edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Geschäftsbericht 2014

Inhaltsverzeichnis

Organe

Bericht des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Lagebericht der edding AG

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernstruktur (Stand 31.12.2014)

Anhang

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Organe

Aufsichtsrat

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Vorsitzender
Bankkaufmann  
Chehab Wahby, Bruchsal Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann  
Anja Keihani, Hannover Arbeitnehmervertreterin
Kauffrau  
Dr. Sabine Renken, Hamburg Ersatzmitglied
Rechtsanwältin  
Karl Sieveking, Hamburg Ersatzmitglied
Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht  

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Vorstand

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender / Chief Executive Officer
Kaufmann  
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann  
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur  

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2014.

Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten wird im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurde der Aufsichtsrat im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend in vier Aufsichtsratssitzungen informiert. An allen Sitzungen nahmen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder teil.

Zusätzlich zu den Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere dessen Vorsitzender, auch zwischen den Sitzungsterminen im engen Kontakt zum Vorstand der edding AG.

Durch schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung war der Aufsichtsrat jederzeit über die aktuelle Geschäftslage unterrichtet. Daneben erhielt der Aufsichtsrat vierteljährlich detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und den Fortgang der Strategieumsetzung.

Unabhängig von der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden dem Aufsichtsrat aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich adhoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Dem Aufsichtsrat sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben.

Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.

Auf jeder Sitzung des Aufsichtsrats in 2014 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war.

Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:

Im April erörterte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2013 und stellte ihn gemäß Aktiengesetz fest beziehungsweise billigte den Konzernabschluss. Er stimmte dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu. Ferner wurde die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats verabschiedet.

In der Sitzung im Juni im Anschluss an die Hauptversammlung beschloss der Aufsichtsrat, wieder eine Selbstevaluation vorzunehmen. Grundlage dafür war der Fragebogen einer Beratungsgesellschaft, den alle AR-Mitglieder einzeln zur Beantwortung erhielten und der in der Dezembersitzung ausgewertet wurde.

In der Sitzung im September stellte der Vorstand seine Strategie 2020 vor und berichtete über die Ergebnisse aus den Aktivitäten im Rahmen der bis dahin geltenden Strategie 2012+. Für beide Geschäftsfelder konnte dabei festgestellt werden, dass die Ziele im Wesentlichen erreicht wurden. Die Strategie 2020 wurde ausführlich erörtert und vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

In seiner Sitzung im Dezember 2014 schlug der Vorstand vor, das überarbeitete Budget aus der laufenden Mittelfristplanung für das Jahr 2015 zu übernehmen. Dem stimmte der Aufsichtsrat zu.

Im Übrigen beauftragte er gemäß Beschluss der Hauptversammlung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2014, vereinbarte das Honorar des Abschlussprüfers und legte die Prüfungsschwerpunkte fest.

Die Auswertung der Fragebögen im Rahmen der Selbstevaluation ergab eine nahezu vollständige Übereinstimmung bei der Beurteilung des Informationsmanagements durch den Vorstand, der Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und der Effektivität.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG wurden am 10. März 2015 und der Jahresabschluss und der Lagebericht des edding Konzerns wurden am 21. April 2015 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft versehen. Die Prüfungsberichte für die edding AG und den edding Konzern wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von ihnen geprüft.

In der Aufsichtsratssitzung vom 28. April 2015 wurden im Beisein des Abschlussprüfers der Jahresabschluss und der Lagebericht der edding AG sowie der Jahresabschluss und der Lagebericht des edding Konzerns eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu und hat den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2014 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht nahm der Aufsichtsrat billigend zur Kenntnis.

Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Nummer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand dankt der Aufsichtsrat für ihren engagierten Einsatz, der den Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres möglich gemacht hat.

 

Ahrensburg, 28. April 2015

Der Aufsichtsrat

Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender

Chehab Wahby, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin

Corporate Governance Bericht

gemäß Nummer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

1. Erklärung gemäß § 161 Abs. 1 S. 1 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft erklären Folgendes:

Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.

Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.

Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex“ (DCGK) in der Fassung vom 24. Juni 2014 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird dies auch im neuen Berichtsjahr so handhaben:

Nummer 2.3.2 DCGK

Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.

Nummer 3.10 DCGK

Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht der edding Aktiengesellschaft abgedruckt, während die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB auf der Internetseite der edding AG veröffentlicht werden.

Nummern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK

Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.

Nummer 4.2.4 DCGK

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2011 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung erforderlicher Angaben verzichtet wird.

Nummer 4.2.5 DCGK

Von der Offenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer solchen Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Nummer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.

Nummern 5.1.2 und 5.4.1 DCGK

Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.

Nummer 5.3 DCGK

Da der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet.

Nummern 5.4.1 und 5.4.2 DCGK

Der Aufsichtsrat hat im Jahre 2012 eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.

Nummer 5.4.6 DCGK

Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat vormals erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt.

Nummer 6.3 DCGK

Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG („Directors' Dealings“). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a WpHG. Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden darüber hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Verbindung mit §§ 21 ff. WpHG ergibt (Geschäftsbericht für Einzelabschluss); letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte der betreffenden Personen.

Nummer 7.1.2 DCGK

Hauptsächlich aus Kostengründen können grundsätzlich weder der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende noch eventuelle Zwischenberichte innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Abs. 4 HGB innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht. Im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht.

 

Ahrensburg, 6. Februar 2015

edding Aktiengesellschaft

Vorstand und Aufsichtsrat

2. Bericht über die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG gemäß Nummer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG findet unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße, der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Tätigkeit des Unternehmens und des Kreises der stimmberechtigten Stammaktionäre statt.

In der Regel besteht der Aufsichtsrat aus der nach § 95 AktG vorgesehenen Mindestanzahl von drei Mitgliedern.

Ein Mitglied des Aufsichtsrats wird nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von den Arbeitnehmern des Unternehmens gewählt.

Die beiden anderen Mitglieder des Aufsichtsrats, die von den Aktionärsvertretern bestimmt werden, sollten Eigenschaften und Fähigkeiten aufweisen beziehungsweise Aufgaben übernehmen können, die den Anforderungen entsprechen, wie sie sich aus den Bestimmungen der Satzung und dem Geschäftszweck der Gesellschaft sowie den Bestimmungen des Aktiengesetzes ergeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten keine Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern des Unternehmens innehaben und nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zum Vorstand der edding AG stehen, die einen Interessenkonflikt begründen könnten. Eine Beratungsfunktion gegenüber dem genannten Personenkreis ist dem Aufsichtsrat anzuzeigen, damit das eventuelle Bestehen eines Interessenkonflikts geprüft werden kann.

Im Regelfall sollen Verwandte in gerader Linie, Ehepartner und Geschwister nicht im Aufsichtsrat vertreten sein, wenn gleichzeitig ein entsprechendes Familienmitglied dem Vorstand angehört.

Hinsichtlich der Wissens- und Erfahrungskompetenzen sollte ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich des Rechnungswesens und der Finanzen und ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Vertrieb haben.

Für die Auswahl gelten daneben die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in seiner jeweils geltenden Fassung. Die pauschale Festsetzung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und einer geschlechtsspezifischen Quote ist nicht vorgesehen.

Über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und die Anzahl seiner Mitglieder soll regelmäßig neu befunden werden, wenn sich der Umfang der Geschäftstätigkeit, der Gegenstand des Unternehmens oder die Aktionärsstruktur wesentlich verändern.

Vorschläge des Aufsichtsrats zur personellen Besetzung des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung als zuständiges Wahlgremium sollen nach Maßgabe der vorliegenden Zielsetzung ergehen.

Der Aufsichtsrat wird die vorliegende Zielsetzung regelmäßig überprüfen und die Maßgaben erforderlichenfalls anpassen und fortschreiben.

Die vorliegende Zielsetzung wird jährlich im Corporate Governance Bericht des Geschäftsberichts veröffentlicht.

 

Ahrensburg, 10. Mai 2012

edding Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Die vorstehende Zielsetzung gilt nach wie vor und ist in dieser Form umgesetzt. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig etwaige Anpassungen der Zielsetzung.

 

Ahrensburg, 28. April 2015

edding Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations“ unter http://www.edding.com/de/ unternehmen/investor-relations/berichte-und-kennzahlen/erklaerung-zur-unternehmensfueh-rung veröffentlicht.

Lagebericht

der edding AG

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche Umfeld

Die Weltwirtschaft setzte das Wachstum von 2013 auf ähnlichem Niveau fort.

Besonders gegen Ende des Jahres 2014 stützte der niedrige Ölpreis die Weltmärkte. Allerdings zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Die Eurozone legte ein schwächeres zweites Halbjahr hin, geprägt von rückläufigen Investitionen, niedriger Inflation und Deflationsängsten, die die Europäische Zentralbank zu stark expansiver Geldpolitik animierten. Das Wachstum der Eurozone lag 2014 somit bei nur 0,8 %, trotz der Erholung Spaniens (+1,4 %) und des moderaten Wachstums der deutschen Wirtschaft (+1,5 %). Ebensoschlitterte Russland als wichtiger Handelspartner deutlich in die Krise, auch wenn am Jahresende noch ein Wachstum von 0,6 % stand.

Unter dem Strich blieben 3,3 % Wachstum der globalen Wirtschaft, gestützt auf 2,4 % in den USA und 4,4 % in den Schwellenländern. Der für uns bedeutende lateinamerikanische Wirtschaftsraum wuchs nur leicht um 1,2 %.

Japan - für edding weiterhin ein wichtiger Beschaffungsmarkt - konnte sein Wachstum nicht fortsetzen und stagnierte, obwohl der Japanische Yen im Vergleich zum US Dollar sowie zum Euro exportfreundlich schwach blieb, gegenüber Letzterem mit der Euroschwächung zum Jahresende allerdings mit abnehmender Tendenz.1

Der Markt für Bürobedarf in Europa entwickelte sich wenig. Dennoch waren die im Verband der PBS-Markenindustrie zusammengeschlossenen Markenartikler mit der Umsatzentwicklung im Zeitraum Januar bis September 2014 zufrieden. Wenngleich die ungewichteten Durchschnittsergebnisse der Gesamtumsätze bei einem Viertel der Unternehmen im Minusbereich lagen, kann der Verband doch von einem Umsatzplus von 2,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum berichten. Im Inlandsgeschäft lag das Plus mit 2,2 % sogar etwas darüber, die Exportumsätze lagen knapp darunter mit 1,7 %. Allerdings blieben die Umsätze in den Bereichen Papier und Büromit gerade einmal 0,4 % bzw. 0,5 % über Vorjahr hinter den Erwartungen zurück. Nur im Bereich Schreiben konnten die Markenfirmen mit einem durchschnittlichen Plus von 6,4 % (Inland 6,5 %, Export 5,5 %) zum Teil beträchtliche Umsatzzuwächse verzeichnen.2

Der deutsche Gesamtmarkt für Papier, Bürobedarf und Schreibwaren (PBS) schloss dagegen 2014 mit rund 14,7 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen unter Vorjahr ab. Auf der Distributionsseite zählte dabei der Facheinzelhandel zu den Verlierern. Der Großhandel hielt sich stets mit über 38 % Marktanteil als Nummer eins, der Fachhandel behauptete Platz zwei. Allerdings schrumpfte sein Marktanteil von 32,1 % in 2010 auf 30,7 % in 2014. Der Marktanteil der Versender und Online-Händler wuchs von 12,5 % (2010) auf 15,7 %.3

Wenn auch auf niedrigerem Niveau als erwartet wuchs der Markt für interaktive Lösungen der visuellen Kommunikation doch kräftig. Das dritte Quartal 2014 markierte die höchsten jemals in diesem Bereich gemessenen Absätze, über 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. In Europa zeigte die für uns wichtige Region Benelux wieder deutlichere Impulse, allerdings auch geprägt von intensivem Wettbewerb und Preisdruck. Der deutsche Markt tut sich dagegen weiterhin schwer und wächst nur langsam, auch weil das föderale System keine zentrale Entscheidung für Technologien ermöglicht, wie sie beispielsweise in der Türkei mit dem „Fatih“-Projekt gefällt wurde.4

Dennoch sehen wir diesen Markt positiv, auch wenn der Durchsatz der neuen Technologien länderspezifisch in unterschiedlichem Tempovoranschreitet.

Die edding Gruppe trägt dem zwar leicht stabilisierten aber immer noch volatilen Umfeld bereits seit Jahren durch risikoorientierte Geschäftsführung und fortschreitende Flexibilisierung der Organisation Rechnung. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus. Außerdem zeigt sich in Zeiten heterogener Marktentwicklung die Risiko reduzierende Entwicklung unserer Internationalisierungsstrategie, dank der wir uns heute auf ein diversifiziertes Länderportfoliostützen können. Ebensozeigt sich, dass die seit der Strategie 2008+ deutlich vorangetriebene Aufstellung des Marketings nach endkonsumentenbezogenen Produktkategorien Früchte trägt und auch hier die marktseitig schwierige Entwicklung im klassischen Bürobedarf durch Aktivitäten hin zum privaten Endverbraucher ausgeglichen werden kann.

1 World Economic Outlook Update, IMF, January 2015

2 Pressemitteilungen des Verbandes der PBS-Markenindustrie, Oktober 2014

3 http://www.boss-magazin.de/boss/suche/default.asp?alle_item=34761&i_item=34761&alle_step=15&alle_start=1 am 30.01.2015 unter Bezugnahme auf Marktforschungsinstitut marketmedia24

4 Futuresource Consulting, Quarterly Market Track World, Q3 2014

2. Ertragslage der edding AG

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling sowie IT angesiedelt.

2014 2013 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 17.138 14.841 2.297 15,5
Erträge aus Beteiligungen 378 601 -223 -37,1
Zuschreibungen/ Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.913 -3.452 1.539 -44,6
Zuschreibungen/ Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen/Beteiligungen -9 315 -324 -102,9
Beteiligungsergebnis 15.594 12.305 3.289 26,7
Umsatzerlöse 4.243 4.244 -1 0,0
Personalaufwendungen -6.370 -5.796 -574 9,9
Abschreibungen -1.347 -1.131 -216 19,1
Sonstige betriebliche Erträge 1.506 803 703 87,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern -5.725 -4.488 -1.237 27,6
EBIT 7.901 5.937 1.964 33,1
Finanzergebnis -584 -742 158 -21,3
Ergebnis vor Steuern 7.317 5.195 2.122 40,8
Ertragsteuern -2.659 -2.593 -66 2,5
Jahresüberschuss 4.658 2.602 2.056 79,0

Die Ertragslage der edding AG ist gekennzeichnet durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses, die im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH resultieren.

Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:

2014 2013
TEUR TEUR
Ergebnisübernahmen/Beteiligungserträge    
edding International GmbH 17.351 14.311
EDDING (U.K.) LTD. 372 595
V. D. Ledermann & Co. GmbH -213 530
PBS Network GmbH 5 5
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG 1 1
  17.516 15.442
Zuschreibungen    
edding Argentina S.A. (Forderungen) - 315
Wertpapiere des Anlagevermögens 149 135
  149 450
Abschreibungen und Wertberichtigungen    
edding Argentina S.A. (Beteiligung) -1.736 -2.088
edding Argentina S.A. (Forderungen) -9 -
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) -326 -1.499
  -2.071 -3.587
  15.594 12.305

Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio. EUR verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Ergebnisübernahme von der edding International GmbH sowie einer im Vorjahresvergleich geringeren Abschreibung auf die Anteile an der türkischen Tochtergesellschaft.

Die Übernahme des Ergebnisses von der edding International GmbH ist im Berichtsjahr um 3,0 Mio. EUR höher ausgefallen. Dies resultiert hauptsächlich aus einem deutlichen Umsatzanstieg in Verbindung mit einer verbesserten Rohergebnisquote.

Das Geschäft der türkischen Vertriebsgesellschaft hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse konnten plangemäß deutlich gesteigert werden. Das operative Ergebnis ist nach einem hohen Verlust in 2013 wieder positiv und übertrifft damit die Erwartungen, was allerdings zum großen Teil auf Sondereffekte zurückzuführen ist. Dennoch waren die Anteile an der Gesellschaft um 0,3 Mio. EUR abzuschreiben. Ursächlich hierfür ist die zunehmende Unsicherheit im Markt unter anderem bedingt durch eine hohe Volatilität der Währung, hohe Auslandsverschuldung sowie steigende Arbeitslosigkeit. Dieses landesspezifische Risikowird intern verstärkt durch große personelle Veränderungen in der Gesellschaft sowie die Umstellung der Logistik auf einen externen Partner.

Bedingt durch die weiterhin unsichere wirtschaftliche und politische Situation in Argentinien musste die edding Argentina S.A. unter Beibehaltung ihrer restriktiven Kreditpolitik preisbereinigt deutliche Umsatzrückgänge verkraften. Inflationsbedingte Kostensteigerungen können nicht mehr in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Der daraus resultierende Ergebnisrückgang mit entsprechender Plananpassung für die Folgejahre hat dazu geführt, dass die Anteile an der Gesellschaft um 1,7 Mio. EUR abzuwerten waren.

Aus der Ergebnisübernahme von der V. D. Ledermann & Co. GmbH ergibt sich umsatzbedingt ein Verlust in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert aus Sondereffekten wie dem Abbau erhöhter Sicherheitsbestände, die im Rahmen der Übertragung von Logistikaktivitäten an einen externen Dienstleister aufgebaut wurden, sowie aus einem Abbau von Lagerbeständen bei der englischen Tochtergesellschaft. Zusätzlich wirkt sich hier der deutliche Umsatzrückgang in Russland aus.

Die Umsatzerlöse der edding AG betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse von der edding International GmbH sowie Konzernumlagen.

Der Anstieg in den Personalaufwendungen resultiert hauptsächlich aus einmaligen Personalaufwendungen, dem ergebnisbedingten Anstieg der Gewinnbeteiligungen und Prämien sowie einem leicht erhöhten Aufwand für Altersversorgung.

Die deutliche Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge beruht primär auf einer Zuschreibung für einen jetzt wieder genutzten Gebäudeteil in Höhe von 0,8 Mio. EUR, für den im Geschäftsjahr 2006 eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen wurde. Dies wird teilweise kompensiert durch geringere Auflösungen von Rückstellungen aus dem Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen deutlich über dem Wert des Vorjahres. Dies resultiert aus erhöhten Instandhaltungsmaßnahmen am Gebäude bedingt durch die Inbetriebnahme des bisher nicht genutzten Gebäudeteils und die externe Vermietung des Lagergebäudes in Ahrensburg.

Die Belastung aus dem Finanzergebnis ist im Vorjahresvergleich um 0,2 Mio. EUR gesunken, hier wirkt sich der Abbau langfristiger Kredite aus.

Damit liegt das Ergebnis vor Steuern 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Die Steuerquote ist gegenüber dem Vorjahr von 49,0 % auf 36,1 % gesunken, da zum einen der steuerlich nicht zu berücksichtigende Aufwand aus Abschreibungen auf Verbundforderungen und Finanzanlagen geringer geworden ist. Zum anderen wurden in 2014 Verluste aus Devisenderivaten bei der Tochtergesellschaft edding International GmbH steuerlich realisiert, für die im Vorjahr bereits handelsrechtliche Risikovorsorge getroffen worden war.

Somit konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR gesteigert werden, was aus Sicht des Vorstands ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.

Von dem Bilanzgewinn sollen 2,1 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands 1,95 EUR je Vorzugsstückaktie und 1,91 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR. Damit fällt die Dividende für beide Aktiengattungen um 0,20 EUR höher als im Vorjahr aus.

3. Vermögens- und Finanzlage der edding AG

Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 60,6 Mio. EUR zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 2,4 Mio. EUR moderat erhöht.

Die im Vorjahresvergleich gestiegene Bilanzsumme ist das Ergebnis mehrerer gegenläufiger Effekte auf der Aktivseite. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich zunächst aufgrund einer im Geschäftsjahr 2014 vorgenommenen Kapitalerhöhung bei der edding Argentina S.A. sowie aufgrund der positiven Wertentwicklung der zur Deckung eines Teils der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Wertpapiere. Dieser Anstieg wird jedoch durch die im Geschäftsjahr 2014 vorgenommenen Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze der argentinischen und der türkischen Tochtergesellschaft deutlich überlagert, sodass ein Rückgang des Finanzanlagevermögens um insgesamt 1,5 Mio. EUR zu verzeichnen ist. Der Buchwert des gesamten Anlagevermögens hat sich um 1,1 Mio. EUR vermindert, da der leichte Anstieg des Sachanlagevermögens lediglich in geringem Umfang kompensierend wirken konnte.

Stärkster Hebel der Bilanzsumme sind zum 31. Dezember 2014 die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen um 3,3 Mio. EUR angestiegen sind. Des Weiteren gleichen sich der im Berichtsjahr zu verzeichnende Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände und der Zuwachs an flüssigen Mitteln zum aktuellen Bilanzstichtag tendenziell aus.

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 2,8 Mio. EUR, was zum Großteil auf die Zuführung in die Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss gemäß § 58 Abs. 2 AktG zurückzuführen ist. Zudem übersteigt der zum 31. Dezember 2014 verbleibende Bilanzgewinn die im Juni 2014 durchgeführte Dividendenausschüttung. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich daher trotz gestiegener Bilanzsumme von 66,9 % zum Vorjahresstichtag auf 68,8 % zum 31. Dezember 2014.

Die weiteren Effekte auf der Passivseite der Bilanz neutralisieren sich zu weiten Teilen gegenseitig. Insbesondere wird der aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen resultierende Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 0,8 Mio. EUR durch den Anstieg der sonstigen Rückstellungen, insbesondere für Mitarbeitertantiemen, sowie die zum 31. Dezember 2014 zu bildenden Steuerrückstellungen kompensiert.

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR) entfallen im Wesentlichen auf IT-Hardware und Büroausstattung. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) betreffen ausschließlich IT-Software.

Aufgrund der oben beschriebenen umgesetzten Risikovorsorgemaßnahmen bei den Tochtergesellschaften ging der Buchwert der Beteiligungsansätze der Anteile an verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2014 in moderatem Umfang zurück. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Verbundene Unternehmen    
edding International GmbH 26.466 26.466
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) 4.986 5.312
edding Argentina S.A. (Argentinien) 2.514 3.905
V. D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
Legamaster GmbH 700 700
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG 400 400
DEGESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG 383 383
edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) 258 258
edding Japan Inc. (Japan) 48 48
edding Hellas Ltd. (Griechenland) - -
edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) - -
  37.947 39.664
Beteiligungen    
PBS Network GmbH 52 52
Beruf und Familie Stormarn GmbH 3 3
  55 55
  38.002 39.719

Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb unterhält.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2014 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2015.

4. Mitarbeiter

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 62 Mitarbeiter (Vorjahr 61) beschäftigt. Somit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr fast gleich geblieben.

Unsere interne edding Academy stellt das zentrale Vehikel für Fortbildung dar. Die thematischen Schwerpunkte orientieren sich an der Unternehmensstrategie. In 2014 lag der Fokus daher unter anderem auf Schulungen im In- und Ausland zur Steigerung des Wissens über die Produktkategorien bei edding und Legamaster sowie auf dem Ausbau solcher Fertigkeiten, die internationale Kommunikation fördern. Dazu gehören unter anderem Englisch- und Spanischtrainings sowie Systemschulungen. Außerdem bildet das Thema Projektmanagement einen weiteren Organisationsentwicklungsschwerpunkt und stand im Zentrum der Personalentwicklung.

Bei der diesjährigen Mitarbeiterumfrage in Deutschland wurde das in der Vergangenheit bereits positive Ergebnis wiederum klar verbessert und die Zufriedenheit mit den Leistungen des Unternehmens sowohl im Hinblick auf die Beurteilung der persönlichen Situation als auch die Bewertung der Lage des Unternehmens hat sich sehr positiv entwickelt. Auch die Ersterhebung am Standort Lochern ergab sehr positive Resultate. Zielsetzung für 2015 ist es, die Mitarbeiterbefragung global auszurollen.

Des Weiteren wurden in 2014 Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf als Teil der Verantwortung für die Mitarbeiter - aber auch als Mittel der Mitarbeiterbindung - stetig weiter ausgebaut. Gleiches gilt für die Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Im Ausblick auf die Umsetzung der Strategie 2020 wurden zudem Recruitingaktivitäten gestartet, um die Kompetenzen und Ressourcen im Vertriebsbereich Business-to-Consumer weiter auszubauen. Die gewonnenen Mitarbeiter werden Anfang 2015 ins Unternehmen eintreten.

5. Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen beziehungsweise Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.

Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- beziehungsweise Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „risk owners“, die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Jahre 2014 mit Unterstützung der internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen.

Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagement-System stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf der Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um den Erweiterungen und Änderungen der IFRS Rechnung zu tragen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegungsstandards. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken

Zur Stärkung der Wettbewerbsposition wurde in 2014 ein modifizierter Strategieprozess gestartet, der Ende des Jahres in die operativen Funktionsbereiche überführt wurde. Mit der Umsetzung der definierten Projekte sollen insbesondere die internen und externen Geschäftsprozesse für den Business-to-Consumer Bereich optimiert werden. Mit dieser Maßnahme soll die hervorragende Marktposition der edding AG weiter gestärkt beziehungsweise ausgebaut werden.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding-Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war wiederum von hoher Volatilität von Wechselkursen geprägt. So hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar in der zweiten Jahreshälfte deutlich an Wert verloren, und das mit zunehmender Dynamik im Dezember 2014 sowie Januar 2015. Hintergrund ist zum einen die Entscheidung der EZB zum Ankauf von Staatsanleihen durch die Notenbanken und zum anderen die Parlamentswahlen in Griechenland.

Die Gesellschaften innerhalb der edding-Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Aus Konzernsicht sind hier im Wesentlichen Risiken aus der Warenbeschaffung in Yen und US-Dollar zu nennen.

Unsere vorrangigen Motive zur Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind Planungssicherheit sowie Verringerung der Risikoexposition in der Bilanz unserer in Fremdwährung operierenden Auslandsgesellschaften.

Planungssicherheit spielt insbesondere im Bereich der Warenbeschaffung eine Rolle. Hier haben wir wie in den Vorjahren überwiegend den Einkauf in Yen, seit dem vierten Quartal 2014 aber auch in geringerem Umfang den Einkauf in US-Dollar abgesichert. Die Yen-Absicherung wird im Konzernabschluss als bilanzielle Sicherungsbeziehung („Cashflow Hedge Accounting“) abgebildet, sodass die stichtagsbedingten Kursgewinne und -verluste größtenteils nicht die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns berühren. Auch wenn die Politik der japanischen Notenbank mittelfristig eher wieder eine weitere Yen-Schwäche erwarten lässt, setzen wir diese Kurssicherungspolitik auch in den nächsten Jahren im Hinblick auf die gewünschte Planungssicherheit fort.

Bei unseren in Fremdwährung operierenden Gesellschaften haben wir - zum Teil bereits in den Vorjahren - verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um deren Risikoexposition durch vormals hohe Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren. Bei der argentinischen Tochtergesellschaft hatten wir in 2013 Sacheinlagen in Form argentinischer Staatsanleihen vorgenommen, aus deren Verkauferlös die bestehenden Konzernverbindlichkeiten weitgehend beglichen werden konnten. In 2014 haben wir diese Transaktion nochmals in geringerem Umfang durchgeführt. Die Konzernverbindlichkeiten der türkischen Konzerngesellschaft wurden - unter anderem aufgrund der Schwäche der Türkischen Lira in 2013 - umgeschuldet und im Wesentlichen durch ein Darlehen in Türkischer Lira ersetzt. Auf der Ebene der Kredit gewährenden edding International GmbH wurde das dadurch entstandene Wechselkursrisikodurch ein fristenkongruentes Termingeschäft gesichert. Darüber hinaus verfügen die Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien über lokale Kreditlinien, die teilweise in Anspruch genommen werden, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter bis sehr guter Bonität unserer Kunden gab es in 2014 keine nennenswerten Forderungsausfälle.

Zur Erhöhung der Planbarkeit der Zinsaufwendungen bestehen weiterhin Zinsswaps, die im Falle der Inanspruchnahme von variabel verzinsten Kreditlinien verwendet werden können.

Leistungswirtschaftliche Risiken

In 2014 wurde das Logistik-Outsourcing Projekt weiter vorangetrieben und Ende Juli erfolgreich abgeschlossen. Während der Umsetzungsphase gab es keine wesentlichen ungeplanten Auslieferungsverzögerungen. Mit der Umsetzung dieser Maßnahme ist der edding AG ein weiterer Schritt in der Flexibilisierung der Logistikprozesse gelungen. Größere Volumenschwankungen können somit sowohl kosten- als auch ressourcenseitig den Marktanforderungen angepasst werden.

Personalrisiken

Die konsequente Weiterführung der edding Unternehmensstrategie hat in 2014 dazu geführt, dass die edding AG auch auf personeller Ebene organisatorische Veränderungen implementiert hat, die in 2015 weiter voranschreiten werden. Diese organisatorischen Veränderungen sollen gemeinsam mit fokussierter Personalentwicklung im Rahmen der edding Academy sicherstellen, dass die edding AG weiterhin erfolgreich auf Marktveränderungen reagieren kann und somit den wachsenden Marktanforderungen gerecht wird. Unter anderem wurde ein Projekt Management Office installiert, das unser Unternehmen darauf vorbereiten soll, in immer komplexeren und internationaleren Projektstrukturen arbeiten zu können. Gleichzeitig wurde der Bereich Qualität und Compliance zur Gewährleistung exzellenter Prozesse weiter fokussiert.

Unser Unternehmenserfolg beruht auf dem Engagement und der Kompetenz unserer international tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei bewegt sich die edding AG in einem internationalen Kontext mit dynamischen Marktanforderungen. Im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung ist für unser Unternehmen essentiell, auch künftig geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für uns zu gewinnen, unsere Talente in Schlüsselpositionen zu halten und unsere Personalentwicklungsaktivitäten auf unsere internationale Struktur auszuweiten.

Ein jährlicher Indikator für das interne Stimmungsbild in unserem Hause ist die Mitarbeiterbefragung, die auch in 2014 wieder ein sehr positives Stimmungsbild wiedergegeben hat.

Politische Risiken

Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in elf Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt, aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung.

Hinsichtlich der weltweiten Entwicklung sind die Wachstumsmärkte in Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa für uns von besonderer Bedeutung. Diese Märkte haben nach wie vor großes Potenzial, jedoch erschweren derzeit gerade die Rahmenbedingungen in Russland und der Ukraine sowie einigen Ländern Lateinamerikas eine nachhaltige Entwicklung unseres Geschäfts. Beispiele hierfür sind hohe Zollbarrieren oder geltende Importbeschränkungen. Weiterhin könnte die weiterhin schwache Konjunkturentwicklung in Teilen des Euroraums das Vertrauen der Verbraucher in einigen Ländern negativ beeinflussen.

Beispiele wie der Ukraine-Russland-Konflikt zeigen uns, dass geopolitische Risiken immer wieder auch unerwartet eintreten können und wenig vorhersehbar sind. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist dabei per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel ist weitgehend erreicht, sodass wir inzwischen auch einen signifikanten Rückgang im Russland-Geschäft durch Wachstum in anderen Regionen mehr als kompensieren konnten. Wir gehen derzeit davon aus, dass dies auch in 2015 der Fall sein wird.

Die wirtschaftliche und politische Lage in Argentinien ist unverändert angespannt. Nachdem in der Vergangenheit von einigen Wirtschaftsforschungsinstituten bereits eine sehr hohe verdeckte Inflation berichtet wurde, nähert sich nun auch die offiziell von der Regierung bekannt gegebene Preissteigerung der realen Inflation von 27-28 % an. Nach einer starken Abwertung zu Beginn des Berichtsjahres auf ein Niveau von 8,00 ARS/USD hat sich der Peso im Jahresverlauf noch weiter auf über 8,50 ARS/USD abgeschwächt. Da die Währung nicht frei konvertierbar ist, wird der Pesoauf dem sogenannten grauen Markt unverändert deutlich schwächer gesehen, und zwar bei rund 13,80 ARS/USD.

Insgesamt sehen wir uns aber nach den bereits in Vorjahren durchgeführten Risikomaßnahmen hier gut aufgestellt. Die Bilanzstruktur von edding Argentina S.A. ist durch den Abbau der Hartwährungs-Verbindlichkeiten krisenfest und auf Konzernebene ist das Anlagevermögen der Gesellschaft bereits seit 2013 wertberichtigt. Durch das konservative Forderungsmanagement entgehen uns zwar punktuell Umsatzerlöse, aber wir vermeiden dadurch höhere Zahlungsausfälle.

Dank hoher Rohwarenbestände sind auch Importbeschränkungen derzeit kein akutes Problem mehr. Das größte Risikoaus Konzernsicht besteht darin, dass wir unsere Wachstumspläne für Argentinien und die Region bei einer dauerhaft instabilen wirtschaftlichen und politischen Lage nicht erreichen können. Alles in allem ist die Situation der Tochtergesellschaft zwar deutlich stabiler, die weitere Entwicklung ist jedoch unverändert stark durch die wirtschaftlichen und politischen Unwägbarkeiten geprägt und bleibt daher sehr volatil.

In der Türkei hat sich die politische Situation nach den Präsidentschaftswahlen wie erwartet stabilisiert. Die Währung hat sich entsprechend im Jahresverlauf deutlich erholt. Dennoch kann es auch in dieser Region immer wieder Rückschläge geben. Die Bedrohung der Stabilität in der Region durch die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ ist nach wie vor gegeben.

Nach den Parlamentswahlen in Griechenland und dem Sieg des Links-Rechts-Bündnisses sind die Verhandlungspartner Griechenland und EU auf Konfrontationskurs gegangen, sodass sogar ein Austritt Griechenlands aus dem Eurowieder als mögliches Szenariogenannt wird.

Ein solcher Schritt birgt für die edding Gruppe auf bilanzieller Ebene keine nennenswerten Risiken, da wir bereits in 2012 die Bilanz unserer dortigen Tochtergesellschaft krisenfest gemacht haben. Allerdings sind negative Auswirkungen einer solchen Maßnahme auf die Konjunktur und damit auch unsere Geschäftsentwicklung in Griechenland zu erwarten.

Sofern die Wechselkurse nicht durch erneute externe Einflüsse in noch massivere Turbulenzen geraten oder die europäische Konjunktur eine deutliche Eintrübung erfährt, sehen wir in der Eurokrise unverändert kein wesentlich erhöhtes Risiko für die edding Gruppe.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko/ Fortbestandsrisiko

Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

6. Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Die Gesamtvergütung des Vorstandes setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstandes legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&0-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits.

Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 28. Juni 2011 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2011 bis 2015 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernjahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2014 angegeben.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2013 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied unverändert 18.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2014 wird mit Aufwendungen in vergleichbarer Höhe gerechnet.

Übernahmerelevante Angaben

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2014 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Rechte von Vorzugsaktionären

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

 

Herrn Volker Detlef Ledermann

 

Frau Susanne Ledermann

 

Frau Angelika Schumacher

 

Frau Dina Alexandra Schumacher

 

Herrn David Alexander Schumacher

 

Frau Beatrix Ledermann

 

Frau Julia Marie Ledermann

 

Herrn Jan Moritz Ledermann

 

Herrn Per Ledermann

 

Herrn Yannick Nicolas Ledermann (neu hinzugekommen)

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehaltes.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

7. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations“ unter http://www.edding.com/de/unternehmen/investor-relations/berichte-und-kennzahlen/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung veröffentlicht.

8. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts nicht eingetreten.

9. Prognosebericht

Der Ausblick ist im Umfeld kurzfristiger Entscheidungen mit Unsicherheit behaftet. Die Märkte beobachten die konjunkturelle Lage von Woche zu Woche. Insbesondere politische Entwicklungen wie die Euroschwäche nach der Griechenlandwahl oder die sich zuspitzende Ukrainekrise stellen wesentliche Einflussfaktoren dar, auch wenn der Konsum in Deutschland weiterhin ungebrochen ist. Auch der deutlich gesunkene Ölpreis ist eine Stütze der Weltkonjunktur.

Insofern ist die Halbwertzeit ökonomischer Prognosen zumeist kurz. Aus heutiger Sicht steht besonders Europa vor einer Grundsatzfrage. Deutschland setzt sich als Musterschüler mit ausgeglichenem Haushalt und Rekordsteuereinnahmen immer weiter ab; die Frage ist gerade unter der neuen griechischen Führung, wie weit sich die Schere noch öffnen kann. Frankreich und Italien befinden sich unverändert im wirtschaftlichen Dilemma, auf der anderen Seite lässt die Entwicklung Spaniens punktuell hoffen. Definitiv negativ wirkt die kontrahierende Entwicklung Russlands.

Dennoch erwartet der internationale Währungsfonds für 2015 ein sogar leicht gesteigertes Wachstum in der Eurozone (+1,2 %) mit Deutschland auf ähnlichem Niveau (+1,3 %). Für den gerade für edding wichtigen Markt Spanien wird mit 2,0 % ein sogar überdurchschnittliches Wachstum prognostiziert. Sehr positiv wird die Entwicklung der USA (+3,6 %) eingeschätzt, die Schwellenländer wachsen leicht gebremst (+4,3 %). Als Folge des Sanktionsmaßnahmen aus dem Ukrainekonflikt wird Russland voraussichtlich in der Rezession verbleiben (-3,0 %).5

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist für das verarbeitende Gewerbe zum Jahresende 2014 leicht gestiegen. Im Bereich Schreib- und Papierwaren, Schul- und Büroartikel verbesserte sich das Geschäftsklima merklich. Die Testteilnehmer waren weniger unzufrieden mit dem aktuellen Geschäftsverlauf und blickten mit Optimismus den kommenden Monaten entgegen.

