. Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses permanent, indem die Liquiditätsentwicklung aller Gesellschaften der Hönle Gruppe aufgrund des Liquiditätsstands in Zusammenhang mit der Ergebnisplanung und den beabsichtigten Finanz- und Investitionstransaktionen geplant wird.

Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt:

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Stand 30.09.2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 238 3.022 380 6.807 44 1.227 661 11.056
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.990 0 0 0 0 0 4.990
Finanzierungsleasing 1 3 1 7 0 0 1 10
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 7 0 0 0 0 0 7
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 5 5.063 1 416 0 0 5 5.479
Gesamtsumme 243 13.084 381 7.230 44 1.227 668 21.541
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Stand 30.09.2014 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
  Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 286 3.215 435 8.098 63 1.447 784 12.761
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.846 0 0 0 0 0 4.846
Finanzierungsleasing 1 3 1 10 0 0 2 13
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 76 0 0 0 0 0 76
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 11 6.589 5 537 0 0 16 7.126
Gesamtsumme 297 14.730 442 8.645 63 1.447 802 24.822

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte.

Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird in regelmäßigen Abständen von den Abteilungen Rechnungswesen und Vertrieb beurteilt. Ausstehende Forderungen gegenüber Kunden werden insbesondere über die Analyse von Altersstrukturlisten in Bezug auf die Dauer der Fälligkeit der ausstehenden Forderungen überwacht. Etwaige Lieferungen an Großkunden, insbesondere Kunden im Ausland, sind in der Regel durch Akkreditive oder sonstige Absicherungsinstrumente abgedeckt. Zum 30.09.2015 waren nach der Altersstrukturliste 2.489 T€ (Vj. 2.583 T€) weniger als 90 Tage fällig. Das entspricht 18,2 % (Vj 20,6 %) an dem Gesamtbetrag der offenen Forderungen. Insgesamt 367 T€ (2,7 %) (Vj. 130 T€ (1,0 %)) bzw. 453 T€ (3,3%) (Vj. 282 T€ (2,3 %)) waren 90 bis 180 Tage bzw. mehr als 180 Tage fällig. Die Höhe des Wertberichtigungsbedarfs wird monatlich für alle Kunden auf Einzelbasis analysiert.

Das Management des Dr. Hönle Konzerns wird in monatlichen Abständen über Altersstrukturstatistiken der offenen Forderungen über alle Kunden informiert. Dabei werden insbesondere Kundenforderungen, deren Fälligkeitstermin mehr als 90 Tage überschritten ist, mit einem Betrag von größer als 10 T€ herausgestellt.

Bei definierten Kunden bzw. Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit durch externe Dienstleister bzw. Informationen, die sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten ergeben. Zusätzlich fließen Marktinformationen in die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Kunden mit ein. Insbesondere bei größeren Aufträgen werden Aufträge durch Kreditauskünfte bzw. durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden in der Regel Bonitätsauskünfte eingeholt.

Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass die Kunden der Hönle Gruppe in drei unterschiedlichen Segmenten (Geräte & Anlagen, Klebstoffe und Glas & Strahler) aufgeteilt sind. Darüber hinaus sind die Kunden weltweit ansässig und insbesondere in den Segmenten Klebstoffe und Glas & Strahler in verschieden Branchen und weitgehend unabhängigen Märkten tätig.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Soweit am Bilanzstichtag interne Indizien wie Verzug von Zahlungen oder externe Hinweise (Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners) im Konzern erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) stellt sich wie folgt dar:

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Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2015)   davon noch davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
  Netto
in T€
nicht fällig
in T€
< 90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzelwertberichtigung) 13.679 10.370 2.489 367 453
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Altersstruktur der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2014)   davon noch davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
  Netto
in T€
nicht fällig
in T€
< 90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzelwertberichtigung) 12.556 9.562 2.583 130 282

Der Hönle Konzern geht von der Werthaltigkeit aller nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten.

