ElringKlinger AGDettingen/ErmsBericht über das 2. Quartal und 1. Halbjahr 2021BERICHT ÜBER DAS 2. QUARTAL UND 1. HALBJAHR 2021KennzahlenElringKlinger-Konzernscrollen
1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit
abzüglich Cashflow aus Investitionstätigkeit
(exkl. M&A-Aktivitäten und exkl. Investitionen in
finanzielle Vermögenswerte)
Erstes Halbjahr 2021 im ÜberblickElringKlinger-Konzern mit guten Halbjahreszahlen in der
gesamten Breite; dynamische Umsatzerholung gegenüber
Vorjahresvergleichsperioden, die von Verwerfungen durch die
Auswirkung aus der Coronavirus-Pandemie geprägt waren.
Konzernumsatz steigt im zweiten Quartal 2021 um starke
56,1 % auf 393,6 Mio. EUR und im ersten Halbjahr um 26,1 %
auf 817,6 Mio. EUR. Organisches Wachstum (bereinigt um
Wechselkurseffekte) von 58,0 % im zweiten Quartal
übertrifft Anstieg der globalen Fahrzeugproduktion
(48,6 %).
Konzern-EBIT deutlich gesteigert auf 23,0 Mio. EUR bei
einer Marge von 5,9 % im zweiten Quartal 2021 und auf 71,4
Mio. EUR mit 8,7 %-Marge im Halbjahreszeitraum; positiv
wirkten die Fortführung des
Effizienzsteigerungsprogramms, die gute Auslastung
bestehender Kapazitäten durch die hohe Nachfrage sowie
Ergebnisbeiträge der Segmente Ersatzteile und
Kunststofftechnik. Hinzu kam im ersten Quartal ein
Veräußerungsgewinn von 10,9 Mio. EUR aus dem
Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft.
Finanzkraft weiter verbessert: Operativer Free Cashflow
erreicht dank fortgeführter Optimierungen im
Nettoumlaufvermögen und des disziplinierten
Investitionsansatzes 37,0 Mio. EUR im zweiten Quartal und
65,6 Mio. EUR im ersten Halbjahr.
Nettoverschuldungsquote (Nettoverschuldung zu EBITDA)
sinkt zum 30. Juni 2021 auf 1,4 nach 3,8 ein Jahr zuvor; Im
Zwölf-Monats-Zeitraum führte ElringKlinger die
Nettofinanzverbindlichkeiten um mehr als 200 Mio. EUR auf
nun 363,3 Mio. EUR zurück.
Wesentliche Ereignisse im ersten Halbjahr 2021 waren die
Aufnahme der Geschäftstätigkeit von EKPO Fuel
Cell Systems GmbH (kurz: EKPO) mit Sitz in Dettingen/Erms
zum 1. März 2021 sowie die Gründung des deutschen
Standorts Neuffen für Geschäftsaktivitäten
des Bereichs E-Mobility. Die neue Konzerntochter EKPO wird
von ElringKlinger (60 %) und dem Automobilzulieferer
Plastic Omnium (40 %) gehalten und wird künftig die
Brennstoffzellentechnologie stark vorantreiben.
» Die Halbjahreszahlen bestätigen den guten
Kurs von ElringKlinger. Unser globales
Effizienzsteigerungsprogramm wirkt weiter, so dass sich die
Konzernkennzahlen erneut verbessert haben. Finanziell sind
wir für den weiteren Transformationsprozess und die
Zukunft noch robuster als zuvor aufgestellt. «
FAKTOR 5ElringKlinger hat 2020 eine strategische Partnerschaft
mit Plastic Omnium geschlossen, um gemeinsam den
zukunftsträchtigen Brennstoffzellenmarkt zu
erschließen. Das neue Unternehmen EKPO Fuel Cell
Technologies GmbH startete am 1. März 2021 am
ElringKlinger-Konzernsitz Dettingen /Erms und erhielt
bereits erste Serienaufträge.
Die Vorstandsvorsitzenden von ElringKlinger und Plastic
Omnium, Dr. Stefan Wolf und Laurent Favre, sprachen
über ihre Überzeugung von der
Wasserstofftechnologie und ihre Vision von der
Mobilität der Zukunft.
Lesen Sie mehr dazu im Interview »Faktor 5«
unseres Magazins »pulse«, Ausgabe 2021.
Konzern-ZwischenlageberichtKonjunkturelle Entwicklung und BranchenumfeldTrotz fortbestehender Beeinträchtigungen durch die
Coronavirus-Pandemie setzte sich im ersten Halbjahr 2021
die Erholung der Weltwirtschaft fort. Die Finanzhilfen
vieler Staaten, die im Rahmen der Pandemiebewältigung
auf den Weg gebracht wurden, stützten Industrien und
Dienstleistungsbetriebe. Positive Impulse bewirkte
außerdem die weiterhin großzügig
gestaltete Geldpolitik der Notenbanken. Die weltweit
kräftige Erholung spiegelte sich jedoch auch in
Preisanstiegen für Rohstoffe, Vorleistungsgüter
und Transportleistungen sowie in Lieferengpässen wie
beispielsweise in der Halbleiterindustrie wider. In der
Folge tendierten auch die Verbraucherpreise nach oben.
In Europa hatten im Winterhalbjahr eine dritte
Infektionswelle und damit einhergehende
Schutzmaßnahmen zu einer Rezession geführt. Nach
raschen Impferfolgen und mit dem Rückenwind der
globalen Nachfrage schwenkte die europäische
Konjunktur inzwischen in einen kräftigen Erholungskurs
ein. In den USA, wo im ersten Quartal ein Regierungswechsel
stattfand und sich der Arbeitsmarkt kräftig erholte,
beschleunigte sich der Aufschwung. Das Wachstum der
chinesischen Wirtschaft hat sich dagegen verlangsamt, auch
weil sich dort die Dynamik der Erholung nach dem
pandemiebedingten Einbruch weitgehend normalisiert hat.
Wachstum Bruttoinlandsproduktscrollen
Quelle: HSBC (Juni 2021)
Globale Fahrzeugproduktion legt deutlich zuNachdem die globalen Automobilmärkte in der ersten
Jahreshälfte des Vorjahres von dramatischen
Einbrüchen in Folge der Coronavirus-Pandemie
gekennzeichnet waren, legten Fahrzeugproduktion und -absatz
im ersten Halbjahr 2021 deutlich zu. Die weltweite
Produktion von Light Vehicles (Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) wuchs um 29,2 % auf 39,4 Mio. Neufahrzeuge.
Allerdings wurde das Vorkrisenniveau aus 2019, als im
selben Zeitraum weltweit 45,1 Mio. Fahrzeuge produziert
wurden, in den meisten Regionen noch nicht wieder erreicht.
Da die Fahrzeugmärkte im Vorjahr regional und zeitlich
unterschiedlich stark einbrachen, zeigen sich 2021 im
Vergleich zu den Vorjahresquartalen entsprechend hohe
Verwerfungen.
Der europäische Fahrzeugmarkt hatte im ersten
Quartal 2021 unter den pandemiebedingten Restriktionen der
dritten Corona-Infektionswelle gelitten. Nach den
Lockerungen im zweiten Quartal 2021 expandierte er stark.
Trotz des hohen Zuwachses von insgesamt 28,4 % liegt die
Fahrzeugproduktion im ersten Halbjahr 2021 noch rund 20 %
unter dem Niveau von 2019. Eine raschere Markterholung
wurde zuletzt auch durch Engpässe bei Halbleitern
verhindert. Der Autoabsatz in den europäischen
Ländern entwickelte sich durchweg positiv. Die
fünf größten Einzelmärkte Deutschland
(+ 14,9 %), Frankreich (+ 28,9 %), Großbritannien (+
39,2 %), Italien (+ 51,4 %) und Spanien (+ 34,4 %) erholten
sich spürbar.
Produktion Light Vehiclesscrollen
Quelle: IHS Juli 2021
Auch Nordamerika verzeichnete deutliche Zuwächse
gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Im ersten
Halbjahr wuchs die Produktion von Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen um rund ein Drittel. Der chinesische
Fahrzeugmarkt hat sich im zweiten Quartal 2021 auch
aufgrund von Materialengpässen verlangsamt.
Wesentliche EreignisseEKPO Fuel Cell Technologies nimmt
Geschäftstätigkeit auf Zum 1. März 2021 nahm
EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO) seine
Geschäftstätigkeit auf. EKPO wird zu 60 % von
ElringKlinger und zu 40 % vom französischen
Automobilzulieferer Plastic Omnium gehalten und im
ElringKlinger-Konzern voll konsolidiert. Die Gesellschaft
bietet technologisch führende und auch kostenseitig
wettbewerbsfähige Brennstoffzellenstacks und
-komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen
an - zunächst vor allem für Nutzfahrzeuge und
Busse, im weiteren auch für Pkw. Sonderfahrzeuge,
Züge und Schiffe sind ebenfalls geeignete
Einsatzgebiete mit Wachstumspotenzial.
Die im Oktober 2020 mit dem französischen
Automobilzulieferer mit Sitz in Levallois, Frankreich,
getroffenen vertraglichen Vereinbarungen waren bis zum
Vollzugszeitpunkt 1. März 2021 umgesetzt worden, die
erforderlichen kartellrechtlichen Zustimmungen wurden
erteilt. ElringKlinger brachte dazu seinen Bereich
Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein,
während sich Plastic Omnium zu einer Einlage von 100
Mio. EUR verpflichtete.
Vereinbarungsgemäß veräußerte
ElringKlinger zum 1. März 2021 zudem die auf die
Integration von Wasserstoffsystemen spezialisierte
Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria
GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, an Plastic Omnium.
Bereich E-Mobility an neuem Standort NeuffenZum Jahresbeginn 2021 gründete ElringKlinger einen
neuen Standort in Neuffen, rund 10km von seinem Konzernsitz
in Dettingen/Erms entfernt. Dort werden neben Teilen der
elektrischen Antriebseinheiten künftig die
batteriebezogenen Aktivitäten des
Geschäftsbereichs E-Mobility gebündelt.
Großauftrag für Zellkontaktiersysteme von globalem Batteriehersteller erhaltenIm März 2021 erhielt die ElringKlinger AG von einem
globalen Batteriehersteller einen volumenstarken Auftrag
über Zellkontaktiersysteme. Diese sind für die
Serienplattform eines deutschen Premiumherstellers
bestimmt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen im mittleren
dreistelligen Mio.-EUR-Bereich über eine
Vertragslaufzeit von rund neun Jahren. Der Produktionsstart
im Werk Neuffen ist für das erste Halbjahr 2022
vorgesehen.
EKPO erhält volumenstarken Serienauftrag über BrennstoffzellenstacksDie neue Konzerntochter EKPO (siehe oben) verbuchte im
Mai 2021 einen volumenstarken Serienauftrag für die
Lieferung von Brennstoffzellenstacks. Der Auftrag des
Aachener Mobilitätsunternehmens AE Driven Solutions
GmbH umfasst ein Gesamtvolumen im hohen zweistelligen
Mio.-Euro-Bereich über einen mehrjährigen
Zeitraum. Die bestellten Brennstoffzellenstacks des Typs
NM5-evo werden in Lieferfahrzeugen eingesetzt werden, um
umweltfreundliche Antriebe in urbanen Räumen zu
realisieren. Der Start der Serienproduktion ist für
das erste Halbjahr 2022 geplant.
Umsatz- und ErtragsentwicklungDeutliche Erholung gegenüber dem VorjahreszeitraumIm zweiten Quartal 2021 hat der ElringKlinger-Konzern
einen Umsatz von 393,6 Mio. EUR erzielt und damit
gegenüber dem entsprechenden Quartal des letzten
Jahres kräftig zugelegt: Der Umsatz lag um 141,4 Mio.
EUR oder 56,1 % über dem des zweiten Quartals 2020 (Q2
2020: 252,2 Mio. EUR), das insbesondere in Europa und
Nordamerika von den Folgen der Coronavirus-Pandemie
geprägt war. Kumuliert verbesserte sich der Umsatz im
ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem gleichen Zeitraum
des Vorjahres um 169,2 Mio. EUR oder 26,1 % von 648,4 Mio.
EUR auf 817,6 Mio. EUR.
Währungseffekte minderten den Umsatz im ersten
Halbjahr um 19,4 Mio. EUR oder 3,0 %. In erster Linie war
dafür die Entwicklung des US-Dollars verantwortlich,
aber auch die Veränderung des brasilianischen Real,
der türkischen Lira und des japanischen Yen. Ohne
diese Wechselkursveränderungen betrug das
Umsatzwachstum im ersten Halbjahr 2021 188,6 Mio. EUR oder
29,1 %, im zweiten Quartal 2021 146,3 Mio. EUR oder 58,0 %.
Effekte aus M&A-Aktivitäten waren weder im zweiten
Quartal 2021 noch im ersten Halbjahr 2021 zu
berücksichtigen.
Die globale Fahrzeugproduktion wuchs im ersten Halbjahr
2021 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 29,2
%
1, im zweiten Quartal um 48,6 %. Die
Konzernumsätze von ElringKlinger übertrafen somit
in ihrem Wachstum die Marktentwicklung im zweiten Quartal
2021 organisch um fast zehn Prozentpunkte, im ersten
Halbjahr lag die Veränderung ohne M&A- und
Währungseffekte nahezu auf Marktniveau.
Effekte im Konzernumsatzin Mio. EUR
Wachstum in allen Regionen gegenüber von Lockdowns betroffenen VorjahresperiodenNach den starken Umsatzeinbußen im Vorjahr zeigen
sich in allen Regionen teils deutliche Erholungstendenzen.
In Deutschland und dem übrigen Europa war 2020 vor
allem das zweite Quartal von den Folgen der
pandemiebedingten Restriktionen betroffen. Dementsprechend
zog der Umsatz im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum in Deutschland um 23,8 Mio. EUR oder 37,4
% auf 87,6 Mio. EUR (Q2 2020: 63,7 Mio. EUR) an. In der
Region Übriges Europa erzielte der Konzern mit 124,2
Mio. EUR um 59,4 Mio. EUR oder 91,7 % höhere
Umsatzerlöse als ein Jahr zuvor (Q2 2020: 64,8 Mio.
EUR). Im ersten Halbjahr nahm der Umsatz in Deutschland um
25,5 Mio. EUR oder 16,4 % zu, in der Region Übriges
Europa um 68,1 Mio. EUR oder 36,3 %. Der Konzern erzielte
in Deutschland Erlöse von 181,1 Mio. EUR (H1 2020:
155,6 Mio. EUR) bzw. in der Region Übriges Europa
255,4 Mio. EUR (H1 2020: 187,3 Mio. EUR).
Ein ähnliches Muster - starkes Wachstum im zweiten
Quartal, moderateres Wachstum im gesamten ersten Halbjahr -
zeigt sich in Nordamerika: Im Berichtsquartal konnte der
Umsatz mit einer Verbesserung um 35,6 Mio. EUR oder 66,8 %
auf 89,0 Mio. EUR (Q2 2020: 53,4 Mio. EUR) deutlich
gesteigert werden. Auch im ersten Halbjahr 2021 legte der
Konzern in dieser Region um 30,0 Mio. EUR oder 18,8 % auf
189,2 Mio. EUR (H1 2020: 159,2 Mio. EUR) kräftig zu.
Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 38,2 Mio.
EUR oder 24,0 %.
In der Region Asien-Pazifik fiel das Umsatzwachstum im
zweiten Quartal 2021 von 12,8 Mio. EUR oder 20,3 % auf 75,5
Mio. EUR (Q2 2020: 62,7 Mio. EUR) stark aus, insbesondere
da China anders als andere Regionen im zweiten Quartal 2020
bereits wieder auf Erholungskurs lag. Dementsprechend
verbuchte der Konzern im ersten Halbjahr 2021 ein Wachstum
von 35,6 Mio. EUR oder 29,3 % auf 157,3 Mio. EUR (H1 2020:
121,6 Mio. EUR). Wechselkurseffekte minderten den Umsatz.
Währungsbereinigt legte dieser um 39,6 Mio. EUR oder
32,5 % zu.
Die Region Südamerika und Übrige nahm
umsatzseitig im Berichtsquartal um 9,7 Mio. EUR oder 128,5
% auf 17,3 Mio. EUR zu. Im ersten Halbjahr steigerte der
Konzern die Erlöse um 10,1 Mio. EUR oder 40,7 % auf
34,7 Mio. EUR (H1 2020: 24,7 Mio. EUR).
Währungsbereinigt fiel dieser Anstieg mit 13,1 Mio.
EUR oder 53,3 % noch deutlicher aus.
Der Auslandsanteil am Konzernumsatz entsprach im zweiten
Quartal 2021 wie auch im ersten Halbjahr 77,8 % (Q2 2020:
74,7 %, H1 2020: 76,0 %), währungsbereinigt im ersten
Halbjahr 78,3 % (H1 2020: 76,0 %).
Segment Erstausrüstung nach Pandemie wieder auf KursMit 78,5 % repräsentiert das Segment
Erstausrüstung im ersten Halbjahr 2021
unverändert den größten Anteil am
Konzernumsatz. Nach dem pandemiebedingten Einbruch des
Vorjahres erholten sich die Umsatzerlöse der ersten
Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2021
Jahreshälfte 2021 in allen Regionen, insbesondere
jedoch mit einem Plus von 27,5 % bzw. von 27,6 % in den
Regionen Übriges Europa und Nordamerika. Verglichen
damit fielen die Zuwächse in Asien-Pazifik (+ 19,3 %)
und Deutschland (+ 22,5 %) moderat aus. Insgesamt legte das
Segment um 140,3 Mio. EUR oder 28,0 % zu. Betrachtet man
das zweite Quartal 2021, konnte das Segment im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum um 119,1 Mio. EUR oder
63,2 % auf 307,5 Mio. EUR (Q2 2020: 188,4 Mio. EUR)
verbuchen.
Auch die einzelnen Geschäftsbereiche haben im
Berichtsquartal umsatzseitig stark zugelegt. Im Bereich
E-Mobility schlagen sich neben der Erholung und der
allgemein höheren Nachfrage nach Elektrofahrzeugen
auch Serienanläufe nieder, letztlich konnte der Umsatz
gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht
werden. Die Erlöse beliefen sich im zweiten Quartal
2021 auf 16,5 Mio. EUR (Q2 2020: 5,8 Mio. EUR). Mit 23,8
Mio. EUR hat sich der Halbjahresumsatz 2021 im Vergleich
zum Vorjahr nahezu verdoppelt (H1 2020: 12,1 Mio. EUR). Bei
den klassischen Geschäftsbereichen hat im zweiten
Quartal 2021 insbesondere der Bereich Metal Sealing Systems
& Drivetrain Components zugelegt (+ 84,5 %). Nachdem
sich der Bereich Leichtbau/Elastomertechnologie im zweiten
Quartal 2020 auch aufgrund seiner Strukturleichtbauteile
robust zeigte, nahm die Nachfrage mit 55,2 % im
Berichtsquartal wieder stark zu. Auch der Bereich
Abschirmtechnik wuchs mit 34,5 % stark.
Nach den pandemiebedingten Verlusten im zweiten Quartal
2020 kehrte das Segment im Berichtsquartal mit einem EBIT
von 7,3 Mio. EUR (Q2 2020: - 40,5 Mio. EUR) wieder in die
Gewinnzone zurück. Auch das erste Halbjahr zeigte sich
im laufenden Geschäftsjahr mit einem EBIT von 36,6
Mio. EUR deutlich verbessert gegenüber dem gleichen
Vorjahreszeitraum (H1 2020: - 40,8 Mio. EUR). Durch die
spürbare Umsatzerholung konnte auch die
Ergebnissituation in allen drei großen klassischen
Geschäftsbereichen deutlich verbessert werden. Der
Zukunftsbereich E-Mobility, der neben dem
Brennstoffzellengeschäft auch die Batterietechnologie
und die elektrischen Antriebseinheiten umfasst, verbuchte
im Berichtsquartal wie auch im ersten Halbjahr 2021 ein
negatives EBIT. Hierfür spielten in erster Linie
Serienanläufe und Vorserienproduktionen eine Rolle.
In Summe erwirtschaftete das Segment im zweiten Quartal
eine EBIT-Marge von 2,4 % (Q2 2020: - 21,5 %) und im ersten
Halbjahr von 5,7 % (H1 2020: - 8,1 %).
Erneut kräftiges ErsatzteilgeschäftIm Berichtsquartal trug das Segment Ersatzteile 53,3
Mio. EUR zum Konzernumsatz bei und hatte mit 14,3 Mio. EUR
oder 36,6 % ein deutliches Wachstum gegenüber dem
gleichen Zeitraum des Vorjahres (Q2 2020: 39,0 Mio. EUR) zu
verzeichnen. Im ersten Halbjahr 2021 hat das Segment den
Umsatz um 17,4 Mio. EUR oder 19,0 % auf 108,6 Mio. EUR (H1
2020: 91,3 Mio. EUR) gesteigert. In erster Linie legten die
Erlöse in Osteuropa zu, aber auch in Westeuropa,
Afrika und Südamerika waren Zuwächse zu
verzeichnen. Erfreulich war in diesem Zusammenhang auch die
erkennbare Erhöhung der Umsätze im
nordamerikanischen Markt, dessen Erschließung der
Konzern seit einiger Zeit vorantreibt.
Konzernumsatz nach Segmenten und Geschäftsbereichen 1. Halbjahr 2021
Im Zuge der stärkeren Belebung des Geschäfts
nach den Pandemieeinschränkungen war auch das Segment
Ersatzteilgeschäft von den anziehenden Kosten im
Fracht- und Logistikbereich betroffen. Trotzdem konnte das
Ergebnis auch aufgrund anhaltender Kostendisziplin auf
einem hohen Niveau gehalten werden. So verzeichnete das
Segment im zweiten Quartal 2021 ein Ergebnisplus von 2,3
Mio. EUR auf ein EBIT von 10,0 Mio. EUR (Q2 2020: 7,7 Mio.
EUR), was einer EBIT-Marge von 18,8 % (Q2 2020: 19,6 %)
entspricht. Im ersten Halbjahr belief sich das Segment-EBIT
auf 21,9 Mio. EUR (H1 2020: 20,5 Mio. EUR) und die
EBIT-Marge auf 20,2 % (H1 2020: 22,4 %).
Segment Kunststofftechnik außerordentlich starkMit einem Umsatz von 31,8 Mio. EUR hat das Segment
Kunststofftechnik im zweiten Quartal 2021 - nach 33,1 Mio.
EUR im ersten Quartal - erneut an das Niveau vor Ausbruch
der Pandemie anknüpfen können. Die Erlöse
insbesondere im Automobil- und im Chemiesektor erwiesen
sich als stark. Regional ist vor allem in Asien ein starkes
Wachstum festzustellen. Insgesamt lag der Segmentumsatz im
Berichtsquartal um 8,0 Mio. EUR oder 33,8 % über den
Erlösen im gleichen Vorjahreszeitraum (Q2 2020: 23,8
Mio. EUR). Im ersten Halbjahr betrug das Umsatzplus 12,2
Mio. EUR oder 23,1 % gegenüber der ersten
Jahreshälfte 2020 (H1 2020: 52,7 Mio. EUR).
Während der Umsatz deutlich anstieg, zogen die
Kosten auch dank der fortgeführten strengen
Kostendisziplin nicht in gleichem Umfang nach. Insgesamt
erzielte das Segment Kunststofftechnik im zweiten Quartal
2021 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,0 Mio. EUR
(Q2 2020: 1,3 Mio. EUR), was einer Ergebnismarge von 19,0 %
entspricht. Im ersten Halbjahr 2021 belief sich das EBIT
des Segments Kunststofftechnik auf 13,3 Mio. EUR (H1 2020:
4,7 Mio. EUR), daraus errechnet sich eine bemerkenswert
gute EBIT-Marge von 20,4 % (H1 2020: 9,0 %).
Segment "Sonstige"Die Umsätze im Segment "Sonstige" umfassen die
Geschäftstätigkeit der Elring Klinger
Motortechnik GmbH, der ElringKlinger Logistic Service GmbH,
der Kochwerk Catering GmbH sowie eines deutschen
Gewerbeparks. Mit 1,0 Mio. EUR waren sie im Berichtsquartal
im Vergleich zum zweiten Quartal 2020 (Q2 2020: 1,0 Mio.
EUR) stabil. Betrachtet man das erste Halbjahr 2021, lagen
sie mit 2,1 Mio. EUR unter dem Niveau des
Vorjahreszeitraums (H1 2020: 2,8 Mio. EUR).
Mitarbeiterzahl im Jahresverlauf nahezu konstantZum 30. Juni 2021 zählte der ElringKlinger-Konzern
9.608 Mitarbeiter. Somit waren 383 Personen im Konzern
weniger beschäftigt als noch zum gleichen Stichtag des
Vorjahres (30.06.2020: 9.991). Im Vergleich zum Vorquartal
(31.03.2021: 9.592) blieb die Zahl aber nahezu konstant.
Bereits vor der Coronavirus-Pandemie hatte der Konzern ein
Effizienzsteigerungsprogramm eingesetzt, das sich auch auf
das Personalmanagement im gesamten Konzern auswirkte.
Insgesamt optimierte der Konzern weltweit seine
Mitarbeiterstrukturen. Während in Europa (- 4,3 %) und
Nordamerika (- 7,2 %) die Mitarbeiterzahl
rückläufig war, baute der Konzern seine
Belegschaft in den Regionen Asia-Pacific (+ 1,7 %) sowie
Südamerika und Übrige (+ 18,2 %) aus.
Der Mitarbeiteranteil im Ausland erhöhte sich zum
30. Juni 2021 leicht auf 58,2 % (30.06.2020: 57,7 %).
Entsprechend lag der Inlandsanteil bei 41,8 % (30.06.2020:
42,3 %).
Bruttomarge auf wieder erholtem NiveauDen im Berichtsquartal deutlich gestiegenen
Umsatzerlösen standen im Vergleich zum gleichen
Vorjahreszeitraum auch höhere Umsatzkosten
gegenüber. Diese beliefen sich im zweiten Quartal 2021
auf 302,8 Mio. EUR nach 229,7 Mio. EUR in derselben
Vorjahresperiode. Somit ergibt sich für das
Berichtsquartal ein Bruttoergebnis von 90,7 Mio. EUR (Q2
2020: 22,5 Mio. EUR) und für das erste Halbjahr 2021
von 200,0 Mio. EUR (H1 2020: 110,3 Mio. EUR). Dies
entspricht einer Bruttomarge von 23,1 % (Q2 2020: 8,9 %)
bzw. 24,5 % (H1 2020: 17,0 %).
Nachdem die Materialaufwendungen im ersten Quartal 2021
im Zuge der Geschäftsbelebung auf 174,9 Mio. EUR (Q1
2020: 159,4 Mio. EUR) gestiegen waren, verringerten sie
sich im zweiten Quartal 2021 wieder auf 165,6 Mio. EUR (Q2
2020: 115,5 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote
(Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz)
betrug im Berichtsquartal 42,1 % (Q2 2020: 45,8 %) und
konnte durch das aktive Management des Einkaufs ebenso
optimiert werden wie in den ersten sechs Monaten 2021 mit
41,6 % (H1 2020: 42,4 %). Allerdings ist die Situation auf
den Rohstoffmärkten weiter angespannt. Die Preise
für Polyamide (Kunststoffgranulate) und Stahl, aber
auch für Aluminium befinden sich nach wie vor auf
einem hohen Niveau. Die Verfügbarkeit ist nicht immer
durchgehend gesichert, auch weil Engpässe allgemein
durch Überbuchungen in der Versorgungskette
verstärkt werden.
Im Zuge des Umsatzanstiegs erhöhten sich auch die
Personalkosten von 101,3 Mio. EUR im zweiten Quartal 2020
auf 129,2 Mio. EUR im Zeitraum von April bis Juni 2021. In
den ersten sechs Monaten summierten sie sich auf 264,9 Mio.
EUR (H1 2020: 241,1 Mio. EUR). Die Personalaufwandsquote
(Personalaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) sank
auf 32,8 % im zweiten Quartal (Q2 2020: 40,2 %) bzw. auf
32,4 % von Januar bis Juni 2021 (H1 2020: 37,2 %).
Die Vertriebskosten erhöhten sich infolge des
Umsatzanstiegs im zweiten Quartal 2021 auf 29,1 Mio. EUR
nach 23,8 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Ausschlaggebend waren neben höheren Personalkosten
auch Ausgaben für Frachten oder sukzessive wieder
stattfindende Ausstellungen. Insgesamt kommt dem Konzern
auch der Erfolg des Effizienzsteigerungsprogramms zugute.
Vertriebskosten für Sonderfrachten oder Sortierung
fielen nur noch in geringem Umfang an. In der ersten
Jahreshälfte nahmen die Vertriebskosten moderat um 4,7
Mio. EUR oder 8,6 % auf 59,9 Mio. EUR (H1 2020: 55,2 Mio.
EUR) zu.
Im Rahmen der Geschäftsbelebung erhöhten sich
auch die allgemeinen Verwaltungskosten. Im zweiten Quartal
2021 lagen sie mit 21,1 Mio. EUR um 4,9 Mio. EUR über
dem Niveau des Vorjahresvergleichsquartals (Q2 2020: 16,2
Mio. EUR), im ersten Halbjahr 2021 um 5,6 Mio. EUR oder
14,8 % über dem Wert der ersten sechs Monate des
Vorjahres (H1 2020: 37,8 Mio. EUR). Neben höheren
Sachkosten waren auch hier höhere Personalkosten
für die Zunahme verantwortlich.
Forschungs- und Entwicklungskosten im anvisierten Spektrum von 5 bis 6 %Bei Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
konzentriert sich der Konzern in erster Linie auf die
Entwicklung von Produkten und Lösungen für
alternative Antriebstechnologien. Nach vergleichsweise
geringen Aufwendungen von 13,9 Mio. EUR im zweiten Quartal
2020 beliefen sich die Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung (F&E) im Berichtsquartal mit 18,5 Mio. EUR
wieder auf einem üblichen Niveau. Darüber hinaus
wurden F&E-Leistungen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (Q2
2020: 3,0 Mio. EUR) aktiviert. Zwischen Januar und Juni
summierten sich die F&E-Aufwendungen auf 37,0 Mio. EUR
(H1 2020: 32,3 Mio. EUR), zudem wurden 5,7 Mio. EUR (H1
2020: 5,2 Mio. EUR) aktiviert. Daraus ergibt sich eine
Aktivierungsquote von 15,5 % (Q2 2020: 17,6 %) bzw. 13,3 %
(H1 2020: 13,7 %).
Die F&E-Quote (F&E-Aufwendungen inkl.
Aktivierungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) stieg
infolgedessen trotz des starken Umsatzanstiegs auf 5,6 % im
zweiten Quartal (Q2 2020: 6,7 %) und 5,2 % im ersten
Halbjahr (H1 2020: 5,8 %). Damit lag sie innerhalb der
kurz- und mittelfristig angestrebten Bandbreite von rund 5
bis 6 %.
Auch im zweiten Quartal erhielt ElringKlinger
Fördermittel der öffentlichen Hand, die
vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und
Brennstoffzellentechnologie betrafen. Sie betrugen 0,6 Mio.
EUR (Q2 2020: 1,1 Mio. EUR). In den ersten sechs Monaten
2021 wurden 1,3 Mio. EUR (H1 2020: 2,0 Mio. EUR) verbucht.
Die sonstigen betrieblichen Erträge verbesserten
sich im zweiten Quartal 2021 mit 3,9 Mio. EUR leicht
gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2020: 2,3
Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 2021 mit 17,9 Mio. EUR
spürbar gegenüber demselben Vorjahreszeitraum (H1
2020: 4,3 Mio. EUR). Ursache für diesen deutlichen
Anstieg ist in erster Linie der Erlös in Höhe von
10,9 Mio. EUR aus dem Verkauf der österreichischen
Tochtergesellschaft an Plastic Omnium, der Teil der im
Oktober 2020 geschlossenen Vereinbarung über eine
Zusammenarbeit im Bereich der Brennstoffzellentechnologie
war. Diese Übereinkunft war mit Wirkung zum 1.
März 2021 im ersten Quartal 2021 umgesetzt worden.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zeigten sich
sowohl im zweiten Quartal 2021 als auch im ersten Halbjahr
2021 gegenüber dem jeweiligen
Vorjahresvergleichszeitraum mit + 0,3 Mio. EUR bzw. - 0,3
Mio. Abweichung kaum verändert.
Positive Entwicklung der EBIT-MargeNach den Umsatzeinbrüchen im vergangenen Jahr und
der erfolgreichen Fortführung des
Effizienzsteigerungsprogramms hat der Konzern seine
Ergebnissituation erkennbar verbessern können. Das
EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
zog mit 50,4 Mio. EUR spürbar gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum (Q2 2020: - 0,9 Mio. EUR) an.
Die Aussage gilt ebenfalls für die ersten sechs Monate
2021, in denen der Konzern das EBITDA von 44,9 Mio. EUR auf
127,6 Mio. EUR steigerte. Die Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen summierten
sich von April bis Juni 2021 auf 27,4 Mio. EUR (Q2 2020:
31,5 Mio. EUR) und in der ersten Jahreshälfte auf 56,2
Mio. EUR (H1 2020: 61,3 Mio. EUR).
Damit ergab sich im zweiten Quartal 2021 ein Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 23,0 Mio. EUR (Q2 2020: -
32,4 Mio. EUR). Mit 5,9 % lag die EBIT-Marge im zweiten
Quartal 2021 (Q2 2020: - 12,8 %) innerhalb der für das
Gesamtjahr 2021 angestrebten Spanne von rund 5 bis 6 %.
Einschließlich des starken ersten Quartals 2021
belief sich die EBIT-Marge im ersten Halbjahr 2021 auf 8,7
% (H1 2020: - 2,5 %).
Finanzergebnis verbessertIm Vorjahresvergleich verbesserte sich das
Finanzergebnis im Berichtsquartal um 1,7 Mio. EUR auf minus
4,6 Mio. EUR (Q2 2020: - 6,3 Mio. EUR). In erster Linie
waren dafür geringere Zinsaufwendungen die Ursache, so
dass sich das Zinsergebnis von minus 3,7 Mio. EUR in den
Monaten April bis Juni 2020 auf minus 2,0 Mio. EUR im
Berichtsquartal erhöhte. Leichte Veränderungen im
Währungsergebnis von 0,5 Mio. EUR wurden durch
entsprechende Veränderungen beim Ergebnisanteil von
assoziierten Unternehmen ausgeglichen.
Betrachtet man das erste Halbjahr 2021, so hat sich das
Finanzergebnis gegenüber dem
Vorjahresvergleichszeitraum sogar um 12,6 Mio. EUR auf
minus 3,5 Mio. EUR (H1 2020: - 16,1 Mio. EUR) verbessert.
Neben um 3,5 Mio. EUR geringeren Zinsaufwendungen spielten
hier Währungsveränderungen eine
größere Rolle. Hatte der Konzern in den ersten
sechs Monaten 2020 noch ein Währungsergebnis von minus
5,0 Mio. EUR zu verbuchen, verbesserte sich dieses im
Berichtshalbjahr um 7,9 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Zudem
verringerte sich der Verlust aus dem Ergebnisanteil an
assoziierten Unternehmen, der die Beteiligung an der hofer
AG betrifft, um 1,2 Mio. EUR.
Infolgedessen erzielte der Konzern im zweiten Quartal
2021 mit 18,5 Mio. EUR (Q2 2020: - 38,7 Mio. EUR) wieder
ein Ergebnis vor Ertragsteuern im positiven Bereich. Das
Vorsteuerergebnis der ersten Jahreshälfte 2021 belief
sich auf 67,9 Mio. EUR (H1 2020: - 32,5 Mio. EUR).
Periodenergebnis nach sechs Monaten bei 45,0 Mio. EURDie Ertragsteueraufwendungen beliefen sich im zweiten
Quartal auf 12,0 Mio. EUR (Q2 2020: - 3,1 Mio. EUR) und im
ersten Halbjahr auf 22,9 Mio. EUR (H1 2020: 1,4 Mio. EUR).
Daraus errechnet sich nach sechs Monaten eine effektive
Steuerquote von 33,7 % (H1 2020: - 4,3 %). Wie in den
Vorperioden konnten auf Verluste einiger ausländischen
Gesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet
werden.
Der ElringKlinger-Konzern erzielte somit im zweiten
Quartal 2021 ein Periodenergebnis von 6,5 Mio. EUR (Q2
2020: - 35,5 Mio. EUR) sowie von 45,0 Mio. EUR im ersten
Halbjahr 2021 (H1 2020: - 33,9 Mio. EUR). Nach
Minderheitsanteilen belief sich das Ergebnis der
Aktionäre der ElringKlinger AG im zweiten Quartal 2021
auf 7,9 Mio. EUR (Q2 2020: - 35,5 Mio. EUR) und auf 45,8
Mio. EUR (H1 2020: - 33,5 Mio. EUR) nach sechs Monaten.
Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien
lag zum 30. Juni 2021 unverändert bei 63.359.990
Stück. Daraus ergibt sich ein den Aktionären der
ElringKlinger AG zustehender Ergebnisanteil von 0,13 EUR
(Q2 2020: - 0,56 EUR) je Aktie im Berichtsquartal und von
0,72 EUR (H1 2020: - 0,53 EUR) je Aktie nach den ersten
sechs Monaten.
Vermögens- und FinanzlageDie Vermögens- und Finanzlage des
ElringKlinger-Konzerns zeigte sich zum Halbjahresstichtag
2021 in einer weiterhin soliden Verfassung. Der seit gut
zwei Jahren eingeschlagene Kurs zur Verbesserung wichtiger
Finanzkennzahlen wurde im ersten Halbjahr 2021 erfolgreich
fortgeführt. Die finanzwirtschaftliche Situation
ermöglichte es dem Konzern, die Nettoverschuldung
erneut zu senken - von 458,8 Mio. EUR am Bilanzstichtag
2020 auf nunmehr 363,3 Mio. EUR zum 30. Juni 2021, binnen
Jahresfrist sogar um 216,6 Mio. EUR von 579,9 Mio. EUR. Die
Verschuldungskennzahl verbesserte sich infolgedessen in den
ersten sechs Monaten 2021 von 2,5 auf 1,4. Aus operativer
Tätigkeit erwirtschaftete ElringKlinger im ersten
Halbjahr 2021 einen Cashflow von 92,5 Mio. EUR, nach 52,4
Mio. EUR in der Vorjahresvergleichsperiode.
Kennzahlen Vermögens- und Finanzlagescrollen
scrollen
1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
Vermögensanstieg durch EKPO Fuel Cell TechnologiesZum Halbjahresstichtag 2021 belief sich die Bilanzsumme
des ElringKlinger-Konzerns auf 2.092,3 Mio. EUR
(31.12.2020: 1.963,1 Mio. EUR). Der Anstieg gegenüber
dem Jahresultimo 2020 spiegelt einerseits
Veränderungen durch die gewöhnliche
Geschäftstätigkeit und Währungseffekte
wider, andererseits steht er im Zusammenhang mit dem neuen
Konzernunternehmen EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz:
EKPO). Dieses nahm zum 1. März 2021 seine
Geschäftstätigkeit auf und wird zu 60 % von der
ElringKlinger AG und zu 40 % vom französischen
Automobilzulieferer Plastic Omnium, Levallois, gehalten.
Die Gesellschaft wird im ElringKlinger- Konzern
vollkonsolidiert. Plangemäß wurde im ersten
Quartal 2021 eine Einlage des französischen Partners
von rund 100 Mio. EUR verbucht. Es teilte sich auf in eine
erste Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR sowie in eine lang- und
kurzfristige Forderung über den Restbetrag, die
jeweils in den sonstigen Vermögenswerten erfasst
wurden. Auf der Passivseite erhöhte sich das
Eigenkapital entsprechend. Außerdem
veräußerte ElringKlinger in diesem Zusammenhang
die österreichische Tochtergesellschaft ElringKlinger
Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, an Plastic Omnium. Die
zum 1. März 2021 abgegangenen Vermögenswerte und
Schulden waren bereits zum Bilanzstichtag 2020 mit ihren
Buchwerten von 5,2 Mio. EUR bzw. 1,9 Mio. EUR in der
Konzernbilanz als zur Veräußerung gehalten
verbucht worden (vgl. auch Wesentliche Ereignisse).
Vermögensstruktur robustDie lang- und kurzfristigen Vermögenswerte zeigten
sich weiterhin robust im Verhältnis von jeweils rund
60 zu 40 Prozent. Das Langfristvermögen belief sich
zum 30. Juni 2021 auf 1.244,2 Mio. EUR und lag um 32,0 Mio.
EUR über dem Wert zum Jahresende 2020 (1.212,2 Mio.
EUR). Die Zunahme reflektiert im Wesentlichen den oben
beschriebenen Zugang im Zusammenhang mit EKPO.
Die immateriellen Vermögenswerte, die vorwiegend
erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten,
lagen zum 30. Juni 2021 mit einem Buchwert von 202,1 Mio.
EUR auf ähnlichem Niveau wie am Bilanzstichtag 2020
(201,1 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen reduzierte
sich gegenüber dem Stand 31. Dezember 2020 um 9,4 Mio.
EUR auf 930,6 Mio. EUR. Dieser Rückgang spiegelt die
fokussierte Investitionspolitik des Konzerns wider. Im
ersten Halbjahr 2021 wurden Neuzugänge in den
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl.
Zugänge aus Leasingverträgen) von 41,4 Mio. EUR
(H1 2020: 40,4 Mio. EUR) in der Konzernbilanz verbucht. Die
Abschreibungen der Periode beliefen sich auf 56,2 Mio. EUR
(H1 2020: 61,3 Mio. EUR). Im Vergleich zum
Halbjahresstichtag des Vorjahres (30.06.2020: 998,9 Mio.
EUR) verringerten sich die Sachanlagen in Summe auch
aufgrund von außerplanmäßigen
Abschreibungen, die zum Jahresende 2020 bei einigen
Konzerngesellschaften nach Werthaltigkeitsprüfungen
vorgenommen wurden.
Geschäftsanstieg bewirkt Zunahme der VorräteDie positive Geschäftsentwicklung des ersten
Halbjahres 2021 erforderte zwar eine Ausweitung der
Vorräte, die aber im Vergleich zu Auftragslage und
Umsatz deutlich unterproportional ausfiel. Gegenüber
dem Stand vom Jahresende 2020 (300,5 Mio. EUR) nahmen sie
um 14,2 % auf 343,3 Mio. EUR zu. Ohne
Wechselkurseinflüsse wäre der Anstieg um 1,5 %
geringer ausgefallen. Demgegenüber konnte der Bestand
an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum
Halbjahresstichtag auf 225,8 Mio. EUR, nach 251,4 Mio. EUR
zum Ende des ersten Quartals, wieder auf ein ähnliches
Volumen wie zum Jahresende 2020 (231,2 Mio. EUR)
zurückgeführt werden. Beide Bilanzpositionen
zusammen ergeben das Working Capital, das sich zum
Halbjahresstichtag 2021 auf 569,1 Mio. EUR belief, nach
531,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2020.
Gemessen am Umsatzwachstum von 26,1 % fiel die
Ausweitung des Working Capital im Vorjahresvergleich
(30.06.2020: 535,3 Mio. EUR) mit 6,3 % moderat aus. Zu
dieser erfreulichen Entwicklung trugen gezielte
Maßnahmen des Managements bei, die im Rahmen des seit
2019 verfolgten Effizienzsteigerungsprogramms unternommen
werden. Wesentliche Bestandteile sind Optimierungen bei der
Bevorratung, im Forderungsmanagement sowie bei den
Lieferantenverbindlichkeiten.
Die Zahlungsmittel und Äquivalente des
ElringKlinger-Konzerns beliefen sich zum Halbjahresstichtag
2021 auf 162,5 Mio. EUR (31.12.2020: 127,9 Mio. EUR).
Insgesamt betrug der Buchwert der kurzfristigen
Vermögenswerte am 30. Juni 2021 848,1 Mio. EUR
(31.12.2020: 745,7 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme
entsprach 40,5 %, entsprechend lag der Anteil der
langfristigen Vermögenswerte bei 59,5 %.
Eigenkapitalquote steigt auf 46 ProzentDas Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns erhöhte
sich zum 30. Juni 2021 auf 963,4 Mio. EUR, nach 812,9 Mio.
EUR zum Jahresende 2020. Sein Anteil an der Bilanzsumme
stieg von 41,4 % zum 31. Dezember 2020 auf 46,0 %
(30.06.2020: 40,5 %). Die Eigenkapitalquote liegt damit
weiterhin in der vom Management angestrebten Bandbreite von
40 bis 50 %.
Die Zunahme des Eigenkapitals im bisherigen
Jahresverlauf resultierte aus mehreren Faktoren. Die
wesentlichen davon waren das positive Periodenergebnis des
ersten Halbjahres 2021 in Höhe von 45,0 Mio. EUR sowie
die beschriebene Beteiligung Plastic Omniums an der neuen
Konzerngesellschaft EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, die
sich im Konzerneigenkapital mit 99,2 Mio. EUR niederschlug.
Weitere Einflüsse kamen aus Unterschiedsbeträgen
in der Währungsumrechnung (7,9 Mio. EUR) sowie
Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter (- 1,6
Mio. EUR).
Die Pensionsrückstellungen haben sich mit 156,4
Mio. EUR gegenüber dem Stand zum Bilanzstichtag 2020
(156,9 Mio. EUR) nur unwesentlich geändert. Im
Vergleich zum 30. Juni 2020 stiegen die
Pensionsrückstellungen um 7,4 Mio. EUR.
Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen beliefen
sich zum 30. Juni 2021 auf 48,9 Mio. EUR (31.12.2020: 46,7
Mio. EUR). Der im Zwölfmonatszeitraum verzeichnete
Anstieg von 15,0 Mio. EUR (30.06.2020: 33,8 Mio. EUR) ist
vorwiegend auf Buchungen im vierten Quartal 2020
zurückzuführen. Sie betrafen gestiegene
Verpflichtungen im Personalbereich sowie
Gewährleistungsverpflichtungen, drohende Verluste aus
Kundenaufträgen und übrige Risiken.
Nettoverschuldung im ersten Halbjahr um rund 100 Mio. EUR reduziertAufgrund des hohen freien Cashflows aus operativer
Tätigkeit konnte ElringKlinger seine
Finanzverbindlichkeiten weiter reduzieren. Die
Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige
Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und
Wertpapiere) sank gegenüber dem Stand zum Jahresende
2020 (458,8 Mio. EUR) zum 30. Juni 2021 um 95,5 Mio. EUR
auf 363,3 Mio. EUR. Im Zwölfmonatszeitraum reduzierte
ElringKlinger die Nettoverschuldung um 216,6 Mio. EUR
(30.06.2020: 579,9 Mio. EUR).
Verschuldungskennzahl auf 1,4 verbessertDie gute Ergebnissituation sowie der Schuldenabbau
führten zum Halbjahresstichtag zu einer deutlichen
Verbesserung der Verschuldungskennzahl. Das Verhältnis
zwischen Nettoverschuldung zu EBITDA betrug am Ende des
Berichtszeitraums 1,4, nach 2,5 am Jahresende 2020 und noch
3,8 ein Jahr zuvor.
Net Working Capital unter VorjahrAufgrund des Geschäftswachstums stiegen auch
Lieferantenverbindlichkeiten an. Sie lagen zum
Halbjahresstichtag 2021 mit 156,1 Mio. EUR um 27,2 Mio. EUR
über dem Stand am Jahresende 2020 (128,9 Mio. EUR).
Vor einem Jahr umfassten sie 117,9 Mio. EUR.
Starker betrieblicher Cashflow von 93 Mio. EUR erzieltUnterstützt durch die gute Ergebnisentwicklung
entwickelte sich der Kapitalfluss im bisherigen
Jahresverlauf sehr positiv. Aus operativer Tätigkeit
erwirtschaftete ElringKlinger einen Cashflow von 92,5 Mio.
EUR (H1 2020: 52,4 Mio. EUR). Auf das zweite Quartal
entfiel davon ein Anteil von 50,5 Mio. EUR (Q2 2020: 39,6
Mio. EUR).
Neben der Ergebnisentwicklung wurde der Kapitalfluss
durch die Veränderung des Net Working Capitals
günstig beeinflusst. Es umfasst die Bilanzpositionen
Vorräte sowie
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahrin Mio. EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen. Diesbezügliche Bestandsänderungen
wirken sich unmittelbar auf die Kapitalströme des
operativen Geschäfts aus. Inklusive anderer Aktiva und
Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind, bewirkten die Veränderungen im Net
Working Capital im ersten Halbjahr 2021 einen Mittelzufluss
von 6,7 Mio. EUR (H1 2020: 16,3 Mio. EUR), wobei das zweite
Quartal mit einem Zufluss von 24,6 Mio. EUR (Q2 2020: 47,7
Mio. EUR) die gegenläufige Entwicklung des ersten
Quartals überkompensierte.
Die Ertragssteuerzahlungen in den ersten sechs Monaten
reduzierten die flüssigen Mittel um 28,9 Mio. EUR (H1
2020: 13,0 Mio. EUR). Davon entfielen 21,2 Mio. EUR (Q2
2020: 6,3 Mio. EUR) auf das zweite Quartal. Da die
Steuerzahlungen einen direkten Bezug zu den Ergebnissen der
Einzelgesellschaften und deren nationalen Regelungen haben,
kann die rechnerische Gesamtsteuerquote im Konzern
periodisch stärker schwanken.
Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass der
im ersten Quartal 2021 erzielte Sonderertrag aus der
Veräußerung der österreichischen
Tochtergesellschaft in Höhe von 10,9 Mio. EUR nicht
dem betrieblichen Cashflow zugerechnet wurde. In der
Darstellung der Kapitalflussrechnung wurde dieser ebenso
wie Währungseffekte in der Zeile "Sonstige
zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge"
bereinigt.
Investitionen in Sachanlagen weiter niedrigPlangemäß verfolgt der ElringKlinger-Konzern
im Geschäftsjahr 2021 eine disziplinierte
Investitionspolitik. Neuanschaffungen werden insbesondere
in den strategischen Zukunftsfeldern getätigt. Die
Auszahlungen für Sachanlagen betrugen im ersten
Halbjahr 22,5 Mio. EUR (H1 2020: 22,7 Mio. EUR). Auf das
zweite Quartal 2021 entfielen davon Auszahlungen in
Höhe von 10,9 Mio. EUR (Q2 2020: 10,4 Mio. EUR). Sie
betrafen die Produktion weltweit und beinhalteten auch
Erweiterungsinvestitionen für Neuanläufe.
Die Investitionsquote (Auszahlungen für
Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition
gehaltene Immobilien in Relation zum Konzernumsatz)
verringerte sich im ersten Halbjahr 2021 auf 2,8 %, nach
3,5 % in der Vorjahresvergleichsperiode. Zugänge aus
Leasingverträgen sind in der Berechnung dieser Quote
nicht enthalten. Sie betrugen im ersten Halbjahr 2021 12,9
Mio. EUR und enthalten unter anderem Vermögenswerte im
Zusammenhang mit der zu Jahresbeginn erfolgten
Standortgründung in Neuffen, Deutschland.
Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2021in Mio. €
1 Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und
immaterielle Vermögenswerte
Die Auszahlungen für immaterielle
Vermögenswerte, die auch aktivierte
Entwicklungsleistungen enthalten, beliefen sich im
Berichtszeitraum auf 6,0 Mio. EUR (H1 2020: 6,1 Mio. EUR).
Aus dem Verkauf der österreichischen
Tochtergesellschaft hatte ElringKlinger im ersten Quartal
2021 Einnahmen von 14,5 Mio. EUR verbucht.
Insgesamt flossen im ersten Halbjahr 2021 für die
Investitionstätigkeit Mittel in Höhe von 16,2
Mio. EUR (H1 2020: 30,7 Mio. EUR) ab. Im zweiten Quartal
2021 gab der Konzern per Saldo 15,4 Mio. EUR (Q2 2020: 14,3
Mio. EUR) für die Investitionstätigkeit aus.
Operativer Free Cashflow bei 66 Mio. EURIm ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete der
ElringKlinger-Konzern einen operativen Free Cashflow von
65,6 Mio. EUR (H1 2020: 23,6 Mio. EUR). Rechnerisch
entspricht er dem betrieblichen Cashflow plus Cashflow aus
Investitionstätigkeit bereinigt um
M&A-Aktivitäten und um Zahlungsflüsse
für finanzielle Vermögenswerte. Hierbei ist die
Einnahme aus der Veräußerung der
österreichischen Tochtergesellschaft ebenso wenig
enthalten wie die erste Teilzahlung von Plastic Omnium
für die Beteiligung an der EKPO, die dem Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit zuzurechnen war. Dieses
operativ erzielte Resultat zeigt, dass der eingeschlagene
Weg auch im laufenden Jahr erfolgreich und der Konzern auf
Kurs ist.
Der operative Free Cashflow im zweiten Quartal erreichte
37,0 Mio. EUR (Q2 2020: 25,8 Mio. EUR).
Tilgung langfristiger Kredite um 92 Mio. EURDer hohe Mittelzufluss des ersten Halbjahres erlaubte es
dem Konzern, Bankverbindlichkeiten weiter zu reduzieren. In
den ersten sechs Monaten 2021 zahlte ElringKlinger eine
Summe von 91,6 Mio. EUR (H1 2020: 35,5 Mio. EUR) für
langfristige Kredite zurück (saldiert um
Einzahlungen). Aus der Veränderung der kurzfristigen
Kredite nahm der Konzern 18,5 Mio. EUR (H1 2020: 32,9 Mio.
EUR) ein. Im zweiten Quartal wurden lang- und kurzfristige
Kredite um insgesamt 35,6 Mio. EUR reduziert (Q2 2020:
Ausweitung um 23,9 Mio. EUR).
Unter Berücksichtigung der ersten Teilzahlung von
Plastic Omnium für die Beteiligung an der EKPO Fuel
Cell Technologies GmbH in Höhe von 30,0 Mio. EUR ergab
sich in den ersten sechs Monaten 2021 ein Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit von - 44,6 Mio. EUR (H1 2020: -
3,6 Mio. EUR). Im zweiten Quartal 2021 betrug dieser - 37,1
Mio. EUR (Q2 2020: Zufluss von 22,9 Mio. EUR).
Zum Stichtag 30. Juni 2021 verfügte der
ElringKlinger-Konzern über einen Bestand an
Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 162,5 Mio. EUR
(30.06.2020: 147,8 Mio. EUR) sowie über offene, nicht
genutzte Kreditlinien in Höhe von 228,5 Mio. EUR.
Damit ist der Konzern für die weitere
Geschäftsentwicklung - gerade im Hinblick auf die
tiefgreifende Transformation der Mobilität - durchaus
komfortabel ausgestattet, Die Erhöhung und
Verlängerung des bestehenden Konsortialkredits am 12.
Juli 2021 (vgl. Anhang, Ereignisse nach dem Bilanzstichtag)
wird die solide Finanzlage des Konzerns weiter
stärken.
Chancen und RisikenDie wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
prägen 2021 weiter die Entwicklung auf den
Automärkten, wenngleich in deutlich geringerem
Ausmaß als noch im Vorjahr. Die weltweit zunehmende
Verfügbarkeit der Impfstoffe kann dazu beitragen, die
Pandemie zum Abklingen zu bringen. Nichtsdestotrotz sind
die Entwicklungen in den einzelnen Regionen insgesamt
schwer absehbar. Derzeit bestehen hohe Neuinfektionszahlen
mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 100 unter anderem
in den USA, Brasilien, Indonesien, Großbritannien,
Spanien, Frankreich und Russland. Die Maßnahmen zur
Eindämmung sind durchaus unterschiedlich,
Einschätzungen über die wirtschaftlichen
Auswirkungen sind auch deswegen weiter mit einer hohen
Unsicherheit behaftet.
Auch zum Halbjahresstichtag 30. Juni 2021 befinden sich
die Rohstoffpreise auf einem anhaltend hohen Niveau. Zudem
sind die Lieferketten nicht durchgehend robust, was sich
insgesamt auf die Rohstoffverfügbarkeit sowie die
Preisentwicklung auswirken kann. Ähnliche Auswirkungen
sind durch die Folgen der Unwetter zu befürchten, die
im Juli 2021 in Teilen Deutschlands zu schweren
Überschwemmungen und im Zuge dessen zu
Produktionsunterbrechungen insbesondere bei
Rohstoffproduzenten führten.
Lieferengpässe bei Halbleitern haben in den ersten
sechs Monaten 2021 die Fahrzeugproduktion
beeinträchtigt. Für das zweite Halbjahr 2021 ist
nach derzeitiger Informationslage mit einer anhaltenden
Knappheit zu rechnen. Umsatz- und Ergebniseffekte sind
daher grundsätzlich nicht auszuschließen.
Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken
für den ElringKlinger-Konzern haben sich im ersten
Halbjahr 2021 keine wesentlichen Änderungen zum
Geschäftsbericht 2020 des ElringKlinger-Konzerns
ergeben.
Der Chancen- und Risikobericht des
Geschäftsberichts 2020 steht auch auf der
ElringKlinger-Internetseite
www.elringklinger.de/gb2020/chancen-und-risikenbericht zur
Verfügung.
PrognoseberichtAusblick Markt und BrancheWeltkonjunktur 2021 in einem AufholprozessSeit dem Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr in Folge
der Corona-Pandemie hat die Weltwirtschaft wieder merklich
an Schwung gewonnen. Angesichts der expansiv ausgerichteten
Geld- und Finanzpolitik der Zentralbanken in den
Industriestaaten dürfte dieser Aufwärtstrend
weiter fortbestehen. Es zeichnet sich ein durch
Aufholprozesse geprägter "Post-Covid19-Boom" ab, der
von Stützungsmaßnahmen vieler Regierungen im
Zuge der Coronavirus-Pandemie profitiert. Auf der anderen
Seite bergen Varianten des Coronavirus immer noch eine hohe
Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie.
Zudem könnten die Nachschubprobleme für Rohstoffe
und Vormaterialien in der Industrie sowie das Nachlassen
der chinesischen Wirtschaft die Weltkonjunktur einbremsen.
Außerdem ist mit einer höheren Inflation und
steigenden Verbraucherpreisen zu rechnen.
Der internationale Währungsfonds (IWF) geht in
seinem jüngsten Konjunkturausblick vom Juli 2021 von
einem globalen Wachstum von 6,0 % im Gesamtjahr 2021 aus.
In den Industrieländen werde das Wachstum noch weiter
an Fahrt gewinnen, während die Aussichten für
Schwellen- und Entwicklungsländer aufgrund ihres
eingeschränkten finanziellen Spielraums und der
geringeren Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen
weniger günstig sind. Die größte Schubkraft
wird 2021 nach Meinung des IWF aus den USA kommen. Für
die Wirtschaft im Euroraum bestehen ebenfalls gute
Aussichten. Demgegenüber wird die chinesische
Volkswirtschaft auch wegen abnehmender staatlicher
Unterstützung eine langsamere Gangart einschlagen.
Insgesamt ist laut IWF die Prognose stark vom weiteren
Pandemieverlauf abhängig und nicht zuletzt deshalb mit
einer hohen Unsicherheit behaftet.
Wachstumsprognose Bruttoinlandsproduktscrollen
Quelle: IWF (Juli 2021)
Ausblick auf die Weltfahrzeugmärkte 2021Für das Automobiljahr 2021 ist insgesamt mit einem
deutlichen Zuwachs in allen Regionen auszugehen. Das
Brancheninstitut IHS rechnet nach jüngster
Schätzung mit einem Plus von 10,0 % auf rund 82 Mio.
neu produzierte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Allerdings
wird damit das Vorkrisenniveau von rund 89 Mio.
produzierten Autos im Jahr 2019 noch nicht wieder erreicht
sein.
Das Volumen im zweiten Halbjahr 2021 wird
voraussichtlich höher ausfallen als in der ersten
Hälfte des laufenden Jahres. Aufgrund der Verwerfungen
im Corona-Jahr 2020 und den Aufholeffekten im zweiten
Halbjahr 2020 ist dennoch zu erwarten, dass sich das dritte
und vierte Quartal 2021 im Vorjahresvergleich mit minus 3 %
bzw. minus 4 % als leicht rückläufig erweisen
werden. In dieser Einschätzung wurde
berücksichtigt, dass sich die derzeit zu beobachtende
Knappheit von Halbleitern noch verstärken und es zu
weiteren Produktionsunterbrechungen in Herstellerwerken
kommen wird.
Der Blick auf die einzelnen Regionen ergibt ein
heterogenes, aber insgesamt positives Bild. Von den drei
größten Automärkten wird Nordamerika den
stärksten absoluten und relativen Zuwachs verbuchen,
gefolgt vom europäischen Markt und von China.
Wie auch für die Gesamtkonjunktur gilt beim
Branchenausblick weiter eine hohe Prognoseunsicherheit.
Prognose Light-Vehicle-Produktionscrollen
Quelle: IHS Juli 2021
Ausblick UnternehmenTrotz anhaltend hoher Infektionsgefahren im Zuge der
Coronavirus-Pandemie erholt sich das wirtschaftliche
Geschehen global zusehends. Davon wird auch
grundsätzlich die Automobilbranche erfasst, allerdings
sind die weltweiten Märkte mit hohen
Unsicherheitsfaktoren behaftet. Dabei spielen
Halbleiterengpässe ebenso eine Rolle wie eine
angespannte Lage auf den Rohstoffmärkten. Hinzu kommen
Befürchtungen von neuen Covid-Infektionswellen im
weiteren Jahresverlauf, die das wirtschaftliche Geschehen
wieder beeinträchtigen könnten.
Starke AuftragslageDie weltweite Erholung zeigt sich auch in der
Auftragssituation von ElringKlinger: Bereits im ersten
Quartal 2021 hatte der Konzern mit 576,6 Mio. EUR einen
überaus starken Auftragseingang zu verzeichnen. Dieser
Trend setzte sich im zweiten Quartal mit 429,5 Mio. EUR
fort. Währungsbereinigt hätte das Volumen mit
436,8 Mio. EUR sogar noch leicht darüber gelegen. Das
bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem
gleichen Vorjahreszeitraum, als der Konzern unter dem
Eindruck der Lockdownmaßnahmen neue Aufträge im
Wert von 192,6 Mio. EUR verbuchte.
Im Zuge des guten Auftragseingangs erhöhte sich
auch der Auftragsbestand. Nach 1.185,6 Mio. EUR zum 31.
März 2021 konnte das Orderbuch mit einem Bestand von
1.221,6 Mio. EUR zum Halbjahresstichtag noch einmal
ausgebaut werden. Wechselkurseffekte spielten dabei eine
nur untergeordnete Rolle; währungsbereinigt belief
sich der Auftragsbestand auf 1.222,9 Mio. EUR. Ein Jahr
zuvor lag der Wert unter dem Eindruck der Pandemiefolgen
bei 929,4 Mio. EUR, was insgesamt eine Steigerung von 31,4
% (währungsbereinigt 31,6 %) bedeutet.
Ausblick 2021: Umsatzveränderung auf Marktniveau, EBIT-Marge von rund 5 bis 6 %Ungeachtet der Erholungstendenzen sind die
Unwägbarkeiten für den weiteren Jahresverlauf
unverändert groß. Die Lage auf den
Rohstoffmärkten ist angespannt, die
Halbleiterengpässe können sich regional oder
global auf die Automobilproduktionszahlen auswirken. Vor
diesem Hintergrund geht ElringKlinger weiterhin von einem
organischen Umsatzwachstum aus, das in etwa der Zuwachsrate
der globalen Automobilproduktion entsprechen wird.
Hinsichtlich des Konzernergebnisses rechnet
ElringKlinger mit einer EBIT-Marge von rund 5 bis 6 % im
Verhältnis zum Konzernumsatz.
Darüber hinaus geht der Konzern davon aus, dass
sich die Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am
Return on Capital Employed (ROCE) - gegenüber dem
Vorjahr erkennbar verbessern wird.
Weiterhin positive Cashflow-SituationAuf Basis der bisherigen Ergebnisse des laufenden
Geschäftsjahres und des Effizienzsteigerungsprogramms
geht der Konzern auch weiterhin davon aus, wesentliche
Kennzahlen weiter zu verbessern. Der disziplinierte
Investitionsansatz wird fortgeführt, so dass mit einer
Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen sowie als
Finanzinvestition gehaltene Immobilien im Verhältnis
zum Konzernumsatz) von rund 6 % zu rechnen ist. Das Net
Working Capital wird sich (im Verhältnis zum
Konzernumsatz) gegenüber dem Vorjahreswert von 27,2 %
leicht verbessern. Infolgedessen geht der Konzern auch von
einem operativen Free Cashflow aus, der sich im positiven
mittleren zweistelligen Mio.-EUR-Bereich bewegen wird. Auf
dieser Basis erwartet der Konzern auch, dass sich die
Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten zu
EBITDA) im laufenden Geschäftsjahr gegenüber dem
Vorjahreswert von 2,5 verbessern wird. Hinsichtlich der
Eigenkapitalquote rechnet der Konzern damit, auch
künftig sich innerhalb des langfristigen Zielspektrums
von 40 bis 50 % des Gesamtkapitals zu bewegen. Für die
Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung
geht der Konzern von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes
aus.
Mittelfristiger AusblickTrotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das
Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich
das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert.
ElringKlinger hat sich mit Komponenten für Batterie-
und Brennstoffzellensystem frühzeitig für den
Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt.
Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine
starke Marktposition in seinen klassischen
Geschäftsbereichen Leichtbau/Elastomertechnik,
Abschirmsystemen sowie Metal Sealing Systems &
Drivetrain Components. Solange die Auswirkungen der
Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten
Verlauf einnehmen werden, geht ElringKlinger vor diesem
Hintergrund grundsätzlich weiter davon aus, auch in
Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale
Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation hat
sich der Konzern weiterhin zum Ziel gesetzt, mittelfristig
die EBIT-Marge schrittweise zu verbessern. Auch die
weiteren mittelfristigen Ziele werden bestätigt.
Dettingen / Erms, den 5. August 2021
Der Vorstand
scrollen
ElringKlinger am KapitalmarktAktienmärkte schenken Unsicherheitsfaktoren wenig AufmerksamkeitDas zweite Quartal 2021 führte trotz zahlreicher
Unsicherheitsfaktoren zu erneut steigenden
Aktienmärkten. Ein sich weiter erholender Ifo-Index,
starke US-Arbeitsmarkt- sowie robuste Konjunkturdaten, eine
zügige Zunahme der Impfungen sowie ein guter Auftakt
in die Q1-Gewinnsaison brachte die Aktienmärkte auf
neue Allzeithochs. Auch das von US-Präsident Biden
aufgelegte 2.250 Mrd. USD schwere Infrastrukturprogramm
"American Jobs Plan" sorgte für Impulse am
Kapitalmarkt. Die angespannte Lage auf den
Rohstoffmärkten, welche sich nicht nur in höheren
Preisen, sondern auch in teilweise enormen
Lieferschwierigkeiten und -verzögerungen
widerspiegelte, konnte den Bullenmarkt im zweiten Quartal
nicht brechen. Die anhaltend entspannten Kommentare der EZB
und der US-Notenbanken zur Inflation stützten die
Aktienmärkte im Mai. Trotz steigender
Inflationsprognosen durch diverse Wirtschaftsinstitute und
Anzeichen einer anziehenden Inflation führten die
Notenbanken in hohem Tempo Anleihekäufe durch. Der
Anstieg der US-Konsumentenpreise erreichte das höchste
Niveau seit 2008 und liegt mit 5,0 % noch immer unter dem
Anstieg der US-Produzentenpreise von 6,6 %. Auch eine sich
abschwächende Konjunktur in China, welche sich Ende
Juni durch verschiedene Indizes und Wachstumsraten
andeutete, brachte den Aktienmarkt nicht in eine Phase der
Konsolidierung. Der DAX erreichte im zweiten Quartal ein
Allzeithoch von 15.730 Punkten am 15. Juni und beendete das
Quartal mit einem Punktestand von 15.531, was einem Plus
von 3,5 % gegenüber dem ersten Quartal bedeutet. Der
S&P 500 Index erreichte im zweiten Quartal am 30. Juni
ebenfalls einen neues Allzeithoch in Höhe von 4.298
Punkten und stieg um weitere 8,2 %.
ElringKlinger-Aktie nimmt nach vorheriger Konsolidierung wieder Fahrt aufNach einem schwachen Start in das Jahr 2021 entwickelte
sich die ElringKlinger-Aktie im April zunächst im
Einklang mit dem Markt. Mitte April sorgten vorläufige
Zahlen zum ersten Quartal für einen Kurssprung
entgegen dem seitwärts laufenden Aktienmarkt. Der Kurs
erreichte Ende April mit einem Kurs von 15,15 EUR ein
Plateau und ging in eine Phase der Konsolidierung
über. In einem weiterhin unsicheren Umfeld nahm die
ElringKlinger-Notierung Mitte Mai wieder an Fahrt auf und
schaffte es in einem durchwachsenen Markt zu einem neuen
Jahreshöchstkurs 2021 von 17,72 EUR. Eine erneute
Phase der Konsolidierung ließ den Kurs der Aktie um
15 % zurückgehen. Das Quartal wurde mit einem Kurs von
15,01 EUR beendet.
Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. Juni 2021 (indexiert) in %
Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2021
Handelsvolumen erneut deutlich höher als im VorjahrNach einem starken Start in das zweite Quartal markierte
der 16. April mit einem Volumen von 644.461 Aktien den
handelsstärksten Tag des zweiten Quartals. Im ersten
Halbjahr 2021 war das gehandelte Volumen mit
durchschnittlich 250.115 Aktien pro Börsentag deutlich
höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (H1
2020: 174.800 Stück).
Trotz anhaltender Lieferprobleme bei Halbleitern sorgte
ein genereller Aufwärtstrend am Aktienmarkt und
steigendes Interesse an der Automobilbranche für ein
höheres Volumen. Die ElringKlinger-Notierung erzielte
deutlich höhere Tagesumsätze an deutschen
Börsenplätzen und erreichte mit durchschnittlich
3,7 Mio. EUR pro Tag im ersten Halbjahr einen weitaus
höheren Wert als im Vorjahr (H1 2020: 980 TEUR). Die
Liquidität war im Berichtsquartal jederzeit
ausreichend hoch, sodass auch große Aktienpakete
gehandelt werden konnten.
Im Dialog mit dem KapitalmarktIm zweiten Quartal 2021 nahm ElringKlinger an zwei
Kapitalmarktkonferenzen teil. Durch die Teilnahme an
Konferenzen präsentiert sich die ElringKlinger AG bei
internationalen Investoren und anderen
Kapitalmarktteilnehmern. Neben der Veröffentlichung
der Quartalsergebnisse zum ersten Quartal 2021, bei welcher
der Vorstand den zahlreich teilnehmenden Journalisten und
Analysten die Zahlen des abgelaufenen Quartals sowie den
Ausblick auf das restliche Jahr präsentierte, wurde in
diesem Quartal auch die Hauptversammlung am 18. Mai in
virtueller Form durchgeführt. Bei dieser wurden alle
Beschlussvorschläge mit jeweils deutlicher Mehrheit
angenommen. Insgesamt waren 63,2 % des stimmberechtigen
Grundkapitals bei der Hauptversammlung vertreten, was einer
sehr hohen Beteiligung entspricht. 2.364 Aktionärinnen
und Aktionäre hatten sich fristgerecht zur
Hauptversammlung angemeldet.
Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)scrollen
Konzern-ZwischenabschlussKonzern-Gewinn-
und -Verlustrechnung
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| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
| Umsatzerlöse | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
| Umsatzkosten | - 302.822 | - 229.684 | - 617.656 | - 538.092 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 90.736 | 22.496 | 199.967 | 110.327 |
| Vertriebskosten | - 29.055 | - 23.836 | - 59.925 | - 55.197 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 21.119 | - 16.238 | - 43.425 | - 37.823 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | - 18.534 | - 13.914 | - 37.045 | - 32.332 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.897 | 2.286 | 17.854 | 4.262 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 2.882 | - 3.192 | - 5.979 | - 5.635 |
| Operatives Ergebnis / EBIT | 23.043 | - 32.398 | 71.447 | - 16.398 |
| Finanzerträge | 2.414 | - 886 | 8.550 | 19.638 |
| Finanzaufwendungen | - 6.187 | - 4.056 | - 9.713 | - 32.195 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | - 786 | - 1.350 | - 2.358 | - 3.556 |
| Finanzergebnis | - 4.559 | - 6.292 | - 3.521 | - 16.113 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.484 | - 38.690 | 67.926 | - 32.511 |
| Ertragsteueraufwendungen | - 11.978 | 3.149 | - 22.883 | - 1.398 |
| Periodenergebnis | 6.506 | - 35.541 | 45.043 | - 33.909 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | - 1.441 | - 66 | - 799 | - 405 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 7.947 | - 35.475 | 45.842 | - 33.504 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | 0,13 | - 0,56 | 0,72 | - 0,53 |
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
| Periodenergebnis | 6.506 | - 35.541 | 45.043 | - 33.909 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 5.964 | - 5.327 | 8.141 | - 25.844 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen | 34 | 120 | - 244 | 255 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | 5.998 | - 5.207 | 7.897 | - 25.589 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 5.998 | - 5.207 | 7.897 | - 25.589 |
| Gesamtergebnis | 12.504 | - 40.748 | 52.940 | - 59.498 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | - 1.441 | - 241 | - 528 | - 324 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | 13.945 | - 40.507 | 53.468 | - 59.174 |
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 202.083 | 201.071 | 210.806 |
| Sachanlagen | 930.579 | 939.953 | 998.948 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 3.425 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.049 | 15.088 | 3.551 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 14.577 | 17.179 | 20.406 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 688 | 335 | 301 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 42.703 | 4.320 | 4.420 |
| Latente Steueransprüche | 29.382 | 23.763 | 17.899 |
| Vertragserfüllungskosten | 8.696 | 9.784 | 9.635 |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 437 | 717 | 854 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.244.194 | 1.212.210 | 1.270.245 |
| Vorräte | 343.277 | 300.503 | 338.829 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 10.486 | 9.725 | 9.305 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 225.798 | 231.249 | 196.450 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 4.218 | 4.889 | 9.873 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 101.819 | 71.436 | 77.841 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 162.535 | 127.852 | 147.831 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 848.133 | 745.654 | 780.129 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 5.249 | 0 |
| 2.092.327 | 1.963.113 | 2.050.374 |
| in TEUR | 30.06.2021 | 31.12.2020 | 30.06.2020 |
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 730.167 | 684.325 | 691.624 |
| Übrige Rücklagen | - 32.313 | - 88.653 | - 78.156 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 879.452 | 777.270 | 795.066 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 83.986 | 35.617 | 35.693 |
| Eigenkapital | 963.438 | 812.887 | 830.759 |
| Rückstellungen für Pensionen | 156.428 | 156.935 | 149.010 |
| Langfristige Rückstellungen | 20.709 | 19.793 | 17.921 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 380.878 | 391.920 | 578.870 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 6.687 | 7.609 | 10.241 |
| Latente Steuerschulden | 14.447 | 13.692 | 13.322 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 7.401 | 7.346 | 8.044 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 586.550 | 597.295 | 777.408 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 28.159 | 26.905 | 15.917 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 156.115 | 128.920 | 117.903 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 159.067 | 205.257 | 159.551 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 30.857 | 31.159 | 26.383 |
| Steuerschulden | 31.918 | 33.278 | 17.110 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 136.223 | 125.493 | 105.343 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 542.339 | 551.012 | 442.207 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | 1.919 | 0 |
| 2.092.327 | 1.963.113 | 2.050.374 |
| Übrige Rücklagen | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes
Kapital |
Kapital-
rücklage |
Gewinn-
rücklagen |
Neubewertung
leistungsorientierter Versorgungspläne netto |
Eigenkapital
Effekte aus beherrschenden Anteilen |
Unterschieds-
beträge aus der Währungs- umrechnung |
| Stand am 31.12.2019 | 63.360 | 118.238 | 725.128 | - 52.909 | - 422 | 845 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Gesamtergebnis | - 33.504 | - 25.670 | ||||
| Periodenergebnis | - 33.504 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | - 25.670 | |||||
| Stand am 30.06.2020 | 63.360 | 118.238 | 691.624 | - 52.909 | - 422 | - 24.825 |
| Stand am 31.12.2020 | 63.360 | 118.238 | 684.325 | - 60.132 | - 422 | - 28.099 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile * | 48.714 | |||||
| Gesamtergebnis | 45.842 | 7.626 | ||||
| Periodenergebnis | 45.842 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | |||||
| Stand am 30.06.2021 | 63.360 | 118.238 | 730.167 | - 60.132 | 48.292 | - 20.473 |
| in TEUR | Den
Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital |
Nicht beherrschende
Anteile am Eigenkapital |
Konzern-
eigenkapital |
| Stand am 31.12.2019 | 854.240 | 36.980 | 891.220 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 963 | - 963 |
| Gesamtergebnis | - 59.174 | - 324 | - 59.498 |
| Periodenergebnis | - 33.504 | - 405 | - 33.909 |
| Sonstiges Ergebnis | - 25.670 | 81 | - 25.589 |
| Stand am 30.06.2020 | 795.066 | 35.693 | 830.759 |
| Stand am 31.12.2020 | 777.270 | 35.617 | 812.887 |
| Dividendenausschüttung | 0 | - 1.552 | - 1.552 |
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile * | 48.714 | 50.449 | 99.163 |
| Gesamtergebnis | 53.468 | - 528 | 52.940 |
| Periodenergebnis | 45.842 | - 799 | 45.043 |
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | 271 | 7.897 |
| Stand am 30.06.2021 | 879.452 | 83.986 | 963.438 |
* Beteiligung Plastic Omnium an EKPO Fuel Cell
Technologies
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.484 | - 38.690 | 67.926 | - 32.511 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | 27.374 | 31.463 | 56.165 | 61.276 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 1.983 | 3.652 | 4.073 | 7.606 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 567 | - 423 | 1.237 | - 1.650 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 81 | 204 | 180 | 436 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | 786 | 1.350 | 2.358 | 3.556 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 9.380 | 63.055 | - 25.690 | 50.131 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 15.264 | - 15.373 | 32.347 | - 33.851 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 21.211 | - 6.339 | - 28.894 | - 13.031 |
| Gezahlte Zinsen | - 1.790 | - 3.683 | - 3.920 | - 6.796 |
| Erhaltene Zinsen | 283 | 191 | 565 | 502 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 403 | 4.177 | - 13.832 | 16.691 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 50.470 | 39.584 | 92.515 | 52.359 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien | 1.006 | 82 | 1.622 | 107 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 1.789 | 164 | 2.726 | 1.045 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen | 0 | 0 | 14.450 | 0 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 3.660 | - 3.430 | - 6.039 | - 6.089 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | - 10.852 | - 10.391 | - 22.496 | - 22.729 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | - 3.643 | - 761 | - 6.464 | - 3.062 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 15.360 | - 14.336 | - 16.201 | - 30.728 |
| Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen | 0 | 0 | 30.040 | 0 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | - 1.532 | - 942 | - 1.552 | - 963 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten | 29.415 | 15.368 | 29.513 | 28.746 |
| Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten | - 63.337 | - 8.240 | - 121.094 | - 64.275 |
| Veränderung der kurzfristigen Kredite | - 1.665 | 16.738 | 18.481 | 32.927 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 37.119 | 22.924 | - 44.612 | - 3.565 |
| Zahlungswirksame Veränderung | - 2.009 | 48.172 | 31.702 | 18.066 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | - 282 | - 1.357 | 2.981 | - 5.685 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 164.826 | 101.016 | 127.852 | 135.450 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 162.535 | 147.831 | 162.535 | 147.831 |
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
| Deutschland | 87.593 | 63.745 | 181.085 | 155.600 |
| Übriges Europa | 124.191 | 64.780 | 255.355 | 187.285 |
| Nordamerika | 89.034 | 53.389 | 189.207 | 159.234 |
| Asien-Pazifik | 75.463 | 62.707 | 157.261 | 121.635 |
| Südamerika und Übrige | 17.276 | 7.559 | 34.715 | 24.665 |
| Konzern | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
| in TEUR | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2020 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2020 |
| Lightweighting / Elastomer Technology | 117.642 | 75.793 | 244.740 | 183.939 |
| Metal Sealing Systems & Drivetrain Components | 111.539 | 60.455 | 231.996 | 172.980 |
| Shielding Technology | 60.604 | 45.056 | 139.127 | 128.836 |
| E-Mobility | 16.547 | 5.777 | 23.831 | 12.132 |
| Exhaust Gas Purification | 1.195 | 1.328 | 2.211 | 3.700 |
| Others | - 1 | 5 | 22 | 40 |
| Segment Erstausrüstung | 307.526 | 188.415 | 641.927 | 501.628 |
| Segment Erstausrüstung | 307.526 | 188.415 | 641.927 | 501.628 |
| Segment Ersatzteile | 53.286 | 38.998 | 108.649 | 91.291 |
| Segment Kunststofftechnik | 31.794 | 23.759 | 64.912 | 52.691 |
| Verkauf von Gütern und Lizenzvergaben | 392.606 | 251.172 | 815.488 | 645.610 |
| Verkauf von Gütern | 392.606 | 251.172 | 815.488 | 645.610 |
| Erlöse aus Lizenzvergabe | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 947 | 1.008 | 2.126 | 2.809 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 393.553 | 252.180 | 817.614 | 648.419 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 5 | 0 | 9 | 0 |
| Konzern | 393.558 | 252.180 | 817.623 | 648.419 |
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
| in TEUR | 2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
| Umsatz Extern | 307.526 | 188.415 | 53.286 | 38.998 | 31.794 | 23.759 |
| Intersegmenterlöse | 6.121 | 5.948 | 0 | 0 | 26 | 3 |
| Segmenterlöse | 313.647 | 194.363 | 53.286 | 38.998 | 31.820 | 23.762 |
| EBIT 1 | 7.266 | - 40.515 | 9.997 | 7.663 | 6.047 | 1.253 |
| Abschreibungen 2 | 24.461 | 28.323 | 779 | 937 | 1.659 | 1.702 |
| Investitionen 3 | 12.948 | 16.072 | 803 | 466 | 1.430 | 1.275 |
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
| in TEUR | 2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
2. Quartal
2021 |
2. Quartal
2020 |
| Umsatz Extern | 952 | 1.008 | 0 | 0 | 393.558 | 252.180 |
| Intersegmenterlöse | 2.386 | 1.629 | - 8.533 | - 7.580 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 3.338 | 2.637 | - 8.533 | - 7.580 | 393.558 | 252.180 |
| EBIT 1 | - 267 | - 799 | 23.043 | - 32.398 | ||
| Abschreibungen 2 | 475 | 501 | 27.374 | 31.463 | ||
| Investitionen 3 | 141 | 165 | 15.322 | 17.978 | ||
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
| in TEUR | 1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
| Umsatz Extern | 641.927 | 501.628 | 108.649 | 91.291 | 64.912 | 52.691 |
| Intersegmenterlöse | 14.080 | 12.104 | 0 | 0 | 64 | 6 |
| Segmenterlöse | 656.007 | 513.732 | 108.649 | 91.291 | 64.976 | 52.697 |
| EBIT 1 | 36.607 | - 40.805 | 21.901 | 20.461 | 13.262 | 4.748 |
| Abschreibungen 2 | 49.983 | 55.009 | 1.669 | 1.894 | 3.320 | 3.357 |
| Investitionen 3 | 35.645 | 37.233 | 2.014 | 1.075 | 3.431 | 1.703 |
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
| in TEUR | 1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
1. Halbjahr
2021 |
1. Halbjahr
2020 |
| Umsatz Extern | 2.135 | 2.809 | 0 | 0 | 817.623 | 648.419 |
| Intersegmenterlöse | 4.898 | 3.761 | - 19.042 | - 15.871 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 7.033 | 6.570 | - 19.042 | - 15.871 | 817.623 | 648.419 |
| EBIT 1 | - 323 | - 802 | 71.447 | - 16.398 | ||
| Abschreibungen 2 | 1.193 | 1.016 | 56.165 | 61.276 | ||
| Investitionen 3 | 336 | 351 | 41.426 | 40.362 | ||
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives
Ergebnis)
2 Planmäßige Abschreibungen
3 Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen und als
Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte
Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms,
Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum
30. Juni 2021 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im
Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in
der europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser
Abschluss zum 30. Juni 2021 nicht sämtliche
Informationen und Angaben, die gemäß IFRS
für einen Konzernabschluss zum Ende des
Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 wurde
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 5. August 2021
zur Veröffentlichung freigegeben.
In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 sind neben
der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sieben
inländischen und 30 ausländischen Gesellschaften
einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder
mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus
anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren
Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die
Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das
Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese
Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen,
Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes
Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst,
da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die
Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein
maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen
wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 %
angenommen.
Die EK Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in
Dettingen/Erms, Deutschland, wurde mit Beschluss der
Gesellschafterversammlung vom 1. März 2021 in EKPO
Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/Erms,
Deutschland, umfirmiert. Ferner wurden die Anteile der
ElringKlinger AG an der Gesellschaft von 100 % auf 60 %
reduziert, gleichzeitig beteiligte sich der
französische Automobilzulieferer Plastic Omnium mit
Sitz in Levallois, Frankreich, mit 40 % am Stammkapital.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020
ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der ElringKlinger
Fuelcell Systems Austria mit Sitz in Wels, Österreich,
keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.
Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem
französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit
Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die
Entwicklung, Produktion und Vermarktung von
Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft
voranzutreiben. Vereinbarungsgemäß wurde
zunächst, am 15. Dezember 2020, EK Fuel Cell
Technologies GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der
ElringKlinger AG, gegründet.
Mit Vollzug der Vereinbarung, der am 1. März 2021
erfolgte, wurde EK Fuel Cell Technologies GmbH umfirmiert
in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH und sie nahm ihre
Geschäftsaktivitäten auf. Gleichzeitig wurde das
Stammkapital um TEUR 75 auf TEUR 100 erhöht. Die
Anteilsstruktur an der Gesellschaft wurde zum Closing
insoweit geändert, dass ElringKlinger 60 % und Plastic
Omnium 40 % halten. Zusätzlich brachte ElringKlinger
im Rahmen einer Sacheinlage den Bereich
Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein. Die
Einbringung erfolgte zu Buchwerten. Plastic Omnium
verpflichtete sich im Gegenzug einen Betrag von TEUR
100.000 in die Gesellschaft einzubringen, hiervon wurden
TEUR 30.000 zum Closing einbezahlt, die ausstehende Einlage
wurde zum Barwert als sonstiger Vermögenswert
bilanziert.
Außerdem erwarb Plastic Omnium zum 1. März
2021 vereinbarungsgemäß die auf
Brennstoffzellensystemlösungen spezialisierte
Konzerntochter ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH
mit Sitz in Wels, Österreich, zu einem Kaufpreis von
TEUR 13.449. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR
10.907 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen
enthalten.
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| Währung | Kürzel | 30.06.2021 | 31.12.2020 | Jan. - Jun. 2021 | Jan. - Dez. 2020 |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,18840 | 1,22710 | 1,20248 | 1,14700 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,85805 | 0,89903 | 0,86554 | 0,88935 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 1,09800 | 1,08020 | 1,09690 | 1,07090 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,47220 | 1,56330 | 1,49860 | 1,53802 |
| Real (Brasilien) | BRL | 5,90500 | 6,37350 | 6,46893 | 5,99878 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 23,57840 | 24,41600 | 24,33437 | 24,73002 |
| RMB (China) | CNY | 7,67420 | 8,02250 | 7,76403 | 7,89749 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.341,41000 | 1.336,00000 | 1.347,66000 | 1.350,23750 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 17,01140 | 18,02190 | 17,49217 | 18,91385 |
| Yen (Japan) | JPY | 131,43000 | 126,49000 | 130,43833 | 121,88417 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 351,68000 | 363,89000 | 357,04000 | 354,05167 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 10,32100 | 9,11310 | 9,71508 | 8,15792 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,92800 | 4,86830 | 4,90805 | 4,84251 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 88,32400 | 89,66050 | 88,36108 | 84,94442 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 17.280,30000 | 17.240,76000 | 17.247,62167 | 16.743,66083 |
| Bath (Thailand) | THB | 38,11800 | 36,72700 | 37,26283 | 35,90242 |
| Schwedische Krone (Schweden) | SEK | 10,11100 | 10,03430 | 10,14735 | 10,48153 |
Schätzungen und Ermessensentscheidungen können
Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der
derzeit nicht absehbaren weltweiten Folgen der
Coronavirus-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten
Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen
und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der
Coronavirus-Pandemie verfügbare Informationen
über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung
sowie länderspezifische Maßnahmen
berücksichtigt. Diese wurden bei den angestellten
Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der
Quartalsberichterstattung verwendet und führten zu
keinen außerplanmäßigen Wertminderungen
bei den Vermögenswerten. ElringKlinger geht derzeit
von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des
volatilen Marktumfeldes werden regelmäßige
Szenariobetrachtungen durchgeführt.
Zu weiteren Einflüssen der Coronavirus-Pandemie auf
die Geschäftsentwicklung und unseren
Einschätzungen im Rahmen der Prognose verweisen wir
auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.
Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem
französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit
Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die
Entwicklung, Produktion und Vermarktung von
Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft
voranzutreiben. Das Closing der Transaktion erfolgte am 1.
März 2021. Weitere Details werden im Abschnitt
Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft
ausgeführt.
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick
über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert
zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen,
die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner
Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und
Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
| Zahlungs-
mittel |
Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige
kurzfristige Vermögenswerte |
Derivate |
Langfristige
Wertpapiere |
||
| in TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| per 30.06.2021 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 162.535 | 225.798 | 17.547 | 0 | 1.191 | 1.206 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 29.955 | 8.667 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 76 | 76 |
| Gesamt | 162.535 | 225.798 | 47.502 | 8.667 | 1.267 | 1.282 |
| per 31.12.2020 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 127.852 | 231.249 | 14.639 | 0 | 1.438 | 1.451 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 8.607 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 73 | 73 |
| Gesamt | 127.852 | 231.249 | 14.639 | 8.607 | 1.511 | 1.524 |
|
Übrige
Finanzinvestitionen |
Gesamt | ||
| in TEUR | BW | ZW | BW |
| per 30.06.2021 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 409.079 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.767 | 11.767 | 50.389 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 84 |
| Gesamt | 13.783 | 13.783 | 459.552 |
| per 31.12.2020 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 377.186 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.561 | 11.561 | 20.168 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 81 |
| Gesamt | 13.577 | 13.577 | 397.435 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und
Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
| Sonstige
kurzfristige Verbindlichkeiten |
Kurzfristige
Finanzverbindlich- keiten |
Kurzfristige
Leasingverbindlich- keiten IFRS 16 |
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen |
|
| in TEUR | BW | BW | BW | BW |
| per 30.06.2021 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 53.773 | 143.269 | 15.798 | 156.115 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| per 31.12.2020 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 55.508 | 192.633 | 12.624 | 128.920 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate |
Langfristige
Finanzverbindlichkeiten |
Langfristige
Leasingverbindlich- keiten IFRS16 |
Gesamt | |||
| in TEUR
per 30.06.2021 |
BW | ZW | BW | ZW | BW | BW |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 328.170 | 291.885 | 52.708 | 749.833 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 116 | 116 | 0 | 0 | 0 | 116 |
| per 31.12.2020 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 340.434 | 329.093 | 51.486 | 781.605 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 26 | 26 | 0 | 0 | 0 | 26 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von
Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund
der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren
beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe
von TEUR 14.081 (31.12.2020: TEUR 10.522) sowie der zum
Barwert bewertete kurzfristige Anteil der ausstehenden
Einlage von Plastic Omnium in Höhe von TEUR 29.955.
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt
ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der
erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den
für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer
Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem
unternehmensspezifischen Risikozins.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten
eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.913
(31.12.2020: TEUR 36.913), die sich aus einer geschriebenen
Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern
der ElringKlinger Marusan Corporation mit Sitz in Tokio,
Japan, ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene
Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe
des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende
Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der
Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des
verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten
Verbindlichkeit. Eine Veränderung des
Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw.
Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.691
(31.12.2020: TEUR 3.691).
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei
Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30.
Juni 2021:
| in TEUR
30.06.2021 |
Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 76 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.767 |
| Derivate * | 0 | 8.667 | 0 |
| Gesamt | 84 | 8.667 | 11.767 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate * | 0 | 116 | 0 |
| Gesamt | 0 | 116 | 0 |
| 31.12.2020 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 73 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.561 |
| Derivate * | 0 | 8.607 | 0 |
| Gesamt | 81 | 8.607 | 11.561 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 26 | 0 |
| Gesamt | 0 | 26 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die
Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht
vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die
aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den
drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum
Bewertungsstichtag 30. Juni 2021:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| 30.06.2021 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.206 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.206 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 291.885 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.913 |
| Gesamt | 0 | 291.885 | 36.913 |
| 31.12.2020 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.451 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.451 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 329.093 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 36.913 |
| Gesamt | 0 | 329.093 | 36.913 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden
beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für
ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren
Inputparametern basieren.
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und
Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem
Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie
gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine
Umgruppierungen vorgenommen.
Die im Konzernabschluss 2020 ausgewiesenen
Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten
Halbjahr 2021 nicht wesentlich verändert.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im
ersten Halbjahr 2021 Zuwendungen der öffentlichen Hand
in Höhe von TEUR 1.250 (30.06.2020: TEUR 2.048)
enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich
für Entwicklungsprojekte gewährt.
Am 12. Juli 2021 wurde der bestehende Konsortialkredit
über TEUR 350.000 auf TEUR 450.000 erhöht und die
Laufzeit bis zum 15. Februar 2026 verlängert.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen / Erms, den 5. August 2021
Der Vorstand
| Dr. Stefan Wolf
Vorsitzender |
Theo Becker | Thomas Jessulat | Reiner Drews |
ElringKlinger AG
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen / Erms
Fon +49 (0) 71 23 / 724-0
Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06
www.elringklinger.de
IR-Kontakt
Dr. Jens Winter
Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335
Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335
jens.winter@elringklinger.com
Für Zahlen und Statistiken aus
Veröffentlichungen Dritter übernimmt die
ElringKlinger AG keine Gewähr.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.elringklinger.de
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen.
Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen,
Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie
den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen.
Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der
Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen
und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und
Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind
abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und
Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der
ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen
führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum
Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und
Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und
Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen sowie Änderungen der
Geschäftsstrategie.
Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von
Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen
Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder
Prozentangaben, kommen. Werte der Vergleichsperiode
(Vorjahr) sind in Klammern dargestellt.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem
Bericht zumeist auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher
und männlicher Sprachformen verzichtet. Allgemeine
Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen
ungeachtet ihres Geschlechts.
Dieser Bericht wurde am 5. August 2021
veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
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NOVEMBER
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MAI 2022
19 117. ordentliche Hauptversammlung |
Terminverschiebungen können grundsätzlich
nicht ausgeschlossen werden.
Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet
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