![]() ElringKlinger AGDettingen/ErmsBericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2020KennzahlenElringKlinger-Konzernscroll
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Cashflow aus betriebl. Tätigkeit minus Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor M&A-Aktivitäten
und exklusive Investitionen in finanzielle Vermögenswerte) Erstes Halbjahr 2020 in Kürze
BATTERIEABSCHIRMUNG Temperaturmanagement spielt gerade in der E-Mobilität eine wichtige Rolle. Diese
Batterieabschirmung aus Edelstahl schützt die Umgebung der Lithium-Ionen-Batterie
sicher vor potenziellen thermischen Kettenreaktionen. Erfahren Sie mehr zu unserem Produktportfolio im Beitrag »Das Beste beider Welten«
im Magazin »pulse«. Konzern- ZwischenlageberichtKonjunkturelle Entwicklung und BranchenumfeldWeltwirtschaft bricht im zweiten Quartal durch Coronavirus-Pandemie ein Die weltwirtschaftliche Aktivität ist im ersten Halbjahr 2020 durch die Coronavirus-Pandemie
drastisch gesunken. Das Jahr war zunächst mit einem gedämpften globalen Wirtschaftswachstum
gestartet. Die rasche weltweite Ausbreitung des Coronavirus führte jedoch ab März
2020 zu Eindämmungsmaßnahmen der Regierungen auf internationaler Ebene und mit weitreichenden
negativen Auswirkungen auf die globale Konjunktur. Im Januar und Februar war es zunächst
in einzelnen Regionen Chinas zu Produktions- und Handelsstillständen gekommen. Ab
Mitte Februar griff die Viruswelle zunächst auf Europa und leicht verzögert auf den
amerikanischen Kontinent über. Die staatlich angeordneten Infektionsschutzmaßnahmen wie Kontakt- und Ausgangssperren
oder Grenz- und Ladenschließungen lösten unmittelbar globale wirtschaftliche Verwerfungen
über viele Branchen hinweg aus. Es kam zu nationalen Shutdowns und Produktionsunterbrechungen
in der Industrie. Um die unmittelbaren Schäden für die Wirtschaft zu begrenzen, reagierten
Staaten rasch mit beträchtlichen finanziellen Hilfs- und Konjunkturpaketen. Notenbanken
unterstützten diese Maßnahmen mit zusätzlichen Anleihekäufen und Leitzinssenkungen. In China normalisierte sich die Lage bereits ab Mitte Februar wieder. In den meisten
europäischen Ländern spitzte sie sich hauptsächlich ab Ende März zu. Ab Mai zeichneten
sich sukzessive und regional unterschiedlich Lockerungen ab, sodass im Euroraum die
wirtschaftliche Aktivität wieder langsam zunahm. In den USA hingegen verschärfte sich
die Pandemielage in einigen Bundesstaaten auch im Verlauf des zweiten Quartals. Das
Land verzeichnete insgesamt einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit und Rückgang
des privaten Konsums. Auch Südamerika, Indien und Afrika waren im zweiten Quartal
stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen. Corona-Krise trifft Automärkte weltweit hart Nachdem die Automärkte bereits in den ersten Monaten 2020 aufgrund der abflauenden
Konjunktur vor allem in Europa sowie den ersten Corona-Auswirkungen in Asien, dort
hauptsächlich in China, spürbar nachließen, brachen sie ab April weltweit durch die
Ausbreitung des Coronavirus massiv ein. Der Autohandel kam in zahlreichen Regionen während der angeordneten Lockdowns komplett
zum Erliegen. Die hohe Unsicherheit um das weitere Ausmaß der Krise sowie um mögliche
Fördermaßnahmen hielten Konsumenten vor allem in Deutschland vom Autokauf ab. Starke
Absatzrückgänge und die Produktionsunterbrechungen bei zahlreichen Herstellern im
ersten Quartal 2020 in China und im zweiten Quartal hauptsächlich in Europa, Nord-
und Südamerika bewirkten schließlich beispiellose Rückgänge in der Fahrzeugproduktion. Wachstumsprognose Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: HSBC (Juni 2020) Im zweiten Quartal brach die Weltproduktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge)
um 44,5 % auf 12,3 Mio. Neufahrzeuge - und damit rund 10 Millionen weniger als im
selben Zeitraum des Vorjahres - ein. Im gesamten ersten Halbjahr betrug der Rückgang
33,2 %. Produktion Light Vehiclesscroll
Quelle: IHS (Juli 2020) Wesentliche EreignisseAufsichtsrat auf virtueller Hauptversammlung neu gewählt Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie fand die ursprünglich für Mai 2020 geplante
Hauptversammlung der ElringKlinger AG am 7. Juli 2020 erstmals in der Unternehmensgeschichte
virtuell statt. Die Aktionäre der ElringKlinger AG nahmen sämtliche Beschlussvorschläge
mit deutlicher Mehrheit an und entlasteten Vorstand und Aufsichtsrat mit jeweils 97
% der Stimmen. Turnusgemäß stand bei dieser Hauptversammlung die Neuwahl der von den Anteilseignern
gewählten Aufsichtsratsmitglieder an. Dabei folgte Helmut P. Merch dem ausgeschiedenen
Aufsichtsratsmitglied Prof. Hans-Ulrich Sachs nach. Alle anderen Aktionärsvertreter
wurden mit deutlicher Mehrheit wiedergewählt. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat
waren bereits im Mai gewählt worden und nahmen ebenfalls nach Ende der Hauptversammlung
am 7. Juli 2020 ihr Amt auf. Neu gewählt wurden Olcay Zeybek, Leiter Rechnungswesen
der ElringKlinger AG, sowie Barbara Resch, Tarifsekretärin der IG Metall Baden-Württemberg.
Sie folgten den ausgeschiedenen Mitgliedern Pasquale Formisano und Nadine Boguslawski. Zum Abschlussprüfer wurde die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, bestellt. Dass die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 angesichts der
Ergebnissituation und der Corona-Krise ausgesetzt wird, hatte der Konzern bereits
im März mitgeteilt. Coronavirus-Pandemie bewirkt drastischen Geschäftsrückgang im zweiten Quartal Zu Beginn des Jahres breitete sich das Coronavirus zuerst in China und danach weltweit
aus. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die dadurch ausgelöste Krankheit
zur Pandemie. In der Folge kam es weltweit zu staatlichen Eindämmungsmaßnahmen, deren
erste Auswirkungen bereits im ersten Quartal 2020 in der Geschäftstätigkeit von ElringKlinger
zu erkennen waren. In den chinesischen Werken des ElringKlinger-Konzerns kam es zu
verlängerten Neujahrsferien und Schließungen im Februar. Ab Mitte März wurde die Produktion
darüber hinaus auch in europäischen und nordamerikanischen Werken unterbrochen, während
sich die Lage in China wieder normalisierte. Die massiven konjunkturellen Auswirkungen führten vor allem zu Beginn des zweiten
Quartals zu einem spürbaren Geschäftsrückgang bei ElringKlinger. In Europa fuhren
Hersteller erst ab Ende April wieder sukzessive mit der Produktion hoch, in Nordamerika
setzte die Anlaufphase später ein. Im Zuge dessen führte ElringKlinger zum 1. April
2020 an den deutschen Standorten Kurzarbeit ein, die zum Halbjahresstichtag fortbestand.
Zum Schutz der MitarbeiterInnen ordnete der Konzern Ende Februar konzernweit Reisebeschränkungen
an. Weitere Maßnahmen sehen physische Kontaktbeschränkungen und die Einhaltung strikter
Hygienevorschriften vor. Im Konzern wird darüber hinaus in den hierfür geeigneten
Bereichen das Arbeiten im Home Office praktiziert, das zum Berichtsstichtag ebenfalls
fortgeführt wird. Umsatz- und ErtragsentwicklungUmsätze brechen im zweiten Quartal aufgrund Corona ein Der Einbruch der internationalen Automärkte als Folgewirkung der Coronavirus-Pandemie
zeigte sich im zweiten Quartal 2020 in einem deutlichen Rückgang des Konzernumsatzes
der ElringKlinger AG. Nachdem sich die Konzernerlöse im ersten Quartal aufgrund der
konjunkturellen Abkühlung vor allem in Europa und ersten Auswirkungen aus der Corona-Krise
in Asien um 10,2 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal abschwächten, reduzierten
sie sich im zweiten Quartal um 41,9 % auf 252,2 Mio. EUR (Q2 2019: 434,1 Mio. EUR).
Im ersten Halbjahr gingen die Konzernerlöse um 226,8 Mio. EUR bzw. 25,9 % auf 648,4
Mio. EUR (H1 2019: 875,2 Mio. EUR) zurück. Organisch (bereinigt um Währungseffekte und Einflüsse aus M&A-Aktivitäten) ging der
Konzernumsatz im zweiten Quartal um 40,5 % und im ersten Halbjahr um 25,0 % zurück.
Aus M&A-Aktivitäten waren Erlöse in Höhe von 2,2 Mio. EUR aus dem 2019 veräußerten
ungarischen Gewerbepark zu berücksichtigen. Währungseffekte minderten den Umsatz im
zweiten Quartal um 4,9 Mio. EUR und im ersten Halbjahr um 5,4 Mio. EUR. Verglichen mit der globalen Fahrzeugproduktion, die im zweiten Quartal drastisch
um 44,5 % und im ersten Halbjahr um 33,2 % schrumpfte, konnte ElringKlinger damit
erneut eine bessere Entwicklung erzielen: um vier Prozentpunkte im zweiten Quartal
2020 und um gut acht Prozentpunkte im ersten Halbjahr. Effekte im Konzernumsatzin Mio. EUR![]() Asien-Pazifik im zweiten Quartal von Krise am wenigsten betroffen Die Umsatzeinbußen des zweiten Quartals 2020 betrafen sämtliche Regionen. In Europa,
wo üblicherweise mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes generiert wird, kam es in
Folge nationaler Shutdowns bereits ab Ende März zu Werksschließungen vieler Fahrzeughersteller.
Aufgrund erster Lockerungen konnte die Produktion ab Ende April schrittweise wieder
aufgenommen werden. Insgesamt reduzierten sich im zweiten Quartal die Konzernerlöse
in Europa (inkl. Deutschland) um 96,7 Mio. EUR bzw. 42,9 % auf 128,5 Mio. EUR. Deutschland
hatte mit 34,8 % einen geringeren Rückgang zu verzeichnen. Die Konzernumsätze in Europa
waren damit deutlich robuster als der europäische Fahrzeugmarkt, der einen Produktionsrückgang
von 62,3 % im zweiten Quartal 2020 hinnehmen musste. Auch im ersten Halbjahr lagen
die Konzernerlöse in Europa mit 342,9 Mio. EUR und einem Rückgang von - 27,0 % erkennbar
über der Marktentwicklung von - 39,7 %. In Deutschland erlöste ElringKlinger im ersten
Halbjahr 2020 155,6 Mio. EUR (H1 2019: 204,4 Mio. EUR) und generierte 23,9 % weniger
Umsatzerlöse als in der Vorjahresvergleichsperiode. Die Konzernumsätze in der Region Nordamerika konnten nach der starken Expansion im
Geschäftsjahr 2019 zunächst auch im ersten Quartal 2020 um 4,1 % weiter zulegen. Im
zweiten Quartal brachen sie jedoch drastisch um 54,3 % auf 53,4 Mio. EUR (Q2 2019:
116,9 Mio. EUR) ein. Allerdings betraf es ElringKlinger auch hier weniger stark als
den Gesamtmarkt: Mit einem Produktionsrückgang von 69,1 % litt der Markt für Pkw und
leichte Nutzfahrzeuge in Nordamerika im zweiten Quartal 2020 erheblich. Im ersten
Halbjahr sanken die Konzernerlöse in Nordamerika um 27,1 % auf 159,2 Mio. EUR (H1
2019: 218,5 Mio. EUR). In Asien-Pazifik verbuchte ElringKlinger mit einem Minus von 13,3 % im zweiten Quartal
2020 bzw. mit - 17,6 % Umsatzerlöse von 121,6 Mio. EUR (H1 2019: 147,6 Mio. EUR) im
Halbjahr und damit den regional geringsten Rückgang. China war zwar im Februar von
verlängerten Neujahrsferien und anschließenden Werksschließungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie
betroffen, konnte aber im zweiten Quartal wieder zu einer Normalisierung zurückkehren.
Hingegen konnte sich im Berichtsquartal die Lage in anderen asiatischen Ländern, darunter
Indien, nicht erholen. In Südamerika und Übrige sanken die Umsätze im zweiten Quartal 2020 drastisch um
12,1 Mio. EUR auf 7,6 Mio. EUR (Q2 2019: 19,6 Mio. EUR) bzw. um 14,8 Mio. EUR auf
24,7 Mio. EUR (H1 2019: 39,5 Mio. EUR). Währungsbereinigt fiel der Rückgang um 3,7
Mio. EUR milder aus. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz betrug im zweiten Quartal 74,7 % (Q2 2019: 77,5
%) bzw. im ersten Halbjahr 76,0 % (H1 2019: 76,6 %). Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2020![]() Segment Erstausrüstung Die negativen Folgen der Coronavirus-Pandemie auf die Automobilbranche wirkten sich
auf das Segment Erstausrüstung am härtesten aus, da es unmittelbar von Veränderungen
in den Abrufmengen der Hersteller betroffen ist. Mit einem Anteil von 77 % am Konzernumsatz
(30. Juni 2020) stellt es nach wie vor das mit Abstand größte Segment dar. Hinzu kommt,
dass die von der Krise im zweiten Quartal besonders hart getroffene Region Nordamerika
nach dem starken Wachstum in den Vorperioden mittlerweile die größte Absatzregion
im Segment Erstausrüstung ist. Entsprechend büßte das Segment den Großteil des Umsatzrückgangs
des Konzerns ein: von insgesamt - 181,9 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020 entfiel ein
Umsatzminus von 172,9 Mio. EUR auf das Segment Erstausrüstung. Die Segmenterlöse gingen
um 47,9 % gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal auf 188,4 Mio. EUR (Q2 2019: 361,3
Mio. EUR) zurück bzw. im ersten Halbjahr 2020 um 30,5 % auf 501,6 Mio. EUR (H1 2019:
722,0 Mio. EUR). In den klassischen Geschäftsbereichen Abschirmtechnik sowie Zylinderkopf- und Spezialdichtungen
sanken die Umsätze im zweiten Quartal 2020 um jeweils mehr als die Hälfte im Vergleich
zur selben Periode des Vorjahres. Prozentual weniger betroffen war der Geschäftsbereich
Leichtbau / Elastomertechnik, der neben motorbezogenen Komponenten auch innovative
Strukturleichtbauteile entwickelt und herstellt. Diese waren vergleichsweise nachfragerobust.
Auch das E-Mobility-Geschäft, das die Bereiche Brennstoffzellen- und Batterietechnologie
sowie elektrische Antriebssysteme umfasst, verzeichnete einen unterdurchschnittlichen
Umsatzrückgang und erlöste im zweiten Quartal 2020 5,8 Mio. EUR (Q2 2019: 8,4 Mio.
EUR) bzw. 12,1 Mio. EUR (H1 2019: 14,8 Mio. EUR) im ersten Halbjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des Segments Erstausrüstung sank
im zweiten Quartal auf - 40,5 Mio. EUR (Q2 2019: 2,0 Mio. EUR) bzw. auf - 40,8 Mio.
EUR (H1 2019: - 3,2 Mio. EUR) im ersten Halbjahr 2020. Die klassischen Geschäftsbereiche
hatten im ersten Quartal auch aufgrund des 2019 konzernweit eingeführten Effizienzsteigerungsprogramms
trotz nachlassender Umsätze ihre Ertragsstärke verbessert, lagen aber aufgrund des
massiven Absatzrückgangs im zweiten Quartal 2020 deutlich unter ihren Gewinnschwellen.
Die an den nordamerikanischen Werken durchgeführten Optimierungen der Kostenstrukturen
und Maßnahmen zur Produktivitätsverbesserung konnten die Ergebniseffekte durch die
Umsatzausfälle leicht abmildern. Der Geschäftsbereich E-Mobility verbuchte im Berichtsquartal
wie auch im ersten Halbjahr 2020 ebenfalls ein negatives EBIT. In der Berichtsperiode
fielen Aufwendungen für den Aufbau einer neuen Batterielinie am Standort in Thale
sowie für den Aufbau von Produktionskapazitäten elektrischer Antriebseinheiten in
Großbritannien und Deutschland an. Ersatzteilgeschäft mit starkem ersten Halbjahr Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte das Ersatzteilgeschäft des ElringKlinger-Konzerns
im ersten Halbjahr 2020 einen erfreulichen Umsatzzuwachs von 6,7 % auf 91,3 Mio. EUR
(H1 2019: 85,6 Mio. EUR) verzeichnen. Die Unsicherheiten um die Auswirkungen aus der
Corona-Krise auf die Handelsketten haben in vielen Regionen dazu geführt, dass teilweise
Kunden über Abrufsteigerungen ihre Lagerbestände optimierten. Vor allem in Osteuropa
und im Nahen und Mittleren Osten legten die Umsätze spürbar zu. Im zweiten Quartal
gelang es dem Segment, die Ersatzteilversorgung des Marktes trotz der weitreichenden
logistischen und handelsbezogenen Einschränkungen in allen wesentlichen Regionen aufrechtzuerhalten.
Auch dadurch konnte das Umsatzvolumen im zweiten Quartal 2020 mit 39,0 Mio. EUR (Q2
2019: 40,9 Mio. EUR) weiter auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die hohe Effizienz in der Disposition, der Lagerlogistik und den Handelswegen sowie
vorausschauende Bestandsoptimierungen spiegeln sich in der guten Ergebnissituation
des Segments wieder - hinzu kommt die konzernweite Kostendisziplin. Im ersten Halbjahr
2020 steuerte das Segment Ersatzteile ein EBIT von 20,5 Mio. EUR (H1 2019: 14,0 Mio.
EUR) bei. Davon entfallen 7,7 Mio. EUR (Q1 2019: 6,7 Mio. EUR) auf das zweite Quartal. Segment Kunststofftechnik Nachdem die Geschäftstätigkeit des Segments Kunststofftechnik bereits im ersten Quartal
2020 aufgrund der allgemeinen Marktschwäche in Europa und ersten Effekten aus der
Coronavirus-Pandemie nicht ganz an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpfen konnte,
wirkten sich die Pandemiefolgen im zweiten Quartal deutlicher aus. Auftragsrückgänge
und Umsatzeinbußen waren über viele Branchen und Regionen hinweg, vor allem im Maschinenbausektor
und der Automobilbranche und regional in Deutschland, Europa sowie den USA zu verzeichnen.
Der Segmentumsatz sank im zweiten Quartal um 17,1 % auf 23,8 Mio. EUR (Q2 2019: 28,7
Mio. EUR). Im ersten Halbjahr erlöste das Segment mit 52,7 Mio. EUR (H1 2019: 60,9
Mio. EUR) 13,5 % weniger Umsätze als noch im selben Zeitraum des Vorjahres. Mit dem konzernweiten Effizienzsteigerungsprogramm und der fortgeführten strengen
Kostendisziplin konnte der negative Ergebniseffekt aus dem Umsatzrückgang im zweiten
Quartal abgefedert, aber nicht vollständig kompensiert werden. Das Segmentergebnis
vor Zinsen und Steuern belief sich im zweiten Quartal auf 1,3 Mio. EUR (Q2 2019: 1,7
Mio. EUR) und entsprach einer Ergebnismarge von 5,5 %. Im ersten Halbjahr 2020 erzielte
das Segment Kunststofftechnik ein EBIT von 4,7 Mio. EUR (H1 2019: 5,8 Mio. EUR) und
eine EBIT-Marge von 9,0 % (H1 2019: 9,5 %). Segment "Sonstige" Seit dem 1. Januar 2020 werden die bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks"
unter dem Segment "Sonstige" zusammengefasst. Es beinhaltet die Geschäftstätigkeit
der Elring Klinger Motortechnik GmbH, der ElringKlinger Logistic Service GmbH sowie
des Gewerbeparks in Idstein. Die Umsatz- und Ergebnisbeiträge des Segments sind mit
einem Anteil von weniger als einem Prozent des Konzernumsatzes von nachrangiger Bedeutung.
Finanzzahlen sind in der Segmentrechnung im Konzernanhang dargestellt. Konzernumsatz nach Segmenten 1. Halbjahr 2020![]() Mitarbeiterzahl nimmt ab Zum Halbjahresstichtag 2020 waren im ElringKlinger-Konzern 9.991 Mitarbeiter - und
damit 402 Personen weniger als noch zum 31. Dezember 2019 (10.393 Mitarbeiter) -beschäftigt.
Zum 30. Juni 2019 hatten noch 10.409 Personen zum Konzernpersonal gezählt. Zur Verbesserung
der Kostenbasis hatte der Konzern bereits vor der Corona-Krise ein Effizienzsteigerungsprogramm
eingeleitet, das sich auch auf das Personalmanagement im In- und Ausland auswirkte.
Der Personalbestand ging in einigen Bereichen und Regionen bereits im ersten Quartal
2020 zurück. Aufgrund des Umsatzeinbruches im zweiten Quartal passte der Konzern die
Personalkapazitäten weiter an, sodass sich die Mitarbeiterzahl in sämtlichen Regionen
im Halbjahreszeitraum reduzierte: In Deutschland um 97 auf 4.227, in Europa (ohne
Deutschland) um 114 auf 1.914, in Nordamerika um 98 auf 1.971, in Südamerika und Übrige
um 84 auf 343 und in Asien-Pazifik um 9 auf 1.536. Ein Anteil von 42,3 % der Beschäftigten war zum 30. Juni 2020 im Inland und 57,7
% entsprechend im Ausland tätig. Bruttomarge durch Volumenrückgang belastet Die Umsatzkosten sanken im zweiten Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahresquartal
um 118,3 Mio. EUR auf 229,7 Mio. EUR (Q2 2019: 348,0 Mio. EUR). Das Bruttoergebnis
belief sich auf 22,5 Mio. EUR (Q2 2019: 86,1 Mio. EUR) und entsprach einer Bruttomarge
von 8,9 % (Q2 2019: 19,8 %), die deutlich unter dem üblichen Niveau lag. Im ersten
Halbjahr ergab sich eine Bruttomarge von 17,0 % (H1 2019: 19,6 %), entsprechend einem
Bruttoergebnis von 110,3 Mio. EUR (H1 2019: 171,7 Mio. EUR). Durch den hohen Volumenrückgang im zweiten Quartal nahm in den Umsatzkosten vor allem
das Verhältnis von fixen zu variablen Kostenbestandteilen wie planmäßige Abschreibungen
zu, wohingegen der Materialkostenanteil am Umsatz auf einem dem Vorjahresvergleichsquartal
ähnlichen Niveau von rund 45 % konstant blieb. Hier war im ersten Halbjahr 2020 auch
aufgrund aktiver Steuerung des Einkaufs eine leichte Entspannung zu verzeichnen. Diese
betraf Polyamide (Kunststoffgranulate), aber auch Stahl und Aluminium. Die Preise
für Edelstahl stiegen leicht. Die Personalkosten des Konzerns konnten im zweiten Quartal 2020 um 37,3 Mio. EUR
auf 101,3 Mio. EUR (Q2 2019: 138,6 Mio. EUR) gesenkt werden. Ein wesentlicher Aspekt
im Berichtsquartal waren dabei konzernweite Maßnahmen im Zusammenhang mit den Auswirkungen
der Coronavirus-Pandemie. Aufgrund des geringeren Kapazitätsbedarfs wurden an allen
Standorten Möglichkeiten genutzt, die Flexibilität bei Personalkapazitäten den jeweiligen
Bedarfen entsprechend für den Konzern zu nutzen. Im Zuge des Nachfragerückgangs führte
ElringKlinger an den deutschen Standorten am 1. April 2020 Kurzarbeit ein, die im
zweiten Quartal durchgehend fortgeführt wurde. In den ausländischen Gesellschaften
setzte der Konzern ähnliche Maßnahmen um. Insgesamt waren dadurch spürbare Kostenentlastungen
erzielt worden, die aber die Ergebniseffekte aus den massiven Umsatzeinbußen nicht
adäquat kompensieren konnten. Dadurch lag die Personalaufwandsquote (Personalaufwand
im Verhältnis zum Umsatz) im zweiten Quartal auf einem erhöhten Niveau von 40,2 %
(Q2 2019: 31,9 %). Im ersten Halbjahr beliefen sich die Personalkosten auf 241,1 Mio. EUR (H1 2019:
285,1 Mio. EUR), was einer Personalaufwandsquote von 37,2 % (H1 2019: 32,6 %) entspricht. Die Vertriebskosten reduzierten sich im zweiten Quartal 2020 auf 23,8 Mio. EUR, nach
34,4 Mio. EUR in der gleichen Vorjahresperiode. Über die erwähnten Maßnahmen zur Senkung
der Personalkosten hinaus wirkte sich bei den Vertriebskosten vor allem der Rückgang
von Reisekosten positiv aus. Denn zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter sind im
Konzern aufgrund der Coronavirus-Pandemie umfassende Reiserestriktionen angeordnet
worden. Hinsichtlich der Sonderfrachten konnten insbesondere in den nordamerikanischen
Werken operative Erfolge erzielt werden, weswegen im bisherigen Jahresverlauf 2020
eine Kostenentlastung im Vergleich zu den entsprechenden Vorjahresperioden zu verzeichnen
ist. Im ersten Halbjahr betrugen die Vertriebskosten des Konzerns 55,2 Mio. EUR (H1
2019: 70,3 Mio. EUR). Die allgemeinen Verwaltungskosten konnten im zweiten Quartal 2020 auf 16,2 Mio. EUR
(Q2 2019: 21,4 Mio. EUR) abgesenkt werden. Im ersten Halbjahr nahmen sie auf 37,8
Mio. EUR (H1 2019: 45,0 Mio. EUR) ab. In dieser Entwicklung spiegeln sich die bereits
erwähnten Entlastungen in den Personalkosten wider. Aufgrund der verstärkten Einsparmaßnahmen
fielen außerdem geringere Sachkosten an. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stand im Berichtszeitraum unverändert
die Entwicklung von Produkten und Lösungen für alternative Antriebstechnologien. Die
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) sanken im zweiten Quartal 2020 auf
16,9 Mio. EUR, nach 22,7 Mio. EUR im Vorjahresvergleichszeitraum. Im ersten Halbjahr
kamen sie auf 37,5 Mio. EUR (H1 2019: 44,8 Mio. EUR). Ein Teil der Entwicklungsaufwendungen
wurde aktiviert: Im zweiten Quartal waren dies 3,0 Mio. EUR (Q2 2019: 2,7 Mio. EUR)
und im ersten Halbjahr 5,2 Mio. EUR (H1 2019: 5,1 Mio. EUR), was einer Aktivierungsquote
von 13,9 % im ersten Halbjahr (H1 2019: 11,4 %) und 17,8 % im zweiten Quartal (Q2
2019: 11,9 %) entspricht. Aufgrund des niedrigen Umsatzvolumens stieg die F&E-Quote
(inkl. Aktivierungen) auf 6,7 % (Q2 2019: 5,2 %) im zweiten Quartal 2020. Im Halbjahreszeitraum
lag sie mit 5,8 % (H1 2019: 5,1 %) innerhalb der kurz- und mittelfristig angestrebten
Bandbreite von rund 5 bis 6 %. Auch im zweiten Quartal erhielt ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand,
die vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie
unterstützten. Sie beliefen sich auf 1,1 Mio. EUR (Q2 2019: 0,7 Mio. EUR). Von Januar
bis Juni 2020 wurden 2,0 Mio. EUR (1,9 Mio. EUR) verbucht. EBIT durch Umsatzeinbußen negativ Die massiven Umsatzeinbußen im zweiten Quartal 2020 in Folge der Coronavirus-Pandemie
konnten durch das bereits bestehende Effizienzsteigerungsprogramm sowie die vom Konzern
frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Kapazitäten und Intensivierung
der Kosteneinsparungen ergebnisseitig zwar abgemildert, aber nicht kompensiert werden.
Auch die Verbesserungen in der Kostenstruktur der nordamerikanischen Werke, die im
Vorjahr aufgrund hohen Wachstums unter Kapazitätsengpässen gelitten haben, konnten
dem negativen Ausmaß der Krise leicht entgegenwirken. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) des Konzerns fiel im
zweiten Quartal 2020 auf den leicht negativen Wert von - 0,9 Mio. EUR (Q2 2019: 39,0
Mio. EUR). Im ersten Halbjahr erreichte es 44,9 Mio. EUR (H1 2019: 73,8 Mio. EUR).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im
Berichtsquartal auf 31,5 Mio. EUR (Q2 2019: 28,8 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr
auf 61,3 Mio. EUR (H1 2019: 57,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des ElringKlinger-Konzerns sank im zweiten
Quartal 2020 auf - 32,4 Mio. EUR (Q2 2019: 10,2 Mio. EUR). Damit musste der Konzern
auch im ersten Halbjahr ein negatives EBIT von - 16,4 Mio. EUR ausweisen, nach einem
positiven EBIT im ersten Halbjahr 2019 von 16,6 Mio. EUR. Die EBIT-Marge im zweiten
Quartal 2020 belief sich auf - 12,8 % (Q2 2019: 2,3 %) und im ersten Halbjahr 2020
auf - 2,5 % (H1 2019: 1,9 %). Da Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen im Konzern ein Niveau von unter einer
Million Euro einnehmen, verzichtet ElringKlinger seit dem 1. Januar 2020 auf den gesonderten
Ausweis und einen Bericht des EBIT vor Kaufpreisallokation. Finanzergebnis Das Finanzergebnis verbesserte sich im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal
auf - 6,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,7 Mio. EUR), lag aber im Halbjahreszeitraum mit -
16,1 Mio. EUR (H1 2019: - 9,7 Mio. EUR) hauptsächlich aufgrund höherer Währungsverluste
im ersten Quartal hinter dem Vorjahresperiodenergebnis. Im zweiten Quartal 2020 verbuchte
der Konzern ein Währungsergebnis von - 1,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 3,8 Mio. EUR) bzw.
im ersten Halbjahr von - 5,0 Mio. EUR (H1 2019: 0,3 Mio. EUR). Das Zinsergebnis verbesserte
sich im Vorjahresvergleich auf - 3,7 Mio. EUR (Q2 2019: - 4,8 Mio. EUR) im zweiten
Quartal und auf - 7,6 Mio. EUR (H1 2019: - 9,2 Mio. EUR) im ersten Halbjahr. Der Anteil
am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, das die Beteiligung an der hofer AG beinhaltet,
blieb mit - 1,4 Mio. EUR (Q2 2019: - 0,1 Mio. EUR) im zweiten Quartal 2020 und mit
- 3,6 Mio. EUR (H1 2019: - 0,8 Mio. EUR) jeweils hinter dem Vorjahreswert zurück. Das Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns fiel im zweiten Quartal 2020 auf - 38,7
Mio. EUR (Q2 2019: 1,5 Mio. EUR). Das Vorsteuerergebnis des ersten Halbjahres 2020
betrug - 32,5 Mio. EUR (H1 2019: 6,9 Mio. EUR). Periodenergebnis bei - 35,5 Mio. EUR Die Ertragsteuern des Konzerns saldierten sich im Berichtsquartal zu einem positiven
Wert von 3,1 Mio. EUR (Q2 2019: - 10,2 Mio. EUR). Der Konzern nahm im Rahmen der Covid-19-Hilfsmaßnahmen
steuerliche Erleichterungen im Inland in Anspruch, darunter Steuerstundungen. Im ersten
Halbjahr beliefen sich die Ertragsteueraufwendungen trotz des negativen Ergebnisses
auf 1,4 Mio. EUR (H1 2019: 16,7 Mio. EUR). Wie auch in den Vorjahresperioden konnten
auf Verluste einiger ausländischen Gesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet
werden. Es errechnete sich eine Steuerquote von 8,1 % im zweiten Quartal 2020 (Q2
2019: > 100 %) bzw. von - 4,3 % im ersten Halbjahr (H1 2019: > 100 %). Damit belief sich das Periodenergebnis des ElringKlinger-Konzerns im zweiten Quartal
2020 auf - 35,5 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,7 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr wurde ein Verlust
von 33,9 Mio. EUR (H1 2019: - 10,1 Mio. EUR) ausgewiesen. Nach Minderheitsanteilen
lag das Ergebnis der Aktionäre der ElringKlinger AG im zweiten Quartal 2020 bei -
35,5 Mio. EUR (Q2 2019: - 8,6 Mio. EUR) und bei - 33,5 Mio. EUR (H1 2019: - 10,1 Mio.
EUR) im ersten Halbjahr. Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 30. Juni 2020 unverändert
63.359.990 Stück. Es errechnet sich ein den Aktionären der ElringKlinger AG zustehender
Ergebnisanteil von - 0,56 EUR (Q2 2019: - 0,14 EUR) je Aktie im zweiten Quartal und
von - 0,53 EUR (H1 2019: - 0,16 EUR) je Aktie im ersten Halbjahr. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns zeigte sich zum 30. Juni
2020 mit einer Eigenkapitalquote von 40,5 %, einer hohen Liquidität und einer soliden
Vermögensstruktur nach wie vor in einer robusten Verfassung. Seinen mit dem Effizienzprogramm
eingeschlagenen Kurs zur Verbesserung wesentlicher Finanzkennzahlen, wie z. B. des
operativen Free Cashflows, setzte der Konzern auch im zweiten Quartal 2020 konsequent
fort. So konnte ElringKlinger im ersten Halbjahr einen operativen Free Cashflow von
23,6 Mio. EUR erzielen und dadurch die Nettoverschuldung weiter reduzieren. Kennzahlen Vermögens- und Finanzlagescroll
1
Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie Die Auswirkungen in Folge der Coronavirus-Pandemie schlagen sich in unterschiedlichem
Ausmaß auf einzelne Bilanzpositionen und den Kapitalfluss zum Halbjahresstichtag nieder.
Insbesondere das Kurzfristvermögen, darunter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
und Vorräte, sowie auf der Passivseite die Lieferantenverbindlichkeiten haben sich
aufgrund des geringeren Geschäftsvolumens reduziert. Gegenläufig erhöhte sich der
Zahlungsmittelbestand. Der drastische Geschäftseinbruch im zweiten Quartal 2020 führte
zu einem negativen Ergebnis, weswegen auch die Gewinnrücklagen im Eigenkapital zurückgingen.
Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen dieser Quartalsberichterstattung ergaben keine
außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. Robuste Vermögensstruktur Die Bilanzsumme belief sich zum 30. Juni 2020 auf 2.050,4 Mio. EUR. Gegenüber dem
Stand am 31. Dezember 2019 reduzierte sie sich um 96,1 Mio. EUR. Neben den im folgenden
beschriebenen Geschäftsvorfällen war diese rückläufige Entwicklung vorwiegend im ersten
Quartal auch durch den Einfluss von Wechselkurseffekten aus der Währungsumrechnung
der Einzelbilanzen in die Konzernwährung Euro beeinflusst. Die langfristigen Vermögenswerte umfassten zum 30. Juni 2020 einen Gesamtwert von
1.270,2 Mio. Euro (31.12.2019: 1.314,0 Mio. EUR). Die darin enthaltenen Sachanlagen,
die den wesentlichen Posten darstellen, reduzierten sich seit Jahresende um 44,8 Mio.
EUR auf 998,9 Mio. EUR (31.12.2019: 1.043,7 Mio. EUR). In diesem Rückgang kommt der
bereits 2019 eingeleitete und 2020 verstärkte disziplinierte Ansatz in der Investitionstätigkeit
zum Ausdruck: Die Abschreibungen auf Sachanlagen des ersten Halbjahrs 2020 lagen mit
56,8 Mio. EUR deutlich über den Zugängen in Höhe von 34,1 Mio. EUR (inkl. Zugänge
aus Leasing gemäß IFRS 16). Bei den kurzfristigen Vermögenswerten, die zum 30. Juni 2020 mit 780,1 Mio. EUR bilanziert
waren, hat sich im zweiten Quartal 2020 das Working Capital, das die Posten Vorräte
und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen umfasst, deutlich reduziert. Zum 30.
Juni 2020 kam es auf ein Volumen von 535,3 Mio. EUR. Damit lag es um 54,4 Mio. EUR
unter dem Stand zum Jahresende 2019. Während der Fokus des Managements bereits in
den Vorperioden auf der Verringerung und Optimierung dieser Bilanzpositionen lag,
wurde die Entwicklung im zweiten Quartal 2020 zusätzlich durch den Auftrags- und Umsatzrückgang
im Zuge der Corona-Krise beeinflusst: Einkaufsvolumina und die Vorratsbestände wurden
proaktiv nach unten angepasst. Der Umsatzrückgang, der im Februar zunächst in China,
ab Ende März auch in Europa und vor allem im April und Mai 2020 drastische Ausmaße
hatte, führte zur Verringerung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Gegenüber
dem Ende des ersten Quartals 2020 reduzierten sich die Vorräte zum Halbjahresstichtag
um 26,4 Mio. EUR auf 338,8 Mio. EUR und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
um 35,0 Mio. EUR auf 196,5 Mio. EUR. Verglichen mit dem Stand zum Ende des Vorjahreshalbjahres (670,3 Mio. EUR) senkte
sich das Niveau des Working Capitals um 135,0 Mio. EUR und damit deutlich über diesen
coronabedingten Effekt hinaus. Die Zahlungsmittel und Äquivalente des ElringKlinger-Konzerns beliefen sich zum 30.
Juni 2020 auf 147,8 Mio. EUR und lagen somit im Vergleich zum Stand am Jahresende
2019 (135,5 Mio. EUR) stichtagsbedingt höher. Im Rahmen des zentralen Liquiditätsmanagements
werden Salden konzernweit zielorientiert gesteuert, sodass Spitzen im Barmittelbestand
kurzfristig in die Finanzdisposition einfließen. Bei den in der Vorjahresvergleichsperiode ausgewiesenen, zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerten handelte es sich hauptsächlich um Grundstücke und Gebäude des ehemaligen
Segments "Gewerbeparks", die im Dezember 2019 veräußert wurden. Eigenkapitalquote über 40 Prozent Das negative Periodenergebnis in Höhe von - 35,5 Mio. EUR des ersten Halbjahres 2020
sowie Einflüsse aus der Währungsumrechnung in Höhe von - 25,7 Mio. EUR hatten zur
Folge, dass sich das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns verringerte. Zum 30.
Juni 2020 belief es sich auf 830,8 Mio. EUR, nach 891,2 Mio. EUR am Jahresende 2019.
Die Eigenkapitalquote von 40,5 % zum 30. Juni 2020 liegt damit weiter in der vom Management
angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %. In den Rückstellungen einschließlich den Pensionsrückstellungen sind im laufenden
Geschäftsjahr in Summe keine wesentlichen Veränderungen festzustellen. Im Vergleich
zum Stand des Vorjahreshalbjahres erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 23,6
Mio. EUR, was sich durch die turnusgemäße Neubewertung zum Jahresende 2019 und die
ihr zugrundeliegenden Parameter wie beispielsweise Zinssätze erklärt. Nettoverschuldung weiter reduziert Aufgrund der soliden finanzwirtschaftlichen Situation konnte der Konzern die Nettoverschuldung
(lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere
1) im ersten Halbjahr 2020 weiter reduzieren. Zum Stichtag 30. Juni 2020 lag diese
bei 579,9 Mio. EUR, nach 595,3 Mio. EUR am Jahresende 2019. Im Berichtszeitraum waren
keine bedeutsamen Änderungen von Kreditkonditionen, auch nicht in Folge von Einflüssen
aus der Coronavirus-Pandemie, zu verzeichnen. ElringKlinger erfüllt zum 30. Juni 2020
alle mit den Kreditinstitutionen vereinbarten Covenants. Zum 30. Juni 2020 errechnete sich eine Verschuldungskennzahl (Nettoverschuldung /
EBITDA) von 3,8, nach 3,3 zum Jahresende 2019 und 4,4 zum Halbjahresstichtag 2019. Die Lieferantenverbindlichkeiten des Konzerns bezifferten sich zum Halbjahresstichtag
auf 117,9 Mio. EUR. Sie reduzierten sich um 39,2 Mio. EUR gegenüber dem 31. Dezember
2019 bzw. um 26,0 Mio. EUR seit Ende des ersten Quartals. Hierbei wirkten sich die
geringeren Bestellvolumina im Materialbezug als unmittelbare Reaktion auf geringere
Abrufmengen von Kunden sowie die Maßnahmen zur Kostensenkung aus. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich am 30. Juni 2020 auf
105,3 Mio. EUR. Der Rückgang gegenüber dem Jahresende 2019 um 4,2 Mio. EUR erklärt
sich hauptsächlich durch geringere Abgrenzungen aus dem Personalbereich (zum Beispiel
Zeitguthaben). Betrieblicher Cashflow bei 52 Mio. EUR Trotz des negativen Halbjahresergebnisses generierte der ElringKlinger-Konzern von
Januar bis Juni 2020 einen positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 52,4
Mio. EUR (H1 2019: 131,1 Mio. EUR). Im zweiten Quartal wurde davon ein Kapitalzufluss
von 39,6 Mio. EUR (Q2 2019: 119,4 Mio. EUR) erwirtschaftet. Dies ist in erster Linie
auf Bestandsänderungen in den Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
zurückzuführen. Diese bewirkten (inklusive der anderen Aktiva, die nicht der Investitions-
oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind) im zweiten Quartal einen Mittelzufluss
von 63,1 Mio. EUR. bzw. im ersten Halbjahr 2020 von 50,1 Mio. EUR. Aus der Veränderung der Lieferantenverbindlichkeiten (inklusive anderer Passiva,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind), ergab sich
im zweiten Quartal ein Mittelabfluss von 15,4 Mio. EUR bzw. im ersten Halbjahr von
33,9 Mio. EUR. Dies erklärt sich durch die Absenkung der Einkaufsvolumina nach Ausbreitung
des Coronavirus und den ihr folgenden, einschneidenden Produktionsrückgängen. Hingegen
war der hohe Cashflow der Vorjahresvergleichsperioden vornehmlich durch die Ausdehnung
der Passivapositionen - vor allem Lieferantenverbindlichkeiten - erzielt worden. In der Position "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge", die in der
Konzernkapitalflussrechnung mit einem Mittelzufluss von 16,7 Mio. EUR im ersten Halbjahr
2020 (H1 2019: - 4,2 Mio. EUR) dargestellt sind, wurden Währungseffekte bereinigt. Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahrin Mio. EUR![]() Investitionen in Sachanlagen deutlich gesunken Aufgrund des seit 2019 erfolgreich
eingesetzten Effizienzprogrammes und verstärkt durch die Covid-19-Krise hat der ElringKlinger-Konzern
seine Investitionstätigkeiten gezielt deutlich zurückgefahren. Wichtige Investitionsvorhaben
wurden aber nicht gestoppt - Projekte insbesondere in den neuen Geschäftsfeldern,
die für die strategische Ausrichtung des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind,
werden weiter umgesetzt. Die Auszahlungen für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien unterstreichen
mit einem Volumen von 22,7 Mio. EUR (H1 2019: 49,5 Mio. EUR) diesen zielgerichteten
Kurs. Davon entfielen 10,4 Mio. EUR auf das zweite Quartal 2020 (Q2 2019: 20,7 Mio.
EUR). Im ersten Halbjahr fielen Ausgaben für abschließende Arbeiten am Technologiezentrum
für Elektromobilität an, das 2019 am Hauptstandort in Dettingen / Erms, Deutschland,
errichtet wurde und 2020 seinen Betrieb aufnahm. In diesem Zentrum sind die Forschungs-
und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie
angesiedelt. Weitere Auszahlungen betrafen eine Fertigungslinie für Brennstoffzellenmodule
und die Industrialisierung elektrischer Antriebseinheiten. Die übrigen Investitionen
wurden hauptsächlich für Produktionsanlagen, die in direktem Zusammenhang mit Serienanläufen
standen oder zur Verbesserung der Effizienz und Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit
erforderlich waren, getätigt. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien in Relation zum Konzernumsatzes) verringerte sich deutlich auf 3,5 % (H1
2019: 5,7 %) im ersten Halbjahr 2020 und auf 4,1 % (Q2 2019: 4,8 %) im zweiten Quartal. Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte beliefen sich im ersten Halbjahr
2020 auf 6,1 Mio. EUR (H1 2019: 5,6 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind 2020
hauptsächlich die darin enthaltenen aktivierten Entwicklungskosten angestiegen. Insgesamt flossen dem ElringKlinger-Konzern für die Investitionstätigkeit im ersten
Halbjahr 2020 30,7 Mio. EUR (H1 2019: 54,3 Mio. EUR) ab. Im zweiten Quartal betrug
der Cashflow aus Investitionstätigkeit - 14,3 Mio. EUR (Q2 2019: - 22,1 Mio. EUR). Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2020in Mio. EUR![]()
1
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
und immaterielle Vermögenswerte Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Den beschriebenen Mittelüberschuss aus operativer und Investitionstätigkeit verwendete
der Konzern für die Finanzierungstätigkeit. In erster Linie wurden im Zuge der weiteren
Entschuldung langfristige Kredite getilgt: Nach Ein- und Auszahlungen langfristiger
Kredite flossen im ersten Halbjahr 35,5 Mio. EUR ab. Unter Berücksichtigung von 1,0
Mio. EUR (H1 2019: 0 Mio. EUR) an Ausschüttungen an Anteilseigner ohne beherrschenden
Einfluss sowie von Mittelzuflüssen aus der Veränderung kurzfristiger Kredite von 32,9
Mio. EUR (H1 2019: - 133,9 Mio. EUR) ergab sich ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
von - 3,6 Mio. EUR (H1 2019: - 34,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal belief sich dieser
auf 22,9 Mio. EUR (Q2 2019: - 72,1 Mio. EUR). Operativer Free Cashflow von 26 Mio. EUR im Q2 Mit dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit konnten die Auszahlungen für Investitionen
vollständig finanziert und darüber hinaus weitere Liquiditätsreserven aufgebaut werden.
Damit generierte der ElringKlinger-Konzern einen operativen Free Cashflow (betrieblicher
Cashflow abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um Zahlungsflüsse
für finanzielle Vermögenswerte) von 23,6 Mio. EUR (H1 2019: 79,3 Mio. EUR) im ersten
Halbjahr 2020 und von 25,8 Mio. EUR (Q2 2019: 98,6 Mio. EUR) im zweiten Quartal. Zum Halbjahresstichtag 30. Juni 2020 verfügte der Konzern einen Bestand an Zahlungsmitteln
und Äquivalenten von 147,8 Mio. EUR sowie über offene, nicht genutzten Kreditlinien
in Höhe von 147,1 Mio. EUR. Damit ist ElringKlinger weiterhin mit einem hohen Liquiditätspolster
ausgestattet, sodass auch angesichts der Corona-Krise zum Zeitpunkt der Berichtserstellung
auf absehbare Zeit nicht von einem Engpass auszugehen ist. Chancen und Risiken Die Coronavirus-Pandemie wirkte sich im Jahresverlauf weltweit bereits massiv auf
die wirtschaftliche Situation aus. Nachdem sich die Folgen im ersten Quartal 2020
vor allem auf Asien beschränkten, kam das wirtschaftliche Leben im zweiten Quartal
2020 durch umfangreiche Schutzmaßnahmen in vielen Staaten Europas sowie Nord- und
Südamerikas zum Erliegen. Produktionsprozesse wurden unterbrochen, Lieferketten mussten
aufwendig aufrechterhalten werden, die Nachfrage in zahlreichen Branchen brach ein.
Die Wiederanlaufphase verlief hinsichtlich ihrer Dynamik in den einzelnen Regionen
unterschiedlich. Insgesamt besteht für das Gesamtjahr 2020 ein erhöhtes Risiko, dass
sich die Wirtschaft nicht so schnell oder nicht so gut erholt wie allgemein erwartet.
Dazu gehört auch, dass im Rahmen einer zweiten Infektionswelle erneut Schutzmaßnahmen
eingesetzt werden könnten, die dann die ökonomischen Folgen des ersten Halbjahres
verstärken und eine konjunkturelle Erholung verlangsamen und / oder aufschieben würden. Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für den ElringKlinger-Konzern haben
sich im ersten Halbjahr 2020 keine wesentlichen Änderungen zum Geschäftsbericht 2019
des ElringKlinger-Konzerns ergeben. Der Chancen- und Risikenbericht des Geschäftsberichts 2019 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite
www.elringklinger.de/gb2019/chancen-und-risikobericht zur Verfügung. PrognoseberichtAusblick Markt und BrancheWeltwirtschaft in schwerer Krise Die Folgen der Coronavirus-Pandemie haben die Weltwirtschaft seit dem zweiten Quartal
2020 in eine schwere Krise geführt. Nachdem der Internationale Währungsfonds (IWF)
bereits im April seine ursprüngliche Prognose, die im Januar noch ein Wachstum von
3,3 % für 2020 vorsah, auf einen Rückgang von 3,0 % absenkte, korrigierte er seine
Erwartung für das Gesamtjahr im Juli erneut nach unten auf nunmehr minus 4,9 %. Für
2021 wird wieder mit einem Wachstum von über 5 % gerechnet. Wachstumsprognose Bruttoinlandsproduktscroll
Quelle: IWF (Juni 2020) Die Krise trifft laut IWF dabei anders als frühere Schwächephasen fast alle Länder
der Welt gleichzeitig. Sowohl Schwellen- als auch Industrieländer sind 2020 von der
Rezession betroffen. Chinas Wirtschaftslage hatte sich bereits ab März wieder gebessert,
ab Mai zeigte die Konjunktur in Europa bereits leichte Erholungstendenzen. Zum Berichtszeitpunkt
sind die USA, Brasilien und Indien immer noch stark betroffen, aber auch in Europa
steigen die Fallzahlen wieder. Die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte ist sehr
unsicher und abhängig vom Verlauf der Pandemie. Sollte diese länger andauern oder
neue Ausbrüche bevorstehen, würde das wiederum längere oder erneute Einschränkungen
der wirtschaftlichen Aktivitäten zur Folge haben. Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2020 Die Automobilindustrie ist von den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie
besonders hart betroffen. Der Einbruch des internationalen Fahrzeugmarkts im zweiten
Quartal 2020 wird im zweiten Halbjahr trotz möglicher Erholungsphasen nicht vollständig
kompensiert werden können. Bedeutende Fahrzeugmärkte wie Europa und Nordamerika, aber
auch Südamerika und Indien werden voraussichtlich weiter signifikant hinter den Vorjahreszahlen
zurückbleiben. Gleichwohl gehen Branchenexperten davon aus, dass für viele Märkte
der Tiefpunkt im zweiten Quartal durchschritten wurde und in den kommenden Monaten
mit einer Verbesserung zu rechnen ist. Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das unabhängige Brancheninstitut IHS mit einem Rückgang
der Weltproduktion von Light Vehicles (Pkw und leichte Nutzfahrzeuge) um fast zwanzig
Millionen Fahrzeuge bzw. von 21,9 % gegenüber 2019. Die europäischen und nordamerikanischen
Märkte werden voraussichtlich deutlich schrumpfen - in China wird das Minus geringer
ausfallen. Eine ähnliche Situation liegt bei den Absatzmärkten, gemessen an den Neuzulassungen
von Pkw, vor. Auch hier sind auf breiter Front Rückgänge zu erwarten. Nach Informationen
des deutschen Branchenverbands VDA wird die weltweite Automobilnachfrage 2020 um 17
% auf 65,9 Mio. Neufahrzeuge (2019: 79,5 Mio. Neufahrzeuge) sinken. In Westeuropa
(EU27 & EFTA & UK) rechnet der Verband mit einem Rückgang in allen großen Einzelmärkten
- insgesamt von 24 % auf 12,0 Mio. neu zugelassene Pkw. Deutschland wird demnach mit
einem Minus von 23 % betroffen sein. Auch in den USA werden nach Einschätzung des
VDA die Verkäufe signifikant um 18 % auf 13,9 Mio. Light Vehicles zurückgehen. Der
chinesische Markt dürfte um 10 % auf 19,0 Mio. Neufahrzeuge schrumpfen. Prognose Light-Vehicle-Produktionscroll
Quelle: IHS (Juli 2020) Ausblick Unternehmen Die globale Ausbreitung des Coronavirus hatte ab Februar 2020 umfangreiche Maßnahmen
zur Folge, die die Staaten weltweit zum Schutz ihrer Bürgerinnen und Bürger ergriffen
haben. Infolgedessen ruhte ab Ende März in den meisten Ländern des europäischen und
des amerikanischen Kontinents das Wirtschaftsleben. Ab Ende April lockerten zahlreiche
Staaten wieder sukzessive die Maßnahmen - zunächst in Europa, später auch in Nord-
und Südamerika. Dementsprechend lief nach und nach die Automobilproduktion wieder
an. Die Nachfrage auf dem Automobilmarkt verlief allerdings vor allem in Europa sehr
schleppend. In Nordamerika entwickelte sie sich etwas dynamischer, während der weltgrößte
Automobilmarkt China bereits seit April weitgehend wieder sein normales Niveau erreichte. Auftragslage von Corona-Krise beeinträchtigt Die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie zeigen sich an der Auftragslage:
Der Auftragseingang brach im zweiten Quartal 2020 auf 192,6 Mio. EUR ein, nachdem
er sich in der gleichen Vorjahresperiode noch auf 419,8 Mio. EUR belief. Das bedeutet
einen Rückgang um 227,2 Mio. EUR oder 54,1 %. Währungsbereinigt betrug der Rückgang
noch 216,4 Mio. EUR oder 51,5 %. Der rückläufige Auftragseingang schlägt sich auch im Auftragsbestand nieder. Nach
1.063,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2019 verzeichnete der Konzern zum diesjährigen Halbjahresstichtag
Aufträge im Wert von 929,4 Mio. EUR. Damit liegt der Bestand um 133,6 Mio. EUR oder
12,6 % unter dem Vorjahresniveau. Nimmt man konstante Wechselkurse an, beläuft sich
der Rückgang auf 114,6 Mio. EUR oder 10,8 %. Weiterhin große Unsicherheiten Nach wie vor lassen sich die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie
nicht genau einschätzen, zu groß sind derzeit die Unsicherheiten. Es ist nicht abzusehen,
wie schnell sich die Nachfragesituation in Europa erholt. Ebenfalls lässt sich nicht
beurteilen, wie nachhaltig sich die wirtschaftliche Lage in Nordamerika entwickelt.
Vor allem ist angesichts steigender Infektionszahlen in zahlreichen Ländern, wie z.
B. den USA, Brasilien, Indien oder auch Europa, nicht vorherzusagen, ob es eine weitere
Infektionswelle in einzelnen Ländern, über ganze Kontinente oder gar weltweit geben
wird. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung sind erneute Schließungsmaßnahmen im Zuge
der Pandemie zumindest nicht auszuschließen. Ausblick 2020: Umsatz leicht besser als Markt, EBIT-Marge erkennbar unter Vorjahr Infolge dieser großen Unsicherheiten ist es weiterhin schwierig, hinreichend verlässlich
und genau einen Jahresausblick zu geben. Auf Basis der zum Berichtszeitpunkt vorliegenden
Informationen und Einschätzungen bestätigt ElringKlinger die zum Q1-Bericht 2020 veröffentlichte
Jahresprognose und geht für das Gesamtjahr davon aus, in der Umsatzveränderung leicht
besser als die globale Automobilproduktion zu sein. Diese sehen Experten vom Brancheninstitut
IHS für das Gesamtjahr derzeit bei - 22 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Ergebnisseite rechnet der Konzern weiterhin mit einer EBIT-Marge (Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum Konzernumsatz), die erkennbar unter
dem Vorjahresniveau liegen wird. Da sich die Abschreibungen auf Kaufpreisallokationen
(PPA) im Gesamtjahr erwartungsgemäß auf nicht mehr als 0,3 Mio. EUR belaufen werden,
passt der Konzern seinen Ausblick auf die Marge des berichteten EBIT an. Ebenfalls
unverändert geht der Konzern davon aus, dass sich 2020 die Gesamtkapitalrentabilität
- gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) -gegenüber dem Vorjahr verringern
wird. Positiver operativer Free Cashflow angestrebt Wie auch die ersten beiden Quartale gezeigt haben, wird ElringKlinger im laufenden
Geschäftsjahr seinen disziplinierten Ansatz bei den Investitionen in Sachanlagen sowie
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien fortsetzen. Aufgrund der Verschiebung von
Maßnahmen, einer aktiven zielgerichteten Projektsteuerung und der allgemeinen Marktlage
passt der Konzern seinen Ausblick für das laufende Jahr an. Im Verhältnis zum Konzernumsatz
wird nunmehr erwartet, dass das Volumen unterhalb von 5 % (bislang: unterhalb von
7%) liegen wird. Ebenso wird der Konzern seine Optimierungen beim Net Working Capital fortsetzen.
Für das Geschäftsjahr 2020 ist hier unter Berücksichtigung des erwartet rückläufigen
Umsatzes mit einer Quote (in % des Konzernumsatzes) zu rechnen, die ungefähr dem Vorjahr
entsprechen wird. Insgesamt erwartet der Konzern für 2020 einen positiven operativen
Free Cashflow. Trotz des erwartet positiven operativen Free Cashflows ist angesichts der erwarteten
Ergebnislage nicht davon auszugehen, dass sich die Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten
zu EBITDA) weiter verbessern wird. Stattdessen rechnet der Konzern mit einer Verschlechterung gegenüber dem Vorjahresniveau
(31.12.2019: 3,3). Hinsichtlich der Eigenkapitalquote rechnet der Konzern damit, auch künftig sich innerhalb
des langfristigen Zielspektrums von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals zu bewegen. Für die Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung geht der Konzern
von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes aus. Mittelfristiger Ausblick Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit
prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger
hat sich mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme frühzeitig für
den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt und verfügt durch die Zusammenarbeit
mit hofer powertrain auch über Kompetenz im Bereich der elektrischen Antriebseinheiten.
Darüber hinaus besitzt der Konzern eine starke Marktposition in seinen klassischen
Geschäftsbereichen Leichtbau / Elastomertechnik, Abschirmsystemen sowie Dichtungen.
Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten
Verlauf einnehmen werden, geht ElringKlinger vor diesem Hintergrund grundsätzlich
weiter davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion
und sein operatives Ergebnis sukzessive zu verbessern. Insgesamt bestätigt der Konzern daher seinen mittelfristigen Ausblick. Besondere
Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie sind allerdings gerade vor dem Hintergrund der
großen Unsicherheit in den näherliegenden Berichtsperioden zu berücksichtigen. Dettingen / Erms, den 7. August 2020 Der Vorstand scroll
ElringKlinger am KapitalmarktGroßteil der Kursverluste an den Aktienmärkten kompensiert In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 hatten die Kurse an den Aktienmärkten
insgesamt stark nachgegeben. Auch im zweiten Quartal 2020 belastete die globale Ausbreitung
des Coronavirus die Aktienmärkte weiterhin stark. Allerdings konnten sich die Aktienmärkte
angesichts der weltweiten Eindämmung der Pandemie im Quartalsverlauf und der damit
verbundenen Lockerungsmaßnahmen wieder deutlich von den Jahrestiefstständen Mitte
März erholen. Ein Großteil der Kursverluste konnte bis zum Quartalsende kompensiert
werden. Die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex DAX liegt seit Jahresanfang
bei minus 7,0 Prozent, der europäische Auswahlindex Euro-Stoxx-50 büßte 13,6 Prozent
und der Dow-Jones-Index in den USA 9,5 Prozent ein. Ökonomischer Tiefpunkt erreicht Hinsichtlich der konjunkturellen Lage bleibt die Wirtschaft in den USA wie auch in
Europa weiterhin vom schwersten ökonomischen Absturz seit der Weltwirtschaftskrise
1929 geprägt. Zahlreiche Volkswirte gehen jedoch davon aus, dass der April den konjunkturellen
Tiefpunkt markiert, auch wenn die Coronavirus-Fallzahlen zu Quartalsende Juni global
erneut stark angestiegen sind. Wie sich diese Entwicklung auf die Aktienkurse auswirken
wird, ist noch nicht absehbar. Coronavirus-Rettungspakete werden geschnürt Zur Stabilisierung ihrer jeweiligen Wirtschaftslage haben ab Ende März viele Länder
entsprechende Coronavirus-Rettungspakete zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen
geschnürt. Der US-Senat hatte hierfür im April ein Rettungspaket im Volumen von zwei
Billion USD beschlossen. Auch in Deutschland hat man sich auf ein Konjunktur- und
Zukunftspaket verständigt: Insgesamt 130 Mrd. EUR stellt die Bundesregierung dafür
bereit. Bereits einige Wochen zuvor hatte sie Finanzhilfen von insgesamt mehr als
einer Billion EUR bestehend aus Sofortmaßnahmen (450 Mrd. EUR), Stundungen (250 Mrd.
EUR) und weiteren Liquiditäts- und Garantiemaßnahmen (930 Mrd. EUR) bewilligt. Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. Juni 2020 (indexiert)in %![]() Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2020![]() Im Juni verhandelte auch die EU-Kommission ein schuldenfinanziertes Konjunkturpaket
in Höhe von 750 Mrd. EUR. Dieses Rettungspaket wurde Anfang Juli von den Staatsund
Regierungschefs beschlossen und umfasst 390 Mrd. EUR Zuschüsse und 360 Mrd. EUR Kredite. ElringKlinger-Aktie von Coronavirus-Krise betroffen Nach den schweren Kursverlusten des ersten Quartals startete die ElringKlinger-Aktie
zu Beginn des zweiten Quartals eine Aufholjagd, bevor es noch im April in eine Seitwärtsbewegung
überging. Auch die Ad-hoc-Meldung am 17. April 2020 zu den über den Erwartungen liegenden
Quartalszahlen und deren vollständige Veröffentlichung Anfang Mai 2020 konnte diesen
Trend nicht unterbrechen. Schwache Konjunktursignale aus China und drastisch steigende
Coronavirus-Fallzahlen in den USA sorgten Mitte Mai für weitere Kursturbulenzen am
deutschen Aktienmarkt, die sich vor allem Ende Mai auch im Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie
widerspiegelten. Anfang Juni drehte sich das Bild leicht. Mit Bekanntgabe der Maßnahmen zur Stützung
der Wirtschaft in Deutschland stieg der Wert der ElringKlinger-Aktie auf einen Quartalshöchststand
von 6,25 EUR am 5. Juni 2020. Im weiteren Verlauf des Monats entwickelte sich die
ElringKlinger-Aktie analog zu den DAX-Werten. Insgesamt legte die ElringKlinger-Aktie
im Quartalsverlauf um über ein Drittel zu und konnte das Quartal mit einem Wert von
5,29 EUR abschließen. Handelsvolumen deutlich ausgeweitet Nach einem handelsstarken Quartalsstart am 2. April 2020 bedeutete der 6. April den
Tag mit dem höchsten Handelsvolumen des Quartals von über 377.000 Aktien. Trotz der
deutlichen Kursgewinne Anfang Juni wurden die Spitzenwerte des Quartalsbeginns nicht
mehr übertroffen. Das durchschnittliche Handelsvolumen der ElringKlinger-Aktie betrug im ersten Halbjahr
rund 174.800 Stück, wodurch im betrachteten Zeitraum immer eine ausreichende Liquidität
an den Märkten gewährleistet war. Im kontinuierlichen Dialog mit dem Kapitalmarkt ElringKlinger nahm im zweiten Quartal 2020 an mehreren virtuellen Konferenzen und
Roadshows teil und präsentierte sich dem internationalen Publikum. Die Folgen der
weltweiten Ausbreitung des Coronavirus haben ElringKlinger Mitte April dazu veranlasst,
die ursprünglich für den 19. Mai 2020 angesetzte 115. ordentliche Hauptversammlung
auf den 7. Juli 2020 zu verschieben und virtuell, d.h. ohne Präsenz der Aktionäre
/ -innen und ihrer Vertreter / -innen, durchzuführen. Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)scroll
Konzern- ZwischenabschlussKonzern-Gewinn- und -Verlustrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020scroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020scroll
Konzernbilanz der ElringKlinger AG zum 30. Juni 2020AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020scroll
scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020scroll
Konzern-Umsatzerlöse der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. Juni 2020Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Umsatzerlöse nach Segmentenscroll
Segmentberichterstattung der ElringKlinger AG, 1. April bis 30. Juni 2020scroll
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1. Januar bis 30. Juni 2020scroll
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Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis) Erläuternde Angaben für das erste Halbjahr 2020Allgemeine Angaben Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen
/ Erms, Deutschland. Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer
Tochtergesellschaften zum 30. Juni 2020 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International
Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden
sind. Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser
Abschluss zum 30. Juni 2020 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS
für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 wurde weder geprüft noch einer prüferischen
Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 7. August 2020 zur Veröffentlichung freigegeben. Grundlagen der BerichterstattungKonsolidierungskreis In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2020 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse
von 6 inländischen und 32 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger
AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen
die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung
beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn
diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist. Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als
assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger
einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher
Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % -
50 % angenommen. Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 ergaben sich keine Änderungen
im Konsolidierungskreis. Segmentberichterstattung Der Konzern hat sich dazu entschlossen, die Segmentstruktur zu ändern. Ab 1. Januar
2020 werden die zwei bisherigen Segmente "Dienstleistungen" und "Gewerbeparks" unter
dem neuen Segment "Sonstige" zusammengefasst. Wechselkurse Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle Zu Beginn des Jahres hat sich die Covid-19-Pandemie zuerst in China und danach weltweit
ausgebreitet. Im Gegensatz zum ersten Quartal, in dem insbesondere die chinesischen Werke durch
verlängerte Neujahrsferien und staatlich angeordnete Schließungen betroffen waren,
läuft die Produktion in China schon wieder fast auf Vor-Krisen-Niveau. Dagegen verläuft
die Nachfrage in Europa und Nordamerika derzeit noch schleppend. Die weltweiten Markteinbrüche
wirkten sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des ElringKlinger
Konzerns im ersten Halbjahr aus. Zu den erwarteten weiteren Entwicklungen der Covid-19-Pandemie verweisen wir auf
unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht. Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren weltweiten
Folgen der Covid-19-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der
Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der
Covid-19-Pandemie verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche
Entwicklung sowie länderspezifische Maßnahmen berücksichtigt. Diese wurden bei den
angestellten Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der Quartalsberichterstattung verwendet
und führten zu keinen außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. ElringKlinger
geht derzeit von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des volatilen Marktumfeldes
werden regelmäßige Szenariobetrachtungen durchgeführt. Angaben zu Finanzinstrumenten Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten
und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente
enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente. Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Vermögenswerte: scroll
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Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen
Verbindlichkeiten: scroll
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Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und
sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten
dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere
in Höhe von TEUR 10.686 (31.12.2019: TEUR 8.724). Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten
zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer
Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe
von TEUR 30.252 (31.12.2019: TEUR 30.252), die sich aus einer geschriebenen Verkaufsoption
mit den nicht beherrschenden Anteilseignern der ElringKlinger Marusan Corporation,
mit Sitz in Tokio, Japan ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung
wird mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der
beizulegende Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der Prognose der Unternehmensentwicklung
sowie der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit.
Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung
der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.025 (31.12.2019: TEUR 3.025). Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie
zum Bewertungsstichtag 30. Juni 2020: scroll
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Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting
nicht vorliegen. Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender
Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag
30. Juni 2020: scroll
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben: Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren. Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert
werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist,
erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode
wurden keine Umgruppierungen vorgenommen. Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Die im Konzernabschluss 2019 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen
zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten Halbjahr 2020 nicht
wesentlich verändert. Zuwendungen der öffentlichen Hand In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im ersten Halbjahr 2020 Zuwendungen
der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.048 (30.06.2019: TEUR 1.908) enthalten. Die
Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt. Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor,
die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Dettingen / Erms, den 7. August 2020 Der Vorstand scroll
ImpressumElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 D-72581 Dettingen / Erms Fon +49 (0) 71 23 / 724-0 Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06 www.elringklinger.de IR-Kontakt Dr. Jens Winter Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335 Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335 jens.winter@elringklinger.com Für Zahlen und Statistiken aus Veröffentlichungen Dritter übernimmt die ElringKlinger
AG keine Gewähr. Weitere Informationen finden Sie unter www.elringklinger.de Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit
zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere
nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu
verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre
zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf
Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse
und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten,
die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können.
Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und
Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz
neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie. Sonstige Hinweise Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten
zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben,
kommen. Werte der Vergleichsperiode (Vorjahr) sind in Klammern dargestellt. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht zumeist auf die gleichzeitige
Verwendung weiblicher und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen
beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts. Dieser Bericht wurde am 7. August 2020 veröffentlicht und liegt in deutscher und
englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung. Finanzkalender 2020scroll
Terminverschiebungen können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet unter www.elringklinger.de/de/investor-relations/finanzterminkalender
abzufragen. ElringKlinger AG Max-Eyth-Straße 2 D- 72581 Dettingen / Erms |
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