ecotel communication agDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT1.1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS1. ECOTEL IM ÜBERBLICKDie ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist seit 1998 bundesweit tätig und auf die Vermarktung von Informations- und Telekommunikationslösungen in verschiedenen Segmenten spezialisiert. Konzernmutter ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt) mit Sitz in Düsseldorf. ecotel vermarktet ihre Produkte und Dienstleistungen in folgenden Segmenten: »ecotel Geschäftskunden« und »ecotel Wholesale«. Zum 4. April 2023 wurde das bisherige Segment »nacamar« in die UPLINK Digital GmbH (nachfolgend »UPLINK«) eingebracht. Neben einem Barausgleich in Höhe von 1,3 Mio. EUR erhielt ecotel einen rund 25 %igen Anteil an der neuen UPLINK Digital GmbH. Daher wird das Segment nacamar im weiteren Verlauf des Konzernlageberichts als nicht fortgeführter Geschäftsbereich behandelt. Im Folgenden werden die Segmente näher erläutert: Segment »ecotel Geschäftskunden«Der deutsche Telekommunikationsmarkt wird wesentlich durch die beiden Trends Cloud-Telefonie und Breitbandausbau getrieben 1. Für diese beiden Wachstumsfelder sieht sich ecotel mit der eigenen cloud.phone-Produktgruppe sowie dem multi-carrier-basierten Ethernet Angebot bestens aufgestellt und fokussiert sich daher in diesem Segment auf »cloud und fiber«. Die Produktpalette beinhaltet neben flexiblen und qualitativ hochwertigen Telefonie-Lösungen (SIP-Protokoll, Cloud-Telefonie) sowie breitbandigen Datenanbindungen (Glasfaser, x-DSL etc.) auch das Management der Anbindung von Unternehmensstandorten (SD WAN-, IP- und MPLS-VPNs) sowie die Realisierung von direkter Konnektivität zu den führenden Cloud-Dienstleistern (Multi-cloud-connect). Die Produkte und Services werden auf Basis von georedundanten Rechenzentren in Deutschland betrieben, die über ein eigenes Backbone ausfallsicher verbunden sind. An diesem Backbone sind im Rahmen des Multi-Carrier-Konzeptes nahezu alle bundesweit relevanten Infrastrukturanbieter aufgeschaltet. Somit kann für jeden Standort die kundenindividuell beste Versorgung realisiert werden. Je nach Zielgruppe wird der Vertrieb in diesem Segment über den Direktvertrieb (Großkunden), einen hausinternen Telesales, Online-Bestellmöglichkeiten, sowie einer Vielzahl von Vertriebspartnern über den Partnervertrieb gesteuert. Mit diesem Netzwerk verfügt ecotel über einen breiten Zugang zu mittelständischen Kunden. Darüber hinaus hat sich ecotel nach eigener Einschätzung als erfolgreicher Partner in der Zusammenarbeit mit einer Vielzahl Einkaufsgenossenschaften und Verbundgruppen etabliert. Daneben gehört die mvneco GmbH zum ecotel Geschäftskundensegment. Diese fungiert als technischer Dienstleister, Systementwickler und Berater für Telekommunikationslösungen sowie diesbezügliche Managed Services. Die Beteiligung wird im Rahmen der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 wurde die ecotel Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, gegründet und die Anteile an der UPLINK dort eingebracht. Segment »ecotel Wholesale«Das Segment »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale) sowie die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier. Dazu unterhält ecotel Geschäftsbeziehungen und Netzzusammenschaltungen mit einer Vielzahl von internationalen Carriern. Über die Wholesale-Plattform wickelt ecotel inzwischen auch den größten Teil der nationalen und internationalen Telefongespräche seiner Geschäftskunden ab und nutzt diese Plattform ebenso für den eigenen Teilnehmernetzbetrieb. Aufgegebener Geschäftsbereich »nacamar«Im Segment »nacamar« bietet die nacamar GmbH auf Grundlage ihres - im ecotel Rechenzentrum gehosteten - eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Speziell entwickelte AddOns für Audio und Video schließen die Lücke zwischen den Rohstoffen und der Anwendung. Dabei verfügt nacamar über das komplette Portfolio der dafür notwendigen Werkzeuge zur Produktion und zum Betrieb solcher Komponenten.
1 Quelle: u.a. 25. TK-Marktanalyse 2023;
VATM/Dialog Consult
Infrastrukturecotel betreibt kein eigenes Zugangsnetz, sondern bezieht die TK-Zuführungsleistungen von diversen Vorlieferanten und kann hierdurch jeweils den Betreiber mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen. Als typische Vorlieferanten sind beispielsweise die Deutsche Telekom, 1&1 Versatel, Vodafone, Verizon, EWE, Plusnet, Mnet und Colt zu nennen. Die Anzahl der Vorlieferanten steigt weiterhin an, da die Nachfrage unserer Geschäftskunden nach breitbandigen Glasfaserleitungen stetig zunimmt und die verschiedensten Infrastrukturanbieter sowie Kabelnetzbetreiber ihre hochmodernen Netze immer mehr für diese Zielgruppe öffnen. Durch den kundenbezogenen Einkauf der Zuführungsleitung ist ein Großteil der ecotel Kostenbasis variabel. Auf Basis neuester NGN-Technologie ist ecotel durch den Teilnehmernetzbetrieb (TNB) in der Lage, eigenständig Sprachvermittlungsdienstleistungen anzubieten, Rufnummernblöcke zu verwalten und Rufnummern ins eigene Netz zu portieren. Somit beschränkt sich der Zukauf von TK-Zuführungsdienstleistungen zunehmend auf den reinen Access zum Kunden. ecotel betreibt ein eigenes ISO-27001 -zertifiziertes Rechenzentrum auf dem Campus des größten europäischen Internetknotens in Frankfurt a. M. sowie weitere Rechenzentrumsflächen in Düsseldorf. Die beiden Points-of-Presence (PoP)-Standorte sind über ein eigenes zentrales Voice- und Daten-Backbone vernetzt und mittels Netzzusammenschaltungen mit vielen regionalen und globalen Carriern verbunden. 2. STRUKTUR DES KONZERNS ECOTEL COMMUNICATION AGNeben der ecotel communication ag (ecotel ag) besteht der Konzern zum 31. Dezember 2023 aus der ecotel Beteiligungs GmbH sowie aus der at-equity bilanzierten mvneco GmbH und der at-cost bilanzierten UPLINK Digital GmbH. Konzernstruktur
3. STEUERUNG DES KONZERNSGesetzliches Leitungs- und Vertretungsorgan der ecotel ag ist der Vorstand. Gemäß §5 der Satzung der ecotel ag besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Im Übrigen bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands sowie einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Es können auch stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellt werden. Vorstandsmitglieder bestellt der Aufsichtsrat für die Dauer von höchstens fünf Jahren. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Nach der Satzung der ecotel ag erlässt der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung für den Vorstand. Nach §6 Abs. 1 der Satzung wird die ecotel ag durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen gesetzlich vertreten. Dem Vorstand der ecotel ag gehören die Herren Markus Hendrich (Vorstandsvorsitzender), verantwortlich für die die Bereiche Finanzen, Strategie, Wholesale, Technik, Operations, Portfolio sowie zentrale Verwaltungsfunktionen und Achim Theis (CCO), der die Bereiche Geschäftskundenvertrieb, Key Account Management, Marketing sowie Digital Commerce und Cloud & Fiber Performance Teams verantwortet, an. Peter Zils ist am 21. April 2023 aus dem Vorstand ausgeschieden und in den Aufsichtsrat gewählt worden. Der Vorstand bildet gemeinsam mit den Prokuristen Holger Hommes (CFO), Alexander Wiese (CTO), Sabrina Bublitz (CPO) sowie Oliver Jansen (CBO) das geschäftsführende Board der ecotel. Herr Wilfried Kallenberg (vormals CTO) ist zum 15. Oktober 2023 aus dem geschäftsführenden Board ausgeschieden. Das geschäftsführende Board der ecotel hat das Ziel, den Konzern nachhaltig zu führen und somit bei Entscheidungen die mittel- und langfristigen Auswirkungen in den Vordergrund zu stellen. Dabei werden bei unternehmerischen Entscheidungen die Interessen aller Anspruchsgruppen berücksichtigt. Diese sind zum einen die der Aktionäre und Fremdkapitalgeber und zum anderen die der Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner sowie die der ecotel selbst. Die Aktionäre erwarten transparente Berichterstattung, verlässliche Prognosen und eine planbare und attraktive Aktionärsvergütung. Die Fremdkapitalgeber erwarten eine solide Bilanzstruktur und die Einhaltung der vereinbarten Covenants sowie die fristgerechte Bedienung der Kapitaldienste (Zins und Tilgung). Bei den Mitarbeitern, Kunden und Vertriebspartnern stehen die Sicherung der Arbeitsplätze, die Attraktivität des Arbeitgebers, die Entwicklung von innovativen und attraktiven Produkten sowie die Weiterentwicklung der Services und Prozesse zur Verbesserung der Kunden- und Partnerzufriedenheit im Vordergrund. Die ecotel hat sich zum Ziel gesetzt, führender Qualitätsanbieter im Bereich Telekommunikation für Geschäftskunden in Deutschland zu werden und erwartet daher Investitionen in Ausfall- und Datensicherheit. Daneben werden seit dem Jahr 2023 Investitionen und Ressourcenaufbau in die beiden Fokusthemen »cloud« und »fiber« notwendig, da mit diesen Maßnahmen das im weiteren Verlauf noch näher beschriebene Wachstumspotential genutzt werden soll. Im Ergebnis möchte ecotel dabei den Schwerpunkt der Entwicklung auf leicht zu bedienende, flexible und skalierbare Plattformen setzen, um auf die Kundenbedürfnisse des deutschen Mittelstandes einzugehen und passgenaue Produkte und Lösungen zu platzieren. ecotel hat sich eine aus dieser nachhaltigen Unternehmensführung abgeleitete nachhaltige Finanzstrategie auferlegt. Diese beinhaltet nicht die Steuerungsgrößen, soll aber den Interessen der oben beschriebenen Anspruchsgruppen gerecht werden. Nachhaltige Finanzstrategiescrollen
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1 Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit und Cashflow aus
Investitionstätigkeit vor Investitionen in
Kundenequipment für künftige
Großkundenprojekte
ecotel steuert die Segmente nach Maßgabe der strategischen Gesamtausrichtung des Konzerns. Es gibt eine Gesamtbudgetplanung, in die die Jahresbudgets der Geschäftsbereiche sowie der übrigen Konzernunternehmen einfließen. Dabei werden auf Ebene des geschäftsführenden Boards der ecotel Gruppe die bedeutsamen Leistungsindikatoren Umsatz und Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen), das operative EBITDA (Definition siehe Kapitel 1.3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht) sowie in der Gesamtbetrachtung der Konzernüberschuss in den Fokus gerückt. Hierzu werden in der Planung auf Ebene von Produktarten/-kategorien nach dem Teilkostenverfahren den Erlösen die direkten variablen Kosten zugeordnet und Rohmargen ermittelt. Die produktübergreifenden indirekten Kosten (Gemeinkosten) sowie die Personalkosten werden im Wesentlichen auf Kostenstellen geplant und überwacht. Der Aufsichtsrat überwacht die Einhaltung dieser wesentlichen Steuerungskennzahlen und lässt sich quartalsweise vom Vorstand hierüber berichten. Zur detaillierten Steuerung des Segments ecotel Geschäftskunden erfolgt zudem eine Überwachung von geschäftsbereichsbezogenen spezifischen Kennzahlen (z. B. Anzahl der Sprachkanäle, Anzahl der Seats, Minutenvolumen, Anzahl der Leitungen, Preise je Mengeneinheiten (ARPUs), Rohertragsmarge), die in einem Reportingsystem abgebildet werden. Diese Kennzahlen können je nach aktueller Bedeutsamkeit für die Steuerung des Geschäfts in diesem Segment von Zeit zu Zeit variieren. Diese nicht-finanziellen Leistungsindikatoren unterstützen das Management bei der Führung und der langfristigen strategischen Ausrichtung des Segments. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Steuerungsgrößen geringfügig geändert, da die Segmente easybell und nacamar aufgrund der Entkonsolidierungen nun nicht mehr in die Steuerung mit einbezogen werden. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren dienen jedoch nicht vorrangig zur Steuerung des Konzerns. Vielmehr ermöglichen sie erweiterte Erkenntnisse über die Situation im Konzern und lassen darauf aufbauende Entscheidungen zu. Demnach sind in der ecotel keine nichtfinanziellen Leistungsindikatoren vorhanden, die für die Geschäftstätigkeit des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind. Die Liquiditäts-, Investitions- und Working-Capital-Überwachung erfolgt bei der ecotel ag zentral für die vollkonsolidierten Gesellschaften. 4. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGecotel selbst betreibt keine Grundlagenforschung, sondern fokussiert sich auf die Integration und Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund (»best of breed«-Ansatz). Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. Im Jahr 2023 betrugen die aktivierten Entwicklungsaufwendungen 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Der Entwicklungsschwerpunkt wird mit erfolgreichem Abschluss des Aufbaus einer eigenen Teilnehmernetzbetreiberplattform nun in Richtung der Produkt- und Lösungsentwicklung verschoben, wobei sich zwei Schwerpunkte ausprägen: Die Digitalisierung der Geschäftsprozesse und Automatisierung der Produktlandschaft zum Zwecke der Effizienzsteigerung, wobei Investitionsschwerpunkte die IT-Systeme betreffen, sowie der Auf- und Ausbau eines modularen Produkt- und Lösungsportfolios, mit dem die individuellen Bedürfnisse mittelständischer Geschäftskunden schnell, flexibel und passgenau bedient werden können. 1.2 WIRTSCHAFTSBERICHT1. MARKT- UND WETTBEWERBSUMFELDDas preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. 1 Für ecotel bzw. den Telekommunikationsmarkt in Deutschland lassen sich die folgenden Aussagen treffen: Volumen des Telekommunikationsmarkts steigt weiter leicht anDer Gesamtumsatz der Telekommunikationsanbieter hat im Jahr 2023 leicht um etwa 0,1 Mrd. EUR zugelegt. Betrug der Gesamtumsatz mit TK-Diensten im Vorjahr 60,1 Mrd. EUR, gehen wir für das Jahr 2023 von 60,2 Mrd. EUR aus. Im Festnetzmarkt, bestehend aus Anschlüssen, Sprach- und Datendiensten inkl. TV-Bandbreitkabel, werden die Unternehmen 32,6 Mrd. EUR (2022: 32,6 Mrd. EUR) umsetzen. Davon entfallen 16,5 Mrd. EUR auf die Deutsche Telekom (2022: 16,6 Mrd. EUR) und 16,1 Mrd. EUR auf die Wettbewerber (2022: 16,0 Mrd. EUR). 2 Das Wachstum der Festnetz-Breitbandanschlüsse setzt sich unvermindert fort. Die Anzahl der stationären Breitbandanschlüsse wuchs in 2023 um rund 0,2 Mio. auf 37,0 Mio. an. Dabei entfielen etwa 24,3 Mio. Anschlüsse auf DSL-Anschlüsse (2022: 24,7 Mio.). Die Anzahl der aktiven Glasfaseranschlüsse stieg in 2023 auf 4,2 Mio. (2022: 3,4 Mio.). Ende 2023 ist die Anzahl der gigabitfähigen Anschlüsse auf 42,7 Mio. (2022: 38,9 Mio.) angestiegen. Das über das Festnetz transportiere Datenvolumen stieg um 16,5% auf 142,1 Mrd. GB, was einem Volumen von 320,9 GB pro Anschluss entspricht. Gesamtmarkt für Telekommunikation nach Wettbewerbsgruppen in Deutschland in Mrd. EUR
Gesamtmarkt für Telekommunikation nach Netztypen in Deutschland in Mrd. EUR
Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT/VATM-Daten, -Analysen und -Prognosen
1 Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 19 vom
15. Januar 2024
Teilmarkt Festnetze für Telekommunikationsdienste 1 in Mrd. EUR
Teilmarkt Mobilfunknetze für Telekommunikationsdienste 1 in Mrd. EUR
Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT/VATM-Daten, -Analysen und -Prognosen Anzahl aktive Glasfaseranschlüsse in Mio. Stück
Quelle: DIALOG CONSULT/VATM-Daten, -Analysen und -Prognosen Trends im B2B-MarktDas Geschäftskundensegment (B2B) in Deutschland ist durch eine weiterhin hohe Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Der Umsatz im Geschäftskundenmarkt ist mit rund 21,3 Mrd. EUR in 2023 (Vorjahr: 21,6 Mrd. EUR) leicht rückläufig und hat einen Anteil am Gesamtmarkt von 35,4 %. Die Umsatzverteilung Deutsche Telekom/Wettbewerber hat sich in 2023 nicht wesentlich geändert. Es ist davon auszugehen, dass die Deutsche Telekom in 2023 12,9 Mrd. EUR und die Wettbewerber etwa 8,4 Mrd. EUR Umsatz im Geschäftskundenmarkt erzielt haben. Wichtiger Treiber im Geschäftskundenbereich ist der kontinuierliche Ausbau an breitbandigen Internetzugängen sowohl über Festnetz (Glasfaser, Vectoring) als auch über Mobilfunk (5G). Auch die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Cloud-Telefonie und UCC-Lösungen) sowie das stärkere Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT weisen den Weg in die Zukunft. Ein ungebrochener IT-Trend ist »Cloud Computing« mit seinen Ausprägungen »Infrastructure as a Service« (laaS), »Platform as a Service« (PaaS) und »Software as a Service« (SaaS). Im Wesentlichen geht es dabei um die Verlagerung von lokalen Rechnerleistungen (Hardware) und Applikationsprogrammen (Software) sowie der Datenhaltung (Content) in zentrale und hochperformant abgesicherte Rechenzentren eines ITK-Dienstleisters, auf die der Nutzer über breitbandige und gesicherte Anbindungen zugreift. Wesentliche Aspekte in diesem Zusammenhang sind zudem der Datenschutz sowie die Sicherheit der zentral gelagerten Daten. Unternehmen setzen immer mehr auf »Cloud-Telefonie« anstatt auf lokale Telefonanlagen. Dabei sind die Standortunabhängigkeit, die Flexibilität im Betrieb und die Kostenersparnis auf Seiten der Unternehmen wesentliche Argumente für die Nutzung. Wesentliche Voraussetzungen für die Nutzung von »Cloud-Telefonie« ist eine schnelle und belastbare Internetverbindung. Der zunehmende Ausbau von Glasfaserleitungen in Deutschland erhöht somit die technische Verfügbarkeit für die Realisierung von »Cloud-Telefonie«. Die Marktdurchdringung ist verschiedenen Studien zur Folge gerade in Deutschland geringer als 20 %. Hier wird in den nächsten Jahren mehr als eine Verdopplung erwartet. Markt für Telekommunikationsdienste in Mrd. EUR
Inkl. Sprach- und Internetdienste, Datendienste, Interconnection, Mietleitungen, Inhalte, Endgeräte und Verteilung von TV-Inhalten, die von Netzbetreibern und deren Vertriebspartnern abgesetzt werden. Angaben in eckigen Klammern geben die entsprechenden absoluten Umsätze im Vorjahr an. Quelle: DIALOG CONSULT/VATM-Daten, -Analysen und -Prognosen Gesamtvolumenentwicklung pro Jahr in Mrd. GB
Durchschnittliches Datenvolumen pro Anschluss und Monat in GB
Die angegebenen jährlichen prozentualen Steigerungen wurden unter Rückgriff auf nicht gerundete Datenverkehrswerte berechnet. Quelle: DIALOG CONSULT/VATM-Daten, -Analysen und -Prognosen Weitere wichtige ITK-Trends sind: scrollen
Um im Wettbewerb bestehen zu können, müssen im B2B-Segment tätige Unternehmen möglichst viele für Geschäftskunden relevante Produkte aus einer Hand und bundesweit anbieten können. Gerade Telekommunikationsdienste für Geschäftskunden haben als Produktionsfaktor eine sehr hohe gesamtwirtschaftliche Bedeutung. Ein entsprechender Regulierungsrahmen muss daher sicherstellen, dass Wettbewerber bundesweit auf alle notwendigen bzw. physikalisch verfügbaren Vorleistungen zurückgreifen können. ecotel unterliegt als Telekommunikationsunternehmen der Aufsicht der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Im Bereich Telekommunikation und Post sorgt die Bundesnetzagentur für scrollen
Neben der Regulierung hat die Bundesnetzagentur im Telekommunikations- und Postmarkt noch weitere vielfältige Aufgaben; sie scrollen
ecotel versucht, durch Marktkenntnis und -beobachtung wesentliche Trends frühzeitig zu entdecken und daraus Risiken und Potentiale abzuleiten. Im Jahr 2023 hat ecotel sich mit folgenden aktuellen Themengebieten auseinandergesetzt bzw. sich aktiv in den Arbeitskreisen und im Präsidium des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) beteiligt: scrollen
2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEErtragslage des KonzernsDie Ertragslage des Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2023 durch Sondereffekte maßgeblich beeinflusst. Durch die Einbringung des Segments nacamar in die UPLINK Digital GmbH zum 4. April 2023 wurden nacamar und Raute Musik unter dem Dach der UPLINK zusammengeführt. Nach der Einbringung behält ecotel einen rund 25 %igen Anteil an der neuen UPLINK Digital GmbH und erhält einen Barausgleich in Höhe von 1,3 Mio. EUR. Als Folge dieser Einbringung hat die ecotel communication ag die Kontrolle an der nacamar GmbH aufgegeben. Das Segment nacamar wird daher nicht mehr im Konzernabschluss der ecotel communication ag ausgewiesen. Diese Transaktion hat zu einem Entkonsolidierungsergebnis von 1,7 Mio. EUR geführt, das unter dem Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen wird. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen von insgesamt 1,8 Mio. EUR enthält auch das Ergebnis des Segments nacamar vom 1. Januar 2023 bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt in Höhe von 0,1 Mio EUR. Anfang des Geschäftsjahres 2023 wurden Nutzungsrechte an Internetressourcen veräußert. Aus dieser Transaktion hat der Konzern nach Abzug aller mit dieser Transaktion verbundenen Kosten einen Ertrag von 5,3 Mio. EUR erzielt. Das waren 3,9 Mio. EUR mehr als in der ursprünglichen Prognose für das Geschäftsjahr 2023 angenommen. Dieser überschießende außerplanmäßige Ertrag wird definitionsgemäß als Bereinigungseffekt aus dem operativen EBITDA korrigiert. Ebenfalls korrigiert werden nicht zahlungswirksame Bewertungseffekte aus dem bestehenden Aktienoptionsplan 2020. Im Geschäftsjahr 2023 sind hierfür 0,1 Mio. EUR angefallen. Um sich im sich stets weiterentwickelnden Markt noch besser zu positionieren und die sich bietenden Chancen schneller und umfänglicher nutzen zu können, stellt ecotel ihre Prozesslandschaft und Führungsstruktur auf den Prüfstand. Dabei werden Prozess- und Informationsflüsse analysiert und effizienter modelliert. Ebenso wird in diesem Zuge auch die Fach- und Führungsstruktur den neuen Bedürfnissen dieser neuen Prozesslandschaft angepasst. Dieses Programm wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr gestartet und wird voraussichtlich im Geschäftsjahr 2024 finalisiert werden können. Im Jahr 2023 sind Reorganisationsaufwendungen hierfür in Höhe von 0,4 Mio. EUR, im Wesentlichen für externe Beratungen, angefallen. Diese wurden definitionsgemäß ebenfalls als Bereinigungseffekt berücksichtigt. In der folgenden Tabelle werden die Ergebnisse der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor planmäßigen und außerplanmäßigen Wertminderungen (EBITDA) der einzelnen Segmente und des Konzerns zum Operativen EBITDA (Definition siehe Kapitel 1.3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht) für das Geschäftsjahr 2023 übergeleitet: scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein bereinigtes EBITDA wie folgt ermittelt: scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Der Konzern hat im Jahr 2023 Umsatzerlöse aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 106,3 Mio. EUR (Vorjahr: 92,2 Mio. EUR) erzielt, was einer Steigerung von 15 % entspricht. Zu dieser Steigerung haben beide operativen Segmente beigetragen. Im Segment ecotel Geschäftskunden konnte der Umsatz um 0,6 Mio. EUR auf 46,2 Mio. EUR gesteigert werden, im Segment ecotel Wholesale betrug die Steigerung 13,6 Mio. EUR auf 60,2 Mio. EUR. Umsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. EUR
Der Rohertrag konnte im Geschäftsjahr 2023 um 6 % erhöht werden und beträgt 32,1 Mio. EUR. Auch hier trugen beide Segmente zur Rohertragssteigerung bei. Das operative EBITDA des Konzerns betrug 9,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,8 Mio. EUR) was der im November 2023 präzisierten Prognose von rund 9 Mio. EUR entspricht. Während das operative EBITDA im Segment ecotel Wholesale mit 0,6 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR gesteigert werden konnte, führten die zu Beginn des Jahres 2023 kommunizierten Investitionen in die Wachstumsstrategie des Segments ecotel Geschäftskunden zu einem Rückgang des operativen EBITDA in Höhe von 0,4 Mio. EUR auf 7,8 Mio. EUR. Operatives EBITDA aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. EUR
Das nicht bereinigte EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: 23,4 Mio. EUR) deutlich reduziert. Ursächlich für diesen Rückgang ist im Wesentlichen folgender Effekt: Während im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus der Übertragung von Nutzungsrechten an Internetressourcen in Höhe von 5,3 Mio. EUR erzielt wurden, betrugen diese Erträge im Vorjahr 14,9 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR geringeren Abschreibungen (4,8 Mio. EUR) erzielte der Konzern ein EBIT aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 7,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,8 Mio. EUR). EBIT (um Sondereffekte bereinigt) aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. EUR
Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses (0,5 Mio. EUR; Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und den Steuern vom Einkommen und Ertrag (2,5 Mio. EUR; Vorjahr: 5,9 Mio. EUR) sowie dem Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 58,2 Mio. EUR), ergibt sich ein Konzernüberschuss von 7,4 Mio. EUR (Vorjahr: 70,2 Mio. EUR). Bereinigt um die oben beschriebenen Sondereffekte und darauf entfallene Steuereffekte ergibt sich ein bereinigter Konzernüberschuss von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Konzernüberschuss (um Sondereffekte bereinigt) aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Mio. EUR
Ertragslage der operativen SegmenteIn der folgenden Grafik ist die Umsatzentwicklungen der letzten drei Geschäftsjahre sowie die Verteilung auf die Segmente dargestellt. Umsatzentwicklung und -Verteilung auf Segmente in Mio. EUR
ecotel GeschäftskundenDer Umsatz im Segment ecotel Geschäftskunden konnte nach Jahren der transformationsbedingten Rückgänge im Geschäftsjahr 2023 erstmals wieder gesteigert werden und wuchs auf 46,2 Mio. EUR (Vorjahr: 45,6 Mio. EUR). Gerade im zweiten Halbjahr zeigten die für 2023 geplanten und auch durchgeführten Investitionen in die Wachstumsmärkte »cloud« und »fiber« deutliche Vertriebserfolge und erste Umsatzsteigerungen, so dass in diesen beiden Bereichen die Anzahl der Aufträge gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Es wurde in Systeme und Prozesse, aber vor allem in vertriebliche und vertriebsunterstützende Ressourcen investiert, um die Wachstumsdynamiken vor allem in diesen beiden Märkten auszunutzen. Zum Ende des Geschäftsjahres konnte ecotel sich in einer großen Ausschreibung gegen mehr als zehn Mitbewerber durchsetzen und den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte gewinnen. Für weitere Informationen hierzu und die Auswirkungen auf die Prognose wird auf das Kapitel Prognosebericht verwiesen. Der Rohertrag in diesem Segment konnte deutlich um 1,1 Mio. EUR auf 30,2 Mio. EUR gesteigert werden. Dieser Anstieg ist zum einen auf die skalierbare Produktplattform und die weitere Verschiebung des Produktmixes zu den margenstarken Cloud- und Sprachprodukten zurückzuführen (Effekt: 0,9 Mio. EUR), zum anderen hat sich der Einkaufspreis für Strom gegenüber dem Vorjahr wieder auf ein geringeres und planbareres Niveau verringert (Effekt: 0,8 Mio. EUR). Dem entgegen hat sich der Rohertrag im nicht mehr im Fokus stehenden Geschäft aus reinen Rechenzentrumleistungen veringert (Effekt: -0,8 Mio EUR). Der Aufbau von vertriebs- und vertriebsunterstützenden Ressourcen hat unter anderem zum deutlichen Anstieg des Personalaufwands in diesem Segment um 1,7 Mio. EUR auf 14,9 Mio. EUR geführt. Aber auch eine Sonderbonifizierung des Vorstands in Höhe von 0,9 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Veräußerung von Nutzungsrechten an Internetressourcen führte zu diesem Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahr gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen - im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen für externe Beratungsleistungen - haben zu einem gegenüber dem Vorjahr geringeren operativen EBITDA des Segments ecotel Geschäftskunden in Höhe von 7,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,3 Mio. EUR) geführt. Damit hat das Segment die ursprüngliche Prognose von >8,5 Mio. EUR nicht erreichen können. ecotel WholesaleDer Umsatz im Segment ecotel Wholesale stieg im Geschäftsjahr 2023 deutlich um 13,6 Mio. EUR auf 60,2 Mio. EUR. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen: Die Umsätze mit dem ehemaligen Segment easybell werden seit der Veräußerung im Jahr 2022 nicht mehr aus dem Konzern eliminiert, sondern als Umsätze im Segment ecotel Wholesale ausgewiesen (Effekt: +6,4 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2023 konnte das Geschäft mit dem netzübergreifenden Handel mit Telefonieminuten (Wholesale) gesteigert werden (Effekt: +6,1 Mio. EUR) und die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier wurde erfolgreich ausgebaut (Effekt: +0,8 Mio. EUR). Diese Umsatzsteigerungen führten zu einem Anstieg des Rohertrages um 0,7 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Die operativen Aufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant gehalten werden, so dass sich die Rohertragssteigerung direkt im operativen EBITDA auswirkte, welches um 0,6 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR ausgebaut wurde. Damit konnte das Segment die Prognose (0,5 Mio. EUR bis 1,0 Mio. EUR) übertreffen. nacamar (aufgegebener Geschäftsbereich)Das operative Segment nacamar wurde zum 4. April 2023 in die UPLINK Digital GmbH eingebracht. Im Zuge dieser Transaktion hat ecotel die Kontrolle aufgegeben. Aus diesem Grund wird lediglich das Ergebnis dieses Segments als Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen und die Vorjahre entsprechend angepasst. Im Zeitraum 1. Januar 2023 bis zum 31. März 2023 hat dieser aufgegebene Geschäftsbereich ohne Entkonsolidierungsergebnis mit 0,1 Mio. EUR zum Überschuss des Konzerns beigetragen. Abgleich der Prognosen mit dem tatsächlichen GeschäftsverlaufIm Laufe des Geschäftsjahres 2023 hat ecotel an seiner ursprünglichen Prognose grundsätzlich festgehalten. Im Rahmen der Kommunikation der Quartalszahlen im November 2023 wurde eine Präzisierung vorgenommen. Im operativen Segment Geschäftskunden konnte nach mehreren Jahren der Transformation ein Wachstum erreicht werden. Mit Ausnahme des operativen EBITDA wurden alle prognostizierten Werte erreicht, oder sogar übertroffen. Das für das Geschäftsjahr 2023 geplante Umsatzwachstum im Segment ecotel Geschäftskunden hat sich erst im zweiten Halbjahr 2023 bemerkbar gemacht. Dadurch konnten die in 2023 getätigten Investitionen in Systeme, Prozesse, vor allem aber in vertriebliche und vertriebsunterstützende Ressourcen nicht im ursprünglich geplanten Umfang kompensiert werden. Gerade gegen Ende des Geschäftsjahres 2023 haben sich diese Investitionen allerdings deutlich positiv auf die Vertriebsleistung ausgewirkt. Das daraus resultierende Wachstum wird allerdings erst in den folgenden Perioden vollständig sichtbar. Der für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte Umsatz im Segment ecotel Wholesale wurde übertroffen. Vor allem konnte die Margensituation weiter verbessert werden, da die Vermarktung von Datenleitungen für nationale und internationale Carrier zunehmend erfolgreich ist und das margenschwache Geschäft mit netzübergreifendem Handel mit Telefonieminuten kompensiert. scrollen
FinanzlageDie Finanzlage des Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2023 einerseits durch die hohe Dividendenausschüttung (66,1 Mio. EUR; Vorjahr: 7,9 Mio. EUR) belastet, andererseits durch die Entkonsolidierung des Segments nacamar und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Finanzmittelbestand positiv beeinflusst. Der Free Cashflow (Saldo aus Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Mittelzufluss/-abfluss aus Investitionstätigkeit) betrug 4,0 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 nach 72,5 Mio. EUR im Vorjahr. Im Vorjahr waren Einzahlungen aus Konsolidierungskreisänderungen (49,5 Mio. EUR), Mittelzuflüsse aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen (6,8 Mio. EUR) und Zuflüsse aus der Übertragung von Nutzungsrechten an Internetressourcen in Höhe von 15,7 Mio. EUR für den sehr hohen Free Cashflow verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2023 waren Einzahlungen aus Konsolidierungskreisänderungen (0,9 Mio. EUR) und Zuflüsse aus der Übertragung von Nutzungsrechten an Internetressourcen in Höhe von 5,3 Mio. EUR im Free Cashflow enthalten. Um die vorgenannten Effekte korrigiert, betrug der Free Cashflow -2,3 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 0,5 Mio. EUR im Vorjahr. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren Ertragsteuerzahlungen des Konzerns (0,4 Mio. EUR) sowie einer stichtagsbedingten negativen Veränderung des Working Capitals (2,4 Mio. EUR). Demgegenüber wirkten sich geringere Auszahlungen für Investitionen um 1,6 Mio. EUR, Einzahlungen aus Ausschüttungen aus der mvneco GmbH (0,3 Mio. EUR) und höhere Einzahlungen aus Zinserträgen (0,5 Mio. EUR) positiv aus. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit betrug 67,2 Mio. EUR (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR). Darin enthalten ist die Dividendenzahlung in Höhe von 66,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,9 Mio. EUR). Wie in den Vorjahren war ecotel in der Lage, allen Zahlungsverpflichtungen uneingeschränkt und termingerecht nachzukommen. Die wichtigen Ziele des Finanzmanagements wie die Einhaltung der mit Banken vereinbarten Financial Covenants für die bereitgestellten Kreditlinien, die Minimierung von Kredit- und Zinsrisiken sowie die Einhaltung der kommunizierten Dividendenpolitik konnten auch im Geschäftsjahr 2023 erreicht werden. VermögenslageDie Bilanzsumme des Konzerns sank zum 31. Dezember 2023 deutlich um 61,1 Mio. EUR auf 47,3 Mio. EUR. Maßgeblich zu diesem deutlichen Rückgang trug die oben erwähnte hohe Dividendenausschüttung im April 2023 in Höhe von 66,1 Mio. EUR bei. Im Ergebnis reduzierten sich die finanziellen Mittel (3,7 Mio. EUR; Vorjahr: 66,9 Mio. EUR) und das Eigenkapital (23,7 Mio. EUR; 82,2 Mio. EUR) entsprechend. Aktiva und Passiva in Mio. EUR
Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 1,7 Mio. EUR auf 31,4 Mio. EUR leicht an. Wesentlich für diesen Anstieg waren zum einen weitere Investitionen (2,0 Mio. EUR) in die neuen Business-Support-Systeme. Zum anderen wurde die Beteiligung an der UPLINK Digital GmbH mit 0,8 Mio. EUR erstmals als sonstiger finanzieller Vermögenswert erfasst. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Finanzmittel) stiegen leicht um 0,4 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wuchsen um 2,5 Mio. EUR aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens an. Die Ertragsteueransprüche reduzierten sich um 1,8 Mio. EUR, da die wesentlichen Ansprüche aus Kapitalertragsteuern mit der Steuerzahlung im Jahr 2023 verrechnet werden konnten. Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital aufgrund der Dividendenzahlung in 2023 deutlich auf 23,7 Mio. EUR (Vorjahr: 82,2 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. Dezember 2023 rund 50 % (Vorjahr: rund 75 %). Die langfristigen Verbindlichkeiten blieben mit 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,7 Mio. EUR) im Vergleich zum Vorjahresstichtag nahezu konstant. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sanken um 2,8 Mio. EUR auf 16,6 Mio. EUR zum Bilanzstichtag. Wesentliche Treiber waren hier die Steuerzahlungen in 2023 und daher eine Reduktion der Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern um 3,8 Mio. EUR, sowie der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1,5 Mio. EUR. Satzung / KapitalstrukturJede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 AktG grundsätzlich eines Beschlusses der Hauptversammlung. Ausgenommen hiervon sind Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen; zu solchen Änderungen ist der Aufsichtsrat ermächtigt. Hauptversammlungsbeschlüsse werden, soweit die Satzung nicht im Einzelfall etwas anderes anordnet oder zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Das Grundkapital der ecotel ag beträgt 3.510.000 EUR. Das Kapital ist in 3.510.000 auf den Inhaber lautende Stammaktien aufgeteilt. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital ist in Höhe von 3.510.000,00 EUR vollständig eingezahlt. Jede nennbetragslose Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Stimmrechtsbeschränkungen bestehen nicht. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, wie sie sich beispielsweise aus Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern ergeben können, sind dem Vorstand der ecotel ag nicht bekannt. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 1.775.000,00 EUR (bisher: 1.755.000,00 EUR) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Geschäftsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Bedingtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu 1.404.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.404.000 EUR auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Neufassung des Bedingten Kapitals 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020). Ermächtigung zum Erwerb eigener AktienDie Hauptversammlung hat den Vorstand mit Beschluss vom 21. April 2023 ermächtigt, eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von bis zu 10 % zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, durch die Gesellschaft oder für ihre Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 20. April 2028. Die nachfolgende Grafik zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel ag Ende 2023 mehr als 3 % betrug. Basis sind der ecotel bekannt gemachte Anteilsbesitze. Es bestehen in Bezug auf die Aktien keine unterschiedlichen Stimmrechte. Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2023 in %
Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Eine Stimmrechtskontrolle für den Fall, dass Arbeitnehmer am Gesellschaftskapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegt nicht vor. 3. GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES KONZERNSDie wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht wesentlich verändert. Die hohe Dividendenzahlung hat den Finanzmittelbestand (3,7 Mio. EUR; Vorjahr: 66,9 Mio. EUR) zwar deutlich reduziert, aber der Konzern ist weiterhin nicht auf externe Finanzverbindlichkeiten (Bankdarlehen) angewiesen und kann somit die geplanten und notwendigen Investitionen in die Wachstumsfelder eigenfinanziert durchführen. Die Ertragslage der operativen Segmente konnte deutlich gesteigert werden. Beide operativen Segmente haben ihre Roherträge steigern können. Die wesentlichen Bilanzkennzahlen, wie zum Beispiel die Eigenkapitalquote (50,1 %; Vorjahr: 75,9%) sowie das Nettofinanzvermögen (3,7 Mio. EUR; Vorjahr: 66,9 Mio. EUR), waren durch die Sondereffekte im Vorjahr zum Jahresabschluss 2022 und die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlte hohe Dividende deutlich beeinflusst und haben sich daher naturgemäß verringert. Die Kennzahlen zum 31. Dezember 2023 sind dennoch sehr solide. Die Ertragslage ist weiterhin überwiegend durch wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2023 insgesamt als zufriedentstellend anzusehen ist. Zur geplanten Wachstumsstrategie und der Fokussierung auf Cloud- und Fiber-Produkte sowie zur gesamten Chancen- und Risikosituation wird auf die Ausführungen im Prognose-, Risiko- und Chancenbericht verwiesen. 1.3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1. KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMZur frühzeitigen Identifizierung und Bewertung von unternehmerischen und bestandsgefährdenden Risiken sowie zum richtigen Umgang hiermit setzt ecotel ein entsprechendes Risikomanagementsystem ein. Die konzernweite Verantwortung der Früherkennung und Gegensteuerung von Risiken liegt beim Vorstand. Für die kontinuierliche Identifizierung und Bewertung von Risiken im Konzern unterstützen ihn die Prokuristen sowie die Geschäftsführer der Tochterunternehmen. Mithilfe eines quartalsweise erscheinenden Risikoreports verfolgen der Vorstand und der Aufsichtsrat das gesamte Jahr hindurch die identifizierten Risiken in Bezug auf die geplante Entwicklung. Der Fokus liegt dabei auf der Identifikation des Handlungsbedarfs und dem Status der eingeleiteten Maßnahmen zur systematischen Steuerung der identifizierten Risiken. In Form einer Risikomatrix sind dabei jeweils alle wesentlichen Risiken aufgeführt, die das Ergebnis und den Bestand des Konzerns gefährden könnten. Alle Risikopotentiale werden dabei nach Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen Schadenshöhen bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeiten werden dabei in niedrig, mittel, hoch und sehr hoch klassifiziert. Die mögliche Schadenshöhe (als Nettobarwert) wird wiederum ebenfalls in vier Schadensklassen gemäß nachfolgender Tabelle unterteilt. Vermögensschadensklasse und mögliche Schadenshöhen in EURscrollen
Die den identifizierten Risikopositionen zugeordneten Wahrscheinlichkeiten und Schadensklassen werden entsprechend der nachfolgenden Tabelle in Risikoklassen eingeteilt. Aus der Risikoklasse ergibt sich zugleich das Bruttorisiko je Risikoposition (1 bis 4). Der Vorstand leitet für jede Risikoposition einzuleitende Maßnahmen zur Gegensteuerung ab und bewertet daraus unter Berücksichtigung der bereits umgesetzten Maßnahmen das Nettorisiko (1 bis 4). Bruttorisiko und Nettorisiko können durch die Gegensteuerung daher voneinander abweichen. Zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ihrer Geschäftstätigkeit, der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften unterhält ecotel weiterhin ein Internes Kontrollsystem (IKS), welches in regelmäßigen Abständen, so auch im Geschäftsjahr 2023, überarbeitet wird. Das Interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem sind dynamische Systeme. Die Veränderungen des Geschäftsmodells, der Art und des Umfangs der Geschäftsvorfälle oder der Zuständigkeiten, sorgen dafür das diese Systeme laufend angepasst werden. Damit einhergehend ergeben sich sowohl aus den durchgeführten Überprüfungen, aus Revisionsprüfungen sowie aus den Prüfungstätigkeiten des Abschlussprüfers Verbesserungspotentiale als auch hinsichtlich der Angemessenheit (Fehlen geeigneter Kontrollen) und der Wirksamkeit (unzureichende Durchführung) von Kontrollen. Zudem können sich aus Compliancevorfällen ebenso Verbesserungspotentiale ergeben. Im Berichtsjahr identifizierte Verbesserungspotentiale haben keine Anhaltspunkte ergeben, die gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit der beiden Managementsysteme sprechen. Risikomatrix
Daneben erfüllt das Kontrollsystem der ecotel ag durch die Interne Revision im Rahmen einer Vollausgliederung auch die »Mindestanforderungen an das Risikomanagement« (MaRisk) und die »Bankenaufsichtliche Anforderungen an die IT« (BAIT), was durch jährlich wiederkehrende Testate gemäß IDW PS 951 Typ 2 belegt wird. Diese Maßnahmen wurden notwendig, da ecotel sowohl Versicherungen als auch Banken durch verschiedene ITK-Lösungen bedient. Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Konzern- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidungen ihrer Adressaten haben. Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem zielt darauf ab, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ist das Interne Kontrollsystem derart gestaltet, dass für alle wesentlichen Geschäftsvorfälle das Vier-Augen-Prinzip eingesetzt wird und dass im Rechnungslegungsprozess eine Funktionstrennung vorliegt. Regelmäßig wiederkehrende Prozesse werden weitgehend IT-gestützt vorgenommen (Schnittstellen zwischen operativen und buchhalterischen Systemen für Fakturen, Zahlungsein- und -ausgänge sowie kreditorische Prozesse). Für die korrekte Bilanzierung werden Kontierungsrichtlinien eingesetzt. Zur Beurteilung von komplexeren Bilanzierungssachverhalten werden, wenn notwendig, externe Dienstleister hinzugezogen. Gleiches gilt für die Erstellung der Steuererklärungen. Diese Erstellungs- und Beratungsleistungen werden durch interne Plausibilisierungen und Abstimmungen kontrolliert und weiterverarbeitet. Darüber hinaus erfolgt eine Überwachung der zentralen Finanzkennzahlen durch einen regelmäßigen Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse. 2. RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGIm Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit ist ecotel mit operativen Risiken, finanzwirtschaftlichen Risiken, strategischen Risiken sowie mit Risiken des Marktumfelds konfrontiert. Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken erläutert und mit ihrem Brutto- und Nettorisiko (nach eingeleiteten Maßnahmen) aufgeführt. Die Risikosituation hat sich nicht wesentlich zum Vorjahr verändert. Operative RisikenOperative Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren sich bei ecotel hauptsächlich auf mögliche Ausfälle, Fehler und Kapazitätsengpässe der Infrastruktur (z. B. Backbone, Rechenzentrum, Vermittlungstechnik, Server-Farmen) sowie auf die korrekte und zeitnahe Abwicklung unternehmenskritischer Prozesse in den Bereichen Rechnungsstellung, Provisionierung der Vertriebspartner, Forderungsmanagement sowie in der Kunden-, Lieferanten- und Partnerbetreuung. Die Sicherstellung einer maximal hohen Verfügbarkeit der Infrastruktur durch entsprechende Systemredundanzen sowohl im Bereich der Vermittlungstechnik als auch auf Leitungsseite ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Risiken, welche ecotel konsequent umsetzt. Im Bereich der Rechenzentrum-Infrastruktur liegen potentielle Risiken im Ausfall der Klima- und Notstromversorgung sowie dem Wegfall der Anbindungen. Die Notstromversorgung sowie die Klimatechnik sind redundant ausgebaut. Die Rechenzentren in Düsseldorf und Frankfurt am Main sind georedundant, kanten- und knotendisjunkt miteinander verbunden. Zudem sind die Zuführungen der wichtigsten Carrier-Vorlieferanten redundant an beide Rechenzentren angeschlossen. Auch die Anbindung des Internets geschieht georedundant über verschiedene Carrier zu beiden PoPs. (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 3; VSK: mittel). Der eigene Teilnehmernetzbetrieb/Voice-Plattform und die damit verbundenen technischen Software- und Systemkomponenten bilden die Basis für die Wertschöpfung des Segments ecotel Geschäftskunden. Vor allem die sehr komplexe IT-Systemlandschaft für das Segment ecotel Geschäftskunden birgt bei einem Ausfall von Teilen oder gar einem Totalausfall das Risiko eines deutlichen Reputationsverlustes, aber auch, dass der Konzern zu wesentlichen Schadenersatzforderungen verpflichtet wäre. Die für den Teilnehmernetzbetrieb aufgebaute Systemlandschaft ist sowohl innerhalb eines Rechenzentrums als auch zwischen den Standorten Frankfurt am Main und Düsseldorf und innerhalb des eigentlichen Systems redundant aufgebaut und ausgelegt. Diese Maßnahmen haben das Risiko eines Ausfalls der Telefonieplattform bereits deutlich reduziert und weitere eingeleitete Maßnahmen werden hier in Zukunft wahrscheinlich noch weitere positive Effekte bringen. (Bruttorisiko 1/Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch). Bei der Erbringung der vertraglichen Services zum Kunden ist ecotel abhängig von der Performance der Vorlieferanten. Ein möglicher Ausfall von Leitungen, die ecotel für die Erbringung von Diensten nutzt, würde zu Reputationsverlust, aber auch zu wesentlichen Schadenersatzforderungen führen. Daher wählt ecotel seine Vorlieferanten sorgfältig aus und überwacht diese. Gerade auch im Hinblick auf Ausfallsicherheiten werden Service Level Agreements mit den wesentlichen Lieferanten abgeschlossen und Eskalationsprozesse durchgeführt und so die Ausfall- und Endstörzeiten so gering wie möglich gehalten. Durch das umfangreiche Multi-Carrier-Konzept kann bei Bedarf auch eine Mehr-Wege-Führung über mehrere Lieferanten beim Kunden realisiert und das Ausfallrisiko damit weiter reduziert werden. (Bruttorisiko 3/Nettorisiko 4; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: mittel). Im Segment ecotel Geschäftskunden wird eine vollständig neue Systemarchitektur implementiert, die für Partner, Kunden und Mitarbeiter die Auftragserfassungen deutlich vereinfacht und durch automatische Prozesse die Bereitstellung der bestellten Services sicherstellt. Dieses neue System wird sukzessive erweitert und löst in den nächsten Jahren die bisherigen Systeme ab. Ein solcher Prozess der internen Kundenmigration birgt verschiedene Risiken. Zum einen kann es bei einer Kundenmigration kaufmännisch und technisch zu Fehlern und Problemen kommen, die zu einer Verschlechterung der Kundenbeziehung oder gar zu fehlerhaften Abrechnungen führen, die dann korrigiert werden müssten. Zum anderen gilt es, die alten Systeme so lange betriebsbereit zu halten, dass bis dahin auftretende technische Probleme oder notwendig werdende Änderungen durch geeignetes Personal durchgeführt werden können und die technischen Voraussetzungen für den Weiterbetrieb bis zur letztlichen Abschaltung zur Verfügung stehen. Im Jahr 2023 wurden die ersten größeren Chargen an Kundenverträge ins neue System migriert. Voraussichtlich bis ins Jahr 2025 wird die Gesamtmigration andauern. (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 2; Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch). Der Betrieb eines Telekommunikationsnetzes und Telekommunikationsdienstleistungen unterliegt naturgemäß Risiken im Bereich der Cyber-Kriminalität. Dazu gehören Angriffe auf Systeme und Netze, aber auch betrügerische Handlungen im Bereich der Telefonie. Durch jährliche ISO 27001, PS 951 Typ B, regelmäßige Überprüfungen durch die Bundesnetzagentur, aber auch durch ein umfangreiches technisches Sicherheitskonzept, Informations- und Datenschutzsicherheitskonzepte sowie eine ausgelagerte Interne Revision mindern das Risiko. Allerdings ist es praktisch nicht möglich, hier alle Risiken zu minimieren. (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 3; VSK: hoch). Die geopolitischen Entwicklungen und die derzeit allgegenwärtigen Krisen könnten zu einer Zurückhaltung von potentiellen Neukunden führen. Auch wenn der Telekommunikationsmarkt im Allgemeinen gezeigt hat, dass er von den verschiedenen Krisensituationen nicht wesentlich negativ beeinflusst wird, kann auch ecotel nicht auschließen, künftig Risiken aus Lieferzeiten, Preisentwicklungen, Energieknappheit und Energiekosten tragen zu müssen. Diese Themen werden eng überwacht und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet. (Bruttorisiko 1 /Nettorisiko 2; überwiegend Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch). Finanzwirtschaftliche RisikenFinanzwirtschaftliche Risiken umfassen bei der ecotel Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Fremdwährungsrisiken sowie Zinsrisiken. ecotel hat mit den finanzierenden Kreditinstituten marktübliche Gläubigerschutzklauseln (sogenannte Financial Covenants) vereinbart, die sich auf das Verhältnis bestimmter Finanzkennzahlen beziehen. Als Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen dient der von ecotel aufgestellte IFRS-Konzernabschluss. Eine Verletzung der Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung der Betriebsmittellinien führen und damit eine signifikante Verschlechterung der Liquiditätslage der ecotel nach sich ziehen, soweit keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants erzielt werden kann. Bei allen einzuhaltenden Covenants (Eigenkapitalquote, EBITDA/Umsatzerlöse und Nettoverschuldung/EBITDA) liegt ecotel derzeit innerhalb der von den Financial Covenants vorgegebenen Intervalle. Das Unternehmen geht davon aus, dass auch für das Jahr 2024 alle Covenant-Schwellenwerte sicher eingehalten werden können. (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 4; VSK: sehr hoch). Die Regelungen der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) sehen bei einigen Bilanzansätzen einen »impairment only« Ansatz vor, da keine planmäßigen Abnutzungen unterstellt werden dürfen. Daher führt ecotel jährliche Überprüfungen dieser Ansätze durch. Die derzeitigen Entwicklungen sehen keine Wertminderungsnotwendigkeiten vor. Die wirtschaftliche Situation kann sich jedoch in der Zukunft so verschlechtern, dass dies nicht dauerhaft ausgeschlossen werden kann und dann zu Ergebnisbelastungen führen könnte (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 3; Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch). Die allgemeine Regulierungsdichte, vor allem für börsennotierte Unternehmen, nimmt weiter deutlich zu. Die Themengebiete Deutscher Corporate Governance Kodex, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem sowie der Aufbau eines Compliancemanagementsystems binden Ressourcen und bergen das Risiko, Fehler zu begehen, die zivil- und/oder strafrechtliche Folgen haben könnten. Zur Sicherstellung dieser Themen hat ecotel in den letzten Jahren einen externen und internen Ressourcenaufwand betrieben und wird diesen auch in den nächsten Jahren weiter betreiben, damit alle Anforderungen aus diesem Bereich erfüllt werden und erfüllt bleiben. Hinzu kommen neue Anforderungen beispielsweise aus dem Energieeffizienzgesetz oder andere Auflagen, die zu neuen regelmäßigen Berichterstattungen und/oder Handlungsfeldern führen. Der Konzern überwacht neue Gesetzgebungen ständig und ist bestrebt, alle Anforderungen zu erfüllen. (Bruttorisiko 1 / Nettorisiko 3; VSK: sehr hoch). Rechtliche Risikenecotel ist einer Vielzahl rechtlicher Risiken ausgesetzt. Hierzu können beispielsweise Risiken aus den Themenbereichen Gewährleistung, Verletzung von Vertragsklauseln, Wettbewerbs- und Patentrecht sowie Nachhaftungsrisiken aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen gehören. Die Auswirkungen von anhängigen bzw. künftigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden. Der Konzern identifiziert und analysiert kontinuierlich mögliche Eintrittsrisiken für rechtliche Auseinandersetzungen und bewertet quantitativ sowie qualitativ die potentiellen rechtlichen sowie finanziellen Auswirkungen. Auf dieser Basis werden zeitnah angemessene Maßnahmen ergriffen, um einen möglichen Schaden vom Konzern abzuwenden. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 sieht sich der Konzern keinen wesentlichen Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Steuerliche RisikenRisiken ergeben sich für den Konzern dann, wenn Steuergesetze und andere Regelungen nicht in vollem Umfang beachtet werden. Zudem entstehen diese durch auslegungsbedürftige Sachverhalte, wenn nach Auffassung der Finanzverwaltung nicht die angemessenen steuerlichen Konsequenzen gezogen worden sind. Steuerliche Außenprüfungen können daher zu Steuernachzahlungen, Zinsen und Strafen führen. Unter Einbindung von externer steuerlicher Beratung überwacht der Konzern laufend steuerliche Risiken, die sich beispielsweise aus der Steuergesetzgebung, geänderten Verwaltungsauffassungen oder der Steuerrechtsprechung ergeben können. Die letzte abgeschlossene steuerliche Außenprüfung des gesamten Konzerns umfasste die Jahre 2015 bis 2017. Die steuerliche Außenprüfung für die Jahre bis 2021 ist beendet aber noch nicht beschieden; es liegen derzeit keine Feststellungen vor. Im Jahr 2020 wurde ecotel vom zuständigen Finanzamt Düsseldorf darüber informiert (Kontrollmitteilung), dass vorgenommene Vorsteuerabzüge aus Eingangsrechnungen eines einzelnen wesentlichen Lieferanten rückwirkend versagt werden sollen. Als Begründung wurde eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei diesem Lieferanten aufgeführt. Das Gesamtvolumen des im Zweifel stehenden Vorsteuerabzugs beträgt 3,7 Mio. EUR. Von Seiten des Lieferanten und bestätigt durch dessen Steuerberater wurden Dokumente und Beschreibungen, ausstehende Umsatzsteuervoranmeldungen für 2020 sowie die Jahreserklärung beim für den Lieferanten zuständigen Finanzamt Berlin eingereicht. Von Seiten des für ecotel zuständigen Finanzamts Düsseldorf hat es bis heute keine weiteren informellen oder formellen Informationen zu der Kontrollmitteilung gegeben. Im Geschäftsjahr 2021 wurde ecotel (Organe und mit dem Sachverhalt betraute Mitarbeiter) allerdings als Zeuge von der Steuerstrafbehörde zu diesem Sachverhalt befragt. Daher gehen ecotel und die damit betrauten Experten und Anwälte davon aus, dass es bis zur abschließenden Klärung dieses Sachverhalts noch einige Zeit dauern wird. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen und Informationen sowie der Hinzuziehung von externen Experten erachtet ecotel das Risiko einer wirtschaftlichen Belastung mit Umsatzsteuer durch eine Versagung des Vorsteuerabzugs für deutlich unter 50 %. Von ecotel anfänglich zurückbehaltene offene Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten bzw. dessen Factor in Höhe von 1,9 Mio. EUR wurden im Jahr 2021 durch einen abgeschlossenen Vergleich in Höhe von 0,9 Mio. EUR abschließend beglichen. Aufgrund der zum Teil unklaren Vertrags- und Rechtssituation hat ecotel die nach der notwendigen Vorsteuerkorrektur verbliebenen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. EUR weiterhin passiviert. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich zu diesem gesamten Themenkomplex keine neuen Entwicklungen ergeben. Risiken des MarktumfeldsFerner entstehen durch den rapiden technologischen Wandel neue Produkte und Geschäftsmodelle. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass auf diese Weise die Produkte von ecotel weniger wettbewerbsfähig und somit weniger nachgefragt werden. Insbesondere die derzeitigen Aktivitäten der Bundesnetzagentur, bereits bestehende Vorleistungsprodukte sowie neu eingeführte Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom zu regulieren, können wesentliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit von ecotel haben. Diese Produkte sind wesentliche Vorleistungsprodukte zur Bereitstellung bestehender und neuer Services bei Kunden. ecotel beobachtet daher kontinuierlich das Marktumfeld, ist in Verbänden und Anhörungen aktiver Teilnehmer, um schnell und effektiv auf Technologieänderungen reagieren bzw. auf die Entscheidungen Einfluss nehmen zu können. (Bruttorisiko 2/Nettorisiko 3; insbesondere Segment ecotel Geschäftskunden; VSK: hoch). Gesamtrisiko kalkulierbarZusammenfassend ist ecotel davon überzeugt, dass die identifizierten wesentlichen Risiken weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit den Bestand von ecotel konkret gefährden und dass ecotel auch 2024 durch das flexible Geschäftsmodell und das Überwachungssystem Risiken schnell erkennen, darauf reagieren und Gegenmaßnahmen einleiten kann. Insgesamt werden alle Risiken, die ein Bruttorisiko von 1 aufweisen durch risikominimierende Eingriffe aus Sicht des Vorstands auf ein Nettorisiko von 2 oder geringer eingestuft. Ausnahme ist das Risiko, welches sich aus der Zusammenlegung und Integration der neuen und alten Systemarchitektur ergibt. 3. CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGNeben den Risiken gibt es eine Vielzahl an Chancen, welche die Geschäftsentwicklung von ecotel nachhaltig prägen können. Die Chancensituation hat sich bedingt durch gezielte strategische Ausrichtung sowie die externen Faktoren gegenüber dem Vorjahr verbessert. Im Folgenden werden die Chancen aus Sicht des Vorstands des Konzerns dargestellt: Fokussierung auf die wichtigsten Wachstumsmärkte im deutschen TelekommunikationsmarktDer deutsche Geschäftskundenmarkt ist im Gesamt-europäischen Vergleich sehr zurückhaltend, und liegt in Sachen Digitalisierung sowohl im Bereich der cloud-Telefonie als auch im Bereich des Breitbandausbaus auf den hinteren Rängen. Der Vorstand geht jedoch, gestützt von verschiedenen Marktstudien, davon aus, dass hier ein großer Auf- und Nachholbedarf besteht und die Wachstumsraten insbesondere bei den Fokusthemen »cloud und fiber« in den kommenden Jahren deutlich anziehen werden. Durch die teils antizyklischen Investitionen der letzten Jahre, sowohl in moderne IT- und Produktionssysteme als auch insbesondere die in 2023 getätigten Investitionen in die gezielte Positionierung der Gesellschaft in eben jene Wachstumsfelder, kann ecotel überproportional vom Marktwachstum profitieren. Für diese beiden Wachstumsfelder »cloud und fiber« ist ecotel mit der eigenen cloud.phone-Produktgruppe sowie dem multi-carrier-basierten Ethernet-Angebot bestens aufgestellt und fokussiert sich daher darauf. Cloud-Telefonie (cloud.phone) und UCC-LösungenZwei weitere wichtige Trendthemen der Telekommunikation sind Voice over IP (VolP) sowie die Verlagerung der Telefonanlagen ins Netz (Cloud-Telefonie). Die Produktpalette von ecotel besetzt exakt diese beiden Trends. Durch den eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie eigene cloud.phone-Lösungen bestehen weitere Chancen zur Umsatz- und Ertragsteigerung aus der Umstellung der bestehenden Kundenbasis. fiber: nachhaltige Vertriebsaktivitäten im DatenbereichDie Datenumsätze inkl. Hosting machen derzeit bereits mehr als 50% der Geschäftskundenumsätze aus. Das vergangene Geschäftsjahr hat gezeigt, dass diese Quote noch stärker wachsen könnte, als in den momentanen Planungen berücksichtigt, unter anderem durch den zunehmend fortschreitenden Ausbau von Glasfasertechnologie in Deutschland, die eigene Entwicklung einer Open-Access-Plattform sowie die erfolgreiche Positionierung im wachsenden Markt der softwarebasierten Vernetzung (SD-WAN). Der Konzern setzt als einer der ersten Anbieter im Markt bereits sogenannte universelle Customer Premises Equipment (CPE) in Kundennetzen ein. Im Gegensatz zu herkömmlichen, properitären Endgeräten, die jeweils nur eine bestimmte Funktion übernehmen, kann auf Basis der universellen CPE mehr als nur ein Dienst beim Kunden substituiert werden. So bietet die universelle CPE nicht nur den Abschluss des Datenanschlusses, sondern kann gleichzeitig die moderne SD-WAN Software, eine lokale Firewall sowie auch weitere, netznahe Funktionen abbilden. Somit kann ecotel ohne Invest in zusätzliche Hardware, auch im Rahmen eines neuen Vertriebsmodells (»try & buy«), weitere Services bei den Kunden platzieren und somit weitere Umsatzquellen erschließen. Zudem bietet die universelle CPE einen höheren Investitionsschutz, da diese nicht aufgrund des generischen Charakters an bestimmte Zugangstechnologien gebunden ist und daher bei einem Wechsel der Anbindungsart, z. B. im Rahmen des Glasfaserausbaus, nicht ausgetauscht werden muss. Weitere Gewinnung bzw. Vertragsverlängerungen und Ausweitung bestehender GroßkundenDie bereits erfolgreich umgesetzten Großprojekte haben ecotel in eine Position gebracht, ähnlich gelagerte Projekte auch anderen Großkunden mit dezentralen Strukturen anzubieten. Hierzu gehören insbesondere der individuell gestaltbare Remote Router Management Service, Connectivity-Lösungen innerhalb eines MPLS-VPNs sowie zentrale Firewall-Services im ecotel Rechenzentrum. Weiterhin konnte ecotel sich erfolgreich im SD-WAN-Markt mit gleich mehreren Referenzprojekten etablieren. Ebenso besteht die Möglichkeit, vor Ende der vertraglichen Mindestlaufzeiten in Vertragsverlängerungsgespräche mit Bestandskunden einzutreten. Durch die erlangten Erfahrungen und Kenntnisse hat ecotel die Chance, Großkundenverhältnisse zu verlängern. Daneben profitiert ein potentieller Neukunde von den Erfahrungen von ecotel der letzten Jahre (z. B. Rollouts im Umfeld von Einzelhändlern), somit hat ecotel die Chance, weitere ertragreiche Großkundenverträge abzuschließen. Strategische Kooperationen zur Nutzung von Marktchancen infolge der stärkeren Verzahnung von Telekommunikation und ITDie aktuellen Umsätze und Wachstumsraten des Gesamtmarktes rund um Cloud-Services, d. h. die Verlagerung von lokaler Rechenleistung in sichere Rechenzentren, sind beachtlich. Diese positive Entwicklung korrespondiert ideal mit der Produktpalette von ecotel im Bereich der Infrastruktur- und Datendienste - beispielsweise mit den bundesweit verfügbaren xDSL- und Glasfaser-Bandbreiten bis hin zu den MPLS-VPN-Lösungen und Housing/Colocation Services im ecotel Rechenzentrum. Anders als viele multinationale Cloud-Anbieter mit ihrer heterogenen Struktur kann ecotel als deutscher Anbieter mit Rechenzentren in Frankfurt am Main und Düsseldorf die Voraussetzungen für die vollständige und glaubhafte Einhaltung der deutschen Datenschutzgesetze schaffen und bietet damit ideale Voraussetzungen für ein Hybrid-Cloud-Szenario. In Hinblick auf die aktuelle Datensicherheitsdiskussion ist dies ein entscheidender Standort- und Wettbewerbsvorteil. Profitables Wachstum bei der at equity einbezogenen mvneco GmbHmvneco entwickelt sich immer mehr zu einem IT-Systemhaus für Telekommunikationsanbieter und damit einhergehende Geschäftsmodelle. Daraus können sich Chancen ergeben, die im Moment nicht vollumfänglich absehbar sind. Mögliche positive Auswirkungen aus BNetzA VerfahrenDie Bundesnetzagentur hat in den letzten Jahren mehrere Verfahren und Urteile gegen die Deutsche Telekom bewirkt, aus der ecotel unter Umständen rückwirkend Erstattungen oder Rückzahlungen erwarten kann. Die zeitliche Umsetzung und das Wirksamwerden dieser Verfügungen/Urteile/Gesetze kann von ecotel nicht beeinflusst werden. Sollten allerdings Urteile wirksam werden, kann es zu unplanbaren und heute nicht vorhersehbaren positiven Ergebnisbeiträgen und Einzahlungen kommen. 4. PROGNOSEBERICHTHinweise zu PrognosenDieser Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der ecotel hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter »erwarten«, »davon ausgehen«, »annehmen«, »beabsichtigen«, »einschätzen«, »anstreben«, »zum Ziel setzen«, »planen«, »werden«, »erstreben«, »Ausblick« und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf die Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, Rohertrag, operatives EBITDA und Konzernüberschuss oder auf andere Maßstäbe für die Performance beziehen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten diese mit Vorsicht betrachtet werden. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der ecotel liegen. Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind Veränderungen der Zinssätze, regulatorische Vorgaben und aufsichtsrechtliche Entwicklungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten, oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der ecotel wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. ecotel kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden, und lehnt - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab. Erläuterungen zur PrognoseDie derzeitige Prognose zur Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes für das Jahr 2024 sieht ein leichtes Wachstum von 1,5 % vor. 1 Das Geschäft von ecotel sowie der deutsche Telekommunikationsmarkt insgesamt waren in der Vergangenheit von negativen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und Krisen in der Regel deutlich weniger betroffen als andere Branchen und Gesellschaften. Die in diesem Konzernlagebericht dargestellten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Marktsituation sowie die Bewertung der Risiken- und Chancensituation, soweit zum Zeitpunkt der Erstellung bekannt, sind in die Prognose für das Jahr 2024 eingeflossen.
1 Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 19 vom
15. Januar 2024
Fokussierung auf die wichtigsten Wachstumsmärkte im deutschen TelekommunikationsmarktDer deutsche Telekommunikationsmarkt wird nach Einschätzung des Vorstands wesentlich durch die beiden Trends Cloud-Telefonie und Breitbandausbau getrieben. Für diese beiden Wachstumsfelder ist ecotel mit der eigenen cloud.phone-Produktgruppe sowie dem multi-carrier-basierten Ethernet-Angebot nach unserer Einschätzung bestens aufgestellt und fokussiert sich daher auf »cloud und fiber«. Der Cloud-Telefonie-Markt in Deutschland läuft nach unserer Einschätzung derzeit noch den internationalen Entwicklungen hinterher, was im Wesentlichen im verzögerten Breitband-/Glasfaserinfrastrukturausbau begründet ist. Somit hängen beide Wachstumsfelder miteinander zusammen und bilden für ecotel eine hervorragende Chance, Bestands- sowie Neukunden gesamtheitlich bei diesen Trends zu betreuen. Wachstumsstrategie für das ecotel GeschäftskundensegmentDie im Geschäftsjahr 2023 angekündigten deutlichen Investitionen in die Wachstumsmärkte »cloud« und »fiber« haben sich grundsätzlich positiv ausgewirkt, aber erst später als ursprünglich geplant. Während die Vermarktung im Wachstumsmarkt »fiber« im Geschäftsjahr insgesamt nahezu planmäßig verlief, waren die Zuwächse im Wachstumsmarkt »cloud« erst verzögert sichtbar bzw. hat der Markt in 2023 nicht die Dynamik erzeugt wie ursprünglich geplant. Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen zeigen dennoch langfristige positive Wirkungen. So hat sich ecotel im Dezember 2023 in einer Ausschreibung gegen mehr als zehn Mitbewerber durchsetzen können und den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte der ecotel gewinnen können, Ende Januar 2024 konnte ein weiterer Großauftrag gewonnen werden. Diese beiden Aufträge, die zusammen einen TCV (total contract value) von über 20 Mio. EUR ergeben, werden in 2024 in die Umsetzung gehen und sowohl Investitionen in Hardware und Lizenzen als auch einmalige Aufwendungen für die Transformation und Bereitstellung der Dienstleistungen verursachen. Nach einem Hochlauf im Jahr 2024 werden sich diese beiden Aufträge ab dem Jahr 2025 dann voraussichtlich erstmals vollständig im Umsatz und im Ertrag niederschlagen. Vorstand und Aufsichtsrat gehen daher davon aus, dass sich durch die zeitliche Verschiebung der Vertriebserfolge und die beschriebenen Anlaufkosten für die Großaufträge, das EBITDA im Jahr 2024 nur leicht erhöhen wird, allerdings ab dem Jahr 2025 deutliche Steigerungen sichtbar werden. Prognose 2024 und MittelfristplanungDer Vorstand macht vor dem Hintergrund der in diesem Geschäftsbericht enthaltenen Chancen und Risiken sowie der momentan zu erwartenden künftigen wirtschaftlichen Gesamtrahmenbedingungen und den darin enthaltenen Unsicherheiten sowie den in diesem Kapitel gemachten Erläuterungen folgende Prognose: Prognose 2024 in Mio. EURscrollen
Definition des operativen EBITDAecotel definiert das EBITDA als Betriebliches Ergebnis (EBIT) vor planmäßigen und außerplanmäßigen Wertminderungen. Als zentrale Steuerungsgröße verwendet ecotel seit dem Geschäftsjahr 2023 das operative EBITDA wie im folgenden definiert. Aufgrund von nur schwer vorhersehbaren Sondereffekten sowie zur Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit und zur Sicherstellung einer nachhaltigen Vergleichbarkeit und Transparenz über die operative Geschäftstätigkeit, hält der Vorstand diese Steuergröße für besser geeignet, als das EBITDA. In den Vorjahren wurden, wenn es zur Vergleichbarkeit und Transparenz notwendig war, einzelne Sondereffekte aus dem EBITDA herausgerechnet. Folgende Bereinigungseffekte hat ecotel definiert, die das ausgewiesene EBITDA zum operativen EBITDA korrigieren: scrollen
Voraussetzungen für den Eintritt der prognostizierten Entwicklungen sind das Ausbleiben nachteiliger Veränderungen der identifizierten Risiken - wie höhere Eintrittswahrscheinlichkeiten oder Schadenshöhen - und von neuen Risiken, die im Prognosezeitraum entstehen könnten. Identifizierte Chancen müssen zudem bestehen und realisierbar bleiben. Auf die Erläuterungen zu den Hinweisen zu Prognosen weisen wir hin. MittelfristplanungFür die Jahre 2025 und 2026 erwartet der Vorstand deutliche Umsatzsteigerungen im Segment ecotel Geschäftskunden, da sich Investitionen in Vertrieb und vertriebsunterstützende Maßnahmen fortgesetzt positiv auf die Auftragseingänge auswirken, sowie die oben beschriebenen Großprojekte sich bis dahin voraussichtlich voll im Umsatz auswirken werden. Der Vorstand geht daher davon aus, dass ein Umsatzwachstum im Segment ecotel Geschäftskunden von rund 10 % jährlich erzielbar sein kann. Das operative EBITDA wird sich in den Jahren 2025 und 2026 aufgrund der beschriebenen Effekte voraussichtlich bis zu 15 Mio. EUR entwickeln können. Umsatzprognose (tendenzielle Darstellung)
Prognose operatives EBITDA (tendenzielle Darstellung)
1.4 ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENFür Vorstandsmitglieder und alle anderen Leitungsorgane im Konzern bestehen, mit Ausnahme der folgenden Regelungen, keine Vereinbarungen für Entschädigungen im Fall einer Übernahme. Weitere Vereinbarungen zwischen ecotel und natürlichen Personen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen, bestehen nicht. Das seit 2020 existierende Aktienoptionsprogramm der ecotel ag sieht für den Fall eines Change-of-Control, d. h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd), mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen. 1.5 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTVorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach §289f HGB sowie nach §315d HGB erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach §161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit www.ir.ecotel.de dauerhaft zugänglich gemacht.
