Corporate | 27 January 2006 16:46
Eckert & Ziegler AG: Großauftrag aus Venezuela
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Eckert & Ziegler: Großauftrag zur medizinischen Grundversorgung aus Venezuela
Berlin, 27.01.2006. Die Eckert & Ziegler AG (ISIN DE000565970), ein Spezialist
für Produkte zur Behandlung von Krebs, hat vom venezolanischen
Gesundheitsministerium über ihren Vertriebspartner Philips einen Großauftrag
zur Lieferung von Krebsbestrahlungsgeräten erhalten. Das Vertragsvolumen für
die auch Afterloader genannten Geräte beträgt rund 4 Mio. USD und beinhaltet
neben der Lieferung auch die Wartung in den nächsten fünf Jahren. Der Auftrag,
der in den kommenden 18 Monaten an diverse venezolanische Strahlenkliniken
ausgeliefert wird, ist Teil eines größeren Investitionsprogramms der Regierung
Chavez, mit dem für breitere Bevölkerungsteile die medizinische
Grundversorgung im Krebsbereich gesichert werden soll.
“Unsere Afterloader vom Typ Curietron(R) und MultiSource(R) sind durch ihre
technischen Eigenschaften optimal für die Region geeignet, da durch die hohen
Halbwertszeiten der verwendeten Isotope die Strahlenquellen vergleichsweise
selten ausgewechselt werden müssen”, erklärte dazu der bei Eckert & Ziegler
für das Therapiesegment zuständige Bereichsvorstand Dr. Edgar Löffler.
“Ausschlaggebend für den Kunden war unter anderem, dass unsere neue
Gerätegeneration wesentlich effektiver und wirtschaftlicher arbeitet und
zunehmend zum Goldstandard in der gynäkologischen Onkologie avanciert. Dies
hat uns ermöglicht, erfahrene Vertriebspartner zu gewinnen und uns mit ihnen
gegen starke internationale Konkurrenz durchzusetzen. Im Übrigen bestärkt uns
der Auftrag in der Entscheidung, weiter in die Tumorbestrahlungsgeräte zu
investieren und dabei auf innovative Ansätze der Strahlentechnik zu setzen”.
Afterloading (engl. für “Nachladen”) nennt man ein Verfahren der
Strahlentherapie, bei dem eine kleine radioaktive Strahlenquelle in ein Organ
wie z.B. die Gebärmutter eingeführt wird. Dabei erfolgt die Bestrahlung des
Tumorgewebes von innen heraus. Durch die räumliche Nähe zwischen Strahler und
dem erkrankten Gewebe kann eine hohe Strahlendosis direkt am Tumor unter
weitgehender Schonung der umgebenden gesunden Organe erreicht werden. Dabei
wird zunächst eine leere Sonde eingeführt. Nach Lagekontrolle, z.B. mit
Röntgen- oder Ultraschallbildern, kann das Personal den Behandlungsraum
verlassen. Erst danach wird eine radioaktive Strahlenquelle – elektronisch
gesteuert – in der Sonde “nachgeladen”. Nach Beendigung der Strahlentherapie
wird der Strahler auf gleichem Wege wieder entfernt. Vorteil des
Afterloadingverfahrens ist die Bestrahlung von Tumoren mit hohen Strahlendosen
unter weitgehender Schonung des umliegenden Gewebes. Außerdem ist auch das
Personal keiner Strahlung mehr ausgesetzt. Das Afterloading ist bei bestimmten
Tumoren von Gebärmutter, Brust, Speiseröhre, Lunge und Prostata fest
etabliert.
Ihr Ansprechpartner bei Rückfragen:
Eckert & Ziegler AG, Karolin Riehle, Öffentlichkeitsarbeit
Robert-Rössle-Str. 10, D-13125 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 / 94 10 84-138, Fax -112
e-mail: karolin.riehle@ezag.de, www.ezag.de
Ende der Mitteilung (c)DGAP 27.01.2006
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WKN: 565970; ISIN: DE0005659700; Index:
Notiert: Geregelter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in
Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart