Dr. Hönle AktiengesellschaftGräfelfingJahresabschluss und Lagebericht der
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30.09.2020
€ |
30.09.2019
€ |
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| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 549.607,64 | 541.735,65 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 7.544,00 | 7.544,00 |
| 557.151,64 | 549.279,65 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.720.192,77 | 6.310.227,82 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 1.074.397,24 | 1.169.440,55 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.653.815,05 | 1.600.135,39 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.311.815,13 | 5.866.692,61 |
| 32.760.220,19 | 14.946.496,37 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.306.635,45 | 31.026.085,45 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.493.749,95 | 1.000.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 208.750,00 | 8.750,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen auf Beteiligungen | 170.907,39 | 0,00 |
| 5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 1.673.486,00 | 1.457.640,00 |
| 34.853.528,79 | 33.492.475,45 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 11.505.417,40 | 11.439.403,50 |
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 179.440,93 | 266.027,23 |
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 3.003.535,86 | 3.348.676,30 |
| 4. geleistete Anzahlungen | 49.914,33 | 1.306,87 |
| 14.738.308,52 | 15.055.413,90 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.177.662,32 | 2.326.658,55 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 27.755.294,30 | 28.724.430,15 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 50.376,49 | 54.475,07 |
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 2.576.421,48 | 1.263.907,07 |
| 33.559.754,59 | 32.369.470,84 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 27.110.998,25 | 7.583.772,97 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 298.125,35 | 255.437,41 |
| D. Aktive latente Steuern | 969.797,94 | 701.731,82 |
| 144.847.885,27 | 104.954.078,41 | |
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PASSIVA |
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30.09.2020
€ |
30.09.2019
€ |
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| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 6.062.930,00 | 5.512.930,00 |
| Rechnerischer Wert eigener Anteile | -1.076,00 | -1.076,00 |
| eingefordertes Kapital | 6.061.854,00 | 5.511.854,00 |
| II. Kapitalrücklage | 44.409.827,33 | 18.449.827,33 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. gesetzliche Rücklage | 48.871,56 | 48.871,56 |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 2.524.484,51 | 2.524.484,51 |
| 2.573.356,07 | 2.573.356,07 | |
| IV. Bilanzgewinn | 26.453.507,79 | 30.248.021,73 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 4.647.900,10 | 3.836.475,19 |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 401.487,75 |
| 3. sonstige Rückstellungen | 2.378.654,52 | 2.658.431,08 |
| 7.026.554,62 | 6.896.394,02 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.686.236,53 | 12.916.702,81 |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 823.877,87 | 683.536,18 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.364.470,90 | 2.484.632,78 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.018.815,40 | 24.784.397,40 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 33.943,00 | 3.213,00 |
| 6. sonstige Verbindlichkeiten | 383.600,40 | 401.713,09 |
| 58.310.944,10 | 41.274.195,26 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 11.841,36 | 430,00 |
| 144.847.885,27 | 104.954.078,41 |
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Geschäftsjahr
€ |
Vorjahr
€ |
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| 1. Umsatzerlöse | 35.609.125,74 | 38.627.157,86 |
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -417.051,24 | -354.906,78 |
| 3. andere aktivierte Eigenleistungen | 26.277,00 | 55.597,55 |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 816.093,54 | 184.390,12 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -15.962.272,12 | -17.080.651,79 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -338.293,92 | -318.653,61 |
| -16.300.566,04 | -17.399.305,40 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -9.905.742,69 | -11.487.415,39 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -3.253.646,21 | -3.274.355,68 |
| -13.159.388,90 | -14.761.771,07 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -842.452,68 | -789.220,06 |
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.431.382,86 | -5.787.026,19 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 2.553.615,74 | 2.443.400,55 |
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 15.999,96 | 19.749,96 |
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 498.779,39 | 348.462,47 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -376.857,11 | -277.918,49 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 507.436,08 | -157.905,95 |
| 14. Ergebnis nach Steuern | 499.628,62 | 2.150.704,57 |
| 15. sonstige Steuern | 115.340,64 | -9.504,26 |
| 16. Jahresüberschuss | 614.969,26 | 2.141.200,31 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 25.838.538,53 | 28.106.821,42 |
| 18. Bilanzgewinn | 26.453.507,79 | 30.248.021,73 |
Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG mit Sitz in Gräfelfing (Amtsgericht München, Handelsregisternummer: HRB 127507) wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des deutschen Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind - sofern nachfolgend nicht gesondert aufgeführt - unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend:
Als Umsatzerlöse werden Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten, sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt entsprechend dem Realisationsprinzip bei Gefahrenübergang beziehungsweise bei Erbringung der Leistung. Erlösschmälerungen werden von den Umsatzerlösen abgezogen.
Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Davon ausgenommen ist die gesetzlich vorgeschriebene Saldierung von Vermögensgegenständen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen stehen und durch Verpfändung an die Pensionsberechtigten dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen sind (Planvermögen), mit den Pensionsrückstellungen gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB.
Das Anlagevermögen weist Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.
Rückstellungen werden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten nur nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.
Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, sind alle berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.
Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 1 bis 15 Jahren abgeschrieben. Von dem Aktivierungswahlrecht, selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens als Aktivposten in die Bilanz aufzunehmen, wird kein Gebrauch gemacht.
Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Betriebsgebäude werden linear mit 3 %, die Wohnteile mit 2 % abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear entsprechend den voraussichtlichen Nutzungsdauern (3 bis 21 Jahre) abgeschrieben. Die Einbauten in das Fremdgebäude werden über die Laufzeit des Mietvertrags (10 Jahre) abgeschrieben. Für die Zugänge bei den geringwertigen Vermögensgegenständen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit ihrem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der in den Finanzanlagen ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherung für die Pensionsverpflichtungen wird mit dem Deckungskapital angesetzt.
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen teilweise mit den Pensionsrückstellungen saldiert, soweit sog. Planvermögen vorliegt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung.
Die fertigen Erzeugnisse werden bis zum Gewinnrealisationszeitpunkt zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben den Fertigungs-, Materialeinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. In den Herstellungskosten enthalten sind anteilige Kosten der allgemeinen Verwaltung und der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. In der Bewertung der Herstellungskosten sind keine Fremdkapitalzinsen enthalten. Soweit die Herstellungskosten bei fertigen Erzeugnissen durch die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse nicht gedeckt sind, werden besondere Abschläge zur verlustfreien Bewertung vorgenommen. Fertigerzeugnisse mit verminderter Marktgängigkeit werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Bestandsrisiken, z.B. aus geminderter Verwertbarkeit, fanden durch Reichweitenabschreibungen angemessene Berücksichtigung.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Zweifelhafte Forderungen werden anhand von Einzelwertberichtigungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wegen des allgemeinen Kreditrisikos (Delkredere, Zinsen, Skontierungen) Pauschalwertberichtigungen vorgenommen.
Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nennbetrag.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Latente Steuern auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 HGB auch im Falle eines Aktivüberhangs angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,79%.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt, der rechnerische Wert der eigenen Anteile wurde offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die Pensionsrückstellungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Für die Abzinsung wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre unter Annahme einer pauschalen durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaft berücksichtigt. Bei der Bewertung kamen die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Zur Absicherung von Zinsrisiken werden derivative Finanzinstrumente in Form von Termin- / Optionsgeschäften oder Swaps eingesetzt. Soweit die Bildung von Bewertungseinheiten möglich ist und die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese nach § 254 HGB bilanziert.
Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief- bzw. -geldkurs umgerechnet.
Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit kleiner ein Jahr erfolgt zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag. Das Imparitätsprinzip wird in diesen Fällen gem. § 256a HGB nicht beachtet.
Die Folgebewertung der Vermögensgegenstände und Schulden in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt unter Beachtung des Imparitätsprinzips, so dass zum Abschlussstichtag bestehende Kursverluste aufwandswirksam berücksichtigt werden, Kursgewinne aber nicht.
Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel, (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Unter den Finanzanlagen werden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen ausgewiesen:
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Höhe des Eigenkapitals
in T€ |
Anteile vom Eigenkapital
% |
Ergebnis des Geschäftsjahres 01.10.2019 -
30.09.2020
in T€ |
Gehalten über Nr. | ||
| Direkte Beteiligungen: | |||||
| (1) | Solitec, Gesellschaft für technischen Produktvertrieb GmbH, Gräfelfing/München | 45 | 100,00% | 1 | |
| (2) | Honle UV France SARL, Bron/Lyon, Frankreich | 453 | 100,00% | 262 | |
| (3) | PrintConcept UV-Systeme GmbH, Kohlberg | 832 | 100,00% | 534 | |
| (4) | Eltosch Grafix GmbH, Pinneberg | 5.693 | 100,00% | 2.228 | |
| (5) | AGITA Holding AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz | 719 | 100,00% | 367 | |
| (6) | UV-Technik Speziallampen GmbH, Ilmenau | 6.545 | 100,00% | -465 | |
| (7) | Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Company Ltd., Shanghai, China | 225 | 100,00% | 41 | |
| (8) | Raesch Quarz (Germany) GmbH, Ilmenau | -2.777 | 100,00% | -540 | |
| (9) | Raesch Quarz (Malta) Ltd., Mosta, Malta | 362 | 100,00% | 310 | |
| (10) | TECINVENT GmbH, Schömberg | -22 | 35,00% | -11 | |
| (11) | Honle US Real Estate LLC, Torrington, USA | 1.560 | 100,00% | 45 | |
| (12) | Hönle Electronics GmbH, Dornbirn, Österreich | 112 | 51,00% | 9 | |
| (13) | GEPA Coating Solutions GmbH, Frickingen | -45 | 51,00% | -185 | |
| (14) | Luminez GmbH, Kirchheim b. Arnstadt | 513 | 51,00% | -32 | |
| (15) | STERIXENE SAS, Les Angles, Frankreich | 39 | 24,24% | -79 | |
| Indirekte Beteiligungen: | |||||
| (16) | Panacol AG, Regensdorf/Zürich, Schweiz | 957 | 100,00% | 330 | (5) |
| (17) | Panacol-Elosol GmbH, Steinbach/Ts. | 40.101 | 100,00% | 4.829 | (16) |
| (18) | Eleco Produits EFD, SAS, Paris, Frankreich | 1.436 | 99,96% | 273 | (16) |
| (19) | Eltosch Grafix America Inc., Batavia/Chicago, USA | 849 | 100,00% | 159 | (4) |
| (20) | Panacol-Korea Co., Ltd, Seongnam, Südkoreaa | 262 | 100,00% | 106 | (17) |
| (21) | Panacol-USA Inc., Torrington, USA | 360 | 71,36% | -232 | (16) |
| (22) | Metamorphic Materials Inc. Winsted, USA | 47 | 30,00% | 100 | (16) |
Die Eigenkapitalbeträge in Fremdwährung werden mit dem amtlichen Mittelkurs, die Jahresergebnisse in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.
In der Berichtsperiode kam es zu folgenden Änderungen bei den Beteiligungen:
| ― |
Im Dezember 2019 hat die Dr. Hönle AG 24,24 % der Anteile an der STERIXENE SAS, Les Angles, Frankreich erworben. Die STERIXENE SAS wird ab dem ersten Quartal 2019/2020 in den Konzernabschluss at equity einbezogen. |
| ― |
Im August 2020 hat die Dr. Hönle AG 51,00 % der Anteile an der Luminez GmbH, Kirchheim b. Arnstadt erworben. Die Luminez GmbH wird ab dem vierten Quartal 2019/2020 in den Konzernabschluss einbezogen. |
| ― |
Des Weiteren werden geleistete Anzahlungen für Beteiligungen in Höhe von TEUR 171 für die Anschaffungskosten beziehungsweise Anschaffungsnebenkosten von Anteilen ausgewiesen, bei denen der dingliche Rechtsübergang erst im Geschäftsjahr 2020/2021 erfolgt. |
Forderungsspiegel zum 30.09.2020
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Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€ |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
in T€ |
Gesamtbetrag
in T€ |
|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.178 | 0 | 3.178 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen | 4.247 | 23.508 | 27.755 |
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: 1.128 T€ | |||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 50 | 0 | 50 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.180 | 397 | 2.577 |
| Gesamtsumme | 9.655 | 23.905 | 33.560 |
Forderungsspiegel zum 30.09.2019
|
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€ |
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
in T€ |
Gesamtbetrag
in T€ |
|
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.327 | 0 | 2.327 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundene Unternehmen | 4.901 | 23.823 | 28.724 |
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: 1.882 T€ | |||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 54 | 0 | 54 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.243 | 21 | 1.264 |
| Gesamtsumme | 8.525 | 23.844 | 32.369 |
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio in Höhe von 7 T€ (Vj. 9 T€) enthalten.
Infolge von Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen immaterielle Vermögensgegenstände, Anteile an verbundenen Unternehmen, Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die als temporäre Differenzen einzuordnen sind, ergeben sich aktive latenten Steuern in Höhe von 970 T€ (Vj. 702 T€). Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragssteuersatz von 24,79%.
Das gezeichnete Kapital stellt sich wie folgt dar:
| Gezeichnetes Kapital gesamt | € | 6.062.930,00 |
| Rechnerischer Wert der eigenen Anteile | € | - 1.076,00 |
| Ausgegebenes Gezeichnetes Kapital | € | 6.061.854,00 |
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) ist in 6.062.930 nennwertlose Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Im Geschäftsjahr wurden 550.000 neue Aktien ausgegeben. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber.
Infolge der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB in der Fassung des BilMoG ist der rechnerische Wert (1 € je Aktie) der eigenen Aktien offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt worden. Der den rechnerischen Wert der eigenen Aktien übersteigende Teil der Anschaffungskosten wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet.
Der Vorstand wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2025 das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und / oder Sacheinlagen um bis zu 550 T€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020). Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ganz oder teilweise auszuschließen.
Der Gesamtwert der Kapitalrücklage wurde im Geschäftsjahr aufgrund der Ausgabe neuer Aktien um 25.960.000,00 € erhöht und beträgt nun 44.409.827,33 €. Die Kapitalrücklage betrifft geleistete Aufgelder aus Kapitalerhöhungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.
gesetzliche Rücklage
| Stand zum 30.09.2020 (unverändert zum Vj.) | € | 48.871,56 |
Die gesetzliche Rücklage übersteigt zusammen mit den Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB den zehnten Teil des Grundkapitals.
Andere Gewinnrücklagen
| Stand zum 30.09.2020 (unverändert zum Vj.) | € | 2.524.484,51 |
Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr 2019/2020 wie folgt:
| Stand zum 01.10.2019 | € | 30.248.021,73 |
| Jahresüberschuss 2019/2020 | € | 614.969,26 |
| Ausschüttung Dividende für das Geschäftsjahr 2018/2019 | € | - 4.409.483,20 |
| Stand zum 30.09.2020 | € | 26.453.507,79 |
Der Bestand der eigenen Aktien hat sich im Geschäftsjahr 2019/2020 gegenüber Vorjahr nicht geändert.
Zum 30.09.2020 befanden sich 1.076 Stück eigene Aktien im Bestand der Dr. Hönle AG (0,02 % des gezeichneten Kapitals). Die Anschaffungskosten betrugen insgesamt 8 T€, der durchschnittliche Stückpreis lag bei 7,77 €.
Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte im Wesentlichen zum Zweck der Schaffung einer Akquisitionswährung im Hinblick auf geplante Unternehmenserwerbe. Zudem besteht die Möglichkeit, die Aktien einzuziehen.
Gemäß § 71b AktG stehen der Dr. Hönle AG aus den eigenen Aktien keine Rechte zu. Insbesondere sind diese Aktien nicht stimm- und dividendenberechtigt.
Mit Wirkung zum 26. März 2019 hat die Hauptversammlung beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu ermächtigen, bis zum 31. Dezember 2023 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben.
Im Eigenkapital ist ein Betrag von 2.235 T€ (Vj. 1.874 T€) zur Ausschüttung gesperrt. Dieser Betrag resultiert in Höhe von 1.265 T€ (Vj. 1.172 T€) aus dem Unterschiedsbetrag zwischen den Ansätzen der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, abgezinst mit dem Marktzinssatz aus den letzten 10 Geschäftsjahren und abgezinst mit dem Marktzinssatz aus den letzten 7 Geschäftsjahren (§ 253 Abs. 6 Satz 2 HGB), und in Höhe von 970 T€ (Vj. 702 T€) aus der Aktivierung latenter Steuern (§ 268 Abs. 8 HGB).
Die Dr. Hönle AG gewährt ihren Mitarbeitern nach der Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen betriebliche Altersversorgung in Form von Direktzusagen. Für die Bewertung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) verwendet.
