WDI AG

Wedel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

Inhalt

1.

Vorbemerkung

2.

Verlauf des Geschäftsjahres 2014

3.

Entwicklung in Deutschland und Europa

4.

Finanzielle Situation und Investitionen

5.

Marktstellung / Marketing

6.

Logistik

7.

Produktmarketing

8.

Risikomanagement und Wahrung von Chancen

9.

Integriertes Managementsystem (IMS)

10.

Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres

11.

Ausblick auf das Jahr 2015

1. Vorbemerkung

Zu Aufsichtsräten der Gesellschaft sind bestellt:

Bernd Lundelius Steuerberater, Vorsitzender
Arndt J. Kuper Rechtsanwalt, Steuerberater
Nathalie Dunger Wirtschaftsjuristin

Zu Vorständen der Gesellschaft sind bestellt:

Christian Dunger Vorsitzender, Kaufmann

2. Verlauf des Geschäftsjahres 2014

Das Geschäftsjahr 2014 ist erfolgreich verlaufen. Der Auftragseingang lag deutlich über dem Vorjahr. Die Lieferzeiten bewegten sich 2014, bis auf wenige Ausnahmen, im Normalbereich.

Auch in 2014 ist es der WDI AG gelungen ihre Marktstellung weiter auszubauen. Möglich war dies weiterhin durch den Fokus auf kompetente technische Beratung und logistische Kompetenz, welche die WDI AG den Kunden aufgrund eines über 25-jährigen Produkt- und Branchen-Know-how bieten kann.

Der seit Jahren kontinuierliche Ausbau des bestehenden Lieferantenportfolios hat maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Im Berichtsjahr wurden weitere Distributionsverträge mit namhaften Herstellern abgeschlossen. Weiterhin ist die WDI AG für einige Hersteller als Werksvertretung und Repräsentant mit Exklusivrechten für den deutschsprachigen Raum tätig. Im Gegensatz zu den meisten Distributoren, welche mit Produkt- und Herstellerlinien überfrachtet sind und aufgrund dessen teilweise jeglicher Überblick für den Kunden verloren geht, steht bei der WDI AG weiterhin das eigentliche Produkt im Fokus. Dies führte für die WDI AG zu einem stetig wachsenden Anteil und einer gestärkten Position am Markt und bestätigt die Solidität des Geschäftsmodells sowie die Struktur der Unternehmensorganisation.

Die nachhaltige Kundenbindung bildete damit auch weiterhin einen großen Handlungsschwerpunkt im täglichen Wirken der WDI AG. Dies kann nur durch das Abheben von der Masse der Distributoren im Wettbewerbsumfeld geschehen. Der aktive Kundenbestand wurde durch Neukundengewinnung und den weiteren Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen weiter erhöht. Möglich war dies insbesondere aufgrund einer weiterhin hohen Aktivität der Kunden im Bereich R & D, bei welcher die hohe technische Kompetenz der WDI-Mitarbeiter zunehmend in Anspruch genommen wurde.

Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Auftragseingänge und die erzielten Distributionsumsätze sind als äußerst befriedigend zu bewerten.

3. Entwicklung in Deutschland und Europa

Die Marktlage der deutschen Distributionsbranche zeigte sich bereits im IV. Quartal 2013 stabil und mit positiven Tendenzen, so dass sich für das Wirtschaftsjahr 2014 eine positive Entwicklung abzeichnete. Dieser Trend setzte sich wie erwartet auch im I. Quartal 2014 weiter fort und die Auftragseingänge und der Umsatz stiegen gegenüber dem vierten Quartal 2013 weiter an. Die Auftragslage ließ den Schluss zu, dass sich das Wachstum im laufenden Jahr noch weiter beschleunigt.

Der sich im ersten Quartal abzeichnende positive Trend setze sich auch im zweiten Quartal fort und so ergab sich eine positive Gesamtentwicklung des deutschen Bauelemente-Distributionsmarktes. Mit einer Book-to-Bill-Rate von 0,96 endete das 1. Halbjahr nahezu ausgeglichen. Dieser solide Trend setzte sich auch im dritten Quartal ungebrochen fort.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stagnierte der Auftragseingang zwar im IV. Quartal 2014, allerdings sorgte die solide Auftragslage insgesamt für ein Wachstum des deutschen Bauelemente-Distributionsmarktes.

Durch nicht hervorsehbare Krisen und Weltmarktbewegungen ist auch die Distribution den daraus resultierenden Einflüssen wie Verfügbarkeit, Preisgestaltung und sprunghafte Kundennachfrage ausgesetzt. Das Ergebnis: Nur wer in seiner Rolle als Distributor seinen Kunden die besten Serviceangebote bei Support und Design sowie eine hohe Produktverfügbarkeit bieten kann, wird sich am Markt mittelfristig durchsetzen. Endkunden die zuvor primär direkt beliefert wurden, beziehen zunehmend die Distributoren mit in ihre Warenbeschaffung mit ein. Nach wie vor ist der Gewinner der vergangenen Jahre einhergehend mit dem strukturellen Wandel der Elektronikbranche — somit die Distribution.

4. Finanzielle Situation und Investitionen

Durch weiterhin vorausschauendes und pro-aktives Handeln ist es der WDI AG wiederholt gelungen, das eigene Geschäftsmodell erfolgreich voranzutreiben und weiter auszubauen. Die Finanzlage der WDI AG ist somit unverändert als sehr gut zu bewerten.

Die Liquidität der Gesellschaft war zur Begleichung der laufenden Kosten und Verbindlichkeiten jederzeit voll gewährleistet. Außerdem konnte den Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich, unter Ausnutzung der Skonto-Zahlungsziele, nachgekommen werden. Gegen Forderungsausfälle ist die WDI AG unter anderem durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung abgesichert. Geschäfte mit nicht versicherten Abnehmern werden ausschließlich gegen Vorauskasse, per Kreditkartenzahlung oder auf Nachnahme durchgeführt.

Ereignisse und Entwicklungen mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Die Erfüllung absehbarer zukünftiger Finanzieller Verpflichtungen ist jederzeit sichergestellt und eine überaus ausreichende Liquidität zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs gewährleistet. Die Gesellschaft Finanziert sich im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Risikobehaftete Geldanlagen sowie Kreditgeschäfte bestehen nicht. Außerdem wird der jeweiligen aktuellen Marktsituation durch die Anpassung des Lagerbestandes und ein konsequentes Forderungsmanagement Rechnung getragen.

Das in 2013 gegründete ERP-System-Projektteam, bestehend aus Vertretern der einzelnen Abteilungen und Gremien, hatte bereits das vergangene Wirtschaftsjahr dazu genutzt, sich mit der komplexen Materie der unterschiedlichen Warenwirtschaftssysteme bis ins kleinste Detail auseinanderzusetzen. In 2014 wurde nun mit der schrittweisen Implementierung des neuen ERP-Systems (SAP), sowie einer nur dafür geschaffenen autarken IT-Umgebung begonnen. Mit dieser vollständig auf das System der WDI AG abgestimmten ERP-Umgebung sind erhebliche Investitionen verbunden. Diese Investitionen bilden das Grundgerüst einer zukünftig noch effizienteren und kundenorientierteren Arbeitsumgebung.

5. Marktstellung / Marketing

Mit ihren beiden Unternehmensbereichen FCP (Frequency Control Products) und PEMCO (passive und elektromechanische Bauelemente) hat sich die WDI AG auf fundierte technische Beratung und Design-In-Support beim Kunden spezialisiert. Die Kernkompetenz ist das elektronische Bauelement und die damit verbundene Beratung sowie Unterstützung des Kunden beim Design-In. Für Detailfragen zu den unterschiedlichen Produktgruppen stehen bei bei der WDI AG erfahrene Spezialisten zur Verfügung, die schnell, herstellerunabhängig und technisch kompetent beraten: mit persönlicher Durchwahl und ganz ohne Callcenter.

