ecotel communication ag

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

KONZERNLAGEBERICHT

1.1 Grundlagen des Konzerns

1. ecotel im Überblick

Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist seit 1998 bundesweit tätig und auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen in verschiedenen Segmenten spezialisiert. Konzernmutter ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt) mit Sitz in Düsseldorf. Inklusive ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen beschäftigt ecotel ca. 300 Mitarbeiter.

ecotel betreut bundesweit über 50.000 Kunden und stellt mehr als 55.000 Datenanschlüsse sowie über 440.000 Sprachkanäle bereit.

ecotel vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Segmenten:

»ecotel Geschäftskunden«, »ecotel Wholesale«, »easybell« und »nacamar«.

Im Folgenden werden die vier Segmente näher erläutert:

Segment »ecotel Geschäftskunden«

Die Produktpalette beinhaltet neben flexiblen und qualitativ hochwertigen Telefonie-Lösungen (SIP-Protokoll, Cloud-Telefonie) sowie breitbandigen Datenanbindungen (Glasfaser, x-DSL, etc.) auch das Management der Anbindung von Unternehmensstandorten (SD WAN-, IP- und MPLS-VPNs) sowie die Realisierung von direkter Konnektivität zu den führenden Cloud-Dienstleistern (Multi-cloud-connect). Die Produkte und Services werden auf Basis von georedundanten Rechenzentren in Deutschland betrieben, die über ein eigenes Backbone ausfallsicher verbunden sind. An diesem Backbone sind im Rahmen des Multi-Carrier-Konzeptes nahezu alle bundesweiten Infrastruktur-Anbieter aufgeschaltet. Somit kann für jeden Standort ohne Anbieterbindung die kundenindividuell beste Versorgung realisiert werden.

Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb in diesem Segment über den Direktvertrieb (Großkunden), einen hausinternen Telesales sowie mit mehr als 300 Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Mit diesem Netzwerk verfügt ecotel über einen breiten Zugang zu mittelständischen Kunden. Darüber hinaus hat sich ecotel als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit mehr als 100 Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert.

Die mvneco GmbH fungiert als technischer Dienstleister, Systementwickler und Berater für Telekommunikationslösungen sowie diesbezügliche Managed Services. Die Beteiligung wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Segment »ecotel Wholesale«

Das Segment »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) sowie seit diesem Geschäftsjahr (unter Anpassung des Vorjahresangaben) die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier. Dazu unterhält ecotel Netzzusammenschaltungen mit mehr als 100 internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel inzwischen auch den größten Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform ebenso für den wachsenden eigenen Teilnehmernetzbetrieb.

Segment »easybell«

Das Segment »easybell« vermarktet IP-Kommunikationsdienste in Form von SIP Trunks und Cloud-Telefonanlagen sowie DSL-Komplettanschlüsse. Hierbei fokussiert easybell sich auf einfach zu handhabende, passgenaue Produkte für kleine und mittlere Geschäftskunden. Neben den Geschäftskunden adressiert easybell auch weiterhin Privatkunden mit Sprachprodukten und gerade für Privatkunden bekannte Router der Firma AVM (FRITZ!-Box), die auch auf der vom Segment easybell betriebenen Plattform www.routermiete.de gemietet werden können. Darüber hinaus hat easybell im Geschäftsjahr 2021 erste Schritte zur Internationalisierung begangen und die Seite www.easybell.com gelaunched.

Segment »nacamar«

Im Segment »nacamar« bietet die nacamar GmbH auf Grundlage ihres - im ecotel Rechenzentrum gehosteten - eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Speziell entwickelte AddOns für Audio, Video und zukünftig auch für Daten schließen die Lücke zwischen den Rohstoffen und der Anwendung, ganz im Sinne eines »Software as a Service«-Konzeptes. Dabei verfügt nacamar über das komplette Portfolio der dafür notwendigen Werkzeuge zur Produktion und zum Betrieb solcher Komponenten.

Infrastruktur

ecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom, 1&1 Versatel, Vodafone, Verizon, EWE, Plusnet, Mnet und Colt zu nennen. Die Anzahl der Vorlieferanten steigt weiterhin an, da die Nachfrage unserer Geschäftskunden nach breitbandigen Glasfaserleitungen stetig steigt und die verschiedensten Infrastrukturanbieter sowie Kabelnetzbetreiber ihre hochmodernen Netze immer mehr für diese Zielgruppe öffnen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleitung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel. Auf Basis neuester NGN-Technologie ist ecotel durch den Teilnehmernetzbetrieb (TNB) in der Lage, eigenständig Sprachvermittlungsdienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen zunehmend auf den reinen Access zum Kunden.

ecotel betreibt ein eigenes ISO-27001-zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a. M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points-of-Presence (PoP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltungen mit vielen regionalen und globalen Carriern zusammengeschaltet. Daneben erfüllt das Kontrollsystem der ecotel ag auch die »Mindestanforderungen an das Risikomanagement« (MaRisk) und die »Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT« (BAIT), welches durch jährlich wiederkehrende Testate gemäß IDW PS 951 Typ 2 belegt wird.

Für das nacamar-Geschäft unterhält der Konzern ein eigenes Content-Delivery-Netzwerk (CDN). IT-seitig entwickelt und betreibt ecotel eigene Systeme für das Auftrags- und Routermanagement, das Netzwerkmonitoring sowie die Rechnungsstellung (Billing).

2. Struktur des Konzerns

ecotel ag ist die operativ größte Einheit und gleichzeitig die Konzernmutter.

3. Steuerung des Konzerns

Konzernsteuerung

Gesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß § 5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach § 6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten.

Dem Vorstand der ecotel ag gehören die Herren Peter Zils (Co-Vorstandsvorsitzender), verantwortlich für die Bereiche Strategie, Wholesale, Finance und Investor Relations, Markus Hendrich (Co-Vorstandsvorsitzender), verantwortlich für die Bereiche Technik, Operations, Produktmanagement, Human Ressources sowie das Ressort Digitalisierung und Achim Theis (CCO), der die Bereiche Vertrieb, Marketing und Key Account Management verantwortet, an.

Der Vorstand bildet gemeinsam mit den Prokuristen Holger Hommes (CFO), Wilfried Kallenberg (CTO) und Oliver Jansen (COO) das geschäftsführende Board der ecotel.

Nachhaltige Unternehmenssteuerung

Das geschäftsführende Board der ecotel hat das Ziel, den Konzern nachhaltig zu führen und somit bei Entscheidungen die mittel- und langfristigen Auswirkungen in den Vordergrund zu stellen. Dabei werden bei unternehmerischen Entscheidungen die Interessen aller Anspruchsgruppen berücksichtigt. Diese sind zum einen die der Aktionäre und Fremdkapitalgeber und zum anderen die der Mitarbeiter, Kunden, Vertriebspartner sowie die der ecotel selbst.

Die Aktionäre erwarten transparente Berichterstattung, verlässliche Prognosen und eine planbare und attraktive Aktionärsvergütung. Die Fremdkapitalgeber erwarten eine solide Bilanzstruktur und die Einhaltung der vereinbarten Covenants sowie die fristgerechte Bedienung der Kapitaldienste (Zins und Tilgung). Bei den Mitarbeitern, Kunden und Vertriebspartnern stehen die Sicherung der Arbeitsplätze, die Attraktivität des Arbeitgebers, die Entwicklung von innovativen und attraktiven Produkten sowie die Weiterentwicklung der Services und Prozesse zur Verbesserung der Kunden- und Partnerzufriedenheit im Vordergrund.

Die ecotel entwickelt sich zum führenden Qualitätsanbieter im Bereich Telekommunikation für Geschäftskunden in Deutschland und erwartet daher als jurstische Person Investitionen in Ausfall- und Datensicherheit sowie in den Auf- und Ausbau neuer Produkte in den Bereichen Unified Communication, All-IP-Telefonie, Connectivity, SDN sowie SD-WAN und Security. Schwerpunkt der Entwicklung ist dabei, flexibel und skalierbar auf die Kundenbedürfnisse des deutschen Mittelstandes einzugehen und passgenaue Produkte und Lösungen zu platzieren.

ecotel hat sich eine aus dieser nachhaltigen Unternehmensführung abgeleitete nachhaltige Finanzstrategie auferlegt.

Nachhaltige Finanzstrategie

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Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zur Bedienung aller Anspruchsgruppen verwendet.

Die finanzielle Stabilität soll nicht gefährdet werden.

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ecotel Mitarbeiter/​Kunden /​ Vertriebspartner Fremdkapitalgeber Aktionäre
► Nachhaltiges und profitables Wachstum im B2B-Segment und easybell ► Attraktive und wettbewerbsfähige Produkte ► Stabile Bilanzkennzahlen ► Transparentes Kapitalmarkt-Reporting
► Steigerung des Rohertrages ► Entwicklung moderner und zukunftsfähiger IT-Systeme ► Nettofinanzvermögen ► Realistische Prognosen
► Wachstumsabhängige Investitionen in 2022/​2023: Mind. 6 Mio. EUR ► Attraktive Vergütung für Vertriebspartner und Mitarbeiter ► EBITDA/​Umsatz > 5 % ► Steigerung des EBITDA
► Liquiditätsreserve inkl. Kreditlinie Mind. 5 Mio. EUR ► Sicherstellung der Arbeitsplätze ► Eigenkapitalquote > 40 % ► FCF * -Ziel: > 2 € je Aktie
► Nachhaltige Personalpolitik und Weiterbildungsmaßnahmen ► Kapitaldienst (Zins und Tilgung) in 2022/​23 ca. 3 Mio. EUR auf ~ 0 EUR ► Dividendenpolitik: Mind. 50 % vom EPS **

* Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit + Cashflow aus Investitionstätigkeit vor Investitionen in Kundenequipment für künftige Großkundenprojekte
** Entsprechende Gremienbeschlüsse vorausgesetzt

ecotel steuert die Segmente nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamtbudgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Ebene des geschäftsführenden Boards der ecotel Gruppe die Steuerungsgrößen Umsatz und Rohertrag (-marge) im Kernsegment Geschäftskunden und Konzern-EBITDA in den Fokus gerückt. Hierzu werden in diesem Segment in der Planung auf Ebene von Produktarten /​ -kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht.

Die unterjährige Berichterstattung für die Segmente ecotel Geschäftskunden und ecotel Wholesale erfolgt segmentbezogen monatlich auf Umsatz, Rohertrag und EBITDA-Ebene mit detaillierter Analyse der Abweichungen gegenüber der Planung und dem Vorjahr sowie einem regelmäßig aktualisierten Ausblick auf das Geschäftsjahresende. Zur detaillierten Steuerung des Kerngeschäftes - des Segments ecotel Geschäftskunden - erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z. B. Anzahl der Sprachkanäle, Minutenvolumen, Preis je Minute, Rohertragsmarge, Mengengerüste), die in einem Reportingsystem abgebildet werden. Die Segmente easybell und nacamar werden regelmäßig durch das geschäftsführende Board anhand von festgelegten Reportings überwacht. Auch hier stehen die Kennzahlen Umsatz und EBITDA im Fokus der Analysen.

Die Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung erfolgt bei der ecotel ag zentral. Diese stellt auch die wesentlichen Finanzierungen für die Unternehmensgruppe beispielsweise durch Bereitstellung von Kreditlinien oder die Aufnahme von langfristigen Annuitätendarlehen bereit.

4. Forschung und Entwicklung

ecotel selbst betreibt keine Grundlagenforschung, sondern fokussiert sich auf die Integration und Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten- /​ Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund (»best-of-breed«-Ansatz). Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. Im Jahr 2021 betrugen die aktivierten Entwicklungsaufwendungen 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Der Entwicklungsschwerpunkt wird mit erfolgreichem Abschluss des Aufbaus einer eigenen Teilnehmernetzbetreiberplattform nun in Richtung der Produkt- und Lösungsentwicklung verschoben, wobei sich zwei Schwerpunkte ausprägen: die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Automatisierung der Produktlandschaft zum Zwecke der Effizienzsteigerung, wobei Investitionsschwerpunkte die IT-Systeme betreffen, sowie der Auf- und Ausbau eines modularen Produkt- und Lösungsportfolios, mit dem die individuellen Bedürfnisse mittelständischer Geschäftskunden schnell, flexibel und passgenau bedient werden können.

1.2 Wirtschaftsbericht

1. Markt- und Wettbewerbsumfeld

Nach zehn Jahren stetigen Wachstums ist die deutsche Wirtschaft im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten. Mit einem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um preisbereinigt 4,6 % gegenüber dem Jahr 2019 sank die Wirtschaftsleistung deutlich, wenn auch nicht ganz so stark wie während der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009, als das BIP um 5,7 % gesunken war. Nach einem schwachen Jahresauftakt erholte sich das BIP im weiteren Jahresverlauf 2021 zwar mit Wachstumsraten von preis-, saison- und kalenderbereinigt 2,0 % im 2. Quartal und 1,7 % im 3. Quartal. Insgesamt stieg das BIP im Jahr 2021 um 2,7 % gegenüber dem Jahr 2020. (Quelle Destatis)

Für ecotel bzw. den Telekommunikationsmarkt in Deutschland ergab sich eine etwas differenzierte Entwicklung:

Die COVID-19-Pandemie war auch im Jahr 2021 für die Telekommunikationsbranche eine Herausforderung. Weiterhin stand die gesamte Telekommunikationsbranche vor der Herausforderung, die weiterhin erhöhte Nutzung von Daten und Telefonie reibungslos und ausfallsicher zur Verfügung zu stellen. Dabei stieg die Nachfrage nach leistungsfähigen Breitbandverbindungen, vor allem auf Glasfasertechnologie, im Geschäftskundenmarkt deutlich an. Auch die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um Home-Office-Lösungen und Collaborationstools erhöhte sich im Jahr 2021 noch einmal deutlich.

Insgesamt lässt sich für die Segmente der ecotel festhalten, dass die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie im Jahr 2021 weiterhin viele Veränderungen und Herausforderungen mit sich gebracht haben, aber keine wesentlichen Effekte auf die Ertragslage der hatten.

Volumen des Telekommunikationsmarkts steigt leicht an

Der Gesamtumsatz der Telekommunikationsanbieter hat im Jahr 2021 um etwa 0,7 Mrd. EUR zugelegt. Betrug der Gesamtumsatz mit TK-Diensten im Vorjahr 58,4 Mrd. EUR, gehen wir für das Jahr 2021 von 59,1 Mrd. EUR aus. Im Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten inkl. TV-Bandbreitkabel, werden die Unternehmen 33 Mrd. EUR umsetzen. Davon entfallen 15,5 Mrd. EUR auf die Deutsche Telekom (2020: 15,7 Mrd. EUR) und 17,5 Mrd. EUR auf die Wettbewerber (2020: 16,9 Mrd. EUR).

Gesamtmarkt für Telekommunikation in Deutschland in Mrd. eur und in %

Gesamtmarkt nach Wettbewerbsgruppen

Gesamtmarkt nach Netztypen

inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an.

Quelle: DIALOG CONSULT-/​VATM-Analysen und -Prognosen

Teilmärkte für Telekommunikationsdienste in Mrd. eur und in %

Teilmarkt Festnetze

Teilmarkt Mobilfunknetze

Gesamtmarkt 59,1 [58,5]

inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an.

Quelle: DIALOG CONSULT-/​VATM-Analysen und -Prognosen

Das Wachstum der Festnetz-Breitbandanschlüsse setzt sich unvermindert fort. Die Anzahl der stationären Breitbandanschlüsse wuchs in 2021 um rund 1,2 Mio. auf 37,4 Mio. an. Dabei entfielen etwa 25,9 Mio. Anschlüsse auf DSL-Anschlüsse (2020: 25,6 Mio.). Die Anzahl der aktiven Glasfaseranschlüsse stieg in 2021 auf 2,5 Mio. (2020: 1,9 Mio.). Auf die Telekom Deutschland entfallen rund 39% dieser Glasfaseranschlüsse.

Anzahl aktive Glasfaseranschlüsse in Mio. stück

Quelle: DIALOG CONSULT-/​VATM-Analysen und -Prognosen

Trends im B2B-Markt

Das Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt ist mit rund 21,0 Mrd. EUR in 2021 (Vorjahr: 22,2 Mrd. EUR) leicht rückläufig und hat einen Anteil am Gesamtmarkt von 35,5 %. Die Umsatzverteilung Deutsche Telekom /​ Wettbewerber hat sich in 2021 nicht wesentlich geändert. Es ist davon auszugehen, dass die Deutsche Telekom in 2021 11,8 Mrd. EUR und die Wettbewerber etwa 9,2 Mrd. EUR Umsatz im Geschäftskundenmarkt erzielt haben.

Markt für Telekommunikationsdienste in Mrd. eur und in %

inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an.

Quelle: DIALOG CONSULT-/​VATM-Analysen und -Prognosen

Der Technologiewandel und die Herausforderungen der COVID-19-Pandemie treiben die Nachfrage nach höheren Bandbreiten weiter an. Das über das Festnetz abgewickelte durchschnittliche Datenvolumen erhöhte sich in 2021 um 34 % auf monatlich 231 Gigabyte pro Breitbandanschluss.

Volumenentwicklung in Mrd. GB und in %

Die angegebenen jährlichen prozentualen Steigerungsdaten wurden unter Rückgriff auf nicht gerundete Datenverkehrswerte berechnet.

Quelle: DIALOG CONSULT-/​VATM-Analysen und -Prognosen

Wichtiger Treiber im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (5G). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Cloud-Telefonie und UCC-Lösungen) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft.

Ein ungebrochener IT-Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastructure as a Service« (IaaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um das Verlagern von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf die der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Wesentliche Aspekte in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten.

Unternehmen setzen immer mehr auf »Cloud-Telefonie«, anstatt auf lokale Telefonanlagen. Dabei sind die Standortunabhängigkeit, die Flexibilität im Betrieb und die Kostenersparnis auf Seiten der Unternehmen wesentliche Argumente für die Nutzung. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzung von »Cloud-Telefonie« ist eine schnelle und belastbare Internetverbindung. Der zunehmende Ausbau von Glasfaserleitungen in Deutschland erhöht somit die technische Verfügbarkeit für die Realisierung von »Cloud-Telefonie«. Die Marktdurchdringung ist verschiedenen Studien zur Folge gerade in Deutschland noch kleiner 10 %. Hier wird mehr als eine Verdopplung in den nächsten Jahren erwartet.

Weitere wichtige ITK-Trends sind:

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SD-WAN, SDN, NFV

Industrie 4.0

KI (Künstliche Intelligenz)

Big Data Analytics

Machine to Machine (M2M) /​ Internet of Things (IoT) /​ Computing Everywhere

Unified Communication und Collaboration (UCC)

Smart Devices, 3D-Druck, eHealth /​ Telemedizin

Mobile Payment /​ kontaktloses Bezahlen

Smart Energy /​intelligente Stromnetze

De-Regulierung

Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen alle für Geschäftskunden relevanten Produkte aus einer Hand und bundesweit anbieten können. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können.

ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA).

Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur für

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die Sicherstellung eines chancengleichen und funktionsfähigen Wettbewerbs, auch in der Fläche,

die Sicherstellung einer flächendeckenden Grundversorgung mit Telekommunikations- und Postdienstleistungen (Universaldienstleistungen) zu wettbewerbsfähigen Preisen,

die Förderung von Telekommunikationsdiensten bei öffentlichen Einrichtungen,

die Sicherstellung einer effizienten und störungsfreien Nutzung von Frequenzen, auch unter Berücksichtigung der Belange des Rundfunks und

die Wahrung der Interessen der öffentlichen Sicherheit.

Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie

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vergibt Lizenzen im Postbereich,

trägt zu Lösungen von Fragen im Rahmen der Standardisierung bei,

verwaltet Frequenzen und Rufnummern,

klärt Funkstörungen auf,

bekämpft den Missbrauch von Rufnummern,

beobachtet den Markt und

berät die Bürger über neue Regelungen und deren Auswirkungen.

ecotel versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung wesentliche Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potentiale abzuleiten. Im Jahr 2021 hat ecotel sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt bzw. sich aktiv in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e. V.) beteiligt:

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Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für den Breitbandausbau und den Geschäftskundenmarkt in Deutschland,

Sicherstellung einer flächendeckenden gleichartigen Grundversorgung in städtischen und ländlichen Räumen mit Telekommunikationsdiensten (Universaldienstleistungen) inklusive breitbandiger Anschlüsse zu erschwinglichen Preisen,

Abstimmung der europäischen Telekommunikationspolitik (EU Single Market) mit den speziellen Anforderungen des deutschen Telekommunikationsmarktes,

Netzneutralität (d. h. gleichberechtigte und unveränderte Übertragung von Datenpaketen durch Carrier, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben),

Modernisierung der bestehenden Datenschutzregeln sowie des Verbraucherschutzes,

Begleitung von Initiativen im regulatorischen und politischen Raum und Einflussnahme auf dieselben, mit dem Zweck, adäquate Vorleistungsprodukte langfristig beziehen zu können und die nationalen Besonderheiten im Hinblick auf EU-Entscheidungen hervorzuheben, damit diese Berücksichtigung finden,

Handelsplattform für Anbieter und Nachfrager von Breitbandanschlüssen.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage des Konzerns

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz des Konzerns blieb mit 95,9 Mio. EUR (Vorjahr: 98,3 Mio. EUR) weiter unter der 100-Mio.-EUR-Schwelle des § 35 Abs. 5a TKG. Somit schützt sich der Konzern weiterhin vor möglichen rückwirkenden negativen Regulierungsentscheidungen zu Entgelten marktbeherrschender Telekommunikationsanbieter (im Wesentlichen die Deutsche Telekom).

Die Umsätze in den margenstarken operativen Segmenten ecotel Geschäftskunden (+1,7 Mio. EUR) und easybell (+3,5 Mio. EUR) stiegen im Vergleich zum Vorjahr an. Die operativen Segmente ecotel Wholesale (-7,7 Mio. EUR) und nacamar (-0,1 Mio. EUR) entwickelten sich planmäßig leicht rückläufig.

Mit diesem um 2 % leicht rückläufigen Umsatz erzielte der Konzern allerdings einen um 21 % auf 45,7 Mio. EUR (Vorjahr: 37,7 Mio. EUR) angestiegenen Rohertrag. Die Rohertragsmarge im Konzern verbesserte sich somit deutlich um 10 %-Punkte auf 48 %.

EBITDA

Entgegen der Entwicklungen der letzten Jahre, wurde die Rohertragssteigerung in diesem Geschäftsjahr nicht durch höhere operative Aufwendungen kompensiert. Der Personalaufwand des Konzerns stieg um 1,6 Mio. EUR auf 17,9 Mio. EUR, der sonstige betriebliche Aufwand um 0,8 Mio. EUR auf 11,5 Mio. EUR. Somit weist der Konzern für das Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA von 18,1 Mio. EUR aus. Dies ist ein Anstieg um 6,4 Mio. EUR oder 55 %.

Betriebsergebnis (EBIT)

Die Abschreibungen blieben mit 7,5 Mio. EUR konstant. Somit konnte das EBIT des Konzerns sogar mehr als verdoppelt werden und stieg um 6,6 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR.

Nach Abzug des Finanzergebnisses und der Anteile Fremder am Konzernüberschuss, erreichte das Konzernergebnis mit 4,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) den höchsten Wert der Unternehmensgeschichte. Das Geschäftsjahr 2021 wurde demnach mit einem Ergebnis je Aktie von 1,36 EUR (Vorjahr: 0,28 EUR) abgeschlossen.

Ertragslage der operativen Segmente

In den folgenden Grafiken sind die Umsatz- und Rohertragsentwicklungen der letzten drei Geschäftsjahre sowie die Verteilung auf die Segmente dargestellt.

Umsatzentwicklung und -Verteilung auf Segmente 2019 bis 2021 (Mio. eur und in %)

Vorjahre angepasst aufgrund einer Änderung in der Segmentberichterstattung.

Weitere Erläuterungen siehe Anhang Angabe 29.

Rohertragsentwicklung und -Verteilung auf Segmente 2019 bis 2021 (Mio. eur in in %)

Vorjahre angepasst aufgrund einer Änderung in der Segmentberichterstattung.

Weitere Erläuterungen siehe Anhang Angabe 29.

Rohertrag ecotel Geschäftskunden

Im Geschäftsjahr 2021 wuchs der Rohertrag um 4,7 Mio. EUR oder 19 % auf 28,5 Mio. EUR. Die Rohertragsmarge stieg im Jahresdurchschnitt auf 62 % (Vorjahr: 54 %). Hier wirkten sich die hohe Wertschöpfung in den NGN-basierten Sprachprodukten und die damit einhergehenden höheren Margen ebenso aus, wie die im Geschäftsjahr 2021 erreichten Einkaufsvorteile - insbesondere im Bereich der Breitband-Anschlüsse.

Der Anstieg der operativen Kosten (i. W. Provisionen, Personalaufwand, sonstige betriebliche Aufwendungen) fiel in diesem Segment, anders als in den letzten Jahren, in Relation zum Rohertragswachstum, moderater aus. Auch hier wirkten sich nun die Skalenvorteile der neuen Produkte aus.

Als Resultat konnte das EBITDA in diesem Segment um 4 Mio. EUR oder 87 % auf 8,6 Mio. EUR gesteigert werden.

Entwicklung Sprachkanäle und Anzahl Datenleitungen im Segment ecotel Geschäftskunden

Vorjahre angepasst aufgrund einer Änderung in der Segmentberichterstattung. Weitere Erläuterungen siehe Anhang Angabe 29.

Segment ecotel Wholesale: Erweiterung des Geschäftsmodells

Mit einem Umsatz von 22,4 Mio. EUR (Vorjahr: 30,0 Mio. EUR) und einem Rohertrag von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) sowie einen EBITDA von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) entwickelte sich das Segment planmäßig. Seit diesem Geschäftsjahr werden mit Wholesale-Partnern generierten Daten-Umsätze (Anschlüsse etc.) nicht mehr im Segment ecotel Geschäftskunden, sondern im Segment ecotel Wholesale ausgewiesen. Für die nächsten Jahre wird eine Ausweitung dieses Geschäftsbereichs mit den Wholesale-Partnern angestrebt.

Segment easybell: Umsatz, Rohertrag und EBITDA weiter deutlich gestiegen

Das Segment easybell wächst weiter. Der Umsatz in diesem Segment konnte um 3,5 Mio. EUR auf 25,0 Mio. EUR gesteigert werden. Basis des Wachstums ist die überwiegend selbst entwickelte, automatisierte und hoch skalierbare Produktionsplattform für Sprach- und Anschlussprodukte, welche mehrheitlich online eine passgenaue, auf Geschäftskunden ausgerichtete Produktpalette vermarktet. Im Ergebnis konnte daher das EBITDA um 2,6 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR.

Im Geschäftsjahr 2021 wuchs vor allem der Kundenbestand im Bereich der Geschäftskunden. Dadurch konnte die Profitabilität erneut deutlich gesteigert werden. Der Rohertrag stieg um 3,5 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden darüber hinaus unter »easybell.com« bereits erste Erfolge in der Internationalisierung des Geschäftsmodells erzielt und Umsätze außerhalb Deutschlands fakturiert.

Entwicklung Sprachkanäle und Anzahl Datenleitungen im Segment easybell

Die Anzahl der Sprachkanäle stieg um 24 % auf über 340.000 Stk. und auch die Anzahl der Datenleitungen konnte leicht auf knapp 34.000 gesteigert werden.

Segment nacamar: Entwickung erfolgte planmäßig

Der Umsatz im Segment nacamar konnte mit 2,2 Mio. EUR nahezu konstant gehalten werden. Im Geschäftsjahr 2021 hat das Segment einen wesentlichen Kunden verloren, dadurch konnte kein Wachstum verzeichnet werden. Der Rohertrag des Segments konnte mit 1,5 Mio. EUR ebenso wie das EBITDA mit 0,5 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf

ecotel hat im Jahr 2021 die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr zwei mal nach oben angepasst. Zuletzt am 02. November 2021. Alle prognostizierten Werte und Korridore wurden erreicht oder übertroffen. Zu beachten ist allerdings die Änderung der Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2021. Die mit Wholesale-Partnern generierten Daten-Umsätze (Anschlüsse etc.) werden nicht mehr im Segment ecotel Geschäftskunden ausgewiesen, sondern im Segment ecotel Wholesale.

Die deutlich gestiegene Ertragskraft des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 ist zum einen auf die Fortführung der Trends aus den letzten Monaten des Geschäftsjahres 2020 zurückzuführen und zum anderen der Tatsache geschuldet, dass die Skalierbarkeit der Produkte sich nun im Ergebnis widerspiegelt. Darüber hinaus haben sich, vor allem im Segment eotel Geschäftskunden, im Geschäftsjahr 2021 erzielte Einkaufvorteile - im Wesentlichen im Bereich der Breitbandanschlüsse - ausgewirkt, die auch nachhaltig die Ertragslage positiv beeinflussen werden.

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Zielkorridor
Prognostizierte
Kennzahl
2021
(Mio. EUR)
ursprüngliche Prognose
(Mio. EUR)
Prognose aus November 2021
(Mio. EUR)
Segmentumsätze
ecotel Geschäftskunden (alt) 48,3 47 - 50 47 - 50 erreicht
ecotel Geschäftskunden (neu) 46,3
easybell 25,0 24 - 26 24 - 26 erreicht
nacamar 2,2 2,0 - 2,5 2,0 - 2,5 erreicht
Rohertrag ecotel Geschäftskunden 28,5 Steigerung Steigerung deutlich übertroffen
Rohertragsmarge ecotel Geschäftskunden 61,5 % leichte Steigerung leichte Steigerung deutlich übertroffen
EBITDA 18,1 12 - 14 17,5 - 18,5 erreicht
ecotel Geschäftskunden 8,6 5,5 - 6,5 7,5 - 8,5 leicht übertroffen
easybell 8,5 6,0 - 7,0 7,5 - 8,5 erreicht
nacamar 0,5 0,5 - 1,0 rund 1,0 nahezu erreichtt

Finanzlage

Finanzlage

Die Finanzlage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr deutlich positiv verändert. Mit einem Free Cashflow von 10,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) konnten Finanzkredite getilgt, Leasingverbindlichkeiten zurückgeführt, sowie Auszahlungen an andere Gesellschafter und Dividendenzahlungen geleistet werden. Im Vergleich zum 31. Dezember des Vorjahres stieg der Finanzmittelbestand dennoch um 4,9 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR zum Jahresende 2021 an.

Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 5,1 Mio. EUR auf 15,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2021 an. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 6,4 Mio. EUR. Dem gegenüber stieg der Betrag der gezahlten Ertragsteuern durch die Ergebnisverbesserung um 1,5 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR. Die Veränderungen des aktiven und passiven Working Capitals gleichen sich insgesamt nahezu aus.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit sank im Geschäftsjahr 2021 erwartungsgemäß auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,9 Mio. EUR). Sowohl die Anzahl als auch die Einkaufspreise für kundenspezifische Hardware haben sich reduziert. Dem entgegen wirken sich Auszahlungen für ein neues Business Support System, dessen Entwicklung in 2020 begann und im zweiten Halbjahr 2021 als Basisversion zunächst im Segment ecotel Geschäftskunden eingesetzt wurde, aus. Dieses System wird auch in den Folgeperioden weiter entwickelt, so dass zum Ende des Geschäftsjahres 2021 Anzahlungen ausgewiesen werden mussten.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stieg um 0,7 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR. Die Tilgungen auf Finanzkredite haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR erhöht. Ebenso trug die Dividendenzahlung in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) zu der Steigerung bei. Die Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter haben sich um 0,2 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR und die zu zahlenden Zinsen auf Verbindlichkeiten um 0,1 Mio. EUR auf 0,3 Mio. EUR verringert.

Wie in den Vorjahren war ecotel in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. Die wichtigen Ziele des Finanzmanagements, wie die Einhaltung der mit Banken vereinbarten Financial Covenants sowie die Minimierung von Kredit- und Zinsrisiken, konnten auch im Geschäftsjahr 2021 erreicht werden.

Vermögenslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg leicht auf 61,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2021 (Vorjahr: 53,9 Mio. EUR).

Aktiva und Passiva in Mio. EUR

Auf der Aktivseite sanken die langfristigen Vermögenswerte um 2,4 Mio. EUR auf 35,0 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 1,0 Mio. EUR, vor allem durch die bereits beschriebenen Zahlungen und Aktivierungen für das IT-System im Segment ecotel Geschäftskunden. Die Sachanlagen sanken um 2,0 Mio. EUR. Hier übertrafen die Abschreibungen die getätigten Neuinvestitionen. Ebenso reduzierten sich die aktivierten latenten Ertragsteuern um 0,7 Mio. EUR durch die Nutzung und dadurch Reduzierung der steuerlichen Verlustvorträge. Die aktivierten Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen, die aktivierten Vertragskosten sowie die nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen blieben insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen zum Bilanzstichtag um 9,6 Mio. EUR auf 26,1 Mio. EUR an. Zum Einen resultiert dieser Anstieg aus dem bereits beschriebenen Anstieg der Zahlungsmittel um 4,9 Mio. EUR auf 12,6 Mio. EUR. Zum Anderen stiegen die tatsächlichen Ertragsteueransprüche aus gezahlten Kapitalertragsteuern um 1,4 Mio. EUR auf 1,8 Mio. EUR an.

Darüberhinaus sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag deutlich um 3,4 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR angestiegen. Allerdings sind bei dieser Entwicklung folgende gegenläufige Effekte zu beachten: Aufgrund des zum Ende des Jahres deutlich angestiegenen Geschäftsvolumens im Segment ecotel Wholesale stiegen die Forderungen aus diesem Bereich um 4,3 Mio. EUR an. Die international üblichen Zahlungsziele und Nettingvereinbarungen in diesem Segment sorgen für diesen Anstieg. Bereinigt um diesen Effekt sanken die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,9 Mio. EUR, was auf erfolgreich umgesetzte Working-Capital-Maßnahmen, vor allem im Segment ecotel Geschäftskunden zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 5,7 Mio. EUR auf 29,1 Mio. EUR. Bei einer Bilanzsumme von 61,1 Mio. EUR ergibt sich somit eine Eigenkapitalquote von 47,6 % (Vorjahr: 43,4 %). Der Anstieg des Eigenkapitals ergibt sich aus dem Konzerngesamtergebnis abzüglich der Ausschüttungen an die Aktionäre, sowie an die Fremdanteilseigner.

Die langfristigen Verbindlichkeiten konnten um 3,7 Mio. EUR auf 9,3 Mio. EUR reduziert werden. Ursächlich hierfür waren die Tilgungen von langfristigen Darlehen, Leasingverbindlichkeiten und langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen zum Bilanzstichtag auf 22,8 Mio. EUR an (31.12.2020: 17,6 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen zum Bilanzstichtag um 1,9 Mio. EUR. Daneben stiegen die Verbindlichkeiten aus tatsächlichen Ertragsteuern um 1,2 Mio. EUR. Darüber hinaus stiegen sonstigen die nicht finanziellen Verbindlichkeiten um 1,8 Mio. EUR auf 2,4 Mio. EUR. Hier macht sich die unterjährige Änderung der Umsatzsteuergesetzgebung bemerkbar, wonach der überwiegende Anteil des Einkaufsvolumens des Konzerns nicht mehr länger mit Umsatzsteuer belegt ist und somit der Vorsteuerabzug entfällt (Reverse Charge Verfahren).

Satzung /​ Kapitalstruktur

Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Zur Entwicklung des Eigenkapitals wird auf die Darstellung der Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Konzernabschluss verwiesen.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.775.000,00 EUR (Bisher: 1.755.000,00 EUR) gegen Bar- und /​ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapital um bis zu 1.404.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.404.000 EUR auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Neufassung des Bedingten Kapitals 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020).

Die nachfolgende Grafik zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2021 mehr als 3 % betrug. Basis sind die der ecotel ag bekannt gemachten Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte.

Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2021

1 %-Satz gemäß letzter Stimmrechtsmeldung vom 07.04.2011 vor Einziehung der eigenen Aktien in 2014 (Basis: Grundkapital in Stück 3.9000.000)

Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor.

3. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2021 ingesamt deutlich verbessert. Die im Geschäftsjahr 2020 bereits begonnene deutliche Ergebnisverbesserung hat sich im Geschäftsjahr 2021 fortgesetzt. Daneben konnten in den wesentlichen Segmenten wieder Umsatzsteigerungen erreicht werden. Wesentliche Bilanzkennzahlen (Eigenkapital, Eigenkapitalquote sowie das Nettofinanzvermögen) haben sich im Geschäftsjahr positiv entwickelt. Auch die Finanzlage (Free Cashflow) hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter deutlich verbessert. Die zukünftige Finanzierung ist durch Annuitätendarlehen und Kreditlinien sichergestellt. Die Ertragslage ist weitgehend durch wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet. Zur geplanten Wachstumsstrategie sowie zur gesamten Chancen- und Risikosituation wird auf die Ausführungen im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht verwiesen.

1.3 Nachtragsbericht

Es wird auf die Angaben im Konzernanhang verwiesen.

1.4 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Kontroll- und Risikomanagementsystem

Zur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Konzern unterstützen ihn die Prokuristen sowie die Geschäftsführer der Tochterunternehmen. Mithilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Alle Risikopotentiale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in vier Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt.

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Vermögensschadensklasse (VSK) Mögliche Schadenshöhe
Sehr hoch > 1.000.000 EUR
Hoch 300.000 - 1.000.000 EUR
Mittel 100.000 - 300.000 EUR
Niedrig < 100.000 EUR

Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen.

Risikomatrix

Internes Kontrollsystem (IKS)

Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird.

Seit mehreren Jahren wurde in der ecotel ag eine interne Revision im Rahmen einer Vollauslagerung implementiert. Diese hat das Ziel, Prozesse und Systeme gemäß den IT-Anforderungen der »Mindestanforderungen an das Risikomanagement« (MaRisk) und den »Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT« (BAIT) zu prüfen. Diese Maßnahmen wurden notwendig, da ecotel sowohl Versicherungen als auch Banken durch verschiedene ITK-Lösungen bedient. Auch im Jahr 2021 wurde ecotel wiederholt ein Testat gemäß IDW PS 951 Typ 2 (Prüfung des dienstleistungsbezogenen internen Kontrollsystems bei Dienstleistungen gegenüber einem Großkunden) erteilt.

Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das Interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass in der Buchhaltung eine Funktionstrennung vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und -ausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet.

Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse. Abgeschlossene Zinsderivate werden regelmäßig überwacht.

2. Risiken der künftigen Entwicklung

Im Rahmen der Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert.

Operative Risiken

Operative Risiken

Operative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z. B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie in der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung.

Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl auf Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, welche ecotel konsequent umsetzt.

Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potentielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindungen. Die Notstromversorgung sowie die Klimatechnik sind redundant ausgebaut. Die Rechenzentren in Düsseldorf und Frankfurt am Main sind georedundant, kanten- und knotendisjunkt miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden PoPs. (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 3; VSK: mittel).

Der eigene Teilnehmernetzbetrieb und die damit verbundenen technischen Software- und Systemkomponenten bilden die Basis für die Wertschöpfung der Segmente ecotel Geschäftskunden und easybell. Vor allem die sehr komplexe IT-Systemlandschaft für das Segement ecotel Geschäftskunden birgt bei einem Ausfall von Teilen oder gar einem Totalausfall das Risiko eines deutlichen Reputationsverlustes, aber auch, dass der Konzern zu wesentlichen Schadenersatzforderungen verpflichtet wäre. Die für den Teilnehmernetzbetrieb aufgebaute Systemlandschaft ist sowohl innerhalb eines Rechenzentrums als auch zwischen den Standorten Frankfurt am Main und Düsseldorf und innerhalb des eigentlichen Systems redundant aufgebaut und ausgelegt. Diese Maßnahmen haben das Risiko eines Ausfalls der Telefonieplattform deutlich reduziert. (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 4; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch).

Bei der Erbringung der vertraglichen Services zum Kunden ist ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten. Ein möglicher Ausfall von Leitungen, die ecotel für die Erbringung von Diensten nutzt, würde zu Reputationsverlust, aber auch zu wesentlichen Schadenersatzforderungen führen. Daher wählt ecotel seine Vorlieferanten sorgfältig aus und überwacht diese. Gerade auch im Hinblick auf Ausfallsicherheiten werden Service Level Agreements und Eskalationsprozesse mit den wesentlichen Lieferanten abgeschlossen und so die Ausfall- und Enstörzeiten so gering wie möglich gehalten. Durch das umfangreiche Multi-Carrier-Konzept kann bei Bedarf auch eine Mehr-Wege-Führung über mehrere Lieferanten beim Kunden realisiert und das Ausfallrisiko damit weiter reduziert werden. (Bruttorisiko 3 /​ Nettorisiko 4; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: mittel).

Durch den Betrieb von Rechenzentren ist vor allem das Segment ecotel Geschäftskunden auch von Einkaufspreisen für Energie abhängig. Die Einkaufspreise, vor allem für Strom, haben sich in den letzten Monaten deutlich erhöht. Sollte sich diese Entwicklung weiter nachhaltig fortsetzen, besteht das Risiko, dass diese Erhöhungen nicht durch Weitergabe an Kunden kompensiert werden können und dadurch die Erträge des Segments belasten. (Bruttorisiko 3 /​ Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch).

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken sowie Zinsrisiken.

ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von der ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung der Investitionsdarlehen und Betriebsmittelkredite führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA /​ Umsatzerlöse und Nettoverschuldung /​ EBITDA) liegt ecotel derzeit innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2022 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 4; VSK: sehr hoch).

Sondersituation COVID-19-Pandemie

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt die Wirtschaft weiterhin vor große Herausforderungen. Auch nach rund zwei Jahren Erfahrung mit der COVID-19-Pandemie, ist die Vorhersage und Planungssicherheit weiterhin nur eingeschränkt möglich und eine finale Risikobewertung daher nicht durchführbar. Für die Jahre 2020 und 2021 hat es nur geringe Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Gesellschaft gegeben. Allerdings sind die Folgen der notwendigen (Teil-)Schließungen einzelner Wirtschaftszweige sowie das Auftreten und die Auswirkungen weiterer Virusmutationen nicht absehbar. Dies könnte Auswirkungen auf die künftige Geschäftsentwicklung haben. Ebenso könnten die Einschänkungen der Wirtschaft das Risiko von Insolvenzen von Kunden oder auch Lieferanten erhöhen und somit zu Forderungsausfällen, Umsatzeinbußen oder gar Lieferengpässen führen. Auch die Gesundheit der Mitarbeiter könnte weiterhin gefährdet bleiben und die bislang erfolgreichen Maßnahmen nicht mehr ausreichend sein. Ein Krisenstab, der regelmäßig tagt, bewertet die Situation und koordiniert Maßnahmen und trifft kurzfristig Entscheidungen. Bis zum heutigen Tage waren die getroffenen Maßnahmen erfolgreich.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken

ecotel ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Bereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ sowie qualitativ die potentiellen rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen.

Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt.

Steuerliche Risiken

Steuerliche Risiken

Risiken ergeben sich für den Konzern dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet werden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht der Konzern laufend steuerliche Risiken, die sich beispielsweise aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Die letzte steuerliche Außenprüfung des gesamten Konzerns umfasste die Jahre 2015 bis 2017.

Im Jahr 2020 wurde ecotel vom zuständigen Finanzamt Düsseldorf darüber informiert (Kontrollmitteilung), dass vorgenommene Vorsteuerabzüge aus Eingangsrechnungen eines einzelnen wesentlichen Lieferanten rückwirkend versagt werden sollen. Als Begründung wurde eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei diesem Lieferanten aufgeführt. Das Gesamtvolumen des im Zweifel stehenden Vorsteuerabzugs beträgt 3,7 Mio. EUR. Von Seiten des Lieferanten und bestätigt durch dessen Steuerberater wurden Dokumente und Beschreibungen, ausstehende Umsatzsteuervoranmeldungen für 2020 sowie die Jahreserklärung beim für den Lieferanten zuständigen Finanzamt Berlin eingereicht. Von Seiten des für ecotel zuständigen Finanzamts Düsseldorf hat es bis heute keine weiteren informellen oder formellen Informationen zu der Kontrollmitteilung gegeben. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ecotel (Organe und mit dem Sachverhalt betraute Mitarbeiter) allerdings als Zeuge von der Steuerstrafbehörde zu diesem Sachverhalt befragt. Daher gehen ecotel und die damit betrauten Experten und Anwälte davon aus, dass es bis zur abschließenden Klärung dieses Sachverhalts noch einige Zeit dauern wird. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen und Informationen sowie der Hinzuziehung von externen Experten erachtet ecotel das Risiko einer wirtschaftlichen Belastung mit Umsatzsteuer durch eine Versagung des Vorsteuerabzugs für deutlich unter 50 %.

Von ecotel anfänglich zurückbehaltene offene Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten bzw. dessen Factorer in Höhe von 1,9 Mio. EUR wurden im Jahr 2021 durch einen abgeschlossenen Vergleich in Höhe von 0,9 Mio. EUR abschließend beglichen. Aufgrund der zum Teil unklaren Vertrags- und Rechtssituation hat ecotel die nach der notwendigen Vorsteuerkorrektur verbliebenen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. EUR weiterhin passiviert.

Strategische Risiken

Strategische Risiken

ecotel bezieht einen Großteil seiner Leitungseinkäufe über große Vorlieferanten. ecotel ist ständig in Gesprächen mit alternativen Lieferanten, um auch in Zukunft weiterhin wettbewerbsfähige All-IP-Dienste anbieten zu können, ohne die bisherige Praxis der Mehrlieferantenstrategie aufgeben zu müssen (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch).

Risiken des Marktumfelds

Risiken des Marktumfelds

Andere wesentliche Risiken, die eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage von ecotel hervorrufen könnten, sind markt- und branchenbedingt. Es besteht bereits ein starker Preis- und Verdrängungswettbewerb im Privatkundensegment, welcher sich in Zukunft noch stärker auf das Geschäftskundensegment ausdehnen könnte. Sollte sich die starke Konsolidierung der Telekommunikationsindustrie fortsetzen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben, da dadurch die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten erhöht würde (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 2; VSK: hoch).

Ferner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. Insbesondere die derzeitigen Aktivitäten der Bundesnetzagentur bereits bestehende Vorleistungsprodukte sowie neu eingeführte Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom zu regulieren, können wesentliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der ecotel haben. Diese Produkte sind wesentliche Vorleistungsprodukte zur Bereitstellung bestehender und neuer Services bei Kunden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, ist in Verbänden und Anhörungen aktiver Teilnehmer, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren bzw. auf die Entscheidungen Einfluss nehmen zu können. (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch).

Die bestehenden regulatorischen Rahmenbedingungen, die maßgeblich durch Entscheidungen der BNetzA sowie durch sonstige Verbraucherschutzmaßnahmen beeinflusst werden, könnten sich zudem zum Nachteil der Geschäftstätigkeit von ecotel ändern und negative Geschäftsentwicklungen herbeiführen. Auch bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Veränderungen eine Konkretisierung des europäischen Telekommunikationsbinnenmarktes mit sich bringt (Bruttorisiko 2 /​ Nettorisiko 2; VSK: hoch).

Gesamtrisiko kalkulierbar

Zusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand der ecotel konkret gefährden und dass ecotel auch 2022 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann.

3. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung der ecotel nachhaltig prägen können. Nicht zuletzt durch die COVID-19-Pandemie hat sich der Telekommunikationsmarkt schnell verändert, und es ist davon auszugehen, dass ein wesentlicher Teil dieser Veränderungen langfristigen Bestand haben wird. Nach erfolgreicher Migration der Bestandskunden in den vergangenen Jahren und dem vollzogenen Turnaround hat ecotel gute Chancen, sich schnell und effizient auf diese Veränderungen einstellen zu können und damit überproportional zu profitieren. Die Chancensituation hat sich somit bedingt durch gezielte strategische Ausrichtung sowie die externen Faktoren gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Trendthema Home-Office, dezentrales Arbeiten und Collaboration

ecotel hat in 2020 und 2021 mehrere Erweiterungen des Produktportfolios in den Markt gebracht, die den derzeitigen Kundenanforderungen Rechnung tragen und dabei stets auf Basis oder als Ergänzung der hochwertigen, margenträchtigen ecotel Plattformen produziert werden. So wurde Unternehmen ein integriertes Angebot für das vernetzte Arbeiten aus dem Home-Office angeboten, Bündelangebot des ecotel All-IP-Sprachangebotes zusammen mit führenden Kollaborationslösungen von RingCentral und Microsoft Teams eingeführt sowie ein sog. Multi-Cloud-Connect, der eine sichere Anbindung der ecotel Datenanschlüsse an die großen Cloud-Anbieter wie Azure, AWS oder Google ermöglicht.

Umsatzsteigerung durch die Vermarktung der neuen Produkte Cloud-Telefonie (cloud.phone) und UCC-Lösungen

Zwei weitere wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind Voice over IP (VoIP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Cloud-Telefonie). Die Produktpalette von ecotel besetzt exakt diese beiden Trends. Durch den eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie eigene cloud.phone-Lösungen bestehen weitere Chancen zur Umsatz- und Ertragssteigerung aus der Umstellung der bestehenden Kundenbasis.

Nachhaltige Vertriebsaktivitäten im Datenbereich

Die Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 50 % der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch den Ausbau von Glasfasertechnologie und die Entwicklung einer Open-Access-Plattform.

Umsatzsteigerung und Verbesserung der Rohertragsmarge im ecotel Geschäftskundensegment durch Teilnehmernetzbetrieb (TNB)

ecotel profitiert als Teilnehmernetzbetreiber zusätzlich auch durch Vereinnahmung von sog. Terminierungsentgelten von eingehenden Verbindungen zu den ecotel Kundenanschlüssen. Neben dieser Ertragsposition besteht die besondere Chance für ecotel darin, nun ein von den Vorleistern weitgehend unabhängiges Produkt- und Tarifportfolio zu entwickeln. Dies ermöglicht idealerweise neben einer höheren Wertschöpfung auch eine zielgenauere Kundenfokussierung: Denkbar sind z. B. spezielle Bündelangebote für Kooperationen und bestimmte Branchen. Bislang hat ecotel primär Vorleistungsprodukte veredelt, nun besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen direkt in das grundsätzliche Produktdesgin einfließen zu lassen - zugunsten geringerer Produktionskosten und einer höheren Attraktivität für Vermarktungspartner und Kunden.

Weitere Gewinnung bzw. Vertragsverlängerungen und Ausweitung bestehender Großkunden

Die bereits erfolgreich umgesetzten Großprojekte haben ecotel in eine Position gebracht, ähnlich gelagerte Projekte auch bei anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen anzubieten. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie zentrale Firewall-Services im ecotel Rechenzentrum. Ebenso besteht die Möglichkeit, vor Ende der vertraglichen Mindestlaufzeiten in Vertragsverlängerungsgespräche mit Bestandskunden einzutreten. Durch die erlangten Erfahrungen und Kenntnisse hat ecotel die Chance, Großkundenverhältnisse zu verlängern. Daneben profitiert ein potentieller Neukunde von den Erfahrungen der ecotel der letzten Jahre (z. B. Rollouts im Umfeld von Einzelhändlern), somit hat ecotel die Chance, weitere ertragreiche Großkundenverträge abzuschließen. Nachdem die aktive Migration der Bestandskunden von ISDN auf All-IP der letzten Jahre weitestgehend abgeschlossen ist, können die vorhandenen vertrieblichen Kapazitäten nun verstärkt auf die Gewinnung von Neukunden ausgerichtet werden.

Strategische Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und IT

Die aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, d. h. die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste - beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Ethernet-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing /​ Colocation Services im ecotel Rechenzentrum. Anders als viele multinationale Cloud-Anbieter mit ihrer heterogenen Struktur schafft ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze und bietet ideale Voraussetzungen für ein Hybrid-Cloud-Szenario. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil.

Weitere Umsatz- und Ertragssteigerung bei easybell

easybell hat das Geschäft mit NGN-Sprachdiensten für kleine und mittlere Geschäftskunden (SIP-Trunk) weiter ausgebaut, neue Produkte aus dem UCC-Umfeld, wie beispielsweise der MS-Teams-Connector erfolgreich implementiert sowie erste Schritte der Internationalisierung (www.easybell.com) zum Ende des Geschäftsjahres 2021 begangen. Diese neuen Produkte und weitere Produktideen können die Umsatzentwicklung und die Ertragskraft von easybell künftig positiv beeinflussen.

Neue Produkte bei nacamar

nacamar hat sich mit digitalen Mediendiensten für Broadcasting-Kunden sehr gut positioniert und etabliert derzeit neue innovative Lösungen (unter dem Produktnamen YBRID) im Bereich Internetradio (Streaming). Gemeinsam mit Technologiepartnern ermöglicht dieses Produkt, Sende-, Streaming- sowie Playertechnologien miteinander zu vereinen, ohne dabei bestehende Programmabläufe zu verändern (der Nutzer kann im laufenden Radioprogramm zwischen verschiedenen Musiktiteln wählen). Dieses neue Produkt und die weitere Fokussierung können sich positiv auf die Umsatzentwicklung und Ertragskraft von nacamar auswirken.

Profitables Wachstum bei der at equity einbezogenen mvneco GmbH

mvneco entwickelt sich immer mehr zu einem IT-Systemhaus für Telekommunikationsanbieter und damit einhergehende Geschäftsmodelle. Daraus können sich Chancen ergeben, die im Moment nicht vollumfänglich absehbar sind.

4. Prognosebericht

Hinweise zu Prognosen

Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, EBITDA, Rohertragsmarge oder auf andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. ecotel kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden, und lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Prognose

Prognose

Die derzeitigen Prognosen zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes für das Jahr 2022 schwanken je nach Ersteller der Prognose und dem Zeitpunkt der Erstellung deutlich. Allerdings weisen alle Prognosen eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes aus.

Das Geschäft der ecotel ist aufgrund der breiten und diversifizierten Kundenbasis sowie dem breiten Produktportfolio in der Vergangenheit weitgehend nicht von gesamtwirtschaftlichen Schwankungen und anderen Krisen betroffen gewesen. Die in diesem Konzernlagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie die Bewertung der Risiken- und Chancensituation sind in die Prognose für das Jahr 2022 eingeflossen.

Prognose 2022 und Mittelfristplanung

Der Vorstand hat vor dem Hintergrund der in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Chancen und Risiken sowie der momentanen zu erwartenden künftigen wirtschaftlichen Gesamtrahmenbedingungen und den darin enthaltenen Unsicherheiten folgende Prognose:

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2021
(Mio. EUR)
Prognose für 2022
(Mio. EUR)
Segmentumsätze
ecotel Geschäftskunden 46,3 47 - 50
ecotel Wholesale 22,4 20 - 25
easybell 25,0 27 - 30
nacamar 2,2 0,5 - 1,5
Rohertrag 45,7 Steigerung
EBITDA 18,1 20 - 22
ecotel Geschäftskunden 8,6 8,5 - 10,5
ecotel Wholesale 0,5 > 0,5
easybell 8,5 9,5 - 11,5
nacamar 0,5 Positiv
Konzernergebnis 4,8 Steigerung

Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhen - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den »Hinweisen zu Prognosen« weisen wir hin.

Mittelfristplanung

Das Management verfolgt die Zielsetzung, das Geschäft der ecotel nachhaltig zu betreiben und dabei gleichzeitig die Ertrags- und Profitabilitätskennzahlen zu steigern, ohne die Substanz des Konzerns anzugreifen. Hierzu gehören weitere zielgerichtete Investitionen in den Ausbau von Geschäftsfeldern, in neue Produkte, Technik, IT und Sicherheit, aber auch Investitionen in Mitarbeiter und Optimierungen von Organisationsstrukturen.

Der dann noch verbleibende Free Cashflow soll zur Tilgung von Fremdkapital und für die Aktionärsvergütung (z. B. Dividendenzahlung) verwendet werden. Hierzu wird auch auf die Ausführungen im Abschnitt Konzernsteuerung verwiesen.

Unter Berücksichtung der momentan vorliegenden Erkenntnisse zu Risiken und Chancen erwartet der Vorstand für den ecotel Konzern auch über das Geschäftsjahr 2022 hinaus, ein Umsatzwachstum von jährlich rund 5 %, auch über die derzeitig genutzte 100 Mio. EUR-Grenze des TKG hinaus, sowie eine Steigerung des Rohertrages und des EBITDA. Daneben geht der Vorstand davon aus, auch über das Geschäftsjahr 2022 hinaus, an den Kennzahlen und Zielen der nachhaltigen Finanzstrategie in diesem Bericht festzuhalten.

1.5 Übernahmerelevante Angaben

Für Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen, mit Ausnahme der folgenden Regelungen, keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht.

Der Mitgesellschafter der easybell GmbH, die Consultist GmbH, hat im Falle eines Kontrollwechsels bei der ecotel ag das Recht, einen solchen Teilgeschäftsanteil an der easybell GmbH von der ecotel ag zu erwerben, sodass sie mindestens eine Beteiligung von 51 % an der easybell GmbH erreicht. Der Kaufpreis muss dem Marktwert des Teilgeschäftsanteils entsprechen.

Das seit 2020 existierende Aktienoptionsprogramm der ecotel ag sieht für den Fall eines Change-of-Control, d. h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd), mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen. Für weitere Informationen wird auf die Erläuterungen im Vergütungsbericht dieses Berichts verwiesen.

1.6 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (https:/​/​ir.ecotel.de/​websites/​ecotel/​ German/​6600/​erklaerung-zur-unternehmensfuehrung-und-corporate-governance-bericht.html) dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Düsseldorf, den 4. März 2022

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Markus Hendrich

Achim Theis

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Düsseldorf, den 4. März 2022

ecotel communication ag

Der Vorstand

Peter Zils

Markus Hendrich

Achim Theis

KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

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EUR Anhang 31.12.2020 31.12.2021
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte (1) 13.717.986 14.765.225
II. Sachanlagen (2) 10.513.000 8.485.378
III. Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen (3) 7.448.229 6.534.486
IV. Aktivierte Vertragskosten (4) 3.132.841 3.335.303
V. Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen (5) 1.129.059 1.124.219
VI. Vertragsvermögenswerte (6) 100.291 69.513
VII. Latente Ertragsteueransprüche (7) 1.362.886 691.210
Summe Langfristige Vermögenswerte 37.404.292 35.005.334
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 7.221.831 10.599.902
II. Vertragsvermögenswerte (6) 48.140 51.269
III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte (6) 649.554 358.462
IV. Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte (6) 411.309 636.456
V. Tatsächliche Ertragsteueransprüche (7) 433.332 1.791.657
VI. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (8) 7.758.849 12.639.795
Summe Kurzfristige Vermögenswerte 16.523.015 26.077.541
Summe Aktiva 53.927.307 61.082.875

In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Passiva

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EUR Anhang 31.12.2020 31.12.2021
A. Eigenkapital (9)
I. Gezeichnetes Kapital 3.510.000 3.510.000
II. Kapitalrücklage 1.883.234 2.002.095
III. Sonstige Rücklagen 14.439.493 18.730.920
Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens 19.832.727 24.243.015
IV. Anteile anderer Gesellschafter 3.550.736 4.807.928
Summe Eigenkapital 23.383.463 29.050.942
B. Langfristige Verbindlichkeiten
I. Latente Ertragsteuern (10) 905.847 1.145.791
II. Langfristige Darlehen (11) 3.083.333 666.666
III. Leasingverbindlichkeiten (12) 6.510.994 5.703.870
IV. Vertragsverbindlichkeiten (13) 1.259.529 1.068.168
V. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (11) 1.171.774 675.418
Summe Langfristige Verbindlichkeiten 12.931.477 9.259.913
C. Kurzfristige Verbindlichkeiten
I. Tatsächliche Ertragsteuern (10) 806.341 1.979.553
II. Kurzfristige Darlehen (11) 2.416.667 2.416.667
III. Leasingverbindlichkeiten (12) 1.216.204 1.265.283
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (11) 9.102.578 11.043.348
V. Vertragsverbindlichkeiten (13) 1.269.296 1.137.341
VI. Rückstellungen (11) 10.000 3.500
VII. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (11) 2.219.857 2.551.169
VIII. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten (11) 571.424 2.375.159
Summe Kurzfristige Verbindlichkeiten 17.612.367 22.772.020
Summe Passiva 53.927.307 61.082.875

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2021

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EUR Anhang 1.1. - 31.12.2020 1.1. - 31.12.2021
1. Umsatzerlöse (16) 98.299.936 95.867.742
2. Sonstige betriebliche Erträge (17) 507.056 717.359
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 327.523 1.015.460
4. Gesamtleistung 99.134.515 97.600.561
5. Materialaufwand
5.1 Aufwendungen für bezogene Leistungen (18) -60.603.094 -50.144.895
6. Personalaufwand (19)
6.1 Löhne und Gehälter -14.008.766 -15.438.369
6.2 Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -2.276.266 -2.445.303
7. Planmäßige Abschreibungen (20) -7.546.066 -7.481.002
davon Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen -1.323.671 -1.328.146
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (21) -10.682.276 -11.456.953
9. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 4.018.046 10.634.039
10. Zinserträge 173 1.478
11. Zinsaufwendungen -478.048 -349.759
davon Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten -231.368 -208.224
12. Sonstige finanzielle Aufwendungen -835 -44
13. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 232.232 261.660
14. Finanzergebnis (22) -246.478 -86.666
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 3.771.567 10.547.373
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (23) -1.139.431 -3.281.854
17. Überschuss (= Konzerngesamtergebnis) 2.632.136 7.265.519
18. Zurechnung des Überschusses an die
18.1 Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss) 1.000.054 4.782.827
18.2 Anteile anderer Gesellschafter (24) 1.632.082 2.482.692
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EUR Anhang 1.1. - 31.12.2020 1.1. - 31.12.2021
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (25) 0,28 1,36
Verwässertes Ergebnis je Aktie * (25) 0,28 1,36

* Zum 31.12.2021 lag wie im Vorjahr keine Verwässerung des Ergebnis je Aktie vor. Im Geschäftsjahr 2021 kam es zu keiner Ausübung der Aktienoptionen (4 Jahre Sperrfrist).
Mangels entsprechender Sachverhalte wird auf die Darstellung des »Sonstigen Ergebnisses« (»other comprehensive income«) verzichtet.

In den Summen können auf Grund von kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten.

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

(siehe Anhang Tz. 26)

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TEUR 2020 2021
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern 3.772 10.547
Zinsergebnis 467 329
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 7.546 7.481
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen -232 -262
Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 50 119
Gewinn (-) /​ Verlust (+) aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 27 0
Veränderungen aktives Working Capital 1.646 -3.487
Veränderung der Rückstellung -1 -7
Veränderung übriges passives Working Capital -2.014 3.268
Gezahlte (-) /​ Erhaltene (+) Ertragsteuern -1.006 -2.555
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 10.255 15.434
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -5.951 -5.184
Einzahlung aus Rückzahlungen von Eigenkapital von nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen 100 267
Zinseinzahlungen 0 1
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -5.851 -4.916
Dividendenzahlungen 0 -491
Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter -1.471 -1.226
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -1.750 -2.417
Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.210 -1.172
Zinsauszahlungen für sonstige Finanzverbindlichkeiten -247 -142
Zinsauszahlungen für Leasingverhältnisse -221 -189
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -4.898 -5.637
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -494 4.881
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 8.253 7.759
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 7.759 12.640

In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

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Gewinnrücklagen
TEUR Anhang (9) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Gewinnrücklagen Konzernergebnis
Stand am 1. Januar 2020 3.510 1.833 13.604 -166
Ausschüttungen 0 0 0 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 -166 166
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 -166 166
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 0 50 0 0
Konzernergebnis 2020 0 0 0 1.000
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 50 0 1.000
Stand am 31. Dezember 2020 3.510 1.883 13.439 1.000
Stand am 1. Januar 2021 3.510 1.883 13.439 1.000
Ausschüttungen 0 0 -491 0
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0 1.000 -1.000
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 0 509 -1.000
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 0 119 0 0
Konzernergebnis 2021 0 0 0 4.783
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 119 0 4.783
Stand am 31. Dezember 2021 3.510 2.002 13.948 4.783
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Gewinnrücklagen
TEUR Anhang (9) Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens Anteile anderer Gesellschafter
Stand am 1. Januar 2020 18.783 3.389
Ausschüttungen 0 -1.471
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 0 -1.471
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 50 0
Konzernergebnis 2020 1.000 1.632
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 1.050 1.632
Stand am 31. Dezember 2020 19.833 3.551
Stand am 1. Januar 2021 19.833 3.551
Ausschüttungen -491 -1.226
Umbuchung Vorjahresergebnis 0 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -491 -1.226
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 119 0
Konzernergebnis 2021 4.783 2.483
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 4.902 2.483
Stand am 31. Dezember 2021 24.243 4.808
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Gewinnrücklagen
TEUR Anhang (9) Summe
Stand am 1. Januar 2020 22.172
Ausschüttungen -1.471
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -1.471
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 50
Konzernergebnis 2020 2.632
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 2.682
Stand am 31. Dezember 2020 23.383
Stand am 1. Januar 2021 23.383
Ausschüttungen -1.717
Umbuchung Vorjahresergebnis 0
Nicht ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen -1.717
Erhöhung aus anteilsbasierter Vergütung 119
Konzernergebnis 2021 7.266
Ergebniswirksame Eigenkapitalveränderungen 7.385
Stand am 31. Dezember 2021 29.051

In den Summen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten.

Konzernanhang

der ecotel communication ag

Grundlagen bei der Rechnungslegung

Allgemeine Angaben

Die ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsunternehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt). ecotel berichtet über folgende Segmente:

Das Segment ecotel Geschäftskunden ist der Kernbereich der ecotel ag und beinhaltet das gesamte Geschäft rund um die Vermarktung integrierter Produktportfolios aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) sowie die Ergebnisbeiträge der Minderheitsbeteiligung mvneco GmbH. Das Segment ecotel Wholesale beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) sowie die Vermarktung von Datenleitungen (Wholesale Data) für nationale und internationale Carrier. Das Segment easybell umfasst das gesamte Geschäft der easybell Gruppe. Die easybell Gruppe vermarktet verständliche und leicht zu integrierende Telefonanlagen für Geschäftskunden sowie All-IP-Telefonie mit oder ohne Trägerleitung. Daneben betreibt die easybell Gruppe ein Routermietmodell (www.routermiete.de) und bietet günstiges Call-by-Call für inländische und ausländische Telefonate an. Das Segment nacamar umfasst die Geschäftstätigkeiten des Tochterunternehmens nacamar und bietet Content-Delivery-Netzwerk (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an.

Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11,40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen.

Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

Der geprüfte Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht wird im Bundesanzeiger offengelegt werden, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird am 4. März 2022 durch Weitergabe vom Vorstand an den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen.

Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der ecotel wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs.1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Konzern-Bilanz, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung sowie die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung enthalten jeweils Vergleichszahlen für ein Vorjahr.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dabei werden Aufwendungen im Gewinn oder Verlust nach ihrer Art zusammengefasst und nicht nach ihrer Zugehörigkeit zu einzelnen Funktionsbereichen des Unternehmens umverteilt.

Da ecotel weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2021 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses (»other comprehensive income«) im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet.

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlichen für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen.

Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet.

Erstmals im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Es werden nur die neuen oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten.

Erstmals im Geschäftsjahr 2021 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB

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Standard /​ Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderungen an IFRS 4 »Versicherungsverträge«: Verschiebung der Anwendung des IFRS 9 1. Januar 2021 1. Januar 2021
Änderungen an IFRS 9 »Finanzinstrumente«, IFRS 4 »Versicherungsverträge«, IFRS 7 »Finanzinstrumente: Angaben« und IAS 39 »Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung«: Interest Rate Benchmark Reform (Phase 2) 1. Januar 2021 1. Januar 2021
Änderung an IFRS 16 »Leasingverhältnisse«: Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 1. April 2021 1. April 2021

Die erstmalige Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel.

Noch nicht im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB

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Standard /​ Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderung an IFRS 3 »Unternehmenszusammeschlüsse« Referenz auf das Rahmenkonzept 1. Januar 2022 1. Januar 2022
Änderungen an IAS 16 »Sachanlagen«: Erlöse vor der beabsichtigen Nutzung 1. Januar 2022 1. Januar 2022
Änderungen an IAS 37 »Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen«: Nachteilige Verträge, Kosten der Vertragserfüllung 1. Januar 2022 1. Januar 2022
Jährliches Verbesserungsprojekt Zyklus 2018-2020 IFRS 1 »Erstmalige Anwendung IFRS«, IFRS 9 »Finanzinstrumente«, IAS 41 »Landwirtschaft«, IFRS 16 »Leasingverhältnisse« 1. Januar 2022 1. Januar 2022
IFRS 17 »Versicherungsverträge« 1. Januar 2023 1. Januar 2023

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 wurden keine neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«).

Bis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet, die noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen wurden (»endorsed«). Es werden nur die neuen Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten. Diese treten jedoch erst später in Kraft und werden nicht vorzeitig angewendet.

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Standard /​ Interpretation Erstmalige Pflichtanwendung nach IASB Erstmalige Pflichtanwendung in der EU
Änderung an IAS 1 »Darstellung des Abschlusses«: Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig 1. Januar 2023 ausstehend
Änderung an IAS 1 »Darstellung des Abschlusses«: Angabe von wesentlichen und unwesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Januar 2023 ausstehend
Änderungen an IAS 8 »Rechnungslegungsmethoden, Änderung von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler«: Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzung 1. Januar 2023 ausstehend
Änderungen an IAS 12 »Ertragsteuern«: 1. Januar 2023 ausstehend

Konsolidierungsgrundsätz

Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Eine Beherrschung setzt voraus, dass der Konzern die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen besitzt, indem der Konzern über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen.

Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Endkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden zum selben Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Das gesamte net investment (At-equity-Wert inkl. finanzieller Vermögenswerte gegen diese Unternehmen, für die keine angemessenen Sicherheiten bestehen) wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairmenttest nach IAS 28 in Verbindung mit IAS 36 unterzogen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte und über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die Erst- bzw. Endkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung. Im Berichts- und Vergleichsjahr hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden Beteiligungen (Anteilsbesitzliste, Basis sind die Abschlüsse zum 31. Dezember 2021):

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Angaben erfolgen auf Basis von IFRS Anteil am Kapital
in % 2
Eigenkapital
in TEUR 2
Ergebnis
in TEUR 2
Umsatz
in TEUR 2
Mitarbeiter 1 (Durchschnitt) 2
easybell GmbH, Berlin (vollkonsolidiert) 50,98 8.836 7.522 22.235 58
(50,98) (3.364) (2.753) (19.765) (46)
carrier-services.de GmbH 3 , Berlin (vollkonsolidiert) 100,00 347 281 1.283 4
(100,00) (2.566) (217) (1.220) (5)
sparcall GmbH 3 , Bad Belzig (vollkonsolidiert) 100,00 383 210 660 0
(100,00) (1.173) (285) (903) (0)
init.voice GmbH 3 , Bad Belzig (vollkonsolidiert) 100,00 747 552 1.612 0
(100,00) (195) (74) (228) (0)
nacamar GmbH, Düsseldorf (vollkonsolidiert) 4 100,00 645 128 2.231 9
(100,00) (773) (300) (2.265) (8)
mvneco GmbH, Düsseldorf (assoziiertes Unternehmen) 33,33 3.373 788 7.075 25
(33,33) (3.384) (697) (6.451) (25)

1 Ohne Vorstände/​Geschäftsführer und Auszubildende
2 Vorjahreszahlen in Klammern
3 Indirekte Beteiligung über die easybell GmbH
4 Beim Ergebnis wurde keine Gewinnabführung/​Verlustübernahme berücksichtigt

Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Jahresabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die für den Konzernabschluss wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert.

Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, mit Ausnahme der Auswirkungen aus den erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen, unverändert zum Vorjahr:

Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Eine Aktivierung setzt voraus, dass eine Fertigstellung technisch sichergestellt ist. Das setzt voraus, dass beabsichtigt wird, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen. In der Regel handelt es sich bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten der ecotel ag um selbst erstellte Software, Applikationen und Anwendungen, die nicht verkauft, sondern eigengenutzt werden (u. a. Entwicklung rund um den eigenen Teilnehmernetzbetrieb, dem Partnerportal für Vertriebspartner sowie Automatisierung von Systemen und deren Verbesserung). Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte der nacamar GmbH beinhalten auch Software, die zur Erbringung von Services und Dienstleistung an Kunden entwickelt werden.

Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde:

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Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte Entwicklungskosten Software Kundenstamm
3 - 5 Jahre 5 - 15 Jahre 3 - 7 Jahre 6 - 18 Jahre

Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert).

Es wird keine Grundlagenforschung in der ecotel ag betrieben. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist, die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, vorhanden ist. Weitere Informationen sind im Konzernlagebericht unter Kapitel 4. Forschung und Entwicklung zufinden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich, einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen. Nach IAS 36 ist der Buchwert dem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag definiert sich dabei als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird regelmäßig über 3 - 7 Jahre abgeschrieben. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen sind die gewährten Rechte an einem Leasinggegenstand, diesen während der vereinbarten Vertragslaufzeit zu nutzen (right-of-use). Das Recht der Nutzung wird dem Leasingnehmer zu Beginn des Leasingverhältnisses vom Leasinggeber übertragen. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und enthalten den Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich anfänglicher direkter Kosten und etwaiger Rückbauverpflichtungen. Das Nutzungsrecht wird grundsätzlich linear über die zu grundliegende Vertragslaufzeit abgeschrieben. Ecotel hat Nutzungsrechte an langfristig angemieteten Immobilien zum Betrieb des Rechenzentrums sowie der Verwaltung, langfristig angemieteter Netzinfrastruktur (Backbone) und langfristig angemietetem Fuhrpark. Dabei werden Immobilien in der Regel zwischen 5 - 10 Jahre, die Netzinfrastruktur und der Fuhrpark grundsätzlich für 3 Jahre angemietet. Für Leasingverhältnisse von geringem Wert (Büro- und EDV-Geräte wie Kopierer, Faxgeräte u. ä.) oder kurzfristiger Dauer (weniger als zwölf Monate) wird von der Anwendungserleichterung Gebrauch gemacht und der Aufwand direkt erfasst.

Aktivierte Vertragskosten setzen sich aus den zusätzlichen Kosten, die bei der Anbahnung eines Vertrages anfallen (Vertragsanbahnungskosten), sowie den Kosten, die durch die Erfüllung eines Vertrages mit dem Kunden entstehen (Vertragserfüllungskosten), zusammen, sofern diese nicht in den Anwendungsbereich eines anderen Standards fallen. Die Vertragsanbahnungskosten werden als Vermögenswert aktiviert, wenn von einem zukünftigen Ausgleich der Kosten ausgegangen werden kann, die Kosten nur im Zusammenhang eines Vertragsabschlusses angefallen sind und dem Kundenvertrag direkt zuzuordnen sind. Aufwendungen, die ausschließlich kurzfristigen Leistungsverpflichtungen zugehörig sind, werden direkt erfolgswirksam erfasst. Die Vertragserfüllungskosten werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die nachstehenden Voraussetzungen kumuliert erfüllt sind: Die Kosten sind einem bestehenden oder erwarteten Vertrag direkt zuzuordnen oder fallen bei einer bevorstehenden Vertragsverlängerung an, die entstandenen Kosten tragen zu der Erfüllung der Leistungsverpflichtung bei und schaffen bzw. verbessern die Ressourcen des Unternehmens und ein Kostenausgleich in Zukunft ist zu erwarten. Die aktivierten Vertragskosten werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei den Vertragsanbahnungskosten wird hierbei die durchschnittliche Kundenbindungsdauer (5 Jahre) herangezogen, wohingegen bei Vertragserfüllungskosten die durchschnittliche Vertragslaufzeit (3 - 6 Jahre) abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten herangezogen wird. Der Ausweis der Abschreibungen auf Vertragsanbahnungskosten wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und auf Vertragserfüllungskosten im Materialaufwand ausgewiesen und ist daher Bestandteil des operativen Ergebnisses. Bei wesentlichen Änderungen der zugrunde liegenden Annahmen werden die Nutzungsdauern oder andere Parameter angepasst. Ein Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst, sobald der Buchwert der aktivierten Vertragskosten höher ist als der verbleibende Teil der Gegenleistung, auf die sich die aktivierten Kosten beziehen, abzüglich der Vertragserfüllungskosten. Die aktivierten Vertragskosten werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Die Forderungen stellen dabei einen unbedingten Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben ausnahmslos kurzfristigen Charakter. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Wertberichtungen betreffen nur die Hauptkategorie »fortgeführte Anschaffungskosten (AC)« und beziehen sich ausschließlich auf kurzfristige Vermögenswerte. Das Geschäftsmodell sieht im Moment das Halten der Forderungen vor, sodass keine wesentlichen Auswirkungen aus einer anderen Klassifizierung resultierten. Die Wertberichtungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Nach IFRS 9 wird zur Wertminderung das vereinfachte Modell angewendet, da der Konzern nur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente hat. Der Konzern wendet dazu den vereinfachten Ansatz an und nutzt die zulässige praktische Erleichterung. Die Bewertung des zu erwartenden Kreditausfallsrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch die Nutzung einer Wertminderungsmatrix.

Vertragsvermögenswerte werden erfasst, wenn ein bedingter Anspruch gegenüber den Kunden auf Erhalt einer Gegenleistung vorliegt. Der Anspruch resultiert dabei aus der Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden, bevor dieser die vertraglich vereinbarte Gegenleistung zahlt oder diese fällig gestellt wird. Eine Wertminderung des Vertragsvermögenswertes wird nach dem vereinfachten Modell des IFRS 9 geprüft.

Vorausbezahlte Versicherungsprämien sowie Vorauszahlungen an Lieferanten für künftige zeitlich definierte Leistungen werden als sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte abgegrenzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten (Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, nicht-finanzielle Verbindlichkeiten) werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens in der Regel mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen werden zum Bereitstellungszeitpunkt mit dem Barwert der zu erwarteten Zahlungen bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Dabei wird der Buchwert mit dem im Vertrag zugrundliegenden Zinssatz aufgezinst und um die geleisteten Zahlungen reduziert. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Daneben werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der einzelnen Gesellschaften gebildet. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht.

Leasingverbindlichkeiten stellen die noch nicht geleisten Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Leasinggeber für die gewährten Nutzungsrechte (right-of-use) an einem Leasinggegenstand dar. Die Leasingverbindlichkeiten werden zum Bereitstellungszeitpunkt mit dem Barwert der zu erwarteten Leasingzahlungen bewertet. Die Leasingzahlungen sind über die Gesamtlaufzeit gleichbleibende Zahlungen. Erwartete Restwertzahlungen, der Ausübungspreis einer Kaufoption sowie Vertragsstrafen für vorzeitge Kündigungen des Leasingverhältnisses sind ebenfalls zu berücksichtigen. Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zins gekoppelt sind, bestehen nicht. Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Die Leasingverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der effektiven Zinsmethode bewertet. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeit wird über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen werden bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen, wenn die Ausübung der Optionen hinreichend sicher sind. Die Verlängerungsoptionen bestehen nur bei den angemieteten Immobilien. Beim Fuhrpark wird der Portfolioansatz angewandt. Bei Bestehen eines Unterleasingverhältnisses wird das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat bilanziert, wenn ecotel als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Das Unterleasingverhältnis wird auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und auf Grundlage des zu grundliegenden Vermögenswertes eingestuft. Die ecotel hat nur Unterleasingverhältnisse, die als Operate-Leasingverhältnis klassifiziert sind. Die Leasingverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden.

Vertragsverbindlichkeiten sind die vom Kunden bereits erhaltenen Zahlungen für die künftige Übertragung von Dienstleistungen oder der unbedingte Anspruch des Kunden auf eine bestimmte Gegenleistung. Die Vertragsverbindlichkeiten stellen damit die Verpflichtung dar, eine Leistung gegenüber dem Kunden zu erbringen. Der Ansatz erfolgt sobald eines der nachstehenden Kriterien erfüllt ist: Der Kunde zahlt oder die Zahlung wird fällig. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung und damit die Erfassung als Umsatz erfolgt, abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten, innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit (3 - 6 Jahre). Die Vertragsverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden.

Anteilsbasierte Vergütungspläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums unverfallbar werden, beurteilt. Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt. Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen, ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung, werden als Nichtausübungsbedingung angesehen. Nichtausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung.

Die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen an den Vorstand und ausgewählte Arbeitnehmer erfolgt durch die Monte-Carlo-Simulation. Der Gesamtwert der ausgegeben Aktienoptionen wird über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Die Umsatzerlöse setzen sich aus Umsätzen aus Verträgen mit Kunden sowie Leasingerträgen aus Mietleasingverhältnissen zusammen. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden entsprechend der Vorschriften des IFRS 15 realisiert. Die Ermittlung sowie die Erfassung der Erlöse erfolgt dabei anhand des in IFRS 15 erläuterten fünfstufigen Modells. Die Umsatzerlöse werden dann realisiert, wenn die vertragliche Leistungsverpflichtung durch die Übertragung des Guts bzw. der Dienstleistung erfüllt ist und der Kunde die Kontrolle darüber erhalten hat. Die Kontrolle über den Nutzen kann über einen Zeitraum oder an einem bestimmten Zeitpunkt übergehen. Der Zeitpunkt, an dem die Leistungsverpflichtung erfüllt wird, ist grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Nutzung durch den Kunden erfolgt. Die Bewertung der Umsatzerlöse erfolgt zum Transaktionspreis. Der Transaktionspreis wird in Relation zum Einzelveräußerungspreis gesetzt und stellt die Gegenleistung des Kunden für die vom Konzern erfüllte Leistungsverpflichtung dar. Finanzierungskomponenten und variable Gegenleistungen bestehen nicht, alle Gegenleistungen sind kurzfristig zahlbar. Für Verträge, die mehr als eine einzelne Leistungskomponente enthalten (sog. Mehrkomponentenverträge), ist der zu bestimmende Transaktionspreis bei Vertragsabschluss auf die separaten Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrages mittels der Einzelveräußerungspreise dieser Leistungsverpflichtungen zu verteilen. Die vertraglichen Leistungsverpflichtungen bestehen aus bereits gezahlten Beträgen und die Auflösung erfolgt im Wesentlichen aus festen Beträgen. Rücknahme-, Erstattungs- oder ähnliche Verpflichtungen bzw. bill-and-hold Vereinbarungen bestehen nicht.

Im Folgenden wird die Umsatzrealisierung anhand der Geschäftsmodelle der einzelnen operativen Segmente im Detail beschrieben:

Im Segment ecotel Geschäftskunden erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse im Wesentlichen wie folgt:

Im Wesentlichen handelt sich bei den Kundenverträgen in diesen Segment um folgende Leistungsverpflichtungen, die eine definierte Mindestvertragslaufzeit haben. Neben der Bereitstellung einer kundenspezifischen Datenleitung (inkl. notwendiger Hardwarekomponenten), mit oder ohne weiteren Services, wie etwa Sprachübertragung (All-IP) oder Sicherheitsmerkmale (z. B. VPN-Service), werden als Mehrkomponentenvertrag auch von einem Drittanbieter erworbene Sprachanschlüsse angeboten, die keine Mehrkomponentenverträge beinhalten. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die monatliche Bereitstellung der Sprachanschlüsse, Minuten bzw. Minutenflatrates.

Generell erfolgt die von IFRS 15 geforderte Verteilung des Transaktionspreises in Relation zu den Einzelveräußerungspreisen der Leistungsverpflichtungen. Hierbei werden die Einnahmen, die zu keiner Leistungsverpflichtung gehören, sowie die Einnahmen, bei denen die Leistungsverpflichtung nicht überwiegend zu Beginn erbracht wird, in Zukunft über die Laufzeit des Vertrags als Umsatz realisiert. Der Transaktionspreis für den Vertrag bildet sich aus der Summe aller Bereitstellungsentgelte und den monatlichen Entgelten multipliziert mit der durchschnittlichen Vertragslaufzeit. Der Kunde hat aus den Mehrkomponentenverträgen einen kontinuierlichen Nutzenzufluss, somit wird der Umsatz zeitraumbezogen über die Vertragslaufzeit realisiert. Da die Leistungen innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit gleichmäßig erbracht werden, ist der auf diese beiden Leistungsverpflichtungen allokierte Transaktionspreis monatlich gleichmäßig als Umsatz zu realisieren. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Entgelte), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Aus der Bereitstellung von Hardware und Rechenzentrumsleistungen werden Umsätze je nach vertraglicher Vereinbarung entweder bei Bereitstellung oder in Form von monatlichen Entgelten erfasst. Die monatlichen Entgelte werden zeitpunktbezogen erfasst. Der Erlös der in der Regel bei der durchgeführten einmaligen Installation der vorkonfigurierten Hardware (z. B. Router) entsteht, wird zeitraumbezogen erfasst. Die dem Kunden zur Verfügung gestellte Hardware verbleibt dabei im Eigentum der ecotel und wird als Netzbestandteil (Endpunkt beim Kunden) bei der ecotel aktiviert. Der Router bildet die Grundlage zur Nutzung der monatlichen Dienstleistung in Form der Bereitstellung von Sprach- bzw. Datenanschlüssen.

Im Segment ecotel Wholesale erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse des Minutenhandels (Wholesale Voice), wenn die vertraglichen Leistungsverpflichtungen erbracht wurden und das ist stets zeitpunktbezogen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um einen Handel mit Sprachminuten für verschiedene national und international agierende Telekommunikationsanbieter. Die Erfassung der Leistungen erfolgt in einem Statistikportal. Diese werden regelmäßig mit den Lieferanten bzw. Kunden abgeglichen und monatlich fakturiert. Die Erfassung der Umsatzerlöse aus der Vermarktung von Datenleitungen (Wholesale Data) erfolgt analog zum Segment ecotel Geschäftskunden.

Das Geschäftsmodell im Segment easybell ist dem Grunde nach mit dem Geschäftsmodell des Segments ecotel Geschäftskunden vergleichbar. Lediglich die Zielgruppe ist ein andere. Hier werden neben kleinen Geschäftskunden auch Privatkunden adressiert. Daneben betreibt das Segment easybell ein Routermietmodell (www.routermiete.de). Die Leasingerträge aus diesem Geschäftszweig werden als Operate Leasing klassifiziert. Die Umsatzerlöserfassung erfolgt daher nach den gleichen Grundsätzen wie im Segment ecotel Geschäftskunden.

Im Segment nacamar erfolgt die Umsatzerlöserfassung, wenn die Leistungsverpflichtungen erbracht wurden. Die Erfüllung erfolgt dabei stets zeitpunktbezogen. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Entgelte), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden (Übertragung der Dienstleistung) und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrunde liegenden Parameter.

Des Weiteren wurden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen bezüglich der Ermittlung, Erfassung und Bewertung der Umsatzerlöse aus Kundenverträgen nach IFRS 15 getroffen. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf den Zeitraum der Übertragung der Dienstleistungen an den Kunden bei den aktivierten Vertragskosten sowie der Überlegungen zur Abgrenzung zwischen Prinzipal und Agent.

Für die Anwendung des IFRS 16 wurde der Grenzfremdkapitalzinssatz nach auf der Grundlage der Risikoklassifizierung bestimmt. Dieser varriert je nach Leasinggegenstand zwischen 2 - 3 %. Der Grenzfremdkapitalzinssatz basiert dabei auf dem Bonitätsrating der ecotel und unter Einbeziehung externer Finanzierungsquellen. Zusätzlich wurden Annahmen bei Verträgen mit Verlängerungsoptionen getroffen.

Für die anteilsbasierte Vergütungspläne nach IFRS 2 wurde zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwert der Aktionoptionen die Monte-Carlo-Simulation verwendet, innerhalb der Simulation wurden Annahmen und Schätzungen zu verschiedenen Bedingungen wie Marktpreisen, Leistungsbedingungen, Verzinsungen, Fluktuationen und erwartete Volatilitäten getroffen.

Die der jeweiligen Schätzung zugrunde liegenden Annahmen und die entsprechenden Buchwerte sind in den einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.125, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(1) Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kundenstamm Geleistete Anzahlungen /​ Entwicklungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2021 14.427 7.187 6.473 9.769 1.017 38.873
Zugänge - 506 419 - 1.680 2.605
Umbuchungen - 1.186 689 - -1.875 0
Abgänge - 203 1.615 - - 1.818
Stand 31.12.2021 14.427 8.676 5.966 9.769 822 39.660
Abschreibungen Stand 1.1.2021 5.553 5.697 4.720 9.185 0 25.155
Abschreibung - 623 792 143 - 1.558
Abgänge - 203 1.615 - - 1.818
Stand 31.12.2021 5.553 6.117 3.897 9.328 0 24.895
Buchwerte Stand 31.12.2021 8.874 2.559 2.069 441 822 14.765

Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt:

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TEUR Geschäfts- oder Firmenwerte Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Kundenstamm Geleistete Anzahlungen /​ Entwicklungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2020 14.427 6.525 6.291 9.769 159 37.171
Zugänge - 627 199 - 1.030 1.855
Umbuchungen - 159 13 - -172 0
Abgänge - 124 30 - - 153
Stand 31.12.2020 14.427 7.187 6.473 9.769 1.017 38.873
Abschreibungen Stand 1.1.2020 5.553 5.334 3.961 9.042 0 23.891
Abschreibung - 486 788 143 - 1.417
Abgänge - 124 28 - - 152
Stand 31.12.2020 5.553 5.697 4.720 9.185 0 25.155
Buchwerte Stand 31.12.2020 8.874 1.491 1.753 584 1.017 13.718

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:

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Cash-Generating Unit (CGU)
TEUR
Buchwert 31.12.2020 Buchwert 31.12.2021
Geschäftskunden 8.732 8.732
easybell 124 124
carrier-services 17 17
Init-voice 1 1
8.874 8.874

Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted-Cashflow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre) und der Nutzungswert ermittelt. Im Geschäftsjahr 2021 ergab sich ebenso wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf.

Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden zugrunde gelegt:

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Kapitalisierungszinssatz (WACC) nach Steuern: 3,0 % (Vorjahr: 3,2 %), vor Steuern: 4,3 % (Vorjahr: 4,4 %)

Wachstumsrate (ewige Rente): 0,5 % (Vorjahr: 0,5 %)

Bei der Erstellung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden wurden folgende wesentliche Annahmen aus der Erfahrung des Managements gestützt durch externe Informationen über erwartete Marktentwicklungen getroffen, die in die 5-Jahres-Betrachtung für die Cashflow-Prognose entsprechend eingeflossen sind:

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Entwicklung der Rohertragsmarge der CGU zwischen 58 % und 62 % (Vorjahr: 52 % und 55 %),

Jährliches Umsatzwachstum der CGU zwischen 3 % und 6 % (Vorjahr: 3 % und 6 %),

Das künftige jährliche Investitionsvolumen deckt die jährlichen Abschreibungen.

(2) Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt entwickelt:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2021 6.143 316 31.257 668 38.384
Zugänge 308 75 2.048 135 2.566
Umbuchungen 127 - 358 -485 0
Abgänge 79 - 818 - 897
Stand 31.12.2021 6.499 392 32.846 318 40.055
Abschreibungen Stand 1.1.2021 5.497 200 21.954 220 27.871
Abschreibungen 224 48 4.323 - 4.595
Wertminderungen - - - - -
Abgänge 79 - 818 - 897
Stand 31.12.2021 5.642 248 25.459 220 31.569
Buchwerte Stand 31.12.2021 857 144 7.387 98 8.486

Im Geschäftsjahr 2020 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar:

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TEUR Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2020 6.018 253 28.826 2.269 37.366
Zugänge 199 63 3.591 458 4.311
Umbuchungen 0 - 1.980 -1.980 0
Abgänge 75 - 3.139 78 3.293
Stand 31.12.2020 6.143 316 31.257 668 38.384
Abschreibungen Stand 1.1.2020 5.342 158 20.536 220 26.257
Abschreibungen 230 42 4.536 - 4.806
Wertminderungen - - - - -
Abgänge 75 - 3.118 - 3.193
Stand 31.12.2020 5.497 200 21.954 220 27.871
Buchwerte Stand 31.12.2020 646 116 9.303 448 10.513

Die erworbenen Vermögenswerte unterliegen, soweit noch nicht gezahlt, den üblichen Eigentumsvorbehalten.

(3) Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen

Im Nachfolgenden wird die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhätlnissen aufgestellt:

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TEUR Nutzungsrechte Gebäude Nutzungsrechte Fahrzeuge Nutzungsrechte Infrastruktur Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2021 9.399 587 80 10.066
Zugänge 38 250 127 415
Umbuchungen - - - -
Abgänge - - - -
Stand 31.12.2021 9.437 837 207 10.481
Abschreibungen Stand 1.1.2021 2.163 389 66 2.618
Abschreibungen 1.099 188 42 1.329
Wertminderungen - - - -
Abgänge - - - -
Stand 31.12.2021 3.262 577 108 3.947
Buchwerte Stand 31.12.2021 6.175 260 99 6.534

Bei den Gebäuden handelt es sich um langfristig angemietete Immobilien zum Betrieb des Rechenzentrums sowie der Verwaltung. Die Fahrzeuge sind der langfristig angemietete Fuhrpark der ecotel und die Infrastruktur zeigt die langfristig gemietete Netzinfrastruktur (Backbone).

Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 691 (Vorjahr: TEUR 657). Der Aufwand für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte betrug im Berichtsjahr TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 37).

Die Leasingverpflichtungen aus Betriebs- und Geschäftsausstattung resultierten im Wesentlichen aus Leasingverträgen von Firmenfahrzeugen. Die übrigen Mietverträge umfassten im Wesentlichen die Miete von Büroflächen sowie des Rechenzentrums. Bei diesen Mietverträgen bestehen zum Teil Verlängerungsoptionen.

Im Vorjahr entwickelten sich die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen wie folgt:

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TEUR Nutzungsrechte Gebäude Nutzungsrechte Fahrzeuge Nutzungsrechte Infrastruktur Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten Stand 1.1.2020 9.254 402 80 9.736
Zugänge 145 185 0 330
Umbuchungen - - - -
Abgänge - - - -
Stand 31.12.2020 9.399 587 80 10.066
Abschreibungen Stand 1.1.2020 1.078 184 33 1.295
Abschreibungen 1.085 205 33 1.324
Wertminderungen - - - -
Abgänge - - - -
Stand 31.12.2020 2.163 389 66 2.618
Buchwerte Stand 31.12.2020 7.236 198 14 7.448

(4) Aktivierte Vertragskosten

Die aktivierten Vertragskosten setzen sich aus Kosten der Vertragsanbahnung und der Vertragserfüllung zusammen. Bei den Vertragsanbahnungskosten handelt es sich im Wesentlichen um Provisionen für Vertragsabschlüsse mit Neukunden. Die Vertragserfüllungskosten sind im Wesentlichen Zahlungen für Anschlussleitungen an Vorlieferanten des Konzerns, um den Kunden einen Netzzugang zu verschaffen. Die aktivierten Vertragskosten beliefen sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 3.335 (31.12.2020: TEUR 3.133). Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.941 (Vorjahr: TEUR 1.697) und wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. im Materialaufwand erfasst und ausgewiesen. In der Berichtsperiode gab es keine Wertminderungsaufwendungen.

(5) Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Die nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR Buchwert Kapitalanteil
(Vorjahr) (Vorjahr)
mvneco GmbH 1.124 33,3 %
(1.129) (33,3 %)

mvneco GmbH

Die mvneco GmbH ist eine strategische Beteiligung der ecotel und fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Eckdaten der mvneco GmbH (assoziiertes Unternehmen) dargestellt:

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TEUR 31.12.2020 31.12.2021
Kurzfristiges Vermögen 3.665 3.677
Langfristiges Vermögen 508 385
Kurzfristige Schulden 789 689
Nettoreinvermögen (Eigenkapital) 3.384 3.373
Anteiliges Nettoreinvermögen 1.129 1.124
At-equity-Buchwert 1.129 1.124
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2020 2021
Umsatzerlöse 6.451 7.075
Ergebnis 697 788

(6) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsververmögenswerte und sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Vermögenswerte

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TEUR Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2020 Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2021
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 7.222 0 10.600
Vertragsvermögenswerte 100 148 70 121
Übrige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 125 650 126 358
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 82 411 135 636

Zum 31. Dezember 2021 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von TEUR 121 (31.12.2020: TEUR 148) ausgewiesen. Der Ausweis von kurz- und langfristigen Vertragsvermögenswerte erfolgt ab den Geschäftsjahr 2021 auch in der Bilanz. Es kam in 2021 zu keiner Wertminderung. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die der Auflösung von Wertberichtigungen in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten.

Zum 31. Dezember 2021 bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten. Im Segment ecotel Wholesale besteht die Geschäftstätigkeit unter anderem aus dem Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) mit nationalen und internationalen Carriern. Dabei ist die Saldierung als »verkürzte« Zahlung branchenüblich und vertraglich vereinbart. Die Voraussetzungen (IAS 32.42) für einen saldierten Ausweis in der Bilanz lagen nicht vollumfänglich vor.

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TEUR Brutto (bilanziert) Netting Netto (Zahlungsstrom)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.347 6.343 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.438 6.343 95

Im Vorjahr bestanden keine wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten.

(7) Tatsächliche und latente Ertragsteueransprüche

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TEUR 31.12.2020 31.12.2021
Latente Ertragsteueransprüche 1.363 691
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 433 1.792
1.796 2.483
Latente Ertragsteueransprüche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr 1.363 0

Die tatsächlichen Ertragsteueransprüche betreffen wie im Vorjahr ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer.

(8) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

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TEUR 31.12.2020 31.12.2021
Guthaben bei Kreditinstituten 7.759 12.640
Kassenbestand und Schecks 0 0
7.759 12.640

(9) Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage des Konzerns entsprechen dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage des Mutterunternehmens. Der Gesamtwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird zeitanteilig über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) zu Lasten des Personalaufwands in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die sonstigen Rücklagen enthalten die kumulierte Gewinnrücklage.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter betreffen die direkten Minderheitenanteile am Eigenkapital (unverändert 49,02 %) der easybell Gruppe. Diese setzt sich zusammen aus der easybell GmbH (TEUR 2.541, Vorjahr: TEUR 1.795) sowie den indirekten Minderheitenanteilen am Eigenkapital der sparcall GmbH (TEUR 555 Vorjahr: TEUR 417), der carrier-services.de GmbH (TEUR 1.357, Vorjahr: TEUR 1.254) und der init.voice GmbH (TEUR 355, Vorjahr: TEUR 84).

Aggregierte Eckdaten der easybell Gruppe:

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Mio. EUR 31.12.2020 31.12.2021
Gesamtvermögen 12,0 16,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4,6 10,08
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3,3 1,9
Langfristige Vermögenswerte 4,1 3,8
Gesamtschulden 12,0 16,6
Kurzfristige Schulden 3,9 6,1
Langfristige Schulden 0,8 0,6
Eigenkapital 10,8 14,7
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Mio. EUR 2020 2021
Umsatzerlöse 21,5 25,0
Gewinn 3,3 8,6
Cashflow 0,4 6,2

Aktienbesitz

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel communication ag Ende 2021 mehr als 3 % beträgt.

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2021
Peter Zils 29,91 %
Andrey Morozov 29,99 %
PVM Private Values Media AG 9,31 %
CBOSS Orient FZ-LLC 7,83 %
Hans Schmier 3,20 %
Zwischensumme: 80,24 %
Streubesitz 19,76 %

Berücksichtigt wurden die Meldungen, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben. Die zugrunde liegenden Meldungen sind im Jahresabschluss der ecotel ag im Einzelnen aufgeführt.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.775.000,00 (Bisher: EUR 1.755.000,00) gegen Bar- und /​ oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Berichtsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapital um bis zu EUR 1.404.000 durch Ausgabe von bis zu EUR 1.404.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Neufassung des Bedingten Kapitals 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020).

Kapitalmanagement

Der ecotel Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das gesamte bilanzielle Eigen- als auch das zinstragende Fremdkapital. Zusammenfassende quantitative Angaben zum gemanagten Kapital sind der Bilanz sowie den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese Financial Covenants bestehen aus der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA und dem Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen. Im Rahmen der unterjährigen Reportings werden die Financial Covenants überprüft. Dabei werden auch künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Bei allen derzeitigen Covenants lag die ecotel im Geschäftsjahr 2021 und zum Bilanzstichtag deutlich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte.

(10) Verbindlichkeiten aus Tatsächlichen und Latenten Ertragsteuern

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TEUR Anfangsbestand 1.1.2021 Verbrauch Auflösung Zuführung Endbestand 31.12.2021
Tatsächliche Ertragsteuern 806 806 1.980 1.980
Latente Ertragsteuern 906 187 427 1.146
1.712 3.125
Latente Ertragsteuern mit einer Laufzeit von über einem Jahr 681 763
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TEUR Anfangsbestand 1.1.2020 Verbrauch Auflösung Zuführung Endbestand 31.12.2020
Tatsächliche Ertragsteuern 331 331 - 806 806
Latente Ertragsteuern 986 244 - 164 906
1.317 1.712
Latente Ertragsteuern mit einer Laufzeit von über einem Jahr 712 681

(11) Sonstige Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Rückstellungen sowie sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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TEUR Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2020 Restlaufzeit bis 1 Jahr Gesamt 31.12.2021
Darlehen 2.417 5.500 2.417 3.083
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.103 9.103 11.043 11.043
davon Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 9 9 9 9
Rückstellungen 10 10 4 4
Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2.553 3.963 4.881 5.602
davon Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen 620 1.791 496 1.172
davon Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 4 4
davon Verbindlichkeiten Löhne und Gehälter 3 3 3 3
davon Sonstige personalbezogene Verbindlichkeiten 1.042 1.042 1.399 1.399
davon Verbindlichkeiten Abschlussprüfung/​Aufsichtsrat 157 157 256 256

Zum 31. Dezember 2021 bestanden wie schon im Vorjahr keine derivativen Finanzschulden. Die Kreditverbindlichkeiten betreffen langfristige Darlehen mit fester und variabler Verzinsung und vertraglich vereinbarten Tilgungsleistungen. Bei den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten handelt es sich um die in 2022 fällige Tilgung der Darlehen.

Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen mögliche Verpflichtungen aus Gewährleistungen.

(12) Leasingverbindlichkeiten

Es bestehen Verlängerungsoptionen bei Immobilien-Leasingverhältnissen, deren Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag nicht hinreichend sicher sind. Die potenziellen zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen in Zukunft doch ausgeübt werden, führen schätzungsweise zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von TEUR 4.354 (31.12.2020: TEUR 4.553). Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 5.704 (31.12.2020: TEUR 6.511), davon sind TEUR 4.303 (Vorjahr: TEUR 3.518) innerhalb der nächsten 5 Jahre fällig und TEUR 1.401 (Vorjahr: TEUR 2.993) in über 5 Jahren fällig.

(13) Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten stellen die Verpflichtung dar, eine Leistung gegenüber einem Kunden zu erbringen. Zum 31. Dezember 2021 werden Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.206 (31.12.2020: TEUR 2.529) ausgewiesen. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung und damit die Erfassung als Umsatz, erfolgt, abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten, innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit (3 - 6 Jahre). Die Vertragsverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden.

(14) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäfte in Vorjahren gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt.

Zinsrisiko: Im ecotel Konzern bestehen Zinsrisiken hauptsächlich wegen der Finanzschulden des Konzerns. Gegen bedeutsame Risiken aus negativen Wertveränderungen, die aus unerwarteten Zinsbewegungen resultieren können, erfolgen grundsätzlich Absicherungen durch derivative Finanzgeschäfte.

Um eventuell zukünftig steigenden Marktzinsen teilweise entgegenzuwirken, hat ecotel daher ein Zinssicherungsgeschäft für ein Darlehen mit variabler Verzinsung (EUR 3,0 Mio.) abgeschlossen. Für ein weiteres variabel verzinstes Darlehen (EUR 2,0 Mio.), dessen Zinssatz sich auf der Basis des Drei-Monats-Euribor errechnet, besteht zum Bilanzstichtag keine Absicherung. Aufgrund der festen Verzinsung der restlichen Darlehen sowie der stabilen Lage des Leitzins bestehen zum Stichtag (insoweit) keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken, sodass hierfür keine weiteren Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden.

Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und Kundenstrukturen der Segmente werden auch unterschiedliche Ausfallrisiken definiert. Im Segment ecotel Geschäftskunden und im Segment ecotel Wholesale (Wholesale Data) sowie bei nacamar werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in unterschiedliche Bewertungscluster (Großkunden, Kunden mit besonderen Zahlungsvereinbarungen etc.) eingeteilt. Innerhalb der Cluster erfolgt je nach Überfälligkeit der Forderungen eine quotale Wertberichtigung. Dabei liegt die Spanne wie im Vorjahr zwischen 1 % und 66 %. Zusätzlich wird für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Ausfallrisiko nicht bereits anhand der Cluster bestimmt wurden, ein erwartetes Ausfallriskio von 1 % angenommen.

Im Segment ecotel Wholesale (Wholesale Voice) bestehen mit den Kunden im Minutenhandel im wesentlichen Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements), durch diese branchenübliche Saldierung besteht nur ein sehr geringes Ausfallrisiko. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden daher mit 1 % quotal wertberichtigt. Im Segment easybell werden die Forderungen im Wesentlichen per Lastschrift beglichen, dadurch sinkt das Ausfallrisiko erheblich. Die übrigen Forderungen werden anhand einer Altersstruktur von einem bis zu größer 90 Tage wertberichtigt. Bei einer Überfälligkeit von über 90 Tage erfolgt eine vollständige Wertberichtigung. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können.

Zum 31. Dezember 2021 bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten. Im Segment ecotel ecotel Wholesale besteht die Geschäftstätigkeit unter anderem aus dem Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) mit nationalen und internationalen Carriern. Beim Handel mit Telefonminuten ist die Saldierung als »verkürzte« Zahlung branchenüblich und vertraglich vereinbart. Die Voraussetzungen (IAS 32.42) für einen saldierten Ausweis in der Bilanz lagen nicht vollumfänglich vor. Bis zur Bilanzaufstellung waren diese Forderungen und Verbindlichkeiten vollständig ausgeglichen.

Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt:

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Wertberichtigungen für 2021
(TEUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte
Stand 1.1.2021 451 0
Wertberichtigungen des Berichtsjahres 19 0
Abgänge 230 0
Stand 31.12.2021 241 0
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Wertberichtigungen für 2020
(TEUR)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte
Stand 1.1.2020 250 0
Wertberichtigungen des Berichtsjahres * 238 0
Abgänge 37 0
Stand 31.12.2020 451 0

* Die COVID-19-Pandemie hatte im Berichtsjahr Auswirkungen auf die Wertberichtigungen des Berichtsjahres

Die nachstehende Tabelle zeigt das ermittelte Ausfallrisiko zum 31.12.2021:

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(TEUR) Maximales Ausfallrisiko Erwarteter Kreditverlust
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.600 241
davon ecotel Geschäftskunden 2.640 95
davon ecotel Wholesale 7.011 0
davon easybell 822 144
davon nacamar 127 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 358 0
Vertragsvermögenswerte 121 0

Nach IFRS 9 wird zur Ermittlung der Wertminderung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das vereinfachte Modell angewendet. Die Wertberichtungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Die Bewertung des zu erwartenden Kreditausfallsrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch die Nutzung einer Wertminderungsmatrix. Bei den nicht fälligen, nicht wertberichtigten Forderungen wird die Einbringlichkeit in vollem Umfang erwartet.

Zum 31. Dezember 2020 ergab sich folgende Situation:

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(TEUR) Maximales Ausfallrisiko Erwarteter Kreditverlust
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.222 451
davon ecotel Geschäftskunden * 3.618 323
davon ecotel Wholesale * 2.399 0
davon easybell 867 125
davon nacamar 338 3
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 650 0
Vertragsvermögenswerte 148 0

* Das Vorjahr wurde aufgrund einer Änderung in der Segmentberichterstattung angepasst. Siehe Anhang-Angabe (29)

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:

Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten.

Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen.

Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).

Mit Ausnahme der langfristigen Darlehen gegenüber Kreditinstituten stellen die in den nachfolgenden Tabellen ausgewiesenen Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, vorwiegend aufgrund ihres kurzfristigen Charakters, eine gute Näherung für ihren beizulegenden Zeitpunkt dar. Die in den folgenden Tabellen dargestellten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) wurden mittels für den Vermögenswert bzw. die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), bewertet. Der Marktwert der langfristigen Darlehen berechnet sich über die Laufzeit unter Verwendung aktueller Marktzinssätze, Zinsstrukturkurven und der Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos.

Die finanziellen Vermögenswerte und Schulden lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Finanzielle Vermögenswerte 31.12.2021
Fair Value Buchwerte
(TEUR) zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) erfolgswirksam zum beizulegenden Wert
Flüssige Mittel 12.640
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.600
Vertragsvermögenswerte 121
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 358 0

Darüber hinaus enthalten die finanziellen Vermögenswerte eine Zinsbegrenzungsvereinbarung (CAP), die der Kategorie »Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert« zugeordnet ist. Dieser wurde auf Basis beobachtbarer Marktdaten (Stufe 2) mit anerkannten Bewertungsmethoden berechnet. Eine bilanzielle Sicherungsbeziehung (Hedge Accounting) wurde nicht designiert. Wertänderungen werden im Finanzergebnis erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurde keine Umgliederung zwischen den Klassen vorgenommen.

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Finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2021
Fair Value Buchwerte
(TEUR) Sonstige Schulden Gesamt
Kurzfristige Darlehen 2.417 2.417 2.417
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.043 11.043
Leasingverbindlichkeiten 6.969 6.969
Vertragsverbindlichkeiten 2.204 2.204
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.227 3.227
Langfristige Darlehen 667 667 667
3.084 26.527 26.527

Zum 31. Dezember 2020 ergab sich folgende Aufteilung:

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Finanzielle Vermögenswerte 31.12.2020
Fair Value Buchwerte
(TEUR) zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) erfolgswirksam zum beizulegenden Wert
Flüssige Mittel 7.759
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.222
Vertragsvermögenswerte 148
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 650 0
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Finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2020
Fair Value Buchwerte
(TEUR) Sonstige Schulden Gesamt
Kurzfristige Darlehen 2.493 2.417 2.417
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.103 9.103
Leasingverbindlichkeiten 7.727 7.727
Vertragsverbindlichkeiten 2.529 2.529
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.392 3.392
Langfristige Darlehen 3.120 3.083 3.083
5.613 28.251 28.251

Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i. d. R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Im Jahr 2022 werden Tilgungen mit einem Nominalvolumen von 2,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) fällig. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von 12,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,8 Mio. EUR) zur Verfügung. Neben den ausgewiesenen Finanzmitteln stehen ecotel zum 31. Dezember 2021 Kreditlinien in einem Umfang von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR) zur Verfügung, die in einem Umfang von bis zu 1,0 Mio. EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) für Avalschulden genutzt werden dürfen. Bezüglich der von der ecotel communication ag aufgenommenen Bankdarlehen (Restwert: 3,1 Mio. EUR; Vorjahr: 5,5 Mio. EUR) sowie der zur Verfügung stehenden Kreditlinien bestehen sogenannte Financial Covenants. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung und vorzeitigen Rückzahlung von Investitionsdarlehen sowie der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants oder eine Refinanzierung erzielt werden kann. Insgesamt wird das Liquiditätsrisiko als gering eingeschätzt. Aus den finanziellen Verbindlichkeiten resultieren in den nächsten Jahren voraussichtlich die folgenden (nicht diskontierten) Zahlungen. Alle weiteren finanziellen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

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Tilgungs- /​ Zinszahlungen für finanzielle Schulden
(TEUR)
Buchwerte 31.12.2021 Tilgungszahlungen Zinszahlungen
2022 2023 bis 2026 Ab 2027 2022 2023 bis 2026
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.083 2.417 667 0 36 6
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Tilgungs- /​ Zinszahlungen für finanzielle Schulden
(TEUR)
Zinszahlungen
Ab 2027
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0

Zum Vorjahresstichtag ergab sich folgende Darstellung:

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Tilgungs- /​ Zinszahlungen für finanzielle Schulden
(TEUR)
Buchwerte 31.12.2020 Tilgungszahlungen Zinszahlungen
2021 2022 bis 2025 Ab 2026 2021 2022 bis 2025
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.500 2.417 3.083 - 77 41
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Tilgungs- /​ Zinszahlungen für finanzielle Schulden
(TEUR)
Zinszahlungen
Ab 2026
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -

Zinsänderungsrisiken werden grundsätzlich, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern solchen Risiken am Bilanzstichtag ausgesetzt ist. Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sowie Zinsderivate (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, bestanden zum Stichtag in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1). Am 31. Dezember 2021 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine originären Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (Finanzschulden) und einer Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert, da alle Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Somit war die ecotel am 31. Dezember 2021 keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7 ausgesetzt. Eine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Zinsänderungen wurde daher nicht durchgeführt.

Währungskursrisiken werden ebenfalls, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern am Bilanzstichtag Risikovariablen aus dem Einsatz nicht funktionaler Währungen ausgesetzt ist, in denen Konzerngesellschaften Finanzinstrumente eingehen. Auch dies war weder im Vorjahr noch zum 31. Dezember 2021 der Fall, sodass keine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Währungskursänderungen durchgeführt wurde.

(15) Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Buchwert der als Sicherheit gestellten finanziellen Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2021 TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 121). Hierbei handelt es sich in der Regel um Kautionen.

Am 15. Dezember 2020 wurde ecotel vom zuständigen Finanzamt darüber informiert (Kontrollmitteilung), dass der vorgenommene Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen eines einzelnen wesentlichen Lieferanten rückwirkend versagt werden soll. Als Begründung wurde eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei diesem Lieferanten aufgeführt. Das Gesamtvolumen des im Zweifel stehenden Vorsteuerabzugs beträgt 3,7 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen und Informationen sowie der Hinzuziehung von externen Experten, erachtet ecotel das Riskio einer wirtschaftlichen Belastung mit Umsatzsteuer durch eine Versagung des Vorsteuerabzugs für deutlich unter 50 %.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(16) Umsatzerlöse

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TEUR 2020 2021
Segmentaufteilung der Umsatzerlöse
ecotel Geschäftskunden * 44.528 46.269
ecotel Wholesale * 30.053 22.394
easybell 21.453 24.975
nacamar 2.265 2.231
98.300 95.868
Inland 95.379 75.792
Ausland 2.921 20.076
98.300 95.868

* Das Vorjahr wurde aufgrund einer Änderung in der Segmentberichterstattung angepasst. Siehe Anhang-Angabe (29)

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.407 (Vorjahr: TEUR 1.424) erfasst, die zuvor im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erhalten waren. Die Umsätze werden nach dem Kundenstandort in In- und Ausland aufgeteilt. In den Umsatzerlösen sind 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) Leasingerträge aus der Vermietung von Hardware enthalten.

(17) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 717 (Vorjahr: TEUR 507). In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden die Erträge aus Einzahlungen der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3) sowie Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen.

Die ecotel erzielte aus einem als Operate-Leasing klassifizierten Unterleasingverhältnis im Geschäftsjahr 2021 TEUR 102 Ertrag (Vorjahr: TEUR 84).

(18) Materialaufwand

Der Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an.

(19) Personalaufwand

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TEUR 2020 2021
Löhne und Gehälter 14.009 15.438
Soziale Abgaben 2.276 2.445
davon Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.059 1.131
16.285 17.884

Für alle Mitarbeiter der Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Altersversorgungsplan im Rahmen der deutschen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe eines derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,3 % (Arbeitgeberanteil) einzuzahlen hat. Darüber hinaus bestehen keine Altersversorgungspläne.

Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt:

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Mitarbeiter 2020 2021
Angestellte 249 261

(20) Planmäßige Abschreibungen und Außerplanmäßige Wertminderungen

Eine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen.

Im Geschäftsjahr 2021 und im Vorjahr ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units.

(21) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf insgesamt TEUR 11.457 (Vorjahr: TEUR 10.682). Die Partner- und Händlerprovisionen betrugen 2021 TEUR 4.739 (Vorjahr: TEUR 4.106). Aufwendungen im technischen Bereich für Betriebskosten, Logistik- und Fieldservice u. ä. beliefen sich auf TEUR 1.895 (Vorjahr: TEUR 1.850) und die Veränderung der Wertberichtung der Forderungen und Forderungsverluste betrug TEUR 160 (Vorjahr: TEUR 373).

(22) Finanzergebnis

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TEUR 2020 2021
Zinserträge
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 1
Zinserträge aus langfristigen Finanzanlagen - -
Zinsaufwendungen
Zinsaufwendungen aus Kreditverbindlichkeiten -155 -75
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen -231 -208
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -91 -66
Zinsergebnis -478 -348
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Erträge aus Zuschreibungen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten - -
Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen 232 262
Sonstige finanzielle Aufwendungen -1 0
Finanzergebnis -246 -87

(23) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

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TEUR 2020 2021
Tatsächliche Ertragsteuern -1.425 -2.370
Latente Ertragsteuern 285 -912
-1.139 -3.282

Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) für Solidaritätszuschlag und 15 % (Vorjahr: 15 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen.

Die Überleitungen vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Berichtsjahr und das Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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TEUR 2020 2021
Ergebnis vor Steuern 3.772 10.547
Steuersatz im Konzern 31,0 % 31,0 %
Erwarteter Steueraufwand -1.169 -3.270
Unterschiede aus abweichenden Steuersätzen zum Konzernsteuersatz 57 122
Steuereffekt aufgrund Veränderungen permanenter Differenzen - -
Steuereffekt aufgrund steuerfreier Erträge /​Aufwendungen bei Gewinnausschüttungen -25 -114
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen -15 -40
Steuern Vorjahre 1 -3
Ergebnisse aus Equity-Beteiligungen 72 82
Sonstige Steuereffekte -59 -59
Steueraufwand laut GuV (Aufwand - /​ Ertrag +) -1.139 -3.282
Effektiver Steuersatz in % 30,2 % 31,1 %

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet.

Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

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TEUR 2020 aktiv 2020 passiv 2021 aktiv 2021 passiv
Sachanlagen /​immaterielle Vermögenswerte 87 847 7 898
Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen, Leasingverbindlichkeiten 87 - 135 -
aktivierte Vertragskosten, Vertragsvermögenswerte, Vertragsverbindlichkeiten (IFRS 15) - 232 - 389
Verbindlchkeiten aus Lieferung und Leistung - - - -
Steuerlatenzen auf Verlustvorträge 1.363 - 691 -
Saldierung aktiv /​ passiv -173 -173 -142 -142
1.363 906 691 1.146

Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen.

(24) Zurechnung des Überschusses an die Anteile anderer Gesellschafter

Der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Überschuss von TEUR 2.483 (Vorjahr: TEUR 1.632) betrifft die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR 1.972; Vorjahr: TEUR 1.349), der sparcall GmbH (TEUR 138; Vorjahr: TEUR 140), der carrier-services.de GmbH (TEUR 103; Vorjahr: TEUR 106) und der init.voice GmbH (TEUR 270; Vorjahr: TEUR 36).

(25) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der zum 31. Dezember 2021 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.510.000 (Vorjahr: 3.510.000) Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt.

Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann dann eintreten, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Seit Juli 2020 besteht ein Aktienoptionsplan an dem Mitglieder des Vorstandes und ausgewählte Mitarbeiter teilnehmen. Im Rahmen des Aktienoptionsplan können bis 351.000 Optionen ausgegeben werden.

Der Aktienoptionsplan sieht eine Sperrfirst von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum vor. Dadurch kommt es zum 31.12.2021 zu keiner Verwässerung des Ergebnis je Aktie, sodass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis gleichlautend sind.

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2020 2021
Zustehendes Konzernjahresergebnis (in EUR) 1.000.054 4.782.827
Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl 3.510.000 3.510.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,28 1,36
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,28 1,36

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

(26) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds der Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Position »Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente«.

Den lang- sowie kurzfristigen Darlehen sowie den Leasingverbindlichkeiten der ecotel werden wirksame Zahlungsströme zugeordnet. Es gab in 2021 keine nicht zahlungswirksame Transaktionen.

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Langfristige Darlehen Kurzfristige Darlehen Leasingverbindlichkeiten Total
01.01.2021 3.083 2.417 7.727 13.228
Aufnahmen - - 414 414
Tilgung - -2.417 -1.172 -3.589
Umgliederung -2.417 2.417 - 0
31.12.2021 667 2.417 6.969 10.053

Im Vorjahr kam es zu folgenden wirksamen Zahlungsströmen:

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Langfristige Darlehen Kurzfristige Darlehen Leasingverbindlichkeiten Total
01.01.2020 5.500 1.750 8.608 15.858
Aufnahmen - - 330 330
Tilgung - -1.750 -1.210 -2.960
Umgliederung -2.417 2.417 - -
31.12.2020 3.083 2.417 7.727 13.228

Neben den hier aufgeführten Zahlungsströmen wurden im Geschäftsjahr 2021 TEUR 711 (Vorjahr: TEUR 689) für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte bezahlt.

Sonstige Erläuterungen

(27) Gewinnverwendung

Für die Gewinnverwendung der ecotel ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Jahresabschluss der ecotel communication ag, der nach handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt wird, maßgeblich. Der Jahresabschluss der ecotel communication ag weist einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 7.900 (Vorjahr: TEUR 1.897) aus. Im Geschäftsjahr 2021 hat die ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 0) ausgeschüttet.

(28) Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Das Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen
TEUR 2020 2021 2020 2021
mvneco GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 40 36 916 914

Zum 31. Dezember 2021 bestehen Forderungen gegen die mvneco GmbH in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mvneco GmbH in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9).

Mit folgenden nahestehenden Personen (bzw. deren Unternehmen) unterhielt der ecotel Konzern in 2021 Leistungsbeziehungen

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Volumen der von ecotel erbrachten Leistungen Volumen der von ecotel in Anspruch genommenen Leistungen
TEUR 2020 2021 2020 2021
MPC Serivces GmbH
- aus Lieferungen und Leistungen 4 5 413 379

Vereinbarung mit der MPC Services GmbH

Zwischen der MPC Services GmbH und ecotel besteht ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Services GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von der MPC Services GmbH vermittelten Kunden. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Services GmbH. Zum Stichtag bestanden gegenüber der MPC Services GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 37).

(29) Segmentberichterstattung

Die ecotel ag ändert zum 31. Dezember 2021 die Segmentberichterstattung. Durch eine zunehmende Veränderung der Geschäftstätigkeit des Segments ecotel Wholesale und einer Änderung der internen Steuerung, wird nun neben dem netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) auch die Vermarktung von Datenleitungen (Wholesale Data) für nationale und internationale Carrier diesem Segment zugeordnet. Vormals wurde das Wholesale Data Geschäft dem Segment ecotel Geschäftskunden zugeordnet. Die Anpassung wurde im Konzernabschluss gemäß IFRS 8.29 retrospektiv durchgeführt.

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmente der ecotel.

Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen, die sich wie folgt abgrenzen lassen:

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Im Segment ecotel Geschäftskunden (operativer Kernbereich) bietet ecotel bundesweit Geschäftskunden ein integriertes Produktportfolio aus Sprach- und Datendiensten (ITK-Lösungen) aus einer Hand an. Auch als Vorleister für andere ITK-Unternehmen (z. B. Reseller) stellt ecotel Produkte in diesem Segment zur Verfügung.

Im Segment ecotel Wholesale bietet ecotel den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten sowie die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier an.

Im Segment easybell werden verständliche und leicht zu integrierende Telefonanlagen für Geschäftskunden sowie All-IP-Telefonie mit oder auch ohne Trägerleitung vermarktet.

Im Segment nacamar werden eigene Content-Delivery-Netzwerk (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen angeboten.

Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern und Abschreibungen bzw. Wertminderungen (EBITDA) dargestellt. Die hier dargestellten Segmente sind nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns aufgestellt. Daher gibt es keine Bewertungsanpassungen.

Im Geschäftsjahr 2021 erzielte das Segment Wholesale mit keinem internationalen Carrier ein Umsatzvolumen von mehr als 10 % des Konzernumsatzes. Im Vorjahr wurden ebenfalls mit keinem internationalen Carrier mehr als 10 % des Konzernumsatzes erzielt.

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ecotel Geschäftskunden ecotel Wholesale easybell
TEUR 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Außenumsätze 44.528 46.269 30.053 22.394 21.453 24.975
Intersegment-Umsätze 5.136 5.995 662 816
Rohertrag 23.850 28.500 1.193 1.051 11.168 14.642
EBITDA 4.606 8.634 631 499 5.853 8.465
Planmäßige Abschreibungen -6.182 -6.025 - - -1.102 -1.186
Außerplanmäßige Wertminderung - - - - - -
EBIT -1.694 2.610 631 499 4.751 7.279
Finanzergebnis
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Überschuss
Konzernüberschuss
Anteile anderer Gesellschafter
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nacamar Konsolidierung segmentübergreifend Konzern
TEUR 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Außenumsätze 2.265 2.231 - - 98.300 95.868
Intersegment-Umsätze -5.798 -6.811 0 0
Rohertrag 1.486 1.530 - - 37.697 45.723
EBITDA 591 517 - - 11.682 18.115
Planmäßige Abschreibungen -261 -270 - - -7.546 -7.481
Außerplanmäßige Wertminderung - - - - - -
EBIT 330 247 - - 4.018 10.634
Finanzergebnis -246 -87
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.771 10.547
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.139 -3.282
Überschuss 2.632 7.266
Konzernüberschuss 1.000 4.783
Anteile anderer Gesellschafter 1.632 2.483

Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im Wesentlichen in Deutschland entstanden. Die Aufteilung der Umsätze in In- und Ausland wurde nach dem Kundenstandort vorgenommen. Für weitere Erläuterungen wird auf die Angaben zu den Umsatzerlösen verwiesen. Vermögenswerte und Investitionen entfallen vollständig auf Deutschland.

(30) Anteilsbasierte Vergütungen

Seit Juli 2020 besteht ein Aktienoptionsplan an dem die Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Arbeitnehmer teilnehmen können. Im Rahmen des Aktienoptionsplans können bis zu 351.000 Optionen ausgegeben werden.

Dabei berechtigt jede Aktienoption den Teilnehmer zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zu einem Optionspreis in Höhe des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Gewährungstag. Der Anspruch auf Bezug von Aktien kann entweder aus dem dazu geschaffenen bedingten Kapital, aus dem Bestand eigener Aktien der Gesellschaft oder durch Leistung einer Barzahlung in entsprechender Höhe erfüllt werden. Der Aktienoptionsplan 2020 sieht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum vor.

Die Teilnehmer sind nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist zur Ausübung der Optionen berechtigt, wenn die im Aktienoptionsplan vorgesehenen Erfolgsziele erreicht worden sind. Hierzu muss sich der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft zum einen im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben als der Vergleichsindex Tec-DAX. Zum anderen muss der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20 % gestiegen sein. Beide Erfolgsziele müssen kumulativ erfüllt sein.

Ob die vorgenannten kursbezogenen Erfolgsziele erreicht worden sind, bestimmt sich anhand der tatsächlichen Entwicklung des gewichteten durchschnittlichen Drei-Monats-Kurses der Aktie der Gesellschaft und des Tec-DAX. Wenn die Erfolgsziele nicht erreicht worden sind, wird die Gesellschaft ihr zugehende Ausübungserklärungen in Bezug auf Aktienoptionen zurückweisen.

Der Aktienoptionsplan sieht vor, dass die Aktienoptionen nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist innerhalb von dreiwöchigen Ausübungsfristen ausgeübt werden können, die jeweils nach Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts und des Berichts bzw. der Mitteilung für das erste und dritte Quartal eines jeden Geschäftsjahres beginnen. Der Aktienoptionsplan sieht keine Haltefristen für Aktien vor, welche die Teilnehmer durch Ausübung von Aktienoptionen erwerben. Soweit die gewährten Optionen nicht innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf der Wartefrist ausgeübt worden sind, verfallen sie zu diesem Zeitpunkt ersatzlos.

Ausübungsfähige, einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen können jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt.

Für den Fall eines Change-of-Control, d. h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd) mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen, oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt sehen die Gewährungsverträge vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen.

Die Anzahl und die Ausübungspreise der Aktienoptionen für verschiedene Gruppen von Optionen stellen sich wie folgt dar:

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Anzahl
in Stk.
Ausübungspreis
in EUR
Zu Beginn der Periode ausstehende Optionen 347.943 6,8691
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 0
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 0
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 0
In der Berichtsperiode verfallene Optionen -1.000
Am Ende der Berichtsperiode ausstehende Optionen 346.943 6,8691
Am Ende der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 0

Für die am Ende der Berichtsperiode ausstehenden Optionen beträgt der Ausübungspreis wie auch im Vorjahr EUR 6,87. Die restliche Vertragslaufzeit beträgt 3 Jahre und 7 Monate.

Die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation. Bei der Bewertung wurden die Erfolgsziele, dass sich zum einen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben muss als der Vergleichsindex Tec-DAX und zum anderen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20 % gestiegen sein muss, berücksichtigt. Ferner wurde berücksichtigt, dass die einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt.

Der Wert einer Aktienoption betrug zum Zeitpunkt der Gewährung EUR 1,41. Der Bewertung sind folgende Parameter zugrunde gelegt worden:

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Anzahl
Kurs der Aktie (in EUR) 7,15
Ausübungspreis (in EUR) 6,87
Lauftzeit der Option (in Jahren) 6,0
Laufzeit bis zur erwarteten Ausübung (in Jahren) 4,4
Erwartete Volatilität der Aktie (in Prozent) 28,3 %
Aktueller Stand des Tec-DAX (in EUR) 3.005,0
Erwartete Volatilität des Tec-DAX (in Prozent) 17,0 %
Korrelation zwischen der Rendite der Aktie und des Tec-DAX 0,39
Risikolose Rendite (in Prozent) -0,73 %
Erwartete Dividendenrendite (in Prozent) 2,0 %

Die erwartete Volatilität der Aktien und des Tec-DAX beruht auf der Analyse von historischen Volatilitäten, die über einen Zeitraum, der der Restlaufzeit der Aktienoptionen entspricht, ermittelt wurde.

Den erwarteten Volatilitäten liegt die Annahme zugrunde, dass von historischen Volatilitäten auf künftige Trends geschlossen werden kann. Die tatsächlich eintretenden Volatilitäten können von den getroffenen Annahmen abweichen.

Für den Aktienoptionsplan, der eine anteilsbasierte Vergütung mit Aktien vorsieht, ist in der Berichtsperiode unter Berücksichtigung der erwarteten Mitarbeiterfluktuation ein Betrag von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 50) erfolgswirksam erfasst und die Kapitalrücklage entsprechend auf TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 50) erhöht worden.

(31) Vergütung des Schlüsselmanagements (Angaben nach § 314 HGB und IAS 24)

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Gesamtbezüge Peter Zils Markus Hendrich Eintritt: 01.07.2020 Achim Theis
in TEUR 2020 2021 2020 2021 2020 2021
Festvergütung 341 350 100 212 250 250
Nebenleistungen 23 20 8 15 21 21
Einjährige var. Vergütung 50 50 20 40 25 33
Mehrjährige var. Vergütung 8 - - - 6 -
Gesamtvergütung 422 420 128 267 302 304

Dem Vorstand stehen für das Geschäftsjahr 2021 neben den Festvergütungen und Nebenleistungen sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 109) zu. Nach Abzug bereits ausgezahlter Entgeltbestandteile wurden entsprechende Verbindlichkeiten gebildet. Bei diesen Vergütungen handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen. Somit betragen die Bezüge des Geschäftsjahres 2021 TEUR 991 (Vorjahr: TEUR 852).

Seit 2020 bestehen für die variable Vergütung lediglich persönliche Ziele. Um die finanziellen Leistungsanreize für den Vorstand und die Geschäftsleitung enger an die Interessen langfristig orientierter Aktionäre auszurichten wurde ab Juli 2020 ein Aktienoptionsprogramm eingeführt. An dem bestehenden Aktienoptionsprogramm nehmen die Mitglieder des Vorstands teil. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Jahr 2020 insgesamt 222.943 Aktienoptionen gewährt. Für diese Aktienoption besteht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vergütung des Aufsichtsrats:

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Vergütung des Aufsichtsrats
in TEUR
2020 2021
Dr. Norbert Bensel (Aufsichtsratvorsitzender) 24 35
Uwe Nickl (seit 8. Juli 2021 stellv. Aufsichtsratvorsitzender) - 18
Alfried Bührdel (seit 8. Juli 2021) - 14
Brigitte Holzer 14 20
Mirko Mach (bis zum 8. Juli 2021 stellv. Aufsichtsratvorsitzender) 19 23
Dr. Thorsten Reinhard 14 19
Sascha Magsamen (bis zum 8. Juli 2021) 13 7
Tim Schulte Havermann (bis zum 8. Juli 2021 12 8
Summe 96 144

Neben den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zählt ecotel die drei Mitglieder des geschäftsführenden Boards zum Schlüsselmanagement nach IAS 24. Die Gesamtvergütung für das gesamte Schlüsselmanagement beträgt somit insgesamt TEUR 1.748 (Vorjahr: TEUR 1.517) und ist insgesamt kurzfristig. Die Beiträge zur Altersvorsorge davon betrugen in der Berichtsperiode TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 40). Für weitergehende Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen.

(32) Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f HGB und § 315d HGB einschließlich der Erklärung gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit (www.ecotel.de unter Investor Relations /​ Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht.

(33) Aufwand für Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2021 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der ecotel ag für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 107 und umfasst die Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Gesellschaft und einbezogener Tochterunternehmen, wovon TEUR 8 periodenfremd waren. Für andere Bestätigungsleistungen wurden TEUR 12 erfasst. Für Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden wir im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.

(34) Ereignisse nach der Berichtsperiode

Nach Abschluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses am 4. März 2022 ergaben sich keine nennenswerte Änderungen. Weder änderte sich das wirtschaftliche Umfeld in einem Maße, dass es wesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der ecotel hätte noch stellte sich die Branchensituation anders dar als zum 31.12.2021.

(35) Befreiung von der Offenlegung

Für die Tochtergesellschaft nacamar GmbH wird die Befreiung von der Offenlegung des Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

 

Düsseldorf, den 4. März 2022

Der Vorstand

Peter Zils

Markus Hendrich

Achim Theis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ecotel communication ag, Düsseldorf

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ecotel communication ag, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ecotel communication ag, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt 1.6 des Konzernlageberichts enthaltene Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB sowie nach § 315d HGB sowie den Corporate Governance Bericht einschließlich der nach § 161 AktG vorgeschriebenen Erklärung haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

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Erfassung und periodengerechte Realisierung der Umsatzerlöse

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Konzernabschluss werden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 95,9 Mio. ausgewiesen, davon entfallen EUR 46,3 Mio. auf das Segment ecotel Geschäftskunden. Die Erfassung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung bzw. Lieferung der Güter. Zur periodengerechten Erlösrealisation werden Umsätze aus monatlichen Bereitstellungsentgelten für Sprachanschlüsse und Leistungen aus dem Datengeschäft aus im Voraus für nachfolgende Perioden fakturierten, aber noch nicht erbrachten Leistungen zeitlich abgegrenzt. Die Gesellschaft hat hierzu Prozesse implementiert, so dass die abgrenzungsrelevanten Umsätze systemseitig periodengerecht erfasst werden.

Die Angaben der Gesellschaft zu den Besonderheiten der leistungs- und periodengerechten Erfassung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss sind in den Erläuterungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen im Abschnitt "Grundlagen bei der Rechnungslegung" des Konzernanhangs enthalten.

Aufgrund der Wesentlichkeit des monatlichen Abgrenzungsvolumens besteht ein erhöhtes Risiko hinsichtlich der Erfassung und der falschen Periodisierung von Umsatzerlösen zum Bilanzstichtag. Vor diesem Hintergrund erachten wir dies für einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt im Geschäftsjahr.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir zunächst die Angemessenheit und die Wirksamkeit der von der Gesellschaft eingerichteten rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung und Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse beurteilt. Darauf aufbauend haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen hinsichtlich der unterjährigen Erfassung sowie der Periodenabgrenzung zum Bilanzstichtag vorgenommen. Dabei haben wir neben Saldenbestätigungen und analytischer Beurteilungen der Abgrenzungsbeträge im Zeitverlauf auch anhand von Stichproben beurteilt, ob die Umsatzerlöse leistungs- und periodengerecht in der Rechnungslegung erfasst wurden.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten rechnungslegungsbezogenen Systeme und Prozesse sowie Kontrollen angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Umsatzrealisierungen sowie zum Bilanzstichtag erfolgten Umsatzabgrenzungen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um die sachgerechte Erfassung der Umsatzerlöse zu gewährleisten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die zum Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen umfassen:

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die im Abschnitt "Prüfungsurteile" genannten, nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts,

den Bericht des Aufsichtsrats,

die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk und

die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernlagebericht.

Der Brief an die Aktionäre als Bestandteil des Geschäftsberichts wird uns nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der in Abschnitt 1.6 des Konzernlageberichts enthaltenen Konzernerklärung zur Unternehmensführung ist, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "ESEF-Unterlagen_​ecotel_​communication_​ag_​KA_​2021.zip" Ift enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.

beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d. h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.

beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.

beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 8. Juli 2021 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 10. August 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Konzernabschlussprüfer der ecotel communication ag, Düsseldorf, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Tobias Schmelter.

 

Köln, 4. März 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer

Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021

der ecotel communication ag

Der Aufsichtsrat der ecotel communication ag (ecotel oder die Gesellschaft) hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2021 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus im regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstandsvorsitzenden.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der ecotel kamen im Berichtsjahr zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen, und zwar am 11. Februar 2021, am 10. März 2021, am 18. Mai 2021, am 8. Juli 2021 sowie am 9. Dezember 2021. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde nur die Sitzung im Juli als Präsenztreffen durchgeführt; die übrigen Sitzungen fanden als Video- oder Telefonkonferenzen statt. Darüber hinaus gab es drei Beschlussfassungen im Umlaufverfahren.

In den Sitzungen hat der Vorstand der ecotel den Aufsichtsrat regelmäßig über grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, die Rentabilität der Gesellschaft, den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichtet und über diese Fragen zusammen mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat war ferner in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung eingebunden und hat insbesondere Maßnahmen des Vorstandes, die nach der Geschäftsordnung des Vorstandes seiner Zustimmung bedurften, geprüft und bewilligt.

1. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat sich in allen Aufsichtsratssitzungen im Jahr 2021 ausführlich über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft unterrichten lassen. Schwerpunkte lagen auf der Entwicklung des Bereichs Geschäftskunden, wesentlichen Lieferantenverträgen und Kundenprojekten sowie der Entwicklung der Marktsituation und deren regulatorischen Rahmenbedingungen. Zudem hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei strategischen Fragestellungen unterstützt, die sich aus Veränderungen im Telekommunikationsmarkt ergeben, beispielsweise im Hinblick auf Kabelnetzbetreiber und die weiter wachsende Bedeutung der Glasfaser-Infrastruktur.

Der Aufsichtsrat ließ sich ferner laufend über die Tochtergesellschaften easybell GmbH und nacamar GmbH sowie die Beteiligung an der mvneco GmbH unterrichten und diskutierte mit dem Vorstand über ihre strategische Entwicklung.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand regelmäßig zu der strategischen Ausrichtung sowie neuen Produktideen ausgetauscht. Der Aufsichtsrat hat sich zudem mit der Effizienz seiner Arbeit beschäftigt.

Der Aufsichtsrat hat die regelmäßigen Risikoberichte des Vorstands mit diesem erörtert und selbst Vorschläge zum Risikomanagement unterbreitet. Er hat sich davon überzeugt, dass der Vorstand der Risikoüberwachung die gebotene Aufmerksamkeit schenkt, die von ihm identifizierten Risiken nachvollziehbar priorisiert und angemessene Maßnahmen zur Reduzierung der Risiken vornimmt.

Neben den regelmäßigen Berichterstattungen waren folgende Schwerpunkte Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen:

11. Februar 2021: Erörterung des Deutschen Corporate Governance Kodex, Festlegung der Finanzstrategie für die Jahre 2021/​2022

10. März 2021: Bericht des Abschlussprüfers über die Durchführung und Ergebnisse der Jahres- und Konzernabschlussprüfung für das Jahr 2020, Feststellung des Jahresabschlusses der ecotel communication ag sowie Billigung des Konzernabschlusses der ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2020, Beschlussfassung zur Zielerreichungsquote für die variablen Gehaltsbestandteile des Vorstands für das Jahr 2020

18. Mai 2021: Beschlussfassung zu den Vorstands-Zielvereinbarungen für das Jahr 2021, Geschäftsentwicklung bei der nacamar GmbH, Beschlussfassungen zur Hauptversammlung

8. Juli 2021: Konstituierende Sitzung des Aufsichtsrates, Erörterung der neuen Produktstrategie und des Status des neuen Business Support Systems (BSS)

19. Dezember 2021: Erörterung eines ersten Budgetentwurfs für das Jahr 2022, Vorbereitung Jahresabschlussprüfung 2021 unter Teilnahme des Abschlussprüfers

2. Behandlung von Interessenkonflikten im Aufsichtsrat

Alle Mitglieder des Aufsichtsrates sind dem Grundsatz verpflichtet, ihre Entscheidungen ausschließlich am Unternehmensinteresse der ecotel auszurichten. Soweit bei der Beratung oder Beschlussfassung im Aufsichtsrat Interessenkonflikte oder die Besorgnis von Interessenkonflikten auftraten, sind diese im Aufsichtsrat behandelt worden. Das betreffende Aufsichtsratsmitglied hat sich nicht an der Diskussion beteiligt und sich bei der Beschlussfassung jeweils seiner Stimme enthalten. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder haben sich zudem durch Befragung des Vorstandes die erforderliche Sicherheit verschafft, dass dieser unbeeinflusst von dem (potenziellen) Interessenkonflikt des betroffenen Aufsichtsratsmitgliedes agiert. Die vorgenannten Grundsätze kamen im Berichtsjahr nur bei der Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Zustimmung zu Verträgen zwischen ecotel und Gesellschaften, an denen Mitglieder des Aufsichtsrats beteiligt sind, zum Tragen. Dies betraf die Herren Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard. Im Falle von Herrn Mach handelt es sich um Leistungen, welche die MPC Service GmbH und die MPC Mobilservice GmbH als Vertriebspartner erbringen. Bei Herrn Dr. Reinhard ging es um Rechtsberatungsleistungen der Noerr Partnergesellschaft mbB.

3. Jahres- und Konzernabschluss

Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der ecotel nach den Regeln des Handelsgesetzbuches sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nach IFRS-Grundsätzen aufgestellt. Der durch die Hauptversammlung der ecotel vom 8. Juli 2021 gewählte Abschlussprüfer, die Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in Stuttgart, Zweigniederlassung Köln, hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Abschlussprüfer hatte im Rahmen seiner Prüfung gemäß § 317 Abs. 4 HGB zu beurteilen, ob der Vorstand ein wirksames Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat dies bejaht.

Der Abschlussprüfer hat gegenüber dem Aufsichtsrat die vom Corporate Governance Kodex geforderte Unabhängigkeitserklärung abgegeben und die im jeweiligen Geschäftsjahr angefallenen Prüfungs- und Beratungshonorare dem Aufsichtsrat gegenüber offengelegt.

Die Abschlussunterlagen und die Berichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung vor. Vertreter der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft haben an den Verhandlungen des Aufsichtsrates über diese Unterlagen teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat und der von ihm gebildete Prüfungsausschuss haben den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns eingehend geprüft und mit dem Abschlussprüfer erörtert. Auch wurden die Key Audit Matters im Vorfeld der Jahresabschlussprüfung gemeinsam mit dem Abschlussprüfer abgestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers über das Ergebnis seiner Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss oder den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 erhoben, sondern den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit Beschluss vom 8. März 2022 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der ecotel für das Geschäftsjahr 2021 festgestellt.

4. Corporate Governance

Mit folgender Ausnahme haben alle Mitglieder an sämtlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen: An der Aufsichtsratssitzung am 8. Juli 2021 hat Herr Sascha Magsamen entschuldigt nicht teilgenommen.

Am 18. Mai 2021 und am 9. Dezember 2021 hat der Aufsichtsrat zeitweise auch ohne den Vorstand getagt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben im Berichtsjahr 2021 am 3. Februar 2021 eine gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben. Die jüngste gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat datiert vom 9. Dezember 2021. Die Erklärungen wurden jeweils auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

Am 9. Dezember 2021 fand durch eine externe Anwaltskanzlei eine Aus- und Fortbildungsmaßnahme des Aufsichtsrats zu rechtlichen Themen mit Bezug zur Aufsichtsratstätigkeit statt. Insbesondere wurde hierbei auf gesetzliche Neuerungen wie das Finanzmarktintegritätsgesetz (FISG) und das Zweite Führungspositionen-Gesetz, Verpflichtungen nach der Marktmissbrauchs-Verordnung sowie auf Corporate Governance-Themen eingegangen.

5. Änderungen im Aufsichtsrat im Berichtsjahr

Die Amtszeit sämtlicher Mitglieder des Aufsichtsrats endete mit Beendigung der Hauptversammlung am 8. Juli 2021. Die Herren Sascha Magsamen und Tim Schulte Havermann standen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Die Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wählte auf Vorschlag des Aufsichtsrats Frau Brigitte Holzer sowie die Herren Dr. Norbert Bensel, Mirko Mach und Dr. Thorsten Reinhard erneut und die Herren Alfried Bührdel und Uwe Nickl erstmals in den Aufsichtsrat. Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 beschließt.

6. Änderungen im Vorstand im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr hat es folgende Veränderungen im Vorstand gegeben: Seit dem 1. Oktober 2021 teilen sich Herr Peter Zils und Herr Markus Hendrich den Vorstandsvorsitz, den bis dahin Herr Zils allein innehatte. Ihre Dienstverträge wurden für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. Juni 2024 unter Aufhebung aller früheren Vereinbarungen neu gefasst. Herr Zils ist für die Geschäftsbereiche Strategie, Wholesale, Finance und Investor Relations verantwortlich, Herr Hendrich für die Geschäftsbereiche Technik und Operations, Digitalisierung und HR. Unverändert ist Herr Achim Theis, das dritte Mitglied des Vorstands, für die Geschäftsbereiche Vertrieb, Marketing und Key Account Management verantwortlich.

7. Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat einen dreiköpfigen Prüfungsausschuss gebildet, der insbesondere Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance behandelt. Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr fünfmal getagt und sich dabei insbesondere mit den unterjährigen Finanzberichten sowie dem Jahres- bzw. Konzernabschluss 2020 auseinandergesetzt. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss mit dem internen Kontrollsystem auseinandergesetzt. Der Prüfungsausschuss setzte sich bis zum 08.07.2021 aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Sascha Magsamen zusammen. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung vom 08.07.2022 hat sich der Prüfungsausschuss neu konstituiert und setzt sich seitdem aus Frau Brigitte Holzer (Vorsitzende) sowie den Herren Mirko Mach und Alfried Bührdel zusammen.

Der Aufsichtsrat hat ferner einen dreiköpfigen Nominierungsausschuss gebildet, der Wahlvorschläge an die Hauptversammlung vorbereitet und darüber hinaus auch die Aufgaben eines Personalausschusses übernimmt. Dieser Ausschuss hat im Geschäftsjahr 2021 dreimal getagt. Der Nominierungsausschuss setzte sich bis zum 08.07.2021 aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Tim Schulte Havermann zusammen. Mit der Neuwahl des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung vom 08.07.2022 hat sich der Nominierungsausschuss neu konstituiert und setzt sich seitdem aus Herrn Dr. Thorsten Reinhard (Vorsitzender) sowie den Herren Dr. Bensel und Uwe Nickl zusammen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands der ecotel sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaften der ecotel-Gruppe für ihren großen Einsatz für die Gesellschaft und die im Berichtsjahr 2021 geleistete Arbeit.

 

Düsseldorf, den 8. März 2022

Für den Aufsichtsrat:

Dr. Norbert Bensel, Vorsitzender des Aufsichtsrats