Es wurden folgende Annahmen und Parameter zugrunde gelegt:
| 2019/2020 | 2018/2019 | |
| Zinssatz (10-Jahres-Durchschnitt): | 2,42% | 2,82% |
| Zinssatz (7-Jahres-Durchschnitt): | 1,71% | 2,05% |
| Rentendynamik: | 1,60% | 1,60% |
| Gehaltstrend: | 0,00% | 0,00% |
Der Zuführungsbetrag 2019/2020 in Höhe von 1.289 T€ (Vj. 1.203 T€) setzt sich aus der Zinskomponente von 186 T€ (Vj. 179 T€), einem Ertrag aus Rückdeckungsversicherung von 26 T€ (Vj. 33 T€), die in den Zinsaufwendungen und -erträgen ausgewiesen werden, und aus dem Dienstzeitaufwand von 1.129 T€ (Vj. 1.056 T€), ausgewiesen im Personalaufwand, zusammen. Der sich im Geschäftsjahr 2010/2011 aus der Umstellung durch das BilMoG insgesamt ergebende Erhöhungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt 257 T€ und wurde wiederum im laufenden Geschäftsjahr mit 1/15 bzw. 18 T€ als Aufwand erfasst und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der zum 30.09.2020 nicht passivierte Rückstellungsbetrag beträgt somit 77 T€ (Vj. 95 T€).
Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen, die im Zusammenhang mit der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen stehen und an die Pensionsberechtigten verpfändet wurden und somit dem Zugriff der übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen sind (Planvermögen), in Höhe ihres beizulegenden Zeitwertes von 3.383 T€ (Vj. 2.887 T€) mit den betreffenden Pensionsrückstellungen saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von 1.497 T€ (Vj. 1.939 T€) Verpflichtungen aus dem Personalbereich. Hierzu gehören im Wesentlichen abgegrenzte Urlaubs-, Gleitzeit- und Weihnachtsgeldansprüche sowie Tantiemen- und Provisionsansprüche von Vorstand und Mitarbeitern. Die Verpflichtungen im Kreditorenbereich in Höhe von 707 T€ (Vj. 520 T€) setzen sich im Wesentlichen aus ausstehenden Eingangsrechnungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus bestehenden Mietverhältnissen, Kosten für den Jahresabschluss und die Steuererklärungen sowie Aufwendungen, die im Zusammenhang mit unseren Investor-Relation-Aktivitäten stehen, zusammen. In Höhe von 175 T€ (Vj. 200 T€) wurden Rückstellungen für Gewährleistungen und Gutschriften gebildet.
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Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€ |
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€ |
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€ |
Gesamtbetrag
in T€ |
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte
gesichert
in T€ |
Art und Form der Sicherheit | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.391 | 8.590 | 16.705 | 27.686 | 25.443 | Grundschulden |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 824 | 0 | 0 | 824 | 0 | keine |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.103 | 1.485 | 776 | 4.364 | 0 | keine |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.019 | 0 | 0 | 25.019 | 0 | keine |
| - davon aus Lieferungen und Leistungen: 162 T € (Vj. 164 T €) | ||||||
| - davon erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen: 44 T € (Vj. 122 T €) | ||||||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 34 | 0 | 0 | 34 | 0 | keine |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 384 | 0 | 0 | 384 | 0 | keine |
| - davon aus Steuern: T € 110 (Vj. 141 T €) | ||||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T € 18 (Vj. 14 T€) | ||||||
| Gesamtsumme | 30.755 | 10.075 | 18.190 | 58.311 | 25.443 |
|
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
in T€ |
Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren
in T€ |
Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
in T€ |
Gesamtbetrag
in T€ |
davon durch Pfandrechte und ähnliche Rechte
gesichert
in T€ |
Art und Form der Sicherheit | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.324 | 9.068 | 2.524 | 12.917 | 9.472 | Grundschulden |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 684 | 0 | 0 | 684 | 0 | keine |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.485 | 0 | 0 | 2.485 | 0 | keine |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 24.784 | 0 | 0 | 24.784 | 0 | keine |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 3 | 0 | 0 | 3 | 0 | keine |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 371 | 30 | 0 | 402 | 0 | keine |
| Gesamtsumme | 29.651 | 9.098 | 2.524 | 41.274 | 9.472 |
Derivative Finanzinstrumente und die entsprechenden Grundgeschäfte können als Bewertungseinheit betrachtet werden, wenn ein eindeutiger Sicherungszusammenhang nachgewiesen wird. In diesen Fällen wird das Grundgeschäft zu dem vertraglich vereinbarten Sicherungskurs bilanziert, ein separater Ausweis des derivativen Finanzinstrumentes erfolgt jedoch nicht.
Die Dr. Hönle AG hat derivative Finanzinstrumente in Form von micro hedges abgeschlossen, die in einem eindeutigen Sicherungszusammenhang stehen. Für die Dr. Hönle AG besteht daher kein bilanzierungspflichtiges Risiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des derivativen Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen.
Die abzusichernden Grundgeschäfte sind Bankdarlehen für
| • |
den Erwerb von 80% der Geschäftsanteile der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der Raesch Quarz (Malta) Ltd.: 250 T€ (ursprünglich 3.500 T€) mit einer 7-jährigen Laufzeit vom 25.03.2014 bis 31.03.2021 |
| • |
die Finanzierung der Renovierung eines erworbenen Gebäudes in den USA, welches an die Panacol-USA, Inc. (vormals Tangent Industries Inc.) vermietet wird: 88 T€ (ursprünglich 400 T€) mit einer 8-jährigen Laufzeit vom 15.07.2014 bis 30.06.2022 |
| • |
die Finanzierung der Grundstückskäufe in Gilching sowie der Neubauten eines Büro- und eines Lagergebäudes in Gilching: 30.100 T€ mit einer Laufzeit vom 31.12.2020 bis 30. Juni 2038 |
Das gesicherte Risiko ist die Veränderung des 3-Monats-EURIBOR-Zins. Die in diesem Zusammenhang abgeschlossenen PAYER-Zinsswaps dienen als Sicherungsinstrumente. Für die prospektive Beurteilung der Effektivität wird die Methode des "critical terms match" herangezogen. Bei Grund- und Sicherungsgeschäften stimmen alle bewertungsrelevanten Parameter überein, daher liegt eine perfekte Sicherungsbeziehung vor. Bei der retrospektiven Bewertung der Effektivität des Sicherungsinstrumentes kommt die finanzmathematische Methode "hypothetical derivative method" zur Anwendung, es ergibt sich eine Effektivität von 100%. Die Bewertungseinheit wird bilanziell nach der "Einfrierungsmethode" abgebildet. Danach werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert.
Zinsswap Darlehen Raesch:
Buchwert zum 30.09.2020: 0 T€
Beizulegender Zeitwert: -1 T€ (Vj. -10 T€)
Zinsswap Darlehen Panacol-USA (vormals Tangent):
Buchwert zum 30.09.2020: 0 T€
Beizulegender Zeitwert: -1 T€ (Vj. -3 T€)
Zinsswap Darlehen Grundstückskauf / Neubau Gebäude (Gilching):
Buchwert zum 30.09.2020: 0 T€
Beizulegender Zeitwert: -4.102 T€ (Vj. -3.744 T€)
Die Umsatzerlöse setzen sich - unterteilt nach geographischen Gesichtspunkten - wie folgt zusammen:
|
2019/2020
in T€ |
2018/2019
in T€ |
|
| Inland | 22.126 | 22.812 |
| Europäische Union | 6.249 | 8.649 |
| Übriges Ausland | 7.234 | 7.166 |
| Gesamt | 35.609 | 38.627 |
In der Position sonstige betriebliche Erträge sind 99 T€ (Vj. 75 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie weitere periodenfremde Erträge in Höhe von 53 T€ (Vj. 25 T€) erfasst. Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Fremdwährungsumrechnung entstandene Kursdifferenzen in Höhe von 4 T€ (Vj. 0 T€) enthalten.
In diesem Jahr ist in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen ein periodenfremder Aufwand in Höhe von 42 T€ (Vj. 50 T€) erfasst, sowie außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von 18 T€ (Vj. 18 T€). Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus dem sich im Rahmen der Umstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach BilMoG bei den Pensionsrückstellungen ergebenden anteiligen (1/15) Erhöhungsbetrag.
Zudem sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung in Höhe von 769 T€ im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung sowie ein Finanzzuschuss in Höhe von 1.700 T€ an ein verbundenes Unternehmen berücksichtigt.
Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung entstandene Kursdifferenzen in Höhe von 3 T€ (Vj. 2 T€) enthalten.
Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 1.170 T€ (Vj. 1.088 T€).
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 363 T€ (Vj. 310 T€).
Im Gesamtbetrag sind unter anderem die aus der Abzinsung von Rückstellungen entstandenen Aufwendungen in Höhe von 186 T€ (Vj. 179 T€) enthalten.
Nach § 251 und § 268 Abs. 7 HGB waren folgende Haftungsverhältnisse zu vermerken:
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 4.422 T€ | (Vj. 3.184 T€) |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen: 0 T€ (Vj. 0 T€) | ||
| - davon zugunsten verbundener Unternehmen: 4.422 T€ (Vj. 3.184 T€) |
Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit der ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der begünstigten Gesellschaft als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Weiterhin hat sich die Dr. Hönle AG für 24 Monate (bis zum 30. September 2022) zur Sicherstellung der Finanzierung der Raesch Quarz (Germany) GmbH verpflichtet. Hierfür kann die Raesch Quarz (Germany) GmbH das bestehende Cash-Pool-Konto bis zu einem Betrag von 19,6 Mio. € in Anspruch nehmen. Zum Bilanzstichtag hat die Raesch Quarz (Germany) GmbH davon bereits 17,8 Mio. € in Anspruch genommen. Mit der Inanspruchnahme des Differenzbetrages ist zu rechnen. Außerdem wird die Dr. Hönle AG Darlehen und sonstige Forderungen gegenüber der Raesch Quarz (Germany) GmbH in dem genannten Zeitraum nicht fällig stellen.
An sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zum 30.09.2020 zu nennen:
Verpflichtungen aus:
| im
Folgejahr
in T€ |
gesamt
in T€ |
|
| Leasingverträgen | 137 | 281 |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| Mietverträgen Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25 | 48 |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| Gebäudemietverträgen | 2.079 | 2.273 |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| Rahmenverträgen | 4.237 | 4.237 |
| - davon gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.409 | 1.409 |
| Gesamtbetrag | 6.478 | 6.839 |
| (Vorjahr | 7.448 | 8.565) |
Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Kauf von Anlagevermögen in Höhe von 7.666 T€.
Für das Geschäftsjahr 2019/2020 wurden vom Abschlussprüfer die folgenden Honorare berücksichtigt:
| Jahresabschlussprüfungsleistungen | 40 T€ |
| Konzernabschlussprüfungsleistungen | 77 T€ |
| Gesamt | 117 T€ |
Im Januar 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (www.hoenle.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Gemäß § 33 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Folgende Stimmrechtsmitteilungen wurden der Dr. Hönle AG als veröffentlichungspflichtigen Emittenten zum Stichtag 30.09.2020 übermittelt:
Herr Prof. Dr. Karl Hönle teilte der Dr. Hönle AG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 28.07.2005 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,95 % betrug.
Herr Dr. Hans-Joachim Vits teilte der Dr. Hönle AG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 25.04.2016 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 4,63 % (255.301 Stimmrechten) betrug.
Die Gerlin NV, Maarsbergen, Niederlande, teilte der Dr. Hönle AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 07.04.2017 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,04 % (277.767 Stimmrechte) betrug.
Die LOYS Investment S.A., Munsbach, Luxemburg teilte der Dr. Hönle AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 06.07.2020 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,96 % (163.375 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihr 2,96 % (163.375 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
Die Universal-Investment-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main, Deutschland, teilte der Dr. Hönle AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 27.03.2020 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,63 % (144.882 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihr 2,63 % (144.882 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
Die DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, teilte der Dr. Hönle AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 04.11.2019 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,97 % (164.006 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihr 2,97 % (164.006 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
Die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, teilte der Dr. Hönle AG mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 14.11.2019 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,14 % (173.133 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihr 3,14 % (173.133 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
Die Stichting Administratiekantoor Monolith, Amsterdam, Niederlande teilte der Dr. Hönle AG mit, dass deren Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 28.08.2020 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,87 % (174.248 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihr 2,87 % (174.248 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
Herr Kai Möhrle teilte der Dr. Hönle AG mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der Dr. Hönle AG am 28.08.2020 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 9,50 % (576.069 Stimmrechte) betrug. Davon werden ihm 9,50 % (576.069 Stimmrechte) nach § 34 WpHG zugerechnet.
| • |
Herr Norbert Haimerl, Diplom-Betriebswirt (FH), Vorstand für kaufmännische Funktionsbereiche, Investor Relations, Logistik, Qualitätsmanagement, einzelvertretungsberechtigt |
| • |
Herr Heiko Runge, Diplom-Ingenieur (FH), Vorstand für Vertrieb, Marketing, Public Relations, Technik, einzelvertretungsberechtigt |
Die Gesamtbezüge der Vorstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2019/2020 auf 1.650 T€ (Vj. 2.007 T€). Die Mitglieder des Vorstands sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten. Zusätzlich zu dem oben genannten Betrag wurden für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen Versorgungszahlungen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet. Die Rückstellung hierzu beträgt 251 T€ (Vj. 245 T€).
Die Versorgungsansprüche sind zum Bilanzstichtag mit einem Betrag von 3.383 T€ (Vj. 2.887 T€) durch die Rückdeckungsversicherung gedeckt.
| • |
Herr Prof. Dr. Karl Hönle, Dachau - Vorsitzender Diplom-Physiker, Geschäftsführer der Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, Mitglied im Senat der Wirtschaft |
| • |
Herr Günther Henrich, Schäftlarn Rechtsanwalt, selbständig |
| • |
Herr Dr. Bernhard Gimple, München Rechtsanwalt, selbständig |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in keinem Kontrollorgan anderer Unternehmen vertreten. Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019/2020 belaufen sich auf 135 T€ (Vj. 135 T€).
Die Forderung gegen die Dr. Hönle Medizintechnik GmbH, die unter maßgeblichem Einfluss eines Aufsichtsratsmitglieds steht, besteht aus einem Darlehen in Höhe von 405 T€ (Vj. 61 T€), welches insgesamt über einen Zeitraum von 65 Monaten bis 31.12.2025 läuft und mit 3 % p.a. verzinst wird. Es handelt sich um ein Annuitätendarlehen mit einer monatlichen Rate in Höhe von 7 T€.
Die Forderung gegenüber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats besteht aus einem Darlehen in Höhe von 75 T€ (Vj. 0 T€), welches insgesamt über einen Zeitraum von 49 Monaten bis 30.09.2024 läuft und mit 1 % p.a. verzinst wird. Es handelt sich um ein Annuitätendarlehen mit einer monatlichen Rate in Höhe von 1 T€ sowie einer Schlussrate über 30 T€.
Entwicklung dieser Forderungen:
|
Stand 01.10.2019
in T€ |
Zugang
in T€ |
Rückzahlungen
in T€ |
Stand 30.09.2020
in T€ |
|
| Darlehen Dr. Hönle Medizintechnik | 61 | 400 | 56 | 405 |
| Darlehen Prof. Dr. Hönle | 0 | 75 | 0 | 75 |
| 61 | 475 | 56 | 480 |
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 207 Mitarbeiter (Vj. 230) (ohne Vorstand) beschäftigt, die in folgenden Funktionsbereichen tätig waren:
| Vertrieb | 24 | (Vj. 24) |
| Forschung und Entwicklung | 28 | (Vj. 31) |
| Produktion, Service | 87 | (Vj. 102) |
| Logistik | 38 | (Vj. 43) |
| Verwaltung | 30 | (Vj. 30) |
| Gesamt | 207 | (Vj. 230) |
Mit Wirkung zum 1.Oktober 2020 erwarb die Dr. Hönle AG Anteile an vier weiteren Unternehmen. Die Sterilsystems GmbH mit dem Sitz in Österreich ist ein Unternehmen, das sich auf die UVC-Entkeimung von Luft und Oberflächen im Bereich der Lebensmittelindustrie spezialisiert hat. Die Umex GmbH ist ein Unternehmen mit einer breiten Produktpalette im Bereich Wasserentkeimung. Die Technigraf GmbH ist ein Spezialist für Förderbänder mit UV-Bestrahlungsmodulen für den Produktionseinsatz sowie für Testanlagen in Laboren. Die uv-technik meyer GmbH vertreibt Mitteldruckstrahler, Vorschaltgeräte und Sensorik und wurde mit Wirkung zum 1.Oktober 2020 auf die uv-technik Speziallampen GmbH verschmolzen.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 26.453.507,79 € wie folgt zu verwenden:
| Ausschüttung einer Dividende | € | 3.030.927,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € | 23.422.580,79 |
| Bilanzgewinn zum 30.09.2020 | € | 26.453.507,79 |
Gräfelfing, 18. Dezember 2020
Norbert Haimerl, Vorstand
Heiko Runge, Vorstand
Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|
01.10.2019
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
30.09.2020
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.286.923,31 | 173.960,28 | 0,00 | 0,00 | 3.460.883,59 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 7.544,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.544,00 |
| 3.294.467,31 | 173.960,28 | 0,00 | 0,00 | 3.468.427,59 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.811.377,22 | 7.201.788,04 | 0,00 | 244.494,27 | 14.257.659,53 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.354.828,27 | 92.794,50 | 0,00 | 0,00 | 3.447.622,77 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.465.356,06 | 505.888,88 | 0,00 | 0,00 | 5.971.244,94 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.866.692,61 | 10.689.616,79 | 0,00 | -244.494,27 | 16.311.815,13 |
| 21.498.254,16 | 18.490.088,21 | 0,00 | 0,00 | 39.988.342,37 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.026.085,45 | 801.958,95 | 521.408,95 | 0,00 | 31.306.635,45 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.000.000,00 | 500.000,00 | 6.250,05 | 0,00 | 1.493.749,95 |
| 3. Beteiligungen | 13.750,00 | 200.000,00 | 0,00 | 0,00 | 213.750,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen auf Beteiligungen | 0,00 | 170.907,39 | 0,00 | 0,00 | 170.907,39 |
| 5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 1.457.640,00 | 215.846,00 | 0,00 | 0,00 | 1.673.486,00 |
| 33.497.475,45 | 1.888.712,34 | 527.659,00 | 0,00 | 34.858.528,79 | |
| 58.290.196,92 | 20.552.760,83 | 527.659,00 | 0,00 | 78.315.298,75 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
01.10.2019
EUR |
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
30.09.2020
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.745.187,66 | 166.088,29 | 0,00 | 2.911.275,95 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.745.187,66 | 166.088,29 | 0,00 | 2.911.275,95 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 501.149,40 | 36.317,40 | 0,00 | 537.466,76 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.185.387,72 | 187.837,81 | 0,00 | 2.373.225,53 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.865.220,67 | 452.209,22 | 0,00 | 4.317.429,89 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 6.551.757,79 | 676.364,39 | 0,00 | 7.228.122,18 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 5.000,00 | 0,00 | 0,00 | 5.000,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen auf Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5.000,00 | 0,00 | 0,00 | 5.000,00 | |
| 9.301.945,45 | 842.452,68 | 0,00 | 10.144.398,13 | |
| Buchwerte | ||
|
30.09.2020
EUR |
30.09.2019
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 549.607,64 | 541.735,65 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 7.544,00 | 7.544,00 |
| 557.151,64 | 549.279,65 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.720.192,77 | 6.310.227,82 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.074.397,24 | 1.169.440,55 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.653.815,05 | 1.600.135,39 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 16.311.815,13 | 5.866.692,61 |
| 32.760.220,19 | 14.946.496,37 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 31.306.635,45 | 31.026.085,45 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.493.749,95 | 1.000.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 208.750,00 | 8.750,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen auf Beteiligungen | 170.907,39 | 0,00 |
| 5. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen | 1.673.486,00 | 1.457.640,00 |
| 34.853.528,79 | 33.492.475,45 | |
| 68.170.900,62 | 48.988.251,47 | |
Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Die Hönle Gruppe gliedert sich in die drei Geschäftsfelder Klebstoffe, Geräte & Anlagen sowie Glas & Strahler. Das Segment Klebstoffe beinhaltet Industrieklebstoffe für ein breites Anwendungsfeld unter anderem in der Elektronik, Medizintechnik, Optik und im Bereich Automotive. Die Geräte und Anlagen werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung, in der Oberflächenentkeimung sowie der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Das Segment Glas & Strahler umfasst Quarzglasrohre und -stäbe für die Halbleiter-, Glasfaser- und Lampenindustrie sowie Strahler für die Wasserentkeimung und die Trocknung von Beschichtungen und Klebstoffen. Die Dr. Hönle AG war zum 30.09.2020 an folgenden Gesellschaften direkt oder indirekt beteiligt:
| Name (jeweils in alphabetischer Reihenfolge) | Sitz |
| Segment Klebstoffe | |
| Agita Holding AG | Regensdorf/Zürich, Schweiz |
| Eleco Panacol - EFD, SAS | Gennevilliers/Paris, Frankreich |
| Hoenle UV Technology (Shanghai) Trading Ltd. | Shanghai, China |
| Metamorphic Materials Inc. 1, 2 | Winsted/Connecticut, USA |
| Panacol AG | Regensdorf/Zürich, Schweiz |
| PANACOL-ELOSOL GmbH | Steinbach/Taunus, Deutschland |
| Panacol-USA, Inc. | Torrington/Connecticut, USA |
| Panacol-Korea Co., Ltd. | Seongnam, Südkorea |
| Segment Geräte & Anlagen | |
| Eltosch Grafix America Inc. | Batavia/Chicago, USA |
| ELTOSCH GRAFIX GmbH | Pinneberg, Deutschland |
| GEPA Coating Solutions GmbH | Frickingen, Deutschland |
| Hönle Electronics GmbH | Dornbirn, Österreich |
| Honle US Real Estate LLC | Torrington/Connecticut, USA |
| Honle UV France S.à.r.l. | Lyon, Frankreich |
| Luminez GmbH | Kirchheim, Deutschland |
| PrintConcept UV-Systeme GmbH | Kohlberg, Deutschland |
| SOLITEC GmbH 2 | Gräfelfing/München, Deutschland |
| TECINVENT GmbH 1, 2 | Schömberg, Deutschland |
| Segment Glas & Strahler | |
| Raesch Quarz (Germany) GmbH | Ilmenau, Deutschland |
| Raesch Quarz (Malta) Ltd. | Mosta, Malta |
| uv-technik Speziallampen GmbH | Ilmenau, Deutschland |
1 Minderheitsbeteiligung; 2 nicht konsolidiert
Hönle ist eine international tätige Unternehmensgruppe mit 19 Tochtergesellschaften. Im Ausland hat Hönle eigene Standorte in jenen Ländern, die für das operative Geschäft eine Schlüsselposition einnehmen. Darüber hinaus verfügt sie über ein internationales Netz an Vertriebs- und Servicepartnern.
Hönle hat eigene Produktionsstandorte in Deutschland, Malta und den USA.
Für die nichtfinanzielle Erklärung nach den Vorgaben des § 289b in Verbindung mit § 315b HGB wird auf den gesonderten nichtfinanziellen Bericht verwiesen. Dieser wird im Internet auf der Webseite der Dr. Hönle AG unter https://www.hoenle.de/investoren/corporate-governance veröffentlicht.
Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, auf ein nachhaltiges Wachstum des Unternehmenswertes hinzuwirken. Dabei möchte die Hönle Gruppe auch ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt sowie gegenüber ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren gerecht werden. Hönle strebt die Festigung und den Ausbau ihrer Marktposition in ihren Kerngeschäftsfeldern an und setzt dabei insbesondere auf kundenspezifische Systemlösungen. Wir sehen uns als Partner unserer Kunden.
Das unternehmensinterne Managementsystem besteht im Wesentlichen aus regelmäßigen Vorstandsbesprechungen, einer monatlichen Analyse der Geschäftsentwicklung, der strategischen Unternehmensplanung, dem Qualitätsmanagement, der Investitions-, Personal- und Akquisitionsplanung, dem Risiko- und Chancenmanagement sowie dem Umweltmanagement. Der Vorstand berichtet regelmäßig an den Aufsichtsrat und tauscht sich, wann immer dies erforderlich ist, auch außerplanmäßig mit ihm aus.
Operatives Ziel des Hönle Managements ist es, die Umsätze, Ergebnisse und den Cashflow unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte nachhaltig zu steigern. Wichtige Finanzkennzahlen sind in diesem Zusammenhang die operativen Margen, insbesondere die EBIT-Marge. Hönle überwacht daher ständig die Entwicklung der Umsätze und der Aufwandsquoten und vergleicht diese mit der internen Planung. Großer Wert wird auch auf die Steigerung des operativen Cashflows der Hönle Gruppe gelegt.
Dieser Lagebericht geht insbesondere in den Kapiteln Geschäftsverlauf, Ertrags- und Finanzlage sowie Ausblick näher auf die einzelnen Steuerungsgrößen ein und erläutert Maßnahmen zur geplanten Entwicklung dieser Kennzahlen. Die Nichtfinanzielle Erklärung berichtet über soziale und ökonomische Belange. Die wichtigsten finanziellen Steuerungsgrößen des letzten Geschäftsjahres und ihre Veränderung gegenüber dem Vorjahr werden im Folgenden dargestellt:
| in T€ | 2019/2020 | 2018/2019 |
+/-
% |
| Umsatzerlöse | 93.876 | 107.747 | -12,9 |
| EBIT 1 | 8.099 | 17.003 | -52,4 |
| EBIT-Marge 2 | 8,7 % | 15,5 % | -43,9 |
| Konzernjahresergebnis | 5.605 | 12.396 | -54,8 |
1) Gewinn vor Zinsen und Steuern;
2) Verhältnis des Gewinns vor Zinsen und Steuern zur Gesamtleistung; Gesamtleistung ist die Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und aktivierten Eigenleistungen
Am 26. Mai 2020 fand die ordentliche Hauptversammlung der Dr. Hönle AG statt. Auf der Grundlage von § 1 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde diese als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre abgehalten. Fast 300 Aktionäre, und damit deutlich mehr als sonst üblich, folgten den Ausführungen des Vorstands. Sämtliche Beschlussvorschläge der Tagesordnung wurden mit großer Mehrheit angenommen. Hierzu gehörte auch die Ausschüttung einer Dividende von 0,80 € (Vj. 0,80 €) je dividendenberechtigter Aktie, was einer Ausschüttung von 4.409 T€ entspricht
Erstmalig in der Geschichte ist es 2020 in fast allen Ländern der Welt zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität gekommen. Als einzige große Volkswirtschaft kann China trotz des wirtschaftlichen Einbruchs zu Jahresbeginn für das Gesamtjahr voraussichtlich ein leichtes Wachstum verzeichnen.
Im Frühjahr 2020 führten weitgehende Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zu drastischen Einbußen bei der Produktion. Auch das öffentliche Leben kam fast vollständig zum Erliegen. Dies führte in vielen Ländern zu einer erheblichen Beeinflussung in weiten Bereichen der Wirtschaft. Mit der Lockerung der Restriktionen im Laufe des Jahres kam die Produktion teilweise wieder in Gang, das öffentliche Leben kehrte stellenweise zurück. Die Erholung ist jedoch nicht vollständig und aufgrund des von Land zu Land unterschiedlichen Infektionsgeschehens ungleich weit fortgeschritten.
Die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe war ab dem Frühjahr 2020 zunehmend geprägt von den Auswirkungen der weltweiten Corona-Pandemie. Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr 2019/2020 mit 93.876 T€ daher unter den Werten des Vorjahres von 107.747 T€. Das Betriebsergebnis ging von 17.003 T€ auf 8.099 T€ zurück. Von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie waren alle drei Segmente der Hönle Gruppe betroffen: Die Umsätze und Ergebnisse lagen hier deutlich unter denen des Vorjahres.
Die Umsatzerlöse im Segment Klebstoffe sanken von 33.894 T€ auf 28.573 T€. Dies entspricht einem Rückgang von 15,7 %. Das Betriebsergebnis des Segments fiel von 11.674 T€ im Vorjahr auf 7.313 T€ im Berichtsjahr.
Neben der schwachen konjunkturellen Lage wirkten sich insbesondere geringere Umsätze mit einem Großkunden aus dem Bereich Sensorik auf die Geschäftsentwicklung des Klebstoffsegments aus.
Hönle ist es gelungen, neue Geschäftsbeziehungen mit Technologie- und Weltmarktführern insbesondere im Bereich Consumer Electronics aufzubauen und damit die Abhängigkeit von Großkunden zu reduzieren. Die Umsätze mit diesen Kunden konnten die negativen Auswirkungen zum Teil kompensieren. In diesem Zusammenhang ist es erfreulich, dass heute alle großen Smartphone-Hersteller zu den Kunden von Hönle zählen. Im Zuge des geplanten Umsatzwachstums wurde die Personalstärke in den Bereichen Vertrieb und Entwicklung ausgebaut.
In Steinbach bei Frankfurt entstand ein neues Firmengebäude, welches gegen Ende das Jahres 2020 fertiggestellt wurde und derzeit bezogen wird. In dem neuen Gebäudekomplex, der deutlich größer als die bisherige Immobilie ist, werden zukünftig Klebstoffe und Vergussmassen entwickelt und produziert.
Im Segment Geräte & Anlagen ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 52.133 T€ auf 47.910 T€ zurück. Das Segmentbetriebsergebnis lag nach 3.471 T€ im Vorjahr bei 1.181 T€ im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Trotz einer deutlich spürbaren Investitionszurückhaltung im wichtigsten Absatzmarkt, der Druckindustrie, lagen die Umsätze mit Farbtrocknungssystemen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Dies ist auf den Ausbau der Geschäftsbeziehung zu einem führenden Druckmaschinenhersteller zurückzuführen.
Die Umsätze mit Geräten zur Klebstofftrocknung, mit Sonnensimulationsanlagen und Systemen zur Oberflächenentkeimung gingen dagegen gegenüber dem Vorjahr zurück.
Neu im Produktprogramm sind Luftentkeimungsgeräte, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingesetzt werden. Die Nachfrage nach Luftentkeimungsgeräten ist gegen Ende des Geschäftsjahres sprunghaft angestiegen. Die Auslieferung der Geräte begann im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres.
In Gilching bei München entsteht derzeit die neue Konzernzentrale der Hönle Gruppe, die aus zwei Gebäudekomplexen besteht. Das Logistikgebäude wurde im Oktober 2020 bezogen. Die Fertigstellung des Büro- und Produktionsgebäudes ist für August 2021 geplant.
Im Segment Glas & Strahler waren die negativen Auswirkungen der Pandemie besonders deutlich zu spüren. Der Segmentumsatz sank von 21.720 T€ auf 17.393 T€ und das Betriebsergebnis von 1.859 T€ auf -394 T€. Zu berücksichtigen ist hier, dass die Dr. Hönle AG der Raesch Quarz (Germany) GmbH einen Zuschuss von 1,7 Mio. Euro gewährte.
Der Umsatz- und Ergebnisrückgang ist insbesondere auf die Geschäftsentwicklung bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH zurückzuführen. Die schwächelnden Halbleiter- und Glasfasermärkte und die Reisebeschränkungen führten bei dieser Gesellschaft zu einem temporären Umsatzrückgang. Infolge der COVID-19-Pandemie ging die Nachfrage vor allem aus dem asiatischen Wirtschaftsraum deutlich zurück. Der Produktionsstandort der ehemaligen Aladin GmbH wurde von Rott am Inn nach Ilmenau verlagert. Am neuen Standort, der auf dem Betriebsgelände der uv-technik Speziallampen GmbH liegt, wurde ein Strahler-Kompetenzzentrum errichtet. Dort werden seit Anfang 2020 sowohl Nieder- als auch Mitteldruckstrahler gefertigt, die gemäß kundenspezifischen Vorgaben entwickelt und produziert werden. Im Zuge der Standortverlagerung wurde ein neues Betriebsgebäude errichtet, das zusätzlich Produktionskapazitäten für das geplante Wachstum unter anderem im Bereich Luft- und Ballastwasserentkeimung bietet. Die mit dem Umzug verbundene Verlagerung der Produktionsanlagen führte zu einer zeitweisen Beeinträchtigung der Produktionstätigkeit und zu Einmaleffekten, die den Personalaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwand erhöhten. Die Aladin GmbH wurde rückwirkend zum 01.10.2019 auf die uv-technik Speziallampen GmbH verschmolzen.
Die Umsätze im Inland lagen mit 34.496 T€ um 4,8 % unter dem Vorjahresniveau. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die schwächere Geschäftsentwicklung mit einem Großkunden im Bereich Consumer Electronics waren der wesentliche Grund für den Umsatzrückgang von 25,3 % auf 24.135 T€ in Asien. Die Umsätze im europäischen Ausland sanken um 9,2 % auf 24.199 T€ und in Nordamerika um 11,5 % auf 7.759 T€. Im übrigen Ausland gingen die Umsätze um 14,0 % auf 3.286 T€ zurück.
Die Ertragslage der Hönle Gruppe ist geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2019/2020 bei 93.876 T€ und damit 12,9 % unter dem Vorjahreswert. Der Anteil der Klebstoffumsätze am Gesamtumsatz ging zurück, was zu einer Erhöhung der Materialaufwandsquote von 33,6 % im Vorjahr auf 35,1 % im Berichtsjahr beitrug. Die Personalaufwandsquote stieg von 32,7 % auf 35,6 %. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ging hingegen von 16,6 % auf 14,6 % zurück. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf niedrigere Verkaufsprovisionen sowie die erstmalige Anwendung von IFRS 16 zurückzuführen. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank um 52,4 % auf 8.099 T€, was einer EBIT-Marge von 8,7 % (Vj. 15,5 %) entspricht. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag mit 7.846 T€ um 53,5 % und das Konzernergebnis mit 5.605 T€ um 54,8 % unter dem Vorjahreswert. Damit belief sich die Nettoumsatzrendite auf 6,0 % (Vj. 11,5 %). Das Ergebnis je Aktie fiel von 2,24 € auf 1,02 €. Der Vorjahreswert wurde an den gewichteten Durchschnitt der im Geschäftsjahr 2019/2020 im Umlauf befindlichen Stammaktien angepasst.
| in T€ | 2019/2020 | 2018/2019 |
+/-
% |
| Umsatzerlöse | 93.876 | 107.747 | -12,9 |
| Rohergebnis | 61.750 | 74.324 | -16,9 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 8.099 | 17.003 | -52,4 |
| EBIT-Marge in % | 8,7 | 15,5 | -43,9 |
| Vorsteuerergebnis (EBT) | 7.846 | 16.872 | -53,5 |
| Konzernjahresergebnis | 5.605 | 12.396 | -54,8 |
| Ergebnis je Aktie in € | 1,02 | 2,24 | -54,5 |
Die Hönle Gruppe erwirtschaftete einen operativen Cashflow von 16.608 T€ (Vj. 23.062 T€). Dabei führten die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu Mittelzuflüssen von 2.637 T€ und die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten zu Mittelabflüssen von 1.177 T€ bzw. 1.364 T€. Nach Zahlung von 415 T€ Zinsen und 8.959 T€ Ertragsteuern resultierte ein Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 7.234 T€ (Vj. 16.924 T€).
Die Investitionen sind mit 30.740 T€ auch gegenüber dem Vorjahr mit 19.136 T€ nochmals deutlich gestiegen. 26.811 T€ davon erfolgten für Bauvorhaben bei der Dr. Hönle AG, der PANACOL-ELOSOL GmbH und der uv-technik Speziallampen GmbH. Ferner enthielten sie unter anderem Investitionen in Fertigungsanlagen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH und der uv-technik Speziallampen GmbH.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 43.253 T€ (Vj. 4.682 T€) resultiert im Wesentlichen aus Mittelzuflüssen aus Immobiliendarlehen für die erwähnten Bauprojekte einerseits und Mittelabflüssen für Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 sowie die Ausschüttung von Dividenden. Darüber hinaus sind im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 25.741 T€ Mittelzuflüsse aus der Kapitalerhöhung enthalten.
Insgesamt stiegen die liquiden Mittel im Berichtsjahr um 19.598 T€. Im Vorjahr nahmen sie um 2.539 T€ zu.
| in T€ | 2019/2020 | 2018/2019 |
+/-
% |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 16.608 | 23.062 | -28,0 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 7.234 | 16.924 | -57,3 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -30.740 | -19.136 | 60,6 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 43.253 | 4.682 | 823,8 |
| Veränderung liquider Mittel | 19.598 | 2.539 | 671,8 |
Die Bauvorhaben der Hönle Gruppe, aber auch die erstmalige Anwendung von IFRS 16, wonach geleaste Vermögensgegenstände in der Bilanz auszuweisen sind, machten sich auch in der Vermögenslage der Hönle Gruppe deutlich bemerkbar: Die langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich von 71.877 T€ im Vorjahr auf 107.226 T€ zum 30.09.2020. Dabei stieg das Sachanlagevermögen, welches unter anderem die neuen Firmengebäude enthält, von 42.241 T€ auf 76.809 T€.
Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von 71.320 T€ auf 88.020 T€. Dabei erhöhten sich die liquiden Mittel vor allem im Zuge der Kapitalerhöhung von 14.577 T€ auf 34.175 T€. Die Vorräte lagen mit 35.246 T€ in etwa auf dem Vorjahresniveau von 35.895 T€.
Mit einer Eigenkapitalquote von 59,5 % und ausreichend liquiden Mitteln ist die Hönle Gruppe weiterhin solide finanziert.
Die Bauvorhaben zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit trugen außerdem auf der Passivseite der Bilanz maßgeblich zu einer Erhöhung der langfristigen Darlehen von 14.344 T€ auf 37.594 T€ bei. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stiegen aufgrund der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 von 144 T€ im Vorjahr auf 2.015 T€ im Berichtsjahr. Die Pensionsrückstellungen stiegen von 8.264 T€ im Vorjahr auf 8.820 T€ im Berichtsjahr, was im Wesentlichen auf das gesunkene Zinsniveau zurückzuführen ist. Die langfristigen Schulden erhöhten sich in Summe von 30.395 T€ auf 58.442 T€. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing stiegen aufgrund der Anwendung des IFRS 16 von 65 T€ zum 30.09.2019 auf 3.216 T€ zum 30.09.2020. Die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten erhöhten sich von 1.672 T€ auf 3.474 T€. Insgesamt beliefen sich die kurzfristigen Schulden auf 21.069 T€ (Vj. 23.630 T€).
Die Bilanzsumme stieg damit von 144.147 T€ zum 30.09.2019 auf 196.196 T€ zum 30.09.2020.
| in T€ | 30.09.2020 | 30.09.2019 |
+/-
% |
| Langfristige Vermögenswerte | 107.226 | 71.877 | 49,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 88.020 | 71.320 | 23,4 |
| Eigenkapital | 116.685 | 90.122 | 29,5 |
| Langfristige Schulden | 58.442 | 30.395 | 92,3 |
| Kurzfristige Schulden | 21.069 | 23.630 | -10,8 |
| Bilanzsumme | 196.196 | 144.147 | 36,1 |
Der Jahresabschluss der Dr. Hönle AG ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Der Lagebericht der Dr. Hönle AG und der Konzernlagebericht werden nach den Vorschriften des § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst.
Die Dr. Hönle AG ist ein börsennotiertes Technologieunternehmen mit Sitz in Gräfelfing bei München. Hönle entwickelt, produziert und vertreibt UV- und Infrarot-Systeme. Die Geräte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung eingesetzt. Darüber hinaus umfasst das Produktspektrum Sonnensimulations- und Beleuchtungsanlagen für industrielle Anwendungen. Neu im Produktprogramm sind UV-Luftentkeimungsgeräte, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie eingesetzt werden. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter, Tochtergesellschaften sowie selbstständige Partnerunternehmen. Darüber hinaus erbringt die Dr. Hönle AG Dienstleistungen für Tochterunternehmen in den Bereichen Produktion, IT und Verwaltung. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter sank von 230 im Vorjahr auf 207 im Berichtsjahr.
Die Geschäftsentwicklung der Dr. Hönle AG war insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres geprägt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Die Umsatzerlöse gingen um 7,8 % auf 35.609 T€ zurück. Dabei lagen die Umsätze mit Farbtrocknungssystemen trotz einer spürbaren Investitionszurückhaltung in der Druckindustrie nahezu auf Vorjahresniveau. Der Ausbau der Geschäftsbeziehung mit einem führenden Druckmaschinenhersteller konnte den Umsatzrückgang mit anderen Kunden annähernd kompensieren. Die Umsätze mit Geräten zur Klebstofftrocknung, mit Sonnensimulationsanlagen und Systemen zur Oberflächenentkeimung gingen gegenüber dem Vorjahr jedoch zurück.
Der Personalaufwand der Dr. Hönle AG sank um 10,9 % auf 13.159 T€, was einer Personalaufwandsquote von 37,4 % (Vj. 38,5 %) entspricht. Die Materialaufwandsquote lag mit 46,3 % um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert (Vj. 45,4 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 5.787 T€ auf 8.431 T€, was vor allem auf einen Zuschuss an die Raesch Quarz (Germany) GmbH in Höhe von 1.700 T€ und Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung stehen, zurückzuführen ist. Die Quote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich daher von 15,1 % auf 23,9 %. Das Betriebsergebnis lag mit -2.699 T€ unter dem Vorjahreswert von -225 T€. Die Dr. Hönle AG erzielte ein Finanzergebnis von 2.692 T€ (Vj. 2.534 T€), was überwiegend auf Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen ist. Nach Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 615 T€ (Vj. 2.141 T€).
Zur Erweiterung ihrer Geschäftsaktivitäten baut die Dr. Hönle AG ein neues Logistikgebäude sowie ein neues Produktions- und Verwaltungsgebäude in Gilching bei München. Das Sachanlagevermögen stieg in diesem Zusammenhang von 14.946 T€ auf 32.760 T€.
Zum 30.09.2020 lag der Wert der Vorräte bei 14.738 T€ und damit leicht unter dem des Vorjahres von 15.055 T€. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen von 32.369 T€ auf 33.560 T€. Sie enthalten überwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Zur Finanzierung des geplanten Wachstums führte die Dr. Hönle AG eine Kapitalerhöhung durch, welche einen Bruttoemissionserlös von 26.510 T€ erzielte. Die liquiden Mittel erhöhten sich insbesondere infolge der Kapitalerhöhung von 7.584 T€ auf 27.111 T€ zum Ende des Geschäftsjahres.
Die Dr. Hönle AG erhöhte im August 2020 ihr Grundkapital um 550.000 € auf 6.062.930 T€. Vor allem aufgrund dieser Kapitalerhöhung stieg das Eigenkapital der Dr. Hönle AG von 56.783 T€ auf 79.499 T€. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Firmengebäudes in Gilching erhöhte Hönle die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 12.917 T€ auf 27.686 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen, was im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Panacol-Elosol GmbH betraf, erhöhten sich leicht von 24.784 T€ auf 25.019 T€.
Die durchschnittliche Zahl der in der F&E-Abteilung beschäftigten Mitarbeiter ging von 31 auf 28 zurück. Damit arbeiteten 13,5 % der Mitarbeiter in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Die Aufwendungen für die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Dr. Hönle AG gingen von 2.459 T€ im Vorjahr auf 2.218 T€ im Berichtsjahr zurück.
Der durch die Corona-Pandemie verursachte konjunkturelle Abschwung scheint seinen Tiefpunkt erreicht zu haben, die Aussichten haben sich gebessert. Angesichts der weltweit steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen nimmt das Prognoserisiko jedoch wieder zu.
Die Dr. Hönle AG hat UV-Luftentkeimungsgeräte zur Reduzierung des Corona-Infektionsrisikos entwickelt. Die Nachfrage nach diesen Systemen wird nach Einschätzung des Vorstands im Geschäftsjahr 2020/2021 zu einer starken Umsatzsteigerung und einem deutlich positiven Ergebnis führen.
| in T€ | 2019/2020 | 2018/2019 |
+/-
% |
| Umsatzerlöse | 35.609 | 38.627 | -7,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 816 | 184 | 343,5 |
| Materialaufwand | 16.301 | 17.399 | -6,3 |
| Rohergebnis | 19.734 | 21.113 | -6,5 |
| Personalaufwand | 13.159 | 14.762 | -10,9 |
| Abschreibungen | 842 | 789 | 6,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.431 | 5.787 | 45,7 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -2.699 | -225 | -1.099,6 |
| Finanzergebnis | 2.692 | 2.534 | 6,2 |
| Steuern | 623 | -167 | 473,1 |
| Jahresüberschuss | 615 | 2.141 | -71,3 |
| Ergebnis je Aktie in € * | 0,11 | 0,38 | -71,1 |
* Der Vorjahreswert wurde an den gewichteten Durchschnitt der im Geschäftsjahr 2019/2020 im Umlauf befindlichen Stammaktien angepasst.
| in T€ | 30.09.2020 | 30.09.2019 |
+/-
% |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 557 | 549 | 1,5 |
| Sachanlagen | 32.760 | 14.946 | 119,2 |
| Finanzanlagen | 34.854 | 33.492 | 4,1 |
| Anlagevermögen | 68.171 | 48.988 | 39,2 |
| Vorräte | 14.738 | 15.055 | -2,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 33.560 | 32.369 | 3,7 |
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 27.111 | 7.584 | 257,5 |
| Umlaufvermögen | 75.409 | 55.009 | 37,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 298 | 255 | 16,9 |
| Aktive latente Steuern | 970 | 702 | 38,2 |
| Ausgegebenes Kapital | 6.062 | 5.512 | 10,0 |
| Kapitalrücklage | 44.410 | 18.450 | 140,7 |
| Gewinnrücklage | 2.573 | 2.573 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 26.454 | 30.248 | -12,5 |
| Eigenkapital | 79.499 | 56.783 | 40,0 |
| Rückstellungen | 7.027 | 6.896 | 1,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.686 | 12.917 | 114,3 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 824 | 684 | 20,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.364 | 2.485 | 75,6 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 25.019 | 24.784 | 1,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 34 | 3 | 1.033,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 384 | 402 | -4,5 |
| Verbindlichkeiten | 58.311 | 41.274 | 41,3 |
| Bilanzsumme | 144.848 | 104.954 | 38,0 |
In fast allen Ländern der Welt kam es 2020 zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Auch das öffentliche Leben kam temporär zum Erliegen. Mit der Lockerung der Restriktionen kam die Produktion wieder zusehends in Gang, das öffentliche Leben kehrte zurück.
Im Lagebericht über das Geschäftsjahr 2018/2019 hatte der Vorstand berichtet, dass er einen Umsatz von 105 bis 115 Mio. € und ein Betriebsergebnis von 17 bis 20 Mio. € für das Berichtsjahr erwartet. Dieses Umsatz- und Ergebnisziel konnte infolge der Corona-Pandemie nicht erreicht werden. Die Umsätze gingen im Geschäftsjahr 2019/2020 in allen Geschäftssegmenten deutlich zurück. Die Umsatzerlöse sanken um 12,9 % auf 93,9 Mio. € und das Betriebsergebnis um 52,4 % auf 8,1 Mio. €.
Im August 2020 führte die Dr. Hönle AG eine Kapitalerhöhung durch. Insgesamt floss dem Unternehmen ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 26,1 Mio. € aus dieser Kapitalerhöhung zu, was zu einer deutlichen Erhöhung der liquiden Mittel beitrug.
Die Hönle Gruppe ist mit 34,2 Mio. € liquiden Mitteln (Vj. 14,6 Mio. €) und 16,4 Mio. € freien Kreditlinien, die im Wesentlichen für die geplanten Bauvorhaben bestehen, solide finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen insbesondere aufgrund der Bauvorhaben von 16,0 Mio. € auf 41,0 Mio. €.
Um das geplante Wachstum darstellen zu können, investiert die Hönle Gruppe in neue Gewerbeimmobilien. Dies betrifft den Bau von neuen Firmengebäuden für die Dr. Hönle AG (Segment Geräte & Anlagen), die PANACOL-ELOSOL GmbH (Segment Klebstoffe) und die uv-technik Speziallampen GmbH (Segment Glas & Strahler). Die Gesamtinvestitionen erstrecken sich über einen Zeitraum von 2018 bis 2021 und belaufen sich auf etwa 55 Mio. €. Die Investitionen werden zum Großteil über langfristige Immobiliendarlehen finanziert. Die durchschnittliche Gesamtlaufzeit der Darlehen beträgt 17,5 Jahre. Die variabel verzinslichen Darlehen werden durch entsprechende Zinsswaps gegen Zinssatzschwankungen abgesichert.
Der Vorstand geht für die kommenden Jahre von einer starken Geschäftsentwicklung aus. Die Voraussetzungen sind gut, um das Umsatz- und Ergebnisniveau der Hönle Gruppe zukünftig deutlich auszubauen.
Bei der zukünftigen Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe wird der Life-Science-Markt eine bedeutende Rolle spielen. Hönle entwickelt UV-Luftentkeimungsgeräte zur Inaktivierung von SARS-CoV-2 Viren. Auch andere Krankheitserreger, wie andere Erkältungsviren, Bakterien und Pilzsporen, können mit diesen Geräten sicher und effizient abgetötet bzw. inaktiviert werden. Darüber hinaus wird das Produktspektrum an umweltfreundlichen Entkeimungslösungen für die Lebensmittelindustrie kontinuierlich ausgebaut. Zudem werden neue Technologien das bestehende Produktspektrum ergänzen und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten in der Wasser- und Oberflächenentkeimung bieten. Sowohl das Segment Geräte & Anlagen als auch das Segment Glas & Strahler werden von der geplanten Umsatzsteigerung im Life-Science-Markt profitieren.
Auch das Segment Klebstoffe bietet gute Wachstumsperspektiven. Es konnten neue Kunden im Consumer-Electronics-Markt gewonnen werden, zudem laufen vielversprechende Projekte unter anderem im Bereich Elektromobilität.
Auch wenn die Entwicklung der Hönle Gruppe aufgrund der Corona-Pandemie im Geschäftsjahr 2019/2020 nicht zufriedenstellend war, ist der Vorstand vor allem aufgrund der oben beschriebenen Wachstumsaussichten mit der Lage des Konzerns zufrieden.
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Hönle Gruppe lagen nach 6.087 T€ im Vorjahr bei 5.969 T€ im Berichtsjahr. Die durchschnittliche Zahl der in den F&E-Abteilungen beschäftigten Mitarbeiter ging von 87 auf 86 zurück. Insgesamt arbeiteten damit 14,7 % (Vj. 14,1 %) der Mitarbeiter in Forschung & Entwicklung. Nachfolgend wird eine Auswahl der Aktivitäten im Bereich F&E im letzten Geschäftsjahr dargestellt:
Die PANACOL-ELOSOL GmbH hat unter anderem den wärmeleitfähigen Klebstoff Elecolit® 6607 für hitzeempfindliche Bauteile entwickelt. Der Klebstoff zeichnet sich durch exzellente Metallhaftung aus und ist elektrisch isolierend. Da er schon bei niedrigen Temperaturen aushärtet, können auch hitzeempfindliche Bauteile miteinander verbunden werden. Nach der Trocknung leitet der hellgraue Klebstoff Wärme hervorragend ab. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet sich Elecolit® 6607 beispielsweise zum Verkleben von Metallbauteilen und Kühlkörpern auf elektrischen Leiterplatten.
Neben unterschiedlichen Geräten für die Luft- und Oberflächenentkeimung wurde das SteriWhite Air 115 für eine wirksame Desinfektion der Raumluft entwickelt. Das Gerät eignet sich für den Einsatz in Wartebereichen bei Ärzten, in Kindergärten und Schulen, Altersheimen sowie in der Hotellerie und Gastronomie u. v. m. Die spezielle Ausführung gewährleistet eine zuverlässige Abschirmung des UVC-Lichtes. Das hochwertige pulverbeschichtete Gerät ist mit high efficiency UVC-Strahlern und leistungsstarken, sehr leisen Ventilatoren ausgestattet. Das UVC-Licht des SteriWhite Air wird von den Zellen absorbiert, führt zur Inaktivierung der Viren, Bakterien und Pilzsporen und geht damit über die Wirksamkeit bei SARS-CoV-2-Viren hinaus.
Die uv-technik Speziallampen GmbH präsentierte auf der Aquatech wegweisende UV-Komponenten für einen nachhaltigen Umweltschutz. Die Gesellschaft beliefert Spezialisten in aller Welt, deren Anlagen erfolgreich zur Aufbereitung von Trinkwasser, Ballastwasser und Schwimmbadwasser eingesetzt werden. Auf der Aquatech zeigte der UV-Spezialist UVC-LEDs und eine innovative Smarttouch-Panelsteuerung. Letztere verbindet alle UV-Komponenten zu einer Einheit. Die Steuerung reagiert auf sich ändernde Umgebungsbedingungen, wie eine Veränderung der Wassertransmission oder den Verlust der UV-Leistung, und regelt das UV-System perfekt aus.
Der permanente Erfahrungsaustausch mit Kunden und Interessenten ist für den Erfolg der Hönle Gruppe von zentraler Bedeutung. Ferner arbeitet Hönle eng mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und führenden Unternehmen bei der Entwicklung neuer Verfahren und Produkte zusammen. Darüber hinaus ist die Hönle Gruppe Mitglied in mehreren Interessenverbänden und Organisationen (Auszug alphabetisch).
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
DFTA Flexodruck Fachverband e.V.
DVS Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.
EWPA European Waterless Printing Association e. V.
FGD Forschungsgesellschaft Druckmaschinen e.V.; im VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
FOGRA Forschungsgesellschaft Druck e.V.
Industrieverband Klebstoffe e.V.
POLYGRAPH Leipzig e.V.
VCI Verband der Chemischen Industrie e.V.
Mit der Einführung des Umweltmanagementsystems verstärkt Hönle ihre Bemühungen um einen effektiven und nachhaltigen Umweltschutz. Die Dr. Hönle AG hat seit 2018 ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem nach ISO 14001.
Die UV-Technik ist eine der Kernkompetenzen der Hönle Gruppe. Hönle UV-Trockner werden in unterschiedlichsten Druck- und Beschichtungsanwendungen eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen thermischen Trocknungsverfahren zeichnen sich UV-Verfahren meist durch eine deutlich bessere Umweltverträglichkeit aus. Für den Einsatz moderner UV-Trockner spricht eine gegenüber herkömmlichen Infrarot- und Heißlufttrocknern günstigere Energiebilanz. Darüber hinaus reduzieren die hohe Qualität und Kratzfestigkeit der Endprodukte Reparaturarbeiten aufgrund mechanischer Belastungen.
Der Einsatz der UV-Technologie ermöglicht es zudem, erhebliche Mengen an umweltschädlichen Lösungsmitteln einzusparen. Die Bundes-Immissionsschutzverordnung begrenzt die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (Volatile Organic Compounds = VOC). Die Verwendung von UV-Farben und -Lacken ist eine Möglichkeit, den Vorgaben dieser Richtlinie zu entsprechen. Der Prozess zur weiteren Begrenzung von Emissionen, beispielsweise in Form der VOC- und der NEC-Richtlinie (der Richtlinie über nationale Emissionshöchstmengen), geht länderübergreifend weiter. Daher ergeben sich auch zukünftig gute Chancen für die weitere Verbreitung der UV-Technologie in den Bereichen Druck, Lackierung und Beschichtung.
Neben UV-Entladungslampen bietet Hönle ein immer größer werdendes Sortiment an UV-LED-Systemen an. Durch den Einsatz der LED-Technik lässt sich die ohnehin schon gute Energiebilanz der UV-Technologie nochmals steigern. Im Vergleich zu herkömmlichen Entladungslampen haben LED-Lampen einen geringeren Stromverbrauch und zugleich eine deutlich höhere Lebensdauer. Mit ihren kompakten Abmessungen und der flexiblen Anordnung lassen sie sich an jede Anwendung ideal anpassen.
Aus diesen Gründen investiert die Hönle Gruppe sowohl in Fertigungsanlagen als auch in Entwicklungs- und Produktionsmitarbeiter für innovative UV-LED-Systeme.
Ein weiterer Geschäftsbereich der Hönle Gruppe ist die Trinkwasser- und Abwasserentkeimung sowie die Behandlung von Ballastwasser auf Schiffen. Die ultravioletten Strahlen stellen sehr hohe Keimabtötungsraten sicher. Der Einsatz von Chemie wird minimiert oder kann vollkommen unterbleiben. So werden beispielsweise am Abfluss von Kläranlagen Mikroorganismen ohne Chemikalien umweltverträglich abgetötet. Mithilfe der UV-Technik werden Gewässer geschützt und deren Selbstreinigungskräfte erhalten oder wiederhergestellt.
Im Jahr 2017 trat das internationale Ballastwasser-Übereinkommen in Kraft, welches in nationalen Gesetzen umgesetzt wird, in Deutschland beispielsweise im Ballastwasser-Gesetz. Das Abkommen regelt das Ballastwassermanagement in der Seeschifffahrt. Die uv-technik Speziallampen GmbH bietet geeignete UV-Systeme für die Wasserentkeimung auf Schiffen an. Diese stellen eine umweltfreundliche Alternative zur chemischen Behandlung von Ballastwasser dar. Nach dem jüngsten Beschluss des Ausschusses für den Schutz der Meeresumwelt (Maritime Environment Protection Committee, MEPC) und der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (International Maritime Organisation, IMO) müssen alle betroffenen Schiffe bis spätestens 2023 mit Systemen zur Behandlung ihres Ballastwassers ausgestattet sein. Damit soll der weltweiten Verschleppung von gebietsfremden Arten durch die Aufnahme und die Abgabe von Ballastwasser in der Schifffahrt Einhalt geboten werden.
Auch im Bereich der Oberflächendesinfektion wird die UV-Entkeimung seit Jahrzehnten weltweit erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in der Lebensmittelindustrie. Sie besitzt zahlreiche Vorteile gegenüber chemischen Desinfektionsmethoden. So werden der Transport und die Lagerung, vor allem aber auch die Entsorgung von Chemikalien überflüssig. Die Bildung gesundheitlich bedenklicher Desinfektionsnebenprodukte unterbleibt. Und schließlich werden auch ästhetische Merkmale, wie der Geschmack, der Geruch oder die Farbe der Lebensmittel, nicht beeinträchtigt.
Im Bereich Industrieklebstoffe trägt die Hönle Gruppe ebenfalls zum Umweltschutz bei. Neben den gängigen Klebstoffen umfasst das Produktspektrum auch UV- und lichthärtende Klebstoffe, bei denen die Trocknung ohne Emission von Lösungsmitteln erfolgt. Die Klebstoffe reagieren auf die Bestrahlung, die Moleküle vernetzen sich und härten in Sekunden aus - der Einsatz von Lösungsmitteln entfällt. UV- und lichthärtende Klebstoffe zeichnen sich daher durch eine gute Umweltverträglichkeit aus.
Die Raesch Quarz (Germany) GmbH stellt hochwertige Quarzglasprodukte für industrielle Anwendungen her. In Hochöfen entstehen aus unterschiedlichen Quarzsandgemischen Produkte für die weiterverarbeitende Industrie. Die Kunden kommen unter anderem aus der Beleuchtungs-, Halbleiter-, Automobilzuliefer-, Glasfaser- und Wasseraufbereitungsindustrie. Zum Schmelzen des Sandes werden hohe Temperaturen benötigt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf für diesen Schmelzvorgang.
Im Sinne eines nachhaltigen, umweltbewussten Handelns führte Raesch Quarz (Germany) ein zertifiziertes Energiemanagementsystem (EnMS) ein. Das Energiemanagement erfolgt nach einem systematischen Ansatz auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 50001. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies bringt aber nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So werden zur Senkung des Energieverbrauchs seit 2014 hochwertige Isolationsgranulate an den energieintensiven Schmelzöfen der Raesch Quarz (Germany) GmbH eingesetzt..
Die nach § 289f und § 315d HGB abzugebende Erklärung zur Unternehmensführung ist im Corporate-Governance-Bericht enthalten. Sie steht auch im Internet unter www.hoenle.de zur Verfügung.
Angaben gemäß §§ 289a und 315a HGB
Zu Nr. 1: Die Dr. Hönle AG führte im August 2020 eine Kapitalerhöhung durch. Das Grundkapital stieg damit um 550.000 € auf 6.062.930 €, aufgeteilt in 6.062.930 nennwertlose Inhaberaktien. Jede Aktie verfügt über ein Stimmrecht, Aktien mit Sonderrechten bestehen nicht. Weitere Einzelheiten zum Grundkapital werden im Anhang im Kapitel Eigenkapital erläutert.
Zu Nr. 3: Gemäß § 33 Abs. 1 WpHG müssen Aktionäre wesentliche Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen melden. Der Dr. Hönle AG sind keine Aktionäre bekannt, die einen Anteil von über 10 % an der Dr. Hönle AG halten.
Zu Nr. 6: Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren. Jede Satzungsänderung der Gesellschaft bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung.
Zu Nr. 7: Vorstand und Aufsichtsrat sollen auch künftig in der Lage sein, genehmigtes Kapital insbesondere zum Erwerb von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen und sonstigen Wirtschaftsgütern sowie zur Stärkung der Eigenmittel der Gesellschaft einzusetzen. Daher hat die Hauptversammlung vom 26.05.2020 den Vorstand bis zum 25.05.2025 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien um bis zu 550.000 € zu erhöhen. Ferner hat die Hauptversammlung vom 26.03.2019 die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 31.12.2023 bis zu 551.293 eigene Aktien zu erwerben.
Zu Nr. 8: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht zu kündigen und sein Amt niederzulegen.
Zu Nr. 9: Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG hat der Vorstand das Recht auf Erhalt einer Abfindung.
Weitere Einzelheiten zu § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB sind im nachfolgenden Vergütungsbericht erläutert.
Zum 30.09.2020 waren 582 Mitarbeiter in der Hönle Gruppe beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter liegt damit leicht unter der des Vorjahres von 590. 60 Mitarbeiter arbeiteten in Teilzeit, was einer Quote von 10,3 % der Beschäftigten entspricht.
Die Fluktuationsquote sank von 12,7 % im Vorjahr auf 8,3 % im Berichtsjahr.
Der Personalaufwand belief sich auf 33.219 T€, nach 35.812 T€ im Vorjahr.
Zur Gewährleistung eines hohen Qualifikationsniveaus bei ihren Mitarbeitern investiert Hönle kontinuierlich in die Aus- und Weiterbildung. Hierfür wird sowohl auf interne Experten aus den jeweiligen Fachbereichen als auch auf externe Einrichtungen zurückgegriffen. Im Geschäftsjahr 2019/2020 lagen die Aufwendungen für Personalaus- und -weiterbildung bei 581 T€ (Vj. 610 T€).
Hönle investiert in die Berufsausbildung, um den künftigen Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken zu können: 35 junge Menschen absolvierten zum 30.09.2020 eine Ausbildung in der Unternehmensgruppe (Vj. 39). Die Hönle Gruppe bildet derzeit u. a. Industriekaufleute, Fachinformatiker, Chemielaboranten, Elektriker, Industriemechaniker und Fachkräfte für Lagerlogistik aus.
| Mitarbeiter nach Segmenten | 30.09.2020 | 30.09.2019 |
+/-
% |
| Geräte & Anlagen | 257 | 274 | -6,2 |
| Glas & Strahler | 195 | 198 | -1,5 |
| Klebstoffe | 130 | 118 | 10,2 |
| gesamt | 582 | 590 | -1,4 |
|
Personalaufwand
in T€ |
2019/2020 | 2018/2019 |
+/-
% |
| Löhne und Gehälter | 26.694 | 29.331 | -9,0 |
| soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung | 6.525 | 6.481 | 0,7 |
| gesamt | 33.219 | 35.812 | -7,2 |
Als ein führendes Technologieunternehmen ist die Hönle Gruppe zahlreichen regulatorischen, technologischen und markttechnischen Veränderungen ausgesetzt. Die Erkennung und Nutzung der sich aus den Veränderungen ergebenden Chancen ist Grundlage für den unternehmerischen Erfolg von Hönle.
Die Risikopolitik der Dr. Hönle AG orientiert sich an den unternehmerischen Zielen eines nachhaltigen Wachstums und einer Steigerung der Unternehmensergebnisse, um damit zu einer Erhöhung des Unternehmenswertes beizutragen. Unternehmerischen Chancen stehen meist auch Risiken gegenüber, die es gilt, frühestmöglich zu erkennen und zu bewerten. Durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen sollen mögliche negative Auswirkungen begrenzt werden, um somit eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern.
Die Dr. Hönle AG verfügt über ein formalisiertes Risikomanagementsystem zur Überwachung der Risiken. Die in einem Handbuch dokumentierten Grundsätze definieren, wie mit Risiken umzugehen ist. In Abwägung der potenziellen Schadenshöhe, der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Schadensfalls, aber auch der dabei bestehenden Chancen für das Unternehmen wird festgelegt, ob das Risiko vermieden, reduziert, übertragen oder akzeptiert werden soll. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird den Kategorien "gering", "mittel" oder "hoch" zugeordnet. Für die Einschätzung der Chancen und Risiken gilt ein mittelfristiger Betrachtungszeitraum von zwei bis drei Jahren.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgten bei gegebenem Anlass Risikomeldungen an den Risikomanager (Risikoidentifikation). Im Rahmen einer vorgegebenen Skala zur Bewertung der potenziellen Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit wurden sämtliche Risiken beurteilt (Risikobewertung).
Notwendige Maßnahmen wurden, wann immer dies nötig war, festgelegt und eingeleitet (Risikosteuerung). Ferner wurden im Abstand von drei Monaten Risikobesprechungen mit den zuständigen Risikoverantwortlichen durchgeführt, die Risikosituation analysiert und Maßnahmen überwacht (Monitoring).
Der Vorstand der Dr. Hönle AG wird in regelmäßigen Abständen über die aktuelle Risikosituation der Unternehmensgruppe informiert und zusätzlich bei Erreichen definierter Risikoschwellen über Einzelrisiken umgehend in Kenntnis gesetzt. Sämtliche Zuständigkeiten, Grundsätze und Vorgehensweisen wurden in einem Risikomanagementhandbuch dokumentiert und alle Risikomeldungen auf standardisierten Formularen erfasst (Risikodokumentation).
Nachfolgend werden Risiken beschrieben, die mittlere oder hohe nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hönle Gruppe haben könnten. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Wahrscheinlichkeit des Eintretens nachfolgend genannter Risiken von der Hönle Gruppe als gering eingestuft wird. Das Risiko einer erneuten konjunkturellen Abkühlung infolge der Corona-Pandemie kann derzeit schwer eingeschätzt werden, stellt aktuell jedoch das größte Risiko für die Hönle Gruppe dar. Die Reihenfolge der dargestellten Risiken innerhalb der nachfolgenden Kategorien spiegelt die gegenwärtige Einschätzung des relativen Risikomaßes in abnehmender Reihenfolge wider. Sie bietet somit einen Anhaltspunkt für die Bedeutung dieser Risiken für die Hönle Gruppe, soweit dies in jedem Einzelfall möglich ist. Zusätzliche Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir derzeit als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten ebenfalls negativ beeinflussen. Sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die nachfolgenden Risiken auf alle Segmente. Aus heutiger Sicht bestehen folgende interne und externe Chancen und Risiken für die Hönle Gruppe:
Die Wirtschaft ist im Jahr 2020 in vielen Ländern der Welt so stark eingebrochen wie niemals zuvor. Erstmalig in der Geschichte wirkte sich eine Pandemie so schnell und so stark auf die wirtschaftliche Aktivität aus. Mit dem Beginn der wirtschaftlichen Lockerungen im Mai 2020 wurde der konjunkturelle Tiefpunkt zwar durchschritten, doch ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie gehört derzeit zu den größten Risiken für eine konjunkturelle Wiederbelebung.
Eine erneute deutliche konjunkturelle Abkühlung würde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe beeinträchtigen. Hönle begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung, um auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Gleichzeitig bietet die Corona-Pandemie auch Chancen für die Hönle Gruppe. Hönle entwickelt und vertreibt UV-Luftentkeimungsgeräte, die SARS-CoV-2-Viren und andere Keime in der Raumluft sicher und effizient abtöten. Das zunehmende Interesse an dem Thema Lufthygiene bietet ein erhebliches Wachstumspotenzial für die Hönle Gruppe.
Marktrisiken gehen auch von sich verändernden Rahmendaten, wie etwa Rohstoffpreisen, aus. In Abhängigkeit von der Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preiserhöhungen kommen. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Warenpreisrisiken entschieden. Ein Rückgang der Energie- und vieler Rohstoffpreise würde die Ergebnisentwicklung der Hönle Gruppe hingegen positiv beeinflussen.
Darüber hinaus gehen Risiken von sich verändernden internationalen Vorschriften und Gesetzen aus, insbesondere in Deutschland und der EU, beispielsweise bei der Verwendung von Rohstoffen oder Inhaltsstoffen. Die Errichtung von Handelsbarrieren und zunehmende geopolitische Spannungen könnten sich negativ auswirken. Der Handelskonflikt der USA mit China und der EU kann zu weiter steigenden Zöllen und zu einer Erhöhung der Preise für bezogene Waren führen und darüber hinaus auch die globale Wachstumsdynamik beeinflussen.
Gleichzeitig ergeben sich Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen - etwa infolge der Vereinbarung von Handelsabkommen oder aufgrund des Ballastwasser-Übereinkommens, welches sich positiv auf die Nachfrage nach Produkten der Hönle Gruppe und damit auf die wirtschaftliche Entwicklung von Hönle auswirken kann.
Unternehmen der Hönle Gruppe erhalten Zuschüsse zu Investitionen oder Entwicklungsprojekten aus öffentlichen oder privaten Quellen. Diese Zuschüsse sind teilweise an zukunftsbezogene Voraussetzungen gebunden. Es besteht daher das Risiko, dass etwa bei Planabweichungen Teile von Zuschüssen zurückzuzahlen sind. Vorstand und Geschäftsführung kontrollieren regelmäßig die Einhaltung der Kriterien, um solche Risiken zu minimieren beziehungsweise angemessen darauf reagieren zu können.
Der Verlust von Großkunden könnte zu einem Umsatzrückgang führen. Hönle begegnet diesem Risiko, indem die Gesellschaft Großkunden intensiv beobachtet und dabei auch ihre finanzielle Leistungsstärke permanent überprüft. Die Zufriedenheit der Key Accounts wird ständig überwacht. Ferner führt der Ausbau des Kundenstamms in wirtschaftlich voneinander entkoppelten Zielbranchen zu einer besseren Risikostruktur. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Großkunden stellt demgegenüber eine gute Basis dar, um die Geschäftsaktivitäten auszuweiten und auch zukünftig mit starken Partnern weiter zu wachsen.
Es ist nicht auszuschließen, dass einzelne Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen in Zukunft nicht oder nicht termingerecht nachkommen können. Insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie könnte sich die Liquiditätssituation wichtiger Geschäftspartner verschlechtern, was zu einem erhöhten Ausfallrisiko führen könnte. Die Kunden der Hönle Gruppe zeichnen sich bisher jedoch durch ein gutes Zahlungsverhalten aus. Hönle passt die Zahlungskonditionen den Bonitäten bedarfsgerecht an.
Die Einführung neuer Produkte oder Technologien könnte dazu führen, dass bestehende Produkte der Gesellschaft nicht mehr marktfähig sind. Der Erfolg der Hönle Gruppe hängt daher davon ab, Marktentwicklungen rechtzeitig zu erkennen und fortlaufend neue Produkte zu entwickeln und anzubieten. Gleichzeitig birgt ein technologischer Wandel die Chance, mit innovativen Produkten neue Absatzmärkte zu erschließen. In der Vergangenheit ist es der Hönle Gruppe gelungen, Marktentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu ihrem Vorteil zu nutzen.
Wie andere Unternehmen unterliegt auch die Hönle Gruppe informationstechnischen Risiken. Die IT-Systeme bilden die Basis für nahezu alle betrieblichen Vorgänge. Um die Geschäftsprozesse vor IT-Risiken zu schützen, wurden Strukturen geschaffen, die mögliche Schäden verhindern und eine hohe Prozesssicherheit gewährleisten sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme von großer Bedeutung. Die betrieblichen Lösungen in der Zugangskontrolle, den umfangreichen Schutzsystemen, in der Datensicherung und im Störungsmanagement gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit der informationstechnischen Infrastruktur. Regelmäßige Analysen und Kontrollen der IT-Systeme sowie ein konsequentes Sicherheitsmanagement gewährleisten ein angemessenes Sicherheitsniveau.
Auch wenn dies bisher nicht eingetreten ist, könnte die Stromversorgung über einen längeren Zeitraum ausfallen. Ein länger anhaltender Stromausfall hätte bei der Raesch Gruppe zur Folge, dass ein erheblicher Schaden an den technischen Einrichtungen entsteht und der Produktionsprozess unterbrochen wird. Sofern sich das Risiko-Kosten-Verhältnis in einem darstellbaren Rahmen bewegt, wird die Raesch Gruppe neben dem bestehenden Versicherungsschutz weitere Absicherungsmaßnahmen einleiten.
Hönle steht im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte. Insbesondere der Markt für Facharbeiter und Ingenieure ist umkämpft. Die Attraktivität des Arbeitgebers ist von großer Bedeutung bei der Entscheidungsfindung der Bewerber. Hönle legt daher Wert auf ein gutes Betriebsklima, gezielte Weiterbildungsmaßnahmen und bietet vielversprechende berufliche Perspektiven. Ferner arbeitet Hönle eng mit ausgewählten Hochschulen zusammen und bietet Bachelor- und Masterarbeiten sowie Praktika an. Auch über die eigene Berufsausbildung wirkt Hönle dem Fachkräftemangel entgegen. Die Ausbildungsangebote im gewerblichen Bereich wurden in den letzten Jahren zudem deutlich ausgebaut. Insgesamt ist Hönle für den zunehmenden Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt gut gerüstet.
Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen der Erfolg des Unternehmens zumindest auf kürzere Sicht abhängt. Hönle versucht daher, ihre Mitarbeiter durch umfangreiche Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, sodass die Auswirkungen durch den unerwarteten Ausfall eines Mitarbeiters minimiert werden.
Finanzrisiken beinhalten Risiken, die mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Rahmendaten etwa bei Wechselkursen und Zinsen einhergehen. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Es ist davon auszugehen, dass steigende Kurswerte des Euro sich negativ auf die Exportgeschäfte von Hönle auswirken könnten. Da die Umsätze überwiegend in Euro fakturiert werden, verzichtet Hönle jedoch auf Währungssicherungsgeschäfte. Wechselkursschwankungen, die sich auf regionale Preisstrukturen auswirken, begegnet Hönle mit einer kontinuierlichen Marktbeobachtung und gegebenenfalls mit Produkt- oder Preisanpassungen. Ein schwächerer Euro birgt das Risiko höherer Materialaufwendungen. Auf der anderen Seite bietet ein sinkender Eurokurs der Gruppe die Chance auf Wettbewerbsvorteile außerhalb der Eurozone mit positiven Effekten auf die Ertragslage. Einsparungen beim Materialaufwand ergeben sich bei einem steigenden Eurokurs.
Sich verändernde Zinssätze bergen Finanzierungsrisiken. Zur Finanzierung des Erwerbs von Gewerbeimmobilien sowie zur Finanzierung des Erwerbs von Unternehmensanteilen hat die Hönle Gruppe unter anderem Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden in diesem Zusammenhang derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Insgesamt ist das Zinsrisiko für die Hönle Gruppe derzeit von untergeordneter Relevanz. Gleichzeitig ermöglicht das aktuell niedrige Zinsniveau eine günstige Finanzierung.
Liquiditätsengpässe infolge einer dauerhaft schlechten Geschäftsentwicklung sind nicht gänzlich auszuschließen. Die Liquiditätsversorgung der Dr. Hönle AG und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt jedoch auf der Basis einer langfristigen Finanz- und Liquiditätsplanung. Der Vorstand wird über die aktuelle Liquiditätslage regelmäßig informiert. Mit derzeit 34,2Mio. € liquiden Mitteln und zusätzlichen bestehenden Kreditlinien ist die Hönle Gruppe solide finanziert. Ein Cash-Pooling optimiert zudem die Liquiditätsversorgung der einzelnen Gesellschaften und minimiert deren Liquiditätsrisiken.
Akquisitionen sind ein wichtiger Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung der Hönle Konzernstruktur. Im Zusammenhang mit dem Kauf von Unternehmen ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Akquisitionen bieten die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder oder Märkte zu erschließen und nachhaltig zu einer positiven Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe beizutragen. Wertminderungsrisiken entstehen, wenn die erworbene Gesellschaft nicht entsprechend dem ursprünglich vorgesehenen Zeitplan integriert werden kann oder sich die Gesellschaft nicht wie erwartet entwickelt.
Die Wahrscheinlichkeit ungünstiger Geschäftsentwicklungen erhöht sich in Zeiten schwieriger oder unsicherer makroökonomischer Rahmenbedingungen. Es ist nicht auszuschließen, dass im Zuge einer außerplanmäßig schlechteren Geschäftsentwicklung bei einzelnen Gesellschaften der Hönle Gruppe ein Wertberichtigungsbedarf bei bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten (Konzernabschluss) bzw. Beteiligungsengagements (Jahresabschluss) entstehen kann. Demgegenüber steht die Chance, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung deutlich besser als geplant verläuft.
Die Raesch Quarz (Germany) GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2019/2020 ein negatives Betriebsergebnis. Die schwächelnden Halbleiter- und Glasfasermärkte führten bei dieser Gesellschaft zu einem temporären Umsatzrückgang. Infolge der COVID-19-Pandemie ging die Nachfrage vor allem aus dem asiatischen Wirtschaftsraum deutlich zurück. Nach den Optimierungsmaßnahmen der letzten Geschäftsjahre laufen die Quarzschmelzöfen entsprechend unseren Erwartungen. Für die Geschäftsjahre 2020/2021 ff. wird auf dieser Basis eine Steigerung der Umsätze und Ergebnisse erwartet, insbesondere in den Wachstumsmärkten Halbleiter und Glasfaser.
Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB
Das Risikomanagementsystem sowie das interne Kontrollsystem befassen sich unter anderem mit der Überwachung der Rechnungslegungsprozesse. Neben der Identifizierung und Bewertung von Risiken, die in Bezug auf einen regelkonformen Abschluss hinderlich sind, ist das Ergreifen geeigneter Maßnahmen zur Abwendung derartiger Gefahren obligatorisch.
Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollwesen fließen in das Risikomanagementsystem der Dr. Hönle AG ein. Ziel der strategischen Unternehmensplanung ist die Erkennung und Nutzung zukünftiger Chancen unter Abwägung der sich daraus ergebenden Risiken. Das interne Berichtswesen fungiert als Informationssystem, welches Auskunft über aktuelle Entwicklungen und bestehende Risiken erteilt. Das interne Kontrollwesen ist fortlaufend damit beschäftigt, Risiken zu erkennen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten und deren Umsetzung und Wirkung zu überwachen. Es umfasst unter anderem den Rechnungslegungsprozess der Dr. Hönle AG. Das Controlling ist für die Analyse des Rechnungslegungsprozesses verantwortlich. Es erfolgt eine regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung über die Rechnungslegung an den Vorstand. Die Berichterstattung beinhaltet relevante Finanzkennzahlen und umfasst einen detaillierten Vergleich der Ist-Zahlen mit der Planung.
Zudem werden in regelmäßig stattfindenden Treffen sämtlicher Abteilungen der Dr. Hönle AG im Rahmen des Risikomanagements Risiken überwacht und einzuleitende Maßnahmen besprochen. Auch hier erfolgt eine zeitnahe Berichterstattung an den Vorstand.
Zur sachgemäßen Umsetzung der internen Risikomanagementrichtlinien greift Hönle auch auf die Verwendung eines eigens konzipierten Handbuchs zurück. Die Inhalte des Handbuchs umfassen Verhaltensregeln zur Erkennung, Analyse, Bewertung, Behandlung, Überwachung und Dokumentation von Risiken.
Zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zählen neben einem adäquaten Warenwirtschaftssystem die eingehende Schulung der Mitarbeiter, die Festlegung der Verantwortlichkeiten und die Funktionentrennung im Rechnungswesen sowie der kontrollierte Zugang auf IT-Systemebene. Die Dr. Hönle AG verfügt über ein ERP(Enterprise-Resource-Planning)- und Buchhaltungssystem, welches eine ordnungsgemäße Buchhaltung ermöglicht. Darüber hinaus besitzt die Hönle Gruppe ein konzernweit einheitliches ERP-System und ein zertifiziertes Konsolidierungsprogramm, um eine zuverlässige und zeitnahe Rechnungslegung zu gewährleisten. Neu gegründete oder akquirierte Gesellschaften werden schnellstmöglich in das bestehende ERP-System integriert. Dabei wickelt die Dr. Hönle AG die Buchhaltung auch als Dienstleister zentral für andere Gesellschaften der Hönle Gruppe ab. Der Rechnungslegungsprozess erfolgt nach dem "Vier-Augen-Prinzip". Zudem durchlaufen die Abschlussinformationen definierte Freigabeprozesse. Bei der Erstellung der Abschlüsse werden die Zahlen analysiert sowie Veränderungen überprüft.
Um eine eventuelle Gefährdung von Daten weitestgehend ausschließen zu können, ist Hönle ständig bestrebt, Präventivmaßnahmen im IT-Bereich zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dabei sind regelmäßige Aktualisierungen und gegebenenfalls Erweiterungen des Systems genauso selbstverständlich wie die Einhaltung der internen Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter. Der Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Zerstörung und Missbrauch wird unter anderem durch den Einsatz von komplexen Firewall-Systemen und durch Zugriffskontrollen auf Betriebssystem- und Anwendungsebene gewährleistet. Die Gestaltung des IT-Systems trägt zu einer zeitnahen und ordnungsgemäßen Erfassung aller relevanten Informationen für den Rechnungslegungsprozess bei und gewährleistet konzernweit ein größtmögliches Maß an Sicherheit.
Angaben gemäß §§ 289 Abs. 2 Nr. 1 und 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB
Im Rahmen ihrer Position als Konzernführungsgesellschaft überwacht, koordiniert und lenkt die Dr. Hönle AG die finanzwirtschaftlichen Aktivitäten der Hönle Gruppe. Die Gewährleistung ausreichender Liquidität ist hierbei von oberster Priorität. Darüber hinaus wird auf eine Optimierung der Rentabilität bei gleichzeitiger Minimierung der Risiken Wert gelegt.
Das Liquiditätsrisiko könnte von Bedeutung für die Hönle Gruppe werden, wenn aktuelle oder zukünftige Zahlungen aufgrund unzureichender Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln nicht getätigt werden können. Mit einer langfristigen Finanzplanung, die sich über mehrere Jahre hinweg erstreckt, sowie einer regelmäßigen Liquiditätsplanung wird eine stetige Zahlungsfähigkeit sichergestellt.
Eine potenzielle finanzielle Gefährdung stellt bei Geschäftsabwicklungen grundsätzlich immer das Ausfallrisiko dar, welches mit dem Zahlungsrückstand des Vertragspartners einhergeht. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie könnte sich die Liquiditätssituation wichtiger Geschäftspartner verschlechtern, was zu einem erhöhten Ausfallrisiko führen könnte. Hönle überprüft die Bonität ihrer Geschäftspartner, wobei Großkunden ein besonderes Augenmerk gilt. Die kontinuierliche Überwachung der Geschäftsvorgänge gewährleistet ein niedriges Ausfallrisiko.
Das Erreichen der Planziele der von Hönle gehaltenen Beteiligungen ist im Hinblick auf die bestehende Risikoexposition der Dr. Hönle AG von Bedeutung. Hiervon betroffen sind die Buchwerte der Beteiligungen sowie Ausleihungen und Forderungen gegenüber den Beteiligungsgesellschaften. Sollten die Planziele der Beteiligungen nicht erreicht werden oder als Reaktion auf die weitere Entwicklung notwendige Maßnahmen nicht rechtzeitig umgesetzt werden können, sind die bestehenden Wertansätze auf deren Abschreibungsbedarf hin zu überprüfen.
Das Marktrisiko beinhaltet dasjenige Risiko, das mit finanziellen Verlusten aufgrund schwankender Marktpreise, etwa bei Rohstoffen, Wechselkursen, Zinsen oder Wertpapieren, einhergeht. Für die Hönle Gruppe relevant sind vor allem das Warenpreis-, das Währungs- sowie das Zinsrisiko. Diese Risiken können negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Nach sorgfältiger Abwägung hat sich die Hönle Gruppe basierend auf einer Kosten-Nutzen-Analyse weitgehend gegen spezielle Sicherheitsmaßnahmen in den Bereichen Währungs und Warenpreisrisiken entschieden.
In Abhängigkeit von der sich verändernden Marktsituation kann es bei den Einkaufspreisen für die benötigten Rohstoffe beziehungsweise für Energie zu deutlichen Preisschwankungen kommen. Von den bestehenden und zu erwartenden Marktrisiken geht aus heutiger Sicht keine Bestandsgefährdung für die Hönle Gruppe aus. Eine günstige Marktentwicklung könnte sich jedoch positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.
Das Währungsrisiko umfasst die aus Wechselkursschwankungen entstehenden Gefahren, die Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte sowie auf die Einkaufspreise der Hönle Gruppe haben können. Da die Hönle Gruppe den Großteil ihrer Einkaufs- und Verkaufsgeschäfte in Euro abwickelt, werden Wechselkursrisiken aus der Verrechnung von Lieferungen oder Leistungen von Lieferanten bzw. an Kunden weitgehend vermieden. Hönle prüft im Einzelfall den Einsatz von Sicherungsinstrumenten.
Das Zinsrisiko ergibt sich aus den sich verändernden Zinssätzen. Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps eingesetzt. Für die Dr. Hönle AG besteht aufgrund der Effektivität der Sicherungsinstrumente kein bilanzierungspflichtiges Ertragsrisiko, da im Falle von negativen beizulegenden Zeitwerten des Finanzinstrumentes positive Entwicklungen des dazugehörenden Grundgeschäftes gegenüberstehen. Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen im Konzernanhang verwiesen.
Die Hönle Gruppe ist mit leistungsstarken Produkten in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsbereichen breit aufgestellt und verfügt über eine solide finanzielle Basis.
Ein wesentliches Risiko stellt aus heutiger Sicht die konjunkturelle Entwicklung dar. Es ist davon auszugehen, dass ein erneuter pandemiebedingter Lockdown sowohl die Konjunktur als auch die Geschäftsentwicklung mehrerer Bereiche der Hönle Gruppe negativ beeinflussen würde. Auch Planverfehlungen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH könnten die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und des Konzerns negativ beeinflussen. Andererseits werden aufgrund der Corona-Pandemie die Geschäftsfelder UV-Luftentkeimung und UV-Oberflächenentkeimung von der verstärkten Nachfrage nach Raumlufthygieneprodukten profitieren.
Wirtschaftliche Chancen ergeben sich ferner durch die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder für die Hönle Gruppe. Neue Anwendungsfelder - beispielsweise in den Bereichen Consumer Electronics, Halbleiter und Life Science - sollen in den nächsten Jahren weiter erschlossen werden. Der Ausbau der Vertriebskapazitäten über eigene Gesellschaften und über lokale Vertriebspartner soll neue Absatzmärkte für die Hönle Gruppe nutzbar machen.
Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die bestandsgefährdend sind oder zukünftig sein könnten.
Die Vergütungsstruktur der Vorstände ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Die monetäre Vergütung umfasst fixe sowie variable Bestandteile, die sich am Erfolg der Hönle Gruppe orientieren.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Struktur und Höhe der Vorstandsvergütung werden vom Aufsichtsrat regelmäßig überprüft.
Gegenüber den Vorständen Herrn Haimerl und Herrn Runge bestehen Versorgungszusagen. Im Zuge der Umstellung der Versorgungszusagen für die Vorstände werden seit 01.01.2012 jährliche Rentenbausteine erworben. Die Höhe des in einem Geschäftsjahr erworbenen Rentenbausteins ergibt sich aus dem Versorgungsaufwand, der mit altersabhängigen Umrechnungsfaktoren verrentet wird. Der Versorgungsaufwand entspricht einem fixen Prozentsatz des jährlichen Festgehalts (ohne Tantieme). Als Leistungsarten sind Altersrente (ab 60 Jahre), Erwerbsminderungsrente und Hinterbliebenenrente (Witwen-, Lebenspartner- und Waisenrente) vorgesehen. Die Höhe der Erwerbsminderungs- und Altersrente entspricht der Summe aus dem Besitzstandsbaustein und den bis zum Versorgungsfall erworbenen Rentenbausteinen. Die Witwen- und Lebenspartnerrente umfasst 60 % der Erwerbsminderungs- oder Altersrente, auf die im Zeitpunkt des Todes eine Anwartschaft bestand bzw. die im Zeitpunkt des Todes zur Auszahlung kam. Die Waisenrente beträgt für Halbwaisen 12 %, für Vollwaisen 20 % des genannten Rentenanrechts. Zur Deckung der Versorgungszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.
| in T€ | Gehalt | Sonstige Bezüge | Gesamt | |||
| 2019/2020 | 2018/2019 | 2019/2020 | 2018/2019 | 2019/2020 | 2018/2019 | |
| Norbert Haimerl | 282 | 281 | 13 | 18 | 294 | 299 |
| Heiko Runge | 281 | 281 | 19 | 19 | 300 | 300 |
| Summe | 563 | 562 | 32 | 37 | 594 | 599 |
| in T€ | Tantieme | |
| 2019/2020 | 2018/2019 | |
| Norbert Haimerl | 137 | 306 |
| Heiko Runge | 137 | 306 |
| Summe | 275 | 612 |
| in T€ | Pensionsaufwand nach IAS 19 | |
| 2019/2020 | 2018/2019 | |
| Norbert Haimerl | 288 | 293 |
| Heiko Runge | 255 | 260 |
| Summe | 544 | 553 |
| in T€ | Anwartschaftsbarwert der Pensionszusagen (Defined Benefit Obligations) | |
| Stand 30.09.2020 | Stand 30.09.2019 | |
| Norbert Haimerl | 3.126 | 2.826 |
| Heiko Runge | 2.833 | 2.569 |
| Summe | 5.959 | 5.395 |
Zusätzlich wurden Versorgungszahlungen für Hinterbliebene von ehemaligen Vorständen in Höhe von 12 T€ (Vj. 12 T€) geleistet.
Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Dr. Hönle AG für eine Amtszeit von jeweils höchstens fünf Jahren.
Mit dem Vorstand der Gesellschaft wurde eine Übergangsgeldvereinbarung getroffen. Diese sieht vor, dass bei Ausscheiden aus dem Vorstand nach Vollendung des 50. Lebensjahres und vor Vollendung des 60. Lebensjahres die festen Bezüge laut Dienstvertrag für zwölf Monate fortgezahlt werden und nach diesem Zeitraum zwischen 40 % bis maximal 50 % der festen Bezüge bis zum Wirksamwerden der Versorgungszusage für den Vorstand fortgezahlt werden. Die Übergangsgeldvereinbarung wird allerdings nur dann wirksam, wenn der Betreffende mindestens zehn Jahre Mitglied des Vorstands war und er das Ausscheiden nicht selbst zu verantworten hat. Im Falle anderweitiger Einkünfte sind diese auf das Übergangsgeld anzurechnen. Dadurch kann sich dieses verringern bzw. völlig entfallen. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren das Recht, das Übergangsgeld im Falle einer Verschlechterung der Lage der Gesellschaft herabzusetzen. Im Falle von zu Unrecht bezogenen Leistungen bzw. bei nachträglichen Herabsetzungen durch den Aufsichtsrat sind die gewährten Leistungen an die Gesellschaft zu erstatten.
Für den Fall eines Eigentümerwechsels bei der Dr. Hönle AG (Change of Control) hat der Vorstand das Recht, den Vorstandsdienstvertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende zu kündigen und sein Amt zu diesem Zeitpunkt niederzulegen. Als Eigentümerwechsel gilt jede unmittelbare oder mittelbare Erlangung der Kontrolle über die Dr. Hönle AG im Sinne des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) durch einen Dritten. Im Falle des Ausscheidens steht dem Vorstand eine Abgeltung seiner Bezüge und Nebenleistungen vom Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung bis zum Laufzeitende seines Dienstvertrages zu. Bezüglich der Versorgungszusage hat der Vorstand ein Wahlrecht zwischen einer Einmalzahlung in Höhe des Wertes oder der Fortführung. Dabei ist der Vorstand so zu stellen, als ob die Gesellschaft die Versorgungszusage bis zur im Dienstvertrag vereinbarten Beendigung des Dienstvertrages erfüllt hätte.
Die Vergütung enthält ausschließlich feststehende Bezüge, die sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder orientieren. Darüber hinaus wird keine weitere Vergütung, beispielsweise für Beratungs- oder Vermittlungsleistungen, gewährt.
| in T€ | 2019/2020 | 2018/2019 |
| Prof. Dr. Karl Hönle | 60 | 60 |
| Günther Henrich | 45 | 45 |
| Dr. Bernhard Gimple | 30 | 30 |
| Summe | 135 | 135 |
Erstmalig in der Geschichte kam es 2020 in fast allen Ländern der Welt zu einem deutlichen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Die Corona-Pandemie führte in vielen Regionen zu einem Lockdown und brachte damit die wirtschaftlichen Aktivitäten phasenweise zum Erliegen. Eine vollständige Normalisierung dürfte sich in erheblich langsamerem Tempo vollziehen, als zunächst angenommen, auch weil bedeutende Teile der Wirtschaft noch längere Zeit unter Corona-bedingten Einschränkungen leiden werden.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet nach -4,4 % im Jahr 2020 für 2021 mit einem kräftigen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 5,2 %. Dabei ist die erwartete Belebung unsicher und hängt vor allem davon ab, ob es gelingt, die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in einem beherrschbaren Rahmen zu halten.
Die weitere Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Grundlage für den Ausblick stellen detaillierte Planungen für die einzelnen Gesellschaften innerhalb der drei bestehenden Geschäftssegmente dar.
Im Segment Klebstoffe geht der Vorstand Corona-bedingt kurzfristig von einer stabilen und mittel- bis langfristig wieder von einer starken Geschäftsentwicklung aus. Dazu werden die laufenden Kundenprojekte sowie die vergrößerte Kundenbasis beitragen. So setzen mittlerweile alle großen Smartphone-Hersteller Klebstoffe der Hönle Gruppe ein. Um das geplante Wachstum darstellen zu können, wurden sowohl die Entwicklungs- als auch die Vertriebskapazitäten im Segment Klebstoffe erhöht. Darüber hinaus werden die räumlichen Kapazitäten erweitert. In Steinbach bei Frankfurt entstand ein neues Firmengebäude mit 6000 m 2 Nutzfläche, welches derzeit bezogen wird.
Die Hönle Gruppe hat das letzte Geschäftsjahr genutzt, um ihre Position im Life-Science-Markt zu stärken. Dazu hat sie leistungsstarke Geräte zur Entkeimung von Luft, Wasser und Oberflächen entwickelt. Darüber hinaus baute Hönle ihre Marktposition über Akquisitionen sowie eine Unternehmensgründung weiter aus. So zählen seit Kurzem fünf neue Unternehmen zur Hönle Gruppe. Die Sterilsystems GmbH mit Sitz in Österreich ist ein Unternehmen, das sich auf die UVC-Entkeimung von Luft und Oberflächen im Bereich der Lebensmittelindustrie spezialisiert hat. Die uv-technik meyer GmbH vertreibt Mitteldruckstrahler, Vorschaltgeräte und Sensorik und wurde mit Wirkung zum 01.10.2020 auf die uv-technik Speziallampen GmbH verschmolzen. Die UMEX GmbH ist ein Unternehmen mit einer breiten Produktpalette im Bereich Wasserentkeimung. Die Luminez GmbH entwickelt, produziert und vertreibt durch Mikrowellen angeregte Schwefellampen für die Pflanzenzucht. Interessante Absatzmärkte sind hier insbesondere der Cannabismarkt in den USA und in Kanada. Die Technigraf GmbH ist ein Spezialist für Förderbänder mit UV-Bestrahlungsmodulen für den Produktionseinsatz sowie für Testanlagen in Laboren. Die Gesellschaft hat darüber hinaus eine hohe Fertigungstiefe und kann zukünftig Sonderanlagen für Unternehmen der Hönle Gruppe fertigen.
Hönle erschließt sich mit der Luftentkeimung ein neues Geschäftsfeld
Die Corona-Pandemie führte zu einer starken Nachfrage nach Luftentkeimungslösungen. Die in den Aerosolen enthaltenen SARS-CoV-2 Viren und andere Krankheitserreger können mit UVC-Strahlung einfach, sicher und effektiv inaktiviert werden. Sowohl das Segment Geräte & Anlagen als auch das Segment Glas & Strahler werden von der erwarteten starken Geschäftsentwicklung im Bereich der Entkeimung von Luft und Oberflächen profitieren. Hönle wird zusätzlich zum neuen SteriWhite Air 115 kurzfristig zwei weitere, stärkere Luftentkeimungssysteme anbieten. Die begleitenden Marketingaktivitäten beinhalten TV-Spots, Print- und Onlinewerbung und umfassen auch soziale Netzwerke. Aktuell erfolgt die Vermarktung in Deutschland, in Kürze wird der europäische Markt und anschließend der US-amerikanische Markt über geeignete Vertriebs- und Marketingmaßnahmen erschlossen. Die Dr. Hönle AG hat sowohl interne als auch externe Produktionskapazitäten aufgebaut, um die hohe Nachfrage nach Luftentkeimungsgeräten bedienen zu können. Abhängig von der zukünftigen Nachfrageentwicklung wird die Produktionskapazität weiter erhöht. Darüber hinaus wird die Produktpalette der neu erworbenen Sterilsystems GmbH über das weltweite Vertriebsnetz der Hönle Gruppe vermarktet.
Der Vorstand erwartet, dass das Geschäftsfeld Luftentkeimung zukünftig einen starken Ergebnisbeitrag in der Hönle Gruppe liefern wird.
Im Segment Glas & Strahler erfolgte eine Standortverlagerung der Aladin GmbH auf das Gelände der uv-technik Speziallampen GmbH. Das damit neu geschaffene Strahler-Kompetenzzentrum in Ilmenau bündelt die Bereiche Nieder- und Mitteldruckstrahler und ermöglicht effizientere Arbeitsabläufe. Für das geplante Wachstum in den Bereichen UV-Luftentkeimung und Ballastwasserentkeimung wurden die Produktionskapazitäten zudem deutlich erhöht. Steigende Umsätze mit Strahlern und Komponenten für Entkeimungssysteme werden zu einer guten Geschäftsentwicklung bei der uv-technik Speziallampen GmbH ab dem nächsten Geschäftsjahr beitragen.
Es wird erwartet, dass es im nächsten Geschäftsjahr auch im Quarzglasmarkt zu einer Belebung kommen wird. Darüber hinaus werden bessere Einkaufskonditionen bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH zu einer deutlichen Senkung der Materialaufwandsquote führen. Zudem wird der geplante Ausbau der Vertriebskapazitäten in Verbindung mit qualitativ hochwertigen Quarzglasprodukten für die Halbleiter-, Glasfaser- und Lampenindustrie voraussichtlich zu einer Umsatzsteigerung und einer Verbesserung der Ergebnisse bei der Raesch Quarz (Germany) GmbH beitragen.
Die Weltproduktion ist infolge der COVID-19- Pandemie im Jahr 2020 dramatisch gesunken. Für 2021 rechnen Experten wieder mit einem kräftigen Anstieg der Produktion. Die Prognosesicherheit nimmt jedoch bei einer anhaltenden Pandemie erheblich ab.
Die Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe für das Jahr 2020/2021 ist aufgrund der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die einzelnen Segmente schwer prognostizierbar. Während die dämpfenden Auswirkungen der Corona-Krise in einzelnen Bereichen wie dem Druckmaschinenmarkt und dem Quarzglasmarkt im Geschäftsjahr 2020/2021 weiterhin zu spüren sein werden, erwartet der Vorstand eine sehr gute Geschäftsentwicklung mit Anlagen und UV-Strahlern für die Entkeimung von Luft und Oberflächen. Auch wenn der Vorstand davon ausgeht, dass die positiven Effekte insbesondere aufgrund der Nachfrage nach Luftentkeimungssystemen deutlich überwiegen werden, kann zum aktuellen Zeitpunkt keine zuverlässige quantitative Prognose für das Geschäftsjahr 2020/2021 abgegeben werden. Der Vorstand rechnet mit einem Umsatz und Betriebsergebnis deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020.
