ecotel communication ag

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Bilanz zum 31. Dezember 2009

ecotel communication ag, Düsseldorf

Aktiva

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  31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 522.997,85 500.864,61
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 2.814.639,63 55.766,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.286.212,65 935.158,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.629,52 109.245,29
  4.283.481,80 1.100.170,29
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.380.633,87 25.681.251,07
2. Beteiligungen 495.680,66 233.980,66
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.363.088,25 0,00
  17.239.402,78 25.915.231,73
  22.045.882,43 27.516.266,63
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
Waren 100.369,53 13.961,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.393.392,26 11.339.875,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.021.079,13 1.017.260,79
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 286.713,89 (Vorjahr: EUR 129.000,00)    
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 178.231,21 2.261.464,81
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 178.231,21 (Vorjahr: EUR 2.257.205,89)    
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.481.775,64 1.447.723,28
  15.074.478,24 16.066.323,94
III. Wertpapiere    
Eigene Anteile 538.375,00 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.875.667,40 782.938,96
  20.588.890,17 16.863.224,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 285.120,03 178.645,00
  42.919.892,63 44.558.136,03

Passiva

   
  31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 3.900.000,00 3.900.000,00
(Bedingtes Kapital: EUR 1.500.000,00)    
II. Kapitalrücklage 18.720.000,00 18.720.000,00
III. Gewinnrücklagen    
1. Gesetzliche Rücklage 0,00 5.697,14
2. Rücklage für eigene Anteile 538.375,00 0,00
3. Andere Gewinnrücklagen 0,00 108.245,59
  538.375,00 113.942,73
IV. Bilanzverlust 13.930.750,08 8.855.181,10
  9.227.624,92 13.878.761,63
B. Rückstellungen    
Sonstige Rückstellungen 750.579,22 645.024,67
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.250.000,00 15.472.235,17
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 3.500.000,00 (Vorjahr: EUR 4.222.235,17)    
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren: EUR 3.984.375,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.635.237,25 9.789.387,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 11.635.237,25 (Vorjahr: EUR 9.789.387,65)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.750.951,79 4.440.841,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.750.951,79 (Vorjahr: EUR 4.440.841,52)    
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 115.793,42 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 115.793,42 (Vorjahr: EUR 0,00)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 186.232,20 331.885,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 186.232,20 (Vorjahr: EUR 331.885,39)    
davon aus Steuern: EUR 120.116,26 (Vorjahr: EUR 255.961,55)    
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 455,52 (Vorjahr: EUR 807,78)    
  32.938.214,66 30.034.349,73
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.473,83 0,00
  42.919.892,63 44.558.136,03

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

ecotel communication ag, Düsseldorf

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  2009
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 80.219.981,30 73.985.649,15
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.539.523,57 481.132,86
3. Materialaufwand    
Aufwendungen für bezogene Leistungen 62.929.929,62 57.154.496,90
4. Personalaufwand    
a) Gehälter 6.706.825,90 4.470.719,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 987.856,32 628.672,77
davon für Altersversorgung: EUR 8.171,36 (Vorjahr: EUR 13.310,81)    
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.344.364,80 719.030,51
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.464.594,96 8.840.158,87
7. Erträge aus Beteiligungen 0,00 435.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 435.000,00)    
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 545.026,39 747.911,98
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 117.910,55 134.214,09
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 114.871,25 (Vorjahr: 111.882,36)    
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.831.528,28 2.750.000,00
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 690.150,54 3.832.051,11
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 950.351,59 1.148.805,53
davon an verbundene Unternehmen: EUR 178.895,38 (Vorjahr: 0,00)    
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.483.160,20 -3.760.027,09
14. Außerordentliche Aufwendungen 150.826,34 0,00
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 15.981,45 -134.907,60
16. Sonstige Steuern 1.168,72 915,00
17. Jahresfehlbetrag -4.651.136,71 -3.626.034,49
18. Verlustvortrag 8.855.181,10 5.229.146,61
19. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 108.245,59 0,00
20. Entnahme aus der gesetzlichen Rücklage 5.697,14 0,00
21. Einstellung in Rücklage für eigene Anteile 538.375,00 0,00
22. Bilanzverlust 13.930.750,08 8.855.181,10

Anhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2009

ecotel communication ag, Düsseldorf

Der Jahresabschluss der ecotel communication ag wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches („HGB“) und des Aktiengesetzes erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB.

Am 29. März 2006 erfolgte der Börsengang mit der Einbeziehung der Aktien der ecotel communication ag (im Folgenden auch ’ecotel’ oder ’Gesellschaft’ genannt) in den Open Market (Freiverkehr) und gleichzeitiger Einbeziehung in den Teilbereich des Freiverkehrs (Entry Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse.

Am 6. August 2007 erfolgte die Zulassung des Grundkapitals der Gesellschaft zum amtlichen Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse mit gleichzeitiger Zulassung zum Teilbereich des Amtlichen Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) mit anschließender Notierungsaufnahme.

Die in den Vorjahren angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Geschäftsjahr beibehalten worden.

1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren, die von Software mit drei Jahren angesetzt.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:

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  Nutzungsdauer in Jahren
Einbauten auf fremden Grundstücken 7
EDV-Ausstattung 3
Fuhrpark 3 bis 6
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 7
GWG Sammelposten (EUR 150 bis EUR 1.000) 5

Geringwertige Vermögensgegenstände unter EUR 150 werden sofort als Aufwand erfasst.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie darauf entfallende Aufwendungen und Erträge werden zum Devisenkurs des Buchungstages erfasst. Buchverluste aus Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

a) Verschmelzungen zum 1. Januar 2009

Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde der Teilbetrieb "Geschäftskundenlösung" der nacamar GmbH durch Abspaltung im Wege der Aufnahme auf die ecotel communication ag zu Buchwerten übertragen. Darüber hinaus wurde ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2009 die Phasefive AG zu Buchwerten auf die ecotel communication ag verschmolzen. Hierbei gingen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8.095 bzw. TEUR 155 sowie Schulden in Höhe von TEUR 3.176 bzw. TEUR 40 auf die Gesellschaft über. Gleichzeitig wurden die im Finanzanlagevermögen gehaltenen Anteile in Höhe von TEUR 4.985 bzw. TEUR 200 ausgebucht, so dass sich Verschmelzungsverluste in Höhe von TEUR 66 bzw. TEUR 85 ergaben. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist dadurch bei bestimmten Positionen nur eingeschränkt möglich.

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TEUR Teilbetrieb nacamar GmbH Phasefive AG Gesamt
Immaterielle Vermögensgegenstände 246 1 247
Sachanlagen 4.003 20 4.023
Finanzanlagen 0 51 51
Vorräte 64 0 64
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.234 83 3.317
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 503 0 503
Rechnungsabgrenzungsposten 45 0 45
Summe Vermögensgegenstände 8.095 155 8.250
Rückstellungen 1.652 1 1.653
Verbindlichkeiten 1.516 39 1.555
Rechnungsabgrenzungsposten 8 0 8
Summe Schulden 3.176 40 3.216
Netto-Vermögen 4.919 115 5.034
Abgegangener Buchwert der Beteiligung 4.985 200 5.185
Verschmelzungsverlust -66 -85 -151

b) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen vor allem Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software sowie den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten.

c) Sachanlagen

Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und Technik.

Durch die Verschmelzung des Teilbetriebs „Geschäftskundenlösungen“ der nacamar GmbH ist insbesondere das in Frankfurt a.M. geführte Rechenzentrum auf die Gesellschaft übergegangen.

d) Finanzanlagen

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TEUR Beteiligungsquote
%
Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 Jahresergebnis
TEUR
ecotel private GmbH, Düsseldorf 100,0 579 24
easybell GmbH, Eichwalde ***50,98 342 61
carrier-services.de GmbH, Berlin ***100,0 33 3
Sparcall GmbH, Potsdam ***100,0 23 -2
i-Cube GmbH, Düsseldorf 100,0 133 -3
/bin/done digital solutions GmbH, München 100,0 29 -35
toBEmobile GmbH, Düsseldorf 51,0 27 -48
nacamar GmbH, Dreieich 100,0 8.568 **-690
ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH, Rathenow 100,0 28 **545
PPRO GmbH, Bad Heilbrunn 11,2 *304 *-33
Phase Five R&D Ltd., Ukraine 100,0 28 1
synergyPlus GmbH, Berlin 49,9 300 -407
mvneco GmbH, Düsseldorf 45,0 -2.931 -1.465

* gem. IFRS-Konzernabschluss

** vor Ergebnisabführung

*** indirekte Beteiligung

Am 22. Dezember 2009 wurden 40% der Anteile der PPRO GmbH, Bad Heilbrunn, an die Nieland Technologies GmbH veräußert.

