![]() ecotel communication agDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN1. ECOTEL IM ÜBERBLICKDie ecotel Gruppe (nachfolgend "ecotel" genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Anforderungen von Geschäftskunden spezialisiert hat. ecotel vermarktet Produkte und Dienstleistungen über drei Geschäftsbereiche: "Geschäftskundenlösungen", "Wiederverkäuferlösungen" und "New Business". GeschäftskundenlösungenIm Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet ecotel bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunkdiensten aus einer Hand und auf einer Rechnung an. Dieser Geschäftsbereich umfasst neben dem B2B-Geschäft der ecotel communication ag auch die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH. Die folgende Übersicht zeigt das komplette Produktportfolio im Geschäftskundenbereich: ![]() Geschäftskunden Produktportfolio der ecotel GruppeIm Bereich der Sprachdienste verfügt ecotel über das komplette Portfolio von Anschluss, Telefonie sowie Mehrwertdiensten. Bei den Datenprodukten erstreckt sich das Angebot von Datenanschlüssen wie ADSL, SDSL, Mietleitungen (Leased Lines) und Ethernet bis hin zu sicheren Unternehmensvernetzungen via VPN sowie das Housing von Serverfarmen und das Hosting von Shared Services (Software as a Service, Cloud Computing). Seit 2008 vermarktet ecotel zudem auch eigene Mobilfunkpro dukte und bietet Geschäftskunden Sprachtarife in Verbindung mit Optionen zur mobilen Datennutzung an. Über die letzten drei Jahre hat sich im Rahmen der Produkterweiterungsstrategie der "Umsatzmix" des Geschäftskundenbereichs erheblich verändert. Während in 2006 noch ca. 96 % der Geschäftskundenumsätze mit Sprach- und Mehrwertdiensten erwirtschaftet wurden, verminderte sich dieser Bereich im Gesamtbild im Jahr 2009 auf 60 %. Die übrigen Produktbereiche Sprach- und Datenanschlüsse (26 %), VPN und Datendienste (6 %) sowie Housing / Hosting (6 %) und Mobilfunk (2 %) betrugen 40 % der Geschäftskundenumsätze. ![]() Verlagerung der Umsatzverteilung im GeschäftskundensegmentJe nach Zielgruppe erfolgt der Vertrieb im Bereich Geschäftskundenlösungen über den Direkt- oder den Partnervertrieb mit insgesamt 500 aktiven Vertriebspartnern. Dadurch erhält ecotel einen breiten Zugang zu ihrer Zielgruppe der kleinen und mittelständischen Geschäftskunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. Im Bereich Geschäftskundenlösungen versorgt das Unternehmen bundesweit ca. 30.000 mittelständische Unternehmen aus allen Branchen mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen. WiederverkäuferlösungenIm Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" fasst ecotel die Angebote für andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter von Telekommunikationsdiensten zusammen. Zudem ist die Gesellschaft im netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) für natio nale und internationale Carrier tätig und erzielt damit zugleich eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskundenlösungen". Hierfür unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit ca. 100 internationalen Carriern. In diesem Segment befinden sich zudem die Beteiligungsgesellschaften mvneco GmbH als technischer Dienstleister für Mobilfunkangebote sowie die i-cube GmbH als technischer Dienstleister für entbündelte DSL, Voice over IP sowie zukünftig auch Vollanschluss- und Mobilfunkprodukte für andere Reseller. New BusinessIm Bereich "New Business" sind die neuen wachstumsstarken Geschäftsfelder der ecotel vereint. Hierzu gehört unter anderem die nacamar GmbH mit ihrem New-Media-Geschäft sowie die easybell GmbH mit dem Privatkundengeschäft. Zudem hält ecotel einen Minderheitsanteil an der PPRO GmbH, einer Gesellschaft, die im Bereich der Internet-basierten Zahlungssysteme aktiv ist. Infrastrukturecotel unterhält eigene Komponenten einer Telekommunikationsinfrastruktur, unter anderem einen IP-Backbone mit Standorten in Frankfürt und Düsseldorf, ein eigenes Rechenzentrum, einen Voice Switch sowie zentrale Einwahlplattformen. Für das New-Media-Geschäft unterhält die Gesellschaft verschiedene Server-Farmen. Die Beteiligung mvneco GmbH betreibt eine zentrale Mobilfunkplattform. Im Jahr 2009 wurde im Rahmen eines Migrationsprojekts der deutschlandweite Backbone auf zwei Standorte konzentriert mit dem Ergebnis, dass nun alle Kundenleitungen über die moderne Ethernet-Technologie mit höherer Bandbreite an die beiden zentralen Standorte angebunden werden und die bisherigen Fixkosten somit durch variable Kosten ersetzt werden konnten. IT-seitig unterhält ecotel eigene Systeme für Ordermanagement und Billing. 2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN DER GESELLSCHAFTDie von der ecotel communication ag ausgegebenen stimmberechtigten Aktien sind am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilsegment Prime Standard) zugelassen. Bei dem regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse handelt es sich um einen organisierten Markt im Sinne des § 2 Abs. 7 Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG). LeitungsorganGesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel communication ag ist der Vorstand der Gesellschaft. Gemäß § 5 der Satzung der Gesellschaft besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Die Vorstandsmitglieder werden auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der Gesellschaft erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Dem ist der Aufsichtsrat nachgekommen. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird ecotel durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Der Aufsichtsrat hat von seiner Ermächtigung Gebrauch gemacht und bestimmt, dass die jeweiligen Vorstandsmitglieder einzelvertretungsberechtigt sind. Derzeit gehören dem Vorstand der Gesellschaft die Herren Peter Zils (CEO), Bernhard Seidl (CFO) und Achim Theis (CSO) an. Vergütung der OrganmitgliederDie Vergütung der Vorstandsmitglieder der ecotel erfolgt auf der Grundlage von § 87 AktG und umfasst eine feste jährliche Grundvergütung sowie einen variablen Bestandteil. Der variable Bestandteil richtet sich nach dem Erreichen bestimmter Zielvorgaben in Bezug auf das EBITDA sowie den Konzernumsatz der Gesellschaft. Die Zielvorgaben werden jährlich durch den Aufsichtsrat festgelegt. ecotel hat für die Vorstandsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Des Weiteren nehmen zwei Mitglieder des Vorstands am Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft teil. Damit werden die Vorstandsmitglieder am langfristigen Wertzuwachs des Unternehmens beteiligt, wodurch auch eine Bindung an das Unternehmen erreicht werden soll. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste und variable jährliche Vergütung. Ferner hat die ecotel auch für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Gesamtbezüge der Organe sowie die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder sind im Konzernanhang (Anmerkung [29], "Organbezüge") aufgeführt. Änderungen der SatzungJede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. KapitalverhältnisseGrundkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt 3.900.000,00 EUR. Das Kapital ist in 3.900.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien eingeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.900.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Derzeit hält ecotel 147.500 eigene Aktien, so dass das gezeichnete Kapital in der Bilanz 3.752.500 EUR beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 wurde der Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. Juli 2012 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.750.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Zahl der Aktien muss sich in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Bedingtes KapitalDie Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.500.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 von der Gesellschaft oder durch eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft gegen Barleistung begeben werden. Im Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Des Weiteren hat die Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 die Schaffung eines bedingten Kapitals zur Bedienung des Aktienoptionsprogramms 2007 beschlossen. Danach ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 150.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 27. Juli 2007 bis zum 26. Juli 2012 gewährt werden. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Aktienoptionen an Vorstand oder leitende Angestellte der ecotel gewährt. Ermächtigung zum Erwerb eigener AktienDie Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 25. Juli 2008 die Gesellschaft ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach dem § 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. Im Geschäftsjahr 2009 hat die Gesellschaft von ihrer Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien vom 25. Juli 2008 lief zum 31. Dezember 2009 aus. Eine Verlängerung wurde im Rahmen des Hauptversammlungsbeschlusses vom 31. Juli 2009 abgelehnt. Gemäß dem Einbringungsvertrag mit den Gesellschaftern der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH wurden 147.500 Earn-Out-Aktien unentgeltlich an die ecotel communication ag rückübertragen. Somit hält ecotel zum 31. Dezember 2009 147.500 eigene Aktien. Kapitalbeteiligungen und KontrollrechteDie nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft Ende 2009 mehr als 10 % beträgt. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. scroll
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor. Auswirkungen potenzieller ÜbernahmeangeboteWesentliche Vereinbarungen zwischen ecotel und anderen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Für das Vorstandsmitglied Bernhard Seidl besteht im Fall einer wesentlichen Veränderung der Eigentümerstruktur (Change of Control) ein Sonderkündigungsrecht mit einem Abfindungsanspruch i.H.v. 75.000,00 EUR für jedes angefangene Jahr, das zwischen dem Zeitpunkt des Change of Control und dem 31. August 2010 liegt. Für die anderen Vorstandsmitglieder bestehen keine Vereinbarungen, die Entschädigungen im Fall eines Übernahmeangebots vorsehen. Im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH hat der zweite Gesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel communication ag oder der ecotel private GmbH zu erwerben, dass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen. 3. STRUKTUR UND BETEILIGUNGEN DER GESELLSCHAFTDie ecotel communication ag als Muttergesellschaft hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf. Ende 2009 beschäftigte die Gesellschaft inklusive Vorstand und Auszubildenden ohne ihre Tochtergesellschaften 136 Mitarbeiter, 24 Mitarbeiter mehr als Ende 2008. Der Zuwachs an Mitarbeitern entstand im Wesentlichen durch die Abspaltung und Verschmelzung des B2B-Geschäfts der nacamar mit ecotel. Die Tochterunternehmen der ecotel communication ag haben ihre Standorte in Deutschland, in der Ukraine und in Österreich und beschäftigten zum Jahresende 2009 inklusive Geschäftsführern und Auszubildenden 57 Mitarbeiter (nach 110 Mitarbeitern Ende 2008). ![]() Struktur und Beteiligungen von ecotelecotel private GmbHDie ecotel private GmbH ist eine 100%ige Tochter der ecotel. Das Unternehmen wurde im Jahr 2003 zur Vermarktung von White-Label-Services gegründet und vertreibt vornehmlich Sprachdienste über branchenfremde Vermarkter an gegenwärtig ca. 500 Privatkunden. Die ecotel private GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf. Phasefive R&D Ltd.ecotel hält 100 % der Anteile an der Phasefive R&D Ltd., einem in der Ukraine angesiedelten IT-Tochterunternehmen, welches Provisionierungs-, Portal- und Billingsoftware für Telekommunikationsanbieter, unter anderem auch für Teile des ecotel-IT-Systems, entwickelt. Die Muttergesellschaft Phasefive AG wurde 2009 auf die ecotel communication ag verschmolzen. i-cube GmbHDie i-cube GmbH mit Sitz in Düsseldorf bietet ecotel anderen Telekommunikationsunternehmen und branchenfremden Vermarktern das komplette Portfolio an entbündelten DSL-Dienstleistungen und Voice over IP an. Die Kunden können somit über eine standardisierte Schnittstelle Vorleistungen mit einer bundesweiten Verfügbarkeit von verschiedenen Lieferanten wie Telefonica, QSC oder Deutsche Telekom (DTAG), ohne Abnahmeverpflichtungen beziehen. ecotel hält 50,1 % der Anteile an der i-cube GmbH. /bin/done digital solutions GmbHDie /bin/done digital solutions GmbH mit Sitz in München wurde im September 2006 zu 100 % von der ecotel communication ag übernommen. Das Systemhaus ist auf die Bereiche Provisionierung, Prozessautomatisierung und Systemintegration spezialisiert. Es ist geplant, die /bin/done digital solutions GmbH Anfang 2010 auf die ecotel zu verschmelzen. toBEmobile GmbHAn der im Jahr 2006 gegründeten toBEmobile GmbH hält die ecotel communication ag 51 % der Anteile. Das Unternehmen ist als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) im Mobilfunkmarkt tätig und vermarktet ähnlich wie "Simyo" oder "blau" eigene Prepaid-SIM-Karten zu Discounttarifen. Die toBEmobile GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte Ende 2009 zwei Mitarbeiter (Vorjahr: drei Mitarbeiter). nacamar GmbHIm März 2007 erwarb die ecotel communication ag sämtliche Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH (nunmehr firmierend als "nacamar GmbH"). Nachdem 2009 das B2B-Geschäft der nacamar GmbH auf die ecotel communication ag übertragen wurde, betreibt die nacamar nunmehr ausschließlich das New Media Geschäft. Die nacamar GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und beschäftigte Ende 2009 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 62 Mitarbeiter). ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbHDie ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH mit Sitz in Rathenow wurde im Juni 2007 zu 100 % im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung mit zusätzlicher Barzahlungskomponente übernommen. Die Gesellschaft ist ein in Deutschland agierender Telekommunikationsdienstleister für Sprach- und Datendienste mit Fokussierung auf kleine und mittelständische Geschäftskunden. Sie versorgt ca. 5.000 Geschäftskunden und beschäftigte Ende 2009 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 20 Mitarbeiter). Es ist geplant, die ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH in 2010 auf die ecotel communication ag zu verschmelzen. PPRO GmbHIm Juli 2007 übernahm ecotel 51,2 % der Anteile der PPRO Wertkartenverkauf GmbH (nunmehr firmierend als "PPRO GmbH") mit Sitz in Bad Heilbrunn. Die Gesellschaft ist eine auf internetbasierte Zahlungsabwicklung spezialisierte Gesellschaft. Wesentliche Produkte sind dabei eine virtuelle Pre-paid-Kreditkarte (paysafecard) sowie eine kaufmännische Schnittstelle für das Online-Bezahlverfahren "giropay" für über das Internet agierende Händler. Die Dienstleistungen der PPRO GmbH werden sowohl extern vermarktet als auch unmittelbar in verschiedenen Geschäftsbereichen der ecotel Gruppe genutzt. Im Dezember 2009 beschäftigte das Unternehmen vier Mitarbeiter. Im Dezember 2009 verkaufte die ecotel communication ag 40 % der Anteile der PPRO GmbH und verfügt somit nun über 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft. easybell GmbHDie ecotel private GmbH hält seit Juli 2007 51 % der Anteile an der easybell GmbH mit Sitz in Potsdam. Ende 2009 beschäftigte die Gesellschaft fünf feste Mitarbeiter. Sie bietet preissensitiven und technisch versierten Privatkunden Telekommunikationsprodukte. Gegenwärtig ist die easybell GmbH im Bereich "Schmalbanddienste und DSL" aktiv. Der Vertrieb erfolgt hauptsächlich über Telekommunikations-Preisportale. Zudem hält das Unternehmen 100 % der Anteile an der Sparcall GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "01028" vermarktet, sowie 100 % der Anteile an der carrier-services.de GmbH, welche die Call-by-Call Nummer "010010" vermarktet. mvneco GmbHecotel hat im April 2007 mit anderen Konsortialpartnern die mvneco GmbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet und hält seither 45 % der Anteile des Unternehmens. Ende 2008 beschäftigte die mvneco GmbH zehn Mitarbeiter. Sie fungiert als technischer Dienstleister und ermöglicht als sogenannter Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) anderen Telekommunikationsunternehmen, wie etwa der ecotel communication ag, den Einstieg in den Mobilfunkmarkt. Dabei wird die technische Plattform von der mvneco GmbH an das Vermittlungsnetz eines Mobilfunknetzbetreibers (z.B. E-Plus) angeschlossen, wodurch das Angebot eigener Mobilfunkdienste ermöglicht wird. synergyPLUS GmbHDie synergyPLUS GmbH wurde im März 2009 gegründet. Über die synergyPLUS GmbH wird von ecotel eine exklusive Vertriebspartnerschaft für den Bereich Mobilfunk und Konvergenzprodukte geschaffen. Das Handelsvertreter-Konzept ermöglicht es, die Fixkosten niedrig zu halten und gleichzeitig den Zugriff auf einen direkt steuerbaren Vertrieb zu haben. Ende 2009 beschäftigte die synergyPLUS GmbH zwei Mitarbeiter und sechs Handelsvertreter. ecotel hält 49 % der Anteile des Unternehmens. 4. UNTERNEHMENSSTEUERUNG DES KONZERNSecotel steuert die drei Geschäftsbereiche nach der Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der Konzernunternehmen einfließen. Die Planung erfolgt auf Produktebene nach dem Kostenträgerverfahren. Dabei werden den Erlösarten die direkten variablen Kosten je Produkt zugeordnet und eine Rohmarge je Produkt ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten werden separat geplant. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt monatlich auf Umsatz-, Ergebnis- und Cashflow-Ebene je Bereich mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung. Zur Steuerung werden bereichsbezogene spezifische Kennzahlen (z.B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge) verwendet, die in einem Reportingsystem abgebildet werden. 5. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGEntwicklungsaufwendungen von ecotel betreffen im Wesentlichen eigenentwickelte Softwarelösungen und Produktentwicklungskosten im Bereich Fixed Mobile Convergence (FMC). Bei der ecotel com-munication ag sind dies in erster Linie das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk. Bei der nacamar GmbH sind dies im Wesentlichen Entwicklungen im Rahmen des Media Deli-very Netzwerks (MDN) und dem Video Asset Management System (medianac). 6. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELDDie Finanzkrise und der weltweite Abschwung traf Deutschland mit großer Wucht. Für das Rezessionsjahr 2009 gehen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute von einem Rückgang der Deutschen Wirtschaftsleistung um 5 % nach einem Wachstum von 1,3 % in 2008 aus. Für 2010 zeichnet sich wieder eine Erholung ab. Telekommunikations-Marktvolumen sinkt auch in 2009In 2009 sank der Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste (ohne Kabelnetze) in Deutschland um 4,6 % von 60,6 Milliarden EUR auf 57,8 Milliarden EUR (Quelle: VATM-Marktanalyse 2009, S. 5). Der Anteil der alternativen Wettbewerber am Gesamtmarkt blieb danach mit 53 % konstant. Der Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten, macht dabei mit einem Außenumsatz von 34 Milliarden EUR 59 % des Gesamtmarktes an Telekommunikationsdienstleistungen aus. ![]() Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland (in Mrd. EUR)Mittlerweile haben die alternativen Wettbewerber fast 13 Mio. eigene Telefonanschlüsse geschaltet (inkl. der Sprachzugänge über Kabel-TV-Netze) und kommen somit bei 37 Mio. Telefonanschlüssen auf einen Marktanteil von 35 %. Der Großteil dieser Telefonanschlüsse sind ISDN-Basisanschlüsse. Während jedoch die Zahl der klassischen Festnetzanschlüsse bei den Wettbewerbern nur noch leicht ansteigt, ist bei den entbündelten Voice-over-IP Anschlüssen und bei Kabel-TV-Komplettanschlüssen ein deutliches Wachstum zu beobachten. ![]() Festnetz/ Telefon Komplettanschlüsse der Wettbewerber (in Mio.)Ende 2009 gab es in Deutschland fast 25 Mio. Breitbandanschlüsse, nach 23 Mio. Breitbandanschlüssen Ende 2008. Rund 89 % der Breitbandanschlüsse basierten dabei auf DSL-Technologie. Dabei entfielen 8,4 Mio. Anschlüsse (34 %) auf den entbündelten Teilnehmerzugang, 2,1 Mio. Anschlüsse (8 %) auf Resale DSL / Wholesale DSL / IP Bitstream, 11,6 Mio. Anschlüsse (47 %) auf die DTAG (DTAG) sowie 2,8 Mio. Anschlüsse (8 %) auf andere Zugangsarten wie Kabel-TV. Die Wettbewerber der DTAG haben somit einen Marktanteil von 53 %. Es war in 2009 zu beobachten, dass insbesondere die DTAG sowie die Kabelnetzbetreiber Marktanteile auf Kosten der Wettbewerber gewannen. Der Anteil der Wettbewerber der DTAG am Verkehrsvolumen bei Sprachdiensten, insbesondere bei den Komplettanschlüssen, hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei Call-by-Call und Preselection ist das Volumen dagegen rückläufig (siehe Abbildung). Mittlerweile nimmt der Anteil der Sprachverbindungsminuten über Komplettanschlüsse an der Gesamtmenge von Festnetznetzminuten, die von Wettbewerbern realisiert werden, mehr als 70 % ein. Hinzu kommt eine Substitution von Festnetz durch Mobilfunk sowie eine Substitution von PSTN (Public Switched Telephone Network) Sprache durch VoIP (Voice over IP). ![]() Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste in Deutschland nach Produkten (in Mio. Minuten pro Tag)Der Mobilfunkumsatz reduzierte sich gemessen am gesamten Marktvolumen von Telekommunikationsdienstleistungen in 2009 von 25,6 Milliarden EUR auf 23,6 Milliarden EUR. Trotz des jährlichen Wachstums an Mobilfunkminuten von ca. 10 % reduzierte sich der Mobilfunk Gesamtumsatz durch den Preisverfall im Sprachbereich, im Wesentlichen getrieben durch preisaggressive Mobilfunkdiscounter. Das intakte Umsatzwachstum im Bereich der Non-Voice-Dienste wird nach wie vor von der Datenübertragung getragen. Die Zahl der aktivierten SIM-Karten lag Ende 2009 wie im Vorjahr bei ca. 100 Mio. Trends im B2B-MarktAuch im Geschäftssegment ist die Umsatzentwicklung in Deutschland rückläufig, im Wesentlichen getrieben durch den starken Preisverfall im klassischen Telefoniegeschäft sowie die hohe Wettbewerbsintensität. Zudem ist zu beobachten, dass die Kunden zunehmend auf Bündelangebote inkl. ISDN- und DSL-Anschluss umsteigen. Darüber hinaus wird die traditionelle Voice-Technologie immer mehr durch Voice-over-IP-Lösungen ersetzt. Mögliche Trends der Zukunft sind die Verlagerung der Telefonanlage ins Netz (IP Centrex), breitban-dige Internetzugänge, die sichere Verbindung von Unternehmensstandorten basierend auf Ethernet sowie Internet-Services wie Software as a Service (SaaS) und Server based Computing (SbC). Weiterhin ist davon auszugehen, dass konvergente Festnetz- und Mobilfunkprodukte sowohl im Sprach- als auch im Datenbereich in Zukunft eine wesentliche Rolle im B2B-Markt spielen werden. Regulatorische Trendsecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Die BNetzA fördert die Liberalisierung und Marktöffnung der Telekommunikationsbranche. Im Bereich Festnetz müssen ab 2008 laut Telekommunikationsgesetz (TKG) von der Deutschen Telekom AG die Vorleistungsprodukte "IP Bitstream Access" sowie "PSTN Resale" angeboten werden. Das Bereitstellen beider Vorleistungsprodukte bildet eine wichtige Voraussetzung für das zukünftige Produktangebot der ecotel. Für die Bereitstellung von "PSTN Resale" wurde die Deutschen Telekom zur Umsetzung einer freiwilligen Selbstverpflichtung seitens der Bundesnetzagentur aufgefordert. Ein Angebot liegt den Wettbewerbern hierzu bislang nicht vor. Deshalb setzt ecotel zukünftig verstärkt auf die Zusammenarbeit mit alternativen Teilnehmernetzbetreibern. Im Bereich Mobilfunk gab es in 2009 eine weitere Reduzierung der Voice- und Daten-Roaming-Entgelte sowie eine weitere Absenkung der nationalen Terminierungsentgelte. Im Rahmen der EU-Roaming-Verordnung wurden weitere Auflagen hinsichtlich der Kosten des Mailbox-Empfangs beim Sprach-Roaming sowie der Einführung von Cut-Off-Limits beim Daten-Roaming festgelegt. 7. GESCHÄFTSENTWICKLUNG 2009Im Folgenden wird ein kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2009 der ecotel gegeben. KfW-Innovationsdarlehen in Höhe von 5 Mio. EUR erhaltenIm September 2009 hat ecotel im Rahmen des ERP-Innovationsprogramms der KfW über die Commerzbank Finanzierungsmittel in Höhe von 5 Mio. EUR erhalten. Verwendet wird das Geld zweckgebunden für die Entwicklung innovativer Festnetz- und Mobilfunk-Konvergenzprodukte. Damit wurde die Grundlage für weiteres Wachstum durch Investitionen in neue Entwicklungsprojekte gelegt. Außergerichtliche Einigung mit Tiscali über Kaufpreisreduzierung erzieltIm September 2009 hat ecotel mit Tiscali eine außergerichtliche Einigung über eine Kaufpreisreduzierung für den Erwerb der Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH vom 5. Februar 2007 geschlossen. Als Ergebnis daraus wurden ecotel 1,65 Mio. EUR als Barausgleich überwiesen. Der damalige Kaufpreis für die Tiscali Nacamar GmbH betrug 18,5 Mio. EUR. Mit der außergerichtlichen Einigung konnte ein langjähriger Rechtsstreit vermieden und die Nettofinanzverbindlichkeiten weiter reduziert werden. Kooperationsverträge mit Versatel und Vodafone zur Vermarktung von Geschäftskundenlösungen abgeschlossenIm Rahmen von Kooperationsverträgen mit der Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH bietet ecotel seit Ende 2009 Vollanschlussprodukte basierend auf der Infrastruktur beider Anbieter an. Auf Basis dieser neuen Partnerschaften kann ecotel nun mehr als 70 % der Geschäftskunden in Deutschland mit "echten" ISDN-Komplettpaketen zu besonders attraktiven Konditionen bedienen. Zudem wurde mit den Kooperationsverträgen die Basis für die Migration von Bestandskunden auf diese neuen Vollanschlüsse gelegt. Konsolidierung der NetzinfrastrukturIm Rahmen des Projekts "NetMig" wurde der deutschlandweite IP Backbone mit 21 Zugangspunkten auf zwei Zugangspunkte konzentriert. Dabei wurden 110 Bestandskunden von herkömmlicher "Leased Line"-Anbindungstechnologie auf die moderne "Ethernet"-Technologie migriert und direkt an die beiden zentralen Zugangspunkte angebunden. Zudem konnten über 70 Ethernet Neukunden gewonnen werden. Der Hauptvorteil der Ethernet-Technologie für die Kunden liegt in der flexibleren und durchschnittlich 5-fach höheren Bandbreite bei gleichen Kosten und gleicher Qualität. Der Hauptvorteil des Projekts für ecotel liegt in der Modernisierung der Infrastruktur und im Aufbau einer rein variablen Kostenbasis. Gleichzeitig konnte die Zahl der Vorlieferanten von 13 auf vier reduziert werden. ![]() Variable Kostenbasis und Leistungssteigerung durch "NetMig"Verschmelzung der Phasefive AG und Übertragung des B2B Bereichs der nacamar GmbH auf die ecotelDie Restrukturierung des B2B-Datengeschäftes der nacamar GmbH wurde in 2009 erfolgreich beendet. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurde dieser Bereich auch rechtlich durch Spaltung im Wege der Aufnahme auf die ecotel communication ag übertragen. Das New Media Geschäft wird in der nacamar GmbH weiter fortgeführt. Außerdem wurde die Phasefive AG ebenfalls mit Wirkung zum 1. Januar 2009 auf die ecotel communication ag verschmolzen. Effizienzsteigerungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR in 2009Im Mai 2009 wurde bei ecotel ein Effizienzsteigerungsprogramm ins Leben gerufen, womit bereits in 2009 Kosteneinsparungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR bei Materialkosten, Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen realisiert werden konnten. Für 2010 sollen hieraus Kosteneinsparungen von über 2 Mio. EUR entstehen. Verkauf von 40 % der Anteile an der PPRO GmbHIm Dezember 2009 verkaufte die ecotel 40 % der Anteile an der PPRO GmbH und besitzt nunmehr noch 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft. ecotel verfolgt mit dieser Transaktion konsequent die Strategie, sich ab 2010 ausschließlich auf die Vermarktung von Telekommunikationsdiensten in den Bereichen Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business zu fokussieren. Ab 2010 fällt die PPRO GmbH somit aus der Vollkonsolidierung der ecotel heraus und wird nunmehr als Finanzanlage geführt. Übernahme der Privatkundenbasis der Carpo Deutschland GmbHIm August 2009 erwarb die easybell GmbH von der Carpo Deutschland GmbH ca. 20.000 Privatkunden und versorgt diese mit Komplettanschluss- und VoIP Diensten. Durch diese Übernahme erwirbt die easybell GmbH zusätzliches Knowhow im noch jungen DSL-Vollanschluss- und VoIP-Markt und bereitet damit den Markteinstieg mit eigenen Produkten vor. II. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE1. ERTRAGSLAGEIn 2009 wurde ein Konzernumsatz in Höhe von 98,7 Mio. EUR erzielt, ein Rückgang von 6 % gegenüber dem Vorjahresumsatz von 105,5 Mio. EUR. Der Rohertrag (Umsatzerlöse minus Materialaufwand) reduzierte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11 % von 26,4 Mio. EUR auf 22,7 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 25 % auf 23 %. Rückläufige Zahlen im GeschäftskundensegmentDer Bereich Geschäftskundenlösungen erzielte einen Anteil von 49 % an den Gesamterlösen und einen Anteil von 79 % am Rohertrag der ecotel Gruppe. Der Umsatz im Geschäftskundensegment betrug 48 Mio. EUR verglichen mit 58 Mio. EUR im Vorjahr. Der Umsatzrückgang von 17% gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum ist auf den weiterhin anhaltenden, produktbedingten Kundenverlust bei Preselection-Sprachumsätzen zurückzuführen, der in 2009 noch nicht ausreichend durch Neuumsätze kompensiert werden konnte. Für 2010 sind deshalb ausgiebige Bestandskunden- und Neukundenaktivitäten geplant, um bei den Preselection-Kunden einen Produktwechsel auf die neuen Vollanschlüsse durchzuführen und damit den Turnaround in diesem Geschäftsbereich einzuleiten. Der Rohertrag lag in 2009 bei 17,9 Mio. EUR - nach 21,6 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die Rohertragsmarge blieb mit 37 % auf Vorjahresniveau. Wachsendes Geschäft im WiederverkäufersegmentDer Geschäftsbereich Wiederverkäuferlösungen trug mit 35 % zu den Gesamterlösen und mit 6 % zum gesamten Rohertrag bei. Der Umsatz in diesem Segment erhöhte sich um 8 % von 31,9 Mio. EUR auf 34,4 Mio. EUR, der Rohertrag betrug 1,3 Mio. EUR im Vergleich zu 1,7 Mio. EUR im Vorjahr. Anhaltendes Wachstum im Bereich New BusinessDer Geschäftsbereich New Business trug mit 16 % zu den Gesamterlösen und mit 16 % zum gesamten Rohertrag bei. Die New-Business-Umsätze erhöhten sich von 15,6 Mio. EUR auf 16,1 Mio. EUR, der Rohertrag erhöhte sich von 3,2 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR. Niedrigerer PersonalaufwandDer Personalaufwand reduzierte sich in 2009 um 0,6 Mio. EUR von 10,2 Mio. EUR auf 9,6 Mio. EUR. Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich infolge der Restrukturierungsmaßnahmen auf 193 (Vorjahr: 222). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 13 % von 11,3 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR hauptsächlich infolge geringerer Kosten der Warenabgabe (insbesondere Vertriebspartnerprovisionen) und erzielter Kosteneinsparungen. Niedrigeres EBITDA als im VorjahrDas operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in 2009 reduzierte sich um 18 % von 6,0 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 5,0 %. Im EBITDA 2009 sind Einmalaufwendungen in Höhe von 0,9 Mio. EUR enthalten. Diese setzen sich zusammen aus 0,6 Mio. EUR Aufwendungen für außerordentliche Forderungsabschreibungen, Einzelwertberichtigungen und periodenfremde Gutschriften sowie 0,3 Mio. EUR Einmalaufwendungen für die Konsolidierung der Netzinfrastruktur (Projekt "NetMig"). Die Summe der einmaligen Erträge im EBITDA beträgt ca. 0,6 Mio. EUR aufgrund der Auflösung von Rückstellungen. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen in 2009 von 3,6 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR. Hiervon entfallen 0,8 Mio. EUR auf die planmäßigen Abschreibungen von Kundenstämmen der übernommenen Unternehmen. Hinzu kommen 3,2 Mio. EUR außerplanmäßige Abschreibungen von Anlagevermögen. Diese setzen sich zusammen aus 1,6 Mio. EUR Wertberichtigungen auf den Kundenstamm der nacamar GmbH und der ehemaligen DSLCOMP GmbH sowie 1,0 Mio. EUR Wertberichtigungen auf den Goodwill aufgrund verschlechterter Zukunftserwartungen bei der PPRO GmbH und der bindone GmbH sowie 0,4 Mio. EUR Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände der ecotel communication ag (eigenentwickelte Software). Die Wertberichtigungen von Umlaufvermögen aufgrund nicht abgerufener Werbevolumina betragen 0,2 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich aufgrund dieser Sondereffekte auf -2,2 Mio. EUR, nach -3,7 Mio. EUR im Vorjahr. Ohne die Sonderabschreibungen in Höhe von 3,2 Mio. EUR hätte das EBIT in 2009 1,0 Mio. EUR betragen. Das Finanzergebnis betrug in 2009 -0,1 Mio. EUR nach -0,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum 2008. Es umfasst Aufwendungen für Zinszahlungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR, das At-equity-Ergebnis der synergyPLUS GmbH in Höhe von -0,1 Mio. EUR sowie die at-equity-Abschreibung des Gesellschafterdarlehens gegen die mvneco GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR, welches mittlerweile unter den langfristigen Ausleihungen im Finanzanlagevermögen ausgewiesen wurde. Dem stehen außerordentliche Erlöse in Höhe von 1,65 Mio. EUR im Rahmen der außergerichtlichen Einigung über eine Kaufpreisreduzierung für den Erwerb der Geschäftsanteile an der Tiscali Nacamar GmbH abzüglich der in diesem Zusammenhang in 2009 angefallenen Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mio. EUR sowie finanzielle Erträge aus den zurückerhaltenen 147.500 Aktien aus der Transaktion der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH in Höhe von 0,2 Mio. EUR gegenüber. Der Steueraufwand für 2009 lag bei 0,03 Mio. EUR. Das Konzernergebnis 2009 nach Anteilen Fremder betrug -2,2 Mio. EUR, nach -4,2 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,57 EUR versus -1,07 EUR im Vorjahr. 2. FINANZLAGEDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit für 2009 betrug 6,1 Mio. EUR, verglichen mit 6,5 Mio. EUR im Vorjahr. Das Working Capital (Differenz aus Forderungen und Verbindlichkeiten) erhöhte sich dabei um 0,2 Mio. EUR. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in 2009 betrug -3,6 Mio. EUR. Er setzt sich zusammen aus Investitionen von 0,5 Mio. EUR für Entwicklungskosten, Investitionen in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Server-, Netzwerk- und Rechenzentrumsinfrastruktur, Investitionen von 0,4 Mio. EUR für die Entwicklung der CAP-Plattform, Investitionen von 0,5 Mio. EUR für Softwarelizenzen sowie Investitionen von 0,2 Mio. EUR für den Erwerb des CARPO Kundenstamms. Hinzu kommen Investitionen von 0,1 Mio. EUR für die Gründung der synergyPLUS GmbH sowie Einzahlungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR aus dem Anteilsverkauf der PPRO GmbH abzüglich abgehender Zahlungsmittel. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in 2009 lag bei 1,1 Mio. EUR und setzt sich im Wesentlichen aus Einzahlungen im Rahmen des KfW Innovationsdarlehens in Höhe von 5,0 Mio. EUR und Leasingkäufen in Höhe von 0,6 Mio. EUR sowie Auszahlungen im Rahmen der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 3,5 Mio. EUR, der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. EUR und Zinsauszahlungen in Höhe von 0,8 Mio. EUR zusammen. Der Bestand des Finanzmittelfonds hat sich von 3,5 Mio. EUR Anfang 2009 auf 7,1 Mio. EUR Ende 2009 verdoppelt. ecotel hat bei zwei Banken eine Betriebsmittelkreditlinie in Höhe von 6 Mio. EUR. Davon waren Ende 2009 2,3 Mio. EUR als Aval genutzt und somit 3,7 Mio. EUR noch offen. Die Gesellschaft war wie in den Vorjahren in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. 3. VERMÖGENSLAGEDie Bilanzsumme betrug zum 31. Dezember 2009 52,7 Mio. EUR, was einer Reduktion um 4 % gegenüber 55,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2008 entspricht. Der Rückgang der Bilanzsumme ist im Wesentlichen durch die Abschreibungen in Höhe von insgesamt 7,1 Mio. EUR bedingt. Auf der Aktivseite reduzierten sich die langfristigen Vermögenswerte um 14 % von 33.4 Mio. EUR auf 28,8 Mio. EUR. Der Goodwill sank aufgrund der Wertberichtigungen von 13.5 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR. Der Wert der Kundenbeziehungen verringerte sich aufgrund der laufenden Abschreibungen sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung (0,5 Mio. EUR) von 6,8 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne liquide Mittel) reduzierten sich leicht von 17,4 Mio. EUR auf 16,8 Mio. EUR. Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital um 13 % von 22,5 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR. Somit reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 41 % Ende 2008 auf 37 % Ende 2009. Die langfristigen Rückstellungen und Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich bedingt durch die Aufnahme des KfW Innovationsdarlehens von 12,8 Mio. EUR auf 14,1 Mio. EUR. Davon entfallen 0,9 Mio. EUR auf latente Ertragssteuern. Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken leicht von 19,6 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten minus liquide Mittel) betrugen unter Berücksichtigung des eigenkapitalnahen Charakters der KfW Nachrangtranche (2,5 Mio. EUR) 7,4 Mio. EUR, was einer Reduktion um 4,3 Mio. EUR verglichen mit dem Vorjahr entspricht. Das Net Working Capital der Gesellschaft, d.h. die Differenz aus kurzfristigen Vermögenswerten (inkl. liquider Mittel) und kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, ist positiv. III. NACHTRAGSBERICHTNach Abschluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hatte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2009. IV. RISIKOBERICHT1. RISIKOMANAGEMENT UND INTERNES KONTROLLSYSTEMZur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Unternehmen unterstützen ihn dabei die Geschäftsführer der Tochterunternehmen sowie Mitglieder der Geschäftsleitung von ecotel. Mit Hilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden nach Wahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Zudem werden die Risiken mit Bezug auf das geplante Ergebnis der Gesellschaft als potenzielle Planabweichung quantifiziert. Abschließend sind hinter jedem Risikopotenzial die eingeleiteten Maßnahmen zur Steuerung enthalten. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Unser rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das 4-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung zwischen den Abteilungen (Kreditoren, Debitoren) vorliegt. Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur IFRS-Abschlusserstellung sowie zu komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden externe Dienstleister hinzugenommen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärung. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-IstVergleich mit Abweichungsanalyse. 2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGIm Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Operative RisikenOperative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle von Infrastruktur (z.B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, ServerFarmen) sowie auf die korrekte Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse wie z.B. im Bereich Provisionierung, Rechnungsstellung und Forderungsmanagement sowie der Kundenbetreuung. Die Sicherstellung einer maximalen Verfügbarkeit von Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, die ecotel konsequent umsetzt. Durch das "Projekt Netmig" konnte das Risiko eines Ausfalls der Backbone Infrastruktur praktisch eliminiert werden. Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur wurden in 2007 umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen getroffen. Der Fokus von Ausbaumaßnahmen des Rechenzentrums in 2010 / 2011 liegt hier in der Erweiterung der Stromversorgung und der Schaffung weiterer Redundanzen im Bereich der Notstromversorgung. Die Implikationen eines möglichen Ausfalls der Vermittlungstechnik konnten dadurch reduziert werden, dass nunmehr nur der internationale B2B-sowie der margenschwache Wholesale-Verkehr über die eigenen Vermittlungssysteme terminiert wird und der größte Teil des B2B-Sprachverkehrs somit in den Netzen der Vorlieferanten verbleibt. Im Bereich der Verfügbarkeit der Server-Farmen des nacamar-Media-Delivery-Netzwerks werden in 2010 weitere Anstrengungen unternommen, die Server-Farmen in getrennten Räumlichkeit vollständig zu duplizieren. Ein weiterer operativer Risikofaktor ist die neue Auftragsschnittstelle (WITA) der Deutschen Telekom AG (DTAG). WITA war als Middleware zwischen der gewachsenen Telekom-IT-Struktur und den Wettbewerbern konzipiert. Sie sollte eine einheitliche Auftragserfassung und -bearbeitung ermöglichen. In der Realität funktioniert diese komplexe Schnittstelle nur mäßig und führt zu einer massiven Behinderung der ecotel und anderer alternativer Marktteilnehmer bei der Auftragsabwicklung und somit zu Kundenunzufriedenheit und einer erhöhten Kündigungsquote. ecotel geht davon aus, dass die DTAG in Q2 2010 diese Probleme in den Griff bekommt. Zudem leidet ecotel zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Lieferengpässen der DTAG bei der zeitnahen Bereitstellung von Ethernet-Anschlüssen. Da Lieferverzögerungen direkte Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit, das Wachstumspotenzial dieses neuen Produktes und somit die Ertragslage der Gesellschaft haben, hofft ecotel auch hier auf eine Problemlösung der Lieferverzögerungen und auf Termintreue in Q2 2010. Weiterhin bemüht sich ecotel, das Know-how zur Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse immer auf mehrere Mitarbeiter zu verteilen, um keine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselpersonen zu erzeugen. Gegenwärtig läuft eine gegen ecotel eingeleitete Rechtsstreitigkeit für die nicht erfolgte Abnahme von Hardware-Equipment. Der Streitwert beträgt 166 TEUR. ecotel schätzt die Wahrscheinlichkeit des Unterliegens im Klageverfahren als gering ein. Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Zinsrisiken. Im Rahmen der Akquisitionsfinanzierungen hat ecotel mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Financial Covenants vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden können. Bei zwei der drei derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote (SOLL:>25%; IST: 37 %), Netto Finanzverbindlichkeiten / EBITDA (SOLL: <2,5; IST: 1,5)) liegt ecotel deutlich innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Beim dritten Covenant (EBITDA / Umsatzerlöse (SOLL:>5 %; IST: 5,1 %)) liegt ecotel nur knapp oberhalb des vereinbarten Schwellwerts. Es besteht das Risiko, dass bei weiterhin intaktem Wachstum im Wholesale-Bereich sowie einem temporären Margenrückgang bis zum Turnaround im B2B-Bereich dieser Schwellwert in 2010 unterschritten wird. ecotel kann aus eigener Kraft sicherstellen, dass der EBITDA-Margen-Covenant in 2010 und in der Zukunft eingehalten wird, müsste dann aber ggf. die Geschäftsentwicklung im Wiederverkäufergeschäft zurückfahren. Unterstützend führt ecotel proaktiv Gespräche mit ihren Banken, um das Wiederverkäufergeschäft dauerhaft weiterentwickeln zu können. In diesem Zusammenhang wurde bereits ein Entgegenkommen von Seiten der Kreditinstitute signalisiert. ecotel verfügte zum Jahresende 2009 über liquide Mittel in Höhe von 7,1 Mio. EUR. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Jahresende 7,4 Mio. EUR (nach 11,7 Mio. EUR im Vorjahr), was dem 1,5-fachen des EBITDA von 2009 entspricht. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die vorhandenen Barmittel und der erwartete Kapitalzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ausreichen werden, um die weitere Unternehmensstrategie zu finanzieren. Als zusätzliche Liquiditätsreserve hat ecotel bei zwei Banken eine Betriebsmittellinie von 6 Mio. EUR. Davon waren Ende 2009 2,3 Mio. EUR als Avallinie genutzt und somit 3,7 Mio. EUR noch offen. Von der Betriebsmittellinie laufen 3,5 Mio. EUR bis zum 30. Juni 2010. Es besteht das Risiko, dass Teile dieser Betriebsmittellinie nicht verlängert werden. Mögliche Zahlungsschwankungen bei Zinsen aufgrund von Zinsänderungen werden dadurch begrenzt, dass ecotel für einen Großteil der ausstehenden Darlehensbeträge Zinsswaps und Zinscaps abgeschlossen hat. Strategische RisikenStrategische Risiken sind eher mittelfristiger Natur und beruhen auf der strategischen Unternehmensausrichtung von Einkauf, Produkte, Vertrieb, Technologie und IT. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dadurch reduziert, dass für wesentliche Produkte eine ZweiLieferanten-Strategie eingehalten wird. Dies ist wegen der Marktdominanz der Deutschen Telekom jedoch nicht in allen Produktbereichen möglich. Ein strategisches Risiko ist insbesondere die hohe Wechselbereitschaft von Preselection-Kunden zu Bündelprodukten anderer Anbieter (insbesondere DTAG) und der damit verbundene Rückgang der Kundenbasis. Sollte es ecotel nicht gelingen, ihre Kunden z.B. über eigene wettbewerbsfähige Bündelangebote stärker zu binden und dadurch eine geringere Abwanderungsquote zu verzeichnen, könnte dies signifikante nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von ecotel haben. ecotel versorgt neben einer Vielzahl von mittelständischen Geschäftskunden auch einzelne Großkunden mit Telekommunikationsdienstleistungen. Es besteht das Risiko, dass ecotel neben kleineren Kunden auch Großkunden in 2010 und den Folgejahren an Wettbewerber verlieren könnte. In der Bereitstellung der Anschlussübernahme für Geschäftskunden ist ecotel nach wie vor auf die Kooperation der Deutschen Telekom AG angewiesen. Hierzu erfolgte am 2. Februar 2009 der Beschluss der Bundesnetzagentur gegen die DTAG hinsichtlich einer behinderungsfreien Bereitstellung von Telefonanschlüssen als AGB-Produkt. Die DTAG wird darin verpflichtet, EndkundenTelefonanschlüsse für Wettbewerber wie ecotel ohne Unterbrechung bereitzustellen. Zudem wurde die DTAG im Rahmen der aktuellen Regulierungsverfügung aufgefordert, den Wettbewerbern im Rahmen einer Selbstverpflichtung die Anschlüsse unterbrechungsfrei zur Verfügung zu stellen. Beiden Punkten ist die DTAG bisher nicht nachgekommen, was die Wettbewerbsfähigkeit der ecotel massiv behindert und somit direkte Auswirkungen auf die Ertragslage der ecotel hat. Die Abhängigkeit der ecotel von der DTAG konnte für die Zukunft dadurch gemindert werden, dass ecotel neben der Anschlussübernahme über die DTAG auch Vollanschlussprodukte über alternative Teilnehmernetzbetreiber (Vodafone, Versatel) anbietet. Damit können Geschäftskunden "echte" ISDN-Anschlüsse mit Komplettpaketen zu besonders attraktiven Konditionen in mehr als 70 % der Haushalte und Geschäftskunden in Deutschland beziehen. Zudem beabsichtigt die Gesellschaft, in 2010 einen Großteil der Bestandskunden im Rahmen eines Migrationsprojekts von DTAG-Anschlüssen (Sprache + DSL) auf die Anschlüsse alternativer Teilnehmernetzbetreiber zu ziehen, wodurch die Kosten für Vorleistungsprodukte erheblich gesenkt werden können. Da Migrationen typischerweise mit Risiken behaftet sind (z.B. Verlust von Kunden, Prozess- und Schnittstellenprobleme), kann es im Rahmen der Vollanschluss-Migration unter ungünstigen Umständen zu einer erhöhten Wechselbereitschaft von Kunden kommen, was die Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig schädigen könnte. Dies könnte dann auch im Jahresabschluss 2010 zu einem erhöhten Wertberichtigungsbedarf bei immateriellen Vermögensgegenständen (Goodwill, Kundenstamm) der ecotel führen. Risiken des MarktumfeldsAndere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Die Telekommunikationsbranche ist durch einen intensiven und preisaggressiven Wettbewerb gekennzeichnet. Der bestehende starke Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment könnte sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen. Eine starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie könnte negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde. Zudem sieht ecotel das Risiko von höheren offenen Posten und erhöhten Forderungsausfällen im Nachgang zur Finanzkrise und der nur langsamen gesamtwirtschaftlichen Erholung. Diesem Trend versucht das Unternehmen durch ein konsequentes Forderungsmanagement entgegenzusteuern. Überdies versucht die DTAG weiterhin verstärkt, im Rahmen von Kundenbindungsmaßnahmen so viele Telefoniekunden wie möglich in Laufzeitverträge zu migrieren, um diese am Wechsel zu einem Wettbewerber zu hindern, und erschwert bzw. verhindert damit die Vertriebsaktivitäten des Wettbewerbs und somit auch der ecotel. Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren zu können. Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative geschäftsrelevante Änderungen herbeiführen. Gesamtrisiko kalkulierbarZusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass eco-tel auch in 2010 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann. 3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGNeben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel Gruppe nachhaltig prägen können. Vermarktung von Vollanschlüssen an Bestandskunden und NeukundenÜber die Kooperationsverträge mit der Versatel AG und der Vodafone D2 GmbH bietet ecotel Geschäftskunden Vollanschlussprodukte (ISDN + DSL) zu besonders attraktiven Konditionen an. Die deutschlandweite Verfügbarkeit beträgt mehr als 70 %. Zudem wurde über Kooperationsverträge die Basis für die Migration von bis zu 10.000 Bestandskunden in den nächsten 2-3 Jahren auf diese neuen Vollanschlüsse gelegt. Über die erzielten Rabatte bei den Sprachanschlüssen sowie bessere Einkaufskonditionen der Verbindungsentgelte kann ecotel die Margensituation erheblich verbessern. Gleichzeitig bilden die neuen Vollanschlüsse für ecotel die Basis für wettbewerbsfähige Produkte und für eine neue Wachstumsperspektive. ![]() Erhebliche Kostenreduktion durch die Vollanschluss MigrationVermarktung von Festnetz-/Mobilfunk-KonvergenzproduktenSeit 2010 vermarktet ecotel an Geschäftskunden integrierte Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen. Neben dem Vollanschluss erhalten die Kunden kostenlos weitere SIM-Karten. Zu diesen SIM-Karten können ecotel-Kunden von ihrem Festnetzanschluss für 0 Cent telefonieren. Die SIM-Karten haben dabei keine Grundgebühren, keine Mindestumsätze und keine Vertragslaufzeit. Erst bei Nutzung der SIM-Karten fallen Gesprächsgebühren an und dann zu einem attraktiven Preis von 15 Cent für Verbindungen in alle Netze sowie ins ausländische Festnetz der 36 wichtigsten Business-Länder (EU, USA, China etc.). Die Rufnummern können vom Kunden auf Wunsch mitgebracht werden. Vermarktung von attraktiven Ethernet-ProduktenNach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes "Netmig" mit der Migration seiner Mietleitungs-Kunden (Leased Lines) auf innovative Ethernet-VPN-Produkte fokussiert sich ecotel 2010 auf die Vermarktung der Ethernet-Produkte an Neukunden. Diese zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit, einfache Integration in Unternehmensnetze und hohe Bandbreiten von 10 Mbps bis hin zu 10 Gbps aus. Für Geschäftskunden mit klassischen Bandbreitenanforderungen setzt ecotel weiterhin auf das SHDSL-Produkt. Vermarktung von neuen PrivatkundenproduktenDie easybell GmbH hat 2009 erfolgreich weitere Geschäftsfelder aufgebaut, welche den Rückgang im klassischen Dial-in-Geschäft überkompensieren. Mitte 2009 startete die easybell GmbH die Vermarktung der Call-by-Call-Rufnummer 01028 und stieg damit innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten und bekanntesten Call-by-Call-Anbieter in Deutschland auf. Durch die Übernahme der CARPO-Kunden im August 2009 erwarb die Gesellschaft zusätzliches Know-how im noch jungen DSLVollanschluss- und VoIP-Markt und bereitet damit den Markteinstieg mit eigenen entbündelten Anschlussprodukten in 2010 vor. Zudem plant die easybell GmbH ab Sommer 2010 die Vermarktung eigener Mobilfunkprodukte. Weiteres Wachstum des New-Media-Geschäfts der nacamar GmbHDer Markt für Audio-/Video-Anwendungen im Internet, in welchem die nacamar GmbH tätig ist, gehört zu den stärksten Wachstumsfeldern im ITK-Marktsegment (IT + Telekommunikation). Großkunden wie die ZDF-Mediathek konnten in 2009 als Neukunden gewonnen werden und bildeten die Basis für den weiteren Ausbau des Media-Delivery-Netzwerks (MDN) der nacamar GmbH. Die hochmoderne Server-Farm-Infrastruktur zusammen mit einem erneuerten Backoffice/Kundenportal schaffen eine gute Ausgangsposition für weiteres Wachstum in den nächsten Jahren. Neben den klassischen Standbeinen Streaming und Werbung hat nacamar mit seiner Video-Asset-Management-Lösung "me-dianac" einen weiteres attraktives B2B-Geschäftsfeld für die Zukunft erschlossen. Effizienzsteigerungen der internen und externen GeschäftsprozesseBisher hat ecotel vier unterschiedliche IT-Systeme im Einsatz. Diese vier Systeme sollen in 2010 auf ein System verschmolzen werden und so zu einer effizienteren Auftragsbearbeitung und -abwicklung führen. Gleichzeitig sollen im Rahmen der technologischen Entwicklung und nicht zuletzt auch zum Schutz unserer Umwelt Rechnungsstellungsprozesse zunehmend automatisiert werden und die Einzelverbindungsnachweise (EVN) und Kundenrechnungen ab 2010 elektronisch im ecotel-Kundenportal abgelegt werden, von wo aus sie revisionssicher und digital signiert dem Kunden bereitgestellt werden. Das ecotel-Kundenportal bietet den Kunden jederzeit einen schnellen und sicheren Zugriff auf dessen EVN und Rechnungen. Auf Wunsch erhalten Kunden ihre Originalrechnung weiterhin in Papierform. Zudem sollen die internen Geschäftsprozesse ab 2010 mehr und mehr papierlos durchgeführt werden, was zu einer weiteren Effizienzsteigerung in den nächsten Jahren führen wird. 4. HINWEISE ZU PROGNOSENDieser Lagebericht enthält auch zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "beabsichtigen", "planen", "einschätzen" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb der ecotel-Gruppe liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der ecotel. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der ecotel-Gruppe wesentlich abweichen von den in zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen. V. PROGNOSEBERICHTEffiziente interne und externe GeschäftsprozesseDie Umstellung der Backbone-Netzinfrastruktur auf die nächste Netzgeneration (Projekt Netmig) in 2009 hat einerseits zu Kosteneinsparungen bei einer gleichzeitig variablen Kostenbasis, andererseits zu einer Verbesserung der Qualität, Serviceparameter und Erhöhung der Bandbreiten für die Kunden geführt. Die Verbesserung der Kostenbasis im Infrastrukturbereich wird ab dem zweiten Quartal 2010 sichtbar. Nach den Infrastrukturmaßnahmen des Jahres 2009 werden in 2010 verstärkte Anstrengungen im IT-Bereich unternommen. Auf der einen Seite werden die vier bestehenden IT-Systeme in 2010 auf ein IT-System integriert, um eine effizientere Auftragsabwicklung zu erreichen, auf der anderen Seite werden die internen und externen Geschäftsprozesse im Rahmen der technologischen Neuerungen und zum Schutz der Umwelt mehr und mehr papierlos gestaltet. Kosteneinsparungen aus den Effizienzsteigerungen werden sich jedoch erst ab Ende 2010 auswirken. Vermarktung der Vollanschlüsse an Bestandskunden und Neukunden zur Sicherung der GeschäftsgrundlageDer Schwerpunkt der ecotel liegt 2010 auf der Migration seiner Bestandskunden auf die Vollanschlüsse von Versatel und Vodafone sowie der Vermarktung von Vollanschlüssen an Neukunden. Mit einem erfolgreichen Abschluss dieses Projekts wird die mittelfristige und langfristige Perspektive der ecotel gestärkt. Konvergente Mobilfunk- und Vollanschluss-Produkte für neue B2B-UmsätzeIm Rahmen der neuen integrierten Festnetz-, Internet- und Mobilfunklösungen mit zum Teil kostenloser interner Telefonie geht ecotel für 2010 von entsprechenden Wachstumsimpulsen aus. New Business als WachstumsfeldInsbesondere bei der nacamar GmbH und der easybell GmbH erwarten wir aufgrund der Vielzahl an neuen Produkten 2010 interessante Wachstumsperspektiven. Weitere Vereinfachung der KonzernstrukturFür 2010 ist die Verschmelzung der beiden Tochtergesellschaften /bin/done digital solutions GmbH sowie ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH auf die ecotel geplant, um so die Konzernstruktur weiter zu vereinfachen. Prognose 2010 und 2011Für 2010 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von ca. 80-90 Mio. EUR und soll damit in etwa auf dem um die Entkonsolidierung der PPRO GmbH bereinigten Vorjahresniveau liegen. Wir gehen davon aus, dass sich das EBITDA für 2010 bei ca. 4,0-4,5 Mio. EUR bewegen und damit leicht unter Vorjahresniveau liegen wird. Zudem wird mit einer weiteren Reduktion der Nettofinanzverbindlich-keiten gerechnet. Für 2011 geht die Gesellschaft im Rahmen einer erfolgreichen Migration der Vollanschlüsse sowie einer gelungenen Vermarktung der neuen Konvergenzprodukte von einem Umsatz von ca. 90 Mio. EUR bis 95 Mio. EUR und einem EBITDA von 5,5 Mio. EUR bis 6,5 Mio. EUR aus.
Düsseldorf, den 25. März 2010 ecotel communication ag Der Vorstand Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis Erklärung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, den 25. März 2010 ecotel communication ag Der Vorstand Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009der ecotel communication agKonzernbilanz zum 31. Dezember 2009Aktiva scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2009scroll
scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2009scroll
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsscroll
scroll
Konzernanhang der ecotel communication agGRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGAllgemeine AngabenDie ecotel communication ag ist ein in Deutschland (Prinzenalle 9-11, 40549 Düsseldorf) ansässiges Unternehmen und hat sich als bundesweit agierendes Telekommunikationsunternehmen auf die Anforderungen mittelständischer Unternehmen in drei Geschäftsbereichen spezialisiert. Im Kernbereich "Geschäftskundenlösungen" bietet der ecotel-Konzern mittelständischen Unternehmen sowie Großkunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach-, Daten- und Mobilfunklösungen als Komplettpaket aus einer Hand an. Deutschlandweit versorgt ecotel ca. 30.000 Geschäftskunden mit standardisierten und individuellen Telekommunikationslösungen. Neben dem B2B Geschäft der ecotel communication ag ist die ADTG GmbH diesem Geschäftsbereich zugeordnet. Im zweiten Geschäftsbereich "Wiederverkäuferlösungen" vermarktet die ecotel-Gruppe Vorprodukte an andere Telekommunikationsunternehmen und branchenfremde Vermarkter. Über moderne Enabling- und Vermittlungs-Plattformen erhalten diese Zugriff auf das gesamte Produktportfolio der ecotel-Gruppe, beispielsweise entbündelte Teilnehmer- und Breitbandanschlüsse oder Mobilfunklösungen. Zugleich erzielt die Gesellschaft mit diesem Geschäftsbereich hohe Verkehrsvolumina und damit eine Vertiefung der Wertschöpfung für den Kernbereich "Geschäftskunden". Neben dem Wholesale-Geschäft der ecotel communication ag ist die i-cube GmbH und mvneco GmbH diesem Bereich zugeordnet. Im Bereich "New Business" werden neue wachstumsstarke Geschäftsfelder und Nischen der weiterhin operativ selbstständigen Tochtergesellschaften und Beteiligungen besetzt. Neben der nacamar GmbH, easybell GmbH, ecotel private GmbH und toBEmobile GmbH wurde auch die sparcall GmbH in diese eigenständige Business Unit überführt. Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) beachtet. Der International Accounting Standards Board (IASB) hat eine Reihe von Änderungen bei bestehenden International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS verabschiedet, die seit dem 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwenden sind. Die nachfolgenden erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den ecotel-Konzernabschluss:
Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet. Diese treten jedoch erst später in Kraft und wurden im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag wurden noch nicht vollständig analysiert, so dass die zu erwartenden Effekte, wie sie am Fuße der Tabelle dargestellt sind, lediglich eine erste Einschätzung darstellen. scroll
FN 1 Es werden keine nennenswerten Auswirkungen auf den Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet. 2 Es werden vor allem zusätzliche/modifizierte Anhangangaben zum Konzernabschluss der ecotel communication ag erwartet. 3 Verlautbarung des IASB/IFRIC wurde noch nicht von der EU übernommen. Neben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Kapitalflussrechnung erstellt und die Entwicklung des Eigenkapitals gezeigt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, svind verschiedene Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftsjahr der ecotel communication ag und ihrer voll konsolidierten Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend EURO (TEUR) angegeben. Der geprüfte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird voraussichtlich am 26. März 2010 durch den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen. KonsolidierungsgrundsätzeFür erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung nach der Erwerbsmethode in Form der Neubewertungsmethode durchgeführt (IFRS 3). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Eine Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem neu bewerteten anteiligen Eigenkapital wird den Vermögenswerten und Schulden des Tochterunternehmens zugeordnet. Danach verbleibende aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge werden sofort ertragswirksam vereinnahmt. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der negativen Unterschiedsbeträge bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen. Die Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens/Gemeinschaftsunternehmen. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens/Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesene Änderungen werden vom Konzern in Höhe seines Anteils erfasst und insofern zutreffend in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Abschlüsse des assoziierten Unternehmens/Gemeinschaftsunternehmen werden mit einer Ausnahme zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag bis auf zwei Tochterunternehmen alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das ukrainische Tochterunternehmen Phase Five R&D Ltd. sowie das Tochterunternehmen der voll konsolidierten easybell GmbH, die carrier-services.de GmbH (vormals: 010010 Telecom GmbH), wurden aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung. Erstmals wurde in diesem Jahr die sparcall GmbH in den Konsolidierungskreis mit einbezogen. Im Berichts- und Vergleichszeitraum hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen: scroll
1)
ohne Vorstände/Geschäftsführer und Auszubildende Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Einzelabschluss des Mutterunternehmens und aller voll konsolidierten Tochtergesellschaften ist. Beteiligungserwerbe und -veräußerungenIm Geschäftsjahr 2009 wurden die folgenden Transaktionen hinsichtlich der bestehenden Beteiligungen an vollkonsolidierten Tochterunternehmen durchgeführt: Im Dezember 2009 verkaufte die ecotel 40 % der Anteile an der PPRO GmbH und besitzt nunmehr 11,2 % der Anteile an der Gesellschaft. ecotel verfolgt mit dieser Transaktion konsequent die Strategie, sich ab 2010 ausschließlich auf die Vermarktung von Telekommunikationsdiensten in den Bereichen Geschäftskunden, Wiederverkäufer und New Business zu fokussieren. Die PPRO GmbH fällt somit aus der Vollkonsolidierung der ecotel heraus und wird nunmehr als Finanzanlage geführt. Die toBEmobile GmbH wird seit 2006 voll konsolidiert. ecotel hält seit dem Erwerb auch zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 unverändert einen Anteil von 51,03 % und verfügt über eine Kaufoption zum Erwerb der Minderheitenanteile von 48,97 %. Die Kaufoption konnte von ecotel frühestens zum 31. Dezember 2008 ausgeübt werden. Der Optionskaufpreis würde in diesem Fall zum Kaufzeitpunkt basierend auf der Summe des Unternehmenswertes zu diesem Zeitpunkt ermittelt. Bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2009 wurde diese Option von ecotel nicht ausgeübt. Zum 31. Dezember 2009 kann der Option mangels positiver Ergebnisse der toBEmobile GmbH kein wesentlicher Wert beigemessen werden. Aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierte GesellschaftenDie beiden folgenden Tochterunternehmen wurden aus Wesentlichkeitsgründen zum 31. Dezember 2009 wie im Vorjahr nicht konsolidiert: Die Phase Five R&D Ltd. (Ukraine) verfügte zum 31. Dezember 2009 über Vermögenswerte von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 33) und Schulden von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3). Der Umsatz der Gesellschaft betrug im Gesamtjahr 2009 TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 95) bei einem Jahresergebnis von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 6). Die von der alleinigen Gesellschafterin easybell GmbH erworbene carrier-services.de GmbH (zuvor 010 010 Telecom GmbH) verfügte zum 31. Dezember 2009 über Vermögenswerte von TEUR 1.637 (Vorjahr: TEUR 214) und Schulden von TEUR 1.599 (Vorjahr: TEUR 184). Die Umsatzerlöse der Gesellschaft beliefen sich in 2009 auf TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 218). Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen in- und ausländischen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Wertansätze im Konzernabschluss werden unbeeinflusst von steuerlichen Vorschriften allein von der wirtschaftlichen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen der Vorschriften der IFRS bestimmt. Für den Konzernabschluss wurden zudem die ergänzenden Bestimmungen nach § 315a HGB beachtet. Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt mit Ausnahme bestimmter finanzieller Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu setzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten, die auf den Erwerb oder die Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts entfallen, werden nicht aktiviert. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Forschungskosten werden grundsätzlich als laufender Aufwand behandelt. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Hierbei wird i.d.R. der Nutzungswert unter der Annahme Unternehmensfortführung ermittelt. Bei konkreten Veräußerungsabsichten wird der Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde: scroll
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen, dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert). Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und gegebenenfalls außerplanmäßige Abschreibung, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen wird regelmäßig über folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern abgeschrieben: scroll
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter werden aus Vereinfachungs- und Wesentlichkeitsgründen im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen, auf Erfahrungswerten gestützten Ausfallrisiko wird durch angemessene Wertminderungen Rechnung getragen. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet. Vorausbezahlte Mieten und Versicherungsprämien werden durch Rechnungsabgrenzungen aktivisch abgegrenzt, die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen im ecotel-Konzern nicht vor. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Saldierung mit positiven Erfolgsbeiträgen erfolgt nicht. Rückstellungen werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Erfüllungsbetrag umfasst auch die am Bilanzstichtag nach IAS 37 zu berücksichtigenden Kostensteigerungen. Verbindlichkeiten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens grundsätzlich mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten werden abgezinst. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten künftigen Nutzung bestehender steuerlicher Verlustvorträge ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Latente Steuern auf körperschaftssteuerliche Verlustvorträge der inländischen Konzerngesellschaften wurden wie im Vorjahr mit 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag, auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge mit 11-17 % gerechnet. Diese Sätze wurden entsprechend für die Ermittlung der latenten Steuern auf temporäre Differenzen verwendet, soweit sich die Differenzen in der Zukunft umkehren. Derivative Finanzinstrumente werden in der ecotel-Gruppe nur begrenzt und ausschließlich zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Entsprechend IAS 39 werden derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet, die Veränderung der Zeitwerte wird ergebniswirksam innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt durch Rückgriff auf öffentlich notierte Marktpreise auf dem Kapitalmarkt, welche zum Bilanzstichtag bei den entsprechenden Kreditinstituten abgefragt werden. Derivative Finanzinstrumente mit einem positiven Fair Value werden unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten, derivative Finanzinstrumente mit einem negativen Fair Value unter den sonstigen Finanzschulden bilanziert. Ihre Einbuchung erfolgt erstmals am Erfüllungstag, der in der Regel wenige Tage nach dem Verpflichtungsgeschäft (Handelstag) liegt. Die eingesetzten Zinsswap-Kontrakte der ecotel communication ag fallen unter die Finanzinstrumente-Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" (IAS 39.9) und werden bis zu ihrer Ausbuchung im Falle des Auslaufens oder der Ablösung entsprechend ihrer Marktwerte als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bilanziert. Die Wertpapiere werden zur kurzfristigen Anlage liquider Mittel gehalten und werden der Kategorie "Zu Handelszwecken gehalten" zugeordnet. Somit erfolgt deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden aufgrund mangelnder verfügbarer Marktpreise zu Anschaffungskosten bilanziert. Die übrigen Finanzinstrumente der ecotel-Gruppe betreffen die Kategorie "Kredite und Forderungen". Diese werden bei ihrer erstmaligen Bilanzierung zu ihrem beizulegenden Zeitwert einschließlich direkt zurechenbarer Transaktionskosten bewertet. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Rückstellungen für Gewährleistung werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Soweit die Bedingungen gemäß IAS 18.20 ff. für die Realisation von Dienstleistungsumsätzen nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Geschäfts am Bilanzstichtag erfüllt sind, werden die entsprechenden Umsätze auf Basis der Feststellung der erbrachten Arbeitsleistungen nach dieser Methode erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden grundsätzlich vereinnahmt, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung wie Kosten der Aktienkurspflege ausgewiesen. Das Ergebnis aus at-equity-bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung von Rückstellungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen sind bei den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn-und Verlustrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ(1) GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERTE UND SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt: scroll
Im Vorjahr 2008 hatten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt entwickelt: scroll
Die aktivierten Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2009 betrugen TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 646). Diese betreffen im Wesentlichen das Auftragsabwicklungssystem für Festnetz, Daten und Mobilfunk, welches 2008 in Betrieb genommen wurde und linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Zudem wurden im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 66 für ein Online-Kundenportal, das dem Kunden einen einheitlichen und modernen Zugang zu Einzelverbindungsnachweisen ermöglicht, aktiviert. Das System wurden in 2009 in Betrieb genommen. TEUR 30 entfallen auf Entwicklungskosten für das neue Vollanschlussprodukt. Forschungsausgaben fielen wie im Vorjahr nicht an. In 2009 wurden außerdem bei der nacamar GmbH Entwicklungskosten von TEUR 69 für eine Online-Portal-Lösung aktiviert, die es kleineren und mittelständischen Kunden ermöglicht, auf die Services der nacamar GmbH zuzugreifen. Zudem wurden TEUR 47 für ein Ac-counting-System zur Erfassung von Leistungsdaten aktiviert. Eine Inbetriebnahme beider Systeme ist im Laufe des Jahres 2010 vorgesehen. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten umfassten bei ecotel Lizenzkosten für ein Mobilfunk-SIM-Karten-Management und -Portierungssystem (ICCS) sowie einen IBM-Backup-Taperobot in Höhe von TEUR 188, bei der i-cube GmbH initiale Nutzungsgebühren für die DSL-Dienstleistungsplattform in Höhe von TEUR 350 sowie bei der nacamar GmbH Lizenzkosten für Adobe-Flash-Lizenzen von TEUR 127. Als Kundenbeziehungen wurden vorausbezahlte Provisionen an Fremdvermittler für die Akquisition von Neukunden aktiviert (TEUR 164, Vorjahr: TEUR 94), die durchschnittlich über einen Zeitraum von 12 Monaten vertraglich gebunden werden konnten. Die Amortisation dieser Vorauszahlungen erfolgt entsprechend der kundenbezogenen vertraglichen Bindungsdauer. Außerdem werden in 2007 erworbene Kundenstämme bei der nacamar GmbH (TEUR 2.631, Vorjahr: TEUR 4.297) und der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH (TEUR 788, Vorjahr: TEUR 1.013) bilanziert. Der Kundenstamm "ADTG" wird über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren, der Kundenstamm "nacamar" abhängig vom Kundensegment über eine Nutzungsdauer zwischen 10 und 18 Jahren planmäßig abgeschrieben. Die Kundenbeziehungen hinsichtlich der in 2006 erworbenen DSLCOMP GmbH werden zum Bilanzstichtag mit TEUR 983 (Vorjahr: TEUR 1.483) ausgewiesen; sie werden über 10 Jahre linear abgeschrieben. Weitere Kundenbeziehungen werden zum Bilanzstichtag bei der easybell GmbH (TEUR 135, Vorjahr: TEUR 26) bilanziert; sie werden linear über 6 bzw. 2 Jahre abgeschrieben. Im Berichtsjahr 2009 fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von TEUR 1.300 auf den Kundenstamm "nacamar" sowie auf den Kundenstamm "DSLCOMP" in Höhe von TEUR 300 an. In beiden Fällen waren außerplanmäßige Kundenabgänge Auslöser der Abschreibung. Außerdem waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten (Projekt "Balloon") aufgrund verringerter Nutzungserwartungen mit einem Betrag von TEUR 350 zu berücksichtigen. Im Vorjahr entfielen bei den außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.139 auf Nutzungsrechte für Backbone-Kapazitäten, TEUR 75 auf aktivierte Entwicklungskosten ("Evolution Contracts") sowie TEUR 500 auf aktivierte Kundenbeziehungen der nacamar GmbH. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich unter Berücksichtigung der in 2009 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund gesunkener Werthaltigkeit wie folgt zusammen: scroll
Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Dis-counted-Cashflow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre). Im Berichtsjahr 2009 war für die CGU "PPRO" ein Wertminderungsaufwand in Höhe von TEUR 709 sowie für "bindone" in Höhe von TEUR 294 notwendig. Im Vorjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt TEUR 3.240 an. Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung der Impairmenttests zugrunde gelegt: Kapitalisierungszinssatz 8,6 % (Vorjahr: 8,6 %) nach Steuern bzw. 11,7 % (Vorjahr: 11,7 %) vor Steuern, Beta-Faktor 1,3 (Vorjahr 1,3), Debt-Ratio 41 % (Vorjahr: 41 %). Die Wachstumsraten für die einzelnen Unternehmen wurden für die ersten 5 Jahre zwischen 0 % und 5 % (Vorjahr: zwischen -10 % und 5 %) angesetzt. Für die ewige Rente wurde bei allen Unternehmen eine Wachstumsrate von 0 % verwendet. Der verwendete Ertragsteuersatz beträgt wie im Vorjahr 31 %. Der Zeitwert der CGU "PPRO" wurde unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus den Verkaufsverhandlungen bestimmt. (2) SACHANLAGENDie Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt: scroll
Im Geschäftsjahr 2008 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar: scroll
Außerplanmäßige Wertminderungen waren bei den Sachanlagen weder in der Berichtsperiode noch in der Vergleichsperiode vorzunehmen. Leasingzahlungen in FolgejahrenDie ausstehenden Leasingverpflichtungen aus Finance-Leasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt dar: scroll
Die ausstehenden Leasingverpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen stellen sich zum 31. Dezember 2009 wie folgt dar: scroll
Zum 31. Dezember 2008 bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen aus Operating-Leasingverträgen: scroll
Die Leasingverpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Leasingverträgen von technischem Equipment und Software, von Firmenfahrzeugen sowie Mietverpflichtungen aus gemieteter Büroausstattung. Die übrigen Mietverträge umfassen im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums sowie Rahmenverträge für Leitungslieferungen. (3) FINANZANLAGENBei den nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen handelt es sich im Wesentlichen mit TEUR 1.594 (Ausweis im Vorjahr unter den langfristigen Forderungen mit TEUR 2.257) um ein Darlehen der ecotel communication ag an das at-equity-bewertete Unternehmen mvneco GmbH mit einer Laufzeit bis September 2010 und einer jährlichen Verzinsung von 5,0 %. Da von einer längerfristigen Investition der hingegebenen Mittel ausgegangen wird, wird das Darlehen in diesem Jahr in die At-equity-Bewertung einbezogen und unter den Finanzanlagen ausgewiesen. In Höhe des negativen Equity-Wertes der mvneco GmbH zum 31. Dezember 2009 wurde eine Abschreibung der Ausleihung in Höhe von TEUR 769 vorgenommen. Der Buchwert der Beteiligung an der at-equity-bewerteten mvneco GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2009 wie im Vorjahr auf 0 EUR, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 234 aufgrund der kumulierten Jahresfehlbeträge der Gesellschaft der Vorjahre (TEUR -861) vollständig abgeschrieben werden mussten. Der Buchwert enthielt einen anteiligen Geschäfts- und Firmenwert von TEUR 45. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 1.811 sowie Schulden in Höhe von TEUR 4.742 aus. Der Buchwert der Beteiligung an der at-equity-bewerteten syngeryPLUS GmbH beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 8, da die ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Beteiligung von TEUR 150 aufgrund des anteiligen Jahresfehlbetrags der Gesellschaft in 2009 (TEUR -142) abgeschrieben werden mussten. Zum Stichtag wies die Gesellschaft ein Vermögen in Höhe von TEUR 223 sowie Schulden in Höhe von TEUR 330 aus. Zum Bilanzstichtag werden in den sonstigen Finanzanlagen die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten Beteiligungen an der Phase Five R&D Ltd. (TEUR 51) und der carrier-services.de GmbH (TEUR 56) sowie die Minderheitsbeteiligung an der PPRO GmbH (TEUR 112) ausgewiesen. (4) LANGFRISTIGE FORDERUNGENBei den langfristigen Forderungen handelt es sich mit TEUR 171 (Vorjahr TEUR 2.283) um Darlehen an assoziierte Unternehmen. (5) VORRÄTEDer ausgewiesene Vorratsbestand betrifft im Wesentlichen Daten-Endgeräte sowie SIM-Karten. (6) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERMÖGENSWERTEscroll
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.475 handelt es sich um Forderungen der sparcall GmbH (TEUR 1.076) sowie Forderungen der easybell GmbH (TEUR 399) gegen die carrier-services.de GmbH, welche aus Wesentlichkeitsgründen nicht vollkonsolidiert wird. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen den Zeitwerten. (7) EFFEKTIVE UND LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHEscroll
Die latenten Ertragsteueransprüche betreffen mit TEUR 656 (Vorjahr: TEUR 467) latente Steueransprüche aufgrund bestehender körperschaft- und gewerbesteuerlicher Verlustvorträge bei zwei (Vorjahr: drei) Tochterunternehmen sowie mit TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 808) aktive latente Steuern aufgrund temporärer Differenzen bei Tochterunternehmen. Die effektiven Ertragsteueransprüche betreffen ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer-, Körperschaftsteuer- und Zinsabschlagsteuerguthaben. (8) FINANZMITTELscroll
(9) EIGENKAPITALDie Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Die Anzahl der zum 31. Dezember 2009 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.752.500 Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Durch den Rückerhalt von 147.500 eigenen Aktien zu Beginn des Geschäftsjahres zu einem Kurs von EUR 3,65 je Aktie reduzierte sich das Grundkapital um TEUR 148 in Verbindung mit einer Verringerung der Kapitalrücklagen in Höhe von TEUR 390. Die Kapitalrücklagen betragen TEUR 17.603 (Vorjahr: TEUR 17.914). Dies resultiert - neben dem Effekt des Aktienrückerhalts - infolge der Erhöhung aus der ratierlichen Berücksichtigung des Aufwands aus dem Aktienoptionsplan um TEUR 79. Aktienbasierte VergütungDer Aktienoptionsplan basiert auf dem Beschluss der Hauptversammlung der ecotel communication ag vom 27. Juli 2007. Für 45.000 Stück dieses Optionsplans, die bereits vor 2007 ausgegeben wurden, entspricht der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (13,45 EUR). Die Laufzeit des Optionsplans beträgt fünf Jahre. Die Aktienoptionen dürfen erstmals nach Ablauf einer Wartezeit von zwei Jahren nach Zuteilungstag ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartezeit kann pro Jahr ein Drittel der Optionen gewandelt werden. Optionen können nach Ablauf der Wartezeit nur ausgeübt werden, wenn der Durchschnittskurs der Aktie im Vergleich zum Ausübungspreis um mindestens 5 % pro Jahr gestiegen ist und er sich um mindestens zwei Prozentpunkte besser entwickelt hat als der HDAX (fasst die Werte aller 110 Unternehmen aus den Auswahlindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammen). Die Höhe des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung aus der aktienbasierten Vergütungszusage wurde auf der Grundlage eines Binomialmodells bewertet. Dabei wurden die folgenden Parameter verwendet: scroll
Der Ausübungspreis zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft entspricht auch bei den mit Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 insgesamt zusätzlich ausgegebenen 100.000 Stück Aktienoptionen zum 1. Oktober 2007 dem 30-tägigen Durchschnittskurs der Aktie vor dem Zuteilungstag (12,27 EUR). Gemäß IFRS 2 wurde für die Bewertung der alten 45.000 Aktienoptionen ein Ausübungspreis von 13,45 EUR beibehalten. Die zu Grunde gelegten Volatilitäten beruhen für alle Optionen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre. Die Ende 2009 bestehenden 145.000 Optionen wurden zwei Vorstandsmitgliedern (120.000 Optionen, Marktwert bei Begebung insgesamt TEUR 282) sowie einer weiteren leitenden Angestellten der ecotel communication ag gewährt, für die der Aufwand aus der Zuführung zur Kapitalrücklage TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 13) beträgt (25.000 Optionen, Marktwert bei Begebung: TEUR 36). Eine personenbezogene Aufgliederung der Marktwerte ist im Anhang Tz. 29 enthalten. Die Eigenschaften der neu gewährten Optionen gleichen denen der zuvor gewährten Option. Aufgrund der Wertverhältnisse im Gewährungszeitpunkt 1. Oktober 2007 wurden allerdings für die Ermittlung des Fair Value dieser neu gewährten Optionen ebenfalls unter Verwendung eines Binomialmodells folgende Parameter verwendet: scroll
Die zugrunde gelegten Volatilitäten beruhen auf historischen annualisierten Volatilitäten gemäß Bloomberg-Notierungen für einen 260-Tageszeitraum. Der erwartete Ausübungszeitraum beträgt 3 bis 5 Jahre. Die zeitanteilige Zuführung zur Kapitalrücklage (TEUR 79; Vorjahr: TEUR 88) ist im Personalaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2009 ist in der Kapitalrücklage ein Betrag von TEUR 257 (Vorjahr: TEUR 178) für die bestehenden Aktienoptionen enthalten. MinderheitenanteileDie Anteile anderer Gesellschafter betreffen die Minderheitenanteile am Eigenkapital der toBEmobile GmbH (TEUR 54; Vorjahr: TEUR 96), PPRO GmbH (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 173), easybell GmbH (TEUR 194, Vorjahr: TEUR 214) sowie der i-cube GmbH (TEUR 66; Vorjahr TEUR 110). AktienbesitzFolgende wesentliche Beteiligungen über 10 % werden an der Gesellschaft gehalten: scroll
Während des Geschäftsjahres 2009 lagen folgende Meldungen vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben: 12. Mai 2009 Mitteilung der IQ Martrade Holding und Managementgesellschaft mbH, Düsseldorf, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 11. Mai 2009 die Schwelle von 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 5,24 % beträgt (Anzahl Aktien: 204.513, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von folgenden Gesellschaften gehalten, welche mehr als 5 % der Stimmrechte haben: (1) MARTRADE Logistic GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Düsseldorf, (2) MARTRADE Logistic Verwaltungs GmbH, Düsseldorf, (3) Günther Hahn, Deutschland. 1. Juli 2009 Mitteilung der Intellect Investment & Management Ltd., Tortola, Britsh Virgin Island, dass der Stimmrechtsanteil an der ecotel communication ag am 1. Juli 2008 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu diesem Tag 25,09 % beträgt (Anzahl Aktien: 978.489, Grundkapital in Stück 3.900.000). Die Stimmrechte werden von Andrey Morozov, Finnland, gehalten, der mehr als 3 % der Stimmrechte an der Gesellschaft besitzt. KapitalmanagementDer ecotel-Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das Eigen- als auch das Fremdkapital. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese werden daher laufend überwacht. Dabei werden zukünftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. (10) EFFEKTIVE UND LATENTE ERTRAGSTEUERNscroll
scroll
(11) SONSTIGE FINANZSCHULDEN, VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITENscroll
Die Finanzschulden bestehen gegenüber Kreditinstituten. Aus der Bewertung eines Zinsswaps zum beizulegenden Zeitwert resultierten finanzielle Schulden von TEUR 175 (Vorjahr: TEUR 154). Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes ist im Finanzergebnis enthalten. Die Kreditverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen den Restbetrag zweier in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen sowie ein in 2009 aufgenommenes KfW Innovationsdarlehen. Die in 2007 aufgenommen Darlehen haben eine Laufzeit von fünf Jahren, die Verzinsung bemisst sich nach einem Referenzzins zuzüglich einer Marge. Zur Sicherung wurden die Geschäftsanteile an der nacamar GmbH an die kreditgebende Bank verpfändet. Das in 2009 aufgenommen Darlehen besteht hälftig aus einer Fremdkapitaltranche und hälftig aus einer Nachrangtranche. Beide Tranchen haben eine Laufzeit von zehn Jahren, die Verzinsung ist fest. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um die in 2010 fällige Tilgung der beiden in 2007 aufgenommenen Akquisitionsdarlehen. (12) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTENIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Kreditpreisänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Die Gesellschaft prüft den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Da das Währungsrisiko in den abgelaufenen Geschäftsjahren gering war, wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt. Zinsrisiko: Im ecotel-Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden und der zinstragenden Anlagen des Konzerns. Gegen negative Wertveränderungen aus unerwarteten Zinsbewegungen erfolgen Absicherungen durch originäre und derivative Finanzgeschäfte. Ende 2009 bestanden zwei Zinsswaps sowie ein Zins-Cap. Die beiden Zinsswaps weisen ein Nominalvolumen von TEUR 5.000 bzw. TEUR 2.750 auf. Der Zins-Cap hat ein Nominalvolumen von TEUR 4.500. Alle derivativen Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag angesetzt. Bei der Interpretation der positiven oder negativen beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente ist zu beachten, dass ihnen i.d.R. Grundgeschäfte mit kompensierenden Risiken gegenüberstehen. Die Laufzeit der abgeschlossenen Zinsderivate orientiert sich an der Laufzeit der zugrunde liegenden Grundgeschäfte und liegt damit überwiegend im kurz- bis mittelfristigen Bereich. Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen in den üblichen Zahlungsfristen nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:scroll
scroll
Zum 31. Dezember 2009 bestanden überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen in folgender Höhe:scroll
scroll
Einzelwertberichtigungen werden auf überfällige ausfallbedrohte finanzielle Vermögenswerte berücksichtigt, soweit der beizulegende Zeitwert dieser Forderungen aufgrund Uneinbringlichkeit oder geminderter Werthaltigkeit unterhalb des ausgewiesenen Buchwertes liegt. Von den dargestellten nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Überfälligkeit von mehr als 120 Tagen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 1.411) betreffen TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 153) zum Stichtag erbrachte Leistungen für das Produkt "Anschlussübernahme" der ecotel communication ag. Es handelt sich hierbei um unstrittige, jedoch noch nicht fakturierte Umsätze. Zum Stichtag erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen in Form von Provisionsansprüchen bestehen im aktuellen Geschäftsjahr nicht (im Vorjahr TEUR 904). Weitere TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 48) betreffen das Barter-Geschäft der nacamar GmbH, wobei für die fehlenden Gegenrechnungen in entsprechender Höhe Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen passiviert sind. Zum 31. Dezember 2008 ergab sich folgende Situation:scroll
scroll
In der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist: Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). ecotel verfügt ausschließlich über Finanzinstrumente der Stufen 1 und 2. Während des Geschäftsjahres 2009 wurden keine Umgliederungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2 vorgenommen. Alle in der folgenden Darstellung zum 31. Dezember 2009 aufgeführte zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte sind der Stufe 1 zugeordnet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten gehören die kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von TEUR 175 zur Stufe 2. Diese betreffen zum 31. Dezember 2009 den negativen Marktwert der gehaltenen Zinsswaps der ecotel communication ag. Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern: scroll
scroll
Zum 31.12.2008 ergab sich folgende Aufteilung: scroll
scroll
Aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen derivativen Finanzinstrumente wurden am jeweiligen Bilanzstichtag Aufwendungen in der Gewinn-und Verlustrechnung von TEUR -175 (Vorjahr: TEUR -154) erfasst. Die Effekte resultieren ausschließlich aus den Zinsswaps, da der Zinscap sowohl im Vorjahr als auch in diesem Jahr einen Zeitwert von Null aufweist. Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d.R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2010 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von EUR 3,5 Mio. fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von EUR 7,1 Mio. zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt die ecotel communication ag über eine vertraglich vereinbarte Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 6,0 Mio., die sich nach Abzug der Avalschulden in Höhe von EUR 2,3 Mio. zum 31. Dezember 2009 auf EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 5,0 Mio.) beläuft. Von der Betriebsmittellinie laufen EUR 3,5 Mio. bis zum 30. Juni 2010. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (EUR 23 Mio.) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinie bestehen sog. Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung des Darlehens und der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als mäßig eingeschätzt. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen: scroll
scroll
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung: scroll
scroll
(13) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN SOWIE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENNicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten aus Haftungsverhältnissen bestanden zum 31. Dezember 2009 in Höhe von TEUR 2.532 (Vorjahr: TEUR 3.274) für Avalschulden. Eventualforderungen resultieren aus einer derzeit noch laufenden Klage. Hier wird hinsichtlich eines Anspruchs auf Schadensersatz gegen die ancotel GmbH aufgrund einer Sachbeschädigung von ecotel-IT-Ausstattung im Rechenzentrum der ancotel GmbH geklagt. In dem Verfahren werden zukünftige Ansprüche für wahrscheinlich gehalten, sind derzeit jedoch nicht zuverlässig quantifizierbar. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergaben sich ausschließlich aus den oben dargestellten Verpflichtungen aus Operate-Leasing-Verhältnissen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(14) UMSATZERLÖSEscroll
Die Aufteilung der Umsatzerlöse auf die Geschäftsbereiche "Geschäftskunden", "Wiederverkäufer" und "New Business" ergeben sich aus der Segmentberichterstattung. Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit der Erbringung von Dienstleistungen erzielt. (15) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE UND ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGENDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:scroll
Die in 2009 ausgewiesenen anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen wie im Vorjahr konzernintern verrechnete Programmierarbeiten. (16) MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an. (17) PERSONALAUFWANDscroll
Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt: scroll
Außerdem betrug die Anzahl der Vorstände bzw. Geschäftsführer bei den konsolidierten Konzerngesellschaften 8 (Vorjahr: 8) sowie die der Auszubildenden 12 (Vorjahr: 17). Bei den nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen waren in 2009 neben dem Geschäftsführer keine (Vorjahr: zwei) Angestellten, bei den at-equity-bewerteten Gesellschaften zwölf (Vorjahr: acht) Angestellte und zwei Geschäftsführer beschäftigt. (18) PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN UND AUSSERPLANMÄSSIGE WERTMINDERUNGENEine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units von insgesamt TEUR 1.003 (Vorjahr TEUR 3.240), auf sonstige immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens von TEUR 1.950 (Vorjahr: TEUR 2.714). Außerdem wurden in 2009 sonstige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: TEUR 100) außerplanmäßig abgeschrieben. (19) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
(20) FINANZERGEBNISscroll
(21) STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAGscroll
Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 32 % (Vorjahr: 32 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % für Solidaritätszuschlag und 16 % (Vorjahr 16 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen. Die Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten VerbindlichkeitenMethode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Erfolgsneutrale Verrechnungen haben sich zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 nicht ergeben. Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen: scroll
Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen. Es wurden sämtliche ertragsteuerlichen Verlustvorträge zu den Bilanzstichtagen bei der Aktivierung latenter Ertragsteueransprüche berücksichtigt, da in den Folgejahren voraussichtlich ausreichend hohe steuerliche Erträge für deren Nutzung zu Verfügung stehen werden. Bei der ecotel communication ag wurde der körperschaftsteuerliche Verlust des Jahres 2009 in Höhe von TEUR 2.002 (Vorjahr: TEUR 1.096) bzw. der gewerbesteuerliche Verlust des Jahres 2009 in Höhe von TEUR 1.327 (Vorjahr TEUR 734) für den steuerlichen Organkreis mit der nacamar GmbH und der ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH einschließlich für 2009 zu berücksichtigender steuerlicher Anpassungen beim Ansatz aktiver latenter Steuern vollständig berücksichtigt. Auf zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und at-equity-bewerteten Beteiligungen werden keine latenten Steuern gebildet, soweit die Bedingungen der Ausnahmeregelung des IAS 12.39 erfüllt sind. (22) ERGEBNISANTEIL ANDERER GESELLSCHAFTERDas anderen Gesellschaftern zustehende Ergebnis von TEUR -117 (Vorjahr: TEUR -79) betrifft den anteiligen Jahresüberschuss der easybell GmbH in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 24) sowie die anteiligen Verluste der PPRO GmbH (TEUR -40; Vorjahr: TEUR 34), der toBEmobile GmbH (TEUR -42; Vorjahr: TEUR -107) und der i-cube GmbH (TEUR -45; Vorjahr: TEUR -30). (23) ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Zum 31. Dezember 2007 und zum 31. Dezember 2008 sind die bestehenden 145.000 Stück Aktienoptionen grundsätzlich als verwässernde Eigenkapitalinstrumente zu berücksichtigen. Aufgrund der Wertverhältnisse am 31. Dezember 2009 und ebenso am Vorjahresstichtag lag jedoch der Ausübungspreis dieser Optionen deutlich über dem für die entsprechende Periode notierten durchschnittlichen Börsenkurs der ecotel Aktie. Entsprechend IAS 33.47 hatten diese Optionen somit zum 31. Dezember 2009 und zum Vorjahresstichtag keinen verwässernden Effekt, so dass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind. scroll
Bereinigt um latente Steuern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis je Aktie von EUR -0,58 (Vorjahr: EUR -1,05). ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG(24) KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Einflüsse von Konsolidierungskreisänderungen und Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelfonds werden gesondert dargestellt. Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Position "Finanzmittel" abzüglich kurzfristiger Kontokorrentverbindlichkeiten (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 722). Durch den Verkauf von 40,0 % der Anteile an der PPRO GmbH flossen TEUR 400 abzüglich dem abgehenden Finanzmittelbestand der PPRO GmbH in Höhe von TEUR 264 in das Unternehmen. In den Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten sind in diesem Jahr TEUR 587 aus neu abgeschlossenen Finance-Leasingverträgen enthalten. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN(25) DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNGENFür Ausschüttungen an die Aktionäre der ecotel communication ag ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG das im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ecotel communication ag ausgewiesene Bilanzergebnis maßgeblich; dieses beträgt TEUR -13.936 (Vorjahr: TEUR -9.285). (26) ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENDas Volumen der an nahestehende Unternehmen bzw. von nahestehenden Unternehmen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar: scroll
Zum 31. Dezember 2009 bestanden Forderungen gegen das nicht konsolidierte Tochterunternehmen carrier-services.de GmbH (vormals: 010 010 Telecom GmbH) in Höhe von TEUR 1.475. Im Vorjahr wurden weder Umsätze mit diesem Tochterunternehmen getätigt noch bestanden zum Vorjahresstichtag Forderungen oder Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2009 bestanden - wie im Vorjahr - keine Forderungen oder Schulden des Konzerns gegen bzw. gegenüber der Phase Five R&D Ltd. Die Forderungen gegen die at-equity-bewerteten Unternehmen synergyPLUS GmbH und mvneco GmbH sind in der Konzernbilanz mit TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 2.263) enthalten. Das Darlehen der ecotel communication ag an das at-equity-bewertete Unternehmen mvneco GmbH in Höhe von TEUR 2.363 wurde wegen des negativen Equity-Werts der mvneco GmbH zum 31. Dezember 09 infolge der Wertminderung um TEUR 769 abgeschrieben. Der Ausweis erfolgt im Berichtsjahr als Ausleihung an Beteiligungsunternehmen unter den Finanzanlagen (im Vorjahr unter den langfristigen Forderungen mit TEUR 2.257). Mit folgenden nahestehenden Personen bzw. Unternehmen unterhielt der ecotel-Konzern in 2009 Leistungsbeziehungen: Vereinbarungen mit der QITS GmbHDie QITS GmbH, Quality Information Technology Services ("QITS"), deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Johannes Borgmann ist, erbringt seit 1999 verschiedene Dienstleistungen für die ecotel communication ag. Neben Dienstleistungen aufgrund des Rahmenvertrages für Software, insbesondere für das Billingsystem der Gesellschaft, betraf dies Druckdienstleistungen, IT-Leistung, Datenschutz sowie Finanz-buchhaltungs-Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr 2009 sind an die QITS-Vergütungen in Höhe von rund TEUR 861 (Vorjahr: TEUR 638) gezahlt worden. Vereinbarungen mit Nörr Stiefenhofer LutzNörr Stiefenhofer Lutz, eine Partnerschaft von Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern, erbringt seit November 2005 Beratungsleistungen für die Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Rechtsanwalt und Partner bei Nörr Stiefenhofer Lutz. Im Geschäftsjahr 2009 sind an Nörr Stiefenhofer Lutz Vergütungen in Höhe von rund TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 81) gezahlt worden. Vereinbarungen mit der MPC Service GmbHZwischen der MPC Service GmbH und ecotel communication ag sowie dem Tochterunternehmen ADTG GmbH besteht seit August 2002 ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Service GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von MPC vermittelten Kunden. Die Vereinbarung entspricht der Vereinbarung mit den übrigen Vertriebspartnern der Gesellschaft. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Service GmbH und war ehemaliger Gesellschafter der ADTG GmbH. Im Geschäftsjahr 2009 sind an MPC Vertriebspartnerprovisionen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: TEUR 396) gezahlt worden. Beratervertrag zwischen toBEmobile GmbH und der Etzel Consulting und Borutta Consulting GmbHZwischen der toBEmobile GmbH und der Etzel Consulting GmbH und Borutta Consulting GmbH besteht seit 2006 ein Beratervertrag. Alexander Etzel und Andre Borutta sind gleichzeitig Geschäftsführer und Gesellschafter der toBEmobile GmbH sowie der Etzel Consulting GmbH bzw. Borutta Consulting GmbH. Insgesamt sind im Geschäftsjahr 2009 an die Etzel Consulting GmbH und Borutta Consulting GmbH Beratungshonorare von jeweils TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 80) gezahlt worden. Zu weiteren Angaben wird auf die Erläuterungen unter Tz. 29 verwiesen. (27) SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmentierungskriterien für die Geschäftssegmente bei der ecotel communication ag. Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:
Als Segmentergebnis wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern dargestellt. Das Segmentvermögen entspricht der Summe aller bilanzierten segmentbezogenen Vermögenswerte ohne Ertragsteueransprüche. Die Segmentschulden enthalten die segmentbezogenen Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Finanzschulden, jedoch keine Ertragsteuerschulden. scroll
scroll
Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt. Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Absatzregionen wird auf die Erläuterungen zu den Umsatzerlösen verwiesen. Segmentvermögen und Segmentinvestitionen entfallen vollständig auf Deutschland. (28) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB EINSCHLIESSLICH DER ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEXVorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289a HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der ecotel communication ag (www.ecotel.de unter Investor Relations / Corporate Governance) zugänglich gemacht. (29) ORGANBEZÜGEDer Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2009 wie folgt zusammen:
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2009 bestellt:
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat setzten sich in 2009 wie folgt zusammen: scroll
In 2009 bezog Frau Sandra Zils Vergütungen von insgesamt TEUR 11 für ihre Tätigkeit im ecotel-Konzern (Vorjahr: TEUR 0). Im Jahr 2008 setzten sich die Vergütungen wie folgt zusammen: scroll
(30) AUFWAND FÜR ABSCHLUSSPRÜFERIm Geschäftsjahr 2009 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für Abschlussprüfungen des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse des Mutterunternehmens und einbezogener Tochterunternehmen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 63). Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen, Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Beratungsleistungen wurden für den Konzernabschlussprüfer keine Aufwendungen erfasst. (31) BEFREIUNG VON DER OFFENLEGUNG DES EINZELABSCHLUSSESFür die beiden Tochtergesellschaften ADTG Allgemeine Telefondienstleistungs GmbH und nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.
Düsseldorf, den 25. März 2010 Der Vorstand Peter Zils Bernhard Seidl Achim Theis Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der ecotel communication ag, Düsseldorf, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands der Gesellschaft sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 29. März 2010 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Schlereth, Wirtschaftsprüfer gez. Frank, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||