![]() ElringKlinger AGDettingen/ErmsBericht über das 1. Quartal 2017KENNZAHLENscroll
puremobilityDer Klimawandel und die daraus hervorgegangene Emissionsgesetzgebung sind wesentliche Treiber für den technologischen Fortschritt in der Automobilbranche. Infolgedessen verstärken die Hersteller ihre Anstrengungen, um den Flottenanteil mit alternativen Antrieben in absehbarer Zeit zu erhöhen. Denn nur mithilfe von effizienteren Verbrennungsmotoren oder alternativen Antriebstechnologien können die immer strikteren CO2 -Grenzwerte eingehalten werden. ElringKlinger hat bereits frühzeitig die Weichen für die Mobilität der Zukunft gestellt. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet das Unternehmen gezielt an Zukunftsthemen wie Batterietechnik, Brennstoffzellentechnologie oder Leichtbau. ElringKlinger bietet innovative Lösungen für sämtliche Antriebsarten an und gestaltet mit seinem breiten Produktportfolio den Weg in die Mobilität von morgen aktiv mit. ![]() MOTOR
KONJUNKTURELLE ENTWICKLUNG UND BRANCHENUMFELDDie Weltkonjunktur zeigte sich im ersten Quartal 2017 trotz vieler Unsicherheitsfaktoren
in einer robusten Verfassung. Im Euroraum profitierte die Wirtschaft weiter von einem vergleichsweise schwachen
Euro und günstigen Ölpreisen. Die Dynamik blieb allerdings angesichts vorhandener
Probleme innerhalb der Währungsunion, wie beispielsweise der hohen und nur langsam
zurückgehenden Arbeitslosigkeit sowie hohen Schuldenlasten einiger Mitgliedsländer,
begrenzt. Für die deutsche Wirtschaft lieferten sowohl die unverändert lockere Geldpolitik
der Europäischen Zentralbank als auch die leichte Verbesserung des weltwirtschaftlichen
Umfelds positive Impulse. Haupttreiber des Aufschwungs in Deutschland war der private
Konsum, der unter anderem hohe Bautätigkeiten umfasste. Auch die US-Konjunktur lief hauptsächlich dank ihrer starken Binnennachfrage gut.
Die Wirtschaft ist nahezu vollbeschäftigt. Im Zuge der tendenziell steigenden Inflation
hob die US-Notenbank die Zinsen im März erwartungsgemäß leicht an. Die Talfahrt in
Brasilien verlangsamte sich. Positiv wirkten der Rückgang der Inflationsrate und die
folglich höhere Kaufkraft der Konsumenten. Unterstützt durch Maßnahmen der Regierung stabilisierte sich die chinesische Wirtschaft
auf hohem Niveau und fungierte weiter als wichtige Stütze für Asien und die Weltwirtschaft.
In Indien hatte die im November 2016 durchgeführte Bargeldreform zunächst Turbulenzen
ausgelöst - dennoch wies die Konjunktur im ersten Quartal 2017 erneut ein recht solides
Wachstum auf. In Japan verbesserte sich die wirtschaftliche Lage leicht, was vor allem
auf ein Plus im Exportgeschäft zurückzuführen ist. Automärkte mit gutem JahresauftaktRecht positiv fiel die Bilanz der globalen Automärkte für das erste Quartal 2017 aus.
Mit Westeuropa, China, Indien und auch wieder Japan verzeichneten wesentliche Märkte
deutliche Zuwächse. Zum Teil begünstigten Kalendereffekte (mehr Arbeitstage als im
Vorjahresvergleichszeitraum) diese Entwicklung. Der US-Markt kühlte nach dem Rekordjahr
2016 wenig überraschend etwas ab. Die westeuropäische Autokonjunktur wartete mit erfreulichen Zuwächsen auf. Alle Top-5-Märkte
lagen deutlich im Plus - angeführt von Italien und Spanien, die 11,9 % bzw. 7,9 %
mehr neu zugelassene Pkw meldeten. Großbritannien zeigte mit einem Anstieg von 6.2%
ein unerwartet hohes Niveau. Während der Neuwagenabsatz in Deutschland um 6,7 % zulegte,
stieg die Inlandsproduktion um 2,9 % auf 1,5 Mio. Pkw. Die Exporte aus Deutschland
erhöhten sich um 4.3% auf knapp 1,2 Mio. Pkw. WACHSTUM BRUTTOINLANDSPRODUKTscroll
Quelle: HSBC, IWF (April 2017) PKW-NEUZULASSUNGEN 1.QUARTAL 2017Veränderung zum Vorjahr (in %)![]() Quelle: VDA (April 2017) Der US-Markt für Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) konnte nicht mehr
an die hohen Verkaufszahlen des Vorjahresvergleichsquartals anknüpfen. Die leicht
rückläufige Entwicklung wurde zudem von verstärkten Rabattaktionen der Händler begleitet.
Das Minus entfiel dabei auf den reinen Pkw-Sektor, während das Segment der leichten
Nutzfahrzeuge und Geländefahrzeuge weiter zulegte. Für deutsche Hersteller entwickelte
sich das US-amerikanische Geschäft erfreulich. Sie konnten ihre Verkäufe dort um gut
5 % steigern. Der weltweit größte Einzelmarkt China wuchs im ersten Quartal 2017 auf ein Volumen
von 5,8 Mio. Pkw. Im vergangenen Jahr hatte der Markt noch von Steuererleichterungen
für kleinere Pkw profitiert, die zum Jahresende 2016 teilweise zurückgenommen wurden.
Die Expansion des indischen Pkw-Markts lag im zweistelligen Bereich und führte zu
einem Marktvolumen von 0,8 Mio. abgesetzten Fahrzeugen. Die Autonachfrage in Japan
bewegte sich in den ersten drei Monaten 2017 durchwegs in positivem Terrain. Brasilien überraschte im März mit Zuwächsen, schloss das Quartal aber noch im Minus.
In Russland fiel die Quartalsbilanz erstmals seit vier Jahren wieder positiv aus. Nutzfahrzeugmärkte uneinheitlichDie großen Nutzfahrzeugmärkte entwickelten sich wie auch schon 2016 uneinheitlich.
Die wichtigen westeuropäischen Märkte expandierten weiter, wenngleich mit unterschiedlichem
Tempo. Insgesamt war dabei eine nachlassende Dynamik zu verzeichnen. Während Italien
in den ersten drei Monaten 2017 teilweise bis zu zweistellige Zuwächse beim Absatz
von mittelschweren (> 3,5 t) und schweren (> 16 t) Nutzfahrzeugen verzeichnete, fiel
das Plus in Westeuropa insgesamt mit 6,2 % etwas moderater aus. Das für Deutschland
bedeutende Segment der Lastkraftwagen über 6 t wuchs im ersten Quartal 2017 um 4,4
% auf rund 21.600 (20.700) Neuzulassungen. Die seit 2016 bestehende Schwäche des nordamerikanischen Truckmarkts hielt auch im
ersten Quartal 2017 an und resultierte in einem Minus von 14,2 % bei den mittelschweren
und schweren Lkw (Class 4 bis 8). Insgesamt wurden 111.800 (130.300) neue Lkw geordert.
Besonders stark traf der Rückgang die schweren Lkw (Class 8), von denen 28,7 % weniger
als im Vorjahresvergleichszeitraum bzw. 51.900 Fahrzeuge abgesetzt wurden. WESENTLICHE EREIGNISSEVerschmelzung zweier TochtergesellschaftenMit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde die ElringKlinger North America, Inc. mit Sitz
in Plymouth, USA, auf die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit Sitz in
Southfield, USA, verschmolzen. Anteilserwerb an HoferMit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer
AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0
% der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls
mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter
Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb
profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft vor allem bei der Entwicklung
und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien. Wechsel an der Spitze des AufsichtsratsIn der Aufsichtsratssitzung vom 24. März 2017 hat der Aufsichtsratsvorsitzende Walter
H. Lechler das Gremium darüber informiert, dass er sein Amt mit Ablauf der ordentlichen
Hauptversammlung am 16. Mai 2017 niederlegen und aus dem Aufsichtsrat der ElringKlinger
AG ausscheiden wird. Herr Lechler nimmt seit dem 16. Mai 2012 den Aufsichtsratsvorsitz
ein. Nach insgesamt 45 Jahren in führenden Rollen der ElringKlinger AG und ihrer Vorgängerunternehmen
folgt er dem in der Hauptaktionärsfamilie gelebten Prinzip, ab der Altersgrenze von
75 Jahren keine tragenden Ämter mehr auszuüben. Als Nachfolger für den Vorsitz wurde Klaus Eberhardt nominiert, der bereits seit Mai
2013 dem Aufsichtsrat der ElringKlinger AG angehört. Die Wahl findet in der Aufsichtsratssitzung
im Anschluss an die kommende Hauptversammlung statt. Für den frei werdenden Sitz im
Aufsichtsrat schlägt das Gremium der Hauptversammlung Andreas Wilhelm Kraut, Vorsitzender
der Geschäftsführung des Waagenherstellers Bizerba SE & Co. KG mit Sitz in Balingen,
Deutschland, vor. Frühzeitige Verlängerung der VorstandsverträgeDer Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 24. März 2017 beschlossen, die Anfang 2018
auslaufenden Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Stefan Wolf und Theo Becker um fünf
Jahre bis zum 31. Januar 2023 zu verlängern. Damit sichert das Gremium dem Unternehmen
frühzeitig Kontinuität in seiner Leitung. Herr Dr. Wolf gehört dem Vorstand seit Januar
2005 an und ist seit März 2006 dessen Vorsitzender. Herr Becker wurde im Januar 2006
zum Vorstand für Produktion berufen. UMSATZ- UND ERTRAGSENTWICKLUNGStarke Umsatzentwicklung durch mehrere ProduktneuanläufeElringKlinger startete mit einem kräftigen Umsatzplus in das Geschäftsjahr 2017. Rückenwind
erhielt der Konzern im Berichtsquartal aus der positiven Entwicklung der weltweiten
Automobilmärkte sowie einer im Vorjahresquartalsvergleich höheren Anzahl an Arbeitstagen.
Zudem profitierte ElringKlinger in den ersten drei Monaten 2017 von Produktneuanläufen. Insgesamt stieg der Umsatz um 12,5 % auf 433,3 (385,2) Mio. Euro. Enthielt das erste
Quartal 2016 noch negative Währungseffekte in Höhe von 11,7 Mio. Euro, wirkten sich
die Währungen im Berichtsquartal mit + 2,9 Mio. Euro bzw. 0,8 % nunmehr positiv auf
den Umsatz aus. Aus den 2016 übernommenen Anteilen der Hug Engineering B.V. (vormals:
COdiNOx Beheer B.V.), Enschede, Niederlande, der Maier Formenbau GmbH, Bissingen/Teck,
Deutschland, sowie der im Februar 2017 erstmaligen Einbeziehung der hofer powertrain
products GmbH, Nürtingen, Deutschland, kamen im ersten Quartal 2017 Umsätze in Höhe
von 3,3 Mio. Euro bzw. 0,9 % hinzu. Ohne die Betrachtung von Wechselkurs- und Konsolidierungseffekten
legte ElringKlinger in den ersten drei Monaten 2017 um 10,9 % zu. Damit führte ElringKlinger
seinen globalen Expansionskurs fort und wuchs im Berichtsquartal weitaus stärker als
die globale Automobilproduktion, die um gut 3 % anstieg. KONZERNUMSATZ 1. QUARTALin Mio. €![]() Umsatzwachstum in allen wichtigen RegionenDie Region Asien-Pazifik entwickelte sich nach einem sehr guten Schlussquartal 2016
erneut stark. Die höheren Produktionskapazitäten durch das neue Werk in Suzhou, das
im zweiten Quartal 2016 eröffnet wurde, sowie die gute Nachfrage nach Polymer-Hybridbauteilen
trugen ebenfalls einen Teil zum Wachstum in Höhe von insgesamt 16,1 % auf 79,2 (68,2)
Mio. Euro bei. Der Anteil der Region Asien-Pazifik am Konzernumsatz erhöhte sich im
Berichtsquartal entsprechend auf 18,3 % (17,7 %). Nach schwächeren Vorquartalen entwickelten sich die Umsätze in der Region NAFTA für
ElringKlinger positiv. Mit einem Zuwachs von 14,5 % auf 85,1 (74,3) Mio. Euro repräsentierte
die NAFTA-Region im Berichtsquartal 19,6 % (19,2 %) der Konzernerlöse. Mehrere Produktneuanläufe
in den USA und in Mexiko führten in Verbindung mit höheren Werkzeugerlösen dazu, dass
der Konzern die Umsätze trotz der rückläufigen Entwicklung des US-Automobilmarktes
deutlich ausweiten konnte. Die Region Südamerika und Übrige zeigte zu Jahresbeginn 2017 eine starke Entwicklung
und steigerte den Umsatz um 38,8 % auf 19,3 (13,9) Mio. Euro. Entsprechend erhöhte
sich der Anteil am Konzernumsatz von 3,6 % auf 4,5 %. Auch währungsbereinigt nahm
der Umsatz um 2,9 Mio. Euro zu. Der starke Jahresauftakt resultierte überwiegend aus
höheren Werkzeugumsätzen, einem starken Ersatzteilgeschäft in Brasilien sowie Umsatzzuwächsen
in der südafrikanischen Tochtergesellschaft. Der größte Absatzmarkt für ElringKlinger ist nach wie vor die Region Übriges Europa
(ohne Deutschland). Sie trug im Berichtsquartal 32,0 % (33,1 %) zum Umsatz bei, konnte
um 9,0 % auf 138,8 (127,3) Mio. Euro zulegen und folgte damit der allgemein positiven
Entwicklung des Automobilmarktes. Aus demselben Grund stiegen auch in Deutschland
die Erlöse im ersten Quartal 2017 um 9,2 % auf 110,8 (101,5) Mio. Euro, sodass der
Inlandsanteil am Konzernumsatz nunmehr 25,6 % (26,4 %) betrug. Darin spiegelt sich
die starke internationale Ausrichtung des ElringKlinger-Konzerns wider, der im Berichtsquartal
auf vielen ausländischen Märkten überproportional zulegen konnte. KONZERNUMSATZ NACH REGIONEN 1. QUARTAL 2017(Vorjahr) in %![]() Der Auslandsanteil am Konzernumsatz des ElringKlinger-Konzerns stieg auf 74,4 % (73,6
%). Erstausrüstung mit deutlichem ErgebniszuwachsUmsatzstark entwickelten sich im Berichtsquartal nahezu alle Geschäftsbereiche innerhalb
des Segments Erstausrüstung. Lediglich das projektgetriebene Geschäft im Bereich Abgasnachbehandlung
konnte erwartungsgemäß nicht an die positive Umsatzentwicklung des Schlussquartals
2016 anknüpfen. Insgesamt erzielte das Segment im ersten Quartal 2017 ein Umsatzplus
von 13,8 % auf 359,9 (316,3) Mio. Euro. Wie auch in den Vorquartalen waren die größten
Umsatzsteigerungen in den wachstumsstarken Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik
sowie Abschirmtechnik zu verzeichnen. Der Geschäftsbereich Abschirmtechnik, der 2015 und 2016 durch Kapazitätsengpässe an
seinem Schweizer Standort hohe Kosten verursachte, konnte im ersten Quartal 2017 Fortschritte
erzielen. So wurden weitere Maschinen und Anlagen von der betroffenen Schweizer Produktionsstätte
an das 2016 eingerichtete ungarische Werk verlagert. Auch zu Jahresbeginn arbeitete
die Tochtergesellschaft auf einem sehr hohen Fixkostenniveau. Entsprechend dem Fortschritt
der Maschinenverlagerungen konnten bereits Kosten reduziert werden, sodass der Geschäftsbereich
im ersten Quartal 2017 ein leicht positives Ergebnis erreichte. ElringKlinger rechnet
damit, dass die konsequente Umsetzung der Kostenoptimierungsmaßnahmen in den nächsten
drei Jahren zu einer signifikanten Reduzierung des operativen Fixkostenniveaus führen
wird, sodass die Profitabilität des Geschäftsbereichs schrittweise auf Konzernniveau
angehoben werden kann. Der Geschäftsbereich E-Mobility beinhaltet fortan die seit Februar im ElringKlinger-Konzern
vollkonsolidierte hofer powertrain products GmbH. Auch dadurch konnte der Umsatz im
Geschäftsbereich E-Mobility von 2,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 4,0 Mio. Euro im Berichtsquartal
gesteigert werden. Dennoch blieb im ersten Quartal 2017 aufgrund der anhaltenden Nachfrageschwäche
nach batteriebetriebenen Fahrzeugen ein Verlust (EBIT) in Höhe von 1,4 (- 1,8) Mio.
Euro stehen. Der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung, der Abgasreinigungssysteme für Industrieanwendungen
und Schiffe anbietet, ist im Vergleich zum traditionellen ElringKlinger Seriengeschäft
für die Automobilbranche stärkeren konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt. Daher
konnte der Geschäftsbereich mit einem Umsatz von 11,5 (12,9) Mio. Euro das Vorjahresquartal
nicht erreichen und keinen positiven Ergebnisbeitrag zum Konzern-EBIT beisteuern. In Summe legte das EBIT im Segment Erstausrüstung um 4,8 Mio. Euro auf 25,1 (20,3)
Mio. Euro zu. KONZERNUMSATZ NACH SEGMENTEN 1.QUARTAL 2017(Vorjahr) in %![]() Ersatzteilgeschäft auf gutem VorjahresniveauDas Segment Ersatzteile konnte in den ersten drei Monaten 2017 mit Umsatzerlösen von
40,2 (39,3) Mio. Euro den starken Vorjahreswert leicht übertreffen. In diesem Segment
verkauft ElringKlinger sein Ersatzteilsortiment, das im Wesentlichen Zylinderkopfdichtungen
sowie vollständige Dichtungssätze umfasst. Zu den wachstumsstarken Regionen zählten im ersten Quartal 2017 vor allem der osteuropäische
Markt sowie die NAFTA-Region. Der deutsche Ersatzteilmarkt sowie das Geschäft im übrigen
Europa entwickelten sich robust und erreichten größtenteils das gute Vorjahresniveau,
wohingegen im Nahen Osten und in Afrika anhaltende geopolitische Spannungen vermehrt
zur Kaufzurückhaltung führten. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) erreichte von Januar bis März
2017 mit 7,7 (7,8) Mio. Euro nahezu das Vorjahresniveau. Kunststofftechnik auf WachstumskursDie Verarbeitung des Hochleistungskunststoffes PTFE (Polytetrafluorethylen) und die
entsprechende Applikationstechnologie gehören zu den Kernbereichen des Segments Kunststofftechnik.
Neben der Fahrzeugindustrie beliefert das Segment zu einem Großteil auch Branchen
wie die Medizintechnik, den Maschinenbau und die Chemie- und Anlagentechnik. Das Segment Kunststofftechnik steigerte im ersten Quartal 2017 den Umsatz um 12,6
% auf 29,5 (26,2) Mio. Euro. Die starke Zunahme basiert sowohl auf der guten Entwicklung
des globalen Automobilmarktes als auch auf einem starken Jahresstart des Maschinenbausektors.
Des Weiteren nahm der Umsatz für Produkte im Bereich Energie und Kraftwerke deutlich
zu. Die gute Umsatzentwicklung spiegelt sich auch im Ergebnis wider: In Summe erreichte
das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 4,3 (2,1) Mio. Euro. Die EBIT-Marge
verbesserte sich somit von 8,0 % im ersten Quartal 2016 auf 14,6 % im Berichtsquartal
2017. Im Vergleich zum Vorjahresvergleichsquartal, das unter anderem von Zusatzkosten
für den Umzug in einen Neubau belastet war, enthielt das erste Quartal 2017 zudem
positive Effekte aus Personalkosten, die unterproportional zum Umsatz angestiegen
sind. Gewerbeparks mit geringem VerlustbeitragIn den ersten drei Monaten 2017 betrugen die Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung
der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, und Kecskemet, Ungarn, 1,0 (0,9) Mio. Euro.
Sanierungsmaßnahmen, die in Idstein durchgeführt werden, führten im Berichtsquartal
zu einem Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von minus 0,1 (- 0,1)
Mio. Euro. Engineering-Dienstleistungen über VorjahresniveauDie Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, Deutschland, die KOCHWERK Catering
GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie die ElringKlinger Logis-tic Service GmbH,
Rottenburg/Neckar, Deutschland, sind im Segment Dienstleistungen enthalten. In den
ersten drei Monaten 2017 generierten die Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 2,7
(2,5) Mio. Euro. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte 0,7 (0,6) Mio.
Euro. Personal leicht ausgeweitetDie Mitarbeiterzahl stieg im Konzern zwischen Januar und März 2017 von 8.591 auf 8.738
Mitarbeiter an. Das entspricht einem Zuwachs von 1,7 % bzw. 147 Personen. ElringKlinger
erweiterte im Berichtsquartal sowohl im Inland als auch an den Standorten außerhalb
Deutschlands seinen Personalbestand. Den größten absoluten Zuwachs verzeichnete ElringKlinger
in der NAFTA-Region, wo aufgrund der guten Auftragslage vor allem am mexikanischen
Standort weiteres Personal aufgebaut wurde. Entsprechend dem Fortschritt der Maschinenverlagerung
aus der Schweiz nach Ungarn passte der Konzern die Personalstärken an beiden Standorten
an. Im Vergleich zum 31. Dezember 2016 sank der Anteil der in Deutschland beschäftigten
Mitarbeiter nur leicht auf 41,3 % (41,4 %); der Auslandsanteil stieg demzufolge auf
58,7 % (58,6 %) an. Bruttomarge bleibt bei 25 %In den ersten drei Monaten 2017 nahm das Bruttoergebnis vom Umsatz um 12,3 % auf 109,5
(97,5) Mio. Euro zu. Wie auch im Vorjahresvergleichsquartal ist in den Umsatzkosten
des ersten Quartals 2017 die für das Geschäftsjahr 2016 beschlossene Mitarbeiterbeteiligung
für die Beschäftigten der ElringKlinger AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH
und der Elring Klinger Motortechnik GmbH von 5,2 (5,7) Mio. Euro, die hauptsächlich
auf die Umsatzkosten entfallen, enthalten. Die Zahlung von 1.450 (1.600) Euro je Mitarbeiter
wurde im Berichtsquartal in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten aufwandswirksam
erfasst und wird im zweiten Quartal 2017 zur Auszahlung kommen. Die Umsatzkosten erhöhten
sich im Berichtsquartal um 12,6 % auf 323,9 (287,7) Mio. Euro. Die entscheidenden
Größen sind darin die Material- und Personalaufwendungen. Neben einer höheren Anzahl
an Mitarbeitern schlagen sich im ersten Quartal 2017 Materialpreissteigerungen nieder.
Ursächlich sind die anziehenden Legierungszuschläge für Edelstähle sowie steigende
Preise auf dem Stahlmarkt, die aus einer globalen Angebotsverknappung resultieren.
Die im Berichtsquartal fortgeführten Maßnahmen zur Optimierung der Kostenstruktur
an einem Schweizer Produktionsstandort wirkten noch nicht in vollem Umfang, da strategisch
wichtige Kapazitätsverlagerungen in das ungarische Werk noch nicht abgeschlossen wurden.
Im Wesentlichen führten die genannten Gründe dazu, dass die Bruttomarge mit 25,3 %
(25,3 %) auf dem Niveau des Vorjahres blieb. Forschungs- und Entwicklungskosten leicht gestiegenElringKlinger wendete im ersten Quartal 2017 19,5 (17,3) Mio. Euro für Forschung und
Entwicklung auf. Im gleichen Zeitraum wurden 0,5 (1,1) Mio. Euro aktiviert. Die F&E-Quote
unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kosten liegt mit 4,6 % (4,8 %) aufgrund
des starken Umsatzanstiegs leicht unter Vorjahresniveau. ElringKlinger nutzt für die aktuell laufenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte
Fördermittel der öffentlichen Hand. Im ersten Quartal erhielt der Konzern Mittel in
Höhe von 1,5 (1,5) Mio. Euro, die zu einem großen Teil für die wichtigen Forschungsfelder
der Brennstoffzellen- und Batterietechnologie eingesetzt werden. Allen Fördermitteln
standen projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den Musterbau in entsprechender
Höhe gegenüber. Zwischen Januar und März 2017 erhöhten sich die Vertriebsaufwendungen auf 33,0 (28,0)
Mio. Euro. Neben dem allgemein stärkeren Geschäftsvolumen begründet sich der Anstieg
auch in einem höheren Personalaufwand. EBIT* 1. QUARTAL 2017in Mio. €![]() EBITDA verbessert sich um 18 %Das kräftige Umsatzwachstum im Berichtsquartal wirkte sich im Konzern positiv auf
die Ergebnisentwicklung aus. Insgesamt steigerte ElringKlinger das Ergebnis vor Zinsen,
Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 17,7 % von 53,2 auf 62,6 Mio. Euro. Dabei beliefen
sich die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte auf 24,7 (22,4)
Mio. Euro. Wie auch im Vorjahresvergleichsquartal fielen 1,2 (1,2) Mio. Euro Abschreibungen
aus der Kaufpreisallokation an. Darin enthalten ist unter anderem neben der HUG Engineering
B.V. und der Maier Formen GmbH auch erstmalig die seit Februar 2017 im ElringKlinger-Konzern
vollkonsolidierte hofer powertrain products GmbH. In den ersten drei Monaten 2017 lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit
37,9 (30,8) Mio. Euro um 7,1 Mio. Euro über dem Vorjahresvergleichsquartal. Das operative
Ergebnis des Konzerns vor Kaufpreisallokation betrug 39,1 (32,0) Mio. Euro. Im Verhältnis
zum Umsatz verbesserte sich die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation zwischen Januar
und März 2017 um 0,7 Prozentpunkte auf 9,0 %%, nach 8,3 %o im ersten Quartal 2016. Währungsgewinne verbessern FinanzergebnisGestiegene Währungsgewinne in Höhe von 5,2 (2,8) Mio. Euro in Verbindung mit leicht
geringeren Währungsverlusten führten in Summe dazu, dass sich das Währungsergebnis
im Vergleich zum Vorjahresquartal um 3,0 Mio. Euro auf - 0,4 (- 3,4) Mio. Euro erhöhte.
Das Zinsergebnis lag mit minus 3,0 (- 2,9) Mio. Euro nah am Vorjahresvergleichswert,
weshalb sich das Finanzergebnis im ersten Quartal 2017 um 2,9 Mio. Euro auf minus
3,4 (- 6,3) Mio. Euro verbessern konnte. Das Ergebnis vor Ertragsteuern stieg entsprechend um 10,1 Mio. Euro auf 34,5 (24,4)
Mio. Euro an. Eine Auflösung von Steuerrückstellungen führte zu einer leicht unterhalb
des üblichen Konzernniveaus liegenden Konzernsteuerquote in Höhe von 24,7 % (26,6%).
Die Ertragsteueraufwendungen beliefen sich auf 8,5 (6,5) Mio. Euro. Periodenergebnis auf 26 Mio. Euro verbessertAbzüglich der Steueraufwendungen erzielte der ElringKlinger-Konzern ein Periodenergebnis
von 26,0 (17,9) Mio. Euro. Die Minderheitenanteile nahmen im ersten Quartal 2017 mit 0,9 (0,7) Mio. Euro leicht
zu. Abzüglich dieser Anteile belief sich der den Aktionären der ElringKlinger AG zustehende
Ergebnisanteil auf 25,1 (17,2) Mio. Euro. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 31. März 2017 unverändert
63.359.990 Stück, woraus sich im ersten Quartal 2017 ein Ergebnis je Aktie in Höhe
von 0,40 (0,27) Euro errechnet. ERGEBNISANTEIL DER AKTIONÄREDER ELRINGKLINGER AG 1. QUARTAL 2017in Mio. €![]() VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDie Vermögens- und Finanzlage der ElringKlinger AG präsentierte sich zum 31. März
2017 weiterhin solide. Die Konzernbilanz wies eine Eigenkapitalquote von 46,3 % (47,8
%) auf. Aus betrieblicher Tätigkeit generierte ElringKlinger einen Cashflow in Höhe
von 19,8 (39,5) Mio. Euro. Hohe Geschäftstätigkeit und Unternehmenszukauf lassen Vermögenswerte steigenVerglichen mit dem Stand am 31. Dezember 2016 erhöhte sich die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns
um 5,7 % bzw. 107,5 Mio. Euro auf 1.985,7 Mio. Euro. Diese Entwicklung lässt sich
im Wesentlichen auf drei Faktoren zurückführen: zum einen die vorübergehend erhöhte
Investitionstätigkeit des Konzerns, die sich in der Ausweitung der Sachanlagen widerspiegelt,
zum anderen der im ersten Quartal 2017 vollzogene Unternehmenserwerb (hofer) und zum
dritten der aufgrund des vergleichsweise hohen Konzernumsatzes erhöhte Forderungsbestand. Die Sachanlagen wuchsen zum 31. März 2017 verglichen mit dem Stand am Jahresende 2016
um 10,5 Mio. Euro auf 927,8 Mio. Euro. Dieser Anstieg, und auch die Zunahme im Vergleich
zum Ende des Vorjahresquartals (31.03.2016: 835,0 Mio. Euro) spiegelt die seit 2015
leicht erhöhte, für das Unternehmenswachstum erforderliche Investitionstätigkeit des
Konzerns wider. Der Unternehmenszukauf im ersten Quartal 2017 beinhaltet den Erwerb von 27,0 % der
Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, sowie 53,0 % der Anteile an deren
Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, (vgl.
Anhang, Seite 30). Die Anteile an der hofer AG wurden zum 1. März 2017 als at-equity
bewertete Beteiligung im langfristigen Konzernvermögen erfasst. Zum Quartalsende beliefen
sie sich auf 28,8 Mio. Euro. Die hofer powertrain products GmbH wurde zum Übernahmezeitpunkt
am 6. Februar 2017 in der Konzernbilanz voll konsolidiert. Die Einbeziehung der hofer
powertrain products GmbH verlängerte die Konzernbilanz unwesentlich um insgesamt 5,5
Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen auf 776,9 (31.12.2016: 710,3) Mio. Euro,
was hauptsächlich auf die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
- in geringerem Maße - der Vorräte zurückzuführen ist. Diese Entwicklung steht in
direktem Zusammenhang mit dem hohen Konzernumsatz des ersten Quartals: Da vor allem
im März vergleichsweise viele Auslieferungen an Kunden erfolgten, nahmen die Forderungsbestände
entsprechend zu. Vom Anstieg der Vorräte um 14,9 Mio. Euro entfielen 8,5 Mio. Euro
auf Werkzeuge, die bis zur Weiterveräußerung an den Kunden hier verbucht werden. Bevorstehende
Produktneuanläufe gehen üblicherweise mit einem höheren Werkzeugbestand einher. Verglichen
mit dem Umsatzanstieg im ersten Quartal 2017 von 12,5 %, weitete sich das Working
Capital leicht unterproportional um 10,6 % auf 684,7 (31.03.2016: 619,0) Mio. Euro
aus. Eigenkapitalquote von 46 % innerhalb ZielkorridorDas Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns belief sich zum 31. März 2017 auf 919,1
(31.03.2016: 864,1) Mio. Euro und entsprach 46,3 % (47,8 %) der Bilanzsumme. Es liegt
damit weiterhin innerhalb des vom Management angestrebten Zielkorridors von 40 bis
50 %. Der Anstieg der Gewinnrücklagen um 25,1 Mio. Euro gegenüber dem Jahresende 2016 resultierte
aus der Einstellung des Periodenergebnisses (Anteil der Aktionäre der ElringKlinger
AG) des ersten Quartals 2017. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital erhöhten sich gegenüber dem Stand
am 31. Dezember 2016 um 3,1 Mio. Euro. Neben der Ergebnisentwicklung trug hierzu die
bereits beschriebene Vollkonsolidierung der hofer powertrain products GmbH mit einem
Zugang in Höhe von 2,2 Mio. Euro bei. Bei den Rückstellungen einschließlich der Pensionsrückstellungen ergaben sich im Vergleich
zum Jahresende 2016 keine nennenswerten Veränderungen. Nettoverschuldung reflektiert Wachstum und UnternehmenserwerbDie lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Stand
am 31. Dezember 2016 um 46,1 Mio. Euro auf 624,3 Mio. Euro, wovon der größere Teil
des Anstiegs (39,2 Mio. Euro) auf die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entfiel.
Diese Veränderung beinhaltet unter anderem die Finanzierung des Kaufpreises der beschriebenen
hofer-Akquisition. Die Nettoverschuldung des Konzerns (kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten
abzüglich Zahlungsmittel) stieg in der Folge um 42,3 Mio. Euro auf 581,1 (31.12.2016:
538,8) Mio. Euro an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 111,9 Mio. Euro nur
unwesentlich über dem Stand am 31. Dezember 2016 (103,2 Mio. Euro). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten dotierten mit 110,7 Mio. Euro zum 31.
März 2017 um 14,2 Mio. Euro höher als noch zum Jahresultimo 2016. Im ersten Quartal
des Geschäftsjahres ist hier aufgrund von saisonalen Effekten ein vergleichsweise
höherer Anstieg üblich. Beispielsweise wurde die im März 2017 vom Aufsichtsrat beschlossene
Mitarbeiterbeteiligung für den Erfolg des vergangenen Geschäftsjahres erfasst, die
im zweiten Quartal zur Auszahlung kommen wird. Sie betrug 5,2 (5,7) Mio. Euro. Cashflow durch gestiegenes Working Capital geprägtAus betrieblicher Tätigkeit generierte der ElringKlinger-Konzern in den ersten drei
Monaten 2017 einen Cash-flow von 19,8 (39,5) Mio. Euro. Für die Verringerung gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode war ausschlaggebend,
dass sich das Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen)
infolge des umsatzstarken ersten Quartals deutlich ausweitete. Gleichzeitig stiegen
die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auch aufgrund der Ausnutzung
von Skonti nur unwesentlich, sodass sich aus der Veränderung des Net Working Capital
(Working Capital abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) ein deutlicher
Mittelabfluss ergab. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass durch das hohe Abrechnungsvolumen
im März 2017 die Forderungsbestände zum Berichtsstichtag anstiegen, der Mittelzufluss
aus der erhöhten Geschäftstätigkeit aber erst zeitversetzt realisiert wird. CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 1. QUARTAL 2 017in Mio. €![]() Die beschriebene Entwicklung kommt in der Konzernkapitalflussrechnung in den beiden
Zeilen zum Ausdruck, die die Veränderung der Vorräte, Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Investitions-
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, umfassen. Saldiert ergab sich dadurch
ein Mittelabfluss von 33,1 Mio. Euro, verglichen mit einem Mittelabfluss von 6,6 Mio.
Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Die Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte, die gegenüber den ersten drei
Monaten des Vorjahres um 2,3 Mio. Euro auf 24,7 (22,4) Mio. Euro angestiegen sind,
wirkten in der Kapitalflussrechnung entsprechend erhöhend. Die "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge" beinhalten im Wesentlichen
die Bereinigung von Währungseffekten. In der Vorjahresperiode hatte diese Position
einen erhöhenden Effekt auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit des ersten Quartals
von 6,3 Mio. Euro, während in der aktuellen Berichtsperiode ein leichtes Minus von
0,3 Mio. Euro zu Buche schlug. Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen rückläufigDie Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf 29,6 (37,5) Mio. Euro und lagen
damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert. Hierbei kommt zum Ausdruck, dass
die seit 2015 erhöhte Investitionstätigkeit ab dem laufenden Geschäftsjahr plangemäß
leicht zurückgeführt wird. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien in % des Konzernumsatzes) lag im ersten Quartal 2017 bei rund 7 % (9,7
%). Der weit größte Anteil der Ausgaben entfiel erneut auf Erweiterungsmaßnahmen für den
Aufbau von Kapazitäten und die Installation von Produktionsanlagen für Neuanläufe.
Regional betrachtet lagen die Schwerpunkte bei den nordamerikanischen Produktionsgesellschaften,
des Weiteren in Ungarn sowie am Hauptstandort Dettingen/Erms. In China konnten die
Ausgaben auf vergleichsweise kleinere Projekte und Rationalisierungsmaßnahmen beschränkt
werden, nachdem hier in den Vorjahren hochmoderne Werke errichtet wurden. Am Hauptstandort Dettingen/Erms schritt der Bau einer neuen Logistikhalle für den
Bereich Leichtbau/ Elastomertechnik voran. Durch den Neubau wird neben der Optimierung
von Logistikprozessen Raum für weitere Produktionsanlagen geschaffen. Die Inbetriebnahme
ist für Mitte 2017 vorgesehen. Am Standort in Kecskemet, Ungarn, begann der Konzern 2016 mit dem Aufbau von Produktionskapazitäten
sowohl für Abschirmteile als auch für den Neuanlauf von Türmodulträgern, die ab der
zweiten Jahreshälfte an einen Tier 1-Zulieferer für das Kompaktklassemodell eines
globalen Herstellers geliefert werden. In der NAFTA-Region werden derzeit in allen fünf ElringKlinger-Werken Maßnahmen für
Kapazitätserweiterungen, vor allem im Zusammenhang mit Produktneuanläufen, durchgeführt.
Am Standort Fremont, USA, der Ende 2016 gegründet wurde, laufen die Vorbereitungen
für die Produktion von Cockpitquerträgern, die ab Mitte 2017 ausgeliefert werden sollen. ENTWICKLUNG DER ZAHLUNGSMITTEL 1. QUARTAL 2017in Mio. €![]() 1
Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle
Vermögenswerte Die Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 3,2 (0)
Mio. Euro betreffen kurzfristige Geldanlagen einzelner Tochtergesellschaften. Insgesamt belief sich der Cashflow aus Investitionstätigkeit im ersten Quartal 2017
auf minus 62,2 (- 38,9) Mio. Euro, wobei der im Vorjahresvergleich deutlich höhere
Mittelabfluss im hofer-Beteiligungserwerb begründet ist. Beteiligungserwerb prägt finanzwirtschaftliche Situation im ersten QuartalFür den Anteilserwerb an der hofer AG, die als At-Equity-Beteiligung bilanziert wird,
flossen 28,9 Mio. Euro ab. Die Akquisition der hofer powertrain products GmbH führte
aufgrund von Verrechnungen mit liquiden Mitteln bzw. Zinsvorteilen zu einer Einzahlung
in Höhe von 1,3 Mio. Euro. Per Saldo resultierte aus dem Unternehmenserwerb eine Auszahlung
von 27,6 (0) Mio. Euro. Demzufolge war auch die Finanzierungstätigkeit des Konzerns geprägt durch eine entsprechende
Mittelaufnahme. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Quartal
2017 auf 46,2 (20,2) Mio. Euro. Da der operative Cashflow aufgrund des kurzfristig erhöhten Working Capital nicht
ausreichte, um die Investitionsauszahlungen zu decken, ergab sich ein negativer operativer
Free Cashflow (Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit,
bereinigt um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte) von -
11,6 (0,6) Mio. Euro. CHANCEN UND RISIKENBei der Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe haben sich
im ersten Quartal 2017 keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden
Aussagen im Geschäftsbericht 2016 des ElringKlinger-Konzerns (Seite 88 ff.) ergeben. Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend
auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2016 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite
unter - und-risiko-">www.elringklinger.de/gb2016/chancen-und-risiko-bericht zugänglich. PROGNOSEBERICHTAusblick Markt und BrancheDen neuesten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge bestehen für
die Weltwirtschaft zumindest kurzfristig gute Wachstumsaussichten. In seinem Ausblick
vom April 2017 wurde die Erwartung für das Gesamtjahr 2017 auf einen Anstieg der Weltwirtschaftsleistung
um 3,5 % leicht nach oben (bisher: 3,4 %) korrigiert. Unverändert sind es die Schwellen-
und Entwicklungsländer, die im Vergleich mit den Industrieländern den größeren Beitrag
zum globalen Wachstum leisten. Als günstige Einflussfaktoren für die Konjunktur in der Europäischen Währungsunion
werden die höheren Staatsausgaben, eine grundsätzlich positive Stimmung an den Finanzmärkten
sowie der verhältnismäßig schwache Euro gesehen. Die Erholung in den globalen Wirtschaftsräumen
werde ferner gestützt durch steigende Rohstoffpreise und damit einhergehenden geringeren
Deflationsrisiken. Zudem wirke die Erwartung konjunkturbelebender Ausgabenprogramme
und fortgesetzter Deregulierung in den USA auf kurze Sicht positiv. Demgegenüber warnt der IWF auch vor einer Reihe möglicher Gefahren. Dazu zählen zunehmende
protektionistische Tendenzen mit ihren negativen Folgen für den Welthandel ebenso
wie eine anhaltend geringe Produktivität aufgrund fehlender Strukturreformen und Infrastrukturmaßnahmen
in vielen Ländern sowie die immer größer werdende Einkommensungleichheit. Eine zu
schnelle Normalisierung der US-Geldpolitik könnte insbesondere Schwellen- und Entwicklungsländer
aufgrund ihrer Währungskopplung an den US-Dollar in Schwierigkeiten bringen. In Europa
wirken hohe Staatsschulden einiger Länder sowie Unsicherheiten im Zusammenhang mit
den künftigen Wirtschaftsbeziehungen zu Großbritannien belastend. Automobilmärkte 2017Das für 2017 insgesamt erwartete Wachstum des Weltfahrzeugmarkts wurde durch die Entwicklung
der ersten drei Monate untermauert. Die Branche profitiert in wichtigen Regionen von
günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der folglich hohen Ausgabenbereitschaft
der Konsumenten. Trotz verlangsamten Tempos wird China als weltgrößter Einzelmarkt
unverändert einen wesentlichen Beitrag zur Expansion der Automärkte beitragen. Für
2017 geht ElringKlinger in Übereinstimmung mit Schätzungen von Branchenexperten von
einer weltweiten Zunahme der Pkw-Verkäufe von 1 bis 2 % aus. Ähnlich liegt die Prognose
des deutschen Branchenverbands VDA, die einen Anstieg von 2 % auf rund 84 Mio. Fahrzeuge
vorhersieht. WACHSTUMSPROGNOSE BRUTTOINLANDSPRODUKTscroll
Quelle: IWF (April 2017) Die einzelnen Regionen dürften sich demnach wie folgt entwickeln: Westeuropa wird
im Gesamtjahr trotz des starken ersten Quartals voraussichtlich stabil oder nur leicht
über Vorjahresniveau von 14 Mio. neu zugelassenen Pkw bleiben. Die weitere Entwicklung
in Großbritannien sorgt hier für Unsicherheit. Tendenziell wird den südeuropäischen
Ländern ein größeres Aufwärtspotenzial zugetraut. Die Verkaufszahlen in Italien und
Spanien beispielsweise liegen immer noch deutlich unter den Zahlen des Vorkrisenniveaus
von 2007. Für Deutschland wird ein ähnlich hohes Marktvolumen wie im Vorjahr (3,4
Mio. Pkw) erwartet. Ebenso soll nach Angaben des VDA die Inlandsproduktion stabil
bleiben. Exporte aus Deutschland sollen mit 4,3 Mio. Fahrzeugen leicht unter dem Vorjahresniveau
liegen, während die Auslandsproduktion der deutschen Konzernmarken voraussichtlich
um 3 % zulegen wird. Nachdem in den USA 2016 das zweite Jahr in Folge ein Rekordabsatz für Light Vehicles
(Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) erzielt wurde, tendiert der Markt 2017 leicht rückläufig
und wird voraussichtlich nicht mehr an die hohe Vorjahreszahl von 17,5 Mio. Neufahrzeugen
anknüpfen können. Die Automacht China wird ihr Wachstumstempo verlangsamen. Der VDA erwartet hier immerhin
ein Plus von 5 % auf insgesamt 24,9 Mio. Fahrzeuge. In Japan dürfte die Bilanz 2017
mit einem leichten Anstieg ebenfalls positiv ausfallen. In den Krisenmärkten Brasilien und Russland deutet die Entwicklung der ersten drei
Monate endgültig auf eine Trendumkehr hin. Nutzfahrzeugmarkt USA mit verbesserter StimmungDie Stimmung auf dem rückläufigen Nutzfahrzeugmarkt in den USA hat sich im ersten
Quartal 2017 gebessert. So verzeichnete das Segment der schweren Lkw (Class 8) im
ersten Quartal einen Anstieg der Auftragseingänge von 30 %. Zusammen mit der Reduzierung
von Lagerbeständen deutet dies nach Analystenmeinungen auf eine baldige Stabilisierung
des Marktes hin. Der westeuropäische Nutzfahrzeugmarkt wird nur moderat und langsamer als 2016 (+ 10,1%)
wachsen. Analog dazu sollen die Verkäufe in Deutschland laut VDA ebenfalls nur leicht
steigen. Ausblick UnternehmenDie weiterhin dynamische Auftragslage stützt die Erwartungen von ElringKlinger, weiter
überproportional zur Marktentwicklung zu wachsen. So belief sich der Auftragseingang
im Berichtsquartal auf 494,3 Mio. Euro und stieg damit im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 70,3 Mio. Euro oder 16,6 % an. Dabei sorgten die Währungseffekte für leichten Rückenwind;
unter der Annahme konstanter Wechselkurse ist der Auftragseingang um 61,3 Mio. Euro
oder 14,5 % auf 485,3 Mio. Euro gestiegen. Infolgedessen hat sich auch der Auftragsbestand erneut deutlich verbessert. Er erreichte
mit 993,5 Mio. Euro fast die Milliardengrenze und nahm gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal
um 158,5 Mio. Euro oder 19,0 % zu. Dieser Anstieg beinhaltet Währungseffekte in Höhe
von 11,7 Mio. Euro oder 1,4 Prozentpunkte. Ausblick bestätigtVor diesem Hintergrund geht ElringKlinger weiter davon aus, im laufenden Jahr und
auch mittelfristig das globale Marktwachstum um rund 2 bis 4 Prozentpunkte zu übertreffen.
Dabei geht der Konzern für das Gesamtjahr 2017 von einem weltweiten Anstieg von rund
1 bis 2 % aus. Das organische Wachstum wird ergänzt durch konsolidierte Umsätze der
hofer powertrain products GmbH, der Hug Engineering B.V. (ehemals COdiNOx Beheer B.V.)
sowie aus dem Asset Deal der Maier Formenbau GmbH. Diese akquisitorischen Umsatzbeiträge
werden sich im Gesamtjahr erwartungsgemäß auf 6 bis 8 Mio. Euro belaufen. Die Ertragslage des Konzerns wird 2017 vor allem durch zwei Faktoren bestimmt: Zum
einen wird sich der organische Umsatzzuwachs ergebnissteigernd auswirken. Zum anderen
geht der Konzern davon aus, die Fixkostensituation an seinem Schweizer Standort durch
fortlaufende Verlagerung von Teilen der Produktion nach Ungarn weiter zu optimieren.
Insgesamt werden im Wesentlichen diese Effekte dazu führen, dass die EBIT-Marge (vor
Kaufpreisallokation) im Gesamtjahr 2017 ein Niveau von rund 9 bis 10 % erreichen wird.
Mittelfristig strebt der Konzern eine EBIT-Marge von rund 13 % an. Dettingen/Erms, den 9. Mai 2017 Der Vorstand scroll
ELRINGKLINGER AM KAPITALMARKTAktienmärkte zu Jahresbeginn weiter im AufwindDer Auftakt in das Börsenjahr 2017 verlief rund um den Globus insgesamt erfreulich.
Mit Ausnahme des Nikkei konnten alle großen Aktienindizes in den Monaten Januar bis
März um mehr als 5 % zulegen. Mitunter begünstigt durch weiter steigende Frühindikatoren
im Euroraum, in den USA und in China, durch die Ankündigung des US-Präsidenten einer
umfassenden Steuerreform und durch die Vorlage von positiven Geschäftszahlen diverser
börsennotierter Unternehmen setzte sich der bereits zum Jahresende 2016 beobachtbare
Aufwärtstrend an den Aktienmärkten im ersten Quartal 2017 fort. Sorgen durch mögliche
protektionistische Maßnahmen des US-Präsidenten, eine weitere Leitzinserhöhung der
US-Notenbank und unveränderte geopolitische Risikofaktoren führten dagegen nur kurzzeitig
zu Kursrückgängen. Der deutsche Leitindex DAX notierte auf dem höchsten Niveau seit April 2015 und kletterte
um 7,2 % seit Jahresbeginn auf 12.313 Punkte. Der MDAX schloss das erste Quartal 2017
mit einem Zuwachs um 7,7 % bei 23.904 Punkten ab; der SDAX verzeichnete im selben
Zeitraum eine Kurssteigerung um 6,0 % auf 10.093 Punkte. ElringKlinger-Aktie legt im ersten Quartal 2017 deutlich zuDie ElringKlinger-Aktie hatte das Börsenjahr 2016 nach einem 20 %igen Anstieg im Dezember
mit einem Kurs von 15,88 Euro beendet. Die Erholungsbewegung setzte sich im Januar
2017 fort, ehe am 27. Januar mit 17,43 Euro ein vorläufiger Höhepunkt erreicht wurde.
Nach der anschließenden Konsolidierung bestätigte die Aktie mit der Bekanntgabe der
vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 Ende Februar das Niveau von über 16
Euro. In einem freundlichen Branchenumfeld erhielt der Wert Ende März weitere Wachstumsimpulse. Die Veröffentlichung der finalen Geschäftszahlen für 2016 stieß beim Kapitalmarkt
auf positive Resonanz und sorgte im Verlauf des Veröffentlichungstages für Kurssteigerungen
von bis zu sieben Prozent. Infolgedessen erreichte die Notierung am 30. März ihr bisheriges
Jahreshoch bei 18,40 Euro. Das erste Quartal 2017 beendete die ElringKlinger-Aktie
bei einem Wert von 18,22 Euro und einem Kursplus von 14,8 % seit Jahresbeginn. Handelsvolumen bewegt sich auf VorjahresniveauDie börsentäglich gehandelte Anzahl der ElringKlinger-Aktien stellte sich im ersten
Quartal 2017 äußerst liquide dar. Das durchschnittliche Handelsvolumen lag bei 192.600
(190.800) Stück. Der durchschnittliche Tagesumsatz betrug 3.167.600 (4.212.800) Euro. KURSVERLAUF DER ELRINGKLINGER-AKTIE (XETRA) SEIT 1. JANUAR 2017 (INDEXIERT, 30.12.2016 = 100 %)im Vergleich zu den Indizes DAX und SDAX![]() AKTIONÄRSSTRUKTUR*in %![]() Kommunikation mit dem KapitalmarktElringKlinger setzte im ersten Quartal 2017 den kontinuierlichen Austausch mit den
Vertretern des Kapitalmarkts fort. Die Gesellschaft präsentierte sich auf drei Konferenzen
an den Finanzplätzen von Frankfurt und New York vor einem überwiegend internationalen
Analysten- und Investorenkreis. Zudem wurden Roadshows in London und durch die USA
durchgeführt, um vor Ort das Geschäftsmodell von ElringKlinger näherzubringen. Anlässlich der am 30. März 2017 veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2016
lud ElringKlinger zur Bilanzpressekonferenz nach Stuttgart und zur Analystenkonferenz
nach Frankfurt am Main ein. Der Vorstand der ElringKlinger AG stellte den Jahresabschluss
2016 vor und gab einen Ausblick auf den erwarteten Geschäftsverlauf für das Jahr 2017.
Beide Veranstaltungen stießen auf reges Interesse bei den anwesenden Journalisten
und Analysten. Hauptversammlung 2017: Dividende von 0,50 Euro vorgeschlagenDie 112. ordentliche Hauptversammlung der ElringKlinger AG findet am Dienstag, den
16. Mai 2017 im Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle in Stuttgart statt. Vorstand
und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 0,50 (0,55)
Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 vor. Die beabsichtigte Ausschüttungssumme
beläuft sich auf 31,7 (34,8) Mio. Euro. Die Ausschüttungsquote verbessert sich auf
40,3 (38,0) % und bewegt sich somit am oberen Rand der langfristigen Dividendenpolitik
des Unternehmens. Diese sieht prinzipiell eine Ausschüttung zwischen 30 und 40 % des
Konzernergebnisses nach nicht beherrschenden Anteilen vor, um die Anteilseigner angemessen
und nachhaltig am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. DIE ELRINGKLINGER-AKTIE (WKN 785 602)scroll
KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGder ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2017scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGder ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2017scroll
KONZERNBILANZder ElringKlinger AG zum 31. März 2017AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGder ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2017scroll
scroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGder ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2017scroll
UMSATZENTWICKLUNG KONZERN NACH REGIONENder ElringKlinger AG, 1. Januar bis 31. März 2017scroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
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| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
| in TEUR | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 |
| Umsatz extern | 359.934 | 316.292 | 40.150 | 39.331 | 29.506 | 26.189 |
| Intersegmenterlöse | 5.542 | 6.749 | 0 | 0 | 4 | 21 |
| Segmenterlöse | 365.476 | 323.041 | 40.150 | 39.331 | 29.510 | 26.210 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 25.147 | 20.268 | 7.742 | 7.831 | 4.342 | 2.134 |
| Abschreibungen2 | - 21.965 | - 20.166 | - 543 | - 470 | - 1.454 | - 1.228 |
| Investitionen3 | 30.497 | 34.384 | 272 | 381 | 658 | 1.611 |
| Segment | Gewerbeparks | Dienstleistungen | Konsolidierung | |||
| in TEUR | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 |
| Umsatz extern | 1.041 | 942 | 2.714 | 2.453 | 0 | 0 |
| Intersegmenterlöse | 27 | 58 | 1.593 | 1.488 | - 7.166 | -8.316 |
| Segmenterlöse | 1.068 | 1.000 | 4.307 | 3.941 | - 7.166 | - 8.316 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | - 73 | - 85 | 732 | 618 | ||
| Abschreibungen2 | - 256 | - 206 | - 484 | - 320 | ||
| Investitionen3 | 77 | 1.794 | 94 | 857 | ||
| Segment | Konzern | Gewerbeparks | Konzern |
| in TEUR | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2017 | 1. Quartal 2016 |
| Umsatz extern | 433.345 | 1.041 | 385.207 |
| Intersegmenterlöse | 0 | 27 | 0 |
| Segmenterlöse | 433.345 | 1.068 | 385.207 |
| EBIT1 /Operatives Ergebnis | 37.890 | - 73 | 30.766 |
| Abschreibungen2 | - 24.702 | - 256 | - 22.390 |
| Investitionen3 | 31.598 | 77 | 39.027 |
1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
2
Planmäßige Abschreibungen
3
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit in Sitz Dettingen/Erms,
Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer
Tochtergesellschaften zum 31. März 2017 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS
Interpretations Commitee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss
zum 31. März 2017 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen
Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2017 wurde weder geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 9. Mai 2017 zur Veröffentlichung freigegeben.
In den Zwischenabschluss zum 31. März 2017 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse
von neun inländischen und 33 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die
ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus
anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen
(Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Control-Verhältnis
besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wurde die ElringKlinger North America, Inc. mit Sitz
in Plymouth, USA, auf die ElringKlinger Automotive Manufacturing, Inc. mit Sitz in
Southfield, USA, verschmolzen.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ergaben sich mit Ausnahme
des Erwerbs der hofer powertrain products GmbH, Nürtingen, Deutschland, und der Verschmelzung
der Elring-Klinger North America, Inc. auf die ElringKlinger Automotive Manufacturing,
Inc., Southfield, USA, keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.
Mit Wirkung zum 1. März 2017 hat die ElringKlinger AG 27,0 % der Anteile an der hofer
AG mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, sowie mit Wirkung zum 6. Februar 2017 53,0
% der Anteile an deren Tochtergesellschaft hofer powertrain products GmbH, ebenfalls
mit Sitz in Nürtingen, Deutschland, erworben. Der Anteilserwerb erfolgte jeweils durch
eine Teilnahme an einer Kapitalerhöhung.
Bei der hofer AG hat die ElringKlinger AG TEUR 3.570 in das Grundkapital eingezahlt
sowie eine Zahlung in Höhe von TEUR 25.370 in die Kapitalrücklage geleistet. Die Anteile
an der hofer AG werden nach der Equity-Methode als Finanzanlage ausgewiesen. Im Finanzergebnis
sind TEUR - 154 Beteiligungsergebnis enthalten.
Bei der hofer powertrain products GmbH hat die ElringKlinger AG einen Betrag in Höhe
von TEUR 1.060 in das Stammkapital eingezahlt. Sämtliche Zahlungen wurden im Januar
2017 geleistet. Darüber hinaus beinhaltet das Vertragswerk einen Rahmenkreditvertrag
in Höhe von TEUR 30.000, um die künftigen Investitionen der hofer powertrain products
GmbH zu finanzieren. Daraus ergibt sich ein Zinsvorteil in Höhe von TEUR 1.654, der
dem Kaufpreis zuzurechnen ist. Die transaktionsbezogenen Kosten in Höhe von TEUR 80
wurden in den Verwaltungskosten erfasst.
Die hofer-Gruppe ist ein kompetenter Systementwickler der Automobilindustrie für Systeme
im Antriebsstrang. Durch den Anteilserwerb profitiert ElringKlinger von dieser Innovationskraft
vor allem bei der Entwicklung und Herstellung von alternativen Antriebstechnologien.
Die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Anteile der hofer powertrain products
GmbH wurden zum Erwerbszeitpunkt mit dem beizulegenden Wert bewertet. Der unter zusätzlicher
Berücksichtigung der passiven latenten Steuern (TEUR 279) auf die aufgedeckten stillen
Reserven (TEUR 946) verbleibende Unterschiedsbetrag von TEUR 278 wurde als Firmenwert
angesetzt. Dieser wurde vor allem für die positiven Ertragsaussichten sowie für die
zu erwartenden Synergien bezahlt.
Die erstmalige Vollkonsolidierung der hofer powertrain products GmbH zum 6. Februar
2017 hat den Umsatz des Konzerns um TEUR 893 erhöht und das Ergebnis vor Steuern mit
TEUR 23 belastet. Wäre die Akquisition bereits zum 1. Januar 2017 vollzogen worden,
hätte die hofer powertrain products GmbH TEUR 1.449 zum Konzernumsatz beigetragen
und das Ergebnis vor Steuern um TEUR 64 erhöht.
Die vorläufige Verteilung des Kaufpreises auf die Vermögenswerte und Schulden kann
nachfolgender Tabelle entnommen werden:
| in Tausend € | IFRS Buchwert zum Erwerbszeitpunkt |
Kaufpreisallokation | Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt |
| Immaterielle Vermögenswerte | 8 | 946 | 954 |
| Sachanlagen | 52 | - | 52 |
| Vorräte | 792 | - | 792 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.656 | - | 2.656 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 61 | - | 61 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.382 | - | 2.382 |
| Summe Vermögenswerte | 5.951 | 946 | 6.897 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 279 | 279 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.048 | 0 | 1.048 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 22 | - | 22 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 347 | - | 347 |
| Steuerschulden | 155 | 155 | |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 450 | - | 450 |
| Summe Schulden | 2.022 | 279 | 2.301 |
| Netto Vermögenswert | 3.929 | 667 | 4.596 |
| Firmenwert | 278 | ||
| Nicht beherrschende Anteile an den Nettovermögenswerten | - 2.160 | ||
| Kaufpreis | 2.714 |
Im Rahmen des Erwerbsvorgangs wurden keine Eventualverbindlichkeiten identifiziert.
Die angegebenen beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden sind vorläufig.
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
| Währung | Kürzel | Stichtagskurs |
Stichtagskurs |
Durchschnittskurs |
Durchschnittskurs |
| 31.03.2017 | 31.12.2016 | Jan. - Mär. 2017 | Jan. -Dez. 2016 | ||
| US-Dollar (USA) | USD | 1,06910 | 1,05410 | 1,06810 | 1,10317 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,85553 | 0,85618 | 0,85654 | 0,82269 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,06960 | 1,07390 | 1,06707 | 1,09085 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,42650 | 1,41880 | 1,41017 | 1,45892 |
| Real (Brasilien) | BRL | 3,38000 | 3,43050 | 3,33817 | 3,81926 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 20,01750 | 21,77190 | 21,12767 | 20,68174 |
| RMB (China) | CNY | 7,36420 | 7,32020 | 7,34640 | 7,34151 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.194,54000 | 1.269,36000 | 1.211,18000 | 1.279,91750 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 14,24040 | 14,45700 | 14,15847 | 16,12887 |
| Yen (Japan) | JPY | 119,55000 | 123,40000 | 120,10667 | 120,440830 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 307,62000 | 309,83000 | 308,83667 | 311,90917 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 3,88940 | 3,70720 | 3,93057 | 3,34263 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,55250 | 4,53900 | 4,52523 | 4,49330 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 69,39650 | 71,59350 | 70,94200 | 74,20010 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 14.237,94000 | 14.173,43000 | 14.244,55333 | 14.678,48083 |
| Bath (Thailand) | THB | 36,72400 | 37,72600 | 37,15633 | 38,86225 |
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick die Finanzinstrumenten und liefert
zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten.
Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Vermögenswerte:
| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte |
Derivate | Langfristige Wertpapiere |
||
| in Tausend € | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| per 31.03.2017 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 43.129 | 341.537 | 15.227 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.025 | 1.028 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 110 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 206 | 206 |
| Gesamt | 43.129 | 341.537 | 15.227 | 110 | 1.231 | 1.234 |
| per 31.12.2016 | ||||||
| Kredite und Forderungen | 39.407 | 299.522 | 5.752 | 0 | 0 | 0 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 819 | 819 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 0 | 0 | 0 | 0 | 194 | 194 |
| Gesamt | 39.407 | 299.522 | 5.752 | 0 | 1.013 | 1.013 |
| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
| in Tausend € | BW | ZW | BW |
| per 31.03.2017 | |||
| Kredite und Forderungen | 8 | 8 | 399.901 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 1.025 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 110 |
| zur Veräußerung verfügbar | 7 | 7 | 213 |
| Gesamt | 15 | 15 | 401.249 |
| per 31.12.2016 | |||
| Kredite und Forderungen | 8 | 8 | 344.689 |
| bis zur Endfälligkeit gehalten | 0 | 0 | 819 |
| zu Handelszwecken gehalten | 0 | 0 | 0 |
| zur Veräußerung verfügbar | 8 | 8 | 202 |
| Gesamt | 16 | 16 | 345.710 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Verbindlichkeiten:
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | ||
| in Tausend € | BW | BW | BW | ZW | BW |
| per 31.03.2017 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 48.449 | 296.387 | 0 | 0 | 111.880 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 161 | 164 | 0 |
| per 31.12.2016 | |||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 48.685 | 257.231 | 0 | 0 | 103.228 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 161 | 167 | 0 |
| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Finanzierungsleasing | ||||
| in Tausend € | BW | ZW | BW | ZW | BW | ZW |
| per 31.03.2017 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 327.434 | 319.094 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | ||||||
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 134 | 134 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 280 | 286 |
| per 31.12.2016 | ||||||
| Zu Anschaffungskosten bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 320.495 | 318.100 | 0 | 0 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete | ||||||
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 0 | 0 | 0 | 0 | 318 | 344 |
| Gesamt | |
| in Tausend € | BW |
| per 31.03.2017 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 784.150 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert | |
| bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 134 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 441 |
| per 31.12.2016 | |
| Zu Anschaffungskosten bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 729.639 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete | |
| finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| Keine Bewertungskategorie nach IAS 39 | 479 |
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten zwei Kaufpreisverbindlichkeiten
in Höhe von TEUR 33.801 (2016: TEUR 33.801) aus geschriebenen Verkaufsoptionen, die
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente
ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der bis zur Endfälligkeit gehaltenen anderen Finanzinstrumente
basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger
den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den
für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen
sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.
Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen
Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation,
Tokyo, Japan, auf deren Anteile basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts.
Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen
bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes
im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts
von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.293.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie
zum Bewertungsstichtag 31. März 2017:
| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| 31.03.2017 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 206 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 7 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 110 | 0 |
| Gesamt | 213 | 110 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 134 | 0 |
| Gesamt | 0 | 134 | 0 |
| 31.12.2016 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 194 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 0 |
| Derivate* | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 202 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 0 | 0 | 0 |
*
Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting
nicht vorliegen
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender
Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag
31. März 2017:
| in Tausend € | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| 31.03.2017 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.028 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 1.028 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 286 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 319.094 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 33.801 |
| Gesamt | 0 | 319.094 | 34.087 |
| 31.12.2016 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 819 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 8 |
| Gesamt | 819 | 0 | 8 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 0 | 344 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 318.100 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 33.801 |
| Gesamt | 0 | 318.100 | 34.145 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen;
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren;
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert
werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist,
erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode
wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.
Die im Konzernabschluss 2016 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten drei Monaten 2017
nicht wesentlich verändert.
Aus Zuwendungen der öffentlichen Hand erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Erträge
in den ersten drei Monaten 2017 um TEUR 1.542. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich
für Entwicklungsprojekte gewährt.
Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor,
die zusätzliche erläuternden Angaben erfordern.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 9. Mai 2017
Der Vorstand
| Dr. Stefan Wolf | Theo Becker | Thomas Jessulat |
| Vorsitzender |
Max-Eyth-Straße 2 D-72581 Dettingen / Erms Fon +49 (0) 71 23 / 724-0 Fax +49 (0) 71
23 / 724-90 06 www.elringklinger.de
Dr. Jens Winter
Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335
Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335
jens.winter@elringklinger.com
Weitere Informationen unter www.elringklinger.de
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere
nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu
verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre
zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse
und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten,
die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können.
Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und
Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz
neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.
Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten
zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben,
kommen.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige
Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen
beziehen sich auf Menschen beiden Geschlechts.
Dieser Bericht wurde am 9. Mai 2017 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
| 16 MAI | 08 AUGUST |
| 112. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr |
Zwischenbericht zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2017 |
| 07 NOVEMBER |
16 MAI 2018 |
| Zwischenbericht zum dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2017 |
113. ordentliche Hauptversammlung, Stuttgart, Kultur- und Kongresszentrum Liederhalle, 10:00 Uhr |
Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden.
Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender
abzufragen.
| MAI/JUNI | 30. - 02. | Moulding Expo- Internationale Fachmesse Werkzeug-, Modell- und Formenbau, Stuttgart, Deutschland |
| JUNI | 27. - 29. | Power-Gen Europe, Köln, Deutschland |
| JULI | 05. - 06. | VDI Wissensforum - Getriebe in Fahrzeugen, Bonn, Deutschland |
| SEPTEMBER | 12. - 24. | 67. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) Pkw, Frankfurt / Main, Deutschland |
| 27. - 30. | Monaco Yacht Show, Le Suffren, Monaco | |
| OKTOBER | 09. - 11. | 26. Aachener Kolloquium, Aachen, Deutschland |
| 17. - 21. | Fakuma - Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, Friedrichshafen, Deutschland | |
| NOV/DEZ | 29. - 02. | Automechanika, Shanghai, China |
| DEZEMBER | 05. - 06. | Internationales CTI Symposium, Berlin, Deutschland |
Für weitere Messetermine besuchen Sie unsere Webseiten:
www.elringklinger.de/de/presse/termine-events
www.elringklinger-kunststoff.de/deutsch/service/messetermine
www.hug-engineering.com/de/news/messeauftritt
www.elring.de/presse-events/termine-events
ElringKlingerAG
Max-Eyth-Straße 2
D- 72581 Dettingen / Erms