![]() Einhell Germany AGLandau/IsarHalbjahresfinanzbericht zum 30.06.2017FINANZBERICHT30. Juni 2017Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär, der Finanzbericht des Einhell-Konzerns zum 30. Juni 2017 erfüllt die Vorschriften
des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) zur Erstellung eines Zwischenberichtes. Er umfasst
einen verkürzten Konzernzwischenabschluss, einen verkürzten Konzernlagebericht sowie
eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der Abschluss steht in Einklang mit
den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International
Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie von der Europäischen
Union (EU) übernommen wurden. In diesem und in anderen Berichten kann es aufgrund von Rundungen bei Summenbildungen
und bei der Berechnung von Prozentangaben zu geringfügigen Abweichungen kommen. Eckdaten Januar bis Juni 2017Umsatzerlöse![]() Ergebnis vor Ertragsteuern (vor PPA)*![]() Ergebnis vor Ertragsteuern (nach PPA)*![]() Eigenkapitalquote![]() Nettoverschuldung![]() Mitarbeiter![]() *
PPA = Purchase Price Allocation Verkürzter Konzernlagebericht der Einhell Germany AGÜberblick von Januar - Juni 2017Der Einhell-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2017 das Geschäftsvolumen deutlich erhöhen
und erzielte einen Umsatz von EUR 280,5 Mio. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und vor PPA-Effekten beträgt EUR 20,1 Mio. Dies entspricht
einer Rendite von etwa 7,2% (i. Vj. 4,7%) des Umsatzes. Die Effekte aus der Purchase
Price Allocation (PPA) belasten das Ergebnis mit EUR 0,9 Mio. negativ. Unter Berücksichtigung
der PPA-Effekte ergibt sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern von EUR 19,2 Mio. sowie
eine Rendite vor Steuern von etwa 6,8% (i. Vj. 4,4%). Wirtschaftliche RahmenbedingungenDer ifo Geschäftsklimaindex in der gewerblichen Wirtschaft ist im Juni 2017 auf 115,1
Punkte gestiegen, nach 114,6 Punkten im Vormonat Mai. Die Unternehmer waren nochmals
deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Zudem erwarten sie eine weitere Verbesserung
ihrer Geschäfte. Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im
zweiten Quartal 2017 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,6%. Im ersten Quartal
betrug der Anstieg 0,7%. Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich aus dem Inland.
Sowohl die privaten Haushalte als auch der Staat erhöhten ihre Konsumausgaben deutlich. Das Bruttoinlandsprodukt in der Eurozone konnte im zweiten Quartal 2017 um 0,6% zulegen,
so die Statistikbehörde Eurostat. Im ersten Quartal war das Plus mit 0,5% noch leicht
niedriger ausgefallen. Besonders stark legte das Bruttoinlandsprodukt in den Niederlanden
(1,5%) und Lettland (1,3%) zu. Auch Spanien, Österreich und Zypern wuchsen mit jeweils
0,9% überdurchschnittlich. Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juni 2017 nach mehreren starken Monaten
überraschend gesunken. Die Produktion in den Industriebetrieben der Währungsunion
ist im Juni 2017 um 0,6% im Monatsvergleich gesunken. Im Mai war die Industrieproduktion
noch um 1,2% im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Die Auftragseingänge in der deutschen Industrie sind im Juni 2017 nach einem monatelangen
Aufschwung zurückgegangen. Im Juni 2017 sei die Gesamtproduktion im verarbeitenden
Gewerbe gegenüber dem Vormonat um 1,1% gesunken, so das Statistische Bundesamt. Vor dem Rückgang im Juni war die Produktion in deutschen Betrieben fünf Monate in
Folge gestiegen. Im Juni 2017 wurden von Deutschland Waren im Wert von 107,2 Milliarden Euro exportiert
und Waren im Wert von 84,9 Milliarden Euro importiert. Laut Statistischem Bundesamt
