Ad-hoc | 31 October 1996 06:33
Ad hoc-Service: Eifelhöhen – Klinik AG
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Ad hoc-Service: Eifelhöhen – Klinik AG
Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP.
Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.
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Die Eifehöhen-Klinik hat seit ihrer Eröffnung ununterbrochen
unter Belegungsdruck gearbeitet und bei permanenter Vollbelegung
Umsatzrenditen von über l0 % erwirtschaftet. Erstmals im Verlauf
des Geschäftsjahres 1996 ist es zu einer deutlichen und
nachhaltigen Minderbelegung des Hauses gekommen. Bis Mai 96
konnte das Vorjahresniveau noch gehalten werden, danach kam es zu
einem empfindlichen Rückgang bis zu einer Belegungsquote von 88,4%
im September, per Monatsende jahresdurchschnittlich noch 95,2 %.
Falls keine signifikante Besserung eintritt, muß damit
gerechnet werden, daß der Betriebsüberschuß bis zum Jahresende
aufgezehrt sein wird.
Der Grund für diese Entwicklung liegt in den bekannten
gesundheitspolitischen Sparmaßnahmen, die sich auf die Eifelhöhen-
Klinik speziell durch folgende Elemente auswirken:
– Verkürzung der von Krankenkassen getragenen Verweildauer von 28
auf meist 21 Tage
– Limitierung der Verweildauer bei Anschlußheilbehandlungen der
BfA
– Bevorzugung der wohnortnahen ambulanten Rehabilitation
– Restriktive Pflegesatzpolitik
Der Vorstand hat ein entsprechendes Krisenmanagement eingeleitet,
im einzelnen:
– Kürzung der Mitarbeiterbezüge; Verzicht auf 7o % des
tariflichen Weihnachtsgeldes 1996 ist bereits vereinbart.
– Reduzierung der Bettenzahl um 50 auf 400 durch Umwidmung von
Doppel- in Einzelzimmer mit der Folge einer allgemeinen Erhöhung
der Attraktivität des Hauses
– Reduzierung der Belegschaft
– Aufspürung und Besetzung von Marktnischen
Der Vorstand hegt die zuversichtliche Erwartung, mit der Bündelung
seiner Maßnahmen eine angemessene Rendite wiederherstellen zu
können.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende für
das Geschäftsjahr 1996 ausfallen zu lassen, zumal alle
Mitarbeiter gravierende Einbußen in ihren Bezügen hinnehmen
müssen und auch die Entwicklung der Kaiser-Karl-Klinik,
Fachklinik für Orthopädie in Bonn, nicht den Erwartungen
entspricht. Die Geschäftsleitung geht von einem Erreichen der
Vollbelegung bis Anfang April 1997 aus.
Das Programm für unseren zweiten Diversifikationsschritt, das
Geriatrische Zentrum Zülpich, liegt mit dem ersten Bauabschnitt
voll im Plan. Mit der Inbetriebnahme ist unverändert Mitte
nächsten Jahres zu rechnen. Das Projekt ist bedarfsgerecht
konzipiert und wird nach unserer unverändert
Der Vorstandssprecher, Herr Dipl.-Kfm. Crovisier, wird nach
Erfüllung seines Vertrages mit dem 05. Mai 1997 die Gesellschaft
verlassen, weil Meinungsverschiedenheiten mit dem Aufsichtsrat
über elementare Bestandteile der Unternehmenspolitik nicht
überbrückbar sind.
Aktionärsbrief folgt !
Marmagen, den 30.l0.l996
Der Vorstand
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