Ad-hoc | 25 October 2000 08:18
Ad hoc-Service: Dürr AG
Neunmonatszahlen dt.
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Dürr AG: Geschäftsentwicklung in den ersten 9 Monaten 2000
-EBITDA nahezu verdoppelt
-Hohe Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang
-Neue Großaufträge aus der Automobilindustrie
Stuttgart, 25.10.2000 – Die Dürr AG gibt Kennzahlen über die
Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten des Jahres 2000
bekannt.In das nach US-GAAP ermittelte Zahlenwerk für den Dürr-
Konzern wurden statistisch ermittelte Werte der nach HGB
bilanzierenden Carl Schenck AG (konslidiert seit 1.4.2000)für das
zweite und dritte Quartal 2000 einbezogen. In den Zahlen für die
Dürr-Geschäftsbereiche sind die Werte der entsprechenden Schenck
-Unternehmensbereiche noch nicht berücksichtigt.
Die Gesellschaften der zu 50 % übernommenen Alstom Automation S.A.
(mittlerweile Dürr-AIS S.A.) wurden at equity einbezogen.
Der Technologiekonzern Dürr hat in den
ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2000 seine Ertragsziele
erreicht und ist bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand
gegenüber der Vorjahresperiode stark gewachsen.
Der Konzernumsatz erreichte nach neun Monaten EUR 1.183 Mio. und
erhöhte sich damit gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres in
Höhe von EUR 629 Mio. um 88 %. Über die Hälfte des
Umsatzwachstums entfällt auf akquirierte Unternehmen. Das EBITDA
(Ergebnis vor Ertragsteuern, Zinsaufwand und Abschreibungen)
konnte mit EUR 59,8 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 30,5 Mio.)
nahezu verdoppelt werden (+ 96 %). Das Ergebnis vor Steuern liegt
mit EUR 19,6 Mio. um 18,1 % über dem Vorjahreswert ( EUR 16,6
Mio.).Der Auftragseingang betrug in den ersten neun Monaten EUR 1.519
Mio. Dies bedeutet eine Steigerung von 110 % gegenüber der
Vorjahresperiode (EUR 723 Mio.). Der Auftragsbestand lag mit EUR
1.397 Mio. deutlich über dem Vorjahreswert von EUR 1.026 Mio. (+
36 %). Damit ist der Dürr-Konzern weiterhin gut ausgelastet.
Weltweit beschäftigte der Dürr-Konzern per 30.09.2000 11.247
Mitarbeiter.
Der Geschäftsbereich Paint Systems erzielte einen Umsatz von EUR
598,2 Mio. sowie ein EBITDA von EUR 25,8 Mio. Der Auftragseingang
betrug EUR 771,6 Mio. Der Geschäftsbereich Paint Systems konnte
seine führende Position in der Karossenlackierung festigen.
Systemaufträge aus Frankreich zeigen, dass der Zugang zum
französischen Markt durch die Übernahme der unternehmerischen
Führung bei Dürr-AIS verbessert wurde. Weitere Großaufträge
erhielt der Geschäftsbereich aus den USA und Osteuropa.
Der Umsatz des Geschäftsbereichs Automotion
betrug im Berichtszeitraum EUR 48,3 Mio. Das EBITDA erreichte EUR
2,6 Mio., der Auftragseingang EUR 148,4 Mio. Gemeinsam mit dem
Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik ist
Dürr Automotion einer der führenden Systemanbieter für die
Fahrzeugendmontage. Aufgrund der vorhandenen
Rationalisierungspotenziale sieht Dürr in diesem Bereich der
Automobilproduktion wachsenden Investitionsbedarf.
Für einen deutschen Hersteller realisieren Dürr/Schenck derzeit eine
komplette Endmontagelinie.Weitere wesentliche Aufträge erhielt
Automotion in Osteuropa, den USA und Brasilien.
Der Geschäftsbereich Environmental erzielte einen Umsatz von EUR
61,3 Mio. und einen Auftragseingang von EUR 45,2 Mio. Das EBITDA
betrug EUR -2,3 Mio. In den USA bewegt sich die Nachfrage auf
anhaltend hohem Niveau. In Europa hat die Investitionsneigung vor
allem im Bereich Abluftreinigung angezogen.Das Ergebnis des
Geschäftsbereichs bleibt bis zum Jahresende belastet durch
hohe Vorleistungen im Rahmen eines Großprojekts, auf deren Basis
Dürr eine neue Technologieplattform mit guten
Vermarktungsperspektiven entwickelt.
Der Geschäftsbereich Protecs erreichte einen Umsatz von EUR 115,8
Mio. Das EBITDA betrug EUR 10,1 Mio., der Auftragseingang lag bei
EUR 161,0 Mio. Der Geschäftsbereich hat seine führende Position
als Anbieter von industrieller Reinigungstechnik und
Filtrationstechnik für die Automobilindustrie und weitere
Branchen gefestigt. Wachstumsimpulse ergeben sich insbesondere
aus der Entwicklung neuer Motoren- und Getriebegenerationen sowie
aus dem anhaltenden Trend zur Vergabe größerer Auftragspakete an
Systemlieferanten.
Der Geschäftsbereich Services erzielte einen Umsatz von EUR 85,7
Mio., ein EBITDA von EUR 4,7 Mio. und einen Auftragseingang von
EUR 88,6 Mio. Services verzeichnet eine gute Nachfrage aus der
Automobilindustrie. Neben einem mehrjährigen Full-Service-
Kontrakt in Polen erhielt Services größere Aufträge in
Großbritannien, Brasilien und den USA. Wachsende Nachfrage
besteht vor allem bei technisch anspruchsvolleren
Dienstleistungen.
Carl Schenck-Konzern
Der Carl Schenck-Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des
Geschäftsjahres einen Umsatz von EUR 376,8 Mio. gegenüber EUR
287,1 Mio. im Vorjahreszeitraum (+31 %). Der Auftragseingang lag
mit EUR 448,4 Mio. um 35 % über dem Vorjahreswert von EUR 331,2
Mio. Das EBITDA betrug wegen geringerer außerordentlicher Effekte
EUR 14,6 Mio. gegenüber EUR 19,1 Mio.in der Vorjahresperiode
(- 24 %). Der Auftragsbestand erreichte EUR 333,4 Mio.
(Vj. EUR 277,5 Mio./ + 20 %).
Die stärksten Wachstumsimpulse kamen von deutschen und
amerikanischen Schenck-Gesellschaften. Durch die gelungene
Integration der nordamerikanischen Gesellschaften Motorama und
Interautomation baute der Unternehmensbereich Prüf- und
Automatisierungstechnik seine Systemkompetenz weiter aus.
Ebenfalls erweitert wurde das zuletzt stark nachgefragte Angebot
an Serviceleistungen für die Automobilindustrie. Die beiden
weiteren Schenck-Unternehmensbereiche Verfahrenssysteme sowie
Auswucht- und Diagnosetechnik profitierten von der weiteren
Nachfragebelebung in wichtigen Märkten. Der Unternehmensbereich
Verfahrenssysteme setzte seine intensivierte Marktbearbeitung
fort. Der Unternehmensbereich Auswucht- und Diagnosetechnik baute
seine Aktivitäten im Bereich Diagnose aus.Die Zusammenarbeit
der entsprechenden Geschäftsbereiche von Schenck und Dürr im
Automobilbereich verläuft planmäßig.
Der neue Dürr-Geschäftsbereich INTX wird mit der Leitgesellschaft
INTX AG als Corporate Venture Capital-Gesellschaft einerseits
fremdentwickelte Zukunftstechnologien, vor allem von Start-
up-Unternehmen, für die Dürr-Gruppe ausfindig und verfügbar machen
und andererseits die Vermarktung innovativer Technologien des
Dürr-Konzerns in neuen Märkten vorantreiben.
Ausblick auf das Gesamtjahr 2000
In den Märkten des Dürr-Konzerns besteht nach wie vor eine
insgesamt zufrieden stellende Investitionssituation, wobei
mögliche Auswirkungen des signifikanten Anstiegs der Ölpreise auf
den mittelfristigen Konjunkturverlauf zur Zeit schwer
abzuschätzen sind.
In der Automobilindustrie, dem für Dürr wichtigsten Markt, haben
von der Mengenkonjunktur unabhängige Investitionsmotive wie z.B.
Produktivitätssteigerung, Kostenreduzierung,
Qualitätsverbesserung sowie Umweltgesichtspunkte anhaltend
Priorität. Vor diesem Hintergrund wird Dürr das für das
Geschäftsjahr 2000 angestrebte Umsatzziel von EUR 1,7 Mrd.
übertreffen und beim Ergebnis vor Steuern ein zweistelliges
prozentuales Wachstum erreichen.
Gerhard Zaiß / Susanne E. Langer
Tel.: (07 11) 136 – 10 95 / 136 – 17 85
Fax.: (07 11) 136 – 17 16
gerhard.zaiss@durr.com
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