![]() ElringKlinger AGDettingen/ErmsBericht über das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2018KennzahlenElringKlinger-Konzernscroll
1
Cashflow aus betriebl. Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M &
A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte) »Für die zukünftige Entwicklung des Konzerns wird neben unserer Kompetenz im Leichtbau
auch unser Know-how in der Elektromobilität eine wichtige Säule bilden.« Dr. Stefan Wolf, ElringKlinger und hofer machen gemeinsame Sache beim elektrischen Antriebsstrang.
Mehr zu dieser serienreifen Partnerschaft lesen Sie im Magazin »pulse« der ElringKlinger
AG oder auf unserer Internetseite https://www.elringklinger.de/de/unternehmen/einblicke/serienreif. Erste neun Monate 2018 in aller Kürze
Konzern-ZwischenlageberichtKonjunkturelle Entwicklung und BranchenumfeldWeltkonjunktur verliert an DynamikDie Weltkonjunktur verlor im bisherigen Jahresverlauf an Dynamik und verlief in den
einzelnen Märkten und Regionen zunehmend unausgewogen. Zu den größten Einflussfaktoren
zählten der Preisschub am Ölmarkt, die allmähliche Straffung der Geldpolitik in den
USA und die von den Vereinigten Staaten ausgehenden Handelskonflikte. Die Wirtschaft im Euroraum profitierte von der weiterhin sehr expansiven Geldpolitik,
gleichzeitig sind aber erste Abschwungsignale zu erkennen. Für Bremseffekte sorgten
in der stark exportorientierten europäischen Industrie die Aufwertung des Euro und
die weniger lebhafte globale Nachfrage - beides Effekte, die auch der Konjunktur in
Deutschland leicht den Schwung nahmen. Letztere wird aber weiter gestützt vom privaten
Konsum und anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen. Die US-Wirtschaft wuchs in den ersten neun Monaten 2018 weiterhin stark, die Arbeitslosenquote
fiel unter die 4%-Marke. Die robuste Binnennachfrage in den USA und der Schub aus
einer zu Jahresbeginn in Kraft getretenen Steuerreform unterstützten die Konjunktur.
In China schwächte sich das immer noch hohe Wachstum in den ersten drei Quartalen
2018 leicht ab. Neben den privaten und Unternehmensverschuldungen zählten Zollbeschränkungen
infolge der Handelsstreitigkeiten mit den USA zu den Belastungsfaktoren. Wachstum Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: HSBC (Oktober 2018) Rahmenbedingungen für internationale Automobilmärkte werden unruhigerDie internationalen Automobilmärkte bewegten sich im dritten Quartal auf zunehmend
holprigem Terrain, insgesamt entwickelten sie sich in den ersten neun Monaten 2018
aber positiv. Die Neuzulassungen auf den größten Absatzmärkten China, USA und Europa
legten gemäß Angaben des deutschen Branchenverbands VDA im bisherigen Jahresverlauf
jeweils um 1,1 %, 0,3 % und 2,3 % zu. In Deutschland wurden in diesem Zeitraum 2,4
% mehr Neuwagen zugelassen als im Vorjahresvergleichszeitraum. In Brasilien und Russland
setzte sich die starke Erholung der Märkte mit zweistelligen Zuwächsen von 13,1 %
und 14,9 % fort. Der weltweit drittgrößte Einzelmarkt Japan verzeichnete ein leichtes
Minus von 1,3 %. Der Wechsel auf den seit 1. September 2018 gültigen neuen Testzyklus WLTP (Worldwide
Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure) verursachte auf dem europäischen Automarkt
im zweiten und dritten Quartal 2018 Verwerfungen. Während bei den Produktionszahlen
bereits im zweiten Quartal Vorzieheffekte zu vermuten waren, fielen die Neuzulassungen
in der Europäischen Union im Juli und vor allem August außergewöhnlich hoch aus. Als
Folge daraus resultierten im September sowohl schwache Produktions-als auch geringe
Verkaufszahlen. Der Fahrzeughandel in China ließ im dritten Quartal nach, was aber in den Produktionszahlen
noch nicht zu erkennen war. Die hohe Nachfrage nach deutschen Premiummodellen blieb
weiterhin intakt. Insgesamt legte die globale Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit einem
Plus von 2,8 % in den ersten neun Monaten 2018 weiter zu. Recht unterschiedlich entwickelten
sich dabei die einzelnen Märkte und Regionen: Produktion Light Vehiclesscroll
Quelle: PwC Autofacts (Oktober 2018) Die hohe Bedeutung der globalen Aufstellung für deutsche Hersteller spiegelt sich
in der zunehmenden Auslandsproduktion und sinkenden Produktions- und Exportzahlen
in Deutschland wider. In den ersten drei Quartalen 2018 steigerten deutsche OEMs ihre
Weltproduktion um 3 %, während die Inlandsproduktion um 8 % und Exporte um 7 % zurückgingen. Nutzfahrzeugmärkte in guter VerfassungIn einem insgesamt guten konjunkturellen Umfeld präsentierten sich die Nutzfahrzeugmärkte
im bisherigen Jahresverlauf in guter Verfassung. In den ersten neun Monaten 2018 stieg
die Nachfrage nach mittelschweren und schweren Nutzfahrzeugen (>3,5t) in der Europäischen
Union um 4,3 % auf rund 285.000 Fahrzeuge. Trotz teilweise rückläufiger Zulassungszahlen
im September legten die großen Märkte im Neunmonatszeitraum zum Teil kräftig zu: Italien
(10,2 %), Frankreich (8,7 %) und Spanien (3,4 %). Deutschland verzeichnete ein leichtes
Plus (1,5 %), während die Neuzulassungen in Großbritannien um 5,7 % zurückgingen. Besonders stark wuchs der nordamerikanische Lkw-Sektor, dessen Dynamik auch im dritten
Quartal intakt blieb. In den ersten neun Monaten 2018 führte die starke Nachfrage
nach mittelschweren und schweren Lkw (Class 4-8) zu einem Plus von 19,1 % bei den
Neuzulassungen. Im Segment der schweren Class 8-Trucks stiegen die Verkäufe sogar
um 34,3 %. Wesentliche EreignisseTochtergesellschaft verschmolzenMit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd. mit Sitz in Tokio,
Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation, ebenfalls
mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen. Neue Gesellschaft in den USA gegründetMit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc.
mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die Muttergesellschaft ElringKlinger AG hält
100,0 % der Anteile an der neuen Tochtergesellschaft. Closing der Hug-Transaktion erfolgtDas Closing des im Dezember 2017 unterzeichneten Vertrags zwischen ElringKlinger und
einem französischen Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in
Elsau, Schweiz, erfolgte mit Wirkung zum 1. März 2018. Die von ElringKlinger gehaltenen
Anteile an der Hug Engineering AG, Elsau, Schweiz, in Höhe von 93,67 % sind nach erfolgtem
Closing der Transaktion vollständig in das Eigentum des Vertragspartners übergegangen. Der Verkauf der Hug-Gruppe erfolgte vor dem Hintergrund des Branchenwandels und der
zunehmenden Globalisierung, die weitere bedeutende Investitionen durch ElringKlinger
erfordert hätten, um im Markt der Abgasnachbehandlung nachhaltig wettbewerbsfähig
zu bleiben. ElringKlinger konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor
allem auf die Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität mit ihren drei Säulen
Batterietechnologie, Brennstoffzellentechnologie sowie elektrische Antriebssysteme. Eigenes Vorstandsressort für Elektromobilität geschaffen - Reiner Drews zum neuen Produktionsvorstand berufenDer Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat in seiner Sitzung am 23. März 2018 beschlossen,
ein neues Vorstandsressort für Elektromobilität unter der Leitung von Theo Becker
zu schaffen. Herr Becker, bisheriger Produktionsvorstand der ElringKlinger-Gruppe,
wird sich in seiner neuen Funktion schwerpunktmäßig um die Bereiche Batterietechnologie
und Brennstoffzellentechnologie sowie um die Integration der hofer-Beteiligung kümmern.
Mit der Schaffung eines vierten Vorstandsressorts wird der Bedeutung des Bereiches
Elektromobilität für ElringKlinger in der Zukunft zusätzlich Ausdruck verliehen. Reiner Drews, der bei ElringKlinger bislang die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen
und Spezialdichtungen leitete, wurde zum 1. April 2018 in den Vorstand der ElringKlinger
AG berufen und als Nachfolger von Herrn Becker zum Produktionsvorstand ernannt. Herr
Drews hat die Verantwortung für die produzierenden Geschäftsbereiche, die deutschen
Werke und den Bereich Qualitätssicherung im Vorstand von Herrn Becker übernommen. Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat verlängertDer Aufsichtsrat der ElringKlinger AG hat den Vertrag von Finanzvorstand Thomas Jessulat
ab dem 1. Januar 2019 um fünf Jahre bis 31. Dezember 2023 verlängert. Herr Jessulat
wurde zum 1. Januar 2016 in den Vorstand der ElringKlinger AG berufen. Die Laufzeit
seines Vertrages war gemäß Corporate Governance Kodex zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Professor Walter H. Lechler verstorbenDer Ehrenvorsitzende des Aufsichtsrats der ElringKlinger AG, Professor Walter H. Lechler,
ist am 17. Mai 2018 im Alter von 75 Jahren verstorben. Professor Lechler prägte über
vier Jahrzehnte hinweg in führenden Rollen die Geschicke der ElringKlinger AG und
ihrer Vorgängerunternehmen. Zwischen 2012 und 2017 war er Aufsichtsratsvorsitzender
der ElringKlinger AG. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden aus dem Kontrollgremium
im Mai 2017 wurde Professor Lechler zum Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Zudem war er seit 1976 geschäftsführender Gesellschafter der Lechler GmbH in Metzingen. Die Familie Lechler hält direkt oder indirekt insgesamt rund 52 % der Anteile der
ElringKlinger AG. ElringKlinger veräußert Beteiligung an new enerdayElringKlinger hat seine Geschäftsaktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle
SOFC (Solid Oxide Fuel Cell) veräußert. Infolgedessen wurde die von der ElringKlinger
AG gehaltene Beteiligung an der new enerday GmbH, Neubrandenburg, Deutschland, an
die sunfire GmbH, Dresden, Deutschland, übertragen. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages
erfolgte am 19. September 2018, das Closing der Transaktion wurde zum 30. September
2018 vollzogen. Mit dieser strategischen Entscheidung schärft ElringKlinger seinen
Fokus im Bereich der Brennstoffzellentechnologie und konzentriert sich zukünftig ausschließlich
auf die für mobile Anwendungen relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton
Exchange Membrane Fuel Cell). ElringKlinger-Aktie von Indexanpassungen der deutschen Börse betroffenDie Deutsche Börse hat mit Wirkung zum 24. September 2018 eine grundlegende Reform
der deutschen Börsenindizes DAX, MDAX, SDAX und TecDAX vorgenommen. Die daraus resultierenden
Veränderungen in der Zusammensetzung der Indizes haben unter anderem ergeben, dass
die Aktie der ElringKlinger AG aus dem Small-Cap-Index (SDAX) entnommen wurde. Für
die Aufnahme in die Indizes und den Verbleib sind vor allem zwei Kriterien maßgeblich:
die Marktkapitalisierung des Streubesitzes sowie das durchschnittliche Handelsvolumen
der Aktie. Die Zugehörigkeit von ElringKlinger zum Prime Standard, der erhöhte Transparenzanforderungen
an börsennotierte Unternehmen stellt, bleibt von den Veränderungen unberührt. Umsatz- und ErtragsentwicklungStarkes organisches Wachstum im 3. Quartal mit + 5 % fortgesetztElringKlinger befindet sich in einer spürbaren Wachstumsphase, die sich auch im dritten
Quartal 2018 fortsetzte. Der Konzern berichtete für den Zeitraum von Januar bis September
2018 ein Umsatzplus von 1,8 % auf 1.267,2 (1.244,7) Mio. Euro bzw. von 0,5 % auf 405,8
(403,6) Mio. Euro im dritten Quartal. Die M&A-Aktivitäten in diesem Zeitraum (Verkauf
des Hug-Teilkonzerns im ersten Quartal 2018 sowie die hofer-Übernahme im Vorjahr)
führten dabei zu einem negativen Umsatzbeitrag von 27,2 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum
bzw. 12,1 Mio. Euro im dritten Quartal. Darüber hinaus wurden die Erlöse durch negative
Währungseffekte aufgrund des anhaltend starken Euros - im dritten Quartal insbesondere
gegenüber der türkischen Lira, dem brasilianischen Real sowie dem mexikanischen Peso
- geschmälert. Von Januar bis September 2018 betrugen die negativen Währungseffekte
42,3 Mio. Euro und im dritten Quartal 7,1 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der M&A-Aktivitäten
sowie der Währungseffekte konnte ElringKlinger die Erlöse von Juli bis September organisch
um 5,3 % ausbauen. Im Neunmonatszeitraum betrug das organische Umsatzwachstum sogar
7,4 % und übertraf damit erneut das Wachstum der globalen Fahrzeugproduktion (2,8
%) deutlich um knapp 5 Prozentpunkte. Anhaltend starkes Wachstum in Nordamerika - Europa durch WLTP belastetElringKlinger-Produkte sind weiterhin stark nachgefragt und der Konzern profitierte
auch im dritten Quartal 2018 von mehreren Produktneuanläufen. Insbesondere in Nordamerika
verzeichnete ElringKlinger eine ungebrochen hohe Nachfrage. In der Region NAFTA erhöhten
sich die Umsätze um 14,5 % auf 92,3 (80,6) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2018
kletterten die Erlöse in der NAFTA-Region somit auf 261,8 (247,1) Mio. Euro. Währungsbereinigt
entspricht dies einem Plus von 11,6 %, während die Fahrzeugproduktion im gleichen
Zeitraum um 0,7 % rückläufig war. Effekte im Konzernumsatzscroll
scroll
Konzernumsatz nach Regionen Jan. - Sep. 2018(Vorjahr) in %
![]() In Deutschland sowie im übrigen Europa beliefen sich die Erlöse im dritten Quartal
2018 auf 103,0 (105,4) Mio. Euro bzw. auf 114,8 (118,2) Mio. Euro. Neben dem Verkauf
des Hug-Teilkonzerns, der zu geringeren Umsätzen führte, machte sich in Europa der
neue Testzyklus WLTP bemerkbar. Die Einführung zum 1. September 2018 hatte im zweiten
Quartal zu Vorzieheffekten geführt, infolgedessen zeigten sich die Produktionszahlen
im dritten Quartal schwächer. Im Zeitraum Januar bis September 2018 legten die ElringKlinger-Umsätze
in Deutschland um insgesamt 1,2 % auf 320,2 (316,3) Mio. Euro zu, im übrigen Europa
um 1,3 % auf 392,7 (387,6) Mio. Euro. In der Region Asien-Pazifik lagen die Umsätze von Juli bis September 2018 mit 76,7
(79,5) Mio. Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Im Neunmonatszeitraum gingen die
Erlöse um 1,4 % auf 232,9 (236,3) Mio. Euro zurück. In Asien befinden sich mehrere
Projekte in der Anlaufphase, in der üblicherweise geringere Umsatzerlöse erzielt werden.
Zudem wirkten sich Währungseffekte umsatzmindernd aus. Währungsbereinigt betrug das
Umsatzwachstum in Asien in den ersten drei Quartalen 2018 insgesamt 1,5 %. Getrieben von einer positiven Marktentwicklung sowie einem starken Ersatzteilgeschäft
weitete ElringKlinger das Geschäft in der Region Südamerika und Übrige aus. Die Erlöse
kamen im dritten Quartal auf 18,9 (20,0) Mio. Euro und im Neunmonatszeitraum auf 59,6
(57,3) Mio. Euro. Bei konstanten Wechselkursen hätte der Anstieg von Januar bis September
2018 insgesamt 17,3 % betragen. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz blieb nach neun Monaten 2018 mit 74,7 % (74,6
%) nahezu auf Vorjahresniveau. Der Inlandsanteil lag entsprechend stabil bei 25,3
% (25,4 %). Erstausrüstung weiterhin von hoher Auslastung gekennzeichnet - Verbesserungsmaßnahmen beginnen zu greifenDer ElringKlinger-Konzern verzeichnet nach wie vor eine starke Nachfrage für sein
klassisches Produktportfolio. Dies spiegelt sich in der Entwicklung des Segments Erstausrüstung
wider, das in den ersten neun Monaten 2018 einen Umsatzanstieg von 1,4% auf 1.043,3
(1.028,9) Mio. Euro erwirtschaftete, davon 334,6 (331,1) Mio. Euro im Zeitraum Juli
bis September. Im dritten Quartal 2018 erzielten die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik
und Spezialdichtungen die höchsten Wachstumsraten im traditionellen Produktbereich.
Die Geschäftsbereiche Zylinderkopfdichtungen und Abschirmtechnik blieben dagegen auch
aufgrund von Währungseffekten hinter den Vorjahresumsätzen zurück. In der NAFTA-Region ist ElringKlinger unverändert mit einer hohen Kapazitätsauslastung
konfrontiert, die zu überproportionalen Kostensteigerungen sowie Sonderkosten führt,
wie z.B. höheren Personal- und Frachtkosten. Diese wirkten sich auch im dritten Quartal
2018 hauptsächlich auf die Ergebnisse der klassischen Geschäftsbereiche (Zylinderkopf-
und Spezialdichtungen, Leichtbau/Elastomertechnik sowie Abschirmtechnik) aus. Das
Management hat zur Bewältigung der Situation in der NAFTA-Region frühzeitig umfangreiche
Maßnahmen zur Prozessstabilisierung und Kapazitätserweiterung eingeleitet. Deren effektive
Umsetzung wird weiter intensiv vorangetrieben. Konzernumsatz nach Segmenten Jan. - Sep. 2018(Vorjahr) in %
![]() Am Schweizer Produktionsstandort des Geschäftsbereichs Abschirmtechnik schreiten die
Maßnahmen weiter voran. Die Verlagerung von Produktionsvolumina ist erwartungsgemäß
nahezu abgeschlossen. ElringKlinger geht davon aus, dass die konsequente Umsetzung
der Kostenoptimierungsmaßnahmen bis Ende 2019 an diesem Standort zu einer Normalisierung
der operativen Fixkosten führen wird. Im Geschäftsbereich E-Mobility hat sich ElringKlinger in den letzten Jahren mit Komponenten
für Batterie- und Brennstoffzellensysteme sowie der Beteiligung an hofer für elektrische
Antriebe erfolgreich für die Märkte der Zukunft positioniert und die Erlöse weiter
ausgebaut. Allein im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz in diesem Geschäftsbereich
um 40 %. Im gesamten Neunmonatszeitraum 2018 erreichten die Umsätze 13,5 (12,3) Mio.