Dem Kunden wird ein tatsächlicher Mehrwert geboten, indem mit Expertise eine technische Lösung mit anspruchsvollen und innovativen Produkten herbeigeführt wird. Es wird nicht ein bestimmter Hersteller Fokussiert und es kann Für nahezu jedes Produkt mindestens eine baugleiche ,2nd-Source' angeboten werden. So macht sich die WDI AG die individuellen Stärken des jeweiligen Vertragslieferanten zu Nutze. Dadurch wird eine objektivere Beratung gewährleistet, die der Kunde schätzt und honoriert.

Neben einer starken Technologiekompetenz bietet die WDI AG selbstverständlich auch alle üblichen Dienstleistungen eines modernen Distributionsunternehmens, wie etwa individuelle Logistikkonzepte, Konsignations- und Sicherheitsläger, EDI , KANBAN, JIT , kundenoptimierte Barcodierung sowie einen 24h-Programmierservice für Oszillatoren.

Das breite Produktsortiment namhafter Lieferanten beinhaltet Widerstände und Potenziometer, Induktivitäten, Quarze und Oszillatoren sowie Steckverbinder für Kunden aus der Luft und Raumfahrt, der Industrieelektronik, der Medizintechnik und der Kommunikationstechnologie. Die WDI AG bietet somit eine markt- und innovationsorientierte Distribution sowie den direkten Zugang zu Technik und Entwicklung der vertretenen Hersteller.

Die bereits seit Jahren gezielt eingesetzten Marketing- und verkaufsfördernden Maßnahmen haben konsequent dazu beigetragen, die aktuelle Marktstellung zu erreichen. Die umfangreichen Marketingaktivitäten im Print- und Webmedien der WDI AG stellen sicher, dass die Kunden ganzheitlich betreut und durch den engen Kontakt die Kundenwünsche schnell erkannt und umgesetzt werden können. Das bereits in 2010 mit großem Erfolg eingeführte Kundenmagazin „contexxt" bildet mittlerweile eine feste Größe in der Kommunikationsmatrix der WDI AG. Die „contexxt" informiert regelmäßig über alles, was das Unternehmen WDI AG berührt: von Produktvorstellungen und technischen Innovationen über Referenzprojekte, Lieferanten, internationale Märkte bis zu unserem umweltpolitischen, sozialen und unternehmerischen Engagement. Auch die sozialen Medien (facebook, XING, Linkedln, YouTube etc.) sind in die Unternehmenskommunikation der WDI AG integriert und bieten die Möglichkeit den Kunden aber auch Lieferanten schnell und unkompliziert mit Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.

Die bestehenden Beziehungen mit den Lieferanten wurden auch in 2014 weiter vertieft und neue Distributionsverträge mit weiteren namhaften Herstellern geschlossen. Es bestehen heute autorisierte Distributions- bzw. Repräsentantenverträge mit insgesamt ca. 60 Herstellern. Die Fokussierung auf strategische Lieferanten in einzelnen Produktbereichen, die umfangreiche technische Beratung sowie der Ausbau des globalen Lieferantennetzwerkes der WDI AG haben zu einer weiteren Verbesserung der Wettbewerbsposition und einer gestärkten Position am Markt geführt. Das bestehende Geschäftsmodell wird auch zukünftig weiter ausgebaut und ermöglicht es WDI den stetigen Wachstumskurs fortzusetzen.

6. Logistik

Ein leistungsfähiges und modernes Logistiksystem stellte auch in diesem Berichtsjahr einen Schwerpunkt der WDI AG dar. Die stets ernst genommene Aufgabe eines stetigen Verbesserungsprozesses hinsichtlich Qualität und Effizienz der Arbeitsabläufe und Kundenbetreuung sowie Reduzierung der variablen Kosten, wurde weiter erfolgreich umgesetzt.

Einen besonderen Schwerpunkt des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses bildete einhergehend mit der Einführung des neuen ERP-Systems — die weitere Effizienzsteigerung des Logistiksystems. Dazu zählte nicht zuletzt, die Optimierung der lieferantenseitigen Supply Chain.

Mit dem äußerst flexiblen logistischen Angebot der WDI AG konnten, wie bereits in den Jahren zuvor, weitere Kunden gewonnen werden. Die enge und vertrauensvolle Bindung mit den Kunden ermöglichte der WDI AG ein frühes Erkennen der steigenden Bedarfe. Zudem ist es der WDI AG aufgrund der bestehenden finanziellen Situation durchgehend möglich gewesen Lagerbestände zu halten, mit denen es möglich war Lücken zu schließen, welche aufgrund von zurückgefahrenen Produktionen der Hersteller auf der einen Seite und kurzfristig steigender Nachfrage auf Kundenseite andererseits entstanden sind. Die finanzielle Substanz des Unternehmens ermöglicht eine Pufferfunktion über Lagerbestände zwischen der anlaufenden Produktion der Bauelemente-Hersteller und dem kurzfristig gestiegenen Bedarf der Kunden.

Der Kunde steht bei WDI im Mittelpunkt aller Bemühungen. Der Kundenservice genießt daher eine Sonderstellung im ständigen Optimierungsprozess und kommt in den Genuss ständiger Investitionen und Weiterentwicklungen (Sicherheitslager, KANBAN, Barcode-Etikettierung etc.). Kundenzufriedenheit, Fehlervermeidung und hohe Flexibilität stehen im Mittelpunkt des unternehmerischen Handels der WDI AG. Auch bei der Entscheidung der Einführung eines neuen innovativen Warenwirtschaftssystems spielt die Logistik daher eine ausschlaggebende Rolle. In diesem Zusammenhang wurden alle Prozessablaufe und Arbeitsanweisung neu überprüft und weiterentwickelt. So hat sich auch 2014 das unternehmerische Handeln konsequent dem Anspruch höchster Qualität verschrieben.

7. Produktmarketing

Das Produktmarketing der WDI AG teilt sich in die Unternehmensbereiche FCP (Frequency Control Products) und PEMCO (passive und elektromechanische Bauelemente) auf, welche auf fundierte technische Beratung und Design-In-Support beim Kunden spezialisiert sind. Die Kernkompetenz ist das elektronische Bauelement und die damit verbundene Beratung sowie Unterstützung des Kunden beim Design-In. Für Detailfragen zu den unterschiedlichen Produktgruppen stehen bei der WDI AG erfahrene Spezialisten zur Verfügung, die schnell, herstellerunabhängig und technisch kompetent beraten. Die Mitarbeiter des Produktmarketings erhalten kontinuierlich interne und externe Produktschulungen und Verkaufstrainings, wie auch regelmäßige, unternehmensspezifische EDV-Schulungen. So konnte auch in dem Geschäftsjahr 2014 die Aktivitäten zum Ausbau der weiteren Markterschließung mit viel Erfolg vorangetrieben werden.

Durch ein sich ständiges weiterentwickelndes Produktportfolio wird die WDI AG im nationalen sowie internationalen Markt mit zunehmendem Interesse wahrgenommen. Das breite Produktsortiment namhafter Lieferanten der WDI AG beinhaltet Widerstände und Potenziometer, Induktivitäten, Quarze und Oszillatoren sowie Steckverbinder für Kunden aus der Luft- und Raumfahrt, der Industrieelektronik, der Medizintechnik und der Kommunikationstechnologie. Es bestehen heute autorisierte Distributions- bzw. Repräsentantenverträge mit insgesamt ca. 60 Herstellern.