Auch der Klimaindikator des Verbrauchsgütergroßhandels kehrte in den positiven Bereich zurück. Bei der Einschätzung der Geschäftsaussichten keimte spürbarer Optimismus auf.6

Die Mitglieder des Verbandes der PBS-Markenindustrie sehen dem Jahr 2015 ebenfalls optimistisch entgegen und haben fast durchgängig günstigere oder gleichbleibende Erwartungen an die Geschäftsentwicklungen im In- und Ausland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.7

Mittel- bis langfristig wird sich die Branche allerdings einem strukturellen Marktrückgang durch Digitalisierung in Schule und Bürostellen müssen. Schon 2014 ist der deutsche PBS-Markt leicht geschrumpft.8

Wir stellen uns dem Strukturwandel im Rahmen unserer Strategie 2020. Im Bereich der Marke edding fokussieren wir uns auf zwei wesentliche Aufgaben: einerseits auf den Ausbau unserer Marktanteile im hart umkämpften Business-to-Business Bereich, andererseits auf die Etablierung unserer Marke im privatkonsumliven Business-to-Consumer Geschäft. Für jeden dieser Bereiche haben wir ein dediziertes Team geschaffen; beide stützen sich auf die Wachstumssäulen fokussierte Internationalisierung sowie fokussierter Ausbau unserer endverwenderorientierten Produktkategorien, innerhalb derer auch der Transfer unserer Marke in weitere Felder analysiert wird. Im Jahr 2015 steht dabei der Launch unseres Nagellacksortimentes an.

5 IMF, World Economic Outlook Update, Januar 2015

6 ifo Konjunkturbarometer 12/2014

7 Verbandsumfrage, 30.01.2015

8 http://www.boss-magazin.de/boss/suche/default.asp?alle_item=34761&i_item=34761&alle_step=15&alle_start=1, 30.01.2015

Auch der Bereich Visuelle Kommunikation unter der Marke Legamaster bewegt sich in einem Markt voller Veränderungen. Die Digitalisierung ist hier schon weit fortgeschritten und die Ablösung von Kreidetafeln durch interaktive Lösungen und e-Screens (Touchbildschirme) setzt sich fort. Soist der Bereich Interaktive Produkte bereits heute ein wesentlicher und stark wachsender Bestandteil des Legamaster-Sortimentes.

Viele unserer Kernprojekte des Jahres 2015 schaffen die Voraussetzungen zur Bewältigung der durchaus komplexen Strategie 2020. So ist beispielsweise die Bereitstellung exzellenter Daten für unsere Handelspartner, aber auch unsere Kommunikation zum Endkunden unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung. Diese schaffen wir mit einem großangelegten Datenprojekt mit dem Ziel eines funktionalen Product Information Management System (PIM).

Angesichts der fragilen Wirtschaftslagen haben wir auch in diesem Jahr Alternativszenarien im Planungsprozess entwickelt, auf die wir bei einer Eintrübung des Umfelds sehr schnell zurückgreifen können.

Zum Zeitpunkt der Lageberichterstellung lag der Umsatz des Konzerns moderat über dem des Vorjahres. Diese Entwicklung resultiert gleichermaßen aus beiden Geschäftsfeldern. Der Umsatz mit den Partnermarken geht hierbei plangemäß zurück. Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs für die Jahre 2015 und 2016 moderat steigende Umsatzerlöse in beiden Geschäftsfeldern.

Aufgrund geplanter gegenüber dem Berichtsjahr ansteigender Marketingaufwendungen erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 bei höheren Umsatzerlösen ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir umsatzbedingt moderat steigende Ergebnisse.

 

Ahrensburg, 9. März 2015

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bilanz zum 31. Dezember 2014

AKTIVA

31.12.2014 31.12.2013
Anhang TEUR TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6 611 558
II. Sachanlagen 7 3.653 3.334
III. Finanzanlagen 8 39.007 40.489
    43.271 44.381
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen   15.345 12.015
2. Sonstige Vermögensgegenstände   564 850
II. Flüssige Mittel   643 330
    16.552 13.195
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10 339 368
D. Aktive latente Steuern 17 478 271
    60.640 58.215

PASSIVA

     
    31.12.2014 31.12.2013
  Anhang TEUR TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 11 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage   4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen 12 29.787 27.458
IV. Bilanzgewinn 12 2.329 1.854
    41.728 38.924
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 13 39 256
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14 11.251 11.138
2. Steuerrückstellungen 30 89 -
3. Sonstige Rückstellungen 15 2.638 2.109
    13.978 13.247
D. Verbindlichkeiten 16    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten   3.650 4.450
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   321 612
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen   305 351
4. Sonstige Verbindlichkeiten   141 104
    4.417 5.517
E. Passive latente Steuern 17 478 271
    60.640 58.215

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014

2014 2013
Anhang TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 21 4.243 4.244
2. Sonstige betriebliche Erträge 22 1.506 1.118
3. Gesamtleistung   5.749 5.362
4. Personalaufwand 23 -6.370 -5.796
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24 -1.347 -1.131
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 25 -5.677 -4.394
7. Betriebsergebnis   -7.645 -5.959
8. Erträge aus Beteiligungen 26 378 601
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 27 17.351 14.841
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 28 468 519
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme 27 -213 -
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 24 -2.062 -3.587
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 29 -903 -1.126
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   7.374 5.289
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 30 -2.659 -2.593
16. Sonstige Steuern   -57 -94
17. Jahresüberschuss   4.658 2.602
18. Einstellung in andere Gewinnrücklagen   -2.329 -748
19. Bilanzgewinn   2.329 1.854

Konzernstruktur

(Stand 31.12.2014)

Anhang

1 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)1

Anschaffungskosten 01.01.2014 Zugänge Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 5.282 132 3 1.146 4.271
Geleistete Anzahlungen 58 222 -3 - 277
  5.340 354 - 1.146 4.548
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 17.809 - - - 17.809
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 7.266 798 - 468 7.596
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 197 - - 197 -
  25.272 798 - 665 25.405
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 48.238 345 - - 48.583
Beteiligungen 55 - - - 55
Wertpapiere des Anlagevermögens 618 86 - - 704
  48.911 431 - - 49.342
Anlagevermögen 79.523 1.583 - 1.811 79.295
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2014 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Kumulierte Abschreibungen 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 4.782 256 1.115 - 3.923
Geleistete Anzahlungen - 14 - - 14
  4.782 270 1.115 - 3.937
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 15.387 553 - 819 15.121
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 6.551 524 444 - 6.631
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - -
  21.938 1.077 444 819 21.752
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.574 2.062 - - 10.636
Beteiligungen - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - -
  8.574 2.062 - - 10.636
Anlagevermögen 35.294 3.409 1.559 819 36.325
Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20141 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20131 Nettobuchwerte
31.12.2014 31.12.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen - - 348 500
Geleistete Anzahlungen - - 263 58
  - - 611 558
Sachanlagen        
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken - - 2.688 2.422
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung - - 965 715
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 197
  - - 3.653 3.334
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen - - 37.947 39.664
Beteiligungen - - 55 55
Wertpapiere des Anlagevermögens 301 152 1.005 770
  301 152 39.007 40.489
Anlagevermögen 301 152 43.271 44.381

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

1 Bei der Spalte „Zeitbewertung Wertpapiere“ handelt es sich um Zeitwertbewertung von zur Deckung von Pensionszusagen erworbenen Wertpapieren gemäß § 254 HGB, die kumuliert bis zum jeweiligen Stichtag offen in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen wird.

