MedNation AG (vormals: Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft)BonnHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022Inhalt: Vorwort des Vorstandes I. Konzernzwischenlagebericht 1. Wichtige Ereignisse im 1. Halbjahr 2022 für die MedNation-Gruppe und ihre Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2. Ausblick - Chancen und Risiken - Prognose II. Konzernzwischenabschluss Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Verkürzter Konzernanhang 1. Grundlegende Informationen 2. Angewandte Vorschriften 3. Konsolidierungskreis 4. Geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 5. Ergebnis je Aktie 6. Erläuterungen zu wesentlichen Änderungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber den dargestellten Vergleichszahlen 7. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen 9. Ereignisse nach dem Halbjahresstichtag 10. Deutscher Corporate Governance Kodex III. Finanzkennzahlen im Überblick IV. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Vorwort des Vorstandes Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, am 12.07.2022 stimmten Sie mit 99,9 Prozent der Änderung unserer Firmierung sowie der Erweiterung des Geschäftszweckes zu. Das war ein wichtiger Schritt für die Gesellschaft, der sich noch nicht in den Ergebnissen des ersten Halbjahres widerspiegeln kann, der aber Voraussetzungen schafft, um am Markt dauerhaft bestehen zu können. Wir befinden uns in einer Zeit umfassender Veränderungen, welche die Ihnen bereits im Lagebericht zum letzten Geschäftsjahr beschriebenen Konzentrationstendenzen weiter beschleunigen werden. Wir müssen uns nicht um die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen sorgen. Diese wird stetig weiter steigen - schon alleine aus demographischen Gründen. Wir können diese Nachfrage aber in den bestehenden Strukturen nicht mehr bedienen - zum einen, weil das aufgrund der schwindenden Zahl an Beitragszahlern für die Kostenträger (Versicherer) unbezahlbar wird und zum anderen, weil wir schlichtweg nicht in ausreichender Menge medizinisches Fachpersonal haben und haben werden, um die Nachfrage in den gewohnten Strukturen anbieten zu können. Rehakliniken werden über Tagessätze finanziert, die bilateral mit den Kostenträgern ausgehandelt werden. Danach ist es eine Frage der Auslastung einer jeden Klinik, ob diese am Ende des Tages profitabel sein wird oder nicht. Die Auslastung der Kliniken - auch unserer Kliniken - wurde früher über den Markt limitiert. Es gab schlicht nicht genug Patienten, um eine Klinik kontinuierlich auf maximaler Auslastung zu fahren. Der Markt spielt heute auch noch eine Rolle, wenn aufgrund der Corona-Pandemie Belegungen nicht erfolgen können oder in den Patienten zuweisenden Krankenhäusern länger anhaltende Streiks Zuweisungen verhindern. Neu für uns ist - und das ist das viel schwerwiegendere Problem - , dass wir in unseren Kliniken zeitweise die Belegungen herunterfahren müssen, weil nicht genug Personal zur Verfügung steht, um die zugesicherten und für die Genesung der Patienten erforderlichen Leistungen erbringen zu können. Alles, was Sie aus dem Fernsehen kennen, haben wir auch: Gestresste Mitarbeiter in der Pflege, hohen Krankenstand und keine verfügbaren Fachkräfte am Arbeitsmarkt. Aus diesem Grund werden wir versuchen, unser ambulantes Angebot weiter auszubauen. Das erste Halbjahr 2022 war in Teilen noch von der Corona-Pandemie beeinflusst. Ganz wesentlichen Einfluss werden aber nachhaltig die gestiegenen Kosten für Gas, Strom, Lebensmittel oder auch energieintensive Zulieferungen wie Wäsche haben. Wir sind schon jetzt mit zahlreichen Preiserhöhungen konfrontiert, die sich durchweg zweistellig bewegen. Die Anhebung des Mindestlohns sorgt zudem zu signifikanten Erhöhungen der Kosten bei Catering und Reinigung. Unklar ist zudem, ob und in welchem Umfang den Kliniken im kommenden Winter in ausreichender Menge Gas zur Verfügung stehen wird. Zwar werden Kliniken als "kritische Infrastruktur" erachtet. Wenn beispielsweise die Wäscherei ihren Betrieb einstellen muss, werden wir das auch tun müssen. Insofern stehen uns noch schwierige Monate bevor. Das erste Halbjahr konnten wir leicht über unseren Planungen abschließen. Wir hatten im ersten Halbjahr mit noch keinem positiven Gesamtergebnis gerechnet. Eine Prognose ist aufgrund der vorerwähnten Ereignisse schwierig. Hauptziel wird sein, die Belegung der Kliniken zu sichern, da sich hieraus sämtliche ökonomische Ergebnisse ableiten. Es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass die zwei wesentlichen Stellschrauben auf das Ergebnis die Verfügbarkeit von Fachpersonal und die galoppierenden Sachkosten sein werden. Einige Anbieter werden diese Krise nicht überleben, und wir müssen versuchen, den Strukturwandel nicht nur zu überleben, sondern ihn aktiv mitzugestalten. Wir werden MedNation als Marke in den Markt tragen und noch in 2022 die ersten Pflöcke für weitere geschäftliche Aktivitäten setzen. Wir werden den Konzern breiter und profitabler aufstellen. Das geht nicht über Nacht und auch nicht bis Ende des Geschäftsjahrs, aber es gibt keinen Grund, nicht heute damit zu beginnen. Mit besten Grüßen Ihr
Dirk Isenberg I. Konzernzwischenlagebericht 1. Wichtige Ereignisse im 1. Halbjahr 2022 für die MedNation -Gruppe und ihre Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das erste Halbjahr wurde weiterhin durch die Corona-Pandemie und deren dynamische Entwicklung beeinflusst. Während der dritten Pandemiewelle erfolgte zeitversetzt zum Anstieg der bundesweiten Inzidenzen ein Anstieg der COVID-19-Patientenzahlen in den Akutkliniken, welcher zu einer Reduzierung planbarer Eingriffe mit entsprechenden Auswirkungen auf die Rehakliniken führte. Der Gesetzgeber hat wegen der Pandemie eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen erlassen. Für die Reha-Branche ist hauptsächlich das Gesetz über die Ausgleichszahlungen an Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen aufgrund von Einnahmeausfällen durch das Corona-Virus relevant. Das Gesetz trat am 16. März 2020 in Kraft und sieht u.a. Ausgleichszahlungen für die im Vergleich zum Vorjahr geringere Belegung durch einen Belegungsreferenzwert vor. Damit sollen die negativen wirtschaftlichen Folgewirkungen der Corona-Pandemie abgemildert werden. Im ersten Halbjahr 2022 erhielten die Kliniken der MedNation AG insgesamt 1.070 TEUR als Ausgleichszahlungen zur Kompensation von Einnahmeausfällen durch das Corona-Virus SARS-CoV-2 und als Zuschläge der Krankenkassen für coronabedingte Hygiene-Mehraufwendungen, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurden. Die Erstattungen für Minderbelegung durch den Verband der Ersatzkassen (VdEK) konnten antragsgemäß bis zum 19.03.2022 berücksichtigt werden. Die im Lagebericht zum Konzernjahresabschluss 2021 getroffenen Einschätzungen zu den Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen haben sich grundsätzlich nicht verändert. Jedoch sind die kurz- bis mittelfristigen weiteren Auswirkungen der Corona-Pandemie zurzeit nicht sicher beurteilbar. Hierbei sind als Unsicherheitsfaktoren besonders der Fachpersonalmangel, der hohe Krankheitsstand beim Personal, die allgemeinen wirtschaftlichen Auswirkungen, die Steuerung von elektiven Eingriffen in Akutkrankenhäusern und die Finanzlage der Kranken- und Rentenversicherungen zu nennen. In einem "worst-case"-Szenario sind Bestandsrisiken also grundsätzlich nicht auszuschließen. Weitere Risiken bestehen aus mittelbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs, wie z.B. Belastungen der staatlichen Ebenen durch Flüchtlingskosten, "Ausgleichs-Pakete gegen Inflation/ Energiekrise", damit einhergehend Einschränkung der Möglichkeiten, in anderen Bereichen wie z.B. im Gesundheitswesen notwendige Hilfsmaßnahmen in ausreichendem Umfang zu finanzieren. Hinzu kommen Risiken aus Lieferkettenproblemen (z.B. Ersatzteile für medizinische Geräte) sowie Unsicherheiten über ausreichende und bezahlbare Energieversorgung. a) Ertragslage Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 erhöhten sich die Umsatzerlöse um insgesamt 2.695 TEUR. Die Umsatzsteigerungen konnten an den Klinikstandorten in Bad Wünnenberg mit 1.347 TEUR, in Bonn mit 1.264 TEUR und in Mönchengladbach mit 95 TEUR erzielt werden. Die Steigerung der Umsatzerlöse ist auf die verbesserte pandemische Lage im Vergleich zum 1. Halbjahr 2021 zurückzuführen. Die im Berichtszeitraum um insgesamt 654 TEUR reduzierten sonstigen betrieblichen Erträge resultierten im Wesentlichen aus den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 842 TEUR verringerten Erträgen aus den Corona-Ausgleichszahlungen bei gleichzeitigem Anstieg der Erträge aus Nebenbetrieb um 157 TEUR und der Auflösung von Rückstellungen um 101 TEUR. Der Materialaufwand erhöhte sich insbesondere durch die gestiegenen Aufwendungen für bezogenen Leistungen um 537 TEUR. Der Personalaufwand stieg um 192 TEUR und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 287 TEUR. Die Abschreibungen reduzierten sich im Berichtszeitraum um 648 TEUR. Bedingt durch die erhöhten Leasingverbindlichkeiten gem. IFRS 16 erhöhte sich der Zinsaufwand im Berichtszeitraum um 337 TEUR. Der Ertragsteueraufwand enthält die laufende Ertragsteuerbelastung und die Veränderung durch die latenten Steuern. Im 1. Halbjahr 2022 veränderte sich das Ergebnis je Aktie auf -0,15 EUR gegenüber dem Vorjahreswert von -0,52 EUR (geänderter Ausweis gegenüber dem Vorjahr). b) Vermögens- und Finanzlage Gegenüber dem Bilanzstichtag 31.12.2021 verringerte sich die Bilanzsumme des MedNation-Konzerns per 30.06.2022 um 1.571 TEUR und beträgt 77.762 TEUR. Die langfristigen Vermögenswerte verminderten sich um 1.536 TEUR hauptsächlich durch die Abschreibungen auf die Nutzungsrechte der Leasinggegenstände nach IFRS 16 in Höhe von 1.076 TEUR, durch die laufenden Abschreibungen von 637 TEUR sowie die Anlagenzugänge in Höhe von 179 TEUR. Mit 11.814 TEUR lagen die kurzfristigen Vermögenswerte um 35 TEUR unter dem Wert zum 31.12.2021, im Wesentlichen bedingt durch eine Reduzierung der Zahlungsmittel um 1.130 TEUR bei gleichzeitiger Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 430 TEUR und der sonstigen Vermögenswerte um 642 TEUR. Das Eigenkapital zum 30.06.2022 betrug 11.132 TEUR. Das entspricht einer Eigenkapitalquote des Konzerns von 14,3 %. Die langfristigen Schulden sanken um 2.396 TEUR auf 56.553 TEUR. Die Veränderungen erfolgten im Wesentlichen durch die verringerten Rückstellungen für Pensionen um 931 TEUR, durch kontinuierliche planmäßige Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 678 TEUR auf 13.688 TEUR, sowie durch reduzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen um 658 TEUR und durch reduzierte latente Steuerverbindlichkeiten um 128 TEUR. Bedingt durch den Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie durch Reduzierung der sonstigen Verbindlichkeiten, erhöhten sich die kurzfristigen Schulden saldiert um 498 TEUR auf 10.097 TEUR. Der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit verbesserte sich im 1. Halbjahr 2022 im Periodenvergleich auf -109 TEUR (1. Halbjahr 2021: -447 TEUR). Aus dem Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (-109 TEUR), dem Cashflow aus Investitionstätigkeit (-178 TEUR) und dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (-803 TEUR) ergibt sich insgesamt eine Veränderung des Finanzmittelfonds um -1.090 TEUR auf 1.463 TEUR. Die erhöhten Finanzaufwendungen gem. IFRS 16 im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betreffen den Zugang des neuen Mietvertrages der Aatalklinik Bad Wünnenberg GmbH, der zum 01.07.2021 über einen Zeitraum von 20 Jahren neu abgeschlossen wurde. c) Mitarbeiter Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten gemäß Vollkräftestatistik zum Stichtag betrug 384. 2. Ausblick - Chancen und Risiken Die grundsätzlichen Chancen und Risiken sowie deren Abbildung im Risikomanagementsystem des Konzerns haben sich im 1. Halbjahr 2022 gegenüber dem Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 nicht wesentlich verändert. Die Auswirkungen der Zinsentwicklungen des Jahres 2022 auf das Konzernergebnis, insbesondere in Bezug auf die Rückstellungen für Altersvorsorge, können derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Für alle Einrichtungen sind deutliche erhöhte rechtliche, organisatorische und wirtschaftliche Risiken durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gegeben. Ab dem 2. Halbjahr 2022 werden zudem auch keine Ausgleichszahlungen für Pandemie-bedingte Mindereinnahmen gewährt. Die mittelbaren Auswirkungen des Russland-Ukraine-Kriegs stellen ebenfalls ein deutlich erhöhtes Risiko für die Einrichtungen dar. Auf Basis der derzeit verfügbaren Informationen bestehen nach unserer Einschätzung derzeit aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken. Auch die Gesamtsumme der einzelnen Risiken gefährdet nach jetzigem Kenntnisstand nicht den Fortbestand der MedNation AG. Diese Einschätzung steht unter der Voraussetzung, dass es zu keinen erneuten erheblichen Belegungsrückgängen infolge der Corona-Pandemie kommen wird sowie unter der Maßgabe, dass die Kliniken die für den Betrieb erforderlichen Mengen an Strom und Gas geliefert und dies auch für die für den Betrieb wesentlichen Zulieferer wie bspw. die Wäscherei gilt. Mittel- bis langfristig wird der Markt für Rehakliniken schrumpfen und damit einhergehend die Zahl der Rehakliniken. Die rasch ansteigenden Kosten für Catering, Wäsche, Energie, Zinsen und Personal werden diesen Prozess beschleunigen, da die Kostenträger die Kostensteigerungen nicht in voller Höhe übernehmen werden. - Prognose Aufgrund des durch die Corona-Pandemie und den Russland-Ukraine-Krieg noch stark beeinflussten Geschäftsverlaufs im 1. Halbjahr 2022 sowie auf Grundlage der zu erwartenden Belegungen im 2. Halbjahr 2022 wird für die Klinikbetriebe der MedNation AG für das Geschäftsjahr 2022 ein negatives Ergebnis an den Standorten Bonn und in Mönchengladbach bzw. ein positives Ergebnis in Bad Wünnenberg erwartet. Auf Basis der aktuellen Geschäftszahlen wird die MedNation AG (Holding) voraussichtlich mit einem Verlust in Höhe von 600 TEUR (HGB) abschließen. Die Ergebnisprognose leitet sich aus dem operativen Geschäft der zum Konzern gehörenden Gesellschaften ab und enthält keine Sondereffekte (a.o. Erträge, a.o. Aufwendungen) oder versicherungsmathematische Effekte. Größte Unsicherheitsfaktoren der Prognose sind: scrollen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
*) Geänderter Ausw eis gegenüber dem
Vorjahr
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022 scrollen
Konzernbilanz zum 30. Juni 2022AKTIVSEITE scrollen
PASSIVSEITE scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2022scrollen
Die Zusammensetzung des Finanzmittelfonds und dessen Veränderung ergeben sich aus nachfolgender Übersicht: scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung scrollen
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Verkürzter Konzernanhang 1. Grundlegende Informationen Die Gesellschaft ist unter der Firma MedNation AG, Graurheindorfer Straße 137, 53117 Bonn, Deutschland (nachfolgend "Konzern" bezeichnet) im Handelsregister beim Amtsgericht Bonn, HRB 8060, eingetragen. Die Geschäftstätigkeit der MedNation AG besteht in der Errichtung, dem Betrieb und der Beratung von Einrichtungen der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung, insbesondere von Krankenhäusern, Ambulanzzentren, Medizinischen Versorgungszentren, Arztpraxen sowie von Kur-, Diagnostik- und Therapieeinrichtungen jeder Art, die Entwicklung, die Vermarktung, die Einrichtung und der Betrieb von IT-Lösungen und Software sowie die Entwicklung und die Erbringung datengestützter Dienstleistungen zur Steuerung und Unterstützung kaufmännischer und klinischer Geschäftsprozesse im Gesundheitsbereich einschließlich der Unternehmens- und IT-Beratung, insbesondere auch zur Verbesserung der Ressourcen-Steuerung und zur wirtschaftlichen Nutzung medizinischer und medizintechnischer Infrastrukturen und Informationen in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, die Tätigkeit einer geschäftsleitenden Holding im Sinne einer Zusammenfassung von Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung, deren Beratung und die Ausführung betriebswirtschaftlicher Aufgaben für Unternehmen im Gesundheitswesen, die Herstellung von Medizinprodukten und/oder Arzneimitteln, sowie die Verwaltung von Grundbesitz. 