Ireland | 19 May 2009 11:34
Eifelhöhen-Klinik AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Zwischenmitteilung gemäß § 37 x WpHG Januar bis einschließlich April 2009 Eifelhöhen-Klinik AG, Bonn Wertpapier-Kenn-Nummer 565 360 Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Vorstand der Eifelhöhen-Klinik ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen jährlich zwei Zwischenmitteilungen in der vorliegenden Form zu erstatten. Die Unternehmensentwicklung im Überblick Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Wirtschaftskrise hat sich noch nicht auf die Nachfrage nach Rehabilitationsleistungen in den Kliniken des Konzerns ausgewirkt. Der Vorstand rechnet allerdings mit Belegungsrückgängen im Vorjahresvergleich in der zweiten Jahreshälfte. Ertragslage Aufgrund der stabilen Belegung der Kliniken ist die Erlössituation des Unternehmens in den ersten vier Monaten weiterhin stabil. Im Rahmen der Pflegesatzverhandlungen ist es Ziel, mindestens die Entwicklung der Grundlohnsumme in den Pflegesatzentgelten widerzuspiegeln. Dagegen stehen überproportionale Kostensteigerungen im Sachkostenbereich, so bei den administrierten Preisen wie Energiekosten. Dennoch ist es gelungen, Ergebnisverbesserungen gegenüber dem Vorjahr in den ersten vier Monaten des Jahres, insbesondere im Stammhaus Nettersheim-Marmagen, zu erzielen. Der Jahresabschluss der Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft und des Eifelhöhen-Klinik Konzerns sind seit 30.04.2009 auf der Homepage unter www.eifelhoehen-klinik.de veröffentlicht. Die Jahresabschlüsse des Jahres 2008 der Unternehmen des Eifelhöhen-Klinik-Konzerns werden am 20. Mai 2009 im Aufsichtsrat beraten. Der Konzernjahresüberschuss beträgt mit Einmaleffekten rund 1,7 Mio. EUR, das Ergebnis pro Aktie 51 Cent. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,2 hat die Eifelhöhen-Klinik-Aktie erhebliches Kurspotential. Der Vorstand schlägt der am 25. August 2009 stattfindenden Hauptversammlung vor, eine - angesichts der Wirtschaftskrise - moderate Dividende in Höhe von 7 Cent pro Aktie auszuschütten. Veränderungen im Unternehmen Seit der letzten Veröffentlichung wurden der Gesellschaft keine mitteilungspflichtigen Veränderungen hinsichtlich der bestehenden Stimmrechtsverhältnisse angezeigt. Die Entwicklung der Kliniken im Einzelnen: Eifelhöhen-Klinik MarmagenBelegung (Pflegetage) Fallzahl Januar - April 2009 30.496 1.225 Januar - April 2008 30.676 1.278 Januar - Dezember 2008 93.988 3.862Die Belegung lag leicht unter Vorjahr. In den ersten vier Monaten stellten sich 30.496 Pflegetage ein (Vorjahr 30.676). Während die Orthopädische Abteilung unter dem sehr guten Belegungsniveau des Vorjahres lag, konnte die Neurologische Abteilung von 5.886 Pflegetagen im Jahr 2008 auf 6.500 Pflegetage im Jahr 2009 zulegen. Auch die Internistische Abteilung verbesserte sich unter neuer medizinischer Leitung von 10.838 Pflegetagen im Jahr 2008 auf 10.991 Pflegetage im Jahr 2009. Damit lässt sich feststellen, dass die vorsichtige Planung des Vorstands, die angesichts der Wirtschaftskrise in Deutschland vorgenommen wurde, bisher übertroffen wurde, wenn auch im Vorjahresvergleich ein leichtes Absinken der Belegung feststellbar ist. Gesundheitsexperten rechnen allerdings damit, dass im 2. Halbjahr 2009 die Krise auf dem Arbeitsmarkt auch Auswirkungen auf die Einnahmen der Kranken- und Rentenversicherungsträger haben wird und damit zunehmend dämpfend auf die Belegung einwirkt. Das Thema Tarifverhandlungen ist bis Ende des Jahres 2009 vom Tisch. Die Eifelhöhen-Klinik konnte sich mit der mächtigen Organisation ver.di auf eine 1 %-ige Erhöhung der Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Eifelhöhen-Klinik ab 01.07.2009 einigen. Als Ausgleich für das 1. Halbjahr 2009 gibt es eine Einmalzahlung pro vollbeschäftigten Mitarbeiter, gestaffelt auf 2 Zahlungstermine im Jahr 2010 in Höhe von 400,00 EUR. Verhandlungen über die Tarifstruktur und eine an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientierte Lohn- und Gehaltsentwicklung für die Jahres 2010 und 2011 sollen zügig im 2. Halbjahr 2009 geführt werden. Somit konnten Arbeitskampfmaßnahmen, die bereits angekündigt waren, vermieden werden. Das Betriebsergebnis der Eifelhöhen-Klinik konnte sich bis einschließlich April über Vorjahr entwickeln. Kaiser-Karl-Klinik BonnBelegung (Pflegetage) Fallzahl Januar - April 2009 13.889 645 Januar - April 2008 13.781 653 Januar - Dezember 2008 42.532 2.002Die Belegung der Kaiser-Karl-Klinik lag in den ersten 4 Monaten mit 13.889 Pflegetagen über dem Vorjahr, das im April 2008 mit 13.781 Pflegetagen abschloss. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass im März des letzten Jahres aufgrund der Norovirus-Einflüsse die Belegung deutlich eingebrochen war. Dies bedeutet, dass lediglich im März 2009 die Belegung über Vorjahr lag. Während die Geriatrische Abteilung und die Innere Abteilung eine erfreuliche Entwicklung nahmen und insbesondere die Geriatrische Abteilung bis April ihre Vorjahresbelegung nahezu verdoppeln konnte, liegt die kumulierte Belegung der Orthopädischen Abteilung mit 10.709 Pflegetagen im April 2009 gegenüber 11.341 Pflegetagen im Vorjahreszeitraum zurück. Hierbei ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Kaiser-Karl-Klinik mit einer Auslastung von deutlich über 90 % kaum Belegungsreserven bietet. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auch in der Kaiser-Karl-Klinik in den ersten 4 Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der höheren Auslastung. Insgesamt wird für das Jahr 2009 ein ähnliches Ergebnis wie im Vorjahr erwartet. Aatalklinik WünnenbergBelegung (Pflegetage) Fallzahl Januar - April 2009 19.586 447 Januar - April 2008 20.177 457 Januar - Dezember 2008 60.446 1.441Die Entwicklung der Belegung in den ersten 4 Monaten 2009 an der Aatalklinik Wünnenberg GmbH entsprach im Wesentlichen dem Belegungstrend 2008. Es ist jedoch feststellbar, dass das Steuerungsverhalten von Kostenträgern noch deutlicher als bisher an den Gesamtfallkosten ausgerichtet wird. Es bleibt daher abzuwarten, inwieweit Kliniken mit dem Schwerpunkt für neurologische Frührehabilitation mit tendenziell höheren Pflegesätzen und Verweildauer durch eher undifferenzierte Steuerung der Kostenträger benachteiligt werden. Bei der Pflege GmbH zeigt sich ein stärkerer regionaler Wettbewerb, der wahrscheinlich durch stärkere Akquisitionsbemühungen kompensiert werden muss. Im Medizinischen Versorgungszentrum ist bezüglich der Erlöse der urologischen und neurochirurgischen Praxen im Vergleich zu 2008 eine größere Unsicherheit durch die Auswirkungen der Reform der Abrechnungsbestimmungen (Regelleistungsvolumina) gegeben. Insgesamt wird jedoch auf der Grundlage der ersten 4 Monate 2009 weiterhin von einer wirtschaftlichen Entwicklung in 2009 gemäß Wirtschaftsplan ausgegangen. Weitere Entwicklungen im Geschäftsjahr 2009 und Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr Leider ist zu vermelden, dass die Gerichtsverfahren, die durch das Verhalten der Großaktionäre direkt oder indirekt initiiert wurden, noch nicht abgeschlossen sind. Es ist von dritter Seite gegen die Hauptversammlungsbeschlüsse vom 21.08.2008 Nichtigkeitsklage erhoben worden. Aufgrund eines erstinstanzlichen Urteils ist damit zu rechnen, dass insbesondere der Vertagungsbeschluss nichtig ist. Ein Verfahren, das die Mehrheit des Aufsichtsrates angestrebt hat und zum Ziel hatte, Herrn Karl-Heinz Krüger durch Gericht abberufen zu lassen, hat sich durch den krankheitsbedingten Rücktritt von Herrn Krüger erledigt (vergleiche Ad-hoc-Meldung vom 21.04.2009). Zum wiederholten Male ist Herr Furch mit seinem Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung, diesmal vor dem Landgericht in Bonn, gescheitert. Eine Entscheidung über einen ähnlichen Antrag der SPG Senioren- und Pflegeheim Betriebsgesellschaft mbH & Co. Strandperle KG ist noch nicht getroffen. Der Ausgang der Verfahren ist abzuwarten. Es erübrigt sich der Hinweis, dass der Vorstand weiterhin an einer sachorientierten Zusammenarbeit mit den Gremien der Gesellschaft und selbstverständlich auch mit deren Großaktionären größtes Interesse hat, um die erfolgreiche Unternehmensentwicklung, insbesondere auch der letzten Jahre, zum Wohle der Gesellschaft kontinuierlich fortzusetzen, zumal eine unnötige Bindung von Ressourcen in rechtlichen Auseinandersetzungen dieser Zielsetzung zuwider läuft. Bonn/Nettersheim, den 19.05.2009 Dr. h.c. (CHN) Arno Kuge Dr. med. Markus-M. Küthmann Vorstand der Eifelhöhen-Klinik AG 19.05.2009 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP --------------------------------------------------------------------------- Sprache: Deutsch Emittent: Eifelhöhen-Klinik AG Graurheindorfer Str. 137 53117 Bonn Deutschland Internet: www.eifelhoehen-klinik.de Ende der Mitteilung DGAP News-Service ---------------------------------------------------------------------------