Die Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen resultieren aus einem mit 5 % verzinstem Darlehen an die mvneco GmbH. Dieses wurde im Vorjahr unter den Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen ausgewiesen, da eine kurz- bis mittelfristige Rückzahlung geplant war. Nun wird bei dem Darlehen von einer längerfristigen Investition in das Unternehmen ausgegangen.

e) Vorräte

Unter den Vorräten sind im Wesentlichen auf Lager befindliche SIM-Mobilfunkkarten sowie technische Ausrüstung, die im Rahmen der Dienstleistungserbringung an Kunden vermietet bzw. verkauft wird, ausgewiesen.

f) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum 31. Dezember 2009 bestanden vor allem gegen die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 765, die in Höhe von TEUR 539 aus der Gewinnabführung resultieren. Darüber hinaus bestanden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen gegen die i-Cube GmbH in Höhe von TEUR 568, gegen die easybell GmbH in Höhe von TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 83) und gegen die nacamar GmbH in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 0). Zudem sind hier Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 129) gegen die toBEmobile GmbH, gegen die i-cube GmbH in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 0) und gegen die /bin/done digital solutions GmbH in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 50) enthalten.

Verbindlichkeiten bestanden vor allem gegenüber der nacamar GmbH aus der Ergebnisübernahme des Vorjahres und in diesem Jahr in Höhe von insgesamt TEUR 4.424. Darüber hinaus sind hier Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH in Höhe von TEUR 110 (Vorjahr: TEUR 92) und gegenüber der i-cube GmbH in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

g) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten im Wesentlichen ein Darlehen an die synergyPlus GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen die mvneco GmbH.

h) Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Steuerforderungen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 175), im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 832 (Vorjahr: TEUR 461), Lieferanten- und Mietkautionen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 57), debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 34) sowie Sicherheitsleistungen in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 50). Des Weiteren beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände zum Bilanzstichtag vorausbezahlte IP-Transit-Leitungen in Höhe von TEUR 205.

i) Eigene Anteile

Die unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen eigenen Anteile resultieren aus einer nachträglichen Kaufpreisminderung aus dem Erwerb der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH. Insgesamt wurden gemäß Kaufvertrag vom Verkäufer 47.500 Aktien der ecotel communication ag zurückgegeben. Diese wurden beim Zugang zu einem Kurs EUR 3,65 pro Aktie bewertet.

j) Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für die Nutzung einer Dienstleistungsplattform (TEUR 230).

k) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2009 EUR 3.900.000,00 und ist zum Vorjahr unverändert. Die Anzahl der zum 31. Dezember 2009 ausgegebenen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.900.000 Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.

l) Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.750.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007). Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

m) Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 1.500.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 150.000,00 durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.

n) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage hat sich im Geschäftsjahr 2009 nicht verändert.

o) Gewinnrücklagen und Bilanzverlust

In den Gewinnrücklagen wurde eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe des Aktivpostens gebildet. Hierfür wurden die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 6 anderen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 108 aufgelöst und der Bilanzverlust um TEUR 424 erhöht.

p) Bilanzverlust

Der Bilanzverlust entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt:

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  TEUR
Stand zum 01. Januar 2009 -8.855.181,10
Einstellungen in Rücklage für eigene Anteile -430.129.41
Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009 -4.651.136,71
Stand zum 31. Dezember 2009 -13.936.447,22

q) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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Rückstellungsspiegel Stand 1.1.2009
TEUR
Zugang Verschmelzung
TEUR
Inanspruchnahme
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
Stand 31.12.2009
TEUR
Urlaub 50 34 0 18 0 66
Berufsgenossenschaft 23 25 22 25 19 20
Schwerbehindertenabgabe 14 0 14 0 3 3
Abschluss- und Prüfungskosten 56 0 56 0 60 60
Ausstehende Eingangsrechnungen 293 1.238 658 501 25 397
Aufsichtsratvergütung 23 0 21 0 28 30
Sonderzahlung Personal 32 0 32 0 0 0
Zinsswap 154 0 0 0 21 175
Sonstige Rückstellungen 645 1.297 803 544 156 751

r) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zwei Ratentilgungsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 9,0 bzw. Mio. EUR 2,3 mit Laufzeiten bis Dezember 2011 bzw. März 2012 sowie ein langfristiges Innovationsdarlehen in Höhe von Mio. EUR 5,0 mit einer Laufzeit bis September 2019 ausgewiesen. Zur Sicherung des erstgenannten Ratentilgungsdarlehens wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet.

s) Sonstige Verbindlichkeiten

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 256) sowie kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 59 (Vorjahr: TEUR 72) ausgewiesen.

3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

a) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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  2009
TEUR
2008
TEUR
+ / -
TEUR
Erlöse aus Sprachdiensten 25.485 31.146 -5.661
Erlöse Anschlüsse 6.136 7.044 -908
Erlöse aus Datendiensten* 8.070 1.115 6.955
Erlöse aus Mobilfunk 434 80 354
Erlöse aus Mehrwertdienste und Servicenummern 473 472 1
Erlöse aus Housing/Hosting* 3.852 0 3.852
Erlöse aus Carrierservices* 2.752 4.688 -1.936
Erlöse Non-Carrierservices 3.582 2.826 756
Erlöse Wholesale 29.418 26.609 2.809
Erlöse Sonstige 18 6 12
Gesamt 80.220 73.986 6.234
  2008
TEUR
2008
TEUR
+ / -
TEUR
Inland 64.199 56.113 8.086
Ausland 16.021 17.873 -1.852
Gesamt 80.220 73.986 6.234

* Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr in diesen Erlössegmenten ist aufgrund der Verschmelzung des Geschäftskundensegments der nacamar GmbH zum 1. Januar 2009 eingeschränkt.

b) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung von Kosten (TEUR 762; Vorjahr: TEUR 303), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 544; Vorjahr: TEUR 21) sowie Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 13; Vorjahr: TEUR 68).

c) Materialaufwand

Der Materialaufwand betrifft eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikationsunternehmen.

d) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen (TEUR 2.590; Vorjahr: TEUR 3.089), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEUR 1.239; Vorjahr: TEUR 944), Technischer Support und Entwicklung (TEUR 1.195; Vorjahr: TEUR 1.816) und Raumkosten (TEUR 844; Vorjahr: TEUR 649). Darüber hinaus sind in diesem Jahr Verschmelzungsverluste in Höhe von TEUR 151 hierin enthalten.

e) Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH wurde ein Gewinn in Höhe von TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 748) übernommen.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Verlust in Höhe von TEUR 690 (Vorjahr TEUR 3.832) übernommen.

f) Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich aus Kontokorrentguthaben sowie aus Darlehensforderungen gegen Beteiligungsunternehmen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die nicht ausgezahlte Verlustübernahme der nacamar GmbH aus dem Geschäftsjahr 2008 sowie auf die Darlehensverbindlichkeiten.

g) Abschreibungen auf Finanzanlagen

Aufgrund verschlechterter Zukunftserwartungen waren in 2009 außerplanmäßige Abschreibungen auf die Beteiligungsbuchwerte in Höhe von TEUR 3.832 vorzunehmen. Diese betreffen die toBEmobile GmbH mit TEUR 200, die PPRO GmbH mit TEUR 791, die bindone digital solutions GmbH mit TEUR 398 und die nacamar GmbH mit TEUR 2.443.

4) SONSTIGE ANGABEN

a) Angabe zur Corporate Governance - Erklärung § 285 Nr. 16 HGB

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären über die Website der Gesellschaft zugänglich gemacht.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB

Aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten 4 Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt:

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TEUR 2010 2011 2012 2013 Summe
Miete 770 770 492 295 2.327
Leasing/Mietkauf 295 162 0 0 457
Gesamt 1.065 932 492 295 2.784

Außerdem bestehen vertragliche Vereinbarungen über einen zu erreichenden Mindestumsatz mit Lieferanten bis 2013 über eine Gesamthöhe von TEUR 6.660.

c) Eventualverbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag eingegangene Verpflichtungen aus Bürgschaften betragen TEUR 2.668 (Vorjahr: TEUR 3.274).

d) Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken für Finanzierungsvorgänge in Form zweier Zins-Swaps und eines Zins-Caps eingesetzt. Die Zins-Swaps beziehen sich auf ein Nominalvolumen von TEUR 5.000 bzw. TEUR 2.750. Der Zins-Cap hat ein Volumen von TEUR 4.500. Aus der Bewertung der Zins-Swaps resultierten zum Stichtag finanzielle Schulden von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 154). Hierfür wurde eine sonstige Rückstellung gebildet. Der Zins-Cap hatte einen Zeitwert von null.

e) Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2009 und 2008 beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

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  2009 2008
Angestellte 130 108
(Ohne Vorstandsmitglieder und Auszubildende) 119 92

f) Vorstand

Der Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2009 wie folgt zusammen:

· Peter Zils, Düsseldorf, Ingenieur, Vorsitzender

· Bernhard Seidl, München, Ingenieur

· Achim Theis, Düsseldorf, Kaufmann

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind.

g) Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Jahr 2009 bestellt:

· Johannes Borgmann, Kaufmann, Düsseldorf (Vorsitzender)

· Mirko Mach, Kaufmann, Heidelberg (stellvertretender Vorsitzender)

· Brigitte Holzer, Kauffrau, Berg

· Stephan Brühl, Kaufmann, Düsseldorf

· Dr. Thorsten Reinhard, Rechtsanwalt, Berlin

· Mag. Reinhold Oblak, Kaufmann, Krumpendorf

Zum 31. Dezember 2009 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft gemäß § 285 Nr. 10 HGB Mitglieder in folgenden Gremien:

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Aufsichtsratsmitglied Funktion Unternehmen
Johannes Borgmann Geschäftsführer ADCO Umweltdienste Holding GmbH
  derzeit Member Board of Directors ADCO HOLDINGS, Inc. in Marietta, Georgia 30062, USA
  Geschäftsführer ADCO Beteiligungs-GmbH (Ratingen)
  Geschäftsführer ADCO Immobilien GmbH (Ratingen)
  Geschäftsführer ADCO & DIXI s.r.o Podebrady Tschechien
  Geschäftsführer ADCO International GmbH
  derzeit Präsident des Verwaltungsrates TOI TOI AG in Affoltern (Schweiz)
  Geschäftsführer TOI TOI & DIXI Sanitärsysteme München GmbH
  Geschäftsführer QITS GmbH in Ratingen
  Beiratsvorsitzender F-C-S- GmbH
Brigitte Holzer Mitglied des Aufsichtsrats Linux Information Systems AG, München
  CFO Voice.Trust AG, München
  Director INCORBUS LTD., London
  Director DRAGON VC LTD., London
  Inhaber, Geschäftsführerin OCTAGON CAPITAL GmbH, Berg
  FP & A Manager Emerging Markets Adobe Systems GmbH, München
Mirko Mach Geschäftsführender Gesellschafter MPC Service GmbH, Heidelberg
  Liquidator 1stopmobile.com AG i. L., Heidelberg
Dr. Thorsten Reinhard Partner RAe, Stb, WP Nörr Stiefenhofer Lutz, Berlin
Mag. Reinhold Oblak Mitglied des Vorstands AVW-Gruppe AG, Krumpendorf, Österreich

h) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes.

Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBIT und den Konzernumsatz der Gesellschaft. Die Zielvorgaben werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. Für 2009 wurde keine variable Vergütung an die Mitglieder des Vorstands bezahlt. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Damit werden die Vorstandsmitglieder am langfristigen Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, wodurch auch eine Bindung an das Unternehmen erreicht werden soll.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Es wurden in 2009 keine variablen Vergütungen an den Aufsichtsrat gezahlt.

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2009 wie folgt zusammen:

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TEUR Feste Vergütung Erfolgsbezogene Vergütung Aktienoptionsplan Summe Aktienoptionen (Anzahl) Aktienoptionen (Fair Value bei Begebung)
Bernhard Seidl 201,1 0 53,7 254,8 90.000 239
Achim Theis 199,2 0 13,8 213,0 30.000 43
Peter Zils 295,6 0 0 295,6 0 0
Johannes Borgmann 8,0 0 0 8,0 0 0
Brigitte Holzer 4,5 0 0 4,5 0 0
Dr. Thorsten Reinhard 3,5 0 0 3,5 0 0
Mirko Mach 4,8 0 0 4,8 0 0
Stephan Brühl 2,5 0 0 2,5 0 0
Mag. Reinhold Oblak 2,1 0 0 2,1 0 0

i) Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen.

j) Beteiligungen an der Gesellschaft

Folgende wesentliche Beteiligungen über 10% werden an der Gesellschaft gehalten:

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Aktionär %
Peter Zils 31,05
AvW Management-Beteiligungs AG 10,12
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09

Während des Geschäftsjahres 2009 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben.

12.05.2009

Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 11. Mai 2009 die Schwelle von 5% überschritten hat und zu diesem Tag 5,24% beträgt (Anzahl Aktien: 204.513, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 5% der Stimmrechte haben: (1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf, (2) MARTRADE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (3) Günther Hahn, Deutschland.

01.07.2009

Mitteilung der Intellect Investment & Management Ltd., Tortola, Britsh Virgin Island, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 01.07.2008 die Schwelle von 25% überschritten hat und zu diesem Tag 25,09% beträgt (Anzahl Aktien: 978.489, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von Andrey Morozov, Finnland, gehalten, der mehr als 3% der Stimmrechte an der Gesellschaft besitzt.

k) Honorare Wirtschaftsprüfer

Das Honorar für die Abschlussprüfung umfasste TEUR 30.

 

Düsseldorf, den 25. März 2010

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers

Wir haben dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der ecotel communication ag, Düsseldorf, in der Fassung der Anlage 1 den folgenden unter dem 29. März 2010 unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 29. März 2010

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinz Dieter Schlereth, Wirtschaftsprüfer

Christian Frank, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Darüber hinaus haben verschiedene Mitglieder des Aufsichtsrats dem Vorstand ihre Fachkenntnisse beratend zur Verfügung gestellt, ohne hierfür ein über die satzungsmäßige Aufsichtsratsvergütung hinausgehendes Entgelt verlangt oder erhalten zu haben. Dies betraf unter anderem die Bereiche Organisation, Personal, Vertrieb, Finanzen, Recht und Kommunikation.

Der Aufsichtsrat der ecotel kam im Berichtsjahr zu insgesamt neun Sitzungen zusammen, von denen zwei Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen abgehalten wurden. Zudem gab es fünf Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat den gesetzlichen Vorgaben entsprechend über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt. Dies betraf unter anderem eine KfW-geförderte Finanzierung, eine Absenkung der Beteiligung an der PPRO GmbH, eine Aufstockung der Beteiligung an der mvneco GmbH, eine Patronatserklärung zugunsten der easybell GmbH und konzerninterne Umstrukturierungen.

1. Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat

Neben den vorstehend genannten zustimmungsbedürftigen Geschäften hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr insbesondere mit den folgenden Themen beschäftigt:

Restrukturierungsprogramm

In der Aufsichtsratssitzung am 9. Juli 2009 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat ein umfassendes Restrukturierungsprgramm vor, das unter anderem die Aufgabe der Standorte in Dreieich und München, eine Konzentration von Unternehmensfunktionen am Standort Düsseldorf, kostendämpfende Maßnahmen im Einkauf und in den Unternehmensprozessen und eine Reduzierung der Gehaltskosten vorsah. Der Aufsichtsrat ließ sich das Konzept eingehend erläutern und diskutierte mit dem Vorstand Vor- und Nachteile einzelner Maßnahmen. Die Beratungen wurden in den Aufsichtsratssitzungen am 28. Juli 2009, am 17. September 2009 und am 17. Dezember 2009 fortgesetzt und vertieft.

Schiedsklage gegen Tiscali Business GmbH / Tiscali S.p.A.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat seit dem Beginn des Schiedsverfahrens fortlaufend über die Prozesslage informiert und mit ihm das weitere Vorgehen beraten. In seiner Sitzung am 28. Juli 2009 hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands gebilligt, das Verfahren durch einen Vergleich zu beenden.

Risikomanagement

Die nach Einschätzung des Aufsichtsrats gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Risiken haben ihn dazu veranlasst, Fragen des Risikomanagements besondere Aufmerksamkeit zu widmen. So ließ sich der Aufsichtsrat den Risikobericht des Vorstands bzw. seine Fortschreibungen in den Sitzungen am 18. Februar 2009, am 26. März 2009, am 28. Mai 2009, am 1. Oktober 2009 und am 17. Dezember 2009 erläutern. Der Aufsichtsrat hat die Risikoberichte jeweils mit dem Vorstand erörtert und auch selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Die erörterten Risiken spannten sich über alle Unternehmensfunktionen; diskutiert wurden neben Aspekten der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft insbesondere finanzielle, operative und technische Risiken. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und durch angemessene Maßnahmen zu reduzieren bemüht ist.

Jahresabschluss

In der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2009 stand der Jahresabschluss 2008 im Mittelpunkt. Zudem genehmigte der Aufsichtsrat in der Sitzung am 26. März 2009 vorsorglich verschiedene Verträge zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind (näher dazu unten).

2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich jeweils seiner Stimme enthalten und, sofern dies im Einzelfall opportun schien, auch nicht an der vorangegangenen Aussprache beteiligt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potentiellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betrifft die QITS GmbH, Ratingen, an der Herr Johannes Borgmann beteiligt ist, die MPC Service GmbH, Heidelberg, an der Herr Mirko Mach beteiligt ist, sowie Nörr Stiefenhofer Lutz, Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, München, an der Herr Dr. Thorsten Reinhard beteiligt ist.

3. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der Abschlussprüfer der von ecotel beauftragten, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Er hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat ist mit dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer einverstanden.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 30. März 2010 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2009 festgestellt.

4. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr haben sich keine Veränderungen im Aufsichtsrat ergeben.

5. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr

Die Bestellung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Peter Zils endete am 28. Februar 2009 turnusmäßig. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 18. Februar 2009 wurde die Bestellung um drei Jahre verlängert. Zugleich wurde der Anstellungsvertrag zu veränderten Konditionen für den gleichen Zeitraum verlängert.

6. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr vier Mal getagt und sich dabei insbesondere mit den Quartalsberichten und dem Jahresabschluss 2009 auseinandergesetzt.

Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2009 nicht getagt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2009 geleistete Arbeit. Der Dank gilt insbesondere den Mitarbeitern, die dem Vorbild des Vorstands gefolgt sind und die Gesellschaft durch Verzicht auf einen Teil ihrer Bezüge in dem für die Gesellschaft schwierigen Jahr 2009 unterstützt haben.

 

Düsseldorf, den 30. März 2010

Für den Aufsichtsrat

Johannes Borgmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Lagebericht 2009

der ecotel communication ag

I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN

1. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die Finanzkrise und der weltweite Abschwung trafen Deutschland mit großer Wucht. Für das Rezessionsjahr 2009 gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einem Rückgang der Deutschen Wirtschaftsleistung um 5% nach einem Wachstum von 1,3% in 2008 aus. Für 2010 zeichnet sich wieder eine Erholung ab.

Telekommunikations-Marktvolumen sinkt auch in 2009

In 2009 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (ohne Kabelnetze) in Deutschland um 4,6% von 60,6 Milliarden EUR auf 57,8 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2009, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt blieb danach mit 53% konstant.

Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 34 Milliarden EUR 59% des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus.

Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber fast 13 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inkl. der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 37 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 35%. Der Großteil dieser Telefonanschlüsse sind ISDN-Basisanschlüsse. Während jedoch die Zahl der klassischen Festnetzanschlüsse bei den Wettbewerbern nur noch leicht ansteigt, ist bei den entbündelten Voice-over-IP Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten.

Ende 2009 gab es in Deutschland fast 25 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 23 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2008. Rund 89% der Breitbandanschlüsse basierten dabei auf DSL-Technologie. Dabei entfielen 8,4 Mio. Anschlüsse (34%) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2,1 Mio. Anschlüsse (8%) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 11,6 Mio. Anschlüsse (47%) auf die Deutsche Telekom AG (DTAG) sowie 2,8 Mio. Anschlüsse (8%) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV. Die Wettbewerber der DTAG haben somit einen Marktanteil von 53%. Es war in 2009 zu beobachten, dass insbesondere die DTAG sowie die Kabelnetzbetreiber Marktanteile auf Kosten der Wettbewerber gewannen.

Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten, insbesondere bei den Komplettanschlüssen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei Call-by-Call und Preselection ist das Volumen dagegen rückläufig. Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, mehr als 70% ein. Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfunk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) Sprache durch VoIP (Voice over IP).

Der Mobilfunkumsatz reduzierte sich gemessen am gesamten Marktvolumen von Telekommunikationsdienstleistungen in 2009 von 25,6 Milliarden EUR auf 23,6 Milliarden EUR. Trotz des jährlichen Wachstums an Mobilfunkminuten von ca. 10% reduzierte sich der Mobilfunk Gesamtumsatz durch den Preisverfall im Sprachbereich, im Wesentlichen getrieben durch preisaggressive Mobilfunkdiscounter. Das intakte Umsatzwachstum im Bereich der Non-Voice-Dienste wird nach wie vor von der Datenübertragung getragen. Die Zahl der aktivierten SIM Karten lag Ende 2009 wie im Vorjahr bei ca. 100 Mio.

Trends im B2B-Markt

Auch im Geschäftssegment ist die Umsatzentwicklung in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch den starken Preisverfall im klassischen Telefoniegeschäft sowie die hohe Wettbewerbsintensität. Zudem ist zu beobachten, dass die Kunden zunehmend auf Bündelangebote inkl. ISDN- und DSL-Anschluss umsteigen. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP Lösungen ersetzt.

Mögliche Trends der Zukunft sind die Verlagerung der Telefonanlage ins Netz (IP Centrex), breitbandige Internetzugänge, die sichere Verbindung von Unternehmensstandorten basierend auf Ethernet sowie Internet Services wie Software as a Service (SaaS) und Server based Computing (SbC).

Weiterhin ist davon auszugehen, dass konvergente Festnetz- und Mobilfunkprodukte sowohl im Sprach- als auch im Datenbereich in Zukunft eine wesentliche Rolle im B2B-Markt spielen werden.

Regulatorische Trends

ecotel communication ag (ecotel) unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche. Im Bereich Festnetz müssen ab 2008 laut Telekommunikationsgesetz (TKG) von der Deutschen Telekom AG die Vorleistungsprodukte „IP Bitstream Access“ sowie „PSTN Resale“ angeboten werden. Das Bereitstellen der Vorleistungsprodukte bildet eine wichtige Voraussetzung für das zukünftige Produktangebot der ecotel. Für die Bereitstellung von „PSTN Resale“ wurde die Deutschen Telekom zur Umsetzung einer freiwilligen Selbstverpflichtung seitens der Bundesnetzagentur aufgefordert. Ein Angebot liegt den Wettbewerbern hierzu bislang nicht vor. Deshalb setzt ecotel zukünftig verstärkt auf die Zusammenarbeit mit alternativen Teilnehmernetzbetreibern.

Im Bereich Mobilfunk gab es in 2009 eine weitere Reduzierung der Voice- und Daten-Roamingentgelte sowie eine weitere Absenkung der nationalen Terminierungsentgelte. Im Rahmen der EU Roaming-Verordnung wurden weitere Auflagen hinsichtlich der Kosten des Mailbox Empfangs beim Sprach-Roaming sowie der Einführung von Cut-Off-Limits beim Daten-Roaming festgelegt.

2. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Gesellschaft ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über zwei Geschäftsbereiche: „Geschäftskundenlösungen“ und „Wiederverkäuferlösungen“.

Geschäftskundenlösungen

Im Kernbereich „Geschäftskundenlösungen“ bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand und auf einer Rechnung an.

Im Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Seit 2008 vermarktet ecotel zudem auch eigene Mobilfunkprodukte und bietet Geschäftskunden Sprachtarife in Verbindung mit Optionen zur mobilen Datennutzung an.

Über die letzten drei Jahre hat sich im Rahmen der Produkterweiterungsstrategie der „Umsatzmix“ des Geschäftskundenbereichs erheblich verändert. Während in 2006 noch ca. 96% der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2009 auf 60%. Die übrigen Produktbereiche Sprach- und Datenanschlüsse (26%), VPN und Datendienste (6%) sowie Housing / Hosting (6%) und Mobilfunk (2%) betrugen 40% der Geschäftskundenumsätze.

Je nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Dadurch erhält ecotel einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 30.000 mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen.

Wiederverkäuferlösungen

Im Geschäftsbereich „Wiederverkäuferlösungen“ fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für nationale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich „Geschäftskundenlösungen“. Hierfür unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit über 100 internationalen Carriern.

Infrastruktur

Die ecotel unterhält eigene Komponenten einer Telekommunikationsinfrastruktur, unter anderem einen IP-Backbone mit Standorten in Frankfurt und Düsseldorf, ein eigenes Rechenzentrum, einen Voice Switch sowie zentrale Einwahlplattformen. Im Jahr 2009 wurde im Rahmen eines Migrationsprojekts der deutschlandweite Backbone auf 2 Standorte konzentriert mit dem Ergebnis, dass nun alle Kundenleitungen über die moderne Ethernet-Technologie mit höherer Bandbreite an die beiden zentralen Standorte angebunden werden und die bisherigen Fixkosten somit durch variable Kosten ersetzt werden konnten.

IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing.

3. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die von der ecotel ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG).

Leitungsorgan

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an.

Vergütung der Organmitglieder

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBITDA, die Finanzierung der Gesellschaft sowie den Konzernumsatz der Gesellschaft. Die Zielvorgaben werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Damit werden die Vorstandsmitglieder am langfristigen Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, wodurch auch eine Bindung an das Unternehmen erreicht werden soll.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Anhang (Anmerkung 4) f)) „Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats“) aufgeführt.

Änderungen der Satzung

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt.

Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Kapitalverhältnisse

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000,00 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 25. Juli 2008 die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Im Geschäftsjahr 2009 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 25. Juli 2008 lief zum 31. Dezember 2009 aus. Eine Verlängerung wurde im Rahmen des Hauptversammlungsbeschlusses vom 31. Juli 2009 abgelehnt.

Rücklage für eigene Anteile

Gemäß dem Einbringungsvertrag mit den Gesellschaftern der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH wurden 147.500 Earn-Out Aktien unentgeltlich an die ecotel rückübertragen. Somit hält ecotel zum 31. Dezember 2009 147.500 eigene Aktien. Diese wurden im Zugangszeitpunkt mit EUR 3,65 pro Aktie bewertet. In entsprechender Höhe (TEUR 538) wurde eine Rücklage für eigene Anteile gebildet.

Kapitalbeteiligungen und Kontrollrechte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2009 mehr als 10% beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

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Aktionär Aktienbesitz
(in %)
Peter Zils 31,05%
AvW Management-Beteiligungs AG 10,12%
Intellect Investment & Management Ltd. 25,09%
Gesamt 66,26%

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

Auswirkungen potenzieller Übernahmeangebote

Wesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für das Vorstandsmitglied Bernhard Seidl besteht im Fall einer wesentlichen Veränderung der Eigentümerstruktur (Change of Control) ein Sonderkündigungsrecht mit einem Abfindungsanspruch i.H.v. 75.000,00 EUR für jedes angefangene Jahr, das zwischen dem Zeitpunkt des Change of Control und dem 31. August 2010 liegt. Für die anderen Vorstandsmitglieder bestehen keine Vereinbarungen, die Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots vorsehen.

4. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFT

Die ecotel hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Ende 2009 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 130 Mitarbeiter, 22 Mitarbeiter mehr als Ende 2008. Der Zuwachs an Mitarbeitern entstand im Wesentlichen durch die Übertragung durch Abspaltung im Wege der Aufnahme des B2B Geschäftsbereich der nacamar zur ecotel.

Die Tochterunternehmen der ecotel haben ihre Standorte in Deutschland, in der Ukraine und in Österreich und beschäftigten zum Jahresende 2009 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden 57 Mitarbeiter (Ende 2008: 110 Mitarbeiter). Der Rückgang steht im Zusammenhang mit der Übertragung des Teilbetriebs der nacamar GmbH auf die ecotel.

ecotel private GmbH

Die ecotel private GmbH ist eine 100%ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White Label Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an gegenwärtig ca. 500 Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf.

Phasefive R&D Ltd.

ecotel hält 100% der Anteile an der Phasefive R&D Ltd., einem in der Ukraine angesiedelten IT-Tochterunternehmen, welches Provisionierungs-, Portal- und Billingsoftware für Telekommunikationsanbieter, unter anderem auch für Teile des ecotel IT-Systems, entwickelt. Die Muttergesellschaft Phasefive AG wurde 2009 auf die ecotel verschmolzen.

i-cube GmbH

Die i-cube GmbH mit Sitz in Düsseldorf bietet ecotel, anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern das komplette Portfolio an entbündelten DSL Dienstleistungen und Voice over IP an. Die Kunden können somit über eine standardisierte Schnittstelle Vorleistungen mit einer bundesweiten Verfügbarkeit von verschiedenen Lieferanten wie Telefonica, QSC oder Deutsche Telekom (DTAG) ohne Abnahmeverpflichtungen beziehen. ecotel hält 50,2% der Anteile an der i-cube GmbH.

/bin/done digital solutions GmbH

Die /bin/done digital solutions GmbH mit Sitz in München wurde im September 2006 zu 100% von der ecotel übernommen. Das Systemhaus ist auf die Bereiche Provisionierung, Prozessautomatisierung und Systemintegration spezialisiert. Es ist geplant, /bin/done digital solutions GmbH Anfang 2010 auf die ecotel zu verschmelzen.

toBEmobile GmbH

An der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält die ecotel 51% der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig und vermarktet ähnlich wie „Simyo“ oder „blau“ eigene Prepaid-SIM-Karten zu Discounttarifen. Die toBEmobile GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte Ende 2009 zwei Mitarbeiter (Vorjahr: drei Mitarbeiter).

nacamar GmbH

Im März 2007 erwarb die ecotel sämtliche Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH (nunmehr firmierend als „nacamar GmbH“). Nachdem 2009 das B2B-Geschäft der nacamar GmbH auf die ecotel übertragen wurde, betreibt die nacamar nunmehr ausschließlich das New Media Geschäft. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte Ende 2009 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 62 Mitarbeiter).

ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH

Die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH mit Sitz in Rathenow wurde im Juni 2007 zu 100% im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung mit zusätzlicher Barzahlungskomponente übernommen. Die Gesellschaft ist ein in Deutschland agierender Telekommunikationsdienstleister für Sprach- und Datendienste mit Fokussierung auf kleine und mittelständische Geschäftskunden. Sie versorgt ca. 5.000 Geschäftskunden und beschäftigte Ende 2009 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 20 Mitarbeiter). Es ist geplant, die ADTG in 2010 auf die ecotel zu verschmelzen.

PPRO GmbH

Im Juli 2007 übernahm ecotel 51,2% der Anteile der PPRO Wertkartenverkauf GmbH (nunmehr firmierend als „PPRO GmbH“) mit Sitz in Bad Heilbrunn. Die Gesellschaft ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Prepaid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren „giropay“ für über das Internet agierende Händler. Die Dienstleistungen der PPRO GmbH werden sowohl extern vermarktet und können auch unmittelbar in verschiedenen Geschäftsbereichen der ecotel Gruppe genutzt werden. Im Dezember 2009 verkaufte die ecotel 40% der Anteile der PPRO GmbH und verfügt somit nun über 11,2% der Anteile an der Gesellschaft.

mvneco GmbH

ecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet und hält seither 45% der Anteile des Unternehmens. Ende 2008 beschäftigte die mvneco GmbH zehn Mitarbeiter. Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird.

5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Entwicklungsaufwendungen der ecotelbetreffen im Wesentlichen das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk, welche aber nach HGB nicht aktiviert werden. In 2009 betrugen diese TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 630).

6. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2009

Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2009 der ecotel gegeben.

KfW Innovationsdarlehen in Höhe von 5 Mio. EUR erhalten

Im September 2009 hat ecotel im Rahmen des ERP Innovationsprogramms der KfW über die Commerzbank Finanzierungsmittel in Höhe von 5 Mio. EUR erhalten. Verwendet wird das Geld zweckgebunden für die Entwicklung innovativer Festnetz- und Mobilfunk-Konvergenzprodukte. Damit wurde die Grundlage für weiteres Wachstum durch Investitionen in neue Entwicklungsprojekte gelegt.

Außergerichtliche Einigung mit Tiscali über Kaufpreisreduzierung erzielt

Im September 2009 hat ecotel mit Tiscali eine außergerichtliche Einigung über eine Kaufpreisreduzierung für den Erwerb der Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH vom 5. Februar 2007 geschlossen. Als Ergebnis daraus wurden ecotel 1,65 Mio. EUR als Barausgleich überwiesen. Der damalige Kaufpreis für die Tiscali Nacamar GmbH betrug 18,5 Mio. EUR. Mit der außergerichtlichen Einigung konnte ein langjähriger Rechtsstreit vermieden und die Nettofinanzverbindlichkeiten weiter reduziert werden.

Kooperationsverträge mit Versatel und Vodafone zur Vermarktung von Geschäftskundenlösungen geschlossen

Im Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH bietet ecotel seit Ende 2009 Vollanschlussprodukte basierend auf der Infrastruktur beider Anbieter an. Auf Basis dieser neuen Partnerschaften kann ecotel nun mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland mit „echten“ ISDN-Komplettpaketen zu besonders attraktiven Konditionen bedienen. Zudem wurde mit den Kooperationsverträgen die Basis für die Migration von Bestandskunden auf diese neuen Vollanschlüsse gelegt.

Konsolidierung der Netzinfrastruktur

Im Rahmen des Projekts „NetMig“ wurde der deutschlandweite IP Backbone mit 21 Zugangspunkten auf 2 Zugangspunkte konzentriert. Dabei wurden 110 Bestandskunden von herkömmlicher „Leased Line“ Anbindungstechnologie auf die moderne „Ethernet“ Technologie migriert und direkt an die beiden zentralen Zugangspunkte angebunden. Zudem konnten über 70 Ethernet Neukunden gewonnen werden. Der Hauptvorteil der Ethernet Technologie für die Kunden liegt in der flexibleren und durchschnittlich 5-fach höheren Bandbreite bei gleichen Kosten und gleicher Qualität. Der Hauptvorteil des Projekts für ecotel liegt in der Modernisierung der Infrastruktur und im Aufbau einer rein variablen Kostenbasis. Gleichzeitig konnte die Zahl der Vorlieferanten von 13 auf vier reduziert werden.

Verschmelzung der Phasefive AG und des B2B Bereichs der nacamar GmbH mit der ecotel

Die Restrukturierung des B2B Datengeschäftes der nacamar GmbH wurde in 2009 erfolgreich beendet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde dieser auch rechtlich auf die ecotel verschmolzen. Das New Media Geschäft wird in der nacamar GmbH weiter fortgeführt. Außerdem wurde die Phasefive AG ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die ecotel verschmolzen.

Verkauf von 40% der Anteile an der PPRO GmbH

Im Dezember 2009 verkaufte die ecotel 40% der Anteile an der PPRO GmbH und besitzt nunmehr noch 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft. ecotel verfolgt mit dieser Transaktion konsequent die Strategie, sich ab 2010 ausschließlich auf die Vermarktung von Telekommunikationsdiensten in den Bereichen Geschäftskunden und Wiederverkäufer zu fokussieren.

II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

1. ERTRAGSLAGE

In 2009 wurde ein Umsatz in Höhe von 80,2 Mio. EUR erzielt, eine Steigerung von 8% gegenüber dem Vorjahresumsatz von 73,9 Mio. EUR. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) steigerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3% von 16,8 Mio. EUR auf 17,3 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge sank bedingt durch das rückläufige Umsatzvolumen im margenstarken Geschäftskundensegment gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 23% auf 22%.

Rückläufige Zahlen im Geschäftskundensegment

Der Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 55% (Vorjahr: 54%) an den Gesamterlösen. Der Umsatz steigerte sich dabei von 39 Mio. EUR auf 44 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf die Verschmelzung des B2B-Bereichs der nacamar GmbH mit der ecotel zurückzuführen. Bereinigt um diesen Effekt ist der Umsatz um ca. 7 6 Mio. EUR zurückgegangen. Dies ist auf den weiterhin anhaltenden, produktbedingten Kundenverlust bei Preselection-Sprachumsätzen zurückzuführen, der in 2009 noch nicht ausreichend durch Neuumsätze kompensiert werden konnte. Für 2010 sind deshalb ausgiebige Bestandskunden- und Neukundenaktivitäten geplant, um bei den Preselection-Kunden einen Produktwechsel auf die neuen Vollanschlüsse durchzuführen und damit den Turnaround in diesem Geschäftsbereich einzuleiten.

Wachsendes Geschäft im Wiederverkäufersegment

Der Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 45% (Vorjahr: 46%) zu den Gesamterlösen bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich leicht von 34 Mio. EUR auf 36 Mio. EUR.

Höhere Aufwendungen

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2009 um 2,6 Mio. EUR von 5,1 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl steigerte sich auf 130 (Vorjahr: 108).

Hauptsächlich infolge geringerer Vertriebspartnerprovisionen und erzielter Kosteneinsparungen reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen leicht um ca. 2% von 8,8 Mio. EUR auf 8,6 Mio. EUR.

Niedrigeres EBITDA als im Vorjahr

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in 2009 reduzierte sich um 21% von 3,4 Mio. EUR auf 2,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3%.

Die Abschreibungen stiegen in 2009 von 0,7 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR. Dies ist auf das von der nacamar GmbH übernommene Anlagevermögen zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich auf 0,3 Mio. EUR, nach 2,7 Mio. EUR im Vorjahr. Die EBIT Marge reduzierte sich dadurch von 3,6% auf 0,4%.

Das Finanzergebnis betrug in 2009 -4,8 Mio. EUR nach -6,4 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2008. Es setzt sich zusammen aus Erträgen aus Gewinnabführung in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR), Aufwendungen aus Verlustübernahme in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR), Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR) und Zinsaufwendungen in Höhe von 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden aufgrund einer niedrigeren zukünftigen Ergebniserwartung vorgenommen.

Der Steueraufwand für 2009 lag bei 0,02 Mio. EUR (Vorjahr: Steuerertrag 0,1 Mio. EUR).

Der Jahresfehlbetrag in 2009 betrug 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 3,6 Mio. EUR).

2. FINANZLAGE

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2009 betrug 2,6 Mio. EUR, verglichen mit 3,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 0,2 Mio. EUR. Davon entfielen im Wesentlichen 1,1 Mio. EUR auf Sachanlagen, 0,2 Mio. EUR auf immaterielle Anlagen, 0,2 Mio. EUR auf Finanzanlagen (Zugang der Anteile der synergyPlus GmbH), 0,4 Mio. EUR aus gewährten Inter-Company Darlehen an die Gesellschaften synergyPlus GmbH, /bin/done digital solutions GmbH und der i-cube GmbH sowie 2,1 Mio. EUR aus Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen (Anteilsverkauf der PPRO GmbH, Kaufpreisrückerstattung von Tiscali für die nacamar GmbH).

Der Cashflow aus Finanztätigkeit betrug 1,5 Mio. EUR und setzt sich aus der Tilgung des ausstehenden Akquisitionsdarlehens sowie dem erhaltenen Innovationsdarlehen der KfW zusammen.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich von 0,8 Mio. EUR Anfang 2009 auf 4,9 Mio. EUR Ende 2009 erhöht.

ecotel hat bei zwei Banken eine Betriebsmittellinie von 6 Mio. EUR. Davon waren Ende 2009 2,3 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 3,7 Mio. EUR noch offen. Von der Betriebsmittellinie laufen 3,5 Mio. EUR bis zum 30. Juni 2010. Es besteht jedoch das Risiko, dass Teile dieser Betriebsmittellinie nicht verlängert werden.

Im Ergebnis war die Gesellschaft wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen.

3. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2009 42,9 Mio. EUR, was einer Reduktion um 4% gegenüber 44,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2008 entspricht.

Auf der Seite der Aktiva reduzierte sich das Anlagevermögen um 20% von 27,5 Mio. EUR auf 22,0 Mio. EUR. Ursächlich für diesen Rückgang sind im Wesentlichen die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen. Insbesondere wurden Abschreibungen in Höhe von 2,4 Mio. EUR auf die Anteile der nacamar GmbH, 0,4 Mio. EUR auf die Anteile der /bin/done digital solutions GmbH und 0,2 Mio. EUR auf die Anteile der toBEmobile GmbH getätigt.

Das Umlaufvermögen inklusive Rechungsabgrenzungsposten (ohne liquide Mittel) reduzierte sich von 16,3 Mio. EUR auf 15,9 Mio. EUR. Die Reduktion begründet sich aus einem Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,9 Mio. EUR. Die liquiden Mittel stiegen von 0,8 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR.

Auf der Seite der Passiva reduzierte sich das Eigenkapital um 34% von 13,9 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR. Somit beträgt die Eigenkapitalquote Ende 2009 22% der Bilanzsumme (Vorjahr: 31%). Die Rückstellungen betragen 0,8 Mio. EUR und sind durchgängig kurzfristiger Natur. Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich aufgrund des KfW Innovationsdarlehens auf 12,8 Mio. EUR. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen bedingt durch die Verschmelzung des B2B-Geschäftsbereichs der nacamar GmbH um 1,9 Mio. EUR von 9,7 Mio. EUR auf 11,6 Mio. EUR.

III. NACHTRAGSBERICHT

Nach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2009.

IV. RISIKOBERICHT

1. RISIKOMANAGEMENT und internes Kontrollsystem

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein.

Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel.

Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten.

Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das 4-Augen Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse.

2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert.

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server Farmen) sowie auf die korrekte Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse wie z.B. im Bereich Provisionierung, Rechnungsstellung und Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximalen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Durch das „Projekt Netmig“ konnte das Risiko eines Ausfalls der Backbone-Infrastruktur praktisch eliminiert werden. Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur wurden in 2007 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen getroffen. Der Fokus von Ausbaumaßnahmen des Rechenzentrums in 2010 / 2011 liegt hier in der Erweiterung der Stromversorgung und der Schaffung weiterer Redundanzen im Bereich der Notstromversorgung. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der Vermittlungstechnik konnten dadurch reduziert werden, indem nunmehr nur der internationale B2B- sowie der margenschwache Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert werden und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs somit in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt.

Ein weiterer operativer Risikofaktor ist die neue Auftragsschnittstelle (WITA) der Deutschen Telekom AG (DTAG). WITA war als Middleware zwischen der gewachsenen Telekom IT-Struktur und den Wettbewerbern konzipiert. Sie sollte eine einheitliche Auftragserfassung und -bearbeitung ermöglichen. In der Realität funktioniert diese komplexe Schnittstelle nur mäßig und führt zu einer massiven Behinderung der ecotel und anderer alternativer Marktteilnehmer bei der Auftragsabwicklung und somit zu Kundenunzufriedenheit und einer erhöhten Kündigungsquote. ecotel geht davon aus, dass die DTAG in Q2 2010 diese Probleme in den Griff bekommt.

Zudem leidet ecotel zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Lieferengpässen der DTAG bei der zeitnahen Bereitstellung von Ethernet Anschlüssen. Da Lieferverzögerungen direkte Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit, das Wachstumspotenzial dieses neuen Produktes und somit die Ertragslage der Gesellschaft haben, hofft ecotel auch hier auf eine Problemlösung der Lieferverzögerungen und Termintreue in Q2 2010.

Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen.

Gegenwärtig läuft eine gegen ecotel eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware-Equipment. Der Streitwert beträgt 166 TEUR. ecotel schätzt die Wahrscheinlichkeit des Unterliegens im Klageverfahren als gering ein.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken.

Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat ecotel mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter den Konzern betreffenden Finanzkennzahlen beziehen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei zwei der drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL:>25%; IST: 37%), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 1,5)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Beim dritten Covenant (EBITDA / Umsatzerlöse (SOLL:>5%; IST: 5,1%)) liegt ecotel nur knapp oberhalb des vereinbarten Schwellwerts. Es besteht das Risiko, dass bei weiterhin intaktem Wachstum im Wholesale-Bereich sowie einem temporären Margenrückgang bis zum Turnaround im B2B-Bereich dieser Schwellwert in 2010 unterschritten wird. ecotel kann aus eigener Kraft sicherstellen, dass der EBITDA Margen-Covenant in 2010 und in der Zukunft eingehalten wird, müsste dann aber ggf. die Geschäftsentwicklung im Wiederverkäufergeschäft zurückfahren. Unterstützend führt ecotel proaktiv Gespräche mit ihren Banken, um das Wiederverkäufergeschäft dauerhaft weiter entwickeln zu können. Diese haben bereits ein Entgegenkommen signalisiert.

Die ecotel Gruppe verfügte zum Jahresende 2009 über liquide Mittel (inkl. Wertpapiere) in Höhe von 7,1 Mio. EUR. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 7,6 Mio. EUR (nach 11,7 Mio. EUR im Vorjahr), was dem 1,6-fachen des EBITDA von 2009 entspricht. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen werden, um die weitere Unternehmensstrategie zu finanzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hat ecotel bei zwei Banken eine Betriebsmittellinie von 6 Mio. EUR. Davon waren Ende 2009 2,3 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 3,7 Mio. EUR noch offen. Von der Betriebsmittellinie laufen 3,5 Mio. EUR bis zum 30.06.2010. Es besteht das Risiko, dass Teile dieser Betriebsmittellinie nicht verlängert werden.

Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps und Zinscaps abgeschlossen hat.

Strategische Risiken

Strategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT.

Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine Zwei-Lieferanten-Strategie eingehalten wird. Dies ist wegen der Marktdominanz der Deutschen Telekom jedoch nicht in allen Produktbereichen möglich.

Ein strategisches Risiko ist insbesondere die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter (insbesondere DTAG) und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, könnte dies signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben.

ecotel versorgt neben einer Vielzahl von mittelständischen Geschäftskunden auch einzelne Großkunden mit Telekommunikationsdienstleistungen. Es besteht das Risiko, dass ecotel neben kleineren Kunden auch Großkunden in 2010 und den Folgejahren an Wettbewerber verlieren könnte.

In der Bereitstellung der Anschlussübernahme für Geschäftskunden ist ecotel nach wie vor auf die Kooperation der DTAG Deutschen Telekom AG angewiesen. Hierzu erfolgte am 2. Februar 2009 der Beschluss der Bundesnetzagentur gegen die DTAG hinsichtlich einer behinderungsfreien Bereitstellung von Telefonanschlüssen als AGB-Produkt. Die DTAG wird darin verpflichtet, Endkunden-Telefonschlüsse für Wettbewerber wie ecotel ohne Unterbrechung bereitzustellen. Zudem wurde die DTAG im Rahmen der aktuellen Regulierungsverfügung aufgefordert, den Wettbewerbern im Rahmen einer Selbstverpflichtung die Anschlüsse unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen. Beiden Punkten ist die DTAG bisher nicht nachgekommen, was die Wettbewerbsfähigkeit der ecotel massiv behindert und somit direkte Auswirkungen auf die Ertragslage der ecotel hat. Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte für die Zukunft dadurch gemindert werden, dass ecotel neben der Anschlussübernahme über die DTAG auch Vollanschlussprodukte über alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) anbietet. Damit können Geschäftskunden „echte“ ISDN-Anschlüsse mit Komplettpaketen zu besonders attraktiven Konditionen in mehr als 70% der Haushalte und Geschäftskunden in Deutschland beziehen. Zudem beabsichtigt die Gesellschaft, in 2010 einen Großteil der Bestandskunden im Rahmen eines Migrationsprojekts von DTAG-Anschlüssen (Sprache + DSL) auf die Anschlüsse alternativer Teilnehmernetzbetreiber zu ziehen, wodurch die Kosten für Vorleistungsprodukte erheblich gesenkt werden können.

Da Migrationen typischerweise mit Risiken behaftet sind (z.B. Verlust von Kunden, Prozess- und Schnittstellenprobleme), kann es im Rahmen der Vollanschluss-Migration unter ungünstigen Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Kunden kommen, was die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig schädigen könnte. Dies könnte dann auch im Jahresabschluss 2010 zu einem erhöhten Wertberichtigungsbedarf bei immateriellen Vermögensgegenständen (Goodwill, Kundenstamm) der ecotel führen.

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt.

Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde.

Zudem sieht ecotel das Risiko von höheren offenen Posten und erhöhten Forderungsausfällen im Nachgang zur Finanzkrise und der nur langsamen gesamtwirtschaftlichen Erholung. Diesem Trend versucht das Unternehmen durch ein konsequentes Forderungsmanagement entgegenzusteuern.

Überdies versucht die DTAG weiterhin verstärkt, im Rahmen von Kundenbindungsmaßnahmen so viele Telefoniekunden wie möglich in Laufzeitverträge zu migrieren, um diese am Wechsel zu einem Wettbewerber zu hindern, und erschwert bzw. verhindert damit die Vertriebsaktivitäten des Wettbewerbs und somit auch der ecotel.

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können.

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen.

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass ecotel auch in 2010 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können.

Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und Neukunden

Über die Kooperationsverträge mit der Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH bietet ecotel Geschäftskunden Vollanschlussprodukte (ISDN + DSL) zu besonders attraktiven Konditionen an. Die deutschlandweite Verfügbarkeit beträgt mehr als 70%. Zudem wurde über Kooperationsverträge die Basis für die Migration von bis zu 10.000 Bestandskunden in den nächsten 2-3 Jahren auf diese neuen Vollanschlüsse gelegt. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern. Gleichzeitig bilden die neuen Vollanschlüsse für ecotel die Basis für wettbewerbsfähige Produkte und für eine neue Wachstumsperspektive.

Vermarktung von Festnetz-/Mobilfunk-Konvergenzprodukten

Seit 2010 vermarktet ecotel an Geschäftskunden integrierte Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen. Neben dem Vollanschluss erhalten die Kunden kostenlos SIM-Karten. Zu diesen SIM-Karten können ecotel-Kunden von ihrem Festnetzanschluss für 0 Cent telefonieren. Die SIM-Karten haben dabei keine Grundgebühren, keine Mindestumsätze und keine Vertragslaufzeit. Erst bei Nutzung der SIM-Karten fallen Gesprächsgebühren an und dann zu einem attraktiven Preis von 15 Cent für Verbindungen in alle Netze sowie ins ausländische Festnetz der 36 wichtigsten Business Länder (EU, USA, China etc.). Die Rufnummern können vom Kunden auf Wunsch mitgebracht werden.

Vermarktung von attraktiven Ethernet-Produkten

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes „Netmig“ mit der Migration seiner Mietleitungskunden (Leased Lines) auf innovative Ethernet VPN Produkte fokussiert sich ecotel 2010 auf die Vermarktung der Ethernet-Produkte an Neukunden. Diese zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit, einfache Integration in Unternehmensnetze und hohe Bandbreiten von 10 Mbps bis hin zu 10 Gbps aus. Für Geschäftskunden mit klassischen Bandbreitenanforderungen setzt ecotel weiterhin auf das SHDSL-Produkt.

Effizienzsteigerungen der internen und externen Geschäftsprozesse

Bisher hat ecotel vier unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Diese vier Systeme sollen in 2010 auf ein System verschmolzen werden und so zu einer effizienteren Auftragsbearbeitung und -abwicklung führen. Gleichzeitig sollen im Rahmen der technologischen Entwicklung und nicht zuletzt auch zum Schutz unserer Umwelt Rechnungsstellungsprozesse zunehmend automatisiert werden und die Einzelverbindungsnachweise (EVN) und Kundenrechnungen ab 2010 elektronisch im ecotel-Kundenportal abgelegt werden, von wo aus sie revisionssicher und digital signiert dem Kunden bereitgestellt werden. Das ecotel-Kundenportal bietet den Kunden jederzeit einen schnellen und sicheren Zugriff auf dessen EVN und Rechnungen. Auf Wunsch erhalten Kunden ihre Originalrechnung weiterhin in Papierform. Zudem sollen die internen Geschäftsprozesse ab 2010 mehr und mehr papierlos durchgeführt werden, was zu einer weiteren Effizienzsteigerung in den nächsten Jahren führen wird.

4. HINWEISE ZU PROGNOSEN

Dieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „einschätzen“ oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen.

V. PROGNOSEBERICHT

Effiziente interne und externe Geschäftsprozesse

Die Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt Netmig) 2009 hat einerseits zu Kosteneinsparungen bei einer gleichzeitig variablen Kostenbasis. andererseits zu einer Verbesserung der Qualität, Serviceparameter und Erhöhung der Bandbreiten für die Kunden geführt. Die Verbesserung der Kostenbasis im Infrastrukturbereich wird ab dem zweiten Quartal 2010 sichtbar.

Nach den Infrastrukturmaßnahmen des Jahres 2009 werden in 2010 verstärkte Anstrengungen im IT-Bereich unternommen. Auf der einen Seite werden die vier bestehenden IT-Systeme in 2010 auf ein IT-System integriert, um eine effizientere Auftragsabwicklung zu erreichen, auf der anderen Seite werden die internen und externen Geschäftsprozesse im Rahmen der technologischen Neuerungen und zum Schutz der Umwelt mehr und mehr papierlos gestaltet. Kosteneinsparungen aus den Effizienzsteigerungen werden sich jedoch erst ab Ende 2010 auswirken.

Vermarktung der Vollanschlüsse an Bestandskunden und Neukunden zur Sicherung der Geschäftsgrundlage

Der Schwerpunkt der ecotel liegt 2010 auf der Migration ihrer Bestandskunden auf die Vollanschlüsse von Versatel und Vodafone sowie der Vermarktung von Vollanschlüssen an Neukunden. Mit einem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts wird die mittelfristige und langfristige Perspektive der ecotel gestärkt.

Konvergente Mobilfunk- und Vollanschluss-Produkte für neue B2B-Umsätze

Im Rahmen der neuen integrierten Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen mit zum Teil kostenloser interner Telefonie geht ecotel für 2010 von entsprechenden Wachstumsimpulsen aus.

Weitere Vereinfachung der Konzernstruktur

Für 2010 ist die Verschmelzung der beiden Tochtergesellschaften /bin/done digital solutions GmbH sowie ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH auf die ecotel geplant, um so die Konzernstruktur weiter zu vereinfachen.