Risikobündelungen entstehen, wenn mehrere Geschäftspartner ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region ausführen oder wirtschaftliche Merkmale besitzen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden neben dem Segment Geräte & Anlagen insbesondere die Segmente Klebstoffe und Glas & Strahler weiter ausgebaut. Identifizierte Ausfallkonzentrationen werden fortlaufend kontrolliert und gesteuert. Ausgewählte Sicherungsgeschäfte werden innerhalb des Konzerns zur Vermeidung von Risiken auf Ebene der individuellen Geschäftsbeziehungen eingesetzt.

Marktrisiken

Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird.

Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Schweizer Franken, Koreanischem Won und Chinesischem Renminbi.

Zum Bilanzstichtag bestanden für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsinstrumente.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Schweizer Franken um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 4 T€ verbessert (Vj. Verschlechterung um 268 T€) . Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken um 10 % hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 5 T€ geführt (Vj. Verbesserung um 327 T€).

Bei einem um 10% stärkeren Euro gegenüber dem Britische Pfund hätte sich das Ergebnis um 0,1 T€ (Vj. 0,2 T€) verbessert. Eine entsprechende Abschwächung des Euro hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 0,1 T€ (Vj. 0,3 T€) geführt.

Die Auswirkung eines um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 9 T€ (Vj. Verbesserung 96 T€) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverbesserung um 11 T€ (Vj. Verschlechterung 117 T€) beigetragen hätte.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Chinesischen Renminbi um 10% stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 3 T€ (Vj. Verbesserung um 14 T€) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi in gleicher Höhe hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 4 T€ (Vj. Verschlechterung um 17 T€) geführt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten.

Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, wurden im Geschäftsjahr 2014/2015 und in den Vorjahren durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Die Dr. Hönle AG hat für den Kauf von Vermögenswerten der früheren Grafix GmbH im Geschäftsjahr 2012/2013 ein Darlehen in Höhe von TEUR 4.500 mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 29. Dezember 2017 aufgenommen. Die Darlehenssumme wird mit dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines Aufschlages von 1,95 Prozentpunkten verzinst.

Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,95 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 29. Dezember 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 28. März 2013 bis 29. Dezember 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,64 %.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 31.03.2017 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit bis 30. Juni 2022 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 0,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 30. Juni 2022 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2022 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 1,69 %.

Ebenfalls im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit bis 31.03.2021 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,30 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 31. März 2021 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit vom 31. März 2014 bis 31. März 2021 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,29 %.

Die Zinsswaps werden als Cashflow Hedges behandelt. Die Zinsswaps (variabel in fix) dienen der Absicherung gegen steigende Zinsen für die variabel verzinslichen Bankdarlehen. Der beizulegende Zeitwert (= Marktwert) entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder bezahlen müsste.

Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbankraten verwendet.

Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der sicherungseffektiven Derivate in Höhe von 35 T€ (Vj. -103 T€) wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von -9 T€ (Vj. 27 T€) direkt im Eigenkapital in der Rücklage für Sicherungsgeschäfte erfasst.

Bezüglich der anderen Darlehen bestehen ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Geht man von einer durchschnittlichen 2 %-igen Steigerung des Zinsniveaus im Bereich des Kontokorrentkredites aus, so ergäbe sich ein zusätzlicher Zinsaufwand von 3 T€ (Vj. 12 T€). Dabei wird unterstellt, dass der durchschnittliche negative Saldo der Kontokorrentkonten dem Jahresendwert 2014/2015 von 142 T€ (Vj. 614 T€) entspricht. Aus diesen Finanzinstrumenten würden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben.

Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39 sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge:

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Buchwerte 30.09.2015 Bewertungskategorie nach IAS 39 fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 32 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 102 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 13.737 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.319 0
Liquide Mittel LaR 7.456 0
Gesamt   22.646 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 11.056 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.996 0
sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 315 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 5.066 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 108
Gesamt   21.432 108
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39    
Loans and Receivables (LaR) 22.614 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 32 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 21.432 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen -167 0
Nettogewinn/-verlust 0 35
Gesamtzinsaufwendungen -478 0
Gesamtzinserträge 1.078 0
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Buchwerte 30.09.2014 Bewertungskategorie nach IAS 39 fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 32 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 20 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 12.508 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.762 0
Liquide Mittel LaR 5.685 0
Gesamt   20.007 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 12.759 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.923 0
sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 404 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 6.593 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 143
Gesamt   24.678 143
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Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39    
Loans and Receivables (LaR) 19.974 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 32 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) 24.678 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen -107 0
Nettogewinn/-verlust 0 -103
Gesamtzinsaufwendungen -470 0
Gesamtzinserträge 31 0

Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individueller Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30.09.2015 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte ebenfalls den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche und variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der zukünftigen Cashflows mit einem Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente. Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte der finanziellen Schulden hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten oder einer marktüblichen Verzinsung ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die Zinsswaps (Derivate mit effektiver Sicherungsbeziehung) werden durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern bewertet. Zu dem am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören Optionspreis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisen-Kassa- und Termin-Kurse und Zinsstrukturkurven. Zum 30. September 2015 werden die Derivatspositionen zum Marktwert bewertet (Marked-to-Market); dabei wird das Ausfallrisiko des Konzerns sowie der Bank als gering eingestuft.

Nachfolgende Tabelle zeigt die nach beizulegenden Zeitwerten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten nach Hierarchiestufen:

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Klasse von Verbindlichkeiten Stichtag Summe
in T€
Notierter Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1)
in T€
Wesentlicher beobachtbarer Inputparameter (Stufe 2)
in T€
Wesentlicher nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3)
in T€
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2015 108 - 108 -
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2014 143 - 143 -

47. Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Zahlungsmittelabflüsse und -zugänge werden anhand der indirekten Ermittlungsmethode dargestellt.

Die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Zahlungsmittel betragen 12.863 T€ (Vj. 9.201 T€) und resultieren aus dem Konzernjahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 14.023 T€ (Vj. 8.967 T€) und im Wesentlichen aus den Berichtigungen hinsichtlich der zahlungsunwirksamen Effekte in Höhe von 799 T€ (Vj. 2.726 T€) und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens. Die Position der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhaltet im Wesentlichen die Abschreibung auf das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die zahlungsunwirksamen Finanzerträge.

Der Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit resultiert aus den Kaufpreiszahlungen für ausstehende Anteiles bei den Töchtern Mitronic GmbH und Raesch Quarz (Malta) GmbH in Höhe von 603 T€. Außerdem wurde der Anteil an der UV-Technik Speziallampen GmbH auf 81% erhöht, wofür liquide Mittel in Höhe von 357 T€ geflossen sind. Ebenfalls zum Mittelabfluss führten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2.136 T€ (Vj. 3.085 T€).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2013/2014 in Höhe von 2.756 T€ (Vj. 2.756 T€) zu nennen. Die Aufnahme von Bankdarlehen in Höhe von 1.350 T€, insbesondere für einen Betriebsmittelkredit der Raesch Quarz (Germany) GmbH stellen die wesentlichen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit dar. Die im Geschäftsjahr geleisteten Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 3.241 T€ (Vj. 2.352 T€) ergeben im Wesentlichen die Zahlungsmittelabflüsse der Finanzierungstätigkeit.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2014/2015 von 5.685 T€ auf 7.456 T€.

48. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8 aufgestellt.

Die Konzernunternehmen der Hönle Gruppe werden zu Segmenten zusammengefasst, wenn sie auf ähnlichen Märkten handeln sowie auf Basis der Herstellung gleiche Produkte und ähnliche Strukturen aufweisen.

Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und zur Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen.

Folgende Unternehmenssegmente wurden festgelegt:

Geräte & Anlagen

Klebstoffe

Glas & Strahler

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen bildet das Segment Geräte & Anlagen ab. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen bildet das Segment Klebstoffe‚ ab. Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohren und Halbfabrikaten aus Quarzglas sowie Herstellung von UV-Mitteldruck- und Niederdruckstrahlern definiert das Segment Glas & Strahler.

Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert. Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten.

Die Rechnungslegungsgrundsätze der Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich den für die Hönle Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie sie unter Tz. 5 beschrieben sind.

