![]() Dürr AktiengesellschaftStuttgartZwischenbericht zum 30.06.2016LEADING IN PRODUCTION EFFICIENCYHALBJAHRESFINANZBERICHT
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| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 1.989,3 | 1.795,5 | 940,7 | 900,0 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | Mio. € | 2.698,9 | 2.828,0 | 2,698.9 | 2.828,0 |
| Umsatz | Mio. € | 1.706,9 | 1.773,5 | 881,7 | 924,4 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 408,0 | 380,0 | 212,9 | 198,5 |
| EBITDA | Mio. € | 157,3 | 146,7 | 79,3 | 75,9 |
| EBIT | Mio. € | 119,0 | 108,0 | 60,3 | 60,5 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 77,8 | 53,5 | 39,2 | 36,5 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,21 | 1,49 | 1,11 | 1,01 |
| Bruttomarge | % | 23,9 | 21,4 | 24,1 | 21,5 |
| EBIT-Marge | % | 7,0 | 6,1 | 6,8 | 6,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | -84,6 | 10,9 | -82,0 | -28,6 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | Mio. € | -139,2 | -10,7 | -142,6 | -2,5 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | Mio. € | 207,8 | -148,3 | 217,4 | -144,4 |
| Free Cashflow | Mio. € | -138,4 | -36,2 | -116,3 | -58,5 |
| Investitionen | Mio. € | 38,6 | 36,2 | 18,9 | 18,8 |
| Bilanzsumme (30. Juni) | Mio. € | 3.107,0 | 2.952,4 | 3.107,0 | 2.952,4 |
| Eigenkapital (mit nicht-beherrschenden Anteilen) (30. Juni) |
Mio. € | 711,5 | 604,2 | 711,5 | 604,2 |
| Eigenkapitalquote (30. Juni) | % | 22,9 | 20,5 | 22,9 | 20,5 |
| ROCE1 | % | 29,2 | 40,9 | 29,6 | 45,8 |
| Nettofinanzstatus (30. Juni) | Mio. € | -90,2 | 88,7 | -90,2 | 88,7 |
| Net Working Capital (30. Juni) | Mio. € | 372,1 | 176,1 | 372,1 | 176,1 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 15.051 | 14.448 | 15.051 | 14.448 | |
| Dürr-Aktie | |||||
| ISIN: DE0005565204 | |||||
| Höchst2 | € | 72,65 | 109,80 | 72,65 | 109,80 |
| Tiefst2 | € | 49,52 | 71,35 | 60,30 | 78,66 |
| Schluss2 | € | 67,99 | 83,65 | 67,99 | 83,65 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz | Stück | 220.200 | 141.100 | 281.600 | 155.200 |
| Anzahl der Aktien | Tsd. | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
| ― |
Reger Auftragseingang: +11 %, starke Nachfrage in Nordamerika und Europa überkompensiert temporär verhalteneres Chinageschäft |
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| ― |
Auftragsbestand: 2,7 Mrd. €, rund 230 Mio. € höher als Ende 2015 |
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| ― |
Umsatz: -4 %, vorwiegend wechselkursbedingt (-3 %), hoher Vorjahresumsatz durch Nachholeffekte geprägt |
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| ― |
Positiver Ergebnistrend in H1:
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| ― |
EBIT in Q2 trotz leichtem Umsatzrückgang (-4,6 %) auf Vorjahresniveau |
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| ― |
Cashflow und Nettofinanzstatus rückläufig:
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| ― |
Ausblick 2016:
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Mit der Strategie "Dürr 2020" entwickeln wir unser Unternehmen weiter und legen die
Basis für weiteres profitables Wachstum. Die Kennzahlenziele von "Dürr 2020" sind:
| ― |
Umsatz: Bis 2020 wollen wir den Umsatz auf bis zu 5 Mrd. € steigern. |
| ― |
EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen. |
| ― |
ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen. |
Mit "Dürr 2020" werden wir neue Wachstumsfelder im Maschinen- und Anlagenbau erschließen.
Hintergrund ist, dass das Kerngeschäft mit der Automobilindustrie angesichts des hohen
Marktanteils, den wir erreicht haben, nicht mehr so stark wächst wie in den Vorjahren.
Für die kommenden Jahre erwarten wir in unserem Automobilgeschäft Zuwächse im Rahmen
des Marktwachstums, das heißt von durchschnittlich rund 3 %. Ein Meilenstein bei der
Portfolioerweiterung war die Übernahme der HOMAG Group im Oktober 2014. Die HOMAG
Group ist mit über 1 Mrd. € Umsatz der größte Anbieter von Maschinen und Anlagen zur
Holzbearbeitung und führend bei Industrie-4.0-Anwendungen für die Möbelproduktion.
Mit dem breit angelegten Optimierungsprogramm FOCUS verbessert die HOMAG Group ihre
Prozesse und Strukturen. Auf dieser Basis soll sie bis zum Jahr 2020 rund 1,25 Mrd.
€ Umsatz und eine EBIT-Marge von 8 bis 10 % erzielen.
Zukünftig wollen wir weitere Unternehmen akquirieren, um profitabel zu wachsen. Unsere
Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind:
| ― |
Maschinen- und Anlagenbau |
| ― |
Industrie-4.0-Kompetenz |
| ― |
Führende Markt- und Technologieposition |
| ― |
Nischenmarkt ohne Großkonzerne als Wettbewerber |
| ― |
Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung |
| ― |
Zu Dürr passende Unternehmenskultur |
Unser Ziel ist es, Dürr durch Akquisitionen zu einem breiter aufgestellten Automatisierungskonzern
mit starker Ausrichtung auf Industrie 4.0 weiter zu entwickeln.

Neben dem Ziel einer breiteren Aufstellung im Maschinen- und Anlagenbau umfasst unsere
Strategie vier weitere Felder: Innovation, Globalisierung, Service und Effizienz.
Sie gruppieren sich um den Claim "Leading in Production Efficiency", also das Versprechen
an unsere Kunden, die Effizienz ihrer Produktionsprozesse zu erhöhen. Die wichtigsten
Stoßrichtungen in den vier Strategiefeldern sind:
| ― |
Automatisierung |
| ― |
digital@Dürr mit den Schwerpunkten Smart Products, Smart Services, Smart Factory,
Smart Processes |
| ― |
Ausbau des Standortnetzwerks, weitere Lokalisierung der Wertschöpfung in den Emerging Markets |
| ― |
Expansion im Geschäftsfeld Industrial Products (Applikationstechnik für die allgemeine Industrie) |
| ― |
Service-Wachstum durch gezielte Nutzung unserer breiten installierten Basis |
| ― |
Ausschöpfen des wachsenden Marktpotenzials im Modernisierungsgeschäft |
| ― |
Erschließung von Ergebnispotenzialen durch interne Struktur- und Prozessoptimierung |
| ― |
Weitere Digitalisierung unserer Wertschöpfungsprozesse |
Die Weltwirtschaft entwickelte sich im ersten Halbjahr 2016 stabil, die wichtigsten
Regionen (Nordamerika, China, Europa) wiesen ein moderates Wachstum auf. Die Rohstoffpreise
stiegen nach dem Tief im ersten Quartal wieder an. Auch der Baltic Dry Index, ein
wichtiger Frühindikator für den Welthandel, legte nach dem Allzeittief von unter 300
Punkten im Februar wieder zu und erreichte im Juli rund 750 Punkte. Damit lag er wieder
auf dem Niveau von Anfang 2015.
Für das Gesamtjahr 2016 ist aus heutiger Sicht ein weltweites BIP-Plus von 3,0 % zu
erwarten. Konjunkturrisiken resultieren aus der anhaltenden Terrorgefahr und der Brexit-Entscheidung.
Hinzu kommt die Niedrigzinspolitik der Notenbanken, die insbesondere das europäische
Bankensystem belastet. Für 2017 prognostizieren Experten dennoch ein etwas stärkeres
Wachstum der Weltwirtschaft als 2016. Russland und Brasilien dürften die konjunkturelle
Talsohle durchschritten haben, während China und Indien ein stetiges Wachstum erzielen
sollten.
| BIP-Wachstum, % | 2014 | 2015 | 2016p | 2017P | |
| G7 | 1,7 | 1,8 | 1,3 | 1,3 | |
| USA | 2,4 | 2,4 | 1,5 | 1,7 | |
| Japan | -0,1 | 0,6 | 0,2 | 1,1 | |
| Euroland | 0,9 | 1,6 | 1,6 | 1,1 | |
| Emerging Markets | 4,6 | 4,0 | 4,1 | 4,7 | |
| China | 7,3 | 6,9 | 6,6 | 6,5 | |
| Indien | 7,0 | 7,2 | 7,5 | 7,6 | |
| Brasilien | 0,1 | -3,8 | -3,2 | 1,0 | |
| Welt | 3,4 | 3,1 | 3,0 | 3,4 | |
Quelle: Deutsche Bank Global Economic Perspectives, Juli 2016
P = Prognose
Der weltweite Automobilabsatz entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2016 insgesamt
positiv. Die wichtigsten Märkte konnten weiter zulegen: In China stieg der PKW-Absatz
um 12 % und damit deutlich stärker als erwartet. Dazu trugen auch die Ende 2016 auslaufenden
Steuervergünstigungen beim Kauf von Kleinwagen bei. Das Verkaufsplus von 17 % in den
neuen EU-Ländern Osteuropas wurde getragen von niedrigen Kraftstoffpreisen und günstigen
Finanzierungsmöglichkeiten. Auch in Westeuropa setzte sich das Absatzwachstum der
Automobilindustrie auf erfreulichem Niveau fort. In den USA nahmen die PKW-Verkäufe
nach dem Rekordjahr 2015 nur noch um 1 % zu. Der indische Automarkt verzeichnete einen
weiteren Zuwachs von 5 %, während die Absatzzahlen in Brasilien, Russland und Japan
rückläufig waren.
Veränderung zum Vorjahr in %
Quelle: VDA

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat im Juni seine Produktionsprognose
für das Gesamtjahr 2016 bestätigt. Demnach soll die Produktion wie schon im Vorjahr
stagnieren. Hoffnung machen die Auftragseingänge im Maschinenbau. Sie stiegen im Mai
um 4 % gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres; im Zeitraum März bis Mai 2016
nahmen die Orders um durchschnittlich 6 % zu.
Für die sekundäre Holzbearbeitung meldet der entsprechende VDMA-Fachverband ein markantes
Bestellwachstum von 10 % im Zeitraum Januar bis Mai 2016 (ohne Berücksichtigung von
Preisbereinigungen). Im Sektor Holzbearbeitungsmaschinen wird für 2016 ein Produktionsplus
von bis zu 5 % erwartet.
Der Auftragseingang erreichte im ersten Halbjahr 2016 knapp 2 Mrd. € (1.989,3 Mio.
€) und übertraf den Rekordwert des Vorjahres (1.795,5 Mio. €) um 10,8 %. Nach dem
sehr starken ersten Quartal (1.048,5 Mio. €) lag das Bestellvolumen mit 940,7 Mio.
€ auch im zweiten Quartal über dem Vorjahreswert (+4,5 %). In vier von fünf Divisions
erzielten wir im ersten Halbjahr teils erhebliche Zuwächse: jeweils +15 % bei Paint
and Final Assembly Systems (Lackier- und Montagesysteme) und Application Technology
(Roboter- und Applikationstechnik) sowie +18 % bei Measuring and Process Systems (Auswucht-
und Reinigungstechnik) und +25 % bei Clean Technology Systems (Umwelt- und Energieeffizienztechnik).
Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) behauptete mit -1 % knapp das Rekord-Bestellvolumen
des Vorjahres.
In den Emerging Markets (Asien ohne Japan, Süd- und Mittelamerika, Afrika, Osteuropa)
reduzierte sich der Auftagseingang leicht auf 844,5 Mio. € (-3,7 %), dies entspricht
einem Anteil von 42,5 % am Bestellvolumen des Konzerns. In China lag der Auftragseingang
36 % unter dem Wert des ersten Halbjahres 2015. Hintergrund ist, dass sich die Automobilindustrie
nach ihrer Expansionswelle der Jahre 2014/2015 sowie schwachen Verkaufszahlen im Sommer
2015 wie erwartet mit Investitionen zurückhielt. Nachdem sich der Automobilabsatz
in China im ersten Halbjahr 2016 aber deutlich belebt hat, dürften in der zweiten
Jahreshälfte mehrere Investitionsprojekte zur Vergabe kommen. Dabei spielen auch rein
chinesische Automobilhersteller eine wichtige Rolle, sie sind derzeit mit preiswerten
SUVs sehr erfolgreich. In Nordamerika übertraf das Ordervolumen den Vorjahreswert
um 51 %.
Einen großen Anteil daran hatte ein Großauftrag eines US-Autoherstellers über den
Bau eines Fahrzeugendmontagewerks. auch in Europa und einigen asiatischen Ländern
verzeichneten wir eine lebhafte Nachfrage mit Zuwächsen von 17 % beziehungsweise 28
%.
*
Dieser Zwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
erstellt.

| Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Auftragseingang | 1.989,3 | 1.795,5 | 940,7 | 900,0 |
| Umsatz | 1.706,9 | 1.773,5 | 881,7 | 924,4 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.698,9 | 2.828,0 | 2.698,9 | 2.828,0 |
Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2016 leicht um 3,8 % auf 1.706,9 Mio.
€, im zweiten Quartal verzeichneten wir einen Rückgang um 4,6 % auf 881.7 Mio. €.
Allerdings war das Vorjahr geprägt von einem außergewöhnlich hohen Umsatzniveau, da
Paint and Final Assembly Systems kundenseitige Projektverzögerungen aus dem Jahr 2014
aufholen konnte. Bereinigt um Wechselkurseffekte (-3 %) erreichte der Umsatz im ersten
Halbjahr 2016 nahezu den Vorjahreswert.
Im Service-Geschäft setzen wir unser Wachstum im ersten Halbjahr mit einem Umsatzzuwachs
von 8,6 % fort. Der Service-Umsatz in Höhe von 461,9 Mio. € entspricht einem Anteil
von 27,1 % am Konzernumsatz. Das zweite Halbjahr dürfte aus heutiger Sicht weitere
Zuwächse im Service-Geschäft bringen.
Die regionale Umsatzverteilung war im ersten Halbjahr 2016 sehr ausgewogen. 15 % der
Erlöse entfielen auf Deutschland, 28 % auf andere europäische Länder und 24 % auf
Nord- und Südamerika. Aus Asien, Afrika und Australien stammten 33 %, der Anteil der
Emerging Markets veränderte sich kaum und betrug 50 %.
Die Book-to-Bill-Ratio (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz) erreichte mit 1,2
einen hohen Wert. Zum 30. Juni 2016 belief sich der Auftragsbestand auf 2.698,9 Mio.
€, dies entspricht einem Anstieg um 233,1 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2015 beziehungsweise
um 57,0 Mio. € im Vergleich zum 31. März 2016.
Das Wachstum im ertragsstärkeren Service-Geschäft führte dazu, dass sich das Bruttoergebnis
trotz des rückläufigen Konzernumsatzes um 7,4 % auf 408,0 Mio. € erhöhte. Die Bruttomarge
erhöhte sich im ersten Halbjahr 2016 von 21,4 % auf 23,9 %; im zweiten Quartal erreichte
sie mit 24,1 % einen neuen Höchstwert.
Bei den Vertriebs- und Verwaltungskosten verzeichneten wir in der ersten Jahreshälfte
einen Anstieg um 6,0 % auf 244,3 Mio. €. Die strategisch wichtigen Ausgaben für Forschung
und Entwicklung hoben wir um 5,3 % auf 48,6 Mio. € an. Die sonstigen betrieblichen
Erträge und Aufwendungen saldierten sich zu einem Ertrag von 3,9 Mio. € (H1 2015:
4,7 Mio. €). Dieser enthält einen Sonderertrag von 5,0 Mio. € aus einem Immobilienverkauf
in den USA im ersten Quartal.
Angesichts des guten Bruttoergebnisses verbesserte sich das EBIT gegenüber dem ersten
Halbjahr 2015 um 10,2 % auf 119,0 Mio. €. Die EBIT-Marge stieg von 6,1 % auf 7,0 %.
Im zweiten Quartal blieb das EBIT mit 60,3 Mio. € nahezu konstant, obwohl der Umsatz
um 4,6 % sank. Folglich erhöhte sich die EBIT-Marge auf 6,8 % (Q2 2015: 6,5 %).
Das EBIT profitierte davon, dass der Sonderaufwand infolge der Kaufpreisallokation
für die HOMAG Group im ersten Halbjahr 2016 auf den auch zukünftig erwarteten Normalwert
von 4,4 Mio. € sank. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren für HOMAG Sonderaufwendungen
von 18,2 Mio. € angefallen (13,8 Mio. € für die Kaufpreisallokation, 4,4 Mio. € für
die Kündigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung). Das operative EBIT (bereinigt um
Kaufpreisallokationseffekte und den Ertrag aus US-Immobilienverkauf) belief sich im
ersten Halbjahr 2016 auf 118,4 Mio. € (H1 2015: 126,2 Mio. €). Daraus resultiert eine
operative EBIT-Marge von 6,9 % nach 7,1 % im Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal
betrug die operative EBIT-Marge 7,1 % (Q2 2015: 7,3 %). Bei Abschreibungen von 38,2
Mio. € stieg das EBITDA im ersten Halbjahr 2016 um 7,2 % auf 157,3 Mio. €.
Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr 2016 um 10,0 Mio. € auf -7,1
Mio. €. Der Hauptgrund dafür waren deutlich reduzierte Sonderaufwendungen in Zusammenhang
mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG. Hinzu kamen
Einsparungen durch die Integration der HOMAG Group in die günstigere Konzernfinanzierung
von Dürr.
Steuerquote und Steueraufwand gingen im ersten Halbjahr 2016 erwartungsgemäß auf ein
normales Maß zurück (30,4 % und 34,1 Mio. € / H1 2015: 41,1 % und 37,3 Mio. €). Maßgeblich
dafür war der Wegfall der Einmaleffekte, die im Vorjahreszeitraum infolge des Abschlusses
des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group entstanden waren.
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich entsprechend deutlich um 45,4 % auf 77,8
Mio. €. Daraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von 2,21 € für das erste Halbjahr
(H1 2015: 1,49 €). Im zweiten Quartal stieg das Nachsteuerergebnis um 7,3 % auf 39,2
Mio. €, das Ergebnis je Aktie betrug 1,11 € nach 1,01 € im Vorjahreszeitraum.
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.706,9 | 1.773,5 | 881,7 | 924,4 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 408,0 | 380,0 | 212,9 | 198,5 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | Mio. € | 244,3 | 230,5 | 125,7 | 116,0 |
| F&E-Kosten | Mio. € | 48,6 | 46,2 | 24,8 | 25,0 |
| EBITDA | Mio. € | 157,3 | 146,7 | 79,3 | 75,9 |
| EBIT | Mio. € | 119,0 | 108,0 | 60,3 | 60,5 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -7,1 | -17,2 | -4,1 | -5,6 |
| EBT | Mio. € | 111,9 | 90,8 | 56,2 | 54,9 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -34,1 | -37,3 | -17,0 | -18,4 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 77,8 | 53,5 | 39,2 | 36,5 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,21 | 1,49 | 1,11 | 1,01 |
| Bruttomarge | % | 23,9 | 21,4 | 24,1 | 21,5 |
| EBITDA-Marge | % | 9,2 | 8,3 | 9,0 | 8,2 |
| EBIT-Marge | % | 7,0 | 6,1 | 6,8 | 6,5 |
| EBT-Marge | % | 6,6 | 5,1 | 6,4 | 5,9 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 4,6 | 3,0 | 4,4 | 4,0 |
| Zinsdeckungsgrad | 13,8 | 5,9 | 12,3 | 9,0 | |
| Steuerquote | % | 30,4 | 41,1 | 30,2 | 33,4 |
Im ersten Halbjahr 2016 gab es keine einzelnen Ereignisse, die sich wesentlich auf
die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Die vorübergehende
Investitionszurückhaltung der Automobilindustrie in China konnten wir durch hohe Auftragseingänge
in Nordamerika und Europa überkompensieren.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ging im ersten Halbjahr 2016 auf -84,6
Mio. € zurück (H1 2015: 10,9 Mio. €). Mittelabflüsse ergaben sich zum einen aus Rückstellungsveränderungen
und Auszahlungen für die im Jahr 2015 gekündigte Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei
der HOMAG Group. Zum anderen erhöhte sich das Net Working Capital (NWC) seit Jahresbeginn
um 136,2 Mio. €. Dies resultierte unter anderem aus einer Normalisierung des zuvor
überdurchschnittlich hohen Anzahlungsniveaus sowie aus teils verzögerten Zahlungseingängen
im zweiten Quartal 2016. Allerdings wirkt sich dies nicht auf unsere Ertragslage aus,
zudem erwarten wir bis zum Jahresende keine weitere NWC-Erhöhung. Vor diesem Hintergrund
gehen wir für das zweite Halbjahr 2016 von einer deutlichen Cashflow-Verbesserung
aus.
| Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 111,9 | 90,8 | 56,2 | 54,9 |
| Abschreibungen | 38,2 | 38,7 | 19,0 | 15,3 |
| Zinsergebnis | 8,7 | 18,7 | 5,0 | 6,8 |
| Ertragsteuerzahlungen | -38,4 | -39,6 | -19,3 | -20,9 |
| Veränderung Rückstellungen | -12,3 | 20,8 | 2,0 | 7,5 |
| Veränderung Net Working Capital | -136,2 | -86,5 | -113,9 | -62,1 |
| Sonstiges | -56,5 | -32,0 | -31,0 | -30,2 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -84,6 | 10,9 | -82,0 | -28,7 |
| Zinszahlungen (netto) | -15,5 | -11,1 | -15,5 | -11,1 |
| Investitionen | -38,4 | -36,0 | -18,8 | -18,7 |
| Free Cashflow | -138,4 | -36,2 | -116,3 | -58,5 |
| Sonstige Zahlungsströme (einschl. Dividende) | -81,2 | -42,9 | -63,0 | -73,0 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -219,6 | -79,1 | -179,3 | -131,5 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2016 bei -139,2 Mio.
€ (H1 2015: -10,7 Mio. €). Ein prägender Faktor war, dass wir Mittel, die uns durch
die Emission des Schuldscheindarlehens im April 2016 (nominal 300 Mio. €) zuflossen,
in Termingeldern angelegt haben. Hinzu kamen Erlöse aus der Veräußerung von Vermögenswerten
und der Mittelabfluss für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
in Höhe von 38,4 Mio. €.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 207,8 Mio. € (H1 2015: -148,3
Mio. €) wurde zum einen durch die Emission des Schuldscheindarlehens beeinflusst,
zum anderen durch die Dividendenzahlung und geleistete Zinszahlungen.
Infolge des negativen operativen Cashflows war auch der Free Cashflow für das erste
Halbjahr 2016 negativ. Er erreichte -138,4 Mio. € nach -36,2 Mio. € in der Vorjahresperiode.
Der negative Free Cashflow und die Auszahlung der Dividende trugen dazu bei, dass
der Nettofinanzstatus um 219,6 Mio. € nachgab und zur Jahresmitte bei -90,2 Mio. €
stand. Für das zweite Halbjahr wird eine deutlich positive Entwicklung erwartet.
| Mio. € | |
| 30. Juni 2016 | -90,2 |
| 31. Dezember 2015 | 129,4 |
| 30. Juni 2015 | 88,7 |
| Mio. € | 30. Juni 2016 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 640,2 | 20,6 | 648,9 | 613,1 |
| Sachanlagen | 401,8 | 12,9 | 394,7 | 373,1 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 131,9 | 4,2 | 138,4 | 141,1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.173,9 | 37,8 | 1.182,0 | 1.127,3 |
| Vorräte | 414,3 | 13,3 | 386,7 | 435,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 880,7 | 28,3 | 895,8 | 884,2 |
| Liquide Mittel | 414,5 | 13,3 | 435,6 | 391,6 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 223,6 | 7,2 | 86,4 | 113,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.933,1 | 62,2 | 1.804,6 | 1.825,1 |
| Bilanzsumme | 3.107,0 | 100,0 | 2.986,7 | 2.952,4 |
Gegenüber dem 31. Dezember 2015 erhöhte sich die Bilanzsumme bei nahezu unverändertem
Konsolidierungskreis um 4,0 %. Maßgeblich dafür war vor allem die Begebung des Schuldscheindarlehens
über nominal 300 Mio. €. Auf der Aktivseite bewirkte sie eine Erhöhung der sonstigen
kurzfristigen Vermögenswerte, die unter anderem Termingelder in Fremdwährungen enthalten.
Da wir im ersten Halbjahr 2016 keine Firmen akquiriert haben, gab es keine akquisitionsbedingten
Veränderungen in der Bilanz. Die liquiden Mittel gingen im Vergleich zum Jahresende
2015 um 4,8 % zurück. Ohne die Begebung des Schuldscheindarlehens wäre der Rückgang
stärker ausgefallen, da das um Wechselkursveränderungen bereinigte Net Working Capital
um 136,2 Mio. € auf 372,1 Mio. € stieg. Mit 39,2 Tagen stiegen die Days Working Capital
vorübergehend über das Normalniveau. Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 1.173,9
Mio. € und haben sich damit seit 31. Dezember 2015 kaum verändert.

| Mio. € | 30. Juni 2016 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 88,6 | 2,9 | 88,6 | 88,6 |
| Sonstiges Eigenkapital | 605,4 | 19,5 | 608,5 | 500,0 |
| Eigenkapital Aktionäre | 694,0 | 22,3 | 697,1 | 588,6 |
| Nicht beherrschende Anteile | 17,5 | 0,6 | 17,3 | 15,7 |
| Summe Eigenkapital | 711,5 | 22,9 | 714,4 | 604,2 |
Das Eigenkapital stieg im Vergleich zur Jahresmitte 2015 um 18 % auf 711,5 Mio. €.
Gegenüber dem Jahresende 2015 blieb es nahezu konstant, da der positive Effekt aus
dem hohen Ergebnis nach Steuern durch drei Faktoren neutralisiert wurde: die Dividendenzahlung,
die Neubewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus sowie
Wechselkurseffekte. Die Eigenkapitalquote stieg seit Mitte 2015 von 20,5 % auf 22,9
%. Für das Jahresende rechnen wir mit einer weiteren Verbesserung, längerfristig streben
wir einen Zielwert von bis zu 30 % an.
| Mio. € | 30. Juni 2016 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 |
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe) | 665,3 | 21,4 | 350,9 | 352,2 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 181,5 | 5,8 | 185,7 | 191,2 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 925,4 | 29,8 | 1.046,1 | 1.144,6 |
| Davon erhaltene Anzahlungen | 551,8 | 17,8 | 647,0 | 726,0 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 39,5 | 1,3 | 41,7 | 31,7 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) | 583,8 | 18,8 | 647,8 | 628,5 |
| Gesamt | 2.395,5 | 77,1 | 2.272,2 | 2.348,2 |
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich seit dem 31. Dezember
2015 um 123,2 Mio. € auf 2.395,5 Mio. €. Hauptgrund dafür war die Begebung des Schuldscheindarlehens.
Dem steht eine Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber,
die insbesondere aus einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um 95,2 Mio. € resultierte.
Auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich verringert, unter anderem infolge
der Kündigung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung bei der HOMAG Group in Deutschland.
Die Pensionsrückstellungen stiegen nur leicht auf 59,3 Mio. €, obwohl wir den Abzinsungsfaktor
für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen in Deutschland von 2,4 % auf 1,4 %
gesenkt haben.
Der Geschäftsverlauf hat unsere Erwartungen im ersten Halbjahr 2016 erfüllt. Das Ergebnis
hat vor dem Hintergrund geringerer Sonderaufwendungen infolge der HOMAG-Akquisiton
deutlich zugelegt. Der Umsatz lag im Rahmen der Erwartungen. Der Auftragseingang war
im ersten Halbjahr 2016 hingegen höher als geplant. Daher und mit Blick auf die weiterhin
gut gefüllte Projekt-Pipeline heben wir unsere Prognose für den Auftragseingang im
Gesamtjahr 2016 an. Wir erwarten nunmehr ein Bestellvolumen von 3,5 bis 3,7 Mrd. €,
zuvor hatten wir eine Bandbreite von 3,3 bis 3,6 Mrd. € angestrebt.
Cashflow und Nettofinanzstatus haben zur Jahresmitte nicht die geplanten Niveaus erreicht.
Maßgeblich dafür waren Zahlungsverzögerungen und ein geringeres Anzahlungsniveau;
allerdings verursacht dies keine nennenswerten Mehrkosten. Für das Jahresende erwarten
wir einen Nettofinanzstatus von +50 bis +100 Mio. €. Weitere Informationen zu unseren
Jahresprognosen enthält das Kapitel Ausblick auf Seite 25.
Ende März 2016 haben wir ein Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € mit einem durchschnittlichen
Zinssatz von rund 1,6 % begeben. Es dient zur langfristigen Finanzierung und erhöht
den Spielraum für die strategische Weiterentwicklung des Konzerns durch Investitionen
und Akquisitionen. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016.
Darüber hinaus beinhaltete unsere Finanzierungsstruktur zum 30. Juni 2016 folgende
Komponenten:
| ― |
Unternehmensanleihe der Dürr AG über 300 Mio. € |
| ― |
Syndizierter Kredit der Dürr AG über 465 Mio. € |
| ― |
Immobiliendarlehen für den Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (2011) mit einem Buchwert von 36,6 Mio. € zum 30. Juni 2016 |
| ― |
Bilaterale Kreditfazilitäten in kleinerem Umfang sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
Das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen blieb
seit Ende 2015 weitgehend unverändert. Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen
beliefen sich zum 30. Juni 2016 auf 108,2 Mio. € (31.12.2015: 122,1 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge
bilden die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Forderungsverkäufe
(Forfaitierung, Factoring, Negoziierung) wurden im ersten Halbjahr 2016 in geringem
Umfang durchgeführt (16,4 Mio. €); gegenüber dem Jahresende 2015 haben sie sich um
1,0 Mio. € verringert.
Der Gesamtumfang aller Kredit- und Avallinien belief sich am 30. Juni 2016 auf 1.049,2
Mio. € (31.12.2015: 1.034,9 Mio. €). Die Gesamtinanspruchnahme aller verfügbaren Kredit-
und Avallinien erreichte 336,8 Mio. € (31.12.2015: 359,9 Mio. €). Die Avale stellen
keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente dar.
Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" haben wir unsere direkten F&E-Aufwendungen im
ersten Halbjahr 2016 um 5,3 % auf 48,6 Mio. € gesteigert. Die F&E-Quote lag im ersten
Halbjahr wie auch im zweiten Quartal 2016 bei 2,8 % (H1 2015: 2,6 % / Q2 2015: 2,7
%). Neben den direkten F&E-Ausgaben wurden weitere Entwicklungskosten, die im Rahmen
von Kundenaufträgen anfielen, in den Umsatzkosten gebucht. Die Aktivierung von Entwicklungskosten
belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf 6,6 Mio. € (H1 2015: 5,7 Mio. €), davon entfielen
3,3 Mio. € auf das zweite Quartal. Zur Jahresmitte waren 688 F&E-Mitarbeiter im Konzern
beschäftigt (30. Juni 2015: 622).
Konzernweit bildete der Komplex Digitalisierung/Industrie 4.0 einen Schwerpunkt unseres
Innovationsmanagements. Darüber hinaus stellten wir in allen Divisions zahlreiche
Neuentwicklungen vor:
| ― |
Paint and Final Assembly Systems präsentierte eine neue LED-Beleuchtung für Lackierkabinen. Im Vergleich zum Vorgängermodell senkt das System den Energieverbrauch um rund 40 %. |
| ― |
Application Technology entwickelte mit der EcoBell3 Cx einen Zerstäuber speziell für die Kunststofflackierung. Dank flexibler Sprühstrahlbreiten eignet sich die EcoBell3 Cx sowohl für breitere Flächen als auch für schmale Details. |
| ― |
Eine wichtige Innovation von Clean Technology Systems ist der Gasbrenner Hotcom. Er wurde gemeinsam mit Paint and Final Assembly Systems für die Beheizung von Karosserietrocknern in Lackierereien entwickelt. |
| ― |
Measuring and Process Systems entwickelte ein modulares Portalsystem für seine Prüf- und Einstellstände für Fahrerassistenzsysteme. Fahrerassistenzsysteme (zum Beispiel Abstandswarner) helfen, Unfälle zu vermeiden, und werden im Zuge des autonomen Fahrens immer wichtiger. Die neue Lösung von Measuring and Process Systems ist flexibel einsetzbar und ermöglicht eine hohe Messgenauigkeit. |
| ― |
Woodworking Machinery and Systems stellte das flexible Bearbeitungszentrum Venture 115 mit 5-Achs-Technik vor. Es eignet sich zum Bohren, Sägen und Fräsen von Platten, Fenstern, Türen und Massivholzteilen. |
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen im ersten
Halbjahr 2016 um 6,7 % auf 38,6 Mio. €. 10,7 Mio. € entfielen auf immaterielle Vermögenswerte
(H1 2015: 10,8 Mio. €). Beteiligungserwerbe wurden im ersten Halbjahr 2016 nicht durchgeführt
(H1 2015: 8,2 Mio. €).
Die Sachinvestitionen erhöhten sich um 9,8 % auf 27,9 Mio. €. Die beiden wichtigsten
Projekte waren der Bau neuer Campus-Standorte in China und den USA. Der neue US-Standort
Southfield (Michigan) wurde im Juni eingeweiht, die derzeit entstehenden Gebäude in
Shanghai sollen Anfang 2017 bezogen werden. Die HOMAG Group investierte im ersten
Halbjahr 2016 besonders in die weltweite IT-Struktur.
| Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Paint and Final Assembly Systems | 11,5 | 7,8 | 3,9 | 4,6 |
| Application Technology | 8,1 | 8,5 | 4,2 | 3,9 |
| Measuring and Process Systems | 4,2 | 3,3 | 2,9 | 1,9 |
| Clean Technology Systems | 2,6 | 2,4 | 0,8 | 1,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 10,8 | 13,2 | 6,2 | 6,7 |
| Corporate Center | 1,3 | 0,9 | 0,8 | 0,3 |
| Gesamt | 38,6 | 36,2 | 18,9 | 18,8 |
*
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Zur Jahresmitte 2016 waren 15.051 Mitarbeiter bei Dürr beschäftigt. Dies entspricht
einem Zuwachs von 1,4 % seit Ende 2015 beziehungsweise 4,2 % seit dem 30. Juni 2015.
In den Emerging Markets fiel der Anstieg höher aus, dort wuchs die Belegschaft seit
Mitte 2015 um 5,9 % auf 4.489 Mitarbeiter. In Deutschland stieg die Mitarbeiterzahl
im selben Zeitraum um 3,4 % auf 8.110 Beschäftigte.
| 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 3,385 | 3,374 | 3,212 |
| Application Technology | 1,930 | 1,858 | 1,843 |
| Measuring and Process Systems | 3,034 | 2,992 | 2,925 |
| Clean Technology Systems | 528 | 499 | 480 |
| Woodworking Machinery and Systems | 5,983 | 5,906 | 5,780 |
| Corporate Center | 191 | 221 | 208 |
| Gesamt | 15,051 | 14,850 | 14,448 |
| 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 | |
| Deutschland | 8,110 | 8,026 | 7,841 |
| Sonstige europäische Länder | 2,230 | 2,165 | 2,106 |
| Nord-/Zentralamerika | 1,309 | 1,256 | 1,244 |
| Südamerika | 352 | 382 | 395 |
| Asien, Afrika, Australien | 3,050 | 3,021 | 2,862 |
| Gesamt | 15,051 | 14,850 | 14,448 |
| Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Paint and Final Assembly Systems | 567,2 | 637,9 | 276,8 | 340,0 |
| Application Technology | 263,0 | 279,0 | 143,8 | 148,9 |
| Measuring and Process Systems | 274,8 | 283,9 | 151,6 | 147,3 |
| Clean Technology Systems | 75,4 | 68,0 | 42,5 | 38,1 |
| Woodworking Machinery and Systems | 526,6 | 504,1 | 267,0 | 249,8 |
| Corporate Center / Konsolidierung | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,2 |
| Konzern | 1.706,9 | 1.773,5 | 881,7 | 924,4 |
| Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Paint and Final Assembly Systems | 38,0 | 48,0 | 18,7 | 24,9 |
| Application Technology | 32,1 | 28,9 | 14,9 | 15,9 |
| Measuring and Process Systems | 27,3 | 26,6 | 17,7 | 14,1 |
| Clean Technology Systems | 2,4 | 0,2 | 2,1 | -0,3 |
| Woodworking Machinery and Systems | 27,5 | 9,1 | 13,2 | 8,1 |
| Corporate Center / Konsolidierung | -8,3 | -4,7 | -6,1 | -2,1 |
| Konzern | 119,0 | 108,0 | 60,3 | 60,5 |
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 676,0 | 588,1 | 340,2 | 309,2 |
| Umsatz | Mio. € | 567,2 | 637,9 | 276,8 | 340,0 |
| EBITDA | Mio. € | 44,6 | 52,0 | 22,0 | 27,0 |
| EBIT | Mio. € | 38,0 | 48,0 | 18,7 | 24,9 |
| EBIT-Marge | % | 6,7 | 7,5 | 6,7 | 7,3 |
| ROCE1 | % | >100 | >100 | >100 | >100 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 3.385 | 3.212 | 3.385 | 3.212 |
Paint and Final Assembly Systems steigerte seinen Auftragseingang im ersten Halbjahr
2016 um 15,0 % auf 676,0 Mio. €. Die größten Aufträge erhielt die Division in Nordamerika,
Osteuropa und China. Dazu zählt auch ein im zweiten Quartal eingegangenes Großprojekt
über den Bau eines Endmontagewerks für einen US-Automobilhersteller. Der Umsatzrückgang
im ersten Halbjahr kam erwartet: Der hohe Vorjahreswert enthielt nachgeholte Erlöse,
die für 2014 geplant waren, wegen kundenseitiger Projektverzögerungen aber erst 2015
realisiert werden konnten. Das EBIT verringerte sich infolge des niedrigeren Umsatzes
um 10,0 Mio. € auf 38,0 Mio. €. Die EBIT-Marge erreichte im ersten Halbjahr und im
zweiten Quartal jeweils 6,7 %. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir einen Anstieg.
Vor diesem Hintergrund dürfte Paint and Final Assembly Systems im Gesamtjahr 2016
eine EBIT-Marge auf dem Vorjahresniveau von rund 7 % erreichen.
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 308,7 | 268,7 | 138,4 | 135,2 |
| Umsatz | Mio. € | 263,0 | 279,0 | 143,8 | 148,9 |
| EBITDA | Mio. € | 36,2 | 32,8 | 16,9 | 17,9 |
| EBIT | Mio. € | 32,1 | 28,9 | 14,9 | 15,9 |
| EBIT-Marge | % | 12,2 | 10,4 | 10,3 | 10,7 |
| ROCE1 | % | 28,6 | 36,1 | 26,5 | 39,8 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 1.930 | 1.843 | 1.930 | 1.843 |
Application Technology erreichte im ersten Halbjahr ebenfalls ein deutliches Bestellplus
von 14,9 %. Dies wurde - ähnlich wie bei Paint and Final Assembly Systems - vor allem
von Großprojekten in China, Europa und den USA getragen. Das im Jahr 2014 gegründete
Geschäftsfeld Industrielackierung leistete erwartungsgemäß noch einen geringen Beitrag.
Angesichts eines Umsatzrückgangs von 5,8 % stieg die Book-to-Bill-Ratio auf 1,2. Beim
EBIT verzeichnete die Division einen Zuwachs von 11,2 % auf 32,1 Mio. €, davon resultieren
5,0 Mio. € aus einem Immobilienverkauf in den USA im ersten Quartal. Die EBIT-Marge
erreichte 12,2 %. Operativ - also ohne den Sonderertrag aus dem Immobilienverkauf
- erreichte sie mit 10,3 % trotz des Umsatzrückgangs das Vorjahresniveau.
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 363,0 | 308,5 | 168,6 | 146,6 |
| Umsatz | Mio. € | 274,8 | 283,9 | 151,6 | 147,3 |
| EBITDA | Mio. € | 31,8 | 31,2 | 19,9 | 16,4 |
| EBIT | Mio. € | 27,3 | 26,6 | 17,7 | 14,1 |
| EBIT-Marge | % | 9,9 | 9,4 | 11,7 | 9,6 |
| ROCE1 | % | 18,0 | 20,2 | 23,3 | 21,4 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 3.034 | 2.925 | 3.034 | 2.925 |
Measuring and Process Systems verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 ein Bestellplus
von 17,7 %. Der Zuwachs wurde von beiden Bereichen der Division getragen: Balancing
and Assembly Products (Auswucht-, Befüll- und Prüftechnik) und Cleaning and Surface
Processing (Reinigungs- und Oberflächenbearbeitungstechnik). In Verbindung mit einem
leicht rückläufigen Umsatz (-3,2 %) sorgte der hohe Aufragseingang dafür, dass die
Book-to-Bill-Ratio auf beachtliche 1,3 stieg. Das zweite Quartal zeigte mit einem
Plus von 2,9 % eine deutliche bessere Umsatzperformance als das Auftaktquartal (-9,8
%). Ähnliches gilt für die Ergebnisrealisierung: Im zweiten Quartal stieg das EBIT
um 25,7 % auf 17,7 Mio. €, damit ergab sich auch für die ersten sechs Monate 2016
trotz des Umsatzrückgangs ein leichtes EBIT-Plus von 2,8 %. Die EBIT-Marge betrug
im ersten ersten Halbjahr 9,9 %, für das Gesamtjahr 2016 erwarten wir 10 bis 11 %.
Am 12. April 2016 teilten wir in einer Ad-hoc-Meldung mit, dass wir verschiedene strategische
Optionen für die zukünftige Ausrichtung des Bereichs Cleaning and Surface Processing
prüfen. Der Bereich besteht aus der Dürr-Ecoclean-Gruppe, dem Markt- und Technologieführer
in der Reinigungs- und Oberflächenbearbeitungstechnik. Möglich sind eine strategische
Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen, eine Minderheitsbeteiligung seitens Dürr
oder ein Verkauf. Derzeit führen wir entsprechende Gespräche mit mehreren Interessenten.
Ein Abschluss der Verhandlungen könnte im dritten Quartal erfolgen. Im Geschäftsjahr
2015 erzielte Cleaning and Surface Processing einen Umsatz von rund 200 Mio. € und
eine EBIT-Marge von rund 6 %.
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 90,1 | 72,2 | 47,7 | 38,6 |
| Umsatz | Mio. € | 75,4 | 68,0 | 42,5 | 38,1 |
| EBITDA | Mio. € | 3,5 | 1,3 | 2,6 | 0,2 |
| EBIT | Mio. € | 2,4 | 0,2 | 2,1 | -0,3 |
| EBIT-Marge | % | 3,2 | 0,3 | 4,8 | -0,8 |
| ROCE1 | % | 9,0 | 0,8 | 15,6 | -2,7 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 528 | 480 | 528 | 480 |
Clean Technology Systems konnte seinen Expansionskurs in der ersten Jahreshälfte 2016
fortsetzen: Der Auftragseingang stieg um 24,8 %, während der Umsatz 10,8 % höher ausfiel
als im Vorjahreszeitraum. Das EBIT verbesserte sich deutlich gegenüber dem schwachen
Vorjahreswert (0,2 Mio. €), allerdings sind die im ersten Halbjahr 2016 erzielten
2,4 Mio. € bei Weitem noch nicht befriedigend. Während die Performance im größeren
Segment Abluftreinigunsgtechnik solide war, entwickelte sich das jüngere Geschäftsfeld
Energieeffizienz angesichts niedriger Energiepreise weiterhin schwächer als geplant.
Maßnahmen zur Vertriebsintensivierung und Herstellkostenoptimierung sind eingeleitet.
| 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 551,5 | 557,4 | 245,9 | 270,3 |
| Umsatz | Mio. € | 526,6 | 504,1 | 267,0 | 249,8 |
| EBITDA | Mio. € | 47,7 | 32,8 | 23,2 | 18,2 |
| EBIT | Mio. € | 27,5 | 9,1 | 13,2 | 8,1 |
| EBIT-Marge | % | 5,2 | 1,8 | 4,9 | 3,3 |
| ROCE1 | % | 12,3 | 4,0 | 11,8 | 7,1 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 5.983 | 5.780 | 5.983 | 5.780 |
Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) konnte den Rekordauftragseingang des
ersten Halbjahres 2015 trotz negativer Währungseffekte knapp behaupten (-1,1%). Bei
einem Umsatzplus von 4,5 % stieg das EBIT um 18,4 Mio. € auf 27,5 Mio. €. Maßgeblich
dafür waren deutlich rückläufige Sonderaufwendungen und operative Verbesserungen.
Während im Vorjahrszeitraum 18,2 Mio. € für die Kaufpreisallokation und die Kündigung
der HOMAG-Mitarbeiterkapitalbeteiligung angefallen waren, enthielt das EBIT im ersten
Halbjahr 2016 nur noch 4,4 Mio. € Sonderaufwand aus der Kaufpreisallokation. Die operativen
Verbesserungen erreichten im Berichtszeitraum 4,6 Mio. €. Die operative EBIT-Marge
(vor Sonderaufwand) stieg im ersten Halbjahr 2016 auf 6,1 % (H1 2015: 5,4 %), nach
Sonderaufwand erreichte die EBIT-Marge 5,2 % (H1 2015: 1,8 %). Im zweiten Quartal
2016 fiel das EBIT mit 13,2 Mio. € trotz der Umsatzausweitung etwas niedriger aus
als im Auftaktquartal (14,3 Mio. €). Grund dafür sind neben Effekten aus dem Auftragsmix
auch zusätzliche Kosten im Rahmen des Optimierungsprogramms FOCUS. In den Jahren 2016
und 2017 zielt FOCUS vor allem darauf ab, die Grundlagen für zukünftige Ertragsverbesserungen
zu schaffen. Dazu zählen zum Beispiel die Produktstandardisierung, die Prozessoptimierung
und Verbesserungen im Systemgeschäft mit kompletten Produktionslinien. Diese Grundlagenphase
steht unter der Überschrift "Fix the house". Ab 2017/2018 wollen wir auf dieser Basis
das profitable Wachstum der HOMAG Group beschleunigen. Dieser Expansionsprozess soll
von weiteren FOCUS-Maßnahmen flankiert werden, insbesondere in den Bereichen Innovation
und Internationalisierung. Zudem soll in den Jahren 2018 bis 2020 das gesamte Produktspektrum
der HOMAG Group modernisiert werden.
| "Fix the house" | Innovationsschub Inernationalisierung | Nachhaltig profitables Wachstum |
| 2016/2017 | 2017/2018 | 2018/2019 |
| Optimierung des Portfolios | BU-übergreifendes Innovationsprogramm | Profitables Systemgeschäft |
| Standardisierung | Globale Aufstellung von Produktion und Engineering | Profitables, einheitliches Produktangebot |
| Effizienzsteigerung von Funktionen und Prozessen | Lokalisierung von Vertrieb & Service | Service Excellence |
| Entwicklung des Systemgeschäfts | Neue Märkte | |
| ONE HOMAG |
Das EBIT des Corporate Centers (Dürr AG, Dürr IT Service GmbH, Dürr Technologies GmbH)
belief sich im ersten Halbjahr 2016 auf -8,3 Mio. € (Vorjahr: -4,7 Mio. €). Es enthielt
höhere Personal- und Beratungskosten, auch die Konsolidierungseffekte nahmen zu (-1,8
Mio. €, H1 2015: -0,1 Mio. €). Im Corporate Center werden auch die IT-Investitionen
des Konzerns erfasst.