Die WDI AG ist bekannt für die hohe Lieferzuverlässigkeit, die ausgeprägte logistische Kompetenz und die umfangreiche technische Beratung. Dies führt zu einer engen Kundenbindung. Die Ergebnisse durchgeführter Kunden- und Lieferantenbefragungen sowie bewertungen bestätigen die WDI AG in Ihrem handeln. Auch die Reklamationsquoten bewegen sich konstant auf einem sehr niedrigen Niveau. Die WDI AG ist in der Lage, dem Kunden mit Rat und Tat bei der Realisierung der für ihn optimalen Lösungen zu unterstützen ein Punkt, in dem die WDI AG sich bis heute von vielen Wettbewerbern klar unterscheidet.

8. Risikomanagement und Wahrung von Chancen

Unternehmerische Aktivitäten sind immer auch mit Risiken verbunden. Diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und damit zu begrenzen ist die dauerhafte Aufgabe der Geschäftsleitung sowie aller im Unternehmen tätigen Mitarbeiter. Das Realisieren von Chancen, Erzielen von Gewinnen und Vermeiden von Verlusten ist die Basis der Geschäftstätigkeit der WDI AG.

Im Berichtsjahr wurden, wie in den Vorjahren, bestehende und drohende Risiken erfasst. Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Schadenshöhe der einzelnen Risiken wurden für die WDI AG abgeschätzt. Es wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Risiken, die über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Bilanzielle Risiken, soweit sie bei Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt.

Potentielle Risiken sind das Vertriebs-, das Produkt- und das Marktrisiko, die in einem Distributionsunternehmen nicht vermieden werden können. Bei Vertragsabschlüssen ist die WDI AG bemüht, Haftungsrisiken auf den bestehenden Versicherungsschutz zu begrenzen. Durch die permanente Beobachtung der Märkte, den ständigen Kontakt zu den Herstellern, ein bedarfsorientiertes Beschaffungssystem sowie der Unterhaltung eines Qualitätsmanagementsystems nach DIN EN ISO 9001:2008 sowie eines Umweltmanagementsystems nach DIN EN ISO 14001:2005 + Cor1:2009 werden diese Risiken erheblich begrenzt.

Neben der kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität, der Kapitalrentabilität und der Verbreiterung der Eigenkapitalbasis des Unternehmens, gilt ein besonderes Augenmerk dem systematischen Risikomanagement im operativen sowie im Vermögensbereich.

Insbesondere existieren folgende Risikobereiche und Gegenmaßnahmen:

Elementar-, Schadens- und Haftungsrisiken, Risiken durch Produkthaftung sowie Risiken durch Forderungsausfall sind durch entsprechenden Versicherungsschutz limitiert.

Grundsätzlich bestehen Risiken in der allgemeinen Branchenentwicklung. Dazu zählen vor allem Marktrisiken im Bereich der Beschaffung. Hier handelt es sich um spezifische Preisentwicklungen, welche sich direkt auf die Margenentwicklung auswirken können. Den Risiken der Preisentwicklung wird mit sorgfältigen Marktbeobachtungen entgegen gewirkt. Durch geeignete Maßnahmen bei der Wiedereindeckung mit Waren, kann diesem Risiko zusätzlich entgegengewirkt werden. Auch die Absatzmarktrisiken werden hier erfasst und bewertet.

Die Risiken in der Lagerhaltung werden beobachtet und durch den Abverkauf von Altwarenbeständen minimiert. Fehldispositionen im Lager können zu Verlusten führen. Die im Unternehmen im Einsatz befindliche Softwarelösung bietet die Möglichkeit, die Lagerbestandsentwicklung sowie Abweichungen im Auftragseingang und Auftragsbestand frühzeitig zu erkennen.

Risiken aus dem politischen und rechtlichen Umfeld werden durch die Verfolgung von Gesetzgebung und Rechtsprechung soweit als möglich begegnet.

Risiken im operativen Bereich werden durch geeignete Maßnahmen, z.B. im Bereich des Qualitätswesens durch detaillierte Arbeits- und Verfahrensanweisungen, begegnet bzw. durch geeignete Versicherungen, z.B. im Bereich Forderungsmanagement, abgedeckt.

Mitarbeiterveränderungen in erheblichem Maße, insbesondere durch Krankheit oder Kündigung von Leistungsträgern könnten stabil ausgerichtete Personalsituationen stören. Jedoch verfügt die WDI AG über einen langjährigen Mitarbeiterstamm, insbesondere bei den Leistungsträgern und Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen. Damit ist die Fluktuationsrate der Mitarbeiter sehr niedrig. Schulungen und Weiterbildungen der Mitarbeiter ist eine weitere Maßnahmen in diesem Bereich. Alle Mitarbeiter erhalten regelmäßig für Ihren Bereich die entsprechenden Arbeitsschutzunterweisungen.

Strategische Risiken werden aufgrund laufender Risikobewertungen frühzeitig erkannt. Ihnen wird durch geeignete Maßnahmen begegnet.

Zum Schutz des Umlauf- und Anlagevermögens werden, neben der obligatorischen Absicherung der Vermögensrisiken durch entsprechende Versicherungen, statische und dynamische Schutzsysteme permanent geprüft und erweitert.

Im operativen Bereich liegen die Schwerpunkte auf:

Debitorenmanagement gegen Forderungsausfälle.

Bestandsmanagement gegen Lagerrisiken.

Vertragsmanagement zum Monitoring vertraglicher Obliegenheiten.

9. Integriertes Managementsystem

Der Anspruch der stetigen Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie die optimale Erfüllung des hohen Qualitäts- und Umweltanspruchs der WDI AG haben dazu geführt, dass bereits 2002 ein integriertes dokumentiertes Management-System auf der Basis der DIN EN ISO 9001:2008 sowie in 2008 auf Basis der DIN EN ISO 14001:2004 im Unternehmen eingeführt wurden. Beide Management-Systeme wurden im jeweiligen Jahr durch BVQI zertifiziert. In den vorgeschriebenen Abständen werden die Re- und Neuzertifizierungen durchgeführt.

Bereits in 2011 wurde das bestehenden Qualitäts- und Umweltmanagementsystem zu einem integrierten Managementsystem (IMS) zusammengefasst. Seit diesem Zeitpunkt wird zusätzlich zu den bestehenden Normen das gesamte integrierte Managementsystem in Übereinstimmung mit den hohen Anforderungen der Automotivnorm ISO/TS 16949 ausgeübt. Ziel ist ein Managementsystem, welches die ständige Verbesserung unter Betonung der Fehlervermeidung und Verringerung von Streuung und Verschwendung vorsieht. Auf diese Weise ist es möglich noch effektiver und effizienter gesetzliche, behördliche und unternehmerische Forderungen praxisgerecht, flexibel und zeitnah umzusetzen.

In 2014 fand zudem die Neu-Zertifizierung der DIN EN ISO 9001:2008 sowie der DIN EN ISO 14001:2004 + Cor1:2009 statt, welche bestätigte, dass das bestehende integrierte Managementsystem (IMS) die Anforderungen der Qualitäts- und der Umweltnorm im höchsten Maße erfüllt.

Das integrierte Managementsystem erstreckt sich somit auf alle Produkte, Dienstleistungen und Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Unternehmens mit besonderer Betonung der frühzeitigen Vermeidung von Fehlern. All das führt zu einem dynamischen und systematischen Prozess der Qualitätssicherung im Unternehmen.

Sowohl regelmäßige interne und externe Audits sowie ein ausschließlich zur Überwachung, Anpassung und Optimierung beauftragter Managementbeauftragter stellen sicher, dass die festgelegten Grundsätze und Regelungen beachtet und in der täglichen Praxis realisiert werden. Auch der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird so im Alltag gewährleistet und vorangetrieben.

Nicht nur Neu-Zertifizierung des bestehenden integrierten Managementsystems, sondern auch die Umsetzung interner und externer Forderungen und Bedürfnisse prägten somit das aktuelle Berichtsjahr.

10. Vorgänge nach Beendigung des Geschäftsjahres

Vorgänge, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung in dem Sinne wären, dass sie deren Bestand beeinträchtigen oder gefährden, sind nach dem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichtes nicht eingetreten und nicht absehbar.

11. Ausblick auf die Geschäftsentwicklung 2015

Mit dem soliden Verlauf des letzten Quartals des Jahres 2014 wird die Prognose eines beständigen und moderaten Wachstums im kommenden Jahr gestärkt. Diese Einschätzung wird ebenso von den führenden Wirtschaftsinstituten geteilt. Alles deutet darauf hin, dass die Geschäftstätigkeit im Verlauf des Jahres wieder anziehen wird.

Voraussetzung bleibt bei alle dem die Auflösung bestehender politischer Probleme, denn die zentralen, für die Krise des Euroraums ursächliche Probleme, wie z.B. die Tragfähigkeit der Schulden in Europa (Stichwort Griechenland), die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, noch nicht gelöst worden sind. Trotz der bekannten Probleme Europas sind sich Wirtschaftsexperten einig, dass die europäische Volkswirtschaft sich in 2015 erholen wird, sollte es zu keinen unvorhersehbaren Ereignissen kommen. Somit ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass die angestrebten Unternehmensziele für das Wirtschaftsjahr 2015 erreicht werden. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Distributionsbranche bleiben aufgrund ihrer Innovationsstärke positiv.

Diese tendenziell positive Einschätzung nährt sich aus den Erfahrungen der letzten Jahre und den Beobachtungen des Marktes und der Marktbegleiter. Denn auch in den krisengeprägten vergangenen Jahren, hat sich das Distributionsgeschäft der WDI AG in Europa, USA und vor allem in Deutschland weiterentwickelt. Nicht nur die kontinuierliche und konsequente Erweiterung des Produktportfolios, sondern auch das service- und kundenorientierte Geschäftsmodell, stellt eine große Chance dar, durch die sich zusätzliche Umsatzmöglichkeiten bieten.

Als Spezialdistributor wird sich die WDI AG auch weiterhin auf das Kerngeschäft der Distribution für hochwertige elektronische Bauelemente und Systeme im Industrie- und Automobilkundensegment konzentrieren. Diese Kernkompetenz, zu der insbesondere die Beratung und die Unterstützung beim Design-In zählen, hat sich bereits im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld der letzten Jahre durchgesetzt und etabliert.

Das unternehmerische Wirken von der WDI AG wird durch den Anspruch hoher Qualität bestimmt. Kundenzufriedenheit, Fehlervermeidung und hohe Flexibilität stehen auch zukünftig im Mittelpunkt des Handelns der WDI AG.

 

Wedel, 06. März 2015

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

31.12.2014 Vorjahr
Anhang-Nr. EUR EUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 991,00 3.650,00
II. Sachanlagen (1) 164.803,75 68.144,19
III. Finanzanlagen (1) 23.885,82 20.000,00
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte   870.139,08 803.549,67
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (2) 619.532,20 588.928,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten (3) 714.171,19 741.581,59
C. Rechnungsabgrenzungsposten (4) 14.403,37 32.586,44
    2.407.926,41 2.258.440,61

Passiva

     
A. Eigenkapital   1.169.380,40 1.037.979,18
I. Gezeichnetes Kapital (5) 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnrücklagen (6) 1.069.380,40 937.979,18
B. Rückstellungen (7) 121.078,30 102.019,96
C. Verbindlichkeiten (8) 1.117.467,71 1.118.441,47
- gegenüber Kreditinstituten   0,00 0,00
- gegenüber Gesellschaftern/Aktionären   500.000,00 500.000,00
- aus Lieferungen und Leistungen   486.590,81 496.882,37
- Sonstige Verbindlichkeiten   130.876,90 121.559,10
    2.407.926,41 2.258.440,61

Anhang

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und nach den Vorschriften des Aktiengesetzes (Akte) sowie den einschlägigen Bestimmungen der Satzung aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB auf.

