Dürr AktiengesellschaftStuttgartHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023INHALT Kennzahlen Dürr-Konzern Überblick H1 2023 Konzernlagebericht Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalspiegel Konzernanhang 1. Januar bis 30. Juni 2023 Versicherung der gesetzlichen Vertreter Mehrjahresübersicht 2020 bis 2023 Finanzkalender Kontakt Titelbild Neuer Lackzerstäuber EcoBell4 Der Zerstäuber ist eines der wichtigsten Produkte beim Lackieren. Die neue Generation EcoBell4 sorgt für noch mehr Nachhaltigkeit. Lackverluste und Spülmittelverbrauch lassen sich beim Farbwechsel um bis zu 90 % reduzieren. KENNZAHLEN DÜRR-KONZERN scrollen
1 Sondereffekte: H1 2023: 12,8 Mio. €
(darin enthaltene Kaufpreisallokationseffekte: -8,1 Mio.
€), H1 2022: -8,3 Mio. €
ÜBERBLICK H1 2023 DEUTLICHE ERGEBNISSTEIGERUNG IN Q2 • Auftragseingang in H1 auf hohem Vorjahresniveau - Starke Automotive-Nachfrage • Deutliche Umsatzbeschleunigung in Q2 - 1,12 Mrd. € - Weitere Umsatzzuwächse in H2 erwartet • Auftragsbestand mit 4,4 Mrd. € weiterhin auf hohem Niveau • EBIT nach verhaltenem Jahresauftakt in Q2 deutlich verbessert - Q2: 5,6 % vor Sondereffekten - H1: 4,9 % vor Sondereffekten - Bruttomarge in Q2 auf 23,6 % gestiegen • Cashflow in H1 leicht unter Vorjahr - Free Cashflow: -6,4 Mio. € - NWC leicht reduziert, höhere Investitionen • Nettofinanzstatus mit -119,5 Mio. € auf Vorjahresniveau • Jahresprognose bestätigt - Auftragseingang: 4.400 bis 4.800 Mio. € - Umsatz: 4.500 bis 4.800 Mio. € - EBIT-Marge vor Sondereffekten: 6,0 bis 7,0 % - EBIT-Marge nach Sondereffekten: 5,6 bis 6,6 % - Free Cashflow: 50 bis 100 Mio. € KONZERNLAGEBERICHTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD Eine insgesamt schwache Weltwirtschaft ließ das Wachstum der deutschen Wirtschaft in der ersten Jahreshälfte 2023 stagnieren. Die verhaltene Entwicklung der globalen Konjunktur schränkte das deutsche Exportgeschäft ein. Als binnenwirtschaftlicher Dämpfer wirkten weiterhin die Kaufkraftverluste infolge der hohen, wenngleich rückläufigen Inflation, die neben dem privaten Konsum vor allem auch das Baugewerbe beeinträchtigte. Bestehende geopolitische Spannungen, wie etwa der Handelsstreit zwischen China und den USA, nahmen weiter zu und erhöhten die wirtschaftlichen Risiken. Die Inflation in Europa und den USA hat sich aufgrund sinkender Energiepreise zum Ende des ersten Halbjahres 2023 weiter abgeschwächt. Gleichwohl verharrt die Teuerungsrate im Euroraum mit 5,5 % weiter auf hohem Niveau. In den Vereinigten Staaten fiel die Inflationsrate auf 3,0 % und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Sowohl die US-Notenbank Fed als auch die Europäische Zentralbank hielten an ihrer restriktiven Geldpolitik fest und hoben den Leitzins im Verlauf des zweiten Quartals erneut an. Die steigenden Zinsen verschlechterten die Finanzierungsbedingungen für Haushalte und Unternehmen, was zu einem Konsum- und Investitionsrückgang führte. Nach einem schwachen ersten Quartal 2023 verfehlte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau beim Auftragseingang auch in der Folge sein Vorjahresniveau. Gemäß dem Branchenverband VDMA wurden in den Monaten April, Mai und Juni jeweils zweistellige Minusraten verzeichnet. Im Zeitraum von Januar bis Ende Juni 2023 sanken die Bestellungen preisbereinigt um 14 % gegenüber dem Vorjahr. Durch den fortgesetzten Abwärtstrend im zweiten Quartal 2023 bestätigte sich das Bild einer anhaltend schwachen globalen Investitionstätigkeit innerhalb der Branche. Die internationalen Automobilmärkte konnten in den ersten sechs Monaten 2023 deutliche Zuwächse der Neuzulassungen verzeichnen. Das turbulente erste Halbjahr 2022, in das unter anderem der russische Angriff auf die Ukraine und umfangreiche Lockdowns in China fielen, führte dagegen noch zu geringen Verkaufszahlen. Auf dem europäischen PKW-Markt wurden von Januar bis Juni 2023 rund 6,6 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen - das entspricht einem Plus von 18 % gegenüber dem Vergleichszeitraum. In China wurden mit etwa 11,1 Mio. verkauften Einheiten 9 % mehr Fahrzeuge abgesetzt. In den USA sind die Light-Vehicle-Verkäufe um 13 % auf knapp 7,7 Mio. Fahrzeuge gestiegen. AKQUISITION VON BBS AUTOMATION Am 12. Juni 2023 haben wir die Akquisition des Automatisierungsspezialisten BBS Automation angekündigt, mit der wir den strategischen Ausbau des Geschäftsfelds Automatisierungstechnik fortsetzen. Das 2013 gegründete Unternehmen mit Sitz in Garching bei München beschäftigt rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 14 Standorten in Europa, Asien und Nordamerika. Im Zuge der Transaktion erwerben wir 100 % der Anteile an der Rome HoldCo GmbH, der Holding-Gesellschaft von BBS Automation. Der Unternehmenswert von BBS Automation liegt zwischen 440 und 480 Mio. € und hängt von der Ergebnisentwicklung im Jahr 2023 ab. Die Finanzierung der Transaktion erfolgt aus dem Cashflow sowie über vorhandene Finanzierungsinstrumente und eine Brückenfinanzierung, weitere Informationen dazu enthält der Absatz "Fremdkapitalausstattung und Finanzierungsstruktur" auf Seite 15. Der Kaufvertrag steht noch unter dem Vorbehalt fusionskontrollrechtlicher Freigaben und sonstiger regulatorischer Voraussetzungen. Das Closing und die Erstkonsolidierung sind für Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals 2023 geplant. Die Automatisierungstechnik zählt zu unseren wichtigsten Wachstumssektoren. Bereits 2021 haben wir die Automatisierungsexperten Teamtechnik und Hekuma übernommen. Im Verbund mit BBS Automation entsteht nun einer der leistungsfähigsten Anbieter im stark fragmentierten Markt für Automatisierungslösungen. Das zugängliche Marktvolumen soll in den nächsten Jahren um durchschnittlich 9 % p.a. zunehmen. Wachstumstreiber sind der Arbeitskräftemangel, immer höhere Qualitätsanforderungen und Stückzahlen in der Massenproduktion sowie der steigende Wohlstand in vielen Weltregionen. Hinzu kommen der Boom in der Elektromobilität und, im Bereich Medizinprodukte, das Wachstum und das zunehmende Alter der Weltbevölkerung. Im Jahr 2023 werden für BBS Automation rund 300 Mio. € Umsatz erwartet. Davon dürften rund 55 % auf Automatisierungstechnik für die Produktion von Automobilbauteilen entfallen und weitere 20 % auf Anlagen für Medizinprodukte. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Konsumgütersektor. Wir gehen davon aus, dass sich der Umsatz in der Automatisierungstechnik im Geschäftsjahr 2024 durch die Komplettübernahme mehr als verdoppeln und rund 500 Mio. € erreichen wird. Durch die Bündelung von BBS Automation, Teamtechnik und Hekuma unter dem Dürr-Dach sollen die drei Unternehmen von Synergien und Größenvorteilen profitieren, was zu Effizienz- und Margenzuwächsen führen soll. GESCHÄFTSVERLAUF HINWEISE ZUM VORJAHRESVERGLEICH UND ZUM AUSWEIS DER DIVISION-UMSÄTZE Die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr und das zweite Quartal 2023 sind ohne Einschränkungen vergleichbar mit den Vorjahreswerten. Es sind keine wesentlichen Erstkonsolidierungs- oder Umgliederungseffekte zu berücksichtigen. Seit dem Geschäftsjahr 2022 weisen wir in den Divisions auch konzerninterne Umsätze mit anderen Divisions aus. Auf Konzernebene werden diese Umsätze in der Konsolidierung wieder bereinigt. Konzerninterne Umsätze spielen vor allem in der Division Measuring and Process Systems eine Rolle, ein großer Teil ihres Tooling-Geschäfts besteht aus konzerninternen Lieferungen an die Division Woodworking Machinery and Systems. Die konzerninternen Umsätze zwischen den anderen Divisions sind geringfügig. AUFTRAGSEINGANG, UMSATZ, AUFTRAGSBESTAND scrollen
AUFTRAGSEINGANG MIT 2,6 MRD. € ERNEUT AUF HOHEM NIVEAU Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr 2023 mit 2.587,1 Mio. € praktisch gleichauf mit dem sehr hohen Vorjahreswert (2.609,4 Mio. €). Nach dem Bestellrekord im ersten Quartal 2023 (1.464,7 Mio. €) konnten wir auch im zweiten Quartal einen robusten Auftragseingang von 1.122,4 Mio. € buchen. Damit sind wir mit Blick auf unser Gesamtjahresziel (4.400 bis 4.800 Mio. €) voll auf Kurs. Bereinigt um Wechselkurseffekte wäre der Auftragseingang im ersten Halbjahr 38,5 Mio. € höher ausgefallen. Der hohe Auftragseingang wurde besonders von der starken Nachfrage aus der Automobilindustrie getragen. Vor diesem Hintergrund konnten die Divisions Paint and Final Assembly Systems und Application Technology in der ersten Jahreshälfte deutliche Zuwächse von 24,9 % und 26,4 % erzielen. Auch weiterhin ist die Pipeline mit geplanten Investitionsprojekten der Autoindustrie gut gefüllt. Maßgeblich dafür sind vor allem die Trends zur Elektromobilität und zu nachhaltiger Produktionstechnik. Auch im Geschäft mit Umwelt- und Batterieproduktionstechnik (Clean Technology Systems) erreichte das Bestellvolumen im ersten Halbjahr eine zweistellige Zuwachsrate (14,6 %). Der Auftragseingang von Woodworking Machinery Systems (HOMAG) verringerte sich deutlich (-34,9 %), da sich der Markt für Maschinen zur Holzbearbeitung abgekühlt hat. Nach der extrem starken Nachfrage im ersten Halbjahr 2022 haben steigende Zinsen, die hohe Inflation und die damit verbundene Konsumzurückhaltung zu rückläufigen Investitionen der Möbelproduzenten geführt. Bei Measuring and Process Systems lag der Auftragseingang nur knapp unter dem Vorjahreswert (-3,4 %). Bei der regionalen Entwicklung des Auftragseingangs gab es im ersten Halbjahr 2023 keine großen Veränderungen gegenüber der Vorjahresperiode. In Europa lag das Bestellvolumen mit 1.059,7 Mio. € praktisch gleichauf mit dem Vorjahreswert, ebenso auf dem amerikanischen Kontinent mit 753,4 Mio. €. In der Region Asien, Afrika, Australien betrug der Auftragseingang 774,0 Mio. € und unterschritt den Vorjahreswert nur geringfügig (-3,6 %). In China verzeichneten wir nach dem hohen Vorjahreswert zwar einen Rückgang, dafür erhielten wir einen Lackiertechnik-Großauftrag in einem anderen asiatischen Markt. Auf die Emerging Markets entfielen 45,4 % des Auftragseingangs (H1 2022: 40,3 %).
9,2 % UMSATZPLUS IM ERSTEN HALBJAHR Der Umsatz hat sich im ersten Halbjahr 2023 um 9,2 % auf 2.134,9 Mio. € erhöht. Großen Anteil an der positiven Entwicklung hatten zwei Faktoren: Zum einen hat sich die Materialverfügbarkeit im Vergleich zur schwierigen Lieferkettensituation im Vorjahr deutlich verbessert. Zum anderen entfielen pandemiebedingte Restriktionen, durch die die Projektabwicklung im Vorjahreszeitraum insbesondere in China erheblich erschwert wurde. Bei konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz 38,1 Mio. € höher ausgefallen. Zum Umsatzplus des ersten Halbjahres trugen alle fünf Divisions bei. Den höchsten Zuwachs erzielte Measuring and Process Systems mit 17,6 %. Paint and Final Assembly Systems und Application Technology erzielten ebenfalls zweistellige Zuwachsraten (12,8 % und 12,7 %). Im zweiten Quartal beschleunigte sich die Umsatzrealisierung deutlich: Mit 1.120,2 Mio. € fielen die Erlöse um 10,4 % höher aus als im Auftaktquartal, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ergab sich ein Zuwachs von 6,8 %. Für das dritte und vierte Quartal erwarten wir weitere sequenzielle Umsatzverbesserungen. Vor diesem Hintergrund stufen wir unser Jahresziel einer Umsatzsteigerung auf 4,5 bis 4,8 Mrd. € als sehr realistisch ein. Der größte Umsatzanteil entfiel im ersten Halbjahr 2023 mit 42,2 % auf Europa (H1 2022: 42,9 %). Der Beitrag aus Nord- und Südamerika stieg von 29,1 auf 31,0 %, was vor allem aus dem hohen Auftragseingang in der Region im Jahr 2022 resultierte. Der Umsatzanteil Chinas verringerte sich von 20,8 auf 19,1 %. Mit einem Plus von 5,1 % stieg der Service-Umsatz im ersten Halbjahr 2023 weniger stark als der Gesamtumsatz und erreichte ein Volumen von 588,0 Mio. € (H1 2022: 559,6 Mio. €). Sein Anteil am Konzernumsatz fiel mit 27,5 % relativ niedrig aus. Eine wichtige Ursache dafür war das gedämpfte Service-Geschäft bei Woodworking Machinery and Systems. Dort produzieren viele Kunden nicht bei voller Auslastung und benötigen entsprechend weniger Ersatzteile und Services. Hinzu kommt der saisonale Effekt, dass das Service-Geschäft im Dürr-Konzern am Jahresbeginn üblicherweise verhaltener ausfällt als im zweiten Halbjahr. Im zweiten Quartal wuchs das Service-Geschäft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 % auf 306,1 Mio. € (Q2 2022: 282,1 Mio. €). Die Service-Bruttomarge entwickelte sich erfreulich und lag sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr 2023 spürbar über den Vorjahreswerten. AUFTRAGSBESTAND MIT 4,4 MRD. € WEITERHIN SEHR HOCH Im ersten Halbjahr erreichte die Book-to-Bill Ratio 1,21, da der Auftragseingang den Umsatz trotz der Umsatzsteigerung von 9,2 % deutlich übertraf. Im zweiten Quartal fielen Auftragseingang und Umsatz praktisch identisch aus, sodass die Book-to-Bill Ratio bei 1,0 lag. Nach dem Rekordwert von 4.439,2 Mio. € zum 31. März 2023 reduzierte sich der Auftragsbestand zur Jahresmitte leicht. Mit 4.410,9 Mio. € bewegte er sich aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau und überschritt den Wert vom 30. Juni 2022 um mehr als 300 Mio. €. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND RENDITEKENNZAHLENscrollen
1 Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E-Kosten
BRUTTOMARGE IM ERSTEN HALBJAHR DEUTLICH ÜBER VORJAHRESWERT Mit einem Plus von 13,9 % erhöhte sich das Bruttoergebnis im ersten Halbjahr 2023 überproportional zum Umsatz (9,2 %). Daher stieg die Bruttomarge um knapp 1 Prozentpunkt auf 23,2 %. Im zweiten Quartal verzeichneten wir eine sequenzielle Verbesserung der Bruttomarge auf 23,6 % nach 22,8 % im Auftaktquartal. Ein wichtiger Grund für die Verbesserungen war die gute Margenqualität im Service-Geschäft, darüber hinaus kamen im Neu-Equipment-Geschäft seit Jahresbeginn sukzessive Projekte mit höheren Margen in die Abwicklung. Belastungen für das Bruttoergebnis resultierten aus anhaltend hohen Beschaffungspreisen für bestimmte Warengruppen. Die Overhead-Kosten stiegen im ersten Halbjahr 2023 um 9,6 % und nahmen damit praktisch im Gleichschritt mit dem Umsatz zu. Innerhalb der Overhead-Kosten erhöhten sich die Forschungs- und Entwicklungskosten am stärksten (13,0 %), wozu unter anderem die Weiterentwicklung der Beschichtungstechnik für die Elektrodenproduktion in der Division Clean Technology Systems beitrug. Dagegen fiel der Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten mit 8,7 % beziehungsweise 9,0 % etwas geringer aus als das Umsatzwachstum. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ergab sich im ersten Halbjahr 2023 ein negativer Saldo von -5,0 Mio. €. Dazu trug unter anderem die Berücksichtigung von Transaktionskosten für die Akquisition von BBS Automation bei. Darüber hinaus überstiegen die Währungsverluste die Währungsgewinne spürbar. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatten die sonstigen betrieblichen Erträge die Aufwendungen um 5,6 Mio. € übertroffen, was vor allem aus einem Sondertrag aus der Beendigung eines Rechtsstreits resultiert hatte. EBIT-ANSTIEG VON 23,0 % IM ERSTEN HALBJAHR Das EBIT vor Sondereffekten wuchs im ersten Halbjahr mit 23,0 % deutlich stärker als der Umsatz und erreichte 104,5 Mio. €. Die Basis dafür bildete das erhöhte Bruttoergebnis. Nach dem verhaltenen Jahresauftakt legte das EBIT vor Sondereffekten im zweiten Quartal stark zu und erreichte 62,6 Mio. €. Dies entspricht einem Plus von 49,0 % gegenüber dem Auftaktquartal 2023 und von 54,8 % gegenüber dem zweiten Quartal 2022, das von Ergebniseinbußen infolge von Corona-Lockdowns in China geprägt war. Den höchsten Ergebnisbeitrag erbrachte im ersten Halbjahr die Division Woodworking Machinery and Systems, deren EBIT vor Sondereffekten mit 56,8 Mio. € knapp unter dem Vorjahreswert (58,6 Mio. €) lag. Die vier weiteren Divisions erzielten teils kräftige Ergebnisverbesserungen. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten stieg im zweiten Quartal auf 5,6 % (Q2 2022: 3,9 %) und näherte sich damit dem unteren Ende des Zielkorridors für das Gesamtjahr an (6,0 bis 7,0 %). Zugleich kompensierte sie die verhaltene Margenentwicklung des ersten Quartals und bewirkte, dass sich die Marge im ersten Halbjahr von 4,3 auf 4,9 % verbesserte. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir weitere Margenzuwächse. Dafür sprechen die übliche Saisonalität der Ergebnisentwicklung und die Abwicklung margenstärkerer Projekte, zugleich erwarten wir eine weitere Umsatzausweitung und verstärkte Effekte aus den Preisanhebungen der Vorquartale. Nach Sondereffekten stieg das EBIT im ersten Halbjahr um 19,6 % auf 91,7 Mio. €, während die Marge von 3,9 auf 4,3 % stieg. Die saldierten Sonderaufwendungen erhöhten sich um 54,4 % auf 12,8 Mio. €, wozu unter anderem die Transaktionskosten für die Akquisition von BBS Automation beitrugen. Die in den Sonderaufwendungen enthaltenen Kaufpreisallokationseffekte beliefen sich auf -8,1 Mio. €. Bereinigt um Wechselkurseffekte hätte das EBIT 95,2 Mio. € betragen. Das Finanzergebnis verbesserte sich im ersten Halbjahr deutlich auf -5,5 Mio. € nach -11,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Maßgeblich dafür war, dass die Zinserträge aus der Anlage freier Mittel den Zinsaufwand für unsere Schuldscheindarlehen und die Wandelanleihe überstiegen. Zudem fiel das Beteiligungsergebnis 1,8 Mio. € besser aus als im Vorjahreszeitraum und erreichte einen positiven Wert von 0,7 Mio. €. Belastet wurde das Finanzergebnis durch einen höheren Aufwand in Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der HOMAG Group AG. Dieser Aufwand wird im Zinsergebnis berücksichtigt und stieg infolge eines Einmaleffekts im ersten Quartal. Das höhere EBIT, das verbesserte Finanzergebnis und eine sinkende Steuerquote (32,2 %) bewirkten, dass sich das Nettoergebnis im ersten Halbjahr 2023 um 37,6 % auf 58,4 Mio. € erhöhte. Dementsprechend verbesserte sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,87 €. Im zweiten Quartal führten ein beinahe ausgeglichenes Finanzergebnis und eine stark rückläufige Steuerquote (30,6 %) dazu, dass sich das Nettoergebnis mehr als verdoppelte und 37,4 Mio. € erreichte. FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION NET WORKING CAPITAL STABIL, FREE CASHFLOW LEICHT NEGATIV CASHFLOWS scrollen
ERMITTLUNG CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND FREE CASHFLOW ' scrollen
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um 8,5 Mio. € auf 70,0 Mio. €. Der Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern wurde von negativen Effekten aus Veränderungen der Bonusrückstellungen und der sonstigen Steuerverbindlichkeiten kompensiert. Die Veränderung des Net Working Capitals lag im ersten Halbjahr 2023 nahezu auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Das Net Working Capital belief sich zum Halbjahresende auf 403,1 Mio. €. Das entspricht einem leichten Rückgang im Vergleich zum 30. Juni 2022 von 416,8 Mio. €. Die Days Working Capital haben sich dementsprechend ebenfalls kaum verändert und lagen zum Halbjahr mit 34,0 Tagen weiterhin unterhalb des Zielkorridors von 40 bis 50 Tagen. Zum Jahresende rechnen wir aufgrund der beschleunigten Verumsatzung von Projekten mit einer Normalisierung der Days Working Capital innerhalb des Zielbereichs. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf -42,3 Mio. € und spiegelt hauptsächlich die Ausgaben für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wider. Sie lagen mit 52,5 Mio. € rund 28 % über dem Vorjahreswert von 40,9 Mio. €. Dagegen standen im ersten Halbjahr 2023 Zinseinnahmen von 10,7 Mio. €. Nachdem wir im ersten Quartal Zahlungsmittel in Höhe von 71,3 Mio. € in Termingelder angelegt hatten, haben wir im zweiten Quartal 72,6 Mio. € aus Termingeldern abgezogen. Auf das Halbjahr gesehen ergibt sich daraus nur ein zu vernachlässigender Effekt. Die Vorjahresperiode enthielt einen Zahlungsmittelzufluss von 6,4 Mio. € aus dem Verkauf von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr auf 160,5 Mio. € und wurde in erster Linie durch die Begebung eines grünen Schuldscheindarlehens in Höhe von 300 Mio. €, die Tilgung einer Tranche eines bestehenden Schuldscheindarlehens in Höhe von 50 Mio. € und die Dividendenzahlungen im Umfang von 49,1 Mio. € (H1 2022: 37,0 Mio. €) geprägt. Darüber hinaus waren, wie im Vorjahr, die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und die geleisteten Zinszahlungen enthalten. Der Free Cashflow gibt Auskunft über die Mittel, die nach allen Ausgaben einer Periode zur Verfügung stehen, um Dividenden zu zahlen, Akquisitionen zu tätigen und/oder die Verschuldung zu reduzieren. Er lag im ersten Halbjahr 2023 mit -6,4 Mio. € 14,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 7,9 Mio. €. Ursächlich dafür waren der schwächere Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit und die höheren Investitionen im ersten Halbjahr 2023. Wir gehen dennoch davon aus, dass wir aufgrund des erwarteten profitablen Wachstums in der zweiten Jahreshälfte die Prognose von 50 Mio. € bis 100 Mio. € für das Gesamtjahr erreichen werden. INVESTITIONEN ' scrollen
Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im ersten Halbjahr um 17,9 % über dem Vorjahresniveau. Wesentlicher Treiber war das Investitionsprogramm bei HOMAG. NETTOFINANZSTATUS scrollen
Die Nettofinanzverschuldung lag mit 119,5 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Endes der Vorjahresperiode. Der Anstieg gegenüber dem Jahresende 2022 ist im Wesentlichen auf die Zahlung der Dividende und den leicht negativen Free Cashflow zurückzuführen. Die Nettofinanzverschuldung enthält Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 94,7 Mio. €. BILANZ: KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE GESTIEGEN KURZ- UND LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE scrollen
Seit Ende 2022 hat sich die Bilanzsumme um 5,2 % auf 4.765,5 Mio. € erhöht. Auf der Aktivseite blieben die langfristigen Vermögenswerte dabei nahezu unverändert. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen hingegen deutlich an. Ausschlaggebend dafür war insbesondere die Erhöhung der liquiden Mittel infolge der Begebung des grünen Schuldscheindarlehens im April. Zusätzlich erhöhten sich die vertraglichen Vermögenswerte aufgrund des zunehmenden Abwicklungsvolumens. Die Vorräte lagen zwar über dem Niveau des Vorjahresendes, haben aber im Vergleich mit dem Ende des ersten Quartals abgenommen. Die Gesamtliquidität inklusive Termingeldern belief sich auf den sehr hohen Wert von 1.044,7 Mio. €.
EIGENKAPITAL LEICHT ERHÖHT EIGENKAPITAL scrollen
Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Jahresende 2022 leicht an. Die positive Wirkung des Nachsteuerergebnisses von 58,4 Mio. € wurde nahezu ausgeglichen durch die Dividenden in Höhe von 49,1 Mio. € und negative Effekte aus Wechselkursveränderungen. Infolge der vor allem aus der Begebung des Schuldscheindarlehens resultierenden Bilanzverlängerung lag die Eigenkapitalquote mit 23,6 % unter dem Niveau zum 31. Dezember 2022 von 24,8 %. KURZ- UND LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN scrollen
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten nahmen seit Ende 2022 um 232,1 Mio. € zu. Hauptgrund für ihren Anstieg war die Begebung des grünen Schuldscheindarlehens in Höhe von 300 Mio. €. Gegenläufige Effekte ergaben sich aus der Rückzahlung einer Tranche von 50 Mio. € eines älteren Schuldscheindarlehens sowie aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die vertraglichen Verbindlichkeiten waren zwar höher als am Jahresende 2022, haben aber im Vergleich mit dem Ende des ersten Quartals abgenommen. FREMDKAPITALAUSSTATTUNG UND FINANZIERUNGSSTRUKTUR Am 6. April 2023 haben wir ein grünes Schuldscheindarlehen platziert, dessen Erlös in Höhe von 300 Mio. € uns am 20. April zufloss. Es besteht aus Tranchen mit langfristigen Laufzeiten von vier, fünf und sieben Jahren, der durchschnittliche Zinssatz beträgt 4,8 %. Der Erlös ist vollständig für die Finanzierung nachhaltiger Produktinnovationen sowie für klimafreundliche Projekte und Investitionen reserviert. Anfang April wurde eine Tranche von 50 Mio. € des im Jahr 2016 begebenen Schuldscheindarlehens zurückgezahlt. Um Finanzierungsicherheit für die Übernahme von BBS Automation zu gewährleisten, haben wir am 12. Juni 2023 eine syndizierte Kreditlinie über 500 Mio. € abgeschlossen, die ausschließlich zur Zwischenfinanzierung des Akquisitionskaufpreises dient. Wir streben eine Refinanzierung der syndizierten Kreditlinie über den Kapitalmarkt an und prüfen zugleich die Nutzung liquider Mittel zur teilweisen Finanzierung der Akquisition. Unsere Finanzierungsstruktur bestand zum 30. Juni 2023 aus folgenden Elementen: scrollen
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG Wir haben unsere F&E-Ausgaben im ersten Halbjahr 2023 um 13,0 % auf 76,4 Mio. € erhöht (H1 2022: 67,6 Mio. €). Das entspricht einer F&E-Quote von 3,6 % (H1 2022: 3,5 %). Im zweiten Quartal stiegen die F&E-Ausgaben um 8,2 % auf 37,4 Mio. € (Q2 2022: 34,6 Mio. €), die F&E-Quote lag wie im Vorjahreszeitraum bei 3,3 %. Weitere Entwicklungskosten entstehen in Zusammenhang mit Kundenaufträgen und werden in den Umsatzkosten ausgewiesen. Die aktivierten Entwicklungskosten betrugen im ersten Halbjahr 14,6 Mio. € (H1 2022: 11,0 Mio. €), davon entfielen 8,6 Mio. € auf das zweite Quartal (Q2 2022: 5,4 Mio. €). Zum 30. Juni waren 1.017 Mitarbeitende in unseren F&E-Abteilungen beschäftigt (30. Juni 2022: 945 Mitarbeitende). Schwerpunkte der Entwicklungsarbeit waren die Themen Digitalisierung, Automatisierung und Nachhaltigkeit. Zu den F&E-Ergebnissen des ersten Halbjahres zählten folgende Innovationen: scrollen
BESCHÄFTIGTE Zum 30. Juni 2023 beschäftigte der Dürr-Konzern 18.912 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 2,1 % gegenüber dem Jahresende 2022. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag vergrößerte sich die Belegschaft um 4,3 % und damit weniger stark als der Umsatz. Der deutliche Anstieg der Beschäftigtenzahl im Corporate Center resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung von IT-Mitarbeitenden, die zuvor den Divisions zugeordnet waren. BESCHÄFTIGTE NACH DIVISIONS scrollen
BESCHÄFTIGTE NACH REGIONEN scrollen
SEGMENTBERICHT UMSATZ NACH DIVISIONS scrollen
EBIT NACH DIVISIONS scrollen
PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS scrollen
Auf Basis einer starken Nachfrage aus der Automobilindustrie konnte Paint and Final Assembly Systems den Auftragseingang im ersten Halbjahr 2023 um ein Viertel auf 1.089,5 Mio. € steigern. Nach 641,0 Mio. € im ersten Quartal erzielte die Division auch im zweiten Quartal ein hohes Bestellvolumen von 448,5 Mio. €. Dazu trug besonders ein am Quartalsende platzierter Großauftrag über den Bau einer nachhaltigen Lackiererei für Elektroautos in Asien bei. Weitere Großaufträge gingen seit Jahresbeginn unter anderem in China, Osteuropa und den USA ein. Bei der Bruttomarge im Auftragseingang hielt der positive Trend der Vorquartale an. Die Pipeline mit zur Vergabe stehenden Investitionsprojekten der Automobilindustrie ist weiterhin gut gefüllt. Beim Umsatz konnte die Division im zweiten Quartal deutlich zulegen. Mit 359,4 Mio. € lagen die Erlöse nicht nur über dem Vorjahreswert (326,0 Mio. €), sondern überstiegen auch den moderaten Wert aus dem ersten Quartal (306,0 Mio. €) um 17,4 %. Ausschlaggebend war, dass mehr Projekte in fortgeschrittene Phasen mit höherer Umsatzrealisierung gelangten, während sich am Jahresbeginn viele Projekte in der Anfangsphase befunden hatten. In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 12,8 % und damit stärker als der Konzernumsatz. In der zweiten Jahreshälfte ist mit einer weiteren deutlichen Umsatzbeschleunigung zu rechnen. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten hat sich im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 3,4 % verdoppelt. Nach dem verhaltenen ersten Quartal brachte das zweite Quartal mit einem EBIT vor Sondereffekten von 14,7 Mio. € und einer Marge von 4,1 % eine deutliche Verbesserung. Im zweiten Halbjahr erwarten wir weitere Zuwächse, um unser Jahresziel von 4,7 bis 5,7 % zu erreichen. Dafür sprechen die gute Margenqualität im Service-Geschäft, die geplante Umsatzausweitung und die Abwicklung margenstärkerer Aufträge, die im Rahmen unserer Value-before-Volume-Strategie akquiriert wurden. APPLICATION TECHNOLOGY scrollen
Auch bei Application Technology ließ die hohe Nachfrage der Automobilindustrie den Auftragseingang im ersten Halbjahr kräftig steigen (26,4 %). Im zweiten Quartal kamen die Bestellungen zwar nicht an das immens hohe Rekordniveau des ersten Quartals heran, mit 175,5 Mio. € erreichten sie im Mehrjahresvergleich aber einen sehr guten Wert sowie ein Plus von 16,3 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei spielte das Großprojekt in Asien, an dem auch Paint and Final Assembly Systems beteiligt ist, eine zentrale Rolle. Der Umsatz beschleunigte sich im zweiten Quartal und lag mit 156,0 Mio. € gut 10 % über den Werten des ersten Quartals 2023 und des zweiten Quartals des Vorjahres. Für die ersten sechs Monate ergab sich ein Plus von 12,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Erfreulich ist, dass das margenstarke Service-Geschäft stärker wuchs als der Gesamtumsatz der Division. Die gute Umsatzentwicklung im Service wurde begleitet von einem überproportionalen Anstieg der Service-Bruttomarge. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich das EBIT vor Sondereffekten im ersten Halbjahr um 19,1 % auf 22,3 Mio. €, während die Marge von 7,1 auf 7,5 % zulegte. Das stärkere zweite Quartal brachte eine sequenzielle Verbesserung der EBIT-Marge vor Sondereffekten von 6,9 auf 8,0 %. Im dritten und vierten Quartal soll sich die Margenausweitung auf Basis einer weiteren Umsatzbeschleunigung - besonders im Service - fortsetzen. Für weitere Ertragsverbesserungen spricht zudem die positive Entwicklung der Margen in Auftragseingang und Auftragsbestand. CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS scrollen
Clean Technology Systems verzeichnete im ersten Halbjahr einen Anstieg der Bestellungen um 14,6 %. Das Wachstum entfiel vor allem auf den US-Markt, wo die Investitionen in Umwelttechnik stark anzogen. Auch in Brasilien legte der Auftragseingang deutlich zu, während er in China und anderen asiatischen Ländern abnahm. In Europa erhielt die Division unter anderem zwei mittelgroße Folgeaufträge von Kunden im Bereich der Batterieproduktionstechnik. Der Auftragseingang im zweiten Quartal ist trotz des Rückgangs von 9,1 % gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum als robust einzustufen. Der Umsatz wuchs sowohl im ersten Halbjahr als auch im zweiten Quartal um jeweils rund 6 %, wobei auch hier die höchsten Zuwächse auf Nordamerika entfielen. Die Lieferkettensituation hat sich nach den gravierenden Problemen im Vorjahr spürbar verbessert, in Europa führten punktuelle Engpässe aber noch zu Umsatzverzögerungen. Der Service-Umsatz wuchs ungefähr im Gleichschritt mit dem Gesamtumsatz. Das Ergebnis von Clean Technology Systems zeigte sich im bisherigen Jahresverlauf stark verbessert. Grundlage dafür war eine sehr gute Performance im zweiten Quartal mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten in Höhe von 6,5 %. Hauptgründe für die positive Entwicklung waren erfolgreiche Preisanpassungen, die gute Marktlage in Nordamerika, Margenzuwächse im Service und die fortschreitende Normalisierung im Beschaffungsumfeld. Im ersten Halbjahr stieg die EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 4,6 % (H1 2022: 1,8 %) und überschritt damit die für das Gesamtjahr anvisierte Bandbreite von 3,3 bis 4,3 %. MEASURING AND PROCESS SYSTEMS scrollen
Der Auftragseingang von Measuring and Process Systems erreichte im ersten Halbjahr 2023 knapp das Vorjahresniveau (-3,4 %). Zuwächse verzeichneten wir vor allem in Nordamerika und Asien, während es in Europa zu Rückgängen kam. Sehr erfreulich entwickelte sich das - im Vergleich zur Auswuchttechnik kleinere - Geschäft mit Befülltechnik, da die Nachfrage nach Befüllanlagen für Wärmepumpen vor dem Hintergrund der Klimaproblematik zugenommen hat. Die Umsatzrealisierung beschleunigte sich im zweiten Quartal, sodass die Erlöse im ersten Halbjahr um 17,6 % auf 152,0 Mio. € stiegen. Dabei profitierten wir von der Verbesserung der Lieferkettensituation, zugleich optimieren wir unsere Bestellprozesse, um die Umsatzausweitung im weiteren Jahresverlauf planmäßig fortzusetzen. Der Service-Anteil am Umsatz nahm vorübergehend etwas ab, da die Erlöse im Neumaschinengeschäft überproportional zulegten. Dennoch lag er weiterhin über 30 %. Sowohl im Neumaschinengeschäft als auch im Service konnte die Division die Bruttomarge spürbar steigern. Die Folge war eine hohe EBIT-Marge vor Sondereffekten von 9,4 % im zweiten Quartal. Dies bedeutet nicht nur eine überaus kräftige Verbesserung gegenüber dem von pandemiebedingten Restriktionen belasteten Vorjahreswert, sondern auch einen Anstieg um 4,3 Prozentpunkte im Vergleich zum ersten Quartal 2023. Für das erste Halbjahr ergab sich eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 7,3 % nach 3,2 % im Vorjahreszeitraum. Wir erwarten, dass sich der positive Ergebnistrend in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt. Dafür sprechen nicht zuletzt die erfreulichen Bruttomargen in Auftragseingang und Auftragsbestand. WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS scrollen
Der Auftragseingang von Woodworking Machinery and Systems im ersten Halbjahr 2023 spiegelt die Abschwächung bei den Investitionen der Möbelindustrie wider. Nach einer Phase außerordentlich hoher Investitionen, die sich bis Mitte 2022 erstreckte, agiert die Branche aufgrund hoher Inflationsraten und Zinsen nun zurückhaltender. Daher entspricht das Bestellvolumen von 671,4 Mio. € trotz der großen Differenz zum Vorjahreswert unseren Erwartungen. Im Mai präsentierte HOMAG auf der Branchenleitmesse LIGNA ein großes Spektrum an Innovationen und setzte damit neue Investitionsanreize. Auf Basis des hohen Auftragsbestands bewegte sich der Umsatz nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Im zweiten Quartal 2023 stellte er mit 412,9 Mio. € praktisch das Rekordniveau des Vorjahres ein, für das erste Halbjahr ergab sich ein Umsatzplus von 4,5 %. Der Service-Umsatz war leicht rückläufig, da viele Kunden infolge der verhaltenen Konsumentennachfrage nicht bei voller Auslastung arbeiten und daher weniger Ersatzteile und andere Services benötigen. Der leichte Rückgang der EBIT-Marge vor Sondereffekten im ersten Halbjahr resultierte in erster Linie aus geringeren Ergebnisbeiträgen im Service. Zudem fielen für die Fachmesse LIGNA Einmalkosten und höhere F&E-Kosten an. Im zweiten Quartal verzeichneten wir eine sequenzielle Verbesserung der EBIT-Marge vor Sondereffekten auf 7,2 % nach 6,7 % im Auftaktquartal. Dazu trugen Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen bei, mit denen sich HOMAG auf das schwierigere Marktumfeld und den rückläufigen Auftragseingang einstellt und seine Ertragskraft stärkt. Vor diesem Hintergrund erscheint die für das Gesamtjahr 2023 angestrebte EBIT-Marge vor Sondereffekten von 8,0 bis 9,5 % weiterhin realistisch. CORPORATE CENTER / KONSOLIDIERUNG Das EBIT des Corporate Centers (vor allem Dürr AG und Dürr IT Service GmbH) belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf -23,6 Mio. € nach -10,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die größte darin enthaltene Position waren Aufwendungen für die Synergieprojekte im Rahmen des OneDürrGroup-Programms. Hinzu kamen einmalig die Transaktionskosten für die Akquisition von BBS Automation. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EBIT des Corporate Centers -18,3 Mio. €. Die im EBIT enthaltenen Konsolidierungseffekte lagen bei -1,0 Mio. €. RISIKEN UND CHANCEN Eine ausführliche Darstellung unserer Chancen und Risiken sowie der dazugehörigen Managementsysteme finden Sie im Geschäftsbericht 2022 ab Seite 104. RISIKEN Die Gesamtrisikosituation hat sich gegenüber dem Jahresende 2022 leicht verbessert. Die Risiken aus Lieferengpässen und der Kosteninflation haben sich verringert, sind aber nach wie vorauf einem relativ hohen Niveau. Zudem sind die Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft infolge der COVID-19-Pandemie zum Großteil entfallen. Die Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft sind allerdings nach wie vor verhalten. Sollte sich die Nachfrage abschwächen, könnten Auslastungsrisiken in der Produktion entstehen. Die Risiken durch Schadsoftware und aus zusätzlichen Sorgfaltspflichten, zum Beispiel in Zusammenhang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, sind gestiegen. Darüber hinaus besteht das Risiko einer weiteren Eskalation des russischen Kriegs in der Ukraine sowie der Spannungen zwischen China und Taiwan. Weiterhin sehen wir aber weder in den konjunkturellen Risiken noch in anderen Risiken oder deren Wechselwirkungen eine Gefahr für den Fortbestand des Konzerns. CHANCEN Die Chancensituation blieb seit der Zwischenmitteilung zum ersten Quartal nahezu unverändert. Die Bestrebungen vieler Länder und Unternehmen, sich unabhängiger vom Import fossiler Energieträger zu machen, treibt die Investitionen in ressourceneffiziente Produktionstechnik und Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien. Die Nachfrage nach Automatisierungslösungen ist weiterhin gut und wird unter anderem durch den Fachkräftemangel angetrieben. Wir sehen unverändert hohe Investitionen im Bereich E-Mobilität, zum Beispiel in den Neubau oder die Modernisierung von Fertigungslinien für E-Autos oder den Aufbau von Batteriekapazitäten in Europa und Nordamerika. PERSONELLE VERÄNDERUNGEN Am 12. Mai 2023 wählte die Hauptversammlung der Dürr AG Dr. Markus Kerber zum Mitglied des Aufsichtsrats. Er folgte auf Richard Bauer, der sein Mandat niederlegte. AUSBLICK KONJUNKTUR Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der weiterhin hohen Inflation sowie anhaltender Handelskonflikte bleiben die Schätzungen für die konjunkturelle Entwicklung hinter dem Vorjahr zurück. Seit Ende Juli geht der internationale Währungsfonds beim weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,0 % für das Jahr 2023 aus; dies entspricht einem Rückgang von 0,5 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft wird aus Sicht des IWF in diesem Jahr um 0,3 % schrumpfen. Die Aussichten sind damit pessimistischer als drei Monate zuvor - im April hatten die Ökonomen noch einen Abschwung auf -0,1 % vorausgesagt. Für die gegenwärtige Wirtschaftsschwäche in Deutschland zeichnet sich vor dem Hintergrund aktueller Konjunkturindikatoren vorerst keine Trendwende ab. Der globale Inflationsschub hat zwar in den meisten Ländern seinen Höhepunkt hinter sich. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis die Teuerungsrate in Europa und den USA wieder den von den Währungshütern angestrebten Zielwert von 2 % erreicht. Aufgrund der genannten Faktoren ist die Entwicklung der Weltwirtschaft mit Unsicherheiten behaftet. Im Hinblick auf mögliche Risiken verweisen wir auf das Kapitel "Risiken und Chancen". KONJUNKTURPROGNOSE scrollen
Quelle: Internationaler Währungsfonds, Juli 2023 P = Prognose GlobalData erwartet für 2023 eine Light-Vehicle-Produktion von 87,2 Mio. Fahrzeugen. Die Schätzung von Ende Februar von 85,8 Mio. Fahrzeugen wurde im ersten Halbjahr schrittweise angehoben. Die Jahresprognose entspricht einem Plus von 6,0 % gegenüber dem infolge von Lieferkettenproblemen und Corona-Lockdowns in China beeinträchtigten Vorjahreswert von 82,3 Mio. Einheiten. Anfang Juli hat der VDMA seine Schätzung für das Jahr 2023 bekräftigt und geht für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau weiterhin von einem Produktionsrückgang um real 2 % aus. Auf globaler Ebene wird beim Umsatz der Maschinenbaubranche für 2023 ein preisbereinigtes Wachstum von 1 % erwartet. PRODUKTION VON PKW UND LEICHTEN NUTZFAHRZEUGEN scrollen
Quelle: GlobalData, Juli 2023 P = Prognose UMSATZ, AUFTRAGSEINGANG UND EBIT Der Ausblick für 2023 setzt voraus, dass sich die Weltwirtschaft nicht schwächer entwickelt als erwartet. Er basiert auf der Annahme, dass der Krieg in der Ukraine auf das Land begrenzt bleibt und die Konjunktur nicht stärker beeinträchtigt als bisher. Zudem gehen wir davon aus, dass es zu keinen wesentlichen Unterbrechungen der Lieferketten kommt, etwa durch neuerliche Lockdowns in China oder die Spannungen zwischen China und Taiwan. Unter diesen Annahmen bestätigen wir die mit den vorläufigen Geschäftszahlen für 2022 veröffentlichte Jahresprognose vom Februar 2023 beziehungsweise die am 12. Juni mit der Bekanntgabe der Akquisition von BBS Automation angepasste Prognose für die Nettofinanzverschuldung. Wir gehen weiterhin davon aus, dass wir unsere Ziele erreichen werden. AUSBLICK KONZERN scrollen
1 ohne Akquisitionen
Aufgrund der Rekordbestellungen von 1,5 Mrd. € im ersten Quartal und der relativ guten Nachfrage im zweiten Quartal gehen wir nunmehr davon aus, dass der Auftragseingang im Jahr 2023 das obere Ende des im Februar festgelegten Zielkorridors von 4,4 bis 4,8 Mrd. € erreicht. Beim Umsatz rechnen wir mit weiteren Steigerungen in den beiden kommenden Quartalen und gehen unverändert davon aus, das Ziel von 4,5 bis 4,8 Mrd. € im Jahr 2023 zu erreichen. Der hohe Auftragsbestand sichert das Wachstum ab. Nach dem verhaltenen Auftaktquartal konnten wir das EBIT und die EBIT-Marge im zweiten Quartal deutlich steigern. In den kommenden Quartalen wollen wir den positiven Margentrend fortsetzen. Als wesentliche Treiber sehen wir unter anderem das geplante Umsatzwachstum bei gleichzeitig steigenden Projektmargen im Automotive-Bereich, die deutlich reduzierten Lieferkettenengpässe, die angestrebte Erhöhung des Service-Anteils am Umsatz und die Fortsetzung unserer Prozessverbesserungsprogramme. Darüber hinaus haben wir im gesamten Konzern zusätzliche Effizienz- und Kostensenkungsmaßnahmen aufgesetzt, um unsere Ergebnisresilienz zu steigern. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liegt auf HOMAG, wo wir unsere Kostenposition an die Marktabschwächung und das rückläufige Auftragsvolumen anpassen. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir den Zielkorridor von 6,0 bis 7,0 % für die EBIT-Marge vor Sondereffekten. Auch die Zielspanne für die EBIT-Marge nach Sondereffekten bleibt unverändert (5,6 bis 6,6 %), ebenso der Zielkorridor für das Ergebnis nach Steuern (160 bis 210 Mio. €) und den ROCE (19 bis 23 %). Wir erwarten den Abschluss der Akquisition von BBS Automation zum Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals. Daher rechnen wir nur mit geringen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis des Dürr-Konzerns im Geschäftsjahr 2023. Das Mittelfristziel einer EBIT-Marge von 8 % gilt unverändert weiter und soll 2024 erreicht werden. CASHFLOW UND NETTOFINANZSTATUS Basierend auf der geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerung im zweiten Halbjahr und einem starken Fokus auf Bestandsabbau und Investitionsdisziplin gehen wir unverändert davon aus, dass der Free Cashflow im Jahr 2023 eine Spanne von 50 Mio. € bis 100 Mio. € erreicht. Für die Investitionen gilt weiterhin eine Zielspanne von 4,0 bis 5,0 % des Umsatzes, wobei eher das untere Ende der Spanne erreicht werden dürfte. Der Nettofinanzstatus dürfte, wie bei der Ankündigung der Akquisition von BBS Automation kommuniziert, zum Jahresende zwischen -490 und -540 Mio. € betragen. AUSBLICK DIVISIONS scrollen
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NACHTRAGSBERICHT Zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung dieses Zwischenberichts gab es keine Ereignisse, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich beeinflussten oder beeinflussen könnten.
Bietigheim-Bissingen, 3. August 2023 Dürr Aktiengesellschaft Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender Dietmar Heinrich, Finanzvorstand KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023scrollen
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023scrollen
KONZERNBILANZ ZUM 30. JUNI 2023AKTIVA scrollen
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023scrollen
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KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL DER DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT, STUTTGART, 1. JANUAR BIS 30. JUNI 2023scrollen
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KONZERNANHANG 1. JANUAR BIS 30. JUNI 20231. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNG DAS UNTERNEHMEN Die Dürr Aktiengesellschaft (..Dürr AG" oder ..die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Stuttgart, Deutschland und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart eingetragen (HRB 13677); die Geschäftsanschrift lautet Carl-Benz-Straße 34 in 74321 Bietigheim-Bissingen. Der Dürr-Konzern, der aus der Dürr AG und ihren Tochtergesellschaften besteht, ist ein Maschinen- und Anlagenbauunternehmen mit ausgeprägter Kompetenz in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. In nahezu allen seinen Tätigkeitsfeldern steht der Konzern an der Spitze des Weltmarkts. Die beiden größten Abnehmergruppen sind die Automobilindustrie und der Holzbearbeitungssektor. Darüber hinaus werden Branchen wie Maschinenbau, Chemie, Pharma und Batterieproduktion sowie Hersteller medizintechnischer Produkte mit Fertigungstechnik beliefert. Der Dürr-Konzern ist in fünf weltweit agierenden Divisions organisiert: Paint and Final Assembly Systems bietet Lackier- und Montagetechnik, Prüf- und Befülltechnik sowie Automatisierungstechnik. Application Technology realisiert Produkte und Systeme für den automatisierten Lackauftrag sowie für die Sealing- und Klebetechnik. Clean Technology Systems erstellt vor allem Anlagen zur Abluftreinigung und bietet zudem Schallschutzsysteme sowie Lösungen für die Beschichtung von Batterieelektroden. Measuring and Process Systems bietet Auswucht- und Diagnosetechnik, Werkzeugsysteme sowie Lösungen zur Befüllung von Kühlschränken, Klimageräten und Wärmepumpen mit Kältemitteln. Woodworking Machinery and Systems entwickelt und erstellt Maschinen und Systeme zur Holzbearbeitung, die in der Produktion von Möbeln und Küchen sowie von Bauelementen für klimafreundliche Holzhäuser zum Einsatz kommen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Der Konzernzwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023 ist verkürzt und wurde in Übereinstimmung mit International Accounting Standard (IAS) 34 "Zwischenberichterstattung" erstellt. Der Konzernzwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2022 und sollte in Zusammenhang mit diesem gelesen werden. Der Konzernzwischenabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum Abschlussstichtag anzuwenden waren, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 wurde keiner prüferischen Durchsicht oder Prüfung im Sinne des § 317 HGB unterzogen. Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 angewendeten Methoden; hierzu wird auf den Geschäftsbericht 2022 verwiesen. Die Änderungen an IFRS-Standards und Interpretationen, die zum 1. Januar 2023 erstmalig anzuwenden waren, haben für den Dürr-Konzern keine wesentlichen Auswirkungen. Im Rahmen der Erstellung eines Konzernabschlusses zur Zwischenberichterstattung in Übereinstimmung mit IAS 34 muss der Vorstand Beurteilungen und Schätzungen vornehmen sowie Annahmen treffen, die die Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen im Konzern und den Ausweis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen beeinflussen. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die Schätzungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 angewendeten Schätzungsmethoden. Aufwendungen, die unregelmäßig während des Geschäftsjahres anfallen, wurden in den Fällen abgegrenzt, in denen am Ende des Geschäftsjahres ebenfalls eine Abgrenzung erfolgen würde. Die Geschäftstätigkeit des Dürr-Konzerns unterliegt keinen wesentlichen saisonalen Einflüssen. Der Ertragsteueraufwand in den Zwischenabschlüssen wird auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für die einzelnen Gesellschaften für das Gesamtjahr abgegrenzt. Der Konzernzwischenabschluss wird in Euro aufgestellt; alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. 2. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2023 sind neben der Dürr AG die in- und ausländischen Gesellschaften einbezogen, bei denen die Dürr AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Eine Beherrschung im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" liegt vor, wenn eine Gesellschaft aufgrund ihrer Beteiligung an einem anderen Unternehmen positiven oder negativen Rückflüssen ausgesetzt ist oder über Rechte verfügt, diese zu erhalten. Weiterhin muss die Möglichkeit gegeben sein, die variablen Rückflüsse zu beeinflussen, indem die Gesellschaft die Aktivitäten des Unternehmens steuert. Die Beherrschung kann aufgrund von Stimmrechten oder bestehenden Umständen, unter anderem aufgrund von vertraglichen Regelungen, erfolgen. Gesellschaften werden ab dem Zeitpunkt in den Dürr-Konzernabschluss einbezogen, an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Konzerngesellschaften bildet die Mehrheit der Stimmrechte die Grundlage der Beherrschung. Bei vier Gesellschaften hat der Dürr-Konzern aufgrund vertraglicher Regelungen die Möglichkeit, die Beherrschung auszuüben, obwohl der Konzern nur jeweils 50 % der Anteile beziehungsweise 50 % oder weniger der Stimmrechte der Gesellschaft besitzt. Bei zwei der Gesellschaften kann der Konzern bei Stimmrechtsgleichheit die Entscheidung herbeiführen, bei den beiden anderen Gesellschaften hat der Dürr-Konzern die operative Führung. Die Konsolidierung einer in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaft endet, wenn der Dürr-Konzern die Beherrschung über die Gesellschaft verliert. Unternehmen, auf die der Dürr-Konzern maßgeblichen Einfluss gemäß IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen" ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode bewertet. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % bis 50 % angenommen. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie viele Gesellschaften der Konsolidierungskreis neben der Dürr AG als Mutterunternehmen umfasst. ANZAHL GESELLSCHAFTEN scrollen
Der Konzernzwischenabschluss enthält 16 (31.12.2022: 17) Gesellschaften, an denen Inhaber nicht beherrschender Anteile beteiligt sind. Es bestehen vier Gesellschaften, die aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten nur zu Anschaffungskosten in den Konzernabschluss einbezogen werden. VERÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES ENTKONSOLIDIERUNGEN/VERSCHMELZUNGEN scrollen
BBS AUTOMATION-GRUPPE Dürr hat im Juni 2023 die Akquisition des Automatisierungsspezialisten BBS Automation bekannt gegeben. Der Kaufvertrag wurde mit einem Konsortium unter der Führung des Finanzinvestors EQT geschlossen. Vorbehaltlich der fusionskontrollrechtlichen Freigaben und sonstiger regulatorischer Voraussetzungen soll der Vertrag voraussichtlich Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals 2023 wirksam werden. Der Unternehmenswert der BBS Automation-Gruppe liegt zwischen 440 und 480 Mio. € und hängt von der Ergebnisentwicklung im Jahr 2023 ab. 3. UMSATZERLÖSE UMSATZERLÖSE scrollen
Der Anteil der Umsatzerlöse aus dem Service-Geschäft beträgt 28 % (Vorjahr: 29 %) und setzt sich wie folgt zusammen: UMSATZERLÖSE AUS SERVICE-GESCHÄFT scrollen
4. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Währungsgewinne in Höhe von 21.925 Tsd. € und Erträge aus der Anpassung von bedingten Kaufpreisverpflichtungen in Höhe von 2.552 Tsd. €. Im Vorjahr enthielten sie überwiegend Währungsgewinne in Höhe von 17.679 Tsd. €. Erträge aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 4.903 Tsd. € und eine nachträgliche Kaufpreiserstattung in Höhe von 1.145 Tsd. € aus dem Erwerb der Hekuma GmbH. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten größtenteils Währungsverluste in Höhe von 25.905 Tsd. € (Vorjahr: 19.970 Tsd. €) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition der BBS Automation-Gruppe in Höhe von 5.195 Tsd. €. 5. ZINSERGEBNIS ZINSERGEBNIS scrollen
6. FINANZIERUNG SCHULDSCHEINDARLEHEN Die Dürr AG platzierte am 6. April 2023 erstmals ein grünes Schuldscheindarlehen. Der Erlös von 300.000 Tsd. € floss der Dürr AG am 20. April 2023 zu und ist vollständig für die Finanzierung nachhaltiger Produktinnovationen und klimafreundlicher Projekte reserviert. Dabei berücksichtigt der Dürr-Konzern die EU-Taxonomie zur Klassifizierung ökologisch nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten und folgt seinem eigenen Sustainable Finance Framework. Das grüne Schuldscheindarlehen besteht aus Tranchen mit langfristigen Laufzeiten von vier, fünf und sieben Jahren. Der durchschnittliche Zinssatz beträgt 4,8 %. Der Zins für das grüne Schuldscheindarlehen ist an das von der Agentur ISS erstellte Nachhaltigkeits-Rating der Dürr AG gebunden. Gegenüber den Investoren - Geschäftsbanken und Sparkassen aus dem In- und Ausland - hat sich die Dürr AG nicht nur zu einer grünen Mittelverwendung verpflichtet, sondern auch zu einer weiteren Verbesserung ihrer Nachhaltigkeits-Performance. Konkret will das Unternehmen beim Nachhaltigkeits-Rating von ISS im Jahr 2025 die Qualitätsstufe "Prime Status" erreichen (aktuelles Rating: C); andernfalls erhalten die Investoren eine höhere Zinszahlung. Ebenfalls im April 2023 wurde eine weitere Tranche in Höhe von 50.000 Tsd. € des Schuldscheindarlehens aus dem Jahr 2016 getilgt. ZWISCHENFINANZIERUNG ERWERB BBS AUTOMATION-GRUPPE Um Finanzierungsicherheit für die Übernahme der BBS Automation-Gruppe zu gewährleisten, wurde am 12. Juni 2023 eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von 500.000 Tsd. € abgeschlossen. Diese Kreditlinie dient ausschließlich zur Zwischenfinanzierung des Akquisitionskaufpreises. Eine Überführung der Zwischenfinanzierung in ein langfristiges Finanzierungsinstrument über den Kapitalmarkt unter Nutzung eigener liquider Mittel wird in naher Zukunft angestrebt. 7. SONSTIGE ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN Die vom Dürr-Konzern zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Fair-Value-Hierarchiestufen auf: ZUORDNUNG ZU FAIR-VALUE-HIERARCHIESTUFEN scrollen
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Im ersten Halbjahr 2023 fand keine Umgliederung zwischen den Fair-Value-Hierarchie-Stufen oder Bewertungskategorien statt. SENSITIVITÄTEN STUFE 3 Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, bedingten Kaufpreisraten und Optionen, die der Fair-Value-Hierarchie-Stufe 3 zugeordnet sind, unterliegen bei einer unterstellten Änderung der Input-Parameter den nachfolgend beschriebenen Wertschwankungen. Der beizulegende Zeitwert des bedingten Kaufpreisbestandteils der Cogiscan Inc. basiert auf dem durchschnittlichen Umsatz sowie dem durchschnittlichen EBIT der Geschäftsjahre 2023 und 2024. Hierbei sind verschiedene Schwellenwerte vereinbart. Der bedingte Kaufpreisbestandteil kommt nur zur Auszahlung, wenn eine auf den durchschnittlichen Umsatzerlösen und dem durchschnittlichem EBIT basierende Ergebnismarge einen vereinbarten Grenzwert übersteigt beziehungsweise ein auf den durchschnittlichen Umsatzerlösen basierender Grenzwert überstiegen wird. Der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisbestandteile der CPM S.p.A. beruht auf einem Fixbetrag und einem Anteil am bilanziellen Eigenkapital des Geschäftsjahres 2022. Der Kaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2023 final festgelegt und wird in zwei Tranchen gezahlt. Der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisbestandteile der Hekuma GmbH basiert auf Projektbewertungen vor Abschluss des Kaufvertrags. Sollten die im Rahmen der Projektbewertungen reflektierten Risiken in geringerem Umfang eintreten, ist die Teamtechnik Maschinen und Anlagen GmbH als Käuferin zum Ausgleich an den Verkäufer verpflichtet. Der beizulegende Zeitwert der bedingten Kaufpreisbestandteile der HOMAG China Golden Field- Gruppe beruht auf dem Umsatz und dem Ergebnis der Gruppe für die Geschäftsjahre 2020 und 2021. Der Kaufpreis wurde im Geschäftsjahr 2022 final festgelegt und wird in Tranchen gezahlt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Parker Engineering Co., Ltd. basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich am anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft und würde bei einer unterstellten Änderung der zukünftigen Free Cashflows nach oben beziehungsweise nach unten schwanken. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts der Teamtechnik Production Technology Sp. z o.o. basiert hauptsächlich auf Einschätzungen des Managements zur Entwicklung der zukünftigen Free Cashflows der Gesellschaft. Der Wert der zugehörigen Verkaufsoption orientiert sich an den geprüften Geschäftszahlen der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Option und würde bei einer unterstellten Änderung der zukünftigen Free Cashflows nach oben beziehungsweise nach unten schwanken. BEIZULEGENDE ZEITWERTE DER FINANZINVESTITIONEN IN EIGENKAPITALINSTRUMENTE, BEDINGTEN KAUFPREISRATEN UND OPTIONEN scrollen
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BEIZULEGENDE ZEITWERTE VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZINSTRUMENTEN scrollen
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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus L&L, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus L&L sowie übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Der Zeitwert der langfristigen Verbindlichkeiten beruht auf den derzeitigen Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit vergleichbarem Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht - mit Ausnahme der Wandelanleihe, der Schuldscheindarlehen, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verpflichtungen aus Optionen - kaum vom Buchwert ab. 8. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Die Segmentdarstellung soll die Ertragskraft sowie die Vermögens- und Finanzlage einzelner Bereiche darstellen. Entsprechend der internen Berichts- und Organisationsstruktur des Konzerns werden einzelne Konzernabschlussdaten nach Divisions berichtet. Die Konzernfinanzierung (einschließlich Finanzaufwendungen und -erträge) sowie die Ertragsteuern werden konzernübergreifend gesteuert und nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG scrollen
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ÜBERLEITUNG VON SEGMENTWERTEN AUF DIE WERTE DES DÜRR-KONZERNS scrollen
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* Konzernbilanzsumme abzüglich Summe
Eigenkapital
9. ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PARTEIEN Nahestehende Personen umfassen die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats der Dürr AG sind in hochrangigen Positionen bei anderen Unternehmen tätig. Geschäfte zwischen dem Dürr-Konzern und diesen Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungs- und Leistungsbeziehungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Dürr-Konzerns und erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Zur Vergütung des Aufsichtsrats und des Vorstands wird auf den Geschäftsbericht 2022 verwiesen. Nahestehende Unternehmen beinhalten die at equity bilanzierten Unternehmen und die nicht konsolidierten Tochterunternehmen des Dürr-Konzerns sowie Unternehmen, für die die Dürr AG ein assoziiertes Unternehmen darstellt. GESCHÄFTSVORFÄLLE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN scrollen
SALDEN MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN UND PARTEIEN scrollen
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10. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN HAFTUNGSVERHÄLTNISSE scrollen
Der Dürr-Konzern geht davon aus, dass aus den Haftungsverhältnissen keine Verbindlichkeiten und damit keine Zahlungsmittelabflüsse entstehen werden. Neben Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 7.770 Tsd. € (31.12.2022:11.686 Tsd. €). Darüber hinaus bestehen Bestellobligos aus Einkaufskontrakten im gewöhnlichen Geschäftsumfang. 11. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Es gab keine außergewöhnlichen Ereignisse zwischen dem Ende des Berichtszeitraums und der Veröffentlichung des vorliegenden Berichts. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Bietigheim-Bissingen, 3. August 2023 Dürr Aktiengesellschaft Der Vorstand Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender Dietmar Heinrich, Finanzvorstand MEHRJAHRESÜBERSICHT 2020 BIS 2023 scrollen
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1 Seit dem Geschäftsjahr 2021 weisen wir
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen und vertraglichen
Vermögenswerten in den Umsatzkosten aus, zuvor waren
sie in den Vertriebskosten enthalten. Aus Gründen der
Vergleichbarkeit haben wir die entsprechenden
Vorjahreswerte im Vergleich zum Vorjahresausweis
geringfügig angepasst.
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Diese Veröffentlichung wurde von der Dürr AG/dem Dürr-Konzern selbstständig erstellt und kann Aussagen zu wichtigen Themen wie Strategie, zukünftigen finanziellen Ergebnissen, Ereignissen, Marktpositionen und Produktentwicklungen enthalten. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind - wie jedes unternehmerische Handeln in einem globalen Umfeld - stets mit Unsicherheit verbunden. Sie unterliegen einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die in Veröffentlichungen der Dürr AG, insbesondere im Abschnitt "Risiken" des Geschäftsberichts, beschrieben werden, sich aber nicht auf diese beschränken. Sollten sich eine(s) oder mehrere dieser Risiken, Ungewissheiten oder andere Faktoren realisieren oder sollte sich erweisen, dass die zugrundeliegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen des Dürr-Konzerns wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die als zukunftsgerichtete Aussagen formuliert wurden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "ausgehen", "rechnen mit", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben"...einschätzen", "werden" und "Vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Die Dürr AG übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen ständig zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aussagen zu Marktpositionen basieren auf den Einschätzungen des Managements und werden durch externe, spezialisierte Agenturen unterstützt. Unsere Finanzberichte, Präsentationen, Presse- und Ad-hoc-Meldungen können alternative Leistungskennzahlen enthalten. Diese Kennzahlen sind nach den IFRS (International Financial Reporting Standards) nicht definiert. Bitte bewerten Sie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Dürr-Konzerns nicht ausschließlich auf Basis dieser ergänzenden Finanzkennzahlen. Sie ersetzen keinesfalls die im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit den IFRS ermittelten Finanzkennzahlen. Die Ermittlung der alternativen Leistungskennzahlen kann auch bei gleicher oder ähnlicher Bezeichnung von Unternehmen zu Unternehmen abweichen. Weitere Informationen zu den von der Dürr AG verwendeten alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Finanzglossar auf der Webseite (https://www.durr-group.com/de/investoren/investorenservice/glossar). DÜRR AKTIENGESELLSCHAFT Carl-Benz-Str. 34 74321 Bietigheim-Bissingen Deutschland Telefon +49 7142 78-0 E-Mail corpcom@durr.com UNSERE FÜNF DIVISIONS: • PAINT AND FINAL ASSEMBLY SYSTEMS: Lackierereien sowie Endmontage-, Prüf- und Befülltechnik für die Automobilindustrie, Montage- und Prüfsysteme für Medizinprodukte • APPLICATION TECHNOLOGY: Robotertechnologien für den automatischen Auftrag von Lack sowie Dicht- und Klebstoffen • CLEAN TECHNOLOGY SYSTEMS: Abluftreinigungsanlagen, Beschichtungsanlagen für Batterieelektroden und Schallschutzsysteme • MEASURING AND PROCESS SYSTEMS: Auswuchtanlagen und Diagnosetechnik • WOODWORKING MACHINERY AND SYSTEMS: Maschinen und Anlagen für die holzbearbeitende Industrie |
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