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2014/2015

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  Geräte & Anlagen
in T€
Klebstoffe
in T€
Glas & Strahler
in T€
Summe
in T€
Eliminierungen
in T€
Konsolidiert
in T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden 50.999 23.780 17.395 92.173 0 92.173
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 1.390 326 1.732 3.448 -3.448 0
gesamte Verkäufe 52.389 24.106 19.127 95.621 -3.448 92.173
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 7.545 5.951 307 13.802 -279 13.524
Zinserträge 220 42 113 375 720 1.094
Zinsaufwendungen 712 17 366 1.095 -511 584
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       -11   -11
Abschreibungen auf Wertpapiere       1   1
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           14.023
Ertragsteuern 1.625 1.898 336 3.860 0 3.860
Latente Steuern 250 -93 -222 -65 -92 -157
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           10.320
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen: 56.095 15.366 23.512 94.972 -8.052 86.920
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       50   50
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       810   810
Steuererstattungsansprüche       631   631
Aktive latente Steuern       2.569   2.569
Konsolidierte Vermögenswerte           91.012
Segmentschulden 27.047 4.845 16.603 48.494 -27.506 20.988
Passive latente Steuern       1.526   1.526
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       2.938   2.938
Langfristige Darlehen       8.045   8.045
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig):           33.498
Investitionen 824 425 887 2.136 0 2.136
Segment-Abschreibungen 1.048 409 1.181 2.638 0 2.638
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 621 5 7 634 0 634

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2013/2014

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  Geräte & Anlagen
in T€
Klebstoffe
in T€
Glas & Strahler
in T€
Summe
in T€
Eliminierungen
in T€
Konsolidiert
in T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden 46.062 19.693 16.335 82.090 0 82.090
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 390 571 1.651 2.612 -2.612 0
gesamte Verkäufe 46.452 20.264 17.986 84.702 -2.612 82.090
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 6.156 4.480 -648 9.988 -504 9.483
Zinserträge 143 104 124 371 -338 33
Zinsaufwendungen 830 18 315 1.163 -586 577
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       28   28
Abschreibungen auf Wertpapiere       0   0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           8.967
Ertragsteuern 1.379 1.362 355 3.096 0 3.096
Latente Steuern 196 -22 -676 -502 -123 -625
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           6.495
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen: 50.867 16.138 24.699 91.704 -10.287 81.417
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       542   542
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       677   677
Steuererstattungsansprüche       384   384
Aktive latente Steuern       2.543   2.543
Konsolidierte Vermögenswerte           85.595
Segmentschulden 30.291 4.659 16.034 50.984 -28.406 22.578
Passive latente Steuern       1.479   1.479
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern       2.263   2.263
Langfristige Darlehen       9.556   9.556
konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig):           35.876
Investitionen 1.894 309 895 3.098 0 3.098
Segment-Abschreibungen 1.071 358 1.122 2.551 0 2.551
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 210 22 0 232 0 232

Geografische Angaben

Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden.

Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar:

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  2014/2015
in T€
2013/2014
in T€
Gesamtumsatzerlöse 92.173 82.090
Deutschland 32.353 31.169
Ausland 59.820 50.921

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurden im Ausland in keinem Land Umsätze über 10% der Gesamtumsätze erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde in Frankreich ein Umsatz von 9.716 T€ erwirtschaftet, der einem Anteil von 11,8 % des Gesamtumsatzes entspricht, und in der Volksrepublik China ein Umsatz von 8.573 T€ erwirtschaftet, der einen Anteil von 10,4 % entspricht.

Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Deutschland: 26.968 T€ (Vj. 27.583 T€)
Ausland: 11.095 T€ (Vj. 10.633 T€)

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

49. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt.

Nahe stehende Unternehmen oder Personen (Related Parties) sind nach IAS 24 sonstige Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, wie

die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG

assoziierte Unternehmen

nicht konsolidierte Tochtergesellschaften.

Zu den Vorstand und Aufsichtsrat betreffende Angaben verweisen wir auf die in Tz. 50 dargestellten Erläuterungen.

Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage jedoch von untergeordneter Bedeutung waren.

Beherrschte Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing

Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns:

Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering

Ein Darlehen in Höhe von 100 T€ wurde im Jahr 2010/2011 an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht und im Geschäftsjahr 2011/2012 in ein Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.07.2015 umgewandelt. Das Darlehen wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 vollständig gemäß den vereinbarten Annuitäten zurückbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde ein weiteres Darlehen in Höhe von 150 T€ mit einer Laufzeit bis zum 30.04.2018 an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in vereinbarten Annuitäten in Höhe von jährlich 54 T€. Der Buchwert beträgt zum 30.09.2015 130 T€ (Vj. 0 T€). Der langfristige Anteil beträgt 81 T€ (Vj. 0 T€) und ist unter der Position „sonstige langfristige Vermögenswerte“ (vgl. Tz. 21) ausgewiesen, der kurzfristige Anteil in Höhe von 49 T€ (Vj. 0 T€) ist unter der Position „sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ (vgl. Tz. 27) ausgewiesen. Der Zinsertrag (vgl. Tz. 13) in Höhe von 3 T€ (Vj. 0 T€) resultiert aus dem vereinbarten Zinssatz von 4,5 % p.a.

Das Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Siehe auch Tz. 13, 21, 27.

50. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement

Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik

Die Gesellschaft wird durch die zwei einzelvertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder vertreten.

Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf:

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Herr Norbert Haimerl 550 T€
  (Vj. 430 T€)
Herr Heiko Runge 539 T€
  (Vj. 421 T€)

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt Tantieme
  2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014 2014/2015 2013/2014
Norbert Haimerl 225 212 25 23 250 235 300 195
Heiko Runge 224 211 15 15 239 226 300 195
Summe 449 423 40 38 489 461 600 390

Pensionen

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in T€ Pensionsaufwand nach IAS 19 Anwartschaftsbarwert der Pensionszusage (Defined Benefit Obligations)
  2014/2015 2013/2014 Stand 30.09.2015 Stand 30.09.2014
Norbert Haimerl 205 206 1.171 1.028
Heiko Runge 177 178 1.059 940
Summe 382 384 2.230 1.968

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.

Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.

Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abfindung in Höhe von zwei Jahresbruttogehältern (einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen), maximal jedoch in Höhe von 400 T€ zu. Zur Berechnung des Jahresbruttogehaltes wird der Durchschnitt der in den letzten drei Geschäftsjahren vor dem Ausscheiden erzielten Jahresbruttogehälter ermittelt.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

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in T€ Gesamt
  2014/2015 2013/2014
Prof. Dr. Karl Hönle 43 24
Günther Henrich 21 0
Dr. Bernhard Gimple 14 0
Dr. Hans-Joachim Vits 24 32
Eckhard Pergande 12 16
Summe 114 72

An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von 231 T€ (Vj. 263 T€) durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 35). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von 7 T€ (Vj. 8 T€) enthalten.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau – Vorsitzender (ab 20.03.2015)
Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Fachhochschule München (emeritiert), Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH

Günther Henrich, Schäftlarn – stellvertretender Vorsitzender ( ab 20.03.2015)
Rechtsanwalt, selbständig
Beiratsvorsitzender der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen

Dr. Bernhard Gimple, München (ab 20.03.2015)
Rechtsanwalt, selbständig

Dr. Hans-Joachim Vits, Wuppertal (bis zum 20.03.2015)
Rechtsanwalt, selbstständig

Eckhard Pergande, Seefeld – (bis zum 20.03.2015)
Bankkaufmann

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 auf 114 T€ (Vj. 72 T€).

Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten.

51. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Im Dezember 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

52. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2014/2015 wurden von dem Abschlussprüfer S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

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  in T€
Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) 183
Steuerberatungsleistungen 48
sonstige Bestätigungsleistungen 4
Gesamt 235

53. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar:

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  2014/2015 2013/2014
Vertrieb 87 86
Forschung, Entwicklung 58 60
Produktion, Service 261 241
Logistik 60 57
Verwaltung 71 69
Gesamt 537 513

54. Unterzeichnung des Konzernabschlusses

 

Gräfelfing, den 23. Dezember 2015

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand