ElringKlinger AGDettingen an der ErmsHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022BERICHT ÜBER DAS 2. QUARTAL UND 1. HALBJAHRKennzahlenElringKlinger-Konzernscrollen
1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit sowie
Cashflow aus Investitionstätigkeit (vor
M&A-Aktivitäten und exklusive Investitionen in
finanzielle Vermögenswerte)
Erstes Halbjahr 2022 im Überblickscrollen
"Das makroökonomische Umfeld ist von enormen
Herausforderungen geprägt, externe Belastungsfaktoren
und Unsicherheiten sind immens. ElringKlinger steht auf
einem gesunden Fundament -sowohl hinsichtlich seines
Portfolios als auch der finanzwirtschaftlichen Struktur."
Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger
AG
In der Batterietechnologie für die
Fahrzeugindustrie hat sich ElringKlinger als Anbieter von
sowohl Batteriekomponenten als auch innovativen
Gesamtlösungen etabliert. Zum Portfolio für
Lithium-Ionen-Batterien zählt beispielsweise das
abgebildete Zellkontaktiersystem, das nur einen kleinen,
aber dennoch wichtigen Teil des Gesamtsystems darstellt.
Was die Batterietechnologie für ElringKlinger bedeutet
und wie sich der Konzern dafür aufgestellt hat,
erfahren Sie im Beitrag »Gesamtpaket« unseres
Magazins »pulse«, Ausgabe 2022.
Konzern-ZwischenlageberichtKonjunkturelle Entwicklung und BranchenumfeldDer Aufschwung der Weltwirtschaft geriet im ersten
Halbjahr 2022 aufgrund einer prekären Gemengelage aus
negativen Einflüssen ins Stocken. Lieferengpässe
und Preissteigerungen weiteten sich stark von
Rohstoffmärkten und industriellen Vorprodukten auf
andere Sektoren wie die Energie- und Lebensmittelbranche
aus. Die Folgen der seit dem 24. Februar 2022 bestehenden
kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine und der
strikten Null-Covid-Politik in China haben die
Materialknappheiten und die Inflation weltweit insbesondere
im zweiten Quartal verstärkt. Die
Sanktionsmaßnahmen der westlichen Länder
gegenüber Russland, die als Reaktion auf den Krieg in
der Ukraine verhängt wurden, erhöhten den Druck
auf notwendige Transformationsprozesse im Energiesektor und
leiteten eine neue Ära wirtschaftlicher und
geopolitischer Konflikte ein.
Im zweiten Quartal 2022 erreichten die Inflationsraten
in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften langjährige
Höchststände, die bei über 8 % lagen,
darunter in den USA, im Euro-Raum und in
Großbritannien. Auch die Kernrate der Inflation, bei
der Energie- und Nahrungsmittelpreise ausgeblendet werden,
zog deutlich an. Um dem Preisanstieg entgegenzuwirken,
strafften die Notenbanken ihren geldpolitischen Kurs und
leiteten nach Jahren der lockeren Geldpolitik eine Wende
ein. Nachdem die Bank of England bereits Ende 2021 ihre
Zinsen anhob, folgte im März 2022 die US-Notenbank
(FED) mit einer ersten Erhöhung um 0,25 %. Zum ersten
Juli schwenkte auch die Europäische Zentralbank (EZB)
mit einer ersten Zinserhöhung um 0,5 Basispunkte ein.
Weitere Zinsschritte nach oben wurden angekündigt.
Im März verhängte die chinesische Regierung in
wichtigen Wirtschaftsmetropolen aufgrund neuerlich
aufgetretenen Coronavirus-Infektionen temporäre
Lockdowns, in deren Folge sich die Engpässe in
globalen Lieferketten verstärkten.
Nachdem diese Umstände die Weltkonjunktur bereits
im ersten Quartal 2022 gebremst hatten, verlangsamte sich
das Wachstum von April bis Juni noch mehr.
Wachstum Bruttoinlandsproduktscrollen
Quelle: HSBC (Juni 2022)
Störungen belasten auch AutomobilsektorDie genannten Störungen im konjunkturellen Umfeld
betreffen den Automobilsektor in besonderem Maße.
Trotz der Preisdynamik und allgemeinen Verunsicherung bei
Konsumenten ist die Nachfrage nach Neufahrzeugen in vielen
Regionen hoch, allerdings kann sie durch die
Fahrzeughersteller aufgrund des Mangels an Vor- und
Zwischenprodukten nicht vollständig bedient werden. Im
Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres ging die
weltweite Produktion an Light Vehicles (Pkw und leichte
Nutzfahrzeuge) im ersten Halbjahr 2022 um rund 0,7 Mio.
Fahrzeuge bzw. 1,8 % zurück. Im zweiten Quartal
stagnierte die Fahrzeugproduktion im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. Regional zeichneten die Märkte ein
durchwachsenes Gesamtbild.
Am deutlichsten traf es die Volumenmärkte Europa
und Japan. Der chinesische Automarkt brach im zweiten
Quartal auch in Folge der regionalen Lockdowns ein, konnte
aber dank des guten Jahresstarts noch eine leicht positive
Halbjahresbilanz aufweisen. Die Light-Vehicle-Produktion in
Nordamerika schloss hingegen das Halbjahr noch mit einem
klar positiven Zuwachs von 4,7 % ab.
Produktion Light VehiclesMio. Fahrzeuge
scrollen
Quelle: IHS (Juli 2022)
Absatzmärkte heterogenAuch auf den Absatzmärkten war die Marktlage von
Einschränkungen entlang der automobilen
Wertschöpfungsketten bestimmt, sodass die
Neuzulassungen nicht zwangsläufig die oftmals
eigentlich höhere Nachfrage widerspiegeln. Westeuropa
(EU14, EFTA & UK) verbuchte einen Rückgang um 14,3
% gegenüber dem Vorjahresvergleichshalbjahr und die
neuen EU-Länder (Osteuropa) ein Minus von 8,2 %. In
den USA wurden mit -18,3 % und in Brasilien mit -15,4 %
ebenfalls deutlich weniger neue Light-Vehicles zugelassen.
Mit einem Plus von 3,7 % in China und 15,9 % in Indien
zeichneten die Märkte dort ein positiveres Bild.
Wesentliche EreignisseKonjunkturelle Rahmenbedingungen belasten operative TätigkeitDie beschriebenen konjunkturellen Rahmenbedingungen
hatten im ersten Halbjahr spürbare Auswirkungen auf
die operative Tätigkeit. Neben den indirekten
Auswirkungen auf die Märkte allgemein spielten direkte
Folgen wie die Sicherstellung von
Materialverfügbarkeiten, das gestiegene Kostenniveau
und die Herausforderungen bei unternehmerischem Handeln und
Ermessensentscheidungen in einem von enormen Unsicherheiten
geprägten Umfeld eine zunehmende Rolle.
Vertrag von CEO Dr. Stefan Wolf erneut verlängertDer Vertrag des CEO Dr. Stefan Wolf wurde mit Beschluss
am 24. März 2022 vorzeitig um weitere vier Jahre bis
zum 31. Januar 2027 verlängert. Der bisherige Vertrag
wäre zum 31. Januar 2023 ausgelaufen. Dr. Wolf ist
seit 2006 Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG. Mit
dieser Entscheidung gewährleistet der Aufsichtsrat
Kontinuität an der Spitze des Konzerns.
Vorstandsmandat von Theo Becker beendetEbenso vorzeitig wurde Theo Becker zum 31. März
2022 aus seinem Amt als Vorstandsmitglied abberufen. Damit
schied Herr Becker nach langjähriger Tätigkeit
bei ElringKlinger und seit 2006 als Vorstandsmitglied aus
dem Unternehmen aus. Der Vertrag von Herrn Becker wäre
regulär zum 31. Januar 2023 ausgelaufen.
Durch das Ausscheiden von Technikvorstand Theo Becker
nahm der Konzernvorstand wieder seine vorherige
Größe von drei Personen ein. Die amtierenden
Vorstände übernahmen die zuvor von Herrn Becker
verantworteten Aufgabenbereiche. Der Zentralbereich
Purchasing & Supply Chain Management sowie die
Geschäftsbereiche Battery Technology und Drivetrain
Components berichten nun an Thomas Jessulat. Die
Zentralbereiche Real Estate & Facility Management,
Product Risk Management und Tooling Technology sind jetzt
dem Vorstandsressort von Reiner Drews zugeordnet.
Hauptversammlung beschließt Dividende, Ingeborg Guggolz neue AufsichtsrätinAm 19. Mai 2022 fand die 117. Ordentliche
Hauptversammlung der ElringKlinger AG in virtueller Form
statt. 63,5 % des stimmberechtigten Grundkapitals waren
vertreten. Die Beschlussvorschläge wurden jeweils mit
großer Mehrheit angenommen. Die Hauptversammlung
beschloss eine Dividende von 0,15 EUR je Aktie für das
vorangegangene Geschäftsjahr. Neu in den Aufsichtsrat
wurde Ingeborg Guggolz als Vertreterin der Anteilseigner
gewählt, nachdem Rita Forst ihr Mandat zum 19. Mai
2022 niedergelegt hatte.
ElringKlinger unterzeichnet Klimaschutzvereinbarung und produziert ab 2030 weltweit CO2-neutralMit der Unterzeichnung der Klimaschutzvereinbarung des
Landes Baden-Württemberg, Deutschland, bekannte sich
ElringKlinger zu seinem Ziel, ab 2030 weltweit bilanziell
CO
2-neutral zu produzieren. In dem
Klimabündnis des Bundeslandes und ansässiger
Unternehmen sind konkrete Maßnahmen festgelegt, wie
die unternehmerischen Klimaschutzziele erreicht werden
sollen. ElringKlinger verpflichtete sich, seine
Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den
Energieverbrauch noch effizienter zu gestalten. Bereits
seit 2021 produziert ElringKlinger an allen deutschen
Standorten bilanziell CO
2-neutral (Scope 1 und 2). Bis 2030 sollen alle
Standorte weltweit hinzukommen. Darüber hinaus ist
auch festgehalten, die Emissionen, die in der gesamten
Wertschöpfungskette entstehen (Scope 3), zu senken.
Tochter von EKPO Fuel Cell Technologies in China gegründetMit Wirkung zum 29. Juni 2022 gründete
ElringKlinger die neue Tochtergesellschaft EKPO Fuel Cell
(Suzhou) Co., Ltd., mit Sitz in Suzhou, China. Die
Gesellschaft wird als 100%ige Tochter der
Konzerngesellschaft EKPO Fuel Cell Technologies GmbH mit
Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, ebenfalls im Bereich
der Brennstoffzellentechnologie operieren.
Umsatz- und ErtragsentwicklungErneut gesteigerter UmsatzAuch im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022
konnte ElringKlinger seinen Umsatz steigern. Der
Konzernumsatz erhöhte sich im Vergleich zum
Vorjahresquartal trotz einer weiterhin angespannten
Lieferkettensituation sowie der Folgen des Krieges in der
Ukraine und der Coronavirus-Pandemie um 9,4 % auf 430,6
Mio. EUR (Q2 2021: 393,6 Mio. EUR). Kumuliert verbesserte
sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 47,6 Mio. EUR
oder 5,8 % auf 865,2 Mio. EUR (H1 2021: 817,6 Mio. EUR).
Effekte im Konzernumsatz 1. Halbjahr 2022in Mio. EUR
Dabei wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse
günstig auf die Umsatzerlöse aus. Besonders die
Entwicklungen des chinesischen Yuan, des US-Dollars und des
mexikanischen Peso gaben dem Umsatz leichten
Rückenwind, während die türkische Lira
gegenläufige Effekte bewirkte. Wechselkursbereinigt
nahmen die Umsatzerlöse im ersten Halbjahr um 21,5
Mio. EUR oder 2,6 % zu, im zweiten Quartal um 21,9 Mio. EUR
oder 5,6 %. Damit übertraf das organische
Umsatzwachstum von ElringKlinger die Entwicklung der
globalen Fahrzeugproduktion, die im Vergleich mit dem
ersten Halbjahr 2021 um 1,8 % abnahm und im zweiten Quartal
kein Wachstum aufwies. Effekte aus Veränderungen des
Konsolidierungskreises (M&A-Aktivitäten) lagen
weder im Berichtsquartal noch im ersten Halbjahr 2022 vor.
Starkes Wachstum in Nord- und SüdamerikaIm zweiten Quartal konnten die Umsatzerlöse in
allen Regionen gesteigert werden, wobei das stärkste
Wachstum in den Regionen Nordamerika sowie Südamerika
und Übrige verzeichnet wurde. Der Anteil der
Auslandsumsätze am Konzernumsatz lag mit 79,5 % (Q2
2021: 77,8 %) leicht höher als im Vergleichsquartal
des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2022 wurden 79,3 % (H1
2021: 77,8 %) der Umsatzerlöse im Ausland erzielt,
währungsbereinigt 78,8 % (H1 2021: 77,8 %).
In der umsatzstärksten Region Übriges Europa
erzielte ElringKlinger Umsatzerlöse in Höhe von
129,4 Mio. EUR (Q2 2021: 124,2 Mio. EUR). Dies entspricht
30,1 % des Konzernumsatzes. Der Umsatz im zweiten Quartal
wuchs um 5,2 Mio. EUR oder 4,2 % gegenüber dem
Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete der
Konzern in dieser Region ein Umsatzwachstum von 8,6 Mio.
EUR oder 3,4 % auf 263,9 Mio. EUR (H1 2021: 255,4 Mio.
EUR). Währungsbereinigt konnte der Umsatz in diesem
Zeitraum sogar um 13,1 Mio. EUR oder 5,1 % gesteigert
werden, was auf starkes organisches Umsatzwachstum im
zweiten Quartal 2022 zurückzuführen ist. Auch in
Deutschland zog der Umsatz im Berichtsquartal leicht um 0,9
% auf 88,4 Mio. EUR (Q2 2021: 87,6 Mio. EUR) an.
Die Region Nordamerika machte im zweiten Quartal mit
einem Umsatz von 110,7 Mio. EUR etwa ein Viertel (25,7 %)
des Konzernumsatzes aus (Q2 2021: 89,0 Mio. EUR) und ist
damit die zweitstärkste Region des Konzerns. Der
Umsatz legte um 21,7 Mio. EUR oder 24,4 % gegenüber
dem gleichen Vorjahresquartal zu. Das Wachstum in
Nordamerika lag somit über der durchschnittlichen
Wachstumsrate des Konzerns von 9,4 %. Im ersten Halbjahr
2022 wuchs der Umsatz um 25,2 Mio. EUR oder 13,3 % auf
214,4 Mio. EUR (H1 2021: 189,2 Mio. EUR). Hierzu trug auch
die Entwicklung der Wechselkurse wesentlich bei. Ohne die
Betrachtung von Wechselkurseffekten erhöhten sich die
Umsatzerlöse im ersten Halbjahr um 8,2 Mio. EUR oder
4,3 %.
In der Region Asien-Pazifik erzielte ElringKlinger
zwischen April und Juni 2022 einen Umsatz von 79,4 Mio. EUR
(Q2 2021: 75,5 Mio. EUR), was 18,4 % des Konzernumsatzes
entspricht. Die Umsatzerlöse konnten um 4,0 Mio. EUR
oder 5,3 % gesteigert werden. Im ersten Halbjahr 2022 zog
der Umsatz um 8,0 Mio. EUR oder 5,1 % auf 165,3 Mio. EUR an
(H1 2021: 157,3 Mio. EUR). Die Wechselkursentwicklungen
wirkten unterstützend. Bei konstanten Wechselkursen
konnte das Vorjahresniveau mit einer Veränderung um
0,2 Mio. EUR oder 0,1 % bestätigt werden.
Die Umsatzerlöse in der Region Südamerika und
Übrige betrugen im zweiten Quartal 2022 22,6 Mio. EUR,
d. h. 5,3 % des Konzernumsatzes (Q2 2021: 17,3 Mio. EUR
bzw. 4,4 %). Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz um 5,4
Mio. EUR oder 31,1 % - ein deutlich stärkeres
Wachstum, als der Konzern im Durchschnitt erzielen konnte.
Im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete ElringKlinger in
dieser Region ein Umsatzwachstum von 7,9 Mio. EUR oder 22,8
% auf 42,6 Mio. EUR (H1 2021: 34,7 Mio. EUR). Auch hier
wirkte sich die Entwicklung der Wechselkurse positiv aus.
Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 3,3 Mio. EUR
oder 9,6 %.
Konzernumsatz nach Regionen 1. Halbjahr 2022
Erstausrüstung mit UmsatzwachstumIm Segment Erstausrüstung konnte der Umsatz von
April bis Juni 2022 um 9,9 % auf 338,0 Mio. EUR gesteigert
werden (Q2 2021: 307,5 Mio. EUR). Mit 78,5 % des
Konzernumsatzes im zweiten Quartal ist die
Erstausrüstung das größte Segment des
Konzerns. Im ersten Halbjahr 2022 erzielte ElringKlinger in
diesem Segment Umsatzerlöse von 673,1 Mio. EUR (H1
2021: 641,9 Mio. EUR).
Innerhalb des Segments konnten beinahe alle
Geschäftsbereiche im Umsatz zulegen. Der
Geschäftsbereich Light-weighting/Elastomer Technology
vergrößerte mit einem Umsatz von 133,4 Mio. EUR
(Q2 2021: 117,6 Mio. EUR) im Berichtsquartal seinen Anteil
am Konzernumsatz auf 31,0 %. Auch die
Geschäftsbereiche Metal Sealing Systems &
Drivetrain Components und Shielding Technology konnten
ihren Umsatz um 5,2 Mio. EUR bzw. 11,9 Mio. EUR steigern.
Der Geschäftsbereich E-Mobility konnte seinen Umsatz
mit 14,1 Mio. EUR im Berichtsquartal gegenüber den
ersten drei Monaten (5,3 Mio. EUR) steigern, hatte aber
gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal (Q2 2021:
16,5 Mio. EUR) einen leichten Umsatzrückgang zu
verzeichnen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Segments
Erstausrüstung betrug im Berichtsquartal minus 112,7
Mio. EUR (Q1 2021: 7,3 Mio. EUR). Im Wesentlichen war dies
bedingt durch Wertminderungen des in der Konzernbilanz
ausgewiesenen Geschäfts- und Firmenwerts um 86,1 Mio.
EUR. Weitere signifikante Einflussfaktoren auf das EBIT des
Konzerns waren Wertminderungen im Sachanlagevermögen
von 9,3 Mio. EUR sowie ein weiterhin hohes Niveau bei den
Materialkosten. Ohne Berücksichtigung der
beschriebenen Wertminderungen kam das EBIT des Segments
Erstausrüstung im Berichtsquartal auf -17,3 Mio. EUR,
wobei sich die erschwerten wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen wie gestiegene Kosten für Rohstoffe,
Energie und Transporte ausdrücken.
In Summe erzielte das Segment Erstausrüstung im
ersten Halbjahr eine EBIT-Marge von minus 17,5 % (H1 2021:
5,7 %), im zweiten Quartal von minus 33,4 % (Q2 2021: 2,4
%). Ohne Berücksichtigung der beschriebenen
Wertminderungen erzielte das Segment eine EBIT-Marge von
minus 3,3 % im ersten Halbjahr, im zweiten Quartal von
minus 5,1 %.
Konzernumsatz nach Segmenten und Geschäftsbereichen 1. Halbjahr 2022
Ersatzteilgeschäft mit profitablem WachstumIm Segment Aftermarket konnten zugleich die
Umsatzerlöse sowie das Ergebnis verbessert werden. Mit
einem Umsatz von 59,7 Mio. EUR im zweiten Quartal erzielte
das Ersatzteilgeschäft 13,9 % des Konzernumsatzes und
ist damit das zweitgrößte Segment. Der Umsatz
zog im Berichtsquartal um 6,4 Mio. EUR oder 12,0 % an (Q2
2021: 53,3 Mio. EUR). Zu diesem Umsatzwachstum trugen neben
den Regionen West- und Osteuropa auch die Regionen Nord-
und Südamerika bei. Ergebnisseitig profitierte das
Segment von konsequenter Kosteneffizienz. Dadurch konnte
das EBIT zwischen April und Juni um 14,5 % auf 11,4 Mio.
EUR (Q2 2021: 10,0 Mio. EUR) gesteigert werden. Im ersten
Halbjahr betrug das Ergebnis 25,3 Mio. EUR (H1 2021: 21,9
Mio. EUR), was einer EBIT-Marge von 20,6 % (H1 2021: 20,2
%) entspricht.
Kunststofftechnik robustDas Segment Kunststofftechnik erzielte im zweiten
Quartal 2022 einen Umsatz von 31,9 Mio. EUR (Q2 2021: 31,8
Mio. EUR), was 7,4 % des Konzernumsatzes entspricht. Der
Umsatz war im Vorjahresvergleich mit einem Wachstum von 0,1
Mio. EUR oder 0,3 % konstant. Ergebnisseitig zeichnen sich
die gestiegenen Kosten für Rohstoffe ab. Das EBIT
verringerte sich leicht von 6,0 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichsquartal auf 4,7 Mio. EUR von April bis
Juni 2022. Trotz der deutlichen Steigerung bei den
Materialkosten liegt die EBIT-Marge im zweiten Quartal 2022
mit 14,9 % im Mittel der vergangenen Jahre, im ersten
Halbjahr bei 15,4 %.
Segment Sonstige leicht gewachsenIm Segment Sonstige sind in erster Linie die
Aktivitäten der Elring Klinger Motortechnik GmbH in
Idstein, Deutschland, der ElringKlinger Logistic Service
GmbH in Rottenburg/ Neckar, Deutschland, der Kochwerk
Catering GmbH, Dettingen/Erms, Deutschland, sowie des
Gewerbeparks in Idstein, Deutschland, subsumiert. Im
zweiten Quartal 2022 wuchs der Umsatz leicht um 5,3 % auf
1,0 Mio. EUR (Q2 2021: 1,0 Mio. EUR), im ersten Halbjahr um
2,0 % auf 2,2 Mio. EUR (H1 2021: 2,1 Mio. EUR). Das
Segmentergebnis verschlechterte sich leicht um 0,2 Mio. EUR
auf - 0,5 Mio. EUR (Q2 2021: - 0,3 Mio. EUR).
Beschäftigtenzahl in Asien-Pazifik sowie Südamerika und Übrige gestiegenDie Zahl der Beschäftigten im Konzern verringerte
sich im Verlauf der letzten zwölf Monate um 116
Beschäftigte oder 1,2 % und betrug zum
Quartalsstichtag 9.492 Beschäftigte (30.06.2021: 9.608
Beschäftigte). Im Vorjahresvergleich waren
insbesondere die Regionen Übriges Europa (- 5,0 %) und
Nordamerika (- 5,9 %) rückläufig. Hier entfaltete
das Effizienzsteigerungsprogramm im Jahresverlauf weiter
seine Wirkung. Der Konzern achtete unter anderem darauf,
frei werdende Stellen umsichtig nachzubesetzen und
befristete Verträge zur Verlängerung genau zu
prüfen. In den Regionen Asien-Pazifik (+ 3,0 %) sowie
Südamerika und Übrige (+ 9,0 %) nahm die
Beschäftigtenzahl hingegen zu, was die Bedeutung
dieser Märkte verdeutlicht. Insgesamt ging der
Auslandsanteil geringfügig auf 57,7 % zurück
(30.06.2021: 58,2 %). Dementsprechend stieg der
Inlandsanteil zum 30. Juni 2022 auf 42,3 % (30.06.2021:
41,8 %).
Hohe Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten beeinträchtigen BruttoergebnisIm zweiten Quartal 2022 beliefen sich die Umsatzkosten
auf 366,2 Mio. EUR (Q2 2021: 302,8 Mio. EUR). Neben
Wertminderungen des Sachanlagevermögens waren
hierfür vor allem die teils deutlich gestiegenen
Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten ausschlaggebend. Die
Situation auf den Rohstoffmärkten ist nach wie vor
angespannt, die Preise für Polyamide
(Kunststoffgranulate), Stahl und Aluminium befinden sich
insgesamt auf einem anhaltend hohen Niveau. Zudem ist die
Verfügbarkeit der Rohstoffe nicht immer durchgehend
gesichert. Infolgedessen zogen auch die
Materialaufwendungen für ElringKlinger weiter auf
204,4 Mio. EUR (Q2 2021: 165,6 Mio. EUR) an. Der Einkauf
hat unter anderem mit auf den Bedarf und die Marktlage
abgestellten Maßnahmen aktiv gegengesteuert. Trotz
dieser Schritte und des Umsatzwachstums lag die
Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis
zum Konzernumsatz) mit 47,5 % über dem Niveau des
entsprechenden Vorjahresquartals (Q2 2021: 42,1 %). In
gleicher Weise entwickelte sich die Materialaufwandsquote
in der Halbjahresbetrachtung von 41,6 % (H1 2021) auf 45,3
% im ersten Halbjahr 2022.
Durch diese Effekte reduzierte sich das Bruttoergebnis
im zweiten Quartal 2022 auf 64,4 Mio. EUR (Q2 2021: 90,7
Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 2022 auf 155,2 Mio. EUR
(H1 2021: 200,0 Mio. EUR). Damit verringerte sich die
Bruttomarge im zweiten Quartal 2022 auf 15,0 % (Q2 2021:
23,1 %) und auf 17,9 % im ersten Halbjahr 2022 (H1 2021:
24,5 %).
Die Personalkosten erhöhten sich im zweiten Quartal
2022 -unter anderem durch Währungseffekte, aufgrund
zusätzlicher Verpflichtungen im Rahmen der geplanten
Stilllegung der Produktionsaktivitäten an einem
deutschen Standort sowie aufgrund von Anpassungen bei den
Altersteilzeitansprüchen - um 11,2 % auf 143,8 Mio.
EUR, nach 129,2 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des
Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2022 beliefen sie sich auf
289,7 Mio. EUR (H1 2021: 264,8 Mio. EUR). Infolgedessen
stieg die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im
Verhältnis zum Konzernumsatz) von 32,8 % im zweiten
Quartal 2021 auf 33,4 % in den Monaten April bis Juni 2022.
Im Zuge des Umsatzwachstums stiegen auch die
Vertriebskosten wieder an - von 29,1 Mio. EUR im zweiten
Quartal 2021 auf 35,5 Mio. EUR in den Monaten April bis
Juni 2022, was unter anderem an zusätzlichen
Logistikkosten und der weiteren Umsetzung der
Wachstumsstrategie im Segment Aftermarket lag. In den
ersten sechs Monaten beliefen sich die Vertriebskosten auf
69,8 Mio. EUR, nach 59,9 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2021.
Die allgemeinen Verwaltungskosten legten im zweiten
Quartal 2022 um 2,8 Mio. EUR auf 23,9 Mio. EUR (Q2 2021:
21,1 Mio. EUR) zu. Mit einer Erhöhung um 5,8 Mio. EUR
auf 49,2 Mio. EUR (H1 2021: 43,4 Mio. EUR) stiegen sie im
ersten Halbjahr 2022 mit der gleichen Rate. Neben
höheren Sachkosten waren auch hier höhere
Personalkosten für die Zunahme verantwortlich.
Fokussierte Forschungs- und EntwicklungskostenUm die Transformation weiter mitzugestalten, fokussiert
sich der Konzern bei seinen Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten in erster Linie auf die
Entwicklung von Produkten und Lösungen für
alternative Antriebstechnologien. In Summe betrugen die
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E)
im Berichtsquartal 15,4 Mio. EUR (Q2 2021: 18,5 Mio. EUR),
was vor allem auf geringere Sachkosten
zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurden
5,7 Mio. EUR (Q2 2021: 3,4 Mio. EUR) aktiviert. In den
ersten sechs Monaten 2022 beliefen sich die
F&E-Aufwendungen auf 34,2 Mio. EUR (H1 2021: 37,0 Mio.
EUR), zudem wurden 10,8 Mio. EUR (H1 2021: 5,7 Mio. EUR)
aktiviert. Daraus ergibt sich im ersten Quartal 2022 eine
Aktivierungsquote von 27,1 % (Q2 2021: 15,5 %) bzw. im
ersten Halbjahr 2022 von 24,0 % (H1 2021: 13,3 %).
Die F&E-Quote (F&E-Aufwendungen inkl.
Aktivierungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) ging
auch aufgrund des Umsatzanstiegs auf 4,9 % im zweiten
Quartal 2022 (Q2 2021: 5,6 %) und 5,2 % im ersten Halbjahr
2022 (H1 2021: 5,2 %) zurück.
Auch im zweiten Quartal 2022 erhielt ElringKlinger
Fördermittel der öffentlichen Hand, die
vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und
Brennstoffzellentechnologie betrafen. Sie betrugen 1,7 Mio.
EUR (Q2 2021: 0,6 Mio. EUR). In den ersten sechs Monaten
2022 wurden 2,7 Mio. EUR (H1 2021: 1,3 Mio. EUR) verbucht.
Allgemeine Kostensituation und Wertminderungen beeinträchtigen ErgebnissituationIn den ersten drei Monaten des laufenden Jahres hat sich
die angespannte makroökonomische Situation auf den
Weltmärkten durch den russisch-ukrainischen Krieg noch
einmal verschärft. Hinzu kamen ab März 2022
staatliche Lockdown-Maßnahmen in mehreren
chinesischen Regionen, so dass sich die Störung der
globalen Lieferketten fortsetzte und intensivierte. Auch
die beiden chinesischen Werke von ElringKlinger in
Changchun und Suzhou waren insbesondere im April 2022 von
diesen Maßnahmen betroffen. Darüber hinaus hat
der Konzern eine Wertminderung des Sachanlagevermögens
in Höhe von 9,3 Mio. EUR verbucht. Insgesamt wirkten
sich diese genannten Faktoren ebenso wie das anhaltend hohe
Niveau der Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten auf die
Ergebnissituation von ElringKlinger aus. Das EBITDA
(Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) belief
sich somit im zweiten Quartal 2022 auf 26,7 Mio. EUR, nach
50,4 Mio. EUR in den Monaten April bis Juni 2021. Im ersten
Halbjahr 2022 summierte sich das EBITDA auf 69,5 Mio. EUR
(H1 2021: 127,6 Mio. EUR).
Weil das Zinsniveau im zweiten Quartal 2022 zügig
anzog, nahm der Konzern eine anlassbezogene
Überprüfung der Werthaltigkeit vor, die zu
ergebniswirksamen Wertminderungen des Geschäfts- und
Firmenwerts in Höhe von insgesamt 86,1 Mio. EUR
führte und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erfasst wurde. Demzufolge beliefen sich die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen im zweiten Quartal 2022 auf 89,4
Mio. EUR, nach 2,9 Mio. EUR im gleichen Vorjahreszeitraum.
Die Abschreibungen insgesamt legten deutlich auf 123,7 Mio.
EUR im zweiten Quartal 2022 (Q2 2021: 27,4 Mio. EUR) und
auf 152,4 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2022 (H1 2021: 56,2
Mio. EUR) zu.
Somit errechnet sich ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) in Höhe von - 97,1 Mio. EUR (Q2 2021: 23,0 Mio.
EUR). Die EBIT-Marge betrug für den Zeitraum von April
bis Juni 2022 - 22,5 % (Q2 2021: 5,9 %). Infolgedessen lag
die EBIT-Marge für das erste Halbjahr bei - 9,6 % (H1
2021: 8,7 %). Bereinigt man dieses berichtete EBIT um die
einmaligen Sondereffekte der Wertminderungen, lag das
operative EBIT im zweiten Quartal 2022 bei -1,6 Mio. EUR
und im ersten Halbjahr 2022 bei 12,5 Mio. EUR, was einer
EBIT-Marge von - 0,4 % für das Berichtsquartal bzw.
1,4 % für das Berichtshalbjahr entspricht.
Finanzergebnis erneut verbessertIn erster Linie die Entwicklung der Wechselkurse
führte dazu, dass das Finanzergebnis im
Berichtsquartal insgesamt um 10,9 Mio. EUR besser als im
gleichen Vorjahreszeitraum ausfiel. Höhere
unrealisierte Währungsverluste und deutlich
höhere unrealisierte Währungsgewinne bedeuteten
ein Währungsergebnis von 8,8 Mio. EUR (Q2 2021:
scrollen
Ähnliche Aussagen sind zu treffen, wenn man das
erste Halbjahr betrachtet: Vor allem aufgrund der
Wechselkursentwicklung verbessert sich das Finanzergebnis
von - 3,5 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten 2021 auf 3,1
Mio. EUR im Zeitraum von Januar bis Juni 2022. Die
Verschlechterung des Zinsergebnisses von 1,0 Mio. EUR
aufgrund des höheren Zinsniveaus werden durch einen um
1,2 Mio. EUR höheren Anteil am Ergebnis assoziierter
Unternehmen mehr als ausgeglichen.
Infolgedessen erzielte der Konzern im zweiten Quartal
2022 ein Ergebnis vor Steuern von - 90,7 Mio. EUR (Q2 2021:
18,5 Mio. EUR). Das Vorsteuerergebnis der ersten
Jahreshälfte 2022 summierte sich auf -79,9 Mio. EUR
(H1 2021: 67,9 Mio. EUR).
Zweites Quartal belastet PeriodenergebnisDie Ertragsteueraufwendungen betrugen im zweiten Quartal
2022 3,4 Mio. EUR (Q2 2021: 12,0 Mio. EUR) und spiegeln die
heterogene Ertragskraft der Tochtergesellschaften wider.
Auch konnten wie in den Vorperioden auf Verluste einiger
ausländischen Gesellschaften keine aktiven latenten
Steuern gebildet werden. Es errechnet sich eine effektive
Steuerquote von - 3,7 % (Q2 2021: 64,8 %) im
Berichtsquartal sowie -13,0 % (H1 2021: 33,7 %) im ersten
Halbjahr 2022.
Abzüglich dieser Steueraufwendungen erzielte der
ElringKlinger-Konzern im zweiten Quartal 2022 ein
Periodenergebnis, das mit - 94,1 Mio. EUR (Q2 2021: 6,5
Mio. EUR) nicht an den Vorjahrsvergleichswert herankam. Der
den Aktionär:innen der ElringKlinger AG zustehende
Ergebnisanteil betrug ebenfalls - 94,1 Mio. EUR (Q2 2021:
7,9 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr 2022 belief sich das
Periodenergebnis auf - 90,3 Mio. EUR bzw. auf - 90,1 Mio.
EUR für die ElringKlinger-Aktionär:innen (H1
2021: 45,0 Mio. EUR bzw. 45,8 Mio. EUR). Somit lag auch das
Ergebnis je Aktie im ersten Halbjahr 2022 mit -1,42 EUR
bzw. im zweiten Quartal 2022 mit -1,49 EUR deutlich unter
den Vorjahreswerten von 0,72 EUR bzw. 0,13 EUR.
Vermögens- und FinanzlageDie Vermögens- und Finanzlage des
ElringKlinger-Konzerns bildet weiterhin eine starke Basis
für die Weiterentwicklung des Unternehmens - auch in
diesem aktuell sehr herausfordernden Umfeld. Nachdem die
finanzwirtschaftliche Situation in den vergangenen Jahren
unter anderem mit Hilfe eines erfolgreich abgeschlossenen
Effizienzsteigerungsprogramms kontinuierlich verbessert
worden war, konnten die im ersten Halbjahr 2022
aufgetretenen Belastungen aufgrund der schwierigen
Rahmenbedingungen gut abgefedert werden. Zum Ausdruck kamen
diese Belastungen beispielsweise in Bestandsanpassungen bei
den Vorräten oder Wertminderungen als Folge von
Überprüfungen der Werthaltigkeit. Gleichwohl
bewirkte das gestiegene Zinsniveau auch einen positiven
Effekt, der bei der Neubewertung der
Pensionsrückstellungen und der daraus resultierenden
Zuführung im Eigenkapital verbucht wurde.
Die Eigenkapitalquote von 44,0 % zum Halbjahresstichtag
2022 und eine im Mehrjahresvergleich deutlich abgesenkte
Nettoverschuldung von 389,5 Mio. EUR stehen für die
weiterhin solide Vermögenslage. Das Net Working
Capital (Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen) lag mit einem Anteil am Konzernumsatz von
27,9 % unter dem Mittelwert der vergangenen fünf Jahre
(28,6 %). Im ersten Halbjahr 2022 generierte ElringKlinger
aus dem operativen Geschäft einen Mittelzufluss von
19,9 Mio. EUR. Der operative Free Cashflow, der auch die
Investitionen berücksichtigt, kam auf minus 16,0 Mio.
EUR.
Bilanzsumme stabilMit 2.076,6 Mio. EUR (31.12.2021: 2.090,0 Mio. EUR)
zeigte sich die Bilanzsumme zum Halbjahresstichtag auf
ähnlichem Niveau wie am Jahresende 2021. Die
Vermögensstruktur veränderte sich marginal. Die
langfristigen Vermögenswerte nahmen leicht ab auf
1.169,1 Mio. EUR und einen Anteil von 56,3 % (31.12.2021:
1.267,1 Mio. EUR, Anteil 60,6 %). Die kurzfristigen
Vermögenswerte legten entsprechend zu auf 906,1 Mio.
EUR (31.12.2021: 822,9 Mio. EUR, Anteil 39,4 %) und einen
Anteil von 43,6 %. Darüber hinaus standen als zur
Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte von 1,4 Mio. EUR in den Büchern.
Kennzahlen Vermögens- und Finanzlagescrollen
scrollen
1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
Wechselkurseffekte aus der Umrechnung der Einzelbilanzen
in die Konzernwährung Euro wirkten sich im ersten
Halbjahr insgesamt leicht erhöhend auf die Bilanzsumme
aus.
Externe Rahmenbedingungen zeigen AuswirkungenDie zum Halbjahresstichtag durchgeführten
Werthaltigkeitsprüfungen führten zu einer
außerplanmäßigen Wertminderung des
Geschäfts- und Firmenwerts im Segment
Erstausrüstung in Höhe von 86,1 Mio. EUR.
Maßgeblichen Einfluss hatte hierbei der Anstieg des
zur Abzinsung des Geschäfts- und Firmenwerts
verwendeten Kapitalkostensatzes nach Steuern, der sich zum
30. Juni 2022 auf 7,40 % (31. Dezember 2021: 6,99 %)
erhöhte. Auch die derzeitig enormen Unsicherheiten und
Effekte im konjunkturellen Umfeld, wie beispielsweise nicht
absehbare Folgen des russisch-ukrainischen Konflikts, die
angespannte Situation auf den Rohstoffmärkten, die
allgemeine konjunkturelle Entwicklung bzw. Entwicklung im
Automobilsektor oder weitere Pandemiewellen flossen in die
Ermessensentscheidungen zur Werthaltigkeit ein.
Hauptsächlich dadurch nahmen die immateriellen
Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 auf 139,7 Mio. EUR ab
(31.12.2021: 215,6 Mio. EUR).
Der Buchwert der Sachanlagen war zum 30. Juni 2022 mit
935,3 Mio. EUR (31.12.2021: 938,6 Mio. EUR) vergleichbar
zum Stand am Jahresende 2021. Den planmäßigen
Abschreibungen (53,8 Mio. EUR) sowie den Wertminderungen
(9,3 Mio. EUR) standen Zugänge aus Investitionen sowie
insgesamt erhöhende Wechselkurseffekte in etwa
gleicher Höhe entgegen.
Insgesamt betrugen die Zugänge aus Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (inkl.
Zugänge aus Leasingverträgen) im ersten Halbjahr
2022 45,4 Mio. EUR (H1 2021: 41,4 Mio. EUR). Die
planmäßigen Abschreibungen (abzüglich
Zuschreibungen) beliefen sich im selben Zeitraum auf 56,9
Mio. EUR (H1 2021: 56,2 Mio. EUR).
Die sonstigen lang- und kurzfristigen
Vermögenswerte reduzierten sich gegenüber dem
Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 um insgesamt 34,1 Mio. EUR
auf jeweils 31,6 Mio. EUR (31.12.2021: 42,3 Mio. EUR) und
76,5 Mio. EUR (31.12.2021: 100,9 Mio. EUR). Die
Veränderung gründet im Wesentlichen auf
planmäßigen Einzahlungen des an der
Konzerntochter EKPO Fuel Cell Technologies GmbH beteiligten
Mitgesellschafters in Höhe von rund 30,0 Mio. EUR.
Vorratshaltung situationsbezogen angepasstAufgrund der angespannten Lage auf den
Beschaffungsmärkten, die sich beispielsweise durch
steigende Materialpreise und Lieferengpässe zeigt,
wurde die Vorratshaltung so angepasst, dass die
Verfügbarkeit notwendiger Materialien in der
Produktion gewährleistet ist. Auch dadurch stiegen in
der Konzernbilanz die Vorräte an. Unabhängig
davon nahmen die Bestände auch im Hinblick auf die
gute Auftragslage bei ElringKlinger zu - gegenüber dem
Stand am Jahresende 2021 um 59,0 Mio. EUR
(wechselkursbereinigt um 49,3 Mio. EUR) auf 413,3 Mio. EUR.
Bereinigt um Wechselkurseffekte stiegen sie um 13,9 %,
wobei eine weitere Verwässerung durch das insgesamt
gestiegene Rohstoffpreisniveau zu berücksichtigen ist.
Die Forderungen lagen zum Berichtsstichtag bei 264,7
Mio. EUR (31.12.2021: 233,5 Mio. EUR). Ihr Anstieg um 31,2
Mio. EUR (wechselkursbereinigt um 21,8 Mio. EUR)
gegenüber dem Niveau des Bilanzwertes 2021
begründet sich vor allem durch das Umsatzwachstum des
Konzerns.
Die Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, die zusammen das Working Capital darstellen,
beliefen sich am 30. Juni 2022 auf 678,0 Mio. EUR
(31.12.2021: 587,8 Mio. EUR).
Die Zahlungsmittel und Äquivalente des
ElringKlinger-Konzerns betrugen am Halbjahresende 2022
135,2 Mio. EUR (31.12.2021: 109,9 Mio. EUR).
Eigenkapitalquote mit 44 % weiter auf hohem Niveau Mit
einem Eigenkapital von 914,6 Mio. EUR (31.12.2021: 982,3
Mio. EUR) konnte ElringKlinger am Ende des ersten
Halbjahres 2022 erneut eine hohe Eigenkapitalquote von 44,0
% (31.12.2021: 47,0 %) ausweisen. Damit lag sie weiter
innerhalb der vom Management angestrebten Bandbreite von 40
bis 50 %.
Das negative Halbjahresergebnis nach Steuern
(Periodenergebnis) in Höhe von - 90,3 Mio. EUR
(30.06.2021: 45,0 Mio. EUR) sowie die
Dividendenausschüttung in Höhe von 13,6 Mio. EUR
(H1 2021: 1,6 Mio. EUR) minderten das Eigenkapital im
ersten Halbjahr 2022. Gegenläufig bewirkten die
Neubewertung der Pensionsrückstellungen und, in
geringerem Maße, Unterschiedsbeträge aus der
Währungsumrechnung eine Zunahme um 36,2 Mio. EUR (H1
2021: 7,9 Mio. EUR).
Die Pensionsrückstellungen minderten sich
hauptsächlich aufgrund des im zweiten Quartal 2022
gestiegenen Zinsniveaus und des dadurch ebenfalls
gestiegenen Abzinsungsfaktors zum Halbjahresstichtag
deutlich auf 95,0 Mio. EUR, nach 140,7 Mio. EUR zum
Bilanzstichtag 2021. Dieser versicherungsmathematische
Effekt wurde größtenteils direkt im Eigenkapital
erfasst.
Die langfristigen Rückstellungen von 17,8 Mio. EUR
(31.12.2021: 16,5 Mio. EUR) veränderten sich insgesamt
unwesentlich.
Die kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich
gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 von
60,1 Mio. EUR auf 64.9 Mio. EUR. Im ersten Halbjahr 2022
wurden unter anderem aufgrund steigender Material- und
Energiekosten Drohverlustrückstellungen
zugeführt. Die Veränderung zum
Vorjahresvergleichsstichtag (30.06.2021: 28,2 Mio. EUR)
berücksichtigt auch eine geplante
Produktionsstillegung an einem deutschen Standort sowie
Gewährleistungsverpflichtungen.
Nettoverschuldung im Mehrjahresvergleich niedrigDie lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
beliefen sich zum 30. Juni 2022 auf 536,1 Mio. EUR
(31.12.2021: 492,6 Mio. EUR). Während die
langfristigen Kontrakte im zweiten Quartal 2022 ausgeweitet
wurden, reduzierten sich die kurzfristigen
Finanzverbindlichkeiten. Berücksichtigt man die
Zahlungsmittel und Wertpapiere in Höhe von 135,2 Mio.
EUR (31.12.2021: 109,9 Mio. EUR), ergibt sich zum
Halbjahresende eine Nettoverschuldung in Höhe von
389,5 Mio. EUR (31.12.2021: 369,2 Mio. EUR). Obwohl sie
gegenüber dem Jahresultimo 2021 um 20,3 Mio. EUR
zunahm, lag sie zum Halbjahresende 2022 im
Mehrjahresvergleich auf einem deutlich abgesenkten Niveau.
Aus dem Verhältnis Net Debt (Nettoverschuldung) zu
EBITDA errechnet sich zum 30. Juni 2022 eine
Verschuldungskennzahl von 2,5, nach 1,7 am Jahresende 2021
und 1,4 am 30. Juni 2021. Neben den anhaltend hohen
Rohstoff-, Energie- und Logistikkosten waren hierfür
auch die Sondereffekte im Brennstoffzellenbereich
ursächlich, die im Vergleichsquartal des Vorjahres bei
der Ergebnisberechnung im Nenner noch berücksichtigt
waren.
Net Working Capital leicht gestiegenAufgrund des Geschäftswachstums und gestiegenen
Vorräten weiteten sich die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Stand am 31.
Dezember 2021 (185,6 Mio. EUR) um 26,5 Mio. EUR auf 212,1
Mio. EUR aus. Im Vergleich zum 30. Juni des Vorjahres
(30.06.2021: 156,1 Mio. EUR) nahmen sie um 56,0 Mio. EUR
zu.
Das Net Working Capital, das sich aus Vorräten und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
zusammensetzt, umfasste am Ende des ersten Halbjahres 2022
einen Buchwert von 465,9 Mio. EUR (31.12.2021: 402,2 Mio.
EUR). Sein Anteil am Umsatz des Zwölfmonatszeitraums
lag bei 27,9 %, nach 24,8 % am Bilanzstichtag 2021 und nach
25,0 % ein Jahr zuvor.
Betrieblicher Cashflow im zweiten Quartal wieder verbessertDer Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit des
zweiten Quartals 2022 erreichte 22,6 Mio. EUR (Q2 2021:
50,5 Mio. EUR), was eine deutliche Verbesserung
gegenüber dem ersten Quartal (- 2,7 Mio. EUR)
bedeutet. Im Unterschied zum EBIT waren die in der
Berichtsperiode angefallenen
außerplanmäßigen Wertminderungen für
den Cashflow nicht relevant. Der Rückgang
gegenüber dem Vorjahreswert zeigt dennoch das
insgesamt gestiegene Kostenniveau sowie die vergleichsweise
höhere Mittelbindung im Net Working Capital, vor allem
in den Vorräten. Inklusive anderer Aktiva und Passiva,
die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind,
bewirkte die Veränderungen im Net Working Capital im
zweiten Quartal 2022 einen Mittelzufluss von 10,9 Mio. EUR,
verglichen mit einem Zufluss von 24,6 Mio. EUR im
Vorjahresvergleichsquartal.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1. Halbjahrin Mio. EUR
Entwicklung der Zahlungsmittel 1. Halbjahr 2022in Mio. EUR
1 Auszahlungen für Investitionen in
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
Im ersten Halbjahr 2022 generierte ElringKlinger einen
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit von 19,9 Mio. EUR
(H1 2021: 92,5 Mio. EUR). Der Rückgang gegenüber
der Vorjahresperiode macht deutlich, dass die genannten
Faktoren aus den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sich im
operativen Cashflow in Form höherer Abflüsse
für das gestiegene Kostenniveau, vor allem in den
Umsatzkosten, aber auch in Vertrieb und Verwaltung,
auswirkten. Neben dieser Belastung bedingte die angepasste
Vorratshaltung zudem eine höhere Mittelbindung im Net
Working Capital. Die Veränderung des Net Working
Capital (inklusive anderer Aktiva und Passiva, die nicht
der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind), bewirkte
im ersten Halbjahr 2022 einen Mittelabfluss von 24,8 Mio.
EUR - in der Vorjahresvergleichsperiode war hierdurch ein
Zufluss von 6,7 Mio. EUR verzeichnet worden.
Investitionen in Sachanlagen weiter diszipliniertFür Investitionen in Sachanlagen tätigte
ElringKlinger im zweiten Quartal Auszahlungen in Höhe
von 13,8 Mio. EUR (Q2 2021: 10,9 Mio. EUR). Im ersten
Halbjahr waren es 26,6 Mio. EUR (H1 2021: 22,5 Mio. EUR).
Neben notwendigen Neuanschaffungen für Neuanläufe
in unterschiedlichen Werken weltweit betrafen die Ausgaben
vor allem die strategischen Zukunftsfelder. Unter letzteres
fallen auch viele einzelne Maßnahmen, wie
beispielsweise der Infrastrukturaufbau für das
Batterietesting, 3D-Drucker für
Zellgehäuseentwicklung oder Ausstattungen im
Musterbau. Im zweiten Quartal 2022 wurden außerdem
Ausgaben für eine Solaranlage getätigt, die am
Gebäudedach eines chinesischen Produktionsstandorts
installiert wurde. Bereits zuvor realisierte ElringKlinger
mit einer großen Solaranlage auf dem
Produktionsgebäude in Ranjangaon, Indien, an einem
weiteren Standort eine umweltfreundliche Energieerzeugung.
Die Investitionsquote (Auszahlungen für
Investitionen in Sachanlagen in Relation zum Konzernumsatz)
des zweiten Quartals 2022 betrug 3,2 % (Q2 2021: 2,8 %). Im
ersten Halbjahr belief sie sich auf 3,1 % (H1 2021: 2,8 %).
Für immaterielle Vermögenswerte gab
ElringKlinger im zweiten Quartal 2022 5,9 Mio. EUR (Q2
2021: 3,7 Mio. EUR) und im ersten Halbjahr 11,2 Mio. EUR
(H1 2021: 6,0 Mio. EUR) aus. Den Hauptanteil stellten
aktivierte Entwicklungsleistungen dar.
Insgesamt wendete ElringKlinger für die
Investitionstätigkeit im zweiten Quartal 2022 Mittel
in Höhe von 17,3 Mio. EUR (Q2 2021: 15,4 Mio. EUR) und
im ersten Halbjahr 34,4 Mio. EUR (H1 2021: 16,2 Mio. EUR)
auf. Im ersten Halbjahr des Vorjahres hatte der Konzern
Einnahmen von 14,5 Mio. EUR aus dem Verkauf der
österreichischen Tochtergesellschaft verbucht.
Operativer Free Cashflow negativDer operative Free Cashflow (betrieblicher Cashflow
sowie Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um
M&A-Aktivitäten und Zahlungsflüsse für
finanzielle Vermögenswerte) des zweiten Quartals 2022
war mit 3,9 Mio. EUR (Q2 2021: 37,0 Mio. EUR) deutlich
unter dem Vorjahreswert, aber noch auf positivem Terrain.
Im ersten Halbjahr konnten die operativ erzielten
Mittelzuflüsse die Investitionsausgaben nicht ganz
abdecken, sodass der operative Free Cashflow der ersten
sechs Monate 2022 mit -16,0 Mio. EUR (H1 2021: 65,6 Mio.
EUR) negativ war.
Finanzierungstätigkeit und DividendenzahlungIm zweiten Quartal 2022 fiel die Dividendenzahlung an,
die bei der diesjährigen Hauptversammlung für das
vorangegangene Jahr beschlossen wurde. Inklusive der
Ausschüttungen an Anteilseigner ohne beherrschenden
Einfluss wurden hierfür 13,6 Mio. EUR (Q2 2021: 1,5
Mio. EUR) ausbezahlt. Gegenläufig wirkte im zweiten
Quartal 2022 eine geplante Einlage des an der
Konzerntochter EKPO Fuel Cell Technologies GmbH beteiligten
Partners in Höhe von 20,0 Mio. EUR, sodass zusammen
mit der im ersten Quartal erfolgten Einnahme im ersten
Halbjahr 2022 30,0 Mio. EUR aus dem Vorgang verbucht
wurden.
Aus Ein- und Auszahlungen für langfristige Kredite
sowie aus den Veränderungen der kurzfristigen Kredite
flossen im zweiten Quartal 2022 Mittel in Höhe von 4,6
Mio. EUR (Q2 2021: Abfluss von 35,6 Mio. EUR) und im ersten
Halbjahr von 21,4 Mio. EUR (H1 2021: Abfluss von 73,1 Mio.
EUR) zu.
Insgesamt war damit ein Cashflow aus
Finanzierungstätigkeit im zweiten Quartal 2022 in
Höhe von 11,0 Mio. EUR (Q2 2021: - 37,1 Mio. EUR) und
im ersten Halbjahr 2022 von 37,8 Mio. EUR (H1 2021: - 44,6
Mio. EUR) zu verzeichnen.
Zum Stichtag 30. Juni 2022 verfügte der
ElringKlinger-Konzern über einen Bestand an
Zahlungsmitteln und Äquivalenten von 135,2 Mio. EUR
(30.06.2021: 109,9 Mio. EUR) sowie über offene, nicht
genutzte Kreditlinien in Höhe von 244,0 Mio. EUR
(30.06.2021: 228,5 Mio. EUR). Damit stellt die
Liquiditätslage des ElringKlinger weiter eine gute
Basis für das künftige Geschäft dar.
Chancen und RisikenKonjunkturelle Unsicherheiten intensivieren sich durch vielfältige FaktorenIm ersten Halbjahr 2022 nahm das konjunkturelle Risiko
aufgrund zunehmender Unsicherheiten aus mehreren
Gründen zu. Der russisch-ukrainische Konflikt
verschärfte seit Februar 2022 die bereits zuvor
bestehenden Spannungen an den globalen Rohstoff- und
Energiemärkten und verstärkte damit verbundene
Preisanstiege. Die geopolitischen Unwägbarkeiten sind
zum Berichtszeitpunkt überaus groß. Auch die
Covid-19-Pandemie ist noch nicht bewältigt. In China,
wo eine strenge Null-Covid-Politik betrieben wird,
könnten weitere Lockdowns in wirtschaftlich
bedeutenden Metropolen - ähnlich der Situation im
März und April 2022 -zu schwerwiegenden
Beeinträchtigungen der Weltkonjunktur führen.
Auch in anderen Regionen könnten erneut auftretende
Infektionswellen nochmals Störungen in der
Industrieproduktion und den Lieferketten bewirken. Im Falle
weiterer Inflationsschübe und einer demzufolge
stärkeren Straffung der Geldpolitik ist die Gefahr des
Abrutschens der fortgeschrittenen Volkswirtschaften in eine
Rezession und eine Verschlechterung der finanziellen
Rahmenbedingungen in den Schwellenländern nicht
auszuschließen.
Im Zuge des russisch-ukrainischen Krieges und der
geopolitischen Lage kann es zu Engpässen bei
Energielieferungen -In Deutschland insbesondere von Gas -
kommen. Ein russischer Lieferstopp kann nach allgemeinen
Einschätzungen nicht problemlos abgefedert werden,
Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage in Deutschland
sind für diesen Fall nicht auszuschließen. Auch
ElringKlinger nutzt Gas als Energieträger und
wäre in diesem Fall möglicherweise
eingeschränkt.
Diese prekäre Gemengelage wirkt sich insgesamt auf
die allgemeine Entwicklung der Fahrzeugproduktion und damit
auch auf ElringKlinger als Zulieferer aus. Das weitere
Ausmaß auf die Wertschöpfungskette und
Absatzmärkte des Automobilsektors ist schwer absehbar.
Zusätzliche Umsatz- und Ergebniseffekte bei
ElringKlinger sind im weiteren Jahresverlauf nicht
auszuschließen.
Hinsichtlich weiterer Chancen und Risiken für den
ElringKlinger-Konzern haben sich keine wesentlichen
Änderungen im Vergleich zum Geschäftsbericht 2021
des ElringKlinger-Konzerns ergeben.
Der Chancen- und Risikobericht des
Geschäftsberichts 2021 steht auch auf der
ElringKlinger-Internetseite
www.elringklinger.de/gb2021/chancen-und-risikenbericht zur
Verfügung.
PrognoseberichtAusblick Markt und BrancheDie makroökonomischen sowie auch geopolitischen
Rahmenbedingungen für das Gesamtjahr 2022 sind nach
Ende des ersten Halbjahres wenig erfreulich. Die Inflation
liegt mit Werten von über acht Prozent in vielen
Volkswirtschaften weit über deren Zielwerten und die
Ungleichgewichte von Angebot und Nachfrage sowie
logistischen Störungen bringen hohe ökonomische
und geldpolitische Herausforderungen mit sich. Der weitere
Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges und seine
Auswirkungen sind schwer abzusehen, die Sicherstellung der
Energieversorgung in vielen Industrieländern ungewiss.
Auch der Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist noch
nicht beendet und sorgt für weitere
Unwägbarkeiten.
Die gestiegenen Konsumentenpreise könnten die
Einkommensungleichheiten sowohl zwischen fortgeschrittenen
Volkswirtschaften und Schwellenländern einerseits, als
auch innerhalb einzelner Länder erhöhen und in
der Folge zu mehr politisch gesteuerten
Umverteilungsmaßnahmen führen. Um der Inflation
entgegenzuwirken, sind die Notenbanken zu strafferen
Maßnahmen gezwungen, auch wenn dies voraussichtlich
eine weitere Verlangsamung und möglicherweise die
Gefahr des Abrutschens der Wirtschaft in eine Rezession zur
Folge haben könnte.
Veränderung Bruttoinlandsproduktscrollen
Quelle: IWF (Juli 2022)
Mit seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick senkte
der Internationale Währungsfonds (IWF) im Juli 2022
seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) im Gesamtjahr 2022 erneut ab auf nunmehr 3,2 %.
Starker Gegenwind für die globale
Fahrzeugproduktion Das beschriebene konjunkturelle Umfeld
stellt die Fahrzeugbranche vor große
Herausforderungen. Bei den Autokäufern lösen die
dynamischen Preisentwicklungen Verunsicherung aus.
Gleichzeitig sprechen Nachholeffekte für eine weiter
solide Auftragslage. Die künftige Entwicklung der
Fahrzeugmärkte und insbesondere der Fahrzeugproduktion
dürfte in hohem Maße von den
Verfügbarkeiten und Preisen bei Energie und
Materialien abhängen.
Der Branchendienstleister IHS geht in seinen aktuellen
Prognosen von einer Fahrzeugproduktion (Light Vehicles) von
80,8 Mio. Einheiten im Gesamtjahr 2022 aus, wobei die
regionalen Unterschiede weiter groß sind.
Ausblick UnternehmenDie schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit
großen Unwägbarkeiten und hoher Unsicherheit
haben sich im ersten Halbjahr 2022 noch einmal
verschärft. Nachdem die Coronavirus-Pandemie und
Halbleiterengpässe die globalen Lieferketten und
Materialverfügbarkeiten auf den Weltmärkten in
Unordnung gebracht haben, verstärkte sich diese
angespannte Lage noch einmal durch den russischukrainischen
Krieg ab Februar 2022 sowie durch den staatlichen Lockdown
in zentralen Wirtschaftsregionen Chinas.
Sehr gute AuftragslageTrotz dieses Umfeldes entwickelte sich die Auftragslage
bei ElringKlinger positiv. Der Auftragsbestand stieg im
zweiten Quartal 2022 um weitere 22,6 Mio. EUR auf einen
neuen Rekordstand von 1.552,5 Mio. EUR (31.03.2022: 1.529,9
Mio. EUR). Im Vergleich zum Quartalsstichtag des Vorjahres
(30.06.2021: 1.221,6 Mio. EUR) betrug die Steigerung sogar
330,9 Mio. EUR oder 27,1 %. Darin enthalten sind
Wechselkurseffekte in Höhe von 58,9 Mio. EUR,
währungsbereinigt belief sich der Auftragsbestand auf
1.493,6 Mio. EUR.
Der Auftragseingang erhöhte sich von April bis Juni
2022 auf 453,2 Mio. EUR (Q2 2021: 429,5 Mio. EUR), was eine
Steigerung um 5,5 % bedeutet. Auch hier gaben
Wechselkursentwicklungen Rückenwind.
Währungsbereinigt war ein leichter Rückgang um
6,9 Mio. EUR oder 1,6 % zu verzeichnen.
Prognose Light-Vehicle-Produktionscrollen
Quelle: IHS (Juli 2022)
Mit diesen Werten konnte ElringKlinger im ersten
Halbjahr 2022 das hohe Niveau verbuchter neuer
Aufträge aus dem vergangenen Jahr übertreffen. In
den ersten sechs Monaten erzielte der Konzern neue
Aufträge in Höhe von 1.031,5 Mio. EUR (H1 2021:
1.006,1 Mio. EUR), was einer Steigerung von 25,4 Mio. EUR
oder 2,5 % entspricht.
Ausblick 2022: Organisches Umsatzwachstum leicht
über Marktniveau, operative EBIT-Marge von rund 2 bis
3 % Diese positive Auftragslage und die allgemeinen
Prognosen für die globale Nachfrage nach Light
Vehicles lassen für das laufende Geschäftsjahr
ein Umsatzwachstum erwarten. Der Branchendienstleister IHS
geht nach jüngsten Schätzungen von einer Zunahme
der globalen Light-Vehicle-Produktion um 4,7 % aus. Vor
diesem Hintergrund rechnet ElringKlinger damit, diese
Veränderung in seinem Umsatzwachstum organisch leicht
zu übertreffen.
Die Ergebnissituation wird nach wie vor durch zahlreiche
und vielfältige Faktoren beeinflusst, deren
Auswirkungen und Ausmaß derzeit nur schwer zu
erfassen sind. Die Risiken sind nach wie vor hoch, die
Unwägbarkeiten nach wie vor groß. Auf Basis
dieser Rahmenbedingungen erwartet der Konzern für das
laufende Geschäftsjahr ohne die Sondereffekte von
Wertminderungen eine operative EBIT-Marge von rund 2 bis 3
% im Verhältnis zum Konzernumsatz. Dies entspricht
einer EBIT-Marge des Konzerns von rund minus 2 bis minus 3
%.
Infolgedessen rechnet der Konzern mit einer
Gesamtkapitalrentabilität - gemessen am Return on
Capital Employed (ROCE) - auf einem Niveau, das deutlich
unter dem des Vorjahres (2021: 6,4 %) liegen wird.
Leicht positiver operativer Free Cashflow erwartetDas herausfordernde Marktumfeld erfordert ein
umsichtiges Working-Capital-Management, um die
Verfügbarkeiten von Rohstoffen und Vorprodukten
jederzeit zu gewährleisten. Daher ist für das
laufende Jahr von einem vorübergehenden leichten
Anstieg der Net-Working-Capital-Quote im Vergleich zum
Vorjahr (2021: 24,8 %) auszugehen. Hinsichtlich der
Investitionen wird der Konzern sich weiterhin auf die neuen
Antriebstechnologien fokussieren und seinen disziplinierten
Ansatz des Effizienzsteigerungsprogramms fortführen.
Insgesamt sind Investitionen (Auszahlungen für
Sachanlagen- im Verhältnis zum Konzernumsatz) zu
erwarten, die ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres
(2021: 4,3 %) liegen. Infolgedessen rechnet der Konzern
2022 mit einem leicht positiven operativen Free Cashflow.
Aufgrund der beschriebenen Erwartungen rechnet der
Konzern für das laufende Geschäftsjahr mit einer
Nettoverschuldungsquote (Nettofinanzverbindlichkeiten zu
EBITDA), die zwischen 2,0 und 3,0 liegt. Hinsichtlich der
Eigenkapitalquote geht der Konzern davon aus, sich auch
2022 innerhalb des langfristigen Zielspektrums von 40 bis
50 % des Gesamtkapitals zu bewegen. Für die
Forschungs- und Entwicklungskosten inklusive Aktivierung
erwartet der Konzern im laufenden Geschäftsjahr ein
Spektrum von rund 5 bis 6 % des Konzernumsatzes.
Mittelfristiger AusblickTrotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das
Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich
das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert.
ElringKlinger hat sich mit Komponenten für Batterie-
und Brennstoffzellensystem frühzeitig für den
Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt.
Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine
starke Marktposition in seinen klassischen
Geschäftsbereichen Lightweighting/Elastomer
Technology, Shielding Technology sowie Metal Sealing
Systems & Drivetrain Components. Solange sich im Zuge
der zahlreichen Unwägbarkeiten kein abrupter Verlauf
einstellt, geht ElringKlinger vor diesem Hintergrund
grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft
organisch stärker zu wachsen als die globale
Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation hat
sich der Konzern weiterhin zum Ziel gesetzt, mittelfristig
die EBIT-Marge wieder schrittweise zu verbessern. Auch die
weiteren mittelfristigen Ziele werden bestätigt.
Dettingen/Erms, den 4. August 2022
Der Vorstand
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ElringKlinger am KapitalmarktÖkonomische und geopolitische Gesamtlage setzt Aktienmärkte unter DruckDie Entwicklung der Aktienmärkte war im zweiten
Quartal 2022 weiterhin von den nicht unabhängig zu
betrachtenden Faktoren - Krieg in der Ukraine,
Null-Covid-Politik in China und der Geldpolitik -
geprägt. In der Eurozone und in den USA stieg die
Inflation über 8 %. Damit erhöhte sich der Druck
auf die US-Notenbank Fed massiv und die Börse preiste
stärkere Zinserhöhungen ein. Die Fed reagierte
mit einer Leitzinserhöhung in Höhe von 0,75 %
statt 0,5 % auf den Zinskorridor von 1,50 % bis 1,75 %.
Auch die Bank of England (BoE) hob im Juni den Leitzins um
25 Basispunkte auf 1,25 Prozent an. Dies stellt bereits die
fünfte Zinserhöhung der BoE innerhalb von sieben
Monaten dar. Zudem folgte dann auch die Schweizer
Zentralbank. Diese hob erstmals seit dem Jahr 2007 ihren
Leitzins um 50 Basispunkte an. Mit - 0,25 % liegt dieser
aber weiterhin im negativen Bereich. Die Europäische
Zentralbank (EZB) kündigte ebenfalls eine
Zinserhöhung an. Als Ergebnis dieser zinspolitischen
Zurückhaltung seitens der EZB fiel der Euro auf
Tiefstwerte von 1,04 EUR/USD. Zuletzt befand sich der
Wechselkurs während der Eurokrise 2015 und 2016 auf
diesem Niveau.
Nachdem die globalen Aktienmärkte im ersten Quartal
2022 bereits deutliche Kursabschläge verzeichneten,
verschärfte sich der Druck auf die Kurse im zweiten
Quartal. Die ungünstige Gesamtlage verursachte
deutliche Kursverluste im Quartalsverlauf. Die bisherigen
Kursverluste sind deshalb je nach Markt teilweise von
historischer Dimension: Der Aktienindex MSCI World verlor
im ersten Halbjahr - 21 % (Q2 2022: -15 %), der
amerikanische S&P500 - 20 % (-15,6 %), der
Technologie-Index Nasdaq Composite erlitt einen besonders
herben Rückschritt mit - 29 % (- 20 %). Die
europäischen Börsen fielen in ähnlicher
Weise zurück, der deutsche DAX büßte -19 %
(-10 %) ein, der breit gefasste Euro Stoxx 600 -16 % (-13
%).
ElringKlinger-Aktie im Einklang mit dem MarktAnfang April erreichte der Kurs sein Quartalshoch und
notierte bei 9,05 EUR. Anschließend verzeichnete die
ElringKlinger-Aktie Verluste und verbuchte am 9. Mai den
Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. Juni 2022 (indexiert)in %
Aktionärsstruktur zum 30. Juni 2022
vorläufigen Jahrestiefststand mit 6,96 EUR. Im
weiteren Verlauf des Quartals konnte sich die Aktie leicht
erholen. Das zweite Quartal 2022 wurde mit einem Kurs von
7,20 EUR beendet.
Handelsvolumen niedriger als im VorjahrIm zweiten Quartal 2022 war das gehandelte Volumen mit
durchschnittlich 108.675 Aktien pro Börsentag deutlich
niedriger als im Vergleichsquartal des Vorjahres (Q2 2021:
213.445 Stück). Die ElringKlinger-Notierung erzielte
zudem deutlich niedrigere Tagesumsätze an deutschen
Börsen plätzen und erreichte mit durchschnittlich
0,9 Mio. EUR pro Tag im zweiten Quartal einen geringeren
Wert als im Vorjahr (Q2 2021: 3,1 Mio. EUR), auch aufgrund
des niedrigeren Kurses. Die Liquidität der Aktie war
im Berichtsquartal jederzeit ausreichend hoch, sodass auch
große Aktienpakete gehandelt werden konnten.
Im Dialog mit dem KapitalmarktElringKlinger setzte im zweiten Quartal 2022 den Dialog
mit internationalen Investoren, Analysten und weiteren
Kapitalmarkteilnehmern kontinuierlich fort. Neben der
Veröffentlichung der Quartalsergebnisse zum ersten
Quartal 2022, bei welcher der Vorstand den zahlreich
teilnehmenden Analysten und Journalisten die Zahlen des
abgelaufenen Quartals präsentierte, wurde am 19. Mai
die Hauptversammlung in virtueller Form durchgeführt.
Die Hauptversammlung der ElringKlinger AG stimmte allen
Tagesordnungspunkten mit deutlicher Mehrheit zu. Insgesamt
waren 63,5 % des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten.
Der vorgeschlagenen Dividende in Höhe von 0,15 EUR je
Aktie wurde mit einer großen Mehrheit von 99,9 %
zugestimmt. Die Tagesordnung beinhaltete zudem neben der
Vorlage der festgestellten Jahresabschlussunterlagen auch
die Nachwahl zum Aufsichtsrat. Dem Vorschlag des
Aufsichtsrates, Ingeborg Guggolz als Vertreterin der
Anteilseigner in den Aufsichtsrat der ElringKlinger AG zu
wählen, wurde mit ebenfalls deutlicher Mehrheit
zugestimmt.
Die ElringKlinger-Aktie (WKN 785 602)scrollen
Konzern-Gewinn-
und -Verlustrechnung
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| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Umsatzerlöse | 430.574 | 393.558 | 865.220 | 817.623 |
| Umsatzkosten | - 366.177 | - 302.822 | -709.984 | - 617.656 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 64.397 | 90.736 | 155.236 | 199.967 |
| Vertriebskosten | - 35.505 | - 29.055 | - 69.806 | - 59.925 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | - 23.934 | - 21.119 | - 49.197 | - 43.425 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -15.399 | -18.534 | - 34.190 | - 37.045 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.785 | 3.897 | 7.591 | 17.854 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 89.409 | - 2.882 | - 92.554 | - 5.979 |
| Operatives Ergebnis/EBIT | - 97.065 | 23.043 | - 82.920 | 71.447 |
| Finanzerträge | 21.465 | 2.414 | 30.151 | 8.550 |
| Finanzaufwendungen | -15.864 | - 6.187 | - 25.946 | - 9.713 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | 727 | -786 | -1.139 | - 2.358 |
| Finanzergebnis | 6.328 | - 4.559 | 3.066 | - 3.521 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 90.737 | 18.484 | -79.854 | 67.926 |
| Ertragsteueraufwendungen | - 3.366 | -11.978 | -10.412 | - 22.883 |
| Periodenergebnis | - 94.103 | 6.506 | - 90.266 | 45.043 |
| davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 26 | -1.441 | -143 | -799 |
| davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | - 94.129 | 7.947 | - 90.123 | 45.842 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -1,49 | 0,13 | -1,42 | 0,72 |
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Periodenergebnis | - 94.103 | 6.506 | - 90.266 | 45.043 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | - 2.362 | 5.964 | 3.358 | 8.141 |
| Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen | - 232 | 34 | - 250 | - 244 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | - 2.594 | 5.998 | 3.108 | 7.897 |
| Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne, netto nach Steuern | 33.070 | 0 | 33.070 | 0 |
| Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und -Verlustrechnung umgegliedert werden können | 33.070 | 0 | 33.070 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 30.476 | 5.998 | 36.178 | 7.897 |
| Gesamtergebnis | - 63.627 | 12.504 | - 54.088 | 52.940 |
| davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt | 1.357 | -1.441 | 1.386 | - 528 |
| davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG | - 64.984 | 13.945 | - 55.474 | 53.468 |
| in TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 139.684 | 215.584 | 202.083 |
| Sachanlagen | 935.258 | 938.581 | 930.579 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 15.106 | 15.532 | 15.049 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 12.301 | 13.690 | 14.577 |
| Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 903 | 887 | 688 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 31.568 | 42.286 | 42.703 |
| Latente Steueransprüche | 26.502 | 31.750 | 29.382 |
| Vertragserfüllungskosten | 7.155 | 7.944 | 8.696 |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte | 616 | 804 | 437 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.169.093 | 1.267.058 | 1.244.194 |
| Vorräte | 413.272 | 354.321 | 343.277 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte | 7.030 | 8.591 | 10.486 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 264.712 | 233.478 | 225.798 |
| Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche | 9.349 | 15.769 | 4.218 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 76.528 | 100.883 | 101.819 |
| Zahlungsmittel und Äquivalente | 135.221 | 109.900 | 162.535 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 906.112 | 822.942 | 848.133 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 1.429 | 0 | 0 |
| 2.076.634 | 2.090.000 | 2.092.327 |
| in TEUR | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2021 |
| Gezeichnetes Kapital | 63.360 | 63.360 | 63.360 |
| Kapitalrücklage | 118.238 | 118.238 | 118.238 |
| Gewinnrücklagen | 640.427 | 740.054 | 730.167 |
| Übrige Rücklagen | 16.861 | -17.919 | - 32.313 |
| Den Aktionären der ElringKlinger AG zustehendes Eigenkapital | 838.886 | 903.733 | 879.452 |
| Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | 75.732 | 78.564 | 83.986 |
| Eigenkapital | 914.618 | 982.297 | 963.438 |
| Rückstellungen für Pensionen | 95.032 | 140.696 | 156.428 |
| Langfristige Rückstellungen | 17.802 | 16.502 | 20.709 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 383.438 | 357.109 | 380.878 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten | 1.371 | 712 | 6.687 |
| Latente Steuerschulden | 28.504 | 23.952 | 14.447 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 7.230 | 7.262 | 7.401 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 533.377 | 546.233 | 586.550 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 64.813 | 60.050 | 28.159 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 212.082 | 185.599 | 156.115 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 152.683 | 135.521 | 159.067 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten | 18.135 | 16.024 | 30.857 |
| Steuerschulden | 22.590 | 19.297 | 31.918 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 158.336 | 144.979 | 136.223 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 628.639 | 561.470 | 542.339 |
| Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 |
| 2.076.634 | 2.090.000 | 2.092.327 |
| Übrige Rücklagen | ||||||
| in TEUR | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto | Eigenkapital Effekte aus beherrschenden Anteilen | Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung |
| Stand am 31.12.2020 | 63.360 | 118.238 | 684.325 | - 60.132 | - 422 | - 28.099 |
| Dividendenausschüttung | ||||||
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile 1 | 48.714 | |||||
| Gesamtergebnis | 45.842 | 7.626 | ||||
| Periodenergebnis | 45.842 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | |||||
| Stand am 30.06.2021 | 63.360 | 118.238 | 730.167 | - 60.132 | 48.292 | - 20.473 |
| Stand am 31.12.2021 | 63.360 | 118.238 | 740.054 | - 48.731 | 48.186 | -17.374 |
| Dividendenausschüttung | - 9.504 | |||||
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften 2 | 131 | |||||
| Gesamtergebnis | - 90.123 | 31.867 | 2.782 | |||
| Periodenergebnis | - 90.123 | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 31.867 | 2.782 | ||||
| Stand am 30.06.2022 | 63.360 | 118.238 | 640.427 | -16.864 | 48.317 | -14.592 |
| in TEUR | Den Aktionären der ElringKlingerAG zustehendes Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Konzerneigenkapital |
| Stand am 31.12.2020 | 777.270 | 35.617 | 812.887 |
| Dividendenausschüttung | 0 | -1.552 | -1.552 |
| Beteiligung nicht beherrschende Anteile 1 | 48.714 | 50.449 | 99.163 |
| Gesamtergebnis | 53.468 | - 528 | 52.940 |
| Periodenergebnis | 45.842 | -799 | 45.043 |
| Sonstiges Ergebnis | 7.626 | 271 | 7.897 |
| Stand am 30.06.2021 | 879.452 | 83.986 | 963.438 |
| Stand am 31.12.2021 | 903.733 | 78.564 | 982.297 |
| Dividendenausschüttung | - 9.504 | - 4.087 | -13.591 |
| Kauf von Anteilen beherrschter Gesellschaften 2 | 131 | -131 | 0 |
| Gesamtergebnis | - 55.474 | 1.386 | - 54.088 |
| Periodenergebnis | - 90.123 | -143 | - 90.266 |
| Sonstiges Ergebnis | 34.649 | 1.529 | 36.178 |
| Stand am 30.06.2022 | 838.886 | 75.732 | 914.618 |
1 Beteiligung Plastic Omnium an EKPO Fuel Cell
Technologies GmbH
2 Erhöhung der Anteile an der Elring
Klinger Motortechnik GmbH auf 100 %
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | - 90.737 | 18.484 | -79.854 | 67.926 |
| Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte | 123.733 | 27.374 | 152.382 | 56.165 |
| Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge | 3.244 | 1.983 | 5.053 | 4.073 |
| Veränderung der Rückstellungen | 860 | - 567 | 3.385 | 1.237 |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | - 57 | 81 | 144 | 180 |
| Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen | -727 | 786 | 1.139 | 2.358 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -17.255 | 9.380 | - 66.127 | - 25.690 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 28.153 | 15.264 | 41.343 | 32.347 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 6.723 | - 21.211 | - 9.335 | - 28.894 |
| Gezahlte Zinsen | - 2.302 | -1.790 | - 3.947 | - 3.920 |
| Erhaltene Zinsen | 292 | 283 | 560 | 565 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -15.877 | 403 | - 24.797 | -13.832 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 22.604 | 50.470 | 19.946 | 92.515 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 950 | 1.006 | 1.894 | 1.622 |
| Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten | 1.595 | 1.789 | 4.564 | 2.726 |
| Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen abzgl. Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 14.450 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | - 5.908 | - 3.660 | -11.172 | - 6.039 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | -13.781 | -10.852 | - 26.618 | - 22.496 |
| Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte | -161 | - 3.643 | - 3.036 | - 6.464 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -17.305 | -15.360 | - 34.368 | -16.201 |
| Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss | 20.000 | 0 | 30.000 | 30.040 |
| Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss | -13.572 | -1.532 | -13.591 | -1.552 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten | 71.394 | 29.415 | 96.454 | 29.513 |
| Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten | -19.314 | - 63.337 | - 84.115 | -121.094 |
| Veränderung der kurzfristigen Kredite | - 47.511 | -1.665 | 9.100 | 18.481 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 10.997 | - 37.119 | 37.848 | - 44.612 |
| Zahlungswirksame Veränderung | 16.296 | - 2.009 | 23.426 | 31.702 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 1.108 | - 282 | 1.894 | 2.981 |
| Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 117.816 | 164.826 | 109.901 | 127.852 |
| Zahlungsmittel am Ende der Periode | 135.220 | 162.535 | 135.221 | 162.535 |
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Deutschland | 88.379 | 87.593 | 179.007 | 181.085 |
| Übriges Europa | 129.396 | 124.192 | 263.926 | 255.355 |
| Nordamerika | 110.722 | 89.034 | 214.377 | 189.207 |
| Asien-Pazifik | 79.429 | 75.463 | 165.297 | 157.261 |
| Südamerika und Übrige | 22.648 | 17.276 | 42.613 | 34.715 |
| Konzern | 430.574 | 393.558 | 865.220 | 817.623 |
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Lightweighting/Elastomer Technology | 133.369 | 117.642 | 267.020 | 244.740 |
| Metal Sealing Systems & Drivetrain Components | 116.777 | 111.539 | 238.021 | 231.996 |
| Shielding Technology | 72.537 | 60.604 | 146.570 | 139.127 |
| E-Mobility | 14.118 | 16.547 | 19.435 | 23.831 |
| Exhaust Gas Purification | 1.185 | 1.195 | 2.070 | 2.211 |
| Others | 0 | -1 | 18 | 22 |
| Segment Erstausrüstung | 338.004 | 307.526 | 673.134 | 641.927 |
| Segment Erstausrüstung | 338.004 | 307.526 | 673.134 | 641.927 |
| Segment Ersatzteile | 59.673 | 53.286 | 122.718 | 108.649 |
| Segment Kunststofftechnik | 31.895 | 31.794 | 67.190 | 64.912 |
| Verkauf von Gütern | 429.572 | 392.606 | 863.042 | 815.488 |
| Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen | 997 | 947 | 2.169 | 2.126 |
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 430.569 | 393.553 | 865.211 | 817.614 |
| Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 5 | 5 | 9 | 9 |
| Konzern | 430.574 | 393.558 | 865.220 | 817.623 |
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
| Umsatz Extern | 338.004 | 307.526 | 59.673 | 53.286 | 31.895 | 31.794 |
| Intersegmenterlöse | 6.338 | 6.121 | 0 | 0 | 154 | 26 |
| Segmenterlöse | 344.342 | 313.647 | 59.673 | 53.286 | 32.049 | 31.820 |
| EBIT 1 | -112.739 | 7.266 | 11.448 | 9.997 | 4.738 | 6.047 |
| Abschreibungen 2 | - 25.580 | - 24.461 | - 539 | -779 | -1.618 | -1.659 |
| Investitionen 3 | 19.847 | 12.948 | 459 | 803 | 1.303 | 1.430 |
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
| in TEUR | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 | 2. Quartal 2022 | 2. Quartal 2021 |
| Umsatz Extern | 1.002 | 952 | 0 | 0 | 430.574 | 393.558 |
| Intersegmenterlöse | 2.619 | 2.386 | - 9.111 | - 8.533 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 3.621 | 3.338 | - 9.111 | - 8.533 | 430.574 | 393.558 |
| EBIT 1 | - 512 | - 267 | - 97.065 | 23.043 | ||
| Abschreibungen 2 | - 592 | - 475 | - 28.329 | - 27.374 | ||
| Investitionen 3 | 465 | 141 | 22.074 | 15.322 | ||
| Segment | Erstausrüstung | Ersatzteile | Kunststofftechnik | |||
| in TEUR | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Umsatz Extern | 673.134 | 641.927 | 122.718 | 108.649 | 67.190 | 64.912 |
| Intersegmenterlöse | 13.424 | 14.080 | 0 | 0 | 208 | 64 |
| Segmenterlöse | 686.558 | 656.007 | 122.718 | 108.649 | 67.398 | 64.976 |
| EBIT 1 | -117.749 | 36.607 | 25.286 | 21.901 | 10.380 | 13.262 |
| Abschreibungen 2 | - 50.829 | - 49.983 | -1.396 | -1.669 | - 3.530 | - 3.320 |
| Investitionen 3 | 39.498 | 35.645 | 1.939 | 2.014 | 3.158 | 3.431 |
| Segment | Sonstige | Konsolidierung | Konzern | |||
| in TEUR | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 | 1. Halbjahr 2022 | 1. Halbjahr 2021 |
| Umsatz Extern | 2.178 | 2.135 | 0 | 0 | 865.220 | 817.623 |
| Intersegmenterlöse | 5.120 | 4.898 | -18.752 | -19.042 | 0 | 0 |
| Segmenterlöse | 7.298 | 7.033 | -18.752 | -19.042 | 865.220 | 817.623 |
| EBIT 1 | - 837 | - 323 | - 82.920 | 71.447 | ||
| Abschreibungen 2 | -1.182 | -1.193 | - 56.937 | - 56.165 | ||
| Investitionen 3 | 813 | 336 | 45.408 | 41.426 | ||
1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives
Ergebnis)
2 Planmäßige Abschreibungen
3 Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte, Sachanlagen
Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte
Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/Erms,
Deutschland.
Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss
der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum
30. Juni 2022 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial
Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im
Einklang mit den International Financial Reporting
Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen
des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in
der Europäischen Union anzuwenden sind.
Da es sich um einen verkürzten
Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser
Abschluss zum 30. Juni 2022 nicht sämtliche
Informationen und Angaben, die gemäß IFRS
für einen Konzernabschluss zum Ende des
Geschäftsjahres erforderlich sind.
Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 wurde
weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht
durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 4. August 2022
zur Veröffentlichung freigegeben.
Die in diesem Zwischenbericht angewandten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden basieren grundsätzlich auf
denselben, wie sie bei der Erstellung des
Konzernabschlusses 2021 angewendet wurden, wo sie auch
detailliert erläutert sind.