Eine ausführliche Beschreibung der üblichen Risiken unseres Geschäfts sowie des Risikomanagementsystems
bei Dürr enthält der Geschäftsbericht 2015 (ab Seite 81), der im März 2016 veröffentlicht
wurde. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die separat oder in Wechselwirkung mit
anderen Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Unsere Gesamtrisikosituation
beurteilen wir als gut beherrschbar, sie hat sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts
nicht wesentlich verändert.
Wir erwarten, dass das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich kaum direkte Konsequenzen
auf unser Geschäft haben wird. Lediglich knapp 4 % unseres Umsatzes werden in britischen
Pfund abgerechnet. Unsere Vermögenswerte im Vereinigten Königreich machen lediglich
rund 1 % der Bilanzsumme des Konzerns aus. Ein indirektes Risiko besteht allerdings
darin, dass die Brexit-Entscheidung zu einer Konjunkturabkühlung in Europa und verringerten
Investitionen unserer Kunden führen könnte.
In China wird der Absatz von Autos mit geringem Hubraum seit Oktober 2015 steuerlich
begünstigt. Das für Ende 2016 angekündigte Auslaufen dieses Förderprogramms könnte
die Nachfrage nach Kleinwagen im kommenden Jahr dämpfen. Allerdings gehen wir davon
aus, dass die chinesische Regierung im Falle einer stärkeren Nachfrageabkühlung mit
weiteren Kaufanreizen gegensteuern wird.
Im Geschäftsbericht 2015 finden Sie ab Seite 90 einen umfassenden Überblick über unsere
Chancen und das Chancenmanagementsystem.
Der Megatrend E-Mobilität gewinnt derzeit spürbar an Dynamik. Viele etablierte Automobilhersteller
planen, in die Großserienfertigung von Elektroautos einzusteigen. Dafür benötigen
sie zusätzliche Produktionskapazitäten wie beispielsweise Lackierereien und Endmontagelinien.
Zudem treten insbesondere in China und den USA neue Unternehmen auf, die Elektrofahrzeuge
bauen wollen oder die Produktion bereits aufgenommen haben. Dies führt potenziell
zu einer Verbreiterung unserer Kundenbasis und einem steigenden Investitionsdruck
in der Automobilbranche. In den vergangenen Monaten haben wir mehrere Aufträge und
Projektanfragen für den Bau von E-Mobility-Produktionsanlagen erhalten. Wir rechnen
damit, dass die Investitionen unserer Kunden in diesem Sektor deutlich zunehmen werden.
Die Digitalisierung industrieller Fertigungsprozesse ist eine Chance für Dürr. Wir
verfügen über jahrelange Erfahrung in der digitalen Vernetzung von Lackierereien und
anderen Produktionssystemen. Mit der iTAC Software AG haben wir Ende 2015 den führenden
Anbieter im Bereich Manufacturing-Execution-Systeme (MES) für die Steuerung und Big-Data-Analyse
von Produktionsprozessen übernommen. Weitere Industrie-4.0-Trends wie Mensch-Roboter-Kollaboration,
Losgröße-1-Fertigung, Smart Products und Services sowie die additive Fertigung sind
Teil unserer Digitalstrategie digital@Dürr. Aufgrund unserer Finanzstärke stehen uns
ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Digitalisierung unserer Maschinen, Systeme
und Services voranzutreiben.
Ralph Heuwing, Finanzvorstand der Dürr AG, hat dem Aufsichtsrat am 30. Juni 2016 mitgeteilt,
dass er seinen Vertrag nicht verlängern wird. Seinen derzeitigen Vertrag wird er bis
zum Ende der Laufzeit im Mai 2017 erfüllen. Damit hat der Aufsichtsrat ausreichend
Zeit, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Herr Heuwing will sich nach dann zehn
Jahren im Vorstand der Dürr AG neuen unternehmerischen Zielen widmen und ein neues
Kapitel in seinem beruflichen Leben aufschlagen.
Diese Angaben finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 44.
Die Weltwirtschaft wird 2016 nach aktuellen Schätzungen um 3,0 % wachsen. Die Basis
dafür bilden niedrige Energiepreise, wachsendes Konsumentenvertrauen und die expansive
Geldpolitik der Notenbanken mit Niedrigstzinsen. Konjunkturrisiken könnten von der
anhaltenden Terrorgefahr, der Brexit-Entscheidung und der Anfälligkeit des europäischen
Bankensystems ausgehen. Für 2017 wird eine leichte Beschleunigung des weltweiten Wirtschaftswachstums
auf 3,4 % erwartet. Dabei wird unterstellt, dass die Konjunktur in Russland und Brasilien
langsam wieder anspringt und dass China sein BIP-Wachstum von 6 bis 7 % fortsetzt.
Branchenexperten beurteilen die längerfristigen Absatzchancen der Automobilindustrie
auch weiterhin positiv. Zwar hat PwC seinen Produktionsausblick für 2016 im April
auf 91,5 Mio. Einheiten weltweit gesenkt (zuvor: 92,7 Mio. €). Die akutelle Prognose
vom Juli rechnet aber für China wieder mit einer leichten Wachstumsbeschleunigung.
Demzufolge dürfte die chinesische Automobilproduktion bis 2020 um durchschnittlich
6,1 % pro Jahr wachsen, zuvor hatte die erwartete Wachstumsrate 5,8 % betragen. Weltweit
geht PwC bis 2020 von einem durchschnittlichen Produktionswachstum von 4,0 % p.a.
aus.
| Mio. Einheiten | 2016p | 2020p | CAGR 2016-2020p |
| Nordamerika | 17,8 | 19,6 | 2,3 % |
| Mercosur | 2,8 | 3,8 | 4,2 % |
| Westeuropa | 15,1 | 16,4 | 2,5 % |
| Osteuropa | 6,7 | 7,8 | 2,6 % |
| Asien | 46,9 | 56,6 | 5,0 % |
| davon China | 25,2 | 31,3 | 6,1 % |
| Andere | 2,2 | 2,9 | 6,7 % |
| Gesamt | 91,5 | 107,1 | 4,0 % |
Quelle: PwC Autofacts, Juli 2016
P = Prognose
| Ist 2015 | Ursprüngliche Prognose 2016 | Aktuelle Prognose 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 3.467,5 | 3.300 bis 3.600 | 3.500 bis 3.700 |
| Auftragsbestand (31.12.) | Mio. € | 2.465,7 | 2.200 bis 2.600 | 2.400 bis 2.700 |
| Umsatz | Mio. € | 3.767,1 | 3.400 bis 3.600 | 3.400 bis 3.600 |
| EBIT-Marge | % | 7,1 | 7,0 bis 7,5 | 7,0 bis 7,5 |
| ROCE | % | 45,3 | 30 bis 40 | 30 bis 40 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -23,3 | verbessert | verbessert |
| Steuerquote | % | 31,9 | ca. 30 | ca. 30 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 166,6 | leicht steigend | leicht steigend |
| Operativer Cashflow | Mio. € | 173,0 | steigend | rückläufig |
| Free Cashflow | Mio. € | 62,8 | steigend | rückläufig |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | 129,4 | 130 bis 230 | 50 bis 100 |
| Liquidität (31.12.) | Mio. € | 435,6 | 440 bis 540 | 640 bis 700 |
| Investitionen1 | Mio. € | 102,3 | 90 bis 100 | 90 bis 100 |
1
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen)
Nach dem positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2016 bestätigen wir unsere
Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr. Wir sind zuversichtlich, unsere Ergebnisziele
für 2016 sicher erreichen zu können. Bei der EBIT-Marge streben wir eine Bandbreite
von 7,0 bis 7,5 % an, das EBIT soll ungefähr das Niveau des Jahres 2015 (267,8 Mio.
€) erreichen. Der Umsatz soll 3.400 bis 3.600 Mio. € erreichen. Der Auftragseingang
fiel im ersten Halbjahr höher aus als geplant, zudem ist die Projekt-Pipeline mit
zukünftigen Investitionsprojekten unserer Kunden gut gefüllt. Daher erhöhen wir das
Ziel für den Auftragseingang im Jahr 2016 auf 3.500 bis 3.700 Mio. € (bisher 3.300
bis 3.600 Mio. €).
Das Finanzergebnis wird sich 2016 erheblich verbessern. Dafür sprechen die deutlich
reduzierten Sonderaufwendungen infolge des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags
mit der HOMAG Group AG sowie Einsparungen durch die Integration von HOMAG in die Dürr-Konzernfinanzierung.
Die Steuerquote wird aus heutiger Sicht rund 30 % erreichen. Das Ergebnis nach Steuern
dürfte daher sichtbar ansteigen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2016 soll gemäß
unserer langfristigen Ausschüttungspolitik zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns
betragen. Eine Übersicht über unsere Ziele gibt die Tabelle auf Seite 26, eine ausführliche
Prognose enthält der Geschäftsbericht 2015 ab Seite 92.
Die hohen Cashflows der Jahre 2014 und 2013 waren geprägt von außergewöhnlich umfangreichen,
teils vorgezogenen Anzahlungen. 2015 und 2016 hat sich das Anzahlungsverhalten wie
erwartet normalisiert, in einigen Fällen haben wir im zweiten Quartal 2016 bei Kunden
ein restriktiveres Zahlungsverhalten beziehungsweise die Verschiebung von Zahlungen
verzeichnet. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für das Gesamtjahr 2016 aus heutiger
Sicht mit Rückgängen bei operativem Cashflow und Free Cashflow. Ursprünglich hatten
wir für 2016 bei beiden Cashflow-Kennzahlen leichte Zuwächse erwartet. Die zeitliche
Verschiebung von Zahlungseingängen verursacht bei uns keine nennenswerten Mehrkosten.
Wir erwarten nach wie vor, dass der operative Cashflow und die umfangreichen liquiden
Mittel den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen, Zinszahlungen etc.) und
die Dividendenzahlung im Jahr 2016 gut abdecken werden.
Für 2016 rechnen wir mit Investitionen von 90 bis 100 Mio. €, damit würden wir das
Rekordniveau des Vorjahres etwas unterschreiten. Die Investitionen dürften zu rund
55 % auf Ersatzinvestitionen und zu rund 45 % auf Standortprojekte entfallen. Zu letzteren
zählen vor allem die neuen Campus-Standorte in China und den USA. Für 2017 planen
wir eine Normalisierung der Investitionen. Im Rahmen der Strategie "Dürr 2020" wollen
wir weitere Akquisitionen durchführen. Zur Finanzierung können wir auf die hohen liquiden
Mittel und den Cashflow zurückgreifen.
Die Zielbandbreite für die Liquidität haben wir aufgrund des Mittelzuflusses aus dem
im März platzierten Schuldscheindarlehen angehoben. Für das Jahresende 2016 erwarten
wir nun flüssige Mittel von 640 bis 700 Mio. €. Angesichts der reduzierten Cashflow-Prognose
gehen wir aus heutiger Perspektive von einem Nettofinanzstatus zwischen 50 und 100
Mio. € am Jahresende aus. Zuvor hatten wir 130 bis 230 Mio. € erwartet. Das Eigenkapital
dürfte im weiteren Jahresverlauf 2016 deutlich zunehmen, sodass die Eigenkapitalquote
zum Jahresende wieder rund 25 % betragen sollte. Wir planen für das laufende Jahr
keine Kapitalmaßnahmen. Den syndizierten Kredit werden wir in Einzelfällen in Anspruch
nehmen, insbesondere zur Finanzierung des Net Working Capitals.
Den Ausblick für die Divisions lassen wir unverändert. Beim Auftragseingang erwarten
wir, dass die Divisions - mit Ausnahme von Woodworking Machinery and Systems - das
obere Ende der prognostizierten Bandbreiten erreichen werden.
| Umsatz (Mio. €) | Auftragseingang (Mio. €) | EBIT-Marge (%) | ||||
| 2015 | Ziel 2016 | 2015 | Ziel 2016 | 2015 | Ziel 2016 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 1.364,6 | 1.100 bis 1.200 | 1.125,5 | 950 bis 1.150 | 7,3 | 6,75 bis 7,25 |
| Application Technology | 599,7 | 530 bis 600 | 538,3 | 530 bis 600 | 10,1 | 9,5 bis 10,5 |
| Measuring and Process Systems | 603,7 | 550 bis 600 | 578,2 | 525 bis 575 | 11,6 | 10 bis 11 |
| Clean Technology Systems | 159,2 | 180 bis 200 | 166,3 | 180 bis 200 | 3,6 | 3,5 bis 4,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.039,3 | 1.000 bis 1.100 | 1.058,4 | 1.000 bis 1.100 | 3,5 | 5,0 bis 6,0 |
| ROCE (%) | ||
| 2015 | Ziel 2016 | |
| Paint and Final Assembly Systems | > 1001 | > 1001 |
| Application Technology | 32,3 | 25 bis 30 |
| Measuring and Process Systems | 24,6 | 20 bis 25 |
| Clean Technology Systems | 11,7 | 15 bis 20 |
| Woodworking Machinery and Systems | 8,9 | 10 bis 15 |
Die Mitarbeiterzahl dürfte im Jahr 2016 leicht zunehmen. Der Zuwachs wird insbesondere
auf die Emerging Markets und Nordamerika entfallen.
Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Das Grundkapital von 88,6 Mio. €, das in
34,6 Mio. Aktien eingeteilt ist, blieb im Berichtszeitraum unverändert.

Zeichen konjunktureller Schwäche in Nordamerika und Asien belasteten in den ersten
beiden Monaten des Jahres auch die internationalen Rohstoffmärkte. Zusammen mit den
geopolitischen Ereignissen im Nahen Osten sowie Terrorakten in Europa prägten diese
Faktoren die Entwicklung an den Märkten. In Reaktion darauf senkte die EZB den Leitzins
nochmals auf nun 0 %, während das Anleihekaufprogramm auf 80 Mrd. € im Monat erweitert
wurde.
Das Brexit-Votum im Vereinigten Königreich überraschte die Finanzmärkte und sorgte
für heftige Verluste an den Börsen. Zum Ende des Halbjahres zeigten sich die Märkte
jedoch wieder etwas verbindlicher.
In einem volatilen Markt und nach einem Tief bei 8.752 Punkten im Februar erreichte
der DAX im April seinen Höchststand bei 10.435 Punkten. Infolge des starken Einbruchs
nach der Brexit-Entscheidung schloss der Index das Halbjahr mit 9.680 Punkten und
damit 2,9 % schwächer als zu Jahresbeginn ab. Der MDAX entwickelte sich im gleichen
Zeitraum mit einer Performance von -3,5 % ähnlich.
Die Dürr-Aktie (ISIN: DE0005565204) zeigte sich nach einem Startkurs von 73,26 € angesichts
der Konjunktursorgen in China zunächst schwächer als der Markt. Am 25. Februar veröffentlichten
wir eine positive, aber angesichts der gestiegenen Risiken etwas vorsichtigere Prognose
für das Geschäftsjahr 2016. Dies führte in einem nervösen Markt zu einem merklichen
Kursrückgang und einem Tief von 49,52 €. Nach einigen Tagen setzte sich dann wieder
die Zuversicht bei den Anlegern durch und unsere Aktie folgte ab Ende März im Wesentlichen
der Entwicklung des DAX. Den Berichtszeitraum beendete die Dürr-Aktie bei 67,99 €;
sie weist damit eine Performance von -4,7% auf (unter Berücksichtigung von 1,85 €
Dividende). Die meisten Vergleichsunternehmen und Automobilhersteller schlossen die
ersten sechs Monate mit einer schwächeren Kursentwicklung ab. Bis Ende Juli stieg
die Dürr-Aktie weiter auf 77,13 €.
Mit der Bank of America Merrill Lynch hat im ersten Halbjahr ein weiteres, namhaftes
Haus erstmals Aktienanalysen zur Dürr AG veröffentlicht. Gerade für den amerikanischen
Kapitalmarkt ist die Coverage durch amerikanische Research-Häuser ein wesentliches
Investitionskriterium. In Summe beurteilen nun 22 Analysten die Dürr-Aktie, 21 von
ihnen sprechen sich dafür aus, Dürr-Aktien zu kaufen oder zu halten. Das durchschnittliche
Kursziel für die Dürr-Aktie beträgt aktuell 81,62 €.
Der Kurs unserer mit einem Kupon von 2,875 % ausgestattete Anleihe über 300 Mio. €
(ISIN XS1048589458) stieg von 104,5 % zu Jahresbeginn auf 107,5 % zum Halbjahresende.
Daraus ergibt sich eine Rendite von 1,3 %. Der Bond hat eine Laufzeit bis 2021.
Die Familie Dürr hält unverändert 28,8 % der Aktien unseres Unternehmens und möchte
auch weiterhin über 25 % besitzen. Beide Mitglieder des Vorstands nutzten am 25. Februar
2016 den Kursrückgang für weitere Zukäufe im Volumen von insgesamt rund 1 Mio. €.
Zum Halbjahresende besaßen sie damit zusammen rund 0,5 % der Dürr AG. Der nach der
Definition der Deutschen Börse berechnete Streubesitz blieb mit 71,2 % konstant.
Der durchschnittliche Handel auf XETRA wuchs im ersten Halbjahr bei hoher Volatilität
deutlich auf rund 220.000 Aktien am Tag. Im ersten Halbjahr 2015 lag er an den Börsenplätzen
XETRA, Frankfurt und Stuttgart zusammen bei rund 141.000 Aktien pro Tag.

1)
Freefloat gemäß Deutsche Börse AG
2)
auf Basis der WpHG-Mitteilungen
*
gerundete Werte
Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden
Berichts gab es keine außergewöhnlichen beziehungsweise berichtspflichtigen Ereignisse.
Bietigheim-Bissingen, 4. August 2016
Dürr Aktiengesellschaft
| Ralf W. Dieter | Ralph Heuwing |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | |
| Umsatzerlöse | 1.706.901 | 1.773.543 | 881.669 | 924.380 | |
| Umsatzkosten | -1.298.884 | -1.393.549 | -668.781 | -725.924 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 408.017 | 379.994 | 212.888 | 198.456 | |
| Vertriebskosten | -151.779 | -139.864 | -77.480 | -76.488 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -92.472 | -90.617 | -48.229 | -39.466 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -48.645 | -46.209 | -24.770 | -24.998 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 41.213 | 38.746 | 14.363 | 12.273 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -37.318 | -34.060 | -16.468 | -9.231 | |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 119.016 | 107.990 | 60.304 | 60.546 | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 1.266 | 1.095 | 499 | 1.115 | |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 331 | 417 | 331 | 66 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.013 | 3.816 | 1.457 | 2.115 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.734 | -22.494 | -6.429 | -8.938 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 111.892 | 90.824 | 56.162 | 54.904 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -34.060 | -37.308 | -16.960 | -18.363 | |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 77.832 | 53.516 | 39.202 | 36.541 | |
| Davon entfallen auf | |||||
| Nicht beherrschende Anteile |
1.526 | 2.017 | 772 | 1.559 | |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 76.306 | 51.499 | 38.430 | 34.982 | |
| Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. | 34.601,04 | 34.601,04 | 34.601,04 | 34.601,04 | |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | 2,21 | 1,49 | 1,11 | 1,01 | |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 77.832 | 53.516 | 39.202 | 36.541 | |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Neubewertung leistungsorientierter Pensionszusagen und ähnlicher Verpflichtungen | -9.259 | -90 | -4.630 | 4.546 | |
| darauf entfallende latente Steuern | 3.298 | 61 | 1.649 | -1.258 | |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | 3.002 | -7.114 | -4.537 | 5.881 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | -10.576 | 32.537 | 4.650 | -16.138 | |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung ausländischer at equity bilanzierter Unternehmen | 2.341 | 1.344 | 2.169 | -1.095 | |
| darauf entfallende latente Steuern | -460 | 1.998 | 1.429 | -1.642 | |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | -11.654 | 28.736 | 730 | -9.706 | |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 66.178 | 82.252 | 39.932 | 26.835 | |
| Davon entfallen auf | |||||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.330 | 1.153 | 775 | 1.357 | |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 64.848 | 81.099 | 39.157 | 25.478 | |
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 414.247 | 415.162 | 401.966 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 225.963 | 233.744 | 211.147 |
| Sachanlagen | 401.780 | 394.716 | 373.110 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 20.892 | 21.261 | 21.204 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 31.824 | 28.222 | 26.216 |
| Übrige Finanzanlagen | 36.482 | 41.407 | 41.940 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.758 | 560 | 1.000 |
| Ertragsteuerforderungen | 589 | 573 | 1.117 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6.021 | 7.910 | 7.247 |
| Sonstige Vermögenswerte | 680 | 555 | 2.355 |
| Latente Steuern | 30.504 | 35.535 | 37.552 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2.136 | 2.391 | 2.444 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.173.876 | 1.182.036 | 1.127.298 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 414.324 | 386.740 | 435.650 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 880.663 | 895.752 | 884.220 |
| Ertragsteuerforderungen | 21.601 | 20.981 | 14.291 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 149.120 | 24.600 | 33.320 |
| Sonstige Vermögenswerte | 38.096 | 29.144 | 50.628 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 414.524 | 435.633 | 391.645 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 14.750 | 5.461 | 14.134 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | - | 6.315 | 1.245 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.933.078 | 1.804.626 | 1.825.133 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 3.106.954 | 2.986.662 | 2.952.431 |
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | 30. Juni 2015 |
| Gezeichnetes Kapital | 88.579 | 88.579 | 88.579 |
| Kapitalrücklage | 155.896 | 155.896 | 155.896 |
| Gewinnrücklagen | 482.047 | 473.662 | 358.202 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -32.523 | -21.054 | -14.109 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 693.999 | 697.083 | 588.568 |
| Nicht beherrschende Anteile | 17.476 | 17.335 | 15.653 |
| Summe Eigenkapital | 711.475 | 714.418 | 604.221 |
| Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen | 59.312 | 49.677 | 54.778 |
| Übrige Rückstellungen | 16.720 | 16.035 | 15.652 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.537 | 4.437 | 4.364 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 596.271 | 296.910 | 296.611 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 56.643 | 47.210 | 48.408 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 34.497 | 37.776 | 10.723 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8.819 | 8.821 | 8.460 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 7.627 | 5.988 | 7.595 |
| Latente Steuern | 109.228 | 118.133 | 128.955 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 40 | 44 | 78 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 893.694 | 585.031 | 575.624 |
| Übrige Rückstellungen | 105.440 | 119.949 | 120.819 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 920.856 | 1.041.626 | 1.140.186 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12.401 | 6.782 | 7.179 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 248.100 | 266.491 | 282.266 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 30.651 | 32.907 | 23.238 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 180.899 | 217.655 | 195.934 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 3.438 | 1.803 | 2.964 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.501.785 | 1.687.213 | 1.772.586 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 3.106.954 | 2.986.662 | 2.952.431 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 111.892 | 90.824 | 56.162 | 54.904 | |
| Ertragsteuerzahlungen | -38.432 | -39.596 | -19.366 | -20.905 | |
| Zinsergebnis | 8.721 | 18.678 | 4.972 | 6.823 | |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | -1.266 | -1.095 | -499 | -1.115 | |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 38.248 | 38.747 | 19.039 | 15.348 | |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -447 | 120 | -380 | 128 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -5.726 | -4 | -519 | -1 | |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | |||||
| Vorräte | -34.702 | -56.595 | -12.992 | -27.723 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -1.992 | -9.126 | -56.196 | -49.100 | |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -10.005 | -13.594 | 3.826 | -6.349 | |
| Rückstellungen | -12.280 | 20.835 | 2.042 | 7.523 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -99.522 | -20.842 | -44.707 | 14.749 | |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) | -31.450 | -9.721 | -27.804 | -21.941 | |
| Sonstige Aktiva und Passiva | -7.591 | -7.726 | -5.614 | -989 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -84.552 | 10.905 | -82.036 | -28.648 | |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -10.704 | -10.764 | -6.044 | -4.758 | |
| Erwerb von Sachanlagen | -27.686 | -25.274 | -12.762 | -14.010 | |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | -3 | -4 | -2 | -2 | |
| Erlöse aus dem Verkauf langfristiger Vermögenswerte | 6.863 | 1.687 | 4.074 | 382 | |
| Unternehmenserwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | - | -400 | - | -400 | |
| Anlage in Termingeldern | -121.409 | 21.190 | -130.091 | 14.427 | |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 11.505 | -455 | 997 | -1 | |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 2.193 | 3.305 | 1.236 | 1.894 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -139.241 | -10.715 | -142.592 | -2.468 | |
| Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten | -465 | 9.300 | 6.535 | -15.805 | |
| Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -6.089 | -73.278 | -4.903 | -56.091 | |
| Aufnahme eines Schuldscheindarlehens | 299.079 | - | 299.079 | - | |
| Zahlungen für Finanzierungsleasing | -910 | -2.405 | -470 | -611 | |
| Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | - | -8.234 | - | - | |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -64.012 | -57.092 | -64.012 | -57.092 | |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -2.117 | -2.169 | -2.117 | -1.781 | |
| Geleistete Zinsausgaben | -17.686 | -14.374 | -16.752 | -13.012 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 207.800 | -148.252 | 217.360 | -144.392 | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | -5.411 | 17.750 | 1.131 | -9.732 | |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 295 | - | 295 | - | |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -21.109 | -130.312 | -5.842 | -185.240 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | |||||
| Zum Periodenanfang | 435.633 | 521.957 | 420.366 | 576.885 | |
| Zum Periodenende | 414.524 | 391.645 | 414.524 | 391.645 | |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neu- bewertung- leistungs- orientierter Pläne |
Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus Cashflow Hedges |
Unrealisierte Gewinne/ Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren |
| 1. Januar 2015 | 88.579 | 155.896 | 414.567 | -37.778 | -4.676 | 52 |
| Ergebnis | - | - | 51.499 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -29 | -5.116 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 51.499 | -29 | -5.116 | - |
| Dividenden | - | - | -57.092 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -9.265 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | -41.507 | - | - | - |
| 30. Juni 2015 | 88.579 | 155.896 | 358.202 | -37.807 | -9.792 | 52 |
| 1. Januar 2016 | 88.579 | 155.896 | 473.662 | -35.433 | -6.231 | 47 |
| Ergebnis | - | - | 76.306 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -5.961 | 2.542 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 76.306 | -5.961 | 2.542 | - |
| Dividenden | - | - | -64.012 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | -3.920 | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | - | 11 | - | - | - |
| 30. Juni 2016 | 88.579 | 155.896 | 482.047 | -41.394 | -3.689 | 47 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Tsd. € | Änderungen Konsolidierungskreis/ Umgliederung |
Währungsumrechnung | Kumuliertes übriges Eigenkapital |
Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 1. Januar 2015 | 694 | -1.991 | -43.699 | 615.343 | 110.425 | 725.768 |
| Ergebnis | - | - | - | 51.499 | 2.017 | 53.516 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | 34.745 | 29.600 | 29.600 | -864 | 28.736 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | 34.745 | 29.600 | 81.099 | 1.153 | 82.252 |
| Dividenden | - | - | - | -57.092 | -2.169 | -59.261 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | -9.265 | -500 | -9.765 |
| Übrige Veränderungen | -10 | - | -10 | -41.517 | -93.256 | -134.773 |
| 30. Juni 2015 | 684 | 32.754 | -14.109 | 588.568 | 15.653 | 604.221 |
| 1. Januar 2016 | 673 | 19.890 | -21.054 | 697.083 | 17.335 | 714.418 |
| Ergebnis | - | - | - | 76.306 | 1.526 | 77.832 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | -8.039 | -11.458 | -11.458 | -196 | -11.654 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | -8.039 | -11.458 | 64.848 | 1.330 | 66.178 |
| Dividenden | - | - | - | -64.012 | -2.117 | -66.129 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - | - | - | -3.920 | 928 | -2.992 |
| Übrige Veränderungen | -11 | - | -11 | - | - | - |
| 30. Juni 2016 | 662 | 11.851 | -32.523 | 693.999 | 17.476 | 711.475 |
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG'' oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen
Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße
34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der
aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern
steht Dürr an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen
wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie
die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern
ist in fünf weltweit agierende Divisions organsiert: Paint and Final Assembly Systems
bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application
Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie
für die Sealing- und Klebetechnik. Maschinen und Systeme von Measuring and Process
Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage
zum Einsatz. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt
Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Woodworking
Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2016
ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS)
34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf
dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2015 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen
werden.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren,
und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften
aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 wurde keiner prüferischen
Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den
im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu
auf den Geschäftsbericht 2015. Die Auswirkungen der neuen und geänderten IFRS Standards
im Geschäftsjahr 2016 sind für Dürr unwesentlich.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in
Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen
sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern
und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die
Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2015 angewandten Schätzungsmethoden. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres
anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls
eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit von Dürr unterliegt keinen
wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen
wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften
für das Gesamtjahr abgegrenzt. Im Berichtszeitraum traten keine weiteren ungewöhnlichen
Sachverhalte auf, die sich wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni
2016 ausgewirkt haben.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro
(Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
In den Konzernabschluss zum 30. Juni 2016 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen
Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden
Einfluss ausüben kann. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden
Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Bei zwei
Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung
auszuüben. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen,
an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Die Konsolidierung einer in
den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über
die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS
28 ausüben kann (assoziierte Unternehmen), und Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des
IFRS 11 werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei
einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis
neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst.
| 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | |
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 29 | 29 |
| Ausland | 80 | 78 |
| 109 | 107 | |
| At Equity bilanzierte unternehmen | ||
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 4 | 4 | |
| Sonstige Beteiligungen | ||
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 4 | 4 |
Der Konzernabschluss enthält 13 (31.12.2015: 13) Gesellschaften, an denen Inhaber
nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen sechs Gesellschaften, die
aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss
einbezogen werden.
| Gesellschaft | Beteiligungsquote | Mit Wirkung zum | Art des Anteilserwerbs | Anmerkung |
| HOMAG Group Trading SEE EOOD, Plovdiv / Bulgarien | 100 % | 1. Januar 2016 | - | vormals nicht konsolidierte Gesellschaft |
| Dürr Systems spol. s r.o., Bratislava / Slowakei | 100 % | 30. Juni 2016 | Gründung | - |
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen
Währungsgewinne und -verluste.
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.013 | 3.816 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.734 | -22.494 | |
| davon: | |||
| Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | -4.313 | -4.313 | |
| Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen | -994 | - | |
| Zinsaufwand aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | -3.128 | -8.324 | |
| Amortisation von Transaktionskosten, Agio aus Begebung einer Anleihe und Aufnahme von syndizierten Krediten | -282 | -3.984 | |
| Nettozinsaufwand aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen | -635 | -759 | |
| Zinsaufwendungen aus Mitarbeiterkapitalbeteiligung | - | -2.013 | |
| Zinsaufwendungen aus Finanzierungsleasing | -186 | -206 | |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -2.196 | -2.895 | |
| Zinsergebnis | -8.721 | -18.678 | |
Im Rahmen des Umzugs in den Dürr-Campus in Southfield, Michigan, USA, wurden das nicht
länger benötigte Gebäude in Auburn Hills, ebenfalls in Michigan, USA, und weitere
technische Anlagen und Büroausstattung an diesem Standort im Geschäftsjahr 2015 als
zur Veräußerung gehalten eingestuft. Mit Wirkung zum 31. März 2016 wurden das Gebäude
und die weiteren Sachanlagen veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug 5.018 Tsd. €
und ist als sonstiger betrieblicher Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.
Die Vermögenswerte waren zum Umgliederungszeitpunkt mit dem Buchwert bewertet. Zum
31. Dezember 2015 waren diese als zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte der Division
Application Technology zugeordnet.
Darüber hinaus wurden eine in Deutschland zum Verkauf stehende Immobilie und weitere
Sachanlagen mit Wirkung zum 4. April 2016 veräußert. Der Veräußerungsgewinn betrug
297 Tsd. €. Die Vermögenswerte waren zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die veräußerten
Vermögenswerte waren der Division Woodworking Machinery and Systems zugeordnet.
Zum 31. Dezember 2015 wurden Sachanlagen in Höhe von 6.315 Tsd. € als zur Veräußerung
verfügbar ausgewiesen.
Der Abzinsungsfaktor, der in Deutschland zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen
verwendet wird, ist zum 30. Juni 2016 gesunken. Dies führt zu einer erfolgsneutralen
Erhöhung der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen im Rahmen einer Neubewertung
in Höhe von 9.259 Tsd. €.
Am 24. März 2016 platzierte die Dürr AG ein Schuldscheindarlehen über 300.000 Tsd.
€. Der Mittelzufluss erfolgte am 6. April 2016. Das Gesamtvolumen verteilt sich auf
drei Tranchen mit Laufzeiten von fünf, sieben und zehn Jahren und führt so zu einer
breiteren Streuung des Fälligkeitenprofils. Die durchschnittliche Verzinsung beträgt
circa 1,6 % jährlich. Das Schuldscheindarlehen wurde von Commerzbank, Landesbank Baden-Württemberg
und Unicredit arrangiert und von zahlreichen Banken aus dem In- und Ausland gezeichnet.
Die Mittel dienen der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und stärken die strategische
Liquidität.
Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich
folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 379 | 379 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 3.602 | - | 3.602 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 2 | 2 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 567 | - | 567 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 849 | - | 849 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 33.174 | - | - | 33.174 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 8.906 | - | 8.906 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 1.540 | - | - | 1.540 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 438 | - | 438 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.261 | - | 2.261 | - |
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Tsd. € | 31. Dezember 2015 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 379 | 379 | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.349 | - | 2.349 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 2 | 2 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.100 | - | 1.100 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.022 | - | 1.022 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 30.327 | - | - | 30.327 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 16.992 | - | 16.992 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 1.720 | - | - | 1.720 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 452 | - | 452 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 5.389 | - | 5.389 | - |
Im ersten Halbjahr 2016 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.
Unterstellt man zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt um 10 % höhere (niedrigere)
zugrunde liegende Parameter (Eigenkapital und kumulierte Ergebnisse vor Ertragsteuern),
wäre der Wert der unter Stufe 3 berichteten Verkaufsoption für die CPM S.p.A. 3.047
Tsd. € höher (niedriger) ausgefallen (Vorjahr: keine Sensitivität).
| 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 | |||
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert |
| Aktiva |
||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 414.524 | 414.524 | 435.633 | 435.633 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 384.481 | 384.481 | 353.617 | 353.617 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 491.066 | 491.066 | 536.732 | 536.732 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 7.874 | 7.874 | 5.963 | 5.963 |
| Sonstige originäre Finanzinstrumente |
||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 150.426 | 150.426 | 28.342 | 28.342 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 20.790 | 20.400 | 25.420 | 24.878 |
| Passiva |
||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 373.187 | 373.187 | 398.559 | 398.559 |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 390 | 390 | 516 | 516 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 38.955 | 38.955 | 38.509 | 38.509 |
| Anleihe | 322.500 | 297.166 | 313.500 | 296.910 |
| Schuldscheindarlehen | 306.477 | 299.105 | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 45.780 | 44.429 | 45.366 | 43.177 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 10.896 | 9.759 | 12.105 | 10.815 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 212.481 | 207.154 | 210.878 | 210.878 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 | ||||
| Kredite und Forderungen | 1.063.890 | 1.063.890 | 1.006.670 | 1.006.670 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 20.790 | 20.400 | 25.420 | 24.878 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 1.310.666 | 1.270.145 | 1.019.433 | 999.364 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre
finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten.
Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden
Zeitwert.
Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 15.398 Tsd. €
konnten keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte
aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren.
Der beizulegende Zeitwert des Schuldscheindarlehens ermittelt sich aus der Abzinsung
der Zahlungsströme auf den Bewertungsstichtag mit laufzeitäquivalenten Diskontierungszinssätzen.
Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner
Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur
des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung
(einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend
gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.
| 1. Halbjahr 2016 | ||||||
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology |
Measuring and Process Systems | Clean Technology Systems |
Woodworking Machinery and Systems* | Summe Segmente |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 567.218 | 262.966 | 274.762 | 75.365 | 526.575 | 1.706.886 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 4.345 | 1.862 | 5.606 | 339 | 4 | 12.156 |
| Summe Umsatzerlöse | 571.563 | 264.828 | 280.368 | 75.704 | 526.579 | 1.719.042 |
| EBIT | 37.994 | 32.132 | 27.307 | 2.374 | 27.483 | 127.290 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 522.962 | 492.835 | 500.817 | 119.985 | 822.086 | 2.458.685 |
| Schulden (zum 30.06.) | 522.757 | 279.002 | 199.785 | 64.270 | 318.252 | 1.384.066 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.385 | 1.930 | 3.034 | 528 | 5.983 | 14.860 |
| 1. Halbjahr 2016 | ||
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 15 | 1.706.901 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -12.156 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -12.141 | 1.706.901 |
| EBIT | -8.274 | 119.016 |
| Vermögen (zum 30.06.) | -1.571 | 2.457.114 |
| Schulden (zum 30.06.) | 197.400 | 1.581.466 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 191 | 15.051 |
| 1. Halbjahr 2015 | ||||||
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology |
Measuring and Process Systems | Clean Technology Systems |
Woodworking Machinery and Systems* | Summe Segmente |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
637.920 | 279.026 | 283.908 | 68.022 | 504.095 | 1.772.971 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 3.773 | 2.193 | 5.132 | 1.885 | 2 | 12.985 |
| Summe Umsatzerlöse | 641.693 | 281.219 | 289.040 | 69.907 | 504.097 | 1.785.956 |
| EBIT | 47.992 | 28.896 | 26.575 | 185 | 9.058 | 112.706 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 551.282 | 480.638 | 490.812 | 114.292 | 795.410 | 2.432.434 |
| Schulden (zum 31.12.) | 665.068 | 298.238 | 201.416 | 61.491 | 321.470 | 1.547.683 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.212 | 1.843 | 2.925 | 480 | 5.780 | 14.240 |
| 1. Halbjahr 2015 | ||
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
572 | 1.773.543 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -12.985 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -12.413 | 1.773.543 |
| EBIT | -4.716 | 107.990 |
| Vermögen (zum 31.12.) | -583 | 2.431.851 |
| Schulden (zum 31.12.) | 213.798 | 1.761.481 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 208 | 14.448 |
Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und Umsatzerlöse mit
konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 |
| EBIT der Segmente | 127.290 | 112.706 |
| EBIT Corporate Center | -6.507 | -4.646 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -1.767 | -70 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 119.016 | 107.990 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | 1.266 | 1.095 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 331 | 417 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 3.013 | 3.816 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -11.734 | -22.494 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 111.892 | 90.824 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -34.060 | -37.308 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 77.832 | 53.516 |
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 |
| Segmentvermögen | 2.458.685 | 2.432.434 |
| Vermögen Corporate Center | 1.002.202 | 986.137 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -1.003.773 | -986.720 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 414.524 | 435.633 |
| Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere | 130.093 | 8.684 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen | 20.705 | 25.183 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 31.824 | 28.222 |
| Ertragsteuerforderungen | 22.190 | 21.554 |
| Aktive latente Steuern | 30.504 | 35.535 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 3.106.954 | 2.986.662 |
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 |
| Segmentschulden | 1.384.066 | 1.547.683 |
| Schulden Corporate Center | 255.067 | 253.373 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -57.667 | -39.575 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 596.271 | 296.910 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 59.285 | 43.177 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 9.759 | 10.815 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 39.470 | 41.728 |
| Passive latente Steuern | 109.228 | 118.133 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns* | 2.395.479 | 2.272.244 |
*
Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei
anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen
zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2015.
Nahestehende Parteien beinhalten die assoziierten Unternehmen, die Gemeinschaftsunternehmen
sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden
Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 48.405 Tsd. € (Vorjahr:
45.257 Tsd. €). Zum 30. Juni 2016 beliefen sich die ausstehenden Forderungen gegenüber
den nahestehenden Unternehmen auf 9.478 Tsd. € (31.12.2015: 7.140 Tsd. €), die Verbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen sich auf 1.604 Tsd. (31.12.2015: 2.129
Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Darüber
hinaus sind erhaltene Anzahlungen in Höhe von 23.480 Tsd. € (31.12.2015: 14.379 Tsd.
€) gegenüber nahestehenden Parteien in der Bilanz enthalten.
Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden
Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten
gewährt worden wären.
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 |
| Verbindlichkeiten aus Garantien, Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften | 13.408 | 11.662 |
| Gestellte Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | - | 10.552 |
| Sonstige | 2.270 | 24.479 |
| 15.678 | 46.693 |
Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten
und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
| Tsd. € | 30. Juni 2016 | 31. Dezember 2015 |
| Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge | 108.221 | 122.059 |
| Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge | 10.884 | 12.245 |
| Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen | 3.398 | 6.467 |
| 122.503 | 140.771 |
Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.
Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums
und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 4. August 2016
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Ralf W. Dieter | Ralph Heuwing |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand |
| in Mio. € | 1. Halbjahr 2016 | 1. Halbjahr 2015 | 1. Halbjahr 2014 | 1. Halbjahr 2013 | 2. Quartal 2016 | 2. Quartal 2015 |
| Auftragseingang | 1.989,3 | 1.795,5 | 1.271,5 | 1.293,5 | 940,7 | 900,0 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.698,9 | 2.828,0 | 2.351,6 | 2.457,5 | 2.698,9 | 2.828,0 |
| Umsatz | 1.706,9 | 1.773,5 | 1.060,4 | 1.131,7 | 881,7 | 924,4 |
| Bruttoergebnis | 408,0 | 380,0 | 233,6 | 219,9 | 212,9 | 198,5 |
| EBITDA | 157,3 | 146,7 | 102,5 | 95,9 | 79,3 | 75,9 |
| EBIT | 119,0 | 108,0 | 89,2 | 82,4 | 60,3 | 60,5 |
| Ergebnis nach Steuern | 77,8 | 53,5 | 57,9 | 52,4 | 39,2 | 36,5 |
| Bruttomarge in % | 23,9 | 21,4 | 22,0 | 19,4 | 24,1 | 21,5 |
| EBIT-Marge in % | 7,0 | 6,1 | 8,4 | 7,3 | 6,8 | 6,5 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -84,6 | 10,9 | 24,2 | 12,1 | -82,0 | -28,6 |
| Free Cashflow | -138,4 | -36,2 | 5,3 | -10,3 | -116,3 | -58,5 |
| Investitionen | 38,6 | 36,2 | 17,8 | 21,8 | 18,9 | 18,8 |
| Bilanzsumme (30. Juni) | 3.107,0 | 2.952,4 | 2.232,6 | 1.840,6 | 3.107,0 | 2.952,4 |
| Eigenkapital (mit nichtbeherrschenden Anteilen) (30. Juni) | 711,5 | 604,2 | 513,7 | 438,0 | 711,5 | 604,2 |
| Eigenkapitalquote (30. Juni) in % | 22,9 | 20,5 | 23,0 | 23,8 | 22,9 | 20,5 |
| ROCE2 in % | 29,2 | 40,9 | 58,0 | 39,6 | 29,6 | 45,8 |
| Nettofinanzstatus (30. Juni) | -90,2 | 88,7 | 227,2 | 43,0 | -90,2 | 88,7 |
| Net Working Capital (30. Juni) | 372,1 | 176,1 | -4,6 | 153,2 | 372,1 | 176,1 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 15.051 | 14.448 | 8.324 | 7.899 | 15.051 | 14.448 |
| Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204 | ||||||
| Höchst4 | 72,65 | 109,80 | 68,13 | 52,75 | 72,65 | 109,80 |
| Tiefst4 | 49,52 | 71,35 | 54,50 | 33,73 | 60,30 | 78,66 |
| Schluss4 | 67,99 | 83,65 | 64,80 | 46,35 | 67,99 | 83,65 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (Aktienzahl) | 220.200 | 141.100 | 137.700 | 151.807 | 281.600 | 155.200 |
| Anzahl der Aktien (Tsd.) | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert / unverwässert) | 2,21 | 1,49 | 1,64 | 1,51 | 1,11 | 1,01 |
| in Mio. € | 2. Quartal 2014 | 2. Quartal 2013 |
| Auftragseingang | 707,1 | 613,1 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.351,6 | 2.457,5 |
| Umsatz | 522,2 | 589,2 |
| Bruttoergebnis | 117,9 | 117,8 |
| EBITDA | 51,7 | 53,7 |
| EBIT | 45,0 | 46,4 |
| Ergebnis nach Steuern | 28,7 | 29,7 |
| Bruttomarge in % | 22,6 | 20,0 |
| EBIT-Marge in % | 8,6 | 7,9 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -18,4 | 41,8 |
| Free Cashflow | -28,4 | 27,8 |
| Investitionen | 9,5 | 13,9 |
| Bilanzsumme (30. Juni) | 2.232,6 | 1.840,6 |
| Eigenkapital (mit nichtbeherrschenden Anteilen) (30. Juni) | 513,7 | 438,0 |
| Eigenkapitalquote (30. Juni) in % | 23,0 | 23,8 |
| ROCE2 in % | 58,6 | 42,8 |
| Nettofinanzstatus (30. Juni) | 227,2 | 43,0 |
| Net Working Capital (30. Juni) | -4,6 | 153,2 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 8.324 | 7.899 |
| Dürr-Aktie3 ISIN: DE0005565204 | ||
| Höchst4 | 65,98 | 52,75 |
| Tiefst4 | 55,25 | 38,02 |
| Schluss4 | 64,80 | 46,35 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (Aktienzahl) | 103.501 | 175.092 |
| Anzahl der Aktien (Tsd.) | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert / unverwässert) | 0,81 | 0,85 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
1
HOMAG Group AG seit 3.10.2014 konsolidiert
2
Annualisiert
3
Verdopplung der Aktienstückzahl durch Ausgabe von Gratisaktien am 27. Mai 2013; dadurch
Anpassung von historischen Kursen, Tagesumsätzen und Ergebnis je Aktie
4
Xetra
| 31. August 2016 | Commerzbank Sector Conference, Frankfurt |
| 8. September 2016 | Morgan Stanley Industrials and Natural Resources Summit, London |
| 13. September 2016 | UBS Best of Germany, New York |
| 20. September 2016 | Berenberg German Corporate Conference, München |
| 21. September 2016 | Baader Conference, München |
| 22. September 2016 | Bernstein 13th Annual Strategic Decisions Conference, London |
| 10. November 2016 | Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate 2016 |
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dürr AG
Günter Dielmann
Corporate Communications & Investor Relations
Carl-Benz-Straße 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: +49 7142 78-1785
Fax: +49 7142 78-1716
corpcom@durr.com
investor.relations@durr.com
www.durr.de
Dieser Halbjahresfinanzbericht liegt auch in englischer Sprache vor.
Diese Zwischenmitteilung enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen. Diese Aussagen
sind - ebenso wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld - stets
mit Unsicherheit verbunden. Unseren Angaben liegen Überzeugungen und Annahmen des
Vorstands der Dürr AG zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen beruhen.
Folgende Faktoren können aber den Erfolg unserer strategischen und operativen Maßnahmen
beeinflussen: geopolitische Risiken, Veränderungen der allgemeinen Wirtschaftsbedingungen,
insbesondere eine anhaltende wirtschaftliche Rezession, Veränderungen der Wechselkurse
und Zinssätze, Produkteinführungen von Wettbewerbern, mangelnde Kundenakzeptanz neuer
Dürr-Produkte oder -Dienstleistungen einschließlich eines wachsenden Wettbewerbsdrucks.
Sollten diese Faktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen
zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen
Ergebnisse von den prognostizierten abweichen. Die Dürr AG beabsichtigt nicht, vorausschauende
Aussagen und Informationen laufend zu aktualisieren. Sie beruhen auf den Umständen
am Tag ihrer Veröffentlichung.