2. Angewandte Vorschriften Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form und unter Anwendung von § 315e HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats über die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union im Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwenden sind. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 zu lesen. Im Konzernzwischenabschluss sind die gleichen, bereits von der Europäischen Union verabschiedeten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften angewendet worden wie im Konzernabschluss 31. Dezember 2021. In der aktuellen Berichtsperiode ab dem 1. Januar 2022 traten wenige neue oder geänderte Standards in Kraft, wie z.B. scrollen
Aus den vorstehenden Standardänderungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegung des Konzerns oder die Notwendigkeit rückwirkender Anpassungen. Der Zwischenabschluss und der Zwischenlagebericht sind weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen worden. 3. Konsolidierungskreis In den Gruppenabschluss werden neben der MedNation AG alle wesentlichen Tochterunternehmen voll einbezogen. Der Kreis der voll konsolidierten Gesellschaften hat sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2021 nicht verändert. 4. Geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Der Vorstand gehört ebenfalls Geschäftsführungen von Tochtergesellschaften an, mit denen die MedNation AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Diese Geschäfte werden zu marktüblichen Preisen und Konditionen durchgeführt. Die MedNation AG hat keine Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats vergeben. 5. Ergebnis je Aktie scrollen
*) geänderter Ausweis gegenüber dem
Vorjahr
Das Ergebnis je Aktie wird in Übereinstimmung mit IAS 33, bezogen auf die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtszeitraum im Umlauf gewesenen Aktien, ermittelt. Da keine Optionsrechte bestehen, ergab sich weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch in der Vergleichsperiode ein davon abweichendes verwässertes Ergebnis je Aktie. 6. Erläuterungen zu wesentlichen Veränderungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gegenüber den dargestellten Vergleichszahlen a) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 um 2.695 TEUR gestiegen, insbesondere durch die rückläufigen Auswirkungen der Corona-Pandemie. b) Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 654 TEUR. Im Wesentlichen betrifft der Rückgang die staatlichen Corona-Ausgleichszahlungen. c) Materialaufwand Der Materialaufwand ist um 537 TEUR gestiegen. Im Verhältnis zu den gestiegenen Umsatzerlösen sind bei den Aufwendungen für bezogene Leistungen insbesondere die Aufwendungen für Reisekosten Patienten, für Catering, für Reinigung sowie Fremdleistungen im Pflegedienst leicht überproportional gestiegen. d) Personalaufwand Der Personalaufwand im ersten Halbjahr 2022 ist um 192 TEUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die Steigerung resultiert insbesondere aus planmäßigen Tarifstufensteigerungen und dem höheren Rückstellungsbedarf für nicht genommenen Urlaub und Überstunden. e) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus erhöhten Energiekosten, Instandhaltungs- und Wartungskosten, Verwaltungskosten und Zuführungen zu sonstigen Rückstellungen. f) Zinsergebnis Das Zinsergebnis hat sich wie folgt entwickelt: scrollen
Von den gesamten Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 1.538 TEUR entfallen 1.240 TEUR auf Zinsen aus Leasingverträgen nach IFRS 16. Der durchschnittliche Finanzierungskostensatz beträgt 5,49 %. g) Ertragsteuern Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scrollen
Der Ertragsteueraufwand enthält die laufende Ertragsteuerbelastung und die Veränderung durch die latenten Steuern. Der Ertragsteueraufwand ist bei einer unveränderten Tarifbesteuerung aufgrund des verbesserten Ergebnisses höher als in der Vorjahresperiode. Steuerliche Verlustvorträge werden konzernweit nur in dem Umfang angesetzt, in dem eine Geltendmachung innerhalb von 5 Jahren als wahrscheinlich erachtet wird. h) Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte veränderten sich gegenüber dem 31.12.2021 im Wesentlichen durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte nach IFRS 16 sowie durch die laufenden Abschreibungen. i) Kurzfristige Vermögenswerte Die kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum 31.12.2021 geringfügig durch die Reduzierung der Zahlungsmittel bei gleichzeitiger Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögenswerte. j) Eigenkapital Das Eigenkapital erhöhte sich um das Gesamtergebnis nach Steuern von -348 TEUR, unter Berücksichtigung der versicherungsmathematischen Gewinne von 825 TEUR und der Ausschüttung an Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss von -150 TEUR von 10.805 TEUR auf 11.132 TEUR. k) Langfristige Schulden Die langfristigen Schulden sanken im Vergleich zum 31.12.2021 um 2.396 TEUR, vorwiegend aufgrund einer Reduzierung der Rückstellungen für Pensionen, der planmäßigen Tilgungen der langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie der Tilgungen der Leasingverbindlichkeiten IFRS 16. I) Kurzfristige Schulden Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 498 TEUR gegenüber dem Vergleichsstichtag 31.12.2021, bedingt durch den Anstieg der Finanzverbindlichkeiten, der sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bei einem leichten Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten. 7. Zusätzliche Angaben zu den Finanzinstrumenten Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente: scrollen
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Die Prinzipien und Methoden zur Fair-Value-Bewertung sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Detaillierte Erläuterungen zu den Bewertungsprinzipien und -methoden können dem Geschäftsbericht 2021 entnommen werden. Die Bewertung wird anhand einheitlicher Bewertungsmethoden sowie Bewertungsparameter vorgenommen. Die Bewertung der Finanzinstrumente zu beizulegenden Zeitwerten folgt einer dreistufigen Hierarchie und orientiert sich an der Nähe der herangezogenen Bewertungsfaktoren zu einem aktiven Markt. Als aktiven Markt bezeichnet man einen Markt, auf dem homogene Produkte gehandelt werden, für die jederzeit vertragswillige Käufer und Verkäufer gefunden werden und deren Preise öffentlich zugänglich sind. Nach Stufe 1 werden Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Zahlungsmittel, bewertet, die auf aktiven Märkten notiert sind. Zu nach Stufe 2 bewerteten Finanzinstrumenten gehören beispielsweise Derivate, deren Bewertung auf marktbezogenen, anerkannten finanzmathematischen Bewertungsmodellen beruht und deren Bewertungsfaktoren, wie Zinssätze, auf aktiven Märkten direkt oder indirekt beobachtet werden können. Nach Stufe 3 werden Finanzinstrumente bewertet, bei denen die Input-Parameter für die Bewertung auf nicht beobachtbaren Marktdaten basieren. Finanzinstrumente der Stufen 2 und 3 liegen im Konzern nicht vor. Die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und von finanziellen Schulden innerhalb der Klasse "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" werden durch Abzinsung unter Berücksichtigung eines risikoadäquaten und laufzeitkongruenten Marktzinses ermittelt. Bei den langfristigen Vermögenswerten und Schulden ergeben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2021 keine wesentlichen Änderungen in den Relationen zwischen Bilanzwert und Zeitwert. Aus Wesentlichkeitsgründen wird der Zeitwert für kurzfristige Bilanzposten dem Buchwert gleichgesetzt. 8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Berichtsjahr. 9. Ereignisse nach dem Halbjahresstichtag Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. 10. Deutscher Corporate Governance KodexDie aktuellen Erklärungen nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex des Vorstands und des Aufsichtsrats der MedNation AG sind auf der Internetseite unter www.eifelhoehen-klinik.ag zugänglich. III. Finanzkennzahlen im Überblick scrollen
1) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen
IV. Versicherung der gesetzlichen Vertreter "Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind."
Bonn, 21.09.2022 MedNation AG Der Vorstand Dirk Isenberg |
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