In den Zwischenbericht fließen Schätzungen
und Ermessensentscheidungen ein. Diese können
unmittelbare Auswirkungen auf die Höhe der
bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben.
Aufgrund von externen Effekten, wie die weiteren nicht
absehbaren Folgen der Auswirkungen des
russisch-ukrainischen Konflikts, die angespannte Situation
auf den Rohstoffmärkten, die allgemeine
gesamtkonjunkturelle Entwicklung sowie die Entwicklung im
Automotivbereich oder weitere Pandemiewellen, unterliegen
diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der
Aktualisierung der Schätzungen und
Ermessensentscheidungen wurden verfügbare
Informationen über die voraussichtliche
wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische
Maßnahmen berücksichtigt.
Zum 30. Juni 2022 kamen erstmalig die IFRS Regelungen
zur Hochinflationsbilanzierung bei der türkischen
Tochtergesellschaft zur Anwendung.
In den Zwischenabschluss zum 30. Juni 2022 sind neben
der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sieben
inländischen und 32 ausländischen Gesellschaften
einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder
mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus
anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren
Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die
Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das
Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese
Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen,
Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes
Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst,
da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die
Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein
maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen
wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 %
angenommen.
Die Anteile an der Elring Klinger Motortechnik GmbH mit
Sitz in Idstein, Deutschland, erhöhen sich durch den
Erwerb der im Fremdbesitz befindlichen Anteile von 92,86 %
auf 100 %.
Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021
ergaben sich mit Ausnahme der Neugründung der EKPO
Fuel Cell (Suzhou) Co., Ltd. mit Sitz in Suzhou, China,
keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.
Mit Wirkung zum 29. Juni 2022 wurde die EKPO Fuel Cell
(Suzhou) Co., Ltd. mit Sitz in Suzhou, China, eine 100%ige
Tochtergesellschaft der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH
mit Sitz in Dettingen/Erms, Deutschland, gegründet.
Mit Wirkung zum 22. Juni 2022 wurde die ElringKlinger
Abschirmtechnik (Schweiz) AG mit Sitz in Sevelen, Schweiz,
in ElringKlinger Switzerland AG mit Sitz in Sevelen,
Schweiz, umbenannt.
Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
| Währung | Kürzel | 30.06.2022 | 31.12.2021 | Jan.-Jun. 2022 | Jan. - Dez. 2021 |
| US-Dollar (USA) | USD | 1,03870 | 1,13260 | 1,08493 | 1,18156 |
| Pfund (Großbritannien) | GBP | 0,85820 | 0,84028 | 0,84361 | 0,85840 |
| Franken (Schweiz) | CHF | 0,99600 | 1,03310 | 1,02462 | 1,07988 |
| Kanadischer Dollar (Kanada) | CAD | 1,34250 | 1,43930 | 1,38028 | 1,48039 |
| Real (Brasilien) | BRL | 5,42290 | 6,31010 | 5,46115 | 6,37858 |
| Peso (Mexiko) | MXN | 20,96410 | 23,14380 | 21,92437 | 24,05156 |
| RMB (China) | CNY | 6,96240 | 7,19470 | 7,04172 | 7,60685 |
| WON (Südkorea) | KRW | 1.351,60000 | 1.346,38000 | 1.341,95000 | 1.354,65833 |
| Rand (Südafrika) | ZAR | 17,01430 | 18,06250 | 16,87317 | 17,59221 |
| Yen (Japan) | JPY | 141,54000 | 130,38000 | 134,86333 | 130,32000 |
| Forint (Ungarn) | HUF | 397,04000 | 369,19000 | 378,10500 | 358,60833 |
| Türkische Lira (Türkei) | TRY | 17,32200 | 15,23350 | 16,20145 | 10,81043 |
| Leu (Rumänien) | RON | 4,94640 | 4,94900 | 4,94622 | 4,92511 |
| Indische Rupie (Indien) | INR | 82,11300 | 84,22920 | 83,00592 | 87,31348 |
| Indonesische Rupiah (Indonesien) | IDR | 15.552,00000 | 16.100,42000 | 15.753,02500 | 16.921,34667 |
| Bath (Thailand) | THB | 36,75400 | 37,65300 | 36,69650 | 37,89117 |
| Schwedische Krone (Schweden) | SEK | 10,73000 | 10,25030 | 10,49377 | 10,15623 |
Das im zweiten Quartal 2022 deutlich gestiegene
Zinsniveau war Anhaltspunkt dafür, die Werthaltigkeit
des Geschäfts- und Firmenwerts zu
überprüfen. Das gestiegene Zinsniveau führte
dazu, dass sich der zur Abzinsung des Geschäfts- und
Firmenwerts verwendete Kapitalkostensatz nach Steuern zum
30. Juni 2022 auf 7,40 % (31. Dezember 2021: 6,99 %)
erhöht hat. Weiterhin sorgten bilanzverlängernde
Effekte, sowie die Währungskursentwicklung für
eine Steigerung des Working-Capital in den Segmenten. Bei
der Überprüfung der Werthaltigkeit der
Einzelsegmente durch Vergleich des Buchwertes Ihrer
zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit deren erzielbarem
Betrag wurde festgestellt, dass bei den getroffenen
Annahmen, der ermittelte erzielbare Betrag des Segments
Erstausrüstung unter dessen Buchwert lag. Daher ergab
sich eine Wertminderung im Segment Erstausrüstung um
TEUR 86.100, die in der Berichtsperiode in den sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde.
Zu den Einflüssen auf die Geschäftsentwicklung
und unseren Einschätzungen im Rahmen der Prognose
verweisen wir auf unsere Ausführungen im
Zwischenlagebericht.
Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick
über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert
zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen,
die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner
Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und
Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:
| Zahlungsmittel | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Derivate | Langfristige Wertpapiere | ||
| in TEUR | BW | BW | BW | BW | BW | ZW |
| per 30.06.2022 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 135.221 | 264.712 | 15.593 | 0 | 1.438 | 1.348 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 9.949 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 81 | 81 |
| Gesamt | 135.221 | 264.712 | 25.542 | 0 | 1.519 | 1.429 |
| per 31.12.2021 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 109.900 | 233.478 | 17.297 | 0 | 1.438 | 1.447 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 29.962 | 79 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 86 | 86 |
| Gesamt | 109.900 | 233.478 | 47.259 | 79 | 1.524 | 1.533 |
| Übrige Finanzinvestitionen | Gesamt | ||
| in TEUR | BW | ZW | BW |
| per 30.06.2022 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 418.972 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.571 | 11.571 | 21.520 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 89 |
| Gesamt | 13.587 | 13.587 | 440.581 |
| per 31.12.2021 | |||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2.008 | 2.008 | 364.121 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 11.992 | 11.992 | 42.033 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 8 | 94 |
| Gesamt | 14.008 | 14.008 | 406.248 |
Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und
Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | |
| in TEUR | BW | BW | BW | BW |
| per 30.06.2022 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 66.941 | 127.355 | 25.328 | 212.082 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| per 31.12.2021 | ||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 57.387 | 119.190 | 16.331 | 185.599 |
| Erfolgswirksam zum
Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten |
0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate | Langfristige Finanzverbindlichkeiten | Langfristige Leasingverbindlichkeiten IFRS 16 | Gesamt | |||
| in TEUR | BW | ZW | BW | ZW | BW | BW |
| per 30.06.2022 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 343.250 | 279.352 | 40.188 | 815.144 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 11.272 | 11.272 | 0 | 0 | 0 | 11.272 |
| per 31.12.2021 | ||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 309.764 | 271.462 | 47.345 | 735.616 |
| Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | 121 | 121 | 0 | 0 | 0 | 121 |
Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von
Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten,
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen
kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund
der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren
beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte
enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe
von TEUR 11.387 (31.12.2021: TEUR 13.494) sowie der zum
Barwert bewertete kurzfristige Anteil der ausstehenden
Einlage von Plastic Omnium in Höhe von TEUR 9.949
(31.12.2021: TEUR 29.962).
Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt
ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der
erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den
für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer
Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem
unternehmensspezifischen Risikozins.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten
eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 38.465
(31.12.2021: TEUR 38.465), die sich aus einer geschriebenen
Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern
der ElringKlinger Marusan Corporation, mit Sitz in Tokio,
Japan, ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene
Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe
des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende
Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der
Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des
verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten
Verbindlichkeit. Eine Veränderung des
Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw.
Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.846
(31.12.2021: TEUR 3.846).
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei
Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30.
Juni 2022:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| 30.06.2022 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 81 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.571 |
| Derivate* | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 89 | 0 | 11.571 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 11.272 | 0 |
| Gesamt | 0 | 11.272 | 0 |
| 31.12.2021 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 86 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 8 | 0 | 11.992 |
| Derivate* | 0 | 79 | 0 |
| Gesamt | 94 | 79 | 11.992 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate* | 0 | 121 | 0 |
| Gesamt | 0 | 121 | 0 |
* Es handelt sich um Derivate, für die die
Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht
vorliegen.
Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die
aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den
drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum
Bewertungsstichtag 30. Juni 2022:
| in TEUR | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| 30.06.2022 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.348 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.348 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 279.352 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 38.465 |
| Gesamt | 0 | 279.352 | 38.465 |
| 31.12.2021 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Langfristige Wertpapiere | 1.447 | 0 | 0 |
| Übrige Finanzinvestitionen | 0 | 0 | 2.008 |
| Gesamt | 1.447 | 0 | 2.008 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | 271.462 | 0 |
| Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption | 0 | 0 | 38.465 |
| Gesamt | 0 | 271.462 | 38.465 |
Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden
beschrieben:
Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.
Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für
ähnliche Instrumente oder anhand von
Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren
Inputparametern basieren.
Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf
beobachtbaren Marktdaten basieren.
Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und
Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem
Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie
gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode.
In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine
Umgruppierungen vorgenommen.
Die im Konzernabschluss 2021 ausgewiesenen
Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu
nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich im ersten
Halbjahr 2022 nicht wesentlich verändert.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im
ersten Halbjahr 2022 Zuwendungen der öffentlichen Hand
in Höhe von TEUR 2.660 (30.06.2021: TEUR 1.250)
enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich
für Entwicklungsprojekte gewährt. Darüber
hinaus wurden Zuwendungen im Rahmen der europäischen
Förderinitiative IPCEI ("Important Project of Common
European Interest") vom Buchwert der aktivierten
Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 746 abgezogen
(Netto-Methode).
Mit Wirkung zum 1. Juli 2022 wurde die Elring Italia Srl
mit Sitz in Settimo Torinese, Italien, eine 100%ige
Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG mit Sitz in
Dettingen/Erms, Deutschland, gegründet.
Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine
wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche
erläuternde Angaben erfordern würden.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Dettingen/Erms, den 4. August 2022
Der Vorstand
| Dr. Stefan Wolf | Reiner Drews | Thomas Jessulat |
| Vorsitzender |
Max-Eyth-Straße 2
D-72581 Dettingen/Erms
Fon +49 (0) 71 23 / 724-0
Fax +49 (0) 71 23 / 724-90 06
www.elringklinger.de
Dr. Jens Winter
Fon +49 (0) 71 23 / 724-88 335
Fax +49 (0) 71 23 / 724-85 8335
jens.winter@elringklinger.com
Für Zahlen und Statistiken aus
Veröffentlichungen Dritter übernimmt die
ElringKlinger AG keine Gewähr.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.elringklinger.de
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen.
Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen,
Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie
den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen.
Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht
als Garantien der darin genannten zukünftigen
Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der
Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen
und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und
Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die
sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.
Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind
abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und
Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der
ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen
führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum
Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und
Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und
Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und
Dienstleistungen sowie Änderungen der
Geschäftsstrategie.
Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von
Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen
Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder
Prozentangaben, kommen. Aus Gründen der besseren
Lesbarkeit wurde auf die Anwendung genderspezifischer
Sprachregelungen verzichtet. Allgemeine
Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen
ungeachtet ihres Geschlechts.
Dieser Bericht wurde am 4. August 2022
veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer
Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.
NOVEMBER
03
Finanzzahlen zum dritten Quartal und zu den ersten
neun Monaten 2022
MAI 2023
16
118. ordentliche Hauptversammlung
Terminverschiebungen können grundsätzlich
nicht ausgeschlossen werden.
Daher empfehlen wir, den aktuellen Stand im Internet
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