Düsseldorf, 8. März 2024 ecotel communication ag Der Vorstand Markus Hendrich, Vorstandsvorsitzender Achim Theis, Mitglied des Vorstands ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Düsseldorf, 8. März 2024 ecotel communication ag Der Vorstand Markus Hendrich, Vorstandsvorsitzender Achim Theis, Mitglied des Vorstands KONZERNABSCHLUSS2.1 KONZERN-BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023Aktiva scrollen
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. Vorjahresangaben angepasst, siehe Angabe 7. 2.2 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023scrollen
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1 Vorjahreswerte angepasst.
In den Summen können aufgrund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. 2.3 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023scrollen
1 Die Mittelzuflüsse bzw. die
Mittelabflüsse im Geschäftsjahr und im Vorjahr
beinhalten die Zahlungsströme aus fortgeführten
und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen.
In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. 2.4 ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALSscrollen
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In den Summen können auf Grund kaufmännischer Rundungen Differenzen auftreten. 2.5 KONZERNANHANG DER ECOTEL COMMUNICATION AG GRUNDLAGEN BEI DER RECHNUNGSLEGUNGALLGEMEINE ANGABENDie ecotel Gruppe (nachfolgend »ecotel« genannt) ist ein seit 1998 bundesweit tätiges Telekommunikationsuntemehmen, das sich auf die Informations- und Telekommunikationsanforderungen (ITK) von Kunden spezialisiert hat. Mutterunternehmen ist die ecotel communication ag (nachfolgend »ecotel ag« genannt). ecotel berichtet über folgende Segmente: Das Segment »ecotel Geschäftskunden« ist der Kernbereich der ecotel ag und beinhaltet das gesamte Geschäft rund um die Vermarktung integrierter Produktportfolios aus Sprach-und Datendiensten (ITK-Lösungen) sowie die Ergebnisbeiträge der Minderheitsbeteiligungen mvneco GmbH und UPLINK Digital GmbH. Das Segment »ecotel Wholesale« beinhaltet den netzübergreifenden Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) sowie die Vermarktung von Datenleitungen (Wholesale Data) für nationale und internationale Carrier. Das Segment »nacamar«, das am 1. April 2023 entkonsolidiert wurde, umfasste die Geschäftstätigkeiten des Tochterunternehmens nacamar und bot auf Grundlage ihres eigenen Content-Delivery-Netzwerks (CDN) Streamingdienste für Medienunternehmen an. Der Sitz der ecotel communication ag ist Düsseldorf, Deutschland. Die Anschrift lautet: ecotel communication ag, Prinzenallee 11,40549 Düsseldorf. Die Gesellschaft wurde am 1. September 2000 in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 39453) eingetragen. Die Aktien der ecotel communication ag werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. Der geprüfte Konzernabschluss einschließlich Konzernlagebericht wird im Unternehmensregister offengelegt, die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung wird am 14. März 2024 durch Weitergabe vom Vorstand an den Aufsichtsrat der ecotel communication ag erfolgen. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGDer Konzernabschluss der ecotel wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach §315e Abs.1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Konzern-Bilanz, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung sowie die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung enthalten jeweils Vergleichszahlen für ein Vorjahr. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind verschiedene Posten der Konzern-Bilanz und Konzern-Gesamtergebnisrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang entsprechend aufgegliedert und erläutert. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dabei werden Aufwendungen im Gewinn oder Verlust nach ihrer Art zusammengefasst und nicht nach ihrer Zugehörigkeit zu einzelnen Funktionsbereichen des Unternehmens umverteilt. Da ecotel weder im Vorjahr noch im Geschäftsjahr 2023 über entsprechende Sachverhalte verfügte, wird auf die Darstellung des sonstigen Ergebnisses (»other comprehensive income«) im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung verzichtet. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlichen für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. Es werden alle am Bilanzstichtag gültigen und in der EU anzuwendenden Standards angewendet. Zudem werden die Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) beachtet. Erstmals im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASBBis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet und von der EU in europäisches Recht übernommen (»endorsed«). Es werden nur die neuen oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten. Erstmals im Geschäftsjahr 2023 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASBscrollen
Die erstmalige Anwendung dieser Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel. Noch nicht im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 anzuwendende neue Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASBBis zum Datum der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die folgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen verabschiedet, die zum Teil noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen wurden (»endorsed«). Es werden nur die neuen Standards oder Änderungen an Verlautbarungen des IASB dargestellt, die aufgrund der momentanen Geschäftstätigkeit der ecotel theoretisch Auswirkungen haben könnten. Diese treten jedoch erst später in Kraft und werden nicht vorzeitig angewendet. scrollen
Die erstmalige Anwendung dieser Standards wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ecotel haben. KonsolidierungsgrundsätzeNach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Eine Beherrschung setzt voraus, dass der Konzern die Verfügungsgewalt über das Tochterunternehmen besitzt, indem der Konzern über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Im Rahmen der Entkonsolidierung werden die Restbuchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte bei der Berechnung des Abgangserfolgs berücksichtigt. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. In Einzelabschlüssen vorgenommene Abschreibungen bzw. Zuschreibungen auf Anteile an einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich zurückgenommen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Danach werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich der nach dem Erwerb eingetretenen Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des Unternehmens erfasst. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden zum selben Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutterunternehmens. Soweit erforderlich werden Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Das gesamte net investment (At-equity-Wert inkl. finanzieller Vermögenswerte gegen diese Unternehmen, für die keine angemessenen Sicherheiten bestehen) wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Impairmenttest nach IAS 28 in Verbindung mit IAS 36 unterzogen. KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss sind neben der ecotel communication ag alle (Vorjahr: alle) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die ecotel communication ag unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte und über substanzielle Rechte verfügt, die maßgeblichen Geschäftsaktivitäten des Tochterunternehmens zu steuern. Die Erst- bzw. Entkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs bzw. der Anteilsveräußerung. Im Geschäftsjahr 2023 hat ecotel ag die Beherrschung an der nacamar GmbH abgegeben und im Zuge dieser Transaktion rund 25 % an der UPLINK Digital GmbH, Düsseldorf, erhalten. Am 30. Oktober 2023 wurde die ecotel Beteiligungs GmbH von der ecotel ag gegründet, in die die Beteiligung an der oben genannten UPLINK Digital GmbH eingebracht wurde. Gegenstand des Unternehmens der ecotel Beteiligungs GmbH ist der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Gesellschaften sowie der Erwerb und die Verwaltung eigenen Vermögens für eigene Rechnung. Die ecotel Beteiligungs GmbH wurde erstmalig im Geschäftsjahr 2023 vollkonsolidiert. Im Geschäftsjahr 2023 hielt die ecotel communication ag direkt und indirekt die folgenden im Konsolidierungskreis enthaltenen Beteiligungen (Anteilsbesitzliste, Basis sind der Abschluss zum 31. Dezember 2023 von mvneco und der Zwischenabschluss zum 31. März 2023 der nacamar GmbH): scrollen
1 Ohne Vorstände/Geschäftsführer
und Auszubildende.
Konzernabschlussstichtag für die Aufstellung des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember, der zugleich auch Stichtag für den Jahresabschluss des Mutterunternehmens und aller vollkonsolidierten Tochtergesellschaften ist. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Folgenden werden die für den Konzernabschluss wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erläutert. Die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind, mit Ausnahme der Auswirkungen aus den erstmals anzuwendenden Standards und Interpretationen, unverändert zum Vorjahr: Vermögenswerte werden aktiviert, wenn alle wesentlichen mit der Nutzung verbundenen Chancen und Risiken dem Konzern zustehen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Die Anschaffungskosten umfassen alle Gegenleistungen, die aufgebracht wurden, um einen Vermögenswert zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Eine Aktivierung setzt daneben voraus, dass eine Fertigstellung technisch sichergestellt ist. Das setzt auch voraus, dass beabsichtigt wird, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen. In der Regel handelt es sich bei den selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten der ecotel ag um selbst erstellte Software, Applikationen und Anwendungen, die nicht verkauft, sondern eigengenutzt werden (u.a. Entwicklung rund um den eigenen Teilnehmernetzbetrieb, dem Partnerportal für Vertriebspartner sowie Automatisierung von Systemen und deren Verbesserung). Folgende Nutzungsdauern liegen der Bewertung regelmäßig zugrunde: scrollen
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die immateriellen Vermögenswerte außerplanmäßig abgeschrieben. Der aus einem Vermögenswert erzielbare Betrag entspricht dem höheren Wert aus Nettoverkaufserlös und Barwert der künftigen dem Vermögenswert zuzuordnenden Zahlungsströme (Nutzungswert). Es wird keine Grundlagenforschung in der ecotel ag betrieben. Entwicklungskosten werden dann aktiviert und linear abgeschrieben, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar ist und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weiterhin setzt die Aktivierung voraus, dass eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist, die Kosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit durch künftige Finanzmittelzuflüsse gedeckt werden und die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, vorhanden ist. ecotel selbst betreibt keine Grundlagenforschung, sondern fokussiert sich auf die Integration und Kompatibilität von bestehenden Leitungsarten, Tarifkombinationen und Gerätekonfigurationen. Dabei steht immer der möglichst hohe Kosten-/Nutzen-Effekt für die Kunden im Vordergrund (»best of breed«-Ansatz). Daher beschränkten sich die Entwicklungsaufwendungen in den letzten Jahren im Wesentlichen auf die technische Entwicklung hin zum eigenen Teilnehmernetzbetrieb sowie Entwicklungsleistungen für ein Partnerportal für Vertriebspartner sowie Systementwicklungen und -Verbesserungen für die Auftragsverarbeitung der neuen Produktpalette. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Konsolidierung werden bei Anzeichen für eine Wertminderung, mindestens aber einmal jährlich, einem Wertminderungstest auf der betreffenden Cash Generating Unit unterzogen. Nach IAS 36 ist der Buchwert dem erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Der erzielbare Betrag definiert sich dabei als der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen, bewertet. Sachanlagen werden grundsätzlich linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sofern nicht in Ausnahmefällen eine andere Abschreibungsmethode dem Nutzungsverlauf eher entspricht. Das Sachanlagevermögen (andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) wird regelmäßig über 3-7 Jahre abgeschrieben. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig abgeschrieben. Sind die Gründe für in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Wertminderungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen sind die gewährten Rechte an einem Leasinggegenstand, diesen während der vereinbarten Vertragslaufzeit zu nutzen (right-of-use). Das Recht der Nutzung wird dem Leasingnehmer zu Beginn des Leasingverhältnisses vom Leasinggeber übertragen. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten bewertet und enthalten den Barwert der künftigen Leasingzahlungen zuzüglich anfänglicher direkter Kosten und etwaiger Rückbauverpflichtungen. Das Nutzungsrecht wird grundsätzlich linear über die zugrundliegende Vertragslaufzeit abgeschrieben. ecotel hat Nutzungsrechte an langfristig angemieteten Immobilien zum Betrieb des Rechenzentrums sowie der Verwaltung, langfristig angemieteter Netzinfrastruktur (Backbone) und langfristig angemietetem Fuhrpark. Dabei werden Immobilien in der Regel zwischen 5-10 Jahre, die Netzinfrastruktur und der Fuhrpark grundsätzlich für 3 Jahre angemietet. Für Leasingverhältnisse mit jährlichem Aufwand unter TEUR 15 (Büro- und EDV-Geräte wie Kopierer, Faxgeräte u.ä.) oder mit kurzfristiger Dauer (weniger als zwölf Monate) wird von der Anwendungserleichterung Gebrauch gemacht und der Aufwand direkt erfasst. Aktivierte Vertragskosten setzen sich aus den zusätzlichen Kosten, die bei der Anbahnung eines Vertrages anfallen (Vertragsanbahnungskosten), sowie den Kosten, die durch die Erfüllung eines Vertrages mit dem Kunden entstehen (Vertragserfüllungskosten), zusammen, sofern diese nicht in den Anwendungsbereich eines anderen Standards fallen. Die Vertragsanbahnungskosten (im Wesentlichen externe Abschlussprovisionen für Vertriebspartner) werden als Vermögenswert aktiviert, wenn von einem zukünftigen Ausgleich der Kosten ausgegangen werden kann, die Kosten nur im Zusammenhang eines Vertragsabschlusses angefallen sind und dem Kundenvertrag direkt zuzuordnen sind. Aufwendungen, die ausschließlich kurzfristigen Leistungsverpflichtungen zugehörig sind, werden direkt erfolgswirksam erfasst. Die Vertragserfüllungskosten werden als Vermögenswert aktiviert, wenn die nachstehenden Voraussetzungen kumuliert erfüllt sind: Die Kosten sind einem bestehenden oder erwarteten Vertrag direkt zuzuordnen oder fallen bei einer bevorstehenden Vertragsverlängerung an, die entstandenen Kosten tragen zu der Erfüllung der Leistungsverpflichtung bei und schaffen bzw. verbessern die Ressourcen des Unternehmens und ein Kostenausgleich in Zukunft ist zu erwarten. Die aktivierten Vertragskosten werden planmäßig linear abgeschrieben. Bei der Ermittlung der durchschnittlichen Kundenbindungsdauer (5 Jahre) bei den Vertragsanbahnungskosten wird davon ausgegangen, dass ein Teil der Kunden die ursprüngliche Vertragslaufzeit verlängert. Bei Vertragserfüllungskosten wird die durchschnittliche Vertragslaufzeit (3-6 Jahre) abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten herangezogen. Die Abschreibungen auf Vertragsanbahnungskosten werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und auf Vertragserfüllungskosten im Materialaufwand ausgewiesen und sind daher Bestandteil des operativen Ergebnisses. Bei wesentlichen Änderungen der zugrundeliegenden Annahmen werden die Nutzungsdauern oder andere Parameter angepasst. Ein Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst, sobald der Buchwert der aktivierten Vertragskosten höher ist als der verbleibende Teil der Gegenleistung, auf die sich die aktivierten Kosten beziehen, abzüglich der Vertragserfüllungskosten. Die aktivierten Vertragskosten werden unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Finanzanlagen, die aufgrund fehlender Beherrschung oder fehlendem maßgeblichen Einfluss von ecotel nicht zu dem Konsolidierungskreis gehören. Die Eigenkapitalinstrumente werden erfolgswirksam zu ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Soweit keine bewertungsrelevanten Informationen und Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden die Finanzanlagen zu ihren Anschaffungskosten bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte werden bei erstmaliger Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung angefallener Transaktionskosten bilanziert und entsprechend fortgeführt. Die Forderungen stellen dabei einen unbedingten Anspruch auf den Erhalt einer Gegenleistung dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben ausnahmslos kurzfristigen Charakter. In Fremdwährung valutierende Forderungen werden zum Briefkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Wertberichtigungen betreffen nur die Hauptkategorie »fortgeführte Anschaffungskosten (AC)« und beziehen sich ausschließlich auf kurzfristige Vermögenswerte. Das Geschäftsmodell sieht im Moment das Halten der Forderungen vor, sodass keine wesentlichen Auswirkungen aus einer anderen Klassifizierung resultieren. Die Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Nach IFRS 9 wird zur Wertminderung das vereinfachte Modell angewendet, da der Konzern nur Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente hat. Der Konzern wendet dazu den vereinfachten Ansatz an und nutzt die zulässige praktische Erleichterung. Die Bewertung des zu erwartenden Kreditausfallsrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch die Nutzung einer Wertminderungsmatrix. Vertragsvermögenswerte werden erfasst, wenn ein bedingter Anspruch gegenüber den Kunden auf Erhalt einer Gegenleistung vorliegt. Der Anspruch resultiert dabei aus der Übertragung der Dienstleistung auf den Kunden, bevor dieser die vertraglich vereinbarte Gegenleistung zahlt oder diese fällig gestellt wird. Eine Wertminderung des Vertragsvermögenswertes wird nach dem vereinfachten Modell des IFRS 9 geprüft. Die derzeitige Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Vorausbezahlte Versicherungsprämien sowie Vorauszahlungen an Lieferanten für künftige zeitlich definierte Leistungen werden als sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte abgegrenzt. Die Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Geschäftsvorfällen oder vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Die Rückstellungen werden mit dem wahrscheinlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten (Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, nicht-finanzielle Verbindlichkeiten) werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens in der Regel mit dem Betrag der erhaltenen Gegenleistung angesetzt; dabei werden angefallene Transaktionskosten bei finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, berücksichtigt. In der Folge werden die Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten aus Mietkaufvereinbarungen werden zum Bereitstellungszeitpunkt mit dem Barwert der zu erwarteten Zahlungen bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Dabei wird der Buchwert mit dem im Vertrag zugrundeliegenden Zinssatz aufgezinst und um die geleisteten Zahlungen reduziert. In Fremdwährung valutierende Verbindlichkeiten werden zum Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden auf unterschiedliche Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, soweit diese unterschiedlichen Wertansätze künftig zu einem höheren oder niedrigeren zu versteuernden Einkommen führen, als dies unter Maßgabe der Konzernbilanz der Fall wäre. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Ausländische Konzerngesellschaften bestehen derzeit nicht. Leasingverbindlichkeiten stellen die noch nicht geleisteten Zahlungsverpflichtungen gegenüber dem Leasinggeber für die gewährten Nutzungsrechte (right-of-use) an einem Leasinggegenstand dar. Die Leasingverbindlichkeiten werden zum Bereitstellungszeitpunkt mit dem Barwert der zu erwarteten Leasingzahlungen bewertet. Die Leasingzahlungen sind über die Gesamtlaufzeit gleichbleibende Zahlungen. Erwartete Restwertzahlungen, der Ausübungspreis einer Kaufoption sowie Vertragsstrafen für vorzeitige Kündigungen des Leasingverhältnisses sind ebenfalls zu berücksichtigen. Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zins gekoppelt sind, bestehen nicht. Die Leasingzahlungen werden mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz abgezinst. Die Leasingverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der effektiven Zinsmethode bewertet. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeit wird über die Vertragslaufzeit erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen werden bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen, wenn die Ausübung der Optionen hinreichend sicher sind. Die Verlängerungsoptionen bestehen nur bei den angemieteten Immobilien. Beim Fuhrpark wird der Portfolioansatz angewandt. Bei Bestehen eines Unterleasingverhältnisses werden das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat bilanziert, wenn ecotel als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. Das Unterleasingverhältnis wird auf Grundlage seines Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und auf Grundlage des zugrundeliegenden Vermögenswertes eingestuft. Die Leasingverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden. Vertragsverbindlichkeiten sind die vom Kunden bereits erhaltenen Zahlungen für die künftige Übertragung von Dienstleistungen oder der unbedingte Anspruch des Kunden auf eine bestimmte Gegenleistung. Die Vertragsverbindlichkeiten stellen damit die Verpflichtung dar, eine Leistung gegenüber dem Kunden zu erbringen. Der Ansatz erfolgt, sobald eines der nachstehenden Kriterien erfüllt ist: Der Kunde zahlt oder die Zahlung wird fällig. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung und damit die Erfassung als Umsatz erfolgt, abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten, innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit (3-6 Jahre). Die Vertragsverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden. Anteilsbasierte Vergütungspläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Vergütungsvereinbarungen zum Gewährungszeitpunkt werden dienst- und marktunabhängige Leistungsbedingungen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung in Bezug auf die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die mit Ablauf des Erdienungszeitraums unverfallbar werden, beurteilt. Leistungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt berücksichtigt. Alle anderen mit einer Vergütungsvereinbarung verbundenen Ausübungsbedingungen, ohne eine damit zusammenhängende Dienstzeitbedingung, werden als Nichtausübungsbedingung angesehen. Nichtausübungsbedingungen werden im beizulegenden Zeitwert einer Vergütungsvereinbarung berücksichtigt und führen zu einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung. Die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen an den Vorstand und ausgewählte Arbeitnehmer erfolgt durch die Monte-Carlo-Simulation. Der Gesamtwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) ergebniswirksam im Personalaufwand erfasst und mit der Kapitalrücklage verrechnet. Die Umsatzerlöse setzen sich aus Umsätzen aus Verträgen mit Kunden sowie Leasingerträgen aus Mietleasingverhältnissen zusammen. Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden werden entsprechend der Vorschriften des IFRS 15 realisiert. Die Ermittlung sowie die Erfassung der Erlöse erfolgt dabei anhand des in IFRS 15 erläuterten fünfstufigen Modells. Die Umsatzerlöse werden dann realisiert, wenn die vertragliche Leistungsverpflichtung durch die Übertragung des Guts bzw. der Dienstleistung erfüllt ist und der Kunde die Kontrolle darüber erhalten hat. Die Kontrolle über den Nutzen kann über einen Zeitraum oder an einem bestimmten Zeitpunkt übergehen. Der Zeitpunkt, an dem die Leistungsverpflichtung erfüllt wird, ist grundsätzlich dann, wenn die Leistung erbracht ist bzw. die Nutzung durch den Kunden erfolgt. Die Bewertung der Umsatzerlöse erfolgt zum Transaktionspreis. Der Transaktionspreis wird in Relation zum Einzelveräußerungspreis gesetzt und stellt die Gegenleistung des Kunden für die vom Konzern erfüllte Leistungsverpflichtung dar. Finanzierungskomponenten und variable Gegenleistungen bestehen nicht, alle Gegenleistungen sind kurzfristig zahlbar. Für Verträge, die mehr als eine einzelne Leistungskomponente enthalten (sog. Mehrkomponentenverträge), ist der zu bestimmende Transaktionspreis bei Vertragsabschluss auf die separaten Leistungsverpflichtungen innerhalb eines Vertrages mittels der Einzelveräußerungspreise dieser Leistungsverpflichtungen zu verteilen. Rücknahme-, Erstattungs- oder ähnliche Verpflichtungen bzw. bill-and-hold Vereinbarungen bestehen nicht. Im Folgenden wird die Umsatzrealisierung anhand der Geschäftsmodelle der einzelnen operativen Segmente im Detail beschrieben: Im Segment »ecotel Geschäftskunden« erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse im Wesentlichen wie folgt: Im Wesentlichen handelt sich bei den Kundenverträgen in diesem Segment um folgende Leistungsverpflichtungen, die eine definierte Mindestvertragslaufzeit haben. Neben der Bereitstellung einer kundenspezifischen Datenleitung (inkl. notwendiger Hardwarekomponenten), mit oder ohne weiteren Services, wie etwa Sprachübertragung (AII-IP) oder Sicherheitsmerkmale (z. B. VPN-Service), werden als Mehrkomponentenvertrag auch von einem Drittanbieter erworbene Sprachanschlüsse angeboten, die keine Mehrkomponentenverträge beinhalten. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die monatliche Bereitstellung der Sprachanschlüsse, Minuten bzw. Minutenflatrates. Generell erfolgt die von IFRS 15 geforderte Verteilung des Transaktionspreises in Relation zu den Einzelveräußerungspreisen der Leistungsverpflichtungen. Hierbei werden die Einnahmen, die zu keiner Leistungsverpflichtung gehören, sowie die Einnahmen, bei denen die Leistungsverpflichtung nicht überwiegend zu Beginn erbracht wird, in Zukunft über die Laufzeit des Vertrags als Umsatz realisiert. Der Transaktionspreis für den Vertrag bildet sich aus der Summe aller Bereitstellungsentgelte und den monatlichen Entgelten multipliziert mit der durchschnittlichen Vertragslaufzeit. Der Kunde hat aus den Mehrkomponentenverträgen einen kontinuierlichen Nutzenzufluss, somit wird der Umsatz zeitraumbezogen über die Vertragslaufzeit realisiert. Da die Leistungen innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit gleichmäßig erbracht werden, ist der auf diese beiden Leistungsverpflichtungen allokierte Transaktionspreis monatlich gleichmäßig als Umsatz zu realisieren. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Entgelte), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Aus der Bereitstellung von Hardware und Rechenzentrumsleistungen werden Umsätze je nach vertraglicher Vereinbarung entweder bei Bereitstellung oder in Form von monatlichen Entgelten erfasst. Die monatlichen Entgelte werden zeitraumbezogen erfasst. Der Erlös, der in der Regel bei der durchgeführten einmaligen Installation der vorkonfigurierten Hardware (z. B. Router) entsteht, wird zeitraumbezogen erfasst. Die dem Kunden zur Verfügung gestellte Hardware verbleibt dabei im Eigentum der ecotel und wird als Netzbestandteil (Endpunkt beim Kunden) bei der ecotel aktiviert. Der Router bildet die Grundlage zur Nutzung der monatlichen Dienstleistung in Form der Bereitstellung von Sprach- bzw. Datenanschlüssen. Die Erlöse aus dem Verkauf von Hardware an Kunden (z.B. Router) werden zeitpunktbezogen beim Kontrollübergang der Hardware erfasst. Im Fall von Mehrkomponentenverträgen mit Verkauf von Hardware und mit zusätzlichen Dienstleistungen (z. B. Managed Router Services) werden die Entgelte für die Dienstleistungen über die vereinbarte Vertragslaufzeit erfasst. Die Hardware gehört nach dem Kontrollübergang nicht mehr zum Eigentum von ecotel. Im Segment »ecotel Wholesale« erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse des Minutenhandels (Wholesale Voice), wenn die vertraglichen Leistungsverpflichtungen erbracht wurden und das ist stets zeitpunktbezogen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um einen Handel mit Sprachminuten für verschiedene national und international agierende Telekommunikationsanbieter. Die Erfassung der Leistungen erfolgt in einem Statistikportal. Diese werden regelmäßig mit den Lieferanten bzw. Kunden abgeglichen und monatlich fakturiert. Aufgrund der Marktbedingungen im Handel mit Sprachminuten handelt es sich um ein margenschwaches Geschäft. Für die Gestaltung der Verkaufspreise und die Vertragserfüllung (dazu gehören die Bereitstellung und Überwachung der technischen Plattform sowie die Generierung und kaufmännische Abwicklung) gegenüber ihren Kunden ist ecotel eigenverantwortlich. Das Forderungsausfallrisiko wird vollumfänglich von ecotel getragen. Somit erfüllt das Segment »ecotel Wholesale« die Kriterien eines Prinzipals für den Bereich Voice. Die Erfassung der Umsatzerlöse aus der Vermarktung von margenstarken Datenleitungen (Wholesale Data) erfolgt analog zum Segment »ecotel Geschäftskunden«. Im Segment »nacamar«, das zu den nicht fortgeführten Geschäftsbereichen gehört, erfolgt die Umsatzerlöserfassung, wenn die Leistungsverpflichtungen erbracht wurden. Die Erfüllung erfolgt dabei stets zeitpunktbezogen. Eventuell im Voraus berechnete und dem Kunden vertraglich vereinbart in Rechnung gestellte Anteile (z. B. im Voraus berechnete monatliche Entgelte), die noch nicht erbracht oder bereitgestellt wurden, werden durch entsprechende Umsatzabgrenzungen periodengerecht in den Umsatzerlösen erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden (Übertragung der Dienstleistung) und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Innerhalb des Finanzergebnisses werden auch die nicht mit dem Eigenkapital verrechenbaren Kosten der Kapitalbeschaffung ausgewiesen. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen wird gesondert innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Ermessensentscheidungen und SchätzungsunsicherheitenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Ermessensentscheidungen und Annahmen getroffen sowie Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Die Ermessensentscheidungen beziehen sich im Wesentlichen auf die bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugrundeliegenden Parameter. Des Weiteren wurden Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen bezüglich der Ermittlung, Erfassung und Bewertung der Umsatzerlöse aus Kundenverträgen nach IFRS 15 getroffen. Diese beziehen sich im Wesentlichen auf den Zeitraum der Übertragung der Dienstleistungen an den Kunden bei den aktivierten Vertragskosten sowie der Überlegungen zur Abgrenzung zwischen Prinzipal und Agent. Für weitere Details zu den Ermessensentscheidungen im Rahmen von IFRS 15 wird auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen. Für die Anwendung des IFRS 16 wurde der Grenzfremdkapitalzinssatz auf der Grundlage der Risikoklassifizierung bestimmt. Dieser variiert je nach Leasinggegenstand zwischen 2-6 %. Der Grenzfremdkapitalzinssatz basiert dabei auf dem Bonitätsrating der ecotel und unter Einbeziehung externer Finanzierungsquellen. Zusätzlich wurden Annahmen bei Verträgen mit Verlängerungsoptionen getroffen. Für die anteilsbasierten Vergütungspläne nach IFRS 2 wurde zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Aktienoptionen die Monte-Carlo-Simulation verwendet. Innerhalb der Simulation wurden Annahmen und Schätzungen zu verschiedenen Bedingungen wie Marktpreisen, Leistungsbedingungen, Verzinsungen, Fluktuationen und erwartete Volatilitäten getroffen. Weitere Schätzungsunsicherheiten bestehen im Rahmen der Wertberichtigungen der Forderungen und der sonstigen Vermögenswerte, tatsächlichen und latenter Steuern sowie der Rückstellungen. Die der jeweiligen Schätzung zugrundeliegenden Annahmen und die entsprechenden Buchwerte sind in den Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. in den einzelnen Posten der Konzern-Bilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erläutert. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Beträchtliche Risiken im Sinne des IAS 1.125, die Annahmen und Schätzungen innewohnen könnten, wurden bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses nicht identifiziert. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ(1) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEDie immateriellen Vermögenswerte haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt: scrollen
Im Vorjahr entwickelten sich die immateriellen Vermögenswerte wie folgt: scrollen
In den Abgängen der Anschaffungs- und Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte sind TEUR 134 aufgrund einer gewährten Forschungszulage enthalten. Die Abschreibungsrate wurde ab dem Zeitpunkt dieses Abgangs entsprechend reduziert. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen: Cash-Generating Unit (CGU)scrollen
Gemäß IAS 36 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Wertminderungstests nach der Discounted-Cashflow-Methode für die Prüfung der Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerte durchgeführt. Hierfür wurden die Daten der jeweiligen Unternehmensplanung zugrunde gelegt (Prognosezeitraum: 5 Jahre) und der Nutzungswert ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ebenso wie im Vorjahr kein Wertminderungsbedarf. Folgende Annahmen wurden bei der Durchführung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden zugrunde gelegt: scrollen
Bei der Erstellung des Impairmenttests der CGU Geschäftskunden wurden folgende wesentliche Annahmen aus der Erfahrung des Managements, gestützt durch externe Informationen über erwartete Marktentwicklungen, getroffen, die in die 5-Jahres-Betrachtung für die Cashflow-Prognose entsprechend eingeflossen sind: scrollen
Eine Anhebung des WACC um 20 %-Punkte würde nicht zu einem Impairment führen. (2) SACHANLAGENDie Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt entwickelt: scrollen
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1 In den Abgängen waren noch nicht in
Betrieb genommene Kundenrouter mit Anschaffungskosten von
TEUR 585 enthalten, die zum Ende des Geschäftsjahres
2023 entgegen der ursprünglichen Annahme an einen
Kunden verkauft worden sind.
Im Geschäftsjahr 2022 stellte sich die Entwicklung des Sachanlagevermögens des Konzerns wie folgt dar: scrollen
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(3) NUTZUNGSRECHTE AUS LEASINGVERHÄLTNISSENIm Nachfolgenden wird die Entwicklung der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen aufgestellt: scrollen
Bei den Gebäuden handelt es sich um langfristig angemietete Immobilien zum Betrieb des Rechenzentrums sowie der Verwaltung. Die Fahrzeuge sind der langfristig angemietete Fuhrpark der ecotel und die Infrastruktur betrifft die langfristig gemietete Netzinfrastruktur (Backbone). Der bestehende Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude wurde im April 2023 um zwei Jahre verlängert. Auf Basis dieser Vertragsverlängerung wurde auch die angenommene Laufzeit des Leasingverhältnisses erhöht. Aufgrund der Verlängerung der Laufzeit des Leasingverhältnisses wurde das Nutzungsrecht mit einem effektiven Zinssatz von 6 % neu bewertet. Der Aufwand für kurzfristige Leasingverhältnisse betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 478 (Vorjahr: TEUR 526). Der Aufwand für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte betrug im Geschäftsjahr TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 28). Im Vorjahr entwickelten sich die Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen wie folgt: scrollen
(4) AKTIVIERTE VERTRAGSKOSTENDie aktivierten Vertragskosten setzen sich aus Kosten der Vertragsanbahnung und der Vertragserfüllung zusammen. Bei den Vertragsanbahnungskosten handelt es sich im Wesentlichen um Provisionen für Vertragsabschlüsse mit Neukunden. Die Vertragserfüllungskosten sind im Wesentlichen Zahlungen für Anschlussleitungen an Vorlieferanten des Konzerns, um den Kunden einen Netzzugang zu verschaffen. Die aktivierten Vertragskosten beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 3.263 (31.12.2022: TEUR 2.948) und setzen sich aus Vertragsanbahnungskosten in Höhe von TEUR 1.327 (31.12.2022: TEUR 1.063) sowie Vertragserfüllungskosten in Höhe von TEUR 1.936 (31.12.2022: TEUR 1.885) zusammen. Die Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.674 (Vorjahr: TEUR 1.898) und wurden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. im Materialaufwand erfasst und ausgewiesen. Davon entfallen TEUR 379 (Vorjahr: TEUR 318) auf die Vertragsanbahnungskosten und TEUR 1.295 (Vorjahr: TEUR 1.580) auf die Vertragserfüllungskosten. In der Berichtsperiode gab es keine Wertminderungsaufwendungen. (5) NACH DER EQUITY-METHODE BEWERTETE FINANZANLAGENDie nach der Equity-Methode bewerteten Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
mvneco GmbHDie mvneco GmbH ist eine strategische Beteiligung der ecotel und fungiert als technischer Dienstleister und Berater für Mobilfunklösungen sowie diesbezügliche Managed Services. In der nachfolgenden Tabelle sind die Eckdaten der mvneco GmbH (assoziiertes Unternehmen) dargestellt: scrollen
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(6) LANGFRISTIGE SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEIn den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden der langfristige Anteil der Leasingforderung aus einem Unterleasingverhältnis in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 0) und die Beteiligung an der UPLINK Digital GmbH in Höhe von TEUR 817 (Vorjahr: TEUR 0) ausgewiesen. Am 5. April 2023 wurden sämtliche Anteile der ecotel ag an der nacamar GmbH in die neu gegründete UPLINK Digital GmbH eingebracht. Nach Vollzug der gesamten Transaktion ist ecotel ag mit 24,9995 % an der UPLINK Digital GmbH beteiligt. Der Beteiligungsbuchwert von TEUR 817 wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Am 30. Oktober 2023 wurde die Gesellschaft ecotel Beteiligungs GmbH gegründet, in die die Beteiligung an der UPLINK Digital GmbH zum beizulegenden Zeitwert eingebracht wurde. Da ecotel ag mit ca. 25 % an der UPLINK Digital GmbH beteiligt ist, wird grundsätzlich ein maßgeblicher Einfluss vermutet. Dies wurde bereits bei der Vertragsanbahnung mit allen Parteien - auch mit dem Aufsichtsrat der ecotel ag - thematisiert, auch wurde auf die grundsätzliche Notwendigkeit einer Bilanzierung nach den IFRS hingewiesen. Mit Ausnahme der ecotel ag haben alle anderen Gesellschafter der UPLINK Digital GmbH eine Bilanzierung nach IFRS abgelehnt. Ebenso wurde auf die Erstellung einer Purchase Price Allocation im Rahmen der Kaufpreisverhandlungen verzichtet. Somit stehen der ecotel ag keine Informationen zur Verfügung, die eine at-equity Erstkonsolidierung oder Folgekonsolidierung ermöglichen würden. Die UPLINK Digital GmbH bilanziert nach den Regelungen des HGB und wird auch ausschließlich so gesteuert. Die Abschlusserstellung der UPLINK Digital GmbH erfolgt zeitlich deutlich hinter der Abschlusserstellung der ecotel ag, so dass auch keine aktuellen Werte zum Zeitpunkt der Konzernabschlussaufstellung vorliegen. Gemäß den Regelungen im Gesellschaftsvertrag ist ecotel als Minderheitsgesellschafter auch nicht in der Position, eine Berichterstattung nach IFRS für die UPLINK Digital GmbH zu verlangen. Eine Weiterführung der IFRS-Bewertungsansätze, die auf der nacamar GmbH vor der Entkonsolidierung durchgeführt wurden, ist ebenfalls nicht sachgerecht, da das Geschäft der UPLINK Digital GmbH durch Zusammenlegung von drei operativen Gesellschaften letztlich mit den Wertansätzen der nacamar GmbH nicht mehr zu vergleichen ist. Damit ist der vermutete maßgebliche Einfluss von ecotel auf die UPLINK Digital GmbH widerlegt. Aus diesem Grund werden die Anteile an der UPLINK Digital GmbH im Konzernabschluss als langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Als beizulegender Zeitwert zum Anschaffungszeitpunkt werden die Anschaffungskosten angesetzt. Aufgrund der Tatsache, dass weitere bewertungsrelevante Informationen bei Aufstellung des Konzernabschlusses nicht vorliegen, werden für die Folgebewertung die dann vorliegenden Informationen berücksichtigt. (7) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, VERTRAGSVERMÖGENSWERTE UND SONSTIGE FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEIm Geschäftsjahr 2023 wurden erstmalig die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte und die langfristigen sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte als solche in der Bilanz ausgewiesen. Das Vorjahr wurde entsprechend IAS 8.41 angepasst; Auswirkungen auf Eigenkapital und Bilanzsumme ergeben sich nicht. Es kam in 2023 zu keiner Wertminderung. Die Ergebniswirkung der Erhöhung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Auflösung von Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Forderungen sind unverzinslich und unterliegen somit keinem Zinsänderungsrisiko. Die Buchwerte entsprechen aufgrund der kurzfristigen Zahlungsziele den beizulegenden Zeitwerten. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten. Im Segment »ecotel Wholesale« besteht die Geschäftstätigkeit unter anderem aus dem Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) mit nationalen und internationalen Carriern. Dabei ist die Saldierung als »verkürzte« Zahlung branchenüblich und vertraglich vereinbart. Diese Saldierung erfolgt nur zu Zahlungszwecken, da die Voraussetzungen (IAS 32.42) für einen saldierten Ausweis in der Bilanz nicht vorliegen. scrollen
Im Vorjahr wurden Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten folgendermaßen saldiert: scrollen
(8) TATSÄCHLICHE UND LATENTE ERTRAGSTEUERANSPRÜCHEscrollen
Die tatsächlichen Ertragsteueransprüche betreffen wie im Vorjahr ertragsteuerliche Erstattungsansprüche aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer. Seit dem Geschäftsjahr 2022 bestehen keine steuerlichen Verlustvorträge. (9) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEscrollen
(10) EIGENKAPITALDie Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage des Konzerns entsprechen dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage des Mutterunternehmens. Der Gesamtwert der ausgegebenen Aktienoptionen wird zeitanteilig über die Sperrfrist des Aktienoptionsplans (4 Jahre) zu Lasten des Personalaufwands in die Kapitalrücklage eingestellt. Die sonstigen Rücklagen enthalten die kumulierte Gewinnrücklage. AktienbesitzDie nachfolgende Tabelle zeigt die Namen der Aktionäre, deren Beteiligung am Grundkapital der ecotel communication ag Ende 2023 mehr als 3 % beträgt. scrollen
Berücksichtigt wurden die Meldungen, die in Verbindung mit § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder in Verbindung mit § 21 Abs. 1 oder Abs. 1 a des WpHG zu Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG geführt haben. Die zugrunde liegenden Meldungen sind im Jahresabschluss der ecotel ag im Einzelnen aufgeführt. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Juli 2021 wurde der Vorstand der ecotel ag ermächtigt, das Grundkapital der ecotel ag mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 7. Juli 2026 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 1.775.000,00 (bisher: EUR 1.755.000,00) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Im Geschäftsjahr hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Bedingtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 wurde eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 1.404.000 durch Ausgabe von bis zu 1.404.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien beschlossen (Neufassung des Bedingten Kapitals 2017). Des Weiteren wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juli 2020 über die Ermächtigung zur Ausgabe von Aktienoptionen (Aktienoptionsplan 2020) und die Schaffung eines neuen bedingten Kapitals 2020 entschieden (Bedingtes Kapital 2020). KapitalmanagementDer ecotel Konzern steuert sein Kapital mit dem vorrangigen Ziel, die Geschäftstätigkeit zu unterstützen und die langfristige Unternehmensfortführung zu sichern. Das Kapitalmanagement umfasst sowohl das gesamte bilanzielle Eigen- als auch das zinstragende Fremdkapital. Zusammenfassende quantitative Angaben zum gemanagten Kapital sind der Bilanz sowie den entsprechenden Anhangangaben zu entnehmen. Wichtiges Ziel ist die Einhaltung der mit den Banken vereinbarten Financial Covenants. Diese Financial Covenants bestehen aus der Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis Netto-Finanzverbindlichkeiten zu EBITDA und dem Verhältnis EBITDA zu Umsatzerlösen. Der ecotel Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 sämtliche Finanzdarlehen getilgt. Die Financial Covenants im Zusammenhang mit den bestehenden Kreditlinien werden im Rahmen der unterjährigen Reportings dennoch weiterhin überprüft. Dabei werden auch künftige Entwicklungen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Financial Covenants analysiert, um gegebenenfalls rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. Bei allen derzeitigen Covenants (Eigenkapitalquote > 20%, Nettoverschuldung/EBITDA in % >2,5% und EBITDA/Umsatz in % >5%) nach der Definition der Banken lag die ecotel im Geschäftsjahr 2023 und zum Bilanzstichtag deutlich innerhalb der vorgegebenen Grenzwerte. (11) VERBINDLICHKEITEN AUS TATSÄCHLICHEN UND LATENTEN ERTRAGSTEUERNscrollen
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(12) SONSTIGE FINANZSCHULDEN, VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN, RÜCKSTELLUNGEN SOWIE SONSTIGE FINANZIELLE UND NICHT-FINANZIELLE VERBINDLICHKEITENscrollen
Zum 31. Dezember 2023 bestanden wie schon im Vorjahr keine derivativen Finanzschulden. Der ecotel Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 sämtliche Kreditverbindlichkeiten getilgt. (13) LEASINGVERBINDLICHKEITENEs bestehen Verlängerungsoptionen bei Immobilien-Leasingverhältnissen, deren Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag nicht hinreichend sicher ist. Die potenziellen zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen in Zukunft doch ausgeübt werden, führen schätzungsweise zu einer Leasingverbindlichkeit in Höhe von TEUR 3.889 (31.12.2022: TEUR 2.700). Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten betragen zum Stichtag TEUR 5.499 (31.12.2022: TEUR 4.948), davon sind TEUR 3.445 (Vorjahr: TEUR 3.460) innerhalb der nächsten 5 Jahre und TEUR 2.054 (Vorjahr: TEUR 1.488) in über 5 Jahren fällig. Der bestehende Mietvertrag für das Verwaltungsgebäude wurde im April 2023 um zwei Jahre verlängert. Auf Basis dieser Vertragsverlängerung wurde auch die angenommene Laufzeit des Leasingverhältnisses erhöht. Aufgrund der Verlängerung der Laufzeit des Leasingverhältnisses wurde die Leasingverbindlichkeit mit einem effektiven Zinssatz von 6% neu bewertet. Die Vertragsverlängerung führte unter Berücksichtigung des neuen Zinssatzes und der geänderten Leasingraten zu einer Erhöhung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechtes um TEUR 1.005 (Vorjahr: TEUR 199). (14) VERTRAGSVERBINDLICHKEITENDie Vertragsverbindlichkeiten stellen die Verpflichtung dar, eine Leistung gegenüber einem Kunden zu erbringen. Zum 31. Dezember 2023 werden Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 943 (31.12.2022: TEUR 1.368) ausgewiesen. Die Erfüllung der Leistungsverpflichtung und damit die Erfassung als Umsatz erfolgt, abhängig von der Art der Leistungsverpflichtung und der Zugehörigkeit zu den operativen Segmenten, innerhalb der durchschnittlichen Vertragslaufzeit (3-6 Jahre). Die Vertragsverbindlichkeiten werden nach Fälligkeit in kurz- und langfristig unterschieden. (15) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTENIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird der Konzern mit Währungs-, Zinsänderungs- und Bonitätsänderungsrisiken konfrontiert, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Fremdwährungsrisiko: Fremdwährungsrisiken entstehen aufgrund von Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssigen Mitteln und geplanten Transaktionen, die nicht in der funktionalen Währung des Konzerns bestehen bzw. entstehen werden. Da das Währungsrisiko nach Auslaufen der kontrahierten Sicherungsgeschäfte in Vorjahren gering war, wurden im Vorjahr und im abgelaufenen Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente zur Währungskurssicherung eingesetzt. Zinsrisiko: Der ecotel Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 sämtliche Kreditverbindlichkeiten getilgt. Dementsprechend wird das Zinsrisiko als sehr gering eingestuft. Kreditrisiko: Ein Kreditrisiko besteht für den Konzern, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen oder nicht nachkommen können. Das maximale Ausfallrisiko wird bilanziell durch den Buchwert des jeweiligen finanziellen Vermögenswertes dargestellt. Durch die unterschiedlichen Geschäftsmodelle und Kundenstrukturen der Segmente werden auch unterschiedliche Ausfallrisiken definiert. Im Segment »ecotel Geschäftskunden« und im Segment »ecotel Wholesale« (Wholesale Data) sowie bis zur Entkonsolidierung bei »nacamar« werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in unterschiedliche Bewertungscluster (Großkunden, Kunden mit besonderen Zahlungsvereinbarungen etc.) eingeteilt. Innerhalb der Cluster erfolgt je nach Überfälligkeit der Forderungen eine quotale Wertberichtigung. Dabei liegt die Spanne wie im Vorjahr zwischen 1 % und 66 %. Zusätzlich wird für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Ausfallrisiko nicht bereits anhand der Cluster bestimmt wurde, ein erwartetes Ausfallriskio von 1 % angenommen. Im Segment »ecotel Wholesale« (Wholesale Voice) bestehen mit den Kunden im Minutenhandel im Wesentlichen Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements), durch diese branchenübliche Saldierung werden die Forderungsausfallrisiken aktiv verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden daher mit 1 % quotal wertberichtigt. Die übrigen Forderungen werden anhand einer Altersstruktur von einem bis zu größer 90 Tage wertberichtigt. Bei einer Überfälligkeit von über 90 Tage erfolgt eine vollständige Wertberichtigung. Die Entwicklung des Forderungsbestandes wird ständig überwacht, um mögliche Ausfallrisiken frühzeitig identifizieren und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Saldierungsvereinbarungen (Settlement balances agreements) mit Kunden und Lieferanten. Im Segment »ecotel Wholesale« besteht die Geschäftstätigkeit unter anderem aus dem Handel mit Telefonminuten (Wholesale Voice) mit nationalen und internationalen Carriern. Beim Handel mit Telefonminuten ist die Saldierung als »verkürzte« Zahlung branchenüblich und vertraglich vereinbart. Die Voraussetzungen (IAS 32.42) für einen saldierten Ausweis in der Bilanz lagen nicht vor. Bis zur Bilanzaufstellung waren diese Forderungen und Verbindlichkeiten vollständig ausgeglichen. Entsprechend haben sich im Konzern die Wertberichtigungen für die unter den folgenden Bilanzposten ausgewiesenen Forderungen wie folgt entwickelt: Wertberichtigungen für 2023scrollen
Wertberichtigungen für 2022scrollen
Die nachstehende Tabelle zeigt das ermittelte Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2023: scrollen
Nach IFRS 9 wird zur Ermittlung der Wertminderung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für Vertragsvermögenswerte das vereinfachte Modell angewendet. Die Wertberichtungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste bemessen. Die Bewertung des zu erwartenden Kreditausfallrisikos der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt durch die Nutzung einer Wertminderungsmatrix. Bei den nicht fälligen, nicht wertberichtigten Forderungen wird die Einbringlichkeit in vollem Umfang erwartet. Zum 31. Dezember 2022 ergab sich folgende Situation: scrollen
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente lassen sich in die folgende Bewertungshierarchie einstufen, die widerspiegelt, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist: Stufe 1: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels auf aktiven Märkten notierten (nicht angepassten) Preisen für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Stufe 2: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (von Preisen abgeleitete) beobachtbarer Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert mittels für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Mit Ausnahme der Beteiligung an der UPLINK Digital GmbH stellen die in den nachfolgenden Tabellen ausgewiesenen Buchwerte finanzieller Vermögenswerte und Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, eine gute Näherung für ihren beizulegenden Zeitpunkt dar. Die in den folgenden Tabellen dargestellten beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) wurden mittels für den Vermögenswert bzw. die Verbindlichkeit herangezogener Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 3), bewertet. Die finanziellen Vermögenswerte und Schulden lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern: Finanzielle Vermögenswerte 2023scrollen
Im Geschäftsjahr 2023 wurde keine Umgliederung zwischen den Klassen vorgenommen. Finanzielle Verbindlichkeiten 2023scrollen
Zum 31. Dezember 2022 ergab sich folgende Aufteilung: Finanzielle Vermögenswerte 2022scrollen
Finanzielle Verbindlichkeiten 2022scrollen
Liquiditätsrisiko: Die Refinanzierung der ecotel Konzerngesellschaften erfolgt i.d. R. zentral durch die ecotel communication ag. Hier besteht das Risiko, dass die Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die finanziellen Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Für die Deckung des Liquiditätsbedarfs stehen flüssige Mittel in Höhe von TEUR 3.702 (Vorjahr: TEUR 66.932) zur Verfügung. Neben den ausgewiesenen Finanzmitteln stehen ecotel zum 31. Dezember 2023 Kreditlinien in einem Umfang von TEUR 7.000 (Vorjahr: TEUR 7.000) zur Verfügung, die in einem Umfang von bis zu TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 1.000) für Avalschulden genutzt werden dürfen. Zum Stichtag wurden keine Kreditlinien in Anspruch genommen. Eine Verletzung der Financial Covenants könnte möglicherweise zu einer Kündigung der Kreditlinie führen, sofern keine Einigung über eine Anpassung der Financial Covenants erzielt werden kann. Zinsänderungsrisiken werden grundsätzlich, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern solchen Risiken am Bilanzstichtag ausgesetzt ist. Originäre variabel verzinsliche Finanzinstrumente, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, sowie Zinsderivate (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, bestanden zum Stichtag in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Am 31. Dezember 2023 bestanden wie zum Vorjahresstichtag keine originären Finanzinstrumente mit fester Verzinsung (Finanzschulden) und einer Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert, da alle Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche Kreditverbindlichkeiten getilgt. Somit war die ecotel am 31. Dezember 2023 keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7 ausgesetzt. Eine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Zinsänderungen wurde daher nicht durchgeführt. Währungskursrisiken werden ebenfalls, gemäß IFRS 7, mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt, soweit der Konzern am Bilanzstichtag Risikovariablen aus dem Einsatz nicht funktionaler Währungen ausgesetzt ist, in denen Konzerngesellschaften Finanzinstrumente eingehen. Auch dies war weder im Vorjahr noch zum 31. Dezember 2023 der Fall, sodass keine Sensitivitätsanalyse für das Risiko aus Währungskursänderungen durchgeführt wurde. (16) EVENTUALFORDERUNGEN UND -VERBINDLICHKEITEN SOWIE SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDer Buchwert der als Sicherheit gestellten finanziellen Vermögenswerte betrug zum 31. Dezember 2023 TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 12). Hierbei handelt es sich in der Regel um Kautionen. Am 15. Dezember 2020 wurde ecotel vom zuständigen Finanzamt darüber informiert (Kontrollmitteilung), dass der vorgenommene Vorsteuerabzug aus Eingangsrechnungen eines einzelnen wesentlichen Lieferanten rückwirkend versagt werden soll. Als Begründung wurde eine Umsatzsteuer-Sonderprüfung bei diesem Lieferanten aufgeführt. Das Gesamtvolumen des im Zweifel stehenden Vorsteuerabzugs beträgt 3,7 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der vorliegenden Unterlagen und Informationen sowie der Hinzuziehung von externen Experten, erachtet ecotel das Risiko einer wirtschaftlichen Belastung mit Umsatzsteuer durch eine Versagung des Vorsteuerabzugs für deutlich unter 50 %. Zum Aufstellungszeitpunkt haben sich zu diesen Sachverhalt keine Änderung ergeben. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGDie Angaben von Nr. 17 bis Nr. 24 beziehen sich ausschließlich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Die Darstellung der Vergleichsperiode wurde entsprechend angepasst. (17) UMSATZERLÖSEscrollen
Die Umsatzerlöse setzen sich im Geschäftsjahr 2023 aus Umsätzen in Höhe von TEUR 57.157 (Vorjahr: TEUR 42.640), die zu einem Zeitpunkt erfasst wurden, und aus Umsätzen in Höhe von TEUR 49.132 (Vorjahr: TEUR 49.515), die über einen Zeitraum realisiert wurden. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 535 (Vorjahr: TEUR 1.024) über einen Zeitraum erfasst, die zuvor im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren. In den Umsatzerlösen des Segments ecotel Geschäftskunden sind Erlöse aus Verkauf von Routern in Höhe von TEUR 838 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, die zu einem Zeitpunkt erfasst wurden. (18) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 6.549 (Vorjahr: TEUR 15.853). In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden die Erlöse aus Übertragung von Nutzungsrechten an Internetressourcen TEUR 6.263 (Vorjahr: TEUR 15.654) ausgewiesen. Nach Abzug von Transaktionskosten ergibt sich einen Ertrag von TEUR 5.318, von denen TEUR 3.918 nicht in der Prognose für 2023 enthalten waren. Darüber hinaus enthält der Posten Erträge aus Einzahlungen der wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 0) sowie Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). (19) MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand fällt ausschließlich für in Anspruch genommene Fremdleistungen an und beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für den Handel von Minuten im Segment »ecotel Wholesale« im Bereich Voice in Höhe von TEUR 48.733 (Vorjahr: TEUR 42.491), für eingekaufte Datenprodukte in Höhe von TEUR 22.126 (Vorjahr: TEUR 16.188), eigene Terminierungsentgelte für Sprachdienste in Höhe von TEUR 503 (Vorjahr: TEUR 776), für eingekaufte Router in Höhe von TEUR 701 (Vorjahr: TEUR 0) und Stromkosten für das Rechenzentrum in Frankfurt am Main in Höhe von TEUR 874 (Vorjahr: TEUR 1.724). (20) PERSONALAUFWANDscrollen
Für alle Mitarbeiter der Konzerngesellschaften in Deutschland besteht ein beitragsorientierter Altersversorgungsplan im Rahmen der deutschen Rentenversicherung, in die der Arbeitgeber in Höhe eines derzeit gültigen Beitragssatzes von 9,3% (Arbeitgeberanteil) einzuzahlen hat. Darüber hinaus bestehen keine Altersversorgungspläne. Im Geschäftsjahr wurden bei den konsolidierten Gesellschaften durchschnittlich beschäftigt: scrollen
(21) PLANMÄSSIGE ABSCHREIBUNGEN UND AUSSERPLANMÄSSIGE WERTMINDERUNGENEine Aufteilung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen ist den Erläuterungen zu der jeweiligen Position zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2023 und im Vorjahr ergaben sich nach der Durchführung von Werthaltigkeitstests keine außerplanmäßigen Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte der Cash Generating Units oder sonstigen Vermögenswerte. (22) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf insgesamt TEUR 11.160 (Vorjahr: TEUR 9.494) davon betragen die Aufwendungen für Partner- und Händlerprovisionen TEUR 3.953 (Vorjahr: TEUR 3.758). Die Aufwendungen im technischen Bereich für Betriebskosten, Logistik- und Fieldservice u.Ä. beliefen sich auf TEUR 2.499 (Vorjahr: TEUR 2.144) und die Veränderung der Wertberichtigung der Forderungen und Forderungsverluste betrug TEUR 155 (Vorjahr: TEUR 157). (23) FINANZERGEBNISscrollen
(24) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAGscrollen
Nachfolgend ist eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Ertragsteuern mit einem vom Konzern vorgegebenen pauschalen Ertragsteuersatz von 31 % (Vorjahr: 31 %) multipliziert. Dieser besteht aus einem Steuersatz von 15 % (Vorjahr: 15 %) für Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % (Vorjahr: 5,5 %) für Solidaritätszuschlag und 15 % (Vorjahr: 15 %) für Gewerbesteuer. Der erwartete Steueraufwand wird mit dem tatsächlichen Steueraufwand verglichen. Die Überleitungen vom erwarteten zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand für das Geschäftsjahr und das Vorjahr stellen sich wie folgt dar: scrollen
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeiten-Methode. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden künftig wahrscheinlich eintretende Steuerentlastungen und -belastungen bilanziert. Beziehen sich die temporären Differenzen auf Posten, die unmittelbar das Eigenkapital erhöhen oder belasten, so werden auch die dazugehörigen latenten Steuern unmittelbar mit dem Eigenkapital verrechnet. Die latenten Steuern sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen: scrollen
Latente Steueransprüche in einem Steuerhoheitsgebiet werden mit latenten Steuerschulden desselben Gebietes insoweit verrechnet, als sich die Fristigkeiten entsprechen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden sämtliche Verlustvorträge in Anspruch genommen. (25) NICHT FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSBEREICHEAm 5. April 2023 hat ecotel sämtliche Anteile an der nacamar GmbH durch eine Verschmelzung zur Aufnahme in die neugegründete UPLINK Digital GmbH gegen Anteilsgewährung eingebracht. Nach Vollzug der Transaktion war ecotel ag mit ca. 25 % an der UPLINK Digital GmbH beteiligt. Im Zusatz zu der Anteilsgewährung erhielt ecotel ag ein zahlungswirksames Entgelt in Höhe von TEUR 1.264. Die Bilanzierungsvoraussetzungen des IFRS 5 »Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche« waren mit dem Aufsichtsratsbeschluss vom 23. Januar 2023 erfüllt. Die ecotel ag hat Anfang April die Kontrolle über die nacamar GmbH aufgegeben. Dementsprechend erfolgte zum 1. April 2023 die Entkonsolidierung der nacamar GmbH. Im Geschäftsjahr wird das Ergebnis nach Steuern der nacamar GmbH vom 1. Januar 2023 bis 31. März 2023 in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie in der Segmentsberichterstattung als Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung werden die Rückzahlung der Verbindlichkeit aus Cashpooling gegen nacamar GmbH von 0,2 Mio. EUR, die Transaktionskosten von 0,1 Mio. EUR und die erhaltene Kaufpreiszahlung von 1,3 Mio. EUR als Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis im Rahmen der Investitionstätigkeit dargestellt. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
1 Im Vorjahr mit easybell bis zum 17. November
2022 und nacamar.
Die Finanzmittelflüsse aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
1 Die Zahlungsströme beziehen sich auf den
Zeitraum von 1. Januar 2023 bis 31. März 2023.
In der folgenden Tabelle wird der Abgangserfolg aus der Entkonsolidierung der nacamar GmbH erläutert: scrollen
Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden zum 31. März 2023 entkonsolidiert: scrollen
(26) ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES AN DIE ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTERDer den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Überschuss von TEUR 2.619 betrifft im Vorjahr die anteiligen Jahresergebnisse der easybell GmbH (TEUR 2.163), der sparcall GmbH (TEUR 112), der carrier-services.de GmbH (TEUR 148) und der init.voice GmbH (TEUR 196). Im Geschäftsjahr 2023 fand keine Zurechnung des Überschusses an Anteile anderer Gesellschafter statt. (27) ERGEBNIS JE AKTIEDie Anzahl der zum 31. Dezember 2023 im Umlauf befindlichen Aktien der ecotel communication ag beträgt 3.510.000 (Vorjahr: 3.510.000) Stück. Die Aktien sind als nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 1,00 ausgegeben. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 als Quotient aus dem den Aktionären der ecotel communication ag zustehenden Konzernjahresergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Inhaberstückaktien ermittelt. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie kann dann eintreten, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionen und wandelbaren Finanzinstrumenten erhöht wird. Seit Juli 2020 besteht ein Aktienoptionsplan, an dem Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Mitarbeiter teilnehmen. Im Rahmen des Aktienoptionsplan können bis 351.000 Optionen ausgegeben werden. Der Aktienoptionsplan sieht eine Sperrfirst von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum vor. Durch die derzeitige Erfüllung der Erfolgsziele des Aktienoptionsplans kommt es zum 31. Dezember 2023 zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie, sodass das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis nicht gleichlautend sind. scrollen
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG(28) KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Konzern-Kapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Finanzmittelfonds der Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht der in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen Position »Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente«. Den lang- sowie kurzfristigen Darlehen sowie den Leasingverbindlichkeiten der ecotel werden wirksame Zahlungsströme zugeordnet. Mit Ausnahme von der Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten von TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 494) gab es in 2023 keine nicht zahlungswirksame Transaktionen. scrollen
Im Vorjahr kam es zu folgenden wirksamen Zahlungsströmen: scrollen
Neben den hier aufgeführten Zahlungsströmen wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 448 (Vorjahr: TEUR 539) für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte bezahlt. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN(29) GEWINNVERWENDUNGFür die Gewinnverwendung der ecotel ist gemäß § 58 Abs. 2 AktG der Jahresabschluss der ecotel communication ag, der nach handelsrechtlichen Regelungen aufgestellt wird, maßgeblich. Der Jahresabschluss der ecotel communication ag weist einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.711 (Vorjahr: TEUR 66.077) aus. Im Geschäftsjahr 2023 hat die ecotel communication ag für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende in Höhe von TEUR 66.058 (Vorjahr: TEUR 7.898) ausgeschüttet. (30) ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENDas Volumen der an nahestehende Unternehmen erbrachten bzw. von ihnen in Anspruch genommenen Leistungen stellt sich wie folgt dar: scrollen
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen gegen die mvneco GmbH in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 7) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der mvneco GmbH in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 8). scrollen
Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen gegen die UPLINK Digital GmbH in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der UPLINK Digital GmbH in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Mit folgenden nahestehenden Personen (bzw. deren Unternehmen) unterhielt der ecotel Konzern in 2023 Leistungsbeziehungen: scrollen
Vereinbarung mit der MPC Services GmbHZwischen der MPC Services GmbH und ecotel besteht ein Handelsvertretervertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erhält die MPC Services GmbH für den monatlichen Auftragseingang eine Abschlussprovision sowie eine produktabhängige Provision auf den monatlichen Umsatz aller von der MPC Services GmbH vermittelten Kunden. Das Aufsichtsratsmitglied Mirko Mach ist Geschäftsführer und Gesellschafter der MPC Services GmbH. Zum Stichtag bestanden gegenüber der MPC Services GmbH Forderungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 42). scrollen
Vereinbarung mit der Noerr Partnerschaftsgesellschaft mbB Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer:Zwischen der Noerr PartGmbB und ecotel besteht ein Dienstleistungsvertrag. Im Rahmen dieses Vertrages erbringt die Noerr PartGmbB Rechtsberatung für die ecotel ag. Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Thorsten Reinhard ist Partner der Gesellschaft. Zum Stichtag bestanden gegenüber der Noerr PartGmbB Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). (31) SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an den Vorstand und den Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der Segmente der ecotel. Die Segmentierung erfolgt entsprechend der internen Berichterstattung nach Geschäftsbereichen. Die fortgeführten Geschäftsbereiche lassen sich wie folgt abgrenzen: scrollen
Der folgende Geschäftsbereich wird nicht fortgeführt: scrollen
Als Segmentergebnis, das seitens des Vorstands zur Unternehmenssteuerung und -Überwachung verwendet wird, wird das Jahresergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern und Abschreibungen bzw. Wertminderungen (EBITDA) dargestellt. Die hier dargestellten Segmente sind nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns aufgestellt. Daher gibt es keine Bewertungsanpassungen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte das Segment »ecotel Wholesale« mit zwei internationalen Carriern jeweils ein Umsatzvolumen von mehr als 10% des Konzernumsatzes (21,5 Mio. EUR bzw. 22,4 Mio. EUR). Der höchste internationale Umsatz wurde mit einem Kunden mit Sitz in Rumänien generiert. Im Vorjahr wurde mit zwei internationalen Carriern mehr als 10 % des Konzernumsatzes erzielt (20,4 Mio. EUR bzw. 14,9 Mio. EUR), indem ebenfalls der höchste internationale Umsatz mit einem Kunden mit Sitz in Rumänien generiert wurde. scrollen
scrollen
1 Darin enthalten sind die Erträge aus der
Übertragung an Nutzungsrechten an Internetressourcen.
Intersegmentäre Transaktionen wurden zu Marktpreisen durchgeführt. Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im Wesentlichen in Deutschland entstanden. Die Aufteilung der Umsätze in In- und Ausland wurde nach dem Kundenstandort vorgenommen. Für weitere Erläuterungen wird auf die Angaben zu den Umsatzerlösen verwiesen. Vermögenswerte und Investitionen entfallen vollständig auf Deutschland. (32) ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGENSeit Juli 2020 besteht ein Aktienoptionsplan an dem die Mitglieder des Vorstands und ausgewählte Arbeitnehmer teilnehmen können. Im Rahmen des Aktienoptionsplans können bis zu 351.000 Optionen ausgegeben werden. Dabei berechtigt jede Aktienoption den Teilnehmer zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zu einem Optionspreis in Höhe des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Gewährungstag. Der Anspruch auf Bezug von Aktien kann entweder aus dem dazu geschaffenen bedingten Kapital, aus dem Bestand eigener Aktien der Gesellschaft oder durch Leistung einer Barzahlung in entsprechender Höhe erfüllt werden. Der Aktienoptionsplan 2020 sieht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum vor. Die Teilnehmer sind nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist zur Ausübung der Optionen berechtigt, wenn die im Aktienoptionsplan vorgesehenen Erfolgsziele erreicht worden sind. Hierzu muss sich der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft zum einen im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben als der Vergleichsindex Tec-DAX. Zum anderen muss der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20 % gestiegen sein. Beide Erfolgsziele müssen kumulativ erfüllt sein. Ob die vorgenannten kursbezogenen Erfolgsziele erreicht worden sind, bestimmt sich anhand der tatsächlichen Entwicklung des gewichteten durchschnittlichen Drei-Monats-Kurses der Aktie der Gesellschaft und des Tec-DAX. Wenn die Erfolgsziele nicht erreicht worden sind, wird die Gesellschaft ihr zugehende Ausübungserklärungen in Bezug auf Aktienoptionen zurückweisen. Der Aktienoptionsplan sieht vor, dass die Aktienoptionen nach Ablauf der vierjährigen Wartefrist innerhalb von dreiwöchigen Ausübungsfristen ausgeübt werden können, die jeweils nach Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts und des Berichts bzw. der Mitteilung für das erste und dritte Quartal eines jeden Geschäftsjahres beginnen. Der Aktienoptionsplan sieht keine Haltefristen für Aktien vor, welche die Teilnehmer durch Ausübung von Aktienoptionen erwerben. Soweit die gewährten Optionen nicht innerhalb von zwei Jahren nach Ablauf der Wartefrist ausgeübt worden sind, verfallen sie zu diesem Zeitpunkt ersatzlos. Ausübungsfähige, einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen können jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt. Für den Fall eines Change-of-Control, d. h. des Erwerbs der Aktienmehrheit an der Gesellschaft durch eine Person (allein oder gemeinsam mit anderen handelnd) mit Ausnahme solcher Personen, die unmittelbar oder mittelbar vollständige Tochtergesellschaften der Gesellschaft sind oder die bei Aufstellung dieses Aktienoptionsplans mehr als 5 % am Grundkapital der Gesellschaft halten, und bestimmter wirtschaftlich vergleichbarer Transaktionen, oder eines Widerrufs der Zulassung der Aktien der Gesellschaft zum Handel im regulierten Markt sehen die Gewährungsverträge vor, dass ausstehende Aktienoptionen gegen Leistung einer Barzahlung verfallen. Die Anzahl und die Ausübungspreise der Aktienoptionen für verschiedene Gruppen von Optionen stellen sich wie folgt dar: scrollen
Für die am Ende der Berichtsperiode ausstehenden Optionen beträgt der Ausübungspreis wie auch im Vorjahr EUR 6,87. Die restliche Vertragslaufzeit beträgt 2 Jahre und 7 Monate. Die Bewertung der ausgegebenen Aktienoptionen erfolgt durch Monte-Carlo-Simulation. Bei der Bewertung wurden die Erfolgsziele, dass sich zum einen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option prozentual besser entwickelt haben muss als der Vergleichsindex Tec-DAX und zum anderen der Börsenpreis der Aktie der Gesellschaft im Zeitraum vom Gewährungsdatum bis zum Ausübungstag für die betreffende Option um mindestens 20 % gestiegen sein muss, berücksichtigt. Ferner wurde berücksichtigt, dass die einem Teilnehmer in einem Geschäftsjahr gewährte Optionen jeweils höchstens soweit ausgeübt werden, als der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse innerhalb eines Drei-Monats-Zeitraums vor dem Ausübungstag das Siebenfache des Ausübungspreises nicht übersteigt. Der Wert einer Aktienoption betrug zum Zeitpunkt der Gewährung EUR 1,41. Der Bewertung sind folgende Parameter zugrunde gelegt worden: scrollen
Die erwartete Volatilität der Aktien und des Tec-DAX beruht auf der Analyse von historischen Volatilitäten, die über einen Zeitraum, der der Restlaufzeit der Aktienoptionen entspricht, ermittelt wurde. Den erwarteten Volatilitäten liegt die Annahme zugrunde, dass von historischen Volatilitäten auf künftige Trends geschlossen werden kann. Die tatsächlich eintretenden Volatilitäten können von den getroffenen Annahmen abweichen. Für den Aktienoptionsplan, der eine anteilsbasierte Vergütung mit Aktien vorsieht, ist in der Berichtsperiode unter Berücksichtigung der erwarteten Mitarbeiterfluktuation ein Betrag von TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 119) erfolgswirksam erfasst und die Kapitalrücklage entsprechend um TEUR 119 (Vorjahr: TEUR 119) erhöht worden. (33) VERGÜTUNG DES SCHLÜSSELMANAGEMENTS (ANGABEN NACH §314 HGB UND IAS 24)Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betragen für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 1.671 (Vorjahr: TEUR 858). Darin enthalten sind für das Geschäftsjahr 2023 neben den Festvergütungen von TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 800) und Nebenleistungen von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 58) sicher verdiente variable Vergütungen in Höhe von TEUR 971 (Vorjahr: TEUR 0). In den variablen Vergütungen sind Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 946 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Nach Abzug bereits ausgezahlter Entgeltbestandteile wurden entsprechende Verbindlichkeiten gebildet. Bei diesen Vergütungen handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen. Seit 2020 bestehen für die variable Vergütung lediglich persönliche Ziele. Um die finanziellen Leistungsanreize für den Vorstand und die Geschäftsleitung enger an die Interessen langfristig orientierter Aktionäre auszurichten wurde ab Juli 2020 ein Aktienoptionsprogramm eingeführt. An dem bestehenden Aktienoptionsprogramm nehmen die Mitglieder des Vorstands teil. Den Vorstandsmitgliedern wurden im Jahr 2020 insgesamt 222.943 Aktienoptionen gewährt. Für diese Aktienoption besteht eine Wartefrist bis zur erstmaligen Ausübungsmöglichkeit von vier Jahren nach dem jeweiligen Gewährungsdatum. Für aktuelle und frühere Vorstände sind TEUR 57 im Aufwand erfasst. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 betragen TEUR 220 (Vorjahr: TEUR 210). Neben den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zählt ecotel die vier Mitglieder des geschäftsführenden Boards zum Schlüsselmanagement nach IAS 24. Die Gesamtvergütung für das gesamte Schlüsselmanagement beträgt somit insgesamt TEUR 2.783 (Vorjahr: TEUR 1.700) und ist insgesamt kurzfristig. Die Beiträge zur Altersvorsorge davon betrugen in der Berichtsperiode TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 44). Für weitergehende Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf die Ausführungen im Vergütungsbericht verwiesen. (34) ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEM. §289f HGB UND §315d HGB EINSCHLIESSLICH DER ERKLÄRUNG GEM. §161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der ecotel communication ag haben die nach §289f und §315d sowie §16 AktG erforderliche Erklärung zur Unternehmensführung sowie den Corporate-Governance-Bericht einschließlich der nach §161 AktG vorgeschriebenen Erklärung abgegeben und im Internet der Öffentlichkeit www.ecotel.de unter Investor Relations/Corporate Governance) dauerhaft zugänglich gemacht. (35) AUFWAND FÜR ABSCHLUSSPRÜFERIm Geschäftsjahr 2023 betrug das als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Jahres- sowie des Konzernabschlusses der ecotel ag für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 229 und umfasst die Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der Gesellschaft und einbezogener Tochterunternehmen, wovon TEUR 37 periodenfremd waren. Für andere Bestätigungsleistungen wurden TEUR 8 erfasst. Für Steuerberatungsleistungen sowie für sonstige Leistungen wurden wie im Vorjahr keine Aufwendungen erfasst.
Düsseldorf, 8. März 2024 Der Vorstand Markus Hendrich, Vorstandsvorsitzender Achim Theis, Mitglied des Vorstands |
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