WDI AG

Wedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Lagebericht

Inhalt

1.

Vorbemerkung

2.

Verlauf des Geschäftsjahres 2009

3.

Entwicklung in Deutschland und Europa

4.

Finanzielle Situation und Investitionen

5.

Marktstellung / Produktmarketing

6.

Logistik

7.

Vertrieb

8.

Risikomanagement und Wahrung von Chancen

9.

Qualitäts- und Umweltmanagement

10.

Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres

11.

Ausblick auf das Jahr 2010

1. Vorbemerkung

Zu Aufsichtsräten der Gesellschaft sind bestellt:

Bernd Lundelius Steuerberater, Vorsitzender
Arndt J. Kuper Rechtsanwalt, Steuerberater
Nathalie Dunger Wirtschaftsjuristin

Zu Vorständen der Gesellschaft sind bestellt:

Wilfried P. Dunger Vorsitzender (bis zum 30.09.2009), Kaufmann
Christian Dunger Vorsitzender (ab dem 01.10.2009), Kaufmann

2. Verlauf des Geschäftsjahres 2009

Das Geschäftsjahr 2009 ist erfolgreich verlaufen.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von der größten Krise des BauelementeDistributionsmarktes. Insgesamt legte die Branche mit -23% über das gesamte Jahr und einem Umsatz von 1,82 Milliarden Euro ein desolates Ergebnis vor, welches nur mit dem Markteinbruch von 2001/2002 und dem Speicherdebakel Anfang der 80er Jahre zu vergleichen ist (Quelle: FBDi Fachverband der Bauelemente Distribution e.V.).

Trotz dieser schwierigen Marktsituation – durch die sehr viele Unternehmen in unserem Umfeld erhebliche Verluste erlitten haben – ist es WDI gelungen, die Marktstellung zu behaupten und weiter auszubauen. Möglich war dies unter anderem durch den Fokus auf kompetente technische Beratung und logistische Kompetenz die WDI den Kunden aufgrund eines über 20-jähriges Produkt- und Branchen-know-how bieten kann. Auch der Ausbau des bestehenden Lieferantenportfolios hat weiterhin maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Der stetig wachsende Anteil am Markt bekräftigt WDI in ihrem Handeln und bestätigt die Solidität des Geschäftsmodells sowie die Struktur der Unternehmensorganisation.

Der Ausbau von in Vorjahren hinzugewonnenen Produktlinien, wie z.B. im Bereich der Quarze und Oszillatoren, wurde auch dieses Jahr weiter vorangetrieben. Im Berichtsjahr wurden weitere Distributionsverträge mit namhaften Herstellern abgeschlossen. Weiterhin ist WDI für einige Hersteller als Werksvertretung und Repräsentant mit Exklusivrechten für den deutschsprachigen Raum tätig. Durch den Abschluss neuer Distributionsvereinbarungen wurde die Produktpalette insbesondere im Bereich Widerstandsprodukte weiter ausgebaut. Dies führte für WDI zu einer gestärkten Position am Markt.

Der aktive Kundenbestand wurde durch Neukundengewinnung und den Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen weiter erhöht. Möglich war dies insbesondere aufgrund einer deutlich höheren Aktivität der Kunden im Bereich R&D. Die Bereitschaft, bestehende Lösungen in Frage zu stellen und neue mögliche Produktalternativen zu prüfen ist angesichts der bestehenden Weltwirtschaftskrise erkennbar gestiegen. Insbesondere die mittelständischen Kunden fokussieren nicht nur auf neue Produkt-Designs, sondern erwogen auch Re-Designs von bestehenden Produkten, um Produktionskosten zu reduzieren und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu optimieren. Das kommt in dieser Phase insbesondere Marktherausforderern zugute, weil auch außerhalb der bekannten und etablierten Beschaffungskanäle agiert wird, sowie den Spezialisten, die im Design-Prozess Hilfestellung leisten können. Die Lieferzeiten bewegten sich auch 2009 auf niedrigen bzw. durchschnittlichen Niveau.

Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Auftragseingänge und die erzielten Distributionsumsätze sind im Hinblick auf die weltweit schwierige und angespannte wirtschaftliche Marktsituation als äußerst befriedigend zu bewerten.

3. Entwicklung in Deutschland und Europa

Die Finanzkrise und die daraus resultierende Wirtschaftskrise hatte 2008 auch die deutsche Bauelementedistribution voll erfasst und damit zu großen Teilen den Verlauf des Geschäftsjahres 2009 geprägt.

Nachdem das erste Halbjahr 2009 von den starken Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise dominiert wurde, verbesserten sich in der zweiten Jahreshälfte Auftragslage und Stimmung am Markt jedoch deutlich. Reduzierte sich im zweiten Quartal der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch um -30%, schien sich bereits im vierten Quartal des Jahres 2009 eine Trendwende abzuzeichnen. Trotz eines immer noch deutlichen Umsatzrückganges von -14% gegenüber dem vierten Quartal 2008, war die Book-to-Bill-Rate mit 1,26 allokationsverdächtig hoch (Quelle: FBDi Fachverband der Bauelemente Distribution e.V.) und führte zu einer erheblichen Nachfragebelebung gegen Ende des Geschäftsjahres.

Die Marktbelebung hat sich im ersten Quartal 2010 fortgesetzt. Nun führten die umfangreichen Kapazitätsreduzierungen der Bauelementehersteller, die rasante Erholung des Weltmarktes sowie das überproportionale Wachstum des asiatischen, insbesondere des chinesischen Marktes, von einem Überangebot zu deutlichen Versorgungsengpässen im ersten Quartal 2010.

4. Finanzielle Situation und Investitionen

Sowohl die erzielten Distributionsumsätze als auch die Auftragseingänge sind hinsichtlich der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise als sehr zufrieden stellend zu bewerten. Somit ist die Finanzlage von WDI weiterhin unverändert gut.

Die Liquidität der Gesellschaft war zur Begleichung der laufenden Kosten und Verbindlichkeiten jederzeit gewährleistet. Außerdem konnte den Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich, unter Ausnutzung der Skonto-Zahlungsziele, nachgekommen werden. Gegen Forderungsausfälle ist WDI unter anderem durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung abgesichert. Geschäfte mit nicht versicherten Abnehmern werden nur gegen Vorauskasse oder auf Nachnahme durchgeführt.

Mit dem Ausscheiden des früheren Vorstandsvorsitzenden Wilfried-Paul Dunger zum 30.09.2009, ist die bestehende Versorgungsanwartschaft durch die Zahlung einer einmaligen Abfindung erloschen. Die Pensionsrückstellung wurde aufgelöst. Weitere Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Trotz der bereits erwähnten verschlechterten Marktsituation ist die Erfüllung absehbarer zukünftiger finanzieller Verpflichtungen sichergestellt und eine ausreichende Liquidität zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs gewährleistet. Die Gesellschaft finanziert sich im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Risikobehaftete Geldanlagen sowie Kreditgeschäfte bestehen nicht. Außerdem wird der aktuellen Marktsituation durch die Anpassung des Lagerbestandes und ein konsequentes Forderungsmanagement Rechnung getragen.

Wesentliche Erweiterungsinvestitionen sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden, so dass sich die Investitionstätigkeit auf Erhaltungsinvestitionen beschränkt hat.

5. Marktstellung / Produktmarketing

WDI ist ein qualifiziertes Distributionsunternehmen für hochwertige elektronische Bauelemente und Systeme für die Industrie. WDI ist erfolgreich als Distributor und Repräsentant zahlreicher internationaler renommierter und innovativer Hersteller tätig, wobei sich das Unternehmen besonders auf passive und elektromechanische Bauelemente sowie frequenzbestimmende Bauelemente spezialisiert hat.

Trotz der schwierigen Marktsituation – durch die sehr viele Unternehmen erhebliche Verluste erlitten haben – ist es WDI gelungen, das Geschäftsjahr mit einem Gewinn abzuschließen. Dies wird als Bestätigung des Handelns, der Solidität des Geschäftsmodells sowie der Struktur der bestehenden Unternehmensorganisation gesehen. Wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren, profitierte WDI von der Erschließung neuer Märkte und sowie einem stetig wachsenden Kundenkreis und konnte dadurch die Marktstellung nicht nur behaupten, sondern auch weiter ausbauen.

Gezielte Marketing- und verkaufsfördernde Maßnahmen haben dazu beigetragen, die aktuelle Marktstellung zu erreichen. Die Marketingaktivitäten von WDI stellen sicher, dass die Kunden kontinuierlich betreut und durch den engen Kontakt die Kundenwünsche erkannt werden. Durch die ständige Marktpräsenz möchte WDI die erreichte Stellung festigen und ausbauen.

Auch in 2009 wurden die bestehenden Beziehungen mit den Lieferanten weiter vertieft und neue Distributionsverträge mit namhaften Herstellern geschlossen. Die Fokussierung auf strategische Lieferanten in einzelnen Produktbereichen, die umfangreiche technische Beratung sowie der Ausbau des globalen Lieferantennetzwerkes von WDI haben zu einer weiteren Verbesserung der Wettbewerbsposition und einer gestärkten Position am Markt geführt. Somit wurden auch in 2009 alle Voraussetzungen geschaffen, um das bestehende Geschäftsmodell weiter auszubauen und sich im kommenden Geschäftsjahr wiederum erfolgreich und mit sehr großen Chancen dem globalen Wettbewerb zu stellen.

6. Logistik

Ein leistungsfähiges und modernes Logistiksystem stellte auch in diesem Berichtsjahr einen Schwerpunkt von WDI dar. Die von WDI ernst genommene Aufgabe eines stetigen Verbesserungsprozesses hinsichtlich Qualität und Effizienz der Arbeitsabläufe und Kundenbetreuung sowie Reduzierung der variablen Kosten, wurde auch unter den erschwerten Bedingungen der weltweiten Wirtschaftskrise weiter erfolgreich umgesetzt.

Der Kunde steht bei WDI im Mittelpunkt aller Bemühungen. Der Kundenservice genießt daher eine Sonderstellung im ständigen Optimierungsprozess und kommt in den Genuss ständiger Investitionen und Weiterentwicklungen (Sicherheitslager, KANBAN, Barcode-Etikettierung etc.). Kundenzufriedenheit, Fehlervermeidung und hohe Flexibilität stehen im Mittelpunkt des unternehmerischen Handels von WDI. So hat sich auch 2009 das unternehmerische Handeln konsequent dem Anspruch höchster Qualität verschrieben.

Mit dem äußerst flexiblen logistischen Angebot von WDI konnten wiederholt weitere Kunden gewonnen werden.

7. Vertrieb

Die Aktivitäten zum Ausbau der weiteren Markterschließung wurden auch in diesem Geschäftsjahr mit viel Erfolg vorangetrieben. Durch ein sich ständiges weiterentwickelndes Produktportfolio wird WDI im internationalen Markt mit zunehmendem Interesse wahrgenommen.

Die Vertriebsmitarbeiter erhalten kontinuierlich interne und externe Produktschulungen und Verkaufstrainings, wie auch regelmäßige, unternehmensspezifische EDV-Schulungen. WDI ist bekannt für die hohe Lieferzuverlässigkeit, die ausgeprägte logistische Kompetenz und die umfangreiche technische Beratung. Dies führt zu einer engen Kundenbindung. Die Ergebnisse durchgeführter Kunden- und Lieferantenbefragungen sowie -bewertungen bestätigen WDI in Ihrem handeln. Auch die Reklamationsquoten bewegen sich konstant auf einem sehr niedrigen Niveau. WDI ist in der Lage, dem Kunden mit Rat und Tat bei der Realisierung der für ihn optimalen Lösungen zu unterstützen – ein Punkt, in dem WDI sich bis heute von vielen Wettbewerbern klar unterscheidet.

WDI geht davon aus, durch die eingeleitenden Maßnahmen die gesteckten Ziele für das Wirtschaftsjahr 2010 zu erreichen und auch für die Zukunft ein attraktiver Partner für die Kunden zu sein.

8. Risikomanagement und Wahrung von Chancen

Unternehmerische Aktivitäten sind immer auch mit Risiken verbunden. Diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und damit zu begrenzen ist die dauerhafte Aufgabe der Geschäftsleitung sowie aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter. Das Realisieren von Chancen, Erzielen von Gewinnen und Vermeiden von Verlusten ist die Basis unserer Geschäftstätigkeit.

Im Berichtsjahr wurden, wie in den Vorjahren, bestehende und drohende Risiken erfasst. Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der einzelnen Risiken wurden für WDI abgeschätzt. Es wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Bilanzielle Risiken, soweit sie bei Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt.

Potentielle Risiken sind das Vertriebs-, das Produkt- und das Marktrisiko, die in einem Distributionsunternehmen nicht vermieden werden können. Bei Vertragsabschlüssen ist WDI bemüht, Haftungsrisiken auf den bestehenden Versicherungsschutz zu begrenzen. Durch die permanente Beobachtung der Märkte, den ständigen Kontakt zu den Herstellern, ein bedarfsorientiertes Beschaffungssystem sowie der Unterhaltung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 werden diese Risiken erheblich begrenzt.

Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität, der Kapitalrentabilität und der Verbreiterung der Eigenkapitalbasis des Unternehmens, gilt ein besonderes Augenmerk dem systematischen Risikomanagement im operativen sowie im Vermögensbereich.

Insbesondere existieren folgende Risikobereiche und Gegenmaßnahmen:

Elementar-, Schadens- und Haftungsrisiken, Risiken durch Produkthaftung sowie Risiken durch Forderungsausfall sind durch entsprechenden Versicherungsschutz limitiert.

Grundsätzlich bestehen Risiken in der allgemeinen Branchenentwicklung. Dazu zählen vor allem Marktrisiken im Bereich der Beschaffung. Hier handelt es sich um spezifische Preisentwicklungen, welche sich direkt auf die Margenentwicklung auswirken können. Den Risiken der Preisentwicklung wird mit sorgfältigen Marktbeobachtungen entgegen gewirkt. Durch geeignete Maßnahmen bei der Wiederbeschaffung von Waren, kann diesem Risiko zusätzlich entgegengewirkt werden. Auch die Absatzmarktrisiken werden hier erfasst und bewertet.

Die Risiken in der Lagerhaltung werden beobachtet und durch den Abverkauf von Altwarenbeständen minimiert. Fehldispositionen im Lager können zu Verlusten führen. Die im Unternehmen im Einsatz befindliche Softwarelösung bietet die Möglichkeit, die Lagerbestandsentwicklung sowie Abweichungen im Auftragseingang und Auftragsbestand frühzeitig zu erkennen.

Risiken aus dem politischen und rechtlichen Umfeld werden durch die Verfolgung von Gesetzgebung und Rechtsprechung soweit als möglich begegnet.

Risiken im operativen Bereich werden durch geeignete Maßnahmen, z.B. im Bereich des Qualitätswesens durch detaillierte Arbeits- und Verfahrensanweisungen, begegnet bzw. durch geeignete Versicherungen, z.B. im Bereich Forderungsmanagement, abgedeckt.

Mitarbeiterveränderungen in erheblichem Maße, insbesondere durch Krankheit oder Kündigung von Leistungsträgern könnten stabil ausgerichtete Personalsituationen

stören. Jedoch verfügt WDI über einen langjährigen Mitarbeiterstamm, insbesondere bei den Leistungsträgern und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Damit ist die Fluktuationsrate der Mitarbeiter sehr niedrig. Schulungen und Weiterbildungen der Mitarbeiter ist eine weitere Maßnahmen in diesem Bereich. Alle Mitarbeiter erhalten für Ihren Bereich die entsprechenden Arbeitsschutzunterweisungen.

Strategische Risiken werden aufgrund laufender Risikobewertungen frühzeitig erkannt. Ihnen wird durch geeignete Maßnahmen begegnet.

Zum Schutz des Umlauf- und Anlagevermögens werden, neben der obligatorischen Absicherung der Vermögensrisiken durch entsprechende Versicherungen, statische und dynamische Schutzsysteme permanent geprüft und erweitert.

Im operativen Bereich liegen die Schwerpunkte auf:

Debitorenmanagement gegen Forderungsausfälle.

Bestandsmanagement gegen Lagerrisiken.

Vertragsmanagement zum Monitoring vertraglicher Obliegenheiten.

9. Qualitäts- und Umweltmanagement

Der Anspruch der stetigen Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie die optimale Erfüllung der hohen Qualitäts- und Umweltanspruchs von WDI haben dazu geführt, dass bereits 2002 ein integriertes dokumentiertes Management-System auf der Basis der DIN EN ISO 9001:2008 sowie in 2008 auf Basis der DIN EN ISO 14001:2005 im Unternehmen eingeführt wurden. Beide Management-Systeme wurden im jeweiligen Jahr durch BVQI zertifiziert. In den vorgeschriebenen Abständen werden die Re-Zertifizierungen durchgeführt. Sowohl regelmäßige interne als auch externe Audits stellen sicher, dass die festgelegten Grundsätze und Regelungen beachtet und in der täglichen Praxis realisiert werden.

Das Managementsystem erstreckt sich auf alle Produkte, Dienstleistungen und Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Unternehmens mit besonderer Betonung der frühzeitigen Vermeidung von Fehlern. All das führt zu einem dynamischen und systematischen Prozess der Qualitätssicherung in unserem Unternehmen.

10. Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres

Vorgänge, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung in dem Sinne wären, dass sie deren Bestand beeinträchtigen oder gefährden, sind nach dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes nicht eingetreten und nicht absehbar.

11. Ausblick auf die Geschäftsentwicklung 2010

Für das Geschäftsjahr 2010 ist grundsätzlich mit einer positiven Entwicklung des Distributionsmarktes zu rechnen. Mit dem letzten Quartal des Jahres 2009 zeichnete sich für die Branche bereits eine spürbare Aufwärtsbewegung ab. Allerdings lässt die aktuelle Verknappung der Bauteile und die Verlängerung der Lieferzeiten keine endgültige Entspannung zu – dies gilt insbesondere für Deutschland, welcher unverändert der größte Distributionsmarkt in Europa ist.

Es ist davon auszugehen, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2010 expandieren wird. Allerdings ist zu beachten, dass unsere Kunden, abhängig vom eigenen Kerngeschäft, unterschiedlich stark von der Wirtschaftskrise betroffen waren und sich Erholungseffekte je nach Marktsegment unterschiedlich darstellen werden.

WDI wird sich auch weiterhin auf das Kerngeschäft der Distribution für hochwertige elektronische Bauelemente und Systeme im Industriekundensegment konzentrieren. Auch in einem denkbar weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geht WDI davon aus, das die eingeleitenden Maßnahmen dazu führen werden, die angestrebten Unternehmensziele für das Wirtschaftsjahr 2010 zu erreichen. Die kontinuierliche Erweiterung des Produktportfolios – auch in Zeiten einer angegriffenen Weltkonjunktur – stellt eine große Chance dar, durch die sich zusätzliche Umsatzmöglichkeiten bieten. Durch die gute Liquiditätssituation des Unternehmens, stehen in jedem Fall ausreichende finanzielle Ressourcen zur Finanzierung eines zu erwartenden deutlichen Wachstums in 2010 zur Verfügung.

Das unternehmerische Wirken von WDI wird durch den Anspruch hoher Qualität bestimmt. Kundenzufriedenheit, Fehlervermeidung und hohe Flexibilität stehen auch im Jahr 2010 im Mittelpunkt des Handelns von WDI.

 

Wedel, 15. Juni 2010

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

Anhang-Nr. 31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 6.315,00 4.918,00
II. Sachanlagen (1) 8.072,00 8.810,53
III. Finanzanlagen (1) 0,00 609.323,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte (2) 444.405,00 509.106,02
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (3) 375.543,83 287.143,94
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (4) 616.621,84 246.222,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten (5) 4.059,91 3.396,80
1.455.017,58 1.668.921,58

Passiva

Anhang-Nr. 31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital 415.271,83 391.538,79
I. Gezeichnetes Kapital (6) 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen (7) 315.271,83 291.538,79
B. Rückstellungen (8) 33.114,60 830.816,60
C. Verbindlichkeiten (9) 1.006.631,15 446.566,19
- gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
- gegenüber Gesellschaftern/Aktionären 671.123,67 215.886,21
- Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.841,01 726,70
- aus Lieferungen und Leistungen 276.276,87 163.146,32
- Sonstige Verbindlichkeiten 48.389,60 66.806,96
1.455.017,58 1.668.921,58

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr nicht vorgenommen worden. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf.

Die Randziffern beziehen sich auf Verweise in der Bilanz der WDI AG.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist in Euro aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie werden nach der linearen Methode abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder steuerlichen Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden – soweit möglich – überwiegend degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Bei der Bemessung der Abschreibungen werden die steuerlichen Grundsätze zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer berücksichtigt. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,-- bis EUR 1.000,-- wird ein Sammelposten gebildet, der mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Werteberichtigungen waren zum Bilanzstichtag nicht zu bilden.

Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken Rechnung und wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen.

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungen wurden zum Bilanzstichtag mit folgenden Kursen umgerechnet:

1 EUR = 1.4406 USD

C. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens der WDI AG wird gemäß § 274a Nr.1 HGB verzichtet. Das Anlagevermögen wird in einer Anlagenbuchhaltung erfasst, die sämtliche notwendigen Angaben für die einzelnen Anlagengegenstände enthält. Die Zugänge sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Mobilien werden degressiv sowie linear abgeschrieben. Bei beweglichen Anlagegütern wird auf Zugänge eine zeitanteilige Jahresabschreibung berechnet. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 150,-- bis EUR 1.000,-- wird ein Sammelposten gebildet, der mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird.

Die Rückdeckungsversicherungen für eine Pensionszusage an den bis zum 30.09.2009 Vorstandsvorsitzenden Herrn Wilfried Dunger, wurden sämtlich im Jahr 2009 nach Ablauf der Vertragsdauer ausgezahlt.

(2) Vorräte

2009
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Fertige Erzeugnisse und Waren 444.405,00 509.106,02
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
444.405,00 509.106,02

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2009
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 329.409,28 221.239,36
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 46.134,55 65.904,58
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00
375.543,83 287.143,94

(4) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel enthalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie den Kassenbestand. Der Kassenbestand ist ordnungsgemäß nachgewiesen und die ausgewiesenen Guthaben stimmen mit den Bankbestätigungen bzw. den Tagesauszügen der Kreditinstitute zum Abschlussstichtag überein. Der Umrechnungskurs per 31. Dezember 2009 lautet über 1,4406 USD/EUR.

(5) Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich um Aufwendungen des Jahres 2010, die in 2009 bezahlt wurden.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 100.000,00 und ist in 1.000 Namensaktien mit je EUR 100,00 eingeteilt.

(7) Gewinnrücklagen

2009
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Gesetzliche Rücklage 10.335,00 9.148,00
Andere Gewinnrücklagen 304.936,83 282.390,79
315.271,83 291.538,79

(8) Rückstellungen

2009
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 0,00 693.963,00
Steuerrückstellungen 0,00 0,00
Sonstige Rückstellungen 33.114,60 136.853,60
33.114,60 830.816,60

Die Versorgungsanwartschaft gegenüber dem ehemaligen Vorstandsmitglied, Herrn Wilfried Dunger, ist mit erreichen des Pensionsalters und mit Vertrag über die Zahlung einer einmaligen Abfindung erloschen. Die Pensionsrückstellung wurde aufgelöst. Es bestehen nun keinerlei Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen mehr.

(9) Verbindlichkeiten

2009
(EUR)
Vorjahr
(EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/Aktionären 671.123,67 215.886,21
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 10.841,01 726,70
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 276.276,87 163.146,32
Sonstige Verbindlichkeiten (mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 48.389,60 66.806,96

D. Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Vorstandsmitglieder der Gesellschaft am 31.12.2009 sind

 

Herr Christian Dunger

Herr Wilfried P. Dunger ist zum 30.09.2009 mit Erreichen der Altersgrenze als Vorstand ausgeschieden.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 95 AktG aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Bernd Lundelius, Hamburg; Steuerberater

 

Herr Arndt Kuper, Hamburg; Rechtsanwalt/Steuerberater

 

Frau Nathalie Dunger, Hamburg; Wirtschaftsjuristin

Herr Bernd Lundelius ist Vorsitzender des Aufsichtsrates.

 

Wedel, 15. Juni 2010

WDI AG

Der Vorstand