Euro. Zur Herstellung von elektrischen Antriebssystemen baut der Geschäftsbereich
derzeit Produktionskapazitäten in Großbritannien und Deutschland auf. Daher - und
auch, weil alternative Antriebstechnologien nach wie vor einen geringen Marktanteil
verzeichnen - lag das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des Geschäftsbereichs
E-Mobility unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung gingen die Erlöse von Januar bis September
2018 auf 16,1 (35,4) Mio. Euro zurück. Grund war der Verkauf des Hug-Teilkonzerns,
der im Vorjahr mit 28,1 Mio. Euro den Großteil der Erlöse des Geschäftsbereichs darstellte.
Ohne diesen Anteil hätte der Geschäftsbereich Abgasnachbehandlung im bisherigen Jahresverlauf
2018 auch einen Umsatzanstieg realisiert. Aus dem Verkauf entstand ein Veräußerungsgewinn
in Höhe von 21,2 Mio. Euro, der auf das erste Quartal 2018 entfiel. In Summe belasteten die beschriebenen operativen Sonderkosten sowie hohe Rohstoffpreise
(v.a. Stahl, Aluminium, Kunststoffgranulate) das Ergebnis des Segments Erstausrüstung.
Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern konnte trotz des Veräußerungsgewinns
des Hug-Teilkonzerns nicht an das Vorjahresniveau anknüpfen und lag im Neunmonatszeitraum
2018 bei 48,5 (68,3) Mio. Euro. Dem dritten Quartal sind davon 10,3 (19,9) Mio. Euro
zuzurechnen. Die Ergebnismarge verringerte sich entsprechend auf 4,6 % (6,6 %) im
Zeitraum Januar bis September 2018. Ersatzteilgeschäft in den USA ausgebautElringKlinger hatte - trotz zahlreicher geopolitischer Spannungen in vielen relevanten
Regionen - den Umsatz im Ersatzteilgeschäft in der ersten Jahreshälfte 2018 deutlich
ausweiten können. Diese Entwicklung wurde im dritten Quartal leicht eingebremst, unter
anderem aufgrund der gedämpften wirtschaftlichen Lage des türkischen Marktes. Weiterhin
positiv präsentierte sich die Entwicklung in Osteuropa. Auch die Markterschließung
in den USA schlug sich in steigenden Umsätzen nieder. Insgesamt beliefen sich die
Erlöse im dritten Quartal auf 37,6 (40,2) Mio. Euro. In den ersten neun Monaten stiegen
die Umsätze kumuliert noch um 1,9 % auf 122,8 (120,5) Mio. Euro. ElringKlinger führte im bisherigen Jahresverlauf 2018 wichtige strategische Maßnahmen
im Segment Ersatzteile durch: Bereits im ersten Halbjahr wurde die Materialverfügbarkeit
weiter optimiert. Daneben arbeitet der Konzern aktiv an der weiteren Marktpenetration
in China. Zum Ende des dritten Quartals wurde im Rahmen der Markterschließung in den
USA zudem ein neues Ersatzteillager in Fremont, USA, in Betrieb genommen. In Summe
führte dies zu einer temporär höheren Kostenbelastung, die das Segmentergebnis vor
Zinsen und Ertragsteuern beeinträchtigte. Es belief sich im dritten Quartal 2018 auf
5,9 (8,1) Mio. Euro und in den ersten neun Monaten 2018 auf 20,7 (24,6) Mio. Euro.
Die Ergebnismarge ging im dritten Quartal auf 15,7 % (20,1 %) zurück bzw. auf 16,9
% (20,4 %) im Neunmonatszeitraum. Kunststofftechnik kann Ergebnis weiter steigernDas Segment Kunststofftechnik entwickelt und produziert Applikationen aus dem Hochleistungskunststoff
PTFE (Polytetrafluorethylen) für unterschiedliche Branchen. Neben der Fahrzeugindustrie
beliefert das Segment unter anderem auch Kunden in der Medizintechnik, dem Maschinenbau
oder der Chemie- und Anlagentechnik. Aufgrund der anhaltend starken Nachfrage aus Kernmärkten wie der Fahrzeugindustrie
sowie dem Maschinenbau übertraf der Umsatz des Segments Kunststofftechnik auch im
dritten Quartal 2018 das Vorjahr. Die Erlöse legten um 4,5 % auf 30,2 (28,9) Mio.
Euro zu. Im Neunmonatszeitraum summierte sich das Plus bei einem Umsatz von 90,8 (84,7)
Mio. Euro auf 7,2 %. Unterstützt von Optimierungsmaßnahmen in der Fertigung sowie
einem weiterhin restriktiven Kostenmanagement legte das Segmentergebnis vor Zinsen
und Ertragsteuern überproportional zum Umsatzwachstum zu und erreichte 15,9 (13,8)
Mio. Euro, davon 6,6 (5,7) Mio. Euro im dritten Quartal. Die Ergebnismarge verbesserte
sich damit nochmals auf hohem Niveau und betrug 17,5 % (16,3 %) im Zeitraum Januar
bis September 2018. Segmente Gewerbeparks und Dienstleistungen mit stabilem UmsatzbeitragDie Einnahmen aus der Vermietung und Verpachtung der Gewerbeparks in Idstein, Deutschland,
und Kecskemét, Ungarn, blieben im Zeitraum Januar bis September 2018 konstant bei
3,2 (3,2) Mio. Euro. Das Segmentergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern lag bei 0,1
(- 0,2) Mio. Euro. Im Segment Dienstleistungen sind die Elring Klinger Motortechnik GmbH, Idstein, die
KOCHWERK Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland sowie die ElringKlinger Logistic
Service GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland zusammengefasst. Diese steuerten in den
ersten neun Monaten 2018 Erlöse in Höhe von 7,1 (7,5) Mio. Euro bei. Das Segmentergebnis
vor Zinsen und Ertragsteuern lag bei 0,4 (1,1) Mio. Euro. Mitarbeiteranzahl in Nordamerika nochmals ausgeweitetIn den ersten neun Monaten 2018 erhöhte sich die Mitarbeiteranzahl im ElringKlinger-Konzern
weltweit um 620 Personen bzw. 6,5 % auf 10.231 Beschäftigte (31.12.2017: 9.611). Im
dritten Quartal 2018 wurde das Personal in der Region NAFTA um weitere 71 Stellen
aufgestockt, um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können, so dass sich der
Zuwachs im bisherigen Jahresverlauf auf 213 Mitarbeiter beläuft. An den deutschen
Standorten wurden vorwiegend Fachkräfte für die neuen Geschäftsfelder Batterie und
Brennstoffzelle eingestellt und 344 mehr Menschen beschäftigt als zum Jahresende.
Die Mitarbeiteranzahl im Inland stieg somit zum 30. September 2018 auf 4.221 Personen
(31.12.2017: 3.877). Der Inlandsanteil der Beschäftigtenanzahl belief sich auf 41,3
% (31.12.2017: 40,3 %). Der Auslandsanteil sank hauptsächlich aufgrund der Veräußerung
des Hug-Teilkonzerns leicht auf 58,7 % (31.12.2017: 59,7 %). Höhere Rohstoffpreise belasten BruttomargeIn den ersten neun Monaten erhöhten sich die Umsatzkosten deutlich um 6,1 % auf 979,2
(922,8) Mio. Euro. Auf das dritte Quartal entfielen davon 312,8 (299,9) Mio. Euro.
Insbesondere die in der ersten Jahreshälfte 2018 überaus stark gestiegenen Rohstoffpreise
führten zu der höheren Kostenbasis. Hierbei sind vor allem die Preise für Stahl, Aluminium
und Kunststoffgranulate betroffen, die zur Herstellung von Dichtungen, Abschirmsystemen
und Kunststoffleichtbauteilen benötigt werden. Im dritten Quartal bewegten sich die
Preise für Stahl und Aluminium auf hohem Niveau, während die Preise für Kunststoffgranulate
tendenziell noch weiter zulegten. In Summe nahmen die Materialaufwendungen im dritten
Quartal 2018 nochmals zu, allerdings schwächer als noch im zweiten Quartal. Im Zeitraum
Januar bis September 2018 lag die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis
zum Umsatz) spürbar über dem Vorjahreswert bei 43,4 % (41,2 %). Der Konzern steuert
bereits mit einer konsequenten Lieferantenauswahl sowie einer ausgewogenen Laufzeitstruktur
der Lieferverträge den Rohstoffpreisentwicklungen risikominimierend entgegen. Allerdings
können diese Maßnahmen erst mit Zeitverzug ihre volle Wirkung entfalten. Belastet
durch die hohen Rohstoffpreise sank die Bruttomarge im dritten Quartal auf 22,9 %
(25,7 %). Von Januar bis September 2018 kam sie auf 22,7 % (25,9 %). EBIT*
Jan. - Sep.
in Mio. €![]() Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG Jan. - Sep.
in Mio. €![]() Darüber hinaus stiegen die Personalkosten in den ersten neun Monaten 2018 um 8,5 %
auf 395,9 (364,9) Mio. Euro, davon fielen 128,7 (115,1) Mio. Euro im dritten Quartal
an. Der Anstieg resultiert vor allem aus dem wachstumsbedingten Personalaufbau, der
tariflichen Lohnerhöhung für inländische Gesellschaften zum 1. April 2018 sowie der
im zweiten Quartal ausbezahlten Mitarbeiterbeteiligung für Beschäftigte der ElringKlinger
AG, der ElringKlinger Kunststofftechnik GmbH und der Elring Klinger Motortechnik GmbH
in Höhe von 5,7 (5,2) Mio. Euro. Die Personalaufwandsquote stieg ebenfalls deutlich
auf 31,2 % (29,3 %). Im dritten Quartal 2018 fielen Vertriebskosten in Höhe von 34,8 (34,4) Mio. Euro an.
Der Anstieg im Neunmonatszeitraum betrug damit insgesamt 2,8 % auf 106,3 (103,5) Mio.
Euro. Nach wie vor wirkten sich hier die hohen Kundenabrufe in der Region NAFTA aus,
die höhere Folgekosten nach sich zogen. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im dritten Quartal 2018 mit 4,9 (3,4) Mio.
Euro über dem Vorjahresniveau. Darin enthalten ist ein Veräußerungsgewinn für den
Verkauf der new enerday GmbH (vgl. Wesentliche Ereignisse, Seite 8) in Höhe von 1,0
Mio. Euro. Von Januar bis September 2018 kamen die sonstigen betrieblichen Erträge
auf 35,6 (12,4) Mio. Euro. Hierin ebenfalls enthalten ist der Veräußerungsgewinn aus
dem Verkauf des Hug-Teilkonzerns. Zielgröße für Forschungs- und Entwicklungsquote erreichtMit Fokus auf innovative Lösungen und Produkte für alternative Antriebstechnologien
investierte ElringKlinger weiterhin nachhaltig und gezielt in Forschung und Entwicklung
(F&E), zudem wurde in den neuen Geschäftsfeldern kontinuierlich Personal aufgebaut.
Die F&E-Aufwendungen stiegen in den ersten neun Monaten 2018 um 10,3 % auf 58,9 (53,4)
Mio. Euro, auf das dritte Quartal entfielen davon 17,9 (15,9) Mio. Euro. Darüber hinaus
wurden im Neunmonatszeitraum Forschungs- und Entwicklungskosten im Umfang von 5,7
(2,8) Mio. Euro aktiviert. Unter Berücksichtigung der aktivierten F&E-Kosten lag die
F&E-Quote im Verhältnis zum Konzernumsatz im Zeitraum Januar bis September 2018 bei
5,1 % (4,5 %) und damit innerhalb der langfristig anvisierten Bandbreite von 5 bis
6 %. Für laufende Entwicklungsprojekte erhält ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen
Hand. Diesen stehen stets projektbezogene Aufwendungen für die Entwicklung und den
Musterbau in entsprechender Höhe gegenüber. Im Neunmonatszeitraum verbuchte der Konzern
öffentliche Fördermittel in Höhe von 3,6 (5,2) Mio. Euro. EBIT-Marge bei 7 %Die Abschreibungen sanken in den ersten neun Monaten 2018 leicht auf 73,2 (74,9) Mio.
Euro (vgl. Vermögens- und Finanzlage, Seite 16). Gegenläufig wirkten sich vor allem
die hohen Folgekosten aufgrund der beschriebenen hohen Kapazitätsauslastung in der
NAFTA-Region sowie die gestiegenen Rohstoffpreise auf die Ergebnisgrößen aus. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich im dritten
Quartal 2018 auf 48,4 (59,4) Mio. Euro. Im gesamten Berichtszeitraum war somit ein
Minus von 13,0 % auf 158,8 (182,5) Mio. Euro zu verbuchen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging im selben Zeitraum auf 85,6 (107,7)
Mio. Euro zurück, im dritten Quartal fiel es auf 22,9 (33,9) Mio. Euro. Zuzüglich
der Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation lag das EBIT vor Kaufpreisallokation
bei 88,5 (111,1) Mio. Euro. Entsprechend kam die EBIT-Marge in den ersten neun Monaten
2018 auf 7,0 % (8,9 %). Im dritten Quartal betrug das EBIT vor Kaufpreisallokation
23,8 (34,8) Mio. Euro mit einer EBIT-Marge von 5,9 % (8,6 %). Währungsgewinne verbessern FinanzergebnisDie Währungsgewinne fielen im dritten Quartal sowie im gesamten Neunmonatszeitraum
2018 höher aus als im Vorjahr. Gleichzeitig zeigten sich die Währungsverluste jeweils
niedriger als im Vorjahrsvergleich. Insgesamt verbesserte sich das Währungsergebnis
im Zeitraum Januar bis September 2018 auf 2,0 (- 8,6) Mio. Euro bzw. auf 3,4 (- 4,2)
Mio. Euro im dritten Quartal. Da sich die Zinserträge und -aufwendungen im Vorjahresvergleich
nicht wesentlich geändert haben, stand dem ein negatives Zinsergebnis in Höhe von
- 10,4 (- 9,7) Mio. Euro im Neunmonatszeitraum gegenüber. Auf das dritte Quartal entfallen
davon - 4,0 (- 3,5) Mio. Euro. In Summe verbesserte sich das Finanzergebnis, das im
Wesentlichen das Währungs- und Zinsergebnis umfasst, auf - 11,4 (- 19,2) Mio. Euro
in den ersten neun Monaten bzw. auf - 1,0 (- 8,0) Mio. Euro in den Berichtsmonaten
Juli bis September. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag somit bei 74,2 (88,4) Mio. Euro, davon 21,8 (25,9)
Mio. Euro im dritten Quartal. Höhere Steuerquote drückt PeriodenergebnisDie Ertragsteueraufwendungen nahmen im dritten Quartal auf 9,5 (8,7) Mio. Euro zu
und lagen damit auch im Zeitraum Januar bis September mit 26,2 (25,9) Mio. Euro über
dem Vorjahreswert. Die Steuerquote stieg zum 30. September 2018 auf 35,3 % (29,3 %).
Dies resultierte einerseits aus höheren Steuersätzen für ergebnisstarke Tochtergesellschaften
sowie andererseits aus Verlusten von Produktionsgesellschaften, auf die keine latenten
Steuern gebildet werden konnten. Das Periodenergebnis erreichte damit 48,0 (62,5) Mio. Euro. Der davon den Aktionären
der ElringKlinger AG zustehende Ergebnisanteil beziffert sich auf 45,0 (59,6) Mio.
Euro, davon entfallen 10,8 (16,1) Mio. Euro auf das dritte Quartal. Das Ergebnis je
Aktie erreichte ebenfalls nicht das Vorjahresniveau und lag im dritten Quartal bei
0,17 (0,25) Euro bzw. bei 0,71 (0,94) Euro kumuliert für die ersten drei Quartale. Vermögens- und FinanzlageDie Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns stellte sich zum 30. September 2018 mit einer Eigenkapitalquote von 42,1 % und einem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 40,6 Mio. Euro weiterhin solide dar. Die wachstumsbedingten, planmäßigen Investitionen in Sachanlagen (121,6 Mio. Euro) führten im Neunmonatszeitraum zu einem negativen operativen Free Cashflow1 von 88,8 (- 53,3) Mio. Euro und wurden teilweise durch die Aufnahme kurzfristiger Kredite finanziert. Bilanzsumme steigt um 3 %Verglichen mit dem Stand zum Jahresende 2017 (2.022,4 Mio. Euro) nahm die Bilanzsumme
zum 30. September 2018 um 3,2 % bzw. 64,7 Mio. Euro auf 2.087,1 Mio. Euro zu. Als
Hauptgründe sind die Ausweitung der Sachanlagen um 50,9 Mio. Euro auf 980,5 Mio. Euro
sowie die um 67,3 Mio. Euro höheren Bestände im Working Capital (Vorräte sowie Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen) zu nennen. Der Anstieg des Working Capitals, das zum 30. September 2018 bei 739,5 Mio. Euro lag,
gründet im Wesentlichen auf der guten Auftragslage und den damit verbundenen höheren
Ausbringungsmengen bzw. Vorleistungen des Konzerns. Trotz des starken Umsatzwachstums
konnten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch ein striktes Forderungsmanagement
im zweiten und vor allem dritten Quartal zurückgeführt werden. Zum 30. September 2018
lagen sie bei 328,3 Mio. Euro, das heißt noch um 25,7 Mio. Euro über dem Wert zum
Jahresende 2017. Lang- und kurzfristige Vermögenswertescroll
In den Vorräten, die zum 30. September 2018 den Wert zum Jahresultimo 31. Dezember
2017 um 41,6 Mio. Euro übertrafen, spiegelt sich das organische Wachstum der kommenden
Quartale wider. Denn die am Berichtsstichtag erfassten Werkzeugbestände, die zur Vorbereitung
von Serienanläufen temporär, das heißt bis zur Weiterveräußerung an Kunden, im Bestand
geführt werden, liegen über dem Niveau der vorangegangenen Quartale. Auch die Bestände
an Halb- und Fertigerzeugnissen waren zum Ende des dritten Quartals 2018 aufgrund
kurzfristig bevorstehender Lieferungen überdurchschnittlich hoch. Mit den im Vorjahresvergleich
gestiegenen Rohstoffpreisen sowie der Bevorratung der im Aufbau befindlichen Standorte
wie Fort Wayne, USA, oder Warwick, Großbritannien, kamen weitere bestandserhöhende
Faktoren hinzu. Verkäufe von Hug und new enerday bilanziell vollzogenDie Veräußerung des Hug-Teilkonzerns verminderte zum Entkonsolidierungszeitpunkt am
1. März 2018 die Vermögenswerte und Schulden um den vorläufigen Buchwert von 40,4
Mio. Euro. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 waren die betroffenen Positionen
bereits gemäß IFRS 5 umklassifiziert und als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
(61,8 Mio. Euro) bzw. Schulden (23,7 Mio. Euro) dargestellt. Im Konzerneigenkapital
reduzierten sich zum Entkonsolidierungszeitpunkt die in den übrigen Rücklagen enthaltenen
Umgliederungsbeträge für die Währungsumrechnung sowie die nicht beherrschenden Anteile,
während der Veräußerungsgewinn von 21,2 Mio. Euro das Periodensergebnis bzw. die Gewinnrücklagen
erhöhte. Die Entkonsolidierung der zum 30. September 2018 veräußerten new enerday GmbH, Deutschland,
verkürzte die Konzernbilanz um insgesamt 2,5 Mio. Euro. Weitere Informationen zu den Veräußerungen der Hug-Gruppe und new enerday GmbH sind
im Anhang, Seite 35 ff., enthalten. Erstanwendung IFRS 15 zum 1. Januar erfolgtDer seit 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandard IFRS 15
"Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" wirkte sich zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar
2018 wie folgt auf die Konzernbilanz aus: Die Gewinnrücklagen verringerten sich um
4,0 Mio. Euro. Auf der Vermögensseite reduzierten sich die immateriellen Vermögenswerte
um 4,1 Mio. Euro, die Sachanlagen um 2,2 Mio. Euro und die Vorräte um 7,4 Mio. Euro.
Demgegenüber wurden lang- und kurzfristige "Vertragsvermögenswerte" in Höhe von 7,3
Mio. Euro sowie "Vertragserfüllungskosten" von 0,8 Mio. Euro und latente Steuern von
1,6 Mio. Euro gebildet. Weitere Informationen zur Erstanwendung des Standards und
zur Auswirkung in den ersten neun Monaten 2018 sind im Anhang auf Seite 34 enthalten. Eigenkapitalquote bei 42 %Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns betrug zum 30. September 2018 879,0 (31.12.2017:
889,7) Mio. Euro. Der positive Effekt aus dem Periodenergebnis von 48,0 Mio. Euro
in den ersten neun Monaten 2018 wurde im Wesentlichen durch die im zweiten Quartal
gezahlte Dividende an die Aktionäre der ElringKlinger AG in Höhe von 31,7 (31,7) Mio.
Euro sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 11,9 (- 33,8)
Mio. Euro gemindert. Des Weiteren reduzierten die Änderung des Konsolidierungskreises
und die Umstellung aus der beschriebenen Erstanwendung des IFRS 15 die Eigenmittel. Lang- und kurzfristige Verbindlichkeitenscroll
Die Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2018 bei 42,1 % (31.12.2017: 44,0 %) und
damit weiter innerhalb der definierten Zielbandbreite von 40 bis 50 %. Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen sowie die Pensionsrückstellungen veränderten
sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 in Summe nicht nennenswert. Nettoverschuldung im Zuge der Investitionstätigkeit ausgeweitetDie Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel)
lag zum 30. September 2018 bei 728,5 Mio. Euro und damit um 73,2 Mio. Euro über dem
Stand am Jahresende 2017 (655,3 Mio. Euro). Während sie im ersten Quartal, auch aufgrund
des Mittelzuflusses aus dem Verkauf der Hug-Gruppe (52,5 Mio. Euro), reduziert werden
konnte, führte neben der planmäßigen Investitionstätigkeit und der Dividendenauszahlung
vor allem das starke Wachstum des Konzerns zu einer Ausdehnung der Verschuldungskennzahl.
Zahlreiche Produktanläufe und planmäßige Investitionen erforderten einen erhöhten
Mittelbedarf. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit bei 41 Mio. EuroIn den ersten neun Monaten 2018 erwirtschaftete der ElringKlinger-Konzern aus betrieblicher
Tätigkeit einen Kapitalzufluss von 40,6 (63,6) Mio. Euro. Im dritten Quartal lag der
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit mit 12,8 (13,0) Mio. Euro auf dem Niveau des
Vorjahres. Beim Mittelabfluss für den Aufbau des Net Working Capitals (Vorräte und Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen)
ist im Vorjahresvergleich eine Verbesserung festzustellen - sowohl kumuliert in den
ersten neun Monaten als auch im dritten Quartal. Die für die Veränderung des Net Working
Capitals1
erforderlichen Zahlungsmittel reduzierten den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
in jeweils geringerem Umfang als im Vorjahr - im Neunmonatszeitraum um 56,3 (78,5)
Mio. Euro und im dritten Quartal um 10,6 (28,6) Mio. Euro. Der verkleinerte Konsolidierungskreis sowie Effekte aus der IFRS 15-Umstellung erklären
den Rückgang der Abschreibungen (abzgl. Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte,
die sich in den ersten neun Monaten 2018 auf 73,2 (74,9) Mio. Euro und im dritten
Quartal auf 25,6 (25,5) Mio. Euro beliefen. In den "Sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen" von minus 29,0 (+
12,9) Mio. Euro sind Währungseffekte erfasst. Zudem wurden in dieser Position die
Gewinne aus den beschriebenen Unternehmensverkäufen berücksichtigt. Investitionen für E-Mobilität steigen im dritten QuartalDie Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien beliefen sich im Neunmonatszeitraum auf 121,6 (114,1) Mio. Euro bzw. im
dritten Quartal auf 53,9 (42,1) Mio. Euro. Damit liegt die Investitionsquote der ersten
drei Quartale 2018 (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien in % des Konzernumsatzes) bei 9,6 % (9,2 %) und somit innerhalb des angestrebten
Spektrums von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes. Für das dritte Quartal 2018 errechnet
sich eine temporär erhöhte Quote von 13,3 % (10,4 %). Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Jan. - Sep.
in Mio. €![]() Investitionsausgaben fielen an nahezu allen Produktionsstandorten weltweit an und
betrafen zu einem großen Teil Erweiterungsmaßnahmen für den Ausbau von Kapazitäten
sowie die Installation von Produktionsanlagen für Neuanläufe. Besonders im dritten
Quartal fielen am Stammsitz Dettingen/Erms Ausgaben für den begonnenen Neubau eines
Technologiezentrums für Elektromobilität ins Gewicht. Zudem befindet sich ebenfalls
an einem deutschen Standort eine hochautomatisierte Montagelinie für Batteriemodule
im Aufbau, für die im dritten Quartal Investitionsausgaben anfielen. Der Konzern investiert aber auch an den übrigen europäischen Werken, so z.B. für das
neue Werk am ungarischen Standort Kecskemét sowie für Fertigungsanlagen in Redcar,
Großbritannien. An den drei großen nordamerikanischen Produktionsstandorten in Leamington,
Kanada, sowie Buford, USA, und Toluca, Mexiko, investierte der Konzern in Erweiterungen
und Rationalisierungsmaßnahmen. In Fort Wayne, USA, werden Anlagen für die Herstellung
von thermischen und akustischen Abschirmsystemen aufgebaut. Der brasilianische Standort
Piracicaba wird seit 2018 um einen größeren Neubau für die Geschäftsbereiche Leichtbau/Elastomertechnik
und Ersatzteile erweitert. Auch in den chinesischen Werken waren in den ersten drei
Quartalen 2018 weitere Investitionsmaßnahmen für die lokale Produktion erforderlich.
Am 2017 gegründeten vierten chinesischen Standort in Chongqing bereitete der Konzern
die Aufnahme der Produktion von Türmodulträgern vor. Für immaterielle Vermögenswerte fielen im Zeitraum Januar bis September 2018 Auszahlungen
in Höhe von 8,6 (6,1) Mio. Euro an, wobei auf das dritte Quartal 5,8 (2,4) Mio. Euro
entfielen. Aus der Veräußerung der Hug-Gruppe im ersten Quartal und der new enerday GmbH im dritten
Quartal flossen dem Konzern 52,5 Mio. Euro bzw. 1,0 Mio. Euro zu. Die im Vorjahresvergleichsquartal
ausgewiesenen Auszahlungen für den Erwerb von assoziierten Unternehmen (28,9 Mio.
Euro) betrafen den Anteilserwerb an der hofer AG. Entwicklung der Zahlungsmittel Jan. - Sep.in Mio. €
![]() 1
Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle
Vermögenswerte Insgesamt ergab sich aus der Investitionstätigkeit ein Cashflow in Höhe von minus
75,7 (- 147,7) Mio. Euro in den ersten neun Monaten und von minus 57,8 (- 44,5) Mio.
Euro im dritten Quartal 2018. Kurzfristige Kredite für Finanzierungstätigkeit ausgeweitetAus der Finanzierungstätigkeit vereinnahmte der Konzern im Neunmonatszeitraum 2018
Mittel in Höhe von 34,3 (90,6) Mio. Euro. Im dritten Quartal betrug der Mittelzufluss,
der hauptsächlich aus der Ausweitung kurzfristiger Kredite erfolgte, 38,3 (22,3) Mio.
Euro. Da die Investitionsausgaben über den Konzerneinnahmen aus betrieblicher Tätigkeit
lagen, ergab sich in den ersten neun Monaten 2018 ein negativer operativer Free Cashflow
von 88,8 (- 53,3) Mio. Euro. Im dritten Quartal war der operative Free Cashflow aufgrund
des anhaltenden Wachstums mit - 46,5 (- 31,5) Mio. Euro ebenfalls negativ. Der Wert
errechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit plus Cashflow aus Investitionstätigkeit
und wird um Auszahlungen für Akquisitionen und finanzielle Vermögenswerte sowie um
Einzahlungen aus Desinvestitionen bereinigt. Chancen und RisikenDas Wirtschaftswachstum von China hat sich im Verlauf des Jahres 2018 stetig verlangsamt
- nach 6,8 % bzw. 6,7 % in den ersten beiden Quartalen lag das Bruttoinlandsprodukt
für die vergangenen drei Monate nur noch bei 6,6 %. Als Gründe werden der Handelskonflikt
mit den USA sowie die hohe Staatsverschuldung angeführt. Gleichwohl liegt das bisherige
Wachstum weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Sofern sich die Wachstumsaussichten
im weltweit wichtigsten Automobilmarkt China jedoch weiter eintrüben, die eine geringere
Pkw-Nachfrage zur Folge haben dürften, könnte dies auch den Absatz von ElringKlinger-Produkten
beeinflussen. Des Weiteren sieht sich die Automobilindustrie unverändert branchenspezifischen Unsicherheiten
gegenüber. Dazu zählt unter anderem die Umstellung auf das Abgasprüfverfahren WLTP
zum 1. September 2018, welches bis dato zu Verzögerungen bei der Neuzulassung von
Fahrzeugen führt. Unter dem Eindruck dieses Sondereffekts verzeichnete der europäische
Pkw-Absatzmarkt im September ein Minus im zweistelligen Prozentbereich. Nachdem die
USA und China, die beiden größten Pkw-Einzelmärkte der Welt, im September ebenfalls
deutliche Rückgänge zu verzeichnen hatten, mehren sich die Anzeichen eines sich generell
eintrübenden Branchenumfeldes. Das Ausmaß und die Auswirkungen dieser Unsicherheitsfaktoren
auf den ElringKlinger-Konzern lassen sich zum heutigen Tag noch nicht vollumfänglich
abschätzen. Bei der weiteren Einschätzung der Chancen und Risiken für die ElringKlinger-Gruppe
haben sich im dritten Quartal und den ersten neun Monaten 2018 keine wesentlichen
Änderungen im Vergleich zu den entsprechenden Aussagen im Geschäftsbericht 2017 (Seite
53 ff.) bzw. im Zwischenbericht über das zweite Quartal und erste Halbjahr 2018 (Seite
18) des ElringKlinger-Konzerns ergeben. Risiken, die für sich genommen oder im Zusammenwirken mit anderen Risikofaktoren bestandsgefährdend
auf den Konzern wirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Der Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht 2017 ist auch auf der ElringKlinger-Internetseite
unter www.elring-klinger.de/gb2017/chancen-und-risikobericht zugänglich. PrognoseberichtAusblick Markt und BrancheFortsetzung des globalen Aufschwungs mit Risiken behaftetDer globale Aufschwung wird sich auch im vierten Quartal 2018 voraussichtlich weiter
fortsetzen. Allerdings sind die Herausforderungen für die Weltwirtschaft nach Ansicht
des Internationalen Währungsfonds (IWF) größer geworden. Zu den Abwärtsrisiken zählen
demzufolge die von den USA ausgelösten Handelskonflikte und die damit verbundenen
höheren Preise sowie Unterbrechungen weltweiter Lieferketten. In seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Oktober 2018 rechnet der IWF mit einer
gegenüber dem Vorjahr unveränderten Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts
(BIP) von 3,7 %. Für die Eurozone wird aufgrund der Schwäche im Exportsektor mit einer
weiteren Abschwächung gerechnet. Die US-Wirtschaft hingegen sollte trotz der allmählichen
Zinsanhebungen zunächst noch durch niedrigere Steuersätze und höhere Staatsausgaben
getrieben sein. Weniger günstig sehen die Ökonomen die Lage in den Schwellenländern.
Zwar verbesserte der gestiegene Rohölpreis die wirtschaftliche Situation ölexportierender
Länder, gleichzeitig dämpfen steigende Zinsen, striktere Finanzierungskonditionen
und geopolitische Konflikte die Expansion. Wachstumsprognose Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: Internationaler Währungsfonds (Oktober 2018) Wachstumstempo der Weltfahrzeugmärkte verlangsamt sichNach den Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung im dritten Quartal 2018 gehen Branchenexperten
von einem schwächeren Ausblick für das Gesamtjahr 2018 aus als noch zu Jahresbeginn
prognostiziert. ElringKlinger passt daher seine Einschätzung entsprechend an und erwartet
einen Anstieg der weltweiten Automobilproduktion 2018 um 1 bis 2 % (zuvor: 2 bis 3
%). Damit befindet sich der globale Fahrzeugmarkt auf einem noch leichten Expansionskurs,
der im Wesentlichen durch Zuwächse in Europa, Indien und China sowie Brasilien getragen
wird. Der US-Markt für Light Vehicles wird voraussichtlich auf hohem Niveau stagnieren. Für die gedämpften Wachstumserwartungen sind in den einzelnen Regionen unterschiedliche
Faktoren verantwortlich. In der Europäischen Union wird die bereits erwähnte Umstellung
auf den neuen, seit 1. September 2018 geltenden Prüfzyklus WLTP die Absatzmärkte stärker
beeinträchtigen, als zunächst absehbar war. Innerhalb Europas zeichnet sich eine sehr
unterschiedliche Entwicklung ab: Während Deutschland vom WLTP-Sondereffekt stärker
betroffen ist und zum Jahresende voraussichtlich nur leicht im Plus liegen wird, werden
Spanien und Frankreich die Riege der Top-5-Märkte mit soliden Zuwächsen anführen.
Unabhängig davon zeichnen sich für Italien und Großbritannien Produktionsrückgänge
im mittleren einstelligen Bereich ab. Prognose Produktion Light Vehicles 2018scroll
Quelle: PwC Autofacts (Oktober 2018) Auch in den größten Einzelmärkten China und USA trübte sich der Branchenausblick etwas
ein. Ein Negativimpuls geht hierbei unter anderem von der Verschärfung der internationalen
Handelsstreitigkeiten bzw. Zollkonflikte aus. Der US-Markt wird sich im Gesamtjahr
2018 voraussichtlich auf einem Produktionsvolumen von 17,0 Mio. Light Vehicles seitwärts
bewegen. In China wird nach dem schwachen Fahrzeughandel des Vorquartals für das vierte
Quartal ein Rückgang der Fahrzeugproduktion erwartet. Ausblick NutzfahrzeugmärkteNachdem sich die Nutzfahrzeugmärkte in den ersten neun Monaten 2018 in einer guten
Verfassung präsentierten, bleibt der Ausblick für das Gesamtjahr durchaus positiv.
Das gilt sowohl für Westeuropa als auch die USA, allerdings zeichnet sich in den einzelnen
Märkten ein unterschiedliches Bild ab. Ein stärkerer Rückgang wird für Großbritannien
erwartet, während Frankreich, Spanien und Polen mit weiteren Zuwächsen aufwarten dürften.
Auf dem US-Truckmarkt zeigt sich 2018 bei mittelschweren und schweren Lkw eine starke
Dynamik mit zweistelligen Wachstumsraten. Ausblick UnternehmenHerausfordernde RahmenbedingungenDas globale Wettbewerbsumfeld sowie die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben
für die Automobilbranche weiterhin intensiv und herausfordernd. Die Unsicherheit durch
die anhaltende Diesel-Debatte um Betrugsvorwürfe und Fahrverbote, durch Zölle und
Handelsstreitigkeiten, durch anhaltend hohe Rohstoffpreise und nicht zuletzt durch
Schwächen bedeutender Märkte wie Europa oder China werden den Automobilsektor auch
in den kommenden Monaten und Quartalen beeinflussen. Gute Auftragslage sichert künftiges UmsatzwachstumTrotz dieses Umfelds ist die Nachfrage nach ElringKlinger-Produkten unverändert hoch,
wie die gute Auftragslage zeigt. Der Auftragseingang nahm im dritten Quartal 2018
um 30,8 Mio. Euro oder 8,1 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal zu und belief
sich auf 411,8 (381,0) Mio. Euro. Währungsbereinigt betrug der Anstieg sogar 43,8
Mio. Euro oder 11,5 %. Infolgedessen lag der Auftragsbestand mit 1.027,2 (976,5) Mio.
Euro zum 30. September 2018 weiterhin auf einem hohen Niveau. Bereinigt um Währungseffekte
kam der Bestand sogar auf 1.041,4 Mio. Euro, was einem Plus von 64,9 Mio. Euro oder
6,6 % entspricht. Damit ist die Grundlage für weiteres organisches Umsatzwachstum
in den kommenden Monaten und Quartalen geschaffen. Umsatz- und Ergebnisziele für 2018 bestätigtFür das Gesamtjahr erwartet ElringKlinger unter dem Eindruck der WLTP-Auswirkungen
und des nachlassenden chinesischen Marktes ein Wachstum der globalen Automobilproduktion
von nunmehr 1 bis 2 % (zuvor: 2 bis 3 %). Bei einem organischen Umsatzwachstum von
7,4 % nach neun Monaten und einer nach wie vor starken Auftragslage geht der Konzern
nichtsdestotrotz weiterhin davon aus, das Marktwachstum mit seinem organischen Umsatzzuwachs
um 2 bis 4 Prozentpunkte übertreffen zu können. Nach den ersten neun Monaten liegt der Konzern mit seinem im Juni 2018 angepassten
Ergebnisziel, im Gesamtjahr eine EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation von rund 7 % zu
erzielen, auf Kurs. Es ist jedoch auch im vierten Quartal davon auszugehen, dass neben
den Marktunsicherheiten und dem hohen Rohstoffpreisniveau auch Kosten infolge der
anhaltend hohen Nachfrage in der NAFTA-Region das Ergebnis beeinträchtigen werden.
Wenngleich sich das Ergebnisziel daher nach wie vor anspruchsvoll darstellt, bleibt
der Konzern insgesamt unter Abwägung der beschriebenen Einflussfaktoren - auch angesichts
zu erwartender operativer Verbesserungen - zuversichtlich, die angestrebte Ziel-Marge
trotz der ungünstigen Rahmenbedingungen zu erreichen. Weitere Steuerungsgrößen und IndikatorenDie Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung weiterer Kennzahlen im Geschäftsjahr
2018 bleiben ebenfalls unverändert. Unter dem Eindruck des schwächeren Ergebnisses
wird der Return on Capital Employed (ROCE, Kapitalrentabilität) leicht unter dem Niveau
des Vorjahres liegen. Gleiches gilt für den erwarteten operativen Free Cashflow. Angesichts
des starken Wachstums wird sich das Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz erwartungsgemäß
leicht erhöhen. Aufgrund des Aufbaus neuer Standorte rechnet der Konzern für die Investitionsquote
für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien weiterhin mit einer
Bandbreite von rund 9 bis 10 % des Konzernumsatzes. Auch die weiteren Indikatoren
bleiben unverändert. Mittelfristiger AusblickTrotz der vielschichtigen Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit
bestimmen, sieht sich der Konzern mittel- bis langfristig gut positioniert. Das Unternehmen
verfügt über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Dichtungen,
Abschirmsystemen sowie Leichtbauteilen. Darüber hinaus hat sich ElringKlinger mit
Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensystemen frühzeitig für den Wandel hin
zur Elektromobilität aufgestellt. Vor diesem Hintergrund geht ElringKlinger unverändert
davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion.
Hinsichtlich der Ergebnissituation erwartet der Konzern weiterhin, die Profitabilität
- gemessen an der EBIT-Marge vor Kaufpreisallokation - schrittweise zu verbessern. Dettingen/Erms, den 6. November 2018 Der Vorstand scroll
ElringKlinger am KapitalmarktGlobale Aktienmärkte mit heterogener EntwicklungDie Entwicklung an den globalen Aktienmärkten fiel im dritten Quartal 2018 mitunter
sehr unterschiedlich aus. In den USA erreichten die Märkte aufgrund von positiven
Arbeitsmarktdaten, einer starken Berichtssaison sowie der Einigung auf neue Handelsabkommen
mit Mexiko und Kanada neue Höchststände. Japans Leitindex Nikkei profitierte vom schwächelnden
Yen und verbuchte ebenfalls einen deutlichen Zuwachs. Im Vergleich dazu hatte der chinesische Aktienmarkt unter dem weiterhin schwelenden
Handelskrieg mit den USA zu leiden. Auch die Märkte in Deutschland und Europa entwickelten
sich eher unterdurchschnittlich. Belastend wirkten sich der unsichere Brexit-Ausgang,
ein unerwartet hohes Haushaltsdefizitziel von Italien sowie zunehmende Inflationssorgen
um die Türkei aus. Eingebettet in diese Gemengelage verlor der deutsche Leitindex
DAX 0,5 % zwischen Juli und September bzw. 5,2 % seit Jahresbeginn. ElringKlinger-Aktie schließt 3. Quartal bei 9,56 EuroNachdem die Aktie von ElringKlinger das erste Halbjahr 2018 mit einem Kurs von 10,99
Euro beendet hatte, bewegte sich der Kurs im Juli saisonüblich eher seitwärts. Die
Anfang August vorgelegten Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2018 sorgten für
ein positives Umfeld der Aktie und ließen den Kurs am Veröffentlichungstag um rund
5 % steigen. In der Folgezeit sorgten Analystenstudien zu ElringKlinger mit aktualisierten Einschätzungen
und Kurszielen allerdings für erhöhten Druck in der Aktie. Diese fielen mit einer
sich eintrübenden Börsenstimmung zusammen, die sich abermals überproportional in den
Werten der Automobilindustrie niederschlug. Als Belastungsfaktoren erwiesen sich insbesondere
die anhaltenden Schlagzeilen zur Dieselthematik, die Diskussion um Pkw-Nachrüstungen
sowie die Debatte um Fahrverbote in deutschen Großstädten. Das dritte Quartal 2018
schloss die ElringKlinger-Aktie bei einem Kurs von 9,56 Euro. Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie (Xetra) seit 1. Januar 2018 (indexiert, 29.12.2017 = 100 %)im Vergleich zu den Indizes DAX und SDAX![]() Aktionärsstruktur1in %
![]() 1
Stand zum 30. September 2018 Handelsvolumen unter VorjahresniveauIn den ersten neun Monaten des Jahres 2018 blieb das Handelsvolumen der ElringKlinger-Aktie
hinter dem Vorjahresniveau zurück. Mit durchschnittlich gehandelten 141.300 (180.000)
Stück pro Börsentag lag das Volumen aber in einem indexrelevanten Bereich. Die durchschnittlich
erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen
erreichten einen Wert von 1.964.600 (3.021.900) Euro. Kapitalmarktkommunikation im In- und AuslandDie aktive Kommunikation mit den Akteuren des Kapitalmarkts setzte ElringKlinger auch
im dritten Quartal 2018 fort. In den Monaten Juli bis September präsentierte sich
die Gesellschaft bei drei innerdeutschen Kapitalmarktkonferenzen vor einem überwiegend
institutionellen Investorenkreis. Nach neun Monaten des Jahres 2018 standen insgesamt
vier durchgeführte Roadshows sowie die Teilnahme an elf Kapitalmarktkonferenzen zu
Buche. Im Zentrum der Investor-Relations-Aktivitäten standen unter anderem die europäischen
Finanzplätze in London und Frankfurt/Main. Daneben führten Termine mit bestehenden
und potenziellen Investoren in die USA, nach Australien und Singapur. Geschäftsbericht mehrfach ausgezeichnetDer Finanzbericht der ElringKlinger AG für das Geschäftsjahr 2017 wurde mit mehreren
Preisen von namhaften Kommunikations- und Designwettbewerben ausgezeichnet. Bei den
LACP (League of American Communications Professionals) Vision Awards setzte sich die
Publikation von ElringKlinger gegen internationale Konkurrenz durch und wurde von
der Jury in der Kategorie "Automobiles & Components" mit Gold prämiert. Bei den ARC
(Annual Report Competition) Awards überzeugte der Geschäftsbericht von ElringKlinger
ebenfalls und gewann Silber in der Kategorie "Automotive Parts". Auch beim Automotive
Brand Contest konnte sich ElringKlinger zum wiederholten Mal in die Siegerliste der
Kategorie "Corporate Publishing" eintragen. Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)scroll
1
Xetra-Handel Konzern-Zwischenabschluss
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018scroll
Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. September 2018AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018scroll
scroll
1
Siehe Erläuterungen zu IFRS 15 im Konzernanhang Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018scroll
Umsatzentwicklung Konzern nach Regionen der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2018scroll
Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. Juli bis 30. September 2018scroll
scroll
scroll
1. Januar bis 30. September 2018scroll
scroll
scroll
1
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern Erläuternde Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2018Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms,
Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer
Tochtergesellschaften zum 30. September 2018 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss
zum 30. September 2018 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für
einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2018 wurde weder geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 6. November 2018 zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der BerichterstattungRechnungslegungIFRS 9 FinanzinstrumenteDer Konzern wendet den neuen Standard ab dem 1. Januar 2018 an. IFRS 15 Umsatzerlöse aus KundenverträgenDer Konzern wendet den neuen Standard IFRS 15 ab dem 1. Januar 2018 an. Es wurde der
modifiziert retrospektive Ansatz gewählt, in dem die Vergleichsperiode nicht angepasst
und der Umstellungseffekt kumuliert in den Gewinnrücklagen erfasst wurde. IFRS 15
legt fest, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Als Grundprinzip erfolgt
die Erlösrealisierung im Zuge des Transfers von Gütern und Dienstleistungen in Höhe
der erwarteten Gegenleistung. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht
über die Güter oder Dienstleistungen erhält. Die aus der Anwendung des IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach IAS
11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Umsatzerlöse resultierenden Änderungen der Bilanz-
und GuV Positionen zum 30. September 2018 stellen sich wie folgt dar. In den ersten drei Quartalen 2018 ergibt sich durch die Anwendung des IFRS 15 ein
positiver Ergebniseffekt in Höhe von TEUR 4.273. Die Auswirkungen auf die Bilanz zeigen sich zum einen in einem Anstieg der Vertragserfüllungskosten
und der Vertragsvermögenswerte, als auch einer Abnahme der Vorräte, der immateriellen
Vermögenswerte und der Sachanlagen. Im Falle von zur Bauteileproduktion verwendeten Werkzeugen, deren rechtliches sowie
wirtschaftliches Eigentum auf die Kunden übergeht, sind - unabhängig davon, ob eine
Amortisation über den Bauteilepreis oder eine unmittelbare Kaufpreiszahlung erfolgt
- die Voraussetzungen nach IFRS 15 zur Umsatzrealisierung im Zeitpunkt des Kontrollübergangs
erfüllt. Dementsprechend kommt es regelmäßig zu einer Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt
des Eigentumsübergangs und damit zu einer vollständigen Erfassung des Gewinns bzw.