Prognose 2010 und 2011

Für 2010 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von ca. 70 Mio. EUR. Wir gehen davon aus, dass sich das EBITDA vor Einmaleffekten bei ca. 2,0 Mio. EUR bewegen wird. Für 2011 wird mit einem Umsatz von ca. 65 bis 70 Mio. EUR bei einem gestiegenen EBITDA vor Einmaleffekten von ca. 3 Mio. EUR gerechnet.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB einschließlich der Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der ecotel communication ag (http://ir.ecotel.de/cgi-bin/show.ssp?id=6000&companyName=ecotel&language=German) zugänglich gemacht.

 

Düsseldorf, den 25. März 2010

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Düsseldorf, den 25. März 2010

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Bernhard Seidl

Achim Theis

Corporate Governance

Die ecotel communication ag (ecotel) orientiert sich an internationalen und nationalen Standards für wertorientierte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Mit offener Information und transparenten Entscheidungsstrukturen versuchen wir Vertrauen bei Anlegern, Kunden, Mitarbeitern und der interessierten Öffentlichkeit zu schaffen. Dabei versteht ecotel Corporate Governance als einen kontinuierlichen Prozess.

Im Folgenden berichten Vorstand und Aufsichtsrat von ecotel über die Corporate Governance gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 bzw. ab deren Geltung vom 18. Juni 2009 (der Kodex) und erläutern hierbei auch Abweichungen von dessen Empfehlungen. Der nachfolgende Bericht integriert ebenfalls den nach Ziffer 4.2.5 des Kodex geforderten Vergütungsbericht.

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen mit dem gemeinsamen Ziel der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher und mündlicher Form zeitnah und umfassend über die Lage des Unternehmens, die Geschäftsentwicklung, Unternehmensplanung sowie die Risikosituation.

Der Aufsichtsrat tagt regelmäßig, um seiner Überwachungs- und Beraterfunktion nachzukommen. Er hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, um insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance effizienter behandeln zu können. Der Aufsichtsrat hat zudem einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet.

Die zentrale Informationsveranstaltung für Aktionäre ist die Hauptversammlung. Dieser legt der Vorstand den vom Aufsichtsrat gebilligten Jahres- und Konzernabschluss vor. Der Jahresabschluss ist mit der Billigung durch den Aufsichtsrat festgestellt, sofern nicht Vorstand und Aufsichtsrat beschließen, die Feststellung des Jahresabschlusses der Hauptversammlung zu überlassen. Die Hauptversammlung entscheidet über die Verwendung eines Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sowie des Abschlussprüfers, die Satzung sowie in weiteren, gesetzlich vorgesehenen Fällen. Rechtzeitig vor Beginn der Hauptversammlung können sich die Anteilseigner umfassend anhand des Geschäftsberichtes sowie der Tagesordnung zur Hauptversammlung über die anstehenden Entscheidungen unterrichten. Sämtliche Dokumente und Informationen sind auch auf der Webseite von ecotel verfügbar.

Die Unternehmenskommunikation folgt dem Anspruch, wahr, vollständig, regelmäßig und zeitnah zu sein. Über wichtige Termine werden die Aktionäre regelmäßig in den Quartalsberichten sowie laufend im Internet auf der Webseite des Unternehmens informiert. Präsentationen auf Roadshows oder bei anderen Informationsveranstaltungen werden unverzüglich vollständig auf der ecotel Homepage unter der Rubrik Investor Relations veröffentlicht. Dort findet man auch sämtliche Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Presse- und Ad-hoc-Meldungen.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder liegt im Verhältnis zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung am unteren Rand des Angemessenen. Sie besteht aus einer festen und variablen Komponente; die Einzelheiten ergeben sich aus der Satzung der Gesellschaft. Für das Geschäftsjahr 2009 können die Mitglieder des Aufsichtsrates nur die feste Vergütungskomponente beanspruchen. Zum 31. Dezember 2009 waren folgende Aktienoptionen an den Vorstand gewährt:

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung. Alle drei Vorstandsmitglieder erhalten eine aus festen und variablen Komponenten bestehende Vergütung. Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBITDA sowie den Konzernumsatz der Gesellschaft. Den drei Vorstandmitgliedern steht jeweils ein Firmenwagen zu. Zudem ist ein Aktienoptionsprogramm für Vorstandsmitglieder und leitende Mitarbeiter der ecotel auf der Grundlage des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 implementiert. Weitere Information zum Aktienoptionsprogramm findet man auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations/Corporate Governance sowie im Anhang des Jahres- bzw. Konzernabschlusses.

Die individuellen Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Anhang zum Konzernabschluss enthalten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Beteiligung von Vorstand und Aufsichtsrat am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2009:

Die Angaben über Geschäfte mit Aktien der ecotel von Vorständen, Aufsichtsräten und sonstigen Personen mit Führungsaufgaben bzw. mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen (Directors’ Dealings) findet man ebenfalls auf der Homepage www.ecotel.de unter der Rubrik Investor Relations /Corporate Governance.

Ferner hat ecotel für den Vorstand sowie die Aufsichtsratsmitglieder eine angemessene Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

ecotel ist den Empfehlungen des Kodex seit dem 1. Januar 2009 mit folgenden Ausnahmen gefolgt:

Ziffer 3.8 Abs. 2

Die D&O-Versicherung sieht keinen Selbstbehalt für die Organmitglieder vor. Es ist beabsichtigt, im Rahmen der Verlängerung der D&O-Versicherung Mitte 2010 einen Selbstbehalt für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds bzw. des Aufsichtsratsmitglieds zu vereinbaren.

Ziffer 4.2.1

Die Geschäftsordnung wurde am 26. März 2009 durch Beschluss des Aufsichtsrats um eine Regelung der Ressortzuständigkeiten ergänzt.

Ziffer 5.1.2

Vorstand und Aufsichtsrat tauschen sich regelmäßig zur Entwicklung der Führungskräfte der ecotel aus. Fragen der langfristigen Nachfolgeplanung sind im Jahr 2009 aber nicht erörtert worden.

Ziffer 5.4.3

Der Aufsichtsrat hält es weder für praktikabel noch zielführend, Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz gegenüber den Aktionären bekannt zu geben.

Die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz der ecotel communication ag kann auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.ecotel.de eingesehen werden. Der vollständige Kodex befindet sich im Internet unter www.corporate-governance-code.de.

 

ecotel communication ag

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009

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  Bruttobuchwerte
  Stand am 1.1.2009
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Software 1.409.748,52 3.016.189,59 198.287,54 0,00 0,00 4.624.225,65
II. Sachanlagen            
1. Mietereinbauten 146.812,66 4.754.256,26 306.255,51 0,00 68.858,84 5.138.465,59
2. Andere Anlagen, Betriebs- und            
Geschäftsausstattung 3.330.679,30 1.747.165,23 709.176,19 0,00 95.672,32 5.691.348,40
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109.245,29 0,00 73.384,23 0,00 0,00 182.629,52
  3.586.737,25 6.501.421,49 1.088.815,93 0,00 164.531,16 11.012.443,51
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.431.251,07 -5.133.713,92 0,00 -1.702.433,55 2.223.375,00 19.371.728,60
2. Beteiligungen 233.980,66 0,00 149.700,00 1.702.433,55 0,00 2.086.114,21
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 2.363.088,25 0,00 0,00 2.363.088,25
  28.665.231,73 -5.133.713,92 2.512.788,25 0,00 2.223.375,00 23.820.931,06
  33.661.717,50 4.383.897,16 3.799.891,72 0,00 2.387.906,16 39.457.600,22
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  kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2009
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Software 908.883,91 2.769.210,26 423.133,63 0,00 0,00 4.101.227,80
II. Sachanlagen            
1. Mietereinbauten 91.046,39 1.323.507,97 974.497,38 0,00 65.225,78 2.323.825,96
2. Andere Anlagen, Betriebs- und            
Geschäftsausstattung 2.395.520,57 1.154.933,73 946.733,79 0,00 92.052,34 4.405.135,75
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.486.566,96 2.478.441,70 1.921.231,17 0,00 157.278,12 6.728.961,71
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.750.000,00 0,00 3.041.094,73 -800.000,00 0,00 4.991.094,73
2. Beteiligungen 0,00 0,00 790.433,55 800.000,00 0,00 1.590.433,55
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  2.750.000,00 0,00 3.831.528,28 0,00 0,00 6.581.528,28
  6.145.450,87 5.247.651,96 6.175.893,08 0,00 157.278,12 17.411.717,79
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  Nettobuchwerte
  Stand am 31.12.2009
EUR
Vorjahr
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 522.997,85 500.864,61
II. Sachanlagen    
1. Mietereinbauten 2.814.639,63 55.766,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und    
Geschäftsausstattung 1.286.212,65 935.158,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 182.629,52 109.245,29
  4.283.481,80 1.100.170,29
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.380.633,87 25.681.251,07
2. Beteiligungen 495.680,66 233.980,66
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen eine Beteiligungsverhältnis besteht 2.363.088,25 0,00
  17.239.402,78 25.915.231,73
  22.045.882,43 27.516.266,63