lagen die deutschen Ausfuhren im Juni 2017 um 0,7% und die Einfuhren um 3,6% höher
als noch im Vorjahreszeitraum. Die Außenhandelsbilanz -der Saldo aus Exporten und Importen -schloss im Juni 2017
kalender- und saisonbereinigt mit einem Überschuss von 21,2 Milliarden Euro ab. Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist auf den tiefsten Stand seit Mitte 1991 gesunken,
auch im Juni zeigte sich der Arbeitsmarkt robust. Im Juni waren 2,473 Millionen Männer
und Frauen arbeitslos, das sind 142.000 weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote
sank im Juni auf 5,5%. Die Arbeitslosenquote des Euroraums ist im Juni 2017 auf den tiefsten Stand seit mehr
als acht Jahren gefallen. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat betrug die Arbeitslosenquote
9,1%. Insgesamt waren 14,718 Millionen Menschen ohne Arbeit, das sind 148.000 weniger
als im Vormonat Mai. Für die gesamte Europäische Union meldet Eurostat eine Arbeitslosenquote,
welche deutlich unter dem Niveau der Eurozone liegt. Die Quote habe im Juni wie im
Vormonat Mai 7,7% betragen. Von den Mitgliedsstaaten verzeichneten Deutschland (3,8%) und Malta (4,1%) im Juni
2017 die geringsten Arbeitslosenquoten. Die höchste Arbeitslosigkeit herrscht in Griechenland
(21,7%) und Spanien (17,1%). Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni 2017 leicht auf 1,6% gegenüber dem Vorjahresmonat
gestiegen. Höhere Preise für Nahrungsmittel und Urlaubsreisen haben die Inflation
in Deutschland im Juni wieder etwas ansteigen lassen. Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone lag im Juni 2017 bei 1,3%, gegenüber
1,4% im Mai. Ein Jahr zuvor hatte sie 0,1% betragen. Die jährliche Inflationsrate
in der Europäischen Union lag im Juni 2017 bei 1,4%, gegenüber 1,6% im Mai. Im Jahr
zuvor hatte sie 0,1% betragen. Die Inflationsrate liegt damit weiter unterhalb des Zielwerts, den die Europäische
Zentralbank (EZB) für Preisstabilität ausgibt. Der Zielwert liegt mittelfristig bei
knapp 2%. Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für
Deutschland lag im Juni 2017 um 1,5% über dem Stand von Juni 2016. Im Vergleich zum Vormonat Mai stieg der HVPI um 0,2%. Der Baumarkthandel in Deutschland ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2017 gestartet.
In den ersten drei Monaten des Jahres 2017 erwirtschaftete der deutsche Baumarkthandel
einen Gesamtbruttoumsatz von 4,04 Milliarden Euro und konnte damit im Vorjahresvergleich
ein Umsatzwachstum von 5,4% erzielen. Auch auf bereinigter Verkaufsfläche erreichte
die Branche einen Umsatzzuwachs von 5,3%. Trotz der wetterbedingt eher verhaltenen
Kundennachfrage im April und den ersten Mai-Wochen zeigen sich der Verband und die
Branche aber weiterhin optimistisch. Der BHB (Handelsverband Heimwerken, Bauen und
Garten e.V.) hält an der Jahresprognose fest. Er erwartet ein Umsatzwachstum von 1,3%. GeschäftsverlaufUmsätze im Einhell-KonzernIn den Monaten Januar bis Juni 2017 erzielte der Einhell-Konzern Umsatzerlöse in Höhe
von EUR 280,5 Mio. (i. Vj. EUR 248,8 Mio.). Die Umsätze bewegen sich damit deutlich
über Vorjahresniveau. Ausschlaggebend hierfür sind Umsatzzuwächse in fast allen Regionen in denen der Einhell-Konzern
tätig ist. In der Region D/A/CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) erhöhte sich der Umsatz auf
EUR 116,5 Mio. (i. Vj. EUR 110,2 Mio.). Der Anteil am gesamten Konzernumsatz errechnet
sich mit 41,5% (i. Vj. 44,3%). Im übrigen Europa stieg der Umsatz auf EUR 97,3 Mio. (i. Vj. EUR 84,6 Mio.). Zu den
größten Absatzmärkten zählen hier Frankreich, Italien und UK. In der Region Ozeanien stieg der Umsatz deutlich von EUR 38,1 Mio. auf EUR 48,8 Mio.
Die Umsätze dieser Region bestehen überwiegend aus den bei der Ozito Industries erwirtschafteten
Umsätzen. In Südamerika konnten die Umsätze ebenfalls gesteigert werden und betragen EUR 14,8
Mio. (i. Vj. EUR 11,6 Mio.). In den übrigen Ländern inklusive Asien sind die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum
leicht gesunken und betragen EUR 3,1 Mio. (i. Vj. EUR 4,3 Mio.). Entwicklung der DivisionenIn der Division "Werkzeuge" betrug der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2017 EUR 162,6 Mio. (i. Vj. EUR 138,5 Mio.). Zu den absatzstarken Produkten in dieser
Division gehörten Produkte aus den Bereichen elektrische Handwerkzeuge, Drucklufttechnik
sowie Holzbearbeitung. Die Produkte der kwb Germany GmbH werden der Division "Werkzeug"
zugeordnet. In der Division "Garten und Freizeit" beliefen sich die Umsätze auf EUR 117,9 Mio.
(i. Vj. EUR 110,3 Mio.). Hohe Umsätze konnten vor allem mit Produkten aus dem Bereich
Rasen- und Gartenpflege erzielt werden. Insbesondere die Produkte Rasenmäher, Vertikutierer,
Produkte aus dem Bereich Baum- und Strauchpflege sowie Produkte aus dem Bereich Wassertechnik
waren besonders absatzstark. ErgebnisentwicklungIm Zeitraum Januar bis Juni 2017 erzielte der Einhell-Konzern ein Ergebnis vor Ertragsteuern
in Höhe von EUR 19,2 Mio. (i. Vj. EUR 10,9 Mio.). Die Rendite vor Steuern beträgt
6,8% (i. Vj. 4,4%). Die Effekte aus der Purchase Price Allocation (PPA) belasten das Ergebnis mit EUR
0,9 Mio. Ohne Berücksichtigung der PPA-Effekte ergäbe sich ein Ergebnis vor Ertragsteuern
von EUR 20,1 Mio. sowie eine Rendite vor Steuern von 7,2% (i. Vj. 4,7%). Die Ergebnissituation hat sich damit gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert. Der Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten beträgt im Berichtszeitraum EUR 12,4
Mio. (i. Vj. EUR 7,2 Mio.). Das Ergebnis je Aktie errechnet sich mit EUR 3,3 je Aktie
(i. Vj. EUR 1,9 je Aktie). Durch laufende Produktinnovationen und durch die hohe Qualität der Produkte konnte
die gute Rohertragsmarge trotz deutlicher Umsatzsteigerung konstant gehalten werden. Im Vorjahresvergleich hat sich der Personalaufwand erhöht und beträgt EUR 33,7 Mio.
(i. Vj. EUR 30,1 Mio.). Die sonstigen Aufwendungen in Höhe von EUR 40,2 Mio. (i. Vj. EUR 33,8 Mio.) liegen
aufgrund der höheren Umsätze über dem Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis liegt mit EUR -1,7 Mio. (i. Vj. EUR -2,2 Mio.) über dem Vorjahr.
Darin enthalten sind Finanzerträge in Höhe von EUR 2,4 Mio. sowie Finanzaufwendungen
in Höhe von EUR 4,1 Mio. Die Finanzaufwendungen beinhalten die hohen Refinanzierungskosten
in einigen Hochzinsländern. Personal- und SozialbereichAm 30. Juni 2017 beschäftigte der Einhell-Konzern weltweit 1.455 Mitarbeiter (i. Vj.
1.351). Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen
Einsatz und ihre sehr gute Arbeit. Finanz- und VermögenslageDie wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für den 30.06.2017 und 30.06.2016
wie folgt dar: scroll
InvestitionenIm Berichtszeitraum tätigte der Einhell-Konzern Investitionen in Höhe von EUR 3,5
Mio. (i. Vj. EUR 1,6 Mio.). Der überwiegende Anteil entfiel dabei auf immaterielle
Vermögenswerte sowie Sachanlagen. UmlaufvermögenDie Warenvorräte erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des Umsatzanstiegs,
auf EUR 148,2 Mio. (i. Vj. EUR 133,1 Mio.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen
für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Im Berichtszeitraum erhöhten sich die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund der höheren
Umsätze, um EUR 7,6 Mio. auf EUR 100,0 Mio. (i. Vj. EUR 92,4 Mio.). Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Vorjahresvergleich auf EUR
32,4 Mio. (i. Vj. EUR 23,9 Mio.). Durch den erhöhten Wareneinsatz sind auch die Mehrwertsteuerforderungen
angestiegen. Zudem haben sich bei Einhell China Verzögerungen bei der Mehrwertsteuer-Rückerstattung
ergeben. In 2016 hat sich das Management des Einhell-Konzerns entschlossen, die Tochtergesellschaft
Einhell Brasil Com. Distr. zu veräußern. Dementsprechend wird die Einhell Brasil als
eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt. Die Zahlungsmittel betragen zum Stichtag EUR 12,5 Mio. (Vj. EUR 10,9 Mio.). Im Vergleich
zum Vorjahr haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund der guten Ergebnisse von
EUR 55,0 Mio. auf EUR 40,3 Mio. reduziert. KonzernstrukturIm Berichtszeitraum hat sich die Konzernstruktur des Einhell-Konzerns nicht verändert. Investor RelationsAm 10. Mai 2017 hat die Einhell Germany AG an der DVFA Frühjahrskonferenz in Frankfurt
am Main teilgenommen, um sich mit Analysten und Investoren auszutauschen. Im Rahmen
der Konferenz wurde neben den Zahlen zum 31. Dezember 2016 auch ein Ausblick auf die
geplante Entwicklung des Konzerns gegeben. FinanzierungDer Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten
sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen
vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große
Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant. Aufgrund der guten Finanzlage hat sich der Einhell-Konzern dazu entschlossen, die
in 2013 abgeschlossenen Darlehen mit einer Laufzeit von 5 Jahren vorzeitig zurückzuzahlen.
Im Juni 2017 wurden EUR 20 Mio. und im Juli die restlichen EUR 10 Mio. zurückbezahlt.
Die Rückzahlung erfolgte durch die Ausnutzung der bei den Banken zur Verfügung stehenden
Kreditlinien. Aufgrund dieser Umstrukturierung ergibt sich ein positiver Zinseffekt.
Der Einhell-Konzern wird die Zinsentwicklung weiterhin sehr genau beobachten und bei
Bedarf das nach wie vor sehr günstige Zinsniveau auch wieder langfristig nutzen. Im kurzfristigen Bereich hat der Konzern weiterhin ausreichend Kreditlinien zur Finanzierung
des Umsatzwachstums. Hinweis zum FinanzberichtDer Finanzbericht wurde weder einer Prüfung gem. § 317 HGB noch einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Corporate Governance KodexDie aktuelle Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex des
Vorstands und Aufsichtsrats der Einhell Germany AG ist auf der Homepage www.einhell.com
dauerhaft zugänglich. RisikoberichtIm Rahmen der internationalen Geschäftstätigkeit ist Einhell einer Vielzahl von Risiken
ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen.
Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen
und den Abteilungen der Einhell Germany AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern
hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant
werden können. Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem
zusammen. Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung
sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr
das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung
erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen
werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt. Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen
Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung,
in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden
können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für
alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen
der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan-
und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt. Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen
Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher
Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne
Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige
Prüfungsorgane sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld
des Einhell-Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet
die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Der Einhell-Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken aufgrund
von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken.
Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung
des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den
Konzerngesellschaften umgesetzt. Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden,
nach Einschätzung des Vorstands nicht vorliegen. PrognoseberichtWeltwirtschaftliche EntwicklungDie Weltwirtschaft wird nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds im Jahr
2017 um 3,5% steigen. Einer der Motoren des Aufschwungs ist die Euro-Zone. Die weltweite Arbeitslosigkeit wird trotz des globalen Wirtschaftswachstums aller
Voraussicht nach weiter wachsen. Gemäß Prognose der Internationalen Arbeitsorganisation
(ILO) wird die weltweite Arbeitslosenzahl um 3,4 Millionen auf über 200 Millionen
ansteigen. Europäische EntwicklungDie Wirtschaft in der Eurozone wird im laufenden Jahr gemäß Prognose des Internationalen
Währungsfonds (IWF) um 1,9% wachsen. Zu Beginn des Jahres war der IWF noch von einem
Wirtschaftswachstum von 1,7% ausgegangen. Die EU-Kommission rechnet im laufenden Jahr mit einer Jahresinflation von 1,9%. Damit
wäre die Inflation fast fünfmal so hoch wie 2016. Die ausgegebene Prognose entspricht
annähernd der von der EZB mittelfristig angestrebten Inflationsrate von 2%. Deutsche EntwicklungDer deutschen Wirtschaft prognostiziert der Internationale Währungsfonds im Jahr 2017
ein Wirtschaftswachstum von 1,8%. Getrieben wird die Entwicklung in Europas größter Volkswirtschaft nach Einschätzung
des Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht nur von der Nachfrage im Inland, sondern
auch von der Erholung der Weltwirtschaft, von der Deutschlands Exporte profitieren. Im Jahresdurchschnitt 2017 erwartet die Bundesagentur rund 760.000 sozialversicherungspflichtige
Beschäftigte mehr als im Vorjahr. Voraussetzung sei allerdings, dass sich an den derzeit
guten Rahmenbedingungen nichts ändere. Die Bundesbank rechnet für das Gesamtjahr 2017 mit einer Inflationsrate für Deutschland
von 1,5%. AusblickDie getroffenen Annahmen und Prognosen des Vorstands beruhen auf derzeit zur Verfügung
stehenden Informationen. Die zukünftige Geschäftsentwicklung ist abhängig von einer
Vielzahl von Faktoren, insbesondere von der Entwicklung in den Krisenregionen sowie
der Entwicklung auf den Devisenmärkten. Der Heimatmarkt Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2017 sehr erfreulich entwickelt.
Die Muttergesellschaft Einhell Germany AG konnte die Umsätze und Erträge weiterhin
steigern. Die im Vorjahr erwirtschafteten Verluste der kwb Germany GmbH konnten reduziert
werden. Ein unzureichend eingeführtes Logistikprojekt im Jahr 2015 führte hier zu
Lieferausfällen und erhöhten Kosten. Die Auswirkungen sind auch in 2017 noch spürbar. Auf dem bedeutenden australischen Markt entwickelt sich die im Juli 2013 erworbene
Tochtergesellschaft Ozito Industries Pty Ltd sehr erfreulich. Der Einhell-Konzern
erwartet hier in den nächsten Monaten eine ähnliche positive Entwicklung wie im ersten
Halbjahr 2017. Die Tochtergesellschaften in der Region Süd- und Osteuropa erwirtschafteten im ersten
Halbjahr 2017 ebenfalls sehr gute Umsätze und Ergebnisse. Die meisten Gesellschaften
dieser Region konnten ihre Umsätze und Ergebnisse erhöhen bzw. verbessern. Auch in
Westeuropa erzielten die verschiedenen Gesellschaften des Einhell-Konzerns einen ausgezeichneten
Ergebnisbeitrag. Die Konzernleitung geht davon aus, dass die Geschäftsentwicklung
im europäischen Wirtschaftsraum bis zum Jahresende stabil bleibt. Die südamerikanischen Tochtergesellschaften konnten insgesamt ein ausgeglichenes Ergebnis
erzielen. In Argentinien konnten in 2017 höhere Umsätze erwirtschaftet werden als
noch im Vorjahr. Hohe Finanzierungsaufwendungen sowie eine schwache Währung belasten
aber das grundsätzlich positive Ergebnis der Gesellschaft. In 2016 hat sich das Management des Einhell-Konzerns entschlossen, die Tochtergesellschaft
Einhell Brasil Com. Distr. zu veräußern. Der Verkaufsprozess ist bis zum heutigen
Zeitpunkt nicht abgeschlossen. Es wurde vom Käufer ein Vertrag unterzeichnet, welcher
verschiedene Obliegenheiten beinhaltet. Diese Pflichten hat der Käufer bisher nicht
erfüllt, weswegen auch kein Übertrag der Gesellschaft erfolgte. Derzeit wird nach
einer Lösung gesucht, der Einhell-Konzern hat Klage gegen den Käufer auf Vertragserfüllung
und Schadensersatz eingereicht. Es wird für das verbleibende Geschäftsjahr von einem grundsätzlich sehr positiven
weiteren Geschäftsverlauf ausgegangen. Die politischen Unwägbarkeiten in verschiedenen
Ländern veranlassen aber zu einer vorsichtigen Prognose. Aus heutiger Sicht wird der
Konzern im Geschäftsjahr 2017 eine Umsatzsteigerung von ca. 8% bis 10% im Vergleich
zum Vorjahr erzielen. Die Prognose für die Umsatzrendite vor Steuern und vor PPA-Effekten
(ca. 1,8 Mio. EUR) wird auf ca. 6,0% angehoben. Landau a. d. Isar, 29. August 2017 Einhell Germany AG Der Vorstand scroll
Konzernbilanz (IFRS) zum 30. Juni 2017 (verkürzte Version)Aktivascroll
Passivascroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 2017scroll
Verkürzter IFRS-Konzernanhang der Einhell Germany AG, Landau/Isar, für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 20171. Angaben zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses1.1 KonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst die Einhell Germany AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften.
IAS 27 definiert Beherrschung als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik
zu bestimmen, um daraus Nutzen zu ziehen. Hält der Konzern direkt oder indirekt mehr
als 50% der Stimmrechte eines Unternehmens, so wird die Beherrschung widerlegbar vermutet.
Unternehmen welche im Verlauf des Geschäftsjahres erworben bzw. veräußert wurden,
werden ab dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zum Zeitpunkt des Verkaufs in den Konzernabschluss
einbezogen. Im Berichtszeitraum hat sich der Konsolidierungskreis des Einhell-Konzerns nicht verändert. 1.2 Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür den Abschluss zum 30. Juni 2017 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
wie zum Jahresabschluss 2016 zu Grunde gelegt. 2. Angaben zur Bilanz2.1 Langfristige VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte und die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden
zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt
abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die immateriellen Vermögenswerte zum 30.06.2017 betragen EUR 18,7 Mio. Die Sachanlagen
betragen EUR 20,6 Mio. 2.2 Vorrätescroll
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten
und Nettoveräußerungswert bewertet. 2.3 Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben, Schecks und
Kassenbestände. 2.4 RückstellungenDie Rückstellungen insgesamt belaufen sich auf TEUR 36.225. Darin sind langfristige
Rückstellungen über TEUR 4.221 enthalten. In den Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Gewährleistung enthalten. 2.5 VerbindlichkeitenDie Zugangsbewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value der erhaltenen Gegenleistung,
die Folgebewertung zu Amortized Costs. Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten
erfolgt zum Bilanzstichtag zum Stichtags- bzw. Sicherungskurs. 3. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen zum 30.06.2017 TEUR 40.208. Darin
enthalten sind überwiegend Aufwendungen für Warenversand, Garantie, Kundendienst,
Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. 4. SegmentberichterstattungDie Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht
auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns
in zwei Sparten folgt der Darstellung der Geschäftsfelder sowie der internen Steuerung
und Berichterstattung des Konzerns. Es handelt sich hierbei um die Sparten "Werkzeug"
sowie "Garten & Freizeit". In der "Überleitung" werden hierbei Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht
direkt zuordenbar sind, ausgewiesen. 4.1 Segmentberichterstattung nach Divisionenscroll
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Das Segment Werkzeug umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge und stationäre
Werkzeuge sowie Handwerkzeuge und universelles Elektrowerkzeugzubehör. Zum Segment
Garten & Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik sowie Klima- und
Heiztechnik. 4.2 Segmentberichterstattung nach RegionenDie geografische Zuweisung der Umsätze erfolgt nach dem Sitz des Rechnungsempfängers.
Maßgeblich hierfür ist der Absatzmarkt. Die Segmentberichterstattung nach Regionen
stellt sich wie folgt dar: scroll
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5. Erklärung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt, der Konzernzwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben werden. Landau a. d. Isar, den 29. August 2017 Einhell Germany AG Der Vorstand scroll
Einhell Germany AG Telefon (0 99 51)942-0 investor-relations@einhell.com |
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