Ad-hoc | 13 August 1998 07:49
Ad hoc-Service: Veba AG
Mitteilung Teil 1 v. 2
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Ad hoc-Service: Veba AG
Mitteilung Teil 1 v. 2
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Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
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VEBA-ZWISCHENBERICHT 1.1.-30.6.1998
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UMSATZ 1.1.-30.6. 1998 1997 Veränderung
Mio DM Mio DM %
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Strom 7.990 8.048 – 0,7
Chemie 5.494 5.559 – 1,2
Öl *) 10.168 9.603 + 5,9
Distribution/Logistik 14.888 14.992 – 0,7
Immobilien Management 1.327 1.356 – 2,1
Telekommunikation 146 122 + 19,7
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INSGESAMT 40.013 39.680 + 0,8
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*)darin enthalten
Mineralölsteuer 3.507 3.282 + 6,9
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Im 1. Halbjahr 1998 konnten wir mit 40 Mrd DM einen Umsatz auf
Vorjahreshöhe erzielen. Bereinigt um abgegebene Geschäfte –
insbesondere die Polystyrol-Aktivitäten bei Hüls sowie Poseidon
und Rhenus bei Stinnes – betrug das Umsatzwachstum im Konzern rund
6 Prozent.
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ERGEBNIS 1.1.-30.6. 1998 1997 Veränderung
Mio DM Mio DM %
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Überschuss vor Ertragsteuern 2.593 2.260 + 14,7
Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag – 1.329 – 949
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Überschuss nach Ertragsteuern 1.264 1.311 – 3,6
Anteil Konzernfremder + 27 – 146
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KONZERNüBERSCHUSS 1.291 1.165 + 10,8
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Der Überschuss vor Ertragsteuern lag im 1. Halbjahr 1998 mit
2.593 Mio DM um 14,7 Prozent über dem vergleichbaren Wert des
Vorjahres. Die Ergebnissteigerung wurde durch Buchgewinne von
insgesamt 779 Mio DM – insbesondere aus den Veräusserungen der
Hapag Lloyd-Beteiligung der VEBA, der Polystyrol-Aktivitäten von
Hüls sowie von Rhenus-Aktivitäten bei Stinnes – erzielt. Bereinigt
um die Veräusserungsgewinne, Restrukturierungskosten in Höhe von
332 Mio DM im wesentlichen bei MEMC und die erstmalige
Vollkonsolidierung der auf VEBA Oel entfallenden Deminex-
Aktivitäten lag der Überschuss vor Ertragsteuern um 9,1 Prozent
unter dem Vorjahreswert. Im 1. Halbjahr 1998 wurden Badwill-
Rückstellungen in Höhe von 140 Mio DM (Vorjahr: 190 Mio DM)
aufgelöst und Goodwill in Höhe von 313 Mio DM (Vorjahr:
250 Mio DM) abgeschrieben.
Der Steueraufwand stieg um 380 Mio DM auf 1.329 Mio DM, die
Steuerquote lag bei 51 Prozent nach 42 Prozent im Vorjahr. Der
Anstieg ist vor allem durch die operativen Verluste und die
Restrukturierungskosten bei MEMC begründet. Diese Verluste werden
den Steueraufwand erst dann vermindern, wenn der entstandene
Verlustvortrag in den Folgejahren mit Gewinnen verrechnet werden
kann. Bereinigt um MEMC lag die Steuerquote bei 44 Prozent.
Der Konzernüberschuss (nach Steuern und nach Anteilen
Konzernfremder) erhöhte sich um 10,8 Prozent auf 1.291 Mio DM. Die
Verminderung der Anteile Konzernfremder am Gewinn ist auf die
Verluste bei MEMC, an der Dritte 48 Prozent der Anteile halten,
zurückzuführen.
Der STROMBEREICH übertraf leicht das positive Ergebnis des 1.
Halbjahres 1997. Witterungsbedingte Ertragsbelastungen wurden
durch ein höheres Finanzergebnis sowie durch positive Auswirkungen
der bereits in den Vorjahren eingeleiteten umfangreichen
Effizienzsteigerungsmassnahmen mehr als ausgeglichen.
Bei den CHEMIEAKTIVITäTEN von Hüls konnte das Ergebnis – auch
bereinigt um Buchgewinne – im Vergleich zum 1. Halbjahr 1997
erheblich gesteigert werden. Hierzu trugen aufgrund deutlicher
Absatz- und Umsatzsteigerungen bzw. durch eine verbesserte
Kostensituation insbesondere die Gesellschaften Phenolchemie,
Vestolit, Röhm und Oxeno bei.
Demgegenüber hat sich im Waferbereich von MEMC die Ertragslage
aufgrund des erhöhten Preisdrucks insbesondere als Folge der
Asienkrise erheblich verschlechtert; MEMC erwirtschaftete einen
deutlichen Verlust von 161 Mio DM gegenüber einem Gewinn von
3 Mio DM im Vorjahr. Das Ergebnis wurde zusätzlich durch
Restrukturierungsaufwand in Höhe von rund 250 Mio DM belastet.
Der ÖLBEREICH erzielte einschliesslich der konsolidierten Deminex-
Aktivitäten ein höheres Ergebnis als im Vorjahr; bereinigt um
Deminex lag das Ergebnis leicht unter dem Vorjahresniveau. Der
Ergebnisrückgang bei Exploration und Produktion aufgrund
gesunkener Rohölpreise und hoher Aufwendungen für neue
Explorationsvorhaben konnte durch höhere Margen im Bereich
Downstream – insbesondere in der Mineralölverarbeitung und in der
Petrochemie – nicht vollständig kompensiert werden.
Im Bereich DISTRIBUTION/LOGISTIK lag das Ergebnis, bereinigt um
den Rhenus-Veräusserungsgewinn, unter dem des Vorjahres. Während
sich der Verkehrsbereich und die Chemie-Distribution positiv
entwickelten, war das Geschäft in den baunahen Distributionsberei
chen, bei den Baumärkten und im Autoservice von Stinnes
unverändert schwierig. Bei Electronic Systems verlief das
1. Halbjahr 1998 erfreulich; demgegenüber verstärkte sich im
Bereich Electronic Components insbesondere in den USA der Druck
auf die Margen.
Das Ergebnis im IMMOBILIEN MANAGEMENT konnte gegenüber dem Vorjahr
deutlich gesteigert werden. Hierzu trugen vor allem die Bereiche
Immobilien-Investment – aufgrund vermehrter Wohnungsverkäufe – und
Energy Services durch Verbesserungen im Abrechnungsgeschäft sowie
im Handel mit messtechnischen Produkten bei.
Der im Aufbau befindliche TELEKOMMUNIKATIONSBEREICH schloss im
1. Halbjahr 1998 aufgrund des schwierigen Starts im
Festnetzbereich und der Belastung aus der im Vorjahr erfolgten
Aufstockung der E-Plus-Beteiligung mit einem Verlust ab, der
deutlich über dem Vorjahreswert lag.
HINWEIS ZUR BERICHTERSTATTUNG
Die Zwischenberichterstattung folgt 1998 in unserem ehemaligen
Bereich Handel/Verkehr/Dienstleistungen der neuen Struktur
Distribution/Logistik und Immobilien Management. In allen
Zahlenangaben für den Telekommunikationsbereich ist Otelo quotal
mit 51,25 Prozent berücksichtigt. Die Vorjahreszahlen wurden
entsprechend angepasst.
Darüber hinaus wurde in Anlehnung an internationale Standards bei
der Zwischenberichterstattung ab 1998 die Buchungspraxis bei der
Inanspruchnahme von Rückstellungen umgestellt. Inanspruchnahmen
von Rückstellungen werden nicht wie bisher einmal im Jahr zum
Jahresende als Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen,
sondern in jedem Quartal als Rückstellungs-Inanspruchnahme
erfasst. Hieraus ergibt sich im Unterschied zur bisherigen
Vorgehensweise eine Ergebnis-Entlastung in den ersten drei
Quartalen und eine insgesamt gleichhohe Ergebnis-Belastung im
vierten Quartal. Das Jahresergebnis bleibt hiervon unberührt. Die
Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
– Ende Teil 1 von 2 –
Ende der Mitteilung