ecotel communication agDüsseldorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.20212021 ANHANG GESCHÄFTSJAHRBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021Aktiva scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. AnhangDer Jahresabschluss der ecotel communication ag (nachfolgend ecotel ag) wurde unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches ("HGB") sowie des Aktiengesetzes ("AktG") erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 HGB. Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11, 40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen. Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. 1) BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und über den Zeitraum der Nutzung linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von Lizenzen wird mit fünf Jahren und die von Software mit drei Jahren angesetzt. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, ergibt sich eine Zuschreibungspflicht in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern: scrollen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden diese außerplanmäßig auf den ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Bei nur vorübergehender Wertminderung erfolgt keine außerplanmäßige Abschreibung. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Werts basiert dabei auf marktorientierten Barwertkalkülen wie dem Discounted Cashflow-Verfahren nach IDW S 1. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert sind bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorzunehmen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren, ergibt sich eine Zuschreibungspflicht in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für erkennbare Einzelrisiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Eine Pauschalwertberichtigung zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos im Zusammenhang mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde mit 1 % auf die Nettobeträge berücksichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus dem Geschäft Wholesale und damit im Wesentlichen aus Handel (Kauf und Verkauf) mit demselben Carrier entstehen, werden bei der Pauschalwertberichtigung nicht berücksichtigt, sondern als "Netto-Position" bewertet, da auch der Zahlungsfluss vertragsgemäß als Saldoposition ausgeführt wird und somit das Kreditrisiko lediglich im Saldo der Forderungen und Verbindlichkeiten der jeweiligen Abrechnungsperiode besteht. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen. Von dem Wahlrecht zum Ansatz eines Aktivüberhangs bei den latenten Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten (§ 274 Absatz 1 Satz 2 HGB) sowie auf steuerliche Verlustvorträge wird kein Gebrauch gemacht. Die temporären Differenzen in den Wertansätzen bei einem Steuersatz von 31,23 % bestehen im Wesentlichen beim Sachanlagevermögen, steuerliche Verlustvorträge der ecotel communication ag sowie bei einem steuerbilanziell aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert der nacamar GmbH (jeweils aktive latente Steuern). Die aus diesem Geschäfts- oder Firmenwert resultierenden temporären Differenzen sind der Gesellschaft aufgrund des steuerlichen Organschaftsverhältnisses zwischen der ecotel communication ag als Organträgerin und der nacamar GmbH als Organgesellschaft zuzurechnen. Die ecotel ag gewährt ihren Führungskräften anteilsbasierte Vergütungen mit unentgeltlichem Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten, welche die Begünstigten nach dem Ableisten einer bestimmten Dienstzeit (Erdienungszeitraum) dazu berechtigen, Anteile an der Gesellschaft zu erwerben. In welcher Weise solche Vergütungsprogramme während des Erdienungszeitraums abzubilden sind, ist im HGB nicht explizit geregelt. Die ecotel ag bilanziert die Vergütungsprogramme im Einklang mit den internationalen Vorschriften von IFRS 2. Die Bewertung zum Zeitpunkt der Gewährung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Der Gesamtwert der Aktienoptionen wird über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) ergebniswirksam im Personalaufwand und spiegelbildlich in der Kapitalrücklage erfasst. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen sämtliche erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostenentwicklungen werden bei der Rückstellungsbewertung insoweit berücksichtigt, wie sie intersubjektiv nachvollziehbar sind. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre diskontiert. Im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 sind indes keine Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen ausgewiesen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der Ansatz erfolgte zum Nennwert. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB aufgestellt. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Vermögenswerte geliefert worden sind und damit der Gefahrenübergang stattgefunden hat. Zur perioden- bzw. leistungsgerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus bereits fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Den Umsatzerlösen werden sachlich wie zeitlich die korrespondierenden Aufwendungen gegenübergestellt. 2) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) Immaterielle Vermögensgegenstände des AnlagevermögensDie immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt: scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen vor allem die neue Business Solutions Software sowie Erweiterungsinvestitionen für EDV-Software und den Erwerb von Lizenzen und Nutzungsrechten. Unter den Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden Anzahlungen für die noch nicht in Betrieb genommene zweite Phase der Business Solutions Software ausgewiesen. (2) SachanlagenDie Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt: scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Die Zugänge bei den Sachanlagen resultieren im Wesentlichen aus den Erweiterungen der EDV und der sonstigen Technik. In den Anlagen im Bau befinden sich im Wesentlichen Elektroanlagen für das Datacenter in Höhe von TEUR 21. (3) FinanzanlagenDie Finanzanlagen stellen sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar: scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich unverändert aus den Anteilen an der easybell GmbH in Höhe von TEUR 5.300 und nacamar GmbH von TEUR 2.700 zusammen. Die Beteiligungsstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2021 nicht verändert. Beteiligungsquoten der verbundenen Unternehmen und Beteiligungenscrollen
* vor Ergebnisabführung
(4) Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum 31. Dezember 2021 resultieren im Wesentlichen gegenüber der nacamar GmbH aus der Gewinnabführung von TEUR 378 (Vorjahr: TEUR 358) und aus der UST Organschaft von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 25). Daneben bestehen Forderungen aus erbrachten Leistungen in Höhe von TEUR 833 (Vorjahr: TEUR 127). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus dem Saldo der zwischen der ecotel ag und der nacamar GmbH bestehenden Cash-Pool Vereinbarung in Höhe von TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 358). Das kurzfristige Darlehen inkl. aufgelaufener Zinsen von der carrier-services.de GmbH wurde im Geschäftsjahr 2021 getilgt (Vorjahr TEUR 2.005). Zudem bestehen Verbindlichkeiten aus erbrachten Leistungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 7). (5) Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen für Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 842 (Vorjahr: TEUR 430), die im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 263) sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 157). (6) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Supportdienstleistungen und für Vorleistungen an andere Telekommunikationsunternehmen. (7) EigenkapitalDas Grundkapital der ecotel ag beträgt EUR 3.510.000. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von EUR 3.510.000,00 vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzernabschluss verwiesen. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.755.000,00 (Bisher: EUR 1.755.000,00) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Bedingtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapital um bis zu EUR 1.404.000 durch Ausgabe von bis zu EUR 1.404.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Neufassung des Bedingten Kapitals 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020). Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt: scrollen
Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage der Gesellschaft entsprechen dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage. Der Gesamtwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird zeitanteilig über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) zu Lasten des Personalaufwands in die Kapitalrücklage eingestellt. Seit Juli 2020 besteht ein Aktienoptionsplan an dem die Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Arbeitnehmer teilnehmen können. Im Rahmen des Aktienoptionsplans können bis zu 351.000 Optionen ausgegeben werden. Dabei berechtigt jede Aktienoption den Teilnehmer zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zu einem Optionspreis in Höhe des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Gewährungstag. Der Anspruch auf Bezug von Aktien kann entweder aus dem dazu geschaffenen bedingten Kapital, aus dem Bestand eigener Aktien der Gesellschaft oder durch Leistung einer Barzahlung in entsprechender Höhe erfüllt werden. Der Aktienoptionsplan 2020 sieht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum vor. Die Teilnehmer sind nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist zur Ausübung der Optionen berechtigt, wenn die im Aktienoptionsplan vorgesehenen Erfolgsziele erreicht worden sind. Hierzu muss sich der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft zum einen im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben als der Vergleichsindex Tec-DAX. Zum anderen muss der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20 % gestiegen sein. Beide Erfolgsziele müssen kumulativ erfüllt sein. Ob die vorgenannten kursbezogenen Erfolgsziele erreicht worden sind, bestimmt sich anhand der tatsächlichen Entwicklung des gewichteten durchschnittlichen Drei-Monats-Kurses der Aktie der Gesellschaft und des Tec-DAX. Wenn die Erfolgsziele nicht erreicht worden sind, wird die Gesellschaft ihr zugehende Ausübungserklärungen in Bezug auf Aktienoptionen zurückweisen. Der Aktienoptionsplan sieht vor, dass die Aktienoptionen nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist innerhalb von dreiwöchigen Ausübungsfristen ausgeübt werden können, die jeweils nach Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts und des Berichts bzw. der Mitteilung für das erste und dritte Quartal eines jeden Geschäftsjahres beginnen. Der Aktienoptionsplan sieht keine Haltefristen für Aktien vor, welche die Teilnehmer durch Ausübung von Aktienoptionen erwerben. Soweit die gewährten Optionen nicht innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf der Wartefrist ausgeübt worden sind, verfallen sie zu diesem Zeitpunkt ersatzlos. Ausübungsfähige, einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen können jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt. Für den Fall eines Change-of-Control, d. h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd), mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt, sehen die Gewährungsverträge vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen. Die Anzahl und die Ausübungspreise der Aktienoptionen für verschiedene Gruppen von Optionen stellen sich wie folgt dar: scrollen
Für die am Ende der Berichtsperiode ausstehenden Optionen beträgt der Ausübungspreis EUR 6,87. Die restliche Vertragslaufzeit beträgt 3 Jahre und 7 Monate. Die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation. Bei der Bewertung wurden die Erfolgsziele, dass sich zum einen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben muss als der Vergleichsindex Tec-DAX und zum anderen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20% gestiegen sein muss, berücksichtigt. Ferner wurde berücksichtigt, dass die einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt. Der Wert einer Aktienoption beträgt zum Zeitpunkt der Gewährung 1,41 EUR. Der Bewertung sind folgende Parameter zugrunde gelegt worden: scrollen
Die erwartete Volatilität der Aktien und des Tec-DAX beruht auf der Analyse von historischen Volatilitäten, die über einen Zeitraum, der der Restlaufzeit der Aktienoptionen entspricht, ermittelt wurde. Den erwarteten Volatilitäten liegt die Annahme zugrunde, das von historischen Volatilitäten auf künftige Trends geschlossen werden kann. Die tatsächlich eintretenden Volatilitäten können von den getroffenen Annahmen abweichen. Für den Aktienoptionsplan, der eine anteilsbasierte Vergütung mit Aktien vorsieht, ist in der Berichtsperiode unter Berücksichtigung der erwarteten Mitarbeiterfluktuation ein Betrag von TEUR 119 erfolgswirksam erfasst und die Kapitalrücklage entsprechend auf TEUR 119 erhöht worden. (8) RückstellungenDie Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scrollen
(9) Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenUnter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Darlehen in Höhe von TEUR 3.083 mit Laufzeiten bis Dezember 2023 ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden TEUR 2.417 planmäßig getilgt. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen: scrollen
scrollen
Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung: scrollen
scrollen
(10) Sonstige VerbindlichkeitenDie sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Mietkaufvereinbarungen. Zum einen bestand ein Restbuchwert für Lizenzen in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 290), zum anderen für Router für ein Großprojekt in Höhe von TEUR 1.097 (Vorjahr: TEUR 1.502). Die Mietkaufverpflichtungen haben eine Laufzeit von 2 bis 3 Jahren. TEUR 496 sind im Jahr 2022 fällig, der Rest ist langfristig. Unter dem Bilanzposten werden zudem Umsatz- sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten von TEUR 1.263 (Vorjahr: TEUR 123) und kreditorische Debitoren in Höhe von TEUR 161 (Vorjahr: TEUR 181) ausgewiesen. (11) Passive RechnungsabgrenzungBei den passiven Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um eine einmalige, im Voraus erhaltene Bonusleistung eines Lieferanten für eine Vertragsverlängerung. 3) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(12) Umsatzerlösescrollen
scrollen
Die Gesellschaft erzielte 2021 Umsatzerlöse von 74,4 Mio. EUR (Vorjahr: 80,0 Mio. EUR). Die Umsätze aus Sprachdiensten sowie Access sind im Geschäftsjahr um TEUR 3.737 angestiegen, während die Umsätze aus ISDN-Produkten planmäßig um TEUR 2.327 rückläufig waren. Darüberhinaus wurde das Volumen im Bereich Wholesale im Geschäftsjahr 2021 verringert. (13) Sonstige betriebliche ErträgeDer Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge wurde im Geschäftsjahr 2021 im Wesentlichen durch Erträge aus der Auflösung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 228 geprägt. Daneben beinhaltet dieser Posten im Wesentlichen Erträge aus der Versteuerung der Firmenwagen in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 296). Zudem werden aperiodische Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 41) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 48) ausgewiesen. (14) MaterialaufwandDer Materialaufwand betrifft im Wesentlichen eingekaufte Vorleistungen bei anderen Telekommunikationsunternehmen. (15) AbschreibungenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2021 planmäßig abgeschrieben. (16) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Vermittlungsprovisionen TEUR 3.728 (Vorjahr: TEUR 3.488), technischen Support und Entwicklung TEUR 1.931 (Vorjahr: TEUR 1.955), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten TEUR 853 (Vorjahr: TEUR 778), Mieten TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 807) sowie Kfz- und Reisekosten TEUR 398 (Vorjahr: TEUR 413). (17) Erträge aus BeteiligungenDie Erträge aus Beteiligungen resultieren aus der Gewinnausschüttung der easybell GmbH und der mvneco GmbH, die als Erträge auszuweisen sind. (18) Erträge aus GewinnabführungenAufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der nacamar GmbH wurde ein Gewinn in Höhe von TEUR 378 übernommen (Vorjahr: TEUR 358). (19) Zinserträge und ZinsaufwendungenDie Zinserträge im Geschäftsjahr 2021 beinhalten Erträge aus der Verzinsung von Forderungen. Die Zinsaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf die Darlehensverbindlichkeiten und Mietkaufverpflichtungen. Sie beinhalten Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 20). (20) Steuern vom Einkommen und Ertrag und sonstige SteuernDie ecotel ag unterlag im Geschäftsjahr 2021 der sogenannten "Mindestbesteuerung" nach § 10d EStG. Daher konnten nicht alle steuerlichen Gewinne mit vorhandenen Verlustvorträgen verrechnet werden. Zum 31. Dezember 2021 verbleiben Verlustvorträge für Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 2.534 und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.883. 4) SONSTIGE ANGABENAngabe zur Corporate Governance-Erklärung § 285 Nr. 16 HGBDie nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und der Öffentlichkeit über die Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht: https://ir.ecotel.de/websites/ecotel/German/6600/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.html Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB und HaftungsverhältnisseAus Miet- und Leasingverträgen sowie aus vertraglichen Bindungen mit Lieferanten erwachsen der Gesellschaft in den nächsten Jahren finanzielle Verpflichtungen wie folgt: scrollen
ArbeitnehmerDie durchschnittliche Zahl der während der Geschäftsjahre 2020 und 2021 beschäftigten Arbeitnehmer betrug: scrollen
VorstandDer Vorstand der ecotel communication ag setzte sich im Berichtsjahr 2021 wie folgt zusammen: scrollen
Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Derzeit sind die Herren Holger Hommes, Wilfried Kallenberg, Oliver Jansen und Andreas Stamm zu Prokuristen bestellt. AufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2021 bestellt: scrollen
Im Geschäftsjahr 2021 waren die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft Mitglieder in folgenden Gremien gemäß § 125 Abs 1 S. 5 AktG: scrollen
Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsratsscrollen
Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2021 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen, sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 109) zu. Die Bezüge des Geschäftsjahres 2021 betragen TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 852). Die erfolgsbezogenen variablen Vergütungen waren bis 2019 an eine nachhaltige Unternehmensentwicklung über drei Jahre gekoppelt. Seit 2020 bestehen für die variable Vergütung lediglich persönliche Ziele. Um die finanziellen Leistungsanreize für den Vorstand und die Geschäftsleitung enger an die Interessen langfristig orientierter Aktionäre auszurichten wurde ab Juli 2020 ein Aktienoptionsprogramm eingeführt. An dem bestehenden Aktienoptionsprogramm nehmen die Mitglieder des Vorstands teil. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Geschäftsjahr 2020 insgesamt 222.943 Aktienoptionen gewährt. Für diese Aktienoption besteht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrates: scrollen
Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenDie Gesellschaft hat verschiedene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Diese sind zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. AktionärsstrukturAn der ecotel ag sind die nachfolgend aufgeführten Aktionäre beteiligt, soweit der Gesellschaft gemäß entsprechender Meldungen (WPHG-Meldungen > 3%) bekannt: scrollen
GewinnverwendungZum Zeitpunkt der Abschlussaufstellung lag der Gewinnverwendungsvorschlag noch nicht vor. Meldungen in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktGDer Gesellschaft lagen folgende Meldungen (WPHG-Meldungen) vor, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben: Es werden hier die Meldungen aufgelistet, die zur oben dargestellten Aktionärsstruktur geführt haben, bzw. alle Meldungen, die im Jahr 2021 abgegeben wurden. scrollen
Honorare WirtschaftsprüferIm Geschäftsjahr 2021 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der ecotel ag für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 107 und umfasst die Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Gesellschaft und einbezogener Tochterunternehmen, wovon TEUR 8 periodenfremd waren. Für andere Bestätigungsleistungen wurden TEUR 12 erfasst. Für Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden wir im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses am 4. März 2022 ergaben sich keine nennenswerten Änderungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hätte, noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31. Dezember 2021.
Düsseldorf, den 4. März 2022 ecotel communication ag Der Vorstand Peter Zils Markus Hendrich Achim Theis LAGEBERICHT 2021I. GESCHÄFTS- UND RAHMENBEDINGUNGEN1. GeschäftstätigkeitDie ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« oder »Gesellschaft« genannt) ist eine seit 1998 bundesweit tätige Unternehmensgruppe, die sich auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen für die jeweilige Zielgruppe spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag mit Sitz in Düsseldorf (nachfolgend »ecotel ag« oder »ecotel« genannt). Die Gesellschaft vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Geschäftsbereichen: »ecotel Geschäftskunden« und »ecotel Wholesale«. Der Geschäftsbereich »ecotel Geschäftskunden« repräsentiert den Kernbereich der Gesellschaft. Hier werden bundesweit über 15.000 Geschäftskunden mit einem integrierten Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand versorgt. Insgesamt betreut die Gesellschaft über 100.000 Sprachkanäle sowie über 20.000 Datenanschlüsse. Die Produktpalette beinhaltet neben flexiblen und qualitativ hochwertigen Telefonie-Lösungen (SIP-Protokoll, Cloud-Telefonie), breitbandige Datenanbindungen (Glasfaser, x-DSL, etc.), auch das Management der Anbindung von Unternehmensstandorten (SD WAN-, IP und MPLS-VPNs) sowie die Realisierung von direkter Konnektivität zu den führenden Cloud-Dienstleistern (Multi-cloud-connect). Die Produkte und Services werden auf Basis von geo-redundanten Rechenzentren in Deutschland betrieben, die über ein eigenes Backbone ausfallsicher verbunden sind. An diesem Backbone sind im Rahmen des Multi-Carrier-Konzeptes nahezu alle bundesweiten Infrastruktur-Anbieter aufgeschaltet. Somit kann für jeden Standort ohne Anbieterbindung, die kundenindividuell beste Versorgung. Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb in diesem Bereich über den Direktvertrieb (Großkunden), einen hausinternen Telesales sowie mit mehr als 300 Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Mit diesem Netzwerk verfügt ecotel über einen breiten Zugang zu mittelständischen Kunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. Der Geschäftsbereich »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) sowie die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier. Dazu unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform entwickelt ecotel inzwischen auch den größten Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform ebenso für den wachsenden eigenen Teilnehmernetzbetrieb. Infrastrukturecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom, Vodafone, Verizon, 1&1 Versatel, EWE, Plusnet, Mnet und Colt zu nennen. Die Anzahl der Vorlieferanten steigt weiterhin an, da die Nachfrage unserer Geschäftskunden nach breitbandigen Glasfaserleitungen stetig steigt und die verschiedensten Infrastrukturanbieter sowie Kabelnetzbetreiber ihre hochmodernen Netze immer mehr für diese Zielgruppe öffnen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleitung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel. Auf Basis neuester NGN-Technologie ist ecotel durch den Teilnehmernetzbetrieb (TNB) in der Lage, eigenständig Sprachvermittlungsdienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen zunehmend auf den reinen Access zum Kunden. ecotel betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a. M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points-of-Presence (PoP) - Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltungen mit vielen regionalen und globalen Carriern zusammengeschaltet. 2. Struktur und Beteiligungen der GesellschaftDie Unternehmensgruppe »easybell« besteht aus vier Gesellschaften. Darin vermarktet easybell IP-Kommunikationsdienste in Form von SIP Trunks und Cloud-Telefonanlagen sowie DSL-Komplettanschlüsse. Hierbei fokussiert easybell sich auf einfach zu handhabende, passgenaue Produkte für kleine und mittlere Geschäftskunden.
Neben den Geschäftskunden adressiert easybell auch weiterhin Privatkunden mit Sprachprodukten und gerade für Privatkunden bekannte Router der Firma AVM (FRITZ!-Box), die auch auf der von easybell betriebenen Plattform www.routermiete. de gemietet werden können. Darüber hinaus hat easybell im Geschäftsjahr 2021 erste Schritte zur Internationalisierung begangen und die Seite www.easybell.com gelaunched. Die Tochtergesellschaft »nacamar« bietet auf Grundlage ihres -im ecotel Rechenzentrum gehosteten -eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Speziell entwickelte AddOns für Audio, Video und zukünftig auch für Daten schließen die Lücke zwischen den Rohstoffen und der Anwendung, ganz im Sinne eines "Software as a Service"-Konzeptes. Dabei verfügt nacamar über das komplette Portfolio der dafür notwendigen Werkzeuge zur Produktion und zum Betrieb solcher Komponenten. Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister, Systementwickler und Berater für Telekommunikationslösungen sowie diesbezügliche Managed Services. Die Beteiligung wird als assoziiertes Unternehmen bilanziert. II. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENNach zehn Jahren stetigen Wachstums ist die deutsche Wirtschaft im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um preisbereinigt 4,6 % gegenüber dem Jahr 2019 sank die Wirtschaftsleistung deutlich, wenn auch nicht ganz so stark wie während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009, als das BIP um 5,7 % gesunken war. Nach einem schwachen Jahresauftakt erholte sich das BIP im weiteren Jahresverlauf 2021 zwar mit Wachstumsraten von preis-, saison- und kalenderbereinigt 2,0 % im 2. Quartal und 1,7 % im 3. Quartal. Insgesamt stieg das BIP im Jahr 2021 um 2,7 % gegenüber dem Jahr 2020. (Quelle Destatis) Für ecotel bzw. den Telekommunikationsmarkt in Deutschland ergab sich eine etwas differenzierte Entwicklung: Die COVID-19-Pandemie war auch im Jahr 2021 für die Telekommunikationsbranche ein Herausforderung. Weiterhin stand die gesamte Telekommunikationsbranche vor der Herausforderung, die weiterhin erhöhte Nutzung von Daten und Telefonie reibungslos und ausfallsicher zur Verfügung zu stellen. Dabei stieg die Nachfrage nach leistungsfähigen Breitbandverbindungen, vor allem auf Glasfasertechnologie, im Geschäftskundenmarkt deutlich an. Auch die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um Home-Office-Lösungen und Collaborationstools erhöhte sich im Jahr 2021 noch einmal deutlich. Insgesamt lässt sich für die Gesellschaft festhalten, dass die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Jahr 2021 weiterhin viele Veränderungen und Herausforderungen mit sich gebracht haben, aber keine wesentlichen Effekte auf die Ertragslage der ecotel ag hatten. Volumen des Telekommunikationsmarkts steigt leicht anDer Gesamtumsatz der Telekommunikationsanbieter hat im Jahr 2021 um etwa 0,7 Mrd. EUR zugelegt. Betrug der Gesamtumsatz mit TK-Diensten im Vorjahr 58,4 Mrd. EUR, gehen wir für das Jahr 2021 von 59,1 Mrd. EUR aus. Im Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten inkl. TV-Bandbreitkabel, werden die Unternehmen 33 Mrd. EUR umsetzen. Davon entfallen 15,5 Mrd. EUR auf die Deutsche Telekom (2020: 15,7 Mrd. EUR) und 17,5 Mrd. EUR auf die Wettbewerber (2020: 16,9 Mrd. EUR). Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland in Mrd. EUR und in %
inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Teilmärkte für Telekommunikationsdienste in Deutschland in Mrd. EUR und in %
inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Das Wachstum der Festnetz-Breitbandanschlüsse setzt sich unvermindert fort. Die Anzahl der stationären Breitbandanschlüsse wuchs in 2021 um rund 1,2 Mio. auf 37,4 Mio. an. Dabei entfielen etwa 25,9 Mio. Anschlüsse auf DSL-Anschlüsse (2020: 25,6 Mio.). Die Anzahl der aktiven Glasfaseranschlüsse stieg in 2021 auf 2,5 Mio. (2020: 1,9 Mio.). Auf die Telekom Deutschland entfallen rund 39% dieser Glasfaseranschlüsse. Anzahl aktive Glasfaseranschlüsse in Mio. Stück
Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Trends im B2B-MarktDas Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt ist mit rund 21,0 Mrd. EUR in 2021 (Vorjahr: 22,1 Mrd. EUR) leicht rückläufig und hat einen Anteil am Gesamtmarkt von 35,5 %. Die Umsatzverteilung Deutsche Telekom / Wettbewerber hat sich in 2021 nicht wesentlich geändert. Es ist davon auszugehen, dass die Deutsche Telekom in 2021 11,8 Mrd. EUR und die Wettbewerber etwa 9,2 Mrd. EUR Umsatz im Geschäftskundenmarkt erzielt haben. Markt für Telekommunikationsdienste in Mrd. EUR und in %
inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Der Technologiewandel und die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie treiben die Nachfrage nach höheren Bandbreiten weiter an. Das über das Festnetz abgewickelte Datenvolumen erhöhte sich in 2021 um 34 % auf monatlich 231 Gigabyte pro Breitbandanschluss. Volumenentwicklung in Mrd. GB und in %
Die angegebenen jährlichen prozentualen Steigerungsdaten wurden unter Rückgriff auf nicht gerundete Datenverkehrswerte berechnet. Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Wichtiger Treiber im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (5G). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Cloud-Telefonie und UCC-Lösungen) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft. Ein ungebrochener IT-Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastructure as a Service« (IaaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf die der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Wesentliche Aspekte in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten. Unternehmen setzen immer mehr auf »Cloud-Telefonie«, anstatt auf eigene Telefonanlagen. Dabei sind die Standortunabhängigkeit, die Flexibilität im Betrieb und die Kostenersparnis auf Seiten der Unternehmen wesentliche Argumente für die Nutzung. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzung von »Cloud-Telefonie« ist eine schnelle und belastbare Internetverbindung. Der zunehmende Ausbau von Glasfaserleitungen in Deutschland erhöht somit die technische Verfügbarkeit für die Realisierung von »Cloud-Telefonie«. Die Marktdurchdringung ist verschiedenen Studien zur Folge, gerade in Deutschland noch kleiner 10%. Hier wird mehr als eine Verdopplung in den nächsten Jahren erwartet. Weitere wichtige ITK-Trends sind: scrollen
Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte aus einer Hand und bundesweit anbieten können. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können. Die Gesellschaft unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur fürscrollen
Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie scrollen
Die Gesellschaft versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung wesentliche Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potentiale abzuleiten. Im Jahr 2021 hat die Gesellschaft sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt bzw. sich aktiv in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V.) beteiligt: scrollen
III. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Dem Vorstand der ecotel ag gehören die Herren Peter Zils (Co-Vorstandsvorsitzender), verantwortlich für die Bereiche Strategie, Wholesale, Finance und Investor Relations, Markus Hendrich (Co-Vorstandsvorsitzender), verantwortlich für die Bereiche Technik, Operations, Produktmanagement, Human Ressources sowie das Ressort Digitalisierung und Achim Theis (CCO), der die Bereiche Vertrieb, Marketing und Key Account Management verantwortet, an. Der Vorstand bildet gemeinsam mit den Prokuristen Holger Hommes (CFO), Wilfried Kallenberg (CTO) und Oliver Jansen (COO) das geschäftsführende Board der ecotel. 1. Änderung der SatzungJede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. 2. KapitalverhältnisseDas Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.775.000,00 EUR (Bisher: 1.755.000,00 EUR) gegen Bar- und / oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapital um bis zu 1.404.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.404.000 EUR auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Bedingtes Kapital 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020). Die nachfolgende Grafik zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2021 mehr als 3 % betrug. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.
3. Auswirkungen potenzieller ÜbernahmeangeboteFür Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane der Gesellschaft bestehen, mit Ausnahme der folgenden Regelungen, keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme. Weitere Vereinbarungen zwischen der Gesellschaft und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht. Der Mitgesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, hat im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, sodass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen. Das seit 2020 existierende Aktienoptionsprogramm der ecotel ag sieht für den Fall eines Change-of-Control, d.h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd) mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen, oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen. 4. UnternehmenssteuerungDie Gesellschaft steuert Geschäftsbereiche nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamt-Budgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Konzernebene die Steuerungsgrößen Segmentumsätze und Segment-EBITDA, sowie das Konzern-EBITDA in den Fokus gestellt. Daneben gilt die Rohertragsmarge im Segment Geschäftskunden als maßgebliche Profitabilitätskennzahl. Hierzu werden in der Planung auf Ebene von Produktarten/ -kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht. Die unterjährige Berichterstattung erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz- und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung des Kerngeschäftes Geschäftskunden erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z. B. Minutenvolumen, Preis je Minute, Einkaufsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem (Dashboard) abgebildet werden. Die Aktionäre erwarten transparente Berichterstattungen, verlässliche Prognosen und eine planbare und attraktive Aktionärsvergütung. Die Fremdkapitalgeber erwarten eine solide Bilanzstruktur und die Einhaltung der vereinbarten Covenants sowie die fristgerechte Bedienung der Kapitaldienste (Zins und Tilgung). Die ecotel als juristische Person plant sich zum führenden Qualitätsanbieter im Bereich Telekommunikation für Geschäftskunden in Deutschland zu entwickeln und erwartet daher Investitionen in Ausfall- und Datensicherheit, sowie in den Auf- und Ausbau neuer Produkte in den Bereichen Unified Communication, All-IP Telefonie, Connectivity, SDN sowie SDWAN und Security. Schwerpunkt der Entwicklung ist dabei, flexibel und skalierbar auf die Kundenbedürfnisse des deutschen Mittelstandes einzugehen und passgenaue Produkte und Lösungen zu platzieren. 5. Forschung und EntwicklungDie Gesellschaft selbst betreibt keine Grundlagenforschung, sondern fokussiert sich auf die Integration und Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/ Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund ("best-of-breed" Ansatz). Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. IV. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE1. ErtragslageDie Gesellschaft erzielte im Jahr 2021 Umsatzerlöse von 74,4 Mio. EUR (Vorjahr: 80,0 Mio. EUR). Der Umsatz im Geschäftsbereich ecotel Geschäftskunden ist nach Jahren der Transformation im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder um 3%, bzw. 1,4 Mio. EUR auf 48,1 Mio. EUR angestiegen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Wholesale war um 7,1 Mio. EUR planmäßig rückläufig und betrug insgesamt 26,3 Mio. EUR. Insgesamt blieb der Umsatz auch in diesem Geschäftsjahr unter der 100 Mio. EUR-Schwelle des § 35 Abs. 5a TKG. Somit schützt sich die Gesellschaft weiterhin vor möglichen rückwirkenden negativen Regulierungsentscheidungen zu Entgelten marktbeherrschender Telekommunikationsanbieter (im Wesentlichen die Deutsche Telekom). Der Rohertrag der Gesellschaft stieg um 3,9 Mio. EUR bzw. 16% auf 28,8 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021 an. Die Rohertragsmarge für das Kerngeschäft Geschäftskunden wuchs um 7 %-Punkte auf 60,5% an. Hier wirkten sich die hohe Wertschöpfung in den NGN-basierten Sprachprodukten und die damit einhergenden höheren Margen ebenso aus, wie die im Geschäftsjahr 2021 erreichten Einkaufsvorteile -insbesondere im Bereich der Breitband-Anschlüsse. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. EUR auf 0,8 Mio. EUR. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen auf Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr 2021 um 0,6 Mio. EUR bzw. 4% auf 13,3 Mio. EUR an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im gleichen Zeitraum um 0,3 Mio. EUR bzw. ebenfalls um 4% auf 9,5 Mio. EUR an. Im Ergebnis stieg somit das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern) im Geschäftsjahr 2021 deutlich um 3,2 Mio. EUR bzw. 86% auf 6,8 Mio. EUR an. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen reduzierten sich planmäßig um 0,2 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR. Das Finanzergebnis (Erträge aus Beteiligungen, Zinsaufwand- und Zinserträge, Zuschreibungen auf Finanzanlagen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme) ist mit 1,8 Mio. EUR nahezu unverändert zum Vorjahr. Nach Abzug von Steuern weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR) aus. Dies bedeutet an Anstieg von 3,2 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2021 hat die Gesellschaft Dividenden in Höhe von 0,5 Mio. EUR gezahlt (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung des Bilanzgewinn des Vorjahres (1,9 Mio. EUR), sowie der im Geschäftsjahr 2021 vorgenommen Veränderungen der Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 7,9 Mio. EUR. Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen GeschäftsverlaufMit 74,4 Mio. EUR lag der tatsächliche Umsatz der Gesellschaft im prognostizierten Korridor von 60 bis 80 Mio. EUR. Der Umsatz im Kernbereich ecotel Geschäftskunden lag mit 48,1 Mio. EUR innerhalb des prognostizierten Korridors von 45 bis 50 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge in diesem Geschäftsbereich stieg um 7 %-Punkte auf 60,5 % und entwickelte sich damit besser als prognostiziert. Mit einem EBITDA von 6,8 Mio. EUR konnte der prognostizierte Korridor (3,5 bis 4,5 Mio. EUR) deutlich übertroffen werden. Hier wirkten sich die höheren Rohertragsmargen -insbesondere durch Einkaufsvorteile im Bereich der Breitband-Anschlüsse -aus, die in dieser Größenordnung nicht vorhersehbar waren. 2. VermögenslageDie Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2021 um 2,4 Mio. EUR auf 31,8 Mio. EUR an. Auf der Aktivseite sank das Anlagevermögen um 0,9 Mio. EUR auf 17,4 Mio. EUR, dem gegenüber stieg das Umlaufvermögen um 3,1 Mio. EUR auf 13,8 Mio. EUR. Die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR) waren geringer als die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von 4,2 Mio. EUR. Im Umlaufvermögen wirkte sich der Rückgang der Finanzmittel um 1,3 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR aus, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,6 Mio. EUR auf 9,6 Mio. EUR angestiegen sind. Allerdings sind bei der Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen folgende Effekte zu beachten: Aufgrund des zum Ende des Jahres deutlich angestiegenen Geschäftsvolumens im Bereich Wholesale stiegen die Forderungen aus diesem Bereich um 4,6 Mio. EUR an. Die international üblichen Zahlungsziele und Nettingvereinbarungen in diesem Geschäftszweig sorgen für diesen Anstieg. Bereinigt um diesen Effekt sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,0 Mio. EUR, was auf erfolgreich umgesetzte Working-Capital-Maßnahmen zurückzuführen ist. Auf der Passivseite konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen insgesamt um 4,3 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR zurückgeführt werden. Dem gegenüber stiegen die Rückstellungen um 1,0 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR an, da von einem wesentlichen Lieferanten zum Jahresende noch keine Rechnungen vorlagen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen, im Wesentlichen aufgrund des oben beschrieben höheren Geschäftsvolumens im Bereich Wholesale um 1,4 Mio. EUR an. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg um 3,7 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR an. 3. FinanzlageDie Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 einen operativen Cashflow (ohne Berücksichtigung von Beteiligungserträgen) in Höhe von 6,2 Mio. EUR erwirtschaftet (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Die Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen reduzierte sich auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Somit konnte ein Free Cashflow von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,3 Mio. EUR) erzielt werden. Tilgungen von Bankdarlehen in Summe von 2,4 Mio. EUR, Tilgungen für Mietkaufverbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio. EUR und die Rückzahlung von Intercompany-Verbindlichkeiten in Höhe von 2,0 Mio. EUR , gezahlte Zinsen von 0,2 Mio. EUR und Beteiligungserträge in Höhe von insgesamt 1,5 Mio. EUR sowie gezahlte Dividenden in Höhe von 0,5 Mio. EUR führen insgesamt zu einem Cashflow im Geschäftsjahr 2021 von -1,3 Mio. EUR (Vorjahr: -0,9 Mio. EUR) und einem Ausweis der Zahlungsmittel zum 31. Dezember 2021 von 1,8 Mio. EUR. 4. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2021 deutlich verbessert. Langfristige Verbindlichkeiten konnten planmäßig zurückgeführt werden, die verbesserte Ertrags- und Ergebnislage und die vorhandenen Finanzmittel inkl. der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien (6,0 Mio. EUR) sichern die finanzielle Situation der Gesellschaft ab. Die Ertragslage ist durch vertraglich gesicherte wiederkehrende Umsätze im Bereich ecotel Geschäftskunden gesichert. Die Forderungsausfälle sind weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. V. NACHTRAGSBERICHTEs wird auf die Angaben im Anhang verwiesen. VI. RISIKOBERICHT1. Risikomanagementsystem und Internes KontrollsystemZur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt die Gesellschaft ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken unterstützen ihn die Prokuristen sowie die Geschäftsführer der Tochterunternehmen. Mithilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand gefährden könnten. Alle Risikopotenziale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in vier Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt. scrollen
Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.
Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält die Gesellschaft weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird. Seit mehreren Jahren wurde in der ecotel ag eine interne Revision im Rahmen einer Vollauslagerung implementiert. Diese hat das Ziel, Prozesse und Systeme gemäß den IT-Anforderungen der »Mindestanforderungen an das Risikomanagement« (MaRisk) und den »Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT« (BAIT) zu prüfen. Diese Maßnahmen wurden notwendig, da die Gesellschaft sowohl Versicherungen als auch Banken durch verschiedene ITK-Lösungen bedient. Auch im Jahr 2021 wurde der Gesellschaft wiederholt ein Testat gemäß IDW PS 951 Typ 2 (Prüfung des dienstleistungsbezogenen internen Kontrollsystems bei Dienstleistungen gegenüber einem Großkunden) erteilt. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass der Jahresabschluss Falschdarstellungen enthalten könnte, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und -ausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse. Abgeschlossene Zinsderivate werden regelmäßig überwacht. 2. Risiken der künftigen EntwicklungIm Rahmen der Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert. Operative RisikenOperative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z. B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie in der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung. Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, welche konsequent umgesetzt werden. Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potenzielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindungen. Die Notstromversorgung sowie die Klimatechnik sind redundant ausgebaut. Die Rechenzentren in Düsseldorf und Frankfurt am Main sind georedundant, kanten- und knotendisjunkt miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden PoPs. (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 3; VSK: mittel). Der eigene Teilnehmernetzbetrieb und die damit verbundenen technischen Software- und Systemkomponenten bilden die Basis für die Wertschöpfung der Gesellschaft. Vor allem die sehr komplexe IT-Systemlandschaft für den Geschäftsbereich ecotel Geschäftskunden, birgt bei einem Ausfall von Teilen oder gar einem Totalausfall das Risiko eines deutlichen Reputationsverlustes, aber auch, dass der Konzern zu wesentlichen Schadenersatzforderungen verpflichtet wäre. Gerade im Geschäftsjahr 2020 wurde daher die für den eigenen Teilnehmernetzbetrieb aufgebaute Systemlandschaft vollständig überarbeitet und die Redundanz der Systeme sowohl innerhalb eines Rechenzentrums, als auch zwischen den Standorten Frankfurt am Main und Düsseldorf deutlich erweitert. Diese Systemänderungen haben das Risiko eines Ausfalls der Telefonieplattform deutlich reduziert. (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 4; VSK: hoch). Bei der Erbringung der vertraglichen Services zum Kunden ist die Gesellschaft abhängig von der Performance der Vorlieferanten. Ein möglicher Ausfall von Leitungen, die die Gesellschaft für die Erbringung von Diensten nutzt, würde zu Reputationsverlust, aber auch zu wesentlichen Schadenersatzforderungen führen. Daher wählt die Gesellschaft seine Vorlieferanten sorgfältig aus und überwacht diese. Gerade auch im Hinblick auf Ausfallsicherheiten werden Service Level Agreements und Eskalationsprozesse mit den wesentlichen Lieferanten abgeschlossen und so die Ausfall- und Enstörzeiten so gering wie möglich zu halten. Durch das umfangreiche Multi-Carrier-Konzept kann bei Bedarf auch eine Mehr-Wege-Führung über mehrere Lieferanten beim Kunden realisiert und das Ausfallrisiko damit weiter reduziert werden. (Bruttorisiko 3/Nettorisiko 4; VSK: mittel) Durch den Betrieb von Rechenzentren ist für ecotel auch von Einkaufspreisen für Energie abhängig. Die Einkaufspreise, vor allem für Strom, haben sich in den letzten Monaten deutlich erhöht. Sollte sich diese Entwicklung weiter nachhaltig fortsetzen, besteht das Risiko, dass diese Erhöhungen nicht durch Weitergabe an Kunden kompensiert werden kann und dadurch die Erträge des Segments belasten. (Bruttorisiko 3 / Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: Hoch). Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel ag Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken sowie Zinsrisiken. Die Gesellschaft hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA/Umsatzerlöse und Nettoverschuldung/EBITDA) liegt ecotel derzeit innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2022 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 4; VSK: sehr hoch). Sondersituation Coronavirus-Pandemie (COVID-19)Die Ausbreitung des Coronavirus stellt die Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Auch nach rund zwei Jahren Erfahrung mit der COVID-19-Pandemie, ist die Vorhersage und Planungssicherheit weiterhin nur eingeschränkt möglich und eine finale Risikobewertung daher nicht durchführbar. Für die Jahre 2020 und 2021 hat es nur geringe Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Gesellschaft gegeben. Allerdings sind die Folgen der notwendigen (Teil-) Schließungen einzelner Wirtschaftszweige sowie das Auftreten und die Auswirkungen weiterer Virusmutationen nicht absehbar. Dies könnte Auswirkungen auf die künftige Geschäftsentwicklung haben. Ebenso könnten die Einschränkungen der Wirtschaft das Risiko von Insolvenzen von Kunden oder auch Lieferanten erhöhen und somit zu Forderungsausfällen, Umsatzeinbußen oder gar Liefereingpässen führen. Auch die Gesundheit der Mitarbeiter könnte weiterhin gefährdet bleiben und die bislang erfolgreichen Maßnahmen nicht mehr ausreichend sein. Ein Krisenstab, der regelmäßig tagt, bewertet die Situation und koordiniert Maßnahmen und trifft kurzfristig Entscheidungen. Bis zum heutigen Tage waren die getroffen Maßnahmen erfolgreich. Rechtliche RisikenDie Gesellschaft ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ sowie qualitativ die potenziellen rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Steuerliche RisikenRisiken ergeben sich für dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet werden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht die Gesellschaft laufend steuerliche Risiken, die sich bspw. aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Die letzte steuerliche Außenprüfung der Gesellschaft umfasste die Jahre 2015 bis 2017. Im Jahr 2020 wurde ecotel vom zuständigen Finanzamt Düsseldorf darüber informiert (Kontrollmitteilung), dass vorgenommene Vorsteuerabzüge aus Eingangsrechnungen eines einzelnen wesentlichen Lieferanten rückwirkend versagt werden soll. Als Begründung wurde eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei diesem Lieferanten aufgeführt. Das Gesamtvolumen des im Zweifel stehenden Vorsteuerabzugs beträgt 3,7 Mio. EUR. Von Seiten des Lieferanten und bestätigt durch dessen Steuerberater wurden Dokumente und Beschreibungen, ausstehende Umsatzsteuervoranmeldungen für 2020 sowie die Jahreserklärung beim für den Lieferanten zuständigen Finanzamt Berlin eingereicht. Von Seiten des für ecotel zuständigen Finanzamts Düsseldorf hat es bis heute keine weiteren informellen oder formelle Informationen zu der Kontrollmitteilung gegeben. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ecotel (Organe und mit dem Sachverhalt betraute Mitarbeiter) allerdings als Zeuge von der Steuerstrafbehörde zu diesem Sachverhalt befragt. Daher geht ecotel und die damit betrauten Experten und Anwälte davon aus, dass es bis zur abschließenden Klärung dieses Sachverhalts noch einige Zeit dauern wird. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen und Informationen sowie der Hinzuziehung von externen Experten erachtet ecotel das Risiko einer wirtschaftlichen Belastung mit Umsatzsteuer durch eine Versagung des Vorsteuerabzugs für deutlich unter 50 %. Von ecotel anfänglich zurückbehaltene offene Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten bzw. dessen Factorer in Höhe von 1,9 Mio. EUR wurden im Jahr 2021 durch einen abgeschlossenen Vergleich in Höhe von 0,9 Mio. EUR abschliessend beglichen. Aufgrund der zum Teil unklaren Vertrags- und Rechtssituation hat ecotel die nach der notwendigen Vorsteuerkorrektur verbliebenen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. EUR weiterhin passiviert. Strategische RisikenDie Gesellschaft bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über große Vorlieferanten. Die Gesellschaft ist ständig in Gesprächen mit alternativen Lieferanten, um auch in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähige All-IP-Dienste anbieten zu können, ohne die bisherige Praxis der Mehrlieferantenstrategie aufgeben zu müssen (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 3; VSK: hoch). Risiken des MarktumfeldsAndere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 2; VSK: hoch). Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von der Gesellschaft weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. Insbesondere die derzeitigen Aktivitäten der Bundesnetzagentur bereits bestehende Vorleistungsprodukte sowie neu eingeführte Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom zu regulieren, können wesentliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft haben. Diese Produkte sind wesentliche Vorleistungsprodukte zur Bereitstellung bestehender und neuer Services bei Kunden. Die Gesellschaft beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, ist in Verbänden und Anhörungen aktiver Teilnehmer, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren bzw. auf die Entscheidungen Einfluss nehmen zu können. (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 3; VSK: hoch). Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2/ Nettorisiko 2; VSK: hoch). Gesamtrisiko kalkulierbarZusammenfassend ist die Gesellschaft davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der Gesellschaft konkret gefährden und dass die Gesellschaft auch 2022 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann. 3. Chancen der künftigen EntwicklungNeben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft nachhaltig prägen können. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie hat sich auch der Telekommunikationsmarkt schnell verändert, und es ist davon auszugehen, dass ein wesentlicher Teil dieser Veränderungen langfristigen Bestand haben wird. Nach erfolgreicher Migration der Bestandskunden in den vergangenen Jahren und dem vollzogenen Turnaround hat die Gesellschaft gute Chancen, sich schnell und effizient auf diese Veränderungen einstellen zu können und damit überproportional zu profitieren. Die Chancensituation hat sich somit bedingt durch gezielte, strategische Ausrichtung sowie die externen Faktoren gegenüber dem Vorjahr verbessert. Trendthema Homeoffice, dezentrales Arbeiten und CollaborationDie Gesellschaft hat in 2021 mehrere Erweiterungen des Produktportfolios in den Markt gebracht, die den derzeitigen Kundenanforderungen Rechnung tragen und dabei stets auf Basis oder als Ergänzung der hochwertigen, margenträchtigen ecotel Plattformen produziert werden. So wurde Unternehmen ein integriertes Angebot für das vernetzte Arbeiten aus dem Home-Office angeboten, Bündelangebot des ecotel All-IP-Sprachangebotes zusammen mit führenden Kollaborationslösungen von RingCentral und Microsoft Teams eingeführt sowie ein sog. Multi-Cloud-Connect, der eine sichere Anbindung der ecotel Datenanschlüsse an die großen Cloud-Anbieter wie Azure, AWS oder Google ermöglicht. Umsatzsteigerung durch die Vermarktung der neuen Produkte Cloud-Telefonie (cloud.phone) und UCC-LösungenZwei weitere wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (cloud-Telefonie). Die Produktpalette der Gesellschaft besetzt exakt diese beiden Trends. Durch den eigenen Teilnehmernetzbetrieb, sowie eigene IP Centrex Lösungen bestehen weitere Chancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung aus der Umstellung der bestehenden Kundenbasis. Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im DatenbereichDie Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 50 % der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch den Ausbau von Glasfasertechnologie und die Entwicklung einer Open-Access-Plattform. Umsatzsteigerung und Verbesserung der Rohertragsmarge im Geschäftsbereich Geschäftskunden durch Teilnehmernetzbetrieb (TNB)Die Gesellschaft profitiert als Teilnehmernetzbetreiber zusätzlich auch durch Vereinnahmung von sog. Terminierungsentgelten von eingehenden Verbindungen zu den ecotel Kundenanschlüssen. Neben dieser Ertragsposition besteht die besondere Chance für die Gesellschaft darin, nun ein von den Vorleistern weitgehend unabhängiges Produkt- und Tarifportfolio zu entwickeln. Dies ermöglicht idealerweise neben einer höheren Wertschöpfung auch eine zielgenauere Kundenfokussierung: denkbar sind z. B. spezielle Bündelangebote für Kooperationen und bestimmte Branchen. Bislang hat die Gesellschaft primär Vorleistungsprodukte veredelt, nun besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen direkt in das grundsätzliche Produktdesgin einfließen zu lassen -zugunsten geringerer Produktionskosten und einer höheren Attraktivität für Vermarktungspartner und Kunden. Weitere Gewinnung bzw. Vertragsverlängerungen und Ausweitung bestehender GroßkundenDie bereits erfolgreich umgesetzten Großprojekte hat ecotel in eine Position gebracht, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen umzubieten. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestalbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie zentrale Firewall-Services im ecotel Rechenzentrum. Ebenso besteht die Möglichkeit, vor Ende der vertraglichen Mindestlaufzeiten in Vertragsverlängerungsgespräche mit Bestandskunden einzutreten. Durch die erlangten Erfahrungen und Kenntnisse hat ecotel die Chance Großkundenverhältnisse zu verlängern. Daneben profitiert ein potentieller Neukunde von den Erfahrungen der ecotel der letzten Jahre (z. B. Rollouts im Umfeld von Einzelhändlern), somit hat ecotel die Chance weitere ertragsreiche Großkundenverträge abzuschließen. Nachdem die aktive Migration der Bestandskunden von ISDN auf All-IP der letzten Jahre weitestgehend abgeschlossen ist, können die vorhandenen vertrieblichen Kapazitäten nun verstärkt auf die Gewinnung von Neukunden ausgerichtet werden. Strategische Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und ITDie aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, d.h. die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste -beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing/Colocation Services im ecotel Rechenzentrum. Anders als viele multinationale Cloud-Anbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft die Gesellschaft als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze und bietet ideale Voraussetzungen für ein Hybrid-Cloud-Szenario. Im Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil. VII. PROGNOSEBERICHTHinweise zu PrognosenDieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel ag hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder auf andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Gesellschaft liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der der Gesellschaft wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Gesellschaft kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden, und lehnt -unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen -jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Prognose 2022Die derzeitigen Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodkutes für das Jahr 2022 schwanken je nach Ersteller der Prognose und dem Zeitpunkt der Erstellung deutlich. Allerdings weisen alle Prognosen eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes aus. Das Geschäft der ecotel ist aufgrund der breiten und diversivizierten Kundenbasis sowie dem breiten Produktportfolio in der Vergangenheit weitgehend nicht von gesamtwirtschaftlichen Schwankungen und anderen Krisen betroffen gewesen. Die in diesem Lagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie die Bewertung der Risiken- und Chancensituation sind in die Prognose für das Jahr 2022 eingeflossen. Für 2022 erwartet der Vorstand für den Jahresabschluss der ecotel ag nach handelsrechtlichen Vorschriften einen Umsatz von 70 bis 80 Mio. EUR. Für den Kernbereich ecotel Geschäftskunden erwartet der Vorstand einen Umsatz in einem Korridor von 45 bis 50 Mio. EUR. Insgesamt geht der Vorstand davon aus, dass die Gesellschaft nach handelsrechtlichen Vorschriften ein EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen) in einem Korridor von 6,5 bis 8,5 Mio. EUR erzielen wird. Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken -wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhen - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. VIII. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE GOVERNANCE BERICHTVorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (http://ir.ecotel.de/websites/ecotel/German/6000/corpo-rate-governance.html) dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, den 4. März 2022 ecotel communication ag Der Vorstand Peter Zils Markus Hendrich Achim Theis Erklärung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Düsseldorf, den 4. März 2022 ecotel communication ag Der Vorstand Peter Zils Markus Hendrich Achim Theis Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ecotel communication ag, Düsseldorf Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ecotel communication ag, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die in Abschnitt VIII des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate Governance Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar: scrollen
a) Das Risiko für den Abschluss Im Jahresabschluss der ecotel communication ag werden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 74,4 Mio. ausgewiesen. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung bzw. Lieferung der Güter. Zur periodengerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus monatlichen Bereitstellungsentgelten für Sprachanschlüsse und Leistungen aus dem Datengeschäft aus im Voraus für nachfolgende Perioden fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen, zeitlich abgegrenzt. Die Gesellschaft hat hierzu Prozesse implementiert, so dass die abgrenzungsrelevanten Umsätze systemseitig periodengerecht erfasst werden. Die Angaben der Gesellschaft zu den Besonderheiten der leistungs- und periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse im Jahresabschluss sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen im entsprechenden Abschnitt des Anhangs enthalten. Aufgrund der Wesentlichkeit des monatlichen Abgrenzungsvolumens besteht ein erhöhtes Risiko hinsichtlich der Erfassung und der falschen Periodisierung von Umsatzerlösen zum Bilanzstichtag. Vor diesem Hintergrund erachten wir dies für einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt im Geschäftsjahr. b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und die Wirksamkeit der von der Gesellschaft eingerichteten rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse beurteilt. Darauf aufbauend haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen hinsichtlich der unterjährigen Erfassung sowie der Periodenabgrenzung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Dabei haben wir neben Saldenbestätigungen und analytischer Beurteilungen der Abgrenzungsbeträge im Zeitverlauf auch anhand von Stichproben beurteilt, ob die Umsatzerlöse leistungs- und periodengerecht in der Rechnungslegung erfasst wurden. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten rechnungslegungsbezogenen Systeme und Prozesse sowie Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Umsatzrealisierungen sowie zum Bilanzstichtag erfolgten Umsatzabgrenzungen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Erfassung der Umsatzerlöse zu gewährleisten. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die zum Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen umfassen: scrollen
Der Brief an die Aktionäre als Bestandteil des Geschäftsberichts wird uns nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der in Abschnitt VIII des Lageberichts enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3a HGBPrüfungsurteilWir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "ESEF-Unterlagen_ecotel_communication_ag_JA_2021.zip" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-UnterlagenDie gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-UnterlagenUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. August 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2018 ununterbrochen als Abschlussprüfer der ecotel communication ag, Düsseldorf, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des BestätigungsvermerksUnser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Jahresabschluss und dem geprüften Lagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Jahresabschluss und Lagebericht -auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen -sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar. Verantwortlicher WirtschaftsprüferDer für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Tobias Schmelter.
Köln, 4. März 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021der ecotel communication agDer Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel oder die Gesellschaft) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2021 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden. Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen, und zwar am 11. Februar 2021, am 10. März 2021, am 18. Mai 2021, am 8. Juli 2021 sowie am 9. Dezember 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde nur die Sitzung im Juli als Präsenztreffen durchgeführt; die übrigen Sitzungen fanden als Video- oder Telefonkonferenzen statt. Darüber hinaus gab es drei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren. In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt. 1. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratDer Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2021 ausführlich über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung des Bereichs Geschäftskunden, wesentlichen Lieferantenverträgen und Kundenprojekten sowie der Entwicklung der Marktsituation und deren regulatorischen Rahmenbedingungen. Zudem hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei strategischen Fragestellungen unterstützt, die sich aus Veränderungen im Telekommunikationsmarkt ergeben, beispielsweise im Hinblick auf Kabelnetzbetreiber und die weiter wachsende Bedeutung der Glasfaser-Infrastruktur. Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligung an der mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über ihre strategische Entwicklung. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand regelmäßig zu der strategischen Ausrichtung sowie neuen Produktideen ausgetauscht. Der Aufsichtsrat hat sich zudem mit der Effizienz seiner Arbeit beschäftigt. Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands mit diesem erörtert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Er hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und angemessene Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken vornimmt. Neben den regelmäßigen Berichterstattungen waren folgende Schwerpunkte Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen: 11. Februar 2021: Erörterung des Deutschen Corporate Governance Kodex, Festlegung der Finanzstrategie für die Jahre 2021/2022 10. März 2021: Bericht des Abschlussprüfers über die Durchführung und Ergebnisse der Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Jahr 2020, Feststellung des Jahresabschlusses der ecotel communication ag sowie Billigung des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2020, Beschlussfassung zur Zielerreichungsquote für die variablen Gehaltsbestandteile des Vorstands für das Jahr 2020 18. Mai 2021: Beschlussfassung zu den Vorstands-Zielvereinbarungen für das Jahr 2021, Geschäftsentwicklung bei der nacamar GmbH, Beschlussfassungen zur Hauptversammlung 8. Juli 2021: Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates, Erörterung der neuen Produktstrategie und des Status des neuen Business Support Systems (BSS) 19. Dezember 2021: Erörterung eines ersten Budgetentwurfs für das Jahr 2022, Vorbereitung Jahresabschlussprüfung 2021 unter Teilnahme des Abschlussprüfers 2. Behandlung von Interessenkonflikten im AufsichtsratAlle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard. Im Falle von Herrn Mach handelt es sich um Leistungen, welche die MPC Service GmbH und die MPC Mobilservice GmbH als Vertriebspartner erbringen. Bei Herrn Dr. Reinhard ging es um Rechtsberatungsleistungen der Noerr Partnergesellschaft mbB. 3. Jahres- und KonzernabschlussDer Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 8. Juli 2021 gewählte Abschlussprüfer, die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart, Zweigniederlassung Köln, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Abschlussprüfer hatte im Rahmen seiner Prüfung gemäß § 317 Abs. 4 HGB zu beurteilen, ob der Vorstand ein wirksames Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat dies bejaht. Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt. Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat und der von ihm gebildete Prüfungsausschuss haben den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Auch wurden die Key Audit Matters im Vorfeld der Jahresabschlussprüfung gemeinsam mit dem Abschlussprüfer abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 8. März 2022 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2021 festgestellt. 4. Corporate GovernanceMit folgender Ausnahme haben alle Mitglieder an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen: An der Aufsichtsratssitzung am 8. Juli 2021 hat Herr Sascha Magsamen entschuldigt nicht teilgenommen. Am 18. Mai 2021 und am 9. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat zeitweise auch ohne den Vorstand getagt. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2021 am 3. Februar 2021 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die jüngste gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat datiert vom 9. Dezember 2021. Die Erklärungen wurden jeweils auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht. Am 9. Dezember 2021 fand durch eine externe Anwaltskanzlei eine Aus- und Fortbildungsmaßnahme des Aufsichtsrats zu rechtlichen Themen mit Bezug zur Aufsichtsratstätigkeit statt. Insbesondere wurde hierbei auf gesetzliche Neuerungen wie das Finanzmarktintegritätsgesetz (FISG) und das Zweite Führungspositionen-Gesetz, Verpflichtungen nach der Marktmissbrauchs-Verordnung sowie auf Corporate Governance-Themen eingegangen. 5. Änderungen im Aufsichtsrat im BerichtsjahrDie Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 8. Juli 2021. Die Herren Sascha Magsamen und Tim Schulte Havermann standen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wählte auf Vorschlag des Aufsichtsrats Frau Brigitte Holzer sowie die Herren Dr. Norbert Bensel, Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard erneut und die Herren Alfried Bührdel und Uwe Nickl erstmals in den Aufsichtsrat. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 beschließt. 6. Änderungen im Vorstand im BerichtsjahrIm Berichtsjahr hat es folgende Veränderungen im Vorstand gegeben: Seit dem 1. Oktober 2021 teilen sich Herr Peter Zils und Herr Markus Hendrich den Vorstandsvorsitz, den bis dahin Herr Zils allein innehatte. Ihre Dienstverträge wurden für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. Juni 2024 unter Aufhebung aller früheren Vereinbarungen neu gefasst. Herr Zils ist für die Geschäftsbereiche Strategie, Wholesale, Finance und Investor Relations verantwortlich, Herr Hendrich für die Geschäftsbereiche Technik und Operations, Digitalisierung und HR. Unverändert ist Herr Achim Theis, das dritte Mitglied des Vorstands, für die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und Key Account Management verantwortlich. 7. AusschüsseDer Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2020 auseinandergesetzt. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzte sich bis zum 08.07.2021 aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung vom 08.07.2022 hat sich der Prüfungsausschuss neu konstituiert und setzt sich seitdem aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Alfried Bührdel zusammen. Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 dreimal getagt. Der Nominierungsausschuss setzte sich bis zum 08.07.2021 aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Tim Schulte Havermann zusammen. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung vom 08.07.2022 hat sich der Nominierungsausschuss neu konstituiert und setzt sich seitdem aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Uwe Nickl zusammen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2021 geleistete Arbeit.
Düsseldorf, den 8. März 2022 Für den Aufsichtsrat Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||