Bei der zukünftigen Geschäftsentwicklung der Hönle Gruppe wird der Life-Science-Markt eine bedeutende Rolle spielen. Hönle entwickelt UV-Luftentkeimungsgeräte zur Inaktivierung von SARS-CoV-2 Viren. Auch andere Krankheitserreger, wie Erkältungsviren, Bakterien und Pilzsporen, können mit diesen Geräten sicher und effizient inaktiviert bzw. abgetötet werden. Die Einsatzgebiete für die Entkeimung von Raumluft sind vielfältig. Sie reichen von Arztpraxen über Gaststätten, Pflegeheime, Büroräume, Schulen und Kindergärten bis hin zu Bussen und Zügen. Um die hohe Nachfrage nach Luftentkeimungsgeräten bedienen zu können, baut Hönle ihre internen und externen Fertigungskapazitäten deutlich aus.
Eine weitere Anwendung im Bereich Life Science ist die Lebensmittelindustrie. Hier erweitert Hönle ihr Produktspektrum an umweltfreundlichen Entkeimungslösungen kontinuierlich. Neue Technologien werden das bestehende Produktspektrum ergänzen und zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten bieten.
Auch in der Wasserentkeimung stellen Kooperationen mit strategischen Partnern für die Hönle Gruppe wichtige Wachstumspotenziale für die nächsten Jahre dar.
Die Höhe der Neu- und Ersatzinvestitionen für Produktionsanlagen wird voraussichtlich bei 3 bis 4 Mio. € liegen.
Zudem investiert Hönle in neue Büro- und Produktionsflächen für die Erweiterung ihrer Geschäftsaktivitäten. Geplant ist ein Investitionsvolumen von etwa 15 Mio. € im Geschäftsjahr 2020/2021.
In Gilching bei München entsteht derzeit die neue Konzernzentrale der Hönle Gruppe, die aus zwei Gebäudekomplexen besteht. Das Logistikgebäude wurde bereits im Oktober 2020 bezogen, die Fertigstellung des Büro- und Produktionsgebäudes ist für Ende 2021 geplant.
Ferner entstand in Steinbach bei Frankfurt ein neues Firmengebäude, welches im Dezember 2020 fertiggestellt und bezogen wurde. In diesem deutlich größeren Gebäudekomplex werden zukünftig Klebstoffe und Vergussmassen entwickelt, produziert und vertrieben.
Die Dr. Hönle AG übernahm im Berichtsjahr vier Gesellschaften, welche zu Beginn des neuen Geschäftsjahres konsolidiert werden.
Auch zukünftig wird neben dem organischen Wachstum die Akquisition von Unternehmen für die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten der Hönle Gruppe von Bedeutung sein. Insbesondere im Bereich Klebstoffe beabsichtigt die Hönle Gruppe, ihre Marktposition mittelfristig weiter auszubauen.
Gräfelfing, den 18. Dezember 2020
Norbert Haimerl, Vorstand
Heiko Runge, Vorstand
An die Dr. Hönle Aktiengesellschaft, Gräfelfing
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG, Gräfelfing, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dr. Hönle AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • |
entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 und |
| • |
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 waren. Diese Sachverhal te wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt "Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen" dar:
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhaltes haben wir wie folgt strukturiert:
1) Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3) Verweis auf weitergehende Informationen
Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen
| 1) |
In dem Jahresabschluss der Dr. Hönle AG werden zum 30. September 2020 Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31.307 (21,6 % der Bilanzsumme) aus gewiesen. Im Rahmen der gesamten Beteiligungsengagements kommen zusätzlich noch Forderungen gegen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 29.249 (20,2 % der Bilanzsumme) hinzu. Die Dr. Hönle AG hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer Beteiligungsansätze und Forderungen überprüft. Für die genannten Buchwerte wurden durch die Dr. Hönle AG eigene Bewertungen zur Ermittlung der beizulegenden Werte durchgeführt. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2019/2020 kein Abwertungsbedarf. Die beizulegenden Werte der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden jeweils als Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme mittels Discounted Cashflow-Modellen ("DCF") ermittelt, wobei die von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen zugrunde gelegt wurden. Die Werthaltigkeit der Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurde auf Basis der erwarteten Zahlungsströme, welche aus den integrierten Unternehmensplanungen und den genannten Discounted Cashflow-Modellen abgeleitet wurden, nachgewiesen. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter und von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Dr. Hönle AG war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. |
| 2) |
Bezogen auf die von der Dr. Hönle AG durchgeführten Bewertungen haben wir uns davon überzeugt, dass die beizulegenden Werte sachgerecht mittels DCF-Verfahren unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Hierzu haben wir überprüft, ob die zugrundeliegenden künftigen Zahlungsmittelzuflüsse und die angesetzten Kapitalkosten insgesamt eine sachgerechte Grundlage darstellen. Bei unserer Einschätzung haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern der Planung gestützt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontie rungszinssatzes teilweise wesentliche Wertauswirkungen haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter geprüft und das Berechnungsschema nachvollzogen. Auf dieser Basis erfolgte auch die Prüfung der Werthaltigkeit der Ausleihungen an und Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die vom Management angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind aus unserer Sicht zur Überprüfung der Werthaltigkeitsachgerecht abgeleitet worden. |
| 3) |
Die Angaben der Gesellschaft im Anhang zu den Finanzanlagen und deren Werthaltigkeit sind in dem Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" sowie in dem Abschnitt "Anlagevermögen" enthalten. |
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Für den Bericht des Aufsichtsrats ist der Aufsichtsrat verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
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die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f bzw. § 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, |
| • |
die nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b i.V.m. § 315b HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, |
| • |
den Corporate Governance-Bericht nach Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex, auf den im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, |
| • |
die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach § 264 Abs. 2 Satz 3 bzw. § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB und |
| • |
den Bericht des Aufsichtsrats. |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| • |
wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| • |
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsorgans für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-AprVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. Mai 2020 als Abschlussprüfer gewählt und am 9. Oktober 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 als Abschlussprüfer der Dr. Hönle AG tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Joachim Mairock.
Augsburg, 18. Dezember 2020
S
& P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mairock, Wirtschaftsprüfer
Dr. Burkhardt-Böck, Wirtschaftsprüferin
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‐, Finanz‐ und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Gräfelfing, den 20.01.2021
Dr. Hönle AG
Norbert Haimerl, Vorstand
Heiko Runge, Vorstand
Dieser Bericht enthält Aussagen und Informationen zur Dr. Hönle AG und zur Hönle Gruppe, die sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf der Basis aller zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichtes zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken - wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
Bei den in diesem Bericht enthaltenen Zahlen und Prozentangaben können Rundungsdifferenzen auftreten.
das Geschäftsjahr 2019/2020 der Hönle Gruppe war, wie bei praktisch allen Wirtschaftsunternehmen, von makroökonomischen Einflüssen geprägt. Die starke Nachfrage- und lnvestitionszurückhaltung, die von der Corona-Pandemie ausgelöst wurde, beeinträchtigte unsere Geschäftsentwicklung auf allen bisherigen Geschäftsfeldern. Zudem führte eine Produktionsumstellung bei einem unserer Großkunden zu einem Umsatzeinbruch im Klebstoffsegment.
Dieses Corona geprägte Geschäftsjahr hatte für uns aber auch einen positiven Effekt. Wir haben die pandemiebedingten Einschränkungen genutzt, und uns auf unser Know-how in der Anwendung von UVStrahlung auf Organismen besonnen. Wir haben unsere Position im Life-Science-Markt gestärkt, indem wir leistungsstarke Geräte zur Entkeimung von Wasser und Oberflächen entwickelt und darüber hinaus unsere Marktposition im Bereich Raumluftentkeimung durch Akquisitionen weiter ausgebaut haben. So sind wir für eine positive Geschäftsentwicklung gerade in diesem Bereich sehr gut aufgestellt.
Um der geplanten Entwicklung und der erwarteten Umsatzsteigerung in neuen Zielmärkten gerecht zu werden, haben wir strukturelle Änderungen in den Leitungs- und Kontrollorganen beschlossen, die nun sukzessive umgesetzt werden: Wir haben im Vorstand die Verantwortungsbereiche Vertrieb und Technik getrennt. Ich bin überzeugt, dass wir durch diese Trennung eine Struktur gewonnen haben, die den neuen Herausforderungen gerecht wird. Ich möchte Sie daher bitten, uns auch in Zukunft Ihr Vertrauen zu schenken.
Nachfolgend gebe ich Ihnen einen Überblick über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats während des Geschäftsjahres 2019/2020.
Intensiver Informationsaustausch mit dem Vorstand
Wir haben die uns gemäß Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten ordnungsgemäß wahrgenommen, die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht, ihn bei der Leitung und strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens beratend begleitet und wesentliche Geschäftsvorfälle mit ihm erörtert. Die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat erfolgte in einer zuweilen kritischen, aber stets sachlichen Atmosphäre und war von gegenseitigem Vertrauen geprägt. ln alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir eingebunden und trugen diese mit. Dies betraf unter anderem die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Erweiterung unserer Aktivitäten im Life-Science-Markt, den Kauf von Unternehmen sowie den Bau neuer Firmengebäude zur Erweiterung der Geschäftstätigkeit.
Zur Vorbereitung der Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat aktuell und ausführlich über den Geschäftsverlauf. Darüber hinaus wurden wir auch außerplanmäßig in mündlicher oder schriftlicher Form über besondere Vorkommnisse zeitnah unterrichtet.
Vorstand und Aufsichtsrat kamen im Berichtsjahr zu sechs ordentlichen und zwei außerordentlichen Sitzungen zusammen. Auf der Grundlage detaillierter Berichte des Vorstands befassten wir uns ausführlich mit der Geschäftsentwicklung, mit der Vermögens- und Finanzlage, der Unternehmensplanung sowie dem Risikomanagement. Soweit es die Gesetzeslage, die Satzung der Gesellschaft oder die Geschäftsordnung erforderte, erteilten wir nach ausgiebiger Erörterung die Zustimmung zu den Anträgen des Vorstands. Somit waren wir stets von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugt.
Die außerordentlichen Sitzungen dienten der Auswahl des Bewerbers für den neu zu berufenden Vorstand Technik.
Schwerpunkte der Beratungen
Die erste Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019/2020 erfolgte am 18. November 2019. In dieser erläuterte uns der Vorstand die vorläufigen Zahlen der Einzelgesellschaften der Hönle Gruppe sowie die des Hönle Konzerns zum 30. September 2019. Der Vorstand ging dabei insbesondere auf das Segment Klebstoffe ein, das maßgeblich für den Rückgang der Umsätze und Ergebnisse der Hönle Gruppe war. Demnach führte ein Technologiewechsel im Bereich Sensorik zu einem Umsatzrückgang mit einem Großkunden. Schließlich erhielten wir einen ersten Ausblick auf das erste Quartal im Geschäftsjahr 2019/2020. Der Umzug der Aladin GmbH zur uv-technik Speziallampen GmbH werde wohl temporär das Ergebnis der beiden Gesellschaften belasten, berichtete der Vorstand. Ferner erörterten wir den aktuellen Stand im Bereich Akquisitionen. Weiteres Thema der Sitzung war die Erweiterung des Vorstands. Aufsichtsrat und Vorstand beschlossen, den Vorstand um ein Mitglied zu erweitern. Der neue Vorstand sollte den Bereich Technik verantworten; die Managementstruktur sollte damit den durch das Wachstum gestiegenen Anforderungen gerecht werden.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung am 24. Januar 2020 war die Erörterung und Feststellung des geprüften Jahresabschlusses der Dr. Hönle AG sowie die Erörterung und Billigung des geprüften Konzernabschlusses zum 30. September 2019. An dieser Sitzung nahmen auch die Wirtschaftsprüfer der Dr. Hönle AG teil. Der Vorstand berichtete über die Rentabilität der Gesellschaft, der Tochter- und Beteiligungsunternehmen, und in diesem Zusammenhang auch über die Rentabilität des Eigenkapitals gemäß § 90 Absatz 1Ziffer 2 AktG. Nach einer ausführlichen Aussprache über den Jahresabschluss mit dem Wirtschaftsprüfer und dem Vorstand billigte der Aufsichtsrat die Abschlüsse. ln dieser Besprechung wurden auch die Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung und die Beschlussvorschläge festgelegt. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, vom Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG aus dem Geschäftsjahr 2018/2019 in Höhe von 30.248.021,73 € eine Dividende von 0,80 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten. Anschließend gab der Vorstand einen Ausblick auf das erste Quartal der Dr. Hönle AG sowie deren Tochterunternehmen.
Am 12. März 2020 trafen sich Vorstand und Aufsichtsrat, um die prognostizierte Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr zu besprechen. Demnach lag das Ergebnis deutlich unter dem des Vorjahres. Ausschlaggebend für den Ergebnisrückgang war vor allem ein Umsatzrückgang in den Segmenten Glas & Strahler sowie Klebstoffe. Zu diesem Zeitpunkt konnte man noch davon ausgehen, die Hauptversammlung als Präsenzveranstaltung zum vorgesehenen Termin abzuhalten. Eine Woche später wurde deutlich, dass wir entweder einen sehr späten Termin im September oder aber die Durchführung im Online-Modus wählen mussten; wir entschieden uns für letzteres.
Die aktuelle Geschäftslage war auch Thema auf der Aufsichtsratssitzung am 18. Mai 2020. Die Corana-Pandemie wirkte sich auf die Auftragseingänge nahezu aller Gesellschaften der Hönle Gruppe aus. Um der Ergebnisentwicklung durch Kostensenkung entgegenzuwirken, wurde in mehreren Gesellschaften Kurzarbeit angemeldet. Die Produktionsanlagen der Aladin GmbH wurden, wie geplant, in die neue Produktionshalle der uv-technik Speziallampen GmbH transferiert und in Betrieb genommen. Die Aladin GmbH wurde auf die uv-technik Speziallampen GmbH verschmolzen. Weiterer Gegenstand der Gespräche waren die Bauvorhaben der Hönle Gruppe, die planmäßig verliefen.
Die virtuelle Hauptversammlung am 26. Mai 2020 erbrachte einen Vertrauensbeweis für den Aufsichtsrat durch die Wiederwahl aller Mitglieder. Einziger Tagesordnungspunkt der anschließenden Sitzung war die Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters.
Am 16. Juli 2020 erfolgte die letzte Sitzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2019/2020. In dieser erläuterte uns der Vorstand mögliche Akquisitionsobjekte und legte wesentliche Eckdaten zur Ausrichtung der Gesellschaften im Konzernverbund dar. Im Zusammenhang mit der strategischen Ausrichtung des Konzerns erörterten wir die Durchführung einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung von Akquisitionen und im Zuge dessen die Gewinnung eines strategischen Ankerinvestors. Nach Erörterung der Bauvorhaben legte uns der Vorstand die Entwicklung der Einzelgesellschaften zum Ende des dritten Quartals dar.
Individualisierte Darstellung der Sitzungsteilnahme
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, anzugeben, an wie vielen Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse die einzelnen Mitglieder jeweils teilgenommen haben. Die Dr. Hönle AG hat aufgrund der Größe ihres Aufsichtsrats keine Ausschüsse. Ich kann Ihnen mitteilen, dass alle Aufsichtsratsmitglieder, also die Herren Prof. Dr. Karl Hönle, Günther Henrich und Dr. Bernhard Gimple an allen Sitzungen in voller Länge persönlich teilgenommen haben.
Corporate Governance
Die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex hat den Kodex zur verantwortungsvollen Unternehmensführung in der aktuellen Fassung am 20. März 2020 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Aufsichtsrat stimmte die Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit dem Vorstand ab und gab eine gemeinsame Erklärung nach § 161AktG heraus. Die Erklärung wurde in den Geschäftsbericht aufgenommen und durch Bekanntmachung im Internet den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht. Der Vorstand der Dr. Hönle AG bestand im Berichtsjahr aus zwei und der Aufsichtsrat der Dr. Hönle AG aus drei Mitgliedern. Bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Dr. Hönle AG ergaben sich im Berichtsjahr keine Änderungen.
Jahresabschluss und Konzernabschluss
Die Hauptversammlung vom 26. Mai 2020 wählte die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019/2020. Die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2019 bis 30. September 2020 den Jahresabschluss der Dr. Hönle AG und den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Dr. Hönle AG zusammengefasst ist, und versah sie jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Januar 2021 wurde der Prüfungsbericht vom Abschlussprüfer detailliert erörtert. Der Prüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts/Konzernlageberichts der Dr. Hönle AG und gab ergänzende Auskünfte über das letzte Geschäftsjahr. Dabei ging er insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Aktiengesellschaft und des Konzerns ein. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung vom 23.März 2021 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn der Dr. Hönle AG zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Ferner prüfte er den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, sodass der Aufsichtsrat die Abschlüsse billigte. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.
Wir danken den Vorständen und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hönle Gruppe für ihren Einsatz, ihre gemeinsamen Leistungen und das Ertragen der Corona bedingten Unannehmlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Doch wir gehen gestärkt aus der Krise hervor und sind heute insbesondere in Wachstumsmärkten breiter und besser aufgestellt, als je zuvor.
Gräfelfing, Januar 2021
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Karl Hönle, Vorsitzender des Aufsichtsrats