2 Grundsätze der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der edding AG wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätren.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der testierte Jahresabschluss sowie der Lagebericht zum 31. Dezember 2014 der edding AG (Amtsgericht Lübeck, Registernummer HRB 2675 AH) werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

3 Anteilsbesitz (Stand 31.12.2014)

Gesellschaft Sitz Eigenkapital Ergebnis Beteiligung
TEUR TEUR %
Inland        
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 12.9271 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 4.4242 1004
V. D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 -2131 100
edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG Düsseldorf -273 401 100
DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG Eschborn 147 75 98
PBS Network GmbH Stuttgart 999 30 17
Legamaster GmbH Ahrensburg 759 444 100
Office Gold Club GmbH Düsseldorf 223 168 64
Beruf und Familie Stormarn GmbH Bad Oldesloe 1 0 10
Ausland        
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 844 9 1004
edding Legamaster B.V. Lochem, NL 838 161 1004
edding Lega International B.V.B.A. Mechelen, BE 351 150 1004
Legamaster International B.V. Lochem, NL 2.339 351 1004
edding France SAS Roncq, FR 156 -7 1004
EDDING (U.K.) LTD. St.Albans, GB 1.151 5213 100
edding Hellas Ltd. Athen, GR 321 -310 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 1.475 513 1005
edding Japan Inc. Tokio, JP 1.065 643 76
edding Mexico S. de R. L. de C.V. Mexico City, MX -1.894 -6873 1006
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 4.840 -1123 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO 206 -103 60
Companhia de Canetas Compactor S.A. Rio de Janeiro, BR 29.590 2963 214

1 Vor Ergebnisabführung an die edding AG.

2 Vor Ergebnisabführung an die edding International GmbH.

3 Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

4 Mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen.

5 90 % unmittelbar, 10 % mittelbar über die edding International GmbH.

6 50 % unmittelbar, 50 % mittelbar über die edding International GmbH.

4 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden nach § 6 Abs. 2 S. 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und nicht im Inventar erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 und nicht mehr als EUR 410,00 werden inventarisiert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Neben den planmäßigen Abschreibungen wurden in den Vorjahren Sonderabschreibungen gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen den steuerrechtlich zulässigen Abschreibungen und den handelsrechtlich zulässigen Abschreibungen ist als Sonderposten mit Rücklageanteil passiviert. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Eine Ausnahme bilden die Wertpapiere zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisikorichten, werden berücksichtigt.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt, die insbesondere bei den Pensionsrückstellungen bestehen. Dabei werden bei der edding AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzpositionen einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern beziehungsweise bei Personengesellschaften bestehen, an denen die edding AG als Gesellschafter beteiligt ist. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der edding AG von aktuell 29,71 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Abweichend hiervon werden latente Steuern aus zeitlichen Bilanzierungsunterschieden bei Beteiligungen in der Rechtsform einer Personengesellschaft auf Basis eines kombinierten Ertragsteuersatzes ermittelt, der lediglich Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag beinhaltet; dieser beträgt derzeit 15,83 %. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern bilanziert. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine Aktivierung.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird in Textziffer 14 detailliert erläutert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag; dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst- und Höchstwert-prinzips bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Stichtagskurs bewertet; dabei kann es zum Ausweis unrealisierter Gewinne kommen.

5 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

6 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 159) betreffen Anzahlungen auf IT-Software in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 58) sowie Investitionen in IT-Software in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 101).

7 Sachanlagen

Im Wesentlichen betreffen die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 798 (Vorjahr: TEUR 511) mit TEUR 567 IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 226) sowie mit TEUR 147 Büroausstattung (Vorjahr: TEUR 49).

8 Finanzanlagen

Die Zugänge des Geschäftsjahres bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 345 entfallen auf eine Kapitalerhöhung bei der edding Argentina S.A.

Die Kapitalerhöhung erfolgte durch Sacheinlagen von argentinischen Staatsanleihen. Aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB wurde auf die Beteiligung im Geschäftsjahr 2014 eine außerplanmäßige Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.736 erfasst.

Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB war ebenfalls der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. im Geschäftsjahr 2014. Hierbei entstand ein Abschreibungsaufwand in Höhe von TEUR 326.

Anteile an Investmentfonds werden als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Diese Wertpapiere dienen zur Deckung von wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen und werden handelsrechtlich als Bewertungseinheit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.005 zum 31. Dezember 2014 (Vorjahr: TEUR 770) bewertet. Da die Voraussetzungen für die Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht erfüllt sind, erfolgt der Ausweis separat unter den Finanzanlagen. In 2014 sind Zuschreibungen in Höhe von TEUR 149 auf den gestiegenen beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere erfolgt (Vorjahr: Zuschreibungen in Höhe von TEUR 135).

9 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Forderungen haben TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 5.400) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 564 (Vorjahr: TEUR 850) haben TEUR 294 (Vorjahr: TEUR 433) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist der Barwert des Körperschaftsteuerguthabens aus dem früheren steuerlichen Anrechnungsverfahren in Höhe von TEUR 450 (Vorjahr: TEUR 589) enthalten, das innerhalb von drei Jahren zur Auszahlung gelangt. Zudem werden Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 44) ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine Forderungen gegen die Finanzbehörden für im Geschäftsjahr 2014 im Voraus zu viel entrichtete Körperschaft- und Gewerbesteuer (Vorjahr: TEUR 114).

10 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungs- und Lizenzkosten sowie Versicherungsprämien.

11 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

12 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Andere Gewinnrücklagen 2014 2013
TEUR TEUR
Stand 1.1. 27.458 26.710
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2.329 748
Stand 31.12. 29.787 27.458

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Bilanzgewinn 2013 in Höhe von TEUR 1.854 wurde in voller Höhe als Dividende ausgeschüttet.

13 Sonderposten mit Rücklageanteil

2014 2013
TEUR TEUR
Stand 1.1. 256 482
Auflösung -217 -226
Stand 31.12. 39 256

Der Sonderposten betrifft Sonderabschreibungen nach § 3 Zonenrandförderungsgesetz.

14 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen werden in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt.

Die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Für diese Verpflichtungen sind zum Teil Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen.

Es wurde zum 31. Dezember 2014 ein Rechnungszinsfuß von 4,53 % p.a. (Vorjahr: 4,89 % p.a.) zugrunde gelegt, der dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Für alle Berechtigten wurden bei der Bewertung jährliche Rentensteigerungen von bis zu 1,8 % unterstellt. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt, da es sich bei den nicht wertpapiergebundenen Verpflichtungen ausschließlich um laufende Rentenverpflichtungen handelt. Ebenso wurden Gehaltssteigerungen nicht berücksichtigt, da der wesentliche Anteil der Pensionsrückstellungen unabhängig von der Gehaltsentwicklung ist.

Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden als Bewertungseinheit mit den zu ihrer Deckung gehaltenen Wertpapieren zusammengefasst und mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet.

15 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen in Höhe von TEUR 1.826 (Vorjahr: TEUR 1.277) und sonstige personalbezogene Aufwendungen sowie ausstehende Rechnungen und Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (TEUR 57; Vorjahr: TEUR 144). Zu den derivativen Finanzinstrumenten wird auch auf Textziffer 20 des Anhangs verwiesen.

16 Verbindlichkeiten

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.650 4.450
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 650 800
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.000 2.150
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.000 1.500
grundpfandrechtlich gesichert 3.650 4.450

Kurzfristige Geldmarktkredite wurden zum 31. Dezember 2014 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Verbindlichkeiten haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 332) eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten 141 104
davon aus Steuern 118 102

17 Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern resultieren aus temporären Ansatz- beziehungsweise Bewertungsunterschieden bei den zur Deckung der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Wertpapieren sowie bei Tochtergesellschaften in der Rechtsform der Personengesellschaft. Die aktiven latenten Steuern sind aus Bewertungsdifferenzen in der Bilanzposition Pensionsrückstellungen entstanden. Für die Kalkulation wurden die bei Realisierung der latenten Steuern erwarteten Steuersätze von 29,71 % beziehungsweise - soweit gewerbesteuerliche Befreiungen vorliegen - von 15,83 % verwendet, welche auf der aktuell gültigen Rechtslage basieren.

18 Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2014 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.600 (Vorjahr: TEUR 1.141), davon TEUR 2.513 (Vorjahr: TEUR 1.053) zu Gunsten verbundener Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, da die Bürgschaften zum überwiegenden Teil für Kontokorrentverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen, die bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen sind.

Die edding AG hat gesamtschuldnerische Haftungen aus ihrer Komplementärstellung bei der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und aus ihrer Gesellschafterstellung bei der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Mietverträge mit Konzerngesellschaften abgeschlossen wurden und diese ihren Verpflichtungen vollumfänglich nachgekommen sind.

19 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.199 mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2015 544
fällig 2016 - 2019 655

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge sowie IT-Soft- und -Hardware.

Im Vorjahr beliefen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf insgesamt TEUR 1.074.

20 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag bestanden bei der edding AG folgende nicht bilanzierte derivative Finanzinstrumente, die mit den Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst wurden:

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hält die edding AG einen Zinsswap mit einem Nominalvolumen von derzeit TEUR 150 mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2015. Der Zinsswap wies zum 31. Dezember 2014 einen negativen Marktwert von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 11) auf. Dieses derivative Finanzinstrument besichert ein variabel verzinsliches Darlehen mit identischer Laufzeit und einem Buchwert von TEUR 150 zum 31. Dezember 2014. Zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die „Critical-Term-Match-Methode“ verwendet. Da der Zinsswap und das besicherte Darlehen eine Bewertungseinheit bilden, wird für den negativen Marktwert keine Rückstellung gebildet. Für die Bilanzierung der Bewertungseinheit wird die Einfrierungsmethode angewendet.

Demgegenüber wird der negative Marktwert des folgenden derivativen Finanzinstruments bei der Rückstellungsbildung einbezogen:

Swap Transaktionsjahr Nominalvolumen Laufzeit bis Marktwert 31.12.2014 Marktwert 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR
1 2007 900 29.12.2017 -57 -87

Folgende derivative Finanzinstrumente sind im Geschäftsjahr 2014 ausgelaufen, so dass die Rückstellungen hierfür aufgelöst werden konnten:

Swap Transaktionsjahr Nominalvolumen Laufzeit bis Marktwert 31.12.2013
TEUR TEUR
2 2011 2.000 12.09.2014 -16
3 2011 2.000 12.09.2014 -15
4 2011 3.000 30.09.2014 -26

Die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag wurden durch die ausgebenden Banken nach der mark-to-market Methode ermittelt.

21 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 4.243 (Vorjahr: TEUR 4.244) betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich auf das Inland mit TEUR 3.837 (Vorjahr: TEUR 3.854) und das Ausland mit TEUR 406 (Vorjahr: TEUR 390).

Die Umsatzerlöse in 2014 sind nahezu auf Vorjahresniveau. Die rückläufigen Erlöse aus Mietumlagen wurden durch gestiegene Lizenzerlöse und externe Mieteinnahmen kompensiert.

22 Sonstige betriebliche Erträge

2014 2013
TEUR TEUR
Zuschreibungen auf Gebäude 819 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 287 457
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 217 226
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 1 315
Übrige Erträge 182 120
  1.506 1.118

Die Zuschreibung auf Gebäude betrifft einen vormals wertberichtigten nicht genutzten Gebäudeteil am Verwaltungssitz der edding AG, der nunmehr wieder zu Verwaltungszwecken genutzt wird. Bei den Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen handelt es sich ebenfalls um periodenfremde Erträge. Die aufgelösten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalsonderzahlungen und nicht benötigte Rückstellungen für die Zinsswaps. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 17).

23 Personalaufwand / Mitarbeiter

Personalaufwand 2014 2013
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 5.146 4.650
Soziale Abgaben 529 530
Aufwendungen für Altersversorgung 695 616
  6.370 5.796

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 2014 2013
Angestellte 52 51
Gewerbliche Arbeitnehmer 2 2
Auszubildende 8 8
  62 61

24 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.347 (Vorjahr: TEUR 1.131) ausgewiesen.

Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen siehe Textziffer 8.

25 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für IT, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 7) und keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen.

26 Erträge aus Beteiligungen

Der Ertrag betrifft eine Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 595) sowie die Gewinnausschüttung der PBS Network GmbH für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) und die Gewinnausschüttung der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1).

27 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen/ Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die hier ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2014 2013
TEUR TEUR
edding International GmbH 17.351 14.311
V. D. Ledermann & Co. GmbH -213 530
  17.138 14.841

28 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In dieser Position sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 303), Erträge aus Wertpapieren in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr: TEUR 135), sowie Zinserträge aus Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 27) enthalten.

29 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) sowie den Zinsanteil aus der Abzinsung von Pensions-, Altersteilzeit-, Gratifications- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 540).

30 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten wie im Vorjahr keine latenten Steuern. In den Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind mit TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0) Steueraufwendungen enthalten, die auf Vorjahre entfallen.

31 Ausschüttungsgesperrte Beträge

Das Jahresergebnis enthält keine Beträge, die der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB unterliegen.

32 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

33 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 21 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Am 28. Januar 2014 hat Yannick Nicolas Ledermann mitgeteilt, dass er die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten hat.

Bereits in den Vorjahren haben die folgenden Personen mitgeteilt, dass sie die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG überschritten haben:

 

Herr Volker Detlef Ledermann

 

Frau Susanne Ledermann

 

Frau Angelika Schumacher

 

Frau Dina Alexandra Schumacher

 

Herr David Alexander Schumacher

 

Frau Beatrix Ledermann

 

Frau Julia Marie Ledermann

 

Herr Jan Moritz Ledermann

 

Herr Per Ledermann

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG.

Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

34 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

35 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 betragen TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 768). Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr steht noch im Zusammenhang mit der Erweiterung des Vorstands von einem auf drei Mitglieder ab dem 1. Januar 2013. Im Geschäftsjahr 2014 wurden daher erstmals Tantiemen für drei Vorstandsmitglieder zur Auszahlung gebracht. Hierin sind außerdem erstmals Vorauszahlungen auf die Langfristtantieme in Höhe von TEUR 113 enthalten. Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 28. Juni 2011 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung (VorstOG) verzichtet wird.

Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands betragen TEUR 1.166 (Vorjahr: TEUR 1.138) und die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 108). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2014 TEUR 10.232 (Vorjahr: TEUR 10.355).

36 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Funktion
Rüdiger Kallenberg, Rellingen Vorsitzender
Bankkaufmann  
Chehab Wahby, Bruchsal Stellvertretender Vorsitzender
Kaufmann  
Anja Keihani, Hannover Arbeitnehmervertreterin
Kauffrau  
Dr. Sabine Renken, Hamburg Ersatzmitglied
Rechtsanwältin  
Karl Sieveking, Hamburg Ersatzmitglied
Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht  

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Vorsitzender / Chief Executive Officer
Kaufmann  
Sönke Gooß, Rosengarten Chief Financial Officer
Kaufmann  
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Chief Operating Officer
Ingenieur  

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

37 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar wird im Anhang zum Konzernabschluss der edding AG angegeben.

38 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.329 aus dem Jahresüberschuss 2014 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.329.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,95 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 1,91 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 260 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

 

Ahrensburg, 9. März 2015

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 10. März 2015

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

(Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätren der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft sodargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Ahrensburg, 9. März 2015

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß