Dr. Hönle Aktiengesellschaft

Gräfelfing

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2016 bis zum 30.09.2017

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, verehrte Geschäftsfreunde,

im Geschäftsjahr 2016/2017 konnten wir die Umsätze der Hönle Gruppe erstmals auf über 100 Millionen Euro steigern: Sie legten um 9,1 % auf 101.926 T€ zu. Der größte Wachstumstreiber war das Segment Klebstoffe. Dessen Umsatzerlöse stiegen um 27,3 % auf 29.541 T€. Der Bereich Consumer Electronics und insbesondere die Smart Devices trugen dabei maßgeblich zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Die Kundenbasis für Klebstoffanwendungen in der Elektronikindustrie konnten wir vor allem in Europa und Asien deutlich ausbauen. Das Segmentergebnis sprang um 84,9 % auf 9.190 T€.

Die Umsätze im Segment Geräte & Anlagen gingen um 2,4 % auf 51.307 T€ zurück, was im Wesentlichen auf temporär niedrigere Umsätze in der Druckindustrie zurückzuführen ist. Deutlich steigern konnten wir hingegen die Umsätze im Bereich Trocknungssysteme für Klebstoffanwendungen. Insbesondere in der Elektronikindustrie stieg die Nachfrage nach UV-Härtungslösungen spürbar an. Umstrukturierungsprozesse führten allerdings zu einer temporären Ergebnisbelastung im Geschäftsjahr 2016/2017. Das Segmentergebnis lag mit 5.242 T€ daher um 19,7 % unter dem Wert des Vorjahres.

Erfreulich verlief die Umsatzentwicklung im Segment Glas & Strahler. Die Umsätze kletterten um 19,3 % auf 21.078 T€, was insbesondere auf steigende Umsätze bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. zurückzuführen ist. In den Bereichen Halbleiter- und Glasfaseranwendungen konnten wir die Umsätze wie geplant deutlich ausbauen. Umbaumaßnahmen für das neue Resize-Zentrum für Quarzglasrohre sowie Anlagenabgänge von Ofenteilen führten jedoch zu erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Abschreibungen. Das Segmentergebnis lag mit 775 T€ daher leicht unter dem Vorjahreswert.

Was sind unsere Ziele für das Jahr 2018?

Die Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass sich der globale Aufschwung der Weltwirtschaft 2018 fortsetzen wird. Der Internationale Währungsfonds erwartet nach einem Wirtschaftwachstum von 3,6 % im Jahr 2017 ein Wachstum von 3,7 % in 2018 und eine anhaltend starke Expansion in den Folgejahren.

Die Hönle Gruppe ist mit ihren UV-LED-Systemen in einem Zukunftsmarkt gut positioniert. Um das geplante Wachstum abbilden zu können, werden wir die Entwicklungs- und die Fertigungskapazitäten für die LED-Technik weiter ausbauen. Neue Kooperationen mit strategischen Partnern im Druckmarkt und in der Wasserentkeimung stellen zusätzliche wichtige Wachstumspotenziale für eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe dar.

Darüber hinaus verfügen wir über gute Voraussetzungen, uns die wachsenden Halbleiter- und Glasfasermärkte mit Quarzglasprodukten weiter zu erschließen.

Von zentraler Bedeutung wird im neuen Geschäftsjahr jedoch das Segment Klebstoffe sein. Die enge Zusammenarbeit mit Weltmarktführern bildet die Basis für die Entwicklung qualitativ hochwertiger Industrieklebstoffe. Zudem sind wir in vielen Wachstumsmärkten wie etwa Smart Devices gut vertreten. Wir erwarten eine deutliche Steigerung der Umsätze und Ergebnisse im Segment Klebstoffe und haben unter anderem aus diesem Grund unsere ursprüngliche Prognose deutlich angehoben.

Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen streben wir im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 115 bis 125 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 22 bis 26 Mio. € für die Hönle Gruppe an.

Neben dem rein organischen Wachstum wird auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Bereich der kurzlebigen Wirtschaftsgüter wie Klebstoffe und Quarzglasprodukte beabsichtigen wir unsere Marktposition mittelfristig weiter auszubauen.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen, das Sie uns entgegenbringen, und würden uns freuen, wenn Sie uns auch in Zukunft weiter begleiten.

 

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Umsatz der Hönle Gruppe stieg erstmals in der Firmengeschichte auf über 100 Mio. € und auch beim Konzernergebnis konnten wir mit 10,4 Mio. € einen neuen Rekord einfahren. Größter Wachstumstreiber war im Berichtsjahr das Segment Klebstoffe, in dem der Umsatz um 27 % auf knapp 30 Mio. € stieg. Auch im neuen Geschäftsjahr sind die Aussichten in allen Segmenten, insbesondere im Segment Klebstoffe, sehr gut. Der Bereich Consumer Electronics wird voraussichtlich zu einer sprunghaften Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei der Panacol Gruppe führen. Wir haben unsere Prognose aufgrund der zu erwartenden starken Geschäftsentwicklung daher deutlich angehoben.

Nachfolgend möchte ich Ihnen einen Überblick über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats während des Geschäftsjahres 2016/2017 geben.

Überwachung und Beratung des Vorstands

Wir haben im letzten Geschäftsjahr die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand unserer Gesellschaft überwacht und beraten. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer offenen Atmosphäre und war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir eingebunden. Dies betraf unter anderem Investitionen in ein Resize-Zentrum für Quarzglasrohre bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH in Langewiesen bei Ilmenau sowie in den geplanten Bau eines neuen Firmengebäudes zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit im Segment Klebstoffe in Steinbach (Taunus).

Zur Vorbereitung der Sitzungen informierte uns der Vorstand aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet.

Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr zu fünf Sitzungen zusammen, in denen in vier Sitzungen jeweils alle Mitglieder anwesend waren. In der Sitzung am 29.08.2017 waren der Aufsichtsrat vollzählig und der Vorstand mit Herrn Haimerl anwesend.

Auf der Grundlage detaillierter Berichte des Vorstands befassten wir uns ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder die Geschäftsordnung erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands.

Wir konnten uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen.

Schwerpunkte der Beratungen

Der Vorstand erläuterte uns in der Sitzung am 3. November 2016 die vorläufigen Zahlen der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie die des Hönle Konzerns zum 30.09.2016. Der Vorstand führte aus, dass die Wirtschaftsprüfer zu diesem Zeitpunkt alle Einzelabschlüsse der Hönle Gruppe prüften. Der Vorstand erläuterte den aktuellen Stand der Umbaumaßnahmen für den Aufbau des neuen Resize-Zentrums bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH. Er berichtete dann über das neue Zentrallager in Olching, welches angemietet wurde. Das Zentrallager soll mehrere dezentrale Lager zusammenfassen und Ablaufprozesse im Bereich Logistik optimieren.

Schließlich erhielten wir eine detaillierte GuV-Planung über alle Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr 2016/2017.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 25. Januar 2017 war die Erörterung des geprüften Jahresabschlusses der Dr. Hönle AG sowie des geprüften Konzernabschlusses zum 30. September 2016.

An dieser Sitzung nahmen auch die Wirtschaftsprüfer der Dr. Hönle AG teil. Der Vorstand berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, der Tochterunternehmen und der Beteiligungsunternehmen, insbesondere über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1 Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigten wir die Abschlüsse.

In dieser Besprechung wurden auch die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 28. März 2017 und die Beschlussvorschläge festgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2015/2016 in Höhe von 30.045.722,66 € eine Dividende von 0,55 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten.

Anschließend erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage der Dr. Hönle AG sowie deren Tochterunternehmen.

Am 27. März 2017 trafen sich Vorstand und Aufsichtsrat zu einer weiteren Sitzung und erörterten den Geschäftsverlauf und die Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns im ersten Quartal 2016/2017 sowie die prognostizierte Gewinn- und Verlustrechnung zum Ende des zweiten Quartals. Die gute Geschäftsentwicklung im Segment Geräte und Anlagen war der wesentliche Grund für die Steigerung des Umsatzes und des Ergebnisses im zweiten Quartal. Das neue Resize-Zentrum der Raesch Quarz (Germany) GmbH konnte erfolgreich in Betrieb genommen werden. Insgesamt ging der Vorstand auf Konzernebene von einer leichten Umsatzsteigerung und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau zum Halbjahr aus.

Die Geschäftslage zum Ende des ersten Halbjahres wurde in der Aufsichtsratssitzung am 16. Mai 2017 detailliert erörtert. Das Halbjahresergebnis lag demnach 5 % über dem Wert des Vorjahres. Die gute Geschäftsentwicklung im Segment Klebstoffe führte zu einer Steigerung des Segmentergebnisses um 47 % und trug damit wesentlich zur positiven Entwicklung im Konzern bei. Der Vorstand erklärte, dass sich dies voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen werde. Für die Erweiterung der Geschäftstätigkeit im Segment Klebstoffe stellte uns der Vorstand die Planungen bezüglich des Baus eines neuen Firmengebäudes in Steinbach bei Frankfurt vor. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorhaben zu und genehmigte die Investition.

Am 29. August 2017 trafen wir uns zur letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2016/2017. Der Vorstand erläuterte in dieser Besprechung die prognostizierten Gewinn- und Verlustrechnungen der Einzelgesellschaften und des Konzerns zum dritten Quartal. Dabei ging er unter anderem auf den Ergebnisrückgang bei der Eltosch Grafix GmbH und der Dr. Hönle AG ein. Anschließend erläuterte uns der Vorstand die Gründe, die zur Neubesetzung der Geschäftsführung bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH führten. Ferner wurde ein Beschluss über die Investition in einen neuen Glühofen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH gefasst. Abschließend präsentierte der Vorstand die erwartete Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe im vierten Quartal.

Corporate Governance

Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat den Kodex zur verantwortungsvollen Unternehmensführung in der Fassung vom 07. Februar 2017 veröffentlicht. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161 AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht aus zwei und der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG aus drei Mitgliedern. Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG ergaben sich keine Änderungen.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Die Hauptversammlung vom 28. März 2017 wählte die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016/2017.

Die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2016 bis 30. September 2017 den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Telefonkonferenz vom 21. Dezember 2017 wurde der Aufsichtsrat über die vorläufigen Ergebnisse der Abschlussprüfer informiert. In der Aufsichtsratssitzung vom 23. Januar 2018 ließen wir uns den Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtern. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts/Konzernlageberichts der Dr. Hönle AG und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein.

Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vom 21. März 2018 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,60 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den verbleibenden Rest auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüften wir den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat die Abschlüsse billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.

Ich danke den Vorständen, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Dr. Hönle AG und aller Tochtergesellschaften sowie meinen Kollegen im Aufsichtsrat für ihr großes Engagement und die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2016/2017 und freue mich auf die Fortsetzung in 2018.

 

Prof. Dr. Karl Hönle, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht/Konzernlagebericht der Dr. Hönle AG für das Geschäftsjahr 2016/2017

Geschäft und Rahmenbedingungen

Gegenstand und Struktur des Konzerns

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte & Anlagen, Glas & Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt.

Das Segment Glas & Strahler umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Automotive. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2017 an folgenden Gesellschaften beteiligt:

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Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) Sitz
Segment Geräte & Anlagen  
Eltosch Grafix America Inc. Batavia/Chicago, USA
Eltosch Grafix GmbH Pinneberg, Deutschland
Honle US Real Estate LLC Torrington/Connecticut, USA
Honle UV France SARL Bron/Lyon, Frankreich
PrintConcept UV-Systeme GmbH Kohlberg, Deutschland
Solitec GmbH 2 Gräfelfing/München, Deutschland
Tecinvent GmbH1, 2 Schömberg, Deutschland
Segment Glas & Strahler  
Aladin GmbH Gräfelfing/München, Deutschland
Raesch Quarz (Germany) GmbH Langewiesen, Deutschland
Raesch Quarz (Malta) Ltd. Mosta, Malta
UV-Technik Speziallampen GmbH Wolfsberg, Deutschland
Segment Klebstoffe  
Agita Holding AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Eleco Produits EFD SAS Gennevilliers/Paris, Frankreich
Hoenle UV Technology Shanghai Ltd. Shanghai, China
Metamorphic Materials Inc.1, 2 Winsted/Connecticut, USA
Panacol AG Regensdorf/Zürich, Schweiz
Panacol-Elosol GmbH Steinbach/Taunus, Deutschland
Tangent Industries, Inc. Torrington/Connecticut, USA
SKC-Panacol Co., Ltd. Suwon-si, Südkorea
1 Minderheitsbeteiligung; 2 nicht konsolidiert  

Die weltweiten Standorte

Die Hönle Gruppe ist in über 20 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder Partnerunternehmen vertreten. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen.

In Deutschland, Frankreich, Malta und den USA ist Hönle mit eigenen Produktionsstandorten vertreten. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über ein Netz von Kooperationspartnern.

Managementsystem

Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte Hönle auch seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner der Industrie.

Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung sowie dem Risiko- und Chancenmanagement und der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat.

Operatives Ziel des Hönle-Managements ist es, die Umsätze und Ergebnisse unter Berücksichtigung der sozialen Verantwortung nachhaltig zu steigern. Wichtige Finanzkennzahlen sind in diesem Zusammenhang die operativen Margen, insbesondere die EBIT-Marge. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung. Großer Wert wird auch auf die Steigerung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt.

Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanz-lage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert Maßnahmen zur geplanten Entwicklung der Steuerungsgrößen.

Die wichtigsten Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:

Ertragsentwicklung

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in T€ 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Umsatzerlöse 101.926 93.415 9,1 %
EBIT1 15.207 12.400 22,6 %
EBIT-Marge2 14,8 % 12,9 % 14,7 %
Konzernjahresergebnis 10.414 8.290 25,6 %

1) Gewinn vor Zinsen und Steuern;

2) Verhältnis des Gewinns vor Zinsen und Steuern zur Gesamtleistung; Gesamtleistung ist die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen

Hauptversammlung

Am 28. März 2017 fand die ordentliche Hauptversammlung der Dr. Hönle AG statt. Rund 250 Teilnehmer kamen der Einladung der Gesellschaft in das Konferenzzentrum in München nach. Sie folgten den Ausführungen des Vorstands, stellten Fragen und stimmten über fünf Tagesordnungspunkte ab, die mit großer Mehrheit angenommen wurden. Die Hauptversammlung beschloss unter anderem die Ausschüttung einer Dividende von 3.031.519,70 €, was einer Dividende von 0,55 € (Vj. 0,55 €) je dividendenberechtigter Aktie entspricht.

Wirtschaftsbericht

Marktentwicklung

Die Weltwirtschaft befand sich 2017 im Aufschwung. Das globale Wachstum, welches 2016 laut internationalem Währungsfonds (IWF) mit 3,2 % noch das schwächste seit der Finanzkrise war, stieg im Jahr 2017 auf 3,6 %.

Alle wichtigen Volkswirtschaften aus den Industrie- und Schwellenländern wiesen eine positive Wachstumsrate auf.

In den USA, in Japan und im Euroraum stieg die Produktion deutlich. Die konjunkturelle Erholung in Europa profitierte nach den Wahlen in Frankreich, Deutschland, Österreich und den Niederlanden auch von den abnehmenden politischen Risiken. Die chinesische Wirtschaft expandierte infolge wirtschaftspolitischer Anregungen wieder kräftiger. Der Aufschwung in den großen Volkswirtschaften regte im Zusammenspiel mit dem Anstieg der Rohstoffpreise auch die Konjunktur in den übrigen Schwellenländern an.

Geschäftsverlauf

Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen im Geschäftsjahr 2016/2017 um 9,1 % auf 101.926 T€. Ursächlich für die Steigerung war die gute Geschäftsentwicklung in den Segmenten Klebstoffe sowie Glas & Strahler. Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich um 22,6 % auf 15.207 T€.

Segment Geräte & Anlagen

Die Umsätze im Segment Geräte & Anlagen gingen im Geschäftsjahr 2016/2017 um 2,4 % auf 51.307 T€ zurück. Das Betriebsergebnis sank in diesem Segment von 6.530 T€ auf 5.242 T€.

Der verringerte Umsatz ist im Wesentlichen auf temporär niedrigere Umsätze in der Druckindustrie zurückzuführen. Deutlich gestiegen sind hingegen die Umsätze im Bereich Trocknungssysteme für Klebstoffanwendungen. In diesem Zusammenhang ist die Nachfrage nach UV-Härtungslösungen insbesondere in der Elektronikindustrie spürbar angestiegen.

Die LED-Technologie findet in immer mehr Anwendungen ihren Einsatz und löst herkömmliche Trocknungslösungen ab. Der Umsatzanteil mit Trocknungssystemen auf LED-Basis stieg deutlich. Hönle investierte im Geschäftsjahr 2016/2017 weiter in diese Technologie, baute eine neue Fertigungslinie für UV-LED-Module auf und erhöhte die Personalstärke sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion für LED-Systeme.

Die Dr. Hönle AG hat ein neues Zentrallager in Olching bei München eröffnet. Um die Logistikabläufe zu optimieren, wurden mehrere Lagerstandorte im Raum München zu einem modernen Zentrallager mit guter Verkehrsanbindung zusammengefasst.

Segment Glas & Strahler

Erfreulich verlief die Entwicklung im Segment Glas & Strahler. Die Umsätze kletterten um 19,3 % von 17.662 T€ im Vorjahr auf 21.078 T€ im Berichtsjahr, was insbesondere auf steigende Umsätze bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd. zurückzuführen ist. Die Umsätze in den Bereichen Halbleiter- und Glasfaseranwendungen konnten dort wie geplant deutlich ausgebaut werden.

Um das zukünftige Wachstum abbilden zu können, investierte die Raesch Quarz (Germany) GmbH in neue Produktionsanlagen. Ein neues Resize-Zentrum ermöglicht die Fertigung von Quarzglasrohren mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter. Damit erschließt sich die Raesch Quarz (Germany) GmbH neue Geschäftsfelder in der Halbleiterindustrie.

Trotz eines deutlich über dem Vorjahr liegenden Rohertrags der Raesch Quarz (Germany) GmbH, stieg der operative Fehlbetrag an. Dies ist im Wesentlichen auf erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen und Abschreibungen zurückzuführen. Diese standen im Zusammenhang mit Umbaumaßnahmen für das neue Resize-Zentrum sowie Anlagenabgängen von Ofenteilen. Darüber hinaus haben sich im Zuge der Umbaumaßnahmen für das neue Resize-Zentrum Produktionsläufe an den Schmelzöfen verschoben.

Im September 2017 trat das Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft, welches voraussichtlich zukünftig bei der UV-Technik Speziallampen GmbH zu deutlich steigenden Umsätzen beitragen wird. Da die Übergangsfristen jedoch um zwei Jahre verlängert wurden, ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr noch kaum spürbare positive Effekte aus dem Ballastwasser-Übereinkommen für die UV-Technik Speziallampen GmbH. Dennoch konnten der Umsatz und das Betriebsergebnis der Gesellschaft gesteigert werden.

Das Betriebsergebnis im Segment Glas & Strahler ging von 900 T€ im Vorjahr auf 775 T€ im aktuellen Geschäftsjahr zurück.

Segment Klebstoffe

Die Hönle Gruppe konnte im Segment Klebstoffe einen deutlichen Umsatz- und Ergebnissprung realisieren. Die Umsatzerlöse stiegen um 27,3 % von 23.210 T€ im Vorjahr auf 29.541 T€ im Berichtsjahr. Dabei trugen die Bereiche Consumer Electronics und Smart Devices maßgeblich zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Die Kundenbasis für Klebstoffanwendungen in der Elektronikindustrie wurde vor allem in Asien und Europa deutlich ausgebaut.

Das Betriebsergebnis im Segment Klebstoffe sprang im Geschäftsjahr 2016/2017 um 84,9 % auf 9.190 T€.

Geschäftsentwicklung nach Regionen

Erstmals hat Asien die EU als größte Exportregion der Hönle Gruppe abgelöst. Während die Umsätze im Inland um 5,0 % auf 36.501 T€ stiegen, kletterten sie in Asien um 31,0 % auf 26.712 T€. Der Umsatzsprung im asiatischen Wirtschaftsraum ist vor allem auf die gute Geschäftsentwicklung im Bereich Consumer Electronics zurückzuführen. Die Umsätze in Europa erhöhten sich um 7,6 % auf 24.529 T€. Im übrigen Ausland kletterten sie um 5,0 % auf 3.895 T€.

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Ertragslage der Hönle Gruppe

Die Umsätze der Hönle Gruppe stiegen von 93.415 T€ im Vorjahr auf 101.926 T€ im Geschäftsjahr 2016/2017.

Die Bestandsveränderung lag mit 965 T€ unter dem Vorjahreswert von 2.283 T€, was überwiegend auf eine geringere Bestandserhöhung der Raesch Quarz (Germany) GmbH zurückzuführen ist. Der Materialaufwand belief sich auf 37.256 T€ (Vj. 35.972 T€), was einer Quote von 36,2 % (Vj. 37,5 %) entspricht. Die verbesserte Materialaufwandsquote ist unter anderem auf den veränderten Produktmix mit einem höheren Anteil an Klebstoffumsätzen am Gesamtumsatz zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote sank von 32,4 % auf 31,8 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging von 15,4 % im letzten Jahr leicht auf 15,3 % im Berichtsjahr zurück.

Das Betriebsergebnis (EBIT) der Hönle Gruppe verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 22,6 % auf 15.207 T€.

Das Finanzergebnis liegt im Berichtsjahr mit -330 T€ leicht über dem Vorjahreswert von -350 T€. Nach Abzug der Ertragsteuern in Höhe von 4.463 T€ ergibt sich ein Konzernergebnis von 10.414 T€. Das Konzernergebnis des Vorjahres lag bei 8.290 T€. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,89 € nach 1,50 € im Vorjahr.

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung verbesserten sich auch die Ertragsmargen. Die EBIT-Marge stieg von 12,9 % im Vorjahr auf 14,8 % im Berichtsjahr. Die Nettoumsatzrendite kletterte von 8,9 % im Vorjahr auf 10,2 % im Geschäftsjahr 2016/2017.

Ertragsentwicklung der Hönle Gruppe

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in T€ 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Umsatzerlöse 101.926 93.415 9,1 %
Rohergebnis 66.662 60.865 9,5 %
Betriebsergebnis (EBIT) 15.207 12.400 22,6 %
EBIT-Marge in % 14,8 12,9 14,7 %
Vorsteuerergebnis (EBT) 14.877 12.050 23,5 %
Konzernjahresergebnis 10.414 8.290 25,6 %
Ergebnis je Aktie in € 1,89 1,50 26,0 %

Finanzlage der Hönle Gruppe

Der operative Cashflow verringerte sich – ausgehend von einem höheren Jahresergebnis – insbesondere durch die Erhöhung des Vorratsvermögens von 13.126 T€ im Vorjahr auf 12.146 T€ im Geschäftsjahr 2016/2017. Nach Zahlung von Zinsen in Höhe von 236 T€ und Ertragsteuern in Höhe von 5.332 T€ ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr gesunkener Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 6.579 T€ (Vj. 8.356 T€).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit enthält im Geschäftsjahr 2016/2017 im Wesentlichen Ausgaben für technische Anlagen und die Geschäftsausstattung, insbesondere bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Dr. Hönle AG. Die Investitionen lagen mit 5.348 T€ über dem Vorjahreswert von 4.551 T€.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von -2.386 T€ (Vj. -4.721 T€) resultierte in erster Linie aus der Ausschüttung von Dividenden in Höhe von 3.032 T€.

Insgesamt reduzierten sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 1.299 T€ auf 5.217 T€. Mit einer Eigenkapitalquote von 68,2 % (Vj. 65,4 %), ausreichend liquiden Mitteln und 4.343 T€ kurzfristigen Bankverbindlichkeiten verfügt die Hönle Gruppe über eine solide finanzielle Basis.

Liquiditätsentwicklung

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in T€ 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.146 13.126 -7,5 %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 6.579 8.356 -21,3 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.348 -4.551 -17,5 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.386 -4.721 49,5 %
Veränderung liquider Mittel -1.299 -940 -38,2 %

Vermögenslage der Hönle Gruppe

Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2016/2017 um 4,3 % auf 46.305 T€. Dies ist im Wesentlichen auf die Zunahme des Sachanlagenvermögens bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH im Zuge von Investitionen in Produktionsanlagen zurückzuführen. Die Erhöhung der Vorräte bei der Dr. Hönle AG sowie bei der Panacol-Elosol GmbH trugen zu einem Anstieg des Vorratsvermögens um 9,7 % auf 30.073 T€ bei. Die liquiden Mittel gingen im Berichtsjahr von 6.516 T€ auf 5.217 T€ zurück.

Insgesamt stiegen die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2016/2017 um 8,5 % auf 102.306 T€.

Das Eigenkapital der Hönle Gruppe belief sich zum 30.09.2017 auf 69.778 T€, was einer Eigenkapitalquote von 68,2 % (Vj. 65,4 %) entspricht.

Die langfristigen Darlehen gingen insbesondere aufgrund von Tilgungen von 6.043 T€ auf 5.236 T€ zurück. Die Pensionsrückstellungen sanken von 6.528 T€ auf 5.606 T€, was im Wesentlichen auf den gestiegenen Zinssatz für die Diskontierung zurückzuführen ist. Insgesamt gingen die langfristigen Schulden von 15.130 T€ auf 13.152 T€ zurück.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im Berichtsjahr von 17.475 T€ auf 19.377 T€. Dies ist vor allem auf die Erhöhung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten um 1.347 T€ auf 4.343 T€ zurückzuführen.

Bilanz

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in T€ 30.09.2017 30.09.2016 Veränderung
Langfristige Vermögenswerte 46.305 44.404 4,3 %
Kurzfristige Vermögenswerte 56.002 49.871 12,3 %
Eigenkapital 69.778 61.669 13,2 %
Langfristige Schulden 13.152 15.130 -13,1 %
Kurzfristige Schulden 19.377 17.475 10,9 %
Bilanzsumme 102.306 94.275 8,5 %

Erläuterungen zur Dr. Hönle AG

Der Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst.

Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetztes aufgestellt.

Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Dr. Hönle AG entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Produktion, IT und Verwaltung. In der Dr. Hönle AG waren im Geschäftsjahr 2016/2017 durchschnittlich 200 Mitarbeitern (Vj. 183) beschäftigt. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr um 9,5 % auf 39.855 T€. Die Umsatzsteigerung ist insbesondere auf einen starken Absatz von UV-LED-Systemen für Klebstoffanwendungen in der Elektronikindustrie zurückzuführen.

In der Veränderung ist ein Betrag in Höhe von 777 T€ enthalten, der aufgrund der Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) im Berichtsjahr als Umsatz ausgewiesen wird, in den Vorjahren jedoch sonstiger betrieblicher Ertrag gewesen wäre.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen – im Wesentlichen aus demselben Grund – deutlich unter dem Vorjahreswert von 1.756 T€. Der erhöhte Vorjahreswert ist zum einen auf einen Ertrag zurückzuführen, der sich aus dem veränderten Zinssatz für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen ergab. Zum anderen lagen im Vorjahr die Erträge aus Beteiligungen über denen im Berichtsjahr.

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Dr. Hönle AG bewegten sich mit 1.928 T€ etwas über dem Vorjahresniveau (1.786 T€). Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter stieg von 23 auf 26. Insgesamt arbeiteten damit 13,0 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung.

Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG erhöhte sich von 12.015 T€ auf 13.039 T€, was einer Personalaufwandsquote von 32,3 % (Vj. 32,3 %) entspricht.

Die Materialaufwandsquote verbesserte sich von 47,5 % im Vorjahr auf 45,5 % im Berichtsjahr, was unter anderem auf einen veränderten Produktmix zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Wesentlichen aufgrund der im Vorjahr enthaltenen außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 489 T€. Die Quote ging von 15,8 % auf 13,4 % zurück. Das Betriebsergebnis lag mit 2.892 T€ etwas über dem Niveau des Vorjahres von 2.709 T€.

Die Dr. Hönle AG erzielte im Geschäftsjahr 2016/2017 ein Finanzergebnis in Höhe von 2.412 T€. Es enthält in erster Linie Erträge aus Beteiligungen. Das Finanzergebnis des Vorjahres von 4.958 T€ fiel aufgrund der Ausschüttung einer Tochtergesellschaft deutlich höher aus. Nach Zahlung von Ertragsteuern ergab sich im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von 4.476 T€ (Vj. 6.737 T€).

Für Investitionen in technische Anlagen und die Geschäftsausstattung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 925 T€ (Vj 1.844 T€) ausgegeben.

Das Sachanlagevermögen stieg unter anderem aufgrund der Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung von 3.714 T€ auf 3.917 T€. Der Rückgang der Ausleihungen an Tochtergesellschaften, insbesondere an die Eltosch Grafix GmbH führten zu einem Rückgang der Finanzanlagen der Dr. Hönle AG von 35.686 T€ auf 34.324 T€.

Der Vorratsbestand zum Stichtag 30.09.2017 lag mit 14.813 T€ um 1.630 T€ über dem des Vorjahres.

Die liquiden Mittel beliefen sich zum Geschäftsjahresende auf 519 T€ (Vj. 1.359 T€). Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 18.137 T€ auf 23.255 T€, insbesondere aufgrund höherer Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Das Eigenkapital der Dr. Hönle AG stieg in Folge des höheren Bilanzgewinns von 56.581 T€ im Vorjahr auf 58.025 T€ zum Ende des Berichtsjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten erhöhten sich von 6.035 T€ auf 7.111 T€ sowie gegenüber den verbundenen Unternehmen von 3.762 T€ auf 4.481 T€.

Sofern sich die konjunkturelle Entwicklung nicht eintrübt, geht der Vorstand bei der Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2017/2018 von einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung aus.

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Dr. Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)1)

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in T€ 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Umsatzerlöse 39.855 36.405 9,5 %
Sonstige betriebliche Erträge 122 1.756 -93,1 %
Materialaufwand 18.341 17.657 3,9 %
Rohergebnis 22.094 21.306 3,7 %
Personalaufwand 13.039 12.015 8,5 %
Abschreibungen 749 697 7,5 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.414 5.885 -8,0 %
Betriebsergebnis (EBIT) 2.892 2.709 6,8 %
Finanzergebnis 2.412 4.958 -51,4 %
Steuern 828 930 -11,0 %
Jahresüberschuss 4.476 6.737 -33,6 %
Ergebnis je Aktie in € 0,81 1,22 -33,6 %

1) Anpassung der Vorjahreswerte gemäß BilRUG

Verkürzte Bilanz der Dr. Hönle AG (HGB-Einzelabschluss)

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in T€ 30.09.2017 30.09.2016 Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 511 543 -5,9 %
Sachanlagen 3.917 3.714 5,5 %
Finanzanlagen 34.324 35.686 -3,8 %
Anlagevermögen 38.752 39.943 -3,0 %
Vorräte 14.813 13.183 12,4 %
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 23.255 18.137 28,2 %
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 519 1.359 -61,8 %
Umlaufvermögen 38.587 32.680 18,1 %
Rechnungsabgrenzungsposten 224 207 8,2 %
Aktive latente Steuern 298 183 62,8 %
Ausgegebenes Kapital 5.512 5.512 0,0 %
Kapitalrücklage 18.450 18.450 0,0 %
Gewinnrücklage 2.573 2.573 0,0 %
Bilanzgewinn 31.490 30.046 4,8 %
Eigenkapital 58.025 56.581 2,6 %
Rückstellungen 5.922 5.099 16,1 %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.111 6.035 17,8 %
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 746 333 124,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.267 994 27,5 %
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.481 3.762 19,1 %
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 3 0 - %
Sonstige Verbindlichkeiten 306 209 46,4 %
Verbindlichkeiten 13.914 11.333 22,8 %
Bilanzsumme 77.861 73.013 6,6 %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Hönle Gruppe

Die Weltwirtschaft befand sich 2017 im Aufschwung. Das globale Wachstum stieg auf 3,6 %.

Alle wichtigen Volkswirtschaften aus den Industrie- und Schwellenländern wiesen positive Wachstumsraten auf.

In diesem positiven Marktumfeld konnte die Hönle Gruppe im Geschäftsjahr 2016/2017 ihren Umsatz von 93,4 Mio. € auf 101,9 Mio. € steigern. Das Betriebsergebnis kletterte von 12,4 Mio. € auf 15,2 Mio. €. Sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis lagen damit in dem vom Vorstand vor einem Jahr prognostizierten Zielkorridor.

Mit 5,2 Mio. € (Vj. 6,5 Mio. €) liquiden Mitteln und zusätzlich bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe nach wie vor solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen zum Geschäftsjahresende bei 9,6 Mio. € (Vj. 9,0 Mio. €).

Die Hönle Gruppe hat sich in den letzten Jahren zunehmend diversifiziert und neue interessante Wachstumsmärkte erschlossen. Der Anteil des Umsatzes mit kurzlebigen Wirtschaftsgütern wie Klebstoffen, Strahlern und Quarzglasprodukten am Gesamtumsatz stieg wie geplant deutlich.

Um das geplante Wachstum darstellen zu können, wird die Raesch Quarz (Germany) GmbH auch im Geschäftsjahr 2017/2018 in neue Produktionsanlagen investieren. Geplant sind die Anschaffung eines neuen Vakuum-Glühofens sowie der Umbau eines Schmelzofens. Damit wird die Raesch Quarz (Germany) GmbH ihre Kernkompetenz erweitern und zugleich die Abhängigkeit von Zulieferern weiter reduzieren.

Geschäftsbeziehungen zu neuen strategischen Partnern aus der Elektronik- und der Druckindustrie werden zu einer guten Geschäftsentwicklung beitragen. Auch die starke Marktposition der Hönle Gruppe in der UV-LED-Technologie sowie die Erweiterung der Geschäftsaktivitäten bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH werden sich im neuen Geschäftsjahr positiv auswirken.

Basierend auf der guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr, verbunden mit einem positiven Ausblick, ist der Vorstand mit der Lage des Konzerns zufrieden.

Insgesamt sind die Voraussetzungen gut, das Umsatz- und Ergebnisniveau der Hönle Gruppe auch in den kommenden Jahren deutlich auszubauen.

Nachtragsbericht

Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Hönle Gruppe ausgeht und die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, verweisen wir auf die Anhangsangaben.

Forschung & Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe stiegen von 4.377 T€ im Vorjahr auf 4.844 T€ im Berichtsjahr. Die Zahl der in den F&E-Abteilungen beschäftigten Mitarbeiter kletterte im gleichen Zeitraum von 69 auf 77, jeweils bezogen auf das Geschäftsjahresende. Insgesamt arbeiteten damit 13,3 % (Vj. 12,7 %) der Mitarbeiter in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen.

Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich F&E im letzten Geschäftsjahr dargestellt:

Segment Geräte & Anlagen

Die bewährte jetCURE-Serie hat mit der Weiterentwicklung des jetCURE LED einen Neuzugang erhalten, der die LED-UV-Technologie für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen noch attraktiver macht. Die Länge dieses UV-LED-Strahlers lässt sich an die jeweilige Anwendung anpassen. Dabei werden einzelne LED-Baugruppen aneinandergereiht, die unabhängig voneinander ansteuerbar sind. Die UV-Intensität des jetCURE LED von 16.000 mW/qcm führt im Bruchteil einer Sekunde zu einer vollständigen Aushärtung der bestrahlten Flächen. Die Bestrahlungszyklen des jetCURE LED können daher im Millisekunden-Bereich eingestellt werden. Diagnosefunktionen erlauben eine umfassende Überwachung des Prozesses und eine höchstmögliche Sicherheit.

Neu entwickelt wurde auch der LED Spot 100 HP IC. Hönle ist es gelungen, die Leistung des LED Spots 100 im Vergleich zum bewährten Vorgängermodell zu verdoppeln. Der LED Spot 100 HP IC ist in den Wellenlängen 365, 385, 395 und 460 nm erhältlich. Er verfügt über einen integrierten Controller (IC) im Strahlerteil zum Betrieb und zur Überwachung des LED-UV-Systems. Auf eine externe Steuerung kann damit verzichtet werden. Auch eine Plug&Play-Variante ist lieferbar.

Segment Glas & Strahler

Einzigartig in Europa und in erstklassiger Qualität: Der Raesch Gruppe ist es gelungen, ein neues Feedstock-Rohr zu entwickeln. Das Rohr mit 300 mm Außendurchmesser eignet sich ideal als Basismaterial zum Resizing von Prozessrohren in der Halbleiter- und Solarindustrie. Der Verzicht auf bis zu drei Aufblasschritte ermöglicht eine wesentliche Zeitersparnis und damit verbunden eine Reduzierung der Energiekosten.

Auf der Aquatech Amsterdam präsentierte die UV-Technik Speziallampen GmbH ihre zukunftsweisenden UV-Mitteldruckstrahler-Komponenten für den Wassermarkt. Ihr Vorteil gegenüber den bislang gängigen Systemen: Die UV-Anlagen sind deutlich kompakter und leistungsstärker. Dadurch kann mehr Wasser in kürzerer Zeit zuverlässig desinfiziert werden. Die Produkte, die bei der Abwasser-, Schwimmbad- und Ballastwasserentkeimung weltweit zum Einsatz kommen, stehen für ein hohes Maß an Zuverlässigkeit. Ferner zeigte die Gesellschaft auf der Fachmesse Neuentwicklungen wie die elektronischen Vorschaltgeräte der EPS-D-Serie sowie UV-Mitteldrucksensoren mit einer einzigartigen Lebensdauer.

Segment Klebstoffe

Immer mehr Oberflächen werden mit Lacken, Farben, Klebstoffen oder Silikonen beschichtet. So unterschiedlich die Beschichtungsverfahren auch sind: Häufig kommt hierbei die UV-Technologie zum Einsatz, um einen schnellen und effizienten Trocknungsprozess zu gewährleisten. Den aktuellen Stand der Technik präsentierte Hönle auf der European Coatings Show, der Weltleitmesse der Farben- und Lackindustrie in Nürnberg. Speziell für die Unterhaltungselektronik entwickelte Panacol einen Klebstoff mit niedrigem Halogengehalt. Er dient der Verkapselung von Elektronikkomponenten auf Leiterplatten. Der einkomponentige Klebstoff auf Acrylatbasis ist einfach dosierbar und härtet schnell aus. Er ist daher für den Einsatz bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten ideal geeignet. Zur besseren Prozesskontrolle ist auch eine fluoreszenzmarkierte Version erhältlich.

Auswahl von Mitgliedschaften

Der Erfahrungsaustausch mit Kunden und Interessenten ist für den Erfolg der Hönle Gruppe von zentraler Bedeutung. Neben der Kooperation mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen besuchte Hönle auch viele Fachmessen im In- und Ausland und hielt eigene Seminare. Die Gesellschaft tritt so in direkten Erfahrungsaustausch mit ihren Kunden.

Daneben ist die Hönle Gruppe Mitglied in mehreren Interessenverbänden und Organisationen (Auszug alphabetisch).

DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

DFTA Flexodruck Fachverband e.V.

DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.

EWPA European Waterless Printing Association e. V.

FDI Fachverband Führungskräfte der Druckindustrie und Informationsverarbeitung e.V.

FGD Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V.; im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

FOGRA Forschungsgesellschaft Druck e.V.

Industrieverband Klebstoffe e.V.

IUVA International Ultraviolet Association

NeZuMed Netzwerkprojekt Medizintechnik

VCI Verband der Chemischen Industrie e.V.

Umweltaspekte

Die UV-Technik gehört zur Kernkompetenz der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren durch eine meist deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus trägt die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte dazu bei, Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen zu reduzieren.

Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es zudem, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (volatile organic compounds = VOC). Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie (der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen), geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.

Neben UV-Entladungslampen bietet Hönle ein immer größer werdendes Sortiment an UV-LED-Systemen an. Durch den Einsatz der LED-Technik lässt sich die ohnehin schon gute Energiebilanz der UV-Technologie nochmals steigern. Im Vergleich zu herkömmlichen Entladungslampen wird der Stromverbrauch mit LED-Systemen gesenkt und die Lebensdauer der Lampen zugleich deutlich erhöht. Mit ihren kompakten Abmessungen und der flexiblen Anordnung lassen sie sich an jede Anwendung ideal anpassen.

Aus diesen Gründen investiert die Hönle Gruppe in diese Technologie, baut neue Fertigungslinien für UV‐LED‐Module auf und erhöht die Personalstärke sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion für UV-LED-Systeme.

Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie die Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen. Die ultravioletten Strahlen stellen sehr hohe Keimabtötungsraten sicher. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen die Mikroorganismen ohne Chemikalien umweltverträglich abgetötet. Mit Hilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte erhalten oder wiederhergestellt.

Am 8. September 2017 trat das internationale Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft. Das Abkommen regelt das Ballastwassermanagement in der Seeschifffahrt. Die UV-Technik Speziallampen GmbH und die Aladin GmbH bieten geeignete UV-Systeme für die Wasserentkeimung auf Schiffen an. Diese stellen eine umweltfreundliche Alternative zur chemischen Behandlung von Ballastwasser dar.

Auch im Bereich der Oberflächendesinfektion wird die UV-Entkeimung seit Jahrzehnten weltweit beispielsweise in der Lebensmittelindustrie erfolgreich eingesetzt. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden der Transport und die Lagerung, vor allem aber auch die Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektions-Nebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe des Lebensmittels, nicht beeinträchtigt.

Im Bereich Industrieklebstoffe trägt die Hönle Gruppe ebenfalls zum Umweltschutz bei. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe, bei denen die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln erfolgt. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus – der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH stellt hochwertige Quarzglasprodukte für industrielle Anwendungen her. In Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer-, Glasfaser- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang.

Im Sinne eines nachhaltigen umweltbewussten Handelns führte die Gesellschaft ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So werden zur Senkung des Energieverbrauchs seit 2014 hochwertige Isolationsgranulate an den energieintensiven Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingesetzt.

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten in der Hönle Gruppe stieg von 542 auf 581, jeweils zum Ende des Geschäftsjahres. 56 Mitarbeiter arbeiteten in Teilzeit, was einer Quote von 9,6 % der Beschäftigten entspricht. Dabei nahm die Anzahl der Beschäftigten insbesondere in der Produktion, der Logistik und in der Entwicklung zu. Der Personalaufwand stieg im letzten Geschäftsjahr von 31.031 T€ auf 32.758 T€.

Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: Nach 29 im Vorjahr waren zum Geschäftsjahresende in der Unternehmensgruppe 33 Auszubildende beschäftigt. Die Hönle Gruppe bildet derzeit u.a. Industriekaufleute, Fachinformatiker, Elektriker, Industriemechaniker und Fachkräfte für Lagerlogistik aus. Ferner bietet sie Praktikanten und Bacheloranden die Möglichkeit, einen tieferen Einblick in ein Technologieunternehmen zu erhalten. Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle außerdem kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung.

Funktionsbereiche

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Stichtag 30.09.2017 30.09.2016 Veränderung
Vertrieb 86 86 0,0 %
Forschung, Entwicklung 77 69 11,6 %
Produktion, Service 274 252 8,7 %
Logistik 74 66 12,1 %
Verwaltung 70 69 1,5 %
gesamt 581 542 7,2 %
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Durchschnitt 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Vertrieb 88 86 2,3 %
Forschung, Entwicklung 74 66 12,1 %
Produktion, Service 262 263 -0,4 %
Logistik 71 66 7,6 %
Verwaltung 69 69 0,0 %
gesamt 564 550 2,5 %

Personalaufwand

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in T€ 2016/2017 2015/2016 Veränderung
Löhne und Gehälter 27.002 25.589 5,5 %
soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung 5.756 5.442 5,8 %
gesamt 32.758 31.031 5,6 %

Angaben nach § 289 Absatz 4 und § 315 Absatz 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht des Vorstands

Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2017 dargestellt.

Zu Nr. 1: Das Grundkapital der Dr. Hönle AG lag zum Geschäftsjahresende bei 5.512.930 €, aufgeteilt in 5.512.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.

Zu Nr. 3: Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.

Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.

Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 20. März 2015 den Vorstand bis zum 19. März 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer nennwertloser Inhaberaktien um bis zu 2.750.000 Stück zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 21. März 2014 die Gesellschaft im Interesse ihrer Aktionäre ermächtigt, bis zum 31. Dezember 2018 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.

Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.

Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.

Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die nach § 289a HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate Governance Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.

Chancen- und Risikobericht

Struktur des Risikomanagementsystems

Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern.

Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Einschätzung der Höhe der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der potenziellen Schadenshöhe erfolgt jeweils auf Basis der Kategorien gering, mittel oder hoch.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung). Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im Abstand von drei Monaten Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Risikocontrolling). Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).

Einzelrisiken

Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die mittlere oder hohe nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hönle Gruppe haben könnten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens sämtlicher nachfolgend genannter Risiken von der Hönle Gruppe als gering eingestuft wird. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der nachfolgenden Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes wider und bietet daher einen Anhaltspunkt für die Bedeutung dieser Risiken für die Hönle Gruppe, soweit dies in jedem Einzelfall möglich ist. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir derzeit als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfogenden Risiken auf alle Segmente. Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe:

Markt- und Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft befindet sich im Aufschwung. Der Internationale Währungsfonds erwartet nach einem Wirtschaftwachstum von 3,6 % im Jahr 2017 ein Wachstum von 3,7 % in 2018 und eine anhaltend starke Expansion in den Folgejahren.

Die konjunkturelle Erholung in Europa profitiert von den abnehmenden politischen Risiken nach den Wahlen in mehreren europäischen Ländern.

Die wirtschaftspolitischen Anregungen der chinesischen Wirtschaft dürften sich positiv auf deren zukünftige Entwicklung auswirken. Aus dem geplanten Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU (Brexit) erwartet die Gesellschaft zur Zeit keine wesentlichen Auswirkungen auf ihre Ertragslage.

Zu den verbleibenden Risiken gehören schwierig zu prognostizierende geopolitische Entwicklungen wie beispielsweise der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Eine deutliche konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können.

Marktrisiken gehen von sich verändernden Rahmendaten, etwa bei Rohstoffpreisen, aus. In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden. Ein Rückgang der Energie- und vieler Rohstoffpreise würde die Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe hingegen positiv beeinflussen.

Risiken gehen auch von sich verändernden internationalen Vorschriften und Gesetzen aus, insbesondere in Deutschland und der EU, beispielsweise bei der Verwendung von Rohstoffen oder Inhaltsstoffen. Die Errichtung von Handelsbarrieren und zunehmende geopolitische Spannungen könnten sich negativ auswirken. Gleichzeitig ergeben sich Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen – etwa in Folge der Vereinbarung von Handelsabkommen oder aufgrund des im September 2017 in Kraft getretenen Ballastwasser-Übereinkommens, welches sich positiv auf die Entwicklung der Hönle Gruppe auswirken wird.

Die Unternehmen der Hönle Gruppe erhalten regelmäßig Zuschüsse zu Investitionen oder Entwicklungsprojekten aus öffentlichen oder privaten Quellen. Diese Zuschüsse sind teilweise an zukunftsbezogene Kriterien oder Voraussetzungen gebunden. Es besteht daher das Risiko, dass bei Planabweichungen Teile von Zuschüssen zurückzuzahlen sind. Die Geschäftsführungen und der Vorstand kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Kriterien, um solche Risiken zu vermeiden beziehungsweise angemessen darauf reagieren zu können.

Operative Entwicklung

Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Kundenzufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.

Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten im Bedarfsfall an.

Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel auch die Chance, mit innovativen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in der Zugangskontrolle, den umfangreichen Schutzsystemen, dem Störungsmanagement und der Datensicherung sichern eine hohe Verfügbarkeit der informationstechnischen Infrastruktur.

Es ist nicht auszuschließen, dass ein längerer Stromausfall, etwa im Zusammenhang mit der Energiewende, entstehen kann, auch wenn dies bisher nicht eingetreten ist. Ein länger anhaltender Stromausfall bei der Raesch Gruppe, die dem Segment Glas & Strahler angehört, hätte zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe neben dem bestehenden Versicherungsschutz weitere Absicherungsmaßnahmen einleiten.

Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Arbeitsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen sowie unternehmensinterne Ausbildung und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Die Ausbildungsangebote im gewerblichen Bereich wurden 2017 deutlich ausgebaut. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet.

Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen der Erfolg des Unternehmens zumindest auf kürzere Sicht abhängt. Hönle versucht daher, ihre Mitarbeiter durch verschiedene Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, sodass die Auswirkungen durch den unerwarteten Ausfall eines Mitarbeiters minimiert werden.

Finanzrisiken

Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze grundsätzlich in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Ein schwächerer Euro birgt das Risiko höherer Materialaufwendungen. Auf der anderen Seite bietet ein sinkender Eurokurs, wie dies in den letzten Jahren der Fall war, die Chance auf Wettbewerbsvorteile der Gesellschaft außerhalb der EU mit positiven Effekten auf die Ertragslage.

Zinsrisiken ergeben sich aus sich verändernden Zinssätzen. Zur Finanzierung des Erwerbs von Unternehmensanteilen nahm die Hönle Gruppe unter anderem Darlehen mit variablen Zinssätzen auf. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe daher derzeit von untergeordneter Relevanz. Gleichzeitig ermöglicht das derzeitige niedrige Zinsniveau eine günstige Refinanzierung.

Liquiditätsengpässe in Folge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt jedoch auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit derzeit 5,2 Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe solide finanziert. Das Cashpooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken.

Akquisitionen sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Hönle Konzernstruktur. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Unternehmen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Akquisitionen bieten die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder oder Märkte zu erschließen und nachhaltig zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe beizutragen. Wertminderungsrisiken entstehen, wenn die erworbene Gesellschaft nicht entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich die Gesellschaft nicht wie erwartet entwickelt. Die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Rahmenbedingungen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Zuge einer außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten (Konzernabschluss) bzw. Beteiligungsengagements (Jahresabschluss) entstehen kann. Dem gegenüber steht die Chance, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich besser als geplant verläuft.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erreichte im letzten Geschäftsjahr das geplante Ergebnisziel nicht. Nach den Optimierungsmaßnahmen der letzten Geschäftsjahre laufen die Quarzschmelzöfen weiterhin planmäßig. Für die Geschäftsjahre 2017/2018 ff. wird auf dieser Basis eine wesentliche Steigerung der Umsätze und Ergebnisse, insbesondere in den Wachstumsmärkten Halbleiter und Glasfaser, erwartet.

Es ist nicht auszuschließen, dass bilanzierte Forderungen an Versicherungen trotz sorgfältiger Prüfung und Einschätzung des Erstattungsanspruchs und der Erstattungshöhe von Seiten der Versicherung nicht oder nur zum Teil geleistet werden. Andererseits besteht die Chance, dass die tatsächlich zu erbringenden Versicherungsleistungen die bilanzierten Forderungen an den Versicherungsträger übersteigen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB dargestellt.

Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.

Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen fließen in das Risikomanagementsystem der Dr. Hönle AG ein. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über aktuelle Entwicklungen und bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und deren Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Es umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.

Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand.

Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.

Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP- (Enterprise-Resource-Planning) und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt die Hönle Gruppe ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG die Buchhaltung auch als Dienstleister zentral für die Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem „Vier-Augen-Prinzip“. Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werdendie Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft.

Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und gegebenenfalls Erweiterungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Der Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird unter anderem durch den Einsatz von komplexen Firewall-Systemen und durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene weitgehend sichergestellt.

Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente

Nachfolgend sind die Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 1, 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB dargestellt. Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquiditätsreserven ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.

Ausfallrisiko

Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.

Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf einen Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.

Marktrisiko

Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise, etwa bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Aktienkursen, einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Warenpreis-, das Währungs- sowie das Zinsrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs- und Warenpreisrisiken entschieden.

In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine günstige Marktentwicklung könnte sich jedoch positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie auf die Einkaufspreise der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten bzw. an Kunden weitgehend vermieden.

Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zins-Swaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen.

Gesamtaussage zur Chancen- und Risikosituation

Die Hönle Gruppe ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis.

Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht ein konjunktureller Abschwung dar. Es ist davon auszugehen, dass dieser auch die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Auch Planverfehlungen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns negativ beeinflussen.

Wirtschaftliche Chancen ergeben sich durch die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten, sei es über eigene Gesellschaften oder über lokale Vertriebspartner, soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen. Neue Anwendungsfelder – beispielsweise in den Bereichen Halbleiter, Glasfaser, Wasserentkeimung und Medizintechnik – sollen in den nächsten Jahren kontinuierlich erschlossen werden. Die Kooperation mit SKC Co. Ltd. im Bereich Klebstoffe birgt zusätzliche Wachstumspotenziale für die künftige Entwicklung der Hönle Gruppe.

Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.

Vergütungsbericht

Vergütung der Vorstände

Die Vergütungsstruktur der Vorstände ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetäre Vergütung umfasst fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände werden seit 01.01.2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente umfasst 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 265 232 26 25 291 256
Heiko Runge 264 231 14 14 278 245
Summe 529 463 40 39 569 502

Erfolgsabhängige Bezüge

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in T€ Tantieme
2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 270 248
Heiko Runge 270 248
Summe 540 496

Pensionen

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in T€ Pensionsaufwand nach IAS 19
2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 251 245
Heiko Runge 219 216
Summe 470 461

Pensionen

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in T€ Anwartschaftsbarwert der Pensionszusage (Defined Benefit Obligations)
Stand 30.09.2017 Stand 30.09.2016
Norbert Haimerl 1.760 1.741
Heiko Runge 1.583 1.596
Summe 3.343 3.336

Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.

Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für zwölf Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens zehn Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.

Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat der Vorstand das Recht, den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abgeltung seiner Bezüge und Nebenleistungen vom Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung bis zum Laufzeitende seines Dienstvertrages zu. Bezüglich der Versorgungszusage hat der Vorstand ein Wahlrecht zwischen einer Einmalzahlung in Höhe des Wertes oder der Fortführung. Dabei ist der Vorstand so zu stellen, als ob die Gesellschaft die Versorgungszusage bis zur im Dienstvertrag vereinbarten Beendigung des Dienstvertrages erfüllt hätte.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

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in T€ Gesamt
2016/2017 2015/2016
Prof. Dr. Karl Hönle 48 48
Günther Henrich 36 36
Dr. Bernhard Gimple 24 24
Summe 108 108

Prognosebericht

Marktausblick

Die Weltwirtschaft befindet sich im Aufschwung. Der globale Aufschwung dürfte sich im Jahr 2018 fortsetzen. Der Internationale Währungsfonds erwartet nach einem Wirtschaftwachstum von 3,6 % im Jahr 2017 ein Wachstum von 3,7 % in 2018 und eine anhaltend starke Expansion in den Folgejahren.

In den USA, in Japan und im Euroraum ist die Normalauslastung der Produktionskapazitäten nahezu erreicht, teilweise liegt sie sogar über der Auslastungsgrenze. Deutschland bleibt einer der wichtigsten Konjunkturmotoren in der Eurozone, aber auch in Frankreich und Italien verbessern sich die wirtschaftlichen Aussichten. Die konjunkturelle Erholung in Europa profitiert von den abnehmenden politischen Risiken nach den Wahlen in mehreren europäischen Ländern.

Die wirtschaftspolitischen Anregungen der chinesischen Wirtschaft dürften sich positiv auf deren zukünftige Entwicklung auswirken.

Zu den verbleibenden Risiken gehören mehrere schwierig zu prognostizierende geopolitische Entwicklungen wie beispielsweise der Konflikt zwischen Nordkorea und den USA. Insgesamt gingen die Risiken seit dem Frühjahr jedoch etwas zurück. Maßgeblich hierfür ist das stabilere weltwirtschaftliche Umfeld.

Ausblick für die Hönle Gruppe

Die weitere Geschäftsentwicklung der einzelnen Segmente der Hönle Gruppe hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Grundlage für den Ausblick stellen detaillierte Planungen für die einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe dar.

Segment Geräte & Anlagen

Die Hönle Gruppe nimmt im Bereich der LED-Trocknungstechnik im Digital- und Bogenoffsetdruck eine führende Rolle ein. Sowohl in der Druckindustrie als auch bei anderen Industrieanwendungen ist ein zunehmender Trend zum Einsatz der LED-Technik zu erkennen. Aus diesem Grund investiert die Dr. Hönle AG in diese Technologie, baut eine neue Fertigungslinie für UV-LED-Module auf und erhöht die Personalstärke sowohl in der Entwicklung als auch in der Produktion von LED-Systemen.

Für das Geschäftsjahr 2017/2018 geht der Vorstand im Segment Geräte & Anlagen und bei der Dr. Hönle AG insgesamt von einer Steigerung der Umsätze im oberen einstelligen Prozentbereich und einer entsprechenden Steigerung der Ergebnisbeiträge aus.

Segment Glas & Strahler

Im Segment Glas & Strahler wird im Geschäftsjahr 2017/2018 mit einer positiven Geschäftsentwicklung gerechnet. Hierzu wird insbesondere die Raesch Quarz (Germany) GmbH beitragen. Nach der Umsetzung technischer Optimierungsprozesse und der Inbetriebnahme des neuen Resize-Zentrums für Quarzglasrohre mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter werden im laufenden Geschäftsjahr steigende Umsätze und ein positiver Ergebnisbeitrag erwartet. Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erschließt sich mit dem neuen Zentrum vielversprechende Geschäftsfelder im Halbleitermarkt.

Im September 2017 trat das Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft. Die Übergangsrichtlinien wurden jedoch ausgeweitet und gelten nicht wie ursprünglich vorgesehen bis 2022, sondern bis 2024. Es wird erwartet, dass sich die positiven Effekte aus dem Ballastwasser-Übereinkommen für die Hönle Gruppe, insbesondere jedoch für die UV-Technik Speziallampen GmbH, erst entsprechend zeitversetzt in deutlich steigenden Umsätzen bemerkbar machen werden.

Der Vorstand geht davon aus, dass der Bereich Glas & Strahler im Geschäftsjahr 2017/2018, aber auch in den darauffolgenden Jahren deutlich zum Umsatz- und Ergebniswachstum der Hönle Gruppe beitragen wird.

Segment Klebstoffe

Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2016/2017 wird im Segment Klebstoffe im neuen Geschäftsjahr von einem Umsatz- und Ergebnissprung ausgegangen. Der Bereich Consumer Electronics wird hierzu maßgeblich beitragen. Vor allem in Smart Devices wie Smartphones und Tablets werden zunehmend Klebstoffe der Panacol Gruppe eingesetzt. Die Kundenbasis wurde vergrößert, die Zahl der Klebstoffanwendungen insbesondere in Wachstumsmärkten erweitert und neue wettbewerbsfähige Klebstoffe wurden entwickelt. Damit wurde die Basis für eine auch in Zukunft positive Geschäftsentwicklung gelegt.

Gesamtaussage zur künftigen Geschäftsentwicklung

Die Hönle Gruppe ist mit den Geschäftssegmenten Geräte & Anlagen, Glas & Strahler und Klebstoffe sehr breit aufgestellt.

Die Hönle Gruppe ist mit ihren UV-LED-Systemen in einem Zukunftsmarkt gut positioniert. Um das geplante weitere Wachstum abbilden zu können, werden die Entwicklungs- und die Fertigungskapazitäten für die LED-Technik immer weiter ausgebaut. Neue Kooperationen mit strategischen Partnern im Druckmarkt und in der Wasserentkeimung stellen zusätzliche wichtige Wachstumspotenziale für eine nachhaltige positive Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe dar.

Neben dem klassischen Gerätebau tragen kurzlebige Wirtschaftsgüter bereits 47 % zum Konzernumsatz bei.

Bei den Klebstoffen ist Hönle in vielen Wachstumsmärkten wie etwa Smart Devices stark vertreten. Die enge Zusammenarbeit mit Weltmarktführern bildet die Basis für die Entwicklung qualitativ hochwertiger Industrieklebstoffe.

Schließlich verfügt Hönle auch über gute Voraussetzungen, sich die wachsenden Halbleiter- und Glasfasermärkte mit Quarzglasprodukten weiter zu erschließen.

Bei gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2017/2018 einen Umsatz von 115 bis 125 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 22 bis 26 Mio. € für die Hönle Gruppe an.

Die Höhe der Neu- und Ersatzinvestitionen der Hönle Gruppe wird voraussichtlich bei 3,0 bis 4,0 Mio. € liegen. Im Geschäftsjahr 2017/2018 sind Investitionen in Produktionsanlagen im Wesentlichen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH, der Panacol-Elosol GmbH sowie der Dr. Hönle AG geplant.

Neben dem rein organischen Wachstum wird auch die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Bereich der kurzlebigen Wirtschaftsgüter wie Klebstoffe und Quarzglasprodukte beabsichtigt die Hönle Gruppe, ihre Marktposition mittelfristig weiter auszubauen.

 

Gräfelfing, den 22. Dezember 2017

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Zukunftsbezogene Aussagen

Der Lagebericht enthält Aussagen und Informationen zur Dr. Hönle AG und zur Hönle Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrundegelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken – wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden – eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance Bericht

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der Dr. Hönle AG vom 29. Januar 2018

Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards der Unternehmensführung. Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält drei unterschiedliche Standards, nämlich Vorschriften, die geltendes Gesetzesrecht beschreiben, sowie Empfehlungen und Anregungen der Regierungskommission.

Die im Deutschen Corporate Governance Kodex wiedergegebenen Gesetzesvorschriften sind als geltendes Gesetzesrecht von den Unternehmen zwingend zu beachten. Von den Empfehlungen können die Gesellschaften abweichen, sie sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen. Das deutsche Aktienrecht sieht in § 161 AktG vor, dass Vorstand und Aufsichtsrat der deutschen börsennotierten Gesellschaften jährlich eine Erklärung zur Beachtung der Empfehlungen der Regierungskommission abgeben müssen. Von den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex können die Unternehmen auch ohne Offenlegung abweichen.

Obgleich als Adressaten des Verhaltenskodexes häufig große Gesellschaften im Vordergrund stehen, entspricht die Dr. Hönle AG weitgehend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex überprüfte den Kodex und nahm einige Änderungen vor. Das vergangene, gegenwärtige und voraussichtliche zukünftige Verhalten der Gesellschaft weicht in den nachfolgenden Punkten von den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 07. Februar 2017 ab:

Selbstbehalt bei der D&O Versicherung für den Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O- (Directors-and-Officers) Versicherung abschließt (Kodexziffer 3.8 Abs. 3). Der D&O-Versicherungsschutz für den Vorstand beinhaltet einen Selbstbehalt entsprechend der gesetzlichen Regelung. Die Versicherungspolice sieht für die Mitglieder des Aufsichtsrats jedoch keinen Selbstbehalt vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind weiterhin der Ansicht, dass verantwortungsvolles Handeln für alle Organmitglieder selbstverständliche Pflicht ist; eines Selbstbehaltes für die Aufsichtsratsmitglieder bedarf es deshalb nicht.

Aufgaben des Vorstands

Nach Kodexziffer 4.1.3 soll der Vorstand die Grundzüge des bestehenden Compliance Management Systems offenlegen. Die Dr. Hönle AG ist nicht der Auffassung, dass die Veröffentlichung des Compliance Management Systems für die Einhaltung von Compliance Regelungen notwendig ist. Die Dr. Hönle AG sieht daher davon ab, die Grundzüge des Compliance Management Systems offenzulegen.

Nach Kodexziffer 4.1.5 hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Dies tat der Vorstand der Dr. Hönle AG entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015. Der Vorstand setzte eine bis zum 30. Juni 2022 zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands von mindestens 25 % fest. Dies entspricht dem derzeitigen Frauenanteil auf dieser Ebene. Der Vorstand hat des Weiteren eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands von mindestens 0 % festgesetzt. Eine Frist für die Umsetzung ist daher nicht zu definieren. Der Vorstand ist der Auffassung, dass bei der Besetzung von Führungspositionen die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber das Geschlecht entscheidend sind.

Zusammensetzung des Vorstands

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand einen Vorsitzenden oder Sprecher haben soll (Kodexziffer 4.2.1 Satz 1). Der Vorstand der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus zwei Personen. Die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes werden u.a. in der Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt. Einen Vorstandsvorsitzenden bzw. einen Vorstandssprecher gibt es bei der Dr. Hönle AG nicht. Beide Vorstände arbeiten in dieser Struktur seit Jahren erfolgreich und eng zusammen. Eine Umstellung im Aufbau des Vorstands hält die Dr. Hönle AG nicht für sinnvoll.

Struktur der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass die Vergütung des Vorstands fixe und variable Bestandteile enthalten soll. Dabei sollen die variablen Vergütungsbestandteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben, die im Wesentlichen zukunftsbezogen und nicht vorzeitig auszahlbar sein soll (Kodexziffer 4.2.3 Absatz 2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ist nicht der Ansicht, dass eine mehrjährige und zukunftsbezogene Bemessungsgrundlage die Qualität der Tätigkeit des Vorstands erhöht. Die Vorstände der Dr. Hönle AG erhalten daher auf das Geschäftsjahr bezogene variable und in ihrer Höhe begrenzte Vergütungsbestandteile.

Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll dabei auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden (Abfindungs-Cap, Kodexziffer 4.2.3 Absatz 4). Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Die Vorstandsverträge sehen bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit keine Begrenzung einer für diesen Fall zu zahlenden Abfindung vor. Der Aufsichtsrat hält im Grundsatz den vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Abfindungs-Cap für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit für rechtlich problematisch. Erfolgt die vorzeitige Beendigung aus wichtigem Grund, der von dem Vorstandsmitglied zu vertreten ist, besteht für das Vorstandsmitglied kein Anspruch auf eine Abfindung. Im Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund sehen die Vorstandsverträge die Zahlung der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge vor.

Der Aufsichtsrat hält diese Regelung für angemessen, da sie einerseits der zivilrechtlichen Wertung für Verträge mit einer festen Laufzeit entspricht, die – außer im Falle des Vorliegens wichtiger Gründe – nicht kündbar sind, und damit auch ein Anspruch auf Zahlung der vereinbarten Vergütung besteht. Zudem ist es aus Sicht des Aufsichtsrats rechtlich unsicher, wie in einem konkreten Fall ein solcher Abfindungs-Cap von der Gesellschaft rechtlich durchgesetzt werden kann. Auch im Falle des Ausscheidens eines Vorstandsmitgliedes aufgrund eines Kontrollwechsels (Change of Control) sehen die Vorstandsverträge kein Abfindungs-Cap vor, so dass auch hier von der Empfehlung in Kodexziffer 4.2.3 Absatz 5 abgewichen wird. Für diesen Fall sehen die Vorstandsverträge eine Abfindung in Höhe der Vorstandsvergütung bis zum Laufzeitende der Vorstandsverträge sowie hinsichtlich der bestehenden Versorgungszusage ein Wahlrecht für den Vorstand vor, sich den Wert der Versorgungszusage gegen Abfindung abgelten zu lassen oder die Ansprüche aus der Versorgungszusage zu erhalten. Die Abweichung von der Empfehlung in Kodexziffer 4.2.3 Absatz 5 beruht auf dem mit den Vorständen erzielten Verhandlungsergebnis bei Abschluss der Vorstandsverträge.

Offenlegung der Vorstandsvergütung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, für jedes Vorstandsmitglied die gewährten Zuwendungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, sowie den Zufluss aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung darzustellen und für diese Informationen vorgefertigte Mustertabellen zu verwenden (Kodexziffer 4.2.5 Absatz 3). Die Dr. Hönle AG veröffentlicht die Vergütung der Vorstände im Einklang mit den geltenden Vorschriften individualisiert und untergliedert nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Bezügen sowie Pensionen. Sie ist nicht der Ansicht, dass eine Umstellung der Darstellung der Vorstandsvergütung die Qualität und Verständlichkeit erhöht.

Aufgaben des Aufsichtsrats

Nach Kodexziffer 5.1.2 hat der Aufsichtsrat Zielgrößen für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Dies tat der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015. Der Aufsichtsrat setzte eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der Dr. Hönle AG von mindestens 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu definieren. Die beiden Vorstandsmitglieder der Dr. Hönle AG, Herr Haimerl und Herr Runge, führen den Konzern nunmehr seit vielen Jahren erfolgreich. Weder eine Erweiterung des Vorstandes noch eine Neubesetzung von Vorstandspositionen ist derzeit geplant. Aus diesem Grund soll auch keine Mindestzielgröße für den Frauenanteil im Vorstand größer 0 % festgesetzt werden. Der Aufsichtsrat wird sich auch zukünftig bei der Auswahl von Vorstandsmitgliedern an der Qualifikation und den individuellen Fähigkeiten der Kandidatin oder des Kandidaten orientieren. Bei der Besetzung des Vorstandes ist nach Auffassung des Aufsichtsrats nicht das Geschlecht oder das Alter ausschlaggebend, allein entscheidend ist, die am besten geeignete Person für die Position des zu besetzenden Vorstandsmitglieds zu finden.

Bildung von Ausschüssen im Aufsichtsrat

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat fachlich qualifizierte Ausschüsse, insbesondere einen Prüfungsausschuss und einen Nominierungsausschuss bilden soll (Kodexziffer 5.3). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht zurzeit aus drei Mitgliedern. Beschließende Ausschüsse müssen ebenfalls aus drei Personen bestehen. Aufgrund der Größe des Aufsichtsrates der Dr. Hönle AG werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt konkrete Empfehlungen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. So empfiehlt der Kodex unter anderem die Festlegung von Altersgrenzen für Aufsichtsratsmitglieder und die Festlegung eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) vorzusehen (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat konkrete Ziele für seine Zusammensetzung benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 2). Der Stand des Zielsetzungsprozesses für die Zusammensetzung und das Kompetenzprofil soll im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Ferner soll der Corporate Governance Bericht auch über die nach Einschätzung des Aufsichtsrats angemessene Zahl unabhängiger Mitglieder der Anteilseigner und die Namen dieser Mitglieder informieren (Kodexziffer 5.4.1 Absatz 3). Zudem sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Eigentümerstruktur der Gesellschaft berücksichtigen (Kodexziffer 5.4.2). Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG besteht aus drei Mitgliedern. Die Dr. Hönle AG ist der Ansicht, dass die persönliche Qualifikation und die individuelle Fähigkeit, nicht aber beispielsweise das Geschlecht oder das Alter bzw. die Eigentümerstruktur der Gesellschaft bei der Besetzung des Aufsichtsrats entscheidend sind. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat keine festen Alters- oder andere Zugehörigkeitsgrenzen für seine Mitglieder festgelegt. Die Dr. Hönle AG sieht in einer solchen Festlegung eine unangebrachte Einschränkung des Rechts der Aktionäre, die Mitglieder des Aufsichtsrats zu wählen. Der Aufsichtsrat hat daher auch keine konkreten Ziele bzw. Kompetenzprofile im Sinne des Kodex für seine Zusammensetzung formuliert. Die Dr. Hönle AG wird deshalb auch nicht die Zielsetzung der Zusammensetzung des Aufsichtsrats bzw. die Erfüllung des Kompetenzprofils und den Stand der Umsetzung im Corporate Governance Bericht veröffentlichen. Gleiches gilt für die Zahl unabhängiger Mitglieder und deren namentliche Benennung.

Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, die sich vor ihrer Wahl zum Aufsichtsrat der Hauptversammlung ausführlich vorstellen und auch den Fragen der Hauptversammlung zu ihrer Person stellen, sieht die Dr. Hönle AG auch bis dato davon ab, dem jeweiligen Kandidatenvorschlag bei der Wahl von Aufsichtsräten einen Lebenslauf des Kandidaten beizufügen und diesen jährlich aktualisiert auf der Internetseite des Unternehmens zu veröffentlichen.

Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat jedoch entsprechend den Vorgaben des Gesetzes über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 eine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat formuliert. Da die Dr. Hönle AG nicht dem Mitbestimmungsgesetz unterliegt, muss sich ihr Aufsichtsrat nicht zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern zusammensetzen. Der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG hat eine zu erreichende Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat von mindestens 0 % festgesetzt. Eine Frist zur Erreichung der Zielgröße ist damit nicht zu definieren. Die amtierenden Aufsichtsratsmitglieder der Dr. Hönle AG wurden auf der Hauptversammlung im März 2015 für eine Funktionszeit von fünf Jahren neu gewählt. Eine Erweiterung des Aufsichtsrats erachtet der Aufsichtsrat derzeit nicht für sinnvoll und erforderlich. Für die laufende Amtsperiode des neu gewählten Aufsichtsrats soll daher keine Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat größer 0 % festgelegt werden. Sollte ein Mitglied des derzeitigen Aufsichtsrats vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheiden, wird die Dr. Hönle AG den oder die am besten geeigneten Kandidaten/ Kandidatinnen zur Wahl in den Aufsichtsrat vorschlagen.

Rechnungslegung

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorstand unterjährige Finanzinformationen vor der Veröffentlichung mit dem Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss erörtern soll (Kodexziffer 7.1.2 Satz 2). Im Zuge eines effizienten Publikationsprozesses hat die Dr. Hönle AG bereits in der Vergangenheit unterjährige Finanzinformationen (Zwischenberichte) ohne ausführliche Erörterung mit dem Aufsichtsrat veröffentlicht und beabsichtigt dies auch in der Zukunft zu tun. Ferner empfiehlt der Deutsche Corporate Governance Kodex, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht binnen 90 Tagen und die verpflichtenden unterjährigen Finanzinformationen (Zwischenberichte) binnen 45 Tagen nach Geschäftsjahresende öffentlich zugänglich zu machen (Kodexziffer 7.1.2 Satz 3). Wie bisher veröffentlicht die Dr. Hönle AG auch zukünftig binnen 90 Tagen vorläufige Zahlen des Geschäftsjahres. Die Veröffentlichung des Geschäftsberichtes jedoch erfolgt gemäß Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse für Titel des Prime Standard innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Halbjahresberichte und Quartalsmitteilungen werden im Einklang mit der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb von zwei Monaten nach dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Die Verkürzung der Veröffentlichungszeiten würde in einem unangemessenen Verhältnis die Verwaltungskosten erhöhen. Die Veröffentlichungsfristen werden daher bis auf weiteres unverändert bleiben.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Organe der Gesellschaft

Organe der Gesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung.

Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Die Geschäftsführung erfolgt über regelmäßige strategische Erörterungen auf Vorstandsebene sowie mit den Geschäftsbereichsleitungen. Der Vorstand wird monatlich über die Entwicklung wesentlicher Kenngrößen der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften informiert. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung finden sich in diesem Lagebericht unter der Rubrik Managementsystem. Der Vorstand hat geeignete Maßnahmen zu treffen, insbesondere ein Überwachungssystem einzurichten, um den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst. Weitere Informationen zum Risikomanagement enthält der Risikobericht.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Vorhaben des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungstermine erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat, soweit erforderlich, Beschlüsse. Weitere Einzelheiten zur Tätigkeit des Aufsichtsrats werden im Bericht des Aufsichtsrats dargelegt. Der Corporate Governance Kodex empfiehlt die Bildung qualifizierter Ausschüsse mit mindestens drei Mitgliedern. Da der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG ebenfalls aus drei Mitgliedern besteht, werden derzeit keine Ausschüsse gebildet.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der Dr. Hönle AG durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt ein Stimmrecht. Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf der Internetseite der Dr. Hönle AG rechtzeitig vor der Hauptversammlung zur Verfügung.

(https://www.hoenle.de/de/investoren/hauptversammlung)

Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen von der Dr. Hönle AG benannten Stimmrechtsvertreter ausüben lassen und ihm Weisungen erteilen. Nach der Hauptversammlung werden die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Vorstand

Norbert Haimerl

Diplom-Betriebswirt (FH) (55 Jahre)

verantwortlich für Finanzen und Personal

Norbert Haimerl beendete sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Regensburg mit dem Abschluss Dipl.-Betriebswirt (FH). Als Assistent der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens startete er 1990 ins Berufsleben. In der Zeit von 1992 bis 1996 arbeitete er bei einem Tochterunternehmen eines Druckmaschinenherstellers als Assistent der Geschäftsleitung. 1996 wechselte er als kaufmännischer Leiter zur Dr. Hönle AG und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Heiko Runge

Diplom-Ingenieur (FH) (53 Jahre)

verantwortlich für Vertrieb und Technik

Heiko Runge beendete sein Studium der physikalischen Technik an der Fachhochschule Wedel mit dem Abschluss Dipl.-Ing. (FH). Seinen beruflichen Werdegang begann er 1990 als Produktmanager Vertrieb bei der Eltosch Torsten Schmidt GmbH. Drei Jahre später wechselte er zur Dr. Hönle AG. Hier wurde er zunächst Vertriebsleiter und mit Wirkung zum 1. Januar 2000 zum Vorstand der Gesellschaft bestellt.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Karl Hönle

Diplom-Physiker

Aufsichtsratsvorsitzender

Karl Hönle ist emeritierter Professor der Hochschule München. Er hatte dort die Professur für Technische Optik und Lasertechnik und war Beauftragter für Technologietransfer und für Messebeteiligung der bayerischen Fachhochschulen. Ferner war er 20 Jahre kommunalpolitisch in Dachau tätig.

Er leitet als Mitglied des Kollegialvorstandes das Labor für Lichttechnik (GbR) und ist Mitglied im Fachnormenausschuss für Lichttechnik beim Deutschen Institut für Normung (DIN). Prof. Hönle ist darüber hinaus Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH.

Günther Henrich

Rechtsanwalt

stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Herr Henrich war nach Tätigkeiten im Bayerischen Wirtschaftsministerium und in der LfA Förderbank Bayern von 1987 bis 2012 Geschäftsführer der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft mbH und ihrer Vorgängergesellschaften. Er hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass die BayBG heute der Marktführer für mittelständisches Beteiligungskapital in Bayern ist. Hierdurch verfügt Herr Henrich über ein breites Netzwerk in der bayerischen Wirtschaft. Er übernahm zahlreiche Aufsichtsrats- und Beiratsmandate bei mittelständischen Unternehmen. Zudem war er Vorsitzender einer Fachgruppe und Mitglied im Vorstand des BVK Bundesverband deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften.

Dr. Bernhard Gimple

Rechtsanwalt

Aufsichtsrat

Herr Dr. Gimple ist seit 2001 als Rechtsanwalt in München tätig. Nach Abschluss seines Jurastudiums und der Promotion an der Ludwig-Maximilians-Universität München arbeitete er zunächst in mehreren größeren überregionalen Wirtschaftskanzleien, ehe er im Jahre 2011 zusammen mit einem Kollegen die Wirtschaftskanzlei SOLEOS gründete. Seit November 2005 fungiert der gelernte Bankkaufmann zudem als Pfandbrieftreuhänder der Stadtsparkasse München.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Gräfelfing, den 22. Dezember 2017

Dr. Hönle AG

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG, Gräfelfing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2017 und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 sowie dem Konzernhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dr. Hönle AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte bei der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

2) Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhaltes haben wir wie folgt strukturiert:

1) Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3) Verweis auf weitergehende Informationen

1) Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

1) In dem Konzernabschluss der Dr. Hönle AG werden unter den langfristigen Vermögenswerten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 18.849 (18,4 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal im Geschäftsjahr Werthaltigkeitstests (Impairmenttests) unterzogen. Grundlage dieser Bewertungen ist regelmäßig der Barwert künftiger Zahlungsströme der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der jeweilige Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen ist. Den Bewertungen liegen die Planungsrechnungen der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen. Die Abzinsung erfolgt mittels der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Als Ergebnis der Werthaltigkeitstests ergab sich kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis der Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie des verwendeten Diskontierungszinssatzes abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet.

2) Wir haben uns davon überzeugt, dass die den Bewertungen zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die verwendeten Diskontierungszinssätze insgesamt eine sachgerechte Grundlage für die Impairmenttests der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bilden. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie Erläuterungen des Managements zu den wesentlichen Werttreibern der Planungen gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter gewürdigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Ferner haben wir ergänzend eigene Sensitivitätsanalysen für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit geringer Überdeckung (Buchwert im Vergleich zum Barwert) durchgeführt, um ein mögliches Wertminderungsrisiko bei einer für möglich gehaltenen Änderung einer wesentlichen Annahme der Bewertung einschätzen zu können. Die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind aus unserer Sicht zur Überprüfung der Werthaltigkeit sachgerecht abgeleitet worden.

3) Die Angaben der Gesellschaft zu den Werthaltigkeitstests sind in den Abschnitten „5 – Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ und „20 – Anlagevermögen“ des Konzernanhangs enthalten.

2) Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern

1) Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen in Höhe von TEUR 1.445 steuerliche Verlustvorträge. Aus unserer Sicht ist dieser Sachverhalt von besonderer Bedeutung, da die Mehrjahresplanung als Grundlage für die Werthaltigkeit der latenten Steuern in hohem Maße von der Einschätzung und den Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig ist und daher mit Unsicherheiten behaftet ist.

2) Die Werthaltigkeit der oben aufgeführten aktiven latenten Steuern auf Basis der von den gesetzlichen Vertretern aufgestellten Planung und die Angemessenheit der verwendeten Planungsprämissen haben wir beurteilt. Die Richtigkeit der Überleitung des Planergebnisses auf das steuerliche Ergebnis, die Vereinbarkeit der Methodik zur Ermittlung der latenten Steuern mit IAS 12 und die rechnerische Richtigkeit waren ebenfalls Gegenstand der Beurteilung. Die getroffenen Annahmen der gesetzlichen Vertreter sowie die angewandte Methodik konnten wir nachvollziehen.

3) Die Angaben der Gesellschaft zu den aktiven latenten Steuern sind in den Abschnitten „5 – Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, „15 – Steuern vom Einkommen und Ertrag“ und „23 – Latente Ertragsteueransprüche und -schulden“ des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks,

den Corporate Governance-Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex und

die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernlagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs.1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlagebericht getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 28. März 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 7. August 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 als Konzernabschlussprüfer der Dr. Hönle AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Christoph Thomas.

 

München, den 22. Dezember 2017

S & P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Thomas, Wirtschaftsprüfer

Ulrich Stauber, Wirtschaftsprüfer

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 nach IFRS

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Anhang 01.10.2016 - 30.09.2017
in T€
01.10.2015 - 30.09.2016
in T€
Umsatzerlöse (6) 101.926 93.415
Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   965 2.283
Andere aktivierte Eigenleistungen   164 127
Sonstige betriebliche Erträge (7) 862 1.012
Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen (8) 37.256 35.972
Personalaufwand (9) 32.758 31.031
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens (10) 2.937 2.709
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 15.760 14.725
Betriebsergebnis/EBIT   15.207 12.400
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (12) -5 -14
Finanzerträge (13) 37 54
Finanzaufwendungen (14) 362 390
Finanzergebnis   -330 -350
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen/EBT   14.877 12.050
Ertragsteuern (15) 4.463 3.760
Konzernjahresergebnis   10.414 8.290
Ergebnisanteil der den nicht beherrschenden Anteilen zuzurechnen ist (16) -13 12
Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   10.427 8.278
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € (19) 1,89 1,50
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € (19) 1,89 1,50

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 nach IFRS

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01.10.2016 - 30.09.2017
in T€
01.10.2015 - 30.09.2016
in T€
Konzernjahresergebnis   10.414 8.290
Sonstiges Ergebnis:      
Positionen, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
- Unterschied aus Währungsumrechnung (30) -245 -7
- Sonstiges Ergebnis aus Sicherungsgeschäften (45) 48 15
- Ertragsteuereffekte (23) -12 -4
Positionen, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden      
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensionen (34) 1.094 -1.681
Latente Steuern aus Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensionen (23) -276 424
Summe sonstiges Ergebnis   609 -1.253
Gesamtergebnis   11.023 7.037
Davon entfallen auf:      
- Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist   -12 6
- Ergebnisanteil der Aktionäre der Dr. Hönle AG   11.035 7.031

Konzernbilanz zum 30.09.2017 nach IFRS

AKTIVA

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Anhang 30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- oder Firmenwert (20) 18.849 18.849
Immaterielle Vermögenswerte (20) 2.649 2.905
Sachanlagevermögen (20) 19.549 17.191
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie (20) 1.249 1.301
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen (22) 27 37
Finanzielle Vermögenswerte (20) 27 32
Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 1.039 902
Latente Ertragsteueransprüche (23) 2.916 3.187
Langfristige Vermögenswerte, gesamt   46.305 44.404
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte (24) 30.073 27.415
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 17.959 13.076
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (26) 199 213
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (27) 1.834 2.003
Steuererstattungsansprüche (28) 721 648
Liquide Mittel (29) 5.217 6.516
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt   56.002 49.871
Aktiva Gesamt   102.306 94.275

PASSIVA

     
  Anhang 30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Eigenkapital (30)    
Gezeichnetes Kapital   5.513 5.513
Eigene Anteile   -8 -8
Kapitalrücklage   16.596 16.596
Gewinnrücklagen   45.779 37.776
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital   67.880 59.877
Nicht beherrschende Anteile   1.898 1.792
Eigenkapital, gesamt   69.778 61.669
Langfristige Schulden      
Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil) (31) 5.236 6.043
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (32) 199 187
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (33) 426 537
Pensionsrückstellungen (34) 5.606 6.528
Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen (35) 398 465
Latente Ertragsteuerschulden (23) 1.286 1.369
Langfristige Schulden, gesamt   13.152 15.130
Kurzfristige Schulden      
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (36) 5.263 4.917
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (26) 3 0
Erhaltene Anzahlungen (37) 1.492 938
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (32) 51 36
Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (38) 4.343 2.996
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (39) 5.840 5.533
Sonstige Rückstellungen (40) 533 483
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern (41) 1.852 2.573
Kurzfristige Schulden, gesamt   19.377 17.475
Passiva Gesamt   102.306 94.275

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 nach IFRS

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gezeichnetes Kapital
in T€
eigene Anteile
in T€
Kapitalrücklage
in T€
Stand 01.10.2015 5.513 -8 16.596
Konzernjahresüberschuss      
Sonstiges Ergebnis      
Gesamtergebnis      
Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter      
Dividendenausschüttung      
Stand 30.09.2016 5.513 -8 16.596
Stand 01.10.2016 5.513 -8 16.596
Konzernjahresüberschuss      
Sonstiges Ergebnis      
Gesamtergebnis      
Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter      
Dividendenausschüttung      
Stand 30.09.2017 5.513 -8 16.596
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Gewinnrücklagen
gesetzliche und andere Gewinnrücklagen
in T€
Rücklage für Sicherungsgeschäfte
in T€
Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne/Verluste IAS 19
in T€
Stand 01.10.2015 33.253 -81 -1.395
Konzernjahresüberschuss 8.278    
Sonstiges Ergebnis   11 -1.251
Gesamtergebnis 8.278 11 -1.251
Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter      
Dividendenausschüttung -3.032    
Stand 30.09.2016 38.499 -70 -2.646
Stand 01.10.2016 38.499 -70 -2.646
Konzernjahresüberschuss 10.427    
Sonstiges Ergebnis   36 817
Gesamtergebnis 10.427 36 817
Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter      
Dividendenausschüttung -3.032    
Stand 30.09.2017 45.894 -34 -1.829
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Gewinnrücklagen Eigenkapital
Rücklage für Währungsdifferenzen
in T€
Aktionären der Dr. Hönle AG zuzuordnendes Eigenkapital
in T€
nicht beherrschende Anteile
in T€
Gesamt in T€
in T€
Stand 01.10.2015 1.999 55.877 1.637 57.514
Konzernjahresüberschuss   8.278 12 8.290
Sonstiges Ergebnis -7 -1.247 -6 -1.253
Gesamtergebnis Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter -7 7.031 6 149 7.037 149
Dividendenausschüttung   -3.032   -3.032
Stand 30.09.2016 1.993 59.877 1.792 61.669
Stand 01.10.2016 1.993 59.877 1.792 61.669
Konzernjahresüberschuss   10.427 -13 10.414
Sonstiges Ergebnis -245 608 2 609
Gesamtergebnis -245 11.035 -12 11.023
Eigenkapitalzuführung nicht beherrschender Gesellschafter     117 117
Dividendenausschüttung   -3.032   -3.032
Stand 30.09.2017 1.748 67.880 1.898 69.778

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.10.2016 bis 30.09.2017 nach IFRS

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01.10.2016- 30.09.2017
in T€
01.10.2015- 30.09.2016
in T€
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit:    
Jahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern 14.877 12.050
Berichtigungen für: Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 2.937 2.709
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 265 75
Finanzerträge -32 -40
Finanzaufwendungen 362 389
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -37 -224
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 18.372 14.959
Zunahme/Abnahme von Rückstellungen 142 176
Zunahme/Abnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.906 511
Zunahme/Abnahme von Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15 11
Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögenswerte 128 230
Veränderung der Rückdeckungsversicherung -161 -143
Zunahme/Abnahme der Vorräte -2.724 -2.475
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 369 26
Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3 -7
Zunahme/Abnahme der erhaltenen Anzahlungen 554 316
Zunahme/Abnahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten 312 -477
Zunahme/Abnahme der abgegrenzten öffentlichen Investitionszuwendungen 41 0
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 12.146 13.126
Gezahlte Zinsen -236 -278
Gezahlte Ertragsteuern -5.332 -4.492
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 6.579 8.356
Cashflow aus Investitionstätigkeit:    
Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen 9 376
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -5.361 -4.980
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe aus Vorjahren -57 -19
Einzahlungen aus langfristigen Forderungen 24 51
Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen 37 22
Cashflow aus Investitionstätigkeit -5.348 -4.551
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit:    
Einzahlungen aus Krediten und Bankverbindlichkeiten 3.348 1.153
Auszahlungen für Kredite und Bankverbindlichkeiten -2.819 -2.841
Rückzahlungen von Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 -150
Eigenkapitalzuführungen nicht beherrschender Gesellschafter 117 149
Auszahlungen für Dividenden -3.032 -3.032
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -2.386 -4.721
Währungsdifferenzen -73 -46
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -71 21
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln -1.299 -94
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 6.516 7.456
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 5.217 6.516

Die Kapitalflussrechnung wird in Tz. 46 des Konzernanhangs erläutert.

Anhang zum IFRS - Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016/2017

der Dr. Hönle AG, Gräfelfing

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Die Dr. Hönle AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft. Sie ist in das Handelsregister München (HR B Nr. 127507) eingetragen und hat ihren Sitz unter der Adresse Lochhamer Schlag 1 in 82166 Gräfelfing bei München, Deutschland.

Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Geräte & Anlagen, Glas & Strahler sowie Klebstoffe. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment Glas & Strahler umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Lampen-, Automobil-, Halbleiter- und Glasfaserindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und Glasverarbeitung.

Der vorliegende Konzernabschluss der Dr. Hönle AG wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung sowie den Anhang (Notes). Der Konzernabschluss wird um den zusammengefassten Lagebericht der Dr. Hönle AG und des Konzerns ergänzt.

Das Geschäftsjahr der Dr. Hönle AG und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften, mit Ausnahme der Tochtergesellschaft Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., China, und der SKC-Panacol Co., Ltd., Südkorea, entspricht dem Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 30. September. Bei den genannten Tochtergesellschaften entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und der Zahlungsströme des Hönle Konzerns.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen, wenn nicht anders angegeben, in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wird grundsätzlich auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern nicht unter Ziffer 5 (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) etwas anderes angegeben wird.

Der Konzernabschluss wird unter der Going-Concern-Prämisse aufgestellt.

Der Vorstand der Dr. Hönle AG hat den Konzernabschluss am 22. Dezember 2017 aufgestellt.

2. Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die ausgewiesenen Beträge und damit im Zusammenhang stehenden Angaben beeinflusst haben. Dabei ergeben sich für das Management bei der Erstellung des Konzernabschlusses Ermessensspielräume, die nach bestem Wissen ausgeübt werden. Dennoch kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung der einzelnen Positionen aufgeführt. Im Hönle Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte (vgl. Tz. 20), der Bewertung der Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 34), der sonstigen Rückstellungen (vgl. Tz. 40) und bei der Ermittlung der latenten Steuern (vgl. Tz. 23) getroffen worden.

3. Konsolidierung

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 30.09.2017 werden neben der Muttergesellschaft, der Dr. Hönle AG, folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

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Name Sitzland Beteiligungsquote Berichtsjahr Beteiligungsquote Vorjahr Gehalten über
Unmittelbare Beteiligungen:          
(1) Aladin GmbH, Gräfelfing/München Deutschland 60,00% 60,00%  
(2) Honle UV France SARL, Bron/Lyon Frankreich 100,00% 100,00%  
(3) PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg Deutschland 100,00% 100,00%  
(4) Eltosch Grafix GmbH, Pinneberg Deutschland 100,00% 100,00%  
(5) AGITA Holding AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00%  
(6) UV-Technik Speziallampen GmbH, Wolfsberg Deutschland 81,00% 81,00%  
(7) Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., Shanghai China 100,00% 100,00%  
(8) Raesch Quarz (Germany) GmbH, Langewiesen Deutschland 100,00% 100,00%  
(9) Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta, Malta Malta 100,00% 100,00%  
(10) Honle US Real Estate LLC, Torrington USA 100,00% 100,00%  
Mittelbare Beteiligungen:          
(11) Panacol AG, Regensdorf/Zürich Schweiz 100,00% 100,00% (5)
(12) Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Frankfurt/M. Deutschland 100,00% 100,00% (11)
(13) Eleco Produits EFD, SAS, Gennevilliers/Paris Frankreich 99,96% 99,96% (11)
(14) Eltosch Grafix America Inc., Batavia/Chicago USA 100,00% 100,00% (4)
(15) SKC-Panacol Co., Ltd., Suwon-si Südkorea 51,00% 51,00% (12)
(16) Tangent Industries, Inc., Torrington USA 66,77% 62,18% (11)
Assoziierte Unternehmen:          
(17) Metamorphic Materials Inc., Winsted USA 30,00% 30,00% (11)
(18) TECINVENT GmbH, Schömberg Deutschland 35,00% 35,00%  

Bei allen unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen repräsentieren die Beteiligungsquoten zugleich die Stimmrechtsquoten.

Die genannten Unternehmen der unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen werden aufgrund der vorliegenden Möglichkeit der Kontrolle durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. Kontrolle wird erlangt, wenn das Mutterunternehmen

Verfügungsmacht über die Beteiligungsunternehmen ausüben kann,

schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung über dieses Tochterunternehmen führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

Assoziierte Unternehmen gem. IAS 28 werden nach der At-Equity-Methode bilanziert, außer wenn die Anteile als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden. In diesem Fall wird nach Maßgabe von IFRS 5 bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern durch Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik Einfluss, jedoch keine Beherrschung, ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird angenommen, wenn das Mutterunternehmen einen Stimmrechtsanteil von 20 % oder mehr hält (assoziiertes Unternehmen). Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem Erwerbszeitpunk angepasst werden.

Auf eine Einbeziehung der Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH (Solitec GmbH) mit Sitz in Gräfelfing wurde trotz Vorliegen einer 100%igen Beteiligung verzichtet, da die Gesellschaft für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung (Umsatz und Bilanzsumme jeweils < 50 T€) ist. Das Geschäftsjahresergebnis 2016/2017 der Solitec GmbH beträgt 1 T€ (Vj. -1 T€), die Höhe des Eigenkapitals zum 30. September 2017 beträgt 39 T€ (Vj. 38 T€).

Die Geschäftsanteile der PrintDesign Engineering GmbH mit Sitz in Kohlberg, Deutschland, in Höhe von 20 % des Stammkapitals werden unter der Bilanzposition „Finanzielle Vermögenswerte“ im Konzernabschluss ausgewiesen. Eine Konsolidierung erfolgt nicht, da die Dr. Hönle AG keinen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben kann. Die Beteiligung ist als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert klassifiziert. Das Geschäftsjahresergebnis 2016/2017 der PrintDesign Engineering GmbH beträgt 11 T€ (Vj. -7 T€), die Höhe des Eigenkapitals zum 30. September 2017 beträgt 35 T€ (Vj. 24 T€).

Gegenüber dem Vorjahr kam es zu folgenden Änderungen bei den in den Konsolidierungskreis einbezogenen Konzerngesellschaften:

Im dritten Quartal 2016/2017 wurden von der Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz, Kaufoptionen an der Tangent Industries, Inc., Torrington, USA, ausgeübt. In diesem Zusammenhang erwarb die Panacol AG weitere 4,59 % der Anteile an der Tangent Industries, Inc.. Die Panacol AG hält damit 66,77 % der Anteile an der Tangent Industries, Inc..

Konsolidierungsmethoden

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Aktivische Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital der Gesellschaft werden in der Bilanz als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Passivische Unterschiedsbeträge werden nach erneuter Prüfung erfolgswirksam aufgelöst, Unterschiedsbeträge beim Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen werden direkt im Eigenkapital verrechnet.

Die Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen erfolgt zum anteilig beizulegenden Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten. Nach erstmaligem Ansatz werden Gewinne und Verluste unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet, wodurch auch ein Negativsaldo bei nicht beherrschenden Anteilen entstehen kann.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der Dr. Hönle AG und des überwiegenden Teils der europäischen Tochtergesellschaften ist der Euro (€).

Für die selbständigen Tochtergesellschaften in der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und in Südkorea ist die funktionale Währung der Schweizer Franken (CHF), der US-Dollar (USD) bzw. der Koreanische Won (KRW); für die selbständige chinesische Tochtergesellschaft der Chinesische Renminbi (RMB). Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet, das Eigenkapital dagegen mit historischen Kursen.

Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen wurden erfolgsneutral im Eigenkapital und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die Entwicklung dieses Sonderpostens ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
30.09.2017
in €
30.09.2016
in €
2016/2017
in €
2015/2016
in €
1 Schweizer Franken CHF 0,8653 0,9135 0,9167 0,9163
1 US-Dollar USD 0,8470 0,8960 0,9053 0,9004
1 Chinesischer Renminbi RMB 0,1273 0,1343 0,1330 0,1378
1 Koreanischer Won KRW 0,0007 0,0008 0,0008 0,0008

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die dabei entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam als Kursdifferenzerträge oder Kursdifferenzaufwendungen erfasst. Sicherungsgeschäfte für das Währungsrisiko wurden nicht vorgenommen.

4. Neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2016/2017 waren die folgenden neuen bzw. geänderten Standards des IASB (International Accounting Standards Board) bzw. IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) erstmals anzuwenden. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Dr. Hönle AG.

Annual Improvements to IFRSs 2012-2014 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34.

Amendments to IAS 27- Equity Method in Seperate Financial Statements: Durch diese Änderungen wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen.

Amendments to IAS 16 and IAS 41- Bearer Plants: Mit den Änderungen werden fruchtbare Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich des IAS 16 gebracht, so dass sie analog zu den Sachanlagen bilanziert werden.

Amendments to IAS 16 and IAS 38 – Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation: Mit diesen Änderungen werden Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung gestellt. Umsatzbasierte Abschreibungsmethoden sind demnach für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahmefällen zulässig.

Amendments to IFRS 11- Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations: Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen.

Amendments to IAS 1 – Disclosure Initiative: Die Änderungen an IAS 1 stellen unter anderem klar, dass eine Angabepflicht nur dann vorliegt, wenn die Angabe als wesentlich betrachtet wird. Darüber hinaus werden Klarstellungen zur Aggregation und Disaggregation von Abschlussposten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung, zur Darstellung des sonstigen Ergebnisses at Equity eingezogener Unternehmen und zur Struktur von Anhangangaben vorgenommen.

Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28- Investment Entities: Applying the Consolidation Exeption: Die Änderung konkretisiert die Konsolidierungspflicht, wenn das Mutterunternehmen eine Investmentgesellschaft darstellt. Hierbei werden Umstände aufgeführt, bei denen keine Konsolidierungspflicht für das Tochterunternehmen besteht.

Das IASB bzw. IFRIC haben weiterhin nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die bereits von der EU übernommen wurden, deren Anwendung für die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr jedoch noch nicht verpflichtend war. Grundsätzlich wendet die Dr. Hönle AG neue IFRS/IFRICs nicht vor dem Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung (Zeitpunkt des Inkrafttretens) an. Mögliche Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse werden derzeit geprüft. Eine zuverlässige Einschätzung ist derzeit jedoch noch nicht möglich.

Amendments to IAS 12 – Income Taxes: Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses: Durch die Änderungen finden grundsätzliche Klarstellungen in Bezug auf den Umgang mit abzugsfähigen, temporären Differenzen statt. Insbesondere wird auch die Berücksichtigung von abzugsfähigen temporären Differenzen dargestellt, welche sich aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Schuldinstrumenten ergeben. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2017).

Amendments to IAS 7 – Statement of Cash Flows: Disclosure Initiative: Die Änderungen haben die Zielsetzung, die Informationen über die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten zu verbessern. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2017). Die Änderungen zu IAS 7 führen aus heutiger Sicht zu erweiterten Angaben im Zusammenhang mit der Kapitalflussrechnung.

Amendments to IFRS 4 – Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts: Die Änderungen führen zwei Ansätze, den Überlagerungsansatz sowie den Aufschubansatz, ein, um den Herausforderungen des fehlenden Gleichklangs der Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 9 und dem Nachfolgestandards von IFRS 4 zu begegnen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

IFRS 9 – Financial Instruments: Der Standard ersetzt IAS 39 und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Dabei dienen die Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem sie gesteuert werden, als Grundlage für die Klassifizierung. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor und enthält neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018)

Die tatsächlichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 9 auf den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018/2019, in welchem der Standard erstmals anzuwenden ist, sind nicht bekannt und können nicht verlässlich geschätzt werden, da sie von den Finanzinstrumenten, die der Konzern hält, und den wirtschaftlichen Bedingungen zu diesem Zeitpunkt abhängen sowie von der Wahl der Rechnungslegungsmethoden und von Ermessensentscheidungen, die er künftig trifft. Der neue Standard erfordert vom Konzern die Anpassung seiner Rechnungslegungsprozesse und internen Kontrollen im Zusammenhang mit der Darstellung von Finanzinstrumenten, wobei eine Analyse der erforderlichen Anpassungen noch nicht abgeschlossen ist. Unter Berücksichtigung seiner finanziellen Positionen zum 30. September 2017 und den im Geschäftsjahr bestehenden Sicherungsbeziehungen rechnet der Konzern nicht mit wesentlichen Auswirkungen der IFRS 9 Regelungen zur Einstufung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Vorschriften zum Hedge Accounting.

Der Konzern ist der Ansicht, dass die Wertminderungsaufwendungen für Vermögenswerte im Anwendungsbereich des Wertminderungsmodells des IFRS 9 wahrscheinlich steigen und volatiler werden. Unter Berücksichtigung der Wertminderungsaufwendungen zum 30. September 2017 schätzt die Dr. Hönle Gruppe zusätzliche Wertminderungen nicht als wesentlich ein. Außerdem hat der Konzern noch nicht festgelegt, wie bestehende Wahlrechte im Zusammenhang mit den anzuwendenden Wertminderungskonzepten ausgeübt werden sollen.

IFRS 15 – Revenue from Contracts with Customers: Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Infolgedessen ersetzt IFRS 15 die bisher relevanten Standards (IAS 18, IAS 11 und IFRIC 13) zur Erlöserfassung sowie relevante Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 inklusive der im April 2016 veröffentlichen Clarifications to IFRS 15 ist für alle Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden. Die wesentlichen Ausnahmen allerdings sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

Der Konzern führt derzeit eine Beurteilung der möglichen Auswirkungen der Anwendung des IFRS 15 auf seinen Konzernabschluss durch. Die Umsatzerlöse im Hönle Konzern werden im Wesentlichen durch den Verkauf von Geräten, Klebstoffen und Glasrohren generiert. Dienstleistungsverträge spielen eine untergeordnete Rolle. Ferner werden variable Bestandteile der mit dem Kunden vereinbarten Gegenleistung nicht als bedeutsam eingestuft.

Beim Verkauf der genannten Produkte erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse derzeit zum Zeitpunkt des Übergangs der Chancen und Risiken, die mit der Eigentumsübertragung verbunden sind, auf den Kunden. Dabei kommt es auf die mit dem Kunden vereinbarten Incoterms an. Umsatzerlöse werden derzeit zu diesem Zeitpunkt erfasst, sofern die Umsatzerlöse und Kosten verlässlich bewertet werden können, der Erhalt des Entgelts wahrscheinlich ist und es kein weiter bestehendes Verfügungsrecht über die Güter gibt. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, sobald ein Kunde die Beherrschung über die Güter erlangt. Der Konzern rechnet, abgesehen von dem Erfordernis umfangreichere Angaben zu den Umsatzerlösen mit Kunden bereitzustellen, nicht mit wesentlichen Auswirkungen des IFRS 15 auf den Konzernabschluss, weder im Hinblick auf den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung, noch im Hinblick auf die Höhe der Umsatzerlöse. Der Konzern beabsichtigt derzeit, IFRS 15 in seinem Konzernabschluss zum 30. September 2019 anzuwenden und dabei den retrospektiven Ansatz zu wählen. Infolgedessen wird der Konzern alle Anforderungen des IFRS 15 auf jede dargestellte Vergleichsperiode anwenden und den Konzernabschluss anpassen. Der Konzern beabsichtigt die Anwendung der praktischen Vereinfachungen für erfüllte Verträge.

IFRS 16 – Leases: Der Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ändert die Berücksichtigung beim Leasingnehmer grundlegend. Es werden der Ansatz, die Bewertung, der Ausweis sowie die Angabepflichten bezüglich Leasingverhältnissen im Abschluss von Unternehmen festgelegt. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2019).

IFRS 16 führt ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht (right-of-use asset), das sein Recht auf die Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswertes darstellt und bilanziert eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Darüber hinaus ergeben sich Veränderungen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung. Bisher waren die Mietzahlungen aus „operating lease“ Verträgen im Wesentlichen als Aufwand im EBIT enthalten. Künftig teilt sich der Aufwand in Abschreibung und Zinsaufwand. Es gibt Ausnahmeregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse hinsichtlich geringwertiger Wirtschaftsgüter. Die Rechnungslegung beim Leasinggeber ist vergleichbar mit dem derzeitigen Standard – das heißt, dass der Leasinggeber die Leasingverhältnisse weiterhin als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse einstuft.

Der Konzern hat die Analyse der möglichen Auswirkungen auf seinen Konzernabschluss noch nicht abgeschlossen und kann derzeit den Effekt aus der Erstanwendung von IFRS 16 noch nicht quantifizieren. Die quantitativen Auswirkungen hängen unter anderem von den gewählten Übergangsvorschriften ab, dem Umfang, in dem der Konzern die Vereinfachungsvorschriften anwendet, und darüber hinaus dem Umfang der zum Erstanwendungszeitpunkt bestehenden Leasingverhältnisse. Derzeit agiert die Dr. Hönle AG ausschließlich als Leasingnehmer. Hinsichtlich des Umfangs derzeit bestehender Leasingverhältnisse, die in den Anwendungsbereich von IFRS 16 fallen könnten, verweisen wir auf die Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Abschnitt 44. Der Konzern geht davon aus, detailliertere Angaben zu den Auswirkungen und dem Übergangsansatz vor der Erstanwendung machen zu können.

Darüber hinaus wurden von dem IASB bzw. IFRIC folgende Regelungen herausgegeben, die noch nicht durch die Europäische Kommission übernommen wurden. Eine vorzeitige Anwendung dieser Regelungen ist daher noch nicht möglich; mögliche Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse werden derzeit geprüft. Der aktuelle Stand der Überprüfung lässt zum Bilanzstichtag jedoch noch keine zuverlässige Einschätzung der Auswirkungen zu.

IFRS 17 – Insurance Contracts: Der Gegenstand des Standards ist die Abbildung der aus Versicherungsverträgen resultierenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im IFRS-Abschluss. Der Anwendungsbereich von IFRS 17 erstreckt sich auf alle aktiven Versicherungs- und Rückversicherungsverträge. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2021).

IFRS 14 - Regulatory Deferral Accounts: Durch den Standard wird es IFRS-Erstanwendern unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht, regulatorische Abgrenzungsposten, welche unter nationalem Recht bilanziert sind, auch im IFRS Abschluss zu erfassen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2016). Die EU hat entschieden, den Übernahmeprozess nicht zu starten und den finalen Standard abzuwarten.

Amendments to IFRS 10 and IAS 28 - Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture: Aus der Überarbeitung geht eine Klarstellung bezüglich Transaktionen zwischen Investoren und assoziierter Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen hervor. Der Endorsement-Prozess wurde im Februar 2015 ausgesetzt. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: auf unbestimmte Zeit verschoben).

Amendments to IFRS 2 - Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions: Die Änderungen betreffen die Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

Annual Improvements to IFRS Standards 2014-2016 Cycle: Im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses des IASB werden innerhalb einzelner IFRS Änderungen vorgenommen, um Inkonsistenzen zu anderen Standards zu eliminieren oder deren Inhalt zu präzisieren. Betroffen sind die Standards IFRS 1, IAS 28, IFRS 12, IFRS 7. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: bzgl. der Änderungen an IFRS 12 01. Januar 2017, für die übrigen Änderungen 01. Januar 2018).

IFRIC Interpretation 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration: Die Interpretation adressiert eine Anwendungsfrage zu IAS 21 (Auswirkungen von Wechselkursänderungen). Klargestellt wird, auf welchen Zeitpunkt der Wechselkurs für die Umrechnung von Transaktionen in Fremdwährungen zu ermitteln ist, die erhaltene oder geleistete Anzahlungen beinhalten. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

Amendments to IAS 40: Transfers of Investment Property: Die Änderung von IAS 40 dient der Klarstellung, in welchen Fällen die Klassifikation einer Immobilie als „als Finanzinvestition gehaltene Immobilie“ beginnt bzw. endet, wenn sich die Immobilie noch im Bau oder in der Entwicklung befindet. Durch die bisher abschließend formulierte Aufzählung in IAS 40.57 war die Klassifikation noch nicht fertiggestellter Immobilien bisher nicht klar geregelt. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2018).

IFRIC Interpretation 23 – Uncertainty over Income Tax Treatments: Mit der Interpretation zu IAS 12 soll Klarheit und eine einheitliche Bilanzierung hinsichtlich der Erfassung und Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Situationen geschaffen werden, in denen die steuerliche Lage unsicher ist. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2019).

Amendments to IFRS 9 – Prepayment Features with Negative Compensation: Die Änderungen behandeln die Bedeutung von Vorfälligkeitsentschädigungen für das in IFRS 9 enthaltenen Cashflow-Kriterium. Nach der Neuregelung kommt es nicht mehr darauf an, wer die Vorfälligkeitsentschädigung zahlt. Solange diese angemessen ist, steht sie mit dem Cashflow-Kriterium im Einklang. Die übrigen Bedingungen für die Vereinbarkeit der Vorfälligkeitsentschädigung mit dem Cashflow-Kriterium bleiben unverändert. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2019).

Amendments to IAS 28 – Long-term Interests in Associates and Joint Ventures: Die Änderungen dienen der Klarstellung der Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zum beizulegenden Zeitwert. Bestimmte Unternehmen können direkt oder indirekt gehaltene Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerten, anstatt sie nach der Equity Methode fortzuführen. Nach der Klarstellung kann dieses Wahlrecht für jede Beteiligungsgesellschaft gesondert ausgeübt werden. Ein entsprechendes Wahlrecht gilt für Nicht-Investmentgesellschaften. (Zeitpunkt des Inkrafttretens: 01. Januar 2019).

5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte (Goodwill) unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden mindestens einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände (Triggering Events) eintreten, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten. Der Goodwill wird zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen angesetzt.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Goodwills erfolgt auf der Ebene von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die unterste Ebene repräsentieren, auf der der Goodwill für die interne Unternehmensführung überwacht wird.

Für den Wertminderungstest wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Goodwill der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Übersteigt der Buchwert der Einheit, der der Goodwill zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill aufgrund Wertminderung entsprechend abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert der Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes wird mittels der Discounted-Cashflow-Methode durchgeführt. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Cashflows aus der jüngsten Managementplanung zugrundegelegt, mit langfristigen Wachstumsraten sowie Annahmen über die Margenentwicklung fortgeschrieben und mit den Kapitalkosten der zu bewertenden Einheit abgezinst.

Es werden in zukünftigen Perioden keine Wertaufholungen auf abgeschriebenen Goodwill vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder der Gruppe der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Goodwill zugeordnet ist, übersteigt.

Zu einzelnen für die Wertminderungstests verwendeten Prämissen siehe Tz. 20.

Immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte sind gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Nutzungszeiträume verteilen sich wie folgt:

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Kundenstamm und andere Rechte 5 bis 10 Jahre
Software 1 bis 15 Jahre
Lizenzen 3 bis 14 Jahre
Urheberrechte, Patente und sonst. gewerbliche Schutzrechte 7 bis 10 Jahre
Rezepte, Geheimverfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen 10 Jahre

Sachanlagevermögen

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden planmäßig linear abgeschrieben.

Die planmäßige Abschreibung der in den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesenen Schmelzöfen des Konzerns erfolgt aufgeteilt in ihre Komponenten (insbesondere in Ofenkörper und Schmelztiegel sowie deren Unterkomponenten). Diese werden gemäß IAS 16.43ff. getrennt abgeschrieben, da sie im Betrieb unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen. Diese Vorgehensweise führt im Ergebnis zu einer verursachungsgerechteren Periodisierung des Aufwands aus der Nutzung der Vermögenswerte und ihrer Komponenten.

Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungszeiträume zugrundegelegt:

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Gebäude 3 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 1 bis 20 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 39 Jahre

Unter der Position „Gebäude“ werden auch Mietereinbauten erfasst. Die planmäßige Abschreibung der Mietereinbauten wird entsprechend der erwarteten Nutzungsdauer festgelegt.

Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immobilien, die nicht betrieblich genutzt werden und ausschließlich zur Erzielung von Mieteinnahmen und Gewinnen aus Wertsteigerungen dienen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die planmäßige Abschreibung dieser Immobilien erfolgt über einen Zeitraum von 33 Jahren.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und in der Bilanz unter der Position „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“ ausgewiesen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinsame Kontrolle ausüben kann. IAS 28.6 geht davon aus, dass eine Beteiligung von mehr als 20 % der Stimmrechtsanteile auf einen maßgeblichen Einfluss hinweist.

Latente Steuern

Zur Ermittlung der Latenten Steuern wird die in IAS 12 vorgeschriebene Verbindlichkeitenmethode (Liability Method) herangezogen. Demnach werden aktive und passive latente Steuern grundsätzlich für sämtliche temporäre Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten gebildet. Latente Steueransprüche werden nur in dem Maße angesetzt, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden. Gegen diese können die abzugsfähigen temporären Differenzen, die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste sowie die noch nicht genutzten Steuergutschriften aufgerechnet werden.

Bedingt durch unterschiedliche gewerbesteuerliche Hebesätze an den einzelnen Standorten ergeben sich in den deutschen Gesellschaften unterschiedliche anzuwendende Steuersätze.

Latente Steuern werden mit dem Steuersatz bewertet, dessen Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird.

Vorräte

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten wird das gewogene Durchschnittsverfahren herangezogen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch fixe und variable Fertigungs- und Materialgemeinkosten.

Fremdkapitalkosten werden in voller Höhe aufwandswirksam behandelt, da keine direkte Zuordnung zu qualifizierten Vermögenswerten erfolgen kann.

Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt in den folgenden Kategorien:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung erfolgt bei Zugang und hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab. Eine Überprüfung der Klassifizierung erfolgt zu jedem Stichtag.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte sowie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen liegen bei der Dr. Hönle AG nicht vor. Die Finanzinstrumente werden wie folgt bilanziert:

1. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte, welche dieser Kategorie zugeordnet werden, sind einer der folgenden Unterkategorien zuzuordnen:

finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn an als „zu Handelszwecken gehalten“ eingeordnet wurden (held for trading)

finanzielle Vermögenswerte, die ab dem erstmaligen Ansatz „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten“ (at Fair Value through profit and loss) klassifiziert wurden.

Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert vom Management entsprechend designiert wurde. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Wertveränderungen von Derivaten ohne Sicherungszusammenhang gelten als „zu Handelszwecken gehalten“ und werden folglich erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Sind die Derivate in einen Cashflow-Hedge einbezogen, werden die Fair-Value-Anpassungen unter Berücksichtigung latenter Steuern direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Bei Einbeziehung von derivativen Finanzinstrumenten in Fair-Value-Hedges wird der Buchwert des Grundgeschäfts um den dem abzusichernden Risiko zurechenbaren Gewinn oder Verlust aus dem Derivat angepasst.

2. Darlehen und Forderungen

Darlehen und Forderungen (loans and receivables) enthalten nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die kurzfristig zur Veräußerung bestimmt sind (held for trading) sowie diejenigen, welche das Management zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert designiert hat. Darlehen und Forderungen entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt, ohne die Absicht, diese Forderungen weiterzuverkaufen. Sie werden den kurzfristigen Vermögenswerten zugerechnet, soweit die Fälligkeit der Darlehen und Forderungen nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Darlehen und Forderungen mit längeren Laufzeiten werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen.

3. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held-to-maturity investments) sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit, bei denen das Management die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit zu halten. Ausgenommen sind Investments, die zur Bilanzierung zum Fair Value designiert sind, die zu Handelszwecken gehalten werden oder den Darlehen und Forderungen zuzuordnen sind.

4. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert werden und keiner der anderen dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.

Finanzielle Vermögenswerte werden im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten bewertet.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie „als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von nichtmonetären Wertpapieren der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden im übrigen Ergebnis erfasst. Wenn Wertpapiere der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im übrigen Ergebnis zusammengefassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte finanzieller Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind, bemessen sich nach dem aktuellen Geldkurs. Liegt für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt vor oder handelt es sich um nicht notierte Wertpapiere, werden die entsprechenden beizulegenden Werte mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise anderer vergleichbarer Vermögenswerte, Discounted Cashflow-Verfahren sowie ggf. spezielle Optionspreismodelle.

Der Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt. Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte existiert, wird der kumulierte Verlust – gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert – abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten finanziellen Vermögenswert erfasste Wertminderungsverluste aus dem Eigenkapital ausgebucht und in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Einmal in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden der Kategorie „zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet. Sie werden ausnahmsweise mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, da für diese Anteile kein aktiver Markt existiert und die Zeitwerte sich nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lassen.

Reguläre Käufe und Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden generell zum Erfüllungstag bilanziert.

Ausbuchung

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.

Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen in IAS 39.19 erfüllt (sog. Durchleitungsvereinbarung), übernommen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Wenn der Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt oder eine Durchleitungsvereinbarung eingeht, bewertet er, ob und in welchem Umfang die Chancen und Risiken bei ihm verbleiben. Wenn der Konzern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält, noch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert überträgt, erfasst der Konzern den Vermögenswert im Umfang seines anhaltenden Engagements. In diesem Fall erfasst der Konzern auch eine damit verbundene Verbindlichkeit. Der übertragene Vermögenswert und die damit verbundene Verbindlichkeit werden so bewertet, dass den Rechten und Verpflichtungen, die der Konzern behalten hat, Rechnung getragen wird.

Wenn das anhaltende Engagement der Form nach den übertragenen Vermögenswert garantiert, so entspricht der Umfang des anhaltenden Engagements dem niedrigeren Betrag aus dem ursprünglichen Buchwert des Vermögenswerts und dem Höchstbetrag der erhaltenen Gegenleistung, den der Konzern eventuell zurückzahlen müsste.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da deren Zahlungen fest und bestimmbar sind und kein aktiver Markt besteht. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erfasst, wenn objektive Hinweise dafür vorliegen, dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung, diskontiert mit dem Effektivzinssatz. Die Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen.

Andere Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nennbetrag oder mit dem niedrigeren Zeitwert am Stichtag bewertet.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Eine Abzinsung der langfristigen Forderungen wurde vorgenommen. Eine marktübliche Verzinsung wurde im Zusammenhang mit dem Rückkaufwert der Rückdeckungsversicherung für Pensionsansprüche der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Bilanzansatz entspricht dem Zeitwert der Forderung zum Bilanzstichtag.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der langfristige Vermögenswert im gegenwärtigen Zustand sofort zur Veräußerung verfügbar ist und die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwertes und dem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Liquide Mittel

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert. Auf fremde Währungen lautende Guthaben werden am Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Leasing

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Finanzierungs-Leasingverhältnisse, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken am Leasinggegenstand auf den Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses. Der Leasinggegenstand wird mit seinem beizulegenden Zeitwert angesetzt oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden derart in Finanzierungsaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass sich über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingverbindlichkeit ergibt. Finanzierungsaufwendungen werden im Finanzergebnis erfolgswirksam erfasst.

Leasinggegenstände werden über die Nutzungsdauer des Gegenstands abgeschrieben. Ist der Eigentumsübergang auf den Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses jedoch nicht hinreichend sicher, wird der Leasinggegenstand über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.

Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand für Operating-Leasingverhältnisse in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Eigene Anteile

Erworbene eigene Anteile werden gemäß IAS 32.33 in einem gesonderten Posten in Höhe der Anschaffungskosten vom Eigenkapital abgezogen. Transaktionskosten sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen.

Verbindlichkeiten

Erstmalige Erfassung und Bewertung

Finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne von IAS 39 werden entweder klassifiziert als „finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ oder als „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete sonstige Verbindlichkeiten“. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Verbindlichkeiten mit dem erstmaligen Ansatz fest.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite, Darlehen, Finanzgarantien und derivative Finanzinstrumente.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

In der Folgebewertung werden sie mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value angesetzt.

Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag. Langfristige Verbindlichkeiten sind mit ihrem Barwert bzw. bei Verzinslichkeit mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Kaufpreisverbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen auf nicht beherrschende Anteile werden gemäß IAS 32.23 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Zahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit angesetzt. Da die Optionen auf Ausübungspreisen basieren, die von der Unternehmensentwicklung beeinflusst werden, erfolgt bei einer Änderung der den Wert der finanziellen Verbindlichkeit bestimmenden Cashflows eine bilanzielle Anpassung, die nach der Ansicht des IASB gemäß IAS 39 im Gewinn oder Verlust zu erfassen ist.

Auf Fremdwährungen lautende kurzfristige Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 zum Stichtagskurs umgerechnet.

Ausbuchung

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Erstmalige Erfassung und Folgebewertung

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente wie Zinsswaps, um sich gegen Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten werden sofort erfolgswirksam erfasst, mit Ausnahme des wirksamen Teils einer Absicherung von Cashflows, der im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst wird.

Zum Zwecke der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen werden Sicherungsinstrumente wie folgt klassifiziert:

als Absicherung des beizulegenden Zeitwerts, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung handelt,

als Absicherung von Cashflows, wenn es sich um eine Absicherung des Risikos von Schwankungen der Cashflows handelt, das dem mit einem bilanzierten Vermögenswert, einer bilanzierten Verbindlichkeit oder mit einer höchstwahrscheinlich eintretenden künftigen Transaktion verbundenen Risiko oder dem Währungsrisiko einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung zugeordnet werden kann,

als Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb.

Die Hönle Gruppe nutzt ausschließlich Sicherungsinstrumente als Absicherung von Cashflows. Zu Beginn der Absicherung werden sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und -strategien des Konzerns im Hinblick auf die Absicherung formal festgelegt und dokumentiert. Die Dokumentation enthält die Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts oder der abgesicherten Transaktion sowie die Art des abgesicherten Risikos und eine Beschreibung, wie das Unternehmen die Wirksamkeit der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments bei der Kompensation der Risiken aus Änderungen der Cashflows des gesicherten Grundgeschäfts, die sich auf das abgesicherte Risiko zurückführen lassen, ermittelt. Derartige Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des Cashflows als in hohem Maße wirksam eingeschätzt. Sie werden fortlaufend dahingehend beurteilt, ob sie tatsächlich während der gesamten Berichtsperiode, für die die Sicherungsbeziehung definiert wurde, hoch wirksam waren.

Sicherungsgeschäfte, die die strengen Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen erfüllen, werden wie folgt bilanziert:

Absicherung von Cashflows (Cash Flow Hedges)

Der wirksame Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument wird im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung und in der Rücklage zur Absicherung von Cashflows erfasst, während der unwirksame Teil sofort erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wird.

Der Hönle Konzern nutzt Zinsswaps als Sicherungsinstrument zur Absicherung des Zinsrisikos bei finanziellen Verbindlichkeiten. Für weitergehende Erläuterungen wird auf Tz. 45 verwiesen.

Die im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst, z. B. dann, wenn abgesicherte Finanzerträge oder -aufwendungen erfasst werden oder wenn ein erwarteter Verkauf durchgeführt wird. Resultiert eine Absicherung im Ansatz eines nicht-finanziellen Vermögenswerts oder einer nicht-finanziellen Verbindlichkeit, so werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge Teil der Anschaffungskosten im Zugangszeitpunkt des nicht-finanziellen Vermögenswerts bzw. der nicht-finanziellen Verbindlichkeit.

Wird mit dem Eintritt der erwarteten Transaktion oder der festen Verpflichtung nicht länger gerechnet, werden die zuvor im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Wenn das Sicherungsinstrument ausläuft oder veräußert, beendet oder ausgeübt wird, ohne dass ein Ersatz oder ein Überrollen des Sicherungsinstruments in ein anderes Sicherungsinstrument erfolgt, oder die Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsbeziehung nicht mehr erfüllt sind, verbleiben die bislang im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne bzw. Verluste solange im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion oder feste Verpflichtung das Ergebnis beeinflusst.

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente designiert und als solche effektiv sind, werden auf der Grundlage einer Beurteilung der Tatsachen und Umstände (d.h. der zugrundeliegenden vertraglichen Cashflows) als kurzfristig oder langfristig klassifiziert oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt.

Hält der Konzern ein Derivat für einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag zur wirtschaftlichen Absicherung (und bilanziert es nicht als Sicherungsbeziehung), wird das Derivat in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Postens als langfristig eingestuft (oder in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt).

Eingebettete Derivate, die nicht in enger Verbindung mit dem Basisvertrag stehen, werden in Übereinstimmung mit den Cashflows des Basisvertrags klassifiziert.

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, werden in Übereinstimmung mit der Klassifizierung des zugrundeliegenden Grundgeschäfts klassifiziert.

Das derivative Finanzinstrument wird nur dann in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil aufgeteilt, wenn eine verlässliche Zuordnung vorgenommen werden kann.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) gemäß IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer) gebildet. Bei diesem Verfahren werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Verpflichtungen berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des wahrscheinlichsten Betrages.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand gemäß IAS 20 werden erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendung tatsächlich gewährt werden. Zuwendungen für Kauf oder Herstellung von Anlagevermögen (vermögenswertbezogene Zuwendungen) werden bei erstmaligem Ansatz mit der Bruttomethode bilanziert („deferred income“) und während der Nutzungsdauer des Vermögenswertes auf einer planmäßigen Grundlage ertragswirksam aufgelöst. Zuwendungen für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zum Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung ohne zukünftig damit verbundenen Aufwand wird gem. IAS 20.20 als Ertrag in der Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der Ware (Gefahrenübergang), beim Abschluss von Werkverträgen mit Abnahme durch den Besteller. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert.

Umsatzerlöse werden abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen sowie Gutschriften ausgewiesen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt des Entstehens ergebniswirksam erfasst, es sei denn sie entfallen auf ein „qualifying asset“ nach IAS 23.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzern bewertet bestimmte Finanzinstrumente (z.B. Derivate) zu jedem Abschlussstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert und/oder gibt den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten im Rahmen der Angabepflichten an. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder

auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet, oder

auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrundelegen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei werden sowohl beobachtbare als auch nicht beobachtbare Inputfaktoren verwendet.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 – In aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise

Stufe 2 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt direkt oder indirekt beobachtbar ist

Stufe 3 – Bewertungsverfahren, bei denen der Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, auf dem Markt nicht beobachtbar ist

Bei Vermögenswerten und Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist) überprüft.

Die für die Konzernrechnungslegung zuständigen Mitarbeiter legen gemeinsam mit dem Vorstand die Richtlinien und Verfahren für wiederkehrende und nicht wiederkehrende Bemessungen des beizulegenden Zeitwerts fest.

Um die Angabeanforderungen über den beizulegenden Zeitwert zu erfüllen, hat der Konzern Gruppen von Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage ihrer Art, ihrer Merkmale und ihrer Risiken sowie der Stufen der erläuterten Fair-Value-Hierarchie festgelegt.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

6. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 101.926 T€ setzen sich aus Umsatzerlösen aus dem Verkauf von Gütern in Höhe von 99.171 T€ (Vj. 90.437 T€) und Dienstleistungsumsätzen für Serviceleistungen in Höhe von 2.755 T€ (Vj. 2.978 T€) zusammen.

2 T€ (Vj. 5 T€) betreffen Umsätze aus Lieferungen an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH zu marktüblichen Konditionen.

7. Sonstige betriebliche Erträge

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Erträge aus Kursdifferenzen 202 162
Zuschüsse/ Investitionsförderung 160 164
Mieterträge 120 16
Periodenfremde Erträge 97 79
Ertrag aus Auflösung von Rückstellungen 59 197
Erträge aus der Herabsetzung EWB/PWB 54 48
Sonstige Erträge 170 346
  862 1.012
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2016/2017
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2015/2016
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Sonstige Erträge 143 325
Sonstige Erträge aus Schadensersatz 27 20
Sonstige Erträge 170 346

Die Sonstigen Erträge des Geschäftsjahres enthalten Erträge aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 0 T€).

Erträge aus Zuschüssen/Investitionsförderungen resultieren aus den Zuwendungsbescheiden der Forschungsprojekte und Maßnahmen der Europäischen Union, welche mit korrespondierenden Aufwendungen in Zusammenhang stehen. Außerdem sind die Erträge aus der Auflösung von abgegrenzten Zuschüssen beim Erwerb von Anlagevermögen enthalten.

8. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen

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2016/2017
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2015/2016
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Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und    
für bezogene Waren 36.474 35.124
Aufwendungen für bezogene Leistungen 782 848
  37.256 35.972

9. Personalaufwand

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Löhne und Gehälter 27.002 25.589
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 5.756 5.442
  32.758 31.031

10. Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens

Die Zusammensetzung der Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen ist im Anlagespiegel (Tz. 20) dargestellt.

In den Geschäftsjahren 2016/2017 und 2015/2016 ergaben die jährlich durchgeführten Wertminderungstests keinen Bedarf an außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmenwerte. Weitere Angaben zu den Wertminderungstests sind in den Erläuterungen zum Anlagevermögen (Tz. 20) enthalten.

11. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Raumkosten 3.662 3.349
Versand, Warenabgabe und Verpackung 2.818 2.635
Reisekosten 1.591 1.466
KFZ-Kosten 1.104 1.129
davon Leasing 566 594
Beratung, Buchführung und Abschlusskosten 1.046 1.032
Werbung und Repräsentation 824 1.043
Aufwendungen aus Kursdifferenzen 470 161
Sonstige Aufwendungen Periodenfremd 137 86
Sonstige Aufwendungen 4.108 3.824
  15.760 14.725

Die Sonstigen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Reparaturen und Instandhaltung 617 556
Versicherungen, Beiträge und Gebühren 697 716
Sonstige Aufwendungen 2.794 2.552
Sonstige Aufwendungen 4.108 3.824

Die Aufwendungen aus Operating-Leasingverträgen betrugen im Geschäftsjahr 2016/2017 insgesamt 788 T€ (Vj. 766 T€). Davon entfallen 566 T€ (Vj. 594 T€) auf Fahrzeuge und 222 T€ (Vj. 171 T€) auf Maschinen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, die in den Sonstigen Aufwendungen enthalten sind.

In den Sonstigen Aufwendungen sind unter anderem Aufwendungen für Personalanwerbung und Personalausbildung in Höhe von 287 T€ (Vj. 241 T€) enthalten. Die Position beinhaltet auch die Aufwendungen an Beteiligungsunternehmen in Höhe von 25 T€ (Vj. 39 T€) und Aufwendungen aus Wertberichtigungen in Höhe von 243 T€ (Vj. 60 T€). Weiterhin sind IT-Aufwendungen in Höhe von 268 T€ (Vj. 277 T€) enthalten. Die Aufwendungen für die Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 108 T€ (Vj. 108 T€) werden unter den Sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

12. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen

Die Position enthält die anteiligen Ergebnisse an der Metamorphic Materials Inc., Winsted, USA, in Höhe von -5 T€ (Vj. -13 T€) sowie der TECINVENT GmbH, Schömberg, in Höhe von 0 T€ (Vj. -1 T€). Für weitere Informationen siehe Tz. 0 „Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen“.

13. Finanzerträge

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 37 54
  37 54

Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von 25 T€ (Vj. 12 T€) Zinsen aus Bankguthaben und Einlagen.

In der Position Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ist ein Zinsertrag auf Darlehensforderungen gegenüber der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH in Höhe von 3 T€ (Vj. 5 T€) enthalten.

14. Finanzaufwendungen

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 5 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 357 390
Finanzaufwendungen 362 390

Die Position enthält Zinsaufwendungen in Höhe von 262 T€ (Vj. 351 T€), die auf langfristige Finanzverbindlichkeiten des Konzerns entfallen. Ebenfalls ist in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ein Betrag in Höhe von 36 T€ (Vj. 32 T€ Zinsen und ähnliche Erträge) aus der Anpassung von Verbindlichkeiten aus geschriebenen Put-Optionen an nicht beherrschende Gesellschafter enthalten.

Der unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge beträgt 13 T€ (Vj. 12 T€).

Ebenfalls im Zinsaufwand ist ein Anteil von 6 T€ (Vj. 4 T€) enthalten, der auf den passivierten Versorgungsanspruch für Hinterbliebene ehemaliger Geschäftsführer entfällt.

15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden und latenten Steueraufwendungen und -erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2016/2017
in T€
2015/2016
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Tatsächlicher Ertragsteueraufwand und -ertrag    
Steueraufwand der Periode 4.563 4.109
Aufwendungen/Erträge für periodenfremde Ertragsteuern 0 0
Latenter Steueraufwand und -ertrag    
aus der Veränderung des Anlagevermögens 19 -4
aus der Veränderung des Umlaufvermögens -23 0
aus der Veränderung der Rückstellungen -57 -85
aus der Veränderung der Verbindlichkeiten 8 -1
aus der Veränderung der Verlustvorträge -327 -252
aus Wertberichtigungen auf Verlustvorträge 416 72
aus Konsolidierungseffekten -136 -84
aus Währungsdifferenzen 0 -1
aus sonstigen Bewertungsunterschieden 0 6
  -100 -349
Gesamter Steueraufwand 4.463 3.760

Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des aktuellen deutschen Steuersatzes der Konzernmutter in Höhe von 24,58 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand im Konzernabschluss dar:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.877 12.050
Theoretischer Steuersatz in % 24,58% 24,58%
Rechnerischer Steueraufwand 3.656 2.962
Veränderungen des rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand durch:    
- Veränderung der Wertberichtigung aktiver latenter Steuer 416 72
- abweichende Steuerbasis 26 219
- ausschüttungsbezogene Steuererstattungen -127 -62
- periodenfremde Effekte 10 93
- abweichende lokale Steuersätze 480 476
Gesamter Steueraufwand 4.463 3.760
Effektiver Konzernsteuersatz 30,00% 31,20%

Die nachfolgende Aufzählung gibt die Ermittlung der anzuwendenden Steuersätze der jeweiligen Länder für die Berechnung der latenten Steuern wieder. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden folgende Steuersätze angewandt:

Konzernunternehmen in Deutschland: 24,58 % bis 29,92 % (Vj. 24,58 % bis 29,85 %)

Konzernunternehmen in Frankreich: 33 1/3 % (Vj. 33 1/3 %)

Konzernunternehmen in der Schweiz: 26,1 % (Vj. 26,1 %)

Konzernunternehmen in den USA: 27,85 % bis 39,41 % (Vj. 25,92 % bis 39,12 %)

Konzernunternehmen in China: 25,0 % (Vj. 25,0 %)

Konzernunternehmen in Malta: 15,0 % (Vj. 15,0 %)

Konzernunternehmen in Südkorea: 10,0 % (Vj. 10,0 %)

Die in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ertragssteuereffekte in Höhe von -288 T€ (Vj. 420 T€) entfallen in Höhe von -12 T€ (Vj. -4 T€) auf die Veränderung der Zeitwerte aus Sicherungsgeschäften und in Höhe von -276 T€ (Vj. 424 T€) auf die Veränderung der versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste aus den Pensionsverpflichtungen.

16. Ergebnisanteil, der den nicht beherrschenden Anteilen zuzuordnen ist

Die nicht beherrschenden Anteile am Ergebnis des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Gewinnanteile    
Aladin GmbH 6 69
UV-Technik Speziallampen GmbH 97 76
Verlustanteile    
SKC-Panacol Co., Ltd -116 -133
  -13 12

17. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Position Sonstige betriebliche Erträge sind 97 T€ (Vj. 79 T€) periodenfremde Erträge und 59 T€ (Vj. 197 T€) aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

In der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 137 T€ (Vj. 86 T€) enthalten.

18. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Forschungskosten werden zum Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand berücksichtigt. Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die in IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“ genannten Aktivierungsvoraussetzungen in der Hönle Gruppe erfüllt werden. Die übrigen Entwicklungsaufwendungen zielen zwar auf eine Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse der Hönle Gruppe ab, sind aber kaum hinsichtlich ihrer technischen Realisierbarkeit oder Nutzungsdauer bewertbar und es gibt keine verlässliche Schätzung der Ausgaben für die Weiterentwicklung der Produkte und Prozesse.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die während der Berichtsperiode als Aufwand erfasst wurden, betrugen 4.844 T€ (Vj. 4.377 T€). Davon wurden Aufwendungen in Höhe von 166 T€ (Vj. 133 T€) aktiviert.

19. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Ergebnisanteils, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist, durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Aktien errechnet.

Der gewichtete durchschnittliche Bestand an eigenen Aktien am Bilanzstichtag (1.076 Stück) fließt sowohl bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses als auch bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht mit ein.

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2016/2017 2015/2016
Ergebnisanteil, der den Aktionären der Dr. Hönle AG zuzurechnen ist in T€ 10.427 8.278
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.511.854 5.511.854
(unverwässert)    
Gewichteter Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien 5.511.854 5.511.854
(verwässert)    
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,89 1,50
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € 1,89 1,50

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

20. Anlagevermögen

Unter diesem Begriff werden folgende in der Bilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:

Geschäfts- oder Firmenwert

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagevermögen

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Finanzielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden denjenigen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die den Nutzen aus den Zusammenschlüssen ziehen, unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erwerbenden Unternehmens diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind.

Jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, zu der der Geschäfts- oder Firmenwert so zugeordnet worden ist, (a) hat die niedrigste Ebene innerhalb des Unternehmens darzustellen, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird und (b) darf nicht größer sein als ein Geschäftssegment im Sinne der IFRS 8.

Im Hönle Konzern sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 18.849 T€ (Vj. 18.849 T€) bilanziert. Sie sind auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet worden:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Dr. Hönle AG 5.850 5.850
Eltosch Grafix GmbH 2.495 2.495
PrintConcept GmbH 460 460
UV-Technik Speziallampen GmbH 367 367
Raesch Quarz (Germany) GmbH 3.387 3.387
Raesch Quarz (Malta) Ltd. 6.290 6.290
  18.849 18.849

Die oben angeführten Gesellschaften stellen Geschäftssegmente nach IFRS 8.5 dar.

Hönle überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte nach der unter Tz. 5 dargestellten Vorgehensweise. Zur Durchführung des Wertminderungstests nach IAS 36 wird der erzielbare Betrag für diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.

Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der Nutzungswert wird gemäß IAS 36 nach der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis der Daten der aktuellen Unternehmensplanung ermittelt. Der Planungshorizont beträgt hierbei fünf Jahre. Zur Abzinsung der Cashflows wird ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz (Weighted Average Cost of Capital, WACC) herangezogen.

Die Prognose der Cashflows stützt sich dabei auf die im Rahmen eines detaillierten Planungsprozesses ermittelten Ergebnisse der einzelnen Gesellschaften im Konzern, basierend auf internen Erfahrungswerten und externen Wirtschaftsdaten. Der Planung liegen insbesondere Annahmen über die Entwicklung des Absatzes, der Verkaufspreise sowie Einkaufspreise für Materialien und Vorprodukte zugrunde. Sie berücksichtigen bereits eingeleitete kostenreduzierende Maßnahmen sowie Ersatzinvestitionen. Im Planungszeitraum wird für die betreffenden Gesellschaften von einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzsteigerung zwischen 3,0 % und 10,3 % ausgegangen. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Steigerungsrate der Umsätze im Planungszeitraum über die betreffenden Gesellschaften 5,1 %.

Diese Steigerungsraten stützen sich jeweils auf eine detaillierte Umsatzplanung, welche die Umsatzentwicklung mit einzelnen bestehenden Kunden sowie eine Umsatzprognose mit Neukunden, in der Regel auf der Basis aktueller Vertriebsprojekte, beinhaltet. In die Prognose gehen auch Einschätzungen und Aussagen der Kunden sowie Informationen und Annahmen über die sich abzeichnenden Entwicklungen der relevanten Märkte (produktspezifisch sowie regional) ein.

Ein wesentlicher Anteil an den Geschäfts- oder Firmenwerten der Hönle Gruppe entfällt auf die am 01.01.2012 erworbenen Gesellschaften Raesch Quarz (Germany) GmbH und Raesch Quarz (Malta) Ltd.

Die Raesch Quarz (Germany) GmbH konnte im Geschäftsjahr 2016/2017 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Aufgrund dieser Entwicklung sowie der Anschaffung einer Glasdrehbank im Geschäftsjahr 2016/2017 wird von einer Umsatzsteigerung von 11,7 % im Geschäftsjahr 2017/2018 ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 wird von einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 10,3 % p.a. ausgegangen. Die kommenden Geschäftsjahre werden von der strategischen Ausrichtung auf den Lampen-, Halbleiter- und Lichtleitermarkt geprägt sein.

Für Raesch Quarz (Malta) Ltd. wird von einer Umsatzsteigerung von 4,0 % im Geschäftsjahr 2017/2018 ausgegangen. Für die kommenden Geschäftsjahre bis 2021/2022 wird mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate beim Umsatz von 3,7 % geplant.

Für die Dr. Hönle AG wird von einer Umsatzsteigerung von 5,4 % im Geschäftsjahr 2017/2018 ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 wird mit einer Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,5 % p.a. gerechnet.

Für die Eltosch Grafix GmbH wird im Geschäftsjahr 2017/2018 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau ausgegangen. Bis zum Geschäftsjahr 2021/2022 wird eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich 3,0 % p.a. erwartet.

Nach dem Ende des fünfjährigen Planungshorizonts wird für die folgenden Jahre eine Umsatzsteigerungsrate in Höhe von 1 % p.a. angenommen. Diese liegt nicht über dem langfristigen Wachstum der Branchen, in denen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Auf der Grundlage der Cashflow-Prognosen wurden die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter Verwendung von segmentspezifischen Kapitalkostensätzen vor Ertragsteuern für die Dr. Hönle AG mit 7,25 %, für die PrintConcept GmbH mit 7,45 %, für die Eltosch Grafix GmbH mit 7,59 %, für die UV- Technik Speziallampen GmbH mit 7,41 %, für die Raesch Quarz (Germany) GmbH mit 8,24 % und für die Raesch Quarz (Malta) Ltd. mit 10,30 % ermittelt. Im Vorjahr wurden Diskontierungszinssätze vor Steuern von 5,91 % bis 8,87 % angewendet.

Aus dem durchgeführten Wertminderungstest ergab sich kein Abwertungsbedarf, da die erzielbaren Beträge die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deutlich übersteigen.

In die Berechnung der Nutzungswerte gehen Annahmen ein, die Schätzungsunsicherheiten unterliegen. Dies betrifft insbesondere die Umsatzerwartung, die Entwicklung der Bruttogewinnmargen, die Abzinsungssätze und die Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cashflow-Prognosen außerhalb des Detailplanungszeitraums zugrundegelegt wird.

Die Abzinsungssätze stellen die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden Risiken dar. Die Ermittlung der Abzinsungssätze basiert auf den durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Die Eigenkapitalkosten werden aus der erwarteten Kapitalrendite von typischen Marktteilnehmern abgeleitet. Die Fremdkapitalkosten basieren auf dem Fremdkapitalzinssatz typischer Marktteilnehmer. Das segmentspezifische Risiko wird durch die Anwendung individueller Beta-Faktoren einbezogen. Die Beta-Faktoren werden jährlich aufgrund von Marktdaten ermittelt.

Die Schätzung der Wachstumsraten orientiert sich an der erwarteten allgemeinen Preissteigerung.

Vom Management wurden Szenarien mit einer Erhöhung der Gesamtkapitalkosten (WACC) von 10 % sowie einer Reduktion der Wachstumsraten nach dem Detailplanungszeitraum von 0,5 % berechnet. Die Berechnungen würden sowohl gesondert als auch in Kombination der nachteiligen Entwicklungen nicht zu einem Wertberichtigungsbedarf der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units, CGUs) führen.

Immaterielle Vermögenswerte

Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte stellt sich für die Geschäftsjahre 2016/2017 und 2015/2016 wie folgt dar:

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Kundenstamm und andere Rechte
in T€
Software
in T€
Patente, Lizenzen und sonstige gewerbliche Schutzrechte
in T€
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen
in T€
In Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte
in T€
Gesamt
in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2016 4.094 2.437 1.122 770 533 8.956
Zugänge - 74 7 - 199 279
Abgänge - 20 1 - - 21
Umbuchungen - - - - - -
Währungsparitäten - -1 - - - -1
Stand 30.09.2017 4.094 2.490 1.128 770 732 9.214
Abschreibungen Stand 01.10.2016 2.342 2.343 763 604 - 6.052
Zugänge 367 88 63 15 - 534
Abgänge - 20 1 - - 21
Umbuchungen - - - - - -
Währungsparitäten - 1 - - - 1
Stand 30.09.2017 2.709 2.412 825 619 - 6.566
Nettobuchwert zum 30.09.2017 1.385 78 303 151 732 2.649
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Kundenstamm und andere Rechte
in T€
Software
in T€
Patente, Lizenzen und sonstige gewerbliche Schutzrechte
in T€
Verfahren, Modelle, Entwürfe und Prototypen
in T€
In Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte
in T€
Gesamt
in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2015 4.094 2.245 1.025 770 406 8.540
Zugänge - 169 104 - 127 400
Abgänge - 3 - - - 3
Umbuchungen - 26 -7 - - 19
Währungsparitäten - 1 - - - 1
Stand 30.09.2016 4.094 2.437 1.122 770 533 8.956
Abschreibungen Stand 01.10.2015 1.969 2.245 686 589 - 5.489
Zugänge 373 101 77 15 - 566
Abgänge - 3 - - - 3
Umbuchungen - - - - - -
Währungsparitäten - - - - - -
Stand 30.09.2016 2.342 2.343 763 604 - 6.052
Nettobuchwert zum 30.09.2016 1.752 95 359 166 533 2.905

Im Zuge der Unternehmenserwerbe in den Geschäftsjahren 2007/2008, 2010/2011, 2011/2012, 2012/2013 und 2014/2015 wurden Marken, Kundenstämme sowie Fertigungstechnologien erworben und im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.

Weiterhin enthält die Position extern bezogene Entwicklungsleistungen sowie nachträgliche Anschaffungskosten für ERP-Software.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 699 T€ (Vj. 533 T€) für ein kundenspezifisches Entwicklungsprojekt, bei dem die Voraussetzungen zur Aktivierung gemäß IAS 38 vorliegen.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und abhängig von ihrer geschätzten Nutzungsdauer planmäßig über einen Zeitraum von 1 bis 15 Jahren linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich für die Geschäftsjahre 2016/2017 und 2015/2016 wie folgt dar:

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Grundstücke und Gebäude
in T€
Technische Anlagen und Maschinen
in T€
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
in T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
in T€
Gesamt
in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2016 8.427 22.182 10.978 476 42.063
Zugänge 84 2.002 1.096 1.900 5.082
Abgänge - 315 104 - 419
Umbuchungen 176 1.931 89 -2.195 0
Währungsparitäten -69 -52 -16 - -136
Stand 30.09.2017 8.618 25.748 12.043 180 46.589
Abschreibungen Stand 01.10.2016 2.623 14.293 7.956 - 24.872
Zugänge 229 1.354 781 - 2.364
Abgänge - 53 103 - 156
Umbuchungen - - - - -
Währungsparitäten -5 -25 -9 - -39
Stand 30.09.2017 2.847 15.569 8.625 - 27.041
Nettobuchwert zum 30.09.2017 5.771 10.179 3.418 180 19.549
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Grundstücke und Gebäude
in T€
Technische Anlagen und Maschinen
in T€
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
in T€
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
in T€
Gesamt
in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2015 9.767 19.033 10.505 234 39.539
Zugänge 101 2.333 838 1.308 4.580
Abgänge 63 315 247 - 625
Umbuchungen -1.383 1.128 -113 -1.066 -1.434
Währungsparitäten 5 3 -5 - 3
Stand 30.09.2016 8.427 22.182 10.978 476 42.063
Abschreibungen Stand 01.10.2015 2.536 13.199 7.641 - 23.376
Zugänge 256 1.213 665 - 2.134
Abgänge 66 233 235 - 534
Umbuchungen -104 113 -112 - -103
Währungsparitäten 1 1 -3 - -1
Stand 30.09.2016 2.623 14.293 7.956 - 24.872
Nettobuchwert zum 30.09.2016 5.804 7.889 3.022 476 17.191

Abnutzbare Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und in Folge mit dem Anschaffungskostenmodell bewertet. Die Sachanlagen werden planmäßig über die jeweilige geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.

Grundstücke und Gebäude

In dieser Position werden die konzerneigenen Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Diese betreffen folgende Gesellschaften:

Aladin GmbH

UV-Technik Speziallampen GmbH

Raesch Quarz (Germany) GmbH

Eleco Produits EFD, SAS

Honle US Real Estate LLC.

Die Gebäude werden über Nutzungsdauern zwischen 3 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Grundstücke der Aladin GmbH und der UV-Technik Speziallampen GmbH dienen außerdem zur Sicherung von Bankdarlehen in Höhe von insgesamt 807 T€. Das Grundstück mit der Gewerbeimmobilie der Eltosch Grafix GmbH wurde zum 01. Juli 2016 aus der Position „Grundstücke und Gebäude“ in die Position „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien“ umgegliedert. Damit ist eine Grundschuld in Höhe von 225 T€ verbunden.

Technische Anlagen und Maschinen

Die in dieser Position ausgewiesenen Vermögenswerte werden über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 20 Jahren linear abgeschrieben.

In den Vermögenswerten der Technischen Anlagen und Maschinen sind Maschinen enthalten, die im Rahmen eines Finanzierungsleasingvertrages erworben wurden. Der Buchwert der Anlagen beläuft sich zum 30.09.2017 auf 245 T€ (Vj. 245 T€). Im Gegenzug besteht eine Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing (vgl. Tz. 32). Über die Anlagen kann im Rahmen des Leasingverhältnisses nicht uneingeschränkt verfügt werden.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Vermögenswerte dieser Position werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 39 Jahren linear abgeschrieben.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Eltosch Grafix GmbH hält im Geschäftsjahr 2016/2017 eine Gewerbeimmobilie in Unterlüß, Deutschland, als Renditeliegenschaft, die als Finanzinvestition im Sinne des IAS 40 gilt, nachdem die Produktion an diesem Standort eingestellt wurde und das Grundstück der Vermietung dient. Der im Anlagevermögen ausgewiesene Buchwert dieser Immobilie beträgt 1.249 T€. Aus der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 Erlöse in Höhe von 88 T€ erzielt. Wesentliche mit der Erzielung der Erlöse verbundene Aufwendungen sind mit dem Betrag von 52 T€ angefallen.

Die Position hat sich wie folgt entwickelt:

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in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2016 1.415
Zugänge -
Abgänge 17
Umbuchungen -
Stand 30.09.2017 1.399
Abschreibungen Stand 01.10.2016 114
Zugänge 39
Abgänge 3
Umbuchungen -
Stand 30.09.2017 150
Nettobuchwert zum 30.09.2017 1.249
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in T€
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 01.10.2015 -
Umbuchungen 1.415
Stand 30.09.2016 1.415
Abschreibungen Stand 01.10.2015 -
Zugänge 10
Umbuchungen 104
Stand 30.09.2016 114
Nettobuchwert zum 30.09.2016 1.301

Der beizulegende Zeitwert in Höhe von 1.300 T€ ergibt sich aus einem im Jahr 2013 erstellten Wertgutachten eines Immobiliensachverständigen.

Finanzielle Vermögenswerte

Die unter dieser Position ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 27 T€ (Vj. 32 T€) betreffen im Wesentlichen die 100%ige Beteiligung an der Solitec GmbH. Die 20%ige Beteiligung an der PrintDesign Engineering GmbH wurde im Geschäftsjahr 2016/2017 zu 100% wegen Liquidation der Firma abgeschrieben. Die Solitec GmbH wird aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für den Konzern nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

21. Sonstige langfristige Vermögenswerte

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Darlehen an nahestehende Personen 0 30
Aktivwerte Rückdeckungsversicherung 1.012 850
Übrige 27 22
  1.039 902

Zu den Darlehen an nahestehende Personen verweisen wir auf Tz. 48.

22. Nach der At-Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

Unter dieser Position werden die Bilanzansätze der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an der Metamorphic Materials Inc. und an der TECINVENT GmbH ausgewiesen. Zum 30. September 2017 beträgt der Buchwert der nach der At-Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 27 T€ (Vj. 37 T€).

Die folgenden Angaben basieren auf dem jeweils letzten vorliegenden Abschluss vor Umrechnung auf die von der Dr. Hönle AG gehaltene Beteiligungsquote. Die TECINVENT GmbH entwickelt und vertreibt Produkte im Bereich elektronischer Schaltungen, Baugruppen, Geräte und Systeme. Die Metamorphic Materials Inc. entwickelt, produziert und vertreibt Oligomere und Polymere.

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TECINVENT GmbH Metamorphic Materials Inc.
in T€ 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Eigentumsanteil in Prozent 35% 35% 30% 30%
Langfristige Vermögenswerte 0 0 15 22
Kurzfristige Vermögenswerte 198 124 109 119
Langfristige Schulden 0 0 131 160
Kurzfristige Schulden 206 145 104 81
Nettovermögen -8 -21 -111 -100
Anteil des Konzerns am assoziierten Unternehmen 0 0 -34 -30
Eliminierung nicht realisierter Gewinne 0 0 -1 -4
Zzgl. vorhandene Stille Reserven 0 0 62 71
Buchwert des At-Equity Werts am assoziierten Unternehmens 0 0 27 37
Umsatzerlöse 326 281 311 262
Gewinn aus den fortzuführenden Geschäftsbereichen (100%) 13 -24 -12 -19
Gesamtergebnis (100%) 13 -24 -12 -19
Gesamtergebnis (bezogen auf Anteil Konzern) 5 30.09.2017 -8 30.09.2016 -4 -6
  aktivisch
in T€
passivisch
in T€
aktivisch
in T€
passivisch
in T€
Anlagevermögen 210 316 215 302
Umlaufvermögen 31 3 9 4
Rückstellungen 987 6 1.201 1
Verbindlichkeiten 95 357 128 370
Steuerliche Verlustvorträge 1.445 0 1.534 0
- latente Steuern auf Verluste 2.265 0 1.938 0
- Wertberichtigungen -820 0 -404 0
Konsolidierungseffekt 148 604 100 692
Gesamt 2.916 1.286 3.187 1.369

Ein latenter Steueranspruch für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste wird gemäß IAS 12 in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Die Gesellschaften Panacol AG, Honle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd., SKC-Panacol Co., Ltd. sowie Raesch Quarz (Germany) GmbH verfügen über steuerliche Verlustvorträge zum 30.09.2017.

Zur Einschätzung der Werthaltigkeit werden die jährlichen Planungen zugrundegelegt, aus denen sich die Zukunftsprognose für die Nutzbarkeit ableitet. Angesetzt werden nur Verluste, die nach der Planung innerhalb von fünf Jahren nutzbar sind.

Aktive latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen in Höhe von 1.338 T€ entfallen auf die Raesch Quarz (Germany) GmbH, die in den letzten zwei Geschäftsjahren Verluste ausgewiesen hat. Die substanziellen Hinweise für den Ansatz ergeben sich aus den genannten Planungsrechnungen und deren zugrundeliegenden Annahmen. Es wird dazu auf die Erläuterungen in Tz. 20 verwiesen.

24. Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe inkl. Prospektmaterial (zu Anschaffungskosten) 17.702 16.109
Abzüglich Abwertung 934 992
  16.768 15.117
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 399 318
Abzüglich Abwertung 0 0
  399 318
Fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten) 13.375 12.337
Abzüglich Abwertung 517 394
  12.858 11.943
Geleistete Anzahlungen 49 37
  30.073 27.415

Der Buchwert der zum Nettoveräußerungspreis (beizulegendem Zeitwert) angesetzten Vorräte beträgt 1.083 T€ (Vj. 895 T€). In der Berichtsperiode 2016/2017 wurden 36.627 T€ (Vj. 35.045 T€) Vorräte im Materialaufwand erfasst sowie 152 T€ (Vj. 78 T€ Aufwand) als Werterhöhung auf Vorräte als Ertrag gebucht.

Für die im Vorratsvermögen ausgewiesenen Werte bestehen lediglich die im Rahmen von Kaufverträgen üblichen Eigentumsvorbehalte.

25. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Gesamtforderungen 18.483 13.576
Abzüglich Wertberichtigungen 524 500
  17.959 13.076

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

Die Wertberichtigungen beinhalten die Einzelwertberichtigungen und die pauschalierte Einzelwertberichtigung. Die pauschalierte Einzelwertberichtigung weist zum Ende des laufenden Geschäftsjahres einen Wert von 242 T€ (Vj. 142 T€) auf.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen den Buchwerten. Die Wertberichtigungen betreffen voraussichtlich uneinbringliche Forderungen. Die Restlaufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt weniger als ein Jahr.

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich wie folgt:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Stand per 01.10. 358 423
Änderung Konsolidierungskreis    
- Verbrauch -64 -88
- Auflösung - ohne Verbrauch -29 -11
- Zuführung 17 33
- Währungsdifferenzen 0 0
Stand per 30.09. 282 358

26. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Im Wesentlichen weist diese Position Darlehensforderungen gegenüber der Metamorphic Materials Inc. in Höhe von 132 T€ (Vj. 159 T€) und gegenüber der TECINVENT GmbH in Höhe von 67 T€ (Vj. 50 T€) aus.

27. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Vorausbezahlte Aufwendungen 381 413
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 1.453 1.590
  1.834 2.003
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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Forderungen an nahestehende Personen 30 51
Umsatzsteuer 556 754
Forderungen an Mitarbeiter 102 97
Übrige 765 688
  1.453 1.590

Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Zu den Forderungen an nahestehende Personen wird auf Tz. 48 verwiesen.

Unter der Position „Übrige“ werden in Höhe von 46 T€ (Vj. 86 T€) debitorische Kreditoren ausgewiesen. Für die ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerte bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

28. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche setzen sich wie folgt zusammen:

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Dr. Hönle AG 244 448
PrintConcept GmbH 19 78
Eltosch Grafix GmbH 69 15
Eltosch Grafix America Inc. 69 15
Panacol AG 29 9
Panacol-Elosol GmbH 95 0
Aladin GmbH 102 34
Raesch Quarz (Germany) GmbH 1 1
Tangent Industries, Inc. 59 62
  721 648

In den Steuererstattungsansprüchen sind Forderungen in Höhe von 1 T€ (Vj. 21 T€) aus der Aktivierung des Anspruchs auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 KStG n.F. bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH enthalten.

29. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar. Die ausgewiesenen liquiden Mittel sind nicht verfügungsbeschränkt.

Die enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten bestehen bei verschiedenen Banken zu Guthaben-Zinssätzen von etwa 0,19 % bis 1,0 % p.a.

30. Eigenkapital

Eigenkapitalmanagement

Neben einer adäquaten Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals ist der Hönle Konzern bestrebt, die Eigenkapitalquote und die damit einhergehenden Liquiditätsreserven nachhaltig auf hohem Niveau zu halten, um das weitere Wachstum sicherzustellen und den Unternehmenswert zu steigern.

Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8.109 T€ auf 69.778 T€ und die Eigenkapitalquote von 65,4 % auf 68,2%.

Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2016/2017 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Im Zusammenhang mit erhaltenen Bankdarlehen ergeben sich Mindestanforderungen im Hinblick auf das wirtschaftliche Eigenkapital (Bankdefinition) sowie zur Nettoverschuldung (Bankdefinition). Es wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 alle externen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Auf Basis der Ist-Zahlen wird die Einhaltung laufend überwacht.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 5.512.930 €. Eine Aktie gewährt somit einen rechnerischen Anteil von 1,00 € am Gesellschaftskapital. Die nennwertlosen Stückaktien lauten auf den Inhaber.

Von den ausgegebenen Aktien befinden sich zum jeweiligen Bilanzstichtag im Umlauf:

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30.09.2017 Stück 30.09.2016 Stück
Anzahl ausgegebene Aktien 5.512.930 5.512.930
abzüglich eigene Anteile 1.076 1.076
im Umlauf befindliche Anteile 5.511.854 5.511.854

Eigene Anteile

Die Hauptversammlungen der Vorjahre haben die Dr. Hönle AG nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zu insgesamt 10 % des jeweiligen Grundkapitals zu erwerben.

Mit Wirkung zum 22. März 2014 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2018 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals von 5.512.930 € zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Handel in eigenen Aktien genutzt werden. Von dieser Ermächtigung hat die Dr. Hönle AG im Geschäftsjahr 2016/2017 keinen Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden von der Gesellschaft Aktien wie folgt erworben bzw. im laufenden Geschäftsjahr für den Erwerb von weiteren Tochtergesellschaften Aktien ausgegeben:

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Geschäftsjahr Stand per 30.09.2016 Veränderung Stand per 30.09.2017
Anzahl eigene Aktien 1.076 0 1.076
Anschaffungskosten in T€ 8 0 8
Durchschnittliche Anschaffungskosten je Aktie in € 7,77 0 7,77

Die eigenen Aktien werden gemäß IAS 32 mit ihren Anschaffungskosten von 8 T€ offen in einem gesonderten Posten vom Eigenkapital abgezogen. Der durchschnittliche Stückpreis aller gehaltenen eigenen Aktien beträgt 7,77 €. Der Börsenkurs am Bilanzstichtag belief sich auf 35,26 €.

Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu; insbesondere sind diese Aktien nicht dividendenberechtigt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Aufgelder aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit dem Börsengang im Geschäftsjahr 2000/2001.

Art und Zweck der Rücklagen

Gesetzliche und andere Rücklagen

Die gesetzliche Rücklage wurde entsprechend § 150 AktG gebildet. In die enthaltene Gewinnrücklage werden die Jahresergebnisse eingestellt, soweit sie nicht ausgeschüttet werden.

Rücklage für Sicherungsgeschäfte

In dieser Rücklage werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von effektiven Sicherungsgeschäften nach Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Zum 30. September 2017 betrug diese Rücklage 34 T€ (Vj. 70 T€) nach latenten Steuern.

Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19

Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nach IAS 19 enthält die erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Rücklage für Währungsdifferenzen

Die Rücklage für Währungsdifferenzen dient der Erfassung von Währungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.

Vorgeschlagene Dividende

Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG der Hauptversammlung 2018 vor, eine Dividende in Höhe von 0,60 € je Aktie für das Geschäftsjahr 2016/2017 auszuschütten. Dies entspricht einem Betrag von 3.307 T€. Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurden 0,55 € je Aktie bzw. ein Betrag von 3.032 T€ ausgeschüttet.

Genehmigtes Kapital 2015

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20.03.2015 wurde der Vorstand bis zum 19.03.2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.750 T€ zu erhöhen. Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.

Nicht beherrschende Anteile

In der nachfolgenden Tabelle sind die Zusammensetzung der nicht beherrschenden Anteile sowie wesentliche Finanzinformationen zu den Tochterunternehmen, bei denen nicht beherrschende Anteile bestehen, dargestellt:

Geschäftsjahr 2016/2017

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in T€ Aladin Eleco UV Technik SKC Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile 40% 0,04% 19% 49%  
Langfristige Vermögenswerte 565 1.092 2.022 85 3.764
Kurzfristige Vermögenswerte 2.369 2.978 2.609 305 8.261
Langfristige Schulden 6 268 364 0 638
Kurzfristige Schulden 322 2.348 774 6 3.449
Nettovermögen 2.606 1.454 3.494 384 7.938
Buchwert nicht beherrschende Anteile 1.043 1 664 190 1.898
Umsatzerlöse 3.626 8.216 5.744 83 17.670
Gewinn 14 604 510 -237 891
Sonstiges Ergebnis 0 33 8 0 42
Gesamtergebnis 14 638 518 -237 933
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn 6 0 97 -116 -13
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes sonstiges Ergebnis 0 0 2 0 2
Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 0 0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit -12 666 623 -255 1.022
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -194 -60 -209 0 -463
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 247 -620 -334 239 -468
Nettoerhöhung (-abnahme) der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 42 -14 80 -16 92

Geschäftsjahr 2015/2016

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in T€ Aladin Eleco UV Technik SKC Gesamt
Prozentsatz nicht beherrschender Anteile 40% 0,04% 19% 49%  
Langfristige Vermögenswerte 478 1.101 2.015 88 3.681
Kurzfristige Vermögenswerte 2.535 2.786 2.316 343 7.981
Langfristige Schulden 5 308 360 0 673
Kurzfristige Schulden 415 2.163 996 6 3.579
Nettovermögen 2.593 1.416 2.975 425 7.409
Buchwert nicht beherrschende Anteile 1.037 -1 564 191 1.792
Umsatzerlöse 3.727 7.938 5.409 26 17.099
Gewinn 172 514 399 -271 815
Sonstiges Ergebnis 0 -42 -34 0 -76
Gesamtergebnis 172 472 365 -271 739
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordneter Gewinn 69 0 76 -133 12
Nicht beherrschenden Anteilen zugeordnetes sonstiges Ergebnis 0 0 -6 0 -6
Dividenden an nicht beherrschende Gesellschafter 0 0 0 0 0
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 101 558 545 -308 896
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -165 -25 -140 -66 -396
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -8 -486 -378 304 -568
Nettoerhöhung (-abnahme) der Zahlungsmittel und          
Zahlungsmitteläquivalente -72 47 27 -70 -68

31. Langfristige Darlehen (abzüglich kurzfristiger Anteil)

In dieser Position ist der langfristige Anteil der folgenden Bankdarlehen ausgewiesen:

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Darlehensbetrag
in T€
effektiver Zinssatz Laufzeit bis Tilgung p.a.
in T€
Buchwert
in T€
Darlehen Dr. Hönle AG 494 1,65% 30.01.2025 50 365
Darlehen Dr. Hönle AG 700 2,90% 31.08.2023 69 442
Darlehen Dr. Hönle AG 400 1,69% 30.06.2022 50 237
Darlehen Dr. Hönle AG 3.500 2,29% 31.03.2021 500 1.750
Darlehen Dr. Hönle AG 205 2,15% 31.03.2019 51 77
Darlehen Dr. Hönle AG 4.500 2,64% 29.12.2017 900 225
Darlehen Dr. Hönle AG 350 0,85% 31.05.2022 83 333
Darlehen Dr. Hönle AG 340 1,50% 30.12.2022 50 264
Darlehen Dr. Hönle AG 878 1,90% 31.12.2018 67 76
Darlehen Dr. Hönle AG 300 0,90% 30.06.2023 222 1.278
Darlehen Dr. Hönle AG 1.500 0,70% 31.03.2022 75 285
Darlehen UV-Technik GmbH 221 5,50% 30.06.2019 24 43
Darlehen UV-Technik GmbH 300 6,25% 31.07.2019 33 61
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 2.000 1,65% 31.03.2019 625 875
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 500 1,25% 31.12.2018 50 75
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 1.000 1,74% 30.06.2022 240 952
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 500 1,40% 30.10.2020 1888 188

Die lang- und kurzfristigen Anteile der oben dargestellten Darlehen ergeben sich wie folgt:

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Anteil kurzfristig
in T€
Anteil langfristig
in T€
Payer-Zinsswap
in T€
Sicherheiten
Darlehen Dr. Hönle AG 50 315 nein Grundschuld
Darlehen Dr. Hönle AG 69 373 nein Grundschuld
Darlehen Dr. Hönle AG 50 187 400 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 500 1.250 3.500 keine
Darlehen Dr. Hönle AG 51 26 nein Sicherungsübereignung
Darlehen Dr. Hönle AG 225 0 4.500 Grundschuld
Darlehen Dr. Hönle AG 83 250 nein keine
Darlehen Dr. Hönle AG 50 214 nein keine
Darlehen Dr. Hönle AG 67 9 nein Bürgschaft
Darlehen Dr. Hönle AG 75 210 nein keine
Darlehen Dr. Hönle AG 222 1.056 nein keine
Darlehen UV-Technik GmbH 24 19 nein keine
Darlehen UV-Technik GmbH 33 28 nein keine
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 625 250 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 50 25 nein Bürgschaft, Buchgrundschuld
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 240 712 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG
Darlehen Raesch Quarz (G.) GmbH 188 312 nein Bürgschaft Dr. Hönle AG

33. Lang- und kurzfristige Finanzierungsleasingverbindlichkeiten

Die Finanzierungsleasingverbindlichkeiten setzen sich aus den Barwerten der Mindestleasingraten für Maschinen und Fahrzeuge zusammen. Die Anteile, die innerhalb eines Jahres fällig werden, sind als kurzfristige Leasingverpflichtungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Barwerte für die Mindestleasingraten, die erst nach einem Jahr fällig werden, sind unter den langfristigen Finanzierungsleasingverpflichtungen abgebildet.

Die Verpflichtungen aus dem Finanzierungsleasing-Verhältnis entwickeln sich wie folgt:

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Stand 30.09.2017 Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen 1 bis 5 Jahre
in T€
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre
in T€
Barwert der Mindestleasingzahlung 55 196 12
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 5 8 0
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Stand 30.09.2016 Restlaufzeit zu bis 1 Jahr
in T€
Restlaufzeit zwischen 1 bis 5 Jahre
in T€
Restlaufzeit von mehr als 5 Jahre
in T€
Barwert der Mindestleasingzahlung 39 148 48
Zinsanteil (enthalten im Barwert) 4 8 1

33. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Unter dieser Position sind der Marktwert der Derivate in Höhe von 45 T€ (Vj. 93 T€) sowie Kaufpreisverbindlichkeiten aus den geschriebenen Put-Optionen in Höhe von 181 T€ (Vj. 208 T€) ausgewiesen. Daneben ist eine Darlehensverbindlichkeit in Höhe von 199 T€ (Vj. 236 T€) enthalten.

34. Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen für Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet.

Die Pensionsrückstellungen für die Zusagen über feste Leistungsansprüche (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19 (2011) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Dies betrifft insbesondere die Fluktuation, die künftigen Gehaltsentwicklungen sowie den anzusetzenden Zinssatz.

Die Pensionsrückstellungen betreffen Versorgungszusagen an Mitarbeiter der Konzernunternehmen in Deutschland sowie an Mitarbeiter der französischen Tochtergesellschaften.

Die Pensionsverpflichtungen setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Barwert der Pensionsverpflichtung am Beginn des Jahres 8.051 5.827
Zzgl. Dienstzeitaufwand / Service Costs 615 486
Zzgl. Zinsaufwand / Interest Costs 108 139
Zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste -1.043 1.660
Abzgl. Rentenzahlungen -142 -61
Wert der Pensionsverpflichtung am Ende des Jahres 7.589 8.051

Für die oben genannten Pensionsverpflichtungen werden im Geschäftsjahr 2017/2018 Auszahlungen in Höhe von 85 T€ erwartet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass in Höhe von 7.504 T€ (Vj. 7.990 T€) die Pensionsverpflichtung nach mehr als 12 Monaten erfüllt wird.

Die im Geschäftsjahr 2016/2017 entstandenen versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wurden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt bzw. dort verrechnet und führten insofern zur angegebenen erfolgsneutralen Veränderung der Pensionsrückstellungen.

Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlagen zur Bestimmung des Bilanzwerts der Pensionsverpflichtung:

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30.09.2017 30.09.2016 30.09.2015
Diskontierungszinssatz 2,00% 1,35% 2,40%
Erträge aus dem Fondsvermögen 2,00% 1,35% 2,40%
Steigerungsrate der Pensionszahlungen 2,00% 2,00% 2,00%

Die bilanzierte Pensionsverpflichtung wird in Höhe von 1.983 T€ (Vj. 1.523 T€) durch Planvermögen in Form von unabhängig verwalteten Fonds abgedeckt.

Sensitivitätsanalysen bei den versicherungsmathematischen Gutachten zum 30.09.2017 führten bei den Pensionsverpflichtungen zu den folgenden Ergebnissen:

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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter in T€
Abzinsungssatz +0,5% 6.829
Abzinsungssatz -0,5% 8.472
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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter in T€
Steigerungsrate der Pensionszahlungen +0,25% 7.855
Steigerungsrate der Pensionszahlungen -0,25% 7.337
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Höhe der Pensionsverpflichtung bei Änderung der Parameter in T€
Lebenserwartung +10,00% 7.805

Die vorstehenden Sensitivitätsanalysen wurden mittels eines versicherungsmathematischen Verfahrens durchgeführt, das die Auswirkung realistischer Änderungen der wichtigsten Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums auf die leistungsorientierte Verpflichtung extrapoliert.

Die Entwicklung der oben dargestellten Parameter wird vom Unternehmen genau beobachtet und gegebenenfalls werden entsprechende Anpassungen bei den bestehenden Rückdeckungsversicherungen vorgenommen.

Das Planvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016/2017 wie folgt:

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 1.523 1.260
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 22 33
Gezahlte Beiträge des Arbeitsgebers 485 247
Gezahlte Leistungen 0 -10
Zzgl. / abzgl. versicherungsmath. Gewinne/Verluste 52 -7
Sonstiges/Other -99 0
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 1.983 1.523

Die erwarteten Gesamterträge aus Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Diese spiegeln sich in den Grundannahmen wieder.

Die erwartete Entwicklung des Planvermögens für das Geschäftsjahr 2017/2018 stellt sich wie folgt dar:

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30.09.2018
in T€
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Beginn des Jahres 1.983
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 45
Gezahlte Beiträge des Arbeitsgebers/employer contributions paid 484
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens am Ende des Jahres 2.511

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres sind folgende Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen enthalten:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Laufender Dienstzeitaufwand 615 486
Zinsaufwand 108 139
Erträge aus Planvermögen/return on plan assets -22 -33
  701 592

Vom Zinsaufwand entfallen 6 T€ (Vj. 4 T€) auf den Anteil der Versorgungsbezüge für Hinterbliebene von früheren Geschäftsführern.

Im Berichtsjahr kam es zu folgenden Bewegungen innerhalb der Bilanzposition Pensionsrückstellungen:

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Bilanzwert der Pensionsrückstellung zu Beginn des Jahres 6.528 4.567
Zzgl. Pensionsaufwand 701 592
Abzgl. gezahlte Beiträge -485 -247
Abzgl. Zahlungen/Rentenzahlungen -142 -65
Zzgl. Auszahlung Fondsvermögen 99 0
Erfolgsneutralen Veränderungen -1.094 1.681
davon aus Anpassungen der Erfahrungswerte 45 52
davon aus biometrischen Annahmen 0 1
davon aus finanziellen Annahmen -1.140 1.628
Bilanzwert der Pensionsrückstellung Ende des Jahres 5.606 6.528

Im Hinblick auf die Pensionsverpflichtungen zugunsten gegenwärtiger und ehemaliger Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer verweisen wir auf Tz. 49.

35. Abgegrenzte öffentliche Investitionszuwendungen

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Stand 01. Oktober 2016 465 533
Erfolgswirksam vereinnahmt / aufgelöst -67 -68
Stand 30. September 2017 398 465

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden im Wesentlichen für den Erwerb von einem Gebäude, Schmelzöfen und Glühöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH gewährt und für den Neubau der Produktionshalle der UV-Technik Speziallampen GmbH. Die an diese Zuwendungen geknüpften Bedingungen wurden voraussichtlich vollständig erfüllt. Es bestehen keine wesentlichen Unsicherheiten.

36. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben zum Bilanzstichtag einen Buchwert in Höhe von 5.263 T€ (Vj. 4.917 T€). Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten. Unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befinden sich zum Bilanzstichtag in Höhe von 57 T€ (Vj. 57 T€) Verbindlichkeiten gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Karl Hönle.

37. Erhaltene Anzahlungen

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betreffen erhaltene Kundenzahlungen für Leistungen, die noch nicht von der Gesellschaft erbracht wurden. Der Ausweis erfolgt netto, d.h. ohne Umsatzsteuer.

38. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Zum Ende der Berichtsperiode bestanden kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Banken in Höhe von 4.343 T€ (Vj. 2.996 T€). Zur Zusammensetzung der enthaltenen Darlehen wird auf Tz. 31 verwiesen. Des Weiteren sind in dieser Position kurzfristig in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 1.741 T€ (Vj. 193 T€) enthalten.

Die von Banken eingeräumten Kontokorrentkreditlinien betrugen zum 30.09.2017 insgesamt 6.622 T€ (Vj. 3.160 T€), die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen wären. Davon sind 1.719 T€ (Vj. 584 T€) durch Kontokorrentkredite beansprucht.

39. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

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30.09.2017
in T€
30.09.2016
in T€
Lohn- und Umsatzsteuer 530 859
Sozialversicherungsbeiträge 437 394
Tantiemen und Prämien 1.815 1.343
Weihnachtsgeld 926 821
Ausstehende Urlaube 508 466
Gleitzeitüberhänge 619 448
Sonstige Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich 419 583
Übrige 586 619
  5.840 5.533

Die Verbindlichkeiten für Tantiemen und Prämien betreffen Verpflichtungen aus variablen Vergütungen und Erfolgsbeteiligungen gegenüber den Vorständen und Geschäftsführern sowie gegenüber den Mitarbeitern der in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelgesellschaften.

Die Verbindlichkeiten für Weihnachtsgeld wurden gebildet für die periodengerechte Abgrenzung des Weihnachtsgeldes.

Die Verbindlichkeiten für ausstehende Urlaube wurden wegen des abweichenden Wirtschaftsjahres zeitanteilig bemessen.

Die Verbindlichkeiten für Gleitzeitüberhänge betrifft Überstundenguthaben der Mitarbeiter.

Die unter „Übrige“ enthaltenen Verbindlichkeiten für die Vergütung des Aufsichtsrates betragen 60 T€ (Vj. 60 T€).

40. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:

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01.10.2016
in T€
Verbrauch
in T€
Auflösung
in T€
Zuführung
in T€
30.09.2017
in T€
Vertragliche Verpflichtungen gegenüber Dritten:          
Gewährleistungen und Garantien 364 11 4 42 391
Verpflichtung aus Mietverträgen 119 1 0 24 142
Gesamt 483 12 4 66 533

Die Rückstellungen für Gewährleistungen und Garantien betreffen Gewährleistungen, die sowohl mit als auch ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden, sowie Nachbearbeitungskosten aufgrund von Retouren. Die Rückstellung errechnet sich i.d.R. mit 0,5 % vom risikobehafteten Umsatz, wobei sich der Prozentsatz aus den Erfahrungswerten der Vergangenheit ableitet.

Der erwartete Zahlungsabfluss in Bezug auf die oben genannten Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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30.09.2017
in %
30.06.2016
in %
Im Folgejahr 79 80
In den folgenden 2 - 5 Jahren 6 6
In den folgenden 6 - 10 Jahren 16 14
  100 100

Der erwartete Zahlungsabfluss in den folgenden zwei bis zehn Jahren betrifft in erster Linie die Verpflichtungen aus Mietverträgen für die angemieteten Gebäude bis zum Vertragsende.

41. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern wurden in Höhe der voraussichtlichen tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen aus Ertragsteuern für das Geschäftsjahr sowie für Vorjahre angesetzt.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

42. Eventualschulden

Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen derzeit keine wesentlichen Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen nicht beeinflussbaren Ereignissen abhängt.

Bürgschaften für konzernfremde Personen oder Unternehmen wurden nicht abgegeben.

43. Eventualforderungen

Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.

44. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

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Stand 30.09.2017 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren
in T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 124 426 10 560
Raummietverträge 2.454 5.662 53 8.169
KFZ-Mietverträge 541 600 0 1.141
Bestellobligo 6.933 0 0 6.933
  10.052 6.688 63 16.803
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Stand 30.09.2016 fällig bis 1 Jahr
in T€
fällig in 1 bis 5 Jahren
in T€
fällig in über 5 Jahren
in T€
Gesamtverpflichtung
in T€
Gerätemietverträge 97 32 0 129
Raummietverträge 2.070 5.783 43 7.896
KFZ-Mietverträge 463 499 0 962
Bestellobligo 4.761 0 0 4.761
  7.391 6.314 43 13.748

45. Management der finanzwirtschaftlichen Risiken

Grundsätze des Risikomanagements

Der Hönle Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, welche im Risikobericht des Lageberichts erläutert werden.

Zur Überwachung der Risiken wird bei der Dr. Hönle AG ein formalisiertes Risikomanagementsystem durchgeführt. Die Grundsätze hierzu sind in einem Handbuch dokumentiert. In Abwägung der Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalls und der Wahrscheinlichkeit einer Schadenshöhe, aber auch der bestehenden Chancen für den Konzern wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Risikosituationen werden analysiert und, wann immer nötig, Gegenmaßnahmen definiert und eingeleitet. Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert und bei Auftreten neuer Risiken umgehend in Kenntnis gesetzt.

Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken untergliedern.

Liquiditätsrisiken

Unter diesem Begriff wird das Risiko verstanden, dass der Hönle Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen.

Ein Managementziel des Hönle Konzerns ist die nachhaltige Zunahme des operativen Cashflows. Damit einhergehend wird die Liquiditätssituation permanent und intensiv überwacht. In wöchentlichen Abständen wird der Vorstand der Dr. Hönle AG über die Liquiditätssituation des Konzerns informiert. Insbesondere wird die Inanspruchnahme des Cash-Pooling-Kontos der Tochtergesellschaften der Hönle Gruppe beobachtet und dem Vorstand wöchentlich durch das Rechnungswesen berichtet. Ferner werden alle Salden der in der Hönle Gruppe bestehenden Bankkonten detailliert an das Management weitergegeben. Der Konzern überwacht das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses permanent, indem die Liquiditätsentwicklung aller Gesellschaften der Hönle Gruppe aufgrund des Liquiditätsstands in Zusammenhang mit der Ergebnisplanung und den beabsichtigten Finanz- und Investitionstransaktionen geplant wird.

Nach unseren derzeitigen Planungen sind im Hönle Konzern keine Liquiditätsengpässe erkennbar.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen sämtlicher Verbindlichkeiten dargestellt:

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Stand 30.09.2017 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 114 4.343 157 4.867 4 369
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 5.263 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 5 50 8 188 0 12
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 3 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4 5.674 49 326 4 99
Gesamtsumme 123 15.333 214 5.381 8 480
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Stand 30.09.2017 Gesamtbetrag
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 275 9.579
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 5.263
Finanzierungsleasing 13 250
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 57 6.100
Gesamtsumme 345 21.195
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Stand 30.09.2016 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 159 2.996 224 5.438 12 606
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.917 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 4 36 8 140 1 47
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
onstige finanzielle Verbindlichkeiten 1 4.698 0 537 0 0
Gesamtsumme 164 12.646 232 6.115 12 653
scroll
Stand 30.09.2016 Gesamtbetrag
Zinsen
in T€
Tilgung
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 395 9.040
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 4.917
Finanzierungsleasing 12 223
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1 5.235
Gesamtsumme 409 19.414

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko ist bezeichnend für das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte.

Das Ausfallrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird in regelmäßigen Abständen von den Abteilungen Rechnungswesen und Vertrieb beurteilt. Ausstehende Forderungen gegenüber Kunden werden insbesondere über die Analyse von Altersstrukturlisten in Bezug auf die Dauer der Fälligkeit der ausstehenden Forderungen überwacht. Etwaige Lieferungen an Großkunden, insbesondere Kunden im Ausland, sind in der Regel durch Akkreditive oder sonstige Absicherungsinstrumente abgedeckt. Zum 30.09.2017 waren nach der Altersstrukturliste 2.295 T€ (Vj. 2.105 T€) weniger als 90 Tage fällig. Das entspricht 12,6 % (Vj 16,1 %) an dem Gesamtbetrag der offenen Forderungen. Insgesamt 356 T€ (2,0 %) (Vj. 203 T€ (1,6 %)) bzw. 328 T€ (1,8%) (Vj. 100 T€ (0,8 %)) waren 90 bis 180 Tage bzw. mehr als 180 Tage fällig. Die Höhe des Wertberichtigungsbedarfs wird monatlich für alle Kunden auf Einzelbasis analysiert.

Das Management des Hönle Konzerns wird in monatlichen Abständen über Altersstrukturstatistiken der offenen Forderungen über alle Kunden informiert. Dabei werden insbesondere Kundenforderungen, deren Fälligkeitstermin mehr als 90 Tage überschritten ist, mit einem Betrag von größer als 10 T€ herausgestellt.

Bei definierten Kunden bzw. Großkunden erfolgt ein permanentes Monitoring bezüglich deren finanzieller Leistungsfähigkeit durch externe Dienstleister bzw. Informationen, die sich aus dem bisherigen Zahlungsverhalten ergeben. Zusätzlich fließen Marktinformationen in die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit von Kunden mit ein. Insbesondere größere Aufträge werden durch Kreditauskünfte bzw. durch Teilzahlungspläne abgesichert. Bei Neukunden sowie bei Veränderung des Zahlungsverhaltens werden in der Regel Bonitätsauskünfte eingeholt.

Der Konzern beurteilt die Risikokonzentration hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass die Kunden der Hönle Gruppe in drei unterschiedlichen Segmenten (Geräte & Anlagen, Klebstoffe und Glas & Strahler) aufgeteilt sind. Darüber hinaus sind die Kunden weltweit ansässig und insbesondere in den Segmenten Klebstoffe und Glas & Strahler in verschieden Branchen und weitgehend unabhängigen Märkten tätig.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko für den Fall, dass die Vertragspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Soweit am Bilanzstichtag interne Indizien wie Verzug von Zahlungen oder externe Hinweise (Informationen über erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Vertragspartners) im Konzern erkennbar sind, werden hierfür entsprechende Wertberichtigungen erfasst.

Die Altersstruktur der nicht im Wert geminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (LuL) stellt sich wie folgt dar:

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Altersstruktur davon noch davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2017) Netto
in T€
nicht fällig
in T€
< 90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180 Tage
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzelwertberichtigung) 18.207 15.228 2.295 356 328
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Altersstruktur davon noch davon überfällig, aber nicht wertberichtigt
der überfälligen Forderungen (Stand: 30.09.2016) Netto
in T€
nicht fällig
in T€
< 90 Tage
in T€
90 bis 180 Tage
in T€
>180 Tage
in T€
Forderungen LuL (abzüglich Einzelwertberichtigung) 13.036 10.628 2.105 203 100

Der Hönle Konzern geht von der Werthaltigkeit aller nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. In den sonstigen Vermögenswerten sind keine überfälligen Posten enthalten.

Risikobündelungen entstehen, wenn mehrere Geschäftspartner ähnliche Geschäftstätigkeiten oder Tätigkeiten in derselben Region ausführen oder wirtschaftliche Merkmale besitzen, die dazu führen, dass sie bei Veränderungen der wirtschaftlichen oder politischen Lage in ihrer Fähigkeit zur Erfüllung ihrer vertraglichen Verpflichtungen beeinträchtigt werden. Um unverhältnismäßig hohe Risikokonzentrationen zu vermeiden, werden neben dem Segment Geräte & Anlagen insbesondere die Segmente Klebstoffe und Glas & Strahler weiter ausgebaut. Identifizierte Ausfallkonzentrationen werden fortlaufend kontrolliert und gesteuert. Ausgewählte Sicherungsgeschäfte werden innerhalb des Konzerns zur Vermeidung von Risiken auf Ebene der individuellen Geschäftsbeziehungen eingesetzt.

Marktrisiken

Das Marktrisiko unterteilt sich in Währungs- und Zinsänderungsrisiken.

Währungsrisiken

Währungsrisiken entstehen im Hönle Konzern im Wesentlichen dadurch, dass zum Teil in Fremdwährung eingekauft und nicht in gleichem Umfang in der entsprechenden Fremdwährung wieder verkauft wird.

Risiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen, Verbindlichkeiten sowie aus schwebenden Verträgen und antizipativen Posten resultieren, ergeben sich im Wesentlichen aus Fremdwährungstransaktionen in US-Dollar, Koreanischem Won und Chinesischem Renminbi.

Zum Bilanzstichtag bestanden für diese Fremdwährungspositionen keine Kurssicherungsinstrumente.

Bei einem um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte sich das Ergebnis um 1,5 T€ (Vj. 0,4 T€) verbessert. Eine entsprechende Abschwächung des Euro hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 1,8 T€ (Vj. 0,5 T€) geführt.

Die Auswirkung eines um 10 % stärkeren Euro gegenüber dem US-Dollar hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 89 T€ (Vj. 17 T€) geführt, wohingegen eine Abschwächung um 10 % zu einer Ergebnisverbesserung um 109 T€ (Vj. 21 T€) beigetragen hätte.

Wäre der Euro im Verhältnis zum Chinesischen Renminbi um 10 % stärker gewesen, hätte sich das Konzernergebnis um 16 T€ (Vj. 5 T€) verbessert. Eine Abschwächung des Euro gegenüber dem Chinesischen Renminbi in gleicher Höhe hätte zu einer Verschlechterung des Konzernergebnisses um 19 T€ (Vj. 6 T€) geführt.

Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken bestehen bezüglich variabel verzinslicher Finanzinstrumente gegenüber Kreditinstituten.

Die Zinsänderungsrisiken, denen der Hönle Konzern ausgesetzt ist, wurden im Geschäftsjahr 2016/2017 und in den Vorjahren durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Die Dr. Hönle AG hat für den Kauf von Vermögenswerten der früheren Grafix GmbH im Geschäftsjahr 2012/2013 ein Darlehen in Höhe von 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 29. Dezember 2017 aufgenommen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR (European Interbank Offered Rate) zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,95 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 29. Dezember 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 4.500 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 28. März 2013 bis 29. Dezember 2017 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,64 %.

Im Geschäftsjahr 2011/2012 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit bis 31. März 2017 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wurde der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser war bis 31. März 2017 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.000 T€ mit einer 5-jährigen Laufzeit vom 30. März 2012 bis 31. März 2017 diente als Sicherungsgeschäft, es ergab sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 3,18 %.

Im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit bis 30. Juni 2022 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 0,80 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 30. Juni 2022 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 400 T€ mit einer 8-jährigen Laufzeit vom 01. Juli 2014 bis 30. Juni 2022 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 1,69 %.

Ebenfalls im Geschäftsjahr 2013/2014 wurde ein Vertrag für ein Bankdarlehen in Höhe von 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit bis 31. März 2021 abgeschlossen. Der Zinssatz wird für eine Roll-over-Periode von jeweils 3 Monaten festgeschrieben. Als vereinbarter Zinssatz wird der für die entsprechende Laufzeit am Handelstag gültige EURIBOR zuzüglich eines Nominalaufschlages von 1,30 Prozentpunkten berechnet. Dieser ist bis 31. März 2021 festgeschrieben (gleich der Darlehenslaufzeit). Der in diesem Zusammenhang abgeschlossene PAYER-Zinsswap über nominal 3.500 T€ mit einer 7-jährigen Laufzeit vom 31. März 2014 bis 31. März 2021 dient als Sicherungsgeschäft, es ergibt sich daraus eine effektive feste Verzinsung von 2,29 %.

Die Zinsswaps werden als Cashflow Hedges behandelt. Die Zinsswaps (variabel in fix) dienen der Absicherung gegen steigende Zinsen für die variabel verzinslichen Bankdarlehen. Der beizulegende Zeitwert (= Marktwert) entspricht jenem Wert, den die jeweilige Gesellschaft bei Auflösung des Geschäftes am Bilanzstichtag erhalten würde oder bezahlen müsste.

Die beizulegenden Zeitwerte werden durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme aus variablen Zahlungen auf Basis allgemein anerkannter finanzmathematischer Modelle ermittelt. Für die Bewertung werden Interbankraten verwendet.

Die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der sicherungseffektiven Derivate in Höhe von 48 T€ (Vj. 15 T€) wurden unter Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von -12 T€ (Vj. -4 T€) direkt im Eigenkapital in der Rücklage für Sicherungsgeschäfte erfasst.

Bezüglich der anderen Darlehen bestehen ausschließlich feste Zinsvereinbarungen. Die Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet, insofern wirkt sich eine Marktzinsänderung nicht auf deren Bewertung aus. Kurzfristige Überziehungen und Guthaben auf den Kontokorrentkonten werden variabel verzinst. Geht man von einer durchschnittlichen zweiprozentigen Steigerung des Zinsniveaus im Bereich des Kontokorrentkredites aus, so ergäbe sich ein zusätzlicher Zinsaufwand von 35 T€ (Vj. 4 T€). Dabei wird unterstellt, dass der durchschnittliche negative Saldo der Kontokorrentkonten dem Jahresendwert 2016/2017 von 1.741 T€ (Vj. 193 T€) entspricht. Aus diesen Finanzinstrumenten würden sich bei Marktpreisänderungen nach derzeitigen Erkenntnissen keine weiteren wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis des Hönle Konzerns ergeben.

Sonstige Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der in den Bilanzpositionen enthaltenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden gemäß der Kategorien nach IAS 39 sowie die im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen, die Nettogewinne/-verluste und die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge:

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Buchwerte 30.09.2017 Bewertungskategorie nach IAS 39 Fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 27 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 27 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 17.960 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.475 0
Liquide Mittel LaR 5.217 0
Gesamt   24.705 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 9.579 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 5.266 0
Sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 580 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 5.724 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 45
Gesamt   21.149 45
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39      
Loans and Receivables (LaR)   24.678 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS)   27 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)   21.149 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen   -189 0
Nettogewinn/-verlust     48
Gesamtzinsaufwendungen   -270 0
Gesamtzinserträge   37 0
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Buchwerte 30.09.2016 Bewertungskategorie nach IAS 39 Fortgeführte Anschaffungskosten
in T€
Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral
in T€
Beteiligungen AfS 32 0
Sonstige lfr. Vermögenswerte LaR 52 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 13.078 0
Sonstige kfr. Vermögenswerte LaR 1.461 0
Liquide Mittel LaR 6.516 0
Gesamt   21.138 0
Verbindlichkeiten gegenüber Banken FLAC 9.040 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 4.917 0
Sonstige lfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 631 0
Sonstige kfr. finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 4.733 0
Derivate i.V.m. effektiven CF-Hedge CF-Hedge 0 93
Gesamt   19.321 93
Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39      
Loans and Receivables (LaR)   21.107 0
Available-for-Sale Financial Assets (AfS)   32 0
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC)   19.321 0
Betrag der erfolgswirksam gebuchten Wertminderungen   -12 0
Nettogewinn/-verlust     15
Gesamtzinsaufwendungen   -278 0
Gesamtzinserträge   53 0

Bei den finanziellen Vermögenswerten (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte sowie liquide Mittel) entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um festverzinsliche Forderungen. Die Marktwerte werden unter Berücksichtigung der Zinssätze, entsprechender Wertminderungen und individueller Kriterien gebildet. Zum Bilanzstichtag 30. September 2017 entsprechen die Buchwerte den Marktwerten.

Bei den finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) entsprechen die Buchwerte ebenfalls den Marktwerten. Alle Positionen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind festverzinsliche und variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie bilanzierte Leasingverbindlichkeiten. Die Bewertung der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zu Marktwerten erfolgt über die Abzinsung der zukünftigen Cashflows mit einem Fremdfinanzierungszinssatz des Emittenten zum Ende des Berichtszeitraums über die vertragliche Laufzeit der Finanzinstrumente. Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte der finanziellen Schulden hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten oder einer marktüblichen Verzinsung ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die Zinsswaps (Derivate mit effektiver Sicherungsbeziehung) werden regelmäßig wiederkehrend durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens mit am Markt beobachtbaren Inputparametern bewertet. Zu den am häufigsten angewandten Bewertungsverfahren gehören Optionspreis- und Swap-Modelle unter Verwendung von Barwertberechnungen. Die Modelle beziehen verschiedene Größen mit ein, wie z.B. Bonität der Geschäftspartner, Devisen-Kassa- und Termin-Kurse und Zinsstrukturkurven. Zum 30. September 2017 werden die Derivatspositionen zum Marktwert bewertet (Marked-to-Market); dabei wird das Ausfallrisiko des Konzerns sowie der Bank als gering eingestuft.

Nachfolgende Tabelle zeigt die nach beizulegenden Zeitwerten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten nach Hierarchiestufen:

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Klasse von Verbindlichkeiten Stichtag Summe
in T€
Notierter Preise auf aktiven Märkten (Stufe 1)
in T€
Wesentlicher beobachtbarer Inputparameter (Stufe 2)
in T€
Wesentlicher nicht beobachtbarer Inputparameter (Stufe 3)
in T€
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2017 45 - 45 -
Zinsswaps i.V.m. effektiven CF-Hedge 30.09.2016 93 - 93 -

46. Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.

Die Zahlungsmittelabflüsse und -zugänge werden anhand der indirekten Ermittlungsmethode dargestellt.

Die aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Zahlungsmittel betragen 12.146 T€ (Vj. 13.126 T€) und resultieren aus dem Konzernjahresergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen und Steuern in Höhe von 14.877 T€ (Vj. 12.050 T€) und im Wesentlichen aus den Berichtigungen hinsichtlich der zahlungsunwirksamen Effekte und Finanzergebnisse in Höhe von 3.495 T€ (Vj. 2.909 T€) und Veränderungen des Nettoumlaufvermögens. Die Position der sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhaltet im Wesentlichen die Abschreibung auf das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände.

Zum Mittelabfluss im Bereich der Investitionstätigkeit führen im Wesentlichen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5.361 T€ (Vj. 4.980 T€).

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit ist die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2016/2017 in Höhe von 3.032 T€ (Vj. 3.032 T€) zu nennen. Zusammen mit den im Geschäftsjahr 2016/2017 geleisteten Tilgungen der Verbindlichkeiten gegenüber Banken und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 2.819 T€ (Vj. 2841 T€) ergeben sich daraus im Wesentlichen die Zahlungsmittelabflüsse der Finanzierungstätigkeiten. Die Aufnahmen von Darlehen in Höhe von 3.348 T€ (Vj. 1.153 T€), insbesondere für die Finanzierung der neuen Glasdrehbank der Raesch Quarz (Germany) GmbH stellen die wesentlichen Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit dar.

Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel im Geschäftsjahr 2016/2017 von 6.516 T€ auf 5.217 T€.

47. Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung wurde gemäß IFRS 8 aufgestellt.

Die Konzernunternehmen der Hönle Gruppe werden zu Segmenten zusammengefasst, wenn sie auf ähnlichen Märkten handeln sowie auf Basis der Herstellung gleiche Produkte und ähnliche Strukturen aufweisen.

Die verantwortliche Instanz zur Allokation von Ressourcen und zur Bewertung der Ertragskraft der Segmente ist bei der Hönle Gruppe der Vorstand des Mutterunternehmens. Die Identifizierung der relevanten Segmente wurde entsprechend den Ansätzen des Management Approach nach dem Management-Informationssystem des Vorstandes vorgenommen.

Folgende Unternehmenssegmente wurden festgelegt:

Geräte & Anlagen

Klebstoffe

Glas & Strahler

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Geräten und Anlagen bildet das Segment Geräte & Anlagen ab. Das Segment Klebstoffe umfasst Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Klebstoffen.

Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Rohren und Halbfabrikaten aus Quarzglas sowie Herstellung von UV-Mitteldruck- und Niederdruckstrahlern definieren das Segment Glas & Strahler.

Andere Geschäftstätigkeiten und andere Geschäftssegmente wurden nicht definiert. Die Segmentierung erfolgt unter Zugrundelegung der Daten des Rechnungswesens der enthaltenen rechtlichen Einheiten.

Die Rechnungslegungsgrundsätze der Segmentinformationen entsprechen grundsätzlich den für die Hönle Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, wie sie unter Tz. 5 beschrieben sind.

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2016/2017

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Geräte/Anlagen 2016/2017
in T€
Klebstoffe 2016/2017
in T€
Glas/Strahler 2016/2017
in T€
Summe 2016/2017
in T€
Eliminierungen 2016/2017
in T€
Konsolidiert 2016/2017
in T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden: 51.307 29.541 21.078 101.926 0 101.926
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 1.109 424 2.070 3.603 -3.603 0
Gesamte Verkäufe 52.416 29.965 23.148 105.529 -3.603 101.926
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 5.242 9.190 775 15.207 0 15.207
Zinserträge 193 45 57 295 -258 37
Zinsaufwendungen 388 33 313 734 -377 357
Nach Equity-Methode bilanz. Beteiligungen       -5   -5
Abschreibungen auf Wertpapiere       5   5
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           14.877
Ertragsteuern 1.451 2.761 351 4.563 0 4.563
Latente Steuern -17 -56 110 37 -136 -100
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           10.414
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen: 58.111 21.770 29.543 109.424 -11.848 97.576
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       27   27
Finanzielle Vermögenswerte       27   27
Langfristige Forderungen       1.039   1.039
Steuererstattungsansprüche       721   721
Aktive latente Steuern       2.916   2.916
Konsolidierte Vermögenswerte           102.306
Segmentschulden 24.047 5.927 24.456 54.430 -30.475 23.955
Passive latente Steuern         1.286 1.286
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern         1.852 1.852
Langfristige Darlehen         5.435 5.435
Konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)           32.528
Investitionen: 1.139 843 3.380 5.362 -1 5.361
Segment-Abschreibungen 1.090 599 1.248 2.937 0 2.937
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 80 8 91 179 0 179

Segmentberichterstattung Geschäftsjahr 2015/2016

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Geräte/Anlagen 2015/2016
in T€
Klebstoffe 2015/2016
in T€
Glas/Strahler 2015/2016
in T€
Summe 2015/2016
in T€
Eliminierungen 2015/2016
in T€
Konsolidiert 2015/2016
in T€
Umsatzerlöse:            
Externe Kunden: 52.543 23.210 17.662 93.415 0 93.415
Umsätze mit anderen Geschäftsbereichen 824 420 2.162 3.406 -3.406 0
Gesamte Verkäufe 53.367 23.630 19.824 96.821 -3.406 93.415
ERGEBNIS:            
Segmentergebnis (Betriebsergebnis) 6.530 4.971 900 12.400 0 12.400
Zinserträge 232 22 65 319 -265 54
Zinsaufwendungen 535 33 393 961 -572 389
Nach Equity-Methode bilanz. Beteiligungen       -14   -14
Abschreibungen auf Wertpapiere       0   0
Ergebnis vor Steuern und nicht beherrschenden Anteilen           12.050
Ertragsteuern 2.044 1.734 330 4.108 0 4.109
Latente Steuern 43 -126 -182 -265 -84 -349
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen           8.290
ANDERE INFORMATIONEN:            
Segmentvermögen: 54.665 15.943 26.896 97.504 -8.034 89.470
Nicht zugeordnete Vermögenswerte:            
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen       36   36
Finanzielle Vermögenswerte       32   32
Langfristige Forderungen       902   902
Steuererstattungsansprüche       648   648
Aktive latente Steuern       3.187   3.187
Konsolidierte Vermögenswerte           94.275
Segmentschulden 23.428 5.795 20.385 49.608 -27.175 22.433
Passive latente Steuern       1.369   1.369
Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern       2.573   2.573
Langfristige Darlehen       6.230   6.230
Konsolidierte Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig)           32.605
Investitionen: 2.023 744 2.364 5.132 -152 4.980
Segment-Abschreibungen 1.062 536 1.111 2.709 0 2.709
Zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments 284 2 5 291 0 291

Geografische Angaben

Die Zuordnung der Umsatzerlöse von externen Kunden erfolgt nach dem Standort der Kunden.

Die regionale Aufteilung der Umsätze stellt sich wie folgt dar:

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Gesamtumsatzerlöse 101.926 93.415
Deutschland 36.501 34.771
Ausland 65.425 58.644

Im Geschäftsjahr 2016/2017 wurde in Frankreich ein Umsatz von 9.622 T€ erwirtschaftet, der einem Anteil von 9,4 % entspricht, und in den USA ein Umsatz von 9.569 T€, der einen Anteil von ebenfalls 9,4 % entspricht.

Die Verteilung der langfristigen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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Deutschland: 30.859 T€
  (Vj. 29.063 T€)
Ausland: 11.190 T€
  (Vj. 11.192 T€)

Das Segmentvermögen definiert sich als die Summe aus immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagen, Vorräten, kurzfristigen Forderungen und liquiden Mitteln. Die Segmentschulden setzen sich aus langfristigen und kurzfristigen Verpflichtungen zusammen. Als zahlungsunwirksame Aufwendungen des Segments werden die Veränderungen der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt.

Konzerninterne Lieferungen und Leistungen erfolgen hinsichtlich der Verrechnungspreise und deren Berechnungsgrundlage zu gleichen Bedingungen und Konditionen wie an fremde Dritte. Es erfolgte hierbei keine Änderung gegenüber den Vorjahren.

48. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt.

Nahe stehende Unternehmen oder Personen (Related Parties) sind nach IAS 24 sonstige Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, wie

die Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG

assoziierte Unternehmen

nicht konsolidierte Tochtergesellschaften.

Zu den Vorstand und Aufsichtsrat betreffenden Angaben verweisen wir auf die in Tz. 49 dargestellten Erläuterungen.

Hinsichtlich der berichtspflichtigen Geschäftsverbindungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Im Wesentlichen erfolgen zwischen der Solitec GmbH und Dr. Hönle AG Weiterberechnungen im Rahmen von Werbeanzeigen, die für die Ertragslage jedoch von untergeordneter Bedeutung waren.

- Beherrschte Unternehmen, die wegen Unwesentlichkeit nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind

Solitec Gesellschaft für technischen Produktvertrieb mbH, Gräfelfing

- Unternehmen unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsrates des Konzerns:

Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, Kaufering

Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde ein Darlehen in Höhe von 150 T€ mit einer Laufzeit bis zum 30.04.2018 an die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH ausgereicht. Die Rückzahlung des Darlehens erfolgt in vereinbarten Annuitäten in Höhe von jährlich 54 T€. Der Buchwert beträgt zum 30.09.2017 30 T€ (Vj. 81 T€). Der kurzfristige Anteil in Höhe von 30 T€ (Vj. 51 T€) ist unter der Position „sonstige kurzfristige Vermögenswerte“ (vgl. Tz. 27) ausgewiesen. Der Zinsertrag (vgl. Tz. 13) in Höhe von 3 T€ (Vj. 5 T€) resultiert aus dem vereinbarten Zinssatz von 4,5 % p.a.

Das Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft in entsprechender Höhe von Herrn Prof. Dr. Hönle gesichert.

Siehe auch Tz. 13, 21, 27.

49. Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Vorstand

Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement

Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik

Die Gesellschaft wird durch die zwei einzelvertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder vertreten.

Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten.

Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf:

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Herr Norbert Haimerl 561 T€ (Vj. 504 T€)
Herr Heiko Runge 548 T€ (Vj. 493 T€)

Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetären Vergütungsteile umfassen fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.

Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände wurden und werden seit 1. Januar 2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente entspricht 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Erfolgsunabhängige Bezüge

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in T€ Gehalt sonstige Bezüge Gesamt
2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016 2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 265 232 26 25 291 256
Heiko Runge 264 231 14 14 278 245
Summe 529 463 40 39 569 502

Erfolgsabhängige Bezüge

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in T€ Tantieme
2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 270 248
Heiko Runge 270 248
Summe 540 496

Pensionen

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in T€ Pensionsaufwand nach IAS 19
2016/2017 2015/2016
Norbert Haimerl 251 245
Heiko Runge 219 216
Summe 470 461

Pensionen

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in T€ Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen (Defined Benefit Obligations)
Stand 30.09.2017 Stand 30.09.2016
Norbert Haimerl 1.760 1.741
Heiko Runge 1.583 1.596
Summe 3.343 3.336

Leistungen bei Beendigung der Vorstandstätigkeit

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.

Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für 12 Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens 10 Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.

Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat das Vorstandsmitglied das Recht, innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Kenntnis vom Eigentümerwechsel den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abgeltung seiner Bezüge und Nebenleistungen vom Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung bis zum Laufzeitende seines Dienstvertrages zu. Bezüglich der Versorgungszusage hat der Vorstand ein Wahlrecht zwischen einer Einmalzahlung in Höhe des Wertes oder der Fortführung. Dabei ist der Vorstand so zu stellen, als ob die Gesellschaft die Versorgungszusage bis zur im Dienstvertrag vereinbarten Beendigung des Dienstvertrages erfüllt hätte.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.

Bezüge des Aufsichtsrats

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2016/2017
in T€
2015/2016
in T€
Prof. Dr. Karl Hönle 48 48
Günther Henrich 36 36
Dr. Bernhard Gimple 24 24
Summe 108 108

An Hinterbliebene von ehemaligen Geschäftsführern wurden Versorgungszahlungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Diese Versorgungsansprüche sind in Höhe von 296 T€ (Vj. 337 T€) durch Pensionsrückstellungen gedeckt. (vgl. Tz. 34). Im Zinsaufwand ist hierfür ein Anteil von 6 T€ (Vj. 4 T€) enthalten.

Aufsichtsrat

Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau – Vorsitzender

Diplom-Physiker, Professor für Optik und Lasertechnik an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München (emeritiert), Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH

Günther Henrich, Schäftlarn – stellvertretender Vorsitzender

Rechtsanwalt, selbständig

Beiratsvorsitzender der Pfeifer Holding GmbH & Co. KG, Memmingen (bis 30.09.2017)

Dr. Bernhard Gimple, München

Rechtsanwalt, selbständig

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2016/2017 auf 108 T€ (Vj. 108 T€).

Nähere Ausführungen zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Vergütungsbericht, der Teil des Lageberichtes ist, enthalten.

50. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG Corporate Governance

Im Februar 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

51. Honorar des Abschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2016/2017 wurden von dem Abschlussprüfer S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, die folgenden Honorare in Rechnung gestellt:

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in T€
Abschlussprüfung (Einzelabschlüsse und Konzernabschluss) 171
Steuerberatungsleistungen 35
Sonstige Bestätigungsleistungen 4
Gesamt 210

52. Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) im Konzern, aufgeteilt nach Funktionsbereichen, stellt sich wie folgt dar:

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2016/2017 2015/2016
Vertrieb 88 86
Forschung, Entwicklung 74 66
Produktion, Service 262 263
Logistik 71 66
Verwaltung 69 69
Gesamt 564 550

53. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Dr. Hönle AG ausgeht, sind nicht eingetreten.

 

Gräfelfing, den 22. Dezember 2017

Norbert Haimerl, Vorstand

Heiko Runge, Vorstand