![]() Dürr AktiengesellschaftStuttgartZwischenbericht zum 30.06.2017HALBJAHRESFINANZBERICHT1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017Kennzahlen Dürr-Konzern [IFRS]scroll
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. 1
Sondereffekte H1 2017: 14,9 Mio. € (Verkaufsertrag Dürr Ecoclean: 22,7 Mio. €, Kaufpreisallokation
HOMAG Group: -4,4 Mio. €, Einstellung Geschäftsbetrieb Dürr thermea GmbH: -3,4 Mio.
€), H1 2016: -0,5 Mio. € Highlights H1 2017:
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Auftragseingang:
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Auftragsbestand: 2,7 Mrd. €, 175 Mio. € über Jahresende 2016 |
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Umsatz: +2,6 %, bereinigt um Ecoclean (veräußert): +4,9 % |
| ― |
Book-to-Bill: 1,2 |
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Positiver Ergebnistrend in H1:
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Operatives EBIT (um Sondereffekte bereinigt) in Q2 auf Vorjahresniveau trotz leichtem
Umsatzrückgang (-2,6 %) |
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Cashflow nach erwartetem NWC-Aufbau in H1 bei -40,8 Mio. €, Verbesserung in H2 erwartet |
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Nettofinanzstatus mit 96 Mio. € klar positiv, Mittelzufluss aus Ecoclean-Verkauf enthalten |
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Unveränderter Ausblick 2017:
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Die Strategie "Dürr 2020" bestimmt den Kurs für die Weiterentwicklung des Konzerns
bis zum Jahr 2020. Die damit verbundenen Kennzahlenziele sind:
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Umsatz: Bis 2020 soll der Umsatz durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen auf bis zu 5 Mrd. € steigen. |
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EBIT-Marge: Die EBIT-Marge soll bis 2020 auf 8 bis 10 % steigen. |
| ― |
ROCE: Der ROCE soll bis 2020 dauerhaft über 30 % liegen. |
Ein wichtiges Element von "Dürr 2020" ist die Erschließung neuer Wachstumsfelder.
Dazu wollen wir nach der erfolgreichen Übernahme der HOMAG Group (2014) unseren Akquisitionskurs
fortsetzen. Wie bei HOMAG suchen wir potenzielle Akquisitionsziele vor allem außerhalb
des Automotive-Kerngeschäfts. Denn angesichts unserer hohen Marktanteile ist das Wachstumspotenzial
im Geschäft mit der Automobilindustrie begrenzt. Für die kommenden Jahre erwarten
wir in diesem Bereich ein Wachstum von durchschnittlich rund 3 % p.a. Darüber hinaus
planen wir weitere kleinere Arrondierungsakquisitionen.
Unsere Akquisitionskriterien für potenzielle Zielunternehmen sind:
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Maschinen- und Anlagenbau oder ergänzende Services und Technologien (zum Beispiel Software) |
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Führende Markt- und Technologieposition |
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Kein Restrukturierungsbedarf, aber Potenzial für Ergebnisverbesserung und Synergien |
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Passende Unternehmenskultur |
Unsere Strategie für das bestehende Portfolio verfolgt ein Hauptziel: Dürr soll als
Maschinen- und Anlagenbauer auch im Zeitalter der Digitalisierung an der Spitze des
Wettbewerbs stehen. Unter dem Motto digital® DÜRR treiben wir die Digitalisierung
unserer Produkte, Services und Prozesse voran. Der Strategiekern digital@DÜRR strahlt
auf die vier Strategiefelder aus, die ihn umgeben. In allen vier Feldern setzen wir
Digitalisierungsinitiativen um, parallel arbeiten wir an weiteren erfolgskritischen
Themen wie beispielsweise Organisationsoptimierung und Technologieentwicklung.

Die wichtigsten Stoßrichtungen der einzelnen Strategiefelder sind:
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Internet of Things (IoT) |
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Smart Factories, Smart Products, Smart Processes |
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Automatisierung |
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Weitere Lokalisierung der Wertschöpfung in den Emerging Markets |
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Smart Services (z.B. Predictive Maintenance) |
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Customer Relationship Management |
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Wachstum durch optimierte Service-Versorgung der installierten Basis |
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Digitalisierung der Wertschöpfungsprozesse |
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Prozessoptimierung |
Die Konjunkturdaten für das erste Halbjahr 2017 zeigen, dass die Weltwirtschaft weiterhin
auf einem guten Weg ist. Nordamerika und Europa erzielten ein moderates Wachstum von
2,4 % beziehunsgweise 1,8 %. In China betrug der BIP-Zuwachs 6,7 %; Indien konnte
mit 7,3 % etwas stärker zulegen. Die Rohstoff- und Energiepreise gaben im zweiten
Quartal gegenüber dem Jahresbeginn nach. Auch bei den Zinsen setzte sich der im ersten
Quartal eingeschlage Aufwärtstrend nicht fort. Entgegen den ursprünglichen Markterwartungen
legte der Euro im zweiten Quartal gegenüber dem US-Dollar zu und erreichte einen Wert
von 1,15.
| BIP-Wachstum, % | 2015 | 2016 | 2017P | 2018P |
| USA | 2,6 | 1,6 | 2,4 | 2,6 |
| Japan | 1,3 | 1,0 | 1,4 | 0,8 |
| Euroland | 1,9 | 1,7 | 1,8 | 1,6 |
| Emerging Markets | 4,2 | 4,1 | 4,7 | 4,8 |
| China | 6,9 | 6,7 | 6,7 | 6,3 |
| Indien | 7,4 | 7,5 | 7,3 | 7,8 |
| Brasilien | -0,3 | -1,1 | 1,0 | 2,4 |
| Welt | 3,3 | 3,1 | 3,6 | 3,8 |
Quelle: Deutsche Bank, Juni 2017
P = Prognose
Der weltweite Automobilabsatz entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2017 insgesamt
positiv. Lediglich der US-Markt verzeichnete einen Rückgang von 2 % bei den PKW-Verkäufen.
Die anderen Märkte -auch Russland - konnten teils deutlich zulegen. Der europäische
Markt setzte sein robustes Wachstum mit einem Plus von 4 % fort. In China wuchs der
PKW-Absatz um 3 %, nachdem die Steuervergünstigungen beim Kauf von Kleinwagen Anfang
2017 halbiert worden waren.
Veränderung zum Vorjahr in %

Quelle: VDA, Juli 2017
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat seine Produktionsprognose
für 2017 im Juni deutlich angehoben. Erwartet wird nun ein Plus von 3 % statt bisher
1 %. Auch beim Auftragseingang zeigt der Trend nach oben. Nach VDMA-Angaben stiegen
die Orders im Mai um 17 % gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Im Zeitraum
März bis Mai 2017 nahmen sie um durchschnittlich 4 % zu, getragen wurde der positve
Trend von einer lebhaften Nachfrage im In- und Ausland.
Der VDMA-Fachverband für sekundäre Holzbearbeitung (relevanter Teilmarkt für HOMAG)
verzeichnete von Januar bis Mai 2017 ein kräftiges Bestellwachstum von 24 % (ohne
Berücksichtigung von Preisbereinigungen). Der Sektor Holzbearbeitungsmaschinen dürfte
2017 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erreichen.
Der Auftragseingang erreichte im ersten Halbjahr 2017 mit 2.078,7 Mio. € einen neuen
Rekordwert. Gegenüber dem Vorjahreswert (1.989,3 Mio. €) stieg das Bestellvolumen
um 4,5 %; bereinigt um den Verkauf der Ecoclean-Gruppe waren es sogar 9,0 %. Mit 1.022,7
Mio. € lag der Auftragseingang im zweiten Quartal nur leicht unter dem sehr hohen
Wert des ersten Quartals (1.056,1 Mio. €); im Vergleich zum zweiten Quartal 2016 errechnet
sich ein Plus von 8,7 %.
Das stärkste Bestellplus erzielte im ersten Halbjahr 2017 die Division Woodworking
Machinery and Systems (Holzbearbeitungstechnik, HOMAG Group) mit 33,0 %. Clean Technology
Systems (Umwelttechnik) und Application Technology (Roboter- und Applikationstechnik)
erreichten Zuwächse von 5,6 % und 5,2 %. Bei Paint and Final Assembly Systems (Lackier-
und Montagesysteme) unterschritt der Auftragseingang den Vorjahreswert um 4,5 %, allerdings
erzielte die Division im zweiten Quartal bei einem Plus von 10,9 % ein sehr hohes
Orderniveau. Bei Measuring and Process Systems (Auswucht-, Befüll-, Prüftechnik) sank
der Auftragseingang um 23,0 %, dies resultiert jedoch hauptsächlich aus der Veräußerung
der Dürr-Ecoclean-Gruppe (industrielle Reinigungstechnik) zum 31. März 2017.
Der Auftragseingang aus den Emerging Markets (Asien ohne Japan, Süd- und Mittelamerika,
Afrika, Osteuropa) erhöhte sich im ersten Halbjahr 2017 um 36 % auf 1.146,8 Mio. €,
dies entspricht einem Anteil von 55 % am Gesamtauftragseingang. Der darin enthaltene
Auftragseingang aus China gewann deutlich an Dynamik und stieg um 51 % auf 405,1 Mio.
€. Auch in Brasilien, Südkorea, Russland und dem Iran nahm der Auftragseingang zu.
In Nordamerika verzeichneten wir eine Normalisierung: Nach dem extrem hohen Vorjahresniveau
verringerten sich die Bestellungen in der ersten Jahreshälfte 2017 um 34 % auf 403,2
Mio. €.
Wechselkursveränderungen hatten im erstem Halbjahr praktisch keinen Einfluss auf Auftragseingang,
Umsatz und EBIT.

| Mio. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Auftragseingang | 2.078,7 | 1.989,3 | 1.022,7 | 940,7 |
| Umsatz | 1.751,3 | 1.706,9 | 859,9 | 881,7 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.743,0 | 2.698,9 | 2.743,0 | 2.698,9 |
Der Umsatz wuchs im ersten Halbjahr 2017 um 2,6 % auf 1.751,3 Mio. €. Bereinigt um
den Verkauf des Ecoclean-Geschäfts betrug der Zuwachs 5 %. Im zweiten Quartal verzeichneten
wir einen leichten Umsatzrückgang von 2,5 %. Maßgeblich dafür war zum einen die Division
Paint and Final Assembly Systems, wo sich die Anarbeitung vieler neuer Projekte in
einer vorübergehend niedrigen Umsatzrealisierung niederschlug. Zum anderen nahmen
die Erlöse bei Measuring and Process Systems ab, was aber ausschließlich aus dem Verkauf
von Dürr Ecoclean resultierte. Auf vergleichbarer Basis weitete Measuring and Process
Systems den Umsatz um 5,7 % aus. Woodworking Machinery and Systems und Clean Technology
Systems erzielten im ersten Halbjahr 2017 zweistellige Umsatzzuwächse. Bei Application
Technology betrug das Plus 8,8 %.
Der Service-Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2017 um 2,1 % auf 452,2 Mio.
€. Daraus ergibt sich ein Anteil von 25,8 % am Gesamtumsatz (H1 2016: 27,1 %). Bereinigt
um den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe erhöhte sich der Service-Umsatz um 1,0 %.
Für die zweite Jahreshälfte rechnen wir im Konzern mit weiteren Zuwächsen im Service-Geschäft.
Der Konzernumsatz verteilte sich im ersten Halbjahr ausgewogen auf die unterschiedlichen
Marktregionen. 14 % wurden in Deutschland generiert, 29 % in anderen europäischen
Ländern, 26 % in Nord- und Südamerika sowie 31 % in Asien, Afrika und Australien.
Der Umsatzanteil der Emerging Markets erreichte 46 % (H1 2016: 50 %).
Die Book-to-Bill-Ratio (Auftragseingang zu Umsatz) lag mit 1,2 auf hohem Niveau. Der
Auftragsbestand stieg im Vergleich zum Jahresende 2016 um 174,6 Mio. € auf 2.743,0
Mio. €. Auch gegenüber dem 30. Juni 2016 (2.698,9 Mio. €) ist ein leichter Anstieg
zu verzeichnen, obwohl sich das Orderbuch infolge des Ecoclean-Verkaufs um 136 Mio.
€ verminderte.
Die hohe Auslastung und der Umsatzzuwachs, der besonders in den Maschinenbau-Divisions
zu Skaleneffekten führte, bewirkten, dass das Bruttoergebnis im ersten Halbjahr 2017
um 3,2 % auf 421,0 Mio. € stieg. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht: von 23,9
% auf 24,0 %. Im zweiten Quartal nahm sie leicht ab (23,7 % nach 24,1 % in Q2 2016),
was hauptsächlich aus dem etwas höheren Preisdruck im Anlagenbau resultierte.
Der Anstieg der F&E-Kosten auf 56,1 Mio. € im ersten Halbjahr 2017 (+15,2 %) geht
vor allem auf unsere Digitalisierungsstrategie digital@DÜRR zurück. Die sonstigen
Overhead-Kosten sanken trotz des steigenden Umsatzes um 0,2 %. Die sonstigen betrieblichen
Erträge und Aufwendungen ergaben einen positiven Saldo von 23,1 Mio. € (H1 2016: 3,9
Mio. €), eine wesentliche Position war der Sonderertrag von 22,7 Mio. € aus dem Ecoclean-Verkauf.
Die Umsatz- und Overheadkosten für das zweite Quartal enthalten einen Aufwand von
3,4 Mio. € für die Stilllegung des Geschäftsbetriebs der auf Großwärmepumpen spezialisierten
Dürr thermea GmbH. Die Gesellschaft gehört innerhalb der Division Clean Technology
Systems zum Geschäftsfeld Energieeffizienztechnik und war anhaltend defizitär. Weitere
Informationen dazu enthält der Segmentbericht zu Clean Technology Systems auf Seite
19.
Infolge des hohen Bruttoergebnisses und des Ecoclean-Sonderertrags stieg das EBIT
im ersten Halbjahr 2017 um 21,2 % auf 144,2 Mio. € (H1 2016: 119,0 Mio. €). Im zweiten
Quartal ergab sich ein EBIT-Rückgang von 6,3 % auf 56,5 Mio. €, was in erster Linie
auf die Stilllegungskosten für Dürr thermea zurückzuführen war. Zudem fielen im zweiten
Quartal keine Ergebnisbeiträge mehr von Dürr Ecoclean an. Die EBIT-Marge verbesserte
sich im ersten Halbjahr von 7,0 % auf 8,2 %.
Das operative EBIT erhöhte sich in der ersten Jahreshälfte um 8,2 % auf 129,3 Mio.
€ (H1 2016 operativ: 119,5 Mio. €). In diesem Wert wurden der Ecoclean-Sonderertrag
(22,7 Mio. €) sowie die Sonderauwendungen für Dürr thermea (3,4 Mio. €) und die HOMAG-Kaufpreisallokation
(4,4 Mio. €) bereinigt. Die operative EBIT-Marge verbesserte sich von 7,0 % auf 7,4
%; im zweiten Quartal lag sie wie im Vorjahreszeitraum bei 7,2 %.
Bei Abschreibungen von 40,6 Mio. € erhöhte sich das EBITDA um 17,5 % auf 184,8 Mio.
€.
Das Finanzergebnis für das erste Halbjahr 2017 betrug -9,7 Mio. € (H1 2016: -7,1 Mio.
€). Darin ist der im Vorjahr nur teilweise enthaltene Zinsaufwand für das im März
2016 platzierte Schuldscheindarlehen erfasst. Im zweiten Quartal 2017 lag das Finanzergebnis
mit -4,2 Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Steuerquote sank auf 25,8 % (H1 2016: 30,4
%), da auf den Sonderertrag aus dem Ecoclean-Verkauf nur geringe Steuern anfielen.
Vor diesem Hintergrund stieg das Ergebnis nach Steuern um 28,2 % auf 99,7 Mio. €,
was zu einem Ergebnis je Aktie von 2,83 € führte (H1 2016: 2,21 €). Im zweiten Quartal
verringerte sich das Nachsteuerergebnis um 5,2 % auf 37,2 Mio. €, das Ergebnis je
Aktie betrug 1,05 € nach 1,11 € im Vorjahreszeitraum.
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Umsatz | Mio. € | 1.751,3 | 1.706,9 | 859,9 | 881,7 |
| Bruttoergebnis | Mio. € | 421,0 | 408,0 | 203,8 | 212,9 |
| Vertriebs- und Verwaltungskosten | Mio. € | 243,8 | 244,3 | 119,2 | 125,7 |
| F&E-Kosten | Mio. € | 56,1 | 48,6 | 27,6 | 24,8 |
| EBITDA | Mio. € | 184,8 | 157,3 | 78,2 | 79,3 |
| EBIT | Mio. € | 144,2 | 119,0 | 56,5 | 60,3 |
| EBIT vor Sondereffekten1 | Mio. € | 129,3 | 119,5 | 62,1 | 63,7 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -9,7 | -7,1 | -4,2 | -4,1 |
| EBT | Mio. € | 134,5 | 111,9 | 52,3 | 56,2 |
| Ertragsteuern | Mio. € | -34,8 | -34,1 | -15,1 | -17,0 |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 99,7 | 77,8 | 37,2 | 39,2 |
| Ergebnis je Aktie | € | 2,83 | 2,21 | 1,05 | 1,11 |
| Bruttomarge | % | 24,0 | 23,9 | 23,7 | 24,1 |
| EBITDA-Marge | % | 10,6 | 9,2 | 9,1 | 9,0 |
| EBIT-Marge | % | 8,2 | 7,0 | 6,6 | 6,8 |
| EBIT-Marge vor Sondereffekten1 | % | 7,4 | 7,0 | 7,2 | 7,2 |
| EBT-Marge | % | 7,7 | 6,6 | 6,1 | 6,4 |
| Umsatzrendite nach Steuern | % | 5,7 | 4,6 | 4,3 | 4,4 |
| Zinsdeckungsgrad | 14,3 | 13,8 | 11,5 | 12,3 | |
| Steuerquote | % | 25,8 | 30,4 | 28,9 | 30,2 |
Zum 31. März 2017 verzeichneten wir einen Mittelzufluss von 107,7 Mio. € und einen
Sonderertrag von 22,7 Mio. € aus der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Darüber
hinaus gab es im ersten Halbjahr keine einzelnen Ereignisse, die sich wesentlich auf
die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Dürr-Konzerns auswirkten. Dem spürbaren
Wettbewerbsdruck bei Paint and Final Assembly Systems steht eine über den Erwartungen
liegende Nachfrage in der Division Woodworking and Machinery Systems gegenüber.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich im ersten Halbjahr 2017 um
43,7 Mio. € auf -40,8 Mio. € verbessert. Hauptgründe dafür waren die höheren Einnahmen
und Erlöse sowie Rückstellungsveränderungen. Das Net Working Capital (NWC) erhöhte
sich um 131,6 Mio. € und damit ähnlich stark wie im Vorjahr. Maßgeblich dafür war,
dass sich das überdurchschnittlich hohe Anzahlungsniveau, das wir Ende 2016 verzeichnet
hatten, wieder normalisierte. Im zweiten Halbjahr erwarten wir keine nennenswerte
weitere NWC-Erhöhung und folglich eine deutliche Cashflow-Verbesserung.
| Mio. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 134,5 | 111,9 | 52,3 | 56,2 |
| Abschreibungen | 40,5 | 38,2 | 21,7 | 19,0 |
| Zinsergebnis | 10,1 | 8,7 | 5,0 | 5,0 |
| Ertragsteuerzahlungen | -27,0 | -38,4 | -9,5 | -19,3 |
| Veränderung Rückstellungen | 27,1 | -12,3 | 4,7 | 2,0 |
| Veränderung Net Working Capital | -131,6 | -136,2 | -43,9 | -113,9 |
| Sonstiges | -94,4 | -56,5 | -67,1 | -31,0 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -40,8 | -84,6 | -36,7 | -82,0 |
| Zinszahlungen (netto) | -11,6 | -15,5 | -3,4 | -15,5 |
| Investitionen | -33,2 | -38,4 | -14,9 | -18,8 |
| Free Cashflow | -85,7 | - 138,4 | -55,1 | -116,3 |
| Sonstige Zahlungsströme (einschl. Dividende) | 5,3 | -81,2 | -94,1 | -63,0 |
| Veränderung Nettofinanzstatus | -80,3 | -219,6 | -149,2 | -179,3 |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit erreichte im ersten Halbjahr 2017 mit 7,5 Mio.
€ einen positiven Wert (H1 2016: -139,2 Mio. €). Dies resultierte vor allem aus dem
Zufluss des Ecoclean-Verkaufserlöses (107,7 Mio. €), wenngleich wir einen Teil des
Erlöses umgehend in Termingeldern angelegt haben.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -111,8 Mio. € (H1 2016: 207,8 Mio.
€). Er wurde hauptsächlich geprägt durch die Dividendenausschüttung sowie Zinszahlungen
für die Unternehmensanleihe und das Schuldscheindarlehen. Im Vorjahr hatte die Begebung
des Schuldscheindarlehens zu einem Mittelzufluss von 300 Mio. € geführt.
Angesichts des negativen operativen Cashflows ergab sich ein Free Cashflow von -85,7
Mio. € (H1 2016: -138,4 Mio. €). Der Nettofinanzstatus belief sich zur Jahresmitte
2017 auf 96,2 Mio. €. Er profitierte von dem Mittelzufluss aus dem Ecoclean-Verkauf,
mindernd wirkte sich dagegen der Dividendenabfluss in Höhe von 72,7 Mio. € aus. Wir
erwarten, dass sich der Nettofinanzstatus im zweiten Halbjahr klar positiv entwickelt.
| Mio. € | |
| 30. Juni 2017 | 96,2 |
| 31. Dezember 2016 | 176,5 |
| 30. Juni 2016 | -90,2 |
| Mio. € | 30. Juni 2017 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 598,8 | 18,3 | 611,1 | 640,2 |
| Sachanlagen | 387,7 | 11,8 | 394,6 | 401,8 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 135,2 | 4,1 | 119,6 | 131,9 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.121,7 | 34,3 | 1.125,3 | 1.173,9 |
| Vorräte | 453,2 | 13,8 | 381,1 | 414,3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 828,3 | 25,3 | 779,4 | 880,7 |
| Liquide Mittel | 571,6 | 17,5 | 724,2 | 414,5 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 297,7 | 9,1 | 338,6 | 223,6 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.150,8 | 65,7 | 2.223,2 | 1.933,1 |
| Bilanzsumme | 3.272,5 | 100,0 | 3.348,5 | 3.107,0 |
Die Bilanzsumme hat sich seit Ende 2016 um 2,3 % auf 3.272,5 Mio. € verringert. Durch
die Ecoclean-Dekonsolidierung ergab sich eine Minderung um rund 40 Mio. €, darin ist
die Kaufpreiszahlung ebenso berücksichtigt wie die Beteiligung von 15 %, die wir an
der Nachfolgegesellschaft SBS Ecoclean GmbH erhielten. Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen und die Vorräte stiegen um insgesamt 121,0 Mio. €. Auf der Passivseite
verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen geringfügig
um 10,9 Mio. €. Vor diesem Hintergrund wuchs das um Wechselkursveränderungen bereinigte
Net Working Capital um 131,6 Mio. € auf 328,9 Mio. €. Der Rückgang der liquiden Mittel
um 152,6 Mio. € geht hauptsächlich auf die NWC-Ausweitung zurück. Die langfristigen
Vermögenswerte blieben mit 1.121,7 Mio. € weitgehend unverändert.
Mio. €

| Mio. € | 30. Juni 2017 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 88,6 | 2,7 | 88,6 | 88,6 |
| Sonstiges Eigenkapital | 733,5 | 22,4 | 720,9 | 605,4 |
| Eigenkapital Aktionäre | 822,1 | 25,1 | 809,5 | 694,0 |
| Nicht beherrschende Anteile | 11,1 | 0,3 | 21,4 | 17,5 |
| Summe Eigenkapital | 833,2 | 25,5 | 831,0 | 711,5 |
Das Eigenkapital lag zur Jahresmitte 2017 bei 833,2 Mio. € und war damit 17 % höher
als zwölf Monate zuvor. Gegenüber dem Jahresende 2016 blieb es nahezu konstant, da
der positive Effekt aus dem hohen Ergebnis nach Steuern durch die Dividendenzahlung
und translationsbedingte Wechselkursverluste neutralisiert wurde. Die Eigenkapitalquote
stieg seit Mitte 2016 von 22,9 % auf 25,5 %. Wir erwarten einen weiteren Anstieg zum
Jahresende und streben längerfristig einen Zielwert von bis zu 30 % an.
| Mio. € | 30. Juni 2017 | in % der Bilanzsumme | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 |
| Finanzverbindlichkeiten (einschl. Anleihe, Schuldscheindarlehen) | 650,1 | 19,9 | 654,5 | 665,3 |
| Rückstellungen (einschl. Pensionen) | 186,9 | 5,7 | 165,1 | 181,5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 971,6 | 29,7 | 982,5 | 925,4 |
| Davon erhaltene Anzahlungen | 620,8 | 19,0 | 648,1 | 551,8 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 43,6 | 1,3 | 40,3 | 39,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten (einschl. latente Steuern, Rechnungsabgrenzungsposten) | 587,1 | 17,9 | 675,2 | 583,8 |
| Gesamt | 2.439,3 | 74,5 | 2.517,6 | 2.395,5 |
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten sanken gegenüber dem 31. Dezember 2016
um 3,1 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bilden weiterhin die
größte Position auf der Passivseite. Die darin berücksichtigten Anzahlungen gingen
seit dem Jahresende 2016 um 27,3 Mio. € zurück. Gegenüber dem 30. Juni 2016 nahmen
sie um 69,0 Mio. € beziehungsweise 12,5 % zu. Hauptgrund für die geringeren sonstigen
Verbindlichkeiten ist die Ausbuchung der zur Veräußerung gehaltenen Verbindlichkeiten
von Dürr Ecoclean. Die Pensionsrückstellungen beliefen sich zur Jahresmitte 2017 auf
49,4 Mio. € und machten nur 1,5 % der Bilanzsumme aus.
Im ersten Halbjahr 2017 haben wir keine Finanzierungstransaktionen durchgeführt. Unsere
Finanzierungsstruktur bestand zum 30. Juni 2017 aus folgenden Elementen:
| ― |
Unternehmensanleihe über 300 Mio. € |
| ― |
Schuldscheindarlehen über 300 Mio. € |
| ― |
Syndizierter Kredit über 465 Mio. € |
| ― |
Immobiliendarlehen für den Kauf des Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen (2011) mit einem Buchwert von 34,3 Mio. € |
| ― |
Bilaterale Kreditfazilitäten und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in kleinerem Umfang |
Das Volumen der außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente und Verpflichtungen blieb
seit Ende 2016 weitgehend unverändert. Die künftigen Mindestzahlungen aus Operating-Lease-Verträgen
beliefen sich zum 30. Juni 2017 auf 101,9 Mio. € (31.12.2016: 104,6 Mio. €). Die Operating-Lease-Verträge
sind die wichtigste außerbilanzielle Finanzierungsform bei Dürr. Die Forderungsverkäufe
(Forfaitierung, Negoziierung) gingen seit Ende 2016 um 2,0 Mio. € zurück und erreichten
mit 3,2 Mio. € ein geringes Volumen.
Der Gesamtumfang aller Kredit- und Avallinien lag am 30. Juni 2017 bei 1.009,9 Mio.
€ (31.12.2016: 1.026,5 Mio. €). Die Gesamtinanspruchnahme aller verfügbaren Kredit-
und Avallinien erreichte 293,4 Mio. € (31.12.2016: 345,0 Mio. €). Die Avale umfassen
hauptsächlich Garantien und Bürgschaften und stellen keine außerbilanziellen Finanzierungsinstrumente
dar.
Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017 deckt sich weitgehend mit unseren Erwartungen.
Das Ergebnis hat durch den Sonderertrag aus dem Ecoclean-Verkauf deutlich zugelegt.
Aber auch das um Sondereffekte bereinigte EBIT stieg um 8 %. Der Umsatz lag projektstatusbedingt
zwar etwas unter den Erwartungen, wird sich aber im zweiten Halbjahr voraussichtlich
verbessern. Der Auftragseingang war im ersten Halbjahr 2017 etwas höher als geplant.
Cashflow und Nettofinanzstatus lagen nach dem ersten Halbjahr auf den geplanten Niveaus.
Beide Kennzahlen verbessern sich üblicherweise in der zweiten Jahreshälfte. Insgesamt
sind wir zuversichtlich, unsere Prognosen für das Gesamtjahr gut erreichen zu können.
Weitere Informationen zu unseren Jahresprognosen enthält das Kapitel Ausblick auf
Seite 21.
Im Zuge von digital@DÜRR haben wir die direkten Kosten für Forschung und Entwicklung
(F&E) im ersten Halbjahr 2017 um 15,2 % auf 56,1 Mio. € gesteigert. Im zweiten Quartal
ergab sich ein Zuwachs von 11,4 % auf 27,6 Mio. €. Die F&E-Quote lag sowohl im ersten
Halbjahr als auch im zweiten Quartal bei 3,2 % nach 2,8 % in den entsprechenden Vorjahreszeiträumen.
Neben den direkten F&E-Ausgaben haben wir weitere Entwicklungskosten, die bei Kundenaufträgen
anfielen, in den Umsatzkosten berücksichtigt. Im ersten Halbjahr wurden 5,3 Mio. €
als Entwicklungskosten aktiviert (H1 2016: 6,6 Mio. €), davon entfielen 2,3 Mio. €
auf das zweite Quartal (Q2 2016: 3,3 Mio. €). Zum 30. Juni 2017 waren 688 Mitarbeiter
in den F&E-Abteilungen des Konzerns tätig (30. Juni 2016: 688).
Alle fünf Divisions haben im bisherigen Jahresverlauf neue Technologien und Services
entwickelt. Ausgewählte Beispiele sind:
| ― |
Paint and Final Assembly Systems hat eine neue Business-Intelligence-Lösung für Smart Data Analytics in Lackierereien präsentiert und pilotiert. Dabei werden alle Datenpunkte eines bestimmten Anlagenteils zyklisch gescannt und gespeichert. Mithilfe einer Dashboard-Funktion lassen sich die Resultate selektieren, visualisieren und analysieren. |
| ― |
Application Technology hat gemeinsam mit dem Partner Kuka einen kompakten Lackierroboter für die allgemeine Industrie präsentiert. Der "ready2spray"-Roboter ist vollautomatisch, erfordert keinen Integrationsaufwand beim Kunden und eignet sich für ein breites Branchenspektrum (zum Beispiel Metall, Holz, Möbel, Elektronik). |
| ― |
Measuring and Process Systems hat die zweite Generation der Schenck-Auswuchtmaschine Pasio 50 vorgestellt. Sie eignet sich für Werkstücke mit bis zu 50 Kilogramm Gewicht, zum Beispiel Elektroanker, Spindeln und Turbolader. Die neue Generation ist ergonomischer, einfacher zu bedienen und verfügt über eine Selbstdiagnosefunktion. |
| ― |
Clean Technology Systems hat den Ausstoß von Stickoxid (NOx) bei der Abluftverbrennung weiter reduziert. In einer Testanlage wurden Versuche mit einem sogenannten Flox-Brenner (Flameless Oxidation) erfolgreich abgeschlossen. Durch das neue Verfahren lassen sich die NOx-Emissionen auf etwa ein Viertel des bisherigen Werts senken. |
| ― |
Woodworking Machinery and Systems (HOMAG) hat mit der Internet-of-Things-Plattform Tapio die erste Industrie-4.0-Lösung speziell für die holzbearbeitende Industrie vorgestellt. Tapio ist eine offene IoT-Plattform, mit der sich holzbearbeitende Betriebe, Maschinenanbieter und Partnerunternehmen via Cloud-Anbindung digital vernetzen können. |
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken im ersten
Halbjahr 2017 um 13,0 % auf 33,6 Mio. €. Hauptgrund dafür war, dass wir den Ausbau
unseres Standortnetzwerks im Wesentlichen abgeschlossen haben. Einen Investitionsschwerpunkt
bildete der Bereich IT und Digitalisierung. Mit 11,3 Mio. € entfiel rund ein Drittel
des Investitionsvolumens auf immaterielle Vermögenswerte (H1 2016: 10,7 Mio. €). Für
Beteiligungserwerbe (einschließlich Beteiligungsaufstockungen bei konsolidierten Gesellschaften)
haben wir 8,2 Mio. € aufgewendet (H1 2016: 0,0 Mio. €). Für die Beteiligung von 15
%, die wir an der Ecoclean-Nachfolgegesellschaft SBS Ecoclean GmbH erhielten, flossen
keine Mittel ab. Die Sachinvestitionen verringerten sich um 20,1 % auf 22,3 Mio. €.
| Mio. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Paint and Final Assembly Systems | 10,3 | 11,5 | 4,2 | 3,9 |
| Application Technology | 6,3 | 8,1 | 3,3 | 4,2 |
| Measuring and Process Systems | 2,9 | 4,2 | 1,1 | 2,9 |
| Clean Technology Systems | 2,3 | 2,6 | 1,0 | 0,8 |
| Woodworking Machinery and Systems | 9,4 | 10,8 | 4,8 | 6,2 |
| Corporate Center | 2,3 | 1,3 | 0,8 | 0,8 |
| Gesamt | 33,6 | 38,6 | 15,2 | 18,9 |
*
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Zur Jahresmitte 2017 waren 14.545 Mitarbeiter bei Dürr beschäftigt, das sind 3,4 %
weniger als am 30. Juni 2016. Grund für den Rückgang war der Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe
mit 839 Mitarbeitern. Auf vergleichbarer Basis, also ohne den Ecoclean-Effekt, nahm
die Belegschaft seit Mitte 2016 um 2,2 % zu. In den Emerging Markets blieb die Belegschaft
mit 4.482 Mitarbeitern konstant (30.06.2016: 4.489). In Deutschland reduzierte sich
die Mitarbeiterzahl infolge des Ecoclean-Verkaufs um 4,6 % auf 7.737 Beschäftigte.
| 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 3.384 | 3.384 | 3.385 |
| Application Technology | 1.985 | 1.956 | 1.930 |
| Measuring and Process Systems | 2.244 | 3.010 | 3.034 |
| Clean Technology Systems | 586 | 569 | 528 |
| Woodworking Machinery and Systems | 6.149 | 6.126 | 5.983 |
| Corporate Center | 197 | 190 | 191 |
| Gesamt | 14.545 | 15.235 | 15.051 |
| 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 | |
| Deutschland | 7.737 | 8.205 | 8.110 |
| Sonstige europäische Länder | 2.248 | 2.306 | 2.230 |
| Nord-/Zentralamerika | 1.293 | 1.329 | 1.309 |
| Südamerika | 314 | 323 | 352 |
| Asien, Afrika, Australien | 2.953 | 3.072 | 3.050 |
| Gesamt | 14.545 | 15.235 | 15.051 |
| Mio. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Paint and Final Assembly Systems | 531,3 | 567,2 | 255,3 | 276,8 |
| Application Technology | 286,0 | 263,0 | 152,9 | 143,8 |
| Measuring and Process Systems | 251,1 | 274,8 | 103,3 | 151,6 |
| Clean Technology Systems | 86,1 | 75,4 | 47,8 | 42,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 596,7 | 526,6 | 300,6 | 267,0 |
| Corporate Center / Konsolidierung | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Konzern | 1.751,3 | 1.706,9 | 859,9 | 881,7 |
| Mio. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Paint and Final Assembly Systems | 30,4 | 38,0 | 13,2 | 18,7 |
| Application Technology | 29,2 | 32,1 | 15,5 | 14,9 |
| Measuring and Process Systems | 29,1 | 27,3 | 13,9 | 17,7 |
| Clean Technology Systems | 1,6 | 2,4 | 1,1 | 2,1 |
| Woodworking Machinery and Systems | 42,5 | 27,5 | 21,5 | 13,2 |
| Corporate Center / Konsolidierung | 11,4 | -8,3 | -8,8 | -6,1 |
| Konzern | 144,2 | 119,0 | 56,5 | 60,3 |
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 645,7 | 676,0 | 377,4 | 340,2 |
| Umsatz | Mio. € | 531,3 | 567,2 | 255,3 | 276,8 |
| EBITDA | Mio. € | 37,1 | 44,6 | 16,6 | 22,0 |
| EBIT | Mio. € | 30,4 | 38,0 | 13,2 | 18,7 |
| EBIT-Marge | % | 5,7 | 6,7 | 5,2 | 6,7 |
| ROCE1 | % | >100 | >100 | >100 | >100 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 3.384 | 3.385 | 3.384 | 3.385 |
Bei Paint and Final Assembly Systems verringerte sich der Auftragseingang im ersten
Halbjahr 2017 um 4,5 %, allerdings war der Basiswert der Vorjahresperiode außerordentlich
hoch. Nach einem verhaltenen Auftaktquartal zogen die Bestellungen deutlich an: Bei
einem Plus von 10,9 % erzielte die Division im zweiten Quartal 2017 ein Bestellvolumen
von 377,4 Mio. €. Während sich die Nachfrage in Nordamerika erwartungsgemäß beruhigte,
nahm sie in China und Europa (vor allem Osteuropa) zu. Die weltweite Projekt-Pipeline
mit den kurz vor der Vergabe stehenden Projekten unserer Kunden ist ähnlich gut gefüllt
wie im Vorjahr. Während der Umsatz von Paint and Final Assembly Systems abrechnungsbedingt
um 6 % abnahm, verringerte sich die Bruttomarge im ersten Halbjahr 2017 nur leicht.
Die EBIT-Marge reduzierte sich infolge des geringeren Umsatzes von 6,7 auf 5,7 %,
dürfte im Gesamtjahr aber die Zielbandbreite von 6,0 bis 6,5 % erreichen. Die Funktionskosten
der Division blieben nahezu unverändert. Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit einer
Umsatzverbesserung.
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 324,9 | 308,7 | 168,5 | 138,4 |
| Umsatz | Mio. € | 286,0 | 263,0 | 152,9 | 143,8 |
| EBITDA | Mio. € | 34,3 | 36,2 | 18,0 | 16,9 |
| EBIT | Mio. € | 29,2 | 32,1 | 15,5 | 14,9 |
| EBIT-Marge | % | 10,2 | 12,2 | 10,1 | 10,3 |
| ROCE1 | % | 23,9 | 28,6 | 25,4 | 26,5 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 1.985 | 1.930 | 1.985 | 1.930 |
Application Technology erzielte im ersten Halbjahr 2017 ein erfreuliches Bestellplus
von 5,2 %. Maßgeblich war ein dynamisches zweites Quartal mit einem Orderwachstum
von 22 %. Auch das Service-Geschäft verlief anhaltend gut. Das im Jahr 2014 gegründete
Geschäftsfeld Industrial Products (Industrielackierung) generierte erwartungsgemäß
noch einen geringen Volumenbeitrag, wenngleich der Auftragseingang in dem Bereich
zunimmt. Trotz eines Umsatzzuwachses von 8,8 % erreichte Application Technology eine
Book-to-Bill-Ratio von 1,1. Grund für den EBIT-Rückgang von 9,3 % ist, dass im ersten
Quartal 2016 ein Sonderertrag von 5,0 Mio. € aus einem Immobilienverkauf in den USA
angefallen war. Die operative EBIT-Marge hat sich mit 10,2 % geringfügig erhöht.
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 279,5 | 363,0 | 105,5 | 168,6 |
| Umsatz | Mio. € | 251,1 | 274,8 | 103,3 | 151,6 |
| EBITDA | Mio. € | 32,8 | 31,8 | 15,8 | 19,9 |
| EBIT | Mio. € | 29,1 | 27,3 | 13,9 | 17,7 |
| EBIT-Marge | % | 11,6 | 9,9 | 13,5 | 11,7 |
| ROCE1 | % | 21,0 | 18,0 | 22,9 | 23,3 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 2.244 | 3.034 | 2.244 | 3.034 |
Zum 31. März 2017 haben wir die zu Measuring and Process Systems gehörende Dürr-Ecoclean-Gruppe
(industrielle Reinigungstechnik) an die Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment
Co., Ltd. veräußert. Die Dürr-Ecoclean-Gruppe erzielte im Jahr 2016 mit rund 850 Mitarbeitern
einen Umsatz von knapp 200 Mio. € und ein EBIT von rund 14 Mio. €. Der Verkaufserlös
betrug 107,7 Mio. € für 85 % des Dürr-Ecoclean-Geschäfts. Zudem halten wir eine Beteiligung
von 15 % an der neuen Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH. Der weitgehend steuerfreie
Buchgewinn von 22,7 Mio. € wurde im Corporate Center (Dürr AG) gebucht.
Die Dürr-Ecoclean-Gruppe wurde im ersten Quartal 2017 noch im Zahlenwerk von Measuring
and Process Systems berücksichtigt, im zweiten Quartal dagegen nicht mehr. Daher sind
die Division-Zahlen in der Tabelle nur bedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
Der Rückgang des Auftragseingangs um 23,1 % resultierte neben dem Ecoclean-Verkauf
auch aus einem geringeren Volumen in den verbleibenden Aktivitäten (Auswucht-, Befüll-
und Prüftechnik). Allerdings lag der Auftragseingang in den verbleibenden Aktivitäten
über dem Umsatz. EBIT und Umsatz der verbleibenden Aktivitäten erreichten jeweils
einstellige Wachstumsraten. Ohne die relativ ertragsschwache Dürr-Ecoclean-Gruppe
erzielte Measuring and Process Systems im zweiten Quartal eine EBIT-Marge von 13,5
%.
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 95,1 | 90,1 | 38,6 | 47,7 |
| Umsatz | Mio. € | 86,1 | 75,4 | 47,8 | 42,5 |
| EBITDA | Mio. € | 3,0 | 3,5 | 1,9 | 2,6 |
| EBIT | Mio. € | 1,6 | 2,4 | 1,1 | 2,1 |
| EBIT-Marge | % | 1,9 | 3,2 | 2,4 | 4,8 |
| ROCE1 | % | 5,4 | 9,0 | 7,7 | 15,6 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 586 | 528 | 586 | 528 |
Die Division Clean Technology Systems konnte ihren Auftragseingang um 5,6 % steigern,
der Umsatz nahm um 14,2 % zu. Die gute Geschäftsentwicklung wurde vor allem von den
Märkten in China und Asien getragen. Die unbefriedigende Ergebnissituation resultiert
aus anhaltenden Verlusten im Geschäftsfeld Energieeffizienztechnik. Hauptgrund dafür
ist das anhaltend niedrige Energiepreisniveau, das die Nachfrage für einige unserer
Energieeffizienz-Technologien negativ beeinflusst. Darauf haben wir im zweiten Quartal
reagiert und die Einstellung des Geschäfts der Dürr thermea GmbH mit Großwärmepumpen
in die Wege geleitet. Im Jahr 2016 verzeichnete Dürr thermea bei einem Umsatz von
2,6 Mio. € einen erheblichen Verlust. Die bisherigen Kosten für die Einstellung des
Geschäftsbetriebs betragen 3,4 Mio. € und wurden vollständig im Corporate Center gebucht.
| 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 733,5 | 551,5 | 332,6 | 245,9 |
| Umsatz | Mio. € | 596,7 | 526,6 | 300,6 | 267,0 |
| EBITDA | Mio. € | 61,1 | 47,7 | 30,7 | 23,2 |
| EBIT | Mio. € | 42,5 | 27,5 | 21,5 | 13,2 |
| EBIT-Marge | % | 7,1 | 5,2 | 7,2 | 4,9 |
| ROCE1 | % | 22,9 | 12,3 | 23,1 | 11,8 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 6.149 | 5.983 | 6.149 | 5.983 |
Die Division Woodworking Machinery and Systems (HOMAG Group) konnte den Auftragseingang
im ersten Halbjahr 2017 um ein Drittel steigern. Die starke Nachfrage verteilte sich
auf alle großen Marktregionen, besonders in China entwickelte sich das Geschäft sehr
gut. Einen wichtigen Wachstumsbeitrag generierte der starke Bedarf der Möbelindustrie
an kompletten Produktionslinien mit hohem Automatisierungsgrad und Losgröße-1-Fähigkeit.
Trotz des starken Umsatzanstiegs von 13,3 % lag die Book-to-Bill-Ratio bei 1,2. Das
EBIT stieg um 54,8 % und damit deutlich überproportional zur Umsatzausweitung. Es
ist vergleichbar mit dem Vorjahreswert, da die Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation
mit 4,4 Mio. € konstant blieben und darüber hinaus keine weiteren Sondereffekte anfielen.
Die operative EBIT-Marge (vor Kaufpreisallokationseffekten) stieg auf 7,9 % (H1 2016:
6,1 %), nach Kaufpreisallokationseffekten betrug die EBIT-Marge 7,1 % (H1 2016: 5,2
%). Auch in den kommenden Quartalen werden die Aufwendungen aus der Kaufpreisallokation
jeweils rund 2 Mio. € betragen.
Das EBIT des Corporate Centers/Konsolidierung (Dürr AG, Dürr IT Service GmbH, Dürr
Technologies GmbH) belief sich im ersten Halbjahr 2017 auf 11,4 Mio. € (H1 2016: -8,3
Mio. €). Haupteinflussfaktoren waren der Verkaufsertrag für die Ecoclean-Aktivitäten
mit 22,7 Mio. € (Q1 2017) und die Stilllegungskosten in Höhe von 3,4 Mio. € für Dürr
thermea (Q2 2017). Die Konsolidierungseffekte fielen mit 1,1 Mio. € leicht positiv
aus (H1 2016: -1,8 Mio. €). Im Corporate Center werden auch die IT-Investitionen des
Konzerns erfasst.
Die üblichen Risiken und Chancen unserer Aktivitäten sind im Geschäftsbericht 2016
ab Seite 78 ausführlich beschrieben. Dort findet sich auch eine Darstellung unserer
Systeme für Risiko- und des Chancenmanagement.
Derzeit sind uns keine Risiken bekannt, die separat oder in Wechselwirkung mit anderen
Risiken den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Unsere Gesamtrisikosituation hat
sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts (17. März 2017) nicht wesentlich
verändert.
Die Risiken aus dem politischen Umfeld haben sich seit dem Jahresbeginn verringert.
Das Stimmungsbarometer in der Eurozone ist gestiegen, maßgeblich dafür sind das positive
Wirtschaftsklima und das proeuropäische Votum bei den französischen Präsidentschaftswahlen.
Die Entschlossenheit der USA zu einem protektionistischen Kurswechsel scheint weniger
stark zu sein als zunächst befürchtet.
Wie erwartet hat sich der US-Automobilabsatz im Vorjahresvergleich etwas abgeschwächt.
Vor diesem Hintergrund werden wir das außerordentlich hohe Bestellvolumen des Vorjahres
nicht wiederholen können. Dennoch gehen wir für 2017 von einem soliden Auftragseingang
in Nordamerika aus, zumal sich vor allem im Modernisierungsgeschäft anhaltend gute
Geschäftschancen bieten.
Die fortschreitende Digitalisierung von Produktionsprozessen und Services bietet die
Chance, uns im Wettbewerb zu differenzieren. Wir haben unsere Software-Kompetenz durch
Zukäufe (iTAC, Dualis) und Partnerschaften (Software AG) gestärkt und verfügen über
die erforderlichen Mittel für weitere Investitionen und F&E-Projekte. Mit der IoT-Plattform
Tapio für die holzbearbeitende Industrie, der Produktionssteuerungssoftware iTAC.IoT.Suite
und weiteren Digitallösungen verfügen wir über State-of-the-Art-Angebote für unsere
Kunden.
Im Geschäft mit der Möbelindustrie bietet der Trend zur hochautomatisierten Produktion
in Losgröße 1 gute Wachstumschancen für die HOMAG Group.
Dr. Jochen Weyrauch ist seit dem 1. Januar 2017 Mitglied des Vorstands der Dürr AG.
Neben den Zentralfunktionen Corporate Development und Information Technology verantwortet
er das Geschäft der Divisions Measuring and Process Systems sowie Clean Technology
Systems. Zum 1. März 2017 trat Carlo Crosetto als weiteres neues Vorstandsmitglied
ein. Er folgte als Finanzvorstand auf Ralph Heuwing, der Dürr zum 14. Mai 2017 auf
eigenen Wunsch verließ. Mit den Neubesetzungen wurde der Vorstand von zwei auf drei
Mitglieder erweitert. Damit trägt der Aufsichtsrat dem Wachstum des Konzerns im Rahmen
der Strategie "Dürr 2020" Rechnung.
Diese Angaben finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss auf Seite 40.
Die Weltwirtschaft dürfte im Jahr 2017 voraussichtlich um 3,6 % wachsen, obwohl die
schwer vorhersehbare Politik der US-Regierung für Unsicherheit sorgt. Positive Impulse
resultieren aus der sinkenden Arbeitslosigkeit in wichtigen Ländern, günstigen Finanzierungsmöglichkeiten
und der expansiven Finanzpolitik, die nur langsam zurückgenommen wird. Für 2018 prognostizieren
Experten eine weitere Beschleunigung des weltweiten BIP-Anstiegs. Das Wachstum in
Russland und Brasilien dürfte sich festigen, China und Indien dürften ihren konstanten
Wachstumskurs fortsetzen.
Die Automobilindustrie dürfte in den kommenden Jahren ungefähr im Gleichschritt mit
der Weltwirtschaft wachsen. Für 2017 erwartet PricewaterhouseCoopers (PwC) in seinem
Ausblick vom Juli eine Zunahme der weltweiten Automobilproduktion um 2,7 % auf 94,7
Mio. Einheiten. Im Vergleich zum vorangegangenen Ausblick (April 2017) hat PwC die
Produktionserwartungen für Nordamerika leicht gesenkt. Für den Zeitraum 2016 bis 2021
wird ein durchschnittliches Wachstum der Weltautomobilproduktion von 3,4 % pro Jahr
prognostiziert. Den Ausblick für China hat PwC im Juli etwas angehoben und geht bis
2021 nunmehr von einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 4,8 % p.a. aus.
In der Möbelindustrie und der allgemeinen Industrie haben sich die Wachstumsperspektiven
in den vergangenen Monaten nicht verändert. Experten erwarten für das laufende Jahr
weiterhin eine Zunahme der weltweiten Möbelproduktion um 2,7 %.
| Mio. Einheiten | 2016 | 2021P | CAGR 2016-2021P |
| Nordamerika | 17,6 | 19,1 | 1,6 % |
| Mercosur | 2,8 | 3,4 | 4,6 % |
| Westeuropa | 15,0 | 16,6 | 2,0 % |
| Osteuropa | 6,6 | 7,9 | 3,7 % |
| Asien | 47,9 | 58,7 | 4,2 % |
| davon China | 26,6 | 33,6 | 4,8 % |
| Andere | 2,3 | 3,2 | 6,8 % |
| Gesamt | 92,2 | 109,0 | 3,4 % |
Quelle: PwC Autofacts, Juli 2017
P = Prognose
| Ist 2016 | Ziel 2017 | ||
| Auftragseingang | Mio. € | 3.701,7 | 3.300 - 3.700 |
| Auftragsbestand (31.12.) | Mio. € | 2.568,4 | 2.400 - 2.900 |
| Umsatz | Mio. € | 3.573,5 | 3.400 - 3.600 |
| EBIT-Marge | % | 7,6 | 7,5 - 8,251 |
| ROCE | % | 41,1 | 30 - 40 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -13,3 | leicht schwächer |
| Steuerquote | % | 27,2 | etwa auf Vorjahresniveau |
| Ergebnis nach Steuern | Mio. € | 187,8 | leicht steigend1 |
| Operativer Cashflow | Mio. € | 227,4 | etwa auf Vorjahresniveau |
| Free Cashflow | Mio. € | 129,9 | etwa auf Vorjahresniveau |
| Nettofinanzstatus (31.12.) | Mio. € | 176,5 | 300 - 3801 |
| Liquidität (31.12.) | Mio. € | 724,2 | 850 - 9251 |
| Investitionen | Mio. € | 81,9 | 75 - 852 |
1
einschließlich Effekte aus dem Ecoclean-Verkauf
2
in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (ohne Akquisitionen
Nach der überwiegend guten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr bekräftigen wir
unsere Prognose für das Gesamtjahr 2017. Wir gehen davon aus, dass wir unsere Ergebnisziele
für 2017 gut erreichen können. Das Ziel für den Auftragseingang sind 3,3 bis 3,7 Mrd.
€. Auf Basis des hohen Bestellvolumens im ersten Halbjahr erscheint das obere Ende
dieser Bandbreite gut erreichbar. Der Umsatz soll im Jahr 2017 3,4 bis 3,6 Mrd. €
erreichen. Bei den Prognosen zu Auftragseingang und Umsatz ist zu berücksichtigen,
dass im Vergleich zum Vorjahr rund 150 Mio. € Geschäftsvolumen durch den Ecoclean-Verkauf
entfallen. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um den Ecoclean-Effekt, dürfte
der Umsatz 2017 um 3 bis 5 % steigen. Bei der EBIT-Marge streben wir unverändert einen
Korridor von 7,5 bis 8,25 % an (einschließlich Ecoclean-Verkaufsertrag).
Eine Übersicht über die Konzernziele gibt die Tabelle oben. Die Ziele der Divisions
sind in der Tabelle unten dargestellt. Die Prognose für Woodworking Machinery and
Systems ist nach dem starken ersten Halbjahr als konservativ einzustufen.
| Umsatz (Mio. €) | Auftragseingang (Mio. €) | EBIT-Marge |%| | ||||
| 2016 | Ziel 2017 | 2016 | Ziel 2017 | 2016 | Ziel 2017 | |
| Paint and Final Assembly Systems | 1.140,0 | 1.050 bis 1.175 | 1.094,5 | 1.000 bis 1.150 | 6,8 | 6,0 bis 6,5 |
| Application Technology | 560,6 | 540 bis 610 | 582,7 | 540 bis 610 | 13,6 | 9,5 bis 11,0 |
| Measuring and Process Systems | 623,8 | 450 bis 5252 |
682,5 | 400 bis 5002 | 12,8 | 11,5 bis 14,0 |
| Clean Technology Systems | 167,0 | 175 bis 195 |
176,6 | 180 bis 200 | 3,7 | 4,0 bis 4,5 |
| Woodworking Machinery and Systems | 1.082,0 | 1.100 bis 1.150 | 1.165,3 | 1.125 bis 1.225 |
4,1 | 6,0 bis 7,0 |
| ROCE (%) | ||
| 2016 | Ziel 2017 | |
| Paint and Final Assembly Systems | > 1001 | > 1001 |
| Application Technology | 40,0 | 27 bis 32 |
| Measuring and Process Systems | 24,9 | 20 bis 25 |
| Clean Technology Systems | 13,6 | 15 bis 20 |
| Woodworking Machinery and Systems | 11,3 | 13 bis 18 |
1
negatives Capital Employed
2
rund 150 Mio. € entfallen durch den Verkauf der Dürr-Ecoclean-Gruppe
Das Finanzergebnis wird sich 2017 leicht abschwächen. Dafür spricht unter anderem,
dass der Zinsaufwand für das im März 2016 platzierte Schuldscheindarlehen erstmals
ganzjährig anfällt. Die Steuerquote wird aus heutiger Sicht circa 27 % erreichen.
Das Ergebnis nach Steuern dürfte unter anderem aufgrund des Verkaufsertrags für Dürr
Ecoclean ansteigen, obwohl seit dem zweiten Quartal keine operativen Ergebnisbeiträge
von Ecoclean mehr einfließen. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2017 soll gemäß
unserer langfristigen Ausschüttungspolitik zwischen 30 und 40 % des Konzerngewinns
betragen.
Der operative Cashflow dürfte 2017 ungefähr das Vorjahresniveau erreichen. Bereinigt
um Net-Working-Capital-Veränderungen erwarten wir erneut einen operativen Cashflow
von 250 bis 300 Mio. €. Der Free Cashflow wird 2017 voraussichtlich positiv sein.
Der Cashflow und die liquiden Mittel dürften den operativen Finanzierungsbedarf (Investitionen,
Zinszahlungen etc.) und die Dividendenausschüttung gut abdecken.
Für das Jahresende 2017 erwarten wir derzeit einen Nettofinanzstatus von über 300
Mio. €. Darin ist der Ecoclean-Verkaufserlös berücksichtigt. Mit Blick auf den Ecoclean-Verkaufserlös
und die Generierung flüssiger Mittel aus dem operativen Geschäft erwarten wir aus
heutiger Sicht eine Liquidität von über 850 Mio. €.
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden 2017 voraussichtlich
das Normalniveau von 75 bis 85 Mio. € erreichen. Dieser Betrag dürfte sich jeweils
hälftig auf Standortprojekte und Ersatzbeschaffungen verteilen. Die umfangreichste
Einzelposition bilden 2017 die Investitionen für die Fertigstellung des Campus-Standorts
in Schanghai. Für 2018 ist mit Investitionen von rund 80 Mio. € zu rechnen. Im Rahmen
der Strategie "Dürr 2020" sind weitere Firmen- und Technologiezukäufe geplant.
Der einbehaltene Gewinnanteil dürfte das Eigenkapital zum Jahresende 2017 erneut deutlich
vergrößern. Wir planen, das Campus-Immobiliendarlehen in Höhe von 34,3 Mio. € nach
Ablauf der Zinsbindung im September 2017 abzulösen. Die Barlinie des syndizierten
Kredits werden wir voraussichtlich nicht in Anspruch nehmen. Eine Kapitalerhöhung
ist derzeit nicht geplant; eine Kapitalmaßnahme könnte nur im Ausnahmefall einer sehr
großen Akquisition notwendig werden. Bis zum Jahr 2021 sind wir stabil finanziert.
Durch den Ecoclean-Verkauf dürfte die Mitarbeiterzahl am Jahresende 2017 leicht unter
dem Wert des Vorjahresstichtags liegen. Auf bereinigter Basis ist von einer ungefähr
konstanten Belegschaftsgröße auszugehen.
Die Dürr AG besitzt keine eigenen Aktien. Das Grundkapital von 88,6 Mio. €, das in
34,6 Mio. Aktien eingeteilt ist, blieb im Berichtszeitraum unverändert.

Die Finanzmärkte zeigten sich im ersten Halbjahr 2017 freundlich. Insbesondere der
Ausgang der Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich minderte Befürchtungen für
den europäischen Wirtschaftsraum. Das Ergebnis der britischen Unterhauswahlen im Juni
wurde als Signal gegen einen harten Brexit gewertet. Die Anleger reagierten gelassen
auf die Leitzinsanhebungen der US-Fed im März und Juni. Der DAX erreichte am 20. Juni
das neue Allzeithoch von 12.952 Zählern. Zum Halbjahr zeigte der Index eine Performance
von 7,4 %.
Die Dürr-Aktie (ISIN: DE0005565204) entwickelte sich in den ersten Monaten des Jahres
volatiler als der Markt. Starke Geschäftszahlen für das erste Quartal lösten deutliche
Kursgewinne aus. Bislang wurde Dürr häufig als reiner Automobilzulieferer wahrgenommen.
Insbesondere der hohe Auftragseingang bei HOMAG lässt Anleger und Analysten Dürr nun
zunehmend als breit aufgestellten Maschinen- und Anlagenbauer sowie Automatisierungsspezialisten
sehen.
Der Preis der Dürr-Anteile stieg Mitte Juni auf bis zu 107,70 € und verfehlte damit
nur knapp das Allzeithoch vom Frühjahr 2015 (109,80 €). Zum Halbjahr wies Dürr bei
einem Kurs von 104,05 € eine Marktkapitalisierung von 3,6 Mrd. € auf - ein Plus von
über 36 % gegenüber dem Jahresbeginn.
23 Analysten kommentieren die Dürr-Aktie. Zur Jahresmitte 2017 sprachen 15 Analysten
eine Kaufempfehlung aus; die Aktie zu halten wurde vier Mal geraten. Etliche Analysten
haben ihre Kursziele in den vergangenen Monaten deutlich angehoben. Das durchschnittliche
Kursziel betrug zum Halbjahresende 96,59 €.
Unsere mit einem Kupon von 2,875 % ausgestattete Anleihe über 300 Mio. € (ISIN: XS1048589458)
notierte am Ende des ersten Halbjahres 2017 fast unverändert bei 107,8 %. Die Rendite
lag bei 0,7 %. Der Bond hat eine Laufzeit bis 2021.
Die Familie Dürr besitzt unverändert 28,8 % der Aktien unseres Unternehmens und will
auch weiterhin über 25 % halten. Die im Frühjahr 2017 neu eingetretenen Mitglieder
des Vorstands haben sich ebenfalls an Dürr beteiligt. Zum Halbjahresende besaßen Ralf
W. Dieter, Carlo Crosetto und Dr. Jochen Weyrauch zusammen rund 0,2 % der Aktien der
Dürr AG. Der nach der Definition der Deutschen Börse berechnete Streubesitz blieb
mit 71,2 % konstant.
Der durchschnittliche Handel auf XETRA lag im ersten Halbjahr bei 152.000 Aktien am
Tag (H1 2016: 220.000).

1
Freefloat gemäß Deutsche Börse AG
2
auf Basis der WpHG-Mitteilungen
*
gerundete Werte
Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden
Berichts gab es keine außergewöhnlichen beziehungsweise berichtspflichtigen Ereignisse.
Bietigheim-Bissingen, 3. August 2017
Dürr Aktiengesellschaft
| Ralf W. Dieter | Carlo Crosetto | Dr. Jochen Weyrauch |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand | Mitglied des Vorstands |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Umsatzerlöse | 1.751.266 | 1.706.901 | 859.885 | 881.669 |
| Umsatzkosten | -1.330.267 | -1.298.884 | -656.108 | -668.781 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 420.999 | 408.017 | 203.777 | 212.888 |
| Vertriebskosten | -154.801 | -151.779 | -76.259 | -77.480 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -89.030 | -92.472 | -42.970 | -48.229 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -56.050 | -48.645 | -27.600 | -24.770 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 46.056 | 41.213 | 15.463 | 14.363 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -22.942 | -37.318 | -15.922 | -16.468 |
| Ergebnis vor Beteiligungsergebnis, Zinsergebnis und Ertragsteuern | 144.232 | 119.016 | 56.489 | 60.304 |
| Beteiligungsergebnis | 344 | 1.597 | 820 | 830 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 2.564 | 3.013 | 1.383 | 1.457 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.643 | -11.734 | -6.387 | -6.429 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 134.497 | 111.892 | 52.305 | 56.162 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -34.752 | -34.060 | -15.131 | -16.960 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 99.745 | 77.832 | 37.174 | 39.202 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.797 | 1.526 | 958 | 772 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 97.948 | 76.306 | 36.216 | 38.430 |
| Anzahl ausgegebener Aktien in Tsd. | 34.601,04 | 34.601,04 | 34.601,04 | 34.601,04 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | 2,83 | 2,21 | 1,05 | 1,11 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 |
2. Quartal 2016 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 99.745 | 77.832 | 37.174 | 39.202 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und ähnlicher Verpflichtungen | 4.180 | -9.259 | 3.511 | -4.630 |
| Darauf entfallende latente Steuern | -1.527 | 3.298 | -858 | 1.649 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| Im Eigenkapital erfasste Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu Sicherungszwecken eingesetzten Finanzinstrumenten | 13.301 | 3.002 | 5.317 | -4.537 |
| Darauf entfallende latente Steuern | -4.056 | -460 | -1.536 | 1.429 |
| Reklassifizierungen aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung | -2.951 | - |
- |
- |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | -18.711 | -10.576 | -25.535 | 4.650 |
| Translationseffekte aus der Währungsumrechnung ausländischer at equity bilanzierter Unternehmen | -85 | 2.341 | -883 | 2.169 |
| Ergebnisneutrale Bestandteile des Gesamtergebnisses nach Steuern | -9.849 | -11.654 | -19.984 | 730 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 89.896 | 66.178 | 17.190 | 39.932 |
| Davon entfallen auf | ||||
| Nicht beherrschende Anteile | 1.552 | 1.330 | 728 | 775 |
| Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 88.344 | 64.848 | 16.462 | 39.157 |
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 398.428 | 401.600 | 414.247 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 200.353 | 209.533 | 225.963 |
| Sachanlagen | 387.680 | 394.577 | 401.780 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 20.423 | 20.664 | 20.892 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 33.207 | 32.726 | 31.824 |
| Übrige Finanzanlagen | 25.844 | 11.901 | 36.482 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19.631 | 16.878 | 2.758 |
| Ertragsteuerforderungen | 90 | 90 | 589 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 3.995 | 4.162 | 6.021 |
| Sonstige Vermögenswerte | 384 | 527 | 680 |
| Latente Steuern | 29.009 | 29.891 | 30.504 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 2.630 | 2.746 | 2.136 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.121.674 | 1.125.295 | 1.173.876 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 453.197 | 381.056 | 414.324 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 828.279 | 779.420 | 880.663 |
| Ertragsteuerforderungen | 24.355 | 22.234 | 21.601 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 203.497 | 117.264 | 149.120 |
| Sonstige Vermögenswerte | 53.340 | 26.972 | 38.096 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 571.574 | 724.179 | 414.524 |
| Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten | 15.697 | 4.883 | 14.750 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 903 | 167.220 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.150.842 | 2.223.228 | 1.933.078 |
| Summe Aktiva Dürr-Konzern | 3.272.516 | 3.348.523 | 3.106.954 |
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | 30. Juni 2016 |
| Gezeichnetes Kapital | 88.579 | 88.579 | 88.579 |
| Kapitalrücklage | 155.896 | 155.896 | 155.896 |
| Gewinnrücklagen | 606.388 | 588.705 | 482.047 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | -28.732 | -23.649 | -32.523 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | 822.131 | 809.531 | 693.999 |
| Nicht beherrschende Anteile | 11.083 | 21.429 | 17.476 |
| Summe Eigenkapital | 833.214 | 830.960 | 711.475 |
| Rückstellungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 49.408 | 51.817 | 59.312 |
| Übrige Rückstellungen | 16.650 | 17.564 | 16.720 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.290 | 4.136 | 4.537 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 596.917 | 596.630 | 596.271 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 16.735 | 52.564 | 56.643 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 11.465 | 6.944 | 34.497 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 6.711 | 6.711 | 8.819 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 7.281 | 4.603 | 7.627 |
| Latente Steuern | 112.143 | 102.316 | 109.228 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 83 | 38 | 40 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 821.683 | 843.323 | 893.694 |
| Übrige Rückstellungen | 120.851 | 95.686 | 105.440 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 967.313 | 978.338 | 920.856 |
| Finanzverbindlichkeiten | 36.491 | 5.339 | 12.401 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 267.370 | 283.215 | 248.100 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 36.864 | 33.573 | 30.651 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 183.438 | 216.253 | 180.899 |
| Passiver Rechnungsabgrenzungsposten | 4.633 | 1.928 | 3.438 |
| Zur Veräußerung gehaltene Verbindlichkeiten | 659 | 59.908 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.617.619 | 1.674.240 | 1.501.785 |
| Summe Passiva Dürr-Konzern | 3.272.516 | 3.348.523 | 3.106.954 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 | 2. Quartal 2017 | 2. Quartal 2016 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 134.497 | 111.892 | 52.305 | 56.162 |
| Ertragsteuerzahlungen | -26.968 | -38.432 | -9.540 | -19.366 |
| Zinsergebnis | 10.079 | 8.721 | 5.004 | 4.972 |
| Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen | -1.620 | -1.266 | -623 | -499 |
| Dividenden von at equity bilanzierten Unternehmen | 1.054 | - | 1.054 | - |
| Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte | 40.536 | 38.248 | 21.727 | 19.039 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | - 583 | -447 | -249 | -380 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -22.482 | -5.726 | 61 | -519 |
| Veränderungen der betrieblichen Aktiva und Passiva | ||||
| Vorräte | -84.784 | -34.702 | -37.635 | -12.992 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -70.179 | -1.992 | -27.356 | -56.196 |
| Übrige Forderungen und Vermögenswerte | -40.697 | -10.005 | -14.091 | 3.826 |
| Rückstellungen | 27.054 | -12.280 | 4.736 | 2.042 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23.198 | -99.522 | 21.060 | -44.707 |
| Übrige Verbindlichkeiten (nicht gegenüber Kreditinstituten) | -21.627 | -31.450 | -50.618 | -27.804 |
| Sonstige Aktiva und Passiva | -8.289 | -7.591 | -2.546 | -5.614 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -40.811 | -84.552 | -36.711 | -82.036 |
| Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -11.297 | -10.704 | -5.128 | -6.044 |
| Erwerb von Sachanlagen | -21.916 | -27.686 | -9.756 | -12.762 |
| Erwerb von sonstigen Finanzanlagewerten | -3 | -3 | -2 | -2 |
| Erlöse aus dem Abgang langfristiger Vermögenswerte | 8.442 | 6.863 | 4.406 | 4.074 |
| Firmenerwerbe abzüglich erhaltener flüssiger Mittel | -953 | - | - 53 | - |
| Anlage in Termingeldern | -76.270 | -121.409 | -31.463 | -130.091 |
| Erlöse aus dem Verkauf von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten | 106.990 | 11.505 | -666 | 997 |
| Erhaltene Zinseinnahmen | 2.541 | 2.193 | 1.464 | 1.236 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 7.534 | - 139.241 | -41.198 | - 142.592 |
| Veränderung kurzfristige Bankverbindlichkeiten und übrige Finanzierungstätigkeiten | -7.305 | -465 | -5.926 | 6.535 |
| Tilgung langfristiger Finanzverbindlichkeiten | -2.892 | -6.089 | -2.310 | -4.903 |
| Aufnahme eines Schuldscheindarlehens | - | 299.079 | - | 299.079 |
| Zahlungen für Finanzierungsleasing | -2.671 | -910 | -459 | -470 |
| Auszahlungen für Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen | -7.495 | - | - | - |
| Gezahlte Dividenden an die Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | -72.662 | -64.012 | -72.662 | -64.012 |
| Gezahlte Dividenden an Inhaber nicht beherrschender Anteile | -4.629 | -2.117 | -4.629 | -2.117 |
| Geleistete Zinsausgaben | -14.168 | -17.686 | -4.895 | - 16.752 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -111.822 | 207.800 | -90.881 | 217.360 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | -7.506 | -5.411 | -9.673 | 1.131 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | - |
295 | - |
295 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -152.605 | -21.109 | -178.463 | -5.842 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| Zum Periodenanfang | 724.179 | 435.633 | 750.037 | 420.366 |
| Zum Periodenende | 571.574 | 414.524 | 571.574 | 414.524 |
DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2017
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Bestandteile, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||||
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne | Unrealisierte Gewinne / Verluste aus Cashflow Hedges | Unrealisierte Gewinne / Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten |
| 1.Januar 2016 | 88.579 | 155.896 | 473.662 | -35.433 | -6.231 | 47 |
| Ergebnis | - | - | 76.306 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | -5.961 | 2.542 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 76.306 | - 5.961 | 2.542 | - |
| Dividenden | - | - | -64.012 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - |
- |
-3.920 | - |
- |
- |
| Übrige Veränderungen | - | - | 11 | - | - | - |
| 30. Juni 2016 | 88.579 | 155.896 | 482.047 | -41.394 | -3.689 | 47 |
| 1.Januar 2017 | 88.579 | 155.896 | 588.705 | -40.698 | -8.055 | - |
| Ergebnis | - | - | 97.948 | - | - | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | - | - | 2.653 | 9.245 | - |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | - | 97.948 | 2.653 | 9.245 | - |
| Dividenden | - | - | - 72.662 | - | - | - |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - |
- |
5.122 | - |
- |
- |
| Übrige Veränderungen | - | - | -12.725 | 4.496 | - | - |
| 30. Juni 2017 | 88.579 | 155.896 | 606.388 | -33.549 | 1.190 | - |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | ||||||
| Bestandteile, die möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Tsd. € | Änderungen Konsolidierungskreis / Umgliederung | Währungsumrechnung | Kumuliertes übriges Eigenkapital | Summe Eigenkapital der Aktionäre der Dürr Aktiengesellschaft | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital |
| 1.Januar 2016 | 673 | 19.890 | - 21.054 | 697.083 | 17.335 | 714.418 |
| Ergebnis | - | - | - | 76.306 | 1.526 | 77.832 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | -8.039 | - 11.458 | -11.458 | -196 | -11.654 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | -8.039 | - 11.458 | 64.848 | 1.330 | 66.178 |
| Dividenden | - | - | - | -64.012 | -2.117 | -66.129 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - |
- |
- |
-3.920 | 928 | -2.992 |
| Übrige Veränderungen | -11 | - | -11 | - | - | - |
| 30. Juni 2016 | 662 | 11.851 | - 32.523 | 693.999 | 17.476 | 711.475 |
| 1.Januar 2017 | 652 | 24.452 | - 23.649 | 809.531 | 21.429 | 830.960 |
| Ergebnis | - | - | - | 97.948 | 1.797 | 99.745 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | -21.502 | -9.604 | -9.604 | -245 | -9.849 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | - | -21.502 | - 9.604 | 88.344 | 1.552 | 89.896 |
| Dividenden | - | - | - | - 72.662 | -4.629 | -77.291 |
| Optionen der Inhaber nicht beherrschender Anteile | - |
- |
- |
5.122 | 1.030 | 6.152 |
| Übrige Veränderungen | -11 | 36 | 4.521 | -8.204 | -8.299 | -16.503 |
| 30. Juni 2017 | 641 | 2.986 | - 28.732 | 822.131 | 11.083 | 833.214 |
Die Dürr Aktiengesellschaft ("Dürr AG" oder "die Gesellschaft") hat ihren juristischen
Firmensitz in Stuttgart, Deutschland; der Sitz der Geschäftstätigkeit ist in der Carl-Benz-Straße
34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern ("Dürr" oder "der Konzern"), der
aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen
mit ausgeprägter Automatisierungskompetenz. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern
steht Dürr an der Spitze des Weltmarkts. Neben der Automobilindustrie werden Branchen
wie der Maschinenbau, die Energiewirtschaft, die Chemie- und Pharmaindustrie sowie
die holzbearbeitende Industrie mit Produktionstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern
ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems
bietet Montage- und Lackiertechnik, vor allem für die Automobilindustrie. Application
Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie
für die Sealing- und Klebetechnik. Maschinen und Systeme von Measuring and Process
Systems kommen unter anderem im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage
zum Einsatz. Clean Technology Systems erstellt Anlagen zur Abluftreinigung und entwickelt
Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz von Produktionsprozessen. Woodworking
Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung.
Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2017
ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS)
34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf
dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2016 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen
werden.
Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren,
und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften
aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 wurde keiner prüferischen
Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den
im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 angewandten Methoden; wir verweisen hierzu
auf den Geschäftsbericht 2016. Die Auswirkungen der neuen und geänderten IFRS Standards
im Geschäftsjahr 2017 sind für Dürr unwesentlich.
Im Geschäftsjahr 2017 hat Dürr sich bei der Erstanwendung von IFRS 15 "Erlöse aus
Verträgen mit Kunden" für die vollständig retrospektive Anwendung der Regelungen entschieden.
Nach derzeitigem Kenntnisstand rechnet Dürr mit keinen wesentlichen Effekten auf den
Konzernabschluss zum 1. Januar 2017. Die erwarteten Effekte im Umstellungszeitpunkt
werden Auswirkungen von weniger als 5 Mio. € auf die Gewinnrücklagen des Konzerns
haben.
Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in
Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen
sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern
und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen
beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die
Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember
2016 angewandten Schätzungsmethoden. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres
anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls
eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit von Dürr unterliegt keinen
wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen
wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften
für das Gesamtjahr abgegrenzt.
Neben der Veräußerung der Dürr-Ecoclean-Gruppe traten im Berichtszeitraum keine weiteren
ungewöhnlichen Sachverhalte auf, die sich wesentlich auf den Konzernzwischenabschluss
zum 30. Juni 2017 ausgewirkt haben.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro
(Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist.
In den Konzernabschluss zum 30. Juni 2017 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen
Gesellschaften einbezogen, über die die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden
Einfluss ausüben kann. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden
Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Bei vier
Gesellschaften hat Dürr aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung
auszuüben. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen,
an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Die Konsolidierung einer in
den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn Dürr die Beherrschung über
die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die Dürr maßgeblichen Einfluss gemäß IAS
28 ausüben kann (assoziierte Unternehmen), sowie Gemeinschaftsunternehmen im Sinne
des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein
maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20% bis 50% angenommen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis
neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst:
| 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | |
| Vollkonsolidierte Tochterunternehmen | ||
| Inland | 28 | 28 |
| Ausland | 79 | 84 |
| 107 | 112 | |
| At Equity bilanzierte Unternehmen | ||
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 4 | 4 | |
| Sonstige Beteiligungen | ||
| Inland | 2 | 2 |
| Ausland | 2 | 2 |
| 4 | 4 |
Der Konzernabschluss enthält 12 (31.12.2016: 14) Gesellschaften, an denen Inhaber
nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen fünf Gesellschaften, die
aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss
einbezogen werden.
| Gesellschaft | Anteil am Kapital | Mit Wirkung zum | Art des Anteilserwerbs | Anmerkung |
| Blitz 17-38 GmbH, München, Deutschland | 100,0% | 4. Mai 2017 | Akquisition | Umbenennung in Tapio GmbH |
| Gesellschaft | Mit Wirkung zum | Anmerkung |
| Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, Deutschland | 31. März 2017 | Veräußerung |
| Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans, Frankreich | 31. März 2017 | Veräußerung |
| Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany, Tschechische Republik | 31. März 2017 | Veräußerung |
| UCM AG, Rheineck, Schweiz | 31. März 2017 | Veräußerung |
| Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan, USA | 31. März 2017 | Veräußerung |
| Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur, Indien | 31. März 2017 | Veräußerung |
Zur Stärkung seiner Präsenz in Mexiko übernahm Schenck México, S.A. de C.V. mit Sitz
in Mexiko-Stadt, Mexiko, die Aktivitäten einer Gesellschaft im Rahmen eines Asset
Deals mit Wirkung zum 15. März 2017.
Am 4. Mai 2017 erwarb Dürr per Mantelkauf 100% der Anteile an der Gesellschaft Blitz
17-38 GmbH mit Sitz in München, Deutschland. Nach dem Erwerb wurde die Gesellschaft
in Tapio GmbH mit Sitz in München umfirmiert. Der Kaufpreis für beide Akquisitionen
betrug in Summe 678 Tsd. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten wie im Vorjahr im Wesentlichen
Währungsgewinne und -verluste. Ferner enthält das sonstige Ergebnis den vorläufigen
Ertrag aus der Veräußerung des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe)
in Höhe von 22.673 Tsd. €.
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 |
1. Halbjahr 2016 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 2.564 | 3.013 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.643 | - 11.734 |
| davon: | ||
| Nominaler Zinsaufwand aus der Unternehmensanleihe | -4.313 | -4.313 |
| Zinsaufwand aus dem Schuldscheindarlehen | -2.166 | -994 |
| Zinsaufwand aufgrund des Abschlusses des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der HOMAG Group AG | -3.479 | -3.128 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -2.685 | -3.299 |
| Zinsergebnis | - 10.079 | - 8.721 |
Im Rahmen der geplanten Betriebsstilllegung der Dürr thermea GmbH mit Sitz in Ottendorf-Okrilla,
Deutschland, wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 2.494 Tsd. € außerplanmäßig
auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten abgeschrieben. In diesem
Zusammenhang wurde die Nutzungsdauer des Markennamens thermea von unbestimmt auf bestimmt
umgestellt und in Höhe von 512 Tsd. € vollständig abgeschrieben.
Die Gesellschaft Shenyang Blue Silver Industry Automation Equipment Co., Ltd., V.
R. China, (SBS) hat das Geschäft des Bereichs Cleaning and Surface Processing (Dürr-Ecoclean-Gruppe)
mit Wirkung zum 31. März 2017 übernommen. Die dem Bereich Cleaning and Surface Processing
zugeordneten Vermögenswerte und damit verbundenen Verbindlichkeiten waren als zur
Veräußerung gehalten klassifiziert und in der Konzernbilanz der Dürr AG zum 31. Dezember
2016 separat ausgewiesen. Diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten waren zum 31.
Dezember 2016 der Division Measuring and Process Systems zugeordnet. Die Transaktion
umfasst neben verschiedenen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der V. R. China,
Mexiko und in einigen weiteren Ländern die folgenden Gesellschaften:
| ― |
Dürr Ecoclean GmbH, Filderstadt, Deutschland, |
| ― |
Dürr Cleaning France S.A.S., Le Mans, Frankreich, |
| ― |
Dürr Ecoclean spol. s r.o., Oslavany, Tschechische Republik, |
| ― |
UCM AG, Rheineck, Schweiz, |
| ― |
Dürr Ecoclean Inc., Southfield, Michigan, USA, |
| ― |
Mhitraa Engineering Equipments Private Limited, Sriperumbudur, Indien. |
Im Rahmen der Veräußerung erhielt Dürr neben einem Barausgleich von 107,7 Mio. € eine
15%-Beteiligung an der neuen Holding-Gesellschaft SBS Ecoclean GmbH mit Sitz in Stuttgart,
Deutschland.
Im Zuge des Verkaufs des Bereichs Cleaning and Surface Processing werden nachgelagert
noch weitere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen.
Diese sind der Division Measuring and Process Systems zugeordnet.
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 24.384 |
| Sachanlagen | 20 | 16.037 |
| Aktive latente Steuern | - | 1.297 |
| Vorräte und geleistete Anzahlungen | 577 | 20.225 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 306 | 91.113 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 14.164 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -41 | -4.993 |
| Passive latente Steuern | - | -7.419 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -618 | -47.496 |
| Nettovermögen | 244 | 107.312 |
| Kumuliertes übriges Eigenkapital | - | -3.573 |
Das Campus-Darlehen in Höhe von 34.329 Tsd. € wurde von lang- in kurzfristig umgegliedert,
da geplant ist, das Darlehen mit Ablauf der Zinsbindung im September 2017 abzulösen.
Die von Dürr zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich
folgendermaßen auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf:
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
19.938 | - |
- |
19.938 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 7.118 | - | 7.118 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte |
6 | 6 | - |
- |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.208 | - | 1.208 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 1.134 | - | 1.134 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral Verpflichtungen aus Optionen |
22.460 | - | - | 22.460 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 4.499 | - | 4.499 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten |
10.146 | - | - | 10.146 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 651 | - | 651 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 823 | - | 823 | - |
| Fair-Value-Hierarchie | ||||
| Tsd. € | 31. Dezember 2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | - | - | - | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.382 | - | 2.382 | - |
| Aktiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 6 | 6 | - | - |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 562 | - | 562 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 601 | - | 601 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgsneutral | ||||
| Verpflichtungen aus Optionen | 28.612 | - | - | 28.612 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 14.095 | - | 14.095 | - |
| Passiva zum beizulegenden Zeitwert - erfolgswirksam | ||||
| Verbindlichkeiten aus bedingten Kaufpreisraten | 1.619 | - | - | 1.619 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 1.552 | - | 1.552 | - |
| Derivate mit Hedge-Beziehung | 2.378 | - | 2.378 | - |
Im ersten Halbjahr 2017 fand keine Umgliederung zwischen den Stufen statt.
Unterstellt man zum nächstmöglichen Ausübungszeitpunkt um 10 % höhere (niedrigere)
zugrunde liegende Parameter (Eigenkapital und kumulierte Ergebnisse vor Ertragsteuern),
wäre der Wert der unter Stufe 3 berichteten Verkaufsoption für die CPM S.p.A. 1.962
Tsd. € höher (niedriger) ausgefallen (Vorjahr: 3.047 Tsd. €).
| 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 | |||
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert |
| Aktiva | ||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 571.574 | 571.574 | 724.179 | 724.179 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 423.210 | 423.210 | 357.149 | 357.149 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (L&L) gegen Dritte | 398.055 | 398.055 | 418.481 | 418.481 |
| Forderungen aus L&L gegen at equity bilanzierte Unternehmen | 26.645 | 26.645 | 20.668 | 20.668 |
| Sonstige originäre Finanzinstrumente | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 198.026 | 198.026 | 117.875 | 117.875 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 3.090 | 2.993 | 9.146 | 8.955 |
| Passiva | ||||
| Verbindlichkeiten aus L&L | 350.067 | 350.067 | 333.853 | 333.853 |
| Verbindlichkeiten aus L&L gegenüber at equity bilanzierten Unternehmen | 710 | 710 | 510 | 510 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 46.632 | 46.632 | 45.564 | 45.564 |
| Anleihe | 323.340 | 297.710 | 320.940 | 297.474 |
| Schuldscheindarlehen | 296.255 | 299.207 | 306.036 | 299.156 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 34.623 | 34.358 | 36.341 | 35.545 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.706 | 6.064 | 9.339 | 8.480 |
| Verpflichtungen aus Optionen | 218.070 | 206.428 | 225.040 | 210.217 |
| Kredite und Forderungen | 1.194.300 | 1.194.300 | 1.281.203 | 1.281.203 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | 3.090 | 2.993 | 9.146 | 8.955 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 1.269.697 | 1.235.112 | 1.268.284 | 1.222.319 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
übrige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige originäre
finanzielle Verbindlichkeiten sowie Kontokorrentkredite haben überwiegend kurze Restlaufzeiten.
Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden
Zeitwert.
Für zu Anschaffungskosten bewertete Eigenkapitalanteile in Höhe von 2.913 Tsd. € konnten
keine beizulegenden Zeitwerte ermittelt werden, da Börsen- oder Marktwerte aufgrund
fehlender aktiver Märkte nicht vorhanden waren.
Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner
Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur
des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung
(einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend
gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet.
| 1. Halbjahr 2017 | ||||||
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Measuring and Process Systems* | Clean Technology Systems | Woodworking Machinery and Systems** |
Summe Segmente |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
531.272 | 286.035 | 251.119 | 86.057 | 596.742 | 1.751.225 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 923 | 2.708 | 5.329 | 1.202 | 40 | 10.202 |
| Summe Umsatzerlöse | 532.195 | 288.743 | 256.448 | 87.259 | 596.782 | 1.761.427 |
| EBIT | 30.408 | 29.152 | 29.102 | 1.616 | 42.539 | 132.817 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 532.705 | 515.815 | 429.943 | 132.531 | 830.876 | 2.441.870 |
| Schulden (zum 30.06.) | 508.851 | 279.344 | 171.127 | 69.435 | 405.130 | 1.433.887 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.384 | 1.985 | 2.244 | 586 | 6.149 | 14.348 |
| 1. Halbjahr 2017 | ||
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
41 | 1.751.266 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -10.202 | |
| Summe Umsatzerlöse | -10.161 | 1.751.266 |
| EBIT | 11.415 | 144.232 |
| Vermögen (zum 30.06.) | 3.697 | 2.445.567 |
| Schulden (zum 30.06.) | 199.554 | 1.633.441 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 197 | 15.545 |
*
Exklusive Vermögenswerte, Schulden und Beschäftigte der Dürr-Ecoclean-Gruppe. Umsatzerlöse
und EBIT der Dürr-Ecoclean-Gruppe für das erste Quartal 2017 sind enthalten.