Verlusts. Durch die Bilanzierung nach IFRS 15 stellen sich die langfristigen Vermögenswerte
um TEUR 3.033 niedriger, das Vorratsvermögen um TEUR 4.090 niedriger und die Vertragsvermögenswerte
um TEUR 1.713 höher dar. In Bezug auf die Lieferung von Bauteilen kommt ElringKlinger bei bestimmten Kunden
und bei bestimmten Geschäftsmodellen zu der Einschätzung, dass die Umsätze aus diesen
Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind, da die verkauften Einheiten vom Konzern
nicht anderweitig genutzt werden können und der Konzern einen Leistungsanspruch für
die bisher erbrachten Leistungen hat. Für Bauteile, die bis zur Mindestbestandsmenge
im Konsignationslager liegen, kommt ElringKlinger ebenfalls zu der Einschätzung, dass
der Konzern dafür bereits einen Leistungsanspruch besitzt. Daraus ergeben sich nach
IFRS 15 im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung um TEUR 4.278 höhere Vertragsvermögenswerte
und um TEUR 3.462 niedrigere Vorräte. Die nach IFRS 15 bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen erforderliche Aktivierung
von Kosten für die Erfüllung von Verträgen mit Kunden bewirkte eine Erhöhung des langfristigen
Vermögens um TEUR 2.704. KonsolidierungskreisIn den Zwischenabschluss zum 30. September 2018 sind neben der ElringKlinger AG die
Abschlüsse von sieben inländischen und 31 ausländischen Gesellschaften einbezogen,
an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile
hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik
zu beherrschen (Control-Verhältnis). Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab
dem das Control-Verhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben
ist. Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, in Höhe von 28,89 % sind als assoziiertes
Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen
Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei
assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 % angenommen. Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergaben sich mit Ausnahme
des Verkaufs der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz und des Verkaufs der new enerday
GmbH mit Sitz in Neubrandenburg, Deutschland, der Neugründung der ElringKlinger Manufacturing
Indiana, Inc., USA, und der Verschmelzung der Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz
in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation, Tokio, Japan, keine weiteren
Änderungen im Konsolidierungskreis. Zur Hug-Gruppe gehörten die Gesellschaften Hug
Engineering AG, Schweiz, die Hug Engineering GmbH, Deutschland, die Hug Engineering
Inc., USA, die Hug Engineering Italia S.r.l., Italien, sowie die Hug Engineering B.V.,
Niederlande. Neugründung GesellschaftMit Wirkung zum 28. Februar 2018 wurde die ElringKlinger Manufacturing Indiana, Inc.
mit Sitz in Fort Wayne, USA, gegründet. Die ElringKlinger AG hält 100 % der Anteile. VerschmelzungMit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde die Taiyo Jushi Kakoh Co., Ltd mit Sitz in Tokio,
Japan, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Marusan Corporation ebenfalls
mit Sitz in Tokio, Japan, auf die ElringKlinger Marusan Corporation verschmolzen. DesinvestitionenDer Konzern konzentriert sich in seiner strategischen Ausrichtung vor allem auf die
Zukunftsfelder Leichtbau und Elektromobilität sowie elektrische Antriebssysteme. Vor
diesem Hintergrund erzielte der Konzern im Dezember 2017 eine Einigung mit einem französischen
Automobilzulieferer über den Verkauf der Hug-Gruppe mit Sitz in Elsau, Schweiz. Die
Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 21. Dezember 2017. Das Closing der Transaktion
erfolgte am 28. Februar 2018 mit Wirksamkeit zum 1. März 2018. Der vorläufige Verkaufspreis
liegt bei TEUR 52.455. Die bislang von ElringKlinger gehaltenen Anteile an der Hug
Engineering AG in Höhe von 93,67 % gingen vollständig in den Besitz des Vertragspartners
über. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 21.186 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen
enthalten. Für den Verkauf der Hug-Gruppe sind Nebenkosten in Höhe von TEUR 937 angefallen.
Diese werden in den Verwaltungskosten ausgewiesen. Die ElringKlinger AG hat im Rahmen ihrer strategischen Ausrichtung im Bereich Elektromobilität
beschlossen, sich in der Brennstoffzellentechnologie künftig auf die für mobile Anwendungen
relevante Niedrigtemperatur-Brennstoffzelle PEMFC (Proton Exchange Membrane Fuel Cell)
zu konzentrieren. Vor diesem Hintergrund veräußert ElringKlinger seine bisherigen
Aktivitäten rund um die Hochtemperatur-Brennstoffzelle SOFC (Solid Oxide Fuel Cell)
- und infolgedessen seine Beteiligung an der new enerday GmbH in Neubrandenburg, Deutschland. Zum 30.09.2018 erwarb die ElringKlinger AG 20 % der Anteile der new enerday GmbH.
Die damit von ElringKlinger gehaltenen Anteile von 100 % gingen vollständig in den
Besitz des Vertragspartners zum gleichen Zeitpunkt über. Die Unterzeichnung des Kaufvertrages erfolgte am 19. September 2018, das Closing der
Transaktion erfolgte am 30. September 2018. Der vertragliche Verkaufspreis beträgt
TEUR 1.288. Zum Erwerbszeitpunkt wurden TEUR 1.000 des Kaufpreises bezahlt, die weiteren
Verkaufspreiskomponenten sind langfristig. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 975 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen
enthalten. WechselkurseDie Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Angaben zu FinanzinstrumentenDieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten
und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente
enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Vermögenswerte: scroll
scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Verbindlichkeiten: scroll
scroll
scroll
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Kaufpreisverbindlichkeit
in Höhe von TEUR 34.782 (2017: TEUR 34.782) aus einer geschriebenen Verkaufsoption,
die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Das Konzernmanagement hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen
Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente
ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten langfristigen
Wertpapiere basieren auf Preisnotierungen eines aktiven Markts zum Abschlussstichtag.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten,
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger
den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den
für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen
sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins. Der beizulegende Zeitwert, der in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthaltenen
Verkaufsoption nicht beherrschender Anteilseigner der ElringKlinger Marusan Corporation,
Tokio, Japan, auf deren Anteile basiert auf internen Prognosen des Unternehmenswerts.
Bei der Bewertung dieser Verkaufsoption der nicht beherrschenden Anteile werden Schätzungen
bei der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie bei der Wahl des verwendeten Zinssatzes
im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit vorgenommen. Eine Veränderung des Unternehmenswerts
von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.478. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie
zum Bewertungsstichtag 30. September 2018: scroll
*
Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting
nicht vorliegen Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender
Zeitwert ausgewiesen wird, zu den 3 Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag
30. September 2018: scroll
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert
werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie gekommen ist,
erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode
wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenDie im Konzernabschluss 2017 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten neun Monaten 2018
nicht wesentlich verändert. Zuwendungen der öffentlichen HandIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten neun Monaten Zuwendungen
der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 3.593 enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich
für Entwicklungsprojekte gewährt. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor,
die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Dettingen/Erms, den 6. November 2018 Der Vorstand scroll
ImpressumElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 D- 72581 Dettingen/Erms Fon +49 (0) 71 23 / 724-0 Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06 www.elringklinger.de IR-Kontakt Dr. Jens Winter Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335 Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335 jens.winter@elringklinger.com Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere
nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu
verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre
zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse
und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten,
die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können.
Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und
Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz
neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie. Sonstige HinweiseAufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten
zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben,
kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die
gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine
Personenbezeichnungen beziehen sich auf Menschen beiden Geschlechts. Dieser Bericht wurde am 6. November 2018 veröffentlicht und liegt in deutscher und
englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung. Finanzkalenderscroll
Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender
abzufragen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||