Ad-hoc | 24 January 2001 08:13
Ad hoc-Service: Dürr AG
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Vorläufiger Bericht über das Geschäftsjahr 2000
Dürr mit neuer Strategie auf Erfolgskurs
-EBT und EBITDA prozentual zweistellig gestiegen
-Hohe Zuwächse bei Umsatz und Auftragseingang
-Weiteres Wachstum in 2001 erwartet
Stuttgart, 24.01.2001 – Vor dem Hintergrund einer
weltweit guten Automobilkonjunktur hat der
Technologiekonzern Dürr nach vorläufigen US-GAAP-Zahlen
seine Planziele für das Geschäftsjahr 2000 erreicht und
bei Umsatz, Auftragseingang sowie Ergebnis neue
Höchstwerte erzielt. Durch den erfolgreichen Ausbau
seines Systemangebots und eine insgesamt stabile
Nachfrage in der Automobilindustrie erwartet Dürr auch
für 2001 ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und
Ergebnis.
EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand) und EBITDA
(Ergebnis vor Steuern, Zinsaufwand und Abschreibungen)
stiegen gegenüber 1999 deutlich an. Auch das EBT
(Ergebnis vor Steuern) verzeichnete ein zweistelliges
prozentuales Wachstum. Der Konzernumsatz stieg um 54 %
auf EUR 1.890 Mio. (Vj. EUR 1.224 Mio). Mit EUR 1.950
Mio. übertrifft der Auftragseingang den Vorjahreswert
von EUR 1.120 Mio. um 74%. Der Auftragsbestand betrug
EUR 1.110 Mio. (Vj. EUR 744 Mio., + 49%). Dürr
investierte EUR 229 Mio. in Beteiligungen (Vj. EUR 86,1
Mio.). Dabei handelt es sich v.a. um die Akquisition der
seit 1.4.2000 konsolidierten Carl Schenck AG sowie um
die 50%- Beteiligung an der at equity einbezogenen
Alstom Automation S.A. (mittlerweile Dürr-AIS). Die
Sachinvestitionen betrugen EUR 39 Mio. (Vj. EUR 29,2
Mio.). Zum Jahresende 2000 gehörten dem Dürr-Konzern
11.920 Mitarbeiter an (Vj. 7.255).
Mit einem Umsatz von EUR 904 Mio. legte der größte
Geschäftsbereich Paint Systems 24 % gegenüber dem
Vorjahr (EUR 731 Mio.) zu. Erfolgreichste Produktlinie
war die Applikationstechnik, die v.a. von der starken
Nachfrage nach Lackierrobotern profitierte. Mit zwei
Großaufträgen französischer Hersteller für die Dürr-AIS-
Gruppe konnte die Marktstellung in Frankreich ausgebaut
werden. Zum Jahresbeginn hat Dürr von ABB die Lizenz für
das Tauchlackierverfahren RoDip sowie die deutsche
Gesellschaft ABB Paint Automation erworben, die für 2001
einen Umsatz von rd. EUR 50 Mio. erwartet. Zusätzlich
stärkt der Ausbau der Aktivitäten in Japan das Dürr-
Kerngeschäft im Bereich Lackiersysteme.
Der Geschäftsbereich Automotion steigerte den Gesamtumsatz
um 7 % auf EUR 215 Mio. (Vj. EUR 201 Mio.). Der Beitrag des
Geschäftsbereichs zum konsolidierten Konzernumsatz belief
sich aufgrund des hohen Anteils konzerninterner
Zulieferungen im Rahmen von Systemaufträgen auf Euro 106
Mio. Zusammen mit dem Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und
Automatisierungstechnik hat sich Dürr Automotion zu einem
führenden Systemanbieter im Wertschöpfungsbereich
Fahrzeugendmontage entwickelt.
Bei teilweise intensivem Wettbewerb und guter
Projektlage steigerte der Geschäftsbereich Environmental
den Umsatz um 25% auf EUR 95 Mio. (Vj. EUR 76 Mio.).
Der zum Jahresbeginn aus namensrechtlichen Gründen in
Ecoclean umbenannte Geschäftsbereich Protecs steigerte den
Gesamtumsatz um 7 % auf EUR 237 Mio. (Vj. EUR 221 Mio.). Der
konsolidierte Umsatz betrug aufgrund konzerninterner
Zulieferungen, die Ecoclean im Rahmen von Systemaufträgen
für andere Geschäftsbereiche erbrachte, Euro 193 Mio. Durch
die Einführung neuer Motoren- und Getriebegenerationen
erwartet der Geschäftsbereich ein konstant hohes
Investitionsniveau in der Automobilindustrie.
Der Geschäftsbereich Services, der durch die seit Mai
1999 konsolidierte Premier-Gruppe vertreten wird,
erzielte im Geschäftsjahr 2000 einen Umsatz von EUR 119
Mio. Dies entspricht einem Plus von 12 % gegenüber dem
Premier-Umsatz für das Gesamtjahr 1999. Gegenüber dem
1999 in den konsolidierten Dürr-Konzernumsatz
eingegangenen Premier-Umsatz für 8 Monate in Höhe von
EUR 71 Mio. ergibt sich für 2000 ein Zuwachs von 68 %.
Der Geschäftsbereich verzeichnete
einen guten Auftragseingang aus der Automobilindustrie.
Interesse bestand neben der Reinigung von Systemen vor
allem an technisch anspruchsvollen Dienstleistungen wie
Instandhaltung und Wartung sowie an Betreibermodellen
für den laufenden Betrieb.
Die erstmals nach US-GAAP bilanzierende Carl Schenck AG
steigerte den Umsatz um 24 % auf EUR 578 Mio. (Vj. EUR
468 Mio.). Im Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und
Automatisierungstechnik trug neben Projekten in der
Fahrzeugendmontage auch die Nachfrage nach Planungs- und
Engineering-Dienstleistungen für Materialfluss- und
Logistiksysteme sowie nach Produkten und
Dienstleistungen für Fahrzeugentwicklung und -prüfung
zum positiven Verlauf des Geschäftsjahrs bei. Auch bei
den Unternehmensbereichen Mess- und Verfahrenstechnik
sowie Auswucht- und Diagnosetechnik hat sich die
Auftragssituation durch die Nachfragebelebung in
Schlüsselbranchen gut entwickelt.
Der im Jahr 2000 neu gegründete Geschäftsbereich INTX
forciert die Vermarktung von Dürr-Technologien in neuen
Märkten und beteiligt sich mit der Corporate Venture
Capital-Gesellschaft INTX AG an Start-up Unternehmen,
deren Produkte und Leistungen für das Dürr-Kerngeschäft
interessant sind. Nach der Überprüfung zahlreicher
Projekte geht INTX von der Realisierung erster
Beteiligungen im ersten Halbjahr 2001 aus.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2001
Für 2001 rechnet Dürr mit einem moderaten Wachstum der
Weltwirtschaft. Dürr geht davon aus, dass sich die
Weltfahrzeugproduktion – bei regionalen Unterschieden –
auch in den kommenden Jahren auf dem hohen Niveau des
Jahres 2000 bewegen wird.
Für den Fall, dass sich die Fahrzeugproduktion
entgegen den aktuellen Prognosen
rückläufig entwickelt, rechnet Dürr trotzdem mit einem
relativ stabilen Investitionsniveau. Investitionsmotive
sind z. B. die offensive Modellpolitik der Hersteller
sowie die Steigerung von Produktivität, Qualität und
Umweltverträglichkeit durch neue Systeme. Zusätzlich
trägt der wachsende Anteil an Serviceleistungen zur
Abschwächung zyklischer Effekte bei. Wachstums- und
Ertragspotenziale ergeben sich auch durch die
akquirierten Unternehmen. Nach dem starken externen
Wachstum der vergangenen Jahre konzentriert sich Dürr
auf die Verbesserung der Ertragssituation, z. B. durch
die Nutzung von Synergien innerhalb der neu formierten
Dürr-Gruppe. Für das Geschäftsjahr 2001 erwartet Dürr
erneut ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und
Ergebnis.
Dürr AG – Gerhard Zaiß / Susanne E. Langer
Tel.: 0711 / 136 – 10 95 u. – 17 85
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