**
Inklusive der Effekte aus der Folgebewertung der im Rahmen der Kaufpreisallokation
aufgedeckten stillen Reserven
Die in der Überleitungsspalte ausgewiesenen Beschäftigtenzahlen und Umsatzerlöse mit
konzernfremden Dritten betreffen das Corporate Center.
| 1. Halbjahr 2016 | ||||||
| Tsd. € | Paint and Final Assembly Systems | Application Technology | Measuring and Process Systems | Clean Technology Systems | Woodworking Machinery and Systems** |
Summe Segmente |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
567.218 | 262.966 | 274.762 | 75.365 | 526.575 | 1.706.886 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | 4.345 | 1.862 | 5.606 | 339 | 4 | 12.156 |
| Summe Umsatzerlöse | 571.563 | 264.828 | 280.368 | 75.704 | 526.579 | 1.719.042 |
| EBIT | 37.994 | 32.132 | 27.307 | 2.374 | 27.483 | 127.290 |
| Vermögen (zum 31.12.) | 550.491 | 458.947 | 554.751 | 121.085 | 772.431 | 2.457.705 |
| Schulden (zum 31.12.) | 599.293 | 278.448 | 230.877 | 73.295 | 324.911 | 1.506.824 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 3.385 | 1.930 | 3.034 | 528 | 5.983 | 14.860 |
| 1. Halbjahr 2016 | ||
| Tsd. € | Überleitung | Summe Dürr-Konzern |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
15 | 1.706.901 |
| Umsatzerlöse mit anderen Divisions | -12.156 | - |
| Summe Umsatzerlöse | -12.141 | 1.706.901 |
| EBIT | -8.274 | 119.016 |
| Vermögen (zum 31.12.) | -16.708 | 2.440.997 |
| Schulden (zum 31.12.) | 213.606 | 1.720.430 |
| Beschäftigte (zum 30.06.) | 191 | 15.051 |
| Tsd. € | 1. Halbjahr 2017 | 1. Halbjahr 2016 |
| EBIT der Segmente | 132.817 | 127.290 |
| EBIT Corporate Center | 10.278 | -6.507 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | 1.137 | -1.767 |
| EBIT des Dürr-Konzerns | 144.232 | 119.016 |
| Beteiligungsergebnis | 344 | 1.597 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 2.564 | 3.013 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -12.643 | -11.734 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 134.497 | 111.892 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -34.752 | -34.060 |
| Ergebnis des Dürr-Konzerns | 99.745 | 77.832 |
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 |
| Segmentvermögen | 2.441.870 | 2.457.705 |
| Vermögen Corporate Center | 992.079 | 970.632 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -988.382 | -987.340 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 571.574 | 724.179 |
| Termingelder und sonstige kurzfristige Wertpapiere | 165.721 | 89.451 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere und sonstige Ausleihungen | 2.993 | 8.955 |
| Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen | 33.207 | 32.726 |
| Ertragsteuerforderungen | 24.445 | 22.324 |
| Aktive latente Steuern | 29.009 | 29.891 |
| Gesamtvermögen des Dürr-Konzerns | 3.272.516 | 3.348.523 |
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 |
| Segmentschulden | 1.433.887 | 1.506.824 |
| Schulden Corporate Center | 247.299 | 258.431 |
| Eliminierungen aus Konsolidierungsbuchungen | -47.745 | -44.825 |
| Anleihe und Schuldscheindarlehen | 596.917 | 596.630 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 47.162 | 49.423 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6.064 | 8.480 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 43.575 | 40.284 |
| Passive latente Steuern | 112.143 | 102.316 |
| Gesamtverbindlichkeiten des Dürr-Konzerns* | 2.439.302 | 2.517.563 |
*
Konzernbilanzsumme abzüglich Summe Eigenkapital
Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei
anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen Dürr und diesen Unternehmen erfolgen
zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands verweisen
wir auf den Geschäftsbericht 2016.
Nahestehende Parteien beinhalten die assoziierten Unternehmen, die Gemeinschaftsunternehmen
sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 bestanden zwischen Dürr und seinen nahestehenden
Unternehmen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 82.894 Tsd. € (Vorjahr:
48.405 Tsd. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Umsatzvolumen
mit der Homag China Golden Field Limited. Zum 30. Juni 2017 beliefen sich die ausstehenden
Forderungen gegenüber den nahestehenden Unternehmen auf 27.658 Tsd. € (31.12.2016:
21.839 Tsd. €), die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen beliefen
sich auf 1.398 Tsd. (31.12.2016: 1.720 Tsd. €). Sowohl die Forderungen als auch die
Verbindlichkeiten sind kurzfristig. Darüber hinaus sind erhaltene Anzahlungen in Höhe
von 45.137 Tsd. € (31.12.2016: 31.316 Tsd. €) gegenüber nahestehenden Parteien in
der Bilanz enthalten.
Der Vorstand bestätigt, dass alle oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden
Parteien zu Bedingungen ausgeführt wurden, wie sie dem Konzern auch von fremden Dritten
gewährt worden wären.
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 |
| Wechselobligo | 16.186 | 14.735 |
| Verbindlichkeiten aus Garantien und Bürgschaften | 12.233 | 12.175 |
| Sonstige | 2.392 | 4.638 |
| 30.811 | 31.548 |
Dürr geht davon aus, dass aus diesen Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten
und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden.
| Tsd. € | 30. Juni 2017 | 31. Dezember 2016 |
| Künftige Mindestzahlungen für Operating-Leasingverträge | 101.893 | 104.649 |
| Künftige Mindestzahlungen für Finanzierungs-Leasingverträge | 6.766 | 9.380 |
| Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen | 1.259 | 1.304 |
| 109.918 | 115.333 |
Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang.
Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums
und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 3. August 2017
Dürr Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Ralf W. Dieter | Carlo Crosetto |
| Vorsitzender des Vorstands | Finanzvorstand |
| Dr. Jochen Weyrauch | |
| Mitglied des Vorstands |
| 1. Halbjahr | ||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Auftragseingang | 2.078,7 | 1.989,3 | 1.795,5 | 1.271,5 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.743,0 | 2.698,9 | 2.828,0 | 2.351,6 |
| Umsatz | 1.751,3 | 1.706,9 | 1.773,5 | 1.060,4 |
| Bruttoergebnis | 421,0 | 408,0 | 380,0 | 233,6 |
| EBITDA | 184,8 | 157,3 | 146,7 | 102,5 |
| EBIT | 144,2 | 119,0 | 108,0 | 89,2 |
| Ergebnis nach Steuern | 99,7 | 77,8 | 53,5 | 57,9 |
| Bruttomarge in % | 24,0 | 23,9 | 21,4 | 22,0 |
| EBIT-Marge in % | 8,2 | 7,0 | 6,1 | 8,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -40,8 | -84,6 | 10,9 | 24,2 |
| Free Cashflow | -85,7 | -138,4 | -36,2 | 5,3 |
| Investitionen | 33,6 | 38,6 | 36,2 | 17,8 |
| Bilanzsumme (30. Juni) | 3.272,5 | 3.107,0 | 2.952,4 | 2.232,6 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30. Juni) | 833,2 | 711,5 | 604,2 | 513,7 |
| Eigenkapitalquote (30. Juni) in % | 25,5 | 22,9 | 20,5 | 23,0 |
| ROCE2 in % | 36,4 | 29,2 | 40,9 | 58,0 |
| Nettofinanzstatus (30. Juni) | 96,2 | -90,2 | 88,7 | 227,2 |
| Net Working Capital (30. Juni) | 328,9 | 372,1 | 176,1 | -4,6 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 14.545 | 15.051 | 14.448 | 8.324 |
| Dürr-Aktie | ||||
| ISIN: DE0005565204 | ||||
| Höchst3 | 107,70 | 72,65 | 109,80 | 68,13 |
| Tiefst3 | 71,56 | 49,52 | 71,35 | 54,50 |
| Schluss3 | 104,65 | 67,99 | 83,65 | 64,80 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (Aktienzahl) |
152.127 | 220.200 | 141.100 | 137.700 |
| Anzahl der Aktien (Tsd.) | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert / unverwässert) | 2,83 | 2,21 | 1,49 | 1,64 |
| 2. Quartal | ||||
| Mio. € | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 |
| Auftragseingang | 1.022,7 | 940,7 | 900,0 | 707,1 |
| Auftragsbestand (30. Juni) | 2.743,0 | 2.698,9 | 2.828,0 | 2.351,6 |
| Umsatz | 859,9 | 881,7 | 924,4 | 522,2 |
| Bruttoergebnis | 203,8 | 212,9 | 198,5 | 117,9 |
| EBITDA | 78,2 | 79,3 | 75,9 | 51,7 |
| EBIT | 56,5 | 60,3 | 60,5 | 45,0 |
| Ergebnis nach Steuern | 37,2 | 39,2 | 36,5 | 28,7 |
| Bruttomarge in % | 23,7 | 24,1 | 21,5 | 22,6 |
| EBIT-Marge in % | 6,6 | 6,8 | 6,5 | 8,6 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -36,7 | -82,0 | -28,6 | -18,4 |
| Free Cashflow | -55,1 | -116,3 | -58,5 | -28,4 |
| Investitionen | 15,2 | 18,9 | 18,8 | 9,5 |
| Bilanzsumme (30. Juni) | 3.272,5 | 3.107,0 | 2.952,4 | 2.232,6 |
| Eigenkapital (mit Fremdanteilen) (30. Juni) | 833,2 | 711,5 | 604,2 | 513,7 |
| Eigenkapitalquote (30. Juni) in % | 25,5 | 22,9 | 20,5 | 23,0 |
| ROCE2 in % | 30,9 | 29,6 | 45,8 | 58,6 |
| Nettofinanzstatus (30. Juni) | 96,2 | -90,2 | 88,7 | 227,2 |
| Net Working Capital (30. Juni) | 328,9 | 372,1 | 176,1 | -4,6 |
| Mitarbeiter (30. Juni) | 14.545 | 15.051 | 14.448 | 8.324 |
| Dürr-Aktie | ||||
| ISIN: DE0005565204 | ||||
| Höchst3 | 107,70 | 72,60 | 109,80 | 65,98 |
| Tiefst3 | 81,25 | 60,30 | 78,66 | 55,25 |
| Schluss3 | 104,65 | 67,99 | 83,65 | 64,80 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz (Aktienzahl) |
149.690 | 281.600 | 155.200 | 103.501 |
| Anzahl der Aktien (Tsd.) | 34.601 | 34.601 | 34.601 | 34.601 |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert / unverwässert) | 1,05 | 1,11 | 1,01 | 0,81 |
Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Bericht bei Summenbildungen und
bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.
1
HOMAG Group AG seit 3. Oktober 2014 konsolidiert
2
annualisiert
3
Xetra
| 18. September 2017 | Berenberg and Goldman Sachs Sixth German Corporate Conference, München |
| 04. Oktober 2017 | Deutsche Bank Small & Mid Cap Conference, London |
| 18. Oktober 2017 | Investors Day, Darmstadt |
| 08. November 2017 | Zwischenmitteilung über die ersten neun Monate 2017 |
| 14. November 2017 | UBS European Conference 2017, London |
| 27. November 2017 | Eigenkapitalforum, Frankfurt |
| 27. November 2017 | Annual Goldman Sachs European Industrials Conference, London |
| 06. Dezember 2017 | Berenberg European Corporate Conference, Pennyhill Park, Surrey |
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Dürr AG
Günter Dielmann
Corporate Communications & Investor Relations
Carl-Benz-Straße 34
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: +49 7142 78-1785
Fax: +49 7142 78-1716
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www.durr.de
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Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern ("Dürr") selbstständig
erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen
Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind - wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen
Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken,
Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen von Dürr, insbesondere
im Abschnitt "Risiken" des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht
auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten
oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrunde liegenden
Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die
tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von Dürr wesentlich von denjenigen Ergebnissen
abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "ausgehen", "rechnen
mit", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und
"vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Dürr übernimmt keine Verpflichtung und
beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei
einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen
basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte
Agenturen unterstützt.
Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative
Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International
Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage von Dürr nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden
Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und
im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen
Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen
zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den bei Dürr verwendeten alternativen
Leistungskennzahlen finden Sie im Finanzglossar auf der Dürr-Webseite (http://www.durr.com/de/investor/service-faqs-glossar-ansprechpartner/glossar/finanz-glossar/).