Änderungen in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr nicht vorgenommen worden.

Die Randziffern beziehen sich auf Verweise in der Bilanz der WDI AG. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

Hinsichtlich der Bewertung der Fremdwährungsforderungen und –verbindlichkeiten wurden keine Kompensationsmöglichkeiten von Kursgewinnen und –verlusten mehr berücksichtigt sowie die Bildung von Bewertungseinheiten geändert.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 ist in Euro aufgestellt.

B. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 410,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Anschaffungskosten der Zugänge an beweglichen geringwertigen Anlagegegenständen mit Anschaffungskosten im Einzelnen von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden in den Sammelposten nach §6 Abs. IIa EStG einbezogen und im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear aufgelöst.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten einschließlich aktivierungspflichtiger Anschaffungsnebenkosten zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und —preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Allen erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlich langer Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wird bei der Bewertung Rechnung getragen. Wegen mangelnder Gängigkeit und minderer Beschaffenheit werden Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß §253 II HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

C. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz

(1) Anlagevermögen

Auf die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens der WDI AG wird gemäß § 274a Nr.1 HGB verzichtet. Das Anlagevermögen wird in einer Anlagenbuchhaltung erfasst, die sämtliche notwendigen Angaben für die einzelnen Anlagengegenstände enthält.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

2014 (in EUR) Vorjahr (in EUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 524.871,43 485.073,58
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00    
Sonstige Vermögensgegenstände 94.660,77 103.855,14
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 0,00    
  619.532,20 588.928,72

(3) Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bankbestände sind durch Kontoauszüge zum Bilanzstichtag nachgewiesen und stimmen mit diesen überein. Der ausgewiesene Kassenbestand stimmt mit dem Kassenprotokoll überein.

(4) Rechnungsabgrenzungsposten

Es handelt sich ausschließlich um bereits gezahlte Aufwendungen für folgende Wirtschaftsjahre.

(5) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt EUR 100.000,00 eingeteilt in 1.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von EUR 100,00 je Aktie.

(6) Gewinnrücklagen

2014 (in EUR) Vorjahr (in EUR)
Gesetzliche Rücklage 10.335,00 10.335,00
Andere Gewinnrücklagen 1.059.045,40 927.644,18
  1.069.380,40 937.979,18

Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 232.361,93 wie folgt zu verwenden:

Einstellung in Gewinnrücklagen

a) Einstellung in die gesetzliche Rücklage EUR 0,00
b) Einstellung in andere Rücklagen EUR 116.180,97
c) Ausschüttung als Dividende EUR 116.180,96

(8) Rückstellungen

2014 (in EUR) Vorjahr (in EUR)
Rückstellungen für Abschlusskosten 10.000,00 6.000,00
Sonstige Rückstellungen 96.795,00 96.019,96
Steuerrückstellungen 14.283,30 0,00
  121.078,30 102.019,96

(9) Verbindlichkeiten

2014 (in EUR) Vorjahr (in EUR)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern/Aktionären 500.000,00 500.000,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 486.590,81 496.882,37
Sonstige Verbindlichkeiten (mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr) 130.876,90 121.559,10

D. Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Vorstandsmitglieder der Gesellschaft am 31.12.2014:

 

Herr Christian Dunger

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs.4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 95 AktG aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herr Bernd Lundelius, Hamburg; Steuerberater

 

Herr Arndt Kuper, Hamburg; Rechtsanwalt/Steuerberater

 

Frau Nathalie Dunger, Hamburg; Wirtschaftsjuristin (B.A.)

Herr Bernd Lundelius ist Vorsitzender des Aufsichtsrates.

 

Wedel, den 06. März 2015

WDI AG

Der Vorstand