Eisen- und Hüttenwerke AG

Andernach

Halbjahresfinanzbericht 01.10.2021 bis 31.03.2022

Zahlenangaben zu den Beteiligungskreisen

2020/2021 1.Halbjahr
2020/2021
1.Halbjahr
2021/2022
Absatzmengen Vollgeschäft (in 1.000 t)
Rasselstein 1.416 683 679
Electrical Steel 171 85 99
Summe 1.587 768 778
davon Handelsgeschäft Electrical Steel 60 27 38
konsolidierte Umsatzerlöse nach Beteiligungskreisen (in Mio. €)
Rasselstein 1.445 670 943
Electrical Steel 333 143 298
Summe 1.778 813 1.241
davon Handelsgeschäft Electrical Steel 114 42 116
Investitionen (in Mio. €)
Rasselstein 44 9 7
Electrical Steel 10 2 3
Summe 54 11 10
Personal (Durchschnitt Berichtszeitraum)
Eisen- und Hüttenwerke AG 2 2 2
Rasselstein 2.653 2.692 2.673
Electrical Steel 1.169 1.175 1.167
Summe 3.824 3.869 3.842
Zahlenangaben zu EHW
Anlagevermögen (in Mio. €) 83,5 73,5 83,5
Eigenkapital (in Mio. €) 100,6 92,8 93,4
Bilanzsumme (in Mio. €) 103,3 95,5 98,4
Ergebnis (in Mio. €) 7,3* -0,5** -0,2**

* incl. Beteiligungsergebnis
** zum Halbjahr wird das Ergebnis ohne Beteiligungsergebnis ausgewiesen

Die Aktie

Die Aktie der Eisen- und Hüttenwerke AG startete mit einem Kurs von 12,50 € (Börse Frankfurt) in das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021/22. Zum Jahresende 2021 sank der Kurs der Aktie auf 11,60 €. Im zweiten Quartal konnte die Aktie bis zum Zeitpunkt der Dividendenausschüttung einen geringen Kursanstieg verzeichnen. Der Höchstkurs betrug im zweiten Quartal 13,50 €.

Am 30. März 2022 wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 2020/21 von 0,40 €/Stückaktie ausgezahlt. Zum 31. März 2022 notierte die Aktie mit einem Kurs von 12,30 €, sodass sich eine Börsenkapitalisierung von 216,5 Mio. € (31. März 2021: 237,6 Mio. €) ergab.

Bericht zur Ertrags-, Finanz-und Vermögenslage

Ertragslage

Für die Geschäftslage der Eisen- und Hüttenwerke AG ist ganz überwiegend der Verlauf der operativen Geschäfte der Beteiligungsgesellschaften, über die nachfolgend berichtet wird, von Bedeutung.

Trotz der vor dem Hintergrund der anhaltenden Corona-Pandemie unsicheren globalen wirtschaftlichen und politischen Entwicklung war das erste Geschäftsjahreshalbjahr 2021/22 der thyssenkrupp Rasselstein GmbH geprägt durch eine insgesamt sehr robuste Weißblechnachfrage. Der Marktbedarf lag weltweit deutlich oberhalb der Liefermöglichkeiten der Produzenten. Im zweiten Geschäftsjahresquartal zeichneten sich jedoch deutliche Effekte aus dem Krieg in der Ukraine im operativen Geschäft der thyssenkrupp Rasselstein GmbH ab. Dieser führte zu nochmals weiter dramatisch steigenden Preisen beispielsweise bei Kokskohle, Zinn, Strom, Gas und Treibstoffen.

In Gänze war ein leichter Rückgang bei der Versandmenge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen, die durchschnittlichen Erlöse konnten jedoch vor dem Hintergrund steigender Rohstoffkosten deutlich erhöht werden. Die Produktionsmenge befand sich über dem Niveau des Vorjahres.

Die Geschäftsvolumina von Becker & Co und der Deutschen Gesellschaft für Weißblechrecycling mbH entwickelten sich ebenfalls positiv.

Der Auftragseingang des Elektrobandgeschäfts der thyssenkrupp Electrical Steel Gesellschaften in Europa konnte gegenüber dem Vorjahr signifikant gesteigert werden, sodass die Kapazitäten in allen Werken bis Ende 2022 ausgebucht sind. Der Absatz ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres deutlich gestiegen. Die Erlöse konnten im Verlauf des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres kontinuierlich und erheblich verbessert werden, sodass neben dem signifikant besseren Produktportfolio - mit einem stetig steigenden Anteil an TOP-Grades - auch ein zuwachsender Umsatz zu verzeichnen war.

Bei der thyssenkrupp Electrical Steel India Private Ltd. ist der Absatz für kornorientierte Produkte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/22 ebenfalls deutlich angestiegen. Indien hat erfolgreich das Portfolio hin zu dünneren und qualitativ anspruchsvollen Güten vollzogen und sich weiter stetig verbessert. Das Erlösniveau hat sich ähnlich positiv entwickelt wie für die europäischen Standorte, so dass auch der Gesamtumsatz deutlich zuwachsend war gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum reduzierte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Beteiligungskreis Rasselstein um 19 Mitarbeiter auf 2.673 Mitarbeiter.

Im Beteiligungskreis Electrical Steel verminderte sich die durchschnittliche Beschäftigtenzahl um 8 Mitarbeiter auf 1.167 Mitarbeiter.

Das Ergebnis des Beteiligungskreis Rasselstein im ersten Geschäftsjahreshalbjahr 2021/22 lag deutlich unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Dies war im Wesentlichen, trotz deutlicher Erlössteigerungen, durch extreme Kostensteigerungen, insbesondere für Warmband, Zinn und Energien, begründet.

Das Ergebnis des Beteiligungskreises Electrical Steel wurde durch die erhebliche Verbesserung des Produktportfolios, Erlössteigerungen und daraus resultierender Umsatzsteigerung deutlich positiv beeinflusst. Das konsequente Kostenmanagement und die eingeleitete Restrukturierung zeigten ebenfalls Erfolge. Insgesamt konnten die erheblich angestiegenen Energiekosten und die gestiegenen Warmbandpreise auf Grund der höheren Rohstoffkosten überkompensiert werden. Insofern war ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich besseres und positives Ergebnis zu verzeichnen.

Aufgrund der zwischen der thyssenkrupp Steel Europe AG einerseits und den Beteiligungsgesellschaften Rasselstein Verwaltungs GmbH bzw. thyssenkrupp Electrical Steel Verwaltungsgesellschaft mbH andererseits bestehenden Gewinnabführungsverträgen werden die Jahresergebnisse von den Beteiligungsgesellschaften an die thyssenkrupp Steel Europe AG abgeführt. Die von der thyssenkrupp Steel Europe AG zu zahlenden Ausgleichszahlungen werden im Jahresabschluss der Eisen- und Hüttenwerke AG zum 30.09. als Beteiligungsergebnis ausgewiesen. Eine Vereinnahmung der Ausgleichszahlungen kann nicht innerjährlich erfolgen, so dass auch zum 31.03.2022 das Halbjahresergebnis der Eisen- und Hüttenwerke AG im Verhältnis zum Gesamt-Vorjahresergebnis (30.09.2021) entsprechend niedriger ausfiel. Somit war das Halbjahresergebnis durch das Eigenergebnis geprägt; im Wesentlichen bedingt durch den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg das Halbjahresergebnis zum 31.03.2022 im Vergleich zum Vorjahr von -485 T€ um 297 T€ auf -188 T€.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vergleichszahlen der Bilanz beziehen sich auf das Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres, den 30.09.2021. Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum 30.09.2021 im Wesentlichen aufgrund der im März 2022 erfolgten Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2020/21 gesunken. Dadurch reduzierte sich die Geldanlage bei der thyssenkrupp AG; korrespondierend sank auf der Passivseite das Eigenkapital.

Chancen- und Risikobericht

Der Vorstand ist gemäß § 91 Abs. 2 AktG verpflichtet, ein Überwachungssystem einzurichten, mittels dessen die Früherkennung von Entwicklungen möglich ist, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Das im Hinblick auf diese Anforderungen eingerichtete Frühwarnsystem gewährleistet das frühzeitige Erkennen sowie die Kommunikation von bestandsgefährdenden Risiken. Es ist somit geeignet, dem Vorstand die rechtzeitige Einleitung geeigneter Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ermöglichen. Regelmäßige Anpassungen des Frühwarnsystems an sich ändernde Geschäftsprozesse und Risiken sind auch für die Zukunft sichergestellt.

Für die Eisen- und Hüttenwerke AG ergeben sich alle wesentlichen Chancen und Risiken aus ihren Beteiligungen. Aus diesem Grunde überwacht der Vorstand der Eisen- und Hüttenwerke AG regelmäßig die Entwicklung der dort erkennbaren Risiken. Er lässt sich darüber hinaus auch über die getroffenen Regeln und Veränderungen der internen Kontroll- und Revisionssysteme berichten.

Insbesondere haben externe Faktoren, wie die Wettbewerbsintensität auf den Absatzmärkten, die Situation auf den Rohstoffmärkten, die konjunkturellen Entwicklungen in den endverbraucher- und investitionsgüternahen Märkten und letztlich auch durch hoheitliche Entscheidungen geprägte Veränderungen von Rahmenbedingungen der Produktions- und Absatzprozesse erheblichen Einfluss auf die Risiken der zukünftigen Entwicklung bei den Beteiligungsunternehmen und werden damit auch weiterhin im Fokus der Eisen- und Hüttenwerke AG stehen.

Die Corona-Pandemie hatte im ersten Geschäftsjahreshalbjahr keine spürbaren nachteiligen Auswirkungen auf die Kundennachfrage bei der thyssenkrupp Rasselstein GmbH, die auch für das zweite Halbjahr bislang außerordentlich gut ist.

Erhöhte Risiken bestehen jedoch insbesondere im Hinblick auf die zwischenzeitlich auf breiter Front angezogenen und weiterhin sehr volatilen Rohstoff- und Energiekosten. Die Prognose der Kostenentwicklung ist aufgrund des Krieges in der Ukraine von extremer Unsicherheit geprägt. Ein Nachfrageeinbruch für Weißblech aufgrund des Krieges wird jedoch nicht erwartet.

In Bezug auf das nach der geltenden EU-REACH Verordnung gesetzliche Verbot der Verwendung von Chrom 6 im Produktionsprozess, befindet sich die Umstellung unserer Produktionsanlagen weiterhin auf einem guten Weg. Ab Mitte des Kalenderjahres 2022 wird an der neuen Veredlungsanlage 13 erstmals Feinstband nach einem innovativen Verfahren spezialverchromt. Um ausreichend Zeit für die Entwicklung und Tests dieser neuen Produktionsverfahren zu haben, wurde im Oktober 2020 seitens der EU-Kommission über die Fristverlängerungsanträge bei der ECHA (European Chemicals Agency) entschieden. Damit ist eine Weiterverwendung von Chrom 6 bis 2027 für Passivierungszwecke und bis 2028 für spezialverchromte Produkte abgesichert.

Prognose und sonstige Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung

Im Beteiligungskreis Rasselstein sieht die Prognose trotz aller Unabwägbarkeiten für das zweite Geschäftsjahreshalbjahr 2021/22 eine höhere Liefermenge bei deutlich steigenden Marktpreisen für Weißblech im Vergleich zum Vorjahreszeitraum vor.

Für das Gesamtjahr 2021/22 wird daher eine deutlich steigende Versand- und Produktionsmenge im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr erwartet. In der Planung stehen den sichtlich höheren Kosten stark steigende Erlöse gegenüber. Dies führt im Saldo zu einer erheblichen Margenverbesserung.

In Summe gehen wir daher für das Geschäftsjahr 2021/22, insbesondere aufgrund der höheren Versandmengenplanung und dem gesteigerten Margenniveau, von einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr im Beteiligungskreis Rasselstein aus. Die Prognose ist jedoch im Zusammenhang mit und in Folge des Ukraine-Krieges von extremer Unsicherheit geprägt. Die kriegerischen Aktivitäten in der Ukraine erschweren dabei den Blick nach vorne insbesondere hinsichtlich der Versorgung mit Energie und Einsatzstoffen.

Auf der Absatzseite für Elektroband deuten die aktuellen Gespräche mit den Kunden darauf, dass nicht mit einem Nachfrageeinbruch gerechnet werden muss. Kernaufgabe ist es, die unsichere Kosten- und Cash-Situation im Markt so zu platzieren, dass einerseits die eigene Wirtschaftlichkeit nicht belastet wird, dass andererseits jedoch die Kunden nicht vor unlösbare Probleme gestellt werden. Offene und transparente Kommunikation sind hier von entscheidender Bedeutung. Neue Verträge und Vereinbarungen werden eher kurzfristiger Natur sein.

Unter Berücksichtigung des Eigenergebnisses und der Erwartung einer unveränderten festen Ausgleichszahlung sowohl für den Beteiligungskreis Rasselstein als auch für den Beteiligungskreis Electrical Steel wird davon ausgegangen, dass das Jahresergebnis der Eisen- und Hüttenwerke AG für das Geschäftsjahr 2021/22 auf dem Niveau des Vorjahresergebnisses liegen wird.

Abschließend ist festzustellen, dass sich nach Schluss des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2021/22 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet haben; ferner ist darauf hinzuweisen, dass keine bestandsgefährdenden und liquiditätsbedingten Risiken bestehen.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Von der EHW AG im Berichtszeitraum getätigte Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen entsprachen nach Art und Umfang den im Anhang des Jahresabschlusses zum 30.09.2021 angegebenen Geschäften. Es wurden keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Andernach, den 5. Mai 2022 Eisen- und Hüttenwerke AG

Der Vorstand

Dr. Biele Giovanakis

Verkürzte Bilanz der Eisen- und Hüttenwerke AG
zum 31. März 2022

AKTIVA Anhang 30.09.2021 31.03.2022
Nr. T€ T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Sachanlagen 0 0
Finanzanlagen (1) 83.520 83.520
83.520 83.520
Umlaufvermögen
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände (2) 19.793 14.871
Flüssige Mittel 1 0
19.794 14.871
Rechnungsabgrenzungsposten 14 9
SUMME AKTIVA 103.328 98.400
PASSIVA
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (3) 45.056 45.056
Kapitalrücklage (3) 4.028 4.028
Gewinnrücklagen (4) 44.200 44.200
Bilanzgewinn (5) 7.357 129
100.641 93.413
Rückstellungen (6)
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.185 2.123
Sonstige Rückstellungen 479 356
2.664 2.479
Verbindlichkeiten (7) 23 2.508
SUMME PASSIVA 103.328 98.400

Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung der Eisen- und Hüttenwerke AG
1. Oktober 2021 bis 31. März 2022

Anhang 01.10.20 - 31.03.21 01.10.21 - 31.03.22
Nr. T€ T€
Umsatzerlöse (8) 72 72
Sonstige betriebliche Erträge (9) 0 15
Personalaufwand (10) 308 243
Abschreibungen auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) 324 144
Zinsergebnis (12) 75 112
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (13) 0 0
Ergebnis nach Steuern/Ergebnis des Berichtszeitraums -485 -188
Gewinnvortrag 16 317
Bilanzverlust/Bilanzgewinn -469 129

Kapitalflussrechnung der Eisen- und Hüttenwerke AG

01.10.20 - 31.03.21 01.10.21 - 31.03.22
T€ T€
Ergebnis des Berichtszeitraums -485 -188
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 0
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 27 -185
+/- Abnahme/Zunahme Sonstige Vermögensgegenstände 2 0
+/- Abnahme/Zunahme Forderungen gg. verb. Unternehmen die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 0 -849
+/- Abnahme/Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit 0 5
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten -22 2.486
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -100 -134
- Beteiligungserträge 0 0
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 0 0
-/+ Ertragsteuerzahlungen 0 0
= CF aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) -578 1.135
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen 0 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 0
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 2.901 0
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -2.366
+ Erhaltene Zinsen 100 134
+ Erhaltene Dividenden 8.137 8.137
= CF aus Investitionstätigkeit 11.138 5.905
- Gezahlte Dividende an Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens -9.291 -6.194
- Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -1.269 -846
= CF aus Finanzierungstätigkeit -10.560 -7.040
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 0 0
Finanzmittelfonds zu Beginn des Geschäftsjahres 1 1
Finanzmittelfonds zum Ende des Halbjahres 1 0

Der Finanzmittelfonds am Ende der Periode enthält den Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten und stimmt insofern mit der entsprechenden Position in der Bilanz überein. Die Cash Pool-Forderungen gegen die thyssenkrupp AG werden nicht in den Finanzmittelfonds einbezogen, sondern deren Veränderungen dem Cash Flow aus der Investitionstätigkeit zugeordnet.

Eigenkapitalspiegel der Eisen- und Hüttenwerke AG

Eigenkapital
Rücklagen
Gezeichnetes
Kapital
Kapital-
rücklage
Gewinnrücklagen Summe
T€ Stammaktien nach § 272
Abs. 2
Nr. 1-3 HGB
gesetzliche
Rücklage
andere
Gewinn-
rücklagen
Summe
Stand 30.09.2020 45.056 4.028 1.023 43.177 44.200 48.228
Ausschüttung/ Dividendenzahlung
Periodenergebnis
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Stand 31.03.2021 45.056 4.028 1.023 43.177 44.200 48.228
Stand 30.09.2021 45.056 4.028 1.023 43.177 44.200 48.228
Ausschüttung/ Dividendenzahlung
Periodenergebnis
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen
Stand 31.03.2022 45.056 4.028 1.023 43.177 44.200 48.228
Eigenkapital
Bilanzge-
winn/Bilanz-
verlust
Summe
Eigenkapital
T€
Stand 30.09.2020 10.576 103.860
Ausschüttung/ Dividendenzahlung -10.560 -10.560
Periodenergebnis -485 -485
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0
Stand 31.03.2021 -469 92.815
Stand 30.09.2021 7.357 100.641
Ausschüttung/ Dividendenzahlung -7.040 -7.040
Periodenergebnis -188 -188
Einstellung in/ Entnahme aus Rücklagen 0
Stand 31.03.2022 129 93.413

Verkürzter Anhang zum
Halbjahresfinanzbericht per
31. März 2022

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Halbjahresfinanzbericht der Eisen- und Hüttenwerke AG wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie des Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt.

Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB beibehalten.

Es wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Jahresabschluss 2020/21 angewandt. Zur weiteren Erläuterung der diesem Halbjahresabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird im Einzelnen auf den Anhang für das Geschäftsjahr 2020/21 verwiesen.

Der Anteilsbesitz ist gegenüber dem 30. September 2021 unverändert.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Erläuterungen zur Bilanz beziehen sich auf wesentliche Veränderungen der Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30. September 2021.

1) Finanzanlagen

Zum 1. Januar 2021 wurde eine Festgeldanlage bei der thyssenkrupp AG i.H.v. 10 Mio. € zu einem Zinssatz von 0,5 % p.a. getätigt.

Außerdem wurde mit der thyssenkrupp Steel Europe AG ab dem 1. April 2021 eine Festgeldanlage über 10 Mio. € zu einem Zinssatz von 2,165 % p.a. bis zum 31. März 2024 abgeschlossen.

2) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Als Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind die Ansprüche gegen die thyssenkrupp AG aus dem Konzernfinanzverkehr i.H.v. 14.022 T€ ausgewiesen. Eine weitere Forderung i.H.v. 849 T€ besteht gegenüber der thyssenkrupp Steel Europe AG aus einem Teil der Ausschüttung der Dividende.

Da die Ansprüche gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG aus Ausgleichszahlungen erst am Geschäftsjahresende entstehen, werden zum Halbjahr 31.03.2022 keine weiteren Forderungen gegen die thyssenkrupp Steel Europe AG hieraus bilanziert.

3) Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das Grundkapital der Eisen- und Hüttenwerke AG beträgt 45.056 T€; es ist eingeteilt in 17.600.000 Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von je 2,56 €. Die Kapitalrücklage beträgt 4.028 T€.

Die thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg, hält unverändert rd. 88 % des Grundkapitals.

4) Gewinnrücklagen

Die in den Gewinnrücklagen enthaltene gesetzliche Rücklage beträgt 1.023 T€. Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich insgesamt auf 43.177 T€.

5) Bilanzgewinn/Bilanzverlust

T€
Bilanzgewinn 30.09.2021 7.357
Ausschüttung -7.040
Verlust des Berichtszeitraums -188
Bilanzgewinn 31.03.2022 129

6) Rückstellungen

Im abgelaufenen Halbjahr wurden 48 T€ bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergebniswirksam zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen mit 187 T€ variable Vergütungsbestandteile in Form virtueller EHW-Aktien, die mit dem Marktwert angesetzt sind. Sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten, Personalkosten und Beratungskosten.

7) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten betreffen mit 848 T€ Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dieser Teilbetrag aus der Ausschüttung der Dividende wurde zum 31.03.2022 noch nicht von der thyssenkrupp Steel Europe AG beglichen.

Verbindlichkeiten gegenüber der thyssenkrupp Steel Europe AG sind mit 1.634 T€ wegen Kapitalertragsteuern aus der Ausschüttung der Dividende entstanden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 11 T€ Verbindlichkeiten aus Steuern, 1 T€ Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und 14 T€ übrige Verbindlichkeiten enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

8) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus Dienstleistungen.

9) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden.

10) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich aus Gehältern einschließlich Sozialabgaben i.H.v. 219 T€ sowie aus Aufwendungen für die Altersversorgung i. H. v. 24 T€ zusammen.

11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im Wesentlichen Beratungskosten, Verwaltungskosten, Kosten für die Hauptversammlung, Prüfung des Jahresabschlusses, Vergütungen an den Aufsichtsrat, Publizitätskosten sowie Beiträge und Gebühren.

12) Zinsergebnis

Der Zinsertrag resultiert mit 108 T€ aus Geldanlagen bei der thyssenkrupp Steel Europe AG und 25 T€ aus der Geldanlagen bei der thyssenkrupp AG.

Aus der Aufzinsung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sind Aufwendungen von 20 T€ (Vorjahr 25 T€) in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern werden in jeder Berichtsperiode auf der Grundlage der besten Schätzung des gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatzes erfasst, der für das Gesamtjahr erwartet wird. Dieser Steuersatz wird auf das Vorsteuerergebnis des Zwischenabschlusses angewendet.

Wegen des negativen Ergebnisses sind im Berichtszeitraum keine Steuern vom Einkommen und vom Ertrag angefallen.

14) Sonstige Angaben

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit nahestehenden Unternehmen und Personen wurden im Berichtszeitraum keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen abgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat

Zusammensetzung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Eisen- und Hüttenwerke AG:

Vorstand Aufsichtsrat
Dr. Peter Biele Vorsitzender des Vorstands,
Ressort Vertrieb, der
thyssenkrupp Rasselstein GmbH Georgios Giovanakis Vorsitzender des Vorstands,
Ressort Vertrieb, der thyssenkrupp
Electrical Steel GmbH
Bernhard Osburg - Vorsitzender - Vorsitzender des Vorstands,
Ressort Vertrieb und Innovation,
der thyssenkrupp Steel Europe AG Dr. Thomas Bscher - stellv. Vorsitzender - Geschäftsführender Gesellschafter der Thomas Bscher Grundstücksverwaltungs-
gesellschaft mbH & Co. KG Dr. Heike Denecke-Arnold Vorsitzende der Geschäftsführung,
Ressort Vertrieb, Technik und Qualität,
der thyssenkrupp Hohenlimburg GmbH
(bis 30. April 2022) Mitglied des Vorstands der
thyssenkrupp Steel Europe AG
(ab 1. Mai 2022) Carsten Evers Mitglied des Vorstands der
thyssenkrupp Steel Europe AG Dr. Marie Sophie Jaroni Leiterin des Centers of Decarbonization bei
der thyssenkrupp Steel Europe AG Andreas de Maiziére Selbstständiger Unternehmensberater

Andernach, den 5. Mai 2022 Eisen- und Hüttenwerke AG

Der Vorstand

Dr. Biele Giovanakis

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Eisen- und Hüttenwerke Aktiengesellschaft, Andernach

Wir haben den verkürzten Zwischenabschluss - bestehend aus verkürzter Bilanz, verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel sowie verkürztem Anhang - und den Zwischenlagebericht der Eisen- und Hüttenwerke Aktiengesellschaft, Andernach, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Zwischenabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und des Zwischenlageberichts nach den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zum verkürzten Zwischenabschluss und zum Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Zwischenabschlusses und des Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften oder dass der Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Düsseldorf, den 5. Mai 2022

Baker Tilly GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Düsseldorf

Stephan Martens Wirtschaftsprüfer Jonas Hagen Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Zwischenabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Andernach, den 5. Mai 2022 Eisen- und Hüttenwerke AG

Der Vorstand

Dr. Biele Giovanakis

Adresse: Eisen- und Hüttenwerke AG Koblenzer Straße 141 56626 Andernach

Telefon: 02632 309525

Fax: 02632 309526

Internet: ehw.ag; eisenhuetten.de

E-Mail: ehw@ehw.ag

ISIN: DE0005658009